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10.07.2025

IAEO-Chef Grossi: Deutschland könnte schnell Atomwaffen entwickeln

freedert.online, 10 Juli 2025 19:45 Uhr

Nach Angaben des Chefs der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) Rafael Grossi verfügt Deutschland über die notwendigen Fähigkeiten und Komponenten, um schon innerhalb weniger Monate eine Atombombe zu entwickeln. Dies sei aber nur eine Hypothese, so Grossi.


Quelle: Gettyimages.ru © Iurii Garmash


Symbolbild


Deutschland könnte innerhalb weniger Monate seine eigenen Atomwaffen herstellen. Dies antwortete der Generaldirektor der Internationale Atomenergie-Organisation (kurz IAEO) Rafael Grossi in einem Interview mit der polnischen Zeitung Rzeczpospolita auf die Frage, wie lange Deutschland brauchen könnte, um eigene Atomwaffen zu bauen:

"Sehr wenig. Es wird wahrscheinlich nur eine Frage von Monaten sein."

Grossi wies darauf hin, dass Deutschland sowohl über die notwendige Technologie als auch über das Material verfüge. Grossi führte weiter aus:

"Deutschland hat das nötige Nuklearmaterial, es weiß, wie man es macht. Sie haben die gesamte Technologie ... Aber das sind rein hypothetische Überlegungen. "

Ferner merkte aber Grossi an, dass die europäischen Länder weiterhin ihr Engagement für den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) bekräftigten. Zugleich erklärte Grossi, dass "kein Staat, schon gar nicht ein mächtiger, sich von Altruismus leiten lässt", und fügte hinzu, dass die europäischen Regierungen beschlossen hätten, dass eine Welt, in der Atomwaffen weithin zugänglich seien, "katastrophal" wäre.

Während der IAEO-Chef die Notwendigkeit eines internationalen Dialogs über nukleare Sicherheit und die Bedeutung der Einhaltung von Nichtverbreitungsverpflichtungen hervorhob, folgten seine Äußerungen auf die jüngsten Luftangriffe der USA und Israels auf iranische Nuklearanlagen. Die Angriffe wurden unter dem Vorwand durchgeführt, Teheran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern, was sowohl von der IAEO als auch von den US-Geheimdiensten bestritten wird.


Mehr zum ThemaIrans Präsident im Interview mit Tucker Carlson: Netanjahu lügt über Teherans nukleare Absichten


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Video https://rumble.com/v6uq4zz-israels-verteidigungsminister-entscheidender-moment-um-irans-atombombe-zu-v.html Dauer 1:13 Min.


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10.07.2025

Russlands Außenministerium offenbart Themen der Gespräche zwischen Rubio und Lawrow

freedert.online, 10 Juli 2025 17:48 Uhr

Rubio und Lawrow sprachen über die Beilegung des Ukraine-Konflikts, die Lage in Nahost und andere internationale Fragen. Sie hoben die Bedeutung der Normalisierung der Arbeit der diplomatischen Vertretungen hervor und vereinbarten, die Kontakte fortzusetzen.


Quelle: TASS © Mandel Ngan


Russlands Außenminister Sergei Lawrow, rechts, und US-Außenminister Marco Rubio, links, beim Treffen in Kuala Lumpur am 10. Juli 2025.


Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat am Rande des ASEAN-Gipfels in Kuala Lumpur mit US-Außenminister Marco Rubio einen Meinungsaustausch über die Beilegung des Konflikts in der Ukraine, die Situation um Iran und Syrien sowie eine Reihe anderer internationaler Fragen geführt. Dies teilte Russlands Außenministerium mit.

In Anknüpfung an die Vereinbarungen des russischen und des US-amerikanischen Präsidenten, einschließlich derer, die nach dem letzten Telefongespräch am 3. Juli getroffen worden waren, führten die Amtskollegen "eine gründliche Konsultation über die gesamte Bandbreite der Themen auf der bilateralen Agenda und die Situation in der Welt" durch. In der diesbezüglichen Erklärung auf der Webseite des russischen Außenministeriums heißt es:

"Es fand ein substanzieller und offener Meinungsaustausch über die Regelung der Lage um die Ukraine, die Situation um Iran und Syrien sowie eine Reihe anderer internationaler Probleme statt."

Die Seiten bekräftigten ihre gegenseitige Bereitschaft, nach "friedlichen Lösungen für die Konfliktsituationen" zu suchen, die russisch-amerikanische wirtschaftliche und humanitäre Zusammenarbeit sowie ungehinderte Kontakte zwischen den Gesellschaften beider Länder wiederherzustellen. Letztere könnten insbesondere durch die Wiederaufnahme direkter Flugverbindungen erleichtert werden, so das russische Ressort.


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Überdies wiesen Rubio und Lawrow auf die Bedeutung weiterer Bemühungen zur Normalisierung der Aktivitäten der diplomatischen Vertretungen in den Staaten der jeweils anderen Seite hin.

Russlands Außenministerium betonte, dass der "konstruktive und von gegenseitigem Respekt geprägte Dialog" zwischen den Außenministerien "über eine wachsende Zahl von Themen von beiderseitigem Interesse" fortgesetzt werde.

Dies ist das zweite persönliche Treffen zwischen Rubio und Lawrow, das erste fand Mitte Februar in Riad statt, als Russland und die Vereinigten Staaten nach dem Amtsantritt der neuen Regierung in Washington ihre bilateralen Kontakte wieder aufnahmen. Die Gespräche zwischen Rubio und Lawrow in Kuala Lumpur dauerten etwa 50 Minuten.

Anschließend erklärte US-Außenminister Marco Rubio, Lawrow habe bei dem Treffen neue Vorschläge zur Ukraine unterbreitet. Rubio fügte hinzu, aus seiner Sicht habe die US-Seite "wirklich etwas Neues gehört." Der Diplomat fuhr fort:

"Dies ist keine Garantie für den Frieden, aber es ist ein Konzept, das ich dem Präsidenten nach meiner Rückkehr übermitteln werde."

Rubio bezeichnete das Gespräch mit Lawrow als offen und wichtig. Er betonte, dass die Kontakte fortgesetzt würden.


Mehr zum Thema - Malaysias Premier besucht Russland: Kuala Lumpur will mit Moskau in allen Bereichen kooperieren


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10.07.2025

Bericht: Trump will neues Sanktionsgesetz gegen Russland unterstützen

freedert.online, 10 Juli 2025 17:25 Uhr

Der lang gehegte Wunsch des Hardliners Lindsey Graham könnte nun Wirklichkeit werden: Laut Medienberichten soll US-Präsident Donald Trump bereit sein, die Gesetzesvorlage des Senators zu unterzeichnen, die Zölle in Höhe von bis zu 500 Prozent für Länder vorsieht, die russische Waren wie Öl und Gas kaufen.


Quelle: Gettyimages.ru © Joe Raedle/Getty Images


Archivbild: Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus (27. Juni 2025)


US-Präsident Donald Trump ist bereit, einen Gesetzentwurf zu unterzeichnen, der darauf abzielt, den Handel mit Russland unter bestimmten Bedingungen zu unterbinden. Das berichtete Politico am Mittwoch unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten.


500-Prozent-Zölle gegen Russlandfreunde? US-Gesetz auf der Kippe





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Im Falle einer Verabschiedung würde die vom kriegstreiberischen Senator Lindsey Graham initiierte "knochenbrecherische" Gesetzgebung einen Zoll von 500 Prozent auf Länder erheben, die Öl, Gas, Uran und andere Waren aus Russland beziehen. Obwohl der Gesetzentwurf dem Präsidenten die Befugnis einräumt, Länder für einen Zeitraum von bis zu 180 Tagen von den Zöllen auszunehmen, möchte Trump Berichten zufolge, dass der Kongress ihm die alleinige Befugnis erteilt, über die Sanktionen zu entscheiden.

"Die Regierung wird sich in der Außenpolitik des Präsidenten nicht vom Kongress bevormunden lassen. Der Gesetzentwurf braucht eine vollständige Ausnahmegenehmigung", sagte ein Beamter gegenüber Politico. Die Quelle fügte hinzu, dass es abgesehen davon "konzeptionell eine Offenheit" für die Unterzeichnung des Gesetzes gebe.

Graham sagte am Dienstag, dass der Senat bald über den Entwurf abstimmen werde. "Der Gesetzentwurf des Senats enthält eine Ausnahmeregelung des Präsidenten, um Präsident Trump maximalen Einfluss zu geben", schrieb er auf X. Nach Angaben der New York Times könnte die Abstimmung noch in diesem Monat stattfinden.

Der Vorstoß für schärfere Sanktionen hat an Fahrt gewonnen, seit Trump seine Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin verschärft hatte, da die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew bisher zu keinem Waffenstillstand geführt haben.


Wie der Tiefe Staat in den USA gemeinsam mit der EU den Ukraine-Krieg anheizt




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Moskau hat darauf bestanden, dass jede dauerhafte Lösung die "Grundursachen" des Konflikts angehen muss, darunter die Osterweiterung der NATO und die Bestrebungen der Ukraine, der von den USA geführten Allianz beizutreten, die Russland als Bedrohung seiner nationalen Sicherheit ansieht.

"Wir brauchen keine Pause, die das Regime in Kiew und seine ausländischen Handlanger nutzen wollen, um ihre Kräfte neu zu gruppieren, die Mobilisierung fortzusetzen und ihr militärisches Potenzial zu stärken", sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Montag der ungarischen Zeitung Magyar Nemzet.

Putin hat gefordert, dass die Ukraine die neuen Grenzen Russlands anerkennt und eine dauerhafte Neutralität mit einer rechtlich begrenzten Armee annimmt. Lawrow betonte diese Woche, dass Moskau daran arbeite, eine dritte Runde direkter Gespräche mit der Ukraine in der Türkei zu arrangieren.


Mehr zum Thema – Experten zu Trumps Zöllen gegen die BRICS-Staaten: Ernsthafte Risiken für die Weltwirtschaft


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Video https://rumble.com/v6vxkl4-trump-warnt-brics-wer-den-dollar-bedroht-wird-einen-hohen-preis-zahlen.html Dauer 2:13 Min.


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10.07.2025

Medien: EU schockiert über unkoordiniertes Vorgehen der USA bezüglich Ukraine

freedert.online, 10 Juli 2025 15:47 Uhr

In der EU ist man schockiert über jüngste "unkoordinierte" Maßnahmen der US-Regierung gegenüber der Ukraine, schreibt Politico. Trump sei zwar "konsequenter" in der Unterstützung für Kiew geworden, aber das Pentagon habe eine andere Haltung eingenommen.


Medien: EU schockiert über unkoordiniertes Vorgehen der USA bezüglich UkraineQuelle: Sputnik © Stringer


US-Präsident Donald Trump


In Europa wachsen die Spannungen wegen der jüngsten Änderungen in der Ukraine-Politik der Regierung von US-Präsident Donald Trump und der Verwirrung darüber, wer im Pentagon das Sagen hat, berichtete Politico unter Berufung auf Quellen. Die Nachrichtenagentur stellte fest, dass es in einem solchen Umfeld für die europäischen Entscheidungsträger immer schwieriger wird, für die Ukraine eine Strategie zu entwickeln.

Viele europäische Verbündete waren schockiert, als das Pentagon vergangene Woche beschloss, einige Waffenlieferungen an die Ukraine auszusetzen. Später versprach Trump jedoch, mehr Waffen nach Kiew zu schicken, und kritisierte den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Wie einer der von Politico befragten europäischen Beamten feststellte, fällt es zunehmend schwer zu verstehen, was innerhalb der Regierung des US-Präsidenten vor sich geht. Seiner Meinung nach ist Trump selbst "konsequenter" in seiner Unterstützung für die Ukraine geworden, während die Führung des Pentagons eine andere Haltung eingenommen hat. Ein weiterer Gesprächspartner der Zeitung sagte:

"Nichts überrascht uns mehr. Wir müssen auf alles gefasst sein."

Eine andere Quelle sagte, der allgemeine Eindruck in Europa sei, dass die Regierung in der Ukraine-Frage "extrem unkoordiniert" agiere:

"Viele NATO-Führer versuchen nur, mit der wechselnden Stimmung in Washington Schritt zu halten."

Gleichzeitig behauptete das Weiße Haus, dass die Regierung ihre Strategie gegenüber der Ukraine nicht geändert habe. Anna Kelly, die stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte:

"Es gibt nichts Beständigeres als die Außenpolitik von Präsident Trump. Er wird Amerika immer an die erste Stelle setzen und will Frieden in der Ukraine und auf der ganzen Welt."

Wiederaufnahme der US-Militärhilfe könnte für die Ukraine frustrierend ausfallen





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Kelly wies darauf hin, dass Trump die Entscheidung, Waffen nach Kiew zu schicken, unmittelbar nach Abschluss einer Überprüfung der gesamten US-Militärhilfe für alle Länder und Regionen der Welt durch das Pentagon getroffen habe.

Das Wall Street Journal schrieb, dass Trump während eines Gesprächs mit dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij gesagt habe, er stehe nicht hinter der Aussetzung der Waffenlieferungen. Er habe darauf hingewiesen, dass er nach den Angriffen auf den Iran im vergangenen Monat eine Überprüfung der Bestände des Pentagons angeordnet, die Lieferungen aber nicht eingefroren habe. In der Nacht zum 10. Juli berichteten AP und Reuters, dass Washington die Lieferungen von Artilleriemunition und GMRLS-Raketen an Kiew wieder aufgenommen habe.

Russland kritisiert die Lieferung von Militärhilfe an die Ukraine vehement. Präsident Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, dass die westlichen Länder mit ihren Waffenlieferungen an Kiew die Kämpfe nur verlängern, aber keinen Einfluss auf deren Ausgang haben.


Mehr zum Thema - Moskau: Russland sieht Trumps härterer Rhetorik gelassen entgegen


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/7s8uh87mq3zfkwwk/Wiederaufnahme_der_US_Milita_rhilfe_ko_nnte_fu_r_die_Ukraine_frustrierend7zkmg.mp3 Dauer 9:31 Min.


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10.07.2025

70 Jahre deutsche Mitgliedschaft in der NATO: Merz erhebt Führungsanspruch

freedert.online, 10 Juli 2025 13:17 Uhr

Im Jahr 1955 trat Deutschland der NATO bei. Nun beansprucht Kanzler Merz für Deutschland eine Führungsrolle in dem Militärbündnis. Zudem will Merz die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee der EU machen und sichert zu, bis 2035 fünf Prozent des BIP fürs Militär auszugeben.


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(Screenshot)


Quelle: www.globallookpress.com © Andreas Gora.


Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin


Bei einem Festakt anlässlich des 70. Jahrestages des Beitritts Deutschlands zur NATO bekräftigte Bundeskanzler Friedrich Merz den von ihm erhobenen deutschen Führungsanspruch innerhalb des Militärbündnisses. Merz bekräftigte zudem erneut, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee der EU machen zu wollen. Deutschland werde einen wichtigen Beitrag leisten, um die europäische Säule des Bündnisses zu stärken, sagte der Kanzler in seiner Festrede. 

Auch Verteidigungsminister Pistorius sieht wie Merz in Russland die größte Bedrohung, auf die es durch Aufrüstung und Militarisierung zu reagieren gilt. Beide behaupten, Russland führe in der Ukraine einen imperialistisch motivierten Angriffskrieg mit dem Ziel der Landnahme. Der historische Ablauf zeigt jedoch deutlich, dass Russland auf die Ausdehnungsbestrebungen der NATO reagierte – zunächst diplomatisch, dann, nachdem der Westen sämtliche roten Linien Russlands überschritten hatte, auch militärisch. Das westliche Militärbündnis bedroht die Sicherheit Russlands, indem es das Prinzip der kollektiven Sicherheit verletzt.


Der YouTube-General: NATO-Fanboy Freuding übernimmt das deutsche Heer





Meinung

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Generalsekretär Rutte würdigte die Bereitschaft Deutschlands, seine Militärausgaben zu steigern. Er sehe in der Absicht, das deutsche Militärbudget bis 2035 auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen, einen "Quantensprung". 

Merz warf Russland in seinem Redebeitrag vor, in der Ukraine gezielt Zivilisten anzugreifen. Moskau erklärt dagegen, nur gegen militärische Ziele und militärisch nutzbare Infrastruktur vorzugehen. Dafür spricht, dass bei Angriffen mit hunderten von Drohnen und Raketen auf ukrainische Städte die Zahl der Opfer gering ist.

So meldete sogar die Tagesschau, dass bei einem russischen Angriff auf Kiew in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli mit 550 Geschossen bestehend aus Drohnen und Raketen insgesamt nur 23 Verletzte zu beklagen waren. Dennoch halten deutsche Politiker die Behauptung aufrecht, Russland führe einen "Vernichtungskrieg" und wolle die Ukraine "auslöschen". Merz warf Russland "Terrorismus gegen die Zivilbevölkerung" vor. "Das hat nichts mit einem Krieg gegen militärische Ziele zu tun", behauptete er.

