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01.09.2025

Einladung Forum 24.9.19 Uhr Fzh. Linden/Aufz. Issa Amro abrufbar/Großdemonstr. Berlin 27.9.25/Interview Omar Bartov/Artikel zur dt.-israel. milit. Zusammenarbeit


aus e-mai von Palästina Initiative Region Hannover, 1. September 2025, 14:06 Uhr


Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,


1)Wir laden herzlich ein zu unserer ersten Veranstaltung im 2.

Halbjahr 2025:


*Mittwoch,* *24.09.25 — 19.00 Uhr

Referent: Atef Abu Saif (z. Zt. Florenz)

Thema (Arbeitstitel): Politische Perspektiven der palästinensischen

Widerstandsbewegung

Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Linie 10,

Haltestelle Freizeitheim Linden

*Angesichts dessen, was in Gaza und im Westjordanland geschieht ist die

Frage nach den politischen Perspektiven der palästinensischen

Widerstandsbewegung mehr als akut.

Von Atef Abu Said dazu eine Einschätzung zu hören, wird sehr interessant

sein. Er ist Forscher am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz.

Geboren ist er in Dschabaliya in Gaza, dort aufgewachsen, hat in

Bradford (UK), an der Universität Bir Zeit und in Florenz studiert und

unterrichtete u.a. Politikwissenschaft an der Al-Azhar Universität in

Gaza. Vier jahre lang war er Kulturminister der Palästinensischen

Autonomiebehörde. In Deutschland ist er v.a. bekannt als Schriftsteller.

Er hat — auch geprägt durch sein Leben in Gaza — mehrere Romane,

Kurzgeschichten und Kriegstagebücher veröffentlicht, darunter ‘Frühstück

mit der Drohne’ und zuletzt den Roman ‘Ein Leben in der Schwebe’ (Sujet

Verlag, 456 Seiten, 22€). Diesen Roman wird er am 24.09. auch vorstellen.


*2) Die Aufzeichnung des* *Vortrags von Issa Amro*, Träger des

Alternativen Nobel-Preises, am 16.6.25 im Rahmen unseres FORUMs* ist

abrufbar* über unsere Webseite unter www.palaestina-initiative.de/forum/

<www.palaestina-initiative.de/forum/>oder abrufbar über diesen Link:

https://www.youtube.com/watch?v=fxIdQPfNZDA 

<https://deref-web.de/mail/client/HoSBI59Hqb4/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DfxIdQPfNZDA

(Hinweis: Beim Aufrufen des Links erscheint ein Kasten mit der Warnung

/Widersprüchlicher Link entdeckt/, die als Schutz vor Missbrauch gedacht

ist. Klicken Sie in dem Kasten entweder direkt auf den youtube link oder

auf deref-web.de, auch über diesen Link kommen Sie auf youtube.)


*3)* *„All Eyes On Gaza“*

Während die israelische Armee einen Genozid verübt, spricht die

Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ganz offen davon,

die noch überlebende palästinensische Bevölkerung aus dem Gebiet zu

vertreiben. Das Leid der Menschen ist ungebrochen.

Um einem Umdenken der Bundesregierung und von immer mehr Menschen in

Deutschland Nachdruck zu verleihen, organisiert  Amnesty International

zusammen mit medico international, der Palästinensischen Gemeinde

Deutschland und eye4palestine für den*27.09.2025* eine

Solidaritätskundgebung unter dem oben genannten Motto auf der Wiese vor

dem Deutschen Bundestag in Berlin.

  Die bundesweite Großkundgebung geht auf die Initiative der

palästinensischen Aktivist:innen Basem Said (Pädagoge; Teil der Berliner

palästinensischen Community), Jules El-Khatib (Hochschuldozent; über 20

Familienmitglieder in Gaza verloren), Iman Abu El Qomsan (Ingenieurin;

über 80 Familienmitglieder in Gaza verloren) und Amal Hamad (Vorsitzende

Deutsch-Palästinensischer Frauenverein), sowie auf die Initiative von

Michael Barenboim (Musiker; Professor an der Barenboim-Said Akademie)

zurück.

  Erwartet werden mehrere zehntausend Menschen.

*Auf der Websitehttps://all-eyes-on-gaza.de/*finden sich alle

Informationen und der komplette Aufruf für die Kundgebung.

  Eine *aktuelle Pressemitteilung* zur kommenden Kundgebung findet sich

hier:

https://www.medico.de/presse/2025/berlin-gaza-grosskundgebung-konzert-am-27092025?ADMCMD_simTime=1755502200


*4) *„Man muss es Völkermord nennen“: Genozid-Forcher Omer Bartov über

das Vorgehen Israels – Interviews | IPG Journal

https://www.ipg-journal.de/interviews/artikel/man-muss-es-voelkermord-nennen-8447/?utm_campaign=de_40_20250807&utm_medium=email&utm_source=newsletter


*5)**Die deutsch-israelischen Militärbeziehungen betreffend* ist dieser

Artikel vom 13.8.25 in der jungen Welt interessant:** <https://www.jungewelt.de/artikel/506034.deutsch-israelische-beziehungen-blutiger-hohn.html>


https://www.jungewelt.de › artikel <https://www.jungewelt.de/artikel/506034.deutsch-israelische-beziehungen-blutiger-hohn.html>



    *Deutsch*-*israelische* Beziehungen: *Blutiger Hohn* - junge Welt


  <https://www.jungewelt.de/artikel/506034.deutsch-israelische-beziehungen-blutiger-hohn.html>


*6) Auch im September finden unsere Mahnwachen statt: Mittwochs, 15 bis

17 Uhr in Hannover am Blätterbrunnen. Jede*r ist herzlich eigeladen

mitzumachen. Näheres und Fotos auf unserer Webseite.* Herzlichen Gruß

www.palaestina-initiative.de Hans Norden


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.09.2025

Der erste NATO-Krieg

jungewelt.de, vom 30.08.2025Von Rüdiger Göbel

Vor 30 Jahren eskalierte der Westen mit der »Operation Deliberate Force« den Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina. Heute sind in dem Balkanland noch immer NATO-Truppen stationiert



Photo News/IMAGO


Aufteilung Bosnien-Herzegowinas entlang ethnischer Grenzen: Die Unterzeichnung des Abkommens von Dayton in Paris. Im Vordergrund (v. l. n. r.): der serbische Präsident Slobodan Milošević, der kroatische Präsident Franjo Tudjman und der bosnische Präsident Alija Izetbegovic (4.12.1995)



Rüdiger Göbel schrieb an dieser Stelle zuletzt am 10. Juni 2024 über das Ende des Kosovokrieges: »Mut zur weißen Fahne

Vor 30 Jahren führte die NATO ihren ersten Bombenkrieg. Drei Wochen währten die »Operation Deliberate Force« getauften Angriffe des westlichen Militärpakts im September 1995 in Bosnien-Herzegowina. Der NATO-Einsatz erfolgte offiziell, um Bedrohungen für die Mitglieder der »Blauhelm«-Truppen (Unprofor) und die Bewohner der UN-Schutzzonen durch die Armee der bosnischen Serben zu beenden bzw. zu verhindern. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Bosnien-Herzegowina befand sich seit ihrer Sezession im Frühjahr 1992 im Bürgerkrieg. Die NATO-Intervention hat ihn beendet, so lautet die Legende.

Am 30. August 1995 startete der westliche Militärpakt mit 60 Kampfflugzeugen in mehreren Wellen Angriffe auf serbische Stellungen bei Sarajewo, Pale, Tuzla und Goražde. Ziel war es, die bosnisch-serbische Armee und Führung strategisch zu schwächen, indem ihre militärische Infra-struktur zerstört wurde: Radar- und Kommunikationssysteme, Fernmeldeeinrichtungen, Flugabwehrstellungen und Munitionslager. Oberbefehlshaber des Einsatzes war der US-Admiral Leighton W. Smith, Leiter der NATO-Truppen in Südeuropa. 222 Kampfflugzeuge warfen 1.026 Bomben auf 386 Ziele in der Republika Srpska, das von der bosnisch-serbischen Armee kontrollierte Gebiet des Balkanlandes. Bei Angriffen auf die Stadt Banja Luka kamen erstmals auch Marschflugkörper, Cruise Missiles vom Typ »Tomahawk«, zum Einsatz. Beteiligt am Krieg waren neben den USA Großbritannien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien, die Türkei und Deutschland.

Der NATO-Einsatz wurde nicht explizit durch eine UN-Resolution autorisiert. Die NATO berief sich auf vorausgegangene Resolutionen, mit denen der UN-Sicherheitsrat die Durchsetzung einer Flugverbotszone und den Schutz von UN-Sicherheitszonen unter Kapitel VII der UN-Charta genehmigt hatte. Diese Resolutionen erlaubten ausdrücklich den Einsatz »aller notwendigen Mittel« zur Durchsetzung dieser Maßnahmen – also auch militärische Gewalt. Daraus leitete die NATO eigenmächtig ihre Handlungsbefugnis ab – in Koordination mit den vor Ort präsenten »Blauhelm«-Truppen der Unprofor.

Nach serbischen Angaben waren bis zum 11. September alle wesentlichen serbischen Kommunikationseinrichtungen zerstört, darunter eine Relaisstation sowie alle Telefon-, Telex-, Radio- und Fernsehverbindungen zwischen ihren Zentren Pale, Bijeljina und Banja Luka. Auch die Sonderleitungen der politischen und militärischen Führungen funktionierten nach den NATO-Angriffen nicht mehr. Am 14. September beschloss der NATO-Rat, die Luftangriffe auf serbische Stellungen vorläufig für 72 Stunden auszusetzen, nachdem die bosnischen Serben erklärt hatten, ihre schweren Waffen prinzipiell von der Hauptstadt Sarajewo zurückzuziehen. Bis dahin hatten Kampfflugzeuge der NATO mehr als 3.100 Einsätze geflogen. Nach Bestätigung des serbischen Abzugs durch die UNO endete die NATO-Erzwingungsoperation »Deliberate Force« am 20. September 1995.

Die beteiligte Bundeswehr selbst flog keine Kampfeinsätze, unterstützte die NATO-Partner aber durch ein mit den Franzosen betriebenes Feldlazarett in Trogir an der kroatischen Küste sowie durch Aufklärungs- und Transportflüge. Beteiligt waren zwölf Transall-Maschinen und 14 »Tornados« der Luftwaffe. »Mehr wollte Kanzler Helmut Kohl der deutschen Öffentlichkeit nicht zumuten«, wie Die Welt am 28. August 2020 anlässlich des 25. Jahrestags konstatierte. »Verluste an Menschenleben gab es bei der NATO nicht, obwohl am ersten Tag des Einsatzes eine französische ›Mirage 2000‹ abgeschossen wurde. Die zwei Mann Besatzung gerieten in bosnisch-serbische Gefangenschaft, blieben aber ansonsten unverletzt und wurden Mitte Dezember 1995 freigelassen.« Die Zahl der getöteten bosnischen Serben wurde nie offiziell bekanntgegeben.

Ausweitung der Kämpfe

Entgegen den offiziellen Verlautbarungen haben die Luftangriffe der NATO auf bosnisch-serbische Ziele den Krieg in Bosnien-Herzegowina ausgeweitet. Truppenverbände der bosnischen Kroaten und Einheiten der kroatischen Armee gingen nun geeint gegen den serbischen Gegner vor, nachdem durch die NATO-Angriffe dessen militärische Infrastruktur und Logistik praktisch ausgeschaltet worden war. Wie schon bei vorausgegangenen Einsätzen wurden den Bodentruppen Daten aus der NATO-Luftüberwachung zur Verfügung gestellt.

Bei der Kriegführung im September 1995 kam die von der US-Armee 1981 entwickelte »Airland Battle«-Strategie zum Einsatz. Aus der Einsicht, dass ein Krieg durch Luftoperationen nicht zu gewinnen ist, wurde damals eine Doppelstrategie entwickelt, die vorsieht, durch Luftangriffe und strategische Waffen die Infrastruktur des Gegners im Hinterland zu zerschlagen, so dass Kommunikation und Nachschub an die Front verunmöglicht werden. Die vorstoßenden Bodentruppen treffen dann auf einen desorientierten Feind, der nicht mehr weiß, was im Hauptquartier geschieht, und keine Aussicht mehr auf Nachschub hat. Als Folgen wurden neben einem schnellen militärischen Erfolg des Angreifers vor allem Desorganisation und Konfusion bei den Angriffen prognostiziert.

Genau das war in Bosnien nach den NATO-Angriffen eingetreten: Fast ohne Widerstand stießen die kroatischen und bosnisch-muslimischen Truppen in Gebiete vor, die bis dahin als militärisch sicher für die bosnischen Serben galten. Das bestätigte eine der Zentralthesen der »Airland Battle«-Strategie: »Das Konzept betont eine allzuhäufig ignorierte oder falsch verstandene Lehre der Geschichte: Wenn Regierungen Streitkräfte zur Verfolgung militärischer Ziele einsetzen, müssen die Streitkräfte etwas gewinnen – sonst entsteht keine Grundlage, auf der Regierungen verhandeln können, um politisch zu gewinnen. Der Zweck militärischer Operationen kann deshalb nicht einfach im Verhindern einer Niederlage bestehen, sondern muss vielmehr darin liegen, zu gewinnen.«

Die in diesem NATO-Konzept formulierte Eroberungsstrategie konnte von den kroatischen und muslimischen Truppen erst nach der westlichen Militärintervention realisiert werden. Mit der Neuzeichnung der Fronten wurde die Grundlage für die nachfolgenden Verhandlungen in Dayton zur Beendigung des dreieinhalb Jahre währenden Bürgerkriegs in Bosnien gelegt.

Innerhalb weniger Tage gelang es den bosnisch-muslimischen Regierungstruppen im Verbund mit der kroatischen Armee, mehrere zehntausend Quadratkilometer Territorium sowie strategisch wichtige Städte wie Drvar, Jajce und Donji Vakuf zu erobern. Mehr als 120.000 Serben sahen sich zur Flucht gezwungen, während zuvor Hunderttausende Kroaten und Muslime vertrieben worden waren.


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Trotz prinzipieller Einigungen über eine künftige Friedenslösung für das Land bei Verhandlungen in Genf und New York schlossen die lokalen Konfliktparteien erst am 5. Oktober 1995 einen Waffenstillstand, der sich ab dem 10. Oktober auf das gesamte Territorium der früheren jugoslawischen Teilrepublik erstrecken sollte. Mit zweitägiger Verzögerung begann der Waffenstillstand schließlich am 12. Oktober, nachdem in den Tagen davor vor allem an den Fronten im Nordwesten des Landes noch schwere Kämpfe zwischen den Kriegsparteien gemeldet worden waren, die darauf abzielten, die jeweiligen strategischen Positionen vor dem Beginn der Friedensverhandlungen, zu denen US-Präsident Bill Clinton eingeladen hatte, zu verbessern. Diese begannen am 1. November auf dem Luftwaffenstützpunkt Wright-Patterson bei Dayton in den USA. Anwesend bei den Gesprächen waren auch EU-Vermittler Carl Bildt sowie Vertreter der sogenannten Internationalen Kontaktgruppe, die von den USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland gebildet wurde. Die serbische Delegation wurde von Präsident Slobodan Milošević angeführt, der als Vertreter der Bundesrepublik Jugoslawien von der bosnisch-serbischen Führung in Pale mit der Wahrnehmung ihrer Interessen betraut worden war. Die bosnisch-kroatische Delegation wurde vom kroatischen Präsidenten Franjo Tudjman angeführt. Die bosnischen Muslime wurden durch Alija Izetbegović vertreten.

Die Konferenz dauerte insgesamt drei Wochen. Das am 21. November auf dem US-Stützpunkt paraphierte und schließlich am 14. Dezember in Paris unterzeichnete Abkommen von Dayton beendete den Bürgerkrieg mit einer faktischen Teilung des Landes entlang ethnischer Kriterien, die bis heute andauert. Bosnien-Herzegowina setzt sich nunmehr aus den Entitäten Föderation Bosnien und Herzegowina mit muslimischen Bosniaken und katholischen Kroaten sowie der Republika Srpska zusammen, in der rund 90 Prozent orthodoxe Serben leben. Der Gesamtstaat ist mithin entlang ethnischer Zugehörigkeit strukturiert und sieht ein gemeinsames Präsidium mit wechselndem Vorsitz vor.

Jugoslawien in Jugoslawien

In Bosnien-Herzegowina lebten seit je drei der konstitutiven Staatsvölker Jugoslawiens – Muslime, Serben und Kroaten – zusammen, gemischt verteilt über das gesamte Gebiet. Nach der letzten Volkszählung vor dem Krieg stellten die Muslime 43,7 Prozent der insgesamt 4,36 Millionen Einwohner dieser jugoslawischen Teilrepublik, die Serben 31,4 Prozent und die Kroaten 17,3 Prozent. Fünfeinhalb Prozent erklärten sich als Jugoslawen.

Die politischen Entscheidungen des Westens, allen voran der bundesdeutschen Regierung unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) und Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), bezüglich der Anerkennung der ehemaligen jugoslawischen Republiken Slowenien und Kroatien als eigenständige, unabhängige Staaten zum Jahresende 1991 hatten Bosnien-Herzegowina in die Unabhängigkeit wider Willen gezwungen und sind mitursächlich für den darauf einsetzenden Bürgerkrieg. Warnende Anzeichen wie etwa der Boykott des Referendums über die Unabhängigkeit des Landes durch die bosnischen Serben oder die Proklamation zahlreicher »autonomer Gebiete«, die sich der Regierung in Sarajewo entzogen hatten, wurden im Westen ignoriert, und Bosnien-Herzegowina wurde am 6. April 1992, ausgerechnet am Jahrestag des deutschen Überfalls auf Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg, anerkannt. Der absehbare Bürgerkrieg setzte unmittelbar danach ein.

Muslime, Serben und Kroaten versuchten fortan, mit militärischen Mitteln das zu erreichen, was in den Verhandlungen zuvor gescheitert war: die territoriale Scheidung von bosnischen Sezessionisten und jugoslawischen beziehungsweise serbischen Antisezessionisten zu manifestieren. Indem man die sogenannten historischen, innerrepublikanischen Grenzen des jugoslawischen Staates beibehielt, die nie »natürliche« Grenzen waren, und sie einfach zu neuen, völkerrechtsverbindlichen Staatsgrenzen erklärte, wurden durch die selektiven Anerkennungen (Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina) und Nichtanerkennungen (Republik Serbische Krajina, Republika Srpska, Herceg-Bosna) neue Konflikte programmiert.

Besonders in den ersten Wochen und Monaten nach Kriegsausbruch, als es allen Seiten um die Gewinnung und Sicherung von möglichst viel zusammenhängendem Territorium ging, wurden zahlreiche Zivilisten zu Opfern von Massakern: in Kroatien bzw. der Krajina vor allem im Sommer und Herbst 1991, in Bosnien und der Herzegowina im Frühjahr und Sommer 1992. Entgegen der Berichterstattung und Stimmungsmache im Westen waren diese Opfer aber nicht nur Muslime und Kroaten, sondern – vor allem in Westslawonien, der Krajina und im zentralen Teil Bosniens – auch Serben. Hierzulande war der Eindruck erweckt worden, als sei eine externe Macht, die Serben, in Bosnien-Herzegowina einmarschiert und hätte innerhalb kürzester Zeit 70 Prozent des Landes okkupiert. Tatsächlich lebten Muslime, Kroaten und Serben vor Kriegsbeginn gemeinsam, vor allem aber auch gemischt, auf dem gesamten Gebiet des jugoslawischen Bosnien-Herzegowinas. Obwohl der serbische Anteil an der Gesamtbevölkerung bei nur 30 Prozent lag, lebten diese territorial gesehen auf rund zwei Dritteln des Landes, da sie in ihrer überwiegenden Mehrheit eher zur Landbevölkerung zählten, Muslime dagegen stärker in den Städten konzentriert waren. Während der Versuch der serbischen Seite, ihr Territorium zu verteidigen, als »aggressiver Akt« und »großserbischer Chauvinismus« bezeichnet wurde, galten die kroatischen und muslimischen Kriegsakte als »Verteidigung« oder »Befreiung besetzter Gebiete«.

Das offiziell vorgebrachte Argument des Westens für die Anerkennung Bosnien-Herzegowinas als eigenständiger Staat war, eine weitere Destabilisierung der Republik zu verhindern und deren territoriale Einheit zu unterstützen. Das aber erklärt nicht, warum dann nicht zuvor die Einheit Jugoslawiens unterstützt wurde. Denn die Mehrheit der gesamtjugoslawischen Bevölkerung trat nach wie vor für diese Option ein. Es gab immer nur in einzelnen Republiken ethnisch definierte Mehrheiten für eine Sezession, aber keine gesamtjugoslawische Abstimmung, wie es die Verfassung eigentlich vorsah. Der große Widerspruch der EU-europäischen und US-amerikanischen Politik bestand darin, die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Bosnien-Herzegowina als multiethnischen Gesamtstaat gegen den Willen eines großen Teils der Bevölkerung – im Prinzip gegen den Willen der ethnischen Gruppe, die zudem zuvor den Status eines konstitutiven Staatsvolks hatte – erhalten bzw. schaffen zu wollen. Warum das Zusammenleben der verschiedenen Völker in dem ethnisch heterogenen Bosnien-Herzegowina besser funktionieren sollte als im multinationalen Bundesstaat Jugoslawien bleibt das große Geheimnis der westlichen Anerkennungspolitik.

Das vor allem von der deutschen Außenpolitik angeführte Diktum des »Selbstbestimmungsrechts der Völker« kam dort zum Tragen, wo es den eigenen Interessen dienlich war. Während das Selbstbestimmungsrecht der Kroaten oder der bosnischen Muslime anerkannt und mit der Unterstützung der Eigenstaatlichkeit verknüpft wurde, wurde dieses Recht für die serbische Seite negiert.

NATO als Schutzschild

Wie zuvor in Kroatien war ein weiterer Vermittlungsprozess durch die Anerkennung auch hier erschwert worden, da die bosnische Regierung unter Präsident Alija Izetbegović diese als Bekräftigung ihrer Sezessionsposition betrachten konnte. Die Politik von USA und EU-Europäern setzte weiter auf einen gesamtbosnischen Staat, der faktisch nie existiert hatte. Wie die Kroaten unter dem Nationalisten Tudjman in Zagreb, so hoffte auch die muslimische Führung in Sarajewo im Gefolge ihrer Anerkennung im April 1992 auf weitere westliche Unterstützung, vor allem aber auf eine militärische Intervention.

Diese sollte schließlich gut drei Jahre und Zehntausende Tote später kommen. Mit den intensiven Luftangriffen auf militärische und logistische Ziele der bosnischen Serben im September 1995 unternahm die NATO eine quantitativ wie qualitativ neue Form des Gewalteinsatzes im Bürgerkrieg. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es insgesamt zehn Kampfeinsätze von NATO-Flugzeugen gegeben, die jeweils gegen Einzelziele gerichtet waren. Für die Kriegsparteien am Boden spielten diese Angriffe eine psychologische Rolle, militärisch waren sie jedoch eher von symbolischer Bedeutung. Im Unterschied dazu zielten die NATO-Bombardements ab dem 30. August 1995 auf eine Revision der militärischen Lage zuungunsten der bosnischen Serben, denen ohnehin die Alleinschuld am Krieg zugeschrieben wurde.

Die – über Wochen vorbereitete – »Operation Deliberate Force« wurde zunächst mit einem Angriff auf einen Marktplatz in Sarajewo begründet, dem sogenannten Markale-Massaker, bei dem am 28. August 37 Menschen getötet worden waren. Bereits am zweiten Tag der Bombardierungen hieß es aus UN-Kreisen, es ginge darum, die bosnischen Serben an den Verhandlungstisch zu zwingen. Dafür hatten diese jedoch schon vor Beginn der NATO-Intervention eine Verhandlungsdelegation gebildet. Am dritten Tag wurde die Forderung nach einseitigem Abzug der schweren Waffen aus der Umgebung von Sarajewo als ein weiteres Ziel genannt. Faktisch ging es um die Demilitarisierung der Serben mit anschließender ethnischer Homogenisierung der jeweils gehaltenen Gebiete.

Der in Dayton ausgehandelte Frieden war das Ergebnis der mehrere Jahre andauernden politischen, diplomatischen, ökonomischen und militärischen Intervention von NATO-Staaten. Diese vielfältige Intervention ist mit dafür verantwortlich, dass der Krieg auf dem früheren Gebiet der jugoslawischen Republik Bosnien-Herzegowina nicht bereits im Spätsommer 1992 endete. Zu diesem Zeitpunkt war die territoriale Scheidung Jugoslawiens auch dort vollzogen. In allen jugoslawischen Republiken war nun klar geworden, wo sich die antijugoslawischen Sezessionisten aus eigener Kraft durchzusetzen vermochten und wo nicht. Die Interventionen des Westens waren es, die es der kroatischen und muslimischen Führung erlaubten, den Krieg fortzusetzen, um dieses Ergebnis vom Spätsommer 1992 irgendwann doch noch zu revidieren. Zum Preis hoher Opfer vor allem in der Zivilbevölkerung konnten sie darauf zählen, dass der Westen mit seinen vielfältigen Interventionen ein Scheitern von Offensiven der kroatischen und muslimischen Verbände verhindern half und die Gegenoffensiven der bosnisch-serbischen Streitkräfte stoppte.

US-General Charles G. Boyd wies darauf in einer Analyse in der Zeitschrift Foreign Affairs hin, die im Herbst 1995 unter dem Titel »Making Peace with the Guilty. The Truth about Bosnia« erschien und dem gängigen antiserbischen Narrativ widersprach: »Im Rahmen dieser Kampagne haben die Muslime ohne Unterbrechung versucht, die UNO und die NATO (mittels der Sicherheits-, Flugverbots-, Ausschluss- und entmilitarisierten Zonen) als Schutzschilde einzusetzen, die es ihnen erlaubten, die eigenen Truppenkonzentrationen in den jeweiligen Gebieten zu reduzieren, um sie anderswo zu massieren. Den Schutz der durch den Abzug der eigenen Truppen geschwächten Gebiete überließen die Muslime der UNO.«

Ab Spätsommer 1992 wurden die westlichen Interventionen auf diplomatischem, wirtschaftlichem und militärischem Feld zu einem entscheidenden Faktor, nachdem die einseitige Anerkennung bereits die Lunte am Pulverfass gelegt hatte. Insofern stehen die »Operation Deliberate Force« sowie das Abkommen von Dayton und der darin paraphierte Frieden auch für mindestens drei Jahre sinnlosen Krieges, der rund 100.000 Todesopfer forderte, 40.000 davon Zivilisten. Die Parteinahme des Westens hat mitverhindert, dass bereits drei Jahre früher, auf dem Weg einer zwangsläufigen Deeskalation, ein faktischer Frieden zustande gekommen wäre. Es war damals allen Kriegsparteien klar, dass auf dem Schlachtfeld keine weiteren Gebiete für die kroatische und muslimische Sezession Bosnien-Herzegowinas erkämpft werden konnten. Erst die Bewaffnung der Muslime und Kroaten durch die USA, ihre militärische Ausbildung und die Bereitstellung geheimdienstlicher Informationen konnten sie auf eine Kriegswende zu ihren Gunsten hoffen lassen. Parallelen zum Ukraine-Krieg und den vom Westen torpedierten Istanbuler Friedensverhandlungen im Frühjahr 2022 bis hin zur Obstruktionspolitik heute sind augenscheinlich.

