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05.02.2024

Gideon Levy: Unmöglich, über die in Gaza getöteten Kinder zu schweigen

jungewelt.de, 05.02.2024

 

IMAGO/TT

Journalist Gideon Levy


Der Journalist und Mitherausgeber der israelischen Tageszeitung Haaretz, Gideon Levy, beklagte dort am Sonntag in einem Kommentar das Schweigen über die in Gaza getöteten Kinder. Er bezieht sich auf ein Video, das Al-Dschasira veröfftenlichte.

Zweihundertsechzig Namen von Babys, die null Jahre alt waren; Namen von Babys, die weder ihren ersten Geburtstag feiern konnten, noch jemals etwas anderes feiern werden. (…) Welche Träume hatten ihre Eltern für sie? Hunderte von Namen von ein- und zweijährigen Kindern, Kleinkindern im Alter von drei oder vier Jahren, Kindern, die fünf, sechs, sieben oder acht Jahre alt waren, bis hin zu Jugendlichen, die 17 Jahre alt waren, als sie starben. Tausende von Namen, einer nach dem anderen, von den 11.500 Kindern, die in den letzten vier Monaten von den israelischen Streitkräften in Gaza getötet wurden. Der Sender Al-Dschasira veröffentlichte am Wochenende eine Liste der ihm bekannten Namen, die nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums die Hälfte der 11.500 getöteten Kinder umfasst. Alle 15 Minuten wird ein Kind getötet. (…) Für ein Grauen dieses Ausmaßes gibt es keine andere Erklärung als die Existenz einer Armee und einer Regierung, die sich nicht an Recht und Moral halten.

Denken Sie an diese Babys, die in ihren Krippen und Windeln starben, an die Kinder, die vergeblich versuchten, um ihr Leben zu rennen. Schließen Sie für einen Moment die Augen und stellen Sie sich die 10.000 winzigen Körper vor, die nebeneinander liegen; öffnen Sie sie und sehen Sie die Massengräber, die überfüllten Notaufnahmen mit Krankenwagen, die immer mehr Kinder ausspucken, von denen man nicht weiß, ob sie tot oder lebendig sind. Es geschieht, selbst jetzt, nur eine Stunde Fahrt von Tel Aviv entfernt. Es geschieht, ohne dass in Israel darüber berichtet wird, ohne dass es eine öffentliche Debatte über den gewaltsamen Amoklauf gibt, den sich Israel dieses Mal in Gaza erlaubt hat, mehr als je zuvor. Es geschieht auch, ohne dass jemand in Israel darüber nachdenkt, was aus diesem Massenmord entstehen wird, was Israel davon haben könnte und welchen Preis es dafür zahlen wird. Lasst uns in Ruhe, wir töten Kinder. (…)


In der Zwischenzeit löscht Israel Generationen in Gaza aus, und seine Soldaten töten Kinder in einer Zahl, die mit den grausamsten aller Kriege konkurriert. Dies wird und kann nicht vergessen werden. Wie kann ein Volk jemals diejenigen vergessen, die seine Kinder auf eine solche Weise getötet haben? Wie können Menschen mit Gewissen auf der ganzen Welt zu einem solchen Massenmord an Kindern schweigen? Die Tatsache, dass man in Israel nicht über diese Frage nachdenkt, keine Tränen vergießt und kein Verantwortungsbewusstsein zeigt, sondern einfach nur mehr von diesem Krieg will, bis ein »Endsieg« erreicht ist, bindet die Welt nicht. Die Welt sieht es und ist schockiert.

Die Wahrheit ist, dass es unmöglich ist zu schweigen. Selbst Israel, das so sehr in seiner Trauer und seiner Sorge um das Schicksal der Geiseln versunken ist, Israel, das am 7. Oktober selbst Opfer des Grauens wurde, kann nicht ignorieren, was in Gaza geschieht. Es dauert sieben Minuten, die Liste der Tausenden toten Kinder anzuzeigen, zu kurz, wie ihr unglückliches Leben. Danach kann man nicht mehr schweigen; es sind sieben Minuten, die einen erschüttert, bestürzt und tief beschämt zurücklassen.

Siehe auch


Info: https://www.jungewelt.de/artikel/468629.gideon-levy-unm%C3%B6glich-%C3%BCber-die-in-gaza-get%C3%B6teten-kinder-zu-schweigen.html


Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.02.2024

Die Souveränität des Irak (II)   Nach US-Angriffen auf Ziele im Irak und in Syrien wird die Forderung nach US-Abzug aus beiden Ländern lauter. Kritik an den Angriffen kommt aus Nahost und von der EU; Berlin äußert Verständnis für die USA.

german-foreign-policy.com, 5. Januar 2024

WASHINGTON/BAGDAD/BERLIN (Eigener Bericht) – Nach den jüngsten US-Angriffen auf schiitische Milizen im Irak wie auch in Syrien wird die Forderung nach einem Abzug der US-geführten Militärkoalition – darunter deutsche Soldaten – erneut lauter. Im Mittelpunkt stehen westliche Truppen, die in der Zeit des Krieges gegen den IS in den Irak verlegt wurden, deren Stationierungsanlass aber seit dem Ende der staatsähnlichen Herrschaft des IS entfällt. Starke Kräfte im Irak wie auch in Syrien lehnen ihre Präsenz ab. Am Freitag erklärte ein Sprecher der irakischen Streitkräfte mit Blick auf die US-Angriffe auf rund 85 Ziele im Irak und in Syrien, diese stellten „eine Verletzung der Souveränität des Irak“ dar. Iraks Ministerpräsident Mohammed Shia al Sudani urteilte, vor allem die Militärpräsenz der USA sei zur Bedrohung von Sicherheit und Stabilität des Irak geworden; die US-Angriffe brächten das Land und die Region weiter „an den Rand des Abgrunds“. Am heutigen Montag werden die US-Angriffe im UN-Sicherheitsrat diskutiert. Während etwa der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell deutlich Kritik an ihnen übt, äußert die Bundesregierung Verständnis für Washington, das bereits mit weiteren Luftangriffen droht.


Zitat: Gespräche über US-Abzug

Die Forderung, die US-geführte Militärkoalition solle aus dem Irak abziehen, da der Krieg gegen den IS mittlerweile längst beendet sei, wird seit Jahren immer wieder vorgebracht, ist aber Anfang Januar noch lauter geworden. Auslöser war der US-Drohnenmord an dem Kommandeur der irakisch-schiitischen Miliz Harakat al Nujaba am 4. Januar, der die USA vorwerfen, viele Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak sowie in Syrien verübt zu haben. Nach dem Drohnenmord hatte der irakische Ministerpräsident Mohammed Shia al Sudani verlangt, die westlichen Truppen müssten ihre Präsenz im Irak jetzt „beenden“: Der Irak wolle seine „vollständige nationale Souveränität über Land, Luftraum und Gewässer“ umgehend wiederherstellen, die, wie die jüngsten US-Angriffe auf irakischem Territorium zeigten, nicht gewährleistet sei.[1] Vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass Washington und Bagdad tatsächlich dabei waren, in Gespräche über einen möglichen Abzug der US-Truppen einzutreten; US-Stellen hätten dazu gerade ein Schreiben an das irakische Außenministerium übergeben, hieß es.[2] Zuvor waren Berichte bekannt geworden, denen zufolge in der US-Regierung Überlegungen angestellt würden, die rund 900 in Syrien stationierten US-Militärs perspektivisch abzuziehen. In den Irak hat Washington rund 2.500 Soldaten entsandt.


Widersprüche in Nah- und Mittelost

Experten rechnen allerdings nicht damit, dass Washington in absehbarer Zeit seine Truppen abziehen wird. Zwar weisen manche wie zum Beispiel der Nah- und Mittelostexperte Joshua Landis vom Center for Middle East Studies an der University of Oklahoma darauf hin, dass die US-Militärpräsenz nicht nur im Irak abgelehnt wird. Auch die syrische Regierung dringe darauf, Washington solle seine Soldaten zurückverlegen, die ohne jede völkerrechtliche Grundlage annähernd 30 Prozent des Landes kontrollierten und syrische Erdölquellen illegal ausbeuteten, konstatiert Landis.[3] Die Türkei wiederum drücke ihren Unmut über die US-Präsenz aus, indem sie die gewöhnlich mit den USA kooperierenden kurdischen Truppen in Nordsyrien brutal bekämpfe. Zugleich konstatieren Kenner der US-Außenpolitik, die Biden-Administration werde vor den US-Präsidentenwahlen im November dieses Jahres nichts unternehmen, was ihr – wie zum Beispiel ein Truppenabzug – im Wahlkampf als Schwäche ausgelegt werden könne. Darüber hinaus lege Washington vor allem auf eine Präsenz im Irak besonderen Wert, um dort Irans zunehmenden Einfluss einzudämmen. Als Gegengewicht gegen Teheran halten auch im irakischen Polit-Establishment nicht wenige eine gewisse US-Präsenz für nützlich. Dies sei der wirkliche Grund, wieso Bagdad die US-Truppen noch toleriere, heißt es.[4]


Mit B-1B-Bombern

Die jüngsten US-Angriffe Ende vergangener Woche in Syrien und im Irak befeuern die Forderung nach einem US-Abzug weiter. Washington hatte nach einer Attacke auf eine US-Militäranlage im Libanon, bei der drei US-Soldaten zu Tode kamen und rund 40 verletzt wurden, am Freitag rund 85 Ziele bei verschiedenen schiitischen Milizen an sieben Orten in Syrien sowie im Irak bombardieren bzw. mit Raketen beschießen lassen, darunter etwa Kommandozentralen, Geheimdienststellen, Waffenfabriken und Bunker. Die Angriffswelle soll laut Ankündigung der Biden-Administration nur die erste in einer längeren Reihe sein, die sich über Wochen, möglicherweise gar über Monate hinziehen könne. Den US-Bomben und -Raketen fielen im Irak 16, in Syrien 23 Menschen zum Opfer, darunter Zivilisten. Pentagon-Mitarbeiter weisen darauf hin, dass für die Angriffe unter anderem B-1B-Bomber genutzt wurden, die von den Vereinigten Staaten aus starteten und über dem Nahen Osten ihre Munition abwarfen. Das zeige nicht nur, dass die USA zu jeder Zeit jeden Ort weltweit angreifen könnten; es sei auch ein Fingerzeig an Iran: Schließlich gehe man davon aus, so werden die Pentagon-Mitarbeiter zitiert, dass mögliche Luftangriffe auf Irans Atomanlagen mit B-1B-Bombern geflogen würden.[5] Die Angriffe vom vergangenen Freitag waren demnach auch eine Probe dafür.


Der Druck wächst

In Bagdad nimmt der Druck auf die Regierung zu, das Lavieren aufzugeben und den Abzug der US-Streitkräfte entschieden voranzutreiben; schließlich sind diese offiziell auf Einladung der irakischen Regierung im Land. Ein Sprecher der irakischen Streitkräfte betonte, die Angriffe seien „eine Verletzung der Souveränität des Irak“, die „gravierende Auswirkungen au die Sicherheit und die Stabilität des Irak und der umliegenden Region“ haben werde.[6] Ministerpräsident Al Sudani ließ sein Büro am Freitag erklären, die US-Militärpräsenz – sie soll offiziell dazu beitragen, die Sicherheitslage zu verbessern – sei zum Anlass geworden, „die Sicherheit und die Stabilität des Irak zu bedrohen“; der „aggressive Schlag“ wiederum bringe „die Sicherheit im Irak und in der Region an den Rand des Abgrunds“. Von alledem wird auch die Bundeswehr getroffen, die im Rahmen der US-geführten Militärkoalition Soldaten in Bagdad und im nordirakischen Erbil stationiert hat; sie beteiligen sich jeweils an Trainingsmaßnahmen und sollen auch anderweitig zum Aufbau der irakischen Streitkräfte beitragen (german-foreign-policy.com berichtete [7]). Nimmt der Druck auf die US-Truppen zu, sich aus dem Irak zurückzuziehen, so bedeutet das für die deutschen Militärs, dass sie gleichfalls zur Heimkehr in die Bundesrepublik genötigt werden könnten.


Viel Verständnis in Berlin

Die Bundesregierung geht – im Unterschied zu anderen in der EU – dennoch nicht zu den US-Luftangriffen vom vergangenen Freitag auf Distanz, sondern verteidigt sie. Es habe schon zuvor Attacken „auf US-Stützpunkte“ gegeben, bei denen „auch US-Staatsangehörige ums Leben gekommen“ seien, erklärte die für Europa zuständige Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Anna Lührmann; die Vereinigten Staaten wollten mit ihren Angriffen nur verhindern, dass sich die Attacken auf ihre – entweder illegalen (Syrien) oder zunehmend unerwünschten (Irak) – Truppenbasen wiederholten. Auf eine Eskalation seien sie nicht aus.[8] Als genau solche werden die US-Angriffe freilich im Irak und anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens eingestuft. Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell übte – wenngleich nur indirekt formuliert – Kritik; er forderte, alle müssten „versuchen zu vermeiden, dass die Lage explosiv wird“: Der ganze Nahe und Mittlere Osten sei „ein Boiler, der explodieren kann“.[9] Ähnlich äußerte sich Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib, die warnte, es gebe nach den US-Angriffen nun ein wirkliches Risiko, dass die Krise im Nahen und Mittleren Osten weiter eskaliere.[10]

 

[1] S. dazu Die Souveränität des Irak.

[2] Timour Azhari, Phil Stewart: US, Iraq to initiate talks on end of U.S.-led military coalition. finance.yahoo.com 24.01.2024.

[3] Joshua Landis: US troops should have left Syria and Iraq long ago. responsiblestatecraft.org 01.02.2024.

[4] Paul Iddon: Is This The Beginning Of The End For U.S. Troop Deployments In Syria And Iraq? forbes.com 25.01.2024.

[5] David E. Sanger, Farnaz Fassihi: U.S. Strikes Test Iran’ Will to Escalate. nytimes.com 03.02.2024.

[6] ‘Overshadow Gaza crimes’: World reacts to US attacks on Iraq and Syria. aljazeera.com 03.02.2024.

[7] S. dazu Die Souveränität des Irak.

[8] Warnungen vor einer weiteren Eskalation. tagesschau.de 03.02.2024.

[9] ‘Overshadow Gaza crimes’: World reacts to US attacks on Iraq and Syria. aljazeera.com 03.02.2024.

[10] Warnungen vor einer weiteren Eskalation. tagesschau.de 03.02.2024.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9474


Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.02.2024

Maria Sacharowa: "Steuern der EU-Bürger gehen an Terroristen"

freedert.online, 4 Feb. 2024 13:01 Uhr

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat mit deutlichen Worten auf den ukrainischen Beschuss einer Bäckerei im Donbass reagiert, an dem auch westliche Waffen beteiligt gewesen sein sollen.


Quelle: Gettyimages.ru © Pressedienst des russischen Außenministeriums/Handout/Anadolu


Agency via Getty Images


Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am 14. Januar 2022 während der jährlichen Pressekonferenz des russischen Außenministers Sergei Lawrow in Moskau.


Der Westen macht sich mitschuldig an der Tötung von Zivilisten im Donbass durch das ukrainische Militär, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Die Sprecherin berichtete von einem Angriff auf eine Bäckerei in der Stadt Lissitschansk am Samstag, bei dem offenbar von Kiews Verbündeten gelieferte Waffen zum Einsatz kamen und mindestens 28 Zivilisten getötet wurden.


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Nach dem Angriff beschuldigte der amtierende Chef der Lugansker Volksrepublik (LVR), Leonid Passetschnik, das ukrainische Militär, das Gebäude am Wochenende absichtlich angegriffen zu haben, um die Zahl der zivilen Opfer zu erhöhen. In einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal fügte er hinzu, dass es den Rettungskräften gelungen sei, zehn Menschen aus den Trümmern zu befreien, und die Ärzte ihr Bestes getan hätten, ihr Leben zu retten.


In einer Erklärung vom Samstag sagte Sacharowa, dass "nach vorläufigen Informationen der Angriff mit westlichen Waffen durchgeführt wurde". Sie bezeichnete den Beschuss als "terroristischen Angriff", mit dem Kiew seine "Dankbarkeit für die "großzügige" finanzielle Unterstützung durch die EU-Länder" zum Ausdruck bringen wollte.


Die Sprecherin des Außenministeriums betonte, dass die Bürger der EU-Länder wissen sollten, wofür ihre Steuern ausgegeben werden, nämlich für "tödliche Waffensysteme", die vom ukrainischen Militär eingesetzt werden, um "Zivilisten zu töten". Sacharowa fügte hinzu:

"Wir schlagen vor, dass sich die Pariser vorstellen, wie sie morgens ein Baguette holen, und die Einwohner Roms, wie sie eine Tasse Kaffee zu einem Cornetto trinken, aber statt frisch gebackenem Gebäck mit von ukrainischen Terroristen verwundeten oder getöteten Verwandten nach Hause zurückkehren."

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Wie Passetschnik behauptete die Sprecherin, dass die Kiewer Streitkräfte sehr wohl wussten, dass Zivilisten, darunter Familien mit Kindern und ältere Menschen, normalerweise samstags in die Bäckerei strömen würden. Sie fügte hinzu, dass das Gebäude infolge des Beschusses dem Erdboden gleichgemacht worden sei.


Laut Sacharowa ist der tödliche Vorfall "ein weiterer Beweis für die kriminelle Natur des Kiewer Regimes". Weiter zitierte sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der am Freitag das ukrainische Militär als "terroristische Organisation, die Krankenwagen angreift", bezeichnete. Er bezog sich dabei auf mehrere Angriffe auf Sanitäter im vergangenen Monat im Donbass.


