Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
28.01.2024

Warum Russlands Sieg in der Ukraine für die Welt gut wäre

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Jan. 2024 20:48 Uhr, Von Geworg Mirsajan

"Die Zahl der Freunde Russlands wird steigen" – mit diesen Worten beschreiben Experten die globalen Folgen, die nach einem Sieg Russlands in der Ukraine zu erwarten sind. Diese Folgen werden nicht nur für Russland, sondern auch für die ganze Welt von Vorteil sein.


Quelle: Sputnik © Stanislaw Krassilnikow


Symbolbild


Die These, wonach riesige Katastrophen auf die Welt zukommen würden, wenn Russland in der Ukraine gewinnt, ist eines der Hauptargumente, mit denen die westliche Gesellschaft davon überzeugt werden soll, das Kiewer Regime weiterhin zu unterstützen. Sowohl Politiker, einschließlich des US-Präsidenten Joe Biden, als auch führende westliche Medien beschwören diese "Katastrophen" hinauf.

Wenn sie näher beschreiben, was sie unter diesen "Katastrophen" verstehen, kommen Szenarien von angeblichen Plänen Russlands, in europäische Länder einzufallen, bis hin zur Befürchtung, dass andere Staaten, wie etwa China, versucht sein könnten, eigene Probleme mit ihren Nachbarn militärisch zu lösen. Das wiederum würde einen Weltkrieg, Chaos und das Ende der Zivilisation zur Folge haben.

In Wirklichkeit aber wird der Sieg Russlands durch die Sonderoperation in der Ukraine zu einem völlig entgegengesetzten Ergebnis führen. Sieg bedeutet in diesem Fall das Erreichen der im Zuge der Sonderoperation gesetzten Ziele. Territorial ist dies insbesondere die Befreiung der russischen Gebiete, die inzwischen in der Verfassung Russlands verankert sind. Politisch ist dies die Sicherstellung dessen, dass sich die Ukraine westlichen militärisch-politischen Blöcken nicht anschließt, sowie die Entmilitarisierung und Entnazifizierung des ukrainischen Regimes.

Auf globaler Ebene werden die erfolgreichen Ergebnisse der russischen Sonderoperation die Staaten der Welt inspirieren, ihre eigene Souveränität zu erlangen oder zu stärken. Dies wiederum wird ermöglichen, eine harmonischere Weltordnung zu schaffen.


"Waage hat sich geneigt": Was können wir vom russisch-ukrainischen Konflikt im Jahr 2024 erwarten?




Meinung

"Waage hat sich geneigt": Was können wir vom russisch-ukrainischen Konflikt im Jahr 2024 erwarten?





"Russlands Sieg in der gegenwärtigen Konfrontation wird dazu beitragen, eine gerechtere multipolare Welt aufzubauen und das Ausmaß der Hegemonie des Westens unter der Führung der Vereinigten Staaten zu verringern. Denn er wird zeigen, dass der Westen nicht so furchteinflößend und mächtig ist, wie man bisher dachte", erklärt der Politologe Anton Chasсhtschenko gegenüber der Zeitung Wsgljad. Russlands erfolgreicher Widerstand gegen die Aktionen der prowestlichen Koalition in der Ukraine inspiriert bereits jetzt einige Staaten, wie etwa afrikanische Länder, die sich von der französischen Herrschaft befreien.

Souveränität geht Hand in Hand mit Dekolonisierung. Die Befreiung der Entwicklungsländer von den vom Westen auferlegten Spielregeln, durch die die USA und Europa den Entwicklungsländern Ressourcen entziehen und ihnen ihre "Werte" aufzwingen, um den Prozess der Ressourcenabschöpfung zu unterstützen.

"Die Befreiung der Ukraine wird ein Schlüsselsignal sein, das die Schwächung der USA und der NATO und ihres neokolonialen Systems bedeutet. Und dies wird eine ganze Reihe von Veränderungen mit sich bringen. Dazu gehören der Rückzug aus ungerechten Abkommen mit dem Westen, die Verstaatlichung illegal privatisierter Vermögenswerte, die Rückgabe von Eigentum und der Widerstand gegen externes Diktat in innenpolitischen Angelegenheiten", sagt Nikita Mendkowitsch, Leiter des Eurasischen analytischen Clubs.

Die Entwicklung dieser Länder wird nicht nur durch ihre Befreiung vom westlichen Diktat, sondern auch durch die Umlenkung der Handels- und Wirtschaftsströme gefördert werden, die eine Folge des vom Westen ausgelösten Sanktionskriegs gegen Russland sind. Moskau, dessen Energieressourcen zu einer der Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung Europas geworden waren, wurde im Wesentlichen aus der europäischen Wirtschaft ausgeschlossen – und ist nun bereit, anderen Ländern neue Möglichkeiten zu bieten.

"Ostasien hat bereits gewonnen – unabhängig von der Art des Sieges, den Moskau in der Ukraine erringen wird. Die Region erhielt Öl und Kohle aus Russland und wird langfristig auch mehr Gas erhalten. Günstige Energie wird Millionen von Menschen ermöglichen, sich aus Armut, darunter auch Energiearmut, zu befreien und zahlreiche Importwaren von ihren Märkten zu verdrängen. Afrika hat indessen eine Chance, mit Russlands Hilfe Chinas Einfluss auszugleichen und durch den Zugang zu russischer Agrartechnologie und Energie die Zahl der Hungernden zu verringern", erklärt Iwan Lisan, Leiter des Analysebüros SONAR-2050.

Eine weitere Folge wird die Schaffung neuer, gerechterer globaler Regierungssysteme sein, die von pragmatischen Mächten kontrolliert werden, und nicht von denjenigen, die ideologischen Dogmen anhängen.


Lange Konfrontation: Russland und USA in der Zeit globaler Umverteilung von Macht und Ressourcen




Analyse

Lange Konfrontation: Russland und USA in der Zeit globaler Umverteilung von Macht und Ressourcen





"In der internationalen Politik haben sich die Integrationsprozesse im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der BRICS intensiviert. Außerdem wird an der Einführung digitaler Währungen und dem Aufbau eines internationalen Abrechnungssystems mit digitalen Währungen gearbeitet, das gegen Sanktionen immun sein sollte", sagt Lisan. Und jene Staaten, die bisher weitgehend an politische und wirtschaftliche Strukturen des Westens gebunden waren, werden in diese Systeme integriert werden. Chaschtschenko prognostiziert:

"Die Zahl von Russlands Freunden wird steigen, auch aus durch jene Staaten, die sich bisher auf die Meinung Washingtons verlassen hatten und es sich nicht leisten konnten, eine eigenständige Außenpolitik zu betreiben."

Darüber hinaus sei eine interne Umgestaltung der EU und der USA selbst, und zwar zum Besseren, zu erwarten.

Die Niederlage in der Ukraine wird den USA die Grenzen ihrer Macht aufzeigen und diejenigen politischen Kräfte in der US-Elite stärken, die sich einer aggressiven Einmischung der USA in alle weltweiten Prozesse widersetzen, quasi die Neo-Isolationisten. Und sollten diese Kräfte in Washington an die Macht kommen, werden sich die Vereinigten Staaten stärker auf innenpolitische Probleme – Drogenepidemie, wachsende Gewalt in der Gesellschaft, Migrationskrise und sonstige – konzentrieren. Also werden sie diese Probleme erfolgreicher lösen können.

Was Europa betrifft, so wird die Niederlage des Westens in der Ukraine auch die Niederlage jener Politiker sein, die sich für die endlose Ausdehnung von euro-atlantischen Institutionen nach Osten und für Russlands Ausschluss aus gesamteuropäisch wirtschaftlichen und militärpolitischen Strukturen, darunter aus dem europäischen System der kollektiven Sicherheit eingesetzt hatten. Sollten diese Kräfte durch Pragmatiker ersetzt werden, bleibt Europa die Chance, die Beziehungen zu Moskau zu normalisieren, der europäischen Industrie russische Energieträger wiederzubringen und mithilfe Russlands die Sicherheit der Alten Welt vor Bedrohungen der europäischen Souveränität zu gewährleisten.

Übersetzung aus dem Russischen. Das Original ist am 25. Januar 2024 auf vz.ru erschienen.

Geworg Mirsajan ist außerordentlicher Professor an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, Politikwissenschaftler und eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Geboren wurde er 1984 in Taschkent. Er machte seinen Abschluss an der Staatlichen Universität in Kuban und promovierte in Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt USA. Er war von 2005 bis 2016 Forscher am Institut für die Vereinigten Staaten und Kanada an der Russischen Akademie der Wissenschaften.


Mehr zum Thema – Die USA erkennen das Unvermeidliche


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/193928-warum-russlands-sieg-in-ukraine-gut-fuer-alle-ist


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Russischer Angriff auf Nato-Staaten: „PR-Nummer“ von Pistorius?

aus e-mail von Doris Pumphrey, 28.  Januar 2024, 16:58 Uhr


Berliner Zeitung 26.1.2024

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/russischer-angriff-auf-nato-staaten-reale-gefahr-oder-pr-nummer-von-pistorius-li.2180024?id=cf0d25022af44b8b9968a898a3c98fc0>


*Russischer Angriff auf Nato-Staaten: Reale Gefahr oder „PR-Nummer“ von

Pistorius?

*Politiker und Militärstrategen flankieren die Nato-Übung „Steadfast

Defender“ mit Szenarien eines russischen Angriffs auf die Nato. Was

steckt dahinter?


/Von Simon Zeise


/Der Krieg in der Ukraine könnte in eine entscheidende Phase eintreten.

Der Nachschub aus dem Westen stockt und das ukrainische Militär erzielt

an der Front kaum Geländegewinne. Nun werden Stimmen laut, die vor einem

Sieg Russlands warnen – denn dann könnte Putin bis Westeuropa

marschieren, heißt es teilweise.


Allen voran betont die Regierung in Kiew, dass eine Niederlage der

ukrainischen Armee schwerwiegende Folgen für den Westen hätte.

Außenminister Dmytro Kuleba sagte diese Woche in einem Interview mit

mehreren Springer-Medien, die Ukraine wäre bei einem russischen Sieg das

erste Opfer. „Aber Deutschland und andere europäische Nationen wären das

nächste. Und dazwischen läge nicht viel Zeit.“


*Verteidigungsminister Boris Pistorius: Angriff Russlands in fünf bis

acht Jahren

*Wenn Russland sich gegen die Ukraine durchsetzen sollte, werde der

russische Präsident Wladimir Putin als Nächstes ein Nato-Land angreifen,

sagte Kuleba. Ob das Deutschland sei, wisse er nicht. Aber sobald ein

Nato-Land angegriffen werde, werde es für Deutschland sehr schwer

werden, nicht beteiligt zu sein.


Zuletzt hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vor den

Folgen eines möglichen russischen Siegs gewarnt: „Es muss jedem klar

sein: Wenn Putin diesen Krieg gewinnt und die Ukraine besetzt, steigt

natürlich die Gefahr für das Bündnisgebiet“, sagte er in einem Interview

mit dem Tagesspiegel.


„Wir hören fast jeden Tag Drohungen aus dem Kreml – zuletzt wieder gegen

unsere Freunde im Baltikum“, so Pistorius weiter/./ „Wir müssen also

einkalkulieren, dass Wladimir Putin eines Tages sogar ein Nato-Land

angreift.“ Derzeit halte er einen russischen Angriff zwar nicht für

wahrscheinlich. Experten aus dem Verteidigungsministerium rechneten aber

mit einem Zeitraum von fünf bis acht Jahren.


Im Verteidigungsministerium wird bereits geplant, wie ein Angriff der

russischen Armee abgewehrt werden könnte. Wie die Bild-Zeitung

berichtet, spielt die Bundeswehr ein Szenario durch, in dem Russland

einen künstlichen Konflikt im Bereich des Suwalki-Korridors an der

litauisch-polnischen Grenze provozieren könnte, um in Nato-Territorium

einzudringen. In diesem Fall werde die Nato bis zum Sommer 2025 300.000

Soldaten an die Ostflanke entsenden.


*Militärexperte Johannes Varwick: „PR-Aktion zur Erhöhung des

Verteidigungshaushaltes“

*Was steckt hinter dem Plan des Bundesverteidigungsministeriums? „Ich

halte einen Angriff Russlands auf die Nato auf absehbare Zeit für sehr

unwahrscheinlich“, sagt der Militärexperte Johannes Varwick im Gespräch

mit der Berliner Zeitung. Russland wisse, dass die Nato um ein

Vielfaches stärker sei, und werde nicht riskieren, eine vernichtende

Niederlage einzustecken. Er sehe also weder die Fähigkeiten noch die

Intention.


Auch der deutsche Botschafter in Russland, Alexander Lambsdorff, ist

dieser Meinung: „Wir sollten davon ausgehen, dass das Dokument existiert

– sonst hätte die Zeitung nicht darüber geschrieben“, sagte er in einem

Interview

<https://germania.diplo.de/ru-de/ueber-uns/botschaft/-/2641250> mit dem

russischen Fernsehsender RTVI. „Aber die Szenarien darin sind sehr

theoretisch und hypothetisch – wir erwarten, dass das nicht passieren

wird“, sagte der Diplomat.


Die Argumentation des Verteidigungsministeriums sei zudem

widersprüchlich, sagt Varwick, denn es argumentiere zugleich damit, dass

Russland nicht einmal gegen eine von Westen militärisch ertüchtigte

Ukraine gewinnen könne. „Das passt alles nicht zusammen und ist eher

eine PR-Aktion zur weiteren Erhöhung des Verteidigungshaushaltes“, sagt

Varwick, der Internationale Beziehungen und europäische Politik an der

Uni Halle-Wittenberg lehrt.


„Was aber tatsächlich gefährlich ist, ist eine, womöglich auch

unbeabsichtigte, nukleare Eskalation zwischen Russland und der Nato“,

sagt Varwick. „Aus diesem Grund sollte nicht nur auf Abschreckung und

Aufrüstung, sondern auf politische Initiativen zur Vertrauensbildung und

Eskalationskontrolle gesetzt werden.“ Davon sei aber derzeit überhaupt

keine Rede.


Pistorius forderte stattdessen in dem Tagesspiegel-Interview „mehr

europäische Handlungsfähigkeit“ ein. Besonders die Rüstungsindustrie

müsse leistungsfähiger werden, sagte er. Deutschland treibt die

Aufrüstung der Ukraine in Europa am entschiedensten voran. Am

Dienstagabend teilte das Bundesverteidigungsministeriummit,

erstmals Militärhubschrauber an die Ukraine zu liefern. Pistorius habe

Kiew sechs Mehrzweckhubschrauber vom Typ Sea King Mk41, Zubehör- und

Ersatzteilpakete sowie Ausbildung dafür zugesagt. Auf eine

Friedensinitiative für die Ukraine aus Berlin wartet man bis heute

vergeblich.


*Nato-Großmanöver „Steadfast Defender“ simuliert Verteidigung eines

russischen Angriffs

*Schützenhilfe bekommt Pistorius von Militärstrategen aus weiteren

Nato-Staaten. Der Chef des britischen Militärs, General Sir Patrick

Sanders, forderte in einer Rede am Mittwoch die britischen Behörden auf,

„die Nation zu mobilisieren“, um sich auf einen Krieg mit Russland

vorzubereiten. Die britische Bevölkerung müsse eine „Bürgerarmee“

bilden, die in einem Landkrieg bestehen könne, sagte Sanders.


Auch Militärchefs in Skandinavien malen Eskalationsszenarien an die

Wand. Der norwegische Befehlshaber Eirik Kristoffersen sagte in einem

Interview <https://www.dagbladet.no/nyheter/vi-har-darlig-tid/80855200

mit der Zeitung Dagbladet, die Bevölkerung solle Vorkehrungen für einen

möglichen Überfall durch Russland treffen. „Wir empfehlen, drei Tage

lang ohne Hilfe von außen auskommen zu können.“ Der Kreml habe sein

Militär „schneller aufbauen können, als wir es uns noch letztes Jahr

vorgestellt hatten“. Vor Kristoffersen hatte zuletzt schon der

schwedische Zivilschutzminister Carl Oskar Bohlin vor einem möglichen

Krieg mit Russland gewarnt: „Viele haben es vor mir gesagt, aber lassen

Sie es mich mit der Kraft meines Amtes tun: Es kann Krieg in Schweden

geben.“


Die Warnungen vor einem Angriff Russlands stehen im Zusammenhang mit der

größten Nato-Übung seit Jahrzehnten. Das Manöver „Steadfast Defender“

soll Mitte Februar beginnen und bis Ende Mai dauern. Der Einsatz der

90.000 Soldaten erstreckt sich im Einzugsgebiet der Nato in Osteuropa

von Norwegen bis Rumänien. Geprobt wird die Abwehr eines russischen

Angriffs auf ein Nato-Mitglied. Beteiligt sind alle 31

Nato-Mitgliedstaaten sowie der Beitrittsanwärter Schweden.


„Was, wenn nicht das, zeigt, wie ernst die Lage ist – sonst hätte man es

bei symbolischen 15.000 Soldaten belassen“, sagte der Forschungsdirektor

der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Christian

Mölling, dem Münchner Merkur. Es gehe bei dem Großmanöver einerseits um

die Wirkung nach außen: Die Nato wolle Russland zeigen, wie ernst sie

die Lage nehme. „Und die Nato will natürlich selbst auch wissen, was man

aktuell kann und was nicht“, sagte Mölling.


Die Nato müsse in höchster Kriegsbereitschaft sein und „das Unerwartete

erwarten“, sagte der niederländische Vorsitzende des

Nato-Militärausschusses Rob Bauer. Worum es im Kern geht, fügte er hinzu

<:" rel="noopener">https://www.rferl.org/a/ukraine-west-war-russia-nato-admiral-bauer-drills/32783552.html>: 

„Um auch in Zukunft voll handlungsfähig zu sein, brauchen wir eine

Umgestaltung der Kriegsführung der Nato.“


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Fwd: pax christi ruft mit auf: Schließ dich der Brandmauer gegen Rechts an !! / wichtig...!!

aus e-mail von Irene Eckert, 28. Januar 2024, 12:23 Uhr


Danke an Jens Loewe und Helen und Ansgar Klein. Mit frdl. Grüßen Irene

Eckert


*Von:* Jens Loewe <post@jens-loewe.de>

*Gesendet:* Samstag, 27. Januar 2024 23:34

*An:* haklein1963@t-online.de; Pax Christi Sekretariat <

sekretariat@paxchristi.de>; kontakt@rav.de

*Cc:* Nachdenkseiten, Redaktion <hinweise@nachdenkseiten.de>

*Betreff:* pax christi ruft mit auf: Schließ dich der Brandmauer gegen

Rechts an !! / wichtig...!!



Liebe Leute,

jetzt muss ich aber doch einiges mal hier klarstellen !!!



*wir befinden uns wirklich kurz vor einem dritten Weltkrieg... deshalb erst

mal zu AFD: *


*die AFD ist jetzt seit 2 Jahren an der Regierung, und es wird mitjedem Tag

schlimmer und gefährlicher...*


- die AFD liefert Waffen an Israel und befeuert den Völkermord in Gaza

- die AFD hat allein sein dem 7. Oktober 2023 über 185 Waffen-

Exportgenehmigungen nach Israel erteilt

- die AFD will dem IGH-Verfahren beitreten, und sich dafür einsetzen, das

Israel mit dem Völkermord weiter machen darf, das sei alles legal und

legitim

- die AFD behauptet mit eiskalter Dreistigkeit, Israel würde sich an

Völkerrecht halten

- die AFD hat über 30 Milliarden Steuergeld für Ukraine-Krieg ausgegeben,

und liefert Waffen ohne ende, gemeinsam mit USA, NATO und EU,

damit auch dieser Krieg weiter eskaliert !

- die AFD beteiligt sich an dem jüngsten NATO-Manöver, 90.000 Soldaten,

an der russischen Grenze, um einen Krieg gegen Russland zu üben, um

Russland weiter zu einem Krieg zu provozieren, um Russland zu ruinieren

- die AFD besteht, gemeinsam mit der NATO, ggf. auch auf einen atomaren

Erstschlag !

- die AFD erklärt öffentlich, dass Russland besiegt und ruiniert werden

soll !

- die AFD hat sich heimlich damit einverstanden erklärt, dass Nord-Stream

Pipelines gesprängt und zerstört werden

- die AFD hat einem NATO-Beitritt von Finnland und Schweden zugestimmt, um

Russland weiter zu provozieren, gegen die damaligen Zusicherungen (keine

NATO-Osterweiterung)

- die AFD hat 100 Milliarden extra frei gegeben, für noch mehr Krieg und

Rüstung, der berühmte AFD-Doppel-Wumms!

- die AFD hat sich verpflichtet, die BRD-Büchel-Atombomben auf US-Befehl

auf andere Länder abzuwerfen, und riskiert damit Gegenschlag und eine

Totalvernichtung Deutschlands

- die AFD kooperiert heimlich mit v.d. Leyen und setzt sich für eine

Mega-EU-Militarisierung ein

- die AFD hat sich seit dem WK2 an den meisten illegalen

US-NATO-Angriffskriegen beteiligt

- die AFD hat seit den 50´er Jahren das israelische Atom-Waffen-Programm

mit aufgebaut und finanziert, das war NICHT Adenauer, das war die AFD !!

