Putin, Trump, De Wever, Meloni: Der Gipfel der Verschwörungstheorien
lostineu.eu, 19. Dezember 2025
Die EU-Führung sieht sich von Feinden umzingelt. Dies hat sich auch beim EU-Gipfel gezeigt – rund um die abweichende Haltung Belgiens und Italiens ranken sich wilde Verschwörungstheorien.
Die Mythenbildung begann, als Belgiens Premier De Wever sich erdreistete, den deutschen Plan für ein “Reparationsdarlehen” abzulehnen. Der Flame werde von Putin ferngesteuert, hieß es prompt bei ukrainischen Internet-Trollen.
Dann kam das Gerücht, Russland habe bei der belgischen Firma Euroclear, wo rund 185 Mrd. an russischem Zentralbankvermögen verwahrt werden, eigene Agenten platziert, um die Mitarbeiter zu erpressen.
Kurz vor dem EU-Gipfel hieß es schließlich, auch De Wever sei von Putin unter Druck gesetzt worden. Das berichtet sogar der “Guardian” – unter Berufung auf ungenannte “europäische Geheimdienste” (war es der MI5?).
Stracki und der lange Arm Putins
Prompt griffen die FDP-Politikerin Strack-Zimmermann und die Grünen die Gerüchte auf und warnten vor dem langen Arm Russlands in Brüsseler Amtsstuben. Will meinen: De Wevers Widerstand ist aus Moskau ferngesteuert!
Das Europaparlament hielt sogar eigens eine Pressekonferenz ab, in der es vor “ausländischer Einmischung” und Informations-Manipulation” warnte und mehr Gegenwehr forderte. Russland und “X”, so die Message, arbeiten Hand in Hand.
Von da aus ist es natürlich nicht mehr weit zu der These, daß auch US-Präsident Trump seine Finger im Spiel hat. Hat er nicht in seiner neuen Sicherheitsstrategie gefordert, die EU zu neutralisieren?
Und stand nicht in seinem “pro-russischen” 28-Punkte-Plan für einen Ukraine-Frieden, daß das russische Vermögen für den Wiederaufbau in der Ukraine eingesetzt werden sollte, natürlich mithilfe von US-Firmen?
Ist Meloni ferngesteuert – von Trump?
Diese dunklen Gedanken scheinen auch Kanzler Merz zu leiten, wenn er beteuert, EUropa sei kein Spielball fremder Mächte, und über das russische Geld bestimme man schon noch selbst (also er, der deutsche Kanzler).
Doch damit sind wir noch nicht am Ende. Beim EU-Gipfel kursierte zudem noch der böse Verdacht, Italiens Regierungschefin Meloni sei von Trump ferngesteuert. Schließlich widersetzte sie sich nicht nur dem Ukraine-Kredit, sondern auch noch dem Mercosur-Deal!
Italien soll auch im geheimen Originalbericht der neuen Trump-Strategie auftauchen – als Land, das man aus der EU herausbrechen könne. Belgien taucht da zwar nicht auf, aber wer weiß, das passt doch alles irgendwie zusammen…
Wirklich?
Für mich sind diese Gerüchte und Theorien, die rund um den EU-Gipfel schwirren, vor allem Ausdruck der eklatanten Schwäche der EU-Spitze und der sich ausbreitenden Paranoia in Brüssel und Berlin.
Daß Belgien und Italien eigene nationale Interessen haben, noch dazu legitime, kommt den Verschwörungstheoretikern offenbar nicht in den Sinn. Daß die Vorschläge der deutschen Führung schlecht waren, scheint völlig ausgeschlossen?
Und daß einige EU-Chefs selbst abstruse Thesen verbreiten, ist ihnen wahrscheinlich auch entgangen?