Am den Krieg auslösenden Grund, der Absicht, die Ukraine in die NATO aufnehmen zu wollen, halten Merz, Rutte und Pistorius unbeirrt fest. 


Mehr zum Thema - Kanzler Merz am Ende der Diplomatie


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Video https://rumble.com/v6vy6sk-merz-und-die-ausgeschpfte-diplomatie-wie-wird-die-eu-weiter-vorgehen.html Dauer 8:04 Min.


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10.07.2025

USA verhängen Sanktionen gegen Palästinabeauftragte der Uno

freedert.online, 10 Juli 2025 11:50 Uhr

US-Außenminister Marco Rubio teilte am Mittwoch mit, dass die US-Administration gegen Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin "für Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten", Sanktionen verhängen wird. Albanese gilt als unmissverständliche Kritikerin des israelischen Vorgehens im Gazastreifen.


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(Screenshot)


Quelle: Gettyimages.ru


Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin des "UN-Menschenrechtsrates für die besetzten palästinensischen Gebiete" als geladene Rednerin einer propalästinensischen Veranstaltung in Berlin, 19.02.25


US-Außenminister Marco Rubio kündigte eingeleitete Sanktionen gegen Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin des "UN-Menschenrechtsrates für die besetzten palästinensischen Gebiete", an. Der Schritt erfolgt wenige Tage nach dem Besuch von Israels Premier Benjamin Netanjahu im Weißen Haus. Zuvor hatte die Trump-Administration vor gut einer Woche ihre Entlassung wegen unterstelltem "virulentem Antisemitismus und Unterstützung des Terrorismus" gefordert. 

Außenminister Rubio rügte Albanese nachdrücklich mit dem Vorwurf, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) manipulativ dazu zu drängen, wegen der andauernden Ereignisse im Gazastreifen gegen die USA und Israel juristisch vorzugehen. Rubio informierte via X-Beitrag:

"Heute verhängte ich Sanktionen gegen die Sonderberichterstatterin des UN-Menschenrechtsrates, Francesca Albanese, wegen ihrer illegitimen und beschämenden Bemühungen, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) dazu zu bringen, gegen US-amerikanische und israelische Beamte, Unternehmen und Führungskräfte vorzugehen."


Israel kündigt Gaza-Lager für 600.000 Menschen als "humanitäre Stadt" an





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Albanese ist gebürtige Italienerin, die seit 2022 als Berichterstatterin für die Palästinenser fungiert. Rubio erklärt weiter in dem X-Beitrag, dass das Agieren samt ihren Kampagnen und die Wortwahl der Sonderberichterstatterin "nicht länger toleriert werden". Weiter heißt es seitens Rubio:

"Wir werden unseren Partnern bei ihrem Recht auf Selbstverteidigung stets zur Seite stehen. Die Vereinigten Staaten werden weiterhin alle Maßnahmen ergreifen, die wir als notwendig erachten, um auf gesetzeswidrige Handlungen zu reagieren und unsere Souveränität und die unserer Verbündeten zu schützen."

Bereits im Vormonat hatte die Trump-Administration von UN-Generalsekretär António Guterres verlangt, Albanese umgehend zu entlassen, weil sie demnach "an führende amerikanische Unternehmen Schreiben verschickt hatte, die 'von hetzerischer Rhetorik und falschen Anschuldigungen durchsetzt' waren", so die New York Post berichtend. Das FDD, ein überparteiliches Forschungsinstitut mit Sitz in Washington, DC, das sich "auf nationale Sicherheit und Außenpolitik konzentriert", erklärte dazu in einem Artikel:

"'Antisemitismus und Unterstützung des Terrorismus': Die Trump-Administration hat die Vereinten Nationen offiziell aufgefordert, Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin für die 'besetzten palästinensischen Gebiete', zu entlassen und sie wegen ihres 'virulenten Antisemitismus und ihrer Unterstützung für den Terrorismus' als ungeeignet für das Amt bezeichnet."


Hilfe als Hinterhalt: Das grausame neue Gesicht von Israels Gaza-Krieg





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Washington reagierte damit auf einen Bericht, den Albanese vergangene Woche in Genf vorgelegt hatte. Darin warf sie 48 internationalen Firmen vor, zunächst von der "illegalen Besatzung und Apartheid" Israels in den Palästinensergebieten profitiert zu haben und nun vom "Genozid" im Gazastreifen. Des Weiteren finden sich Formulierungen über unterstützte "grobe Menschenrechtsverletzungen" und "Apartheid". Namentlich nannte sie unter anderem Microsoft und die Reiseplattform Booking.com. 

Albanese war seit Jahresbeginn europaweit bei propalästinensischen Veranstaltungen als Rednerin aufgetreten, so am 23. Juni in Madrid auf der international besetzten Veranstaltung "Stoppt den Völkermord! Befreit Palästina". Zuvor hatte sie unter anderem im Februar zweimal in Berlin gesprochen. Der Spiegel kommentiert zu dem Vorgehen Washingtons:

"Albanese ist wiederholt mit israelfeindlichen Aussagen aufgefallen, ihr wurde schon mehrfach vorgeworfen, sich antisemitisch zu äußern und palästinensischen Terror zu verharmlosen. So hatte sie gefordert, Israel von den Vereinten Nationen auszuschließen. Der Vorschlag sorgte international für Empörung."

Was genau die US-Sanktionen umfassen, ist bis dato noch unklar. Theoretisch kann die US-Regierung laut Regelungen die Vermögenswerte von Sanktionierten in den USA einfrieren oder ihnen sowie ihren Familienmitgliedern die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigern. Der Uno-Menschenrechtsrat hatte ihre Amtszeit jüngst am 4. April um drei Jahre bis 2028 verlängert.

 

Mehr zum Thema – "Wohlverdient" – Netanjahu schlägt Trump für Nobelpreis vor


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Video https://rumble.com/v6vvq2q-wohlverdient-netanjahu-schlgt-trump-fr-friedensnobelpreis-vor.html Dauer 1:04 Min.


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10.07.2025

Mahnwache bewegt 16.7./Marsch Intifada Hannover 12.7./ div. weitergel.Themen: Völkerrecht und Selbstverteidigung

aus e-mail von Palästina Initiative Region Hannover, 10. Juli 2025, 


Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,


*1) Mahnwache der Palästina Initiative:

*


*Stoppt das Töten und Vertreiben von Palästinensern in Gaza und

der Westbank!*


Ein Bild, das Text, Banner, Handschrift, Flagge enthält. KI-generierte

Inhalte können fehlerhaft sein.Mit dieser Forderung setzen wir unsere

Mahnwachen fort:


*Jeden Mittwoch von 15:00 bis 17:00 Uhr –_Jetzt im Juli am Platz der

Weltausstellung_ _(Ausnahme am 16. Juli: Bewegte Mahnwache, siehe unten:)._*


Nehmen Sie gerne daran teil und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.


R O T E  L I N I E :   V Ö L K E R R E C H T


für  den Mittwoch den *16. Juli wollen wir wieder eine "Bewegte

Mahnwache" abhalten.* Wir treffen uns - das kennt ihr schon - um 15 Uhr

am Lister Platz. Dort wird es eine kurze Ansprache geben, wir gehen

durch die Lister Meile bis zum Ernst-Augustplatz, dann zum Kröpke uns

schließlich zum Platz der Weltausstellung. Auch dort wird es eine kurze

Ansprache geben und dann geht es den gleichen Weg zurück zum Lister

Platz. Ende mit erneuter Ansprache um 17:00 Uhr.


Wir wollen die R O T E  L I N I E :   V Ö L K E R R E C H

Tverdeutlichen. Bitte zieht euch etwas Rotes über, dann können wir auch

als Rote Linie mit entsprechenden Umhängeschildern hintereinander gehen.

Vorstellbar sind auch rote Bänder oder Seile.


Bitte weitersagen und bringt Freunde und Bekannte mit,um die Linie in  R

O T noch länger zu machen.


*Stoppt das Töten und Vertreiben von Palästinensern in Gaza und

der Westbank!*


Mit dieser Forderung setzen wir unsere Mahnwachen fort:


*Jeden Mittwoch von 15:00 bis 17:00 Uhr – Jetzt im Juli am Platz der

Weltausstellung.*


Nehmen Sie gerne daran teil und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.


*Stoppt das Töten und Vertreiben von Palästinensern in Gaza und

der Westbank!*


Mit dieser Forderung setzen wir unsere Mahnwachen fort:


*Jeden Mittwoch von 15:00 bis 17:00 Uhr – Jetzt im Juli am Platz der

Weltausstellung.*


Nehmen Sie gerne daran teil und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.


*2) die Gruppe Intifada Hannover teilt mit:*


Hallo ihr Lieben,


Anbei der Flyer für unseren Marsch nächsten Samstag um 17 Uhr. Wir

starten am Hauptbahnhof und gehen über die Lister Meile.


Viele Grüße

Jasmine


*3) Und jetzt gibt es einiges zu lesen - betrifft aktuelle Debatten:

Wir leiten weiter:*


*A)

*https://bip-jetzt.de/2025/07/07/bip-aktuell-355-verteidigung-israels-angriff-auf-das-voelkerrecht/


BIP-Aktuell #355: Verteidigung Israels? Angriff auf das Völkerrecht!

<https://bip-jetzt.de/2025/07/07/bip-aktuell-355-verteidigung-israels-angriff-auf-das-voelkerrecht/



*B) Brief von Wissenschaftlern an die deutsche Regierung* mit der

Forderung, die Unterstützung der Vertreibung und Vernichtung der

palästinensischen Bevölkerung zu beenden:

https://drive.google.com/file/d/1sVzBcr6EKIr0JXX2CvX_jT9Yac2Jvnus/view


*C)* https://bremerfriedensforum.de › ...ung-zu-palaestina-und-israel

<https://bremerfriedensforum.de/2025/07/06/oekumenischer-rat-der-kirchen-erklaerung-zu-palaestina-und-israel/>

Ökumenischer Rat der Kirchen:*Erklärung* zu *Palästina* und Israel

<https://bremerfriedensforum.de/2025/07/06/oekumenischer-rat-der-kirchen-erklaerung-zu-palaestina-und-israel/>



Herzlichen Gruß www.palaestina-initiative.de Hans Norden



<https://bremerfriedensforum.de/2025/07/06/oekumenischer-rat-der-kirchen-erklaerung-zu-palaestina-und-israel/>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

10.07.2025

Aus der Geschichte lernen …

seniora.org, 10. Juli 2025, 10. Juli 2025 Von: Christian Müller - übernommen mit Dank an globalbridge.ch

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Pablo Picasso Guernica


Wozu die europäischen Politeliten nicht mehr willig und wohl auch nicht mehr fähig sind, es kommt immer wieder vor, dass irgendwo, vielleicht auch nur im kleinen Kreis, eine Gruppe von Menschen es wagt, an ein historisches Ereignis zu erinnern und daraus Lehren zu ziehen. Dazu ein konkretes positives Beispiel.

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Freunde, wir danken Christian Müller von globalbridge aus tiefstem Herzen für seine Erinnerung an das deutsche Kriegsverbrechen von 1937, die Bombardierung von Guernica. Müller ist Historiker und schreibt gegen das Vergessen; er bringt barbarisch-menschliche Verfehlungen zusammen, die zusammengehören: Guernica und Gaza…
Auch erinnert er an das neue Kriegsgeschrei in Deutschland, das wieder eine weitere Barbarei heraufbeschwört, wenn wir zu Ende denken würden. Ich war 1945 fünfzehn Jahre alt - «Nie wieder Krieg» - und heute erinnert mich Merz’ Geschrei an einen Schreihals aus meiner Jugendzeit. Unfassbar! Deshalb ist dieser Beitrag so wichtig, gerade auch für unsere jungen Menschen, weil er geschichtliches Denken lehrt, das nicht verloren gehen darf. Herzlich Margot und Willy Wahl


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Die spanische Kleinstadt Guernica, die im April 1937 von deutschen Bombern zerstört wurde.

Am 26. April 1937 haben deutsche Bomber   – konkret die Legion Condor   – im spanischen Baskenland die Kleinstadt Guernica bombardiert. Das Ziel Deutschlands dabei war, damit den faschistischen spanischen Diktator Francisco Franco im Bürgerkrieg gegen die demokratischen Kräfte Spaniens zu unterstützen. Es war in der damaligen Zeit der erste Einsatz deutscher Bomber   – Ju 52, He 111 und Do 17   – in einem europäischen Land außerhalb Deutschlands. Und eines der ersten kriegerischen Ereignisse, bei dem bewusst die zivile Bevölkerung getroffen werden sollte.

Die Menschen von Guernica haben dieses Ereignis auch nach bald 90 Jahren nicht einfach vergessen. Und jetzt, wo die dortigen Menschen die gnadenlosen Bombardierungen der israelischen Armee auf die wehrlosen zivilen Menschen im Gaza-Streifen zur Kenntnis nehmen mussten, beschlossen und realisierten sie eine bemerkenswerte öffentliche Protestaktion: zur Solidarität mit den dortigen unschuldigen Opfern! Das folgende Video dauert weniger als drei Minuten, zeigt aber die Fähigkeit von Menschen, aus Vergangenem eine Lehre zu ziehen. Absolut Sehenswert!

Hier anklicken!

Und hier ein   – vergleichbares   – Bild aus Gaza nach den israelischen Bomben. Und die Welt schaut einfach zu!


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Die deutschen Bomben auf das spanische Guernica im Jahr 1937 sind auch aus einem anderen Grund international nicht in Vergessenheit geraten. Pablo Picasso hat dazu ein Gemälde geschaffen, das weltberühmt wurde. Das weiße Feld im Video mit der gezeichneten Figur ist ein Detail aus Picassos Gemälde:


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Guernica ist ein etwa 3,50 m × 7,80 m großes Gemälde (Öl auf Leinwand) von Pablo Picasso. Es entstand 1937 als Reaktion auf die Zerstörung der spanischen Stadt Guernica (baskisch Gernika) durch den Luftangriff der deutschen Legion Condor, die während des Spanischen Bürgerkriegs (Juli 1936   – April 1939) auf Seiten des Faschisten Francisco Franco gegen die demokratischen Kräfte Spaniens im Einsatz war. Das Bild wurde Am 12. Juli 1937 zum ersten Mal auf der Weltausstellung in Paris vorgestellt. Heute befindet es sich im Museo Reina Sofía in Madrid.

Und nochmals zur Erinnerung:


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Die Kriegsverbrechen der deutschen Nazis dürfen nicht vergessen gemacht werden, im Gegenteil: Es müssen daraus die Lehren gezogen werden! Gerade auch jetzt, wo Deutschland wieder eine militärische Großmacht werden will!

Weitere Artikel von: Christian Müller https://globalbridge.ch/aus-der-geschichte-lernen/"

Quelle: GlobalBridge - Mit Dank und freundlicher Empfehlung übernommen - Das Titelbild wurde eingefügt von seniora.org

https://globalbridge.ch/aus-der-geschichte-lernen/



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=217&userid=3998&mailid=2793


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

10.07.2025

Israel kündigt Gaza-Lager für 600.000 Menschen als "humanitäre Stadt" an

freedert.online, 10 Juli 2025 09:46 Uhr

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte Pläne der Netanjahu-Administration mit, dass die IDF angewiesen wurde, einen Plan zur Errichtung einer neuen "humanitären Stadt" auf den Trümmern der Stadt Rafah zu erstellen. Die Menschen, die das Gebiet betreten, dürften es nicht mehr verlassen.


Quelle: Gettyimages.ru © Anadolu/Kontributor


Regierungsplan: Israel betitelt ein riesiges Menschenlager unter katastrophalen Lebensbedingungen als "Humanitäre Stadt", Rafah im Juni 2025


Bei einem Briefing vor zwei Tagen teilte Israels Verteidigungsminister Israel Katz gegenüber Reportern mit, dass er die Armee (IDF) und das zuständige Ministerium angewiesen hat, einen Plan zur Errichtung einer wörtlich "humanitären Stadt" im südlichen Gazastreifen auf den Ruinen der zerstörten Stadt Rafah vorzulegen. Internationale Kritiker der Initiative brandmarkten die vermeintliche "Stadt" umgehend als unmissverständliches Internierungslager und sprachen von schockierenden, inhumanen Plänen auf dem Rücken leidender Palästinenser. Der Plan sieht demnach vor, zunächst rund 600.000 Palästinenser "aufzunehmen" und vorher zu registrieren. Eine Prüfung solle bestätigen und sicherstellen, dass mit zukünftigen "Bewohnern" keine Hamas-Aktivisten einreisen. Die betroffenen Palästinenser würden "die Zone nicht verlassen dürfen", so Katz wörtlich ankündigend.

