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01.06.2025

Healy: Großbritannien will Russland Bereitschaft zum Kampf signalisieren

freedert.online, 1 Juni 2025 21:25 Uhr

London werde Moskau mit seinem neuen Verteidigungsbericht signalisieren, dass Großbritannien bereit ist, "wenn nötig zu kämpfen", erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey. Putin betonte, Russland habe keinen Grund, mit der NATO in den Krieg zu ziehen. London werde Moskau mit seinem neuen Verteidigungsbericht signalisieren, dass Großbritannien bereit ist, "wenn nötig zu kämpfen", erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey. Putin betonte, Russland habe keinen Grund, mit der NATO in den Krieg zu ziehen.


Quelle: Gettyimages.ru © Thomas Krych - WPA Pool


Archivbild: Der britische Verteidigungsminister John Healey


Eine von der britischen Regierung vorbereitete Überprüfung der Verteidigungsstrategie soll Moskau gleichzeitig vermitteln, dass das Vereinigte Königreich bereit ist, "wenn nötig zu kämpfen". Dies formulierte der Leiter des britischen Verteidigungsministeriums, John Healey.

Die Überprüfung werde "bedeutende neue Investitionen in unsere nationale Sicherheit" aufzeigen und ein starkes Signal an feindliche Staaten senden, so Healey. Der Minister sagte:

"Es ist auch ein Signal an Moskau. Großbritannien stärkt die Streitkräfte und arbeitet auch an der Stärkung der industriellen Basis, und das ist Teil unserer Bereitschaft, zu kämpfen, wenn es sein muss, aber es ist auch eine Stärke, mit der wir solche Kämpfe in Zukunft verhindern können."

Der Konflikt in der Ukraine habe gezeigt, dass "die Armee nur so stark ist wie die Industrie, die hinter ihr steht", fügte der Chef der Behörde hinzu.


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Healey gab diese Erklärung ab, kurz nachdem die britische Regierung eine Erhöhung der Investitionen in die Rüstungsproduktion um 1,5 Milliarden Pfund (etwa 1,78 Milliarden Euro) angekündigt hatte. Mit diesem Geld will London mindestens sechs neue Anlagen zur Herstellung von Munition und Sprengstoff bauen sowie mindestens 7.000 Langstreckenwaffen (einschließlich Raketen und Drohnen) kaufen. All dies wird, wie die Regierung behauptete, auf dem Territorium des Vereinigten Königreichs hergestellt werden.

Seit Beginn des Konflikts in der Ukraine hat das Vereinigte Königreich die Produktion von Artilleriegranaten erheblich gesteigert und Verträge über die Herstellung von Waffen unterzeichnet, die an Kiew geliefert werden, darunter die Panzerabwehrsysteme NLAW und die Marschflugkörper Storm Shadow. Die Behörden haben außerdem beschlossen, die Verteidigungsausgaben im Einklang mit der allgemeinen Politik der NATO drastisch zu erhöhen. Nach Healeys eigenen Schätzungen können die Ausgaben für diesen Bereich bis 2034 auf drei Prozent des BIP erhöht werden (derzeit gibt das Land 2,3 Prozent aus). Russland verurteilt Waffenlieferungen an Kiew.

Die britische Regierung wird ihren Bericht am Montag, dem 2. Juni, veröffentlichen. The Guardian behauptet, dass Russland in dem Dokument als ein Land bezeichnet wird, das eine "unmittelbare und dringende" Gefahr für das Vereinigte Königreich darstellt.

Die russischen Behörden haben wiederholt betont, dass das Land keine Bedrohung für Europa darstelle. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete diese Behauptungen als Unsinn und "Panikmache für Bürger". Moskau habe kein Interesse an einem Krieg mit den NATO-Ländern, und der Grund für den Beginn des militärischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine sei das Vorgehen der Nordatlantischen Allianz gewesen, so der russische Staatschef.


Mehr zum Thema  NATO-Osterweiterung: Washington erkennt "berechtigte Sorge" Russlands an


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01.06.2025

Medien: G7 kann wegen Trump keine Abschlusserklärung verabschieden Schlagzeile

freedert.online, 1 Juni 2025 21:08 Uhr

Die G7-Länder könnten auf dem Juni-Gipfel in Kanada aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit Trump statt einer gemeinsamen Erklärung sieben einzelne Dokumente verabschieden. Kontroverse Themen wie Russland und der Welthandel würden nicht angesprochen, so die Nachrichtenagentur "Nikkei".


Quelle: Gettyimages.ru © David Speier/NurPhoto


Archivbild: US-Präsident Donald Trump spricht auf einem G7-Gipfel


Die Teilnehmer des G7-Gipfels (G7), der vom 15. bis 17. Juni in Kanada stattfinden wird, könnten sich von Anfang an weigern, eine gemeinsame Erklärung abzugeben, um die Differenzen zwischen den Führern der Vereinigung und US-Präsident Donald Trump nicht hervorzuheben. Dies berichtet das Nachrichtenportal Nikkei.

Den Autoren zufolge diskutieren die G7-Länder derzeit nicht über den Entwurf eines einzigen Dokuments. Stattdessen könnten sieben separate Dokumente verabschiedet werden, so die Quellen.

Diese Dokumente würden sich vor allem auf die Zusammenarbeit in den Bereichen Mineralien, künstliche Intelligenz, Infrastruktur und Migrationsfragen beziehen. Fragen des Welthandels oder der Beziehungen zu Russland, über die Trump und die Führung der anderen G7-Länder uneins sind, würden dagegen nicht behandelt, so die Nachrichtenagentur.

Auch bei den G7-Gipfeln 2018 und 2019, als Trump in seiner ersten Amtszeit agierte, hätten die Mitglieder Schwierigkeiten gehabt, gemeinsame Erklärungen zu verabschieden, so auf Nikkei zu lesen.

Neben den USA gehören der G7 die Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada an.


Bruch im Westen: EU beklagt US-Rückzug bei Russland-Sanktionen





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Bei einem Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs im Februar anlässlich des dritten Jahrestages des Beginns der russischen Militäroperation konnte man sich wegen der Haltung der USA ebenfalls nicht auf eine Erklärung zur Ukraine einigen. Wie Bloomberg berichtete, lehnten die Vereinigten Staaten die Aufnahme von Formulierungen zur Verurteilung Russlands in das Dokument ab, das sich an frühere G7-Erklärungen anlehnte.

Zwei Monate später berichtete die Nachrichtenagentur, dass die Trump-Administration die Bündnispartner über ihre Weigerung informiert habe, eine gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen, in der der russische Angriff auf Sumy verurteilt wird. Washington begründete die Entscheidung damit, dass es "daran arbeite, Raum für Friedensgespräche zu erhalten". Kanada, das in diesem Jahr den G7-Vorsitz innehat, teilte den Verbündeten mit, dass es unmöglich sei, eine solche Erklärung ohne die Unterstützung der USA abzugeben, fügten die Gesprächspartner von Bloomberg hinzu.

Ende Mai drohten die G7-Staaten mit zusätzlichen Sanktionen gegen Russland, falls die Bemühungen um einen Waffenstillstand scheitern sollten. Trump erklärte, dass immer noch die Chance auf eine Einigung besteht, weshalb seine Regierung nicht zu neuen Sanktionen gegen Moskau greife. Die russische Seite hält die Beschränkungen für illegal und fordert ihre Aufhebung.

Darüber hinaus hat die US-Regierung unter Trump einen Handelskrieg begonnen, indem sie Strafzölle gegen zahlreiche Territorien und Staaten verhängt hat. Auch mit der Europäischen Union gibt es in diesem Bereich Meinungsverschiedenheiten. Washington und die EU verhandeln über die Frage der "gegenseitigen" Zölle.


Mehr zum Thema – Trump nennt G8-Ausschluss von Russland "sehr dumm"


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01.06.2025

Russland hat sein Ziel erreicht

freedert.online/meinung, 1 Juni 2025 21:49 Uhr, Von Jelena Karajewa

Bei aller Genugtuung über das US-Eingeständnis aus dem Munde von General Keith Kellogg, Washington könne die russischen Sorgen wegen der NATO-Osterweiterung nachvollziehen – im Kreml versteht man nur allzu gut, weshalb nun freundlichere Töne aus den USA zu vernehmen sind.


Quelle: Sputnik © РИА Новости / Изображение сгенерировано ИИ


Symbolbild ("KI"-generiert)


Wir stehen vor einer großen geopolitischen Veränderung – unsere Position, dass eine weitere Ausweitung der nordatlantischen Allianz nach Osten und die Aufnahme der Ukraine in diese Allianz nicht akzeptabel sind, wurde angenommen. Und verstanden. Dies teilte der Kreml mit.



Mangel an SAMP-T-Abfangraketen – Ukraine bald schutzlos vor Russlands ballistischen Raketen?




Meinung

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Wie betont wurde, "finden die Erklärungen des Präsidenten auch in Washington Verständnis". Moskau hat sich gestattet, Emotionen zu zeigen, und erklärt, dass es darüber erfreut sei.

Wie auf Kommando schoss Bloomberg los und versuchte, ohne den russischen Standpunkt zu erwähnen, die Bedeutung der Äußerungen zu erklären. Natürlich interpretierte das Portal sie entsprechend der aktuellen Agenda. Es stellt sich heraus, dass die NATO derzeit "kategorisch schwach" ist und Russland daher fürchten sollte.

Um herauszufinden, worauf der plötzliche Kurswechsel, der Tonfall und die völlige Kehrtwende der NATO-Generäle zurückzuführen sind – mit ihrer ohnehin schon erhöhten Alarmbereitschaft –, sollte man die offiziellen Meldungen unseres Verteidigungsministeriums lesen. Zumindest die der letzten Woche. Dort wird lakonisch über den erfolgreichen Einsatz ballistischer Raketen vom Typ Iskander-M berichtet, die alle im Einsatzauftrag angegebenen militärischen Ziele des Feindes zerstört haben. Dann muss man sich über die Anzahl der Raketenabwehrsysteme Patriot informieren, die unter unseren Schlägen zu Staub zerfallen sind, und herausfinden, wie Drohnen eingesetzt werden und wie die Artillerie funktioniert. Und danach muss man sich mit den internationalen Ereignissen vertraut machen. Wo ist beispielsweise die "Koalition der Willigen" geblieben? Oder warum sagt Emmanuel Macron, dass er keine Waffen mehr in die Ukraine schicken kann?

Die unausweichliche Schlussfolgerung ist, dass wir technisch und technologisch stärker sind als alle NATO-Mitgliedstaaten. Und unser gesamtes militärisches Potenzial übersteigt das von fünfzig Ländern, die vor zwei Jahren auf der US-amerikanischen Basis im deutschen Ramstein einen neuen Barbarossa-Plan gegen uns ausarbeiteten und ihn aus Angst "ukrainische Gegenoffensive" nannten. Die russischen Soldaten haben die Gegenoffensive zunichtegemacht, so wie ihre Vorfahren seinerzeit die gesamte Operation "Rotbart" zunichtegemacht hatten.

"Die Iskander-M ist für die westliche Luftabwehr schwer zu entdecken – für diejenige, die Kiew aus Großzügigkeit geschenkt wurde. Weder die Patriot-Batterien (Stückpreis: eine Milliarde Dollar) noch die französisch-italienische SAMP-T (Preis: eine halbe Milliarde Euro) mit den bereits eingesetzten Aster-Raketen (Preis: zwei Millionen in derselben paneuropäischen Währung) können die Flugbahn der Iskander-M berechnen und diese mit ihren Aster- und Patriot-Raketen auf den Schrott befördern. Die von derselben NATO gelieferte Artillerie ist ebenfalls knapp. Die viel gepriesenen, aber bereits veralteten französischen Mirage-2000 (sechs an der Zahl) werden an den gleichen Ort gehen, nämlich in die Vergessenheit. Es ist nur eine Frage der Zeit – die uns gehorcht, nicht ihnen.


Etikettenschwindel Taurus: Merz und das Prinzip Luxushandtasche




Meinung

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Die Russen haben an der Frontlinie praktisch die gesamte nordatlantische Ausrüstung zerstückelt. In dem Moment, als die NATO-Streitkräfte beschlossen, einfach zu zählen, was und wie viel ihre geliebten Kiewer Streitkräfte noch hatten, stellte sich heraus, dass sie – zumindest in der Luft – schon lange Zeit nichts mehr besaßen, um uns zu bekämpfen.

Und genau in diesem Moment kamen jene Strategen, die die Schlacht ausschließlich von außen betrachteten, auf die Idee eines "30-tägigen Waffenstillstands". Nicht um Frieden zu schaffen, sondern um das, was von der ukrainischen Armee, die einst bis an die Zähne bewaffnet war und sogar über eine große Reserve verfügte, während der mehr als drei Jahre dauernden Sonderoperation übrig geblieben war, zu erneuern.

Abgesehen von den unmittelbaren Verlusten (allein die auf dem Schlachtfeld Vermissten belaufen sich nach verschiedenen Schätzungen auf etwa 400.000 Menschen) stellte sich heraus, dass die Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte, so sehr sie sich auch in der Presse und in den sozialen Netzwerken aufzuspielen versuchten, selbst nichts für eine angemessene militärische Antwort auf die "aggressiven russischen Barbaren" übrig hatten.

Und so ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die NATO-Soldaten Angst vor uns haben. Schließlich waren sie sich zu hundert Prozent sicher, dass unsere Kinschal und Iskander-M von Computeranimatoren entworfen wurden.

Das Aufwachen aus der Träumerei hat sich als ziemlich hart erwiesen. Vor allem, wenn man, nachdem man einen Kampf in Auftrag gegeben hat, denkt, dass der Gegner bereits besiegt ist. Die Realität klopfte an die Tür, und die "zivilisierte" Welt, sofern sie noch nicht vergessen hatte, wie man eins und eins zusammenzählt, sah unsere Hochtechnologie und unsere militärische Strategie an der Kontaktlinie, wo es nicht auf Zahlen, sondern auf Können ankommt. Sie sahen unsere Hartnäckigkeit, spürten unseren Willen, spürten unseren Kampfgeist. Und sie erkannten, dass sie verloren hatten.

Und eben dieselbe "zivilisierte", aufgeblasene und sehr undankbare Welt, die uns für unsere Bescheidenheit, für unsere Unfähigkeit, sich an das Böse zu erinnern, für unser geduldiges Aushalten von Provokationen verachtet hat, steht nun vor einem Dilemma: Entweder sie bittet uns um Gnade und erfüllt unsere Bedingungen, oder sie hört weiter auf das Gejammer des bereits besiegten Kiew – und muss ihm neue Milliarden in einer beliebigen Reservewährung zahlen.


Poljanski: Selenskij "spielt Spiele", statt zu verhandeln






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Die "zivilisierte" Welt wird nicht nur zugeben müssen, wie und warum sie sich verbrannt hat, indem sie Russland in ihrer eigenen Arroganz und mit Dreistigkeit unterschätzt hat, sondern auch nachzählen müssen, was und wie viel sie Kiew für den Krieg gegen uns gegeben hat.

Nach der Aufarbeitung dieser Probleme wird die "zivilisierte" Welt zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass man lernen muss, lange zu leben, falls man die Konfrontation mit Russland sucht und es besiegen will. Und nicht alles an Wahlzyklen und gekauften soziologischen Umfragen zu messen.

Russland hat noch eine Ewigkeit vor sich. Wir haben mehr als dreißig Jahre lang darauf gewartet (und im Interesse des Landes gehandelt), dass wir gehört und unsere Anliegen akzeptiert werden. Wir sind bereit, nochmals so lange zu warten (und zu arbeiten), um einen langfristigen, dauerhaften, gerechten und fairen Frieden zu schaffen. Für alle und alles. Einschließlich der NATO und des Westens. Zu ihrem eigenen Besten.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 31. Mai 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.


