Der Weg der Kfz-Branche in den Niedergang Kfz-Experten und Ökonomen warnen, der von der EU-Kommission beschlossene Ausstieg aus dem Verbrenner-Aus sichere vielleicht kurzfristige Profite, werde aber langfristig zum Niedergang der deutschen Autobranche führen.
german-foreign-policy.com, 8. Januar 2026
BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Industriekreise und Ökonomen üben scharfe Kritik am Ausstieg der EU aus dem Verbrenner-Aus im Jahr 2035. Die EU-Kommission hatte Mitte Dezember mitgeteilt, sie wolle die Vorschrift aufheben, dass Neuwagen ab 2035 kein CO2 mehr ausstoßen dürfen. Demnach muss der Ausstoß nicht um 100, sondern nur um 90 Prozent gesenkt werden; der komplette Umstieg auf Elektroautos muss also nicht vollzogen sein. Der Schritt wird von einem Maßnahmenpaket begleitet, das ein Mix aus Zugeständnissen an Autokonzerne, energieintensive Industrien und nationale Interessen ist. Bereits Ende 2025 warnten Experten, mit dem Ausstieg aus dem Verbrenner-Aus würden vielleicht kurzfristige Gewinne gesichert; in der Tat erzielen die deutschen Kfz-Hersteller nach wie vor höhere Profite mit Verbrennern als mit Elektroautos. Allerdings fielen die Kfz-Konzerne aus der EU noch weiter gegenüber der E-Auto-Konkurrenz aus China zurück, wenn der Druck fehle.Aktuell weist ein Spezialist der Unternehmensberatung Oliver Wyman darauf hin, dass die deutschen Hersteller nach wie vor stark auf Diesel setzen. Das werde „zum echten Problem“, da sie „davon abgelenkt werden, wettbewerbsfähige Elektrofahrzeuge zu entwickeln“.
Absatzprobleme bei E-AutosDer Anteil der E-Autos an den Kfz-Neuzulassungen nimmt in der EU sehr langsam zu. Im Jahr 2024 ging er sogar auf 13,6 Prozent zurück; von Januar bis November 2025 stieg er nur leicht auf 17 Prozent. Den höchsten E-Anteil konnte Porsche erreichen – mit 34,2 Prozent, gefolgt von BMW mit 21,9 Prozent. Audi lag bei 20,4 Prozent, Mercedes und die VW-Kernmarke kamen jeweils auf 17,2 Prozent.[1] Eine Hürde stellt nach wie vor dar, dass Elektroantriebe beim Kostenvergleich von Neuwagen weiterhin deutlich über vergleichbaren Verbrennermodellen liegen. Zwar plant die Bundesregierung, Käuferinnen und Käufer von E-Autos künftig wieder finanziell zu unterstützen; doch Berechnungen des ADAC zeigen, dass die Anschaffung eines Elektroautos auch mit den vorgesehenen staatlichen Zuschüssen teurer bleibt. Die Annahme, E-Autos würden trotz höherer Anschaffungskosten im langfristigen Betrieb deutlich billiger, weil die Strom- unter den Benzinkosten lägen, erweist sich ebenfalls als unsicher: Je nach Modell und Ladepreisen reichen die Berechnungen von Einsparungen von bis zu 105 Euro pro Monat bis hin zu Mehrkosten von 38 Euro.[2]
Das Aus vom Verbrenner-Aus
Wegen des schleppenden Absatzes hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz im Oktober 2025 – nach mehreren Treffen mit Vertretern deutscher Autokonzerne und anderen Repräsentanten der deutschen Autoindustrie – offiziell dafür ausgesprochen, das Verbrenner-Aus der EU zu kippen. Am 16. Dezember folgte der Kurswechsel in Brüssel; die EU-Kommission kündigte vor allem auf deutschen Druck den Rückzug vom Verbrenner-Aus an. Unterstützung für ein begleitendes Maßnahmenpaket der EU kam unter anderem aus Frankreich sowie vom dort ansässigen Opel-Mutterkonzern Stellantis. Als Ursache gilt, dass die EU-Kommission plant, die Herstellung kleiner, billiger Elektroautos, wie sie nicht zuletzt französische Konzerne produzieren, durch sogenannte Super Credits besonders zu unterstützen. Vorgesehen ist zudem, dass CO₂-Emissionen, die durch nicht-elektrische Fahrzeuge entstehen, künftig ausgeglichen werden. 30 Prozent dieser Kompensation sollen über klimaneutrale Kraftstoffe erfolgen, die restlichen 70 Prozent über industrielle Maßnahmen wie den Einsatz von grünem Stahl aus der EU. Letzteres dient dem Ziel, die schwächelnde europäische Stahlindustrie zu stützen.[3] Klare Vorgaben enthält das EU-Maßnahmenpaket auch für Dienstwagen – mit Ausnahme kleiner und mittlerer Unternehmen. In Deutschland sollen ab 2030 mindestens 54 Prozent der Dienstwagen großer Unternehmen elektrisch fahren; bis 2035 steigt das Ziel auf 95 Prozent. Da Firmenkunden 60 bis 70 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in der EU ausmachen, kritisieren Wirtschaftskreise bereits ein „Verbrenner-Aus durch die Hintertür“.[4]
„Ein starkes Signal“
Bei deutschen Kfz-Konzernen stieß das EU-Paket auf die erwartete Zustimmung. BMW-Vorstandschef Oliver Zipse hatte bereits vorab geäußert, die erhoffte „Abkehr vom strikten Technologieverbot ab 2035“ wäre „ein starkes Signal“.[5] Volkswagen bezeichnete den Entwurf der EU-Kommission noch am 16. Dezember als pragmatisch und wirtschaftlich vernünftig. BMW lobte, es sei ein „erster wichtiger Schritt“, dass die EU-Kommission nicht länger Technologieverbote als Leitprinzip verfolge, sondern die Zukunftsfähigkeit des Verbrennungsmotors anerkenne. Die deutschen Autobauer erzielen weiterhin einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres Absatzes mit Plug-in-Hybriden, die Batterie- und Verbrennungsmotor kombinieren, sowie mit sogenannten Range Extendern, bei denen kleine Benzingeneratoren die Batterie laden. Vor allem aber erzielen die Konzerne nach wie vor höhere Profite mit Verbrennern als mit reinen Elektrofahrzeugen.[6]
Kurzfristiger Profit vs langfristige Strategie
Allerdings ist die Abkehr vom Verbrenner-Aus auch in der Kfz-Branche jenseits der großen Konzerne alles andere als unumstritten. Im September 2025 hatten 150 Unternehmen aus der E-Auto-Industrie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem offenen Brief aufgefordert, an der Zielmarke 2035 festzuhalten. Sie warnten, eine Verzögerung werde „das Vertrauen der Anleger untergraben“, vor allem aber „globalen Wettbewerbern dauerhaft Vorteile verschaffen“.[7] Ursache ist die Befürchtung, die deutsche bzw. europäische E-Auto-Produktion werde vor allem gegenüber der chinesischen Konkurrenz noch weiter zurückfallen, wenn der Druck zu technologischen Verbesserungen und einem Hochfahren der Produktion ausbleibe. Entsprechend üben auch Ökonominnen und Ökonomen Kritik. So erklärte etwa die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft („Wirtschaftsweise“), Monika Schnitzer: „Wenn es jetzt also heißt, die Deutschen hätten bei den Verbrennern einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, kann ich nur sagen: kurzfristig vielleicht.“ Sie erläuterte: „Heute nutzt auch niemand mehr ein Tastenhandy.“[8]
„Nicht risikobereit“
Sebastian Dullien vom gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) betont, das zentrale Problem der deutschen Autokonzerne sei nicht das Verbrenner-Aus, sondern ihr schon jetzt zu konstatierender technologischer Rückstand, etwa bei der Batterieproduktion. „Deshalb kann man sich schon die Frage stellen, welches Interesse die Manager in den Autokonzernen verfolgen“, äußert Dullien mit Blick auf deren Lob für das Verbrenner-Aus: „Wollen sie kurzfristig möglichst hohe Profite machen oder handeln sie im langfristigen Interesse der Industrie und der Beschäftigten?“[9] Dulliens Einschätzung deckt sich mit Aussagen des Finanzvorstands des Chemiekonzerns BASF, Dirk Elvermann. Elvermann urteilt, die Produktion von Batterien und zugehörigen Vorprodukten sei in Europa weiterhin sehr schwierig; Deutschland hinke dabei insbesondere China hinterher. Die eigentlich nötigen Investitionen in die europäische Batterieproduktion seien deshalb „Hochrisikokapital“ – ein Problem für BASF.[10] Der Chef des Nutzfahrzeug- und Busherstellers Traton, Christian Levin, erklärt mit Blick auf die Elektromobilitätsinvestitionen des Konzerns, mit ihnen seien Milliarden in den Bilanzen gebunden, die kaum Renditen abwürfen – sehr zum Unmut der Aktionäre.[11] Ein deutscher Unternehmensberater wird mit der Feststellung zitiert, die chinesische Autoindustrie sei „deutlich risikobereiter“, während deutsche Unternehmen von Vorstandsetagen geführt würden, die auf nur minimale Veränderungen setzten.[12]
„Kontraproduktiv und riskant“
Ungeachtet der Warnungen vor einem wachsenden Rückstand gegenüber der Konkurrenz fordern die Automobilverbände weitere Lockerungen. Die Generaldirektorin des europäischen Automobilverbandes ACEA, Sigrid de Vries, erklärte, die Konditionalitäten der EU-Maßnahmen seien zu strikt. Insbesondere das Emissionsausgleichssystem sowie die „Made in the EU“-Anforderungen des EU-Maßnahmenpakets müssten überprüft werden.[13] Die Präsidentin des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, äußerte, Brüssel enttäusche mit dem Entwurf; das Gesamtpaket sei angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbs fatal. Dies gelte insbesondere mit Blick auf das Emissionsausgleichssystem: „Wir werden dann bestraft, wenn andere ihre Hausaufgaben nicht machen oder sich Erwartungen nicht erfüllen. Das war bereits ein Problem beim Aufbau der Ladeinfrastruktur und wird nun auf weitere Bereiche ausgeweitet.“ Zudem entziehe sich der Kontrolle der Automobilindustrie, ob 2025 ausreichend in der EU produzierter grüner Stahl zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sein werde.[14]
[1] Lazar Backovic, Olga Scheer, Michael Scheppe, Felix Stippler: Was bedeutet das Aus vom Verbrenner-Aus für die Hersteller? handelsblatt.com 16.12.2025.
[2] Marcus Theurer: Lohnt sich der Verbrenner überhaupt noch? faz.net 19.12.2025.
[3] Olga Scheer, Lazar Backovic, Michael Scheppe: EU-Kommission kippt Verbrenner-Aus. handelsblatt.com 16.12.2025.
[4] Lazar Backovic, Olga Scheer, Michael Scheppe, Felix Stippler: Was bedeutet das Aus vom Verbrenner-Aus für die Hersteller? handelsblatt.com 16.12.2025.
[5] Lazar Backovic, Olga Scheer, Michael Scheppe, Felix Stippler: EU will offenbar 2030er-Klimaziele für Autoindustrie aufweichen. handelsblatt.com 12.12.2025.
[6] Lazar Backovic, Olga Scheer, Michael Scheppe, Felix Stippler: Was bedeutet das Aus vom Verbrenner-Aus für die Hersteller? handelsblatt.com 16.12.2025.
[7] Melissa Eddy: German Leaders and Auto Chiefs Team Up in Push to Relax Emissions Rules.nytimes.com 09.10.2025.
[8], [9] Ökonomen üben scharfe Kritik an der Abkehr vom Verbrenner-Aus. handelsblatt.com 15.12.2025.
[10] Bernd Freytag: „Das Rückgrat der Industrie ist noch stark“. faz.net 01.01.2026.
[11] Lazar Backovic: Wie Lkw-Hersteller auf das EU-Autopaket schauen. handelsblatt.com 19.12.2025.
[12] Christian Müßgens, Henning Peitsmeier, Gustav Theile, Benjamin Wagener: Zeitenwende für die Autobosse. faz.net 19.12.2025.
[13] “Automotive Package” delivers first important step to amending CO2 legislation for cars and vans. acea.auto 16.12.2025.
[14] VDA-Präsidentin Hildegard Müller zu den Ankündigungen der EU-Kommission. vda.de 16.12.2025.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Unerwartete Krieger: Skandinaviens neue selbstbewusste Haltung
Die Rolle der nordischen Länder im Ukraine-Krieg wurde übersehen. Obwohl sie allgemein als harmonische und friedliche Nationen gelten, waren sie nur allzu bereit, sich der Kriegspartei anzuschließen, und zwar im Namen eines Gefühls moralischer Überlegenheit, das jeden Kompromiss mit Russland ablehnte.
Am 21. November schrieb die ehemalige finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin unter Bezugnahme auf den neu vorgeschlagenen 28-Punkte-Friedensplan für die Ukraine auf X (die Schreibweise wurde wie im Original beibehalten):
„Der „Friedensplan“ für die Ukraine ist nicht nur für die Ukraine und ihre Bürger eine Katastrophe, sondern für die gesamte demokratische Welt. Wenn wir die Fehler der Vergangenheit wiederholen, wie beispielsweise die Schwäche und Ignoranz, die wir 2014 gezeigt haben, als Russland die Krim annektierte, werden wir nur noch mehr Aggression und Konflikte vor uns haben. Die autoritäre Denkweise versteht nur Stärke und Abschreckung.“ die ehemalige finnische Ministerpräsidentin Sanna MarinDie kompromisslose Haltung der ehemaligen finnischen Ministerpräsidentin, die 2023 aus dem Amt schied, fasst die Haltung Finnlands und anderer nordischer Länder im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg gut zusammen.
Marin hatte schon zuvor eine harte Haltung eingenommen. „Der Ausweg aus dem Konflikt besteht darin, dass Russland die Ukraine verlässt. Das ist der Ausweg aus dem Konflikt“, sagte Marin 2022 gegenüber Journalisten.
Finnland beendete seine acht Jahrzehnte währende Neutralität, als es im Frühjahr 2023 der NATO beitrat. Die NATO freute sich über den Beitritt Finnlands im Jahr 2023, und die sozialen Medienkanäle der NATO veröffentlichen regelmäßig begeisterte Beiträge über die mythische finnische Eigenschaft „sisu“, ein finnisches Wort, das mit Zähigkeit oder Ausdauer übersetzt werden könnte, immer im Zusammenhang mit einem existenziellen Kampf gegen Russland. Auch Schweden gab seine seit zwei Jahrhunderten gepflegte Neutralität auf und trat 2024 der NATO bei.
Im Februar dieses Jahres wandte sich der neu gewählte US-Präsident Donald Trump an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, um die ersten von mehreren bilateralen Gesprächen zwischen den USA und Russland aufzunehmen. Für viele schien die Wiederbelebung der Diplomatie die Aussicht auf Frieden für die Ukraine zu bieten. Europa fühlte sich jedoch brüskiert und reagierte wütend, indem es die Diplomatie als Kapitulation vor Russland ablehnte. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte in einer bemerkenswerten Stellungnahme, dass „für die Ukraine Frieden gefährlicher sein könnte als Krieg“. Dänemark ist mit 10,5 Milliarden Dollar nach Deutschland und Großbritannien einer der größten Lieferanten von Militärhilfe für die Ukraine, was angesichts der Größe der dänischen Wirtschaft ein enormer Beitrag ist.
Von Friedensaktivisten zu Kriegern
Jahrzehntelang galten die skandinavischen Länder als stabile, friedliche Staaten. Schweden pflegte eine jahrhundertelange Tradition der Neutralität. Dänemark und Norwegen gehörten 1949 zu den zwölf Gründungsmitgliedern der NATO, vermittelten jedoch weiterhin das Bild einer zurückhaltenden Außenpolitik und einer Fähigkeit zum diplomatischen Ausgleich. „Norwegen verfolgte bisher (bis 2022) eine Politik, keine Waffen an Länder zu liefern, die sich im Krieg befinden (da dies zu einer Eskalation führen und uns zu einem Teilnehmer machen kann) und unser Land setzte sich für Diplomatie und Verhandlungen als Weg zum Frieden ein“, betonte der norwegische Professor und Politikwissenschaftler Glenn Diesen in einer aufschlussreichen Analyse mit dem Titel “How Peace-Oriented Norway Learned to Stop Worrying and Love War”„ (Wie das friedliebende Norwegen lernte, sich keine Sorgen mehr zu machen und den Krieg zu lieben). Norwegen hat 5 Milliarden Dollar an Militärhilfe für die Ukraine bereitgestellt, mehr als Polen, ein Land mit einer viel größeren Bevölkerung und einer viel stärkeren Tradition antirussischer Stimmung. „Norwegen hat diese Politik aufgegeben und sich unter dem neuen Mantra ‚Waffen sind der Weg zum Frieden‘ vereint, und wir haben die grundlegende Diplomatie mit Russland mehr als drei Jahre lang boykottiert, während Hunderttausende junger Männer in den Schützengräben starben“, beobachtete Diesen, der in seinem Heimatland in den letzten Jahren wegen angeblicher Förderung „russischer Propaganda“ stark geächtet wurde.
Finnland gehört technisch gesehen nicht zu Skandinavien, wird jedoch aufgrund seiner Geschichte, seiner kulturellen Nähe und seiner geografischen Kontinuität oft in den weiteren nordisch-skandinavischen Kultur- und Politikraum einbezogen. Der Krieg in der Ukraine hat zu einem Wiederaufleben einer starken antirussischen Stimmung geführt, die zumindest seit dem sowjetisch-finnischen Krieg von 1939 latent in der finnischen Gesellschaft vorhanden war. Stalin wollte die Grenze neben Sankt Petersburg sichern und forderte im November 1939, fast drei Monate nachdem die Welt durch den brutalen Angriff Deutschlands auf Polen, der den Zweiten Weltkrieg auslöste, schockiert worden war, territoriale Zugeständnisse von Finnland. Am Ende verlor Finnland 10 % seines Territoriums an die Sowjetunion, erwies sich jedoch als harter Gegner für die Rote Armee. Die Erinnerung und die Mythologie des Winterkrieges sind in Finnland noch immer sehr präsent.
Ironischerweise galt Finnland bis vor kurzem als ein praktikables Modell für die Lösung des Ukraine-Problems, ein Modell, das Russland für akzeptabel hielt. Finnland hatte sich mit Nazi-Deutschland verbündet und blieb nach dem Krieg, anstatt sich einem der beiden Blöcke im Kalten Krieg anzuschließen, formal neutral. „Finnlandisierung” bedeutete, dass Finnland seine Autonomie bewahrte, während es in der Außenpolitik Zugeständnisse an sowjetische Interessen machte, insbesondere in Bezug auf seine geopolitischen und sicherheitspolitischen Entscheidungen. Im Zusammenhang mit der Ukraine schlugen einige Analysten vor, dass eine „Finnlandisierung” der Ukraine ein Weg nach vorne sein könnte – ein neutraler Status zwischen Russland und dem Westen, der Russland zufriedenstellen und gleichzeitig der Ukraine ermöglichen würde, ihre Souveränität zu bewahren. Eine Zeit lang schien dies ein plausibler Kompromiss zu sein. Aber nach Februar 2022 lehnte Finnland, wie ein Großteil Europas, jede Art von Diplomatie mit Russland ab und bestand darauf, dass die Lösung für den Krieg in der Ukraine auf dem Schlachtfeld in der Ukraine gefunden werden müsse. Finnland schickte der Ukraine Militärhilfe im Wert von 3 Milliarden Dollar.
Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland haben zusammen 26 Milliarden Dollar an Militärhilfe für die Ukraine bereitgestellt, mehr als Deutschland, Europas größter Geber (rund 20 Milliarden Dollar), obwohl sie zusammen nur 27,6 Millionen Einwohner haben, weniger als ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands. Der enorme Anteil der nordischen Länder an den Kosten wird in anderen westlichen Ländern oft übersehen, aber in Skandinavien ist er nicht unbemerkt geblieben. In einem kürzlich geführten Interview warnte die schwedische Außenministerin, dass die nordischen Länder nicht weiterhin einen unverhältnismäßig hohen Anteil an der Unterstützung der Ukraine übernehmen können. „Einige wenige Länder tragen fast die gesamte Last. Das ist nicht fair und auf lange Sicht nicht tragbar“, sagte sie und fügte hinzu: „Die Tatsache, dass die nordischen Länder mit weniger als 30 Millionen Einwohnern ein Drittel der militärischen Unterstützung leisten, die die NATO-Länder mit fast einer Milliarde Einwohnern in diesem Jahr bereitstellen ... Das ist nicht nachhaltig. Es ist in keiner Weise vernünftig. Und es sagt viel darüber aus, was die Nordländer tun – aber es sagt noch mehr darüber aus, was die anderen nicht tun.“
Stenergard argumentierte, dass die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte der einzige realistische Weg sei, um eine langfristige, gleichmäßigere Lastenverteilung zu gewährleisten. Sie wies auch darauf hin, dass die EU seit Beginn der vollständigen Invasion mehr für russische Energieimporte ausgegeben habe als für die Unterstützung der Ukraine.
Die Veränderung in Skandinavien kam vielleicht am deutlichsten beim letzten nordisch-ukrainischen Gipfeltreffen zum Ausdruck, das im Oktober dieses Jahres in Island stattfand. Die nordischen Staats- und Regierungschefs gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihr „unerschütterliches Bekenntnis zur Souveränität, territorialen Integrität und Sicherheit der Ukraine“ bekräftigten. „Unsere umfassende Unterstützung für die Ukraine ist unerschütterlich und wird so lange wie nötig fortgesetzt werden.“ Die nordischen Staats- und Regierungschefs betonten auch, eher bedrohlich, dass „der zukünftige Platz der Ukraine in der NATO ist“. Wir werden die Ukraine weiterhin auf ihrem unumkehrbaren Weg zur vollständigen euro-atlantischen Integration, einschließlich der NATO-Mitgliedschaft, unterstützen. Wir befürworten eine stärkere Rolle der NATO bei der Koordinierung der Sicherheitshilfe und -ausbildung und begrüßen die Einrichtung der NATO-Sicherheitshilfe und -Ausbildung für die Ukraine. Wir sind überzeugt, dass die künftige Mitgliedschaft der Ukraine einen erheblichen Mehrwert für die Europäische Union darstellen und zu Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa beitragen wird.“
Die Staats- und Regierungschefs Schwedens, Finnlands, Norwegens, Dänemarks und Islands zeigten damit ein erschreckendes Unverständnis für die strukturellen geopolitischen Ursachen, die zum Bruderkrieg in der Ukraine geführt haben.
Der geopolitische Aspekt
Geopolitik befasst sich nicht nur mit abstrakten Allianzen und diplomatischen Verträgen. Wie die Etymologie des Wortes nahelegt, muss die Geopolitik auch die harten Realitäten der physischen Geografie und der natürlichen Ressourcen sorgfältig berücksichtigen.
Im Falle Russlands und Europas gibt es nur wenige geografische Gegebenheiten, die strategisch so bedeutsam sind wie die dänischen Meerengen. Rund 40 Prozent der russischen Ölexporte auf dem Seeweg müssen diesen schmalen Seeweg passieren, der die Ostsee mit der Nordsee und den globalen Märkten verbindet. Die Geografie hat Dänemark einen Einfluss verschafft, der weit über die Größe seines Territoriums oder seiner Bevölkerung hinausgeht: Wer die Meerenge effektiv reguliert, hat Einfluss auf die Sicherheit der Seeschifffahrt in der Ostsee. Der Vertrag von Kopenhagen von 1857 hob die alten Sound-Zölle ab und garantierte einen zollfreien Transit durch dänische Gewässer, wodurch die Meerenge für die Handelsschifffahrt effektiv internationalisiert wurde.
Die Beziehungen zwischen Russland und Dänemark reichen ein Jahrtausend zurück und sind geprägt von einer Mischung aus Rivalität, Handel, dynastischen Verbindungen und gegenseitigen strategischen Überlegungen. Im Mittelalter führten dänische Könige und Fürsten von Nowgorod zeitweise Konflikte um die Handelswege in der Ostsee und den Einfluss auf die finnischen Völker, aber sie pflegten auch Phasen pragmatischer Zusammenarbeit. Dänemarks Rolle als Macht in der Ostsee und der Nordsee machte es zu einem natürlichen Gesprächspartner für Russland, dessen Zugang zur Ostsee historisch gesehen fragil und oft umstritten war.
In der frühen Neuzeit kollidierte Russlands geopolitische Entwicklung unweigerlich mit den Interessen Skandinaviens. Der Große Nordische Krieg (1700–1721) veränderte die Region grundlegend: Der Sieg Russlands zerstörte den imperialen Status Schwedens und machte Sankt Petersburg zur Hauptstadt des Baltikums. Dänemark blieb formal ein Verbündeter Russlands gegen Schweden. Im 19. Jahrhundert leistete Russland Dänemark während der Schleswig-Holstein-Frage diplomatische Unterstützung, da es Dänemark als konservative Monarchie und potenzielles Gegengewicht zu Preußen schätzte.
Die gesamte skandinavische Welt zeigte eine ähnliche Ambivalenz. Die historische Rivalität Schwedens mit Russland war intensiv, aber nach 1809 und insbesondere nach 1814 verinnerlichte Skandinavien allmählich das Konzept der „nordischen Neutralität“, eine ausgleichende Haltung, die darauf abzielte, eine Verstrickung in Konflikte der Großmächte aus dem Osten oder Westen zu vermeiden.
Die Ära des Kalten Krieges war eine Fortsetzung dieses Balanceakts, obwohl Skandinavien eindeutig stärker westlich orientiert war. Die Ära von Olaf Palme, der von 1969 bis 1986 schwedischer Ministerpräsident war, bevor er in einer Winternacht im Februar 1986 ermordet wurde, war ein klassisches Beispiel für Versuche, die Beziehungen sowohl zum Westen als auch zur Sowjetunion zu normalisieren. Auch Finnland unterhielt pragmatische Beziehungen zur Sowjetunion.
Mit dem Ende des Kalten Krieges begann jedoch eine Ära verstärkter Zusammenarbeit zwischen der NATO und den nordischen Ländern, die neutral geblieben waren, auch wenn dies nicht zu einer sofortigen NATO-Mitgliedschaft führte. Dieser historische Verlauf ist von Bedeutung, da er die Voraussetzungen für eine der rätselhaftesten und umstrittensten Episoden der zeitgenössischen nordischen Geopolitik schafft: die Explosionen der Nord Stream-Pipeline im Jahr 2022. Hier steht die lange Geschichte skandinavischer Vorsicht, Legalismus und strategischer Ambiguität plötzlich vor einem hochbrisanten, modernen Sicherheitsdilemma.
Die Nord Stream-Pipelines – eine wichtige Transportverbindung für russisches Gas nach Deutschland unter der Ostsee – wurden schwer beschädigt, was von den meisten Beobachtern als vorsätzliche Sabotage angesehen wird. Die Folgen waren unmittelbar und tiefgreifend: Die Energiearchitektur Europas wurde erschüttert, die Umweltrisiken nahmen zu und die Spekulationen darüber, welcher Staat oder welcher Stellvertreter einen solch gewagten Angriff durchgeführt haben könnte, intensivierten sich.