Laut dem Verteidigungsminister Israels, sehen die bizarren Pläne einer wörtlich titulierten "humanitären Stadt" vor, dass nach Vorstellungen der Netanjahu-Administration zunächst etwa 600.000 Palästinenser in der Region registriert würden, in erster Linie Vertriebene, die in der Küstenregion Al-Mawasi nordwestlich von Rafah leben.


Hilfe als Hinterhalt: Das grausame neue Gesicht von Israels Gaza-Krieg





Meinung

Hilfe als Hinterhalt: Das grausame neue Gesicht von Israels Gaza-Krieg





Final lauten die Vorstellungen, dass alle der schätzungsweise verbliebenden 2,2 Millionen Bewohner des Gazastreifens in der "Stadt" untergebracht werden, die vom israelischen Militär aus der Ferne gesichert und von nicht näher bezeichneten internationalen Organisationen betrieben werden soll, so der Minister weiter ausführend.

Die Ankündigung sorgte für weltweite Irritation und teils Empörung und klar formulierter Kritik und Ablehnung. Die israelische Zeitung Haaretz erklärte dazu (Bezahlschranke):

"Israel schafft keine "humanitäre Stadt" in Gaza. Es schafft Umsiedlungslager."

In einem weiteren Artikel heißt es, "Israels wahnhafte Pläne für den Gazastreifen machen Soldaten zu Gefängniswärtern". Gisha, eine 2005 gegründete israelische Menschenrechtsorganisation, kommentierte die Pläne wörtlich verurteilend in einer ersten Reaktion:

"Ein Konzentrationslager hat nichts Humanitäres an sich. Israel hat im Gazastreifen Bedingungen geschaffen, die kein menschliches Überleben zulassen. Tägliche Bombardierungen, vorsätzliche Aushungerung, unerbittliche Blockaden bei der Einreise und Lieferung von Hilfsgütern und die Zerstörung der grundlegenden zivilen Infrastruktur haben das Leben im Gazastreifen zur Hölle auf Erden gemacht."

Katz erklärte zu Wochenbeginn laut israelischen Medien, hinsichtlich der anvisierten Regierungspläne:

"Wenn die Menschen im Süden sind, im Al-Mawasi-Gebiet, dann werden sie von dort aus nicht zurückkehren können. Das wiederum wird für die Logik sorgen, sie zu evakuieren – und der Großteil will es auch."


Die ungezählten Opfer von Gaza: Warum Hunderttausende sterben und sterben





Meinung

Die ungezählten Opfer von Gaza: Warum Hunderttausende sterben und sterben





Michael Sfard, einer der führenden Menschenrechtsanwälte Israels, erklärte gegenüber dem britischen Guardian:

"Katz legt einen operativen Plan für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Es geht um nichts weniger als das. Es geht um die Umsiedlung der Bevölkerung in den südlichen Teil des Gazastreifens als Vorbereitung für die Deportation aus dem Streifen. Während die Regierung die Deportation immer noch als 'freiwillig' bezeichnet, sind die Menschen in Gaza so vielen Zwangsmaßnahmen ausgesetzt, dass eine Ausreise aus dem Streifen rechtlich gesehen nicht als einvernehmlich angesehen werden kann. Wenn man jemanden aus seiner Heimat vertreibt, wäre das ein Kriegsverbrechen, im Kontext eines Krieges. Wenn es in großem Stil geschieht, wie er es plant, wird es zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit."

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am 7. Juli über parallele Dynamiken. Dazu heißt es:

"Ein von Reuters eingesehener Vorschlag, der den Namen einer umstrittenen, von den USA unterstützten Hilfsorganisation trägt, beschreibt einen Plan zum Bau von großangelegten Lagern mit der Bezeichnung 'Humanitäre Transitzonen' innerhalb – und möglicherweise auch außerhalb – des Gazastreifens, um die palästinensische Bevölkerung unterzubringen. Der 2-Milliarden-Dollar-Plan, der im Zeitraum nach dem 11. Februar erstellt wurde und den Namen der von den USA unterstützten Gaza Humanitarian Foundation (GHF) trägt, wurde der Trump-Administration vorgelegt, so zwei Quellen, von denen eine sagte, dass er kürzlich im Weißen Haus diskutiert wurde."

Die GHF ist eine erst jüngst im Mai 2025 mit politischer Unterstützung aus Israel und den USA gegründete private Hilfsorganisation. Die Umsetzung der kritisierten israelischen Pläne sollen laut Katz bereits während der 60-tägigen Feuerpause eingeleitet werden, über die derzeit Israel und die Hamas in der katarischen Hauptstadt Doha indirekt verhandeln. Das Verteidigungsministerium habe bereits mit der Planung der Zone begonnen, so Katz. Die beauftragten israelischen Behörden haben sich demgegenüber jedoch bis dato nicht öffentlich zu dem Plan geäußert oder soweit bestätigt, ob er tatsächlich genehmigt wurde. Es bleibt auch unklar, wann der Plan final in die Tat umgesetzt werden soll.

Am Montag erklärte Israels Premier Netanjahu in Washington, die USA und Israel würden mit anderen Ländern zusammenarbeiten, "die den Palästinensern eine bessere Zukunft bieten würden", so die Formulierung vor Journalisten im Weißen Haus.

"Wenn die Menschen bleiben wollen, können sie bleiben, aber wenn sie gehen wollen, sollten sie gehen können", so Netanjahu.


Mehr zum Thema - Ein Pakt gegen Iran: Syrischer Machthaber stimmt sich mit Israels Sicherheitsberater ab


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Video https://rumble.com/v6vxs4g-trotz-gerichtsbeschluss-israel-setzt-illegalen-abriss-palstinensischer-huse.html Dauer 1:27 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/250291-israel-kuendigt-gaza-lager-fuer/


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10.07.2025

Heckler und Koch: „Kritische Aktionäre“ erheben schwere VorwürfeAktionärsversammlung lehnt alle kritischen Anträge ab / HK-Sprecher weist Vorwürfe zurück


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Werbung auf der HK USA Homepage für eine Mini-Pistole aus Oberndorf.


Scharfe Kritik an Verkaufsmethoden des Oberndorfer Kleinwaffenherstellers üben mehrere Organisationen: Anlässlich einer heute virtuell stattfindenden Aktionärsversammlung haben die „Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre“ Heckler und Koch „zunehmende Geschäfte in lax regulierten Märkten wie in den USA“ vorgehalten.

Oberndorf. Das Bündnis fordert laut Pressemitteilung, „auch bei NATO-Ländern wie Frankreich und den Vereinigten Staaten, insbesondere bei deren Spezialeinheiten, den Einsatz von HK-Waffen strikt auf menschenrechtliche Risiken zu prüfen“.

Profite aus tödlichem US-Zivilmarkt

Während H&K-Waffen in Deutschland mit Bildern von Sicherheitskräften und Windrad-Idyll beworben würden, buhle Heckler und Koch in den USA unter anderem mit der Pistole CC9 um zivile Kundschaft. Diese könne im Alltag verdeckt getragen werden, um für „den einen Tag“ bereit zu sein („Everyday concealability, that day capability“).

„Damit unterstützt Heckler und Koch den gefährlichen Mythos, Schusswaffen würden ihre Besitzerinnen und Besitzer sicherer machen und dienten ausschließlich der persönlichen Selbstverteidigung“, so Charlotte Kehne, Referentin für Rüstungsexportkontrolle bei „Ohne Rüstung Leben“. Dabei würden in den USA neunmal so viele Menschen angeben, Opfer einer Person mit einer Schusswaffe geworden zu sein, als durch eine Schusswaffe geschützt worden zu sein“, Kehne kritisiert: „Angesichts des Leids der Betroffenen von Schusswaffengewalt und ihrer Angehörigen ist das eine zynische und gefährliche Strategie!“

Allein im vergangenen Jahr seien in den USA fast 17.000 Menschen durch Schusswaffengewalt getötet und mehr als 31.000 Menschen verletzt worden. Gleichzeitig sei der Zivilmarkt in den USA für Heckler und Koch zentral, und das Geschäft solle weiter gestärkt werden.

Zu dieser auch in der Aktionärsversammlung vorgetragenen Kritik erklärt ein Sprecher von HK auf Nachfrage der NRWZ: „Alle in den Vereinigten Staaten verfügbaren HK-Produkte, werden nach geltendem US-Recht von unserem zertifizierten Händlernetzwerk zum Kauf angeboten.“

Jeder Kaufinteressent, der ein HK-Produkt erwerben möchte, werde vor einem Kauf durch die Datenbank des FBI überprüft, so der Sprecher weiter.

Schmuggel-Risiko an US-mexikanischer Grenze

In der Pressemitteilung weisen die HK-kritischen Organisationen weiter darauf hin, dass nicht nur die USA, auch Mexiko “unter einer Epidemie der Schusswaffengewalt“ leide. Heckler und Koch USA verweise weiterhin auf Waffenhändler, die von der mexikanischen Regierung beschuldigt würden, am illegalen Waffenschmuggel nach Mexiko beteiligt zu sein.

„Bereits in den vergangenen Jahren haben wir Heckler und Koch mit den damit einhergehenden Risiken konfrontiert. Anstatt sie konsequent zu meiden, verweist Heckler und Koch jedoch auf seiner US-Internetseite bei der Händler-Suche mittlerweile explizit auf drei der fünf Beschuldigten. Das widerspreche Heckler und Kochs eigener Maxime, „im Zweifel lieber von einem Geschäft Abstand zu nehmen“, kritisiert Kehne.


Demonstranten vor der Urteilsverkündung im Mexikoprozess im Februar 2019 in Stuttgart. Archivfoto: him


HK stelle offensichtlich nicht ausreichend sicher, dass innerhalb der USA verkaufte Produkte nicht nach Mexiko weitergeschmuggelt werden können. „Dabei sollte der Waffenhersteller gerade angesichts seiner unrühmlichen Rolle in Mexiko ein besonderes Augenmerk darauf legen“, so Kehne. Sie erinnert daran, dass 2019 Ex-Mitarbeitende von Heckler und Koch wegen illegaler Waffenexporte nach Mexiko verurteilt wurden. Gegen Heckler und Koch hatte das Landgericht Stuttgart die Einziehung von Verkaufserlösen in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro angeordnet.

Koch: Bitte um mehr Informationen

Zu diesem Punkt habe der Vorstandsvorsitzende von HK, Jens Bodo Koch, bei den Fragestellern „um weitere Informationen gebeten“, antwortet der HK-Sprecher auf die Anfrage der NRWZ.

Weiter erklärt er: „Heckler und Koch beliefert sein zertifiziertes Händlernetzwerk auf Basis von geltendem US-Recht. Es entzieht sich der Kontrolle von Heckler und Koch, falls sich Käufer, trotz Überprüfungen durch das FBI, dazu entschließen, kriminell Gesetze zu missachten und in den USA legal erworbene HK-Produkte, illegal nach Mexiko zu schmuggeln.“

„Menschenrechtsverletzende Militäreinheiten“ wie Fremdenlegion und Navy Seals

„Entgegen den vorgegebenen Demokratie- und Menschenrechtskriterien im Rahmen der ‚Grünen-Länder-Strategie‘ hat Heckler und Koch die französische Fremdenlegion mit Sturmgewehren des Typs HK416F hochgerüstet. Und das, obwohl die Légion étrangère immer wieder schwere Menschenrechtsverletzungen beging und begeht“, kritisiert Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüro- Büros RIB.


Das HK416 A5. Foto: Hersteller


Sturmgewehre des Typs HK416 befänden sich auch bei den US-amerikanischen Spezialeinheiten Navy SEALs im Einsatz in Krisen- und Kriegsgebieten. Ex-Soldaten werfen den Navy SEALs vor, sich zu einer „globalen-Menschenjagd-Maschine“ entwickelt zu haben, zitiert Grässlin die New York Times.

Frankreich und die USA dürften laut „Grüner-Länder-Strategie“ von HK bisher ohne jegliche Restriktion beliefert werden.

HK: „Frankreich und USA sind freiheitliche Demokratien“

Zu diesem Vorwurf teilt der Sprecher von HK der NRWZ mit, die Fremdenlegion sei Teil der französischen Streitkräfte. „Frankreich ist eine freiheitliche Demokratie, enger Partner in der EU und Verbündeter innerhalb der NATO.“ 

Auch die Navy SEALS seien Teil der Streitkräfte der USA. Die Vereinigten Staaten von Amerika seien ebenso eine freiheitliche Demokratie und der wichtigste Partner innerhalb der NATO. „Weder bei Frankreich noch den USA hat HK Grund zu der Annahme, dass geltendes Recht nicht eingehalten wird.“ Auf den Vorwurf, die Fremdenlegion und die Navy SEALS verstießen gegen Menschenrechte, geht der Sprecher nicht ein.

Fehlende Verantwortung bei der Rehabilitation von Kindersoldaten

Auch die Problematik der Kleinwaffen in Händen von Kindersoldaten bleibe bisher ungelöst. „In ehemaligen und aktuellen Krisen- und Kriegsgebieten – wie in Uganda, Sierra Leone, Sudan, Südsudan, Myanmar, Kolumbien und dem Irak – schossen beziehungsweise schießen Kindersoldaten mit Gewehren von Heckler und Koch.“ Viele von ihnen und auch unschuldige Zivilistinnen und Zivilisten würden durch Kleinwaffen von HK verletzt oder getötet.

Die HK-Geschäftsführung sei bis heute nicht einmal bereit, wenigstens einen Rehabilitationsfonds speziell für Kindersoldaten und deren Opfer einzurichten“, kritisiert Tilman Massa, Co-Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Gefragt, wie es mit einem solchen von HK zu unterstützenden Fonds aussehe, teilt der Unternehmenssprecher mit: „Derzeit ist das nicht in Planung.“ 

Die kritischen Aktionäre hatten zu diesen Komplexen auch Anträge bei der Aktionärsversammlung gestellt. Dazu teilt der Sprecher mit: „Über die Anträge der kritischen Aktionäre wurde, wie auf der Tagesordnung vorgesehen, abgestimmt. Die Anträge der kritischen Aktionäre wurden mit großer Mehrheit abgelehnt.“


Zu Martin Himmelheber (him) ... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.

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NRWZ.de – Die Neue Rottweiler Zeitung
NRWZ.de ist die Website der NRWZ Verlag GmbH & Co. KG. NRWZ, das bedeutet Neue Rottweiler Zeitung. 2004 erschien diese erstmals.
Rottweiler Bürger haben die NRWZ ins Leben gerufen. Im Verein Neue Rottweiler Zeitung (NRWZ) e.V. haben sie sich über mehrere Monate engagiert – um zunächst ihren Protest gegen den Fortgang einer von bis dato zwei Tageszeitungen am Ort zu artikulieren. Aus dem Protest wurde Aktion – und daraus entstand die Online-Tageszeitung. Sie ist die unabhängige Nachrichtenplattform für die Region Rottweil. 


Info: https://www.nrwz.de/wirtschaft/heckler-und-koch-kritische-aktionaere-erheben-schwere-vorwuerfe-523276.html


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10.07.2025

Neue Hinterzimmer-Deals, neue Kröten von Trump – und Rackete wirft hin

lostineu.eu, 10. Juli 2025

Die Watchlist EUropa vom 10. Juli 2025 – Heute mit News und Updates zum Misstrauensvotum gegen von der Leyen, zum immer noch ungelösten Handelsstreit mit den USA und zum Abgang einer prominenten, wenn auch meist abwesenden EU-Abgeordneten.

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Genießt Frau von der Leyen noch das Vertrauen des Europaparlaments? Dies soll das Misstrauensvotum zeigen, über das heute (10. Juli) in Straßburg abgestimmt wird. Wenn alle Abgeordneten ehrlich wären, würden von der Leyen und ihre Kommission wahrscheinlich durchfallen.

Doch weil der Misstrauensantrag von rechtslastigen Politikern eingebracht wurde, wollen die Parteien der “demokratischen Mitte” ihn nicht unterstützen. Selbst Grüne, Sozialdemokraten und Liberale, die offenkundig kein Vertrauen mehr in VdL haben, werden den Antrag nicht mittragen.

Sie haben sich auf eine andere Taktik verlegt: mit Enthaltung drohen – und politische Zugeständnisse fordern. Abwatschen und abkassieren, so könnte man es auch nennen. Und so schlägt im Europaparlament wieder die Stunde der Hinterzimmer-Deals – genau wie nach der Europawahl 2024.

Feilschen ums Soziale

Damals wurde um das Arbeitsprogramm der neuen Kommission gerungen, vor allem die Grünen feilschten bis zur letzten Minute. Diesmal sind es die Sozialdemokraten, die versuchen, von der Leyen auf Kurs zu bringen. Eine ihrer Forderungen: der europäische Sozialfonds ESF muß bleiben.

