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24.12.2025

Der Freizeitbetrugskalender

aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. Dezember 2025, 14:44 Uhr


Berliner Zeitung 23.12.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/der-freizeitbetrugskalender-li.10011312>


*Der Freizeitbetrugskalender


*Wenn Feiertage aufs Wochenende fallen, ist das kein Zufall mehr –

sondern eine Grundsatzfrage. Eine Abrechnung mit der deutschen

Fähigkeit, selbst Erholung pflichtbewusst zu verkomplizieren.


André Mielke


Sind die Lichter angezündet, Freude zieht in jeden Raum. Halt, das

stimmt nicht. Es ist Erschöpfung. Wissen Sie selbst, oder? Neuer Anlauf:

Sind die Lichter angezündet, blicken in ihrem Schein die Deutschen

grämlich in die Zukunft. Auf den Gesichtern spiegeln sich Trauer und

Schmerz. Dunkle Wolken ziehen auf über dem Land, wo die Teutonen schön

wohnen – stopp, aus, verkehrte Welt, falscher Film. Letzter Versuch:


Heuer liegen die Weihnachtstage so, wie Gott es wollte, als er seinen

Erstgeborenen ins irdische Jammertal sandte. Sie schmiegen sich

arbeitnehmerfreundlich vors Wochenende. 2025 gab es in Berlin nur einen

gesetzlichen Feiertag, der ohnehin arbeitsfrei gewesen wäre. Frauentag.

Am Samstag. Der nächste 8. März wird ein Sonntag sein. Dem Kalender

gefällt es, weiblich gelesene Personen zu verhöhnen. 2026 wird schlimm.

Drei von zehn Feiertagen fallen auf Wochenenden. Und das sind nur jene,

die nicht an bestimmte Wochentage gebunden sind – also abseits des

himmelschreienden Unrechts, dass Oster- und Pfingstsonntage immer wieder

sonntags stattfinden.


Das müsse enden, forderte soeben der Linke-Vorsitzende Jan van Aken:

„Die Menschen in diesem Land werden um ihre verdiente Freizeit

betrogen.“ Wacht auf, Verdammte dieser Erde. Sein Fraktionschef Pellmann

sprach von „über 85 Ländern“, wo solche Überlappungen selbstverständlich

an Ersatzterminen abgebummelt würden. Ich ergänze, dass anderswo nach

dem Hinscheiden des führenden Repräsentanten tagelang der

Behördenbetrieb ruht. Volle Power Trauer. Folgte Deutschland dieser

Praxis, könnten zumindest Beamte den praktischen Nutzen von

Bundespräsidenten erkennen. Bei der Gelegenheit verurteile ich das

Vorurteil, der öffentliche Dienst pflege zu pausieren, ohne dass dafür

gleich ein Staatsoberhaupt ableben müsse.


Jetzt ist die beste Zeit für solche Impulse. Antizyklisches

Erwartungsmanagement. Gerade wird erwogen, die Lebensarbeitszeit zu

verlängern und den Renteneintritt an die Aufbahrung zu koppeln.

Andererseits haben viele noch in Chemiebranche und Automobilbau

Beschäftigte die Chance, künftig unverdient Freizeit zu haben, wenn gar

nichts zu feiern ist. Manche Leute konstruieren einen Zusammenhang

zwischen Bruttoinlandsprodukt und Sozialsystem. Was eine Hand ausgebe,

müsse die andere vorher erwirtschaftet haben. War die Nation darüber

nicht schon hinaus? Inzwischen gibt es Sondervermögen.


Kapitalisten können nicht gönnen. Die Ausbeuterklasse will den

Ostermontag abschaffen oder auf den Sonnabend vor Totensonntag verlegen.

Die Antwort der Gewerkschaften sollte sein: Ohne Schnee war es keine

richtige Weihnacht und ist an einem Sommersonnendonnerstag zur Hälfte zu

kompensieren. Wenn es an Himmelfahrt regnet, wird das beliebte

Brückentagsensemble so lange wiederholt, bis das Proletariat wahrhaftige

Erholung findet.


Damit Sozialpartner sich nicht unterm Tannenbaum entzweien, hier ein

Kompromissvorschlag: die Sieben-Tage-Arbeitswoche. Nie mehr fiele ein

gesetzlicher Feiertag auf einen sowieso arbeitsfreien Tag. Die Bürger

könnten jeden Tag der Deutschen Einheit kaum erwarten. Danach würde eben

zwölf Wochen lang ohne Pause durchrabottert, sehnsüchtig das

Weihnachtsfest vor Augen. Zwei ganze freie Tage! Hintereinander! Mit der

Volksvorfreude wüchse die Achtung christlicher Errungenschaften. Gelobet

sei der Herr.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.12.2025

ERGÄNZUNG!!! Fwd: Zum Entspannen....

aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. Dezember 2025, 17:42 Uhr


Für alle, die diese Art von z.T. verrückten Kurzvideos (Shorts) nicht

kennen:

Wenn Ihr den jeweiligen Link aufruft,  könnt Ihr unter jedem noch weiter

runter "scrollen" und endlos alle möglichen "Shorts" sehen.. viel

Verrücktes und Witziges, aber auch immer wieder z.B. großartige

Straßenmusik und noch mehr mit Putin, Trump...


Ein Problem: man muss sich irgendwann davon losreißen...

Viel Spaß - zur Abwechslung - wünschen

Doris und George


*Zum Entspannen

eine kleine Auswahl *


https://www.youtube.com/shorts/oEj8RFawWx4?feature=share<https://www.youtube.com/shorts/oEj8RFawWx4?feature=share>


https://www.youtube.com/shorts/j9xTicoWIaY<https://www.youtube.com/shorts/j9xTicoWIaY>


https://www.youtube.com/shorts/UqGwhHzMZ00<https://www.youtube.com/shorts/UqGwhHzMZ00>


https://www.youtube.com/shorts/weTtZu72R9I?feature=share<https://www.youtube.com/shorts/weTtZu72R9I?feature=share>


https://www.youtube.com/shorts/qYA3Spb4HYs


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.12.2025

Fragebogen zum Wehrdienst mit Drohung

aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. Dezember 2025, 14:44 Uhr


*Pflichtfragebogen, Geldstrafen, Proteste: Streit um Wehrdienst spitzt

sich zu

Screenshot_2025_12_25_at_11_09_11_Pflichtfragebogen_Geldstrafen_Proteste_Streit_um_Wehrdienst_spitzt_sich_zu

*/Siehe

Bericht:/https://rumble.com/v73e3q0-pflichtfragebogen-geldstrafen-proteste-streit-um-wehrdienst-spitzt-sich-zu.html



Berliner Zeitung 23.12.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/news/fragebogen-zum-wehrdienst-bei-ignorieren-droht-strafe-von-1000-euro-li.10011537>


*Fragebogen zum Wehrdienst:

Bei Ignorieren droht Strafe von 1000 Euro – und möglicherweise die Polizei

*Eva Maria Braungart


Im kommenden Jahr werden alle jungen Frauen und Männer werden mit

Erreichen des 18. Lebensjahres angeschrieben und aufgefordert, einen

digitalen Fragebogen

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/neuer-wehrdienst-in-deutschland-was-im-fragebogen-abgefragt-wird-li.10011357

auszufüllen. Für Männer ist das Ausfüllen verpflichtend. Das Ignorieren

der neuen Vorschriften zum Wehrdienst kann teuer werden.


Wenn ein junger Mann der Verpflichtung zum Ausfüllen des Fragebogens

nicht nachkommt oder dabei falsche Angaben macht, kann eine Geldbuße bis

1000 Euro die Folge sein, wie ein Sprecher des

Bundesverteidigungsministeriums am Dienstag dem Evangelischen

Pressedienst (epd) sagte.


*Neuer Wehrdienst startet zum Jahreswechsel


*Der neue Wehrdienst startet zum Jahreswechsel

<https://www.berliner-zeitung.de/news/aenderungen-bei-buergergeld-deutschlandticket-wehrdienst-informationen-fuer-verbraucher-li.10011451>.

Bereits im Januar sollen die ersten frisch 18-Jährigen den Fragebogen

zur Wehrerfassung bekommen. Kommen sie dieser Pflicht auch nach einer

Erinnerung nicht nach, gilt das als Ordnungswidrigkeit, was ein Bußgeld

nach sich ziehen kann.


Eine Antwort müssen junge Männer binnen eines Monats liefern. In zwölf

Fragen geht es zuerst um persönliche Angaben, wie etwa Schulausbildung,

Sprachkenntnisse, Größe, Gewicht, geschätztes Fitnesslevel und vieles

weitere. Daraufhin geht es um die Bereitschaft zum Wehrdienst und den

potenziell möglichen Bereich. So wird etwa die Bereitschaft, zur

Bundeswehr zu gehen, anhand einer Skala von 0 bis 10 abgefragt. Außerdem

die mögliche Dauer des Wehrdienstes, die bevorzugte Gattung, also etwa

Heer, Marine oder Luftwaffe, sowie der Beginn – also ab wann man sich

den Dienst für die Bundeswehr vorstellen kann.


Außerdem werden junge Männer wieder verpflichtet, zur Musterung zu

erscheinen. Wenn sie einen entsprechenden Termin unentschuldigt

versäumen, kann laut dem Ministeriumssprecher die Polizei eingeschaltet

werden, um den Betreffenden „vorzuführen“. Die Feldjäger als

Militärpolizei der Bundeswehr sollen demnach in solchen Fällen nicht zum

Einsatz kommen. Es gibt allerdings in bestimmten Fällen die Möglichkeit,

auf Antrag von der Musterung ausgenommen zu werden.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Zitat Boris Pistorius: Du kannst studieren, was Du willst, und demonstrieren, wofür und wogegen Du willst. (Zitatende)                Nomen est omen - wohlan!

24.12.2025

"Könnt ihr drüben überhaupt lesen?" Putins Aufruf an Brüssel, wieder zur Besinnung zu kommen

rtnewsde.site, vom 23 Dez. 2025 19:00 Uhr, Von Pjotr Akopow

Führt und baut sich ein Halbstarker im Rausch wahrgenommener Macht, etwa mit einem Messer, wie Don Corleone auf, ist vor allem eines angesagt: Ihm die Flausen austreiben, bevor er sich selbst verletzt. Etwa, indem man mit der Faust zuschlägt – zuerst auf den Tisch.


© RIA Nowosti


Symbolbild, "KI"-generiert: Fuchtelt ein halbstarkes (Mit-)Läuferschweinchen mit einem Messer herum und führt sich wie Mr. Allmächtig auf, nicht sofort rabiat werden – die Faust darf's sein, aber bitte immer zuerst auf den Tisch.


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/9u9cqdkzdb8sykvu/K_nnt_Ihr_dr_ben_Podcasta7e0o.mp3 Dauer 8:20 Min.


Erst vor einer Woche gab Wladimir Putin wörtlich zu verstehen: Falls Europa gegen Russland kämpfen will, sei Russland bereit – und am Donnerstag derselben Woche, bei seiner Jahresbilanz-Pressekonferenz gepaart mit mehrstündiger direkter Bürgerhotline, wies er die zunehmenden Warnungen der Atlantiker vor einem angeblich geplanten Angriff Russlands auf Europa nicht nur als "Blödsinn" zurück, nein. Sondern er erklärte auch, dass wir, also Russland und Europa, zusammen aufblühen könnten – würden wir nur unsere Möglichkeiten bündeln und damit einander ergänzen.

Schon unerwartet, diese Wendung, oder? Aber ist sie nicht andererseits auch denkwürdig – insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Europäische Union am Vortag sich doch nicht zum Entschluss durchringen konnte, Russlands Währungsreserven bei Euroclear in Belgien zu beschlagnahmen, um mit ihnen als Pfand der Ukraine einen Kredit zu gewähren?

Nein, der Präsident ändert seine Position nicht – seine Haltung gegenüber dem Westen im Allgemeinen und Europa im Besonderen ist seit Langem weitestgehend fertig geprägt: Schon lange und immer wieder erinnert Putin Europäer und US-Amerikaner daran, dass es Zusammenarbeit ist, die uns allen zum Vorteil gereicht, und nicht Krieg – und während die USA unter Donald Trump in dessen zweiten Amtszeit diese Herangehensweise im Allgemeinen teilen, klammern sich die Europäer hartnäckig an ihre gewohnte, auf Konflikt ausgerichtete Denkweise. Putin rügte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, einen Niederländer, sogar halb im Scherz für mangelnde Professionalität:


Fragen der Geostrategie vor drohendem Krieg: Europa, quo vadis?





Meinung

Fragen der Geostrategie vor drohendem Krieg: Europa, quo vadis?





"Was redet der da? Und es brennt mir so auf der Zunge, zu fragen: Hör' mal, was redest du da über einen Krieg mit Russland?

'Wir müssen uns auf einen Krieg mit Russland vorbereiten.'

Die wollen sich also auf einen Krieg mit Russland vorbereiten … Aber lesen kannst du doch? Lies mal in der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA nach!

In dieser neuen Strategie wird Russland nicht als Feind, nicht als Angriffsziel erwähnt. Aber der NATO-Generalsekretär bereitet sich zum Krieg gegen uns vor. Was soll das? Lesen könnt ihr doch wenigstens? Wie kann das angehen, dass ihr die NATO auf einen Krieg gegen Russland ausrichtet, wenn das wichtigste NATO-Land uns nicht als Gegner oder Feind betrachtet?"

Und das ist keine Spekulation auf und kein Spiel mit den wachsenden Differenzen zwischen den beiden Seiten des Atlantiks: Es ist ein Appell an die Europäer in der Führungsriege, endlich zu sich zu kommen – und aufzuhören, ihrer eigenen Bevölkerung mit der "russischen Bedrohung" Angst zu machen.

Zudem ist es ein Aufruf, von der Ukraine abzulassen: also Versuche aufzugeben, Kiew im atlantischen Einflussbereich zu halten und die Unabhängigste aller Ukrainen unter den Schutzschirm der "atlantischen Sicherheit" zu ziehen – zumal sie dadurch zu einem NATO-Mitglied würde, ohne formell in das Bündnis aufgenommen zu werden. Russland wird dies nämlich so oder so verhindern, wenn nicht auf diplomatischem, dann auf militärischem Wege. Putin verortet die Ukraine-Politik des heutigen Europa (früher des kollektiven Westens, aber zumindest in dieser Frage scheinen sich die USA ja aus dieser Gemeinschaft herausgelöst zu haben) gerade in der endlosen NATO-Osterweiterung:


Russland schneidet die Ukraine von der Donau ab





Analyse

Russland schneidet die Ukraine von der Donau ab






"Wir fordern auch nichts Außergewöhnliches. Wir sagen nicht, dass irgendein Land kein Recht auf die Wahl seiner eigenen Verteidigungsmethoden hat – aber es muss eine Methode sein, die niemanden bedroht, auch uns nicht. Wir bestehen lediglich darauf, dass die uns gegebenen Versprechen und die von unseren westlichen Partnern eingegangenen Verpflichtungen erfüllt werden.

Es gab mehrere Wellen der NATO-Erweiterung. Wir wurden doch betrogen, und wir wollen eine Situation herbeiführen, in der ein verlässliches Sicherheitssystem in Europa aufgebaut wird."

Diese Worte Putins handeln von einer neuen Sicherheitsarchitektur in Europa, von Garantien für Russlands Sicherheit an seiner Westflanke – die Rede ist also von etwas, worüber er schon ganz früher sprach, im November 2021. Damals ignorierte der Westen unsere Appelle bewusst. Und da wäre es doch höchst seltsam, wenn Russland ausgerechnet jetzt – nach fast vier Jahren Kampfhandlungen – seine Forderungen aufgeben würde.

Richtig verstanden: Aus Aufrufen sind Forderungen geworden, denn der Westen führt im Grunde Krieg gegen uns auf unserem historischen Territorium und mit den Händen von Russen wie uns, die zu Ukrainern umgebaut wurden – einen Krieg mit dem Ziel, die Grenzen der russischen Welt, der russischen Zivilisation, nach Osten zu verschieben. Russlands Forderungen zu ignorieren, ist keine Option mehr – und das ist keine Drohung, sondern die Feststellung der Realität.


Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben





Meinung

Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben





Genau das meinte Putin, als er von seiner Bereitschaft zu Verhandlungen und im Allgemeinen zu einer friedlichen Lösung sprach:

"Wir sind bereit, diese Feindseligkeiten unverzüglich einzustellen, unter der Bedingung, dass gleichzeitig Russlands Sicherheit mittel- und langfristig gewährleistet wird – und wir sind bereit, mit Ihnen zusammenzuarbeiten."

"Zusammenarbeiten" freilich klingt heute im Zusammenhang mit den Beziehungen zu Europa etwas befremdlich – wenn nicht gar wild, wenn wir ehrlich sind. Doch Putin blickt in die Zukunft – auf den Moment, in dem Europa "sich die Hörner abstoßt", runterkommt und zur Vernunft zurückfindet, wenn die gegenwärtigen europäischen Eliten abgelöst werden. Und das ist keine Frage ferner Zukunft – und sogar schon eher kurz- als mittelfristig. Und dann werden Putins Worte wieder aktuell:

"Die Zukunft Europas, wenn es als ein unabhängiges Zentrum der Zivilisation überleben will, ist zwangsläufig eine Zukunft zusammen mit Russland. Wir ergänzen uns naturgemäß; wir werden zusammenarbeiten und uns fortentwickeln. Geschieht dies nicht, wird Europa allmählich verschwinden."

Damit erinnerte er an einen Gedanken des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl, den jener fest und dauerhaft vertrat – etwa im Jahre 1998 bei der 34. Münchener Konferenz für Sicherheitspolitik:

"Sicherheit und Stabilität in Europa kann es auf Dauer nur mit Russland geben.

Russland ist unser wichtigster Partner im Osten. Es gibt alte kulturelle, wirtschaftliche und soziale Beziehungen zwischen unseren Ländern. Glücklicherweise ist unsere Geschichte weit mehr als eine Geschichte von kriegerischen Auseinandersetzungen. Es gibt lange Phasen friedlicher, gegenseitig fruchtbarer Beziehungen."


Jahresrückblick mit Putin: Ukraine, NATO und Europas Zukunft ‒ "Kooperation oder Niedergang"





Jahresrückblick mit Putin: Ukraine, NATO und Europas Zukunft ‒ "Kooperation oder Niedergang"





Das größte Risiko für Europa ist also nicht etwa, dass es infolge eines Angriffs durch Russland verschwindet, sondern aufgrund seiner eigenen Weigerung, mit Russland zusammenzuarbeiten. Diese Entscheidung liegt bei den Europäern, und wir haben unsere bereits getroffen. Wir werden Europa nicht das überlassen, was uns gehört – und je eher unsere westlichen Nachbarn das verstehen und akzeptieren, desto besser für alle:

"Es wird überhaupt keine Sonderoperationen geben, wenn ihr uns mit Respekt behandelt und unsere Interessen wahrt – so wie wir stets versucht haben, eure zu wahren. […] Es ist völlig klar, dass wir durch die Bündelung und Ergänzung unserer Möglichkeiten prosperieren würden – anstatt uns gegenseitig zu bekriegen, wie ihr jetzt Russland bekriegt."

Übersetzt aus dem Russischen. Erschienen bei RIA Nowosti am 20. Dezember 2025.

Pjotr Akopow ist ein russischer Historiker und Geschichtsarchivar (Absolvent des Moskauer Staatlichen Geschichtsarchivarischen Instituts). Seit einer Geschäftsreise in die damalige Bürgerkriegszone Südossetien im Jahr 1991 schreibt er als Journalist für zahlreiche Medien: Golos, Rossijskije Westi, bis 1994 Nowaja Gaseta, ab 1998 Nesawissimaja Gaseta; seit Anfang der 2000er-Jahre als politischer Beobachter bei Nowaja Model und im entsprechenden Ressort der Iswestija. Er arbeitete als Sonderberichterstatter beim Chefredakteur des Polititscheski Journal, dessen Chefredakteur er selbst im Jahr 2007 wurde. Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur von Wsgljad ist zudem ständiger politischer Beobachter bei RIA Nowosti. 

Mehr zum ThemaWladimir Putin und die europäischen Spanferkel – Wortwahl und Implikationen für Europas Völker


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Video https://rumble.com/v7388qu-putins-jahrespressekonferenz-dialogbereitschaft-trotz-harter-vorwrfe.html Dauer 11:46 Min. 


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Info: https://rtnewsde.site/meinung/265598-koennt-ihr-drueben-ueberhaupt-lesen/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.12.2025

Aus guten Absichten: Vance deckt Selenskijs Lügen auf

rtnewsde.site, 24 Dez. 2025 13:43 Uhr, Von Dmitri Bawyrin

Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, J. D. Vance, hat der ganzen Welt das schreckliche Geheimnis der ukrainischen Behörden über die tatsächlichen Aussichten der ukrainischen Streitkräfte im Donbass offenbart. Damit hat er Kiew ernsthaften politischen Schaden zugefügt und die Lügen von Wladimir Selenskij entlarvt.


© Urheberrechtlich geschützt


Symbolbild


"Die Ukrainer geben bei Privatgesprächen zu, dass sie Donezk letztlich wahrscheinlich verlieren werden."

Das ist eine sehr aufschlussreiche Aussage des US-Vizepräsidenten J. D. Vance, und das Aufschlussreichste daran ist, dass sie ausgerechnet von Vance stammt. Er scheint nach wie vor der sympathischste und vernünftigste Mensch im Weißen Haus zu sein (was man Donald Trump natürlich auf keinen Fall erzählen darf). Man könnte ihm sogar die für US-Amerikaner typischen Probleme mit der Geografie anderer Länder verzeihen.

Allem Anschein nach meinte Vance mit Donezk die 18 Prozent des Territoriums der Volksrepublik Donezk, die bis heute von den ukrainischen Streitkräften gehalten werden. Aber im Großen und Ganzen hat er recht: Die Ukrainer haben Donezk verloren und werden auch den gesamten Donbass verlieren, das ist nur eine Frage der Zeit. Und es ist völlig überraschend, dass einige Vertreter der ukrainischen Führung dies privat zugeben. Nicht alle von ihnen sind Komiker, nicht alle erweitern ihr Bewusstsein, nicht alle sind so realitätsfern wie ihr Chef – Wladimir Selenskij.


Der Oligarch (Teil 1): Wer Selenskij zum Präsidenten machte und die Ukraine in den Krieg trieb





Der Oligarch (Teil 1): Wer Selenskij zum Präsidenten machte und die Ukraine in den Krieg trieb





Es ist erstaunlich, dass die US-Führung diese privaten Gespräche und schweren Eingeständnisse laut wiederholt und damit die Verhandlungsposition Kiews untergräbt. Die Position dort lautet, wie wir uns erinnern, dass die ukrainischen Truppen "standhalten" werden und die Ukraine daher kein Territorium an Russland abtreten sollte.

Mit anderen Worten: Vance entlarvt Selenskijs Lügen. Und es ist wohl kaum ein Zufall, dass er dies gerade jetzt tut.

Tatsache ist, dass der Mann aus Kriwoi Rog sich zwar weiterhin widersetzt, aber dennoch unter dem Druck der Trump-Regierung nachgibt, die ihn zwingt, die Bedingungen Russlands zu akzeptieren. Noch vor einer Woche war der Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass für Selenskijs Team eine "rote Linie", eine unerfüllbare Bedingung, ein absolutes Tabu. Es sei absurd, lächerlich, unvernünftig und verrückt, dies von der Ukraine zu verlangen, sagten sie. Nach einer weiteren Reihe von "Konsultationen" mit den US-Amerikanern in Miami hat sich die Lage völlig geändert. Selenskij, der in der zukünftigen entmilitarisierten Zone entlang der Front auch eine Freihandelszone einrichten will, erklärte:

"Wenn man irgendwo Truppen abziehen will, werden immer die gleichen Spiegelmaßnahmen ergriffen. Wenn wir uns fünf Kilometer zurückziehen, sollten sie sich auch fünf Kilometer zurückziehen. Und dann entsteht eine (entmilitarisierte) Zone."

