Auf der Suche nach Alternativen (II) EU-Freihandelsabkommen mit Indien soll beitragen, Alternativen zum US-Geschäft zu entwickeln, um erpresserischen Zöllen der Trump-Administration zu entkommen. Experten dringen prinzipiell auf größere Unabhängigkeit von den USA.
german-foreign-policy.com, 28. Januar 2026
NEW DELHI/BRÜSSEL/BERLIN (Eigener Bericht) – Das am Dienstag unterzeichnete Freihandelsabkommen der EU mit Indien soll beiden Seiten Ersatz für zollbedingte Verluste im US-Geschäft bieten und ihre Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten reduzieren. Wie Berechnungen des Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) zeigen, wird das Abkommen die durch US-Zölle entstehenden Einbußen nur zum Teil ausgleichen können. Es schafft jedoch eine gewisse Erleichterung für bedeutende Branchen in Indien wie auch in der EU, so etwa für den indischen Textilsektor und für die deutsche Kfz-Industrie sowie den Maschinenbau. Damit reduziert es die Möglichkeiten der Trump-Administration, Druck auf die EU und Indien auszuüben, ein kleines Stück. Berliner Regierungsberater begleiten die Bemühungen, wirtschaftlich größere Unabhängigkeit von den USA zu erkämpfen, mit grundsätzlichen strategischen Überlegungen. So urteilt die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), es gelte ganz allgemein „die Abhängigkeit von den USA deutlich zu verringern“. Andernfalls rutsche man in einen Zustand ab, in dem man sich den Vereinigten Staaten dauerhaft unterordnen müsse – unter miserablen Bedingungen wie mit dem Zolldeal vom Sommer 2025.
Zitat: Um Ersatz bemüht
Anlass dafür, dass sich die EU und Indien am Dienstag nach fast 20-jährigen Verhandlungen auf das Freihandelsabkommen geeinigt haben, ist der massive Druck, der durch die Zölle und die Zolldrohungen der Trump-Administration entstanden ist. Die EU hat im Sommer ein sehr nachteiliges Zollabkommen mit den Vereinigten Staaten geschlossen, das – wenngleich es noch nicht abschließend ratifiziert ist – ihrer Industrie schwere Verluste einbringt.[1] Zudem sind die US-Zolldrohungen beliebig oft wiederholbar; solange Brüssel keine Alternativen hat, ist es auf Dauer erpressbar. Indien wiederum hat den Weg des Widerstands gewählt, ist der US-Forderung, seine Beziehungen zu Russland zu kappen, nicht nachgekommen und muss deshalb US-Zölle in Höhe von 50 Prozent verkraften. Nach Berechnung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) führt dies zu Einbußen von jährlich 57 Milliarden US-Dollar bzw. 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).[2] Dies gilt es auszugleichen. Aus Sicht beider Seiten trägt das Freihandelsabkommen, das jetzt in New Delhi unterzeichnet wurde, dazu bei. Um zu einer schnellen Einigung zu gelangen, wurden heikle Bereiche ausgespart, darunter weite Teile der Landwirtschaft. Die EU verzichtete ihrerseits darauf, wie üblich auf weitreichenden Forderungen zu beharren.
Exportsteigerungen
Die zusätzlichen Handelsgewinne, die das neue Abkommen ermöglicht, belaufen sich laut dem IfW auf 0,12 bis 0,13 Prozent des BIP, demnach für die EU auf 22 Milliarden Euro, für Indien auf vier Milliarden US-Dollar.[3] Dies genügt nicht, um die zollbedingten Verluste aus dem US-Geschäft auszugleichen, trägt aber einen Teil dazu bei. Zudem können besonders schwer getroffene Branchen auf eine gewisse Erleichterung hoffen. Dem IfW zufolge darf die indische Textilindustrie mit einer Steigerung ihrer Exporte um 38 Prozent rechnen.[4] Die Ausfuhr von Lebensmitteln könne sogar um 84 Prozent zunehmen, heißt es bei dem Institut. Umgekehrt senkt Indien die Zölle auf Wein und Spirituosen erheblich, was unter anderem die französischen Hersteller entlasten kann; US-Präsident Donald Trump hat ihnen mehrmals mit Extremzöllen gedroht, um Frankreich ganz gezielt unter Druck zu setzen. Manche Branchen haben sogar die Chance, ein Netto-Wachstum zu erzielen. Dies gilt unter anderem für Indiens Chemieindustrie, deren US-Exporte zu großen Teilen per Ausnahmeregeln von den Zöllen freigestellt wurden [5], die nun aber womöglich vor einer deutlichen Steigerung ihrer Ausfuhr in die EU steht – laut IfW um 119 Prozent.
Hilfe für die Kfz-Industrie
Auf Erleichterung hoffen können insbesondere auch diejenigen Branchen, die als tragende Säulen der deutschen Wirtschaft gelten. Dies gilt etwa für die Chemieindustrie, die durch die – noch nicht ratifizierten – Nullzölle auf Einfuhren aus den USA starke Einbußen erleiden dürfte.[6] Das IfW schätzt das Wachstum der EU-Chemieexporte nach Indien dank des Freihandelsabkommens auf 205 Prozent. Der Maschinenbau, der besonders unter den US-Sonderzöllen in Höhe von 50 Prozent nicht nur auf Stahl, sondern auch auf sämtliche Waren mit Stahlbestandteilen zu leiden hat, kann laut IfW mit einem Wachstum seiner Indien-Exporte um 56 Prozent rechnen. Darüber hinaus dürfte die deutsche Kfz-Industrie im großen Stil profitieren. Indien wird die Zölle auf die Einfuhr von Autos, die sich zur Zeit auf bis zu 110 Prozent belaufen, zunächst auf 40 Prozent und langfristig wohl auf zehn Prozent senken. Als Hauptgewinner gelten Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW, daneben eventuell Renault und Stellantis (Fiat, Peugeot, Opel und andere).[7] Zwar gilt eine Obergrenze von 160.000 Verbrenner- und 90.000 Elektroautos; dennoch kann die Zollsenkung dabei helfen, Verluste bei der Ausfuhr in den USA auszugleichen, in die deutsche Kfz-Fabriken 2024 rund 450.000 Autos exportierten – mehr als in jedes andere Land.
Abhängigkeiten reduzieren
Berliner Regierungsberater begleiten die Bestrebungen Deutschlands und der EU, auf dem Feld der Wirtschaft ihre Abhängigkeit von den USA zu reduzieren – so zum Beispiel mit den neuen EU-Freihandelsabkommen mit Indien und mit dem Mercosur –, mit grundsätzlichen strategischen Erwägungen über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen. So heißt es etwa in einer neuen Studie der vom Bundeskanzleramt mitfinanzierten Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), der Umgang der Trump-Administration mit den Staaten Europas sei „inzwischen nicht mehr nur transaktional, sondern zunehmend erpresserisch. … Unter diesen neuen Bedingungen“ müsse „in Europa strategisch über die eigenen Handlungsoptionen nachgedacht werden“. Vor allem gelte es nun, „die Abhängigkeit von den USA deutlich zu verringern und in zentralen Bereichen sogar aufzuheben“.[8] Das bedeute, „das Versprechen der europäischen Autonomie … einzulösen“ – und zwar „im Sinne von Strategiefähigkeit, Entscheidungs- und Handlungsautonomie“. Unterlasse man dies, drohe ein Szenario, das die SWP unter dem Stichwort „Anpassung“ skizziert: „Europa“ werde dem Druck der Trump-Administration „in den meisten Bereichen“ nachgeben und sich „den Forderungen der USA“ unterordnen – wie „mit der Zollvereinbarung vom Sommer 2025“.
Nicht mehr alternativlos
Der Weg aus der Abhängigkeit sei nicht leicht, hält die SWP fest: „Derzeit sind Deutschland und Europa sicherheitspolitisch wie technologisch erheblich von den USA abhängig; wirtschaftlich sind beide Seiten eng miteinander verflochten.“[9] Echte Eigenständigkeit sei nicht „von heute auf morgen zu bewerkstelligen“, sondern erfordere „über die nächsten fünf bis zehn Jahre einen erheblichen Aufwuchs an Ressourcen“. Dennoch sei ein solches Vorgehen unumgänglich. Während einer „Übergangszeit“ befinde sich „Europa gegenüber den USA in einer schwächeren Verhandlungsposition“; das gelte „vor allem für die Sicherheit Europas“ und werde „Zugeständnisse in anderen Politikfeldern erfordern“. Allerdings weite sich „der Handlungsspielraum für Europa in dem Maße“ aus, „wie es dem Kontinent gelingt, eigene Kapazitäten aufzubauen und einseitige Abhängigkeiten zu reduzieren“. Mit einem erweiterten Handlungsspielraum aber werde es künftig nicht mehr „alternativlos“ erscheinen, „destruktiven Forderungen aus Washington nachzugeben“. Zugleich könnten Deutschland und die EU ihren alten Traum realisieren, international auf Augenhöhe mit den USA zu operieren.[10]
[2] Julian Olk: Indien-Deal steigert EU-BIP um 22 Milliarden Euro pro Jahr. handelsblatt.com 27.01.2026.
[3] Mathias Peer, Beatrice von Braunschweig, Julian Olk: Deutliche Zollsenkung erwartet – EU schließt wichtigen Deal mit Indien. handelsblatt.com 27.01.2026.
[4] Julian Olk: Indien-Deal steigert EU-BIP um 22 Milliarden Euro pro Jahr. handelsblatt.com 27.01.2026.
[5] Mukul Yudhveer Singh: Trump tariff at 50%: Why Indian chemical industry can still win in the US. manufacturing.economictimes.indiatimes.com 03.11.2025.
[7] Indien will offenbar Zölle auf EU-Autos drastisch senken. handelsblatt.com 26.01.2026.
[8], [9] Barbara Lippert, Stefan Mair: Mit, ohne, gegen Washington: Die Neubestimmung der Beziehungen Europas zu den USA. SWP-Studie 2026/S 03. Berlin, 22.01.2026.
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28.01.2026
Bundestag – AfD lädt Botschaftsrat zum Gespräch
aus e-mail von Doris Pumphrey, 28. Januar 2026, 11:19 Uhr
_RTDE 28.1.2026
_*Eine russische Stimme im Bundestag – AfD lädt Botschaftsrat zum Gespräch*
Der AfD-Abgeordnete Rainer Rothfuß bleibt sich treu: Wie zu seiner Zeit
als Universitätsprofessor bemüht sich der Politiker um den Abbau
gefährlicher Feindbilder. Dafür lädt er nach wie vor russische
Diplomaten zum öffentlichen Gespräch ein. Das jüngste Treffen fand
vergangene Woche in den Räumen des Deutschen Bundestages statt.
/Von Astrid Sigena und Wladislaw Sankin /
Vor einigen Tagen fand im Deutschen Bundestag eine Veranstaltung mit
Seltenheitswert statt: Es wurde nicht /über/ Russland und die Russen
geredet, sondern /mit/ einem Russen. Zu Gast war der Botschaftsrat
Andrei Bagai, der in der Berliner Botschaft der Russischen Föderation
die Abteilung Außenpolitik leitet. Die Einladung hatte der
der russische Botschafter gegenüber deutschen Medien die Hoffnung, dass
"der Faden des Dialogs nicht abreiße." Eine vergebliche Hoffnung, wie
wir heute wissen.
Oberbürgermeister der Stadt Tübingen war nämlich damals (und ist es bis
heute) Boris Palmer. Nach dem Vortrag hatte Rothfuß Gelegenheit, mit
Palmer kurz zu sprechen. Rothfuß' Aussage im Wortlaut (Minute 16:16):
/"Aber er hat dann gesagt: Na ja, also jetzt ist ja wohl klar
nach diesem – nach dieser Rede des russischen Botschafters, dass man da
mit harten Mitteln reingehen muss, und er hat sich gerade erst letzte
Woche mit Joschka Fischer getroffen und der hat ihm klar gemacht: Die
Russen verstehen nur quasi die harte Tour und so müssen wir da quasi
vorgehen."/
Bei "reingehen muss" macht Rothfuß eine Geste, die ein Eindringen
symbolisiert. Es stellt sich die Frage, was mit einem "Reingehen"
gemeint sein könnte: eine Invasion? Oder eine schleichende Zersetzung
durch geheimdienstliche Maßnahmen? Das bleibt Palmers (und wohl auch
Fischers) Geheimnis.
Der AfD-Politiker ist jedenfalls noch heute sichtlich entsetzt über die
dieser Aussage zugrundeliegende Denkweise (er deutet im Übrigen an,
Palmer habe womöglich während des Vortrags am Handy herumgespielt):
/"Ich habe gedacht, gibt's das? Das ist eigentlich ein intelligenter
Mann. Und nach so einem Vortrag ist das das Resümee, ist das die
Schlussfolgerung? Und ich denke, bis heute sehen wir einfach
eine Fortsetzung dieser Denke, die gar nicht mehr wahrnimmt, was die
Realitäten sind, auch was die geschichtlichen Hergänge und Wurzeln sind,
sondern man hat einfach sein Feindbild fest. Man will auch gar nicht
irritiert werden mit Fakten. Man will auch gar nicht unbedingt den
Menschen auf der anderen Seite sehen."/
*Mut zu Verhinderung des Krieges*
Wie wir heute sehr gut nach mehr als elf Jahren wissen, hat diese
"Denke" im bundesdeutschen Mainstream komplett die Oberhand gewonnen.
Russland wurde von der Politik fast wie 1941 zum existenziellen Feind
erklärt und in den Medien dementsprechend behandelt. Wenn sich die AfD
ausdrücklich als Opposition und zudem auch als Friedenspartei begreift,
sollte sie die Widersprüche zwischen Ost und West, und zwischen
Bundeswehr-Sympathysanten und NVA-Nostalgikern, beiseite legen sowie
konsequent und entschossen "Nein" zur feindseligen Politik Berlins und
der NATO gegenüber Russland sagen.
Ansonsten rutscht man in den Krieg, die Weichen dafür, wie wir jetzt
wissen, wurden spätestens zu Beginn der 2010er Jahren gestellt. Die
heutige Zeit duldet keine halbe Sachen, denn es geht nun ums Ganze. Die
Podiums-Diskussion mit einem Vertreter Russlands sollte nicht die
Ausnahme, sondern der Anfang einer neuen Normalität werden. Wenigstens
bei den Parteien, die sich für oppositioenell halten.
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28.01.2026
Zum Tod zweier mutiger Querdenker
seniora.org, 28. Januar 2026, 28.01.2026 Von Konstantin Demeter - übernommen von transition-news.org
Er war für mich eine Zäsur: der über 700-seitige Wälzer (https://list.mailexpress.com/links/948Yj7ZKy~399/rXb4S01BKE~399/1kyPHAK0Qr~399/xiLNrO5Bp) «Inventing the AIDS Virus» aus dem Jahr 1996 des Molekularbiologen Peter Duesberg. Es war das erste, die HIV/AIDS-Hypothese grundlegend in Frage stellende Buch, das ich gelesen habe. Zahlreiche weitere folgten. Am 13. Januar verstarb Duesberg im Alter von 89 Jahren.
