Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
05.10.2024

mission for victory - Eignungstest

IMG_5136

aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 5. Oktober 2024, 17:54 Uhr


Ihr solltet Euch dieser kleinen Prüfung unterziehen, es wäre wichtig, für Pistorius, die Bundeswehr, unsere Zukunft und sowieso.    VG


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.10.2024

Der Westen und die BRICS – stecken unter einer Decke?

Von Em Ell

Der Westen verfolgt mit Organisationen wie dem Weltwirtschaftsforum eine globale Agenda, und die BRICS-Staaten sind ein Teil davon. Das sagen einige Kritiker zum aktuellen Weltgeschehen. Was ist davon zu halten?

Der Westen und die BRICS – stecken unter einer Decke?© Screenshot Website Russische

BRICS-Präsidentschaft 2024


Das offizielle Logo des diesjährigen BRICS-Gipfeltreffens unter dem Vorsitz Russlands in Kasan vom 22. bis 24. Oktober 2024


Die tonangebenden Stimmen der Politik und Massenmedien im Westen kritisieren BRICS-Staaten wie unter anderem Russland und China als Gegner unserer Werte und unserer real existierenden Demokratie. Einige Kritiker des Westens aus dem Westen selbst behaupten wiederum, dass der Westen und die BRICS gemeinsame Sache zur Durchsetzung der Globalagenda machen, wie sie von westlich dominierten Organisationen vorangetrieben wird, etwa vom Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) und den Vereinten Nationen (United Nations, UN). Oder gar von Geheimbünden und Endzeitsekten, die im Namen des Guten das Böse legitimieren.


Real existierende "Demokratie" – "Versagen der Institutionen"?




Meinung

Real existierende "Demokratie" – "Versagen der Institutionen"?






Außerhalb der hiesigen Staats- und Konzernmedien äußern sich beispielsweise die Autoren Ernst Wolff und Tom-Oliver Regenauer publikumswirksam in diese Richtung. Auf solche exemplarische Kritik, dass der Westen und die BRICS unter einer Decke stecken, antwortet der in Russland lebende Betreiber des Portals Anti-Spiegel Thomas Röper in der Sendung Tacheles. Als Kernargument betont er dabei, dass kennzeichnend für die real existierenden Demokratien des Westens ihre tatsächlich plutokratisch-oligarchische Regierungsform privater Interessen über Stiftungen und sogenannte Nichtregierungsorganisationen ist, wohingegen deren Übergriffe auf Staaten des Globalen Südens und der BRICS von diesen begrenzt und verhindert werden. Auch der Ökonom Michael Hudson beschreibt dies als wesentliches Merkmal des Westens im Unterschied zu anderen Gesellschaften.


Kulturelle Dimensionen und Projektionen

Gesellschaften mit ihren Institutionen von außen zu unterwandern, wie es der Westen unternimmt, ist ein längerer Prozess. Erst recht, wenn er nicht nach einer solchen Niederlage und Besatzung wie in Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg geschieht. Rückwärts ist er nur bedingt möglich. Bleibende kulturelle Zeugnisse – wie zum Beispiel Architektur, Sprache, Religion etc. – lassen sich nur bedingt "überschreiben" beziehungsweise auslöschen. Sie sind nutzbar für eigene Entwicklungen jenseits solcher Unterwanderung von außen. Je größer diese kulturell-zivilisatorische Dimension ist, desto praktisch unmöglicher ist ein solcher Prozess. Im Gegenteil, er kann umgekehrt genutzt werden. Wer benutzt dann wen wie erfolgreich für seine Interessen? Das gilt umso mehr bei nackter Korruption und Gewalt als Mittel der Unterwanderung und Politik. Solche Politik mit Betrug und Verbrechen oder allgemein die Logik des Bösen und solche Komplizenschaften sind gerade keine verlässliche Basis. Sie können sich schnell gegen einen selbst wenden.

Eine globale Wirkmächtigkeit westlicher Elitenkreise zu behaupten, die alle anderen ungeachtet deren eigener kulturell-zivilisatorischer Dimensionen zum Teil einer gemeinsamen Agenda in ihrem westlichen Sinne macht, ist wesentlicher Ausdruck genau dieses Gedankenguts, des westlichen Menschen- und Weltbildes. Es ist eine Projektion "westlicher Allmacht", die anderes ignoriert und negiert. Selbst solcherart westliche Kritik "westlicher Allmacht" setzt ebenjene "westliche Allmacht" bereits voraus – und ist damit gerade nicht kritisch, sondern typisch westlich.


Politik mit Betrug und Verbrechen – und Realitätssinn?





Meinung

Politik mit Betrug und Verbrechen – und Realitätssinn?






Behauptungen, wie sie beispielhaft Wolff und Regenauer journalistisch verbreiten, sind methodisch nicht fundiert genug und generell unrealistisch. Ihre Argumentation über Verbindungen und Analogien ist zu oberflächlich. Dafür braucht es umfassendere Betrachtungen der Zusammenhänge wie in der soziologischen Feldanalyse. Zusammenkünfte von Personen und Ähnlichkeiten von Maßnahmen reichen nicht als Begründung für solche Behauptungen. Erst recht nicht, wenn der Westen erklärtermaßen "Full-spectrum dominance" betreibt und mit seiner Globalagenda alles zur Waffe macht – Wirtschaft, Finanzsystem, Energie, Medien, Bildung, Wissenschaft, Digitalisierung, Bio-Sicherheit, Ernährung, Gesundheit, Klima, Gender, Migration, Kultur, Kunst, Sport etc.

Die kriegerische Agenda des Westens haben Russland und China in der Geschichte wiederholt auf ihrem eigenen Territorium durchlebt, worauf sie als globale Großakteure für sich und ihre Partner und Verbündeten entsprechend westlicher "Full-spectrum dominance" mit eigenen Schritten strategisch reagieren müssen. Das heißt nicht, dass dieselbe Motivation, dasselbe kolonial-imperiale Gedankengut, Menschen- und Weltbild wie im Westen dahinterstehen.

Erneut: Dies derart auch von angeblich kritischer Seite zu behaupten, entspricht selbst dem Allmachtsgedankengut des Westens, also dessen Projektion – wonach der Westen mächtig genug ist, längst auch Russland und China als maßgebliche BRICS-Staaten in der Tasche zu haben, sodass sie genauso plutokratisch-oligarchisch "allmachtsmäßig" (nach innen wie außen) ticken wie der Westen.

Das heißt, Allmachtsbehauptungen finden sich im Westen da wie dort, bei seinen offiziellen Vertretern wie bei seinen vermeintlich kritischen Stimmen. Und umso mehr solche Allmachtsbehauptungen in Gesellschaften das Erleben von Ohnmacht befördern, wirken sie da wie dort umso mehr im Sinne ebendieser Globalagenda und "Alternativlosigkeit" des Westens – bewusst wie unbewusst, durch ihre offiziellen Betreiber wie durch ihre sogenannten Kritiker.


Mehr zum ThemaBRICS-Sicherheitstreffen: Länder des Globalen Südens streben gerechte Weltordnung an

RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/221060-der-westen-und-die-brics-stecken-unter-einer-decke


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.10.2024

Lebenshaus-Newsletter vom 05.10.2024

aus e-mail von Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., 5. Oktober 2024, 8:03 Uhr


E (https://mailchi.mp/4f9c4096ca6b/lebenshaus-newsletter-vom-05102024?e=51d2a34ef5) -Mail im Browser anzeigen



** Lebenshaus-Newsletter

------------------------------------------------------------

5. Oktober 2024



** Bitte jetzt anmelden zur Tagung "We shall overcome!" am 19. Oktober 2024 in Gammertingen

------------------------------------------------------------

"Lebenshaus Schwäbische Alb Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V." lädt herzlich zur Teilnahme an der 12. Tagung "We shall overcome! - Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Biographische Zugänge" am 19. Oktober 2024 in Gammertingen (Landkreis Sigmaringen) ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden die Vorträge von

Jürgen Grässlin und Leo Ensel stehen, die anhand ihrer persönlichen Lebensgeschichte über ihr Engagement berichten. Die musikalische Umrahmung übernehmen wieder Gabriele Lang und Bernd Geisler. Anmeldungen bitte bis spätestens zum 11. Okt. 2024. Wer möchte, ist außer zur Tagung auch noch dazu eingeladen, am Sonntag, 20.10., einem Konzert des Aktionsorchesters "Lebenslaute" bei der Waldbesetzung im Altdorfer Wald bei Wolfegg beizuwohnen.

Auf unserer Website gibt es ausführliche Infos zur Tagung und zum Gesamtprogramm unter: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fd2956b2c0&e=51d2a34ef5


------------------------------------------------------------


Liebe Freundinnen und Freunde,


nach der Einladung zu unserer Tagung möchte ich einen Text von Erich Fried an den Beginn dieses Newsletters stellen.


Leben


Aber leben bleiben

Ich lebe und du sollst leben

Leben heißt Krieg hassen

Leben heißt Friede heißt Hoffnung


Leben heißt unsere Zeit retten

auch uns selbst

Wir wollen leben

Wir wollen nicht töten und sterben


Leben! Nicht töten wollen!

Leben heißt gegen den Tod sein

Leben heißt leben

und für das Leben sein


Leben gegen den Strom

Leben gegen den Haß

Nicht der Feind ist der Tod

sondern der Tod ist der Feind


Erich Fried (1921 - 1988)


Herzliche Grüße

Ihr / Euer

Michael Schmid


Die Artikel, auf die im Folgenden hingewiesen wird, stellen eine Auswahl aus einer größeren Anzahl von Artikeln dar, die in den vergangenen Wochen auf der Lebenshaus-Website veröffentlicht wurden. Bei Interesse also gerne nachschauen unter: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=3a43a05c68&e=51d2a34ef5 (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=730a47aad8&e=51d2a34ef5) .


Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Webseiten dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorinnen und Autoren und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


Wir freuen uns, wenn unsere Newsletter an andere Menschen weitergeleitet werden. Bitte vorher möglichst die Abmeldefunktion am Ende des Newsletters löschen, sonst kann es zu unbeabsichtigten Abmeldungen aus dem Newsletter-Verteiler kommen.



** Artikel

------------------------------------------------------------



** Der EWS-Mitgründer Dr. Michael Sladek ist verstorben

------------------------------------------------------------


Dr. Michael Sladek, Mitgründer und ehemaliger Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), ist am 24.09.2024 verstorben. Er war eine der prägendsten Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Bürgerenergiewende. Nachfolgend der Nachruf der EWS. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f290a64aee&e=51d2a34ef5



** Vergessene Erfolge: Vor 50 Jahren: Bauplatzbesetzung Marckolsheim / Die frühen Anfänge der Umweltbewegung

------------------------------------------------------------


Am 20. September 1974 wurde der Bauplatz eines geplanten Bleiwerks im elsässischen Marckolsheim von Menschen beiderseits des Rheins besetzt und nach Vorbild der indigenen Urbevölkerung Nordamerikas ein hölzernes Rundhaus, das erste Freundschaftshaus am Rhein, errichtet. Vor 50 Jahren verhinderte die badisch-elsässische Bevölkerung den Bau eines extrem umweltverschmutzenden Bleichemiewerks. Dreißig Jahre nach der "deutsch-französischen Erbfeindschaft" des Zweiten Weltkrieges wurde auf dem besetzten Platz der Traum vom gemeinsamen, grenzenlosen Europa der Menschen geträumt und realisiert. Die Marckolsheimer Erfahrungen und der Erfolg der illegalen Besetzung waren wichtig für den erfolgreichen Protest gegen die geplanten Atomkraftwerke in Wyhl (D), Kaiseraugst (CH) und Gerstheim (F). Aus diesen frühen Anfängen der Umweltbewegung und der Bewegung für Luftreinhaltung entwickelten sich auch die späteren Konflikte um das Waldsterben 1.0 und in diesen Kämpfen liegen Wurzeln der heutigen

Klimaschutzbewegung. Die alte Nachkriegs-Naturschutzbewegungwurde politisch. Von einem kleinen elsässischen Dorf am Rhein ging ein wichtiger Impuls für die globale Umweltbewegung aus. Von Axel Mayer. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=78d04249c7&e=51d2a34ef5



** Friedensnobelpreisträgerorganisation fordert Ende der Gewalt: Iranische Angriffe auf Israel, israelische Angriffe auf den Libanon

------------------------------------------------------------


Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt die Militärschläge aller Konfliktparteien scharf. Sie fordert die Bundesregierung auf, ihre diplomatischen Kanäle gegenüber Israel, dem Iran und der Hisbollah zu nutzen, um die brandgefährliche Gewaltspirale zu stoppen und sich für eine Waffenruhe einzusetzen. Die Bundesregierung solle zudem gegenüber Israel deutlich machen, dass die Tötung des politischen pro-iranischen Führers Hassan Nasrallah und seiner Offiziere unter bewusster Inkaufnahme der Tötung zahlreicher Zivilist*innen gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=dbb5e70243&e=51d2a34ef5



** Yurii Sheliazhenko: "Wir müssen das Narrativ von der Unvermeidbarkeit des Kriegs ändern."

------------------------------------------------------------


Ein Freund schreibt mir: "Du bist wirklich mutig!" Aber die Wahrheit ist, dass ich große Angst habe. Ich stehe kurz davor, ein Treffen mit Yurii Sheliazhenko, einem ukrainischen Kriegsdienstverweigerer, zu bestätigen und im letzten Moment spiele ich mit dem Gedanken, es zu verschieben. Ergriffen von steigender Panik stelle ich mir vor, wie ich gestoppt werde – von der Polizei, dem Geheimdienst, dem Militär; wie ich ins Gefängnis gebracht oder, schlimmer noch, an der ersten Wand erschossen werde. Dann gewinnen Vernunft und Pflichtbewusstsein wieder die Oberhand und ich bestätige den Termin. Yurii kommt zu mir in das italienische Restaurant, welches sich in der Nähe seines Wohnsitzes befindet. Er sympathisiert sofort mit mir. Ich strecke die Hände aus: "Yurii, mein Englisch ist scheiße." "Gut, dann sprechen wir Ukrainisch", antwortet er lächelnd. Von Mauro Carlo Zanella. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=aaf7860111&e=51d2a34ef5



** Zwei Jahre nach Teilmobilmachung: Weiter kein Asyl für russische Kriegsdienstverweiger*innen

------------------------------------------------------------


Auch zwei Jahre nach der am 21. September 2022 von Präsident Putin erklärten Teilmobilmachung wird russischen Verweiger*innen des Ukrainekrieges in Deutschland in aller Regel kein Asyl gewährt. Connection e.V. liegen inzwischen mehr als ein Dutzend ablehnende Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor. Wesentliches Argument ist, dass keine "beachtliche Wahrscheinlichkeit" für eine Einberufung in den Krieg bestehe. "Es sind Menschen, die sich gegen eine Teilnahme an dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg entschieden haben", so heute Rudi Friedrich von Connection e.V. "Statt ihre Entscheidung zu unterstützen, werden sie mit den Bescheiden aufgefordert, nach Russland zurückzukehren. So wird dem russischen Militär das menschliche Kriegsmaterial zur Verfügung gestellt." >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=d791f2b534&e=51d2a34ef5



** Mehr Aufrüstung, mehr Rüstungsexporte, weniger Zivilklauseln? Nein zur Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie!

------------------------------------------------------------


Anlässlich des internationalen Weltfriedenstages am 21. September kritisiert die Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" massiv die Pläne der Bundesregierung zu einer Strategie der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI). Die in dem Entwurf formulierten Maßnahmen sollen Deutschland gesamtgesellschaftlich und gesamtstaatlich "wehrhaft" – sprich "kriegstüchtig" – machen. >>  https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=64600634fa&e=51d2a34ef5



** "Frieden in Europa – nicht ohne Russland" - Videos vom Vortrag Krone-Schmalz und von der Diskussion beim Pleisweiler Gespräch

------------------------------------------------------------


Am 1. September hatten die NachDenkSeiten ein interessantes Gespräch mit Frau Professor Krone-Schmalz zum Thema "Frieden in Europa – nicht ohne Russland". Mehr als 400 interessierte Gäste aus dem ganzen Land waren nach Bad Bergzabern gekommen. Dazu können inzwischen Videos präsentiert werden, eines mit der Begrüßung und Einführung von Albrecht Müller und dem Vortrag von Frau Krone-Schmalz, ein weiteres mit der Diskussion. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=57695f8fa6&e=51d2a34ef5



** Schlafwandler: Die Deutschen und die Kriegsgefahr | Dr. Leo Ensel

------------------------------------------------------------


Liest man die veröffentlichte Meinung der Mainstream Medien, scheint es fast, als bestünde in Deutschland keine Angst vor einer Ausweitung des Ukraine-Krieges zu einem neuen gesamt-europäischen Krieg. Auch die Angst vor Atomwaffeneinsatz scheint eine vernachlässigbare Größe zu sein. Und dann ist da das "Putin ist Hitler" Argument, das speziell in Deutschland einen enormen Siegeszug feiern konnte. Zum Glück zeigen Meinungsumfragen, dass ein guter Teil der Deutschen viel vorsichtiger ist, als das der Mainstream zu glauben geben könnte, und eine Deeskalation des Ukrainekrieges wünscht. Und trotzdem, es gibt einen guten Teil der Bevölkerung, die sogar das Abfeuern von Langstreckenraketen in Russland hinein befürwortet. Woher kommt das? Was treibt Menschen in eine innere Kriegsmentalität, vor allem in Deutschland, das den Krieg so oft zu erfahren und zu verantworten hatte? Darüber redet Pascal Lottaz mit Dr. Leo Ensel. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a5aeda9b08&e=51d2a34ef5



** "Besuchen Sie Europa, solange es noch steht!" - oder: Das Pentagon lässt die Folgen eines Atomkriegs in Europa abklären

------------------------------------------------------------


Mit dem obigen Slogan bewarben amerikanische Reisebüros Anfang der Achtzigerjahre Reisen nach Europa im Zuge der Diskussion um die Stationierung atomar bestückter Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper. Nun scheint das Pentagon erneut mit einem Atomkrieg in Europa zu rechnen. Von Leo Ensel. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=c2d3b3a4e3&e=51d2a34ef5



** Wer will für das amerikanische Imperium schon töten und sterben?

------------------------------------------------------------


Associated Press berichtet, dass vielen Rekruten, die nach dem neuen ukrainischen Wehrpflichtgesetz eingezogen wurden, die erforderliche Motivation und militärische Unterweisung fehlen, um ihre Waffen tatsächlich auf russische Soldaten zu richten und zu schießen. "Manche Leute wollen nicht schießen. Sie sehen den Feind in Feuerstellung in den Schützengräben, eröffnen aber nicht das Feuer. … Deshalb sterben unsere Männer", sagte ein frustrierter Bataillonskommandeur der 47. ukrainischen Brigade. "Wenn sie die Waffe nicht benutzen, sind sie wirkungslos." Dies ist ein vertrautes Terrain für jeden, der die Arbeit von US-Brigadegeneral Samuel "Slam" Marshall studiert hat, einem Veteranen des Ersten Weltkriegs und dem wichtigsten Kampfhistoriker der US-Armee im Zweiten Weltkrieg. Von Nicolas J. S Davies. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=172ade4715&e=51d2a34ef5