Welche Zone er jedoch bekommen wird, ist eine andere Frage. Wichtig ist, dass der Abzug der ukrainischen Truppen aus der Volksrepublik Donezk nun eine Option ist, die Selenskij in Betracht zieht, obwohl es erst wenige Tage her ist, dass er dies kategorisch abgelehnt hatte. Er betont weiterhin, dass für ihn die "ehrliche Option" darin bestehe, "dort zu bleiben, wo wir jetzt sind".

Sie werden dort nicht lange durchhalten (und wissen das selbst, wie Vance bestätigt). Und das ist einer von Dutzenden Gründen, warum Selenskijs Vorschlag nicht durchkommen wird. Das heißt, er wird von Moskau als offensichtlich inakzeptabel und widersprüchlich abgelehnt werden, wie man im russischen Außenministerium gerne sagt, widerspricht es "dem Geist von Anchorage" (gemeint ist der Putin-Trump-Gipfel in Anchorage).

Von den anderen Gründen sind zwei besonders hervorzuheben. Erstens muss man, um von "Spiegelbildlichkeit" sprechen zu können, von Gleichheit der Positionen und Möglichkeiten in diesem Konflikt ausgehen. Dies ist aber nicht der Fall: Die Ukraine verliert diesen Konflikt, während Russland gewinnt.

Zweitens sollte niemand den Ukrainern glauben, die im Austausch für den Abzug der Truppen irgendetwas versprechen. Russland hat sich daran im Jahr 2022 die Finger verbrannt und wird diesen Fehler nicht noch einmal machen.


Selenskij verlangt Geld: Ukraine kann sich 800.000 Mann starke Armee nicht leisten





Selenskij verlangt Geld: Ukraine kann sich 800.000 Mann starke Armee nicht leisten






Übrigens: Als die Truppen (zum Beispiel aus Tschernigow) im Rahmen der Verpflichtungen des sogenannten Istanbul-Prozesses abgezogen wurden, prahlten die ukrainischen Behörden monatelang damit, wie sie die Russen "ausgetrickst" hätten. Das Prahlen versiegte irgendwann zwischen den Jahren 2023 und 2024, da es unsicher wurde: Zu viele erkannten, dass die Bedingungen des gescheiterten Friedensvertrags für die Ukraine viel besser waren als das, was sie jetzt erwarten kann. Ein symmetrischer Abzug der Truppen im Donbass ist definitiv nicht möglich.

Über so etwas konnte man sich selbst im Jahr 2022 nicht einigen, aber in den Jahren 2019 bis 2021 wäre es theoretisch möglich gewesen. Diese Bedingungen zu wünschen, ist jedoch dasselbe wie zu wünschen, dass Eis wieder 50 Kopeken kostet. Das gab es einmal, aber es ist für immer Vergangenheit.

Die Ukraine könnte möglicherweise einen gewissen Gegenwert erhalten, wenn sie klug ist und einem Friedensvertrag zu den Bedingungen Russlands zustimmt. Aber es kann sich dabei nur um Gebiete handeln, die zwar von den Streitkräften der Russischen Föderation kontrolliert werden, aber noch (noch!) niemandem zugeordnet sind, beispielsweise Teile der Regionen Dnjepropetrowsk, Charkow und Sumy. Aber es wird keine "Tauschgeschäfte" innerhalb der Regionen geben, die laut der russischen Verfassung Teil der Russischen Föderation sind. Die ukrainischen Streitkräfte müssen raus – Punkt!

Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, J. D. Vance, versteht das sicherlich. Er ist sehr mit der Ukraine-Problematik vertraut und verfolgt die Agenda mehr als sein Chef. Und schon lange – lange vor den US-Präsidentschaftswahlen – hat er seine Position zum Konflikt festgelegt: Frieden ist notwendig, aber nur möglich, wenn die Ukraine Zugeständnisse macht, und die Sturheit von Selenskij kommt alle teuer zu stehen, da die Ressourcen, die für die Unterstützung seines Regimes aufgewendet werden, im besten Fall in einem schwarzen Loch verschwinden und im schlimmsten Fall zu Brennholz für den Dritten Weltkrieg werden. Vance erklärte kürzlich bei einer Veranstaltung für junge "Trumpisten":

"Wir glauben daran, dass man seinen Vater und seine Mutter ehren sollte, anstatt ihr ganzes Geld in die Ukraine zu schicken."

Indem Vance die Äußerungen der Ukrainer zum Donbass hervorhob, unterband er gewissermaßen die neuen Tiraden Selenskijs über den Abzug der Truppen. Er sagte damit: Wir wissen, dass Sie wissen, dass die Niederlage der ukrainischen Streitkräfte unvermeidlich ist. Und wenn die Machthaber in Kiew weiterhin den Wunsch haben, sich lächerlich zu machen, dann sollen das eben alle wissen.

Natürlich könnte dies nur ein glücklicher Zufall sein, aber wahrscheinlicher ist, dass Vance alle Prozesse in der Ukraine und die Handlungen ihrer Führung aufmerksam verfolgt. Wenn er diese Prozesse beeinflussen will (und das will er und versucht es schon seit langem), muss er einfach über alles auf dem Laufenden sein. Informationen sind sein Werkzeug. Genau genommen sind sie fast das einzige wirklich wirksame, sie können sogar als Waffe dienen.

Das Problem ist, dass der Vizepräsident im Team des US-Präsidenten nicht nur deshalb nicht überflüssig ist, weil er ein Ersatzmann ist. Er hat fast keine Befugnisse, keine Aufgaben, keine Ressourcen und sein eigener Stab ist kläglich klein. Im 19. Jahrhundert saßen die "Ersatzmänner" oft auf ihrer eigenen Ranch und mischten sich fast gar nicht in die Staatsangelegenheiten ein, und die Erfahrungen mit einem überaus einflussreichen Vizepräsidenten im 20. Jahrhundert gefielen den US-Amerikanern überhaupt nicht.

Aber Vance ist ein ehrgeiziger Politiker. Er hat kein Interesse daran, herumzusitzen, Trump zu loben und einfach darauf zu warten, dass dieser ihn zu seinem Nachfolger ernennt. Zumal: Wenn die derzeitige US-Regierung keine Erfolge vorweisen kann (und bisher sieht es nicht gerade rosig aus), dann wird der Status als "Nachfolger Trumps" kein Ticket für das Weiße Haus sein, sondern eher ein Klotz am Bein. Deshalb versucht er, Einfluss zu nehmen. Zu tun, was am besten ist.


Bericht: In Korruptionsskandal verwickelter Ex-Selenskij-Berater übt weiter politischen Einfluss aus





Bericht: In Korruptionsskandal verwickelter Ex-Selenskij-Berater übt weiter politischen Einfluss aus





Die erste und wichtigste Möglichkeit für Vance, Einfluss auf die Ukraine zu nehmen, ist der Zugang zu Trumps Ohren. Die zweite und oft unterschätzte Möglichkeit ist die Veröffentlichung von Fakten (oder Fälschungen) zum richtigen Zeitpunkt, da alle Aussagen des US-Vizepräsidenten aufmerksam verfolgt werden. Vance entschied sich für den zweiten Weg, als er den Eindruck hatte, dass Selenskij wieder in Träumereien versunken war und man ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholen musste. Und das tat Vance, indem er davon berichtete, dass die Ukrainer hinter den Kulissen davon ausgehen, dass "alles verloren" sei.

Dafür und für vieles andere hasst Selenskij Vance, was er nur schlecht verbergen kann. Der Mann aus Kriwoi Rog wünscht sich, dass im Rennen um die Nachfolge Trumps als Spitzenkandidat der Republikaner der US-Außenminister Marco Rubio gewinnt, der eine härtere Gangart gegenüber Russland befürwortet.

Zum Glück für Vance bekommt Selenskij nicht mehr, was er will. Noch ist unklar, ob dies auch für den innenpolitischen Kampf in den USA gilt. Aber es betrifft jedenfalls jeden Quadratzentimeter des Donbass.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 23. Dezember 2025 auf der Webseite der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

Dmitri Bawyrin ist Journalist, Publizist und Politologe mit den Interessenschwerpunkten USA, Balkan und nicht anerkannte Staaten. Er arbeitete fast 20 Jahre als Polittechnologe in russischen Wahlkampagnen unterschiedlicher Ebenen. Er verfasst Kommentare für die russischen Medien "Wsgljad", "RIA Nowosti" und "Regnum" und arbeitet mit zahlreichen Medien zusammen.

Mehr zum Thema – Auslandsnachrichtendienst: "Ratten fliehen vom sinkenden ukrainischen Schiff"


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Video https://rumble.com/v73cl9k-ukraine-verhandlungen-in-miami-russland-und-usa-setzen-dialog-fort.html Dauer 8:04 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/international/265657-aus-guten-absichten-vance-deckt/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.12.2025

Augstein über «Linke»: SPD «hat fertig», AfD-Umgang «Vollkatastrophe», Böhmermann «Schlimmster von allen»

transition-news.org, 23. Dezember 2025 von TE. Lesedauer: 3 Minuten. Drucken

Im Podcast von «Bild»-Vize Paul Ronzheimer beklagt «Spiegel»-Erbe Jakob Augstein den Realitätsverlust der vermeintlich «linken» SPD, die «woke» Verengung öffentlicher Debatten und den Einfluss prominenter Meinungsmacher wie Jan Böhmermann. Ein weiterer Anlass, das Links-rechts-Schubladendenken endlich ad acta zu legen. Von Torsten Engelbrecht


Jakob Augstein, Verleger von Der Freitag und Miteigentümer des Spiegel sowie Erbe des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, hat in einem Gespräch mit Bild-Vizechef Paul Ronzheimer eine ungewöhnlich scharfe Kritik an der politischen Linken, den etablierten Medien und insbesondere an prominenten Akteuren der «woken» Öffentlichkeit geäußert. Als Sohn des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein spricht Augstein dabei nicht nur als Beobachter, sondern auch als Teil des Systems, das er kritisiert.

Besonders hart geht Augstein mit der SPD ins Gericht, der er selbst angehört. Die Partei habe ihren Bezug zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen verloren und sei politisch kaum noch handlungsfähig. In drastischen Worten nennt er sie einen «wandelnden Toten der Politik». Die Partei habe «sowas von fertig». Dieses Vakuum habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die AfD für viele Wähler attraktiv geworden sei – auch für Menschen mit Migrationsgeschichte, ein Umstand, der in linken Debatten häufig verdrängt oder ausgeblendet werde.

Auch den Spiegel selbst nimmt Augstein nicht aus. Vor allem Spiegel Online sei zunehmend zu einem «Hort der Wokeness» geworden, in dem moralische Selbstgewissheit, Identitätspolitik und ein belehrender Ton dominierten. Diese Haltung verhindere offene Debatten und trage dazu bei, gesellschaftliche Konflikte zu verschärfen, statt sie zu lösen. Der Umgang vieler linker Medien mit der AfD sei insgesamt eine «Vollkatastrophe» gewesen, weil Ausgrenzung, moralische Überhöhung und Sprachregelungen die politische Spaltung eher vertieft hätten.

Seine schärfste Kritik richtet Augstein jedoch gegen den ZDF-Satiriker Jan Böhmermann. Dessen öffentliche Wirkung hält er für demokratiegefährdend, da Böhmermann politische Gegner nicht diskutiere, sondern moralisch vernichte. Augstein sagt wörtlich: «Böhmermann ist der Schlimmste von allen». Der 58-Jährige wirft dem 44-jährigen Moderator von «Magazin Royale» einen «verheerenden Einfluss» auf das politische Klima und das Denken vieler Menschen vor. Satire werde hier nicht mehr als Mittel der Zuspitzung genutzt, sondern als Instrument der Ausgrenzung und Bloßstellung.

Vor zwei Jahren hatte bereits Alice Schwarzers Emma-Redaktion Böhmermann zum «Sexist Man Alive» gekürt. Begründung: Er sei der «Gipfel aufgeblasener Männlichkeit». Sein «Schmierentheater erhellt nicht, sondern verdunkelt». Und: «Dieses Arschloch ohne Herz ist kein Aufklärer, sondern ein Demagoge; ein Biedermann und Brandstifter» (siehe TN-Artikel).

Insgesamt zeichnet Augstein das Bild einer linken Öffentlichkeit, die sich in moralischer Überlegenheit eingerichtet habe und dadurch den Kontakt zu großen Teilen der Bevölkerung verloren habe. Statt Dialog dominierten Rechthaberei, soziale Abgrenzung und ein elitäres Selbstverständnis. Diese Entwicklung, so Augsteins Warnung, schade nicht nur einzelnen Parteien oder Medien, sondern untergrabe langfristig die demokratische Streitkultur in Deutschland.

Angemerkt sei hier noch, dass Begriffe wie «links» und «rechts» eigentlich nicht mehr verwendet werden sollten. Warum, das zeige ich etwa in meinem Beitrag «Die große Unfreiheit» auf, veröffentlicht am 19. Juni 2021 auf Rubikon. Darin lege ich dar, warum die «Antifa»-Aktivitäten gerade auch während der «Corona-Zeit» dem Wesen des Antifaschismus Hohn sprechen. Sprich, viele, die sich heute «links» schimpfen, sind von ihrem Wesenskern her gar nicht (mehr) «links».

Wie absurd dieses Links-rechts-Schubladendenken ist, zeigt sich etwa an den Aktionen des Künstlers und Bürgerrechtlers Ralph Boes. So ging die «linke» taz einst mit Boes einig, dass die Hartz-IV-Gesetze sozial ungerecht, entwürdigend und kontraproduktiv sind. Und eben dieser Ralph Boes konstatiert kürzlich im Interview mit Transition News:

«Die Corona-Politik war in jeder nur denkbaren Hinsicht wissenschafts-, gesundheits-, menschen- und verfassungswidrig.»

Bei dieser Aussage dürften sich nicht nur die Nackenhaare von «Taz-lern» und anderen sogenannten «Linken» aufstellen, ja sie würden ihn deswegen sicherlich auch mit Vorliebe im «rechten» oder gar «rechtsradikalen Spektrum» verorten, was aber ungerechtfertigter nicht sein könnte.

Gleich zu Beginn des Interviews fragt Ronzheimer Augstein auch: «Was ist Linkssein?» Augsteins Antwort:

«‹Linkssein› bedeutet tatsächlich, auf der Seite der Schwächeren zu stehen.»

Augstein hebt damit auf einen zentralen Punkt ab, nämlich dass es letztlich um «oben» gegen «unten» geht – und nicht um sogenannt «rechts» gegen sogenannt «links».

Quelle:

Newsroom: Jakob Augstein zerlegt Linke und Medien: Böhmermann „Schlimmster von allen“ - 23. Dezember 2025

Bild: Spiegel-Erbe rechnet mit Spiegel, Böhmermann und SPD ab - 21. Dezember 2025

Transition News: «Emma»: Böhmermann ist «Arschloch ohne Herz» und «Sexist Man Alive» - 26. Oktober 2023

 

Kommentare

23. Dezember, 22:47, von W.. Bähring

Die „ANTIFA“ hat sich spätestens seit der menschengemachten Corona-Krise ohne Not zum politisch-militanten Handlanger der Regierung degradiert.
Die ehemaligen Gründungsväter antifaschistischer Aktionen, die bis in die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg zurückreichen, würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie es denn könnten.
Ich weiß nicht, was diese, unter dem „ANTIFA“- Label heute vereinten (feige vermummten) Gestalten dazu antreibt, ihre eigenen (ursprünglichen) Ideale so massiv zu verraten (übrigens ein ähnliches Phänomen, wie es spätestens seit der menschengemachten Corona-Krise auch bei den Grün:innen zu beobachten ist).
Vermutlich ist es aber die geistige Schlichtheit dieser Figuren, die ihnen weder ermöglicht, aus der Historie zu erkennen, was Faschismus vom Ursprung des Wortes her bis zu aktuellen Ausformungen wirklich bedeutet, noch zu erkennen, dass es der (grundsätzlich kapitalistisch orientierten) Regierung, mit der sie sich nun gemein machen, nur weil die angeblich den „Kampf gegen rechts“ anführt, einzig und allein nur um den eigenen Machterhalt gegenüber der Opposition geht.
Und diese Opposition läßt sich am besten unter dem unterstellten „Makel“ rechtsradikaler, zumindest tendenziös faschistischer, weil angeblich fremdenfeindlicher Einstellungen subsumieren:
Dazu zählen dann folgerichtig neben nationalistisch-„rechts“-geprägten Strömungen auch die unter den modernen Kampfbegriffen „Coronaleugner“, „Impfgegner“, „Klimaleugner“, "Antisemit", „Putinversteher“ usw. subsumierten Oppositionellen, denen man nicht so einfach den Makel des Faschisten anhängen kann, die aber ganz bewußt im gleichen Atemzug mit den „gesichert rechtsextremen Demokratie - und Staatsfeinden“ genannt werden, um genau diesen Makel subtil und übergreifend im Bewußtsein der Bevölkerung zu manifestieren.
Das zu erkennen und sauber von tatsächlichen Faschisten zu trennen, dazu fehlt bei den linksradikalen „ANTIFA“-Mitläufern einfach die Fähigkeit zur Erfassung politischer Zusammenhänge (übrigens genauso wie bei den Mitläufern am tatsächlich rechtsradikalen Rand).
Deshalb entgeht ihnen auch völlig, dass sie als sich willig an die Regierung anbiedernde militante Horde von dieser nur ausgenutzt bzw. mißbraucht werden zu Zwecken, die sie ursprünglich mal bekämpfen wollten, nämlich einen Staat, in dem Politik und Industrie zu einem mächtigen, korrupten Komplex verschmelzen, der (erneut) die Basis für aufkeimenden Faschismus mit der gesamten Bandbreite der unten genannten Wesensmerkmale nach italienischem Vorbild bildet.
Kurzlehrgang für die "ANTIFA" (sowie Grün:innen, Linke, SPD und CDU/CSU)
zum Begriff Faschismus:
Der Begriff "Faschismus" kommt vom italienischen Wort "fascio" (Bund). Das bedeutet (Zitat Konrad-Adenauer-Stiftung) „... dass die gesellschaftlichen Interessengruppen unter Aufsicht des Staates und unter Beschneidung ihrer Selbständigkeit zusammengeschlossen und auf das Wohl des Regimes verpflichtet wurden. Einen wirklichen Pluralismus ließ das Regime nicht zu; unter dem italienischen Faschismus gab es keine Meinungs- und Pressefreiheit; politische Gegner wurden unnachgiebig verfolgt...“
Die angebliche "Überlegenheit" der "arischen Rasse" und der damit einhergehende Fremdenhass wurde von den deutschen Faschisten nur noch oben aufgepfropft und ist kein grundsätzliches und schon gar kein alleiniges Merkmal des Faschismus).
Angesichts der Definition muß man sich also die Frage stellen, ob die „ANTIFA“ tatsächlich noch gegen solche faschistischen Bestrebungen in ihrer Gesamtheit zum Kampf antritt oder aber genau diesen (faschistischen) Zielen als Steigbügelhalter zur Durchsetzung verhilft und damit gar als DIE wahren Faschisten bezeichnet werden müssen.
Stellvertretend sei hier an den Schlachtruf der „ANTIFA“ während der menschengemachten Corona-Krise erinnert: „Wir impfen Euch alle“!
Umfassender kann man seine übergriffige, antipluralistische, antidemokratische, menschenverachtende und damit im Grunde faschistische Grundeinstellung nicht in Worte fassen.

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Info: https://transition-news.org/augstein-uber-linke-spd-hat-fertig-afd-umgang-vollkatastrophe-bohmermann


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.12.2025

Weihnachtsgottesdienste: AfD auf der Armesünderbank

aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. Dezember 2025, 14:43 Uhr


_RTDE 24.12.2025


_*Weihnachtsgottesdienste: AfD auf der Armesünderbank


*Kurz vor Weihnachten stellt sich gerade für AfD-Anhänger die Frage: In

die Kirche gehen oder nicht? Gut, dass die EKD eine Entscheidungshilfe

bietet: Auch AfD-Wähler seien in den Gottesdiensten willkommen. Sie

müssen sich allerdings als hartnäckige Sünder betrachten lassen.


/Von Astrid Sigena/


Das Verhältnis zwischen AfD und den Staatskirchen, insbesondere der

Evangelischen Kirche in Deutschland, lässt sich nur als zerrüttet

beschreiben. Geht es darum, zu Demonstrationen aufzurufen, sobald sich

die AfD auch nur mit einem Infostand hervorwagt, oder

"antifaschistischen" Veranstaltungen einen Raum zu bieten – fast immer

sind die örtlichen Pfarreien der EKD vorne dran.


Die AfD wiederum fordert finanzielle Einschnitte, deren Verwirklichung

die beiden Großkirchen sehr schmerzen dürfte: So plädierte die

bayerische AfD in ihrem Programm für die Landtagswahlen 2023 für die

Abschaffung der Kirchensteuer sowie der seit der Säkularisation fälligen

Ausgleichszahlungen (S. 25). Auch eine Streichung von Steuervorteilen

für die Kirchen sei in Betracht zu ziehen, sollten diese weiterhin

mittels Kirchenasyl und Seenotrettung die Masseneinwanderung fördern

<https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/was-im-wahlprogramm-der-afd-zu-glaube-religion-und-kirche-steht>.


Der Konflikt spitzt sich zu, denn in den ostdeutschen Bundesländern

erreicht die AfD regelmäßig Spitzenwerte in den Umfragen. In

Sachsen-Anhalt, wo 2026 Landtagswahlen stattfinden, könnte die AfD die

stärkste Partei werden und sogar die Regierungsverantwortung erringen.

Anlass genug für den Landesbischof der Evangelischen Kirche in

Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, vor einer Wahlentscheidung

für die Alternative für Deutschland zu warnen

<https://www.zeit.de/news/2025-12/22/kirchenumgang-wie-in-ddr-kramer-sieht-parallelen-zu-afd>: 

Wer wolle, "dass die Kirche im Dorf bleibt, wem seine Kirchengebäude

wichtig sind, wer die deutsche Kultur für großartig hält und erhalten

will, wer keine Benachteiligung von Menschengruppen unterschiedlicher

Herkunft und Religion will, wer die Bewahrung der Schöpfung für wichtig

hält, der sollte gerade diese Partei nicht wählen".


Besonders in Thüringen und Sachsen-Anhalt hätten die AfD-Landesverbände

"eine Feindschaft zur EKM erklärt", so der Bischof. Aufgrund der 

kirchenfeindlichen Attacken fühle er sich an DDR-Zeiten erinnert, wo

Christen von der SED "angegriffen, verhöhnt und verspottet" worden seien.


Tatsächlich sind aus der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt scharfe Töne zu

vernehmen. Einen synodalen Beschluss, bei der Landtagswahl 2026 für

Parteienbündnisse unter Ausschluss der AfD werben zu wollen, konterte

<https://x.com/AfDFraktionLSA/status/1991514367129538788> deren

religionspolitischer Sprecher Hans-Thomas Tillschneider unter der

Verwendung eines den Antichristen darstellenden Gemäldes mit dem

Vorwurf, die Kirche würde einen Krieg gegen Russland propagieren:


/"Die evangelische Kirche knüpft mit ihrer schamlosen und

antichristlichen Nähe zu den Altparteien an die schlechtesten

Traditionen evangelischer Staatstreue an. Aus den Deutschen Christen

sind die Antideutschen Christen geworden", /so Tillschneiders Fazit.


Man schenkt sich auf beiden Seiten nichts. Dies war bereits im Vormonat

an einer Kontroverse

<https://www.domradio.de/artikel/bischof-feige-wirft-afd-schmuecken-mit-christlichen-werten-vor

mit dem katholischen Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, deutlich

<https://x.com/AfDFraktionLSA/status/1978784785037135979> geworden. Dem

Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, warf

<https://x.com/AfDFraktionLSA/status/1970809345525891219> Tillschneider

sogar vor, "vom Teufel geschickt" zu sein, nachdem dieser von der Wahl

der AfD abgeraten und der Partei den Vorwurf der Spaltung gemacht hatte.

Bätzing legte daraufhin nach: "Wir müssen diese Brandmauer so lange wie

es geht halten", erklärte er

<https://www.deutschlandfunk.de/bischof-baetzing-zur-afd-wir-muessen-diese-brandmauer-so-lange-wie-es-geht-halten-100.html

dem /Deutschlandfunk/, notfalls mittels Minderheitsregierungen.


