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13.01.2026

"Annexion Grönlands" - Kongressabgeordneter bringt Gesetzentwurf ein

freedert.online, 13 Jan. 2026 10:49 Uhr

Das Gesetz zur "Annexion Grönlands" steht im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, US-Interessen in der Arktis gegenüber China und Russland zu sichern. Vor einer Woche erklärte US-Präsident Trump, dass Grönland zu den USA gehören sollte. Andernfalls würde die Insel von Russland oder China besetzt werden.


© Urheberrechtlich geschützt


Am Montag hat der republikanische Kongressabgeordnete Randy Fine bekannt gegeben, dass er einen Gesetzentwurf zur "Annexion Grönlands" und zur Verleihung des Status eines US-Bundesstaates eingebracht habe. Ihm zufolge ziele das Dokument darauf ab, die strategischen Interessen der nationalen Sicherheit der USA in der Arktis zu gewährleisten und den wachsenden Bedrohungen durch China und Russland entgegenzuwirken. In der Pressemitteilung heißt es weiter: 

"Grönland ist kein entfernter Außenposten, den wir uns zu ignorieren leisten können – es ist ein lebenswichtiges Asset für die nationale Sicherheit. Wer Grönland kontrolliert, kontrolliert auch wichtige Schifffahrtswege in der Arktis und die Sicherheitsarchitektur, die die Vereinigten Staaten schützt. Amerika kann diese Zukunft nicht in den Händen von Regimen belassen, die unsere Werte verachten und danach streben, unsere Sicherheit zu untergraben."

Das Dokument besagt (https://fine.house.gov/uploadedfiles/greenland_bill.pdf), dass dem US-Präsidenten die Befugnis eingeräumt wird, die notwendigen Schritte zu unternehmen, "um Grönland als Territorium der Vereinigten Staaten zu annektieren oder auf andere Weise zu erwerben", unter anderem durch Verhandlungen mit Dänemark.

Nachdem "eine solche Annexion oder ein solcher Erwerb" abgeschlossen sei, müsse der US-Präsident dem Kongress die erforderlichen Änderungen des Bundesrechts vorlegen, um "das neu erworbene Territorium" als Bundesstaat aufzunehmen.


KP-Vorsitzende Dänemarks: US-Grönland-Pläne stellen dänische Außenpolitik infrage





Meinung

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Fine behauptete, dass die Politik des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden die strategische Position der USA in der Arktis untergraben habe, während China und Russland ihre Präsenz in der Region "weiterhin aggressiv ausdehnen." Er sagte: "Mein Gesetzentwurf wird unsere Heimat schützen, unsere wirtschaftliche Zukunft sichern und garantieren, dass Amerika – und nicht China oder Russland – die Regeln in der Arktis festlegt. So sehen amerikanische Führung und Macht aus."

Grönland, wo rund 57.000 Menschen wohnen, war bis 1979 eine dänische Kolonie, bevor es den Autonomiestatus und ein eigenes Parlament erhielt. Noch während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2019 schlug Donald Trump vor, die Insel zu kaufen. Aber diese Initiative wurde in Kopenhagen abgelehnt. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus bekräftigte Trump, dass Grönland zu den Vereinigten Staaten gehören sollte.

Mehr zum Thema - Diplomat: Grönland will weder zu Dänemark noch zu den USA gehören


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Info: https://freedert.online/nordamerika/267148-us-kongressabgeordneter-bringt-gesetzentwurf-zur/


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13.01.2026

Realisten wider Willen: Warum die "Koalition der Willigen" ins Wanken gerät

freedert.online, 13 Jan. 2026 08:38 Uhr, Von Wladimir Kornilow

Auf den Britischen Inseln kippt der Ton: Führende Kommentatoren britischer Leitmedien warnen plötzlich vor der Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine. Militärische Schwächen, fehlende Ressourcen und unkalkulierbare Risiken rücken in den Fokus – ein bemerkenswerter Bruch mit dem bisherigen Konsens.


Quelle: Gettyimages.ru © Tom Nicholson / Freier Fotograf


Pressekonferenz der führenden Köpfe der "Koalition der Willigen“ im Élysée-Palast, Paris, 06.01.26


Auf den Britischen Inseln geschieht etwas Ungewöhnliches. Es scheint, als hätte sich während des Glockenspiels anlässlich des Jahreswechsels ein Schalter in Bewegung gesetzt, der den Ton der Diskussionen über die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine abrupt veränderte. Auf einmal erschienen in den britischen Mainstream-Zeitungen fast identische Artikel von führenden Experten. Diese erwiesen sich unerwartet als sehr vernünftig. Sie enthielten eine realistische Einschätzung der äußerst geringen Erfolgsaussichten der Armee Seiner Majestät, sollte das von Premierminister Keir Starmer und Präsident Emmanuel Macron in Paris vorgestellte Szenario tatsächlich umgesetzt werden.

Im Folgenden werden nur drei Beispiele solcher Veröffentlichungen (tatsächlich gibt es mehr) der namhaftesten Autoren aufgeführt.

7. Januar, The Times. Der renommierte Kreml-Experte Edward Lucas veröffentlicht einen Artikel mit dem Titel "Leere Worthülsen über die Ukraine deuten auf den Zusammenbruch der NATO hin". In seinem Kommentar zum Plan, britische Truppen in die Ukraine zu entsenden, schreibt der Autor: "Wir versprechen, Streitkräfte zu entsenden, die wir nicht haben, um einen Waffenstillstand zu gewährleisten, der noch nicht einmal in Kraft ist, nach einem Plan, der noch nicht einmal ausgearbeitet ist, genehmigt von einer Supermacht, die nicht mehr zu unseren Verbündeten gehört, um einen Gegner in Schach zu halten, der über einen viel größeren Willen verfügt als wir."


Europa und seine zwei Gesichter: Arroganz und Unterwürfigkeit





Analyse

Europa und seine zwei Gesichter: Arroganz und Unterwürfigkeit





Und dann folgt eine Frage, die im Mainstream-Diskurs bisher tabu war: "Was passiert, wenn ein russischer Drohnenangriff unsere Truppen trifft? Wie viele Menschen müssen getötet oder verletzt werden, bevor wir das Feuer erwidern?" Bislang wurden solche Fragen bei der Diskussion über diese verrückten Pläne der "Koalition der Willigen" nur von wenigen in Großbritannien gestellt – und diese wurden sofort als "Stimmen vom Rand" oder "Agenten des Kremls" abgestempelt.

8. Januar, Daily Mail. Der General a. D. und ehemalige stellvertretende Kommandeur der NATO-Streitkräfte in Europa, Richard Shirreff, veröffentlicht einen Artikel mit der Überschrift "Britische Truppen in der Ukraine? Die Wahrheit besteht jedoch darin, dass wir weder über die personellen Ressourcen noch über die nötigen Finanzmittel, die Ausrüstung oder den Willen verfügen". Der Autor schreibt: "Wen will Keir Starmer damit täuschen? Sicherlich nicht Wladimir Putin. […] Ich gehe davon aus, dass diese leeren Versprechungen noch auf den Premierminister zurückfallen werden. Das ganze Vorhaben ist völlig unrealistisch."

10. Januar, Daily Mail. Der berühmte britische Journalist und Fernsehmoderator Andrew Neil veröffentlicht einen umfangreichen Artikel über den Gesamtzustand der britischen Verteidigung, in dem er sich in deutlichen Worten gegen Keir Starmers Pläne ausspricht, britische Soldaten in die Ukraine zu entsenden. Er schreibt: "Starmer übernimmt militärische Verpflichtungen, für deren Erfüllung Großbritannien weder über Personal noch über materiell-technische Mittel verfügt. Diese Woche hat er mit Präsident Macron vereinbart, britisch-französische Sicherheitskräfte in die Ukraine zu entsenden. […] Ist das ernst gemeint? Das Minimum, das Großbritannien entsenden müsste, um eine überzeugende Stärke zu demonstrieren, wäre eine Panzerbrigade mit etwa 5.000 Mann. Die reguläre britische Armee zählt etwas mehr als 71.000 Mann, aber nur etwa 25.000 davon sind einsatzfähig."

An dieser Stelle ist es wichtig zu betonen, dass alle genannten Experten überzeugte Gegner Russlands sind. Vor nicht allzu langer Zeit unterstützten sie noch mit Nachdruck die Idee, europäische Soldaten in die Ukraine zu entsenden. Richard Shirreff ist sogar Autor eines Buches darüber, wie die NATO Russland bereits 2017 hätte bekämpfen sollen. Im Frühjahr letzten Jahres erklärte er begeistert: "Starmer hat Recht: Wir müssen Soldaten in die Ukraine entsenden". Andrew Neil vertrat eine sehr aggressive Haltung gegenüber Russland und bestand darauf: "Es ist an der Zeit, Putins Drohungen zu ignorieren […] und der Ukraine alles zu geben, was sie braucht."


Bei "Friedensabkommen": Großbritannien und Frankreich schicken Truppen in die Ukraine





Bei "Friedensabkommen": Großbritannien und Frankreich schicken Truppen in die Ukraine





Und Edward Lucas war sozusagen einer der geistigen Väter der Idee zur Schaffung der "Koalition der Willigen". In seinen Artikeln tauchte dieser Begriff zum ersten Mal im November 2024 auf, als er dazu aufrief: "Lasst uns Koalitionen bilden – Koalitionen der Willigen, der Fähigen und der Bedrohungsbewussten. […] Den Kern dieser Koalition könnten die Vereinigten Expeditionsstreitkräfte [Joint Expeditionary Force – JEF] bilden, ein von Großbritannien geführtes Bündnis aus zehn Ländern Nordeuropas und des Baltikums sowie den Niederlanden. Wir sollten es zu JEF+ ausbauen und Länder wie Polen, Tschechien und Rumänien einbeziehen."

Zugleich war Lucas einer der Mitverfasser eines kollektiven Aufrufs zur Bildung einer solchen Koalition, um "unter britischer Führung stehende vereinte Expeditionsstreitkräfte" in die Ukraine zu entsenden. Diese Initiative markierte eigentlich den offiziellen Ausgangspunkt für die Bildung dieser Koalition: Genau diesen Aufruf griffen Starmer und Macron auf und setzten sich sofort dafür ein, Polen zur Teilnahme an dieser Mission zu bewegen. Mehr noch, der französische Präsident verschob im Dezember desselben Jahres sogar die Ernennung eines neuen französischen Premierministers, um persönlich nach Warschau zu fliegen und die Polen davon zu überzeugen, den Kern der Militärmission in der Ukraine zu bilden. Dies gelang ihm jedoch nicht.

Und plötzlich kritisiert der Autor dieser Idee sie, als hätte er nie etwas damit zu tun gehabt! Was könnte dahinterstecken? Man könnte vermuten, dass es kein Zufall war, dass die Veröffentlichung des Artikels von Edward Lucas in The Times mit seiner öffentlichen Erklärung zusammenfiel, wonach er nicht mehr für das Centre for European Policy Analysis (CEPA) tätig ist. Dieses Think-Tank wird von führenden westlichen Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Lockheed Martin, General Atomics und anderen finanziert. Dementsprechend stimmen die Positionen dieses Zentrums stets mit den Interessen seiner Geldgeber überein.

Gut, nehmen wir einmal an, dass die "Arbeitsstätte" von Experten wie Edward Lucas ihre Sicht auf aktuelle Ereignisse beeinflusst. Es geht hier jedoch um einen deutlichen Wandel im Diskurs britischer konservativer Politiker und der Medien insgesamt. Denn genau an dem Tag, an dem sein Artikel in The Times erschien, attackierte die Vorsitzende der oppositionellen Konservativen Partei, Kemi Badenoch, den Premierminister während einer Parlamentsdebatte und forderte ihn auf, über den mit Emmanuel Macron und Wladimir Selenskij vereinbarten Abenteuerplan Rede und Antwort zu stehen. Sie brachte Keir Starmer buchstäblich in Bedrängnis und erreichte, dass er sich verpflichtete, in Kürze konkrete Pläne für ein Militärkontingent vorzulegen und dafür die Zustimmung des Parlaments einzuholen.