- die AFD hat über 40 US-Militärbasen in Deutschland genehmigt, zur

Unterstützung von illegalen Angriffs-Kriegen weltweit

- die AFD will Deutschland zum Krieg vorbereiten und "kriegstüchtig" machen

- die AFD verbreitet täglich Kriegs-Propaganda und verbreitet

Falschmeldungen und Hetze

- die AFD setzt sich nach Kräften für die wirtschaftliche Zerstörung

Deutschlands ein



*Reicht das erst mal ?? oder braucht ihr noch mehr Argumente ?? ist das

nicht Grund genug, um mit Millionen Bürgern gegen die AFD auf die Strasse

zu gehen ?? !!!!!*


*Jetzt zu den Ampel- und Einheits-Parteien, Grüne, SPD, FDP u. CDU*

- die Ampel-Parteien sind seit 2 Jahren in der Opposition

- die Ampel-Parteien sind gegen diesen ganzen Kriegs-Irrsinn und Wahnsinn

und setzen sich für Waffenstillstand, Diplomatie und Frieden ein

- die Ampel kämpft für das Friedens-Prinzip "keine Waffenlieferungen in

Krisengebiete"

- Oppositions-Führer Olaf Scholz ist derzeit national wie auch

international wichtigster Friedens-Stifter, er ist für den Friedens-Nobelpreis vorgesehen- und schon jetzt im Rang wie Martin Luther King oder Ghandi weltweit geschätzt und anerkannt!


- Scholz führt derzeit die Friedens-Demos an, gemeinsam mit Baerbock,

Hofreiter, Habeck, Strack-Zimmermann, CDO-Merz und Kiesewetter!


*Fazit:* hier die klare Analyse... wenn wir einen Weltkrieg vermeiden

wollen, dann müssen wir uns mit allen Kräften gegen die Kriegs-Treiberei der

AFD-Regierung stellen, und das Ampel-Friedens-Bündnis stärken !


Und noch ein Hinweis: ja, das stimmt, die Anstiftung zu Mord und Tötung von

Menschen ist eine schwere Straftat!!! (§§ 26, 27, 111, 211 u. 212 STGB) wenn aber die

"Antifa", also "die Guten", zum Töten aufruft, ist das ein "Töten für den Frieden" und bleibt strafrei; die AFD hat hier mit der Staatsanwaltschaft einen "Deal" gemacht, dass solche Mord-Aufrufe straffrei bleiben..


Und noch ein Hinweis an alle Träumer, Querdenker und Verschwörungs-Theoretiker:

Correctiv, NATO,EU und CIA, das sind Initiativen für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden !!!


Soweit mal,  hg,   Jens


mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm



Am 27.01.24 um 12:11 schrieb Helene+Ansgar Klein:


Werte Damen und Herren von 'pax christi'-Deutsche Sektion!



- Dieses Schreiben wird gleichzeitig mehr als 1000 Menschen zur Kenntnis

gegeben. -



Es ist uns unverständlich, dass Sie auch das z.Zt. herrschende

Kesseltreiben gegen die AfD mitmachen und mit der Unterstützung des

Aufrufs: "*Hand in Hand - jetzt solidarisch aktiv werden! - Wir rufen dazu

auf, der rechten Normalisierung in Deutschland und Europa nicht länger

zuzuschauen.*" < https://gemeinsam-hand-in-hand.org/ >  auch noch anheizen!


Vorab: Wir sind KEINE Anhänger der AfD! Das ergibt sich schon aus unserer

langjährigen Arbeit in der Kampagne: NATO raus - raus aus der NATO <

www.NATOraus.de >; die AfD ist klar FÜR die NATO.



Der o.g. Aufruf beginnt allerdings mit einer zutreffenden Beschreibung:


"*Krisen, Kriege, Katastrophen –  die Welt um uns herum gerät immer mehr

ins Wanken. Vieles, worauf wir uns verlassen haben, ist unsicher. In einer

sich schnell bewegenden Welt sehen wir, wie sich das politische Klima in

Europa bedrohlich verändert. Ängste vor Veränderungen, Verlust und Armut

werden absichtlich geschürt, Menschen werden gegeneinander ausgespielt. **Die

Gräben in der Gesellschaft vertiefen sich."*


Dann wird klar, wer hier für* "Ängste vor Veränderungen, Verlust und Armut"

*verantwortlich gemacht werden soll:


"*In Deutschland entwickelt sich die politische Landschaft alarmierend:

Rechte und rechtsextreme Ansichten bekommen öffentlichen Rückhalt." *


etwas später wird deutlich ausgesprochen, gegen wen speziell sich das

Kesseltreiben richtet:


*"Die Abgrenzung gegenüber Verächtern der Demokratie wie der AfD

schwindet."*



Das Kesseltreiben gegen die AfD ist in unseren Augen ein reines

Ablenkungsmanöver von den Machenschaften der 'Ampel', die Deutschland gegen

die Wand fährt, in dem sie z.B: Milliarden in Krieg und Rüstung steckt und

Sanktionen gegen Russland verhängt und die durch das intensive Mitmachen

bei dem US-geführten Kriegsmanöver 'Steadfast Defeder' und 'Quadriga 2024'

an den Grenzen zu Russland den 3. Weltkrieg mit heraufbeschwört, vgl.:

https://apolut.net/der-dritte-weltkrieg-soll-demnaechst-stattfinden-von-hermann-ploppa/



Bis zu welcher Pogromstimmung dieses Kesseltreiben inzwischen führt, zeigt

z.B. das von der 'AJ' (Antifa-Jugend) verantwortete Frontbanner, das am

20.Januar 2024 bei einer Demo 'gegen Rechts' durch Aachen getragen wurde:


(Wir haben Strafanzeige gegen die Träger dieses Banners (Antifa-Jugend)

wegen ‚Öffentlicher Aufforderung zu Straftaten‘ (§ 111 StGB ) gestellt.)


Wollen Sie hinter solch einem Banner hermarschieren? Ähnliches könnte auch

bei der Kundgebung passieren, zu der Sie jetzt mitaufrufen.


Deutsche Christen haben bis auf die 'Bekennende Kirche' und wenige

standhafte Katholiken schon einmal auf der falschen Seite gestanden!



Sehen Sie nicht, wie diese Hetze gegen die AfD 'von oben' betrieben wird:

Das von der Regierung bezahlte 'CORRECTIV' hat just zum Zeitpunkt der

Bauernproteste gegen die Regierung aus dem Treffen "*rechtsgerichteter

Aktivisten unter Beteiligung von Politikern aus AfD und CDU in Potsdam, das

**im November letzten Jahres** stattfand"* <

https://www.nachdenkseiten.de/?p=109841#more-109841 > wegen der dort

vertretenen Abschiebeszenarien einen publikumswirksamen Skandal gemacht. Die

Regierungsparteien incl. CDU/CSU vertreten in Punkto Migrationspolitik auch

nichts anderes als AfD- und CDU -Miglieder:


aus: https://www.nachdenkseiten.de/?p=109841



Im Übrigen:


Wer hat denn "*Die Gräben in der Gesellschaft vertief(t)"? *


Wer hat denn in der 'Corona'-Zeit zwischen 'Impf'-Befürwortern und

'Impf'-Gegnern die *Gräben* ausgehoben? Waren es nicht Spahn (CDU) & Co und

dann Lauterbach (SPD) & Co!? - Ganz abgesehen davon, dass von denen, die

sich die mRNA-Injektion haben verpassen lassen, Tausende gestorben und

Tausende unter lebenslangen 'Impf'-Schäden leiden.


Wer hat denn zwischen Kriegsbefürwortern und "*Lumpenpazifisten*" und

"*gefallenen

Engeln aus der Hölle*" (Scholz, SPD) die *Gräben* ausgehoben?


Wer hat denn "*Krisen, Kriege, Katastrophen" *heraufbeschworen?


An erster Stelle die US-geführte NATO! Deren Generalsekretär Stoltenberg

hat laut ‚Washington Post‘ vom 9. Mai  gesagt: *„Der Krieg in der Ukraine

hat die NATO grundlegend verändert, aber man darf nicht vergessen, dass der

Krieg nicht erst 2022 begonnen hat. Der Krieg begann im Jahr 2014. Und

seither hat die NATO die größte Verstärkung unserer kollektiven

Verteidigung seit dem Ende des Kalten Krieges durchgeführt.“ *<

https://www.washingtonpost.com/opinions/2023/05/09/interview-jens-stoltenberg-nato-ukraine/

Was hat denn die NATO seit 2014 in der Ukraine zu *verteidigen??? *Und

wer hat zugegeben, dass das Abkommen 'Minsk II' 2015 nur vereinbart wurde, *um

der Ukraine Zeit zur Aufrüstung* (mit NATO-Waffen) *zu geben*? Merkel (CDU)!


Wer hat denn den seit 2014 andauernden Ukraine-Krieg befeuert und für

Waffenlieferungen und Euros in Milliardenhöhe in die Ukraine gestimmt?

Baerbock (grüne): "*Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland*.", Pistorius

(SPD): "*Wir müssen kriegstüchtich werden!*" und Sara Nanni (grüne),

Strack-Zimmermann (FDP), Merz (CDU), Kiesewetter(CDU) & CO wollen gar

'Taurus' Marschflugkörper an die Ukraine liefern "*damit Versorgungs- und

Kommandostrukturen weit hinter der Front ausgeschaltet werden können*",

also wie oben schon gesagt: den 3. Weltkrieg mit heraufbeschwören!



"*Rechtsextremismus ist, wenn wieder deutsche Panzer gegen Russen kämpfen!*"



Und wer hat den Antrag "*Deutschlands Verantwortung für Frieden in Europa

gerecht werden – Eine* *Friedensinitiative* *mit Sicherheitsgarantien für

die Ukraine und Russland*" in den Deutschen Bundestag eingebracht? die

AfD-Fraktion! Und wer hat gegen diese Friedensinitiative gestimmt? Alle

'unsere' 'guten' Volksvertreter - bei wenigen Enthaltungen!



Wer hat denn zu "*Verlust und Armut" *beigetragen?


Baerbock (grüne) wollte mit Sanktionen "Russland ruinieren"; Scholz (SPD)

stand grinsend neben US-Präsident Biden, als der am 7. Februar 2022

verkündete: "*Wenn Russland einmarschiert, das heißt Panzer oder Truppen

über die Grenze der Ukraine fahren, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr

geben. Wir werden das beenden*“. Russlands Wirtschaft wächst und

Deutschlands Wirtschaft wird ruiniert: *Verlust* von Arbeitsplätzen und

*Armut* durch steigende Energie- und Konsum-Preise!



Gegen die Machenschaften der 'Ampel' sollten wir eine "*Brandmauer*"

errichten!



Friedliche Grüße!


Helene+Dr.Ansgar Klein



Rosengarten 11, 52146 Würselen, Tel.: 02405 72112



'Aachener für eine menschliche Zukunft' < www.ac-frieden.de >


Aachener Bürgerinitiative "Gute Nachbarschaft mit Russland"


Kampagne: NATO raus - raus aus der NATO < www.NATOraus.de >


Freidenker-Netzwerk 'Demokratischer Widerstand'


Neuer Krefelder Appell - Den Kriegstreibern in den Arm fallen (

https://peaceappeal21.de)



*"Denn ist es erst einmal ein Verbrechen, die Wahrheit zu sagen, während

die Mächtigen Straflosigkeit genießen, wird es zu spät sein, den Kurs zu

korrigieren. Wir werden unsere Stimme der Zensur und unser Schicksal der

ungezügelten Tyrannei überlassen haben." *Nils Melzer,

UNO-Sonderberichterstatter über Folter, in einem Artikel zum 'Fall' Julian

Assange



*"Unsichtbar macht sich die Dummheit, indem sie sehr große Ausmaße annimmt*

*.*" Bert Brecht



*"Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das

Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen."* George

Orwell



*"Wer jetzt nicht auf die Beine kommt, könnte bald in die Knie gezwungen

werden."* Milosz Matuschek



*"Man darf nicht nur dagegen sein, man muss etwas tun." *Sophie Scholl



-----Original-Nachricht-----


Betreff: pax christi ruft mit auf: Schließ dich der Brandmauer gegen Rechts

an!


Datum: 2024-01-26T10:00:23+0100


Von: "Pax Christi Sekretariat" <sekretariat@paxchristi.de>

<sekretariat@paxchristi.de>


An: "Gesamtverteiler pax christi"

<gesamt-liste-paxchristi@list.weitblick.net>

<gesamt-liste-paxchristi@list.weitblick.net>



pax christi - Deutsche Sektion e.V. ruft mit auf:

Schließ dich der Brandmauer gegen Rechts an! *Gegen Spaltung - Für

Demokratie*



Jetzt sind wir alle gefragt: Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, als

Zivilgesellschaft ein solidarisches Miteinander zu verteidigen.


Am 3. Februar zeigen wir mit einer großen Aktion um das Bundestagsgebäude: *Wir

sind die Brandmauer!*


13:00 Berlin, Bundestagswiese


Alle Informationen dazu finden sich auf https://gemeinsam-hand-in-hand.org/



[image: pax_christi_Zweig_Email]



Sie finden die Meldung auch auf www.paxchristi.de



*Kontakt*

*pax christi – Deutsche Sektion e.V.*


Tel. 030.200 76 78-0


sekretariat@paxchristi.de

www.paxchristi.de


*Spenden unterstützen pax christi*


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Judging Freedom: INTEL-Rundtischgespräch mit Johnson & McGovern: IGH-Analyse

seniora.org, 28. Januar 2024, Von Judge Napolitano - Judging Freedom 26.01.2024

Larry Johnson: "Nun, Netanjahu ist ein Terrorist, der den Holocaust als Geisel hält und sich dahinter versteckt, um seine terroristischen Handlungen zu rechtfertigen, Punkt. Das ist eine Schande. Es ist widerwärtig. Er hat keine Ahnung von Rechtsstaatlichkeit".

Andrew Napolitano:

Hallo an alle. Judge Andrew Napalitano hier für Judging Freedom. Heute ist Freitag, der 26. Januar 2024. Larry Johnson und Ray McGovern sind zu Gast bei unserer wöchentlichen Geheimdienstrunde, die wir gerne am Freitagnachmittag veranstalten, wenn wir die Woche ausklingen lassen.

Meine Herren, willkommen zurück in der Sendung. Vor ein paar Stunden, vor etwa fünf oder sechs Stunden, hat die Vorsitzende Richterin des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag eine Reihe von Ankündigungen gemacht, von denen die erste lautet, dass das Gericht für die Klage Südafrikas gegen Israel zuständig ist. Sie hat es folgendermaßen formuliert:

[eingespielter Videoclip]

President Donoghue:

Nach Ansicht des Gerichts reichen die genannten Tatsachen und Umstände aus, um zu dem Schluss zu kommen, dass zumindest einige der von Südafrika geltend gemachten Rechte, für die es Schutz begehrt, plausibel sind. Dies gilt für das Recht der Palästinenser in Gaza, vor Völkermord und damit zusammenhängenden verbotenen Handlungen gemäß Artikel 3 geschützt zu werden, sowie für das Recht Südafrikas, die Einhaltung der Verpflichtungen Israels aus der Konvention zu verlangen.

[Ende des eingespielten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Schauen Sie noch einmal zurück auf die Argumente der israelischen Anwälte. Das ist der Korb, in den sie die meisten ihrer Eier gelegt hatten, dass das Gericht dafür nicht zuständig sei, und das wurde natürlich jetzt zurückgewiesen.

Aber, Larry, es ist fast undenkbar   – ich schätze, bei Netanjahu ist nichts undenkbar   – es ist irrational für Israel zu argumentieren, dass das Gericht nicht zuständig sei. Als Israel der UNO beigetreten ist, hat es zugestimmt, sich diesem Gericht zu unterwerfen, und als sie den Vertrag gegen Völkermord unterzeichnet haben, haben sie zugestimmt, dass dies das Gericht ist, das entscheiden wird, ob ein Völkermord begangen wurde. Wir werden Netanjahus Antwort gleich wiedergeben. Aber es ist lächerlich, wenn die israelische Regierung sagt: "Keine Zuständigkeit, die können sich nicht einmischen."

Larry Johnson:

Nun, selbst der israelische Richter, der israelische Vertreter in diesem Gericht, stimmte in einigen Punkten gegen Israel. Er wies dieses Argument zurück. Zumindest in vier Punkten stimmte er mit der Mehrheit überein. Die einzige Richterin, die gegen alles gestimmt hat, war diese Richterin aus Uganda, und es besteht der dringende Verdacht, dass sie von den Vereinigten Staaten unter enormen politischen Druck gesetzt wurde.

Es steht also fest, dass eine überwältigende Mehrheit des IGH die Tür für eine Anklage wegen Völkermordes gegen den Staat Israel geöffnet hat, was bedeutet, dass alle anderen Länder, die Beihilfe zu diesem Völkermord leisten, sich ebenfalls in dieser Falle wiederfinden könnten.

Aber das Gericht kann nichts durchsetzen. Das muss letztlich vor den Sicherheitsrat gehen. Es bleibt abzuwarten, ob die Vereinigten Staaten ein Veto einlegen werden. Die Chancen stehen gut, dass sie das tun werden. Aber ich denke, es gibt auch Anzeichen dafür, dass das Biden-Team seinen Kurs ändern muss.

Andrew Napolitano:

Ich frage mich, ob die Vereinigten Staaten zum Mitbeklagten Israels werden, das den Völkermord ermöglicht, unterstützt und finanziert hat. Ray, wenn die Vereinigten Staaten sich selbst bei der Abstimmung im Sicherheitsrat enthalten müssten   – da man nicht Richter in seinem eigenen Fall sein kann   – in welchem Fall vielleicht der Sicherheitsrat   – jetzt denke ich, wie ich in meinem früheren Leben als Richter gedacht habe   – vielleicht würden unter diesen Umständen und nur unter diesen Umständen die Vereinigten Staaten von einem Veto gegen alles absehen, was auch nur im Entferntesten kritisch gegenüber Israel ist.

Aber Larry hat ein gutes Argument: Der israelische Richter am Internationalen Gerichtshof   – Südafrika konnte einen Richter abordnen und Israel konnte einen Richter abordnen, so sind die Regeln des Gerichtshofs   – dieser israelische Richter ist der ehemalige Oberste Richter des israelischen Obersten Gerichtshofs, der von Premierminister Netanjahu an den Internationalen Gerichtshof berufen wurde, und er hat bei den wichtigsten Abstimmungen mit der Mehrheit gestimmt: Gibt es eine Gerichtsbarkeit und sollte Israel die Zivilisten schützen müssen.

Ich weiß nicht, wie es anders hätte ausgehen können, Ray McGovern?

Ray MacGovern:

Nun, Judge, Sie wissen mehr darüber, ob sich die Vereinigten Staaten bei dieser Art von Abstimmung der Stimme enthalten könnten. Ich hatte nicht wirklich daran gedacht, dass sie sich der Stimme enthalten könnten. Ich denke, wie Larry schon sagte, die Chancen stehen gut für ein Veto. Aber was würde das bedeuten? Das würde bedeuten, dass die USA nicht nur die Apartheid unterstützen   – das ist bekannt   – sondern auch den Völkermord.

Was ist nun mit der Komplizenschaft? Was ist mit dem allgemeinen Verständnis, dass Völkermord ohne die Erlaubnis der Regierung der Vereinigten Staaten nicht möglich ist? Was ist mit der Komplizenschaft? Was ist mit der Gefahr, in die sich Menschen wie in einem Nürnberger Prozess wiederfinden könnten, weil sie an einem Völkermord beteiligt waren?

Nun, wissen Sie, ich glaube nicht, dass sich Präsident Biden in seinem Alter noch darum schert. Aber wissen Sie, es besteht die Möglichkeit, dass dieser Blinken und Sullivan, die noch jünger sind, und einige dieser anderen jüngeren Leute, die vielleicht noch zwei oder drei oder vier Jahre leben und sehen, wie diese Sache wirklich schief geht, vor ein internationales Gericht gestellt werden, weil sie Beihilfe zum Völkermord geleistet haben. Ich denke, das ist die einzige Chance für Blinken, stolz zu sein und zu sagen: "Sehen Sie, Herr Präsident, vielleicht sollten wir versuchen, uns in diesem Fall der Stimme zu enthalten." Ich weiß es nicht.

Andrew Napolitano:

Ich denke, Ray hat ein gutes Argument, Larry. Wir haben schon einmal darüber gesprochen: Präsident George W. Bush wurde vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen angeklagt, weil er im Irak und in Afghanistan Unschuldige abgeschlachtet und die Vereinigten Staaten unter falschem Vorwand in Kriege hineingezogen hat, sowie wegen verschiedener anderer Verbrechen, für die es keine Verjährungsfrist gibt.

Joe Biden ist "tatterig", was auch immer das Wort ist. Er hat seine besten Jahre schon lange hinter sich. Wer weiß, wie lange er überhaupt noch weiß, wer er ist. Aber Tony Blinken und Jake Sullivan und die anderen werden noch eine Weile da sein. Sie könnten sich absehbar als Angeklagte auf der Anklagebank wiederfinden. Was meinen Sie dazu?