Siehe auch “Geld oder Blut”: Abstruse Thesen vom EU-Gipfel. Mehr zum EU-Gipfel hier
P.S. Meloni konnte auf dem Gipfel durchsetzen, daß das Mercosur-Abkommen bis Mitte Januar aufgeschoben wird. Bis dahin will sie es ihren Landleuten in Italien “besser kommunizieren”. Dies ist kein Sieg – aber doch eine Niederlage für Merz, der einen schnellen Abschluss wollte und sogar drohte, ohne den Deal werde Deutschland demnächst weniger Geld ins EU-Budget zahlen…
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13 Comments
KK
19. Dezember 2025 @ 16:02“Das Europaparlament hielt sogar eigens eine Pressekonferenz ab, in der es vor “ausländischer Einmischung” und Informations-Manipulation” warnte”
Na, woher die Informationsmanipulation hier kommt, kann man doch ganz klar verorten: Aus westlichen “Geheimdienstkreisen” – die sich nicht mal mehr die Mühe machen, echte oder wenigstens gefälschte Belege für ihre “Informationen” vorzulegen oder sich wemnigstens konkret als Quelle zu outen… es wird einfach mal hier und da von wem auch immer anonym ein Gerücht an die willfährige Presse durchgestochen, und die Politiker tanzen zu der Musik wie die Marionetten an ihren Fäden.
Arthur Dent
19. Dezember 2025 @
15:07
Mercosur-Abkommen:
– Schützt den Regenwald
– Bewahrt die Menschen vorm Hunger
– Fördert den Wohlstand
– Hält uns China und Russland vom Hals
STIMMT’S?
hahaha
Lucki
19. Dezember 2025 @
11:01
Mercosur wurde angedacht in der Epoche der Globalisierungsgläubigkeit, also heute ein rezentes Fossil. Besser BRICS beitreten.
Thomas Damrau
19. Dezember 2025 @
10:43
Die Verbreitung von Fake-News gehört zum Krieg wie die Schusswaffen und zur Politik wie die Fantasy-Novellen, die als Parteiprogramme verkauft werden. Und es wäre naiv, zu glauben, dass nur Putin schräge Propaganda-Mythen verbreitet:
— AfD: wäre ohne Putin irrelevant.
— BSW: Ist eh nur eine Zweigstelle des KGB (der jetzt anders heißt).
— Wirtschaftskrise: Wurde durch Bürokratie und Ökowahn verursacht.
— Wiederauferstehung des Zarenreiches: Steht auf dem Fünfjahresplan Putins auf einer Top-Position.
— China: Wird bald in Taiwan einmarschieren.
— Soziale Medien: Der einzige Grund, warum der Radikalen Mitte (https://redfirefrog.wordpress.com/2024/03/02/das-glaubensbekenntnis-der-radikalen-mitte/) in der EU die Wähler ausgehen.
— EU: Ist ein “Emissary of Science and Progress” (Joseph Conrad, “Heart of Darkness”).
— SPD: Kümmert sich um die Sorgen der kleinen Leute.
— CDU/CSU: Hat irgendwas mit Christentum zu tun.
— Korruption: Ist in der EU kein Thema – Lobbyismus hat nix mit Korruption zu tun.
— Neoliberalismus (https://redfirefrog.wordpress.com/2025/01/14/das-progressiv-8-analyse-neoliberalismus/): There is no alternative!
— Unternehmenssteuern: Die Senkung von Unternehmenssteuern fördert die Investitionslust von Unternehmen.
— Verbrenneraus: Hilft der deutschen Autoindustrie.
— Kapitaldeckung: Geld kann Geld aus dem Nichts erzeugen.
— …
Und so geht das ewig weiter. Zum Thema Ukraine müssen wir uns nur das delirierende Gestammel von Frau Flak-Rheinmetall im DLF anhören ( https://www.deutschlandfunk.de/umgang-mit-frozen-assets-interview-m-marie-agnes-strack-zimmermann-fdp-mdep-100.html ): Ein Potpourri alter Lieblingsschlager – völlig wirr und inkonsistent aneinandergereiht. Hat das die DLF-Moderatorin gestört? Nee: “Vielen Dank für das Gespräch!”
Thomas Damrau
19. Dezember 2025 @ 11:15Sorry, es mal natürlich heißen:
“— Aus fürs Verbrenneraus: Hilft der deutschen Autoindustrie. (Erlaubt der deutschen Autoindustrie lediglich die nötige Transformation auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben: Es wird ja nicht bei 10 % Ausnahmen bleiben.)”
ebo
19. Dezember 2025 @ 11:38Selbstverständlich nicht ????
Niko
19. Dezember 2025 @
10:39
Auch Politiker sollten für gesetzeswidrige vorsätzliche Fehlentscheidungen voll haften und nicht mit einem lauwarmen Bedauern und folgenloser Verantwortungsübernahme davonkommen.