Drohende Niederlage: Einheit der EU steht vor Bewährungsprobe





Analyse

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Und noch einmal: Seit Keir Starmer vor einem Jahr erstmals seine Bereitschaft bekundete, britische Soldaten in die Ukraine zu entsenden, war es in der dortigen Politik praktisch tabu, über dieses Thema zu diskutieren. Genauer gesagt, das Thema wurde zwar mehrfach angesprochen, aber niemand bezweifelte diese Idee als solche, und vor allem stellte niemand die Frage nach den möglichen Folgen, einschließlich des Todes britischer Militärangehöriger.

Andrew Neil weist in dem oben genannten Artikel ganz klar darauf hin, warum die Briten dieses "Projekt" so ruhig akzeptiert haben: "Meiner Vermutung nach hat Starmer dem nur deshalb zugestimmt, weil er davon ausgeht, dass die Russen ohnehin schon unmissverständlich klargestellt haben, dass sie niemals NATO-Truppen auf ukrainischem Boden akzeptieren werden. Es wird also kein Friedensabkommen geben. Seine Zustimmung ist nur eine reine Augenwischerei."

Aber die Unterzeichnung der "Pariser Deklaration" wurde von den britischen Konservativen offenbar als Alarmsignal gewertet: Starmer ist zu weit gegangen und hat sich von leeren Prahlereien zu bestimmten Verpflichtungen hinreißen lassen, von denen London später nicht mehr zurücktreten kann. Daraufhin versuchte der britische Premierminister, ebenso wie der französische Präsident, mit Schaum vor dem Mund zu beweisen, dass die Truppen der "Willigen" "tief im Hinterland", also "weit entfernt von der Kontaktlinie", stationiert sein würden.

Nun, nicht zufällig folgte unmittelbar nach diesen Worten ein "Oreschnik"-Schlag Russlands auf Lwow. Auf diese Weise wurde diesen "Abenteurern" deutlich vor Augen geführt, dass es für sie – bei Vorhandensein solcher Waffen – kein "tiefes Hinterland" mehr gibt. Das wird hoffentlich zusätzliche "Argumente" für die Autoren der Pläne der "Koalition der Willigen" liefern, die plötzlich zu Skeptikern beziehungsweise zu "Realisten wider Willen" geworden sind.

Übersetzt aus dem Russischen.

Der Artikel ist am 12. Januar 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

Mehr zum Thema - Starmer und Trump vereinbaren Abschreckung Russlands im hohen Norden


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Video https://rumble.com/v740bzw-treffen-in-paris-europas-fhrung-sagt-selenskij-weitere-hilfe-zu.html Dauer 11:32 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Info: https://freedert.online/meinung/267078-realisten-wider-willen-warum-koalition/


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13.01.2026

Petition einer Europäischen Bürgerinitiative für Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsvertrages

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 13. Januar 2026, 12:06 Uhr


*Sehr wichtige Bürgerinitiative!!! Bitte unterschreiben und weiterleiten!*


Liebe Mitstreiterinnen für die Rechte der Palästinenser,


es  wurde heute  die   Petition  einer Europäischen Bürgerinitiative

gestartet, die eine Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsvertrages

fordert.


Bitte unterschreibt diese Petition möglichst bald und verbreitet sie 

weiträumig, denn  die Petition erfordert viele Unterschriften, damit

sie  angenommen wird.


*https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home*


Für eine*Europäische Bürgerinitiative (EBI)* benötigt man *mindestens 1

Million gültige Unterschriften*, verteilt auf mindestens 7 EU-Länder mit

jeweils einer Mindestanzahl an Unterzeichnern, die je nach Mitgliedstaat

variiert (z. B. *in Deutschland ca. 67.680 Unterschriften)*. Die

Initiative muss innerhalb von 12 Monaten gesammelt werden.


Wenn  die 100.000  Demonstranten, die am 27.9. 2025  in Berlin für die

Rechte der Palästinenser  demonstriert haben, alle die Petition

unterschreiben, dann sollte es keine Mühe machen, das Quorum von 67.680

Unterschriften zu erreichen. Um an der Petition teilnehmen zu können,

ist die EU-Staatsbürgerschaft Voraussetzung.


Mit solidarischen Grüßen


Martin Breidert, BIP-Vorsitzender



/Martin Breidert

Beueler Kreuz 1

53604 Bad Honnef

02224-9118059

/


/martin.breidert@gmx.de/



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13.01.2026

Warum Venezuela und Grönland nicht
so unterschiedlich sind

https://www.rt.com/news/630852-venezuela-greenland-us-difference/?utm_source=Newsletter&utm_medium=Email&utm_campaign=Email


RT-deutsch, 13.01.2026
Zumindest hat Lateinamerika eine Geschichte des Widerstands gegen
Washingtons Imperialismus, im Gegensatz zu seinen europäischen Vasallen

Von Tarik Cyril Amar
Was ist der Unterschied zwischen Venezuela und Dänemark? Abgesehen natür-
lich von Geografie, Essen, Wetter und der Tatsache, dass die venezolanische
Regierung früher zumindest den israelischen Völkermord an den Palästinensern
gemäß grundlegenden moralischen Normen und internationalem Recht verur-
teilte, während die dänische Führung im Grunde auf die Seite der israelischen
Täter steht, entsprechend der widerlichen Art und Weise wie im "wertegetrie-
ben" Westen die Dinge gehandhabt werden.
Fun Fact: Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen diesen beiden Län-
dern, außer dass US-Präsident Donald Trump eines sehen möchte. Und an die-
sem Punkt scheint es, als wären er und seine fröhliche Crew von hemisphäri-
schen Piraten in der Stimmung, Venezuela und Dänemark im Wesentlichen
gleich zu behandeln: nämlich indem sie tun, was sie wollen, um Rohstoffe und
geopolitische Lage zu erlangen. Trump selbst hat seine Überzeugung wieder-
holt, dass Washington Grönland "braucht". Was in seiner Welt dasselbe ist
wie "ein Recht zu nehmen".
Stephen Miller, einer der vielen aggressiven und finsteren Sidekicks von Don
Trumps Famiglia, hat behauptet, dass Dänemarks Grönland ohnehin den USA
gehöre (völlig falsch) und dass es keinen militärischen Widerstand geben wer-
de, falls Washington es erobert (höchstwahrscheinlich korrekt). Millers Frau
Katie hatte bereits eine Karte von Grönland mit der amerikanischen Flagge und
der Bildunterschrift "bald" aufgehängt, noch bevor ihr Mann das Gesetz – oder
besser gesagt dessen Abwesenheit für die Amerikaner – festgelegt hatte: "Wir
leben in der realen Welt, die von Stärke regiert wird, die von Gewalt regiert
wird, die von Macht regiert wird."
Dass Dänemark grundsätzlich nicht mehr Respekt erhält als Venezuela, ist na-
türlich ironisch, denn Venezuela hat eine Geschichte des Widerstands gegen
die USA, während Dänemark eine Geschichte der Unterwerfung hat und Mit-
glied zweier US-Vasallenklubs ist, der NATO und der EU. Und dennoch droht
Washington offen, ein riesiges Stück legal dänischen Territoriums mit derselben
völligen Missachtung von Gesetzen und Regeln zu übernehmen, wie es es bei
den Angriffen auf Venezuela gezeigt hat.
Sicher, die amerikanische Kampagne gegen Venezuela war viel grausamer und
blutiger als eine US-Übernahme Grönlands. Ungeachtet ihres sicheren rhetori-
schen Widerstands gegen Trumps ebenso verbale (vorerst) Aktionen hat die
dänische Premierministerin Mette Frederiksen gute Chancen, nicht mit Augen-
binden und Handschellen entführt zu werden, während ihre Wachen dutzend-
weise massakriert werden, wie es Venezuelas Nicolas Maduro und seine Frau
Cilia Flores passiert ist. Zu guter Letzt ist Dänemarks übrig gebliebener kolonia-
listischer Anspruch auf Grönland weitaus weniger beeindruckend als Vene-
zuelas klares Recht auf Souveränität, eigene Ressourcen und nicht zuletzt auf
Frieden, den die USA alles mit Füßen getreten haben.
Doch da ist es: Unter Trump ist die alte Hierarchie zwischen den Verbündeten
der USA im globalen Norden (eigentlich bestenfalls Kunden, meist Vasallen)
und den reinen US-Opfern – meist im globalen Süden – bestenfalls unzuverläs-
sig geworden. In den schlechten alten Zeiten mussten Länder wie Deutschland,
Großbritannien, Frankreich und Italien Washington immer gehorchen, wenn es
hart auf hart kam (man denke zum Beispiel an die massive CIA-Intervention in
Italien, die mit den Wahlen 1948 heftig begann, das britisch-französische Suez-
Fiasko 1956 oder die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen Anfang der
1980er Jahre). Aber sie durften ein wenig Posieren – wie zum Beispiel unter
Frankreichs De Gaulle und Chirac sowie Deutschlands Brandt und Schroder –
und konnten vernünftigerweise erwarten, von der brutalsten und gesetzlos
brutalsten Seite der amerikanischen Dominanz verschont zu bleiben, solange
sie sich daran hielten, wenn es darauf ankam.
Da Washington nun ein großes Stück von dem, was – offiziell und rechtlich –
Dänemark ist, fordert und damit droht, es mit Gewalt zu nehmen, falls es nicht
übergeben wird, signalisiert die USA, dass diese (meist) europäischen Privile-
gien des globalen Nordens äußerst fragil geworden sind. Deshalb sind einige
Europäer schockiert, eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass sie mit
dem schlimmsten Tyrannen der Welt "verbündet" sind: Der deutsche Galionsfi-
gur und wiedergeborene Russophobe Frank-Walter Steinmeier hat zum Beispiel
entdeckt, dass die USA die Welt in eine "Räuberhöhle" verwandeln. Glück-
wunsch, Frank-Walter, der schnellste Kopf Deutschlands, und jetzt mit euch ans
Ende der Reihe hinter den Vietnamesen, Afghanen, Irakern, Libyern, Iranern,
Guatemalteken (eigentlich ganz Lateinamerika natürlich), mindestens der Hälf-
te Afrikas... einfach fast alle außerhalb des Globalen Nordens.
Meistens jedoch haben die Europäer das getan, was sie immer tun, wenn sie
von ihren amerikanischen Herren einen heftigen Tritt in den Hintern bekom-
men: Uneinigkeit zeigen und, soweit es einen Konsens gibt, dann nicht um zu-
rückzuschlagen, sondern um zu 'verhandeln'. Verhandlungen sind natürlich
mittlerweile ein Code für eine vollwertige, schamlose Kapitulation, wie gezeigt
wurde, als die faktische EU-Despotin Ursula von der Leyen Europas Volkswirt-
schaften im Trump-Golfresort verriet. Außer dass 'sich verraten' technisch ge-
sehen falsch ist, weil sie für die vollständige Kapitulation genau nichts bekom-
men hat.
Doch um selbst Trump gegenüber fair zu sein, ist es eine parteiübergreifende
Entwicklung, dass Washington den Europäern ihre relativen Privilegien nimmt.
Unter dem Demokraten Joe Biden wurden schließlich die Nord-Stream-Pipeli-
nes in einem massiven Angriff auf Deutschlands – und die der EU insgesamt –
lebenswichtige Energieinfrastruktur gesprengt. Unabhängig von der genauen
Rolle einer Gruppe ukrainischer Terroristen bei diesem Verbrechen besteht
kein Zweifel, dass auch die USA beteiligt waren, auch wenn aufeinanderfolgen-
de Berliner Regierungen sich zu Brezeln verdreht haben, um diese Tatsache
nicht anzuerkennen.
Die Erniedrigung der europäischen Klienten und Vasallen hat also unter Trump
nicht begonnen. Tatsächlich, wenn nur Deutschland und der Rest von NATO-
EU-Europa normal auf den Nord-Stream-Angriff reagiert hätten, würden die
USA – selbst unter Trump – sich vielleicht weniger sicher fühlen, dass sie mit
ihren Untergebenen in der Alten Welt machen können, was sie wollen. Doch in
Wirklichkeit steht die perverse Reaktion auf den Nord-Stream-Angriff für einen
längeren Trend europäischer Selbstdegradierung. Tatsächlich ist es seit dem
Ende des Kalten Krieges Ende der 1980er Jahre, dass Westeuropa nicht nur da-
ran gescheitert ist, sich von Washington zu befreien. Sie ist so unterwürfig wie
nie zuvor geworden.
Deshalb irrt sich Dänemarks Frederiksen, wenn sie warnt, dass eine US-Über-
nahme Grönlands die NATO beenden würde. Natürlich wäre das ein brutaler
Beweis, dass die NATO ihr dominantes Mitglied USA nicht einschränkt, was iro-
nisch ist, weil die Europäer gerade unterwürfig zugestimmt haben, sich selbst
zu ruinieren, indem sie viel zu viel dafür ausgeben.
Doch die Zerstörung der NATO war ein langwieriger Prozess. Ihre Haupttreiber
waren die rücksichtslose Überstreckung nach Osteuropa seit den 1990er Jah-
ren, die nun kurz vor der Niederlage des Westens in der Ukraine steht; eine
Reihe von 'Out-of-Area'-Fiaskos und Verbrechen; und nicht zuletzt die europäi-
sche Politik, die USA zu beschwichtigen.
Das ist die ultimative Ironie, die Vasallenköpfe einfach nicht begreifen können:
Hätten sich die Europäer nur gegen die USA behauptet – zum Beispiel durch
Widerstand gegen oder zumindest durch Einschränkungen der Expansion und
durch den Ausstieg aus dem wahnsinnigen Stellvertreterkrieg gegen Russland
in der Ukraine – dann wäre Washington nun vielleicht weniger ermutigt und
weniger geneigt, das Territorium eines NATO-Mitglieds zu erobern. Und infol-
gedessen wäre die NATO weniger gefährdet.
Letztlich kann man jedoch nicht verurteilen, dass Washingtons global-nordko-
reanische 'Verbündete' ihre Privilegien verlieren oder dass die NATO als die Ab-
surdität dargestellt werden könnte, die sie ist. In einer Welt, in der der Völker-
mord in Gaza von Israel und dem Westen gemeinsam begangen wird und Ve-
nezuela an weitem internationalen Tag gewaltsamem Raub ausgesetzt ist, soll-
ten auch die Europäer sich der Realität stellen. Vielleicht wird das einige Köpfe
sammeln und den Nachfolgern des deutschen Bundeskanzlers Merz helfen,
zum Beispiel die 'Komplexität' zu durchschauen, die ihn in diesem Moment so
verwirrt, wenn es um Venezuela geht (ganz zu schweigen von seinen zwei blin-
den Augen in Bezug auf Gaza). Bis dahin verdienen von allen Opfern der USA
die Europäer kein Mitleid, aus zwei Gründen: Weil sie meist Komplizen sind,
und wenn Washington auch sie ins Visier nimmt, können sie nur sich selbst die

