Kein Frieden mit Russland? Die geheimen Forderungen der EU
lostineu.eu, 20. Februar 2026
Die EU ist bisher nicht an den Friedensgesprächen für die Ukraine beteiligt. Für die Endphase hat sie aber einen Forderungskatalog an Russland aufgestellt. Nun sind erste Details durchgesickert.
Die Forderungen seien eine Antwort auf die “maximalistischen” Forderungen Russlands, sagte die EU-Außenbeauftrage Kallas – die seit jeher für ihre maximalistische Haltung gegen Russland bekannt ist.
“Russia’s maximalist demands cannot be met with a minimalist response”, erklärte Kallas. Nun will sie nachkarten – und Bedingungen stellen, die nach einem Waffenstillstand für Sicherheit in ganz EUropa sorgen sollen.
Allerdings gehen die Wünsche weit über die Ukraine hinaus. So soll Russland seine Truppen aus Belarus, Georgien, Armenien und Transnistrien zurückziehen, fordert Kallas in einem Papier, aus dem “Radio Free Europe” zitiert.
Kallas fordert Abwahl von Putin
Außerdem soll Russland sein Militär abrüsten – am besten in dem Maße, in dem auch die Ukraine nach dem Krieg abrüstet. Sogar zu Atomwaffen hat Kallas eine Meinung – sie sollen aus Belarus abgezogen werden.
Dazu kommen noch die üblichen EU-Forderungen: Reparationszahlungen, keine Amnestie für Kriegsverbrechen, keine Anerkennung der russisch besetzten Gebiete, Schluß mit Einmischung und Desinformation etc. pp.
Wie eine Antwort auf US-Präsident Trump klingt die Forderung nach freien Wahlen in Russland unter internationaler Aufsicht (!). Trump hatte freie Wahlen in der Ukraine gefordert, sie könnten schon im Frühjahr stattfinden.
“Russlands Wirtschaft ist am Ende”
Unklar ist, worauf Kallas ihre sehr weitgehenden Forderungen stützt. Die EU nimmt bisher nicht an den Friedensverhandlungen teil – sie kann sich nicht einmal darauf verständigen, direkt mit Moskau zu sprechen.
Die Ukraine ist in der Defensive und steht kurz vor dem Zusammenbruch – nur mit europäischer Hilfe kann sie (vielleicht) die drohende Staatspleite abwenden. Trotzdem tut Kallas so, als habe Russland den Krieg verloren. Zitat:
Today, Russia is broken, its economy in shreds, it is disconnected from the European energy markets, and its own citizens are fleeing.
Damit stellt sie die militärische und geopolitische Lage auf den Kopf. Frieden können nur noch die Großmächte schaffen, die EU hat sich selbst aus dem Spiel genommen und einseitig auf Waffen gesetzt.
Berlin unterstützt die Wunschliste
Der neue, im Kern völlig weltfremde Forderungskatalog könnte den Krieg noch mehr in die Länge ziehen – es klingt, als wolle die EU keinen Frieden mit Russland, sondern einfach mal mit den Muskeln spielen.
Nach Angaben von EU-Diplomaten wurde Kallas’ Wunschliste bereits in einer Geheimsitzung der 27 EU-Staaten diskutiert; Berlin signalisierte Unterstützung. Am Montag sollen sich die Außenminister damit beschäftigen.
Man darf gespannt sein, ob sie mehr Realismus walten lassen – und wie sie sich so spät noch einen Platz am Verhandlungstisch sichern wollen. Auch in dieser Frage liegen Berlin und Paris über kreuz…
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P. S. Derweil sprechen die USA und Russland angeblich über ein neues Nato-Russland-Abkommen. Dies enthüllte ein offenbar besorgter Selenskyj. Ob die Europäer eingeweiht sind, ist unklar.
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2 Comments
Guido B.
20. Februar 2026 @ 09:03Kallas hat Humor. Wenn sich Russland nicht
militärisch besiegen lässt, dann wird es auf jeden Fall mit einer Kapitulationsforderung klappen. Nun, gelacht wird sicher auch im Kreml. Herzlich gelacht. Einfach putzig, diese Supermacht EU.
Gewisse Meinungsführer in Moskau haben allerdings keinen Humor und fordern den begrenzten Einsatz von Nuklearwaffen. Mal schauen, wie lustig das Kallas findet, wenn es losgeht.
