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31.01.2026

Iran LOCKS ON to US Navy, Trump's Strike Imminent as War Fears EXPLODE | Ali Alizadeh

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Danny Haiphong

youtube.com, vom Live übertragen am 30.01.2026 #Iran #Trump #Israel

Ali Alizadeh of ‪‪@JedaalEnglish‬ joins the program to outline Trump's attack options, Iran's response plan, and the confrontation already underway that has the world bracing for catastrophic war. SUPPORT THE CHANNEL ON PATREON: PATREON.COM/DANNYHAIPHONG Support the channel in other ways: https://www.buymeacoffee.com/dannyhai... Substack: chroniclesofhaiphong.substack.com Cashapp: $Dhaiphong Venmo: @dannyH2020 


Info: Video https://www.youtube.com/live/Uf22_khAzXM Dauer 1:37:15 h


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.01.2026

Francesca Albanese erhält Ehrendoktor von drei belgischen Universitäten

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 31. Januar 2026, 18.30 Uhr


Francesca Albanese erhält Ehrendoktor von drei belgischen Universitäten.


Weitergeleitet:
Martin Breidert
Beueler Kreuz 1
53604 Bad Honnef
02224-9118059 martin.breidert@gmx.de
(Hervorhebungen von  M.B.)
Francesca Albanese und die Würde der Intelligenz: Wenn eine Universität sich weigert, sich zu beugen29.01.26 - Montreal, Canada - Claudia Aranda

https://www.pressenza.com/de/2026/01/francesca-albanese-und-die-wuerde-der-intelligenz-wenn-eine-universitaet-sich-weigert-sich-zu-beugen/


In Zeiten von systematischer Einschüchterung, von Schweigen als Mittäterschaft und von institutioneller Feigheit ist die gemeinsame Entscheidung Universitäten von Vrije-Brüssel, Antwerpen und Gent, Francesca Albanese einen Ehrendoktortitel zu verleihen, keine routinemäßige akademische Geste. Es ist eine Stellungnahme. Es ist eine ethische Bestätigung. Und vor allem ist es eine Erklärung intellektueller Unabhängigkeit in einem globalen Klima, in dem es zu einem riskanten Akt geworden ist, die Wahrheit zu sagen.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben diese drei flämischen Universitäten – allesamt europäische Benchmark-Institutionen in der Forschung, im Völkerrecht, in den Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften – gemeinsam beschlossen, in einer feierlichen Zeremonie am 2. April in Antwerpen die höchste akademische Auszeichnung an eine Juristin zu verleihen, deren beruflicher Werdegang mit seltener Kohärenz die Werte verkörpert, für die die Universität als solche steht: Strenge, Ehrlichkeit, Mut und Dienst am Gemeinwohl. Das ist weder Zufall noch ein symbolisches Zugeständnis. Es handelt sich um einen Zusammenschluss auf höchstem intellektuellem Niveau, der sich entschieden hat, mit einer einzigen Stimme zu sprechen.

Francesca Albanese ist eine Völkerrechtsanwältin mit einer soliden, umfangreichen und höchst angesehenen Karriere im Bezug auf das Themengebiet der Menschenrechte. Bevor sie 2022 die Stellung als Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Menschenrechtslage in den besetzten palästinensischen Gebieten übernahm, arbeitete sie mehr als ein Jahrzehnt als Rechtsberaterin und Expertin in verschiedenen UN-Gremien, spezialisiert dabei auf humanitäres Völkerrecht, Zivilschutz, Zwangsvertreibungen und staatliche Verantwortung. Ihr Mandat wurde 2025 erneuert, eine ausdrückliche Anerkennung ihrer fachlichen Fähigkeiten und der Unabhängigkeit, mit der sie eine Funktion ausübte, die politischem Druck besonders ausgesetzt war.

Die offiziellen Statements der Universitäten sind klar und deutlich. In ihrer gemeinsamen Erklärung unterstreichen die Institutionen das „außergewöhnliche Engagement von Francesca Albanese für den Schutz der Menschenrechte und die Stärkung des Völkerrechts“ sowie ihre Fähigkeit, ihr Mandat „mit beruflicher Unabhängigkeit und juristischer Strenge in Kontexten extremer Polarisierung“ auszuüben. Das ist kein inhaltsleeres Lob: Es ist eine zutreffende Beschreibung einer Karriere, die auf Fakten, auf Recht und Verantwortung basiert.

Für die Vrije Universität Brüssel hat deren Rektor darauf hingewiesen, dass die Universität angesichts von Ungerechtigkeiten kein neutraler Raum sei, sondern ein Ort, an dem kritisches Denken frei von äußerem Druck fortbestehen muss. Die Universität Antwerpen betonte, dass diese gemeinsame Anerkennung eine von allen geteilte Überzeugung zum Ausdruck bringt: dass die Wissenschaft eine soziale Verantwortung trägt, der sie sich nicht entziehen kann, wenn Völkerrecht systematisch verletzt wird. Die Universität Gent betonte ihrerseits, dass die Ehrung von Albanese das Prinzip honoriert, dass Forschung und Analyse von Rechtsangelegenheiten nicht Einschüchterungskampagnen oder bedingten politischen Interessen untergeordnet werden können.

Dieser letzte Punkt ist nicht unbedeutend. Denn auf die Bekanntgabe der Promotion folgte, wie zu erwarten war, eine Verleumdungsoffensive durch zionistische Organisationen, die als politische Lobbyisten und nicht als akademische Akteure agieren. Wir reden nicht von Religionsgemeinschaften oder kulturellen Identitäten. Wir sprechen hier von organisierten politischen Strukturen, die seit Jahren versuchen, jede Stimme, die die Verbrechen des Staates Israel und die koloniale und gewalttätige Natur des zionistischen Projekts in seiner aktuellen Form dokumentiert, entweder zu diskreditieren, zum Schweigen zu bringen oder aus der Öffentlichkeit auszuschließen.

Das Muster ist vertraut und grobschlächtig: Verzerrung von Aussagen, unbegründete Anschuldigungen, Druck auf die Medien, verschleierte Drohungen gegen Einrichtungen, moralische Erpressung durch den instrumentalisierten Vorwurf des Antisemitismus. Nichts davon hält einer ernsthaften Analyse stand. Und nichts davon hat ausgereicht, um drei Eliteuniversitäten zum Rückzug zu bewegen. Im Gegenteil: Sie haben ihre Entscheidung klar bekräftigt und die abgrundtiefe Kluft zwischen strikter intellektueller Arbeit und dem schmutzigen Spiel derjenigen offengelegt, die Einschüchterung mit Argumentation verwechseln.

Der Hintergrund dieses Streits ist nicht abstrakt. Er ist konkret. Er ist menschlich. Er ist blutig. Die von Francesca Albanese den Vereinten Nationen vorgelegten Berichte stellen eine der schwerwiegendsten und sorgfältigst belegten Dokumente über die Zerstörung Gazas dar. Darin erklärt die Berichterstatterin, dass wenn man nicht nur direkte Todesfälle durch Bombenanschläge und Militärangriffe, sondern auch indirekte Todesfälle durch erzwungenen Hunger, durch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems, durch die gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur, durch Dehydrierung, durch vermeidbare Krankheiten und durch massive Zwangsvertreibungen betrachtet, die tatsächliche Zahl der getöteten Palästinenser sich auf mindestens 680.000 Menschen beläuft, eine Zivilbevölkerung, die überwiegend aus Kindern, Frauen und älteren Menschen bestand.

Diese Zahl ist nicht rhetorisch. Es ist keine Propaganda. Sie ist das Ergebnis der Anwendung von rechtlichen und epidemiologischen Standards, die historisch zur Bewertung der Sterblichkeit in Massenvernichtungskontexten verwendet wurden. Und sie ist zudem eine konservative Zahl. Albanese selbst hat ausdrücklich betont, dass die Unmöglichkeit, die Toten präzise zu zählen – auf Grund von unter Trümmern begrabenen Leichen, vernichteter Unterlagen, zerstörter Krankenhäuser – Teil des Verbrechens selbst sei. Völkermord tötet nicht nur: er löscht aus.

Angesichts dieser Realität ist die Reaktion der zionistischen Organisationen, die heute versuchen, diese akademische Anerkennung zu sabotieren, keine Verteidigung von Ethik oder der Bewahrung von historischer Erinnerung. Es ist die Reaktion eines politischen Apparats, der sich selbst angesichts der Beweise entlarvt, herausgefordert und zunehmend isoliert sieht. Es ist die symbolische Gewalt derer, die die Fakten nicht widerlegen können und stattdessen denjenigen angreifen, der sie benennt.

Die Antwort der belgischen Universitäten ist daher von großer Bedeutung. Sie belohnen nicht eine Meinungsäußerung. Sie würdigen ein Berufsleben, das dem Recht, der strikten Forschung und der Verteidigung der grundlegendsten Prinzipien internationaler Rechtmäßigkeit gewidmet ist. Sie sagen unmissverständlich, dass die Universität sich nicht politischem Mobbing oder moralischer Erpressung beugt. Sie erinnern uns daran, dass Wissen nicht vor der Macht kapituliert, wenn Macht Verbrechen begeht.

Francesca Albanese ist weder eine vorübergehende Erscheinung noch eine kurzzeitige Provokateurin. Sie ist eine solide Juristin, eine ernsthafte Forscherin und eine internationale öffentliche Dienerin, die bereit ist, vieles in Kauf zu nehmen, indem sie ausspricht, was viele lieber zum Schweigen bringen. Und deshalb wird sie heute angegriffen. Und genau deshalb wird sie geehrt.

Weder das ganze Geld noch all der Einfluss noch die gesamte Desinformationsmaschinerie dieser Verbrecher, die heute Gaza verwüsten, werden in der Lage sein, eine ehrliche Stimme zum Schweigen zu bringen, und noch viel weniger, ihre Brillanz auszulöschen. Denn wenn Intelligenz zusammen mit ethischen Werten ausgeübt wird und die Universität sich an den Grund ihrer Existenz erinnert, findet die Wahrheit immer ihren richtigen Standpunkt.

Und diesmal wird sie von einer Gemeinschaft höchsten akademischen Niveaus getragen, die beschlossen hat, nicht wegzusehen.

https://www.pressenza.com/de/2026/01/francesca-albanese-und-die-wuerde-der-intelligenz-wenn-eine-universitaet-sich-weigert-sich-zu-beugen/

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31.01.2026

Parlamentspräsident: EU transferiert Geld an Schein-NGOs in Georgien

aus e-mail von Doris Pumphrey, 31. Januar 2026,  ...... Uhr


RTDE 30.1.2026

Parlamentspräsident: EU transferiert Geld an Schein-NGOs in Georgien

Brüssel versucht auf unterschiedliche Wege, politischen Einfluss in Georgien auszuüben, erklärt Parlamentspräsident Schalwa Papuaschwili. Zu diesem Zweck würden Schein-NGOs registriert, um ihnen anschließend unter Umgehung georgischer Gesetze Gelder zu überwiesen.

Georgiens Parlamentspräsident Schalwa Papuaschwili hat Brüssel vorgeworfen, politische Aktivitäten in Georgien über "Betrug" zu finanzieren. Es handelt sich laut dem Politiker um Versuche, georgische Gesetze zu umgehen und Einfluss auf die georgische Innen- und Außenpolitik auszuüben. Darüber berichtet der Fernsehsender 1TV.GE.

Einige derartiger Machenschaften seien bereits aufgedeckt worden, andere würden durch neue Strategien entwickelt, erklärte der hochrangige Abgeordnete.

"Ich muss betonen, dass es sich hierbei um einen internationalen Betrug handelt. Dies ist eine Tatsache."

Konkret wies der georgische Parlamentspräsident darauf hin, dass in Estland Schein-NGOs registriert worden seien, die keinerlei Verbindung zu gemeinnützigen Aktivitäten im Land hätten. Zweck dieser Organisationen sei es, als Kanäle für den Geldtransfer nach Georgien zu dienen und somit georgische Gesetze zu umgehen.

Es dürfe nicht sein, dass mithilfe ausländischer Mittel die georgische Politik beeinflusst werde, betonte Papuaschwili. "Genau das verstößt gegen das internationale Recht und schädigt unter anderem das Ansehen der Europäischen Union."

Bei der Parlamentswahl 2024 hätten die georgischen Bürger das Transparenzgesetz unterstützt und damit deutlich signalisiert, dass "das ausländische Geld in der georgischen Politik nichts zu suchen hat", erklärte der Parlamentspräsident weiter.

Nach dem geltenden Gesetz dürfen Organisationen in Georgien nur mit Zustimmung der Regierung Fördermittel aus dem Ausland erhalten. Die regierende Partei Georgischer Traum soll beabsichtigen, durch Gesetzesänderungen die Kontrolle über ausländische Finanzhilfen zu verschärfen.

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31.01.2026

Moskau und NordStream-Sabotage / Selenskij und der Westen

aus e-mail von Doris Pumphrey, 31. Januar 2026, 15:57 Uhr


RTDE 30.1.2026

Sacharowa: Moskau wird Version von Ukraine als Alleintäter der NordStream-Sabotage nicht akzeptieren

Russland fordert weiterhin eine umfassende internationale Untersuchung des Verdachts, dass die USA hinter der Sprengung der Nord Stream-Gaspipelines im September 2022 stehen und wird sich nicht mit der Hypothese einer ukrainischen Eigeninitiative abspeisen lassen. Das sagte die Sprecheren des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Freitag.

Moskau wird das westliche Narrativ, dass Kiew allein hinter der Sprengung der Nord Stream-Pipelines im Herbst 2022 stehe, nicht akzeptieren, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag.

"Wir werden Versuche, uns und die ganze Welt davon zu überzeugen, dass allein und ausschließlich die Ukrainer hinter der Sprengung der Nord Stream-Pipelines stecken, nicht für bare Münze nehmen. Die (Forderung nach der) Durchführung einer unparteiischen und umfassenden Untersuchung steht weiterhin auf der Tagesordnung. Die Version, dass westliche Geheimdienste an der Sprengung beteiligt waren, muss ordnungsgemäß überprüft werden", sagte sie auf einer Pressekonferenz in Moskau.

Die Terroranschläge auf Nord Stream und Nord Stream 2 ereigneten sich am 26. September 2022. Deutschland, Dänemark und Schweden schlossen Sabotageakte nicht aus. Der Betreiber Nord Stream AG teilte mit, dass die Zerstörungen beispiellos seien und die Dauer der Reparaturen nicht abgeschätzt werden könne. Moskau hat mehrfach Daten zu den Explosionen angefordert, diese jedoch nie erhalten.

Der amerikanische Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh untersuchte 2023 die Terroranschläge auf die Nord Stream-Pipelines. Seinen Informationen zufolge wurden die Sprengsätze während der NATO-Übung Baltops 2022 von amerikanischen Tauchern unter den Gasleitungen angebracht und drei Monate später von Norwegern gezündet. Der ehemalige US-Präsident Joe Biden habe, so Hersh, nach mehr als neun Monaten geheimer Beratungen mit seinem Nationalen Sicherheitsteam den Befehl zur Durchführung der Sabotageaktion gegeben. Er befürchtete, dass Deutschland, das über die Nord Stream-Pipelines Gas aus Russland bezieht, sich nicht an der militärischen Hilfe für die Ukraine beteiligen würde.

Laut Russlands Ständigen Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, sind es gerade die USA und Großbritannien, die eine objektive internationale Untersuchung des Terroranschlags behindern.

Im August verhafteten italienische Carabinieri auf Antrag der deutschen Staatsanwaltschaft in der Provinz Rimini den 49-jährigen Ukrainer Sergej Kusnezow, der als Koordinator des Sprengstoffanschlags auf die Gaspipelines gilt. Nach Angaben des Wall Street Journals ist er ein pensionierter Hauptmann der ukrainischen Streitkräfte, der beim Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) gedient hatte. Vermutlich wurden er und andere Militärangehörige für Sabotageakte im Mai 2022 angeheuert. Wie die Zeitung Corriere della Sera schrieb, war er Kapitän der Yacht "Andromeda", auf der Sprengstoff transportiert worden sein soll.

In dem von deutschen Strafverfolgungsbehörden ausgegebenen europäischen Haftbefehl hieß es, dass neben Kusnezow sieben weitere Personen zu der Sabotagegruppe gehörten. Ende Oktober entschied das Gericht in Bologna, ihn nach Deutschland auszuliefern. Seine Verteidigung legte gegen diese Entscheidung Berufung beim Obersten Kassationsgericht Italiens ein. Gleichzeitig lehnte ein polnisches Gericht die Auslieferung eines weiteren Verdächtigen – des Tauchlehrers Wladimir Shurawljow – nach Deutschland ab.


RTDE 30.1.2026

Luftabwehr: Selenskij übt scharfe Kritik am Westen wegen Raketenmangels

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat seine westlichen Unterstützer für gravierende Mängel bei der Militärausrüstung verantwortlich gemacht und erklärt, dass die Luftverteidigungssysteme bei den jüngsten russischen Angriffen nicht über ausreichend Raketen verfügten. Seine jüngste Beschwerde folgt auf eine Reihe hitziger Auseinandersetzungen mit europäischen Staats- und Regierungschefs, die seiner Forderungen offenbar zunehmend überdrüssig geworden sind.

In einem Interview mit ukrainischen Medien am Freitag behauptete Selenskij, die Patriot- und NASAMS-Luftverteidigungssystem
e seien nicht in der Lage gewesen, die jüngsten Angriffe abzuwehren, und bezeichnete dies als Versagen westlicher Logistik und Finanzierung. "Ich weiß, es wird kein Licht geben, weil es keine Raketen zur Verteidigung gibt", wurde er zitiert. Er beklagte sich darüber, dass er den Westen immer wieder zu zusätzlichen Lieferungen drängen müsse.

Selenskijs Beschwerde setzt eine Reihe öffentlicher Spannungen mit westlichen Unterstützern fort. Vergangene Woche hielt er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Wutrede, in der er Europa Schwäche und Unentschlossenheit vorwarf und damit scharfe Kritik erntete.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bezeichnete Selenskij als "Mann in einer verzweifelten Lage", der "nicht in der Lage oder nicht willens" sei, den Konflikt zu beenden. Der italienische Außenminister Antonio Tajani nannte die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten "unfair" und warf ihm mangelnde Dankbarkeit für die umfassende europäische Unterstützung vor.

Auch im Inland geriet Selenskij mit den lokalen Behörden wegen der maroden Energieinfrastruktur aneinander. Kürzlich warf er dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko vor, die Stadt nicht ausreichend auf großflächige Stromausfälle vorbereitet zu haben. Klitschko wies die Kritik zurück und erklärte, Selenskij habe ein Treffen mit ihm abgelehnt und die Stromerzeugung sei eine Angelegenheit des Bundes, nicht der Kommunen.

Russland hat in den letzten Monaten seine Fernangriffe auf das ukrainische Militär und die Energieinfrastruktur verstärkt. Es begründete dies mit den anhaltenden Angriffen des ukrainischen Militärs auf die russische Energieinfrastruktur und den wahllosen Angriffen Kiews auf russische Zivilisten.


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31.01.2026

Angstmacher schlagen zu

unsere-zeit.de, Categories Politik |

Psychologische Kriegsführung: Medien feiern Jagd auf vermeintliche Spione und Verhaftungen bei der „Friedensbrücke“

Screenshot_2026_01_31_at_16_32_03_Angstmacher_schlagen_zuGute Stimmung und Dankbarkeit bei der Übergabe von Hilfsgütern, Spielsachen und Medizinprodukten durch Helfer der „Friedensbrücke“ im Donbass. (Foto: Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe e. V.)


In der vergangenen Woche ging es für die deutsche Spionageabwehr Schlag auf Schlag. Mehrere Festnahmen gleich, endlich mal etwas Handfestes nach dem ganzen lächerlichen Kleinkram wie unbekannten Drohnen über maroder Infrastruktur, Jungspionen mit slawischem Migrationshintergrund im Ulmer Umland, die mit Bauschaum deutsche Auspuffanlagen verstopfen, und nicht zu vergessen die Schattenflottile, die ihre Anker über den Ostseegrund schleifen lässt.

Am 21. Januar erging Haftbefehl gegen Ilona W., die seit November des Jahres 2023 „nachrichtendienstliche Kontakte“ mitten hinein in die Russische Botschaft in Berlin unterhalten haben soll. Ihr „Gewährsmann“ in der Botschaft, der Attaché Andrej M., ist laut den Ermittlern ein 39-jähriger Oberstleutnant des russischen Geheimdienstes GRU und mittlerweile als persona non grata zur schleunigen Ausreise veranlasst. Einen Tag später standen auch Falko H. und Suren A. vor dem Karlsruher Haftrichter, der Vorwurf: „Unterstützung der ausländischen terroristischen Vereinigungen Volksrepubliken Donezk und Lugansk“. Was bei Ilona W. die Verschaffung des „Zugangs zu politischen Veranstaltungen“ für Andrej M. war, sind für die beiden Mitglieder der „Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe“ die Lieferungen von „Versorgungsgütern und Medizinprodukten“, unter denen aber auch „Drohnen“, nicht ausschließbar bloße Transportdrohnen, vielleicht auch nur Bauteile dazu, gewesen sein sollen. Die bürgerliche Journaille berichtet auch von einem „Tarnnetz“ und einer Überweisung von 14.000 Euro.

Dass Verwaltungseinheiten im Donbass „terroristische Vereinigungen“ seien, ist ein bundesdeutsches Spezifikum, auch jenseits des Internationalen Gerichtshofs, der von dieser Konstruktion in seinem Urteil vom 31. Januar des vergangenen Jahres nichts wissen will. Der Besuch von öffentlichen politischen Veranstaltungen ist also in der Lesart der Generalbundesanwaltschaft die Ausspähung von Geheimnissen, der Transport von Metallteilen ein Verbrechen?

Klar, jeder, der das für absurd hält, sollte die EU-Sanktionsverordnung Nr. 833/2014 lesen. Auf schlappen 647 Seiten ist alles gelistet, was bei Strafe niemals nach Osten gelangen darf. Da findet man unter Nummer 761510 die bekannt gefährlichen „Putzlappen, Scheuerschwämme und Polierpads“. Es steht einem das Bild förmlich vor Augen, wie in riesigen russischen Industrieanlagen deutsche Putzlappen zu Waffenzwecken umgearbeitet werden. In der Psychologie nennt man die krankhafte Vorstellung, von anderen beobachtet und verfolgt zu werden, seit 1906 „Scopophobie“.

Zur Entfachung der Kriegstüchtigkeit durch Angst unternahm die deutsche Heeresführung das Projekt „Goldwagen“. Um zu untersuchen, wie breite Bevölkerungsteile gegen den russischen Feind in Stellung gebracht werden können, wurden in schneller Folge reichsweite Zeitungsartikel lanciert, in denen von feindlichen Spionen und Waffentransporten in gelben Fahrzeugen die Rede war. Die Wirkung war selbst für die Reichswehrführung überraschend. Erst nachdem es zu mehreren Überfällen mit Todesopfern auf harmlose zivile Transport-Lkw gekommen war, stoppte man das Experiment. Die Fortsetzung kennt man aus den 1940er Jahren und der Medienkampagne „Achtung! Feind hört mit“.

