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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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seniora.org, vom 22. Februar 2026, 04.03.2024 JAMA-Studie - übernommen von jamanetwork.com/jamapediatrics

(Red.) Weil der Gebrauch von Smartphone und Tablet für Säuglinge und Kleinkinder ein absolutes Tabu sein sollte, das entsprechende Wissen, mit dramatischen Folgen für Spracherwerb und Persönlichkeitsentwicklung des Nachwuchses, jedoch bei Eltern und Pädagogen kaum vorhanden ist, veröffentlichen wir einen gekürzten Auszug einer JAMA-Studie aus dem Jahr 2024. Das englische Original mit allen Details befindet sich am Ende des deutschen Auszugs.(ww.)
Frage Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Bildschirmzeit und den gesprochenen Wörtern von Erwachsenen, den Lautäußerungen von Kindern und den Gesprächsrunden, wenn Kinder zwischen 12 und 36 Monaten alt sind?
Ergebnisse Diese Kohortenstudie ergab einen negativen Zusammenhang zwischen der Bildschirmzeit und den Messwerten für die Eltern-Kind-Gespräche in diesen frühen Jahren. Mit jeder zusätzlichen Minute Bildschirmzeit hörten die Kinder weniger Wörter von Erwachsenen, äußerten weniger Laute und nahmen an weniger wechselseitigen Interaktionen teil.
Bedeutung Diese Studie legt nahe, dass die Bildschirmzeit ein Mechanismus ist, der Kinder daran hindern kann, in den ersten Lebensjahren eine sprachreiche häusliche Umgebung zu erleben. Maßnahmen zur Förderung des frühen Sprachgebrauchs sollten daher auch die Unterstützung bei der Steuerung der Bildschirmzeit umfassen.
Bedeutung Das Aufwachsen in einem sprachreichen häuslichen Umfeld ist wichtig für die Sprachentwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren. Das Konzept der „Technoferenz” (technologiebasierte Störung) ) deutet darauf hin, dass Bildschirmzeit die Möglichkeiten für Gespräche und Interaktionen zwischen Eltern und Kindern beeinträchtigen kann; es gibt jedoch nur wenige Längsschnittstudien, die diesen Zusammenhang untersuchen.
Ziel Untersuchung des Längsschnittzusammenhangs zwischen Bildschirmzeit und drei Messgrößen für Eltern-Kind-Gespräche (Wörter der Erwachsenen, Lautäußerungen der Kinder und Gesprächsanteile) bei Kindern im Alter von 12 bis 36 Monaten.
Design, Setting und Teilnehmer Diese australische prospektive Kohortenstudie verwendete fortschrittliche Spracherkennungstechnologie, um die Bildschirmzeit und das Sprachumfeld zu Hause von Kleinkindern an einem durchschnittlichen 16-Stunden-Tag zu erfassen. Die Daten wurden alle sechs Monate in den Familienheimen von 220 Familien erhoben, als die Kinder 12, 18, 24, 30 und 36 Monaten alt waren, vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2021 erhoben. Die statistische Analyse erfolgte vom 1. November 2022 bis zum 31. Juli 2023.
Exposition Die LENA-Technologie (Language Environment Analysis) lieferte automatisierte Zählungen der Sprachumgebung der Kinder und ihrer Exposition gegenüber elektronischen Geräuschen. Die Exposition von Interesse war die Bildschirmzeit, die auf der Grundlage einer manuellen Kodierung der LENA-Audiosegmente mit elektronischen Geräuschen berechnet wurde.
Wichtigste Ergebnisse und Messgrößen Drei Messgrößen der Eltern-Kind-Kommunikation standen im Mittelpunkt: Wörter der Erwachsenen, Kinderlaute und Gesprächswechsel. Für jedes der drei Ergebnisse wurden separate Modelle durchgeführt, die eine Anpassung für das Geschlecht des Kindes, das Alter des Kindes, das Bildungsniveau der Mutter, die Anzahl der Kinder im Haushalt, die Anzahl der Aktivitäten zu Hause und die psychische Belastung der primären Betreuungsperson enthielten.
Ergebnisse Die Studie umfasste 220 Familien (120 Mädchen [54,6 %]; mittleres [SD] Gestationsalter der Kinder 39,3 [1,5] Wochen; mittleres [SD] Alter der Mutter bei der Geburt 31,3 [4,8] Jahre). Angepasste lineare Modelle mit gemischten Effekten zeigten, dass eine Zunahme der Bildschirmzeit mit einer Abnahme der Eltern-Kind-Gespräche einherging. Die größten Abnahmen wurden nach 36 Monaten beobachtet, als eine zusätzliche Minute Bildschirmzeit mit einer Abnahme von 6, 6 (95 % CI, −11,7 bis −1,5) Wörter der Erwachsenen, 4,9 (95 % CI, −6,1 bis −3,7) Lautäußerungen der Kinder und 1,1 (95 % CI, −1,4 bis −0, 8) Gesprächswechsel verbunden war.
Schlussfolgerung und Relevanz Die Ergebnisse dieser Studie stützen die Annahme einer Technoferenz für australische Familien, wonach die Bildschirmzeit kleiner Kinder die Möglichkeiten zum Sprechen und zur Interaktion in ihrer häuslichen Umgebung beeinträchtigt. Diese Erkenntnis hat Auswirkungen auf Interventionen und Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung einer sprachreichen sprachreichen häuslichen Umgebung fördern sollen, wobei Familien Unterstützung benötigen, um den möglichen Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und den Möglichkeiten für Kinder und Erwachsene, in ihrer häuslichen Umgebung zu sprechen und zu interagieren, zu verstehen.
Die Bedeutung einer sprachreichen häuslichen Umgebung in den ersten Lebensjahren ist allgemein anerkannt.1 Vorhandene Belege deuten auf einen positiven Zusammenhang zwischen frühkindlicher Sprachförderung und der Sprachentwicklung von Kindern,2 –5 der sozial-emotionalen Entwicklung,6 dem IQ,7 und der Gehirnfunktion hin.8 –10 Infolgedessen Programme, die darauf abzielen, die Anzahl der Gespräche zwischen Eltern und Kindern in den Haushalten von Kleinkindern zu erhöhen, immer beliebter.11 –13 Schätzungen zum Sprachumfeld zu Hause in Australien und den USA haben große Unterschiede zwischen den Familien gezeigt.14 -16
Mit Kindern zu sprechen mag einfach und unkompliziert erscheinen, doch im hektischen Familienalltag ist dies oft alles andere als einfach. Es ist wichtig, potenzielle Faktoren im häuslichen Umfeld zu untersuchen, die die Möglichkeiten der Eltern, mit ihren Kindern zu sprechen und zu interagieren, beeinträchtigen könnten, um Maßnahmen zum Aufbau einer sprachreichen sprachreiche häusliche Umgebung zu schaffen und damit die Sprachentwicklung der Kinder zu fördern.
Eine wachsende Zahl von Belegen untersucht den Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Eltern-Kind-Gesprächen, die die Sprache der Erwachsenen, die Lautäußerungen der Kinder und die wechselseitigen Interaktionen umfassen.17, 18 Das als „Technoference” (technologiebasierte Störung) bezeichnete Phänomen legt nahe, dass die Zeit, die Eltern mit Bildschirmgeräten verbringen, die täglichen Gelegenheiten zum Sprechen und Reagieren auf ihr Kind beeinträchtigt.19 Eine kürzlich durchgeführte systematische Überprüfung hat gezeigt, dass die Nutzung von Smartphones durch Eltern einen negativen Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit der Eltern gegenüber ihren Kindern im Alter von 3 Jahren oder jünger hat. 17
Eine weitere systematische Überprüfung, die die Nutzung mobiler Computergeräte durch Eltern und die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern im Alter von 10 Jahren oder jünger untersuchte, ergab weniger Engagement, härtere Reaktionen und weniger verbale und nonverbale Kommunikation zwischen Eltern und Kindern, wenn Eltern ein mobiles Gerät nutzten.20 Dennoch haben viele der in den systematischen Überprüfungen zitierten Studien die Bildschirmzeit nur in einem begrenzten Kontext (z. B. während der Mahlzeiten, auf einem Spielplatz im Freien) betrachtet und sind oft querschnittsorientiert.
Außerdem haben sie sich auf die Bildschirmzeit der Eltern (in der Regel die Nutzung von Mobiltelefonen) konzentriert, anstatt die Bildschirmzeit von Erwachsenen und Kindern auf einer Reihe von Geräten zu betrachten. Schließlich stützen sich viele Studien stark auf von den Eltern angegebene Messungen der Bildschirmzeit und der Interaktion oder Reaktionsfähigkeit, die im Vergleich zu objektiven Messungen möglicherweise weniger genau sind und zu sozial erwünschten Antworten neigen.
Eine Ausnahme bildet eine Studie, in der Spracherkennungstechnologie eingesetzt wurde, um den Zusammenhang zwischen hörbarem Fernsehen und den Worten von Erwachsenen, den Lautäußerungen von Kindern und den Gesprächsbeiträgen von Kindern im Alter von 2 bis 48 Monaten (n = 329) zu untersuchen.18 In dieser Studie wurde die Anzahl der Lautäußerungen und Gesprächsbeiträge eines einzelnen Kindes an Tagen mit hoher Fernsehexposition mit der Anzahl der Tage mit geringer Fernsehexposition verglichen. Dabei wurde festgestellt, dass hörbares Fernsehen mit einer Verringerung der altersbereinigten Z-Werten für Kinderlaute (−0,3 [95 % KI, −0,3 bis −0,2]) und Gesprächsbeiträgen (−0,2 [95 % KI, −0,3 bis −0,2]).
Sie zeigte auch, dass Erwachsene für jede zusätzliche Stunde hörbares Fernsehen 770 Wörter weniger (95 % KI, −1004 bis −535 Wörter) zu ihrem Kind sprachen. Diese Studie wurde 2009 veröffentlicht, vor der zunehmenden Nutzung mobiler Technologien, die wahrscheinlich die Art und Weise verändert haben, wie die Bildschirmzeit mit Gesprächen zwischen Eltern und Kindern in Verbindung gebracht wird, im Vergleich zur reinen Fernsehnutzung.
Die vorliegende Studie zielt darauf ab, den longitudinalen Zusammenhang zwischen der Bildschirmnutzung eines Kindes und drei Messgrößen für Gespräche zwischen Eltern und Kindern zu verstehen: (1) Wörter von Erwachsenen, (2) Lautäußerungen von Kindern und (3) Interaktionen zwischen Eltern und Kindern (oder Gesprächsbeiträge) in den ersten drei Lebensjahren. Diese Forschung baut auf der vorhandenen Literatur auf und verwendet Daten aus einer aktuellen prospektiven Kohortenstudie, die 2017 begonnen hat und einen neuartigen Ansatz zur Messung der Bildschirmzeit verwendet.14,15
Die vorliegende Studie verwendete Daten aus einer prospektiven Kohortenstudie, in der Längsschnittdaten von Kindern im Alter zwischen 12 und 36 Monaten analysiert wurden, um den Zusammenhang zwischen der Bildschirmzeit von Kindern und drei Messgrößen für Eltern-Kind-Gespräche (Wörter von Erwachsenen, Kinderlaute und Gesprächswechsel) untersucht. Die Ergebnisse der Mixed-Effects-Modelle zeigten, dass mit jeder zusätzlichen Minute Bildschirmzeit Eltern und Kinder im Allgemeinen weniger miteinander sprachen oder Laute von sich gaben und weniger wechselseitige Interaktionen hatten. Dieser Zusammenhang war in den unbereinigten Modellen weniger deutlich, wobei zu einigen Zeitpunkten in den Modellen für Kinderlaute und Gesprächswechsel keine Zusammenhänge erkennbar waren. In den bereinigten Modellen, die mehrere Störfaktoren in Bezug auf Kinder und Familien berücksichtigten,
zeigte sich ein negativer Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Eltern-Kind-Gesprächen, was die wichtige Rolle des Bildungsniveaus der Mutter, des Geschlechts des Kindes, der psychischen Belastung der primären Bezugsperson und der Anzahl der Aktivitäten zu Hause unterstreicht. Konkret hörten Kinder im Alter von 36 Monaten in den angepassten Modellen pro zusätzlicher Minute Bildschirmzeit 6,6 weniger Wörter von Erwachsenen, gaben 4,9 weniger Laute von sich und nahmen an 1,1 weniger Gesprächsrunden teil. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit dem Konzept der Technoferenz und der vorhandenen Literatur, die darauf hindeuten, dass eine Zunahme der Bildschirmzeit die Eltern-Kind-Interaktionen verringert.17,18, 20
Für Familien, die sich an die aktuellen Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation zur Bildschirmzeit halten (z. B. 1 Stunde pro Tag im Alter von 36 Monaten),26 deuten die vorliegenden Ergebnisse darauf hin, dass Kinder täglich etwa 397 Wörter von Erwachsenen (d. h. 6,62 × 60 Minuten), 294 Lautäußerungen und 68 Gesprächsbeiträgen pro Tag entgehen könnten. Laut der vorliegenden Studie sowie internationalen Schätzungen27 überschreiten Kinder im Durchschnitt diese Bildschirmzeitrichtlinien. Ersetzt man 1 Stunde (60 Minuten) durch die durchschnittliche Bildschirmzeit, der Kinder im Alter von 36 Monaten in dieser Studie ausgesetzt waren (172 Minuten) ersetzen, könnten Kinder täglich 1139 Wörter von Erwachsenen, 843 Lautäußerungen und 194 Gesprächsbeiträge verpassen.
