aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 5. Februar 2026, 8:38 Uhr
Liebe Friedensinteressierte,
nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen
in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema
Militarisierung - auch heute mit dem Hinweis, dass ich
nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme,
die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
2. Eurotopics: Ukraine: Angriffe auf den Energiesektor ausgesetzt?
3. Länder-Analysen: Russland–Analysen - Kriegsverlauf und Folgen - Eliten
4. IPG: Neujustierung der Macht In der Endphase des Kriegs stärkt Präsident Selenskyj die Sicherheitsarchitektur –
und bereitet die Ukraine auf eine heikle Übergangsphase vor.
5. n tv: Zeltstädte für Palästinenser - Israel errichtet bewachte Lager im Gazastreifen
6. Deutsche-Juristinnen: Resolution des Gaza Tribunals Berlin 2025
7. IPG: Kein bisschen Frieden Trumps Gaza-Plan ist politisches Schauspiel.
Europa muss stattdessen auf die Vereinten Nationen und palästinensische Selbstbestimmung setzen.
8. Eurotopics: Steht eine US-Attacke auf den Iran bevor?
9. n tv: Am kommenden Freitag USA und Iran planen Gespräche im Oman über iranisches Atomprogramm
10. WiSo: Illegales Mexikogeschäft - Heckler & Koch wehrt sich weiter gegen BGH-Urteil
11. aufschrei-waffenhandel: Materialien für Aktionen gegen Rüstungsexporte
12. IPPNW: New-START-Vertrag läuft aus
13. ZDF: Post von der Bundeswehr: Wenn der Musterungsbrief im Briefkasten landet
14. AFK: Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung:
die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Forschung
——
1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
https://www.n-tv.de/politik/17-42-Russland-verurteilt-Komiker-wegen-Witzes-ueber-Kriegsveteranen-zu-langer-Haft-article23143824.html
04.02.2026
Ukraine-Krieg im Liveticker(…)16:57 Berichte: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi für heute beendet Unterhändler Russlands und der Ukraine haben ukrainischen Berichten
zufolge ihre Verhandlungen unter US-Vermittlung in Abu Dhabi beendet.
Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am
Donnerstag fortgesetzt werden, melden mehrere Medien unter Berufung
auf den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine.
Inhaltliches ist bisher nicht bekannt gegeben worden. Der ukrainische
Verhandlungschef Rustem Umjerow hatte zuvor von einem möglichen
Gefangenenaustausch gesprochen.
(…)
12:33 Kreml-Sprecher: Russlands Verhandlungs-Position unverändert
Die Regierung in Moskau hält zu Beginn einer neuen Runde von
Friedensgesprächen in Abu Dhabi an ihren Forderungen fest. Russische
Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die
Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe,
sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Die russische Position sei unverändert. Die Ukraine lehnt die
russische Forderung ab, auf die gesamte östliche Region Donezk zu
verzichten. Dort hat die Ukraine eine ihrer stärksten
Verteidigungslinien aufgebaut.
11:57 Trilaterale Gespräche in Abu Dhabi starten
Die Verhandlungen zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten von
Amerika und Russland über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges haben
in den Vereinigten Arabischen Emiraten begonnen. Das teilt Rustem
Umerow, der den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet, auf den
sozialen Medien mit.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr sprechen Vertreter der Staaten in Abu
Dhabi miteinander. Nach Dreiergesprächen treten getrennte Gruppen
zusammen, um sich abzustimmen, wie Umerow schreibt. Dem ukrainischen
Unterhändler zufolge soll es daraufhin noch einmal eine
"Synchronisation" der Verhandlungspartner der drei Staaten geben.
"Wir arbeiten im Rahmen der klaren Richtlinien von Präsident Wolodymyr
Selenskyj, um einen würdevollen und dauerhaften Frieden zu erreichen."
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siehe auch:
https://www.reuters.com/world/putin-envoy-dmitriev-travel-miami-meet-members-trump-administration-sources-say-2026-01-30/
Putin-Gesandter Dmitriev reist nach Miami, trifft Mitglieder der Trump-Regierung, sagen QuellenVon Reuters
Januar 30, 2026 19:07 GMT+1
MOSKAU, 30. Januar (Reuters)
Der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin,
Kirill Dmitriev, wird am Samstag zu Treffen mit Mitgliedern der
USA (Anm. von C. Ronnefeldt: gemeint ist die US-Regierung)
nach Miami reisen. (…)
——
2. Eurotopics: Ukraine: Angriffe auf den Energiesektor ausgesetzt?
https://www.eurotopics.net/de/352145/ukraine-angriffe-auf-den-energiesektor-ausgesetzt?pk_campaign=et2026-01-30-de&pk_kwd=352145
30. Januar 2026Ukraine: Angriffe auf den Energiesektor ausgesetzt?
Russland hat laut Donald Trump zugestimmt, für eine Woche keine
ukrainischen Städte mehr anzugreifen. Er habe Wladimir Putin darum
wegen der extremen Kälte in der Ukraine gebeten, so Trump.
Der Kreml kommentierte dies nicht. Eine schon länger diskutierte
„energetische Feuerpause" könnte allerdings bereits in Kraft sein,
da beide Kriegsparteienseit Donnerstag kaum noch Luftangriffe auf ihre
Energie-Infrastruktur vermelden. Die Medien beleuchten Hintergründe.
(…)
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3. Länder-Analysen: Russland–Analysen - Kriegsverlauf und Folgen - Eliten
https://laender-analysen.de/russland-analysen/475/russlandanalysen475.pdf?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Russland-Analysen+475&newsletter=Russland-Analysen+475
30.01.2026
Russland–Analysen
- Kriegsverlauf und Folgen
- Eliten
■ ANALYSE
Donbas im Fokus, Saporischschja im Blick: Die militärische Entwicklung des
russisch-ukrainischen Krieges in 2025 und ein Ausblick auf 2026 2
Clement Molin (Katholische Universität Lille)
■ STATISTIK
Besetztes Staatsgebiet der Ukraine (24.02.2022 – 29.01.2026) 6
■ KOMMENTAR
Korruption und Elitennetzwerke in Russlands Grenzregionen während des Krieges 7
Ekaterina Paustyan (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS),
Regensburg)
■ KOMMENTAR
Nach Putin 8
Jens Siegert
■ DEKODER
Von der Hoffnung auf Frieden hin zu einem schwarzen Abgrund 10
Alexander Baunow
■ RANKING
Die politische Elite im Jahr 2025 14
■ CHRONIK
Hinweis auf die Online-Chronik 19
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4. IPG: Neujustierung der MachtIn der Endphase des Kriegs stärkt Präsident Selenskyj die Sicherheitsarchitektur –
und bereitet die Ukraine auf eine heikle Übergangsphase vor.
https://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/neujustierung-der-macht-8773/
Europa 06.01.2026
Balázs Jarábik
Neujustierung der Macht
In der Endphase des Kriegs stärkt Präsident Selenskyj die Sicherheitsarchitektur – und bereitet die Ukraine auf eine heikle Übergangsphase vor.