Eine Zäsur war das Werk, weil ich trotz aller Skepsis gegenüber dem medizinisch-pharmazeutischen Komplex, den Medien und der Politik einen solchen gigantischen Betrug nicht für möglich gehalten hätte. Dadurch wurde mein kritisches Denken enorm geschärft. Und ich befürchtete damals, dass dieser Propaganda-Erfolg die Verantwortlichen anspornen würde, eine solche Inszenierung zu wiederholen.
Später musste ich feststellen, dass der HIV/AIDS-«Betrug» vermutlich nicht der erste war: Vieles deutet beispielsweise darauf hin, dass auch die sogenannte spanische Grippe nicht einem Virus zuzuschreiben ist. Und was die Wiederholungen betrifft, wissen wir nun Bescheid.
Die Tragweite eines falschen AIDS-Narrativs empfand ich als enorm: Wenn seine Kritiker recht haben – wovon ich überzeugt bin –, dann bedeutet das: Man hat es geschafft, ohne Beweise fast die gesamte Weltbevölkerung glauben zu lassen, dass ein neues, sehr tödliches, sexuell übertragbares Virus sein Unwesen treibt. Und zwar so sehr, dass man wie ein Alien ungesehen wird, wenn man gegenüber jemandem lediglich erklärt, dass die offizielle Darstellung nicht erwiesen ist. Oft sind das Menschen, die nicht einmal den Unterschied zwischen HIV und AIDS kennen und die auf Ignoranz und Propaganda basierende, aber dezidierte Meinungen kundtun.
Nach der Lektüre von Duesbergs Buch hatte ich mit dem Wissenschaftler Kontakt aufgenommen; mein Redaktionskollege Torsten Engelbrecht hatte mit ihm sogar ein Interview geführt. Der Journalist hat nun einen Nachruf verfasst, in dem er schreibt:
«Menschen wie Duesberg haben durch ihren Mut, gegen geradezu gigantische Widerstände aufzubegehren, den Grundstein für die Kritik an Narrativen wie denen zur sogenannten Vogelgrippe oder auch zu COVID gelegt.»
Es besteht übrigens auch eine personelle Kontinuität zwischen «AIDS» und «COVID»: Als ich mich intensiv mit ersterem befasste, stachen zwei Persönlichkeiten als besonders unglaubwürdig hervor: Robert Gallo, einer der angeblichen Entdecker von HIV, und Anthony Fauci, jahrzehntelanger Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID). So erschrak ich regelrecht, als Fauci fast 40 Jahre nach Gallos Verkündung, das für AIDS verantwortliche Virus gefunden zu haben, plötzlich prominente TV-Auftritte in Sachen «COVID» hatte.
Leider ist eine weitere Persönlichkeit verstorben, die dem medizinisch-pharmazeutischen Establishment kritisch gegenüberstand: die Juristin und Fachbuchautorin Brigitte Röhrig. Sie ist am 22. Januar im Alter von nur 60 Jahren von uns gegangen.
Röhrigs Schwerpunkt waren die arzneimittelrechtlichen Zulassungsverfahren. Aufsehen erregte dabei insbesondere ihr Buch «Die Corona-Verschwörung». Darin machte sie gravierende rechtliche Defizite bei der Zulassung der COVID-Spritzen aus. Röhrig setzte sich konsequent für eine juristische Aufarbeitung der Corona-Politik ein. Ihr bevorzugter Buchtitel spricht Bände: «Denn sie wussten, was sie tun.»
Es ist zu hoffen, dass möglichst viele Fachleute Duesbergs und Röhrigs Mut als Vorbild nehmen. Mögen sie jedenfalls in Frieden ruhen!
Herzlich Konstantin Demeter*
Zum Tod von Brigitte Röhrig
Die Juristin und Fachbuchautorin Brigitte Röhrig ist am 22. Januar 2026 im Alter von 60 Jahren verstorben. Ihr Tod hat weit über juristische Fachkreise hinaus Betroffenheit ausgelöst.
Dr. jur. Brigitte Röhrig, ausgewiesene Expertin für Pharma- und Arzneimittelrecht, ist am 22. Januar 2026 gestorben. Die promovierte Juristin war Fachkollegen wie Weggefährten als ebenso sachkundige wie integre Anwältin bekannt. Ihr Tod markiert einen schmerzlichen Verlust für viele, die mit ihr zusammengearbeitet haben oder ihre Veröffentlichungen schätzten.
Röhrig hatte sich über Jahre intensiv mit arzneimittelrechtlichen Zulassungsverfahren befasst. Besondere öffentliche Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrem Buch «Die Corona-Verschwörung», in dem sie die aus ihrer Sicht gravierenden rechtlichen Defizite bei der Zulassung der COVID-19-Impfstoffe analysierte. Ihr Anliegen war eine konsequente juristische Aufarbeitung staatlichen Handelns in der Pandemie. Der von ihr bevorzugte Buchtitel «Denn sie wussten, was sie tun» verdeutlicht den normativen Anspruch, mit dem sie ihre Arbeit verstand.
Kollegen beschrieben Röhrig als außerordentlich hilfsbereit, präzise arbeitend und von hohem berufsethischem Anspruch. Prof. Martin Schwab würdigte sie als
«ausgezeichnete Juristin mit ausgewiesenem Sachverstand im Pharma-Recht, die wie kaum eine andere in der Lage war, komplexe Zulassungsfragen verständlich darzustellen». Ihr Tod sei «ein schwerer Verlust für alle, die sich für Rechtsstaatlichkeit und Freiheit einsetzen».
Die intensive fachliche Arbeit der vergangenen Jahre ging mit erheblichen persönlichen Belastungen einher. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen blieb Röhrig bis zuletzt engagiert und ansprechbar für Kollegen. Rückzug fand sie und Kraft schöpfte sie in ihrem Lebensumfeld im Westerwald, wo sie mit großer Hingabe für ihre Tiere sorgte.
Brigitte Röhrig hinterlässt eine 29-jährige Tochter sowie eine fünfjährige Enkelin, zu denen sie eine enge Bindung hatte. Ihr berufliches Werk und ihr persönliches Engagement wirken über ihren Tod hinaus fort. Sie ruhe in Frieden!
*Konstantin Demeter ist selbständiger Fotograf und Journalist sowie unabhängiger Forscher. Er beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Virologie und hat zum Thema auch im OffGuardian veröffentlicht. Unter anderem engagiert er sich in der Mediengruppe des Vereins Stop 5G Ticino.
Dissens ist das Kennzeichen der Freiheit, so wie Originalität das Kennzeichen der Unabhängigkeit des Geistes ist (…) Niemand kann Wissenschaftler sein (…), wenn er nicht über Unabhängigkeit in seiner Beobachtungsgabe und seinem Denken verfügt. Jacob Bronowski
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28.01.2026
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Reichsacht 2.0: Wer hilft, macht sich strafbar
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.
overton-magazin.de, 28. Januar 2026, Roberto Delapuente Mit der Umsetzung der neuen EU-Vorgaben verschärft Deutschland das EU-Sanktionsrecht. Was bislang als Ordnungswidrigkeit galt, wird strafbewehrt – es drohen hohe Freiheits- und Geldstrafen und eine weitreichende Ausdehnung der Pflichten auf das gesamte Umfeld sanktionierter Personen.
Mit dem am 15. Januar 2026 beschlossenen Gesetz zur Anpassung von Straftatbeständen und Sanktionen bei Verstößen gegen restriktive Maßnahmen der Europäischen Union hat Deutschland sein Sanktionsrecht grundlegend verschärft – und an die Vorgaben Brüssels angepasst. Besonders betroffen sind davon Wirtschaftsunternehmen. Aber auch für sanktionierte Einzelpersonen hat das Gesetz Bedeutung, denn deren wirtschaftliche, berufliche und persönliche Handlungsräume werden nun erheblich enger gezogen.
Außerdem bezieht die Bundesregierung – die die Umsetzung forcierte – damit endlich Stellung. Bis heute war es üblich, dass die Regierung EU-Sanktionen als eine Art Naturkatastrophe wertete, wenn sie mit Kritik an etwaige Sanktionierungen konfrontiert wurde. Dabei sei an diverse Ausflüchte in der Bundespressekonferenz erinnert, speziell wenn Florian Warweg nachfragte: Die Pressesprecher schoben vornehmlich Brüssel die Verantwortung zu und sahen sich damit außerstande, etwas Konkretes zu den Fällen sanktionierter Einzelpersonen zu sagen. Das ändert sich nun – Verstößen gegen Sanktionen ist nun unbedingt nachzugehen. Etwaige Verstöße werden außerdem nicht mehr als Ordnungswidrigkeit behandelt, sondern werden als strafbewehrt eingeordnet.
Straftat statt Ordnungswidrigkeit
Hintergrund des Gesetzes ist die EU-Richtlinie 2024/1226, mit der europaweit einheitliche Mindeststandards für die Ahndung von Sanktionsverstößen geschaffen werden sollten. Zuvor variierte die Behandlung solcher Verstöße stark: In manchen Mitgliedstaaten drohten lediglich geringe Bußgelder, in anderen Freiheitsstrafen. Deutschland lag irgendwo zwischen lax und hartnäckig – viele Verstöße wurden lediglich als Ordnungswidrigkeiten behandelt.
Das neue Gesetz ändert dies grundlegend. Verstöße gegen EU-Sanktionen können nun in nahezu allen relevanten Konstellationen als Straftaten bewertet werden. Das betrifft nicht nur klassische Handels- oder Exportverbote, sondern auch Finanzdienstleistungen, Investitionen, Beratungsleistungen und sogar unterlassene Meldungen eingefrorener Vermögenswerte. Für Unternehmen drohen Geldbußen von bis zu 40 Millionen Euro, für Einzelpersonen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren in besonders schweren Fällen.
Besonders einschneidend ist das neue Recht für Personen, die selbst auf EU-Sanktionslisten stehen. Für sie endet die Sanktionswirkung nicht mehr bei eingefrorenen Konten oder Reisebeschränkungen. Vielmehr wird ihr gesamtes Umfeld rechtlich in die Pflicht genommen.
Ein zentrales Element ist die Ausweitung der Meldepflichten. Wer beruflich – etwa als Journalist, Berater, Verleger, Bankmitarbeiter oder Geschäftspartner – Kenntnis über Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen einer sanktionierten Person erlangt, muss diese Informationen den Behörden melden. Unterlassene oder verspätete Meldungen können strafbar sein. Zwar gibt es Ausnahmen für bestimmte rechtsberatende Berufe, doch der Kreis der potenziell Meldepflichtigen ist groß.
Die Fallbeispiele Baud und Dogru
Für sanktionierte Personen bedeutet dies eine de facto soziale und wirtschaftliche Isolation, eine vor aller Welt kenntlichgemachte Fixierung der neuen Reichsacht: Selbst legale Unterstützungsleistungen werden für Dritte rechtlich riskant. Die Gesetzgebung legt es darauf an, dass das Umfeld des Sanktionierten aus Gründen vorauseilender Vorsicht nicht mehr zur Hilfe eilt und sich abwendet. Die Vereinsamung des Sanktionierten wird als Konsequenz eines solchen Vorgehens in Kauf genommen.
Der frühere Schweizer Nachrichtendienstoffizier und Militäranalyst Jacques Baud steht exemplarisch für die Betroffenen dieser neuen Form der Ächtung. Baud wurde wegen seiner öffentlichen Positionierungen und Analysen zum Ukrainekrieg auf eine EU-Sanktionsliste gesetzt. Ihm wird vorgeworfen, russische Narrative zu verbreiten und damit die öffentliche Ordnung und Sicherheit in der Europäischen Union zu gefährden – Beweise wurden keine vorgelegt. Ähnlich gelagert ist der Fall des deutschen Journalisten Hüseyin Dogru, der ebenfalls von EU-Sanktionen betroffen ist. Ihm werden propagandistische Tätigkeiten im Sinne russischer Staatsinteressen vorgeworfen – dabei war Russland gar nicht der Schwerpunkt von Dogrus journalistischer Arbeit. Dogru lebt in Berlin, seine Lebensverhältnisse sind bereits jetzt prekär. Wie soll sich das noch entwickeln?
Mit dem neuen deutschen Sanktionsstrafrecht ergeben sich weitreichende Folgen: Honorare für Vorträge, Bucherlöse, journalistische Vergütungen oder Beratungsleistungen könnten als »Bereitstellung wirtschaftlicher Ressourcen« gelten. Veranstalter oder Plattformbetreiber, die Zahlungen leisten oder Verträge fortführen, setzen sich potenziell strafrechtlichen Risiken aus. Selbst indirekte Zahlungsflüsse – etwa über Drittstaaten oder zwischengeschaltete Gesellschaften – stehen unter verschärfter Beobachtung und können als Sanktionsumgehung verfolgt werden. All das galt zwar vorher schon als nicht zulässig – oder war nicht ganz sicher in der juristischen Beurteilung –, ist nun aber verbrieft worden.
Medienhäuser, die Beiträge veröffentlichen, Honorare zahlen oder Kooperationen eingehen, müssen künftig sehr genau prüfen, ob sie sich strafbar machen könnten. Selbst technische Dienstleistungen – etwa Hosting, Schnitt, PR-Unterstützung oder IT-Beratung – können unter das weit gefasste Dienstleistungsverbot fallen. Das Gesetz kennt keine »journalistische Ausnahme« im engeren Sinne; maßgeblich ist allein, ob eine sanktionierte Person wirtschaftlich profitiert.
Nur die Sanktionierten bleiben im rechtslosen Raum
Neu ist auch die ausdrückliche Strafbarkeit der Vermögensverschleierung durch Dritte. Wer Gelder oder Ressourcen einer sanktionierten Person verdeckt weiterleitet, falsche Angaben macht oder Strohkonstruktionen nutzt, riskiert empfindliche Strafen. Besonders schwere Fälle können mit mehrjährigen Freiheitsstrafen geahndet werden. Der Gesetzgeber hat somit die Sanktionierung noch stärker als vorher zu einem Instrument der Isolation modifiziert. Es soll Abschreckungswirkung zeitigen und den Sanktionierten in die Einsamkeit befördern. Strafrechtliche Risiken werden auf diesen Weise auf Dritte vorverlagert und damit auf das gesamte Umfeld der Betroffenen ausgeweitet.