Diese Schätzungen gehen von einem linearen Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Eltern-Kind-Gesprächen aus; es ist jedoch auch möglich, dass eine Abnahme der Eltern-Kind-Gespräche erst nach Erreichen einer bestimmten Schwelle der Bildschirmnutzung auftritt. Dies sollte ein wichtiger Ansatzpunkt für zukünftige Forschungen sein, um aktualisierte Richtlinien für die Bildschirmzeit zu erstellen.
Ein sprachreiches Zuhause ist entscheidend für die Sprachentwicklung von Kindern2 –5, was die Schulreife und den Erfolg im gesamten Bildungssystem fördert. 28,29 Diese Studie fand einen negativen Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Eltern-Kind-Gesprächen, was darauf hindeutet, dass die Bildschirmzeit ein potenzieller Mechanismus ist, der als Grundlage für eine Intervention zur Förderung eines häuslichen Umfelds mit mehr Eltern-Kind-Gesprächen dienen könnte.
Die Auswirkungen müssen jedoch im Kontext der Realität des heutigen Familienlebens betrachtet werden. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass alle Familien einfach aufhören werden, Bildschirme mit ihren kleinen Kindern zu nutzen. Stattdessen könnten sich Programme und Richtlinien darauf konzentrieren, Familien zu ermutigen, die Bildschirmzeit als Gelegenheit zur Interaktion mit ihrem Kind zu nutzen. Das Konzept des interaktiven gemeinsamen Fernsehens ist eine zunehmend beliebte Strategie für die Bildschirmzeit von Kindern und zeigt Verbesserungen bei den Sprachfähigkeiten der Kinder.30 Bei dieser Strategie interagieren die Eltern während der Bildschirmzeit mit dem Kind, um den pädagogischen Nutzen zu fördern.
Wenn interaktives gemeinsames Fernsehen nicht möglich ist, könnten altersgerechte, hochwertige Bildungsprogramme eingesetzt werden, die so konzipiert sind, dass sie die Sprachentwicklung des Kindes fördern.30 Die Förderung dieser Ansätze im Rahmen von Interventionen, die darauf abzielen, die Eltern-Kind-Interaktion und den Sprachkontakt zu fördern, könnte die Verdrängung von Eltern-Kind-Gesprächen durch die Bildschirmzeit teilweise ausgleichen. Zukünftige Forschungen werden darauf abzielen, die Qualität der Bildschirmzeit von Kindern innerhalb des EUiLO-Datensatzes zu untersuchen, um diese Ansätze zu untermauern, was jedoch außerhalb des Rahmens der vorliegenden Studie lag.
Diese Studie hat einige Stärken. Sie ist eine der wenigen Längsschnittuntersuchungen zu Bildschirmzeit und Eltern-Kind-Gesprächen in den ersten Lebensjahren. Sie ist auch insofern einzigartig, als sie Spracherkennungstechnologie einsetzt, um sowohl die Bildschirmzeit als auch die Eltern-Kind-Gespräche zu messen. Schließlich konnten wir eine umfassende Reihe von Störvariablen kontrollieren, was bisher nur wenige Studien getan haben.
Dennoch gibt es Einschränkungen, die berücksichtigt werden müssen. Erstens wurden in dieser Analyse keine Daten aus der Zeit, als die Kinder 6 Monate alt waren, berücksichtigt. Diese Auslassung war auf einen kritischen Störfaktor zurückzuführen (von den Eltern selbst angegebene psychische Belastung), , die in dieser Datenerhebungswelle nicht gemessen wurde. Da es Hinweise darauf gibt, dass Eltern mit psychischen Problemen weniger wahrscheinlich mit ihren kleinen Kindern interagieren31 und eher Bildschirmzeit nutzen32,33, wurde beschlossen, diese Welle nicht in die vorliegende Analyse einzubeziehen.
Es gibt auch potenzielle Einschränkungen bei der Klassifizierung der Bildschirmzeit auf der Grundlage der aus der LENA-Software extrahierten Audioaufzeichnungen. Da wir keinen Zugriff auf das begleitende Videomaterial hatten, besteht die Möglichkeit, dass nicht bildschirmbasierte elektronische Geräte fälschlicherweise als Bildschirmnutzung kodiert wurden oder dass ein Teil der Bildschirmzeit nicht erfasst wurde, wenn kein Begleitgeräusch vorhanden war.
Es wurde versucht, diese Möglichkeit durch eine umfassende Schulung aller Forscher zu minimieren, und alle Unsicherheiten wurden von einem anderen Forscher überprüft. Schließlich führten einige Familien innerhalb der Studie ihre 30- oder 36-monatige LENA-Aufzeichnung während der COVID-19-Pandemie durch. Obwohl einige Hinweise darauf hindeuten, dass die Pandemie die Bildschirmzeit der Familien erhöht haben könnte,34 scheint die durchschnittliche Bildschirmzeit unserer Teilnehmer im Vergleich zu australischen Schätzungen vor der Pandemie35 nicht wesentlich zugenommen zu haben.
Die Ergebnisse dieser prospektiven Kohortenstudie deuten darauf hin, dass eine Zunahme der Bildschirmzeit mit einer Abnahme der Wortzahl der Erwachsenen, der Lautäußerungen der Kinder und der wechselseitigen Interaktionen bei Kindern im Alter zwischen 18 und 36 Monaten einherging, nachdem bekannte Störfaktoren kontrolliert worden waren. Interventionen sollten sich darauf konzentrieren, Hindernisse für eine sprachreiche häusliche Umgebung abzubauen, wobei der Schwerpunkt auf der Unterstützung der Bildschirmnutzung durch die Familie liegen sollte . Angesichts der allgegenwärtigen Präsenz von Bildschirmzeit im Familienleben könnte es eine wichtige Strategie zur Unterstützung von Familien sein, verschiedene Möglichkeiten zu identifizieren, wie Bildschirmzeit die Eltern-Kind-Interaktion fördern kann, beispielsweise durch interaktives gemeinsames Fernsehen.
_______
JAMA Pediatr
Published Online: March 4, 2024
2024;178;(4):369-375. doi:10.1001/jamapediatrics.2023.6790
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Key Points
Question What is the association between screen time and adult words spoken, child vocalizations, and conversational turns when children are 12 to 36 months of age?
Findings This cohort study found a negative association between screen time and measures of parent-child talk across those early years. For every additional minute of screen time, children heard fewer adult words, spoke fewer vocalizations, and engaged in fewer back-and-forth interactions.
Meaning This study suggests that screen time is a mechanism that may be getting in the way of children experiencing a language-rich home environment during the early years; interventions aiming to promote early use of language should include support to manage screen time.
Abstract
Importance Growing up in a language-rich home environment is important for children’s language development in the early years. The concept of “technoference” (technology-based interference) suggests that screen time may be interfering with opportunities for talk and interactions between parent and child; however, limited longitudinal evidence exists exploring this association.
Objective To investigate the longitudinal association between screen time and 3 measures of parent-child talk (adult words, child vocalizations, and conversational turns) when children are 12 to 36 months of age.
Design, Setting, and Participants This Australian prospective cohort study used advanced speech recognition technology to capture young children’s screen time and home language environment, on an average 16-hour day. Data were collected from 220 families once every 6 months in the family home when children were 12, 18, 24, 30, and 36 months of age, from January 1, 2018, to December 31, 2021. Statistical analysis took place from November 1, 2022, to July 31, 2023.
Exposure Language Environment Analysis (LENA) technology provided automated counts of children’s language environment and exposure to electronic noise. The exposure of interest was screen time, which was calculated based on manual coding of LENA electronic noise audio segments.
Main Outcomes and Measures Three measures of parent-child talk were outcomes of focus: adult words, child vocalizations, and conversational turns. Separate models were run for each of the 3 outcomes and included adjustment for child sex, child age, maternal educational level, number of children at home, number of home activities, and primary caregiver’s psychological distress.
Results The study included 220 families (120 girls [54.6%]; mean [SD] gestational age of children, 39.3 [1.5] weeks; mean [SD] age of mother at childbirth, 31.3 [4.8] years). Adjusted linear mixed-effect models demonstrated that increases in screen time were associated with decreases in measures of parent-child talk. The largest decreases were seen at 36 months, when an additional minute of screen time was associated with a reduction of 6.6 (95% CI, −11.7 to −1.5) adult words, 4.9 (95% CI, −6.1 to −3.7) child vocalizations, and 1.1 (95% CI, −1.4 to −0.8) conversational turns.
Conclusion and Relevance Findings of this study support the notion of technoference for Australian families, whereby young children’s exposure to screen time is interfering with opportunities to talk and interact in their home environment. This finding has implications for interventions and supports aimed at promoting a language-rich home environment, with families needing support in understanding the potential association of screen time with opportunities for children and adults to talk and interact in their home environment.
Introduction
The importance of a language-rich home environment during the early years of life has been well established.1 Existing evidence indicates positive associations between early language exposure and children’s language development,2-5 socioemotional development,6 IQ,7 and brain function.8-10 As a result, programs aiming to increase the amount of parent-child talk in young children’s homes have become increasingly popular.11-13 Estimates of the home language environment in Australia and the US have shown large variability among families.14-16 Talking with children may seem an easy and simple activity; however, in the busy lives of families, it may be anything but simple. It is crucial to investigate potential factors within the home environment that may interrupt parents’ opportunities to talk and interact with their children to help inform interventions aimed at building a language-rich home environment and, in turn, support children’s language development.
A growing body of evidence has examined the associations between screen time and parent-child talk, which encompasses adult words, child vocalizations, and back-and-forth interactions.17,18 The phenomenon coined “technoference” (technology-based interference) suggests that parents’ time using screen-based devices interferes with daily opportunities to talk and respond to their child.19 A recent systematic review demonstrated that parental smartphone use was negatively associated with parental responsiveness and attention toward their children aged 3 years or younger.17 Another systematic review investigating parental use of mobile computing devices and the social and emotional development of children aged 10 years or younger found less engagement, harsher responses, and fewer verbal and nonverbal communications between parents and children when parents were using a mobile device.20 Nonetheless, many of the studies cited in the systematic reviews have considered screen time only within limited context (eg, during meals, at an outdoor playground) and are often cross-sectional. They have also focused on parent’s screen time (usually mobile telephone use), rather than considering both the adult’s and child’s screen time across a range of devices. Finally, many studies rely heavily on parent-reported measures of screen time and interaction or responsiveness, which may be less accurate and prone to socially desirable responses compared with objective measures.
One exception is a study that used speech recognition technology to understand the association of audible television with adult words, child vocalizations, and conversational turns among children aged 2 to 48 months (n = 329).18 This study compared the number of vocalizations and conversational turns that an individual child experienced on the number of days with high exposure to television with the number of days with low exposure to television and found that audible television was associated with reductions in age-adjusted z scores for child vocalizations (−0.3 [95% CI, −0.3 to −0.2]) and conversational turns (−0.2 [95% CI, −0.3 to −0.2]). It also demonstrated that for every additional hour of audible television, adults spoke 770 fewer words (95% CI, −1004 to −535 words) to their child. That study was published in 2009, prior to the increase in mobile technology use, which has likely changed the way that screen time is associated with parent-child talk compared with television exposure only.
The present study aims to understand the longitudinal association between a child’s screen exposure and 3 measures of parent-child talk: (1) adult words, (2) child vocalizations, and (3) parent-child interactions (or conversational turns), in the first 3 years of life. This research builds on existing literature by using data from a recent prospective cohort study that began in 2017 and uses a novel approach to measuring screen time.14,15
Methods
Study Design
The Language in Little Ones (LiLO) study is a prospective cohort study (n = 302) that collected data biannually from 6 months of age until children reached school age (approximately 5 years of age). The LiLO study aimed to understand young Australian children’s home language environment, quantified by the amount of language children heard and spoke. Parent-child talk was captured once every 6 months, for 16 hours, using advanced speech recognition technology called Language Environment Analysis (LENA). The LENA technology automatically quantified the number of adult words, the number of vocalizations made by the child, and the number of conversational turns between the adult and child. LENA also calculated the amount of time children were exposed to television or electronic noise. Following stakeholder and community interest in better understanding screen time in early childhood, a nested study of LiLO was established called the Electronic Use in Little Ones (EUiLO) study. The EUiLO study focused on coding the television or electronic noise data that had already been collected in the first 3 years of the LiLO study, from January 1, 2018, to December 31, 2021, to provide a measure of screen exposure, which differentiated between screen time and other electronic sounds (ie, electronic appliances). Participants were compensated with a $10 supermarket voucher after each wave of data collection. The University of Western Australia human research ethics committee granted ethics approval for both studies, and participants provided informed written consent. The Strengthening the Reporting of Observational Studies in Epidemiology (STROBE) reporting guideline for cohort studies was followed in the preparation of this article.21
Participants
Families were recruited antenatally and postnatally for the LiLO study across South Australia, Western Australia, and Queensland. Further details on recruitment efforts have been previously reported.14 Eligibility criteria included (1) children born in 2017, (2) predominately English spoken in the home due to the validity of the LENA technology at the time of recruitment, (3) children born at 37 weeks’ or more gestation, (4) singleton children, and (5) the child did not have a diagnosed cause of language impairment. A key focus of the LiLO study was to understand socioeconomic inequalities in early language, and as such there was an additional eligibility criterion focused on maternal educational level. Mothers who completed a university degree (bachelor’s degree or higher) were classified into a high education group, and mothers who had no postsecondary school education were classified into a low education group. Mothers whose educational level could not be categorized into either group (ie, those with certificate-level qualifications) were ineligible for the study.