Die Sprecherin des Außenministeriums erklärte abschließend, Moskau werde "internationale Organisationen über einen weiteren Terroranschlag von Selenskijs Bande" informieren. Russland erwarte eine rasche und unmissverständliche Verurteilung des Vorgehens Kiews, so Sacharowa.

Die Behörden in der LVR erklärten den Sonntag zum Trauertag für die 28 Opfer des Anschlags auf die Bäckerei, unter denen sich auch ein Kind befindet.


Passetschnik versprach, dass die Verantwortlichen für diese schreckliche Tragödie und für jeden einzelnen Todesfall zur Rechenschaft gezogen würden.


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Info: https://freedert.online/russland/195029-maria-sacharowa-steuern-der-eu-buerger-gehen-an-terroristen


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04.02.2024

Selbsternannter Klimaextremist droht "Drecksfaschisten": "Wir treten euch die Birne ein"

freedert.online, 4 Feb. 2024 15:06 Uhr

"Faschisten aufs Maul hauen, ist ganz wichtig, wenn man For Future kämpft", sagte ein Teilnehmer der Demonstration gegen rechts und gegen die AfD am Sonnabend vor dem Berliner Reichstagsgebäude, dem Deutschen Bundestag. Das Video hat der Mann dann auf seinem X-Kanal "FaggotsForFuture" veröffentlicht. Darin ruft er dazu auf, den "Drecksfaschisten" die "Nasen blutig" zu schlagen. Er bezeichnet sich selbst als "Grande Dame des Klimaextremismus" und als "Regenbogenkommunist".


Quelle: RT (Bild)


Bekanntheitsgrad erlangte der Herr durch diverse Fernsehbeiträge, die ihn beim Drogenkonsum zeigen. Seine Social-Media-Beiträge, in denen er unter anderem am helllichten Tage Sex im Berliner Tiergarten hat, haben ihr Übriges zu seiner Bekanntheit beigetragen.


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Info: https://freedert.online/kurzclips/video/195058-selbsternannter-klimaextremist-droht-drecksfaschisten-wir-treten-euch-die-birne-ein


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unser weiterer Kommentar: Medienräsenz zu erlangen geschieht manchmal nicht ausschließlich zufällig und wirkt so auch zurück..

04.02.2024

Hans-Georg Maaßen oder: Wozu bastelt man sich Nazis?

freedert.online/meinung, 4 Feb. 2024 13:40 Uhr, Von Dagmar Henn

Schon eigenartig, wenn eine Behörde ihren ehemaligen Chef überwacht. Noch eigenartiger, wenn sie ihm bei dieser Gelegenheit entweder bösartig etwas unterstellt oder aber die Verfassung gar nicht mehr kennt, die sie schützen soll. Und das noch Teil eines antidemokratischen Gesamtkunstwerks ist.


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Manfred Segerer


Hans-Georg Maaßen, 23. Juli 2023


Vorab: Ich erinnere mich noch an echte Nazis. In München reichte es vor vierzig, fünfzig Jahren noch, im Stadtzentrum linke Flugblätter zu verteilen, um mindestens alle fünf Minuten erklärt zu bekommen, man gehöre in ein Arbeitslager, alle zehn, man solle erschossen, und einmal die halbe Stunde, ins Gas geschickt werden. Erst viele Jahre später wurde mir klar, dass das nicht einfach nur unangenehme Passanten waren. Aber die tiefe Menschenverachtung, die in diesen Momenten zu spüren war (und die ich damals für normal hielt), die kann man wiedererkennen. Das ist nicht einfach nur Wut oder Zorn, wie man sie überall finden kann. Das ist etwas weit Bösartigeres. Diejenigen, denen man damals begegnete, waren mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Menschen mit aggressiven Fantasien, sondern die echten Mörder; das Alter jedenfalls passte.


"AfDler töten ohne Abendessen!" – Was stimmt mit euch nicht?





Meinung

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Als ich mich im Frühjahr 2014 gründlicher mit den Akteuren in der Ukraine befasste, erkannte ich sie sofort wieder. Es war diese tief eingegrabene Erinnerung, die mich dazu brachte, den Ereignissen nach dem Putsch weiter zu folgen, den 2. Mai 2014 in Odessa zu sehen und meinen Standpunkt an der Seite des Donbass zu finden. Oder eben jetzt an der Seite Russlands.


Wenn ich die Aussagen lese, die ich von Hans-Georg Maaßen finde, dann ist da genau diese Art der Menschenverachtung nicht. Ganz im Gegensatz zu den Aussagen vieler israelischer Politiker derzeit, nebenbei gesagt. Ich wäre mir mit Sicherheit an vielen Punkten extrem uneins mit ihm, aber an vielen anderen Punkten überraschend einig. So hat er beispielsweise in der Schweizer Weltwoche das Bündel der von der Ampel vollzogenen Gesetzesänderungen kommentiert; und ich hätte diesen Kommentar bis zum letzten Wort unterschreiben können, denn auch ich hatte mich an den unscharfen Rechtsbegriffen, der maßlosen Erweiterung der Zielgruppen staatlicher Maßnahmen, gestört.


Wenn derzeit nicht nur die absurde Vorstellung der Kontaktschuld schon gar nicht mehr in Zweifel gezogen, sondern sogar noch auf den zweiten Grad erweitert wird (hat jemanden getroffen, der jemanden kennt, der), dann frage ich mich, was diese Leute dann sagen würden, sollte ich einmal mit Maaßen einen Kaffee trinken: Wäre ich dann hinterher Nazi oder er ab dann Kommunist?


Und nein, das ist jetzt keine überschießende Fantasie. Maaßen hat selbst die Antwort des Bundesamts für Verfassungsschutz, die Informationen über seine Person betreffend, veröffentlicht. Die "Verbindungen zur Reichsbürger-Szene" bestehen dabei tatsächlich darin, dass in einem Brief einer dritten Person an den Rollator-Putsch-Angeklagten Heinrich Reuß Maaßen positiv erwähnt wird; dass jemand, der irgendwie dem Umfeld der Rollator-Truppe zugerechnet wird, ein Video von ihm geteilt hat und Maaßen selbst das Vorgehen um den Rollator-Putsch als unverhältnismäßig bezeichnet und gesagt hat, dieser sei "für einen PR-Coup benutzt" worden.


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Noch ein Punkt, an dem wir uns einig sind. Habe ich dann jetzt auch "Verbindungen in die Reichsbürger-Szene" oder ist Maaßen doch ein Kryptokommunist? Weder das eine noch das andere; es zeigt nur, wie sehr es gelungen ist, die Maßstäbe zu verschieben und politische Differenzen gleichsam per se zu inkriminieren. Die Art und Weise, wie Einordnungen getroffen und Eigenschaften zugeschrieben werden, überschreitet noch die Exzesse der Kommunistenjagd der Adenauer-Zeit, als das Tragen einer aus der Hauptstadt der DDR stammenden roten Nelke in Westberlin zu einem Strafverfahren führen konnte – bei der heute akzeptierten Argumentation würde es genügen, dabei gesehen worden zu sein, wie man jemandem die Hand gegeben hat, der eine rote Nelke trug, die vermutlich aus der DDR stammt.


Maaßen ist ein strammer Antikommunist, was jede reale Kommunikation zwischen uns vermutlich schwierig machen würde, und er hält das, was die Kamarilla der Milliardäre plant, für "Sozialismus" (wenn Bill Gates nach der Maßgabe "jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung" entlohnt würde, müsste er sich von Dosenravioli ernähren). Aber es ist absolut unvorstellbar, dass er sich irgendjemandem gegenüber so äußern würde, wie das die oben erwähnten Münchner Nazis taten. Er wäre in vielen Punkten ein erbitterter Gegner, aber einer mit Ehre.


Als Merkel ihn in den vorzeitigen Ruhestand schickte, war der Grund sein Widerspruch gegen die vermeintlichen "Ausländerjagden" in Chemnitz. Die es, davon überzeugten mich damals sowohl die Umstände des ursprünglichen Vorfalls als auch das Videomaterial von der Demonstration an jenem Tag, tatsächlich nie gegeben hat. Maaßen hat die Wahrheit verteidigt und wurde dafür in den Ruhestand geschickt. Das ist es, was ich mit Ehre meine. In den vergangenen Jahren, schon vor Corona, aber erst recht danach, habe ich viel zu viele sich wegducken gesehen.


In der ganzen Geschichte um Maaßen, die lose mit dem Correktiv-Skandal verknüpft ist, taucht übrigens ein alter Bekannter wieder auf. Zu Maaßen hätten, heißt es, das ARD-Magazin Kontraste und t-online, das Portal des Werbeunternehmens Stroer, gemeinsam recherchiert. Der Autor von t-online heißt Lars Wienand. Er war schon mehrfach Ausgangspunkt von Medienangriffen gegen verschiedene, als prorussisch "eingeordnete" Hilfsorganisationen, und seine Texte legen nahe, dass er, wenn er nicht unmittelbar für zwei Arbeitgeber tätig ist, dem bundesdeutschen Verfassungsschutz zumindest äußerst nahesteht. Wienand als zentrale Gestalt bei diesem Angriff auf Maaßen bedeutet, es war unmittelbar die Behörde, die er einst leitete, aus der die Informationen oder eher Anwürfe stammen, die Wienand verarbeitete.


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Maaßens Beobachtung durch den Verfassungsschutz wurde schon durch eine krude Verknüpfung ausgelöst – weil man auf dem Handy des Finanzjournalisten Markus Krall, den die Rollator-Putschisten ohne dessen Wissen als Finanzminister eingeplant haben sollen (was ungefähr so ernstzunehmen ist, wie wenn ich zur Abendunterhaltung eine alternative deutsche Regierung zusammenschreiben würde), eine Nachricht von Maaßen fand. Das war Grund genug für den Verfassungsschutz, beim BKA zu Maaßen nachzufragen. Besonders böse war diese Nachricht, weil er darin geschrieben habe, "diese Irren" führten das Land "auf geradem Weg in den Atomkrieg".


Noch ein klarer Punkt für Maaßen. Langsam würde es mich persönlich interessieren, was er zur Sprengung von Nord Stream zu sagen hat, und ob er das Verhalten von Olaf Scholz auch für schwersten Landesverrat hält, wie ich das tue.


Jeder kann das, was der Verfassungsschutz über Maaßen zusammengetragen hat, selbst überprüfen. Zwei Beispiele für Aussagen, die angeblich belegen, dass er rechtsradikal sei. Die erste stammt aus einem Video vom 24. Februar vergangenen Jahres:


"Die Staatsmedien sind mittlerweile zu Regierungsmedien geworden und zu Medien des Mainstreams. Sie wenden sich nicht gegen Regierungen und die Herrschenden, um sie zu kritisieren, um sie kritisch zu begleiten, sondern gegen diejenigen, die sie kritisieren. Sondern gegen diejenigen, die Opposition betreiben, und das ist Feindbekämpfung. Ich sehe die Staatsmedien mittlerweile schon als eine Gefährdung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung."

Das ist übrigens etwas, was wir in Gestalt dieser Kampagne – gegen die AfD oder gegen jegliche Abweichung vom Vorgegebenen – live tagtäglich vorexerziert bekommen.


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Gerade in Bezug auf Maaßen ist es übrigens so, dass die Berichterstattung über ihn die Forderung nach einem beamtenrechtlichen Vorgehen ins Spiel bringt und Politiker sich dann dazu äußern. Im Grunde eine völlige Verkehrung des normalen Ablaufs. Erst eine aus Geheimdienstkreisen durchgestochene Information, dann eine breite und extrem einheitliche "Berichterstattung", die schon einmal die politische Linie vorzeichnet, und dann erst die passenden Aussagen aus der Politik. Hat das wirklich noch etwas mit einem demokratischen Prozess zu tun?


Reihenweise werden in dem Dokument Maaßen Aussagen zur Last gelegt, die andere über ihn machen. Niemand hat unter Kontrolle, was Dritte über ihn sagen, weder im Guten noch im Schlechten, und für Leute, die ihr Handeln danach ausrichten, was andere über sie sagen könnten, gibt es eine einfache Bezeichnung: Opportunisten. Diese ganze Liste an Vorwürfen lässt sich schlicht damit zusammenfassen, dass er nicht den gebotenen Opportunismus zeigt.


Auch die Zuschreibung "Antisemit" hat er sich auf die übliche Weise eingefangen. Selbst die Tagesschau folgt mittlerweile diesem Schema, das aus antideutschen Kreisen stammt:


"Maaßen hatte damals als CDU-Direktkandidat in Thüringen für die Bundestagswahl kandidiert. Im Wahlkampf prangerte er 'Wirtschaftsglobalisten' an, die versuchen würden, den globalen Reichtum auf einige Tausend Familien zu konzentrieren und die Nationalkulturen der Menschen zu zerstören. Der Begriff Globalisten wird häufig in rechtsextremen Kreisen als antisemitische Chiffre genutzt."

Mit Tausend Familien ist er noch etwas zu großzügig; schon 2014 schrieb die britische Hilfsorganisation Oxfam, 85 Personen besäßen mehr als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. 2017 lautete die Meldung aus der gleichen Organisation, ganze acht Personen besäßen so viel. Das ist ein Zitat aus dem Oxfam-Bericht vom letzten Jahr:


Kurz nach Gründung der "Werteunion": Verfassungsschutz bespitzelt Parteichef Maaßen






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"Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des gesamten neuen Wohlstands auf der Welt eingefangen. Seit 2020 hat sich dieser Griff der Super-Reichen nach dem Vermögen, beruhend auf der Analyse der Daten von Credit Suisse durch Oxfam, beschleunigt, und das reichste Prozent hat sich beinahe zwei Drittel des neu geschaffenen Vermögens angeeignet. Sechsmal so viel wie die unteren 90 Prozent der Menschheit. Seit 2020 hat für jeden Dollar neuen globalen Wohlstands, den irgendjemand aus den unteren 90 Prozent errungen hat, einer der reichsten Milliardäre 1,7 Millionen Dollar eingenommen."


Und wenn man die Aussagen beispielsweise von Bill Gates zur "Überbevölkerung" hört, dann geht es nicht nur um die Zerstörung von Kulturen (übrigens der afrikanischen ebenso wie der europäischen), sondern um die Zerstörung von Menschen. Da ist es dann wieder, das fröstelnde Gefühl von damals. Wie war das nochmal mit den Spendern von "Correctiv"?


"Globalisten" ist schlicht der Begriff, den jene Leute verwenden, denen "Eigentümer internationaler Großkonzerne" zu kommunistisch klingt, die aber trotzdem erkannt haben, dass die Interessen dieser äußerst überschaubaren Personengruppe und die Interessen der überwiegenden Bevölkerungsmehrheit nicht mehr miteinander zu vereinbaren sind. Wer das als "Antisemitismus" sieht, muss selbst Antisemit sein, weil nur Antisemiten Judentum zwanghaft mit Reichtum verknüpfen.


Aber warum dieser Angriff auf Maaßen? Den auf die AfD kann man noch irgendwie verstehen. Maaßens Werteunion ist nicht ansatzweise eine Bedrohung der politischen Mehrheiten.

Nun, so wie die Kampagne gegen die AfD sich mitnichten nur gegen die AfD richtet, sondern jede Form von Opposition gemeint ist, und das ganze Spektakel der Debatte über Parteiverbot, Grundrechtsentziehungen, Überwachung von Finanzströmen etc. am Ende auf die eine oder andere Weise wieder Faesers juristische Maschinerie zur Demokratiezerstörung anwerfen wird, ist zumindest ein Teil der Absichten des Maaßen-Dramas gut erkennbar. Da Ende vergangenen Jahres das Beamtenrecht verschärft wurde und auch pensionierte Beamte jetzt "jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehen" müssen (vor Jahren gab es eine identische Formulierung mit "Parteiprogramm" an der Stelle der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vom saarländischen Schiedsgericht der Linken, woraufhin gewitzelt wurde, ob das auch auf der Toilette oder beim Sex zu gelten habe), geht es um Kürzung oder Entzug von Pensionen. Maaßen ist da nur der Präzedenzfall. Gemeint sind damit noch viele Andere.


Rollator-Putsch: Wieviel Menschlichkeit ist noch erlaubt?





Meinung

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Da gibt es beispielsweise einen ehemaligen Leiter eines bayrischen Gesundheitsamtes, der wegen seiner Kritik an den Corona-Maßnahmen abgesetzt wurde. Oder einen General a.D. Harald Kujat, der gelegentlich mit unangenehmen Bemerkungen zur NATO auffällt. In den inzwischen weitgehend abgeschotteten deutschen Leitmedien sind es fast nur noch solche Personen, die früher führende Positionen innehatten, aber die heutige Entwicklung für falsch oder gefährlich halten, die noch bis in ebendiese Leitmedien vordringen können. Gelegentlich. Gewünscht ist aber eine hermetische Abriegelung. Und da man sich nun einmal die Möglichkeit geschaffen hat, selbst ehemaligen Staatsdienern noch an die ökonomische Existenz zu gehen, wird man diese auch nutzen.


Unter der ganzen Fülle an Artikeln zu Maaßen und seiner vermeintlichen Gefährlichkeit findet sich gerade mal einer, der zumindest Bedenken äußert. Auf n-tv schrieb ein Kommentator:

"Die Demokratie muss nicht abwarten, bis auf dem Reichstag eine Hakenkreuzflagge flattert. Man kann ein Haus aber sturmfest machen, ohne es vorsorglich abzureißen."


Alle anderen Berichterstatter waren eifrigst damit beschäftigt, Pensionsstreichungen und Untersuchungsausschüsse einzufordern. Die Wahrnehmung dafür, wohin diese Entwicklung führt, die sie so eifrig fördern, fehlt ihnen völlig. Oder, um ein letztes Mal Maaßen zu zitieren (mit Dank an das Bundesamt für Verfassungsschutz, ohne das mir dieser schöne Satz, dem ich nur beipflichten kann, völlig entgangen wäre):


"Die Nazis von heute sind im Unterschied zu ihren Vorfahren so verblödet, dass sie noch nicht einmal merken, dass sie Nazis sind."