Schmerzen muss die EKM vor allem die Drohung, ihr bei einer

Regierungsübernahme die Staatshilfen zu streichen. So plädierte

<https://x.com/AfDFraktionLSA/status/2002703094774108443> Tillschneider

im Dezember-Plenum des sachsen-anhaltischen Landtages für die Beendigung

der staatlichen Förderung der (formal unabhängigen) Evangelischen

Akademie. Diese liefere ohnehin nur noch Pseudoreligion und lasse sich

vor den Karren der "verdorbenen Altparteienpolitik" spannen. Dieses

Agieren habe nichts mit der Verkündigung des Evangeliums zu tun. Mit der

Streichung der Landesförderung könne der staatlich finanzierten

politischen Einflussnahme durch kirchliche Institutionen endlich Einhalt

geboten werden. Keine schönen Aussichten für die kirchlichen Akteure in

Sachsen-Anhalt.


Nun hat die evangelische Kirche natürlich ein Problem: Sie kann die

unbotmäßigen Christen von der AfD von den Gottesdiensten nicht einfach

ausschließen, gerade nicht zu Weihnachten. Das würde allein schon ihrem

Anspruch, für (nahezu) alles und alle offen zu sein, widersprechen. In

ihrem Weihnachtsvideo (das in seiner Aufmachung  an die Werbespots

bekannter Supermarktketten zu Weihnachten erinnert) verspricht

<https://www.youtube.com/watch?v=0eJa3QXUmLA> die EKD schließlich, alle

möglichen religiösen oder weltanschaulichen Vorstellungen inkludierend:

/"Was auch immer Weihnachten für dich ist, wir feiern es!" /


So verkündete

<https://www.welt.de/politik/deutschland/plus694526beba368aa01269dbeb/evangelische-kirche-ich-weiss-dass-unsere-positionierung-zur-afd-eine-krasse-spannung-bei-leuten-ausloesen-kann.html

auch die evangelische Präses Anna-Nicole Heinrich im Interview mit der

/Welt/: /"Wir schließen niemanden aus. Es wird nicht abgefragt, was

Menschen wählen, die unsere Gottesdienste und Angebote besuchen."/


Und Landesbischof Friedrich Kramer bestätigte

<https://www.zeit.de/news/2025-12/22/kirchenumgang-wie-in-ddr-kramer-sieht-parallelen-zu-afd>: 

Bei Gottesdiensten seien AfD-Mitglieder so willkommen wie alle anderen

Menschen auch.

/"Wir freuen uns, wenn sie das Evangelium hören und wie jeder Mensch,

der das Wort Gottes hört, sich zum Weg der Menschenliebe, zu Buße und

Umkehr rufen lassen können.",/


beteuerte der hochrangige Geistliche. Auch wenn der Bußaufruf Kramers

allen Menschen gilt, argwöhnt man doch, einen pharisäischen Unterton zu

vernehmen, der den AfD-Anhängern unterstellt, sie hätten Buße und Umkehr

besonders nötig. Ähnlich salbungsvoll klingt der ehemalige

EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm, der erklärte: Im Gespräch mit

AfD-Anhängern sehe er immer zuerst den Menschen, nicht seine Worte oder

Taten.


Es stellt sich allerdings die Frage, wie viele AfD-Wähler die Einladung

zum Weihnachtsgottesdienst annehmen werden. Schließlich ist gerade die

EKD für ihre politisierten Predigten berüchtigt. Erst kürzlich hatte

Anna-Nicole Heinrich noch mal bestätigt

<https://evangelische-zeitung.de/ekd-praeses-afd-funktionaere-nicht-geeignet-fuer-kirchliche-aemter-2>,

dass AfD-Funktionäre nicht für Kirchenämter infrage kämen. Eine

Stigmatisierung, die sonst eigentlich nur Personen in der Gemeinde

trifft, die sich etwas zu schulden haben kommen lassen und als

unzuverlässig gelten (eine ähnliche Entscheidung hatte neulich auch die

katholische Kirche in Berlin getroffen – /RT DE/ berichtete). Der

Weltkirchenratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm meinte

<https://www.sonntagsblatt.de/artikel/epd/bedford-strohm-warnt-vor-politischem-missbrauch-des-christentums

in einem vorweihnachtlichen Rundumschlag gegen Trump, Putin und AfD gar:

/"Die Politik der AfD steht im klaren Widerspruch zu dem, wofür das

Christentum steht."/


Konservativ empfindende Gemüter könnten sich ohnehin von manchen

Bräuchen abgeschreckt fühlen, die in den vergangenen Jahren in die

evangelische Kirche Einzug gehalten haben: Im November dieses Jahres

Jahres machte

<https://www.spiegel.de/panorama/berlin-kirche-verteidigt-pfarrerin-nach-vermeintlicher-polyhochzeit-a-5f261f11-6796-4c78-8d1d-9721d10311a6> die

in Berlin ansässige EKBO durch eine sogenannte "Poly-Hochzeit" Furore,

die Segnung von vier Männern, die in einer polyamoren Beziehung

miteinander leben. Pfarrerin Lena Müller erklärte

<https://www.noz.de/lebenswelten/partnerschaft-sexualitaet/artikel/vier-maenner-in-polyhochzeit-vermaehlt-pfarrerin-nennt-ihre-gruende-49457282

im Interview provokativ, man sei sich im Team schnell einig gewesen:

/"Was sollte Gott dagegen haben, dass es nun eben vier sind und nicht

zwei?"/


Der neueste Trend scheinen kirchliche Pole-Dance-Aufführungen zu sein,

und zwar dieses Mal nicht in der Hauptstadt, sondern in der Provinz.

Lübeck

<https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Luebecker-Kirchen-Poledance-polarisiert-zur-Adventszeit-id30155855.html

und das ostfriesische Stiekelkamperfehn vermelden für die Adventszeit

Aufführungen des ursprünglich mit dem Rotlichtmilieu assoziierten

Stangentanzes. Mittlerweile eine Sportart mit antipatriarchaler

Stoßrichtung, wie die im Landkreis Leer amtierende Pastorin beteuerte

<https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/poledance-in-der-kirche-gehts-noch-leer,poledance-140.html>.

Auf einen während des Krippenspiels lasziv an einer Stange turnenden

Weihnachtsengel sollte man sich also in manchen Gemeinden gefasst machen.


Für die davon immer noch Unerschrockenen lässt sich auch noch eine

Lösung finden: Vor einigen Jahrzehnten konnte man in einer süddeutschen

lutherischen Kirche noch eine Kirchenbank bewundern, die anders

gestaltet war als der Rest der Einrichtung. Etwas hinter den übrigen

Bänken versetzt, versperrte ein Korbgeflecht den Blick auf die Insassen.

Benutzt wurde diese Bank schon damals nicht mehr. Fragte man nach dem

Zweck dieses seltsamen Aufbaus, bekam man erklärt, es handele sich um

eine Bank für die Gemeindemitglieder, die gesündigt hatten. Meistens

traf es unverheiratete Schwangere und junge Mütter, denen man die

"Sünde" auch ansah – im Gegensatz zu den leichter zu verbergenden Sünden

der übrigen Gemeindemitglieder.


Die EKD sollte sich prüfen: Wäre es nicht an der Zeit, diese alte

Tradition zu reaktivieren und die Armesünderbänke wieder aufzustellen?

Dieses Mal nicht für sexuelle Vergehen, sondern für die

Gemeindemitglieder, die sich "verwählt" haben? Da die Wahlen geheim sind

und – wie Präses Heinrich schon betont hat – die Kirche das

Wahlverhalten der Gemeindemitglieder nicht abfragen kann, könnte man ja

mit den Christen anfangen, die sich offen zur AfD bekennen, indem sie

auf deren Wahllisten kandidieren oder eine Funktion in den

Kreisverbänden übernommen haben. Aber Vorsicht! Bei dem Einbau der Bänke

sollte genügend Platz eingeplant werden. Schließlich hat die AfD derzeit

enormen Zulauf und es gibt auch immer mehr Christen, die öffentlich für

die Ziele der Alternative für Deutschland eintreten.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Es macht durchaus den Anschein, dass die Bestimmung der AfD für Altparteien auch darin zu suchen ist, bequem von eigenen Unterlassungen auf wichtigen Politikfeldern  abzulenken. Und das völlig ungeachtet von der womöglich ebenso schlechten Politik dieser Partei. 

24.12.2025

Weniger als »Stall und Krippe«

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zlv.lu, vom 23. Dezember 2025, von Karin Leukefeld

Die Menschen in Gaza leben weiterhin im Elend und in einer Hungersnot

Seit 80 Tagen besteht offiziell eine »Waffenruhe« im palästinensischen Küstenstreifen. In diesen 80 Tagen hat das israelische Militär mehr als 390 Palästinenser getötet. Angesichts schwerer Winterstürme und starken Regenfällen, fehlt es an Medikamenten, an stabilen Zelten, Decken und warmer Kleidung für die Kinder, berichtet Jonathan Crickx, Pressebeauftragter der UNO-Organisation für Kinder, UNICEF, in einem Videogespräch mit dem katarischen Nachrichtensender Al Jazeera. Jonathan Crickx ist im Flüchtlingslager Al Mawasi und berichtet darüber, was die Menschen benötigen und was ihnen fehlt.

UNICEF habe warme Kinderkleidung verteilt, so Crickx. Pro Kind gebe es einen Karton mit je einer warmen Hose, Unterhose, Pullover, Jacke, Strümpfe, Schuhe sowie eine Mütze, ein Schal und Handschuhe. Die humanitäre Fachsprache nennt solche Kartons »kit«, das ist eine Art »Bausatz« mit warmer Kleidung, Nahrungsmitteln oder sanitären Gütern wie Seife, Zahnbürste und Zahnpasta, Putzmittel, Damenbinden usw. spricht. Man habe 250.000 solcher »kits« verteilt, eine große Zahl, so der UNICEF-Sprecher.

Doch in dem zerstörten Küstenstreifen leben mindestens 1 Million Kinder, und Israel blockiere weiter die Zufuhr von Hilfsgütern, mit denen das Gebiet »geflutet« werden müßte. Blockiert werde auch die Lieferung von festen, stabilen Zelten, die vom Wind nicht weggerissen werden oder überflutet werden könnten. Alles sei gepackt und warte darauf, daß die israelischen Behörden, die Lastwagen mit den Hilfsgütern passieren lassen.

Die Kamera zeigt Menschen, die im Sturm und Regen stehen und versuchen, mit Töpfen oder Besen das Wasser aus den Zelten zu entfernen, in denen frierende Kinder barfuß oder mit Schlappen stehen. Decken hängen zum Trocknen an wackeligen Leinen und werden erneut vom Regen durchnäßt. Ein alter Mann trägt einen zusammengerollten Teppich durch den Schlamm, wobei unklar ist, wohin er ihn tragen will. Der Sturm zerrt an den Planen, mit denen Menschen versucht haben, einen Unterschlupf zu bauen. Ruinen, in denen Menschen versucht haben Schutz zu finden, brechen zusammen. Bisher starben 18 Menschen beim Einsturz von solchen Häusern, berichtete der palästinensische Zivilschutz.

Diese Beschreibung der tatsächlichen Lage in Gaza steht in krassem Gegensatz zu einer dpa-Meldung vom Freitag unter der Überschrift »Keine Hungersnot mehr in Gaza, aber Krise hält an«. Der Gazastreifen sei »aus Sicht von Fachleuten nicht mehr von einer Hungersnot betroffen«, berichtet die Deutsche Presseagentur. Allerdings bleibe »trotz des Friedensplanes und der verstärkten Hilfslieferungen« die Lage in dem Gebiet »kritisch, hieß es von der IPC-Initiative (Integrated Food Security Phase Classification), die Nahrungskrisen in aller Welt beobachtet.« »Die Lage sei wegen des im Oktober in Kraft getretenen Friedensplanes besser als zuvor, hieß es von der Initiative. Der bewaffnete Konflikt sei stark zurückgegangen. Die Versorgung mit humanitären und kommerziellen Nahrungsmittel-Lieferungen habe sich verbessert.« Eine derartige Beschönigung des Elends wird von westlichen Medien gern übernommen.

Israel blockiert Einfuhr medizinischer Hilfsgüter

Alle Menschen leiden Hunger, besonders bei Kindern hat die Mangelernährung schwerwiegende Folgen. Kranke und Verletzte können nicht versorgt worden, heißt es in einer Erklärung der palästinensischen Gesundheitsbehörde. Auch Medikamente, medizinische Geräte und Ersatzteile werden von den israelischen Behörden nicht über die Absperrungen gelassen.

Mindestens 125 medizinische Hilfszentren wurden von Israel in den vergangenen zwei Kriegsjahren zerstört, darunter 34 Krankenhäuser. Die Zahl der medizinischen Artikel, die komplett im Gazastreifen fehlten, betrage 321, so die palästinensische Gesundheitsbehörde. Das sei ein Mangel von 52 Prozent der Medizinartikel, die auf der Liste medizinischer Verbrauchsartikel notiert seien. Unter den fehlenden oder zu Ende gehenden Medikamenten sind lebensrettende intravenöse Lösungen, intravenöse Antibiotika und Schmerzmittel, so die Gesundheitsbehörde. Wegen des Mangels könnten 200.000 Patienten nicht aufgenommen werden, 100.000 Patienten könnten nicht operiert und 700 Patienten könnten nicht die notwendige Intensivversorgung erhalten, die sie bräuchten. Betroffen seien u.a. Leber- und Krebserkrankungen, Herzoperationen und orthopädische Operationen.

Aktuell erreichten weniger als 30 Prozent der monatlich erforderlichen Medizinartikel den Gazastreifen. Die palästinensische Gesundheitsbehörde appelliert »dringend an alle Beteiligten, ihrer Verantwortung bei der Umsetzung von Notfallmaßnahmen in vollem Umfang nachzukommen«, so die Erklärung. 1.500 Kinder warteten darauf, daß die Grenze geöffnet und sie in ein anderes Land transportiert werden könnten, wo man sie behandeln könnte. Bisher seien 1.200 Patienten gestorben, weil man sie nicht evakuierten konnte, sagt Zaher Al Waheidi, Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza. Unter den Toten seien 155 Kinder.

Überwiegende Mehrheit gegen »Trump-Friedensplan«

Laut einer Umfrage des Palästinensischen Zentrums für Politik und Meinungsforschung (PCPSR) in Ramallah ist die Skepsis gegenüber dem »Trump-Friedensplan« groß. Rund 70 Prozent lehnen einer Umfrage zufolge die Entwaffnung der Hamas ab, die mit einer internationalen »Stabilisierungstruppe« in der »zweiten Phase« umgesetzt werden soll. Während im kriegszerstörten Gazastreifen die Ablehnung bei 55 Prozent liegen soll, lehnen im besetzten Westjordanland 80 Prozent der Befragten sowohl die Entwaffnung der Hamas als auch den »Friedensplan« ab. Dabei überwiegen die Zweifel, daß der Plan überhaupt zu einem Frieden oder einer palästinensischen Staatsgründung führen wird. Der Angriff von Palästinensern am 7. Oktober 2023 wird mehrheitlich als »berechtigt« gegen die israelische Besatzung eingestuft.

Die palästinensische Autonomiebehörde und vor allem deren Präsident Mahmud Abbas werden politisch deutlich abgelehnt. Der seit (2002) inhaftierte Marwan Barghouti und die Hamas stehen in den Umfragen nach einer zukünftigen politischen Führung weit vor der Fatah-Bewegung.

Marwan Barghouti stand auf allen Listen der freizulassenden palästinensischen Gefangenen, die von den palästinensischen Organisationen während der Verhandlungen mit Israel nach 2023 vorgelegt worden war. Israel lehnt seine Freilassung kategorisch ab. Barghouti, ehemaliger Vorsitzender der Fatah-Jugendbewegung während der Intifadah Ende der 1980er Jahre, wurde von einem israelischen Militärgericht zu fünf Mal lebenslanger Haft verurteilt. Er hat sich im Gefängnis von der Fatah losgesagt und beteiligt sich aktiv an der Organisierung der Gefangenen und – so lange es möglich war – an politischen Debatten außerhalb des Gefängnisses. Marwan Barghouti wird in strenger Einzelhaft gehalten, Kommunikation mit der Außenwelt wird von Israel weitgehend blockiert.

Die Umfrage wurde nach Angabe des Umfrageinstituts zwischen dem 22. und dem 25. Oktober 2025 per Telefon oder Tablet/Laptop im besetzten Westjordanland und im Gazastreifen in Direktgesprächen durchgeführt. Im Gazastreifen wurden nur Palästinenser befragt, die innerhalb der so genannten »gelben Linie« leben. Diese Linie markiert eine von Israel gezogene Grenze innerhalb des palästinensischen Gazastreifens, jenseits der im Osten, Norden und Süden die israelische Armee 52 Prozent des palästinensischen Territoriums »aus Sicherheitsgründen« besetzt hält.

Befragt wurden insgesamt 1.200 Personen in 23 Gebieten, die schon lange vor dem jüngsten Gazakrieg festgelegt worden waren. 760 der befragten Personen wurden in 76 Wohngebieten im besetzten Westjordanland befragt, im Gazastreifen wurden 440 Personen befragt, die in 6 Notunterkünften (Gebäuden) und 15 Zeltlagern leben.


Info: https://www.zlv.lu/db/1/1459860751680/0


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Da, wo die internationale Hilfe bereits nur noch die Aufgabe hat die größte existenzielle Not zu lindern, wird bereits eine ganze Gesellschaft ausgelöscht. Die soziale Dimension der gewaltsamen Landnahme, durch das sog. auserwählte Volk Gottes in einer aufgeklärten Welt, überschreitet längst biblische Rechtfertigungsversuche.

24.12.2025

Sanktionen gegen Syrien aufgehoben

zlv.lu, vom 20. Dezember 2025, von Karin Leukefeld

Unsicherheit über Insider-Angriff auf USA-Soldaten


Nach sechs Jahren zerstörerischer Wirtschaftssanktionen der USA hat der USA-Kongreß am Mittwoch das »Caesar-Gesetz« widerrufen. Damit öffnen sich für ausländische Unternehmen alle Türen nach Syrien, um in das wirtschaftlich weitgehend zerstörte Land zu investieren.

Das 2019 erlassene US-amerikanische Gesetz ergänzte die bereits 2011 erlassenen einseitigen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen der EU und war seitens der USA auch als »Anti-Assad«-Gesetz bekannt. Nach Angaben der Autoren des »Caesar-Gesetzes« sollten die Wirtschaftssanktionen die syrische Bevölkerung vor »einem Diktator schützen, der sein eigenes Volk tötet«, wie es hieß. Der Name des Gesetzes geht zurück auf eine Person, die angab, als syrischer Militärfotograf Tausende syrische Folteropfer und getötete syrische Gefangene dokumentiert und die Fotos außer Landes geschmuggelt zu haben.

Tatsächlich sorgten sowohl die einseitigen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen der EU gegen Syrien als auch das »Caesar-Gesetz« der USA für eine fast totale wirtschaftliche Isolation Syriens, die Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption und Schmuggel massiv ansteigen ließen.

Nicht nur syrische Unternehmer, auch Geschäftsleute aus aller Welt konnten mit Syrien keinen Handel treiben, sondern liefen Gefahr, von den USA sanktioniert zu werden. Bankkonten konnten gesperrt, Vermögen eingefroren, Reiseverbote verhängt werden. Selbst der Import von einfachen Maschinen oder auch von Medikamenten unterlag den Sanktionsgesetzen.

Das schuldenfreie Syrien war vor dem Krieg 2011 von der Weltbank zu den fünf wirtschaftlich führenden arabischen Ländern gezählt worden war, obwohl es als »Entwicklungsland« galt. Durch den Krieg und die einseitigen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen ist die syrische Wirtschaft weitgehend zerstört worden.

Einseitige wirtschaftliche Strafmaßnahmen sind nach internationalem Recht unzulässig, da diese schwerwiegende Maßnahme einzig vom UNO-Sicherheitsrat gegen ein Land verhängt werden darf. Seit den schweren Folgen von Wirtschaftssanktionen des UNO-Sicherheitsrates gegen den Irak (1990-2013) hat der Sicherheitsrat keine derartigen Maßnahmen mehr verhängt.

Die UNO-Generalversammlung, die seit Jahren mehrheitlich die Aufhebung einseitiger wirtschaftlicher Strafmaßnahmen fordert, beschloß im Juni 2025 die Einrichtung eines »Internationalen Tages gegen einseitige wirtschaftliche Strafmaßnahmen«, der jährlich am 4. Dezember stattfinden soll. 116 UNO-Mitgliedstaaten stimmten für die entsprechende Resolution, 5 Länder enthielten sich und 51 Staaten stimmten dagegen. Gegner der Resolution waren vor allem reiche Industriestaaten, die einseitige wirtschaftliche Strafmaßnahmen anwenden, um andere, wirtschaftlich zumeist schwache Länder in die Gefolgschaft zu beugen. So stimmten die USA, Kanada, Australien, Britannien, Japan, die meisten EU-Staaten wie Frankreich, Deutschland, Niederlande, Italien und Spanien gegen die Resolution. Unterstützt wurden sie von engen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Partnerländern wie Polen, Israel und den baltischen Staaten, und auch die Ukraine stimmte gegen die Resolution.

Insider-Anschlag auf USA-Offizielle

Die Entscheidung des USA-Kongresses wurde zu einem Zeitpunkt getroffen, als ein tödlicher Anschlag auf ein hochrangiges Sicherheitstreffen zwischen US-amerikanischen und syrischen Militärs in Palmyra/Tadmur medial für Schlagzeilen sorgte. Bei dem Angriff wurden drei USA-Bürger getötet und zahlreiche Personen wurden verletzt.

Innerhalb der USA-Streitkräfte löste der Anschlag eine intensive Debatte darüber aus, welche Perspektive die militärische Zusammenarbeit mit der neuen syrischen Armee haben kann. USA-Präsident Donald Trump und der syrische »Interimspräsident« und langjährige, unter dem Kampfnamen Abu Mohamed al Jolani« bekannte Al-Qaida-Chef in Syrien, Ahmed al Sharaa, hatten erst kürzlich in Washington die Aufnahme Syriens in die von den USA geführte »Anti-IS-Koalition« besiegelt.

Der Anschlag war ein »Insider-Angriff«, der von einem langjährigen Anführer der Terrororganisation »Islamischer Staat im Irak und in der Levante« (ISIL) verübt wurde. Der Mann, dessen Namen in Berichten mit Sufyan Muhammad Sheikh Qasim angegeben wird, war hochrangiger Sicherheitsoffizier der neu aufgestellten syrischen Armee. Er soll aus dem Umland von Aleppo stammen und gehörte seit 2014 dem »Islamischen Staat« an. »ISIL« war in schweren Kämpfen mit den Truppen der Al-Qaida-Formation Nusra Front sowie syrischen Kräften und Verbündeten aus Aleppo zurückgedrängt worden. Die Gruppe des Mannes soll zunächst mit anderen »IS«-Kämpfern nach Rakka gezogen sein. Dort wurden sie von USA-Truppen und kurdischen Kampfeinheiten weiter in Richtung Osten verjagt und sollen sich danach in der ostsyrischen Wüste aufgehalten haben.

Anfang Dezember 2024, nach der Einnahme von Damaskus durch Hay’at Tahrir al Sham (HTS) – einer Nachfolgeorganisation der Nusra Front – soll Sheikh Qasim mit anderen »IS«-Leuten nach Idlib gezogen sein und sich der Generaldirektion für Sicherheit Idlib angeschlossen haben, die von HTS kontrolliert wurde. Diese schickten den Mann und seine Gruppe nach Palmyra/Tadmur, wo sie für die Generaldirektion für Sicherheit eingesetzt wurden. Auf Fotos ist der Mann zu sehen, wie er mit anderen Sicherheitsbeamten in unmittelbarer Nähe von Ahmed al-Sharaa geht, der in Zivil gekleidet einer Menge zuwinkt.