Die Reaktion der nordischen Länder war jedoch auffallend zurückhaltend. Schweden stellte seine Ermittlungen Anfang 2024 ein und erklärte, dass es keine eindeutige Zuständigkeit gebe und nicht nachgewiesen werden könne, dass schwedisches Hoheitsgebiet oder schwedische Staatsangehörige beteiligt waren. Dänemark folgte bald darauf und räumte ein, dass es sich bei den Explosionen um „vorsätzliche Sabotage” handelte, behauptete jedoch, dass die Beweise für eine strafrechtliche Verfolgung nicht ausreichten.
Diese kollektive Zurückhaltung ist angesichts der Schwere des Vorfalls schwer nachvollziehbar. Die Explosionen ereigneten sich zwar in internationalen Gewässern, jedoch innerhalb der Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens. Sie richteten sich gegen einen wichtigen Teil der europäischen Energieinfrastruktur. Und sie ereigneten sich zu einem Zeitpunkt, als die nordischen Länder ihre Sicherheitspolitik dramatisch neu definierten, die Ukraine unterstützten, sich selbst aufrüsteten und Russland als ihren wichtigsten strategischen Gegner positionierten.
Das Ergebnis ist ein Paradoxon im Kern der nordischen Sicherheitspolitik. Diese Staaten sind bereit, sich wieder aufzurüsten, mehr militärische Verantwortung zu übernehmen und sogar eine Eskalation mit Russland zu riskieren – aber sie zögern, wenn sie mit einem Sabotageakt konfrontiert werden, der sich in ihrem eigenen maritimen Hinterhof ereignet hat. Der Vorfall mit der Nord Stream offenbart eine Grenze der neuen kriegerischen Haltung der Region: die Unwilligkeit, bestimmte politisch heikle Fragen anzusprechen, wenn sie zu nahe an die eigenen vermeintlichen Verbündeten heranreichen.
21 Kommentare zu «Unerwartete Krieger: Skandinaviens neue selbstbewusste Haltung»
J.Blumer Mi. 07 Jan 2026, 9:06
Der Bericht von Herrn di Lorenzo ist sehr treffend ! Vor allem der Satz:
"Die Staats- und Regierungschefs Schwedens, Finnlands, Norwegens, Dänemarks und Islands zeigten damit ein erschreckendes Unverständnis für die strukturellen geopolitischen Ursachen, die zum Bruderkrieg in der Ukraine geführt haben."
So ist es ! Inzwischen verachte ich die Regierungen dieser Staaten weil sie die Ost-und Nordsee dazu benutzen , die russischen Handelswege zu blockieren , obwohl das Internationale Seerecht das verbietet . Auch den Grund des Zugriffs der Russen auf die Krim verschweigen diese Vasallen der USA !
Der Grund : Nach dem Sturz der Ukrainischen Regierung durch die USA 2014 in der Ukraine und dem einsetzten der nur westlich gesinnten Regierung , obwohl die vorherige Regierung mit Europa u n d Russland Beziehungen hatte , war für Russland sonnenklar : jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit dass der Stützpunkt der russischen Schwarzmeer- Flotte bald zum Nato-Stützpunkt , und somit ein Traum der USA , gemacht werde und dadurch die Nato alleine im Schwarzen Meer zu sagen hätte . Das hat Russland glücklicherweise mit der "Besetzung" der Krim 2014 unterbunden ! Auch dass die 2 Minsker Abkommen durch die Europäer topediert wurden haben diese Nordländer " vergessen " . Sie passen inzwischen sehr gut zum Kriegslüsternen Westen Europas , die den Völkermord in Palästina mit Waffen an Israel unterstützen , wie jetzt auch den Überfall der US-Armee auf Venezuela !
Und eines ist für mich völlig klar : Hinter allem was wir seit 1991 disku- tieren steckt die USA , ausnahmslos !Das zeigt sich schon darin , dass der Warschauer Pakt 1991 aufgelöst wurde , der übrigens erst 1955 gegründet wurde , 6 Jahre nach der Natogründung , und der Aufnahme von Nazi- Deutschland ( 1955 ) , die Nato aber bis heute bestehen blieb ! Die Nato ist einfach der verlängerte Arm der US-Armee ! Die Nazis wurden durch die USA 1955 in die Nato aufgenommen , das bedeutete bereits , Russland als Feind zu sehen .
Schauen wir uns in der Welt heute etwas herum , kennt jemand einen Krieg oder Sanktionen deren Ursache nicht aus den USA kommt ?
Es hat aber nichts mit den USA an sich zu tun. Es ist einfach eine Laune der Natur und der Plattentektonik, dass die USA das führende kapitalistische Land geworden sind.
Geschätzter Herr Blumer, Ihre Frage ist genial: *kennt jemand einen Krieg oder Sanktionen deren Ursache nicht aus den USA kommen?* Vor etwa 30 Jahren sagten mir amerikanische Freunde bereits: "Die Welt ist in die Hände einer verbrecherischen Organisation gefallen." Sie meinten damit ihre eigene Regierung, resp. die Strukturen des "Tiefen Staates", die heute wie damals die Fäden ziehen und die Welt in Elend und Chaos halten. Und die Medien? Sie sind auch Teil dieser Organisation geworden. Vor 20 Jahren gab es noch integre Journalisten. Hier ist einer: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/pro-memoria-essay-abschied-von-einem-freund?highlight=WyJwcm8iLCJtZW1vcmlhIiwiYWJzY2hpZWQiXQ== Heinrich Jaeneke. Ich schrieb ihm damals meine Anerkennung für seinen Mut und habe sein Essay bei uns gut aufbewahrt.
Genau ," Vor 20 Jahren gab es noch integre Journalisten " , so ist es .
Ich muss immer an den bekannten Scholl Latour denken ! Er würde es heute kaum glauben können welchen Unsinn Kriegsreporter senden , sehr eiseitige Berichte abgeben . Schaut man sich die Auslandrepotrer der deutschen TV-Sender an , z.B. Schwarzkopf , Munz , Wanner usw. Fakten und Ursachen werden einfach unterschlagen . Wo werden diese Leute heute ausgebildet , oder ist es keine Ausbildung mehr sondern sie werden dressiert , das glaube ich .
Antwort auf Elisabeth Heimlicher Do. 08 Jan 2026, 9:03
auf die ausbildung der journalisten geht PATRIK BAAB gründlich ein. er hat sogar ein buch dazu geschrieben. wie überall, geht es auch hier ums geld: wer kritisch schreibt, verliert die stelle! das freiheits- und demokratiemäntelchen ist weg, das nackte überleben diktiert den text. bei den meisten wenigstens. dann gibt es die überzeugten kriegsgurgeln (strack-zimmermann zb.) und auf der andern seite die journalisten, die trotz allen restriktionen nicht nur die propaganda nachplappern, sondern die sache unvoreingenommen von verschiedenen seiten beleuchten.
Antwort auf Elisabeth Heimlicher Do. 08 Jan 2026, 8:56
sehr gut, ich sehe es auch so. aber dafür muss man sich nicht nur in den msm informieren, sondern eben so kanäle wie das forum und globalbridge und nachdenkseiten und zeitpunkt etc. lesen, auch auf telegram kommt vieles, was „normal“ weggelassen wird.
Die skandinavischen Staaten durften sich eines scheinbar eigenen Weges erfreuen, so lange das Kapital diese Staaten für seine imperialistische Politik nicht brauchte. Man hat aber schon in den 80er Jahren begonnen, diese Staaten demagogisch zu unterwandern. Ich erinnere an die angeblichen sowjetischen U-Boote. Je mehr der Kapitalismus an sein technologisches Ende kommt, um so mehr muss er alle verfügbaren Ressourcen okkupieren. Dank PISA hat man die Bevölkerungen erfolgreich intellektuell neutralisiert.
And besides the "hagia," there are many other fascist-like movements that believe their ideology must be adopted by everyone. I'm referring primarily to LGBTQ , Reichsbürger, LOLA principle adherents, sadomasochists, and pedophiles.
One should therefore not be surprised that one cannot understand the arguments of these people with logic, because they are insane.
More information can be found at "hagia": https://icedrive.net/s/ukPSbu6Ytig3kZuZfYTzgQ9kRF6u
Die meisten der schlimmsten, gefährlichsten und dümmsten aussenpolitischen Entscheidungen und Massnahmen, die in den letzten vier Jahren auf dem europäischen Kontinent, auch in der Schweiz, getroffen worden sind, tragen eine weibliche Unterschrift: Auf der politischen Bühne haben Frauen ihr denkbar Schlechtestes gegeben in einem für mich kaum vorstellbaren Ausmass. Stellvertretend für die Inkompetenz, Kriegslüsternheit, Willkür und Realitätsverweigerung von Frauen sei die Mutter aller Teufel, Ihre Hochwürden Ursula von der Leyen, erwähnt. Das ist meine ehrliche Meinung, die ich mich zu äussern erfreche ...
Antwort auf johann strempfl Mi. 07 Jan 2026, 12:23
@Paolo Martinoni: Danke für Ihren treffenden Kommentar. / Beim rekrutieren der EU-Regierungsmitglieder, auch Dank ,,WEF - Davos,, sind nahezu alle EU-Regierungen inkl. EU mit sogenannte ,,Young Global Leader,, besetzt, bzw. ,,YGL-Eliten,, sitzen an den meisten Schalthebeln. Unter anderem, auch hinter diesen Programmen stehen die USA ! ! Zum Thema, - ,,Unerwartete Krieger: Skandinaviens neue selbstbewusste Haltung,, - bin neugierung, wenn die USA sich Grönland unter dem Nagel reisst, mit welchem Mass diese Länder, insbesonders DK dann messen werden. Für mich ist klar, die USA werden sich in Grönland die Vorherrschaft sichern, denn damit können sie die nördlichen Handelsrouten kontrollieren und dabei RU+CHI langfristigen wirtschaftl. Schaden zufügen. (eine alte Weisheit, der Kontrolleur kann mit wenig Aufwand viel erreichen) ! !
Ich kann Ihnen nur zustimmen ! Ich denke es ist tatsächlich so anzusehen . Man höre sich nur mal die Äusserungen der Dänischen Ministerin oder , wie heist die EU-Aussenministerin , Kallas ?an . Kriegstreiberei in Hochkultur. Das werden sicherlich auch Frauen bestätigen können .
Mir stellt sich schon länger die Frage, sind Machtfrauen friedlichere Oberhöupter ihrer Nation? Oder sind sie eher für eine neue Weltordnung die dem Wirken des DeepState Statement entspricht? Schon das ganz oben angeführte Zitat der ehemaligen finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin, zeigt den weiblichen Sinneswandel zum "Bösen" hin. Marcos, Kindermann, Merkel, U vdL und viele mehr.
Wenn wir uns an unsere Geschichte erinnern: Es heißt, dass in den KZs die Frauenaufseherinnen die schlimmsten waren. Macht holt aus den Frauen ihre schlimmsten Seiten hervor. Sie verunglimpfen unser Geschlecht und alle Vorurteile gegen Frauen werden dann wieder hervorgeholt. Ich bin über diese Weiber stocksauer.
All very apt comments. Thanks to all, especially the author, Stefano di Lorenzo.
Yes, the insanity of the women-warmongers in positions of influence and power such as defense ministers, is beyond the pale. I leave that solution to the local voters, psychoanalysts, and the medical profession. Here's why. The history of addressing or treating disturbed or mentally ill Nordic women is not well known, but here are some insights:
So what did the Nordics or Vikings do with “crazy” women? Based on all available evidence: They did not have a special punishment or execution practice They did not institutionalize or isolate them They likely relied on family care, community tolerance, or spiritual interpretation If behavior was dangerous, the family or local community handled it informally Source: https://talesofvalhalla.com/blogs/tales-of-valhalla-norse-mythology/viking-women-warriors-wives-and-the-real-power-behind-the-throne?utm_source=copilot.com
What troubles me is the Nordic male population's response to this all (or lack thereof.) The trumpet call" "Go spill your blood or lose your life for the clan!" will produce little if put into effect. Death and destruction awaits a hot war with the Russian Federation.
Sure, sure--there were glorious moments for the Finns ("suo̯mɑlɑi̯set") in the "Winter War," but in the end--approximately 422,000 Finns—the entire Karelian population—were evacuated and resettled inside Finland. Plus, about 11% of its territory was ceded to the Soviet Union, including: the Karelian Isthmus and the city of Viipuri (Vyborg,) Ladoga Karelia, Parts of Salla, the Rybachy Peninsula, several Gulf of Finland islands, and a lease of the Hanko Peninsula for a Soviet naval base.
Stalin was a merciless negotiator--would Putin, or even Medvedev be any less in a Finland/ Russia conflict?
Got three hours? Watch: "Tuntematon sotilas" Stunning--and this was before drone warfare: https://www.youtube.com/watch?v=dJkXFwhCFLo&list=PLPFUuFUa75PSLwfVtOujVBcHRx8KhYqFb
Es ist Sache der skandinavischen Länder, mit wehenden Fahnen ebenso unterzugehen, wie z.B. Deutschland, Frankreich u.a. Finnland hat es schon zu spüren begonnen, was es kostet russophob zu sein - Ergebnis ihrer Idiotie: abschmierende Wirtschaft. Aber, wie auch in Deutschland, welche Staatschefs in Europa (mit Ausnahmen) interessieren sich schon für ihr Volk und ihre Wirtschaft.
Wenn ich auf die Überschrift eingehe, so stelle ich fest, dass die skandinavischen Länder plus Finnland keine selbstbewusste Handlung zeigen. Sie wurden gekauft von den USA und von Europa. Die Ukraine ist nur ein Vorwand. Selbstbewusstsein wäre, wenn die skandinavischen Länder plus Finnland einen Friedensweg gehen würden. Aber das wäre von der jetzt dort herrschenden Klasse wohl etwas zuviel verlangt. Sie sind alle kleine Hündchen, die an der Leine des tiefen US-Staates kläffen.
Antwort auf johann strempfl Mi. 07 Jan 2026, 20:33
@Petra Wilhelmi: Danke für Ihren Kommentar. / In all diesen Ländern sitzen an den Schalthebeln ,,YGPL - Leaders,, - diese ,,YGPL,, sind hier um zu sorgen, damit div. Anordnungen (Agenda) entsprechend umgesetzt werden ! ! Aufgrund nahezu unbegrenzten Nachschub wird sich an der jetzigen Situation nicht so bald was ändern ! !
Ja Petra, kenne ich aus Sankt Petersburg vor 2022. Für meine Freunde dort war ganz normal, so rasch rüber nach Finnland zum Einkaufen, so eine Art dicker Wochendeinka, mehrfach Busse pro, Zoll für den Andrang mehrspurig wie Autostrada in Italien. Gleich nach der Grenze riesen Einkaufszentren für jeden Bedarf inkl. Luxus. Man kaufte auch Autos, hatte Datschen dort, bekam locker Schengen-Visa (das hatte und brauchte ja Jeder in LED). Umsatz so 5 Milliarden € pro Jahr! nur aus Russland. Sankt Petersburg Oblast hat ja fast so viele Einwohner wie Finnland. Mit der UA-Sache war dann extrem schnell Schluss, Grenze dicht, wer ein Auto dort zu spät raus holte, sah es nie wieder. Gesamter Umsatz futsch für Finnland. Etwa gleich blöd wie Fracking-Gas zum Mehrfachpreis übers Meer mit Schweroel-Tankern nach grüngrün Germany.
danke. sehr gut und treffend beschrieben und einen bisher unterschätzten beitrag im ukrainekrieg beleuchtend. mir geht es ähnlich wie herrn blumer, auch ich bin enttäuscht von den nordischen staaten. - nun, da trump auch für sie gefährlich werden könnte, hoffe ich, dass sie aufwachen und russlands situation besser begreifen können. vom selbsternannten usa-weltpolizisten, wenn nicht weltherrscher, lauert der imperialismus und herrschaftsanspruch, den sie auf putin und russland projizieren. mit dem brutalen überfall auf venezuela und der gewaltsamen entführung des präsidentenpaars liess trump jede maske fallen! ich als alte frau, die bereits viel erlebt hat, auch weltpolitisch, und die situation nach dem 2. weltkrieg von den eltern noch deutlich mitbekommen und mit dem motto NIE WIEDER KRIEG gelebt hat, staune eins nach dem andern, was sich in den letzten jahren alles als unglaublich gedachte, ereignet hat. all die angezettelten kriege der usa, die panik und der impfdruck bei corona, das angepasste verhalten, ja sogar die kriegstreiberei der spd und der grünen, die akzeptanz der nordstreamsabotage, das wegschauen beim gazavernichtungskrieg, die verurteilung und dämonisierung alles russischen usw. usf. die meisten menschen dösen und schlafen….
The real shift came in the "9/11" era when Denmark and Norway participated in the so called coalition that invaded and occupied Afghanistan and bombed Libya, both war crimes.
That was the shift and two prime ministers: Rasmussen of Denmark and Stoltenberg of Norway were used to drag their countries into these wars and to shut down antiwar voices even in their own political parties. Both were then rewarded with lucrative jobs heading up publc relations for NATO. Stoltenberg is now back in his country, where he a finance minister he is funnelling the wealth of the Norwegian soveregin fund into the US war industries, recently even gutting the ethical board of that fund to do so.
Also, all four of the Nordic countries have recently signed or renewed insane bilateral military pacts with the yankees that go well beyond NATO, to include even ceding sovereginity of certain areas their own territory to rule by the Pentagon in certain conditions.Not just the land: even their own people would be subject to foreign military police as the ruling government.
Here is are some examples: https://www.state.gov/u-s-norway-supplementary-defense-cooperation-agreement-sdca/
With such tools in place, all of the Nordics are one false flag away from being turned into another Ukraine, but now with uniforned troops from the imperial masters even in active fighting too.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Douglas Macgregor: Krieg ohne Plan – Heute Venezuela, morgen Iran
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Das "Trump-Korollar" zur Monroe-Doktrin und der Raub an Venezuela
amerika21.de, 28.12.2025, Von Carlos Fazio, Übersetzung: Hans Weber, estrategia, amerika21
Lateinamerika im Zentrum der neuen US-Sicherheitsstrategie. Psychologische Kriegsführung
Durch gezielte Medienleaks und als Teil der aero-maritimen Militäroffensive in der Karibik konstruieren die psychologischen Operationen der CIA die Achse Caracas–Havanna als "Bedrohung" für die nationale Sicherheit der USA.
James Monroe ist präsent, und seine "Doktrin" wurde in der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten wiederbelebt. Darin wird ausdrücklich erklärt, dass dieser konzeptionelle Rahmen aus dem 19. Jahrhundert auf den amerikanischen Subkontinent im 21. Jahrhundert angewendet wird, einschließlich eines "Trump-Korollars", das eine überarbeitete Version 2.0 der veralteten imperialistischen Expansionsstrategie darstellt und mit seinem Epizentrum in Venezuela heute Mexiko, Kolumbien, Brasilien und ganz Lateinamerika sowie deren geostrategische Ressourcen bedroht.
Das 33-seitige Dokument (https://t.ly/jBXp7) "National Security Strategy of the United States of America" über die neue Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) wurde im November verfasst, aber erst am Abend des 4. Dezember vom Weißen Haus veröffentlicht und verbreitet. Es definiert die zentralen Ziele der US-Außenpolitik und setzt sich den Schutz des US-Staatsgebiets sowie den Zugang zu "strategisch wichtigen geografischen Räumen in der gesamten Region" zum Ziel.
Das Alibi der Trump-Regierung, um ihre neokolonialen Ziele zu verschleiern, verbirgt sich hinter dem Deckmantel der "gemeinsamen Zusammenarbeit" mit den Regierungen des amerikanischen Subkontinents, gegen das, was sie zu Propagandazwecken als "Drogenterroristen", "Kartelle und andere transnationale kriminelle Organisationen" bezeichnet (ein eklatanter Widerspruch, da Trump gerade den ehemaligen Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández, begnadigt hat, der eine 45-jährige Haftstrafe verbüßte, weil er den Drogenhandel aus seinem Land in die USA im Austausch gegen millionenschwere Bestechungsgelder zugelassen hatte).
Ebenso zeigt das Dokument die neomonroistische imperiale Entschlossenheit, eine Region "frei von feindlichen ausländischen Vorstößen" und von "außerhemisphärischen Konkurrenten" zu halten, die über die Fähigkeit verfügen, sich "lebenswichtige Güter anzueignen oder sie strategisch zu kontrollieren" – sei es durch Investitionen oder durch die Kontrolle zentraler Schlüsselressourcen.
Diese Pläne werden wörtlich als Teil eines "Trump-Korollars" der Monroe-Doktrin mit ihrem bekannten Postulat "Amerika für die Amerikaner" (der USA) beschrieben, das 1823 von Präsident James Monroe festgelegt wurde und besagt, dass das Weiße Haus keine "böswillige ausländische Einmischung" in seiner eigenen Hemisphäre dulden wird.
Mit seiner von rassistischem Überlegenheitsdenken und Egozentrik geprägten, gefährlichen Haltung versucht Trump, Präsident Theodore Roosevelt nachzueifern. Dieser fügte in seiner Rede zur Lage der Nation im Jahr 1904 der Monroe-Doktrin ein Korollar hinzu, das seinen Namen trägt. Dies tat er nach der Venezuela-Krise von 1902 bis 1903, als die Kriegsmarinen des Britischen und Deutschen Reichs sowie des Königreichs Italien die Küsten und Häfen Venezuelas blockierten und die sofortige Begleichung der Schulden der Regierung gegenüber den Unternehmen ihrer Landsleute forderten.
Dieses Korollar sah vor, dass die Vereinigten Staaten in die inneren Angelegenheiten lateinamerikanischer Länder eingreifen konnten (eine Rechtfertigung, um sich die Macht einer "internationalen Polizei" zuzuschreiben), wenn diese flagrante und chronische Verfehlungen begingen, und mit dem Ziel, die europäischen Mächte fernzuhalten. Geprägt von einem expansiven Neomonroismus markierte das Roosevelt-Korollar den Aufstieg der USA ins imperialistische Zeitalter durch eine Außenpolitik, die als "Big-Stick-Diplomatie" (oder "Zuckerbrot und Peitsche") bekannt war. Mit den Worten von Gregorio Selser: "Die Monroe-Doktrin, das Zertifikat der imperialen Macht über Lateinamerika … wurde zu einem Element der Herrschaft, als ihr das Roosevelt-Korollar hinzugefügt wurde."1
Als Vorwegnahme des neuen Monroe-Denkmusters à la Trump gab das Weiße Haus am 2. Dezember eine Erklärung zum Jahrestag der alten neokolonialen Strategie heraus, die mit folgenden Worten endete: "Durch mein Trump-Korollar neu belebt, ist die Monroe-Doktrin lebendig und wohlauf, und die Führungsrolle der Vereinigten Staaten ist stärker denn je zurückgekehrt."
In dieser Hinsicht hat die Regierung Trump im Gegensatz zu ihren Vorgängern beschlossen, die militärische Präsenz in "Schauplätzen, deren relative Bedeutung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten in den letzten Jahrzehnten oder Jahren abgenommen hat", zu reduzieren, mit dem Ziel, diese Ressourcen für die westliche Hemisphäre einzusetzen und so den sogenannten "dringenden Bedrohungen" zu begegnen.
An anderer Stelle der Nationalen Sicherheitsstrategie wird betont, wie wichtig es ist, den "kontinuierlichen Zugang (der USA) zu strategisch wichtigen Schlüsselstandorten" auf dem amerikanischen Kontinent sicherzustellen (wie beispielsweise die Rückgewinnung des Panamakanals, die symbolische Kolonisierung des Namens des Golfs von Mexiko und der gescheiterte Versuch, den Militärstützpunkt Manta in Ecuador zu reaktivieren).
Nach Jahren, die das Dokument als "Vernachlässigung" der Region durch aufeinanderfolgende Regierungen im Weißen Haus bezeichnet, wird darin behauptet, dass die USA "die Monroe-Doktrin erneut bekräftigen und durchsetzen werden, um die US-amerikanische Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen".
"Wir wollen sicherstellen, dass die westliche Hemisphäre weiterhin einigermaßen stabil und gut genug regiert ist, um eine Massenmigration in die Vereinigten Staaten zu verhindern und zu entmutigen", besagt das Dokument. Das heißt, es stellt die Grenzsicherheit als Grundpfeiler dar, wodurch die Kontrolle der Migrationsströme zu einer strategischen Priorität erhoben wird. (Eine unmissverständliche Botschaft mit disziplinarischem Charakter, die insbesondere Mexiko betrifft, ohne es jedoch namentlich zu erwähnen).
Aus dem Text geht hervor, dass die Vereinigten Staaten nicht allein mit der Kraft ihrer Schiffe, Raketen und Drohnen handeln würden. Das Dokument weist darauf hin, dass sie Regierungen "einbinden" werden – ein Euphemismus für eine Reihe von Bedeutungen, von Überreden und Druckausübung bis hin zum Rekrutieren –, die ihnen helfen, eine "erträgliche Stabilität" in der Region zu schaffen, sogar über ihre Grenzen hinaus, und daran arbeiten, "die Regierungen der Region, die politischen Parteien und die (politischen und sozialen) Bewegungen in diesen Ländern zu belohnen und zu motivieren, sich der Strategie und ihren Grundsätzen anzuschließen".
Außerdem verbindet das Dokument die nationale Produktion mit Souveränität: "Die Stärkung der industriellen Kraft der Vereinigten Staaten muss zur obersten Priorität der nationalen Wirtschaftspolitik werden" (S. 4). Dementsprechend spricht es sich für die Rückführung von Lieferketten, Investitionen in kritische Bergbauprojekte und die Wiederbelebung der verteidigungsindustriellen Basis aus. Es postuliert auch, dass "wirtschaftliche Sicherheit für die nationale Sicherheit von grundlegender Bedeutung ist" (S. 13) und stellt fest, dass ausgewogener Handel, Schutz des geistigen Eigentums, Energiedominanz (mit Schwerpunkt auf Kohlenwasserstoffen) und eine führende Rolle im Finanzsektor eine untrennbare Einheit bilden. Diese sei offensichtlich durch eine jahrzehntelange Wirtschaftspolitik geschwächt worden, die auf die Anhäufung von fiktivem Kapital statt auf die Schaffung von Wert ausgerichtet war.
In diesem Sinne weist die NSS den Nationale Sicherheitsrat an, mit Unterstützung der "US-Geheimdienstgemeinschaft" "strategische Punkte und Ressourcen in der westlichen Hemisphäre zu identifizieren, um diese gemeinsam mit regionalen Partnern zu schützen und weiterzuentwickeln". Ein (überparteiliches) Ziel, das die Äußerungen der damaligen Chefin des Südkommandos, Generalin Laura Richardson, aus dem Jahr 2023 aufgreift, die unter dem umstrittenen und besitzergreifenden Plural "wir haben" die strategischen Ressourcen in Lateinamerika und der Karibik aufzählte, in einer Liste, die Öl, Lithium, Gold, Seltene Erden, verschiedene Mineralien, Wasser und Böden umfasste, unter der Prämisse, dass Washington diese nun mit anderen Mächten konkurrierend behaupten muss.
