30.07.2020

Willy Wimmer zu US-Truppenabzug aus Deutschland - „bring our boys home“: warum geht nur ein Drittel?

CASHKURS, 30.07.2020, Autor: Willy Wimmer

Der angekündigte Rückzug von fast einem Drittel der in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten macht das Dilemma der gesamten westlichen Politik seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 deutlich. “ schreibt Willy Wimmer mit Hinweis auf das Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut, welches Deutschland in diesem Bündnis bis dato in eine streitbare Sonderposition bringt.

Zitat: Die US-Truppen in Deutschland dienten der amerikanischen Kriegführung in allen Teilen der Welt und vor allem außerhalb des Geltungsbereiches des NATO-Vertrages.  ...  Dafür streifte man noch nicht einmal die Relikte des Besatzungsrechts auf dem Territorium Deutschlands ab. Mit dem Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut verbleibt Deutschland in einer unvertretbaren Sonderstellung in der NATO, denn keinem anderen Land wurden derartige Bestimmungen auferlegt.

Zitat: Mit diesem zentralen Stationierungsgebiet Deutschland wurde nicht nur die NATO den Vereinten Nationen als militärischer Dienstleister angedient und über den Jugoslawien-Krieg die kriegsverhindernde Charta der Vereinten Nationen ausgehebelt. Die UN wurden fortan zur Migrationsagentur für angelsächsische Global-Milliardäre, um bestimmte Staaten in der Substanz zu verändern.

Zitat: Den Ministerpräsidenten in deutschen Bundesländern, die jetzt Krokodilstränen in Richtung Washington vergießen, sollte man in Stammbuch schreiben, dass mittels der hier stationierten US-Truppen unsere Nachbarn nah und fern in die Steinzeit zurückgebombt worden sind. Millionen Menschen, die sich jetzt auch in Deutschland aufhalten, wurden durch amerikanische Dauerkrieg aus ihrer Heimat herausgebombt.  ...  Als in Washington dämmerte, dass dies alles nur um den Preis des Substanzverlustes der USA selbst zu haben war, wurden die Beziehungen zu Moskau zeitgerecht vereist, um so etwas wie eine Schein-Legitimation für US-Truppen in Europa aufrecht zu erhalten.

Zitat: Wenn in Washington freundschaftliche Beziehungen zu anderen Staaten auf Dauer Bestandteil der US-Politik sein sollten, ist eine Komplett-Revision der amerikanischen Politik überfällig und nicht der verbrämte Einstieg in den nächsten Weltkrieg.

Info: https://www.cashkurs.com/wirtschaftsfacts/beitrag/bring-our-boys-home-warum-geht-ndritte

28.07.2020

Sudans großes Grundeinkommensexperiment – eine geheime Kommandosache

CASHKURS, 28.07.2020, Autor: Cashkurs-Redaktion / ursprünglich Blog von Norbert Häring

"Weltbank und Bundesregierung mauern, wenn man sie zur Finanzierung des riesigen Grundeinkommensexperiments im Sudan fragt. Es sieht ganz so aus, als habe die von der Bundesregierung ausgerichtete Geberkonferenz für Sudan lediglich der Ablenkung von den wahren Geldgebern und Organisatoren dieses gigantischen Überwachungs- und Kontroll-Programms gedient." schreibt Dr. Norbert Häring.

Zitat: Zwischenresümee - Mein Zwischenresümee daraus – eine begründete Vermutung, mehr nicht: Die Geberkonferenz diente dazu, dem Grundeinkommensexperiment im Sudan, das vor allem der Überwachung und Bevölkerungskontrolle dient, ein Mäntelchen der intergouvernmentalen Legitimität umzuhängen. So als seien es gewählte Regierungen aus aller Welt, die es finanzieren und betreiben, und nicht Omidyar Stiftung, Gates Stiftung, Rockefeller Stiftung und Weltwirtschaftsforum. Also diejenigen, die zusammen mit und durch US-Regierung, Weltbank und UN, das Programm zur biometrisch-digtialen Erfassung der Weltbevölkerung in zentralen, von den USA aus ansteuerbaren Datenbanken vorantreiben. Irgendwo müssen die 1,9 Mrd. Dollar ja herkommen, die das schon angelaufene Programm kosten soll. Von den Regierungen kommt es nicht überwiegend. Es wurde nur so getan, ich vermute, damit die Rolle des Silicon Valley nicht so auffällt.

Das würde jedenfalls erklären, warum um die Finanzierung und Organisation des Familienunterstützungsprogramms im Sudan so ein Geheimnis gemacht wird.

Es würde auch passen zu der letzten Geberkonferenz, die die Bundesregierung mutmaßlich ebenfalls auf Geheiß der US-Regierung veranstaltet hat. Damals ging es darum, Regierungsgelder zusammenzusammeln und sie ohne Bedingungen oder Rechenschaftslegung Gruppen und Allianzen der globalen Gesundheitspolitik zuzuführen, die von Bill Gates und den großen Pharmakonzernen dominiert werden.

Zitat: Sudan ist kein Einzelfall - Ähnliche Programm wie im Sudan gibt es in (noch) kleinerem Maßstab viele. Die Ambitionen sind groß.

In Bangladesch finanziert die Gates Stiftung seit 2013 der dortigen großen Hilfsorganistion BRAC einen Innovationsfonds für digitale Finanzdienste. Damit sollen die Programme der Organisation möglichst weitgehend auf mobile Finanzlösungen umgestellt werden. Hinzu kommt aktuell Geld für ein Forschungsprogramm von BRAC zu Digitalen Finanzdiensten.