Balázs Jarábik ist Politikwissenschaftler und Politikanalyst. Zuvor
war er unter anderem Leiter der Abteilung für Politik, Analyse und
Koordination bei der Beratungsmission der Europäischen Union in der
Ukraine sowie Gastwissenschaftler amCarnegie Endowment for
International Peace.
Die Ukraine ist mit einem scharfen institutionellen Neustart an der
Spitze der Macht ins neue Jahr gestartet. Am 2. Januar ernannte
Präsident Wolodymyr Selenskyj Kyrylo Budanow zum Leiter des
Präsidialamtes; der Kampfeinheitskommandeur Pawlo Palisa wurde sein
Stellvertreter.
Zugleich wurde Oleh Iwaschtschenko zum Chef des Militärgeheimdienstes
ernannt, während Mychajlo Fedorow das Amt des Verteidigungsministers
übernahm. Er folgt auf Denys Schmyhal, der als Vizepremier in das
Energieministerium wechselte.
Diese Entscheidungen stellen die weitreichendste Neuordnung der
ukrainischen Sicherheits- und Machtarchitektur seit Beginn der
russischen Vollinvasion dar. Ob sie eine weitere Versicherheitlichung
des Staates oder die Vorbereitung auf einen politischen Übergang
markieren, ist derzeit die zentrale Frage in Kiew.
Den Veränderungen war Ende November der Rücktritt von Andrij Jermak
als Leiter des Präsidialamtes vorausgegangen. Selenskyj drängte nicht
auf eine sofortige Nachfolge. Das hing zum Teil mit der Intensität der
damaligen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zusammen, deutet
aber auch darauf hin, dass der Präsident nach dem Weggang seines
engsten und vertrauenswürdigsten Mitarbeiters Zeit brauchte, um seinen
inneren Machtkreis neu auszutarieren.
Bereits wenige Wochen später war Jermak Berichten zufolge wieder
eingebunden – informiert und konsultiert, jedoch ohne operative
Verantwortung im Tagesgeschäft.
Budanow galt schon vor Jermaks Abgang weithin als Favorit für das Amt.
Mehreren Darstellungen zufolge lehnte er das Angebot des Präsidenten
jedoch zunächst ab. In den Wochen vor der Umbildung gehörte Budanow zu
den wenigen Funktionsträgern, die Selenskyj ohne den Leiter des
Präsidialamtes trafen – ein ungewöhnliches Signal im eng
kontrollierten Machtgefüge Kiews.
Noch halten sich die Zustimmungswerte des Präsidenten – auch dank
seines Beharrens auf einem möglichst günstigen Abkommen mit den USA
einschließlich Sicherheitsgarantien.
Die letztliche Ernennung ist ebenso sehr politischer Notwendigkeit wie
persönlicher Entscheidung geschuldet. Da Selenskyjs Wahlpotenzial
allmählich schwindet, stellt Budanow etwas dar, das der Präsident
zunehmend benötigt: eine Figur, die zur Stabilisierung der
innenpolitischen Lage beitragen und zugleich Kiews Stellung gegenüber
Washington stärken kann.
Umfragen zufolge würden sowohl Budanow als auch der frühere
Oberbefehlshaber der Armee, Walerij Saluschnyj, Selenskyj in einer
Stichwahl schlagen. Noch halten sich die Zustimmungswerte des
Präsidenten – auch dank seines Beharrens auf einem möglichst günstigen
Abkommen mit den USA einschließlich Sicherheitsgarantien. Doch die
Ukraine verliert den Abnutzungskrieg langsam, und diese Realität
verändert die innenpolitische Dynamik.
In diesem Kontext erfüllt Budanow mehrere Funktionen zugleich. Er
bietet innenpolitische Rückendeckung – allerdings um den Preis eines
latenten Dualismus mit Selenskyj, der Budanows eigene politische
Position langfristig erschweren könnte – und wirkt zugleich als
Schutzschild gegen innenpolitische Herausforderer, einschließlich
einiger Figuren aus der Anti-Korruptionsszene.
Gleichzeitig stellt er einen verlässlichen Kanal nach Washington dar.
Seit 2016 wurde er im Rahmen eines elitären ukrainischen
Spezialkräfteprogramms gemeinsam mit dem US-Geheimdienst ausgebildet;
seit Langem fungiert Budanow als diskreter Vermittler – nicht nur
gegenüber den USA, sondern während des Kriegs auch gegenüber Russland
und Belarus.
Zudem äußerte er sich ungewöhnlich offen: Bereits Anfang 2025 warnte
er, ohne ernsthafte Verhandlungen bis zum Sommer könnten „sehr
gefährliche Prozesse beginnen, die die Existenz der Ukraine selbst
bedrohen“.
Der institutionelle Neustart beschränkt sich nicht auf das
Präsidialamt. Nachdem Medien über eine mögliche Absetzungdes Chefs des
Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) berichtet hatten, trat Wassyl
Maljuk zurück. Bemerkenswert ist, dass prominente Militärblogger und
sogar Frontkommandeure öffentlich intervenierten, um Maljuks Absetzung
zu verhindern.
Ein solcher öffentlicher Druck aus dem Sicherheitsapparat auf den
Präsidenten ist im Krieg ohne Präzedenzfall. Maljuks mutmaßliches
Vergehen bestand darin, sich Berichten zufolge geweigert zu haben,
gegen die Führung der Anti-Korruptionsbehörden vorzugehen.
Während Abgeordnete öffentlich den Namen Oleksandr Poklad ins Spiel
brachten – stellvertretender SBU-Chef, der als Jermak-nah und Gegner
Budanows gilt –, ernannte der Präsident stattdessen einen anderen
Stellvertreter, Jewhen Chmara.
Der Hintergrund von Jermaks Rücktritt erklärt die Intensität der
aktuellen Auseinandersetzungen. Sein Abgang folgte auf einen großen
Korruptionsskandal, bekannt als Minditsch Gate, der bislang keineswegs
vollständig aufgeklärt ist.
Zunächst glaubten viele, die Affäre sei von den USA begünstigt worden,
um Kiews Verhandlungsposition zu schwächen. Insider beschreiben jedoch
einen tiefergehenden institutionellen Konflikt – einen eskalierenden
Machtkampf zwischen den spezialisierten Anti-Korruptionsbehörden und
den traditionellen Sicherheitsdiensten.
Im Zentrum des Skandals stand die Abhöraktion in der Wohnung eines
Geschäftsmannes, der sowohl Igor Kolomojskyj als auch Selenskyjs
Produktionsfirma Kvartal 95 nahestehen soll. Die Wohnung diente
Berichten zufolge als Ort privater Treffen des Präsidenten mit seinen
engsten Vertrauten.