Der ESF Plus ist das wichtigste beschäftigungspolitische Instrument der EU. Er droht der Reform der Kohäsions- und Strukturpolitik zum Opfer zu fallen, die von der Leyen plant. Zuvor hatte die CDU-Politikerin bereits den Sozialkommissar abgeschafft, der traditionell ein Sozialdemokrat war.

Folgt man “Politico”, so hat VdL bereits Zugeständnisse angeboten. Allerdings hat ihr wichtigster Partner im Parlament, EVP-Chef Weber, gleichzeitig dafür gesorgt, dass die rechten “Patrioten für Europa” aufgewertet werden – und das ausgerechnet bei der Klimapolitik, wie die Grünen klagen.

Das Vertrauen ist futsch

Das schafft neues böses Blut – und untergräbt das Vertrauen zwischen den Parteien der “demokratischen Mitte”, die von der Leyen stützen, noch mehr. Es würde mich deshalb nicht wundern, wenn das Geschacher weiter ginge. Man kann zwar nicht miteinander, doch man will das meiste rausholen.

Das Misstrauensvotum bietet die einmalige Chance, offene Rechnungen zu begleichen, ohne die bittere Wahrheit auszusprechen: Die Königin ist nackt, ihre Bilanz ist miserabel, und wenn sie abträte, würde ihr niemand eine Träne nachweinen. Nicht einmal EVP-Chef Weber…

Siehe auch meinen Kommentar im “Freitag”: “Von der Leyens Machtbasis schwindet sowie den Update hier

P.S. Wie in diesem Blog “exklusiv” gemeldet, schwänzt von der Leyen das Misstrauensvotum, um an einer “Wiederaufbau”-Konferenz für die Ukraine in Rom teilzunehmen. Das zeigt, wie viel Respekt sie vor den Abgeordneten hat – keinen…

News & Updates

  • Neue Kröten von Trump. Für einen Deal in der Handelspolitik ist die EU-Kommission offenbar bereit, noch mehr Kröten zu schlucken. Dass der aktuelle Basiszoll von zehn Prozent auf eine breite Palette von Waren bestehen bleibt, haben die Europäer bereits stillschweigend akzeptiert. Doch bei Autos oder Stahl sei die US-Seite den Forderungen kaum entgegengekommen, schreibt der “Europe.Table”. Außerdem will Trump die EU zu mehr Waffenkäufen, mehr LNG-Bestellungen und mehr Investitionen in den USA zwingen. – Von Widerstand in Brüssel ist kaum noch etwas zu spüren… 
  • Staatsanwälte gegen Rechts. Die Europäische Staatsanwaltschaft hat eine förmliche Untersuchung wegen des Vorwurfs des Missbrauchs von EU-Geldern durch den Vorgänger der rechtspopulistischen Fraktion „Patrioten für Europa“ im EU-Parlament eingeleitet. Zu dieser Fraktion gehörte auch die französische Partei Rassemblement National und die AfD. – Das Timing passt ja wie die Faust aufs Auge – pünktlich zum Misstrauensantrag der Rechten…
  • Brüssel will Notlager für Rohstoffe. Wegen angeblich wachsender militärischer und geopolitischer Bedrohungen will die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zum Aufbau strategischer Vorräte bewegen. In einem neuen Strategiepapier schlägt die Behörde vor, künftig nicht nur Lebensmittel und medizinische Güter, sondern auch kritische Rohstoffe, Ersatzteile für die Infrastruktur oder etwa Nuklearbrennstoff zu lagern. – Wo soll denn der Nuklearbrennstoff hin, vielleicht nach Gorleben?

Das Letzte

Rackete wirft hin. Sie war kein Parteimitglied und keine typische Politikerin. Dennoch hat die deutsche Linkspartei die ehemalige “Sea Watch”-Kapitänin und Seenotretterin C. Rackete zur Spitzenkandidatin für die Europawahl gemacht – mit mäßigem Erfolg. Nur ein Jahr später wirft Rackete die Brocken hin und kehrt dem Europaparlament den Rücken. Eine Begründung sucht man zumindest in Brüssel vergeblich. Offenbar hatte sie mangelnden Rückhalt bei den Linken und mehr Bock auf außerparlamentarische Aktionen. Kritiker warfen ihr vor, keine Verbindung zur Stammwählerschaft der Linken zu haben. “Kein Wort über Arbeiter und Unterprivilegierte, kein Wort über Ostdeutschland”, hieß es in einem Kommentar auf Telepolis.

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3 Comments

  1. Reinhard Lauterbach
    10. Juli 2025 @ 12:50

    Wie ein in Polen und Russland geläufiges Sprichwort sagt: ist die Alte vom Wagen runter, hats das Pferd leichter.

Antworten

  • Karl
    10. Juli 2025 @ 08:44

    Carola Rackete tritt nicht zurück, weil sich die Linkspartei nun gegen sie und gegen den Ukrainekrieg einsetzen würde.
    Rackete wurde bekannt, da sie – zusammen mit sämtlichen Kriegstreibern des EU-Parlaments – für die Resolution vom 19.9.2024 stimmte, die Russland bis zur Vernichtung überall bombardieren will. Weniger als die Hälfte (20) der insgesamt 41 Abgeordneten der EU-Fraktion mit dem verlogenen Namen “The Left” stimmten gegen den Krieg; 9 stimmten mit Rackete dafür, 12 Abgeordnete hatten gar keine Meinung zu Krieg und Frieden. Wenn sie als Kriegstreiber auftritt, spielt für die Linkspartei auch die Brandmauer keine Rolle. — https://dielinke-europa.eu/2024/abstimmung-zur-ukraine-resolution-am-19-9-2024-erklaerung-zu-komplexen-entscheidungen/

    Rackete betonte immer wieder, dass die Russlandhasser und Kriegstreiber in der Linkspartei die Mehrheit hinter sich haben. Der Beschluss des Parteivorstands gleich nach der Bundestagswahl liegt ganz auf ihrer Linie: Russland sei der “EINZIGE Aggressor” und müsse mit allen Mitteln (Sanktionen, Waffenlieferungen, Aufrüstung per Sondervermögen), das Sondervermögen ist ausdrücklich erwähnt, bekämpft werden, steht in dem Vorstandsbeschluss 2025/264D vom 1.3.25. — https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2024-2026/detail-beschluesse-pv/ukraine-unterstuetzen-china-einbinden-schuldenbremse-abschaffen-uno-statt-trump/

    Antworten

    • Ric
      10. Juli 2025 @ 12:40

      Es ist einfach nur zum verzweifeln, dass diese Linkspartei bei der letzten Wahl so absahnen konnte. Und etliche ursprünglich BSW- WählerInnen sind nach und nach noch ab- und bei der Linken aufgesprungen. Die Linke hat es sehr gut verstanden, ihre dann letztlich doch kriegstreiberische Politik zu verschleiern. Wo sind nur die Hirne hin?! Es ist einfach nur… (s.o.)

      Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/neue-hinterzimmer-deals-neue-kroeten-von-trump-und-rackete-wirft-hin/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Die fatalen Folgen der Aufrüstung: Sozialabbau und Schuldenkrise


    lostineu.eu, 9. Juli 2025

    Die forcierte Aufrüstung fordert ihren Tribut: In Deutschland fällt ein Teil der Entlastung der Bürger aus, auf viele EU-Länder kommt eine neue Belastung zu. Außerdem drohen Sozialkürzungen.

    Bei der Generaldebatte im Bundestag verteidigte Kanzler Merz seinen ersten Haushaltsentwurf. Er sieht eine massive Aufrüstung vor – nicht aber die versprochene Entlastung der Bürger etwa bei der Stromsteuer. Ab 2026 sind sogar Sozialkürzungen geplant, vor allem beim Bürgergeld.

    Das ist aber noch harmlos im Vergleich zu dem, was auf andere EU-Länder zukommt. Insgesamt 15 Länder (plus Deutschland) wollen für die Aufrüstung neue Schulden aufnehmen und dafür die “nationale Ausweichklausel” nutzen.

    Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn können nun über vier Jahre zusätzlich 1,5 Prozent des BIP für Waffen ausgeben, ohne dass ein EU-Defizitverfahren droht.

    15 Länder machen Schulden für Waffen

    In vielen Ländern besteht allerdings das Risiko, dass insbesondere Sozialausgaben, Gesundheitsprogramme und Bildungsinitiativen von Kürzungen betroffen sind. Denn das Geld für die Rüstung und/oder den Schuldendienst muß an anderer Stelle eingespart werden.

    • Beispiel Belgien: Der belgische Finanzminister warnt explizit vor Einschnitten im Sozialstaat als Folge der Verteidigungsausgaben.
    • EU-Ebene: In Brüssel wurden bereits Kürzungen bei Programmen wie Erasmus+, Horizon Europe und EU4Health beschlossen oder diskutiert, was mittelbar auch die Mitgliedstaaten betrifft
    • Politische Debatte: Sozialverbände und Gewerkschaften warnen vor den sozialen Folgen der Sparmaßnahmen und fordern, Kürzungen im Sozialbereich zu vermeiden.

    Auch der dänische EU-Vorsitz warnt. Die Bemühungen der EU-Staaten, die Militärausgaben zu erhöhen, könnten ihre finanzielle Sicherheit untergraben, so die dänische Wirtschaftsministerin. Sie spricht von einem “Risikofaktor”.

    Beim jüngsten Treffen der Finanzminister in Brüssel war das alles jedoch kein Thema. Die EU-Kommission tat so, als sei alles in bester Ordung – und brummte Österreich auch noch ein Defizitverfahren auf.

    Merke: Schulden darfst Du nur für die Aufrüstung machen! Und für mögliche Risiken und Nebenwirkungen haftest Du ganz allein bei Deinen Wählern – die EU will damit nichts zu tun haben…

    Siehe auch Eurogruppe nickt Sparkurs ab – außer bei der Rüstung

    P.S. Frankreich und Italien wollen die Ausnahmeregel bei den Schulden übrigens nicht nutzen – denn die Staatsverschuldung ist schon jetzt zu hoch. Das gilt allerdings auch für Griechenland, Portugal und Belgien – dort droht die nächste Schuldenkrise…

    ‹ Brüssel erwägt 100 Mrd. Euro schweren Ukraine-Fonds › Neue Hinterzimmer-Deals, neue Kröten von Trump – und Rackete wirft hin

    8 Comments

    1. Thomas Damrau
      10. Juli 2025 @ 08:50

      Verantwortungsethik erfordert, die Folgen des eigenen Handeln zu erwägen. Leider ist Verantwortungsethik heutzutage “so was von 20. Jahrhundert”.

      Stattdessen sind die Entscheidungen dieser Tage rein ideologisch motiviert – möglicherweise mit dem Gedanken im Hinterkopf “Bis die Folgen meiner Entscheidung sichtbar werden, bin ich längst aus der Politik und auf einem gut dotierten Beraterposten.”

      Möglicherweise wird die Dynamik der aktuellen Situation in diesem Fall unterschätzt: Die Folgen werden sehr viel schneller sichtbar werden, als Merz & Co. sich das vorstellen können.

      Ich hatte schon vor einigen Wochen die generelle Richtung der deutschen Politik kritisiert: https://redfirefrog.wordpress.com/2025/06/23/die-neue-regierung/

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    • european
      10. Juli 2025 @ 10:28

      Bei Merz glaube ich nicht an Ideologie oder Wokeness. Merz geht es nur um Merz und den Kanzlerposten. Dafuer wirft er jeden vor den Bus und opfert selbst langjaehrige CDU-Wertvorstellungen. Es ist ihm voellig egal. Merz ist und bleibt ein Duennbrettbohrer, dessen einziges Interesse ihm selbst. Ein willfaehriger Karrierist, dem es nicht um das Land geht.

      Ich hab ja befuerchtet, dass es schlimm wird. Allerdings habe ich nicht vermutet, dass es so schlimm kommen wuerde.

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  • european
    10. Juli 2025 @ 07:09

    Die Berliner Zeitung bringt heute ein Interview mit Günter Verheugen über Krieg, Rüstung, Sozialabbau und die NATO.

    Leider gibt es heute solche vernünftigen Leute nicht mehr in verantwortlichen Positionen. Statt dessen haben wir rücksichtslose Karrieristen an den Schalthebeln der Macht sitzen, denen es auch völlig egal ist, was sie mit ihrer Politik bewirken.

    Mehr Sozialabbau wird noch mehr Rechtsspin zur Folge haben und die politischen Ränder weiter stärken. Mit entsprechenden Folgen für Wahlen. Es kann natürlich sein, dass sich auch die EU zunehmend Regime-Change betreiben wird, um die Machtposition Brüssels weiter auszubauen. Diktatur statt Demokratie. Anzeichen sind überall zu sehen, wer sie sehen will.

    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ukraine-wiederaufbaukonferenz-interview-mit-guenter-verheugen-li.2339380#Echobox=1752083253

    “Die Europäische Union und Deutschland werden in den Gesprächen keine Rolle spielen. Sie können keine Rolle spielen, solange sie an der vollkommen verfehlten Strategie festhalten, die Ukraine mit allem zu versorgen, was sie befähigt weiterzukämpfen, koste es, was es wolle. Warum sollten unsere Vorschläge großes Interesse in Moskau finden? Deutschland und die EU werden erst wieder eine Rolle in der Außenpolitik spielen, wenn sie zu einem Politikwechsel bereit sind und die Politik der Konfrontation aufgeben.”

    Merz dichtet das um und behauptet, das Ende der Diplomatie sei erreicht. Welche Diplomatie? Leider haben wir einen rückgratlosen Karrieristen im Kanzlersessel sitzen, der für diesen Posten wirklich alles in Kauf nimmt. Gestern hat er sich zur Berufung von Brosius-Gersdorf als Richterin für das BVerfG zugestimmt, einer Frau, die tatsächlich Schwangerschaftsabbrüche bis zur Geburt für völlig in Ordnung hält. Es gibt keine vorgeburtliche Menschenwürde. Ade CDU-Werte. In die Tonne damit. Schlimm genug, dass die SPD so jemanden vorschlägt. Aber Merz opfert auch CDU-Grundsätze für seinen Posten.

    Man könnte es als widerlich bezeichnen.

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  • KK
    10. Juli 2025 @ 00:54

    „Das gilt allerdings auch für Griechenland, Portugal und Belgien – dort droht die nächste Schuldenkrise…“

    Und Österreich hat aktuell bereits ein Verfahren an der Backe.

    Alle wissen das doch – und haben trotzdem zugestimmt. Entweder sind die völlig blöd – oder derart verlogen und korrupt, dass sie weggesperrt gehören!

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  • Arthur Dent
    9. Juli 2025 @ 23:35

    “Auch der dänische EU-Vorsitz warnt”… – Die Dänen, die gerade das Renteneintrittsalter erhöht haben?
    Bei der gigantischen Verschuldung für die Rüstung dürfte man sich bald wieder mit Inflation beschäftigen.
    Früher war nicht alles besser – früher war sogar alles viel besser. Damals fuhren in Deutschland die Züge noch pünktlich, auf dem Amt musste man nur eine kleine Weile warten, bis der Beamte herein gesagt hatte – heute dauert das Wochen. Medikamente gab´s auf Rezept ohne Zuzahlung, Zahnersatz auch. Mit 65 bekam man Rente ohne vorher geriestert (vorgesorgt) zu haben. Man fuhr verbleites Benzin ohne Gewissensbisse zu haben, sogar Zucker war noch recht unproblematisch ???? Schöne Zeiten

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  • Michael
    9. Juli 2025 @ 22:48

    Und apropos die totale Abwesenheit von Transparenz: nirgendwo wird ausgewiesen was die realen Kosten für den hysterischen US Sanktionismus sind!?

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  • Guido B.
    9. Juli 2025 @ 22:12

    Dazu passt eine Meldung auf srf.ch:

    EU-Staaten sollen für Kriegsfall kritische Rohstoffe hamstern

    „Angesichts wachsender militärischer und geopolitischer Bedrohungen will die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zum Aufbau strategischer Vorräte bewegen. In einem neuen Strategiepapier schlägt die Brüsseler Behörde vor, künftig nicht nur Lebensmittel und medizinische Güter, sondern auch kritische Rohstoffe, Ersatzteile für die Infrastruktur oder etwa Nuklearbrennstoff zu lagern. Die Kommission sieht Europa in einem «zunehmend komplexen und sich verschlechternden Risikoumfeld», das geprägt sei von geopolitischen Spannungen, Cyberangriffen und dem Klimawandel. Auch auf bewaffnete Konflikte und direkte Angriffe auf Mitgliedsstaaten müsse sich die EU vorbereiten.“

    Unsere Eliten wollen Krieg. Sie arbeiten konsequent darauf hin. Allen voran Lügenkanzler Merz. Die ganze Politik ist nur noch Kriegsvorbereitung.