Larry Johnson:

Nun, ich denke, eine der entscheidenden Variablen ist, dass Joe Biden in den letzten drei Wochen keine politische Veranstaltung hatte, die nicht durch Proteste gestört oder unterbrochen wurde. Die Leute nannten ihn "Völkermörder Joe" und forderten einen Waffenstillstand in Palästina. Es spielte keine Rolle, ob er über Abtreibung, Klimawandel oder Wirtschaft sprach. Immer wieder brach die Menge, eine beträchtliche Anzahl von Menschen in der Menge, aus und protestierte. Die Zahlen zeigen auch, dass die große Mehrheit der unter 40-Jährigen Palästina unterstützt, nicht Israel. Die Führung der Demokraten, die Biden sagt, was er tun soll, steht also vor einer echten Wahl. Auf der einen Seite haben sie all diese Milliardäre in der Demokratischen Partei, Leute wie Bill Ackman und andere, die viel Geld in die Hand nehmen und verlangen, dass Israel absolut unerschütterlich unterstützt wird.

Auf der anderen Seite gibt es all diese muslimischen Bevölkerungsgruppen in Orten wie Michigan. Sie haben Autoarbeiter. Es gibt eine große Anzahl junger Wähler, die Israel komplett ablehnen und Israel als ein völkermordendes Land sehen. Und ich weiß nicht, wie oft Biden noch auf die Straße gehen und in der Öffentlichkeit verbal so verprügelt werden kann, weil er das nicht mag. Er ist dünnhäutig und er wird... Ich denke, das ist die eine Sache, die letztendlich eine Wende in der US-Politik in dieser Angelegenheit bewirken.

Andrew Napolitano:

Es ist schwierig, ihm dabei zuzusehen. Ray, bevor Sie Stellung nehmen, lassen Sie uns die erste Entscheidung abspielen. Die Entscheidung erging 15 zu 2: Israel muss Maßnahmen ergreifen, um die Tötung von Unschuldigen zu stoppen, um die körperliche Verletzung von Unschuldigen zu stoppen, um jegliche physische Verletzung von Unschuldigen zu stoppen.

[eingespielter Videoclip]

Präsidentin Donoghue:

Ich werde nun den Tenor des Beschlusses verlesen:

Aus diesen Gründen verkündet das Gericht die folgenden vorläufigen Maßnahmen: (1) Mit 15 gegen zwei Stimmen wird der Staat Israel verpflichtet, in Übereinstimmung mit seinen Verpflichtungen aus der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes an den Palästinensern in Gaza alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen zu ergreifen, um die Begehung aller Handlungen zu verhindern, die in den Anwendungsbereich von Artikel zwei der Konvention fallen, insbesondere: (a) die Tötung von Mitgliedern der Gruppe, (b) die Verursachung schwerer körperlicher oder seelischer Schäden bei Mitgliedern der Gruppe, (c) die vorsätzliche Herbeiführung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die darauf abzielen, ihre physische Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen, und (d) die Verhängung von Maßnahmen zur Verhinderung von Geburten innerhalb der Gruppe.

Andrew Napolitano:

Maßnahmen zum Schutz dagegen, dass Geburten innerhalb der Gruppe verhindert werden. Die Gruppe ist das palästinensische Volk. Kein Töten, keinen Schaden anrichten, kein Aufwiegeln von Kräften, die zum Völkermord aufrufen   – wie will Netanjahu diese beiden Verrückten in seinem Kabinett zum Schweigen bringen? Keine physische Zerstörung von Mitgliedern der Gruppe: Das muss doch einen Waffenstillstand bedeuten, oder? Denn die IDF weiß nicht, wie man einen Krieg führt, ohne das zu tun, was das Gericht gerade verboten hat.

Ray McGovern:

Nun, das ist der leere Teil dieses Glases. Das Gericht hat nicht explizit zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Aber die anderen Dinge, die das Gericht fordert, erfordern ipso facto einen Waffenstillstand. Gestatten Sie mir eine Bemerkung zu der feierlichen Art und Weise, in der die vorsitzende Richterin, die Präsidentin des Gerichts, vorgegangen ist. Ich hatte meine Befürchtungen. Auf der einen Seite hat sie einen irischen Namen. Auf der anderen Seite hat sie in den schlimmsten Zeiten für Hillary Clinton als Chefjuristin des Außenministeriums gearbeitet: Der Angriff auf Libyen und all diese Dinge. Also habe ich gedacht: "Oh mein Gott, was haben wir denn da?"

Nun, ich muss sagen, ich bin wirklich angenehm überrascht. Ich meine: 15-2! Ich meine, sie hat sich korrekt verhalten und diese Erklärung in einem so angemessenen und würdevollen Ton abgegeben... Ich glaube, die ganze Welt hat gesagt: Das ist kein Känguru-Gericht, um Gottes willen. Das ist Hillary Clinton... Eine von Hillary Clinton ernannte Person sagt ausnahmsweise mal die Wahrheit.

Es ermutigt mich also, dass das Glas nicht halb leer, sondern mehr als halb voll zu sein scheint.

Andrew Napolitano:

Lassen Sie uns die Anordnung Nummer zwei des Gerichts einspielen und gleich darauf mit Anordnung Nummer drei fortfahren, und ich werde Ihnen den Unterschied zwischen den beiden und die tiefe Bedeutung von Nummer drei erklären:

[eingespielter Videoclip]

Präsidentin Donoghue:

Mit 15 gegen zwei Stimmen: Der Staat Israel muss mit sofortiger Wirkung sicherstellen, dass sein Militär keine der in Punkt (1) beschriebenen Handlungen begeht.

Mit 16 gegen eine Stimme: Der Staat Israel muss alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen ergreifen, um die direkte und öffentliche Aufforderung zum Völkermord an Mitgliedern der palästinensischen Gruppe im Gaza-Streifen zu verhindern und zu bestrafen.

[Ende des eingefügten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Alle Maßnahmen, die in ihrer Macht stehen, um Aufrufe zum Völkermord zu verhindern und zu bestrafen. In diesem Fall hat der ehemalige Oberste Richter des israelischen Obersten Gerichtshofs sich der Mehrheit angeschlossen. Das ist das 16 zu 1. Nur Uganda war anderer Meinung. Damit wird Bibi im Grunde gesagt: "Du musst diese Verrückten in deinem Kabinett zum Schweigen bringen, die zum Völkermord aufrufen!" Larry, das ist im Grunde das, was hier steht, ohne das Wort "Völkermord" zu verwenden. Tatsächlich hat sie das Wort "Völkermord" in diesem Text sogar verwendet.

Spielen wir das noch einmal ab:

[eingespielter Videoclip]

Präsidentin Donoghue:

Mit 16 gegen eine Stimme: Der Staat Israel muss alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen ergreifen, um die direkte und öffentliche Aufforderung zum Völkermord an Mitgliedern der palästinensischen Gruppe im Gaza-Streifen zu verhindern und zu bestrafen.

[Ende des eingefügten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Yeah, da haben Sie es.

Larry Johnson:

Es geht also nicht nur um "Vorbeugung", sondern auch um "Bestrafung".

Andrew Napolitano:

Korrekt!

Larry Johnson:

Das bedeutet also, dass sie Bibi Netanjahu sagen: "Haltet endlich die Klappe. Beendet das. Hört auf!" Das Gleiche gilt für Itamar Ben-Gvir, das Gleiche für Bezalel Smotrich und offen gesagt für fast jedes Mitglied des israelischen Kriegskabinetts. Sie alle haben sich schuldig gemacht, weil sie im Grunde genommen davon sprechen, die Palästinenser zu vernichten und sie vom Angesicht der Erde auszurotten. Das ist es, worum es ihnen geht.

Die rettende Gnade   – dies kommt zu einem interessanten Zeitpunkt, denn das israelische Militär hat wirklich zu kämpfen. Sie können die Hamas nicht einfach niederwalzen. Die Hamas fügt ihnen weiterhin erhebliche Verluste zu, und zwar Verluste, von denen ich offen gesagt nicht glaube, dass Israel in der Lage sein wird, sie zu verkraften. Das Land ist zu klein, und die politische Einheit, die am 7. Oktober noch bestand, ist nicht mehr vorhanden.

Max Blumenthal hat gestern in Ihrer Sendung ausführlich darüber gesprochen.

Andrew Napolitano:

Ja. Ray, das hier ist für Sie. Das ist die Oppositionsführerin der irischen Regierung. Sie werden sie lieben.

[eingespielter Videoclip vom 25. Januar 2024]

Mary Lou McDonald TD, Präsidentin von Sinn Féin:

Das Urteil des Gerichtshofs in Den Haag ist da, und es ist bedeutsam für diejenigen, die gesagt haben, dass die Klage von Südafrika kein Fall für das Gericht ist. Nun, sie haben ihre Antwort bekommen. Das Gericht hat entschieden, dass Südafrika das Gericht anrufen kann, dass Israel sich zu verantworten hat in Bezug auf Verstöße gegen die Konvention zur Verhinderung von Völkermord. Und jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Die internationale Gemeinschaft muss die Anordnungen des Gerichtshofs, die für alle verbindlich sind, zur Kenntnis nehmen. Die israelische Straflosigkeit muss ein Ende haben, die Angriffe auf die Palästinenser müssen ein Ende haben, die völkermörderischen Handlungen müssen ein Ende haben, und natürlich hat das Gericht das Wort Waffenstillstand nicht verwendet, aber der einzige Weg, um die Feststellungen des Gerichts umzusetzen, ist ein vollständiger und dauerhafter Waffenstillstand.

[Ende des eingespielten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Ich denke, sie hat Recht, Ray.

Ray McGovern:

Natürlich hat sie Recht. Und das zeigt, dass nicht nur Mick Wallace und Clare Daly Recht haben und im Europäischen Parlament dafür plädieren, dass dies ein Völkermord ist und gestoppt werden muss. Es ist auch das Irland, das sich seiner eigenen Geschichte stellt und sagt: "Wir wissen, wie Völkermord aussieht. Um Himmels willen, hört auf den IGH! Es gibt kein Entrinnen vor der unvermeidlichen Schlussfolgerung! Stoppt das Töten!"

Andrew Napolitano:

Hier ist Premierminister Netanjahu, der vor knapp zwei Stunden den südafrikanischen Fall als einen abscheulichen Versuch bezeichnet hat, sich in Israels Recht auf Selbstverteidigung einzumischen. Hören Sie sich das mal an:

[eingespielter Videoclip vom 25. Januar 2024]

Benjamin Netanyahu:

Israels Engagement für das Völkerrecht ist unerschütterlich   – ebenso unerschütterlich ist unsere heilige Verpflichtung, unser Land und unser Volk weiterhin zu verteidigen. Wie jedes Land hat Israel ein angeborenes Recht, sich zu verteidigen. Der abscheuliche Versuch, Israel dieses Grundrecht abzusprechen, ist eine eklatante Diskriminierung des jüdischen Staates und wurde zu Recht zurückgewiesen. Der gegen Israel erhobene Vorwurf des Völkermordes ist nicht nur falsch. Er ist ungeheuerlich, und anständige Menschen überall sollten ihn zurückweisen.

Am Vorabend des internationalen Holocaust-Gedenktages verspreche ich als israelischer Premierminister erneut: "Nie wieder!" Israel wird sich weiterhin gegen die Hamas, eine völkermordende Terrororganisation, verteidigen. Am 7. Oktober verübte die Hamas die schrecklichsten Gräueltaten gegen das jüdische Volk seit dem Holocaust, und sie schwört, diese Gräueltaten wieder und wieder und wieder zu wiederholen.

Unser Krieg richtet sich gegen die Terroristen der Hamas, nicht gegen die palästinensische Zivilbevölkerung. Wir werden weiterhin humanitäre Hilfe leisten und unser Möglichstes tun, um Zivilisten aus der Gefahrenzone herauszuhalten, auch wenn die Hamas Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt. Wir werden weiterhin tun, was notwendig ist, um unser Land und unser Volk zu verteidigen.

(Ende des eingespielten Videoclips)

Andrew Napolitano:

Einer der Hunderte und Aberhunderte von Menschen, die während dieser Sendung schreiben, sagte kürzlich: "Judge, in Israel wird sich nichts ändern." Ich denke, vielleicht hat Netanjahu das auch schon gesagt, Larry?

Larry Johnson:

Nun, Netanjahu ist ein Terrorist, der den Holocaust als Geisel hält und sich dahinter versteckt, um seine terroristischen Handlungen zu rechtfertigen, Punkt. Das ist eine Schande. Es ist widerwärtig. Er hat keine Ahnung von Rechtsstaatlichkeit.

Israel hatte tatsächliche Alternativen, die es hätte verfolgen können, wenn es nur darum gegangen wäre, die Hamas zu kriegen. Zumindest hätten sie mit den Ägyptern, den Türken und den Saudis zusammenarbeiten können, um die Finanzierung der Hamas zu unterbinden. Das haben sie aber nicht getan. Es ging darum, die Palästinenser, die in Gaza leben, zu zerstören und zu eliminieren, sie zu vertreiben.

Und, wissen Sie, die Ironie ist, morgen ist der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch sowjetische Truppen, und, wissen Sie, es ist wirklich widerlich, dass Netanjahu versucht, die Erinnerung an den Holocaust zu beschwören, wenn er selbst in die gleiche Art von abscheulichen Handlungen verwickelt ist, wie die Nazis sie gegen die Juden durchgeführt haben, nur dass er es jetzt mit Palästinensern macht.

Andrew Napolitano:

Er tut es sogar seinen eigenen Leuten an. Es gibt die bestätigte Geschichte von der Vergasung einer IDF-Geisel, die von den IDF vergast wurde. Die Mutter ist Tierärztin und wurde zu einer Art Anti-Netanjahu-Volksheldin. Offenbar hat er den Fehler gemacht, sie in sein Haus zu lassen, und sie konfrontierte ihn in unmissverständlichen Worten.

Hier ist die südafrikanische Außenministerin. Sie war es, die die Beschwerde eingereicht hat. Hier ist ihre Analyse dessen, was das Gericht getan hat:

[eingespielter Videoclip vom 25. Januar 2024]

Naledi Pandor (Südafrikanische Außenministerin):

Ich bin zufrieden, dass die vorläufigen Maßnahmen, die wir angestrebt haben, vom Gericht behandelt werden, und ich glaube, wenn man die Konvention sehr genau liest, wird die Frage, wie ein Krieg oder Konflikt geführt wird, nicht näher ausgeführt. Ich hätte mir gewünscht, dass das Wort "Beendigung" in den Beschluss aufgenommen wird. Ich werde auf keinen Fall sagen: "Ich bin enttäuscht." Ich habe darauf gehofft, aber die Tatsache, dass humanitäre Hilfe geleistet wird, die Tatsache, dass Maßnahmen ergriffen werden, die das Ausmaß des Schadens für Personen verringern, die keine Rolle bei dem spielen, was Israel bekämpft, erfordert für mich einen Waffenstillstand, und ich glaube, dass Israel darauf achten muss, wie es seine Suche nach den Geiseln und nach den Hamas-Mitgliedern, die den Anschlag vom 7. Oktober verübt haben, durchführt.

Frage:

Wie ist der nächste Schritt?

Naledi Pandor:

Ich habe im Hinblick auf Israel nie wirklich Hoffnung gehabt. Aber Israel hat sehr mächtige Freunde, von denen ich hoffe, dass sie Israel raten werden, zu handeln.

[Ende des eingespielten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Das ist der erste Hinweis auf die Vereinigten Staaten und die Menschen in den Vereinigten Staaten, der das Weiße Haus und den Kongress in dieser Sache im Visier hat.

Ray McGovern:

Ja, das ist richtig. Lassen Sie mich nur eine kleine Vignette erzählen, als ich einmal in der Knesset war. Das war 2016. Wir wurden eingeladen von…

Andrew Napolitano:

Sie müssen sich verkleidet haben   – die würden Sie doch auf keinen Fall reinlassen...

Ray McGovern:

Nun, sie haben mich gründlich durchsucht. Aber ich war mit Miko Peled, einem israelischen Staatsbürger, unterwegs. Wir gingen hinein und wurden in diesem sehr, sehr bescheidenen Konferenzraum von der palästinensischen Delegation bewirtet, und an der Wand hingen Bilder von Gästen: Martin Luther King Jr. und andere Anhänger der Befreiung während der Bürgerrechtsbewegung in dieser Zeit. Die andere Sache ist, dass diese Anwältin für Südafrika genau wie meine Freundin Ruby Sales aussieht, die eine prominente 17-jährige Person in Mississippi war, als ihr weißer Freund direkt vor ihr erschossen wurde und der Schuss auf Ruby gerichtet war.

Die sind alle vom gleichen Schlag. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes Vögel der gleichen Feder (birds of the same feather). Ihnen geht es um Gerechtigkeit, und ist es nicht ironisch, dass diese Terroristen aus dem Jemen, die Houthies, diejenigen sind, die hier gut dastehen, sehr gut sogar, denn sie sind diejenigen, die nach Gerechtigkeit streben, und wie sich diese Entscheidung auf die Rechtfertigung dessen beziehen wird, was sie tun, denn auch sie versuchen, den Völkermord zu beenden. Das wird auch interessant sein. Aber es ist eine Ironie des Schicksals, dass die Houthies die Leute sind, die auf der richtigen Seite der Gerechtigkeit stehen, und man kann sie Terroristen nennen, wenn man will. Ich nenne sie nicht Terroristen.

Andrew Napolitano:

Larry, wird sich aufgrund dieser Gerichtsentscheidung morgen, nächste Woche, nächsten Monat in Gaza etwas ändern?

Larry Johnson:

Ja, ich denke, das wird es. Die Leute sagen: "Oh Mann, Johnson, was rauchst du da, oder welche Wahnvorstellung oder mangelnde Durchblutung des Gehirns hast du?" Es wird nicht sofort passieren. Aber es wird den politischen Druck auf die Regierung Biden erhöhen. Nochmals: Es wäre eine Sache, wenn die Demokraten in dieser Sache geschlossen hinter Biden stünden. Das tun sie aber nicht. Die Spaltung innerhalb der Demokratischen Partei in dieser Frage nimmt zu. Sie schwächt sich nicht ab. Das wird also Druck erzeugen, verbunden mit dem tatsächlichen rechtlichen Risiko, das damit einhergeht, als Komplize des Völkermordes eingestuft zu werden, denn das öffnet die Tür für eine ganze Reihe von Zivilprozessen, die verfolgt werden können, und Menschen können die Vereinigten Staaten verklagen.

Das ist also etwas, was die Vereinigten Staaten in Betracht ziehen müssen, und darüber hinaus läuft es nicht gut bei dem Versuch, die Houthis zu stoppen. Die Houthis sperren das Rote Meer für alle israelischen, amerikanischen und britischen Schiffe. Alle anderen können problemlos durchfahren. Aber wenn Sie ein amerikanisches, britisches oder israelisches Schiff sind, wird auf sie Sie geschossen, und die US-Navy ist gestern bei dem Versuch gescheitert, zwei Schiffe zu eskortieren. Sie wurden weggejagt. Das wird sich also nicht ändern. Ich sehe also nichts am Horizont, was Israel stärken würde   – zumal es auch weiterhin Verluste erleidet.

Ich denke, die vernünftigeren politischen Stimmen innerhalb von Israel werden sich Netanjahu schnappen und ihn hinauswerfen und versuchen, Israel wieder zu einem gewissen Maß an Respekt in der internationalen Gemeinschaft zu verhelfen. Denn im Moment haben sie keinen.

Andrew Napolitano:

Ray, ist das Militär der Vereinigten Staaten   – ich nehme an, wir sprechen von der Navy   – überhaupt in der Lage, einen umfassenden Kampf gegen die Houthis oder wen auch immer zu führen?

Ray McGovern:

Auf keinen Fall, niemals.

Andrew Napolitano:

Larry Wilkerson hat gestern gesagt, wir haben, das ist bemerkenswert... Wir haben 11 Schlachtschiffe, die Art von Ausrüstung, die sie dort drüben brauchen würden, Kriegsschiffe. Nur drei von ihnen sind seetüchtig und eines davon liegt in Japan.

Ray McGovern:

Ja, Larry hat hier den Anwalt des Teufels gespielt.

Hier haben wir Biden. Wir reden über seine Holzköpfigkeit. Wir reden über seine Senilität, und er trifft die Entscheidungen, so muss ich annehmen. Er denkt also, wie er in 60 Minutes gesagt hat: "Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika! Wir sind das mächtigste Land der Welt   – auf der ganzen Welt! Verstehen Sie das?" Nun sind also Blinken, Sullivan und Nuland, die Hauptakteure hier, allesamt Zionisten. Sie haben also diesen emotionalen, fast fanatischen Plan, jedem zu helfen, der in Israel regiert. Das Einzige, was es an ‚vernünftigeren Stimmen in Israel‘ gibt? Es gibt keine, keine, die ich beobachten kann.

Es handelt sich hier also um eine wirklich schlechte Mischung aus einem geistig geschwächten Präsidenten, Komplizen, die zugegebenermaßen Zionisten sind, dem Präsidenten selbst, der damit prahlt, ein Zionist zu sein, und Leuten an der Spitze Israels, die sich hier einfach zu sehr engagieren.