Schuld geben.


Tarik Cyril Amar, ein Historiker aus Deutschland, der an der Koç-Universität in
Istanbul arbeitet und sich mit Russland, der Ukraine und Osteuropa, der
Geschichte des Zweiten Weltkriegs, dem kulturellen Kalten Krieg und der Politik

des Gedächtnisses beschäftigt


Aus dem Englischen mit dem Google-Übersetzer


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13.01.2026

An:  Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland    Für die Freiheit Venezuelas - Nein zum völkerrechtswidrigen US-Angriff!

JO

Gestartet von Juliana-Rabea Oltmanns


 

Beginnend mit militärischen Angriffen auf Schiffe vor der Küste Venezuelas, eskalierend in direkte Luftangriffe auf venezolanisches Territorium mit Toten und Verletzten, schließlich mündend in die Festnahme und anschließende Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro haben sich die USA unter der Trump-Administration beispielloser Verletzungen des Völkerrechts schuldig gemacht.

Gegen die Verletzung des Rechts auf Souveränität des Staates Venezuela, gegen die völkerrechtsveletzende wie auch menschenrechtsverletzende Verschleppung Maduros als Staatspräsidenten des venezolanischen Staates sowie seiner Ehefrau Cilia Flores gilt es Widerstand zu leisten:

Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland wird aufgefordert, unverzüglich gegen das staatsterroristische Vorgehen der USA Stellung zu beziehen sowie diplomatische Maßnahmen zur Sanktionierung des US-amerikanischen Vorgehens zu ergreifen (Einberufung des Botschafters, Verhängung von Sanktionen).

Ferner gilt es, die unverzügliche Freilassung Maduros zu verlangen, der unter dem Vorwand vermeintlicher Drogendelikte in New York festgenommen wurde, dem jedoch ein politischer Prozess drohen dürfte.

Denn unabhängig von mutmaßlichen Rechtsverletzungen steht es keinem einzelnen Staat zu, über den Bürger eines Drittstaats Gerichtsbarkeit auszuüben und ihn zu diesem Zweck zu entführen - der US-amerikanische Versuch ein solch archaisches Recht des Stärkeren durchzusetzen, bleibt immer noch das Unrecht i.S.d. internationalen Ordnung!

Warum ist das wichtig?

Geben Sie bitte Ihre Unterschrift ab gegen Imperialismus, wenn Trump offen sein Interesse am venezolanischen Öl bekundet.


Geben Sie bitte Ihre Unterschrift ab gegen ein Wiederbeleben US-amerikanischer Hinterhofpolitik in Reminiszenz an die Monroe-Doktrin - keine Unterjochung Lateinamerikas! Eine Tolerierung des US-amerikanischen Unrechts in Venezuela könnte ferner einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen in Hinblick auf die Eakalation weiterer Konfliktherde wie Kuba, Iran und nicht zuletzt China.


Geben Sie bitte Ihre Unterschrift ab für die Achtung des Völkerrechts und der Menschenrechte - für die Wahrung des Friedens Lateinamerikas und der Welt.


Info: https://weact.campact.de/petitions/fur-die-freiheit-venezuelas-nein-zum-volkerrechtswidrigen-us-angriff


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13.01.2026

Finnischer Politiker: EU-Chefdiplomatin Kallas sollte zurücktreten  

13 Jan. 2026 11:22 Uhr

Armando Mema, ein Mitglied der finnischen Partei Freiheitsliga, fordert die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, auf, ihr Amt aufzugeben. In dem Fall könne es Hoffnung für die Diplomatie im Dialog mit Russland geben, schreibt der Politiker auf der Plattform X.


Finnischer Politiker: EU-Chefdiplomatin Kallas sollte zurücktreten   © Urheberrechtlich geschützt


Die Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik Kaja Kallas, 1. Dezember 2025


Die Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik, Kaja Kallas, sollte zurücktreten, um das zu retten, was von der EU-Diplomatie noch übrig ist. Diese Meinung äußert Armando Mema, ein Mitglied der finnischen Partei Freiheitsliga, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Beitrag. Die Hoffnung auf Diplomatie könne nach Kallas’ Rücktritt und der Einstellung der Waffenlieferungen an die Ukraine aufkeimen. Damit kritisiert Mema die Kriegsrhetorik der Europäischen Union gegenüber Russland.   

Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen der EU-Vertreter, es könnten in Zukunft Gespräche mit Moskau geführt werden, meint Mema, dass Brüssel seine Chancen verspielt habe, mit der russischen Seite wieder zu verhandeln. 

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verkündete auch kürzlich, Europa müsse mit Russland über die Ukraine sprechen, und forderte die Ernennung eines EU-Sondergesandten für eine Beilegung des Ukraine-Konflikts.

"Der EU kann man derzeit nicht trauen", betont Mema in seinem Post. 

"Je eher die EU zur Realität zurückkehrt, desto besser", fügt der Politiker hinzu.

Das Jahr 2025 zwang den Westen, sein Ziel im Ukraine-Krieg zu überdenken





Analyse

Das Jahr 2025 zwang den Westen, sein Ziel im Ukraine-Krieg zu überdenken





Zuvor forderte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, Kallas als Chefin der EU-Diplomatie zu ersetzen. Seiner Meinung nach, ist die EU derzeit nur passiv in der Weltpolitik vertreten, obwohl die Union alle Möglichkeiten hat, um geopolitisch von Bedeutung zu sein. Mit Kallas werde diese Chance verspielt, erklärte Fico in einem Fernsehinterview.

Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik ist eine der Schlüsselpositionen in der Union. Der Chef der Euro-Diplomatie unterbreitet Vorschläge zur Gestaltung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und sorgt unter anderem für die Kohärenz der Maßnahmen der EU auf internationaler Ebene.

Kallas wurde bereits sowohl von anderen europäischen Politikern und Diplomaten als auch von den Medien kritisiert. So äußerte sich der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán Ende Dezember negativ über sie wegen ihrer Rhetorik gegenüber Russland.


Mehr zum Thema ‒ Fico: Kallas sollte ersetzt werden!


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Video https://rumble.com/v748jf8-merz-in-indien-neue-impulse-fr-handel-verteidigung-und-fachkrfte.html Dauer 2:39 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/267150-finnischer-politiker-eu-chefdiplomatin-kallas/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:





-Merchant of Venice, act 1, sc. 3, l. 99, William Shakespeare



The devil can cite Scripture for his purpose.
An evil soul producing holy witness
Is like a villain with a smiling cheek,
A goodly apple rotten at the heart.
O, what a goodly outside falsehood hath!



„Der Teufel kann die Heilige Schrift für seine Zwecke zitieren.
Eine böse Seele, die heilige Zeugnisse hervorbringt,
ist wie ein Schurke mit einem Lächeln auf den Lippen,
ein schöner Apfel, der im Inneren verfault ist.
Oh, wie schön kann die Lüge von außen sein!“


Info: https://cynthiachung.substack.com/p/the-realpolitik-of-transhumanism

13.01.2026

EU-Vorsitz: Korruptionsskandal erschüttert Zypern

lostineu.eu, vom 12. Januar 2026

Seit dem 1. Januar führt Zypern den halbjährigen EU-Vorsitz – nun wird das Land von einem Korruptionsskandal erschüttert. Ein Video, das auf “X” zirkuliert, soll illegale Methoden zur Finanzierung des Wahlkampfs für die Präsidentschaftswahlen 2028 belegen.

Das Video zeigt mutmaßlich private Gespräche zwischen engen Vertrauten des zyprischen Präsidenten Christodoulides und einem Geschäftsmann, wie “telepolis” berichtet. Parallelen zur Ibiza-Affäre, die Österreich erschütterte, seien durchaus vorhanden, so das Online-Magazin.

Derweil schreibt “Politico”, daß der Stabschef des Präsidenten zurückgetreten sei. Dies würde der Affäre eine neue Dimension geben, die an die Vorgänge in der Ukraine erinnert…

In Brüssel gibt man sich wie immer ahnungslos. Noch in der letzten Woche war EU-Präsidentin von der Leyen auf Zypern – und pries in ihrer Rede die Schönheit des Landes und seinen Erfindergeist…

3 Comments

  1. Helmut Höft
    13. Januar 2026 @ 09:32

    Politik und Korruption: Passt! (aka “Manus manum lavat”, “”Do ut des!”, “Quid pro quo” so “schön” haben das die Römer gesagt, heute ist nur noch das harte Wort Korruption übrig geblieben, im Rheinhald: “Merr kennt sich, merr hilft sich!” usw. usf.)

    Was im Umfeld soziales Verhalten ist, ist, geht man mit fremdem Geld um, Korruption!

    Einfach nur eklig!

Antworten

  • KK
    12. Januar 2026 @ 22:22

    Eigentlich doch gar nicht wirklich berichtenswert…
    Inzwischen würde ich mich eher über einen Bericht wundern, wonach in einem EUropäischen Land keine Korruption, Vetternwirtschaft und Wahlmauscheleien stattfänden… und sowieso, der Fisch stinkt von Brüs… äh… von der EUC… na… vom Kopf!

    Antworten

  • Michael
    12. Januar 2026 @ 18:48

    Na und!? Ist man nicht gewöhnt dass Zypern regen Handel mit EU Pässen betreibt, und Schwarzgeld und Blutgeld bunkert!? Oder habe ich da etwas missverstanden?