Die Hoffnung auf eine militärische Intervention des Westens für ihre Seite führte bei den bosnischen Muslimen und Kroaten dazu, in den vielfältigen Verhandlungen unentwegt an der Maximalposition eines einheitlichen bosnischen Staates festzuhalten und einer politisch wie militärisch längst Realität gewordenen Teilung des Landes unter den Konfliktparteien nicht zuzustimmen. Die serbische Seite wiederum konnte lange Zeit eine Blockadehaltung einnehmen im Glauben, dass die NATO (noch) nicht zu einer erheblichen militärischen Intervention bereit war. Mit der »Operation Deliberate Force« sollte sich dies ändern.

Aus dem NATO-Bombenkrieg wurde später das Konzept der sogenannten Schutzverantwortung (Responsibility to Protect) abgeleitet, mit der sich der westliche Militärpakt eine Daseinsberechtigung nach Ende des Kalten Krieges und der Auflösung der Sowjetunion samt Warschauer Vertragsorganisation zurechtlegte. Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 schließlich war durch offenen Völkerrechtsbruch gekennzeichnet. In der Berliner Politikblase gilt gleichwohl der 24. Februar 2022 als das Datum, an dem der Krieg nach Europa zurückgekommen sei.

Faktisch Kolonie

In Bosnien sind – wie im Kosovo – bis heute Truppen der NATO stationiert, das Land steht faktisch unter einem Kolonialregime. Zur Überwachung des Dayton-Abkommens wurde eigens das Amt eines »Hohen Repräsentanten« geschaffen. Dieser wird von einem »Friedensimplementierungsrat« aus mehr als 50 Staaten ernannt. Seit vier Jahren übt der CSU-Politiker Christian Schmidt diese Funktion aus. Zuvor war er 2014 bis 2018 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Der Hohe Repräsentant ist ermächtigt, Entscheidungen mit Gesetzeskraft zu erlassen, »wenn die lokalen Parteien nicht in der Lage oder nicht willens sind, zu handeln«. Und der Westrepräsentant kann bosnische Beamte feuern, von denen er meint, dass sie gegen rechtliche Verpflichtungen oder allgemein gegen das Dayton-Abkommen verstoßen. Milorad Dodik, Präsident der Republica Srpska und von der Zentralregierung in Sarajewo gleichzeitig mit Haftbefehl gesucht, sagte dazu unlängst in der Berliner Zeitung: »30 Jahre nach Dayton zeigt sich, dass Bosnien-Herzegowina ohne den Schutz durch das Ausland nicht funktioniert. Gleichzeitig wissen wir überhaupt nicht, wessen Protektorat wir hier eigentlich sind. Da kommen Leute, die keinerlei Befugnisse haben und uns Gesetze auferlegen. Leute, die man wie in alten Zeiten als Kolonialherren bezeichnen muss. Die wollen uns ihre Regeln aufzwingen. Überall woanders ist das längst Vergangenheit; nur hier gibt es das noch.«


Info: https://www.jungewelt.de/artikel/507356.jugoslawien-der-erste-nato-krieg.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.09.2025

Bertold Brecht schrieb an den Bundestag

aus e-mail von Inga Schmalz, 1. September 2025, 14:01 Uhr

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.09.2025

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nachdenkseiten.de, 01. September 2025 um 9:00 Ein Artikel von Oskar Lafontaine

Durch Propaganda vergiftet, verliert Europa seinen Kompass. Albert Einstein sagte einmal: „Die Masse ist niemals kriegslüstern, solange sie nicht durch Propaganda vergiftet wird. Wir müssen sie gegen Propaganda immunisieren. Wir müssen unsere Kinder gegen Militarismus impfen, indem wir sie im Geiste des Pazifismus erziehen.“ Die Mittel des klassischen Krieges sind Waffen, die Mittel des Wirtschaftskrieges sind Sanktionen. Der Informationskrieg erzeugt Feindbilder, dämonisiert den Gegner, setzt auf Lügen und das Schüren von Angst. Von Oskar Lafontaine.


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Wenn beispielsweise der deutsche „Verteidigungsminister“ Boris Pistorius uns — wie einst Hitlers Propagandaminister Goebbels – „kriegstüchtig“ machen will, dann muss er Lügen verbreiten und Angst schüren. Er muss wie viele andere Kriegspropagandisten behaupten, dass der Einmarsch der russischen Armee im Februar 2022 unprovoziert und grundlos war; er muss so tun, als hätte es den von den USA finanzierten Maidan-Putsch und den Bürgerkrieg Kiews gegen die Ostukraine mit 14.000 Toten nie gegeben. Er muss Angst schüren und die Lüge verbreiten, Wladimir Putin wolle in einigen Jahren Deutschland und Europa überfallen.

Machtanspruch der USA

Überhaupt ist die Dämonisierung Putins wesentlicher Bestandteil der Kriegspropaganda. Man könne eine Gruppe von Menschen nicht insgesamt hassen, nicht einmal als Feinde, schrieb die belgische Historikerin Anne Morelli 2001 in ihrem Buch „Die Prinzipien der Kriegspropaganda“. Es sei daher wirkungsvoller, den Hass auf die feindliche Führungspersönlichkeit zu richten. Der Gegner bekomme so ein Gesicht, und dieses Gesicht würde Gegenstand des Hasses werden.

Der Informationskrieg zur Vorbereitung des Ukraine-Kriegs begann allerdings lange vor Pistorius. Er hatte seinen Ursprung im Anspruch der USA, die Welt zu beherrschen. Um die Weltherrschaft sicherzustellen, musste verhindert werden, dass auf dem eurasischen Kontinent eine Macht entsteht, die den USA gefährlich werden könnte. In seinem 1994 veröffentlichten Buch „Diplomacy“ schrieb der ehemalige Außenminister Henry Kissinger:

„Und nach wie vor ist die Beherrschung einer der beiden Hauptsphären Eurasiens – Europas also und Asiens – durch eine einzige Macht […] die strategische Gefahr, der sich die Vereinigten Staaten einmal gegenübersehen könnten, gleichviel, ob unter den Bedingungen eines Kalten Krieges oder nicht. Denn ein solcher Zusammenschluss wäre im Stande, die USA wirtschaftlich und letztendlich auch militärisch zu überflügeln, eine Gefahr, der es selbst dann entgegenzutreten gälte, wenn die dominante Macht offenkundig freundlich gesinnt wäre.“

2015 wurde der Geostratege George Friedman konkreter: „Das primäre Interesse der USA, wofür wir seit einem Jahrhundert die Kriege führen – Erster und Zweiter Weltkrieg und Kalter Krieg –, waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann, und unser Interesse war es immer, sicherzustellen, dass das nicht eintritt.“

Mit dem Ukraine-Krieg haben die USA das Ziel, Deutschland und Russland gegeneinander aufzubringen, erreicht. Der in seinem Amt völlig überforderte, korrupte US-Präsident Joe Biden hatte allerdings übersehen, dass mit China auf dem eurasischen Kontinent eine den USA ebenbürtige Macht entstanden war und dass es aus Sicht Washingtons ein großer Fehler war, Russland an die Seite Chinas zu drängen. Donald Trump hat das erkannt: „Die einzige Sache, die wirklich niemand will, ist, dass sich Russland und China verbünden.“ Er sei überzeugt, dass man die Länder schnell voneinander trennen müsse. „Ich denke, das kann ich auch tun. Ich muss sie trennen.“ Nicht zuletzt deshalb will er den Ukraine-Krieg beenden und sich auf die Auseinandersetzung mit China konzentrieren. Das Treffen mit Putin in Alaska und die Audienz, die er den europäischen Vasallen im Weißen Haus gewährte, dienten diesem Ziel. Seine Botschaft war unmissverständlich: Die USA haben ihren Rohstoffdeal und ziehen sich zurück.

Und sie lernen nicht dazu

Die Ukrainer und die Europäer sollen sehen, wie sie den von den USA provozierten Krieg gegen Russland zu Ende bringen und wie sie mit den verheerenden Folgen dieses Krieges zurechtkommen. Und jetzt machen die Europäer das, was sie über viele Jahre versäumt haben: Sie proben den Aufstand, aber zum falschen Zeitpunkt und mit den falschen Zielen. Sie wollen den Krieg weiterführen, obwohl er verloren ist. Sie machen sich nur noch lächerlich und fordern einen bedingungslosen Waffenstillstand, nachdem die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ehemalige französische Präsident François Hollande zugegeben haben, dass sie beim letzten Mal, beim Minsker Abkommen, falschgespielt und Putin über den Tisch gezogen haben. Sie fordern zur Friedenssicherung NATO-Truppen in der Ukraine, als wüssten sie nicht, dass die russische Armee einmarschiert ist, weil Putin keine NATO-Truppen und -Raketen an der russischen Grenze wollte. Merken sie nicht, dass sie immer mehr ins Abseits geraten und dass die Welt sie nicht mehr ernst nimmt?

Und sie lernen auch nicht dazu. Wie im Stellvertreterkrieg mit Moskau ist es den transatlantischen Netzwerken und der Propaganda-Armee der Vereinigten Staaten bereits gelungen, die Europäer auch bei der Auseinandersetzung mit China vor ihren Karren zu spannen. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping oder sein Nachfolger wird den russischen Präsidenten Putin bald als bevorzugtes Ziel der US-Kriegspropaganda ablösen. Wenn die Europäer auch im Kampf der USA gegen China die folgsamen Vasallen bleiben und nach dem Verlust der preiswerten russischen Energieversorgung auch die für beide Seiten so ertragreichen Wirtschaftsbeziehungen zum Reich der Mitte zurückfahren, dann ist der Niedergang Europas nicht mehr aufzuhalten.

Der Artikel ist zuerst in der Weltwoche Nr. 35.25 erschienen.


Titelbild: Anton27/shutterstock.com


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Strategien der Meinungsmache


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.09.2025

Krieg und Terror bleiben untrennbar miteinander verbunden!


Leserinnen und Lesern zur Information,


die Initiative „Kein Militär mehr!“ zum Antikriegstag, 1. September 2025


Krieg und Terror bleiben untrennbar miteinander verbunden!


Am Beispiel des Strebens für einen "Gerechten Frieden in Nahost", der Aner-

kennung Palästinas als Staat und der Befreiung von dessen Unterdrückung

durch das israelische Besatzungsregime, bleibt das nicht nur die gerechte Sache des palästinensischen Volkes, sondern ebenso der ganzen Weltgemeinschaft.


Der Selbstverteidigungsanspruch des palästinensischen Volkes, der im

Völkerrecht verankert ist, entgleiste nicht erst mit den Gewalttaten durch die Hamas am 7. Oktober 2023, in den Terror. Solche Terrorgruppen aber, auch mit jüdischem Kontext, dann gegen das Entstehen eines Palästinenserstaates

gerichtet, wirkten bereits zur Zeit der Gründung Israels mit. An deren terrorbedingten Erfolgen, orientierte man sich seitdem weltweit.


Krieg und Terror bleiben auch durch den staatlich praktizierten Terror,

untrennbar miteinander verbunden, und können schon deshalb nicht mehr als

Rechtfertigung durch einen Staat einander gegenübergestellt werden. Folglich

sind diese Gewaltmittel schon deshalb untauglich für das nachhaltige Auflösen

von Konflikten. Wobei der Kriegsterror, bis auf Autokraten, niemandem nützt.


Wenn immer noch in der Lutherbibel (Quelle: Römer 13) über das Verhältnis

zur staatlichen Gewalt zu Lesen steht,


„Jedermann sei untertan der Obrigkeit[1], die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, ist sie von Gott

angeordnet. 2 Darum: Wer sich der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt

Gottes Anordnung; die ihr aber widerstreben, werden ihr Urteil empfangen. 3

Denn die Gewalt haben, muss man nicht fürchten wegen guter, sondern wegen

böser Werke“,


so verlor dieses, mit seinem bereits damals unzeitgemäß gewordenen Wortlaut beschriebene Gewaltverhältnis, den auslegbaren Anspruch auf seine berechtigt dauerhafte Gültigkeit, wo solch Willkür und Terror, gar Aufforderungen zum Töten ganzer Bevölkerungsgruppen im Namen Gottes, von der Obrigkeit im Staate selbst ausgehen oder/und von dort aus weiterhin geduldet werden.


Unsere weltweiten zivilisatorischen Errungenschaften wie des Völkerrechts

über die Charta der Menschenrechte, bestenfalls eingearbeitet in die

Verfassungen der Staaten und Völker, bleiben uns hier weiter vorrangig

verbindlicher internationaler Maßstab und Rechtsanker.


Was in diesem Sinne gültigem und einklagbarem internationalem Recht

für alle Menschen entspricht, dessen Einhaltung fordern wir hiermit von allen ein!


V.i.S.d.P., Thomas Bauer, für die Initiative „Kein Militär mehr!“



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01.09.2025

Entscheidung erneut verschoben   Erneut keine Entscheidung über die Zukunft des deutsch-französischen Kampfjets der sechsten Generation (FCAS) beim deutsch-französischen Ministerrat. Die Zukunft des 100-Millionen-Euro-Projekts bleibt damit ungewiss.

german-foreign-policy.com, 1. September 2025

PARIS/BERLIN (Eigener Bericht) – Der 25. deutsch-französische Ministerrat im französischen Toulon am Freitag hat bezüglich des bedeutendsten deutsch-französischen Rüstungsprojekts keine Fortschritte gebracht. Über die Zukunft des Future Combat Air Systems (FCAS), eines Kampfjets der sechsten Generation, soll, wie bereits vor dem Treffen bekanntgegeben wurde, erst gegen Ende des Jahres entschieden werden. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2017 streiten Deutschland und Frankreich um die Aufteilung der Anteile an dem Vorhaben, dessen Kosten auf 100 Milliarden Euro geschätzt werden. Das Ministertreffen in Toulon brachte jedoch einige andere Ankündigungen hervor, darunter eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Energiebereich sowie die Organisation von „strategischen Dialogen” über eine gemeinsame nukleare Abschreckung der EU. Letztere wäre allerdings auf einen eigenständigen europäischen Kampfjet wie das FCAS angewiesen. Inzwischen haben mehrere europäische Staaten Interesse bekundet oder sogar Schritte unternommen, sich dem FCAS-Programm anzuschließen. Belgien hat 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt; Spanien, die Schweiz und Portugal ziehen eine Abkehr vom Kauf des US-Kampfjets F-35 in Betracht.


Zitat: „Nicht diskutiert“

Das 25. deutsch-französische Ministertreffen am Freitag im französischen Toulon hat keine Fortschritte beim FCAS hervorgebracht. Zuvor war bei einem Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron im Juli in Berlin beschlossen worden, der Ministerrat solle eine Entscheidung über das Kampfflugzeug der sechsten Generation treffen.[1] Nun wurde dies jedoch erneut verschoben.[2] Grund ist, dass der Streit um die Aufteilung der Entwicklungs- und Produktionsanteile an dem Projekt andauert. Frankreich fordert größere Anteile; deutsche Medien behaupten, es gehe um bis zu 80 Prozent. Merz hat diese Forderung diesmal direkt kritisiert. Kurz vor seiner Abreise nach Frankreich erklärte er, die Forderung nach einer größeren Rolle des französischen Konzerns Dassault Aviation „erleichtere die Sache nicht”; das Thema werde „bei den deutsch-französischen Regierungskonsultationen” in Toulon „nicht diskutiert”. Der Bundeskanzler betonte jedoch die Notwendigkeit eines „neuen Kampfflugzeugs in Europa”; bis Ende dieses Jahres solle eine Entscheidung darüber getroffen werden. Allerdings wird Kritik an der erneuten Verschiebung laut. So hatte Christoph Schmid, Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, bereits vor dem Ministertreffen gewarnt: „Wenn wir in Toulon keine Entscheidung für den Eintritt in Phase 2 treffen, wird alles immer schwieriger“.[3] Die zweite Phase betrifft die Entwicklung flugtauglicher Demonstratoren.


Strategischer Dialog

Auf dem Treffen in Toulon unter der Leitung von Merz und Macron wurde jedoch eine Reihe anderer Ankündigungen getätigt. So stellten Merz und Macron eine „Franco-German Economic Agenda” vor, die sich unter anderem auf die Bereiche Rüstung, Industrie und Digitalpolitik erstreckt und darauf abzielt, gemeinsame Initiativen und koordinierte Positionen „auf internationaler, EU- und bilateraler Ebene” zu entwickeln.[4] Der Schwerpunkt der Agenda liegt auf der Vereinbarung, den Energiemarkt beider Länder besser zu integrieren. Die Bundesregierung sagt zu, EU-Zuschüsse für französische Atomenergieprojekte nicht mehr zu blockieren; Paris wiederum will die seit langem ins Stocken geratene Pipeline H2Med unterstützen, die grünen Wasserstoff aus Spanien und Portugal über Frankreich nach Deutschland leiten soll. Bei dem Treffen in Toulon wurde zusätzlich ein fünfseitiges Dokument veröffentlicht, in dem die Schlussfolgerungen des deutsch-französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats vom Freitag zusammengefasst sind.[5] Das Papier hebt den bedeutenden Beitrag der „unabhängigen strategischen Nuklearstreitkräfte Frankreichs” zur Gesamtsicherheit des transatlantischen Bündnisses hervor und kündigt die Aufnahme eines „strategischen Dialogs” zwischen Deutschland und Frankreich über die nukleare Abschreckung an. Es erwähnt jedoch das FCAS mit keinem Wort.


Geprägt von Streitigkeiten

Das ist bemerkenswert. Das FCAS, das im Jahr 2017 offiziell als deutsch-französisches Projekt angekündigt wurde, zielt darauf ab, einen Nachfolger für den Eurofighter und die französische Rafale zu entwickeln. Es soll zugleich die Abhängigkeit der EU von den USA verringern und gilt als „Lackmustest” für die Fähigkeit der Mitgliedstaaten, in Rüstungsfragen „nationale Interessen in den Hintergrund zu stellen”.[6] Ursprünglich hatten sich Deutschland und Frankreich zusammengeschlossen, um einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, der in Verbindung mit anderen Jets, Lenkwaffen, Drohnen und Drohnenschwärmen eingesetzt werden kann.[7] Allerdings gab es von Anfang an Streitigkeiten zwischen beiden Seiten über die Aufteilung der Entwicklungs- und Produktionsanteile. Der Streit eskalierte mit der Aufnahme Spaniens im Jahr 2019, die von Deutschland vorangetrieben wurde. Sie erhöht das Gewicht der Bundesrepublik in dem Projekt, da nun auch der spanische Airbus-Ableger beteiligt ist. Frankreich wiederum legt großen Wert auf die unabhängigen Fähigkeiten seiner Rüstungsindustrie, die es einst mit der eigenständigen Entwicklung der Rafale-Jets unter Beweis gestellt hat. Bei einem Scheitern des FCAS, dessen Kosten auf rund 100 Milliarden Euro geschätzt werden, werde es „immer unwahrscheinlicher“, dass in Zukunft „große gemeinsame Verteidigungsanstrengungen in Europa“ unternommen würden, konstatierte kürzlich die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).[8]

„Nukleare Unabhängigkeit“

Die zweite Amtszeit von Donald Trump hat nun aber die Stimmen in Deutschland verstärkt, die fordern, den nuklearen Schutzschild der USA über Europa durch einen unabhängigen europäischen Schutzschild zu ersetzen. Im Februar dieses Jahres äußerte Merz, „Europa“ müsse „nuklear unabhängiger von den USA“ werden.[9] Frankreich ist das einzige Land in der EU, das über eigene Atomwaffen verfügt; Deutschland hingegen hat nur die „nukleare Teilhabe“ mit den USA, in deren Rahmen deutsche Flugzeuge im Kriegsfall die in Büchel (Eifel) gelagerten US-Atombomben zu einem Ziel transportieren und sie dort abwerfen können.[10] Bislang sind Tornado-Kampfflugzeuge für diesen Zweck vorgesehen. Die veraltete Flotte muss jedoch in Kürze ersetzt werden. Zunächst waren Eurofighter als Nachfolger in Betracht gezogen worden; doch wäre für ihre Nutzung für den Transport von US-Atomwaffen eine Zertifizierung durch die USA erforderlich gewesen. Diese hätte die Industriegeheimnisse des europäischen Kampfflugzeugs offengelegt. Aus diesem Grund entschied sich Berlin, für die nukleare Teilhabe den US-Kampfjet F-35 zu beschaffen. Frankreich hingegen will für seine Atomwaffen, sobald seine Rafale-Jets ersetzt werden müssen, das FCAS zur Verfügung haben. Ein Rückgriff auf einen US-Jet kommt für Paris nicht in Betracht. Das FCAS wäre deshalb auch für eine „europäische“ Nutzung der französischen Atomwaffen unverzichtbar.


Neue Interessenten

Obwohl das FCAS-Projekt mit Verzögerungen zu kämpfen hat, haben in jüngster Zeit mehrere andere europäische Staaten ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. So hat beispielsweise Belgien Schritte unternommen, um sich an dem Programm zu beteiligen. Im Juli dieses Jahres verabschiedete die belgische Regierung eine neue „Strategische Vision 2025”, in deren Rahmen sie 300 Millionen Euro für den Beitritt zum FCAS-Projekt und für die Teilnahme an dessen Entwicklungsphase für die Jahre von 2026 bis 2030 bereitzustellen verspricht.[11] Allerdings hat Belgiens Plan, elf in den USA hergestellte Kampfflugzeuge des Typs F-35A zu kaufen, Kritik von Dassault-Chef Eric Trappier hervorgerufen; Trappier erklärte, Belgien sei „willkommen”, sich dem FCAS anzuschließen, wenn es „die Idee des Kaufs von F-35 aufgibt”.[12] Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken erklärte daraufhin, die belgische Regierung werde „ihre Position im FCAS-Projekt überprüfen“, da sie „sich keine Lektionen von arroganten Industriellen erteilen lassen kann“. Spanien hingegen hat kürzlich beschlossen, den Plan zum Kauf von F-35-Jets auf Eis zu legen, und sucht nach europäischen Alternativen wie dem Eurofighter oder dem FCAS.[13] In ähnlicher Weise dringen Parlamentarier in der Schweiz auf die Streichung der Beschaffung von 36 F-35-Kampfflugzeugen. Damit reagieren sie auf die Entscheidung von US-Präsident Trump, Zölle in Höhe von 39 Prozent auf die Einfuhr von Schweizer Waren zu erheben.[14] Schließlich deuten Berichte darauf hin, dass auch Portugal auf den Kauf von F35-Jets verzichten könnte; es hat mittlerweile Interesse bekundet, dem FCAS-Projekt als Beobachter beizutreten.[15]

 

[1] S. dazu Noch immer kein Take-off.

[2] Iain Rogers: Germany and France Postpone FCAS Fighter Decision to End of Year. bloomberg.com 27.08.2025.

[3] Sabine Siebold: German lawmaker says Berlin could leave Franco-German jet project. reuters.com 27.08.2025.

[4] Franco-German Economic Agenda. 29.08.2025.

[5] Conclusions of the Franco-German Defense and Security Council. 29.08.2025.

[6] Dominic Vogel: Future Combat Air System: Too Big to Fail. SWP-Aktuell Nr. 98. Berlin, Dezember 2020.

[7] S. dazu Milliarden für künftige Kriege.

[8] Dominic Vogel: Future Combat Air System: Too Big to Fail. SWP-Aktuell Nr. 98. Berlin, Dezember 2020.

[9] Merz will mit europäischen Atommächten über Atomschutzschild sprechen. zeit.de 21.02.2025.

[10] S. dazu Festtage für die Rüstungsindustrie (II).

[11] Despite FCAS Fighter Program Nearing Collapse, Belgium Still Seeks to Join as a Full-Fledged Partner. defense-ua-com 24.07.2025.

[12] Charlotte Van Campenhout: Belgium reconsiders FCAS role after Dassault CEO slams F-35 purchase. reuters.com 25.07.2025.

[13] Csongor Körömi: Spain scraps plans to buy F-35 fighter jets. politico.eu 06.08.2025.

[14] Chris Lunday, Jacopo Barigazzi: Swiss lawmakers turn against F-35 deal after Trump’s tariff bombshell. politico.eu 11.08.2025.

[15] Peter Suciu: Will Portugal Join One of Europe’s Sixth-Generation Fighter Programs? nationalinterest.org 05.08.2025.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10095


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31.08.2025

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31.08.2025

Jeffrey Sachs: "NATO hätte bereits 1990 aufgelöst werden sollen"  

freedert.online, 31 Aug. 2025 21:12 Uhr

Die Nordatlantische Allianz wurde als Gegengewicht zur UdSSR geschaffen, meint der renommierte US-Ökonom Jeffrey Sachs in einem Interview. Nach der Auflösung des Warschauer Pakts in den frühen 1990er-Jahren hätte das Bündnis aufhören sollen zu existieren.


Quelle: Gettyimages.ru © Jonathan Ernst / Pool


Symbolbild


Professor Jeffrey Sachs, einer der bekanntesten US-amerikanischen Ökonomen, hat der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti ein Interview gegeben. "Die NATO hätte bereits 1990 aufgelöst werden sollen, als Präsident der UdSSR Gorbatschow den Warschauer Pakt auflöste", meinte der Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University in New York.

Sachs führte hierbei aus:

"Schließlich war die NATO ein Vertrag zur Verteidigung gegen die Sowjetunion, die es heute nicht mehr gibt. In diesem Sinne ist die Bestimmung des Bündnisses definitiv überholt. Es ist zu einem Instrument zur Ausweitung der US-amerikanischen Macht geworden, und das ist nicht, was die NATO sein sollte."


Asien erreicht das, was Europa nicht gelungen ist





Analyse

Asien erreicht das, was Europa nicht gelungen ist




Das Gespräch mit Sachs fand im Vorfeld des Östlichen Wirtschaftsforums (EEF) statt, das vom 3. bis 6. September in der russischen Hafenstadt Wladiwostok im Fernen Osten durchgeführt wird. Der US-Ökonom wird bei der Großveranstaltung an einer Sitzung zum Thema "UN-Entwicklungsagenda nach 2030" teilnehmen.