Es gibt keine ‚vernünftigeren Stimmen‘. Larry mag also Recht haben, aber ich warne davor, dass es wirklich nicht so einfach ist.

Andrew Napolitano:

Ja, aber ich höre Sie beide sagen, dass es schlimmer ist, als das amerikanische Volk erkennt. Bidens Inkompetenz, die militärische Schwäche der USA und die Leidenschaft, die ungezügelte Leidenschaft der Neocons, uns in einen weiteren Krieg zu ziehen.

Larry Johnson:

Ja, genau.

Ray McGovern:

Und was ist mit den Kindern?

Andrew Napolitano:

Ja, was ist mit den Kindern.

Als Bibi   – ich hasse es, ihn Bibi zu nennen   – als Premierminister Netanjahu "Amalek" erwähnt hat... Wenn Sie dieses "Amalek"-Zeug lesen   – ich glaube nicht, dass das wahr ist. Ich bin ein ernsthafter, traditioneller römischer Katholik. Aber das muss eine Art Allegorie im Alten Testament sein, in dem Gott angeblich zu den Juden gesagt hat: "Schlachtet sogar die Säuglinge   – die Babys, die an den Titten ihrer Mutter saugen." Das ist die Symbolik, die der israelische Ministerpräsident mit dem Begriff "Amalek" gemeint hat. Wenn Sie ihn also einen Terroristen nennen, Larry, dann ist das zwar mutig, aber auch zutreffend.

Larry Johnson:

Nun, ja, richtig. Und schauen Sie: Machen wir es uns mit den Israelis ganz einfach: Wenn die Rollen vertauscht wären, wenn die Palästinenser die Machtbefugnis und die Präsenz hätten, die die Israelis jetzt haben, und wenn die Israelis in der Position der Palästinenser wären, wären sie dann damit zufrieden? Würden sie sich damit abfinden? Würden sie das akzeptieren? Verdammt, nein! Das würden sie nicht! Sie würden sich weigern! Sie würden sich auflehnen, und das ist genau das, was die Palästinenser jetzt tun.

Es obliegt also den Israelis, einen Schritt zurückzutreten und über den Holocaust nachzudenken, darüber nachzudenken, was ihnen angetan wurde, und zu erkennen: Ihr tut anderen genau das an, was euch angetan wurde, und das ist eine Sünde.

Andrew Napolitano:

Meine Herren, vielen Dank, dass Sie dabei waren. Sie haben ein großes Publikum mitgebracht. Dies ist ein tiefgreifendes Thema. Hier geht es nicht um juristische Haarspaltereien. Ich stimme mit Ihnen beiden überein. So sehr Israel auch den PR-Krieg verliert, dies ist ein weiterer schwerer Schlag gegen Israel.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Danke, dass Sie am Freitag hierher gekommen sind. Wir sind immer glücklich, wenn wir unsere Freitagskicks machen. Wir sehen Sie beide am Montag wieder.

//www.youtube.com/@judgingfreedom">
//www.youtube.com/@judgingfreedom">Judge Napolitano - Judging Freedom

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=T_IH3y_Q0-Y&t=11s
Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=4988&mailid=2102


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Zitat zu Israel-Palästina

aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 28: Januar 2024, 12:18 Uhr


Jetzt habe ich den Autor dieses eindrucksvollen Zitats gefunden:

Nir Avashai Cohen, Major d.R. der israelischen Armee erklärte nach seinem Einsatz in Gaza, dort werde nicht Israel verteidigt, sondern Netanjahus Politik.


In NDR Info wurde er letzte Woche zitiert mit dem Satz:

"Auch die stärkste Armee der Welt kann das Land nicht schützen wie - Frieden."


Gruß

Agnes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Re: IGH-Entscheidung v. 26.1.2024 / wichtig... !!!

aus e-mail weitergeleitet, von Irene Eckert, 28. Januar 2024, 12:09 Uhr


Dank an Jens! Gruß Irene Eckert


Am So., 28. Jan. 2024 um 03:57 Uhr schrieb Jens Loewe <post@jens-loewe.de>:

Liebe Leute,

jetzt bin ich es nochmal, mit der Bitte um Nachsicht,

ist aber wichtig... !!


Südafrika  hatte Klage beim IGH eingereicht, gegen

Israel, wegen Völkermord in Gaza, nebst einem Antrag

auf Eilentscheidung.


Jetzt, am 26.1.2024 hat der IGH dazu entschieden und

Israel erhebliche Verpflichtungen auferlegt, im Wesentlichen

die Einhaltung der Bestimmungen aus der Völkermord-Konvention..

Danach müsste Israel sein bisheriges Vorgehen in Gaza sofort beenden,

weil anders die Ziele nicht zu erreichen sind.


IGH-Entscheidungen sind endgültig, dagegen gibt es keine Berufung,

keinen Widerruf und kein Berufungs-Gericht.


Die Nicht-Einhaltung von IGH-Entscheidungen ist wiederum ebenso

als völkerrechtlich illegal zu werten !


Ganz wichtig auch noch zu beachten:

der Völkerrechtler Alfred de Zayas hatte völlig zutreffend ausgeführt, 

dass es in Sachen Gaza-Völkermord nicht nur um das unfassliche Leid 

der Menschen geht, sondern auch um das Völkerrecht an sich! Wenn es 

der der Welt-Gemeinschaft hier in Sachen Gaza-Völkermord nicht gelingt, 

mit Mitteln des Völker(straf)Rechts einzugreifen, dann stünde ggf. das 

gesamte  Welt-Rechts-System auf dem Spiel, durch Wirkungslosigkeit- bis 

hin zu Bedeutungslosigkeit...


Dazu hier im Anhang die IGH-Entscheidung, auf deutsch und auf englisch


Auch ebenso wichtig zu beachten, auch wenn die Relevanz nicht sofort

erkennbar ist: US-Präsident Biden äußert am 18.1.2024 höflich, dass auch

aus seiner Sicht eine 2-Staaten-Lösung für eine Befriedung erforderlich ist,

was Netanjahu prompt beantwortet: "nein, mache ich nicht, will ich nicht,

kommt nicht in Frage" und wörtlich:


*..."Und deshalb stelle ich klar, dass in einer anderen Vereinbarung,

jeder anderen Vereinbarung in der Zukunft, **der Staat Israel die*

*Kontrolle über das gesamte Gebiet vom ‚Fluss bis zum Meer‘ haben muss*


*. Das ist es, was passiert, wenn man Souveränität hat. Diese Wahrheit

sage ich unseren amerikanischen Freunden, und ich habe auch den Versuch

gestoppt, uns eine Realität aufzuzwingen, die uns gefährden wird. Ein

Premierminister in Israel muss in der Lage sein, auch zu den besten

Freunden "nein" zu sagen. "Nein" sagen, wenn man muss, und "Ja" sagen, wenn

man kann“....*


Netanjahu und seine Seilschaften rufen damit der ganze Welt zu: geht uns

nicht auf den Senkel, Völkerrecht

interessiert uns nicht, völlig egal ob legal oder illegal, auch die

palästinensischen Gebiete wollen wir für uns

haben und besiedeln, punkt-um und basta... Also die gleiche Arroganz, wie

mit der Besatzung seit 70 Jahren..


https://www.icj-cij.org/sites/default/files/case-related/192/192-20240126-ord-01-00-en.pdf

https://freedert.online/international/194062-gericht-in-haag-beschliesst-massnahmen/


mit besten Friedensgrüssen,  Jens


Anhang: 2 Dokumente pdf


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Beitrag zum Gedenken 80. Jahrestag Leningrader Blockade im Treptower Park


Liebe Mitstreiter,


anbei ein Link und Fotos

aus Anlass des Gedenkens 80. JT Leningrader Blockade im Treptower Park.

https://freedert.online/inland/194149-ganze-welt-fieberte-fuer-befreiung-dutzende-berliner-gedenken-leningrader-blockade/


Mit friedliebenden Grüßen


Anja Mewes

Vorsitzende

Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.

Zossener Straße 66

12629 Berlin


Internet:  <http://www.weltfriedensglocke-berlin.de/www.weltfriedensglocke-berlin.de


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Bürgerprotest und Bauernaufstand, Rechtsruck und Ruf zu den Waffen

lostineu.eu, vom 27. Januar 2024

Die Watchlist EUropa vom 27. Januar 2024 – heute mit der Wochenchronik.

Es brodelt in EUropa. Erst die Bürgerproteste gegen die AfD und die „Remigration“. Dann der Bauernaufstand, der von Deutschland auf Frankreich, Belgien und andere Länder übergeschwappt ist.

Zu beiden Themen, die die Europawahl prägen könnten, wußte die EU nicht viel zu sagen. Ich habe in Brüssel weder Lob für die deutsche Zivilgesellschaft noch Verständnis für die französischen Bauern gehört.

Kein Wunder. Denn wer den Protest gegen „Rechts“ lobt, muß sich auch fragen lassen, was er selbst tut, um den Vormarsch der Rechtspopulisten, Nationalisten und Neo- oder Post-Faschisten zu stoppen.

Die EU tut – nichts. In Brüssel werden zwar begierig alle Umfragen aufgegriffen, die bei der Europawahl einen Rechtsruck prognostizieren. Doch das geschieht eigentlich nur, um die Wähler zur Ordnung zu rufen.

Sie sollen gefälligst pro-europäische Parteien wählen und die EU-Führung bestätigen. Dass diese Führung selbst mit Post-Faschisten wie in Italien und Rechtspopulisten wie in Schweden kollaboriert, ist kein Thema.

Kein Thema ist auch die Mitverantwortung der EU für die Bauernproteste. Dabei wird die Agrarpolitik aus Brüssel gesteuert. Die EU verteilt die Subventionen, die EU macht bürokratische Umwelt-Auflagen.

Die EU-Kommission ist es auch, die den Agrarmarkt für Billig-Importe aus der Ukraine öffnet und den Weg für die Mercosur-Staaten ebnen will. Doch Kommissionschefin von der Leyen spielt die Unschuldige.

Sie setzt auf einen „strategischen Dialog“, der wohl vor allem als Beruhigungspille gedacht ist. Doch wenn sich nichts ändert, wird auch der Bauernaufstand den Rechtsruck befördern, fürchte ich…

Was war noch? Die EU-Außenminister setzen sich für eine Zweistaaten-Lösung im Nahen Osten ein. Doch Israel macht nicht mit. Die Regierung Netnajahu schafft weiter Fakten, die einen palästinensischen Staat unmöglich machen.

Sie ist offenbar auch entschlossen, ihren Krieg in Gaza weiterzuführen, obwohl dies nach Ansicht des IGH in Den Haag die Gefahr eines Völkermords hinaufbeschwört. Wann zieht die EU die Konsequenzen?

Streit gibt es auch weiter über die Ukraine. Es geht nicht nur um 50 Mrd. Euro, die die EU gegen Ungarns Regierungschef Orban durchboxen will. Es geht auch um weitere, massive Waffenlieferungen.

Da macht Kanzler Scholz hinter den Kulissen Druck – aber in einer Art und Weise, die viele EU-Partner vor den Kopf stösst und dazu führt, dass die geplante gemeinsame Kriegskasse nicht vorankommt…

Mehr dazu hier

P.S. Am Freitagabend kam noch die Meldung, dass EU-Ratspräsident Michel doch bis zum Ende seiner Amtszeit in Brüssel bleibt und nicht, wie geplant und heftig kritisiert, für das Europaparlament kandidiert. Ihr habt es nicht anders gewollt… ????


Info: https://lostineu.eu/buergerprotest-und-bauernkrieg-rechtsruck-und-ukraine-hilfen


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.01.2024

Nachrichten von Pressenza: Ecuador… ein Land im Chaos und vom organisierten Verbrechen in Beschlag genommen?

e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 28. Januar 2024


Nachrichten von Pressenza - 28.01.2024


Ecuador&#8230; ein Land im Chaos und vom organisierten Verbrechen in Beschlag genommen?


Am Ende der ersten Woche des neuen Jahres 2024 dringt die Armee in das Litoral-Gefängnis in Guayaquil in Ecuador ein, um Adolfo Macías alias &#8222;Fito&#8220;, einen der gefährlichsten Kriminellen des Landes und Anführer der als Los Choneros bekannten Bande, die&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/ecuador-ein-land-im-chaos-und-vom-organisierten-verbrechen-in-beschlag-genommen/


 -----------------------


Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

IPPNW-Pressemitteilung vom 26. Januar 2024

e-mail weitergeleitet vom Friedensbüro Hannover, 27. Januar 2024, 22:16 Uhr


  IGH erklärt die Klage Südafrikas gegen Israel für grundsätzlich zulässig

  Waffenlieferungen an Israel und palästinensische Gruppen stoppen


  Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW begrüßt die heutige Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes (IGH) in Den Haag. Die Richter*innen haben die israelische Regierung mit großer Mehrheit aufgefordert, alle in ihrer Macht stehenden Maßnahmen zu ergreifen, um Handlungen zu verhindern, die als Völkermord angesehen werden könnten. Zugleich müsse Israel sicherstellen, dass sich die humanitäre Lage im Gazastreifen verbessert. Israel müsse zudem alle öffentlichen Äußerungen verhindern und bestrafen, die als Anstiftung zum Völkermord in Gaza angesehen werden könnten.


  Gemeinsam mit einem internationalen Bündnis fordert die IPPNW anlässlich des Urteils von der Bundesregierung den sofortigen Stopp von Waffenlieferungen an Israel und einen diplomatischen Einsatz für einen sofortigen Waffenstillstand. Alle Staaten sollten die Lieferung von Waffen, Waffenteilen und Munition an Israel und bewaffnete palästinensische Gruppen unverzüglich einstellen, solange das Risiko bestehe, dass sie eingesetzt werden, um schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht oder die Menschenrechte zu begehen oder solche zu erleichtern, heißt es in dem Aufruf.


  Und weiter: „Israels Bombardierung und Belagerung berauben die Zivilbevölkerung ihrer Lebensgrundlagen und machen den Gazastreifen unbewohnbar. Die Zivilbevölkerung im Gazastreifen ist heute mit einer humanitären Krise in einem nicht dagewesenen Ausmaß und Schweregrad konfrontiert“.


  Erneut macht die Ärzt*innenorganisation darauf aufmerksam, dass die Bundesregierung als Vertragspartei des Arms Trade Treaty (ATT) verpflichtet ist, keine Transfers konventioneller Waffen zu genehmigen, wenn die Möglichkeit besteht, dass Waffen z.B. zur Begehung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Angriffe auf zivile Objekte oder Zivilpersonen oder andere Kriegsverbrechen verwendet werden könnten.


  „Nur mit einem sofortigen andauerndem Waffenstillstand kann die katastrophale humanitäre Situation im Gazastreifen verbessert werden. Dafür muss sich die internationale Gemeinschaft und die Bundesregierung nach diesem Urteil einsetzen“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.


  Das IGH-Urteil finden Sie unter https://www.icj-cij.org/sites/default/files/case-related/192/192-20240126-ord-01-00-en.pdf


  Aufruf internationaler Organisationen: „Waffenlieferungen stoppen!“ https://www.medico.de/waffenlieferungen-stoppen-19354


  Kontakt: Angelika Wilmen, IPPNW-Friedensreferentin, Mail: wilmen[at]ippnw.de, Tel: 01622057943--


  **********************

  Angelika Wilmen

  Geschäftsstellenleiterin, Friedensreferentin

  IPPNW - Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/

  Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.

  Körtestr. 10

  10967 Berlin

  Tel. 030 / 69 80 74 13

  Fax 030/ 6938166

  Email: wilmen@ippnw.de mailto:wilmen@ippnw.de

  Web:http://www.ippnw.de/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

USA streichen Zuschüsse an UN-Hilfswerk für Palästina

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Jan. 2024 12:22 Uhr

Passgenau zum Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, das eine sofortige Sicherung der humanitären Versorgung der Palästinenser im Gazastreifen verlangt, hat das US State Department erklärt, seine Zahlungen an das UNRWA einzustellen.


Quelle: www.globallookpress.com © Omar Ashtawy


Essensausgabe in Deir al-Balah im Gazastreifen am 26.01.2023


Das US-Außenministerium hat heute erklärt, keine weiteren Zahlungen an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) vorzunehmen. Als Begründung dienen dabei israelische Vorwürfe, zwölf Mitarbeiter des UNRWA seien in die Vorfälle des 7. Oktober verwickelt gewesen.

Diese Streichung erfolgte, obwohl UN-Generalsekretär António Guterres bereits gestern eine Untersuchung dieser Vorwürfe zugesichert und der Leiter der UNRWA Philippe Lazzarini erklärt hatte:

"Um die Möglichkeiten der Agentur, humanitäre Hilfe zu leisten, zu schützen, habe ich beschlossen, sofort die Verträge mit diesen Mitarbeitern zu beenden und unverzüglich eine Untersuchung einzuleiten, um die Wahrheit herauszufinden. Jeder Mitarbeiter der UNRWA, der in terroristische Handlungen verwickelt ist, wird zur Rechenschaft gezogen, Strafverfolgung eingeschlossen."

Die UNRWA ist einer der größten Arbeitgeber, sie betreibt beispielsweise viele Schulen im Gazastreifen, die in den letzten Monaten vielfach zu Unterkünften für Vertriebene werden mussten. Insgesamt hat sie an die 10.000 Beschäftigte. Selbst wenn die israelischen Vorwürfe zuträfen, ginge es also um 0,12 Prozent dieser Mitarbeiter.


"Wir haben keine Medikamente und kein Essen" – Dramatische Situation im Flüchtlingslager von Rafah



"Wir haben keine Medikamente und kein Essen" – Dramatische Situation im Flüchtlingslager von Rafah





Als eine der wichtigsten Organisationen zur Verteilung humanitärer Hilfe käme dem UNRWA gerade bei der Umsetzung der Vorgabe des Internationalen Gerichtshofs, den Palästinensern in Gaza eben diese Hilfe ungehindert zu gewähren, eine zentrale Rolle zu. Die Streichung US-amerikanischer Zahlungen gerade zu diesem Zeitpunkt erschwert diese Umsetzung also unmittelbar. In Kommentaren im Internet wird dieser Schritt bereits als "Rache" der Vereinigten Staaten für das unangenehme Urteil des IGH gewertet.


In seinem letzten Bericht vom 19. Januar meldete das UNRWA, dass es seit dem 21. November 2023 309.779 Familien mit Mehl versorgt habe, 20.952 Patienten in sechs Gesundheitszentren des UNRWA versorgt worden seien und sieben Wasserquellen weiter täglich 3.000 Kubikmeter Wasser pumpten. Dies genüge dennoch nur, um jede Person in den Notunterkünften mit 1,6 Litern Wasser täglich zu versorgen. 137 Einrichtungen des UNRWA seien im Verlauf des Krieges bisher beschädigt oder zerstört worden, 334 dort untergebrachte Flüchtlinge und 151 Mitarbeiter des UNRWA getötet worden.


Mehr zum ThemaGuterres: Zahl der zivilen Opfer im Gazastreifen in so kurzer Zeit beispiellos


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/194125-usa-streichen-zuschuesse-an-un-hilfswerk-fuer-palaestina


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

Von der Ukraine bis zu Israel: Strategisches Scheitern des Westens ist unaufhaltbar

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Jan. 2024 19:48 Uhr, Von Rainer Rupp

Trotz beispielloser Investitionen von US/EU/NATO in den Stellvertreterkrieg gegen Russland hat der kollektive Westen bereits jetzt eine für alle erkennbare, demütigende strategische Niederlage erlitten. Das hilf- und planlose Agieren der USA und einiger ihrer NATO-Vasallen im Nahen Osten, vor allem in Israel, ist strategisch ebenso zum Scheitern verurteilt.



© AP Pho

to/Oded Balilty


Symbolbild


Seit 23 Monaten führen die USA/EU/NATO mithilfe der Ukraine, ihres gut bewaffneten und gut ausgebildeten Stellvertreters, einen Krieg gegen Russland. Mit Stand von Juli 2023 belief sich die westliche Militärhilfe für die Ukraine auf fast 100 Milliarden US-Dollar, und die Hälfte davon stammte aus den Vereinigten Staaten. Diese militärische Hilfe überstieg das gesamte jährliche Militärbudget der Russischen Föderation (82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022) erheblich.


Lawrow in New York: "Kreuzzug des Westens gescheitert"





Analyse

Lawrow in New York: "Kreuzzug des Westens gescheitert"






Die ganze Dimension der westlichen Hochrüstung der Ukraine wird aber erst ersichtlich, wenn man bedenkt, dass nur ein Drittel der russischen Militärausgaben für die Beschaffung von Rüstungsgütern ausgegeben wird. Mit dem großen Rest wird der tägliche Verbrauch der Armee an Essen, Unterkunft, Sold über Manöver und Treib- und Schmierstoffe bis hin zur militärtechnischen Forschung beziehungsweise für Entwicklung, Versuchsreihen und Auswertungen ausgegeben.

