aus e-mail von Doris Pumphrey, 10. Januar 2026, 14:20 Uhr
_RTDE Liveticker Ukraine-Krieg
_*Frühere deutsche Botschafterin in Kiew wird zur Wirtschafts-Ombudsfrau
der Ukraine ernannt*
Anka Feldhusen, die ehemalige deutsche Botschafterin in der Ukraine (von
2019 bis 2023), kehrt als Ombudsfrau für die Wirtschaft nach Kiew
zurück. Sie wird ihre neue Position am 1. Februar antreten. Feldhusen
soll in diesem Amt die Interessen ukrainischer Unternehmen gegenüber der
Regierung vertreten und Fällen staatlicher Korruption nachgehen.
Das Business Ombudsman Council der Ukraine informierte
<https://boi.org.ua/en/news-post/the-government-approves-the-appointment-of-anka-feldhusen-as-business-ombudsman/> am
Donnerstag über die Ernennung der 59-jährigen deutschen Diplomatin,
nachdem die Regierung in Kiew sie bestätigt hatte. Feldhusen sei für die
Aufgabe für zwei Jahre vom Auswärtigen Amt freigestellt worden, sagte
sie der Deutschen Presse-Agentur.
Die Ombudsstelle wurde 2014 als Maßnahme im Kampf gegen Korruption
eingerichtet. Finanziell tragen die EU und die Europäische Bank für
Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) die Arbeit.
/Wer ist Anka Feldhusen
Zur Erinnerung:
/*/Spaß muss sein in Kiew ….
/*/in Ihrem Krieg gegen Russland, in dem die Ukrainer für sie bluten und
sterben…
/*
*
Sekttrinken in Kiew Ende Juli 2022: Bundesinnenministerin Nancy Faeser,
die deutsche Botschafterin Anka Feldhusen, Kiews Bürgermeister Vitali
Klitschko
und Arbeitsminister Hubertus Heil auf dem Balkon der Residenz der
Botschafterin.
_https://www.nachdenkseiten.de/?p=95404 _24.3.2023
*Die Infantilisierung der deutschen Außenpolitik:
Botschafterin in der Ukraine posiert mit „Kuschel-Leo“
*Die Redewendung „Wie der Herr, so’s Gescherr“ kommt einem unweigerlich
in den Sinn, wenn man sich anschaut, was derzeit Spitzendiplomaten des
Auswärtigen Amtes unter Führung von Annalena Baerbock von sich geben.
Als wohl eindringlichstes und zugleich aktuellstes Fallbeispiel dient
das Agieren der deutschen Botschafterin in der Ukraine. Diese hat seit
Monaten jegliche diplomatische Professionalität vermissen lassen. So
posierte sie beispielsweise am 22. März 2023 unter dem Motto „Mein
neustes Lieblingsspielzeug“ mit einem Leopard-Panzer aus Plüsch. Zuvor
gab es ähnliche Peinlichkeiten von anderen Vertretern des Auswärtigen
Amts. Von *Florian Warweg*.
/Auszug:
„Am Ende eines langen und arbeitsreichen Tages mit meinem neuen
Lieblingsspielzeug, das mir heute von einem wunderbaren Bürgermeister
einer Stadt geschenkt wurde, die vor einem Jahr unter russischer
Besatzung stand. #StandWithUkraine“
/Dies twitterte
<https://twitter.com/AnkaFeldhusen/status/1638620138185576448?s=20>,
versehen mit dem entsprechenden Foto, am 22. März die deutsche
Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen. Wir halten fest: Eine
Spitzendiplomatin der Bundesrepublik Deutschland posiert mit dem
Plüschmodell eines Kampfpanzers deutscher Produktion, der in naher
Zukunft russische Soldaten zerfetzen wird, und nennt dies unverhohlen
ihr „Lieblingsspielzeug“. Doch das ist im Falle von Botschafterin
Feldhusen beileibe nicht der einzige diplomatische Fehltritt.
Am 26. Februar 2023 twitterte
<https://twitter.com/AnkaFeldhusen/status/1629849604198899712?s=20> sie
beispielsweise Folgendes:
„/Ein russischer Panzer in Berlin vor der russischen Botschaft. So
sollten alle Panzer aussehen, die in die Freiheit eingreifen. Ich bin
den Streitkräften der Ukraine dankbar, dass sie Europa beschützen und
die Waffen des Angreifers in den dafür geeigneten Zustand bringen!
@GeneralStaffUA @DefenceU“
/Auch in diesem Fall wünscht die deutsche Spitzendiplomatin ohne jede
sprachliche und politische Distanz Hunderten russischen Soldaten den
Verbrennungstod und verbreitet zudem die völlig unbelegte
Verschwörungstheorie, Russland wolle sich nach der Ukraine den Rest
Europas einverleiben.