Ein Protokoll zur Beendigung des Warschauer Pakts wurde am 1. Juli 1991 von den Teilnehmerstaaten Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien, der UdSSR und der Tschechoslowakei in Prag unterzeichnet. Die Organisation des Warschauer Pakts wurde im Mai 1955 gegründet. Sie stellte ein militärisch-politisches Bündnis der UdSSR und osteuropäischer Staaten mit defensivem Schwerpunkt dar. 

In der jüngsten Vergangenheit hat Russland beispiellose Aktivitäten der NATO an seinen Westgrenzen beobachtet. Das Bündnis weitet seine militärischen Initiativen stetig aus und begründet das mit der "Eindämmung der russischen Aggression". Moskau hat mehrfach seine Besorgnis über die Aufstockung der NATO-Kräfte in Europa geäußert.

Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Tucker Carlson erklärt, dass sein Land nicht die Absicht habe, NATO-Mitgliedsstaaten anzugreifen. Dies habe keinen Sinn, betonte Putin.

Zugleich wies der russische Staatschef darauf hin, dass westliche Politiker der Bevölkerung in ihren Ländern regelmäßig mit einer angeblichen russischen Bedrohung Angst einflößten, um die Menschen von innenpolitischen Problemen abzulenken. "Intelligente Menschen verstehen jedoch ganz gut, dass es sich dabei um einen Fake handelt", betonte Putin.


Mehr zum Thema ‒ Jeffrey Sachs warnt: Die Europäische Union könnte auseinanderbrechen


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Video https://rumble.com/v6ya4r6-ehemaliger-rada-sprecher-parubi-in-lwow-erschossen.html

  Dauer 4:50 Min.



Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/254727-jeffrey-sachs-nato-haette-bereits/


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31.08.2025

Kiews Drohnenagriffe auf Russlands Erdölindustrie – Westen probt totalen Infrastruktur-Krieg

freedert.online, 31 Aug. 2025 19:13 Uhr, Von Dmitri Jewstafjew

Kiew wechselt die Strategie: Statt medialer "Siege" zielen systematische Angriffe auf russische Raffinerien mit westlicher Unterstützung nun auf sozial-politische Destabilisierung. Russland muss reagieren – auch um weitere Eskalation zu vermeiden.


Kiews Drohnenagriffe auf Russlands Erdölindustrie – Westen probt totalen Infrastruktur-KriegQuelle: Sputnik © Jewgeni Bija

tow


Symbolbild: Russische Soldaten bedienen einen Luftabwehrkomplex.


Es ist einzugestehen, dass die gezielte Serie von Angriffen des Kiewer Regimes auf russische Ölraffinerien trotz der Wirksamkeit der russischen Luftabwehr gewisse Ergebnisse erzielt hat. Die Angriffe sind systematisch und konzentriert, in den vergangenen Monaten wurden über zehn russische Raffinerien als Ziele ausgewählt. Die Folgen sind spürbar, unter anderem durch den Verlust wertvoller Erdölprodukte.

Freilich sind solche Aktionen Kiews de facto eine Anerkennung der eigenen Unfähigkeit, den Kampfverlauf auf dem Schlachtfeld zu wenden. Dies hebt die negative Wirkung der Angriffe allerdings nicht auf.

In der Sprache der Geostrategie formuliert, beobachten wir den Versuch eines Übergangs vom politisch-informationellen Krieg gegen Russland zu einer neuen Art der Konfrontation. Im Modell des politisch-informationellen Krieges besteht die Hauptaufgabe darin, mitunter militärisch und politisch sinnlose, aber medienwirksame und aufsehenerregende Ergebnisse zu erzielen. Diese können dann den westlichen Geldgebern als Beweis für die Handlungsfähigkeit der Regierung in Kiew und eine angebliche Möglichkeit verkauft werden, Russland in Zukunft eine entscheidende Niederlage zuzufügen.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Kiew geht zu einem sozial-politischen Krieg über, der auf die Destabilisierung der Lage in der Russischen Föderation abzielt. Dabei sollen Elemente sozialer Unzufriedenheit innerhalb der russischen Gesellschaft erzeugt werden, was nach Vorstellung der Ukraine den gesellschaftlichen Zusammenhalt um die Aufgaben der Spezialoperation erschweren soll. Beachten wir, wie das Thema eines angeblichen Treibstoffmangels auf der Krim hochgespielt und ausgerechnet mit den Angriffen auf Raffinerien in Verbindung gebracht wurde. Imageverluste und sogar Kritik westlicher Staaten kümmern Wladimir Selenskij nicht besonders. Das zeigte er mit seiner unverschämten Reaktion auf die Erklärungen der Slowakei und Ungarns anlässlich der Angriffe auf die Druschba-Pipeline.

Ein solcher Strategiewechsel markiert wahrscheinlich eine ernste Wende in der Stimmungslage nicht nur beim Kiewer Regime, sondern auch bei seinen Geldgebern und ist der Einsicht verbunden, dass in der Konfrontation mit Russland kein Sieg zu erreichen ist. Das bedeutet nicht, dass Kiew und seine Gönner zu einem sachlichen Gespräch über die Bedingungen eines Friedensabkommens bereit sind. Vielmehr bedeutet das, dass sie auf die Erzeugung einer sozial-politischen Destabilisierung innerhalb Russlands setzen. Ihrer Vorstellung nach soll dies Russlands Führung dazu zwingen, auf das vollständige Erreichen der Ziele der Militäroperation zu verzichten.


Hat die Ukraine gerade Ungarn den Krieg erklärt?





Meinung

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Das von Kiew eingesetzte Modell der Kriegführung gegen Russland ist nicht neu. Die Ausschaltung von Raffinerien und Objekten der Treibstoffinfrastruktur wurde wiederholt sowohl von sowjetischen als auch von US-amerikanischen Fachleuten als eines der Instrumente der direkten militärischen Konfrontation zwischen Russland und den USA beschrieben, das gleichzeitig eine nukleare Eskalation vermeidet.

Besonders hervorzuheben ist Andrei Afanasjewitsch Kokoschin, der mehrfach auf die Erdölverarbeitung als einen Faktor der strategischen Verwundbarkeit selbst der größten Staaten hingewiesen hat. Die Idee, nicht nur die Logistik des Gegners, sondern auch sein soziales System zu lähmen, ist eine der Grundlagen der US-Strategie des "begrenzten Krieges" aus der Zeit des Kalten Krieges. Dabei wurde sie, entgegen zahlreichen Behauptungen, in ihrer komplexen Form zu jener Zeit niemals angewendet.

Zusammen mit typisch "britischen" Methoden der Sabotage und des Terrors, darunter persönlichen Terrors, beobachten wir einen komplexen Versuch, das Schlachtfeld der Spezialoperation grundsätzlich zu verändern und es auf das gesamte Russland auszudehnen. Das neue Modell wird sich kaum nur auf Angriffe auf Raffinerien oder sogar nur auf Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur beschränken. Die Kuratoren des Kiewer Regimes in Washington und London werden sicher versuchen, die Konfrontation zu verschärfen, indem sie bereits zuvor durchaus legitimierte Sabotage- und Terroraktionen hinzufügen. Dennoch sind systematische Angriffe auf Raffinerien und Objekte der Öl- und Gasinfrastruktur das "Herzstück" der neuen Strategie.

Die Bekämpfung dieser Bedrohung muss zur Priorität werden.

An dieser Stelle werden wir zahlreiche Fragen dem Ermessen der Fachleute überlassen und heben drei Hauptrichtungen für die Bekämpfung dieser neuen westlichen Strategie hervor.

Erstens ist es äußerst notwendig, einen neuen Rechtsstatus für kritisch wichtige Objekte festzulegen, vor allem Raffinerien, selbst wenn sie sich formell Privateigentum sind.

Dies ist ein großer Fragenkomplex, der unter anderem ein Verbot der Foto- und Videoaufnahme solcher Objekte, Beschränkungen der Weitergabe von Informationen über die Objekte an "Partner", darunter ausländische Aktieninhaber, sowie die Festlegung des Rechtsstatus von "Sicherheitszonen" um diese Objekte betrifft. Besonders wichtig ist, Verantwortungsbereiche für die Aufrechterhaltung des festgelegten Schutzgrads der Objekte zwischen Staat und den Eigentümern klar abzugrenzen. Im Übrigen ist die Fähigkeit der Wirtschaft, in Sicherheit und Schutz von Objekten wie Raffinerien zu investieren, ohne die gesamte Verantwortung auf den Staat abzuwälzen, ein geeigneter Filter, um staatlich verantwortungsbewusste Unternehmen zu identifizieren.


Kiews Drohnenangriffe bestätigen Moskaus Standpunkt





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Zweitens ist es notwendig, ein mehrstufiges Luftabwehrsystem aufzubauen. Unter anderem sollen die Erfahrungen der Kombination von Luftabwehr auf Landes-, Front- und Objektebene, die in der Zeit des Kalten Krieges gesammelt wurden, studiert und an heutige Bedingungen angepasst werden. Sicher sind nicht alle gesammelten Erfahrungen unter den heutigen Bedingungen verwertbar, zumal auch in jener Zeit nicht alle Probleme in diesem Bereich gelöst wurden. Doch viele organisatorische Lösungen sind auch heute durchaus anwendbar.

Offensichtlich ist die Hauptsache: Eine Bekämpfung des neuen gegen uns gerichteten Kriegsmodells ist im Rahmen der alten Struktur, de facto einer Struktur der Friedenszeit und lokaler Kriege, nicht möglich. Strukturelle Entscheidungen aufzuschieben, bedeutet, den Gegner zu einer Intensivierung der Angriffe zu ermutigen.

Drittens ist es notwendig, Möglichkeiten des "Zivilschutzes" zu stärken und dabei in die Abwehr von Angriffen auf gefährdete Objekte Organisationen einzubeziehen, die sich als patriotisch bezeichnen. Selbstverständlich sollen die Mitglieder dieser Organisationen dabei eine Ausbildung und einen bestimmten Rechtsstatus erhalten.

Vergessen wir nicht die berühmte "Örtliche Luftverteidigung" aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges, in deren Einheiten damals auch berühmte Künstler, Musiker und Schriftsteller Dienst taten. Es scheint, dass die Abwehr von Angriffen des Kiewer Regimes auf Objekte, deren Sicherheit das soziale Wohlbefinden breiter Schichten der russischen Gesellschaft betrifft, eine durchaus würdige Art und Weise ist, den patriotischen Anspruch einiger medienwirksamer Strukturen, die für sich die Rolle einer "Lokalverwaltung" beanspruchen, in der Praxis zu überprüfen. Auch ist dies ein gutes Betätigungsfeld für Erfahrungen von Veteranen der Spezialoperation.

Um das schwierige Thema abzuschließen, sei festgestellt: Die Ukraine ist für den Westen ein Testgelände zur Vorbereitung eines "großen Krieges" gegen Russland und China. Der Westen erprobt neue Methoden, um seine Ziele auf effektive, vor allem aber kostengünstige Weise zu erreichen. Die USA, Großbritannien und eine Reihe anderer Länder bereiten offensichtlich eine neue Generation weitreichender, schwer zu ortender Waffen vor. Die Ukraine ist für sie bereits zu einem "Reißbrett" geworden und könnte in naher Zukunft zu einem "Testgelände" werden. Unter diesen Bedingungen werden Ausarbeitung und Einsatz von Mechanismen zur Bekämpfung neuer Instrumente der westlichen Kriegsführung weitgehend zum Bestandteil der Prävention eines großen europäischen Krieges werden, von dem Euroatlantiker schwärmen.

Übersetzt aus dem Russischen. Dieser Artikel wurde am 28. August speziell für RT verfasst.

Dmitri Jewstafjew ist ein russischer Politologe und Amerikanist. Er ist Doktor der Politikwissenschaften und lehrt am Institut für Medien der Wirtschaftshochschule Moskau. Jewstafjews Spezialgebiete sind militärpolitische Fragen der nationalen Sicherheit Russlands, der Außen- und der Militärpolitik der USA sowie der regionalen Probleme der Kernwaffen-Nichtverbreitung. Er ist Mitverfasser wissenschaftlicher Monografien und zahlreicher Artikel.


Mehr zum Thema: Der Dritte Weltkrieg läuft bereits – Nicht jeder hat es begriffen


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Video https://rumble.com/v6y4670-bundesregierung-schweigt-zu-ukrainischen-angriffen-auf-druschba-pipeline.html Dauer 5:42 Min.


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31.08.2025

Axios: Aus Sicht der USA blockiert die EU einen Frieden in der Ukraine

freedert.online, 31 Aug. 2025 12:32 Uhr

Einige europäische Staatschefs "handeln weiter in einem Märchenland", sagte ein anonymer Mitarbeiter des Weißen Hauses dem Nachrichten-Portal Axios. Ihre Weigerung, die Lage realistisch zu betrachten, werde dazu führen, dass sie sich selbst eine Niederlage bereiten.


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Aaron Schwartz / Pool via


Treffen von Trump mit Selenskij und EU-Vertretern, 18.08.2025


Das Weiße Haus glaubt, dass gewisse europäische Regierungen still die Bemühungen untergraben, den Ukraine-Konflikt zu beenden, indem sie Kiew ermutigen, weiter auf unrealistischen Forderungen zu beharren, auch wenn sie öffentlich die Friedensinitiative von Präsident Donald Trump zu unterstützen scheinen, berichtete Axios.

Mitarbeiter der Trump-Regierung seien zunehmend frustriert durch das, was sie die "maximalistische" Position der EU nennen, und durch deren Erwartungen, dass Washington die Last schultern solle, während sie selbst wenig beitrügen, schrieb das Portal am Samstag.


Kiew nutzt Staatsgebiet von NATO-Staaten für Drohnenangriffe gegen Russlands tiefes Hinterland




Meinung

Kiew nutzt Staatsgebiet von NATO-Staaten für Drohnenangriffe gegen Russlands tiefes Hinterland





"Die Europäer werden diesen Krieg nicht verlängern und unvernünftige Erwartungen einschmuggeln können, während sie erwarten, dass Amerika die Kosten trägt", sagte ein anonymer US-Beamter. "Wenn Europa diesen Krieg eskalieren will, ist das ihre Sache. Aber sie werden hoffnungslos die Niederlage aus den Klauen des Sieges reißen."

"Einige der Europäer arbeiten weiter in einem Märchenland, das die Tatsache ignoriert, dass es zwei braucht, um Tango zu tanzen", sagte eine andere anonyme Quelle.

Trump traf sich diesen Monat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska und begrüßte später den ukrainischen Regierungschef Wladimir Selenskij in Washington. Er drängte eher auf einen dauerhaften Frieden als auf eine Waffenruhe, und drohte auch, sowohl gegen die Ukraine als auch gegen Russland Zölle und Sanktionen zu verhängen, sollten sie in den Gesprächen keine ernsthaften Fortschritte machen.

Trumps Frustration sowohl mit Kiew als auch mit der EU ist auch nach Bericht des The Atlantic in den letzten Tagen gewachsen, der berichtete, der Präsident sehe nun die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer als Hindernisse auf dem Weg eines verhandelten Friedens. In privaten Gesprächen habe Trump wiederholt seine Unzufriedenheit mit Selenskijs Unwillen geäußert, Zugeständnisse zu erwägen, und mit der Weigerung der EU, das zu unterstützen, was für das Weiße Haus ein "realistisches" Ergebnis sei.

"Er will, dass es vorbei ist. Es ist fast unwichtig, wie", sagte ein führender Mitarbeiter zu The Atlantic, und fügte hinzu, Trump habe die Ukraine gedrängt, "etwas Flexibilität zu zeigen".


"Signal gegen Russland" – Merz, Macron und Tusk beim Unabhängigkeitstag Moldawiens





"Signal gegen Russland" – Merz, Macron und Tusk beim Unabhängigkeitstag Moldawiens





Moskau besteht schon lange auf einem Friedensabkommen, das die dem Konflikt zugrundeliegenden Ursachen beseitigt. Es hatte die Erhaltung der Neutralität der Ukraine gefordert, ein Fernbleiben aus der NATO und anderen Militärbündnissen, eine Demilitarisierung und Entnazifizierung und die Akzeptanz der neuen territorialen Realität, darunter der Status der Krim, von Donezk, Lugansk, Cherson und Saporoschje als Teil Russlands – Gebiete, die 2014 und 2022 in Referenden beschlossen hatten, sich dem Land anzuschließen.


Mehr zum Thema – Witkoff: USA streben Beendigung des Ukraine-Konflikts bis Jahresende an


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Video https://rumble.com/v6y9p34-worber-soll-man-reden-poljanski-zweifelt-an-einem-treffen-zwischen-putin-un.html Dauer 2:47 Uhr


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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31.08.2025

Der Irrtum des Fjodor Lukjanow

freedert.online, 31 Aug. 2025 06:15 Uhr, Von Pierre Lévy

Kürzlich wurde die offizielle Fassung des Handelsabkommens zwischen den USA und der EU veröffentlicht. Auch wenn vielfach Kritik daran geäußert wurde, dass die Brüsseler Verhandlungsführer es versäumt haben, "europäische Interessen" zu verteidigen, liegt das Problem eher darin, dass es keine europäischen Interessen gibt.


Der Irrtum des Fjodor LukjanowQuelle: Legion-media.ru


Vor Kurzem – am 21. August – wurde die schriftliche und offizielle Fassung des am 31. Juli zwischen US-Präsident Donald Trump und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ausgehandelten umfassenden Handelsabkommens veröffentlicht. "Abkommen" ist hier eigentlich der falsche Begriff: Selbst die üblichen Befürworter der EU beklagten, dass es sich bei dem Text in Wirklichkeit um ein Diktat Washingtons handele, ohne dass die EU irgendwelche Gegenleistungen erhalte.

Der Inhalt? Die meisten Waren, die die Mitgliedstaaten in die USA exportieren, werden mit einem Zollsatz von 15 Prozent belegt. Man erinnere sich, dass Brüssel noch zu Beginn des Sommers darauf bestanden hatte, einen niedrigen Zollsatz durchsetzen zu können, der auf jeden Fall unter den vom Vereinigten Königreich ausgehandelten zehn Prozent liegen sollte. Gestärkt durch ihre "450 Millionen Verbraucher", wiederholten die 27 Mitgliedstaaten, dass sie "gemeinsam stärker" seien, und versprachen, zu beweisen, dass der Brexit eine schlechte Entscheidung gewesen sei und sich zum Nachteil entwickelt habe ...


Dunkle Wolken über dem Trump-von der Leyen Jahrhundert-Deal




Analyse

Dunkle Wolken über dem Trump-von der Leyen Jahrhundert-Deal






Unter den zahlreichen betroffenen Branchen berichtete die französische Presse über die Bestürzung der Wein- und Spirituosenhersteller. Diese hatten gehofft, dass die Kommission bei Uncle Sam eine milde Ausnahmeregelung erreichen würde; doch daraus wurde natürlich nichts. In Deutschland fand diese Information hingegen keine besondere Beachtung. Und das aus gutem Grund: Vor allem Bordeaux, Champagner und Cognac werden die Folgen zu spüren bekommen.

Dieses Beispiel ist zwar punktuell, aber keineswegs anekdotisch. Es verdeutlicht perfekt, dass innerhalb der 27 Mitgliedstaaten völlig unterschiedliche, manchmal sogar gegensätzliche Interessen bestehen. Dies zeigt sich auch, in größerem Maßstab, bei den Meinungsverschiedenheiten über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur (fünf südamerikanische Länder). Einige Hauptstädte, darunter Berlin, haben sich dafür vehement eingesetzt. Andere, wie Paris, fürchten nun die Auswirkungen. Vereinfacht gesagt: Deutsche Autos können sich Marktanteile in Brasilien oder Argentinien sichern, im Gegenzug werden diese Länder den französischen Landwirten (Fleisch, Getreide, ...) harte Konkurrenz machen.

Zwei Gründe werden angeführt, um die Kapitulation von der Leyens und ihres Teams vor Trump zu erklären. Der erste wird von der Europäischen Kommission selbst vertreten: Ein Abkommen mit 15 Prozent begrenze den Schaden im Vergleich zu einer Situation, in der das Weiße Haus ohne Kompromisse einseitig Zölle in Höhe von 30 Prozent eingeführt hätte. Ein zweiter Grund wird unter den US-hörigsten Ländern hinter vorgehaltener Hand genannt: Es sei wirklich nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, "Daddy" Trump zu verärgern (so der Generalsekretär der NATO, der ehemalige niederländische Ministerpräsident Mark Rutte), während Brüssel mehr denn je befürchtet, dass er die Ukraine fallen lassen könnte.


Europa unterwirft sich Washington und bekommt im Gegenzug – nichts




Analyse

Europa unterwirft sich Washington und bekommt im Gegenzug – nichts






Das Wesentliche liegt jedoch woanders: Die Brüsseler Verhandlungsführer – die Kommission hat das Monopol für Handelsverhandlungen, von denen die Mitgliedstaaten ausgeschlossen sind – haben es einfach versäumt, die "europäischen Interessen" zu verteidigen ... Ganz einfach, weil es keine europäischen Interessen gibt. Es gibt deutsche Interessen, französische Interessen, italienische Interessen, polnische Interessen. Aber das Konzept der "europäischen Interessen" ist bedeutungslos.

Das gilt für den Handel, wie bereits erwähnt. Das gilt für die Wirtschaft: Was haben beispielsweise Irland, das sein Modell auf Steuergeschenken an multinationale Technologiekonzerne (Google, Amazon, Microsoft, Apple, ...) aufgebaut hat, und die Slowakei gemeinsam, die von der Zulieferindustrie für die Automobilindustrie lebt?

Das gilt auch für die Außenpolitik und die Verteidigung. Als einziger Mitgliedstaat mit nuklearer Abschreckung hat Frankreich zwangsläufig einen anderen Ansatz als seine Nachbarn. Und was haben die Entscheidungen Polens – bestimmt von einer krankhaften Russophobie, die seine Militärausgaben in die Höhe treibt – mit Slowenien gemeinsam, das sich nicht vor einer "bevorstehenden Aggression" fürchtet und dessen Armee eher unbedeutend ist?

Das Gleiche gilt für die Energiepolitik (der strukturelle "Energiemix" unterscheidet sich von Land zu Land erheblich) oder die Migrationspolitik (die historische Kultur und Demografie variieren stark) und viele andere Bereiche. Angesichts dieser divergierenden, ja sogar widersprüchlichen Interessen glauben die proeuropäischen Ideologen, ein letztes Argument ins Feld führen zu können: Die "europäische Familie" sei durch ihre "Werte" vereint. Die implizite Botschaft lautet: Die anderen sind weniger zivilisiert als wir ...


Französischer Politiker: Brüssel kann nicht im Namen aller EU-Länder mit USA verhandeln





Französischer Politiker: Brüssel kann nicht im Namen aller EU-Länder mit USA verhandeln






Die Unmöglichkeit, "europäische Interessen" zu definieren, ist ein grundlegender Punkt. Er verdient eine Debatte, wie beispielsweise eine aktuelle Analyse des renommierten russischen Geopolitologen Fjodor Lukjanow zeigt. Dieser verspottet – zu Recht – die Fähigkeit der europäischen Staats- und Regierungschefs, gegenüber dem US-Präsidenten nachzugeben und sich zu demütigen; er postuliert jedoch die Existenz "europäischer Interessen", die, wie er anmerkt, von den betreffenden europäischen Führern nur schlecht identifiziert und verteidigt würden.

Dieser Ansatz beruht implizit auf einer scheinbaren "Evidenz", die jedoch falsch ist: Die natürliche Entwicklung der Welt führe zwangsläufig zur Bildung großer Blöcke, in denen sich mittelgroße oder kleine Staaten zusammenschließen, deren geografische Nachbarschaft zu Interessenkonvergenzen führten.

Nichts belegt die Stichhaltigkeit einer solchen These. Im Gegenteil, die Geschichte der europäischen Integration hat ihre Wurzeln in Wirklichkeit ganz woanders: im Willen der westlichen Führungskasten, die Völker von den großen politischen Entscheidungen fernzuhalten. Die rechtlich-politische Maschinerie der EU wurde daher mit einem Ziel aufgebaut: dass Entscheidungen auf Ebenen getroffen werden, auf denen die Demokratie – die ihrem Wesen nach nur national sein kann – keinen Einfluss hat. Kurz gesagt, auf dem Raub der Volkssouveränität.

Natürlich und glücklicherweise kann es öfter vorkommen, dass Länder gemeinsame Interessen haben. Eine enge Zusammenarbeit ist dann willkommen. Aber dafür muss man nicht gleich einen Superstaat mit den dazugehörigen Institutionen gründen. Denn diese Kooperationen müssen variabel und flexibel sein und nicht unbedingt auf geografischer Nachbarschaft beruhen.


"Erfolg": Für wen? – Trump und von der Leyen schließen Zoll-Deal



"Erfolg": Für wen? – Trump und von der Leyen schließen Zoll-Deal






Diese Annäherungen können objektive Interessen widerspiegeln, aber auch kulturelle Nähe. Frankreich hat beispielsweise weit weniger mit Estland gemeinsam, das zwar Mitglied der EU ist, für die meisten Franzosen aber fast so exotisch ist wie Papua-Neuguinea, als mit Algerien (das nicht zur EU gehört), zu dem es erhebliche menschliche, historische und sprachliche Verbindungen unterhält.

Anstelle der Bildung großer Blöcke, die die nationale Souveränität einschränken oder sogar auslöschen, liegt die Zukunft – oder sollte sie zumindest liegen – in der Vervielfachung flexibler und umfassender Kooperationen. Und das nicht nur im Interesse von Bordeaux, Cognac und Champagner ...


Mehr zum Thema - Theater und Neurose: USA erniedrigen Europa vor aller Augen


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/h79584xfv3zzxdc8/Theater_und_Neurose_USA_erniedrigen_Europa_vor_aller_Augen9xrwb.mp3 Dauer 8:21 Min.


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31.08.2025

Keine Spur von Einigkeit Streit beim Treffen der EU-Außenminister über die Ukraine und Israel

anti-spiegel.ru, 31. August 2025, 07:00 Uhr,  von Anti-Spiegel

Am Samstag fand ein Treffen der EU-Außenminister statt, bei dem Streitpunkte innerhalb der EU so offen zu Tage getreten sind, wie selten zuvor.