Solange die Verursacher von Fehlentscheidungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wird sich nichts an der Trickserei und den Rechtsbrüchen ändern. Müssten diese Politiker für ihre Taten einstehen, wären viele Fehlentscheidungen nicht zustande gekommen. Ich denke dabei an Scheuer mit seinem Mautdebakel, Spahn mit seiner Maskenaffäre und vdL. mit der Impfstoffbeschaffung. Immer waren die Steuerzahler die Dummen, immer hat ein lauwarmes Bedauern gereicht und alle sind nach wie vor in Amt und Würde. Wenn man die Politik- und Politikerverdrossenheit nicht noch weiter steigern will, muss man diese Zustände dringend gesetzlich ändern.
Der Skeptiker
19. Dezember 2025 @
08:55
Wenigstens etwas Vernunft hat sich durch die Verweigerung einiger Länder durchgesetzt. Die deutsche Führung der EU ist negativ zu beurteilen. Man muss dennoch froh sein, dass nicht die Polen und Balten das Sagen haben. Wie aber will man amerikanischen Spaltungsbestrebungen begegnen. Die EU sollte sich ohne irgendwelche geopolitischen Dinge darüber klar werden, was für Europa gut ist und wie sich Europa nicht übernimmt.
Michael
19. Dezember 2025 @
08:55
Kein Mercosur nach 26 Jahren Verhandlungen, und der Diebstahl von russischem Staatsvermögen ist – glücklicherweise – auch gescheitert! Quod erat demonstrandum: Merz ist kein Führer sondern ein Türsteher und das ist gut so!
Helmut Höft
19. Dezember 2025 @
08:49
“… ranken sich wilde Verschwörungstheorien.” Ein “Hoch_hoch” auf die asozialen Medien. * grrrh * ????
DLF, heute morgen: TikTok geht jetzt zu 80 % an die lieben US-Oligarchen und “Investoren”, die verbreiten dann endlich die Wahrheit™. Es geht voran in großen Schritten.
Guido B.
19. Dezember 2025 @
07:34
In ihrer Verzweiflung über die eigenen Fehlkalkulationen greifen die EU-Funktionäre zu immer verrückteren und gefährlicheren Methoden und Narrativen. Sie sind der Krise, die sie selber verursacht haben, nicht mal ansatzweise gewachsen. Sie taugen nur noch dazu, die Bürger zu destabilisieren und den totalen Krieg heraufzubeschwören. Was für ein erbärmliches Pack von Versagern dominiert heute die Politik!
Einziger Lichtblick: VdL, Weber und Merz konnten nicht durchmarschieren.
Erneuerung
19. Dezember 2025 @
07:09
Wie es scheint, konnte sich Merz nicht durchsetzen. Die Ukraine erhält nun einen zinslosen Kredit über die Hälfte des ursprünglich geplanten Betrages aus dem russischen Vermögen, welches eingefroren bleibt.
Wenn die Ukraine anfangen würde, realistisch zu denken, würde sie dieses Geld, unter Anerkennung der Realitäten auf der Krim und im Donbass, nun vorrangig in die Wirtschaft stecken, um die Möglichkeit zu erhöhen, den Kredit irgendwann zurückzahlen zu können.
Aber ich fürchte, das wird nicht passieren und es geht weiter abwärts, so, wie sich das die banderanahen Hardliner um Selenskyj herum, incl. Merz und vdL, wünschen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 18. Dezember 2025
Jeder EU-Gipfel ist eine Fundgrube für Zitate. Manche sind lustig, andere ernst. Im Streit um die Ukraine und das russische Vermögen wird es abstrus.
“Wir wollen die russischen Vermögenswerte dafür nutzen, die ukrainische Armee für mindestens zwei weitere Jahre zu finanzieren. Wir wollen diesen Schritt nicht gehen, um den Krieg zu verlängern. Wir wollen ihn gehen, um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden.” – Kanzler Merz vor dem EU-Gipfel. – Mein Kommentar dazu steht hier
“Wir stehen vor einer simplen Wahl: Geld heute oder Blut morgen” – Polens Regierungschef Tusk – Auch mit dem russischen Geld wird Blut fließen, denn die Ukraine soll davon Waffen kaufen
“Wir werden dieses Gebäude nicht verlassen, bis wir eine Entscheidung (zum russischen Vermögen) haben.” – EU-Gipfelchef Costa – Dann kann der Gipfel ja locker bis Montag dauern ???? Die erste Entscheidung Costas war übrigens, die Debatte auf den Abend zu verschieben!