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    • KK
      10. Juli 2025 @ 00:50

      Diesmal brauchen wir keinen “Lebensrauzm im Osten”, jetzt brauchen wir “Lagerraum im Osten”!

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  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/aufruestung-fehlende-entlastung-in-deutschland-neue-belastung-in-der-eu/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Brüssel erwägt 100 Mrd. Euro schweren Ukraine-Fonds


    lostineu.eu, 9. Juli 2025

    Viele Regionen bangen um EU-Subventionen aus Brüssel. Denn im nächsten Sieben-Jahres-Budget könnten sie eingeschränkt werden. Freuen darf sich die Ukraine: Sie könnte bis zu 100 Mrd. kassieren.

    Dies berichtet die Agentur “Bloomberg”. Der 100 Mrd. Euro schwere Fonds solle aus dem nächsten EU-Budget finanziert und ab 2028 ausgezahlt werden, heißt es in einer aktuellen Meldung.

    Damit würde die EU noch mehr finanzielle Lasten für das Nicht-EU-Mitglied Ukraine übernehmen – und die USA weiter entlasten. Bisher flossen schon EU-Hilfen im Wert von fast 160 Mrd. Euro nach Kiew, so “Bloomberg”.

    Der Plan ist pikant – denn gleichzeitig plant die EU-Kommission, die Regional- und Kohäsionsfonds zusammenzustreichen und neu zu ordnen. Die deutschen Bundesländer stehen deshalb schon auf den Barrikaden.

    Geplant ist offenbar auch, einen gigantischen “Wettbewerbsfähigkeitsfonds” zu schaffen. Er würde zentral in Brüssel verwaltet und Schlüsselbereiche der Wirtschaft der EU-Kontrolle unterwerfen.

    Damit würden dann nicht nur Regionen und Bundesländer, sondern auch ganze EU-Länder entmachtet. Das letzte Wort dürfte auch bei diesem Fonds die deutsche Kommissionschefin von der Leyen haben.

    Sie will ihre Pläne für das neue Sieben-Jahresbudget (2028-34) in der kommenden Woche vorstellen. Danach beginnt die große Budgetschlacht zwischen den Ländern – die Ukraine dürfte zu den Gewinnern gehören…

    Siehe auch “Angriff aufs EU-Budget”

    P.S. Die EU-Kommission hat bestätigt, dass von der Leyen am Donnerstag – den Tag des Misstrauensvotums gegen sie – in Rom sein wird, um über den Wiederaufbau der UKraine zu sprechen. Man muß nunmal Prioritäten setzen…

    ‹ Von der Leyen und die Rechten: Die “demokratische Mitte” zerlegt sich › Die fatalen Folgen der Aufrüstung: Sozialabbau und Schuldenkrise

    9 Comments

    1. Stef
      10. Juli 2025 @ 12:10

      Faszinierend finde ich, wie man das Problem fehlender und weiter wegbrechender industrieller Kapazitäten (denn vor allem auf diese käme es im Kriegsfall an) mit Geld zuschmeißen will. Und zwar sowohl in den USA als auch in der EU. Man sieht, dass die westliche Führungsriege in einer extrem verengten neoliberalen Lesart von Ökonomie gefangen ist und nicht darüber hinausdenken kann. Ich konstatiere, dieses Problem haben jedenfalls die Chinesen und die Russen nicht. Geldpolitik und Finanzmarkt dienen dort jedenfalls noch mehr als bei uns der Realwirtschaft und nicht umgekehrt. Und wenn man dort effizient aufrüsten will, scheut man nicht vor staatlichem Durchgriff zurück. Wir werfen der Privatwirtschaft lieber solange Geld hinterher, bis sie vielleicht von selbst die Beschaffungswünsche des Militärs erfüllt. Klappt ganz sicher.

      Also selbst unter den Pardigmen des Mainstreams scheitert dieser an der selbst gesetzten Herausforderung.

      Dialektik ist, dass man an seiner eigenen heiligen Kuh erstickt.

    Antworten

  • Thomas Damrau
    10. Juli 2025 @ 08:35

    Erinnert mich ein wenig an den Film “Der Untergang”: Da erklärt Hitler einem Besucher, wie er die Rote Armee zurückschlagen möchte. Der Besucher staunt dann über die militärischen Reserven, die Hitler da zum Einsatz bringen möchte.

    Die Reserven des 21. Jahrhunderts werden in Divisionen von € 10 Milliarden eingeteilt. Deshalb möchte ich auch meine Bewunderung zum Ausdruck bringen: “Meine Kommissionspräsidentin – ich wusste gar nicht, wie viele Divisionen sie als Reserve Sie noch in die Schlacht werfen können.”

    Antworten

    • Der Skeptiker
      10. Juli 2025 @ 11:34

      Da wünscht man sich einen Sieg Russlands. Die Ukraine ist unbezahlbar. Und das korrupte Regime möchte man schon gar nicht füttern. Selenkyi ist ein Kuckuck.

      Antworten

  • Arthur Dent
    9. Juli 2025 @ 20:15

    Wie kommen denn die 100 Mrd. Euro zusammen? Beim Zusammenzählen der Summe der zehn Nettozahler bin ich auf etwas über 40 Mrd. Euro gekommen. Werden jetzt alle
    Nettozahler?
    Und wer in der Ukraine bekommt das Geld? Die notleidenden Bürger? Wohl kaum.
    So geht unser Steuergeld in fremde Länder

    Antworten

    • KK
      10. Juli 2025 @ 00:41

      “Werden jetzt alle Nettozahler?”

      Mit der Ukraine an Bord definitiv – offenbar muss sie dafür noch nicht mal EU-Mitglied sein – wie sonst allgemein übliche Voraussetzung, um derart mit Geld aus Brüssel zugeschissen zu werden.

      Antworten

  • Guido B.
    9. Juli 2025 @ 15:12

    Wenn die EU so weitermacht, werden die EU-Bürger eines Tages noch mal dankbar sein, wenn Russland 99% der Ukraine annektiert hat. Und das Brüsseler EU-HQ mit dem Schutt einer Haselnuss-Detonation verschmilzt.

    Antworten

  • KK
    9. Juli 2025 @ 14:36

    Kann mich nicht erinnern, dass man in der Finanzkrise ähnliche Beträge für Mitglieder der EU wie Griechenland locker gemacht hätte, wie man sie jetzt einem korrupten Drittstaat hinterherwirft!

    Antworten

    • Arthur Dent
      10. Juli 2025 @ 08:52

      @KK
      “Griechenlandrettung” war ja nur ein Euphemismus – das Geld bekamen die Banken, die sich verspekuliert hatten.

      Antworten

  • Erneuerung
    9. Juli 2025 @ 14:14

    Je mehr in Richtung Ukraine und Krieg investiert wird, umso schlechter ist es um die Wettbewerbsfähigkeit bestellt. Wir werden noch mehr hinter China absacken als das jetzt schon der Fall ist. Die Folge könnte auch eine Wertminderung von Euro und Dollar werden, womit gehen wir dann auf dem Weltmarkt einkaufen? Und erfasst der IQ der Leute in Brüssel auch die Option, dass die Sanktionen später mal eher gegen uns gerichtet sein könnten? Was hat Europa noch zu bieten, wenn der jeweils halbe Staatshaushalt in die Rüstung geht und der Rest in Korruption verschwindet?

    Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/bruessel-erwaegt-100-mrd-euro-schweren-ukraine-fonds/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.07.2025

    Sommerpause für Solidarität
    Gaza-Demo von Die Linke

    jungewelt.de, 11.07.2025Von Niki Uhlmann

    Die Linke schiebt angekündigte Gazademo auf, gibt dafür vage »organisatorische Gründe« an und schweigt zu Bündnispartnern sowie Zeitpunkt


    4.jpg

    Montecruz Foto

    United4Gaza: Große palästinasolidarische Proteste gelingen zum Glück auch ohne Die Linke (Berlin, 21.6.2025)





    Rund 50.000 tote Palästinenser hat es gebraucht, bis Die Linke nach 20 Monaten genozidalem Gemetzel im Gazastreifen die Notwendigkeit breiten Demonstrierens erkannte. Am 14. Juni beschloss der Parteivorstand unter dem Eindruck eines weiteren Völkerrechtsbruchs von Seiten Israels durch dessen Angriff auf den Iran, für den Frieden im Nahen Osten über warme Worte hinaus noch im Juli mit einer großen Kundgebung in der BRD tätig zu werden. Inzwischen wurde die Demo aufgeschoben. Fragt sich, warum – und wann sie stattfinden soll.

    Am Mittwoch berichtete der Tagesspiegel mit Verweis auf namentlich nicht genannte »Parteikreise«, dass die Demo aus »organisatorischen Gründen«, so der Wortlaut, »erst nach der Sommerpause stattfinden« werde. Suggestiv fragt das Blatt daraufhin, ob die »Demo ohne anti-israelische Extremisten« gelingen könne. »Mit welchen Bündnispartnern die Partei zu der Demonstration aufrufen will«, bleibe nämlich weiter unklar, sei aber »sowohl inner- als auch außerhalb der Partei von großer Bedeutung«. Weiter werden linke Positionen wie die Forderung nach einem »Stopp deutscher Waffenlieferungen« oder die jüngst beschlossene Annahme der »Jerusalem Declaration on Antisemitism« als maßgebliche Definition für die Partei als »Querelen« verunglimpft, die es seitens des Parteivorstands zu vermeiden gälte. Deutlich wird daran, wie energisch die bürgerliche Presse Abweichungen von der Staatsräson sanktioniert – womöglich ein Grund für das Zögern der Linkspartei.

    »Ungeklärte Fragen«, etwa die Aufstellung betreffend, habe das Bündnis »auf die schnelle« nicht klären können, bestätigte Özlem Alev Demirel, EU-Parlamentsabgeordnete der Partei Die Linke, am Donnerstag auf jW-Nachfrage. Demirel hatte den Aufbau eines breiten Bündnisses mit angestoßen. Letzteres werde sich nun »eine Struktur« geben und die Demo »in einem üblichen Bündnisverfahren voranbringen«. Beteiligt seien bisher Menschenrechtsorganisationen sowie diverse palästinensische und linke Gruppen, in deren Namen sie aber nicht sprechen könne. Wie es weitergehe, werde sich »dann in den nächsten Wochen herausstellen«. Genaueres könne erst gesagt werden, wenn der Aufruf finalisiert und von möglichen Unterstützern unterzeichnet worden sei. Vorerst bleibt allem Anschein nach alles vage, muss die palästinasolidarische Bewegung der BRD folglich auf handfeste Unterstützung der Partei warten.

    Radio MSH

    »Der Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung macht keine Sommerpause«, werde »immer brutaler fortgeführt«, kommentierte Vorstandsmitglied Ulrike Eifler den »bedauerlichen« Aufschub gleichentags gegenüber jW. Die Linke »ist gut beraten, wenn sie nicht im Alleingang die Organisation von Großprotesten ankündigt, sondern diese gemeinsam mit der Friedensbewegung organisiert«, warb Eifler für Verständnis.

    Das rücksichtslose Vorgehen der israelischen Regierung und die fortlaufenden Waffenlieferungen zeigten, »dass nicht eine Partei allein damit erfolgreich sein wird, den Genozid zu stoppen«. Ihrer Meinung nach sei »die dringlichste Aufgabe der Linken, die traditionelle Friedensbewegung und die palästinasolidarische Jugendbewegung zusammenzuführen«. Der Druck auf die Bundesregierung müsse »so groß wie möglich« werden. Dafür müsse, gab Eifler letztlich zu bedenken, die Gazademo mit den am 3. Oktober geplanten großen antimilitaristischen Demonstrationen koordiniert werden.

    Im Beschluss des Parteivorstands vom 14. Juni war zu lesen, dass »der andauernde Krieg gegen die Zivilbevölkerung und der Hunger in Folge der Blockade« weithin »Hunderttausende in Gaza« bedrohe, dass »nur ein sofortiger und dauerhafter Waffenstillstand diesen Zustand beenden« könne. »Der Krieg in Gaza muss in die deutsche politische Öffentlichkeit getragen werden«, resümierte der Vorstand. Hoffentlich füllt er diesen Beschluss zeitnah mit Leben – allen organisatorischen Schwierigkeiten und Angriffen zionistischer Journalisten zum Trotz.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/503758.gaza-demo-von-die-linke-sommerpause-f%C3%BCr-solidarit%C3%A4t.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.07.2025

    Screenshot_2025_07_11_at_07_38_40_Die_Zerst_rung_Gazas_machen_Sie_sich_selbst_ein_Bild

    nachdenkseiten.de, 10. Juli 2025 um 13:00 Ein Artikel von: Jens Berger

    Nach 21 Monaten israelischer Bombardements, Bodenoffensiven und Besatzung hat der Gazastreifen sein Gesicht verändert. Wo noch 2023 dicht besiedelte Wohngebiete, Sportanlagen, Souks, Schulen und kleinere Gewerbegebiete waren, ist heute eine dystopische Trümmerlandschaft. Wo einst Strand, Freiflächen und kleine Parks waren, stehen heute unzählige Reihen von Zelten und provisorischen Verschlägen, die den Flüchtlingen rudimentären Schutz bieten. Mit Googles Dienst Google Earth können Sie sich dank der Zeitleiste, mit der sie Satellitenbilder unterschiedlicher Jahre für den gewählten Bildausschnitt betrachten können, selbst ein Bild von der Zerstörung machen – eine schreckliche Erfahrung, die einen wütend und hilflos zurücklässt. 


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Im Sommer 2023 war das Sheja’eyya-Viertel in Gaza-Stadt noch ein – für die Verhältnisse in Gaza – intakter Ort. Das legen zumindest die Bilder nahe, die Einheimische auf dem Google-Dienst Google Maps hinterlassen haben. Es gab dort einen belebten Markt, einen kleinen Park, Schulen, Spielplätze, Restaurants und Essensstände, Moscheen und Kirchen, ein Museum und das kleine Subha Harazin Krankenhaus. Selbst wenn man selbst nie in Gaza war, vermitteln die Satellitenbilder des kostenlosen Dienstes Google Earth aus dem August 2023[*] einen Eindruck davon, wie es in diesem Viertel vor Beginn des Krieges aussah. Dieser Dienst ist durchaus interessant. Man kann nahezu stufenlos zoomen und sich die meisten Bildausschnitte in einer so großen Auflösung anschauen, dass man Autos und sogar Menschen erkennen kann. Zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen haben Nutzer dort Bilder hinterlegt. Noch mehr Bilder und Informationen findet man auf der ebenfalls von Google betriebenen Plattform Google Maps.

    Ein besonderes Feature von Google Earth ist es, dass für die verschiedenen Regionen der Welt zahlreiche Satellitenbilder aus verschiedenen Jahren hinterlegt sind, die man über die Zeitleiste aufrufen kann. So kann man sehen, wie sich ein bestimmter Bildausschnitt im Laufe der Zeit verändert hat. In Gaza Stadt zeigt dieses Feature den ganzen Schrecken des Krieges. Im Juli 2023 sieht die direkte Nachbarschaft des Subha Harazin Krankenhauses noch intakt und lebhaft aus.


    Gaza-Stadt, Juli 2023 – © Google


    Auf den Bildern vom 19. Oktober 2023 – kurz nach Beginn der israelischen Bombardements – erkannt man bereits die ersten Ruinen und Schutthaufen in der Nachbarschaft.


    Gaza-Stadt, 19. Oktober 2023 – © Google


    Auf einem Bild vom 4. Juni 2024 ist das Viertel rund um das Krankenhaus kaum noch wiederzuerkennen. Es gleicht einer Trümmerlandschaft, anscheinend haben aber einzelne Häuser dem israelischen Beschuss immer noch getrotzt.


    Gaza-Stadt, 4. Juni 2024 – © Google


    Im aktuellsten Bild, das Google Earth zur Verfügung stellt, das am 1. Dezember 2024 aufgenommen wurde, sind selbst diese letzten Häuser verschwunden. Man kann kaum glauben, dass es sich hier um den gleichen Bildausschnitt handelt.


    Gaza-Stadt, 1. Dezember 2024 – © Google


    Was dort passiert ist, kann man sich zumindest rudimentär über eine Internetsuche erschließen. So gab es offenbar im Dezember 2023 (wiederholt) massive Bombardierungen des Viertels. Im Dezember 2024 ist abermals von einem massiven Bombardement auf die Nachbarschaft, bei dem unter anderem eine Schule zerstört wurde, die Flüchtlinge beherbergt hatte, die Rede. Diese zwei Fundstellen sind sicher nur ein kleiner Ausschnitt, der zudem das damit verbundene Leid der Menschen in Gaza nicht einmal im Ansatz erklären kann.