** NATO: Keine vertretbare Option

------------------------------------------------------------


Als sich die NATO vor einigen Wochen in Washington D.C. versammelte, haben wir einen Gegengipfel und eine Kundgebung abgehalten, eine Reihe von Interviews geführt, eine Reihe von Artikeln geschrieben, usw. Wir hatten einen minimalen Einfluss auf die US-amerikanische und weltweite Kommunikation über den NATO-Gipfel. Wir hatten einen minimalen Einfluss auf die US-amerikanische und weltweite Kommunikation über den NATO-Gipfel. Wir haben für das Buch von Sevim Dağdelen geworben, das in Deutschland ein Bestseller ist. Wir haben für mein Buch und das von Medea Benjamin geworben, das jetzt in mehreren Ländern veröffentlicht wird. Ich habe einen absurd kurzen Artikel über die Probleme der NATO geschrieben, der demnächst im Congressional Quarterly erscheinen wird. Von David Swanson. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=ac07b5184b&e=51d2a34ef5



** Leonardo Boff: Unsere Verantwortung angesichts des Zeitalters des Pyrozäns

------------------------------------------------------------


Angesichts des Ausbruchs des Pyrozäns (der Erde in Flammen), das sich auf allen Kontinenten mit Bränden zeigt, die uns durch ihr Ausmaß erschrecken, stellt sich die Frage: Welche Verantwortung tragen wir angesichts dieser Notlage? Diese Frage ist berechtigt, da man davon ausgeht, dass ein großer Teil der Brände, insbesondere in Brasilien, von Menschen verursacht wurde. Unsere Verantwortung besteht jedoch darin, die Ökosysteme und den lebenden Planeten Gaia, Mutter Erde, zu pflegen und zu schützen. Aber wir erscheinen wie ein vernichtender Engel aus der Apokalypse. Von Leonardo Boff. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=32b8b7afb7&e=51d2a34ef5



** Zum Kampfe gegen Menschenmord: Der Krieg ist abzuschaffen!

------------------------------------------------------------


Der vierte Band im "Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien" (Reihe: edition pace) vereinigt Friedensschriften und autobiographische Erinnerungen von Dr. Eduard Loewenthal (1836-1917). Dieser stammte aus einer jüdischen Familie in Württemberg und musste aufgrund seiner schriftstellerischen Arbeit wiederholt staatliche Repressionen erleiden. Er ist im 19. Jahrhundert als scharfer Kritiker des Militarismus, Verfechter einer obligaten internationalen Friedensjustiz und Pionier der damals im deutschen Sprachraum noch kaum entwickelten Friedensbewegung hervorgetreten - all dies im Streit wider das "Ministerium des Kriegs- oder Mord-Kultus". Von Peter Bürger. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=baaf19ca47&e=51d2a34ef5



** Ein Friedensministerium würde uns von der Kriegsertüchtigung erlösen

------------------------------------------------------------


Der dritte Band im Regal "Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien" erschließt die Schriften des Österreichers Moritz Adler (1831-1907), der im 19. Jahrhundert zu den wenigen Pionieren der Friedensbewegung im deutschsprachigen Raum zählte. Schon im Alter von 20 Jahren verschrieb sich dieser Kritiker des preußischen Schwertglaubens der Friedensidee und veröffentlichte dann 1868 eine der Zeit weit vorauseilende Europa-Vision unter dem Titel "Der Krieg, die Kongressidee und die allgemeine Wehrpflicht". In einem Sendschreiben an den Chirurgen Professor Theodor Billroth verglich er 1892 systematische Maßnahmen für eine verbesserte Medizinversorgung des Kriegsapparates mit der Bereitstellung neuer Kanonen für den institutionalisierten Massenmord. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=428868d678&e=51d2a34ef5



** Zum Denkmal degradiert - Der Dokumentarfilm "Petra Kelly - Act now!"

------------------------------------------------------------


Ein gerade angelaufener Film rückt die Mitgründerin der GRÜNEN, Petra Kelly, wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Und blendet ihren Antimilitarismus und Einsatz für Gewaltfreiheit weitestgehend aus. Von Leo Ensel. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=d859cd1746&e=51d2a34ef5



** Hinweise

------------------------------------------------------------



** Friedensdemo in Berlin: Klare Botschaft auch gegen Putin

------------------------------------------------------------


Friedensdemo positionierten sich deutlich gegen aktuelle Kriege – egal von welcher Seite. Von Peter Nowak. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=bea729bf9d&e=51d2a34ef5



** Friedensgruppen fordern Rücknahme der Ausweisungsverfügung gegen US-Friedensaktivisten

------------------------------------------------------------


Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ kritisiert in einem Brief an den sächsischen Staatsminister des Innern, Armin Schuster, die Ausweisungsverfügung gegen den US-Bürger Dennis DuVall und fordert deren Rücknahme. Das Aktionsbündnis ist die Nachfolgeorganisation des Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen“ mit etwa 70 Mitgliedsorganisationen aus der Friedensbewegung.  Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=d3ad20913a&e=51d2a34ef5



** Spendenaufruf: Den Menschen im Libanon beistehen

------------------------------------------------------------


Der Krieg eskaliert. Zehntausende sind auf der Flucht vor den Bomben. medico unterstützt Partnerorganisationen bei der Versorgung der Geflüchteten. medico international bittet um Spenden: >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=3aaa9b9096&e=51d2a34ef5



** Neue Broschüre "US-Mittelstreckensysteme in Deutschland – gefährlich und destabilisierend!"

------------------------------------------------------------


In der neuen Broschüre "US-Mittelstreckensysteme in Deutschland – gefährlich und destabilisierend!" analysieren Özlem Alev Demirel (Die Linke, Mitglied im Europaparlament) und Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung) die Risiken des Vorhabens. Sie werfen auch einen kritischen Blick auf die Aushöhlung bisheriger Abrüstungsverträge und die NATO-Nuklearstrategie. Die Broschüre steht ab sofort online zum Download bereit: >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f819a5341e&e=51d2a34ef5



** IPPNW-Information zur Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen

------------------------------------------------------------


IPPNW hat eine aktuelle IPPNW-Information zur Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland veröffentlicht. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=e4d2a8cd39&e=51d2a34ef5



** Nirit Sommerfeld über die eigene Familiengeschichte in Chemnitz und politisches Engagement

------------------------------------------------------------


Nirit Sommerfeld ist eine deutsch-israelische Schauspielerin und Sängerin und sie beschäftigt sich mit ihrer Familiengeschichte. Ihr Großvater Julius Sommerfeld führte ein großes Tuchgeschäft in Chemnitz und wurde im KZ Sachsenhausen ermordet.

Für die Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 will Nirit Sommerfeld den Ort, wo sein Geschäft stand, wiederbeleben. Ein Ort wo viel Tod, Ungerechtigkeit und Vertreibung passiert ist, sagt Sommerfeld im Gespräch mit SWR Kultur. Das Audio von der Sendung am 01.10.24 kann auf dieser Seite heruntergeladen werden >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=0286edabaa&e=51d2a34ef5



** Termine

------------------------------------------------------------



** :: 12.10.2024 - 12:00 Uhr vor dem Fliegerhorst Nörvenich Kundgebund und Demonstration: NATO-Atomkriegsmanöver 2024 stoppen!

------------------------------------------------------------


Mitte Oktober wird die Bundeswehr im Rahmen des NATO-Manövers "Steadfast Noon“ üben, wie man Atombomben aus unterirdischen Bunkern an Tornado-Kampfjets anbringt und diese Bomben im Einsatzziel abwirft. Ein Bündnis aus Friedensorganisationen plant dagegen Protes und ruft zu einer Demonstration und Aktion am 12. Oktober 2024 in Nörvenich auf. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fa1b2ddcbf&e=51d2a34ef5



** :: 12.10.2024 - 10:30 bis 16:30 Uhr im Albert-Schweitzer-Saal an der Christuskirche in Karlsruhe und Online-Teilnahme: Die "Entwestlichung" der Welt - und der Wiederaufbau der zerstörten europäischen Friedensordnung

------------------------------------------------------------


Das Forum FriedenEthik (FFE) in der EKiBa lädt herzlich ein zur Teilnahme an seinem Studientag. Mit Hans-Christof Graf Sponeck und Andreas Zumach konnten zwei Referenten mit großer Expertise in geopolitischen Fragen gewonnen werden. VA: Forum FriedenEthik (FFE). Ausführliche Infos und Anmeldung unter >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=ff41e422a8&e=51d2a34ef5



** :: 19.10.2024 - 10:00 bis 18:45 Uhr in Gammertingen: 12. Tagung 2024: "We shall overcome! - Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Biografische Zugänge"

------------------------------------------------------------


Bei der 12. Tagung "We shall overcome!" von Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie am 19. Oktober 2024 in Gammertingen werden u.a. Jürgen Grässlin und Leo Ensel über ihr langjähriges Engagement berichten. Gabriele Lang und Bernd Geisler werden wieder das Tagungsprogramm musikalisch bereichern. Zur Tagung sind Menschen eingeladen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt. Unter anderem wird nach den Vorträgen Gelegenheit zum Austausch sein. Bis zum 11.10.24 sind Anmeldungen möglich. Ausführlich unter >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=c80fde49de&e=51d2a34ef5



** :: 20.10.2024 - 13:30 Uhr im Altdorfer Wald bei Wolfegg: Konzert des Aktionsorchesters Lebenslaute bei der Waldbesetzung im Altdorfer Wald

------------------------------------------------------------


Am Folgetag der Tagung "We shall overcome!" gibt es das Angebot zur Teilnahme an einem Konzert von Lebenslaute bei der Baumbesetzung Altdorfer Wald bei Wolfegg. Seit 2021 widersetzen sich dort junge Aktivistinnen & Aktivisten der drohenden Rodung. Der Konzern Meichle+Mohr möchte einen Teil des Altdorfer Walds roden und dort eine 90 Meter tiefe Kiesgrube errichten. Der Altdorfer Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet in Oberschwaben und einer der entscheidenden Faktoren für eine lebenswerte Heimat im Landkreis Ravensburg. Das Konzert soll den Aktivistinnen & Aktivisten mediale und menschliche Unterstützung sein, ein Geschenk und aktive Mitarbeit zugleich am Schutz unser aller Lebensgrundlagen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=40bac3bac7&e=51d2a34ef5

Veranstaltungstermine finden sich u.a.:

* Netzwerk Friedenskooperative (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6efb21c546&e=51d2a34ef5)

* Die AnStifter (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=52bf46f528&e=51d2a34ef5)

* Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a1f92d2e41&e=51d2a34ef5)

* Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=dc36004517&e=51d2a34ef5)

* .ausgestrahlt Termine (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=121e127459&e=51d2a34ef5)


============================================================

Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.

Bubenhofenstr. 3

D-72501 Gammertingen

Germany


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.10.2024

Rückmeldung zum aktuellen DFG-VK Mitglieder-Newsletter 49

aus e-mail von Lothar Eberhardt, 5. Oktober 2024, 18:22 Uhr


Liebe Alle


ich habe Werner der mir aus der Berliner

https://mahnwache-atomwaffenverbot.de/ gut bekannt ist, hat mir

aufNachfrge zugestimmt diese an die Mailingliste der DFG-VK zu senden.


Mit Bitte um kenntnisnahme.


Es grüsst aus Halle vom Buko


Lothar



-------- Weitergeleitete Nachricht --------t,

Betreff: Re: DFG-VK Mitglieder-Newsletter 49

Datum: Fri, 4 Oct 2024 14:31:53 +0000

Von: Werner Ruhoff <ruhoffw@posteo.de>

An: Michi von der DFG-VK <office@dfg-vk.de>



hallo aus Berlin,


ich bin mehr als dreißig Jahre DFG-VK Mitglied und überlege nun

auszutreten, weil ich die Duldung der Antideutschen im Verband genauso

schräg finde, wie wenn im Verband AfD-Mitglieder ihr Unwesen trieben. Ich habe da

allmählich kein Verständnis mehr dafür. Dass der Verband junge Menschen

braucht ist klar, aber wenn die mit Hilfe solcher Menschen wie hier im

Berliner Verband angeworben werden, dann sehe ich eine ähnliche Zukunft

wie bei den Grünen. Da ich inzwischen alt bin und keine Mandate mehr

wahrnehmen kann, in denen ich mich stark mache, überlege ich, das Geld

für meinen Mitglieds- beitrag lieber an den B U N D oder an medico

international zu spenden. Ich finde die sang - und klanglose Duldung

einer Gruppierung, die der eh sehr schwachen Friedensbewegung öffentlich

in den Rücken fällt und die aus eigenem Erleben eine hartnäckig

ignorante Haltung gegenüber dem Anliegen der Verhinderung eines

Atomkrieges an den Tag legt, allämhlich unerträglich. Außerdem werden

Aktionen für Kriegsdienstverweigerer vor der ukrainischen Botschaft

sabotiert. Die DFG-VK wird damit auf Dauer keinen Erfolg haben in ihrem

Anliegen der Stärkung einer pazifistischen, antimilitaritischen Strömung

in Deutschland, wenn sie dem Gespött eigner Mitglieder ausgesetzt

bleibt. Die soll ein Signal sein von meiner Seite aus. Es fehlt nicht

mehr viel dafür, meinen Austritt aus dem Verband zu erklären. mit

freundlichem Gruß Werner Ruhoff


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.10.2024

Schlagzeile




Info:


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.10.2024

Bewegung in der Ukraine-Debatte

lostineu.eu, vom 4. Oktober 2024

In die internationale Debatte über die Ukraine ist Bewegung gekommen. Zwei Initiativen stechen heraus, eine andere ist wohl ein Flop.

Die erste, innerdeutsche Initiative geht vom BSW aus. Wagenknecht & Co. fordern eine diplomatische Lösung des Konflikts und einen Verzicht auf neue amerikanische Mittelstreckenwaffen.

Dies führte zu einem gemeinsamen Brief von drei ostdeutschen Ministerpräsidenten. Der Text („Wir wollen eine aktivere diplomatische Rolle Deutschlands“) steht hier (FAZ).

Daraufhin gab es angeblich “breite Kritik”, wie der “Spiegel” meldet. Mein Eindruck ist eher, dass sich gerade ein neuer Konsens bildet: Waffen allein werden den Krieg nicht beenden!

Bewegung gibt es auch international. China und Brasilien arbeiten an einer Plattform “Friends of Peace” zur Beendigung des Krieges. Laut “Berliner Zeitung” wird sie auch von der Schweiz unterstützt.

Das ist pikant, denn die Schweiz hat den letzten, erfolglosen “Friedensgipfel” ausgerichtet. Er beruhte noch auf Selenskyjs “Friedensformel”, die mittlerweile überholt ist.

Nun drehen sich die Debatten um Selenskyjs sog. “Siegesplan” – und eben jene Friedensplattform. Der neue Nato-Generalsekretär Rutte hat sich bereits gegen die Plattform ausgesprochen.

Und was macht Deutschland, was sagt die EU? Von Außenministerin Baerbock hört man gar nichts, die Begriffe Frieden und Diplomatie sind ihr offenbar immer noch fremd.

Kanzler Scholz will mal wieder mit Kremlchef Putin telefonieren, meldet die “Zeit”. Doch der ließ ihn abblitzen: Es gebe nichts zu besprechen, die deutsch-russischen Beziehungen seien auf dem “Nullpunkt”.

Doch das könnte sich ändern, wenn die Ukraine-Debatte noch mehr Fahrt aufnimmt und hoffentlich endlich auch die EU-Ebene erreicht!?

11 Comments

  1. Bogie
    5. Oktober 2024 @ 11:11

    Ich finde es wirklich widerlich, dass hier im Forum Politiker abseits des sogenannten Mainstreams ordentlich durchbeleidigt werden; aber geschenkt.
    Dass aber Zitate verstorbener Pazifisten herhalten sollen für die kruden Auffassungen von Bellizisten reinster Prägung, erzeugt bei mir mehr als nur Brechreiz.

Reply

  • KK
    5. Oktober 2024 @ 11:38

    Das “Durchbeleidigen” von Politikern, die sich für Diplomatie und gegen Waffenlieferungen aussprechen, erfolgt hier im Forum meiner Beobachtung nach bislang ausschliesslich durch den User Kleopatra.

    Übrigens: An wen diese Waffen geliefert werden, wird hier erläutert:
    https://www.hintergrund.de/globales/kriege/die-macht-der-faschisten-in-der-ukraine-ist-kein-hirngespinst/
    Also an ebensolche rechten Nationalisten und Faschisten, gegen die hier von den waffenliefernden Bellizisten die Massen mobilisiert werden, auf die Strassen zu gehen. Das 21. Jahrhundert ist offensichtlich wie kein zweites das Jahrhundert der Doppelmoral!

    Reply

    • ebo
      5. Oktober 2024 @ 11:45

      Hier wird niemand beleidigt. Wenn doch, bitte ich um sachdienliche Hinweise ????

    • KK
      5. Oktober 2024 @ 11:49

      @ ebo:
      zB “Bündnis Sarah Russenknecht” im Beitrag von Kleopatra (05.10.24 @ 09:34)

  • Kleopatra
    5. Oktober 2024 @ 09:34

    Niemand hat je behauptet, Kriege würden mit Waffen allein beendet. Mit „Diplomatie“ allein allerdings auch nicht. Solange der russische Aggressor den Anspruch erhebt, die Ukraine zu unterwerfen („Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“, letzteres gleichbedeutend mit der Einsetzung einer Marionettenregierung von Russlands Gnaden und der physischen Liquidierung jeder potenziellen Opposition), kann die Ukraine nicht anders als sich zu wehren.
    Der Brief der ostdeutschen Ministerpräsidenten ist nicht viel mehr als ein widerliches Dokument des Opportunismus gegenüber dem Bündnis Sarah Russenknecht. Diese Figuren sind offenbar bereit, „den Kakao, durch den man (sie) zieht, auch noch zu trinken“ (E. Kästner).

    Reply

  • Michael
    4. Oktober 2024 @ 22:38

    Und noch mehr Bewegung: die USA rufen Selenskyj zur Ordnung wg. dessen Kritik an zu langsamen Waffenlieferungen!

    Reply

    • KK
      5. Oktober 2024 @ 11:41

      Ja und? Die USA rufen auch Netanjahu zur Ordnung wegen der israelischen Morde und Kriegsverbrechen – was aber offensichtlich nicht so ernst gemeint sein kann, wenn keine Massnahmen folgen und im Gegenteil weiter Waffen für diese Taten geliefert werden.

      Reply

  • Michael
    4. Oktober 2024 @ 18:12

    Was soll’s: die Schweiz hat ihre Neutralität verloren und versucht jetzt als gescheiterter Friedensstifter auf den Zug China/Brasilien +BRICS+ aufzuspringen obwohl oder weil dieser Zug zunächst einmal nach Katar unterwegs zu sein scheint!?
    Die EU und selbst die Ukraine haben nichts bis wenig zu melden, da seien die USA davor! Und Deutschland soll sich nicht noch lächerlicher machen als es schon ist, sei es Scholz und die Zölle gegen China (er soll in Brüssel überstimmt worden sein!?) oder die Personalie Baerbock die es selbst beim Trampolin nicht weit gebracht hat!

    Reply

  • Shitkicker
    4. Oktober 2024 @ 17:54

    „und hoffentlich endlich auch die EU-Ebene erreicht!?“
    Schönes Schlusswort um zu ilustrieren wie die EU ein Problem für die Demokratrie ist seit mindestens einem Jahrzehnt, vulgo „Wir müssen das auf EU Ebene machen“, ernsthaft, sind die Bundesländer schon nur noch Counties und ich habe einfach die Abschaffung der Staatensouveränität verpasst?
    Wann gab es eigentlich den letzten Deutschen Kanzler der mal souverän gehandelt hatte?…….Bismarck?
    Aber Hauptsache überall wird über Bürokratieabbau gefaselt während mit der EU eine komplett neue Oberebene in das Regierungssystem der Republiken eingezogen wurde.