Angriff gegen Treffen Anti-IS-Allianz

Der Angriff in Palmyra zielte auf ein Treffen von US-amerikanischen und syrischen Militärs, das im Hauptquartier der syrischen Sicherheitskräfte stattfand, untergebracht im Armeedirektorat für Sicherheit der ehemaligen syrischen Streitkräfte am Rande von Tadmor. An dem Treffen nahmen hochrangige Offizielle des syrischen Innenministeriums und Angehörige der Streitkräfte der USA teil. Der Attentäter, der in dem Gebäude stationiert war, versuchte offenbar in den Raum zu gelangen, in dem das Treffen stattfand. Er wurde allerdings von US-amerikanischen Sicherheitskräften und einem US-amerikanischen Übersetzer gestoppt. Der Attentäter war bewaffnet und beschoß die Sicherheitskräfte und den Übersetzer, um seiner Festnahme zu entgehen und in den Konferenzraum zu gelangen. Dann löste er offenbar eine Handgranate aus und tötete sich sowie zwei US-amerikanische Sicherheitskräfte als auch den Übersetzer. Die Zahl der Verletzten ist nicht bekannt.

Unmittelbar darauf soll der syrische Geheimdienst, der dem Innenministerium untersteht mit Militärs der von den USA geführten Anti-IS-Koalition sechs Angestellte der syrischen Sicherheitskräfte in Palmyra festgenommen haben. Sie stünden unter Verdacht, von dem Angriff – der in Medien und einer Stellungnahme der Anti-IS-Koalition als »Terrorangriff« bezeichnet wird – gewußt und ihn mit organisiert zu haben.

Erstaunlich sei, daß die neuen, HTS-geführten Sicherheitskräfte die Gruppe um den Attentäter Scheich Qasim offenbar nicht kontrolliert haben, als sie Anfang Dezember 2024 aus der syrischen Wüste gekommen waren, um sich HTS anzuschließen, meint ein politischer Beobachter, der zahlreiche Informationen über das Attentat recherchiert hat. Ein Sicherheitscheck der Männer – nicht zuletzt durch die ausländischen Unterstützer von HTS – hätte vermutlich deren langjährigen Verbindungen zum »Islamischen Staat« offenbart.

Die rasch in Washington getroffene Entscheidung, mit den Einheiten der »neuen syrischen Armee« zu kooperieren, muß übereilt und ohne vorherige Sicherheitsüberprüfungen begonnen worden sein. Geplant war, geheimdienstliche Informationen auszutauschen und bei »Anti-Terror«-Einsätzen zu kooperieren. Offenbar gab es innerhalb der USA-Streitkräfte und auch in politischen und geheimdienstlichen Kreisen der USA starke Vorbehalte dagegen, zumal das Pentagon aufgrund von Erkenntnissen der eigenen militärischen Geheimdienste davon ausgeht, daß sich in der »neuen syrischen Armee« und den sonstigen Sicherheitskräfte langjährige Angehörige von Al Qaida und von anderen extremistischen Kampfverbänden tummeln.

Brett McGurk, langjähriger US-amerikanischer Verbindungsbeauftragter für die Anti-IS-Koalition während der Amtszeit von USA-Präsident Joe Biden, hatte seit 2017 wiederholt darauf hingewiesen, daß die Provinz Idlib der »größte sichere Hafen für Al Qaida« geworden sei. Der erfolgreiche und begeistert gefeierte »Sturz des Assad-Regimes« 2024 hat offenbar auch innerhalb der USA-Administration einen Freudentaumel ausgelöst, der nun im Herzen von Syrien, in Palmyra, mit den ersten drei Militärangehörigen der USA bezahlt worden ist.

Foto Dover Air Force Base in Delaware on December 17, 2025

USA -Präesident Donald Trump, Kriegsminister Pete Hegseth und der Chef des Generalstabs der Air Force, General Dan Caine am 17. Dezember auf der Dover Air Force Base in Delaware, um die Särge mit den sterblichen Überresten von zwei Angehörigen der Iowa National Guard und eines Übersetzers in Empfang zu nehmen, die in Syrien bei einem Anschlag getötet worden waren (Photo by ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP)


Info: https://www.zlv.lu/db/1/1405491574549/0


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.12.2025

Meloni prophezeit: "Dieses Jahr war schon hart – das nächste wird noch viel schlimmer"

rtnewsde.site, 24 Dez. 2025 11:46 Uhr

Am Dienstag, dem 23. Dezember, hat die italienische Regierungschefin Georgia Meloni in einer Sitzung in Rom ihre Mitarbeiter ermutigt, sich über die Weihnachtsfeiertage gut auszuruhen, und ließ mit leicht ironischem Unterton verlauten, dass "das vergehende Jahr für uns alle hart war", aber man "keine Sorge" haben müsse, da "das nächste noch viel schlimmer wird".


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Video https://rumble.com/v73evlw-meloni-prophezeit-dieses-jahr-war-schon-hart-das-nchste-wird-noch-viel-schl.html  Dauer 0:37 Min.


Mehr zum Thema – Merz und von der Leyen fahren gleich zwei Niederlagen ein


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Video https://rumble.com/v734zvu-melonis-nacken-drfte-schmerzen-treffen-mit-mosambiks-gigantischem-prsidente.html Dauer 1:12 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/kurzclips/video/265658-meloni-prophezeit-jahr-war-schon/


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24.12.2025

Ukrainer halten Selenskyj für korrupt – Brüssel zahlt trtzdem

lostineu.eu, vom 23. Dezember 2025

Nach einer neuen Umfrage glauben 59 Prozent der Ukrainer, daß Präsident Selenskyj persönlich für die Korruption in seinem Umfeld verantwortlich ist.

Dies berichtet der frühere ukrainische Journalist und Kriegsveteran V. Kovalenko in seinem Substack-Blog. Konkret geht es um Selenskyjs langjährigen Geschäftsfreund T. Mindich, der in den Skandal um den ukrainischen Atomkonzern EnegroAtom verwickelt ist. Wegen der Korruptionsaffäre würden Selenskyj auch nur noch 20 Prozent wiederwählen, wie der Kyiv Independent berichtet. – Doch die EU tut so, als sei nichts geschehen – und zahlt neue Milliardenhilfe an die Ukraine aus. Diesmal sind es 2,3 Mrd. Euro, wie die EU-Kommission stolz verkündet.Von der sog. Konditionalität – also der Bindung der Finanzhilfen an den Kampf gegen Korruption – ist nichts zu sehen…

Siehe auch Korruption in der Ukraine: “EU wußte von den Problemen”. Mehr News aus der Ukraine hier

13 Comments

  1. Arthur Dent
    24. Dezember 2025 @ 17:04

    Deutschland als mittlerweile größter Geldgeber zahlt und zahlt und zahlt, Geschäfte mit der Ukraine machen andere.

Antworten

  • ebo
    24. Dezember 2025 @ 17:11

    Merz hofft sicher, daß von den 90 Mrd. für Waffen ein größerer Teil zurück nach Deutschland fließt – zu Rheinmetall & Co.

    Antworten

  • Niko
    24. Dezember 2025 @ 11:41

    Würde bei uns und in der EU noch Wert auf Recht und Gesetz gelegt, müsste eigentlich gegen einige Akteure, Handlanger und Hehler ermittelt werden.

    Ich bedanke mich herzlich bei dem Macher des Forums für seine sicher enorme Arbeit und wünsche ihm und den Lesern ein gutes neues Jahr.

    Antworten

  • european
    24. Dezember 2025 @ 09:31

    Man wusste es vor dem Krieg, bzw man haette es wissen koennen, denn 2021 wurden die Pandora-Papers veroeffentlicht, die sich auch intensiv mit dem Selenskyj-Geflecht auseinandergesetzt haben

    https://www.occrp.org/en/project/the-pandora-papers/pandora-papers-reveal-offshore-holdings-of-ukrainian-president-and-his-inner-circle

    „Now, leaked documents prove that Zelensky and his inner circle have had their own network of offshore companies. Two belonging to the president’s partners were used to buy expensive property in London.“

    und weiter heisst es

    „The documents show that Zelensky and his partners in a television production company, Kvartal 95, set up a network of offshore firms dating back to at least 2012, the year the company began making regular content for TV stations owned by Ihor Kolomoisky, an oligarch dogged by allegations of multi-billion-dollar fraud. The offshores were also used by Zelensky associates to purchase and own three prime properties in the center of London.“

    Niemand kann sagen, dass man nichts gewusst hat. Schlimm jedoch ist, dass Kommentatoren von den Mainstream-Medien diffamiert, gecancelt und Kommentare geloescht wurden, die darauf hingewiesen haben, u.a. auch von Telepolis, die sich doch immer fuer die Guten gehalten haben.

    Antworten

  • hutaekjango
    24. Dezember 2025 @ 08:56

    Wie mögen sich wohl der Soldat an der Front und der Friesenheim Bürger vorkommen in diesem “ Schmierentheater, das in. seit 2014 andauert?!

    Antworten

  • Stef
    24. Dezember 2025 @ 08:03

    Brüssel zahlt nicht „trotzdem“, sondern vielmehr deswegen. Das private Abgreifen von staatlichen Mitteln ist Motiv und Strickmuster unserer Krisenpolitik, siehe Finanzmarktkrise, Corona und jetzt Zeitenwende.

    Antworten

    • european
      24. Dezember 2025 @ 09:37

      Das glaube ich auch. Niemand verfolgt die Gelder am anderen Ende dieses Tores zur vierten Dimension. D.h. wir bekommen auch nicht mit, ob und wieviel an Provisionen fuer die „Geldgeber“ dabei herausspringt. Die Gier ist zu gross und Gelegenheit macht Diebe.

      Sobald das Geld aufhoert zu fliesen, bricht das EUropaeische Kartenhaus in sich zusammen. Millionen sind gestorben, Milliarden wurden versenkt, die Demokratie auf den Altaeren der Macht geopfert, die EU fuer eigene Zwecke missbraucht, Privatpersonen sanktioniert und damit fuer vogelfrei erklaert uvm.

      Antworten

    • ebo
      24. Dezember 2025 @ 10:09

      Das “trotzdem” bezieht sich auf die sog. Konditionalität. Nach den EU-Regeln soll das Geld nur unter bestimmten Bedingungen ausgezahlt werden, wozu gute Regierungsführung, Kampf gegen Korruption etc. gehören. Außerdem will die EU ja angeblich dem ukrainischen Volk helfen, und nicht Selenskyj. In Wahrheit geht es vor allem darum, Selenskyj mit allen Mittel zu stützen – trotz der Korruption.

      Antworten

  • KK
    23. Dezember 2025 @ 13:45

    Vom “Diener des Volkes” zum “Dieb am Volk” ist es in der Ukraine nur ein kurzer Weg – vom TV-Serien-Set in den Präsidentenpalast… die EU pflastert diesen Weg allerdings meterhoch mit Gold!

    Antworten

  • Michael
    23. Dezember 2025 @ 12:45

    Die EU zahlt trotzdem? Heißt dass in Brüssel kassiert jemand Kommissionen pro Überweisung?

    Antworten

    • KK
      23. Dezember 2025 @ 13:49

      Bei Überweisungen heisst das Gebühr – Kommission ist die, die überweist ????

      Antworten

      • Georg
        23. Dezember 2025 @ 16:44

        …Michael mein wohl „Provision“, wenn jemand etwas in Kommission verkauft, dann erhält er dafür eine Provion. Wer bei dem „Verkauf“ unserer Steuergelder an die Ukraine und all den sehr vielen Waffenlieferungen alles Provision erhält, will ich lieber nicht wissen, die Liste ist sicher sehr lang, trotzdem frohes Fest.

      • Michael
        23. Dezember 2025 @ 20:53

        Ganz diplomatisch meine ich:”kickbacks” … !?


  • Info: https://lostineu.eu/ukrainer-halten-selenskyj-fuer-korrupt-bruessel-zahlt-trotzdem/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    USA greifen nach Grönland – EU greift zu leeren Floskeln


    lostineu.eu, vom 22. Dezember 2025

    Erst Venezuela, nun Grönland: Immer wenn es um die US-Außenpolitik geht, schweigt die EU. Dabei ist der jüngste Fall besonders empörend: US-Präsident Trump hat einen neuen Sondergesandten für Grönland ernannt.

    Seine Wahl fiel auf den Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry. Der neue Gesandte bezeichnete es als eine Ehre, dazu beitragen zu dürfen, aus „Grönland einen Teil der USA zu machen“.

    Das ist eine Provokation, denn Grönland lehnt eine Annexion ab, und offiziell gehört es weiter zu Dänemark – das auch prompt protestierte. Landrys Äußerung sei „vollkommen inakzeptabel“, hieß es in Kopenhagen.

    Und was sagt die EU-Kommission in Brüssel? “No comment”! – Offenbar will es Kommissionschefin von der Leyen vermeiden, Trump zu ärgern…

    Siehe auch “Trumps Kriegspläne in Venezuela: Kein Pieps aus Brüssel”

    P. S. Nun hat die EU doch noch reagiert – allerdings ohne die USA zu erwähnen. Zitat des Ratspräsidenten Costa auf X:

    Arctic security remains a key priority for the European Union, and one in which we seek to work with allies and partners. Territorial integrity and sovereignty are fundamental principles of international law.These principles are essential not only for the European Union, but for nations around the world.We stand in full solidarity with Denmark and the people of Greenland.


    Die Sicherheit in der Arktis bleibt eine wichtige Priorität für die Europäische Union, bei der wir die Zusammenarbeit mit Verbündeten und Partnern anstreben. Territoriale Integrität und Souveränität sind grundlegende Prinzipien des Völkerrechts. Diese Prinzipien sind nicht nur für die Europäische Union, sondern für alle Nationen weltweit von wesentlicher Bedeutung. Wir stehen in voller Solidarität mit Dänemark und der Bevölkerung Grönlands.                            Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    15 Comments

    1. Helmut Hoeft
      24. Dezember 2025 @ 10:20

      @Monika, @Thomas
      FACK! (c.c.: Der Böse muss ignoriert werden – schickt die Bösen nach Hause, sofort! Diese €U ist aufzulösen und durch eine republikanische EU zu ersetzen! Die Folgen sind vom Bürger zu tragen, so oder so!)

      “Ein bisschen schwanger geht nicht” So? Weiß das auch Röschen? Eigentlich sollte sie das wissen und ihre Parteifreunden Merz und Weber darüber in Kenntnis setzen.

      Die Ansage an Donald John muss lauten: Finger weg von Grönland und der Ukraine! Finger weg von Venezuela! Wir mögen Maduro ebenfalls nicht, werden aber trotzdem heute noch Truppenkontingente nach Venezuela entsenden um den Reichtum des Landes für das venezolanische Volk zu erhalten! Aufhören mit den Drohnenmorden an angeblichen Rauschgifttransporteuren im Hinterhof der USA. Löst euer Drogenproblem zu Hause!

      Man sieht auch wie verlogen der Friedensnobelpreis ist, Alfred Nobel rotiert im Grab: Obama, €uropa … echte Friedensfürsten. ???? Und jetzt María Corina Machado die gerne die Amis zum plündern in ihr Land holen möchte und ihren …preis Donald John gewidmet hat (mehr oder weniger). https://jacobin.de/artikel/friedensnobelpreis-maria-machado-donald-trump-venezuela
      Zitat: “Machado ist Sprössling einer wohlhabenden Industriellenfamilie. Ihr Vater Henrique Machado Zuloaga war Vorsitzender des Stahlunternehmens Siderúrgica Venezolana Sivensa, dem zweitgrößten Stahlproduzenten Venezuelas in Caracas. Sie war somit seit Beginn der Regierung Chávez Teil der natürlichen Opposition und Befürworterin des gescheiterten Putsches gegen Chávez 2002. …
      Bevor Machado der diesjährige Friedensnobelpreis zuerkannt wurde, kannten wohl nur wenige Politiker und Kommentatoren ihren Namen. Trotzdem ist es schwer zu glauben, wie ahnungslos und dilettantisch die Entscheidung des Nobelkomitees von allen Seiten bewertet wird. Ganz zu schweigen davon, dass kaum jemand die Gefahr zu sehen scheint, die mit der Verleihung einhergeht. “

    Antworten

  • Monika
    23. Dezember 2025 @ 12:16

    Was den “Gottgleich” sich Wähnenden erlaubt ist, ist den restlichen Nasen dieses Planeten natürlich NICHT GESTATTET !
    Deshalb:
    1. Deutschland raus aus der NATO
    2. Amerikaner raus aus Deutschland
    3. Deutschland wird ein neutraler Staat und steht künftig für “kriegerische Lösungen” jeglicher Art nicht mehr zur Verfügung.
    Die EU kann das entweder akzeptieren, oder Deutschland -als größter Nettozahler- zieht sich auch dort zurück.
    Irgendjemand muss ja mit der Suttnerschen Losung “Die Waffen nieder” ernst machen. Klar, es ist paradox, das scheinbar Unerreichbare zu fordern. BvSuttner: “Es ist die Tragik des Pazifismus, dass er nie zeitgemäß erscheint. Im Frieden überflüssig, im Krieg wahnwitzig im Frieden kraftlos, und in der Kriegszeit hilflos.” In ihrer Biographie über die Friedens-Bertha schreibt Brigitte Hamann: “Dennoch hat sie es auf sich genommen, zeitlebens für die Welt ein Don Quichotte, der gegen Windmühlen ficht. Aber heute wissen wir es schaudernd, was sie immer wußte, daß diese Windmühlen nicht Wind, sondern die Knochen der europäischen Jugend zerreibt.”
    Merke: Jedwedes politische System ist stets fluide und ändert sich somit ständig. Krieg ist nur der Versuch der gerade profitierenden Eliten, ihr Wunschdenken eines “Status quo” gewaltsam dem Fluss der Geschichte entgegen zu setzen. Die eigentlichen Don Quichottes, mit negativen Kennzeichen, sind die Kriegstreiber. Weil sie für eine kurze Zeitverlängerung ihres Profits lieber Millionen von Menschen töten, als nur das Geringste an ihrem Denken dass ihnen gepachtetes Dauerglück zusteht, zu ändern. Keine Einsicht, keine Nachsicht ….

    Antworten

    • Ric
      23. Dezember 2025 @ 13:15

      @Monika: dein Beitrag, wie so oft, ein Genuss zu lesen!! Und leider auch nach meiner Einschätzung zu dicht an der Wahrheit.

      Antworten

    • KK
      23. Dezember 2025 @ 13:51

      ” 2. Amerikaner raus aus Deutschland”

      MAGA! – Make America Go Away! ????

      Antworten

  • Thomas Damrau
    23. Dezember 2025 @ 08:55

    “Ein bisschen schwanger geht nicht” – diese Erkenntnis trifft auch auf das Verhältnis zwischen den USA und der EU zu: Entweder die EU ist Vasall der USA und selbstständiger geopolitischer Akteur. Die EU befindet sich immer noch im Vasallenstatus – blöderweise inzwischen mit einem unberechenbaren Lehnsherrn.

    Seit 1990 hat die EU die Gelegenheit gehabt, sich zu emanzipieren. Genutzt wurden diese 35 Jahre nicht. Stattdessen
    — hat die EU mitgemacht, als Clinton begann, nach dem “Sieg über Russland” die Beute in die US-Scheuern einzufahren: Ausplünderung Russlands, Zerschlagung Jugoslawiens, Beginn der NATO-Osterweiterung. …
    — hat die EU bei dem nicht durchdachten Rachefeldzug von Bush jr. in Afghanistan mitgemacht – und ist am Ende vom Lehnsherrn allein im Feindesland zurückgelassen worden.
    — haben viele EU-Staaten beim Irakkrieg mitgemacht, fuck das Völkerrecht.
    — hat sich die EU 2014 von Frau Nuland “penetrieren” lassen, als diese klargemacht hat, dass sie die Ukraine als Teil der US-Einflusssphäre sieht.
    — hat die EU 2021 Präsident Biden nicht ins Gebet genommen, als dieser auf Konfrontationskurs gegen Russland und China ging.

    Und jetzt haben wir also Donald, den Ersten, der die Grenzen in seinem Sinne neu ziehen möchte. Was tun? “Ach nee, wir dürfen den Alten nicht verärgern. Sonst liefert er uns dem Iwan aus.”

    Antworten

  • Helmut Höft
    23. Dezember 2025 @ 08:39

    “USA greifen nach Grönland [oder sonstwas] – die EU schweigt” Was soll sie denn auch machen, wenn “der beste Freund” … und zukünftig auch noch mit der “Goldenen Flotte” m(
    https://www.n-tv.de/politik/Trump-Class-Trump-will-neue-Kriegsschiffe-bauen-lassen-id30173412.html

    Wer es nicht schon längst wusste, weiß es jetzt: Die EU muss sich nach zwei Seiten verteidigen! https://www.n-tv.de/img/30164147/1766157782/o/1200/1200/03%209783911870016%20GesamtPDF-033.webp

    Ich lasse mich nicht von dem Gedanken abbringen: EUropa kann und muss sich binnen 12 Monaten restlos von der >USA abnabeln. Der Schaden kann gar nicht so groß sein, als wenn nicht!!elf!!

    @ebo, @all
    Trotz allem da draußen: Schöne Feiertage – guten Rutsch – Gesundheit (usw., usf. ???? )

    Antworten

  • jjkoeln
    22. Dezember 2025 @ 18:54

    Aber die Automobilindistrie …

    Die feige Bücklingspolitik der deutschen Transatlantiker ist einfach nur noch zum Fremdschämen.
    Vasallentzm vom Feinsten.

    Antworten

  • european
    22. Dezember 2025 @ 15:42

    Ich bin auf die Empoerung wegen Grenzverschiebung gespannt und natuerlich werden wir jetzt die USA sanktionieren und NIE wieder Gas bei ihnen kaufen. Ausserdem werden sie fuer IMMER unser Feind bleiben. ????

    Antworten

    • KK
      22. Dezember 2025 @ 19:39

      Wer solche Feinde hat, braucht keine Freunde mehr ????

      Antworten

    • Norge
      23. Dezember 2025 @ 09:30

      Die üblichen Verdächtigen in Europa hoffen halt immer noch, dass die USA letztlich doch das Feuer weiter am Leben halten, auf dem sie ihre Ambitionen gegen Russland köcheln können. Aber es sieht zunehmend so aus, als würden sie selbst schön langsam und genüßlich beidseitig cross geröstet, um dann mundgerecht zerlegt zu werden.

      Antworten

  • Arthur Dent
    22. Dezember 2025 @ 15:38

    Schweigen ist Gold, so sagt der Volksmund und gehört nicht sowieso den USA die ganze Welt, die sie in Dienstleistungszonen aufgeteilt haben? Ich glaube, ich hab das so ähnlich bei Chomsky gelesen.
    ????

    Antworten

    • Elisabeth Krause
      22. Dezember 2025 @ 18:56

      Glasklare Schlussfolgerung! Danke!

      Antworten

    • hutaekjango
      23. Dezember 2025 @ 08:35

      Die “Monroe-Doktrin” lebt fort!

      Antworten

  • Guido B.
    22. Dezember 2025 @ 13:41

    Grönland, Israel, Iran, Venezuela: Wo immer die USA das Völkerrecht mit Füssen treten, schweigt die EU. Erlauben sich Russland und China dieselbe interessengeleitete Machtpolitik, pocht die EU auf die Stärke des Rechts. Nur die USA und die EU dürfen das Recht des Stärkeren ausüben – mit Sanktionen, Blockaden, Regime-Change-Operationen und militärischen Interventionen. Der Westen agiert immer noch als kolonialistisches Imperium, das dem Rest der Welt seinen Willen aufzwingt.

    Antworten

  • KK
    22. Dezember 2025 @ 13:24

    Es gilt die “territoriale Integrität” natürlich nur,. wenn sie nicht von den USA oder der NAhTOd in Frage gestellt wird – dann ist alles möglich, vom Landraub über Piraterie bis zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

    Apropos NAhTOd: die sagt – in Gestalt von Generalsekret und Oberschleimer Teflon-Mark Rutte – auch nichts dazu, dass ein Mitglied ein anderes offen bedroht?