    Aber letztlich kann es uns selbst zunächst nur darum gehen, einzelne Ausschnitte zu sammeln, um sich dann selbst ein Bild aus diesen Ausschnitten zu machen. Und das können Sie dank der Bilder von Google Earth sogar selbst.


    Gaza-Stadt, Sheja’eyya-Viertel – © Google


    Khan Yunes, Innenstadt rund um das ehemalige Stadion – © Google


    Khan Yunes, Innenstadt rund um die Große Moschee – © Google


    Jabalia – © Google


    Jabalia – © Google


    Die hier gezeigten Bilder sind keine außergewöhnlichen Einzelfälle, sondern lassen sich so in nahezu allen Gegenden des Gazastreifens finden. Die Zerstörung ist kaum fassbar. Und dort, wo vor zwei Jahren nicht viel stand, das zerstört werden konnte, zeigen sich oft folgende Bilder:


    Khan Yunes, nahe der ehemaligen Universität – © Google


    Wo im Sommer 2023 noch kleinere Parks und Sportanlagen in der Nachbarschaft des Campus der Al-Aqsa-Universität waren, sind heute unzählige Zelte, in denen Ausgebombte und Vertriebene Unterkunft gefunden haben. Die Universitätsgebäude der Al-Aqsa wurden mehrfach von Israel bombardiert und Zivilisten, die auf dem Campus Schutz gesucht haben, wurden getötet. Mittlerweile hat Israel sämtliche Universitäten in Gaza zerstört. Vor zwei Jahren gab es noch 90.000 Studenten in Gaza. Auch das ist nur ein Ausschnitt des gesamten Bildes.

    Ein weiterer schrecklicher Ausschnitt zeigt sich am Strand von Deir al Balah. Wo im Sommer 2023 noch Freiflächen und kleinere Freizeitanlagen, wie eine Bogenschießanlage, waren, zieht sich heute eine endlose Kolonne von Zelten und Verschlägen.


    Strand von Deir al Balah – © Google


    Auch dieser Ausschnitt zeigt nur einen Teil des gesamten Bildes. Sie können sich die Bilder von den Stränden Gazas selbst auf Google Earth anschauen. Derartige Zeltlager sind heute eher die Regel als die Ausnahme.

    Sicher kann man den „kostenlosen“ Diensten der Tech-Giganten kritisch gegenüberstehen. In diesem Fall kann ich unsere Leser aber nur dazu animieren, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Zumindest ich habe durch diese kleine Online-Recherche einen „besseren“ Eindruck über die Zerstörung in Gaza bekommen, als ihn zig Nachrichtenbeiträge oder Artikel vermitteln könnten. Wir sind Zeugen eines Menschheitsverbrechens und können dieses Verbrechen dank moderner Technik selbst und nahezu in Echtzeit verfolgen. Bleibt die Frage offen, ob das ein Segen oder ein Fluch ist.


    Titelbild und alle anderen Bilder: © Google Earth


    [«*] Selbst die Bilder von Google Earth bieten natürlich nur einen eingeschränkten Einblick, zumal sie je nach Region schon etwas älter sind. So sind die jüngsten Satellitenbilder des Südens des Gazastreifens aus dem Juni 2024, also mehr als ein Jahr alt. Die Bilder aus dem Norden sind aus dem Dezember 2024. Selbst diese erschreckenden Bilder zeigen also die jüngsten Zerstörungen noch nicht.


    Rubriken: Audio-Podcast Militäreinsätze/Kriege


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=135806


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.07.2025

    Die Ökonomie des Trumpismus
    Auf dem Weg zur rechtsextremen Weltdiktatur?

    makronom.de, vom 9. Juli 2025, JA N PRIEWE, USA, Weltwirtschaft

    Donald Trumps Wirtschaftspolitik ist für Deutschland und die EU gefährlicher als viele glauben. Sie zielt längst nicht mehr nur auf „America First“, sondern auf eine imperiale Machtpolitik, die globale Märkte destabilisiert. Ein Beitrag von Jan Priewe.


    Screenshot_2025_07_10_at_10_02_55_Trumpismus.jpg_JPEG_Grafik_1600_1066_Pixel_Skaliert_55_

    Bild: Wes Lewis via Unsplash


    Eine neue Woche, eine weitere Wende: An diesem Montag hat US-Präsident Donald Trump abermals einen Aufschub im Handelskonflikt mit zahlreichen Ländern verkündet, darunter auch die EU-Staaten. Dies passt gut in das (Selbst-)Bild, das Trump seit seiner zweiten Amtsübernahme zeichnet: das eines erratischen Herrschers, der die größte Volkswirtschaft der Welt nach Tagesform steuert. Dahinter steckt jedoch eine klar erkennbare Linie, die man als Trumpismus bezeichnen kann. Trump ist in einerseits in ein Netzwerk von mächtigen Oligarchen eingebunden, die die wichtigsten Branchen repräsentieren, andererseits in die rechtsextremen Ideologie, die in der republikanischen Partei seit geraumer Zeit dominiert.

    Und tatsächlich sind Trumps ökonomische Ideen in seiner zweiten Regierungsperiode schwer auf einen Begriff zu bringen. Dennoch lassen sich meines Erachtens fünf Säulen der ökonomischen Programmatik des Trumpismus unter dem „MAGA“-Banner identifizieren: Zollpolitik, Rüstungs- und Außenpolitik, Fiskal- und Geldpolitik, Industriepolitik, Migrationspolitik. Hinzu kommen politische Veränderungen: Zentralisierung vieler Politikfelder beim Präsidenten, Ausstieg aus internationalen Vereinbarungen, Rechtsbrüche und Versuche zur Gleichschaltung von Medien und Bildungsinstitutionen – jedoch keine neuen US-Kriege, wie im Wahlkampf angekündigt. Die Zentralisierung der Macht beim Präsident trägt wesentlich zum Politikstil in der Wirtschaftspolitik bei.

    Trump II geht weit über Trump I hinaus, in allen Säulen. Und MAGA geht weit über nationale Politik hinaus, sondern beinhaltet vor allem eine imperiale Geopolitik – es ist eine Kampfansage an den Rest der Welt. Wie Branko Milanovic ausführt, ist es am Ende entscheidend, dass die US-Ökonomie relativ besser dasteht, selbst dann, wenn globaler Schaden oder sogar Schaden für die USA entsteht.

    Die Legende vom Opfer

    Zur Legitimierung der Zollpolitik (aber auch der Verteidigungs- und Außenpolitik) hat Trumps Team eine Ideologie entwickelt: Die USA seien Opfer des gegenwärtigen Weltsystem– das Land sei an den Rand gedrängt worden, ausgenutzt und ausgebeutet von anderen. Das Handelsbilanzdefizit (nur Güter, keine Dienstleistungen) von 4,2% des BIP (2024) sei das wichtigste Indiz; der Außenwert der US-Währung sei strukturell überbewertet, Deindustrialisierung hätte den Motor der Wirtschaft ausgepowert, Migration hohe Kriminalität und Drogenexzesse gebracht, und das Rüstungspotenzial würde wie ein globales öffentliches Gut von großen Teilen des „Westens“ mitgenutzt, ohne dafür zu zahlen.

    Ein Versuch, das Opfer-Narrativ ökonomisch zu rechtfertigen, stammt vom neuen Vorsitzenden des „Council of Economic Advisers to the President“(CEA), Stephen Miran. Der CEA ist ein Pendant zu den deutschen Wirtschaftsweisen, arbeitet aber nicht regierungsunabhängig. Mirans Paper (https://www.hudsonbaycapital.com/documents/FG/hudsonbay/research/638199_A_Users_Guide_to_Restructuring_the_Global_Trading_System.pdf) liest sich wie eine Blaupause für Trump II.

    Kern des Problems, so Miran, sei eine strukturelle Überbewertung des US-Dollar infolge der starken ausländischen Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen (Devisenreserven), infolge der Funktion des US-Dollar als globale Leit- und Reservewährung. Miran ignoriert, dass die Nachfrage nach US-Staatsanleihen als Anlage von Devisenreserven längst zurückgegangen ist. Vielmehr ist der Hauptgrund für die Überbewertung des US-Dollar (gemessen an der Kaufkraftparität) die starke Nachfrage nach US-Vermögenswerten aufgrund des riesigen US-Finanzmarktes mit breiter Diversifizierung. Dies und die als risikofrei eingestuften Staatsanleihen gelten als Rückgrat der US-Währungshegemonie, die Miran und auch Trump aufrechterhalten und stärken wollen.

    Miran ignoriert auch, dass die viel beklagte Deindustrialisierung vor allem Folge der Entscheidung der führenden US-Unternehmen seit Beginn der 1980er Jahre war, ihren Standort in aufstrebende Schwellenländer mit niedrigen Löhnen und Steuern zu verlegen. Es waren die US-Multis, die der Motor der Globalisierung waren. Andere Länder folgten, aber manche konnten ihre Standorte modernisieren und teilweise verteidigen, etwa durch den Ausbau von Lieferketten (eine ausführliche Kritik an Mirans Thesen finden Sie hier).

    Zollpolitik – ein zweischneidiges Schwert

    Nie zuvor hat ein Land eine Zollstrategie wie Trump am 2. April, dem „Liberation Day“, verfolgt – ein Imperator gegen rund 200 Länder, denen zusätzliche Zölle in unterschiedlicher Höhe abverlangt werden, mindestens aber 10%. Diese Länder stehen im Wettbewerb miteinander und können nur schwer eine gemeinsame Strategie gegen den Repräsentanten der größten Volkswirtschaft der Welt entwickeln. Trump sitzt also am längeren Hebel.

    Miran setzt auf eine „fiskalische Abwertung“ durch Zölle, durch die der US-Dollar vorübergehend aufwerten würde (und inflationäre Effekte der Zollpolitik dämpfen würde), längerfristig aber abwerten. Dies erscheint widersprüchlich und könnte höchstens dann funktionieren, wenn die USA – wie von Trump gewünscht – eine Niedrigzinspolitik betreiben, indem die Fed unter staatliche Kontrolle gebracht und Weisungen des Präsidenten unterstellt würde. Gerade dann ist es aber wahrscheinlich, dass die Inflation infolge der Abwertung angeheizt wird. Zudem würde das Vertrauen der Märkte in den Dollar schwer beschädigt. Er ignoriert, dass das Leitwährungsland „exorbitante Privilegien“ besitzt, wie der einstige französische Präsident Giscard d’Estaing schon früh erkannte.

    Miran unterschätzt, dass das Land der globalen Leitwährung, die in erster Linie die nationale Währung nur für die USA ist, neben vielen Vorteilen auch Lasten und Pflichten hat. Dazu gehören Preisstabilität und Finanzsystemstabilität, Minimierung von Unsicherheit und generell Vertrauen in Regierung und Zentralbank. Weil es derzeit keine Alternative für eine andere Leitwährung gibt, vertraut er blindlings auf dieses Monopol.

    Miran bezieht sich auf die Zollerhöhung gegenüber China 2018-2019 um 12% in Trumps erster Amtszeit. Dies führte zu einer Aufwertung des Dollars gegenüber vielen Währungen, weil in Zeiten handelspolitischer Unsicherheit Kapital in den „sicheren Hafen“ der USA abfließt, bedingt durch die Leitwährungsfunktion des Dollar. Wegen der Unsicherheit waren global tätige Banken gezwungen, ihr Asset-Portfolio in Dollar umzuschichten. Dieser Mechanismus wird durch eine Untersuchung der Deutschen Bundesbank bestätigt.

    Die große Frage ist, ob bei viel höheren Zollsätzen, und zwar gleichzeitig gegenüber vielen Ländern, das Experiment wiederholbar ist. Käme es dann zu einer Massenflucht in den Dollar, würde dieser viel stärker aufwerten, was wiederum massive Abwertungen in hunderten von Ländern mit inflationären Folgen hätte, vielfach bis zur Zahlungsunfähigkeit. Lässt umgekehrt die globale Sogkraft des Dollar nach, weil das Vertrauen in Dollar, Fed und Trump kollabiert, käme es zu einem massiven Abfluss von Kapital aus den USA in andere Währungen – ebenfalls mit fatalen Folgen.

    Mehr als fraglich ist auch, ob die erwarteten Zolleinnahmen die von Trump durchgesetzte massive Steuersenkung gegenfinanzieren können. Bei einer Importquote von etwa 11% des US-BIP (nur Güterimporte in Höhe von 3.300 Milliarden Dollar in 2024) würde ein durchschnittlicher 20%-Zollsatz zusätzliche Staatseinnahmen in Höhe von 660 Milliarden Dollar (2,3% des BIP) bringen, wenn die Importnachfrage vollkommen preisunelastisch wäre und keinerlei Gegenzölle installiert würden.

    Realistischer dürfte vielleicht die Hälfte sein, zu wenig für eine ernsthafte Steuersenkung. Es geht also um eine Art Schutzgeld-Erpressung, um ein Druckmittel gegen den Rest der Welt bei außenpolitischen Deals. Eine relevante inflationäre Wirkung bei Zolleinnahmen in dieser Größenordnung ist nicht zu erwarten, es sei denn es kommt zu einer ungebremsten Dollar-Abwertung. Würde der Zollsatz also vorrangig als politisches Druckmittel genutzt, säße Trump am längeren Hebel, aber um den Preis anhaltender globaler währungspolitischer Unsicherheit (die Zölle könnten ja jederzeit wieder verändert werden), also einer Schwächung der Leitwährung.

    Außen- und Verteidigungspolitik

    Die USA sind der größte Waffenexporteur der Welt. Die Nato-Mitgliedsländer sind dabei eine wichtige Kundengruppe. Trumps Forderung nach mindestens 5% Rüstungsausgaben, gemessen am BIP aller Nato-Länder, hat vermutlich weniger mit Verteidigungsfähigkeit oder dem Ukraine-Krieg zu tun als mit den US-Exportinteressen.

    Für die Zahl „5%“ gibt es bislang keine militärische Begründung. Das Totschlagsargument „Abschreckung“ ersetzt jegliche sachliche Begründung. Die Summe von 3,5% plus 1,5% militärische Infrastruktur ist jedenfalls so groß, dass es voraussichtlich zur Verdrängung nicht-militärischer Infrastruktur kommen wird. Auf jeden Fall wird sich die Infrastrukturpolitik grundlegend ändern müssen.  Alle 32 Nato-Länder zusammen gaben 2024 2,69% ihres BIP für Verteidigung aus – 5% sind eine Steigerung um 86%, in Deutschland um 130% bezogen auf das BIP von 2024. Dies bedeutet, dass die globalen Verteidigungsausgaben infolge der Nato-Beschlüsse um 46% zugenommen hätten, wenn die 5%-Vorgabe in 2024 realisiert worden wäre.

    Vielfach wird behauptet, die 5% seien der Preis dafür, dass die USA ihre Nato-Beistandspflicht nach Artikel 5 erfüllen.  Beistand im Falle des Angriffs auf ein NATO-Mitglied ist demnach zwar Pflicht, aber die Maßnahmen, die getroffen werden, kann jedes Nato-Mitglied selbst bestimmen (

    https://lxgesetze.de/nato-vertrag/5). Die USA stehen de jure also nicht wirklich in der Pflicht.

    Für die Nato insgesamt und insbesondere für die EU wäre das 5%-Ziel ab 2030 ein Quantensprung, der die gesamte Haushalts- und Steuerpolitik sowie die Fiskalregeln über den Haufen wirft. Würde eine nahezu vollständige Schuldenfinanzierung realisiert, wie in Deutschland nach Lockerung der Schuldenbremse, müsste eigentlich der Maastricht-Vertrag fundamental geändert werden. Ökonomisch ist die dauerhafte alleinige oder weitgehende Schuldenfinanzierung von Militärausgaben, die ja vorwiegend konsumptiv sind, (anders als Infrastrukturausgaben) nicht sinnvoll. Auf Deutschland würden mit den derzeitigen Regeln in Verbindung mit dem 5%-Ziel sehr hohe Zinslasten selbst bei niedrigen Zinssätzen zukommen. Würde auf eine Steuerfinanzierung umgestellt, würde die größte Steuerreform aller Zeiten notwendig, wenn die Kettensäge am Sozialstaat oder in der Klimapolitik vermieden werden soll.

    Fiskal- und Geldpolitik

    Gleich zu Beginn von Trumps zweiter Präsidentschaft wurde das „Department of Government Efficiency“ (DOGE) unter Führung von Elon Musk geschaffen. Bürokratieabbau und Beseitigung von Geldverschwendung waren die Ziele, wobei DOGE mit äußerst weitreichenden Kompetenzen ausgestattet war. Die Arbeit war brutal, willkürlich und wahrscheinlich auch teilweise rechtswidrig, und ist inzwischen abgebrochen worden. Leitbild war die Einführung disruptiver Politik nach dem Vorbild des argentinischen Präsidenten Javier Milei, symbolisiert durch die Kettensäge. Die Logik der Kettensäge resultiert aus libertären Wirtschaftstheorien, die auf radikale Privatisierung setzen. Hayek, Friedman und andere Vordenker von Margaret Thatcher sind die Paten.