Das heutige Drehbuch zur Scopophobie schreibt die NATO in ihrem Anfang Januar frisch aufgelegten Papier zu Strategie und Taktik in „Cognitive Warfare“ (psychologischer Kriegsführung). Für Gerardo Spagnuolo, seines Zeichens „Spezialist für Semiotik und Informationskriegsführung“, ist das Erzeugen von Angst und Schrecken in der unmittelbaren Vorkriegsphase (Hybrid War) die Essenz im Kampf um die kriegsgerichtete Formierung der Gesellschaft. Unverblümt schreibt er auf der NATO-Strategieplattform „Defense College Foundation“: „Der nächste Krieg hat schon begonnen.“ Schnelles effektives Handeln sei nun das Gebot der Stunde. Der Feind im Osten sei mit „Gegen-Desinformation“ zu lähmen, für die eigene Bevölkerung müssen „die NATO-Länder (…) eigene Architekturen der stillen und verheerenden Täuschung entwickeln“. Hieran anknüpfend erarbeitet das US-Institut für Nationale Strategische Studien (INNS) gegenwärtig Detailpläne zu den Themen „Erzählungen in Echtzeit medienübergreifend optimieren“ und KI-gestützter Manipulation der Bevölkerung „hin zu dauerhaften Veränderungen kognitiver Muster und Verhaltensdispositionen“. Mehr muss man nicht wissen, um die gegenwärtige öffentlich-rechtliche Frontberichterstattung zu verstehen.

Aus der Zeit des Kalten Krieges ist in Erinnerung geblieben, dass auf den westdeutschen Anklagebänken auch für die ein Platz reserviert war, die die „Preise von Winterkartoffeln“ an Ostberlin verraten hatten. Liegt lange zurück, aber lässt sich steigern. Wer angstfrei ist und gerne morgens um 6 Uhr überraschenden Besuch von einem Sondereinsatzkommando der politischen Polizei bekommen möchte, braucht nur aus „Tagesspiegel“, „Welt“ oder „Spiegel“ die Berichte über die neuesten Erfolge der deutschen Rüstungsindustrie auszuschneiden, kommentarlos einzutüten und über den Zaun der Russischen Botschaft in Berlin zu werfen. Was kommt als Nächstes?



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Info: https://www.unsere-zeit.de/angstmacher-schlagen-zu-4811394/


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31.01.2026

Putin und die EU-Mitgliedschaft der Ukraine /EU ist Anhängsel der NATO

ause-mail von Doris Pumphrey, 31. Januar 2026, 15:57 Uhr

*Wird die EU-Mitgliedschaft der Ukraine Russlands größte Niederlage?


*Ist die angestrebte Mitgliedschaft der Ukraine in der EU in Wahrheit

eine „NATO durch die Hintertür“? Angesichts der militärischen

Neuausrichtung Brüssels warnt der ungarische Diplomat und Botschafter a.

D.*György Varga* vor einer massiven Fehlkalkulation Putins, der die

EU-Mitgliedschaft Kiews bislang als zweitrangig einstufte. In einer Ära,

in der sich die USA finanziell zurückziehen, droht Russland laut dem

langjährigen Experten für den postsowjetischen Raum die dauerhafte

politische und wirtschaftliche Isolation durch ein militarisiertes

Europa. Aus dem Ungarischen übersetzt von *Éva Péli*.

/Hier weiterlesen:/

https://www.nachdenkseiten.de/?p=145515



_RTDE 30.1.2026


_*Russischer UN-Botschafter:

EU ist zu einem Anhängsel der NATO geworden

*

Russlands UN-Vertreter Wassili Nebensja hat am Freitag dem Staatssender

/Rossija 24/ ein Interview gegeben. "Europa weiß die 65 Jahre, in denen

auf dem Kontinent Frieden herrschte, nicht zu schätzen", erklärte der

Diplomat.


Die Europäische Union sei im Grunde zu einem Anhängsel der NATO

geworden, betonte Nebensja. Die Gemeinschafft habe sich seiner Ansicht

nach von einem Wirtschaftsblock in ein Militärbündnis verwandelt.

Möglicherweise liege das daran, dass die heutige Generation von

Politikern in Europa nicht wisse, was der Krieg sei, fügte der russische

UN-Botschafter hinzu. /"Das stimmt tatsächlich. Sie beobachten den Krieg

im Fernsehen und in Computerspielen; für sie ist er ein abstraktes

Konzept, anders als für diejenigen, die ihn selbst erlebt haben."/


Ferner erklärte Nebensja in dem Fernsehinterview, es gebe keine

europäische Souveränität. Tatsache sei, dass "Europa von politischen

Zwergen regiert wird." Damit kommentierte der Diplomat die Reaktion

Europas auf die US-Ansprüche auf Grönland.


Seiner Meinung nach sei Europa völlig verwirrt, was mit bloßem Auge

sichtbar sei. Dabei versuchten die europäischen Spitzenpolitiker, ihren

tatsächlichen Zustand zu verbergen, meinte Nebensja.

/"Sie versuchen, so zu tun, als bestünde die europäische Solidarität

noch immer. Aber selbst in den Gesichtern dieser Menschen, die sich zum

Gipfeltreffen in Brüssel versammeln, kann man die Verwirrung in ihren

Augen und das fehlende Verständnis dafür sehen, wohin sie fliehen sollen."/


Tatsächlich seien die Europäer ihrem eigenen Konzept der regelbasierten

Ordnung zum Opfer gefallen, die sie fortlaufend propagiert hätten, so

Nebensja weiter. "Und nun sind sie nicht mehr diejenigen, die die Regeln

schreiben. Sie sind nun das Objekt, nicht mehr das Subjekt dieser These."

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31.01.2026

Screenshot_2026_01_31_at_16_23_16_Wird_die_EU_Mitgliedschaft_der_Ukraine_Russlands_gr_te_Niederlage

nachdenkseiten.de, vom 29. Januar 2026 um 14:00 Ein Artikel von György Varga

Ist die angestrebte Mitgliedschaft der Ukraine in der EU in Wahrheit eine „NATO durch die Hintertür“? Angesichts der militärischen Neuausrichtung Brüssels warnt der ungarische Diplomat und Botschafter a. D. György Varga vor einer massiven Fehlkalkulation Putins, der die EU-Mitgliedschaft Kiews bislang als zweitrangig einstufte. In einer Ära, in der sich die USA finanziell zurückziehen, droht Russland laut dem langjährigen Experten für den postsowjetischen Raum die dauerhafte politische und wirtschaftliche Isolation durch ein militarisiertes Europa. Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in den vergangenen Monaten mehrfach bekräftigt, dass Moskau keine Einwände gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine erhebt. Es ist verständlich, dass für die traditionell sicherheitspolitisch orientierte russische politische Elite und die im militärischen Bereich seit jeher sensible russische Gesellschaft das Erscheinen der NATO in der Ukraine die Hauptherausforderung darstellte. Auch der seit 2022 geführte Krieg sowie der früher oder später eintretende Friedensschluss werden offensichtlich hauptsächlich entlang der Handhabung militärischer Herausforderungen beurteilt.

Russland hat in seiner Geschichte jedoch bereits mehr als einmal bewiesen, dass es in der Lage ist, selbst einen militärisch siegreichen Krieg auf dem Verhandlungsweg durch einen schlechten Friedensschluss zu verlieren. Ich halte es für beweisbar, dass der kollektive Westen mit der EU-Mitgliedschaft der Ukraine inhaltlich einen bedeutenderen geopolitischen Raumgewinn gegenüber Russland erzielen kann als mit der von der Tagesordnung genommenen NATO-Mitgliedschaft.

Zwei Denklager und die Wurzeln des Konflikts

Bezüglich der Ursachen des Krieges in der Ukraine lassen sich nach vier Kriegsjahren zwei Denklager gut voneinander abgrenzen:

  • Viele akzeptieren das westliche Narrativ, wonach wir den angeblich unprovozierten Krieg eines imperialistisch denkenden russischen Diktators gegen die Ukraine sehen.
  • Andere sind der Ansicht, dass die von Washington angeführte globale politische und wirtschaftliche Elite über die NATO-Erweiterungsrunden einen geopolitischen Raumgewinn anstrebte, den Russland ohne die Aufgabe seiner Großmachtrolle nicht länger tolerieren konnte.

Ich selbst teile die Argumente hinter der zweiten Option, da die kurze Geschichte der Ukraine als eigenständiger Staat dies mit Fakten untermauert. Der kollektive Westen hat die Ukraine im Jahr 2008 bereits so als künftiges NATO-Mitglied markiert. Dagegen hatten die Deklaration über die staatliche Souveränität der Ukraine, die Unabhängigkeitserklärung, das Referendum von 1991 und die Verfassung von 1996 den neutralen und bündnisfreien Status der Ukraine bekräftigt. In der Ukraine gab es keine gesellschaftliche Unterstützung für eine NATO-Mitgliedschaft, da das ukrainische Volk deren potenzielle Konsequenzen verstand – heute leidet es bereits genug darunter.

Der Weg in den Stellvertreterkrieg: 2014 bis 2025

Die vom kollektiven Westen „wertebasiert“ koordinierte und unterstützte verfassungswidrige Machtübernahme in der Ukraine im Jahr 2014 zeigte, dass der Westen nicht gewillt ist, die nicht einschätzbare Zeit eines evolutionären Wandels zugunsten der NATO-Mitgliedschaft abzuwarten, sondern stattdessen an einem schnelleren Fortschritt interessiert ist. Der notwendigerweise eingetretene Bürgerkrieg, der Verlust der Krim und die Verstetigung des Separatismus in der Ostukraine boten bereits Raum für die westliche politische, wirtschaftliche und militärische Präsenz: Ab 2014 begannen die NATO-Manöver in der Ukraine, die CIA errichtete zwölf Stützpunkte in der Ostukraine, und die NATO-Kompatibilität der ukrainischen Streitkräfte war bis zum Kriegsbeginn weitgehend vollzogen.

Die der friedlichen Reintegration der prorussischen Bevölkerung in der Ostukraine dienenden Minsker Abkommen wurden niemals umgesetzt; vier bis fünf Millionen ukrainische Staatsbürger, welche die militärische Präsenz des kollektiven Westens entschieden ablehnten und wieder über ein Stimmrecht verfügt hätten, wurden in der Ukraine nicht benötigt. Der Krieg wäre trotz der geschilderten Vorgeschichte auf dem Verhandlungsweg selbst im Jahr 2021 noch vermeidbar gewesen, aber westliche Strategen sahen vermutlich eine unumgängliche Gelegenheit, als Folge eines verlorenen Proxy-Krieges die Großmachtrolle Russlands endgültig zu beenden. Darauf deutet hin, dass der Westen an jedem Entscheidungspunkt des 2014 begonnenen Konflikts und des dann im Februar 2022 gestarteten Krieges die Option der Eskalation wählte.

Ein anschauliches Beispiel: Die Ukraine und Russland verhandelten bereits am 28. Februar 2022, am fünften Tag des Krieges, über einen Friedensschluss. Die beiden Delegationen paraphierten in Istanbul das künftige Abkommen, von dessen endgültiger Unterzeichnung der kollektive Westen (während der Kiew-Verhandlungen des britischen Premierministers Boris Johnson im April 2022) die Selenskyj-Administration abhielt.

Die Zäsur 2025: Der Rückzug Washingtons

Der Krieg als Option und die westliche Unterstützung der Ukraine zeigten unter der Koordination der Biden-Administration bis Januar 2025 eine gleichmäßige Dynamik. Die Wiederwahl des US-Präsidenten Donald Trump unterbrach diesen Prozess: Die neue Washingtoner Administration erkannte an, dass in der Ukraine ein US-russischer Stellvertreterkrieg geführt wird, der beendet werden müsse (siehe die Erklärung von Außenminister Marco Rubio vom 6. März 2025).

Die USA stellten die Finanzierung ein und holen materiell aus der Ukraine heraus, was möglich war (Kontrolle über Mineralien im Wert von 350 Milliarden US-Dollar). Der Krieg wandelte sich mit der Gründung der „Koalition der Willigen“ am 2. März 2025 in einen europäisch-russischen Stellvertreterkrieg um, flankiert von einer widersprüchlichen US-amerikanischen Vermittlerrolle.

Die EU-Mitgliedschaft als geopolitische Allzweckwaffe

Heute, im Januar 2026, können wir bereits von laufenden Verhandlungen sprechen, bei denen die Aushandlung von akzeptablen Bedingungen die Schlüsselfrage ist: Gebietsfragen, Neutralität und künftige Sicherheitsgarantien. Unter diesen Bedingungen führt die Ukraine – mit Unterstützung des globalen Westens – die Frage der fast sofortigen EU-Mitgliedschaft an. In Brüssel spricht man bereits von einem Beitritt im Jahr 2027, wobei man nun auch die ukrainische materielle Forderung in Höhe von 800 Milliarden Dollar für die nächsten Jahre akzeptiert hat.

Dass die Ukraine für die EU-Mitgliedschaft nach keinem einzigen früher bekannten Kriterium geeignet ist, setzen vermutlich auch jene voraus, die sie glaubensbekenntnisartig unterstützen – nicht, weil es fachlich korrekt wäre, sondern weil es als Instrument des gegen Russland geführten „heiligen Krieges“ dient. Vor zwei Jahrzehnten hätte kein verantwortungsvoller Politiker den Import eines Krieges in einen 450 Millionen Menschen umfassenden Raum des „Europas des Friedens“ unterstützt.

Die strategische Falle für Moskau

Hier hat Präsident Wladimir Putin sich verrechnet: Die ukrainische EU-Mitgliedschaft bietet dem Westen eine weitaus effektivere Möglichkeit zum geopolitischen Raumgewinn als die NATO. Die Ukraine kann so unter Kontrolle gebracht werden, dass man sie täglich in alle politischen, wirtschaftlichen und wehrwirtschaftlichen Prozesse einbezieht. Russland wird nach einem Friedensschluss keinerlei Mitspracherecht mehr haben; jeder Einwand würde als erneute Aggression gewertet und mit Sanktionen beantwortet.

In einer militarisierten EU würde die Ukraine über die Verteidigungspolitik Teil eines Systems, das einer „europäischen NATO“ gleicht. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet der Vertrag von Lissabon, der die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten bei äußeren Bedrohungen massiv gestärkt hat. Durch die Beistandsklausel (Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags) sind die Mitgliedstaaten im Falle eines Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Partners verpflichtet, Hilfe und Unterstützung mit allen in ihrer Macht stehenden Mitteln zu leisten. Ergänzt wird dies durch die Solidaritätsklausel (Artikel 222 AEUV), die ein gemeinsames Handeln bei Terroranschlägen oder Katastrophen vorschreibt.

Diese Verpflichtungen binden faktisch alle Mitgliedstaaten und schaffen eine Sicherheitsarchitektur, die über rein wirtschaftliche Kooperation weit hinausgeht. Washingtons Fokus auf „America First“ wirkt hierbei als Katalysator für diese europäische Eigenständigkeit. Die strategische Formel lautet: Verzicht auf die NATO, aber Integration in eine „europäische NATO“ unter dem Deckmantel der EU.

Das Ende der Neutralität und der „Banda-Effekt“

Auch in der bisherigen Praxis der EU haben die Russen die Lage verpatzt. Seit dem Vertrag von Lissabon (2009) hat sich eine Praxis des „Banda-Effekts“ (Mitläufer-Effekt) eingebürgert, die eine ständige Eskalation in sich trägt. Neutrale Länder wie Österreich (sowie bis vor kurzem Finnland und Schweden) akzeptieren täglich Entscheidungen, mit denen sie unter Verletzung ihrer Verfassung Sanktionen beitreten.

Österreich ist heute ein Finanzier des Krieges, unterstützt eine Kriegspartei durch Waffenkäufe und Kredite – was es ohne Verletzung seiner Verfassung nicht tun dürfte. Russland ist als Rechtsnachfolger der Sowjetunion einer der Garanten des Österreichischen Staatsvertrages, im Widerspruch zu dem das neutrale Österreich einen anderen Kriegsteilnehmer unterstützt. Währenddessen nehmen NATO-Mitglieder wie Ungarn, die Slowakei und die Türkei heute neutralere Positionen ein als die ehemals neutralen Länder oder die Schweiz.

Fazit: Die Ukrainisierung Europas

Die ukrainische EU-Mitgliedschaft bedeutet, dass Russland zwar militärisch gegen eine Koalition von über 40 Ländern besteht, aber die politische und wirtschaftliche Dimension des Sieges verliert. Ein gegenüber Russland militärisch unterlegener globaler Westen wird schon aus Trotz nach demonstrativen Ergebnissen in der Ukraine streben.

Das EU-Budget wird nicht für Innovationen der europäischen Wirtschaft, sondern für die Umwandlung der Ukraine in einen Musterstaat und deren Wiederbewaffnung aufgewendet werden (geschätzter Bedarf: 1.500 Milliarden Euro in zehn Jahren). Die ukrainische politische Elite wird mit etwa 50 Sitzen im Europäischen Parlament strategische Entscheidungen als Instrument der globalen Finanzelite beeinflussen.

Präsident Putin kalkuliert auch dann falsch, wenn er auf die Krise der EU hofft. Eine Aufnahme der Ukraine ab 2027 würde Russland sofortige Nachteile bringen, während die EU-Abwärtsfahrt in Jahrzehnten zu messen ist. Kiew bekäme die ewige Chance zur niemals endenden Sanktionierung Russlands über das Vetorecht – jederzeit, wenn seine Sponsoren es wünschen. Am Ende wird nicht die EU die Ukraine europäisch machen, sondern die Ukraine wird Europa ukrainisieren.


Titelbild: Tomas Ragina/shutterstock.com


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Europapolitik Militäreinsätze/Kriege


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=145515


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.01.2026

das Völkerrecht frei nach Guterres

aus e-mail von Doris Pumphrey, 31. Januar 2026, 15:57 Uhr


*Guterres: Prinzip der Selbstbestimmung ist für Krim und Donbass nicht

anwendbar *


UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, er glaube an das Recht der

Nationen, über ihr Schicksal selbst zu entscheiden. Seiner Meinung nach

gelte dies jedoch nicht für die Bewohner der Gebiete, die für den

Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt hätten.


/Siehe Bericht hier:/

https://rumble.com/v752v9y-guterres-prinzip-der-selbstbestimmung-ist-fr-krim-und-donbass-nicht-anwendb.html


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31.01.2026

UMDENKSCHRIFT

aus e-mail von Rainer Schmid, 31. Januar 2026, 12:03 Uhr


Das VB-Mitglied Peter Bürger - ich denke, er ist fast so etwas wie ein moderner Prophet - hat soeben ein neues Buch herausgegeben. Der geniale Titel:

UMDENKSCHRIFT


Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden. Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse. – Eine Sammlung. Herausgegeben von Peter Bürger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie (= edition pace Bd. 43). Hamburg: BoD 2026. [ISBN 978-3-6957-4347-6; Paperback; 300 Seiten; 11 farbige Abbildungen; Ladenpreis 12,99 Euro]


https://buchshop.bod.de/umdenkschrift-zum-evangelischen-diskurs-ueber-krieg-und-frieden-9783695743476


Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift über Krieg und Frieden präsentiert. Seitdem will die Kritik einfach nicht mehr verstummen. Die hier angezeigte Sammlung erschließt 35 Stellungnahmen und Originalbeiträge zum neuen militärnahen EKD-Kurs aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis.

Die Journalistin und Schriftstellerin Bascha Mika schreibt in der Frankfurter Rundschau zum jüngsten Dokument der protestantischen Kirchenleitung: „… die gefährliche Anbiederung an die Macht scheint kein Tabu mehr. Deutlich zeigt sich das in der Haltung zu Atomwaffen. Hier eiert die Denkschrift atemberaubend herum, um irgendwie christlich und dennoch staatsloyal daherzukommen … Statt Bewahrung der Schöpfung die mögliche Vernichtung der Welt als christliche Risikooption? … Wo bleibt die Verantwortung der Kirche als Gegenkraft, die es angesichts der fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaft bräuchte? Wo ist der christlich-ideelle Überschuss für eine gewaltfreie Welt? Stattdessen legt der Rat ein Grundsatzpapier mit realpolitischem Visionsverlust vor. Und ein protestantisches Manifest, das die Kirche weiter in den selbstverschuldeten Bedeutungsschwund treibt“ (FR, 12.11.2025).

Der Konfliktforscher Markus Weingardt resümiert in seinem Beitrag zum EKD-Dokument: „Die große Schwäche der Friedens-Denkschrift … besteht darin, dass sie der Gewaltlosigkeit nicht traut. Das ist ebenso erschreckend wie traurig wie folgenreich …, denn indem die Idee und Praxis der Gewaltlosigkeit relativiert und marginalisiert wird, wird zugleich jener marginalisiert, der die Idee und Praxis der Gewaltlosigkeit lehrte und lebte, Jesus selbst … ‚Unerlöste Welt‘ hin oder her: Wer den Glauben an die Kraft der Gewaltlosigkeit aufgegeben hat, was bleibt dem noch? Hoffnungslosigkeit, Resignation? Der Glaube an den ‚Mythos von der erlösenden Gewalt‘? … Wenn Kirche in … einer ‚Welt in Unordnung‘ nicht anderes, nicht mehr zu sagen hat, dann … macht sie sich überflüssig.“

Das Denkschrift-Lob der als maßgeblich geltenden Medien fiel ziemlich einhellig aus: „Abschied vom Pazifismus … Im Rahmen der EKD-Synode veröffentlicht die Kirche ihre Friedensdenkschrift und bricht damit mit der Tradition der Friedensbewegung“ (ZDF heute, 10.11.2025). „Die Evangelische Kirche bricht mit ihrer Friedensethik. Laut einer neuen Denkschrift der EKD lässt sich der Pazifismus als generelle politische Ethik ‚ethisch nicht legitimieren‘. Das kommt einem Bruch mit bisherigen Positionen gleich“ (FAZ-online, 10.11.2025). Die ‚Berliner Zeitung‘ legte am gleichen Tag zumindest etwas Erstaunen an den Tag: „Evangelische Kirche überrascht mit Kurswechsel. ǀ Atomwaffen sind ‚politisch notwendig‘. Die evangelische Kirche passt ihre Friedensdenkschrift an. Atomwaffen gelten nun als unverzichtbar für Sicherheit“ (10.11.2025).

Einen Moment lang gab es die Versuchung, die im Auftrag der ‚Solidarischen Kirche im Rheinland‘ und des ‚Instituts für Ökumenische Friedenstheologie‘ bearbeitete Dokumentation mit dem uns eingesandten Bild einer – von Raubvögeln oder Autoreifen – zerfetzten Taube zu illustrieren. Doch ein solches Bild würde in die Irre führen. Unser Lesebuch zeigt ja gerade, wie lebendig der friedensbewegte Widerspruch in Kirchenraum und Gesellschaft ist – trotz alledem. Die Pazifistin Hanna Jaskolski konfrontiert das Publikum gerne mit der provokativen Feststellung: „Millionen sagen: Da kann man nichts machen!“ Seit Veröffentlichung der EKD-Schrift „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick …“ gibt es hingegen unter unangepassten Frauen und Männern eine sehr mutmachende Erfahrung: „Wir sind ja gar nicht isoliert. Wir sind viel mehr als wir dachten. Wir verlernen die Klage ‚Da kann man nichts machen‘ und üben angesichts des Unerhörten in einem ersten Schritt den Widerspruch ein …“


Stellungnahmen aus Initiativen/ Gruppen ǀ Aktionsbündnis „Atomwaffenfrei jetzt“ – Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) – Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung (Vorstand) – Bundesarbeitsgemeinschaft Linke Christ:innen – Dritte Friedenswerkstatt Bonn – Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) – Gewerkschaftliche Basisinitiative ‚Sagt Nein!‘ – ICAN Deutschland – Initiative Christlicher Friedensruf – Ökumenische Vernetzungsinitiative Casa Comun – Solidarische Kirche im Rheinland (SoKi).