  • Info: https://lostineu.eu/usa-greifen-nach-groenland-die-eu-schweigt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    24.12.2025

    Nachrichten von Pressenza: Das Wettern der Woche: Wirklich westliche Werte

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 24. Dezember 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 24.12.2025


    Das Wettern der Woche: Wirklich westliche Werte


    Was lernen die Kinder in Gaza in diesen besinnlichen Tagen und Wochen von Israel? Was lernen sie über weh weh weh, wichtige westliche Werte, die wir gemeinsam verteidigen? Was wissen sie schon von Jesus Christus und seinen Botschaften, von der&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/das-wettern-der-woche-wirklich-westliche-werte/


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    Brüssel: Im finstersten Mittelalter


    Die „Phantomverordnung”: Mit einer technischen Vorschrift aus Brüssel, die den Rang eines obersten Gesetzes hat, kann die Europäische Kommission das Leben eines europäischen Bürgers oder eines legalen, bereits niedergelassenen Flüchtlings ruinieren – ohne öffentliche Debatte oder Gerichtsverfahren, nur weil er&hellip;

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    Brüssel: Im finstersten Mittelalter


    23.12.25 - Spanien - Ángel Sanz MontesDieser Artikel ist auch auf Spanisch verfügbar


    Screenshot_2025_12_24_at_22_11_24_Br_ssel_Im_finstersten_Mittelalter

    (Bild von European People's Party via Wikimedia Commons | CC BY 2.0)


    Die „Phantomverordnung”: Mit einer technischen Vorschrift aus Brüssel, die den Rang eines obersten Gesetzes hat, kann die Europäische Kommission das Leben eines europäischen Bürgers oder eines legalen, bereits niedergelassenen Flüchtlings ruinieren – ohne öffentliche Debatte oder Gerichtsverfahren, nur weil er eine unbequeme politische Meinung geäußert oder an einer als „unzulässig” eingestuften Demonstration teilgenommen hat. Sein Name erscheint in einem Anhang. Am nächsten Tag ist sein Geld verschwunden, seine Aufenthaltsgenehmigung wird annulliert und sein ganzes normales Leben bricht wie ein Kartenhaus zusammen. Das ist keine Theorie mehr, sondern die neue, stille Abschreckungswaffe der EU. Es ist der Anfang vom Ende der Meinungsfreiheit.

    Stellen Sie sich vor, Sie sind ein europäischer Bürger oder ein Flüchtling mit Aufenthaltsgenehmigung und Vollzeitbeschäftigung in Berlin. Sie haben ein geregeltes Leben, einen Arbeitsvertrag, eine Wohnung und Freunde. Sie schreiben einen Blog, nehmen an friedlichen Demonstrationen teil oder äußern in den sozialen Netzwerken, im Radio und im Fernsehen Ihre Meinung und Ihre Ablehnung der Militarisierung der Europäischen Union.

    Kurz gesagt: Sie bekunden und veröffentlichen Ihre Kritik an der direkten Beteiligung an einem Konflikt wie dem in der Ukraine oder Ihren allgemeinen antimilitaristischen Aktivismus.

    Eines Tages wird ohne Vorwarnung Ihr Bankkonto gesperrt. Ihre Aufenthaltsgenehmigung wird widerrufen oder für ungültig erklärt (sofern Sie Flüchtling sind). Sie werden zu einer unerwünschten Person erklärt: Sie dürfen nicht arbeiten, keine Wohnung mieten, keine Sozialleistungen beziehen und sich in vielen Fällen nicht einmal mehr im EU-Gebiet aufhalten. Sie sind aus dem System gelöscht worden. Ein regelrechter „ziviler Tod”.

    Das ist keine dystopische Fantasie. Es ist eine reale Möglichkeit, die durch ein Rechtsinstrument der EU ermöglicht wird. Dieses funktioniert wie eine stille Guillotine und entzieht sich der üblichen demokratischen Kontrolle.

    Architekt dieses Instruments ist die Europäische Kommission mit ihrer Befugnis zur delegierten Ausführung

    Die Instanz, die diese Art von Zwangsmaßnahmen festlegt, ist nicht das Europäische Parlament, dieses Forum der Debatte und der Bürgervertretung. Es ist die Europäische Kommission, der ausführende und technische Arm der EU. Sie handelt durch sogenannte „delegierte Rechtsakte” oder „Durchführungsrechtsakte”, insbesondere im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP). Der Prozess läuft wie folgt ab: Der Rat der EU (die nationalen Regierungen) legt einen umfassenden Sanktionsrahmen gegen ein Land fest (zum Beispiel gegen Russland wegen des Krieges in der Ukraine). Anschließend ermächtigt er die Kommission, die Listen der sanktionierten Personen und Organisationen durch Verordnungen zu „vervollständigen” und zu aktualisieren.

    Hier liegt der entscheidende Punkt: Diese Verordnungen der Kommission haben unmittelbare Wirkung. Es handelt sich nicht um Empfehlungen. Sie sind in allen Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbares Recht und haben Vorrang vor den nationalen Gesetzen in ihrem Anwendungsbereich. Sie werden im Amtsblatt der EU veröffentlicht und sind am darauffolgenden Tag für alle Behörden (Banken, Polizei, Einwanderungsbehörden) verbindlich. Statutarisch gesehen sind sie die höchste Rechtsnorm der EU, denn sie sind Gesetz an sich (siehe Abschnitt „Quellen” am Ende des Artikels).

    Die Lähmung der Demokratie: Warum das Europäische Parlament einem riesigen Gefängniswärter mit tönernen Füßen gleicht

    Und nun der „erschreckende” Teil: Die demokratische Kontrolle über diesen Prozess ist fast illusorisch. Das Europäische Parlament, das aus direkt von den Europäer:innen gewählten Mitgliedern besteht, hat kein echtes Vetorecht gegen diese individuellen Sanktionsverordnungen. Seine Rolle besteht bestenfalls in einer nachträglichen Überwachung. Es kann politischen Druck ausüben, Resolutionen verabschieden, in denen es Erklärungen verlangt und Kommissare zur Aussage auffordern. Aber es kann keine Verordnung aufheben, die bereits Vermögenswerte eingefroren und eine Person ausgewiesen hat.

    Der Mechanismus ist bewusst flexibel und undurchsichtig gestaltet, um schnell auf internationale Krisen reagieren zu können. Die Listen werden von der Kommission und dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) auf der Grundlage von Berichten der Geheimdienste der Mitgliedstaaten erstellt, wobei die Beweise oft völlig undurchsichtig sind. Der Beweisstandard entspricht nicht dem eines Strafgerichts („über jeden vernünftigen Zweifel hinaus”), sondern einem administrativen und politischen Kriterium. Es reicht aus, wenn jemand beschuldigt wird, das sanktionierte Regime zu „unterstützen”, „davon zu profitieren” oder die „territoriale Integrität der Ukraine zu untergraben”. Und hier wird die vage Formulierung zu einer tödlichen Waffe.

    Von der Theorie zum Albtraum: Aktivist:innen, Journalist:innen, Bürger:innen und Geflüchtete im Visier

    Lassen Sie uns dies auf einen konkreten Fall übertragen. Sie sind ein ukrainischer Flüchtling, der vor dem Krieg geflohen ist. Sie genießen vorübergehenden Schutz in der EU. Sie sind jedoch ein pazifistischer Aktivist, der von seinem neuen Zuhause aus Artikel schreibt, in denen er nicht nur Russland, sondern auch die Lieferung westlicher Waffen kritisiert, da diese das Leiden seiner Meinung nach verlängern. Oder Sie sind ein europäischer Bürger und langjähriger Antimilitarist, der Proteste vor Rüstungsfabriken organisiert. Nach der weitreichenden Logik dieser Verordnungen könnte ein Mitgliedstaat oder eine Behörde argumentieren, dass Ihre Äußerungen, die die „Einheit der EU“ in ihrer Unterstützung für die Ukraine „untergraben“, eine „indirekte Unterstützung“ der russischen Ziele oder eine „Destabilisierung“ darstellen.

    Plötzlich taucht Ihr Name in einem Anhang einer Durchführungsverordnung der Kommission (EU) 20XX/XXX auf. Es gibt kein Gerichtsverfahren. Es ist kein Anwalt anwesend. Sie haben kein Recht auf Einsicht in die Beweise, die aus Gründen der „nationalen Sicherheit” meist geheim sind. Die Folgen sind sofort und endgültig und können wie folgt aussehen:

    • Einfrieren/Beschlagnahme von Vermögenswerten: Alle Ihre Bankkonten, Investitionen und Immobilien in der EU werden gesperrt. Sie sind finanziell illegal. Es handelt sich nicht um ein vorübergehendes „Einfrieren”. Es bedeutet die absolute Lähmung Ihres wirtschaftlichen Lebens. Sie können kein Gehalt beziehen, keine Erbschaft antreten, keine Rente beziehen, keine Immobilie verkaufen, keine Hypothek bezahlen und nicht einmal Geld von einem Familienmitglied für Lebensmittel erhalten. Sie sind in Ihrem eigenen Land finanziell staatenlos. Aus Angst vor millionenschweren Strafen werden die Banken alle Ihre Konten sperren und alle Beziehungen zu Ihnen abbrechen.
    • Transaktionsverbot, was bedeutet, dass Sie keine Gehälter beziehen, keine Miete bezahlen oder Lebensmittel mit Ihrer Bankkarte kaufen können.
    • Einreise- und Transitverbot: Wenn Sie Staatsbürger sind, dürfen Sie nicht außerhalb der EU reisen und unterliegen möglicherweise internen Beschränkungen. Wenn Sie Flüchtling oder Einwohner sind, wird Ihre Aufenthaltsgenehmigung wertlos. Sie sind de facto staatenlos in einem Gebiet, in dem Sie gestern noch Rechte hatten. Es ist eine moderne Verbannung.

    Ihr europäischer Pass (unabhängig davon, ob Sie als Flüchtling anerkannt sind oder als EU-Bürger in einem EU-Staat geboren wurden und alle Rechte genießen) wird zu einem verdächtigen Dokument. Auch wenn es kein formelles Reiseverbot innerhalb des Schengen-Raums gibt, löst der Versuch, eine Grenze zu überqueren, Alarm aus. Um die EU zu verlassen, ist das Szenario dantesk: Wie der Leser richtig bemerkt, weigern sich afrikanische, asiatische und sogar einige europäische Billigfluggesellschaften bereits, Personen von diesen Listen zu befördern, da die Sanktionsrisiken und die logistische Komplexität zu groß sind. Sie werden de facto zu Gefangenen auf Ihrem eigenen Kontinent, ohne das Recht, dort zu arbeiten.

    All dies zusammen führt zu einem Dominoeffekt: Steht Ihr Name auf der EU-Liste, werden Sie automatisch auf globale Überwachungslisten (OFAC usw.) gesetzt, was Ihren internationalen Ruf ruiniert.

    Nicht zu vergessen ist der Aspekt der Zerrüttung der Familie. Denn wenn Ihr Ehepartner oder Ihre Kinder finanziell von Ihnen abhängig sind, kommt ihr Leben zum Stillstand – selbst wenn sie europäische Staatsbürger sind. Ein gemeinsames Konto wird gesperrt. Sozialleistungen können verweigert werden, da sie „mit einer sanktionierten Person in Verbindung stehen”. Der Sozialstaat spuckt Sie aus. Ihre Familie wird zur Geisel Ihres Status als Geächteter.

    Im Falle eines Flüchtlings mit Papieren, Arbeit, sozialen Rechten und bereits in der EU geborenen Kindern ist der Schlag noch schneller und brutaler:

    • Die Aufenthaltsgenehmigung wird de facto aufgehoben. Auch wenn das physische Dokument nicht zerrissen wird, ist es ungültig, da der Flüchtling zu einer „Bedrohung für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU” wird. Die nationalen Ausländerbehörden haben den direkten Befehl, seine Ausweisung zu veranlassen – selbst wenn das Land, aus dem er geflohen ist (zum Beispiel die Ukraine oder Russland), ein Schlachtfeld ist. Der internationale Schutz wird durch einen parallelen Mechanismus aufgehoben.
    • Die Kinder, die europäische Staatsbürger sind, stehen vor einer mittelalterlichen Entscheidung: Bleiben sie in der EU, allein und mit einem Elternteil, der zu einem Schatten seiner selbst geworden ist, oder folgen sie dem Vater/der Mutter, der/die ins Exil und Elend verbannt wurde? Es ist eine Strafe der administrativen Familientrennung. Ihre Ausreise- oder Transitdokumente werden möglicherweise nicht anerkannt, auch nicht von ihrem Herkunftsland.

    Sie haben richtig gelesen. Das Ergebnis ist eine Art Verbannung, eine mittelalterliche Strafe oder ein Exil (Friedlosigkeit) und ein moderner ziviler Tod, der durch ein Verwaltungsverfahren ohne Gerichtsverfahren verhängt wird. Ihr Leben zerfällt aufgrund des Vergehens, anders zu denken und Dissens zu einer Politik zu äußern, die als tabu gilt: die Militarisierung im Kontext des Krieges in der Ukraine und dessen, was die EU-Kommission daraus machen will.

    Fazit: eine verheerende Macht ohne Gegengewicht unter dem Vorwand der „Krisenzeiten”

    Dieser Mechanismus offenbart einen alarmierenden Riss in der europäischen Rechtsstaatlichkeit. Im Namen der Effizienz und der geopolitischen Einheit wurde ein Verfahren geschaffen, das es der Technokratie der Kommission mit der stillschweigenden Unterstützung der Regierungen des Rates ermöglicht, Einzelpersonen ohne ausreichende gerichtliche und parlamentarische Kontrolle verheerende Sanktionen aufzuerlegen.

    Die unterschwellige Botschaft ist klar und bewusst abschreckend: Es gibt rote Linien im öffentlichen Raum, die nicht überschritten werden dürfen. Kritik an bestimmten Aspekten der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik der EU kann im Kontext eines Krieges als strafbares Verhalten umgedeutet werden. Dies betrifft den in Lissabon geborenen Bürger ebenso wie den in Warschau aufgenommenen Flüchtling. Beide sind angesichts dieser Verordnung Personen, denen ihre Rechte entzogen wurden.

    Die Geschichte lehrt uns, dass Zeiten des Krieges und geopolitischer Spannungen oft der perfekte Vorwand sind, um Grundfreiheiten zu beschneiden. Auch für Willkür und eklatante Ausnahmen, wenn es den Eliten gelegen kommt. Dies offenbart den zutiefst politischen und nicht rechtlichen Charakter des gesamten in diesem Artikel beschriebenen Mechanismus.

    All dies gilt mit chirurgischer Präzision für den normalen europäischen Bürger oder den Flüchtling – auch wenn er seine Papiere in Ordnung hat –, aber es gibt eine besondere Ausnahme: Es gilt nicht in gleicher Weise für bestimmte privilegierte Profile. Wir beziehen uns auf gestürzte Diktatoren, Verantwortliche für Massenverbrechen, die einst nützlich waren, recycelte Oligarchen, Chefs repressiver Apparate, strategische Persönlichkeiten verbündeter Eliten, Ölscheichs usw.

    Für sie gibt es eine unausgesprochene, nie anerkannte, aber existierende und funktionierende Kategorie von „VIP-Flüchtlingen” der EU. Personen, gegenüber denen die Mitgliedstaaten, ihre Geheimdienste und ihre Verwaltungsmechanismen selektive Nachsicht walten lassen, wegschauen oder stillschweigend über ihre Aufnahme, ihren Aufenthalt oder ihre Durchreise verhandeln, wenn dies den geopolitischen, wirtschaftlichen oder sicherheitspolitischen Interessen dient. Die Schlussfolgerung ist beunruhigend: Die europäische Rechtsstaatlichkeit versagt nicht aufgrund übermäßiger Härte, sondern aufgrund ihrer ungleichen Anwendung. Sie ist unerbittlich gegenüber den Machtlosen und überraschend flexibel gegenüber den Mächtigen. Willkür ist somit kein Versagen des Systems, sondern eines seiner strukturellen Merkmale.

    Die EU, die auf den Trümmern des Krieges und dem Bekenntnis zu den Menschenrechten aufgebaut wurde, hat – vielleicht ohne sich der möglichen Boomerang-Wirkung voll bewusst zu sein – eine Maschinerie in Gang gesetzt, die sich gegen ihre eigenen Prinzipien wenden kann. Erschreckend ist nicht nur das Schicksal, das Aktivisten heute widerfahren kann, sondern auch der Präzedenzfall, der geschaffen wird, um jede unbequeme Dissidenz in Zukunft zum Schweigen zu bringen. Die administrative Verbannung ist zurückgekehrt – gekleidet in den makellosen Anzug einer im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten Verordnung.

    So verbannen die USA durch eine Durchführungsverordnung von Trump die hochrangige UN-Beamtin Francesca Albanese.

    Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde die italienische Juristin Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die palästinensischen Gebiete, von der US-Exekutive zur persona non grata erklärt. Am 9. Juli 2025 wurde sie vom Außenministerium gemäß der Verfügung 14203 (REDIT) als „Specially Designated National” (SDN) eingestuft. Dabei handelt es sich um ein außergewöhnliches Verwaltungsinstrument, das von Präsident Trump unterzeichnet wurde und außerhalb des Justizsystems funktioniert (eine Art Präsidialdekret ohne vorherige Filterung) (siehe Pressenza und Human Rights Watch).

    Mit dieser Einstufung wirft man Albanese „offenkundigen Antisemitismus” sowie die Durchführung einer „politischen und wirtschaftlichen Kampagne gegen die USA und Israel” im Zusammenhang mit Sanktionen vor. Grund dafür ist ihre Kritik und Berichterstattung über Israel sowie die Anrufung des Internationalen Strafgerichtshofs. Man beschuldigt sie außerdem, Maßnahmen des IStGH gegen Beamte, Unternehmen und Führungskräfte aus den USA und Israel zu fördern. Dieser Verwaltungsakt löst eine Art modernen zivilen Tod aus. Ihr wird die Einreise in die USA verweigert, ihre Vermögenswerte im dominierenden Finanzsystem werden eingefroren und es wird jeder US-Person bzw. jedem US-Unternehmen verboten, Geschäfte mit ihr zu tätigen. Die Wirkung ist erdrückend: Sie ist finanziell gelähmt und beruflich isoliert, da globale Unternehmen aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen dieser einseitigen Sanktion nachgeben.

    Die von der UNO als „gefährlicher Präzedenzfall” verurteilte Maßnahme zeigt, wie ein rein administrativer Akt der Exekutive die funktionalen Immunitäten eines internationalen Mandats aufheben und eine Person ohne formelle Anklage oder Recht auf Verteidigung ausgrenzen kann. So leidet Albanese unter den Entscheidungen der zäsaristischen und oligarchischen Republik, zu der sich die USA entwickelt haben.

    Zurück zu unserem Kontinent: Europa besteht nicht aus Verordnungen, Richtlinien, der Kommission oder einer Liste von Sanktionen, die im Amtsblatt veröffentlicht werden. Europa, das sind die Menschen, die hier leben: diejenigen, die arbeiten, sich kümmern, denken, widersprechen und zusammenleben. Diejenigen, die hier geboren sind, und diejenigen, die eingebürgert wurden und täglich dazu beitragen. Wir sind mehr als das kafkaeske Schloss der EU-Bürokratie und beständiger als ihre Konjunkturen der Angst. Sich daran zu erinnern ist keine rhetorische Geste, sondern ein politischer Akt an sich.

    Angesichts der Logik der Präventivstrafe, des auferlegten Schweigens und der permanenten Ausnahme gibt es nur eine gemeinsame Antwort: kritisches Bewusstsein, aktive Solidarität und gewaltfreier Widerstand. Die Meinungsfreiheit derer zu verteidigen, die anders denken, bedeutet nicht, Europa zu verraten, sondern es vor sich selbst zu retten.

    Die Zukunft gehört nicht den Apparaten und Technokraten, sondern den Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegenseitig als gleichwertig in ihrer Würde anerkennen. Diese Zukunft ist nicht vorbestimmt, sondern wird von uns allen bewusst gestaltet und gewollt – oder sie wird uns aufgezwungen.

    Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!


    Quellen:

    Kontextueller Vergleich (mittelalterliche Verbannung ⇔ moderne Verwaltungssanktionen) oder Analogie zu historischen Figuren wie der mittelalterlichen Verbannung oder Friedlosigkeit: Heute wie in der Vergangenheit können öffentliche Behörden Einzelpersonen (natürliche oder juristische Personen) in jeder Hinsicht aus der politischen und sozialen Gemeinschaft ausschließen. In der EU erfolgt der Ausschluss durch Wirtschaftssanktionen, das Einfrieren von Vermögenswerten und Mobilitätsbeschränkungen, jedoch unter einem kodifizierten und verbindlichen Rechtssystem (zum Beispiel die Sanktionslisten der GASP und ihre Umsetzung durch Rechtsakte der Kommission oder des Rates).



    Info: https://www.pressenza.com/de/2025/12/bruessel-im-finstersten-mittelalter/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.12.2025

    Über die Bedeutung der Elternbindung im Jugendalter

    seniora.org, 23. Dezember 2025, 21. Dezember 2001 - aus Zeit-Fragen-Archiv - Zeit-Fragen, Seite 24 übernommen


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    Heinrich Hoffmann: Bauernfamilie auf dem Heimweg nach der gemeinsamen Arbeit


    ks. Jugendliche in der heutigen Zeit sind nicht zu beneiden. Als Opfer der Leisure-pleasure-«Kultur», des schmutzigen Drogengeschäfts und des Konsumterrors geraten viele Jugendliche häufig in einen Gefühlszustand der Sinnleere, der Orientierungs- und Perspektivlosigkeit.

    Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Freunde, liebe Eltern und Grosseltern, mit diesem Text, der vor 24 Jahren bei Zeit-Fragen erschien, wünschen wir Ihnen allen für die Weihnachtstage und  für das Neue Jahr nur das Beste ... und friedlichere Zeiten für uns alle ... Wir wollen auch in der Zukunft gemäss unserem Seniora-Logo den Erziehungsgedanken immer wieder in Erinnerung rufen, weil hier der Schlüssel zur Lösung aller Fragen von Krieg&Frieden zu finden ist. Auch danken wir Ihnen für Ihre Treue, Ihre Anerkennung und Unterstützung. Herzlich Margot und Willy Wahl

    Viele befinden sich in einer besorgniserregenden Verfassung. Dazu kommt, dass sie durch die laufenden Reformen in den Schulen immer weniger gefordert werden und immer weniger lernen   – was die Schüler schwächt   –, während sich gleichzeitig viele Eltern und Pädagogen resigniert von den Jugendlichen zurückziehen und sie mehr und mehr sich selber überlassen.

    Viele Fachleute unterstützen leider diese Tendenz häufig noch und raten den hilflosen Eltern, ihre Kinder endlich «loszulassen». Die im pädagogischen Bereich weit verbreitete Theorie, der Jugendliche müsse sich in der Pubertät von den Eltern ablösen, wird immer noch so an vielen Fachschulen gelehrt. Dies führt in der Praxis häufig zu Missverständnissen und unglücklichen Beratungen.

    Psychologen, Sozialarbeiter oder Pädagogen unterbinden oft Versuche der Eltern, die verhindern möchten, dass der Jugendliche ihnen entgleitet. Dies in der Meinung, dem Jugendlichen sei geholfen, wenn dessen Eltern ihm seinen Freiraum gewähren und ihn seine eigenen Erfahrungen machen lassen. Denn entsprechend der zugrundeliegenden Theorie wird der Jugendliche in der Unmündigkeit gehalten, wenn sich seine Eltern in seine Belange einmischen und ihm helfen.

    Im Jugendalter müssten sich die Kinder aber aus der «Abhängigkeit» von den Eltern lösen und ihre eigenen Wege suchen, um ihre Autonomie zu erlangen. Das kann sogar so weit gehen, dass die sorgenvollen Überlegungen der Eltern vor dem Hintergrund dieses veralteten Autonomiekonzeptes problematisiert, ja sogar pathologisiert werden.


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    Psychologische Forschungen zeigen etwas anderes und rufen Eltern dazu auf, ihren jugendlichen Kindern aktive Unterstützung und emotionalen Halt zu bieten. Denn die Forschungsresultate weisen darauf hin, dass die Bindung zwischen Kind und Eltern auch im Jugendalter noch fortbesteht, auch wenn sie Veränderungen unterworfen ist: Natürlich gewinnen Freundschaften zu Gleichaltrigen, die ersten Liebesbeziehungen und auch Beziehungen zu anderen Erwachsenen zunehmend an Bedeutung.

    Das heisst aber nicht, dass die Bindung zu den Eltern deshalb an Gewicht verliert oder sich gar auflöst. Im Gegenteil: Auch im Jugendalter bleiben die Eltern eine zentrale Quelle der Sicherheit und Orientierung und bieten einen wichtigen Rückhalt für ihr Kind.