Das Geld scheint im Sinne von Gates zu fruchten. In einem Beitrag vom 1. Juli erläutert die (angelsächsische) Chefin des Sozialinnovationslabors von BRAC, welches von der Gates Stiftung und den Entwicklungshilfebehörden von USA und UK finanziert wird, wie man daran arbeite, die BRAC-Hilfsprogramme für die Armen von Nahrungsmittelhilfe und Ähnlichem auf Geldanweisungen über das Mobiltelefon umzustellen.

Die UN-Entwicklungsorganisation UNDP hat am 23. Juli eine Broschüre herausgebracht, deren Autoren dafür werben, drei Milliarden Menschen auf digitalem Weg während der Corona-Krise ein Grundeinkommen zukommen zu lassen.

Es ist bei dieser Art Vorschlag mit Händen zu greifen, auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird, wie damit – neben dem an die digitale Leine legen der Weltbevölkerung – die Sozialleistungen international angeglichen würden, für die Allerärmsten nach oben, für den Rest nach unten, auf Überlebensniveau.

Info: https://www.cashkurs.com/demokratieplattform/beitrag/sudans-grosses-grundeinkommensexperiment-eine-geheime-kommandosache

27.07.2020

MEZIS, Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte

.. Gerade für die Arzneiverordnungen ist gute und objektive Information ohne wirtschaftliche Interessen eine unerlässliche Voraussetzung. Doch:

  • Jedes Jahr besuchen 15.000 Pharmavertreterinnen und Pharmavertreter 20 Millionen Mal Arztpraxen und Krankenhäuser, werben für ihre Produkte, verteilen Geschenke, bieten Honorare für Anwendungsbeobachtungen, laden zum Essen ein und bezahlen Fortbildungs- und Reisekosten.
    Das Ergebnis: Werbung für meist neue und teure, aber nicht bessere Medikamente ersetzt seriöse Information. Geld, geldwerte Leistungen, Geschenke, Essen und guter Wein beeinflussen ärztliches Verschreibungsverhalten.
  • Die pharmazeutische Industrie sponsert einen großen Teil der ärztlichen Fortbildung und sorgt so für die „richtigen“ Themen. Ärztliche Referentinnen und Referenten werden mit oft überzogenen Honoraren bezahlt und gleich noch mit den „richtigen“ Präsentationen bestückt.
  • Daten aus Studien im Auftrag der pharmazeutischen Industrie werden nicht oder nicht vollständig veröffentlicht. Planung und Auswertung geschehen nicht selten im Sinne eines erwünschten Ergebnisses. Diese Daten beeinflussen Leitlinien und Veröffentlichungen in medizinischen Fachzeitschriften, vor allem in denjenigen, die sich aus Anzeigenerlösen finanzieren.
    Pharmakonzerne beschäftigen eigene Autorinnen und Autoren, die wichtige Gesundheits-Internetseiten mit unausgewogenen und interessengeleiteten Meldungen gestalten. Oder sie betreiben diese Webseiten unerkannt selbst.
  • Befindlichkeitsstörungen erklärt die Pharmaindustrie gezielt zu Krankheiten (Disease mongering), die medikamentös behandelt werden müssten. Gefährdungen durch Krankheiten werden verzerrt dargestellt (Fear mongering), Patientenorganisationen werden gesponsert und mit den passenden Informationen versorgt. Das erhöht den Druck auf die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte.
Die Folgen: Die Arzneimittelausgaben steigen insbesondere durch teure Scheininnovationen ohne erwiesenen Zusatznutzen und mit noch unbekannten Risiken. Das Vertrauensverhältnis zwischen Ärztinnen und Ärzten und ihren Patientinnen und Patienten wird untergraben.

Zitat: Die Augsburger Erklärung Die Mitgliederversammlung 2014 beschloss in Augsburg die Augsburger Erklärung mit Kernforderungen an Ärzteschaft und Politik. Ein wichtiges Dokument gegen die Einflussnahme der Pharmaindustrie!

Info: https://www.mezis.de

26.07.2020

EVI - Eltern für Impfaufklärung

Die Interessengemeinschaft EFI – Eltern für Impfaufklärung wurde 1997 auf Initiative von Angelika Müller zusammen mit vier anderen Müttern gegründet.

Zitat:  Augsburger Gesprächskreis Impfen ACHTUNG! ÄNDERUNG! Bis auf Weiteres finden die Gesprächskreise virtuell per Videokonferenz statt. Die Termine bleiben bestehen.

Zitat: Flugblätter / Aktuelles / Informationen  / Organisationen / s. weitere Schlagwörter

Info: http://www.efi-online.de / http://www.impfaufklaerung.de.

25.07.2020

Rückatmung von CO2 bei Verwendung von Operationsmasken

Dissertation an der Fakultät für Medizin der TU München, vom 11.05.2005, von Ulrike Butz
Vollständiger Abdruck der von der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Medizin genehmigten Dissertation.

Zitat: Die Operationsmasken werden häufig sehr viel länger getragen als dies in der vorliegenden Studie geschah. Des weiteren wurde die Studie an normal atmenden Personen im Ruhezustand gemessen. Bei körperlicher Arbeit und psychischer Anspannung wird die Atmung aktiviert, was zu einer stärkeren Rückatmung von CO2 und wiederum zu einer Erhöhung der CO2-Konzentration im Blut des OP-Personals führen könnte.
Eine Änderung der Blutgase kann Ursache eingeschränkter kognitiver Fähigkeiten sein. Van der Post beschreibt eine Zunahme der Reaktionzeiten bei Hypoxämie (64). Noble, Jones und Davis untersuchten ebenfalls die kognitive Leistung unter moderater Hypoxämie und berichten von einer Abnahme psychomotorischer Fähigkeiten, einer Steigerung der Reaktionszeit und einer insgesamt eingeschränkten kognitiven Leistungsfähigkeit (48). Fothergill untersuchte den Effekt eines erhöhten CO2-Partialdruckes auf das Nervensystem und bewies eine Abnahme der Geschwindigkeit und der Genauigkeit beim Lösen von psychomotorischen Aufgaben (24). Es wäre denkbar, dass die gezeigten Effekte das chirurgische Ergebnis beeinflussen könnten.