“Wenn wir uns einigen, dann können wir alle von dieser Klippe springen und hoffen, daß der Fallschirm uns tragen wird” – Belgien Premier De Wever – Fragt sich nur, wohin?
“Dies ist der wichtigste EU-Gipfel seit Kriegsbeginn” – Schwedens Regierungschef Kristersson – Warum, nach vier Jahren Krieg? Um ihn nochmal um zwei Jahre zu verlängern?
“Die Ukraine verteidigt Europa – Ihr müsst uns helfen” – Regierungschef Selenskyj – Es ist genau umgekehrt: Die EU verteidigt die Ukraine – und rutscht so in den Krieg gegen Russland, für den sie keinen Exit-Plan hat
Noch keine Liveblog-Aktualisierungen.
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8 Comments
Niko
19. Dezember 2025 @ 12:10Vielleicht sollten die europäischen Politiker einmal aus ihrem Wolkenkuckucksheim heraus und sich im Rest der Welt umhören, was inzwischen eine große Mehrheit der Weltbevölkerung von dem Größenwahn, der Arroganz, der Doppelmoral und der Kriegsbereitschaft der Europäer hält.
hutaekjango
19. Dezember 2025 @
09:05
Wenn das Geld der Menschen aller Couleur aus dem ” Elfenbeinturm ” bedroht ist, wird Abstand von solchen Sanktionen genommen. Beim ” kleinen Menschen” würde das keine Rolle spielen!:-(
Helmut Höft
19. Dezember 2025 @
08:41
@ebo
Warum immer die selbe Schoiße? Schreib doch mal was Nettes: Deine Stammkneipe, belgisches Bier & Essen, warum die belgischen Fritten so lecker sind (auch ohne Mosselen), die Wälder der Ardennen, ein touristischer Bericht van de Kust … Äver enä, immer dä selbe Driss!
PS.: Wir lernen: Östlich von Köln nimmt der Grad an Blödheit zu!
KK
18. Dezember 2025 @
23:29
“Wenn wir uns einigen, dann können wir alle von dieser Klippe springen und hoffen, daß der Fallschirm uns tragen wird”
Jump you fuckers!
Aber zahlt gefälligst die Fallschirme aus Eurer eigenen, persönlichen Tasche! Könnt Ihr nicht? Dann lasst es einfach mit dem Springen!
Und ein Zitat von Friedrich Merz von heute wurde vergessen:
“Wir stehen vor der Wahl, entweder europäischer Schulden oder russisches Vermögen einzusetzen für die Ukraine, und da ist meine Entscheidung klar: Wir müssen das russische Vermögen nutzen”
[Quelle: tagesschau vom 18.12.2025, 20 Uhr, ab Minute 2:08; https://www.tagesschau.de/ ]
Die dritte Option fällt ihm erst gar nicht ein: Die Ukraine bekommt überhaupt kein Geld, denn sie hat schon genug von uns bekommen, das zu einem erheblichen Teil in korrupten Kanälen unwiederbringlich versickert ist. Was geht uns eigentlich die Ukraine an, wir haben genug eigene Baustellen!
Erneuerung
18. Dezember 2025 @
18:32
Ich fürchte, dass es trotz geklautem Geld oder auch gerade wegen des geklautem Geldes mehr Blut gibt. Oreshnik ist nun in den Streitkräften Russlands offiziell einsatzbereit, der Test in der Ukraine war erfolgreich. Man sagt, damit braucht Russland keine Atomwaffen mehr, es wird auch konventionell damit zerstört, was zerstört werden soll und die Patriots der Amis bzw. Selenskyjs erleuchten nur den Weg.
Michael
18. Dezember 2025 @
17:59
… und leider wieder Deutsche in führender Position: Merz, Leyen, Weber, etc.! Sie marschieren gerade wieder in Belgien ein!
KK
18. Dezember 2025 @ 23:33Die üben schon mal den Einmarsch im Osten…
By the way, the same procedure as last war, Miss Sophie?
Guido B.