Mehr zum Thema – Russische Reaktionen auf "Entgegenkommen" der USA: Der Westen sucht nur ein Schlupfloch


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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01.06.2025

"Systematisches Aushungern von 2 Millionen Menschen" − Greta Thunberg mit dem Boot auf Gaza-Mission

freedert.online, 1 Juni 2025 11:28 Uhr

Greta Thunberg sorgt mit der Teilnahme an der sogenannten "Freiheitsflottille" erneut für mediale Aufmerksamkeit zum Thema ihrer "Gaza-Solidarität". Geplant ist, in einem zweiten Versuch nach Gaza zu gelangen, nachdem die erste Überfahrt durch einen Drohnenangriff scheiterte, für den Israel verantwortlich gemacht wird.


Quelle: Gettyimages.ru © Fabrizio Villa / Kontributor


Pro-palästinensische Sympathisanten am Hafen von San Giovanni Li Cuti in der Provinz Catania, Startort der Freedom Flotilla Coalition (FFC), unter Teilnahme von Greta Thunberg, 30.05.25


Die Aktivistin Greta Thunberg startete am Sonntag von der sizilianischen Provinz Catania als Bordmitglied der "Freiheitsflottille" (Freedom Flotilla Coalition FFC) in Richtung Gazastreifen, um erneut als Teilnehmerin gegen den israelischen Krieg in der Enklave zu protestieren. Die Reise wird von der FFC organisiert, die seit mehr als einem Jahrzehnt Schiffe in die Küstenenklave schickt, um gegen die israelische Blockade zu protestieren. An Bord ist auch die französisch-palästinensische EU-Abgeordnete Rima Hassan.

Bei der ersten solidarischen Teilnahme Thunbergs Anfang Mai wurde das Schiff vor der Ankunft von einer Drohne angegriffen. Heute ist das Schiff "Madleen" gestartet, um zu versuchen, die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen und gleichzeitig medial wirksam erneut gegen das brutale Vorgehen Israels zu protestieren. In einem aktuellen Video von Bord spricht die 22-Jährige von "einem live gestreamten Völkermord" seitens Israels und dem "systematischen Aushungern von zwei Millionen Menschen".


Neue Offensive im Gazastreifen: UN warnt vor Tod von 14.000 Babys





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Die Weltgesundheitsorganisation hatte jüngst davor gewarnt, dass der Gazastreifen weiterhin aufgrund des fortdauernden Bombardements und der inhumanen Blockadepolitik von einer akuten Hungersnot bedroht ist. Drei Viertel der Bevölkerung leiden unter "dringender" oder "katastrophaler" Nahrungsknappheit. In dem Video auf X erklärte Thunberg nun wörtlich die Gründe ihres Engagements:

"Wir sehen zu, wie zwei Millionen Menschen systematisch ausgehungert werden. Ein live gestreamter Völkermord und das Schweigen der Welt ist tödlich. Deshalb müssen wir weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, auch wenn die Chancen gegen uns stehen."

“We are watching a systematic starvation of 2 million people. A live-streamed genocide and the world's silence is deadly. That is why we have to keep trying everything we can, even if the odds are against us.”Zeteo contributor @GretaThunberg shares moments from the Madleen. pic.twitter.com/uaSCzf8Alt

— Zeteo (@zeteo_news) May 31, 2025

Das Schiff ist eine Flottille mit humanitären Hilfsgütern wie Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern. Die Springer-Redaktion in Berlin bezeichnet die gewagte Aktion als "auf einem Schiff zum Gazastreifen schippern", um via Bild-Zeitung zu kommentieren:

"Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, die durch ihre Klima-Proteste weltweit bekannt wurde, hat sich nun offenbar endgültig dem Anti-Israel-Protest verschrieben."

Aufgrund ihrer internationalen propalästinensischen Aktivitäten forderte im Vorjahr der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU, Alexander Throm, eine Einreisesperre für die laut Jüdischer Allgemeine "Israelhasserin" in Deutschland. Auf der Webseite Zeteo, einem neuen Medienprojekt des britisch-amerikanischen Journalisten Mehdi Hasan, informiert die Redaktion zu dem erneuten Versuch einer Hilfslieferung nach Gaza und dem X-Video von Thunberg:

"Ein ähnlicher Versuch, im Mai in den besetzten Gazastreifen zu segeln, wurde abgebrochen, nachdem eine Flottille mit dem Namen 'Conscience' in internationalen Gewässern zwei Drohnenangriffe erlebt hatte. 'Haltet die Augen offen, überschwemmt weiterhin die Straßen, organisiert, boykottiert und tut alles, was in eurer Macht steht, um für Palästina einzutreten', beendet Thunberg ihre Botschaft (…)."

Neben Thunberg und der EU-Abgeordneten Hassan sind auch die palästinensisch-amerikanische Anwältin Huwaida Arraf und der Game of Thrones-Schauspieler Liam Cunningham an Bord.


Mehr zum Thema – Das Grauen von Gaza und die deutsche Staatsräson


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Video https://rumble.com/v6u2s3h-gaza-haben-seit-einer-woche-nichts-gegessen-schsse-und-chaos-bei-lebensmitt.html Dauer 1:13 min


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01.06.2025

Verteidigung der Ukraine und Taiwans ein und dasselbe? China empört über Macrons Vergleich

freedert.online, 1 Juni 2025 18:55 Uhr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hinterfragte das Schicksal Taiwans angesichts der Option, dass Russland die Kontrolle über Teile der Ukraine angeblich "uneingeschränkt" übernehmen dürfte. China bezeichnete den Vergleich der Situationen als "inakzeptabel".


Verteidigung der Ukraine und Taiwans ein und dasselbe? China empört über Macrons VergleichQuelle: Gettyimages.ru © Jeffrey 

Coolidge


Symbolbild


China hat dringend davon abgeraten, die Angelegenheiten der Ukraine und Taiwans miteinander zu vergleichen, dies sei "inakzeptabel". Das erklärte die chinesische Botschaft in Singapur in einer Mitteilung auf sozialen Medien als Reaktion auf die Worte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron:

"Die beiden Themen sind unterschiedlicher Natur und überhaupt nicht vergleichbar. Die Situation mit Taiwan ist eine interne Angelegenheit Chinas."

Die in den sozialen Medien gepostete Erklärung wird von einem Foto der Rede Macrons auf der asiatischen Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur am 30. Mai begleitet. Die chinesische Botschaft fügte hinzu:

"Wenn jemand versucht, doppelte Standards mithilfe von doppelten Standards zu verurteilen, sind das einzige Ergebnis, das wir bekommen können, immer noch die gleichen doppelten Standards."

Macron droht China mit NATO-Ausdehnung nach Asien





Macron droht China mit NATO-Ausdehnung nach Asien







In diesem Zusammenhang wies die Nachrichtenagentur Reuters darauf hin, dass der französische Präsident in seiner Rede die Frage stellte, was mit Taiwan passieren könnte, wenn "Russland die Kontrolle über einen beliebigen Teil der Ukraine ohne jegliche Einschränkungen übernehmen dürfte".

Bei dem Auftritt auf dem Forum rief Macron Europa und Asien außerdem dazu auf, eine neue Allianz zu schmieden, um "revisionistischen" Großmächten entgegenzutreten, die angeblich versuchten, in der Region "Zwangssphären" zu schaffen. Vor seiner Teilnahme am Shangri-La-Dialog Macron Vietnam einen dreitägigen Besuch abgestattet; er wird zudem nach Indonesien reisen.

Peking betrachtet Taiwan als integralen Bestandteil der Volksrepublik und die Einhaltung des Ein-China-Prinzips als Voraussetzung für andere Staaten, wenn sie diplomatische Beziehungen zum Land aufnehmen oder aufrechterhalten wollen. Der Grundsatz "Ein China" und die Nichtanerkennung der Unabhängigkeit Taiwans werden offiziell auch von den Vereinigten Staaten befolgt, obwohl sie mit Taipeh in verschiedenen Bereichen enge Kontakte unterhalten und die Insel mit Waffen beliefern.


Mehr zum ThemaTrump kündigt Verdopplung der Einfuhrzölle auf Stahl an


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01.06.2025

Kellogg gibt zu: Ukraine-Konflikt ist NATO-Stellvertreterkrieg gegen Russland

freedert.online, 1 Juni 2025 15:58 Uhr

In gewissem Sinne führe die NATO aufgrund des Umfangs der Unterstützung für Kiew tatsächlich einen Stellvertreterkrieg gegen Moskau, so der US-Sondergesandte Kellogg. Er betonte, Trump habe die Wiederaufnahme des direkten Dialogs zwischen Russland und der Ukraine erzielt.


Quelle: Gettyimages.ru © hh5800


Symbolbild


Keith Kellogg, der Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump für die Ukraine, hat einer Einschätzung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zugestimmt, wonach sich die NATO in einem Stellvertreterkrieg mit Russland befindet. Dies erklärte er gegenüber Fox News:

"Putin sagte: 'Wenn ihr [die Ukraine] weiterhin mit Waffen beliefert, werden wir euch als Aggressoren betrachten.' Seiner Meinung nach hat sich die Situation zu einem Stellvertreterkrieg mit der NATO entwickelt. Um ehrlich zu sein, ist das in gewisser Weise tatsächlich der Fall. Sehen Sie sich die Hilfe an, die die europäischen Länder geleistet haben. Es ist klar, dass Putin das sieht."

Unter Bezugnahme auf die ersten direkten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine seit drei Jahren in Istanbul und die erzielten Vereinbarungen wies Kellogg darauf hin, dass Trump dies in etwa 120 Tagen seiner Präsidentschaft erreicht habe. Für Joe Biden hätten dafür hingegen mehr als tausend Tage als Präsident des Weißen Hauses nicht ausgereicht.


Zugkatastrophe bei Brjansk: Zahl der Verletzten auf 71 korrigiert



Zugkatastrophe bei Brjansk: Zahl der Verletzten auf 71 korrigiert






Die russischen Behörden haben den russisch-ukrainischen Konflikt wiederholt als Stellvertreterkrieg des Westens gegen Russland bezeichnet. So charakterisierte beispielsweise Außenminister Sergei Lawrow die Situation im März 2022.

Drei Jahre später, am 6. März 2025, beschrieb der US-Außenminister Marco Rubio die Situation auf dieselbe Weise:

"Präsident Trump sieht dies als einen langwierigen, festgefahrenen Konflikt, und offen gesagt ist es ein Stellvertreterkrieg zwischen Atommächten: den USA, die der Ukraine helfen, und Russland."

Putin hat jedoch Zweifel an der Gefahr eines umfassenden NATO-Konflikts mit Russland geäußert. Im vergangenen Frühjahr brachte der russische Präsident zum Ausdruck, dass in der heutigen Welt zwar alles möglich, aber "kaum jemand" an einem "dritten Weltkrieg" interessiert sei.


Mehr zum ThemaHinter verschlossenen Türen: Was Russlands Militärjahrbuch verrät


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01.06.2025

Umfrage: Die Linke bei den Deutschen nun beliebter als die Grünen

seniora.org, 1 Juni 2025 09:30 Uhr

Die Linke ist einer neuen Bild-Umfrage zufolge im Land bei den wählenden Bürgern beliebter als die Grünen. Im sogenannten Sonntagstrend konnte die Linke im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf elf Prozent zulegen, während die Grünen einen Punkt verlieren. Die Union verlor ebenfalls an Zustimmung.


Quelle: Gettyimages.ru © Tilo s

Straus


Medien-Darling und Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek neben ihrem unscheinbaren Kollegen Sören Pellmann, Berlin, 13. Mai 2025


Der "Reichinnek"-Effekt für die Partei Die Linke scheint sich fortzusetzen, dies ausgehend von dem jüngsten Ergebnis einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Bild am Sonntag (BamS). Die Linke ist demnach zufolge an den Grünen in der Wählergunst vorbeigezogen, damit das erste Mal seit sieben Jahren vor den Grünen liegend. Die Erstplatzierten lauten weiterhin CDU und AfD.

Die jüngsten Querelen um das Social-Media-Gebaren der Vorsitzenden der Grünen Jugend (RT DE berichtete) und der demgegenüber auffällig wohlwollenden, weiterhin mehr als positiven medialen Berichterstattung über die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek könnten Gründe für das aktuelle Ergebnis des sogenannten "Sonntagstrends" der BamS darstellen. Zu dem Ergebnis heißt es (Bezahlschranke):

"Die Linke steigt auf 11 Prozent (plus ein Punkt zur Vorwoche). Die Grünen dagegen verlieren einen Punkt auf nur noch 10 Prozent. Damit sind die Linken bei INSA nach der AfD (unverändert 24 Prozent) die zweitstärkste Oppositionspartei. Insgesamt 35 Prozent entfallen inzwischen auf Rechts- und Linksaußen (dazu noch 4 Prozent für das BSW von Sahra Wagenknecht)."


Vorsitzende der Grünen Jugend wegen ACAB-Pullover in der Kritik





Vorsitzende der Grünen Jugend wegen ACAB-Pullover in der Kritik






Linken-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner kommentierte dabei solidarisch auf X zur Causa "ACAB", den Diskussionen um die Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard:

"Wir sollten über Kriegsverbrechen in Gaza sprechen, über Angriffe auf den Sozialstaat, auf Renten und auf die Arbeitszeit. Aber bei Gott wir sollten nicht über einen Pulli sprechen."

Bei der Bundestagswahl erreichten die Linken 8,8 Prozent. Mit überschaubaren 17 Prozent erreicht die GroKo-Partei SPD "den höchsten Wert seit vier Monaten" und übertrifft damit leicht ihr Bundestagswahlergebnis (16,4 Prozent).


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Die Ergebnisse der FDP und des BSW belegen mit je vier Prozent das weiterhin geringe Interesse bei den Befragten. Ein RND-Artikel erklärt zu den Ergebnissen:

"Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten."


Mehr zum Thema – Baden-Württemberg: Cem Özdemir wird Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl 2026


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Video https://rumble.com/v6u4eph-ohne-belege-zeit-journalist-konstruiert-sa-banden-der-afd-im-presseclub.html Dauer 3:10 min


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01.06.2025

Berlin unter Merz: Wie man einen Krieg mit Russland anfängt − in einfachen Schritten

freedert.online, 1 Juni 2025 07:30 Uhr, Von Tarik Cyril Amar

Berlin täte gut daran, Russlands Warnungen, keine weitreichenden Waffen nach Kiew zu liefern, ernst zu nehmen. Die Handlungen der Merz-Regierung signalisieren aber eher das Gegenteil, auch wenn sowohl die Ukraine als auch Deutschland darunter leiden.


Quelle: www.globallookpress.com © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre


Friedrich Merz, 28.05.2025


Wenn man in einem dunklen Loch sitzt, soll man tiefer graben, vor allem tiefer als der glücklose deutsche Ex-Kanzler Olaf Scholz. Dies scheint das neue Berliner Motto zu sein. Unter Friedrich Merz' neuem Missmanagement setzt die deutsche Regierung klaren Kurs, ihre derzeit miserable Nicht-Beziehung zu Russland weiter zu verschlechtern. Das ist ein betrüblich ehrgeiziges Ziel, da die Dinge jetzt bereits schlechter stehen als zu jedem anderen Zeitpunkt nach 1945.

Aber Merz und seine Mannschaft scheinen nicht zufrieden damit zu sein, in einem Stellvertreterkrieg mit Russland, der sich in ein ruinöses Fiasko − nicht für die russische Wirtschaft, aber für die deutsche − verwandelt hat, eine Schlüsselrolle zu spielen. Schon im Februar 2023 meldeten deutsche Leitmedien, der Krieg habe das BIP um 2,5 Prozent verringert.


Merz, Taurus und die Feindstaatklausel





Meinung

Merz, Taurus und die Feindstaatklausel






Das ist schon für sich genommen eine große Zahl, aber wenn man mit berücksichtigt, dass zwischen 2022 und 2024 das jährliche Wirtschaftswachstum (oder eher die -schrumpfung) zwischen -0,3 (2023) und +1,4 Prozent lag, sieht das noch schlechter aus.