Hier agiert eine Diplomatin ohne jeden Filter als pro-ukrainische
Aktivistin, also das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich die
Aufgabe einer Botschafterin wäre. Man fragt sich auch, was so eine
Diplomatin macht, wenn ihre nächste Station Russland oder Belarus heißen
sollte. Doch mit diesem infantil-aktivistischen Verhalten steht sie
nicht allein da.
(…)
/Und hier ein Artikel von 13.8.2022/
_RTDE 13.8.2022
_*Hitlervergleiche und Schröder-Bashing: Ansichten einer deutschen
Botschafterin
*
Anka Feldhusen, die deutsche Botschafterin in der Ukraine, die kürzlich
noch Sekt schlürfend mit Nancy Faeser, Hubertus Heil und Vitali
Klitschko auf einem Balkon in Kiew stand, gab nun dem Medium /Ukrinform/
ein ausführliches Interview
<https://www.ukrinform.ru/rubric-world/3548870-anka-feldguzen-posol-frg-v-ukraine.html>.
Die Themen waren im Großen und Ganzen die bekannten: russisches Gas,
Waffenlieferungen, Finanzhilfen durch die EU.
Feldhusen berichtete also zunächst im bekannten Tenor der
Bundesregierung, dass man gewillt sei, auf russisches Gas zu verzichten
und dass die Deutschen nur das Thermostatventil etwas herunterdrehen
müssten. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass Berlin seit Februar seine
Haltung zur Lieferung von schweren Waffen grundlegend geändert
habe. Zudem hoffe sie, dass ein Teil der gewährten Finanzspritzen der EU
nicht als Darlehen, sondern als Zuschüsse ausgegeben werden, da sie
bezweifle, dass die Ukraine unter den derzeitigen Bedingungen die Gelder
zurückzahlen könne.
An dieser Stelle erwähnte Anka Feldhusen beiläufig, dass ein Viertel der
von der Europäischen Union bereitgestellten Beträge von deutschen
Steuerzahlern getragen wird. Diese stehen – ihrer Meinung nach –
mehrheitlich auf der Seite der Ukraine:
"/Auch die deutsche Gesellschaft denkt mehr als alles andere an den
russischen Krieg in der Ukraine und das ist normal, weil es inzwischen
etwa eine Million Ukrainer in Deutschland gibt. Das heißt, jeder hat
ukrainische Nachbarn und kommuniziert aktiv mit ihnen, also sind die
Deutschen wirklich auf der Seite der Ukraine und wollen, dass sie diesen
Krieg gewinnt/."
Nur eine Minderheit unterstütze mögliche Verhandlungslösungen zwischen
Kiew und Moskau, denn "/die Ereignisse des 24. Februar haben die Haltung
der Deutschen gegenüber Russland für immer verändert/".
Auf die Frage nach Gerhard Schröders Äußerung, dass der Kreml
Friedensverhandlungen wünsche, entgegnete sie, dass der ehemalige
Bundeskanzler "offensichtlich" auf Putins Gehaltsliste stehe:
"/Wer ihn bezahlt, ist längst klar. Seine Partei hat damit begonnen,
Schröder aus ihren Reihen zu vertreiben. … Schröder arbeitet so
offensichtlich auf Putins Gehalt, dass je mehr er sagt, desto weniger
verstehen die Leute, warum er das tut, weil wir uns wirklich dafür
schämen/."
Menschen mit seiner Denkweise seien aber keine echte Gefahr für die
Gesellschaft oder gar die Haltung der Bundesregierung, die sehr stabil
sei, weil sie "eine große Mehrheit im Parlament" habe, so Feldhusen.
Natürlich wäre /Ukrinform/ kein Propagandamedium, wenn nicht noch ein
paar Absurditäten Erwähnung fänden – und die folgten dann auch in Form
von Fragen, auf die die Diplomatin verbindlich Antwort gab. So ging es
zunächst um die Anerkennung Russlands als ein terroristischer Staat
durch die Werchowna Rada. Die Journalistin Nadja Jurtschenko fragt
Feldhusen, ob sie Ähnlichkeiten zwischen Russland und dem Dritten Reich
sehe und diese antwortete:
"/Historische Analogien stimmen nicht immer. … Aber wie viele Deutsche
denke ich jeden Tag über die Parallelen nach – sie sind einfach
offensichtlich, insbesondere in Bezug auf die Tatsache, dass Putin eine
Art Imperium will. … Ich denke wirklich viel darüber nach/."