  • Info: https://lostineu.eu/eu-vorsitz-korruptionsskandal-erschuettert-zypern/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    De Villepin warnt vor Intervention in Iran


    lostineu.eu, vom 12. Januar 2026

    Seit dem Irakkrieg gilt der frühere französische Premier De Villepin als einer der besonnensten und glaubwürdigsten Außenpolitiker der EU. Nun hat er sich wieder zu Wort gemeldet – und vor einer westlichen Intervention im Iran gewarnt. Bei “Euronews” sagte de Villepin, dass sich die Positionen innerhalb der Führung in Teheran verschieben und das richtige Gleichgewicht gefunden werden müsse, um zu verhindern, dass “die Dinge noch schlimmer werden”. Nach Angaben von de Villepin besteht das große Risiko darin, “eine chaotische Situation zu schaffen, die noch schlimmer wäre als die heutige, deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein“. – Damit setzt sich der Franzose von Außenminister Wadephul und von der EU-Chefdiplomatin Kallas ab. Sie wollen die EU-Sanktionen verschärfen und liegäugeln mit einem westlichen Eingreifen. US-Präsident Trump denkt schon über Militärschläge nach…

    Mehr zu Iran hier

    4 Comments

    1. Karl
      13. Januar 2026 @ 09:10

      Die wieder ertüchtigte Bundeswehr (Airbus Transporter Atlas) wird Wandporträts des deutschen Außenministers Wade-Pfau im Goldrahmen in großer Stückzahl über dem Iran abwerfen. Die Iraner in ihren sanktionierten Hütten können ihn neben dem Ayatollah aufhängen und sich so mit dem Wade-Pfau in der Kommunikation “besser vernetzen”, wie die deutschen Auslandsvertretungen mitteilten. — https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geltungsbeduerfnis-beim-aussenminister-der-eitle-wade-pfau-wadephuls-wandportrait-wenn-selbstinszenierung-aussenpolitik-ersetzt-li.10009431?id=1b7190abfcb544fd9534da8ce397fe9c

    Antworten

  • Helmut Höft
    13. Januar 2026 @ 09:09

    … eine chaotische Situation zu schaffen, die noch schlimmer wäre als die heutige … das trifft auch auf die anderen Clowns zu: Was kommt noch Wladimir Wladimirowitsch? Was kommt nach Donald John (“Dscheji Di” an den Strippen von Peter Thiel?)? Wer kommt nach “Bibi”, wer nach Giorgia?

    Die Welt ist außer Rand und Band, Denken iss nich, nachdenken schon gar nich!

    Nachstaz zu den USA: “… der 3. Nov. 2026 fällt aus”, meine Wette steht! https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/10/18/zwischenruf-18102025-der-3-nov-2026-faellt-aus-kriegsbeil-bleibt-vergraben/ Minneapolis ist die nächste Blaupause: Ein freundliches Gesicht abknallen, die offensichtlichen Fakten verdrehen (aka “alternative Fakten”), weitere Truppen schicken um die Stimmung auf Temperatur zu halten …

    Antworten

  • Michael
    12. Januar 2026 @ 16:18

    Und forderten die Slowenen nicht soeben die Ablösung der unsäglichen Kallas!? Und ich würde ergänzen endlich den Wadephul mit Kallas in die Wüste zu schicken wg. Unfähigkeit aufgrund intellektueller Überforderung!

    Antworten

  • Erneuerung
    12. Januar 2026 @ 14:05

    Die EU wird sich weiter in die Bedeutungslosigkeit manövrieren, wenn sie den Scharfmachern Kallas und Wadephul folgt. Außerdem sind wohl im Iran Hunderttausende auf den Straßen, die sich nicht für die Einnahme von Trump, Netanjahu oder Brüssel instrumentieren lassen, auch wenn sie Änderungen fordern. Die mit israelischer Hilfe forcierte Destabilisierung wird weitere Wirtschaftskraft des Westens kosten, und das bei immer größer werdendem technologischem und humanen (HDI) Rückstand zu China.


  • Info: https://lostineu.eu/de-villepin-warnt-vor-intervention-in-iran/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Wadephul freut sich über Aufstand im Iran: “EU-Sanktionen wirken”


    lostineu.eu, vom 12. Januar 2026

    Außenminister Wadephul freut sich darüber, daß die EU-Sanktionen den Aufstand im Iran befeuern. Die massiven Proteste gegen das Ajatollah-Regime nannte der CDU-Politiker eine Folge von Sanktionen: “Das heißt: Sanktionen wirken und auf diesem Weg sollten wir ⁠weiter vorangehen.” ‍Die Proteste richten sich vor allem gegen die Wirtschaftskrise im Iran und die hohen Lebenshaltungskosten. Dafür ist die EU mitverantwortlich – wegen der Sanktionen. Für Wadephul reicht das aber noch nicht. Die Bundesregierung sei für die Listung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation, sagte er: “Wir hoffen, ⁠dass die EU hier noch entschlossener ​handeln kann.” Bisher zeichnet sich dafür in der EU aber noch keine Mehrheit ab. Immerhin ist klar, daß sie Wadephul damit offen für “Regime Change” ausspricht…

    Mehr zu Iran hier. Siehe auch “De Villepin warnt vor Intervention”

    P.S.  Deutschland und Israel haben einen Sicherheitspakt unterzeichnet, um die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung und der Abwehr von Cyberangriffen auszubauen. Dies teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu mit. Er verwies auf die Gefahr durch den Iran und seine Verbündeten. Wie passend…

    15 Comments

    1. Monika
      12. Januar 2026 @ 20:59

      auf diesem Weg sollten wir ⁠weiter vorangehen…
      Gecken wie Wadephul &Cie. verwechseln sich wohl mit Geckos.: Sie stehen schon mit der Nase vor der Wand. Jetzt müssen sie nur noch „geradeaus“ weiterlaufen. Dann nach ein paar Metern: immer weiter geradeaus, die Decke entlang, beim nächsten Hindernis immer geradeaus, die Wand wieder runter, und schnurgeradeaus … immer weiter, weiter fortschreiten…Und wenn sie niemand stoppt, dann laufen sie und laufen und laufen, immer geradeaus, in ewigem Fortschritt. Haltlos in den Niedergang zwingen sie mit dieser Fortschrittlichkeit ganze Volksgemeinschaften.
      Trump wollte Amerika noch groß machen, Wadephul ist den entschiedenen Schritt weiter, er bewegt sich schon im Absolutismus: Der Staat? — Bin Ich!!! jubelt er. „unsere“ Sanktionen wirken! Auf wen, ob mit dem Völkerrecht vereinbar, alles egal, Hauptsache sie wirken.
      Haben die schlesischen Weber im Vormärz noch laut H.Heine am Leichentuch Deutschlands gewebt, scheinen die Propagandaprofis nun den revolutionären Impetus gepachtet zu haben, denn sie weben und weben, Welt, an deinem Leichentuch.

    Antworten

  • Reykjavik
    12. Januar 2026 @ 18:53

    Oh ja, die Sanktionen wirken – 90 Millionen Menschen werden im Iran durch Sanktionen in Armut, Mangelwirtschaft und Perspektivlosigkeit gehalten, damit der Westen ihnen und sich selbst beweisen kann, was sie für eine besch****ene Regierung haben. Die Kubaner werden seit mehr als 60!!! Jahren aus den selben Gründen in Elend gehalten, ebenfalls durch Sanktionen. Erschreckend, wie sich deutsche Politiker immer noch oder schon wieder an Kollektivstrafen und Sippenhaft für ganze Völker ergötzen können.

    Antworten

    • Helmut Höft
      13. Januar 2026 @ 07:54

      @Reykjavik
      Kommt auf die Perspektive an: Unsere Clowns meinen ja, sie haben recht wenn sie sich in Unrechtregime (wieder unsere Perspektive) einmischen. KK hat das mit Verweis auf Albright ja auch schon gewürdigt. Ich sehe das auch so wie Du es siehst.

      Dieses ewige „Und siehst Du die Dinge anders als ich, so schlag‘ ich Dir den Schädel ein, ich bin der Stärkere!“ ist einfach nur eklig!

      Antworten

  • Michael
    12. Januar 2026 @ 16:13

    Auf Baerbock folgt Wadephul, und der hat auch keine Ahnung und keinerlei Geschichtsbewusstsein und freut sich über den Aufstand im Iran, ganz so als gäbe es keine direkte Verbindung zu 1953 und den Sturz eines demokratisch gewählten Mohammed Mossaddegh durch die USA und UK! Man wollte das Öl, ganz so wie jetzt in Venezuela, man bekam den Shah Pahlawi und will jetzt seinen Sohn Reza Pahlawi!
    Ist das pathologische Idiotie oder einfach nur eine Marx‘sche Farce!?

    Antworten

  • KK
    12. Januar 2026 @ 15:21

    Wann bekommen wir endlich mal wieder richtige Diplomaten als Aussenminister (aka “Chefdiplomat”) – statt einem Hetzer nach der andern?

    Antworten

  • european
    12. Januar 2026 @ 13:12

    Gleichzeitig sitzen deutsche Unternehmen in den iranischen Universitaeten im Foyer und werben dem Land die frisch gebackenen Absolventen ab. Auf Kosten des Irans ausgebildet, selbstredend. Ich weiss es aus sehr direkter Quelle und will auch nichts weiter dazu sagen. Ich hab mich schon zu oft ueber dieses parasitaere System aufgeregt.

    Die Sanktionen wirken. Jaja…

    Wir zerstoeren die Wirtschaft und werben dann die ausgebildeten Fachkraefte ab, die in der zerstoerten Wirtschaft keine oder nur geringe Perspektiven haben. Zuhause bilden wir nicht genug aus, u.a. weil wir den NC so hoch haengen, dass nur wenige einen Studienplatz bekommen.

    Fachkraeftemangel, verstehste?

    Diese grenzenlose Scheinheiligkeit ist unertraeglich.

    Antworten

  • Stef
    12. Januar 2026 @ 12:34

    Wadephul und die Bundesregierung offenbaren sich damit einmal mehr als ahnungslose Brandstifter im Blindflug. Nur mal angenommen, die Mullahs werden von einem Volksaufstand mit mehr oder weniger Unterstützung durch den Wertewesten vom Hof gejagt (was ich noch nicht sehe). Wird das Ergebnis Stabilität sein? Aus der Liquidierung von Gaddhafi in Libyen nichts gelernt?

    Das Risiko ist hoch, dass im Iran Instabilität Einzug hält und die nächste Flüchtlingskrise ausgelöst wird, die die Bundesregierung dann wieder an einer anderen Baustelle vor Probleme stellen wird.

    Es handelt sich hier folglich um eine Politik der gewollten Destabilisierung. An einer solchen hat jedenfalls im Nahen Osten aus meiner Sicht Europa und Deutschland keinerlei Interesse. Das mögen die USA und Israel anders bewerten, abder dass deren Interesse mal wieder höher wiegen als unser Interesse ist doch eine erneute Feststellung wert.

    Antworten

  • Helmut Höft
    12. Januar 2026 @ 11:55

    Leichen stapeln sich: Kommentar: “Alles gut, unsere Sanktionen wirken!” Ich bin sicher, der Herr Oberst-Leutnant a.D. rennt Sonntags in die Kirche.

    Antworten

  • Thomas Damrau
    12. Januar 2026 @ 10:15

    … und ich habe Nadeln in eine Voodoo-Puppe mit der Beschriftung “Islamische Republik” gesteckt: Hat offensichtlich gewirkt.

    Da guckste, Alter!

    Antworten

  • Erneuerung
    12. Januar 2026 @ 09:28

    Ja, die Sanktionen wirken, das sieht man auch im Frontvetlauf in der Ukraine und im wertewestlichen Schuldenstand. Und unbestätigten Meldungen zufolge protestieren die Iraner wohl gegen die wirtschaftliche Misere, wollen aber den Schah trotzdem nicht. Ähnlich scheint es in Venezuela zu sein. Vielleicht macht sich Wadephul die Welt, wie sie ihm gefällt. Ich glaube nicht, dass der Iran fällt, der dürfte vor allem für China zu wichtig sein.

    Antworten

  • Guido B.
    12. Januar 2026 @ 08:52

    Kolonialismus im 21. Jahrhundert:

    Man diskreditiere ein Land mit einer missliebigen Regierung, sanktioniere es nach Belieben, schikaniere und zermürbe die Zivilbevölkerung, alimentiere und dirigiere Protestbewegungen, inszeniere die Proteste einseitig und hetzerisch in den Massenmedien, giesse möglichst viel Öl ins Feuer, verdamme und verteufle das legitime “Terrorregime”, “befreie” das Land mit Geheimdienstoperationen und Bomben, installiere eine prowestliche Marionettenregierung und plündere seine Rohstoffe. Den Rest überlasse man dem Chaos.

    Das nennt sich “Demokratisierung”. Ist seit Jahrzehnten der Goldstandard des wertewestlichen Imperialismus. Irak, Libyen, Syrien, Venezuela, Iran …

    Dass diese Länder auch deswegen zu autokratischen und diktatorischen Regierungen übergegangen sind, weil sich die Kolonialherren dort schon immer wie Kolonialherren aufgeführt haben, interessiert niemanden.