    Reply

  • KK
    4. Oktober 2024 @ 16:56

    „Der neue Nato-Generalsekretär Rutte hat sich bereits gegen die Plattform ausgesprochen.“
    Alter vergammelter Wein in neuen Schläuchen.

    „Von Außenministerin Baerbock hört man gar nichts, die Begriffe Frieden und Diplomatie sind ihr offenbar immer noch fremd.“
    Statt Diplomatie ein Diplom in Apathie… sie kommt ja immerhin „vom Völkerrecht“, das muss reichen als Qualifikation! Nebenbei wird noch in einem Nebensatz Russland mal eben der Krieg erklärt (da hätte Scholz sie rauswerfen müssen!) und ihre Wähler als obsoletes Stimmvieh abgekanzelt…

    Reply

    • Michael
      5. Oktober 2024 @ 08:42

      Man hört Baerbock nicht weil sie – sprichwörtlich! – nichts zu sagen hat!


  • Info: https://lostineu.eu/bewegung-in-der-ukraine-debatte/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Von der Leyens Strafzölle gegen China spalten die EU


    lostineu.eu, vom 4. Oktober 2024

    Showdown in Brüssel: Nach langem Gezerre haben die EU-Staaten den Weg für Strafzölle auf E-Autos aus China frei gemacht. Eine klare Mehrheit dafür gab es allerdings nicht.

    Deutschland hatte bis zur letzten Minute versucht, möglichst viele Länder auf seine Seite zu ziehen und die Strafzölle doch noch zu stoppen. Zuvor soll es auch Krach in Berlin gegeben haben, weil Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock nicht auf einer Linie lagen.

    Am Ende stimmte Deutschland mit „Nein“ – genau wie Ungarn und drei weitere EU-Staaten. Das reichte aber nicht, um die Entscheidung zu blockieren. Allerdings gibt es auch keine klare Mehrheit für Strafzölle. Zehn Staaten stimmten zwar dafür, doch die meisten (zwölf) enthielten sich.

    Der Vorschlag der EU-Kommission hat offenbar nicht wirklich überzeugt. Kein Wunder: Behördenchefin von der Leyen ist nicht etwa den Wünschen der Autoindustrie gefolgt, wie sonst üblich, sondern der harten Linie der USA – und Frankreichs, das seine günstigen E-Autos pushen will.

    Wenn die Zölle tatsächlich eingeführt werden, schadet das nicht nur der deutschen Industrie, sondern auch dem Green Deal – denn dann werden günstige E-Autos made in China künstlich verteuert und der Ausstieg aus dem Verbrenner erschwert…

    10 Comments

    1. Kleopatra
      5. Oktober 2024 @ 09:41

      Soso, eine Entscheidung, die den Rat passiert hat, der entschieden hat, sie nicht mit Mehrheit abzulehnen, „spaltet“ Ihrer Meinung nach die EU. Haben Sie etwas gegen Mehrheitsentscheidungen, oder ggf. jedenfalls gegen Mehrheitsentscheidungen, die entgegen einem Machtwort des deutschen Bundeskanzlers getroffen werden? Tatsache ist doch, dass die Kommission im Rahmen ihres unionsrechtlich geregelten Auftrags tätig geworden ist und dem Rat die vorgeschriebene Möglichkeit geboten hat, ihre Entscheidung durch sein Veto zu annullieren. Dass sie nicht den Vorstellungen der Autoindustrie gefolgt ist – geschenkt. Das ist nicht ihre primäre Aufgabe. Dass viele Mitgliedstaaten nicht mit Ja gestimmt haben, sondern sich enthalten haben, bedeutet praktisch nichts, denn das bedeutet ebenfalls, dass sie der Kommission freie Hand lassen wollten.

    Reply

    • ebo
      5. Oktober 2024 @ 11:27

      Zehn Ja-Stimmen, fünf Nein-Stimmen, zwölf Enthaltungen, keine Mehrheit dafür oder dagegen. Wie würden Sie das sonst nennen?
      Übrigens war die Abstimmung über die Zölle schon einmal verschoben worden – denn die EU war und ist in der China-Politik tief gespalten. Im Grunde ist sie sogar schizophren. Denn auf EU-Ebene zeigt man Härte, bilateral ist man dagegen auf Schmusekurs.

      Reply

    • Skyjumper
      5. Oktober 2024 @ 11:59

      Wo @Kleopatra Recht hat, hat sie Recht.

      Wollte man dieses Abstimmungsergebnis als Maß für (negativ konnotierte) Spaltung hernehmen, wären Demokratie immer in einen Spaltungszustand. Wo @ebo zu Recht den Finger in die Wunde legt, sind die 12 Enthaltungen. Aber auch die wußten, dass ihre Stimmen der relativen Mehrheit zugerechnet würden, haben ihre Beliebigkeit also billigend in Kauf genommen.

      Und was schließlich die Schizophrenie anbelangt: Das hat leider, insbesondere in DE, System. Es lässt sich das heimische Stimmvieh damit eben so schön am Nasenring durch die Manege führen.

      Reply

      • ebo
        5. Oktober 2024 @ 12:33

        Sorry, 12 von 27 Ländern sind keine Mehrheit. 15 haben gegen den Vorschlag der Kommission gestimmt oder sich enthalten.
        Zudem gelten in der Handelspolitik spezielle Regeln. Da sie vergemeinschaftet ist, kann die Kommission allein agieren. Um sie zu stoppen, braucht es eine Mehrheit GEGEN die Zölle. Die ist nicht zustande gekommen. Das heißt aber nicht, dass es eine Mehrheit DAFÜR gäbe.
        Von der Leyen agiert in einem Vakuum. Dabei wird sie noch nicht einmal von denen unterstützt, um die es eigentlich geht: den Autoherstellern in der EU. Die sind nämlich auch gegen die Zölle.

  • Arthur Dent
    5. Oktober 2024 @ 08:52

    Na prima, da wird Deutschland hoffentlich bald vom Nettozahler zum Nettoempfänger werden. Mal sehen, wie dumm die EU-Kommission aus der Wäsche guckt, wenn die dicken Schecks aus Deutschland ausbleiben, weil es mit der Wirtschaft immer weiter bergab geht.

    Reply

  • Skyjumper
    4. Oktober 2024 @ 19:30

    Das ist Wasser auf die Mühlen des Kasan-Gipfels in einigen Wochen. Eine bisher nur in Aussicht stehende BRICS+ Getreidebörse hat bereits jetzt dafür gesorgt das China umfangreich Bestellungen in den USA und Australien storniert hat. Und die Verluste dabei gehen weit weit über den unmittelbaren Umsatzverlust hinaus, da dies zukünftigen Getreidegeschäfte dann auch nicht mehr über SWIFT abgewickelt werden.

    Nun verzichten wir dann auch noch auf die Gewinne die europ. Unternehmen (siehe z.B. Seat) bisher mit in China gebauten, und in Europa verkauften E-Autos gemacht haben.

    Ich halte es allerdings für „unfair“ dies UvdL in die Schuhe schieben zu wollen. Bis zum Kanzler-Eingriff hat die deutsche Politikriege kräftig an den Srafzöllen mitgewirkt.

    Reply

    • Michael
      5. Oktober 2024 @ 08:39

      Der Scholz hat mitgewirkt bis es zu spät war und er überstimmt wurde! Das ist Führung wenn man sie bestellt … !

      Reply

      • KK
        5. Oktober 2024 @ 11:44

        Der kleine “Führer” Olaf kann im Brüsseler Bällebad abgeholt werden… ????

  • european
    4. Oktober 2024 @ 15:25

    Solange sie niemand stoppt, wird das so weitergehen. Aber ich hab diesbezueglich sehr wenig Illusionen, nachdem in Bruessel ein System gegenseitiger Abhaengigkeiten geschaffen wurde.

    Reply

  • Michael
    4. Oktober 2024 @ 14:03

    Deutschland wollte die Verlängerung der Personalie UvdL und jetzt passen Berlin die Zölle nicht! Dumm gelaufen! So kommt es wenn man nicht weiß was man tut und Dinge nicht vom Ende her durchdenkt!


  • Info: https://lostineu.eu/von-der-leyens-china-zoelle-spalten-die-eu/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.10.2024

    Nachrichten von Pressenza: Sozialbericht 2024: Privat­eigentum und Zugang zu Ressourcen: Wege zu einer egali­tären Gesell­schaft in Österreich

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 5. Oktober 2024, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 05.10.2024


    Sozialbericht 2024: Privat­eigentum und Zugang zu Ressourcen: Wege zu einer egali­tären Gesell­schaft in Österreich


    Vermögen und Privateigentum in Österreich sind sehr stark konzentriert – das zeigt eine neue Studie im Rahmen des Sozialberichtes 2024 im Band II Sozialpolitische Analysen des Sozialministeriums. Wie könnte der damit einhergehenden Ungleichheit und den daraus folgenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/10/sozialbericht-2024-privateigentum-und-zugang-zu-ressourcen-wege-zu-einer-egalitaeren-gesellschaft-in-oesterreich/


     -----------------------


    Atomwaffen tabuisieren


    Als 1991 der Kalte Krieg zu Ende ging und sich die Zeiger der Weltuntergangs-Uhr so weit wie möglich von Mitternacht entfernten, atmete die Welt erleichtert auf. Man glaubte, dass es in einer nicht mehr bipolaren Welt keinen Grund mehr für&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/10/atomwaffen-tabuisieren/


     -----------------------


    Welttierschutztag auch für die vergessenen Tiere


    Zum Welttierschutztag am 4. Oktober rückt der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche eine urtümliche Tierart in den Fokus, die unter dem Menschen leidet. Pfeilschwanzkrebse werden zu Hunderttausenden aus dem Meer gefangen, um mit ihrem Blut bestimmte Arzneimittel zu testen. Dabei&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/10/welttierschutztag-auch-fuer-die-vergessenen-tiere/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Zeitgeschichte
    Gab es Zusagen an Moskau, die NATO nicht nach Osten zu erweitern?

    swr.de, abgerufen am 4. Oktober 2024, 20:30 Uhr, Gábor Paál

    Screenshot_2024_10_04_at_20_30_26_Gab_es_Zusagen_an_Moskau_die_NATO_nicht_nach_Osten_zu_erweitern_SWR_Wissen








    Audio herunterladen (4,1 MB | MP3)

    Von Putin behauptet, aber historisch nicht korrekt

    Das wurde vom russischen Präsidenten Wladimir Putin immer wieder behauptet, ist aber historisch so nicht richtig. Die Behauptung bezieht sich auf die sogenannten Zwei-plus-Vier-Verhandlungen 1990. Bei diesen Gesprächen ging es um die deutsche Wiedervereinigung nach dem Fall der Mauer. Beteiligt waren: Die beiden deutschen Staaten Bundesrepublik und DDR sowie die vier Siegermächte: USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion. Angeblich, so lautet die Behauptung, gab es bei diesen Gesprächen eine Zusicherung des Westens, die NATO nicht über Deutschland hinaus auszudehnen.

    Unverbindliche Formulierung spiegelt Genschers persönliche Haltung

    Einer der zentralen Belege für diese Behauptung ist die folgende Äußerung des damaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher vom Februar 1990, nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen James Baker in Washington.


    "Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. Das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR, die wir nicht einverleiben wollen, sondern das gilt ganz generell."

    Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher, Februar 1990

    Das hat Genscher tatsächlich so gesagt. Zur Wahrheit gehört aber auch: Genscher gibt tatsächlich nur seine persönliche Haltung wieder. Die Äußerung war kein Zugeständnis in einer Verhandlung, sondern allenfalls ein weiches Signal im Vorfeld der eigentlichen Verhandlungen. Die hatten ja noch gar nicht begonnen. Deshalb auch diese eher unverbindliche Formulierung: Dass "nicht die Absicht besteht, die Nato auszudehnen" war zu dem Zeitpunkt eine zutreffende Feststellung, denn an eine Osterweiterung war damals noch gar nicht zu denken. In der DDR waren ja noch sowjetische Truppen stationiert, die DDR gehörte, ebenso wie die osteuropäischen Staaten, noch immer dem Warschauer Pakt an.

    Bundesaußenminister Genscher konnte nicht für die NATO sprechen

    Genscher war zudem als bundesdeutscher Außenminister gar nicht in der Position, für die NATO zu sprechen. In jedem Fall waren diese Äußerungen nur ein kurzfristiger Gesprächsstand vor Beginn der Verhandlungen, der aber am Ende nicht in die eigentlichen Gespräche oder gar den Vertrag einfloss.

    Mag sein, dass Genscher das im Februar 1990 ernst gemeint hat, aber die USA gingen ebenso auf Distanz zu dieser Haltung wie Bundeskanzler Helmut Kohl. Und das war auch in den Verhandlungen kein Geheimnis.

    Es ging um die Frage, ob beide Teile Deutschlands zur NATO gehören sollen

    Alle an den Gesprächen Beteiligten – auch der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow – erklärten später, eine mögliche NATO-Osterweiterung war in den weiteren Gesprächen überhaupt kein Thema. Worum es lediglich ging, war erstmal überhaupt die Frage: Wird ganz Deutschland künftig zur NATO gehören? Dem stimmte die Sowjetunion zu – vor allem, nachdem der Westen ihr eine Finanzspritze von fünf Milliarden Mark versprochen hat.

    Kein Aufeinandertreffen von NATO und sowjetischen Truppen

    Nächste Frage: Wenn Deutschland zur NATO gehört, wird die NATO dann künftig auch in Ostdeutschland operieren und sich sozusagen mit den noch immer stationierten sowjetischen Truppen das Gelände teilen? Dies, so die Zusage, werde nicht passieren – und ist auch nicht passiert, bis die sowjetischen Streitkräfte 1994 aus Ostdeutschland abgezogen wurden.

    Kurz: Ja, über eine künftige Osterweiterung der NATO wurde laut nachgedacht, aber es gab keine Versprechen oder Zusagen im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung.

    NATO-Russland-Grundakte wird 1997 unterzeichnet

    Selbst wenn irgendjemand das falsch verstanden haben sollte, ging die Geschichte ja weiter: 1997 unterzeichneten beide Seiten die NATO-Russland-Grundakte. Darin erkennt Russland erkennt an, dass es kein Vetorecht gegen die NATO-Mitgliedschaft anderer Länder hat. Spätestens damit macht Moskau den Weg frei für die Aufnahme weiterer osteuropäischer Staaten ins Natobündnis. Moskau bekam dafür auch etwas, nämlich zum einen weitere wirtschaftliche Unterstützung, zum anderen auch eine Zusicherung, über die sich der damalige russische Präsident Boris Jelzin auch ausdrücklich freute, als er über künftige neue NATO-Staaten sagte:


    "Es wird keine Atomwaffen in den neuen Mitgliedsländern geben. Es handelt sich um eine feste und verbindliche Zusage der Unterzeichnerstaaten" Boris Jelzin, russicher Präsident, 1997

    NATO darf sich nach Osten ausweiten, aber dort keine Atomwaffen stationieren

    Diese Ausssage von Boris Jelzin stammt aus einem Radiobericht von 1997, der im Podcast des Archivradios zu hören ist. Er belegt, was damals verhandelt wurde: Die NATO darf sich nach Osten ausweiten, aber dort keine Atomwaffen stationieren. Daran hat sie sich bis heute gehalten.


    Info: https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/gab-es-zusagen-an-moskau-die-nato-nicht-nach-osten-zu-erweitern-114.html?utm_source=pocket-newtab-de-de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Der Mord an Alfred Herrhausen - aktuell in der ARD-Mediathek

    seniora.org, 04. Oktober 2024, Von Willy Wimmer empfohlen, zugesandt am 02.10.2024


    Willy Wimmer zvg bearb Schw. Standpunkt
    Willy Wimmer, Staatssekretär a.D.

    «in meinen Gesprächen mit dem ehemaligen Bundeskanzler Kohl spielte der Herrhausen -Mord eine große Rolle. Gerade deswegen darf ich Ihnen die überzeugend recherchierte ARD Serie bestens empfehlen. Bezüge zur aktuellen Lage sind zwingend.»

    Mit diesen Worten zur Weiterverbreitung empfiehlt uns Willy Wimmer diese Serie.

    (Red.) Zu der Spielfilmserie: Wenn man "zwischen den Zeilen" lesen kann, macht dieser Film klar, dass die USA bzw. das Neocon "Team" Herrhausen weggebombt hat, um die sich anbahnende neue Ostpolitik von Kohl zu verhindern. Aber natürlich: das ist ARD (will sagen: Langley-Drehbuch): Das RAF-Märchen wird breitgetreten, Palästinenser als Bombenbastler und die CIA-Beteiligung wird weggewedelt. Das Sandmännchen in voller Aktion. Geradezu lachhaft ist die DDR-RAF-Achse, wonach sogar der Stasi Agent, der Herrhausen wegbomben wollte und angeblich die Palästinenser dafür bezahlt haben soll (um die Gorbatschow Politik zu verhindern) und der am Schluss (mit den Stasi-Akten über die Kohl-Spendenaffaire, die Kohl zu Fall gebracht haben) zum BND überläuft und damit von dort aus seine Stasi-Aktivität fortsetzen kann (nach der Wende). - Absurdes Theater für's deutsche Publikum: "Haltet den Dieb!" - ruft der Dieb...

    Aber: Willy Wimmer meint wahrscheinlich die tragische Rolle von Kohl, der leider viel zu spät verstanden hat, dass der "kollektive Westen" niemals eine Deutschland-Russland Achse, noch dazu mit starker Realwirtschaft, tolerieren wird. Damit sind wir bei Alexander Dugin, der nicht müde wird, zu betonen, wie wichtig eine geopolitische Bildung ist (die er z.B. auch bei der bisherigen russischen Militärführung schmerzlich vermisst)(am).


    Mehr zum Film

    Eine geteilte Welt, ein kühner Visionär   – die Politthriller-Serie beginnt mit dem unaufhaltsamen Aufstieg von Alfred Herrhausen an die Spitze der Deutschen Bank in den späten 1980er Jahren. Der mehrfach ausgezeichnete Oliver Masucci brilliert in der Titelrolle des mächtigen Wirtschaftsbosses, der im November 1989 drei Wochen nach dem Mauerfall einem bis heute ungeklärten Bombenattentat zum Opfer fiel. Was Herrhausen zum Verhängnis wurde, verdichtet das akribisch recherchierte Drehbuch von Grimme- und Filmpreis-Gewinner Thomas Wendrich. In der exzellenten Besetzung spielen Julia Koschitz als Ehefrau, August Zirner als Mentor, Sascha Nathan als Helmut Kohl und David Schütter als Assistent wichtige Vertraute des visionären Vordenkers. +++ Buch: Thomas Wendrich | Regie: Pia Strietmann | Ab 30. 9.2024 in der ARD Mediathek.


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6293&mailid=2355


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Doctorow: Eine Debatte mit John Mearsheimer über die amerikanisch-israelischen Beziehungen via „Judging Freedom“

    seniora.org, 04. Oktober 2024, Von Gilbert Doctorow 04.10.2024 - übernommen von gilbertdoctorow.com

    Die israelischen Behauptungen nach ihrem erfolgreichen Angriff auf das Hauptquartier der Hisbollah im Libanon letzte Woche, dass sie nun eine einmalige Gelegenheit in fünfzig Jahren sehen, die Politik des gesamten Nahen Ostens neu zu gestalten, spiegeln genau das wahnhafte Denken von Dick Cheney, George Bush und anderen wider, die für die Entfesselung der Invasion im Irak im Jahr 2003 verantwortlich waren.