ZUSAMMENFASSUNG: Die Akkumulation von Kohlendioxid unter chirurgischen Operationsmasken wird bei normal atmenden Personen durch die beeinträchtigte Permeabilität der Masken verursacht.

Info: https://mediatum.ub.tum.de/doc/602557/602557.pdf

24.07.2020

Das interne Strategiepapier des Innenministeriums zur Corona-Pandemie   -   Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen

abgeordnetenwatch.de, Download 28.04.2020
Das Szenarienpapier "Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen" wurde unter Mitwirkung des BMI im März 2020 durch externe Wissenschaftler erarbeitet. An der Erstellung des Papiers wirkten Experten aus den einschlägigen Bereichen (unter anderem Gesundheitswesen, Krisenmanagement, Verwaltung und Wirtschaft) mit. Das Papier wurde mit dem Ziel erarbeitet, unterschiedliche Szenarien der Ausbreitung des Coronavirus zum Zeitpunkt der Papiererstellung zu analysieren - unabhängig von der Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts. Neben den fortlaufend weiterentwickelten Lagebildern sowie zahlreichen Berichten und Auswertungen floss auch das Szenarienpapier in die Diskussion über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Info:
Download, 28.04.2020 Szenarienpapier "Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen" PDF, 481 KB
Weiteres:
Download 15.06.2020 
Corona-Warn-App FAQ PDF, 169KB

Kommentar:
Staatliches Handeln muss transparent und nachvollziehbar sein. Dieses wird sachlich hinterfragt, um es vor Missbrauch auch im Sinne des Grundgesetzes zu schützen, wo er nicht ausgeschlossen ist. Die offizielle
Risikoeinschätzung und die Maßnahmen bei COVID-19 bieten gegenwärtig dazu Anlass.   Thomas Bauer
23.07.2020

Demo 01.08.2020 / BERLIN

Die Initiativen QUERDENKEN – 711 und NICHTOHNEUNS haben für den 1. August 2020 eine Demonstration auf der Straße des 17. Juni in Berlin (Neuer Ort) unter dem Titel „Das Ende der Pandemie – Der Tag der Freiheit“ angemeldet.

                      11:00 Uhr Aufzug vom Brandenburger Tor

                      15:30 Uhr Hauptkundgebung auf der Straße des 17. Juni

Info: https://querdenken-711.de

Kommentar:  Hier bei https://demo.terminkalender.top steht zusätzlich der Eintrag: "2020-08-01   Samstag   10117 Berlin   20:00 Uhr Reichstag    Sturm auf den Reichstag"

  • Soll um 20 Uhr wieder ein Sturm auf den Reichstag beginnen?

  • Wer fühlt sich dorthin mobilisiert oder ist das Satire?

  • Will man so den Erfolg dieser Demo schon im Vorfeld neutralisieren?

Gruß an die Demo!      Thomas Bauer

23.07.2020

Das Schweigen der Viren https://multipolar-magazin.de/

multipolar, vom 21. Juni 2020, von OLIVER MÄRTENS, 13 Kommentare

Zitat: 2. Bundesregierung: "Die rasante Verbreitung des Coronavirus in den vergangenen Tagen in Deutschland ist besorgniserregend"

Dieser Satz findet sich im Protokoll der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder vom 22. März. Das Besprechungsdatum liegt 16 Kalendertage hinter dem Ende der 10. KW, derjenigen Berichtswoche, zu der die Arbeitsgemeinschaft Influenza erstmals repräsentative epidemiologische Daten über akute Atemwegsinfektionen durch SARS-CoV-2 beschrieb. Das veröffentlichte Dokument der AGI wurde laut den Metadaten der pdf-Datei bereits am 11.03.2020, fünf Kalendertage nach dem Ende der 10. Berichtswoche, erzeugt, hatte also zu diesem Zeitpunkt bereits seine endgültige veröffentlichungsfähige Fassung.

Weitere elf Kalendertage später, am 22. März, fand dann die Besprechung mit der oben zitierten Aussage einer "rasanten Coronavirus-Verbreitung" statt. Die repräsentative Faktenlage der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) beim RKI hat diese Behauptung also eineinhalb Wochen im Voraus (!) widerlegt.

Die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag erfolgte wenige Tage später am 25. März. Diese Feststellung widerlegte die AGI also exakt 2 Wochen zuvor!

Direkt am Tag nach der Bundestagssitzung, am 26. März, stellte sich dann heraus, dass der vorangegangene Anstieg der RKI-Fallzahlen im Wesentlichen durch eine Verdreifachung des Testumfanges zwischen der 11. und der 12. Kalenderwoche zustande gekommen war. Der Anteil der positiven Tests am Gesamtumfang stieg dabei nur geringfügig von 6 % auf 7 % an – von einer "rasanten Verbreitung" konnte also keinesfalls die Rede sein.


Zitat:

"Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit weiterhin insgesamt als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch."

Dies verwundert, denn:

  • SARS-CoV-2 war ja laut AGI kaum existent.

  • Wenn SARS-CoV-2 nachgewiesen werden konnte, dann galt dies zeitgleich auch für andere respiratorische Viren, vor allem für Influenzaviren.