Die erste Reaktion bestand in dem Versuch, die
Anti-Korruptionsbehörden gesetzlich unter Kontrolle zu bringen. Dieses
Vorhaben scheiterte an – während des Kriegs seltenen –
Straßenprotesten und schnellem europäischem Druck, der Selenskyj zu
einem öffentlichen Rückzieher zwang. Stattdessen folgte Druck auf
Anti-Korruptionsermittler durch den SBU.
Diese Episode verdeutlicht, wie stark die Regierungsführung in der
Ukraine inzwischen von Sicherheitsinstitutionen abhängt. Auch das
Verteidigungsministerium steht exemplarisch für diese Instabilität.
Seit Selenskyjs Amtsantritt 2019 hatte die Ukraine nicht weniger als
sechs Verteidigungsminister.
Fedorow ist der dritte innerhalb von nur sechs Monaten. Ein solcher
Personalwechsel ist für ein Land im Krieg außergewöhnlich und spiegelt
die Schwierigkeiten des Präsidenten wider, militärische Effektivität,
westliches Vertrauen und innenpolitische Kontrolle miteinander in
Einklang zu bringen.
Fedorows Ernennung ist zudem politisch austariert. Er unterhält
tragfähige Arbeitsbeziehungen zur Anti-Korruptionsszene und genießt
Glaubwürdigkeit bei westlichen Partnern. Zugleich qualifiziert ihn
sein Hintergrund in der digitalen Transformation dafür, mehr Kontrolle
in ein notorisch chaotisches und korruptionsanfälliges Ministerium zu
bringen. Gleichzeitig gilt er als politischer Verbündeter Selenskyjs
und als möglicher künftiger Parteivorsitzender im Vorfeld von
Parlamentswahlen.
Trotz aller Turbulenzen bleiben ausgleichende Faktoren bestehen. Zum
einen ist da der fortdauernde Schatteneinfluss Andrij Jermaks.
Iwaschtschenko und Palisa gelten beide als Jermak-nah, während Budanow
seit Langem zu dessen institutionellen Gegenspielern zählt.
Berichten zufolge war wiederholtes Eingreifen der USA erforderlich, um
Budanows Absetzung zu verhindern. Zum anderen hat sich der
Oberbefehlshaber der Armee, Oleksandr Syrskyj, im Amt gehalten – eine
der umstrittensten Figuren der militärischen Führung, aber Selenskyj loyal.
Selenskyjs Logik erscheint bewusst ambivalent. Er möchte, dass Jermaks
Einfluss in irgendeiner Form fortbesteht, da er ihm vertraut und beide
eng verbunden sind. Zugleich benötigt er Budanow, dessen Ambitionen
offenkundig sind, dessen Autorität jedoch unverzichtbar geworden ist.
Das Ergebnis ist kein klarer Bruch, sondern ein sorgfältig gesteuertes
Nebeneinander konkurrierender Machtzentren.
Die Stärkung von Führung, Disziplin und institutioneller Kohärenz ist
notwendig, um die Verteidigungsanstrengungen aufrechtzuerhalten.
Diese Schritte deuten auf eine weitere Versicherheitlichung des
ukrainischen Staates hin – jedoch nicht in einem rein defensiven
Sinne. Angesichts der aktuellen Entwicklungen an der Front ist
Russland in der Lage, vor einer Einigung weiteres Terrain zu gewinnen,
ohne dass ein strategischer Zusammenbruch zu erwarten wäre.
Die Stärkung von Führung, Disziplin und institutioneller Kohärenz ist
notwendig, um die Verteidigungsanstrengungen aufrechtzuerhalten und
zugleich eine volatile Übergangsphase vorzubereiten, in der
Rechtsstaatlichkeit, der Zusammenhalt der Armee und fortgesetzte
europäische Unterstützung entscheidend sein werden.
Vor diesem Hintergrund ist Budanows Übernahme des Amtes nicht als
Falle zu verstehen, die darauf abzielt, einen Rivalen zu
neutralisieren, wie manche behaupten. Vielmehr hat Selenskyj sich
entschieden, einen potenziellen Herausforderer in das System
einzubinden, um die präsidiale Legitimität in der Endphase des Kriegs
zu stärken.
Gleichzeitig wurde er gezwungen, Macht mit einem möglichen Rivalen zu
teilen und diesen zu einem formellen Mitakteur zu machen. Wird dies
sorgfältig gehandhabt, kann es mehrere Zwecke zugleich erfüllen: die
Wiederherstellung der Gesamtkontrolle, während sich die
Kriegsinnenpolitik zu lösen beginnt; Selenskyj Schutz und politisches
Kapital in einer unsicheren Übergangsphase zu verschaffen; Budanow die
wichtigste administrative Position im Staat zu übertragen; und
zugleich einen gewissen Einfluss Jermaks zu bewahren.
Selenskyjs Team versucht damit, die Endphase des Kriegs gleichzeitig
an drei Fronten zu steuern – militärisch, auf der Verhandlungsebene
und hinsichtlich der innenpolitischen Stabilität. Die daraus
entstandene Konfiguration ist eine Absicherungsstrategie unter
extremen Zwängen, die darauf abzielt, das System zusammenzuhalten,
während die Ukraine in die schwierigste Phase des Kriegs eintritt.
Ob dies letztlich zur Stabilisierung des Landes beiträgt oder die
Fragmentierung der Eliten vertieft, wird vom Timing abhängen: vom
Tempo der militärischen Erschöpfung, von der Glaubwürdigkeit
westlicher Garantien und von Europas Fähigkeit, dauerhaft politische
und finanzielle Unterstützung zu leisten.
——
5. n tv: Zeltstädte für Palästinenser Israel errichtet bewachte Lager im Gazastreifen
https://www.n-tv.de/politik/Israel-errichtet-bewachte-Lager-im-Gazastreifen-id30293727.html
Zeltstädte für PalästinenserIsrael errichtet bewachte Lager im Gazastreifen28.01.2026, 16:34 Uhr
Israels Verteidigungsminister Katz sprach bereits im Sommer von der
Errichtung eines Lagers für die Menschen in Gaza. Nun bestätigt ein
hochrangiger Ex-General, dass eine Fläche in Rafah dafür vorbereitet
werden soll. Satellitenfotos belegen umfangreiche Bauarbeiten.
Israel hat nach Angaben eines Militärberaters im Süden des
Gazastreifens ein Gelände für den Bau eines Lagers zur Aufnahme von
Palästinensern vorbereitet.
Das Areal bei Rafah könnte an dem Zugang mit Überwachungstechnik und
Gesichtserkennungssoftware ausgestattet werden, sagte der ehemalige
Brigadegeneral Amir Avivi der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Anlage dürfte für die Versorgung Hunderttausender Menschen
ausgelegt sein. Avivi ist Gründer des einflussreichen Israel Defense
and Security Forum und berät die Armee, spricht aber nach eigenen
Angaben nicht offiziell im Namen der Streitkräfte.