    Gestern Nachmittag, an meinem ersten Arbeitstag nach zwei Wochen Urlaub, bin ich in zwei der vielgesehenen Interviewprogramme aufgetreten, zu denen ich in den letzten Monaten eingeladen wurde: „Dialogue Works“ mit Nima Alkhorshid und „Judging Freedom“ mit Judge Andrew Napolitano.

    Mein Gespräch mit Alkhorshid dauerte eine Stunde und es wurden viele Themen behandelt. Das Hauptthema war jedoch, wie man die Beziehung zwischen Joe Bidens Amerika und Benjamin Netanyahus Israel im sich entwickelnden regionalen Krieg in Westasien verstehen kann. Darauf habe ich mich in meinem gestrigen Artikel auf diesen Seiten konzentriert, in dem ich den Link zur Sendung vorgestellt habe.

    Es ist weit verbreitet, zu sagen, dass die US-Politik von der israelischen Lobby gelenkt wird und dass Netanjahu Biden und sein Team nach seiner Pfeife tanzen lässt. Mein Argument, das dieser Intuition zuwiderläuft, war, dass das Gegenteil der Fall ist und dass dies nicht das Ergebnis willkürlicher Faktoren ihrer jeweiligen Persönlichkeiten oder der angeblichen Kontrolle der US-Außenpolitik durch die israelische AIPAC ist. Nein, was wir hier erleben, ist ein zweites aktuelles Beispiel dafür, wie die USA versuchen, ihre globale Hegemonie aufrechtzuerhalten, indem sie Stellvertreterkriege gegen ihre Hauptgegner provozieren und schüren, und zwar mit Hilfe nomineller Verbündeter, die dabei zerstört werden.

    Ein Beispiel für einen solchen Stellvertreterkrieg ist seit zwei Jahren die Unterstützung der USA für Kiew bei seinem wahnhaften Streben nach einem Krieg zur Rückeroberung der Krim und des Donbass, die sich jetzt in russischer Hand befinden. Dieser Krieg wurde von Washington angeheizt, um dem Kreml eine demütigende strategische Niederlage zuzufügen und in der Hoffnung, die Unzufriedenheit im Inland so zu schüren, dass das „Putin-Regime“ gestürzt wird.

    Bisher hat der Krieg Russland nur gestärkt, da sein Militär kampferprobt und siegreich geworden ist und Verluste erlitten hat, die höchstwahrscheinlich ein Fünftel bis ein Zehntel der Verluste betragen, die Russland den ukrainischen Streitkräften und ihren NATO-Beratern zugefügt hat. Dieser Krieg hat die Vereinigten Staaten zwar weit über hundert Milliarden Dollar für finanzielle und militärische Ausrüstungslieferungen an Kiew gekostet. Andererseits hatte dieser Ansatz des Stellvertreterkriegs für Washington den Vorteil, dass die USA den Krieg gegen den Staat, der den globalen Süden gegen die weltweite Hegemonie der USA anführt, aus der Distanz führen konnte.

    Jetzt beobachten wir denselben Plan in Westasien/im Nahen Osten, den Iran und seine Verbündeten in der Achse des Widerstands zu schwächen, die die größte regionale Herausforderung für die dortige Vorherrschaft der USA darstellen, und um sich für die Reihe von Demütigungen zu rächen, die Washington in den letzten zwei Jahrzehnten in der Region erfahren hat. Die israelischen Behauptungen nach ihrem erfolgreichen Angriff auf das Hauptquartier der Hisbollah im Libanon letzte Woche, dass sie nun eine einmalige Gelegenheit in fünfzig Jahren sehen, die Politik des gesamten Nahen Ostens neu zu gestalten, spiegeln genau das wahnhafte Denken von Dick Cheney, George Bush und anderen wider, die für die Entfesselung der Invasion im Irak im Jahr 2003 verantwortlich waren.

    Der heutige US-amerikanische Stellvertreter im Nahen Osten ist der Staat Israel, und Washington liefert seine fortschrittlichsten Verteidigungs- (Raketenabwehrsysteme) und Angriffswaffen (Megabomben) sowie wichtige Echtzeit-Satelliten- und AWACS-Aufklärungsdaten, die Israels Völkermord in Gaza und seine Bombenanschläge im Libanon ermöglichen. Jetzt sind die Vereinigten Staaten dabei, Israel eine Art Eskalationsangriff auf den Iran selbst zu ermöglichen, der zu einem umfassenden regionalen Krieg führen könnte.

    Bei meinem Auftritt in der Sendung „Judging Freedom“ gestern, nur wenige Stunden später, wurde dieser Frage, ob der Hund mit dem Schwanz wedelt oder der Schwanz mit dem Hund, um die heutigen Beziehungen zwischen Israel und den USA zu beschreiben, ebenfalls viel Aufmerksamkeit gewidmet.

    Siehe https://www.youtube.com/watch?v=pKIaI3CTpVI&t=1392s

    Der Judge war überrascht und skeptisch, dass ich die übliche Lesart von Führer und Anhänger zwischen Biden und Netanjahu umgekehrt habe. Er deutete vor dem Ende der Sendung an, dass er dies mit einem Gast besprechen würde, der später auf seinem Kanal erscheinen sollte, Professor John Mearsheimer von der University of Chicago, der 2007 landesweit bekannt wurde, als er und Professor Stephen Walt ihre bahnbrechende Studie mit dem Titel The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy veröffentlicht haben. Ihr Ruhm war wohlverdient, denn das Thema war damals tabu, und ihre Veröffentlichung führte zu einer heftigen Kontroverse, die eine Zeit lang ihre akademische Karriere bedrohte, bevor sie sich legte. Heute wird das, was sie geschrieben haben, von allen, die sich mit dem Thema befassen, als Mainstream angesehen.

    Judge Napolitano hat die Frage ordnungsgemäß mit Professor Mearsheimer angesprochen, wie Sie ab Minute 14 ihres Gesprächs sehen können:

    Es ist interessant zu sehen, wie eine Idee wie die israelische Ausrichtung der US-Politik im Nahen Osten von einer verachteten Dissidentenvorstellung zum Leitgedanken des Mainstreams wird. Wie immer ist der Mainstream intolerant gegenüber neuen, unkonventionellen Modellen für die Beziehungen zwischen Staaten. Genau das ist mit Mearsheimer und seinen AIPAC-Gewissheiten geschehen. In diesem Interview sagt Mearsheimer, dass Doctorows Lesart nichts Neues sei, dass sie von Noam Chomsky vor mehr als einem Jahrzehnt dargelegt wurde und einfach falsch ist.

    Was Mearsheimer fehlt, ist das Verständnis dafür, dass die Welt nicht stillsteht. Sie entwickelt sich weiter von dem, was vor siebzehn Jahren wahr war. Andere Akteure betreten die Bühne und Beziehungen können sich umkehren. Ich glaube, dass Mearsheimer meine Argumente in der Sendung nicht gehört hat, ganz zu schweigen von meinen detaillierteren Argumenten auf Papier in meiner gestrigen Präsentation auf diesen Seiten. Wenn er dies tut, wird er verstehen, dass es mehr als eine Handbewegung braucht, um meine Aussagen abzutun.

    Ich bin jederzeit bereit, mein Konzept der Stellvertreterkriege der USA als notwendiges analytisches Instrument zu verteidigen, um zu verstehen, was heute im Nahen Osten geschieht.

    Quelle: https://gilbertdoctorow.com/
    Mit freundlicher Genehmigung von Gilbert Doctorow
    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus
    Hervorhebungen seniora.org


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6291&mailid=2354


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Unsere Werte? - Friedens-Demo Berlin - 03. 10. 24
    Rede von Dr. Peter Gauweiler - Stellvertretender CSU-Vorsitzender

    rationalgalerie.de, vom 03 Okt. 2024, Datum: 03.10.2024 Autor: Uli Gellermann

    Sieht man von der obligaten und routinierten Russland-Abmahnung ab, hat Peter Gauweiler eine brillante Rede am der Berliner Siegessäule gehalten, die zugleich Mahnung ist: Unabhängig von politischen Unterschieden, loyal zum Land und uns selbst dem Krieg entgegenzutreten:


    „Vielen Dank für die Einladung ins wunderschöne Berlin. Bitte verzeihen Sie mir eine gewisse Verlegenheit: Ich habe noch nie auf einer Kundgebung der Friedensbewegung gesprochen. Das ist das erste Mal. Aber wir sollten jetzt ein bisschen näher zusammenrücken. In Europa brennt es und wir müssen die Europäische Union und die politische Klasse in Deutschland überzeugen, dass man diesen Brand nicht mit Benzin löschen kann.

    Gestatten Sie mir, bei dieser Friedenskundgebung am Tag der Deutschen Einheit in aller Kürze über das eigene Land zu reden, weil es ja auch um Krieg und Frieden bei uns geht und was Deutschland dafür tun und auf jeden Fall lassen sollte.

    Wir sind seit einiger Zeit dabei, ein Versprechen zu brechen, was man als das Gründungsversprechen der Bundeswehr bezeichnen kann: Streitkräfte nur zur Landesverteidigung aufzustellen. „Wenn die Bundeswehr den ersten Schuss abgibt, hat sie ihren Auftrag verfehlt.“ (so der Ministerpräsident Strauß zur Bundeswehr an seinem 70. Geburtstag).

    Noch die Regierung Kohl hatte sich geweigert, auch nur einen Bundeswehrsoldaten, selbst unter den Blauhelmen der Vereinten Nationen, nach Jugoslawien zu schicken, obwohl dort eine fürchterliche Auseinandersetzung zwischen den total verfeindeten ehemaligen Teilrepubliken vorlag.
    Seit den 90er Jahren führt Deutschland außerhalb jeder Landesverteidigung die sog. Kriege „für unsere Werte“. Diese begannen am 24. März 1999 mit der Bombardierung der Städte Belgrad, Novi Sad und Podgorica und war im August 2021 mit der chaotischen Evakuierungsaktion und dem Abzug aus Afghanistan noch nicht zu Ende. Die Bundeswehr bewies dabei zwar Tapferkeit im Scheitern. Aber die völlige Nutzlosigkeit der Einsätze stand in einem reziproken Verhältnis zur Opferbilanz. Sie wird bei den Kriegen des Westens für 'unsere Werte' seit 1999 insgesamt mit über 1 Mio. Menschen angegeben.
    Jetzt also die Krim und das Gebiet am Unterlauf der Don.

    Jeder weiß, dass Russland – das noch im Jahr 2000 eine Anfrage auf Aufnahme in die NATO gestellt hat – im Konflikt mit seinem früheren Teilstaat, der Ukraine niemals zu den Waffen hätte greifen dürfen. Aber die täglichen Schuldzuweisungen, Verurteilungen und Verwünschungen gerade von Deutschland aus lösen den Konflikt nicht. Politik ist Problemlösen. Problemlösen ist etwas anderes als richten. Auch am Tag der Deutschen Einheit sollten wir uns daran erinnern: Niemand hat die Deutschen zu Richtern über die Völker gesetzt.

    Richter wissen, dass man auch mit der Wahrheit lügen kann. Das gilt auch für die Europäische Union. Sie war als Fundament für ganz Europa gedacht und nicht als Bodenteiler einer neuen Spaltung und Brüssel weiß am besten, dass es nicht richtig ist, die Schuld an der Vorgeschichte dieses Konflikts nur einer Seite anzulasten, weil dies nicht den Tatsachen entspricht.

    Um es kurz zu machen: Ich bin nicht dafür, dass sich Deutschland militärisch immer mehr in den russischen-ukrainischen Krieg hineinziehen lässt. Ich halte es für hellen Wahnsinn, jetzt deutsche Raketen nach Russland schießen zu lassen. Allein dass dies von verantwortlichen Leuten als Option bezeichnet wird, ist ein weiterer Bruch des Gründungs- versprechens der Bundeswehr, von dem gerade die Rede war.

    Wenn es wirklich um „unsere Werte“ geht, sollte sich nicht nur Deutschland, sondern auch ganz Europa, das sich immer noch gerne als „das Abendland“ versteht, nicht so einfach über die Worte des Papstes hinwegsetzen wollen. Der oberste Bischof der Christenheit sagt umissverständlich:
    „Versucht zu verhandeln, sucht den Frieden!“

    Die Veranstalter von heute haben ihrer Einladung den Aufruf vorangestellt: „Die Waffen nieder!“. Das sind die Worte der Bertha von Suttner, einer österreichisch-tschechischen Aristokratin und besten Freundin von Alfred Nobel. Sie starb 10 Tage vor dem Attentat von Sarajewo, das den Weltkrieg einleitete und in Europa die Lichter ausgehen ließ. Deutschland sollte jetzt, in der zwölften Stunde, die Europäische Union dazu bewegen, nicht weiter den Krieg und das Waffenmanagement zu ihrer Sache zu machen, sondern das wechselseitige, vollständige und bedingungslose Niederlegen der Waffen. Danach lasst uns alle streben und das ist die zeithistorische Aufgabe des wiedervereinigten Deutschlands und seiner Politik.

    Beides wird nicht durch einzelne Politiker repräsentiert, sondern durch den Bund und die Länder. Darin wird auch ein wichtiger Unterschied zu den Siegfrieden von 1866 und 1871 sichtbar, an die die imposante Säule auf diesem Platz erinnert. Deutschland besteht heute aus einem Bund selbstbestimmter Länder, Länder, mit denen der Bund in allen europäischen Angelegenheiten zusammenwirkt. Das Grundgesetz sagt, dass dies auch ausdrücklich für den Bereich der Außenpolitik gilt, wenn ein Land seine Interessen berührt sieht (Art. 23 V GG).

    Die regierenden Bürgermeister von Berlin – Ernst Reuter bis Richard von Weizsäcker – hatten ihre größte Stunde, wenn sie sich mit der Autorität ihres Amtes an die Völker der Welt wandten, damit diese auf ihre Stadtstaaten schauten. Die Bevölkerung braucht gerade in Krisenzeiten den Schutz föderaler Vielseitigkeit und Mitbestimmung, um sich nicht wie ein Korken auf der Welle bei supranationalen Wahnsinnsentscheidungen fühlen zu müssen.

    Dem Eskalieren von Meinungsverschiedenheiten zu bewaffneten Konflikten, von bewaffneten Konflikten zu Kriegen und von Kriegen zu Atomkriegen mit allen Sinnen und Kräften entgegenzutreten, ist eine Menschheitsaufgabe. Man kann das - im Gegensatz zum „Wutbürger“ - Verantwortungsbürgertum nennen.
    Wenn Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, sich heute und hier zu diesem Zweck versammelt haben, ungeachtet aller politischen Unterschiede, ist das ein Ausdruck der Loyalität und Treue zu diesen Zielen und jedermann in Deutschland sollte Ihnen – gerade am Tag der Deutschen Einheit – dafür dankbar sein.


    Screenshot_2024_10_04_at_20_01_32_Unsere_Werte_Friedens_Demo_Berlin_03._10._24

    Foto: SIERA

     

    Kommentare (20)


    stimmen Nutzungsbedingungen und Datenschutz.

    Holdger Platta

    1. 4. Okt 2024 | 18:34:32
    2. #41655

    Auch ich finde überaus erfreulich, daß ehemals so verrückte Typen wie Gauweiler bei der Friedensbewegung angekommen sind - und dann noch mit einer derart klugen, engagierten und informierten Rede. Über SW mag ich mich hier nicht äußern, weil ich...

    Weiterlesen

    Marla

    1. 4. Okt 2024 | 18:24:19
    2. #41653

    Ich hatte lange mit mir gerungen: aber ganz ernst: dieses immer wieder entstehende "Misbrauchsgefühl" wollte nicht weichen!
    Warum mußte die Rednerliste von Parteilern durchtränkt sein?
    Warum immer noch die undifferenzierte "Querdenker=Rächts"...

    Weiterlesen

    Gabriele Wolff

    1. 4. Okt 2024 | 18:07:50
    2. #41652

    Ich finde es fantastisch, dass auch ein Peter Gauweiler auf der Friedens/Verhandlungsseite steht. Nicht wie unsere Grünen, ehemals Friedenspartei!!!! , SPD etc immer weiter auf Krieg und Waffen setzen. Bravo Herr Gauweiler! Respekt!!!

    Kuch Peter

    1. 4. Okt 2024 | 17:30:43
    2. #41650

    Es freut mich sehr das es doch noch immer sehr vernüftige Menschen ( Politiker) gibt. Ich wünsch mir mehr davon die einen gesunden Verstand haben.
    All die Hetzer und Kriegstreiber sollten sich schämen das deutsche Volk
    in den Untergang zu...

    Weiterlesen

    Helga Karl

    1. 4. Okt 2024 | 14:35:34
    2. #41649

    Danke für das sehr schnelle Einstellen der Rede von Peter Gauweiler.

    Ich fand (auch) diese Rede in der Gesamtheit am klarsten, am besten bei der Abschlusskundgebung (und Dank an Christiane Reymann).
    Als gebürtige Bayerin (das prägt Identität),...

    Weiterlesen

    Des Illusionierter

    1. 4. Okt 2024 | 14:30:00
    2. #41648

    Ich weiß nicht, was in Frau Wagenknecht gefahren ist. Ihre penetrante Russophobie stinkt zum Himmel, seit sich diese Dame über den “Ukraine-Krieg“ öffentlich äußert.
    Eine Partei, an deren Spitze eine Kultfigur mit einem derartigen Profil steht...

    Weiterlesen

    Fred Schumacher

    1. 4. Okt 2024 | 11:29:57
    2. #41645

    Dass Gauweilers Rede die beste der Kundgebung war, sollte uns sehr nachdenklich machen. Er haute zwar voll daneben, als er die Funktion der EU beschrieb, aber die aktuellen friedenspolitischen Aussagen kann man unterstützen.
    Der Rest war leider...

    Weiterlesen

    Bernd Schmidt

    1. 4. Okt 2024 | 11:10:46
    2. #41644

    Herr Gauland (gemeint ist Gauweiler) hat gegen alle deutsche Kriegseinsätze im Ausland geklagt. Schon dadür verdient er sich Anerkennung.

    Ulrike Spurgat

    1. 4. Okt 2024 | 7:34:09
    2. #41642

    War die Demo ein Erfolg für den Frieden und die Völkerfreundschaft ? Ja, denn Tausende hat weder das Wetter, noch teils lange Anfahrten abgeschreckt. Vermisst habe ich eine zündende Friedensrede von Uli Gellermann !

    Was soll ich sagen ?...

    Weiterlesen

    Juergen Wehrse

    1. 4. Okt 2024 | 0:36:22
    2. #41641

    Ich komme gerade zurück aus Berlin - und staune. Danke, Herr Gellermann, für dieses schnelle Transkript der - auch meiner Meinung nach - besten Rede dieser Veranstaltung.

    Freiherr

    1. 3. Okt 2024 | 23:35:46
    2. #41640

    ...vom Saulus zu Paulus ? - die Metamorphose des ehemaligen scharfen CSU-Ideologen Gauweiler ist sehr erstaunlich, nicht minder überraschend.
    Aber sei's drum - zur rechten Zeit an richtiger Stelle, darauf kommt es auch an.
    * . Deutschland sollte...

    Weiterlesen

    Arnulf Rating

    1. 3. Okt 2024 | 22:14:41
    2. #41639

    Danke, Uli Gellermann,
    das war wirklich der inhaltliche und rednerische Höhepunkt der Friedensdemo.
    Was Gauweiler nicht sagte, was aber historisch belegt ist: Die erste rot/grüne Regierung unter Schröder/Fischer kam dann zum Zuge. Mit der...