  • Eine ebenso kritische RKI-Risikobewertung für die Influenza bestand aber nicht.

  • Wenn aber Influenzaviren in den einzelnen Wochen regelmäßig häufiger nachweisbar waren als SARS-CoV-2, zur Influenza jedoch keine so kritische Bewertung bestand, wie erklärt sich dann die anhaltend bedrohlich wirkende Risikoeinschätzung für COVID-19?

  • Und wie erklärt sich die hohe Zahl "laborbestätigter COVID-19-Fälle" in den Täglichen Lageberichten des RKI?

Antworten des Bundesgesundheitsministeriums auf diese und andere Fragen wären also extrem wichtig. Doch außer den Viren schweigt auch das Ministerium. Die Anfrage von Multipolar wurde innerhalb von mehr als einer Woche noch nicht einmal in Teilen beantwortet. Stattdessen verwies das BMG zwischenzeitlich an das RKI. Da das RKI aber bereits seit Monaten in der öffentlichen Kritik steht, ohne nennenswerte materielle Konsequenzen aus dieser zu ziehen, erschien ein Verweis an die dortigen Ansprechpartner nicht angemessen. Vielmehr steht die Fachaufsicht beim BMG in der Pflicht, die Substanz der Kritik zu prüfen und gegebenenfalls auf das RKI einzuwirken, um dort für Abhilfe zu sorgen.

Info: https://multipolar-magazin.de/artikel/das-schweigen-der-viren

22.07.2020

Berlin will die EU auf ein militärpolitisches Grundlagenpapier festlegen. Kern: eine geheimdienstlich erstellte "Bedrohungsanalyse".

German Foreign Policy, 22. Juli 2020
BERLIN (Eigener Bericht) - Die Bundesregierung will zwecks militärischer Fokussierung der EU einen gemeinsamen "strategischen Kompass" verabschieden. Das geplante Strategiedokument soll helfen, den bisherigen Militarisierungsprojekten der Union - etwa PESCO, den EU Battlegroups - eine einheitliche Stoßrichtung zu verleihen sowie die militärische Reaktionsfähigkeit der Union zu verbessern. Angestrebt wird auch die Orientierung der nationalen Aufrüstung in der EU am strategischen Gesamtbedarf der Union. Als das Herzstück des "strategischen Kompasses" gilt eine neue gemeinsame EU-Bedrohungsanalyse, die Berlin noch unter seiner EU-Ratspräsidentschaft erstellen lassen will. Verfasst werden soll sie auf Grundlage von Einschätzungen der nationalen Geheimdienste durch deren EU-Äquivalent, das European Union Intelligence and Situation Centre (EU IntCen). Die Bedrohungsanalyse, die auch Grundlage für künftige EU-Militärinterventionen ist, unterliegt damit keinerlei demokratischer Kontrolle.


Zitat: Als Kernelement des "strategischen Kompasses" ist - eine Premiere in der Geschichte der EU - die Erstellung einer gemeinsamen "Bedrohungsanalyse" sämtlicher Mitgliedstaaten vorgesehen, die bis Jahresende, also noch unter deutscher Ratspräsidentschaft, fertiggestellt werden soll. Die Bedrohungsanalyse ist, wie Wächter konstatiert, als "Dokument der Nachrichtendienste" konzipiert, nicht als "politisches Papier"; sie wird auf der Grundlage inhaltlicher Eingaben der Geheimdienste der Mitgliedstaaten von der zuständigen EU-Einrichtung, dem EU IntCen (European Union Intelligence and Situation Centre) [2], kompiliert. Eine finale Abstimmung der Mitgliedstaaten unterbleibt. Damit ist das Herzstück eines zentralen Grundlagenpapiers der künftigen EU-Außen- und Militärpolitik jeglicher demokratischer Kontrolle entzogen; die Union baut also unter anderem die Entscheidung über künftige Militärinterventionen auf der Vorarbeit von Spionagebehörden auf. Diese haben sich in der Vergangenheit unter anderem durch freie Erfindung von Kriegsgründen und durch die Beteiligung an Verschleppung und Folter von Verdächtigen im Rahmen des "Anti-Terror-Kriegs" hervorgetan.[3]


Zitat: Kramp-Karrenbauer spricht sich klar dafür aus, bei aller Fokussierung der militärischen Planungen auf die EU auch systematisch die Kooperation mit Verbündeten außerhalb der Union zu suchen. So werde die Bundesregierung sich während der deutschen Ratspräsidentschaft dafür einsetzen, etwa das Vereinigte Königreich in PESCO-Projekte einzubinden, teilte sie vergangene Woche vor den Ausschüssen des Europaparlaments mit: Es gelte, auch die britischen Potenziale im Sinne der EU zu nutzen.[6] Ähnliches trifft aus Berliner Sicht auf Norwegen zu. Gänzlich unverzichtbar ist Kramp-Karrenbauer zufolge die fortgesetzte Kooperation mit den Vereinigten Staaten vor allem im Rahmen der NATO: "Wir müssen uns sehr klar vor Augen halten, dass wir in der Europäischen Union insgesamt ein gutes Stück davon entfernt sind, die Fähigkeiten der NATO und der transatlantischen Partner durch eigene EU-Kräfte ersetzen zu können", konstatierte die Ministerin. So verfüge das transatlantische Kriegsbündnis zum Beispiel über bereits seit Jahrzehnten bewährte Kommandostrukturen, die in der EU "erst eingeübt" werden müssten. "Deswegen: Die NATO ist und bleibt für die europäische Sicherheit ein Eckstein", äußerte Kramp-Karrenbauer. Zugleich müsse man allerdings in Rechnung stellen, dass manche Konflikte die Interessen der EU erheblich stärker tangierten als diejenigen der NATO; in solchen Fällen müsse man deshalb eigenständig handlungsfähig sein. Dafür seien eigene militärische Kapazitäten der EU vonnöten.