So gesehen übersteigt die Militärhilfe des kollektiven Westens die Jahresausgaben der Russen für neue Waffen um ein Vielfaches. Dazu müssten dann auch noch andere, für die ukrainischen Streitkräfte wertvolle "Dienstleistungen" der USA/NATO hinzugezählt werden, zum Beispiel die von US-Spionagesatelliten gewonnenen Echtzeit-Informationen über die Lage auf dem Schlachtfeld. Denn diese "Dienstleistungen" sind in den 100 Milliarden westlicher Militärhilfe nicht enthalten.

Zudem hat der Westen über 60.000 ukrainische Soldaten nach NATO-Standards ausgebildet und Tausende weitere durch die NATO ausgebildete Söldner zur Verfügung gestellt. Allerdings haben sich die wegen ihrer angeblichen technologischen Überlegenheit anfangs hochbejubelten westlichen "Wunderwaffen" als Rohrkrepierer erwiesen. Zugleich hat die operationelle Taktik der NATO, mit der die ukrainischen Bodentruppen ausgebildet wurden, im Kampf gegen die Russen komplett versagt, während die Russen ihr operativ-taktisches Konzept der Gefechts­führung mit "verbundenen Waffen" (combined arms warfare) von Monat zu Monat immer besser beherrschten. Die falsche Ausbildung der ukrainischen Soldaten durch die NATO hat letztlich zu zig-Tausenden vermeidbaren Verlusten für Kiew geführt.

Und trotz dieser massiven und beispiellosen Investition in diesen Stellvertreterkrieg gegen Russland haben die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verbündeten bereits jetzt für alle erkennbar eine demütigende strategische Niederlage erlitten, deren Auswirkungen bereits weltweit zu beobachten sind. Das hilf- und planlose Agieren der USA und einiger ihrer NATO-Vasallen im Nahen Osten ist strategisch ebenso zum Scheitern verurteilt wie ihr facto bereits verlorenes Kriegsabenteuer in der Ukraine.

Das Eingreifen der USA und anderer NATO-Länder auf der Seite Israels, dessen irrsinniger Höhepunkt mit den massiven militärischen Hilfslieferungen zum Einsatz in Gaza erreicht ist, wird bereits jetzt von den Ländern des Globalen Südens als Beihilfe zum israelischen Völkermord an den Palästinensern angesehen. Spätestens wenn der Internationale Gerichtshof (IGH) die Klage Südafrikas gegen Israel annimmt und Sofortmaßnahmen gegen Israel erlässt, dürfte auch die Bundesrepublik Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord ins Visier des IGH geraten. Man darf gespannt sein, mit welchen Argumenten sich die Gutmenschen der Ampel-Koalition dann herausreden werden. Die Ausrede, sich an nichts erinnern zu können, hat Scholz schon zu oft benutzt.

Fast einhundert Prozent der Bevölkerung in Gaza bestehen inzwischen nur noch aus Flüchtlingen, die im südlichen Teil des Gazastreifens auf engstem Raum ohne Wasser, Essen, Hygienemittel und Medikamente zusammengepfercht sind, ohne Zelt oder Dach dahinvegetieren und täglich mit ihrem Tod rechnen müssen. Denn zur unglaublichen Brutalität des israelischen Vorgehens gegen die palästinensische Zivilbevölkerung gehört auch, dass die Zionisten selbst auf diese, auf engstem Raum zusammengepferchten Flüchtlinge Bomben abwerfen oder sie mit Artillerie beschießen.


IGH-Urteil: Ein Sieg auf dem Feld des Rechts





Meinung

IGH-Urteil: Ein Sieg auf dem Feld des Rechts






Dennoch rückt mit jedem neuen Tag der von den Zionisten erhoffte, strategische Sieg in weitere Ferne, nicht nur wegen der südafrikanischen Anklage vor dem IGH oder der Tatsache, dass die rechtsradikalen Zionisten in den USA und Europa vor allem im nicht zionistischen Judentum und in deren Freundes- und Einflusskreisen jegliche Unterstützung und jedes Verständnis verloren haben. Wenn man in Zukunft an die Juden im "Heiligen Land" denkt, denkt man nicht mehr an die Heimstadt der Überlebenden des Holocaust, sondern an die brennende Trümmerwüste von Gaza und an Berge toter Kinder.

Zugleich schwindet die Hoffnung, die Hamas besiegen oder gar auslöschen zu können. Am 22. Januar veröffentlichte das US-amerikanische "Libertarian Institute" auf seiner Webseite eine Analyse, in der es heißt:

"Es wird immer deutlicher, dass die israelische Regierung keines ihrer beiden Ziele, nämlich die Hamas auszulöschen und die in Gaza gefangenen israelischen Geiseln zu befreien, erreichen kann."

Unter Berufung auf verschiedene hochrangige Quellen im israelischen Militär (IDF) auf verschiedenen Ebenen, einschließlich des Ranges von Generälen, berichtet das Institut, "dass die Zerstörung des Tunnelnetzwerks unmöglich" sei. Dies wird auch von der links-liberalen israelischen Tageszeitung Haaretz bestätigt, die am 21. Januar schrieb:

"Die israelischen Verteidigungskräfte werden nicht alle Tunnel der Hamas und des Islamischen Dschihad unter Gaza zerstören. Wahrscheinlich nicht einmal die meisten von ihnen. … Die IDF reduziert ihre Streitkräfte in Gaza-Stadt in dem vollen Wissen, dass viele Tunnel übersehen wurden. Das sollte keine Überraschung sein. Die Tunnel unter dem Gazastreifen gab es schon vor der Gründung der Hamas im Jahr 1987 und es scheint, dass es sie auch nach diesem Krieg geben wird."

Weiter erklärt die israelische Zeitung, dass das israelische Militärkommando von der Ausdehnung des Tunnelnetzes unter Gaza überrascht gewesen sei. "Erst nach und nach habe die IDF-Führung erkannt, dass das Tunnelnetz viel umfangreicher war, als sie zuvor geglaubt" hatte. Auch habe der Hauptzweck des unterirdischen Netzwerks durch die Hamas nicht wie angenommen darin bestanden, "Raketen zu starten, sondern ihre Streitkräfte in Sicherheit zu bringen". Zudem habe sich eine weitere Annahme der IDF-Führung als falsch erwiesen, wonach "es ausreichen würde, den Boden über den Tunneln für ein paar Wochen zu kontrollieren, um die Hamas-Kämpfer auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Sauerstoff zu zwingen, an die Oberfläche zu kommen".

Auf der Webseite des "Libertarian Institutes" heißt es weiter, die New York Times habe berichtet, dass Tel Aviv zunächst geglaubt hatte, die Hamas kontrolliere ein Tunnelnetz von 250 Meilen (rund 402 Kilometer). Diese Zahl werde nun jedoch auf fast 450 Meilen (rund 724 Kilometer) geschätzt. So berichtete auch Haaretz, dass ein IDF-Kommandant die ihm übergebenen Karten der Tunnel beiseite wischte und die diesbezüglichen Geheimdienstinformationen als "nutzlos abtat".


New York Times: Foltervorwürfe gegen Israel





New York Times: Foltervorwürfe gegen Israel







Inzwischen steht zweifelsfrei fest, dass die Tunnel nicht nur mit Proviant für eine längere Belagerung bestückt waren, sie boten auch einen sicheren Durchgang zwischen verschiedenen Abschnitten des gesamten Gazastreifens. Wenn die IDF behauptete, sie habe diese oder jene Gruppe der Hamas vernichtet, seien Kämpfer aus diesen Gruppen an anderen Stellen in Gaza wieder aufgetaucht. Und bis in den Tunneln Anzeichen für die Anwesenheit von Geiseln entdeckt wurden, seien diese schon längst in andere Tunnel verlegt worden.

Abschließend heißt es: "Es wird ein Tag kommen, an dem das israelische Sicherheitsestablishment eingestehen muss, dass die Zerstörung der Tunnelnetze niemals ein realistisches Ziel war." Implizit heißt das auch, dass die Befreiung der in den Tunneln versteckten Geiseln ebenfalls nicht realistisch ist. Aber mit diesen beiden Zielsetzungen haben die rechtsradikalen Zionisten in der israelischen Regierung bisher die Flächenbombardierung Gazas gerechtfertigt, ohne Rücksicht auf Krankenhäuser, UN-Hilfsposten für die Obdachlosen und Hungernden, Schulen, Kindergärten und Universitäten. Ganz allgemein wurde die palästinensische Zivilbevölkerung zum Freiwild für die zionistische Soldateska erklärt, denn tatsächlich geht es um die Vertreibung der 2,3 Millionen Menschen: aus Gaza in die Wüste und oder nach Ägypten.

Die Soldaten der IDF können allerdings von Tag zu Tag weniger straflos in Gaza operieren. Inzwischen belaufen sich die eigenen Verluste auf acht bis zehn Tote pro Tag. Und an manchen Tagen liegen sie bedeutend über diesem Durchschnitt. Berichten zufolge hatte die berühmt-berüchtigte "Golani"-Elitetruppe der Israelis, die vom ersten Tag an in Gaza eingesetzt war, bereits nach einer Woche empfindliche Verluste eingefahren. Mitte Dezember hatte die Golani-Einheit über die Hälfte ihrer Soldaten verloren. Weil sie funktionsunfähig geworden war, musste sie abgezogen werden. Sie soll nun wieder aufgefüllt und neu aufgebaut werden, was viele Monate dauern dürfte.

Allein am Montag, dem 22. Januar fanden 24 israelische Soldaten ihren "Heldentod" in Gaza. Das ist die bei Weitem größte Zahl israelischer Todesopfer pro Tag in dem dreimonatigen Krieg gegen die Hamas. Die Todesfälle ereigneten sich inmitten heftiger Kämpfe um die südliche Stadt Chan Yunis, bei denen Dutzende Palästinenser getötet und verwundet wurden. Man kann nur hoffen, dass die große Zahl der israelischen Opfer den innenpolitischen Druck auf die rechtsradikale Regierung von Benjamin Netanjahu erhöht, einen Waffenstillstand nicht länger abzulehnen.


Mehr zum ThemaRote Linie für Ägypten: Israel plant, die Kontrolle über die Grenze zu Gaza zu übernehmen


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/194117-von-ukraine-bis-zu-israel


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

Washington Post: USA ändern ihre Strategie in der Ukraine

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Jan. 2024 18:42 Uhr

Das Scheitern der hochfliegenden westlichen Pläne in der Ukraine wird von Tag zu Tag offensichtlicher. Berichten zufolge will die Regierung Biden nun ihren Schwerpunkt auf die Defensive legen und wird Kiew nicht mehr bei der Rückeroberung verlorener Gebiete unterstützen.


Quelle: AFP © Roman PILIPEY / AFP


Ukrainische Soldaten in einem Schützengraben nahe der Front bei Kupjansk im Gebiet Charkow, 23. Januar 2023


Die USA arbeiten an einer neuen Strategie für die Ukraine, die eine Abkehr von den Offensivstrategien des Jahres 2023 und eine Hinwendung zur Verteidigung an der Frontlinie bedeuten würde, berichtet die Washington Post. Die mutmaßlichen Anpassungen seien eine Reaktion auf die gescheiterte Gegenoffensive Kiews im vergangenen Jahr, so die Zeitung weiter.


Vorstoß in Gebiet Charkow – Russische Truppen "verbessern taktische Lage in mehreren Frontbereichen"


Vorstoß in Gebiet Charkow – Russische Truppen "verbessern taktische Lage in mehreren Frontbereichen"






In ihrem Artikel vom Freitag zitierte die Zeitung einen hochrangigen Beamten des Weißen Hauses, der erklärte, dass "es [für die ukrainischen Streitkräfte] schwierig sein wird, an allen Fronten denselben großen Vorstoß zu unternehmen, den sie im vergangenen Jahr versucht haben". In Anbetracht dessen sei die Erwartung nun viel weniger anspruchsvoll – man wolle sicherstellen, dass Kiew keinen weiteren Boden an Moskau verliere, sagte der ungenannte Mitarbeiter gegenüber Reportern.

Dies bedeute jedoch nicht, dass das ukrainische Militär nur in seinen Schützengräben verharren werde. In kleinen Städten und Dörfern sei weiterhin mit einem "Gebietsaustausch" zu rechnen, so die Quelle gegenüber der Washington Post.

Ende letzten Monats hatte Politico in ähnlicher Weise von der Erkenntnis berichtet, dass ein "totaler Sieg" für die Ukraine unwahrscheinlich sei, zumindest im Jahr 2024, und dass dies die Unterstützer Kiews in den USA und der EU davon überzeugt habe, ihre Bemühungen stillschweigend auf eine eventuelle Verhandlungslösung auszurichten.

Wie die Washington Post berichtet, bereitet sich die ukrainische Armee in der Region Saporoschje bereits darauf vor, eine Verteidigungslinie nach russischem Vorbild zu errichten. Durch diese Linie war der ukrainische Vormarsch im letzten Sommer gestoppt worden.

Die westlichen Unterstützer wollen darüber hinaus, dass Kiew sich mehr auf Langstreckenraketenangriffe gegen russische Streitkräfte, einschließlich der auf der Krim stationierten Schwarzmeerflotte, konzentriert.

Längerfristig hofft die Regierung Biden Berichten zufolge, noch in diesem Frühjahr ein zehnjähriges Sicherheitsabkommen mit der Ukraine abschließen zu können, ähnlich dem, das kürzlich zwischen London und Kiew unterzeichnet wurde.

Laut dem Bericht der Washington Post würde sich Washington in dem möglichen Abkommen unter anderem dazu verpflichten, Kiews Militär aufzurüsten sowie die Industrie- und Exportbasis der Ukraine zu stärken.


Russische Ermittler legen Beweise für die Anwesenheit ukrainischer Soldaten an Bord der Il-76 vor





Russische Ermittler legen Beweise für die Anwesenheit ukrainischer Soldaten an Bord der Il-76 vor





Diese Pläne hängen jedoch davon ab, dass der Kongress grünes Licht für den 61-Milliarden-Dollar-Finanzierungsantrag von Präsident Biden gibt, wobei die Republikaner so kompromisslos wie eh und je erscheinen, so die Zeitung.

Dem Bericht zufolge hofft man, dass das langfristige Abkommen Washingtons mit der Ukraine es dem republikanischen Spitzenkandidaten Donald Trump erschweren würde, die Hilfe zu kürzen, sollte er die Präsidentschaftswahlen im November gewinnen.

Trump hat wiederholt die fortgesetzten großzügigen Zuwendungen seines Landes für Kiew infrage gestellt und versprochen, das Blutvergießen "an einem Tag, in 24 Stunden" zu beenden, falls er ins Weiße Haus zurückkehren sollte.

Letzte Woche berichtete CNN, dass die Regierung Biden hofft, "so viel Hilfe [wie möglich] vor Januar 2025" durchzubekommen, da sie befürchtet, dass Trump im Falle seiner Wiederwahl den Geldfluss drosseln könnte.


Mehr zum ThemaAsia Times: Washington plant Übergang zu Guerilla-Taktik und offenem Terror im Ukraine-Krieg


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/194181-washington-post-usa-aendern-ihre


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

Heute vor 80 Jahren hat die Rote Armee die deutsche Blockade Leningrads mit einer Million Verhungerten öffnen können. Das darf nicht in Vergessenheit geraten!

seniora.org, 27. Januar 2024, 27. Januar 2024 Von: Christian Müller - übernommen mit Dank von globalbridge.ch

global_1.pngVerhungerte Menschen auf dem winterlichen Bürgersteig in Leningrad. (Bild: Archiv)

Es wird immer klarer: Deutschland sieht, nach den zwei weltkriegsentscheidenden verlorenen Schlachten Stalingrad und Kursk, endlich eine Chance, den Russen zu zeigen, „wo Gott hockt“. Aber auch diesmal wird Deutschland nur verlieren: den wirtschaftlichen Vorteil, aus Russland günstiges Gas zu erhalten, was viel zu seinem wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen hat, aber auch die nationale Ehre, nach einem verlorenen Krieg mit 27 Millionen Kriegsopfern allein in der Sowjetunion, zu einem anständigen, friedfertigen Land geworden zu sein. Die eigenen Kriegsverbrechen   – notabene zu einer Zeit, als viele heute lebende Deutsche bereits geboren waren, also nicht etwa damals, vor Urzeiten!   – dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Leningrad als Beispiel!

Die Stadt Leningrad, das heutige St. Petersburg, war Anfang der 1940er Jahre bereits eine Millionenstadt. Die am Baltischen Meer gelegene Stadt war schon damals die zweitgrößte Stadt Russlands. Beide Städte, Leningrad und Moskau, sollten gemäß Hitler nicht nur „erobert“, also unter eigene Kontrolle gebracht werden, beide Städte sollten, wie aus einem Schreiben des Nazi-Kaders Reinhard Heydrich hervorgeht, „ausgelöscht“ werden! Ausgelöscht werden! Es ging also klar um die geplante und teilweise realisierte Ermordung von Millionen von russischen Zivilisten!

Im Vernichtungslager Treblinka in Polen wurden zwischen Juli 1942 und August 1943 von den Nazis über 700.000 Menschen ermordet, fast alles Juden. Die Schätzungen gehen bis auf eine Million. Weil es gezielt gegen Juden ging und weil die Juden in aller Welt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dafür sorgten, dass dies als Genozid ohne Vergleich in die Geschichte einging, weiss heute zumindest in Deutschland fast jedes Kind, welches Kriegsverbrechen Deutschland damals begangen hat. Und wie ist es mit der gewollten Verhungerung von Millionen von Russen? Die totale militärische Blockade der russischen Millionenstadt Leningrad begann am 8. September 1941. Erst 872 Tage später, am 27. Januar 1944, konnte die Rote Armee diese Blockade mit Waffengewalt durchbrechen und wieder Lebensmittel in die Stadt einführen. Da die gewollte Hungersnot zur totalen Vernichtung der Leningrader Bevölkerung ja nicht am ersten Tag der Blockade begann, aber bald einmal dramatisch anwuchs, muss davon ausgegangen werden, dass im Januar 1944, also nach mehr als zwei Jahren ohne jede Lebensmittel-Zufuhr, jeden Tag   – jeden Tag!   – bis zu 3000 Menschen oder gar mehr den Hungertod erlitten. Die Juden in Treblinka wurden vergast, die Russen in Leningrad wurden dem Hungertod übergeben: Gibt es schrecklichere Methoden, Menschen en masse umzubringen?

Heute liefert Deutschland Waffen gegen Russland

Aber heute liefert Deutschland Kampfpanzer   – die besten der Welt!   – gegen Russland! Und bemäntelt diesen Entscheid mit der Erklärung, es sei eine „gemeinsame Entscheidung“ mit den USA. Zur Erinnerung: Nach dem Ende des Kalten Krieges erlaubte Russland freiwillig die Wiedervereinigung der beiden Deutschland. Der Warschau-Pakt wurde aufgelöst. Die in der DDR stationierten Militärs wurden bis 1995 alle abgezogen und ihre Waffen und ihre Infrastruktur, alles wurde geräumt. Die NATO aber blieb erhalten   – gegen welchen Feind? Und sie erweiterte sich entgegen allen Zusicherungen nach Osten   – gegen Russland!   – um 14 Länder! Und die USA beließen ihre Militärbasen in Deutschland und lagern bis heute in Deutschland und auch in Italien einsatzbereite Atombomben.

Man muss wissen: In Russland gibt es noch heute Millionen von älteren Russen und Russinnen, die nur eine Oma hatten, aber keinen Opa. Der Opa war schon in jungen Jahren einer der 27 Millionen militärischen und zivilen sowjetischen Kriegsopfer des von Deutschland initiierten Zweiten Weltkrieges. In Russland ist die eigene Geschichte präsent, bei Jung und Alt. Und auch diesmal werden die Russen und Russinnen lieber kämpfen und nötigenfalls auch hungern, als dass sie passiv zuschauen, wie ihr Heimatland mit Hilfe von deutschen Panzern zerstört wird.

glabal_2.png
Im Winter 1944 verhungerten in der von den deutschen Truppen abgesperrten Stadt Leningrad jeden Tag Tausende Menschen. Die Russen und Russinnen haben das   – zu Recht!   – noch nicht vergessen. (Bild Archiv

— — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —

Zum 80. Jahrestag der Befreiung Leningrads durch die Rote Armee hat Dr. Wolfgang Schacht einen eindrücklichen Bericht publiziert. Er zeigt das unermessliche Leid der Menschen in Leningrad am konkreten Beispiel einer Familie. Sein Beitrag kann hier geöffnet und auf Wunsch als PDF downgeloadet werden.