    Weiterlesen

    Anna Lyse

    1. 3. Okt 2024 | 22:06:08
    2. #41638

    Wer hätte gedacht, daß eine Rede Gauweilers jemals auf der Seite der Rationalgalerie erscheinen würde!
    Abgesehen davon, daß Gauweilers Rede erstklassig, hochwichtig und friedensstiftend ist, ist es genau das, was wir angesichts der Kriegsgefahr...

    Weiterlesen

    Fee Strieffler

    1. 3. Okt 2024 | 21:55:12
    2. #41637

    Guten Abend! Da kann ich Ihnen nur voll zustimmen, Herr Gellermann. Man war bei allen anderen Rednern und Rednerinnen mit ihren inhaltlichen "Schlenkern" wirklich gefordert, dass man bei der Stange blieb und sich nicht aus...

    Weiterlesen

    Elly Ursula Münch

    1. 3. Okt 2024 | 21:21:14
    2. #41636

    Es handelt sich nicht um Alexander sondern um ein CSU Mitglied Dr. Peter Gauweiler

    Marius

    1. 3. Okt 2024 | 20:14:56
    2. #41635

    Ja, es war ein meinerseits völlig unerwarteter Redner und inhaltlich wie rhetorisch die brillanteste Rede.
    Genau diese gesellschaftliche Breite ist heute in Deutschland dringender denn je geboten!
    Dank an die Organisatoren und Dank an Herrn...

    Weiterlesen

    Elly Ursula Münch

    1. 3. Okt 2024 | 19:53:58
    2. #41634

    Gauweiler als vernünftiger Redner überraschte mich ebenfalls, bis ich mir den Vornahmen ansah, welcher nicht Alexander, sondern Peter lautet.

    Hanne Wegmann

    1. 3. Okt 2024 | 18:53:40
    2. #41632

    Gab es denn keine bessere Rede als die von Gauweiler?

    Uli Gellermann    Hanne Wegmann

    1. 3. Okt 2024 | 18:56:09
    2. #41633

    Kaum.

    Hajo Stratmann

    1. 3. Okt 2024 | 18:52:49
    2. #41631

    Sie sind extrem schnell und von Gauweiler bin ich angenehm übberrascht!


    Info: https://www.rationalgalerie.de/home/unsere-werte-friedens-demo-berlin-03-10-24#!kmt-start=10


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Friedensdemo: Rede von Peter Gauweiler

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. Oktober 2024, 10:49 Uhr


    /Es lohnt sich die Rede selbst anzuhören unter dem Link zum Video.

    /https://www.youtube.com/watch?v=xg5K2lBo9NA

    /(Der Stil der Rede des Bayern geht in dem Transkript (das leider auch

    etwas verkürzt ist) verloren

    und das Bayrische gehört nun mal zu einem Gauweiler...(dp)/



    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Friedensdemo: Rede von Peter Gauweiler

    Datum: Fri, 4 Oct 2024 10:28:35 +0200

    Von: Doris Pumphrey <dpumphrey@ipn.de>



    */Hier zum Video mit der Rede von Dr. Peter Gauweiler:

    /*https://www.youtube.com/watch?v=xg5K2lBo9NA



    *Unsere Werte? - Friedens-Demo Berlin - 03. 10. 24

    <https://www.rationalgalerie.de/home/unsere-werte-friedens-demo-berlin-03-10-24>

    *Uli Gellerman hat dankenswerterweise bereits ein Transkript der Rede

    veröffentlicht mit der Anmerkung „/Sieht man von der obligaten und

    routinierten Russland-Abmahnung ab, hat Peter Gauweiler eine brillante

    Rede an der Berliner Siegessäule gehalten, die zugleich Mahnung ist:

    Unabhängig von politischen Unterschieden, loyal zum Land und uns selbst

    dem Krieg entgegenzutreten“./


    *Rede von Dr. Peter Gauweiler - Stellvertretender CSU-Vorsitzender:

    *

    „Vielen Dank für die Einladung ins wunderschöne Berlin. Bitte verzeihen

    Sie mir eine gewisse Verlegenheit: Ich habe noch nie auf einer

    Kundgebung der Friedensbewegung gesprochen. Das ist das erste Mal. Aber

    wir sollten jetzt ein bisschen näher zusammenrücken. In Europa brennt es

    und wir müssen die Europäische Union und die politische Klasse in

    Deutschland überzeugen, dass man diesen Brand nicht mit Benzin löschen kann.


    Gestatten Sie mir, bei dieser Friedenskundgebung am Tag der Deutschen

    Einheit in aller Kürze über das eigene Land zu reden, weil es ja auch um

    Krieg und Frieden bei uns geht und was Deutschland dafür tun und auf

    jeden Fall lassen sollte.


    Wir sind seit einiger Zeit dabei, ein Versprechen zu brechen, was man

    als das Gründungsversprechen der Bundeswehr bezeichnen kann:

    Streitkräfte nur zur Landesverteidigung aufzustellen. „Wenn die

    Bundeswehr den ersten Schuss abgibt, hat sie ihren Auftrag verfehlt.“

    (so der Ministerpräsident Strauß zur Bundeswehr an seinem 70. Geburtstag).


    Noch die Regierung Kohl hatte sich geweigert, auch nur einen

    Bundeswehrsoldaten, selbst unter den Blauhelmen der Vereinten Nationen,

    nach Jugoslawien zu schicken, obwohl dort eine fürchterliche

    Auseinandersetzung zwischen den total verfeindeten ehemaligen

    Teilrepubliken vorlag.

    Seit den 90er Jahren führt Deutschland außerhalb jeder

    Landesverteidigung die sog. Kriege „für unsere Werte“. Diese begannen am

    24. März 1999 mit der Bombardierung der Städte Belgrad, Novi Sad und

    Podgorica und war im August 2021 mit der chaotischen Evakuierungsaktion

    und dem Abzug aus Afghanistan noch nicht zu Ende. Die Bundeswehr bewies

    dabei zwar Tapferkeit im Scheitern. Aber die völlige Nutzlosigkeit der

    Einsätze stand in einem reziproken Verhältnis zur Opferbilanz. Sie wird

    bei den Kriegen des Westens für 'unsere Werte' seit 1999 insgesamt mit

    über 1 Mio. Menschen angegeben.

    Jetzt also die Krim und das Gebiet am Unterlauf der Don.


    Jeder weiß, dass Russland – das noch im Jahr 2000 eine Anfrage auf

    Aufnahme in die NATO gestellt hat – im Konflikt mit seinem früheren

    Teilstaat, der Ukraine niemals zu den Waffen hätte greifen dürfen. Aber

    die täglichen Schuldzuweisungen, Verurteilungen und Verwünschungen

    gerade von Deutschland aus lösen den Konflikt nicht. Politik ist

    Problemlösen. Problemlösen ist etwas anderes als richten. Auch am Tag

    der Deutschen Einheit sollten wir uns daran erinnern: Niemand hat die

    Deutschen zu Richtern über die Völker gesetzt.


    Richter wissen, dass man auch mit der Wahrheit lügen kann. Das gilt auch

    für die Europäische Union. Sie war als Fundament für ganz Europa gedacht

    und nicht als Bodenteiler einer neuen Spaltung und Brüssel weiß am

    besten, dass es nicht richtig ist, die Schuld an der Vorgeschichte

    dieses Konflikts nur einer Seite anzulasten, weil dies nicht den

    Tatsachen entspricht.


    Um es kurz zu machen: Ich bin nicht dafür, dass sich Deutschland

    militärisch immer mehr in den russischen-ukrainischen Krieg hineinziehen

    lässt. Ich halte es für hellen Wahnsinn, jetzt deutsche Raketen nach

    Russland schießen zu lassen. Allein dass dies von verantwortlichen

    Leuten als Option bezeichnet wird, ist ein weiterer Bruch des Gründungs-

    versprechens der Bundeswehr, von dem gerade die Rede war.


    Wenn es wirklich um „unsere Werte“ geht, sollte sich nicht nur

    Deutschland, sondern auch ganz Europa, das sich immer noch gerne als

    „das Abendland“ versteht, nicht so einfach über die Worte des Papstes

    hinwegsetzen wollen. Der oberste Bischof der Christenheit sagt

    umissverständlich:

    „Versucht zu verhandeln, sucht den Frieden!“


    Die Veranstalter von heute haben ihrer Einladung den Aufruf

    vorangestellt: „Die Waffen nieder!“. Das sind die Worte der Bertha von

    Suttner, einer österreichisch-tschechischen Aristokratin und besten

    Freundin von Alfred Nobel. Sie starb 10 Tage vor dem Attentat von

    Sarajewo, das den Weltkrieg einleitete und in Europa die Lichter

    ausgehen ließ. Deutschland sollte jetzt, in der zwölften Stunde, die

    Europäische Union dazu bewegen, nicht weiter den Krieg und das

    Waffenmanagement zu ihrer Sache zu machen, sondern das wechselseitige,

    vollständige und bedingungslose Niederlegen der Waffen. Danach lasst uns

    alle streben und das ist die zeithistorische Aufgabe des

    wiedervereinigten Deutschlands und seiner Politik.


    Beides wird nicht durch einzelne Politiker repräsentiert, sondern durch

    den Bund und die Länder. Darin wird auch ein wichtiger Unterschied zu

    den Siegfrieden von 1866 und 1871 sichtbar, an die die imposante Säule

    auf diesem Platz erinnert. Deutschland besteht heute aus einem Bund

    selbstbestimmter Länder, Länder, mit denen der Bund in allen

    europäischen Angelegenheiten zusammenwirkt. Das Grundgesetz sagt, dass

    dies auch ausdrücklich für den Bereich der Außenpolitik gilt, wenn ein

    Land seine Interessen berührt sieht (Art. 23 V GG).


    Die regierenden Bürgermeister von Berlin – Ernst Reuter bis Richard von

    Weizsäcker – hatten ihre größte Stunde, wenn sie sich mit der Autorität

    ihres Amtes an die Völker der Welt wandten, damit diese auf ihre

    Stadtstaaten schauten. Die Bevölkerung braucht gerade in Krisenzeiten

    den Schutz föderaler Vielseitigkeit und Mitbestimmung, um sich nicht wie

    ein Korken auf der Welle bei supranationalen Wahnsinnsentscheidungen

    fühlen zu müssen.


    Dem Eskalieren von Meinungsverschiedenheiten zu bewaffneten Konflikten,

    von bewaffneten Konflikten zu Kriegen und von Kriegen zu Atomkriegen mit

    allen Sinnen und Kräften entgegenzutreten, ist eine Menschheitsaufgabe.

    Man kann das - im Gegensatz zum „Wutbürger“ - Verantwortungsbürgertum

    nennen.

    Wenn Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, sich heute und hier zu

    diesem Zweck versammelt haben, ungeachtet aller politischen

    Unterschiede, ist das ein Ausdruck der Loyalität und Treue zu diesen

    Zielen und jedermann in Deutschland sollte Ihnen – gerade am Tag der

    Deutschen Einheit – dafür dankbar sein.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Green Deal: Die Wälder müssen warten

    lostineu.eu, 4. Oktober 2024

    Die EU-Kommission macht einen Rückzieher bei der Entwaldungs-Verordnung. Sie soll erst später in Kraft treten – auch, um ein wackliges Freihandelsabkommen zu retten.

    Mit dem Schutz des Regenwaldes hat es die EU plötzlich nicht mehr so eilig. Nach monatelangen Protesten von Bauern und Kaffeeröstern in Deutschland, aber auch von Politikern und Konzernen aus Lateinamerika, hat die EU-Kommission in Brüssel vorgeschlagen, die Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung um ein Jahr aufzuschieben. 

    Wenn es nach dem Willen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) geht, müssen große Unternehmen nun erst Ende 2025 und Kleinunternehmen erst ab Juni 2026 nachweisen, dass ihre Lieferketten „entwaldungsfrei“ sind und nicht zum Schwund von Regenwäldern beitragen. Ursprünglich sollte das Gesetz bereits ab Januar 2025 gelten.

    Die Entwaldungsverordnung sieht vor, dass Produkte wie Kaffee, Holz, Soja, Kakao und Palmöl in der EU nur noch unter der Bedingung verkauft werden dürfen, dass dafür keine Wälder gerodet wurden. Damit soll auch die Abholzung des Regenwaldes etwa im südamerikanischen Amazonasgebiet gebremst werden.

    Mit der Vertagung in letzter Minute beugt sich von der Leyen dem Druck der Lobbyisten, aber auch ihrer eigenen Parteifreunde aus der konservativen Europäischen Volkspartei. EVP-Chef Manfred Weber trommelt bereits seit Monaten für eine Verschiebung. Auf der Website der EU-Kommission stellt es sich jedoch ganz anders dar. 

    Dort ist von einem „stärkeren Rahmen für die internationale Zusammenarbeit“ die Rede. Es gehe darum, globale Interessenträger, Mitgliedstaaten und Drittländer zu unterstützen. Das klingt beschönigend, hat jedoch einen wahren Kern: Die EU nimmt auch Rücksicht auf die südamerikanischen Mercosur-Staaten und die USA.

    Länder wie Argentinien oder Brasilien hatten gewarnt, dass die EU mit ihren Waldschutzplänen massiv in die Wirtschaft eingreife, viele Unternehmen jedoch nicht ausreichend vorbereitet seien. Außerdem gefährde die EU-Verordnung den ohnehin wackligen Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Staaten. 

    Der Freihandel scheint der EU letztlich wichtiger zu sein als ihr Green Deal, die Wälder müssen warten…

    Siehe auch Der “Green Deal” ist schon Geschichte

    6 Comments

    1. european
      4. Oktober 2024 @ 12:20

      Wir Europaeer muessen da etwas von unserem hohen Ross herunterkommen, weil die Welt jenseits unserer Blase durchaus etwas anders aussieht.

      In meinem Studium habe ich unter anderem das Buch International Business, Global Edition, 10th Edition, von Charles W L Hill gelesen. Ein absolut lesenswertes Buch, auch wenn man es nur aus Interesse lesen moechte, weil es, spannend geschrieben, voll von sehr guten Beispielen dafuer ist, wie sich die globale Wirtschaft entwickelt und was fuer Anstrengungen vorgenommen werden, um den Bevoelkerungen ein stabiles Einkommen und damit wirtschaftliche Sicherheit zu verschaffen. So z.B. dass Indien dabei ist, das Kastensystem systematisch aufzuloesen, weil sogar ein tiefglaeubiger Modi eingesehen hat, dass sein Land ohne ausgebildete workforce nicht auf die Fuesse kommt. Es gibt z.B. spezielle Foerderprogramme fuer Firmen, die Absolventen aus der unteren Kaste einstellen, was durchaus auch ein Kampf gegen Windmuehlen sein kann. Religion muss man sich eben auch leisten koennen. Das versteht nicht gleich jeder.

      Unter anderem findet man in diesem Buch eine Analyse ueber den Zusammenhang von jaehrlichem Einkommen der Buerger und Umweltbewusstsein. Diese Erhebung brachte hervor, dass ein Umweltbewusstsein bei einem jaehrlichen Einkommen von ca. 8000 USD einsetzt. Darunter ist man damit befasst, die Basics abzudecken (siehe Maslow) Mittlerweile gibt es die 14. Edition dieses Buches, was bedeutet, dass diese 8000 USD heute nicht mehr ausreichen, sondern eher bei 10-12000 USD oder wahrscheinlich sogar darueber liegen duerften. Das habe ich jetzt nicht nachrecherchiert.

      Nachfolgend eine Erhebung der Jahreseinkommen in den Laendern Suedamerikas im Jahr 2022. Die interaktive Karte macht es leicht, die einzelnen Betraege herauszufinden. So liegt Brasilien bei ca. 8.388 Euro, Paraguay bei 5734 Euro und Argentinien bei 11579 Euro, Bolivien bei 3.329 Euro

      https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php

      Bedeutet also, dass ein Boykott dieser Laender politisch und wirtschaftlich eher kontraproduktiv sein duerfte. Wenn das Einkommen wegfaellt und die wirtschaftliche Lage noch unsicherer wird, duerfte das Wasser auf die Muehlen von Extremisten aller Art sein. Wir kennen diese Entwicklung aus Europa, obwohl unsere Situation nicht einmal ansatzweise mit der in suedamerikanischen Laendern zu vergleichen ist.

    Reply

    • Helmut Höft
      4. Oktober 2024 @ 13:22

      Dear european,
      “Diese Erhebung brachte hervor, dass ein Umweltbewusstsein bei einem jaehrlichen Einkommen von ca. 8000 USD einsetzt.” kommen wir da nicht in einen circulus vitiosus?

      Wenn jetzt auch noch 1,5 Mrd. Inder nach materiellem Wohlstand streben, nach Auto fahrn, in Urlaub fliegen (pauschal: all’ you can eat) …

      Sry, bitte lies das zynismusfrei, alle sollen in Wohlstand leben … (Mist, jetzt wird’s doch wieder schief, scusi)

      Reply

      • european
        4. Oktober 2024 @ 14:00

        Es geht nicht um “Wohlstand”, es geht zunaechst einmal um die Abdeckung von Grundbeduerfnissen. Sobald diese abgedeckt sind, setzt Umweltbewusstsein ein. Vorher nicht. Geht ein bisschen in die Richtung “Erst kommt das Fressen, dann die Moral.” Wir haben die vollen Baeuche und koennen sehr leicht den anderen vorschreiben, dass ihre Baeuche weniger wert sind als unsere. Interessanterweise starten die sogenannten Entwicklungslaender, wenn immer moeglich, mit neuester Technologie und nicht mit Dampfmaschinen wie wir seinerzeit, als wir noch mit Dreckschleudern gearbeitet haben.

        In Deutschland erleben wir gerade wie ganze Industriezweige den Bach hinuntergehen. Wenn jetzt wertvolle Ratschlaege von aussen kommen, am besten vielleicht aus Griechenland oder Italien, was mir persoenlich sogar Spass machen wuerde, die uns sagen, na dann legt euch doch mal eine andere Industrie zu, wovon ihr leben koennt, dann wuerden wir das eher unterirdisch empfinden. Ich stelle mir gerade die Schlagzeilen vor. BILD ganz vorne

        Die 8.000 USD – equivalent in Landeswaehrung – decken eben jenes Grundbeduerfnis ab, ab dem Menschen in der Lage sind, sich anderen Dingen, z.B. der Umwelt zu widmen. Und jetzt kommen wir und verlangen, dass sie sich doch gefaelligst andere Einnahmequellen suchen sollen. Bisschen viel verlangt, oder? ????

      • Shitkicker
        4. Oktober 2024 @ 17:34

        Exakt diese Fokussierung auf die Entwicklung und das Wohl der Anderen ist der entscheidende Punkt european, der weder in GB noch in D von uns dafür in die Scheiße getretenen noch hingenommen wird!

        Weil Eure untere Hälfte der Bedürfnispyramide abgedeckt ist -und vermutlich schon seit 1-2 Generationen immer war- meintet Ihr für Eure (kollektive) Selbstverwircklichung “die Welt zu verbessern”, die Grundlagen des kurzzeitigen materiellen Wohlstandes in Europa abzubauen und dorthin zu transferieren, wo Ihr die Menschen für wertiger, verdienter, etc. hieltet, weil auf die deplorables im eigenen Volk scheißt man ja, wa.