Auszug:

[1] Interview: Strategischer Kompass soll EU den Weg weisen. bmvg.de 17.07.2020.

[2] S. dazu Eine europäische CIA (II).

[3] S. dazu Es begann mit einer Lüge, Bloßgestellt und 17 Jahre "Anti-Terror-Krieg".

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8341

21.07.2020

Das Gleichschritt-Szenario der Rockefeller Stiftung wird in Westafrika erprobt

Ein Blog von Norbert Häring, vom 15. 07. 2020

Vor zehn Jahren hat die Rockefeller-Stifung das autokratische Lock-Step-Szenario (Gleich-schritt-Szenario) entworfen und arbeitet offenbar seither emsig an der Umsetzung. Die neueste Initiative in dieser Richtung ist eine Kooperation der von den Rockefeller- und Gates-Stiftungen finanzierten Impfallianz Gavi mit Mastercard und einem auf biometrische Identifikation spezialisierten IT-Unternehmen.

Zitat:

Bevor wir zu der neuen Initiative kommen, will ich kurz an eine Auswahl von Annahmen 

erinnern, die Grundlage des Gleichschritt-Szenarios waren:

  • Eine Viruspandemie mit hoher Ansteckungsgefahr und hoher Sterblichkeit
  • Wenig autoritäre Reaktion der US-Regierung scheitert
  • Autoritärer chinesischer Ansatz funktioniert viel besser
  • Andere Nationen eifern autoritärer, stark überwachender chinesischer Vorgehensweise nach
  • Geschockte Bevölkerungen begrüßen mehr Überwachung
  • … und autoritärere Herrschaft
  • Biometrische Identitätserfassung erhält Auftrieb
  • Eine multipolare IT-Welt mit US-Dominanz
  • Philanthropische Stiftungen werden Teil der Außen- und Sicherheitspolitik der USA

Zitat: Es sei auch daran erinnert, dass die Rockefeller Foundation 2017 die Anschubfinanzierung für ID2020 bereitgestellt hat, eine Initiative, um jedem Weltbürger bis 2030 eine global lesbare biometrische Identität zu geben. Partner sind Microsoft, die Impfallianz Gavi und Accenture. Accenture erschien auf diesem Blog als Verfasser – im Auftrag des Weltwirtschaftsforums – der Kontroll-DystopieThe Known Traveller Digital Identity“.

Vor diesem Hintergrund ist die neue Entwicklung sehr interessant, auf die ich durch einen Artikel von Raul Diego auf MintPress News gestoßen bin.

Zitat: Die philanthropischen Stiftungen Gates Stiftung und Rockefeller Stiftung, die in Wahrheit nicht erst “Teil der Außen- und Sicherheitspolitik der USA” werden müssen, weil sie es schon lange sind, finanzieren die Gavi-Impfstoffallianz und arbeiten in verschiedenen Anti-Bargeld-Allianzen und solchen für die biometrische ID eng mit Mastercard zusammen. Gavi und Mastercard führen nun in Zusammenarbeit mit dem jungen IT-Unternehmen Trust Stamp eine neue biometrische Identitätsplattform ein, zunächst für Westafrika. Damit sollen normale Impfprogramme ebenso unterstützt werden, wie künftige Covid-19-Impfungen.

Zitat: Der Überwachungscharakter der neuen Plattform wird am augenfälligsten dadurch, dass Trust Stamp das gleiche Instrument auch bei Strafverfolgungsbehörden bewirbt.

Zitat: Was wirklich vorgeht verstecken Gavi und Mastercard gekonnt hinter vielen Floskeln und selektiven, irreführenden Teilinformationen. Für mich sieht es sehr danach aus, als ob eine neue Überwachungstechnologie in den ärmsten Ländern Afrikas im Feldversuch getestet werden soll, weil es dort keine Datenschutzregeln gibt und diese Länder auf die Impfprogramme und Finanzhilfen von Gavi, Gates, Rockefeller, Weltbank und Co. angewiesen sind.

Info: https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/trust-stamp

Kommentar: Interessant ist das bei Gavi in wikipedia ID2020 mal erwähnt war, jetzt nicht mehr. So auch die Rockefellerstiftung.

Anbei zu sehen wurde die Definition der Gavi geändert. Original war bei Wikipedia über Gates- + Rockefellerstiftung und das Projekt ID2020 ID Chip in Kombiimpfung zu lesen.   -   Die Definition der Gavi geändert: Original war bei Wikipedia Gates+Rockefeller und das Projekt ID2020 ID Chip in Kombiimpfung zu lesen. https://youtu.be/gA7g-x0ZJfI und https://t.me/davebrych_public/324

20.07.2020

Vier Ministerpräsidenten wenden sich gegen US-Truppenabzug

Süddeutsche Zeitung, 19. Juli 2020, 19:04 Uhr, Verteidigung,  Von Claudia Henzler, Stuttgart

Bouffier, Dreyer, Kretschmann und Söder schreiben einen Brandbrief nach Washington. Fast 10 000 Soldaten ohne Absprache aus Deutschland abzuziehen, "macht Amerika kein bisschen sicherer", kritisieren die US-Demokraten.

Zitat: Die Stationierung sei sowohl für die sicherheitspolitische Lage als auch für die transatlantische Partnerschaft von enormer Bedeutung, heißt es in einem Schreiben, das die deutsche Botschaft am Freitag im Auftrag der Ministerpräsidenten verschickt hat. Die Initiative dazu ging von Baden-Württemberg aus.