Einzelbeiträge / Textdokumentation ǀ Manfred Alberti – Jakob Augstein – Leo Baeck – Andreas Buderus – Barbara Bürger – Dr. Eberhard Bürger – Peter Bürger – Dr. phil. Dr. theol. Friedrich Erich Dobberahn – Christa Dregger – Prof. em. Dr. Ulrich Duchrow – Dr. Matthias W. Engelke – Christoph Fleischmann – Gerhard Kern – Marcus Klöckner – Karl-W. Koch – Thomas Dietrich Lehmann – Ursula Mathern – Albert Ottenbreit – Dr. Uwe-Karsten Plisch – Clemens Ronnefeldt – Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer – Johannes Schillo – Prof. em. Dr. Franz Segbers – Stefan Seidel – Prof. Dr. Egon Spiegel – Dr. Markus Weingardt – Dr. Theodor Ziegler. – Weitere Voten als Zitate in „Kastentexten“.


Leseprobe zur Buchausgabe ǀ https://buchshop.bod.de/umdenkschrift-zum-evangelischen-diskurs-ueber-krieg-und-frieden-9783695743476 (das Buch ist mit ISBN-Nummer überall im nahen Buchhandel bestellbar).


Digitalausgabe zur freien Verbreitung ǀ Eine freie Digitalfassung des Bandes ohne Illustrationen ist aufrufbar bei der Solidarischen Kirche im Rheinland (https://solidarischekirche.de/wp-content/uploads/2026/01/SOKI-Umdenkschrift-2026.pdf), beim Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie (https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8594464163/OekIF-Umdenkschrift-2026.pdf) und beim Lebenshaus Schwäbische Alb (https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Umdenkschrift_2026.pdf). – Bibliographische Angaben dazu: Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden. Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse. – Eine Sammlung. Herausgegeben von Peter Bürger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie (= edition pace Bd. 43). Online-Ausgabe, 23.01.2026<tel:+4923012026>. (300 Seiten).


Ergänzender Beitrag des Herausgebers (nach Erscheinen der Sammlung) ǀ Peter Bürger: Kirche und Militärische Heilslehre. Die Kritik am neuen staats- und militärnahen Kurs der EKD reißt nicht ab. – Ein Sammelband erschließt jetzt 35 Widerworte aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis. ǀ Textstand: 29.01.2026<tel:+4929012026>.

https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8595178463/b%C3%BCrger-ekd-denkschrift.pdf


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VB-Vernetzung

Interne Mailingliste zur Vernetzung der Mitglieder des Internationalen Versöhnungsbunds Deutscher Zweig e.V.


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31.01.2026

USA trocknen Kuba aus

jungewelt.de, Aus: Ausgabe vom 31.01.2026, US-Imperialismus, Von Franz Frias

Auf Caracas folgt Havanna: Trump bezeichnet die sozialistische Insel als »außergewöhnliche Bedrohung« und will sie komplett von der Ölversorgung abschneiden


Norlys Perez/REUTERS

Dann eben Holzkohle: Kuba trotzt der US-Blockade seit Jahrzehnten mit einfachen Mitteln (Havanna, 12.1.2026)


Für Kuba geht es ums nackte Überleben. Am Donnerstag (Ortszeit) ordnete das Weiße Haus in Washington an, die sozialistische Inselrepublik komplett von der Erdölversorgung abzuschneiden. Produkte aus Ländern, die Kuba direkt oder über Drittstaaten und Zwischenhändler mit Rohöl oder Erdölprodukten versorgen, sollten ab Freitag mit Zusatzzöllen belegt werden. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez verurteilte die »neue Eskalation der USA gegen Kuba« auf der Plattform X aufs Schärfste.

US-Präsident Donald Trump behauptet in dem von ihm unterzeichneten Dekret, die »Politik, Praktiken und Maßnahmen der kubanischen Regierung« zielten darauf ab, »den Vereinigten Staaten zu schaden und feindliche Länder, transnationale terroristische Gruppen und böswillige Akteure zu unterstützen, die die Vereinigten Staaten zerstören wollen«. Die »Situation in Bezug auf Kuba« stelle daher »eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung« für die nationale Sicherheit und die außenpolitischen Ziele der USA dar. Daher erkläre er »einen nationalen Notstand«.

Kubas Außenminister Rodríguez bezeichnete die Behauptungen auf X als »eine lange Liste von Lügen, die Kuba als eine Bedrohung darstellen sollen, die es nicht ist«. Weiter schreibt er: »Tagtäglich liefert die US-Regierung neue Beweise dafür, dass sie die einzige Bedrohung für Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region ist.« Sie sei es, die »bösartigen Einfluss auf Nationen und unser Amerika ausübt«. Washington verfolge das Ziel, die Staaten der Region seinem Diktat zu unterwerfen und sie ihrer Ressourcen und ihrer Unabhängigkeit zu berauben.

Filmpremiere: 30 Jahre junge Welt

Für Kuba ist die Ankündigung dramatisch. Bereits vor der neuesten Eskalation stand das Land mit dem Rücken zur Wand. Infolge der seit mehr als 60 Jahren bestehenden umfassenden US-Blockade steckt die Wirtschaft des Landes in einer tiefen Krise. Lange Stromausfälle und Probleme im Nahverkehr sind an der Tagesordnung. Auch die Versorgungslage der Bevölkerung wird immer kritischer. Der Angriff der USA auf Venezuela Anfang des Jahres hat die Situation weiter verschärft. Seitdem sind die Öllieferungen aus dem Land gestoppt. Die Regierung des von US-Spezialtruppen entführten Nicolás Maduro ist eine der wichtigsten Verbündeten von Havanna.

War zuletzt ein Großteil der Öllieferungen nach Kuba aus Mexiko gekommen, ist auch diese Versorgungsquelle derzeit versiegt. Seit Mitte des Monats hat der staatliche Pemex-Konzern kein Öl nach Havanna verschifft. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte zwar, es handle sich nicht um ein definitives Ende der Lieferungen. Ob sie diese nach der Verordnung aus Washington allerdings wieder aufnehmen wird, darf bezweifelt werden.

Die Financial Times berichtete am Donnerstag, die Ölvorräte des Landes reichten laut Schätzungen noch für 15 bis 20 Tage. Jorge Legañoa, Chef der staatlichen Nachrichtenagentur Prensa Latina, warf Washington vor, einen »Genozid am kubanischen Volk« anzustreben. Werde das Land komplett von Ölimporten abgeschnitten, bedeute dies »das Ende jeglicher Stromerzeugung, des Verkehrs, der Industrieproduktion, der Landwirtschaft, des Zugangs zur Gesundheitsversorgung und der Wasserversorgung«. Betroffen seien »alle Bereiche des Lebens«, erklärte er im Fernsehen.

Trump scheint entschlossen, nach Venezuela auch Kuba zu unterwerfen. Am Donnerstag erklärte er gegenüber der Presse: »Kuba wird nicht überleben.« Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, Sören Pellmann, forderte am Freitag die Bundesregierung auf, »Haltung« zu beweisen und beispielsweise »sofortige humanitäre Hilfe« für Kuba zu organisieren.

Info: https://www.jungewelt.de/artikel/516615.us-imperialismus-usa-trocknen-kuba-aus.html

 

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31.01.2026

Daddy fährt nach Davos

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„Daddy“ ist nicht viel mehr als ein verwöhntes Kind, das seine Hand über dem Atomknopf hält.


forumgeopolitica.com, Sa. 31 Jan 2026, Scott Ritter 

In einer Rede offenbart Trump, dass er eine Bedrohung für die Rechtsstaatlichkeit überall darstellt.


Im Juni 2025, während des NATO-Gipfels in Den Haag, Niederlande, verglich Präsident Donald Trump neben NATO-Generalsekretär Mark Rutte Israel und den Iran mit „zwei Kindern auf einem Schulhof“, die einen „großen Streit“ hatten.

Trump bezog sich dabei auf den jüngsten 12-tägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran – einen Krieg, der von Israel mit der Zustimmung und in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten begonnen und erst beendet wurde, nachdem die USA sich an der Bombardierung des Iran beteiligt hatten.

„Wissen Sie“, sagte Trump, „die kämpfen wie die Wilden. Man kann sie nicht aufhalten. Man lässt sie zwei, drei Minuten lang kämpfen, dann ist es leicht, sie zu stoppen.“

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Beim NATO‑Gipfel im Juni 2025, wo diese Sequenz stattfand


Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=7WzmJQDaHMQ&t=1s


Mark Rutte warf daraufhin ein: „Daddy muss manchmal harte Worte verwenden, um sie dazu zu bringen, aufzuhören.“

Trump bezog sich später auf Ruttes Äußerungen und erklärte auf einer Pressekonferenz am selben Tag, er glaube, Rutte habe das Wort liebevoll verwendet. „Daddy, du bist mein Daddy“, sagte Trump lächelnd.

Einen Tag später veröffentlichte das Weiße Haus ein Meme auf X mit dem Titel „Daddy’s Home“ (Papa ist zu Hause).

Trump gefiel die Vorstellung, Europas „Daddy“ zu sein.

Aber „Daddy“ zu sein bedeutet nicht nur, Regeln aufzustellen – man muss auch mit gutem Beispiel vorangehen, indem man sich selbst an die Regeln hält.

Letzte Woche tauchte „Daddy“ in Davos auf, um am jährlichen Weltwirtschaftsforum teilzunehmen. In einer weitschweifigen Rede beklagte „Daddy“, dass seine „Kinder“ ihn nicht mehr „lieben“, obwohl er Europa und der NATO „geholfen“ habe, weil er die Kontrolle über Grönland übernehmen wolle.

„Sie haben mich ‚Daddy‘ genannt, oder?“, sagte Trump. „Das letzte Mal? Ein sehr kluger Mann sagte: ‚Er ist unser Daddy. Er leitet das Ganze.‘ Ich habe das Ganze geleitet. Ich bin vom Leiter zum schrecklichen Menschen geworden.“

Die Europas angst (sic!) beruhte auf Äußerungen, die Trump vor seiner Ankunft in Davos gemacht hatte, wo er erklärte, dass er „eine Reihe von Optionen“ zum Erwerb Grönlands in Betracht ziehe, darunter auch militärische Gewalt.

Trumps Entschuldigung beruhte nicht auf einer Dringlichkeit, die sich aus einer unmittelbaren Bedrohung für die Vereinigten Staaten ergab, sondern vielmehr auf der Besessenheit eines Immobilienmagnaten von den Vorteilen des Eigentums. „Eigentum ist sehr wichtig“, sagte Trump in seinem Interview, „denn meiner Meinung nach ist das psychologisch notwendig für den Erfolg. Ich glaube, dass Eigentum Ihnen etwas gibt, was Sie mit einem Mietvertrag oder einem Abkommen nicht erreichen können. Eigentum gibt Ihnen Dinge und Elemente, die Sie nicht durch die bloße Unterzeichnung eines Dokuments erhalten können.”

Kein Abkommen, keine Vereinbarung. Nur die Eigentumsurkunde, bitte.

Auch wenn Sie nicht verkaufen wollen.

Es war einmal eine Zeit, in der die Vereinigten Staaten zumindest vorgaben, sich an eine regelbasierte Ordnung halten zu wollen. In dem von der Regierung unter Präsident Joe Biden veröffentlichten Dokument zur Nationalen Sicherheitsstrategie 2022 bekundeten die Vereinigten Staaten Lippenbekenntnisse zur Bedeutung der Verteidigung „der grundlegenden Gesetze und Prinzipien, die die Beziehungen zwischen den Nationen regeln, einschließlich der Charta der Vereinten Nationen und des Schutzes, den sie allen Staaten vor einer Invasion durch ihre Nachbarn oder einer gewaltsamen Neufestlegung ihrer Grenzen gewährt.“

Die Realität sah jedoch so aus, dass die Vereinigten Staaten mehr um die regelbasierte internationale Ordnung besorgt waren – ein System aus „Institutionen, Normen und Standards zur Regulierung des internationalen Handels und der internationalen Investitionen, der Wirtschaftspolitik und der Technologie“, das am Ende des Zweiten Weltkriegs geschaffen wurde und „die wirtschaftlichen und geopolitischen Ziele Amerikas vorantrieb und den Menschen auf der ganzen Welt zugutekam, indem es die Interaktion zwischen Regierungen und Volkswirtschaften gestaltete – und zwar in einer Weise, die mit den Interessen und Werten der USA im Einklang stand“.

Das vorrangige Ziel der Vereinigten Staaten war damals einfach: die Erhaltung dieser „freien, offenen, prosperierenden und sicheren internationalen Ordnung“.

Es stellte sich jedoch heraus, dass die regelbasierte internationale Ordnung ein Betrug war – etwas, dessen sich diejenigen, die sich daran hielten, voll und ganz bewusst waren.

In seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang dieses Monats sprach der kanadische Premierminister Mark Carney diese Wahrheit aus. „Jahrzehntelang prosperierten Länder wie Kanada unter dem, was wir als regelbasierte internationale Ordnung bezeichneten. Wir traten ihren Institutionen bei“, sagte Carney, „wir lobten ihre Prinzipien, wir profitierten von ihrer Vorhersehbarkeit. Und deshalb konnten wir unter ihrem Schutz eine wertebasierte Außenpolitik betreiben.“


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Der kanadische Premierminister Mark Carney bei seiner Sonderansprache in Davos am 20. Januar 2026.


Aber es gab einen Haken. „Wir wussten, dass die Geschichte der internationalen regelbasierten Ordnung teilweise falsch war“, räumte Carney ein, „dass sich die Stärksten bei Bedarf selbst davon befreien würden, dass Handelsregeln asymmetrisch durchgesetzt würden. Und wir wussten, dass das Völkerrecht je nach Identität des Angeklagten oder des Opfers mit unterschiedlicher Strenge angewendet wurde. Diese Fiktion war nützlich, und insbesondere die amerikanische Hegemonie trug dazu bei, öffentliche Güter, offene Seewege, ein stabiles Finanzsystem, kollektive Sicherheit und Unterstützung für Rahmenwerke zur Beilegung von Streitigkeiten bereitzustellen. Also haben wir das Schild ins Fenster gestellt. Wir haben an den Ritualen teilgenommen und es weitgehend vermieden, auf die Diskrepanz zwischen Rhetorik und Realität hinzuweisen.“

Carney fuhr fort: „Dieses Abkommen funktioniert nicht mehr. Lassen Sie mich ganz offen sein. Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einer Übergangsphase.“ Laut Carney „haben Großmächte (d.h. die Vereinigten Staaten) begonnen, wirtschaftliche Integration als Waffe, Zölle als Druckmittel, Finanzinfrastruktur als Zwangsmittel und Lieferketten als Schwachstellen, die es auszunutzen gilt, einzusetzen.“

Das Problem, so Carney, sei, dass „man nicht in der Lüge des gegenseitigen Nutzens durch Integration leben kann, wenn die Integration zur Quelle der Unterordnung wird“.

Carney versuchte, entsprechend dem von ihm richtig identifizierten Problem zu handeln. Am 16. Januar, vor seinem Engagement in Davos, reiste der kanadische Premierminister nach China, wo er eine vorläufige Grundsatzvereinbarung zur Regelung wirtschaftlicher und handelspolitischer Fragen zwischen Kanada und der Volksrepublik China unterzeichnete, um „unsere Handelspartnerschaften zu diversifizieren und massive neue Investitionen“ von Amerikas größtem wirtschaftlichen Konkurrenten, China, anzukurbeln.

„Daddy“ war darüber nicht glücklich.

„Wenn Gouverneur Carney glaubt, er könne Kanada zu einem ‚Umschlagplatz‘ für chinesische Waren und Produkte in die Vereinigten Staaten machen, irrt er sich gewaltig“, schrieb Trump kurz nach Carneys Rede in Davos auf seinem Truth Social-Account. Trump drohte mit 100-prozentigen Zöllen auf kanadische Importe in die Vereinigten Staaten, sollte Carney sein „Abkommen“ mit China durchziehen.

Carney gab nach wie ein Kartenhaus und verkündete, dass Kanada „keine Absicht“ habe, ein Freihandelsabkommen mit China anzustreben, und betonte, dass Kanada seine Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko einhalten und kein Freihandelsabkommen anstreben werde, ohne die beiden anderen Vertragsparteien darüber zu informieren.

„Man kann nicht in der Lüge des gegenseitigen Nutzens durch Integration leben, wenn die Integration zur Quelle der Unterordnung wird“, sagte Carney in Davos.

Es wurden keine wahreren Worte gesprochen.

Die auf Regeln basierende internationale Ordnung ist tot.

Lang lebe „Daddy“!

Kanada und Europa sind nicht die einzigen Nationen, die vom „Daddy“-Phänomen betroffen sind.

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Wladimir Putin führte in Peking Gespräche mit dem Präsidenten der Volksrepublik China, Xi Jinping. 4. Februar 2022 – Foto: http://en.kremlin.ru/events/president/news/67712


Russland und China positionieren sich bereits seit einiger Zeit gegen die auf Regeln basierende internationale Ordnung und fördern stattdessen die Vorrangstellung der Charta der Vereinten Nationen. Wie Wladimir Putin und Xi Jinping in ihrer gemeinsamen Erklärung vom 4. Februar 2022 deutlich machten, „beabsichtigen Russland und China als Weltmächte und ständige Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, sich strikt an moralische Grundsätze zu halten und ihre Verantwortung wahrzunehmen, sich nachdrücklich für das internationale System mit der zentralen Koordinierungsrolle der Vereinten Nationen in internationalen Angelegenheiten einzusetzen, die auf dem Völkerrecht basierende Weltordnung, einschließlich der Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, zu verteidigen, die Multipolarität voranzutreiben und die Demokratisierung der internationalen Beziehungen zu fördern, gemeinsam eine noch prosperierende, stabile und gerechte Welt zu schaffen und gemeinsam internationale Beziehungen neuer Art aufzubauen.“

Der russische Präsident Wladimir Putin bekräftigte diese Position in einer Erklärung, die er Anfang dieses Monats abgegeben hat. „Russland setzt sich für die Stärkung der zentralen Rolle der Vereinten Nationen in globalen Angelegenheiten ein, einer Organisation, die im vergangenen Jahr ihr Jubiläum gefeiert hat“, erklärte Putin. „Vor acht Jahrzehnten gelang es unseren Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, die als Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen waren, sich zu vereinen, einen Interessenausgleich zu finden und sich auf die grundlegenden Regeln und Prinzipien der internationalen Kommunikation zu einigen, die sie in ihrer Gesamtheit, Vollständigkeit und Vernetzung in der Charta der Vereinten Nationen verankerten. Die Grundsätze dieses grundlegenden Dokuments, wie Gleichheit, Achtung der Souveränität, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und die Beilegung von Streitigkeiten durch Dialog, sind heute aktueller denn je.“

„Die Missachtung dieses grundlegenden, lebenswichtigen Prinzips“, warnte Putin, „hat noch nie zu etwas Gutem geführt und wird es auch nie tun.“

„Daddy“ könnte von ein wenig Selbstreflexion profitieren, die auf dem in Putins Aussage enthaltenen Gedanken basiert. In einem ausschweifenden Interview, das Trump Anfang Januar 2026 der New York Times gab, antwortete Trump auf die Frage, ob er glaube, dass es Grenzen für seine Macht gebe: „Ja, es gibt eine Sache. Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann.“

Was ist mit dem Völkerrecht, könnte man fragen.

„Daddy“ hatte eine Antwort: „Ich brauche kein Völkerrecht. Ich will niemandem Schaden zufügen“, fügte Trump hinzu.

„Daddys“ Kommentare kamen nur wenige Tage, nachdem er US-Spezialeinheiten nach Venezuela geschickt hatte, um den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau zu entführen, unter völliger Missachtung des Völkerrechts. Dieser Angriff führte zum Tod von mehr als 100 Menschen (so viel zu „ich will niemandem wehtun“).

Als die auf Regeln basierende internationale Ordnung in Davos zusammenbrach, entstand wie ein Phönix aus der Asche eine neue Organisation: das „Board of Peace“, „Daddys“ Ego-Projekt, das darauf abzielt, den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen – also das „Völkerrecht“ – durch „Daddys“ eigenes Verständnis von „Moral“ zu ersetzen.

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Davos, 23. Januar 2026


Vordergründig basiert das „Board of Peace“ auf der Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrats, die einen von den USA unterstützten 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges in Gaza befürwortete. Es wurde von „Daddy“ in Davos bei einer Unterzeichnungszeremonie für die Charta der neuen Organisation ins Leben gerufen und agiert außerhalb jeglicher Mandate, Kontrolle oder Einflussnahme der UNO.

Es handelt sich um ein Lieblingsprojekt von „Daddy“, wobei der Vorstand unter einer vorsitzendenzentrierten Struktur operiert, in der „Daddy“ Trump als Vorsitzender die ausschließliche Autorität über die Zusammensetzung des Vorstands sowie über alle Beschlüsse des Vorstands innehat.

Nach internationalem Recht hat der Friedensrat keinerlei Befugnis, Friedensmissionen zu genehmigen, Sanktionen zu verhängen und Waffenstillstände im Sinne des anerkannten Völkerrechts zu vermitteln. Dies bleibt weiterhin die ausschließliche Zuständigkeit des UN-Sicherheitsrats.

Aber sagen Sie das nicht „Daddy“.

Für ihn spielt das Völkerrecht keine Rolle.

„Sobald dieser Rat vollständig gebildet ist“, verkündete „Daddy“ in Davos, „können wir so ziemlich alles tun, was wir wollen.“

Nach internationalem Recht hat der Friedensrat keinerlei Befugnis, Friedensmissionen zu genehmigen, Sanktionen zu verhängen und Waffenstillstände im Sinne des anerkannten Völkerrechts zu vermitteln. Dies bleibt weiterhin die ausschließliche Zuständigkeit des UN-Sicherheitsrats.

Aber sagen Sie das nicht „Daddy“.

Für ihn spielt das Völkerrecht keine Rolle.

„Sobald dieser Rat vollständig gebildet ist“, verkündete „Daddy“ in Davos, „können wir so ziemlich alles tun, was wir wollen.“

Während „Daddy“ darauf hinwies, dass der Friedensrat „in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen“ tätig sein würde, erklärte er auch, dass die Vereinten Nationen ihr Potenzial nicht ausgeschöpft hätten, wodurch die Notwendigkeit für den Friedensrat entstanden sei.