Das Lager soll laut Avivi in einem Gebiet entstehen, in dem die Armee
zuvor Tunnel der radikal-islamischen Hamas zerstört habe. Ein- und
Ausgänge werden demnach von israelischem Personal kontrolliert.
"Man muss in Rafah eine Infrastruktur aufbauen, die sie versorgen
kann. Dann können sie entscheiden, ob sie gehen wollen oder nicht",
sagte Avivi mit Blick auf Palästinenser, die entweder im Gazastreifen
bleiben oder nach Ägypten ausreisen wollten. Es werde sich
voraussichtlich um ein großes, geordnetes Lager handeln.
(…)
Netanjahu betonte, dass seine Regierung die Schaffung eines
palästinensischen Staats im Gazastreifen nicht zulassen werde. Israel
werde weiterhin die "Sicherheitskontrolle" über das gesamte Gebiet vom
"vom Jordan bis zum (Mittel-)Meer ausüben, und das gilt auch für den
Gazastreifen“.
(…)
Flächendeckende Verwüstungen
Unter der seit Oktober geltenden Waffenruhe hat sich Israel aus fast
der Hälfte des Gazastreifens zurückgezogen. Israelische Truppen
kontrollieren jedoch die andere Hälfte, größtenteils ein Ödland, in
dem praktisch alle Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wurden.
Fast alle der zwei Millionen Einwohner leben nun in von der Hamas
kontrollierten Gebieten, meist in provisorischen Zelten oder
beschädigten Gebäuden.
Seit der Waffenruhe sind bei israelischen Angriffen mehr als 480
Palästinenser im Gazastreifen getötet worden, wie die dortigen
Gesundheitsbehörden mitteilten. Das israelische Militär gab an, dass
vier Soldaten bei Angriffen militanter Gruppen getötet wurden.
------------
6. Deutsche-Juristinnen: Resolution des Gaza Tribunals Berlin 2025
https://www.deutsche-juristinnen-voelkerrecht.org/gaza-tribunal-2025/resolution-berlin/
Resolution des Gaza Tribunals Berlin 2025
Beschlossen am 14. November 2025 in Berlin
Veröffentlicht am 20.11.2025
Resolution des Gaza Tribunals Berlin 2025
Zivilgesellschaftliche Konferenz zur deutschen Verantwortung im Lichte des Völkerrechts
beschlossen am 14. November 2025 in Berlin
Initiatoren: Deutsche JuristInnen für das Völkerrecht (DJfdV)
Präambel
In Anerkennung der universellen Geltung der Menschenrechte, der
Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Verpflichtung Deutschlands,
Völkerrechtsverbrechen zu verhindern, zu ahnden und internationale
Gerichte zu unterstützen,
in Anlehnung an die Tradition zivilgesellschaftlicher Tribunale als
öffentliche Anhörungen mit Prüf-, Dokumentations- und Aufklärungsfunktion,
unter Bezugnahme auf den am 14.07.2025 veröffentlichten Offenen Brief
von über 125 deutschen Jurist:innen als Unterzeichner:innen,
und im Lichte des 80-jährigen Jubiläums der UN-Charta (24.10.2025),
erlässt das Gaza Tribunal Berlin 2025 folgende
Resolution:
Auf Grundlage der Anhörungen der interdisziplinären Expert:innen
wurden folgende Feststellungen getroffen[1]:
(…)
Wir fordern die Politik auf, sich an das Grundgesetz zu halten, ihrer
Pflicht zur Verhütung und Bestrafung von Völkermord nachzukommen, den
Antisemitismusbegriff nicht länger politisch zu instrumentalisieren,
um Stimmen gegen den Völkermord und Kritik an der Bundesregierung zu
delegitimieren und zu unterdrücken.
Die Politik muss Räume für einen offenen Diskurs schaffen und die
Wissenschafts- und Meinungsfreiheit stärken, anstatt sie einzuschränken.
Universitäten müssen wieder zu Orten des kritischen Diskurses werden
und ihre Unabhängigkeit von der Politik zurückerlangen.
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7. IPG: Kein bisschen Frieden Trumps Gaza-Plan ist politisches Schauspiel.
Europa muss stattdessen auf die Vereinten Nationen und palästinensische Selbstbestimmung setzen.
https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/kein-bisschen-frieden-8828/?utm_campaign=de_40_20260129&utm_medium=email&utm_source=newsletter
Naher Osten/Nordafrika
29.01.2026
René Wildangel
Kein bisschen Frieden
Trumps Gaza-Plan ist politisches Schauspiel. Europa muss stattdessen auf die Vereinten Nationen und palästinensische Selbstbestimmung setzen.
Dr. René Wildangel ist Historiker und Autor mit Schwerpunkt NaherOsten und östliches Mittelmeer. Er arbeitete unter anderem alsReferent im Auswärtigen Amt sowie im Bundestag. Von 2012 bis 2015leitete er das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. 2022 gaber mit Jan Busse das Buch Das Rebellische Spiel zur WM in Katar undzum Fußball in der arabischen Welt heraus.
Der unlängst in Davos offiziell von Donald Trump gegründete„Friedensrat“ tauchte erstmals im „20-Punkte-Plan“ für Gaza auf. Derhatte in erster Linie das Ziel, den israelischen Militäreinsatz mitseinen desaströsen Folgen für die Zivilbevölkerung in Gaza nach zweiJahren zu beenden. Welche Rolle der Friedensrat spielen könnte, blieballerdings ebenso vage wie viele weitere Details.
Diese Unschärfe schlug sich auch in der UN-Resolution nieder:Resolution 2803 ist handwerklich wohl die schlechteste, die derSicherheitsrat je beschlossen hat, und entfernt sich in weiten Teilenvon völkerrechtlichen Grundlagen und diplomatischen Sprachregelungen.
Nach einem bemerkenswerten Erfolg – der Freilassung aller israelischenGeiseln – zeigten sich in Gaza schon bald die Schwachstellen desPlans. An der Lebensrealität der Menschen dort änderte sich wenig:kein Wiederaufbau, kaum humanitäre Versorgung und weiterhin faktischgeschlossene Grenzen. Und vor allem kein Ende des Krieges: Seit Beginndes „Waffenstillstandes“ wurden fast 500 Palästinenser getötet, davonüber 100 Kinder.
Der Gazastreifen ist entlang einer von der israelischen Armeedefinierten gelben Linie effektiv geteilt, an der immer wiedertödliche Schüsse auf palästinensische Zivilisten abgefeuert werden. Imisraelisch besetzten östlichen Teil, der nach Schätzungen bis zu 55Prozent des Gebiets umfasst, zerstört die Armee systematisch diewenigen noch existierenden Strukturen.