A total of 302 families participated in the LiLO study. Retrospective consent was sought from participants still active in the LiLO study in 2020 (n = 277) to undertake the additional coding by researchers (see Procedures subsection) and the analyses of television or electronic noise data for the EUiLO study. A total of 55 families did not consent to the EUiLO study, and 2 families were also removed from the study due to their child developing a diagnosed cause of language impairment, which left a total of 220 families in the analysis sample for the present study (Figure).
Figure. Flowchart of Participation for the Final Analysis Sample
EUiLO indicates Electronic Use in Little Ones; and LiLO, Language in Little Ones.
aNot consenting to participate in the EUiLO study meant that these participants did not have valid data on screen time.
Measures
The exposure (screen time) and outcome measures (3 measures of parent-child talk) were captured using the LENA technology. This technology includes a specially designed t-shirt or vest with a pocket in the front to hold a small digital language processor (DLP), which records all the audio around the child for 16 hours. The LENA software then processes the audio through algorithmic speech signal analysis and provides automated counts of adult words, child vocalizations, conversational turns, and exposure to television or electronic noise.22 The automated counts for adult words include any words spoken within an approximately 3-m radius of the child wearing the LENA DLP, whether directed at the child or not. The families were instructed to choose an average home day for the child to wear the t-shirt and DLP. This could not be a day when the child attended childcare, when the child was sick, or when the child was going to attend loud public events (eg, a sporting match). Evidence suggests good reliability of the LENA technology, with high consistency between counts generated by LENA and human transcribers for each measure of parent-child talk.23 The level of agreement, however, was lower for television or electronic noise data (71%) compared with language measures (eg, 81% for adult words).
Child and family characteristics that may be associated with the link between screen time and parent-child talk were determined a priori and measured via parent report at the biannual home visit. The confounders included in the study were child’s sex (male or female), child’s age in months (to account for any variation in the exact age the child completed the LENA recording day), mother’s highest level of education (high or low), primary caregiver’s self-reported psychological distress (measured using the Kessler 6-question scale,24 where a score of 0-7 indicates low distress; a score of 8-12, moderate distress; and a score of 13-24, high distress), the mean number of home activities (eg, singing, outdoor play) completed with the child, and the number of other children living in the home.
Procedures
Data from the second to the sixth wave of data collection in the LiLO study and the EUiLO study were collected between January 1, 2018, and December 31, 2021. Once every 6 months, a researcher would visit the family home and complete the standardized questionnaires and demonstrate the use of the LENA equipment. The family was then asked to complete their “recording day” within approximately 2 weeks, before the researcher returned to collect the equipment. The audio recording was uploaded to the LENA software, automatically providing counts of parent-child talk variables and television or electronic noise exposure. As part of participation in the EUiLO study, researchers would export the audio in 5-minute segments when LENA flagged electronic noise during the 16-hour day. Researchers then listened to these audio segments to assess the type of electronic noise (eg, was the child exposed to a screen or a microwave beeping?). Within each segment, both parent-child talk and electronic noise could be occurring simultaneously. If language was occurring, this was captured separately in the automatic counts of parent-child talk variables. Therefore, the coding of each segment focused on categorizing the electronic noise as screen media, music, noise, or sleeping based on audio cues, such as media content theme songs or character voices, identification of a familiar noise (eg, car starting or microwave), contextual conversations (eg, the child asks for iPad), and what was reported in an accompanying activity diary completed by the parent. When the source of the noise could not be determined by multiple coders, it was classified as unknown. If, within the 5-minute segment, the child was not exposed to screen media for the full duration, the exact number of minutes and seconds (rounding to the closest 5 seconds) would be recorded. All research staff were trained by a master coder and were required to achieve 90% accuracy before coding independently. Screen media were used as the primary measure of screen time and included the time the child was exposed to any screen-based device, excluding when the child was asleep. The recording day procedure and coding method were consistently applied across all waves of data collection.
Statistical Analysis
Statistical analysis took place from November 1, 2022, to July 31, 2023. Analyses for the present study focused on data collected over 5 waves of the study, when the children were 12, 18, 24, 30, and 36 months of age. These ages were the focus because the exposure, outcome, and all confounders were available for these waves of data collection. To estimate the association between children’s screen exposure and parent-child talk variables at each wave of data collection, linear mixed-effect models were used to account for both the within-person and between-person variability in the repeated measures data, using the mixed command in Stata, version 17 (StataCorp).25 Separate unadjusted and adjusted models were run for each of the parent-child talk outcomes of interest: (1) adult words, (2) child vocalizations, and (3) conversational turns. An interaction between the amount of screen exposure and the wave of data collection was included as a fixed effect, to understand differences across waves. Participant identification was included as a random effect, to account for the variation among participants. In each of the adjusted models, child sex, child’s age in months, mother’s highest level of education, primary caregiver’s self-reported psychological distress, the mean number of home activities, and the number of other children in the home were controlled for. The parameters were computed using the restricted maximum likelihood function, to account for missing data across the study, and the residuals were modeled under the unstructured variance-covariance structure, to account for distinct variances and covariances among the random effects.
Results
The study included 220 families (120 girls [54.6%]; mean [SD] gestational age of children, 39.3 [1.5] weeks; mean [SD] age of mother at childbirth, 31.3 [4.8] years) (Table 1). Approximately half the sample included the first-born child (109 [49.5%]). A total of 133 mothers (60.5%) were categorized into the high education group, and 190 mothers (86.4%) were working until their pregnancy.
Table 1. Sociodemographic Characteristics of the Sample
| Characteristic | No. (%) (N = 220) |
|---|---|
| Child | |
| Girls | 120 (54.6) |
| Gestation, mean (SD), wk | 39.3 (1.5) |
| Firstborn | 109 (49.5) |
| Mother | |
| Highest level of completed education is university | 133 (60.5) |
| Age at childbirth, mean (SD), y | 31.3 (4.8) |
| Working until pregnancy | 190 (86.4) |
| No. of home activities with child at 12 mo, mean (SD)a | 2.1 (0.4) |
| Psychological distress score at 12 mo, mean (SD)b | 3.8 (2.9) |
Table 2 shows the distribution of screen time and each parent-child talk measure at each age. When children were 12 months of age, they were exposed to a mean (SD) 87.8 (107.6) minutes (ie, 1 hour, 28 minutes) of screen time, heard a mean (SD) of 14 997.8 (6873.4) adult words, produced a mean (SD) of 1394.7 (522.7) vocalizations, and engaged in a mean (SD) of 369.4 (167.4) conversational turns per day. Screen time, child vocalization, and conversational turn counts increased as children got older, whereas the number of adult words remained relatively stable across time, only increasing slightly as children grew up. By 36 months of age, children were exposed to a mean (SD) of 172.1 (134.7) minutes (ie, 2 hours, 52 minutes) of screen time, heard a mean (SD) of 16 302.6 (6654.7) adult words, produced a mean (SD) of 3306.7 (1612.8) vocalizations, and engaged in a mean (SD) of 734.4 (404.2) conversational turns per day.
Table 2. Descriptive Statistics for Screen Time and Parent-Child Talk Variables at Each Time Point for 220 Familiesa
| Time point | Mean (SD) value | |||
|---|---|---|---|---|
| Screen time, min | Adult words, No. | Child vocalizations, No. | Conversational turns, No. | |
| 12 mo | 87.8 (107.6) | 14 997.8 (6873.4) | 1394.7 (522.7) | 369.4 (167.4) |
| 18 mo | 118.0 (111.2) | 14 987.4 (6884.2) | 2976.4 (803.8) | 541.3 (289.1) |
| 24 mo | 147.2 (123.4) | 15 980.5 (6469.5) | 2771.3 (1214.3) | 709.3 (384.9) |
| 30 mo | 165.9 (123.1) | 15 793.6 (6423.5) | 3405.9 (1558.9) | 750.2 (385.7) |
| 36 mo | 172.1 (134.7) | 16 302.6 (6654.7) | 3306.7 (1612.8) | 734.4 (404.2) |
Results of the unadjusted mixed-effect models indicated an overall negative association between the amount of screen time children were exposed to and the number of adult words children heard at all ages (Table 3). For instance, at 18 months, each additional minute of screen time was associated with children hearing 12.0 (95% CI, −17.4 to −6.5) fewer adult words. For child vocalizations, the association was less clear and appeared to change over time, with an additional minute of screen time associated with a decrease of 1.9 (95% CI, −2.7 to −1.2) vocalizations at 12 months and an increase of 2.2 (95% CI, 1.1-3.4) vocalizations at 30 months. For conversational turns, there was a negative association with screen time, with 1 additional minute of screen time associated with a decrease of 0.6 (95% CI, −0.9 to −0.4) conversational turns at 12 months and a decrease of 0.3 (95% CI, −0.6 to −0.1) conversational turns at 18 months. As the children aged, however, these decreases disappeared.
Table 3. Unadjusted and Adjusted Linear Mixed-Effect Models for the Association Between Parent-Child Talk Variables and the Amount of Screen Time From 12 to 36 Months (N = 220)
| Measure | Unadjusted model | Adjusted modela | ||
|---|---|---|---|---|
| β (95% CI) | P value | β (95% CI) | P value | |
| Adult words | ||||
| Intercept, No. | 16 476.8 (15 664.6 to 17 288.9) | <.001 | 10 165.4 (7057.7 to 13 273.2) | <.001 |
| Screen time at child age | ||||
| 12 mo | −5.2 (−12.5 to 2.2) | .17 | 5.3 (−2.8 to 13.5) | .20 |
| 18 mo | −12.0 (−17.4 to −6.5) | <.001 | −6.7 (−12.4 to −0.9) | .02 |
| 24 mo | −5.3 (−9.6 to −0.9) | .02 | −3.1 (−7.6 to 1.3) | .17 |
| 30 mo | −5.9 (−10.1 to −1.8) | .01 | −6.1 (−10.5 to −1.6) | .01 |
| 36 mo | −4.7 (−8.9 to −0.6) | .03 | −6.6 (−11.7 to −1.5) | .01 |
| Child vocalizations | ||||
| Intercept, No. | 1777.8 (1686.9 to 1868.8) | <.001 | −240.4 (−644.9 to 164.1) | .24 |
| Screen time at child age | ||||
| 12 mo | −1.9 (−2.7 to −1.2) | <.001 | −0.4 (−1.1 to 0.4) | .32 |
| 18 mo | −0.6 (−1.3 to 0.2) | .13 | −1.3 (−2.0 to −0.5) | <.001 |
| 24 mo | 0.6 (−0.4 to 1.6) | .22 | −1.9 (−2.8 to −0.9) | <.001 |
| 30 mo | 2.2 (1.1 to 3.4) | <.001 | −1.9 (−3.1 to −0.8) | <.001 |
| 36 mo | 1.5 (0.4 to 2.6) | .01 | −4.9 (−6.1 to −3.7) | <.001 |
| Conversational turns | ||||
| Intercept, No. | 470.7 (441.8 to 449.6) | <.001 | 52.5 (−68.2 to 173.3) | .39 |
| Screen time at child age | ||||
| 12 mo | −0.6 (−0.9 to −0.4) | <.001 | −0.2 (−0.4 to 0.03) | .10 |
| 18 mo | −0.3 (−0.6 to −0.1) | <.001 | −0.3 (−0.6 to −0.1) | .01 |
| 24 mo | −0.02 (−0.3 to 0.3) | .89 | −0.4 (−0.6 to −0.1) | .01 |
| 30 mo | 0.2 (−0.4 to 0.5) | .10 | −0.6 (−0.9 to −0.3) | <.001 |
| 36 mo | 0.2 (−0.1 to 0.4) | .25 | −1.1 (−1.4 to −0.8) | <.001 |
In the adjusted models, the results show that increases in screen time were associated with decreases in parent-child talk across all variables and ages, with the only exception being screen time at 12 months having no association with the 3 parent-child talk outcomes (Table 3). The largest associations were seen at 36 months, when an additional minute of screen time was associated with a reduction of 6.6 (95% CI, −11.7 to −1.5) adult words, 4.9 (95% CI, −6.1 to −3.7) child vocalizations, and 1.1 (95% CI, −1.4 to −0.8) conversational turns.