Erneuerung
20. Februar 2026 @
07:20
Warum werden die eigentlichen Wünsche aus Wolkenkuckucksheim so umständlich beschrieben? Es geht um die Zerschlagung Russlands. Jugoslawien war seinerzeit die Probe. Lawrow hat dies mehrfach bestätigt. Dumm ist nur, dass Russland eben nicht Jugoslawien und Brüssel jedes Gespür für Machbares abhanden gekommen ist. Ganz sicher wartet China nur darauf, nicht nur von der Pazifikseite in die Zange genommen zu werden, sondern auch von Europa aus, durch Ankauf von einzelnen korrupten Kriegern, die die russische Föderation sprengen wollen. Von der nicht mehr vorhandenen Humanität abgesehen ist es bitter, festzustellen, von welchen IQ-starken Zweibeinern wir in die Versenkung regiert werden.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 19. Februar 2026
Eigentlich soll das 20. Sanktionspaket gegen Russland in der nächsten Woche kommen, zum 4. Jahrestag der Invasion in die Ukraine. Doch nun gibt es Widerstand.
Griechenland fordert, das geplante Verbot von Schiffsdienstleistungen in der Ostsee und im Mittelmeer vorerst auszuklammern und die Strafmaßnahme mit den G7-Staaten zu koordinieren.
Auch Italien und Spanien haben offenbar Einwände. Dabei geht es um die neuen EU-Sanktionen gegen Häfen in Drittstaaten und eine Bank auf Kuba.
Der Widerstand ist so groß, daß nicht mehr klar ist, ob die EU-Außenminister wie geplant am kommenden Montag grünes Licht geben. Deutschland will jedoch weiter Druck machen.
Dabei ist das neue “Paket” nicht nur umstritten, sondern auch brandgefährlich.
Es kann nämlich zu einer Konfrontation mit Russland auf hoher See führen. Das Verbot von Schiffsdienstleistungen bedeutet in der Praxis, daß sogar die Versorgung von Tankern mit Lebensmitteln verboten werden soll!
Die USA und andere G7-Staaten tragen diese extreme Maßnahme bisher nicht mit. Sie bedeutet de facto das Ende des gemeinsam vereinbarten Ölpreis-Deckels und den Übergang zu einem Embargo auf russisches Öl.
Deutschland und andere EU-Länder sehen eine Zustimmung der G7 jedoch nicht als notwendige Bedingung, die EU-Kommission in Brüssel plant schon einen Alleingang…
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7 Comments
KK
20. Februar 2026 @ 00:43“Es kann nämlich zu einer Konfrontation mit Russland auf hoher See führen. ”
Wer es noch nicht begriffen hat:
Die EU will diesen Krieg mit Russland, unbedingt – aber es muss natürlich wieder so aussehen, als habe Russland ihn begonnen: deshalb wird per Sanktionspaketen eskaliert, bis Russland einfach reagieren muss! Damit dann auch ganz in der Tradition des Ukrainekriegs dieser in Brüssel so sehr gewollte EU-Krieg gegen Russland wieder als “unprovozierter ” Angriffskrieg Russlands den eigenen Bürgern verkauft werden kann und alle EU-Staaten auch aufgrund der Beistandsverpflichtung mitmachen müssen…
Helmut Höft
20. Februar 2026 @ 09:31@KK
“Wer es noch nicht begriffen hat:
Die EU will diesen Krieg mit Russland, unbedingt – aber es muss natürlich wieder so aussehen, als habe Russland ihn begonnen: deshalb wird per Sanktionspaketen eskaliert, bis Russland einfach reagieren muss!” FACK! * hackenklapp *Grds.:
Derweil können die USA ihren bisher 64-jährigen Krieg, ja Krieg, gegen Kuba weiterführen – fällt ja auch weiterhin nicht auf – und wegen Epstein und der mit Kompromat vermutlich übervollen Safes beim FSB einen weiteren gegen den Iran beginnen, gaaanz friedensnobelpreismäßig. Da hat Russland aber gesagt (sowohl wg Iran als auch wg Kuba sowie wg der “Schatten…”): “Das geht dann doch zu weit, wir überlegen uns was!” Mein Tipp: Das läuft wie mit der Ukraine: Die Führungsmacht des Wertewesten® schickt wieder seine Vasallen vor (Ukraine = D + EU, Iran = Israel und dann “hilft” die USA).Vllt. gibt’s doch noch Neuigkeiten die dem Herrn in Washington DC endlich in den eigentlichen Mittelpunkt rücken? Nicht er ist der Mittelpunkt, das Reich des Orcus ist dieser!
Arthur Dent
19. Februar 2026 @
19:39
Wenn das kommende Sanktionspaket “platzt, nämen wir einfach das nächste.