Der israelische Armeechef erklärte bereits, dies sei „die neue Grenze“– was Befürchtungen einer dauerhaften Annexion weckt. Zwei MillionenPalästinenser sind demnach auf die extrem kleine Fläche von ungefähr160 Quadratkilometern beschränkt, der größtenteils mit dem Schutt derzerstörten Wohnhäuser und Infrastruktur bedeckt ist.
Wie aber soll nun die Zukunft dieses Gebiets aussehen? Obwohl dieerste Phase des 20-Punkte-Plans nicht annähernd umgesetzt wurde,verkündete die US-Administration auf dem Weltwirtschaftsgipfel inDavos ihre Vorstellungen für die zweite Phase.
Sie ließ dabei aber offen, wie ein nachhaltiger Wiederaufbau gelingen,wie der Gazastreifen künftig verwaltet und wie die Zivilbevölkerunggeschützt werden soll. Auch für den Abzug der israelischen Armee gibtes noch keine verbindlichen Vereinbarungen.
Stattdessen präsentierte Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wohl mitKünstlicher Intelligenz erstellte Hochglanzslides von futuristischenWolkenkratzern und einen Masterplan für das „neue Gaza“ – eine Art„Gaza-Riviera 2.0“.
Auch wenn Kushner und Trump von einer besseren Zukunft sprachen,spielen die Wünsche der Menschen offensichtlich keine Rolle; GazasKultur, Geschichte und Architektur finden ebenso wenig Platz in denPlänen wie ein Bekenntnis zu palästinensischer Selbstbestimmung.
Trump selbst unterstrich erneut, worum es ihm wirklich geht: „ImHerzen bin ich ein Makler (…) – und das hier ist ein wunderbaresFleckchen für Immobilien.“ Ebenfalls vorgestellt wurden die weiterenInstitutionen, die ihn in diesem Sinne unterstützen sollen: Neben demFriedensrat, dem Trump selbst vorsitzt, ist das dessen Vorstand undein zusätzliches Gaza Executive Board. Die beteiligtenPersönlichkeiten sind bis auf wenige Ausnahmen Vertraute von Trump.
Trumps Plan könnte in einen neuerlichen bewaffneten Konflikt abgleiten.
Das National Committee for the Administration of Gaza soll dieVerwaltung im Gazastreifen übernehmen. Machtbefugnisse besitzt diesesGremium allerdings nicht, und schon die Möglichkeit der Ein- undAusreise der Mitglieder hängt von Israel ab. Bis auf Weiteres bestimmtdie Hamas die grundlegenden Sicherheits- und Verwaltungsstrukturen.
Die Hamas hat zwar ihre Bereitschaft erklärt, die Macht zu übergeben.Ob Fortschritte in diese Richtung möglich sind, dürfte aber davonabhängen, ob die Entwaffnung nicht nur proklamiert, sondernausgehandelt wird, zum Beispiel über die im Trump-Plan in Aussichtgestellten Amnestien.
Selbst im Fall einer formalen Machtübergabe würde die Hamas einpolitischer und militärischer Faktor bleiben und jederzeit als Spoilerauftreten können – was die geplante Präsenz internationalerMilitärkräfte zu einem hochriskanten Unterfangen macht. Trumps Plankönnte dann in einen neuerlichen bewaffneten Konflikt abgleiten.
Schon der sogenannte Friedensgipfel in Scharm El-Scheich war einepompöse Farce, die sich nicht um Frieden, sondern nur um eines drehte:um Donald Trump selbst. Mit dem „Friedensrat“ soll die großeTrump-Friedens-Show jetzt institutionalisiert werden: mit einemgrotesk vergoldeten Logo, das allein Amerika in den Mittelpunktstellt, mit einer weitgehend nichtssagenden und schwammigen „Charta“und einer erneut pompösen Einführungsveranstaltung in Davos.
Dieser neue Trump-Fanclub ist direkt gegen die Vereinten Nationengerichtet – und das Geld, das Donald Trump zu akquirieren sucht, stehtnicht für globale Entwicklung und Friedenssicherung bereit, sondernfür den Ausbau der amerikanischen Hegemonie, die Trump immer wiederlautstark einfordert.
Die Bündnispartner sind unter anderem gewählte Autokraten wie Mileioder Orbán und Diktatoren wie Putin und Lukaschenko. Auch sie einteine Feindschaft gegenüber den Vereinten Nationen (UN) – denn vor densicher nicht perfekten UN-Institutionen müssen sie mit Sanktionen undKritik rechnen.
Die Auswüchse Trump’scher Politik werden immer bizarrer, aber dieFolgen sind real. Schon längst hat Trump wesentliche internationaleForen wie das Pariser Klimaabkommen oder dieWeltgesundheitsorganisation verlassen. Die US-EntwicklungsbehördeUSAID hat er in Rekordzeit abgewickelt.
Erstaunlich bleibt angesichts dieser auf Zerstörung der regelbasiertenWelt abzielenden Agenda, dass der Widerstand dagegen aus Europa undauch auf Seiten der Bundesregierung bislang sehr zurückhaltend war.Erst nach den lautstarken Drohungen gegen Europa in der Grönland-Fragescheint der Appeasement-Ansatz an sein Ende zu kommen.
Immerhin waren auch die Absagen an den „Friedensrat“ eindeutig. Es istoffensichtlich, dass das Gremium keine Zukunft hat als ernst zunehmender Akteur der Friedenssicherung, sondern lediglich geschaffenwurde, um Trumps Interessen durchzusetzen.
Möglicherweise wird der Rat in nicht allzu ferner Zukunft ebensoplötzlich von der Bildfläche verschwinden, wie er aufgetaucht ist.Außenminister Wadephul stellte zu Recht fest: „Wir haben schon einenFriedensrat, das sind die Vereinten Nationen.“
Die Vereinten Nationen sind sicher nicht perfekt – doch mit ihrerCharta, ihrer universellen Mitgliedschaft und dem InternationalenGerichtshof übernehmen sie fundamentale Funktionen in derWeltgemeinschaft.
Dieses Diktum ist von zentraler Bedeutung, und Europa und Deutschlandsollten nun entsprechend handeln, die Vereinten Nationen tatkräftigunterstützen und ihre eigene Rolle in der Weltorganisation ausbauen.Insbesondere für Deutschland liegen darin auch Chancen.
Aufgrund der gewachsenen Rolle in der Finanzierung hat dieEntwicklungsorganisation UNDP unlängst erklärt, 300 Stellen nachDeutschland verlegen zu wollen. Während Trump seinen bizarrenFriedensrat vermarktet, könnte Bonn ein noch wichtigerer Standort fürdie UN werden.
Die Vereinten Nationen sind sicher nicht perfekt – doch mit ihrerCharta, ihrer universellen Mitgliedschaft und dem InternationalenGerichtshof übernehmen sie fundamentale Funktionen in derWeltgemeinschaft.