Discussion
The present study used data from a prospective cohort study that analyzed longitudinal data on children between 12 and 36 months of age to examine the association between child screen time and 3 measures of parent-child talk (adult words, child vocalizations, and conversational turns). Findings from the mixed-effects models indicated that for every additional minute of screen exposure, parents and children were generally talking or vocalizing less and were engaging in fewer back-and-forth interactions. This association was less clear in the unadjusted models, with no associations evident at some time points in the child vocalizations and conversational turn outcome models. In the adjusted models, which took into account several child and family confounders, a negative association between screen time and parent-child talk became clear, highlighting the important role that maternal educational level, child sex, primary caregiver’s psychological distress, and number of home activities play. Specifically, at 36 months of age in the adjusted models, for 1 extra minute of screen time, children heard 6.6 fewer adult words, made 4.9 fewer vocalizations, and engaged in 1.1 fewer conversational turns. This finding aligns with the concept of technoference and the existing literature, which has suggested that increases in screen time decrease parent-child interactions.17,18,20
For families who follow the current World Health Organization screen time guidelines (eg, 1 hour per day at 36 months of age),26 the present results indicate that children could be missing out on approximately 397 adult words (ie, 6.62 × 60 minutes), 294 vocalizations, and 68 conversational turns every day. According to the present study, as well as international estimates,27 children on average are exceeding these screen time guidelines. Replacing 1 hour (60 minutes) with the mean screen time children were exposed to at 36 months of age in this study (172 minutes), children could be missing out on 1139 adult words, 843 vocalizations, and 194 conversational turns per day. These estimates assume a linear association between screen time and parent-child talk; however, it may also be possible that decreases in parent-child talk occur only after a certain threshold of screen exposure is reached. This should be an important avenue of future research, to help inform updated screen time guidelines.
Having a language-rich home environment is critical to children’s language development,2-5 which promotes school readiness and success throughout the educational system.28,29 This study found a negative association between screen time and parent-child talk, which suggests that screen time is a potential mechanism that could be the basis for an intervention to promote a home environment with more parent-child talk. Implications need to be considered, however, within the reality of current family life. It is unrealistic to assume that all families will simply stop using screens with their young children. Instead, programs and policies could focus on ways to encourage families to use screen time as an opportunity for interaction with their child. The concept of interactive co-viewing has become an increasingly popular strategy for children’s screen time, demonstrating improvements in children’s language outcomes.30 This strategy involves parents interacting with the child during screen time to help facilitate educational benefits. When interactive co-viewing is not possible, age-appropriate, high-quality educational programs could be used that are designed in a way to facilitate the child’s language development.30 Encouraging these approaches within interventions aimed at promoting parent-child interactions and language exposure may alleviate some of the displacement screen time creates on opportunities for parent-child talk. Future research will aim to examine the quality of children’s screen time within the EUiLO data set to inform these approaches, which was out of the scope of the present study.
Strengths and Limitations
This study has some strengths. It is one of few longitudinal investigations into screen time and parent-child talk in the early years of life. It is also unique in that it uses speech recognition technology to measure both screen time and parent-child talk measures. Finally, we have been able to control for a comprehensive set of confounding variables, which few studies have previously done.
Nonetheless, there are limitations that need to be acknowledged. First, this analysis did not include data from when children were 6 months of age. This omission was due to a critical confounder (parent’s self-reported psychological distress) not being measured at this wave of data collection. Given that evidence suggests parents with mental health concerns are less likely to be interacting with their young child31 and more likely to use screen time,32,33 the decision was made to not include that wave in the present analysis. There are also potential limitations within the classification of screen time based on the audio recordings extracted from the LENA software. Given that we were unable to access accompanying video footage, there is a chance that nonscreen-based electronic devices may have been miscoded as screen exposure or that some screen time was missed if there was no accompanying sound. Attempts were made to mitigate this possibility through extensive training of each researcher, and any uncertainty was checked by another researcher. Finally, some families within the study undertook their 30- or 36-month LENA recording day during the COVID-19 pandemic. Although some evidence has suggested the pandemic may have increased families’ screen time,34 in comparison with Australian estimates prior to the pandemic,35 our participants’ mean screen time does not appear to have increased substantially.
Conclusions
Findings from this prospective cohort study suggest that increases in screen time were associated with decreases in adult words, child vocalizations, and back-and-forth interactions for children aged between 18 and 36 months, after controlling for known confounders. Interventions should focus on reducing barriers to a language-rich home environment, with a focus on supports for family’s screen time use. Identifying different ways that screen time could facilitate parent-child interactions, such as through interactive co-viewing, may be important strategies to support families given the current ubiquitous nature of screen time in families’ lives.
Article Information
Accepted for Publication: December 20, 2023.
Published Online: March 4, 2024. doi:10.1001/jamapediatrics.2023.6790
Open Access: This is an open access article distributed under the terms of the CC-BY License. © 2024 Brushe ME et al. JAMA Pediatrics.
Corresponding Author: Mary E. Brushe, PhD, Telethon Kids Institute, University of Western Australia, 108 North Terrace, Ground Floor, Adelaide, SA 5000, Australia (mary.brushe@telethonkids.org.au).
Author Contributions: Dr Brushe had full access to all of the data in the study and takes responsibility for the integrity of the data and the accuracy of the data analysis.
Concept and design: Brushe, Melhuish, Reilly.
Acquisition, analysis, or interpretation of data: Brushe, Haag, Gregory.
Drafting of the manuscript: Brushe.
Critical review of the manuscript for important intellectual content: Haag, Melhuish, Reilly, Gregory.
Statistical analysis: Brushe, Melhuish, Gregory.
Obtained funding: Brushe, Melhuish, Reilly.
Administrative, technical, or material support: Melhuish.
Supervision: Haag, Melhuish, Reilly, Gregory.
Conflict of Interest Disclosures: Dr Haag reported grants from the National Health and Medical Research Council (NHMRC) during the conduct of the study. No other disclosures were reported.
Funding/Support: This study was supported by an NHMRC Ideas Grant, APP1183515 (Drs Brushe, Melhuish, and Reilly) and an NHMRC Project Grant APP1121830 (Drs Melhuish and Reilly).
Role of the Funder/Sponsor: The funding source had no role in the design and conduct of the study; collection, management, analysis, and interpretation of the data; preparation, review, or approval of the manuscript; and decision to submit the manuscript for publication.
Data Sharing Statement: See the Supplement.
Additional Contributions: We thank the research assistants in the Language in Little Ones (LiLO) study and Electronic Use in Little Ones (EUiLO) study team at Telethon Kids Institute for their work on the recruitment, data collection, and audio coding for the study. We also thank all the service providers who supported the recruitment of families. We are extremely grateful for the ongoing commitment by all the LiLO and EUiLO families to give up their valuable time to support our research.
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Comment
Quelle: JAMA / JAMA PEDIATRICS - Übersetzung mit deeplPro (gekürzter Auszug aus der beigefügten Originalfassung)
https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2815514
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mal von Karin Gerlich, 24. Februar 2026, 15:47 Uhr
hier eine Weiterleitung Iran!
-------- Weitergeleitete Nachricht --------
| Betreff: | US-Angriff auf Iran... |
|---|---|
| Datum: | Tue, 24 Feb 2026 13:09:32 +0100 |
| Von: |
Seyed M. Marandi: „Kampf ums Überleben“ –
Irans Strategie im Schatten des drohenden Kriegs
Seyed Mohammad Marandi ist Professor an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des iranischen Atomverhandlungsteams. Prof. Marandi argumentiert, dass ein existenzieller Krieg wahrscheinlich unmittelbar bevorsteht und die gesamte Region in Brand setzen wird.
Zum Video in Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=ywoYcxQHtjo
Berliner Zeitung 24.2.2026
Möglicher Angriff auf Iran: US-General widerspricht Trump und warnt vor schweren Folgen
Alexander Schmalz
Während US-Präsident Donald Trump öffentlich Optimismus verbreitet, warnt der ranghöchste Offizier der US-Streitkräfte intern vor erheblichen Risiken eines Angriffs auf den Iran. General Dan Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, habe Trump und weitere Spitzen der Regierung auf Munitionsengpässe, fehlende Unterstützung von Verbündeten und eine erhöhte Gefahr für US-Truppen hingewiesen. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf mehrere mit den Beratungen vertraute Personen.
Demnach äußerte Caine seine Bedenken bei einem Treffen im Weißen Haus in der vergangenen Woche. Laut der Washington Post waren unter anderem Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie CIA-Direktor John Ratcliffe anwesend. Auch in internen Sitzungen im Pentagon habe Caine vor der Komplexität eines möglichen Militäreinsatzes gegen den Iran gewarnt.
Caines Büro erklärte in einer Stellungnahme, der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff lege dem Präsidenten „eine Bandbreite militärischer Optionen sowie deren Risiken und Folgen“ vor. Die Entscheidung liege bei der politischen Führung. Eine Sprecherin des Weißen Hauses erklärte, Trump höre sich unterschiedliche Einschätzungen an und entscheide, was im Interesse der nationalen Sicherheit sei.
„Zu 100 Prozent falsch“: Trump weist Warnungen zurück
Trump widersprach der Darstellung nach Veröffentlichung des Berichts öffentlich. „Fake-News-Medien“ würden behaupten, Caine sei dagegen, dass „wir gegen den Iran in den Krieg ziehen“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das sei zu „100 Prozent falsch“. Der General wolle zwar keinen Krieg, halte einen möglichen Konflikt aber für „leicht zu gewinnen“. Personen aus dem Umfeld der Gespräche widersprachen gegenüber der Washington Post dieser Darstellung und beschrieben Caines Einschätzungen als deutlich zurückhaltender.
Über ähnliche Warnungen aus dem Umfeld des Generalstabs hatte zuvor auch das Portal Axios berichtet. Demnach habe Caine wiederholt darauf hingewiesen, dass ein militärisches Vorgehen gegen Iran mit erheblichen Risiken verbunden sei und sich kaum kontrollieren lasse.
Munitionsengpässe erschweren die Planungen
Ein zentrales Problem aus Sicht des Militärs sind die begrenzten Munitionsbestände. Nach Angaben von US-Beamten, auf die sich die Washington Post beruft, sind die Reserven an Abfangraketen für das Raketenabwehrsystem THAAD sowie die Patriot-Systeme in den vergangenen Monaten stark beansprucht worden – unter anderem zur Verteidigung Israels und zur Unterstützung der Ukraine. Auch Standardraketen der US-Marine seien in großer Zahl eingesetzt worden, etwa beim Schutz von Schiffen im Roten Meer.
Fachleute verweisen darauf, dass die US-Rüstungsindustrie nur einige Hundert dieser Raketen pro Jahr herstellen kann. Der Nachschub lasse sich daher nicht kurzfristig sichern. Die Bestände würden weltweit verwaltet und je nach Lage zwischen verschiedenen Einsatzgebieten verteilt, zitierte die Washington Post einen US-Beamten.
Fehlende Unterstützung von Verbündeten
Hinzu kommt die politische Lage in der Region. Mehrere arabische Staaten hätten Washington signalisiert, dass sie ihre Militärbasen nicht für Angriffe auf Iran zur Verfügung stellen würden, berichtet die Washington Post unter Berufung auf einen ranghohen Vertreter aus der Golfregion. Auch Überflugrechte seien nicht garantiert. Ein früherer Pentagon-Mitarbeiter sagte der Zeitung, dies erschwere die Planungen erheblich, da Reichweite und Flexibilität eines möglichen Einsatzes eingeschränkt würden.
Der Iran habe zudem angekündigt, jedes Land anzugreifen, das einen US-Militärschlag unterstütze. Das erhöhe nach Einschätzung von Militärplanern das Risiko für US-Stützpunkte und diplomatische Einrichtungen im Nahen Osten.
Unterschiedliche Szenarien, steigendes Eskalationsrisiko
Wie riskant ein Einsatz wäre, hängt stark von Trumps Zielsetzung ab. Schon ein begrenzter Schlag gegen Irans Raketenprogramm würde Hunderte Ziele betreffen, darunter mobile Abschussrampen, Waffenlager, Luftabwehrsysteme und Transportwege, sagte ein früherer US-Verteidigungsbeamter der Washington Post. Ein weitergehender Angriff, etwa mit dem Ziel eines Regimewechsels, würde Tausende Einrichtungen einschließen und sich über Wochen oder Monate hinziehen.
Befürworter eines begrenzten Schlages verweisen laut Washington Post darauf, dass der Iran in der Vergangenheit auf US- und israelische Angriffe vergleichsweise zurückhaltend reagiert habe. Kritiker halten dem entgegen, dass Trumps öffentliche Überlegungen zu einem Sturz der iranischen Führung sowie der Einfluss von Hardlinern in Teheran das Risiko einer Eskalation deutlich erhöhten.
Diplomatische Gespräche unter Druck
Parallel zu den militärischen Überlegungen laufen diplomatische Gespräche. US- und iranische Unterhändler wollen diese Woche in Genf erneut über Irans Atomprogramm sprechen. Iran habe Bereitschaft zu einem Abkommen signalisiert, lehne aber einen vollständigen Verzicht auf Urananreicherung ab, berichtet die Washington Post.
Mehrere US-Beamte warnten demnach, ein Militärschlag – auch ein begrenzter – könne die Gespräche zum Scheitern bringen. Auch regionale Partner hätten gegenüber Washington Sorge geäußert, dass ein Angriff auf den Iran diesen von Verhandlungen wegtreiben würde.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Neopresse Daily, 24. Februar 2026, 18:04 Uhr
Lieber Leser,
der US-Dollar droht seinen Status als Weltreservewährung zu verlieren, während gleichzeitig der chinesische Yuan und das Gold an Bedeutung gewinnen. Den westlichen Notenbanken ist diese Entwicklung natürlich nicht verborgen geblieben. Echte Lösungsansätze für diese Herausforderung haben die Zentralbanken in Japan, Europa und den USA aber derzeit nicht zu bieten.
Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank, erklärte beispielsweise: „Die Fragmentierung der internationalen Währungsordnung ist eine Realität, die wir nicht ignorieren können.“ Sie zieht aus dieser Erkenntnis den Schluss, dass auch Europa seinen Platz innerhalb der neuen Währungsordnung finden muss: „Der Euro muss seine Rolle als glaubwürdige Alternative stärken.“
Auch Jerome Powell, der Vorsitzende der mächtigen US-Notenbank, ist sich des Problems und seiner Tragweite nur zu bewusst. „Der Dollar bleibt die dominante Reservewährung, aber wir beobachten die strukturellen Veränderungen im internationalen Zahlungsverkehr mit Sorge“, erklärte er. In Klartext übersetzt ist insbesondere die Aussage des FED-Vorsitzenden, Jerome Powell, das Eingeständnis, dass man das Problem zwar sehr wohl sieht, aber immer noch ratlos ist, wie man ihm denn nun am besten begegnen soll.
Ganz anders ist hingegen die Situation im globalen Süden. Insbesondere die BRICS-Staaten machen keinen Hehl daraus, dass sie die Dominanz des US-Dollars beenden und zu einer multipolaren Finanzordnung übergehen wollen. Pan Gongsheng, ein Gouverneur der Peoples Bank of China, erklärte beispielsweise, dass die Internationalisierung des Yuans ein natürlicher Prozess sei, der Chinas wirtschaftliche Rolle und die Bedürfnisse des Welthandels getrieben sei.
Noch deutlicher wurde Elvira Nabiullina, die Chefin der russischen Zentralbank. Sie erklärte, die Sanktionen im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine hätten bewiesen, dass die Abhängigkeit von den westlichen Zahlungssystemen ein strategisches Risiko darstellt. Die Beseitigung dieses strategischen Risikos hat deshalb oberste Priorität. Oder wie Elvira Nabiullina es ausdrückte: „Unsere De-Dollarisierung ist irreversibel.“
In klares Deutsch übertragen heißt dies, Länder wie China und Russland kennen nicht nur das Problem, sie arbeiten auch bereits mit Nachdruck an seiner Lösung. Besonders verstörend für den Westen ist dabei, dass die BRICS-Staaten nicht nur intensiv an der Lösung des Problems arbeiten, sondern sie wissen auch, dass ihre Lösung funktionieren wird und welche langfristigen Konsequenzen dies für den US-Dollar haben wird.
Während die Masse der Amerikaner noch schläft und alten Großmachtträumen nachhängt, ziehen weitsichtige Hedgefondsmanager wie Ray Dalio von Bridgewater Associates bereits die Konsequenzen: „Wir befinden uns in einem klassischen Muster des Niedergangs einer Reservewährung. Es folgt historischen Mustern: Überschuldung, Gelddrucken, Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und schließlich Währungsverschiebung. Der Dollar ist in Phase drei von fünf.“
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und grüße Sie herzlich
Ihr Peter Heim Dr. Bernd Heim, Chefredakteur (?)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
makronom.de, vom 23. Februar 2026, TANJA VON EGAN-KRIEGER, Energie & Umwelt, ,
Alternative Wirtschaftsweisen wollen die Wirtschaft stärker an Gemeinwohl, Bedürfnissen und demokratischer Teilhabe ausrichten. Märkte erzeugen jedoch systemische Wettbewerbszwänge, die solche normativen Ansprüche nur begrenzt zulassen.
Bild: CALIN STAN via Unsplash
Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum steht die Wirtschaft – und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, inwiefern dieser Wandel by disaster geschieht oder uns by design gelingt.
Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen in der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich zeigen sie Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften auf und geben Impulse für eine plurale Ökonomik, die sozial-ökologische Notwendigkeiten ernst nimmt.
Die Kooperation mit Economists for Future e.V. begann im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Staffel mit wechselnden Themenschwerpunkten. Die siebte Ausgabe widmet sich der Frage, wie sich soziale Sicherheit im Spannungsfeld von Klimakrise und wirtschaftlicher Transformation neu denken lässt. Was braucht es aus ökonomischer Perspektive, um sozialer Spaltung sowie dem Erstarken autoritär-nationalistischer Tendenzen entgegenzuwirken? Und wie können Wohlfahrtsstaat, Eigentumsverhältnisse, Versorgungssysteme und Institutionen so gestaltet werden, dass demokratischer Zusammenhalt, ökologische Stabilität und ökonomische Resilienz gestärkt werden?
Alle bisher erschienenen Beiträge der Economists for Future-Reihe finden Sie hier.
Trotz vielfältiger Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, unsere Wirtschaftsweise auf einen nachhaltigen Pfad zu bringen. Zunehmend geraten daher neue Konzepte und Akteure einer „alternativen Ökonomie“ in den Blick, denen teilweise ein hohes transformatives Potenzial unterstellt wird. Trotz ihrer Unterschiede liegt ihnen die gemeinsame Idee zugrunde, wirtschaftliches Handeln in sozial-ökologische Kontexte einzubetten, indem alternative Organisationsformen der Produktion und Konsumtion entwickelt und praktiziert werden. Der Dominanz bestimmter grundlegender ökonomischer Kategorien wie Markt, Wachstum und Gewinnmaximierung stehen sie kritisch gegenüber und halten diesen alternative Modelle entgegen.
Vor diesem Hintergrund lassen sich alternative Wirtschaftsweisen auch als Reaktionen auf wachsende Unsicherheiten im Zuge ökologischer und ökonomischer Transformationsprozesse lesen. Sie thematisieren dabei immer auch die institutionellen Bedingungen und Logiken, unter denen solche Transformationsprozesse stattfinden. Sie scheinen das Potential zu haben, auch die bestehende ökonomische Ordnung und Kultur zu transformieren.
Bislang jedoch haben sie dies nicht erreicht. Im Folgenden wird daher diskutiert, inwiefern die normativen Ansprüche alternativer Wirtschaftsweisen innerhalb bestehender Marktinteraktionsverhältnisse realisiert werden können – und wo deren systemische Grenzen liegen.
Unter den verschiedenen Ansätzen alternativer Wirtschaftsweisen nehmen die Gemeinwohlökonomie und die Solidarische Ökonomie eine besondere Stellung ein, da sie ihre normativen Leitbilder explizit machen und anhand von Fragen der Gerechtigkeit und des guten Lebens zumindest ansatzweise ausarbeiten. Dadurch ist nicht erst eine aufwendige Rekontruktion der normativen Grundlagen notwendig.
Bei der ethischen Frage nach der Sinnhaftigkeit unseres Wirtschaftens knüpfen Akteure alternativer Wirtschaftsweisen an Debatten des guten Lebens an. So wird beispielsweise von der Solidarischen Ökonomie eine Orientierung des Wirtschaftens an den Bedürfnissen der Menschen gefordert und der Orientierung am monetären Gewinn als Alternative gegenübergestellt. Diese Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen soll zu einer höheren Lebensqualität beitragen (Embshoff et al. 2017). Stellen wir uns die Frage nach dem Sinn unseres Lebens, so fragen wir nach dem Wesentlichen, das unser Leben ausmacht/ausmachen sollte. Wir entwerfen eine Konzeption des guten Lebens, das wir als Zweck an sich betrachten.
Bei Fragen nach der richtigen Gestaltung unseres Wirtschaftens kommen wir um Antworten auf Fragen des guten Lebens nicht herum. Während in Teilen der Philosophie in Fragen der Gerechtigkeit ein Konsens für möglich erachtet wird und daher mit Aussagen zur Gerechtigkeit ein hoher Allgemeingültigkeitsanspruch erhoben wird, ist dies in Fragen des guten Lebens nicht der Fall. Zugleich ist die Tatsache, dass mit diesen Antworten stets ein geringerer Begründungsanspruch verbunden ist als im Falle von Gerechtigkeit, kein Grund davor zurückzuschrecken. Schließlich bedeutet dies andererseits nicht, dass der Begründungsanspruch ganz aufgegeben werden muss. Die Begründungen der normativen Grundlagen einer ökonomischen Theorie ist stets aus der Perspektive eines Teilnehmers an Diskursen formuliert. Sie ist daher immer als vorläufig in Bezug auf die Weiterführung der Diskurse zu begreifen und damit stets durch Defizite gekennzeichnet. Man fängt dabei jedoch nie bei Null an, sondern bezieht sich immer schon auf bereits stattgefundene Diskurse und vorgebrachte Argumente.
Sowohl die Gemeinwohlökonomie mit ihrem Begriff Gemeinwohl (= das allgemeine Wohl), als auch die Solidarische Ökonomie mit ihrer Rede vom guten Leben für alle, verweisen damit auf Gerechtigkeitsansprüche. Es sollen alle (gleichermaßen?) vom Wirtschaften profitieren. Allerdings entstehen Fragen der Verteilungsgerechtigkeit dann, wenn sich konfligierende Ansprüche gegenüber stehen.
Eine Konkretisierung der Gerechtigkeitsvorstellungen, die auch mögliche Konflikte erfasst, erfolgt im Falle der Gemeinwohlökonomie vor allem in der entwickelten „Gemeinwohlmatrix“. Darin finden sich unter anderem Forderungen auf Ebene der materiellen Verteilungsgerechtigkeit, wie eine maximale Einkommensspreizung (Felber 2010). Über Fragen der Verteilungsgerechtigkeit hinaus wird die gleichberechtigte Teilhabe in der Gemeinwohlökonomie und in besonderem Maße auch in der Solidarischen Ökonomie als unabdingbare Grundbedingung von Gerechtigkeit angesehen. So werden in der Gemeinwohlökonomie sowie der Solidarischen Ökonomie die demokratische Mitbestimmung in wirtschaftlichen Arbeitszusammenhängen eingefordert (Embshoff et al. 2017).
Diese normativen Ansprüche bilden den Maßstab, an dem sich alternative Wirtschaftsweisen später auch in ihren Marktinteraktionen messen lassen müssen.
Zusätzlich zu den philosophischen Fragen der Sinnhaftigkeit und der Gerechtigkeit unseres Wirtschaftes wird von Akteuren alternativer Wirtschaftsweisen zurecht auch eine gesellschaftstheoretische Ebene angesprochen. Akteure alternativer Wirtschaftsweisen nehmen naturgemäß auch die marktförmig organisierten Handlungszusammenhänge in den Blick.
Kennzeichnend für alle Ansätze ist, dass sie die bestehenden Wirtschaftsstrukturen mit ihren ausgemachten „Logiken“, wie der „Gewinnlogik“ und der „Logik der Konkurrenz“, scharf kritisieren (Felber 2010, Giegold/Embshoff 2007). Diese „Logiken“ werden beispielsweise von der Gemeinwohlökonomie verantwortlich gemacht für eine Vielzahl an attestierten Krisen: u. a. die Sinnkrise, die Verteilungskrise, die Klimakrise sowie die Demokratiekrise. Die „Logik“ des Gewinns und der Konkurrenz sollen daher „außer Kraft gesetzt“ und durch Gemeinwohl und Kooperation ersetzt werden (Felber 2010). Die Solidarische Ökonomie möchte die Solidarität, definiert als die Orientierung an den Bedürfnissen der Kooperationspartner, an die Stelle der Gewinnlogik setzen (Giegold/Embshoff 2007). Damit wird eine Veränderung in den Marktinteraktionsverhältnissen selbst angestrebt.
In der Bewegung der Solidarischen Ökonomie finden sich jedoch durchaus unterschiedliche Strömungen. Während manche vor allem, wie die Gemeinwohlökonomie, eine Veränderung in den Marktinteraktionsverhältnissen anstreben, plädieren andere für deren weitgehende Aufhebung. So zielt beispielsweise die Bewegung der Umsonstökonomie mit ihrem Slogan „Teilen, nicht tauschen!“ auf eine Ersetzung des Marktes durch gänzlich andere Koordinationsmechanismen ab (Habermann 2018).
Um beurteilen zu können, ob und in welchem Ausmaß die Ansprüche an eine anders bestimmte Sinnhaftigkeit unseres Wirtschaftens innerhalb bestehender Marktinteraktionsverhältnisse verwirklicht werden können, werden im Folgenden die systemischen Handlungszusammenhänge auf Märkten genauer betrachtet.
Was genau verstehen wir unter „dem Markt“ und inwiefern ist dieser durch eine näher zu bestimmende systemische Steuerung geprägt? Was macht die „Logik des Gewinns“ bzw. die „Logik der Konkurrenz“ aus?
Ganz im Sinne der ökonomischen Standardauffassung soll hier unter dem Markt zunächst das Geflecht von Tauschbeziehungen verstanden werden, in dem Güter und Dienstleistungen durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage alloziert werden. Der Tausch ist dabei stets ein geldvermittelter Tausch. In der ökonomischen Theorie wird davon ausgegangen, dass im Markt durch den Tausch niemand schlechter gestellt wird als vorher (pareto-superior). Diese Annahme ist bereits in der Konzeption des Marktes als geldvermittelter Tausch impliziert. Denn mit Tausch ist stets ein freiwilliger Tausch, im Sinne von gewaltfrei, gemeint. Zudem werden in der ökonomischen Theorie die Marktteilnehmer als homines oeconomici konzipiert, die einem Tausch nur dann zustimmen, wenn er für sie vorteilhaft, oder zumindest nicht unvorteilhaft ist.