Noch beunruhigender ist die Vorstellung, dass der Friedensrat unter der Führung und Anleitung von „Daddy“ sein Mandat ausweiten würde, um Herausforderungen über Gaza hinaus anzugehen. US-Außenminister Marco Rubio merkte an, dass der Rat sich zwar auf Gaza konzentrieren würde, aber auch „als Beispiel dafür dienen könnte, was in anderen Teilen der Welt möglich ist“.

Denn das ist es, was „Daddy“ will.

Und was „Daddy“ will, bekommt „Daddy“ auch, sonst bekommt „Daddy“ einen Wutanfall.

Fragen Sie einfach Maduro.

Fragen Sie den Iran.

Fragen Sie Putin, der einen von der CIA orchestrierten Angriff mit 91 Drohnen überstanden hat, angeblich auf Anweisung von „Daddy“.

Denn wie sich herausstellt, ist „Daddy“ nicht viel mehr als ein verwöhntes Kind, das seine Hand über dem Atomknopf hält.

Donald Trump wurde am 20. Januar 2025 als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt.

Er hat noch drei Jahre Amtszeit vor sich.

Gott stehe uns allen bei.

 

Ask Putin, who rode out a 91-drone attack orchestrated by the CIA, ostensibly on the authority of “Daddy”.

Because it turns out “Daddy” is little more than a spoiled child with his hand hovering over the nuclear button.

Donald Trump was inaugurated as the 47th President of the United States on January 20, 2025.

He has three years left in his term.

God help us all.

Rutte, Mark Trump, Donald Niederlande USA NATO Biden, Joe Carney, Mark Kanada Dänemark Grönland Vereinigte Staaten Weltwirtschaftsforum WEF Mexiko Schweiz China Putin, Wladimir Xi Jinping Vereinte Nationen (UN) Palästina Venezuela Iran UN-Sicherheitsrat Analyse

1 Kommentar zu
«Daddy fährt nach Davos»


J.Blumer Sa. 31 Jan 2026, 13:09

Hochachtung vor Scott Ritter ! Er geht ein hohes Risiko ein , das
ihm nicht nur Schaden zufügen könnte !
Seinen früheren Glauben an eine echte Demokratie von den USA
hat in ihm eine unbeschreibliche Entteuschung erzeugt . Er
selbst war doch ein hoher Militär und Waffeninspektor und wird
wohl niemals verstehen wie sein Heimatland in diese unglaubliche
Situation kommen konnte . Ich wünsche Scott Ritter , auch vielen
anderen mutigen Militärs in den USA, alles Gute für ihre Zukunft .

Wer kann denn verstehen wie die USA mit ihren Vasallen die Welt
komplett in eine Willkürgesellschaft gebracht hat ?

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/daddy-fhrt-nach-davos


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.01.2026

OPERATION PIVOT – Wie Trump die Weltordnung zertrümmert, um Amerika zu retten

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„Meine eigene Moral ist das Einzige, was mich davon abhalten kann, die Weltherrschaft zu erlangen: Ich brauche kein Völkerrecht.“ So Donald Trump wörtlich. Und trotzdem versuchen immer noch viele hochstehende Politiker, mit ihm klarzukommen ... (Reuters/Kevin Lamarque)


globalbridge.ch, vom 29. Januar 2026 Von: in Geschichte, Militär, Politik, Wirtschaft


(Red.) Wer kennt es nicht, das geflügelte Wort «Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen»? Michael Hollister wagt es trotzdem, basierend auf den Trumpschen Dokumenten «National Security Strategy» und «National Defense Strategy» und auf den politischen Aussagen Trumps in den letzten Wochen und auf den politischen und militärischen Ereignissen der letzten Tage. Es ist nicht leicht, Gegenargumente zu finden, obwohl es nur eine Hoffnung gibt: dass Trump mit seinen angekündigten Plänen definitiv scheitert. (cm)


Akt 1: Der Tabubruch

Am 3. Januar 2026, um 4:37 Uhr Ortszeit, bombardierten US-Kampfjets den Präsidentenpalast Miraflores in Caracas. 80 Menschen starben. Spezialkräfte enterten den Palast, entführten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro samt Ehefrau und flogen sie nach New York. Zwei Tage später stand Maduro vor einem US-Bundesgericht – angeklagt wegen Drogenhandels. Caracas brennt. Die Toten werden in Massengräbern verscharrt. Und Donald Trump verkündet auf Truth Social: „Die USA werden Venezuela regieren, bis eine neue demokratische Regierung eingesetzt ist. Wir werden ihr Öl fördern und verkaufen.“

Kein Kriegsgrund. Keine UN-Resolution. Keine Selbstverteidigung. Nur: 
Wir wollen euer Öl, also nehmen wir es uns.

Der Völkerrechtler Markus Krajewski von der Universität Augsburg nennt es beim Namen: „Die klarsten Verstöße gegen die UN-Charta, die ich in meiner Karriere gesehen habe.“ Gewaltverbot verletzt. Interventionsverbot verletzt. Entführung eines Staatsoberhaupts – ein Kriegsverbrechen. Die UNO? Verurteilte die Aktion. Russland und China? Verurteilten die Aktion. Konsequenzen? Null.

Denn niemand kann die USA stoppen. Niemand will es. Niemand traut sich.

Am 7. Januar enterten US-Navy SEALs im Nordatlantik, 190 Seemeilen südlich von Island, den russischen Öltanker Marinera. Spezialhelikopter der „Night Stalkers“, Sturm, Nebel, eiskalte See. Keine Vorwarnung. Das Schiff fuhr unter russischer Flagge – Russland hatte es erst Tage zuvor registriert, um es zu schützen. Die USA scherten sich nicht darum. Sie beschlagnahmten das Schiff, eskortierten es in US-Gewässer. Begründung: „Verstöße gegen US-Sanktionen.“ Dass das Schiff in internationalen Gewässern fuhr? Egal. Dass es eine souveräne Flagge trug? Egal. Seerecht, Völkerrecht, Flaggenrecht – alles irrelevant.

Selber Tag, selbe Operation: US-Küstenwache stoppte den Tanker Sophia in der Karibik. Weitere 12 Tanker verschwanden von den Radarschirmen, Ortung abgeschaltet, panische Flucht vor der US-Blockade. Verteidigungsminister Pete Hegseth – den man nun „Kriegsminister“ nennt – twitterte: „Nur legitimer Energiehandel – wie von den USA festgelegt – wird zugelassen.“

Man lese das nochmal. „Wie von den USA festgelegt.“ Nicht die UNO. Nicht das Seerecht. Nicht internationale Verträge. Die USA entscheiden, wer Öl verkaufen darf. Punkt.

Russland protestierte. China protestierte. Frankreich und Großbritannien? Bereiteten ihre eigenen Tanker-Überfälle vor. Die neue Normalität: Völkerrecht gilt nur noch, wenn Washington es zulässt.

Am 9. Januar sagte Trump der New York Times„My own morality, my own mind is the only thing that can stop me. I don’t need international law.“ Dann korrigierte er sich grinsend: „I do“ – aber er lasse offen, was das eigentlich bedeute.

Am selben Tag beauftragte Trump laut mehreren Medienberichten, darunter BBC, den Chairman der Joint Chiefs of Staff, Dan Caine, mit der Ausarbeitung von Invasionsplänen für Grönland.  Grönland – ein NATO-Territorium. Dänemark – ein NATO-Verbündeter seit 1949. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte: „Wenn der stärkste Verbündete erwägt, uns anzugreifen, dann ist jedes Bündnis hinfällig.“

Trump reagierte, wie Trump reagiert: „It may be a choice“ – entweder NATO oder Grönland. Er könne sich vorstellen, dass die USA sich entscheiden müssten.

Am 22. Januar, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, unterschrieb Trump die Gründungscharta seines «Board of Peace». Ein „Friedensrat“ unter seiner persönlichen, lebenslangen Führung. In Davos unterzeichneten Vertreter von 19 Ländern die Charta – darunter Viktor Orbán, Javier Milei, Vertreter aus Bahrain, Marokko, Pakistan. Insgesamt haben rund 35 Staaten ihre Teilnahme zugesagt, 60 wurden eingeladen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada fehlten. Sie hatten die Einladung abgelehnt.

Die 11-seitige Charta erwähnt Gaza – das angebliche Ziel des „Friedensrats“ – kein einziges Mal. Stattdessen: Ein globales Konfliktlösungsorgan, das „Stabilität und Frieden in betroffenen Gebieten“ schaffen soll. Trump bleibt Chairman, solange er lebt oder zurücktritt. Absetzbar nur durch einstimmigen Beschluss des Executive Board. Wer 1 Milliarde Dollar zahlt, wird permanentes Mitglied. Die anderen dürfen drei Jahre mitspielen.

Mary Robinson, frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, nannte es „eine Wahnvorstellung von Macht“. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Charta stelle „die Prinzipien der Vereinten Nationen in Frage“. Trump antwortete in Davos: Die UNO könne bleiben. Das Board of Peace werde „mit ihr zusammenarbeiten“. Oder sie ersetzen. „Might.“

Das ist kein Strategiewechsel. Das ist kein Ausrutscher. Das ist kein 4D-Schach. Das ist ein Mann, der am Büffet steht, furzen muss – und furzt. Weil er kann. Weil es ihm egal ist, was die anderen denken. Weil er sein Leben lang gelernt hat: Regeln gelten nicht für mich. Und weil niemand ihn jemals dafür zur Rechenschaft gezogen hat.

Venezuela war der Testballon. Das Tabu ist gebrochen. Die Welt hat zugeschaut. Und nichts getan.

Jetzt kommt der Rest.

Akt 2: Vier Fronten, ein Würgegriff

Was nach Chaos aussieht, folgt einer Logik. Einer brutalen, eiskalten, realpolitischen Logik. Trump führt keinen Krieg gegen Venezuela, Grönland oder russische Tanker. Trump führt Krieg gegen die De-Dollarisierung. Und er weiß: Er hat nicht mehr viel Zeit.

2016 veröffentlichte die RAND Corporation die Studie „War with China: Thinking Through the Unthinkable“. Die zentrale Warnung: Die USA haben 8 bis 10 Jahre, um Chinas Aufstieg einzudämmen. Danach wird China militärisch, wirtschaftlich und technologisch so dominant sein, dass Eindämmung unmöglich wird. 2016 plus 10 Jahre? 2026. Jetzt. Dieses Jahr.

Die Brookings Institution formulierte es 2015 noch deutlicher: China positioniere sich strategisch so, dass Washington von „einigen chinesischen Beobachtern als containment-orientierte Strategie wahrgenommen wird“. Übersetzung: Entweder die USA handeln jetzt, oder sie verlieren ihre Hegemonialstellung – für immer.

Trump weiß das. Seine National Security Strategy (November 2025) und die National Defense Strategy (Januar 2026) sind keine diplomatischen Absichtserklärungen. Sie sind Schlachtpläne. Und der Schlachtplan hat vier Fronten.

Front 1: Venezuela – Abgeschlossen

Venezuela war nie das Ziel. Venezuela war die Versicherungspolice.

Die USA haben am 3. Januar nicht nur Maduro entführt. Sie haben sich 303 Milliarden Barrel nachgewiesene Ölreserven unter den Nagel gerissen – die größten der Welt. Größer als Saudi-Arabien. Größer als Kanada. Und sie liegen 2.200 Kilometer vor der US-Küste, nicht 11.000 Kilometer entfernt wie die Golfstaaten.

Trump verkündete am 8. Januar, die USA würden eigene Sanktionen gegen Venezuela aufheben, um den Ölverkauf auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Energieminister Chris Wright präzisierte: „Die USA übernehmen den Verkauf venezolanischen Öls auf unbestimmte Zeit.“ Übersetzung: Wir haben euch das Öl geklaut, und jetzt verkaufen wir es selbst.

Aber Venezuela war nicht nur Öl. Venezuela war auch eine Enteignung Chinas. Peking hatte über 70 Milliarden Dollar in venezuelanische Infrastruktur, Ölfelder und Kredite investiert. Mit Maduros Sturz? Alles weg. China protestierte scharf – aber tat nichts. Keine Sanktionen. Keine Flotte. Keine militärische Antwort.

Das war der eigentliche Test. Und China hat ihn nicht bestanden.

Drittens: Venezuela liegt 30 Flugminuten von Florida entfernt. Mit Maduro an der Macht und chinesischen Milliarden im Land hätte Venezuela binnen zwei Jahren eine militärische Bedrohung werden können – Raketen, Basen, Überwachung. Trump hat das Risiko eliminiert, bevor es entstand.

Und viertens, der entscheidende Punkt: Hormuz-Versicherung. Wenn – nicht falls, sondern wenn – die USA den Iran angreifen, wird Teheran die Straße von Hormuz schließen. Garantiert. 21% des weltweiten Öls fließen durch diese 54 Kilometer breite Meerenge. Die USA können eine Blockade nicht verhindern – zu viele Schnellboote, zu viele Raketen, zu wenig Raum. Der Ölpreis würde explodieren. Europa würde kollabieren. Die Weltwirtschaft in Panik verfallen.

Außer: Die USA haben ihr eigenes Öl. Venezolanisches Öl. Billiges, nahes, kontrollierbares Öl.

Venezuela war nicht der Hauptkrieg. Venezuela war die logistische Vorbereitung für den Hauptkrieg.

Front 2: Iran – In Vorbereitung, Q1/Q2 2026

Seit Dezember 2025 brennt der Iran. Proteste in Teheran, Isfahan, Mashhad. Die Regierung spricht von „ausländischer Einmischung“. Sie hat recht. Der CIA hat seine Hausaufgaben gemacht.

Trump sagte am 5. Januar: „Wenn sie Leute töten, werden sie von den USA sehr hart getroffen.“ Das war keine Warnung. Das war eine Ankündigung.

Der Iran muss fallen, bevor die USA China angreifen. Nicht weil der Iran gefährlich ist – sondern weil der Iran Israels Existenzbedrohung darstellt. Solange Teheran steht, kann Israel von Hisbollah-Raketen aus dem Libanon, von Hamas-Tunneln aus Gaza, von iranischen Drohnen aus Syrien angegriffen werden. Wenn die USA im Pazifik beschäftigt sind – Flugzeugträger vor Taiwan, Marines auf den Philippinen, Cyberangriffe auf Shanghai – kann Iran Israel angreifen. Und die USA müssten Truppen aus dem Pazifik abziehen, um Tel Aviv zu retten.

Das ist ein strategisches Dilemma. Also eliminiert es Trump.

Die NSS formuliert es kryptisch: „We will stand ready to take focused, decisive action that concretely advances U.S. interests.“ Übersetzung: Wir schlagen zu, wann wir wollen, wo wir wollen, ohne euch zu fragen.

Der Zeitplan? Wochen, nicht Monate. Seit 25. Januar 2026 steht die USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group vor dem Iran – ein kompletter Flugzeugträger-Kampfverband mit drei Arleigh-Burke-Zerstörern, F-35C-Stealth-Jets, F/A-18E/F Super Hornets und EA-18G Growler-Elektronikkampfflugzeugen. F-15E-Kampfjets wurden nach Jordanien verlegt. RC-135-Aufklärungsflugzeuge sammeln Echtzeitdaten über iranische Kommunikation. The War Zone beschreibt es als „U.S. forces massing in Middle East“ – Anhäufung, Sammlung. The Guardian meldet „multi-day aerial military drills“ – mehrtägige Luftwaffenübungen.

Das ist keine Abschreckung. Das ist Präpositionierung.

Ein Flugzeugträger-Kampfverband wird nicht monatelang „in Stellung gehalten“. Er ist zu teuer, zu verwundbar, zu logistisch aufwendig. Flugzeugträger sind Angriffswaffen – wenn sie vor Ort sind, werden sie benutzt. Die militärische Aufstellung entspricht exakt der vor der Irak-Invasion 2003, der Libyen-Bombardierung 2011 und den Syrien-Luftschlägen 2017.

Vermutlich Februar bis März 2026 werden US-Bomber und Tomahawk-Marschflugkörper iranische Atomanlagen, Raketenfabriken und Revolutionsgarden-Stützpunkte pulverisieren. Teheran wird die Straße von Hormuz schließen. Die Ölpreise werden durch die Decke gehen.

Aber die USA? Sie schwimmen in venezolanischem Öl.

Europa, China, Indien? Nicht.

Front 3: Panama – In Vorbereitung, Q3/Q4 2026

Trump hat am 7. Januar gesagt: „Wir haben Panama den Kanal geschenkt. Das war ein Fehler. Wir werden ihn zurücknehmen.“

Das ist keine Rhetorik. Das ist Ankündigung.

Der Panama-Kanal ist der zweitwichtigste maritime Chokepoint – das zweitwichtigste Nadelöhr – der Welt nach Malakka. 14.000 Schiffe pro Jahr. 6% des weltweiten Seehandels. Und: China ist der zweitgrößte Nutzer nach den USA. Chinesische Firmen betreiben Häfen an beiden Enden des Kanals – Balboa im Pazifik, Cristóbal im Atlantik.

Wenn die USA den Kanal kontrollieren, kontrollieren sie Chinas Handelsroute zwischen Pazifik und Atlantik. Sie können chinesische Schiffe stoppen, durchsuchen, verzögern – oder einfach nicht durchlassen. Ohne Schuss. Ohne Krieg. Einfach: „Tut uns leid, Kanal ist für eure Flagge geschlossen.“

Die US-Flotte steht bereits vor Ort. Sie haben Venezuela gerade überfallen – Panama liegt 1.500 Kilometer weiter westlich. Ein halber Tag Fahrt. Die Truppen sind da. Die Schiffe sind da. Die Logistik läuft.

Trump wird vermutlich die gleiche Methode anwenden wie in Venezuela: Ein „Zwischenfall“. Vielleicht ein angeblicher Terroranschlag. Vielleicht „chinesische Spionage“ im Kanal. Vielleicht einfach: „Wir brauchen ihn für nationale Sicherheit.“

Panama hat 60.000 Soldaten. Keine Luftwaffe. Keine Marine. Die USA haben 1,3 Millionen aktive Soldaten, 11 Flugzeugträger und die beste Luftwaffe der Welt.

Das wird kein Krieg. Das wird ein Spaziergang.

Timing: Vermutlich nach Iran, aber vielleicht auch davor. Trump ist flexibel. Wenn die CIA-Aufstände im Iran noch drei Monate brauchen, nimmt er sich Panama zuerst. Die Flotte ist ohnehin in der Karibik. Warum warten?

Mit Venezuela-Öl und Panama-Kanal hat Trump zwei der drei globalen Energie-Chokepoints unter Kontrolle. Fehlt nur noch einer.

Front 4: Malakka – Ausbau läuft, Kontrolle bis 2027

Die Straße von Malakka ist Chinas Halsschlagader. 73% aller chinesischen Seefracht fließt durch diese 800 Kilometer lange, an der engsten Stelle nur 2,8 Kilometer breite Meerenge zwischen Malaysia und Indonesien. Öl aus dem Nahen Osten. Rohstoffe aus Afrika. Container aus Europa.

Wenn Malakka schließt, erdrosselt China binnen Wochen.

Die USA haben keine Militärbasen in Malaysia oder Indonesien. Sie brauchen sie auch nicht. Sie haben etwas Besseres: Ein perfekt abgestimmtes Macht- und Zugriffssystem.

Erstens: Singapur. Die Changi Naval Base ist der operative Schlüssel. Dort liegen US-Kriegsschiffe, U-Boote, Versorgungsschiffe. Singapur erlaubt der US-Navy „rotierenden Zugang“ – Übersetzung: Die Schiffe sind immer da, aber offiziell nicht stationiert. Ein bürokratisches Feigenblatt.

Zweitens: Diego Garcia. 3.500 Kilometer südlich, mitten im Indischen Ozean, liegt die US-Militärbasis Diego Garcia. Von dort starten B-52-Bomber, Tankflugzeuge, Drohnen. Reichweite: Malakka in 90 Minuten.

Drittens: Kooperationen. Malaysia und Indonesien haben keine formellen Militärbündnisse mit den USA. Aber sie haben Intelligence-Sharing-Abkommen, gemeinsame Marineübungen und Radarsysteme, die direkt mit US-Pazifikkommando verbunden sind.

Die USA können Malakka nicht dauerhaft blockieren – dafür ist die Meerenge zu groß, der internationale Widerstand zu stark. Aber sie können sie im Ernstfall für chinesische Schiffe schließen. Selektiv. „Verdacht auf Waffenschmuggel.“ „Terrorwarnung.“ „Inspektionsmaßnahme wegen Sanktionsverstößen.“

Malakka plus Panama = China sitzt in der Falle.

Ihre Schiffe kommen weder durch den Pazifik-Atlantik-Korridor (Panama zu) noch durch den Indischen Ozean (Malakka zu). Bleibt nur die Nordroute über Russland – die Arktis, durch die Beringstraße. Das dauert 50 % länger und ist im Winter unpassierbar.

Die «National Defense Strategy» NDS (Januar 2026) macht die Priorität glasklar: „China pacing challenge“. Alles – Truppenbewegungen, Waffensysteme, Budgets – richtet sich nach China. Die zweite „Line of Effort“ lautet: „Integrated Deterrence in the Indo-Pacific“. Übersetzung: China abschrecken, China einkreisen, China erdrosseln.

Europa? Russland? In der «National Defense Strategy» NDS kommt „Demokratie“ null Mal vor. Russland wird als „persistent but manageable threat“ beschrieben. Manageable. Beherrschbar. Europa soll sich um Russland selbst kümmern – die USA haben Wichtigeres zu tun.

Die «National Security Strategy» NSS formuliert es noch deutlicher: „Wir werden die Sicherheitslücken verbündeter Staaten aufgrund unverantwortlicher Entscheidungen ihrer Führungskräfte nicht ausgleichen.“ Das ist keine Partnerschaft. Das ist eine Kündigung.

Europa ist auf sich allein gestellt. Chinas Handelsrouten sind umzingelt. Venezuelas Öl fließt nach Norden. Und Trump sitzt auf drei von vier globalen Chokepoints.

Fehlt nur noch der letzte Schritt.

Akt 3: Der Dollar-Krieg

Warum tut Trump das alles? Warum riskiert er die NATO, die Weltordnung, das Völkerrecht? Warum jetzt?

Weil der Dollar stirbt. Und mit ihm die amerikanische Macht.

Die USA sind nicht die größte Volkswirtschaft der Welt, weil sie die besten Produkte herstellen. Sie sind es, weil die Welt in Dollar zahlt. Öl? Dollar. Rohstoffe? Dollar. Internationale Kredite? Dollar. Der globale Handel läuft über ein System namens SWIFT – kontrolliert vom Westen, denominiert (ernennen beziehungsweise benennen, anführen, wiki) in Dollar. Wer den Dollar kontrolliert, kontrolliert den Welthandel.

Das ist keine Übertreibung. Das ist die Grundlage amerikanischer Macht seit 1944, seit Bretton Woods. Die USA können Geld drucken, Schulden machen, Kriege führen – und die Welt zahlt die Rechnung. Weil jeder Dollar braucht. Weil jeder in Dollar spart. Weil der Dollar die Reservewährung ist.

Bis jetzt.