Unklar bleibt zunächst mal, wie deutsche Gerichte mit der Unterstützung sanktionierter Personen umgehen werden. Wie verhältnismäßig es tatsächlich ist, wenn Personen nicht wegen klassischer Wirtschafts- oder Gewaltverbrechen, sondern wegen politischer oder publizistischer Tätigkeit sanktioniert wurden, wird vielleicht demnächst auch in einem Gerichtssaal in Deutschland entschieden werden.
Dieses neue deutsche Sanktionsstrafrecht stellt einen Paradigmenwechsel dar. Für sanktionierte Personen wie Jacques Baud oder Hüseyin Dogru bedeutet dies eine deutliche Verschärfung ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Lage. Für ihr Umfeld steigt das Risiko erheblich – und mit ihm die Bereitschaft, schützenden Abstand zu halten.
Der deutsche Büttel, strammstehend vor dem Berliner Vorortparlament in Brüssel, bekennt sich nun zu den EU-Sanktionen – das tat Berlin freilich immer, allerdings wurde die Regierung stets seltsam zurückhaltend, wenn es um die Sanktionierung von Einzelpersonen ging. Mit dem sogenannten Gesetz zu Sanktionen bei Verstößen gegen restriktive EU-Maßnahmen, hat die deutsche Administration nun ein klares Bekenntnis zur Ächtung auch von Einzelpersonen abgeliefert. Unterstützer von Sanktionierten werden selbst sanktioniert – aber die Sanktionierten haben bis heute keine Möglichkeit, rechtlich gegen die Brüsseler Auflagen vorzugehen. Wie nennt man eine solche Rechtsauffassung eigentlich, die Unterstützung gesetzlich verbietet, aber keinen rechtlichen Rahmen erarbeitet, der es Betroffenen möglich macht, ihrer Sanktion – die laut EU keine Bestrafung, sondern Prävention sein soll – rechtsstaatlich zu begegnen? Willkür?
Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main. Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →
Schon als es damals losging mit der EU haben viele Leute davor gewarnt, dass die EU nur zu mehr Machtkonzentration mehr Schulden und weniger Demokratie führen wird.
Heute sehen wir, dass unsere schlimmsten Erwartungen mal wieder übertroffen wurden, Politikern und Politikerinnen kann und darf man halt nicht vertrauen..
Wann greift eigentlich das Verfassungsrecht auf Widerstand? „…..wenn andere Abhilfe nicht möglich ist..“ Das ist doch jetzt bereits der Fall. Die Betroffenen haben doch gar nicht die Möglichkeit den Rechtsweg zu beschreiten. Das ist die reinste staatliche Willkür die jeden treffen kann der die Erzählungen des Machtapparates kritisiert. Mit dem EU Sanktionsregime und nun mit der nationalen Gesetzgebung rechtlich verbindlich auf die BRD und deren Bürger angewandt, wird ein entscheidender Pfeiler unserer verfassungsmäßigen Ordnung, nämlich das Recht auf freie Meinungsäußerung, schlussendlich außer Kraft gesetzt. Es wird Zeit, diesem Wirken mit einem breiten gewaltfreien Widerstand zu begegnen. Was würde geschehen und welche Mittel hätte die Staatsmacht (Exekutive+Judikative) wenn tausende Unterstützer medienwirksam an den Haustüren der Betroffenen Lebensmittelpakete und Geldspenden abliefern würden? Wir dürfen uns diesen sukzessiven Abbau entscheidender demokratischer Rechte nicht länger gefallen lassen.
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
Wieder einmal wurde gestern an einen Jahrestag erinnert, der an einer der schlimmsten Auswüchse deutscher Politik erinnert, wozu ein Staat unter einer „demokratisch“ ins Amt gebrachte Regierung fähig war. Schon wieder wird der Faschismus vorbereitet und wartet nur noch auf eine Partei, die „Antiterrorgesetze“ rigoros anwendet, wie 1933, wo die Hitlerschergen in Polizeistationen längst auf Listen von Kommunisten und Gewerkschaftlern zugreifen konnten, um sie einen Tag später in Arbeits- bzw. Konzentrationslagern einzusperren. Dobrindt und seine AfD-Light, die CSU, machen wieder Hatz auf alles Linke. Ohne nur den geringsten Beweis der Urheberschaft des Berliner Anschlags auf das Stromnetz zu haben schiebt er das sofort den Linken zu und bekommt auch noch Beifall von der AfD, seinem künftigen Wunschpartner in der nächsten Regierung. Nicht umsonst drängt die AfD auf ein Verbot der „Antifa“, die sie selbst schon bei korrupten Grünen und Sozialdemokraten verortet.
Wehret den Anfängen! Wieder mal will es dann später niemand gewollt und gewußt haben. Kampf dem Faschismus!
Die wirtschaftliche Existenzvernichtung, die schon mit dem „Debanking“ und dem medialen Verächtlichmachen und Ins-Abseits-Stellen schon länger praktiziert wurde, wird nun mit der physische Existenzvernichtung durch Aushungern erweitert.
Die Bedrücker lassen immer mehr von ihren Masken fallen.
Faschismus muss nicht immer mit Existenzvernichtung und Gewalt verbunden sein – aber schlussendlich läuft es doch immer darauf hinaus.
Und die (marxistischen) „Linken“ hier werden auch immer weiter nur die vermeintlichen, politisch wirkungslosen angeblichen „Rechten“ bekämpfen und jeden Widerstand gegen die konkreten Entwicklungen spalten.
habe vor 2 Tagen versucht mit einem recht prominenten Freund aus alten Tsgen ( Bekannter Popmusiker, Berlin) darüber zu diskutieren. Ich wurde als Schwurbler der Die Narrative eine kriegerischen Psychopaten verbreitet beschimpft. Ich solle doch am besten ein paar tausend Kilometer nach Ostrn ziehen.
erst war ich nur sauer, jetzt muss ich zugeben, das es wahrscheinlich die beste Idee ist, due diese hohle Nuss jemals hatte.
wahrscheinlich ist dieses Ereigniss dem Von Dr Nehls beschriebenen Effekt bei Hyppocampusschäden nach mehrfacher Gen Spritzung geschuldet. Das Ändern einmal gefassten Überzeugungen wird wie bei Alzheimerpatienten unmöglich.
Um die EU loszuwerden, muss man eigentlich nur die AfD wählen, das sind m.W. die einzigen, die sich trauen, sich mit dem Moloch anzulegen, insbesondere die Höcke-Fraktion, die am meisten gehasst wird. Einen Tod werden wir sterben müssen, ja gefällt mir auch nicht, weil man nie weiß, was man stattdessen bekommt…
Es ist die Strafe dafür, dass wir es nicht geschafft haben, dieses schei** Parteiensystem rechtzeitig einzuhegen. Seit Jahren rede ich mir den Mund fusselig, aber die meisten Deutschen hassen ihresgleichen dermaßen intensiv, dass sie lieber korrupte Politikernulpen unser Schicksal entscheiden lassen. „Eat your own dog food“, sagen die Angelsachsen in so einem Fall…
Müssten nicht eigentlich alle Abgeordneten, die diesem rechtswidrigen Gesetz zugestimmt haben, ins Gefängnis wandern?
Wegen Rechtsbeugung im Amt, oder so?
Einem an jedem Recht vorbei in den Hunger sanktionierten zu essen zu geben, wird mit Gefängnis bestraft… Wo sind wir hingekommen?
Und die Medien schweigen dazu! Deren Hauptthemen waren dieser Tage das Wetter…in den USA und der „Skandal im EU-Parlament“, der darin bestand, dass einige „Grüne“ zusammen mit rechten Parteien für eine Überprüfung des Mercosur-Abkommens gestimmt haben…
ZITAT: “ Die wirtschaftlichen, beruflichen und persönlichen Handlungsspielräume [ von außergesetzlich sanktionierten EU] Personen werden [ nach dem nun be -schlossenen Gesetz in D] erheblich enger gezogen. ZITATENDE
Herrrrrrrr Lapuente, Gratulation zu dieser Formulierung. Sie könnte direkt vom Großen Bruder stammen.
> Außerdem bezieht die Bundesregierung – die die Umsetzung forcierte – damit endlich Stellung. Bis heute war es üblich, dass die Regierung EU-Sanktionen als eine Art Naturkatastrophe wertete, wenn sie mit Kritik an etwaige Sanktionierungen konfrontiert wurde. Dabei sei an diverse Ausflüchte in der Bundespressekonferenz erinnert, speziell wenn Florian Warweg nachfragte
Ja das ist wirklich armselig wie da immer rumgerudert wird. Hat denke ich auch was damit zu tun das sich heute jeder Politiker einen Pressesprecher genehmigt. Würde ich verbieten. Ich möchte von gewählten, oder weniger gewählten, keine gesalbten Worte sondern die Wahrheit hören oder auch deren Lügen von mir aus aber ungeschminkt.
> Außerdem bezieht die Bundesregierung – die die Umsetzung forcierte
Man versteckt sich immer hinter der EU aber der Treiber ist oft Deutschland.
Und ja, anstatt dieses Menschenrechts unwürdige System zu entschärfen, legt man noch nach. Mal unabhängig von der rechtlichen Geschichte, ist das auch ein Verlust von Ethik, einer anscheinend abgehobenen selbsternannten Elite, die vom Bürger bezahlt wird.
Ich denke das ist erst der Anfang mit den Sanktionen von Privatpersonen. Testballon um es weiter auszuweiten. Die welche jetzt noch sagen, das es mich nie betreffen wird, sind vielleicht schon bald die Nächsten. Es ist auch viel billiger als eine Staatsanwaltschaft zu bemühen um Polizeieinsätze zu ermöglichen.
Und was Bärbel Bohley sagte ist schon seit Jahren im Gange. „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen. Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“ Nur zur Erinnerung. Diese Worte werden vor unseren Augen Realität.
»Baud wird vorgeworfen, russische Narrative zu verbreiten und damit die öffentliche Ordnung und Sicherheit in der Europäischen Union zu gefährden – Beweise wurden keine vorgelegt,«
Ist es auch verboten russische Narrative zu verbreiten, selbst wenn sie wahr sind, oder gelten russische Narrative von Haus aus als Lügen?
Und wie lange wird Baud sanktioniert bleiben? Lebenslänglich? Und werden Sanktionierten ihr Wahlrecht entzogen?
Was sagt das über so gut wie alle deutschen Politiker und Medien, die die Sanktionierung ihrer Bürger für eine gute Sache halten und es nicht für nötig finden sich dagegen aufzulehnen?
Dabei bedeutet dieses Gesetz, dass das jeden treffen kann, der die EU oder Regierung kritisiert.
Zu Ende gedacht heißt das: Hungernden darf man nichts zu essen geben, Obdachlosen kein Dach über dem Kopf, kranken keine medizinische Hilfe, Angeklagten keine Rechtsunterstützung, Armen keine Almosen.
Aber selbstverständlich ist uns die Würde des Menschen heilig.
Haben sich eigentlich die Kirchen schon dazu geäußert? Oder sind die so begeistert von ihrem erweiterten Aufgabenbereich „Militärseelsorge“, daß sie noch gar nichts davon mitbekommen haben?
Peinlich, peinlich. Verabschiedet wurde das Gesetz mit den Stimmen der CDU/SPD-Regierung, Grüne und Linke enthielten sich, dagegen stimmte die AfD.
Dogru wurde gewissermaßen als Agent Putins bestraft, weil er mit seinen Berichten zum GAZA-„Krieg“ die deutsche Gesellschaft spaltete. Damit besorgte er das Geschäft Putins. Trump, der in ähnlicher Weise die europäischen Gesellschaften spaltet, wird allerdings nicht auf die Sanktionsliste kommen. Dafür werden in schöner deutscher Tradition die Frau und die Kinder Dogrus als Beifang mitsanktioniert.
Das Patent auf den Sanktionsmechanismus hält übrigens die Sowjetunion. Sie hielt ihren Dissidenten entgegen, dass eine Kritik an den Maßnahen des Apparats den ausländischen Gegnern der Nomenklatura in die Hände spiele und sie darum Staatsfeinde seien. Das nennt sich mal wahrhaft regelbasierte Ordnung.
Es fehlt nicht mehr viel und im „besten Deutschland aller Zeiten“ wird man für das Lesen und Verbreiten von „Feindpropaganda“ erschossen, wie wir das schonmal hatten.
Abschaffung staatlicher Demokratie und Rechtstaatlichkeit durch eine überinstanzliche, autokratische EU? Dort Dekrete/Erlasse ohne Anhörung/Verhandlung ohne demokratische Legitimität – ganz zu schweigen von Menschenrechten im Sinne des Völkerrechts? Deutsche Beihilfe zum Genozid des Israelischen Staates in Gaza? Aberkennung demokratischer Wahlen bei unliebsamen Wahlergebnis? Einschränkung der Meinungsfreiheit? Zensur? Repressionen? Rassistische Russophobie? Ideologie im Sinne von Kriegswirtschaft, Mobilmachung, Kriegsrhetorik und aktives vorantreiben/befeuern v. Krieg? Krieg als einziges politisches Mittel, Verachtung von Frieden und Diplomatie? Nur ganz grob aufgezählt. Da wird einem alleine vom Aufzählen schon schwindelig. Stellt sich hier die Frage überhaupt noch, was für eine Herrschaftsform und Ideologie das ganze ist? Das eigentlich „spannende“ ist der demokratische Übergang durch Abtretung demokratischer und rechtstaatlicher Souveränität an die faschistische EU Herrschaft.
Wahrscheinlich liege ich da aber völlig falsch. Solange die keine braunen Uniformen tragen und Fackelmärsche organisieren, kann das alles eigentlich kein Faschismus sein…..
Auf die Art wird die ganze Gesellschaft zum Gefängnis. Ein paar Leute werden sanktioniert, damit alle anderen in Angst erstarren. Es gibt keine Zäune und auch kein Entrinnen. Die Vorwürfe sind beliebig. Jeden der sich äußert könnte es treffen und wer den Sanktionierten hilft zu überleben der wird hart bestraft.
Das ist ein KZ ohne Wachtürme ohne Mauern und Stacheldraht. Die enthumanisierte Gesellschaft.
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass es zwar viele Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen gab. Da waren ja alle direkt betroffen. Doch gegen die Abschaffung des Grundgesetzes in der hier beschriebenen Form gibt es keine Demos … es scheint, als ob das wohl kaum jemanden betrifft … Ich höre nichts von den Coronafreiheitskämpfern. (ich war keiner)
Mein Urgroßvater hat Juden das Leben gerettet, indem er ihnen einen Unterschlupf bot. Er hatte ein Ferienhaus in der Eifel. Er hat sich damals auch „strafbar“ gemacht, sofern man das „Recht“, welches sich Faschisten ausdenken als Recht bezeichnen möchte.