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04.02.2024

Die deutsche Wirtschaft liegt im Sterben – Warum das so ist und was als Nächstes passieren wird

freedert.online, 4 Feb. 2024 11:23 Uhr, Von Russian Market

Der einst mächtige Wachstumsmotor der EU scheint nun verwundbar zu sein. Die Orientierung an der Agenda Washingtons hat Deutschland wirtschaftlichen Schwachstellen ausgesetzt, die nicht leicht zu überwinden sein werden. Deutschland droht die Gefahr einer Deindustrialisierung.


Quelle: Gettyimages.ru


Symbolbild.


Der deutsche Finanzminister Christian Lindner erklärte auf dem jüngsten Weltwirtschaftsforum in Davos augenzwinkernd, Deutschland sei nicht der "kranke Mann Europas", sondern eher "ein müder Mann", der nach den vergangenen Krisenjahren "eine gute Tasse Kaffee" braucht.

Allerdings deuten die Wirtschaftsindikatoren auf mehr als nur Müdigkeit hin. Man könnte behaupten, dass sich Deutschland bloß in einer leichten Rezession befindet – die Werte beim BIP können kaum als schrecklich bezeichnet werden. Aber in Wirklichkeit befindet sich die deutsche Wirtschaft in der schwierigen Situation, dass es keinerlei deutliche Aussichten auf eine baldige Erholung gibt.


Wirtschaftsminister: "Westen begreift die Stärke der russischen Wirtschaft immer weniger"





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Die Wirtschaftszahlen zeichnen ein düsteres Bild

Erste Schätzungen gehen für das Jahr 2023 von einem Rückgang des BIP um 0,3 Prozent aus, womit Deutschland als einziges großes Industrieland ins Minus gerutscht ist. Die Staatsverschuldung Deutschlands stieg um rund 48 Milliarden Euro auf fast 2,6 Billionen Euro. Auch wenn dies auf den ersten Blick alarmierend klingt, ist es wichtig, den breiteren wirtschaftlichen Kontext zu berücksichtigen. Die Staatsschuldenquote Deutschlands ist mit rund 65 Prozent im Vergleich zu vielen westlichen Ländern relativ niedrig. Darüber hinaus hat Deutschland strenge Defizitgrenzen eingeführt und damit ein Bekenntnis zur finanziellen Besonnenheit abgelegt. Angesichts dieser Maßnahmen wird das Gegenargument laut, dass Deutschland möglicherweise darüber nachdenken sollte, zusätzliche Schulden aufzunehmen.


In einem X-Post des dänischen Finanzexperten Frederik Engholm heißt es: "Eurozone Q4-BIP wird heute später veröffentlicht – Großen 4 bereits veröffentlicht. Wachstum in Spanien und Italien (0,6 Prozent / 0,2 Prozent), Stagnation in Frankreich (0 Prozent), Rückgang in Deutschland (-0,3 Prozent). Deutschland verharrte auf dem Niveau des BIP vor der Pandemie. Schwache Leistung! Teilweise aufgrund der Gasabhängigkeit und der Großindustrie."


Die Stimmung in den Unternehmen hat sich zu Jahresbeginn weiter getrübt, wie der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts vom Januar zeigt, der auf 85,2 Punkte sank. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate wurden pessimistischer eingeschätzt. Das Institut hat seine Wachstumsprognose für 2024 auf 0,7 Prozent gesenkt, gegenüber zuvor prognostizierten 0,9 Prozent. Der Grund für diese Herabstufung liegt teilweise bei den zusätzlichen Kürzungen im Bundeshaushalt, die aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts erforderlich wurden, das untersagte, dass die übrig gebliebenen Mittel für die Stützung der Konjunktur während der Corona-Pandemie einer anderen Nutzung zugeführt werden.


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Analyse

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Deindustrialisierung in Deutschland: Ein zunehmendes Problem

Die deutsche Wirtschaft steht am Rande einer Krise, da sich eine Deindustrialisierung allmählich abzeichnet. Aus Gründen der Rentabilität verlagern deutsche Unternehmen zunehmend ihre Produktion ins Ausland. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für ein Land dar, das stark von der Industrie abhängig ist. Dieser Trend hat unmittelbare und tiefgreifende Folgen, die über die offensichtlichen Auswirkungen auf die Industriesektoren hinausgehen. Die Auslagerung der Produktion könnte zu einer Zunahme der betriebsbedingten Entlassungen führen und die Herausforderungen für die Arbeitnehmer zusätzlich verschärfen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis verzeichneten die deutschen Exporte im November 2023 einen Rückgang von 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während es bei den Importen zu einem deutlichen Rückgang von 12,2 Prozent kam.


Während der Hauptfokus auf den Industriesektoren liegt, ist es wichtig, die Vernetzung dieser Veränderungen zu verstehen. Ein typisches Beispiel dafür ist die deutsche Chemieindustrie, die sich in einem anhaltenden Abschwung befindet und etwa 23 Prozent ihrer Produktionskapazität verloren hat. Darüber hinaus äußerten führende Manager der Branche erhebliche Skepsis gegenüber einer raschen Erholung. Die Herausforderungen werden durch das Ringen Deutschlands mit hohen Energiekosten verschärft, das insbesondere jene Industrien betrifft, die im globalen Wettbewerb stehen. Trotz staatlicher Versuche, diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, etwa durch ein milliardenschweres Paket zur Stabilisierung der Strompreise, waren die daraus erzielten Erfolge bescheiden.


Inzwischen haben laut einem Bericht der Unternehmensberatung Deloitte zwei von drei deutschen Unternehmen aufgrund der anhaltenden Energiekrise in einer besorgniserregenden Entwicklung ihre Geschäftstätigkeiten teilweise ins Ausland verlagert. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in kritischen Branchen wie dem Maschinenbau, im Sektor der Industriegüter und in der Automobilindustrie, wo 69 Prozent der Unternehmen ihre Betriebe in mittlerem oder großem Umfang verlagert haben.


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Die wichtigsten Ergebnisse des Deloitte-Berichts geben Aufschluss über die Gründe für diesen bedeutenden Wandel. Die meisten Unternehmen begründen ihre Entscheidung, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern, mit der Kombination aus hohen Energiepreisen und Inflation. Insbesondere planen Unternehmen in den am meisten betroffenen Branchen, nicht nur die Produktion von einfachen Komponenten zu verlagern, sondern in geringerem Umfang auch hochkomplexe Produktionsprozesse zu entwickeln.


Deutschland schlittert in eine Rezession, während Griechenland einen kleinen Wirtschaftsboom erlebt, eine Umkehrung des Schicksals nach der Krise, in der Berlin und Athen vor einem Jahrzehnt gegeneinander antraten.


Auch die Versuche Deutschlands, auf eine grüne Energieagenda umzusteigen, haben zum Anstieg der Strompreise beigetragen und die Situation zusätzlich verschärft. Florian Ploner, Partner bei Deloitte, warnt vor einer weitreichenden Deindustrialisierung Deutschlands in erheblichem Ausmaß, bei der sich weitere Unternehmen der Abwanderung anschließen, sollten die hohen Strompreise anhalten. Zu den düsteren Aussichten für Deutschland kommt noch die Skepsis der Unternehmen hinzu, hinsichtlich der Fähigkeit der Regierung, auf ihre Anliegen und Sorgen einzugehen. Obwohl Unternehmen beteuern, dass höhere Subventionen und weniger Bürokratie sie zum Bleiben ermutigen würden, herrscht wenig Vertrauen, dass die derzeitige Regierung die notwendigen Maßnahmen ergreifen wird, um weitere Abwanderungen zu verhindern.


Die USA gedeihen, während Deutschland mit den Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland zu kämpfen hat

Im weiteren Verlauf des Jahres 2024 wird eine bemerkenswerte Ungleichheit in der wirtschaftlichen Entwicklung der USA und Deutschlands deutlich werden. Während die USA die Erwartungen übertroffen haben, steht Deutschland angesichts der Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland vor einem gefährlichen Abstieg in die Rezession.


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Die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft zeigte sich im letzten Quartal 2023, das eine Wachstumsrate von 3,3 Prozent verzeichnete – eine Leistung, die alle Prognosen der Ökonomen übertraf. Bemerkenswert dabei ist, dass die Inflation in den USA von ihrem Höchststand von 9 Prozent im Juni 2022 auf weit erträglichere 3,4 Prozent zurückgegangen ist.


Im krassen Gegensatz dazu steht Deutschland an einem kritischen Scheideweg. Die Situation wird durch einen ideologisch motivierten Wandel, insbesondere hin zu grüner Energie, zusätzlich erschwert, was großen Unternehmen weitere Hürden beschert und einen bedrohlichen Schatten auf die deutsche Wirtschaftslandschaft wirft. Die Zurückhaltung der Bundesregierung, die tatsächlichen Kosten für die deutsche Industrie anzuerkennen, gepaart mit der Entscheidung, auf russisches Gas zu verzichten, scheint eine Fehlkalkulation gewesen zu sein, die unbeabsichtigt die wirtschaftliche Stellung Deutschlands geschwächt hat.


Jetzt wird die Realität unübersehbar: Die US-Wirtschaft geht gestärkt aus dieser Krise hervor, während Deutschland, das die Hauptlast der Sanktionen gegen Russland trägt, mit den Folgen dieser Fehlkalkulation konfrontiert ist.


Ein wesentlicher Aspekt der misslichen Lage Deutschlands liegt in seiner sturen Ausrichtung auf die geopolitische Agenda Washingtons und den daraus resultierenden Auswirkungen. Die Sanktionen gegen Russland bedeuten eine erhebliche Belastung für den deutschen Wirtschaftsapparat und dienen in keiner Weise nationalen Interessen. Branchen, insbesondere solche mit starken Verbindungen zu russischen Märkten, haben mit unterbrochenen Lieferketten, reduzierten Exportvolumina und zunehmender Unsicherheit zu kämpfen.


Diese Orientierung an der Agenda Washingtons hat Deutschland wirtschaftlichen Schwächen ausgesetzt, die nicht leicht zu überwinden sein werden. Rezessionen kommen und gehen, jedoch ist das, was Deutschland derzeit erlebt, tiefgreifender als ein bloßer wirtschaftlicher Abschwung: Die Grundlagen des deutschen Wohlstands wurden erschüttert, während es weder eine schnelle Lösung noch eine Strategie für die Umstrukturierung der deutschen Wirtschaft gibt.

Aus dem Englischen.


Russian Market ist ein Projekt eines in Zürich ansässigen Finanzbloggers, Schweizer Journalisten und politischen Kommentators. Man kann ihm auf X unter @runews folgen.


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RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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04.02.2024

Israel will die UNRWA ausschalten – schuldig – bis zum Beweis des Gegenteils

nachdenkseiten.de, vom 03. Februar 2024 um 13:00 Ein Artikel von Karin Leukefeld

Im November 2019 wurde bekannt, dass der damalige und heutige israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wegen Korruption vor Gericht muss. Dass Justizministerium hatte mitgeteilt, dass Netanjahu wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt werde. Seine damaligen Regierungspartner standen geschlossen hinter ihm. „Er ist der Ministerpräsident des Staates Israel, und es gilt für ihn die Unschuldsvermutung“, sagte Verteidigungsminister Naftali Bennett. Für das UN-Hilfswerk zur Unterstützung und für Arbeit palästinensischer Flüchtlinge (UNRWA) gilt Artikel 11 der Internationalen Menschenrechtskonvention in Sachen Unschuldsvermutung offensichtlich nicht.

Die israelische Kriegsregierung beschuldigt die UNWRA, „von der Hamas unterwandert“ zu sein. Deutsche Medien übernehmen weitgehend diese Darstellung des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet und des Netanyahu-Büros. Die Bundesregierung hat – ohne eine sofort eingeleitete Untersuchung der UNRWA abzuwarten – in artiger Gefolgschaft der US-Administration die Zahlungen an die UNWRA eingestellt.


Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund der Eilentscheidung des Internationalen Gerichtshofes (IGH, Den Haag, 26. Januar 2024), die Klage von Südafrika gegen Israel wegen Völkermordes im Gazastreifen anzunehmen. Gleichzeitig fordert der IGH Israel auf, völkermörderisches Vorgehen (der israelischen Armee) gegen die Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu unterbinden und humanitäre Hilfe für die Menschen dort zuzulassen. Die Eilentscheidung wurde mit großer Mehrheit der IGH-Richter getroffen. Lediglich einer oder zwei von 16 Richtern stimmten den einzeln abgestimmten Forderungen an Israel nicht zu


Israel hat das IGH-Statut nicht unterzeichnet und tut das Gegenteil von dem, wozu es vom IGH aufgefordert wird. Die Angriffe gegen die Palästinenser im Gazastreifen und im von Israel besetzten Westjordanland wurden verschärft und ausgeweitet. Dazu gehört die Kampagne gegen die UNWRA, die Israel seit seiner Gründung (1948) bekämpft.

Die Unterstützung der westlichen Staaten (USA, Deutschland, Großbritannien u.a.m.) für Israel könnte den Straftatbestand der Beihilfe zum Völkermord erfüllen, sagt der ehemalige Direktor des Büros des Hochkommissariats für Menschenrechte in New York, Craig Mokhiber, im Gespräch mit dem Journalisten Chris Hedges. Mokhiber, der seit 1992 für die UN u.a. als UN-Menschenrechtsbeauftragter in Afghanistan, Palästina und Sudan gearbeitet hat, trat Ende Oktober 2023 unter Protest von seinem Posten zurück, weil die Vereinten Nationen nicht in der Lage waren, die Palästinenser zu schützen.


Israel will die UNRWA ausschalten

„Palästinenserhilfswerk UNRWA „von Hamas infiltriert“ meldeten deutsche Medien am Donnerstagmorgen (1. Februar 2024) unter Verweis auf eine Präsentation des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor Diplomaten in Jerusalem am Vorabend (31. Januar 2024). Das Hilfswerk sei „komplett von der Hamas infiltriert“, hatte dieser erklärt. Die UNRWA habe der Hamas gedient, unter anderem in Schulen. Ja, es werde eine Hilfsorganisation in Gaza gebraucht, sagte Netanyahu. Doch die UNRWA könne und werde das nicht sein. Die Medien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland gaben die Botschaft aus dem israelischen Kriegskabinett unisono mit der Schlagzeile „Netanyahu fordert Ende der UNRWA-Mission“ an die Öffentlichkeit in Deutschland weiter.


Angefangen hat die neue israelische Kampagne gegen die UNRWA am vergangenen Freitag (26. Januar 2024) mit der Erklärung des IGH zur Klage von Südafrika gegen Israel wegen möglichen Völkermordes gegen die Palästinenser.


Nahezu zeitgleich berichteten Medien, dass zwölf UNRWA-Mitarbeitern vom israelischen Geheimdienst vorgeworfen werde, an „Gräueltaten der Hamas (7. Oktober 2023) beteiligt“ gewesen zu sein. Das Internetportal Axios hatte zuvor einen israelischen Beamten ohne Namensnennung mit der Aussage zitiert, der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet und die israelischen Streitkräfte (IDF) hätten Informationen über die „aktive Beteiligung“ von UNRWA-Mitarbeitern „größtenteils aus Verhören mit Kämpfern“ erhalten, die am 7. Oktober von den israelischen Streitkräften festgenommen worden waren. Diese UN-Mitarbeiter hätten demnach Fahrzeuge und Einrichtungen der Organisation für den Angriff am 7. Oktober benutzt. Belege für die Beschuldigung legte der israelische Beamte dem Medium nicht vor, das offenbar auch nicht danach fragte.


Unmittelbar nach Bekanntwerden des Axios-Berichts, der von CNN und Agenturen verbreitet und auch von deutschen Medien übernommen wurde, setzten die USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Australien, Italien, die Niederlande, Finnland, Schottland, Japan und Österreich ihre Zahlungen an das wichtigste UN-Hilfswerk für die bedrängten Palästinenser im Gazastreifen, die UNRWA, aus. Deutsche Politiker forderten die EU auf, ihre Zahlungen an UNRWA einzustellen. Das US-Außenministerium forderte neben einer Untersuchung die Neuordnung der Arbeitsweise von UNRWA.


Die UNRWA leitete umgehend eine Untersuchung ein und entließ neun der zwölf von Israel Beschuldigten, um die Fortsetzung der Arbeit im Gazastreifen sicherzustellen, wie die Organisation mitteilte. Nach Angaben aus palästinensischen Kreisen sollen drei der Beschuldigten bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen, teilweise mit ihren Familien, getötet worden sein.

UNRWA war so sehr unter Druck, dass die Entlassung der UNRWA-Mitarbeiter erfolgte, obwohl sie nicht von einem Gericht angeklagt, sondern von einem interessierten Geheimdienst beschuldigt worden waren. Die eingeleitete Untersuchung hatte nicht einmal begonnen, und die Betroffenen konnten sich nicht verteidigen oder überhaupt zu den Anschuldigungen äußern.

Am 29. Januar 2024 legte der israelische Inlandsgeheimdienst nach und präsentierte – dieses Mal der Nachrichtenagentur Reuters – ein sechsseitiges Dossier, in dem 190 UNRWA-Mitarbeiter, darunter auch Lehrer, als „abgebrühte Kämpfer, Mörder“ von Hamas oder dem Islamischen Jihad dargestellt werden.