BRICS: Die existenzielle Bedrohung

Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika plus mittlerweile Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – repräsentieren 45% der Weltbevölkerung. Ihr Bruttoinlandsprodukt, gemessen in Kaufkraftparität, liegt mittlerweile höher als das der G7. Sie sind keine „aufstrebenden Märkte“ mehr. Sie sind die Mehrheit.

Und sie wollen raus aus dem Dollar.

Seit 2023 arbeiten die BRICS an einer eigenen Währung: der Unit. Eine goldgedeckte, blockchain-basierte Verrechnungseinheit für den Handel zwischen BRICS-Staaten. Kein Dollar nötig. Kein SWIFT nötig. Keine US-Kontrolle.

Der chinesische Präsident Xi Jinping sagte beim BRICS-Gipfel 2024 in Kasan: „Wir müssen die Dominanz des Dollars brechen, um echte wirtschaftliche Souveränität zu erreichen. „Das ist keine antiwestliche Propaganda. Das ist eine Feststellung: Solange der Dollar herrscht, können die USA jedes Land mit Sanktionen erdrosseln. Kuba. Venezuela. Iran. Nordkorea. Russland. Einfach: Ihr seid vom Dollar abgeschnitten. Eure Banken können nicht mit westlichen Banken handeln. Eure Unternehmen können nichts kaufen, nichts verkaufen. Ihr seid tot.

Es sei denn, ihr habt eine Alternative.

Die Unit soll 2026 bis 2027 kommen. Erste Pilotprojekte laufen bereits. Russland und China handeln Öl und Gas bereits in Yuan. Indien kauft russisches Öl in Rupien. Saudi-Arabien – seit 50 Jahren der treueste Dollar-Verbündete – erklärte 2023 erstmals öffentlich, offen für Handel in anderen Währungen zu sein. Der saudische Finanzminister Mohammed al-Jadaan sagte im Januar 2023: ‚Wir sind offen dafür, Handel auch in anderen Währungen als dem US-Dollar abzuwickeln.‘ Ein Currency-Swap-Abkommen mit China wurde im November 2023 unterzeichnet. Konkrete Yuan-Ölverkäufe sind noch nicht bestätigt – aber das Signal ist gesetzt. Die Saudis wissen: China ist mittlerweile ihr größter Abnehmer. Peking zahlt in Yuan. Und Riad überlegt, ob Washington noch der wichtigste Partner ist. 

Wenn Saudi-Arabien den Petrodollar aufgibt – wenn das größte Ölexportland der Welt nicht mehr in Dollar abrechnet – dann ist der Dollar nicht mehr die Leitwährung. Dann ist er eine Währung unter vielen.

Und dann ist die amerikanische Ära vorbei.

Das Kreditkartenhaus bricht zusammen

Die USA haben 36 Billionen Dollar Staatsschulden. 36.000.000.000.000 Dollar. Das sind 120% des Bruttoinlandsprodukts. Jedes Jahr kommen 2 Billionen neue Schulden dazu. Die Zinsen allein kosten mittlerweile 1 Billion Dollar pro Jahr – mehr als das Pentagon-Budget.

Wie finanzieren die USA das? Indem die Welt US-Staatsanleihen kauft. China kauft sie. Japan kauft sie. Die Golfstaaten kaufen sie. Warum? Weil US-Staatsanleihen sicher sind. Weil sie in Dollar denominiert (ernennen beziehungsweise benennen, anführen, wiki) sind. Weil der Dollar die Reservewährung ist.
Aber: Wenn die Welt den Dollar nicht mehr braucht, kauft niemand mehr US-Staatsanleihen. Dann müssen die USA ihre Schulden selbst finanzieren – mit echtem Geld, echten Ressourcen, echter Arbeit.

Das können sie nicht. Die US-Wirtschaft ist auf Pump gebaut. Seit 1971, seit Nixon den Goldstandard aufgab, leben die USA auf Kredit. Sie importieren billige Produkte aus China, drucken Dollar, und China investiert die Dollar zurück in US-Anleihen. Ein perfekter Kreislauf.

Es sei denn, China steigt aus.

Peking hat seit 2022 massiv US-Anleihen verkauft. Von 1,3 Billionen Dollar Bestand auf 800 Milliarden. Japan ebenfalls. Saudi-Arabien ebenfalls. Sie diversifizieren – Gold, Yuan, Euro, Unit.

Wenn die BRICS-Unit kommt, bricht der Kreislauf. Dann braucht China keine Dollar mehr. Dann kauft Saudi-Arabien keine US-Anleihen mehr. Dann können die USA ihre Schulden nicht mehr finanzieren.

Dann sind sie bankrott.

Die RAND-Studie von 2016 warnte genau davor: Die USA haben 8 bis 10 Jahre, um ihre Hegemonie zu sichern. Danach ist China wirtschaftlich so stark, dass Eindämmung unmöglich wird. 2016 plus 10 Jahre? 2026.

Dieses Jahr.

Trump weiß das. Seine Berater wissen das. Die Think Tanks wissen das. Die Heritage Foundation veröffentlichte 2023 den Bericht „Winning the New Cold War: A Plan for Countering China“. Die Empfehlung: Wirtschaftlich, technologisch und militärisch gegen Chinas Aufstieg vorgehen. Jetzt. Bevor es zu spät ist.

In fünf Jahren ist es zu spät. Die Unit läuft. Der Dollar ist irrelevant. Die USA werden wie Großbritannien nach 1945: Nominal eine Großmacht, faktisch ein Mitspieler. Eine Insel mit Atomwaffen, die der Welt erklärt, wie großartig sie mal war.

Trump will nicht in die Geschichte eingehen als der Präsident, der Amerika zur Zweitklassmacht gemacht hat. Also schlägt er zu. Jetzt. Überall. Gleichzeitig.

Venezuela = Öl-Kontrolle. Iran = Israel-Sicherheit, Hormuz-Kontrolle. Panama = Handelsrouten-Kontrolle. Malakka = China-Blockade.

Wenn diese vier Fronten gesichert sind, kontrollieren die USA die globalen Chokepoints. Sie können entscheiden, wer Öl bekommt, wer handeln darf, wer seine Waren verschiffen kann. Sie brauchen den Dollar nicht mehr als Waffe – sie haben die physische Kontrolle über die Infrastruktur.

Das ist kein Wirtschaftskrieg mehr. Das ist ein Ressourcenkrieg. Ein Geografie-Krieg. Ein Würgegriff um die Weltwirtschaft.

Und die Uhr tickt.

Akt 4: NSS/NDS als Blaupause

Das alles ist keine Improvisation. Das steht schwarz auf weiß in den offiziellen Strategiedokumenten der USA. Wer wissen will, was Trump plant, muss nicht raten. Er hat es aufgeschrieben.

Die National Security Strategy (NSS / November 2025) und die National Defense Strategy (NDS / Januar 2026) sind die Blaupausen für das, was wir gerade erleben. Keine diplomatischen Floskeln. Keine Lippenbekenntnisse zu „Demokratie“ und „Menschenrechten“. Sondern knallharte Machtpolitik, formuliert mit der Subtilität eines Vorschlaghammers. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

NSS: „Primacy of Nations“ – Das Ende der regelbasierten Ordnung

Die NSS beginnt mit einer Kampfansage. Nicht an China. Nicht an Russland. Sondern an die internationale Ordnung selbst.

„The Trump Corollary to the Monroe Doctrine“ – so nennt die NSS Trumps außenpolitische Doktrin. Die Monroe-Doktrin von 1823 besagte: Die westliche Hemisphäre gehört den USA, europäische Mächte sollen sich raushalten. Die „Trump Corollary“ geht weiter: Die westliche Hemisphäre gehört den USA. Punkt. Keine Einmischung von außen. Keine chinesischen Investitionen. Keine russischen Militärberater. Und erst recht keine „demokratischen Wahlen“, wenn das Ergebnis Washington nicht passt.

Venezuela war die erste Anwendung. Kolumbien, Nicaragua und Kuba sind gewarnt. Marco Rubio sagte am 5. Januar: „Wenn ich in Kubas Regierung säße, würde ich mir jetzt ernsthaft Sorgen machen.“

Das ist keine Drohung. Das ist eine Terminankündigung.

Die NSS führt ein neues Konzept ein: „Primacy of Nations“. Übersetzung: Nationalstaaten sind wichtiger als internationale Institutionen. Die UNO? Nett, aber irrelevant. Die NATO? Nur nützlich, wenn sie tut, was Washington will. Das Völkerrecht? Ein Vorschlag, keine Verpflichtung.

Wörtlich heißt es: „We will stand ready to take focused, decisive action that concretely advances U.S. interests.“ Nicht: „im Einklang mit internationalem Recht“. Nicht: „in Absprache mit Verbündeten“. Sondern: Wenn es amerikanischen Interessen dient, schlagen wir zu.

Die NSS erwähnt „Demokratie“ genau zweimal – beide Male kritisch. Einmal, um zu erklären, dass „demokratische Ideale“ kein Exportprodukt mehr sind. Und einmal, um klarzustellen, dass die USA „demokratische Verbündete“ nicht mehr finanziell oder militärisch stützen, wenn diese „unverantwortliche Entscheidungen“ treffen.

Übersetzung: Wenn Deutschland nicht 5% seines BIP für Verteidigung ausgibt, ist Deutschland allein. Wenn Frankreich Trumps Board of Peace ablehnt, ist Frankreich allein. „We will not compensate for security gaps created by irresponsible decisions of allied leaders.“

Das ist keine Partnerschaft. Das ist ein Ultimatum.

NDS: China, China, China – und Europa ist egal

Die «National Defense Strategy» macht die Prioritäten glasklar. Vier „Lines of Effort“:

  1. Homeland Defense – Die USA vor Angriffen schützen 
  2. China Pacing Challenge – China militärisch abschrecken und eindämmen 
  3. Burden Sharing – NATO-Staaten sollen 5% ihres BIP für Verteidigung ausgeben 
  4. Defense Industrial Base – US-Rüstungsindustrie stärken 

Man beachte, was nicht in dieser Liste steht: Demokratie. Menschenrechte. Multilateralismus. Russland.

Russland wird in der NDS exakt einmal substantiell erwähnt: Als „persistent but manageable threat“. Als beharrlich, aber beherrschbar. Eine Bedrohung zweiter Klasse. Europa soll sich darum kümmern.

Die NDS formuliert es unmissverständlich: „Europe taking primary responsibility for its own conventional defense is the answer.“ Europa soll Russland allein abwehren. Die USA haben Wichtigeres zu tun: China.

Das Wort „Demokratie“ kommt in der 48-seitigen NDS null Mal vor. Nicht einmal als Floskel. Das ist kein Versehen. Das ist Absicht. Die USA führen keinen Wertekampf mehr. Sie führen einen Machtkampf.

Die zweite „Line of Effort“ – China – wird auf 15 Seiten ausgebreitet. „Integrated Deterrence in the Indo-Pacific.“ Was heißt das konkret?

  • First Island Chain ausbauen: Japan, Philippinen, Taiwan militärisch aufrüsten 
  • Malakka-Kontrolle durch Kooperationen mit Singapur, Malaysia, Indonesien 
  • Cyberangriffe auf chinesische Lieferketten und kritische Infrastruktur vorbereiten 
  • Wirtschaftskrieg: Technologie-Embargo, Sanktionen gegen chinesische Banken, Blockade chinesischer Schiffe 

Und dann, auf Seite 34, der entscheidende Satz: „We will not allow adversaries to exploit sea lines of communication.“ Übersetzung: Wenn wir entscheiden, dass Chinas Schiffe nicht mehr durch Malakka oder Panama fahren dürfen, dann fahren sie nicht.

Das ist keine Abschreckung. Das ist die Androhung einer Blockade.

Völkerrecht? „Persistent but manageable“

Die NSS und NDS erwähnen „internationales Recht“ zusammen genau drei Mal. Jedes Mal in demselben Kontext: „Wir respektieren internationales Recht – aber es definiert nicht unsere Handlungen.“

Trump sagte es am 9. Januar der New York Times noch deutlicher: „I don’t need international law.“ Dann korrigierte er sich grinsend: „I do“ – ließ aber offen, was das bedeutet.

Die NSS gibt die Antwort: Völkerrecht gilt, wenn es nützt. Es gilt nicht, wenn es stört. Venezuela? Gewaltverbot verletzt. Egal. Tanker im Nordatlantik? Seerecht verletzt. Egal. Grönland? Territorialität verletzt. Egal.

„My own morality, my own mind is the only thing that can stop me“, sagte Trump. Das ist keine Drohung. Das ist seine Verfassung. Er hat sein Leben lang erlebt, dass Regeln für andere gelten. Nicht für ihn. Sechs Bankrotte. Null Konsequenzen. Zwei Amtsenthebungsverfahren. Null Konsequenzen. Ein Strafprozess wegen Geheimnisdokumenten. Präsident geworden.

Warum sollte er glauben, dass Völkerrecht für ihn gilt?

Die NDS formuliert es bürokratischer, aber nicht weniger brutal: Völkerrecht ist ein „persistent but manageable threat“. Beharrlich – es existiert, es wird zitiert, es nervt. Aber es ist beherrschbar – es kann ignoriert werden, wenn nötig.

Genau wie Russland.

Europa: Zahlmeister ohne Mitsprache

Die NSS hat eine eigene Sektion über Europa. Überschrift: „Transatlantic Burden Sharing.“ Das Wort „Partnership“ kommt nicht vor.

Kern der Botschaft: Europa soll zahlen. 5% des BIP für Verteidigung. Sofort. Nicht 2%, wie bisher vereinbart. Nicht „langfristig anstreben“. Sondern: Jetzt.

Deutschland mit 5% BIP? Das wären 250 Milliarden Euro pro Jahr. Aktuell gibt Deutschland 90 Milliarden aus. Faktor 2,7 mehr. Wo soll das Geld herkommen? Uns egal. Eure Sicherheit, eure Kosten.

Die NSS weiter: „We will not compensate for security gaps of allied states due to irresponsible decisions.“ Wenn Europa Russland nicht allein abwehren kann, ist das Europas Problem.

Friedrich Merz hat verstanden. Er fordert 3,5% des BIP für Verteidigung – mehr als jeder Kanzler vor ihm. Aber selbst das reicht Trump nicht. Er will 5%. Und er bekommt es. Weil Europa keine Wahl hat.

Die Alternative? Trump zieht die US-Truppen ab. Die NATO löst sich auf. Und Europa steht Russland allein gegenüber – ohne Atomwaffen, ohne gemeinsame Armee, ohne Strategie.

Europa ist nicht Washingtons Partner. Europa ist Washingtons Vasall. Zahlt, gehorcht, haltet die Klappe.

Und das Board of Peace? Das ist Trumps Alternative zur UNO. Eine Organisation, die er persönlich führt. Auf Lebenszeit. Wo Mitglieder Milliarden zahlen, um dabeizusein. Wo 19 von 62 eingeladenen Staaten unterschrieben haben – und Deutschland, Frankreich, UK, Kanada fehlen.

Die Charta erwähnt Gaza kein einziges Mal. Stattdessen: Ein globales Konfliktlösungsorgan. Mit Trump als Chairman. Für immer.

Das ist keine Friedensinitiative. Das ist eine Machtkonsolidierung. Trump baut sich seine eigene internationale Ordnung – ohne Europa, ohne die UNO, ohne Völkerrecht.

Und die NSS/NDS sind die Gebrauchsanweisung.

Akt 5: 2027 – Das Raubtier springt

Das Zeitfenster schließt sich. Nicht in Jahren. In Monaten.

Die BRICS-Unit soll 2026 bis 2027 eingeführt werden. Erste Pilotprojekte laufen. Russland und China handeln bereits in Yuan. Indien kauft russisches Öl in Rupien. Saudi-Arabien überlegt öffentlich, ob es weiter in Dollar abrechnen will. Wenn die Unit kommt – eine goldgedeckte, blockchain-basierte Verrechnungseinheit für 45% der Weltbevölkerung – ist der Dollar nicht mehr die Reservewährung. Dann können die USA ihre 36 Billionen Dollar Staatsschulden nicht mehr finanzieren. Dann ist Amerika bankrott.

Trump weiß das. Seine Berater wissen das. Die RAND Corporation hat es 2016 vorgerechnet: 8 bis 10 Jahre, dann ist China uneinholbar. 2026 ist Jahr 10. Jetzt oder nie.

Deshalb Venezuela im Januar. Deshalb die Tanker-Überfälle. Deshalb die Grönland-Drohungen. Deshalb das Board of Peace. Das ist keine chaotische Außenpolitik. Das ist ein Countdown.

Iran fällt vermutlich im Frühjahr oder Sommer 2026. Die CIA-gestützten Aufstände laufen. Trump hat am 5. Januar angekündigt, dass Teheran „sehr hart getroffen“ wird, wenn es „Leute tötet“. Das war keine Warnung. Das war eine Terminankündigung.

Panama folgt im Herbst 2026. Die US-Flotte steht vor Ort. Trump hat bereits gesagt: „Wir haben ihnen den Kanal geschenkt. Das war ein Fehler. Wir nehmen ihn zurück.“ Kein Witz. Keine Metapher. Ein Plan.

Und dann, 2027, kommt China.

Nicht als heißer Krieg. Nicht als Invasion Taiwans. Sondern als permanente Blockade. Malakka geschlossen für chinesische Schiffe. Panama geschlossen für chinesische Schiffe. Venezuelanisches Öl nur noch für US-Verbündete. Iranisches Öl vom Markt verschwunden. Hormuz unter US-Kontrolle.

China sitzt in der Falle. Ihre Importe erdrosselt. Ihre Exporte blockiert. Ihre Wirtschaft kollabiert – nicht durch Bomben, sondern durch Logistik.

Und die USA? Schwimmen in venezolanischem Öl, kontrollieren die globalen Chokepoints, diktieren die Handelsbedingungen. Der Dollar wird vielleicht nicht mehr die einzige Reservewährung sein – aber die USA kontrollieren die physische Infrastruktur. Wer handeln will, braucht Washingtons Erlaubnis.

Das ist das Spiel. Das ist Trumps „Operation Pivot“. Von der Dollar-Hegemonie zur Infrastruktur-Hegemonie. Vom Finanzkrieg zum Ressourcenkrieg.

Das Raubtier in der Ecke

Trump ist 80 Jahre alt. Das ist seine letzte Amtszeit. Er weiß es. Seine Berater wissen es. JD Vance, sein Vizepräsident, wird aufgebaut als Nachfolger – als der Mann, der den 10-Jahres-Plan zu Ende führt.

Das ist kein 4-Jahres-Zyklus. Das ist eine Kontinuitätsstrategie. Trump bricht die Tabus. Vance macht weiter. 2029, 2033, 2037 – die USA werden nicht mehr zur „regelbasierten Ordnung“ zurückkehren. Die Ordnung ist vorbei.

Und Trump? Trump ist das Raubtier in der Ecke. Ausgehungert, bedroht, verzweifelt – aber noch immer das stärkste Tier im Raum. Er weiß: Entweder er springt jetzt, oder er verhungert. Amerika verhungert.

Also springt er.

Venezuela. Iran. Panama. China. Vier Fronten, ein Ziel: Die amerikanische Hegemonie retten, koste es, was es wolle. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Völkerrecht? Irrelevant. NATO? Verhandelbar. Europa? Zahlmeister. Die UNO? Ersetzbar.

Trump furzt am Büffet, weil er muss. Und weil niemand ihn stoppen kann.

Der Preis

Was kostet das die Welt?

Venezuela: 80 Tote, ein Land in Trümmern, 28 Millionen Menschen unter Besatzung.

Iran: Vermutlich Zehntausende Tote, wenn die US-Bomber kommen. Eine Region im Chaos. Hormuz geschlossen, Ölpreise explodieren.

Panama: Ein souveräner Staat annektiert. Lateinamerika schaut zu, kann nichts tun.

China: Eine Milliarde Menschen von globalen Lieferketten abgeschnitten. Wirtschaftskollaps. Hungersnöte. Vielleicht Krieg.

Europa: Allein gelassen mit Russland. Keine US-Truppen mehr. Keine Sicherheitsgarantien. 5% BIP für Verteidigung – oder Unterwerfung.

Und die USA? In fünf Jahren entweder wieder die unangefochtene Supermacht – oder das, was Großbritannien nach 1945 war: Eine Insel mit Atomwaffen, die der Welt erzählt, wie großartig sie mal war.

Trump hat gewählt. Er springt. 2027 wird das Jahr sein, in dem die Weltordnung zerbrach – oder in dem Amerika sie rettete.

Die Geschichte wird entscheiden, welche Version stimmt.


Zum Autor: Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.  

QUELLENVERZEICHNIS – OPERATION PIVOT

Primärdokumente USA

National Security Strategy (November 2025)

National Defense Strategy (Januar 2026)

Board of Peace – White House Statement (Januar 2026)

Think Tank Studien

RAND Corporation: „War with China: Thinking Through the Unthinkable“ (2016)

Brookings Institution: „The Strategic Chain: Linking Pakistan, India, China, and the United States“ (2015)

Heritage Foundation: „Winning the New Cold War: A Plan for Countering China“ (2023)

Venezuela – Operation Absolute Resolve (3. Januar 2026)

Hauptquellen zum US-Angriff und Maduro-Entführung

Deutsche Medienberichte

Trump-Statements

  • Truth Social Posts (dokumentiert in allen Medienberichten) 
  • Mar-a-Lago Pressekonferenz (3. Januar 2026) 
  • „Wir werden Venezuela regieren“ – dokumentiert in ABC, CNN, CBS, ZDF 

Tanker-Beschlagnahmungen

Marinera (Nordatlantik, 7. Januar 2026)

Sophia (Karibik, 7. Januar 2026)

Schattenflotte – Gesamtanalyse

Grönland

Trump Invasionspläne und Joint Chiefs Auftrag

Trump-Zitat „I don’t need international law“

Völkerrechtliche Einordnung

US-Kongress Widerstand

Europa-Reaktionen

Trump zu Gaza – „Buying and Owning“ (Februar/März 2025)

Trump-Statements „US will own Gaza“

„Riviera of the Middle East“ / Displacement Plans

AP News Coverage

Board of Peace

White House Official Statement

Davos Signing Ceremony & Mitglieder

Charter Analysis & Europa-Widerstand

Kritische Analysen

Wikipedia & Hintergrund

Weitere Details

Saudi-Arabien und Öl-Yuan

Saudi-Finanzminister Statement (2023)

Reuters – Yuan-Swap mit China

Straße von Malakka – US-Kontrolle

Singapur Changi Naval Base

Diego Garcia

Völkerrecht Venezuela

Krajewski-Analyse (Universität Augsburg)

BRICS und De-Dollarisierung

BRICS Unit – Aktueller Stand

CFR Report: „Implementing Grand Strategy Toward China“ (Blackwill & Tellis, 2020)

Trump Zitate & Statements

„My own morality is the only thing that can stop me“ / „I don’t need international law“

„It may be a choice“ (NATO vs Grönland)

Marco Rubio zu Kuba-Warnung

  • Dokumentiert in: Washington Post, CNN, Fox News Berichte zu Venezuela-Operation 

Pete Hegseth „Kriegsminister“ / „Nur legitimer Energiehandel“

Erweiterung zu Akt 2, Front 2 – Angriffsvorbereitung auf den Iran

  • Iran-Truppenbewegungen (Januar 2026)

Flugzeugträger USS Abraham Lincoln im Nahen Osten

„Massing“ / Truppenverstärkung

Luftwaffenübungen und F-15E-Verlegung



Info: https://globalbridge.ch/operation-pivot-wie-trump-die-weltordnung-zertruemmert-um-amerika-zu-retten


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.01.2026

Aufgelesen: Glücklicher Vasall oder elender Sklave?

lostineu.eu, 30. Januar 2026

Davos, Grönland und wieder zurück: In ihrem lesenswerten Beitrag auf “Substack” blickt P. Erler auf die vergangenen zwei verrückten Wochen zurück. Der Titel zitiert übrigens den belgischen Premier De Wever, der die Krise der EU ungewohnt direkt angesprochen hat.