    Das letzte Woche beschlossene „The one big beautiful bill“ (BBB) setzt das 2017 beschlossene und Ende 2025 auslaufende große Steuergesetz aus Trump I in veränderter Form fort. Es bringt weitere Steuererleichterungen für alle Steuerzahler, stärker für hohe als für niedrige Einkommen. Ausländische Unternehmen in den USA werden ebenso wie US-Unternehmen im Ausland diskriminiert, die international vereinbarte Mindestbesteuerung von Unternehmen wird aufgegeben. Nahrungsmittelhilfen des SNAP-Programms für 40 Millionen Empfänger werden eingeschränkt, ebenso Medicaid, wodurch Millionen von Menschen ihre Krankenversicherung verlieren. Die erwarteten hohen Steuerausfälle sind nicht gegenfinanziert, und werden die Staatsschulden von derzeit etwa 100% des BIP (nach staatsinterner Konsolidierung, also Nettoschulden) deutlich erhöhen. Zusammengefasst: Das BBB- senkt die Steuern, vergrößert die Ungleichheit der Einkommensverteilung, beschränkt den ohnehin kleinen amerikanischen Sozialstaat und heizt den internationalen Steuerwettbewerb weiter an.

    In der Geldpolitik wird offen die Unabhängigkeit der Fed infrage gestellt, zumindest die personelle Unabhängigkeit. In der Finanzmarktpolitik wird Deregulierung, insbesondere bei Kryptowährungen, angestrebt.

    Fazit

    Viele Beobachter und Politiker scheinen immer noch darauf zu spekulieren, dass sich Trumps Zollpolitik totläuft, MAGA am meisten den USA selbst schadet und früher oder später zurückgeschraubt wird. Selbst wenn es so wäre, könnte es sein, dass der Trumpismus der Weltwirtschaft inklusive USA schadet, vielleicht sogar noch mehr als den USA.

    Sieht man von den unmittelbaren Wirkungen der Zollpolitik ab, dann besteht der eigentliche Schaden in der Zerstörung des globalen Handelssystems. Die Verbesserungen durch GATT und WTO seit der Uruguay- und Doha-Runde werden zunichte gemacht. Der multilateral Grundsatz, dass der günstigste Zollsatz, den ein Land erhebt, allen Handelspartnern gewährt wird, wird ad acta gelegt (Meistbegünstigungsklausel). Das System ist zwar alles andere als Freihandel, weil die nicht-tarifären Handelshemmnisse weiter bestanden, aber besser als imperiale Zolldiktate.

    Auch wenn es nicht zum ganz großen Crash kommen sollte, die Unsicherheiten über und wegen MAGA werden weiter zunehmen. Man sollte auch nicht ausschließen, dass Trump tatsächlich wichtige MAGA-Ziele zugunsten der USA erreicht (win-lose game). Trumpismus bedeutet auf jeden Fall, dass die USA in wichtigen Bereichen die Bedingungen des globalen Wirtschaftens bestimmen werden. Die neuen Spielregeln bedeuten ein starkes Stück mehr globale US-Hegemonie – ein Stück Weltdiktatur. Er ist auch für Deutschland und die EU wesentlich gefährlicher als viele glauben.

     

    Zum Autor:

    Jan Priewe ist Professor i.R. für Volkswirtschaftslehre an der HTW Berlin.


    Info: https://makronom.de/auf-dem-weg-zur-rechtsextremen-weltdiktatur-49399?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=auf-dem-weg-zur-rechtsextremen-weltdiktatur


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    NATO-Vertrag

    Der Nordatlantikvertrag

    Vom 4.4.1949 (BGBl. 1955 II S. 289)

    Zuletzt geändert am 17.10.1951 (BGBl. 1955 II S. 293)


    https://lxgesetze.de/nato-vertrag/5


    Art. 5

    [Gemeinsame Reaktion auf Angriffe. Sicherheitsrat]

    Die Parteien vereinbaren, daß ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, daß im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.

    Vor jedem bewaffneten Angriff und allen daraufhin getroffenen Gegenmaßnahmen ist unverzüglich dem Sicherheitsrat Mitteilung zu machen. Die Maßnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.07.2025

    Der Weg zur Bombe  Die Debatte über eine mögliche nukleare Aufrüstung Deutschlands bzw. Europas dauert an. Während eine deutsche Bombe nicht ausgeschlossen wird, raten Berliner Experten zu einem umsichtigen Vorgehen.

    german-foreign-policy.com, 10. Juli 2025

    BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) – Berliner Außenpolitikexperten raten beim Streben nach einer eigenständigen atomaren Aufrüstung Deutschlands bzw. Europas zu einem umsichtigen Vorgehen. Es genüge nicht, sich einfach einem französischen Nuklearschirm zu unterstellen, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Internationale Politik, die von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben wird. Frankreich habe die Force de Frappe darauf fokussiert, per Androhung einer kompletten Vernichtung der russischen Entscheidungszentren Abschreckung zu erzielen; es verfüge nicht über taktische Atomwaffen und könne daher auf einen russischen Angriff mit derlei Waffen in Osteuropa nicht adäquat reagieren, heißt es bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Eine sofortige Beschaffung einer deutschen bzw. europäischen Bombe werde harten Widerstand auslösen und eine Reihe weiterer Staaten zur nuklaren Bewaffnung anstacheln. Es gelte also, den US-Nuklearschirm eine Zeitlang zu sichern sowie unterdessen die eigenen atomtechnologischen Fähigkeiten ohne großes Aufsehen weiterzuentwickeln. In den USA wird inzwischen über einen nuklearen Erstschlag gegen China diskutiert.


    Zitat: Ein französischer Nuklearschirm

    Als Hauptoption für eine atomare Bewaffnung der EU gilt nach wie vor ein Rückgriff auf das französische Nuklearwaffenpotenzial. Schon seit 2020, so heißt es in einem Beitrag in der Zeitschrift Internationale Politik, „lädt Paris europäische Partner zu bilateralen Dialogen ein, um gemeinsam über die Rolle Frankreichs in der europäischen Abschreckung zu diskutieren“.[1] Auch die Bundesregierung ist dazu mit Frankreichs Regierung im Gespräch. Die Option hat jedoch ernste Nachteile. So weist die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin darauf hin, dass das französische Nukleararsenal speziell darauf ausgerichtet ist, „Russlands Entscheidungszentren mit inakzeptablen Schäden zu bedrohen“.[2] Über sogenannte taktische Atomwaffen hingegen verfügt Frankreich nicht. Setzte Russland derlei taktische Atomwaffen etwa in Osteuropa ein, wäre es unwahrscheinlich, dass Paris mit einem Einsatz seines Nuklearpotenzials „eine unkontrollierte Eskalation – und damit den nationalen Selbstmord – riskieren würde“, konstatiert die SWP. Es kommt hinzu, dass Frankreich – das hat Präsident Emmanuel Macron zuletzt im Mai betont – keinesfalls bereit ist, sich die alleinige Entscheidungsgewalt über einen Atomeinsatz abnehmen zu lassen. Diese bleibe, erklärte Macron, auch in Zukunft einzig und allein in Paris.[3]


    Eine deutsche Bombe

    Weiterhin diskutiert wird auch die Option, in einem nationalen Alleingang eine deutsche Atombombe zu bauen. Dies gilt als kosten- und zeitintensiv; dennoch halten „Berliner Diplomaten“, wie Der Spiegel berichtet, „dieses Szenario hinter vorgehaltener Hand nicht für ausgeschlossen“.[4] Freilich wäre ein solcher Schritt mit schweren politischen Verwerfungen und Konflikten verbunden. Russland etwa werde „wohl alles tun, um nukleare Proliferation zu verhindern“, urteilt die Internationale Politik; dabei habe es erhebliche Druckmittel – denn es verfüge weiterhin über einen „Eskalationsvorteil durch strategische und taktische Atomwaffen“.[5] Auch die USA hätten „wenig Interesse daran, dass die Europäer eigene Atomwaffen entwickeln“. Würden Deutschland oder gar mehrere Staaten Europas „trotzdem eigene Arsenale aufbauen und damit Begrenzungen wie den Nichtverbreitungsvertrag aufgeben“, heißt es weiter in der Internationalen Politik, dann „wäre die Folge eine weitere Destabilisierung“: „Voraussichtlich würden Staaten weltweit diesem Beispiel folgen“ – dies „mit dem Ergebnis eines instabilen, nuklear bewaffneten Europas“, mit „unvorhersehbaren innen- wie außenpolitischen Dynamiken“ und darüber hinaus auch noch mit einer „weltweit steigenden Zahl von Atomwaffenbesitzern“. Dieser Weg sei äußerst riskant.


    Taktisch vorgehen

    Für ein mögliches Vorgehen der Bundesrepublik nimmt die Internationale Politik „drei Hauptaufgaben“ in den Blick.[6] „Erstens“ müsse man versuchen, „die USA so weit wie möglich in Europas Verteidigung zu halten“, heißt es in dem Beitrag; Hintergrund ist die Tatsache, dass jegliche nukleare Bewaffnung der EU längere Zeit benötigt und bis zur Indienststellung europäischer Atomwaffen eine Überbrückung durch die bislang in Europa stationierten US-Atomwaffen erforderlich wäre. „Zweitens“, so heißt es weiter in der Internationalen Politik, müssten die Staaten Europas „ihre konventionellen Fähigkeiten ausbauen, denn auch sie verändern das russische Kalkül“. „Drittens“ aber hätten sie „einen umfassenden nuklearen Dialog in Europa voran[zu]treiben, um Worst-Case-Szenarien durchzuspielen, nukleare Doktrinen anzupassen, technologische Kompetenzen auszubauen und zusätzliche nukleare Fähigkeiten zu erwerben“. Dies versetzte Deutschland respektive die EU tatsächlich in die Lage, relativ schnell eigene Atomwaffen zu produzieren. „Das Dilemma besteht darin“, resümiert die Internationale Politik, „die USA in Europas Abschreckung zu halten und gleichzeitig Alternativen zu entwickeln“; und das, „ohne Washington den Eindruck zu vermitteln, man bräuchte es nicht mehr“.


    Abwehrreflexe

    In diesem Sinn hat Bundeskanzler Friedrich Merz kürzlich auf einen Vorstoß des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Jens Spahn, reagiert. Spahn hatte erklärt, Europa müsse „abschreckungsfähig werden“. Dazu reichten die in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Italien stationierten US-Atomwaffen nicht aus. Auf die Frage, ob Deutschland atomar aufrüsten solle, erklärte Spahn: „Ich weiß, welche Abwehrreflexe sich jetzt sofort regen, aber ja: Wir sollten eine Debatte über einen eigenständigen europäischen Nuklearschirm führen.“ Dazu sei deutsche Führung vonnöten: „Frankreich wird uns an seinen roten Knopf, um im Bild zu bleiben, ziemlich sicher nicht ranlassen.“[7] Eine nukleare Bewaffnung werde teuer, räumte Spahn ein; doch „wer nicht nuklear abschrecken kann“, werde „zum Spielball der Weltpolitik“. Merz warnte, der Vorstoß sei voreilig. Man müsse „alles tun“, um „auch für die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte“, die „nukleare Teilhabe mit den Vereinigten Staaten von Amerika aufrechtzuerhalten“. Ursache dafür sei, dass eine atomare Bewaffnung Europas viel Zeit benötige. Man müsse dazu Fragen beantworten, „die ganz sicher den Zeitraum überschreiten, in dem wir jetzt zunächst einmal mit den vorhanden Strukturen die Verteidigungsfähigkeit Europas verbessern müssen“, urteilte Merz.[8]


    Zum Erstschlag bereit

    Während es weithin heißt, die Staaten Europas müssten sich gegen Atomdrohungen aus Russland zur Wehr setzen und deshalb nuklear aufrüsten, denken US-Spezialisten über einen möglichen nuklearen Erstschlag der Vereinigten Staaten nach, so etwa Matthew Kroenig von der Washingtoner Denkfabrik Atlantic Council. Kroenig spekuliert zum einen über einen etwaigen nuklearen Erstschlag Chinas: Die Volksrepublik rüste „ihr nukleares Arsenal“ nicht auf, „weil sie Atomwaffen ... grundsätzlich nie einsetzen würden“, behauptet Kroenig.[9] China schließt in Wirklichkeit – als einziges Land neben Indien – einen atomaren Erstschlag aus und hat erklärt, grundsätzlich keine Atomwaffen gegen Nichtnuklearmächte einzusetzen. Aus einem angeblich möglichen chinesischen Erstschlag leitet Kroenig seine Forderung ab, die Vereinigten Staaten müssten, falls sie die militärische Einnahme Taiwans durch die Volksrepublik nicht verhindern könnten, ihrerseits einen atomaren Erstschlag in Betracht ziehen.[10] Ob auch Deutschland bzw. die EU dies im Falle der Beschaffung einer deutsch-europäischen Bombe in Betracht ziehen würden, ist nicht bekannt.

     

    [1] Liviu Horovitz, Claudia Major: Überleben in der nuklearen Unordnung. In: Internationale Politik, Juli/August 2025. S. 32-37.

    [2] Liviu Horovitz: Die erweiterte nukleare Abschreckung der USA in Europa – drei Szenarien. SWP-Aktuell 2025/A 30. swp-berlin.org 24.06.2025.

    [3] Dissuasion nucléaire : sur TF1, Macron se dit « prêt à ouvrir une discussion » avec d’autres pays de l’UE. tf1info.fr 13.05.2025. S. dazu „Nuklear unabhängig von den USA”.

    [4] Markus Becker, Bernhard Zand: Das neue Atombombenzeitalter hat längst begonnen. spiegel.de 06.07.2025.

    [5], [6] Liviu Horovitz, Claudia Major: Überleben in der nuklearen Unordnung. In: Internationale Politik, Juli/August 2025. S. 32-37.

    [7] Spahn fordert direkteren Zugriff Deutschlands auf Atomwaffen. tagesspiegel.de 28.06.2025.

    [8] Merz bremst Spahn bei Vorstoß zu europäischem Atomschutzschirm. spiegel.de 01.07.2025.

    [9], [10] Markus Becker, Bernhard Zand: Das neue Atombombenzeitalter hat längst begonnen. spiegel.de 06.07.2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10049


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    unser weiterer Kommentar: Wenn es allgemein kein Geheimnis ist, dass Deutschland bereits über große Mengen hoch angereicherten Urans verfügt, dann ist es doch erfreulich festzustellen, dass wir deswegen bisher noch nicht bombardiert worden sind, trotz fortbestehender UN-Feindstaatenklausel.

    09.07.2025

    Schlagzeile






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    09.07.2025

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    09.07.2025

    Armeniens Premier beleidigt Landeskirchenoberhaupt: Geistliches Zentrum "von Antichristen besetzt"

    freedert.online, 8 Juli 2025 16:09 Uhr

    Der schon längere Zeit währende Konflikt zwischen Nikol Paschinjan und der Kirche Armeniens geht weiter: Der Premierminister wurde gegenüber der Führung der Armenischen Apostolischen Kirche erneut ausfällig und beleidigte deren Patriarchen – diesmal als "Antichristen".


    Quelle: www.globallookpress.com © URA.RU/Roman Naumow


    Archivbild: Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan bei einem Treffen des Rates der Regierungen eurasischer Staaten. Moskau, 13. Dezember 2024


    Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan beleidigte erneut den Katholikos aller Armenier, Garegin II., und versprach, den Kampf gegen ihn persönlich anzuführen. Er schrieb auf Facebook, das spirituelle Zentrum der Armenischen Apostolischen Kirche, ein "Haus von Jesus Christus" sei "von einem Antichristen und Hundefresser, von einer unmoralischen, antinationalen und staatsfeindlichen Gruppe eingenommen worden" und müsse "befreit werden." Paschinjan kündigte an:

    "Ich werde diese Befreiung anführen."

    Er nannte Garegin II. und die festgenommenen Erzbischöfe Mikael Adschapachjan und Bagrat Galstanjan bei ihren weltlichen Namen und erklärte, sie hätten "nichts mit Christus zu tun".

    Dabei hatte der Premierminister Ende Juni selbst seine Gegner dazu aufgerufen, die Diskussion ohne Beleidigungen zu führen – und hatte zudem versprochen, als Erster seinem eigenen Aufruf zu folgen und als Beispiel zu dienen.