Politisches Manöver

Dass es bei den Anschuldigungen gegen die UNRWA-Mitarbeiter nicht um Aufklärung und Wahrheitsfindung, sondern um politische Interessen Israels ging, wurde noch am gleichen Tag deutlich. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant bedankte sich bei der Biden-Administration für den „wichtigen Schritt, UNRWA zur Rechenschaft zu ziehen“. Der israelische Außenminister Israel Katz forderte die Entlassung von Philippe Lazzarini, dem UNRWA-Kommissar. Er werde in den USA, Europa und bei anderen Partnern Israels dafür werben und sicherstellen, dass UNRWA am Ende des Gaza-Krieges „keine Rolle“ mehr spielen werde, so Katz.


Dass es sich um ein politisches Manöver Israels handelt, macht auch der Zeitpunkt klar, zu dem die Anschuldigung gegen die UNRWA – von einem „anonymen israelischen Beamten“ über ein ausgewähltes Nachrichtenportal – bekannt wurde. Es war nahezu zeitgleich, als der Internationale Gerichtshofes (IGH) in Den Haag bekannt gab, dass er die Klage von Südafrika gegen Israel annehmen werde. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wies die IGH-Stellungnahme umgehend zurück. Israel halte sich an das internationale Recht und ebenso an die „heilige Verpflichtung“, Israel und das israelische Volk zu verteidigen, so Netanyahu in einer kurzen Video-Erklärung. Der Vorwurf gegen Israel, einen „Völkermord“ zu begehen, sei nicht nur falsch, sondern ungeheuerlich und diskriminierend gegen den „jüdischen Staat“. Am Vorabend des internationalen Holocaust-Gedenktages (27. Januar 2024) fordere er „Nie wieder“. Hamas sei eine „völkermörderische Terrororganisation“, gegen die Israel sich verteidige. Palästinensische Zivilisten würden von den israelischen Streitkräften geschützt, obwohl die Hamas sie als „menschliche Schutzschilde“ benutze. Israel werde humanitäre Hilfe für die Menschen ermöglichen.


Das IGH-Verfahren der von Südafrika eingereichten Klage, gemäß der UN-Konvention zur Verhinderung und Bestrafung von Völkermord im Gazastreifen, war weltweit mit großer Aufmerksamkeit und vielen Demonstrationen für die Palästinenser begleitet worden. Chile, Mexiko, Brasilien, Bolivien, Iran, Malaysia, die Türkei und Venezuela, die Malediven, Namibia und Pakistan schlossen sich der Klage an oder teilten ihre Unterstützung mit. Algerien, das aktuell die Gruppe der 22 arabischen Staaten bei den Vereinten Nationen im UN-Sicherheitsrat vertritt, beantragte eine Debatte im höchsten UN-Gremium. Der Sicherheitsrat müsse sicherstellen, dass die vorläufige IGH-Entscheidung umgesetzt werde, hieß es in einer Erklärung des Algerischen Außenministeriums.


In Deutschland wurde die IGH-Erklärung von dem „Skandal bei der Terror-Behörde UNRWA“ übertönt, der weiter die Schlagzeilen füllt.


In der Debatte im UN-Sicherheitsrat am vergangenen Mittwoch wurde erneut von zahlreichen Teilnehmern ein sofortiger Waffenstillstand in Gaza gefordert. Israel müsse sich an die vom IGH erlassenen Maßnahmen halten und den Schutz der Zivilbevölkerung und die Verbesserung der humanitären Lage sicherstellen. Mehrheitlich wurde die weitere Unterstützung der UNRWA gefordert, die von UN-Generalsekretär Antonío Guterres und anderen UN-Offiziellen als „Rückgrat der humanitären Hilfe im Gazastreifen“ bezeichnet wurde.


Auch die neu ernannte UN-Koordinatorin für den Gazastreifen, Sigrid Kaag, erklärte, es gebe keine Alternative zur UNRWA und deren lebensrettende Unterstützung für die 2,3 Millionen Palästinenser, die im Gazastreifen seit fast vier Monaten um ihr Überleben kämpfen. Die UNRWA verfüge über die besten Kontakte zur Bevölkerung, habe ein gut ausgebautes Netz und sei mit 13.000 Mitarbeitern im Gazastreifen die wichtigste Organisation, da sie die Menschen erreiche.


Die US-Vertreterin erklärte, der IGH habe keinen Waffenstillstand gefordert und damit das Recht von Israel auf Selbstverteidigung anerkannt. Vorwürfe, dass Israel gegen die Palästinenser einen Völkermord begehe oder gegen die Konvention zum Schutz vor Völkermord verstoße, seien „unbegründet“.


Im Fokus

Seit Israel seinen „Verteidigungskrieg“ gegen die 2,3 Millionen Bewohner des Gazastreifens vor vier Monaten begonnen hat, um die Hamas zu vernichten, werden die Vereinten Nationen und ihre Hilfsorganisationen von Israel attackiert. Im Fokus stehen die Medien und UN-Organisationen, die vom ersten Tag an die massiven israelischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung und auf die zivile Infrastruktur dokumentieren.


Nach Angaben des Komitees für den Schutz von Journalisten (CPJ) wurden seit dem 7. Oktober 2023 85 Journalisten und Medienmitarbeiter getötet: 78 Palästinenser, vier Israelis und drei Libanesen. Die Zahl der verletzten Journalisten wird mit 16 angegeben, vier Journalisten werden vermisst und 25 Journalisten wurden verhaftet. Zusätzlich meldet CPJ zahlreiche Übergriffe, Drohungen, Cyperangriffe, Zensur und die Ermordung von Familienangehörigen von Journalisten.


Die Weltgesundheitsbehörde (WHO), die nahezu täglich über Angriffe auf Krankenhäuser, Ambulanzwagen, Ärzte und medizinisches Personal berichtet, wurde zuletzt der „Absprachen mit der Hamas“ beschuldigt. Hamas habe „den gesamten zivilen Raum des Gazastreifens militarisiert“, sagte die israelische Botschafterin bei den Vereinten Nationen in Genf, Meirav Eilon Shahar (26. Januar 2024). „Jedes einzelne Krankenhaus, das die israelischen Streitkräfte durchsucht haben, wies die militärische Nutzung der Hamas auf.“ Die WHO habe diese „unbestreitbaren Tatsachen ignoriert“, fuhr Shahar fort. „Das ist keine Unfähigkeit, das ist Absprache.“ Die WHO wies die Anschuldigungen zurück.


Der schwerste und folgenschwerste Angriff Israels trifft die UNRWA, die mit Hilfslieferungen wie Zelten, Decken, Matratzen, Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff für Generatoren und Stromversorgung die Menschen im Gazastreifen unterstützt. 13.000 Mitarbeiter hat UNRWA im Gazastreifen, die als Lehrer, Ausbilder, Sozialarbeiter, Ärzte und Krankenpflegepersonal arbeiten. Keine andere Organisation ist so lange mit den Palästinensern verbunden, kennt ihre Sorgen und Nöte und kann sie erreichen. 152 Mitarbeiter, teilweise mit ihren Familien, wurden bei israelischen Raketen- und/oder Bombenangriffen seit dem 7. Oktober 2023 getötet. Bei 278 Angriffen auf UNRWA-Schulen und Lager, UNRWA-Kindergärten und Ausbildungszentren wurden 147 ganz oder teilweise von der israelischen Armee zerstört. Dabei wurden nach vorläufigen Angaben 376 Inlandsvertriebene, die in den UNRWA Einrichtungen Schutz gesucht hatten, getötet und 1.365 der Schutzsuchenden wurden verletzt. Von 22 medizinischen Versorgungszentren der UNRWA im Gazastreifen, sind nur noch vier funktionsfähig.


Die jüngste Zahl der getöteten Palästinenser im Krieg gegen Gaza wird mit 27.019 angegeben, die Zahl der Verletzten mit 66.139. Die wiederholt nach unten korrigierte Zahl der Israelis, die bei dem Angriff palästinensischer Kämpfer am 7. Oktober getötet wurden, liegt aktuell bei 1.139. (Stand 1. Februar 2024)


Humanitäre Jahrhundertkatastrophe

Obwohl die UNRWA seit der Gründung 1949 von Israel mit zahlreichen falschen Anschuldigungen denunziert wird, war die israelische Propaganda gegen das Hilfswerk nie so massiv wie aktuell. Israel will die UNRWA vernichten und wird dabei von den größten Geberländern der Hilfsorganisation, von den USA, Deutschland und 14 weiteren Partnerländern Israels unterstützt. 16 Staaten haben ihre Geldzahlungen an UNRWA eingestellt, insgesamt rund 440 Millionen US-Dollar.


Für das Jahr 2022 hatte die UNRWA einen Jahreshaushalt von 1,17 Milliarden US-Dollar sicherstellen können. 89,2 Prozent dieses Betrags wurde durch Spenden von UN-Mitgliedsstaaten und die Europäische Union erbracht. Der Rest kam aus dem regelmäßigen Jahresbudget des UN-Sekretariats. Durch private Spenden und Partnerschaften konnten 2022 weitere 15,4 Millionen US-Dollar eingeworben werden.


Die USA, Deutschland, die Europäische Union und Schweden waren mit 61,4 Prozent die größten Geldgeber 2022. Durch die Entscheidung von 16 israelischen Partnerländer, ihre Unterstützung für UNRWA einzustellen, fehlen der Organisation aktuell 440 Millionen US-Dollar für die Versorgung von mehr als zwei Millionen Menschen im Gazastreifen.


„Während der Krieg in Gaza ungebremst fortgesetzt wird und der Internationale Gerichtshof mehr humanitäre Unterstützung einfordert, muss die UNRWA gestärkt und nicht geschwächt werden“, erkärte UNRWA-Kommissar Philippe Lazzarini. Er forderte wie zahlreiche UN- und private Hilfsorganisationen, ehemalige und aktive Staatschefs, Hunderttausende von Menschen in der ganzen Welt und UN-Generalsekretär António Guterres die Länder, die ihre Hilfen eingestellt haben auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen. Falls die finanzielle Hilfe für die Arbeit von UNRWA ausbliebe, „werden wir voraussichtlich gezwungen sein, unsere Arbeit Ende Februar einzustellen – nicht nur in Gaza, sondern in der ganzen Region“.


Die UNRWA inmitten der schwersten humanitären Jahrhundertkatastrophe mit dem Entzug von Geldzahlungen zu bestrafen, sei kollektive Bestrafung der (palästinensischen) Flüchtlinge, erklärte Luna AbuSuwaireh, Leiterin des Zentrums für die Studien der Arabischen Einheit (Beirut). Im Gespräch mit der Autorin gab sie zu bedenken, dass die palästinensischen Mitarbeiter von UNRWA in erster Linie Palästinenser seien. In zweiter Linie seien sie Flüchtlinge oder Nachfahren von Flüchtlingen, die 1948 aus ihrer Heimat fliehen mußten, und drittens seien es Menschen, die in den vergangenen 17 Jahren im belagerten Gazastreifen gelebt hätten. Sollten sie – was ihnen vorgehalten werde – in sozialen Medien ihre Gefühle oder ihre Meinung zu einem Geschehen ausgedrückt haben, das für sie „die Möglichkeit von Freiheit“ bedeute, müsse man das in einem größeren Zusammenhang verstehen. Dieser Zusammenhang seien „Jahrzehnte der Unterdrückung, der Enteignung, von Morden, Festnahmen und kollektiver Bestrafung“, so Abu Suwaireh. „Warum werden nicht israelische Politiker bestraft, die Palästinenser entmenschlichen und sie „Tiermenschen“ nennen, die zum Mord aller Palästinenser aufrufen? Die eine Atombombe auf Gaza fordern?“ Stattdessen würden sie unterstützt, finanziert und für ihre völkermörderischen Taten und Absichten bewaffnet.


PLO-Generalsekretär Hussein al-Sheikh erklärte, die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Gaza sei dringend notwendig und dürfe nicht eingestellt werden. Die Staaten, die ihre Hilfszahlungen an die UNRWA eingestellt hätten, sollten „ihre Entscheidung rückgängig machen“.


Die Demokratische Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) warf den USA und Israel einen „direkten Angriff auf die palästinensischen Flüchtlinge und ihr Recht auf Rückkehr“ vor. UNRWA sei „die wichtigste Quelle für Bildung, Gesundheit und andere soziale Dienste für Millionen von Flüchtlingen, die im Gazastreifen, im Westjordanland, Jordanien, Libanon und Syrien leben“, hieß es in einer Erklärung. Die Vorwürfe Israels gegen die UNRWA seien „inkorrekt“, so die DFLP. Tatsächlich gehe es darum, dass UNRWA – nach dem Willen Israels und seiner Partner – (nach dem Krieg in Gaza) ausgeschaltet werden solle.


Die Zerstörung der UNRWA muß sofort beginnen“

Tatsächlich hatte es Anfang Januar 2024 im israelischen Parlament (Knesset) eine Sitzung des Unterkomitees für Außenpolitik und öffentliche Diplomatie gegeben, bei der es auch um die UNRWA ging. Aus Erklärungen von einigen der Teilnehmerinnen geht hervor, dass der Entzug der Gelder für die UNRWA nichts mit Vorhaltungen gegen Mitarbeiter der Organisation zu tun hat


Einige der Argumente, die von den Teilnehmern gegen die UNRWA vorgebracht wurden, wurden von der israelischen Menschenrechtsaktivistin Ghada Majadli über Twitter der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Demnach hatte Noga Arbel, Forscherin des Kohalet-Forums, bei der Sitzung erklärt, dass „das palästinensische Bildungssystem die schwerste Bedrohung für die Sicherheit von Israel sei. Die UNRWA sei „der Kern des Problems“, so Arbel. Wenn man es UNRWA erlaube, das Problem des palästinensischen Exodus fortzusetzen, werde die Gefahr wachsen. Es werde unmöglich sein, den Krieg zu gewinnen, wenn „wir UNRWA nicht zerstören“, so die Forscherin weiter. „Und die Zerstörung muss sofort beginnen.“


Ein anderer Teilnehmer hatte erklärt, dass UNRWA in den 1960er-Jahren von den palästinensischen Flüchtlingen übernommen (Original: hijacked) worden sei. UNRWA sei eine palästinensische Organisation geworden, die ständig die Idee der Flüchtlinge und das Recht auf Rückkehr betone, mit dem Ziel, den Konflikt aufrechtzuerhalten.“


Palästina lebt

Die UNRWA wurde 1949 von der UN-Generalversammlung gegründet, um die 750.000 Palästinenser zu unterstützen, die vor und nach der gewaltsamen Gründung des Staates Israel (1947-1949) aus ihren Wohnungen und Häusern vertrieben worden waren. Anfangs unterstützte die UNRWA auch noch einige der 150.000 Palästinenser, die in dem Gebiet blieben, das von Israel (1949) besetzt worden war. Dabei handelte es sich um 78 Prozent des Gebietes, das 1947 im UN-Teilungsplan in einen jüdischen Staat (rund 56 Prozent des britischen Mandatsgebiets) und einen arabischen Staat (rund 43 Prozent) aufgeteilt worden war.


Die von Israel gewaltsam vertriebenen Palästinenser suchten Zuflucht in Jordanien, Syrien, Irak und in Gaza, das damals unter ägyptischer Kontrolle stand. UNWRA versorgte die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Zelten, medizinischer Hilfe, mit Schulunterricht und Ausbildungskursen. Mit der Zeit wurden Palästinenser für diese Dienste und Arbeiten angestellt, das Angebot wurde von Tausenden Palästinensern angenommen, die ihr Land, ihre Geschäfte, ihre Arbeit durch die Vertreibung verloren hatten.


UNRWA verfügt heute über rund 30.000 palästinensische Angestellte und versorgt 5,7 Millionen palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachfahren in Ost-Jerusalem, im Westjordanland und Gaza sowie in Jordanien, Libanon und Syrien. Mit ihrem Bildungs- und Ausbildungsprogramm hat UNRWA unter den palästinensischen Flüchtlingen einen wachsenden Kern von gut ausgebildeten Fachkräften und Lehrpersonal geschaffen, das beim Aufbau eines palästinensischen Staates ohne Weiteres wichtige Aufgaben übernehmen kann.


Die „Zweistaatenlösung“ allerdings, an die viele Palästinenser in den 1990er-Jahren noch glauben wollten, ist angesichts der 17-jährigen Abriegelung des Gazastreifens, der anhaltenden Verhinderung ökonomischer Entwicklung Palästinas und der massiven Landnahme durch extremistische Siedler im Westjordanland in weite Ferne gerückt. Israel ist nicht an einem gleichberechtigten Staat Palästina interessiert, wie die jüngsten Äußerungen von Politikern und Militärs in Israel zeigen, die eine Vertreibung der Menschen aus Gaza in die Sinai-Wüste und aus dem Westjordanland nach Jordanien propagieren. Das israelische Kriegskabinett billigt die Zerstörung jeglicher ziviler Infrastruktur im Gazastreifen, und Minister der Netanyahu-Regierung präsentieren öffentliche Pläne, den Gazastreifen neu zu besiedeln. Die Staaten, die Israel angesichts dieser Politik weiter unterstützen, haben seit Jahrzehnten nichts für die Durchsetzung eines Staates Palästina getan.


Israel verweigert den Palästinensern ihr Recht auf Rückkehr nach Palästina, und es verweigert das Recht auf Kompensation für ihre verlorenen Lebensgrundlagen, wie es die UN-Generalversammlung 1948 mit der UNGA-Resolution 194 festgelegt hatte. Das UN-Hilfswerk für die Unterstützung und für Arbeit der palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) erinnert nicht nur Israel, sondern die Welt ständig daran, dass es ein palästinensisches Volk gibt, auf dessen rechtmäßigem Boden – gegen jedes internationale Recht – Israel errichtet wurde.


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Länderberichte

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Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.02.2024

Erpressung wirkt, Geldspritze kommt – und Bauernkrieg in Brüssel

lostineu.eu, 3. Februar 2024

Die Watchlist EUropa vom 03. Februar 2024 – heute mit der Wochenchronik.