        Jetzt haben wir die Scheiße und müssen uns mit Zöllen gegen Produkte aus China schützen!
        Oh the irony, vor ca. 19 Jahren schon war absehbar dass es nicht ewig gut gehen könnte ständig die Chinesen unsere Produkte kopieren, Industrien abwandern zu lassen, aber bei Mittelständlern hier hat man sich wie von Euch politisch korrekt verhalten, “Solange wir immer noch eine Generation vorne sind geht das”, aber dass man auf älteren Generationen aufbaut oder Synergieeffekte erzielt bei vergleichbaren Technologien, wie ein Handyhersteller der auf einmal auch Elektroautos baut für 100.000 € weniger als ein Porsche Taycan, tja, da hätte man wohl lieber auf den Primitivling aus der Unterschicht gehört.

  • Michael
    4. Oktober 2024 @ 12:18

    Die Profitmaximierung im sog. Westen ist noch nicht ausgereizt! Aber der Zeitpunkt wird dank Klima kommen – früher als später!

    Reply

  • Helmut Höft
    4. Oktober 2024 @ 11:54

    Es kann, naturgesetzlich bedingt, diesen Green Deal nicht geben. So lange der Drang nach immer mehr Energietransformation besteht geht’s weiter bergab. Mittlerweile werden aber auch die Großkopferten wach:

    „Obwohl die auf der neoklassischen Mainstream-Ökonomie basierenden Grundsätze, die im Washington Consensus verankert sind, eindeutig gescheitert sind, herrscht in der Wirtschaftstheorie weiterhin eine lähmende Verwirrung. Was gefehlt hat, ist eine vollständige Umstellung auf moderne Denkweisen, die von der zeitgenössischen Wissenschaft geprägt sind.“
    https://www.project-syndicate.org/magazine/modern-sciences-reveal-why-mainstream-economics-has-failed-by-james-k-galbraith-2024-09


  • Info: https://lostineu.eu/green-deal-die-waelder-muessen-warten/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    CNN: Nasrallah wollte Waffenstillstand – wie Biden und Macron


    lostineu.eu, vom 3. Oktober 2024

    Kurz vor seiner Tötung durch Israel soll sich Hisbollah-Chef Nasrallah für einen dreiwöchigen Waffenstillstand im Libanon ausgesprochen habe, den die USA und Frankreich zuvor bei der Uno vorgeschlagen hatten. Dies sagte Libanons Außenminister auf CNN. Wenn das stimmt, dann hat Israels Regierungschef Netanjahu die Welt angelogen und Biden und Macron hintergangen. – Mehr hier

    9 Comments

    1. Michael
      4. Oktober 2024 @ 12:15

      Netanyahu wollte nur mal wieder seine eigene Haut retten indem er mordet und morden lässt- Weile er sich seiner “absolut impunity” sicher sein kann, dank seines Patrons, den USA und dem selbsterklärten Zionisten Biden ganz persönlich! Trump hin oder her, man kann nur hoffen dass die Demokraten den Preis zahlen werden!

    Reply

  • Helmut Höft
    4. Oktober 2024 @ 11:48

    Die Nasrallah-Story auf CNN fällt schwer zu glauben: Mehr als ein Jahrzehnt lang jagen die Israelis – mit dem angeblich besten Geheimdienst der Welt – Hassan Nasrallah … und just im ‚richtigen‘ Moment gelingt der „finale Rettungsschuss“ für Netanjahus & Co. Politik?

    Kann es nicht sein, dieser wäre schon früher (und mehrmals) möglich gewesen, man hat sich Nasrallah aber für den ‚richtigen‘ Moment aufgespart, der zweifellos heute gekommen ist: Iran endlich in ganz großen Problemen (hat seinen Fronten innen und außsen überdehnt – korruptes „religiöses Fanatiker-Regime“, internationale Terrorfinanzierung/-förderung), Israel ist dagegen on Top – zumindest militärisch – und erhält bedingungslose Unzerstützung durch Biden und die €U, Trump ist ante portas, die Ukraine und der Wertewesten® sind in großer Bedrängnis: Jetzt! Put Nasrallah down!

    Ist das jetzt zu sehr um die Ecke gedacht oder doch nur Zufall?

    Bibi lügt? Ach komm, der doch nicht!

    Btw.: Es tauchen auch immer wieder Probleme mit den „Geheimdiensten“ auf: Die wissen alles und doch nix. „Nach Geheimdienstinformationen …“ die zahme Varioante im Journalismus heißt: „Wie informierte Kreise berichten …“ Wtf?? Ist Reinhard Gehlen wiederauferstanden?

    Reply

  • Helmut Höft
    4. Oktober 2024 @ 11:32

    Die Nasrallah-Story von CNN fällt schwer zu glauben: Mehr als ein Jahrzehnt lang jagen die Israelis, mit ihrem besten Geheimdienst der Welt, Hassan Nasrallah … und just im richtigen Moment gelingt ihnen der “finale Rettungsschuss”?
    Kann es nicht sein, dieser wäre schon früher (und mehrmals) möglich gewesen, man hat sich Nasrallah aber für den ‘richtigen’ Moment aufgespart, der zweifellos heute gekommen ist: Iran endlich in ganz großen Problemen (hat seinen Fronten innen – “religiöses Fanatiker-Regime” – und außen – Terrorfinanzierung/-förderung – überdehnt), Israel dagegen on Top, bedingungslose Unzerstützung durch Biden und die €U, Trump ante portas, Ukraine und der Wertewesten® in großer Bedrängnis: Jetzt! Put Nasrallah down!

    Ist das jetzt zu sehr um die Ecke gedacht oder doch nur Zufall?

    Bibi lügt? Ach komm, der doch nicht!

    Btw.: Es tauchen auch immer wieder Probleme mit den “Geheimdiensten” auf: Die wissen alles und doch nix. “Nach Geheimdienstinformationen …” die zahme Varioante im Journalismus heißt: “Wie informierte Kreise berichten …” Wtf??

    Reply

    • ebo
      4. Oktober 2024 @ 12:08

      Doch, diese Story ist sogar sehr plausibel. Denn Netanjahu hat die Bombardierung des Nasrallah-Hauptquartiers ja bekanntlich von seinem Hotel in New York aus angeordnet – nach dem die USA und Frankreich in der Uno-Vollversammlung eine Initiative für die Waffenruhe eingebracht hatten. Diese Ini war offenbar mit Nasrallah abgestimmt…

      Reply

      • Helmut Höft
        4. Oktober 2024 @ 12:33

        Versteh’ ich das richtig? Die Initiative für Waffenstillstand seitens Frankreich und USA waren mit Netanjahu abgestimmt … und dann ordnet Netanjahu, noch von NY aus, die Eliminierung von Nasrallah an? Der auch nur das wollte, was abgestimmt war? Klär’ mich bitte auf, ebo.

      • ebo
        4. Oktober 2024 @ 12:39

        So sieht es aus. Jedenfalls wird es in Frankreich und den USA (CNN) so dargestellt.

      • Helmut Höft
        4. Oktober 2024 @ 13:05

        Na gut, Bibi ist halt ein Falschfahrer ersten Ranges: Waffenstillstand? Yeah! (hihi, ihr werdet schon sehen: Nicht mit mir!). Er verdient jede Unterstützung. mC

        Der doppelte Vortrag oben ist sicher um einige Ecken gedacht, scheint mir aber besser ins Bild zu passen. Scusi

  • Bogie
    3. Oktober 2024 @ 20:29

    Kann ich mir nicht vorstellen, dass eine israelische Regierung die Welt anlügt.
    Die gehören doch zu uns, also zu den Guten.

    Reply

    • KK
      4. Oktober 2024 @ 13:49

      Etwas anderes zu behaupten wäre auch hochgradig antisemitisch, nicht wahr?


  • Info: https://lostineu.eu/cnn-nasrallah-war-fuer-waffenstillstand-wie-biden-und-macron/utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Neues vom Wirtschaftskrieg (255): BRICS sind wichtigster Handelspartner


    lostineu.eu, vom 3. Oktober 2024

    EU-Sanktionen sollen neue Delikte erfassen – auch Desinformation wird strafbar. Der europäische Gaskauf floppt. Russlands Rohöllieferungen sind auf einem Höchststand. Und die BRICS steigen zum wichtigsten Partner der EU im Warenhandel auf.

    • BRICS steigen zum wichtigsten Partner der EU im Warenhandel auf: The #BRICS+ group is now the EU’s main trading partner for goods Our infographic takes you through the BRICS+ Economic indicators and trade with EU (EU-Parlament auf X) Zu den Gründungsmitgliedern der BRICS zählt übrigens Russland, das die EU ja mit seinen Sanktionen wirtschaftlich schwächen und isolieren wollte…
    • Russlands Rohöllieferungen auf höchstem Stand seit drei Monaten. Das berichtet der Finanzdienst Bloomberg und beruft sich dabei unter anderem auf Schiffstracking-Daten. Demnach hatten 35 Tanker insgesamt 26,17 Millionen Barrel russisches Rohöl geladen. Damit stiegen die täglichen Rohöllieferungen Russlands über den Seeweg um rund 850.000 Barrel auf den höchsten Wert seit Ende Juni. Der Großteil des russischen Öls geht trotz der westlichen Sanktionen nach Asien. Hauptabnehmer sind China und Indien. (telepolis)
    • Gemeinsamer Gaskauf floppt. AggregateEU ist die Beschaffungsplattform der Europäischen Union, die den gemeinsamen Einkauf von nichtrussischem Erdgas ermöglicht. Durch Bündelung der Nachfrage sollten Haushalte und vor allem die energieintensive Industrie mit der Marktmacht der EU-27 im Hintergrund Zugang zu günstigerem Gas bekommen. Das war neben dem Finden neuer Lieferanten abseits der russischen Gazprom eines der Hauptziele der Initiative. Jetzt, 17 Monate nach dem Start des gemeinsamen Beschaffungsprogramms, macht sich allenthalben Ernüchterung breit. Böswillig könnte man sagen: AggregateEU floppt. (Der Standard)
    • EU-Sanktionen sollen neue Delikte erfassen. Die Europäische Union will die Sanktionen gegen Russland um Delikte wie Cyberangriffe oder Sabotageakte ausweiten. Die ständigen Vertreter der Mitgliedsländer sprachen sich in Brüssel laut Diplomaten für Strafmaßnahmen gegen Personen aus, die für sogenannte hybride Angriffe oder Sabotage verantwortlich sind. Dazu zählen laut einem Textentwurf Aktivitäten, welche “die Demokratie, den Rechtsstaat, die Stabilität oder Sicherheit unterlaufen oder gefährden”. (Tagesschau) Gemeint sind offenbar auch Aufrufe zu gewalttätigen Demonstrationen oder Umstürzen oder die Einflussnahme auf Wahlen. Sanktioniert werden soll sogar die Einschüchterung von Kritikern Russlands oder gezielte Desinformation

    Mehr zum Wirtschaftskrieg hier

    1 Comment

    1. Michael
      3. Oktober 2024 @ 17:38

      Ideologie ersetzt jetzt im sog. Westen die Politik, Sanktionen die Diplomatie! Traurig aber wahr!


    Info: https://lostineu.eu/neues-vom-wirtschaftskrieg-255-brics-sind-wichtigster-handelspartner/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Mittel zum ZweckScholz zieht laut einem Bericht ein Telefonat mit Putin in Betracht. Die ukrainischen Truppen befinden sich in einer desolaten Lage, die Stimmung in der Bevölkerung droht zu kippen, rechte Militärs schließen „bewaffnete Proteste“ nicht aus.

    german-foreign-policy.com, 4. Oktober 2024

    BERLIN/KIEW (Eigener Bericht) – Bundeskanzler Olaf Scholz zieht einem Bericht zufolge ein Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Betracht. Das Gespräch könne im Vorfeld des G20-Gipfels Mitte November in Brasilien stattfinden, heißt es. Es wäre das erste Gespräch zwischen Scholz und Putin seit beinahe zwei Jahren. Die Pläne dazu werden zu einem Zeitpunkt bekannt, zu dem die ukrainischen Streitkräfte im Donbass klar auf dem Rückzug sind. Zuletzt mussten sie die Stadt Wuhledar verlassen. Zudem melden ukrainische Kommandeure zunehmende Schwierigkeiten mit neuen Rekruten, die schlecht ausgebildet und schwach motiviert seien; bis zu 70 Prozent von ihnen würden schon in den ersten Tagen ihres Fronteinsatzes verwundet oder getötet. Auch in der ukrainischen Zivilbevölkerung verschlechtert sich die Stimmung zusehends; laut einer Umfrage schließen außerdem 15 Prozent der Soldaten und Veteranen bei Abschluss eines ihnen missliebigen Friedensvertrags „bewaffnete Proteste“ nicht aus. Berichten zufolge sind Waffenstillstandsverhandlungen wieder einmal im Gespräch. Deutsche Leitmedien urteilen, dass der „neue Eiserne Vorhang“ zu Russland „möglichst weit östlich“ verlaufe, liege „im deutschen Interesse“.


    Auf dem RückzugMit dem Verlust der Stadt Wuhledar, aus der sich die ukrainischen Streitkräfte am Mittwoch endgültig zurückzogen, hat Kiew militärisch erneut einen Rückschlag erlitten. Von Wuhledar aus konnten russische Versorgungslinien angegriffen werden, vor allem diejenigen, die vom russischen Kernland nördlich am Asowschen Meer vorbei auf die Krim führten. Diese sind jetzt deutlich sicherer vor ukrainischen Attacken als zuvor.[1] Der Fall von Wuhledar belegt einmal mehr, dass die Kiewer Invasion in das russische Gebiet Kursk ein Fehler war. Die Invasion war auch in Deutschland bejubelt worden: Endlich spüre die russische Bevölkerung selbst, was es bedeute, angegriffen zu werden, hieß es. Allerdings fehlen die angeblich rund 30.000 in das Gebiet Kursk einmarschierten ukrainischen Soldaten, darunter vor allem gut ausgebildete und ausgerüstete Truppen, seit dem Beginn der Invasion an der ostukrainischen Front. Dort sei es den russischen Streitkräften allein im August und im September gelungen, den geschwächten ukrainischen Einheiten mehr als 800 Quadratkilometer Land abzunehmen, räumt ein Experte der Black Bird Group ein, einer „OSINT-Gruppe“ [2] aus Helsinki, die die Lage an der ukrainischen Front untersucht [3]. Auch der Fall von Wuhledar ist demnach durch die Verlegung ukrainischer Truppen nach Kursk beschleunigt worden.


    Rekrutierungsprobleme

    Zur Schwächung der ukrainischen Truppen durch die Verlegung von Einheiten nach Kursk kommen weitere Probleme hinzu. Abgesehen von einem Mangel an Waffen beklagen ukrainische Kommandeure zunehmend Schwierigkeiten mit neuen Rekruten. Diese seien oft nur unzulänglich ausgebildet und schwach bis gar nicht motiviert, in den Krieg zu ziehen, heißt es. Als Ursachen werden einerseits kurze Ausbildungszeiten genannt, andererseits die berüchtigte Rekrutierungspraxis Kiews, Männern im wehrfähigen Alter in aller Öffentlichkeit aufzulauern, sie zu ergreifen und in Rekrutierungsbüros zu verschleppen. Man könne mittlerweile klar davon ausgehen, dass 50 bis 70 Prozent der neu an der Front eintreffenden Soldaten innerhalb von wenigen Tagen verwundet oder getötet würden, wird berichtet.[4] Die ukrainischen Bestrebungen, zum Ausgleich eigener militärischer Schwäche die Genehmigung für Angriffe mit weitreichenden westlichen Raketen auf russisches Territorium zu erhalten, sind bislang an Washington und an Berlin gescheitert. Über den Grund heißt es, US-Geheimdienste seien zu der Überzeugung gelangt, Moskau werde auf derlei Angriffe mit – womöglich verdeckten – Attacken etwa auf europäische oder US-Militärbasen reagieren. Der militärische Nutzen von Angriffen mit – nicht allzu zahlreich vorhandenen – westlichen Raketen sei dabei gering: Moskau werde Waffen und Munition einfach noch weiter von der Front zurückverlagern.[5]


    „Bewaffnete Proteste“

    Zu den rasch wachsenden militärischen Schwierigkeiten kommt eine zunehmend verzweifelte Lage der Zivilbevölkerung hinzu. Setze Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung fort, dann drohten im kommenden Winter Stromausfälle von bis zu 18 Stunden pro Tag, wurde kürzlich eine Expertin des Berliner Helmholtz-Zentrums zitiert.[6] In Kiew räumen Regierungsmitarbeiter ein, im Winter könne man „in wirklich tiefe Probleme“ geraten; es lasse sich nicht ausschließen, dass die Bevölkerung „zermürbt, deprimiert und wütend“ reagiere.[7] Anton Gruschetsky, Geschäftsführer des Kyiv International Institute of Sociology (KIIS), warnt, schon jetzt beobachte er „eine wachsende Müdigkeit“ unter den Menschen in der Ukraine; das könne sogar neue Konflikte heraufbeschwören, „da die Leute psychologisch instabil werden“. Zwar ist der Anteil derjenigen, die zu Zugeständnissen bereit sind, um den Krieg zu beenden, gestiegen; schon im Mai waren 32 Prozent der Ukrainer zur Preisgabe von Land für Frieden bereit.[8] Doch warnt der Vorsitzende des Außenausschusses im Kiewer Parlament, Oleksander Mereschko, das „radikale Element“ in der Bevölkerung, das jede Verhandlung als „Kapitulation“ einstufe, wachse.[9] Einer Umfrage zufolge sind 15 Prozent der Soldaten und Veteranen bereit, im Fall der Unterzeichnung eines ihnen nicht genehmen Friedensvertrags „bewaffnete Proteste“ zu starten.[10]


    Die „Dringlichkeit eines Deals“

    Vor diesem Hintergrund sind nach wie vor widersprüchliche Meldungen über die Bereitschaft der ukrainischen Regierung zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand zu hören. Dies war bereits im Sommer der Fall, als zunächst der damalige ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba nach China reiste, um dort in puncto Verhandlungen vorzufühlen, bis kurz danach die ukrainischen Streitkräfte in das russische Gebiet Kursk einmarschierten. Damit waren alle Chancen auf Friedensgespräche vorläufig zerstört.[11] Nun heißt es, europäische Diplomaten berichteten, am Rande der UN-Generalversammlung in New York habe mit Blick auf eine mögliche Beilegung des Konflikts ein spürbar veränderter Ton geherrscht. Ukrainische Regierungsmitarbeiter und auch Außenminister Andrij Sybiha hätten größere Bereitschaft zur Preisgabe von Territorien erkennen lassen, während westliche Regierungsmitarbeiter deutlich „offener“ über die „Dringlichkeit eines Deals“ gesprochen hätten als zuvor.[12] Allerdings äußerte sich Präsident Wolodymyr Selenskyj in New York äußerst abfällig über Brasilien und China (german-foreign-policy.com berichtete [13]), die am Rande der Generalversammlung gemeinsam mit elf weiteren Staaten eine „Gruppe von Freunden für Frieden“ initiierten. Dass die Schweiz an den Gesprächen darüber teilnahm, wurde vom Kiewer Außenministerium scharf attackiert.[14]

    Im deutschen Interesse

    Unklar ist der Hintergrund eines aktuellen Berichts, dem zufolge Bundeskanzler Olaf Scholz es in Erwägung zieht, erstmals seit beinahe zwei Jahren mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu telefonieren. Wie die Wochenzeitung Die Zeit berichtet [15], könnte dies im Vorfeld des G20-Gipfels geschehen, der für den 18./19. November in Rio de Janeiro anberaumt ist. Die Zeitung hatte zuvor geurteilt, „die Ukraine-Frage“ stehe im Zusammenhang mit der nötigen Stabilisierung einer neuen „Ordnung“ in Europa, in der Polen „entscheidende[r] Frontstaat im neuen Kalten Krieg“ mit Russland sein werde. Deshalb gehe es bei der Frage, wie der Ukraine-Krieg beendet werde, „nicht nur um die Ukraine“, sondern auch „um die künftige Grenze zwischen der EU und Russland“ – also um „den wichtigsten Teil des neuen Eisernen Vorhangs“.[16] „Im deutschen Interesse muss diese Grenze möglichst weit östlich verlaufen“, hieß es weiter, „idealerweise dort, wo sie 1991 zwischen der Ukraine und Russland festgelegt wurde“. Könne das „vorerst militärisch nicht erreicht werden“, dann müsse „im deutschen Interesse die Aufmerksamkeit auf die Stabilisierung möglichst großer Teile der souveränen Ukraine gelegt werden“. Die Ukraine ist dabei Mittel zum Zweck.