Erneuerung
19. Februar 2026 @
19:17
Scott Ritter, Paul Craig Roberts, Douglas Macgregor und natürlich Jeffrey Sachs sprechen Wahrheiten aus, die unsere ehrenwerten Führer (-innen) nicht hören wollen. Ja, die sind raus aus der Maschine, die sie einst unterstützten, und sprechen vermutlich deshalb die Wahrheit. Uns Kindern hat man damals immer wieder gesagt: “Wer nicht hören will, muss fühlen”. In der Regel hörten wir, und das Miteinander ging weiter. Auf welcher Entwicklungsstufe befinden sich Kallas, vdL, Merz, Starmer, Macron und auch Meloni? Derweil werden vom “Arbeiterführer” Starmer wohl über 20000 Beweise für Vergehen in Zusammenhang mit Epstein einfach mal gelöscht. Kann die Menschheit mit solchen Leuten als Führungspersönlichkeiten überhaupt überleben?
Michael
19. Februar 2026 @
18:40
Ich warte einstweilen immer noch darauf von der Blase in Brüssel, Berlin oder sonst wo in der EU zu erfahren was der hysterische Sanktionismus die Wirtschaft in Europa kostet, von Sanktionspaket 1 bis 19!!!
Anastasiya
19. Februar 2026 @
17:55
Dies ist ein Schuss ins Herz. Eine direkte Konfrontation mit Russland. Das Bestreben Großbritanniens und mehrerer NATO-Staaten, russische Frachtschiffe in internationalen Gewässern zu jagen, könnte verheerende Folgen haben.
Die freie Schifffahrt ist durch internationales Seerecht geschützt, und Eingriffe in dieses Recht bergen das Risiko einer ernsthaften Eskalation. Brüssel ist sich dessen bewusst und versucht, eine Art Vorwand zu finden und diesen schriftlich zu untermauern, um seinen Aktionen zumindest den Anschein von Rechtmäßigkeit zu verleihen.
Bedeutende russische Marinekräfte werden vor Ort sein, „bereit, die Jagdbegeisterung westlicher Seeräuber zu dämpfen“.
Guido B.
19. Februar 2026 @ 23:00Mögen den russischen Worten russische Taten folgen. Anders kapieren es die selbstverliebten Idioten in Brüssel nicht.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Update “Friedensrat”: 14 EU-Staaten folgen Trumps Einladung
lostineu.eu, vom 19. Februar 2026
Eine knappe Mehrheit der EU-Staaten ist offenbar der Einladung von US-Präsident Trump zu seinem “Friedensrat” gefolgt. Insgesamt würden 14 Mitgliedsländer an der ersten Sitzung in Washington teilnehmen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Damit will sie wohl den Vorwurf aus Paris entkräften, daß sie – die von-der-Leyen-Behörde – einen Alleingang plane und ohne Mandat, also eigenmächtig, handele. Die EU dürfe nicht nur “Payer”, sondern müsse auch “Player” sein, sagte eine Behörden-Sprecherin. Das nährt die Sorge, daß die Kommission in Washington finanzielle Zusagen machen könnte – in einem Gremium, das durchs nichts legitimiert ist, jedenfalls nicht durch durch internationales Recht. Der EU-Rechtsexperte Alemano hat ein Auskunftsersuchen eingereicht, um zu erfahren, was hinter den Kulissen passiert ist…
Siehe auch Eklat um Trumps “Friedensrat”, Zweifel an Sanktionen – und geht Lagarde?
P.S. Deutschland schickt den für den Gazastreifen zuständigen Beamten Christian Buck, teilte das Auswärtige Amt mit. Er soll aber nur ein Beobachter sein. Mal schauen, ob es dabei bleibt…
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5 Comments
Helmut Höft
20. Februar 2026 @ 09:09“Die EU dürfe nicht nur “Payer”, sondern müsse auch “Player” sein, sagte eine Behörden-Sprecherin.” Ein Spruch des Reimes wegen? Hamm die’se noch alle? Hauptsache Player, auch in einem gezinkten Spiel, auch in einem Falschspiel … m(
hutaekjango
20. Februar 2026 @
08:37
Ein deutscher Diktator bezeichnete einst den Völkerkunde als ” Schwatzbude”. Ein Schelm,….
Arthur Dent
19. Februar 2026 @
19:32
Halt dich fern von allen selbsternannten Weltbeglückern, egal ob von links oder von rechts!
Michael
19. Februar 2026 @
15:25
So macht man das heutzutage: man versammelt eine nicht mandatierte, illegitime, unterwürfige, bittstellende Klientel, umgeht den UN Sicherheitsrat, und trifft Entscheidungen die dann als höchst offiziös ausgegeben werden um den Wiederaufbau Gaza‘s zu kommerzialisieren und eine US Basis daselbst als legitim zu verkaufen!
Nach Jahrzehnten der regelrechten Verlogenheit wird im sog. Westen endlich die Doppelmoral und doppelte Standards, sprich das Verbrechen, zur sichtbaren Normalität!
KK
19. Februar 2026 @
14:40
“…Gremium, das durchs nichts legitimiert ist…”
Legal, illegal, scheissegal – koste es, was es wolle!
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.













Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.