Und doch geht das Berlin von Merz, statt ernsthaft − und endlich − auf Diplomatie zu setzen, um diesen Krieg gegen Russland mithilfe der Ukraine zu beenden, jetzt das Risiko ein, die gegenwärtige Unordnung in den Alptraum einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und Deutschland (und damit vermutlich auch der NATO − obwohl das nicht länger notwendigerweise die USA mit einschließt) zu eskalieren. Eine solche Konfrontation wäre auf eine Art und Weise zerstörerisch, wie sie die Deutschen lange nicht erlebt haben, was jüngst sogar eine deutsche Fernsehdokumentation eingestehen musste, obwohl ihr offenkundiger Zweck darin bestand, die derzeit auf Steroiden laufende Remilitarisierung des Landes weiter anzufeuern.

Das einzelne, sichtbarste Symbol der neuen, geradezu industrielle Dimensionen annehmenden Berliner Tollkühnheit ist die Taurus-Rakete − eine hochentwickelte, sehr teure Waffe (pro Stück zwischen einer und drei Millionen Euro), deren vollständigen Namen man schnell wieder vergessen will (Target Adaptive Unitary and Dispenser Robotic Ubiquity System), und, das ist entscheidend, die eine Reichweite von maximal 500 Kilometern aufweist.

Die Regierung unter Scholz, so atemberaubend inkompetent und den USA gegenüber schamlos unterwürfig sie auch war, hatte nie zugestimmt, der Ukraine diese Waffe zu überlassen. Im Kern aus zwei Gründen: Die Taurus könnte, ist sie erst einmal in der Ukraine, tief in russisches Gebiet reichen, sogar bis Moskau, und es ist unbestreitbar, dass sie nur mit direkter deutscher Hilfe abgefeuert werden kann, was einen Kriegszustand zwischen Moskau und Berlin herbeiführen würde. Merz hat jedoch einen vagen, aber bedeutenden Eindruck hinterlassen, die Lieferung der Taurus an Kiew sei wieder eine Option.


Gemeinsamer Raketenbau mit Ukraine: Wieder einmal deutscher "Proxy-Militarismus"





Analyse

Gemeinsamer Raketenbau mit Ukraine: Wieder einmal deutscher "Proxy-Militarismus"





Im Verlauf dieses Krieges − und auch schon in seinem Vorlauf − hat Russland klare Warnungen gegeben, welche Folgen ein solcher Krieg mit sich brächte: Dem russischen Außenminister Sergei Lawrow zufolge ist Deutschland beispielsweise im Ukraine-Krieg "bereits direkt engagiert". Aber selbst er sieht Raum dafür, dass die Verhältnisse noch deutlich schlechter werden, und dass Deutschland, in seinen Worten, "den gleichen rutschigen Abhang hinuntergleitet, den es im vergangenen Jahrhundert bereits mehrfach hinabgerutscht ist − hinunter zu seinem Zusammenbruch".

Dmitri Peskow, Sprecher des Präsidenten Wladimir Putin, hat unterstrichen, dass Merzens Aussagen, so verworren sie waren, auf eine "ernsthafte Eskalation" deuteten. Die Chefin von RT, Margarita Simonjan, hat, weniger diplomatisch, erläutert, ein deutsch-ukrainischer Taurus-Angriff auf eine russische Stadt könne einen russischen Raketenschlag auf Berlin auslösen. Währenddessen erwähnte ein wichtiger russischer Militärexperte die Möglichkeit eines Angriffs auf die Produktionsanlagen der Taurus in Deutschland.

Nützen diese Warnungen irgendwas? Deutsche Politiker würden natürlich nicht offen zugeben, durch Moskau erfolgreich abgeschreckt worden zu sein, aber es ist Tatsache, dass Merz es unterlassen hat, auf seine implizite Drohung einer Lieferung der Taurus an die Ukraine Taten folgen zu lassen.

Hätte er dies tun wollen, so wäre der Besuch des ukrainischen Regierungschefs Wladimir Selenskij in Berlin eine vorzügliche Gelegenheit gewesen, den Handel abzuschließen. Aber statt der sehnsüchtig erwarteten Lenkraketen erhielt Selenskij etwas Anderes: den ostentativen Gebrauch des informellen "Du", viel Geld (schon wieder) und das Versprechen, Deutschland werde helfen, in der Ukraine weitreichende Waffen zu bauen. Angesichts dessen, dass Moskau gerade seine Fähigkeiten demonstriert hat, derartige Produktionseinrichtungen überall in der Ukraine zu treffen, ein Versprechen, das eigentlich einem Sich-Drücken entspricht. Zumindest vorerst.


Merz, der Schamlose: "Taurus"-Freigabe mit Lügen garniert





Meinung

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Das ist gut so. Es verhindert eine unmittelbare, extrem gefährliche Eskalation. Aber Merz und seine Experten sind naiv, wenn sie glauben, es gebe keine russische Antwort auf ihre erklärte Absicht, deutsches Wissen in die Ukraine zu transferieren, damit dort weitreichende Waffen gefertigt werden können.

Zum einen hat Moskau gerade erst seine Fähigkeit gezeigt, die ukrainische Rüstungsindustrie zu treffen. Gleichzeitig ist selbst die Taurus keineswegs vom Tisch. Aber auch nicht die russischen Warnungen vor den katastrophalen Folgen ihres Einsatzes. Das russische Verteidigungsministerium ist zuversichtlich, seine Luftabwehr könne Taurus-Angriffe stoppen, aber betont dennoch, die spezielle Fähigkeit der Rakete, tief in russisches Gebiet zu fliegen, schaffe ein Problem einer ganz eigenen Kategorie.

Was versucht das neue Berlin hier überhaupt? Es laufen Verhandlungen, um den Krieg zu beenden, selbst wenn Merz das Gegenteil behauptet. Russland "spielt" mitnichten, wie er wiederholt, "auf Zeit". In Wirklichkeit ist die zweite Runde der Gespräche von Istanbul 2.0 bereits angesetzt, zumindest was Moskau betrifft.

Das wirkliche Problem westlicher Politiker wie Merz ist, dass Moskau nicht bereit ist, seine eigenen Interessen preiszugeben oder einseitigen Forderungen, die von Drohungen begleitet werden, Folge zu leisten.

Wenn ein plausibler Bericht von Reuters, der auf durchgestochenen Informationen beruht, tatsächlich zutrifft, dann hat Putin Russlands Bedingungen für eine realistische Befriedung ein weiteres Mal skizziert: Sie umfassen, nicht überraschend, ein vollständiges Ende der Ausdehnung der NATO, ein zumindest partielles Ende der Sanktionen gegen Russland und der Versuche, eingefrorenes russisches Staatsvermögen zu beschlagnahmen, eine wirkliche Neutralität der Ukraine und Schutz für ihre Russisch sprechenden Bürger.


UN-Sicherheitsrat: Europas Rolle im Ukraine-Krieg muss angesprochen werden




Analyse

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Vor diesem Hintergrund sind Merz' jüngste Kapriolen nur noch rätselhafter: Russland ist nicht schwach, sondern gewinnt diesen Krieg. Eine Sommeroffensive steht womöglich bevor und wird die Lage der Ukraine noch unhaltbarer machen. Aber es gibt auch eine wirkliche Möglichkeit, Verhandlungen zu nutzen, die gerade wieder aufgenommen wurden, um die Verluste sowohl der Ukraine als auch des Westens zu begrenzen.

Das Zögern der Vereinigten Staaten, einen harten Kurs gegen Russland verlässlich abzusichern, könnte währenddessen den Europäern aus NATO und EU erlauben, konstruktive Alternativen zum derzeitigen Stellvertreterkrieg zu suchen. Tatsächlich sollte es ihr schlimmster Alptraum sein, mit diesem Konflikt alleingelassen zu werden, wenn Moskau und Washington einen Durchbruch zu einer völligen Entspannung schaffen.

Die deutsche Wirtschaft wird nicht blühen − nicht einmal mit einem letzten Aufgebot an schuldenfinanziertem Rüstungskeynesianismus, wie es Merz jetzt gestartet hat − außer, ihre Beziehungen zu Russland werden neu gefasst. Und nicht zuletzt wird die Ukraine nicht wieder aufgebaut werden, ehe es einen dauerhaften Frieden gibt.

Und Berlins Antwort auf all das? Mehr vom Selben, nur schlimmer. Jetzt, mit der Taurus zurück auf der Speisekarte und offenen Ankündigungen, der Ukraine zu helfen, ihre eigene Version zu bauen, vermutlich unter intensiver deutscher Betreuung und vollgepackt mit deutscher Technologie, sind Kiews Chancen keineswegs besser, und Deutschlands Position ist noch fragiler. Die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation zu einem direkten Krieg zwischen Russland und Deutschland bleibt noch höher als vor der neuen Initiative von Merz, und die Wahrscheinlichkeit eines Friedens ist geringer. Das könnte man einen beidseitigen Verlust nennen.

Übersetzt aus dem Englischen.


Tarik Cyril Amar ist Historiker an der Koç-Universität in Istanbul und befasst sich mit folgenden Forschungsfeldern: Russland, die Ukraine, Osteuropa, Geschichte des Zweiten Weltkriegs, der kulturelle Kalte Krieg, Erinnerungspolitik. Man findet ihn auf X unter @tarikcyrilamar und auf Substack unter den Links @tarikcyrilamar.substack.com und tarikcyrilamar.com.


Mehr zum Thema − Land der ungelernten Lektionen: Merz wirft Deutschland vor den fahrenden Zug


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01.06.2025

UN-Vertreter Russlands: Keine Wiederholung von Minsk 2

freedert.online, 31 Mai 2025 21:22 Uhr

Der Ständige Vertreter Russlands im UN-Sicherheitsrat schloss bei der gestrigen Sitzung eine Lösung nach dem Vorbild der Minsker Vereinbarung aus. Wassili Nebensja betonte, die Ursachen des Konflikts müssen ausgeräumt werden. Ein Waffenstillstand dürfe nicht zur Aufrüstung genutzt werden.


UN-Vertreter Russlands: Keine Wiederholung von Minsk 2Quelle: Legion-media.ru © photo


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Wassili Nebensja auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates


In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates sagte der Ständige Vertreter Russlands Wassili Nebensja, Russland werde der Ukraine nicht die Möglichkeit geben, einen Waffenstillstand zur Aufrüstung zu nutzen.

"Eine Wiederholung von 'Minsk' wird es nicht geben", sagte er.

Der Vertreter Russlands betonte zudem, dass es für einen dauerhaften Frieden notwendig sei, die Auslöser des Konfliktes ein für alle Mal zu beseitigen.

Der Ständige Vertreter Chinas wies zudem darauf hin, dass die USA maßgeblich zur Entstehung des Konflikts beigetragen haben.


"Wir werden aufgerieben": Kiews Mobilisationsplan gescheitert




Analyse

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Der Konflikt hat eine seiner Ursachen in der Absicht, die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Eine weitere Ursache ist die systematische Benachteiligung und Diskriminierung der russischsprachigen Bevölkerungsgruppe im Osten des Landes, was zu einem Bürgerkrieg führte.

Russland drängt daher darauf, dass die Ukraine und ihre westlichen Unterstützer ihre NATO-Pläne aufgeben. Eine Teilung des Landes würde zudem die russischsprachige Bevölkerungsgruppe schützen, nachdem Minsk 2 vom Westen und der Ukraine sabotiert wurde.

Minsk 2 war ein völkerrechtlich bindendes Übereinkommen, das die territoriale Integrität unter Ausklammerung der Krim sicherstellen sollte. Durch die Föderalisierung der Ukraine, verbunden mit einer Stärkung der Autonomie des Donbass, sollte ein Auseinanderfallen des Landes verhindert werden. Dieser Plan wurde seitens Deutschlands, Frankreichs und der Ukraine hintertrieben. Seitdem hat sich die Position der Ukraine dramatisch verschlechtert.

Die nächste Verhandlungsrunde zur Regulierung des Ukraine-Konflikts ist für den 2. Juni vorgesehen. Diplomatische Vertreter Russlands und der Ukraine treffen dann in Istanbul zusammen. Bei einem ersten Treffen am 16. Mai wurde ein umfassender Gefangenenaustausch im Format 1.000:1.000 vereinbart.

Trotz des konkreten Ergebnisses und der Vereinbarung, weiterzuverhandeln, wurde die erste Verhandlungsrunde im Westen als Zeichen dafür gewertet, dass Wladimir Putin keinen Frieden will. Im Westen war die Präsenz Putins bei den Verhandlungen eingefordert worden, obwohl die Unterredungen vor allem technischen und organisatorischen Charakter hatten. Die Präsenz eines Staatsoberhaupts bei Verhandlungen in diesem frühen Stadium ist nicht üblich.

Dennoch wird Russland vorgeworfen, auf Zeit zu spielen. Der Westen verlangt einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand. Gleichzeitig bekennt er sich dazu, die Ukraine weiter mit Waffen aufrüsten zu wollen. Russland geht daher davon aus, dass dieser Waffenstillstand nicht dazu dienen soll, den Krieg zu beenden, sondern ihn zu verlängern. Ein Waffenstillstand ist für Russland daher nur unter der Zusage akzeptabel, dass der Westen die Waffenlieferungen nachweislich einstellt und die Ukraine in der Zeit keine Soldaten rekrutiert.


Mehr zum Thema – Poljanski: Selenskij "spielt Spiele", statt zu verhandeln


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Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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01.06.2025

Offener Brief: An die Leitung der Gedenkstätte Dachau

seniora.org, , 1. Juni 2025

"Besonders aber in Deutschland setzen wir auch mit dem, was Sie als Gedenkstättenleitung zu verantworten haben, den Krieg gegen Russland fort, den wir 1945 sehr verdient militärisch, wirtschaftlich, politisch und insbesondere moralisch verloren hatten".


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Die Gedenkstätte-Leitung von KZ Dachau bei München hat ganz im Geiste des vorherrschenden Russenhasses die Staatssymbole zweier Nachfolgestaaten der #UdSSR ???????? und ???????? an den Kränzen enfernt. Und mit Landesfarben waren auch die Widmungen an die grausam hingerichtete Kriegsgefangene abgeschnitten. Handelt es sich um eine versteckte Revanche der Nachfahren der Mörder?

Am Ort des Massenmordes 1941-1942: Vertreter der russischen und weißrussischen Botschaften in Deutschland, darunter der Botschafter der Russischen Föderation, Sergei Netschajew, hatten am 6. Mai 2025 Kränze in einem Teilbereich der KZ-Gedenkstätte Dachau niedergelegt. Die Kranzschleifen waren in den russischen und weißrussischen Nationalfarben gehalten. Die Diplomaten wollten damit der von der Waffen-SS ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen am Denkmal beim ehemaligen SS-Schießplatz Hebertshausen gedenken.(Mehr zum Hintergrund hier und hier)

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Freunde, Martin Leos mit vollem Herzen geschriebenen Offenen Brief unterstützen wir mit aller Kraft und unterschreiben ihn aus tiefer Überzeugung. Gerne übernehmen wir ihn mit seiner Genehmigung und wünschen, dass der Brief weite Verbreitung finden wird, um der abenteuerlichen Russphobie und Geschichtsvergessenheit in Deutschland etwas entgegen zu setzen. Willy und Margot Wahl

Sehr geehrte Damen und Herren,

Presseveröffentlichungen entnehme ich, dass die Leitung der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau in einem Akt blinden Gehorsams oder auch in freier, jedoch verantwortungsloser Entscheidung die Schleifen von Kränzen entfernt hat, die in den Nationalfarben Russlands und Weißrusslands zu Ehren der von Nazis ermordeten sowjetischen Soldaten von den Botschaften niedergelegt worden waren.