Erpressung wirkt, auch in der Europapolitik. Dies hat die vergangene Woche in Brüssel gezeigt. Um Ungarns widerspenstigen Regierungschef Orban umzustimmen, machte die EU massiven Druck.

Keine Fördergelder mehr, Entzug der Stimmrechte, Wirtschaftskrieg gegen Ungarn – das waren die Folterwerkzeuge, mit denen Orban „überzeugt“ werden sollte, 50 Mrd. Euro für die Ukraine freizugeben.

Noch nie ist die EU so brutal gegen einen der Ihren vorgegangen – sieht man mal vom früheren griechischen Regierungschef Tsipras ab, dem in der Eurokrise 2015 sogar mit dem Rauswurf gedroht wurde.

Ähnlich wie damals hat die Drohkulisse auch diesmal gewirkt. Nur wenige Minuten nach Beginn des EU-Sondergipfels am 1. Februar gab Orban klein bei. „Geschenke“ habe es keine gegeben, hieß es danach.

Tatsächlich sieht es so aus, als hätten die EU und die Ukraine alles, Ungarn nichts gewonnen. Orban bekam lediglich die Zusicherung, dass die Hilfe für die Ukraine nach zwei Jahren überprüft wird.

Außerdem wurde bekräftigt, dass die Auszahlung von Fördergeldern an Ungarn auf einer fairen Basis erfolgen soll. Derzeit liegen noch 20 Mrd. Euro wegen Rechtsstaats- und anderen Problemen auf Eis.

Auch das ist bemerkenswert: Dem EU-Mitglied Ungarn wird Geld wegen Korruption und Vetternwirtschaft vorenthalten. Doch der weitaus korrupteren Ukraine macht man feste Zusagen bis 2027!

Dabei weiß niemand, wie das Land in vier Jahren aussehen und wer es regieren wird. Kaum dass die EU-Finanzspritze bewilligt wurde, eskalierte in Kiew der Machtkampf zwischen Politik und Militär….


Was war noch? In dieser Woche erlebte Brüssel auch einen Bauernaufstand. Empörte Landwirte zogen vors Europaparlament und zündeten Paletten an. Später trafen sie sich mit Kommissionschefin von der Leyen.

Viel erreicht haben sie nicht, die belgischen Bauern zogen enttäuscht wieder ab. Größere Zugeständnisse gab es dagegen in Paris. Dort hat der neue Premier Attal seinen ersten großen Test bestanden.

Außerdem haben die EU-Staaten ihren „AI Act“ abgesegnet. Nach einigem Hin und Her hat auch Deutschland den Weg für die KI-Gesetzgebung frei gemacht.

Beim Lieferkettengesetz und einigen anderen EU-Vorhaben steht Berlin aber weiter auf der Bremse. Auch bei der Waffenhilfe für die Ukraine stellt sich Deutschland quer…

Mehr zur deutschen Blockade hier. Mehr Newsletter hier.


Info: https://lostineu.eu/erpressung-wirkt-finanzsspritze-fuer-die-ukraine-und-bauernkrieg-in-bruessel


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04.02.2024

Nachrichten von Pressenza: Ein Lob der Toleranz

aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 4. Januar 2024, 7: 18 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 04.02.2024


Ein Lob der Toleranz


Toleranz (von tolerieren und dies vom lateinischen tolerare). Moralischer Wert, der eine achtsame und respektvolle Haltung einer Person, Gruppe, Institution oder Gesellschaft bezüglich der Interessen, Überzeugungen, Meinungen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen anderer zum Ausdruck bringt. Sie äußert sich in dem Bestreben,&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/02/ein-lob-der-toleranz/


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Neue Gentechnik: Alarmstufe Rot


Das EU-Parlament entscheidet am 7. Februar 2024 über die uneingeschränkte Zulassung der Neuen Gentechniken (NGT). Doch was bedeutet das für uns Menschen und unsere Umwelt? Karl Heinz Jobst vom Öko &amp; Fair Umweltzentrum Gauting erläutert einige wichtige Hintergründe und auch&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/02/neue-gentechnik-alarmstufe-rot/


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Der Prozess des Jahrhunderts: Israel auf der Anklagebank


Der Prozess, der im Gerichtssaal des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag stattfand, wurde von uns Palästinenser:innen und allen freien Männern und Frauen als der Prozess des Jahrhunderts bezeichnet. So wird er zweifelsohne den zukünftigen Generationen in Erinnerung bleiben. Mit dem&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/02/der-prozess-des-jahrhunderts-israel-auf-der-anklagebank/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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03.02.2024

Huthi stellen Bedingungen

Die Huthi-Bewegung im Jemen hat am Freitag mehrere Angriffe mit ballistischen Raketen auf den Süden Israels durchgeführt.


Quelle: RT (Bild)


Video  Dauer 3:17 min


Der Sprecher der Bewegung erklärte, die Angriffe der Huthi würden nicht aufhören, bis ein Waffenstillstand im Gazastreifen erreicht ist.


Mehr zum Thema - US-Luftangriffe auf Irak und Syrien: Russland beantragt Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/kurzclips/video/195008-huthi-stellen-bedingungen


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03.02.2024

Völkermord im Gazastreifen: Die USA und Israels Verbündete sind vom Rest der Welt völlig abgekoppelt

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 15:54 Uhr

In der jüngsten Folge von "Going Underground" ist Alastair Crooke, der ehemalige Berater des EU-Chefdiplomaten sowie Gründer und Direktor des Conflicts Forum, zu Gast. Er spricht über den Konflikt in Nahost und Westasien sowie die Abgehobenheit des Westens.


Völkermord im Gazastreifen: Die USA und Israels Verbündete sind vom Rest der Welt völlig abgekoppeltQuelle: RT


In dieser Folge von "Going Underground" sprechen wir mit Alastair Crooke, dem ehemaligen Berater des Chefs der EU-Außenpolitik sowie Gründer und Direktor des Conflicts Forum.



Er spricht über die heftige antikoloniale Stimmung im Globalen Süden gegen die USA und ihre Verbündeten wegen Israels völkermörderischer Kampagne im Gazastreifen, die bevorstehende Ausweitung des Krieges mit der Verschärfung der Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel im Libanon, die Strategie Irans und der Achse des Widerstands, Israel zu bekämpfen, ohne einen Armageddon-Krieg zu entfesseln, der ganze Nationen zerstören würde, den Zusammenbruch des westlichen Narrativs über den Gazastreifen und die Ukraine und warum eine Phase der Katharsis dem Westen guttun wird.


Er erörtert auch die Luftangriffe der USA und Großbritanniens auf die Huthis im Jemen, die Auslassung der südafrikanischen Beweise gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof in den US-amerikanischen und europäischen Medien, die "grausame" Haltung der EU zu Israels Angriff und vieles mehr.


Mehr zum Thema - Furcht vor Flächenbrand: Israel und Libanon bereiten sich auf einen Krieg vor


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Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/programme/going_underground/194979-voelkermord-im-gazastreifen


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Furcht vor Flächenbrand: Israel und Libanon bereiten sich auf einen Krieg vor

freedert.online, vom 1 Feb. 2024 16:02 Uhr,Von Armin Schmitt

Die Aussicht auf einen umfassenden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah versetzt die Menschen auf beiden Seiten der Grenze in Angst und Schrecken. Viele Beobachter glauben, dass der nächste Krieg zwischen der Hisbollah und Israel der letzte wäre, aus dem nur ein Sieger hervorgeht.


Quelle: AFP © Anwar Amro


Anhänger rufen Parolen während der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Tötung von General Qassem Soleimani, die von einer im Fernsehen übertragenen Rede des libanesischen Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah in einem südlichen Vorort von Beirut am 3. Januar 2024 begleitet werden.


Die Aussicht auf einen umfassenden Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz versetzt die Menschen auf beiden Seiten der Grenze in Angst und Schrecken. Israel soll seine Truppen an der Grenze zu Libanon verstärkt haben, wobei ein arabisches Land der Hisbollah glaubwürdige Informationen übermittelt haben soll, dass Israel eine groß angelegte Invasion im Libanon starten werde.


Noch ein Krieg? Israel verstärkt Truppen an der Grenze zu Libanon





Noch ein Krieg? Israel verstärkt Truppen an der Grenze zu Libanon






Der erste Krieg zwischen Hisbollah und Israel von 2006, sechs Jahre nach dem Rückzug der israelischen Besatzungstruppen aus dem Südlibanon, brach aus, nachdem die Hisbollah bei einem grenzüberschreitenden Überfall zwei israelische Soldaten gefangen genommen und mehrere andere getötet hatte.


Israel startete eine groß angelegte Luft- und Bodenoffensive und verhängte eine Blockade, um die Geiseln zu befreien und die militärischen Kapazitäten der Hisbollah zu zerstören – eine Mission, die letztlich scheiterte. Ein Krieg zwischen Israel und der Hisbollah "wäre eine totale Katastrophe", warnte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, im vergangenen Monat inmitten einer hektischen Pendeldiplomatie der USA und Europas. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober haben sich die Hisbollah und Israel täglich grenzüberschreitende Angriffe geliefert, die allmählich eskalierten. Israel hat auch gezielte Tötungen von Hisbollah- und Hamas-Angehörigen im Libanon durchgeführt, während Hisbollah eine neue Front im Norden gegen Tel Aviv eröffnet hat. Die Scharmützel sind mittlerweile so viel intensiver und häufiger geworden, dass man sich an die Situation im Vorfeld des Kriegs von 2006 erinnert fühlt. Mehr als 200 Menschen wurden bisher laut AP-Informationen auf libanesischer Seite getötet, 18 auf israelischer Seite.


Seit der Hamas-Offensive im Hinterland Israels sind im Grenzgebiet 80.000 Israelis dem Evakuierungsaufruf der Regierung gefolgt. Es gibt keine unmittelbare Aussicht auf ihre Rückkehr. Im Falle eines Kriegs wären zusätzliche Evakuierungen obsolet, da die Raketen und Flugkörper der Hisbollah ganz Israel erreichen können.


Führende israelische Politiker und Militärs haben die Hisbollah gewarnt, dass ein Krieg immer wahrscheinlicher wird, wenn sich die Kämpfer nicht von der Grenze zurückziehen.


Streit um Pufferzone im Norden: Hisbollah zielt auf Raketenabwehrsystem Iron Dome in Nordisrael





Streit um Pufferzone im Norden: Hisbollah zielt auf Raketenabwehrsystem Iron Dome in Nordisrael





Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hat zwar nicht mit einem Krieg gedroht, aber vor einem Kampf "ohne Grenzen" gewarnt, falls Israel dies tun sollte. Die Hisbollah erklärt, sie werde einem Waffenstillstand an der israelisch-libanesischen Grenze erst dann zustimmen, wenn es einen Waffenstillstand im Gazastreifen gibt, und habe nach Angaben libanesischer Beamter einen Vorschlag der USA abgelehnt, ihre Streitkräfte mehrere Kilometer von der Grenze zurückzuziehen.

Ein ausgewachsener Krieg würde sich wahrscheinlich auf mehrere Fronten ausweiten und die Beteiligung iranischer Stellvertreter in Syrien, Irak und Jemen eskalieren lassen – und vielleicht sogar Iran selbst einbeziehen. Dies könnte auch die USA, Israels engste Verbündete, tiefer in den Konflikt hineinziehen. Die USA haben bereits zusätzliche Kriegsschiffe in die Region entsandt.

Die Hisbollah soll über 150.000 bis 200.000 Raketen und Flugkörper unterschiedlicher Reichweite verfügen. Dieses Waffenarsenal sei mindestens fünfmal so groß wie das der Hamas und weitaus präziser. Die gelenkten Geschosse der Miliz könnten Wasser-, Strom- und Kommunikationseinrichtungen sowie dicht besiedelte Wohngebiete erreichen. Im Libanon würden die Luftangriffe wahrscheinlich die Infrastruktur zerstören und möglicherweise Tausende Menschen töten. Israels Präsident Benjamin Netanjahu hat seinerseits damit gedroht, "Beirut in Gaza zu verwandeln". Israel ist weitaus besser geschützt und verfügt über mehrere Luftabwehrsysteme, darunter der Iron Dome (zu Deutsch: Eiserne Kuppel), der nach israelischen Angaben Raketen mit einer Erfolgsquote von etwa 90 Prozent abfangen soll. Bei einem massiven Raketenbeschuss kann das System jedoch überfordert sein. Vor diesem Hintergrund glauben viele Beobachter, dass der nächste Krieg zwischen der Hisbollah und Israel der letzte wäre, aus dem nur ein Sieger hervorgeht.


Mehr zum Thema - Nach Raketenhagel auf US-Basis: US-Militär reagiert mit Gegenschlag auf Angriff im Irak


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Völkermord in Gaza: US-amerikanische und pro-israelische Verbündete VOLLSTÄNDIG GESCHIEDEN aus dem Rest der Welt (Alastair Crooke)


goingunderground.castos.com, Folge 1 -• 22. Januar 2024 -• 00:28:24

Going Underground Gastgeber von Afshin Rattansi

00:00 /00:28:24 ()


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In dieser Episode von Going Underground sprechen wir mit dem ehemaligen Berater des EU-Chefs für Außenpolitik und dem Gründer und Direktor des Konfliktforums Alastair Crooke. Er spricht über die heftige antikoloniale Stimmung im globalen Süden gegen die USA und ihre Verbündeten über Israels Völkermord-Kampagne in Gaza, die bevorstehende Erweiterung des Krieges mit den Kämpfen zwischen der Hisbollah und Israel im Libanon, die sich aufheizen, die Strategie des Iran und der Achse des Widerstands, Israel zu bekämpfen, ohne einen bewaffneten Krieg zu entfesseln, der den Krieg der Ukraine zerstören würde, und die Ukraine wird gut für die Luftangriffe des Westens, der USA und des Vereinigten Königreichs gegen die Huthis im Jemen sein, die Auslassung von Südafrikas Beweisen gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof in den USA und europäischen Medien, die „grausame“ Position der EU zu Israels Angriffen und vieles mehr.


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Andere Episoden Folge 5 21. April 2023 00:27:31


„CHILLING“: Die USA werden vom Russland-Ukraine-Krieg ermutigt, China zu konfrontieren! -Prof. Samuel Moyn In dieser Folge von Going Underground sprechen wir mit Prof. Samuel Moyn, Chanellor Kent Professor für Recht und Geschichte an der Yale University. Er spricht...

Hören Folge 15 01. Juli 2023 00:28:06


Oliver Stone: NUCLEAR POWER NOW-Die letzte Hoffnung der Menschheit gegen Klima-Apokalypse In dieser Folge von Going Underground sprechen wir mit dem legendären Oscar-prämierten Regisseur und Autor Oliver Stone über seinen neuen Film "Nuclear Now", der... Hören


Info: https://goingunderground.castos.com/episodes/gaza-genocide-us-pro-israel-allies-completely-divorced-from-the-rest-of-the-world-alastair-crooke


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03.02.2024

Skandal um Mariupol-Beitrag: Ukraine droht ZDF mit "Konsequenzen"

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 15:24 Uhr,Von Wladislaw Sankin

Die ukrainische Diplomatie behauptet, die ohnehin mehrfach scharf kritisierte Reportage des Moskauer ZDF-Büroleiters Armin Coerper aus Mariupol sei "verzerrend" und "gesetzwidrig". Der grünennahe Propagandist Sergei Sumlenny meldet sich mit obszönen Schimpftiraden – und einer sechsstelligen Opferzahl.


Quelle: Sputnik © Alexander Suchow/RIA Nowosti


Wahlwerbung für Wladimir Putin in Mariupol (01.02.2024)


Das ZDF hatte es Ende Januar gewagt, "von beiden Seiten der Front" zu berichten, und den Moskauer Büroleiter Armin Coerper samt Drehteam in die stark zerstörte industrielle Großstadt Mariupol im Süden der Volksrepublik Donezk entsandt. Das reichte, um in Deutschland für viel Aufregung zu sorgen – RT DE hat berichtet.


Einige Tage nach dem Beitrag schaltete sich nun auch das ukrainische Außenministerium ein. Dessen Sprecher Oleg Nikolenko kritisierte in einer Stellungnahme auf X den ZDF-Beitrag scharf. "Verzerrung" sei kein Journalismus, schrieb er und fuhr fort:

"Der Besuch des Moskauer Büroleiters des ZDF ohne ukrainische Zustimmung verstößt gegen ukrainisches Recht."

Keineswegs "russische Narrative" – ZDF rückt keinen Millimeter von ukrainischer Gräuelpropaganda ab




Meinung

Keineswegs "russische Narrative" – ZDF rückt keinen Millimeter von ukrainischer Gräuelpropaganda ab





Er forderte eine "offizielle Erklärung" des Senders und drohte mit Konsequenzen für die weitere Berichterstattung des Senders aus der Ukraine.


Die Drohung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Das ukrainische Außenministerium schreibt einem deutschen öffentlich-rechtlichen Sender vor, wie er über den Konflikt zu berichten hat. Das nennt man Chuzpe. Die Ukraine ist Empfängerland milliardenschwerer deutscher Hilfspakete, und ukrainische Diplomaten selbst werden nicht müde, das zu betonen: 

"Präsident Selenskij begrüßt die Zustimmung des Bundestages zu 7,6 Mrd. Euro Militärhilfe für die Ukraine im Haushalt 2024 und dankt dem Bundesrat bzw. allen 16 Bundesländern für den wichtigen Antrag gestern."

Letzteres twitterte erst am Freitag der ukrainische Botschafter auf X. 

Am selben Tag retweetete er die Stellungnahme des Außenministeriums in Kiew zum ZDF-Beitrag. Die Ukraine weiß, dass die deutsche Bundesregierung Ukraine-Hilfen gerne auf die deutschen Steuerzahler umwälzt, und arbeitende Deutsche finden das nicht gerade toll, wie die letzten Bauernproteste gezeigt haben. Der ZDF-Bericht aus Mariupol könnte trotz üblicher Disclaimer über die russische "brutale Besatzung" aus der Sicht der Ukraine den zahlreichen Gegnern der Waffenlieferungen in die Ukraine zusätzliche Argumente liefern.