Wer am Samstagabend auf Google Nachrichten über das Treffen der EU-Außenminister in Dänemark suchte, der fand auf Deutsch nur wenige Meldungen. Anscheinend wollen deutsche Medien ihren Lesern und Zuschauern nicht breit berichten, wie sehr die EU bei den Themen Israel und Russland/Ukraine, um die es bei dem Treffen ging, zerstritten ist. Entscheidungen konnten jedenfalls keine getroffen werden.

Israel

In der EU mehren sich Stimmen, die Israel in irgendeiner Form wenigstens symbolisch für seinen Völkermord in Gaza betrafen wollen, der an Brutalität, Zynismus und Kaltblütigkeit inzwischen wohl alles übertrifft, was die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen hat. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, als symbolische Maßnahme die Beteiligung Israels an einem Forschungsprogramm aussetzen, aber natürlich war die deutsche Regierung dagegen.

Daher war EU-Chefdiplomatin Kallas vor dem Treffen auch pessimistisch und sagte vor dem Treffen, die EU-Länder seien in der Frage gespalten und nicht bereit, wegen der Katastrophe im Gazastreifen auch nur die mildesten Sanktionen gegen Israel zu verhängen:

„Ich bin nicht sehr optimistisch, was Sanktionen gegen Israel angeht, denn selbst bei den sehr sanften Vorschlägen der Europäischen Kommission, wie dem Ausschluss Israels vom EU-Forschungsprogramm Horizon, gibt es keinen Kompromiss. Wir werden heute definitiv keine Entscheidungen treffen. Das signalisiert, dass wir gespalten sind und nicht mit einer Stimme sprechen.“

Und natürlich gab es keine Entscheidung und die EU lässt die israelische Armee weiterhin ungehindert Palästinenser massakrieren. Bei der von Israel angekündigten Eroberung von Gaza-Stadt wird bekanntlich ein Blutbad unter der Zivilbevölkerung erwartet.

Eingefrorene russische Vermögenswerte

Die EU leidet unter Geldnot für die Unterstützung der Ukraine, weshalb die Diskussion über die Enteignung der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte weitergeht. Die EU findet seit drei Jahren keinen legalen Weg, die russischen Gelder einzuziehen. Und es illegal zu tun, würde das Vertrauen in den Finanzplatz Europa so sehr erschüttern, dass er wahrscheinlich auf einen Schlag tot wäre. Hinzu kommen weitere Probleme, die vor allem Belgien betreffen würden, das sich daher besonders aktiv gegen eine Konfiszierung der russischen Vermögenswerte sträubt.

Dass die EU-Länder vor einem „enormen Mangel an Mitteln“ zur Finanzierung der Ukraine im Jahr 2026 stehen, gab auch Kallas nach dem Treffen der EU-Außenminister zu. Viele EU-Länder wollten daher die Enteignung russischer Vermögenswerte erreichen, so Kallas:

„Ja, es stimmt, dass viele Minister heute betont haben, dass wir einen enormen Mangel an Mitteln zur Finanzierung der Ukraine haben. Aber wir müssen auch die klare politische Realität sehen: Belgien und eine Reihe anderer EU-Länder wollen nicht über die sofortige Beschlagnahmung der Vermögenswerte sprechen.“

Kallas, die die Idee der Enteignung der Vermögenswerte aktiv unterstützt, fügte hinzu, dass dafür nun einmal eine einstimmige Entscheidung nötig sei uns sie sagte, dass viele EU-Länder Belgien eine Teilung der Risiken zugesagt hätten, denn die russischen Vermögenswerte in Höhe von 210 Milliarden Euro, die auf der Plattform Euroclear liegen, fallen in den Zuständigkeitsbereich Belgiens.

Belgien befürchtet, dass Moskau, sobald die russischen Vermögenswerte illegal enteignet werden, umgehend eine Reihe von Gegenklagen in den Ländern der Welt einleiten wird, die nicht vom Westen kontrolliert werden. In diesem Fall würden die belgischen Vermögenswerte im Ausland zugunsten Russlands beschlagnahmt, da Belgien juristisch für diese Enteignung verantwortlich wäre.

Daher haben EU-Staaten wieder keine Entscheidung über die Enteignung der russischen Vermögenswerte getroffen, sie haben sich aber darauf geeinigt, diese erst zurückzugeben, wenn Moskau der Ukraine den gesamten Schaden für die Ukraine bezahlt habe, fügte Kallas hinzu:

„Es besteht völlige Übereinstimmung darüber, dass die Vermögenswerte erst dann an Russland zurückgegeben werden, wenn der Schaden für die Ukraine vollständig ausgeglichen ist. Wir haben darüber gesprochen, wie wir diese Vermögenswerte aktiver zur Unterstützung der Ukraine einsetzen können.“

Kallas sprach sich erneut für die Beschlagnahmung der russischen Vermögenswerte aus und meinte, die Märkte würden auf die Diskussion über deren Schicksal gelassen reagieren, sodass die finanzielle Stabilität des Euro nicht gefährdet sei, wie Belgien, Italien und andere EU-Länder befürchten. Die Gespräche über die Vermögenswerte würden „im nächsten Monat fortgesetzt“, fügte sie hinzu.

Der belgische Außenminister hatte sich kategorisch gegen deren Enteignung ausgesprochen. Er betonte, dass die Einnahmen aus der Reinvestition dieser Vermögenswerte bereits als Garantien für die schon an die Ukraine vergebenen G7-Kredite mit Rückzahlung im Jahr 2040 zugesagt worden seien. Er betonte, Belgien sei für die Verwendung der Einnahmen aus diesen Vermögenswerten, die Belgien durch eine dafür extra eingeführte Steuer von fast hundert Prozent auf die Einnahmen aus den russischen Vermögenswerten einzieht und an die EU überweist. Er forderte seine Kollegen auf, „nicht die Gans zu schlachten, die goldene Eier legt“.

Ungarn vs. Ukraine

Ungarn blockiert weiterhin die Bereitstellung von sechs Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine aus der Europäischen Friedensfaszilität. Laut dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto ist die ungarische Regierung dagegen, dass dieser EU-Mechanismus zur Finanzierung der ukrainischen Armee genutzt wird.

Nach dem Treffen sagte er, er sei beim Treffen der EU-Außenminister in Kopenhagen „starkem Druck ausgesetzt gewesen, mehr als sechs Milliarden Euro aus der Europäischen Friedensfaszilität für die Bewaffnung der Ukraine bereitzustellen“. Szijjarto sagte jedoch, die Regierung werde „nicht zulassen, dass das Geld des ungarischen Volkes zur Bewaffnung und Finanzierung der ukrainischen Armee verwendet wird“. Deshalb würde Ungarn die Verwendung von europäischen Steuergeldern aus der Europäischen Friedensfaszilität dafür nicht unterstützen.

Ungarn und die Ukraine liegen schon lange im Streit, worüber ich in den letzten Tagen immer wieder berichtet habe. Daher ist es wenig überraschend, dass Budapest derzeit praktisch alle Beschlüsse der EU zur Ukraine blockiert.

Das gilt auch für den Beginn der Beitrittsverhandlungen der Ukraine zur EU. Die EU-Kommission möchte diese Gespräche beginnen, aber Ungarn blockiert das bisher. Und auch dieses Mal sagte der ungarische Außenminister, Ungarn werde der EU die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine nicht gestatten, um einen übereilten Beitritt zu verhindern.

Er erklärte, er habe bei dem Treffen erneut unter starkem Druck gestanden, Ungarn zur Zustimmung zum beschleunigten Beitritt der Ukraine zur EU zu bewegen. Budapest lehne das jedoch weiterhin ab, da dieser Schritt die europäische Wirtschaft zerstören und zu einem militärischen Konflikt mit Russland führen würde.

Nachdem Ungarn seit Monaten die Beitrittsverhandlungen blockiert, haben Medien diese Woche jedoch unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, US-Präsident Donald Trump habe den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu einer Abschwächung seiner Haltung in dieser Frage bewegen können.

Daher waren die Äußerungen des ungarischen Außenministers mit Spannung erwartet worden. Er hat sich gegen die Aufnahme der Gespräche über die Hauptkapitel des Beitrittsprozesses ausgesprochen, was manche Beobachter vermuten lässt, Ungarn könnte zumindest bei den Nebenkapiteln kompromissbereiter sein.

Die EU will einen langen Krieg

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sagte nach dem Treffen auch, das Treffen habe gezeigt, dass die meisten EU-Länder auf eine langfristige Fortsetzung des Krieges in der Ukraine setzen:

„Das heutige Treffen der Außenminister hat deutlich gezeigt, dass Brüssel und ein erheblicher Teil der EU-Mitgliedstaaten sich auf eine lange Fortsetzung des Krieges vorbereiten. Brüssel und die meisten EU-Länder sind möglicherweise nicht am Erfolg des Friedensprozesses interessiert. Brüssel und die meisten EU-Mitgliedstaaten sind bereit, der Ukraine weitere zehn Milliarden Euro aus den Mitteln der europäischen Völker für den Kauf von Waffen und den Unterhalt der ukrainischen Armee zu überweisen. Sie wollen Dutzende Milliarden Euro ausgeben, um ukrainische Soldaten zu bezahlen, Drohnen für die Ukrainer zu kaufen und den ukrainischen Staat zu führen.“

Info: https://anti-spiegel.ru/2025/streit-beim-treffen-der-eu-aussenminister-ueber-die-ukraine-und-israel/ 


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31.08.2025

Jeffrey Sachs: Europa in der Falle - warum ist Russland eigentlich der Feind?

seniora.org, 31. August 2025, Von Jeffrey Sachs 28.08.2025 - übernommen von berliner-zeitung.de (evtl. doppelt vohanden)

Deutschland sollte sich nicht Russland und China zum Feind machen, während die USA Europa attackieren und sogar mit einem Krieg um Grönland drohen.


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Die Europäer warten in einem Nebenraum, während Trump mit Putin telefoniert.IMAGO/DANIEL TOROK


(Red.) Der amerikanische Ökonom Professor Jeffrey Sachs ist nicht irgendwer. Er beriet unmittelbar nach den geopolitischen Veränderungen in Osteuropa Anfang der 1990-er Jahre erfolgreich die polnische Regierung bei der Umstellung der Wirtschaft auf die neuen ökonomischen Verhältnisse. Auch die russische Regierung unter Jelzin wandte sich an ihn, wobei die amerikanische Regierung im Gegensatz zu Polen alles dafür tat, dass ein Erfolg nicht eintreten konnte.
Jeffrey Sachs beriet auch über viele Jahre die UNO bei wirtschaftspolitischen Fragestellungen. Das Wort des Mannes hat also Gewicht in der Welt. 
Im Februar 2025 sprach er auf Einladung des ehemaligen UNO-Beamten Michael von der Schulenburg vor dem Europaparlament. Er analysierte die aktuelle politische Situation in einer sehr emotionalen Rede. Die Textfassung der Rede findet sich hier
Wenn Sachs nun vor wenigen Tagen praktisch als Nachhall zu seiner Februar-Rede konkrete Vorschläge für eine mögliche neue europäische Politik folgen lässt.  so ist das nur konsequent und sehr zu begrüßen. Allerdings geht Sachs nicht darauf ein, dass es zur Umsetzung dieser von ihm detailliert vorgeschlagenen neuen europäischen Politik auch neues politisches Personal braucht. Die an der Macht befindlichen Figuren kommen dafür nicht im Mindesten in Frage. Und da weithin kein anderes Personal in Sicht ist, ist guter Rat teuer. Professor Sachs weiß das auch, er hat es immer wieder in verschiedenen Interviews thematisiert. Es bleibt sehr zu hoffen, dass seine Vorschläge eine breite Resonanz finden und dazu beitragen werden, die Menschen aufzurütteln, bevor es zu spät sein wird. Es ist allerhöchste Zeit.(rbz)

Unter dem Titel „Eine neue Außenpolitik für Europa“ veröffentlichte der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs im Horizons Magazine, Sommer 2025, Ausgabe 31, eine grundlegende Analyse des geopolitischen Dilemmas, in dem sich Deutschland und Europa befinden. Wir [Berliner-Zeitung] bringen die Analyse mit freundlicher Genehmigung von Professor Sachs auf Deutsch. 

Die Europäische Union braucht eine neue Außenpolitik, die auf den wahren Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen Europas basiert. Europa befindet sich derzeit in einer selbst geschaffenen Wirtschafts- und Sicherheitsfalle, die durch seine gefährliche Feindseligkeit gegenüber Russland, sein gegenseitiges Misstrauen gegenüber China und seine extreme Verwundbarkeit gegenüber den Vereinigten Staaten gekennzeichnet ist.

Die europäische Außenpolitik wird fast vollständig von der Angst vor Russland und China bestimmt   – was zu einer sicherheitspolitischen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten geführt hat. Die Unterwürfigkeit Europas gegenüber den USA rührt fast ausschließlich von seiner übergeordneten Angst vor Russland her, einer Angst, die durch die russophoben Staaten Osteuropas und eine falsche Darstellung des Ukraine-Krieges noch verstärkt wurde.

Ausgehend von der Überzeugung, dass Russland ihre größte Sicherheitsbedrohung darstellt, ordnet die EU alle anderen außenpolitischen Fragen   – Wirtschaft, Handel, Umwelt, Technologie und Diplomatie   – den Vereinigten Staaten unter.

Ironischerweise hält sie eng an Washington fest, obwohl die Vereinigten Staaten in ihrer eigenen Außenpolitik gegenüber der EU schwächer, instabiler, unberechenbarer, irrationaler und gefährlicher geworden sind   – sogar so weit gehend, die europäische Souveränität in Grönland offen zu bedrohen. Um eine neue Außenpolitik zu gestalten, muss Europa die falsche Annahme seiner extremen Verwundbarkeit gegenüber Russland überwinden.

Das Narrativ von Brüssel, der NATO und Großbritannien besagt, dass Russland von Natur aus expansionistisch ist und Europa überrennen wird, wenn sich die Gelegenheit bietet. Die sowjetische Besetzung Osteuropas von 1945 bis 1991 soll diese Bedrohung heute verdeutlichen. Dieses falsche Narrativ missversteht das russische Verhalten in Vergangenheit und Gegenwart grundlegend.

Der erste Teil dieses Essays zielt darauf ab, die falsche Annahme zu korrigieren, dass Russland eine ernste Bedrohung für Europa darstellt. Der zweite Teil blickt voraus auf eine neue europäische Außenpolitik, sobald Europa seine irrationale Russophobie überwunden hat.

Die falsche Prämisse des russischen Westimperialismus

Die europäische Außenpolitik basiert auf der angeblichen Sicherheitsbedrohung Europas durch Russland. Doch diese Prämisse ist falsch. Russland wurde in den letzten zwei Jahrhunderten wiederholt von den großen westlichen Mächten (insbesondere Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten) angegriffen und strebt seit langem Sicherheit durch eine Pufferzone zwischen sich und den westlichen Mächten an. Die stark umkämpfte Pufferzone umfasst das heutige Polen, die Ukraine, Finnland und die baltischen Staaten.

Diese Region zwischen den Westmächten und Russland ist für die größten Sicherheitsdilemmata Westeuropas und Russlands verantwortlich.

Kriege des Westens gegen Russland

Zu den wichtigsten westlichen Kriegen gegen Russland seit 1800 zählen: Die französische Invasion Russlands 1812 (Napoleonische Kriege); die britisch-französische Invasion Russlands 1853  –1856 (Krimkrieg); die deutsche Kriegserklärung an Russland am 1. August 1914 (Erster Weltkrieg); die Intervention der Alliierten im Russischen Bürgerkrieg 1918  –1922 (Russischer Bürgerkrieg); die deutsche Invasion Russlands 1941 (Zweiter Weltkrieg). Jeder dieser Kriege stellte eine existenzielle Bedrohung für Russlands Überleben dar.

Aus russischer Sicht stellen die gescheiterte Entmilitarisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, die Gründung der NATO, die Eingliederung Westdeutschlands in die NATO 1955, die NATO-Osterweiterung nach 1991 und der anhaltende Ausbau der US-Militärstützpunkte und Raketensysteme in Osteuropa nahe der russischen Grenze die größten Bedrohungen für Russlands nationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg dar.

Russland ist auch mehrfach nach Westen vorgedrungen: Russlands Angriff auf Ostpreußen 1914; der Ribbentrop-Molotow-Pakt 1939, der Polen zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufteilte und 1940 die baltischen Staaten annektierte; die Invasion Finnlands im November 1939 (Winterkrieg); die sowjetische Besetzung Osteuropas von 1945 bis 1989; der russische Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022.

Diese russischen Aktionen werden von Europa als objektiver Beweis für Russlands Expansionismus nach Westen gewertet, doch eine solche Sichtweise ist naiv, unhistorisch und propagandistisch. In allen fünf Fällen handelte Russland zum Schutz seiner nationalen Sicherheit   – so sah es dies   – und betrieb keine Westexpansion um seiner selbst willen.

Diese grundlegende Wahrheit ist der Schlüssel zur Lösung des heutigen Konflikts zwischen Europa und Russland. Russland strebt keine Westexpansion an; Russland strebt seine nationale Sicherheit im Kern an. Doch der Westen erkennt Russlands zentrale nationale Sicherheitsinteressen seit langem nicht an, geschweige denn, sie zu respektieren.

Russlands Kriege gegen den Westen

Betrachten wir diese fünf Fälle von Russlands angeblicher Westexpansion. Der erste Fall, Russlands Angriff auf Ostpreußen 1914, kann sofort beiseite gelegt werden.

Das Deutsche Reich hatte Russland am 1. August 1914 als erstes den Krieg erklärt. Russlands Invasion in Ostpreußen war eine direkte Reaktion auf die deutsche Kriegserklärung.

Der zweite Fall, Sowjetrusslands Abkommen mit Hitlers Drittem Reich zur Teilung Polens im Jahr 1939 und die Annexion der baltischen Staaten 1940, wird im Westen als eindeutiger Beweis russischer Niedertracht angesehen. Auch dies ist eine vereinfachende und falsche Lesart der Geschichte. Wie Historiker wie E. H. Carr, Stephen Kotkin und Michael Jabara Carley sorgfältig dokumentiert haben, schloss Stalin 1939 Kontakt zu Großbritannien und Frankreich, um ein Verteidigungsbündnis gegen Hitler zu bilden, der erklärt hatte, im Osten Krieg gegen Russland führen zu wollen (um Lebensraum, slawische Sklavenarbeit und die Niederlage des Bolschewismus). Stalins Versuch, ein Bündnis mit den Westmächten zu schmieden, wurde entschieden zurückgewiesen. Polen weigerte sich, im Falle eines Krieges mit Deutschland sowjetische Truppen auf polnischem Boden zuzulassen. Der Hass der westlichen Elite auf den sowjetischen Kommunismus war mindestens ebenso groß wie ihre Angst vor Hitler. Tatsächlich lautete ein gängiger Satz unter den britischen rechten Eliten in den späten 1930er Jahren: „Besser Hitlerismus als Kommunismus.“

Da es ihm nicht gelang, ein Verteidigungsbündnis zu schmieden, versuchte Stalin, eine Pufferzone gegen den bevorstehenden deutschen Einmarsch in Russland zu schaffen.

Die Teilung Polens und die Annexion der baltischen Staaten erfolgten aus taktischen Gründen, um Zeit für die bevorstehende Schlacht von Armageddon mit Hitlers Armeen zu gewinnen, die am 22. Juni 1941 mit dem deutschen Einmarsch in die Sowjetunion im Rahmen des Unternehmens Barbarossa eintraf. Die vorangegangene Teilung Polens und die Annexion der baltischen Staaten könnten die Invasion durchaus verzögert und die Sowjetunion vor einer schnellen Niederlage gegen Hitler bewahrt haben.

Finnland und Russland

Der dritte Fall, Russlands Winterkrieg gegen Finnland, wird in Westeuropa (und insbesondere in Finnland) ebenfalls als Beweis für Russlands expansionistischen Charakter angesehen. Doch auch hier war die grundlegende Motivation Russlands defensiv, nicht offensiv. Russland befürchtete, dass die deutsche Invasion teilweise über Finnland erfolgen und Leningrad schnell von Hitler eingenommen werden könnte. Die Sowjetunion schlug Finnland daher einen Gebietstausch mit der Sowjetunion vor (insbesondere die Abtretung der Karelischen Landenge und einiger Inseln im Finnischen Meerbusen im Austausch gegen russische Gebiete), um Russland die Verteidigung Leningrads zu ermöglichen. Finnland lehnte diesen Vorschlag ab und die Sowjetunion marschierte am 30. November 1939 in Finnland ein. Anschließend schloss sich Finnland während des „Fortsetzungskrieges“ von 1941 bis 1944 Hitlers Armeen im Krieg gegen die Sowjetunion an.

Besetzung Osteuropas durch die UdSSR

Der vierte Fall, die sowjetische Besetzung Osteuropas (und die fortgesetzte Annexion der baltischen Staaten) während des Kalten Krieges, wird in Europa als ein weiterer bitterer Beweis für die grundlegende Bedrohung der europäischen Sicherheit durch Russland angesehen. Die sowjetische Besatzung war tatsächlich brutal, aber auch sie hatte defensive Motive, die in der westeuropäischen und amerikanischen Erzählung völlig übersehen werden. Die Sowjetunion trug die Hauptlast des Sieges über Hitler und verlor in dem Krieg unglaubliche 27 Millionen Bürger. Russland hatte nach Kriegsende eine vorrangige Forderung: seine Sicherheitsinteressen sollten durch einen Vertrag abgesichert werden, der es vor künftigen Bedrohungen durch Deutschland und den Westen im Allgemeinen schützte. Der Westen, heute angeführt von den USA, lehnte diese grundlegende Sicherheitsforderung ab. Der Kalte Krieg ist das Ergebnis der Weigerung des Westens, Russlands lebenswichtige Sicherheitsinteressen zu respektieren.

Natürlich ist die Geschichte des Kalten Krieges, wie sie im Westen erzählt wird, genau das Gegenteil: Der Kalte Krieg sei ausschließlich das Ergebnis der kriegerischen Versuche Russlands gewesen, die Welt zu erobern!

Hier ist die wahre Geschichte, die Historikern wohlbekannt, der Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten und Europa jedoch fast völlig unbekannt ist. Am Ende des Krieges strebte die Sowjetunion einen Friedensvertrag an, der ein vereintes, neutrales und entmilitarisiertes Deutschland schaffen sollte.

Westen wollte Teilung Deutschlands, nicht die Entmilitarisierung

Auf der Potsdamer Konferenz im Juli 1945, an der die Staats- und Regierungschefs der Sowjetunion, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten teilnahmen, einigten sich die drei Alliierten auf „die vollständige Abrüstung und Entmilitarisierung Deutschlands und die Beseitigung oder Kontrolle der gesamten deutschen Industrie, die für die militärische Produktion genutzt werden könnte“. Deutschland sollte vereint, befriedet und entmilitarisiert werden. All dies sollte durch einen Vertrag zur Beendigung des Krieges abgesichert werden. Tatsächlich arbeiteten die USA und Großbritannien unermüdlich daran, dieses Kernprinzip zu untergraben. Bereits im Mai 1945 beauftragte Winston Churchill seinen militärischen Stabschef mit der Ausarbeitung eines Kriegsplans für einen Überraschungsangriff auf die Sowjetunion Mitte 1945 mit dem Codenamen Operation Unthinkable.

Obwohl die britischen Militärplaner einen solchen Krieg für undurchführbar hielten, setzte sich schnell die Vorstellung durch, dass sich Amerikaner und Briten auf einen bevorstehenden Krieg mit der Sowjetunion vorbereiten sollten. Die Kriegsplaner hielten einen solchen Krieg für wahrscheinlich in den frühen 1950er Jahren. Churchills Ziel war offenbar, zu verhindern, dass Polen und andere osteuropäische Länder in eine sowjetische Einflusssphäre fielen. Auch in den Vereinigten Staaten betrachteten führende Militärplaner die Sowjetunion schon wenige Wochen nach der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 als Amerikas nächsten Feind. Die USA und Großbritannien rekrutierten rasch Nazi-Wissenschaftler und hochrangige Geheimdienstler (wie Reinhard Gehlen, einen Naziführer, der von Washington beim Aufbau des deutschen Nachkriegsgeheimdienstes unterstützt wurde), um mit der Planung des bevorstehenden Krieges gegen die Sowjetunion zu beginnen.

Aufnahme Deutschlands in die Nato

Der Kalte Krieg brach hauptsächlich deshalb aus, weil die Amerikaner und Briten die deutsche Wiedervereinigung und die in Potsdam vereinbarte Entmilitarisierung ablehnten. Stattdessen gaben die Westmächte die deutsche Wiedervereinigung auf und gründeten aus den drei Besatzungszonen der USA, des Vereinigten Königreichs und Frankreichs die Bundesrepublik Deutschland (BRD oder Westdeutschland). Unter amerikanischer Schirmherrschaft sollte die BRD reindustrialisiert und remilitarisiert werden. 1955 wurde Westdeutschland in die NATO aufgenommen.

Während Historiker heftig darüber debattieren, wer die Potsdamer Abkommen eingehalten hat und wer nicht (wobei der Westen beispielsweise auf die Weigerung der Sowjetunion verweist, in Polen eine wirklich repräsentative Regierung zuzulassen, wie in Potsdam vereinbart), besteht kein Zweifel daran, dass die Remilitarisierung der Bundesrepublik Deutschland durch den Westen die Hauptursache des Kalten Krieges war. 1952 schlug Stalin eine Wiedervereinigung Deutschlands auf der Grundlage von Neutralität und Entmilitarisierung vor.

Neutralität Österreichs seit 1955

Dieser Vorschlag wurde von den USA abgelehnt. 1955 vereinbarten die Sowjetunion und Österreich, dass die Sowjetunion ihre Besatzungstruppen aus Österreich abziehen würde, wenn Österreich im Gegenzug dauerhafte Neutralität zusicherte. Der österreichische Staatsvertrag wurde am 15. Mai 1955 von der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich gemeinsam mit Österreich unterzeichnet und führte damit zum Ende der Besatzung. Das Ziel der Sowjetunion bestand nicht nur darin, die Spannungen wegen Österreich beizulegen, sondern den Vereinigten Staaten auch ein erfolgreiches Modell des sowjetischen Rückzugs aus Europa bei gleichzeitiger Neutralität zu zeigen.

Wieder einmal wiesen die Vereinigten Staaten den sowjetischen Appell zurück, den Kalten Krieg auf der Grundlage der Neutralität und Entmilitarisierung Deutschlands zu beenden. Noch 1957 appellierte der amerikanische Doyen in sowjetischen Angelegenheiten, George Kennan, in seiner dritten Reith Lecture für die BBC öffentlich und leidenschaftlich an die Vereinigten Staaten, sich mit der Sowjetunion auf einen gegenseitigen Truppenabzug aus Europa zu einigen. Die Sowjetunion, betonte Kennan, strebe weder eine militärische Invasion Westeuropas an noch sei sie daran interessiert.