    Ende Juni kam es zu Zusammenstößen der armenischen Polizei mit Geistlichen, als sie gewaltsam das spirituelle Zentrum der Kirche stürmte


    Polizei stürmt Zentrum der Armenischen Kirche – Zusammenstöße mit Geistlichen





    Polizei stürmt Zentrum der Armenischen Kirche – Zusammenstöße mit Geistlichen






    In letzter Zeit hat der Premierminister seine Angriffe auf die Armenisch-Apostolische Kirche (AAK) verstärkt: Ende Mai veröffentlichte er in den sozialen Medien beleidigende Beiträge über die AAK, darunter auch obszöne Ausdrücke. Kurz darauf schlug Paschinjan vor, das Verfahren zur Wahl des Katholikos aller Armenier zu ändern – und eine entscheidende Rolle des Staates darin zu verankern. Hintergrund waren Massenproteste, bei denen Kirchenfunktionäre Paschinjan zum Rücktritt aufforderten, weil er im Nachgang an den Bergkarabach-Konflikt der Übergabe mehrerer Grenzdörfer an Aserbaidschan zustimmte.

    Mitte Juni wurde der russische Geschäftsmann und Philanthrop armenischer Abstammung, Samwel Karapetjan, der sich für die AAK ausgesprochen hatte, in Armenien festgenommen: Ihm wurde vorgeworfen, zum Sturz der Regierung aufgerufen zu haben.

    Dies löste Empörung unter Vertretern der armenischen Diaspora weltweit aus – mehrere von ihnen erklärten gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dies sei nichts als politische Verfolgung der Kirche und ihrer Unterstützer und somit nicht inakzeptabel.

    Erzbischof Bagrat Galstanjan, Vorsitzender der Bewegung "Heiliger Kampf", wurde ebenfalls festgenommen: Er war ein Anführer der Demonstranten, die im vergangenen Jahr erneut den Rücktritt des Premierministers forderten. Sein Anwalt bezeichnete die Anschuldigungen, Terroranschläge und einen Staatsstreich vorbereitet zu haben, die in diesem Zusammenhang gegen den Erzbischof aufgestellt wurden, als lächerlich – und den Prozess selbst als politische Verfolgung. Ende Juni wurde das Oberhaupt der Diözese Schirak der Armenischen Apostolischen Kirche, Erzbischof Mikael Adschapachjan, in Jerewan verhaftet. Gegen ihn wurde ein Verfahren eingeleitet, in dem ihm der Aufruf zu Machtergreifung, zu Verletzung der territorialen Integrität und zu einem Verzicht auf die Souveränität des Landes vorgeworfen wurden. Der Bistumsleiter selbst bezeichnete diese Vorwürfe als frei erfunden.


    Wie Russlands Militäroperation und die Eskalation mit Aserbaidschan zusammenhängen





    Analyse

    Wie Russlands Militäroperation und die Eskalation mit Aserbaidschan zusammenhängen





    Die Spannungen schwelen bereits seit Jahren, eskalierten jedoch nach dem Krieg um Bergkarabach im Jahr 2020. Die Entscheidung des Ministerpräsidenten, mehrere Grenzdörfer an Aserbaidschan zurückzugeben, wurde seitdem Anlass mehrerer Unruhen im Lande. Während Paschinjan die Landabtretung als notwendig darstellte, um die Beziehungen zu dem Nachbarstaat zu normalisieren, sahen viele in Armenien darin einen Verrat nationaler Interessen. Damals forderte Kirchenoberhaupt Garegin II. offen den Rücktritt Paschinjans.

    Zwischen Russland und Armenien bestehen seit jeher enge kulturelle und religiöse Bindungen. In den vergangenen Monaten hat sich Jerewan jedoch von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) distanziert, in der viele ehemalige Sowjetrepubliken vertreten sind. Armenien hat Russland vorgeworfen, das Land im Streit mit Aserbaidschan – insbesondere um die Region Bergkarabach – nicht angemessen unterstützt zu haben.

    Russland hat darauf erwidert, dass Armenien Bergkarabach nie als sein eigenes Territorium anerkannt hat, sodass die OVKS Aserbaidschans Militäroperation in der Enklave nicht als Aggression gegen ein Mitglied der Allianz betrachten kann. Präsident Wladimir Putin erinnerte zudem daran, dass Russland bei zahlreichen Gelegenheiten einen territorialen Kompromiss vorgeschlagen hat, der den Konflikt zwischen den beiden Staaten hätte beilegen können. Diese Initiative habe Armenien jedoch abgelehnt.


    Mehr zum ThemaOVKS: Lawrow äußert sich zu NATO, Armenien und Serbien


    Screenshot_2025_07_10_at_00_01_23_Armeniens_Premier_beleidigt_Landeskirchenoberhaupt_Geistliches_Zentrum_von_Antichristen_besetzt_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/crv2f6n25v3b6ms5/Krise_zwischen_Russland_und_Aserbaidschan_Alijew_f_hlt_sich_ertapptagz7b.mp3 Dauer 16:59Min. 


    Screenshot_2025_07_10_at_00_04_34_Armeniens_Premier_beleidigt_Landeskirchenoberhaupt_Geistliches_Zentrum_von_Antichristen_besetzt_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6vjdy9-rt-de-bericht-zu-armenien-weg-zur-demokratie.html Dauer 7:23 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/asien/250139-armeniens-premier-beleidigt-landeskirchenoberhaupt-geistliches-zentrum-satanisten-besetzt/


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    09.07.2025

    Internationaler Strafgerichtshof stellt Haftbefehle gegen Taliban aus

    freedert.online, 9 Juli 2025 17:30 Uhr

    Gegen zwei hochrangige Taliban hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle ausgestellt. Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Damit entsteht erneut der Eindruck, dass sich der IStGH für eine westliche Agenda politisch instrumentalisieren lässt.


    Quelle: www.globallookpress.com © Peng Ziyang


    Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag


    Dass sich der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) weiterhin politisch instrumentalisieren lässt, legt die Ausstellung zweier Haftbefehle gegen hochrangige Taliban nahe. Während zahlreiche Länder des Globalen Südens ihre Beziehungen zu Afghanistan und der Taliban-Regierung nach und nach normalisieren, stellt der IStGH Haftbefehle gegen das afghanische Staatsoberhaupt, Hibatullah Achundsada, und den Justizchef des Landes, Abdul Hakim Haqqani, aus. 

    Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Der IStGH präzisiert, es gehe dabei um die Unterdrückung der Rechte von Frauen und um die Unterdrückung von Personen, die nicht mit der Geschlechterpolitik der Taliban übereinstimmen. Das Gericht wirft den Taliban allgemein vor, ihre Politik habe zu schweren Verletzungen der Grundrechte und Freiheiten der afghanischen Zivilbevölkerung geführt. Es gebe politische Morde, Inhaftierungen, Folter, Vergewaltigungen und Fälle von Verschwindenlassen.

    Die internationale Strafgerichtsbarkeit durchlebt eine schwere Krise. Erst gestern konnte Israels Machthaber Benjamin Netanjahu ungehindert den Luftraum der EU überfliegen, obwohl gegen ihn ebenfalls ein Haftbefehl des IStGH vorliegt. Als Unterzeichnerstaaten des Römischen Statuts hätten die EU-Staaten handeln, Netanjahus Flugzeug zur Landung zwingen und Netanjahu ausliefern müssen. Nichts davon ist geschehen.


    Medinski: Ukraine muss aufhören, aus angeblichen "Kindesentführungen" eine Propaganda-Show zu machen





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    Gegen Russlands Präsident Wladimir Putin liegt ebenfalls ein Haftbefehl vor. Ihm wird die massenhafte Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland vorgeworfen. Dass sich westliche Staaten widersetzen, den Haftbefehl gegen Putin umzusetzen, ist dagegen nicht vorstellbar. 

    Beim letzten Treffen ukrainischer und russischer Unterhändler in der Türkei zur Regulierung des Ukraine-Konflikts sind diese Vorwürfe zudem in sich zusammengefallen. Die Ukraine übergab in der Türkei eine Liste mit Namen ukrainischer Familien, die ihre Kinder vermissen. Die Liste ist mit lediglich 339 Namen weit von den behaupteten 20.000 Fällen entfernt. Zudem ist nicht gesichert, dass sich die Kinder tatsächlich in Russland aufhalten. Viele vermisste Kinder wurden bereits in der EU aufgefunden. Russland hat 2022 Kinder aus dem Kriegsgebiet evakuiert.

    Eine systematische "Verschleppung" gab es nicht. Die Vorwürfe waren konstruiert und politisch motiviert. Der IStGH hat auf Antrag des Chefanklägers Karim Khan dennoch einen Haftbefehl gegen Putin und die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa ausgestellt. 

    Auch im Fall der Taliban entsteht der Eindruck einer politischen Motivation. Während Russland die Taliban inzwischen formal anerkennt und Länder wie China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran, Pakistan, Kasachstan und Turkmenistan diplomatische Beziehungen mit Afghanistan und den dort regierenden Taliban unterhalten, unternimmt der Westen keine Schritte zur Normalisierung seiner Beziehungen. 

    Der IStGH steht immer wieder und inzwischen verstärkt in der Kritik, sich von westlichen Regierungen für deren politische Agenda instrumentalisieren zu lassen. Abgeurteilt werden dort nur die Gegner einer westlichen Agenda, während westliche Vertreter trotz schwerster Verbrechen straffrei bleiben. Wie kein anderer Akteur schadet der IStGH damit der grundsätzlich zu begrüßenden Idee einer internationalen Strafgerichtsbarkeit. 


    Mehr zum Thema – Iran macht USA und Deutschland für den anhaltenden Völkermord Israels in Gaza verantwortlich


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    Video  https://rumble.com/v6vu3rx-hilfe-als-hinterhalt-das-grausame-neue-gesicht-von-israels-gaza-krieg.html Dauer 11:24 Min.


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    Info: https://freedert.online/international/250251-internationaler-strafgerichtshof-stellt-haftbefehle-fuer/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.07.2025

    Dugin: Deep State hat Kontrolle über Trump gewonnen

    freedert.online, 9 Juli 2025 21:15 Uhr

    In den USA haben die alten Machtzirkel wieder die Kontrolle übernommen, sagt Politphilosoph Alexander Dugin. Nichts sei mehr von der einstigen Aufbruchstimmung bei Trumps Machtantritt übrig. Trumps einstige Anhängerschaft reagiert frustriert.


    Quelle: www.globallookpress.com


    Von den Idealen der MAGA-Bewegung bleibt in der aktuellen Trump-Politik nicht mehr viel übrig, meint der Politphilosoph Alexander Dugin. Auf dem Bild: US-Präsident Donald Trump mit einer MAGA-Mütze am 21. Juni im Weißen Haus, rechts von ihm Außenminister Marco Rubio.


    Auf seinem Telegram-Kanal hat der russische Philosoph und Politikwissenschaftler Alexander Dugin seinen Eindruck von einer Pressekonferenz des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump beschrieben. Dugin, einst ein großer Befürworter der Politik des Republikaners Trump und seiner MAGA-Bewegung, konstatiert nun eine zunehmende Entfremdung Trumps von seiner Wählerbasis.

    Der Traum von einem goldenen Zeitalter in den USA sei gleichsam über Nacht zerbrochen. Es habe sogar eine Kampagne zum Verbrennen von MAGA-Kappen. MAGA (Make America Great Again) war bekanntlich der Hauptwahlkampfslogan Donald Trumps, mit dem er eine Vielzahl mit der etablierten Politik Unzufriedener hinter sich scharen konnte. Dugin konstatiert: "Gerade diejenigen, die ihn aufrichtig liebgewonnen und an seine Mission geglaubt hatten, beginnen, Trump besonders zu hassen." Die Leute, die Trump einst geglaubt hatten, stünden unter Schock.


    Moskau: Russland sieht Trumps härterer Rhetorik gelassen entgegen





    Moskau: Russland sieht Trumps härterer Rhetorik gelassen entgegen






    Für die wachsende Frustration unter den Trump-Anhängern sieht der Politphilosoph Dugin mehrere Gründe: Zum einen ist da die Enttäuschung über die Weigerung der Trump-Administration, den Sex-Skandal um den verstorbenen Milliardär Epstein aufzuklären, bei dem es um den sexuellen Missbrauch junger Mädchen durch hochrangige Persönlichkeiten ging. Von einer Veröffentlichung der berühmt-berüchtigten Epstein-Liste ist inzwischen keine Rede mehr. Millionen von Trump-Anhängern, die für ihn gestimmt hatten, weil sie seinen Worten Glauben geschenkt hatten, dass er die pädophilen Eliten entlarven würde, seien heute wütend und verzweifelt.

    Auch das Eingreifen Trumps im Irankrieg aufseiten Israels spiele eine Rolle. In den USA hätten antizionistische Stimmungen beträchtlich zugenommen, nicht mehr nur auf der Seite der Linken, sondern auch bei den Rechten. Letztere würden aus einer Haltung des Souveränismus heraus die manipulative Einmischung Israels in die US-amerikanische Politik ablehnen. Der Hass auf Israel wachse in den USA.

    Dugin bemerkt auch eine veränderte Wortwahl in den Stellungnahmen des US-Präsidenten. Der Begriff "Deep State" sei aus Trumps Sprachgebrauch verschwunden. Dabei ist Trump einst mit dem Versprechen angetreten, in den USA mit dem sogenannten "Deep State", also geheimen, von der Öffentlichkeit nicht kontrollierten Machtnetzwerken im Hintergrund, aufzuräumen. Nun sehe es vielmehr danach aus, als habe der "Deep State" die Kontrolle über Trump gewonnen, nicht umgekehrt, wie es im Wahlkampf versprochen worden war.


    Gegen wen Elon Musk eine neue amerikanische Partei aufbaut




    Analyse

    Gegen wen Elon Musk eine neue amerikanische Partei aufbaut






    Stattdessen kehrten nun die alten Phrasen in die US-Politik zurück: Die Rede ist von der erneuten Bombardierung Irans, und natürlich von einer Auseinandersetzung mit Russland und der Fortführung der Unterstützung des Kiewer Regimes – sehr zum Wohlgefallen des "Tiefen Staates". Dugin schildert: "Alle haben die Körpersprache des CIA-Direktors bemerkt, als Trump begann, Russland zu drohen – er atmete erleichtert auf."

    In die politische Lücke, die Trump hinterlässt, stoße nun Elon Musk mit seiner geplanten Parteineugründung. Immerhin umfassten die von Trump Enttäuschten rund die Hälfte der US-amerikanischen Wählerschaft. Folgerichtig wolle Musk beispielsweise die Epstein-Liste zum Hauptprogramm seiner neuen Partei "America First" machen. Von den üblichen Rechts-Links-Definitionen setze sich Musk bewusst ab. Seine Partei sei vielmehr antiliberal, antiglobalistisch und gegen die Pädophilen gerichtet, die in den USA die Macht ausübten.

    Dass Trump angesichts des Unmuts der enttäuschten MAGA-Anhänger und der Parteigründung seines einstigen Adlatus Musk Grund zur Nervosität hat, wird an seinem Verhalten bei einer Pressekonferenz deutlich. Dugin schildert die brüske Unterbrechung eines Journalisten durch Trump. Der Journalist hatte lediglich gefragt, warum die versprochene Veröffentlichung der Epstein-Liste nicht stattfinden werde. "Wie kannst du es wagen, solche Fragen zu stellen, wenn in Texas schlechtes Wetter herrscht?", habe Trump gebrüllt.


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    Politphilosoph Alexander Dugin sieht im Verschwinden des Kreuzes am Hals der Trump-Sprecherin Karoline Leavitt ein Zeichen des politischen Wandels in den USA. Auf dem Bild: Leavitt am 7. Juli (links) ohne das Kreuz, rechts am 27. Februar noch mit dem Kreuz.Kollage: RT / www.globallookpress.com


    Bemerkenswert ist auch die Beobachtung des russischen Politanalysten, dass Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, die zuvor stolz ihr Kreuz zur Schau gestellt hatte, dieses nun versteckt. Der Inhalt ihrer Pressekonferenz unterscheide sich nicht mehr wesentlich von denen ihrer Vorgängerin Jean-Pierre, die Präsident Joe Biden vertrat. Zum letzten Mal trug sie ihr Kreuzchen am 27. Juni öffentlich. Am 7. Juli erschien Leavitt zu ihrer Pressekonferenz ohne das Kreuz.

    Die Dinge in Amerika entwickeln sich zurzeit schnell, so Dugin. Ob es Musk freilich gelingen wird, das US-amerikanische Parteiensystem zu revolutionieren und die Unzufriedenen hinter sich zu scharen, bleibt vorerst offen.


    Mehr zum Thema - Patriot-Systeme und Milliardengelder: USA und EU setzen Unterstützung für Ukraine fort


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    Video https://rumble.com/v6vw8my-lula-zu-trump-drohung-die-welt-hat-sich-verndert-wir-wollen-keinen-imperato.html Dauer 4:49 Min.


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