    Die entwicklungspsychologischen Untersuchungen zeigen, dass die Qualität der Elternbeziehung einen grossen Einfluss auf die Fähigkeit des Jugendlichen hat, den physischen, psychischen und sozialen Anforderungen seiner Umgebung nachzukommen. Nicht diejenigen Jugendlichen sind emotional autonom, die ihre Eltern nicht um Rat fragen und ihr Leben im Alleingang bewältigen bzw. eben nicht bewältigen, sondern die Jugendlichen, die dies gerade tun und deren Elternbeziehungen eine Vertrauensqualität aufweisen.

    Zudem besteht ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem Grad an Selbstwertgefühl und Persönlichkeitsstärke und der Tatsache, ob der Jugendliche bei seinen Eltern Rat und Hilfe sucht und bekommt. Wenn das Kind bzw. der Jugendliche die Erfahrung machen kann, bei seinen Eltern Unterstützung suchen zu können, weitet sich dieses Gefühl auch auf andere Menschen aus: Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern als sichere Basis nutzen und bei emotionaler Belastung ihre Hilfe suchen, tun später bei Freunden dasselbe   – Freundschaften werden als sichere Basis genutzt. Das heisst, dass diejenigen, die emotional verfügbare Eltern haben und in der Elternbeziehung Unterstützung finden, gegenseitig zufriedenstellende Beziehungen zu engen Freunden aufbauen können und bei diesen Unterstützung und Trost suchen bzw. dies selber den Freunden bieten.

    Aber es geht noch darüber hinaus: Jugendiche und junge Erwachsene mit sicheren Bindungen zu ihren Eltern können flexibler auf bestimmte Lebenssituationen und Anforderungen reagieren, weil ihre Persönlichkeit flexibler ausgestattet ist. Sie haben bessere Fähigkeiten im Umgang mit ihren Mitmenschen, weisen eine ausgeprägtere Identität auf und sind insgesamt weniger feindselig, ängstlich oder hilflos.

    Eltern dürfen also auf keinen Fall ihre Bedeutung in der Beziehung zu ihren jugendlichen Kindern unterschätzen und sollten sich nicht aufgrund falscher psychologischer Theorien aus der Beziehung zum Jugendlichen zurückziehen. Ihre Ratschläge und ihre Stellungnahmen zu den verschiedenen Problemstellungen aus dem Lebensumfeld ihres Kindes sind auch oder gerade im Jugendalter wichtig und werden von diesem sehr wohl gehört und aufgenommen.

    Gerade in einer Zeit, [wie heute 2025} in der eine Gesellschaft aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Interessen ihre Jugendlichen [mit Gender und Kriegstüchtigkeit statt Friedensfähigkeit] zum Teil bewusst ins Unglück laufen lässt, müssen Eltern von einem sicheren Standort aus ihren Kindern einen sinnvollen Weg in die Zukunft weisen. Es gibt genug Aufgaben, die dort auf jeden warten.

    [Hervorhebungen und Bild seniora.org]


    Quelle: Zeit-Fragen Genossenschaft - aus dem Archiv übernommen - mit freundlicher Genehmigung



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=358&userid=3998&mailid=2923


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.12.2025

    Lebenshaus-Newsletter vom 22.12.2025

    ==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================


    Liebe Freundinnen und Freunde,


    beginnen möchte ich den heutigen Newsletter mit einer Bitte um

    Unterstützung zum Jahresende. Für unser politisch unabhängiges

    Engagement sind wir auf Ihre und Eure Unterstützung und Solidarität

    angewiesen. Denn unsere Veröffentlichungen sowie unser sonstiges

    Engagement für gerechten Frieden und eine lebensfähige wie lebenswerte

    Mitwelt werden nahezu vollständig durch Spenden und Mitgliedsbeiträge

    von einzelnen Menschen. Mehr dazu unter:

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015530.html


          Spendenkonto:

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          Bank:   GLS Bank eG

          IBAN:   DE36 4306 0967 8023 3348 00

          BIC:     GENODEM1GLS


    Wie bereits angekündigt, sind wir zwischenzeitlich mit unserem Verein

    nach Plochingen am Neckar umgezogen. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird

    sich dann auch unser Vereinsname ändern, sobald dieser ins

    Vereinsregister eingetragen ist. Aus "Lebenshaus Schwäbische Alb

    Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V." wird

    dann "Frieden wagen e.V. – Arbeitsstelle für Gerechtigkeit, Frieden und

    Ökologie".

    Wen unsere Veränderungen und deren Hintergründe näher interssieren, kann

    zum Beispiel hier nachlesen: "Namensänderung ab 2026: Frieden wagen

    e.V.": https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Namensaenderung.pdf

    und in unseren Rundbriefen 124

    (https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief124.pdf), 125

    (https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief125.pdf) und

    127 (siehe unten).


    Nachfolgend ein Zitat aus einer Weihnachtspredigt, die Martin Luther

    King 1967 in der Ebenezer Baptist Church in Atlanta/USA hielt, ein

    eindrucksvolles Plädoyer für eine von Glauben und Liebe getragene Praxis

    der Gewaltfreiheit, die auch heute noch inspirieren kann im Einsatz für

    eine bessere Welt.


    Martin Luther King: Traum


    "Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages der Krieg ein Ende

    nehmen wird, dass die Männer ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu

    Sicheln machen, dass kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und nicht mehr

    kriegen lernen wird.

    Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages das Lamm und der Löwe

    sich miteinander niederlegen werden und ein jeglicher unter seinem Weinstock und

    Feigenbaum wohnen wird ohne Scheu.

    Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages alle Täler erhöht und

    alle Berge und Hügel erniedrigt werden, und was ungleich ist, eben, und was

    höckerig ist, schlicht, und dass die Herrlichkeit des Herrn offenbart werden und alles Fleisch

    miteinander es sehen wird. Ich träume noch immer davon, dass wir mit diesem Glauben

    imstande sein werden, den Rat der Hoffnungslosigkeit zu vertagen und neues Licht

    in die Dunkelkammern des Pessimismus zu bringen.

    Mit diesem Glauben wird es uns gelingen, den Tag schneller herbeizuführen,

    an dem Frieden auf Erden ist. Es wird ein ruhmvoller Tag sein, die

    Morgensterne werden miteinander, singen und alle Kinder Gottes vor Freude jauchzen."


    Martin Luther King, Weihnachtspredigt 1967. Vollständig nachzulesen ist die Predigt auf der Lebenshaus-Website unter:

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/002015.html



    Danke für Eure und Ihre Unterstützung in diesem Jahr!


    Ich wünsche Euch und Ihnen schöne und erholsame Feiertage und einen

    guten Start ins neue Jahr. Es würde mich freuen, wenn wir auch 2026

    verbunden bleiben!


    Herzliche Grüße

    Ihr / Euer

    Michael Schmid


    Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren

    Webseiten dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur

    Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen

    Einschätzungen der Autorinnen und Autoren und geben nicht unbedingt die

    Meinung der Redaktion wieder.


    Wir freuen uns, wenn unsere Newsletter an andere Menschen weitergeleitet

    werden.


    =========================

    ARTIKEL


    :: "Quo vadis, Friedensbewegung?" - Vortrag von Andreas Zumach


    Deutschland erlebt die größte und gefährlichste Aufrüstung sowie die

    stärkste innergesellschaftliche Militarisierung seit 1945. Gegen diese

    äußerst bedrohliche Entwicklung müssten Hundertausende, ja Millionen

    demonstrieren. Doch die Friedensbewegung brachte am 3. Oktober 2025 wie

    auch ein Jahr zuvor kaum 30.000 Menschen auf die Straße. Was sind die

    Ursachen für diese Mobilisierungspleiten? Wie kann es der

    Friedensbewegung gelingen, so wie in den 1980er Jahren erneut die Mitte

    der Gesellschaft zu erreichen, die Generation der seit Ende des Kalten

    Krieges Geborenen zu mobilisieren und Differenzen in der bislang noch

    völlig geschlossenen Front der Militärs und etablierten

    SicherheitspolitikerInnen herbeizuführen? Videoaufzeichnung des Vortrags

    und der Diskussion mit Andreas Zumach am 1.12.2025, FI Nottuln. >> 

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015528.html



    :: Entschieden gegen Kriegsdienstpflicht!


    Als Kriegsdienstverweigerer und Pazifist ist mein Ziel die vollständige

    Abschaffung aller Armeen, eine völlige Entmilitarisierung, die

    Verwirklichung von Gerechtig­keit und Einhaltung der Menschenrechte als

    Voraussetzung für die Beseiti­gung von Kriegsursachen. Deshalb spreche

    ich mich klar gegen die Wiedereinführung einer Kriegspflicht aus –

    unabhängig ob "mit Zwang" oder "ohne Zwang". Nein zur "Wehrerfassung"!

    Nein zur "Zwangsmusterung"! Nein zur Vergrößerung der Bundeswehr! Nein

    zu jeder Kriegsvorbereitung. Nein zu allen Arten von Zwangsdiensten!

    Begrüßen würde ich, wenn alle jungen, volljährig gewordenen Menschen

    über Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes im In- und Ausland

    informiert werden würden. Vor allem "müsste viel mehr dafür getan

    werden, dass unsere Gesellschaft gewaltfreie Konzepte zur Lösung von

    Konflikten an die Hand bekommt – und nicht darüber geredet werden, wie

    man mit Aggressivität und vielen Waffen weitere Gewaltanwendungen

    abhalten kann." (DFG-VK Baden-Württemberg). Von Michael Schmid. >> 

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015527.html



    :: Lebenshaus-Tagung "We shall overcome!" 2025


    Der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale

    Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. hatte auch in diesem Jahr zu

    seiner nun 13. Tagung "’We shall overcome!’ Gewaltfrei für die Vision

    einer Welt ohne Gewalt und Unrecht" für den 8. November 2025 eingeladen,

    dieses Mal ins Kulturzentrum franz.K nach Reutlingen. Nach der Begrüßung

    durch Michael Schmid machten Bernd Geisler und Gabriele Lang den

    musikalischen Auftakt. Den Hauptteil bildeten die Vorträge von Claudia

    Haydt und Regina Hagen. Nach der Mittagspause berichteten Katrin

    Warnatzsch und Michael Schmid, veranschaulicht durch zahlreiche Bilder,

    über die verschiedenen Arbeitsfelder von Lebenshaus Schwäbische Alb und

    ihren mittlerweile über 32-jährigen Erfahrungen mit diesem Projekt. Über

    45 Teilnehmende erlebten informative Tagungsbeiträge und beteiligten

    sich im Anschluss an die Vorträge an der lebhaften Diskussion. Die

    Tagung wurde vielfach als anregend und ermutigend wahrgenommen. >> 

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015531.html



    :: Gustav Landauer: Abschaffung des Kriegs durch Selbstbestimmung


    In seinem Aufsatz "Vom Krieg" brachte der anarchistische Schriftsteller

    Gustav Landauer (1870-1919) seine Fundamentalkritik 1913 prägnant zur

    Sprache: "Die Lungenentzündung beizubehalten, das Fieber aber

    abzuschaffen, geht nicht; die Staaten existieren zu lassen, mit dem

    Krieg aber aufzuhören, ist unmöglich." In Kooperation mit dem Lebenshaus

    Schwäbische Alb hat die "Schalom-Bibliothek" in der Reihe "Pazifisten

    und Antimilitaristinnen aus jüdischen Familien" jetzt ein Lesebuch mit

    Texten Landauers zu Kriegs- und Friedensdiskursen herausgebracht. >> 

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015529.html



    :: Rosa Luxemburg: "Nein, auf unsere Brüder schießen wir nicht!"


    Angesichts der jüngsten Eskalation des deutschen Militarismus brauchen

    wir die Erinnerung an Menschen wie Rosa Luxemburg (1871-1919). Bruno

    Kern hat soeben für die Schalom-Bibliothek einen neuen Band mit Texten

    von ihr vorgelegt. Ungekürzt dargeboten wird darin auch die bedeutende

    Antikriegsschrift "Krise der Sozialdemokratie" (1916), deren

    "Aktualität" die Lesenden heute in Erstaunen oder Erschrecken versetzen

    kann. Beim Kooperationspartner Lebenshaus Schwäbische Alb ist die

    Digitale Erstausgabe dieser Neuerscheinung kostenfrei aufrufbar. >> 

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015524.html



    :: An den Frieden glauben


    Das privilegierte deutsche Kirchentum dieser Tage tritt öffentlich vor

    allem mit staatstragenden und militärfreundlichen Voten in Erscheinung.

    Derweil vermeldet die Redaktion der Reihe "edition pace" mit

    Dankbarkeit, dass soeben die Übersetzung des niederländischen Werkes

    "Geloof in vrede" erschienen ist. Sie erschließt einen bemerkenswerten

    Beitrag zu kirchlichen Friedensdiskursen auch für die deutschsprachige

    Leserschaft. "In diesem Buch entfaltet der alt-katholische Erzbischof

    em. Joris Vercammen von Utrecht einen Ansatz, der an die Wurzel von

    Unfrieden und Gewalt geht." (Franz Segbers) Das Lebenshaus Schwäbische

    Alb ist Kooperationspartner bei dieser Veröffentlichung in der Reihe

    "edition pace". Dort ist die Digitale Ausgabe des Buches kostenfrei

    aufrufbar. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015525.html



    :: Offener Brief an Maria Corina Machado – von Nobel zu Nobel


    Adolfo Pérez Esquivel ist ein argentinischer Menschenrechtsaktivist,

    Künstler und Friedensnobelpreisträger. Er wurde 1980 für seinen

    gewaltfreien Einsatz gegen die Militärdiktatur in Argentinien und für

    die Menschenrechte in ganz Lateinamerika mit dem Friedensnobelpreis

    ausgezeichnet. Als Gründer des "Servicio Paz y Justicia" (SERPAJ)

    engagiert er sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit, Demokratie

    und Gewaltfreiheit. Wir veröffentlichen seinen offenen Brief "Von Nobel

    zu Nobel" an María Corina Machado. >> 

    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015521.html



    HINWEISE


    :: Neu erschienen: Lebenshaus-Rundbrief 127


    Im Einleitungsartikel des Rundbriefs setzt sich Michael Schmid mit dem

    neuen "Wehrdienst-Modernisierungsgesetz" auseinander, berichtet über

    persönliche Erfahrungen mit der "Wehrpflicht" und spricht sich eindeutig

    gegen die Wiedereinführung einer Kriegspflicht aus – unabhängig ob "mit

    Zwang" oder "ohne Zwang". In einer Nachricht des Rundbriefs wird darauf

    eingegangen, dass sich im kommenden Jahr der Vereinsname "Lebenshaus

    Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und

    Ökologie e.V." ändern wird in "Frieden wagen e.V." mit dem Zusatz

    "Arbeitsstelle für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie". In einem

    Interview von Axel Pfaff-Schneider mit Michael Schmid wird unter der

    Fragestellung "Welche Bedeutung hatte der Kauf eines Gebäudes für den

    Verein 'Lebenshaus Schwäbische Alb'“ insbesondere das besondere

    Finanzierungsmodell thematisiert, ohne das dieses Projekt nicht hätte

    umgesetzt werden können. Des Weiteren berichtet Axel Pfaff-Schneider

    ausführlich über den Vortrag von Claudia Haydt, den diese bei der 13.

    Tagung "We shall overcome!" hielt. Schließlich weist Peter Bürger auf

    den neuen Band der Schalom-Bibliothek "Nein, auf unsere Brüder schießen

    wir nicht!" mit Texten von Rosa Luxemburg hin. Der Rundbrief kann hier

    heruntergeladen werden >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015526.html



    :: Frieden suchen in konfliktreichen Zeiten


    Das Buch stellt dem wachsenden Vertrauen in militärische Sicherheit –

    auch innerhalb der Kirchen – eine friedensethische Perspektive entgegen

    und zeigt, dass die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht

    militärisch zu lösen sind. Es ermutigt dazu, Hoffnung, Verständigung und

    Versöhnung zum Ausgangspunkt eigenen Handelns zu machen und lädt zu

    faktenbasierten, auch kontroversen Debatten über Wege zu mehr

    Gerechtigkeit und Frieden ein.

    Zu den Autorinnen und Autoren gehören die Theologin Klara Butting, der

    frühere EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms, die Politologin und

    Mitglied im Sprecher:innenrat der Plattform ZKB Martina Fischer, der

    AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister, Simon Bödeker von Ohne Rüstung

    leben, Thorsten Gromes vom PRIF-Leibniz-Institut für Friedens- und

    Konfliktforschung, der AGDF-Vorsitzende Jochen Cornelius-Bundschuh,

    Elvin Hülser vom Antikriegshaus im Friedens- und Nagelkreuzzentrum

    Sievershausen, Charlotte Kehne von der GKKE-Fachgruppe

    „Rüstungsexporte“, Rainer Keil von der Universität Heidelberg, Michael

    Kettelhoit von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für

    Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK), die Theologin Nicole Kunkel

    von der Humboldt-Universität zu Berlin und Wolfram Stierle vom

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

    Mehr >> 

    https://www.woltersburger-muehle.de/product-page/frieden-suchen-in-konfliktreichen-zeiten



    :: Aufruf: Beiträge zu „Friedensbewegung(en) heute?“ für W&F 2/2026 gesucht


    Wissenschaft und Frieden (W&F)“ ruft zur Einreichung von Beiträgen für

    die Ausgabe 2/2026 zum Thema „Friedensbewegung(en) heute?“ auf und lädt

    Forschende aller Disziplinen sowie ausdrücklich auch Studierende und

    Praktiker:innen ein. Abstracts von maximal 8.000 Zeichen können bis zum

    15. Januar 2026 eingereicht werden, die fertigen Beiträge sollen bis zum

    15. März 2026 vorliegen; die Ausgabe wird im Mai 2026 veröffentlicht.

    Mehr >> 

    https://wissenschaft-und-frieden.de/calls/2-26-friedensbewegungen-heute/



    :: Kritische Stellungnahmen ZUR EKD-FRIEDENSDENKSCHRIFT


    Peter Bürger schreibt: "Für die Solidarische Kirche im Rheinland

    (https://solidarischekirche.de/) erstelle ich eine Dokumentation mit

    kritischen Stellungnahmen zu neuen 'EKD-Friedensdenkschrift'

    [https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/denkschrift-welt-in-unordnung-EVA-2025.pdf].

    Die Sammlung erscheint Anfang 2026 als kostenfreie Internetpublikation

    und sodann auch als non-profit-Paperback der Reihe 'edition pace'.

    Wenn Sie/Du einen Beitrag für diesen 'Reader' zur Verfügung stellen

    möchten/möchtest, bitte ich um die Einsendung in der nachfolgend

    beschriebenen Form (erleichtert ungemein die Redaktionsarbeit und macht

    viele Hin-und Her-Mails überflüssig).

    FORM DER EINSENDUNG

    a) Korrigierte Textdatei; genaue Angabe zum Ort einer

    Erstveröffentlichung (wenn schon erschienen)

    b) Dazu Einverständnis des (erneuten) 'Abdrucks', honorarfrei und gegen

    Erhalt eines DIGITALEN Belegexemplars des 'Soki-Readers'.

    c) Kurzer Passus zur Person der Autorin/des Autors (Jahrgang;

    Beruf/Tätigkeit, Engagement, ggfs. kirchliche Funktion,

    Mitgliedschaften, Publikationen)."


    Kontakt: Peter Bürger, E-Mail: peter@friedensbilder.de



    TERMINE


    Veranstaltungstermine finden sich u.a.:


    • Netzwerk Friedenskooperative >> 

    https://www.friedenskooperative.de/termine.htm


    • Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/


    • Plattform Zivile Konfliktbearbeitung  >> https://pzkb.de/termine/


    • .ausgestrahlt >> https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine/


    ----------


    Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit,

    Frieden und Ökologie e.V.

    Teckstr. 59 | D-73207 Plochingen | Tel.: 0 71 53 / 40 66 413 | E-Mail:

    info@lebenshaus-alb.de

    Internet: https://www.lebenshaus-alb.de |

    https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de


    Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit,

    Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten

    wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt

    Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit

    Bescheid vom 22.07.2021). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge

    steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des

    kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung.

    Erstspender*innen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!


    ________________


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.12.2025

    Bremer Friedensforum - Newsletter 2025-12-23

    aus e-mail von newsletter bremerfriedensforum, 23. Dezember 2025, 9:02 Uhr


    Bremer Friedens­­forum


    Bremer Friedensforum – Interessant zu wissen


    Kennst Du das Land,

    wo die Kanonen blühen?  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/23/kennst-du-das-landwo-die-kanonen-bluehen/)


    23.12.2025


    Selten gab es weniger Anlass, hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen. Die Wünsche für ein friedliches Weihnachtsfest kommen einem wie Hohn vor. Die Christenheit ist ziemlich auf den Hund gekommen.…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/23/kennst-du-das-landwo-die-kanonen-bluehen/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/23/kennst-du-das-landwo-die-kanonen-bluehen/)


    Friedenspolitik in Bremen – Hartmut Drewes:

    für eine Welt ohne Krieg und Gewalt  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/20/friedenspolitik-in-bremen-hartmut-drewes-fuer-eine-welt-ohne-krieg-und-gewalt/)


    20.12.2025


    Entlang des Lebens von Hartmut Drewes haben sich Barbara Alms und Gerhard Schäfer gemeinsam mit Anderen die Mühe gemacht,  ein Bild der Friedensbewegung in Bremen über mehrere Jahrzehnte nachzuzeichnen. Das…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/20/friedenspolitik-in-bremen-hartmut-drewes-fuer-eine-welt-ohne-krieg-und-gewalt/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/20/friedenspolitik-in-bremen-hartmut-drewes-fuer-eine-welt-ohne-krieg-und-gewalt/)


    Gerichtsurteil im Fall Bentik:

    Sozialstunden für bundeswehrkritisches Meme  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/19/gerichtsurteil-im-fall-bentik-sozialstunden-fuer-bundeswehrkritisches-meme/)


    19.12.2025


    Das Magazin perspektive-online.net berichtet: „Was als Schüler:innenprotest gegen einen Bundeswehrbesuch in Freiburg begann, endete vor Gericht: Weil er ein satirisches Meme veröffentlichte, wurde Bentik von der Internationalen Jugend nun zu…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/19/gerichtsurteil-im-fall-bentik-sozialstunden-fuer-bundeswehrkritisches-meme/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/19/gerichtsurteil-im-fall-bentik-sozialstunden-fuer-bundeswehrkritisches-meme/)


    „Haben sie denn so mächtige Feinde?“ (B.Brecht)

    Wer nicht regierungskonform ist, wird sanktioniert  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/16/haben-sie-denn-so-maechtige-feinde-b-brechtwer-nicht-regierungskonform-ist-wird-sanktioniert/)


    16.12.2025


    Die Entscheidung des EU-Rats für Auswärtige Angelegenheiten, weitere europäische Bürger, darunter den ehemaligen Schweizer Geheimdienstoffizier Jacques Baud, aufgrund angeblicher ‚Desinformationsaktivitäten‘ zu sanktionieren, ist ein schwerer Schlag gegen die Rechtsstaatlichkeit der…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/16/haben-sie-denn-so-maechtige-feinde-b-brechtwer-nicht-regierungskonform-ist-wird-sanktioniert/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/16/haben-sie-denn-so-maechtige-feinde-b-brechtwer-nicht-regierungskonform-ist-wird-sanktioniert/)


    Strategie in Zeiten der Eskalation:

    Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/16/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung/)


    16.12.2025


    Veröffentlicht zuerst in Pressenza Berlin Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufrüstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die Frage nach einer zukunftsfähigen Strategie der Friedensbewegung dringlicher denn je.…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/16/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung/)


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    23.12.2025

    „Eine Lüge und Propaganda“ – Tulsi Gabbard zerlegt Reuters’ Russland-Angstmache


    Tulsi Gabbard bei ihrer Senatsanhörung zur Bestätigung im Januar (Kevin Dietsch / Getty Images via NPR)


    uncut-news.ch, Dezember 22, 2025 Am Samstagnachmittag veröffentlichte Reuters einen anonym belegten Bericht, der die Vorstellung verbreitet, Russland sei darauf aus, die Sowjetunion wiederherzustellen. Noch bevor die metaphorische Tinte getrocknet war, reagierte die Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, und verurteilte den Bericht als „eine Lüge und Propaganda“ im Auftrag von „Kriegstreibern“, die versuchten, Präsident Trumps Bemühungen zu sabotieren, den langen und blutigen Ukraine-Krieg zu beenden.