Die US-amerikanischen Kalten Krieger unter der Führung von John Foster Dulles wollten davon nichts wissen. Bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde kein Friedensvertrag mit Deutschland zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs unterzeichnet.

Es ist hervorzuheben, dass die Sowjetunion nach 1955 die Neutralität Österreichs und auch der anderen neutralen Länder Europas (einschließlich Schwedens, Finnlands, der Schweiz, Irlands, Spaniens und Portugals) respektiert hat. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärte kürzlich, die Ukraine solle aufgrund der negativen Erfahrungen Finnlands die Neutralität ablehnen (die finnische Neutralität endete 2024 mit dem NATO-Beitritt des Landes). Das ist ein bizarrer Gedanke. Finnland blieb unter neutraler Herrschaft friedlich, erreichte bemerkenswerten wirtschaftlichen Wohlstand und erreichte laut World Happiness Report die höchste Zufriedenheitsstufe der Welt.

Ermordung Kennedys, Sturz Nixons

Präsident John F. Kennedy zeigte einen möglichen Weg zur Beendigung des Kalten Krieges auf, der auf gegenseitigem Respekt für die Sicherheitsinteressen aller Seiten beruhte. Kennedy blockierte den Versuch des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Atomwaffen von Frankreich zu erwerben, und beschwichtigte so die sowjetischen Bedenken hinsichtlich eines atomar bewaffneten Deutschlands. Auf dieser Grundlage handelte JFK erfolgreich den Vertrag über das teilweise Verbot von Atomtests mit seinem sowjetischen Amtskollegen Nikita Chruschtschow aus. Kennedy wurde einige Monate später höchstwahrscheinlich aufgrund seiner Friedensinitiative von einer Gruppe CIA-Agenten ermordet. 2025 veröffentlichte Dokumente bestätigen den seit langem bestehenden Verdacht, dass Lee Harvey Oswald direkt von James Angleton, einem hochrangigen CIA-Mitarbeiter, betreut wurde.

Das nächste US-amerikanische Friedensangebot an die Sowjetunion wurde von Richard Nixon angeführt. Er wurde durch die Watergate-Affäre zu Fall gebracht, die ebenfalls Anzeichen einer nie aufgeklärten CIA-Operation aufweist.

Michail Gorbatschow beendete schließlich den Kalten Krieg, indem er den Warschauer Pakt einseitig auflöste und die Demokratisierung Osteuropas aktiv vorantrieb. Ich war an einigen dieser Ereignisse beteiligt und wurde Zeuge von Gorbatschows Friedensstiftung. Im Sommer 1989 beispielsweise forderte Gorbatschow die kommunistische Führung Polens auf, eine Koalitionsregierung mit den von der Solidarność-Bewegung angeführten Oppositionskräften zu bilden.

Wiedervereinigung und Nato-Osterweiterung

Das Ende des Warschauer Pakts und die von Gorbatschow gesteuerte Demokratisierung Osteuropas führten rasch dazu, dass Bundeskanzler Helmut Kohl die deutsche Wiedervereinigung forderte. Dies führte zu den Wiedervereinigungsverträgen von 1990 zwischen der BRD und der DDR sowie zum sogenannten 2+4-Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier alliierten Mächten USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion.

Die Vereinigten Staaten und Deutschland versprachen Gorbatschow im Februar 1990 klar, dass die NATO im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung „keinen Zentimeter nach Osten“ rücken werde. Diese Tatsache wird heute von den Westmächten weitgehend bestritten, lässt sich aber leicht überprüfen. Dieses zentrale Versprechen, die NATO-Erweiterung nicht fortzusetzen, wurde zwar mehrfach abgegeben, fand aber keinen Eingang in den Text des 2+4-Abkommens, da dieses die deutsche Wiedervereinigung und nicht die NATO-Osterweiterung betraf.

Russlands Invasion in der Ukraine

Der fünfte Fall, Russlands Invasion in der Ukraine im Februar 2022, wird im Westen erneut als Beweis für Russlands unverbesserlichen Westimperialismus angesehen. Das Lieblingswort westlicher Medien, Experten und Propagandisten ist, dass Russlands Invasion „unprovoziert“ war und daher ein Beweis für Putins unerbittliches Streben ist, nicht nur das Russische Reich wiederherzustellen, sondern auch weiter nach Westen vorzudringen, was bedeutet, dass sich Europa auf einen Krieg mit Russland vorbereiten sollte. Dies ist eine absurde Lüge, die jedoch von den Mainstream-Medien so oft wiederholt wird, dass sie in Europa weithin geglaubt wird.

Tatsächlich wurde die russische Invasion im Februar 2022 vom Westen so provoziert, dass man vermuten könnte, es handele sich tatsächlich um einen amerikanischen Plan, die Russen in einen Krieg zu locken, um Russland zu besiegen oder zu schwächen. Diese Behauptung ist glaubwürdig, wie zahlreiche Aussagen zahlreicher US-Beamter bestätigen. Nach der Invasion erklärte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin, Washingtons Ziel sei es, „Russland so weit zu schwächen, dass es nicht mehr in der Lage ist, ähnliche Aktionen wie bei der Invasion der Ukraine durchzuführen. Die Ukraine kann gewinnen, wenn sie über die richtige Ausrüstung und die richtige Unterstützung verfügt.“

Die wichtigste Provokation der USA gegenüber Russland bestand darin, entgegen den Versprechen von 1990 die NATO nach Osten zu erweitern.

Russland und China verbündet? No way!

Dabei ging es um ein wichtiges Ziel: Russland mit NATO-Staaten in der Schwarzmeerregion einzukreisen und es Russland so zu unterbinden, seine von der Krim aus stationierte Seemacht im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten einzusetzen. Im Wesentlichen war das Ziel der USA dasselbe wie das Ziel Palmerstons und Napoleons III. im Krimkrieg: die russische Flotte aus dem Schwarzen Meer zu vertreiben. Zu den NATO-Mitgliedern würden die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, die Türkei und Georgien gehören, wodurch eine Schlinge gebildet würde, die Russlands Seemacht am Schwarzen Meer erwürgen würde.

Zbigniew Brzezinski beschrieb diese Strategie in seinem 1997 erschienenen Buch „Das große Schachbrett“. Darin behauptete er, Russland werde sich dem Willen des Westens beugen, da es keine andere Wahl habe. Brzezinski wies ausdrücklich die Vorstellung zurück, Russland würde sich jemals mit China gegen Europa verbünden. Die gesamte Zeit nach dem Untergang der Sowjetunion 1991 ist von westlicher Hybris geprägt (so betitelte der Historiker Jonathan Haslam seinen hervorragenden Bericht). In dieser Zeit glaubten die Vereinigten Staaten und Europa, sie könnten NATO- und amerikanische Waffensysteme (wie Aegis-Raketen) ohne Rücksicht auf Russlands nationale Sicherheitsbedenken nach Osten drängen.

Die Liste westlicher Provokationen ist zu lang, um sie hier im Detail wiederzugeben, hier aber eine Zusammenfassung:

Zahlreiche westliche Provokationen

Erstens begannen die Vereinigten Staaten entgegen ihren Versprechen aus dem Jahr 1990 mit der Osterweiterung der NATO, die 1994 mit den Ankündigungen des damaligen Präsidenten Bill Clinton begann. Damals erwog Clintons Verteidigungsminister William Perry angesichts der Rücksichtslosigkeit dieses US-Vorgehens entgegen früheren Versprechen seinen Rücktritt. Die erste Welle der NATO-Erweiterung fand 1999 statt und umfasste Polen, Ungarn und die Tschechische Republik. Im selben Jahr bombardierten NATO-Truppen 78 Tage lang den mit Russland verbündeten Serbien, um das Land zu spalten, und die NATO errichtete rasch einen neuen großen Militärstützpunkt in der abtrünnigen Provinz Kosovo.

Die zweite Welle der NATO-Osterweiterung im Jahr 2004 umfasste sieben Länder, darunter Russlands direkte Nachbarn im Baltikum und zwei Schwarzmeerländer   – Bulgarien und Rumänien. 2008 erkannte der Großteil der EU den Kosovo als unabhängigen Staat an, entgegen den europäischen Beteuerungen, die europäischen Grenzen seien unantastbar.

Zweitens kündigten die USA 2002 einseitig den ABM-Vertrag und damit die nukleare Rüstungskontrolle. 2019 kündigten sie in ähnlicher Weise den INF-Vertrag. Trotz Russlands heftiger Einwände begannen die USA mit der Stationierung von ABM-Systemen in Polen und Rumänien und behielten sich im Januar 2022 das Recht vor, solche Systeme in der Ukraine zu stationieren.

Maidan: Gewaltsamer Putsch

Drittens infiltrierten die USA tief in die ukrainische Innenpolitik und gaben Milliarden von Dollar aus, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, Medienkanäle aufzubauen und die ukrainische Innenpolitik zu steuern. Die Wahlen in der Ukraine von 2004  –2005 gelten weithin als eine Art amerikanische Farbrevolution, bei der die USA ihren verdeckten und offenen Einfluss sowie ihre Finanzierung nutzten, um die Wahl zugunsten der von den USA unterstützten Kandidaten zu beeinflussen. In den Jahren 2013 und 2014 spielten die USA eine direkte Rolle bei der Finanzierung der Maidan-Proteste und des gewaltsamen Putsches, der den neutralitätsorientierten Präsidenten Viktor Janukowitsch stürzte. Damit ebneten sie den Weg für ein ukrainisches Regime, das die NATO-Mitgliedschaft unterstützt.

Übrigens wurde ich kurz nach dem gewaltsamen Putsch vom 22. Februar 2014, der zu Janukowitschs Sturz führte, zu einem Besuch des Maidan eingeladen. Die Rolle der amerikanischen Finanzierung der Proteste wurde mir von einer US-amerikanischen NGO erklärt, die maßgeblich in die Maidan-Ereignisse involviert war.

„Njet heißt Njet“

Viertens drängten die USA ab 2008 trotz der Einwände mehrerer europäischer Staats- und Regierungschefs die NATO dazu, sich zur Erweiterung um die Ukraine und Georgien zu verpflichten. Der damalige US-Botschafter in Moskau, William J. Burns, telegrafierte ein inzwischen berüchtigtes Memo mit dem Titel „Njet heißt Njet: Russlands rote Linien bei der NATO-Erweiterung“ nach Washington. Darin erklärte er, die gesamte russische politische Klasse sei entschieden gegen eine NATO-Erweiterung um die Ukraine und befürchte, ein solches Vorhaben könne zu Bürgerkriegen in der Ukraine führen.

Fünftens sagten sich nach dem Putsch auf dem Maidan die russischstämmigen Regionen der Ostukraine (Donbass) von der durch den Putsch eingesetzten neuen westukrainischen Regierung los. Russland und Deutschland einigten sich rasch auf die Minsker Abkommen, denen zufolge die beiden abtrünnigen Regionen (Donezk und Lugansk) Teil der Ukraine bleiben sollten, jedoch mit lokaler Autonomie nach dem Vorbild der deutschstämmigen Region Südtirol in Italien. Minsk II, das vom UN-Sicherheitsrat unterstützt wurde, hätte den Konflikt beenden können, doch die Regierung in Kiew entschied sich mit Unterstützung Washingtons gegen die Umsetzung der Autonomie.

Die gescheiterte Umsetzung von Minsk II vergiftete die Diplomatie zwischen Russland und dem Westen.

Sechstens bauten die Vereinigten Staaten die ukrainische Armee (aktive Armee plus Reserve) bis 2020 kontinuierlich auf rund eine Million Soldaten aus. Die Ukraine und ihre rechtsgerichteten paramilitärischen Bataillone (wie das Asow-Bataillon und der Rechte Sektor) führten wiederholt Angriffe auf die beiden abtrünnigen Regionen, wobei im Donbass Tausende Zivilisten durch ukrainischen Artilleriebeschuss starben.

Siebtens legte Russland Ende 2021 den Entwurf eines russisch-amerikanischen Sicherheitsabkommens vor, das vor allem ein Ende der NATO-Osterweiterung forderte. Die USA lehnten Russlands Forderung nach einem Ende der NATO-Osterweiterung ab und bekräftigten ihre „Politik der offenen Tür“, wonach Drittstaaten wie Russland bei der NATO-Erweiterung kein Mitspracherecht haben. Die USA und europäische Länder bekräftigten wiederholt die mögliche NATO-Mitgliedschaft der Ukraine. Berichten zufolge teilte der US-Außenminister dem russischen Außenminister im Januar 2022 mit, dass die USA trotz russischer Einwände das Recht behielten, Mittelstreckenraketen in der Ukraine zu stationieren.

Kein Friede in Istanbul

Achtens stimmte die Ukraine nach der russischen Invasion am 24. Februar 2022 rasch Friedensverhandlungen auf der Grundlage einer Rückkehr zur Neutralität zu. Diese Verhandlungen fanden unter Vermittlung der Türkei in Istanbul statt. Ende März 2022 veröffentlichten Russland und die Ukraine ein gemeinsames Memorandum, in dem sie über die Fortschritte bei einem Friedensabkommen berichteten. Am 15. April wurde ein Dokument vorgelegt, das einer umfassenden Einigung nahe kam. Zu diesem Zeitpunkt griffen die USA ein und teilten den Ukrainern mit, dass sie das Friedensabkommen nicht unterstützen würden, sondern die Ukraine stattdessen bei der Fortsetzung der Kämpfe unterstützen würden.

Die hohen Kosten einer gescheiterten Außenpolitik Russland hat weder irgendwelche Gebietsansprüche gegenüber westeuropäischen Ländern erhoben, noch hat Russland Westeuropa bedroht, abgesehen von seinem Recht auf Vergeltung für vom Westen unterstützte Raketenangriffe in Russland. Bis zum Maidan-Putsch 2014 erhob Russland keinerlei Gebietsansprüche gegenüber der Ukraine. Nach dem Putsch 2014 und bis Ende 2022 war Russlands einzige Gebietsforderung die Krim, um zu verhindern, dass der russische Marinestützpunkt in Sewastopol in westliche Hände fällt.

Erst nach dem Scheitern des Istanbuler Friedensprozesses   – torpediert von den USA   – beanspruchte Russland die Annexion der vier ukrainischen Oblaste (Donezk, Lugansk, Cherson und Saporischschja). Russlands erklärte Kriegsziele sind heute nach wie vor begrenzt und umfassen die Neutralität der Ukraine, eine teilweise Entmilitarisierung, einen dauerhaften Austritt aus der NATO sowie die Übertragung der Krim und ihrer vier Oblaste an Russland, die rund 19 Prozent des ukrainischen Territoriums von 1991 ausmachen.

Dies ist kein Beweis für russischen Westimperialismus.

Es handelt sich auch nicht um grundlose Forderungen. Russlands Kriegsziele folgen auf über 30 Jahre russischer Einwände gegen die NATO-Osterweiterung, die Aufrüstung der Ukraine, den amerikanischen Ausstieg aus dem Atomwaffenabkommen und die tiefgreifende Einmischung des Westens in die ukrainische Innenpolitik, einschließlich der Unterstützung eines gewaltsamen Putsches im Jahr 2014, der die NATO und Russland auf direkten Kollisionskurs brachte. Europa interpretiert die Ereignisse der letzten 30 Jahre als Beweis für Russlands unerbittlichen und unverbesserlichen Expansionismus nach Westen   – so wie der Westen darauf beharrte, die Sowjetunion sei allein für den Kalten Krieg verantwortlich, während die Sowjetunion in Wirklichkeit durch die Neutralität, die Wiedervereinigung und die Abrüstung Deutschlands wiederholt den Weg zum Frieden gewiesen hatte.

Gegner reden aneinander vorbei

Wie schon im Kalten Krieg provozierte der Westen Russland lieber, als dessen durchaus verständliche Sicherheitsbedenken anzuerkennen. Jede russische Aktion wurde als Zeichen russischer Niedertracht interpretiert, ohne Russlands Standpunkt in der Debatte zu berücksichtigen.

Dies ist ein anschauliches Beispiel für das klassische Sicherheitsdilemma: Gegner reden aneinander vorbei, gehen vom Schlimmsten aus und handeln aggressiv auf der Grundlage ihrer falschen Annahmen. Europas Entscheidung, den Kalten Krieg und die Nachkriegszeit aus dieser stark voreingenommenen Perspektive zu interpretieren, hat Europa enorme Kosten verursacht, und diese Kosten steigen weiter. Vor allem aber sah sich Europa in seiner Sicherheit völlig von den USA abhängig.

Wenn Russland tatsächlich unverbesserlich expansionistisch ist, dann sind die USA Europas notwendiger Retter. Wäre Russlands Verhalten hingegen tatsächlich Ausdruck seiner Sicherheitsbedenken gewesen, hätte der Kalte Krieg nach dem Vorbild der österreichischen Neutralität höchstwahrscheinlich Jahrzehnte früher enden können, und die Nachkriegszeit hätte eine Zeit des Friedens und wachsenden Vertrauens zwischen Russland und Europa sein können.

Kampf um Rohstoffe

Tatsächlich ergänzen sich die Volkswirtschaften Europas und Russlands: Russland ist reich an Rohstoffen (Landwirtschaft, Mineralien, Kohlenwasserstoffe) und Maschinenbau, während Europa energieintensive Industrien und wichtige Hochtechnologien beherbergt. Die USA lehnen die aus dieser natürlichen Komplementarität resultierenden wachsenden Handelsbeziehungen zwischen Europa und Russland seit langem ab. Sie betrachten die russische Energiewirtschaft als Konkurrenten des US-Energiesektors und sehen die engen deutsch-russischen Handels- und Investitionsbeziehungen generell als Bedrohung der politischen und wirtschaftlichen Vorherrschaft der USA in Westeuropa.

Nord Stream Pipelines

Aus diesen Gründen lehnten die USA die Pipelines Nord Stream 1 und 2 schon lange vor dem Ukraine-Konflikt ab. Biden versprach daher ausdrücklich, Nord Stream 2 im Falle einer russischen Invasion in der Ukraine zu stoppen   – wie es auch geschah. Die US-amerikanische Opposition gegen Nord Stream und die Schließung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen beruhte auf allgemeinen Grundsätzen: Die EU und Russland sollten auf Distanz gehalten werden, damit die USA ihren Einfluss in Europa nicht verlieren. Der Ukraine-Krieg und die Spaltung Europas mit Russland haben der europäischen Wirtschaft großen Schaden zugefügt. Europas Exporte nach Russland sind drastisch zurückgegangen, von rund 90 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf nur noch 30 Milliarden Euro im Jahr 2024. Die Energiekosten sind in die Höhe geschossen, da Europa von billigem russischem Pipeline-Erdgas auf mehrfach teureres Flüssigerdgas aus den USA umgestiegen ist. Die deutsche Industrie ist seit 2020 um rund 10 Prozent geschrumpft und sowohl die deutsche Chemiebranche als auch die Automobilindustrie geraten ins Wanken.

Der //www.imf.org/external/datamapper/NGDP_RPCH@WEO/EU/EURO/EUQ/IDN">IWF prognostiziert für die EU ein Wirtschaftswachstum von lediglich einem Prozent im Jahr 2025 und von etwa 1,5 Prozent für den Rest des Jahrzehnts.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein dauerhaftes Verbot der Wiederherstellung der Nord-Stream-Gaslieferungen gefordert, doch für Deutschland kommt dies beinahe einem wirtschaftlichen Selbstmordpakt gleich. Es basiert auf Merz’ Ansicht, Russland strebe einen Krieg mit Deutschland an, doch Tatsache ist, dass Deutschland durch Kriegstreiberei und massive Aufrüstung einen Krieg mit Russland provoziert.

Was will Friedrich Merz?

Merz zufolge ist „eine realistische Sicht auf Russlands imperialistische Bestrebungen erforderlich“. Er erklärt: „Ein Teil unserer Gesellschaft hat eine tief verwurzelte Angst vor Krieg. Ich teile diese nicht, kann sie aber verstehen.“ Besonders alarmierend ist Merz’ Erklärung, „die Mittel der Diplomatie seien erschöpft“, obwohl er seit seinem Machtantritt offenbar nicht einmal versucht hat, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen. Darüber hinaus scheint er den Beinahe-Erfolg der Diplomatie im Istanbul-Prozess im Jahr 2022   – also bevor die USA der Diplomatie ein Ende setzten   – bewusst zu ignorieren.

Der westliche Umgang mit China spiegelt seinen Umgang mit Russland wider. Der Westen unterstellt China oft ruchlose Absichten, die in vielerlei Hinsicht nur Projektionen seiner eigenen feindseligen Absichten gegenüber der Volksrepublik sind. Chinas rasanter Aufstieg zur wirtschaftlichen Vormachtstellung zwischen 1980 und 2010 führte dazu, dass amerikanische Politiker und Strategen Chinas weiteren wirtschaftlichen Aufstieg als den US-Interessen zuwiderlaufend betrachteten.

Im Jahr 2015 erklärten die US-Strategen Robert Blackwill und Ashley Tellis klar, dass die große Strategie der USA die amerikanische Hegemonie sei und dass China aufgrund seiner Größe und seines Erfolgs eine Bedrohung für diese Hegemonie darstelle.

Blackwill und Tellis befürworteten eine Reihe von Maßnahmen der USA und ihrer Verbündeten, um Chinas zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg zu behindern, wie etwa den Ausschluss Chinas aus neuen Handelsblöcken im asiatisch-pazifischen Raum, die Beschränkung des Exports westlicher Hochtechnologiegüter nach China, die Verhängung von Zöllen und anderen Beschränkungen auf chinesische Exporte sowie weitere antichinesische Maßnahmen. Beachten Sie, dass diese Maßnahmen nicht aufgrund konkreter Verfehlungen Chinas empfohlen wurden, sondern weil Chinas anhaltendes Wirtschaftswachstum laut den Autoren der amerikanischen Vorherrschaft zuwiderlief.

China verspotten

Teil der Außenpolitik gegenüber Russland und China ist ein Medienkrieg, um diese vermeintlichen Feinde des Westens zu diskreditieren. Im Falle Chinas hat der Westen es so dargestellt, als würde es in der Provinz Xinjiang einen Völkermord an der uigurischen Bevölkerung begehen.

Dieser absurde und übertriebene Vorwurf wurde ohne ernsthafte Beweise erhoben, während der Westen den tatsächlichen Völkermord an Zehntausenden Palästinensern im Gazastreifen durch seinen Verbündeten Israel generell ignoriert. Darüber hinaus enthält die westliche Propaganda eine Reihe absurder Behauptungen über die chinesische Wirtschaft. Chinas wertvolle Belt and Road Initiative, die Entwicklungsländern den Aufbau moderner Infrastruktur finanziert, wird als „Schuldenfalle“ verspottet.

Chinas bemerkenswerte Fähigkeit, grüne Technologien wie die weltweit dringend benötigten Solarmodule zu produzieren, wird vom Westen als „Überkapazität“ verspottet, die reduziert oder stillgelegt werden sollte. Militärisch wird das Sicherheitsdilemma gegenüber China, genau wie gegenüber Russland, höchst bedrohlich interpretiert.

Die USA proklamieren seit langem ihre Fähigkeit, Chinas lebenswichtige Seewege zu unterbrechen, bezeichnen China aber als militaristisch, wenn es als Reaktion darauf Schritte zum Aufbau eigener Marinekapazitäten unternimmt. Anstatt Chinas militärischen Aufmarsch als klassisches Sicherheitsdilemma zu betrachten, das diplomatisch gelöst werden sollte, erklärt die US-Marine, sie solle sich bis 2027 auf einen Krieg mit China vorbereiten. Die NATO fordert zunehmend ein aktives Engagement in Ostasien, das sich gegen China richtet. Die europäischen Verbündeten der USA unterstützen im Allgemeinen den aggressiven amerikanischen Ansatz gegenüber China, sowohl im Handel als auch militärisch.

10 Punkte für eine neue Außenpolitik für Europa

Europa hat sich selbst in die Enge getrieben, indem es sich den USA unterordnete, direkte diplomatische Beziehungen zu Russland verweigerte, seinen wirtschaftlichen Vorsprung durch Sanktionen und Krieg einbüßte, sich zu massiven und unfinanzierbaren Erhöhungen der Militärausgaben verpflichtete und langfristige Handels- und Investitionsbeziehungen sowohl zu Russland als auch zu China abbrach. Die Folge sind steigende Schulden, wirtschaftliche Stagnation und ein wachsendes Risiko eines großen Krieges, das Merz offenbar nicht schreckt, uns anderen aber Angst machen sollte.

Der wahrscheinlichste Krieg ist vielleicht nicht mit Russland, sondern mit den USA, die unter Trump mit der Besetzung Grönlands drohten, sollte Dänemark Grönland nicht einfach verkaufen oder unter Washingtons Souveränität überführen. Es ist durchaus möglich, dass Europa irgendwann ohne echte Freunde dasteht: weder Russland noch China, aber auch nicht die USA, die arabischen Staaten (die Europas blindes Augensehen gegenüber dem Völkermord Israels übel nehmen), Afrika (das noch immer unter dem europäischen Kolonialismus und Postkolonialismus leidet) und andere. Es gibt natürlich einen anderen Weg   – einen vielversprechenden, wenn europäische Politiker Europas wahre Sicherheitsinteressen und -risiken neu bewerten und die Diplomatie wieder in den Mittelpunkt ihrer Außenpolitik rücken. Ich schlage zehn praktische Schritte für eine Außenpolitik vor, die Europas wahren Bedürfnissen entspricht.

Erstens: Die Aufnahme direkter diplomatischer Kontakte mit Moskau. Europas offensichtliches Versagen, direkte diplomatische Beziehungen zu Russland aufzubauen, ist verheerend. Europa glaubt vielleicht sogar seiner eigenen außenpolitischen Propaganda, da es die zentralen Fragen nicht direkt mit seinem russischen Gegenüber diskutiert.

Zweitens: Vorbereitung eines Verhandlungsfriedens mit Russland in Bezug auf die Ukraine und die Zukunft der europäischen kollektiven Sicherheit. Vor allem sollte Europa mit Russland vereinbaren, dass der Krieg auf der Grundlage einer festen und unwiderruflichen Verpflichtung beendet werden sollte, die NATO nicht auf die Ukraine, Georgien oder andere östliche Gebiete auszuweiten. Darüber hinaus sollte Europa einige pragmatische territoriale Veränderungen in der Ukraine zugunsten Russlands akzeptieren.