Hier die Passage zu De Wever:

Der belgische Ministerpräsident De Wever brachte in Davos das Ganze wie folgt auf den Punkt: Jetzt ginge es um die Selbstachtung. Es sei das eine, ein glücklicher Vasall zu sein, ein elender Sklave jedoch etwas ganz anderes.

So entblößen sich überzeugte „Atlantiker“ selbst, immer bereit, den USA zu dienen, weil sie sie brauchen, ihr deshalb so weit wie möglich entgegenkommen, sie besänftigen, zuletzt bei der EU-US-Handelseinigung. Sie machen Appeasement, was doch angeblich so verpönt ist.

Einen Tag später traf De Wever für 15 Minuten und gemeinsam mit dem belgischen König den amerikanischen Präsidenten. Ob er dem wohl ins Gesicht sagte, was er auf dem Podium angekündigt hatte? Nichts, was in dieser knappen Begegnung besprochen wurde, drang nach außen.

Der ganze Beitrag steht hier

2 Comments

  1. Helmut Höft
    31. Januar 2026 @ 09:31

    “Es gibt aktuell keinen politischen Anführer, der besser versteht, wie das mediale Zeitalter funktioniert, als [der aktuelle POTUS]” “Flodd the scene with shit!”

    Und €uropa freut sich: “Ach ist das schön warm und weich!” In der Hölle stehen alle bis zum Hals in der Sch… “Ach guck’ ist eigentlich doch ganz nett hier, die machen sogar Zigarettenpause!” Kommt der Teufel vorbei: “Zigarettenpause zu Ende! Hinsetzen!” m(

    Ein paar Tage sind vorbei … Hm? … Wer ist eigentlich dieser ulkige Newsom, wer dieser komische Carney? * kopfkratz * Nie gehört!

Antworten

  • Michael
    30. Januar 2026 @ 19:07

    Ja, die werteste Erlerin ist immer sehr lesenswert!


  • Info: https://lostineu.eu/aufgelesen-gluecklicher-vasall-oder-elender-sklave/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Grönland: Warum Trump wirklich eingelenkt hat 


    lostineu.eu, vom 30. Januar 2026

    Was hat US-Präsident Trump zum (vorläufigen) Einlenken im Grönland-Konflikt bewegt? Eine Woche nach dem Davos-Drama kommen neue Fakten ans Licht. Sie lassen die EU nicht gut aussehen.

    Aus EU-Sicht ist der Fall klar: Die “europäische Geschlossenheit” habe verhindert, daß Trump sich Grönland wie geplant einverleibt hat. So hat es auch Kanzler Merz in einer Regierungserklärung dargestellt.

    Doch beim letzten Treffen der EU-Außenminister in Brüssel waren andere Töne zu hören. Trumps Kehrtwende sei nicht nur auf die Gegenwehr der EU zurückzuführen, sagte ein Diplomat.

    Der Einsatz von Nato-Generalsekretär Rutte habe ebenso eine Rolle gespielt wie die Nervosität der Märkte. Die Anleger haben begonnen, US-Staatsanleihen abzustoßen, der Dollar hat deutlich nachgegeben.

    Finnland ist ausgeschert

    Diese beiden Aspekte haben jedoch nichts mit der EU zu tun. Bei ihrem Sondergipfel zur Grönland-Krise letzte Woche wußten die EU-Chefs nicht einmal, was Rutte eigentlich versprochen hat!

    Vor allem aber gab es keine “europäische Geschlossenheit”. So ist Finnland ausgeschert. Helsinki habe vor einer “Scheidung” mit den USA gewarnt und die EU gebremst, schreibt “Politico”.

    Die meisten anderen EU-Staaten hatten ebenfalls Schiss. Nur acht Staaten haben Soldaten nach Grönland geschickt. Nur ein Staat – Frankreich – hat laut gefordert, Trump die “Folterwerkzeuge” der EU zu zeigen.

    Deutscher Rückzieher

    Derweil hat Deutschland sofort einen Rückzieher gemacht und versichert, die Bundeswehr-Soldaten in Grönland sollten nicht vor den USA schützen, sondern vor Russland oder China!

    Wenn überhaupt, dann war es ein “Spiel mit verteilten Rollen”, wie D. Schwarzer von der Bertelsmann-Stiftung analysiert. Doch eine Hauptrolle hat die EU nicht gespielt – und geschlossen war sie auch nicht.

    Leider – denn Trump plant schon die nächsten Coups. Die EU ist auch darauf nicht vorbereitet – denn sie hat die Chance verstreichen lassen, ihre durchaus vorhandenen Abwehr-Waffen zu entsichern.

    Siehe auch Frederiksen bei Maischberger: Die Grönland-Krise ist nicht vorbei

    7 Comments

    1. Helmut Höft
      31. Januar 2026 @ 09:57

      Nachtrag: “… in Ruhe auf den nächsten POTUS vorbereiten (… der es dann auch nicht mehr so leicht hat(!!) …” Noch ein Gedanke dazu: So klein der Beitrag der Rest-NATO auch ist, auch dieser wäre dann von den USA mit zu schultern – und zusätzlich weitere Ausgaben um sich gegen die bösen Ex-Vasallen verteidigen. Nach 1 bn$ “Verteidigung” kommt dan 1,5 bn$? Vllt. rüsten sich die USA selber zu Tode? * oh_fein_oh_wie_fein *

      Jaja, ist ja schon gut, man wird doch noch träumen dürfen.

    Antworten

  • Helmut Höft
    31. Januar 2026 @ 09:21

    “… kommen neue Fakten ans Licht. Sie lassen die EU nicht gut aussehen.” Ach Gottchen, Ist ja klar, braucht man ab hier nicht mehr weiterlesen? 😉

    “Die Anleger haben begonnen, US-Staatsanleihen abzustoßen, der Dollar hat deutlich nachgegeben.” Mein reden seit ’33: Lasst den jetzigen POTUS ruhig machen, die Agenda, die dort vorliegt ist so ideologisch, inkonsistent und absolut aus der Zeit gefallen, das kann nur schief gehen … man muss nur warten können.

    “… Helsinki habe vor einer “Scheidung” mit den USA gewarnt” Falsch! Scheidung sofort vollziehen, ohne “Trennungsjahr”! Schmeißt das Pack endlich raus!! (* ruhig_Brauner_ruhig * 😉 )

    Was die USA betrifft bleibe ich dabei: Ruhe bewahren und machen lassen! Den Prozess am ehesten noch durch eine schnelle Scheidung beschleunigen und sich in Ruhe auf den nächsten POTUS vorbereiten (… der es dann auch nicht mehr so leicht hat(!!), die amerikanischen Hegeomieträume aka “America first!” weiterzuträumen).

    Antworten

  • Guido B.
    30. Januar 2026 @ 14:51

    Das Einzige, was die Europäer in Panik versetzt, ist die Tatsache, dass sich der POTUS die Gutmenschen-Maske vom Gesicht gerissen hat und die Welt mit seinem diabolischen Grinsen albtraumisiert. Er trägt die hässliche Fratze des gierigen Kapitalisten mit stolzer Brust zur Schau und prahlt auch noch damit.
    So viel schockierende Ehrlichkeit ist dem woken “Wertewesten”, der sich auf der ganzen Welt als Retter der Menschenrechte und Befreier der Entrechteten aufspielt, dann doch zu viel.
    Kurz: Trump mutet den scheinheiligen Eliten einiges an Selbstbilddemontage zu.
    Was aber bleibt vom Westen übrig, wenn die “Gutmenschen” entlarvt sind, die Maskerade im Arsch ist und jeder die moralische Verkommenheit in seiner ganzen Hässlichkeit besichtigen kann?
    Nichts ausser die Drohgebärde. Sanktionsterror und militärischer Gigantismus. Europa ist kulturell entkernt und setzt wie der Bully im Weissen Haus alles auf die Karte Gewalt. Hier offenbart sich ein Kapitalismus, dem nichts mehr heilig ist. Diese Eliten sind bereit für die Barbarei. Wehe, es stellt sich ihnen ein Anständiger in den Weg!

    Antworten

    • KK
      31. Januar 2026 @ 03:15

      “Das Einzige, was die Europäer in Panik versetzt, ist die Tatsache, dass sich der POTUS die Gutmenschen-Maske vom Gesicht gerissen hat…”

      Hatte er denn jemals eine solche auf?

      Antworten

      • Guido B.
        31. Januar 2026 @ 06:20

        Trump nicht, aber seine Vorgänger.

  • KK
    30. Januar 2026 @ 14:27

    “Man könnte meinen, hier dreht jemand durch…”

    Hier dreht tatsächlich einer durch – aber die EUropäer sind derart abhängig von den USA (nicht nur auf dem so hoch gehängten militärischen Gebiet, sondern fast noch mehr IT-technologisch, hinsichtlich Zahlungsabwicklung – zB keine EUropäische Kreditkarte, kein GesamtEUropäisch funktionierendes System wie PayPal -, in vielen Schlüsseltechnologien EUropas haben US-Investoren massgeblich ihre Finger drin, und nicht zuletzt hat man sich noch in eine Energieabhängigkeit begeben, die eben – weil nur eine Abhängigkeit von vielen – nicht nur noch toxischer ist als die zu Russland, sondern zudem auch noch sehr viel mehr Geld – und Umweltbelastung – kostet), dass sie diesen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind wie ein von eben diesen USA eingeknasteter rechtloser Häftling im Folterlager Guantanamo.

    Antworten

  • Erneuerung
    30. Januar 2026 @ 13:57

    Würden wir die Banderas endlich zum Teufel jagen und die Staatsräson, die den monströsen Zionisten ihre göttliche Sicht zur mörderischen Expansion sichert, abschaffen, dann könnte daran gearbeitet werden, was Europa einmal darstellen wollte: Eine Gemeinschaft mit ähnlichen humanitären und wirtschaftlichen Interessen. Aber das ist genauso utopisch wie die Erfüllung der Trumpschen Hirngespinste ohne massive Zerstörungen weltweit, vielleicht mit Ausnahme Zentralasiens, das ist einfach zu groß. Nun wurde gerade eine 6. Kerze angezündet, nach der Ukraine, Gaza, Iran, Venezuela, Grönland nun Kuba, und fast alle gleichzeitig. Man könnte meinen, hier dreht jemand durch und die Beobachter laufen konfus und ohne Ziel im Kreis herum, bis sie selbst abgeschossen werden, falls die anderen Brocken unverdaulich sind.


  • Info: https://lostineu.eu/groenland-warum-trump-wirklich-eingelenkt-ist/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    31.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: Der Griff nach Venezuelas Öl

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 31. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 31.01.2026


    Der Griff nach Venezuelas Öl


    Die USA greifen nach Venezuelas Öl und suchen damit Energie als Waffe einzusetzen – insbesondere gegen China. Deutsche Außenpolitikexperten warnen vor US-Energiedominanz und dringen auf die Suche nach Alternativen. (Eigener Bericht) – Deutsche Außenpolitikexperten warnen mit Blick auf den US-Überfall&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/der-griff-nach-venezuelas-oel/


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    Der Friedensmarsch nach Jerusalem, der am Samstag, den 31. Januar beginnt, wurde in Triest vorgestellt.


    Am 29. Januar wurde der europäische Friedensmarsch &#8222;Friedensmarsch nach Jerusalem&#8220; der Presse im Haus der Friedens- und Rechtevereinigungen in Triest &#8222;Danilo Dolci&#8220; präsentiert. Verbinden Sie sich mit dem Peacewalk von Europa nach Jerusalem (2026–2027) und helfen Sie uns, es möglich&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/der-friedensmarsch-nach-jerusalem-der-am-samstag-den-31-januar-beginnt-wurde-in-triest-vorgestellt/


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    Von Prävention bis Diplomatie: Friedliche Strategien in der Sicherheits- und Außenpolitik


    Militärische Aufrüstung wird oft als Garant von Sicherheit verkauft – doch wahre Sicherheit entsteht aus Frieden, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit. Dieser Artikel zeigt, wie Prävention, Abrüstung und Diplomatie eine zukunftsfähige Sicherheits- und Außenpolitik gestalten können. Statt Bedrohungen zu bekämpfen, bevor sie&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/von-praevention-bis-diplomatie-friedliche-strategien-in-der-sicherheits-und-aussenpolitik/


     -----------------------


    Bürgerbewegung FAIRNESS JETZT setzt eindrucksvolles Zeichen vor dem Kanzleramt &#8211; „Ist KI sicher für uns?“


    Mit einer weithin sichtbaren, vier Meter hohen Installation und einer klaren Botschaft an die Bundesregierung hat die neue Bewegung FAIRNESS JETZT am Mittwoch, 28. Januar 2026 ihren offiziellen Auftakt in Berlin gemacht. Rund zwei Stunden lang demonstrierten Unterstützer:innen auf dem&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/buergerbewegung-fairness-jetzt-setzt-eindrucksvolles-zeichen-vor-dem-kanzleramt-ist-ki-sicher-fuer-uns/


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    Stofffülle: Weniger ist mehr Was für eine Schule wollen wir?


    Das Schulwesen ist gegenwärtig nicht allein infolge seiner Unterfinanzierung in einem schlechten Zustand. Als problematisch erweisen sich nicht nur grosse Klasse und der Lehrermangel, sondern auch die für den Unterricht massgeblichen schulischen Strukturen. Schüler klagen darüber, dass sie „mit Unterrichtsstoff&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/stofffuelle-weniger-ist-mehr-was-fuer-eine-schule-wollen-wir/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.01.2026

    Schulzeugnis und Versagen in der Schule

    seniora.org, 25.05.20217 Von Friedrich Liebling *, Zürich - aus Monatszeitschrift “Psychologische Menschenkenntnis” 1/1964-65, S. 65 - 71

    30. Januar 2026

    Das Versagen des Kindes in der Schule ist in erster Linie ein erzieherisches Problem: davon sollten alle Eltern ausgehen, die einen «Schulversager» in ihrer Familie haben; sie werden hierdurch lernen, anstelle des «Notenkampfes» und der diesbezüglichen trostlosen Auseinandersetzungen eine für ihr Kind wahrhaft nützliche und fördernde Haltung zu setzen.

    Daher mag man verstehen, daß die Zeugniszeit für viele Kinder dramatische und schicksalshafte Komplikation beinhaltet; es gibt Fälle, bei denen unglückliche Zeugnis-Empfänger das Übermaß an seelischer Spannung durch Erkrankungen abreagieren; andere wieder, die im Elternhause Bestrafungen oder Beschimpfungen für die schlechten Leistungen erwarten, bleiben mit ihrem Zeugnis der Familie fern und müssen mitunter durch Polizeiaufgebot gesucht werden; es sind auch schon tragische Suizidfälle in diesem Zusammenhang vorgekommen.

    Angesichts dieser Umstände mag man die Frage aufwerfen, ob unser traditionelles Notensystem in allen Beziehungen den Anforderungen einer modernen, psychologisch orientierten Pädagogik genügt. Die Erwachsenen machen sich im allgemeinen hierüber wenig Gedanken; selbst diejenigen, die als Kinder unter dem «Notendruck» gelitten haben, kommen selten darauf, dieses Prinzip in seiner Problematik zu sehen. Aus Gründen, die psychologisch verständlich gemacht werden können, neigen sogar die Opfer einer mühsam durchlittenen Schul- und Jugendzeit besonders dazu, von ihren Kindern mit Selbstverständlichkeit erfolgreiche Schulbewältigung zu fordern.

    Es spielen sich dann Szenen im häuslichen Milieu ab, die nur durch die Phantasie des Dichters in ihren traurigen und komischen Aspekten gewürdigt werden könnten: die Personen der Handlung sind dann die enttäuschten, erbitterten Erwachsenen und das gedemütigte Kind, das aus dem Verhalten seiner Erzieher seinen menschlichen und moralischen Schiffbruch ablesen kann. Thomas Mann hat inmitten seiner «Buddenbrooks» im Rahmen eines Schultages des kleinen Hanno eine solche Tragödie aufgezeichnet; die Einfühlung des Künstlers bringt uns die verzweifelte Situation eines Menschenkindes nahe, das auf dem wichtigsten Felde seiner Bemühungen   – d. i. für das Kind die Schule   – versagt hat.

    Die Aufregungen der Eltern über das schlechte Zeugnis sind insofern begreiflich, als es den Lebenserfolg des Kindes als unsicher erscheinen läßt. Die elterliche Liebe und Fürsorglichkeit wird durch derartige Besorgnis mobilisiert und äußert sich dann in zahllosen Versprechungen, Ermahnungen und Drohungen, die beim Kinde vermehrten Einsatz hervorrufen sollen.

    Die Erwachsenen folgen hierbei ihrer Erwachsenen-Logik, indem sie annehmen, daß das schulische Versagen letzten Endes eine Willensfrage sei; würde das Kind nur richtig «wollen», dann müßte es wohl ohne weiteres gehen. Prämien wie Strafen zielen darauf hin, den kindlichen Willen zu wecken; sofern dies nicht gelingt, wird dann, sehr häufig Böswilligkeit beim Kinde angenommen, wodurch dann die elterlichen Erziehungsbestrebungen härteren und unnachsichtigeren Charakter annehmen. Das Ganze endet gar nicht so selten nicht nur in einer schulischen, sondern auch in einer erzieherischen Katastrophe: die Fronten zwischen Kind und Eltern versteifen sich derart, daß schließlich kein Ausweg aus der Misere gefunden wird.

    Ursachen des Versagens

    Die Gründe des Schulversagens sind mannigfaltig, so daß es kaum möglich ist, sie im Rahmen einer kurzen Abhandlung in ihrer Gesamtheit darzustellen. Hier sei lediglich angedeutet, daß organische Störungen der Intelligenz nur in sehr seltenen Fällen die entscheidende Rolle spielen. Organisch bedingter Schwachsinn hat eine derart augenfällige Symptomatik, daß solche Kinder immer frühzeitig erfaßt und einem eigenen Ausbildungsgang zugeführt werden.

    Auch der sogenannte «Begabungsmangel» ist ein problematischer Begriff, der den schulischen Mißerfolg nicht erklärlich macht. Fast immer, wenn ein Schulkind auf einem Gebiet oder in mehreren Fächern versagt, rekurriert man zur vieldeutigen Aussage, es sei hierin eben nicht «begabt»: diese Auskunft ist ebenso vielsagend wie die Antwort des Schülers in einer Szene von Molière, der auf die Frage, warum das Opium einschläfernd wirke, die berühmte Antwort erteilt: «Weil es eine einschläfernde Kraft besitzt!»

    Die psychologische Erfahrung lehrt, daß schlechte Schulleistungen in den häufigsten Fällen nicht auf Intelligenz- und Begabungsmängel, sondern auf erzieherische Fehlhaltungen zurückgeführt werden müssen. Dieser durch die Tiefenpsychologie aufgedeckte Zusammenhang ist bei Schulschwierigkeiten in erster Linie in Rechnung zu stellen.

    Das schlechte Zeugnis, das von vielen Eltern als Anlaß zur Entrüstung gegenüber dem «faulen und böswilligen Kind» genommen wird, sollte eigentlich gerade bei ihnen einen Prozeß der Selbstbesinnung einleiten, ob sie in der Erziehung den richtigen Weg beschritten haben. Diese Selbstkritik ist heutzutage noch selten, und viele ziehen es vor, angesichts des kindlichen Versagens alle möglichen Faktoren anzuschuldigen; es steht jedoch fest, daß das erzieherische Milieu für die Bewährung des Kindes in der Schule dominierend ins Gewicht fällt.

    Man ist sich im allgemeinen nicht im klaren darüber, von welchen seelischen Voraussetzungen die kindliche Intelligenz und damit auch Schulleistung abhängt: oft besteht die Meinung, Intelligenz sei ein isoliertes seelisches Vermögen, das entweder vorhanden sei oder auch nicht.

    In Wirklichkeit sind Klugheit und Lernfähigkeit vielfach determinierte psychische Funktionen. Es ist durchaus möglich, daß ein an sich intelligentes Kind beim Lernen versagt; der Fehler muß dann im gesamtpsychischen Habitus gesucht werden. Dies ist auch die große Problematik aller Testprüfungen, die sich gemeinhin auf einen Teilaspekt der kindlichen Persönlichkeit konzentrieren: wenn dann etwa ein versagendes Schulkind «zur Abklärung» einem Testfachmann zugeführt und von diesem ohne tiefenpsychologisches Rüstzeug in seinen Teilfunktionen (etwa Auffassungsvermögen, sprachlicher Entwicklungsstand, Bewältigung von Aufgaben etc.) geprüft wird, so ergibt die umständliche Testerei nicht viel mehr als schon vorher alle Beteiligten wußten: daß das Kind nämlich Schulschwierigkeiten hat.

    Die einzig gründliche Klarstellung eines Schulversagens jedoch kann unseres Erachtens nur auf dem Boden der Tiefenpsychologie durchgeführt werden; nur wenn das Kind in seiner gefühlsmäßigen Lebenseinstellung, in seinen familiären Umweltbeziehungen und in seiner Selbsteinschätzung genauer erfaßt wird, können die eigentlichen Hintergründe seiner sogenannten «Intelligenzschwäche» und seines mangelhaften Einsatzes in der Schule ermittelt werden.

    Aufmerksamkeit und Lernen

    Die Tiefenpsychologie knüpft an die Befunde der berühmten experimentalpsychologischen Schule von Wilhelm Wundt (1832-1920) in Leipzig an, indem sie erklärt, daß jede Intelligenzleistung eine Funktion der psychischen Aufmerksamkeit ist. Intelligentes Handeln ist nur möglich, wo anhaltendes Interesse entwickelt wird. Es muß daher gefragt werden, unter welchen Bedingungen ein Kind daran gehindert wird, an der Schule und am Lernen echtes Interesse zu nehmen, woraus sich dann der sog. «Intelligenzmangel» folgerichtig ergibt.

    Nach kinderpsychotherapeutischen Erfahrungen sind vermutlich drei Viertel der «dummen Kinder» (wenn nicht noch mehr) ganz einfach solche, die infolge ihrer gesamtpsychischen Konstellation nicht in der Lage sind, die von der Schule geforderte Aufmerksamkeit zu entfalten.

    Sehr häufig findet man diesbezüglich das ängstliche und gehemmte Kind, das durch seine Schüchternheit in der Schule nicht recht heimisch werden kann und das schulische Leben als eine derartige Gefahrensituation erlebt, daß es kaum zu ruhiger Zuwendung zum Lernpensum befähigt ist.