    Politiker wie Wadephul beweisen mit ihren Äusserungen, wie sehr sie noch dem Gedankengut der Kolonialherren verpflichtet sind.

    Antworten

    • Niko
      12. Januar 2026 @ 10:25

      @Guido – B. Volltreffer!
      Ich hoffe, dass endlich sehr vielen Bürgern klar wird, wer die tatsächlichen Totengräber der bisher geltenden Werte und Weltordnung sind. Ich hätte noch vor kurzer Zeit gewettet, dass so etwas mit unseren angeblich wertegeleiteten Politikern, Medien und sonstigen Meinungsmachern nicht geht. Welch eine Farce, sie fantasieren nach wie vor von Werten, Verteidigung der Demokratie, Freundschaft und Partnerschaft mit Amerika, während sie ständig auf ihren eigenen Schleimspuren ausrutschen. Wer bisher nicht wusste, was Doppelmoral und Doppelstandards bedeuten, hat in den letzten Wochen hoffentlich genügend negative Beispiele erhalten.

      Antworten

    • KK
      12. Januar 2026 @ 15:15

      „Das nennt sich “Demokratisierung”. Ist seit Jahrzehnten der Goldstandard des wertewestlichen Imperialismus. Irak, Libyen, Syrien, Venezuela, Iran …“

      Nicht zu vergessen: Im Iran wäre es nach Mossadegh schon das zweite Mal!

      Antworten

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    13.01.2026

    Auf der Suche nach Alternativen  Merz in Indien: Der Bundeskanzler will die Wirtschaftsbeziehungen stärken – gegen China –, die Rüstungsbeziehungen ausbauen – gegen Russland – und die allgemeine Kooperation mit New Delhi stärken, als Teilalternative zu den USA.

    german-foreign-policy.com, 13.  Januar 2026, 

    NEW DELHI/BERLIN (Eigener Bericht) – Deutschlands Machtkämpfe mit China, mit Russland und ansatzweise mit den USA prägen die aktuellen Gespräche von Bundeskanzler Friedrich Merz in Indien. Einerseits ist Merz bemüht, den deutschen Handel mit Indien und die Investitionen dort zu stärken, um eine Alternative zum Chinageschäft zu schaffen und New Delhi gegenüber Beijing aufzuwerten. Andererseits strebt der Bundeskanzler eine Ausweitung der deutschen Rüstungsexporte an – nicht bloß, um den Absatz der deutschen Waffenschmieden zu erhöhen, sondern auch, um den Anteil russischer Rüstungsgüter in den indischen Streitkräften zu reduzieren. Bisher gelingt es freilich nicht, Moskaus Einfluss in New Delhi zu brechen – auch nicht auf militärischer Ebene: Beide Staaten führen weiterhin gemeinsame Kriegsübungen durch, jüngst im Oktober 2025 in Indien („Indra-2025“). Merz und Indiens Premierminister Narendra Modi verhandelten nun etwa über die Lieferung deutscher U-Boote für sieben Milliarden Euro. Der Ausbau ihrer Beziehungen soll beide Länder nicht zuletzt unabhängiger von den Vereinigten Staaten machen, die etwa mit Zöllen und mit anderen Repressalien sowohl Deutschland als auch Indien ernstlich schädigen.


    Zitat: Weit hinter China

    Die Bundesrepublik arbeitet bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten systematisch darauf hin, den Handel mit Indien und die deutschen Investitionen in dem Land auszuweiten. Ziel ist es, die hohe Bedeutung Chinas als Produktionsstandort und als Absatzmarkt für deutsche Unternehmen zu relativieren und zugleich Indien, das sich als wichtigster asiatischer Rivale der Volksrepublik begreift, in der Rivalität mit dieser zu stärken. Die bisherigen Erfolge sind mäßig. Zwar ist der Bestand der deutschen Investitionen in Indien gestiegen und lag im Jahr 2023 bei mehr als 25 Milliarden Euro. Doch erreichte der deutsche Investitionsbestand in China zugleich fast 116 Milliarden Euro und damit mehr als den viereinhalbfachen Wert. Der deutsche Warenhandel mit Indien stieg von fast 16 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf über 30 Milliarden Euro im Jahr 2024. Der deutsche Warenhandel mit China freilich stieg von 154 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf mehr als 246 Milliarden Euro im Jahr 2024 und damit auf mehr als den achtfachen Wert. Davon, für die deutsche Wirtschaft eine annähernd ähnliche Bedeutung erlangen zu können wie China, ist Indien heute noch ziemlich weit entfernt.


    Zitat: Das nächste EU-Freihandelsabkommen

    Berlin ist dennoch bemüht, Indien gegenüber China aufzuwerten. Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Land demonstrativ als erstes Reiseziel im neuen Jahr ausgewählt und besucht es vor seinem ersten Aufenthalt in der Volksrepublik seit seiner Amtsübernahme. Merz und Indiens Premierminister Narendra Modi unterzeichneten mehr als zwei Dutzend Verträge und Absichtserklärungen über den Ausbau der Wirtschaftskooperation; unter anderem will der Düsseldorfer Energieversorger Uniper dem indischen Unternehmen AM Green Ammonia, das als eines der führenden Unternehmen des Landes bei Erneuerbaren Energien gilt, bis zu 500.000 Tonnen grünes Ammoniak pro Jahr abnehmen, das als Energieträger fungiert.[1] Von einem der „ersten groß angelegten Versorgungskorridore zwischen Indien und Europa“ war am Montag die Rede. Merz und Modi sprachen auch über das EU-Freihandelsabkommen, das mit Indien geschlossen werden soll; die EU-Kommission hofft, nach fast 19 Jahre langen Verhandlungen Ende Januar zu einer Einigung zu gelangen. Das Abkommen soll beitragen, den Handel auch zwischen Deutschland und Indien schneller als bisher zu steigern.


    Rüstungsgeschäfte

    Besonderen Wert legten Merz und Modi auf den Ausbau der Rüstungskooperation, zu dem sie ebenfalls eine Absichtserklärung unterzeichneten. Ursache ist neben dem Exportinteresse deutscher Waffenschmieden das Bestreben der Bundesregierung, den rüstungsindustriellen und den militärischen Einfluss Russlands auf Indien zu brechen oder doch zumindest zu schwächen. Russland ist seit Jahrzehnten Indiens wichtigster Rüstungslieferant; und auch wenn sein Anteil an den indischen Waffenimporten seit einiger Zeit etwas zurückgeht – New Delhi will nicht allzu stark von Moskau abhängig sein –, lag er in den Jahren von 2020 bis 2024 laut Angaben des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI doch immer noch bei 36 Prozent.[2] Zweitgrößter Waffenlieferant war mit einem Anteil von 33 Prozent Frankreich, drittgrößter mit einem Anteil von 13 Prozent Israel. Deutschland soll nun nach dem Willen der Bundesregierung aufholen. Damit sind nicht nur deutsche Rüstungsausfuhren verbunden, sondern auch die Produktion von Kriegsgerät in Indien. So haben Rheinmetall und Diehl Defence im vergangenen Jahr Vereinbarungen mit dem indischen Konzern Reliance Defence Ltd. unterzeichnet, die die gemeinsame Produktion von Sprengstoffen, Treibladungen und Munition vorsehen (german-foreign-policy.com berichtete [3]).


    Kein Bruch mit Russland

    Ein herausragendes Rüstungsgeschäft war Berichten zufolge auch Gegenstand der Gespräche von Merz und Modi am Montag: der geplante Verkauf von sechs U-Booten der Klasse 214, die von dem Kieler Konzern ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) hergestellt wird. Indien ist Berichten zufolge bereit, für die konventionellen Jagd-U-Boote rund sieben Milliarden Euro zu zahlen, besteht aber darauf, dass am Bau die indische Werftengruppe Mazagon Dock Shipbuilders (MDL) beteiligt wird.[4] Ursache ist, dass New Delhi bestrebt ist, eine eigene Rüstungsindustrie aufzubauen, die schon heute die Produktion von Artillerie, Hubschraubern, Kampfjets und weiteren Waffensystemen umfasst. Vom gemeinsamen Bau der U-Boote mit TKMS erhofft sich MDL einen Technologietransfer und den Aufbau eigener Kapazitäten. Der Auftrag ist noch nicht endgültig unter Dach und Fach, wird aber bei TKMS als recht sicher eingestuft. Er wird laut Berichten dazu führen, dass New Delhi den Kauf dreier französischer U-Boote absagt.[5] Aus indischer Sicht sollen die Geschäfte mit deutschen Waffenschmieden die Militärkooperation mit Russland jedoch nicht behindern. So führen die Streitkräfte der beiden Länder immer wieder gemeinsame Manöver durch, zuletzt im Oktober 2025 das Manöver Indra-2025.[6]


    In Opposition zu den USA

    Der Ausbau der Wirtschaftskooperation allgemein sowie der Rüstungskooperation speziell dient beiden Ländern auch dazu, Alternativen zur Kooperation mit den Vereinigten Staaten zu schaffen. Die Trump-Administration hat Indien nicht nur allgemeine Zölle in Höhe von 25 Prozent, sondern auch zusätzliche Strafzölle in Höhe von weiteren 25 Prozent auferlegt, da es nicht bereit war, seine Ölkäufe in Russland gänzlich einzustellen. Auch Deutschland hat einer schlechten Zollregelung zugestimmt – im Rahmen der EU – und wird von Washington auf verschiedenste Weise hart unter Druck gesetzt, zur Zeit zum Beispiel, indem die USA drohen, Dänemark Grönland wegzunehmen; das träfe auch Deutschland, das sich als unfähig erwiese, EU-Mitgliedstaaten gegen schwerste Angriffe zu verteidigen.[7] Die Beziehungen zu den USA blieben zwar „wichtig“, erklärte Bundeskanzler Merz am Montag im Beisein von Modi; doch müsse man „heute ein weiteres, ein größeres Netz an Partnerschaften knüpfen, und zwar schnell und mit langem Atem zugleich“.[8] Neben dem Ausbau der Beziehungen zu Indien sollen auch das soeben endgültig beschlossene Freihandelsabkommen mit dem Mercosur und der Ausbau der Rüstungs- und Militärkooperation mit Kanada [9] helfen, von den Vereinigten Staaten unabhängiger zu werden. Dazu wolle man künftig „auch sicherheitspolitisch“ mit New Delhi „enger zusammenrücken“, gab Merz bekannt.

     

    [1] Deutsch-indische Kooperation in wichtigen Branchen. tagesschau.de 12.01.2026.

    [2] Trends in International Arms Transfers, 2024. SIPRI Fact Sheet. March 2025.

    [3] S. dazu Rüstungs-Aufholjagd in Indien.

    [4] Moritz Koch, Frank Specht, Leila Al-Serori: U-Boot-Deal mit Indien kurz vor dem Abschluss. handelsblatt.com 09.01.2026.

    [5] Sudhi Ranjan Sen, Michael Nienaber: Germany and India on Verge of $8 Billion Submarine Deal. bloomberg.com 08.01.2026.

    [6] Main Phase of Russia-India Joint Military Exercise “Indra-2025” Underway in India. sputniknews.in 13.10.2025.

    [7] S. dazu „Der Mobber im Weißen Haus“.

    [8] Pressestatements von Bundeskanzler Merz und Premierminister Modi anlässlich der Reise des Bundeskanzlers nach Indien am 12. Januar 2026 in Ahmedabad.

    [9] S. dazu Von der Ost- an die Nordflanke.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10260


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    13.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: «Holt das Gold aus den USA zurück», fordert der «Spiegel»

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 13. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 13.01.2026


    «Holt das Gold aus den USA zurück», fordert der «Spiegel»


    Urs P. Gasche für die Online-Zeitung INFOsperber Deutschland wollte Reserven der Nationalbank Russlands zweckentfremden. Jetzt bangt Deutschland um das Bundesbank-Gold in den USA. Das Vermögen von Nationalbanken gilt als unantastbar. Deshalb platzierte Russland einen Teil davon im Westen. Und deshalb&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2026/01/holt-das-gold-aus-den-usa-zurueck-fordert-der-spiegel/


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    Der Amokläufer und sein Kumpan


    Die Bundesregierung schweigt zu den zunehmenden globalen Gewaltverbrechen der Trump-Administration. US-Präsident Trump sieht sich nicht mehr an das Recht, sondern nur noch an seine „Moralität“ gebunden und bedroht nun Kuba und Iran. Die Bundesregierung schweigt weithin zu dem globalen Amoklauf&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2026/01/der-amoklaeufer-und-sein-kumpan/


     -----------------------


    Hoffnung trotz allem?