Dass der faschistische deutsche Staatsapparat ausrastet, wenn man ihre NS-ideologische Gesinnung angreift, ergibt nur aus einem einzigen Grund Sinn: Sie wissen ganz genau, wie braun sie sind, sie wollen die Geschichte wiederholen, wollen aber nicht, dass das den Menschen auffällt, weil sie dann befürchten müssen, dass die Widerstände viel größer sein könnten. Dass sie ihren Gegnern in absolut krummer Weise „Verharmlosung der Verbrechen der NS-Diktatur“, also ihr eigenes Verhalten vorwerfen, passt zu ihrer ganzen Erscheinung. Krieg ist Frieden etc. Wir kennen das Spiel.
Wenn Herrn Dogru sogar die existenzsichernden 506 Euro zum Überleben entzogen werden, ist das dann nicht versuchte Körperverletzung oder versuchter Totschlag ? (Will ja nicht gleich das Wort „Mord“ in den Mund nehmen…) Und ja: wo sind die „Linken“ oder Liberalen, die eine Demo vor seiner Wohnung inkl Übergabe von Nahrungsmitteln und Geld organisieren ??
weiten Teilen Ihres recht genauen Artikels stimme ich zu, im letzten Absatz erliegen Sie m.E. aber einigen Täuschungen: Die Bundesregierung *muss* EU-Recht in eigenes Recht überführen, egal, was einzelne Mitglieder davon halten mögen. Ein Vergleich von ChatGPT zeigt übrigens (wenn er stimmt), dass Italien die „Harmonisierung“ weitaus strenger gegenüber den Sanktionierten handhabt.
Die Sanktionierten (und u.U. auch andere Personen) haben das Recht und die Möglichkeit, gegen die Verordnung 269/2014 gerichtlich vorzugehen (dass und wie das sehr schwer gemacht wird, wäre einen eigenen Absatz wert):
1. Nichtigkeitsklage vor dem Europäischen Gericht (EuG) (Art. 263 AEUV) 2. Vorabentscheidungsverfahren (Art. 267 AEUV) Das ist der Weg, über den jede Privatperson indirekt die Rechtmäßigkeit einer EU‑Verordnung angreifen kann. 3. Menschenrechtsbeschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)
Artikel 4 der Verordnung sieht vor, welche Lebensbereiche nicht betroffen sein dürfen („grundlegende Bedürfnisse“, „alltägliche Ausgaben“, „Miete“, „Lebensmittel“, „medizinische Versorgung“, „Rechtsbeistand“).
Die Verordnung enthält einen Passus über erlaubte Nothilfe, was die Schlagzeilen a la „Ich komme ins Gefängnis, wenn ich ihm einen Teller Suppe bringe“ ein bisschen übertrieben erscheinen lässt.
All das ändert nichts oder kaum etwas daran, dass die Sanktionen keinerlei strafrechtliche Basis haben, verheerend (und – das ist allerdings umstritten – völkerrechtswidrig) sind, dass durch einen Taschenspielertrick (Sanktion nicht gleich Strafe) hintenrum Rechtsgrundsätze verletzt und weite Teile der Bevölkerung eingeschüchtert werden etc, gehört aber m.E. in einen halbwegs objektiven Artikel mit hinein (und andere nützen uns Lesern nichts, außer am Stammtisch).
Ich kann nur hoffen, daß diejenigen, die immer ein fröhliches „Die AfD kann man doch nicht wählen“ auf den Lippen haben, langsam mal den Ernst der Lage begreifen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
28.01.2026
Grössenwahn und Verrat
Die Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt, ist gross. Bild: Chamberlain links, verkaufte die Tschechoslowakei 1938 in München ohne das Land in die Verhandlungen einzubinden; rechts, Mark Rutte ist daran, als NATO-Generalsekretär einen Teil Grönlands an die Amerikaner zu verschachern.
Donald Trump sieht sich als der Grösste – für ihn gelten keine Regeln und seit er den Friedensnobelpreis nicht erhalten hat, liebt er den Frieden nicht mehr. Er glaubt Venezuela gebodigt zu haben und wendet sich Grönland zu. Es riecht übel nach Münchner Konferenz 1938
Als 2024 die Frage aufkam, ob man Biden oder Trump zur Wahl empfehlen sollte, waren wir der Auffassung, dass Trump gegenüber Harris die bessere Wahl sei, da ersterer nicht dem deep state angehörte. So unsere Beurteilung. Nur so sei der 3. Weltkrieg zu verhindern. Vielen meiner Kollegen ging es gleich. Die Aussage von Präsident Putin im September 2024, er würde aufgrund der grösseren Berechenbarkeit Harris bevorzugen, könnte in der Zukunft zu einer Weissagung werden, obwohl Sergei Lawrow die Aussage Putins als Witz abtat – aber, jeder Witz hat einen wahren Kern
Heute wissen wir, dass Donald Trump komplett unberechenbar ist und gefährlich wie Nitroglyzerin. In «Diplomatie auf dem Totenbett – vom Friedenspräsidenten zum Kriegstreiber» machte ich mir im Juni 2025 bereits grösste Sorgen, als Trump mal kurz den Iran bombardierte, um dann nach zwölf Tagen einen Rückzieher zu machen, da er feststellen musste, dass sich der Iran nicht nur wehren konnte, sondern Tel Aviv in Schutt und Asche legte. Ich sagte damals:
«Mit rationalem Denken schreitet man am Totenbett der Diplomatie vorbei direkt auf den Holzweg»
Heute würde ich das Wort «Holzweg» durch «Hölle» ersetzen.
Grönland wird verschachert
Der Brief
In einem Brief an den norwegischen Premierminister Jonas Gahr Stoere schrieb Trump am 18. Januar 2026 folgenden Brief:
(Screenshot)
Lieber Jonas, in Anbetracht der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis für das Stoppen von 8 Kriegen nicht zu verleihen, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, nur an den Frieden zu denken, auch wenn dieser immer im Vordergrund stehen wird, sondern ich kann jetzt darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist. Dänemark kann dieses Land nicht vor Russland oder China schützen, und warum sollten sie überhaupt ein „Eigentumsrecht“ haben? Es gibt keine schriftlichen Dokumente, es ist nur ein Boot, das vor Hunderten von Jahren dort gelandet ist, aber wir hatten auch Boote, die dort gelandet sind. Ich habe mehr für die NATO getan als jeder andere Mensch seit ihrer Gründung, und jetzt sollte die NATO etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt ist nicht sicher, wenn wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben. Ich danke Ihnen! Präsident DJT
Als ich den Brief sah, glaubte ich an Satire, musste dann aber feststellen, dass er real ist – oder Realsatire?
Ob die USA Kontrolle über Grönland erlangen wollen, ist dabei nicht von Belang. Vor knapp 200 Jahren wollten die USA das erste Mal Grönland kaufen und ein beachtlicher Teil der heutigen USA wurde denn auch von den USA gekauft und nicht erobert (Louisiana, Alaska, Neu Mexico etc.). Auch darf man den USA und Trump im Grundsatz nicht verübeln, dass sie danach trachten, weiter Gebiete zu erwerben, um ihre geopolitische Reichweite zu erhöhen – aber hier sind die Mittel kein Handel, sondern ein Kauf der unter militärischer Drohung in die Wege geleitet wird, was unter jedem rechtlichen Gesichtspunkt nicht statthaft ist.
Viel interessanter ist das Vorgehen des amerikanischen Präsidenten. Wenn er schreibt, dass er den Friedensnobelpreis nicht erhalten habe, obwohl er 8 Kriege verhindert habe, ist das – wie so oft bei ihm – nicht wahr.
Israel - Hamas: Die USA war – und ist – Kriegspartei; das Morden geht weiter.
Israel - Iran: Die USA war Kriegspartei und der Grund für das Ende der Angriffe war schlicht und einfach die Tatsache, dass der Iran Israels Infrastruktur und Tel Aviv in Schutt und Asche legte;
Indien - Pakistan: Die Verhandlungen fanden zwischen Indien und Pakistan statt, ohne Beteiligung der USA;
Ruanda und Kongo: Der Waffenstillstand wurde im August 2024 geschlossen und hält nicht. Was Trump mit diesem «Frieden» zu tun haben sollte, bleibt im allein sein Geheimnis;
Thailand – Kambodscha: Am 7. August fanden die Kriegsparteien eine Einigung; Trump versandte am am 26. Juli einen Aufruf «"I am calling the Acting Prime Minister of Thailand, right now, to likewise request a Ceasefire, and END to the War, which is currently raging."» (dt. «„Ich rufe den amtierenden thailändischen Premierminister an, um ihn ebenfalls um einen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges zu bitten, der derzeit tobt.“») – mehr war da nicht.
Armenien - Aserbaidschan: Hier vermittelte Trump tatsächlich, jedoch zuallererst im amerikanischen Sinne (Sangesur-Korridor unter amerikanischer Kontrolle), aber der Prozess ist nicht abgeschlossen und die beiden Parteien sind sich nicht einig.
Ägypten - Äthiopien: Da war kein Krieg, sondern ein Streit betreffend Äthiopiens Grand Ethiopian Renaissance Dam; es wurde bis jetzt keine Einigung gefunden;
Serbien - Kosovo: Abgesehen davon, dass die NATO unter Führung der USA Serbien 1990 rechtsgrundlos 86 Tage lang bombardierten, gab es keinen Krieg zwischen Serbien und Kosovo; es fiel kein Schuss. Darauf hingewiesen ruderte das Weisse Haus zurück und berief sich auf Grosstaten Trumps in 2020.
Dass Trump ein Friedensstifter ist, hält somit einer auch nur oberflächlichen Untersuchung nicht stand.
Als kurze Auflockerung lassen wir kurz Jon Stewart zu Wort kommen, der sich – zu Recht – darüber lustig macht, dass Trump nicht einmal die Namen von durch ihn befriedete Länder aussprechen kann.
Wie ein Kleinkind, das wegen schlechten Benehmens kein Dessert bekommen hat, droht er, dass er sich nicht verpflichtet fühle, nur an Frieden zu denken. Das ist lediglich beinahe unglaublich, denn man glaubt dies, weil es von Trump kommt.
Die Davos-Rede
Bis am 21. Januar sagte Trump, dass, «die Welt nicht sicher [sei], wenn wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.“ – In seiner Davos-Rede vom 21. Januar verkündete er, dass „wir [von der NATO] nie etwas wollten oder nie etwas bekamen“ – alles, was die Vereinigten Staaten wollen ist ein Ort mit dem Namen Grönland. Weiter äusserte er, „Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden.“ (I don't have to use force. I don't want to use force. I won't use force.)
Jetzt wird herumgereicht, dass man einen Kompromiss finden würde, einen Teil von Grönland als amerikanisch zu deklarieren, ohne jedoch die dänische Souveränität über ganz Grönland in Frage zu stellen.
Die Strategie von Trump könnte aufzugehen: Er droht mit Krieg, die Europäer organisieren einen Zwergenaufstand, Trump droht mit Strafzöllen, verkündet, dass er keine militärische Gewalt anwenden wird und die Zwerge tun das, was sie am besten können und geben sich mit einem Kompromiss - selbstverständlich auf Kosten Grönlands – zufrieden. Weiter verlautbarte Trump auf True Social: Auf der Grundlage dieses Verständnisses werde ich die Tarife, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht einführen. (Based upon this understanding, I will not be imposing the Tariffs that were scheduled to go into effect on February 1st.)
Aaja Chemnitz – Grönländische Parlamentarierin
Aaja Cheminitz seit 2015 Mitglied des Parlaments für Inuit Ataqatigiit in Grönland sieht das anders und steht auf:
“Die Nato hat absolut kein Mandat, über irgendetwas zu verhandeln ohne uns.”
Aaja Cheminitz, 22. Januar 202
Es riecht nach München 1938
Wir müssen in den Geschichtsbüchern nicht sehr weit zurückblättern, um einen Präzedenzfall für ein solch ungeheuerliches Agieren Dritter zu finden, die ohne Konsultierung des betroffenen Landes, über dieses verfügten: 1938 verrieten die Briten unter Premier Chamberlain und die Franzosen unter Ministerpräsident Daladier die Tschechoslowaken und gaben Adolf Hitler das Sudetenland, um den Krieg zu verhindern. Hitler hielt sich nicht an die Vereinbarung und besetzte den Rest der Tschechei im März 1939 – die Alliierten schritten wiederum nicht ein. Erst am 3. September 1939 – nach dem Überfall auf Polen – reagierten die Briten und Franzosen, griffen die Deutschen jedoch nicht an und überliessen die Polen ihrem Schicksal.
Ob eine Einigung – besser Verrat – wie skizziert so zustande kommt, weiss ich nicht, aber es würde zu den rückgradlosen Europäern passen. Die Chance, dass sich die Geschichte wiederholt, ist hoch.
Konsequenzen
Donald Trump würde dies weiter anstacheln, das nächste Land zu «befrieden». Wie im Rausch beschrieb er das illegale Kidnapping Maduros als grossartige militärische Leistung unbezwingbarer amerikanischer Streitkräfte.
Diese Aussage kann man nur als Drohung verstehen – gegen die EU, gegen die NATO und gegen Grönland, gegen jedermann.
Das nächste Land wäre wohl der Iran, möglicherweise nach Kuba und Kolumbien. Unser Felix Abt hat in seinem Artikel «Die Architektur einer von feindlichen ausländischen Mächten herbeigeführten Krise» detailliert aufgezeigt, dass die anfänglichen friedlichen Demonstrationen im Iran, welche von westlichen Geheimdiensten in ein Blutbad verwandelt wurden – Maidan lässt grüssen - dazu dienten, einen Regimewechsel im Iran zu provozieren. Der Versuch schlug kläglich fehl. Mit Hilfe der Chinesen und Russen wurde die Kommunikation der Geheimdienste im Iran lahmgelegt. Diese beruhten auf zehntausenden illegal eingeschmuggelten Starlink-Terminals. Der Spuk ist nach Auskunft von Professor Mohammad Marandi vorbei. Dennoch, die Gefahr ist nicht gebannt.
Da Trump bereits jetzt glaubt, dass er mit seinen Streitkräften unbesiegbar sei und ein Verrat an Grönland seine Unbesiegbarkeit noch stärken würde, wäre jeder naiv, der einen Angriff aufgrund der militärischen Chancenlosigkeit ausschliesst.