Anders als im Fall des Friedensrates, der schlichtweg ignoriert werdensollte, sieht es beim Thema Gaza aus: Hier sind die Trump’schenInstitutionen durch die UN-Resolution 2803 legitimiert. Dennoch sollteEuropa in erster Linie die Rolle der Vereinten Nationen vor Ortstärken und sie gegen die extremen Angriffe der USA und Israelsverteidigen.
Die verschiedenen UN-Hilfsorganisationen verfügen über Erfahrung,Personal und Mittel, um schnell zu helfen – werden jedoch systematischan ihrer Arbeit gehindert. Die physische Zerstörung desUNRWA-Hauptquartiers in Ost-Jerusalem durch israelische Abrissbaggerim Januar ist ein neuer, skandalöser Tiefpunkt.
Die EU muss solche Angriffe verurteilen und mit harten Konsequenzendrohen. Die jüngste Einschränkung der Arbeitdutzender internationalerHilfsorganisationen muss sie ebenfalls deutlich zurückweisen und denbetroffenen Organisationen den Rücken stärken.
Wie desaströs eine Privatisierung von Hilfe im Konflikt ist, hatbereits die Gaza Humanitarian Foundation gezeigt, an derenVerteilzentren weit mehr als 1000 Menschen getötet wurden. Dasebenfalls von den USA dominierte, im Süden Israels ansässigeCivil-Military Coordination Centre schafft neue Parallelstrukturenauch für den Wiederaufbau und die humanitäre Versorgung, anstatt dendringend notwendigen Zugang zum Gazastreifen zu ermöglichen.
Im gesamten Prozess fehlt die Beteiligung der Palästinenser und einWeg zu ihrer Selbstbestimmung. Es wäre höchste Zeit, dass die EU alswichtigster Unterstützer der Palästinensischen Autonomiebehörde diesePläne nicht nur abnickt, sondern selbst die Initiative ergreift: DieRückkehr der Palästinensischen Autorität nach Gaza, noch wichtigeraber die Rückkehr zu demokratisch legitimierter palästinensischerFührung ist dafür unerlässlich.
Denn der Trump-Plan sieht keine Exitstrategie aus den nun aufwändiggeschaffenen neuen Institutionen vor. Nur eine glaubwürdige politischePerspektive für die gesamten palästinensischen Gebiete kann dauerhafteStabilität ermöglichen.
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8. Eurotopics: Steht eine US-Attacke auf den Iran bevor?
https://www.eurotopics.net/de/352070/steht-eine-us-attacke-auf-den-iran-bevor?zitat=352110#
30. Januar 2026
Steht eine US-Attacke auf den Iran bevor?Nach der blutigen Niederschlagung der Massenproteste im Iran mehren
sich die Anzeichen, dass in Kürze eine militärische Reaktion der USA
erfolgen könnte. US-Präsident Donald Trump ließ den Flugzeugträger USS
Abraham Lincoln und begleitende Kriegsschiffe in die Region verlegen.
Teheran drohte für den Falle eines Angriffs mit einem "Krieg mit allen
Mitteln". Kommentatoren fragen nach den Motiven für einen Militärschlag.
(…)L’Obs (Frankreich) 27. Januar 2026
Kein Spielraum für einen Deal
Der US-Präsident steckt in der Klemme, analysiert L’Obs: „Wenn er jetzt angreift, läuft er Gefahr, eine Welle des Nationalismuszu provozieren, das eine noch brutalere Repression rechtfertigenwürde. Die Regierenden der Golfstaaten haben ihn gewarnt:
Jegliche US-Intervention würde die gesamte Region destabilisieren.Greift er nicht an, lässt er die im Stich, die er zum Aufbegehrenermutigt hat und liefert sie einem in Bedrängnis geratenen Regime aus.
Diese Sackgasse offenbart die Grenzen seiner Diplomatie angesichts eines Aufstands: Es ist unmöglich, einen Deal abzuschließen, wenn die Gegenseite Verhandlungen verweigert und der Preis dafür Tausende Menschenleben sind. Der trauernde Iran wartet mit angehaltenem Atem darauf, dass die unerträgliche Ungewissheit endlich ein Ende hat.“
(…)
La Stampa (Italien) 29. Januar 2026
Menschenrechte nur moralischer Rahmen
Um die getöteten Demonstranten geht es Trump nicht in erster Linie,urteilt La Stampa:
„Mit seiner gestrigen Botschaft auf Truth stellte Trump eine klareBedingung an den Iran. Sollte Teheran nicht über sein Atomprogrammverhandeln, sei die militärische Option wieder im Gespräch. DieBotschaft verdeutlicht, dass der US-Druck nicht darauf abzielt, dieinterne Repression zu beenden, sondern ein Atomabkommen zu erzwingen.
Der Verweis auf die getöteten Demonstranten schafft einen moralischenRahmen; das eigentliche Ziel ist jedoch, Irans Fähigkeit, Atomwaffenzu entwickeln, einzuschränken. Die Botschaft hat ihr Ziel erreicht.Teheran erklärt sich dialogbereit, jedoch nur auf der Grundlagegegenseitigen Respekts, und warnt, dass es im Falle von Druck 'wie niezuvor' reagieren werde.“
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9. n tv: Am kommenden Freitag
USA und Iran planen Gespräche im Oman über iranisches Atomprogramm
https://www.n-tv.de/ticker/USA-und-Iran-planen-Gespraeche-im-Oman-ueber-iranisches-Atomprogramm-id30324739.html
Am kommenden Freitag
USA und Iran planen Gespräche im Oman über iranisches Atomprogramm
04.02.2026, 16:28 Uhr
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sind iranischenMedienberichten zufolge für Freitag Gespräche zwischen beiden Ländernim Oman geplant, bei denen es vorrangig um das iranische Atomprogrammgehen soll.
"Indirekte Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staatensollen am Freitag in Maskat stattfinden", berichteten die staatlicheniranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Isna am Mittwoch unterBezugnahme auf die Hauptstadt des Golfemirats.
Die Gespräche beschränken sich demnach "auf die Atomfrage und dieAufhebung der Sanktionen gegen den Iran".
Isna zufolge wird die iranische Delegation von Außenminister AbbasAraghtschi angeführt. An den Gesprächen nehmen demnach zudem dieiranischen Spitzendiplomaten Madschid Tacht-Rawantschi and KasemGharibabadi teil.
Für die US-Seite reisen laut Isna die Sondergesandten von US-PräsidentDonald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, zu den Gesprächen inden Oman.
Washington und Teheran unterhalten seit mehr als 40 Jahren keinedirekten diplomatischen Beziehungen miteinander.
Nach der gewaltsamen Niederschlagung der regierungskritischen Protesteim Iran mit tausenden Toten hatte US-Präsident Donald Trump derFührung in Teheran mit einem militärischen Angriff gedroht.
Die USA entsandten einen Flugzeugträger in die Region und fordertenvon Teheran die Aufnahme von Verhandlungen über das iranischeAtomprogramm.