Die hemisphärische Wende angesichts der "Bedrohung" durch China
Der Abschnitt über die westliche Hemisphäre markiert einen Wendepunkt. Dort wird offiziell das Trump-Korollar zur Monroe-Doktrin vorgestellt: "Wir werden nicht-hemisphärischen Konkurrenten die Möglichkeit verweigern, Streitkräfte oder andere bedrohliche Fähigkeiten in unserer Hemisphäre zu positionieren oder strategisch zentrale Aktiva zu besitzen oder zu kontrollieren" (S. 15). Diese Formulierung legt einen funktionalen Ausschluss fest: Kein Land des amerikanischen Kontinents darf ohne Konsequenzen Partnerschaften und/oder Handelsabkommen mit Akteuren außerhalb der Hemisphäre eingehen.
Das Dokument geht jedoch noch weiter in Bezug auf Auftragsvergabe und Entwicklung: "Die Bedingungen unserer Vereinbarungen, insbesondere mit den Ländern, die am stärksten von uns abhängig sind und auf die wir daher den größten Einfluss haben, müssen für unsere Unternehmen Exklusivverträge sein. (...) Gleichzeitig müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um ausländische Unternehmen, die Infrastruktur in der Region bauen, zu verdrängen" (S. 19). Insbesondere China, der wichtigste strategische Gegner, und seine Unternehmen.
Diese Leitlinien definieren eine neue Form nominaler Souveränität (die das Selbstbestimmungsrecht der Völker verletzt), die sich nach ihrer Fähigkeit richtet, sich an die US-amerikanische Wertschöpfungskette unterzuordnen. Die USA legitimieren dies, indem sie überlegene Technologie, offene Standards und die Abwesenheit von "Schuldenfallen" anbieten. Demgegenüber bringe die ausländische Hilfe, obwohl sie scheinbar kostengünstig sei, "versteckte Kosten" mit sich (S. 18).
Laut der NSS zeichnet sich die Sichtweise der USA auf ihre hemisphärische Konkurrenz mit China durch strategische Klarheit, funktionalen Realismus und eine starke normative Komponente aus. Es handelt sich nicht um eine abstrakte oder ideologische Ablehnung des chinesischen Einflusses, sondern um eine strukturelle Reaktion auf eine konkrete Tatsache: China ist es gelungen, durch Investitionen in Infrastruktur, Energie, Bergbau und Telekommunikation tief in die Hemisphäre vorzudringen, insbesondere in Ländern, in denen die USA ihre wirtschaftliche Präsenz reduziert oder Sanktionen und andere Zwangsmaßnahmen verhängt hatten, wie beispielsweise Venezuela und Kuba.
Das Dokument beschreibt diese Dynamik ohne Umschweife: "Nicht-hemisphärische Wettbewerber haben bedeutende Vorstöße in unsere Hemisphäre unternommen, um uns sowohl derzeit als auch in Zukunft wirtschaftlich und strategisch zu schaden" (S. 17). Damit wird ausdrücklich eingeräumt, dass China nicht als "feindliche ausländische Macht" im traditionellen (militärischen) Sinne agiert, sondern als funktionaler Konkurrent: Es bietet schnelle Finanzierungen, scheinbar kostengünstige Infrastruktur und Vereinbarungen ohne explizite politische Auflagen – ein entscheidender Vorteil gegenüber den langwierigen Verfahren, strengen Vorschriften und Forderungen nach Strukturreformen westlicher Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank, alten Instrumenten der imperialen Herrschaft durch den Dollar und die Absichtserklärungen aus der Zeit des Kalten Krieges.
Angesichts dessen schlagen die USA eine hybride Strategie aus selektiver Verdrängung und aktiver Ersetzung vor:
Sie treiben eine Kampagne zur Diskreditierung des chinesischen Angebots voran, die das Wirtschaftliche in Strategisches verwandelt: Eine Mine, ein Hafen oder ein 5G-Netz sind demnach nicht nur kommerzielle Projekte, sondern Risikoknotenpunkte, wenn sie unter nicht-hemisphärischer (nicht-US-amerikanischer) Kontrolle stehen; die sogenannten "versteckten Kosten" in Form von Spionage, Cybersicherheitsrisiken, Schuldenfallen und anderen Mechanismen (S. 18).
Sie ordnen an, die Genehmigungsverfahren für US-amerikanische Finanzierungsmechanismen zu beschleunigen, damit diese wettbewerbsfähige Laufzeiten und Konditionen bieten: "Wir werden unser eigenes System reformieren, um Genehmigungen und Lizenzen zu beschleunigen, damit wir wieder zum bevorzugten Partner werden" (S. 18).
Sie brechen mit dem Diskurs des "freien Marktes": Die USA konkurrieren nicht mehr auf dem Markt, sondern definieren die Regeln des Marktes selbst neu, um China auszuschließen.
Sie bekräftigen das Narrativ, wonach die USA als Partner auftreten, die Transparenz, überlegene Technologie und Schutz vor "Unterordnung" bieten. China hingegen bietet laut NSS keine Zusammenarbeit, sondern verdeckte Abhängigkeit. Die USA bieten hingegen "echte" Souveränität, die als Souveränität im Einklang mit der US-amerikanischen Wertschöpfungskette definiert wird.
Auf diese Weise zeigt die NSS, dass die USA den chinesischen Vormarsch in Lateinamerika nicht unterschätzen. Im Gegenteil: Sie betrachten ihn als Beweis für einen historischen Fehler – die hemisphärische "Nachlässigkeit" – und machen ihn zur Grundlage einer Politik der aktiven Umkehr. Nun wird um die Kontrolle über die Produktionsmittel der Souveränität gerungen: Infrastruktur, Energie, Logistik, Daten, technische Standards.
In diesem Zusammenhang erscheint Venezuela aufgrund seiner expliziten Allianz mit China in den Bereichen Erdöl, Gold, Coltan, Satelliten und Häfen als kritischer Fall: nicht weil es der größte Empfänger chinesischer Investitionen ist (was nicht der Fall ist), sondern weil seine Beharrlichkeit als multipolarer Knotenpunkt die Tragfähigkeit dieser Alternative legitimiert. Deshalb setzt die US-Strategie darauf, dass Washington durch die Vertreibung Chinas aus der Hemisphäre nicht nur seinen Einfluss zurückgewinnt, sondern auch die Bedingungen für seine Hegemonie wiederherstellt: eine Welt, in der die Souveränität anderer Staaten daran gemessen wird, inwieweit sie die Interessen der USA nicht beeinträchtigen.
Venezuela stellt somit die größte Herausforderung für diese Doktrin dar:
Es unterhält strategische Allianzen mit China, Russland und dem Iran.
Es kontrolliert kritische Ressourcen, ohne deren Verwaltung an ausländisches oder verbündetes Kapital abzugeben.
Und es hat Handelsmechanismen entwickelt, die den Dollar und westliche, hegemonische Wertschöpfungsketten umgehen.
Die NSS räumt ein: "Einige Einflüsse werden angesichts der politischen Annäherung zwischen bestimmten lateinamerikanischen Regierungen und bestimmten ausländischen Akteuren nur schwer rückgängig zu machen sein" (S. 17).
Aus Sicht des Dokuments ist Venezuela ein für die Interessen des US-amerikanischen Imperialismus nicht-funktionaler Präzedenzfall: Es zeigt, dass es möglich ist, eine autonome und souveräne Außenpolitik zu betreiben, selbst unter anhaltendem Druck und Zwangsmaßnahmen. Neben wirtschaftlichen, handelspolitischen und finanziellen Sanktionen, der militärischen Luft- und Seeblockade in der Karibik, geheimen CIA-Operationen innerhalb Venezuelas und einem kognitiven Krieg2 mit Schwerpunkt auf Propaganda und Fake News strebt die Trump-Regierung einen Regimewechsel an, will aber auch das im Aufbau befindliche bolivarische Sozialismusmodell außer Kraft setzen. Letztendlich geht es darum zu zeigen, dass kein Land außerhalb der "Ordnung" der selektiven Souveränität bestehen kann.
All dies lässt darauf schließen, dass das Weiße Haus in der Ära Trump die Rückeroberung einer Region ankündigt, die es als ihm aus eigenem Recht zustehend betrachtet, und dabei keinen strategischen Bereich außer Acht lässt. Solange Venezuela jedoch ein nicht funktioneller, aber hartnäckiger Akteur bleibt, wird das Trump-Korollar einen blinden Fleck haben.
Und solange dieser blinde Fleck besteht, wird der amerikanische Subkontinent im Sinne der NSS nicht vollständig "stabil" sein. Die Strategie der USA setzt darauf, dass die Zukunft mit den USA gestaltet wird oder es einfach keine Zukunft gibt. Im Gegensatz dazu setzt Venezuela, ebenso wie Kuba, darauf, dass die Zukunft mit voller Souveränität und organisierter Beteiligung der Bevölkerung gestaltet wird. In diesem Sinne formalisiert die neue NSS die Maßnahmen, die sie bereits seit einigen Monaten mit der Militarisierung der Karibik ergreift.
Der Anruf zwischen Trump und Maduro und die Kriegspropaganda
In den verschiedenen Formen der heutigen Kriegsführung (unkonventioneller, irregulärer oder asymmetrischer Krieg, psychologischer Krieg, kognitiver Krieg, Krieg der vierten Generation, Cyberkrieg, Soft Power usw.) spielen die hegemonialen Massenmedien jedes Mal eine wesentliche Rolle, wenn sich das US-Imperium auf eine Konfrontation einstellt.
Ihre Hauptaufgabe besteht nicht darin, über reale Fakten und aktuelle Ereignisse zu berichten, sondern "Zustimmung" für die bereits bestehende Agenda Washingtons zu erzeugen. Das heißt, das Publikum durch narrative Kontrolle und Meinungsbildungsstrukturen, die von seinen Geheimdiensten produziert werden, zu verwirren und zu täuschen. Diese Strukturen werden durch die Manipulation von Algorithmen aus dem Silicon Valley, imperiale Informationsoperationen wie Wikipedia und zunehmend durch KI-Chatbots, die sich im Besitz von milliardenschweren Verbündeten des Trumpismus befinden, verstärkt.
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Dies ist hier relevant, weil die New York Times am 28. November einen "informativen" Artikel von Maggie Haberman und Anatoly Kurmanaev mit dem reißerischen Titel "Trump und Maduro telefonierten letzte Woche miteinander" veröffentlichte, der eine Zusammenfassung mit folgendem Inhalt enthielt: "Die Staatschefs sprachen über ein mögliches Treffen, selbst während die USA weiterhin mit militärischen Maßnahmen gegen Venezuela drohen."
Als Verantwortliche für die Berichterstattung über Donald Trump im Weißen Haus beziehungsweise über aktuelle Ereignisse in Russland sind Haberman und Kurmanaev zweifellos zwei gute und erfahrene Journalisten. Umso auffälliger war daher die Ungenauigkeit des Datums: "letzte Woche". Noch auffälliger waren jedoch die Quellen: "verschiedene Personen mit Kenntnis der Angelegenheit", "Personen, die mit der Angelegenheit vertraut waren und denen Anonymität gewährt wurde, da sie nicht befugt waren, sich öffentlich zu diesem Thema zu äußern". Abgesehen von der Nachricht, dass sie telefoniert hatten und dass sich die beiden Staatschefs treffen könnten, war die einzige weitere "informative" Angabe in dem Artikel, dass Außenminister Marco Rubio daran beteiligt gewesen sei. Es gab jedoch keine Primärquelle.
Sie hielten immerhin fest, dass sich eine Sprecherin des Weißen Hauses geweigert habe, Stellung zu nehmen, und dass die venezolanische Regierung auf eine Bitte um Stellungnahme nicht reagiert habe. Außerdem wurde berichtet, dass zwei Personen aus dem Umfeld der venezolanischen Regierung bestätigten, dass ein direktes Telefonat zwischen den beiden Staatschefs stattgefunden habe. Sie wollten jedoch nicht namentlich genannt werden, da sie nicht befugt seien, sich öffentlich zu äußern.
Der Rest waren Angaben zum Kontext, darunter aufgewärmte Informationen aus einem Times-Artikel vom Oktober, der ebenfalls ohne Quellenangaben behauptete, Maduro habe den USA "eine bedeutende Beteiligung an den Ölvorkommen des Landes angeboten, um die Spannungen abzubauen". Über das Gespräch selbst gab es jedoch nichts Substanzielles.
Es ist offensichtlich, dass jemand aus dem Umfeld Trumps diese spärlichen Informationen hat durchsickern lassen. Zu welchem Zweck? Das ist nicht klar. Die New York Times erhielt den "Scoop". Aber wurde sie als Teil einer psychologischen Operation im Rahmen des politischen Krieges genutzt? Im Jargon der Geheimdienste wurde die "Information" gezielt eingespeist und von verschiedenen internationalen Nachrichtenagenturen und Medien aufgegriffen.
Einen Tag später trug die Aussaat Früchte: Die argentinische Webplattform Infobae, die dem milliardenschweren Medienunternehmer Daniel Hadad gehört – in seinem Land bekannt dafür, dass sie offen falsche Informationen verbreitet, wahrscheinlich in Komplizenschaft mit ihren eigenen "Quellen" aus Justiz und Polizei, und mit einer rechtsgerichteten und volksfeindlichen redaktionellen Linie –, veröffentlichte aus Washington einen Artikel ihres Korrespondenten Román Lejtman, in dem er behauptete, dass der "republikanische Anführer" (Trump) den "venezolanischen Diktator" (Maduro) gewarnt habe, dass er kurzfristig die Macht abgeben müsse, sonst würden die militärischen Maßnahmen verstärkt.
Ohne Quellenangabe behauptete das Medium, Trump habe Maduro gesagt, dass zusammen mit ihm auch "die wichtigsten Persönlichkeiten des Regimes, die von illegalen Geschäften (Drogen, Waffen, Öl) profitiert und ein repressives System errichtet haben, das systematisch die Menschenrechte verletzt", Venezuela verlassen müssten. Angeblich betrafen Trumps Forderungen den Innenminister Diosdado Cabello, den Verteidigungsminister General Vladimir Padrino und die Geschwister Delcy und Jorge Rodríguez, Vizepräsidentin beziehungsweise Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, "Schlüsselfiguren des inneren Machtzirkels, die mit Maduro, dem Chef des Sonnenkartells, zusammenarbeiten".
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Artikel alle propagandistischen Elemente der psychologischen Operationen (PsyOp) und des kognitiven Krieges der Central Intelligence Agency (CIA) gegen Nicolás Maduro vereinte. Mit einer Informationsverzerrung, die den Fokus auf eine Person richtete: "Die Einbeziehung von (Marco) Rubio in den Kontakt mit Maduro bedeutet, dass die republikanische Regierung bereits alternative Taktiken gegenüber dem populistischen Regime verworfen hat."
Ein paar Tage später schlossen sich die britische Nachrichtenagentur Reuters (die angab, dass das Gespräch 15 Minuten dauerte und am 21. November stattfand) und die Zeitung Miami Herald (inoffizieller Sprecher Rubios im Bundesstaat Florida) der Medienkampagne an, im Rahmen dessen, was man als "neuen Journalismus mit anonymen Quellen" bezeichnen könnte.
Die groß aufgemachten "Enthüllungen" betonten ein angebliches Ultimatum Trumps an den "starken Mann" Venezuelas: zurücktreten und ins Exil an einen Ort seiner Wahl gehen oder sich den militärischen Maßnahmen der USA stellen. Maduro wiederum habe eine angebliche "Amnestie" für sich und seine Familie sowie Aufhebung aller US-Sanktionen gegen rund hundert venezolanische Beamte und die Einstellung des Verfahrens beantragt, das die USA vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen angeblicher "Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Venezuela" führen.
Insbesondere entsprach die Darstellung von Reuters eher einer politischen Konstruktion als einer sachlichen Rekonstruktion der Fakten, die darauf abzielte, ein Bild der Vorherrschaft der USA und einer angeblichen Niederlage Venezuelas zu vermitteln, was rechtlich unmöglich ist, da die USA nicht Vertragspartei des Römischen Statuts sind und den IStGH direkt sanktioniert haben. Durch diesen Widerspruch wird die Erzählung entkräftet.
Bis zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels hat Trump, der den Anruf bestätigte und sagte, dass er "weder gut noch schlecht verlaufen" sei, mit seiner mafiösen, stets zweideutigen und kryptischen Sprache keine konkreten Angaben gemacht. Maduro wiederum bezeichnete das Telefongespräch als "freundlich und respektvoll"; er sagte, es sei vom Weißen Haus zum Miraflores-Palast initiiert worden, und betonte seine Vorliebe für diplomatische Zurückhaltung: "Ich mag keine Mikrofon-Diplomatie. Wenn es um wichtige Dinge geht, muss man still sein, bis sie geschehen sind." Und er lehnte es ab, weitere Details zu nennen.
Es ist anzunehmen, dass Maduro weiß, dass Freundlichkeit die Lügen und Betrügereien seines Gegners nicht entschuldigt, weshalb er in höchster Alarmbereitschaft sein muss. Dies gilt umso mehr angesichts des Niedergangs der Hegemonie des Imperiums, da Trump dringend beweisen muss, dass er weiterhin der Herrscher über sein Mittelmeer ist: die Große Karibik. Dies wurde, wie oben erwähnt, mit der Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA bestätigt, die das Trump-Korollar zur Monroe-Doktrin hinzufügt.
Der Plot der "kubanischen Spione", die bereit seien, Maduro zu töten
Mit Anklängen an Roosevelt und im Stil der konservativen Restauration der Reagan-Ära wurde der trumpistische Neomonroismus mit Epizentrum in Venezuela zuvor aus den Kellern der CIA, in denen Falschmeldungen und andere Tricks ausgeheckt wurden, durch eine parallele, ergänzende Erzählung genährt, die darauf abzielte, die kubanische Regierung zu dämonisieren.
Laut einem Bericht der US-Nachrichtenwebsite Axios vom 25. November hätten "hochrangige Beamte" der US-Regierung enthüllt, dass Nicolás Maduro "befürchtet, von seinen eigenen kubanischen Verbündeten ermordet zu werden, wenn er sich entscheidet, die Macht in Venezuela abzugeben". Laut dem Medium, das die Informationen den "US-Geheimdiensten" zuschrieb, befürchtete Maduro, von seinen kubanischen Beratern beseitigt zu werden, falls er die Macht abgeben sollte, da "Havanna die Sicherheits- und Gegenspionagedienste des venezolanischen Regimes kontrolliert".
In dem Dokument heißt es: Maduro "weiß zu viel" über die "geheimen Abkommen zwischen beiden Regierungen, darunter Finanztransfers, Drogenhandelsnetzwerke und gemeinsame Geheimdienstoperationen, was ihn zu einem Risiko für die Interessen der kubanischen Diktatur macht, wenn er von der Macht fällt (…) Ein Teil der Herausforderung, ihn zum Rücktritt zu bewegen, besteht darin, dass seine eigenen kubanischen Handlanger ihn hinrichten könnten, wenn er dem Druck der USA nachgibt".
Am selben Tag veröffentlichte die Finanzzeitung The Wall Street Journal (WSJ), die dem Milliardär Rupert Murdoch gehört, unter Berufung auf eine "Quelle aus dem Umfeld der Chavisten" einen Artikel mit dem Titel "Der Grund, warum Maduro nicht friedlich zurücktreten wird". Laut der Analyse des WSJ, die unter anderem von den internationalen Medien France24, Infobae und dem Diario de las Américas (einem alten Instrument der CIA seit Beginn des Kalten Krieges) aufgegriffen wurde, halten es "verschiedene Analysten" für unwahrscheinlich, dass Maduro zu Verhandlungen über einen friedlichen Machtwechsel bereit ist, da ihm innerhalb und außerhalb Venezuelas strafrechtliche Verantwortlichkeiten angelastet werden könnten. Sie versichern zudem, dass diese Bedenken auch "sein enger Kreis, bestehend aus namhaften Persönlichkeiten der Militärführung", teilt.
Unter Berufung auf den ehemaligen US-Diplomaten in Venezuela, Brian Naranjo, wies die Zeitung darauf hin, dass die Offiziere der venezolanischen Armee, "die die Machtbasis von Maduro bilden (…), Gefahr laufen, von einer neuen Regierung in Caracas strafrechtlich verfolgt zu werden", weshalb "der Zusammenhalt des Regimes von der Notwendigkeit abhängt, seine Kriminalität aufrechtzuerhalten und seine Haut zu retten".
Innerhalb weniger Stunden verbreiteten sich die auf anonymen Quellen von Axios und The Wall Street Journal basierenden Falschmeldungen in Portalen, sozialen Netzwerken und Meinungskolumnen, als handele es sich um nachgewiesene Tatsachen. Und die Vermutungen wurden zu eindeutigen Schlagzeilen wie "Maduro könnte von kubanischen Spionen hingerichtet werden, wenn er das Land verlässt" oder "Die Vereinigten Staaten glauben, dass Kuba bereit wäre, Nicolás Maduro zu ermorden, wenn er versucht, aus Venezuela zu fliehen".
Wie die kubanische Journalistin Rosa Miriam Elizalde im Artikel "Fantasía homicida" ("Mörderische Fantasie") in der mexikanischen Zeitung La Jornada am 4. Dezember 2025 feststellte, hat die Sucht nach "anonymen Quellen" im Krieg der USA gegen Venezuela "die Lüge zu einem bequemen und profitablen Zufluchtsort gemacht". Tatsächlich wurden die "kubanischen Spione" und andere Erfindungen, die im Dunkeln von Lecks aus unbekannten Quellen entstanden waren, der Öffentlichkeit als ein weiterer Teil des geopolitischen "Realismus" präsentiert, obwohl sie in Wirklichkeit nicht einmal die Mindestanforderungen an eine Überprüfung erfüllt hatten.
Laut Elizalde griff die Redaktion des Wall Street Journal das falsche Narrativ Washingtons auf und wiederholte, dass der venezolanische Präsident "nicht ganz Herr seines Schicksals" sei, da sein politisches Überleben von den Verbündeten Havannas abhänge. Elizalde schrieb: "Niemand erinnert sich mehr daran, dass all dies von der verlogensten Regierung in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten stammt (es war nicht die Zeitung Granma, sondern The Washington Post Fact Checker, der mehr als 30.000 falsche oder irreführende Aussagen von Donald Trump gezählt hat)."
Laut der Mitarbeiterin von La Jornada sowie anderer Medien "erfüllt die mörderische Fantasie von 'kubanischen Spionen', die bereit sind, Maduro zu töten, mehrere ganz konkrete Funktionen. Erstens dämonisiert sie Kuba und stellt seine Regierung nicht nur als ‚autoritäres Regime’ dar, sondern als kriminelle Struktur, die in der Lage ist, einen ausländischen Staatschef kaltblütig zu beseitigen. Es geht nicht mehr nur um die alte 'Troika der Tyrannei' des ehemaligen Sicherheitsberaters John Bolton, mit der er Kuba, Venezuela und Nicaragua bezeichnete, sondern darum, die kubanischen Geheimdienste als internationalen Auftragsmordapparat darzustellen".
Zweitens löscht sie den venezolanischen Staat aus: "Wenn Maduro nur eine Geisel Havannas ist, verschwinden die venezolanische Gesellschaft, ihre Streitkräfte und ihre politischen Akteure aus dem Bild und werden zu Statisten in einem Drehbuch, das in einer anderen Hauptstadt geschrieben wurde." Drittens trägt sie dazu bei, "ein Gefühl der Unvermeidbarkeit eines Krieges zu erzeugen: Wenn Havanna bereit wäre, jeden Rücktritt 'mit brachialen Mitteln' zu verhindern, würde der diplomatische Weg von vornherein diskreditiert und politische Lösungen würden als naive Illusionen erscheinen. Die Lüge ist also keine isolierte Grobschlechtigkeit, sondern Teil einer Kampagne, um den Eindruck zu festigen, dass es keine politischen Wege mehr gibt und 'härtere' Optionen unvermeidlich sind". Ergo: militärischer Charakter.
Wie Rosa Miriam Elizalde folgert, laute die Schlusssequenz dieser Gleichung: "Nach Caracas wäre Havanna das nächste natürliche Ziel". Der Leitartikel des Wall Street Journals geht sogar so weit, mit der Möglichkeit zu spielen, dass nach der Einsetzung einer "demokratischen" Regierung in Venezuela "das kubanische Volk gegen seine Diktatoren aufbegehren würde", als wäre die Region das Schachbrett einer einzigen, sequenziellen Offensive.
In diesem Zusammenhang flogen am 9. Dezember in einer klaren Provokation zwei F/A-18 Super Hornets, deren Transponder absichtlich eingeschaltet waren, um in Echtzeit vom Satelliten erfasst zu werden, 40 Minuten lang über den Golf von Venezuela, und Mitte Dezember ging der Filibuster Trump noch einen Schritt weiter in der politisch-militärischen Eskalation gegen die Regierung von Nicolás Maduro, indem er der Presse in seinem typisch prahlerischen Stil mitteilte, dass US-Sturmtruppen einen Tanker "vor der Küste" des südamerikanischen Landes beschlagnahmt hätten und er vorhabe, das Öl zu behalten.
Caracas bezeichnete den Vorfall als "dreisten Raub und Akt internationaler Piraterie" und erklärte, dass dieser Vorfall "endlich die wahren Gründe für die anhaltende Aggression" Washingtons offenbart habe: Es gehe nicht um Migration. Es gehe nicht um Drogenhandel. Es gehe nicht um Demokratie. Es gehe nicht um Menschenrechte. Es ging immer um die natürlichen Ressourcen, um Öl, um Energie, um Ressourcen, die ausschließlich dem venezolanischen Volk gehören.
Aus Sicht der venezolanischen Exekutive hatte die Ankündigung Trumps, die auf den "Raub" der Raffinerie Citgo folgte – einst das wichtigste Auslandsvermögen der bolivarischen Nation –, "durch betrügerische juristische Mechanismen und unter Umgehung jeglicher Normen", den Zweck, von dem Fiasko der Verleihung des Friedensnobelpreises an María Corina Machado abzulenken. Sie zählt zu den zentralen Köpfen des extremistischen Flügelsextremistischen Flügels der venezolanischen Opposition und befürwortet eine militärische Intervention der USA in ihrem Land als Königsweg zum Zugang zur Regierung.
Die Politikerin nahm nicht an der in Oslo inszenierten politischen Show teil, bei der erneut die Manipulationen und das Scheitern jener offengelegt wurden, die seit Jahren erfolglos versuchen, durch Gewalt und in offener Komplizenschaft mit den westlichen Regierungen, Vasallen Washingtons, einen "Regimewechsel" herbeizuführen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trumps Offensive gegen Maduro eine imperiale Strategie offenbart, die sich um den Energiekrieg dreht – das alte geopolitische Handlungsmuster der USA, Energie zu kontrollieren, um die Welt zu kontrollieren – sowie die Besessenheit, das multipolare Projekt unter Führung Russlands, Chinas und der BRICS-Allianz, zu der auch Brasilien gehört, zu unterdrücken. Mit seinem Vorgehen gegen Venezuela greift Trump nicht ein isoliertes Regime an, sondern einen strategischen Dreh- und Angelpunkt zwischen Moskau, Peking und der südlichen Hemisphäre.