Adolf Hitler war nach der Eroberung Frankreichs im Sommer 1940 auf demselben Trip. Frankreich, das nach Experten als grösste Militärmacht der Welt galt, streckte nach nur sechs Wochen die Waffen. Kurz darauf – offiziell ab dem 30. Juli 1940 - wurde Barbarossa – der Überfall auf die Sowjetunion – vorbereitet. Als ihm die Logistiker der Wehrmacht mitteilten, dass die Versorgung der Truppen lediglich wenige Wochen aufrechterhalten werden könne, gab sich Hitler selbstbewusst:
«Wir müssen nur die Tür eintreten, und das ganze verrottete Gebäude wird krachend zusammenbrechen»
Diese Fehleinschätzung führte zum Untergang von Nazi-Deutschland und zum Tod von 30 Millionen Sowjetbürger. Aufgrund des Rausches, in dem sich Trump befindet, sollte man meines Erachtens nicht ausschliessen, dass Trump sich zu einer solchen Dummheit hinreissen lässt. Nachdem sich die Iraner nach 12 Tagen Krieg dazu überreden liessen, ihre Angriffe auf Israel zu beenden, wäre eine Wiederholung dieses Abenteuers durch Trump wohl das Ende Israels und all der Öl- und Militärinfrastrukturen der Amerikaner im Nahen Osten.
Ablenkungsmanöver
Schliesslich fand ich einen Umstand von Trumps Rede in Davos – es lohnt sich, die gesamte Rede zu hören – äusserst interessant. Die ersten paar Minuten sprach Trump über den «grossartigen» Zustand der amerikanischen Wirtschaft: Jede Aussage, die er machte, war eine komplette Lüge. Wir brauchen an dieser Stelle nicht auf die Details einzugehen – Trump stellte die Situation der Wirtschaft und die Situation auf den Finanzmärkten dermassen falsch dar, dass man nicht einmal mehr von Schönfärberei sprechen kann.
Ich habe meine Skepsis zum Zustand der westlichen Finanzmärkte seit vielen Monaten immer wieder festgehalten und eine Tendenz ist klar ersichtlich: Die Situation verschlimmert sich täglich. Ein Hinweis dafür ist die beinahe explosionsartige Verteuerung der Edelmetallpreise seit dem 1. Januar in US-Dollar: Gold: +18%; Silber: +54% (Stand 26. Januar 2026). Das ist ein Hinweis auf Verwerfungen in den Papiermärkten von COMEX und LBMA, sowie ein Vertrauensschwund der Anleger in den US-Dollar. Möglicherweise versuchte Donald Trump mit seiner Rede und seinen geopolitischen Drohungen gegenüber Freund und Feind von einem Problem ablenken, das bald zur Realität werden könnte: Ein Kollaps der westlichen Finanzmärkte.
«Falls dies eintreffen wird, werden alle Karten neu gemischt und verteilt.»
Fazit
Nachdem Trump die von den Amerikanern seit Jahrzehnten beschworene «Regelbasierte Ordnung» selbst liquidierte, befindet sich der Kollektive Westen in einem Zustand der Agonie, d.h. die Parteien unternehmen schon gar nicht mehr irgendeinen Versuch, ihr Agieren auf eine erklärbare Basis zu stellen, von einer rechtlich begründeten ganz zu schweigen.
Dass die Europäer mit dem Gedanken spielen, Grönland und damit den NATO-Verbündeten Dänemark zu verraten – wie dies die Alliierten 1938 in München mit der Tschechoslowakei getan haben – ist lediglich eine logische Folge davon; Rutte und seine Kumpane bringen jedenfalls die dazu nötigen charakterlichen Eigenschaften mit.
Weiter erachte ich es als naiv zu glauben, Trump werde den Iran nicht angreifen, obwohl die Realitäten einem solchen Unternehmen einen katastrophalen Ausgang bescheren wird.
Schliesslich darf man ebenfalls nicht ausschliessen, dass das Gebrüll von Trump ein Ablenkungsmanöver vor einem baldigen Kollaps der Finanzmärkte und dem US-Dollar sein könnte. Wenn – nicht falls – dies eintreffen wird, werden alle Karten neu gemischt und verteilt.
Herzlichen Dank für diesen historischen Vergleich. Dazu sind heute viele Politiker und Journalisten leider nicht mehr fähig, weil ihnen die dazu notwendigen Geschichtskenntnisse schlicht fehlen.
Die USA ist wirtschaftlich da wo sie ist, in der Krise, weils Kapitalismus ist und der hat nun mal, weil er das ist was er ist, seinen festen Zyklus. Es existiert so viel darüber, da braucht man nicht mal Marx lesen (denn davor zucken ja viele). Ansonsten tuts das eigene Denken. Aber so gehört eben auch Annexion und Krieg(e) dazu, verheißt und bringt wieder Aufschwung (Profit). Insofern wiederholt sich freilich alles. Was wird denn im und beim Kapitalismus nur anderes erwartet? (Ich wundere mich da immer wieder.) Und kluge Leute an der Spitze (der Politik) würde „das Kapital“ genau daher ebenfalls nicht dulden. Die sollen doch lediglich das Benötigte umsetzen – und meist gehören die auch selber dazu.
Kapitalismus UND Frieden, Verstand und Vernunft wird es nicht geben. Und der Kommunismus als gegenläufiges, vom Wirtschaften her weit friedlicheres und gerechteres Modell, wird leider auch nur von Menschen geleitet. Denen sind daher zum Teil genauso jene dunklen Seiten zu eigen, die der Mensch bzw. etliche von ihnen nun mal so an sich haben: Gier, Neid, Mißgunst. Es ist alles eine Frage des Preises. Und wenn dann nicht aufgepaßt wird... Haben schon viele in ihrem Leben erlebt, was dann ist (ich auch). Und falls doch aufgepaßt wird, wird das wieder vom Gegenspieler (Kapital) benutzt, um die Massen in IHRE Richtung hirnzuwaschen.
Also doch Bertolt Brecht und „Der gute Mensch von Sezuan“ mit seinem Schluß: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen Den Vorhang zu und alle Fragen offen. […] Soll es ein andrer Mensch sein? Oder eine andere Welt? Vielleicht nur andere Götter? Oder keine? […] Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluß! Es muß ein guter da sein, muß, muß, muß!“
It is not good enough to simply look at the ills which trouble this world and then point to "capitalism" as the source of all those. That is the easy way out. Capitalism has many different definitions, all of which play into the current dynamic AND which have shaped the world from the very beginning. Before assigning blame to ANY system of exchange and cooperation, it would behoove us to understand exactly what that system entails.
In the article linked to below, Robert Bruner deals extensively with this and produces a coherent, rational description as to what capitalism really means. If you can read this without resorting to preconceived notions, then it might actually bring some light onto the subject. Note that the items listed are only highlights from the article and meant to raise further interest.
Capitalism. An economic system based on voluntary exchange among buyers and sellers in which prices and other information drive the allocation of resources, competition and specialization promote efficiency, self-interest motivates decision-making, and personal investment creates private property, all of which are sustained by civil rights and institutions.
Fault line #1: Does “capitalism” apply mainly to social conditions or to economic circumstances?
Fault line #2: Is capitalism mainly about the private ownership of the means of production, or making a profit, or the voluntary exchange of goods and services in markets?
Fault line #3: Does capitalism exist only in this pure theoretical form or can the notion embrace many possible variants seen in the real world today?
As I see it, all of us make decisions to buy and sell, based on our own wants and desires, and must consider ourselves "capitalist" to some degree and form. No one is exempt nor immune from this, in fact, "trading" is learned at a very early age and practiced by everyone throughout life. In that sense, the word, capitalist, applies. It is the MANNER in which capitalism is practiced where we run into difficulty and misunderstanding. Bruner addresses this, as seen in his definition, which stresses the VOLUNTARY nature of transaction as opposed to the involuntary, which brings force to bear resulting in a coercion benefitting one party at the expense of the other.
Conclusion: Capitalism is best seen on a sliding scale which has absolute and total freedom at one end and absolute and total slavery at the other. Everyone lives somewhere along that spectrum. It is a given that capitalism exists in every aspect of life, therefore, our discussion should not be about "capitalism" as much as concerns what is allowed under capitalism, the universal system of trade.
Agreed, the ancient, basic necessity of the human activity of 'trade' has been bastardized at the extremes into Crony Capitalism or Crony Communism. Both extremes lead to Authoritarianism, with a special term for the Corporate Crony Capitalism... Fascism (or Corporatism as Mussolini called it). OF COURSE the more 'moderate' economic/financial/political positions between the extremes will eventually tend towards the extremes, as inevitably the Oligarchs deign. Schwab got in trouble with his Rothschild Class leash-holders by saying the quiet part out loud. "You will own nothing..." He's out, and miraculously Rothschild-man Carney is beating a trade-path to China and BRICS+, trying to insinuate his backers back into a club which by definition shouldn't let them back in. Camel's Nose and all that.
Capitalism is BY DEFINITION is undemocratic. At best it is rule by mythical Benign Despots, aka Philosopher Kings. The CEO/Board doesn't invite the workers to the C-suite to strategically plan and implement corporate policy... because Corporate Capitalism is largely about short-changing workers, suppliers, customers and gov'ts for the benefit of the elites... sorry, 'stake holders'. Can't have the nervous sheep at the table with the wolves, who are planning mutton for dinner. While Communism is touted as being 'for the people', the result has never been as advertised... more rip-off Authoritarianism. In essence, the only variable is the ideological trappings used to convince the masses 'it's different this time'.
This is the tightrope Russia, China and the BRICS+ are walking, trying to avoid the usual 'easy' trend towards Authoritarianism. Difficult to not become the thing they are attempting to push from power. Both countries first regained control of their banking/economy, by limiting the political/economic power the (remaining) wealth class has access to, forcing them to reinvest inside the country for productive industry, not financial jiggery-pokery. China has 70% of the total number of people raised out of poverty worldwide in the last few decades. Russia has been running a 'hot' war, plus several localized 'cold' ones, and still manages to have a low GDP/debt ratio. It's a 'miracle' Western pundits of all stripes don't seem to understand or want to acknowledge.
We all want an 'advantage' vs. our peers, and that involves taking 'just a bit more' than our due. For a civilization to survive the rough patches, all concerned should be willing to 'leave a bit on the table', especially the elites. For countries, those 'leftover bits' can become unencumbered reserves to get past the inevitable rough patches. Even the Bible says to leave the edges of the fields for the poor. Funny how Christian Capitalist Captains of Industry are praised for squeezing every bit of value into their own hands. And everyone down the chain does as they are told, resulting in the Chauffeur's Dilemma.
The decline of the US/EU/NATO countries can be directly traced to the amount of wealth the Oligarchs have pulled out of the working economy to park in off-shore tax havens. The purloined cash is then loaned back at interest. Rather than 'borrowing on the open market', why don't countries simply tax away what would normally leave the country? Simple n'est ce pas? Why should the oligarchy be more 'free' than the rest of us?
The thing that goes hand-in-hand with 'forever wars' is Forever Interest. At least when you pay off your mortgage or car loan, you can benefit from avoiding interest. The US (as the prime example) will NEVER pay off the current $35trillion, so the exorbitant interest will never stop. See the current panic about the $trillions in Treasuries the US MUST re-borrow over the next few months. At higher interest than the rate that helped create the predicament the US is in. The Oligarchs don't care about the negative effects of World or Forever Wars, it is 'already priced' in, they make scads of money from the MIC and they seldom lose all their wealth/power or die in the fighting.
A fun fact, the only Rothschild who died in WW2 was the spouse of a minor Rothschild, none of the main families were affected. All the main Rothschild families have regained their pre-WW2 wealth/power and more.
Unfortunately past decapitations (some literal) of the Oligarchic Class have resulted in a worse situation for the plebs... see post Revolution France and Russia. The US NEARLY pulled it off, but Oligarchs gonna Oligarch. "A republic, if you can keep it." Attributed to Ben Franklin.
The convoluted political/economic/financial/militarist scene we now face is complicated by design, like the Mighty Oz, they are humbugs once the illusion is collapsed. And it is in danger of collapsing, hence the desperation to hide the de facto police state allowing Trumpty Dumbdy's Cabal to create masses of 'foreign entanglements'.
@Roger Mitchell, Ihr Fazit, vor Allem der letzte Satz , bringt es auf den Punkt. Aber eben, es braucht überall Grenzen und verbindliches Recht. Danke für Ihre Antwort. beat schaller
Again, sigh... Whose ultimate agenda are Western 'world leaders' implementing? The latest Oligarchic/corporate puppet show at Davos lays it out, it's the US Adelson/Tech Bros vs. the established EU-centric Rothschild Class. (Carney is a Rothschild creature, like Macron, Mertz, Starmer, et.al.) All the fine-grained analysis of specific domestic and international incidents is helpful, but ONLY as a platform to stand on to 'follow the money' to the top echelons. Fascism doesn't 'just happen'. It has to be carefully propagated, nurtured and protected by a powerful few. The brainwashed minions are merely following the Illegitimate Authority paradigm, so amply exposed by Milgram and Zimbardo. Only about 5-10% of humanity seems to have any ability to resist a psychologically adept 'going along to get along' framework. Gotta put food on the table, so unquestioningly do as the 'boss' says. Only 1% of humanity are truly psychopathic, but the culturally embedded, yet unrecognized corporate, religious and political acquiescence to Authority is easily subverted to allow psycho-fascism to repeatedly reemerge.
We are seeing a 3-way tugging match between the Old Establishment Rothschild Class vs. the China/Russia/BRICS+, vs. the SORTA 'new kids on the block' US Adelson/Tech Bros. The US oligarchy was happy to cooperate and profit with the Rothschilds until it became obvious that the WEF Agenda was intended to reduce the US from being THE Empire to AN Empire. "Multipolar" was a prominent theme in the WEF "you will own nothing" video. The Rothschilds are the consummate purveyors of playing the bankster go-between, encouraging "let's have you and him fight, I'll hold both your wallets", starting in earnest with funding both sides of the Napoleonic Wars.
If there's one thing the US has in psychological spades, from POTUS to janitors, is their "exceptionalism". The suggestion that the US is no longer the 'democratic' colossus bestride the world is nearly universally taken as a personal affront by USicans. Even severe domestic critics of US policy still cling to the inherent moral superiority of the Constitution, the force of arms it begat and the defence of their covertly-subverted crony-capitalist-corporate system. The 'true patriots' like Judge Nap, Larry Johnson, Scott Ritter, Ray McGovern et.al. are finding their Constitutional foundations are being easily brushed away by the Uniparty. It just so happens that Trump is the one who will wear this debacle in the history books, as if Harris/Dems winning would have made one iota of difference in the long run.
Oh well, maybe someday the US/EU/NATO plebs will wake up, but given the Oligarchy/Fascism Game has been an integral feature of human civilization since forever, unfortunately appears it could be until after humanity is reduced to near extinction.
What's the over/under on the US attacking Iran before the end of February? Or will the Republican need to not be wiped out in the midterms drive them to impeach or 25th Amendment Trump in a month or so?