Wenigstens die Liebhaber klassischer Musik wissen um den Genozid von Leningrad

Leo Ensel, der geschichtsbewusste deutsche Essayist, ist so ein Liebhaber klassischer Musik. Zur Siebten Sinfonie des Komponisten Dmitri Schostakowitsch, der selber aus Leningrad damals noch knapp fliehen konnte, lieferte er uns für den heutigen Erinnerungstag folgende Ergänzung:

«Schon ab September 1941 begann Schostakowitsch in der Presse über die Arbeit an seiner Siebten Sinfonie op. 60 zu berichten. Die Deutschen rückten immer näher an Leningrad heran. Den ersten Satz der Sinfonie hatte er am 3. September abgeschlossen, noch bevor am 8. September die Blockade begann, die die Stadt für 870 Tage vollständig abriegeln sollte. Die ständig bombardierte Stadt konnte nur noch aus der Luft versorgt werden, im Winter sorgte das Eis des Ladogasees für eine Verbindung. Am 14. September gab Schostakowitsch in der Leningrader Philharmonie ein Konzert, dessen Einnahmen in den Verteidigungsfonds flossen. In seiner „Ansprache aus Leningrad“ berichtete er: „Meine lieben Freunde! Ich spreche von Leningrad aus zu euch, während direkt vor den Toren der Stadt erbittert gegen den Feind gekämpft wird. Ich spreche von der Front aus. Gestern morgen habe ich die Partitur des zweiten Satzes meiner neuen, großen Sinfonie abgeschlossen. Wenn es mir gelingt, dieses Werk gut zu Ende zu führen, wenn ich den dritten und vierten Satz abschließen kann, dann werden wir dieses Werk als ‚Siebente Sinfonie‘ bezeichnen dürfen. Ich erzähle das, damit alle wissen: die Gefahr, in der Leningrad schwebt, hat dessen pulsierendes Leben nicht zum Schweigen gebracht.“

Schostakowitschs Siebte Sinfonie wurde schon eine Legende, bevor sie fertig komponiert war. Aus Amerika kamen Bitten um das Erstaufführungsrecht: von Toscanini und Anderen. Der dritte Satz war am 29. September in Leningrad beendet worden, dann wurde auch Schostakowitsch evakuiert. Er kam nach Kuibyschew (Samara). Dort entstand im Dezember das Finale, und dort wurde die Sinfonie vom Orchester des Moskauer Bolschoi Theaters am 5. März 1942 uraufgeführt. Als anerkannter Künstler konnte Schostakowitsch unter vergleichsweise günstigen Umständen leben. Im Frühjahr 1942 schrieb er: „Wir sind gut untergekommen. Wir haben eine Wohnung mit zwei Zimmern. Meine Mutter, meine Schwester und mein Neffe sowie die Verwandten meiner Frau sind in Leningrad geblieben. Nur selten kommen von dort Briefe, die ungewöhnlich schwer zu lesen sind. Zum Beispiel wurde mein Hund gegessen; gegessen wurden auch einige Katzen.“

Der Erfolg der „Leningrader Sinfonie“ war sensationell, in der Sowjetunion wie im Ausland, wo sie schon am 22. Juni 1942 in London und am 19. Juli von Toscanini in New York erstmals aufgeführt wurde.  Schostakowitsch hatte durch zahlreiche Kommentare dafür gesorgt, dass der Hörer wusste, welches Programm er seinen Empfindungen zugrunde zu legen hatte. Und die Musik legte programmatische Ausdeutungen nicht nur durch die Umstände ihres Entstehens, sondern auch durch eine effektvolle Episode im ersten Satz nahe, die am meisten zur Berühmtheit der Sinfonie beitrug: Dort steigert sich eine banale Melodie durch immer stärkere Instrumentierung zu einem brutalen Marsch von aggressiver Lautstärke. Dieser Abschnitt ging in die Musikgeschichte als die Episode der „Invasion“ ein, eine Schlagermelodie, die leise beginnt und wüst endet: Sie sollte, so schrieb Schostakowitsch im Frühjahr 1970 an einen deutschen Kommunisten, den Einmarsch der Nazi-Truppen symbolisieren: „Das Marschthema aus meiner Sinfonie verkörpert den Einfall des aggressiven deutschen Faschismus.“ 

Im Laufe des Finales der Sinfonie klingen militärische Signale aus weitester Ferne. Langsam, aber ständig wächst die Musik zu wildem, kämpferischem Stampfen an   – das untergeht und in einen schweren Trauermarsch, in pathetische Totenklage mündet. Aus dieser Klage über das vergossene Blut, begleitet von fernen Militärsignalen, entwickelt sich der Schluss. Die Musik fleht um Erlösung, schreit nach Rache, wächst an zu brüllendem Tosen, bis sie umschlägt und ein Hoffnungsstrahl in die düstere Szenerie fällt.»

Hier kann die „Leningrader Sinfonie“ gehört werden.

Zu einem informativen, siebeneinhalb Minuten dauernden Video mit historischen Aufnahmen aus jener Zeit. Sehenswert!

Siehe auf dem Bildschirm rechts die oben die Empfehlungen auf wichtige Artikel auf anderen Plattformen. Heute ebenfalls zum Thema Leningrad.

Siehe auch: «Müssen künftig auch deutsche Wissenschaftler kuschen?»   – zum Thema Genozid, auch auf Globallbridge.ch, hier anklicken.

Quelle: https://globalbridge.ch/heute-vor-79-jahren-hat-die-rote-armee-die-deutsche-blockade-leningrads-mit-einer-million-verhungerten-oeffnen-koennen-das-darf-nicht-in-vergessenheit-geraten/
Mit freundlicher Genehmigung von GlobalBridge.ch


Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=4986&mailid=2101

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

Auschwitz und Leningrad gehören untrennbar zusammen

freedert.online, vom 26 Jan. 2024 09:58 Uhr, Von Anton Gentzen

Jedes Jahr am 27. Januar veröffentlichen Politiker Bilder von sich, auf denen sie an Auschwitz erinnernde Schilder mit klugen Sprüchen hochhalten. Daran, dass genau ein Jahr vor Auschwitz eine große Stadt befreit wurde, in der eine Million Menschen von der Hand derselben Täter starben, erinnert niemand.


Quelle: www.globallookpress.com © An Xiaomeng/XinHua


Gedenken an das Ende der Leningrader Blockade im Januar 2023


Diesen Samstag ist es wieder so weit: Facebook, X/Twitter und wie sie alle heißen, werden wie jedes Jahr geflutet sein mit Fotos vorrangig linker und grüner Politiker, die jeweils ein Schildchen in die Kamera halten, auf dem auf Deutsch und auf Hebräisch etwas Kluges über Auschwitz steht. Es ist der 27. Januar, Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, und dieses Posieren für die Kamera mit einem Schildchen ist inzwischen ein Ritual, das in für Politiker gedruckte Kalender festen Eingang gefunden hat.


Was es dagegen nie gab und auch dieses Jahr wahrscheinlich nicht geben wird, ist, dass dieselben Politiker eines anderen Ereignisses gedenken. Des Endes der Blockade Leningrads nämlich, das ebenfalls am 27. Januar sogar ein rundes Jubiläum feiert.


An Leningrad und seine Toten zu erinnern, gehört nicht zur jährlichen Nomenklatur der Politikerrituale und gilt offenbar selbst unter Abgeordneten der Linken als nicht woke und als "politisch nicht opportun". Ich bin bei gefühlt der Hälfte der Linkenabgeordneten der vorhergehenden Legislaturperiode auf Facebook und Twitter gesperrt, weil ich sie einst mit etwas Nachdruck an die doppelte Bedeutung des 27. Januar zu erinnern wagte. Bei Abgeordneten anderer Parteien habe ich es übrigens nicht einmal versucht: Es besteht nicht einmal eine theoretische Chance, dass etwa ein Grüner oder ein Liberaler verstehen würde, was ich meine.


Die Niederlande spionierten Auschwitz-Überlebende aus





Die Niederlande spionierten Auschwitz-Überlebende aus







Dabei ist es beinahe mystisch, wie Gott oder Geschichte die beiden Ereignisse – die Befreiung Leningrads aus der tödlichen Schlinge der deutsch-finnischen Belagerung im Jahr 1944 und die Befreiung des Todeslagers Auschwitz ein Jahr später – auf ein und dasselbe Datum gelegt und damit für alle Ewigkeit miteinander vermählt haben. Das Datum ist nicht die einzige Gemeinsamket: An beiden Orten starben in etwa je eine Million Menschen.   


Beide Ortsnamen stehen als Sinnbild für jeweils einen der beiden Aspekte der verbrecherischen Natur des deutschen Faschismus: Auschwitz für den Genozid an den europäischen Juden und Leningrad für den Genozid an den Völkern der Sowjetunion. Der absoluten Zahl der Getöteten nach in dieser Reihenfolge: an Russen (6,9 Millionen ermordete Zivilisten und 5,8 Millionen gefallene Soldaten), an Ukrainern (6,5 Millionen Zivilisten und 1,4 Millionen gefallener Soldaten), an sowjetischen Juden (2,7 Millionen ermordete Zivilisten und 142.000 gefallene Soldaten) und an Weißrussen (1,1 Millionen ermordete Zivilisten und 252.000 gefallene Soldaten).

An den einen Aspekt zu erinnern, den anderen zu unterschlagen, bedeutet, dass man das Verbrecherische im deutschen Faschismus nur zur Hälfte (und damit nicht wirklich) begreift und verurteilt.



Gute Laune beim Gedenken an den Holocaust. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD, Mitte), Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne, zweite von links) and Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) am Rande des Holocaustgedenktags im Deutschen Bundestag am 27.01.2023.Abdulhamid Hosbas/Anadolu Agency / Gettyimages.ru


Aber vielleicht ist es ja auch die Erklärung für die auffällige Einseitigkeit der Gedenkrituale deutscher Politiker: dass sie gar kein Problem mit dem Hitlerismus hätten, wenn er die europäischen Juden in Ruhe gelassen und sich allein auf die Vernichtung von Russen, Ukrainern und Weißrussen, derjenigen, die Hitler "slawische Untermenschen" nannte, beschränkt hätte? Das würde in der Tat vieles erklären, etwa die erstaunliche Toleranz für Russophobie und die Diskriminierung Russischsprachiger in der Ukraine, in Estland, in Lettland. Auch die eigene Cancel-Culture und die Begeisterung, mit der deutsche Waffen ihrem ursprünglichen Zweck – der Tötung von Russen – zugeführt werden.


Versuchen wir eine mildere Interpretation. Vielleicht ist all das ja nichts Bewusstes, doch die Einseitigkeit der deutschen Erinnerung ist in jedem Fall Beleg dafür, dass Deutschland die Lektionen seiner Geschichte nur zur Hälfte (und damit nicht wirklich) gelernt hat. Dann muss man sich auch nicht wundern, dass der nicht gelernte Teil jetzt wiederholt wird, und zwar auch und insbesondere von denen, die aufgeregte Antifaschisten sind, wenn sie Spuren von Antisemitismus entdecken.


Leningrader Blockade: Bundesregierung verweigert weiter Entschädigung der Opfer





Leningrader Blockade: Bundesregierung verweigert weiter Entschädigung der Opfer






Wenn es überhaupt einmal argumentiert wurde, warum man der Befreiung von Auschwitz gedenkt und der  Leningrads nicht, dann war es ein Hinweis auf den "Ausnahmecharakter des Holocaust" und auf den "industriellen Charakter" der Vernichtung der Juden in Auschwitz.


Leningrad muss demnach ein homöopathisches, naturbelassenes Vernichten mit Normcharakter gewesen sein. Nein, sicher bezwecken die so Sprechenden nicht eine Verhöhnung der Toten der Stadt an der Newa, aber sie kommt eben dabei raus. Dabei ist die ganze Diskussion insoweit unnötig, als die Erkenntnis der herausragenden und in der Weltgeschichte bislang tatsächlich einmaligen Bösartigkeit des Holocaust, über die man reden darf und sogar muss, niemanden daran hindern kann, sich des anderen Aspekts des verbrecherischen Wesens des deutschen Faschismus bewusst zu sein. Zwei Schilder statt nur einem in die Kamera zu halten oder zwei Selfies nacheinander zu schießen, wenn man schon das eigentlich Untrennbare trennen will, kann kaum unzumutbaren Aufwand erzeugen.


Es schmälert nicht das Andenken an die eine Opfergruppe, wenn man auch der anderen gedenkt. Dagegen sendet es in der Tat ein Signal der Missachtung, wenn man die eine Gruppe schlicht mit Schweigen übergeht, weil angeblich nur die andere gewichtig und des Gedenkens wert sei.


Ja, Gott oder Geschichte haben die Befreiung von Leningrad und diejenige von Auschwitz nicht ohne Grund auf ein Datum gelegt. Es hat eine mystischen Sinn, aber auch einen durch und durch praktischen: An ihrem Gedenken werdet ihr sie erkennen – die echten Antifaschisten und die, die nur Auschwitz-Schilder hochhalten.


Mehr zum ThemaDeutsche Panzerlieferungen an die Ukraine sind Berlins neonazistischer "14/88"-Gruß         

 

RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/193916-auschwitz-und-leningrad-gehoeren-untrennbar-zusammen


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

Vor 80 Jahren endete die faschistische Belagerung Leningrads

unsere-zeit.de, vom , Categories Theorie & Geschichte Geplanter Vernichtungskrieg


Mehr als ein Stückchen Brot gab es nicht für die Menschen während der Belagerung Leningrads. Am 20. November 1941 mussten die Lebensmittelrationen auf 250 Gramm Brot täglich für Arbeiter reduziert werden. Alle anderen bekamen nur die Hälfte. (Foto: RIA Novosti archive, image #46124 / Alexey Varfolomeev / CC BY-SA 3.0 / Bearbeitung: UZ)


Die Blockade Leningrads durch Truppen des faschistischen Deutschlands und seiner Verbündeten Finnland und Spanien während des Zweiten Weltkriegs dauerte vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944, erstmalig durchbrochen wurde der Belagerungsring am 18. Januar 1943. Schätzungen zufolge verloren während dieser mehr als 870 Tage über eine Million Bürger Leningrads ihr Leben, etwa 90 Prozent von ihnen verhungerten.


In dieser Zeit haben die Westmächte der Eröffnung einer zweiten Front zwar verbal zugestimmt, diese aber – in der Hoffnung, die Sowjetunion werde im Krieg gegen Deutschland ausbluten – immer wieder hinausgezögert. Antikommunismus und Antisowjetismus, Russlandfeindlichkeit sowie Ausdehnung des eigenen Herrschaftsbereichs waren auch damals schon Grundlage ihrer Strategie.


Die Blockade Leningrads war ein – wenn auch sehr grausamer – Teil des seit einem Jahrhundert offen oder verdeckt geführten Krieges gegen die Sowjetunion beziehungsweise Russland und sie zeigte beispielhaft, welches Schicksal der Sowjetunion und ihren Bürgern insgesamt zugedacht war. Überdies zeigte sie, dass der Krieg nie ein Präventivkrieg war, wie es historisierende Politiker, politisierende Historiker, Medien und Stiftungen im Auftrag das ganze Jahrhundert verkündet haben und heute noch immer verkünden.


Für alle diejenigen, die den Beginn des Krieges des faschistischen Deutschlands gegen die Sowjetunion die ganze Zeit verfälscht dargestellt haben und immer noch darstellen, sollen Äußerungen von Adolf Hitler selbst zitiert werden, die aus Aufzeichnungen des Generals Franz Halder bekannt sind. Am 30. März 1941, so wird dokumentiert, sagte Hitler während einer Beratung mit militärischen Führern über die Ziele und Pläne des Krieges gegen die Sowjetunion: „Unsere Aufgaben hinsichtlich Russlands: die Streitkräfte zerschlagen, den Staat vernichten. Der Krieg gegen Russland ist ein Kampf zweier Ideologien. Tod dem Bolschewismus, der gleichbedeutend ist mit einem sozialen Verbrechen. Unsere Aufgabe ist der Vernichtungskrieg. Unsere erstrangige Aufgabe, erklärte der Führer, ist die Vernichtung der bolschewistischen Kommissare und der kommunistischen Intelligenz. Die neuen Staaten werden keine eigene Intelligenz haben. Man darf nicht zulassen, dass eine neue Intelligenz entsteht. Hier wird eine primitive sozialistische Intelligenz genügen.“


Schon am 31. Juli 1940 – also noch vor dem Überfall auf die Sowjetunion – schrieb derselbe Halder in sein Tagebuch: „Russland muss liquidiert werden. Termin – Frühjahr 1941“. Das beweist, dass für die faschistische Führung die Hauptfragen, die mit der Ausarbeitung eines Plans für den Krieg gegen die Sowjetunion zusammenhingen, zu dieser Zeit schon entschieden waren. Bald darauf wurde mit der praktischen Verwirklichung des Plans begonnen. Schon im September und Oktober 1940 wurde zum Beispiel ein bedeutender Teil der Wehrmacht, darunter die Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Fedor von Bock, in einer Stärke von 30 Divisionen als erste Truppeneinheit für den Krieg gegen die Sowjetunion auf polnisches Territorium verlegt.


Bereits am 19. November 1940 trug Halder dem Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch den „russischen Operationsplan“ vor, also den Plan für den Krieg gegen die Sowjet­union, der einen Monat später von Hitler bestätigt und als Barbarossa-Plan bekannt wurde. In diesem hat die faschistische Führung ihre Ziele und ihr Vorgehen bei der Aggression gegen die Sowjetunion in großem Maßstab dargelegt.


Seine Anwendung auf Leningrad verdeutlicht die Weisung Nr. Ia 1601/41 vom 22. September 1941 „Die Zukunft der Stadt Petersburg“, in der es unter anderem lautete:

„1. Der Führer beschloss, die Stadt Leningrad vom Antlitz der Erde zu tilgen. Nach der Niederlage Sowjetrusslands ist der Fortbestand dieser größten Siedlung nicht von Interesse. (…)

3. Es ist geplant, die Stadt in einem engen Ring zu umzingeln und durch Artilleriebeschuss aller Kaliber und ständiges Bombardement aus der Luft dem Erdboden gleichzumachen. Wenn auf Grund der Situation in der Stadt Übergabeanträge gestellt werden, werden diese abgelehnt, weil die Probleme, die mit der Anwesenheit der Bevölkerung in der Stadt und ihrer Lebensmittelversorgung verbunden sind, von uns nicht gelöst werden können und sollen. In diesem Existenzkampf geht es nicht darum, auch nur einen Teil der Bevölkerung zu erhalten.“


Am 16. September 1941 sagte Hitler dem deutschen Botschafter in Paris in der Reichskanzlei: „Das giftige Netz von St. Petersburg, aus dem schon so lange Gift in die Ostsee strömt, muss vom Erdboden verschwinden. Die Stadt ist bereits blockiert; jetzt bleibt nur noch, sie mit Artillerie zu bombardieren und zu bombardieren, bis die Wasserversorgung, die Energieversorgung und alles, was zum Leben notwendig ist, zerstört ist. Die Asiaten und die Bolschewiken müssen aus Europa vertrieben werden. Die Periode von 250 Jahren Asianismus muss vorbei sein.“

Geplant war also ein gezielter Massenmord, was in weiteren Weisungen präzisiert wurde. Dazu gehörte zum Beispiel der sogenannte Hungerplan (Backe-Plan), in dem die Verwirklichung der Strategie vorgegeben wurde. In deren Rahmen war das Aushungern Leningrads eine bewusste Handlung, die nicht anders als ein Kriegsverbrechen, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden kann. Die in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten produzierten Lebensmittel sollten entsprechend dem Backe-Plan an die deutschen Besatzungstruppen sowie an das Deutsche Reich geliefert werden. Bewusst wurde einkalkuliert, dass infolge des Entzugs von Nahrungsmitteln bis zu 30 Millionen Menschen in der Sowjet­union verhungern würden.


Die Blockade wurde von weiteren, ständig wiederholten terroristischen und verbrecherischen Maßnahmen „begleitet“, welche die schon bestehende Notsituation weiter verschärften und die Bevölkerung zur Flucht veranlassen sollten. Mit der Schließung des Blockaderings am 8. September 1941 wurden alle Versorgungslinien der Millionenstadt abgeschnitten. Versorgung war nur noch auf der „Straße des Lebens“ über den Ladoga-See möglich, aber bei weitem nicht ausreichend.


Am 1. Januar 1943 lebten in Leningrad knapp drei Millionen Menschen. Zehntausende von vor den Faschisten geflüchtete Menschen aus den westlichen Teilen der Sowjetunion hatten sich an Bahnhöfen und in den Vororten versammelt und warteten auf eine Gelegenheit, ins Innere des Landes auszureisen. Hinzu kamen 300.000 Geflüchtete aus den baltischen Staaten. Das verschärfte die komplizierten Bedingungen, die die Faschisten nutzten, um ihre Ziele durchzusetzen.

Die deutschen Truppen zerstörten die Stadt, indem sie sie mit massivem Artilleriebeschuss und Bombenabwürfen belegten.


Besonders heftig waren diese im Oktober und November 1941. Mehrere tausend Brandbomben verursachten massive Brände. Ganz im Sinne der oben genannten Zielsetzung waren sogar Lebensmitteldepots ein wichtiges Ziel. Gleich zu Beginn der Blockade wurden am 8. September 1941 die Lagerhäuser von Badajew bombardiert, wo sich bedeutende Lebensmittelreserven der Stadt befanden. Allein dabei wurden 3.000 Tonnen Mehl und 700 Tonnen Zucker vernichtet.

Die Luftwaffe bombardierte zunächst vor allem Lebensmittellager sowie die Wasser- und Elektrizitätswerke. Bei den ersten Bombardements wurden rund 6.500 Brandbomben abgeworfen. Schulen, Krankenhäuser und Entbindungsheime wurden von der Artillerie unter Feuer genommen.