Entsprechend dieses Konzeptes muss ein Tausch per definitionem pareto-effizient sein. Dies gilt selbstverständlich nur für den Idealtyp Markt. Dagegen glaubt kaum ein/e Ökonom/in heute daran, dass alle realen Märkte die Eigenschaften eines „idealen Marktes“ aufweisen. Ganz im Gegenteil: Ein Großteil der ökonomischen Theorie beschäftigt sich heute mit „Marktversagen“ oder auch „Marktverzerrungen“. Das „Versagen“ des Marktes wird dabei als Abweichung vom Idealtyp des Marktes definiert. Damit wird dieser Idealtyp zum Soll-Zustand. Das Marktprinzip selbst kann folglich nicht versagen (Egan-Krieger 2021). Der logische Idealtyp des Marktes (die Marktlogik) stellt ein theoretisches Modell davon dar, wie Märkte funktionieren sollen. Dieses Modell gilt unabhängig von Zeit und Ort und kann mehr oder weniger verwirklicht sein.
Die Frage, die sich dann stellt, lautet, ab wann wir von einem sich selbst regulierenden Markt mit einer spezifischen systemischen Steuerung sprechen. Während in traditionellen Gesellschaftsformen wirtschaftliche Tätigkeiten noch in moralische und institutionelle Kontexte eingebunden waren, fand mit der Industrialisierung zunehmend eine Entkopplung des modernen Wirtschaftssystems von der Lebenswelt statt.
Diese Entwicklung wurde von Karl Polanyi als „große Transformation“ bezeichnet. Der entscheidende Schritt ist für Polanyi dabei der von einzelnen, gesellschaftlich eingebetteten Märkten zu einer Marktwirtschaft, in der ein sich selbstregulierender Markt vorherrscht. In diesem Prozess wurden Arbeit, Boden und Kapital zu Waren transformiert, die gekauft und verkauft werden können. Max Weber beschreibt die damit verbundene neue Denk- und Handlungsweise als den „Geist des modernen Kapitalismus“ (Weber 2004 [1920]).
Diese Entwicklung lässt sich nicht nur historisch, sondern auch systemtheoretisch fassen – etwa mit Blick auf Jürgen Habermas’ Unterscheidung von sozialer und funktionaler Integration. Mit der Entstehung eines sich selbst regulierenden Marktes wird nach Habermas im Bereich der Wirtschaft die normative Sozialintegration von der funktionalen Systemintegration abgelöst. Im Subsystem Wirtschaft wird wirtschaftliches Handeln somit zunehmend nicht mehr über soziale Verständigung, sondern über das Austauschmedium Geld koordiniert. Das Wirtschaftssystem regelt den Austausch mit seinen sozialen Umwelten ebenfalls über das Medium Geld. Diese systemische Form der Koordination verringert den Aufwand an Kommunikation und ermöglicht damit eine hohe Komplexität wirtschaftlicher Prozesse (Habermas 1981).
Die oben skizzierte Markttheorie sowie Habermas Gesellschaftstheorie helfen zu verstehen, warum Marktakteur:innen einem strukturellen Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind, der häufig als „Sachzwang“ wahrgenommen wird. Die systemische Koordination wirtschaftlichen Handelns auf dem Markt über das Medium Geld nimmt letztlich die Form eines Wettbewerbs an. Dieser entsteht dadurch, dass Marktteilnehmer ihre Tauschbeziehungen wechseln können. Jeder Wechsel eines Tauschpartners setzt andere Marktteilnehmer unter Wettbewerbsdruck – auch dann, wenn dieser im Einzelfall gering ist. In der Summe verdichten sich diese Wechselwirkungen zu einem dauerhaften Wettbewerbsdruck, der Unternehmen dazu zwingt, wettbewerbsfähig zu bleiben (Thielemann 2010).
Zusammengefasst erzeugen Märkte damit systemische Wettbewerbszwänge, die sich dem individuellen Wollen einzelner Akteure weitgehend entziehen.
Die systemischen Wirkungen des Marktes lassen auf den ersten Blick die Idee der Gemeinwohlökonomie, nämlich das Unternehmensziel Gewinnmaximierung durch Gemeinwohl zu ersetzen, illusorisch erscheinen. Handelt es sich um eine „utopische“ Position, die durch eine „pragmatischere“ ersetzt werden sollte?
Die Tatsache, dass in einem sozialen Interaktionszusammenhang wie dem Markt die Handlungskoordination systemisch über den Wettbewerb erfolgt, schließt jedoch keineswegs Handlungstypen aus, die auf kommunikativem Wege auf eine Verständigung abzielen. Im Prinzip kann sich also jede/r Marktteilnehmer/in entscheiden, trotz der systemischen Wirkungen („Sachzwänge“) des Marktes ethisch legitim zu handeln. Es handelt sich somit keineswegs um eine „unmögliche“ Handlungsoption.
Damit existiert für Unternehmen, wollen sie zum Beispiel entsprechend der Gemeinwohlökonomie wirtschaften, bereits unter den jetzigen wirtschaftlichen Bedingungen ein Handlungsspielraum – allerdings ein begrenzter. Wie stark Märkte durch Wettbewerb gesteuert werden, ist eine Frage des Grades. Damit besteht neben der Möglichkeit einer Begrenzung (versus Ausweitung), stets auch die Möglichkeit der Einbettung (versus Intensivierung) des Marktes. Es geht mithin ebenfalls um die Frage, welche Rolle marktfremde Gesichtspunkte auch innerhalb von Märkten spielen sollten. Diese Perspektive wird in der Literatur als Einbettung von Märkten beschrieben (Streeck 2007; Deutschmann 2015).
Von daher ist es im wohlverstandenen Interesse von ethisch integer agierenden Unternehmen, sich politisch für eine staatliche Regulierung des Marktes einzusetzen – im Sinne einer Einbettung des Marktes durch eine Begrenzung des Wettbewerbs. Nur wenn der Wettbewerbsdruck begrenzt wird, ist eine individuelle, ethisch begründete, Selbstbegrenzung für Unternehmen überhaupt zumutbar.
Allerdings lässt sich eine Marktwirtschaft durch solche Maßnahmen nicht grundlegend „umpolen“, wie es etwa im Konzept der Gemeinwohlökonomie vorgeschlagen wird. Die beschriebenen systemischen Wirkungen sind dem Markt inhärent. Sie lassen sich innerhalb von Märkten nicht gänzlich aufheben, sondern lediglich begrenzen.
Gerade deshalb sind die Bemühungen der Solidarischen Ökonomie, nicht-marktliche Wirtschaftsweisen zu erproben, eine wichtige Ergänzung. Wenn neben der Einbettung auch eine Begrenzung des Marktes angestrebt wird, braucht es alternative, nicht-marktliche Wirtschaftsweisen, die die Produktion in den vom Markt ausgeklammerten Bereichen gewährleisten können.
Welche Rolle eingebettete Märkte und nicht-marktliche Wirtschaftsweisen künftig jeweils spielen sollten, um in Zukunft ein sinnhaftes und gerechtes Wirtschaften zu ermöglichen, lässt sich nicht theoretisch vorab bestimmen. Dies erfordert vielmehr sowohl eine umfassende demokratische Willensbildung als auch ein umfassendes wirtschaftliches Experimentieren.
Zur Autorin:
Tanja von Egan-Krieger ist Fellow an der Denkfabrik für Wirtschaftsethik und promovierte Philosophin. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Wirtschaftsphilosophie, der Kritischen Theorie, der Nachhaltigkeitstheorie und von Degrowth.
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Warum sich Märkte nicht „umpolen“ lassen
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lostineu.eu, 24. Februar 2026
Die Watchlist EUropa vom 24. Februar 2026 – Heute mit Nachrichten und Analysen zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine und dem eskalierenden Streit um Sanktionen, Kriegskredite und die Energieversorgung.
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Kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine haben sich die EU-Außenminister gegenseitig Erpressung, Verrat und Untreue vorgeworfen. Der Streit eskalierte bei einem Treffen in Brüssel, nachdem Ungarn ein Veto gegen das geplante 20. Sanktionspaket eingelegt hatte. Die Regierung von V. Orban zog zudem ihre Zusage zu neuen Kriegskrediten für die Ukraine zurück.
Polens Außenminister Sikorski warf der ungarischen Regierung vor, aus wahltaktischen Gründen eine feindselige Stimmung gegen Kiew zu schüren. In Budapest wird im April gewählt, Orban liegt in den Umfragen hinten.
Der deutsche Außenminister Wadephul sprach von Verrat an der Ukraine und europäischen Idealen. “Ich glaube nicht, dass es richtig ist, wenn Ungarn seinen eigenen Kampf für die Freiheit, für die europäische Souveränität verrät.”
Die EU-Außenbeauftragte Kallas räumte einen Rückschlag ein. “Das ist nicht die Botschaft, die wir senden wollten.” Die Arbeit an den Strafmaßnahmen werde fortgesetzt, erklärte sie trotzig – doch die Blamage bleibt.
Ungarns Außenminister Szijjarto begründete die Blockade mit dem Stopp der russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline, die durch die Ukraine führt. Ungarn lasse sich nicht erpressen, sagte er.
Die EU-Kommission hat zwar Vermittlung angeboten, bisher jedoch nichts erreicht. Neben Ungarn ist auch die Slowakei vom Ölstopp betroffen; das Land hat sogar den Energienotstand ausgerufen.
Für die EU kommt der Streit zur Unzeit. Pünktlich zum vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges wollte sie ihre Solidarität mit Kiew bekräftigen und “den Druck auf Russland” erhöhen, wie Kallas sagte.
Nun ist sie gespaltener denn je. Drei EU-Staaten – Ungarn, die Slowakei und Tschechien – waren schon im Dezember beim neuen, 90 Mrd. Euro schweren Hilfskredit für die Ukraine ausgeschert.
Und die nun geplanten Sanktionen stoßen nicht nur in Ungarn auf Widerstand, sondern auch in Griechenland und auf Malta. Sogar die G-7 ziehen nicht mit – die USA haben andere Prioritäten.
US-Präsident Trump will den Krieg um die Ukraine endlich beenden – doch die umstrittenen EU-Maßnahmen könnten den Konflikt weiter verlängern und sogar noch gefährlicher machen…
Siehe auch Gefahr im Verzuge: Platzt das 20. Sanktionspaket?
MEINE MEINUNG: Man mag beklagen, daß der Streit ausgerechnet kurz vor dem 24. Februar eskaliert. Es greift jedoch zu kurz, die Schuld allein bei Orban zu suchen. Mitschuld trägt auch die EU-Spitze, die offenbar den Sinn fürs Machbare verloren hat. Sie setzt auf noch mehr Sanktionen, noch mehr Geld und noch mehr Waffen für die Ukraine – doch einen eigenen Plan für die Beendigung des Krieges hat sie immer noch nicht.
P.S. Auch die Slowakei schaltet auf stur. Ministerpräsident Fico hat den Stopp von Notstromlieferungen an die Ukraine angeordnet. “Wir sind gezwungen, mit einer ersten Gegenmaßnahme gegen die Ukraine vorzugehen”, sagte Fico. Die Maßnahme werde aufgehoben, sobald der Öltransit in die Slowakei wieder aufgenommen werde.
Treueschwüre in Kiew. Zum vierten Jahrestag der Invasion Russlands in die Ukraine werden Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa am Dienstag in Kiew erwartet. Die beiden EU-Spitzen wollen mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs an einer Gedenkzeremonie teilnehmen und ihre Solidarität mit der Ukraine bekunden. Auch im Europaparlament in Brüssel gibt es eine Sondersitzung, zu der Präsident Selenskyj zugeschaltet wird. – Die Treueschwüre können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Unterstützung für die Ukraine bei den Bürgern bröckelt. Statt noch mehr Waffen anzukündigen, sollten die EUropäer endlich Diplomaten nach Moskau schicken. Doch darauf können sie sich nicht einigen, Kanzler Merz steht auf der Bremse…,
Trump droht mit neuen Strafzöllen. US-Präsident Trump warnte die EU und andere Handelspartner davor, “Spielchen zu spielen”. Wenn ein Land dies tue, werde es “mit einem deutlich höheren Zoll und Schlimmerem belegt, als dem, dem es vor Kurzem zugestimmt hat”, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Ob er damit die EU meinte, blieb unklar. – Zuvor hatte das Europaparlament den Zoll- und Handelsdeal mit den USA auf Eis gelegt. Das heißt aber nicht, daß er nicht mehr gilt. Die EU-Kommission will daran festhalten. An dem schlechten Deal zu rütteln, könnte die US-Hilfe für die Ukraine gefährden, heißt es in Brüssel…
Ex-Kommissar Mandelson festgenommen. Im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal ist der frühere britische EU-Kommissar Mandelson in London festgenommen worden. Das berichten britische Medien unter Berufung auf Scotland Yard. Der Verdacht lautet demnach auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt in seiner Zeit als britischer US-Botschafter. Mandelson war wegen seiner engen Beziehung zum inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Epstein in den Fokus von Ermittlungen geraten. – In Brüssel will man von Mandelsons Umtrieben immer. noch nichts wissen…
Drohnen gegen Druschba. Nicht nur Russland führt einen Energiekrieg, die Ukraine schlägt auch zu. Nach während die EU-Außenminister in Brüssel tagten, kam aus Kiew die Meldung, daß ukrainische Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Tatarstan getroffen hätten. Die Anlage sei wichtig für Druschba, hieß es. Bei dem Angriff mehr als 1200 Kilometer von der Grenze entfernt sei ein Feuer ausgebrochen, brüstete sich der ukrainische Geheimdienst SBU. Die EU-Kommission tut jedoch weiter so, als wüßte sie von alldem nichts. Von der (mutmasslichen) ukrainischen Verwicklung in den Anschlag auf Nordstream will man in Brüssel ja auch nichts wissen…
What a day
— Lukas Ekwueme (@ekwufinance) February 23, 2026
The Druzhba-1 station at Kaleikino, the key node of the Druzhba oil pipeline, was blown up by Ukraine.