Danke Herr Hänseler Was mich erstaunt ist , dass Dänemark sich auf Verhandlungen mit den USA eingelassen hat . Ist das reine Heuchelei oder Angst , vor dem vor kurzem noch grossen Freund ? Eine "anständiege " Ministerpräsidentin , ihrem eigenen Volk gegenüber , hätte eifach gesagt : über unser Staatsgebiet gibt es nichts zu verhandeln . Aber eine Ministerpräsidentin , die als Kriegstreiberin gegen Russland sich hervorgetan hat , die hat nichts anderes verdient . Sie gehört zu den Vasallen , Heuchler .
Die US-Armee ist weltweit , nach der israelischen Armee , die 2. grösste Terrororganisation ! Beide am Vökermord in Palästina mitschuldig , mit ihren Vasallen in ganz Europa ! Das sind nicht Terrororganisationen mit Maschinenpistolen und Handgranaten , nein , die besitzen Kampfbomber , Kampfpanzer , U-Boote und sogar Atomwaffen !
Ebenfalls beide , auch mit Unterstützung der Natostaaten , am Angriff auf den Iran und Venezuela beteiligt , zusätzlich seit Jahren werden die beiden Völker mit Sanktionen zerstört , ohne Mitleid und erbarmen für diese unschuldigen Menschen . Kuba seit 60 Jahren ! Die Schweiz gehört übrigens auch zu diesem Verein !
Zu meinem Kommentar noch folgendes : Ich beschuldige meistens " die Politiker " . Was ich nicht bedenke ist : Die Bevölkerung trägt genauso Schuld an dieser Politik von Bern , denn , diese Politiker werden ja vom Volk gewählt , das wäre eigentlich in der " Demokratie " von Vorteil . Der grosse Teil der Bevölkerung jedoch wählen nach der Berichterstattung von TV und Medien , die nur der Lautsprecher der regierenden sind .Die Bösen aber sind Putin , Maduro und die Regierungen vom Iran und China . Da wird gegen Russland jede Sanktion der USA und der EU brav befolgt , gleichzeitig kauft man von den USA Kriegsmaterial und schweigt zu Iran und Venezuela , den willkürlichen Angriffen auf diese Länder . Russland hat weder ein Land der Nato , noch der EU angegriffen . Russland hat die Schweiz weder politisch noch militärisch bedroht .
Mit Israel hat man Geschäftsbeziehungen , auch militärisch , schweigt aber zum Völkermord in Palästina . Die Entschuldigung jeweils : die Regierung wirke halt im Hintergrund , und nicht öffentlich ! Toll .
@Herr Blumer. Ihren Gedanken kann ich zustimmen, danke. Danke Peter >Hänseler, für Ihren grossartigen Bericht und die Beleuchtung der Konsequenzen der einzelnen Aussagen. Es ist wieder eine Art "Nachschlagewerk" welches Sie mir als Laien hier zur Verfügung stellen. Ich frage mich allerdings, wie man sich als einzelner Bürger gegen solche Turbulenzen der Finanzmärkte einigermassen schützen kann. (nebst etwas Edelmetallen). Ich gehe allerdings davon aus, dass solide Firmen im konservativen Bereich grosse Bewegungen mitmachen würden, aber doch auch ein Potential haben, sich den kommenden Gegebenheiten anzupassen und sich zu erholen. Es gibt nicht nur Oligarchen, und Veränderungen bieten auch neue Möglichkeiten und Chancen. Das ganze müsste aber aus meiner Sicht nicht zwingend so brachial vom Stapel laufen. Ich hoffe, dass wir irgendwo noch ein paar rote Linien finden werden. Solche Berichte wie dieser hier, könnten zu breiterem "Erwachen" führen. Danke. b.schaller
"Ich frage mich allerdings, wie man sich als einzelner Bürger gegen solche Turbulenzen der Finanzmärkte einigermassen schützen kann."
das frage ich mich auch. Man stelle sich vor wenn nur noch digitales bezahlen möglich wird ! Da werden wohl willkürlich Konten gesperrt , keine Chancen mehr sie zu umgehen . J.Baud ist so ein Beispiel . Dann haben Politik und Banken alle Macht .
Man kann nur hoffen dass sich Russland nicht noch einmal vom Westen über den Tisch ziehen lässt.Man kann auch gespannt sein auf Indien mit Modi,ob es keine Fehler war mit der EU ein Freihandelsabkommen zu beschliesen, im Bezug auf BRICS.Ich bin für Frieden aber leider nutzt es in erster Linie Trump,sollte es zu einem Frieden mit der UKR kommen.Er kann sich weiterhin als Friedensengel aufspielen.Mit Sicherheit wird das danach als strategische Niederlage Russlands verkauft.
Herbert , die ersten 2 Sätze sind auch meine Meinung . Was Trump betrifft : es spielt keine Rolle wer in den USA Präsident ist , alles die gleichen Hochstapler und Kriegspräsidenten . Modi traue ich so wenig wie dem ungarischen Präsidenten Orban . Alles was dieser von sich gibt passt nicht zum Verbleib in der EU ! Nur Eisenhower und Carter waren eine Ausnahme in den USA .
Der Trumpsche verbrecherische Wahn zeigt in meinen Augen eine zwar von seiner Administration unbeabsichtigte, dennoch äusserst positive Nebenwirkung auf der geopolitischen Bühne: Die EU-Länder, die sich unter dem immerwährenden Schutzschirm der USA wähnten und gerade deswegen, wie es richtigen Feiglingen zusteht, sich erfrecht haben, Russland und dessen Volk aufs Übelste, mithilfe von unerhörten Lügen, zu diffamieren, zittern nun wie Espenlaub, und ich gestehe gerne ein, dass ich mich daran ergötze, Schadenfreude empfinde, hoffe, Trump werde die europäischen Feiglinge noch mehr verunsichern. Hinzu kommt, dass Donald Trump starke Menschen wie Vladimir Putin respektiert und schwache wie Ursula von der Leyen verachtet, er zudem (im Gegensatz zu Joe Biden und Ursula von der Leyen) nicht von Hass beseelt ist; er ist, meine ich, weniger ideologisch unterwegs als seine letzten Vorgänger, und auch seine Unberechenbarkeit ist keineswegs nur negativ zu bewerten, finde ich, im Gegenteil, sie belebt. Mir jedenfalls ist Donald Trump um Welten lieber als Joe Biden, den ich für den Vater aller Teufel hielt (und Ursula von der Leyen für deren Mutter).
Verehrter Paolo, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Wünschen wir doch einfach Häuptling Humpty-Trumpty viel Erfolg bei der Demontage von EU und NATO. Dass er dem Mordanschlag damals nur knapp entgangen ist spricht dafür, dass er zumindest nicht so fest wie seine Vorgänger an den Fäden der Strippenzieher hängt.
Es geht auch anders: von der Schweiz aus gab es eben gerade eine kleine, friedliche Initiative: https://rumble.com/v74xous-freundschaftstrychler-schweizer-demonstrieren-in-moskau-fr-den-dialog.html Im Satz bei Minute 3:50 hat sich vielleicht auch ein kleiner, kältebedingter Versprecher eingeschlichen: «In der Schweiz, die sehr dienstleistungsorientiert ist und nicht so energieabhängig, hat sich die Situation nicht derart verschlechtert wie im Rest von der EU.» Jedenfalls hoffe ich, dass Sie die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben haben, dass die Schweiz der EU noch von der Schippe springen kann, und dies auch tun wird.
Ich halte nach wie vor Haries für die gefährlichere Variante. Venezuela hätte er nie ohne den Verrat der dortigen Eliten um Rodrigues gewagt. Im Iran wurden ihm und Israel Grenzen gesetzt und was Grönland betrifft so wäre ich persönlich dafür es weder den USA noch Dänemark zu überlassen sondern endlich den Menschen auf Grönland.
Ich schätze einen Krieg gegen den Iran wird Israel nicht überleben und die gesamte arabische Halbinsel in Brand setzen.
Der Dezember Putsch ist gescheitert. Die Unruhen sind im wesentlichen niedergeschlagen. Russland und Iran zusammen mit China werden da nicht still daneben stehen und zusehen. Wie geschrieben bei Venezuela war es der Verrat an der Revolution der in der Verhaftung von Maduro sein Höhepunkt fand. Seither bewegt sich für die USA dort nicht viel.
Jetzt habe ich doch mal eine Frage die mir vielleicht jemand hier beantworten kann. Nach 60 Jahren Kampf und Entbehrungen, hat sich nun auch Mexiko erpressen lassen von den USA, kein Öl mehr nach Kuba zu liefern. Vermutlich ja auch keines mehr aus Venezuela. Warum unterstützt Russland Kuba nicht? Da ich schon einige male in Kuba im Urlaub war kenne ich die Verhältnisse relativ gut. Die Air Europa ist meines wissen, die einzige Fluggesellschaft die ein Koffer mit Medikamenten mitnimmt, gratis!Mir tun die Menschen mit ihrem Durchhaltewillen einfach nur leid. Das ganze kann nun in eine humane Katastrophe ausarten.
Wie immer ein herzlicher Danke für diesen weitsichtigen Text, lieber Peter. Aber ich habe dazu doch noch einige kritische Anmerkungen: Deiner Interpretation des Zitats von AH "Wir müssen nur die Tür.... "Diese Fehleinschätzung führte zum Untergang von Nazi-D und zum Tod von 30 Mio Sowjwetbürugern" kann ich nicht zustimmen: Denn die europ. Länder waren damals wirklich hochgerüstet und fürchteten mit Recht die Deutsche Wehrmacht, anderseits nahmen ja sehr viele europ. Teilarmeeen (inkl. der CH) am Überfall auf die Sowjetunion teil. Und es war die immer wiederkehrende, totale Fehleinschätzung der "minderwertigen Sowjets(Russen)", die auch 2022 erneut zum von der Nato provozierten Krieg führte. Zurück zum Zweiten Weltkrieg: In Tat und Wahrheit bereiteten einzig und allein Stalins Armeen, die todesmutig und letztlich erfolgreich gegen die Übermacht der mächtigsten Armee der Welt 1941/42 (der Deutschen Weihrmacht) kämpften, die endgültige Niederlage der - wie erwähnt, bisher jedoch immer verschwiegenen Teilnahme von vielen weiteren europ. Armeen unterstützten Nazi-Armmen. Und wir erfahren fast täglich, wie diese Tatsache seit längerem, aber immer heftiger, europaweit total geleugnet wird! Heute rüstet ja ganz Europa - mit "General" Merz und der Spitze - wie wahnsinnig auf, da ja alle "westlichen-Werte-Regierungen ihr gesamtes Waffenarsenal" und viele Milliarden Euro/$ dem "tapferen, für Freiheit und Demokratie gegen die vom Kriegsverbrecher und Diktator Putin geführten Russen " (Zitat aus der Rede "Schweizer" BR I. Cassis vor der UNO) geschenkt haben; laut Aussagen des verbrecherischen Quatschkopfs Rutte planen die "hinterhältigen Russen, nach deren Sieg über die tapferen, für unsere Zukunft kämpfenden Ukrainer, spätens 2029 ganz Europa anzugreifen und ebenfalls zu unterwerfen." Wer nur einigermassen über Ursache, Beginn und Verlauf des Krieges (seit 2014) in der Ukraine und über die geschichtlichen Tatsachen, wer tatächlich die Angreifer und wer die Opfer in den bisherigen 4-5 Kriege zwischen einzelnen, militärisch starken Truppen (Deutsch-Ritter) oder mehr oder weniger gesamt Europa unfassenden Riesenheeren und dem Zarenreich/Sowjetunion/Russland informiert ist, müsste lauthals herauslachen über das kindisch-trotzige, pubertäre Geschwätz aller weisteruropäischen Regierungsverrteter, wenn die Realität nicht so furchtbar traurig -gewsen - wäre.
Vielen Dank für die wie immer realitätsgetreue Darstellung. Leider glauben oft sonst kritische Leser fast Allem, was über den Iran geschrieben wird, obwohl man nie vergessen sollte, dass dies die gleichen Quellen sind, die uns bei Corona verraten haben! Ohne hier aber alternative Quellen anzugeben - die gibt es ja sehr wohl von Scott Ritter über Grenzgänger Studios bis noch viel weiter - ein paar "banale" Informationen, welche ich sammlen durfte im Gespräch mit einer jungen Iranerin hier in Basel. Sie kam letzten Sommer durch Heirat in die Schweiz, hatte vorher eine eigene Wohung in Tehran. Sie ist 25 und kopftuchlos, hat einen Uniabschluss und wird baldmöglichst hier eine Lehre beginnen, ich übe mit ihr fleissig Deutsch. Sie sieht keinen Vorteil darin, das aktuelle Regime zu stürzen oder auszuwechseln: die Hauptschuld tragen die Sanktionen und die Regierung bemüht sich wirklich, die Menschen zu fördern. So gibt es denn im Iran: 12 Jahre obligatorische Schulzeit, 1 Jahr bezahlten Mutterschaftsurlaub, Rentenalter Frauen 55, Männer 65. An den Unis sind über 50% Frauen am Lernen und im Norden Teherans gibt es Quartiere, wo man ohne Problem kopftuchlos auf der Strasse geht. Man darf nicht vergessen, dass ein Teil der Bevölkerung das Kopftuch will, auch z.B. ältere und alte Frauen auf dem Land! Solche Prozesse nehmen Zeit und können nicht erzwungen werden. Kemal Atatürk war da damals in der Türkei sehr rabiat, das hatte viele Menschenleben gekostet und muss nicht sein.
Zu meinem bereits verfassten und aufgeschalteten Kommentar von heute morgen möchte ich anfügen, dass man Trump auch Gutes attestieren kann:
1. Die Lage in Gaza hat sich inzwischen entspannt (zum Zeitpunkt seiner Einsetzung war sie um Welten dramatischer). 2. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger spricht Trump mit Vladimir Putin, die Stimmung zwischen Russland und den USA hat sich fühlbar entspannt (nie werde ich vergessen, mit welchem Respekt er in Alaska Vladimir Putin empfangen). 3. Der absolut dämonische, eiskalte Russenhass, womit Joe Biden und seine Propagandisten Ende Februar 2022 die ganze Welt zu überfluten versucht haben, und das war, zumindest für mich, verstörend, hat seit Trumps Einsetzung fühlbar nachgelassen, und dafür bin ich ihm unendlich dankbar. 4. Für das militärisch-industrielle Komplex in den USA ist Trump zweifelsohne kein ideeller Präsident und die Gefahr, dass er, sollte er sich ihm zu sehr querstellen, frühzeitig ins Jenseits befördert wird, ist reell, was zu berücksichtigen ist, will man sich von ihm ein objektives Bild machen. Ich meine: Trump dürfte massiv unter Druck stehen ... 5. Seine unmittelbare, spontane Reaktion auf den versuchten Mordanschlag gegen ihn hat mich zutiefst positiv beeindruckt, Trump ist ein mutiger Mann, eine Ausnahme insofern heutzutage (ich wünschte mir, einer unserer Bundesräte in Bern hätte ein Zehntel seines Mutes). 6. Und last but not least vermag Trump seine europäischen Kollegen derart unverblümt auf die Schippe zu nehmen, dass nicht nur ich darüber herzlich lachen muss: Im Web, zum Beispiel auf TikTok, kursieren viele Videos, die davon zeugen und für grosse Heiterkeit sorgen.