Wladimir Putin ist also de facto der neue Adolf Hitler, und dieser
Vergleich musste anschließend mit einem weiteren Argument untermauert
werden, das man der NS-Historie entnommen hatte, nämlich dem der
Konzentrationslager. Jurtschenkos nächste Frage war daher suggestiver
Natur: Sie erkundigte sich bei der Botschafterin, ob die Deutschen von
solch schockierenden russischen Ideen wie der Errichtung von
Konzentrationslagern Kenntnis hätten. An dieser Stelle hätte Feldhusen
natürlich antworten können, dass ihr von der Tatsache, dass Russland
ukrainische Bürger wie Juden in Lager sperren wolle, nichts bekannt sei.
Stattdessen sagte sie aber:
"/Ja, die Deutschen haben darüber gelesen/."
Anschließend betonte Feldhusen noch, dass Minsk II gescheitert sei, weil
Russland keinen Frieden wollte.
Als die Journalistin von /Ukrinfrom/ schließlich wissen wollte, was es
für die Ukraine bedeute, dass Meinungsumfragen in Deutschland eine
leichte Abkehr von der Zustimmung für Waffenlieferungen zeigen, spielte
die Diplomatin dies herunter und bestätigte gleichzeitig den wirksamen
Einsatz von Provokationen gegen Russland:
"/Ich denke, wenn morgen eine weitere Umfrage durchgeführt wird, werden
die Zahlen auch anders sein. Es hängt von den Ergebnissen auf dem
Schlachtfeld ab, manchmal von den Fotos von schrecklichen Verbrechen in
den von Russland besetzten Gebieten/."
Wasser auf die Propagandamühlen Kiews und der USA. Man muss die deutsche
Bevölkerung also nur geschickt medial manipulieren, um ihre Zustimmung
für weitere Kriegshandlungen zu erreichen. Das Interview wurde im
deutschsprachigen Raum übrigens weder veröffentlicht noch auszugsweise
zitiert.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:

nachdenkseiten.de, vom 24. März 2023 um 9:00 Ein Artikel von: Florian Warweg (evt. doppelt vorhanden)
Die Redewendung „Wie der Herr, so’s Gescherr“ kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man sich anschaut, was derzeit Spitzendiplomaten des Auswärtigen Amtes unter Führung von Annalena Baerbock von sich geben. Als wohl eindringlichstes und zugleich aktuellstes Fallbeispiel dient das Agieren der deutschen Botschafterin in der Ukraine. Diese hat seit Monaten jegliche diplomatische Professionalität vermissen lassen. So posierte sie beispielsweise am 22. März 2023 unter dem Motto „Mein neustes Lieblingsspielzeug“ mit einem Leopard-Panzer aus Plüsch. Zuvor gab es ähnliche Peinlichkeiten von anderen Vertretern des Auswärtigen Amtes.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
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„Am Ende eines langen und arbeitsreichen Tages mit meinem neuen Lieblingsspielzeug, das mir heute von einem wunderbaren Bürgermeister einer Stadt geschenkt wurde, die vor einem Jahr unter russischer Besatzung stand. #StandWithUkraine“

Dies twitterte, versehen mit dem entsprechenden Foto, am 22. März die deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen. Wir halten fest: Eine Spitzendiplomatin der Bundesrepublik Deutschland posiert mit dem Plüschmodell eines Kampfpanzers deutscher Produktion, der in naher Zukunft russische Soldaten zerfetzen wird, und nennt dies unverhohlen ihr „Lieblingsspielzeug“. Doch das ist im Falle von Botschafterin Feldhusen beileibe nicht der einzige diplomatische Fehltritt.
Am 26. Februar 2023 twitterte sie beispielsweise Folgendes:
„Ein russischer Panzer in Berlin vor der russischen Botschaft. So sollten alle Panzer aussehen, die in die Freiheit eingreifen. Ich bin den Streitkräften der Ukraine dankbar, dass sie Europa beschützen und die Waffen des Angreifers in den dafür geeigneten Zustand bringen!
@GeneralStaffUA @DefenceU“

Auch in diesem Fall wünscht die deutsche Spitzendiplomatin ohne jede sprachliche und politische Distanz Hunderten russischen Soldaten den Verbrennungstod und verbreitet zudem die völlig unbelegte Verschwörungstheorie, Russland wolle sich nach der Ukraine den Rest Europas einverleiben.