Zitat: "Diese Partnerschaft verbindet nicht nur unsere beiden Staaten sondern auch ihre Menschen." Die durch die US-Präsenz in deutschen Städten und Gemeinden entstandenen Freundschaften seien ein Band, das die Bürger beider Länder emotional verbinde: "Daher plädieren wir für eine Fortsetzung dieser tiefen Partnerschaft".

Zitat: In Deutschland befinden sich Einrichtungen, die enorme Bedeutung für Einsätze auf mehreren Kontinenten haben. In Stuttgart etwa sitzen die beiden für Europa und Afrika zuständigen Regionalkommandos der Streitkräfte, im benachbarten Böblingen zudem das Kommando der Marineinfanterie für Europa und Afrika. Rheinland-Pfalz ist Standort des Militärflugplatzes Ramstein, des größten US-Stützpunkts außerhalb der USA, sowie des Militärkrankenhauses in Landstuhl. Im bayerischen Grafenwöhr befindet sich der größte Truppenübungsplatz in Europa und das hessische Wiesbaden beherbergt neben dem Europa-Hauptquartier der Landstreitkräfte wichtige Geheimdiensteinrichtungen.

Info: https://www.sueddeutsche.de/politik/truppen-usa-deutschland-1.4972168

Kommentar:  Wenn der Brandbrief der vier MinisterpräsidentInnen die Abzugsgegner darin bestärken soll, dass in ihren Bundesländern "das Rückgrat der US-Präsenz in Europa und der Handlungsfähigkeit der Nato" liegt, dann fehlt dabei auch der Hinweis darauf, dass sich, im Falle eines militärischen Konflikts aus US-strategischem Interesse, die Schlachtfelder vorallem hier in Deutschland befinden werden!         Thomas Bauer

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18.07.2020

Vorabdruck. Nazitäter konnten nach 1945 mit milden Richtern rechnen.                             BRD-Nachkriegsjustiz  -  Laufen gelassen

Junge Welt, vom 13.07.2020, Seite 12 / Thema, von Christoph U. Schminck-Gustavus

Vorabdruck. Nazitäter konnten nach 1945 mit milden Richtern rechnen. Exemplarisch dafür steht Walter Huppenkothen, verantwortlich für die Ermordung von Dietrich Bonhoeffer

Zitat: Joachim Perels (deutscher Politikwissenschaftler; jW) bezeichnet diese Entwicklung als »schrittweise Rechtfertigung der NS-Justiz«, die ein Ergebnis der in den Nachkriegsjahren versäumten Selbstreinigung der Justiz gewesen ist.

Zitat:  Auch Karl Bonhoeffer stellt in seiner 1947 verfassten, aber erst nach seinem Tod 1968 veröffentlichten Schrift »Führerpersönlichkeit und Massenwahn« die Frage, wie die Zukunft dieses Landes mit seiner Vergangenheit zusammenhängt: »Bedeutungsvoller für die Beurteilung des deutschen Volkes und seiner Zukunft ist die Frage, wie es möglich geworden ist, dass ein Regime, in dem in solcher Weise unmenschliche Brutalität, Rechtsbruch jeder Art, absichtliche Vernichtung wertvollen für die Zukunft Deutschlands unentbehrlichen Menschenmaterials, Korruption und maßlose Überheblichkeit zutage traten, sich im deutschen Volk zwölf Jahre halten und über eine Millionengefolgschaft gebieten konnte.«

Die Antwort auf diese Frage lässt Karl Bonhoeffer offen. Ebenso offen bleibt aber auch die strafgerichtliche Abrechnung mit dem Terrorregime, die viel zu oft gar nicht stattgefunden hat.

Info: https://www.jungewelt.de/artikel/382090.brd-nachkriegsjustiz-laufen-gelassen.html

17.07.2020

USA verhängen Sanktionen gegen Nord Stream 2 mit sofortiger Wirkung. Deutsche Wirtschaft fordert sofortige Gegenmaßnahmen

German Foreign Policy, 17. Juli 2020

Zitat: US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Mittwoch mitgeteilt, die Trump-Administration setze Zwangsmaßnahmen gegen Unternehmen, die an der Pipeline beteiligt sind, mit sofortiger Wirkung in Kraft. Unmittelbar betroffen sind laut Angaben aus Wirtschaftskreisen rund 120 Unternehmen aus zwölf Ländern Europas, darunter deutsche Konzerne wie Uniper (Ex-EON) sowie die mehrheitlich im Besitz der BASF befindliche Wintershall Dea. Bedroht sind dabei Investitionen von etwa zwölf Milliarden Euro.

Zitat: Die Bundesregierung nennt die Sanktionen explizit "völkerrechtswidrig" und weist sie entschieden zurück. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses - Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft verlangt umgehende Gegenmaßnahmen: "Die EU und Deutschland dürfen sich ... nicht wie ein amerikanisches Protektorat vorführen lassen".

Zitat: Außenminister Maas fordert Washington zu einer Rückkehr zu gemeinsamen Russland-Sanktionen auf.

Zitat: Die neuen US-Sanktionen gegen die Erdgaspipeline Nord Stream 2 beruhen auf dem Countering America's Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA), der im Juli 2017 im US-Kongress verabschiedet und am 2. August 2017 von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet worden ist. Das Gesetz sieht eine Verschärfung der Zwangsmaßnahmen gegen Iran, Nordkorea und Russland vor. Mit Sanktionen belegt werden können Unternehmen ebenso wie Einzelpersonen.