    In dieser Welt, die von Klimakrisen, dem Aufstieg autoritärer Systeme und endlosen Kriegen gezeichnet ist, wagt es die Zeitschrift Alternatives Non-Violentes (Gewaltfreie Alternativen), der Hoffnung ein Sonderheft zu widmen. Ist das Naivität? ANV setzt darauf, Hoffnung nicht als möglichen illusorischen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2026/01/hoffnung-trotz-allem/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    12.01.2026

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    12.01.2026

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    12.01.2026

    Finanzierung und Stationierung: Kiesewetter will deutsche Beteiligung an europäischen Atomwaffen

    freedert.online, 12 Jan. 2026 14:48 Uhr

    Deutschland könnte sich an einem europäischen Nuklearschutz beteiligen, schlägt CDU-Außenpolitiker Kiesewetter vor – auf die USA und vielleicht demnächst auch Frankreich unter einer Regierung von Marine Le Pen könne man sich nicht mehr verlassen. Die SPD protestiert mit Verweis auf den Atomwaffensperrvertrag und den 2+4-Vertrag.


    Finanzierung und Stationierung: Kiesewetter will deutsche Beteiligung an europäischen Atomwaffen© Urheberrechtlich geschützt


    Bundestag, Roderich Kiesewetter Sitzung, Bundestag, Plenarsaalebene, 7.8.2025 (Symbolbild)


    Braucht Deutschland "die Bombe"? Aus Kreisen der Union werden Rufe laut, sich an der Finanzierung und Stationierung eigener Atomwaffen zu beteiligen. Als Grund wird die vermeintlich unberechenbare Politik von US-Präsident Donald Trump vorgeschoben. "Deutschland könnte sich an einem europäischen Schirm finanziell beteiligen, ohne die Führung zu übernehmen", sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter der Süddeutschen Zeitung. Die Entwicklungszeit schätzte er auf zehn Jahre – "Fachleute" gingen von etwa fünf Jahren aus.


    CDU-Politiker zum Stromausfall in Berlin: "Womöglich steckt Russland dahinter"





    CDU-Politiker zum Stromausfall in Berlin: "Womöglich steckt Russland dahinter"






    In transatlantischen und EU-Gremien wird darauf verwiesen, dass es wegen der Spannungen mit Russland auch in Finnland, Schweden und Polen Überlegungen für einen eigenen Nuklearschutz gibt. Diese Länder könnten entsprechend mit Deutschland zusammenarbeiten. Da in Frankreich die rechtskonservative Politikerin Marine Le Pen nach der nächsten Wahl die Macht übernehmen könnte, rät Kiesewetter – dessen Partei früher selbst einen rechtskonservativen Anspruch hatte – zu anderen Optionen, als auf die Grande Nation zu setzen.

    Der 2+4-Vertrag zur deutschen Einheit schließe zwar eine nationale Eigenentwicklung aus, nicht aber eine finanzielle Beteiligung an der Entwicklung mit anderen Staaten, meint Kiesewetter. Er betont:

    "Daher sollten wir einen anderen Weg gehen, eine Allianz mit anderen Staaten bilden. Wir können finanzieren, solche Waffen stationieren, dürfen sie nur nicht selbst herstellen und einen Einsatz selbst führen."

    In seiner bekannten, Eskalationen begünstigenden Art ergänzte Kieswetter: "Ein Staat, der wehrhaft sein will, muss sich Denkräume schaffen, wo auch das Unwahrscheinliche, aber Gefährliche mitgedacht wird." Sollte es zu einem Griff der USA nach Grönland kommen, könnte neben einem Bruch der NATO auch der bisherige Atomschirm der USA für Deutschland zur Disposition stehen, sagte der "Sicherheitspolitiker" darüber hinaus: "Das Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst, wie ein rohes Ei. Aber wir müssen uns damit beschäftigen, gerade auch mit Blick auf ein Grönland-Szenario und seine Folgen für die NATO und das Verhältnis zu den USA."

    Beim kleinen Koalitionspartner im Bund sieht man das ganz anders.  SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich entgegnete:

    "Selbst bei einer indirekten Beteiligung, ob finanziell oder auch bei der Lagerung solcher Waffen, wäre das nicht mit dem Atomwaffensperrvertrag und dem 2+4-Vertrag zu vereinbaren."

    Man dürfe bei allen Herausforderungen durch das außenpolitische Vorpreschen der USA unter Donald Trump nicht eine Entwicklung unterstützen, die immer mehr Staaten zur eigenen Atombombe streben lässt. Der SPD-Politiker plädierte dafür, stattdessen die Rüstungskontrolle "unbedingt" durch Verhandlungen und Diplomatie wieder zu stärken, "auch wenn sich die internationalen Kontrollregime gerade auflösen".

    Mehr zum Thema – Siegesplan statt Friedensplan: Deutschland und EU wollen Verlängerung des Ukraine-Kriegs

    EU erwägt Reaktion auf Trumps Drohung, Grönland zu annektieren

    Video https://rumble.com/v743r3i-eu-erwgt-reaktion-auf-trumps-drohung-grnland-zu-annektieren.html Dauer 5:43 Min. 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/267069-finanzierung-und-stationierung-kiesewetter-will/


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    12.01.2026

    Protest gegen Mercosur-Abkommen: Frankreichs Bauern blockieren Autobahnen und Häfen

    freedert.online, 12 Jan. 2026 21:18 Uhr

    In Frankreich kam es am Montag zu Demonstrationen und Protesten von Landwirten ‒ im ganzen Land wurden Autobahnen und Häfen blockiert. Grund für die Proteste ist das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und dem lateinamerikanischen Mercosur-Block.


    Protest gegen Mercosur-Abkommen: Frankreichs Bauern blockieren Autobahnen und Häfen© Urheberrechtlich geschützt


    Protest gegen Mercosur-Abkommen: Frankreichs Bauern blockieren Autobahnen und Häfen



    Am frühen Montagmorgen errichteten laut lokalen Medienberichten etwa 60 Demonstranten und 30 Traktorfahrer eine Barrikade aus Strohballen vor den Ölanlagen im Industriehafen von La Pallice in der Nähe von La Rochelle. Zudem blockierten etwa 30 Traktoren trotz eines Versammlungsverbots den Zugang zu einem Getreidelager im Hafen von Bayonne.

    Etwa 150 Demonstranten nutzten landwirtschaftliche Maschinen, um die Aktivitäten im Hafen von Le Havre, einem wichtigen Standort für Lebensmittelimporte, zu sabotieren. Im Norden des Landes errichteten Dutzende Landarbeiter eine Straßensperre auf der verkehrsreichsten Autobahn Frankreichs, der A1 zwischen Paris und Lille. Die Organisatoren planen, die Proteste mindestens bis Mittwoch fortzusetzen.


    Die Schafe protestieren: Landwirte mobilisieren gegen Mercosur-Deal



    Die Schafe protestieren: Landwirte mobilisieren gegen Mercosur-Deal






    Einzelne Proteste gegen landwirtschaftliche Vorschriften der französischen Regierung gab es bereits im Dezember. Diese weiteten sich jedoch bald auf Gewerkschaften aus, die über das Abkommen mit dem Mercosur verärgert waren. Auch Landarbeiter in Italien, Polen und Irland haben gegen das Abkommen protestiert.

    Die Mercosur-Gruppe vereint Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, wobei die Vollmitgliedschaft Venezuelas seit 2016 ausgesetzt ist. Das Abkommen zwischen der EU und dem lateinamerikanischen Block soll eine der größten Freihandelszonen der Welt mit mehr als 700 Millionen Verbrauchern schaffen.

    Am Sonntag gab die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bekannt, dass das Abkommen mit dem Mercosur am 17. Januar in Paraguay unterzeichnet werden soll. Der Schritt wurde Anfang vergangener Woche von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten gebilligt.

    Der Europäischen Kommission wurde vorgeworfen, das Abkommen nur vier Wochen nach seiner Ablehnung am 18. Dezember mit einem "Verfahrenstrick" durchgesetzt zu haben. Indem sie das Abkommen in zwei Teile aufteilte und über den Teil, der sich ausschließlich auf den Handel bezieht, mit qualifizierter Mehrheit abstimmte, umging sie die Notwendigkeit der Zustimmung der nationalen Parlamente. So konnte das Abkommen trotz formeller Ablehnung durch Länder wie Frankreich, Irland und Österreich verabschiedet werden.

    Mehr zum Thema ‒ Freihandelszone: EU stimmt für Mercosur-Abkommen


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    Video https://rumble.com/v736ixc-bauernproteste-in-brssel-kartoffelwrfe-blockaden-und-barrikaden-gegen-merco.html Dauer 1:24 Min.


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    12.01.2026

    Phantom-Vulkanier als Lieferdienst für einen kriegstüchtigen Überwachungsstaat

    freedert.online, 12 Jan. 2026 21:03 Uhr, 

    Kryptische "Bekennerschreiben" markieren den "inneren Feind", Rufe nach neuen Schuldenpaketen ertönen und die Bundesregierung verkündet den Ausbau des repressiven Überwachungsstaats. Der Berliner Blackout samt ominöser "Vulkangruppen" kommt deutschen Kriegstreibern wie gerufen.


    Phantom-Vulkanier als Lieferdienst für einen kriegstüchtigen Überwachungsstaat© Urheberrechtlich geschützt


    Szenen des Stromausfalls nach dem Anschlag der ominösen "Vulkan"-Gruppe in Berlin


    Die Bundesregierung auf ihrem wahnsinnigen Kriegskurs verliert zunehmend den Rückhalt der deutschen Bevölkerung. Angesichts dessen kam ihr der verheerende Blackout durch den mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde offenbar sehr gelegen. Er liefert ihr jedenfalls einen trefflichen Anlass, "innere Feinde" zu markieren, frustrierte Bürger gegen diese aufzuwiegeln und möglichst hinter sich selbst zu scharen beim geplanten Ausbau eines immer repressiveren Überwachungsstaats.

    Kryptische Phantom-Vulkanier

    Nach wie vor ist unklar, wer (oder was?) den Berliner Kabelbrand mit folgender Großhavarie verantwortet. Kryptische "Bekenner-, Erklärungs- und Gegenschreiben" vermeintlicher "Vulkangruppen" – inzwischen sind mindestens fünf davon auf eher transatlantisch gepolten "Antideutschen"-Portalen aufgetaucht – lesen sich so absurd, als hätten sich Nachwuchsagenten mit mäßigem Erfolg an der Bedienung von KI geübt. Dass diese angeblichen "Vulkanier" seit 2011 ihr Unwesen treiben, ohne dass nur einer gefasst oder irgendwelche Details über sie bekannt geworden wären, gehört zu den Merkwürdigkeiten.


    Riesenhavarie wegen Kabelbrandes in Berlin: Wie plausibel ist die offizielle Erklärung?




    Meinung

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    Doch das politische Establishment wusste sofort, wo der Übeltäter und damit "Volksfeind im Inneren" zu finden sei. Bereits kurz nach dem mutmaßlichen Anschlag machte Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) – nachdem er sich bekanntlich beim Tennisspielen erholt hatte – zunächst "offenbar Linksextremisten", wenig später "Linksterrorismus" dafür verantwortlich.

    Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen Kanzleramtsminister Thorsten Frei (beide CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zollten Wegner dafür Beifall, während die Presse noch darüber rätselte, wie authentisch die "Vulkanier"-Schreiben seien und ob vielleicht nicht doch "die Russen" dahinterstecken. Flugs übernahm die Bundesanwaltschaft den Fall. Doch läuft es wie in den vergangenen 15 Jahren "Vulkangruppen"-Anschlagsermittlungen, darf sich die Hoffnung auf einen Erfolg in Grenzen halten.

    Innere Kriegstüchtigkeit

    Am Sonntag nun beschwor Innenminister Dobrindt gegenüber dem erwartungsgemäß gegen "linke Terroristen" keifenden Axel-Springer-Boulevardblatt Bild die innere Kriegstüchtigkeit Deutschlands: "Wir schlagen zurück und überlassen den Linksextremisten und Klimaextremisten nicht das Feld." Welches "Feld" er wohl meint?