Hier agiert eine Diplomatin ohne jeden Filter als pro-ukrainische Aktivistin, also das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich die Aufgabe einer Botschafterin wäre. Man fragt sich auch, was so eine Diplomatin macht, wenn ihre nächste Station Russland oder Belarus heißen sollte. Doch mit diesem infantil-aktivistischen Verhalten steht sie nicht allein da.
Erinnert sei etwa an den Tweet vom offiziellen englischsprachigen Account des Auswärtigen Amtes Ende Januar 2023, in welchem verkündet wurde, dass der russische Außenminister Sergei Lawrow nicht in Afrika sei, um Leoparden zu sehen, sondern um Lügen zu verbreiten. Im weiteren Thread folgte eine alberne GIF.
Dieser Twitter-Thread sorgte in ganz Afrika für einen Aufschrei der Empörung. So fragte unter anderem die Sprecherin der Afrikanischen Union, Ebba Kalondo, ob für das Auswärtige Amt der afrikanische Kontinent, seine Menschen und seine Tierwelt nur ein Witz seien. Andere hochrangige afrikanische Kommentatoren verwiesen auf den kolonialen Charakter des Tweets. Ein weiterer Nutzer schrieb unter den Tweet des Auswärtigen Amtes:
„Das Niveau im Ministerium hat sich offenbar der neuen Außenministerin angepasst.“
Selbst aus Washington kam Kritik. So erklärte unter anderem die Direktorin des US-amerikanischen Afrika-Carnegie-Programms, Zainab Usman, Deutschland werde keine Freunde in Afrika gewinnen, wenn es „entsetzliche Klischees“ verbreite, um geopolitisch „gegen einen Gegner in einem europäischen Krieg“ zu punkten.
Angesichts der massiven Kritik sah sich das Auswärtige Amt daraufhin gezwungen, sich offiziell zu entschuldigen. Doch die Sprecherin der Afrikanischen Union ließ diese Entschuldigung nicht gelten und gab der bundesdeutschen Diplomatie eine Empfehlung mit auf den Weg, die allerdings bisher offensichtlich kein Gehör fand:
„Respektieren Sie uns, so wie wir Sie respektieren. Außenpolitik ist kein Witz und sollte auch nicht dazu benutzt werden, billige geopolitische Punkte zu machen, indem man einen ganzen Kontinent mit kolonialen Klischees zu irgendeinem Thema illustriert. Niemals.“
Selbst die meist staatstragend berichtende Deutsche Presse-Agentur (dpa) sah sich gezwungen zu titeln:
„Tweet des Auswärtigen Amtes mündet in diplomatischem Fiasko“
Südafrika scheint grundsätzlich kein gutes Pflaster für die Social-Media-Aktivitäten des Auswärtigen Amtes zu sein – zumindest nicht mit dem aktuell verfolgten Kommunikationsansatz. Bereits zuvor, im März 2022, hatte die Deutsche Botschaft in Südafrika in einem Tweet verkündet:
„Was Russland in (sic!) Ukraine tut, ist das Abschlachten unschuldiger Kinder, Frauen und Männer zu seinem eigenen Vorteil.“
Auch dieser Tweet kam nicht gut. Zahlreiche Südafrikaner fragten die Deutsche Botschaft, wieso diese sich nicht ein einziges Mal zu den von NATO-Staaten geführten Angriffen gegen Irak, Libyen, Syrien, dem Saudi-Krieg im Jemen mit Abertausenden getöteten Zivilisten oder dem israelischen Besatzungsregime in Gaza und der Westbank geäußert hatte. Andere betonten die Unterstützung des Apartheid-Regimes durch die Bundesregierung im Gegensatz zur Sowjetunion, die die Anti-Apartheid-Aktivisten des ANC unter Führung von Nelson Mandela sowie allgemein den antikolonialen Befreiungskampf in Afrika unterstützt habe.
Dies sind nur wenige ausgewählte Beispiele für das derzeit höchst unprofessionell und aktivistisch agierende diplomatische Corps der Bundesrepublik. Man findet ähnliche sprachliche Fauxpas bei diplomatischen Vertretern Deutschlands im Nahen Osten und Lateinamerika.
Man kann diese Vorfälle natürlich nicht allein der Führungs- und Personalpolitik von 360-Grad-Annalena zuschreiben. Die eingangs erwähnte deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen, ist eine Karrierediplomatin und seit 1994 im Höheren Auswärtigen Dienst tätig. Ihre Laufbahn steht aber exemplarisch für ein strukturelles Problem, welches das Auswärtige Amt seit seiner Gründung begleitet. Bundesdeutsche Diplomaten wechseln spätestens alle fünf Jahre komplett Funktion und Land. Auf dieser Grundlage kann man weder eine profunde Länder- und Regionsexpertise erwerben noch die jeweiligen Landessprachen adäquat lernen.