Es ist gleichzeitig klar, dass Trump auch versucht, den Übergang zum Sozialismus in Venezuela zu behindern und nebenbei Kuba noch stärker unter Druck zu setzen, Länder, die angesichts der Gleichgültigkeit der meisten Regierungen unseres Amerikas weiterhin den Prozess der konservativen Restauration unter Trump herausfordern und sich an die Spitze des Konflikts zwischen Bolivarismus und Monroismus stellen.
* Carlos Fazio ist ein uruguayisch-mexikanischer Journalist, Schriftsteller und Analyst sowie Kolumnist bei der mexikanischen Zeitung La Jornada.
2. Kognitive Kriegsführung bezeichnet Strategien, die darauf abzielen, Wahrnehmungs-, Deutungs- und Entscheidungsprozesse von Individuen und Gesellschaften systematisch zu beeinflussen. Im Unterschied zur klassischen psychologischen Kriegsführung, die vor allem auf die Verbreitung gezielter Botschaften und Propaganda setzte, richtet sich kognitive Kriegsführung auf die Gestaltung von Informations- und Wahrnehmungsumgebungen insgesamt, etwa durch mediale Dynamiken, digitale Plattformen und narrative Rahmungen. Ziel ist weniger die unmittelbare Überzeugung als vielmehr die langfristige Beeinflussung von Sinnproduktion, Meinungsbildung und Vertrauen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Trumps Plan, Venezuela zu „führen“, ist reines Wunschdenken
All the Zionists weasels squeal in glee at the goycattle fighting their wars
Alle zionistischen Wiesel quietschen vor Freude, wenn die Goj-Viehherden ihre Kriege führen.
I am asking Trump to free my country of satanism and liberate it from demons, gangsters & international mafia. My country is Palestine, I´ll prove
Ich bitte Trump, mein Land vom Satanismus zu befreien und es von Dämonen, Gangstern und der internationalen Mafia zu befreien. Mein Land ist Palästina, ich werde es beweisen.
Max Blumenthal und Anya Parampil von The Grayzone diskutieren über Donald Trumps offen koloniales Versprechen, Venezuela zu „führen“, indem er dessen Öl und Ressourcen durch eine ferngesteuerte Besetzung kontrolliert, nachdem er Präsident Nicolás Maduro entführt hat.
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08.01.2026
Selenskij: USA sollten Tschetschenien-Chef Kadyrow entführen
freedert.online, 8 Jan. 2026 08:22 Uhr
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij hat die USA aufgefordert, mehr Druck auf Russland auszuüben. Er schlug vor, Tschetschenien-Chef Ramsan Kadyrow zu entführen, um "eine deutliche Botschaft" an Präsident Wladimir Putin zu senden.
Wladimir Selenskij hat am Mittwoch seine westlichen Unterstützer aufgefordert, mehr "Druck" auf Russland auszuüben, um den Ukraine-Konflikt zu beenden. Der ukrainische Machthaber schlug vor, dass die USA Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, entführen könnten, um den Verhandlungsprozess angeblich zu beschleunigen.
Selenskij lobte das Vorgehen der USA gegen Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro:
"Die ganze Welt kann das Ergebnis sehen. Sie haben es schnell geschafft. Nun, dann sollen sie doch irgendeine Operation gegen Kadyrow durchführen. Vielleicht sieht Putin das dann und denkt darüber nach."
Der Tschetschenien-Chef reagierte prompt und warf Selenskij vor, er versuche, den Verhandlungsprozess zu stören, anstatt ihn zu rationalisieren, und forderte ihn auf, "sich wie ein Mann zu verhalten" und selbst Maßnahmen zu ergreifen, anstatt sich hinter den US-Amerikanern zu verstecken. Kadyrow schrieb auf seinem Telegram-Kanal:
"Der Clown schlägt vor, dass die US-Behörden mich entführen sollen. Wohlgemerkt, er hat nicht einmal gedroht, dies selbst zu tun, wie es ein Mann tun würde. Er hat nicht einmal versucht, diesen Gedanken in Betracht zu ziehen. [Selenskij] hat feige angedeutet, dass es ihm nichts ausmachen würde, sich zurückzuhalten und aus sicherer Entfernung zuzusehen."
Die USA haben am Wochenende einen Überraschungsangriff auf Venezuela durchgeführt, die Hauptstadt Caracas bombardiert und eine Spezialeinheit entsandt, um Maduro und seine Frau zu entführen. Das Paar wurde anschließend nach New York gebracht, wo ihm verschiedene Strafanzeigen, darunter Drogenhandel, zur Last gelegt werden. Maduro hat alle Anschuldigungen vehement zurückgewiesen und sich selbst als "Kriegsgefangenen" bezeichnet.
US-Präsident Donald Trump hat offen erklärt, dass Washington Venezuela bis zu einem "geordneten Übergang" "regieren" werde, und der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez mit einer noch "höheren Strafe" gedroht, sollte sie sich den Forderungen Washingtons widersetzen. Die USA haben angekündigt, die Kontrolle über die venezolanischen Ölexporte zu übernehmen, wobei Trump behauptet, die Übergangsregierung des Landes werde 30 bis 50 Millionen Barrel "hochwertiges, sanktioniertes Erdöl" an Washington "übergeben". Während Rodríguez geschworen hat, dass ihr Land "niemals wieder zur Kolonie eines anderen Imperiums werden wird", signalisierte sie auch Offenheit für eine "Zusammenarbeit" mit Washington.
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08.01.2026
nachdenkseiten.de, 08. Januar 2026 um 14:00 Ein Artikel von Gábor Stier
Die europäischen „Tatkräftigen“ und Kiew haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den verlorenen Krieg in der Ukraine auf diplomatischem Wege zu gewinnen oder zumindest ein Unentschieden herauszuholen. Nach der erfolgreichen Operation in Venezuela, die die Position der „Falken“ in Trumps Umfeld gestärkt hat, sehen sie nun eine neue Chance. Wie wollen Kiew und die Europäer Trump „umprogrammieren“? Ein Beitrag von Gábor Stier, aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.
Der Erfolg der Venezuela-Aktion, die Entführung von Nicolás Maduro, hat das Selbstvertrauen von Donald Trump und seinem Umfeld gestärkt. Innerhalb dieses Kreises hat die Position der „Falken“ sichtlich an Gewicht gewonnen – jener Kräfte, die in den Verhandlungen mit Russland stets gegen die von Steve Witkoff vertretene Linie opponierten, dem sie ein zu großes Verständnis für die Forderungen Moskaus vorwarfen.
Es erscheint daher logisch, dass Kiew in dieser Situation versucht, den Moment zu nutzen, um Trump von Witkoffs Programm – einer Beendigung des Krieges um jeden Preis – auf die härtere Linie von Außenminister Marco Rubio und CIA-Direktor John Ratcliffe umzuschwenken.
Die europäischen „Tatkräftigen“ stützen Kiew in diesem Bestreben; ein neues Selbstbewusstsein, das auch die Pariser Gespräche am Dienstag dominierte. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kündigte bereits vor dem Treffen Dokumente an, die der Ukraine Sicherheit nach Kriegsende garantieren sollen. Laut westlichen Leitmedienberichten könnten diese Abkommen – allen Warnungen aus Moskau zum Trotz – sogar die Stationierung von US- und anderen NATO-Truppen in der Ukraine festschreiben.
Kiew und die Europäer bestanden von Anfang an darauf, jene Klausel aus dem US-Regelungsplan zu streichen, die auf dem Rahmenabkommen von Alaska zwischen Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin basierte und die Stationierung von NATO-Truppen in der Ukraine ausschloss.
Paris und der Traum von der „robusten Verteidigung“
Schon gegen Ende 2025 verdichteten sich die Hinweise auf ein Einlenken Trumps: Er solle der Stationierung europäischer Verbände nicht nur zugestimmt, sondern ihnen sogar den Schutz durch die US-Luftwaffe und Geheimdienste zugesagt haben. Offiziell bestätigt wurde dies jedoch nicht. Wie sehr der Appetit Kiews und der Europäer gewachsen ist, zeigten Leaks während des Treffens in Paris: Demnach könnten nach Kriegsende auch US-Truppen in der Ukraine stationiert werden, die im Rahmen einer Waffenruhe-Überwachung nicht-kampfbezogene Aufgaben übernehmen würden.
Wir landen also erneut beim Status quo: Während Washington sein Engagement strikt auf Logistik und die Drohnen-Überwachung des Waffenstillstands begrenzt, schrauben Brüssel und Kiew ihre Erwartungen immer weiter nach oben und werden ihre Aussichten auf eine solche „robuste Verteidigung“ immer optimistischer.
Die nach dem Treffen veröffentlichte Erklärung stellt Kiew internationale Friedenstruppen in Aussicht, sobald die Waffen schweigen. Das Dokument weist den USA dabei eine Schlüsselrolle zu: Washington soll nicht nur den gesamten Überwachungsmechanismus anführen, sondern den europäischen Verbündeten auch den Rücken stärken, falls Russland erneut angreifen sollte. Parallel dazu treiben die „Tatkräftigen“ die Militärkooperation voran: Sie wollen multinationale Truppen stationieren und die ukrainische Armee massiv aufrüsten. Eine Sonderkommission soll künftig über Reaktionen bei Waffenruhe-Verstößen entscheiden – doch die alles entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Was passiert konkret bei einer neuen russischen Offensive?
Ein europäischer Diplomat bemerkte dazu:
„Im Grunde diskutieren wir immer noch darüber, ob wir das Feuer erwidern oder uns zurückziehen.“
Auch die Stärke der zu stationierenden Truppen ist nicht geklärt. Derzeit zeichnet sich ein Kontingent von 15.000 bis 20.000 Mann ab, dessen Großteil von Frankreich und Großbritannien gestellt würde, während die Türkei für die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer verantwortlich wäre. Deutschland, Polen und Italien würden definitiv keine Soldaten in die Ukraine schicken, sich jedoch von außerhalb an der Logistik beteiligen. Geleakt wurde zudem, dass die Truppen höchstwahrscheinlich in der Westukraine stationiert würden, um ukrainische Soldaten zu unterstützen und auszubilden.
Wie gewohnt äußerte sich auch Oleksij Arestowytsch mit einer interessanten Meinung zu diesem Thema. Laut dem ehemaligen Präsidentenberater planen die westlichen Länder die Entsendung von Friedenstruppen nicht zur Abschreckung Russlands, sondern um einen möglichen Bürgerkrieg in der Ukraine zu verhindern. Die Aufgabe der ausländischen Kontingente bestünde primär darin, die Sicherheit von Wahlen zu garantieren und Verstöße gegen den Waffenstillstand zu beobachten.
Die Falle der Falken: Eskalation als Friedensplan?
Doch bei aller Euphorie über diese selbstbewussten und optimistischen Pläne dürfen wir keinen Moment vergessen: Russland muss einem Friedensplan mit Sicherheitsgarantien erst noch zustimmen – oder ihn ablehnen. Und Moskau sperrt sich gegen jede Präsenz von NATO-Truppen in der Ukraine. Das gilt ebenso für Trump, der zuvor klarstellte, dass es keine US-Soldaten in der Ukraine geben wird. Die ursprüngliche Fassung seines Friedensplans untersagte die Stationierung ausländischer Truppen auf ukrainischem Territorium sogar ausdrücklich. Bisher hat Washington nicht offiziell bestätigt, diese Position geräumt zu haben.
Kiew, die Europäer und die republikanischen „Falken“ werden jedoch Druck auf Trump ausüben, damit er diesen Plan unterzeichnet.
Sollte Trump die Sicherheitsgarantien absegnen und ausländische Truppen erlauben, wird der Westen Moskau dies als geschlossene Position präsentieren. Doch Russland dürfte voraussichtlich ablehnen. Das wäre der Moment für Kiew, die Europäer und die ‚Falken‘, den nächsten Schritt zu wagen: Sie würden Russland vorwerfen, Trumps Friedensplan gezielt zu torpedieren. So könnten sie den US-Präsidenten drängen, Putin härter anzupacken – etwa, indem er Sanktionen ausweitet, Tomahawk-Raketen liefert oder die Ukraine massiv aufrüstet. Die Pläne reichen sogar so weit, die russische Schattenflotte zu beschlagnahmen oder gar zu versuchen, Putin zu entführen oder zu eliminieren.
Zwar gab es solche Forderungen schon früher, doch Joe Biden – und erst recht Trump – ließen sie meist abtropfen. In Kiew deutete man diese Zurückhaltung oft als Feigheit, Schwäche oder schlicht als „Arroganz“. Dabei handelt Washington aus US-Sicht durchaus rational: Man will sich aus Konflikten heraushalten und scheut den direkten Zusammenstoß mit Russland. Trump begründete seinen Drang zum schnellen Frieden stets damit, dass er den dritten Weltkrieg verhindern wolle.
Doch Kiew schöpft nun neue Hoffnung. Seit der erfolgreichen Entführung Maduros könnten Trump und die Amerikaner wieder dieses Gefühl der Allmacht verspüren. Das könnte sie ermutigen, nun auch gegenüber Russland jene Grenzen zu überspringen, die sie bisher strikt respektiert haben.
Nach dem Coup in Venezuela könnte Washington nun tatsächlich die Zügel gegenüber Russland anziehen. Weicht Trump von der Linie ab, die er mit Putin in Anchorage vereinbart hat, treibt dies das Risiko einer Eskalation nach oben und erschwert die Friedensgespräche massiv. In Trumps innerem Zirkel dürften jedoch viele versuchen, ihn von solchen riskanten Schritten abzubringen. Ohnehin garantiert auch ein härterer Kurs gegen Russland kein schnelles Kriegsende, da solche Maßnahmen – selbst, wenn sie kommen – die Lage in Russland nicht sofort erschüttern würden. Ein rascher Erfolg käme Trump zwar gelegen, doch der Krieg könnte sich durchaus bis zu den Kongresswahlen im November hinziehen. In welche Richtung das Pendel letztlich ausschlägt, hängt nun maßgeblich davon ab, wie Trump sich bei den Sicherheitsgarantien entscheidet.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Friedensnobelpreis: politischer Wertepreis des Westens
aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. Januar 2026, 18:01 Uhr
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
*Koalition der Willigen will nach Frieden die Ukraine zur Festung ausbauen
Bundeskanzler Merz gibt sich noch spröde. Frankreich und UK wollen Truppen in die Ukraine verlegen und Militärzentren und geschützte Waffenlager errichten. Das bedeutet, da Russland dem nicht zustimmen kann, es wird nicht an ein Friedensabkommen mit Russland gedacht, sondern an eine Fortsetzung des Krieges.
In Paris fand am Sonntag das Gipfeltreffen der „Koalition der Willigen“ mit der Ukraine und den Vereinigten Staaten statt, bei dem Sicherheitsgarantien für Kiew erörtert wurden (seltsamerweise aber nicht solche für Russland, was für einen dauerhaften Frieden notwendig wäre). In der gemeinsamen Erklärung, die von den USA nicht unterzeichnet wurde, wird die Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine nicht erwähnt. Die USA stellen Aufklärung und Logistik zur Überwachung des Waffenstillstands bereit, die ukrainischen Streitkräfte mit einer Stärke von 800.000 Soldaten sollen langfristig unterstützt und finanziert werden, eine multinationale Truppe soll den Aufbau der ukrainischen Streitkräfte unterstützen und für Abschreckung sorgen, bindende Verpflichtungen soll es geben, die Ukraine bei einem Angriff zu unterstützen.
Aber Sicherheitsgarantien sind das eine, ein Friedensabkommen, das mit Russland geschlossen werden muss, etwas anderes. Es sind nicht nur die Territorialabtretungen nicht geklärt, sondern vieles andere auch nicht. Abstrus wird es, wenn ein Teil der „Koalition der Willigen“ – lediglich Frankreich, Großbritannien und die Ukraine – beschließt, im Falle eines Friedensabkommens Truppen in der Ukraine einzusetzen. Das wird Russland ablehnen, schon die Absichtserklärung könnte auch verhindern (wollen?), dass es zu einem Friedensabkommen kommt. Der Kreml hat den Krieg nicht begonnen, um dann in der Ukraine Nato-Truppen zu haben, wenn Russland nicht so geschwächt ist, wie die Nato dies mit der Unterstützung der Ukraine bewirken wollte. Das ist aber nicht abzusehen.
Der britische Premierminister Starmer erklärt das so: „Wir haben eine Absichtserklärung unterzeichnet über die Entsendung von Streitkräften in die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil unserer unerschütterlichen Verpflichtung, langfristig an der Seite der Ukraine zu stehen. Sie ebnet den Weg für den rechtlichen Rahmen, unter dem britische, französische und Partnerstreitkräfte auf ukrainischem Boden operieren könnten, um den ukrainischen Luftraum und die ukrainischen Gewässer zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen.“
Starmer sagt, Putin sei noch nicht für den Frieden bereit, weswegen die Unterstützung der Ukraine weiter hochgefahren werden müsse, damit sie weiter den Krieg führen kann. Es gilt also für Frankreich und Großbritannien, Stärke zu demonstrieren und den Krieg fortzusetzen. So muss der Kreml auch die Absichtserklärung verstehen, die eigentlich unverfroren weiter formuliert, was vor dem Krieg gemacht wurde und Moskau, mit dem man unter Biden nicht über Sicherheitsinteressen verhandeln wollte und das sich, zu Recht oder nicht, mit dem Rücken zur Wand betrachtete, in die Kriegsfalle laufen ließ oder zum Krieg provozierte. Starmer weiter zum Ausbau der Ukraine als Festung: „Und so kann ich sagen, dass nach einem Waffenstillstand Großbritannien und Frankreich ‚Militärzentren‘ in der gesamten Ukraine einrichten und geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen werden, um die Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine zu unterstützen.“
„Kräfte für die Ukraine auf benachbartem NATO-Gebiet einmelden“
Bundeskanzler Merz, sonst immer bei der Troika dabei, hält sich dieses Mal vernünftigerweise zurück. Allerdings will er sich alle Türen offenlassen, betont zwar, dass nichts grundsätzlich ausgeschlossen werde, aber bleibt im Ungefähren: „Wir wollen helfen, auch künftig starke Streitkräfte in der Ukraine aufzustellen, die Russland glaubhaft abschrecken, und zwar durch Bewaffnung, durch Ausbildung und durch Finanzierung. Wir werden uns am Monitoring eines Waffenstillstands beteiligen und wir werden auf Land, zur See und in der Luft zur Stärkung der Ukraine beitragen.“
Von einer Entsendung von Truppen und der Einrichtung von Stützpunkten in der Ukraine spricht Merz nicht, offen bleibt, was unter der Stärkung auf Land, zur See und in der Luft verstanden werden soll und was es bedeutet, wenn er sagt, „dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem NATO-Gebiet einmelden“. Wie meldet man „Kräfte“ in einem Land ein? Schon die geschraubte Sprache deutet an, dass Merz sich im Zwiespalt befindet, zumal ja nur der Bundestag Truppen entsenden kann. Dass der Bundeskanzler die Einsicht gewonnen hat, dass die Stationierung von Truppen von Nato-Ländern – sofern die Nato die Grönland-Annektion überleben würde – ein Friedensabkommen verhindert, darauf darf man wohl leider nicht hoffen. Zuletzt hatte er mitgewirkt, 90 Milliarden Euro locker zu machen, damit die Ukraine den Krieg weiter führen kann und dies auch im europäischen Interesse soll.
Der ukrainische Präsident Selenskij sieht sich derzeit gestärkt und feiert weiter den amerikanischen Angriff auf Venezuela, obgleich der völkerrechtlich ähnlich gelagert ist wie der russische Angriff auf die Ukraine. Während in dem einen Fall der Angriff auf ein souveränes Land und die Wahrung der territorialen Integrität keine Rolle spielen soll, wird das aber gegen Russland gefordert. Selenskij schießt buchstäblich noch weiter und legt Donald Trump nahe, doch auch in Tschetschenien einzufallen und Ramzan Kadyrov zu kidnappen, um Putin gefügig zu machen:
„Meiner Meinung nach sind die Amerikaner produktiv. Wir haben gute Ergebnisse erzielt, aber all dies wurde noch nicht vollständig durchgesetzt. Sie müssen Druck auf Russland ausüben. Sie haben die Mittel dazu, sie wissen, wie es geht. Und wenn sie es wirklich wollen, finden sie auch Wege. Das Wichtigste ist, dass die Ukraine für sie zu einer Priorität wird. Wir haben Maduro als Beispiel. Sie haben eine Operation durchgeführt. Alle haben das Ergebnis gesehen, die ganze Welt. Sie haben es schnell gemacht. Also lassen Sie sie eine Operation gegen Kadyrow, diesen Mörder, durchführen. Vielleicht sieht Putin das und denkt darüber nach.“
Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023) Mehr Beiträge von Florian Rötzer →
Das ist am Sonntag den 04.01.2025 in der West-Bank passiert: Das Militär begibt sich nach Beita und feuert Leuchtraketen ab. Die Siedler versuchen ein Kraftfahrzeug eines Palästinensers zu stehlen. Das Militär begibt sich in das Balata-Flüchtlingslager östlich von Nablus. Es werden die Fotos von getöteten Palästinensern von einer Mauer gerissen. Das Militär begibt sich in das Al-Ein-Flüchtlingslager westlich von Nablus. In Kisan, östlich von Betlehem, beschlagnahmt das Militär 1.120 US-Dollar in jordanischer Währung bei einem Einwohner.
*In Tuqu‘, südöstlich von Betlehem gab es einen Siedler-Angriff. Diese haben angefangen im Nordosten einen Zaun mit Stacheldraht um 15 Quadratkilometer Land zu ziehen. Auf dem Land befinden sich Olivenbäume und die Eigentümer sollen durch die Einzäunung enteignet werden. Das Land gehört der Al-Asakra Familie und ist nur wenige Meter von deren Zuhause entfernt.
In Hizma, nordöstlich von Jerusalem gab es eine Militär-Blockade durch das Schliessen von zwei Eisen-Schranken und das Errichten von Checkpoints. Es wurde ein Verkehrsstau verursacht. In der Nähe von Azzun, östlich von Qalqilya fügt das Militär einer 14-jährigen eine Schusswunde an der Hand zu, verletzt eine weitere Palästinenserin und schiesst einem 18-jährigen in den Fuss.
Das Militär begibt sich nach Qabatiya, südlich von Jenin. Das Militär begibt sich nach Birzeit, nördlich von Ramallah. In of Ya’bad, im Jenin Gouvernorat, wird einem 17-jährigem vom Militär in den Oberschenkel geschossen als dieser vor seinem Zuhause steht. Er wird ins Krankenhaus eingeliefert. In der Nähe von Deir Istiya, nordwestlich von Salfit werden mehrere Jugendliche vom Militär beim Trüffel suchen ohne weitere Begründung festgenommen.
In Beit Dajan, östlich von Nablus greifen die Siedler einen Einwohner und sein Kind im Kraftfahrzeug auf der Hauptstrasse an. Die Einwohner von Beit Dajan haben sich gewehrt und die Siedler sind in einem Kraftfahrzeug mit palästinensischem Nummernschild geflohen.
In der Nähe von Al-Maniya, südöstlich von Betlehem lassen die Siedler ihre Schafe auf palästinensisches Land. Durch das Weiden soll ein Anspruch auf möglichst viel Land erzeugt werden. Das Militär begibt sich nach Awarta, südöstlich von Nablus. Das Militär begibt sich nach Beit Iba, westlich von Nablus. Ein Palästinenser wurde angegriffen und mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
In Wadi al-Jawaya, Masafer Yatta südlich von Hebron, hat das Militär ein Fahrzeug von Ahmad al-Nawajaa beschlagnahmt. Mehrere Unterkünfte wurden durchsucht und die Einwohner abgelichtet.
Gekennzeichnet ist die Situation im Dezember durch zunehmende Aggression, Zerstörung von Wohnungen, wirtschaftlicher Infrastruktur und eine Ausdehnung der Siedlungen zugunsten der Siedler. Das Militär schliesst die Zufahrt nach Hizma, nordöstlich von Jerusalem. Am Randgebiet von Kafr ad-Dik, westlich von Salif, greifen Siedler den Einwohner Jaber al-Dik an und beschädigen sein Kraftfahrzeug schwer.
Ein Arbeiter wird in der Stadt Al-Ram im Norden von Jerusalem angeschossen und am Bein verletzt als er versucht über die Mauer zu klettern. Er hat versucht aufgrund hoher Arbeitslosigkeit eine Arbeit im seit 1948 besetzen Gebiet zu suchen.
Mindestens ein dutzend Einwohner jüdischer Herkunft begeben sich in den Innenhof der Al-Aqsa Moschee und liegen auf deren Boden (rituelle Niederwerfung). Im Ofer-Gefängnis sind alle palästinensischen Gefangenen an Krätze erkrankt. Es gibt medizinische Vernachlässigung, Überbelegung, den Kranken werden Hygieneartikel und die Behandlung vorenthalten.
In Jerusalem wurden in 2025 vierzehn Palästinenser getötet, darunter fünf Kinder und eine Frau. Bei einem Luftangriff im Libanon in Ain al-Mezrab auf ein Kraftfahrzeug werden zwei Menschen getötet.
Sie wollen Krieg gegen Russland. Und das seit 1000Jahren. Ihr Hass ist so groß, das sie lieber die Vernichtung ihrer Staaten in Kauf nehmen, als über einen Frieden nachzudenken.
Man schaue sich mal die taktische Karte der Ukraine auf dem YT-Kanal „Frontberichte auf Deutsch“ an. Die Ukraine östlich von Kiew ist doch längst zur Festung ausgebaut worden, durch die sich die russische Armee seit 4 Jahren mit Artillerie systematisch durchsprengt.
Das ist nicht die Koalition der „Willigen“, sondern der „Billigen“, nämlich billiger, erbärmlicher und kriegshetzerischer Würstchen. Und auf dem Bild wieder diese Selenskij-Hackfresse, wirklich nur noch unerträglich!
Und wie sie alle Händchen halten, nach dem Motto: Gemeinsam in den totalen Krieg und gegebenenfalls in den Untergang!