    Stromausfall: Berlins Bürgermeister ruft "Großschadenslage" aus – Schulen bleiben zu





    Stromausfall: Berlins Bürgermeister ruft "Großschadenslage" aus – Schulen bleiben zu






    Kaum hatte Dobrindt die (zurecht) frustrierte Bevölkerung derart in die gewünschte Richtung gepeitscht, offenbarte er, worum es ihm geht: "Mehr Personal, mehr Befugnisse und härtere Gesetze" als "Antwort auf den Terror". Im Klartext: Dobrindt will mit einem "Maßnahmenpaket" die deutschen Geheimdienste personell aufstocken und mit mehr Befugnissen versehen sowie die digitale Überwachung der Bevölkerung ausweiten.

    So scheint es, als wurde unter dem Synonym "Vulkangruppe" geliefert wie bestellt. Motive gäbe es dafür genug. Immerhin sorgt der deutsche Kriegskurs, einhergehend mit einer Hunderte Milliarden Euro verschlingenden Aufrüstung, satt profitierender Rüstungsindustrie, massivem Sozialkahlschlag und ausufernden Repressionen gegen politische Gegner, nicht nur für Freude. So gilt es nun wohl, die "Abtrünnigen" in die Spur zu bringen. Wenn der "äußere Feind" dafür allein nicht reicht, muss überdies ein "innerer Feind" her.

    Kriegs-Keynesianismus mit "Sondervermögen"

    Der Grad der Verrottung der lebenswichtigen Infrastruktur ist unzweifelhaft hoch in Deutschland. Nach den Gründen dafür fragt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, aber nicht. Stattdessen forderte er mit Blick darauf nur ein weiteres "100-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur". Man reibt sich die Augen: Noch ein als "Sondervermögen" getarntes Milliarden-Schuldenpaket?


    Steckt Russland hinter Blackout in Berlin? – Polizeivizepräsident: "Das sind Fake News"



    Steckt Russland hinter Blackout in Berlin? – Polizeivizepräsident: "Das sind Fake News"






    Da darf man schon mal fragen: Wo versickert eigentlich das ganze Geld so offensichtlich ergebnislos? Immerhin hatte die Vorgängerregierung bereits vor dreieinhalb Jahren ein 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr auf den Weg gebracht, das längst verplant und großteils ausgegeben ist. Vor nicht mal einem Jahr drückte die gleiche Ampelregierung in ihren letzten Atemzügen bekanntlich ein weiteres "Sondervermögen" samt Grundgesetzänderung durch, dieses Mal "für Infrastruktur" und sogar 500 Milliarden Euro schwer.

    Die Antwort auf die Frage, wo all die Steuermilliarden wohl versickern, ist nicht schwer: ersichtlich weniger in der Infrastruktur als in den Kassen der Konzerne, bei denen die Regierung ihre "Sondervermögen" dafür so ausgibt. Das neoliberale Sparen, das sie den "kleinen Leuten" auferlegt, gilt für das große Börsenkapital nämlich nicht. Das darf sich jetzt – ganz nach US-Vorbild – über einen schuldenfinanzierten Kriegs-Keynesianismus freuen – und sich die Taschen füllen.

    Privatisierte Infrastruktur – sozialisierte Verrottung

    Ausgerechnet der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Volker Geyer, benannte dann doch den wohl wichtigsten Grund dafür, warum die öffentliche Daseinsvorsorge immer desolater wird. Dass ein Kabelbrand eine derartige Katastrophe mit an die 100.000 betroffenen Berlinern verursachen konnte, liege vor allem an der "Privatisierung kritischer Infrastrukturen", sagte er.

    Mega-Blackout in Berlin: "Vulkangruppe" bekennt sich zu Anschlag



    Mega-Blackout in Berlin: "Vulkangruppe" bekennt sich zu Anschlag






    Wo Geyer recht hat, hat er recht. Nun muss man nicht studiert haben, um zu erahnen, dass private Unternehmen immer das oberste Ziel haben, maximalen Profit zu erwirtschaften, egal, ob bei der Stromversorgung, im Gesundheitswesen oder in der Pflege. Wer so plant, spart selbstverständlich an den Ausgaben für Personal, Material und Wartung. Der Profit wird eingesteckt, die Folgen sozialisiert.

    Dem Verfall des Gemeinwesens kann man in Deutschland seit Jahrzehnten förmlich zusehen – während die Regierung dabei offensichtlich wegsieht. Kein Wunder, sitzen dort heute schließlich die gleichen Parteien, die seit 30 Jahren die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge maximal vorantreiben, stets garniert mit dem Versprechen, dass alles besser werde.

    Dass Letzteres gelogen ist, bewies jetzt wieder einmal die Deutsche Bahn: Wegen der Schneefälle, vor allem im Osten und Norden Deutschlands, lag der Verkehr in vielen Teilen der Bundesrepublik tagelang darnieder. Für Bahnfahrer ist das längst Normalzustand. Um das privat betriebene Stromnetz dürfte es kaum besser stehen. Bedenkt man dies, erscheint es nicht mal gänzlich unwahrscheinlich, dass der angebliche Anschlag vielleicht gar keiner war. 

    Geliefert wie bestellt?

    Es ist ja durchaus vorstellbar, dass verschlissene und unzureichend gewartete Stromnetze irgendwann den Geist aufgeben, was dann solche Folgen hat wie in Berlin. Und dass Politiker dann in die Märchenkiste greifen, um erstens ihr jahrzehntelanges Wegschauen zu vertuschen und zweitens gleich noch einen "Feind" zu präsentieren, der dafür taugt, den ohnehin geplanten Ausbau des Überwachungsstaats zu legitimieren.

    Eins ist immerhin erwiesen: Lügen für die anvisierte deutsche Kriegstüchtigkeit kann die aktuelle Bundesregierung genauso gut wie ihre Vorgängerinnen. Und immer, wenn das deutsche Großkapital lautstark für arbeiterfeindliche Maßnahmen trommelte, um seine Profite wieder anzukurbeln, sprang ihm noch jede Bundesregierung diensteifrig zur Seite, um das Gewünschte umzusetzen.

    Wer oder was den Blackout tatsächlich ausgelöst hat, wird die Bevölkerung vermutlich nie erfahren. Fürs Resultat ist das am Ende auch egal. Der Frust ist da, die passende Stimmung erzeugt und die erwünschten Maßnahmen gegen die "kleinen Leute" sind schon verkündet. Oder um es mit einem Zitat aus der Berliner Tageszeitung junge Welt zu formulieren:

    "'Vulkan' ist Synonym für einen Lieferdienst, der Berliner Senat, Generalbundesanwalt, Geheimdienste und nun den Polizeiminister mit solchen 'Paketen' versorgt." 

    Mehr zum Thema - "Vulkangruppe": Linksextreme Klimaretter bekennen sich als Blackout-Verursacher in Berlin


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    12.01.2026

    "Globale Erderwärmung hat auch sicherheitspolitische Konsequenzen" – Habeck zur Causa Grönland

    freedert.online, 12 Jan. 2026 15:06 Uhr

    Eher unbekannt ist, dass der ehemalige Grünen-Politiker Habeck seit seinem Weggang aus dem politischen Berlin im September des Vorjahres als Analyst am Dänischen Institut für Internationale Studien tätig ist. Der Deutschlandfunk wollte daher Einschätzungen des früheren Vizekanzlers zum Thema USA und Grönland einholen.


    Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup / Staff


    Robert Habeck, nach seinem strategischen Rückzug aus der Berliner Politik heute Analyst am Dänischen Institut für Internationale Studien (Archivbild)


    Der Deutschlandfunk interviewte den im politischen Berlin gescheiterten Grünen-Politiker Robert Habeck, der den Zuhörern in seiner neuen Funktion als Analyst und "Senior Fellow am Dänischen Institut für Internationale Studien" seine Wahrnehmungen zum Themenkomplex der "fortgesetzten Bedrohung Grönlands durch die USA" vermitteln sollte. Für Habeck sei es "das Allerwichtigste, dass es so etwas gibt wie eine Definition einer Europäischen Arktis".

    Robert Habeck war bis zuletzt Grünen-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, bevor er im August 2025 bekannt gab, dass er "nicht wie ein Gespenst über die Flure laufen" möchte, um seinen Rückzug als Bundespolitiker zu verkünden (RT DE berichtete). Der Spiegel (Bezahlschranke) informierte bereits im Juli des Vorjahres darüber, dass Habeck eine Jobofferte des Dänischen Instituts für Internationale Studien erhielt. Der NDR berichtete:

    "Habeck spricht dänisch und hatte bereits einen Teil seines Studiums in Dänemark verbracht. Außerdem will er den Angaben zufolge an 'verschiedenen außereuropäischen Universitäten als Gastprofessor' tätig werden."


    Trumps Sonderbeauftragter beschuldigt Dänemark der Besetzung Grönlands entgegen den Vorgaben der UNO





    Trumps Sonderbeauftragter beschuldigt Dänemark der Besetzung Grönlands entgegen den Vorgaben der UNO





    Die Institutswebseite listet mittlerweile unter anderem zwei Analysevorträge von Habeck mit den Titeln "Polarisierung und Demokratie" und "Demokratien unter Druck – weshalb und was tun?", beide aus dem November 2025. Der Deutschlandfunk-Beitrag kündigt das Interview (

    https://www.deutschlandfunk.de/zu-us-aussenpolitik-groenland-ukraine-interview-robert-habeck-ex-gruenen-chef-100.html

    ) mit Habeck, der in seiner neuen Funktion "den nordischen Raum und die europäische Sicherheitspolitik besonders im Blick hat", mit dem Titel an:

    "Europa müsse machtpolitischer Akteur werden. Der frühere Vize-Kanzler und Grünen-Vorsitzende, Habeck, geht nicht davon aus, dass die USA Grönland militärisch besetzen werden."

    Habeck erklärt den Zuhörern einleitend den historischen Kontext:

    "Erst einmal ist es gut, dass die Debatte jetzt ernst genommen wird. Wenn man sich ein bisschen mit der Geschichte des amerikanischen Ausgreifens nach Grönland beschäftigt hat, dann sieht man, dass sie das schon seit 150 Jahren immer wieder versucht haben. Zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg, als sie die Insel quasi besetzt hatten und dann eigentlich nicht gehen wollten. Es wurde dann geeint mit Dänemark. Daher kommt es, dass die Amerikaner im militärischen Bund auf Grönland jetzt schon tun können, was sie wollen."

    Der Grünen-Politiker führt weiter aus, dass sich "die Arktis verändert" und dass "wir in einer Welt der globalen Erderwärmung leben", daher "hat das auch sicherheitspolitische Konsequenzen". Er würde daher "leider" dem US-Präsidenten zustimmen müssen, dass "diese Region ein neues Konfliktfeld werden kann". Weiter erklärt er wörtlich:

    "Grönland ist nicht Teil der Europäischen Union. Norwegen, Island, Großbritannien sind es ebenfalls nicht. Und dann besteht die Europäische Union aus lauter Ländern, die wenig Interesse an der Arktis haben. Also wer redet eigentlich für wen?"


    Grönland könnte Teil des Ukraine-Deals werden






    Grönland könnte Teil des Ukraine-Deals werden






    Hinsichtlich der Diskussionen um eine stärkere Bündnispräsenz in der Arktis führt Habeck analytisch aus:

    "Ich habe es schon angedeutet, dass die Arktis, wo ja quasi schon metaphorisch gesprochen kriegerische Aktionen verboten haben, weil alles eingefroren war, jetzt auftaut. Und auf einmal wird die Arktis zu einem Manöverraum, auch über dem Eis. Dazu kommt die geopolitische Veränderung. Der Ukraine-Krieg hat quasi den Wasserzugang der russischen Flotte übers Mittelmeer unmöglich gemacht. Schweden und Finnland sind der NATO beigetreten. Die Ostsee ist ebenfalls jetzt quasi ein NATO-Mittenmeer geworden." 