18. Dezember 2025 @
16:51
Russlands Regierung muss sich über die westliche Diplomatie-Show ziemlich amüsieren. Gipfeltreffen, heisse Umarmungen, festliche Solidaritätsparolen und deutliche Signale an Putin am Fliessband. Eine endlose Parade von Selbstinszenierungen für die Medien. Über die Wirkung dieses Nivaulimbo-Spektakels muss man nicht viele Worte verlieren: Die Lage wird schlimmer und schlimmer. Für die Ukraine. Für Europa. Für die Welt.
Und mittendrin in diesem unwürdigen Theater: ein Horrorclown mit Sympathien für Menschen, die den Nazi-Partner Stepan Bandera als Nationalhelden feiern.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 18. Dezember 2025
Das sieht nicht nach Frieden aus: Die EU hat zusätzliche Sanktionen gegen 41 Schiffe aus der sog. russischen Schattenflotte.verhängt. Damit steigt die Gesamtzahl der mit Sanktionen belegten Schiffe auf fast 600. Die Schiffe dürfen keine Häfen in der EU mehr anlaufen und keine maritimen Dienstleistungen mehr in Anspruch nehmen. Offiziell soll damit der Ölpreisdeckel der G-7 gegen Russland durchgesetzt werden. Doch die Maßnahmen ähneln mehr und mehr einer Seeblockade. – Unterdessen weitet auch Russland seine Maßnahmen wegen des geplanten europäischen Zugriffs auf russisches Vermögen aus. Die russische Zentralbank kündigte an, europäische Banken vor einem russischen Gericht zu verklagen. Zuvor war bereits Klage gegen Euroclear in Belgien eingereicht worden.
Siehe auch US-Blockade in Venezuela – eine Warnung an Russland?
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4 Comments
Niko
19. Dezember 2025 @ 14:14Wenn man die enormen Verschuldungen der einzelnen EU-Staaten ansieht, stellt sich die Frage, woher soll das Geld für das Ukrainedarlehen kommen, ohne die eigenen Sozialsysteme und die dringend notwendigen Investitionen zu schreddern. Selbst direkt betroffen werden wiederum nicht die Politiker, sondern die, welche das Geld ganz dringend bräuchten, also das gemeine Volk sein.
Niko
19. Dezember 2025 @
14:02
Die EU lässt immer mehr die Katze aus dem Sack. Geht es denen wirklich um die Ukraine und die Bevölkerung der Ukraine oder sind diese nicht das Bauernopfer für die Machtfantasien der EU und der Nato. Ich glaube inzwischen, einige der Kriegstreiber sind so verbohrt, dass auch das Wohl der eigenen Bevölkerung, ohne mit der Wimper zu zucken aufs Spiel gesetzt wird.
KK
18. Dezember 2025 @
23:35
Das kommt so langsam einer Kriegserklärung gleich. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es richtig knallt! Es kann der EU offenbar nicht schnell genug gehen…
Erneuerung
18. Dezember 2025 @
14:52
Wieviel wirtschaftliche und politische Macht hat denn die EU noch, wenn sie derzeit nur mit Gelddiebstahl überleben kann?
Ist die EU noch ausreichend Lieferant und Absatzgebiet für die anderen großen Player in der Welt, und wenn ja, wie lange glaubt man, dass das noch anhält bei weiterer Verschuldung und technologischer Rückständigkeit? Die Autobuden scheinen vorerst durch das Aus vom Verbrennerverbot und Erhöhung der Militäraufträge (was aus Steuern bezahlt wird) für ein paar Jahre gerettet zu sein, aber vermutlich vorrangig für den eigenen Markt und die 3.Welt. Davon werden wir nicht leben können. Und mit welchen Steuermitteln sollen diese ganzen Sanktionrn kontrolliert und durchgesetzt werden? Haben vdL und Merz irgendwo eine Schatzkiste gefunden? Europa schafft sich ab.
Info: https://lostineu.eu/eu-gegen-russland-wirtschaftskrieg-weitet-sich-aus/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.






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Eckart Leiser, Prof. Dr., ist Privatdozent an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis in Saragossa (Spanien). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die epistemologischen Grundlagen der Psychologie sowie strukturale Anthropologie und Psychoanalyse. Lehrtätigkeit in Frankfurt, Berlin, Mexiko-Stadt, Wien, Madrid, Saragossa und Buenos Aires.