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10. Wiwo: Illegales Mexikogeschäft
Heckler & Koch wehrt sich weiter gegen BGH-Urteil
https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/heckler-koch-waffenhersteller-wehrt-sich-weiter-gegen-bgh-urteil/100193491.html?dicbo=v2-l9XAMZ3
Illegales MexikogeschäftHeckler & Koch wehrt sich weiter gegen BGH-UrteilHeckler & Koch wehrt sich gegen die Einziehung von Umsätzen aus illegalen Waffenverkäufen.
Der Antrag liegt seit eineinhalb Jahren vor Gericht – doch es passiert nichts.
Jannik Deters
26.01.2026 - 14:40 Uhr
Heckler & Koch wehrt sich gegen die Einziehung von Umsätzen aus
illegalen Waffenverkäufen. Der Antrag liegt seit eineinhalb Jahren vor
Gericht – doch es passiert nichts.
Jannik Deters
26.01.2026 - 14:40 Uhr
Vor rund 20 Jahren lieferte der Waffenproduzent Heckler & Koch (HK)
illegal G36-Gewehre nach Mexiko. Die Gewehre gingen in Bundesstaaten,
in denen sie laut Exportgenehmigung nie hätten landen dürfen. Im Jahr
2014 schossen mexikanische Polizisten in der Stadt Iguala damit auf
Studenten, die sich gegen das organisierte Verbrechen einsetzten.
Zwei ehemalige HK-Mitarbeiter wurden wegen Verstoßes gegen das
Außenwirtschaftsgesetz zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das
Unternehmen sollte 3,7 Millionen Euro in die Staatskasse zahlen, die
Erlöse aus dem illegalen Geschäft damit eingezogen werden.
Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) 2024 auch das letzte Detail
geklärt hatte, hätte HK zahlen und den Fall zu den Akten legen können.
Doch bis heute ist das Geld nicht geflossen. Der Grund: Der
Waffenbauer geht juristisch gegen die Einziehung vor. Bereits im Juli
2024 hat Heckler & Koch vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart
beantragt, wegen Unverhältnismäßigkeit von der Einziehung abzusehen.
(…)
Gericht lässt sich ungewöhnlich lange Zeit
Der Gesetzgeber will mit einer Einziehung verhindern, dass sich
Straftaten wirtschaftlich lohnen. „Im deutschen Recht ist
grundsätzlich die Einziehung der gesamten Erlöse eines illegalen
Geschäfts vorgesehen, nicht nur des Gewinns“, sagt der Strafrechtler
Benjamin Grunst. (…)
Wann eine Entscheidung fallen soll, ist offen. Verjähren würden die
Ansprüche 30 Jahre nach der Tat, also in etwa zehn Jahren. (…)
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11. aufschrei-waffenhandel: Materialien für Aktionen gegen Rüstungsexporte
https://aufschrei-waffenhandel.de/mitmachen/materialien-1
Materialien
Planen Sie selbst einen Infostand, einen Vortrag oder eine andere Aktion oder möchten Sie einfach zeigen,
dass Sie Aktion Aufschrei unterstützen?
Hier finden Sie vielfältige Materialen – von Flyern und Informationsbroschüren über Aufkleber,
Poster, Postkarten und Plakate bis hin zu Bannern.
Studie: Deutsche Rüstungsexporte – europäische und internationale Verpflichtungen
Forderungen und Argumente - RüstungsexportkontrollgesetzAuswertung der Eckpunkte zum Rüstungsexportkontrollgesetz
Material für die Aktion FRIEDEN BEGINNT HIER! Rüstungsexportkontrollgesetz JETZT!!
Factsheet: Politische Grundsätze der Bundesregierung zu RüstungsexportenUnterrichtsmaterial zu Rüstungsexporten
(…)
Argumentationsbroschüre: Gute Gründe gegen den Waffenhandel
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12. IPPNW: New-START-Vertrag läuft aus
https://www.ippnw.de/presse/artikel/de/new-start-vertrag-laeuft-aus.html
IPPNW-Pressemitteilung vom 4. Februar 2026New-START-Vertrag läuft ausIPPNW fordert Verlängerung des Atomwaffenabrüstungsvertrages
Russland hat sein Angebot erneuert, sich ein weiteres Jahr an die
Bestimmungen des zum Donnerstag auslaufenden
Atomwaffenabrüstungsvertrags New START zu halten. Die deutsche
IPPNW-Sektion fordert die Bundesregierung auf, sich gegenüber den USA
und in der NATO dafür einzusetzen, dass Präsident Trump das Angebot aufgreift.
Vertreter*innen der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des
Atomkrieges und der Pugwash-Bewegung haben sich bereits Mitte Januar
2026 in gleichlautenden Briefen an die Präsidenten der USA und
Russlands gewandt und ein einjähriges Moratorium zur Verlängerung von
New START zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen gefordert,
um den letzten noch verbleibenden Rüstungskontrollvertrag zu retten.
Der New-START-Vertrag läuft zum 5. Februar 2026 aus. Unter dem 2011 in
Kraft getretenen Abkommen wurden die Atomsprengköpfe auf
Interkontinentalraketen, U-Boot-gestützten Langstreckenraketen und
Atombombern auf 1.550 Stück reduziert. Die Zahl der Trägersysteme
wurde für jedes Land auf 800 Stück begrenzt, wobei nicht mehr als 700
stationiert sein dürfen.
Die Wissenschaftler*innen nennen drei Gründe, warum die
Aufrechterhaltung des Vertrages im unmittelbaren nationalen Interesse
beider Staaten liegt. Zum einen könne eine Verlängerung von New START
ein destabilisierendes Wettrüsten verhindern, nicht nur im atomaren Bereich.
Das sofortige Auslaufen aller Beschränkungen berge die Gefahr eines
Atomkrieges. Ohne die Leitplanken von New START wäre der Druck, die
Arsenale rasch auszubauen, immens, was hohe Kosten bedeuten und das
Risiko von Fehleinschätzungen erhöhen würde.
Zweitens würden einseitige Verpflichtungen zur Begrenzung der
Sprengköpfe und Trägersysteme ein starkes Signal an die Welt senden.
Sie würden zeigen, dass die USA und Russland trotz geopolitischer
Differenzen weiterhin entschlossen sind, den Nichtverbreitungsvertrag
aufrechtzuerhalten und zu stärken.
Ein einjähriges Moratorium würde den Präsidenten Trump und Putin
drittens die notwendige Zeit verschaffen, um sich mit den
Herausforderungen der heutigen Zeit auseinanderzusetzen – darunter die
Integration neuer Technologien und die Einbeziehung anderer
Atomwaffenstaaten –, ohne dass das Damoklesschwert eines atomaren
Wettrüstens über dem Verhandlungstisch schwebt.