     

    [1] Was der Fall von Wuhledar für Kiew bedeutet. zdf.de 02.10.2024.

    [2] Als OSINT (Open Source Intelligence) wird die Gewinnung von Informationen aus öffentlich zugänglichen Informationen bezeichnet.

    [3] Alex Horton, Serhii Korolchuk: Ukraine’s east buckling under improved Russian tactics, improved firepower. washingtonpost.com 02.10.2024.

    [4] Christopher Miller: Ukraine’s new infantry recruits ‘freeze’ in face of Russian onslaught. ft.com 27.09.2024.

    [5] Adam Entous, Julian E. Barnes: U.S. Intelligence Stresses Risks in Allowing Long-Range Strikes by Ukraine. nytimes.com 26.09.2024.

    [6] Hauke Friederichs, Maria Mitrov, Maxim Kireev: Der nächste Winter wird hart. zeit.de 27.09.2024.

    [7] David L. Stern: Ukraine’s winter energy woes expected to weigh heavily on a tired people. washingtonpost.com 26.09.2024.

    [8] Dynamics of readiness for territorial concessions and attitudes towards separate packages of peace agreements. kiis.com.ua 23.07.2024.

    [9] Ben Hall, Christopher Miller, Henry Foy: Ukraine faces its darkest hour. ft.com 01.10.2024.

    [10] Ian Lovett, Nikita Nikolaienko: More Ukrainians Want to Negotiate an End to the War. Soldiers Don’t Agree. wsj.com 10.09.2024.

    [11] S. dazu Kursk und die Folgen.

    [12] Ben Hall, Christopher Miller, Henry Foy: Ukraine faces its darkest hour. ft.com 01.10.2024.

    [13] S. dazu Selenskyjs „Siegesplan” (II).

    [14] Ukraine verärgert über Schweizer Position zu Friedensplan. spiegel.de 01.10.2024.

    [15] Olaf Scholz erwägt Telefonat mit Wladimir Putin. zeit.de 01.10.2024.

    [16] Jörg Lau: Über den neuen Eisernen Vorhang wird längst verhandelt. zeit.de 25.09.2024.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9706


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2024

    Nachrichten von Pressenza: Julian Assanges vollständige Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) in Straßburg

    aus e-mail <newsletter@pressenza.com>, 4. Oktober 2024, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 04.10.2024


    Julian Assanges vollständige Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) in Straßburg


    Julian Assanges Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) in Straßburg stellt einen eindrucksvollen Appell an die Meinungs- und Pressefreiheit dar. In einer tief persönlichen und eindringlichen Ansprache beschreibt er seine jahrelange Inhaftierung, die internationalen Bemühungen um seine Freilassung&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/10/julian-assanges-vollstaendige-rede-vor-der-parlamentarischen-versammlung-des-europarats-pace-in-strassburg/


     -----------------------


    Digitale Technologie und Umwelt


    Die vergangenen Monate in Südamerika waren und sind geprägt von extremen Dürren, katastrophalen Überschwemmungen und verheerenden Waldbränden. Dies verdeutlicht, dass wir uns in einer multiplen Krise befinden, die von Klimakatastrophen und Umweltzerstörungen gekennzeichnet ist. Gleichzeitig wächst unsere Abhängigkeit von digitalen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/10/digitale-technologie-und-umwelt/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.10.2024

    Norddeutsche Friedensbewegung 
                                       "Offensive für Frieden und soziale Gerechtigkeit jetzt"

    Screenshot_2024_10_02_at_21_06_00_cropped_Die_Teilnehmenden_der_Konferenz_der_norddeutschen_Friedensbewegun.jpg_JPEG_Grafik_1600_334_Pixel_Skaliert_80_


    Auf zur bundesweiten Friedensdemo am 3.10.2024 in Berlin!


    Wir rufen zur Beteiligung an der Bundesweiten Friedensdemonstration am 3.10.2024 in Berlin auf. Besucht für weitere Informationen die Seite https://nie-wieder-krieg.org/

    Dort gibt es weitere Materialien wie Flugblätter und Plakate zum Download. 










    Screenshot_2024_10_02_at_21_08_39_Flugi_A4_final_3.10._Vorderseite_.jpg_JPEG_Grafik_1252_1766_Pixel_Skaliert_33_


                         Erklärung: Norddeutsche Friedensbewegung 3.10.2024 

    hier Download: http://norddeutsche-friedensbewegung.de/wp-content/uploads/2024/10/Norddeutsche_Friedensbewegung_3.10.2024.pdf


    Screenshot_2024_10_02_at_21_18_43_Norddeutsche_Friedensbewegung_3.10.2024.pdf

    Screenshot_2024_10_02_at_21_20_16_Norddeutsche_Friedensbewegung_3.10.2024.pdf


    Screenshot_2024_10_02_at_21_10_34_Flugi_A4_final_3.10._Rueckseite.jpg_JPEG_Grafik_1252_1766_Pixel_Skaliert_33_

    Über uns Selbstverständnis der Norddeutschen Friedensbewegung
    „Offensive für Frieden und soziale Gerechtigkeit – jetzt“

    Wir, Aktive der norddeutschen Friedensbewegung, wirken für eine umfassende zivile, soziale und kulturelle Wende gegen die ausgerufene „Zeitenwende“. Frieden schaffen ist unser aller gemeinsames Anliegen. Noch nie nach 1945 war die Kriegsgefahr so groß wie heute und die Erkenntnisse aus zwei Weltkriegen mahnen uns, auf ein kooperatives weltweites Zusammenleben hinzuarbeiten. Dazu wollen wir die verschiedenen Friedensinitiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gruppen aus dem Norden zusammenzubringen, um voneinander zu lernen und überregional strategisch zu wirken.

    Der Norden war schon in der Vergangenheit eine Quelle friedenspolitischer Initiativen von Ostermarschierenden bis HafenarbeiterInnen. Viele von uns sind seit den 80er Jahren oder länger aktiv dabei und andere sind neu hinzugestoßen. 2019 haben wir uns neu formiert. Anlass waren zuerst die Proteste gegen das Defender-Manöver, das zu großen Teilen in Norddeutschland stattfand, und daran anschließend die Proteste gegen das 100 Mrd. Euro Sondervermögen 2022, dem wir eine „Zivile Zeitenwende“ entgegensetzen wollen. Erste gemeinsame Gründungsaktivität war die norddeutsche Friedenskonferenz in Bremen im Februar 2023: „Offensive für Frieden und soziale Gerechtigkeit – jetzt“. Seitdem haben wir überregionale Aktivitäten und lokale Aktionen gemeinsam gestaltet und zu einer weiteren überregionalen Konferenz im April 2024 in Hannover eingeladen. (Mehr über unsere Aktivitäten.)

    Wir lehnen das Denken in Abschreckungs- und Bedrohungskategorien ab. Immer mehr Waffenlieferungen und Aufrüstung werden die Kriege und Konflikte (Ukraine, Nahost, auf dem afrikanischen Kontinent, im Südpazifik,…) nicht beenden oder lösen. Und die (zu verhindernde) Stationierung von Mittelstreckenraketen führt nicht zu mehr Sicherheit, sondern zur immer größeren Gefahr, dass die hochtechnisierten Waffen für Atomkrieg eingesetzt werden oder einen auslösen. Aufrüstung nützt nur der Rüstungsindustrie und verschlechtert die soziale Lage der Zivilbevölkerung.

    Dagegen setzen wir uns mit Friedensbildung und -kultur und Völkerverständigung dafür ein, dass die Ressourcen weltweit für das Allgemeinwohl genutzt werden. Wir streiten dafür, dass in Bildung, Kultur, Soziales, Klimaschutz und Gesundheit massiv investiert wird. Und wir kämpfen für den Umbau der Rüstungsbetriebe zu Stätten ziviler Produktion, für den Stopp von Rüstungsexporten und die Beendigung aller Kriegsdienste. Es ist Zeit für Verständigung statt Abschreckung: „Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten.“ (Albert Einstein, 1933) (Mehr über unsere Publikationen und Erklärungen.)

    Dafür, dass das gelingt, wenden wir uns gegen die zahlreichen zentrale Rüstungsunternehmen und Militärstützpunkte im Norden: In Hamburg und Bremen streiten wir für zivile Häfen ohne Rüstungsexporte; in Kiel und Rostock für zivile Häfen ohne Marinestützpunkte; in der Heide für die Konversion von Rheinmetall und dem größten Truppenübungsplatz Europas; in Wunstorf, Jagel und Laage gegen Kampfjets, Raketen und Drohnen.


    Wir arbeiten nach folgenden Prinzipien:

    • Frieden und soziale Gerechtigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Krieg geht immer auf Kosten der Bevölkerungen. Jeder Euro, der für eine produktive soziale Entwicklung ausgegeben wird, kann nicht für Militär ausgegeben werden und ist somit wirksam gegen den Krieg.
    • Wir denken und handeln internationalistisch und antifaschistisch. Dazu gehört die unbedingte Solidarität mit Geflüchteten und Kriegsdienstverweigerern und der Kampf für die Überwindung aller Fluchtursachen, damit kein Mensch fliehen muss. Krieg bedroht die ganze Welt, unser Engagement für Frieden ist lokal und wirkt global.
    • Auf dieser Grundlage versuchen wir im konstruktiven Disput in unseren Besprechungen und auf friedenspolitischen Konferenzen unsere Einschätzungen zur Weltlage zu schärfen und zu Handlungsperspektiven der Friedensbewegung zu finden.
    • Wir informieren uns gegenseitig über unsere Aktivitäten an den verschiedenen Standorten und tauschen Erfahrungen aus, koordinieren überregionale Friedensaktivitäten und planen gemeinsame Aktionen.


    Alle sind herzlich eingeladen, sich in dem Netzwerk Norddeutsche Friedensbewegung zu beteiligen!


    Bisher wirken mit:

    Wir bitten darum, dass sich die Initiativen, die hier nicht namentlich aufgeführt sind und in diesem Prozess mitmachen (wollen), melden, damit wir die Liste vervollständigen und fortschreiben können.


    Info: http://norddeutsche-friedensbewegung.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.10.2024

    23. September 2024
    Neue Publikation zur Friedensbewegung

    attac.de, besucht am 4. Oktober 2024, 16:32 Uhr

    Broschüre untersucht rechte und verschwörungsideologische Einflussnahme auf friedenspolitische Demonstrationen, Gruppen und Organisationen


    Welche Akteur*innen versuchen, unter dem Deckmantel von „Friedensdemonstrationen“ ihre nationalistischen Ideologien zu verbreiten, wie anfällig sind Teile der Friedensbewegung für rechte und verschwörungsideologische Einflüsse und welche „Querfronten für den Frieden“ gibt es? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen Studie „Versuche rechter und verschwörungsideologischer Einflussnahme auf die Friedensbewegung“ von Lucius Teidelbaum, freier Journalist und Publizist.

    In seiner Analyse beschreibt Teidelbaum, dass die Friedensbewegung nicht als einheitliche Gruppe zu verstehen ist, sondern als ein Netzwerk unterschiedlicher Strömungen. Er beleuchtet dabei das Auftreten und die Strategien rechter und verschwörungsideologischer Akteur*innen wie des COMPACT-Magazins, Ken Jebsen oder der Partei „Die Basis“, die versuchen, gezielt Einfluss auf friedenspolitische Demonstrationen zu nehmen.

    Die Broschüre, die von Attac Deutschland, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA), der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V. (DFG-VK) und der Bertha-von-Suttner-Stiftung herausgegeben wird, zeigt außerdem auf, wie die unterschiedlichen Bewertungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die Situation verschärft haben. 


    Der Autor teilt die gegenwärtigen Friedensdemonstrationen in vier Gruppen ein:

    1. Die extreme Rechte, die Kriege nur ablehnt, wenn diese nicht im „nationalen Interesse Deutschlands“ stehen.
    2. Rechte und verschwörungsideologische Strömungen, die ihren Ursprung in den Montagsmahnwachen von 2014 und den Pandemie-Leugner*innen haben.
    3. Die rechts-offene traditionelle Friedensbewegung, die sich aus strategischen Gründen nach rechts öffnet.
    4. Die antifaschistische traditionelle Friedensbewegung, die sich klar von rechten und rechts-offenen Gruppierungen abgrenzt.


    Die 26-seitige Veröffentlichung bietet zudem Handlungsempfehlungen für antifaschistisch eingestellte Friedensaktivist*innen und geht der Frage nach, welche „inhaltlichen Einfallstore“ für rechte Akteur*innen bestehen und wie eine klare Abgrenzung möglich ist.


    Verwandte Links


    Verwandte Nachrichten


    Info: https://www.attac.de/neuigkeiten/detailansicht/news/broschuere-friedensbewegung


    weitere Downloadquellen:





    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.10.2024

    Ukraine beschießt AKW Kursk – Explosionen und Brände in Atomstadt Kurtschatow

    freedert.online, 3 Okt. 2024 16:40 Uhr

    Die Ukraine hat am Donnerstag offenbar das Atomkraftwerk Kursk angegriffen, womit ist noch unklar. Die Rede ist je nach Quelle von einer Drohne, einer Lenkdrohne aus französischer Produktion und/oder bis zu vier Raketen. In Kurtschatow ist ein Brand ausgebrochen, das AKW blieb unbeschädigt.


    Ukraine beschießt AKW Kursk – Explosionen und Brände in Atomstadt KurtschatowQuelle: Sputnik © Ilja Pytalew / R


    RIA Nowosti


    AKW Kursk (August 2024)


    Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Berichten russischer Medien am Donnerstag versucht, das Kernkraftwerk Kursk anzugreifen. Es soll vier Angriffe gegeben haben, sie hätten das AKW selbst verfehlt. Etwa fünf Kilometer vom Kraftwerk entfernt brennt es nun in der Stadt Kurtschatow. Nach vorläufigen Angaben wurde niemand verletzt.

    Aufnahmen in sozialen Medien liefern einen ersten Eindruck der Ereignisse:

    RIA Nowosti berichtet unter Bezugnahme auf die Leitung des Atomkraftwerks, das AKW Kursk arbeite "im normalen Modus", der Strahlungshintergrund sei normal. Auch im offiziellen Kanal des Werks erschien inzwischen eine gleichlautende Mitteilung.

    Wörtlich heißt es in der offiziellen Mitteilung:

    "Der Strahlungshintergrund im AKW Kursk und in der Umgebung seines Standorts entspricht dem normalen Betrieb der Kraftwerksblöcke und überschreitet nicht die natürlichen Hintergrundwerte."

    Der Militärblogger Roman Donezkij berichtet unter Bezugnahme auf Quellen in Militärkreisen, die russische Luftabwehr habe um 16.20 Uhr Ortszeit eine französische Fliegerbombe abgefangen, die auf das AKW zuflog und fünf Kilometer vom Bahnhof der Stadt zu Boden fiel. Dies sei die Ursache des ausgebrochenen Feuers. Das Kernkraftwerk selbst und seine Infrastruktur wurden nicht beschädigt, so der Blogger.


    IAEA-Chef Grossi: Lage um AKW Kursk bleibt angespannt 






    IAEA-Chef Grossi: Lage um AKW Kursk bleibt angespannt  






    Auch der Militärblogger Jurij Kotenok berichtet auf seinem Telegram-Kanal über den Luftangriff auf Kurtschatow. Ihm zufolge arbeiteten die Luftabwehrsysteme vor dem Ausbruch des Brandes auf Luftziele. So wurde insbesondere eine französische Fliegerbombe zerstört. Der Militärkorrespondent behauptet, dass zudem eine bis vier Raketen abgefangen wurden.

    Offiziell bestätigt ist inzwischen das Abfangen einer ukrainischen Drohne in Kurtschatow. Nach dem Absturz der Drohne kam es nach Angaben der Behörden zu Explosionen in einem landwirtschaftlichen Gebäude, das nichts mit dem Atomkraftwerk Kursk zu tun hat.

    In der letzten Nacht hat Russlands Luftabwehr 113 ukrainische Drohnen über den Regionen Belgorod, Woronesch, Kursk und Brjansk zerstört, wie das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte.


    Mehr zum Thema - Rosatom: Angriff auf AKW Kursk wäre schlimmer als Tschernobyl


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/russland/221333-ukraine-beschiesst-akw-kursk-explosionen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.10.2024

    Streit unter der Friedenstaube

    aus e-mail von  Joachim Schäfer, 3. Oktober 2024, 14:50 Uhr

    Ich finde an dem Aufruf zur heutigen Demo nichts beanstandenswertes; Inhaltlich einwandfrei sind die Forderungen, und man muss dort nicht den russischen Angriffskrieg hervorheben. Denn es geht um ein breites Bündnis für Verhandlungen und ein Ende dieser furchtbaren Kriege, die ja auch höchsten Klimaschaden bedeuten und der ganzen Erde schaden zufügen. Und ich verstehe nicht, warum manche Gruppen sich dem Aufruf inhaltlich nicht anschließen können, nur weil dort ihnen missliebige Personen teilnehmen.


    Interessant am Rande: Bei der ZEIT sind anscheinend die Zeiten von Josef Joffe vorbei. 2021 veröffentlichte sie sogar einen lesenswerten Gastbeitrag von Wladimir Putin (falls man den Namen noch erwähnen darf, ohne ... ):  https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.10.2024

    Mark Wauck: Verliere einen Krieg - beginne den nächsten

    seniora.org, 03. Oktober 2024, 02,10.2024 Von MARK WAUCK - übernommen von meaninginhistory.substack.com

    Col. MacGregor: "Die israelische Wirtschaft liegt in Trümmern  – das steht außer Frage. Es wird lange dauern, bis sich das Land von all dem erholt hat, aber das ist nicht sonderlich wichtig, solange [Israel] in einem Meer von amerikanischem Geld schwimmt. Wenn man sich die Kreditwürdigkeit Israels ansieht, ist die Kreditwürdigkeit Israels an unsere gebunden. Wir bürgen im Wesentlichen für die wirtschaftliche Stärke, Macht und Stabilität Israels. Wir bürgen für ihre Währung, wir bürgen für alles."