Und so weiter.
Ich meine, Peter Hänseler geht zu hart ins Gericht mit Trump, finde ich. Seine Vorhaltungen sind zwar berechtigt, es gibt aber auch, finde ich, eine andere, positivere Seite, die man ebenfalls erwähnen sollte.
Tramp ist hinterhältig . Während er mit Putin über " Frieden " redet schickt er immer noch die Satellitendaten in die Ukraine , mit diesen werden über Ramstein alle Raketen tief nach Russland gesteuert , unterstützt von den amerikanischen Geheimdiensten . Ohne diese US-Daten könnte weder die Ukraine noch die Westeuropäer den Krieg weiter führen . Denken Sie auch an die Unterstützung des Völkermordes durch Israel an den Palästinänsern , oder den Überfall auf Venezuela und den Iran . Er glaubt auch Grönland gehöhre den USA. Tramp ist ein Kriegsverbrecher !
Lieber Paolo, ich bin 100% mit Ihnen/Dir einverstanden. Ich hätte eigentlich das gleiche auch noch schreiben wollen, aber dann wäre mein Text zu lange geworden, und ich hätte es nicht so gut und umfassend formulieren können. Vielen Dank und herzliche Grüsse nach Italien?!
Ich habe in keinem mainstream-Medien eine so gute Analyse der "Katastrophe Trump" und zur daraus folgenden Weltlage gelesen. Danke. man kann nur hoffen, das sich Dänemark und die Grönländer für ein München 2026 nicht zur Verfügung stehen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
28.01.2026
„Viele soziale Leistungen sind unzureichend aufeinander abgestimmt. Wir wol- len Leistungen zusammenfassen und besser aufeinander abstimmen, etwa durch die Zusammenführung von Wohngeld und Kinderzuschlag. […] Dazu gehört auch, die Transferentzugsraten in den unterschiedlichen Leistungssystemen bes- ser aufeinander abzustimmen. Wir wollen, dass - wo immer möglich - Leistungen und Beratung aus einer Hand erbracht werden. Die Prozesse müssen digitalisiert werden. Die verfügbaren Daten sollen genutzt werden, um auf mögliche Leis- tungsansprüche hinzuweisen und die Beantragung zu vereinfachen. Die Komple- xität von Zuständigkeiten und Schnittstellen in unserem Sozialstaat erfordert je- doch eine grundsätzliche Betrachtung und Reform.“ „Wir setzen eine Kommission zur Sozialstaatsreform gemeinsam mit Ländern und Kommunen mit dem Auftrag zur Modernisierung und Entbürokratisierung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und der Verwaltungen ein [...].“ „Die Kommission soll Empfehlungen entwickeln, wie unter anderem eine mas- sive Rechtsvereinfachung, ein rascher Vollzug, erhöhte Transparenz, die Verein- heitlichung des Einkommensbegriffs und die Zusammenlegung von Sozialleis- tungen erreicht werden können. Hierzu gehört auch die Möglichkeit der Pau- schalierung von Leistungen. Ziel sind bürgerfreundlichere Leistungen aus einer Hand. Das soziale Schutzniveau wollen wir bewahren. Die Kommission soll auf diesem Weg die Wirksamkeit und Effizienz sozialstaatlicher Leistungen prüfen.“ „Die Verwaltungsmodernisierung von Sozialleistungen werden wir generell zur Blaupause machen.“ (Koalitionsvertrag 21. Legislaturperiode, Ziff. 443-462, 1801-1802)
Empfehlungen der Kommission zur Sozialstaatsreform
Inhalt Vorwort ....................................................................................................................... 8 I. Neusystematisierung von Sozialleistungen ................................................ 14 II. Verbesserung von Erwerbsanreizen ........................................................... 20 III. Rechtsvereinfachung .................................................................................... 24 IV. Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung ............................... 34 Perspektiven zur Umsetzung .................................................................................. 46 Zusammensetzung der Kommission ...................................................................... 48 Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................... 50
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28.01.2026
Federal Reserve Was Trumps populistische Wirtschaftspolitik für den Rest der Welt bedeuten könnte
makronom.de, vom 27. Januar 2026, THIESS PETERSEN, USADie US-Politik belastet zunehmend die Weltwirtschaft, auch wenn ein US-Absturz vorerst ausbleibt. Entscheidend wird sein, ob die Fed nach dem Ende der Amtszeit von Jerome Powell dem politischen Druck standhält. Ein Beitrag von Thieß Petersen.
Seit geraumer Zeit versucht Donald Trump, die US-Notenbank zu Leitzinssenkungen zu drängen. Dafür gibt es drei zentrale Motive:
1.
Abbau des US-Handelsdefizits: Niedrigere Zinsen in den USA machen es für internationale Anleger weniger attraktiv, zinstragende US-Wertpapiere zu erwerben. Dadurch geht die Nachfrage nach Dollar an den Devisenmärkten zurück. Die Folge ist eine Abwertung des Dollars. Sie verbilligt amerikanische Produkte im Rest der Welt und erhöht so die US-Exporte und verringert die Importe, weil ausländische Währungen spiegelbildlich aufwerten, was den Erwerb von Produkten aus dem Ausland in den USA verteuert.
2.
Stärkung des Wirtschaftswachstums: Sinkende Zinsen erhöhen die Investitionstätigkeiten in den USA. Zudem ist mit einem Anstieg kreditfinanzierter Konsumgüterkäufe zu rechnen. Schließlich steigert die zinsinduzierte Abwertung des Dollars die Exportgüternachfrage. Die US-Unternehmen passen sich an die höhere Nachfrage an. So steigen in den USA Produktion und Beschäftigung.
3.
Reduzierung der staatlichen Zinslast: Ein zentraler Baustein der Trumpschen Wirtschaftspolitik sind massive Steuersenkungen. Das führt zu sinkenden Staatseinnahmen. Auch wenn Trump hofft, dass Importzölle und Senkungen der Staatsausgaben diese Einnahmeausfälle kompensieren, wird diese Hoffnung aller Voraussicht nach nicht erfüllt. Die ohnehin schon hohe Staatsverschuldung wird daher in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Um den damit einhergehenden Anstieg der staatlichen Zinsausgaben abzumildern, wären niedrigere Zinsen hilfreich.
Kann Trumps Strategie aufgehen?
Die Erfolgsaussichten der aktuellen wirtschaftspolitischen Strategie der US-Regierung sind begrenzt. Grund dafür sind die Nebeneffekte dieser Politik.
Der Anstieg der Nachfrage nach Investitions-, Konsum- und Exportgütern kann nachfrageseitig durchaus einen Wachstumsimpuls auslösen. Allerdings ist zu erwarten, dass die Produktionskapazitäten der USA nicht schnell genug an die höhere Nachfrage angepasst werden. Wenn gleichzeitig die Importe reduziert werden, kommt es an den Gütermärkten zu Nachfrageüberhängen, die zu steigenden Güterpreisen führen. Das lässt die Inflationsrate in den USA steigen. Außerdem wird die Abwertung des Dollars einen Anstieg der Importpreise bewirken, was das gesamtwirtschaftliche Preisniveau ebenfalls erhöht.
Schließlich sind die Preiserhöhungen zu berücksichtigen, die sich aus der US-Zollpolitik ergeben. Werden weiterhin Produkte importiert, führen darauf erhobene Importzölle direkt zu steigenden Güterpreisen. Sollten die Nachfrager auf amerikanische Substitute ausweichen, führt auch das zu steigenden Preisen – diese Substitute wurden bisher nicht nachgefragt, weil sie teurer waren als ausländische Konkurrenzprodukte.
Der Anstieg der Inflationsrate schwächt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Unternehmen. Die Folge: Die Exporte der USA gehen zurück, die Importe nehmen zu – und das Ziel, das US-Handelsbilanzdefizit abzubauen, wird konterkariert.
Auch die übrigen Ziele dürften kaum erreichbar sein. Grund dafür ist vor allem die Gefahr einer Inflations-Abwertungs-Spirale (siehe Abb. 1):
Eine höhere Inflationsrate führt zu sinkenden Exporten und steigenden Importen.
Sinkende US-Exporte haben zur Folge, dass an den Devisenmärkten weniger Dollar nachgefragt werden. Das führt zu einer weiteren Abwertung des Dollars.
Die Dollarabwertung erhöht die Preise für importierte Güter. Die damit einhergehenden steigenden Importgüterpreise bewirken einen Anstieg der US-Inflationsrate, was die US-Exporte weiter sinken und die Importe steigen lässt.
Eine solche Inflations-Abwertungs-Spirale bedroht auch die Erreichung der übrigen wirtschaftspolitischen Ziele. Sinkende Exporte und steigende Importe schwächen die gesamtwirtschaftliche Güternachfrage in den USA. Bei einer nachlassenden preislichen Wettbewerbsfähigkeit geht die Rentabilität von unternehmerischen Investitionen zurück. Insgesamt schwächt dies das Wirtschaftswachstum – und damit auch die staatliche Einnahmebasis, was für sich genommen zu höheren staatlichen Schulden führt.
Was ist „populistische“ Wirtschaftspolitik?
Hinzu kommt, dass der Druck auf die Fed nur ein Baustein einer zunehmend populistischen Wirtschaftspolitik ist, die in der Vergangenheit oftmals verheerenden Konsequenzen hatte. Zentrales Ziel einer populistischen Wirtschaftspolitik ist es, die Güterversorgung der heimischen Bevölkerung zu verbessern und die damit verbundenen Kosten anderen aufzubürden. Das können die nachfolgenden Generationen sein, die die Schulden dieser Wirtschaftspolitik bezahlen müssen. Es kann auch das Ausland sein, das z.B. unter den Zöllen des Inlands leidet.
Die bisher am besten dokumentierten Erfahrungen mit einer populistischen Wirtschaftspolitik beziehen sich auf lateinamerikanische Länder wie Peru, Chile, Brasilien, Argentinien, Mexiko und Nicaragua in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren. Rüdiger Dornbusch und Sebastian Edwards haben in ihren Arbeiten zu diesem Thema vier Phasen einer populistischen Wirtschaftspolitik identifiziert (siehe Abb. 2). In vielen der südamerikanischen Volkswirtschaften endete diese Politik mit einem wirtschaftlichen Kollaps.
Eine 2023 veröffentlichte Studie identifizierte zwischen 1900 und 2020 rund 50 Fälle mit populistischen Regierungen und analysierte deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Neben den südamerikanischen Volkswirtschaften werden hier auch Regierungsphasen in Ländern wie Italien, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Japan und den USA berücksichtigt.
Im Durchschnitt aller Fälle haben populistische Regierungen zur Folge, dass das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt 15 Jahre nach der Regierungsübernahme 10% niedriger ausfällt als in einem kontrafaktischen Szenario, in dem es keine populistische Regierung gegeben hätte. Zudem kommt es zu höheren Inflationsraten, steigenden Staatsschulden und einem Rückgang der außenwirtschaftlichen Beziehungen.
Wo stehen die USA?
Die Wirtschaftspolitik der USA weist bereits eine Reihe von Merkmalen einer populistischen Wirtschaftspolitik auf – Steuersenkungen, eine steigende Staatsverschuldung und ein nach wie vor hohes Leistungsbilanzdefizit (siehe Abb. 3).
Die aktuelle Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung ist also bestenfalls ein kurzfristiges konjunkturelles Strohfeuer, das die Staats- und Auslandsverschulden weiter steigen lässt und den Inflationsdruck erhöht. Ein wirtschaftlicher Zusammenbruch wie in den südamerikanischen Volkswirtschaften ist jedoch nicht zu erwarten. Grund dafür ist vor allem ein wirtschaftspolitischer Trumpf – der US-Dollar.
Ein zentraler Grund für den wirtschaftlichen Zusammenbruch südamerikanischer Volkswirtschaften war der Umstand, dass die internationalen Kapitalgeber früher oder später das Vertrauen in die Stabilität der Währungen dieser Länder verloren. Das hat weitreichende Konsequenzen:
Falls eine dauerhafte Abwertung erwartet wird, kann sich das Land nicht mehr in der eigenen Währung verschulden. Die internationalen Kapitalgeber kaufen Staats- und Unternehmensanleihen nur noch, wenn diese in harten Währungen – also beispielsweise Dollar, Euro und Schweizer Franken – ausgegeben werden.
Wenn sich ein Land nicht mehr in der eigenen Währung verschulden kann, sinkt die Nachfrage nach der eigenen Währung an den Devisenmärkten.
Der steigende Abwertungsdruck beschleunigt den Anstieg der Preise für importierte Güter. Die Inflationsrate steigt immer schneller, es kommt zu einer Hyperinflation. Die Folge ist eine Kapitalflucht.
Solange der US-Dollar weiter die einzige Weltwährung ist, werden die USA Staats- und Unternehmensanleihen in heimischer Währung emittieren können. Das verhindert eine deutliche Dollar-Abwertung und einen abwertungsinduzierten Anstieg der US-Inflationsrate. Auch eine massive Kapitalflucht und ein Staatsbankrott sind nicht zu erwarten.
Wie geht es weiter?
Auch wenn ein wirtschaftlicher Zusammenbruch als Folge der populistischen US-Wirtschaftspolitik (noch) nicht zu befürchten ist, sind mit dieser Politik einige Risiken für die Weltwirtschaft verbunden:
Wenn wegen der Trumpschen Wirtschaftspolitik mit einer weiteren Abwertung des US-Dollars zu rechnen ist, werden ausländische Kapitalgeber eine Risikoprämie für den Kauf amerikanischer Anleihen verlangen. Das erhöht in den USA das Zinsniveau und dämpft so nachfrageseitig das Wirtschaftswachstum.
Sollten die Zinsen in den USA zukünftig trotz des steigenden Inflationsdrucks niedrig bleiben, würde das die Inflation in den USA und die Abwertung des Dollars forcieren. Für Volkswirtschaften außerhalb der USA bedeutet dies eine Aufwertung ihrer Währungen, die die Exportchancen der heimischen Unternehmen reduziert.
Zur Verringerung der Zinsdifferenzen könnte es auch außerhalb der USA zu Leitzinssenkungen kommen. Das würde jedoch den Inflationsdruck in diesen Ländern erhöhen. So könnten sich die Inflationstendenzen in den USA weltweit ausbreiten.