Die beiden Strahlemännchen rechts auf dem Eingangsfoto, alle Achtung, die trauen sich ja was zu. Der Linke, der will wohl endlich seine Fremdenlegionäre verklappen, ansonsten würde er sich nicht über alle vier Backen so freuen. Der Rechte, so mit Ruhm bekleckert haben sich seine ‚Kampftruppen‘ ja auch wieder nicht. Ah doch, gegen den Wüstenfuchs gab es hinterher dann doch mal was zu feiern, El Alamein im zweiten Versuch. Ansonsten SixEighteen anno 1815 vielleicht. Aber da stand es ja ziemlich Spitz auf Knopf, bis die Preussen über Nacht eintrudelten, heiß ersehnt vom britischen Heerführer Wellington. Nun, Russlanderfahrung (404 gehörte ja bis 1991 zum russischen ‚Zarenreich‘) lassen beide vermissen. Ob der Franzmann sich gerne an Herbst und Winter 1812 erinnern lässt, muss tunlichst beweifelt werden. Aber vielleicht will Klein-Bonaparte 2.0 die Flucht über die Beresina von Bonaparte 1.0 doch noch mal nachstellen, die auf Hundeschlitten, die rudimentären Reste seiner Grande Armée hinter sich lassend. Macht sich bestimmt gut in seinen Analen. Bei dem Anderen, na ja, bei den Aufenthalten von britischen Stoßtrupps auf russischer Scholle – zuletzt wohl zu der Zeit, als man gerade die ‚Hunnen 2.0‘ auf Normalmaß gedimmt hatte – anno 1991 hat sich vermutlich die Leistung auch nicht gelohnt. Im Russischen Bürgerkrieg (1918 ff.) – zwar nicht als Weißhelme aber immerhin als Teil der Weißen Armee gegen die der Roten, genau … gegen Trotzky und die Seinen. Wie es ausging? Na, wie wohl, jedenfalls nicht vergnügungssteuerpflichtig. Wie auch siebzig Jahre vorher, im Krim-Krieg, ja da war man auch mal wieder, da wo man heutzutage noch mal gerne hinwollte. Drei Jährchen soll’s gedauert haben. Spuren in der Geschichte, na ja, so was Ähnliches. Lady – war sie es überhaupt? – Florence Nightingale hält wenigstens als die erste Kriegs-Krankenschwester die britische Fahne Wiki-mäßig in Ehren. Aber sonst? Und falls jetzt jemand kommt und mault, ich hätte den glorreichen Kampf und Sieg gegen Schicklgruber vergessen. Mitnichten! Wenn nicht Väterchen Stalin unter Einsatz von schlappen 25 Millionen Soffjets ihm hätte zeigen, wo Bartels den Most holt, dann hätten Eisenhower und Montgomery wohl kaum Siegesparaden als jeweils einzige Sieger gefilmt bekommen.
in eigener Sache Weiß nicht, ob sie es gemerkt haben (Gruß an Rüdiger Hoffmann übrigens), verzichte seit heute wieder auf das „in Ruhestand“! Aber nur hier!
Russland wird keine NATO-Truppen in der Ukraine dulden, wie auch keinen NATO-Beitritt der Ukraine. Das war ja der primäre Grund für die „Special Operation“, um genau das zu verhindern. Eine Lösung für ganz Europa könnte eine Absetzung der gegenwärtigen Regime in Brüssel und in einigen Hauptstädten der EU sein. Entweder eine präzise militärische Aktion nach Vorbild Venezuela, die in einer Joint Special Operation russischer und US-amerikanischer Spezialeinheiten simultan in Brüssel, Berlin, Paris und London durchgeführt werden könnte, oder man lockt sie zu einer „Betriebsversammlung“, wo sie mal wieder über die Veruntreuung der Steuergelder der Bürger aus den Herkunftsländern debattieren und Waffenschiebereien aushecken würden, aber sobald sie alle da sind, „Klappe zu, Affe tot“ ????
Zitat: „Der ukrainische Präsident Selenskij sieht sich derzeit gestärkt und feiert weiter den amerikanischen Angriff auf Venezuela, obgleich der völkerrechtlich ähnlich gelagert ist wie der russische Angriff auf die Ukraine.“
Falsch, Herr Rötzer, diese beiden Fälle sind NICHT „völkerrechtlich ähnlich gelagert“, ganz im Gegenteil – sie könnten unterschiedlicher kaum sein!
In Russland ereignet sich eine demografische Katastrophe. Deshalb können die Waffenlieferungen an die Ukraine allmählich verringert werden. Letztlich setzen sich die Nachfolger Nawalnys durch. Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
Ich möchte auch mal so toll schreiben können wie Herr Roetzer. Aber leider habe ich nicht Philosophie studiert und auch keine Bücher namens „Denken, das an der Zeit ist“ und „Sein und Wohnen“ veröffentlicht. Hm.
Der Autor zitiert : „Und so kann ich sagen, dass nach einem Waffenstillstand Großbritannien und Frankreich ‚Militärzentren‘ in der gesamten Ukraine einrichten und geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen werden,….“
Und da empört man sich hierzulande, dass Russland einem Waffenstillstand nicht zustimmt; jetzt ist es offensichtlich : EU-Europa will keinen Frieden !
Und wie steht es mit den Hauptleidtragenden, den Ukrainern ? Was will die Masse der Ukrainer ? Wollen diese bis zum Endsieg weiterkämpfen – egal wie lang es dauern und egal wie viele Opfer es fordern würde ?
Warum fordert niemand aus der EU-Spitze eine repräsentative, anonyme Umfrage in der Ukraine, die zumindest einen halbwegs brauchbaren Hinweis dazu liefern könnte, was die ukrainische Bevölkerung eigentlich will ? Ich persönlich wäre zumindest ein bisserl beruhigter wenn ich wüßte, dass die Ukrainer unsere Waffenlieferungen nicht als ein Danaergeschenk betrachten.
‚Koalition der Willigen will nach Frieden die Ukraine zur Festung ausbauen‘
So lange die Koalition der Willigen die Ukraine zur Festung ausbauen will und Russland dagegen hält, wird es keinen Frieden geben, sondern schlimmstenfalls den totalen Krieg, wenn Russland noch enger an die Wand gefahren wird. Russland verfügt über massenhaft Kernwaffen, etliche Hyperschallraketen und andere EU-Untergangsmaschinen. An deren Stelle würde ich mir Drohverhalten noch mal reflektieren, bevor es zu spät ist und keine faschistoiden Worthülsen falten. Festung Europa hatten wir ja schon mal.
Ob Trump im nuklearen Ernstfall beispringen würde, darf bezweifelt werden. Putin scheint ja nun mal sein Freund zu sein. Klar setzt er auch manchmal russische Öltanker fest, um seine Ölvorräte aufzustocken aber unter Kollegen gilt dies als Kavaliersdelikt.
Nein, nein, nein, nicht zu einer Festung, sondern zur größten Pistole, die jemals gebaut wurde und sie auf Russland richten. Wenn das wirklich so kommt, ist es der gleiche Zustand, wie beim Vertrag von Versailles, von dem schon früh gesagt wurde, er sei nur ein 20-Jähriger Waffenstillstand. Nur daß dieses Mal der Verlierer die Bedingungen diktieren will. Warum sollte Russland darauf eingehen? Oder ist vielleicht genau das das Ziel, Russland etwas „anzubieten“, was es gar nicht akzeptieren kann und dann wieder monatelang rum zu lamientieren, während die Ukrainer mal schön weiter bei der „Drecksarbeit“ verrecken sollen?
„Koalition der Willigen will nach Frieden die Ukraine zur Festung ausbauen“
Eben NICHT!!!!
Diese „Koalition der Kriegswilligen“ will den Frieden um jeden Preis verhindern! Nur so ist dieses „Abkommen“ zu verstehen, weil es das, was Russland auf keinen Fall akzeptieren wird, nämlich die Stationierung der NATO in der Ukraine, als Konsequenz androht, sollten die Waffen auch nur für ein paar Wochen schweigen.
Von daher kann man auch davon ausgehen, daß diese Maulhelden Merz/Macron/Starmer gar nicht wirklich vorhaben, eigene Soldaten zu opfern. Sie wissen, daß das nicht passieren wird. Der Krieg soll fortgesetzt werden – bis zum letzten Ukrainer. Hauptsache, es sterben Russen dabei….
In Odessa scheint es übrigens ziemlich rund gegangen zu sein, Berichten zufolge werden wohl demnächst mehrere NATO-Offiziere (!) beim Bergsteigen und Bungeejumpen verunglücken.
Die entsendeten Soldaten sollen ja Beobachter eines Waffenstillstands sein. Man könnte sich dann fragen, ob sie auch ein Kampfmandat hätten, wenn man wüsste, dass es einen Waffenstillstand geben wird. Man weiß aber, dass die Russen Frieden haben wollen und an einem Waffenstillstand nicht interessiert sind. Das ganze just for show.
Wieviel kostet uns dann die Versorgung der geplanten 800.000 ukrainischen Soldaten, die ja von der Ukraine und vielen EU-Ländern (inkl. UK und Frankreich) nicht bezahlt werden können?
Zelensky sagte angeblich: „Wir haben Maduro als Beispiel. Sie haben eine Operation durchgeführt. Alle haben das Ergebnis gesehen, die ganze Welt. Sie haben es schnell gemacht. Also lassen Sie sie eine Operation gegen Kadyrow, diesen Mörder, durchführen. Vielleicht sieht Putin das und denkt darüber nach.“
Da sollte er lieber aufpassen, dass Kadyrow ihn nicht holt.
Wie ich kürzlich las, hat der dicke Kimmi sich auch bereit erklärt, Friedenstruppen dahin zu schicken. Vielleicht kommt es dann bald mal zu einem Freundschaftstreffen zwischen deutschen und nordkor. Soldaten.
Die Briten und Franzosen haben immer noch nicht verstanden, das ihre ehemals weltpolitische Rolle ausgespielt ist! Es ist doch vollkommen klar, das Russland einen solchen Plan niemals akzeptieren wird. Wie einige Forenten schon sehr richtig bemerkten, dient das Ganze nur dazu, Russland den schwarzen Peter zuzuschieben. NATO-Staaten können keine „Sicherheitsgarantien“ für die Ukraine abgeben, das ist doch vollkommen klar! Alles andere als eine abgerüstete, neutrale Ukraine wird Russland niemals akzeptieren! Das einem Sieger vom Verlierer Bedingungen gestellt werden, ist schon mehr als erstaunlich! Was die Deutschen betrifft, so fühlen die sich moralisch im Recht, was sie natürlich nicht sind und deren moralisches Empfinden wird mit realer Politik verwechselt. In der Tat haben die Deutschen in den Krieg viel investiert und wollen einfach nicht einsehen, das ihre ganze Politik seid 2014 vollkommen gescheitert ist! Zugeben können die es aber auch nicht, da die eigene Bevölkerung sonst das offensichtliche erkennen kann und wird. Was ist das Ergebnis aus deutscher Sicht: – Die Abhängigkeit vom günstigen russischen Gas wurde durch eine Abhängigkeit vom teuren amerikanischen Gas ersetzt! – Die eigene Industrie ist dadurch stark in ihrer Wettbewerbsfähigkeit geschädigt, Massenentlassungen stehen im Raum – Die Sanktionen wirken nicht und schaden dem eigenen Land mehr als Russland – Deutschlands internationale Reputation nähert sich der Nulllinie, niemand nimmt Deutschland international mehr ernst – Ein massives Glaubwürdigkeitsproblem wird entstehen, das gilt auch für die Mainstreammedien, deren Antrompeten gegen die Realität bald die Luft ausgehen wird – Die etablierten Parteien der Oligarchie werden massiv an Wählerstimmen verlieren und einige dieser Parteien werden unter einem Afd-Kanzler gerade noch als Juniorpartner mitspielen dürfen – Ein weiteres Rechtfertigungsproblem wird entstehen, wenn Russland die NATO nach dem Zusammenbruch der Ukraine nicht angreifen wird – Dann wird auch dem letzten Gläubigen klar werden, das er verarscht wurde und die ganzen Rüstungspläne und der soziale Kahlschlag nicht mehr zu rechtfertigen sind Merz scheint das langsam auch zu dämmern, auch das er in Bälde mit leeren Händen da stehen wird, mit einem Europa, das so uneinig ist wie noch nie seit Gründung der EU, das trotz der lächerlichen Angstverträge mit den USA ohne USA da stehen, die womöglich auch noch Nordstream in Gang setzen um uns dann das russische Gas zu exorbitanten Preisen zu liefern! Dann wird selbst für den dümmsten Mainstream saugenden Deutschen der politische Bankrott offen zu Tage liegen. Übrig bleibt ein Scherbenhaufen und ein Schuldenberg! Dieser „Plan“ ist ein letztes Aufbäumen! Merz eiert rum und wirkt Rat- und Hilflos! Natürlich wird versucht, den Krieg fortzusetzen, weil die politische Kaste keine andere Möglichkeit sieht, ihr politisches Überleben zu sichern! Um was anderes geht es denen nicht mehr, die Verarmung der Masse der eigenen Bevölkerung und das Gemetzel in der Ukraine mit Hekatomben von Toten ist denen vollkommen gleichgültig, nur ihr eigener Machterhalt ist für die Oligarchie relevant! Dies zeigt die moralische Verkommenheit der ganzen Bande und ihre Heuchelei, die sich selbst die Moral aufs Panier geschrieben haben! In dieser Situation scheint mir ein baldiger ukrainischer Zusammenbruch die einzige Möglichkeit zu sein, das Gemetzel endlich zu beenden! So weit haben die es kommen lassen! Die allermeisten Forenten hier haben diese Situation hier vorher gesehen und dieses Ergebnis prophezeit, ich auch! Aber genau wie ich wird keiner froh sein, Recht behalten zu haben! Dafür ist der Preis zu hoch!
Was beabsichtigt nun eigentlich die US-Regierung? Sie hat einen halbwegs ernsthaften Friedensvorschlag mit über 20 Punkten gemacht ohne NATO-Truppen in der Ukraine und nun will man das auf Drängen der Europäer doch akzeptieren, wohlwissend um die russische Ablehnung? Das ist ziemlich konfus und konzeptlos oder das Konzept heisst Verwirrung. Jetzt bekennt sich Trump zur NATO, will aber gleichzeitig mit Grönland fremdes NATO-Gebiet okkupieren. Es scheint nur noch um Rohstoffe und Profite zu gehen, die man sich in der Ukraine ja schon gesichert hat. Wenn eine Fortsetzung des Krieges die EU weiter schwächt, bedeutet das für die USA nur weniger Konkurrenz. So gesehen läuft erstmal alles nach Plan und eben doch nicht so konfus wie es scheint.
Donald heute: Militär braucht mehr Geld, Kriegsetat muss um 50% aufgestockt werden. Bedrohungslage ist akut: Kuba droht mit Erstschlag und Maduro steuert die geheime grünländische Schlittenhundarmee aus dem Knast.
Wenn die Bevölkerung keinen Widerspruch erhebt, würden die Geistesgestörten all unser Geld für sinnlose Sandburgen ausgeben, an denen sich ein paar ukrainische und US Bau- und Rüstungsmafiosi dumm und dusselig verdienen. Zu unserem Schaden.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Donald Trump – und die meisten Amerikaner – verstehen die Monroe-Doktrin nicht
Ich möchte eine Wette mit Ihnen abschließen … Ich wette, dass 99 Prozent der Amerikaner niemals die Rede gelesen haben, die Präsident James Monroe am 2. Dezember 1823 vor dem US-Kongress hielt. Als Teil dieser Rede – es war seine siebte jährliche Ansprache an den Kongress – skizzierte Präsident Monroe eine Politik, die heute allgemein als Monroe-Doktrin bezeichnet wird. Zu verstehen, was Präsident Monroe tatsächlich sagte, ist umso wichtiger geworden, da Donald Trump sich auf die Monroe-Doktrin berief, um die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro zu rechtfertigen. Ich werde Ihnen zeigen, dass Präsident Monroe nichts gesagt hat, was Trumps Handeln entschuldigen oder unterstützen würde. Im Gegenteil: Trump verhält sich wie einer der alten europäischen Kolonialtyrannen.
Trump ist nicht der Erste, der die Monroe-Doktrin missversteht, die heute in den USA weithin so interpretiert wird, als gäbe sie den Vereinigten Staaten die Kontrolle über die westliche Hemisphäre und das Recht, gegen JEDE ausländische Regierung vorzugehen, die Beziehungen zu den Ländern Mittel- und Südamerikas sowie zu Mexiko und Kanada unterhält.
Der Kern der Monroe-Doktrin war ursprünglich eine klare Erklärung gegen die europäische Kolonisierung Amerikas. Lesen Sie genau, was Monroe sagte:
In den Diskussionen, zu denen dieses Interesse Anlass gegeben hat, und in den Regelungen, mit denen sie möglicherweise enden, wurde es für angemessen gehalten, als Grundsatz zu erklären, an dem die Rechte und Interessen der Vereinigten Staaten beteiligt sind, dass die amerikanischen Kontinente aufgrund des freien und unabhängigen Zustands, den sie angenommen haben und aufrechterhalten, fortan nicht mehr als Gegenstand zukünftiger Kolonisation durch europäische Mächte betrachtet werden dürfen.
Alle US-Präsidenten des 20. Jahrhunderts – einschließlich Trump – glauben, dass die Monroe-Doktrin den USA ein Vetorecht über die politischen oder wirtschaftlichen Beziehungen einräumt, die irgendein Land außerhalb der westlichen Hemisphäre mit Kanada, Mexiko sowie den Ländern Mittel- und Südamerikas eingehen darf. Doch Monroes Fokus lag auf dem europäischen kolonialen Imperialismus. Präsident Monroe erklärte nicht, dass die USA der endgültige Schiedsrichter darüber sein würden, ob ein Land in Mittel- oder Südamerika freiwillig ein politisches oder wirtschaftliches Bündnis mit einem anderen Land wie China oder Russland eingehen kann.
Monroes besondere Sorge bestand darin, die USA aus den Kriegen herauszuhalten, die Europa im 19. Jahrhundert verwüsteten. Er sagte:
An den Kriegen der europäischen Mächte in Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, haben wir niemals teilgenommen, und es entspricht auch nicht unserer Politik, dies zu tun. Nur wenn unsere Rechte verletzt oder ernsthaft bedroht werden, reagieren wir auf Verletzungen oder treffen Vorbereitungen zu unserer Verteidigung. Mit den Bewegungen in dieser Hemisphäre sind wir notwendigerweise unmittelbarer verbunden, aus Gründen, die jedem aufgeklärten und unparteiischen Beobachter offensichtlich sein müssen. …
Wir schulden es daher der Offenheit und den freundschaftlichen Beziehungen, die zwischen den Vereinigten Staaten und diesen Mächten bestehen, zu erklären, dass wir jeden Versuch ihrerseits, ihr System auf irgendeinen Teil dieser Hemisphäre auszudehnen, als gefährlich für unseren Frieden und unsere Sicherheit betrachten würden. In die bestehenden Kolonien oder Abhängigkeiten irgendeiner europäischen Macht haben wir nicht eingegriffen und werden nicht eingreifen. Doch gegenüber den Regierungen, die ihre Unabhängigkeit erklärt haben und aufrechterhalten, und deren Unabhängigkeit wir nach reiflicher Überlegung und auf gerechten Grundsätzen anerkannt haben, könnten wir jede Einmischung zu dem Zweck, sie zu unterdrücken oder auf irgendeine andere Weise ihr Schicksal zu kontrollieren, durch irgendeine europäische Macht in keinem anderen Licht sehen als als Ausdruck einer unfreundlichen Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten. Im Krieg zwischen diesen neuen Regierungen und Spanien erklärten wir bei ihrer Anerkennung unsere Neutralität, und daran haben wir festgehalten und werden weiterhin festhalten, sofern keine Veränderung eintritt, die nach dem Urteil der zuständigen Behörden dieser Regierung eine entsprechende Änderung seitens der Vereinigten Staaten unerlässlich für ihre Sicherheit machen würde.
Monroe machte in den beiden vorangegangenen Absätzen zwei entscheidende Punkte. Erstens: Die USA würden nur handeln, wenn sie von europäischen Mächten angegriffen oder bedroht würden. Sein Anliegen war erneut, Amerika aus den Kriegen zwischen den verschiedenen europäischen Mächten herauszuhalten, während diese versuchten, ihre jeweiligen kolonialen Ambitionen zu sichern und auszubauen. Zweitens bestand Monroe darauf, dass die USA sich nicht in bestehende Kolonien oder Abhängigkeiten einmischen würden. Sollten jedoch die Menschen in Mexiko, Mittelamerika oder Südamerika beschließen, ihre Unabhängigkeit zu erklären – so wie es die 13 britischen Kolonien am 4. Juli 1776 taten –, dann würde jede europäische Militäraktion gegen diese ehemaligen Kolonien als Angriff auf die Vereinigten Staaten betrachtet werden.
Mit anderen Worten: Die von Monroe vorgeschlagene US-Politik räumte den Ländern Amerikas, die ihre Unabhängigkeit erklärten, stillschweigend die Zusage ein, dass die USA sie unterstützen würden. Dies verlieh den USA jedoch nicht das Recht, sich einseitig in die politischen Angelegenheiten der Länder Mittel- und Südamerikas einzumischen, noch ermächtigte es die USA, dort Regimewechsel durchzuführen, nur weil ihnen die neuen Machthaber oder die Struktur der neuen Regierung missfielen.
Anschließend formulierte Monroe eine politische Grundsatzposition, die jeder US-Präsident des 20. und 21. Jahrhunderts ignoriert hat – keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder:
Unsere Politik gegenüber Europa, die in einem frühen Stadium der Kriege angenommen wurde, die jenen Teil der Welt so lange erschüttert haben, bleibt dennoch dieselbe, nämlich uns nicht in die inneren Angelegenheiten irgendeiner seiner Mächte einzumischen; die faktische Regierung für uns als die legitime Regierung zu betrachten; freundschaftliche Beziehungen zu ihr zu pflegen und diese Beziehungen durch eine offene, feste und männliche Politik zu bewahren, indem wir in allen Fällen den berechtigten Ansprüchen jeder Macht gerecht werden und Verletzungen von keiner hinnehmen.
Monroe schloss seine Darlegung der Monroe-Doktrin mit der Betonung, dass es seine Politik sei, zu verhindern, dass fremde Regierungen ihre politischen Systeme mit Gewalt Ländern der westlichen Hemisphäre aufzwingen:
Es ist unmöglich, dass die verbündeten Mächte ihr politisches System auf irgendeinen Teil eines der beiden Kontinente ausdehnen könnten, ohne unseren Frieden und unser Glück zu gefährden; ebenso kann niemand glauben, dass unsere südlichen Brüder, wenn man sie sich selbst überließe, es aus eigenem Antrieb annehmen würden. Es ist daher gleichermaßen unmöglich, dass wir eine solche Einmischung in irgendeiner Form gleichgültig betrachten würden.
Leider wurde die Monroe-Doktrin von einer Reihe von Präsidenten entweiht und ignoriert, beginnend mit Präsident Polk im Jahr 1848. Anstatt Mexiko und unsere mittel- und südamerikanischen Nachbarn vor ausländischer Einmischung zu schützen, haben wir uns wiederholt wie ein autoritärer Diktator verhalten. Mexiko erklärte am 16. September 1810 seine Unabhängigkeit von Spanien. Sechsunddreißig Jahre später provozierten die USA einen Krieg mit Mexiko, indem sie Texas annektierten und eine Grenzkrise inszenierten, im Dienste eines umfassenderen expansionistischen Projekts.
Vielleicht sollten wir dieses Verhalten als Polk-Doktrin bezeichnen – das heißt: Nur wir, die USA, haben das Recht zu entscheiden, welche Art von Regierung die Menschen und Nationen der westlichen Hemisphäre haben dürfen. Die Monroe-Doktrin war dazu gedacht, ausländische Einmischung durch imperialistische Mächte zu bekämpfen. Die USA haben diese Doktrin verfälscht und missbrauchen sie nun als Vorwand, um ihre eigenen imperialen Ambitionen zu nähren. Venezuela ist nur das jüngste Opfer.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
unser Kommentar: quod erat demonstrandum lateinisch für „was zu beweisen war“ (wiki)
08.01.2026
Bildung Vor allem Birzeit Universität zur Vergabe von Stipendien für Palästinenser im Westjordanland
Die Bildungseinrichtungen gehörten zu den Hauptzielen Israels während des gesamten Krieges in Gaza.
Die Education Above All Foundation (EAA) und die palästinensische Birzeit-Universität werden im akademischen Jahr 2023-2024 927 Vollstipendien für Palästinenser im Westjordanland bereitstellen, berichtete die Qatar News Agency (QNA) am Dienstag.
Im Rahmen der Partnerschaft, die vom Qatar Fund for Development (QFFD) unterstützt wird, erhalten die Studenten die Stipendien für ihre Hochschulbildung.
Die gemeinsame Initiative fällt auch unter das Qatar Scholarship Program, das darauf abzielt, alle Studiengebühren und akademischen Dienste für die palästinensischen Studenten abzudecken, so QNA.
Das jüngste Abkommen zwischen den katarischen und palästinensischen Einheiten steht unter den Bemühungen der EAA, den Palästinensern, die unter israelischer Besatzung leben, die Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihre Ausbildung fortzusetzen.
Im Jahr 2010 gründete die EAA das Al Fakhoora-Programm, das die Opfer früherer israelischer Bombardierungen von Gaza ehren sollte.
Sein Name ist inspiriert von der Al-Fakhoura-Schule in Jabalia, die Israel am 18. November 2023 angegriffen hat und die schätzungsweise 200 vertriebene Palästinenser getötet hat, die sich in der Einrichtung befanden.
Die Getöteten gehören zu einer viel größeren Zahl von mindestens 35.647 Menschen, die seit Beginn des Völkermords in Gaza getötet haben.
Die Zahl, die von den Behörden des Gazastreifens am Dienstag veröffentlicht wurde, ist wahrscheinlich gestiegen, da Israel seinen Krieg gegen den Streifen fortsetzt.
Am 10. Oktober 2023 zerstörte Israel das Al-Fakhoora-Haus der EAA und fügte es Dutzenden zerstörter Bildungseinrichtungen in Gaza hinzu.
Der Direktor des Al Fakhoora-Programms, Talal Al Hothal, sagte, das neueste von Katar geführte Stipendienprogramm für Studenten im Westjordanland sei eine Rettungsleine, so QNA.
Israels Angriffe auf Bildung
Die Bildungseinrichtungen gehörten zu den Hauptzielen Israels während des gesamten Krieges in Gaza.
Ein Bericht, der am 16. April von Save the Children, dem Norwegischen Flüchtlingsrat und Education Cannot Wait veröffentlicht wurde, ergab, dass seit Beginn des Krieges mehr als 5.479 Schüler und 261 Lehrer getötet wurden.
Rund 90 Prozent aller Schulgebäude wurden beschädigt oder zerstört, von denen viele auch als Schutz für vertriebene Palästinenser genutzt wurden, heißt es in dem Bericht.
Israel hat jede Universität in Gaza zerstört, fügten die humanitären Organisationen hinzu.
Letzte Woche sagte das Gesundheitsministerium des Gazastreifens, dass Israel mehr als 100 Akademiker getötet habe.
"Wir verurteilen die Ermordung von Wissenschaftlern, Wissenschaftlern, Universitätsprofessoren und Forschern durch die Besatzung, die eine angesehene Gruppe in der palästinensischen Gesellschaft im Gazastreifen sind, aufs Schärfste", sagte das Medienbüro der Regierung am 16. Mai.
Die Liste enthält den renommierten Professor Refaat Alareer, der am 6. Dezember 2023 bei einem israelischen Luftangriff im Norden des Gazastreifens getötet wurde. Alareer war ein prominenter Professor an der Islamischen Universität von Gaza und gehörte zu den prominentesten Stimmen, die Israels Brutalität im Streifen aufdeckten.
Er war auch Mitbegründer des We Are Not Numbers-Projekts, das englische Schreibworkshops für junge Palästinenser in Gaza anbietet.
Israels Eskalation im Westjordanland
In der Zwischenzeit intensivierte Israel im Westjordanland seine Angriffe seit Beginn des Krieges in Gaza und führte Tötungen und Massenhaftungen durch.
Innerhalb von fast acht Monaten hielten israelische Streitkräfte mindestens 8.815 Palästinenser im Westjordanland fest, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur (Wafa) am 21. Mai. Israel hat nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums im gleichen Zeitraum mindestens 513 Palästinenser im Westjordanland getötet.