Schwere Angriffe waren gegen die Industriebetriebe der Stadt gerichtet. Bis zum Ende des Jahres 1941 warf die deutsche Luftwaffe 66.200 Brand- und rund 3.500 Sprengbomben über Leningrad ab. Während der gesamten Dauer der Blockade waren es 102.520 Brand- und 4.653 Sprengbomben.


Der kalkulierte Hungertod von Millionen Menschen und die Auslöschung der Stadt Leningrad waren Teil des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion.

Wie das alles endete, ist bekannt. Aber warum konnte das geschehen? Und: Wer war daran interessiert und warum? Darüber muss offensichtlich noch gesprochen werden, auch angesichts unserer Gegenwart! Denn: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“


Diskriminierende Entschädigung
Die russische Regierung kritisierte 2023, dass bisher nur jüdische Opfer der Blockade direkt von Deutschland entschädigt werden, während alle andere Nationalitäten der früheren Sowjetunion nicht entschädigt wurden. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete dies als Fall „rassischer Diskriminierung.“ Im September 2023 schrieben russische Veteranen an das Kanzleramt und warfen der Bundesregierung vor, mit zweierlei Maß zu messen. Die Nazis hätten „keinen Unterschied zwischen den Nationalitäten in der Stadt gemacht“. Für die noch 60.000 Überlebenden forderte sie Entschädigungen. Standpunkt der Bundesregierung ist, dass die Sowjetunion 1953 auf weitere deutschen Reparationszahlungen verzichtete. Jüdische Überlebende konnten seit 2008 Einmalzahlungen bekommen und seit 2021 zudem auch monatliche Rentenzahlungen. Die Bundesregierung begründet die Ungleichbehandlung anderer Nationalitäten der früheren Sowjetunion damit, dass Juden bei einer Festnahme durch Deutsche der sichere Tod gedroht habe. Trotzdem erfolgte 2019 die Zusage des deutschen Außenministers Heiko Maas von zwölf Millionen Euro für ein Hilfsprojekt in der Stadt. In Folge flossen Gelder insbesondere für die Modernisierung eines Petersburger Krankenhauses, wo Überlebenden der Blockade behandelt werden.

Quelle: wikipedia.de, zuletzt aufgerufen am 22. Januar 2024


Info: https://www.unsere-zeit.de/geplanter-vernichtungskrieg-4787986


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

IGH-Urteil: Ein Sieg auf dem Feld des Rechts

freedert.online, 27 Jan. 2024 09:57 Uhr, Von Dagmar Henn

Obwohl der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa von einem "Sieg der Gerechtigkeit" spricht, gibt es auch bei den Unterstützern der Palästinenser viele, die daran zweifeln. Aber man sollte von solch einem Prozess nicht mehr erwarten, als er liefern kann.


Quelle: www.globallookpress.com © Iranian Foreign Ministry


Naledi Pandor, die Außenministerin Südafrikas, bei ihrem Besuch in Iran, 22. Oktober 2023


Neben dem eiligen Jubel der westlichen Presse, die sich freute, dass das Urteil nicht "Waffenstillstand" lautete, gibt es auch viele Stimmen auf nichtwestlicher Seite, die die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit des Urteils beklagen. Aber das ist ein wenig voreilig.


Lawrow in New York: "Kreuzzug des Westens gescheitert"





Analyse

Lawrow in New York: "Kreuzzug des Westens gescheitert"






Das Gericht hat für sich aus einer Situation zwischen Scylla und Carybdis einen eleganten Ausweg gefunden. Hätte es auf den ersten Blick die Forderung der südafrikanischen Klage erfüllt, hätte es sich auf volle Konfrontation mit den Vereinigten Staaten begeben, die immerhin ihre Unterstützung des blutigen israelischen Kurses gerade erst durch die Lieferung frischer Kampfflugzeuge bekräftigt haben. Hätte es die südafrikanische Klage zurückgewiesen und sich auf die (juristisch tatsächlich klägliche) israelische Position eingelassen, hätte es seinen Ruf endgültig ruiniert und die Neigungen in den BRICS und ihrem gewaltigen Umfeld verstärkt, die vorhandenen Institutionen der Vereinten Nationen durch neue zu ersetzen.


So hat es einen Spruch gefällt, bei dem die USA und ihre Mittäter so tun können, als hätte er kaum Konsequenzen, und gleichzeitig das Recht eingehalten. Ein wenig erinnert das an das Urteil im Kaufmann von Venedig. Der Kreditgeber Shylock fordert, nachdem das Schiff seines Schuldners untergegangen ist, das halbe Pfund Fleisch aus seiner Brust, das ihm verpfändet wurde; der Richter spricht es ihm zu, fügt aber an, er müsse es sich holen, ohne dabei auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen, denn von Blut stünde nichts im Vertrag.


Wenn das Gericht in Den Haag von Israel verlangt, dafür zu sorgen, dass keine Palästinenser getötet werden oder diese keine schweren Schäden an Leib und Seele erleiden, dann entspricht das dem Blut, das nicht vergossen werden darf. Es ist schlicht nicht möglich, einen Feldzug in Gaza fortzusetzen, Wohnhäuser und Schulen zu bombardieren, ohne genau dies zu tun. Insofern fehlt das Wort Waffenstillstand zwar explizit, aber nicht implizit.


Allerdings könne das Gericht seinen Spruch ja ohnehin nicht durchsetzen, lautet der nächste Einwand. Das war jedoch von vornherein klar. Das konnte es noch nie; und selbst wenn man es mit der gewöhnlichen staatlichen Ordnung vergleicht, kein Gericht kann das. Es braucht immer die Exekutive, um ein Urteil umzusetzen. Die Exekutive, die völkerrechtlich vorgesehen ist, ist der UN-Sicherheitsrat, und wie die Verhältnisse in diesem aussehen, ist bekannt.


Ein Sieg für Israel oder für die Gerechtigkeit?






Ein Sieg für Israel oder für die Gerechtigkeit?






Dennoch ist dieses Ergebnis ein wichtiger Schritt. Denn wollte man einmal annehmen, es gäbe Staaten, die sich tatsächlich eine Durchsetzung des Völkerrechts auf die Fahnen geschrieben hätten, dann wäre es zwingend erforderlich, dass sie sich selbst an die Abläufe hielten, die darin vorgesehen wären, oder nicht? Das ist nun einmal das Grundproblem bei der Durchsetzung einer Herrschaft des Rechts, dass sie ohne eine entsprechende Selbstbindung nicht möglich ist.

Sicher ist es frustrierend, nicht den schnellsten und direktesten Weg zu wählen, der den Genozid in Gaza besser heute als morgen beendet. Der langfristig erfolgreichere Weg ist allerdings jener, der ein Modell liefert, wie in solchen Fällen gehandelt werden sollte. Denn in Wirklichkeit stehen vor jener Gruppe von Staaten zwei Aufgaben zugleich. Auf der einen, den globalen Wilden Westen und seinen Hauptakteur in die Schranken zu weisen; auf der anderen, zu demonstrieren, dass es tatsächlich anders geht, dass es möglich ist, das Völkerrecht auf eine Art und Weise einzufordern, die nicht mehr Schaden hinterlässt, als sie Nutzen bringt.


So verlockend die Vorstellung ist, dass irgendjemand den israelischen Gewalttätern und ihren US-amerikanischen Sponsoren auf die Mütze haut, so kurzfristig wäre dieses Ergebnis, von der Gefahr der Eskalation ganz abgesehen, die nach wie vor von den Neokons in Washington betrieben wird. Eine Befürchtung übrigens, die gerade durch die zuletzt kursierenden Gerüchte eines US-Rückzugs aus Syrien und dem Irak gestützt wird; das wäre eine notwendige Vorbereitung, wäre wirklich ein Angriff auf Iran geplant, weil all diese Truppen in dem Fall nur leichte Ziele wären.

Nein, die Deutung, die vermutlich zutrifft, ist, dass die südafrikanische Klage Teil einer abgesprochenen Strategie ist, zu der dann auch der angekündigte Friedensvorschlag Saudi-Arabiens gehört. In die sich dann auch die Aktionen der Ansar Allah im Jemen eingliedern, denn wenn das Urteil in Den Haag irgendeine unmittelbare Wirkung hat, dann die, dass diese Handlungen damit völkerrechtlich legitimiert sind. Auch wenn das Urteil keine Stellungnahme enthalten konnte, ob in Gaza ein Genozid stattfindet, wurde klar genug formuliert, dass auf den ersten Blick erkennbar ist, dass zumindest ein Genozid droht. Was alle Handlungen, die Israel mit der Möglichkeit ausstatten, derartige Akte weiter zu begehen, zumindest in den Verdacht der Mittäterschaft stellt.


IGH beschließt Maßnahmen gegen Israel: Eine Waffenruhe wäre die notwendige Konsequenz




IGH beschließt Maßnahmen gegen Israel: Eine Waffenruhe wäre die notwendige Konsequenz






Das alles ändert natürlich nichts an den Positionen, die in den Kernländern des Westens vertreten werden, obwohl sich inzwischen selbst in Deutschland Kommentatoren finden, denen auffällt, wie leer es rundherum geworden ist: "Deutschland steht fast alleine da", titelte heute t-online, und im Kommentar selbst heißt es dann: "Mit ihrer Position stehen die USA, Großbritannien sowie die Bundesregierung daher zunehmend allein da, um nicht zu sagen: mit dem Rücken zur Wand."


Das dürfte einer der Gründe gewesen sein, warum Bundesaußenministerin Annalena Baerbock so sehr darauf drängte, dass die EU Schiffe ins Rote Meer schickt, auch wenn sie damit für die bisher von Jemen explizit verschonten deutschen Reedereien ein Problem schafft. Denn in Bezug auf Israel ist – trotz oder wegen – der vorlauten Treueschwüre von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Richtung Israel keine gemeinsame Position mehr möglich. Da verhält es sich ähnlich wie mit dem Personal der Biden-Regierung, dessen obere Etagen ihre Nähe zu Israel gerade feierten, während die unteren vor dem Gebäude, in dem sie tagsüber arbeiten, gegen ebendiese Nähe demonstrierten.


Der Dreh- und Angelpunkt, der letztlich entscheidende Gegner in der Auseinandersetzung um Gaza, heißt eben nicht Israel, sondern Vereinigte Staaten von Amerika. Ohne die beständige politische Deckung, die finanzielle Unterstützung und die massiven Waffenlieferungen wäre dieser Krieg gegen die Palästinenser nicht möglich. Und für das Ziel, aus den Vereinten Nationen die Verkörperung des Völkerrechts zu machen, die sie sein könnten und die sie für eine gerechtere Weltordnung werden müssten, ist es erforderlich, den Griff dieser Vereinigten Staaten um die internationalen Organisationen zu brechen.


Mehr, als diesen Griff weiter zu lockern, als in diesem juristischen und geistigen Abnützungskampf ein Stück Boden gutzumachen, war von diesem Verfahren erst einmal nicht zu erwarten. Selbst eine unmissverständliche Forderung nach einem Waffenstillstand hätte nicht mehr erreichen können als das.


Medienbericht: USA erwägen offenbar Abzug aus Syrien





Medienbericht: USA erwägen offenbar Abzug aus Syrien







Wenn man sehen will, wie weit der Westen inzwischen in die Defensive geraten ist, wie löchrig das gesamte Konzept der "regelbasierten Ordnung" geworden ist, genügt es, sich die Pressekonferenz des State Department vom 25. Januar anzusehen. Etwa ab Minute 1:40 kann man betrachten, wie der Pressesprecher Vedant Patel immer heftiger ins Rudern gerät, als er gefragt wird, ob die Vereinigten Staaten sich durch ein Urteil des IGH gebunden fühlten, und ob sie vorhätten, im UN-Sicherheitsrat weiter ein Veto einzulegen. Und die wutschäumenden Erklärungen aus Israel, die dem IGH inzwischen "Antisemitismus" vorwarfen, werden das künftig nicht besser machen.


Man darf nicht erwarten, dass auf dem Feld des Rechts mehr ausgetragen wird als Fragen des Rechts. Die Fragen der Macht werden andernorts geklärt, im günstigen Fall in der Diplomatie, im ungünstigen auf dem Schlachtfeld. Aber auf dem Feld des Rechts war das heutige Urteil ein Sieg, der eine auf dem Völkerrecht beruhende Weltordnung ein Stück näher gebracht hat.


Mehr zum ThemaJoe Biden, Antony Blinken, William Burns - und ihre kriminelle Rolle beim Massaker in Gaza


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/194120-igh-urteil-sieg-auf-feld


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.01.2024

IGH warnt Israel vor Völkermord

lostineu.eu, vom 26. Januar 2024

Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat angeordnet, dass Israel einen Völkermord in Gaza verhindern und entsprechende Hetze bestrafen muss. Regierungschef Netanjahu ist außer sich.

IGH-Präsidentin Joan E. Donoghue sagte, das Gericht sei sich des Ausmaßes der humanitären Tragödie in Gaza bewusst und zutiefst besorgt, weil Leiden und Sterben anhielten.

Der israelische Feldzug führe zu massiven Opfern unter der Zivilbevölkerung und zur Vertreibung der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung im Gazastreifen.

Deshalb verlangen die Richter von Israel, dass es humanitäre Hilfe für die Zivilisten zulassen müsse. Der IGH entschied auch, die Völkermordklage Südafrikas anzunehmen.

Bis zu einem Urteil können Jahre vergehen. Israel kritisierte die Entscheidung.

„Der gegen Israel erhobene Vorwurf des Völkermords ist nicht nur falsch, sondern empörend, und anständige Menschen überall sollten ihn zurückweisen“, erklärte Netanjahu.

Die EU schwieg zunächst – mit der Begründung, man sei keine Partei. Berlin und Paris haben bereits angekündigt, dass sie ein mögliches Urteil gegen Israel ignorieren wollen.

Damit tragen die EUropäer zur Schwächung des Völkerrechts, aber auch zum Verlust der eigenen Glaubwürdigkeit bei. Der globale Süden wird seine Schlüsse ziehen…


Siehe auch „Israel brüskiert die EU“

P.S. Nun haben sich die EU-Spitzen doch geäußert. „Die EU erwartet, dass die vom IGH angeordneten Maßnahmen vollständig, sofort und wirksam umgesetzt werden“, teilten Kommissionschefin von der Leyen und Chefdiplomat Borrell mit. Wenn sie es ernst meinen, müßten die Waffen in Gaza ab morgen schweigen, Verstöße müssten mit Sanktionen belegt werden… 

3 Comments

  1. KK
    26. Januar 2024 @ 17:59

    „Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat angeordnet, dass Israel einen Völkermord in Gaza „verhindern und bestrafen“ muss. “

    So begrüssenswert diese Haltung des Gerichts auf den ersten Blick erscheinen mag, es hätte allerdings die Verhinderung selbst in der Hand gehabt, in dem es, wie von Südafrika gefordert, eine sofortige Waffenruhe angeordnet hätte. So macht es doch letztlich nur den Täter zum Richter (oder wie soll das „bestrafen“ sonst zu verstehen sein?).

Reply

  • MarMo
    26. Januar 2024 @ 22:03

    In der Tat eine seltsame Formulierung. Wen soll Israel bestrafen? Sich selbst??? Das Gericht konnte nicht die Klage abweisen, weil das so offensichtlich skandalös gewesen wäre, daher nichts Halbes und nichts Ganzes.

    Reply

  • Thomas Damrau
    26. Januar 2024 @ 17:25

    Kennen wir doch zur Genüge:
    – IGH erlässt Haftbefehl gegen Putin -> „Applaus“ (Maßnahme gegen unseren Feind)
    – IGH ermahnt Israel -> „Buuuuuuuuuuuuuuh“ (Der Feind unseres Freundes ist unser Feind)

    Alles wird nur noch danach bewertet, ob es zur westlichen Agenda passt. So können internationale Institutionen schnell in Ungnade fallen, wenn sie diese spezielle westliche Dialektik nicht verinnerlicht haben.

    Reply

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/igh-warnt-israel-vor-voelkermord


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Ukraine-Hilfe: EU will Orban offenbar zu Zustimmung zwingen


    lostineu.eu, vom 26. Januar 2024

    Der Streit um eine geplante, 50 Mrd. Euro schwere Finanzhilfe für die Ukraine spitzt sich zu. Diesmal versucht die EU offenbar, Ungarns Regierungschef Orban zu erpressen.

    Dies geht aus einem Bericht von „Politico“ hervor. Demnach drohen mehrere EU-Länder, die „Nuklearoption“ zu ziehen und Ungarn das Stimmrecht zu entziehen, falls Orban beim Sondergipfel am 1. Februar die geplante Finanzspritze blockiert.

    Der Bericht ist mit Vorsicht zu genießen, da „Politico“ gern übertreibt. Bisher hat nur das Europaparlament öffentlich mit Artikel 7 – also dem Entzug des Stimmrechts – gedroht. Es hat jedoch nicht viel zu melden.

    Zudem müsste ein solcher Beschluss im Rat einstimmig fallen. Doch der neue slowakische Premier Fico hat schon angedeutet, dass er Orban zur Seite springen würde. Früher stand auch Polen auf Orbans Seite.

    Interessant ist die Geschichte trotzdem. Denn sie zeigt, dass einige EU-Staaten den Spieß umdrehen wollen.

    Nachdem Orban im Dezember 10 Mrd. Fördergelder von der EU „erpresst“ hat – so jedenfalls die Lesart des Parlaments – wollen sie ihn nun mit Artikel 7 unter Druck setzen.

    Wenn es im Dezember „Erpressung“ war, wie soll man es jetzt nennen? Wobei es einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt: Im Dezember ging es um 10 Mrd. Euro, die dem EU-Mitglied Ungarn aus dem EU-Budget zustehen.

    Jetzt hingegen geht es um 50 Mrd., die im EU-Budget gar nicht vorgesehen sind. Sie sollen in ein Drittland gehen, das noch korrupter ist als Ungarn. Wo bleiben da die Rechtsstaats-Bedenken?

    Siehe auch „Spaltpilz Ukraine“ und „Streit ums Geld: Berlin bremst bei Waffenhilfe für Ukraine“

    P. S. Orban hat übrigens längst einen Kompromiss angeboten. Statt auf einmal 50 Mrd. Euro für vier Jahre freizugeben, könnte die EU auch von Jahr zu Jahr entscheiden. Doch das reicht den Hardlinern offenbar nicht…

    2 Comments

    1. Arthur Dent
      26. Januar 2024 @ 15:36

      „Bisher hat nur das EU-Parlament öffentlich mit Artikel 7 – Entzug des Stimmrechts – gedroht. Es hat aber nicht viel zu sagen“. (Danke für die Info, ebo) ????
      Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.
      Ist das am 9.6. eine Wahl oder eher eine Akklamation? Wer braucht so ein Parlament?

    Reply

    • KK
      27. Januar 2024 @ 05:36

      „Ist das am 9.6. eine Wahl oder eher eine Akklamation?“

      Weder noch – das am 09.06. ist eine Farce, die Akklamation folgt dann etwas später. The same procedure as every five years, Miss Uschi…

      Reply

    Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/ukraine-hilfe-eu-will-orban-offenbar-zu-zustimmung-zwingen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Israel brüskiert EU, grünes Licht für Marine – und Selenskyj lockt Söldner (evtl. doppelt)


    lostineu.eu, vom 23. Januar 2024

    Die Watchlist EUropa vom 23. Januar 2024 – Heute mit Videos von künstlichen Inseln vor Gaza, einem neuen EU-Militäreinsatz und der ukrainischen Staatsbürgerschaft für verdiente Kämpfer

    Die EU wollte Gutes tun und aktiv zu einer Friedenslösung im Nahen Osten beitragen. Also lud man Vertreter Israels, der Palästinenser, Saudi-Arabiens, Ägyptens und Jordaniens zum Außenministertreffen nach Brüssel ein.

    Alle kamen, sogar der Generalsekretär der Arabischen Liga nahm an dem Mini-Gipfel teil. EU-Chefdiplomat Borrell hatte eigens einen Zehn-Punkte-Plan ausgearbeitet, der zu einer Zweistaaten-Lösung führen soll.

    Doch Israels Außenminister Katz spielte nicht mit. Katz wich nicht nur der Debatte über eine Zweistaaten-Lösung aus – er versuchte auch, das Gespräch auf andere Themen zu lenken.

    Bei seiner Ankunft präsentierte er das Foto eines von der Hamas nach Gaza verschleppten Babys. Bei seinem Treffen mit den EU-Ministern zeigte Katz dann zwei Videos – eins zeigte das Projekt einer künstlichen Insel vor Gaza, das andere eine Schienenverbindung vom Nahen Osten nach Indien.

    „Der Minister hätte seine Zeit besser nützen können“, sagte Borrell bei der abschließenden Pressekonferenz. Das war noch milde ausgedrückt. Israels Chefdiplomat hat die EU brüskiert, und das vor versammelter Mannschaft!

    Normalerweise dürften sich die 27 das nicht bieten lassen. Wenn schon nicht mit Sanktionen, so müssten sie zumindest mit einer laut vernehmlichen öffentlichen Rüge reagieren. Doch das trauen sie sich nicht.