    Angst ist, im Seelenleben des Kindes wie des Erwachsenen, die schlimmste Blockade intelligenten Verhaltens; wo immer wir in Angstzustände geraten, sind wir derart in der Beklemmung, daß alle unsere psychischen Prozesse aus ihren Fugen geraten; ein amerikanischer Psychologe betont mit Recht, daß Angsthaben ungefähr dem Zustand gleicht, in dem man einen Schlag auf den Kopf erhalten hat.

    Nun ist der ängstliche Mensch nicht nur in akuten Prüfungs- und Bewährungssituationen ängstlich: er trägt seine Angst als eine Art «Dauerklima» mit sich herum, ist also ständig wie von einem mehr oder minder massiven Trauma benebelt und kann kaum klar denken und handeln.

    Ängstliche Schulkinder leben in dauernder Furcht vor dem Aufgerufenwerden, empfinden schon den Blick des Lehrers als Tadel und Zurechtweisung, und selbst wenn sie ihre Sache zu Hause recht gelernt und geübt haben, versagen sie, sobald es darauf ankommt, ihre Aufgabe vorzubringen. Dadurch entsteht eine psychische Lähmung, die auch den Lernelan notwendigerweise drosseln muß; Resignation stellt sich ein, die das schulische Training als aussichtslos hinnimmt und schließlich in eine «Scheindummheit» überleitet, welche im Grunde nur durch Angst gestörte Aufmerksamkeit bedeutet.

    Psychogene Dummheit

    Diese ängstlichen Kinder sind Opfer eines erzieherischen Fehlverhaltens im häuslichen Milieu. Schüchternheit und Minderwertigkeitsgefühle eines Kindes zeigen wie ein Spiegelbild die unsachgemässe Haltung der Eltern, die es nicht zustandebringen, ihrem Kinde Lebensmut und Selbstsicherheit einzuflößen. Hierbei können schlechte Eheverhältnisse, die kein kindliches Geborgenheitsgefühl aufkommen lassen, die Hauptursache ausmachen; des öfteren ist es jedoch lediglich die erzieherische Ungeschicklichkeit, die mit besten Absichten und Vorsätzen die kindliche Persönlichkeitsentwicklung zum Scheitern bringt.

    Autoritäre und übergewissenhafte Erzieher z. B. vermitteln früh ihrem Kind den Eindruck, daß «man es ja doch nie recht machen kann»; dieses Gefühl wird in die Schule übernommen, wobei der Lehrer (ob dies nun stimmt oder nicht) als ein ebenso unnachsichtiger und verständnisloser Mensch erlebt wird, wie das Kind seine Eltern empfindet.

    Das unsichere und oft auch unbeteiligt oder gar «gleichgültig» wirkende Auftreten solcher Kinder läßt sie bald in einem problematischen Lichte erscheinen, wodurch sie die Ungunst von Lehrern und Kameraden, die sie im voraus befürchteten, erst nachträglich auf sich ziehen; jedenfalls hat das ängstliche Kind in der Schule eine sehr schlechte Startbedingung, und sein Schulversagen sollte niemals bei den Eltern und den zuständigen Stellen ein negatives «Intelligenzurteil» provozieren, welches nicht selten ein Menschenkind auf Lebzeiten abstempelt; zuerst müßte immer untersucht werden, welche erzieherischen Mißstände der Scheu und Unbeholfenheit zugrundeliegen, worauf sich dann oft Maßnahmen als Hilfsmittel zu äusserst überraschendem Intelligenzwandel erweisen.

    Folgen des verwöhnenden und verzärtelnden Erziehungsklimas

    Andere Formen der «Kinderdummheit», die der Psychotherapeut immer wieder beobachten und in ihrem Pseudocharakter entlarven kann, entstammen dem verwöhnenden und verzärtelnden Erziehungsklima, das sich zumeist als wahre Kinderliebe mißversteht. Ein Kind liebhaben heißt keineswegs, es derart mit Zärtlichkeit zu überschütten, daß seine innere Selbständigkeit erdrückt wird.

    Im Gegensatz zu uralten Vorurteilen muß die psychologische Erfahrung betonen, daß Liebe nicht einfach überschwängliches Gefühl ist: es ist vielmehr ein ernstes und schweres Unterfangen, das mühsam und sorgfältig erlernt werden soll. Liebe zum Kind soll wissend und sehend sein, d. h. sie darf nicht nur dem Kinde Gutes tun wollen, sie muß auch das Gute zur rechten Zeit und in der rechten Art anwenden.

    Verwöhnende Erzieher stellen sich mitunter dem kindlichen Selbständigkeitsdrang entgegen, indem sie unbewußt von seiner Entfaltung befürchten, er werde ihnen das geliebte Kind entfremden; dadurch lernt das Kind nicht, eigene Erfahrungen zu machen, übt seine Fertigkeiten und Geschicklichkeiten nicht ein und findet sich beim Schulanfang schon in einer Gesellschaft von tüchtigeren und rabiateren Gefährten, denen es sich nicht gewachsen fühlt.

    Bei innerlich von einer Erziehungsperson abhängig gemachten Kindern tritt geradezu ein Lähmungsgefühl ein, wenn sie etwas allein und ohne Hilfe fertig bringen sollen; dieses «Dressat», das ihnen der allzu hilfreiche und übergütige Elternteil beigebracht hat, bestimmt die ganze Schulkarriere, welche bei verwöhnten Kindern gar nicht so selten zum Scheitern verurteilt ist.

    Man macht stets die Beobachtung, daß ein stabiles kindliches Selbstwertgefühl die eigentliche Voraussetzung für die kindliche Lernfähigkeit bedeutet. Lebensmut und Selbstachtung jedoch erwirbt nur das Kind, das in geordneten familiären Verhältnissen lebt. Dabei ist nicht nur auf die Beziehung zwischen Kind und Eltern zu achten; auch das Verhältnis der Geschwister untereinander ist von ausschlaggebender Bedeutung. Schon die Eifersucht eines Kindes ist imstande, sein Schulinteresse gänzlich zu unterbinden; wo durch unvorsichtige Haltung der Erzieher etwa ein Kind sich gegenüber seinen Geschwistern benachteiligt oder zurückgesetzt fühlt (auch wenn dies nur eingebildet sein sollte), werden Affekte des Neides und der Verbitterung mobilisiert, die das kindliche Gemüt belasten und verwüsten.

    Das eifersüchtige Gebaren, das sich in Zänkerei und Ausfälligkeiten jeder Art äußern kann, zieht oft die ganze Familie in Mitleidenschaft und ergibt für den Eifersüchtigen selber, dem sein täglicher Kleinkrieg zur wichtigsten Aufgabe seines Lebens wird, einen ungeheuren Kräfteverschleiß, der für Schule und ähnliche Bedeutungslosigkeiten keine Energie mehr übrig läßt.

    Auch hier wiederum ist es müßig, moralisierend und ermahnend eingreifen zu wollen; nur eine therapeutische Hilfe, die sich in der Regel auf alle Beteiligten ausdehnen muß (und überall mäßigend und Verständnis bewirkend eingreifen soll), kann den Kampfplatz einer solchen Familie oder Kinderstube in die Atmosphäre einer wohltuenden Entspannung verwandeln, in der die kindliche Spontaneität und Entwicklungsbereitschaft, welche sich bereits in Opposition verzettelt hat, zu neuem Leben erwachen kann.

    Charakter und Intelligenz

    Das Verhalten des Kindes in der Schule ist ein sensibel registrierender Test seiner psychischen Struktur, der allen künstlichen Testverfahren eindeutig überlegen ist. Daher sollten die Eltern alle Schulschwierigkeiten ihres Kindes möglichst sofort als ein ernstes Anliegen ansehen, dem sie nicht selber mit quacksalberischen Mitteln zu Leibe rücken sollen; ein Schulversagen oder mangelhafte Einordnung in die Klassengemeinschaft oder dem Lehrer auffallende Uninteressiertheit beim Unterricht sind wichtige Zeichen, die eine beginnende Charakterdesorientierung sichtbar machen.

    Diese mit Vorhaltungen, Beschimpfungen, Drohungen und Strafen kurieren zu wollen, ist ebenso sinnvoll, wie wenn man bei einer fieberhaften Erkrankung des Kindes an seinen Willen und seine Einsatzbereitschaft appellieren würde. Wir sind uns noch zu wenig bewußt, daß psychische Störungen dieselbe Dignität besitzen wie materielle Krankheitserreger, welche wir im Mikroskop besichtigen können: sehr oft sind unsere Kinder durch materiell nicht faßbare Nöte aus ihrem Gleichgewicht geworfen, die wie jede andere Not fachmännische Behandlung und genau indiziertes Eingreifen erfordern.

    Die Tragödie der Schulzeugnisse ist weder notwendig noch für irgend einen der Beteiligten förderlich. Die Haltung der Eltern gegenüber ihrem Kinde, welches sein Notenbüchlein nach Hause bringt, sollte allgemein «wohltemperiert» sein; die Zeugnisbesprechung, heute noch der Alptraum zahlloser Kinder und Jugendlicher, sollte in einer freundlichen und unter allen Umständen wohlwollenden Atmosphäre vor sich gehen.

    Die guten Leistungen (oder auch nur die Ansätze hierzu) müssen ausgiebig gelobt und gewürdigt werden; es ist ein Irrtum vieler Eltern, daß sie bei Lob und freundlichem Zuspruch ein Nachlassen der kindlichen Anstrengungen befürchten und so, contre coeur, als die ewig nörgelnden und tadelnden Erwachsenen in Erscheinung treten. In Wirklichkeit ist Aufmunterung der Ansporn zu weiteren Leistungen, beim Kinde wie beim Erwachsenen.

    Schlechte Leistungen sollten, sofern sie den Schulerfolg nicht gefährden, ruhig und sachlich erörtert werden; handelt es sich um konstanten Mißerfolg in einem Fach oder in mehreren Fächern, so ist psychologisch abklären zu lassen, was diesen Fehlschlägen zugrunde liegt. Mit einer einfachen Annahme eines partikulären oder allgemeinen «Begabungsmangels» ist niemandem gedient; die psychologische Untersuchung fördert greifbarere und auch therapeutisch veränderliche Faktoren zutage, die durchaus nicht zu jenem Fatalismus nötigen, welcher im «Begabungsbegriff» meist enthalten ist.

    Das Versagen des Kindes in der Schule ist in erster Linie ein erzieherisches Problem: davon sollten alle Eltern ausgehen, die einen «Schulversager» in ihrer Familie haben; sie werden hierdurch lernen, anstelle des «Notenkampfes» und der diesbezüglichen trostlosen Auseinandersetzungen eine für ihr Kind wahrhaft nützliche und fördernde Haltung zu setzen.


    *Friedrich Liebling Friedrich Liebling

    Friedrich Liebling (1893   – 1982) war Gründer und Leiter der Psychologischen Lehr- und Beratungsstelle Zürich, auch “Zürcher Schule für Psychotherapie” genannt.


    Psychologie, Erziehung, Schule, Schule & Bildung, Sprachentwicklung, Kindererziehung, Vererbung, Psychohygiene, Beziehung, Verwöhnung, Friedrich Liebling




    • Quelle: Der Artikel ist erstmals erschienen in der tiefenpsychologischen Monatszeitschrift “Psychologische Menschenkenntnis” 1/1964-65, S. 65 - 71, Publikationsorgan der Psychologischen Lehr- und Beratungsstelle Zürich.


    Info: https://seniora.org/erziehung/erziehung/schulzeugnis-und-versagen-in-der-schule?highlight=WyJsaWVibGluZyIsImxpZWJsaW5ncyJd


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.01.2026

    Screenshot_2026_01_31_at_00_39_01_Russland_ist_nicht_unser_Feind_Initiative_aus_Anlass_des_85._Jahrestags_des_berfalls_auf_die_Sowjetunion

    f06qo.r.sp1-brevo.net, Seite besucht am 31. Januar 2026, 00:37 Uh

    Liebe friedensbewegte Mitmenschen,
    ich möchte Euch bitten, im 85. Jahr des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion dem Feindbild Russland gemeinsam, laut und deutlich entgegenzutreten und eine entsprechende Initiative zu unterstützen. Der Aufruf dazu steht unten. Die Aktionswochen zu Russland ist nicht unser Feind beginnen mit einem Webinar am 26. Februar, 18:30-20:30 Uhr zum Thema: 22. Juni 1941 aus russischer und deutscher Sicht. Und: Was können wir tun? Einführungen durch Alexander Milyutin, Botschaftsrat, Botschaft der Russischen Föderation, und dem Autor Hauke Ritz. Der Höhepunkt wird eine deutsch-russische politisch-kulturelle Kundgebung in Berlin, möglichst am oder um den 20. Juni - das wäre dann eventuell parallel zu Friedensaktionen, mit denen wir uns verbunden fühlen, wie Aktionen gegen Mittelstreckenraketen, dem großen internationalen Friedenskongress in London oder dem Friedensfest in Dresden.
    Angesichts der aktuell jegliches Völkerrecht brechenden Gewalt stehen friedensbewegte Menschen hierzulande vor Aufgaben, die übergroß erscheinen. Die Gewalt kündet vom Untergang der Welt, die wir kennen; eine neue, friedliche zeichnet sich zwar ab, kann sich aber noch nicht durchsetzen. Eines allerdings können wir mit Sicherheit sagen: Unsere Regierung leistet keinen, sie leistet null Beitrag zum Frieden in unserem Land, auf unserem Kontinent, in der Welt. Das können wir nur selber tun. 
    Konkret steht die Stationierung der US-amerikanischen Mittelstreckenraketen bevor, deren Gefahr völlig unzureichend erkannt bzw. überlagert wird von der angeblich unausweichlichen Kriegstauglichkeit. Auf die wird unser Staat, unsere Gesellschaft zugerichtet mittels eines monströsen Feindbildes. Eben dafür muss - zum wiederholten Mal in der deutschen Geschichte - Russland herhalten.
    Widerstand gegen Aufrüstung, Raketen, Wehrpflicht, kriegstauglichen Staatsumbau und gegen das Feindbild durchdringen einander; auch Solidarität mit Venezuela (Gaza, dem bedrohten Kuba…), gehen in dieselbe Richtung, sie alle verstärken sich gegenseitig.
    In diesem Sinn bitten wir Euch, den Aufruf unten zu unterschreiben, ihn zu verbreiten und mit Leben zu erfüllen. Die dazugehörige Website soll eine Art kollektiver Organisator sein und Ihr die (Mit-)Gestalter: Wir nehmen einander wahr, wir unterstützen einander, wir werden gemeinsam klüger und ausstrahlender.
    Mit solidarischen und Friedensgrüßen
    Christiane Reymann 
    im Namen des Aktivs
    06qo.r.sp1-brevo.net, Seite besucht am 31. Januar 2026, 00:37 Uh06qo.r.sp1-brevo.net, Seite besucht am 31. Januar 2026, 00:37 Uh
    Frieden! Russland ist nicht unser Feind
    Russland soll unser Feind sein. Dieser politischen und medialen Vorgabe widersprechen wir. Feinddenken macht dumm und vereist das Herz. Wie immer Einzelne die aktuelle russische Politik bewerten: Russland ist unser europäischer Nachbar und wird es immer bleiben. Wir wollen in Frieden gut mit ihm zusammenleben.
    Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, hat Deutschland die Sowjetunion überfallen, Wehrmacht und SS haben dort barbarisch gewütet. Dieses Kapitel der deutschen Geschichte wird weitgehend mit Schweigen übergangen. Wir schauen hin, wir vergessen nicht.
    Heute soll Deutschland wieder kriegstüchtig werden - gegen Russland. Auf Russland zielen auch die US-amerikanischen MIttelstreckenraketen, die auf deutschem Boden stationiert werden sollen. Ob ein möglicher Krieg mit ihnen oder mit deutschen Soldaten geführt wird, unter dem Dach der NATO oder von einer Koalitionen der Willigen: Er wäre ein erneutes Menschheitsverbrechen; dieses Mal mit der Gefahr, uns alle zu vernichten. Dagegen leisten wir Widerstand.
    Wir wollen den Reichtum und die Schönheit unseres Kontinents in Geschichte und Kultur erhalten und leben. Dafür sparen wir, mit Bert Brecht, Anmut nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand.
    Unterschriften Name, Zusatz (Funktion und/oder Ort), bitte möglichst mit (Mail-)Adresse
    ­
    Kriegstüchtig? Nicht in unserem Namen
    Viele Menschen, Gruppen und Initiativen sagen bereits: Kriegstüchtig gegen Russland? Nicht in unserem Namen! Lasst uns bundesweit unter dem Dach einer gemeinsamen Website und mit einer deutsch-russischen Politik- und Kulturkundgebung sichtbar machen: Wir sind Viele!
    Unterstützt diese Initiative mit Eurer Unterschrift und macht sie bekannt, berichtet auf der Website (s.u.) von Euren Aktivitäten, lasst Euch durch Hinweise auf Filme, Texte, Vorträge anregen, initiiert Diskussionen zu Fragen, die Euch bewegen. Dafür möchten wir eine Plattform bieten.
    Auf unserer Website könnt ihr den Aufruf direkt über ein Formular unterschreiben:
    'https://www.russlandistnichtunserfeind.de/'
    Auf der Webseite findet ihr ebensfalls eine PDF-Datei um euch den Aufruf herunterzuladen. Etwa um im Freundeskreis Unterstützer für den Aufruf zu gewinnen. Diese PDF-Datei könnt ihr ebenfalls hier direkt downloaden:
    PDF-Datei mit dem Aufruf
    Schickt uns diese dann bitte über unsere Mailadresse oder auch per Post:

    'kontakt@russlandistnichtunserfeind.de'Postadresse: Frieden! Haus der Demokratie, Greifswalderstr. 4, 10405 Berlin
    ­
    Wer wir sind?
    In der ersten Phase des Zusammenfinden bis Ende Januar haben sich bereits 200 Engagierte und Gruppen als Unterstützer dieser Initiative zusammengefunden. Unter ihnen befinden sich Autoren, Journalisten und Publizisten. Wissenschaftler und Juristen. Musiker und Politiker. Etliche Initiativen sowie Aktivistinnen und Aktivisten aus politischen Bewegungen. In einigen Tagen wird dazu auf unserer Webseite eine Übersicht erscheinen.
    ­
    Webinar am 26. Februar 
    18:30 bis 20:30 Uhr
    22. Juni 1941 aus russischer und deutscher Sicht. Und: Was können wir tun?
    Einführungen durch Alexander Milyutin, Botschaftsrat, Botschaft der Russischen Föderation, und dem Autor Hauke Ritz.
    Um an dem Webinar teilzunehmen, müsst ihr euch über den folgenden Link anmelden und registrieren. Unmittelbar danach wird euch ein individueller Zugangslink per Mail zugestellt, über den ihr euch am 26. Februar kurz vor 18:30 Uhr in die Veranstaltung einwählen könnt.
    Registrationslink Webinar am 26. Februar 2026
    ­
    Infobrief bestellen
    Um weitere Informationen zu diesen Aktivitäten zu erhalten, könnt ihr unseren Infobrief bestellen. Dieser wird in unregelmäßigen Abständen über den Fortgang dieser Aktivitäten informieren.
    Solche Bestellungen müssen aus datenschutzrechtlichen Gründen über ein besonderes Opt-In-Formular erfolgen. Dieses Formular ist über einen Button ebenfalls auch auf unserer Webseite verlinkt.
    Infobrief bestellen
    ­
    Russland ist nicht unser Feind
    Adresse: FRIEDEN! Haus der DemokratieGreifswalder Straße 4 // 10405 Berlin
    Mail-Adresse: kontakt@russlandistnichtunserfeind.de

    Info: https://f06qo.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/1t6AVsd2XFnIG8WxAj7GZExIP0ZlFI/N3Scp5l_CUlH


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    30.01.2026

    Offener Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags -zur Weiterleitung empfohlen

    aus e-mail von Karin Gerlich, 30. Januar 2026, 13:27 Uhr


    zur Kenntnis und mit der Bitte, zur Weiterleitung!


    Grüße Karin Gerlich


    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Offener Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags

    -zur Weiterleitung empfohlen

    Datum: Fri, 23 Jan 2026 16:44:25 +0100

    Von: Jürgen Soppa <juergen.soppa@arcor.de>

    An: Jürgen Soppa <juergen.soppa@arcor.de>



    Liebe Friedensbewegte aus Oberhausen und Umgebung,


    das Friedenspolitische Forum Oberhausen hat sich bei seinem letzten

    Treffen entschlossen, einen offenen Brief zum Positionspapier *„Den

    Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“ *an die Parlamentarier des

    Deutschen Bundestag zu senden, dies mit der folgenden Bitte versehen:


    *„Konkret bitten wir Sie darum, auf geeignete Weise dafür zu sorgen,

    dass das aktualisierte und am 5. Januar 2026 erneut publizierte

    Positionspapier „Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“ von

    Prof. Dr. Peter Brandt, Prof. Dr. Hajo Funke, Dr. Johannes Klotz,

    General a.D. Harald Kujat, Michael von der Schulenburg und Prof. Dr.

    h.c. Horst Teltschik möglichst in Anwesenheit seiner Autoren im

    Bundestag oder in dessen Gremien in aller Öffentlichkeit mit gebotenem

    Respekt als Alternative zur bisherigen Kriegsertüchtigungspolitik der

    Bundesregierung vorgestellt und sachlich diskutiert wird.“*


    Die Verfasser des Positionspapiers wurden ebenfalls auf diesem Weg

    benachrichtigt.


    Im Anhang sende ich den offenen Brief und das Positionspapier, das wir

    heute ebenfalls an die MdB aus unseren Wahlkreisen *per Briefsendung*

    verschickt haben. Wir hoffen sehr, das eine ausreichende Zustimmung für

    eine Befassung im Bundestag zustande kommen wird.


    Mit freundlichen Grüßen


    Jens Carstensen                             Gudrun Havemann Jürgen Soppa


    Screenshot_2026_01_30_at_23_10_15_Microsoft_Word_Dokument1_Offener_Brief_an_MdB.pdf

    Screenshot_2026_01_30_at_23_10_47_Microsoft_Word_Dokument1_Offener_Brief_an_MdB.pdf

                                                                        _ ___ _


    Screenshot_2026_01_31_at_00_12_47_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf


    Screenshot_2026_01_31_at_00_15_36_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf


    Screenshot_2026_01_31_at_00_20_11_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf


    Screenshot_2026_01_31_at_00_22_45_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf

    Screenshot_2026_01_31_at_00_24_40_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf


    Screenshot_2026_01_31_at_00_26_27_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf


    Screenshot_2026_01_31_at_00_29_24_Microsoft_Word_Friedenverhandlungen_Vorschl_ge_fin_Verhandlungsvorschlag_zur_friedlichen_Lo_sung_de_Ukrainekrieges_Kujat_u.a._1.pdf


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    30.01.2026

    [netzwerk-verdi] Erfolgreiches Netzwerktreffen in Kassel

    aus e-mail von Karin Gerlich, 30. Januar 2026, 13:27 Uhr

    Liebe Kolleginnen und Kollgen,


      hier eine Zusammenfassung des verdi netzwerkes zur Klausurstrategie

    zur Ktn.


      Da es finanzielle Engpässe gibt, wird auch um einen Ausgleich per

    Spende gebeten.