Die Zahl ist nach dem tödlichen Überfall in Jenin am Dienstag gestiegen, wo Israel laut Wafa acht Menschen getötet hat.
Zu den Opfern gehört der Lehrer Allam Jaradat, 48, der an der Walid Abu Muwais Basic School for Boys arbeiten sollte. Die Zahl umfasste auch den 15-jährigen Schüler Mahmoud Amjad Hamadna.
Auch die akademischen Einrichtungen der Westbank wurden seit letztem Herbst tödlichen Razzien unterzogen.
Im vergangenen September stürmten israelische Besatzungskräfte den Campus der Birzeit-Universität, wo sie mehrere Studenten verhafteten.
Im Februar entführten die israelischen Streitkräfte den Studenten der Birzeit-Universität Saleh Hasan, den Präsidenten des Studentenrates, und Omar Zalloum, den Sekretär des Sportausschusses im Rat.
Im April entführten die Besatzungsmächte zwei ehemalige Häftlinge und Studenten der Birzeit-Universität, Layan Kayed und Layan Nasser, aus ihren Häusern in Ramallah.
Im vergangenen Monat erschossen und töteten israelische Streitkräfte den 20-jährigen Ayser Mohammad Safi, einen Studenten an der Birzeit-Universität.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Pascal Kohler – der Herold von Kaja Kallas
Wenn ein Oberstleutnant einen Obersten verleumdet, weil er wohl glaubt, dass letzterer sich nicht wehren kann – Pascal Kohler links – Jacques Baud - rechts
In einem Artikel der Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift verleumdet der Schweizer Offizier Pascal Kohler Jacques Baud auf Übelste. Wir beweisen, dass er lügt, und zeigen auf, dass eine Strafanzeige der einzige Weg ist, um diesen Kleinkriminellen in die Schranken zu weisen. Wird er von der Schweizer Armeeführung gedeckt oder handelt er als Einzeltäter?
Artikel Kohlers in der Allgemeinen Schweizerischen Militär Zeitschrift (ASMZ)
Am 30. Dezember 2025 publizierte die ASMZ einen Artikel Kohlers mit dem Titel «Kognitive Zermürbung: Die Logik hinter dem Fall Baud». Dieser Artikel ist eine üble verleumderische Attacke auf den objektivsten Militäranalysten der westlichen Hemisphäre, Jacques Baud.
Bereits im Lead des Artikels qualifiziert Kohler die Sanktionierung nicht «als Schlag gegen die Meinungsfreiheit eines Einzelnen». Es sei «vielmehr ein präziser Eingriff in die Logistik der modernen hybriden Kriegsführung», wobei er geflissentlich weglässt, was denn seiner Meinung nach «hybride» Kriegsführung bedeute. Damit insinuiert Kohler, dass die EU Krieg führt – nota bene gegen einen Schweizer Offizierskollegen – und dies die Ausschaltung der Meinungsfreiheit rechtfertige. Kohler unterstützt nicht nur die Sanktionierung Bauds durch die EU, sondern sichert der EU in diesem Kampf die Unterstützung der schweizerischen Armee zu. Dass die Führung der Schweizer Armee hinter dieser Strategie steht, ist anzunehmen, ansonsten hätte ein Subalterner auf der Webseite der ASMZ nicht einen solchen hetzerischen Beitrag verfasst. Eine Bestätigung dazu konnte ich jedoch nicht finden.
Sorgfältig arbeitet Kohler nicht, vielmehr scheint er seine spezifischen Vorwürfe an Baud nicht einmal selber formuliert, sondern lediglich von Wikipedia abgeschrieben zu haben, selbstverständlich ohne Quellenangabe. Ein Plagiat aus einer Quelle, die jeder ernstzunehmende Geopolitiker nicht anfassen würde.
Auf der Webseite der ASMZ beschreibt er seine Tätigkeit wie folgt:
„Aktuell ist er Chef Internationale Kooperation & Ausbildung im Kommando Operationen für die Koordination und Umsetzung der internationalen Trainings und Engagements verantwortlich.“
Was immer dieser Wortwulst bedeuten mag, Kohler ist Ausbildungschef und als Chef Ausbildung müsse er ein Vorbild sein. Ein Vorbild kupfert keine Informationen bei Wikipedia ohne Quellenangabe ab und verkauft sie als eigene. Dazu kommt, dass Kohler absichtlich die wirklichen Quellen komplett vernachlässigt; jene Quellen, welche die Aussagen von Baud enthalten – die Bücher von Jacques Baud selbst.
Die Arbeit von Jacques Baud
Jacques Bauds wirkliche Aussagen zu vielen Themen der Geopolitik ergeben sich erschöpfend aus seinen Büchern, welche reine Analysen sind und wo sich Baud ausschliesslich auf westliche und auch ukrainische Quellen stützt. Mit keinem Wort, in keiner seiner Publikationen hat Baud je Partei für irgendeine Seite der analysierten Konflikte ergriffen. Erschöpfend sind die Aussagen von Jacques Baud in seinen Büchern, da er keine Social-Media-Kanäle betreibt. Wir vergleichen die von Kohler gemachten Aussagen somit mit den Aussagen, welche Jacques Baud tatsächlich gemacht hat.
Vorbemerkungen zu den Verleumdungen
Ich habe die gesamten Passagen zu allen Themen, welche von Kohler in seinem Pamphlet aufgebracht wurden, in Jacques Bauds Büchern genau nachgelesen. Die Analysen Bauds sind sehr genau, ausführlich und sauber mit Fussnoten und Quellen versehen, so wie es sich für eine wissenschaftliche Arbeit gehört.
Um den vorliegenden Beitrag bezüglich Länge für die Leser ertragbar zu machen, werde ich die Verleumdung Kohlers bezüglich Butscha ausführlich analysieren, indem ich längere Textpassagen aus Bauds Büchern zitiere.
Bei den anderen Themen – Skripal, Nawalny, etc. - beschränke ich mich darauf, kurze Texte von Baud zu zitieren, was jedoch nicht heisst, dass Bau nicht bezüglich aller Themen ausführliche Analysen mit Quellenangaben verfasst hat.
Butscha - 2022
Bezüglich Butscha schreibt Kohler folgendes:
„Bei Butscha deutet er das dokumentierte Massaker als britisch geplant und ukrainisch ausgeführt um – eine These, die deutschen Geheimdienstaufnahmen von russischen Soldatengesprächen über Tötungen sowie Satellitenbildern von Leichen während der russischen Besatzung widersprechen.“
Jacques Baud schrieb in seinem Buch «Operation Z» in 7.3.2. was folgt:
„[…] Was genau ist dort passiert? Niemand weiß es. Aber einige Zivilisten wurden hingerichtet, andere scheinen Kollateralopfer der Kämpfe geworden zu sein. Was die Verantwortung angeht, so beschuldigt die Ukraine die russische Armee, während Russland behauptet, es handele sich um eine Fälschung."
Den zeitlichen Ablauf der Ereignisse beschreibt Baud wie folgt:
Datum
Ereignis/Sachverhalt
29. März
Das russische Kommando beschließt, die Truppen westlich von Kiew in Richtung Donbass abzuziehen, um Phase 2 der Operation zu starten.
30. März
Die Russen ziehen ab.
31. März
Anatoliy Fedoruk, Bürgermeister von Butscha, verkündet auf Telegram[i]mit Genugtuung den Abzug der Russen. Er erwähnt weder Leichen noch Massaker:„Der 31. März wird in der Geschichte unserer Gemeinde Butscha als Tag der Befreiung in Erinnerung bleiben. Die Befreiung durch unsere ukrainischen Streitkräfte von den russischen „Orks”, den russischen Besatzern. Deshalb erkläre ich heute diesen Tag zu einem Tag der Freude. Ein freudiger Tag, und ein großer Sieg für die Region Kiew! Und wir werden sicherlich darauf warten, dass es einen großen Sieg in der ganzen Ukraine gibt.“[ii]
31. März1.April
Das ukrainische Medienunternehmen Unian bestätigt den Abzug der russischen Streitkräfte und berichtet über die Äußerungen des Bürgermeisters von Butscha, ohne die Leichen oder Massaker in der Stadt zu erwähnen[iii].Die ukrainischen Streitkräfte durchkämmen das Gebiet auf der Suche nach Saboteuren und russischen Kollaborateuren (ein ukrainisches Video zeigt ukrainische Paramilitärs, die darum bitten, auf diejenigen schießen zu dürfen, die keine blauen Armbinden tragen).
1.April
Ein Video zeigt Leichen auf der Straße, die dort seit drei Wochen nicht liegen, deren Position jedoch der auf den Satellitenbildern vom 11. März ähnelt. Einige tragen weiße Armbinden, andere haben mit einem weißen Tuch gefesselte Handgelenke, andere haben russische Hilfspakete bei sich, andere wurden in einem Keller hingerichtet.
2. April
Der ukrainische Blogger Dimitry Komarov durchstreift die Stadt und zeigt die Schäden nach dem Abzug der russischen Truppen. Er erwähnt weder Leichen noch Massaker[iv]. Am selben Tag berichtet die ukrainische Nachrichtenseite Unian, dass Spezialeinheiten „die Stadt von Saboteuren und Kollaborateuren der russischen Truppen befreit” hätten[v].Die Einheit SAFARI der ukrainischen Polizei rückt in die Stadt ein, um Minenräumungs- und Entminungsarbeiten durchzuführen, für den Fall, dass die Russen die Stadt vermint haben sollten. Das von der Einheit gedrehte Video[vi]zeigt kein Massaker, aber der Zugriff darauf über YouTube ist eingeschränkt.
3. April
Die Ukraine beschuldigt russische Streitkräfte, ein Massaker auf den Straßen von Butscha begangen zu haben.Berichte über ein Massengrab beziehen sich in Wirklichkeit auf die Exhumierung einer zuvor registrierten Grabstätte auf dem Friedhof der Kirche am 13. März.
Am 4. April veröffentlicht die New York Times ein Satellitenfoto der Szene vom 11. März 2022, also fast drei Wochen vor der „Entdeckung” der Leichen[i](dessen Datum später – ohne Grund – auf den 19. März geändert wird). Zwei Tatsachen sind überraschend: dass die Russen die Leichen angeblich drei Wochen lang auf der Straße haben liegen lassen, obwohl sie andere Opfer in diesem Zeitraum in der Gegend sorgfältig begraben hatten, und dass die Leichen während dieser ganzen Zeit genau in derselben Position geblieben seien.
Außerdem ist bekannt, dass das Bild der New York Times von der Firma Maxar bereitgestellt wurde, die für die US-Regierung arbeitet. Man weiß auch, welche Satelliten Maxar verwendet, man kennt ihre Flugbahn, ihre Position zu einem bestimmten Zeitpunkt und ihre Überflugzeiten. Anhand dieser Informationen und durch Messung der Schatten kann man also genau bestimmen, an welchem Tag das Foto aufgenommen wurde. Eine Gruppe unabhängiger russischer Analysten konnte so feststellen, dass das Foto am 1. April um 11:57 Uhr GMT (14:57 Uhr Ortszeit) aufgenommen wurde[ii]. Dies wird durch die Spuren eines heftigen Gewitters bestätigt, das in der Nacht vom 31. März auf den 1. April über der Stadt niederging. Seltsamerweise liefert Maxar keine Bilder aus diesem Gebiet für den 21. und 23. März, obwohl diese im Katalog aufgeführt sind.
Darüber hinaus geben weitere Fakten Anlass zur Vorsicht:
• Am 4. April gibt das Pentagon bekannt, dass es nicht in der Lage ist, die Verantwortung Russlands in der Angelegenheit von Butscha zu bestätigen[iii].
• Der ukrainische sozialistische Abgeordnete Ilya Kiva[iv]enthüllt auf Telegram, dass die Tragödie von Butscha von den britischen Geheimdiensten des MI6 geplant und vom SBU[v]durchgeführt wurde.
• Im Juni 2022 untersucht der italienische Fernsehsender TG24 die Tötungen und Verbrechen gegen Zivilisten, die angeblich mit den russischen Streitkräften kollaboriert haben sollen, und stellt fest, dass dies in Butscha der Fall gewesen sein soll[vi].
• Andere Bilder von Maxar aus demselben Gebiet, die zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen wurden, „wiegen“ 100 MB, während das Bild des „Massakers“ kaum 50 MB umfasst, was darauf hindeutet, dass es manipuliert wurde, um eine Manipulation zu verschleiern.
All dies beweist an sich nichts, zeigt aber, dass das, was uns als unbestreitbar präsentiert wird, alles andere als klar ist.
Wie Ignazio Cassis, Schweizer Aussenminister, erklärt:
"Es handelt sich nicht um Kriegsverbrechen, solange kein Gericht dies festgestellt hat."
Verleumdung 1 : Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt
Mit keinem Wort hat Baud behauptet, dass Butscha vom britischen Geheimdienst geplant worden sei. Er hat klar ausgesagt, dass niemand wisse, was dort vorgefallen sei.
Jacques Baud schrieb in seinem Buch «Fake News» in Ziffer 8.6.5. was folgt:
Wir beschränken uns hier auf zwei Zitate aus dem Buch von Baud, die gesamte Analyse findet sich im Buch.
„Darüber hinaus wurde im ersten Bericht, der nach der Einlieferung der Opfer im Krankenhaus erstellt wurde, von einer Fentanylvergiftung berichtet, wie Radio Free Europe/Radio Liberty im September 2018 mitteilte, ohne „Nowitschok“ zu erwähnen[i]. Auch das Salisbury Journal vom 5. März erwähnt eine mögliche Fentanylvergiftung[ii]
„Das Schweigen der britischen und westlichen Behörden zu dieser Frage lässt vermuten, dass die Analyse die Schuld Russlands nicht bestätigen konnte. Aber faktisch wissen wir nichts darüber.
Verleumdung 2 : Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt
Baud interpretiert gar nichts; er analysiert die offiziellen Ergebnisse und Stellungnahmen mit Quellenangaben präzis und kommt zum Schluss, dass die Analysen die Schuld Russlands nicht bestätigen könne – mehr nicht.
Navalny - 2020
Bezüglich Navalny schreibt Kohler folgendes:
„Im Fall Nawalny im Jahr 2020 behauptete er, es handele sich um einen mafiösen Akt, obwohl die Verwendung von Nowitschok durch unabhängige Zertifizierungslabors der OPCW nachgewiesen und die Beteiligung von FSB-Agenten bewiesen wurde.“
Jacques Baud schrieb in seinem Buch «Der Fall Nawalny» in Ziffer 7.1. was folgt:
„Die Analyse des Falls Nawalny zeigt, dass in jeder Phase des Verfahrens aus dem Spektrum der möglichen Erklärungen systematisch diejenigen ausgewählt wurden, die in das Narrativ einer Vergiftung mit Nowitschok passten und somit von Wladimir Putin in Auftrag gegeben worden sein mussten. Die Tatsache, dass die Symptome von Skripal und Nawalny völlig unterschiedlich waren, dass keiner von beiden Symptome einer Vergiftung durch Nervengift aufwies, dass keiner von beiden die mit einer Vergiftung durch Nowitschok verbundenen Langzeitfolgen zeigte oder dass Nowitschok auch von westlichen Ländern hergestellt wurde, hat weder die Medien noch die Politik zur Vorsicht veranlasst.
Im Gegenteil, allein auf der Grundlage des telefonischen „Geständnisses” eines Agenten, dessen Identität und Status niemand überprüfen konnte, und geheimer Militärberichte wird eine Außenpolitik gestaltet und werden Maßnahmen mit ungewissen Folgen ergriffen."
„Da die Berichte der deutschen, französischen und schwedischen Labore sowie der OPCW als geheim eingestuft sind, kennen wir ihren Inhalt nicht. Es ist jedoch anzunehmen, dass ihre Schlussfolgerungen, hätten sie eindeutig das Vorhandensein von Nowitschok bestätigt, detaillierter veröffentlicht worden wären.“
Verleumdung 3 : Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt
Baud verwandte den Ausdruck «mafiös» so wie von Kohler behauptet, nie. In seiner ausführlichen Analyse kommt Baud lediglich zum Schluss, dass die deutschen, französischen und schwedischen Labors das «gewünschte» Ergebnis nicht verifizieren konnten. Die Behauptung Kohlers, Nowitschok und die Beteilung des FSB sei nachgewiesen sind falsch.
Osama bin Laden - 2001
Bezüglich Osama bin Laden schreibt Kohler folgendes:
„Zu den historischen Ereignissen: Baud behauptete, Osama bin Laden habe nichts mit dem 11. September zu tun gehabt.”
Jacques Baud schrieb in seinem Buch Gouverner par les Fake News – Ziffer 5.4.) was folgt:
Im Juni 2006 bestätigte Rex Tomb, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des FBI:
Der Grund, warum „9/11“ nicht auf dem Fahndungsplakat von Osama bin Laden erwähnt wird, ist, dass das FBI keine Beweise hat, die Bin Laden mit „9/11“ in Verbindung bringen[iii].
Verleumdung 4: Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt
In keiner Textpassage seiner Bücher hat Jacques Baud je behauptet, dass Osame bin Laden nichts mit dem 11. September zu tun hatte; er analysierte lediglich westliche Quellen und schloss, dass man über die Entstehung von 9/11 nicht viel wisse.
Ursache-Wirkungs-Beziehung Ukraine Konflikt - 2021
Bezüglich Ukraine Konflikt 2021 schreibt Kohler folgendes:
„Er kehrt die Ursache-Wirkungs-Beziehung hinsichtlich der Invasion der Ukraine um. Er behauptet, dass die Ukraine Russland provoziert habe, indem sie 2022 den Donbass zurückerobern wollte. Zur Untermauerung seiner Behauptungen zitiert er eine Erklärung von Selenskyjs Berater Arestowitsch aus dem Jahr 2019, die jedoch eine analytische Warnung vor einer möglichen russischen Invasion darstellte, also eine sicherheitspolitische Prognose, die sich später auf tragische Weise bewahrheitet hat.“
Jacques Baud schrieb in seinem Buch Ukraine zwischen Krieg und Frieden – Ziffer 3.1 was folgt:
"Der Beitritt der Ukraine zur NATO ist daher nur möglich, wenn Russland nicht in der Lage ist, sie zu bedrohen. Russland muss also eine vernichtende Niederlage erleiden, die seine Wirtschaft zerstört, eine Revolution und einen Regimewechsel auslöst oder sogar zur Aufteilung Russlands in kleinere Einheiten führt. Genau das erklärt Arestowitsch: „Unser Preis für den NATO-Beitritt ist ein Krieg gegen Russland und dessen Niederlage.“ Er nennt sogar das voraussichtliche Datum dieses Krieges: „2021 oder 2022“[iv]!"
Verleumdung 5: Was Kohler behauptet, hat Baud nie geschrieben oder gesagt
Jacques Baud hat nie die Ursache-Wirkungs-Beziehung hinsichtlich der Invasion der Ukraine umgekehrt. Er zitiert lediglich aus einem Interview mit Olekseï Arestowitsch und erläutert dessen Überlegungen.
Fazit
Es ist einigermaßen erstaunlich, dass ein Berufsoffizier der Schweizer Armee, der zudem für die Ausbildung zuständig ist, ein solch leicht zu widerlegendes Pamphlet bzw. eine Hassschrift gegen einen ehemaligen Kollegen verfasst und somit einem durch Sanktionen geschwächten Kollegen das Messer in den Rücken rammt. Die Frage, ob er dies im Auftrag eines Vorgesetzten getan hat, blieb bisher unbeantwortet.
Dieses Pamphlet zeichnet sich nicht nur durch Bosheit, sondern auch durch eine kaum nachvollziehbare Stümperhaftigkeit aus. Man kann nur hoffen, dass Jacques Baud diesen primitiven und justiziablen Angriff nicht auf sich sitzen lässt, sondern diese Person, die es nicht verdient, eine Offiziersuniform zu tragen, zur Verantwortung zieht. Es wird sich zeigen, wie lange die Vorgesetzten dieser Person die Stange halten werden. Ein wegen Verleumdung verurteilter Ausbildungsoffizier wäre eine Premiere für die Schweizer Armee.
[i] Ron Synovitz, „Name Your Poison: Exotic Toxins Fell Kremlin Foes”, Radio Free Europe/Radio Liberty, 18. September 2018
[ii] „Mann, der in Maltings in Salisbury schwer krank aufgefunden wurde, ist der ehemalige russische Spion Sergei Skripal“, www.salisburyjournal.co.uk, 5. März 2018.
[iv] „Predicted Russian – Ukrainian war in 2019 – Alexey Arestovich”, YouTube, 18. März 2022 (https://youtu.be/1xNHmHpERH8)
[i]. Carole Landry, „The Horror in Bucha“, The New York Times, 4. April 2022 (https://www.nytimes.com/2022/04/04/briefing/russia-ukraine-war-briefing-bucha-warcrimes.html)
[vi]. Jacopo Arbarello, „Guerra in Ucraina, la questione dei collaborazionisti filorussi” (Krieg in der Ukraine, die Frage der pro-russischen Kollaborateure), Sky TG24, 7. Juni 2022 (https://tg24.sky.it/mondo/2022/06/06/guerra-russia-ucraina-filorussi)
[ii]. „Bucha liberated from Russian invaders – mayor”, ukrinform.net, 1. April 2022 (https://www.ukrinform.net/rubric-ato/3445989-bucha-liberated-from-russian-invaders-mayor.html).
[iii]. Violetta Orlova, „Мер Бучі підтвердив звільнення міста від російських військ”, Unian, 1. April 2022 (https://www.unian.ua/war/bucha-novini-mer-buchi-zayavlyaye-pro-zvilnennya-mista-vid-okupantiv-novini-vtorgnennya-rosiji-v-ukrajinu-11769010.html).
[iv]„Буча после ухода русских военныхQ”, Kedrov Talks/YouTube, 2. April 2022 (https://youtu.be/72TZbAeKPSE).
[v]. Violetta Orlova, „У звільненій Бучі розпочали зачистку території від диверсантів та російських пособників”, Unian, 2. April 2022 (https://www.unian.ua/war/bucha-u-zvilnenomu-misti-rozpochali-zachistku-teritoriji-vid-diversantiv-ta-rosiyskih-posobnikiv-novini-kiyeva-11770498.html).
Ich glaube, es handelt sich eher um Feigheit gepaart mit Schmeichelei als um Boshaftigkeit. Dieser Oberstleutnant ist ein Speichellecker, der seinen Vorgesetzten gefallen will, denn es ist unwahrscheinlich, dass er einen solchen Artikel ohne die Zustimmung seiner Vorgesetzten veröffentlichen könnte. Das sagt viel über die Mentalität dieser Hierarchie aus, die tatsächlich den Befehlen der NATO untersteht, ohne ihr anzugehören.
Unterstützt vom Schweizer Politikerfilz verlässt er sich wohl darauf, dass der unter "Reichsacht" gestellte Baud keine Möglichkeit hat, in der Schweiz gegen Diffamationen gerichtlich vorzugehen. Aber man sollte dies in einem grösseren Rahmen sehen. Der moralische Kompass ist weltweit ausser Funktion. Militärische Aggressionen werden als defensiv oder humanitär getarnt, während wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Progrome werden entweder ignoriert oder sogar unterstützt. Annexion wird mit wirtschaftlichen Motiven gerechtfertigt und als „notwendig“ für die nationale Sicherheit dargestellt. Die Souveränität anderer Staaten und die internationalen Institutionen werden ignoriert. "Macht begründet Recht" ist wieder salonfähig geworden. Aber wer die Vergangenheit vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen.
Ich halte, vielleicht zu Unrecht, die so genannte "Unschuldsvermutung" für die wichtigste Säule der Rechtsstaatlicheit, für eine äusserst geniale geistige "Errungenschaft" der Aufklärung, für enorm wichtig, ja absolut unverzichtbar für das friedliche Zusammenhalten einer Gesellschaft.
Mir scheint allerdings seit mindestens dreissig Jahren, dass sie von immer grösser werdenden Teilen der westlichen Bevölkerung als irritierend wahrgenommen wird, als etwas Negatives, Abstossendes, Aufzuhebendes.
Und de facto ist sie im Laufe der letzten drei Jahrzehnte (meiner Wahrnehmung nach) zunehmend aufgeweicht worden.
Wir rutschen in die finstersten Zeiten unserer Vergangenheit ab, die Türen zur Hölle tun sich erneut auf, die "Heilige Inquisition", diese mittelalterliche Verkörperung der reinsten, abscheulichsten Willkür, tigert wieder unter uns, bestens vermummt als gut, freundlich und lieblich aussehende Ursula von der Leyen oder Kaja Kallas, auf dass sie nicht als das, was sie de facto ist, wahrgenommen ist.
Dass sie es zulässt, dass ein absolut unbescholtener Bürger zum Abschuss freiegeben wird, keinen Finger bewegt, um ihn in Schutz zu nehmen, auf gar keinen Fall den Henker desselben vor den Kopf stossen will, lässt tief blicken in die seelischen Abgründe unsere Volksverteter.
Mein Vertrauen in "unsere" Regierung ist schon lange dahin, vor allem auch aus folgenden Gründen: "Unser" Aussenminister Cassis hat bereits während der ersten Amstzeit von Präsident Trump diesen Mann massgeblich unterstützt, als er versuchte das Hilfswerk für die Palästinenser zu zerschlagen. Zum Glück ist es diesen beiden Schurken nicht gelungen, aber der erfolgreiche Leiter des UHNCR - er hat das Geld für das Funktionieren dieses für die Palästineser lebenswichtigen Hilfswerks zusammengebracht - da die USA alle Unterstützungsgelder dafür gestrichen hatte. Es ist ja sattsam bekannt, dass die US-Israel-Politik seit dem 2. WK, durch die zionist. Milliardäre in den USA und Israel (seit der von Massenmord und Terror begleiteten Gründung dieses Staates durch die Regierungen und - wie immer unterstützt durch deren Geheimdienste - bestimmt wird. Zweitens, unter Federführung eben dieses IC hat die Schweizer Regierung die Neutralität unseres Landes zerstört, vor allem durch die Teilnahme unseres Landes am Wirtschafts-Krieg gegen Russland. Und drittens IC hat nach dem von der Nato und der faktisch in dieser Verbrecher-Organisation eingegliederten Selenskyi-Armee als "mutiger Lügner" die Falschaussagen von Präsident JB dreimal nacheinander in verschiedenen UN-Gremien wiederholt und sehr früh diesen Massen-mörder als seinen Freund bezeichnet, und ihm durch eine Video-Schaltung in das Bundeshaus die Möglichkeit geboten, seine verlogenen Behauptungen über Beginn und Verlauf des Ukraine-Konflikts lang und breit darzulegen, und das gehört leider auch dazu: unsere Parlamentarier haben - soweit ich weiss mit Ausnahme der SVP - haben diesem allen INformierten als Terroristenführer bekannten Präsidenten eine stehende Ovation geboten. Viertens: die Schweizer Regierung hat wie alle vom Verbrecher-Duo U.v.d. Leyen (Lügen) und Kallas gelenkten Staaten die Trumpschen Behauptungen über Maduro und den Überfall auf dieses Land als "wahr" bezeichnet, wie es sich für einen antidemokratischen Staat gehört. Und eben C's Lügen und Unterstützung der terroristischen "Sanktionierungen" gegen zwei Schweizer, von denen Herr Baud das weltweit bekannteste und - soweit es das Terror-Regime in Brüssel und leider auch in Bern nicht verhindern können- unterstützte Opfer ist. Das zweite ist eine schwarze Schweizerin, deren Namen ich jetzt vergessen habe; aber auch ihr wird die von der Verfassung vorgeschriebene Hilfe versagt, eben durch den dafür Verantwortlichen IC! Genau betrachtet verteidigt dieser "Schweizer BR" IC in Wirklichkeit die Interessen des Kiewer Regimes, anstatt - wozu er durch unsere Verfassung verpflichtet wäre, sich für unser Land und vor allem für die Opfer einer ausländischen, diktator. gelenkten Macht, EU genannt, einzusezten. Ja, dieser Typ war schon von Anfang überfordert und er ist sogar noch krininell geworden. Aber dieser IC hätte ja noch t weitere Kollegen, aber die unterstützen offensichtlich alle seien kriminellen Handlung sogar noch. Zu was für einm ferngelenkten Vasallen-Staat ist unser Land verkommen!!!