    Vom Verkaufen des Irakkriegs bis hin zur Durchsetzung einer Nachrichten- und Social-Media-Blockade rund um Hunter Bidens Laptop hat der Tiefe Staat seit Langem große Medien wie Reuters, die New York Times und die Washington Post genutzt, um agenda-fördernde Narrative in den öffentlichen Raum Amerikas einzuspeisen. Mit seinem typischen Vorgehen schrieb Reuters in der Samstagnacht-Story vage, die angeblichen Einschätzungen der US-Geheimdienste zu Russland stammten von „sechs mit US-Geheimdiensten vertrauten Quellen“.

    Laut diesen Quellen warnen „US-Geheimdienstberichte“, dass Russland – ungeachtet Putins nach außen hin ernst gemeinter Behauptungen, den Ukraine-Krieg beenden zu wollen, die von Trump aufgegriffen wurden – nicht nur ganz Ukraine erobern wolle, sondern auch andere europäische Gebiete, die einst Teil der Sowjetunion waren. „Die Berichte zeichnen ein deutlich anderes Bild als jenes, das von … Trump und seinen Ukraine-Friedensunterhändlern gezeichnet wird“, schrieben die Reuters-Journalisten Jonathan Landay, Erin Banco und John Irish. Kurz nachdem Banco die Geschichte auf X beworben hatte, fuhr Gabbard dazwischen:

    „Nein, das ist eine Lüge und Propaganda, die Reuters willentlich im Auftrag von Kriegstreibern verbreitet, die Präsident Trumps unermüdliche Bemühungen untergraben wollen, diesen blutigen Krieg zu beenden, der auf beiden Seiten mehr als eine Million Opfer gefordert hat. Gefährlicherweise fördern Sie dieses falsche Narrativ, um Präsident Trumps Friedensbemühungen zu blockieren, und schüren Hysterie und Angst unter den Menschen, um sie zur Unterstützung einer Eskalation des Krieges zu bewegen – genau das, was NATO und EU wirklich wollen, um das US-Militär direkt in einen Krieg mit Russland hineinzuziehen.

    Die Wahrheit ist: Die US-Geheimdienstgemeinschaft hat politische Entscheidungsträger – einschließlich des von Reuters zitierten demokratischen Mitglieds des HPSCI – darüber unterrichtet, dass die US-Geheimdienste davon ausgehen, dass Russland einen größeren Krieg mit der NATO vermeiden will. Zudem schätzen sie ein, dass Russlands Gefechtsleistung, wie die letzten Jahre gezeigt haben, darauf hindeutet, dass es derzeit nicht über die Fähigkeit verfügt, ganz Ukraine zu erobern und zu besetzen – geschweige denn Europa.“

    Das „demokratische HPSCI-Mitglied“ (House Permanent Select Committee on Intelligence) ist der Abgeordnete aus Illinois, Mike Quigley, der Reuters sagte, die Geheimdienste hätten „schon immer“ gesagt, „Putin will mehr … Die Europäer sind davon überzeugt. Die Polen sind absolut davon überzeugt. Die Balten glauben, sie seien als Erste dran.“

    Gabbard nutzte auch ihren Auftritt bei der diesjährigen nationalen Konferenz von Turning Point USA, um die „Instrumentalisierung“ von Geheimdiensten anzuprangern, mit der der Westen schrittweise in den Dritten Weltkrieg geführt werden solle: Die Reuters-Story sei nur das jüngste Element einer breiteren Kampagne auf beiden Seiten des Atlantiks, die die unglaubwürdige Idee verbreite, Russland – das fast drei Jahre zermürbender, meterweiser Kämpfe gebraucht hat, um lediglich 20 % der Ukraine zu kontrollieren – plane als Nächstes den Vormarsch und die Eroberung von NATO-Staaten. Im November etwa behauptete Deutschland, Russland bringe sich für einen Krieg mit der NATO bis 2029 in Stellung, oder vielleicht schon 2028. Auch darüber berichtete Reuters federführend. Am Mittwoch lieferte Putin seinerseits eine scharfe Verurteilung des Hypes und ging so weit, EU-Beamte, die dieses Narrativ verbreiten, als „europäische Schweine“ zu bezeichnen, und fügte hinzu:

    „Ich habe wiederholt erklärt: Das ist eine Lüge, Unsinn, reiner Unsinn über irgendeine eingebildete russische Bedrohung für europäische Länder. Aber das geschieht ganz bewusst.“

    Die Gabbard-Reuters-Kontroverse kommt nur wenige Tage, nachdem Trump Reportern gesagt hatte, man sei „näher dran als je zuvor“, Frieden in der Ukraine zu erreichen. Beobachter stimmten Gabbard zu, dass der Zeitpunkt der Reuters-Story und ähnlicher Behauptungen europäischer Politiker kein Zufall sei:

    „Beachten Sie das Muster, das Tulsi anspricht“, schrieb der geopolitische X-Account The Islander. „Jedes Mal, wenn Verhandlungen vorankommen, fluten plötzlich Angst-Narrative den Raum. Das ist kein Zufall, das ist Eskalationsmanagement. Die Frage ist nicht, ob Russland Krieg will – das will es nicht –, sondern wer ein Interesse daran hat, dass die Öffentlichkeit glaubt, er sei unvermeidlich.“

    Elon Musk, der seit Langem mit der Regierung Selenskyj im Clinch liegt – vom Spott über Selenskyjs lächerliche Behauptung, jeder Dollar US-Hilfe an sein Land sei vollständig nachverfolgbar, bis hin zur scharfen Kritik an der Aussetzung von Wahlen in der Ukraine –, unterstützte ebenfalls Gabbards Zurechtweisung von Reuters und schloss sich anderen an, die das Schauspiel des Tiefen Staates verspotteten …

    Quelle: 'A Lie And Propaganda': Gabbard Fact-Checks Reuters' Russia Scaremongering In Real Time


    Info: https://uncutnews.ch/eine-luege-und-propaganda-tulsi-gabbard-zerlegt-reuters-russland-angstmache/


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    Weiteres:




    USA UND KANADATulsi Gabbard kritisiert britische Kriegspropaganda


    aus e-mail von Irene Eckert vom 22. Dezember 2025, 16:13 Uhr


    21. Dezember 2025 EIRNS – Als Reaktion auf einen Reuters-Artikel, wonach

    der US-Geheimdienst meint, der russische Präsident Putin wolle die gesamte

    Ukraine erobern und ein Imperium wiedererrichten, sagte die US-Direktorin

    für die Nationalen Nachrichtendienste(DNI)

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeGSsDEPWrxP0kRy4B8GF/Br31HZJ4vin4>Tulsi

    Gabbard

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeGZjfNEU37YUqHGo9QqV/fRfKKk97wFwP>

     auf X, der Bericht sei „Lüge und Propaganda“ im Dienst von

    „Kriegstreibern, die Präsident Trumps unermüdliche Bemühungen untergraben

    wollen, diesen blutigen Krieg zu beenden, der auf beiden Seiten mehr als

    eine Million Opfer gefordert hat“.


    Gabbard fuhr fort: „Es ist gefährlich, dass Sie diese falsche Darstellung

    verbreiten, um Präsident Trumps Friedensbemühungen zu blockieren, und

    Hysterie und Angst unter der Bevölkerung schüren, damit sie die Eskalation

    des Krieges unterstützt, was die NATO und die EU wirklich wollen, um das

    US-Militär direkt in den Krieg mit Russland zu ziehen.“


    Die US-Geheimdienste gingen im Gegenteil davon aus, dass Russland einen

    Krieg mit der NATO vermeiden will. Die Realität auf dem Schlachtfeld zeige,

    dass Russland nicht in der Lage ist, „die gesamte Ukraine zu erobern und zu

    besetzen, geschweige denn Europa“.


    Der russische Unterhändler Kirill Dmitriew zitierte

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeGgb7W3REHhyw6ZY7jQl/9a7EMwN7_xCu>

     einen weiteren Beitrag Gabbards mit ähnlichem Inhalt.


    Bei einer Veranstaltung von Turning Point USA

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeGnSZesOPRrT1vsI6211/ABvxXVq_WIb0>

     am 20. Dezember sagte Gabbard, die EU und die NATO wollten keinen Frieden,

    sondern einen direkten militärischen Konflikt zwischen den USA und

    Russland. „Jedes Mal, wenn sie [die Unterhändler] Fortschritte erzielen,

    jedes Mal, wenn sie der Hoffnung auf Frieden näher kommen, treten die

    Kriegstreiber und der Tiefe Staat auf den Plan und tun alles in ihrer Macht

    Stehende, um sie aufzuhalten“, sagte sie. „Sie schüren Angst und Hysterie,

    um die Fortsetzung des Krieges zu rechtfertigen.“ Das Ziel sei es, „das

    US-Militär in einen direkten Konflikt mit Russland zu ziehen, was letztlich

    das ist, was die EU und die NATO wollen“.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.12.2025

    Geheimdienst-Kontakte BND-Chef Jäger telefonierte offenbar erstmals mit Russlands Geheimdienstchef Naryschkin

    berliner-zeitung.de, 23.12.2025 , 11:34 Uhr, 

    Der neue BND-Chef Martin Jäger hatte nach Medienberichten erstmals direkten Kontakt mit Russlands Geheimdienstchef Sergei Naryschkin. Viele Fragen sind offen – doch der Kontakt ist bemerkenswert.


    Martin Jäger, neuer Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), aufgenommen bei der Amtsübergabe im SeptemberKay Nietfeld/dpa


    Der neue BND-Präsident Martin Jäger soll nach Informationen von WDR Investigativ in der vergangenen Woche mit dem Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, telefoniert haben. Worum es dabei ging, ist nicht bekannt. Ein BND-Sprecher sagte auf Anfrage des Senders dazu: „Der BND nimmt zu Angelegenheiten, die etwaige nachrichtendienstliche Tätigkeiten betreffen, grundsätzlich nicht öffentlich Stellung.“


    Jäger, der zuvor als Botschafter in der Ukraine tätig war, hat das Amt des BND-Präsidenten im September 2025 von Bruno Kahl übernommen. Seine Ernennung wurde als Signal für eine stärkere Fokussierung auf die Russland-Ukraine-Lage gewertet.

    Kurz nach Amtsantritt im Oktober 2025 hatte Jäger öffentlich gewarnt, dass Deutschland „schon heute im Feuer“ stehe und eine direkte militärische Konfrontation mit Russland möglich sei. Der nun gemeldete direkte Draht ist daher bemerkenswert, da er trotz dieser harten Rhetorik einen noch funktionierenden Kanal auf höchster Ebene belegt.

    Auch neue MI6-Chefin telefonierte mit Naryschkin

    Laut Berichten der staatlichen russischen Agentur Tass gab es am 19. Dezember auch Kontakt zwischen Naryschkin und der neuen Chefin des britischen Geheimdienstes MI6, Blaise Metreweli. Naryschkin bestätigte gegenüber Tass ein „ziemlich langes Telefongespräch“ mit Metreweli. Man habe über die Ukraine und Sicherheitsfragen gesprochen.


    Metreweli ist die erste Frau an der Spitze des MI6 in dessen über 100-jähriger Geschichte. Sie trat ihr Amt am 1. Oktober 2025 als Nachfolgerin von Sir Richard Moore an. Zuvor leitete sie als „Q“ die Technologie-Abteilung des Dienstes.

    Naryschkins öffentliche Erwähnung des Telefonats und die namentliche Nennung Metrewelis wurde von Analysten als Versuch gewertet, trotz der Isolation Russlands diplomatische Relevanz zu demonstrieren.

    CIA-Kanal zum russischen Geheimdienst wichtiger Notfallkanal

    Im März 2025 gab es den ersten bestätigten Kontakt seit über zwei Jahren zwischen der US-Seite und Naryschkin. CIA-Direktor John Ratcliffe führte am 12. März 2025 Medienberichten zufolge ein rund zweistündiges Telefonat mit Naryschkin, um „die Temperatur in den Beziehungen zu senken“. Historisch gilt der Kontakt zwischen der CIA und dem russischen Geheimdienst als der wichtigste Notfallkanal zur Vermeidung nuklearer Eskalation.

    Die jetzige Entwicklung zeigt offenbar eine Reaktivierung direkter Geheimdienst-Diplomatie. Dies könnte auf den Versuch hindeuten, jenseits der offiziell verhärteten diplomatischen Fronten neue Verhandlungsräume oder Sicherheitsgarantien auszuloten.

    Putin und Macron planen Gespräch: Warum Frankreich jetzt eine Ukraine-Initiative startet

    Putin und Macron wollen über die Ukraine sprechen: Was Deutschland und Merz damit zu tun haben

    Geopolitik

    22.12.2025


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    22.12.2025

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    Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/bnd-chef-jaeger-telefonierte-offenbar-erstmals-mit-russlands-geheimdienstchef-naryschkin-li.10011480


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.12.2025

    Endzeit? Was die EU-Sanktionen gegen Jacques Baud und deren Begründung über den Zustand der EU aussagen

    anti-spiegel.ru, vom 22. Dezember 2025 19:06 Uhrvon Anti-Spiegel

    Die EU hat den Schweizer Jacques Baud auf die Sanktionsliste gesetzt. Die Begründung sagt sehr viel über den Zustand der EU aus. Und leider kann ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, dass es sogar noch schlimmer ist, als es im Fall Baud auf den ersten Blick wirkt.


    Screenshot_2025_12_24_at_19_56_09_Was_die_EU_Sanktionen_gegen_Jacques_Baud_und_deren_Begr_ndung_ber_den_Zustand_der_EU_aussagen_Anti_Spiegel


    Um zu verstehen, was die Sanktionierung von Jacques Baud durch die EU bedeutet – und vor allem, was die genannten Gründe bedeuten -, muss ich ein wenig ausholen, denn ich habe damit bereits seit Mai eigene Erfahrungen gemacht, als die EU mich sanktioniert hat. Ich bin Jacques Baud also in Sachen Kenntnisstand dessen, was EU-Sanktionen bedeuten und was dahinter steckt, um einiges voraus.

    Man muss nämlich wissen, dass die von der EU in der Verkündung der Sanktionen genannten Gründe generell gehalten und keineswegs vollständig sind. Um zu erfahren, was die EU einem Sanktionierten tatsächlich konkret vorwirft, muss man die EU über einen Anwalt auffordern, einem die tatsächlichen, internen Vorwürfe zukommen zu lassen.

    Man darf bekanntlich keine Details über ein laufendes Verfahren veröffentlichen, weshalb ich hier nicht ins Detail gehen kann, aber in meinem Fall hat es Monate gedauert, bis ich diese internen Begründungen der EU bekommen habe. Leider darf ich nicht berichten, was darin steht, aber eines kann ich sagen: Nach meiner und der Meinung meiner Anwältin sind das keine juristischen Begründungen, sondern der Text klingt, als wäre er von Aktivisten und nicht von Experten oder gar Juristen verfasst. Teilweise lassen die darin angeführten Begründungen an der Kompetenz der Verfasser zweifeln, wenn sie mir in konkreten Fällen vorwerfen, Desinformation verbreitet zu haben, in der Begründung aber zu lesen ist, dass das, was ich berichtet habe, der Wahrheit entspricht. Mehr darf ich dazu nicht sagen, aber diese Korrespondenz mit der EU war – wie soll ich es höflich ausdrücken? – ein interessanter Einblick in die Vorgänge innerhalb der EU und die Kompetenz der dort handelnden Personen.

    Wofür Jacques Baud sanktioniert wurde

    Mit diesen Erfahrungen, die ich in meinen nun sieben Monaten als Sanktionierter gemacht habe, lese ich das, was die EU über die Gründe für die Sanktionierung von Jacques Baud schreibt, natürlich mit anderen Augen. Im von der EU veröffentlichten Text sind im Grunde nur zwei Vorwürfe gegen Baud enthalten, die ich zitieren möchte.

    Der erste lautet:

    „Jacques Baud, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee und strategischer Analyst, ist regelmäßig Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen.“

    Zunächst einmal ist es durch kein Gesetz der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten verboten, „Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen“ zu sein. Es geht also nicht um Verstöße gegen Gesetze, sondern es geht um politische Meinungen. Für die eigene politische Meinung, die gegen kein Gesetz verstößt, von der EU mit Sanktionen bestraft zu werden, sagt natürlich alles über den Zustand der Meinungs- und Pressefreiheit in der EU aus.

    Jacques Baud hat nach seiner Sanktionierung durch die EU diverse Interviews gegeben, in denen er beteuert, nie in russischen Medien aufgetreten zu sein und deren Anfragen sogar abgelehnt zu haben.

    Aufgrund meiner Erfahrungen mit den EU-Sanktionen kann ich Jacques Baud nur dringend raten, über einen Anwalt die internen Begründungen der EU anzufordern, denn darin dürften Beispiele für seine angeblichen Auftritte in russischen Medien zu finden sein.

    Und nun kommt meine Vermutung: Wahrscheinlich haben irgendwelche russischen Medien über Jacques Baud berichtet und dabei auch Aussagen von ihm zitiert. Das ist, auch in der EU, vom journalistischen Zitatrecht gedeckt und Medien in aller Welt zitieren Aussagen, die Experten in anderen Medien von sich gegeben haben. Aber für die EU dürfte das ausgereicht haben, um Jacques Baud vorzuwerfen, „regelmäßig Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen“ gewesen zu sein, obwohl er selbst nie mit russischen Medien gesprochen hat.

    Der zweite Vorwurf der EU lautet:

    „Er fungiert als Sprachrohr für prorussische Propaganda und verbreitet Verschwörungstheorien, indem er beispielsweise die Ukraine bezichtigt, ihre eigene Invasion herbeigeführt zu haben, um der NATO beizutreten.“

    Das ist besonders lustig, denn dafür hätte die EU auch mich sanktionieren können, denn darüber habe auch ich schon 2022 berichtet. Das hat die EU in ihrer offiziellen Begründung für meine Sanktionierung aber irgendwie übersehen oder vergessen.

    Jacques Baud hat nichts weiter getan, als Alexej Arestowitsch, den damaligen, sehr einflussreichen Berater von Selensky, zu zitieren. In einem Interview am 18. März 2019, also unmittelbar vor dem damals schon sicheren Wahlsieg von Selensky, wurde er nach den Plänen einer Selensky-Regierung gefragt. In dem Interview kam es zu folgendem Dialog mit der Journalistin:

    Arestowitsch: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9% ist der Preis für unseren NATO-Beitritt ein vollständiger Krieg mit Russland. Und wenn wir der NATO nicht beitreten, werden wir in 10 bis 12 Jahren von Russland absorbiert. Das ist die Gabelung, an der wir stehen.
    Journalistin: Warten Sie, wenn man das auf die Waagschale legt, was ist besser?
    Arestowitsch: Natürlich ein großer Krieg mit Russland und ein NATO-Beitritt als Folge eines Sieges über Russland.
    Journalistin: Und was ist ein großer Krieg mit Russland?
    Arestowitsch: Na, das könnte eine Invasion aus Luft sein, eine Offensive russischer Truppen an unseren Grenzen, eine Belagerung von Kiew, ein Versuch, unsere Truppen im Donbass einzukreisen, ein Durchbruch bei der Krim, eine Offensive von weißrussischem Gebiet aus, die Schaffung neuer Volksrepubliken, Sabotage, Angriffe auf kritische Infrastruktur und so weiter. Das ist ein großer Krieg und die Wahrscheinlichkeit dafür ist 99,9%.
    Journalistin: Wann?
    Arestowitsch: Nach 2020. 2021 und 2022 sind am kritischsten, dann 2024 bis 2026 und die folgenden 2028 bis 2030 werden kritisch. Vielleicht sogar drei Kriege mit Russland.
    (…)
    Journalistin: Und wie kann die Ukraine in die NATO kommen, ohne einen großen Krieg mit Russland?
    Arestowitsch: Gar nicht.

    Arestowitsch war bis zu seiner Entlassung im Januar 2023 Selenskys wichtigster außenpolitischer Vordenker und Berater. Sein wichtigstes Ziel war der NATO-Beitritt der Ukraine und er hat schon unmittelbar vor Selenskys Wahlsieg – und drei Jahre vor der Eskalation – gesagt, dass dafür ein Krieg mit Russland nötig sei. Er hat sogar den Zeitpunkt korrekt vorausgesagt, was nicht verwundern kann, denn er war ja Selenskys Berater, der gezielt auf den Krieg hingearbeitet hat, um sein Ziel zu erreichen.

    Jacques Baud hat Arestowitsch korrekt zitiert, ohne sich dessen Aussage selbst zu eigen zu machen. Aber dafür, dass er zitiert hat, was Selenskys damals wichtigster außenpolitischer Berater 2019 gesagt hat, wurde Jacques Baud von der EU mit Sanktionen bestraft.

    Was das über die EU aussagt

    In der EU wird man also mit Sanktionen bestraft, wenn man sogar klar pro-westliche Akteure korrekt zitiert. Die Aussage von Arestowitsch war ja keine russische Propaganda und er war klar pro-westlich. Aber seine Aussage zu zitieren, wird in der EU bestraft, weil sie nicht ins gewollte Bild des angeblich vollkommen „unprovozierten, brutalen russischen Angriffskrieges“ passt.

    Das sagt sehr viel über die heutige EU selbst aus, denn das bedeutet, dass die EU wahrheitsgemäßes Zitieren verbietet, wenn das Zitat nicht ins von der EU gewollte Bild passt. Oder einfacher ausgedrückt: Die EU bestraft es, wenn man die Wahrheit sagt.

    Das allerdings bedeutet wiederum, dass die EU lügen muss, um ihren politischen Kurs zu rechtfertigen. Mit anderen Worten: Der politische Kurs der EU in Sachen Russland und Ukraine basiert – zumindest teilweise – auf Lügen. Und wer die Wahrheit sagt, wird von EU mit Sanktionen bestraft.

    Das hat die EU übrigens mit der Ukraine gemein, denn in einem anderen Interview sagte Arestowitsch im April 2022, also als der Krieg schon eskaliert war und als Kiew gerade die Verhandlungen mit Russland in Istanbul abgebrochen hatte, in denen praktisch eine Einigung erzielt worden war:

    „Die nationale Idee der Ukraine ist es, sich selbst und andere so weit wie möglich zu belügen. Denn wenn man die Wahrheit sagt, bricht alles zusammen.“

    Daran hat sich die EU anscheinend ein Beispiel genommen. Oder wie sonst lässt es sich erklären, dass die EU Jacques Baud dafür bestraft, dass er Selensksy außenpolitischen Berater korrekt zitiert hat?

    Westliche Quellen

    Jacques Baud sagte gerade in einem Interview mit der Berliner Zeitung:

    „Um zu verhindern, dass meine Arbeit als Propaganda interpretiert wird, habe ich Einladungen von Medien wie Tass oder RT systematisch abgelehnt. In meinen Büchern und Videopräsentationen verwende ich ausschließlich westliche oder ukrainische Quellen. Mein Ziel war es, zu zeigen, dass man auch ohne Rückgriff auf russische Propaganda eine andere Sichtweise auf den Ukraine-Konflikt haben kann.“

    Das haben Jacques Baud und ich gemeinsam, denn auch ich berufe mich bei sehr vielem auf westliche Medien und Thinktanks und übersetze deren Texte ins Deutsche. Man kann tatsächlich „auch ohne Rückgriff auf russische Propaganda eine andere Sichtweise auf den Ukraine-Konflikt haben“, nur muss man diese Informationen sehr mühsam suchen, weil europäische Medien meist nicht darüber berichten. Man findet aber vieles in US-Medien (auch in liberalen Medien, wie der New York Times und anderen), und noch mehr findet man in ukrainischen Medien.

    Dass ich sehr viel aus russischen Medien übersetze, hat zwei Gründe: Erstens gibt es trotzdem vieles, was westliche Medien praktisch komplett verschweigen oder worüber sie erst mit monatelanger Verspätung berichten, und zweitens will ich dem deutschen Publikum zeigen, wie die Medien in Russland berichten.