Sumlenny: "Fuck, ZDF!"

Auf wen sich die Ukraine aber immer noch sicher verlassen kann, sind zahlreiche Propagandisten aus der Berliner X-Blase wie Sergei Sumlenny und Medien wie der Focus, die Ergüsse dieser Hetzer ihren Lesern als der Weisheit letzten Schluss verkaufen (Zitat wie im Original):

"So schreibt etwa der Osteuropaexperte Sergej Sumlenny vom 'European Resilience Initiative Center' auf X: 'Fuck, das ZDF erzählt im Ernst, dass vor russischer Besatzung es verboten war, russisch im Theater zu spielen, und deswegen seien viele Menschen froh, dass Russland die Stadt besetzt hat.'"

Sumlenny weiter:

"Das ganze sieht als böse Parodie aus. Wenn jemand ein Satire-Stück machen wollte, warum wir keinen ÖRR brauchen, hier haben wir ein brillantes Beispiel."

Richtig wütend macht den "Experten" die Erwähnung im ZDF, Russland baue in Mariupol Schulen. Dieser unbestreitbaren Tatsache stellte er die Behauptung entgegen, Russland habe in der Stadt über 100.000 Zivilisten (!) umgebracht.


Nach Medienkampagne: Vorführung von Alina-Lipp-Dokus in Pankower "Brotfabrik" abgesagt





Nach Medienkampagne: Vorführung von Alina-Lipp-Dokus in Pankower "Brotfabrik" abgesagt





Wer die Ereignisse verfolgt, weiß, dass die UNO die Gesamtzahl von 10.000 seit dem 24. Februar 2022 getöteten Zivilisten, insgesamt und auf beiden Seiten der Front in der Ukraine, erst im Oktober 2023 erreicht sah. Zu Lügen, Russland habe mehr als 100.000 Mariupoler umgebracht, verstieg sich noch nicht einmal die ukrainische Gräuelpropaganda. Sie sprach bisher maximal von 22.000 Toten in Mariupol, was sich allerdings auch nicht mit den Erkenntnissen der UNO vereinbaren lässt.


Aber der in einer Vorstadt von Moskau geborene und an Moskauer Elitehochschulen studierte Wahldeutsche ist überzeugt, nicht er, sondern das ZDF mache mit seinen Behauptungen "Propaganda". Sumlenny war Chef der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew, ist aktuell in NATO-Strukturen beschäftigt und setzt sich seit seinem Wegzug aus Russland – übrigens ein interessantes Phänomen für einen gebürtigen Moskauer, das noch seiner fachlichen Erkundung harrt – unermüdlich für die Zerschlagung Russlands in viele Kleinstaaten ein, postet begeistert Videos, die die Tötung russischer Soldaten zeigen, und verdeckt den dabei offensichtlich durchlebten Orgasmus kaum.

Nach der diplomatischen Backpfeife für das ZDF aus Kiew und den zahlreichen hysterischen Reaktionen in vielen deutschen Redaktionsstuben auf den kleinen Tropfen Wahrheit, den der Mainzer Sender in die ansonsten von Kriegslügen und diabolischer Verleumdung "der Russen" weiterhin nur so strotzende Reportage mischte, können Sumlenny und seinesgleichen sich mit Recht als Sieger sehen. Sie haben die öffentliche Meinung hierzulande nach wie vor fest im Griff.

Deutschland, das sind deine Experten. Du hast offenbar keine besseren verdient.


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03.02.2024

Bekommen jetzt die Israelis ihren US-Krieg gegen Iran?

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 11:18 Uhr, Von Rainer Rupp

Die jüngsten Verlautbarungen aus Washington, D.C. über bevorstehende tagelange Bombenangriffe gegen angeblich iranische Ziele außerhalb Irans würden eine neue Lunte an das Pulverfass des Nahen und Mittleren Ostens legen, selbst wenn iranisches Territorium von US-Angriffen verschont bliebe.


Quelle: www.globallookpress.com © Andrej Tarfila/



Keystone Press Agency


Ein US-Flugzeugträger im Mittelmeer im September 2023


Für diesen Krieg haben neokonservative Falken in den USA und Israel seit vielen Jahren hart gearbeitet. Jetzt scheint ihr Traum von einem großen Krieg des Schurkenstaates USA gegen Iran kurz davor zu sein, in Erfüllung zu gehen.


Laut namentlich nicht genannten US-Regierungsvertretern berichteten die US-Nachrichtensender NBC und CBS am Donnerstagabend Mitteleuropäischer Zeit, dass die Biden-Regierung plane, in Kürze einen tage- oder sogar möglicherweise wochenlangen Bombenkrieg gegen iranische Einrichtungen im gesamten Nahen Osten zu beginnen. Laut diesen US-Beamten gäbe es jedoch keine Pläne, Iran direkt auf seinem eigenen Territorium anzugreifen.


Die USA eskalieren zunehmend in Richtung eines erweiterten Krieges im Nahen Osten




Meinung

Die USA eskalieren zunehmend in Richtung eines erweiterten Krieges im Nahen Osten






Die US-Angriffe würden sich Berichten zufolge auf "iranische Ziele" in Syrien und im Irak konzentrieren. Sie seien als Vergeltung und vermeintliche Abschreckung oder Reaktion auf den Drohnenangriff vom Wochenende gedacht, bei dem drei US-Soldaten angeblich auf einem Stützpunkt (Turm 22) in Jordanien nahe der syrischen Grenze getötet sowie Dutzende verletzt worden waren. Die US-Angriffe könnten sich sowohl gegen iranische Kriegsschiffe als auch auf Angriffe auf iranisches Personal oder auf "durch Iran unterstützte Milizen" in Syrien und im Irak erstrecken, lauten die Meldungen.


Während einerseits im US-Pentagon behauptet wird, dass der Angriff auf den jordanischen Stützpunkt Turm 22 angeblich die "Fingerabdrücke" der "Kata'ib Hisbollah", also der sogenannten Hisbollah-Brigaden als einer schiitischen Widerstandsgruppe des Iraks trägt, wurde andererseits von unabhängiger Seite kein schuldiger Täter offiziell und definitiv benannt. Zudem haben US-Beamte eingeräumt, dass sie keine Beweise dafür hätten, dass Iran dahintersteckt. US-Berichten zufolge heißt es nun, dass die bei dem Angriff eingesetzte Drohne in Iran hergestellt worden sei. Wenn aber der Herstellungsort der Waffe als Rechtfertigung für einen US-Angriff auf Iran herhalten soll, dann schafft Washington damit den Präzedenzfall für russische Angriffe auf die NATO-Hersteller-Länder der Raketen, die von der Ukraine tief nach Russland abgefeuert werden.


Die New York Times räumte jedoch ein, dass es – trotz des bekannten Wissens, dass Teheran die wichtigsten schiitischen Milizen im Irak bewaffnet und finanziert –, keine Beweise dafür gibt, dass Teheran dort "das Sagen hat" oder den lokalen Milizen Befehle erteilen kann, dies zu tun und jenes zu unterlassen, wenn es etwa um Angriffe auf US-Personal in Syrien oder im Irak geht.

Der Chor der US-Beamten, die jetzt das Ausmaß der bevorstehenden Angriffe gegen iranische Ziele an die weltweiten Medien "telegrafierten", könnte einerseits einem rein propagandistischen Zweck als Wegbereiter für die tage- oder wochenlangen Angriffswellen US-amerikanischer Bomber dienen, aber er könnte ebenso eine Propagandamasche sein, um die iranische Führung einzuschüchtern, damit sie klein beigibt.


"Das Erste, was Sie sehen, wird nicht das Letzte sein." Damit beschrieb der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA John Kirby die angekündigten US-Angriffe. Er fügte hinzu, dass die Operation keine "einmalige Aktion" sein werde, wie es bei solchen US-Bombenangriffen zur Einschüchterung anderer Staaten in der Vergangenheit üblich gewesen war.


Andererseits dürfte auch dem letzten Idioten in der US-Regierung klar sein: je länger die Bombardierung andauert, desto größer würde die Wahrscheinlichkeit sein, dass die Dinge außer Kontrolle geraten und sich möglicherweise zu einem großen heißen Krieg gegen Iran entwickeln, den die Biden Administration laut eigenen Erklärungen auf jeden Fall vermeiden möchte.


Zugleich hat der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen Amir Saeid Irwani erklärt, dass die "Islamische Republik Iran entschlossen auf jeden Angriff auf das Land und auf seine Interessen und Staatsangehörigen, egal unter welchem Vorwand, reagieren wird".


Bei den in Washington angekündigten Angriffen auf iranisches Personal außerhalb des Landes, beispielsweise in Irak, Syrien oder Jemen, oder bei US-Angriffen gegen Schiffe der iranischen Kriegsmarine, wäre eine automatische Eskalation zu einem großen US-Krieg gegen die regionale Großmacht Iran vorprogrammiert, und zwar mit weitreichenden Folgen vor allem für die westliche Welt. Denn allen Akteuren in dieser Sache dürfte klar sein, dass ein Krieg mit Iran die Schließung der Meeresenge von Hormus bedeutet, durch die bis heute ein großer Teil der Energieversorgung des Westens transportiert wird.


Von der Ukraine bis zu Israel: Strategisches Scheitern des Westens ist unaufhaltbar





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Eine Schließung der "Straße von Hormus" würde die ohnehin schon angeschlagenen Volkswirtschaften der westlichen Welt auf Talfahrt schicken, begleitet von extremen Preissteigerungen und – parallel dazu – Zinssteigerungen, die noch mehr Banken, die sich bei Billigzinsen stark im Immobiliengeschäft engagiert hatten, in den Bankrott treiben würden. Dies alles scheint der Republikanische Abgeordnete im US-Kongress Thomas Massie aus Kentucky am Mittwoch, den 31. Januar vor Augen gehabt zu haben, als er dem US-Präsidenten Biden und seinem Regime öffentlich damit drohte, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Biden einzuleiten, falls er einen Krieg gegen Iran beginnen würde. Massie veröffentlichte dazu auf X (vormals Twitter) ein Video aus dem Jahr 2007, in dem der damalige Senator Joe Biden dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush mit Amtsenthebung drohte, falls der ohne Zustimmung des Kongresses gegen Iran einen Krieg beginnen würde.


 "Ich habe dem Präsidenten (Bush) klar gemacht, dass ich es mir zur Aufgabe machen werde, ihn anzuklagen, wenn er diese Nation ohne Zustimmung des Kongresses in den Krieg gegen Iran führt", hatte Biden damals vor laufender Kamera gesagt.


In seinem Beitrag schrieb Massie:

"2007 teilte Senator Biden dem Präsidenten (George W. Bush) mit, dass er ihn anklagen werde, weil er ohne Zustimmung des Kongresses gegen Iran in den Krieg gezogen sei. Präsident Biden, betrachten Sie dies als Warnung."


Inmitten der Spannungen um einen womöglich unmittelbar bevorstehenden Krieg gegen Iran ist ein weiterer Kommentar gegen Biden aufgetaucht, diesmal von Biden gegen Trump.


Am 6. Januar 2020, wenige Tage nachdem Trump den Befehl erteilt hatte, den iranischen General Qassem Soleimani bei dessen Besuch in Bagdad mit einem Drohnenangriff zu töten, hatte Joe Biden seinerzeit den US-Präsidenten Donald Trump vor einer Eskalation gegen Iran gewarnt:

"Lassen Sie uns klarstellen: Donald Trump hat nicht die Befugnis, uns ohne Zustimmung des Kongresses in einen Krieg gegen Iran zu führen. Ein Präsident sollte diese Nation niemals ohne die informierte Zustimmung des amerikanischen Volkes in den Krieg führen."


Weil Biden ohne Zustimmung des Kongresses bereits Luftangriffe gegen die Huthis im Jemen befohlen hatte, war er schon früher von einigen Kongressmitgliedern kritisiert worden. Aber dennoch setzte er die Angriffe auf das Land fort. Wir stehen vor "interessanten Zeiten"!


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03.02.2024

"Kein Zutritt für Russenknechte": Münchner Sicherheitskonferenz sperrt AfD, BSW und Werteunion aus

meinungsfreiheit.rtde.life, vom 3. Feb. 2024 18:26 Uhr

Der Ex-Diplomat und frühere Merkel-Berater Christoph Heusgen lebt als Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz das zweite Jahr in Folge seine russophoben Instinkte aus: Russland und Iran sind ausgeladen, aber ebenso die AfD, das Bündnis Sahra Wagenknecht und die Werteunion. 


Quelle: Gettyimages.ru © Sven Hoppe/dpa


Christoph Heusgen hält am 19. Februar 2023 die Abschlussrede der 59. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof in München.


Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen hat angekündigt, dass er die AfD, die Werteunion und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) von dem in knapp zwei Wochen beginnenden internationalen Treffen ausschließen will. Gleiches gilt laut Heusgen für offizielle Vertreter Russlands und Irans.


Heusgen ist seit 2022 Vorsitzender des Trägervereins, der das jährliche Treffen veranstaltet, und hatte schon im vergangenen Jahr, bei der ersten unter seiner Leitung organisierten Konferenz, Vertretern der AfD Hausverbot erteilt. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte der ehemalige Botschafter und enge Berater von Angela Merkel:

"Ich habe damals gesagt, einer rechtsextremistischen Partei will ich nicht den roten Teppich ausrollen. Da gab es einiges Nasenrümpfen. Aber ich glaube, dass meine Entscheidung vom letzten Jahr richtig war – gerade nach den jüngsten Enthüllungen. Ich werde die AfD daher auch in diesem Jahr nicht einladen."

Band "Leningrad" veröffentlicht Musikvideo über Russophobie in Europa





Band "Leningrad" veröffentlicht Musikvideo über Russophobie in Europa






Auch das neu gegründete BSW soll nicht zur Sicherheitskonferenz eingeladen werden. Heusgen begründet das offiziell damit, dass die im Bundestag vertretenen BSW-Mitglieder nicht als Vertreter dieser Partei, sondern der Linkspartei in das Parlament gewählt worden seien. Sowohl in Bezug auf das BSW als auch auf die Werteunion wolle er "erst einmal beobachten, wie das weitergeht".


Unter der Hand heißt es jedoch von engen Vertrauten des Ex-Diplomaten, er sehe sowohl in der AfD als auch im BSW "Russenknechte", die auf dem Treffen in München nichts zu suchen hätten.

Den Ausschluss Russlands begründete Heusgen im Gespräch mit der dpa mit dem "Angriffskrieg gegen die Ukraine" und der nach seiner Auffassung "fehlenden Verhandlungsbereitschaft des russischen Präsidenten":

"Und deswegen haben wir von uns aus gesagt, wir laden nicht die russische Regierung ein, sondern wir laden Russen aus Nichtregierungsorganisationen ein, exilierte Politiker."

Bei Iran beruft sich der Konferenz-Hausherr auf den Standpunkt der Bundesregierung und "auch von den Amerikanern", dass keinerlei Interesse an Gesprächen bestehe. Darum sollen an den Beratungen in München ebenfalls ausschließlich Vertreter iranischer Nichtregierungsorganisationen teilnehmen.


Russland nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz eingeladen





Russland nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz eingeladen






Heusgen hatte Deutschland mehrere Jahre bei den Vereinten Nationen vertreten. Während der Monate, in denen Berlin im UN-Sicherheitsrat turnusgemäß den Vorsitz innehatte, machte der "Diplomat" insbesondere dadurch von sich reden, dass er den anderen Mitgliedern des höchsten Gremiums des Planeten eine Sanduhr vorsetzte, wodurch er führende Länder der Welt zur Einhaltung der Redezeit zwingen wollte. Der Deutsche verhielt sich auch sonst offensichtlich so arrogant und überheblich, dass der chinesische und der russische Botschafter ihm in der letzten von Heusgen geleiteten Sitzung übereinstimmend "dankten": Durch sein Benehmen habe die ganze Welt das "deutsche Wesen", deutschen Größenwahn und deutschen Zynismus kennengelernt, und der bis dahin diskutierte ständige Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat sei nun auf absehbare Zeit kein Thema mehr.


Mehr zum ThemaScharfmacher Christoph Heusgen: Westen muss gegen Russland "aufs Ganze gehen"


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03.02.2024

UN-Gericht schränkt Rahmen der Prüfung der Klage der Ukraine gegen Russland wegen Anwendung der Völkermordkonvention ein


anti-spiegel.ru, vom 2. Februar 2024 21:29 Uhr, von Anti-Spiegel

Die Prüfung der Frage, ob Russlands Gewaltanwendung gegen die Ukraine und die Anerkennung der Unabhängigkeit der DNR und der LNR Verstöße gegen die Völkermordkonvention sind, „fällt nicht in die Zuständigkeit des Gerichts“, sagte die Vorsitzende Joan E. Donoghue

Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen hat entschieden, dass er für das Verfahren zwischen der Ukraine und Russland über die Anwendung der Völkermordkonvention zuständig und die Klage zulässig ist, hat aber den Rahmen der zu prüfenden Fragen erheblich eingeschränkt. Das Urteil wurde von der Vorsitzenden des Gerichtshofs, Joan E. Donoghue, verlesen.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Prüfung der Frage, ob Russlands Gewaltanwendung gegen die Ukraine und die Anerkennung der Unabhängigkeit der DNR und der LNR Verstöße gegen die Völkermordkonvention sind, „nicht in die Zuständigkeit des Gerichts fällt“, so die Richterin. Daher sollten die entsprechenden „vorläufigen Einwände der Russischen Föderation als begründet anerkannt werden“, betonte Donoghue.