– It accounts for 86% of Hungary's oil consumption
– And ~100% of Slovakia's oil consumption
– As a response, Slovakia announced it will halt electricity supplies… pic.twitter.com/Kl22bFllwm
EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope
Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂
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‹ Neue EU-Sanktionen gegen Personen – kein zweiter “Fall Baud” › Selenskyj fordert “All Inclusive”-Versicherung
6 Comments
Homan
24. Februar 2026 @
13:38
“Der deutsche Außenminister Wadephul sprach von Verrat an der Ukraine und europäischen Idealen.”
Das bedeutet natürlich so viel von einem Verräter an seinem eigenen Volk, denn er mehrt wie seine Vorgängerin, den Nutzen des ukrainischen Volkes nicht des Deutschen, natürlich abgesehen von dem hießigen Ableger der Epsteinklasse.
CDU, Andenpakt, Einsteinconnection, würde ja so gaaar nicht ins Muster passen, dass diese Politiker da Verbindungen zu haben.
Homan
24. Februar 2026 @
14:36
Apropos:
“Polens Außenminister Sikorski warf der ungarischen Regierung vor, aus wahltaktischen Gründen eine feindselige Stimmung gegen Kiew zu schüren.”
Nachdem der BGH sich ja festlegte, dass die Sprengung der Nordstream Pipelines “jedenfalls” eine strafbewehrte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion war, https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026012.html , wie kann man den Ehemann Anne Applebaums da noch als satisfaktionsfähigen Außenministerkollegen eines vermeintlich befreundeten Staates akzeptieren, sich an denselben Tisch setzen und ins das gleiche Horn stoßen, Herr Außenminister Dr.jur. Wadephul, anstatt sich in Wahrung seines Amtseides “das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes [zu] wahren und [zu] verteidigen” dafür einzusetzen dass der Mann sich wegen seines widerlichen Verstoßes ( https://web.archive.org/web/20220927165912if_/https://twitter.com/radeksikorski/status/1574800653724966915 ) gegen §§ 140 I 2. Alt. , 126 I Nr. 8, 308 I STGB vor einem Deutschen Gericht veranworten muss?
Monika
24. Februar 2026 @
12:06
AM Wadephul: “Ich glaube nicht, dass es richtig ist, wenn Ungarn seinen eigenen Kampf für die Freiheit, für die europäische Souveränität verrät.”
Welche europäische “Souveränität” er wohl meint? Hat doch schon EX-Potus Biden offen zugegeben, dass er auf Europa “Druck ausgeübt” hat, für die Interessen “Des Westens”, also für die USA, gefälligst auch schmerzhafte wirtschaftliche Operationen hinnehmen zu müssen.
Wie kann AM Wadphul bloß glauben, dass für Freiheit nicht Einzelne kämpfen, sondern die einzige “Freiheit” der europäischen Nationen in der bedingungslosen Anerkennung der Machthuberei der USA besteht? Trump kann vor lauter “Freiheit” nur noch breitbeinig laufen und jeder Nation des Erdballs an die Muschi fassen ohne auf die Finger zu kriegen, weil er ja sooo mächtig ist. Dass diese Macht nicht ganz so gesichert sein könnte, zeigte sich in Estland:
…Krieg der Zukunft. Die Drohnen-Revolution auf dem Schlachtfeld stellt die militärische Dominanz der USA infrage. Übungen wie «Hedgehog 2025», als ukrainische Drohnenpiloten zwei Nato-Bataillone mit Dutzenden von Fahrzeugen kampfunfähig machten, lassen auch im Pentagon die Alarmglocken läuten. Der Westen braucht die Expertise der Ukrainer dringend. Sie sind keine Bittsteller mehr… (Das ist ein Zitat aus einem Kommentar der NZZ von heute).
Wie nun die zu erwartende (aus Gründen militärischer Souveränität der EU) Ukrainisierung der EU “gestalten”?
Oder doch auf einen Abschied setzen vom aus dem Ruder gelaufenen Privatier-Kapitalismus….Raus aus NATO und EU und den Einwohnern der einzelnen Länder wieder wenigstens ein ärmeres Leben, aber immerhin ein Leben möglich machen?
Bogie
24. Februar 2026 @
09:13
@Helmu Höft:
Ja! Zusammen mit Henry Kissinger, Barack Obama und Maria Machado
Guido B.
24. Februar 2026 @
08:41
Die EU deckt den Wirtschaftskrieg der Ukraine gegen Ungarn und die Slowakei. Dafür erwartet sie von den Opfern Loyalität.
Die EU hat schon lange aufgehört, ein „Garten“ für Frieden und kollektiven Wohlstand zu sein. Sie ist selbst ein „Dschungel“ geworden. Der Geist der Nazi-Zeit ist mit der Ukrainisierung Europas zu neuem Leben erwacht. Die EU ist ein hässliches und hohles Gebilde geworden, zerfressen vom Wahn, Russland zu zerstören.
Helmut Hoeft
24. Februar 2026 @
08:46
@Guido
Ordnungsruf! Die €U ist schließlich Friedensnobelpreisträger! 😉
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Weiteres:
Neue EU-Sanktionen gegen Personen – kein zweiter “Fall Baud”
lostineu.eu, vom 23. Februar 2026
Die EU-Außenminister haben erneut Sanktionen gegen Einzelpersonen verhängt. Doch diesmal trifft es nur Russen – ein neuer “Fall Baud” ist nicht dabei. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen Richter in Russland, die für politisch motivierte Urteile gegen Aktivisten verantwortlich gemacht werden, sowie gegen Leiter von russischen Haftanstalten. In diesen Einrichtungen würden politische Gefangene unter unmenschlichen und erniedrigenden Bedingungen festgehalten, stellte der Rat fest. – Daß es diesmal keine europäischen Bürger trifft, ist bemerkenswert, da die Bundesregierung damit gedroht hatte, weitere Journalisten und Autoren zu bestrafen, wenn sie sich nicht an die EU-Regeln gegen Desinformation halten. Ihnen müßten “Kosten” auferlegt werden, hieß es in Berlin…
P.S. Unterdessen teilte Baud mit, daß er immer noch nicht an sein Geld in Brüssel komme. Die belgische Regierung hatte zwar eine “humanitäre” Ausnahme angekündigt, in der Praxis habe sich an der Kontosperrung aber nichts geändert…
‹ Selenskyj redet vom 3. Weltkrieg – schon wieder › Blamage in Brüssel, Treueschwüre in Kiew – und Drohnen gegen Druschba
17 Comments
Monika
24. Februar 2026 @
12:31
…in der Praxis habe sich an der Kontosperrung aber nichts geändert…
Wie mittlerweile gesellschaftsübergreifend “Brauch”, es ist nicht nur uninteressant was die Wähler sagen, ebenso wurden Gerichtsurteile und gerichtliche Instanzen regelrecht zu politischen Waffen umfunktioniert, denn der Zeitfaktor ist ja bei “Sterblichen” (auch finanziell sterblichen) durchaus ein harter Faktor….Was sich gesellschaftlich durch Verzögerung “aussitzen” lässt, darüber verstirbt der eine oder andere “Recht-Haber” auch gern mal…
Bin gespannt, ob das Urteil aus Karlsruhe zur Stimmenneuauszählung noch vor dem Verschwinden des BSW im politischen Orkus zustande kommt…
Die Tagespolitik ist immer “frisch”, seit sie sich an den Leitspruch hält: Was schert mich mein Geschwätz von gestern…
Insofern haben wir das Ende der Geschichte durchaus erreicht…
Michael
24. Februar 2026 @
07:05
Stimmt es dass gegenwärtig in Deutschland gegen einen Rentner ermittelt wird weil er Merz als „Pinocchio“ (nein, nicht „Schwachkopf“!) bezeichnet haben soll!?
KK
24. Februar 2026 @
14:27
Weil der so hölzern rüberkommt?
KK
24. Februar 2026 @
16:53
Verfahren eingestellt, laut StA Heilbronn sei das „erlaubte Machtkritik“.
Nun, damit steht mein künftig zu verwendendes Synonym für unseren derzeitigen Kanzlerdarsteller jetzt fest!
(Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/staatsanwaltschaft-heilbronn-merz-als-pinocchio-zu-bezeichnen-ist-erlaubte-machtkritik-li.10020875 )
Arthur Dent
23. Februar 2026 @
23:20
Was genau ist Desinformation? Und ist jede Desinformation eine Straftat? (Z.B. ich habe wirklich Nessy gesehen oder ich hatte Besuch von den Marsmännchen)? Und wenn ich am Abend “Guten Morgen” sage, ist das dann eine bewußte Irreführung?
KK
23. Februar 2026 @
23:47
“Und wenn ich am Abend “Guten Morgen” sage, ist das dann eine bewußte Irreführung?”
Wenn Sie in diesen unseren Zeiten schon am Morgen “Guten Morgen” oder am, Abend “Guten Abend” sagen, oder generell eiunfach mal “Guten Tag”, dann ist das ja schon eine dreiste Desinformation!
KK
23. Februar 2026 @
19:03
“Daß es diesmal keine europäischen Bürger trifft, ist bemerkenswert, da die Bundesregierung damit gedroht hatte, weitere Journalisten und Autoren zu bestrafen, wenn sie sich nicht an die EU-Regeln gegen Desinformation halten.”
Da können Sie ja erst mal wieder 6 Monate durchatmen, Herr Bonse… 😉
ebo
23. Februar 2026 @
20:40
Leider nicht, diese Entscheidungen fallen alle paar Wochen…
Guido B.
23. Februar 2026 @
21:29
Wenn der Name Eric Bonse oder ein anderer Journalist mit gesundem Menschenverstand auf einer Sanktionsliste erscheint, gibt sich die liberale Demokratie offiziell als despotische Dystopie zu erkennen.
KK
23. Februar 2026 @
23:44
@ Guido B.:
Es stehen bereits mehr als genug Namen auf der Liste, um diese despotische Dystopie, zu der sich EUropa entwickelt hat, bereits zu erkennen. Wer Augen hat zu sehen…
Dazu heute erst ein Bericht in der Berliner Zeitung zum Zustand der Rechtsstaatlichkeit in EUropa:
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/eu-ignoriert-eigene-urteile-trotz-niederlage-bleiben-sanktionen-bestehen-berlin-schweigt-li.10020567
Der Gipfel: die unverhohlen geäusserte Drohung eines Regierungssprechers auf der BPK gegenüber all denjenigen, die vom gewünschten Regierungsnarrativ abweichen…
Erneuerung
23. Februar 2026 @
18:37
Nun, man macht einen großen Sprung über das angeblich größte europäische Land (Klitschko), welches keinerlei menschenverachtende Persönlichkeiten hat, die den kleinen Rest von Europa nach unten ziehen, damit dieser das eigene Niveau erreicht. Sanktioniert werden müssten alle bekannten Namen der Ukraine der letzten 15 Jahre, die allesamt korrupt waren und sind sowie rassistisch und faschistisch agier(t)en.
Aber egal, wir haben nun innerhalb kürzester Zeit erneut eine Bestätigung erhalten, dass Einstein Recht hatte. Alles ist relativ, auch Zeit und Raum. Für die Zeit hat Herr Merz den Nachweis gebracht, indem er die Länge des 2. Weltkrieges korrigierte. Und nun Herr Klitschko, der eine gemäß Zeitenwende korrigierte Geografie von Europa vorlegt. Aber vielleicht liegt das ja auch an seiner früheren Tätigkeit.
Michael
24. Februar 2026 @
07:13
@Erneuerung
Klitschko ist Boxer und muß nicht wissen dass Russland geographisch und demographisch das größte Land Europas ist, und etwa 40% des europäischen Territoriums umfasst, sowie über 100 Millionen Einwohner!
Guido B.
23. Februar 2026 @
16:52
Toll, wie sich die Inquisitoren mäßigen
in von weiteren Hexenverbrennungen absehen.
Toll auch, wie sich die EU mit Ungarn und der Slowakei solidarisiert. Wer es wagt, einem EU-Mitglied Schaden zuzufügen, muss mit Ächtung und Verbannung bestraft werden. Die Ukraine hat eine harte Strafe verdient.
Wie? Was habe ich falsch verstanden? Ach, Ungarn und die Slowakei werden geächtet und gestraft?! Und die Ukraine wird EU-Mitglied?! Kein Witz?!
ebo
23. Februar 2026 @
20:42
Daß es keinen zweiten “Fall Baud” gibt, ist womöglich auch auf die Proteste zurückzuführen. Sie waren zwar nicht laut, aber durchaus wahrnehmbar, etwa in der Bundespressekonfrenz!
Guido B.