Drittens sollte Europa die Militarisierung seiner Beziehungen zu China ablehnen, beispielsweise indem es jede Rolle der NATO in Ostasien ablehnt. China stellt absolut keine Bedrohung für Europas Sicherheit dar, und Europa sollte aufhören, die amerikanischen Hegemonieansprüche in Asien blind zu unterstützen, die auch ohne Europas Unterstützung gefährlich und wahnhaft genug sind. Im Gegenteil, Europa sollte seine Handels-, Investitions- und Klimakooperation mit China verstärken.

Viertens sollte sich Europa für einen vernünftigen institutionellen Diplomatiemodus entscheiden. Der derzeitige Modus ist unbrauchbar. Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik fungiert hauptsächlich als Sprachrohr der Russophobie, während die tatsächliche hochrangige Diplomatie   – sofern sie überhaupt existiert   – verwirrend und abwechselnd von einzelnen europäischen Staats- und Regierungschefs, dem Hohen Vertreter der EU, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, dem Präsidenten des Europäischen Rates oder einer Kombination dieser Personen geführt wird. Kurz gesagt: Niemand spricht klar für Europa, da es überhaupt keine klare EU-Außenpolitik gibt.

Fünftens sollte Europa erkennen, dass die EU-Außenpolitik von der NATO getrennt werden muss. Tatsächlich braucht Europa die NATO nicht, da Russland nicht im Begriff ist, in die EU einzumarschieren. Europa sollte tatsächlich unabhängig von den USA seine eigenen militärischen Kapazitäten aufbauen, allerdings zu weitaus geringeren Kosten als fünf Prozent des BIP   – ein absurdes Zahlenziel, das auf der völlig übertriebenen Einschätzung der russischen Bedrohung basiert. Zudem sollte die europäische Verteidigung nicht mit der europäischen Außenpolitik identisch sein, obwohl beide in der jüngeren Vergangenheit völlig miteinander verwechselt wurden.

Sechstens sollten die EU, Russland, Indien und China bei der grünen, digitalen und verkehrstechnischen Modernisierung des eurasischen Raums zusammenarbeiten. Die nachhaltige Entwicklung Eurasiens ist eine Win-Win-Situation für die EU, Russland, Indien und China und kann nur durch friedliche Zusammenarbeit der vier großen eurasischen Mächte erreicht werden.

Siebtens sollte Europas Global Gateway, der Finanzierungsarm für Infrastruktur in Nicht-EU-Ländern, mit Chinas Belt and Road Initiative (BRI) zusammenarbeiten. Derzeit wird das Global Gateway als Konkurrenz zur BRI dargestellt. Tatsächlich sollten beide ihre Kräfte bündeln, um die grüne Energie-, Digital- und Verkehrsinfrastruktur Eurasiens gemeinsam zu finanzieren.

Achtens sollte die Europäische Union ihre Finanzierung des Europäischen Grünen Deals (EGD) aufstocken und so Europas Transformation in eine kohlenstoffarme Zukunft beschleunigen, anstatt fünf Prozent des BIP für Militärausgaben zu verschwenden, die für Europa weder notwendig noch nützlich sind. Höhere Ausgaben für den EGD haben zwei Vorteile: Erstens werden sie regionale und globale Vorteile im Bereich Klimasicherheit bringen. Zweitens wird dies Europas Wettbewerbsfähigkeit bei den grünen und digitalen Technologien der Zukunft stärken und so ein neues, tragfähiges Wachstumsmodell für Europa schaffen.

Neuntens sollte die EU gemeinsam mit der Afrikanischen Union die Bildung und den Aufbau von Kompetenzen in den AU-Mitgliedsstaaten massiv ausbauen. Afrikas wirtschaftliche Zukunft wird tiefgreifende Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben, da seine Bevölkerung von 1,4 Milliarden bis Mitte des Jahrhunderts auf rund 2,5 Milliarden ansteigen wird (im Vergleich zu rund 450 Millionen Einwohnern der EU). Die beste Hoffnung für afrikanischen Wohlstand liegt im raschen Aufbau höherer Bildung und Kompetenzen.

Zehntens sollten die EU und die BRICS-Staaten den USA klar und deutlich vermitteln, dass die künftige Weltordnung nicht auf Hegemonie, sondern auf Rechtsstaatlichkeit im Rahmen der UN-Charta beruht. Nur so kann Europa und die Welt wirklich sicher sein. Die Abhängigkeit von den USA und der NATO ist eine grausame Illusion, insbesondere angesichts der Instabilität der USA selbst. Eine erneute Bestätigung der UN-Charta hingegen kann Kriege beenden (z. B. durch die Beendigung der Straflosigkeit Israels und die Durchsetzung der IGH-Urteile zur Zweistaatenlösung) und künftige Konflikte verhindern.


Jeffrey Sachs OIP 3119363777
Jeffrey D. Sachs
ist Universitätsprofessor und Direktor des Center for Sustainable Development an der Columbia University sowie Präsident des Sustainable Development Solutions Network der UN.

 





Quelle: Berliner-Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/jeffery-sachs-europa-in-der-falle-warum-ist-russland-eigentlich-der-feind-li.2352625




Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=267&userid=3998&mailid=2840


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Polizeischikane und Verletzte bei linker Friedensdemonstration in Köln

freedert.online, 31 Aug. 2025 18:31 Uhr, Von Felicitas Rabe

Die Friedensdemonstration zum Antikriegstag in Köln wurde schon auf dem ersten Kilometer massiv von der Polizei gestört. Schließlich wurde der Umzug auf einer engen Straße gewaltsam und unter Einsatz von Tränengas unterbrochen, Teilnehmer wurden festgenommen.


Polizeischikane und Verletzte bei linker Friedensdemonstration in Köln© Felicitas Rabe


Kriegstüchtigkeit stoppen! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025


Mit einer Kundgebung auf dem Kölner Heumarkt begann am Samstag die gemeinsame Friedensdemonstration des Kölner Friedensforums und des Bündnisses Rheinmetall-Entwaffnen. Anlässlich des Antikriegstags und des Gedenkens an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 forderte das Friedensforum in seinem Aufruf unter anderem: "Stopp der Militarisierung der Gesellschaft! Nein zu Wehrpflicht, Nein zu Rüstungsforschung und zu Jugendoffizieren an den Schulen, Ja zur Zivilklausel und zur Friedensbildung!  Internationale Kooperation und Solidarität für Frieden!"

Das Bündnis Rheinmetall-Entwaffnen veranstaltet vom 26. bis zum 31. August ein antimilitaristisches Camp in Köln und beteiligte sich mit über tausend Teilnehmern an der Demonstration. In ihrem Demo-Aufruf kündigten die außerparlamentarischen linken Friedensaktivisten an, dass sie sich der Feindbildpropaganda der herrschenden Eliten verweigern würden. Vom Staat und der Regierung geschürte Kriege seien nicht, wie behauptet, im Interesse der einfachen Bürger:


Stand der Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen – Zivilbevölkerung wird zuletzt behandelt





Stand der Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen – Zivilbevölkerung wird zuletzt behandelt





"Die Interessen der staatlichen Machtkämpfe um Ressourcen und Profitsicherung sind eben nicht unsere und der Mehrheit der Menschen, die hier leben. Wir stellen uns gegen die militärische Doppelmoral, die einhergeht mit Waffenlieferungen in eskalierende Kriege und Konflikte, an Verbündete Akteure und Staaten, die mit deutschem Kriegsgerät vernichtende Kriegsführung gegen Zivilbevölkerungen durchführen. Unser antimilitaristischer Widerstand, unser Eintreten für den Frieden beginnt mit der Verweigerung, uns in diese Logik von Angst, Gewalt und Militarismus hineinziehen zu lassen."


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Wir sterben nicht in euren Kriegen! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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Wir wollen uns lebend! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rab


Das Kölner Friedenforum eröffnete die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Heumarkt. Dabei sprach auch die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Wolgograd, Eva Aras. Sie stellte den Demonstranten die deutsch-russische Völkerverständigungsarbeit auf kommunaler Ebene vor. Anschließend wurde ein Grußwort des ehemaligen Wolgograder Oberbürgermeisters Jurij Starovatych verlesen, der aktuell der Wolgograder Abteilung der Friedensstiftung vorsteht. Noch im Kalten Krieg, auf dem SPD-Parteitag in Nürnberg unter dem Vorsitz von Willy Brandt im Jahr 1985, hatte Starovatych die Städtepartnerschaft mit initiiert, die im Jahr 1988 vertraglich mit dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger beschlossen wurde.

"Liebe Freunde! Ich grüße euch aus Stalingrad", rief der frühere Wolgograder Oberbürgermeister den Friedensaktivisten auf dem Heumarkt zu. In den letzten Jahren habe er sich mit vielen deutschen Bürgern getroffen, erklärte Starovatych. Die Mehrheit der Deutschen glaube nicht, dass Russland plane, seine Nachbarstaaten zu überfallen. Seiner Meinung nach beinhaltet die Volksdiplomatie ein riesiges Potenzial für die Verbesserung der Situation und für gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen unterschiedlicher Länder. Seine Rede beschloss er mit den Worten: "Die Menschheit hat Hoffnung auf eine helle Zukunft! Mit Liebe aus Wolgograd!"


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Die Waffen nieder! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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"Protestpanzer" auf der Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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Militär raus! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe



Weitere Grußbotschaften kamen vom Bürgermeister der Kölner Partnerstadt Bethlehem und den israelischen und palästinensischen Betreibern des Friedenszentrums in Nazareth. Der Bethlehemer Bürgermeister forderte das Ende der kollektiven Bestrafung der Palästinenser und rief auf zu "Frieden, Wahrheit, Gleichheit und Respekt". Die Aktivisten aus Nazareth riefen auf zu Frieden und Versöhnung.

Rund eine Stunde nach Beginn der Kundgebung, deren Redner und Reden hier nur ausschnittsweise vorgestellt wurden, traf auch der große Zug der Rheinmetall-Entwaffnen-Campteilnehmer auf dem Heumarkt ein. Während sich der gemeinsame Umzug aufstellte, wurden seitens des Bündnisses weitere Reden gehalten. Als die Demo gegen 15.30 Uhr losgehen sollte, stellten sich rund 30 Polizisten in voller Kampfmontur an die Spitze des Umzugs, um ihn anzuführen.


Polizei formiert sich vor Demobeginn an der Spitze des Umzugs, Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe



Das Demo-Orgateam forderte mehr Abstand der Polizei zur Demo-Spitze. Die Auseinandersetzung verzögerte den Beginn der Demonstration um mindestens eine halbe Stunde. Offenbar mussten die Friedensaktivisten doch nachgeben, denn die Polizeitruppe führte schließlich die Demonstration mit circa 3.000 Teilnehmern an. Schon ein paar Hundert Meter später wurde der Umzug von der Polizei bereits wieder gestoppt. Laut Demo-Teilnehmern soll die Polizei als Grund für den Stopp angegeben haben, es gebe vermummte Demonstranten. Weiteres war nicht in Erfahrung zu bringen. Dazu muss man feststellen, dass jeder einzelne Polizist eine Gesichtsvermummung trug.

Um es kurz zu machen, auf der kurzen Strecke vom Heumarkt bis zur Rheinuferstraße Höhe Schokoladenmuseum wurde die Demo dreimal gestoppt und brauchte für einen Weg von rund einem Kilometer ungefähr eineinhalb Stunden. Die Polizei soll das Aufhalten des Umzugs mit zusammengebundenen Transparenten und dem Zünden von Rauchraketen begründet haben.

Es gab dann eine Durchsage der Demo-Leitung, nachdem Teilnehmer aus der Demo auf der Rheinuferstraße von der Polizei isoliert worden waren. Gemäß dieser Durchsage wollte man den isolierten Teil nicht alleinlassen. Daher habe man beschlossen, dass der vordere Teil der Demo auf der Rheinuferstraße wieder zurückgehen sollte, um gemeinsam mit dem isolierten Teil in eine schmale Seitenstraße abzubiegen. Der Umzug sollte auf einer abgeänderten Route fortgesetzt werden.

Also marschierten die vorderen Demonstranten wieder zurück, um gemeinsam mit dem von der Polizei zuvor abgespaltenen Teil in die kleine Seitenstraße abzubiegen. Kaum war der Umzug in diese Straße eingebogen, stoppte er auch schon wieder. Den Grund konnte die Berichterstatterin nicht eruieren, weil die Lage dann sehr schnell unübersichtlich wurde und die Straße schmal war.

Für den Zuschauer völlig unvermittelt, stürmten auf einmal rund 60 Polizisten in Kampfmontur in den auf der engen Straße zwischen parkenden Autos dicht gedrängten Demonstrationszug und teilten ihn in der Mitte auf. Angeblich gab es bengalische Feuerwerksraketen auf einem der Demowagen, so der Grund für das martialische Eindringen der Polizei zwischen die zusammengedrängten Demonstranten. Und tatsächlich, nachdem die Polizei sich mitten in der Menschenmenge des Umzugs gewaltsam Platz geschaffen hatte, zerrte sie Friedensaktivisten von dem kleinen Demo-Lkw und fing vor aller Augen an, den Aufbau des Wagens auseinanderzunehmen und das Equipment auf die Straße zu werfen.



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Polizei drängt sich gewaltsam zwischen die Demonstranten, Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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Demo-Lkw nach der Verwüstung durch die Polizei, Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


Bei der "Stürmung" der Demonstration setzte die Polizei Tränengas und Gewalt ein, sodass die Demo-Sanitäter alle Hände voll zu tun hatten, um etliche Verletzte zu versorgen. Gleichzeitig nahm die Polizei auch Teilnehmer fest, sie wurden in Handschellen bzw. mit Kabelbindern abgeführt und weggefahren. Infolgedessen kam eine Durchsage vom Orgateam, wonach man nicht mehr weitergehen werde, bis die Polizei die Festgenommen wieder freigelassen habe bzw. bis sie wieder zur Demonstration zurückgekehrt seien.

Schließlich kesselte die Polizei den größten Teil der noch verbliebenen Demonstranten ein und genehmigte nach Angaben von Beobachtern auch nicht mehr deren Entfernen vom Demozug. Den Grund für diese Maßnahme konnte die Berichterstatterin nicht mehr in Erfahrung bringen. 

So kam es schließlich, dass die Demonstration schon nach rund einem Kilometer vorbei war. Die bereits mit einer Bühne und Technik vorbereitete Zwischenkundgebung mit Reden und Kulturbeiträgen auf dem Chlodwigplatz fiel aus, und auch die vom Bündnis Rheinmetall-Entwaffnen angekündigte "große Parade von der Kölner Innenstadt zur Konrad-Adenauer-Kaserne" bzw. zum dortigen Rekrutierungscenter der Bundeswehr fand nicht statt. Für dort war geplant, "unser Nein zur Wehrpflicht, zum Werben fürs Töten und Sterben und zur militaristischen Propaganda laut kundzutun".

Offen bleibt, ob die ständigen Unterbrechungen und Schikanen des Umzugs vorgesehen waren. Als Außenstehender konnte man nahezu den Eindruck gewinnen, die Demonstration sei generalstabsmäßig als polizeiliche Übung für verschiedenste Maßnahmen im Umgang mit Demonstranten genutzt worden. 


Mehr zum Thema  Protestdemo in Köln: "Wehrpflicht? Nicht mit uns!" – "Schafft Komitees!"

 

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Video https://vkvideo.ru/video-134310637_456286851?ref_domain=freedert.online Dauer 1:45 Min.