Da die US-Wirtschaftspolitik das amerikanische Handels- bzw. Leistungsbilanzdefizit erhöhen dürfte, ist mit weiteren protektionistischen Maßnahmen seitens der US-Regierung zu rechnen. Das schwächt den internationalen Handel weiter.
Denkbar sind zudem Subventionen, also Finanzhilfen und Steuererleichterungen, für amerikanische Unternehmen. Das würde die internationale Wettbewerbsfähigkeit der USA zulasten des Rests der Welt verbessern.
Speziell mit Blick auf China ist davon auszugehen, dass China die Produkte, die es zukünftig nicht mehr in den USA verkaufen kann, verstärkt in Europa anbietet – notfalls auch zu subventionierten Preisen, die unter den Produktionskosten liegen. Dadurch werden europäische Unternehmen zusätzlich unter Druck gesetzt.
Ausblick
Die zunehmend populistische Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung hat über die Abwertung des Dollars, die höheren Inflationsraten und die zu erwartenden zusätzlichen protektionistischen Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Ein wirtschaftlicher Absturz ist für die US-Wirtschaft vorerst nicht zu erwarten. Das würde sich erst ändern, wenn die internationalen Kapitalmärkte das Vertrauen in den Dollar verlieren und er damit seinen Status als Weltwährung einbüßen würde.
Es ist jedoch zu hoffen, dass die Fed trotz der Einflussnahme von Trump so viel Weitsicht besitzt, dass sie dies verhindert und durch Leitzinserhöhungen dafür sorgt, dass zu starke Preisniveausteigerungen und damit verbundene Abwertungstendenzen verhindert werden. Ob und wie groß der Widerstand innerhalb der mächtigsten Zentralbank der Welt tatsächlich ist, dürfte sich schon bald herausstellen: Ende Mai endet die Amtszeit des derzeitigen Fed-Chefs Jerome Powell, der Trumps Angriffen bisher die Stirn geboten hat.
Zum Autor:
Thieß Petersenist Senior Advisor der Bertelsmann Stiftung und Autor volkswirtschaftlicher Lehrbücher.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Alle reden vom Freihandel. Doch beim EU-Indien-Deal geht es auch um Geopolitik, Rüstungsaufträge und die Anwerbung von Fachkräften. Öffnet von der Leyen die Büchse der Pandora?
Die EU und Indien rücken enger zusammen. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit den USA und China müsse Europa seine „strategische Unabhängigkeit“ stärken, erklärte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bei einem Besuch zum 77. Tag der Republik in Neu Delhi.
Dazu soll ein neues Freihandelsabkommen beitragen, das von der Leyen als „Mutter aller Deals“ anpries. Geplant ist auch eine engere Zusammenarbeit bei Sicherheit und Verteidigung. Eine „strategische Agenda“ sieht unter anderem gemeinsame Rüstungsprojekte vor.
Von der Leyen und der indische Premierminister Modi haben in Neu Delhi mehrere Dokumente unterzeichnet, die die Annäherung besiegeln sollen. „Europa und Indien schreiben heute Geschichte“, sagte von der Leyen. Die Kooperation werde „große Chancen“ eröffnen, so Modi.
Ukraine-Krieg und US-Zölle
Bis zur Umsetzung dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Die gemeinsame Strategie zielt auf das Jahr 2030; bisher kooperiert Indien in der Rüstung vor allem mit Russland. Das Handelsabkommen ist zwar fertig, muß aber noch viele Hürden nehmen. Es soll frühestens 2027 in Kraft treten.
Der Einigung gingen fast 20-jährige Verhandlungen voraus. Sie fällt in eine Zeit, in der die EU und Indien unter den Folgen der aggressiven Zoll- und Handelspolitik von US-Präsident Trump leiden. Wir haben es hier also mit einer Reaktion auf den amerikanischen Wirtschaftskrieg zu tun.
Aus EU-Sicht geht es aber auch um den Ukraine-Krieg. Indien kauft Waffen und Öl in Russland, die EU will beides eindämmen. Doch das dürfte schwierig werden. Noch im Dezember hat Modi seinen “guten alten Freund” Putin empfangen und neue Rüstungsgeschäfte vereinbart.
“Hub” für indische Fachkräfte
Das hält von der Leyen nicht davon ab, die EU als Militärmacht zu präsentieren (was sie nicht ist) und Indien zu gemeinsamen Rüstungsprogrammen einzuladen. Die CDU-Dame nutzt die “Mutter aller Deals” damit erneut, um ihre Kompetenzen zu überschreiten erweitern.
Dies zeigt sich auch an einem wenig beachteten Seiten-Deal: Die EU will sich um die Anwerbung von Fachkräften aus Indien kümmern. Die Rede ist von einem “One-stop Hub” für indische Bewerber und von “uncapped mobility for Indian students”.
Öffnet von der Leyen die Büchse Pandora? Oder geht es “nur” darum, den Fachkräftemangel in Deutschland zu beheben? Wer von der Leyen kennt, weiß, dass sie immer für Überraschungen gut ist – und für Übergriffe…
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Europa schlittert sehenden Auges in eine neue Gaskrise. Während der Gaspreis an den Märkten kräftig anzieht und sich die Lager in Deutschland bedenklich leeren, haben die EU-Staaten den Zugang zu günstigem Gas aus Russland blockiert und damit die Abhängigkeit von den USA nochmals erhöht.
24 der 27 EU-Staaten stimmten in Brüssel für eine Verordnung, die den vollständigen Importstopp von Gas aus Russland bis spätestens Ende 2027 vorsieht. Ungarn will dagegen vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.
Nach Ansicht der EU-Kommission bedeutet das Aus kein Risiko für die Versorgungssicherheit. Auf dem Weltmarkt gebe es genügend Anbieter. Verbraucher müssten sich keine Sorgen über steigende Gaspreise machen.
Neue Abhängigkeit – von den USA
Allerdings stammt diese Analyse aus dem vergangenen Jahr. Seitdem hat der Gaspreis kräftig angezogen. Seit zwei Wochen geht es stark nach oben. Im neuen Jahr hat sich der Preis bereits um mehr als 50 Prozent gegenüber 2025 erhöht.
Zu den Treibern gehört der kalte Winter in Europa. Zuletzt ist auch der Gaspreis in den USA deutlich gestiegen, was die Notierungen am europäischen Markt mit nach oben zog. In den USA tobt derzeit ein verheerender Wintersturm.
Früher hat das die EUropäer nicht gejuckt, sie hatten ja das günstige russische Gas. Heute sind wir durch Flüssiggas in neue Abhängigkeit geraten – von den USA! Die Energieversorgung entwickele sich erneut zum geopolitischen Risiko, heißt es in einer neuen Studie.
“Mechanismen funktionieren nicht”
Die Vorsorge wurde vernachlässigt. Der Füllstand aller Gasspeicher in Deutschland liegt unter 40 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 61 Prozent. „Die Versorgungssicherheit mit Erdgas ist aktuell gewährleistet, aber nicht garantiert”, heißt es beim Versorger Uniper.
„Es ist ein Zeichen, dass die Mechanismen, die die Politik geschaffen hat, so nicht funktionieren”, heißt es beim Oldenburger Energieversorger EWE. “Es gab keine Preissignale im Markt, die Gasspeicher zu befüllen.“ Dabei sollte doch unter Merz alles besser werden…
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Man hat gegenüber Russland den Gashahn abgedreht- auch indem z. B. Deutschland bestimmte Durchlaufturbinen für Nordstream 1+2 nicht lizenzierte – und in (sprichwörtlich) Kauf genommen 3-4-fache Preise für Gas an Norwegen, die Golfstaaten und die USA zu zahlen. Preistreiber war seither insbesondere das verringerte Angebot aus Russland, der Winter war nur ein Faktor unter ferner liefen … !
Wenn man sich selbst eine insgesamt 24prozentige Gehaltserhöhung innerhalb von 3 Jahren genehmigt, ist das alles kein Problem.
Interessant auch der Hinweis im Podcast, wie Protestler (Ungarn, Slowakei etc) ausgehebelt wurden. Diese Befreiung läuft nicht unter Sanktionen sondern unter Handel und benötigt wohl deshalb nicht die Zustimmung aller Länder. Vielleicht kann Ebo ja etwas dazu sagen.
Erwähnenswert ist noch die bevorstehende Energielücke in den USA aufgrund des enormen Energiebedarfs der Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Wenn es genehm war, haben die USA bisher noch jeden Vertrag einseitig aufgekündigt.
„…In a scenario of rising domestic gas and power prices, U.S. administrations would be faced with a tough choice: prioritise energy-hungry U.S. data centres or gas exporters? Given the likely importance of AI to U.S. economic and geopolitical interests moving forward, LNG exporters may well find themselves losing out…“
“Verbraucher müssten sich keine Sorgen über steigende Gaspreise machen” Stimmt. Die steigen auf alle Fälle, wir können uns anderen wichtigeren Dingen widmen. *Ironie aus
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Nur eine Woche nach der Krise um die USA und Grönland teilt Nato-Generalsekretär Rutte zum Rundumschlag aus. Er hat sich nicht nur selbst für sein angeblich erfolgreiches Krisenmanagement gelobt, sondern zugleich den Europäern die Leviten gelesen.
Bei einem Auftritt im Europaparlament schloß er aus, dass Europa sich in absehbarer Zeit ohne Hilfe der USA verteidigen kann. “Träumen Sie weiter”, sagte Rutte. “Wir können es nicht.”
In einem solchen Szenario würde Europa den US-Atomschirm verlieren, argumentierte der Nato-Generalsekretär und fügte mit ironischem Unterton hinzu: “Viel Glück”.
Damit macht der “Trump-Flüsterer” nicht nur die europäischen Träume von einer unabhängigen “Verteidigungsunion” zunichte. Er räumt auch indirekt ein, daß es ihm nie darum ging, die europäischen Nato-Mitglieder vor US-Präsident Trump zu schützen.
Der Gegner ist für Rutte immer nur Russland, nie die USA. Dabei kommt von dort derzeit die größte Gefahr…
Widerspruch aus Frankreich
Immerhin: Einen Tag nach dem Auftritt im EU-Parlament bekommt Rutte reichlich Prügel – vor allem aus Frankreich. “Was für ein unwürdiger Auftritt“, twittert die EU-Abgeordnete N. Loiseau. “Die Nato braucht keinen Trump-Fan”.
“Nein, lieber Mark Rutte”, antwortet der französische Außenminister Barrot. “Die Europäer können und müssen ihre Sicherheit in die eigenen Hände nehmen”. Das sei der “europäische Pfeiler” in der Nato.
Sogar die EU-Kommission setzt sich von Rutte ab. „Wir sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass wir zunehmend widerstandsfähiger und unabhängiger werden“, sagte eine Sprecherin in Brüssel.
Man arbeite daran, die Abhängigkeit und die Verwundbarkeit zu verringern. Na dann…
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11 Comments
KK 28. Januar 2026 @ 13:36
Hm… sind meine Antworten auf Kommentare wieder mal untergegangen?
“Träumen Sie weiter”, sagte Rutte. “Wir können es nicht.” Das einzige was stimmt ist, dass die nukleare Bewaffnung von F und GB nicht skalierbar ist, man hat halt nur dicke Knüppel zur Hand. Aber, wie man sieht, darauf kommt es nicht unbedingt an.
c. c.: Man ist so lange abhängig und nicht souverän wie man sich so definiert.
Wenn die Amis heute gehen dann kommen die Orks schon morgen … und wir können nix dagegen tun? Herr Rutte: “Träumen Sie weiter!”
Da das halluzinierende Europa gegenwärtig auch seine Feinde erfindet, würde es für die ausreichende, autonome Selbstverteidigung erstmal ausreichen, wieder echte multilaterale Diplomatie einzuführen. Aber dafür müsste man quer durch die Bank die ganzen hippen Zöglinge des Neoliberalismus und Transatlantizismus rauswerfen und mit all den Diplomaten und Beratern ersetzen, die man in den letzten 10 Jahren erfolgreich herausgeekelt hat. Doch davon sind wir genauso weit, wie von einem bemannten Flug zum Sirius.
Bei einem Auftritt im Europaparlament schloß er aus, dass Europa sich in absehbarer Zeit ohne Hilfe der USA verteidigen kann. “Träumen Sie weiter”, sagte Rutte. “Wir können es nicht.” << Und – liegt er falsch? Die deutsche Berufsarmee ist viel zu klein, um Russland “erschrecken” zu können. Und eine Wehrpflichtarmee, die in Grönland Dienst schiebt? Sie hat keine Kasernen, keine Ausbilder. Die BW bildet sich ein Schutzmacht von Osteuropa zu sein, kann aber nicht mal das eigene Land verteidigen – hat für manche Waffengattungen gerade mal Munition für 2 – 3 Tage. Dazu kommt – ich weiß es nicht genau – aber Frankreichs Atomschirm, zumindest die landgestützten Atomwaffen, sind nicht einsetzbar. Wir haben vor allem eine große Klappe…
Alles Ex-Staatschefs, die eine Anschlussverwendung brauchten. Mal schauen, wer Rutte nachfolgen wird. Ich tippe auf Macron. Ach nein, der wird als Bänker ja bei der EZB gebraucht. Dann vielleicht Donald… Tusk 😉
Glauben Sie im Ernst, gegen einen atomaren Angriff gäbe es eine sinnvolle militärische Abwehr oder eine atomare Abschreckung? Vor allem dann nicht, wenn die eigentlichen Kriegstreiber und Profiteure auf fremdem Boden kämpfen lassen können. Das hat nichts mehr mit den konventionellen Kriegen früherer Zeit zu tun.
Des’ Brot ich ess, des’ Lied ich sing, alles andere ist egal, und die Thinktanks und Medien werden schon dafür sorgen, dass die humanoiden Gedanken zielgerichtet in die gewünschte Richtung fließen. Dumm ist nur, dass sich Europa immer weiter selbst ins Abseits schießt, da helfen auch hochgelobte Handelsdeals mit einigen südamerikanischen (nicht allen!) Staaten sowie Indien nichts. Die Musik spielt nun woanders, und ist auch in Südamerika und Indien noch gut zu hören, während man uns dafür Gehörschutz verordnet. Aber 2027 wird alles gut, ohne russisches Gas (haha LNG weltweit), dafür mit der Ukraine in der EU. Wie war das nochmal mit Scholl-Latur und Kalkutta?
Vielleicht sollte jemand mal Ra…äh… Rutte darauf hinweisen, dass EUropa sich vor allem GEGEN die USA verteidigen können muss.
Und dazu gehört vorrangig, den bedrohlichen US-Stützpunkten auf eigenem Territorium die Tür zu weisen und schnellstmöglich die US-Waffen in den eigenen Arsenalen zu ersetzen, die per Software vom Lieferanten untauglich gemacht werden könnten.
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27.01.2026
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