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9:40 nachm. · 29. Mai 2025


Ich möchte Ihnen sagen, dass ich mich für diesen Akt, der selbst in der Tradition des Faschismus und nicht des Antifaschismus steht, für Sie schäme. Diejenigen, die das zu verantworten haben, haben Schande über die Gedenkstätte und über Deutschland gebracht. Nichts kann das rechtfertigen. Der Krieg in der Ukraine wird für deutsche Revanchegelüste mißbraucht.

Dem aktiv entgegen zu treten, liegt in unserem eigenen nationalen Interesse.

Inzwischen räumen selbst höchste Vertreter der US-Administration ein, dass die Hintergründe des Ukrainekriegs viel differenzierter zu betrachten sind, als das bisher geschah.

Besonders aber in Deutschland setzen wir auch mit dem, was Sie als Gedenkstättenleitung zu verantworten haben, den Krieg gegen Russland fort, den wir 1945 sehr verdient militärisch, wirtschaftlich, politisch und insbesondere moralisch verloren hatten.

Als Gedenkstätte wären Sie besonders verpflichtet, allen Opfern der Nazis gerecht zu werden. Sie haben die Opfer der Sowjetunion verhöhnt. Sie haben tatsächlich deren Andenken geschändet. So etwas hatten in der Vergangenheit nur Neofaschisten gewagt. Heute ist das offiziell vertretene Politik in einem Deutschland, in dem Politiker Russland erneut eine strategische Niederlage beibringen wollen. Wer jetzt richtig hinschaut, kann unschwer erkennen, dass genau dieses Ansinnen nicht Russland, sondern wiederum unser Land selbst erneut in eine strategische (und moralische) Niederlage treibt.

Unser Land wird eines Tages umkehren müssen. Hoffentlich geschieht dies, ohne dass wir unsere geistige und moralische Befreiung erneut nur äußeren Kräften zu verdanken haben. Hoffentlich geschieht dies, ohne dass ganz Europa erneut von Wahnsinnigen in einen antirussischen Kreuzzug gerissen wird.

Die für den jetzigen Irrweg Verantwortlichen werden  sich eines nicht zu fernen Tages erneut entschuldigen müssen. Die in Dachau ermordeten sowjetischen Soldaten hatten nicht für die Wieder-Auferstehung eines solchen Deutschlands nach 80 Jahren gekämpft.

Deren Angehörige auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR sehen heute in Deutschland ein Land, das sich im Osten die gleichen Verbündeten suchte wie einst die Nazis.  Niemand jedoch wird erneut sagen dürfen, er hätte es nicht wissen können. Sie jedenfalls wussten, was Sie tun. Historisches Wissen darf man Ihnen unterstellen. Aber vermutlich haben Sie nicht begriffen, wohin Mitläufertum führt.

Ich würde mir in Deutschland ein politisches Klima wünschen, das es einer Staatsanwaltschaft zur Pflicht macht, die Entscheidung der Gedenkstättenleitung juristisch zu ahnden. Was passiert ist, ist unfassbar.

Wir wissen, dass wir davon noch weit entfernt sind. Die Mehrheit unserer Bürger folgt ihren Führern noch wie einst schon den Nazis, die Goebbels im Sportpalast den totalen Krieg versprachen.

Wenn Sie nicht begreifen, dass Ihre Entscheidung der gleichen Russophobie geschuldet ist, die in Deutschland zu den Verbrechen führte, derer in Dachau gedacht wird, dann haben Sie dort nichts zu suchen.


Martin Leo
Diplom-Politologe
Lagos, Portugal



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=164&userid=3998&mailid=2745


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01.06.2025

Ibrahim Traoré, der „Che Guevara Afrikas“

aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. Mai 2025, 9:33 Uhr


Berliner Zeitung 31.5.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/zeitenwende-in-afrika-wir-haben-die-spielregeln-mit-dem-westen-neu-definiert-li.2328780>


*Zeitenwende in Afrika:

„Wir haben die Spielregeln mit dem Westen neu definiert“


*/Raphael Schmeller, Simon Zeise/


9. Mai in Moskau. Ein junger afrikanischer Offizier nimmt an den

Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über den Faschismus teil.


Seine Anhänger sehen in Ibrahim Traoré den „Che Guevara Afrikas“. Der

erst 37-jährige Staatschef von Burkina Faso zeigt sich wie die

kubanische revolutionäre Ikone stets mit Barett und in Uniform, hat die

frühere Kolonialmacht Frankreich aus dem Land vertrieben und

verstaatlicht die heimischen Bodenschätze.


*Traoré will das Land modernisieren


*Traoré, der momentan jüngste Staatschef der Welt, griff im September

2022 nach der Macht. Er verdrängte den Offizier Paul-Henri Damiba aus

dem Präsidentenamt, mit dem er zunächst den Militärputsch durchgeführt

hatte, dem er schließlich aber vorhielt, zu zaghaft gegen die im Land

wütenden dschihadistischen Terrorgruppen vorzugehen.


In Moskau wirbt Traoré um Unterstützung. Burkina Faso ist eines der

ärmsten Länder der Erde. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von

Landwirtschaft, doch die Sahel-Zone ist karg. Traoré möchte Traktoren

kaufen und den Burkinern die Möglichkeit geben, in Russland zu

studieren, damit sie später mit ihrem Wissen das Heimatland aufbauen

können. Wladimir Putin hebt die Leistung der Burkiner im Kampf gegen

Nazi-Deutschland hervor: 30.000 Soldaten kämpften in der Armee des

französischen Exilpräsidenten Charles de Gaulle gegen Hitler.


Heute ist das Verhältnis zu Frankreich schwer belastet. Seit 2013 führte

die französische Armee einen Antiterrorkampf gegen islamistische

Rebellen im Land. Doch nach einigen ersten Erfolgen verschlechterte sich

die Situation zunehmend. Aus der ursprünglich begrüßten Intervention

wurde ein Symbol neokolonialer Bevormundung.


*Burkina Faso setzt französische Armee vor die Tür


*Der Botschafter Burkina Fasos in Deutschland, Justin Ouoro, sagt im

Gespräch mit der Berliner Zeitung, der Bruch mit Frankreich sei auch

deshalb erfolgt, weil Paris nicht genügend Waffen verkaufen wollte. „Bis

2022 hatten wir im Durchschnitt eine Kalaschnikow für drei Soldaten. Die

Terroristen waren besser ausgerüstet als die Armee“, sagt der

Botschafter. Schließlich habe man sich anderen Ländern zugewandt –

konkret China, der Türkei und eben Russland.


Anfang 2023 reichte es Traoré. Die französische Armee wurde des Landes

verwiesen. Eine Schmach für die Grande Nation, die Afrika als ihren

Hinterhof betrachtet. Präsident Emmanuel Macron tobte und warf den

Afrikanern „Undankbarkeit“ vor.


Für Botschafter Ouoro ist Macrons Aussage eine komplette Umkehrung der

Geschichte. „Wir Afrikaner haben so viel zum Wohlstand der Welt

beigetragen, aber wir profitieren heute am wenigsten davon. Wenn sich

jeder die Blutschuld der Sklaverei, der Kolonialisierung, des

Neokolonialismus und des Imperialismus eingestehen müsste, könnten wir

uns wahrscheinlich nicht mehr in die Augen sehen“, sagt er. „Die

Äußerungen des französischen Präsidenten sind, gelinde gesagt,

unangemessen.“


Statt auf die Europäer setzt Traoré auf Panafrikanismus. Im Zuge der

geopolitischen Neuausrichtung ist Burkina Faso eine enge Allianz mit

Mali und Niger eingegangen. Die sogenannte Sahel-Allianz verfolgt das

Ziel, die Sicherheit, die wirtschaftliche Entwicklung und die politische

Souveränität der beteiligten Staaten zu stärken. Diese Partnerschaft

wird als Gegenmodell zum westlich geprägten Bündnis „Westafrikanische

Wirtschaftsgemeinschaft“ (Ecowas) gesehen.


Dank dieser Neuausrichtung ist Burkina Faso heute militärisch gestärkt.

Die Regierung hat die Armee reorganisiert, vergrößert und besser

ausgerüstet, um effektiver gegen Terroristen vorgehen zu können. Die

Regierung betont, dass sich die Sicherheitslage seit 2022 deutlich

verbessert habe. Es gebe keine Landesteile, in die sich die Armee nicht

begeben könne. Die Behauptung, die Regierung kontrolliere nur 50 Prozent

des Landes, bezeichnet Botschafter Ouoro als „Fake News“.


*Außenministerin Baerbock setzte auf Blockade


*Doch trotz aller Differenzen strebt die Regierung in der Hauptstadt

Ouagadougou keinen vollständigen Bruch mit seinen alten Partnern an.

„Wir haben nicht mit dem Westen gebrochen, sondern die Spielregeln neu

definiert“, erklärt Botschafter Ouoro. Man lehne es nunmehr ab, dass ein

Land komme und seine Prinzipien und Werte diktiere. „Wir haben mit dem

Kolonialismus gebrochen. Wir akzeptieren nicht mehr, dass man uns unsere

Entscheidungen vorschreibt und bestimmt, mit wem wir befreundet sein

können und mit wem nicht.“ Diese Zeiten seien nun vorbei. „Wenn die

westlichen Länder heute mit uns Geschäfte machen wollen, sind sie

herzlich willkommen. Unsere Bedingungen sind einfach und verständlich:

Erstens muss es sich um eine Win-win-Kooperation auf Augenhöhe handeln

und zweitens muss unsere Souveränität respektiert werden.“


Ein Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit sei Deutschland: „Wir

haben keine Probleme mit Deutschland. Im Gegenteil: Wir haben eine

militärische Zusammenarbeit in den Bereichen Ausrüstung und Ausbildung.

Wir würden es begrüßen, wenn diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut

würde“, so der burkinische Botschafter im Gespräch.


Für das Bundesverteidigungsministeriumhat Burkina Faso eine

strategische Bedeutung: „Angesichts der sicherheitspolitischen

Herausforderungen in der Region bleibt ein stabiler Sahel auch im

deutschen Interesse“, teilt das Ministerium auf Anfrage der Berliner

Zeitung mit. Aktuell bestehe eine Kooperation mit Burkina Faso, Mali und

Niger auf niedrigschwelligem Niveau im Bereich der militärischen

Ausbildungshilfe mit „nicht-letalen Mitteln“.


Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sagte im April letzten

Jahres in einer Grundsatzrede, Deutschland habe ein vitales Interesse an

einem stabilen und wirtschaftlich prosperierenden Sahel. Natürlich müsse

mittel- und langfristig die Demokratie das Ziel sein. Aber, so

Pistorius, „das darf nicht dazu führen, dass wir demokratische

Verhältnisse zu einer Voraussetzung unseres Engagements machen.“


Mit seiner Haltung stand Pistorius im Kontrast zur damaligen

Außenministerin Annalena Baerbock. Pistorius und Entwicklungsministerien

Svenja Schulze hätten die Lage im Sahel besser erkannt, schreibt die

CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in einer Analyse. Während

Schulze und Pistorius Reisen in die Region unternahmen, habe „das

Auswärtige Amt noch auf Boykottlinie“ gelegen. Bei der von Deutschland

im Juli 2024 ausgerichteten Sahel-Konferenz mussten die Staatschefs von

Mali, Niger und Burkina Faso auf Drängen Baerbocks fernbleiben. Aus

Sicht der KAS war dieser Ansatz zum Scheitern verurteilt. Das Resultat:

Die drei Sahel-Länder seien politisch gestärkt und befänden sich

mittlerweile auf einem „Powertrip“.


*Wirtschaft wird verstaatlicht


*Unterdessen treibt Traoré die Unabhängigkeit des Landes voran. Beim

Bergbau akzeptiert die Regierung es nicht länger, dass ausländische

Unternehmen den größten Teil des Gewinns aus den Ressourcen für sich

beanspruchen. Die Gesetze wurden entsprechend angepasst. Unternehmen,

die sich der Neuverteilung der Profite verweigern, verlieren ihre

Konzessionen. So wurden die vom britischen Konzern Endeavour Mining

betriebenen Minen Boungou und Wahgnion im August 2024 von der

Traoré-Regierung verstaatlicht. Im Frühjahr 2025 wurde eine bedeutende

Goldlizenz an das russische Unternehmen Nordgold neu vergeben.


Ein zentrales Ziel des wirtschaftlichen Umbaus ist die Abschaffung des

CFA-Franc und die Einführung einer eigenen Währung. Der CFA-Franc,

ursprünglich als „Franc des Colonies Françaises d’Afrique“ eingeführt,

ist eine Währung, die in 14 west- und zentralafrikanischen Ländern

verwendet wird. Obwohl er formal von den jeweiligen Zentralbanken

verwaltet wird, ist der CFA-Franc bis heute eng an den Euro gekoppelt

und unterliegt der Kontrolle des französischen Finanzministeriums.

Frankreich garantiert seine Konvertibilität, verlangt im Gegenzug jedoch

die Hinterlegung eines Teils der Währungsreserven bei der französischen

Zentralbank. Kritiker sehen darin ein Relikt kolonialer Abhängigkeit

sowie ein massives Hindernis für wirtschaftliche Souveränität.


„Wir verfolgen einen revolutionären Ansatz und bauen auf den Erfahrungen

von Thomas Sankara auf“, beschreibt Botschafter Ouoro die Politik seines

Landes. Sankara war von 1983 bis zu seiner Ermordung 1987 Präsident und

gilt in Burkina Faso und weit darüber hinaus als Symbol afrikanischer

Selbstermächtigung. Seine Regierung war geprägt von radikalen Reformen:

Er startete groß angelegte Impfkampagnen, förderte Bildung und

Frauenrechte, trieb die Aufforstung gegen die Wüstenbildung voran und

setzte auf wirtschaftliche Autarkie. Er kürzte die Gehälter von

Funktionären, verbot Luxusdiplomatie und verteilte verstaatlichten Boden

an Kleinbauern. Seit Sankara trägt das Land nicht mehr den Kolonialnamen

Obervolta, sondern heißt Burkina Faso – das „Land der aufrechten Menschen“.


Sankara kritisierte die Schuldenpolitik des Internationalen

Währungsfonds als neue Form der Versklavung und lehnte es ab, den Preis

für westliche Entwicklungshilfe mit dem Verlust von Souveränität zu

bezahlen. Damit machte er sich viele Feinde. 1987 wurde er unter bis

heute nicht restlos geklärten Umständen ermordet. Viele Beobachter gehen

von einer Mitverantwortung Frankreichs aus.


*Angst vor ausländischen Invasoren


*Heute beruft sich die Regierung unter Präsident Traoré ausdrücklich auf

Sankaras Erbe. Der politische Kurs – wirtschaftliche Unabhängigkeit,

Kampf gegen Korruption, territoriale Kontrolle, soziale Gerechtigkeit

und ein Bruch mit neokolonialen Abhängigkeiten – versteht sich als

Fortführung des 1987 gewaltsam unterbrochenen Weges.


Auch gegen die internationale Kritik von Organisationen wie Human Rights

Watch wehrt sich die Regierung vehement. Die US-amerikanische

Menschenrechtsorganisation hatte im März einen Bericht veröffentlicht,

dem zufolge von mit der Militärregierung verbündeten bewaffneten

Einheiten Massaker an Zivilisten begangen worden seien. „Wenn bewaffnete

Terroristen Zivilisten angreifen und töten, schweigen sie. Wenn die

Armee hingegen Terroristen tötet, behaupten sie, dass es sich um

Zivilisten handelt“, so Ouoro. „Unsere Politik gefällt nicht allen, weil

sie Interessen berührt. Daher ist es normal, dass es diese

Desinformation gibt. Die Terroristen verfügen über die neuesten Drohnen,

Waffen und so weiter, was bedeutet, dass sie von Staaten unterstützt

werden, deren Interessen wir berühren. Es ist schade, dass einige Mächte

unschuldige Menschen auf dem Altar ihres Wohlstands opfern. Burkina Faso

will einfach nur in Würde auf dem Land seiner Vorfahren leben“, so der

Botschafter weiter.