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31.08.2025

Rundbrief Friedensarbeit Korruptes Ukraine-Regime

aus e-mail von Karin Gerlich, 31. August 2025, 10:49 Uhr


Rundbrief Friedensarbeit Korruptes Ukraine-Regime
Liebe Mitmenschen
wir senden einen Sonderrundbrief in die Runde, weil die folgende sehr wichtige Info über das, was
sich in der ukrainischen Regierung und deren Umfeld bezüglich Korruption abspielt, nicht im
alltäglichen Nachrichten-Wust untergehen soll. Die bewiesene Tatsache über massive Korruption
durch das Ukraine-Regime könnte einige Hardliner, die den EU-Beitritt der Ukraine unterstützen,
vielleicht zum Aufwachen und einer Änderung ihrer Meinung bringen.
Diese Information muss auch schnellstens sehr breit geteilt werden, um die sehr mutige
Whistleblowerin zu schützen. Ihr Leben ist in großer Gefahr. Mit dem Verbrecher-Regime und dem
brutalen ukrainischen Geheimdienst, der vor nichts zurückschreckt, ist nicht zu spaßen und auch all
diejenigen, die an der Fortführung des Krieges interessiert sind, werden versuchen, die
Veröffentlichung der Beweise zu verhindern. Wem sich die Frau anvertraut hat und was bisher von
ihren Beweisen veröffentlicht wurde, konnten wir noch nicht herausfinden. Die Info sollte auch in
die USA sowie alle Länder, die die Ukraine finanziell unterstützen, gelangen.
Wieder werden Recherchen sog. VerschwörungstheoretikerInnen bestätigt. Schon vor fast 2 Jahren
wurde von MitstreiterInnen ein Großteil hiervon aufgedeckt, hauptsächlich Selenskij betreffend
Video
Eine ehemalige Ermittlerin des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) floh nach
Europa und nahm nach eigenen Angaben Tausende von Seiten interner Dokumente mit, die ein
Korruptionssystem auf den höchsten Ebenen der Führung in Kiew aufdecken. (…)
Zur Untermauerung ihrer Behauptungen legte K. Kaufverträge und Banküberweisungen vor, die
den Kreis um Selenskyj mit Vermögenswerten in ganz Europa verbinden: 26 Immobilien in
Spanien (darunter Villen in Marbella und Penthäuser in Barcelona), 14 im Vereinigten Königreich
(darunter das Anwesen Chelsea Riverside), 21 an der Côte d’Azur in Frankreich, 8 in Italien und 34
Wohnungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.“
https://x.com/vladi_the_gr8/status/1961039716603531670
oder
https://www.eva-herman.net/offiziell/?beitrag=202744
Weitere andere aktuelle Meldungen und Beiträge
Kriegspropaganda, Militarisierung und Repression – Wie umgehen mit dem Krieg?
Podiumsdiskussion des Friedensbündnis NRW anlässlich des Antikriegstags mit
Thomas Geisel (MdEP, ehem. Oberbürgermeister von Düsseldorf)
Andrej Hunko (ehem. MdB und gesundheitspolitischer Sprecher des BSW)
Wa’el Jaber (Palästinensische Allianz NRW)
Dr. Mona Aranea (Soziologin, Friedensbündnis NRW, Moderation)
Sonntag, 31. August 2025
18:00 Uhr Brauhaus am Dreieck, Blücherstraße 6, 40477 Düsseldorf
Quelle: Friedensbündnis NRW
Kundgebung: Stern zurück auf das Mahnmal
Friedenswillen zeigen – ein Zeichen setzen für den Frieden mit Russland! Auf dem Ehrenfriedhof
für Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Hannover wurde in den 50er-Jahren vonseiten der Stadt
der Sowjetstern vom Gedenkstein entfernt. Der Steinbildhauer Steffen Friedrich hat diesen Stern
nach Originalfotos rekonstruiert und verfolgt mit Unterstützung der Initiative Frieden mit Russland
und der BSW-Ratsfraktion Hannover das Ziel, den Originalzustand des Denkmals durch dessen
Reinstallation wiederherzustellen. Gemeinsam wollen wir am Antikriegstag mit der “Aktion Stern
zurück auf das Denkmal!” ein Zeichen setzen gegen Russophobie, Geschichtsklitterung und
Kriegshetze – und für Frieden und Zusammenarbeit mit Russland demonstrieren!
Veranstaltet durch: Initiative Frieden mit Russland / BSW Hannover
16:45 Uhr
Wiese neben dem Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer, Hannover
Kreuzung Culemannstraße/ Arthur-Menge-Ufer
30169 Hannover
Weitere Infos: frieden-mit-russland.com
Quelle: junge Welt
Kriegsvorbereitung: Sagt nein!
Bundesregierung bringt Wehrdienst und Nationalen Sicherheitsrat auf den Weg. Rheinmetall
eröffnet Europas größtes Munitionswerk.
Deutschlands Kriegsführungsrolle
Kabinett: Stillgestanden! – Warum waren jetzt hohe NATO-Vertreter bei wichtigen
deutschen Regierungsgesprächen dabei?
Mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte und dem militärischen NATO-Oberbefehlshaber in
Europa (Saceur), dem US-General Alexus G. Grynkewich, waren in den letzten Tagen höchste
NATO-Vertreter bei deutschen Regierungsgesprächen anwesend. Ein sehr bemerkenswerter
Vorgang!
Das Bundesverteidigungsministerium teilt auf der Homepage mit (Heraushebungen von mir):
„Verteidigungsminister Boris Pistorius hat seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Kabinett am
27. August 2025 im Berliner Bendlerblock empfangen. Um verteidigungspolitische
Grundsatzthemen und die aktuelle Bedrohungslage zu diskutieren, trafen sich die
Kabinettsmitglieder im sogenannten U-Boot – einem abhörsicheren Konferenzraum im
Verteidigungsministerium. (…) Mit im „U-Boot“ waren neben Bundeskanzler Friedrich Merz
und seinen Kabinettsmitgliedern auch der Alliierte Oberkommandierende in Europa
(SACEUR Supreme Allied Commander Europe), General Alexus G. Grynkewich, und der
Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer – beide mit Redebeiträgen zur
internationalen beziehungsweise nationalen Sicherheitslage.“
Unter diesem Link findet sich ein Ausschnitt des WDR, in dem die Zusammenkunft von Kanzler
Merz, Ministern und Anderen mit dem NATO-US-General Alexus G. Grynkewich zu sehen ist. Das
Titelbild ist ein Screenshot aus diesem Bericht, es zeigt Grynkewich links neben Kanzler Merz.
Außerdem berichtet die „Tagesschau“ darüber, dass NATO-Generalsekretär Mark Rutte bei der
gemeinsamen Klausur der Fraktionsspitzen von SPD und CDU in Würzburg zugegen war:
usw
Video
Italien über Deutschlands Herrschsucht: Merz will größte Armee Europas – und hetzt dafür gegen
Russland
Der angesehene italienische Historiker Luciano Canfora von der Universität Bari warnte im Radio
„Cusano Campus“, dass Kanzler Friedrich Merz die größte Gefahr für den Frieden in Europa sei.
Merz habe offen erklärt, die größte Armee Europas in Deutschland aufbauen zu wollen. Um das
durchzusetzen, brauche er das Schreckgespenst einer angeblichen „russischen Bedrohung“. Dabei,
so Canfora, habe Russland in seiner Geschichte nie Europa überfallen – im Gegenteil: Es war stets
Ziel von Invasionen, zuletzt durch Deutschland.
@ostnews_faktencheck!
https://www.eva-herman.net/offiziell/?beitrag=202751
Kriegstüchtig im Schattenamt
Der „Operationsplan Deutschland“ regelt die Aufgaben der verschiedenen staatlichen Ebenen, wenn
der große Krieg gegen Russland beginnt. Den Kommunen kommt eine Schlüsselrolle bei der
Unterstützung der militärischen Logistik zu. Um darauf einzuschwören, kamen Ende Juni zwei
Offiziere der Bundeswehr in den Stadtrat von Regensburg (Bayern). Im UZ-Interview spricht
Irmgard Freihoffer (BSW), Mitglied des Rates der Stadt Regensburg, über den Vortrag, die
Konsequenzen und den notwendigen Widerstand.
Quelle: unsere zeit
Merz: Bedrohung durch Russland ist real
Antrittsbesuch bei der Marine: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt per Hubschrauber auf
die Fregatte «Bayern». (…)
„Wir sehen tägliche Aktionen der russischen Armee. Sie testen unsere Verteidigungsbereitschaft
und unsere Verteidigungsfähigkeit. Und deshalb will ich sagen, wir werden in den nächsten
Monaten und in den nächsten Jahren alles tun, die Freiheit, den Frieden und die territoriale
Integrität des Bündnisgebietes zu schützen» (…)
Merz machte klar, dass auch in den nächsten Jahren viel in die Ausrüstung der Streitkräfte investiert
werden müssen. «Wir sind bereit, das zu tun, aber das ist nicht nur eine materielle Frage. Es ist auch
und vor allem eine personelle Frage.“ …“
https://de.nachrichten.yahoo.com/merz-fregatte-bayern-gelandet-082835841.html
Rüstungsland Niedersachsen: Weg vom Auto, hin zum Panzer – mit tatkräftiger
Unterstützung der SPD
Als am Mittwoch die neue Artilleriemunitions-Produktionsline des Rheinmetall-Werks im
niedersächsischen Unterlüß in Betrieb genommen wurde, war viel Prominenz angereist. Neben dem
NATO-Generalsekretär Mark Rutte stellten sich auch zwei niedersächsische SPD-Granden dem
Blitzlichtgewitter: Parteichef und Vizekanzler Lars Klingbeil und Verteidigungsminister Boris
Pistorius. Niedersachsen steht wie wohl kaum ein anderes Bundesland für die von Olaf Scholz
ausgerufene „Zeitenwende“: Das einstige „Autoland“ soll nun, da es mit den Autos nicht mehr so
gut läuft, zum „Rüstungsland“ werden – wenn es das nicht ohnehin schon ist. Diese Strategie ist
brandgefährlich, kann sie doch nur aufgehen, wenn Deutschland dauerhaft gigantische Mengen an
Rüstungsgütern abnimmt und dabei noch gigantischere Mengen von Steuergeldern in die
Rüstungsindustrie fließen. Es ist zu befürchten, dass dies das neue Standortkonzept der SPD ist.
Armes Niedersachsen, armes Deutschland
Kilometerlange Militärkolonnen auf Autobahnen erwartet: Bundeswehr rollt Richtung
Ostsee
Militärkonvois rollen 2025 durch Deutschland: Die Übung Quadriga zeigt, wie die Bundeswehr und
Partner den Ostseeraum in Krisen verteidigen wollen.
Deutsche Truppen in die Ukraine? Ein No-go!
Die Debatte über mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine treibt merkwürdige Blüten.
Während Washington, London und Paris abwinken, diskutiert Berlin über deutsche Truppen und
Nahkampf gegen die Russen.
Bundesregierung: Korruption und Beteiligung an Nord Stream-Sprengung hat keinen
Einfluss auf Ukraine-Hilfe
Bei seinem Besuch Anfang dieser Woche in Kiew hatte Finanzminister Lars Klingbeil erklärt: „Wir
werden die Ukraine jährlich mit 9 Milliarden Euro unterstützen“. Vor dem Hintergrund, dass die
Ukraine zu einem der korruptesten Länder Europas zählt, wollten die NachDenkSeiten wissen, was
für konkrete Maßnahmen die Bundesregierung geplant hat, um zu verhindern, dass diese jährliche
Milliarden-Summe an bundesdeutschem Steuergeld teilweise in Korruptionsnetzwerke abfließt.
Handelsblatt: „Doch die Welt ist, wie sie ist, und sie verlangt nach Kriegsgerät“
Neue Munitionsfabriken, Zwangs-Wehrdienst, Sozialkürzungen: Selbstherbeigeführte Krisen
werden aktuell von Journalisten und Politikern zu höheren Gewalten erklärt, denen man sich zu
ergeben habe. Diese Masche soll die Verantwortlichen für Militarisierung, Sozialabbau,
Kriegsgefahr und Verteuerung entlasten – schließlich sei die Welt eben so, „wie sie ist“. Aber das
stimmt nicht: Diese Verantwortlichen haben die Welt so gestaltet, wie sie nun ist – und man könnte
diesen Zustand auch ändern!
Die Grünen,,,,
Grüne fordern von Merz mehr Druck auf Russland
Angesichts der jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine haben die Grünen Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, gemeinsam mit anderen europäischen Partnern den Druck auf
Russlands Präsident Wladimir Putin zu erhöhen. "In der vergangenen Nacht hat Russland die
Ukraine erneut mit hunderten Drohnen und dutzenden Raketen angegriffen", sagte Grünen-Chefin
Franziska Brantner der "Rheinischen Post
Grüne fordern Zugriff der Ukraine auf russisches Staatsvermögen
Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sara Nanni, hat die Hilfszusagen
von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei seinem Besuch in der Ukraine als unzureichend
kritisiert
Gerold Otten: Deutschlands Sicherheit wahren, statt fremde Kriege finanzieren
Zum Besuch von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in der Ukraine erklärt der AfD-
Bundestagsabgeordnete Gerold Otten, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss: „Der Auftritt von
Minister Klingbeil in Kiew ist nichts weiter als eine politische Inszenierung. Deutschland ist weder
personell noch materiell in der Lage, glaubwürdige Sicherheitsgarantien für die Ukraine
abzugeben."
Ukraine – und es ist wieder England
Der folgende Standpunkt wurde von Peter Haisenko geschrieben: "Englands Hass auf Russland ist
offensichtlich unstillbar. Nachdem Boris Johnson schon im Frühjahr 2022 einen Friedensschluss
verhindert, verboten hat, fordert jetzt die Times einen ewigen Krieg gegen Russland. Pistorius und
Merz haben das erreicht, was Hitler versagt blieb. Sie haben Abkommen mit London unterzeichnet,
gemeinsam gegen Russland vorzugehen. Die britische Zeitung The Times erklärte in einem
scharfen Leitartikel: Der Westen müsse sich auf einen langanhaltenden Widerstand gegen Russland
einstellen, bis Wladimir Putin seine Niederlage im Kalten Krieg anerkennt.
NATO und Co.
Er spielte eine Schlüsselrolle beim Maidan-Putsch
Ehemaliger Parlaments-Präsident der Ukraine erschossen
https://www.youtube.com/watch?v=_lQ8Z5znlKk
Vor wenigen Minuten wurden Andrij Parubij – der ehemalige Präsident des ukrainischen
Parlamentes auf offener Strasse erschossen! Selensky ist extrem geschockt und die Hintergründe
sind äusserst brisant!
Der ukrainische Politiker Andrij Parubij ist in Lwiw auf offener Straße getötet worden. Die
Hintergründe sind unklar.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-08/andrij-parubij-mord-anschlag-ukraine
Trump befürwortet ukrainische Angriffe in Russland und revidiert damit seine
frühere Kritik an derartigen Aktionen. Er bezeichnete die neuen Angriffsfähigkeiten als notwendige
Komponente der ukrainischen Landesverteidigung. Dieser Kurswechsel erzeugt eine komplexe
diplomatische Dynamik, nur wenige Tage nachdem Trump lange private
Die EU-Verteidigungsminister haben sich für eine Ausweitung der militärischen
Ausbildungsmission auf die Ukraine ausgesprochen, sollte es zu einer Waffenruhe kommen. Es
gebe "breite Unterstützung" für den Schritt, sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem
Treffen der Minister in Kopenhagen. Für eine Änderung des Mandats ist Diplomaten zufolge die
Zustimmung aller 27 EU-Staaten erforderlich.“
https://www.n-tv.de/politik/16-03-EU-Minister-fuer-Militaerausbildung-in-Ukraine-nach-
Waffenruhe--article23143824.html
Ehemalige Chefin von USAID: USA haben in Moldawien "Dutzende Millionen" ausgegeben
Die US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) investierte Dutzende Millionen US-
Dollar in Moldawien, um die Pro-EU-Präsidentin Maia Sandu zu unterstützen. Das gab die
ehemalige USAID-Chefin Samantha Power in einem Gespräch mit den russischen Komikern
Wowan und Lexus zu.
In dem Gespräch, in dem sich das berüchtigte Duo Wowan und Lexus als westliche Beamte
ausgaben, erinnerte sich Power daran, dass USAID unter ihrer Führung "nie dagewesene
Investitionen" in Moldawien getätigt habe und seine Präsenz in dem Land "massiv" ausbaute.
Sie erwähnte, dass in den Budgets, die bei USAID für die Ukraine bestimmt waren, immer
"Dutzende Millionen Dollar" für Moldawien vorgesehen waren, und merkte an, diese Beträge
"brachten in Moldawien viel mehr als in der Ukraine", angesichts der Größe des Landes.
Jetzt aber müsse Europa die Lücke füllen, die USAID hinterlassen habe..."
https://dert.online/international/254554-ehemalige-chefin-von-usaid-usa/
Ungarn verklagt EU: Gericht soll illegale Ukraine-Zahlungen stoppen
Ungarn hat laut dem Portal „Portfolio“ Klage gegen den #EU-Rat und die Europäische
Friedensfazilität beim Gericht der Europäischen Union eingereicht – aus gutem Grund.
Die EU-Bürokraten hatten im Mai 2024 beschlossen, 99,7% der Nettoerträge aus eingefrorenen
Geldern der russischen Zentralbank ohne Zustimmung aller Mitgliedstaaten an die #Ukraine zu
überweisen. Ein klarer Verstoß gegen das Einstimmigkeitsprinzip.
Während Brüssel sich über demokratische Grundsätze hinwegsetzt, finanziert es damit
Waffenlieferungen in einen Konflikt, der immer weiter eskaliert. Fragt sich nur: Wenn die EU ihre
eigenen Regeln bricht, wer kontrolliert dann noch die Kontrolleure?“
@ostnews_faktencheck!
https://www.eva-herman.net/offiziell/?beitrag=202658
Teil 1/2 Lawrow im „NBC“ Interview komplett, Moskau, 24 August 2025
Übersetzte Reden müssen nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion sein. Sie dienen lediglich
zur Information unserer Zuschauer. Aus finanziellen Gründen sind wir auf die Unterstützung von
KI angewiesen, da wir sämtliche Arbeit persönlich finanzieren. Darum bitten wir etwaige
Übersetzungsfehler und Aussetzer zu entschuldigen.
Mehr Videos und aktuelle News online unter [LINK]
Quelle: russland.RU, 25.08.2025
Teil 2/2 Lawrow im „NBC“ Interview komplett, Moskau, 24 August 2025
Quelle: russland.RU, 25.08.2025
Russland verhängt Embargo gegen Armenien wegen Sangesur-Korridor – Hunderte Lkw an
der Grenze gestoppt
Nach der armenischen Zustimmung zum Sangesur-Korridor verhängt Russland ein Importverbot.
Lkw mit Obst und Baumaterialien kehren um – offiziell aus «hygienischen Gründen».
Merz, Macron und Tusk als Wahlhelfer in Moldau
Moldau ist seit dem Zerfall der Sowjetunion zwischen Europa und Russland gespalten. Zum
Unabhängigkeitstag lädt Präsidentin Sandu mehrere Staatschefs ein, um für die EU zu werben.
Sie sind in Europas ärmstes Land gekommen, nach Moldau als Wahlkämpfer: Friedrich Merz,
Emmanuel Macron und Donald Tusk. Dort geht es um viel. Die Präsidentin von Moldau nennt es
die “letzte Schlacht”. Wenn die Parlamentswahl am 28. September nicht pro Europa ausgehe, dann
sei Moldaus Zukunft düster.
Quelle: ZDF heute
Anmerkung unseres Lesers O.B.: Merz, Macron und Tusk “machen Wahlkampf in Moldawien”
(O-Ton ZDF!!!) und beklagen sich zugleich über “russische Einmischung”. Finde den Fehler!
Unterirdische biochemische Anlagen in der Ukraine (MW - Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=Nqw0Nun80_A
Die Übernahme und Betrieb ukrainischer biochemischer Labore in der Ukraine durch US-Pentagon-
Unterorganisationen.
Frankreich fordert Krankenhäuser auf, bis März 2026 kriegsbereit zu sein
FRIEDEN UND WOHLSTAND: US-Ölgigant Exxon trifft sich heimlich mit Rosneft, um
über eine Rückkehr nach Russland zu verhandeln
https://www.thegatewaypundit.com/2025/08/peace-prosperity-us-oil-giant-exxon-met-secret/
Palästina Nahost
Israel stoppen!!
Die Proteste beim Konzern Microsoft gegen seine mögliche Beteiligung an den
Kriegsverbrechen Israels reißen nicht ab
Die Protestgruppe „No Azure for Apartheid“, bestehend aus ehemaligen und gegenwärtigen
Microsoft-Mitarbeitern, hat am Dienstag das Büro des Microsoft-Präsidenten Brad Smith kurzzeitig
besetzt, um gegen die mögliche Beteiligung an israelischen Kriegsverbrechen ihres Arbeitgebers zu
protestieren. Dies führte zu Festnahmen und Kündigunge
Genozid in Gaza: »Israel versucht, die Welt an der Nase herumzuführen«
Journalisten schließen sich für Petition gegen Zensur und für Zugang nach Gaza zusammen. Ein
Gespräch mit André Liohn
von Dieter Reinisch
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507191.genozid-in-gaza-israel-versucht-die-welt-
an-der-nase-herumzuführen.html
Barcelona ernennt Gaza und Palästina zum 11. Bezirk der Stadt
Rücktritt wegen Gaza
Am Freitag verkündete der niederländische Außenminister Caspar Veldkamp seinen Rücktritt aus
der Regierung. Kurz darauf folgten ihm die anderen vier Minister seiner Partei, darunter auch die
Innenministerin. Grund war sein Scheitern, die Rumpfkoalition (Rechtspopulist Geert Wilders
verließ die Koalition schon im Mai) zu einem härteren Vorgehen gegen Israel zu bewegen. Wann
sehen wir eine solche Konsequenz endlich bei deutschen linken Politikern?
Unfassbar!
Israel betrachtet Sykes-Picot-Grenzen als „bedeutungslos“ und „wird gehen, wohin sie
wollen“
Israel ist nicht daran interessiert, sich an die im Sykes-Picot-Abkommen des Ersten Weltkriegs
festgelegten Grenzen des Nahen Ostens zu halten und hat laut US-Sondergesandtem Tom Barrack
die „Kapazität oder den Wunsch“, den Libanon und Syrien zu übernehmen. Barrack machte...
Israels Medien über eine „Phase der Barbarei“ und den „neuen gewalttätigen Zionismus“
Israel erlebt immer schärfere Gegensätze im Inneren. Umgekehrt will man offenbar in Gaza absolut
Tabula rasa machen. Gleichzeitig befindet man sich mit Syrien, Libanon und Jemen im offenen
Kriegszustand und dem Iran in einem latenten. Hier einige Stimmen aus dem Inneren dazu und
neueste Entwicklungen.
Das Conflicts Forum von Alastair Crooke sammelt bemerkenswerte Artikel und Zitate aus Israel.
Diese Zusammenstellungen stammen aus Analysen und Kommentaren führender israelischer
Politik- und Sicherheitskommentatoren, die überwiegend auf Hebräisch veröffentlicht wurden – da
Berichte auf Hebräisch oft einen anderen Einblick in den internen Diskurs Israels bieten.
Usw
Gaza: Schockierende Zahl ziviler Todesopfer enthüllt
In diesem Video, das exklusiv auf unserem Kanal in deutscher Sprache veröffentlicht wurde,
diskutiert der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalist Glenn Greenwald die jüngsten
Behauptungen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu über das Verhältnis zwischen
zivilen und militärischen Opfern in Gaza. Greenwald stellt Netanjahus Aussagen Daten aus einer
internen Datenbank des israelischen Militärs gegenüber, über die das +972 Magazine und The
Guardian berichtet haben und die darauf hindeuten, dass über 80 % der Getöteten in Gaza Zivilisten
waren. Er stellt diese Zahlen in den größeren Kontext moderner Konflikte, hebt ihre Ausmaße
hervor und hinterfragt die offiziellen Darstellungen Israels.
ENG: To view the English version [LINK]
Quelle: acTVism Munich, 27.08.2025
Vorbereitung auf nächsten Krieg gegen den Iran: E3 lösen „Snapback“-Sanktionen gegen den
Iran aus
Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben den Prozess zur Wiedereinführung der
Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen den Iran im Rahmen des „Snapback“-Mechanismus des
Atomabkommens von 2015, bekannt als JCPOA, eingeleitet – ein Schritt, der einen weiteren Krieg
der USA und Israels gegen den Iran vorbereitet. Die als E3 bekannten europäischen Länder haben
dem UN-Sicherheitsrat in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie die Sanktionen
Aktion von Merz, Macron und Starmer führt zum Austritt des Iran aus
Atomwaffensperrvertrag
Das iranische Parlament hat einen Antrag zum vollständigen Austritt aus dem
Atomwaffensperrvertrag vorgelegt, als Reaktion auf die Entscheidung der E3, den Snapback-
Mechanismus auszulösen. Nach der Ankündigung der E3 (Frankreich, Deutschland und
Großbritannien), den Snapback-Mechanismus für Sanktionen gegen Teheran auszulösen, hat das
iranische Parlament einen Dringlichkeitsantrag ausgearbeitet und vorgelegt, der einen vollständigen
Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) vorsieht. Hossein-Ali Haji-Deligani,
stellvertretender
Atomverhandlungen: Europäer erneuern Sanktionen gegen Iran
Teheran setzt weiter auf Diplomatie. Zusammenarbeit mit Atombehörde kommt auf Prüfstand
von Jörg Tiedjen
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507156.atomverhandlungen-europäer-erneuern-
sanktionen-gegen-iran.html
Westjordanland unter Feuer: Entwurzeln und vertreiben
Westjordanland: Israelische Armee fällt in Nablus, Hebron und Ramallah ein. Siedler bauen illegale
Gemeinden aus
von Jakob Reimann
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507179.westjordanland-unter-feuer-entwurzeln-
und-vertreiben.html
Nahostkonflikt: Den Tempelberg im Visier
Brief aus Jerusalem:Israels Minister wollen islamisches durch jüdisches Heiligtum ersetzen
von Helga Baumgarten, Jerusalem
[Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507185.nahostkonflikt-den-tempelberg-im-visier.html
Mehr als 1.000 Gebäude in Gaza zerstört, Zivilisten bei jüngstem israelischen Angriff
lebendig begraben.
Israel zerstört systematisch Stadtviertel in Gaza, begräbt Familien unter unerbittlichem Beschuss
und blockiert Rettungsmaßnahmen. Ganze Stadtteile wie Zeitoun und Sabra wurden dem Erdboden
gleichgemacht, wodurch fast eine Million Palästinenser unter dem Deckmantel von... in
Haaretz 29. 8.
https://us18.campaign-archive.com/?
e=e401c2f615&u=d3bceadb340d6af4daf1de00d&id=b599edce4f
GEISELN/WAFFENSTILLSTAND: Die IDF gab bekannt, dass sie die Leiche von Ilan Weiss , der
während eines Hamas-Angriffs am 7. Oktober 2023 ermordet und nach Gaza gebracht wurde, aus
Gaza geborgen und hinzugefügt habe, dass sie auch „Funde“ im Zusammenhang mit einer weiteren
verstorbenen Geisel sichergestellt habe , deren Identifizierung noch im Gange sei.
Der 56-jährige Weiss leitete den Sicherheitsdienst des Kibbuz Be'eri und verließ am 7. Oktober
frühmorgens sein Haus, um zum Waffenlager der Gemeinde zu gehen. Er galt bis zum 1. Januar
2024 als vermisst. Dann teilte die israelische Armee seiner Familie mit, dass er aufgrund
forensischer Beweise auf israelischem Gebiet wahrscheinlich während des Angriffs ermordet
worden sei. Ilans Frau und Tochter Shiri und Noga wurden ebenfalls von der Hamas entführt und
im November 2023 im Rahmen eines Geiselhandels freigelassen.
Einav Zangauker, die Mutter des Geisels Matan, sagte, sie werde ihre Demonstrationen vor dem
Hauptquartier des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv am Samstagabend beenden. Mehreren
Quellen zufolge ist der Hauptgrund für die Absage, sich mit anderen Protestbewegungen
zusammenzuschließen, um in den kommenden Wochen Massenkundgebungen zu organisieren.
■ EUROPA: Der türkische Außenminister Hakan Fidan kündigte an , Ankara werde alle
Wirtschaftsbeziehungen zu Israel abbrechen, seinen Luftraum für israelische Flugzeuge
sperren und türkischen Schiffen das Anlegen in israelischen Häfen untersagen . „Israel begeht seit
zwei Jahren vor den Augen der Welt einen Völkermord im Gazastreifen. Kein Land hat bisher einen
bedeutsameren Schritt unternommen, der Sanktionen gegen Israel beinhaltet“, sagte Fidan.
Die Außenminister Spaniens, Irlands, Norwegens, Sloweniens, Islands und Luxemburgs
veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie Israels Plan zur Eroberung von Gaza-Stadt
„aufs Schärfste“ verurteilten . Sie erklärten, dieser Plan würde das Leben der Geiseln gefährden,
„die sich noch immer grausam in der Gewalt der Hamas befinden“, und würde den „unerträglichen
Tod unschuldiger palästinensischer Zivilisten“ zur Folge haben, was sie als „eklatante Verletzung
des Völkerrechts“ bezeichneten.
■ GAZA: Die IDF sagte, sie werde ihre täglichen zehnstündigen „humanitären Pausen“ in Gaza-
Stadt vor ihrem Plan, die Stadt zu besetzen, aufheben.
Die Hamas erklärte, Israels Plan, Gaza-Stadt zu erobern, werde für ihre politische und militärische
Führung eine „Katastrophe“ bedeuten. Sie werde alles in ihrer Macht Stehende tun, „um die Geiseln
festzuhalten, doch sie würden zusammen mit unseren Kämpfern festgehalten“. Sie fügte hinzu, sie
werde den Namen und das Bild jeder Geisel veröffentlichen, die durch israelische Angriffe getötet
wurde, sowie Beweise für ihren Tod.
„Yair Lapid, der Oppositionsführer, erhielt diese Woche einen Anruf von einem ägyptischen
Beamten aus dem Umfeld von Präsident Abdel-Fattah al-Sissi. ‚Können Sie mir erklären, was dort
vor sich geht?‘, fragte der Beamte. Wovon reden Sie, fragte Lapid. ‚Was Sie den ‚Witkoff-Plan‘
nennen und was wir den ‚Netanjahu-Plan‘ nennen, weil es von Anfang an seine Idee war – die
ganze Idee eines Teilabkommens, die Rückgabe von 10 lebenden und 18 toten Geiseln und die 60
Tage dauernden Verhandlungen über den Rest, das alles wurde von Netanjahu diktiert‘, antwortete
der Ägypter. ‚Witkoff hat es präsentiert, damit es nicht so aussieht, als würde die Hamas Netanjahus
Forderungen akzeptieren.‘ „Okay“, sagte Lapid, „und? ‚Also gingen wir damit zur Hamas, ließen
sie es unterschreiben und seitdem ist Netanjahu verschwunden. Es sind bereits zwei Wochen
vergangen und wir konnten sein Büro nicht erreichen. Und jetzt lesen wir in den Medien, dass Ihr
Premierminister ein stufenweises Abkommen ablehnt und auf einem umfassenden besteht. Also
fragen wir uns: Ist Ihnen bewusst, dass Netanjahu beschlossen hat, seinen eigenen Plan zunichte zu
machen? ‘“ – Yossi Verter
■ PALÄSTINENSISCHER STAAT: Im Vorfeld der für September angesetzten UN-
Generalversammlung, bei der mehrere Länder die Anerkennung eines palästinensischen Staates
ankündigten, sagte das US-Außenministerium, es „ verweigere und widerrufe Visa“ von
Mitgliedern und Beamten der Palästinensischen Befreiungsorganisation und der Palästinensischen
Autonomiebehörde und fügte hinzu, dass die Mission der PA bei den Vereinten Nationen gemäß
dem UN-Hauptquartierabkommen Ausnahmegenehmigungen erhalten würde.
In der Erklärung heißt es: „Bevor die PLO und die PA als Partner für den Frieden betrachtet werden
können, müssen sie den Terrorismus – einschließlich des Massakers vom 7. Oktober – konsequent
ablehnen und die Anstiftung zum Terrorismus im Bildungswesen beenden.“ Außerdem müsse die
PA ihre „ internationalen Lawfare-Kampagnen “, einschließlich ihrer Berufungen vor
internationalen Gerichten, einstellen und ihre „Bemühungen um die einseitige Anerkennung eines
mutmaßlichen palästinensischen Staates“ beenden .
Die New York Post, die als der Trump-Regierung nahestehend gilt, berichtete, dass der
palästinensische Präsident Mahmud Abbas auf der Liste der Beamten steht, die nicht in die USA
einreisen dürfen.
Das palästinensische Außenministerium äußerte sich „verwundert“ über die Entscheidung und
bezeichnete sie als „Verstoß“ gegen die UN-Hauptquartier-Konvention von 1947. Das Ministerium
forderte sowohl UN-Generalsekretär António Guterres als auch den UN-Sicherheitsrat auf, „ihre
Pflichten zu erfüllen“, und fügte hinzu: „Die Entscheidung Washingtons wird die internationale
Anerkennung eines palästinensischen Staates nicht verhindern.“
LIBANON: Der UN- Sicherheitsrat hat am Donnerstag einstimmig für die Auflösung der
Friedenstruppe im Südlibanon (UNIFIL) zum Ende des Jahres 2026 gestimmt. Ziel sei es, die
libanesische Regierung zum „ alleinigen Garanten für Sicherheit “ im Südlibanon zu machen. Die
Resolution forderte die israelischen Streitkräfte außerdem auf , ihre nördlich der von der UNO
gezogenen Grenze zu Israel stationierten Truppen , die als „Blaue Linie“ bekannt sind, abzuziehen .
Der französische Präsident Macron lobte in einem Beitrag auf X die einjährige Verlängerung des
UNIFIL-Mandats und lobte den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Premierminister Nawaf
Salam für ihre „mutigen Entscheidungen zur Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonopols“.
Macron forderte außerdem „den vollständigen Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem
Südlibanon und ein Ende aller Verletzungen der libanesischen Souveränität“. Dies seien
wesentliche Voraussetzungen für die Entwaffnung der Hisbollah.
Das mit der Hisbollah verbundene Nachrichtenportal Al Akhbar berichtete, der libanesische
Militärkommandeur Rudolf Haikal habe gegenüber libanesischen Behörden erklärt, er würde
„vorzugsweise zurücktreten, wenn dafür libanesisches Blut durch die Armee vergossen werden
müsste“, um die Entscheidung zur Entwaffnung der Hisbollah umzusetzen. Dem Bericht
zufolge boten US-Beamte der libanesischen Armee an, Informationen über die Standorte der
Hisbollah zu liefern und sogar israelische Drohnen für Angriffe auf Ziele einzusetzen.
Die israelischen Streitkräfte (IDF) gaben eine Erklärung heraus, in der sie ihr Bedauern darüber
ausdrückten, libanesischen Soldaten „Schaden“ zugefügt zu haben , nachdem am Donnerstag im
Süden des Landes zwei Militärangehörige durch die Explosion einer Drohne der IDF getötet
worden waren. Sie erklärten, die Drohne hätte ein Pionierfahrzeug angreifen sollen, „aufgrund einer
technischen Störung sei die Munition jedoch nicht explodiert und zu Boden gefallen“.
■ HOUTHIS: Der Houthi-Premierminister Ahmed al-Rahawi wurde am Donnerstagabend bei
Israels Angriffen auf Sanaa getötet , die sich gegen ein Treffen hochrangiger Houthi-Vertreter
richteten, berichteten jemenitische Medien, die der Opposition gegen das Houthi-Regime
nahestehen. Die Houthis haben al-Rahawis Tod noch nicht bestätigt.
Israelische Verteidigungsbeamte gehen davon aus, dass die Houthis auf die jüngsten Angriffe
Israels reagieren werden , teilten Quellen Haaretz mit. Diese Schätzungen basieren jedoch nicht auf
konkreten Geheimdienstinformationen
Israels wachsende Präsenz in Syrien läutet eine neue Ära des Konflikts und der Diplomatie
ein.
Israel hat die dauerhafte Besetzung syrischen Territoriums, einschließlich des Hermongebirges und
Teilen der Golanhöhen, erklärt und damit das von den Vereinten Nationen vermittelte
Truppenabzugsabkommen von 1974 verletzt. Jüngste Übergriffe führten zu zivilen Opfern und
Landnahmen.
Houthis bestätigen Tod ihres Premierministers und hochrangiger Beamter bei massivem
israelischen Angriff
Die jemenitische Houthi-Regierung hat verspätet bestätigt, dass bei einem israelischen Angriff vor
einigen Tagen ihr Premierminister Ahmed al-Rahawi getötet wurde. Er war der ranghöchste
Houthi-Beamte, der bisher im anhaltenden Konflikt getötet wurde. In der offiziellen Erklärung der
Houthis wurde weiter anerkannt...
Amerikas lange Geschichte mit Dschihadisten als Verbündete
Seyed Mohammad Marandi ist Professor an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des
iranischen Nuklearverhandlungsteams. Prof. Marandi erläutert die lange Geschichte der US-
amerikanischen Zusammenarbeit mit dschihadistischen Stellvertretern und die anhaltende
Zerstörung Syriens.
Prof. Glenn Diesen auf X [LINK]
Original Video [LINK]
Original Transcript [LINK]
Translated Transcript [LINK]
Produced by: Glenn Diesen; Originally Published on: 2025-08-24; Translations by: www.video-
translations.org; Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.
Quelle: Glenn Diesen Deutsch, 25.08.2025
«Teuflischer Kreislauf»
Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 gegründet durch eine Proklamation von Ben Gurion, dem
Präsidenten des Jüdischen Nationalrats. Einen Tag vor Ablauf des britischen Mandats über
Palästina. Die UN-Generalversammlung war von Grossbritannien mit der Lösung der Palästinafrage
beauftragt worden. Mit einer Zweidrittelmehrheit hat sie am 29. November 1947 zugestimmt,
Westpalästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzuteilen. Eine Entscheidung, die die
arabische Seite ablehnte.
Zugleich brachte die 1945 verabschiedete Charta der Vereinten Nationen den Willen zum
Ausdruck, die Kolonialherrschaften zu beenden. Ein Widerspruch.
Quelle: Jean Ziegler auf work
Speziell Deutschland
Auswärtiges Amt fordert Deutsche zum Verlassen des Iran auf
Deutschland, Frankreich und Großbritannien entscheiden, ausgesetzte Sanktionen gegen den Iran
reaktivieren zu können. Kurz danach ruft das Auswärtige Amt alle Deutschen dazu auf, das Land zu
verlassen. Hintergrund ist die Eskalation im Streit um das Atomabkommen.
Andere Konflikte
Im Schatten der Monroe-Doktrin: Neue Frontlinien in der Karibik
Wie die US-Streitkräfte jüngst bestätigten, haben die USA erneut drei Kriegsschiffe sowie 4.000
Marinesoldaten in die südliche Karibik entsandt.[1] Bereits Anfang des Monats hatte US-
Justizministerin Pamela Jo Bondi die Verdopplung des Kopfgeldes auf Venezuelas Präsident
Nicolás Maduro bekannt gegeben. 50 Millionen Dollar setzt Washington nun auf dessen Ergreifung
aus – eine beispiellose Maßnahme gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt.[2]
Bosnien-Herzegowina: Wie der Vertreter der Vereinten Nationen das Land in eine
Staatskrise stürzte
Bosnien-Herzegowina ist in einer schweren Staatskrise. Ausgelöst wurde sie durch das unheilvolle
Wirken des Hohen Repräsentanten Christian Schmidt. Ein Kommentar.
Die Staatskrise in Bosnien-Herzegowina begann mit dem Abgang von Valentin Inzko. In den
letzten Tagen seiner Amtszeit, im Juli 2021, erließ der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen
(UN) ein Gesetz. Dieses bedroht das Leugnen des Massenmords von Srebrenica, in Den Haag von
zwei internationalen Gerichten als Genozid verurteilt, mit einer Haftstrafe. Der Hohe Repräsentant
kann das. Er kann ganz alleine Gesetze erlassen, ohne dass das Parlament in Sarajevo zustimmen
müsste. Der sogenannte Friedensimplementierungsrat aus 50 Ländern und Organisationen, der den
Repräsentanten wählt, hat ihm diese Macht gegeben.
Quelle: Berliner Zeitung
Dänemark : Spionage in Grönland
USA sollen an der Beeinflussung von Politik und öffentlicher Meinung arbeiten. Das Ziel: die
Einverleibung der Insel
von Jörg Kronauer
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507184.dänemark-nbsp-spionage-in-grönland.html
Libyen: UN-Sondergesandte unterrichtet den UN-Sicherheitsrat
Am 23. August unterrichtete die UN-Sondergesandte Hannah Tetteh den UN-Sicherheitsrat über die
aktuelle Situation in Libyen und stellte ihren neuen politischen Fahrplan vor. Geplant ist, innerhalb
von zwei Monaten eine neue, einheitliche Regierung zu bilden und innerhalb von 18 Monaten
Parlaments- und Präsidialwahlen abzuhalten. So sähe die Theorie aus. Ob sich der Plan allerdings
angesichts der realen Situation vor Ort und gegen die zu erwartenden enormen Widerstände
umsetzen lässt, bleibt fraglich. Der UN-Sicherheitsrat wurde aufgefordert, die „Sehnsucht des
Volkes nach nationalen Wahlen“ zu unterstützen. Die große Frage dabei wird sein, ob es gelingen
wird, die Parteien in einen politischen Prozess einzubinden, der zu ihrer eigenen Abdankung führen
würde. Dies betrifft den Premier der Tripolis-‚Regierung‘, Abdulhamid Dabaiba, ebenso wie den
Premier der Parallelregierung in Bengasi, und den Staatsrat ebenso wie das Parlament. Und über
allem hängt drohend das Schwert der Dignity-Streitkräfte von Khalifa Haftar im Osten und
verschiedener Milizen im Westen.
Quelle: Gela-News
Abschließend teilen wir noch die sehr wichtigen Recherchen von Candice Owens rund um den Fall
Epstein. Sehr erhellend.
Zionistische Israelis hatten und haben überall ihre Finger drin
Hervorragende Recherchearbeit. Danke für die Überserzung
Die Epstein-Files: Tote erzählen keine Geschichten | Eine Einführung (Candace Owens -
Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=Jm94Sxnfxic
"Jeffrey Epstein… wo soll man anfangen? So viel Gerede im Hintergrund, so wenig Fakten. Von
mysteriösen Todesfällen bis hin zu Verbindungen zum Mossad – willkommen zur ersten Folge von
„The Epstein Files“." Für Dich von Qlobal Change übersetzt und von Video Translate Projects
vertont, der Candace Owens Beitrag vom 17. Juli 2025 00:00 – Beginn. 01:04 – Vorstellung von
Robert Maxwell. 11:18 – Ehemaliger Mossad-Agent spricht. 14:39 – Robert Maxwell und
Erpressung durch den Mossad. 21:45 – Vorstellung von Ghislaine Maxwell. 25:15 – Die
„Exklusivberichte” der NY Post. 34:21 – Wie Ghislaine Jeffrey Epstein kennenlernte. 47:01 –
Trump bezeichnet Epstein als demokratischen Schwindel. 51:16 – Thomas Massie drängt auf
Abstimmung über die Veröffentlichung der Epstein-Akten. 52:41 – Kommentare.
Wen schützt Trump?
Die Epstein-Files Ep. 01: Die Midas-Hand (Candace Owens - Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=TZqj_azhzYU
Die Ursprünge von Jeffrey Epstein und sein Aufstieg zum Reichtum. Willkommen zurück zu den
Epstein-Files." Für Dich von Qlobal Change übersetzt und von Video Translate Projects vertont, der
Candace Owens Beitrag vom 18. Juli 2025 00:14 – Beginn 00:59 – Ja, wir sprechen immer noch
über Jeffrey Epstein 04:04 – Die Zeitachse von Jeffrey Epstein 29:50 – Die Kushners 45:11 – Wen
schützt Trump? 48:37 – Kommentare
Was sie über Elie Wiesel recherchiert hat, ist unglaublich. Warum wurde das nie öffentlich
gemacht?
Die Epstein-Files Ep. 02: Das Haus Maxwell (Candace Owens - Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=QQ15D1N0K10
"Die Serie „Die Epstein-Akten” geht weiter mit einem tieferen Einblick in die Familie Maxwell und
Ghislaine Maxwells Mutter Elisabeth Maxwell. Außerdem veröffentlicht Trump die MLK-Akten,
und in Washington D.C. spitzt sich die Dramatik um Epstein weiter zu." Für Dich von Qlobal
Change übersetzt und von Video Translate Projects vertont, der Candace Owens Beitrag vom 22.
Juli 2025 00:14 – Start 01:25 – Elie Wiesel & Nikolaus Grüner 12:46 – Die Verbindung zu
Elisabeth Maxwell 18:40 – Elisabeth Maxwell nach Roberts Tod 26:36 – Xavier Poussard wird von
Brigitte Macron verklagt 33:24 – Stellvertretender Generalstaatsanwalt trifft sich mit Ghislaine &
MLK-Akten veröffentlicht 36:10 – Kommentare
FRIEDE SEI MIT EUCH
FRIEDE AUF UNSERER ERDE!!!