„Die Geschichte hat gezeigt, dass dauerhafte Sicherheit durch
Vorhersehbarkeit und Kontrolle statt durch uneingeschränkten
Wettbewerb erreicht wird. Mit der Entscheidung, diese Beschränkungen
für ein Jahr beizubehalten, würden die USA und Russland sicherstellen,
dass der Übergang in eine neue Ära der Rüstungskontrolle geordnet und
strategisch verläuft“, erklärt Dr. Lars Pohlmeier, Co-Vorsitzender der
deutschen IPPNW-Sektion.
——
siehe auch:
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-02/papst-leo-xiv-new-start-vertrag-appell-fortsetzung-abruestung.html
Leo XIV. drängt auf Fortsetzung von New-START-VertragMit Sorge beobachtet Papst Leo, dass an diesem Donnerstag der von Russland
und den USA unterzeichnete New-START-Vertrag ausläuft.
Er appelliere dringend dazu, dem Instrument eine „konkrete und wirksame Fortsetzung“
zu geben, so der Papst bei seiner Generalaudienz am Mittwoch. (…)
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13. ZDF: Post von der Bundeswehr: Wenn der Musterungsbrief im Briefkasten landet
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/musterungsbriefe-wehrdienst-bundeswehr-100.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Post von der Bundeswehr:Wenn der Musterungsbrief im Briefkasten landetvon Svenja Bergerhoff und Svenja Dohmeyer
02.02.2026 | 12:15
Die ersten Briefe zur Wehrdiensterfassung sind da. Angeschrieben und
befragt werden Männer und Frauen des Jahrgangs 2008. Die jungen Männer
müssen antworten, Frauen nicht.
Gerade mal eine gute Woche ist Jaris 18. Geburtstag her, als er Post
bekommt. Der Absender: die Bundeswehr. Damit ist der Schüler aus
Hannover einer der ersten, die den neuen Wehrdienstfragebogen
zugeschickt bekommen.
Im Brief enthalten - neben dem QR-Code zum Onlinefragebogen: eine
Info-Broschüre und rechtliche Hinweise. Denn junge Männer müssen den
Fragebogen ausfüllen. Andernfalls droht eine Geldstrafe. Für Frauen
ist das Ausfüllen freiwillig.
(…)
Auch bei der Frage nach seinem Interesse am Soldatendienst muss er
nicht lange überlegen. Denn seine Entscheidung steht schon lange fest:
"Ich persönlich habe wenig Interesse an der Bundeswehr. (...) Weil ich
persönlich den Dienst an der Waffe verweigern will, weil ich nicht im
Ernstfall an der Front sterben möchte."
Jari Weckman
Wenn es eine Wehrpflicht gäbe, dann würde er sich für einen sozialen
Ersatzdienst entscheiden. So wie auch sein Vater Timo in den 90er Jahren.
(…)
Für Jarii machen Geld und Förderungen keinen Unterschied:
"Man wird ja praktisch ausgebildet, um Menschen zu töten, möglichst
effektiv, möglichst schnell. Und das ist für mich kein Geld der Welt wert."
Jari Weckman
(…)
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https://friedenskonferenz.info/
Gegen den Strom der Gewalt
Internationalen Münchner Friedenskonferenz
13. - 15. Februar 2026
Die 24. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 betont die Gestaltungskraft der Zivilgesellschaft.
Angesichts einer weltweiten politischen Realität, in der staatliches
Handeln oft von Machtpolitik, militärischer Logik und der Durchsetzung nationaler
Interessen geprägt ist, werden zentrale Aufgaben wie Friedenssicherung,
Gewaltprävention und Schutz der Bevölkerung vielfach vernachlässigt.
Internationale Münchner Friedenskonferenz
13.- 15. Februar 2026
Gegen den Strom der Gewalt
Salesianum, St. Wolfgangs-Platz 11, 81669 München,
Zugang und Eintritt über Sieboldstr. 11
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Freitag, 13. Februar 2026 | 19 – 22 Uhr Einlass: 18 Uhr
„I Refuse!“ - Kriegsdienstverweigerung als Widerstand gegen Staat und Militär
(Präsenz und Live-Stream) (Simultanübersetzung englisch-deutsch)
Simon David Dressler, Political Influencer
Sofia Orr, Mesarvot, israelische Kriegsdienstverweigerin
Timofey Vaskin, Kriegsdienstverweigerer aus Russland
Yan Kormilitsyn, Kriegsdienstverweigerer aus der Ukraine
Franz Nadler, Connection e.V.
Katharina Rottmayr-Czerny, Netzwerk Friedenssteuer
Moderation: Kerem Schamberger, medico international Musik: Konrad Huber (Gitarre)
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Samstag, 14. Februar 2026 | 19 – 22 Uhr
Zeit zu reden: Sanktionen und Boykotte als Mittel von Politik und Zivilgesellschaft (Präsenz und Live-Stream) (nur in Deutsch)Deborah Feldman, Autorin
Dr. Shir Hever, Political Economist
Khaled El Mahmoud, Jurist und Völkerrechtler
Prof. Dr. Isabel Feichtner, Rechtswissenschaftlerin
Moderation: Kristin Helberg
Musik: Johannes König (Violoncello) und Pedro Aguiar (Gitarre)
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Samstag, 14. Februar 2026 | 10 – 12 Uhr: Workshops (nur in Präsenz)
Workshop 1: Planspiel: Rüstungsexporte; mit Harald Hellstern, pax christi
Workshop 2: Exploratives Spiel; mit Caren Niemann
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Sonntag, 15. Februar 2026 | 11 – 13 Uhr (in Präsenz)
Fabian Scheidler: Buchlesung „Friedenstüchtig“
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Sonntag, 15. Februar 2026 | 18 Uhr
Achtung: anderer Veranstaltungsort: Hansa-Haus, Brienner Straße 39 (in Präsenz)
Friedensgebet der Religionen
Weitere Informationen, über den Trägerkreis, wie auch Kartenvorverkauf
https://friedenskonferenz.info/
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14. AFK: Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung:
die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Forschung
https://afk-web.de/wp-content/uploads/2026/01/AFK-Kolloquium_Programm_Stand_09012026.pdf
Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung:
die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Forschung
11.-13. März 2026
Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) in
Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität
Leipzig, Arbeitsbereich Internationale Beziehungen und transnationale Politik
Die aktuellen politischen, ökologischen und sozialen Krisen zeigen,
dass die Friedens- und Konfliktforschung ihre Konzepte, Methoden und
praktischen Ansätze dringend weiterentwickeln muss.
Die Friedens- und Konfliktforschung zeichnet sich daher zunehmend
durch ihre Komplexität und Multidimensionalität aus und erfordert
innovative Ansätze, um auf eine Welt zu reagieren, die durch rapiden
Wandel, wechselnde Machtdynamiken und globalisierte Herausforderungen
geprägt ist.
Diese Konferenz soll die Überschneidungen von Ideen, Methoden und
Konzepten im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung beleuchten
und den Mehrwert der interdisziplinären Zusammenarbeit in den
Vordergrund stellen. (…)
——
Mit freundlichen Grüßen
Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.