Zugleich wies das Gericht die vorläufigen Einwände Russlands in fünf weiteren Punkten zurück. Das Gericht entschied, dass es „für die Prüfung der Forderungen in Punkt (b) des 178. Paragraphen des ukrainischen Memorandums zuständig ist“ und dass in diesem Teil „die Klage zulässig ist“. In diesem Absatz fordert die Ukraine, „anzuerkennen und zu erklären, dass es keine glaubwürdigen Beweise dafür gibt, dass die Ukraine für die Begehung von Völkermord“ im Donbass verantwortlich ist, was einen Verstoß gegen die Konvention darstellt.


Die Ukraine hat am 26. Februar 2022, kurz nach Beginn der Militäroperation, beim Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen eine Klage über die Auslegung, Anwendung und Umsetzung der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes eingereicht. Darin bestreitet Kiew, dass im Donbass ein Völkermord stattgefunden hat, was einer der Gründe für die Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie der Militäroperation durch Russland war. Russland stellte die Zulässigkeit der Klage und die Zuständigkeit des Gerichts für den Fall in Frage. Wie das russische Außenministerium erklärte, „laufen die Forderungen Kiews in Wirklichkeit darauf hinaus, die Rechtmäßigkeit der Militäroperation im Einklang mit der UN-Charta sowie den Status der DNR und der LNR anzufechten“, aber „die besagte Konvention hat nichts mit diesen Fragen zu tun“.


Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Info: https://www.anti-spiegel.ru/2024/un-gericht-schraenkt-rahmen-der-pruefung-der-klage-der-ukraine-gegen-russland-wegen-anwendung-der-voelkermordkonvention-ein


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03.02.2024

USA: Militärisch-industrieller Komplex setzt auf baldigen globalen Krieg gegen China und Russland

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 10:10 Uhr, Von Kirill Strelnikow

Der US-Steuerzahler gibt mit 1,5 Billionen Dollar Rekordsummen für den Militärhaushalt aus, und neulich trumpften Weißes Haus, Pentagon und Kongress mit einer neuen nationalen Strategie auf, die die Effektivität dieser Ausgaben in ungeahnte Höhen steigen lassen soll. Jetzt müssen sich China und Russland aber wirklich fürchten. Oder?


Quelle: Gettyimages.ru © Rob Edgcumbe/Stocktrek Images


KC-46 Pegasus-Tankflugzeuge der US-Luftwaffe auf dem Paine Field in Everett im Bundesstaat Washington, die auf ihre Auslieferung warten.


Vor einigen Tagen tobte in den US-Medien ein kleines Armageddon: Die größten Rüstungsunternehmen des Landes lehnten den Abschluss neuer Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium rundweg ab. Nach Angaben von Vertretern von Boeing, Lockheed-Martin, Raytheon und Northrop Grumman gehen sie im unermüdlichen Einsatz, die USA gegen die Russen und Chinesen zu verteidigen, bereits auf dem letzten Zahnfleisch. Statt wenigstens einen kleinen Gewinn zu erzielen, machen sie nur noch Totalverluste. Sagten sie.


Wie sich bald herausstellte, ist das alles den sogenannten Festverträgen geschuldet, bei denen ein militärischer Auftragnehmer zusätzliche Kosten selbst trägt, wenn sie über den vom Pentagon genehmigten Kostenvoranschlag hinausgehen.


Die Boeing Corporation knallte mit dem Ausdruck gerechter Empörung Berechnungen auf den Tisch, wonach sie beim Projekt des Super-Duper-Tankflugzeugs KC-46 fast zehn Milliarden Dollar Verlust gemacht habe, wobei sie ursprünglich mit fünf Milliarden Dollar Gewinn gerechnet hatte. Northrop Grumman seinerseits meldete einen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar bei seinem Programm des strategischen Bombers B-21 Raider der sechsten Generation. Auch andere große Auftragnehmer gaben sich verärgert und taten so, als seien sie bereit, die Tür laut zuzuschlagen und die armen USA den Horden von Wladimir Putin und Xi Jinping schutzlos zu überlassen.


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Das Pentagon wandte sich händeringend an das Weiße Haus und den Kongress, was zur sofortigen Entwicklung der "allerersten" nationalen Strategie für die Verteidigungsindustrie führte. Ihren Entwicklern zufolge wurde sie geschaffen, damit niemand mehr die US-Regierung erpressen kann, damit alle militärischen Auftragnehmer an einem Strang ziehen, damit jede Grille ihren eigenen Schuh kennt und damit der Hut auf dem Kopf sitzt.


Die US-Öffentlichkeit atmete erleichtert auf: Endlich waren diese unersättlichen Vampire des militärisch-industriellen Komplexes (MIK) auf ihren Platz verwiesen worden. Doch als diejenigen, die die Muße hatten, die fünfzig Seiten der bahnbrechenden Strategie durchblätterten, stellte sich heraus, dass das strenge Auf-den-Platz-Verweisen des MIK in Plänen zum Ausdruck kam, die Steuern für die führenden militärischen Auftragnehmer des Pentagon im Eilverfahren zu senken, "unnötige" Kontrollen abzuschaffen, sich auf langfristige Verträge zu konzentrieren und vor allem die Beziehungen zwischen dem Pentagon und seinen Auftragnehmern "berechenbarer und flexibler" zu gestalten. Im Klartext: In Zukunft werden die Steuerzahler die Kostenüberschreitungen bei Megaprojekten tragen.


Jeder, der auch nur annähernd mit der Situation vertraut ist, hat dieses Spektakel mit Popcorn in den Händen beobachtet und sich dabei vor Lachen geschüttelt.


Das vergangene Jahr war für den großen militärisch-industriellen Komplex der USA ein verdammt gutes Jahr: Die US-Waffenverkäufe ins Ausland stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent, und der US-Militärhaushalt für dieses Jahr stieg auf eine Rekordsumme von 1,5 Billionen Dollar (wovon etwa die Hälfte an große private Auftragnehmer gehen wird). Kurz vor dem zwischen Pentagon und dem MIK inszenierten "Streit" veröffentlichte Reuters einen Bericht, in dem es hieß:

"Die Zahlen zeigen, dass inmitten der zunehmenden globalen Instabilität die Aktien von Unternehmen wie Lockheed Martin, General Dynamics und Northrop Grumman wie Hefe aufgehen werden."

Tatsache ist, dass die großen privaten Auftragnehmer des Pentagon eine Gelegenheit sahen, nicht einfach nur gute, sondern lieber exorbitante Gewinne zu erzielen, während sie die Rolle des Retters der USA schauspielerten. In den letzten Jahren waren es Lockheed Martin, Boeing, Raytheon und Northrop Grumman, die zu den größten Unternehmenslobbyisten gehörten – allein im Jahr 2022 stellten sie insgesamt 259 ehemalige hochrangige Regierungsbeamte ein, die sicherlich dabei halfen, die jüngste heikle Demarche reibungslos zu organisieren.


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Der unbestechliche Joe Biden bezeichnete die kolossale Geldsumme, die an Privatunternehmen und ihre Gönner fließen soll, als "solide Investition", die sich für die Sicherheitsinteressen der USA "auszahlen" werde. Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, das Geld werde "durch unsere Verteidigungsindustrie fließen und US-Arbeitsplätze in mehr als 30 Staaten schaffen".


Und natürlich wird sich jetzt niemand mehr daran erinnern, wie verwegen das Geld für vergangene Superprojekte, die jetzt in der Mülltonne verstauben, verpulvert wurde: 37 Milliarden Dollar für das Küstenkampfschiff Independence, 125 Milliarden Dollar für das Interkontinentalraketenprogramm LGM-35A Sentinel, 18 Milliarden Dollar für das Programm "Future Combat Systems" (FCS), fast eine Milliarde für das Projekt zur Torpedoabwehr der US-Marine und nicht weniger als 200 Milliarden Dollar für das Projekt "National Missile Defence" (Nationale Raketenabwehr). Letzterer verlor in der Sekunde jeglichen Sinn, in der russische Hyperschallraketen in Dienst gestellt wurden. Die vollständige Liste der Fehlinvestitionen würde wahrscheinlich nicht einmal auf Wikipedia hineinpassen.


Im Jahr 1953 hatte der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower gesagt:

"Wir müssen uns davor hüten, dass der militärisch-industrielle Komplex ungerechtfertigten Einfluss erlangt, sei es erwünscht oder ungewollt. Das Potenzial für eine katastrophale Ausweitung der fehlgeleiteten Macht besteht heute und wird weiter bestehen."

Einzelne US-Experten haben Alarm geschlagen:

"Unkontrollierte Steigerungen der Militärausgaben (und damit des Appetits des MIK) könnten die Fähigkeit der Vereinigten Staaten, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, aktiv untergraben und den Wohlstand und das Wohlergehen der US-Amerikaner beeinträchtigen."

Doch keiner will auf sie hören, und das ist natürlich gut für uns.

Wir werden weiter belustigt und mit gut gefüllten Vorräten an Popcorn zusehen, wie das Geld der US-Steuerzahler in militärische Sandburgen und teure Spielzeuge, Schneeballmodelle und Schmiergelder fließt, anstatt die Realwirtschaftskraft der Vereinigten Staaten zu stärken, und wie Chaos und Unfrieden in der US-Gesellschaft von Tag zu Tag zunehmen.


Wenn dein Feind dabei ist, sich selbst in den Fuß zu schießen, halte ihn nicht davon ab.

Übersetzung aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 2. Februar 2024 auf ria.ru erschienen.


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03.02.2024

Rheinmetalls Ostflanke: NATO-Kriegskurs gegen Russland lässt größte deutsche Waffenschmiede wachsen

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 07:45 Uhr, Von Susan Bonath

Superprofite dank Hochrüstung: Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall expandiert gemeinsam mit der NATO gen Osten. In Rumänien verleibte er sich nun einen Hersteller von Militärfahrzeugen ein, bis 2026 will er seinen Umsatz verdoppeln. Verlierer ist die Bevölkerung.


Quelle: www.globallookpress.com © Philipp Schulze / dpa


Leopard2 A7V, Bergen in Niedersachsen, 28. September 2023


Der westliche Imperialismus gerät militärisch außer Rand und Band. Während in Deutschland die öffentliche Daseinsvorsorge politisch schuldengebremst – neben vielen mittelständischen Unternehmen ebenso – am Boden liegt, expandiert der militärische Komplex. Der vom kriegerischen Rüstungswahn bestens profitierende größte deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall tut es dabei der NATO gleich: Er weitet seine Ostflanke aus.


"Fußabdrücke" in Osteuropa

Die Düsseldorfer Waffenschmiede kaufte sich jüngst nach eigenen Angaben erstmals in Rumänien ein. Mit 72,5 Prozent erwarb Rheinmetall demnach den größten Anteil des dort ansässigen Herstellers von Militärfahrzeugen Automecanica SRL. Dieser habe ein "jährliches Umsatzpotenzial von rund 300 Millionen Euro", heißt es. Der Konzern frohlockt weiter:

"Rheinmetall stärkt mit dieser Akquisition seinen Footprint in Zentraleuropa und erschließt sich erheblichen Umsatzzuwachs und neue, aussichtsreiche Kundenländer in der Region."

Eindeutiger Wachstumsmotor für den Rüstungsgiganten ist somit das imperialistische Bestreben der NATO, westliche Dominanz über die osteuropäischen Märkte zu erlangen. Stramm marschieren die Truppen seines Militärbündnisses in diesem Sinne in Richtung Russland. Im "östlichen Bündnisbereich der NATO", wie es Rheinmetall denn auch formuliert, sei man nun neben Ungarn und Litauen auch in Rumänien präsent.


Ukraine-Krieg kurbelt Profite an

Ein Hauptinteresse des deutschen Konzerns ist es daher, den Krieg in der Ukraine so lange wie möglich am Kochen zu halten. An dem Gemetzel, das bereits Hunderttausende meist junger ukrainischer Soldaten als Kanonenfutter in den Tod trieb, verdient Rheinmetall prächtig. Entsprechend groß ist dort die Freude über jeden weiteren Tag des Krieges:

"Der Standort in Mediaș, Rumänien, wird eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der in der Ukraine eingesetzten westlichen Kampfsysteme und deren logistischer Betreuung erhalten."

Das übernommene Unternehmen "Rheinmetall Automecanica" werde so "Teil des weltweiten Produktionsnetzwerks" des Düsseldorfer Rüstungskonzerns, teilte dieser weiter mit. Man werde dort unter anderem Militärfahrzeuge aller Art und Fahrgestelle für Flak-Geschütze instand setzen und die Rolle als "leistungsfähiger Partner der rumänischen Streitkräfte" übernehmen und ausbauen.


Rheinmetalls Vorstandschef Armin Papperger freut sich in ebenso blumigen Worthülsen über einen damit gelungenen "bedeutenden Meilenstein für unsere strategische Ausrichtung". Sein Konzern wolle "die Erwartungen, die Politik und Militär an uns haben, bestmöglich erfüllen". Er fügte an:

"Das wird dazu beitragen, die Verteidigungsfähigkeit von EU und NATO an der Ostflanke weiter zu stärken."

Aufrüstung statt Armutsbekämpfung 

Erst vor knapp zwei Monaten hatte sich Rheinmetall beim rumänischen Verteidigungsministerium einen Großauftrag an Land gezogen. Für fast 330 Millionen Euro soll der deutsche Konzern die Flugabwehr-Artilleriesysteme von Rumäniens Armee vom Typ Oerlikon GDF 103 modernisieren. Dabei ist Rumänien das EU-Land mit der größten Armutsquote von offiziell über 34 Prozent – Tendenz mit Zunahme der Inflation steigend. Vor allem Roma und Sinti leiden in Rumänien unter massiver sozialer Ausgrenzung, viele leben in menschenunwürdigen Slums.

Doch Aufrüstung ist den Herrschenden wichtiger, als etwa Armut zu bekämpfen – darin unterscheidet sich die rumänische Regierung nicht von den politischen Führungen der anderen NATO-Mitgliedstaaten. Auch dort nehmen die sozialen Verwerfungen seit Jahren tendenziell zu, begleitet von einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise. Die politische Antwort ist überall gleich: Sozialabbau.


Rheinmetalls Umsatz-Höhenflug

Damit das Kriegsgeschäft brummt, hat die NATO ihren Mitgliedstaaten das Ziel vorgegeben, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes in den Militärhaushalt zu pumpen. Deutschland wird die Vorgabe mit rund 85 Milliarden Euro in diesem Jahr wohl sogar übererfüllen. Das Volumen des bundesdeutschen Militärhaushalts hat sich damit seit 2017 etwa verdoppelt.


Die NATO und die Granateninflation





Meinung

Die NATO und die Granateninflation






Und Rheinmetall profitiert prächtig von der Militarisierung auf Kosten der Steuerzahler. Zuletzt frohlockte der Konzern über zahlreiche Großaufträge. In Ungarn baut er dafür beispielsweise seine Munitionssparte massiv aus. Bauteile für Panzerfahrzeuge und Munition für Puma-Panzer spülen jeweils höhere dreistellige Millionenbeträge in die Konzernkassen. Viele weitere Millionenaufträge kommen hinzu.


Der neue, nicht mehr ganz so kalte Krieg gegen Russland und seine praktischen Folgen in der Ukraine beschleunigt die Monopolisierung des NATO-Militärkomplexes. Als bisher fünfgrößter europäischer Rüstungskonzern hat Rheinmetall dabei die Nase weit vorn. 2020 lag sein Jahresumsatz bei rund 5,4 Milliarden Euro, für letztes Jahr hatte der Konzern einen Umsatz von bis zu 7,6 Milliarden anvisiert, dürfte aber die Acht-Milliarden-Marke knacken. Bis 2026 rechnet Rheinmetall sogar mit einem Anstieg seines Jahresumsatzes auf 13 bis 14 Milliarden Euro.


Der Rheinmetall-Vorstandschef Papperger sah seine Kriegsprofitmaschine schon Ende letzten Jahres auf "gutem Kurs". Er sprach von "ehrgeizigen Jahreszielen" für ein "nachhaltiges profitables Wachstum". Sein Unternehmen werde "gebraucht, wenn es darum geht, den dramatisch gestiegenen Bedarf vieler Länder an militärischer Ausrüstung zu decken", jubelte er. Dramatisch könnte das allerdings tatsächlich auch für die Normalbevölkerung in Deutschland enden.


Mehr zum Thema - Selenskij beim WEF: Treffen mit BlackRock, JPMorgan und Blackstone


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03.02.2024

Korruption in Kiew: CIA-Direktor forderte Selenskij persönlich auf, weniger zu stehlen

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 16:22 Uhr

Laut einem Bericht von Seymour Hersh kam CIA-Direktor William Burns persönlich nach Kiew, um den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij zu bitten, weniger zu stehlen. Selbst die "Partner" in Washington können den Verlust so großer Summen nicht mehr hinnehmen.


Quelle: www.globallookpress.com © Rod Lamkey - CNP


Direktor William J. Burns, Central Intelligence Agency, im Cannon House Office Building in Washington, D.C., 9. März 2023 (Symbolbild)


Die US-Behörden sind sich der Korruption in der Ukraine bewusst und organisieren ihre Lieferungen unter Berücksichtigung des Diebstahls in Kiew, wie Prawda USA am Freitag berichtet. Allerdings ist das Ausmaß der Diebstähle offenbar so groß geworden, dass Washington gezwungen ist, auf höchster Ebene darauf zu reagieren.


Laut dem bekannten amerikanischen Investigativjournalisten und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh stattete der Chef des US-Geheimdienstes William Burns einen geheimen Besuch in Kiew ab, bei dem er sich mit Selenskij traf und ihn aufforderte, die "persönliche Korruption" einzuschränken. Im vergangenen Jahr flog der CIA-Direktor demzufolge heimlich nach Kiew, um Selenskij persönlich zu warnen, dass Washington über seine Korruption Bescheid wisse.