Trotz aller Widerstände scheint man in Ouagadougou überzeugt vom

eingeschlagenen Weg. „Wir kämpfen für unsere territoriale, ökonomische

und politische Souveränität“, fasst der Botschafter Ouoro zusammen.

„Diese Zeitenwende ist unumkehrbar.“


Immer wieder schwebt deshalb das Damoklesschwert einer westlichen

Militäroperation über den Köpfen der Sahel-Staatschefs. Im April hatten

Äußerungen des Oberkommandierenden des US Africa Command (Africom),

Michael Langley, für Unruhe gesorgt. Langley hatte in einer Befragung

des US-Senats Traoré vorgeworfen, dass dieser die Goldreserven Burkina

Fasos verstaatliche, um „seine Junta zu schützen“. Die burkinische

Staatsführung erklärte wenige Tage später, sie habe eine amerikanische

Militärintervention aus der angrenzenden Elfenbeinküste verhindert.

Menschenmassen strömten durch Ouagadougou. Demonstranten hielten

Transparente mit einem Foto von General Langley hoch, auf dessen Kopf

mit rotem Filzstift das Wort „Sklave“ geschrieben war. Andere schwenkten

die Flaggen Burkina Fasos und Russlands. Langley korrigierte seine

Aussage Ende Mai. Seine Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen

worden. Er habe nur darauf hinweisen wollen, dass mehr finanzielle

Mittel für die Antiterrorbekämpfung in der Sahel-Region zur Verfügung

gestellt werden müsse.


*Unterstützung aus Berlin


*Auch in der burkinischen Diaspora wird mitgefiebert. „Die Regierung

versucht viele Schritte zu unternehmen, damit die Bevölkerung von den

Bodenschätzen des Landes profitiert“, sagt Clément Drabo vom Burkina

Faso Kulturverein Berlin <https://burkinafaso-kulturverein.org/>, im

Gespräch mit der Berliner Zeitung. Zum Beispiel habe die Regierung

Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Textilindustrie verhängt. „Burkina

Faso wird jetzt weniger von Importen abhängig, und die zahlreichen

Weberinnen im Land produzieren mit heimischer Baumwolle und statten

damit Staatsbedienstete, Richter und Ärzte aus“, sagt Drabo. „Auch

Präsident Traorés Uniform wurde von Weberinnen aus Burkina Faso

hergestellt - ein Symbol für den Aufbruch im Land.“


„Ich hoffe, dass die Sahel-Allianz bestehen bleibt. Es ist sicher

schwierig, weil viele verschiedene Interessen vereint werden müssen“,

sagt Drabo. Eine kooperative Zusammenarbeit der Länder wäre für die

Region am besten, sagt er – für die wirtschaftliche Entwicklung und die

Sicherheit der Menschen. In Berlin sei in der zweiten Jahreshälfte ein

Fest mit allen Ländern der Sahel-Allianz geplant.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.06.2025

Ein Tag in Eisenhüttenstadt...

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 31. Mai 2025, 9:16 Uhr


Berliner Zeitung 30.5.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/planstadt-eisenhuettenstadt-wir-waren-doch-die-wohlstandsfestung-der-ddr-li.2328623>


*Ein Tag in Eisenhüttenstadt:

„Wir waren doch die Wohlstandsfestung der DDR“


*Eisenhüttenstadt ist die erste nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete

Kommune, die „erste sozialistische Planstadt“. Nach der Wende kam die

Krise, heute lebt sie wieder auf. Eine Reportage.


Diese Stadt unterscheidet sich von jeder anderen. Das fiel mir zunächst

bei zwei kurzen Besuchen auf, ohne dass ich das „Anders-Sein“ von

Eisenhüttenstadt in Worte oder gar Begriffe fassen konnte. Daher wollte

ich es endlich genau wissen.


Will man etwas Unklares wirklich begreifen und sogar durchdringen, so

sagte ich mir, muss man vor Ort sein, sehen, hören und mit den Menschen

sprechen. So mache ich mich mit dem Auto von Berlin kommend auf den Weg.

Auf der A 12, noch vor der ungleich größeren Stadt Frankfurt/Oder und

der Abbiegung auf die Bundesstraße macht die kleine Gemeinde mit einem

braunweißem Autobahnschild auf sich aufmerksam: „Planstadt

Eisenhüttenstadt“.


Dann fahre ich in die Kommune meiner Neugier. Wieder stellt sich sofort

das starke Empfinden ein, etwas ganz Außergewöhnliches zu sehen, ein

Eindruck, der mir bei westdeutschen Städten in dieser eigentümlichen

Form selten begegnet ist. In der Erich-Weinert-Straße parke ich, genannt

nach einem tapferen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und

einem der ersten Schriftsteller der noch sehr jungen DDR. Schnell

entdecke ich die nach ihm benannte Grundschule, die wie die sechs für

die Stadt typische Wohnkomplexe, als Quadrate angeordnet, Freundlichkeit

ausstrahlt. Kopfsteinpflaster davor, mondäne Architektur, Balkon, viel

Grün, heller Anstrich.


Die Schule feierte vor kurzem ihren 70. Geburtstag; sie steht unter

Denkmalschutz. Die Sekretärin, mit der ich schnell ins Gespräch komme,

sagt: „Ich lebe seit Geburt hier und gerne, alles ist großzügig

angelegt.“ Die Kinder eilen an uns vorbei in die Schule; heute läuft ein

Zirkus-Projekt, da will niemand zu spät sein.


*Der typische Lebenslauf eines Stahlwerkers


*Gegenüber an einem Imbiss treffe ich auf einen Rentner, der früher hier

zur Schule ging und in einem anderen Wohnkomplex zu Hause ist. Er

erzählt mir seinen typischen Lebenslauf eines Stahlwerkers dieser Stadt:

„Ich bin 1966 eingeschult, mein Vater war beim EKO.“ Alle nennen es hier

EKO, das Eisenhüttenkombinat Ost, den alles dominierenden Arbeitgeber.

„Ich war Elektriker und Dreher und arbeitete als Zerspaner im

Kaltwalzwerk, dann musste ich rüber ins Stahlwerk.“ Hier stehen die

einstigen Fundamente noch heute. Er habe im 5. Wohnkomplex gewohnt, dort

lebt er auch heute noch, „ich zog und ziehe hier niemals weg.“ Damals

zahlte er 71 Mark Miete, heute sind es 570 Euro. Jeder Komplex hatte

hier eine Schule, Kita und HO plus Konsumladen, „es funktionierte

alles.“ Der Vater kam nach dem großen Krieg aus dem polnischen Guben,

und da Arbeit Pflicht war, fand er wie Tausende andere gut bezahlte

Beschäftigung in der neu aufgebauten Stadt, wo früher nur Kiefern standen.


*Mustersiedlung mit attraktiven Löhnen


*Eisenhüttenstadt ist die erste nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete

Kommune, die „erste sozialistische Planstadt“, weil man unbedingt Stahl

produzieren musste und den enormen Vorteil des westdeutschen

Ruhrgebietes nicht vorweisen konnte. Was wir nicht vergessen sollten: In

Ostdeutschland wurde kurz nach dem Krieg fast die gesamte Eisen- und

Stahlindustrie demontiert und als Reparation in die Sowjetunion überführt.


Ab 1950 wurde gebaut; damals hieß die Stadt bis 1961 noch Stalinstadt.

Hier entdeckten die Genossen und Architekten günstige Verbindungen nach

Ost und West, auf Wasserwegen, Straßen und abenteuerlichen

Schienensträngen. Die Bauherren stellten das Hüttenwerk mit dem

Stahlkocher mitten in den verwehten Forst und in versumpfte Wiesen und

versprachen sich dadurch Unabhängigkeit von Thyssen Stahl.


Hier wurden durch Erz aus der Sowjetunion und Steinkohle aus Polen

<https://www.berliner-zeitung.de/topics/polen> eigene Formen gegossen,

die Produkte flossen zumeist den Bruderländern zu. Die Regierung schuf

eine Mustersiedlung mit attraktiven Löhnen, zentralem Boulevard, das für

damalige Verhältnisse geradezu luxuriös war: Kino, Kulturpalast,

Krankenhaus, Autoladen und Theater. Stalinstadt nannte sich mit großem

Stolz „Stadt ohne Vergangenheit“. Das hinderte aber nicht, Alleen nach

Puschkin, Heine, Thälmann und Lenin zu benennen. Eindrucksvoll sind die

vielen Grünflächen, die zwischen den Wohnkomplexen für Ruhe und

Gelassenheit sorgen. Es war auch vom Durchschnittsalter eine junge

Stadt, schon 1955, fünf Jahre nach Baubeginn, lag der Altersdurchschnitt

bei 23 Jahren. Die neue Kommune avancierte schnell zur kinderreichsten

in der DDR.


In den Sommertagen fuhren die jungen Städter in ein eigenes Ferienheim:

Haus Goor in Putbus auf Rügen. Die sonst bekannte Mangelwirtschaft gab

es in Eisenhüttenstadt kaum, jedenfalls in der Glanzzeit bis Ende der

70er-Jahre. Für viele stellte die schnell hochgezogene Stadt ein

intaktes DDR-Museum unter freiem Himmel dar. Die Erbauer und Architekten

schlossen sich den Ideen des sozialen Wohnungsbaus der 20er-Jahre an,

stehen also in der Tradition von Bruno Taut und Walter Gropius. Stadt

und Landschaft sollten eine harmonische Einheit bilden und die Bewohner

sich in einem vergleichsweise großen sozialen Raum zu Hause fühlen. Und

wenn ich heute mit den Einwohnern spreche, sind sie unbedingt „stolz“

auf ihre kleine Stadt. Eine ältere Frau sagt mir: „Wir waren doch die

Wohlstandsfestung der DDR.“


*EKO war Kernpunkt der Stadt


*Hauptpunkt der damals jüngsten deutschen Stadt war das EKO. Stadt und

Werk gehören bis heute zusammen. Während die Arbeitssuchenden aus vielen

Orten der jungen Republik in die entstehende Modellstadt strömten, wurde

in Rekordzeit das EKO hochgezogen: Hochofenwerk, Stahlwerk, Walzwerk,

Gießereien und Großschmiede. Das war die Hütte, das war lange das alles

bestimmende Arbeitsleben. Der ganze Stolz der Stahlarbeiter symbolisiert

ihr Lied des Aufbruchs: „Die Presslufthämmer gingen, sie schlugen Schlag

auf Schlag. Und um des Menschen Lippen ein stolzes Lächeln lag.“ Eine

bekannte Zeichnung von Oskar Nerlinger „Der Bauingenieur“ zeigt in

Schwarz-Weiß einen selbstbewussten Mann in Arbeitskleidung; seine rechte

Hand in die Hüfte gestemmt, der Blick ist klar. Die Hochöfen liefen Tag

und Nacht, das Schichtsystem machte es möglich.


Abends, wenn noch Kraft und Zeit blieb, lockten Gaststätten, das

Friedrich-Wolf-Theater und natürlich Tanz. Es gab Grünflächen für die

Jüngsten und kleine Haine zum Flanieren. Es entstand sogar eine breite

Volksbewegung, die „1000 Bäume für Stalinstadt“ beschafften und das nur

in zwei Jahren.


So gehe ich durch Straßen mit vielen begrünten Flächen und erreiche das

Museum „Utopie und Alltag“. Vor diesem steht selbstbewusst eine

gusseiserne Weltkugel. Das Dokumentationszentrum, früher ein

Kindergarten, wird hier nur DOK genannt und widmet sich seit 1993 der

DDR-Kultur- und Alltagsgeschichte. Viel erfährt man über das Leben in

der Planstadt. Die Ausstellungen sind vielschichtig: Die bekannte

Fotografin Helga Paris wurde hier genauso gewürdigt wie die Themen

Werbung, Freizeit und Urlaub in der einstigen Republik.


*Herausforderungen der Stadt nach der Wende


*Mit so vielen Eindrücken gestärkt eile ich ins Rathaus. Ein großes

Relief von Werktätigen erobert sofort meinen Blick. Bürgermeister Frank

Balzer (SPD), seit 2018 im Amt, empfängt mich fröhlich in seinem Büro.

Mein Vater hatte mich einst gelehrt: „Erkenne den Menschen an ihren

Augen.“ Und ich sehe beim ersten Mann der Stadt Witz, Schalk und

Freundlichkeit. „Ich bin ein Kind dieser Zeit“, sagt er, damit das

erstmal klar ist. Natürlich hat auch er im EKO gearbeitet, so wie sein

Vater auch. Ein übergreifendes Generationsthema – eindrucksvoll. „Das

Werk und die Stadt sind eine Symbiose eingegangen.“ So habe sich die

Kommune „im Sekunden Takt mit dem riesigen Werk mitentwickelt.“


1982 sei die österreichische Riesenfirma VOEST eingestiegen und konnte

das EKO weiterentwickeln. Ein Warmwalzwerk wurde gebaut, man war hier an

der Oder konkurrenzfähig. Rund 11000 Arbeiter und Arbeiterinnen

schufteten dort kurz vor der Wende; einige im Haus der Gewerkschaft, in

der Polytechnik und sogar im Kulturhaus.


Ich verstehe nicht, warum die Genossen diesen verbindlichen Mann für den

kommenden September bei der Wahl nicht mehr aufstellen: Besser als

Balzer kann man diese Stadt nicht vermitteln. Und der Fröhliche holt

aus: „Wir wollten ja den neuen Menschen schaffen. Wir hatten viel Zuzug,

bekamen Wohnung, Kitaplatz und guten Lohn. Wir hatten bereits früh

Warmwasser und Heizung. Bückware gab es bei uns auf dem Ladentisch.“

Allerdings gab es in den 80er-Jahren, wie überall in der Republik, die

ersten Engpässe.


Als die Wende kam, vergrößerten sich die Herausforderungen dramatisch.

Von 54.000 Einwohnern schrumpfte die Zahl auf heute rund 24.000.

Insbesondere junge Menschen sahen keine Perspektive mehr. Es entstanden

riesige Personalabbauprogramme, sodass man von einst 11.000 rund 2500

Mitarbeiter unter neuen Eigentümern erhalten konnte. Man muss diese

Dimensionen verstehen, um zu begreifen, warum heute so viele Menschen in

der Region vom Staat ernüchtert und enttäuscht sind. „Eisenhüttenstadt“,

so betont der Bürgermeister, „musste sich neu erfinden.“ Die Zuschüsse

fielen, ähnlich wie die Unterstützung für West-Berlin, plötzlich fast

gänzlich weg. Es entstand ein riesiger Leerstand im Wohnungsbestand, und

der damalige Ministerpräsident Manfred Stolpe reiste oft nach

Eisenhüttenstadt, um den Ratlosen Mut zu machen. „Für viele Bewohner

dieser Stadt“, sagte er damals, „ist das EKO leider nur noch Erinnerung

an den ehemaligen Arbeitsplatz.“ Viele lebten in diesen 90er-Jahren

praktische Solidarität mit Kollegen vor. „Davor ziehe meinen Hut“, sagte

Stolpe.


*Die Privatisierung gelang


*Die Privatisierung gelang schließlich, dank einer Kraftanstrengung von

Stadt, Land, EU und privater Wirtschaft. Inzwischen, so sagt es der

Bürgermeister Balzer, werden wieder erfolgreich Fachkräfte angeworben.

„Ich sage ausdrücklich Danke zu jenen, die hiergeblieben und

zurückgekommen sind und die sich für die Stadt engagieren.“ Es gebe noch

marode Schulen und Turnhallen. Bei fünf Fördermittelanträgen sei man

rausgeflogen, die Stadt fühle sich schon von der Potsdamer

Landesregierung vernachlässigt. Bei diesen Worten denke ich an Ernst

Reuters Rede kurz nach dem Krieg, der die Welt aufrief, Berlin nicht

allein zu lassen. „Völker dieser Welt, schaut auf diese Stadt.“ Das

wünsche ich mir im etwas kleineren Format auch für Eisenhüttenstadt.