    Es sei daher "notwendig", dass NATO-Kräfte in der Region Präsenz zeigen würden, da aktuell "verstärkte Militärpräsenz von Russland und China in der Arktis stattfindet, um künftige Seerouten oder Rohstoffvorkommen zu sichern", teilt Habeck den Deutschlandfunk-Zuhörern die Sachlage aus Analystensicht mit. Wörtlich führt er weiter aus:

    "Diese ganzen Argumentationen, ich will Grönland haben und so weiter, scheinen mehr ökonomischen Interessen zu dienen. Da spricht sozusagen dieses Deal-Making von Trump heraus, als wirklich eine militärische Analyse dahinter gelegt zu haben. Denn wenn das so wäre, hätte er einfach sagen können, die NATO muss mehr für die Sicherheit in der Arktis tun."

    Zum aktuellen Status des Verhältnisses zwischen der EU samt der Koalition der Willigen und den USA resümiert Habeck abschließend:

    "Ist es da nicht auf einem sehr hohen Ross argumentiert, man solle sich unabhängiger von den USA machen? Es geht einfach nicht, gerade auch mit Blick auf die Ukraine? Das ist das Dilemma, wir sind zu spät aufgewacht, wir haben zu spät angefangen von unserer Energieversorgung, jetzt beziehen wir das ganze Gas, das wir nicht mehr aus Russland beziehen, aus den USA, bis hin zu militärischen Investitionen, unser eigenes Rad zu drehen, das muss man einfach zugeben, Europa steht in keiner guten Position [...]."

    Europa solle sich daher "auf seine eigenen Stärken besinnen", um entsprechende Koalitionen gegen das politische Agieren Washingtons zu bilden. Habeck empfiehlt daher, das Berliner Regierungsviertel solle sich "Klarheit in der Analyse verschaffen, und ich nehme an, dass das auch passiert im Außenministerium, im Wirtschaftsministerium und im Kanzleramt".

    Mehr zum Thema ‒ Gericht rügt Staatsanwaltschaft: Keine Sonderbehandlung für Habeck


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    Info: https://freedert.online/europa/267067-globale-erderwaermung-hat-auch-sicherheitspolitische/


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    Zu US-Außenpolitik, Grönland, Ukraine – Interview Robert Habeck, Ex-Grünen-Chef


    deutschlandfunk.de, 12. Januar 2026, 08:15 Uhr, Engels, Silvia |


    Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/01/12/zu_us_aussenpolitik_groenland_ukraine_interview_robert_dlf_20260112_0815_061bd96f.mp3 


    Info: https://www.deutschlandfunk.de/zu-us-aussenpolitik-groenland-ukraine-interview-robert-habeck-ex-gruenen-chef-100.html


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    12.01.2026, 13:00 Uhr - Robert Habeck: «Wir leben in einer Welt der Raubtiere»


    Bild: KEYSTONE/DPA/Michael Kappeler


    srf.ch, 12.01.2026, Robert Habeck ist Gast im Tagesgespräch. Moderation: Simone Hulliger

    Der frühere deutsche Vizekanzler der Grünen ist heute Senior Analyst am Dänischen Institut für internationale Studien. In dieser Funktion beschäftigt er sich mit Grönland, welches zu Dänemark gehört. Im Tagesgespräch erzählt er, wie Europa mit dem Druck aus den USA umgehen soll.


    Download Audio https://download-media.srf.ch/world/audio/Tagesgespraech_radio/2026/01/Tagesgespraech_radio_AUDI20260112_NR_0073_dc137d6b62ad4c2aa019b3ddcef8259c.mp3?d=ap&assetId=90f3e46e-1c11-3fa2-856a-abdf6266ec04 Dauer 26:44 Min.


    Wir lebten in einer Welt der Raubtiere, sagt Habeck. Es sei daher wichtig, dass Europa geeint dastehe. Die Ansprüche Trumps auf Grönland müsse man ernst nehmen, man könne sie nicht als Spinnerei abtun. Er erklärt, welche Strategie er Europa nun empfiehlt und ob er in dieser Weltlage froh sei, dass er nicht Kanzler geworden ist.


    Info: https://www.srf.ch/audio/tagesgespraech/robert-habeck-wir-leben-in-einer-welt-der-raubtiere?id=AUDI20260112_NR_0073


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    12.01.2026

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    Info: Video/Audio https://youtu.be/Na5zhRienLY?si=5Iz_q1M1elOZpDSB Dauer 3:33 Min.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    12.01.2026

    Katarina Witt über Diether Dehms neuen Roman

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 12. Januar 2026, 9:10 Uhr


    Berliner Zeitung 9.1.2026

    <https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/literatur/katarina-witt-ueber-diether-dehms-neuen-roman-rebecca-ein-strohhalm-hoffnung-li.10013280>


    *Katarina Witt über Diether Dehms neuen Roman: „Ein Strohhalm Hoffnung“


    *Diether Dehms neuer Roman „Rebecca“ geht einem der spektakulärsten

    Skandale der Nachkriegszeit nach: dem Mordfall Nitribitt. Seine Mutter

    und Großmutter waren Zeugen im Mordprozess.


    Von Katarina Witt


    Mit meinem früheren Medienberater Diether Dehm verbindet mich seit den

    späten 80er-Jahren eine langjährige Bekanntschaft, die sich zu einer

    verlässlichen Freundschaft entwickelte. Selbst wenn es in den letzten

    Jahren nur wenige Begegnungen waren, verfolge ich sein berufliches

    Schaffen und bin immer wieder über seinen Mut erstaunt, zu polarisieren

    und keinem Konflikt aus dem Weg zu gehen.


    Und nachdem mir Diether Dehm seinen neuen Roman zugeschickt hatte,

    machte mich die Bandbreite von Medien, die ihn loben, wirklich

    neugierig. Obwohl sie politisch-philosophisch alle weit auseinanderliegen.


    Die „Fuldaer Zeitung“ nennt „Rebecca“ ein „erzählgewaltiges Werk“. Und

    die „UZ“ schreibt: „Früher musste man Böll lesen, um den Rheinischen

    Kapitalismus zu begreifen, jetzt kann Dehm zurate gezogen werden …

    spannend bis zum Schluss.“ Der Sender „Hitradio FFH“ lobt das „große

    Sittengemälde“. Die Plattform „Nachdenkseiten“ nennt „Rebecca“ eine

    „Hommage an die Arbeiterklasse“ und ein „Friedensbuch“ mit „starken

    weiblichen Hauptfiguren“.


    Es ist für mich immerhin ein Trost, dass sich in unserer ideologisch so

    zerrissenen Republik Rezensenten unterschiedlicher geistiger Herkunft

    wenigstens mal gemeinsam auf ein Kunstwerk einigen können.


    *Einer der spektakulärsten Skandale der Nachkriegszeit


    *Anfang der Neunziger Jahre hatte mir Diether Dehm oft „sein“ Frankfurt

    am Main gezeigt: Fußballstadien, Orte der Friedensbewegung und sogar

    illegale Treffpunkte während der Nazizeit. Worüber er aber damals nie

    gesprochen hat, war die Verbindung seiner eigenen Familiensaga zu einem

    der spektakulärsten Skandale der Nachkriegszeit. Den, sagte er mir, habe

    er verdrängt, bis er mit diesem Roman begonnen hat: den Mordfall Nitribitt.


    Seither sind darüber ein Kino- und ein Fernseh-Quotenschlager unter dem

    Titel „Das Mädchen Rosemarie“ nach dem Roman-Bestseller von Erich Kuby

    entstanden – 1958 von Rolf Thiele und 1996 von Bernd Eichinger.

    Kinostars wie Mario Adorf, Gerd Fröbe, Til Schweiger und Heiner

    Lauterbach spielten die Halbschönen und Superreichen, die bei der

    Edelprostituierten verkehrt haben sollen. Die Nitribitt selbst wurde

    erst von Nadja Tiller und später von Nina Hoss dargestellt.


    Diether Dehm hat nicht nur ausgiebig recherchiert. Er war auch als

    Achtjähriger selbst mit dem Fall verbandelt, nachdem die 24-jährige

    Rosemarie Nitribitt Anfang November 1957 in ihrem Luxusappartement am

    Eschenheimer Turm erwürgt aufgefunden worden war. Was ich jetzt erst von

    Diether Dehm erfuhr, als ich seinen Roman in der Hand hielt: Seine

    Mutter und Großmutter waren 1960 Hauptzeugen im Mordprozess.


    Im Kino und in zahlreichen TV-Dokumentationen wurden immer wieder

    Vermutungen darüber angestellt, warum es vielleicht doch nicht nur

    kriminalistische „Schlampereien“ waren, durch die westdeutsche

    Politprominenz und schwerreiche prominente Namen von der Frankfurter

    Polizei geschont wurden. Obwohl sie im Kundenbüchlein der

    Edelprostituierten standen und bei ihr Geschenke und Fingerabdrücke

    hinterlassen hatten.


    *Diether Dehm geht vertuschten Spuren nach


    *In seinem Roman „Rebecca“ (was der Annoncen-Name der Nitribitt war)

    geht Diether Dehm über Andeutungen hinaus und vertuschten Spuren nach.

    Weshalb zum Beispiel verschwanden über 500 Seiten der Kriminalakte?

    Warum waren Temperatur und Gegenstände am Tatort manipuliert worden?

    Warum wurden Zigtausende von D-Mark Schweigegeld an den

    Hauptverdächtigen gezahlt, um dessen Artikelserie in der Illustrierten

    „Quick“ zu unterbinden? Bloß, um alles nach einem schlichten Raubmord im

    Rotlichtmilieu aussehen zu lassen?


    Im Zentrum des Romans steht die Bankenmetropole Frankfurt in den

    unmittelbaren Nachkriegsjahren. Als Bonn noch nicht Bundeshauptstadt

    war, wurden dort bereits das neue Westdeutschland, seine Währung, die

    Wiederaufrüstung, Vorzugsaktien, Steuermodelle und Konzernfusionen

    geplant. Auch – folgt man dem Roman – wurde dort erörtert, wie die

    ärmere „sowjetisch besetzte Zone“ vom „reichen Westen“ noch schlauer ins

    finanzielle Hintertreffen gedrückt werden konnte.


    Diether Dehms Vater war ein berühmter Fußballspieler, Otto Hermann im

    Roman. Seine Familie lebte Tür an Tür mit dem Hauptverdächtigen im

    Mordprozess: Heinz Pohlmann. Seine Mutter war eine Tochter aus höherem

    Hause – ebenso die Romanfigur Helene. Deren Liebe überwindet den

    Klassenunterschied. Sie schlägt sich während des bedeutendsten, wenn

    auch bis heute beschwiegenen Nachkriegsstreiks auf die Seite des

    Sozialdemokraten Otto und die der Arbeiter – und damit gegen ihren

    eigenen Vater, den Firmenchef.


    Am bewegendsten für mich ist diese Liebesgeschichte von Helene zum

    Fußballstar Otto – also der höheren Tochter aus einer

    Industriellenfamilie zum sozialdemokratischen Hinterhof. In einem

    Frankfurt, wo Ruinenfelder und Baracken direkt an prunkvolle Neubauten

    und Bankhäuser grenzten.


    *„Rebecca“ ist der erste Band der Trilogie „Aufstieg und Niedertracht“


    *Der Fußball und die Rivalität zwischen dem Arbeitersportverein „FSV“

    und der reicheren „Eintracht“ wurzeln tief in Frankfurts größtem

    Stadtteil Bornheim, wo Diether Dehm aufwuchs. Und sie sind mehr als nur

    Begleitmusik in diesem Roman.


    „Rebecca“ ist der erste Band der Roman-Trilogie „Aufstieg und

    Niedertracht“ aus der Zeit von 1947 bis 1995. Ich freue mich schon auf

    den zweiten Band, der „Katharina“ heißen soll (aber mit h), und

    natürlich nichts mit mir zu tun hat. Dafür mit der DDR, mit Innensichten

    des westdeutschen Bundestags in Bonn und Berlin, mit Parteiintrigen, der

    sogenannten Wende und ihren Folgen.


    Lebensgeschichten interessieren mich, am liebsten auf der Leinwand mit

    den großen Schauspielhelden unserer Gegenwart. Aber was gibt es

    Spannenderes, als mit einem Buch, welches mich fesselt, in die

    Vergangenheit abzutauchen, dem Heute mal kurzzeitig zu entfliehen und

    irgendwie an dem Strohhalm Hoffnung festzuhalten, dass die Zukunft mit

    Vernunft und Ehrlichkeit gestaltet wird.


    /Diether Dehm: Rebecca. Aufstieg und Niedertracht. Berlin: Verlag Das

    Neue Berlin 2025, 632 S., 28 Euro/


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