      Grüße Karin Gerlich



    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: [netzwerk-verdi] Erfolgreiches Netzwerktreffen in Kassel

    Datum: Thu, 29 Jan 2026 14:20:01 +0100

    Von:

    Antwort an: at@solidaritaet.info

    An: netzwerk-verdi@lists.riseup.net



    Liebe Kolleg*innen,


    hiermit sende ich euch einen ersten Bericht von unserem Treffen in

    Kassel, das alle Beteiligten als gut und erfolgreich empfanden. Die

    Abschlusserklärung und Aktualisierung unserer Plattform sende ich

    alsbald zu. Leider hatten wir aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen

    oder auch Nichtteilnahme ohne Absage Mehrkosten. Es wäre toll, wenn

    Kolleg*innen, noch eine kleine Spende machen könnten, damit wir das

    besser ausgleichen können. Überweisungen gehen an:


    Torsten Sting, Stichwort "Netzwerk"


    DE46 1305 0000 1040 4630 41


    Hier der Bericht:


    *Erfolgreiches bundesweites Netzwerk-Treffen*


    Das „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“lud am 24.

    und 25. Januar zu einem Treffen für Kolleg*innen aus dem gesamten

    Bundesgebiet ein. Dreißig in betrieblichen und gewerkschaftlichen

    Gremien aktive Kolleg*innen aus mindestens 11 Städten (u.a. Berlin,

    Essen, Hannover, Kassel, Köln, Lemgo, Mainz, München, Münster, Nürnberg

    und Stuttgart) nahmen teil.


    /von René Arnsburg, Mitglied im Fachbereichsvorstand A, verdi

    Berlin-Brandenburg*/


    Zu Beginn wurde über die internationalen Entwicklungen gesprochen, die

    auch auf die Lage der Arbeiter*innenklasse in Deutschland große

    Auswirkungen haben.


    *Militarisierung und Sozialabbau *


    In Zeiten zunehmender Konkurrenz zwischen den imperialistischen

    Großmächten will auch Deutschland seine Position durch zunehmende

    Militarisierung behaupten. Das erhöht den Druck auf die Beschäftigten in

    Deutschland, die nicht nur für Rüstungsprojekte zahlen sollen, sondern

    auch für die Folgen kapitalistischer Krisen. Während die Gewerkschaften

    die größten Organisationen der Arbeiter*innenklasse sind und dafür

    geschaffen wurden, die Interessen der Kolleg*innen durch kollektives

    Handeln wie Streiks zu verteidigen, lassen sich die

    Gewerkschaftsführungen in Form der Sozialpartnerschaft in die Politik

    der Regierung einbinden. Sozialkürzungen, Angriffe auf soziale

    Errungenschaften, Rente, Arbeitszeit stehen auf der Tagesordnung.


    Die Gewerkschaftsführungen lehnen die geplanten Maßnahmen des

    Sozialabbaus zwar ab, jedoch stellen sie nicht grundlegend die massive

    Aufrüstung und Militarisierung in Frage. Die von der DGB-Vorsitzenden

    Fahimi im Herbst 2025 in Aussicht gestellten „Streiks gegen die

    marktliberale Politik“ wie auch große Proteste, wie vom

    ver.di-Vorsitzenden Frank Werneke angekündigt, hat es bisher nicht

    gegeben. Diese müssten jetzt aber mit großer Dringlichkeit vorbereitet

    werden!


    Angesichts dessen haben die Teilnehmer*innen darüber diskutiert, wie sie

    die Debatte über einen notwendigen Kurswechsel in ver.di vorantreiben

    können.


    *Vorhaben*


    Im Rahmen der gerade anlaufenden ver.di-Organisationswahlen wollen sich

    Unterstützer*innen des Netzwerks mit Initiativen und politischen

    Anträgen auf Konferenzen bis hin zum Bundeskongress und in

    ehrenamtlichen Vorständen einbringen. Es gibt bereits eine

    Musterresolution für den Aufbau des Widerstands gegen die geplanten

    Grausamkeiten der Bundesregierung. Eine weitere Musterresolution gegen

    Militarisierung wird diskutiert. Zudem sollen Anträge zum politischen

    Streik, zur Tarifpolitik- und Strategie und anderen Punkten in den

    nächsten Wochen kollektiv erarbeitet werden. Dazu werden Online-Treffen

    organisiert. Am Ende des Treffens wurde eine Abschlusserklärung

    verabschiedet, in der konkret auch die Herausgabe eines regelmäßigen

    Newsletters beschlossen wurde. Dafür, wie auch andere Aspekte

    (beispielsweise die Verbesserung des Webseitenauftritts) wurde

    beschlossen, auch regelmäßige Spenden einzuholen. Die Teilnehmenden

    sprachen sich für die Organisierung eines bundesweiten Präsenztreffens

    2027 aus. Zudem wurde ein Soli-Foto mit Grüßen an die Kolleg*innen der

    Vivantes-Töchter in Berlin geschickt, die sich aktuell in einer harten

    Tarifauseinandersetzung befinden.


      *


        Funktionsangabe dient nur zur Kenntlichmachung der Person


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.01.2026

    Schweizer Delegation stösst mit Kuhglockengeläut Dialog mit Russland an

    Screenshot_2026_01_30_at_22_52_58_Schweizer_Delegation_st_sst_mit_Kuhglockengel_ut_Dialog_mit_Russland_an

    Freundschaft mit Russland - am 26. Januar 2026 in Moskau

    Schweizer Delegation stösst mit Kuhglockengeläut Dialog mit Russland an

    Eine Schweizer Reisedelegation reist mit Kuhglocken nach Moskau, demonstriert für einen Dialog mit Russland - und wird vom neuen Schweizer Botschafter in Moskau Jürg Burri empfangen - ein gutes Zeichen.

    Peter Hänseler

    Fr. 30 Jan 2026 13

    Vital Burger organisierte eine Reise der besonderen Art - er führte eine Reisedelegation nach Moskau, welche für einen Dialog mit Russland demonstrierte. Am 26. Januar um 14.30 setzte sich der Demonstrationszug bei der im Zentrum Moskaus gelegenen Metrostation Tschistyje Prudy in Bewegung - Richtung Schweizer Botschaft.


    Screenshot_2026_01_30_at_22_56_34_Schweizer_Delegation_st_sst_mit_Kuhglockengel_ut_Dialog_mit_Russland_an

    Vital Burger wird von RT-DE interviewt.


    er in Moskau, Jürg Burri, empfing die Schweizer Delegation mit Freuden und lud diese zu einer einstündigen Gesprächsrunde mit nachfolgendem Apéro ein.


    Screenshot_2026_01_30_at_22_57_54_Schweizer_Delegation_st_sst_mit_Kuhglockengel_ut_Dialog_mit_Russland_an

    Schweizer Botschafter in Russland, Jürg Burri, ist zum Dialog bereit. - Bild: EDA


    In der Diskussionsrunde wurden Meinungen und Standpunkte offen ausgetauscht.

    Der neue Schweizer Botschafter ist dazu verpflichtet, sich im von Bern definierten Spielraum zu bewegen. Dieser ist klein. Die Schweiz verfolgt die anti-russische Linie Brüssels konsequent und hat nahezu alle EU-Sanktionen übernommen, mit Ausnahme der Sanktionen gegen Journalisten. Damit setzt Bern ein Zeichen für die Meinungsfreiheit. Die Sanktionen gegen Thomas Röper und Alina Lipp etwa wurden im Mai 2025 nicht übernommen. Darüber berichteten wir in den Artikeln „EU sanktioniert deutsche Journalisten” und „Die Schweiz zieht Grenzen und macht bei der Verfolgung von Journalisten nicht mit”.

    Jacques Bauds Fall ist ausserordentlich: Der absolut objektive Schweizer Militäranalyst und Oberst im Generalstab a.d., der in seiner Karriere nie Partei für irgendeine Konfliktpartei ergriffen hat, wurde von der EU vollkommen grundlos sanktioniert. Die Gründe basieren auf Lügen, wie aus den nichtöffentlichen sogenannten „Working Papers” der EU hervorgeht. Eine Hexenjagd auf einen 71-jährigen Schweizer Patrioten. Wir haben vielfach darüber berichtet, letztmals am 11. Januar in "Causa Jacques Baud – Bern protestiert bei der EU!" als Bern nach sage und schreibe 26 Tagen in Brüssel protestierte - reichlich spät und wohl unter dem Druck der Schweizer Weltwoche und vieler alternativer Medien, unter anderem aus den USA. Auch der berühmte Judge Napolitano interviewte Jacques Baud.

    Der russische Staatssender RT-DE berichtete über den Umzug (auf deutsch), lassen Sie sich von den eingefangenen Bildern und Tönen inspirieren!


     

    Analyse Interview Video Baud, Jacques Burri, Jürg Burger, Vital EU Schweiz Napolitano, Andrew

    13 Kommentare zu
    «Schweizer Delegation stösst mit Kuhglockengeläut Dialog mit Russland an»


    Roger Mitchell Fr. 30 Jan 2026, 10:57

    “I like to believe that people in the long run are going to do more to promote peace than our governments. Indeed, I think that people want peace so much that one of these days governments had better get out of the way and let them have it.”
    ― Dwight D. Eisenhower, 1959

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    Andreas Müller Fr. 30 Jan 2026, 11:00

    Dies wäre mein Wunsch als Auslandschweizer Bürger das sich unser Botschafter Jürg Burri in Moskau, Russland auch für unsere Schweizer Bürger & Unternehmungen selbstbewusst & positiv mit dem gegenseitigen Respekt diplomatisch auch unsere Interessen einbringt ohne sich der EU & NATO & USA Agenda zu unterwerfen.

    Zur Erinnerung Russland war niemals unser Feind siehe Geschichte.

    Als die Grossmächte sich in den Schweizer Alpen bekämpften https://share.google/dmXbr2GC0PvzzRoBs

    Suworow-Denkmal – Wikipedia https://share.google/ENqfZMVYwgg7vvOEX

    Freundschaft mit Russland ist schon längst angesagt, auch das aufheben von all den illegalen Sanktionen, dem Beschlagnahmen von russischen Vermögenswerte muß ein Ende haben damit auch die Sicherheit auf privater Eigentum gewährleistet ist um auch die Schweiz wieder dahin zurück zu führen was einmal die guten Werte waren

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    Antwort auf J.Blumer Fr. 30 Jan 2026, 11:44

    Genau Herr Müller

    "die Schweiz wieder dahin zurück zu führen was einmal die guten Werte waren "

    Ich bezweifle aber , dass diese Einsicht in Bern Gehör findet !

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    Paolo Martinoni Fr. 30 Jan 2026, 11:24

    Von der Initiative von Herrn Vital Burger erfahre ich mit grosser Freude, ich danke ihm dafür!

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    Paolo Martinoni Fr. 30 Jan 2026, 11:31

    In Bezug auf Jacques Baud und die übrigen Opfer des EU-Wahns schreibt Oskar Lafontaine treffend in der aktuellen WW-Ausgabe:

    "Ein empörendes Beispiel, in welchem Ausmass freie Meinungsäusserungen unterdrückt werden, sind die Sanktionen des EU-Ministerrates gegen Einzelpersonen, die in einem einmaligen Akt der Willkür, ohne rechtliches Gehör und Gerichtsverfahren, wie im Mittelalter für vogelfrei erklärt werden. Die Vermögenswerte werden eingefroren, die Konten gesperrt, die Sanktionierten dürfen in der EU nicht mehr reisen, und niemand in der EU darf diesen Menschen Geld oder wirtschaftliche Vorteile verschaffen. Derartige staatliche Willkür hat man lange Zeit für unmöglich gehalten ... Eine neue Art von Faschismus, so scheint es, kommt auf leisen Sohlen. Der Geist der Aufklärung ist nicht mehr lebendig".

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    J.Blumer Fr. 30 Jan 2026, 11:37

    Vielen Dank an Herrn Hänseler und Vital Burger für diese organisierte
    Reise nach Moskau . Auch ich habe im Herbst 2024 eine Reise mit
    Vital Burger über Kaliningrad , St. Petersburg und Moskau teil-
    genommen . Es war sehr beeindruckend und bestens organisiert .
    Ich hoffe Vital Burger organisiert weiterhin schöne Reisen nach
    Russland , dass möchlichst viele Leute das alles mal mit eigenen
    Augen sehen können ! Mal von der Russenhass- Gesellschaft weg !

    Der Schweizer Botschafter , Herr Burri , wird wohl an der
    schweizerischen Politik , die in Bern "gebastelt " wird , man kann
    es nicht anders nennen , nichts ändern .
    Die schweizerische Bevölkerung wird weiterhin auf den
    bösen Russen eingestimmt , von Politikern , die anscheinend die
    Geschichte ab 1985 mit Gorbatschow , was der Ukrainekrieg
    betrifft , nicht kennen oder nicht kennen wollen . Da frage ich mich :
    wie sind solche Politiker informiert , ich nenne es dressiert worden ?

    Was die Geschichte mit J.Baud betrifft : man braucht sich nicht
    zu wundern , die schweizerische Politik gehört zur westlichen ,
    heilen und unfehlbaren " Wertegemeinschaft " .Dazu ist jeder
    Kommentar sonst überflüssig .

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    Antwort auf beat schaller Fr. 30 Jan 2026, 14:47

    Ja, Herr Blumer, ein Tropfen auf den heissen Stein! Immerhin, es ist ein Anfang. Ich hatte selbst mit und kann nur sagen, dass diese Kontakte allesamt kompetent, hilfreich und gut waren und zwar so, wie sie seinesgleichen heute noch suchen müssen. Seit der "militärischen Sonderoperation" verfolge ich die Situation in RU und Uk täglich. Täglich könnte ich mich vor Scham für das westliche Verhalten verkriechen. Vielleicht ist diese Aktion ansteckend. Bravo auf jeden -Fall. b.schaller

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf J.Blumer Fr. 30 Jan 2026, 16:13

    So ist es , Herr Schaller , wenigstens ein Anfang , das gibt schon
    Hoffnung dass die Schweizerischen Regierungen künftig
    sich so verhalten wie man es von einer neutralen Regierung
    erwartet muss . Momentan ist noch alles , auch der Kauf von
    Kriegsgeräten , nach dem "Westen " ausgerichtet .
    Mit Neutralität hat das schon länger nichts mehr zu tun .

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    Herbert Fr. 30 Jan 2026, 11:39

    Einfach nur TOP! Ziehe den Hut vor soviel Eigenverantwortung und Mut!

    Auf diesen Kommentar antworten

    Willy Wahl Fr. 30 Jan 2026, 12:43

    Einfach nur erfreulich, dankens- und bewundernswert, die Initiative von Vital Burger und der freundlich-friedlichen, vielleicht auch revolutionären schweizer Mitbürger, die den Mut hatten mit Kuhglocken die "bösen Geister" zu vertreiben, die sich im schweizer Bundeshaus und vor allen in den kriegsgeilen deutschen und EU-Politikstuben ausgebreitet haben, zu vertreiben! Meine Frau und ich sind in Gedanken gerne bei dieser Aktion in Moskau dabei und übernehmen den Beitrag mit Dank an Peter Hänseler sogleich auf seniora.org

    Auf diesen Kommentar antworten

    marina landwehr Fr. 30 Jan 2026, 13:05

    Dear Peter Hanseler, many thanks for this encouraging news. I am very pleased that there are people in Switzerland who are not affected by the vicious propaganda campaign unleashed in Europe by those who would like to see Russia weakened and subdued. I believe in the common sense and goodwill of the Swiss people, and I am touched by the fact that this particular group of people took the trouble to come to Moscow and organise this procession in Chistye Prudy.

    Please keep us updated about the Jacques Baud situation. This case made me so very angry with the european bureacrats.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Andreas Mathys Fr. 30 Jan 2026, 14:24

    Sehr gut gemacht, bravissimo!
    Die Spezialoperation Russlands der Ukraine gegenüber, ist von der Delegation dem Botschafter wohl auch angesprochen worden und dabei hoffentlich auch die eminent wichtige Vorgeschichte des Konflikts. Diese wird von unsern Leitmedien unverständlicher- und beschämenderweise in der Berichterstattung ja ständig ausgeblendet.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Gabi Fr. 30 Jan 2026, 17:24

    Dass ist so schön! Mir wird ganz warm ums Herz. Es ist eine super Aktion an ich gerne dabei gewesen wäre! Grosses Dankeschön an alle Anwesenden!

    Auf diesen Kommentar antworten



    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/schweizer-delegation-stsst-mit-kuhglockengelut-dialog-mit-russland-an


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.01.2026

    TransformationWas der Mittelstand braucht, um seine Klimaziele zu erreichen

    makronom.de, vom 29. Januar 2026, FRIDERIKE WELTER & HANS_JÜRGEN WOLTER, Deutschland

    Der Mittelstand steht grundsätzlich hinter dem Klimaschutz, scheitert aber zunehmend an hohen Energiepreisen, fehlender Planungssicherheit und überbordender Bürokratie. Statt kleinteiliger Ge- und Verbote braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der auch volkswirtschaftlich effizient ist.


    Bild: Manny Becerra via Unsplash


    „Drill Baby, Drill” – unter diesem Motto zielt US-Präsident Donald Trump darauf ab, möglichst vielen Staaten fossile Brennstoffe zu verkaufen. Klimaschutzmaßnahmen spielen für ihn keine Rolle. In Deutschland und in der Europäischen Union werden hingegen seit geraumer Zeit die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Dekarbonisierung geschaffen.

    Im Gegensatz zum US-Präsidenten stehen die Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer der ökologischen Transformation prinzipiell positiv gegenüber: So zeigt sich bei unseren Befragungen immer wieder, dass sie nicht nur eine hohe Verantwortung gegenüber ihrer Belegschaft empfinden, sondern auch gegenüber Gesellschaft und Umwelt.

    Die – im internationalen Vergleich – sehr ambitionierte Klimapolitik Deutschlands hat jedoch in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viele mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer inzwischen bei der Umsetzung der ökologischen Transformation zurückhaltender agieren. Ursächlich hierfür sind nicht nur die deutlich höheren Energiepreise als in den anderen Staaten, sondern auch das Sammelsurium an nicht aufeinander abgestimmten Klimaschutzmaßnahmen: Neben umweltökonomischen Elementen wie dem Zertifikatehandel schränken eine Vielzahl an ordnungsrechtlichen Ge- und Verboten sowie Berichtspflichten die Stärken des Mittelstands ein, individuelle, kreative Lösungen zu entwickeln.

    Zugleich bindet die umfangreiche „Compliance”-Bürokratie finanzielle und personelle Ressourcen, ohne die CO2-Belastung unmittelbar zu reduzieren. Auch werden die Ge- und Verbote vielfach als Zeichen staatlichen Misstrauens wahrgenommen, was zusätzlich der intrinsischen Motivation der Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer entgegenwirkt.

    Aus klimapolitischer Sicht mögen die gesetzlichen Einzelmaßnahmen sinnvoll gewesen sein, volkswirtschaftlich effizient waren sie jedoch nicht: Vielmehr schwächen sie in der aktuellen Weltwirtschaftslage noch zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit der Familienunternehmen. Gedient ist damit weder der deutschen Volkswirtschaft noch dem ökologischen Transformationsprozess. Eine Politik, die möchte, dass der Mittelstand die Klimaschutzziele erreicht und zugleich wettbewerbsfähig bleibt, sollte daher die ökologische Transformationspolitik ganzheitlich durchdenken und den Unternehmen Planungssicherheit gewährleisten. Nur dann können die Vorteile des Mittelstands wie Flexibilität, kurze Entscheidungswege und Kreativität bei der Entwicklung von individuellen Unternehmenslösungen zum Tragen kommen.

    Um ein Beispiel zu nennen: Durch das EU Emissions Trading System werden treibhausgasbasierte Produktionsverfahren zukünftig schrittweise teurer. Da das System aktuell nur in Europa gilt, werden europäische Unternehmen daher nur dann umfangreiche Investitionen vornehmen, wenn sie über ausgeprägte Wettbewerbsvorteile verfügen, die sich auch unter der Zielvorgabe der Klimaneutralität aufrechterhalten lassen und die die preislichen Nachteile kompensieren. Unternehmen, bei denen dies nicht der Fall ist, werden entweder ihr Geschäftsmodell modifizieren, ihre Geschäftstätigkeit außerhalb der EU verlagern – oder schließen.

    Um das zu verhindern, plant die EU die Einführung eines Grenzausgleichsmechanismus. Mit diesem sollen, analog zum Umsatzsteuersystem, Exporte in Drittstaaten ent- und Importe aus diesen belastet werden. Dies wäre nicht nur mit zusätzlicher Bürokratie für die mittelständischen Unternehmen verbunden, sondern könnte auch die vorhandenen protektionistischen Bestrebungen in anderen Staaten verstärken.

    Sinnvoller wäre es daher, die Einnahmen aus der einheitlichen Bepreisung von Treibhausgasemissionen pauschal an die Unternehmen zurückzugeben, die am jeweiligen Emissionshandel teilnehmen. Alternativ könnten aber auch den Marktteilnehmern Emissionszertifikate im Rahmen von Emissionshandelssystemen kostenfrei zugeteilt werden. Schließlich ist es für die Unternehmen irrelevant, ob die CO2-Emissionen reale Kosten durch die Ersteigerung von Zertifikaten verursachen oder durch Opportunitätskosten in Form entgangener Gewinne erreicht werden, die durch nicht verkaufte, kostenlos zugeteilte Zertifikate entstehen. Im Hinblick auf die finanzielle Belastung der Unternehmen unterscheiden sich beide Varianten aber deutlich.

    Generell förderlich wäre es für die Unternehmen, wenn der Zeitraum für die Umsetzung der ökologischen Transformation gestreckt würde, damit die mittelständischen Unternehmen in der Lage sind, alle notwendigen Investitionen umzusetzen. Schließlich müssen auch die Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle, die oft über viele Jahrzehnte entwickelt wurden, mit großem Aufwand und unter erheblichen Risiken neu aufgebaut werden.

    Wohlbemerkt, es steht außer Zweifel, dass das erklärte Ziel der grünen Transformation mit Belastungen und Umbrüchen für den Mittelstand verbunden ist. Doch unilaterale Wege sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene führen eher zu volkswirtschaftlichen Nachteilen, als dass sie Vorbildcharakter für andere Industrienationen haben. Es kann nicht politisches Ziel sein, dass die De-Industrialisierung in Deutschland voranschreitet, klimabelastende Produktion in Staaten mit geringeren Standards verlagert wird und anschließend die Güter reimportiert werden. Eine solche Klimapolitik, die Wohlstandsverluste, Arbeitsplatzverluste und soziale Umverteilungswirkungen nicht berücksichtigt, würde jegliche Akzeptanz verspielen – nicht nur in der mittelständischen Wirtschaft.

     

    Zu den AutorInnen:

    Friederike Welter ist Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und Professorin an der Universität Siegen.

    Hans-Jürgen Wolter ist Projektleiter im IfM Bonn.


    Info: https://makronom.de/was-der-mittelstand-braucht-um-seine-klimaziele-zu-erreichen-50618?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=was-der-mittelstand-braucht-um-seine-klimaziele-zu-erreichen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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