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Geburtsstätte des Nazismus ehrt "Opfer des Kommunismus"

freedert.online, 30 Aug. 2025 15:33 Uhr, Von Oleg Zarjow

Mit dem geplanten Denkmal für die "Opfer des Kommunismus" in der ehemaligen Hauptstadt des Dritten Reiches machen Deutschland und Europa einen weiteren Schritt zur öffentlichen Rehabilitierung des Nationalsozialismus.


Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup


Symbolbild: Abgebrochener Kopf des Berliner Lenin-Denkmals.


Im Stadtzentrum von Berlin, unweit des Gebäudes des Kanzleramts, soll ein Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Deutschland errichtet werden. Ursprünglich wurde dieses Vorhaben noch im Jahr 2019 unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Bundestag bewilligt. Unter der Regierung Scholz wurde es eingefroren, doch nach dem Regierungsantritt von Merkels Parteigenossen reanimiert. Inzwischen hat Bundeskanzler Merz vor, die Mittel für den Bau dieses Memorials in den Haushaltsplan aufzunehmen. Bemerkenswerterweise fand sich das Geld dafür gleich nachdem er behauptet hatte, dass Deutschland den Sozialstaat nicht mehr finanzieren könne.

Dabei existieren bereits etwa 900 solcher Denkmäler im recht kleinen Gebiet der ehemaligen DDR. Doch Deutschland benötigt anscheinend noch ein nationales Hauptdenkmal, das im Grunde einen symbolischen Schlussstrich unter die seit 25 Jahren laufende faktische Rehabilitierung des Nazismus in Europa ziehen wird.


Der Auschwitz-Prozess und die kurze Öffnung der BRD





Meinung

Der Auschwitz-Prozess und die kurze Öffnung der BRD






Nein, formal ist der Nazismus noch nicht rehabilitiert. Doch auf staatlicher Ebene, darunter auf Ebene von EU-Richtlinien, wird bereits das Narrativ von "Verbrechen von zwei totalitären Regimes" verbreitet, die angeblich gemeinsam durch den Molotow-Ribbentrop-Pakt den Zweiten Weltkrieg entfacht haben. Hitlers Münchner Abkommen mit europäischen Demokratien, das den Prolog zur Aggression bildete, wird dabei selbstverständlich ausgelassen. Indessen ist die Behauptung von "zwei totalitären Regimes" im Grunde ein Feigenblatt, das den Prozess der Revision der Geschichte kaum noch decken kann.

Nehmen wir als Beispiel die 2011 gegründete "Plattform des europäischen Gedenkens und Gewissens", die staatliche Strukturen wie Institute des nationalen Gedenkens sowie gesellschaftliche Organisationen verbindet. Unter anderem gehört ihr seit 2012 das ukrainische Forschungszentrum der Befreiungsbewegung, das die Heroisierung von Bandera und Schuchewitsch betreibt, an. Die Plattform wurde vom EU-Rat gegründet und gilt offiziell als "Bildungsprojekt" der Europäischen Union. Ihr erklärtes Ziel ist die Sensibilisierung für "Verbrechen zweier totalitärer Regimes". Ein Blick auf die Webseite der Plattform genügt allerdings, um zu erkennen, dass kaum eine ihrer zahlreichen Veranstaltungen den Verbrechen der Nazis gewidmet ist. Ein solches Missverhältnis konstruiert ein Geschichtsbild, in dem Verbrechen der Nazis wie eine unbedeutende Erscheinung wirken. Niemand erinnert sich daran, wie Handschuhe aus Menschenhaut angefertigt wurden und wie die Asche verbrannter Juden zum Düngen deutscher Gärten genutzt wurde.

Gleichzeitig mobilisiert ein solches Bild die Gesellschaft gegen das heutige Russland, weil es in Europa üblich ist, Russland mit der Sowjetunion gleichzusetzen. Nur Ungarns Ministerpräsident Orban vermeidet das mit Verweis auf die nationale Geschichte.


Moskau empört: OSZE duldet Wiederaufleben des Nazismus in Europa





Moskau empört: OSZE duldet Wiederaufleben des Nazismus in Europa






Die Errichtung eines Denkmals für Opfer des Kommunismus in der ehemaligen Hauptstadt der Nazis, Berlin, wirkt schon regelrecht blasphemisch. Schließlich ist es allgemein bekannt, dass Deutschlands Kommunisten den Nazismus seit dessen Entstehung bekämpften und zu seinen ersten Opfern wurden. So wurden schon in den ersten Wochen von Hitlers Regierungszeit 7.500 Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands verhaftet. Auch später stellten die Kommunisten den größten Anteil unter den Hunderttausenden von politischen Gefangenen. Gerade mit der Bekämpfung des Kommunismus begründete Hitler sowohl seine Angriffskriege als auch den Holocaust, denn Juden waren ihm zufolge angeblich die Hauptträger des Bolschewismus.

Sicher gab es in der DDR wie auch in der UdSSR unbegründete Repressionen. Doch sie müssen im breiten Kontext der deutschen Nachkriegsgeschichte betrachtet werden. Und hierbei werden wir ein mehr als nachsichtiges Verhalten zu den Nazis im demokratischen Westdeutschland beobachten, wo der Verfasser der Rassengesetze Hans Globke zum nächsten Berater von Adenauer wurde, der vor 70 Jahren deutsche Kriegsverbrecher aus der UdSSR heimbrachte. Doch daran erinnert man sich im heutigen Deutschland ungern, daher wird das geplante Denkmal zu einem Schritt zur Rehabilitierung des Nazismus. Man wird sagen: Wie gut, dass die Nazis den Kommunismus bekämpft haben, schade nur, dass sie es mit der Judenvernichtung etwas übertrieben.

Übersetzt aus dem Russischen. Verfasst speziell für RT am 26. August.

Oleg Zarjow ist ein ehemaliger ukrainischer Rada-Abgeordneter. Von 2002 bis 2014 vertrat er seinen Einzelwahlkreis im ukrainischen Parlament und stieg zu einer der Führungspersönlichkeiten der ukrainischen Partei der Regionen auf. Nachdem er gewaltsam gezwungen wurde, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im Mai 2014 zurückzuziehen, musste er auf die Krim fliehen, engagierte sich für Neurussland und lebt seitdem im russischen Exil. Im Oktober 2023 überlebte er nur knapp einen Mordanschlag des ukrainischen Geheimdienstes.


Mehr zum Thema – Woke Sprechblasen, braune Realität: Wie deutsche "Werte-Politiker" Faschisten hofieren


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Video https://rumble.com/v6wcm02-us-analyst-merz-ist-der-gefhrlichste-deutsche-politiker-seit-hitler.html Dauer 4:59 Min.


Im Interview mit "Judging Freedom" äußert sich der unabhängige Geostratege Gilbert Doctorow zu den umfangreichen Aufrüstungsplänen der Europäischen Union. Im Rahmen eines milliardenschweren Investitionsplans solle Deutschland unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz dabei eine Führungsrolle übernehmen.

Diese Entwicklung löse bei einigen Analysten aktuell Spekulationen über die Entstehung eines "Vierten Reichs" aus. Doctorow selbst bleibt in Bezug auf diese Darstellung zurückhaltend, bezeichnet Merz aber dennoch als "den gefährlichsten deutschen Politiker seit Hitler".


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/254428-geburtsstaette-nazismus-ehrt-opfer-kommunismus/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Nakba-Ausstellung in Unibibliothek Konstanz

aus e-mail von Karin Gerlich, 30. August, 14:25 Uhr


und Grüße Karin gerlich



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Nakba-Ausstellung in Unibibliothek Konstanz

Datum: Tue, 19 Aug 2025 10:55:11 +0200

Von:

Antwort an: irumpf@lib-hilfe.de



Liebe Nahost-Interessierte,


die Nakba-Ausstellung ist zur Zeit in der Uni-Bibliothek in Konstanz zu

sehen (für alle, die Urlaub am Bodensee machen!):


https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/oeffentliche-veranstaltungen/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/termin/ausstellung-zur-nakba/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Pepe Escobar: Der mythische Trump: der aufrührerische Narziss

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© Photo: SCF


seniora.org, 30. August 2025, Von Pepe Escobar 27.08.2025  – übernommen von strategic-culture.su

Der mythische Narziss kann, je nach seiner Stimmung, wenn er sein Spiegelbild im Teich betrachtet, jederzeit den Befehl geben, Moskau und St. Petersburg mit Langstreckenraketen anzugreifen.

Alastair Crookes bemerkenswerte Analyse von Trump im Kontext des Mythos als Geopolitik gibt uns viel zu denken. Es gibt kein Entkommen vor Trumps „außergewöhnlicher Fähigkeit, den Diskurs zu dominieren“, sowohl global als auch in Bezug auf seine Fähigkeit, „Menschen seinem Willen zu unterwerfen“   – und damit Chaos auf dem geopolitischen Schachbrett anzurichten.

Alastair betont, wie geschickt Trump „mythische Bilder“   – eigentlich grobe Archetypen   – einsetzt, um immer der Welt sein (Hervorhebung von PE) Narrativ aufzudrücken. Das einzige Narrativ.

Doch Trump ist vielleicht nicht ganz so dionysisch wie der apollinische Putin; er ähnelt eher einem ertrunkenen Narziss (in einem Pool, den er selbst geschaffen hat). Und was die Pop-Ikonografie angeht, ist er sicherlich nicht der Godfather of Soul James Brown, sondern eher die Village People   – die selbst eine Parodie waren.

Der beunruhigendste Aspekt des selbstgeschaffenen Mythos Trump ist der Einfluss, den der Todeskult in Westasien auf seine Vorstellungskraft hat. Trumps absolute Normalisierung des Völkermords hat die gesamte   – wilde   – westliche Zivilisation mitschuldig gemacht. Alastair erinnert uns einmal mehr daran, dass „die Blutgier in Gaza“, geweckt durch die Thora, den „messianischen, extremen Zionismus“ bis hin zur „Barbarei“ treibt. Das ist der Punkt, an dem wir jetzt stehen   – mit einer Lizenz zum Töten, ausgestellt von einem bösartigen, intoleranten Gott: Jahwe.

Weit unterhalb der mythischen Sphären, in die sich Trump ohne Scheu begibt, haben Schurken, die sich als europäische politische „Elite“ ausgeben, einen weiteren Mythos geschaffen: Putin als „Kannibale, der essen muss“ (Copyright Le Petit Roi). Er ist „das Biest vor der Tür“, wobei Russland als anti-europäisch und anti-westlich dargestellt wird, als existenzielle Bedrohung: Putin und Russland werden zum Antichristen.

Nun, diese intellektuellen Zwerge sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass es das Byzantinische Reich war, das das Römische Reich im Westen nicht weniger als tausend Jahre überdauerte. Byzanz widerstand allem: Goten, Awaren, Arabern, Bulgaren   – bis es den Osmanen nicht mehr widerstehen konnte. Dennoch gelang es ihnen, die Bulgaren und die Kiewer Rus zu evangelisieren und sogar den Osmanen ein Staatsmodell zu liefern.

Wenn wir eine Linie von Danzig nach Triest ziehen, die durch Wien verläuft, können wir sehen, wie Westeuropa im Mittelalter tatsächlich vor den regelmäßigen Angriffen der Nomaden „geschützt” war (die Ausnahme bilden die ungarischen Ebenen, die letzte Station für die Nomadenwellen aus Asien).

Und das erklärt, warum Europa so gut wie nichts über Russland, Zentralasien, Eurasien und das Kernland weiß. Europa musste sich nie der Herrschaft der Mongolen oder Osmanen stellen. Es hätte vielleicht das eine oder andere lernen können   – von der Pax Mongolica und der Inklusivität der Osmanen. Und das hätte vielleicht auch seinen Überlegenheitskomplex   – den zivilisatorischen   – gezügelt, der aus seiner großartigen Isolation entstanden war.

Ich liebe Männer in Uniform

Ein grauenvoller Ariadnefaden verbindet die derzeitigen, erschreckend mittelmäßigen politischen Eliten Europas   – aufstrebende Mini-Minotauren, die sich in ihrem eigenen Labyrinth verirrt haben. Der BlackRock-Kanzler in Deutschland stammt aus der britischen Besatzungszone Deutschlands und ist der Enkel eines Nazis. Die Nazis wurden von Großbritannien erfolgreich aufgebaut, um Deutschland als Stellvertreter in einem fortwährenden Krieg gegen Russland zu positionieren.

Die entsetzliche giftige Medusa in Brüssel stammt ebenfalls aus der britischen Besatzungszone Deutschlands: eine Adelsfamilie mit Nazi-Hintergrund. Ihr „adliger” Ehemann ist noch schlimmer, er stammt von Kriegsverbrechern ab.

Le Petit Roi in Frankreich, der allgemein verachtet wird, ist ein niedriger Bote der Banque Rothschild, die seit dem 18. Jahrhundert die britischen Könige und Königinnen finanziert.

Das Intermarium   – Polen, die baltischen Zwerge, die Ukraine   – hatte immer Regierungen, die von Großbritannien besetzt und kontrolliert wurden.

Was die Opposition gegen den Krieg gegen Russland in Rumänien betrifft, so wurde sie durch einen Staatsstreich beseitigt.

Unter dem Strich führen die Briten einen totalen Krieg gegen Russland, mit aller Macht, um sich ungehindert den großen Preis zu sichern: die totale Kontrolle über Europa oder, abfällig ausgedrückt, „die Kontinentalen“. Ihre imperialistisch-feudalen Planer mit einer Denkweise aus dem 18. Jahrhundert blicken weit über die Restukraine hinaus auf einen ewigen Krieg, um ein zerrüttetes Europa zu schwächen und ihre totale Kontrolle darüber zu festigen.

Die einzige Gegenmacht kommt aus den ehemaligen Staaten des Österreichisch-Ungarischen Reiches sowie aus Serbien: Sie lehnen diesen ewigen Krieg ab, der Europa zum dritten Mal (Hervorhebung von PE) in etwas mehr als einem Jahrhundert unweigerlich zerstören wird. Sie müssen dringend zusammenarbeiten und eine Koalition gegen einen neuen Balkankrieg bilden.

Die derzeitige Absurdität, die von der Front des ewigen Krieges verbreitet wird, besteht darin, dass europäische Truppen vor einem vielbeschworenen Waffenstillstand und nicht danach in die Ukraine entsandt werden müssen, damit der Antichrist Putin „unter Druck“ gesetzt wird zu kapitulieren, während er noch am Gewinnen ist.

Übersetzung: Die Europäer wollen keine Friedenstruppe. Sie wollen eine Abschreckungstruppe, die vorrücken kann, wann immer sie es für richtig halten   – wie bei einer False-Flag-Operation, die beweist, dass die bösen Russen den Waffenstillstand gebrochen hätten.

Diese Dummheit spiegelt sich im europäischen „Denken“ wider   – wie zum Beispiel in der Veröffentlichung eines neuen strategischen Handbuchs mit Vorschlägen zur „Entmachtung“ Russlands durch das Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien (EUISS).

Das EUISS gibt sich als analytischer Experte für Russlands „hybride Kriegsführung“ aus: Das ist lächerlich, denn hybride Kriegsführung ist ein amerikanisches Konzept. Dennoch setzt das EUISS alles daran, die Vorherrschaft in fünf strategisch wichtigen Regionen zu etablieren: China, Asien-Pazifik, südliches Mittelmeer, Südosteuropa und Subsahara-Afrika. Zusammengefasst: das gleiche alte Spiel, die NATO als globaler Robocop auf Crack.

Apollo gegen Dionysos, neu gemischt

Alastair behauptet, Putin habe beim Gipfeltreffen in Anchorage „die Psychologie Trumps verstanden“. Trump „scheint Putin als einen Kollegen im Pantheon vermeintlicher mythischer Führer anzuerkennen“. Auch hier entspricht der Abstand zwischen dem apollinischen Putin und dem nicht ganz so dionysischen Trump dem zwischen Timur und einem unscheinbaren MMA-Kämpfer.

Es ist Gegenstand weitreichender Spekulationen, ob Trump in Alaska mit Putin vereinbart haben könnte, den geplanten Diebstahl russischer Auslandsvermögen durch die EU umzukehren   – und stattdessen die Investition der Gelder in den USA zu erzwingen. Das wäre dann ein erstklassiges „Angebot, das man nicht ablehnen kann“.

Bislang wissen wir mit Sicherheit, dass Steve Witkoff   – dieser Immobilien-Bismarck   – nichts von dem verstanden hat, was er direkt von Putin gehört hat, und damit die Bühne für Alaska bereitet hat.

Witkoff ging mit voller Kraft auf die US-Sender los und plapperte, dass Putin am 15. August seine ultimative rote Linie, keine NATO für die Ukraine, umgekehrt habe. Und es sieht so aus, als hätte Trump den massiven Fake News des Immobilien-Bismarcks Glauben geschenkt   – denn Witkoff selbst behauptete, die Russen hätten „fast sofort“ in Alaska Zugeständnisse gemacht.

Nun, Witkoff muss wohl etwas geraucht haben. Oder auch nicht. Denn sein „Lost in Translation“-Trick war in Wirklichkeit die Voraussetzung für das ganze nachfolgende kitschige Spektakel um die „Friedenstruppen“.

Nun behauptet Mythic Narcissus also, dass das Imperium des Chaos keine Truppen in die Ukraine entsenden werde, sondern eine „Sicherheitsgarantie“ unterstützen werde, angeblich mit Spionageflugzeugen (die ohnehin bereits im Einsatz sind) und „Unterstützung“ in Form von ISR, Luftverteidigung und Luftschutz. In der Praxis wird es keine imperialen „Sicherheitsgarantien“ für die ukrainische schwarze Leere geben. Aber der Mythos, dass Zehntausende EU-/NATO-Truppen in die Ukraine einmarschieren, wird weiterbestehen.

Nächste Woche bietet das Östliche Wirtschaftsforum in Wladiwostok die verlockende Möglichkeit, dass Vereinbarungen zwischen den USA und Russland diskutiert werden. Zum Beispiel, dass ExxonMobil vielleicht zum Mega-Gasprojekt Sachalin-1 zurückkehrt (es gab bereits geheime Gespräche mit Rosneft); dass amerikanische Ausrüstung für LNG-Projekte an Russland verkauft wird, darunter Arctic LNG-2; und dass die USA russische Atom-Eisbrecher kaufen. Das wird spannend zu beobachten sein.

Unterdessen gibt es in Moskau keine Illusionen   – wie es sein muss. Der mythische Narziss könnte, je nach seiner Stimmung, wenn er sein Spiegelbild im Teich betrachtet, jederzeit Kiew ermächtigen, Moskau und St. Petersburg mit Langstreckenraketen anzugreifen. Warum auch nicht? „Ich habe das Recht, ALLES zu tun, was ich will   – ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten.“

Narziss glaubt tatsächlich, er sei Theseus   – der jeden Minotaurus tötet, den er sieht, und doch nie in der Lage ist, das Labyrinth zu verlassen. Kein Wunder, dass Moskau rund um die Uhr auf irgendeine Art von irrationalem Gemetzel vorbereitet sein muss.

Quelle: Strategic-Cuture - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus

https://strategic-culture.su/news/2025/08/27/mythic-trump-the-incendiary-narcissus/




Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=266&userid=3998&mailid=2839


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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