23. Februar 2026 @
21:19
Oder auf den Einfluss von Hegemon Trump/Vance/Rubio. Die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in EUropa ist der Administration bekanntlich ein Dorn im Auge. Man braucht die USA noch im Krieg gegen Russland, also bitte keine unnötigen Provokationen …
Karl
24. Februar 2026 @
06:29
@Guido B.: Denken Sie an den Umgang der USA und Trumps mit Julian Assange (Wikileaks). Trump hatte in seiner ersten Amtszeit die Verfolgung fortgesetzt. Erst Biden hat ihn begnadigt.
KK
24. Februar 2026 @
14:30
“Erst Biden hat ihn begnadigt.”
“Begnadigt”?
Da haben Sie aber gehörig was missverstanden… Das war mitnichten eine einseitige Begnadigung; Trump würde es einen “deal” nennen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostieu.eu, 23. Februar 2026
Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht wieder vom dritten Weltkrieg. In einem Interview mit der britischen BBC erklärte er, WK 3 habe bereits begonnen. Die einzige Antwort darauf sei massiver militärischer und wirtschaftlicher Druck, um Kremlchef Putin zum Einlenken zu zwingen. “Ich glaube, Putin hat bereits begonnen. Die Frage ist, wie viel Territorium er erobern kann und wie man ihn aufhalten kann”, sagte er. – Die BBC und viele deutsche Medien ließen das unkommentiert. Dabei ist Selenskyjs Einschätzung brandgefährlich – und ziemlich alt. Schon 2023 hat er vor einem Dritten Weltkrieg gewarnt – und Putin mit Hitler verglichen. Man darf gespannt sein, wann er auch darauf zurückkommt…
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
unser weiterer Kommentar: Hier ist die Koalition der nützlichen Patridioten, doch wem nutzt sie?
aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 24. Februar 2026, 7:15 Uhr
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
german-foreign-policy.com, 24. Februar 2026
BERLIN/RABAT (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung forciert den Ausbau energiepolitischer Verflechtungen mit Marokko und knüpft damit an alte Pläne an, Nordafrika als strategischen Energielieferanten für Deutschland zu etablieren. Nach ersten Bestrebungen in den 2000er Jahren, aus erneuerbaren Energien erzeugten „Wüstenstrom“ aus Nordafrika zu importieren, rücken in jüngerer Zeit einerseits grüner Wasserstoff, andererseits erneut direkte Stromliererungen in den Mittelpunkt. Mit erheblichen Mitteln aus dem Bundeshaushalt – etwa über Förderinstrumente des Bundesentwicklungsministeriums – unterstützt Berlin den Ausbau der marokkanischen Energieinfrastruktur und stärkt damit zugleich die Marktposition deutscher Konzerne. Parallel kursieren Pläne für das Großprojekt „Sila Atlantik“, das Wind- und Solarstrom über tausende Kilometer Unterseekabel nach Deutschland transportieren soll. Offiziell steht die Energiewende im Vordergrund; strategisch erscheint das Vorhaben aber auch als Versuch, die wachsende energiepolitische Verwundbarkeit Deutschlands und der EU zu mindern, die sich seit dem Bruch mit Russland und der Abkehr von dessen Pipelinegas in eine neue Abhängigkeit von US-Flüssiggaslieferungen begeben haben.
Zitat: „Geopolitik des Stroms“
Die vom Kanzleramt finanzierte Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hatte bereits 2021 mit Blick auf Bestrebungen, andere Weltregionen mit Stromleitungen an Europa anzubinden, eine zunehmende „Geopolitik des Stroms“ diagnostiziert. Die Bemühungen zur Anbindung der europäischen Peripherie reichten dabei bis nach Nordafrika, das über mehrere Unterseekabel in das europäische Verbundnetz integriert werden solle, hieß es.[1] Entsprechende Pläne bestehen in Europa tatsächlich bereits seit Anfang der 2000er Jahre. Die SWP wies darauf hin, dass in fast allen potenziellen Energieexportstaaten „die Sorge vor neokolonialer Asymmetrie“ bestehe.[2] Prägte 2021 aus deutscher Sicht noch die Abhängigkeit von russischem Erdgas die Debatte um die Energieversorgung auch per Stromimport, so tut dies aktuell in wachsendem Maß die zunehmende Importabhängigkeit Europas von Flüssiggas aus den USA.[3]
Die Planungen für ein erstes deutsches Modellprojekt in Nordafrika starteten bereits 2003. 2009 wurde dazu die Desertec Foundation gegründet – ein Konsortium überwiegend deutscher Großkonzerne wie E.ON, RWE oder Munich Re (german-foreign-policy.com berichtete [4]). Ziel des Projekts war die Versorgung der EU mit Sonnen- und Windenergie aus nordafrikanischen Wüstenregionen. Dazu sollten dort Solarkraftwerke und Windparks aufgebaut und Unterwasserkabel nach Europa verlegt werden. Die Rede war von einem Investitionsvolumen von bis zu 400 Milliarden Euro. 2010 kündigte der damalige deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger den baldigen Import von Solarstrom aus der Sahara an. Vorgesehen war, damit bis 2025 rund 15 Prozent des europäischen Energiebedarfs zu decken. 2012, nur drei Jahre nach der Gründung, kam es allerdings zu einer ersten Krise; Siemens kündigte an, das Modellprojekt zu verlassen. 2014 folgte das vorübergehende Scheitern. Widerstände gegen Desertec entstanden unter anderem, weil die Länder in Nordafrika selbst unter Stromknappheit litten und eine neokoloniale Abhängigkeit von der EU fürchteten. Desertec schrumpfte 2014 letztlich zu der kleinen Dienstleistungsfirma Desertec Industrial Initiative (Dii) zusammen. Der Gedanke, in Nordafrika erneuerbare Energie zu nutzen, um sie in Deutschland zu verbrauchen, taucht heute in Plänen, grünen Wasserstoff zu produzieren und in die Bundesrepublik zu exportieren, wieder auf.[5]
Marokko plant seinerseits, den Anteil erneuerbarer Energien an seinem Strommix bis 2030 auf über 50 Prozent zu steigern. Der grüne Strom soll genutzt werden, um unter anderem 14 Terawattstunden grünen Wasserstoff und Derivate zu produzieren, wovon 10 Terawattstunden für den Export vorgesehen sind. In diesem Vorhaben sieht die marokkanische Zweigstelle der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) große Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Konzerne.[6] Um den Ausbau erneuerbarer Energien zu ermöglichen, investiert Marokko gezielt in die Energieinfrastruktur. Die Regierung modernisiert das Stromnetz des Landes mit Unterstützung von Entwicklungsbanken erheblich, startet Ausschreibungen für große Batteriespeichersysteme zur Netzstabilisierung und zur Integration verschiedener erneuerbarer Energien und baut gleichzeitig die Gasinfrastruktur als Übergangstechnologie aus.[7] Damit bietet Marokko einen idealen Investitionsstandort für deutsche Unternehmen. Der deutsch-marokkanische Handel hat in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Die AHK führt dies unter anderem auf ausländische Investitionen in dem Land zurück, da durch sie der Bedarf an Maschinen, Anlagen sowie elektrotechnischen Erzeugnissen aus deutscher Produktion zugenommen hat. Die Netzausbaupläne in Marokko bewertet die AHK ebenfalls als lukrative Geschäftsmöglichkeit – etwa durch die Bereitstellung technischer Ausrüstung und durch Projektberatung.[8]
Tatsächlich ist die deutsche Wirtschaft unverändert auf dem Energiesektor in Nordafrika aktiv. Die marokkanische Regierung entschied, neben Wind- und Photovoltaikanlagen auch Sonnenwärmekraftwerke mit Energiespeichern aufzubauen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie das Bundesumweltministerium (BMUKN) stellten dafür mit Hilfe der KfW-Entwicklungsbank rund 830 Millionen Euro bereit. Das Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf zwei Milliarden Euro; der restliche Betrag wurde hauptsächlich von öffentlichen Gebern und anderen Entwicklungsbanken wie der französischen Agence Française de Développement gedeckt.[9] Die Bundesregierung investierte zudem 8,5 Millionen Euro in ein Projekt zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in marokkanischen Moscheen. Das Projekt („Förderung von Beschäftigung durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Moscheen“) wurde von 2015 bis 2021 von der bundeseigenen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt.[10] Im Frühjahr 2025 unterstützte Deutschland die Produktion von grünem Wasserstoff in Marokko mit einer Investition von 30 Millionen Euro in eine Wasserstoffanlage der OCP Group in Jorf. Die Förderung lief über den deutschen PtX-Entwicklungsfonds. Der mit 270 Millionen Euro dotierte Fonds wurde vom BMZ initiiert; er wird im Auftrag der KfW von KGAL Investment Management verwaltet. Er unterstützt grüne Wasserstoffprojekte im globalen Süden.[11]
Mittlerweile ist auch ein neues Großprojekt mit Ähnlichkeiten zu Desertec geplant – Sila Atlantik. Die Initiatoren des Vorhabens wollen preiswerten, aus erneuerbaren Energien generierten Strom aus Marokko nach Deutschland leiten. Dafür sollen Windräder und Photovoltaikanlagen jährlich 26 Terawattstunden Strom erzeugen – rund fünf Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Der Strom soll über zwei Unterseekabel vor den Küsten Westeuropas – vor Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden entlang – zu zwei Einspeisepunkten in Norddeutschland geleitet werden. Die beiden Stränge hätten den Plänen zufolge eine Länge von 4.800 Kilometern und wären damit das längste Stromkabel der Welt. Zwischen Sila Atlantik und dem gescheiterten Desertec bestehen freilich technische Unterschiede. Desertec setzte insbesondere auf solarthermische Kraftwerke, in denen Sonnenstrahlung über Spiegel gebündelt wird, um Wasserdampf zu erzeugen, der wiederum eine Turbine antreibt. Solarthermische Kraftwerke gelten als teuer und riskant. Sila Atlantik will dagegen Photovoltaikanlagen installieren, die mittlerweile eine erhebliche Kostendegression erfahren haben. Gleiches gilt für Windkraft.[12]
Sila Atlantik wird vorläufig von Energiekonzernen wie Eon, Uniper und dem britischen Konzern Octopus Energy unterstützt, wobei eine endgültige Festlegung noch nicht erfolgt ist; Uniper etwa betont, eine endgültige Investitionsentscheidung stehe noch aus. Auch das Bundeswirtschaftsministerium erklärt es für verfrüht, das Vorhaben zu bewerten.[13] Die Kosten für die beiden Stränge werden auf 14,5 Milliarden Euro beziffert. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll das Projekt insgesamt zwischen 30 und 40 Milliarden Euro kosten.[14] Während die deutschen Energiekonzerne verhalten reagieren, stößt das Projekt auf wachsendes Interesse bei einem ersten staatlich kontrollierten Großverbraucher: Die Deutsche Bahn bietet sich an, den Strom aus Marokko zu nutzen. In einem Schreiben der DB Energie GmbH an den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Frank Wetzel heißt es mit Blick auf große Mengen an Solar- und Windstrom aus Marokko, diese stellten „eine reizvolle Lieferoption“ dar. Weiter heißt es, die DB Energie würde es begrüßen, wenn die Bundesregierung Sila Atlantik gegenüber der marokkanischen Regierung unterstütze.[15]
[1] Kirsten Westphal, Maria Pastukhova, Jacopo Maria Pepe: Geopolitik des Stroms – Netz Raum und Macht. SWP-Studie S14. Berlin, September 2021.
[2] Isabelle Werenfels, Kirsten Westphal: Solarstrom aus der Wüste: Sinnvoll und machbar? SWP-Aktuell 38, Juli 2009.
[3] S. dazu Mit Qatar gegen die Abhängigkeit von den USA.
[4] S. dazu Solarkolonien, Kampf um den Wüstenstrom und Ein gescheitertes Schlüsselprojekt.
[5] S. dazu Wasserstoff für Deutschland (I).
[6] Ulrich Umann: Deutsche Solarfirmen engagieren sich in Marokko. marokko.ahk 10.10.2024.
[7] Ulrich Umann: Marokkos Energiewirtschaft investiert in alternative Technologien. marokko.ahk 27.08.2025.
[8] Ulrich Umann: Marokko will Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland intensivieren. marokko.ahk 05.12.2025.
[9] Solar power from the desert. kfw.de 03.10.2017.
[10] Germany invests $8.5m in Morocco ‘green mosques’. middleeastmonitor.com 27.10.2024.
[11] Germany Backs Morocco’s OCP Green Hydrogen Plant with $32 Million. fuelcellworks.com 17.02.2025.
[12] Klaus Stratmann: Warum das neue Wüstenstrom-Projekt wirklich Hoffnung macht. handelsblatt.com 22.09.2025.
[13] Adil Faouzi: Morocco to Launch Massive 4,800km Power Cable to Supply Germany with Saharan Energy. moroccoworldnews.com 22.09.2025.
[14] Klaus Stratmann, Kathrin Witsch: Strom aus der Wüste soll die Energiewende fördern. Handelsblatt.com 17.09.2025.
[15] Klaus Stratmann, Kathrin Witsch: Strom aus der Wüste – Reiche-Ministerium unterstützt Sila Atlantik. handelsblatt.com 09.02.2026.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10313
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Kontakt: wir@friedensbewegung-rostock.de
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