Balzer ist stolz, dass zwei Filme vor einigen Jahren in seiner Stadt

gedreht wurden und bekannter machten: „Und der Zukunft zugewandt“ mit

Alexandra Maria Lara, Robert Stadlober und Stefan Kurz sowie „Das

fliegende Klassenzimmer“ nach einem Roman von Erich Kästner. Balzer

verabschiedet mich mit einer Ermutigung: „Schauen Sie. Wir sind nach der

Wende viel heller geworden, es gab einen neuen Anstrich. Dafür hat die

Wohnungsbaugesellschaft gesorgt. Solidarität kannten wir immer schon.“


Nach dem Abschied fahre ich langsam nach Hause, langsam aus der

einstigen Planstadt. Und ich denke: Was für eine kurze, intensive

Geschichte einer Kommune. Es hat inzwischen zu regnen angefangen. Aber

das kann jetzt nichts trüben. Denn ich spüre noch etwas Entscheidendes,

sage es plötzlich laut und nun kann ich es auch schreiben: Ja, diese

Stadt ist schön.


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01.06.2025

Jetzt wird es teuer für Deutschland!

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neopresse.com, 1. Juni 2025Von: NEOPresse 

Jahrzehntelang hielt sich die deutsche Außenpolitik an einem einfachen Mantra: Sicherheit gibt’s zum Nulltarif aus Übersee. Doch das unvermeidliche Gratis-Dasein in der schützenden Hängematte der USA endet nun – mit einem Paukenschlag. Generalinspekteur Carsten Breuer verkündet, Deutschland gelte in Washington nicht länger als „Trittbrettfahrer“. Der Preis für dieses neuere Vertrauen? Ein beispielloser Rüstungsetat: Bis 2032 sollen fünf Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung in Militär und Verteidigung fließen.

Aufrüstung wichtig

„In Washington sieht man, dass wir begriffen haben“, beteuert Breuer im Spiegel -Interview. Die Erkenntnis, dass Sicherheit keine Selbstverständlichkeit ist, kommt spät – und kostet umso mehr. Fünf Prozent des BIP bedeuten bei rund vier Milliarden Euro Wirtschaftsleistung satte 200 Milliarden Euro jährlich – fast die Hälfte des aktuellen Bundeshaushalts. Eine Summe, die in Zeiten maroder Infrastruktur und sozialer Schieflagen schmerzlich anderswo fehlen wird.


Dass sich die Bundesregierung „erstmals“ solche Ausgaben bekennt, wirft ein grelles Licht auf jahrzehntelangen politischen Versagen: kaputte Hubschrauber, Munitionsmangel, Soldaten, die bei NATO-Manövern mit Attrappen antreten mussten – die Liste der Bundeswehr-Pannen ist lang. Nun soll der Geldsegen die Glaubwürdigkeit zurückkaufen.

Während Berlin die Rüstungsmilliarden freudig lockermacht, bleibt die entscheidende Frage ungestellt: Dient die US-Präsenz hierzulande wirklich deutschen Interessen – oder vorrangig denen Washingtons? Breuer zeigt sich „zuversichtlich“, dass die USA ihre Truppen nicht abziehen. Kein Wunder: Solange Deutschland zahlt und sich als zuverlässiger Partner inszeniert, bleibt die Schutzmacht gerne.

Doch Sicherheit hat ihren Preis – und der wird nun in Berlin mit blankem Pragmatismus beglichen. Ob Schulen, Krankenhäuser oder Klimawandel: Die Prioritäten sind gesetzt. Die Botschaft an die Bürger? Weltpolitik ist kein Wohlfühlprojekt – auch wenn die Rechnung dafür ausgerechnet jetzt präsentiert wird.


Themen:


Info: https://www.neopresse.com/politik/jetzt-wird-es-teuer-fuer-deutschland/?source=ENL


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01.06.2025

Baab enthüllt: Russland droht mit Gegenschlag! ⚠️ Unsere Regierung lügt

Meet Your Mentor 


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youtube.com, vom 30.05.2025 ✪ Für Mitglieder schon seit 30. Mai 2025 Meet Your Mentor Podcast

???? Was du hier siehst, ist nur der Anfang. Die echten Gedanken? Gibt’s im Newsletter. ???? Jetzt kostenlos anmelden: https://www.meetyourmentor.de ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ???? Klar denken. Stark bleiben. Widerstand beginnt im Inneren – starte heute! Wurzelkomplex ???? https://www.ethno-health.com/artikeld... Lung (inkl. Präsentbox) ????️ https://www.ethno-health.com/artikeld... praesentbox/p/r/98547616 Omega 3 Orange ???? https://www.ethno-health.com/artikeld...


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=5XlE6vbDqgg Dauer 52:56 min


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01.06.2025

Gaza-Offensive Mai 2025

en.wikipedia.org, Seite besucht am 1. Juni 2025 um 08:15 Uhr, (übersetzt aus dem englischen mit beta,unkorrigiert)


Screenshot_2025_06_01_at_07_51_45_October_2023_Gaza_Israel_conflict_May_2025_Gaza_offensive_Wikipedia


Operation Gideon's Chariots
Teil der israelischen Invasion des Gazastreifens während des Gaza-Krieges

  Gaza-Streifen unter palästinensischer Kontrolle

  Gazastreifen unter israelischer Kontrolle

  Der bisherste israelische Vormarsch im Gazastreifen

  Evakuierte Gebiete in Israel

  Maximale Ausdehnung 7. Oktober

  Gebiet von Gaza unter israelischer Evakuierung


Sehen Sie hier (
https://en.wikipedia.org/wiki/Template:Israeli-Palestinian_conflict_detailed_map) eine detailliertere Karte.TypBodeninvasion, Luftangriffe, ethnische Säuberungen[[1]StandortGaza-StreifenGeplant von  IsraelDatum16. Mai 2025 – heuteAusführung vonUnfall400+ Tote, 1000+ [Verletzte[2]

Gaza Krieg

Am 4. Mai 2025 verabschiedete das israelische Sicherheitskabinett einen Plan zur Ausweitung seiner Militäroffensive im Gazastreifen. Die israelischen Verteidigungskräfte mit dem Codenamen Operation Gideon's Chariots (Hebräisch : "") zielen darauf ab, die Hamas zu besiegen, ihre militärischen und beherrschenden Fähigkeiten zu zerstören und die Kontrolle über den gesamten Gazastreifen zu übernehmen. Die Operation umfasst kombinierte Streitkräfte aus Land, Luft und Meer.[ 3][[4] Am 16. Mai kündigte Israel den Start der Operation an.[ 5][6] Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen verurteilte die Offensive als ethnische Säuberung gleich.[1]

Hintergrund

Die Operation wurde vor dem Hintergrund der anhaltenden Konfrontationen mit der Hamas, der Haltung israelischer Geiseln in Gaza und der Notwendigkeit, die anhaltende Sicherheitsbedrohung für die israelischen Gemeinden im Gazastreifen zu verhindern, genehmigt. Die Operation wurde vom IDF-Stabschef und hochrangigen IDF-Kommandos entwickelt und vom Verteidigungsminister und Premierminister genehmigt.[7] Es wurde vom israelischen Sicherheitskabinett am 4. Mai 2025 einstimmig genehmigt.[8] Die Operation ist nach dem biblischen Krieger Gideon benannt, der einen erfolgreichen Kampf gegen die Midian-Anhänger führte.[9][[10]

Plan

Die Hauptziele der "Operation Gideon's Chariots" sind zweit - die militärische und administrative Infrastruktur der Hamas vollständig zu zerstören, damit die Organisation keinen Einfluss mehr in Gaza ausüben kann, und die israelischen Geiseln zu retten, die seit dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 in Gaza festgehalten wurden. Israelische Beamte haben erklärt, dass die Zerstörung der Hamas das primäre Ziel dieser Operation ist, anstatt die Freilassung der Geiseln.[11] Die Operation umfasst eine bedeutende Verstärkung der IDF-Truppen, das Bodenmanöver tief in den Gazastreifen und den Einsatz schwerer Ausrüstung zur Neutralisierung von Sprengkörpern und zur Zerstörung von Gebäuden, von denen die IDF sagt, dass sie als terroristische Infrastruktur verwendet werden.[12][[13] Am 19. Mai sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, dass Israel plane, "die Kontrolle über den gesamten Gazastreifen zu übernehmen".[2]

Offensive

In der Nacht des 16. bis 17. Mai begann die IDF zum ersten Mal im Krieg einen Bodenvorstoß in Richtung Deir al-Balah.[ 14]

Am 18. Mai behauptete Israel, bei einer Welle von vorläufigen Luftangriffen auf den Gazastreifen über 670 "Hamas-Ziele" getroffen zu haben, wobei über 400 Menschen getötet und weitere 1.000 verletzt wurden.[2]

Am 19. Mai töteten israelische Streitkräfte mindestens 136 Menschen und schlossen das letzte funktionierende Krankenhaus im Norden Gazas. Israel griff auch das Lager für medizinische Versorgung des Nasser Krankenhauses in Khan Yunis an und beschädigte die medizinischen Hilfsgüter, die von der medizinischen Hilfe für Palästinenser bereitgestellt wurden.[2] Israel befahl allen Bewohnern von Khan Yunis, al-Mawasi zu gehen, wobei IDF-Sprecher Avichay Adraee das gesamte Gebiet für "eine gefährliche Kampfzone" erklärte[ 15]

Am 20. Mai wurden mindestens 49 Menschen bei nächtlichen Streiks getötet.[ 2]

Am 21. Mai töteten israelische Streitkräfte mindestens 82 Menschen.[ 16] Das Al-Awda-Krankenhaus wurde von israelischen Streitkräften beschossen.[17]

Am 25. Mai berichtete das Medienbüro der Regierung von Gaza, dass die IDF 77% des Gazastreifens kontrollierte.[18]

Am 26. Mai töteten israelische Angriffe über Nacht mindestens 54 Palästinenser, darunter mehr als 35 bei einem Luftangriff auf die Fahmi al-Jarjawi-Schule in Gaza-Stadt.[19] Die IDF erließ neue Evakuierungsbefehle, die Palästinenser in Khan Yunis, Bani Suheila, Abasan und al-Qarara verdrängten.[20]

Am 27. Mai nahm die von den USA unterstützte Gaza Humanitarian Foundation ihre Operationen in Tel al-Sultan, Rafah, auf, um humanitäre Hilfe zu leisten. Als Tausende von hungernden Palästinensern das Verteilungszentrum überwältigten, feuerten israelische Streitkräfte in die Menge, töteten zehn und verletzten mindestens 62 Menschen.[21]

Am 29. Mai töteten israelische Angriffe mindestens 70 Menschen in Gaza, darunter mehr als 23 bei Angriffen auf Wohngebäude im Flüchtlingslager Bureij.[22] Der US-Sondergesandte im Nahen Osten Steve Witkoff schlug ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas vor, das die Freilassung von 10 lebenden Geiseln und 18 toten Geiseln sowie einen 60-tägigen Waffenstillstand beinhaltete. Israel akzeptierte den Vorschlag, während die Hamas begann, ihn zu überprüfen, und behauptete, dass sie keine Bestimmungen für einen dauerhaften Waffenstillstand enthielt.[23]

Am 30. Mai töteten israelische Angriffe mehr als 72 Palästinenser und verletzten mindestens 278.[ 24]

Am 31. Mai töteten israelische Angriffe 60 und 284 Verletzte.[ 25] Die Hamas stimmte zu, 28 lebende und tote Geiseln freizulassen, bestand aber darauf, dass sie einen dauerhaften Waffenstillstand und einen vollständigen israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen erfordere.[26]

Reaktionen

  •  Hamas : Die Hamas lehnte Israels "Druck und Erpressung" ab.[ 4] Hamas-Funktionär Basem Naim sagte, es habe "keinen Sinn bei irgendwelchen Verhandlungen" gegeben, während die Gaza-Blockade in Kraft bleibe.[27]
  •  Vereinigte Staaten : Präsident Donald Trump versprach, den Palästinensern in Gaza zu helfen, Lebensmittel zu versorgen, und erklärte, dass "viele Menschen in Gaza hungern".[4] Er drückte auch aus, dass er versucht habe, Israel dazu zu bringen, "diese ganze Situation so schnell wie möglich zu stoppen".[28] Außenminister Marco Rubio sagte, die USA seien "beunruhigt" über die Situation.[ 5]
  •  Vereinigtes Königreich : Das Vereinigte Königreich sagte, dass es "keine Ausweitung der israelischen Militäroperationen in Gaza unterstützt".[4] Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Situation als "unerträglich".[29] Außenminister David Lammy setzte die Freihandelsgespräche mit Israel aus und verurteilte Netanjahus Pläne, "die Bewohner des Gazastreifens in eine Ecke des Streifens zu treiben".[30] Lammy verhängte auch Sanktionen gegen mehrere israelische Siedler im Westjordanland und verurteilte Bezalel Smotrichs Aufrufe, Gaza ethnisch zu reinigen.[31]
  •  Frankreich : Außenminister Jean-Noel Barrot sagte, die Europäische Union könne ihr Abkommen mit Israel aussetzen, wenn die Gaza-Offensive nicht gestoppt werde. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Vereinigten Königreich und Kanada verurteilte Frankreich die Offensive und bezeichnete sie als "unverhältnismäßig" und "ungeheuerlich" und drohte mit Sanktionen.[30][[2]
  •  Kanada : Kanada, zusammen mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich, verurteilte die Offensive und drohte mit "konkreten Aktionen" einschließlich Sanktionen gegen Israel.[2]
  •  Belgien : Außenminister Maxime Prévot forderte Sanktionen gegen Israel und sagte, dass "nur das Wort genocideVölkermord" beschreiben kann, was Israel in Gaza tat.[32]
  •  Deutschland : Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, dass die israelischen Angriffe "nicht mehr als Kampf gegen den Hamas-Terrorismus gerechtfertigt werden können".[33]
  •  Spanien : Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte die Invasion und forderte, dass Israel vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen wird.[34] Er sagte auch, dass Israel "Krieg um des Krieges willen" führe. 35]
  •  Schweden : Außenministerin Maria Malmer Stenergard verurteilte die israelischen Pläne, Gaza zu übernehmen, und erklärte: "Wenn dies eine Annexion bedeutet, verstößt sie gegen internationales Recht. Schweden ist fest davon überzeugt, dass Gazas Territorium nicht geändert oder reduziert werden darf."[36]
  •  Australien : Außenministerin Penny Wong sagte, Israel "kann nicht zulassen, dass das Leiden weitergeht" und verurteilte die "abscheulichen und empörenden Kommentare von Mitgliedern der Netanjahu-Regierung über diese Menschen in der Krise".[37]
  •  Vatikanstadt: Papst Leo XIV. rief zu "einem Ende der Feindseligkeiten, deren herzzerreißender Preis von Kindern, älteren und kranken Menschen bezahlt wird" und forderte den "Einzug der würdigen humanitären Hilfe für Gaza".[38]
  •  Europäische Union : Die EU äußerte sich besorgt über "weitere Opfer und Leid für die palästinensische Bevölkerung".[4] Sie verurteilte auch die Ausweitung der israelischen Offensive als "abscheulich" und "unverhältnismäßig" und erklärte weiter, dass "israelische Angriffe in Gaza über das hinausgehen, was notwendig ist, um die Hamas zu bekämpfen".[39] Die EU begann nach 19 Monaten Krieg mit der Überprüfung ihrer Handelsbeziehungen mit Israel.[ 35]
  •  Vereinte Nationen: Die Vereinten Nationen nannten die Situation "jenseits der Beschreibung, jenseits von Grausamkeit und jenseits von Unmenschlichen" und erklärten, dass der Vorschlag einen Verstoß gegen die humanitären Grundlagen darstellen würde. Sie erklärte auch, dass sie nicht mit israelischen Streitkräften zusammenarbeiten werde.[[4][6]
    • UN-Menschenrechtsbüro : UN-Menschenrechtschef Volker Türk verurteilte die Offensive und bezeichnete ihre Bombenkampagne, die darauf abzielt, Palästinenser zu verdrängen, "gleicher ethnischer Säuberungen".[1]

Siehe auch

Referenzen


  1. "Die EU sagt, dass israelische Angriffe in Gaza über das hinausgehen, was notwendig ist, um die Hamas zu bekämpfen". BBC News. 28. Mai 2025. Abgerufen am 30. Mai 2025.