Zitat: Mit ihrer Sanktionsankündigung "missachtet die US-Regierung das Recht und die Souveränität Europas, selbst zu entscheiden, wo und wie wir unsere Energie beziehen", äußert Außenminister Heiko Maas: "Die europäische Energiepolitik wird in Europa gemacht und nicht in Washington. Extraterritoriale Sanktionen lehnen wir klar ab."[10] Das Bundeswirtschaftsministerium sprach sich gleichfalls gegen extraterritoriale Sanktionen aus, "denn wir erachten sie als völkerrechtswidrig": "Das ist die klare Haltung der Bundesregierung".

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8338

16.07.2020

Berlin plant während seiner EU-Ratspräsidentschaft die Einführung eines Sanktionsmechanismus nach US-Vorbild.

German Foreign Policy, 16. Juli 2020
Die Bundesregierung dringt auf die Einführung eines neuen globalen EU-Sanktions-mechanismus nach dem Vorbild von US-Zwangsmaßnahmen. Man wolle sich in diesem Halbjahr dafür einsetzen, "die Kapazitäten" der Union "zur Verhängung und Umsetzung von Sanktionen zu erweitern", heißt es im Programm für die aktuelle deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Bereits im vergangenen Jahr hatten die EU-Außenminister die Arbeiten an einem EU-Gesetz auf den Weg gebracht, das offiziell Menschenrechtsverletzungen bestrafen soll. Faktisch richtet es sich nur gegen Funktionsträger gegnerischer Staaten und schont verbündete Menschen-rechtsverbrecher, dient also, wie sein US-Sanktionsvorbild, als Instrument im globalen Machtkampf.
Zitat:
Dass der geplante European Magnitsky Act entgegen allen Behauptungen vorrangig nicht zur Durchsetzung der Menschenrechte, sondern zum Kampf gegen weltpolitische Rivalen dienen wird, zeigt die Debatte darüber, wer mit Sanktionen belegt werden soll. Genannt werden üblicherweise Personen etwa aus Russland, China, Belarus oder Venezuela - durchweg Staaten, mit denen die EU im Konflikt steht. Nicht genannt werden die USA, obwohl etwa die gegenwärtige CIA-Direktorin Gina Haspel im Jahr 2002 eine Einrichtung in Thailand leitete, in der im Rahmen des damaligen "Anti-Terror-Kriegs" gefoltert wurde. Sanktionen gegen Haspel sind ebensowenig geplant wie Zwangsmaßnahmen gegen US-Verantwortliche für den völkerrechtswidrigen Überfall auf den Irak im Jahr 2003 oder gegen französische und britische Verantwortliche für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Libyen im Jahr 2011. Weder polnische noch rumänische Funktionsträger müssen fürchten, für den Unterhalt von CIA-Folterlagern in den Jahren nach dem 11. September 2001 auf dem Territorium ihrer Länder mit "Magnitsky"-Sanktionen belegt zu werden. Dasselbe gilt für deutsche Stellen, die bei der Verschleppung und der Folter von Terrorverdächtigen im "Anti-Terror-Krieg" mit US-Stellen kollaborierten oder diese Kollaboration organisierten, darunter der heutige Bundespräsident [9]: Ihnen gelten die geplanten Sanktionen nicht.
Info:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8336
Kommentar:
Stoppt, dass die USA ihre imperiale Politik weiter durchziehen kann,  gestützt auf  die "Willfährigkeit" deutscher RegierungspolitikvertreterInnen, die auch Erfüllungsgehilfen für Menschenrechtsverletzungen sind!                         Thomas Bauer
15.07.2020

Debatte über Ausreisesperren   -   Reisen verboten?

tagesschau.de, Stand: 15.07.2020 09:20 Uhr
Um die Corona-Pandemie einzudämmen, diskutieren Bund und Länder derzeit auch über lokale Ausreiseverbote für Menschen aus Regionen mit hohen Infektionszahlen. Der Vorschlag stößt allerdings auf Bedenken.

In einem Testzentrum im Kreis Gütersloh nehmen Mitarbeiter Speichelproben von zwei Menschen, die in einem Auto sitzen. | Bildquelle: DAVID HECKER/EPA-EFE/Shutterstoc






                                                                                                                         Was/das darf/ist Satire?/!

Zitat: Favorisiert wird diese Maßnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich gestern dafür ausgesprochen hatte. Dies sei ein "Vorschlag, den man diskutieren sollte und für den ich werben würde", sagte sie. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder befürwortete den Vorschlag.

Info: https://www.tagesschau.de/inland/corona-ausreisesperren-103.html

15.07.2020

Freiwillige Ansteckung für Sars-CoV-2-Impfstoffstudie wird beworben!

Deutschlandfunk Nova ist das junge Infoangebot d. Deutschlandradios. Grünstreifen

Janis Hanig, will an einer Human-Challenge-Studie für einen Sars-CoV-2-Impfstoff teilnehmen

Zitat: "Das Risiko, an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu sterben, läge ungefähr geschätzt bei 0,03 Prozent. Er habe sich die Fakten genau angesehen und angewogen, bevor er sich dann als Freiwilliger gemeldet hat."

(0,03% von insgesamt 83 Mio. wären 24.900 Menschen!)

Info: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/neuartiges-coronavirus-freiwillig-teilnahme-an-impfstoff-studie-das-risiko-gegen-den-nutzen-abwaegen


Kommentar: Nach Pfeilbutton zum Audio Hören anklicken heißt es, dass sich "..die Pandemie erst dann in den Griff kriegen lassen wird, wenn es dafür eine Schutzimpfung gibt", die dann auch für alle freiwillig sein wird?