    Ich habe eine brillante Präsentation von Doug Macgregor vor Richter Nap teilweise transkribiert, in der Macgregor monatelang behauptete, es handele sich um einen unvermeidlichen regionalen Krieg. Dieses Mal argumentiert Macgregor jedoch nachdrücklich, dass die USA die treibende Kraft hinter allem sind, was geschieht. Macgregor hielt eine ähnliche Präsentation vor Danny Davis, aber es gibt genug Unterschiede, sodass ich auch dieses Video sehr empfehlen kann. [alle Hervorhebungen von Mark Wauck]

    Judge Napolitano:

    Wie gefährlich war die Tötung von Nasrallah durch die Israelis, die 16.000 Pfund Bomben einsetzten, um eine Person und ein Dutzend Menschen in ihrer Umgebung zu töten?

    Douglas Macgregor*:

    Ich denke, wir müssen verstehen, dass es ohne uns überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Wir haben beträchtliche ISR-Ressourcen   – Luftwaffe, Heer, Marine   – die an der Unterstützung der israelischen Invasion im Libanon und seiner Angriffe auf den Libanon beteiligt sind. Das ist das erste. Wir haben die Fähigkeit, sehr sensible Informationen zu sammeln   – Sprach- und andere Informationen   –, die die Israelis einfach nicht haben, und dann können wir diese Ziele lokalisieren und den Israelis sehr genaue Daten zur Verfügung stellen. Was wir getan haben. Das müssen wir verstehen. Wenn man sieht, wie erfolgreich solche Operationen verlaufen, dann ist das keineswegs eine rein israelische Operation.

    Napolitano:

    War es [für Israel] gefährlich, dies zu tun?

    Macgregor:

    Nicht aus der Sicht von Herrn Netanjahu. Wir müssen etwas verstehen, was in Teheran offensichtlich nicht verstanden wird. Ich glaube nicht, dass es in Moskau verstanden wird. Herr Netanjahu führt einen gnadenlosen Vernichtungskrieg gegen seine Feinde. Er hat uns bereits gesagt, wer sie sind: die Menschen in Gaza, die Araber im Westjordanland und die Araber südlich des Litani-Flusses, die Teil der Hisbollah sind. In der Zwischenzeit hat er auch eine Reihe sehr lukrativer Ziele in ganz Syrien angegriffen. Dies ist also ein sehr mächtiger Krieg, der im Gange ist, und wir sind auf Autopilot. Wir fliegen einfach in die Richtung, wir helfen ihm, wir ermöglichen ihn, wir treiben ihn voran. Ich bin sicher, Sie haben das Interview mit Oberst Jacques Baud gesehen, der darüber spricht, dass wir dieses Verhalten von Anfang an gefördert haben. Ich denke, das haben wir. Die amerikanische Bevölkerung wird nicht konsultiert und es gibt eigentlich keine Debatte darüber, weil alle in Washington mit dem, was passiert, ganz zufrieden sind.

    Napolitano:

    Hat das Weiße Haus die israelische Regierung ermutigt, in den Südlibanon einzumarschieren?

    Macgregor:

    Es scheint so, als ob sie es hätten. Das scheint der weit verbreitete Konsens zu sein. Nichts geschieht, was Washington nicht geschehen lassen wollte, und das ergibt aus den Gründen, die ich gerade dargelegt habe, durchaus Sinn. Wir kontrollieren alle Ressourcen und haben Zugang zu und verfügen über sehr bedeutende sensible Technologien. Wenn wir also nicht wollen, dass etwas geschieht, wird es nicht geschehen, und alles, was geschieht, geschieht, weil wir es erlaubt haben.

    Napolitano:

    Was werden die Konsequenzen für uns sein? Wird Russland dem Iran zu Hilfe kommen, werden amerikanische Jungs in Leichensäcken nach Hause kommen?

    Macgregor:

    Nun, ich denke, wir müssen mit einigen Verlusten im Nahen Osten rechnen. Ich sehe nicht, wie wir sie vermeiden können. Wir wissen, dass wir Verluste in der Ukraine hatten. Es wurde einfach beschlossen, [US-Opfer in der Ukraine] nicht öffentlich zu melden und die Behauptung, dass Amerikaner in der Ukraine getötet wurden, zu entkräften, indem man für sie Deckungsgeschichten erfunden hat, wonach sie an anderen Orten, insbesondere in den Vereinigten Staaten, gestorben seien. Ich denke, im Nahen Osten wird es anders sein. Es wird schwieriger sein, diese Vertuschungsgeschichten zu liefern, schwieriger zu verbergen, und der Grund dafür ist ganz einfach: Diesem rücksichtslosen Vernichtungskrieg wird bald eine überwältigende tödliche Kraft entgegengesetzt werden, die in erster Linie vom Iran bereitgestellt wird, aber auch von Russland verstärkt und ausgeweitet wird, und ich würde behaupten, dass dies letztlich auch für den Rest der islamischen Welt gilt. Aber das haben wir schon immer gesagt. Niemand in der Region will einen Krieg mit Israel und den Vereinigten Staaten. Die einzigen, die an einem Krieg in der Region interessiert sind, sind Israel und in erster Linie wir. Das ist alles. Niemand sonst will wirklich einen Krieg, und das hat nun die Aufmerksamkeit aller in der islamischen Welt auf sich gezogen. Wir haben viele Drohungen aus der Türkei gehört   – die meisten davon sind im Sande verlaufen. Aber das ändert sich jetzt, und die Türken machen sehr deutlich, dass sie die katastrophale Zerstörung des Libanon nicht einfach hinnehmen und tolerieren werden. Sie haben derzeit drei oder vier Millionen Flüchtlinge auf ihrem Staatsgebiet. Mehr können sie nicht aufnehmen. Eine Million Menschen haben den Libanon verlassen, mehr als 7.000 Menschen wurden im Libanon getötet, und dabei handelt es sich kaum um Hisbollah-Kämpfer.

    All dies kommt zusammen. Wir sehen Aktionen im Irak, in Syrien, im Jemen, und in Ägypten und Jordanien erreicht die Lage weiterhin einen Siedepunkt. Wann genau das überkocht und die Regierungen verändert, kann niemand sagen, aber ich denke, dass es unvermeidlich ist. Wir befinden uns also auf dem Weg zu einem regionalen Krieg, der immer das Potenzial hat, global zu werden. Die Russen sind jetzt gut auf einen Kampf vorbereitet. Sie sind militärisch so stark wie seit 30 Jahren nicht mehr, und das Gleiche gilt leider auch für China. Die Chinesen wollen keinerlei Konfrontation und sie schwitzen zweifellos Blut wegen der Straße von Hormus, aber die Israelis sind entschlossen, diese iranischen Ölanlagen anzugreifen, und ich denke, wir werden sehen, dass, sobald dies geschieht, es den Rest der Akteure auf den Plan rufen wird, die aktiv gegen Israel sind.

    Kommrentar von Mark Wauck:

    Bitte schenken Sie dem nächsten Teil besondere Aufmerksamkeit. Macgregor vertritt dieselben Positionen, die wir oben dargelegt haben   – die Anglo-Zionisten provozieren eine Eskalation und haben keinerlei Interesse an einem ausgehandelten Frieden. Überhaupt keines. Es ist schön und gut, wenn der Iran seine Fähigkeiten signalisiert und demonstriert, die sehr real sind. Aber niemand hört ihm zu. Die Anglo-Zionisten wollen Krieg, komme was wolle, denn die Zeit arbeitet nicht für sie.

    Macgregor:

    Es wurde behauptet, dass einige F-35 zusammen mit einigen F-16 beschädigt oder zerstört wurden. Wir haben keine Möglichkeit, dies zu bestätigen, und es scheint auch unwahrscheinlich. Ich vermute, dass die Israelis die meisten dieser Flugzeuge gestartet haben, um sicherzustellen, dass sie nicht am Boden waren, als der Raketenangriff begann. Denken Sie daran, dass die Iraner den Vereinigten Staaten und praktisch allen anderen signalisiert haben, wann sie starten würden. Dies war ein weiterer Versuch, die Fähigkeit des Iran zu Präzisionsschlägen auf eine Weise zu demonstrieren, die in Washington und Jerusalem Besorgnis erregen würde. Das ist nicht geschehen. Mit anderen Worten: Dies war eine weitere verpasste Gelegenheit auf iranischer Seite. Ich denke, dass sie als Reaktion darauf von den Israelis sehr, sehr hart getroffen werden. Die Israelis glauben nicht an symmetrische Kriegsführung   – alles, was sie tun, ist unweigerlich asymmetrisch. Wenn man einen Floh töten will, nimmt man einen Presslufthammer, keine Fliegenklatsche.

    Ich denke, Putin und Xi haben der iranischen Führung geraten, sich zurückzuhalten, in der Annahme, dass ein Krieg vermieden werden kann und Verhandlungen stattfinden und die Dinge geklärt werden können, wenn sie sich zurückhalten. Dafür sehe ich keine Beweise.

    Israel hat seine Ziele in Gaza bisher nicht erreicht, und es scheitert auch bei seinen Zielen gegen die Hisbollah, obwohl diese jetzt erst vor Ort begonnen haben. Wie ernst es ist, weiß ich nicht. Sie haben ihr Ziel im Iran nicht erreicht, nämlich das Regime zu zerstören und den Iran als Großmacht in der Region auszuschalten. Punkt. Diese Ziele wurden also nicht erreicht, und ich glaube nicht, dass es in Jerusalem oder Washington Anzeichen dafür gibt, dass man unter irgendwelchen Umständen bereit wäre, über Gespräche oder Verhandlungen über irgendetwas nachzudenken, solange diese Ziele nicht erreicht sind.

    Es scheint ziemlich klar zu sein, dass [Brett McGurk und Amos Hochstein einen großen regionalen Krieg befürworten]. Ich sehe keine Beweise für das Gegenteil. Sie vertreten also nicht das angebliche Interesse, das   – wenn überhaupt   – innerhalb der Machtzentrale in Washington für ein Verhandlungsergebnis besteht. Im Gegenteil, sie stimmen voll und ganz mit dem überein, was ich gerade beschrieben habe, also denke ich, dass die Iraner Zeit, Geld und Ressourcen verschwendet haben. Sie sollten sich auf einen umfassenden Angriff vorbereiten, der kommen wird. Dasselbe gilt für die Hisbollah. Ich denke, die Zeit der Zurückhaltung ist für [den Iran und die Hisbollah] vorbei. Aber das müssen sie selbst herausfinden.

    Im Iran gibt es derzeit einen Kampf zwischen dem neuen Regime, das eigentlich gemäßigt ist und sich an dem orientieren möchte, was wir als Normalität in der Welt und Normalität in der Region betrachten würden, und den Menschen im Iran, die auf der anderen Seite dieses Arguments stehen, den sogenannten Hardlinern. [Die Hardliner] sagen: „Ihr seid Narren! Ihr habt den Verstand verloren!“ [Iranische Hardliner] ... sagen [zu den Gemäßigten wie dem neuen Präsidenten Pezeshkian, die Verhandlungen befürworten]: „Was, seid ihr verrückt? Die Israelis und die Amerikaner kommen, um euch zu holen! Sie werden euch vernichten! Warum haltet ihr euch zurück?“

    Napolitano:

    Was macht Präsident Putin, während dies geschieht? Spricht er mit dem neuen Präsidenten des Iran und sagt ihm, er solle sich zurückhalten, oder fragt er ihn, wie er helfen kann?

    Macgregor:

    Es gibt Hinweise darauf, dass der ehemalige Verteidigungsminister, Schoigu, sich zusammen mit dem derzeitigen russischen Premierminister und Tausenden von russischen Technikern und Militärberatern im Iran aufhält, um dieses ausgeklügelte Luft- und Raketenabwehrnetz zusammen mit wahrscheinlich anderen bereitgestellten Waffensystemen aufzubauen und zu warten. Ich denke also, dass die Russen vor Ort sind und den Iranern gesagt haben: „Wir stehen euch zur Seite“, aber gleichzeitig war Putin meiner Meinung nach schon immer dafür bekannt, zur Vorsicht und Zurückhaltung zu raten. Nun, das hat bisher in der Ukraine sehr gut funktioniert, würde ich sagen. Die Ukraine liegt im Sterben, die Ukraine verblutet, und es ist dem amerikanischen Militär und seiner Ausrüstung kläglich misslungen, den russischen Vormarsch erfolgreich aufzuhalten. Aber die Situation im Nahen Osten ist eine ganz andere, sodass dieser Ratschlag zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich nicht unbedingt der richtige ist. Gleichzeitig haben wir Xi in China. Er möchte nicht, dass die Straße von Hormus geschlossen wird, und er ist besorgt über die Zerstörung der Ölanlagen im Iran und den Zugang zu dieser Straße. Ich meine, warum sollten die Israelis den normalen Betrieb durch den Persischen Golf und die Straße von Hormus zulassen, wenn sie sich im Krieg mit dem Iran befinden? Ich denke, es ist ziemlich klar, dass sie sich nicht zurückhalten werden, und deshalb sage ich, dass die Schlacht in Teheran in diesem Moment ausgetragen wird. Ich weiß nicht, wie sie ausgehen wird, aber ich denke, dass die Hardliner letztlich gewinnen werden.

    Die israelische Wirtschaft liegt in Trümmern   – das steht außer Frage. Es wird lange dauern, bis sich das Land von all dem erholt hat, aber das ist nicht sonderlich wichtig, solange [Israel] in einem Meer von amerikanischem Geld schwimmt. Wenn man sich die Kreditwürdigkeit Israels ansieht, ist die Kreditwürdigkeit Israels an unsere gebunden. Wir bürgen im Wesentlichen für die wirtschaftliche Stärke, Macht und Stabilität Israels. Wir bürgen für ihre Währung, wir bürgen für alles. Solange das so bleibt, steht die israelische Bevölkerung meiner Meinung nach zu über 80 Prozent hinter dem, was Herr Netanjahu tut. Ich glaube nicht, dass das etwas damit zu tun hat, ob sie ihn mögen oder nicht. Das ist eine ganz andere Frage. Aber ich denke, dass sie seine Politik voll und ganz unterstützen. [Die Israelis] wollen das „arabische Problem“ loswerden   – das palästinensisch-arabische Problem. Sie wollen es loswerden. Sie wollen das Hisbollah-Problem loswerden.

    Wir können hier sitzen, wir können in die Vergangenheit zurückgehen und darüber debattieren, wie es dazu kam und wie die Israelis sich selbst mehrmals ins Aus geschossen und die Entstehung ihrer eigenen Feinde gefördert haben. Das macht keinen Unterschied. Das ist es, was sie tun wollen. Und denken Sie daran, dass man, wenn man in den Libanon vordringt, wo sie jetzt hinwollen, auch eine beträchtliche Kontrolle über den Grundwasserspiegel ausübt, und die Wasserressourcen in dieser Region der Welt sind so wichtig wie Gold. Je tiefer sie in den Libanon vordringen, desto stärker wird ihre Position. Letztlich ist ihre Vorgehensweise in Syrien dieselbe. Und deshalb sage ich, dass wir letztlich, wenn alles gesagt und getan ist, beobachten werden, wie die Türken in diesen Konflikt eintreten. Die Türken werden nicht ewig tatenlos zusehen, und wir werden erleben, wie Jordanien und Ägypten explodieren. Es kommt, aber es kommt sehr langsam.

    Es gibt noch eine letzte Sache, die ich erwähnen möchte und die die Menschen im Hinterkopf behalten sollten. Es gibt viele Möglichkeiten, Genie zu definieren. Sowohl Goethe als auch Einstein sagten, dass Genie darin besteht, zu wissen, wann man aufhören muss. Die Wahrheit ist, dass die Israelis am Rande des Abgrunds stehen und wir helfen ihnen   – wir ermutigen sie, von der Klippe in den Abgrund zu springen. Wie gut die Dinge im Moment auch aussehen mögen, wie groß der Vorteil auch sein mag, den sie ihrer Meinung nach erreicht haben, er ist nur vorübergehend. Mit der Zeit wird die massive Gegnerschaft in der Region nur metastasieren und wachsen, daher wäre es genial, zu wissen, wann man aufhören muss. Ich suche ständig danach in Washington, in Kiew und in Jerusalem. Ich kann es nicht finden.



    Douglas MacGregor

    Douglas Macgregor ist ein dekorierter Kriegsveteran, Autor von fünf Büchern, Doktor der Philosophie und Berater für Verteidigungs- und Außenpolitik.

    Macgregor wurde 1976 in die reguläre Armee aufgenommen, nachdem er 1 Jahr am VMI und 4 Jahre in West Point studiert hatte. Im Jahr 2004 trat Macgregor mit dem Rang eines Oberst in den Ruhestand. Im Jahr 2020 ernannte der Präsident Macgregor zum Senior Advisor des Verteidigungsministers, ein Amt, das er bis zum Ausscheiden von Präsident Trump aus dem Amt innehatte. Er hat einen MA in vergleichender Politikwissenschaft und einen Doktortitel in internationalen Beziehungen von der University of Virginia.

    Macgregor ist in den USA, Europa, Israel, Russland, China und Korea weithin bekannt für seine Führungsrolle in der Schlacht von 73 Easting, der größten Panzerschlacht der US-Armee seit dem Zweiten Weltkrieg, und für seine bahnbrechenden Bücher über militärische Umgestaltung: Breaking the Phalanx (Praeger, 1997) und Transformation under Fire (Praeger, 2003). Macgregors Empfehlungen für Veränderungen in der Streitkräfteplanung und integrierte Operationen mit allen Waffen und allen Wirkungen“ haben die Streitkräfteentwicklung in Israel, Russland und China nachhaltig beeinflusst. Im Jahr 2010 reiste Macgregor nach Seoul, Korea, um das koreanische Verteidigungsministerium in Fragen der Streitkräfteentwicklung zu beraten. Im Jahr 2019 wurde Transformation under Fire von Generalleutnant Aviv Kohavi, dem Chef der israelischen Verteidigungskräfte (IDF), als intellektuelle Grundlage für die Transformation der IDF ausgewählt. Sein fünftes Buch, Margin of Victory: Five Battles that Changed the Face of Modern War von Naval Institute Press ist sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch erhältlich und wird bald auf Hebräisch erscheinen.

    In seinen 28 Dienstjahren lehrte Macgregor an der Fakultät für Sozialwissenschaften in West Point, kommandierte die 1. Schwadron der 4. Kavallerie und diente während der Kosovo-Luftkampagne 1999, für die er mit der Defense Superior Service Medal ausgezeichnet wurde, als Direktor des Joint Operations Center bei SHAPE. Im Januar 2002 hörte sich der USCENTCOM-Befehlshaber auf Drängen von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld das Konzept von Colonel Macgregor für die Offensive zur Einnahme Bagdads an. Der Plan wurde weitgehend angenommen, sah aber keine Besetzung des Irak durch US-Truppen vor.

    Macgregor hat auch als Sachverständiger vor den Streitkräfteausschüssen des Senats und des Repräsentantenhauses ausgesagt und ist als Verteidigungsanalyst bei Fox News, CNN, BBC, Sky News und im öffentlichen Rundfunk aufgetreten. Er spricht fließend Deutsch.

    Quelle: https://meaninginhistory.substack.com/p/lose-one-war-start-another?utm_source=post-email-title&publication_id=473679&post_id=149726327&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=1y536l&triedRedirect=true&utm_medium=email
    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus - Das Transkript und die Hervorhebungen sind von Mark Wauck

     

    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6288&mailid=2353


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 453 von 1087

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 20 .. 30 .. 100 .. 200 .. 300 .. 400 .. 420 .. 430 .. 440 .. 450 451 452 453 454 455 456 .. 460 .. 470 .. 480 .. 500 .. 600 .. 700 .. 800 .. 900 .. 1000 .. 1060 .. 1070 .. 1080 .. 1084 1085 1086 1087 >