Gaza Krieg

Kategorien :

  • Christou, William (17. Mai 2025). "Israel wird der ethnischen Säuberung beschuldigt, nachdem mehr als 140 in Gaza in 24 Stunden getötet wurden". Der Guardian. ISSN 0261-3077. Abgerufen am 25. Mai 2025.
  • Ebrahim, Nadeen; Fox, Kara (19. Mai 2025). "Großbritannien, Frankreich und Kanada drohen mit Sanktionen, wenn Israel eine neue Offensive in Gaza fortsetzt. Hier ist, was wir wissen". CNN. Abgerufen am 20. Mai 2025.
  • Eichner, Itamar; Zitun, Yoav (5. Mai 2025). "Sicherheitsbeamter: Neue Operation mit dem Namen 'Gideon's Chariots' ". Ynetnews Abgerufen am 5. Mai 2025
  • "Israelisches Kabinett billigt Plan zur 'Eroberung' von Gaza - offiziell". BBC News. 5. Mai 2025. Abgerufen am 11. Mai 2025
  • "Israel startet eine große Offensive, da die Retter in Gaza sagen, dass Dutzende getötet wurden". BBC News. 17. Mai 2025 Abgerufen am 17. Mai 2025
  • Mohammed Tawfeeq; Jeremy Diamond; Ibrahim Dahman; Eyad Kourdi (16. Mai 2025). "Das israelische Militär sagt, dass es eine große neue Offensive in Gaza gestartet hat, am selben Tag, an dem Trump die Region ohne Abkommen verlässt". CNN. Abgerufen am 18. Mai 2025.
  • "--" - "" ". mako. 5. Mai 2025. Abgerufen am 5. Mai 2025.
  • "IDF sagt, dass es 'die strategischen Bereiche beschlagnahmt', da es erste Phasen der großen neuen Gaza-Offensive namens 'Gideon's Chariots'" startet. Zeiten Israels. 16. Mai 2025. Abgerufen am 17. Mai 2025.
  • "Was ist 'Gideon's Chariots, Israels jüngster Plan für Gaza?" Naher Osten Auge. Abgerufen am 17. Mai 2025.
  • "Ziel von Israels neuer Eroberung des Gaza-Plans und der langfristigen Stiefel am Boden - Analyse". Die Jerusalem Post. 5. Mai 2025. Abgerufen am 17. Mai 2025.
  • Hancock, J. Mikah (11. Mai 2025). "Was ist der neue Schlachtplan der IDF 'Operation Gideon's Chariots und wie wird er die Zukunft von Gaza prägen?" Alle Israel Nachrichten. Abgerufen am 17. Mai 2025.
  • Marks, Josh (5. Mai 2025). "Gideon's Chariots": IDF wird Gaza halten, sagt Smotrich". JNS.org. Abgerufen am 5. Mai 2025.
  • "Senior-Verteidigungsbeamter: IDF startet großen Gaza-Op, wenn kein Geisel-Deal bis Ende von Trumps Besuch im Mittleren Osten". Zeiten Israels.
  • "IDF sagte, dass er in Richtung Deir al-Balah vorrückte, schwere Schläge in Gaza inmitten einer neuen Offensive". Die Times Israels. 17. Mai 2025 Abgerufen am 18. Mai 2025.
  • "Israel befiehlt Khan Younis Evakuierung vor einem 'beispiellosen Angriff'". BBC News. 19. Mai 2025. Abgerufen am 20. Mai 2025.
  • Najjar, Farah; Kestler-D'Amours, Jillian. "Die israelische Armee wird die Kontrolle über alle Gaza-Streifen", sagt Netanjahu, als 82 getötet wurden". Al Jazeera. Abgerufen am 21. Mai 2025.
  • "Zwei der letzten funktionierenden Krankenhäuser im Norden des Gazastreifens werden von israelischen Streitkräften eingekreist, sagen Mitarbeiter". AP News. 21. Mai 2025. Abgerufen am 21. Mai 2025.
  • Motamedi, Maziar; Quillen, Stephen. "Israel kontrolliert 77% von Gaza, während "Völkermord, ethnische Säuberungen" fortgesetzt wird". Al Jazeera. Abgerufen am 25. Mai 2025.
  • "Israelischer Streik tötet Dutzende Schutz in der Gaza-Schule, sagen Beamte". BBC News. 26. Mai 2025. Abgerufen am 26. Mai 2025.
  • Motamedi, Maziar; Osgood, Brian; Uras, Umut. "Massaker": Israelische Raketen trafen die Gaza-Schule, als sich die Zahl der Todesopfer 54.000 näherte". Al Jazeera. Abgerufen am 26. Mai 2025.
  • Cheeseman, Abbie; Rubin, Shira; DeYoung, Karen; Wiener, Aaron; Bisset, Victoria (28. Mai 2025). "Dutzende, die durch Schüsse inmitten des Chaos am Gaza-Hilfszentrum verletzt wurden, sagt die UNO". Die Washington Post. ISSN 0190-8286. Abgerufen am 28. Mai 2025.
  • "Israelische Angriffe töten mindestens 70 in Gaza, während sich die Hungerkrise vertieft". Al Jazeera. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  • Karni, Dana (29. Mai 2025). "Israel akzeptiert einen neuen US-Schützenvorschlag für einen Waffenstillstand mit der Hamas, sagt ein israelischer Beamter". CNN. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  • "Israel Gaza Live-Updates: Hamas 'durch und durch überprüft' den Waffenstillstandsplan, da die UNO den gesamten von Hunger bedrohten Gazastreifen warnt". BBC News. Abgerufen am 30. Mai 2025.
  • "Gaza Live-Updates: Die Hamas verspricht, 10 lebende Geiseln zu befreien, strebt aber einen dauerhaften Waffenstillstand als Reaktion auf den US-Plan an". BBC News. Abgerufen am 31. Mai 2025.
  • Dahman, Ibrahim (31. Mai 2025). "Die Hamas reagiert auf den US-Plan für den Waffenstillstand in Gaza, sagt der Vorschlag, der auf einen "permanenten Waffenstillstand" abzielt." CNN. Abgerufen am 31. Mai 2025.
  • "Hamas sagt 'keinen Sinn' für Gespräche, da Israel plant, Gaza-Offensive auszuweiten". BBC News. 6. Mai 2025. Abgerufen am 11. Mai 2025.
  • Kingsley, Patrick (26. Mai 2025). "Trumps Kommentare zu Gaza spiegeln Israels wachsende Isolation wider". Die New York Times. ISSN 0362-4331 Abgerufen am 26. Mai 2025.
  • Uras, Umut; Osgood, Brian. "Israelische Militärfragen erzwungenen Vertreibungsbefehl für Gazas Khan Younis". Al Jazeera. Abgerufen am 19. Mai 2025
  • Boxerman, Aaron (20. Mai 2025). "Israels Verbündete prangern seine neue Gaza-Offensive an". Die New York Times. ISSN 0362-4331 Abgerufen am 20. Mai 2025.
  • "Großbritannien tritt gegen Israel wegen der Gaza-Offensive ein". BBC News. 20. Mai 2025 Abgerufen am 21. Mai 2025.
  • Keddie, Patrick; Najjar, Farah. " 'Tragy': Starings Menschenmengen stürmen Gaza-Hilfsstätte, während 'von Menschen geschaffen' Krise wächst". Al Jazeera. Abgerufen am 27. Mai 2025.
  • Motamedi, Maziar; Osgood, Brian; Uras, Umut. "Massaker": Israelische Raketen trafen die Gaza-Schule, als sich die Zahl der Todesopfer 54.000 näherte". Al Jazeera. Abgerufen am 26. Mai 2025.
  • Brian Osgood; Umut Uras. "Israelische Militärfragen erzwungenen Vertreibungsbefehl für Gazas Khan Younis". Al Jazeera. Abgerufen am 19. Mai 2025
  • Francis, Ellen; Roos, Beatriz (30. Mai 2025). "Europas Führer schimpfen Israel über Gaza, aber werden sie weiter gehen?" Die Washington Post. ISSN 0190-8286. Abgerufen am 30. Mai 2025.
  • Brian Osgood; Umut Uras. "Israelische Militärfragen erzwungenen Vertreibungsbefehl für Gazas Khan Younis". Al Jazeera. Abgerufen am 19. Mai 2025.
  • Siddiqui, Usaid; Quillen, Stephen. "Israel Pfund Gaza, tötet 42, da die EU, Großbritannien den Druck erhöht". Al Jazeera. Abgerufen am 21. Mai 2025.
  • "Papst Leo XIV. ruft zu Hilfe auf, um Gaza zu erreichen und die Feindseligkeiten in seiner ersten Generalaudienz zu beenden". AP News. 21. Mai 2025. Abgerufen am 24. Mai 2025.

  • Diese Seite wurde zuletzt am 31. Mai 2025 um 16:59 Uhr (UTC) bearbeitet.


    Info: https://en.wikipedia.org/wiki/May_2025_Gaza_offensive


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.06.2025

    de.wikipedia.org, Seite besucht am 1. Juni 2025, 8:30 Uhr

    Gideon (mit dem Beinamen Jerubbaal) ist ein Richter in der Hebräischen Bibel. Er erscheint im Buch der Richter 6,11–8,35 EU.

    Etymologie

    Der Name Gideon (hebräisch גִּדְעוֹן gid’ōn) ist von der hebräischen Verbwurzel גדע gd‘ „(etwas) abhauen“ abgeleitet. Der Name bedeutet „der (etwas) Abhauende“, also im weitesten Sinne „Hacker, Holzfäller, Zerstörer“. In der Septuaginta wird der Name mit γεδεων gedeōn wiedergegeben.

    In Ri 6,32 EU erhält Gideon den Beinamen Jerubbaal (hebräisch יְרֻבַּעַל, in der Septuaginta ιαρβααλ iarbaal). Dieser besteht aus dem Verb rbb „zahlreich sein“ und dem Namen der Gottheit Ba’al und bedeutet „Ba’al ist groß“. In 2 Sam 11,21 EU findet sich anstelle des Namens Jerubbaal in der Hebräischen Bibel der Name Jerubbeschet (hebräisch יְרֻבֶּשֶׁת). Beschet oder Boschet leitet sich vom Verb בושׁ „beschämt werden / sich schämen“ ab und bedeutet „Schande“. Der Name lässt sich also „Groß ist die Schande“ übersetzen.

    Nach einer Theorie Abraham Geigers wurden nachträglich Namen geändert, die mit der fremden Gottheit Baal in Verbindung gebracht werden konnten. Das gleiche Phänomen ist in größerem Umfang auch bei den Namen Esch-Baal (geändert zu Isch-Boschet) und Merib-Baal (geändert zu Mefiboschet) erkennbar.

    Biblische Erzählung

    Berufung und Kampf gegen den Baalskult

    Gideon, der Sohn des Joasch, wurde von JHWH durch einen Engel berufen, die Israeliten vom Joch der Midianiter zu befreien.

    Gemäß der biblischen Erzählung bat er Gott, ihm seinen Auftrag mit einem Zeichen zu bestätigen und legte ein Vlies auf die Tenne, das über Nacht nass vom Tau sein solle. Am nächsten Morgen fand er das Vlies tatsächlich in der sonst trockenen Umgebung von Tau benetzt (Ri 6,36–40 EU). Bernhard von Clairvaux nutzte dieses Gleichnis als Allegorie für die Empfängnis Jesu durch den Heiligen Geist in der Mariensymbolik.

    Auf göttliche Anweisung riss Gideon den Altar und die Kultsäule des Baal-Kultes nieder.

    „Darum nannte man Gideon seit jenem Tag Jerubbaal – das heißt: Baal möge gegen ihn streiten –, denn er hat seinen Altar niedergerissen“

    Richter 6,32 EU

    Kampf gegen die Midianiter

    Um zu verhindern, dass die Israeliten den bevorstehenden Sieg als ihre eigene Leistung verstehen, befahl Gott Gideon zunächst alle nach Hause zu schicken, die „ängstlich und verzagt“ sind. Da die Anzahl der Kämpfer danach immer noch zu hoch war, befahl Gott Gideon, die Israeliten zum Wasser zu führen und nur diejenigen mitzunehmen, die aus der Hand tranken, ohne hinzuknien. Jene, die zum Trinken niederknieten, nahm er nicht mit. So blieben schließlich nur noch dreihundert Mann übrig (Ri 7,5–7 EU).

    Als Gideon mit seinen Leuten in der Nähe des midianitischen Feldlagers war, befahl ihm der HERR zu diesem hinabzugehen, um ihn für seine Aufgabe zu stärken. Dabei durfte er seinen Diener Pura mitnehmen. Dort hörten sie, wie ein Midianiter einem anderen von seinem Traum berichtete, in dem ein Laib Gerstenbrot zum Lager der Midianiter herabrollte, an das Zelt stieß und dieses dadurch zum Einsturz brachte. Der andere Midianiter deutete diesen Traum daraufhin so, dass Gott die Midianiter Gideon in die Hände gegeben habe (Ri 7,9–14 EU). Das Gerstenbrot symbolisiert so die israelitischen Bauern, während das Zelt für die nomadischen Midianiter steht.[1]

    Nach seiner Rückkehr ins israelitische Lager teilte Gideon die dreihundert Mann in drei Heerhaufen und gab jedem eine Posaune (konkret ein Schofar, ein Widderhorn, welches einen durchdringenden Ton abgibt) in die eine Hand und eine in einem leeren Tonkrug verborgene Fackel in die andere Hand. Auf sein Signal hin zerbrachen die Israeliten ihre Tonkrüge und bliesen die Schofarhörner. In der Folge brach im midianitischen Lager Panik aus und die Midianiter flohen in chaotischer Weise (Ri 7,15–22 EU).

    Nach dem Sieg über die Midianiter

    Nach dem Sieg über die Midianiter lehnte Gideon die Königswürde ab, bat jedoch sein Volk, ihm einen Teil des erbeuteten Goldes der Midianiter zu geben, woraus er ein Efod fertigte, offenbar ein Götzenbild, denn es heißt weiter: „Und ganz Israel trieb dort damit Abgötterei. Das brachte Gideon und sein Haus zu Fall“ (Ri 8,27 EU).

    Gideon starb in hohem Alter in seiner Heimatstadt Ofra in Benjamin. Nach seinem Tode lebte der Baal-Kult wieder auf (Ri 8,32–33 EU). Sein Sohn Abimelech riss die von Gideon abgelehnte Königsherrschaft schließlich an sich (RiEU).

    Söhne Gideons

    Gideon hatte 70 Söhne. Besonders erwähnt wird Abimelech, der Sohn einer Nebenfrau aus Sichem (Ri 8,30–31 EU). In Ri 9,1–4 EU wird geschildert, wie Abimelech nach Sichem zu den Brüdern seiner Mutter ging und sie für sein Ziel, die alleinige Nachfolge von Gideon anzutreten, gewann. Mithilfe von gewissenlosen Männern brachte er seine 70 Brüder um.

    „Dann drang er in das Haus seines Vaters in Ofra ein und brachte seine Brüder, die Söhne Jerubbaals, siebzig Mann, auf ein und demselben Stein um. Nur Jotam, der jüngste Sohn Jerubbaals, blieb übrig, weil er sich versteckt hatte.“

    – (Richter 9,5 EU)

    Anschließend wird Abimelech zum König gesalbt.