@Sepp Goldinger: Ich kann Ihnen nur beipflichten. Etwas stimmt definitiv nicht mehr mit unserer Regierung. Übrigens hat Nathalie Yamb, das andere EU- Sanktionensopfer mit CH- Nationalität kürzlich der WW ein Interview gegeben. https://youtube.com/shorts/2rpxvfKa1DQ?si=i5QXJRvP4KoE4MM6
Recherche ergab, dass Pascal Kohler kein abgeschlossenes Vollstudium hat. Passt. In offiziellen Angaben zur ASMZ wird lediglich erwähnt, dass er ein Executive MBA an der Hochschule Luzern sowie ein Studium in Public Affairs an der ETH Zürich absolviert hat – ein konkreter Abschluss (z. B. Master oder CAS) wird nicht genannt. Executive MBA-Programme sind auf berufstätige Manager mit mehrjähriger Erfahrung zugeschnitten, im Gegensatz zum konventionellen MBA, der oft ein Vollzeitstudium ist. In den ETH-internen Dokumenten (z. B. Diplomfeier der Militärakademie) findet sich lediglich sein Name in einer Teilnehmerliste, was keinen Rückschluss auf einen akademischen Abschluss erlaubt. In LinkedIn schreibt er über seine Bildung weder von Kantosschule oder Matura noch über Berufslehre, nur von obigem und seiner Karriere bei der Armee.
Antwort auf Paolo Martinoni Do. 08 Jan 2026, 10:01
Ob er sein Studium abgeschlossen hat oder nicht, ist meines Erachtens absolut irrelevant. Ich finde sogar, dass die selbstgerechtesten und niederträchtigsten unter uns Akademiker sind.
Guter Houdini, es waren die Akademiker, die dem Schweizer Volk eine Biowaffe als Sars-Cov-2 Impfung verkauft haben und damit abertausende Menschen vernichtet haben. Diese mRNA-Technik wurde von der DARPA (Waffenentwicklungsarm des Pentagon) entwickelt wurde, weil zu wenig schnell und zuverlässig wirksam, in den privaten Sektor verschoben. Ich weiss übrigens auch von Akademikern, dass Akademiker die ersten waren, die Brust voraus in die Gen-Spritze gehechtet sind und keine Fragen gestellt haben. Handwerker werden dazu angehalten selber zu denken um Schäden (z.B. auf dem Bau..) zu vermeiden. Akademiker werden dazu aufgefordert das vorgekaute zu schlucken ohne zu denken. Wenn man die Entwicklung unserer Parlamente betrachtet, sieht man eine zunehmende Akademisierung, die dazu führt, das der Praxisbezug von Entscheidungen immer mehr abnimmt und kompletter Mist entschieden wird, der später sehr, sehr , sehr teuer korrigiert werden muss..
Ich biin 100% mit Ihnen einverstanden. Wenn ich Peter Müller lese, kommt mir natürlich sofort unser ehemaliges Abfahrtsass in den Sinn. Und wenn obigen Peter Müller lesen, so stelle ich fest, dass er wohl kein Abfahrtsass, aber ein Denkass ist, und von denen haben wir viel zu wenige bei uns in der Schweiz.
Danke Herr Hänseler dass Sie sich für J.Baud einsetzen !
Mich erstaunt aber ihr Bericht nicht ! In der ETH Zürich werden Berufsoffiziere der Schweiz ausgebildet : Militärakedemie ! von wem auch ? Unter anderen von Herrn M.Keupp , Dozent , Deutscher .
Dieser Herr Keupp hat bereits 2023 die Russen als Verlierer dargestellt , sogar , diese wären schon auf der Flucht ! Damals habe ich geschrieben : " Wer schiesst eigentlich immer noch auf die Ukrainer , die Russen sind doch schon längst auf der Flucht " ? Bei der Schweizer Regierung sollen ja auch einige in Dovos ausgebildet worden sein , oder sollte man das eher " dressiert " nennen ? War der Chef von diesem " Zentrum " nicht auch Deutscher ? Viele Politiker sind heutzutage nicht mehr Volksvertreter sondern reine Interessenvertreter , nicht mehr für die " eigene " Bevölkerung , leider . Die EU und die Nato ist für viele Politiker wichtiger als das Wohl und die möglichst grosse Unabhängigkeit der Schweizer Bevölkerung . Es herrscht heute keine Freude mehr , wie ein Bundesrat der Schweiz beim Gespräch mit einem Schweizer Astronaut früher mal erklärte . !
Ich kenne diese Einrichtungen resp. deren offensichtlich teilweise mehr als fragliche Repräsentanten nicht. Ein konkretes Beispiel für einen ehemaligen schlimmen BR, den ich mit Grausen immer noch als Diktator bezeichne: Ja, der feine Herr ist ja dann dankend von der höheren Diktatorin empfangen und sofort an einen sehr gut bezahlten Posten befördert worden. Wie hiess der Kerl schon wieder? Ja, Alain Berset. Man erinnert sich ja noch, wie dieser geile Superhengst am frühen Morgen seine ihm nicht mehr passende Geliebte von der Polizei überfallen liess. Pfui Teufel: Hoffentlich wird der Schurke zusammen mit seiner Uschi von der Lügen beim möglicheweise bald erfolgenden Zusammenbruch dieser Verbrecherbande wirklich zum Teufel gejagt!
Vielen Dank an ,,FG,, für den Einsatz bzgl. Juaque Baud, auch in der Hoffnung auf Gerechtigkeit! / Alle Politiker legen einen Eid auf die Verfassung ab, unter anderem auf - ,,...........zum Wohle des Volkes,,! - jedoch, wenn man das Handeln unserer Politiker, noch dazu die meisten nicht gewählt, hernimmt, machen Sie sich strafbar, da Sie eindeutig nicht ,,ZUM WOHLE DES VOLKES,, agieren, oder sehe ich etwas falsch!!! RESÜMEE: jemand der sich strafbar macht, gehört vor ein ordentliches Gericht!
Ich schliesse mich dem Kommentar von J. Blumer an und danke Peter Hänseler für seine sorgfältige Analyse, die sicher viel Zeit gekostet hat. Aber es hat sich gelohnt. Auch finde ich das Verhalten unserer Regierung und von P. Kohler sehr beschämend.
Danke an Peter Hänseler, dass Sie sich in dieser Art für J. Baud einsetzen. Aur den heutigen Kommentatoren gilt der Dank, denn jede Ergänzung und jede Wortmeldung ist eine "Hoch
Ergänzung zu meinem, nur teilweise erschienen Kommentar. Jede Wortmeldung hier , ist eine Hochachtung für J. Baud. Dass sich die CH-Militärs und der Bundesrat zu dieser Vergewaltigung durch die EU gegen einen unbescholtenen Bürger , nicht im entferntesten einsetzt ist typisch für die Qualität der zuständigen Behörden. Wir sollten erkennen, dass uns dieses überbordende Bürokratiemonster "EU" auffrisst. Es scheint bereits bei sich selbst angefangen zu haben. Siehe die Alianz der "Willigen" was für mich schon alleine gesehen, eher ein Selbstmordkommando zu sein scheint, wenn man das Kriegsgeheul mitbekommt. Ob da noch etwas zu bremsen ist? Wir werden sehen. Ich drücke Herrn Baud auf jeden Fall die Daumen. Mit "Recht" hat das nichts zu tun.
Antwort auf johann strempfl Do. 08 Jan 2026, 16:01
@beat schaller: Danke für Ihren (starken) Kommentar. / Sie schreiben, - ,, . . . . . zu dieser Vergewaltigung durch die EU gegen einen unbscholtenen Bürger,, - zu diesem Satz möchte ich ergänzen und zwar, - nehme jede Möglichkeit (mind. seit 8 - 10 Jahren) war, um die fundierten ,,BAUD - BERICHTE,, zu lesen und zu hören. Aus meinen persönlich gemachten Erfahrungen aus diesen Berichten kann ich behaupten zu sagen, - ,,Hr. Juaque Baud ist ein Paradebeispiel eines SCHWEIZER´S, der den Begriff, UNABHÄNGIG und NEUTRAL versteht und lebt, die Schweiz und die Schweizer sollten auf solch einen Bürger MEHR ALS STOLZ SEIN ! Auch ein Danke an die eingebrachten Berichte, wo jeder für sich eine GUTE ANSAGE darstellt ! !
Als erstes wünsche ich dem Team um Peter Hänseler und selbstverständlich allen kritischen aufgeweckten Lesern einen gute Neues Jahr 2026 trotz wiedrigen Bedingungen, Toi Toi Toi ️ Selbstverständlich gilt dieser Gruß auch noch an die russische Bevölkerung für eine gesegnete Weihnachts Zeit und ein gutes ️ Neues Jahr 2026
Auch ich schliesse mich dem Dank an das P.H's-Team an: Er ist ein Schweizer, der für unser Land in Moskau und dank seinem Blog in vielen weiteren Ländern der Welt Ehre für unser Land einlegt. Zum Glück müssen wir uns nicht für alle prominenten Schweizer schämen! Lieber Peter H. ich bezeichne dich im Namen vieler als "Peter den Grossen!" Mit Andreas Müller zusammen grüsse ich die ganze russische Bevölkerung, und besonders alle Soldaten in der Ukraine, welche ihr Leben aufs Spiel setzen, und zwar zuerst für ihr schon so oft von uns Europäern überfallenes und jeweils unter schwersten Opfern gerettetes Land - und jedes Mal waren auch Schweizer auf Seiten der Aggressoren dabei! Zweitens kämpfen diese tapferen und mutigen Russen für die ganze Welt: Denn dank ihrem effektiv schon erfolgten Sieg über die Nazi/Nato-Armee, die vom besten Freund des sonst schon genügend verachtens"würdigen" I.C., ins Verderben gelockt worden ist. Deshalb können also die BRICS-Staaten und deren Präsidenten ihr begonnenes Friedenswerk weiterführen, ohne die bisher berechtigte Angst vor vernichtenden Angriffen durch die US-gelenkten Verbrecher- und Piraten-Gang aus Washington und Brüssel, Paris und London.
Seit dem Jahr 2000 habe ich kein Vertrauen mehr in diese Regierung – und noch weniger in die Streitkräfte. Seit damals habe ich den Eindruck, dass man den Kurs verloren hat, der die Schweiz über Jahrzehnte hinweg ausgezeichnet hat.
Insbesondere scheinen sich die militärischen Führungsebenen immer stärker an Denkweisen und Narrativen zu orientieren, die nicht zu unserem Land passen, und sich gefährlich den Kriegstreibern der NATO anzunähern. Zusammenarbeit, Interoperabilität, gemeinsame Übungen – lauter Begriffe, die zusammengenommen den Inhalt der Neutralität zunehmend aushöhlen.
Was ich wirklich vermisse, ist die alte schweizerische Militärdoktrin: eine konsequent defensive Doktrin, glaubwürdig, im eigenen Territorium verankert und ausschließlich darauf ausgerichtet, das Land zu schützen – nicht darauf, sich in Blocklogiken oder Machtpolitik einzufügen. Eine Neutralität zu 100 %, nicht „flexibel“, nicht „kooperativ“, nicht je nach geopolitischer Lage neu interpretiert.
Die Schweiz brauchte keine Bündnisse, um respektiert zu werden – sie wurde respektiert, weil sie konsequent, berechenbar und eigenständig war. Heute hingegen scheint man es allen recht machen zu wollen und läuft dabei Gefahr, am Ende niemanden mehr wirklich zu vertreten.
Meiner Meinung nach ist der Fehler unseres Bundesrats nicht, dass er es allen recht machen möchte, sondern der tiefste Grund liegt daran, dass sämtliche "Eliten" in Parlament, Regierung und Armee, einfach rückgrat- und verantwortungslose, nur noch dem Mammon und der eigenen Karriere verpflichtete Feiglinge sind. Dass das Parlament die einst doch mehr oder wenige selbstständige Schweizer Armee total dem Nato-Kommando unterworfen haben, zeigt doch der wahnsinnige Geldverschleuderungs-Kauf der unheimlich teuren Flugzeuge, die nur noch von der Nato-Kommandozentrale aus überhaupt eingesetzt werden könnten.
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Was die F-35 betrifft, handelt es sich eindeutig um Flugzeuge, die in erster Linie für Angriffsmissionen und für integrierte offensive Operationen in einem multinationalen Kontext konzipiert sind und keineswegs den tatsächlichen defensiven Bedürfnissen der Schweiz entsprechen. Auch ich befürchte, dass sich in der verzerrten Denkweise unserer Eliten die Vorstellung festgesetzt hat, „die beste Verteidigung sei der Angriff“ ein Prinzip, das in offenem Widerspruch zur Tradition, zur Neutralität und zur eigentlichen Logik der Landesverteidigung unseres Landes steht.
Offiziell geht die Webseite zwar erst um 11h CET online, aber hier schon einmal der Link zu einem Appell an die EU (Peter Hänseler und viele andere bekannte Leute sind auch unter den Erstunterzeichnern): https://appeal-baud.com/en/
Liebe Grüsse an alle hier mit Herrn Hänseler als Winkelried zur Causa Jaques Baud. Dieser Kurztext ist der Versuch/Test durchzukommen nach heute 2x Scheitern mit meinem grösseren Beitrag. Etwas klemmt mit Versand aus z.Zt. Ost-Deutschland.
Parallel lese ich, parallel zu hier, eines der Bücher von Herrn Baud. Etwas schwere Kost, mit seinen laufenden seriösen Hinweisen als Belege seiner Antworten. Das überfordert und gefällt wohl Leuten mit Brett vor dem Kopf wie diesem Herrn Kohler auf Keupp Niveau nicht.
danke! unerklärlich... im Hinter/Übergrund komme ich jetzt durch (es klemmte schon früher 1x). Nun was gespeichert frei wird im 3. Anlauf unverändert:
Danke für kluge Worte und besonders mutige, wie stets, von Ihnen persönlich Herr Hänseler. Unser hier überschaubare Kreis ist aber nicht allein.
"Ich tue mir“ auch etwa den Blick in Mainstream-Presse an. Nicht den Einheitsbrei, sondern zur Pulsfühlung in Kommentaren. Denn dort rutschen zuweilen gesunde Beitröge durch die Moderation. Etwa so (Teil-Zitate, jedoch 1:1) mit 3 Beispielen von heute:
> ...der Dunning-Kruger-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, bei der wenig kompetente Menschen ihre Fähigkeiten stark überschätzen, weil ihnen die nötige Kompetenz fehlt, ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. > ...die Aussage von Merz, auch deutsche Truppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu senden, ist doch schon wieder ein Beleg dafür, dass er keinen Frieden in der Ukraine will. Warum sollte Putin einverstanden sein, einen Friedensvertrag von feindlichen Truppen absichern zu lassen? > …die Wehrpflicht wird auch wieder reaktiviert. Ein Problem hat Merz aber. Jeder Mann kann sich zur Frau umschreiben, wer zieht dann in seinen Krieg? Wehrpflicht für Frauen hätte er bei seinen Lügen noch irgendwo unterschieben müssen. So wird das nichts. Zitate Ende.
Nicht blöd? Nährt Hoffnung.
Es gilt Distanz zu Kleinklein zu wahren, sich damit nicht zuschütten und ablenken lassen. Dann überrascht von langer Hand weltpolitisch Geplantes weniger. Der Globus-Ballon lässt sich nicht 2-dimensional als Sandkasten für einfache Gemüter darstellen. Vielleicht später, wenn die Luft raus ist. was Gott, Allah, Buddha, Shiva & Co. verhüten mögen (ich bin Christ, aber vertragslos).
Ausserhalb von Michels Tellerrand zeigen sich abgesteckte Claims klarer (Pulverdampf gehört dazu), übermütig ausgeplaudert nach letztem Regionalerfolg in Venezuela, sogar live wie seit Bin Laden und weiteren vorgerichtlichen Exekutionen.
Übermut folgte nach dem dortigen Kassensturz, wo China und Russland 100 Milliarden $ in den Sand gesetzt haben, im Rausch daraus noch der Piratenakt nahe Fremdland Europa.
Russland hat nochmals zugeschaut und denkt sich (mit kleinem chinesischen Knopf im Ohr): schlaf den Rausch aus, ab- und angezählt wird nach dem Spiel (Schach, nicht Poker).
Lustig ist auf europäischen Boden allerdings anders. Fühlbar zwischen Stuhl und Tisch. Zwischen Stuhl und Tisch steht ein braunbeiges Paket: an Unsicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darin ein blauer Ambos mit weissen Sternen und ein roter Hammer.
Die langen Finger der langen Hand schliessen sich in der Ukraine nach Austausch aller Schlüsselstellen. Change of Regime-Change durch HR-Change. Mit der ehemaligen Vize-Präsidentin von Canada gibt es die erste Nordamerikanerin (ukrainische Wurzeln wie u.a. vorbereitend Nuland, Blinken) mit Ministeramt. Selensky erlaubt man noch als fliegenden Teleprompter.
Ohne FG als Türöffner zu fakten-recherchiertem Mehrwissen wäre ein Durchblick viel schwerer.
Manchmal gelingt das, manchmal gar nicht.
In der Ukraine gelang es mir. Am letzten Tag meiner Reise dort, kurz vor dem Krieg, schaute ich aus dem Zimmer im 12. Stock vom Hotel «Ukraine» auf den Maidan und sagte mir: da muss ich nie mehr hin. Mehr Korruption Schritt für Schritt erlebt als anderswo, in Charkiv die langen Züge mit Panzern und schwerem Gerät gesehen, konsularische Warnung auf dem Handy vom Besuch im nahen Donbas abzusehen.
Es gelang nicht zu Indien. Die europäische Ehefrau von einem indischen Geschäftsmann riet mir nach stur blockierten Verhandlungen: vergessen Sie es, «so sind sie», wir werden diese Mentalität nie verstehen. Zur bevölkerungsreichsten Nation erwarte ich noch Erkenntnisse.
Russland ist für mich aus Erlebnissen von ganz unten bis ganz oben ein vertrautes Buch geworden, fühle/finde mich erwartungsreich kulturverbunden und seelennah.
Hoffnung ist ein Zustand vor Ereignissen wo es so oder so laufen kann. Hoffen wir, es laufe noch anders.
Betrifft den Protest gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU: Falls jemandem dieser Protest noch nicht bekannt sein sollte, mit der Bitte um Unterschrift und Weiterleitung. Mit herzlichem Dank Beat Wick
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Veranstaltung in Essen Palästinasolidarität
aus e-mail von Karin Gerlich, 8. Januar 2026, 9:55 Uhr
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
diese - mail ist wieder wichtig und interessant. Deshalb sendet sie
bitte in eure Verteiler und meldet euch an. GAZA braucht unsere
gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Solidarität.
Grüße Karin Gerlich
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
08.01.2026
Venezuela Die Umwertung aller Werte und eine weitere Warnung für Europa
makronom.de, vom 7. Januar 2026, ALICIA GARC´IA-HERRERO, Europa, USA
Die US-Intervention in Venezuela markiert die Rückkehr einer rohen Machtlogik. Wenn die EU nicht entschlossen handelt, wird Russland das Vakuum in Osteuropa und auf dem Balkan füllen, während die beiden Supermächte ihre Einflussbereiche konsolidieren.Ein Beitrag von Alicia García-Herrero.
Die verblüffende Militäroperation, die die USA am 2. Januar durchgeführt haben, um den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu stürzen, sendet eine unmissverständliche Botschaft: Die Monroe-Doktrin ist zurück, und die USA werden es nicht dulden, dass externe Mächte Kontrolle in Lateinamerika ausüben. Die Folgen der US-Intervention in Venezuela reichen jedoch weit über den amerikanischen Kontinent hinaus.
Insbesondere China hat seit 2008 seinen Einfluss in Venezuela ausgebaut, als die globale Finanzkrise und kollabierende Ölpreise das Regime von Maduros Vorgänger Hugo Chávez bedrohten. Im Gegenzug für Kredite in Höhe von rund 60 Milliarden US-Dollar profitierte China von billigem venezolanischen Öl und dem Zugang zu Edelmetallen und anderen zunehmend wichtigen Rohstoffen, über die Venezuela reichlich verfügt. Vor diesem Hintergrund war die offizielle Reaktion Chinas vorhersehbar: Die Aktionen der USA wurden als „hegemoniale Handlungen“ verurteilte, die gegen das Völkerrecht verstoßen würden.
Aber China könnte auch von der US-Intervention profitieren. Für einige deutet der Angriff darauf hin, dass sich die USA auf die westliche Hemisphäre konzentrieren und damit China im Pazifik und möglicherweise Russland in Europa Raum lassen. Wenn die USA den Regierungschef eines Landes entführen und entscheiden können, wer an der Macht bleibt, warum dann nicht auch China dort, wo es seine Kerninteressen hat – in Taiwan?
China profitiert auch davon, dass die US-Intervention in Venezuela Chinas Selbstdarstellung gegenüber einem zunehmend skeptischen Globalen Süden als Garant der UN-Charta stärkt. Die Botschaft lautet: „Während Washington Hauptstädte bombardiert und Präsidenten entführt, bietet China Kredite und Infrastruktur an.” Dieser Soft-Power-Vorteil könnte sich als wertvoller erweisen als jeder Vorteil gegenüber Taiwan.
China muss jedoch auch seine Interessen im Pazifik sehr sorgfältig verwalten. Es gibt keine Anzeichen dafür – schon gar nicht in der nationalen Sicherheitsstrategie der USA aus dem November –, dass die Trump-Regierung das Abtreten der Macht im Pazifik als Preis für die Vorherrschaft in der Hemisphäre betrachtet. Trumps Ansatz scheint viel direkter zu sein als eine Aufteilung der Welt in Interessensphären: Die USA können und werden überall dort handeln, wo es ihre Interessen erfordern. Die Operation in Venezuela ist kein Kompromiss, sondern eine uneingeschränkte Machtdemonstration.
Diese Logik ist für Europa erschreckend. Die Machtdemonstration der USA, sich einfach nehmen zu können, was sie wollen, bestätigt die Weltanschauung des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Warum sollte Moskau, das nun durch Washingtons Missachtung internationaler Normen ermutigt ist, nicht europäische Ziele angreifen, von erweiterten Cyberoperationen bis hin zu hybrider Kriegsführung?
Die europäischen Reaktionen auf die Intervention der USA wurden sorgfältig abgewogen, um niemanden zu verärgern und für nichts zu stehen. Maduros Illegitimität – er hatte die Wahlen im Juli 2024 nicht gewonnen – wurde zur Kenntnis genommen und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass das Völkerrecht nach wie vor von Bedeutung ist. Die europäischen Staats- und Regierungschefs können sich nicht dazu durchringen, Washington – ihren Sicherheitsgaranten und nominellen Verbündeten – scharf zu kritisieren. Dennoch können sie keine Maßnahmen gutheißen, die die internationale Architektur zerstören, für die sich Europa eingesetzt hat.
Die Realität, der sich die Europäer stellen müssen, ist daher hart: das, was Nietzsche als Umwertung aller Werte bezeichnet hat. Die USA stehen nicht mehr für demokratische Werte und die Achtung des Völkerrechts. Stattdessen haben sie sich die Logik der Autokratien zu eigen gemacht, die sie angeblich bekämpfen: Macht geht vor Recht, Einflusssphären sind wichtiger als Souveränität und Macht rechtfertigt Handeln.
Venezuela ist ein weiterer Fall, der Europa zum Handeln veranlassen sollte, was es aber nicht tut. Europa braucht eine einheitliche Außenpolitik und eine gemeinsame Armee. Venezuela zeigt, dass diese gemeinsame Armee nicht nur zum Schutz Europas selbst, sondern auch zur Verteidigung seiner Nachbarschaft notwendig ist, so wie es andere Länder tun.
Wenn Europa nicht entschlossen handelt, wird Russland das Vakuum in Osteuropa und auf dem Balkan füllen, während die beiden Supermächte ihre Einflussbereiche konsolidieren – die USA vor allem in der westlichen Hemisphäre, China im Pazifik (sofern die USA dies zulassen). Sobald diese Konsolidierung abgeschlossen ist, werden die USA und China ihre Aufmerksamkeit auf Europa richten, das bis dahin durch den unerbittlichen Druck Russlands zersplittert und geschwächt sein wird. Dies könnte sogar noch früher geschehen, wenn Präsident Donald Trump seine Drohungen, Grönland zu annektieren, wahr macht.
Eine vollständig koordinierte europäische Außenpolitik und Armee können jedoch nur durch den Aufbau eines Staates, möglicherweise eines Bundesstaates, erreicht werden. Europa ist von diesem Ziel meilenweit entfernt und bleibt in seiner schrittweisen Vorgehensweise gefangen. Die Krise in Venezuela sollte für Europa ein Weckruf sein, entschlossen für eine einheitliche Außen- und Verteidigungspolitik einzutreten. Diese kann nicht gelingen, ohne den Weg hin zu einer Föderation zu beschreiten.
Zur Autorin:
Alicia García-Herreroist Chefökonomin für die Region Asien-Pazifik bei der französischen Bank Natixis und Senior Fellow beim wirtschaftswissenschaftlichen Institut Bruegel, wo dieser Beitrag zuerst auf Englisch erschienen ist. Die Übersetzung erfolgte durch die Makronom-Redaktion.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die Watchlist EUropa vom 08. Januar 2026– Heute mit Nachrichten und Analysen zur imperialen US-Außenpolitik und der überholten Bedrohungsanalyse der EU, zum Schwenk Italiens im Freihandel und zum neuen Ratsvorsitz und seinen Vorzügen.
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Kurz nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine, im März 2022, hat die EU ihren “strategischen Kompass” vorgelegt. Die neue außenpolitische Doktrin sollte Orientierung bis 2030 geben – doch sie ist jetzt schon überholt.
Als größte Bedrohung wurde damals – wenig verwunderlich – Russland bezeichnet. Statt auf “Soft Power” und Friedenssicherung setzte die EU fortan auf die militärische Sicherheit und Verteidigung (“Hard Power”) sowie den Schutz wichtiger Handelsrouten.
Vier Jahre später stellt sich heraus, daß nicht Russland die maritimen Handelsrouten bedroht – sondern die USA. Am Mittwoch hat das US-Militär einen Tanker auf dem Nordatlantik gekapert, weil er angeblich US-Sanktionen gegen Venezuela unterlaufen hat.