Die Unausweichlichkeit der geplanten Schutzimpfung ist es für die jetzt der Rahmen gesetzt werden soll - kampagnenartig und potentielle Probanten hierfür werden sympathisch beworben. Wissen diese dann auch, dass sie sich damit auch bereit erklären einen neuartigen Impfstoff auszuprobieren, der irreversibel verändernd in ihre Genstruktur eingreifen wird?  Thomas Bauer

14.07.2020

Beihilfe zum Massenmord

German Foreign Policy, 14. Juli 2020

BERLIN/JAKARTA/WASHINGTON (Eigener Bericht) - Neue Dokumente belegen die enge Kooperation bundesdeutscher Stellen mit Indonesiens Militär im Verlauf des Massenmordes an hunderttausenden indonesischen Kommunisten. In Jakarta hatten Generäle im Oktober 1965 die Macht an sich gerissen, um den Linkskurs der Regierung unter Präsident Sukarno zu stoppen. In den folgenden Monaten organisierten sie den Mord an mindestens 500.000, womöglich gar drei Millionen - tatsächlichen oder angeblichen - Mitgliedern der Kommunistischen Partei.
Bundesdeutsche Stellen unterhielten zu jener Zeit enge Kontakte zu indonesischen Militärs und Geheimdienstlern und waren über die Vorgänge genau informiert. Trotzdem unterstützten sie die Militärs mit Ausrüstung sowie mit Geld. Bisher geheime Papiere des BND zeigen, dass die Generäle die Mittel nicht zuletzt für "Sonderaktionen gegen KP-Funktionäre" benötigten. In die Abwicklung der Fördermaßnahmen war vermutlich der damalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt Karl Carstens involviert. Bonn trug damit - an der Seite Washingtons - zum damaligen "Systemkonflikt" in Südostasien bei.

Zitat: Hintergrund der Unterstützung des Westens für den Putsch in Indonesien waren die Bestrebungen, im Systemkonflikt in Südostasien Positionsgewinne zu erzielen. In ihrem Kampf gegen den Kommunismus führten die Vereinigten Staaten damals in Vietnam Krieg; die US-amerikanische "Dominotheorie" besagte, man müsse dort unbedingt siegen, um die dominoartige Ausbreitung des Kommunismus in weitere Länder der Region zu verhindern.

Zitat: Das Land (Indonesien) hatte sich nach seiner Unabhängigkeit von der niederländischen Kolonialmacht außenpolitisch eigenständig zu positionieren versucht; Präsident Sukarno war maßgeblich an der Gründung der Blockfreienbewegung im Jahr 1955 in Bandung unweit Jakartas beteiligt gewesen. Zudem erstarkte in Indonesien die Kommunistische Partei (Partai Komunis Indonesia, PKI); mit schließlich bis zu drei Millionen Mitgliedern wurde sie in Washington, aber auch in Bonn als ernste Bedrohung westlicher Interessen eingestuft.

Zitat: Nicht nur US-amerikanische, auch bundesdeutsche Stellen unterhielten zugleich gute Beziehungen zu Militär und Geheimdienst Indonesiens; während etwa indonesische Militärs Anfang der 1960er Jahre in der Bundesrepublik ausgebildet wurden, residierte mit Rudolf Oebsger-Röder ein einstiger SS-Standartenführer im Reichssicherheitshauptamt als Mitarbeiter des BND in Jakarta. Oebsger-Röder betätigte sich dort zugleich als Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung sowie die Neue Zürcher Zeitung (german-foreign-policy.com berichtete.

Zitat: Die Botschaft Bonns in Jakarta war frühzeitig über die Pläne der Militärs und über den massenmörderischen Charakter ihrer Operationen informiert, die nicht nur darauf zielten, die Umstürzler festzunehmen, sondern vor allem darauf, die PKI zu vernichten. So wurde die bundesdeutsche Botschaft bereits am 11. Oktober, wie es in einem US-Bericht heißt, von einem "vertrauenswürdigen deutschen Geschäftsmann" in Kenntnis gesetzt, die Generäle in Jakarta zögen es in Betracht, Präsident "Sukarno zu stürzen". Ein auf den 3. November 1965 datierter interner BND-Bericht, aus dem das Informationsportal t-online am gestrigen Montag Auszüge publizierte, schildert das Vorgehen der indonesischen Militärs sowie von Freiwilligenmilizen gegen die PKI. "Auf Mittel- und Ostjava erfolgte zunächst ein regelrechtes Abschlachten von Kommunisten", hieß es in dem BND-Bericht: "Man lässt zumindest seitens der Armeeführung diesen ... Geschehnissen bewusst freien Lauf". "Selbstverständlich" seien "die vielen antikommunistischen Aktionen ... von der Armeeführung sorgfältig vorbereitet" worden. Indonesische Offiziere waren zuvor - nicht zuletzt mit Hilfe von US-Handbüchern - in US-Methoden der Aufstandsbekämpfung trainiert worden.

Zitat: Dass Carstens damals in verdeckte Waffengeschäfte mit BND-Beteiligung involviert war, ist belegt.

Zitat: Tatsächlich hat die Bundesrepublik Indonesien unter General Suharto, der im Verlauf des Putschs die Macht in Jakarta übernahm und dort bis 1998 diktatorisch herrschte, auf vielfältige Weise unterstützt, so etwa mit Wirtschaftshilfe, Waffenlieferungen und geheimdienstlicher Kooperation.[11] Die bundesdeutsche Beihilfe zum Massenmord der Jahre 1965 und 1966 hatte die Weichen gestellt für einen wichtigen Positionsgewinn des Westens im südostasiatischen Systemkonflikt.

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8333

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