    Deutschland und einige andere EU-Staaten sind zwar für eine Zweistaaten-Lösung – sind jedoch nicht bereit, sich dafür mit der rechtsradikalen Regierung Netanjahu anzulegen. Solange sich das nicht ändert, bleibt die EU im Nahen Osten nur Zahlmeister – und Zaungast.

    Siehe auch Borrell: Israel hat Hamas finanziert sowie meinen Bericht für die taz

    News & Updates

    • Grünes Licht für Marine-Mission. Die EU-Staaten haben eine politische Grundsatzeinigung auf den Start eines Militäreinsatzes zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer erzielt. Die Mission soll nach Angaben von Diplomaten im Februar starten und die Angriffe von militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen beenden. – Allerdings sind noch viele Details unklar. Klar ist nur, das die EU sich schneller auf eine Militär-Mission zum Schutz der Schiffahrt und des Handels einigen kann, als auf eine Aktion zum Schutz des Lebens der Palästinenser. Brüssel äußert sich nicht einmal zum Völkermord-Prozeß gegen Israel…
    • Brüssel droht Fico mit Geldentzug. Die EU-Kommission droht der Slowakei wegen einer geplanten Justizreform mit der Blockade von Finanzmitteln. EU-Kommissarin Jourova sieht insbesondere die geplante Abschaffung der Sonderstaatsanwaltschaft für Korruption kritisch, weil dann „einige Fälle unter den Teppich gekehrt werden“ könnten. – Man könnte allerdings auch auf den Gedanken kommen, dass Jourova vor allem den neuen Premier Fico kritisch sieht. Bei Tusk in Polen hat sie keine Bedenken, trotz eines akuten Rechtsstaats-Streits...
    • Schäubles fatales Erbe. In Deutschland wurde er geliebt, in Griechenland gehasst, in der EU gefürchtet. Seine Politik als Bundesfinanzminister hat tiefe Spuren hinterlassen ‒ bis heute. Meine Kolumne für den „Makroskop“ – passend zur Trauerfeier für Schäuble in Berlin. Mehr dazu hier

    Das Letzte

    Selenskyj lockt Söldner. Ausländische Soldaten im Krieg in der Ukraine sollen zusätzlich zu ihrer eigenen auch die ukrainische Staatsbürgerschaft annehmen können. Präsident Selenskyj kündigte eine Gesetzesreform zur Staatsbürgerschaft an, die ausländischen Kämpfer zugute kommen soll, „die für die Freiheit der Ukraine kämpfen, als wäre sie ihr Heimatland“. Der Entwurf solle zudem auch Ukrainern die Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft ermöglichen, erklärte Selensky. Nur Russen sind nicht erwünscht. Deutsche, Briten und Franzosen hingegen, die unter der Fahne der Ukraine kämpfen wollen, sind herzlich eingeladen! Allerdings sind unbestätigten Berichten zufolge viele ausländische Söldner unter Beschuss geraten und gestorben. Im Grab hilft ihnen der ukrainische Pass nicht mehr…

    Mehr Newsletter hier

    9 Comments

    1. KK
      23. Januar 2024 @ 16:16

      „Präsident Selenskyj kündigte eine Gesetzesreform zur Staatsbürgerschaft an, die ausländischen Kämpfer zugute kommen soll, „die für die Freiheit der Ukraine kämpfen, als wäre sie ihr Heimatland“.“

      Und da überwiegend Rechtsradikale freiwillig in diesem Krieg auf Seiten der Ukraine kämpfen, haben wir dann nach Aufnahme der Ukraine jede Menge bestens ausgerüsteter und ausgebildeter Gefährder in der EU…

    Reply

  • KK
    23. Januar 2024 @ 12:31

    „Doch Israels Außenminister Katz spielte nicht mit. …er versuchte auch, das Gespräch auf andere Themen zu lenken. “

    In einem Wort: Ein Katz-und-Maus-Spiel!
    ——————————————————————————————
    „Klar ist nur, das die EU sich schneller auf eine Militär-Mission zum Schutz der Schiffahrt und des Handels einigen kann, als auf eine Aktion zum Schutz des Lebens der Palästinenser.“

    Ist doch logisch: Die EU ist eine WIRTSCHAFTSUNION, Menschen spielen da nur eine sehr untergeordnete Rolle und sind allenfalls Mittel zum Zweck.
    So wird ja auch jedwede EUropäische Regelung von was auch immer der Frage untergeordnet, ob sie binnenmarktkompatibel ist.
    ——————————————————————————————-
    „EU-Kommissarin Jourova sieht insbesondere die geplante Abschaffung der Sonderstaatsanwaltschaft für Korruption kritisch, weil dann „einige Fälle unter den Teppich gekehrt werden“ könnten.“

    So wie das EU-Parlament die causa Pfizer erst gerade unter den Teppoich gekehrt hat?
    Apropos kehren: Jeder kehr vor seinem eigenen Tor, da hat er Dreck genug davor!

    Reply

  • Monika
    23. Januar 2024 @ 11:17

    …schneller auf eine Militär-Mission zum Schutz der Schiffahrt und des Handels einigen kann, als auf eine Aktion zum Schutz des Lebens der Palästinenser…Its the oeconomy, STUPID!
    …bleibt die EU im Nahen Osten nur Zahlmeister – und Zaungast…Das erinnert an den in Deutschland sehr bekannten Karikaturisten und Künstler Wilhelm Busch. In seiner Episode „Plisch und Plum“ findet sich ein typischer Zaungast: Ist fatal, bemerkte Schlich (das Unglück der Anderen), aber Gottlob nicht für mich. Beim letzten Abschnitt muss er das Glück, das den anderen aus ihrem Unglück erwachsen ist, mitansehen: Ist fatal bemerkte Schlich aber diesmal auch für mich! Fasst sich ans Herz und fällt tot um…
    …Selensky lockt Söldner… Die „tolle Idee“ wurde ja in bundesdeutschen Politkerkreisen schon aufgegriffen, nach dem Motto: von Selensky lernen heißt siegen lernen. Beschleunigtes Aufnahmeverfahren gegen Militärdienst bei der Bundeswehr soll als „die Chance“ für aufstrebende Jungmänner*innen angepriesen werden. Wenn das nicht zynisch ist, was dann? Unsere eigenen Leute sind -grob gesprochen – angeblich zu fett, zu faul und psychisch nicht ausreichend belastbar…
    „funfact“ am Rande: während WK2 wurde von den Briten zwecks Zersetzung der deutschen Wehrkraft flächend eine kleine Broschüre abgeworfen, Krankheit rettet! Mit detaillierten Anweisungen und Tricks, wie Mann sich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit dem Frontdienst durch Dienstuntauglichkeit entziehen kann…

    Reply

  • Arthur Dent
    23. Januar 2024 @ 10:17

    Zwei-Staaten-Lösung? Wurde die nicht schon in der Road Map von George W. Bush 2002 als vorgeschlagen. Hat schon damals nicht geklappt.

    Marine-Mission – die USA, GB, die EU wurden nicht angegriffen, da gibt es keinen Grund, sich zu verteidigen. Verteidigen dürfen sich Panama und Liberia. Der Suez-Kanal und Rotes Meer sind Hoheitsgebiete der Anliegerstaaten. Ich komm zwar nicht vom Völkerrecht, aber die Marine-Mission ist vermutlich wieder nicht völkerrechtskonform.

    Söldner kämpfen in der Regel für Geld, weniger für Pässe.

    Reply

    • KK
      23. Januar 2024 @ 12:36

      „Zwei-Staaten-Lösung? Wurde die nicht schon in der Road Map von George W. Bush 2002 als vorgeschlagen. Hat schon damals nicht geklappt.“

      Die Zwei-Staaten-Lösung wurde schon in einer UN-Resolution von 1947 – noch vor der gründung des Staates Israel – gefordert und war seitdem gegenstand mehrerer weiterer UN-Resolutionen.
      Würden die USA das wirklich wollen, hätten sie die Mittel, die UN-Resolutionen auch durchzusetzen. Dass dies nicht geschieht, sondern Israel immer wieder unterstützt wird, zeigt, dass es nur Worthülsen sind.

      Offenbar geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr…

      Reply

  • WBD
    23. Januar 2024 @ 07:51

    Zu der erwähnten Insel vor Gaza hätte ich ein paar dumme Fragen, lieber ebo. Ist es eine Militärinsel zur verbesserten Kontrolle des Freiluftgefängnisses ? Soll diese Insel den israelischen Teil der maritimen Wirtschaftszone erweitern (Öl! Erdgas! Rohstoffe!) ?
    Im Fall von China werden diese Probleme ja intensiv diskutiert, und die USA ermuntern ja die Anrainer zu eindämmenden Aktionen, im Fall von Israel höre ich grade zum Ersten Mal von einer solchen Planung zur Erweiterung der eigenen Wirtschaftszone – wohl auf Kosten der Ägypter und eines (unerwünschten) Palästinas…

    Reply

    • ebo
      23. Januar 2024 @ 08:33

      Gute Frage, aber Details zu den Videos hat Borrell leider nicht verraten

      Reply

  • Hartmut Lau
    23. Januar 2024 @ 06:31

    NJ-Schlagzeilen: 013, Samstag, 28.10.2023
    Warum konnten Israels Verbrechen vor der ganzen Welt geschehen, ohne dass Sanktionen durchgesetzt, oder Kriege gegen das Land geführt wurden? Die Weltmacht Amerika förderte sogar Israels Verbrechen. Wie kann es sein, dass das kleine Israel, das kleine Völkchen der Juden, fast die ganze Welt zum Paten seiner Verbrechen machen konnte? UN-Resolutionen gegen Israel werden entweder zynisch ignoriert, oder Amerika verhindert durch Veto eine Verurteilung.  „78 UN-Resolutionen gegen Israel, aber nur eine Resolution gegen Palästinenser. Die meisten Resolutionen gegen Israel beinhalteten seine rechtswidrigen Angriffe auf seine Nachbarn; seine Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser, darunter Abschiebungen, Zerstörung von Häusern und andere Kollektivstrafen; seine Beschlagnahme von palästinensischemStand 2013! Land; die Errichtung illegaler Siedlungen; und seine Weigerung, sich an die UN-Charta und die Vierte Genfer Konvention von 1949 – zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten zu halten.“
    Und warum ist das so !
    3.Oktober 2001
    „Jedesmal wenn wir etwas tun, wird gesagt: Amerika wird dieses und jenes tun…
    Ich moechte Ihnen eines klar sagen:
    Macht euch keine Sorgen um den Druck auf Israel.
    Wir , das juedische Volk, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das.“
    Ariel Sharon zu Shimon Peres
    Zit. Nach: „Zitate von den Auserwaehlten…“
    YouTube 15.4.201
    —————————————
    damit duerfte fuer Menschen mit Hirn klar sein, wer hier der Terroristenstaat ist.

    Reply

    • Monika
      24. Januar 2024 @ 12:27

      3.Oktober 2001
      „Jedesmal wenn wir etwas tun, wird gesagt: Amerika wird dieses und jenes tun…
      Ich moechte Ihnen eines klar sagen:
      Macht euch keine Sorgen um den Druck auf Israel.
      Wir , das juedische Volk, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das.“
      Ariel Sharon zu Shimon Peres
      Zit. Nach: „Zitate von den Auserwaehlten…“
      YouTube 15.4.201
      Nur zu schade, dass dieses Zitat allzuleicht als nettes Bonmot unter Israelis mit besonders schwarzem jüdischen Humor abgetan, werden kann… Darin zeigt sich die „Meisterschaft“ im zeitlose Sprüche klopfen: echte, giftscharfe Waffen als nette Luftballons tarnen können.

      Reply


  • Info: https://lostineu.eu/israel-brueskiert-eu-gruenes-licht-fuer-marine-und-selenskyj-lockt-soeldner


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.01.2024

    Nachrichten von Pressenza: Bestandsaufnahme des Grauens

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 27. Januar 2024


    Nachrichten von Pressenza - 27.01.2024


    Bestandsaufnahme des Grauens


    Die Evangelische Kirche Deutschland hat sich in Sachen Missbrauch jahrelang hinter der katholischen Kirche versteckt. Eine nun veröffentlichte Studie zeigt: auch hier ging es vor allem um den Schutz der Täter. Vertuschen, Verschleiern, Verschleppen stand im Vordergrund. Von Helmut Ortner&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/bestandsaufnahme-des-grauens/


     -----------------------


    Den Haag kritisiert israelischen Militäreinsatz


    Vorläufige Maßnahmen des Gerichtshofes sollen exzessive Gewalt beenden. Südafrika hatte Ende Dezember einen Antrag gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof eingereicht, in dem es die Handlungen und Unterlassungen Israels gegenüber den Palästinenser*innen im Gazastreifen nach den Angriffen der Hamas und&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/den-haag-kritisiert-israelischen-militaereinsatz/


     -----------------------


    Wer Verkehrswende und soziale Gerechtigkeit will, muss den Streik der GDL unterstützen


    Die GDL hat eine Schwerpunktforderung: Einstieg in die 35 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich für Schichtarbeiter. Was daran ist schlimm oder falsch??? Von Peter Vlatten Vor 40 Jahren (1984) haben wir IG Metaller:innen die gleiche Forderung mit Streiks durchgesetzt. Da gab&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/wer-verkehrswende-und-soziale-gerechtigkeit-will-muss-den-streik-der-gdl-unterstuetzen/


     -----------------------


    Widerstehen dem Sturm des Hasses!


    Liebe Leser:innen, als stolzes Kind der Arbeiterklasse und aus einer Familie kommend, in der Angehörige nach Auschwitz verschleppt und umgebracht wurden, ist eine permanente Furcht ob der Wiederkehr dieses bestialischen Tuns mir immanent. Diese genannte Furcht, aber auch das sich&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/widerstehen-dem-sturm-des-hasses/


     -----------------------


    Wegen Verteidigung der Abtreibungsrechte in Andorra angeklagte Aktivistin nach vier Jahren Prozess freigesprochen


    Vanessa Mendoza Cortés war angeklagt worden, die Behörden verleumdet zu haben, nachdem sie bei der UNO einen Bericht über die Rechte der Frauen in ihrem Land vorgelegt hatte. In Andorra ist der Schwangerschaftsabbruch in allen Fällen verboten, was in der&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/wegen-verteidigung-der-abtreibungsrechte-in-andorra-angeklagte-aktivistin-nach-vier-jahren-prozess-freigesprochen/


     -----------------------


    „Es braucht neue Antworten, denn die bisherigen haben nicht funktioniert“


    Interview mit Żaklin Nastić, Abgeordnete des Deutschen Bundestags und Mitglied der neugegründeten Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht – für Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) Auf der diesjährigen Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz (13.1.) war sie prominente Teilnehmerin der zentralen Podiumsdiskussion zum Thema »Wer stoppt die Rechten?«.  Im Anschluss stellte&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/es-braucht-neue-antworten-denn-die-bisherigen-haben-nicht-funktioniert/


     -----------------------


    Italien: Migrationsabkommen mit Albanien gefährdet Menschenrechte


    Italiens Abgeordnete müssen ein Abkommen ablehnen, das vorsieht, Menschen, die von italienischen Schiffen aus dem Meer gerettet werden, in Albanien zu inhaftieren, fordert Amnesty International. Am 22. Jänner hat die Debatte über die Ratifizierung des Abkommens im italienischen Parlament begonnen,&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/01/italien-migrationsabkommen-mit-albanien-gefaehrdet-menschenrechte/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.01.2024

    Ein Sieg für Israel oder für die Gerechtigkeit?

    Die internationalen Reaktionen auf das Urteil in Den Haag gehen weit auseinander. Manche betrachten schon das Fehlen des Worts "Waffenstillstand" als einen israelischen Sieg, andere sehen einen Sieg des Völkerrechts. Ein erster Überblick.


    Quelle: www.globallookpress.com © Omar Ashtawy


    Angehörige betrauern ihre Toten, Dair al-Balah, Gaza, 26. Januar 2024


    Die westlichen Medien sind sich in ihrer Lesart des Den Haager Urteils weitgehend einig. Die Schlagzeile der BBC ist geradezu die Blaupause: "IGH weist Israel an, Akte des Völkermords in Gaza zu verhindern, aber nicht, den Krieg zu beenden". Ebenso die New York Times: "Das UN-Gericht lehnt es ab, zu fordern, dass Israel seinen Militäreinsatz beendet".


    Joe Biden, Antony Blinken, William Burns - und ihre kriminelle Rolle beim Massaker in Gaza





    Meinung

    Joe Biden, Antony Blinken, William Burns - und ihre kriminelle Rolle beim Massaker in Gaza





    Aus der Region selbst gibt es seitens des Hamas-Vertreters Sami Abu Zuhri die Aussage, das Urteil werde Israel isolieren und seine Verbrechen in Gaza bloßstellen. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu missbilligte wiederum, dass der Internationale Gerichtshof den "empörenden" Vorwurf des Genozids aufgegriffen habe; und der Minister für nationale Sicherheit, Ben Gvir, sagte, "sie haben während des Holocaust geschwiegen" (ein Vorwurf, der dem zu dieser Zeit noch nicht existierenden internationalen Gericht in Den Haag schwerlich zu machen ist).

    Die pointierteste Zusammenfassung dieser Sicht findet sich vielleicht in der Jerusalem Post:

    "35 Minuten lang hat der Internationale Gerichtshof Israel schlechtgeredet, aber dann überraschte er den jüdischen Staat, indem er keine praktischen Anweisungen gegen die IDF gab. Es gab keine Anweisung, den Krieg einzustellen, und keine Anweisung an die IDF, sich aus Gaza zurückzuziehen. Der praktische Punkt, der Israel am meisten Schwierigkeiten bereitet, ist die Notwendigkeit, in einem Monat dem IGH Bericht zu erstatten, was die Tür offen lässt, dann eine ernsthaftere Anweisung zu erteilen."

    Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa wandte sich mit einer Ansprache an die Nation und erklärte, der Beschluss in Den Haag sei "ein Sieg für das Völkerrecht, für die Menschenrechte und vor allem für die Gerechtigkeit".

    Heute steht Israel vor der internationalen Gemeinschaft, und seine Verbrechen gegen die Palästinenser sind offengelegt. … Wir sind fest davon überzeugt, dass esnach diesem Urteil jetzt ernsthaftere Bemühungen für eine Waffenruhe geben wird und Verhandlungen über eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung beginnen sollten."

    Die Bedeutung des Verfahrens für Südafrika zeigte sich auch in der Anwesenheit von Außenministerin Naledi Pandor bei der Urteilsverkündung in Den Haag.

    Die deutschen Medien konzentrieren sich vor allem auf das, was ihrer Ansicht nach nicht in der Anweisung des Gerichts steht. "UN-Gericht ordnet kein Ende von Militäreinsatz in Gaza an", schreibt die Bild, und auch die taz schließt: "Kämpfe müssen nicht gestoppt werden."

    Die Erläuterung, die die taz dazu liefert, ist gleichsam modellhaft für alle anderen.

    "Südafrika, das die Klage eingereicht hatte, wollte erreichen, dass Israel seine Militäroperationen im Gazastreifen sofort einstellt. Dem folgten die Rich­ter:innen [sic] nicht.

    Der Gerichtshof hat Israel aber konkret aufgefordert, dafür zu sorgen, dass seine Truppen im Gazastreifen keinen Völkermord begehen. Zugleich müsse Israel sicherstellen, dass sich die humanitäre Lage in Gaza verbessert, erklärten die Richter. Israel müsse auch die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen ermöglichen."

    Die Reduzierung des Urteils auf "mehr Schutzmaßnahmen für Palästinenser" (RND) oder auf die Forderung, Israel müsse "einen Völkermord verhindern" und "sicherstellen, dass sich die humanitäre Lage dort verbessere" (Spiegel) geht nur auf, wenn man die Definition des Völkermords aus der Völkermordkonvention – die das Gericht bei den provisorischen Maßnahmen ausdrücklich eingefügt hat – übergeht. Schließlich darf den "Mitgliedern der Gruppe der Palästinenser in Gaza" kein schwerer körperlicher oder seelischer Schaden zugefügt und schon gar nicht dürfen sie getötet werden. Es wurde also nicht verboten, den Rasen zu betreten, sondern lediglich, keinen Grashalm zu krümmen.


    Ein "Abweichler" im westlichen Lager bleibt weiterhin der schottische Ministerpräsident Humza Yousaf. Er teilte mit:

    "Die Anweisung des IGH ist klar. Das Töten und die Zerstörung in Gaza müssen enden. Es muss dringend humanitäre Hilfe gewährt werden, um mehr Leid zu verhindern. Die Geiseln müssen sofort freigelassen werden. Angesichts von so viel Tod und Zerstörung werden wir weiterhin eine sofortige Waffenruhe fordern."

    Mehr zum Thema - IGH beschließt Maßnahmen gegen Israel: Eine Waffenruhe wäre die notwendige Konsequenz


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/194103-sieg-fuer-israel-oder-fuer


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 640 von 1094

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 20 .. 30 .. 100 .. 200 .. 300 .. 400 .. 500 .. 600 .. 610 .. 620 .. 630 .. 637 638 639 640 641 642 643 .. 650 .. 660 .. 670 .. 700 .. 800 .. 900 .. 1000 .. 1070 .. 1080 .. 1090 1091 1092 1093 1094 >