Feldhusen begann beispielsweise ihre diplomatische Laufbahn im Kosovo, wechselte dann nach Kuba, und von dort aus ging es nach Berlin als „Leiterin der Fortbildung“. 2010 war sie dann erstmals in der Ukraine tätig. Nach dem Aufenthalt in Kiew (bei dem sie immerhin fließend Ukrainisch gelernt haben soll) wurde sie erneut nach Berlin beordert, um dort ohne jede vorherige Regionalerfahrung als „Referatsleiterin Ostafrika“ zu arbeiten. 2016 wechselte sie dann als Referatsleiterin der Abteilung Grundsatzfragen der Außenpolitik ins Bundespräsidialamt. 2019 erfolgte ihre Ernennung zur Botschafterin.
Im Gegenzug dazu spezialisieren sich beispielsweise russische Diplomaten immer auf eine Region und einen Sprachraum. Bei DDR-Diplomaten war es ähnlich. Der Unterschied ist eklatant. Trifft man auf russische oder auch ehemalige DDR-Diplomaten, so sind diese fast ausnahmslos in der Lage, sich fließend in der jeweiligen Landessprache ihres Einsatzgebietes zu unterhalten – egal ob es sich um Spanisch, Arabisch oder sogar Mandarin handelt. Bei Diplomaten des Auswärtigen Amtes ist dies, von Englisch abgesehen, nur äußerst selten der Fall, mit den entsprechenden Auswirkungen.
Der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch gut daran, wie er im Rahmen eines Studien- und Arbeitsaufenthaltes in Chile von 2003 bis 2004 mehrmals auf den damaligen deutschen Botschafter Joachim Schmillen traf. Dieser verfügte noch nicht einmal über Grundkenntnisse im Spanischen und zeigte zumindest in dieser Zeit auch keinerlei Motivation, sich diese anzueignen. Dafür war er in den diplomatischen Kreisen von Santiago als „Party“-Botschafter mit Vorliebe für junge Latinas verschrien. Jetzt ist die Lust eines deutschen Botschafters am Feiern und Flirten nicht per se verwerflich. Problematisch in dem Fall war aber, dass er außer dieser Partylaune nichts mitbrachte: keine Sprachkenntnisse, keine Länderexpertise und, das kam in dem Fall dazu, keinerlei diplomatische Ausbildung. Schmillen wurde nur Botschafter, weil er zuvor Büroleiter des damaligen Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Fischer, war, bevor dieser unter Gerhard Schröder zum Außenminister avancierte. Die Art und Weise, wie Fischer in seiner Zeit als Außenminister alte Kumpels und Mitarbeiter ohne jede Befähigung für den diplomatischen Dienst in hohen Positionen des Auswärtigen Amts unterbrachte, würde ein ganzes (noch ungeschriebenes) Sachbuch füllen.
Eine ähnliche Tendenz zum Posten-Klientelismus wird auch über die Grünen-Außenministerin Baerbock berichtet. Schon ein Blick auf die von ihr ernannten Staatssekretäre bestätigt dies. Weder Staatsministerin Katja Keul noch Staatsministerin Anna Lührmann, ganz zu schweigen von Staatsminister Tobias Lindner, haben außer ihrem Grünen-Parteibuch eine Qualifikation für ihre aktuellen Führungsposten im Auswärtigen Amt vorzuweisen.
Nach Informationen der NachDenkSeiten sollen das Auftreten der aktuellen Außenministerin und ihre Personalpolitik für massive Spannungen innerhalb der altgedienten Diplomaten im Auswärtigen Amt sorgen. Die NachDenkSeiten konnten mit zwei gut vernetzten Diplomaten a.D. reden, die zu FDP-Zeiten in das Ministerium kamen. Laut diesen hat sich bei vielen Mitarbeitern ein enormes Maß an Frustration und Fremdscham angehäuft. Zudem gäbe es zunehmendes Unverständnis über die Art und Weise der Sanktionspolitik ohne jede Rücksichtnahme auf deutsche Interessen, insbesondere was die Lage des Mittelstandes anginge. Einer der befragten Diplomaten (mit FDP-Parteibuch) erklärte gegenüber den NachDenkSeiten:
„Wenn Baerbock und Habeck so weitermachen, führen die Deutschland in die Subperipherie.“
Leserbriefe zu diesem Beitrag finden Sie hier.
Titelbild: @AnkaFeldhusen
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Schlagwörter: AfrikaBaerbock, AnnalenaBellizismusDiplomatischer DienstUkraine
Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=95404
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.