    Siehe auch

    Literatur

    Weblinks

    Commons: Gideon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. Stuttgarter Erklärungsbibel. 2. Auflage. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1992, ISBN 3-438-01121-2, S. 315f
    VorgängerAmtNachfolger
    Debora und BarakRichterAbimelech
    Normdaten (Person): GND: 118539132 (lobid, GND Explorer, OGND) | LCCN: n50028015 | VIAF: 74644384 | Wikipedia-Personensuche

    Kategorien:


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    Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Gideon_(Richter)


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    01.06.2025

    Deutschland vs. Russland, Karlspreis für von der Leyen – und Wahlkrimi in Polen

    lostineu.eu, vom 31. Mai 2025

    Die Watchlist EUropa vom 31. Mai 2025 – heute mit der Wochenchronik.

    Friedrich Merz hat ein außergewöhnliches Talent, innerhalb kürzester Zeit jede Menge Porzellan zu zerschlagen. Innenpolitisch hat er dies bereits beim Asylstreit und bei der Schuldenbremse gezeigt. Nun ist die Außenpolitik dran.

    Binnen einer Woche hat Merz alles zerstört, was noch an Restvertrauen zwischen Berlin und Moskau bestand. Er hat der Ukraine einen militärischen Freibrief gegeben und weitreichende Marschflugkörper in Aussicht gestellt.

    Ob damit der deutsche Taurus gemeint ist oder andere Systeme, ist im Grunde egal. Entscheidend ist das Signal: Im Krieg um die Ukraine gibt es keine Grenzen mehr, Deutschland wendet sich militärisch gegen Russland.

    Dies ausgerechnet in dem Moment zu tun, da es um Friedensverhandlungen für die Ukraine geht, zeugt von einen völligen Fehlen von Takt und Gespür. Merz tritt in der Außenpolitik genauso unbeherrscht auf wie in der Innenpolitik.

    Großmannssucht statt Diplomatie

    Der Diplomatie erweist er einen Bärendienst. Zwar stärkt Merz der Ukraine den Rücken. Doch die These, dass die Ukraine aus einer “Position der Stärke” verhandeln müsse, ist durch das Kriegsgeschehen widerlegt – Kiew verliert.

    Eine eigene diplomatische Strategie verfolgt Merz auch nicht. Alles, was er tut – Hochrüstung der Bundeswehr, deutsche Brigade in Litauen, Zustimmung zum Fünf-Prozent-Ziel in der Nato – spricht nur für seine Großmannssucht.

    Er will die Nummer eins sein und Europa “führen”. Das Problem ist, dass er damit Deutschland gegen Russland positioniert. Und zwar nicht nur wie bisher eher defensiv und passiv, sondern aktiv und gefährlich offensiv.

    In meinem Namen tut er das nicht. Im Namen der meisten Deutschen vermutlich auch nicht. Aber immerhin kann er sich auf EU-Präsidentin von der Leyen stützen: Ihre “Pax Europaea” richtet sich ja auch gegen Russland…

    Siehe auch: Ukraine: Bewegung vor neuen Gesprächen – Europäer beteiligt?

    Was war noch?

    • Karlspreis für von der Leyen. Die Kommissionschefin wurde als “starke Stimme Europas” gewürdigt und erhielt ein Preisgeld von einer Million Euro (eine Premiere). In ihrer Dankesrede hat sie “vier Gebote für ein unabhängiges Europa” formuliert. – Mich überzeugt ihre Rede nicht – ebenso wenig wie der Karlspreis. Er ist zum Anachronismus geworden! Siehe dazu auch meine Kolumne in der “Berliner Zeitung”.
    • Wahlkrimi in Polen. Bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag zeichnet sich ein enges Rennen zwischen dem Liberalen Rafal Trzaskowski und seinem nationalistischen Konkurrenten Karol Nawrocki ab. Trzaskowski kam zuletzt in Umfragen auf 50,6 Prozent, Nawrocki auf 49,4 Prozent. – Die USA haben sich in diese Wahl eingemischt und für Nawrocki Partei ergriffen! 
    • Die Hochrüstung hat begonnen. Die EU-Staaten haben beschlossen, bis zu 150 Mrd. Euro für die Beschaffung von Waffen bereitzustellen. Damit beginnt die “Wiederbewaffnung” Europas – auf Pump und im Schlepptau der USA. – Mehr im Blog

    Mehr Newsletter hier.

    Die meistgelesenen Beiträge der Woche:

    von der Leyen Sterne
    Von der Leyens vier Gebote für ein “unabhängiges” EUropa 30. Mai 2025

    Dass EU-Präsidentin von der Leyen den Karlspreis erhalten hat, war den meisten Medien keine Meldung wert. Trotzdem haben wir ihre Rede gelesenund uns über “vier Aufgaben” gewundert.

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    Taurus

    Deutschland will Russland mit neuen Waffen treffen 28. Mai 2025

    Kanzler Merz bricht mit allen Vorsichts-Regeln der deutschen Nachkriegspolitik. Bei einem Treffen mit Präsident Selenskyj in Berlin versprach er, der Ukraine bei der Produktion weitreichender Waffensysteme zu helfen.

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    Merz verplappert sich: “Wir können Russland angreifen!” 27. Mai 2025

    Eigentlich hatte er gelobt, nicht mehr über Waffenlieferungen an die Ukraine zu sprechen und “strategische Ambiguität” walten zu lassen. Doch nun hat sich Kanzler Merz verplappert – und wie.

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    ‹ Das nächste EU-Klimaziel wird flexibel (verfehlt)

    Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/deutschland-vs-russland-karlspreis-fuer-von-der-leyen-und-wahlkrimi-in-polen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    01.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: Warum „ Gewaltfreiheit“ selbst in einer gewalttätigen Welt nachhaltiger ist

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 1. Juni 2025, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 01.06.2025


    Warum „ Gewaltfreiheit“ selbst in einer gewalttätigen Welt nachhaltiger ist


    von Nicolas Paz* von der katholischen Initiative für Gewaltfreiheit Wir leben in einer Welt und in einer Kultur, die Gewalt rechtfertigt. Gaza, die Ukraine und die Wiederaufrüstung Europas sind lediglich die sichtbarsten Beispiele. Trotzdem dürfen wir andere Teile der Welt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/05/warum-gewaltfreiheit-selbst-in-einer-gewalttaetigen-welt-nachhaltiger-ist/


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    Für den Planeten kämpfen – das heißt Souveränität für die Sahelzone


    Im Grunde fordern wir vom US-Imperium nicht mehr als eine Ethik, wie man sie schon im Kindergarten lernt – ist das etwa übertrieben? Das lehrt uns die Klimabewegung über unsere Beziehung zur Erde: Wir dürfen nicht einfach nehmen und ausbeuten&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/05/fuer-den-planeten-kaempfen-das-heisst-souveraenitaet-fuer-die-sahelzone/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    31.05.2025

    Trump kündigt Verdopplung der Einfuhrzölle auf Stahl an

    freedert.online, 31 Mai 2025 15:44 Uhr

    Der Handelskrieg geht in eine neue Runde: Donald Trump hat die Erhöhung des Einfuhrzolls auf Stahl von 25 auf 50 Prozent angekündigt. Getroffen wird davon auch Deutschland, das jährlich eine Million Tonnen des Eisenwerkstoffes in die USA exportiert.


    Trump kündigt Verdopplung der Einfuhrzölle auf Stahl anQuelle: Legion-media.ru © Sipa 



    US-Präsident Donald Trump zeigt sich im Zollstreit zum Kampf bereit.


    In einer Rede vor Beschäftigten eines Stahlwerks im US-Bundestaat Pennsylvania kündigte US-Präsident Donald Trump die Erhöhung der Zölle auf Stahl von derzeit 25 auf 50 Prozent an. Ab wann die Regel gelten soll, sagte Trump nicht. Von der Maßnahme wird auch Deutschland getroffen. Die USA sind eines der größten Importländer für Stahl. Deutschland ist unter den zehn wichtigsten Bezugsländern. 

    Ziel der Maßnahme ist, die heimische Stahlproduktion anzukurbeln und in den vergangenen Dekaden verloren gegangene Arbeitsplätze in die USA zurückzuholen. Für die EU sind die USA der wichtigste Absatzmarkt für Stahl. Im Jahr 2023 sind laut dem Branchenverband Stahl rund 4 Millionen Tonnen in die USA exportiert worden. Deutschland exportiert jährlich rund eine Million Tonnen Stahl in die USA. 


    Vorerst vom Tisch: Trump bestätigt Aufschub der EU-Zölle






    Vorerst vom Tisch: Trump bestätigt Aufschub der EU-Zölle






    Zuvor hatte Trump gegenüber der EU bereits einen generellen Zoll von 50 Prozent angekündigt, die Drohung aber bisher nicht umgesetzt, sondern bis Anfang Juli ausgesetzt. Als Grund für den Handelskrieg führte Trump an, dass die EU die USA systematisch benachteilige.

    Der Handelskrieg trifft die deutsche Wirtschaft hart. Durch die Russlandsanktionen ist die deutsche Wirtschaft bereits schwer angeschlagen. Für dieses Jahr wird das dritte Rezessionsjahr erwartet – ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Handelskrieg mit den USA belastet zusätzlich und wird die Rezession absehbar noch vertiefen. 

    Der Streit mit den USA um deutsche Handelsbilanzüberschüsse tobt seit über einem Jahrzehnt. Bereits Barack Obama hat das deutsche Handelsungleichgewicht gerügt und Konsequenzen angedroht. Die damalige Kanzlerin Angela Merkel begründete den Überschuss mit der hohen Qualität der deutschen Produkte. 

    Am Mittwoch hatte ein Gericht die meisten von Trumps verhängten Zöllen als rechtswidrig eingestuft. Trump habe seine Befugnisse überschritten. Die Zölle wurden ausgesetzt. Nur einen Tag später hob ein Berufungsgericht die Entscheidung wieder auf.


    Mehr zum Thema – Medien: Indien bietet USA Zollsenkungen an − Agrarprodukte ausgenommen


    Screenshot_2025_06_01_at_01_44_12_Trump_k_ndigt_Verdopplung_der_Einfuhrz_lle_auf_Stahl_an_RT_DE

    Audio https://rumble.com/v6txvdb-europa-verlangte-sanktionen-von-trump-und-bekam-sie.html

     Dauer 7:18 min 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/nordamerika/246469-trump-kuendigt-50-prozent-einfuhrzoll/


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    31.05.2025

    11-jährige Influencerin in Gaza getötetSie war ein Leuchtfeuer der Hoffnung

    taz.de, 30. Mai 2025, 7:21,  Von Nicholas Potter

    Yaqeen Hammad war Influencerin und vermittelte Hoffnung im überbordenden Leid von Gaza. Am vergangenen Freitag wurde die 11-Jährige getötet.


    Screenshot_2025_06_01_at_01_35_46_11_j_hrige_Influencerin_in_Gaza_get_tet_Sie_war_ein_Leuchtfeuer_der_Hoffnung_taz.de

    Yaqeen Hammad zeigte auf Instagram Gaza von einer anderen Seite. Nun ist die 11-Jährige bei einem Luftangriff gestorben Foto: Instagram: yaqeen_hmad


    Berlin taz | „Gibt es etwas Schöneres als das Lächeln der Kinder von Gaza?“, schreibt am 15. Mai Yaqeen Hammad auf Arabisch an ihre damals rund 90.000 Follower auf Instagram. Dazu teilt sie ein Video, in dem sie und Dutzende andere Kinder in einem Zeltlager im belagerten Küstenstreifen klatschen, tanzen und singen. Eine Person in einem Super-Mario-Kostüm schießt eine Konfettikanone auf die jubelnde Menge. Es ist ein flüchtiger Moment der Freude in einem brutalen, 20-monatigen Krieg, der Gaza in Trümmern hinterlassen und Zehntausende Menschenleben gekostet hat. Das Video hat mehr als 25.000 Likes.

    Am vergangenen Freitag wurde Hammad durch einen israelischen Luftangriff getötet, der ihr Familienhaus in Deir al-Balah im Zentrum Gazas traf. Am Montag wurde ihr Tod bekannt, wie mehrere internationale Medien bereits berichteten. Sie wurde 11 Jahre alt.

    Die junge Palästinenserin wurde oft als „humanitäre Influencerin“ bezeichnet, sie hielt viele solcher Momente fest. Hammad dokumentierte ihr ehrenamtliches Engagement in Schulen und Küchen in den sozialen Medien, sie gab Überlebenstipps bei Bombardierungen und improvisierte Kochtipps für Menschen ohne funktionierende Gasherde. „Gaza: Nein zum Unmöglichen“, sagte sie.

    Hammad ist eine von Dutzenden Kindern in Gaza, die alleine in den vergangenen Tagen ums Leben gekommen sind. Der Luftschlag ist Teil einer intensiven Angriffskampagne der israelischen Armee, um Premier Benjamin Netanjahus versprochenen „totalen Sieg“ im Kampf gegen die islamistische Terrororganisation Hamas zu liefern, die bis heute noch 58 Geiseln hält und nicht kapitulieren will. Viele Zivilistinnen und Zivilisten zahlen dafür den Preis. Seit Oktober 2023 sind in Gaza Tausende Kinder wie Hammad getötet worden.

    Sie dokumentieren den Krieg selbst

    Israel und Ägypten, die eine Grenze mit Gaza teilen, verwehren seit Kriegsbeginn internationalen Journalistinnen und Journalisten den Zugang zum Küstenstreifen. Deshalb dokumentieren Palästinenserinnen und Palästinenser den Krieg nahezu vollständig selbst. Manche arbeiten zusammen mit internationalen Medienorganisationen wie Reuters oder The New York Times, als Reporter oder Fotografen. Andere wie Hammad setzen auf Social-Media-Formate, die online Millionen Menschen erreichen.

    Die palästinensischen Gebiete, zu denen Gaza zählt, sind auf Platz 163 von 180 der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen – wegen Druck von der israelischen Armee, der regierenden Fatah-Partei im Westjordanland sowie von Terrororganisationen wie der Hamas und Islamischer Dschihad in Gaza, „die für ein Klima der Repression“ sorgen. Seit Kriegsbeginn sind laut Reporter ohne Grenzen fast 200 Medienschaffende in Gaza getötet worden.

    Yaqeen Hammads Instagram-Seite zeigt eine andere Seite von Gaza als die verheerenden Kriegsbilder, die in den Medien kursieren. Ihre Beiträge zeugen von Zusammenhalt, Solidarität und Hoffnung. In einem Video bereitet sie Frühstück für 2.500 Fastende während Ramadan vor, nachdem sie mit der NGO Ouena Collective mehr als 260.000 Dollar in Spenden gesammelt hatte. In einem weiteren Video verteilt sie Eisbecher an Kinder: „Gaza-Eis der Extraklasse“, schreibt sie dazu.

    Yaqeen Hammad dokumentierte ihr Engagement in den sozialen Medien

    Erst im März startete Yaqeen Hammad ihre Instagram-Seite. Unterstützt hat sie dabei ihr älterer Bruder Mohammad, ein humanitärer Helfer. Er soll sie nach und nach darauf vorbereitet haben, ihre Seite irgendwann selbst zu übernehmen, berichtet ein Journalist aus Rafah in Gaza auf der Social-Media-Plattform X.

    Seit ihrem Tod hat Hammad mehr als 20.000 neue Follower. Unter ihren Videos sind Trauerbekundungen auf vielen Sprachen. Der palästinensische Fotojournalist Mahmoud Bassam, auch aus Gaza, schrieb auf X: „Ihr Leib mag verschwunden sein, aber ihr Einfluss bleibt ein Leuchtfeuer der Menschlichkeit.


    Info: https://taz.de/11-jaehrige-Influencerin-in-Gaza-getoetet/!6090912/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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