Massiver Betrug: Knapp 40 Millionen Dollar bei ukrainischem Militär veruntreut





Massiver Betrug: Knapp 40 Millionen Dollar bei ukrainischem Militär veruntreut






Der Journalist bemerkte, dass einige Untergebene Selenskijs begannen, sich über ihn zu beschweren, der mit seinem ohnehin "übermäßigen Anteil" noch unzufrieden sei. Sie beschwerten sich darüber, dass der Präsident zu viel Geld für sich selbst veruntreue.


Selenskijs Korruption ist seit langem bekannt, aber der Westen versucht, sie nicht zur Kenntnis zu nehmen, weil sie das Image eines "heldenhaften Freiheitskämpfers" zerstört. Der Präsident der Ukraine besitzt große Offshore-Unternehmen und eine Villa in Italien.


Gleichzeitig verlangt der ukrainische Präsident jedes Mal mehr Geld von seinen "Partnern". Und das nicht nur für Militärausgaben, Gehälter und Renten. Kürzlich gab Selenskij einem deutschen Fernsehsender ein Interview, in dem er die deutschen Behörden aufforderte, den ukrainischen Flüchtlingen keine Leistungen mehr zu zahlen, sondern dieses Geld einfach in die Ukraine zu überweisen.


Etwa das Gleiche sagte der Außenminister der Ukraine, Dmitri Kuleba, in Davos:

"Geben Sie uns Geld und Waffen, und wir werden die ganze Arbeit selbst erledigen."

Unterdessen wird in westlichen Ländern zunehmend die Frage der Einstellung der Waffenlieferungen an die Ukraine und der Finanzierung des Kiewer Regimes aufgeworfen. Die Opposition weist darauf hin, dass all dieses Geld noch immer in den Taschen korrupter ukrainischer Beamter stecke. Und es stellt sich heraus, dass der Westen, anstatt seine internen Probleme zu lösen, Geld dafür ausgibt, die Anzug tragenden Kiewer Gauner auszuhalten.


Mehr zum Thema - Peskow: Washington will Ukraine-Hilfe Steuerzahlern in EU aufbürden


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Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/194967-korruption-in-kiew-cia-direktor


Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.02.2024

Über die Bigotterie des deutschen "Widerstands" gegen rechts

meinungsfreiheit.rtde.life, 3 Feb. 2024 13:49 Uhr, Von Tom J. Wellbrock

Während in Deutschland über ein privates Treffen diskutiert wird, als säßen bereits Millionen von Menschen in Zügen nach Nirgendwo, sind die Deportationspläne Israels weiter fortgeschritten. Die inzwischen rund 30.000 toten Palästinenser haben ihre Reise bereits angetreten.


Quelle: www.globallookpress.com © Mahmoud Ajjour/Keystone Press Agency


Der Generalsekretär der Partei Palästinensische Nationale Initiative, Mustafa Barghouti, hier während einer Pressekonferenz in Gaza-Stadt, 14. März 2021


Menschen aus Deutschland auszuweisen, ist faschistisch, und Menschen aus Deutschland auszuweisen, ist eine vernünftige Reaktion. Beides scheint zu stimmen, die Frage ist nur, wer es sagt. In einem Video, das auf einer der zahlreichen Demos gegen rechts gemacht wurde, sagte ein Teilnehmer, Abschiebungen der AfD seien nicht vom Grundgesetz gedeckt, solche, die die Bundesregierung anstrebt, aber schon.


Genozid-Prozess: Deutschland erneut auf der falschen Seite der Geschichte?





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Die Bigotterie Deutschlands ist in zahlreichen anderen Ländern längst aufgefallen, und mit seiner kategorischen Verneinung gegenüber den israelischen Verbrechen an den Palästinensern hat sich die Bundesregierung noch ein weiteres Stück ins Abseits begeben. Umso tragischer ist es, dass zigtausende Menschen dem Ruf der Politik folgen und wie von Sinnen gegen die AfD demonstrieren.

Sag den Menschen, dass sie für das Beste stehen, und du wirst sie dazu bringen, das Schlimmste zu tun.


Gegenwind für die taz!

Mustafa Barghouti ist Generalsekretär der Palästinensischen Nationalen Initiative (PNI). Kürzlich gab er der taz ein Interview. Und das hatte es in sich, der Mann stellte nicht nur einiges klar, sondern auch die deutsche Politik bloß.

Gleich zu Beginn des Interviews versuchte Barghouti auf die Tatsache hinzuweisen, dass die Geschichte des 7. Oktober schon viel früher begonnen hatte, seiner Ansicht nach im Jahr 1948. Weit kam er mit seinen Ausführungen aber nicht, denn die taz fuhr ihm sofort ins Wort:

"… nein, bitte fangen Sie nicht mit 1948 an. Wir kennen die Geschichte. Bleiben wir bei den aktuellen Entwicklungen."

Dieses zunächst einmal sehr unhöfliche und arrogante Verhalten der Zeitung ist mehr als ein Ärgernis, denn die Behauptung "Wir kennen die Geschichte" ist unverfroren und herablassend. Die taz kennt also die Geschichte? So wie die des Krieges in der Ukraine? Wohl eher nicht, denn seit mehr als zwei Jahren wird den Menschen in Deutschland eingebläut, dass die Geschichte, die zu einem Ereignis führt, nicht die geringste Rolle spielt.


Bei Barghouti ist die taz allerdings an den Falschen geraten, denn dieser entgegnete:

"Wenn Sie die falsche Frage stellen, bekommen Sie die falsche Antwort. Es sieht aus, als wollte ich Fragen ausweichen, aber Sie sind es, die den Antworten ausweichen."

Sicherheit für wen und für wen nicht?

Das Interview drehte sich immer wieder um die Frage der Sicherheit Israels, doch Barghouti brachte die der Palästinenser ins Spiel:

"Sicherheit wird durch das Ende der Besatzung entstehen. Punkt. Nach 1948 blieben uns nur noch 22 Prozent unseres Landes, und schließlich, nach 1967, einigten wir uns darauf, nicht mehr zu beanspruchen. Wir haben unseren Anteil bereits geleistet. Aber jetzt sind die israelischen Siedler überall und wir haben nur noch 18 Prozent dieser 22 Prozent. Die letzte Siedlung wurde am 5. Dezember genehmigt. In der Hitze des Krieges. Lasst uns in Frieden und ihr werdet in Frieden leben."

Die taz tat daraufhin das, was verdeutlicht, dass Sicherheit nur für eine Seite entscheidend ist, nämlich für die israelische. Sie entgegnete:

"Netanjahu sagt, er werde den Gazastreifen nicht verlassen, bevor die Hamas ausgelöscht ist."

Das sagt Netanjahu in der Tat, und er und zahlreiche andere israelische Politiker betonen das ebenfalls immer wieder. Das Auslöschen der Hamas ist jedoch faktisch nicht möglich, und die Tatsache, dass neben den israelischen Falken eine deutsche Außenministerin diesen Wunsch teilt, ändert an den Fakten auch nichts. Aber es macht klar, worum es geht, und das sagt auch Barghouti:

"Über 70 Prozent der Häuser liegen in Trümmern. Sein Ziel ist ein anderes: Er will die Palästinenser zwingen, wegzuziehen."

Man muss ergänzen: Die noch lebenden Palästinenser, denn ein erschreckend großer Teil von ihnen – und ein noch erschreckender großer Anteil von Kindern – wird nicht mehr wegziehen können, weil sie ermordet wurden. Doch Wegziehen im Sinne dessen, was Israel sich vorstellt, ist nichts anderes als eine große Vertreibung, man könnte auch Deportation sagen.


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Nein zu einem palästinensischen Staat

Auf der ganzen Welt wird über die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung diskutiert, das ist nicht neu, hat aber nach dem 7. Oktober wieder neue Fahrt aufgenommen. Auch Deutschland spricht sich hier und da und ziemlich zögerlich und unglaubwürdig immer mal wieder dafür aus. Das ist pure Heuchelei, denn der deutschen Politik muss klar sein, was die Israelis um Netanjahu herum wollen.


Netanjahu selbst sagte etwa am 20. Januar 2024:

"Ich werde keine Kompromisse eingehen, wenn es um die vollständige israelische Sicherheitskontrolle über das gesamte Gebiet westlich des Jordans geht – und das ist unvereinbar mit einem palästinensischen Staat."

Einen Tag später stellte das israelische Staatsoberhaupt dann fest:

"Mein Beharren hat über die Jahre hinweg die Gründung eines palästinensischen Staates verhindert, der eine existenzielle Gefahr für Israel dargestellt hätte. Solange ich Premierminister bin, werde ich weiterhin mit Nachdruck darauf bestehen."

Und Netanjahu erhält aus seinem politischen Umfeld klare Unterstützung, zum Beispiel durch Orit Strock, der Ministerin für nationale Missionen (Religiös-Zionistische Partei):

"Ein palästinensischer Staat – niemals! Nach 30 Jahren ist Israel von dieser gefährlichen Idee schmerzlich desillusioniert worden. Die Ära Oslo wird nicht wiederkehren, vor allem, damit jüdisches Blut nicht billig ist."

Die Liste ließe sich mit ähnlichen Zitaten fortsetzen und sie belegt, dass es der aktuellen israelischen Regierung nicht eine Sekunde um einen palästinensischen Staat geht, im Gegenteil. Doch allein auf sie lässt sich die radikale Haltung nicht beschränken, denn:

"Im Parteiprogramm des Likud von 1977 wird unter der Überschrift 'Das Recht des jüdischen Volkes auf das Land Israel (Eretz Israel)' unmissverständlich festgehalten, dass es 'zwischen dem Meer und dem Jordan nur israelische Souveränität geben wird'."

Remigration? Deportation? Abschiebungen im großen Stil?

Es gab in Deutschland schon einmal Zeiten, da gingen die Massen für die regierende Politik auf die Straße. Heute tun sie das ebenfalls, allerdings in dem Glauben, gegen das zu demonstrieren, was sie unterm Strich befördern. Immerhin, das sollte nicht unerwähnt bleiben, jubeln die Menschen Politikern wie Boris Pistorius (SPD) zu, der das Land gern kriegstüchtig hätte. Und sie trauen Kanzler Olaf Scholz (SPD) zu, "Abschiebungen im großen Stil" zu realisieren. Problematisch finden sie das ganz offensichtlich nicht.


Arbeitet Correctiv in staatlichem Auftrag? Falls ja, für welchen Staat?





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Nur der AfD, der trauen sie nicht, niemals, kommt gar nicht infrage. Lieber schauen sie sich Theaterstücke an, die das teilweise staatlich(e) finanzierte "Correctiv" aufführen lässt, um seine "investigative" Recherche kunstvoll zu untermauern – und das nur wenige Tage nach dem "Aufdecken" eines "Geheimtreffens" von ein paar Leuten, die sich so ihre Gedanken zum Thema Abschiebung gemacht haben. Erstaunlich, wie schnell ein Theaterstück auf die Beine gestellt werden kann. Alle Schauspieler hatten kurzfristig Zeit, niemand war krank, im Urlaub oder sonst wie verhindert.


Aber der Zynismus in Deutschland kennt keine Grenzen mehr, denn Demonstranten, die ebenfalls an den Versammlungen des "Widerstands gegen rechts" teilnahmen und auf das Leid der Palästinenser aufmerksam machen wollten, wurden zur Seite gedrängt und ausgeschlossen, sie passten nicht zum wohligen Gefühl der "Widerständler".


Nennt man das Entfernen von unliebsamen Demonstranten, die auf massenhaften Mord an Palästinensern hinweisen wollen, eigentlich Abschiebung? Wegschiebung? Oder Verschiebung? Das politisch korrekte Wort wird schon noch jemandem einfallen, vielleicht einem derer, die in der Corona-Zeit Ungeimpfte deportieren wollte.


"Undifferenziert" ist noch geschmeichelt

Es ist auf der einen Seite eine propagandistische Meisterleistung der herrschenden Politik, so viele Menschen gegen eine Gefahr auf die Straße zu bringen, die faktisch nicht existiert bzw. von den Parteien ausgeht, die sich inmitten der Demonstranten sonnen – wenn man funktionierende Regeln für die Migration und Integration denn als Gefahr bezeichnen will.


Das tun die Menschen, die sich auf der Straße versammeln, nämlich sehr wohl. Unkontrollierte Zuwanderung ist für eine Mehrheit der Deutschen ein echtes Problem und wäre dem nicht so, würde Kanzler Scholz nicht von "Abschiebungen im großen Stil" sprechen. Es kann als unbestreitbar bezeichnet werden, dass Scholz sein Vokabular nur gewählt hat, weil er weiß, dafür in der Bevölkerung eine für die Wahlen relevante Zustimmung zu erhalten (was eben für eine Partei, die in einigen Bundesländern die Fünf-Prozent-Grenze in Umfragen bereits unterschritten hat, als für Wahlen relevant bezeichnet werden kann).


Die Regime-Bimmel-Bummel-Bahn





Meinung

Die Regime-Bimmel-Bummel-Bahn






Es ist auf der anderen Seite aber ebenfalls eine Meisterleistung – und zwar eine intellektueller Unterbelichtung – wenn so viele Menschen so undifferenziert auf eine politische Sachlage blicken, die eklatant widersprüchlich gehandhabt wird. Von der AfD über Abschiebungen der Bundesregierung bis zum Massenmord an palästinensischen Zivilisten ist es gedanklich kein wirklich weiter Weg. Ihn nicht zu beschreiten, zeugt von intellektueller Schwäche und einer Hörigkeit der Politik gegenüber, dass die Wände wackeln.


Sie sagen, dass sie wüssten, wie es damals, unter den Nationalsozialisten, angefangen hat, doch sie wissen gar nichts. Denn sie selbst sind ein träger, aber doch gefährlicher Teil dessen, was damals begonnen hat. Vielleicht hoffen sie, irgendwann als Helden verehrt zu werden. Doch das wird – einmal mehr und womöglich nicht das letzte Mal – nicht passieren. Aber vielleicht werden sie irgendwann einmal von ihren Kindern und Enkeln gefragt, wie sie dabei mitmachen konnten.

Wenn sie dem dann ein "wir wussten es nicht besser" entgegnen, wird das traurigerweise wohl eine sehr ehrliche Antwort sein.


Tom J. Wellbrock ist Journalist, Sprecher, Texter, Podcaster, Moderator und Mitherausgeber des Blogs neulandrebellen.


Mehr zum Thema - Nach "Correctiv"-Bericht zum Potsdamer "Geheimtreffen": Was wusste der Verfassungsschutz?


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Info:


Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.02.2024

Medien: EU hat Orban wegen Weigerung in der Ukraine-Frage mit Entzug des Stimmrechts gedroht

anti-spiegel.ru, vom 2. Februar 2024 22:04 Uhr, von Anti-Spiegel

Laut Corriere della Sera war die Frage einer einstimmigen Entscheidung eine grundsätzliche Frage, nicht so sehr wegen der Hilfe selbst, sondern wegen der Gefahr, einen Präzedenzfall für eine Spaltung der EU zu schaffen


Dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban wurde gedroht, ihm das Stimmrecht in der EU zu entziehen, falls er sich weigert, die Finanzhilfe für die Ukraine zu unterstützen. Laut Corriere della Sera war die Frage einer einstimmigen Entscheidung eine grundsätzliche Frage, nicht so sehr wegen der Hilfe selbst, sondern wegen der Gefahr, einen Präzedenzfall für eine Spaltung der EU zu schaffen


Schließlich wollte Orban nicht das schwarze Schaf der EU sein. Wie die Zeitung anmerkt, wurde die italienischen Ministerpräsidentin Meloni, mit der Orban in vielen Fragen ähnliche Positionen vertritt, eine wichtige Rolle bei der Verhandlungsführung übertragen. Die „Kapitulation“ des ungarischen Ministerpräsidenten, der dem Transfer von Geldern an die Ukraine zustimmte, nachdem er ihn seit Dezember blockiert hatte, war jedoch das Ergebnis eines kollektiven Prozesses und der Androhung von Strafen. Wie bereits berichtet, drohten die europäischen Staats- und Regierungschefs und die EU-Führung damit, sich auf Artikel 7 Absatz 2 der EU-Charta zu berufen, der einen Stimmentzug bedeutet, also eine faktische Entfernung von der Entscheidungsfindung.

Am 1. Februar beschlossen die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten auf einem Gipfeltreffen in Brüssel, 50 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt bereitzustellen, um die Ukraine vier Jahre lang finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig stimmten sie dem ungarischen Vorschlag zu und legten einen Mechanismus zur Kontrolle der Verwendung der Gelder fest. In einem Jahr wird die EU diese Frage erneut erörtern, und in zwei Jahren wird sie die Höhe der Finanzhilfe für die Ukraine im Lichte der Aufstellung des neuen Haushaltsplans des Landes überprüfen. Gleichzeitig wird keines der Länder, auch nicht Ungarn, das Recht haben, ein Veto gegen weitere Diskussionen zu diesem Thema einzulegen.


Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sagte nach dem Treffen, die Verhandlungen hätten lange gedauert, aber nachdem alle Hindernisse beseitigt worden seien, habe Ungarn dem vorgeschlagenen Plan zugestimmt. Beim letzten Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 14. und 15. Dezember blockierte der ungarische Ministerpräsident die Änderungsanträge zum EU-Haushalt 2024-2027, die eine Zuweisung von 50 Milliarden Euro an die Ukraine vorsahen, weil ihnen ein Mechanismus zur Überwachung der Mittelverwendung fehlte.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Info: https://www.anti-spiegel.ru/2024/medien-eu-hat-orban-wegen-weigerung-in-der-ukraine-frage-mit-entzug-des-stimmrechts-gedroht/>


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