USA als neue Gefahr für die EU
Und es ist auch nicht Russland, das die territoriale Integrität der EU gefährdet, wie nach dem Angriff auf die Ukraine vermutet worden war – sondern die USA. Dies haben die jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump gegenüber Grönland und dem EU-Mitglied Dänemark gezeigt.
“Selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung”, erklärte Trumps Sprecherin Leavitt zu den imperialen Gelüsten in Grönland. Zur Not könnten die USA die Insel kurzerhand besetzen und den Nato-Partner Dänemark übergehen.
Natürlich haben die USA auch andere Optionen, um sich Grönland anzueignen. Sie können wirtschaftlichen Druck einsetzen, sie können ihre Präsenz auf den Nato-Stützpunkten hochfahren, und sie könnten die Insel sogar schlicht kaufen, wie Außenminister Rubio angedeutet hat.
Fest steht jedoch, daß sie es ernst meinen – und daß sie die EU wieder einmal kalt erwischt haben. Die EUropäer sind von Kopf bis Fuß auf die angebliche russische Bedrohung eingestellt und wirken wie gelähmt. Ihr strategischer Kompass hat sie in die Irre geführt!
A possible US intervention in Greenland is the biggest source of risk to the transatlantic alliance and intra-NATO and intra-EU cohesion, arguably far greater than those presented by Russia’s invasion of Ukraine – Mujtaba Rahman, Eurasia Group
EU macht Business as usual
Doch statt die überholte Bedrohungsanalyse zu revidieren und in den Krisenmodus zu schalten, macht die EU Business as usual. Die EU-Kommission ist nach Zypern gereist, um den neuen Ratsvorsitz zu feiern (siehe unten). Trumps Drohungen waren kein Thema.
Derweil fordert Litauen ein härteres Vorgehen gegen die russische “Schattenflotte” in der Ostsee. Der amerikanische Akt der Piraterie im Nordatlantik ist für die Balten offenbar kein abschreckendes Beispiel, sondern ein nachahmenswertes Vorbild…
Mein Fazit:Die EU-Führung ähnelt einem Tanker, der ohne Kompass orientierungslos im Weltmeer der Geopolitik treibt. Statt sich auf die Rettung ihrer eigenen Mitglieder zu konzentrieren, tut sie alles für die Ukraine – und dafür, daß Trump wenigstens hier an “Bord” bleibt. Dabei setzen sich die USA immer mehr ab, zuletzt auch bei den Sicherheitsgarantien …
News & Updates
Tajani preist Mercosur-Abkommen. Nach jahrelangem Ringen um eine Einigung auf ein Freihandelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten zeichnet sich eine Zustimmung Italiens ab. Außenminister Tajani hob in einer Erklärung die “enormen Vorteile” einer solchen Vereinbarung hervor. Tajani lobte die jüngsten von der EU-Kommission angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung der Bauern und könnte nun für die nötige Mehrheit im Rat sorgen. – Um die Zustimmung zu erkaufen, hat Kommissionschefin von der Leyen zugesagt, schneller als geplant 45 Mrd. Euro aus dem EU-Budget für die Landwirte locker zu machen. Außerdem sollen die Einfuhrzölle für bestimmte Düngemittel gesenkt und ein Gesetz für eine mögliche Aussetzung der CO2-Grenzabgabe vorangetrieben werden, sagte die CDU-Politikerin.
USA lockern Sanktionen gegen Venezuela. Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. Der Plan werde die USA nichts kosten, sagte Außenminister Rubio. Gegenwärtig sei man dabei, eine Vereinbarung über die Lieferung von 30 bis 50 Millionen Barrel Öl abzuschließen. – Demgegenüber hält die EU an ihren Sanktionen gegen Venezuela fest. Eine Änderung sei nicht geplant, heißt es im Ministerrat in Brüssel. Mehr hier (Neues vom Wirtschaftskrieg)
De Masizerrt von der Leyen vor Gericht. Erst die Corona-Impfstoffe, nun die Aufrüstung: Wegen mangelnder Transparenz hat BSW-Chef De Masi eine Klage gegen EU-Kommissionschefin von der Leyen eingereicht. Es gehe um einen Präzedenzfall, sagt der Europaabgeordnete. – Im Sommer 2025 hatte bereits das gesamte Europaparlament gegen die EU-Kommission geklagt. Damals ging es um das Eilverfahren, mit dem von der Leyen die Aufrüstung vorantreibt – am Parlament vorbei. Es fehlt nicht nur an demokratischer Kontrolle, sondern auch an Transparenz… – Mehr im Blog
Das Letzte
Zypern ist soo schön!Das sagte EU-Chefin von der Leyen zum offiziellen Start der EU-Ratspräsidentschaft, die bis Ende Juni in Zypern liegt. Hier ihre ersten Worte: “Ich freue mich, wieder in Zypern zu sein. Einem Land mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr. Einem Land von außergewöhnlicher Schönheit, und damit der perfekte Geburtsort für Aphrodite. Heute sind Sie ein stolzes europäisches Land mit einer florierenden Wirtschaft und einer Gesellschaft, die entschlossen in die Zukunft blickt. Das erleben wir hier in Nikosia, einem der europaweit am schnellsten wachsenden Zentren für Technologie-Start-ups. Hier entwickeln KI-Innovatoren die Technologien von morgen, in unmittelbarer Nachbarschaft zu byzantinischen Kirchen. Zypern zeigt die Sonnenseiten Europas, unsere Fähigkeit, Tradition mit Innovation zu verknüpfen und bei der Gestaltung unserer Zukunft Kraft aus unserer Geschichte zu schöpfen. Es ist der perfekte Ort, um in diesen neuen Ratsvorsitz zu starten.” – Daß Zypern entgegen der Hoffnungen beim EU-Beitritt 2004 immer noch geteilt ist und unter einer massiven Flüchtlingskrise leidet, erwähnte sie nur am Rande…
…könnten die USA die Insel kurzerhand besetzen und den Nato-Partner Dänemark übergehen… Das brauchen sie doch gar nicht, sie sind ja schon militärisch präsent. Trump muss nur die NATO-Mitglieder informieren, dass er ab sofort „aus Gründen akuter Gefährdung der strategischen Sicherheit der NATO“ den Oberbefehl der NATO-Truppen dem SECEUR überträgt. Alle NATO-Mitglieder haben in dieser genau SO vorgesehenen Standardbefehlsstruktur nun ihre vertraglich festgelegten Zuliefer- und Hilfsdienste zu leisten. Somit kann die USA in Grönland schalten und walten wie sie es möchte. Die NATO-Statuten geben genau das im Krisenfall (über den die USA letztlich auch gegen die Stimmen der Mitgliedsstaaten entscheiden können) problemlos her. Es waren immer Schönwetterparagraphen, die mehr schlecht als recht diese Tatsache der bürgerlichen Öffentlichkeit verdeckt halten sollten. So habe ich jedenfalls die Ausführungen eines BW-Offiziers bei einer Tagung über europäische Themen verstanden. Mein Fazit: Einziges Gegenmittel wäre die NATO platzen lassen, aber das müsste in „Einigkeit“ geschehen und ginge auch sicher nicht ohne derbe Blessuren ab.
HeHoe!! WiR sind nicht von den Amis abhängig ? Im Gegenteil! Es ist wie mit einem Hund mit Würgehalsband, der an der Leine geführt wird. So lange er brav “bei Fuß” geht und Herrchen nicht stresst, merkt er doch gar nicht, dass es kein Schmuckband ist was er da um den Hals trägt, sondern die Stacheln echt ins Fleisch dringen, falls er versucht eigene Wege zu gehen. Tatsache ist, dass wir in den vergangenen Jahrzehnten kaum Anlass hatten, eigene Wege zu gehen: wir bekamen genug Futter und Laufleine genießen durften wir auch. Unser neues Herrchen jedoch, hat mit den geerbten Hunden so gar nix am Hut und empfindet keine Freude mehr an der herrlichen Meute verschiedener Kampfhunde, die man sich durch die WK-Siege und den anschließenden ökonomischen Boom leisten konnte. Sie waren DAS Prestigeobjekt im kalten Krieg gegen die Sowjetunion, die sich aus verschiedenen Gründen eine Meute Gebrauchshunde hielt, nix rassereines… Jetzt nach der Auflösung der Sowjetunion, streunen diese Hunde halbwild durch Europa und müssen unter Aufsicht gehalten werden, der Prestige-“Wert” von Hunden verfiel mit einem Mal ins bodenlose. Ab sofort müssen die Hunde arbeiten für ihr Futter, sonst sind sie nutzlos, reine Repräsentation “is nicht mehr”. Je mehr die Hunde nun Eigenleben entwickeln wollen, umso härter fasst man sie an, wenn sie bissig werden sollten, dann kommt der Abdecker (würde man bei Pferden sagen)Nun ist die US-Vorzeigemeute nur noch Belastung statt Prestige. Steht sozusagen auf der …muss bei nächstbester Gelegenheit weg-Liste.
Alles lässt sich von Trump dominieren. Was wäre denn – weil alles “trumpeske” ja klar ist – wenn man das alles ignorierte und weiter macht nur ohne …? Was ändert sich wenn alle aufgeregt gackernd auf dem Hof rumrennen? Warum wird der Spieß nicht umgedreht und die Amis werden ausgeschlossen? Die Ukraine hat’s sowieso schon hinter sich, der Schaden wächst nur noch! Zum Mitschreiben: Wir sind nicht von den Amis abhängig!! Wenn überhaupt, dann ist die Abhängigkeit gegenseitig. Sich kleinmachen fordert den Gegner, die USA, nur heraus!
Zum “Trump-Komplex” (letzte Worte ???? dann ist Trump bei mir durch): US-PolitikUSA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen zurückhttps://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-trump-organisationen-rueckzug-li.3352720 Der angekündigte Rückzug aus Dutzenden Organisationen ist nicht der erste der Trump-Regierung. Bei vielen der genannten Organisationen geht es um Bereiche wie Umwelt und Klima, Geschlechtergerechtigkeit, Bildung sowie die Förderung von Demokratie. Ihre Ziele seien nicht mit den Interessen der Vereinigten Staaten vereinbar, heißt es. Büüskers Kommentar vom 6.01.2026 (https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zu-venezuela-donald-trumps-oel-ambitionen-sind-fossile-geopolitik-100.html) trifft’s imho recht gut “Antiklimaschutzpolitik”! Und im Weiteren natürlich alles was für Donald John – nicht nur für ihn – zu schwierig zu verstehen ist.
In den Medien geht das “USA ziehen sich zurück”-Strohfeuer gerade hoch, morgen ist es dann wieder verschwunden – nicht im Interesse der USA(!!): Umwelt und Klima, Geschlechtergerechtigkeit, Bildung sowie die Förderung von Demokratie “rechte” Politik – möglichst einfach, je komplexer das Problem umso einacher die Antwort, gerne 0 und 1, für die Amis schon kompliziert, o reicht! m(
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Rückschlag für die neue “Paris Declaration” zu möglichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine: Die USA haben ihre Unterschrift zurückgezogen, wie “Le Monde” meldet. Russland wurde gar nicht erst gefragt.
Die Amerikaner seien ohnehin nicht offizieller Partner gewesen, heißt es dazu im Pariser Elysée-Palast. Man habe aber alle Details mit den US-Vertretern abgesprochen. Allerdings fehlt in der Schlusserklärung ein entsprechender Passus. Dort ist nur noch von einem “proposed support of the US” die Rede.
“Wir gehen davon aus, dass die Zusagen der USA stark sind”, sagte demgegenüber Regierungssprecher Kornelius in Berlin nach dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris. Die USA seien zu einer substanziellen Unterstützung von Sicherheitsgarantien bereit.
Allerdings ist weiter unklar, wie diese Garantien aussehen sollen. Er habe “keine klare Antwort” erhalten, wie die “Willigen” auf einen russischen Angriff reagieren würden, klagt Präsident Selenskyj, ebenfalls laut “Le Monde”.
Belgien wagt mehr als Deutschland
Auch die angeblich substantielle deutsche Unterstützung bleibt vage: Während sogar Belgien Truppen in die Ukraine schicken will, ist Deutschland nur zur Entsendung der Bundeswehr in Nachbarstaaten wie Rumänien bereit.
Demgegenüber wollen Frankreich und Großbritannien sogar Militärstützpunkte in der Ukraine errichten. Damit setzen sie sich direkt über die russischen Einwände gegen die künftige Entsendung von Nato-Truppen hinweg – und schaffen ein neues Hindernis auf dem Weg zum Frieden.
Ergebnis: Die Debatte dreht sich im Kreise, einer Verständigung mit Russland ist man keinen Schritt näher gekommen. Auch die Ukraine hat weiter Vorbehalte – wegen der nach Ansicht der “Willigen” unvermeidlichen Abtretung von russisch besetztem Territorium…
P.S. Russland betrachtet alle von westlichen Ländern in die Ukraine entsandten Truppen als “legitime Kampfziele”. Die Regierung in Moskau reagiert damit auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren und eigene Stützpunkte zu errichten.
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Erst die Corona-Impfstoffe, nun die Aufrüstung: Wegen mangelnder Transparenz hat BSW-Chef De Masi eine Klage gegen EU-Kommissionschefin von der Leyen eingereicht. Es gehe um einen Präzedenzfall, sagt der Europaabgeordnete.
Von der Leyen hat im Frühjahr 2025 die “Wiederbewaffnung” der EU angekündigt und ein ca. 800 Mrd. euro schweres Aufrüstungsprogramm aufgelegt. Ein Teil davon wird durch neue EU-Schulden finanziert, viel Geld fließt in die Ukraine, wo ein Korruptionsskandal dem nächsten folgt.
Da liegt die Frage nahe, ob alles mit rechten Dingen zugeht. De Masi wollte es genauer wissen und hat eine parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission gestellt. Die wurde jedoch erst mit wochenlanger Verspätung und dann auch nur teilweise beantwortet.
Kein Einzelfall – EU-Abgeordnete aller Fraktionen klagen über mangelnde Transparenz und schleppende Bearbeitung ihrer Anfragen durch die von der Leyen-Behörde. De Masi will sich damit nicht länger abfinden und klagt vor dem EU-Gericht in Luxemburg.
Dabei soll ein Präzedenzurteil für das Fragerecht der Europaabgeordneten erstritten werden. Prozessbevollmächtigter ist der frühere sächsische Verfassungsrichter Prof. Degenhart.
Als Vertreter von “Mehr Demokratie” war er unter anderem Mitverfasser einer im Jahr 2012 erhobenen Verfassungsbeschwerde in Deutschland zum Euro-Rettungsschirm und europäischen Fiskalpakt.
Zitat De Masi:
„Frau von der Leyen ist vom Beschaffungsfilz der Bundeswehr bis zur Pfizer-Affäre immer wieder durch Missmanagement und Löschung von Akten in Erscheinung getreten. Es gab sogar europäische Gerichtsurteile gegen die EU-Kommissionspräsidentin. Bei der Hochrüstung drohen neue Beschaffungsskandale. Frau von der Leyen weigerte sich zunächst über Monate meine parlamentarische Anfrage zu ihren Kontakten zur Rüstungsindustrie zu beantworten und tat dies dann erst nach mehrfacher Aufforderung der Präsidentin des EU-Parlaments unvollständig. Ich werde daher die Rechte des vom Volk gewählten Europäischen Parlaments gegen die EU-Kommission vor dem EU-Gericht einklagen!“
Reaktion der EU-Kommission:
„Die Kommission teilt die Rechtsauffassung von Herrn De Masi ausdrücklich nicht. Es ist aber sein gutes Recht, eine ihn nicht zufriedenstellende Verwaltungsentscheidung gerichtlich überprüfen zu lassen.“
Auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Im Fall der Corona-Impfstoffe hatte die “New York Times” geklagt und nach jahrelangem hin und her auch teilweise Recht bekommen. Doch geändert hat sich nichts…
Mehr zu von der Leyens und anderen EU-Affären hier
Wir wissen doch alle, dass es diese Macht gibt, die über allem steht, in USA, in EU, egal. Aber wir kennen sie nicht, wir nennen sie manchmal Globalisten, manchmal Zionisten, manchmal die Elite da oben. Jedenfalls unglaublich mächtig, weil unvorstellbar viel Geld – das ist diese schützende Hand über VdL (und ihresgleichen). Und wir wursteln uns ab mit “unsere Demokratie”. Also, wo sollten wir zuerst ansetzen? Wie kann es sein, ein Fabio de Masi allein auf weiter Flur? … nach jahrelangen Skandalen und Korruption?
Naja, er ist nicht allein auf weiter Flur. De Masi steht in einer Reihe mit der New York Times und sogar dem gesamten Europaparlament, das 2025 bereit gegen das Rüstungsprogramme SAFE geklagt hat. Darüber schreibe ich nun auch in der taz
@Thomas * pruuust * geht in meine Sammlung ein! Elon Mars statt Elon Murks: Auch nicht schlecht.
OT “… in die Ukraine, wo ein Korruptionsskandal dem nächsten folgt.” passt doch zu Röschen. (siehe u. “Beschaffungsskandale”) “… EU-Abgeordnete aller Fraktionen klagen über mangelnde Transparenz und schleppende Bearbeitung ihrer Anfragen durch die von der Leyen-Behörde.” auch das passt, es könnte glatt eine Erfindung von ihr sein … viele stellen fest, viele wundern sich und schütteln de Kopf … niemand (kann oder will) macht etwas dagegen. Man muss De Masi alle Daumen drücken, dass er der Dame und ihrem cordon sanitaire erfolgreich ins Knie tritt (oder wenigsten einen Sturm im Wasserglas aka “… teilweise Recht bekommen. Doch geändert hat sich nichts.” ???? erzeugt)!
c. c.: Diese €U ist aufzulösen und durch eine republikanische EU zu ersetzen! Die Folgen sind vom Bürger zu tragen, so oder so!
Frau von der Leyen braucht dringend einen Schuss vor den Bug. Sie reißt Rechte an sich, die sie nicht hat. Wir haben keinen europäischen Superstaat und mit den jetzigen Grundlagen ist so etwas auch nicht wünschenswert. Nichtstun wäre straeflich, denn dann erlaubt sie sich noch mehr. Sie ist alles andere als erfolgreich.
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08.01.2026
Nachrichten von Pressenza: Bittere Bilanz für den Flüchtlingsschutz
Was die seit Mai 2025 bestehende Regierung aus SPD und Union als »Migrationswende« feiert, bedeutet vor allem eins: Menschen werden im Stich gelassen, Recht wird verletzt und die Abgrenzung politischer Mitte nach rechts verschwimmt. 2025 war besonders bitter für den…
Der Angriff auf Venezuela und die Rückkehr des offenen Imperialismus
Was sich in Venezuela ereignet hat, ist kein Grenzfall des Völkerrechts, kein juristischer Graubereich und schon gar kein Akt legitimer Selbstverteidigung. Es ist ein klassischer Akt militärischer Aggression – offen, demonstrativ und bewusst außerhalb der internationalen Ordnung. Dass führende Völkerrechtler*innen…
Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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07.01.2026
Schlagzeile
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07.01.2026
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07.01.2026
Maduro vor New Yorker Gericht
freedert.online, 7 Jan. 2026 19:23 Uhr, Von Rainer Rupp
Zwei Tage nach seiner Entführung hat Präsident Nicolás Maduro erstmals vor einem US-Gericht alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe kategorisch zurückgewiesen. Zugleich hat die US-Staatsanwaltschaft klammheimlich ihre PR-Abteilung in Anschlag gebracht und die gefälschten Hauptanklagepunkte gegen Maduro zurückgezogen.
New York City, USA: Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores werden in Handschellen nach ihrer Landung auf einem Hubschrauberlandeplatz von schwer bewaffneten US-Bundesbeamten zu einem US-Bundesgericht in Manhattan abgeführt, 5. Januar 2026
"Ich bin der Präsident Venezuelas, und ich betrachte mich als Kriegsgefangenen. Ich wurde in meinem Haus in Caracas entführt", erklärte Maduro vor dem Richter. Er beschrieb die Umstände seiner Festnahme als militärische Aktion, die seine präsidiale Immunität und die Souveränität seines Landes verletze. Diese Aussage legt den rechtlichen Rahmen fest, in dem die Verteidigung den Fall betrachten will: nicht als Strafprozess gegen einen Angeklagten, sondern als Entführung eines Staatschefs inmitten eines internationalen Konflikts.
Dieser Auftritt markiert einen historischen Moment, nicht nur in den angespannten Beziehungen zwischen Washington und Caracas, sondern er wirft auch grundlegende Fragen zu Souveränität, internationalem Recht und der Rolle der USA in Lateinamerika auf.
Auch Venezuelas First Lady Cilia Flores plädierte auf nicht schuldig und beantragte Konsularbesuche für sich und ihren Ehemann. Der Anwalt von Cilia Flores, Mark Donnelly, berichtete, dass die Präsidentengattin bei der Entführung "erhebliche Verletzungen" erlitten habe, darunter schwere Prellungen an den Rippen. Er forderte Röntgenaufnahmen und eine medizinische Untersuchung, um Frakturen auszuschließen.
Während der Anhörung lehnte Maduro die Anklagen der US-Justiz vehement ab. "Ich bin unschuldig, nicht schuldig. Ich bin ein anständiger Mensch und immer noch Präsident meines Landes", sagte er über einen Dolmetscher vor seinem Richter Alvin Hellerstein. Maduro gab an, die Anklageschrift gesehen, aber nicht vollständig gelesen zu haben und sie teilweise mit seinem Anwalt besprochen zu haben.
Maduros Verteidiger ist Barry Pollack, ein erfahrener Prozessanwalt, der unter anderem WikiLeaks-Gründer Julian Assange verteidigt hat. Pollack bezeichnete die Festnahme seines Mandanten als "militärische Entführung". Er erklärte gegenüber der Presse, derzeit keinen Antrag auf Kaution zu stellen, dies jedoch später in Betracht zu ziehen.
Die Anhörung dauerte etwa eine halbe Stunde. Richter Hellerstein setzte den nächsten Termin auf den 17. März fest. Bis dahin bleibt Präsident Maduro in Haft. Beobachter sehen darin eine Strategie der USA, um Zeit für den Aufbau einer Anklage zu gewinnen, da es praktisch keine Beweise für die Vorwürfe gebe, die von der US-Regierung gegen den venezolanischen Präsidenten erhoben werden.
Die große Überraschung bei der ersten Anhörung vor Gericht bestand darin, dass Trumps Justizministerium offiziell die falsche Behauptung fallen gelassen hat, Maduro sei der Boss der super-bösen Drogengangster des "Cartel de los Soles" (Kartell der Sonnen) gewesen. Nun wird offiziell eingestanden, dass das "Cartel de los Soles" nie existiert hat. Es war eine reine US-Propaganda-Fiktion, die von der Trump-Regierung vor allem im vergangenen Jahr hysterisch gefördert worden war, um in der US-amerikanischen Öffentlichkeit den Boden für Maduros Entmachtung und Entfernung aus Venezuela vorzubereiten. Jetzt, wo er in New York im Gefängnis sitzt, ist das Theater nicht mehr nötig. Höchst praktisch, wie das funktioniert. Sogar die New York Times berichtete:
"Das Justizministerium hat sich von einer zweifelhaften Behauptung über Präsident Nicolás Maduro zurückgezogen, ihn als Anführer eines Drogenkartells namens Cartel de los Soles zu beschuldigen."
Kann die Trump-Regierung – und insbesondere das Justizministerium – noch tiefer sinken? Nach ihren "Täuschungsmanövern" mit den Epstein-Dokumenten war es kaum vorstellbar, dass sie diesen Tiefenrekord noch übertreffen könnten.
Was auch immer in der Anklageschrift gegen Maduro mit Hexenkraut und Homunkuli zusammengebraut werden wird, selbst im schlimmsten Fall wird das alles etwas anders klingen im Vergleich zu den Vorwürfen, die gegen Maduro in der Vorbereitung auf seine illegale Verschleppung erhoben wurden und die ihn als den größten Verbrecherboss der Welt aufbauen sollten. Siehe dazu auch die ursprüngliche, beim US-Distriktgericht von New York hinterlegte Anklageschrift, die über folgenden Link eingesehen werden kann:
Das US-Satire-Magazin The Onion hat dazu seine eigene Anklageschrift veröffentlicht, unter dem Titel:
"Nicolás Maduro wegen kriminellen Öl-Besitzes angeklagt"
Aber solche Nadelstiche jucken niemanden mehr in der Trump-Regierung, und selbst im US-Kongress gibt es nur vereinzelten Widerstand. Außenpolitisch hat Washington alle Vorwände fallen gelassen. Wenn es darum geht, internationale Gesetze, Vorschriften oder moralische Kodizes einzuhalten, beruft sie sich selbstherrlich einfach auf das Recht des Stärkeren und erklärt, dass die USA sich alles nehmen können, was sie wollen, allein aufgrund ihres Status als Supermacht.
Außenminister Rubio erklärte kurz und bündig, es sei ihm "egal, was die UNO denkt", während der US-Botschafter bei der UN offen erklärte, der Grund für den Regimewechsel in Venezuela sei, dass die USA es nicht erlauben, dass ihre "Gegner die größten Ölreserven der Welt kontrollieren".
Was wäre, wenn China erklären würde, dass es nicht erlauben könnte, dass sein größter Gegner (die USA) den größten Computerchip-Hersteller der Welt, TSMC in Taiwan, kontrollieren.
Besonders bemerkenswert und höchst willkommen ist, dass Washington die jahrzehntelang gepflegte Märchenfassade von Demokratie und Menschenrechten zur Rechtfertigung seiner imperialen Verbrechen jetzt auf den Müll geworfen hat, und unumwunden und ohne Schnörkel seine hässliche Raubtierfratze zeigt. Keine wohlklingenden humanitären Ausreden mehr, sondern schlicht und direkt: Wir wollen Dein Öl und wir nehmen es uns, denn wir sind eine Supermacht und das berechtigt uns dazu.
Dieser Fakt ist auch dem russischen Botschafter bei der UN nicht entgangen, der zu Recht protestierte:
"Wir sind besonders entsetzt über den beispiellosen Zynismus, mit dem Washington nicht einmal versucht hat, die wahren Ziele seiner kriminellen Operation zu verbergen."
Trump hat sogar zugegeben, "die Ölunternehmen" im Voraus über die geheime Operation informiert zu haben, was darauf hindeutet, dass sie von Anfang an an der Planung beteiligt waren – oder vielleicht sogar die Haupttreiber des Ganzen gewesen sind.
Auf die Frage: "Haben Sie vor der Operation mit (den Ölunternehmen) gesprochen?"
Trump: "Ja. Vorher und nachher. Sie wollen rein und werden einen großartigen Job machen."
Und was die Heimlichtuerei vor dem unprovozierten, brutalen, völkerrechtswidrigen Überfall auf Venezuela und die Entführung des Präsidentenehepaars angeht, so mehren sich stündlich die Hinweise und ernstzunehmenden Analysen und Fakten, die darauf hindeuten, dass Maduros Kidnapping auch das Werk eines Verrats von Maduros "Vertrauten" auf höchster Ebene der Regierung in Caracas war.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.