    Dass Jacques Baud von der EU dafür bestraft wurde, pro-westliche Quellen wie Arestowitsch korrekt zu zitieren und sich bei seinen Analysen auf westliche Medien zu berufen, um „zu zeigen, dass man auch ohne Rückgriff auf russische Propaganda eine andere Sichtweise auf den Ukraine-Konflikt haben kann“, bestätigt, dass es das Ziel der EU ist – um es in Arestowitschs Worten zu sagen – „sich selbst und andere so weit wie möglich zu belügen. Denn wenn man die Wahrheit sagt, bricht alles zusammen.“

    So gesehen sind die Sanktionen der EU gegen Jacques Baud, mich und andere vor allem ein Akt der Verzweiflung, der zeigt, wie schwach und instabil die EU inzwischen ist, und wie viel Angst ihre Verantwortlichen inzwischen vor der Wahrheit haben.

    Wenn die EU sich nicht selbst – und trotz vieler Warnungen, dass es genau so kommen musste – in diese Lage gebracht hätte, könnte man fast schon Mitleid mit ihr haben.



    Info: https://anti-spiegel.ru/2025/was-die-eu-sanktionen-gegen-jacques-baud-und-deren-begruendung-ueber-den-zustand-der-eu-aussagen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




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    nachdenkseiten.de, 23. Dezember 2025 um 9:00 Ein Kommentar von: Tobias Riegel

    Die EU-Sanktionen gegen den Schweizer Ex-Militär und Buchautor Jacques Baud sind ebenso skandalös wie die Reaktionen der Bundesregierung darauf. Und beides kann einen starken Effekt der Einschüchterung auf Andersdenkende entfalten. Eine kleine Hoffnung bleibt: Hat die EU im Fall Jacques Baud ihr Blatt überreizt, entwickelt sich der Vorgang also zum politischen Bumerang? 


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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    Der EU-Rat für Auswärtige Angelegenheiten hat mit seinem Beschluss vom 15. Dezember den Schweizer Ex-Militär und Buchautor Jacques Baud mit Sanktionen belegt, die unter anderem seine Konten sperren und seine Reisefreiheit beenden. Vorwurf: Verbreitung „russischer Propaganda“. Auf den Fall Baud sind die NachDenkSeiten bereits in diesem Artikel und in diesem Artikel eingegangen.

    „Bestrafe Einen, erziehe Hundert“

    Wurde mit der Sanktionierung von Baud nun das Blatt durch die EU überreizt? Schließlich ist der Schweizer Ex-Militär und Geheimdienstmann Jacques Baud ein renommierter und für seine seriösen politischen Analysen geachteter Autor. Ihn zu sanktionieren, könnte langfristig zum politischen Bumerang werden, weil der Fall auch bisher duldsamen Bürgern klarmachen könnte, wohin die Reise mit dieser EU geht. Denn anders als zum Beispiel bei Opfern der EU-Sanktionen wie Thomas Röper und Alina Lipp oder dem Journalisten Hüseyin Doğru, die bereits vor diesem Schritt erfolgreich als „umstritten“ markiert und diffamiert worden waren, ist das bei Baud wohl nicht ganz so einfach: Um seine Person könnte sich ein etwas breiteres Band der Unterstützung bilden.

    Andererseits: Die entsetzten Reaktionen von vielen Seiten waren im Fall Baud vorauszusehen, das spricht wiederum für einen kalkulierten und vorsätzlichen Akt der Einschüchterung durch die EU, der weit über die Person Baud hinausreicht: Bestrafe Einen, erziehe Hundert – und je geachteter dieser Eine (noch) ist, umso größer die Wirkung. Nach dem Motto: Wenn wir damit durchkommen, den Bestsellerautor Baud zu sanktionieren, dann können wir ab jetzt auch vielen anderen Andersdenkenden die Gelder sperren und die Reisefreiheit wegnehmen. Ohne die drangsalierten Kollegen geringschätzen zu wollen, ist darum der Vorgang um Baud in meinen Augen noch mehr Schlüsselmoment als die Sanktionierung von Röper, Lipp und Doğru.

    Die „falsche“ Meinung

    Die Tragweite solcher Sanktionen wegen „falschen“ Meinungen ist immens: Die EU führt hier indirekt den Tatbestand des „Gedankenverbrechens“ ein. Und dieser Tatbestand wird dann nicht einmal vor einem Gericht verhandelt, sondern einfach so verkündet, ohne den „Delinquenten“ auch nur anzuhören. Dieser Abgrund an Rechtlosigkeit und Willkür macht einen schwindelig. Die Dreistigkeit der Umsetzung und die aggressive Verteidigung der inakzeptablen Sanktionen macht sprachlos. Das Schlimme ist, dass der Effekt der Einschüchterung massiv ist und das Vorgehen der EU insofern als erfolgreich zu bezeichnen ist.

    Die Solidarität mit Baud in den großen deutschen Medien ist so gut wie nicht vorhanden – man stelle sich das emotionale Feuerwerk vor, das sie abbrennen würden, wenn Baud ein Bürger wäre, dem Russland die Konten sperrt. Dieses Verhalten ist erwartungsgemäß, darum aber nicht weniger bedauerlich: Die Solidarität in solchen Fällen sollte sich über inhaltliche Differenzen hinwegsetzen – übrigens auch aus Egoismus: Man könnte sonst der Nächste sein, der wegen einer „falschen“ Meinung ohne Konto und Reisefreiheit dasteht.

    „Ein rechtsstaatlicher Albtraum“

    Solidarität mit Jaques Baud gibt es trotzdem von vielen Seiten. Der BSW-Politiker Andrej Hunko schreibt auf X, warum darin auch eine Chance liegen könnte:

    „Es geht dabei nicht nur um Jacques Baud, sondern um die #Meinungsfreiheit aller Bürger, um die Freiheit auch andere Einschätzungen etwa zum #Ukrainekrieg äußern zu dürfen, als es die Bundesregierung oder die EU tut. Es gibt aktuell mit der weltweiten Solidaritätswelle für Jacques Baud die Chance, diesen zivilisatorischen Verfall zu stoppen.“

    Den Akt, Baud mit Sanktionen zu belegen, bezeichnet Hunko als „Rückfall in vordemokratische Zeiten“. Baud werde behandelt „so wie einst Personen, die einem Herrscher nicht passten, per Federstrich für ‚vogelfrei’ erklärt werden konnten und damit ihre Bürgerrechte verloren“. Die Bundesregierung habe angekündigt, demnächst weitere Publizisten auf diese Liste setzen zu wollen, die aus ihrer Sicht „#Desinformation“ verbreiten würden. Deshalb sei es so wichtig, jetzt diesen Rückfall hinter elementare rechtsstaatliche Errungenschaften zu stoppen.

    Ein Interview der Weltwoche mit Jacques Baud findet sich unter diesem Link. Ein kürzlich erstelltes Rechtsgutachten zu EU-Sanktionen findet sich unter diesem Link. Ein Gespräch unter dem Schlagwort „Rechtsstaat in der EU am Ende – Jetzt kann es jeden treffen!“ zwischen Pascal Lottaz und dem BSW-Politiker Michael von der Schulenburg findet sich unter diesem Link. Laut Multipolar wurden zahlreiche weitere Politikwissenschaftler und Journalisten wegen Kritik an NATO-Erweiterung in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, propalästinensischen Positionen oder „Fehlinformationen“ zu Corona nun mit EU-Sanktionen belegt. Der EU-Politiker Martin Sonneborn hat sich in diesem Beitrag gewohnt bissig und treffend zum Vorgang um Jacques Baud geäußert:

    „Ein rechtsstaatlicher Albtraum. Die Willkürverfügung eines nichtstaatlichen Gebildes – getroffen hinter willkürlich verschlossenen Türen, gestützt auf willkürlich geheimgehaltenes Raisonnement und erlassen von dem gesichts-, namen- und niveaulosen Willkürapparat, der die EU einhundertundzehn Jahre nach Kafkas ‹Der Prozess› geworden ist.“

    BPK: unverhohlene Drohungen

    Eine weitere Facette ist der empörende Umgang der Sprecher der Bundesregierung mit dem Vorgang, den Florian Warweg in diesem Artikel dokumentiert hat. So erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amtes zur Frage, „was passiert, wenn man ‚Desinformation‘ verbreitet“: Es sei in früheren Diskussionen „klar geworden“, dass Menschen, die „so etwas tun“, sanktioniert werden könnten, wenn die rechtlichen Gründe dafür vorlägen und es eine entsprechende Entscheidung des Rats der Europäischen Union gebe. Der Sprecher fährt dann geradezu auftrumpfend fort:

    „Das ist an diesem Montag geschehen, das wird auch weiterhin geschehen, das ist in der Vergangenheit geschehen, und alle, die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann.“

    So, so: Regierungskritiker, die inhaltlich auf dem falschen Feld „unterwegs sind“ müssen also nun „damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann“. Eine unverhohlene Drohung, auf die man anscheinend auch noch stolz ist: Der Sprecher versucht nicht einmal, die Verantwortung für die Sanktionen gegen Baud auf Brüssel abzuwälzen.

    Mission erfüllt: Bürger sind eingeschüchtert

    Zu der zunehmend auf höchster EU- und Bundesebene entfalteten Einschüchterung von Andersdenkenden passt es, dass eine Umfrage in Deutschland kürzlich (einmal mehr) festgestellt hat, dass die Mehrheit der Bürger hierzulande inzwischen Angst hat, öffentlich ihre Meinung zu sagen.

    Die Förderung dieser Selbstzensur ist wohl eines der Motive des „beispielhaften“ Vorgehens gegen Jacques Baud.


    Titelbild: Jacques Baud beim 36. Pleisweiler Gespräch / NachDenkSeiten


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    Rubriken: Audio-Podcast Erosion der Demokratie Europäische Union


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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=144135


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.12.2025

    Merz und von der Leyen fahren gleich zwei Niederlagen ein

    rtnewsde.site, 23 Dez. 2025 15:48 Uhr, Von Pierre Levy

    Die großspurigen Pläne von König Merz und Kaiserin von der Leyen, einerseits den Ukraine-Krieg mit eingefrorenen russischen Geldern wieder anzufeuern und andererseits die europäischen Märkte für Agrarprodukte aus Südamerika zu öffnen, sind am innereuropäischen Widerstand kläglich gescheitert.


    Quelle: www.globallookpress.com © Dts Nachrichtenagentur


    15.12.2025, Berlin, Deutschland: Bundeskanzleramt: EU_Chefin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz (Symbolbild).


    Der 18. Dezember war ein schwarzer Tag für die Europäische Union. Das geben mehrere EU-freundliche Analysten selbst zu. An diesem Tag fand eine Tagung des Europäischen Rates statt – der Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten –, die als "maßgeblich" und "entscheidend für Europa" angekündigt worden war. Das war sie auch, aber nicht in dem Sinne, wie es sich die Befürworter der Integration erhofft hatten.

    Diese behaupteten, dass insbesondere zwei Dossiers der EU ermöglichen würden, ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen und ihre Rolle in der Welt zu festigen. Die Tageszeitung Le Monde warnte kurz vor dem Gipfel, dass die Frage der russischen Vermögenswerte "nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit ist, sondern für die EU auch die letzte Chance, Einfluss auf den Verlauf dieses Krieges zu nehmen. Es liegt an ihr, diese Chance nicht zu verspielen." Das Journal Libération merkte seinerseits an:

    "Ein Scheitern würde das Aufgeben aller geopolitischen Ambitionen bedeuten."

    EU zerstritten: Harte Linie gegen Russland gerät ins Wanken






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    Dieses Scheitern hat sich verwirklicht. Es gab insbesondere zwei Opfer: den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Landsfrau Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission.

    Beide hatten sich in den beiden zentralen Themen, die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen, engagiert: das Handelsabkommen mit dem Mercosur; und das "Reparationsdarlehen", das Kiew durch einen komplexen Mechanismus zugutekommen sollte, wobei eingefrorene russische Vermögenswerte als Sicherheit verwendet werden sollten. Die Uneinigkeit der 27 Mitgliedstaaten führte schließlich zu einem doppelten und "demütigenden politischen Rückschlag", wie es die Fachwebsite Euractiv einschätzte.

    Das erste der beiden Dossiers betraf die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit vier lateinamerikanischen Ländern (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay, die zusammen den Mercosur bilden). Die ersten Verhandlungen über ein solches Abkommen reichen tatsächlich bis ins Jahr 1999 zurück und waren seitdem Gegenstand unzähliger Wendungen.

    Die Europäische Kommission hat das Monopol für Verhandlungen im Bereich des internationalen Handels, wobei die Mitgliedstaaten letztendlich nur die endgültige Fassung genehmigen (oder ablehnen) dürfen. Vor genau einem Jahr glaubte Frau von der Leyen, den gerade zwischen dem Mercosur und Brüssel ausgehandelten Text unterzeichnen zu können. Letztendlich wurde sie jedoch durch den Widerstand mehrerer Mitgliedstaaten, darunter Frankreich, daran gehindert. Damals hatte der französische Präsident es zudem nicht besonders geschätzt, dass man ihn fast vor vollendete Tatsachen gestellt hätte.

    Das Thema stand offiziell nicht auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens am 18. Dezember, da es formell in die Zuständigkeit des Rates der EU (der Minister) fällt. Es herrschte jedoch Unsicherheit über das Kräfteverhältnis zwischen den befürwortenden Mitgliedstaaten, allen voran Deutschland und Spanien, und den offiziell zurückhaltenden Staaten wie Frankreich, aber auch Polen, Österreich und Ungarn. Eine Koalition, die zu klein war, um ein Abkommen zu verhindern, das mit qualifizierter Mehrheit genehmigt werden muss.


    Ursula verliert den Kampf um Russlands Gelder an die "Glorreichen Sieben"





    Meinung

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    Doch genau zum Zeitpunkt des Gipfels schloss sich Italien dieser Minderheit an, was bedeutete, dass Ursula von der Leyen nicht mehr über ausreichende Unterstützung verfügte. Sie war daher gezwungen, ihren Flug nach Brasilien in letzter Minute zu stornieren, wo sie am 20. Dezember den Vertrag mit den südamerikanischen Ländern unterzeichnen wollte. Offiziell handelt es sich nur um eine Verschiebung um einige Wochen – in Brüssel ist sogar vom 12. Januar die Rede. Aber nichts deutet darauf hin, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen den 27 Mitgliedstaaten bis dahin beigelegt werden können.

    Das Projekt sieht die Abschaffung von Zöllen für bestimmte Produktkontingente vor. Vereinfacht gesagt: Berlin will damit seine Industrieexporte (Automobile, Stahl...) ankurbeln. Im Gegenzug würde sich für den südamerikanischen großen Agrarhandel der europäische Markt für landwirtschaftliche Erzeugnisse (Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Mais, Soja, Milchpulver...) weit öffnen.

    Die französischen Landwirte sowie die Landwirte mehrerer anderer europäischer Länder weisen auf unlauteren Wettbewerb hin, der für viele von ihnen existenzbedrohend wäre. Ende 2024 kam es zu zahlreichen großen Bauernprotesten, was dazu führte, dass sich alle politischen Parteien in Frankreich gegen das Abkommen aussprachen. Emmanuel Macron hatte daher keine andere Wahl, als sich dieser Opposition anzuschließen.

    Vor einigen Wochen vollzog er jedoch eine Kehrtwende und argumentierte, Brüssel habe Garantien zugesagt: Warnmechanismen im Falle eines plötzlichen Marktungleichgewichts, "Spiegelklauseln", die dem Mercosur bestimmte Gesundheits- und Umweltauflagen auferlegen, die auch die Landwirte des alten Kontinents einhalten müssen, sowie verstärkte Zollkontrollen zur Einhaltung der Normen.

    Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass diese "Garantien" in Wirklichkeit nur sehr unvollständige Notlösungen waren. "Das reicht nicht", meinte der französische Präsident in einer erneuten Kehrtwende. Denn er muss sich abermals mit dem Zorn der Landwirtschaft und einer sehr heiklen politischen Situation auseinandersetzen. Eine Kapitulation seinerseits im Dezember wäre explosiv gewesen. Die glückliche Unterstützung Roms für diesen Widerstand ermöglicht es ihm also, sein Gesicht zu wahren ... vorläufig.


    Belgischer Ministerpräsident: Ein Sieg über Russland ist reines Wunschdenken und Illusion





    Belgischer Ministerpräsident: Ein Sieg über Russland ist reines Wunschdenken und Illusion





    Dieser neue Rückschlag hat insbesondere den deutschen Bundeskanzler verärgert, der keinen Hehl aus seinem Bestreben macht, der neue "starke Mann Europas" zu werden, und der wiederholt dramatische Erklärungen zum Thema "jetzt oder nie" abgegeben hatte. Letztendlich musste er sich der Bemerkung des Präsidenten des Europäischen Rates anschließen: António Costa argumentierte, dass für einen seit einem Vierteljahrhundert geplanten Vertrag ein paar Wochen Verzögerung keine Katastrophe seien.

    Auf jeden Fall ist dies eine Schmach, zumal Friedrich Merz viel von seinem politischen Kapital auch in das andere Dossier, nämlich das der eingefrorenen russischen Vermögenswerte, investiert hatte. Die meisten europäischen Staats- und Regierungschefs sind sich über das Prinzip der finanziellen Rettung der Ukraine einig. Kiew ist finanziell ausgeblutet und verdankt sein Überleben nur den massiven Geldtransfers (wirtschaftliche und militärische Hilfe), die bisher vom Westen gewährleistet wurden.

    Aber Washington hat nun beschlossen, seine Finanzspritze zu stoppen. Und die zugewiesenen europäischen Mittel laufen in den nächsten Wochen aus. Für Brüssel ist es undenkbar, die Finanzierung nicht fortzusetzen – dies würde laut den Eurokraten bedeuten, "Russland den Sieg zu schenken." Aber inmitten einer Zeit der Austerität, die den Völkern der Mitgliedstaaten auferlegt wurde, ist es heikel, die Haushaltsschleusen zugunsten Kiews zu öffnen.

    Daher kam Ursula von der Leyen im September dieses Jahres auf die Idee, die von der Finanzinstitution Euroclear verwahrten eingefrorenen russischen Vermögenswerte als Sicherheit für einen Kredit zu verwenden, den die EU bei dieser Institution aufnehmen würde; und den Betrag dann über ein Darlehen an Kiew zu überweisen, das die Ukraine zurückzahlen würde, sobald sie die von den Europäern von Russland geforderten "Kriegsreparationen" erhalten hätte.


    Rada-Abgeordneter: Weitere EU-Milliarden helfen der Ukraine nicht   





    Rada-Abgeordneter: Weitere EU-Milliarden helfen der Ukraine nicht  






    Natürlich lässt sich niemand täuschen: Moskau hat nicht die Absicht, auch nur eine Kopeke zu zahlen. Damit wären die eingefrorenen Vermögenswerte pfändbar – was einen offensichtlichen Diebstahl darstellt, wie Russland betont, das bereits erste Gerichtsverfahren in dieser Angelegenheit eingeleitet hat.

    Belgien stünde an erster Stelle der Rückzahlungsforderungen, wenn die Rechtsmittel erfolgreich wären, da Euroclear mit Sitz in Brüssel ein Unternehmen nach belgischem Recht ist. Daher der erbitterte Widerstand des belgischen Premierministers, der befürchtet, dass seinem Land mit seinem bescheidenen BIP Entschädigungen in Höhe von Dutzenden Milliarden Euro auferlegt werden könnten.

    Zwei aufeinanderfolgende Tagungen des Europäischen Rates reichten nicht aus, um Bart de Wever zu beruhigen, da internationale Juristen auf die rechtlichen und finanziellen Risiken hinweisen – ganz zu schweigen von den "Reputationsrisiken" gegenüber internationalen Investoren, die feststellen würden, dass die EU nicht zögert, ausländische Vermögenswerte, die auf ihrem Boden liegen, zu beschlagnahmen.

    Der belgische Regierungschef hatte umso mehr Grund zur Sorge, als die meisten seiner 26 Amtskollegen, die er um eine Solidarbürgschaft gebeten hatte, es vermieden, sich klar und konkret zu engagieren.

    Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen schlug vor, den Widerstand Belgiens zu übergehen. Aber dieser Vorstoß, der politisch brisant gewesen wäre, stieß nicht auf Begeisterung. Auch in dieser Frage waren sich Emmanuel Macron und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni einig und vermieden es, den von Frau von der Leyen vorgeschlagenen und von Herrn Merz aufgegriffenen Plan zu unterstützen.

    Die Auseinandersetzungen im Rat waren sehr angespannt und dauerten bis spät in die Nacht. Um vier Uhr morgens musste man sich der Tatsache stellen, dass das auf russische Vermögenswerte gestützte "Reparaturdarlehen" nicht verabschiedet werden konnte.

    Der deutsche Bundeskanzler und seine Kollegen aus den nordischen und baltischen Ländern mussten sich daher mit einem Alternativplan zufrieden geben, den sie bisher immer verweigert hatten. Dieser sieht vor, dass die EU selbst einen Kredit auf den Märkten aufnimmt und diesen Kredit aus dem Gemeinschaftshaushalt garantiert – ein Mechanismus, der mit dem zur Stützung der Wirtschaft in der Zeit nach COVID vergleichbar ist.

    Der Betrag dieser Anleihe wird dann Kiew (zum Nullzinssatz) für 2026 und 2027 in Höhe von 90 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Es läuft also darauf hinaus, dass die Steuerzahler der Mitgliedstaaten in diesem Fall direkt die Finanzspritze für die Ukraine finanzieren. Denn natürlich muss das Darlehen zu gegebener Zeit von den 27 Mitgliedstaaten zurückgezahlt werden.

    Oder besser gesagt von 24 von ihnen. Denn drei Länder – Ungarn, die Slowakei und die Tschechische Republik – haben eine Befreiung von dieser Rückzahlung erreicht. Im Gegenzug haben sie es hingenommen, sich diesem "Plan B" nicht zu widersetzen, da in diesem Fall Einstimmigkeit erforderlich war.

    Der ungarische Ministerpräsident, der lange Zeit als isoliertes schwarzes Schaf galt, begrüßte es, dass sich damit das Lager der Regierungen vergrößert, die sich nunmehr weigern, die Kriegsanstrengungen der Ukraine zu finanzieren. Viktor Orbán bestätigte außerdem, dass die drei Länder die sechs Tage zuvor getroffene Entscheidung anfechten werden:

    Nach einem zweifelhaften Ausnahmeverfahren hatten die Minister der Mitgliedstaaten beschlossen, das Einfrieren der von Euroclear gehaltenen russischen Vermögenswerte (185 Milliarden) dauerhaft zu machen, was der erste Schritt vor deren Mobilisierung als Sicherheit ist.


    Bundesbank: Deutschland erreicht Rekorddefizit seit der Wiedervereinigung





    Bundesbank: Deutschland erreicht Rekorddefizit seit der Wiedervereinigung






    Der deutsche Bundeskanzler seinerseits musste, nachdem er lange Zeit verkündet hatte, dass er jede gemeinsame Kreditaufnahme ablehnen würde, seine Meinung revidieren. Andernfalls hätte er die Ukraine in den Bankrott getrieben, was politisch noch undenkbarer gewesen wäre.

    Unter diesen Umständen ist es verständlich, dass die Befürworter der europäischen Integration über die Ergebnisse dieses Gipfels alarmiert sind. Insbesondere die Spaltung der EU in Bezug auf die Finanzierung des Krieges ist offensichtlicher denn je. Dies vereitelt die Illusionen, dass die EU eine weltweite Rolle spielen könnte.

    Erschwerend kommt hinzu, dass Paris und Berlin in den beiden Dossiers gegensätzliche Positionen vertreten haben. Und das, obwohl die Ernennung von Friedrich Merz zum deutschen Bundeskanzler den "deutsch-französischen Motor" wieder in Gang bringen sollte, der zu Zeiten von Olaf Scholz als defekt galt.

    Diese Wiederbelebung scheint immer weniger aktuell zu sein. Umso weniger, als es nun zwei Anwärter auf den Thron des EU-Kaisers gibt...

    Mehr zum Thema ‒ Diplomat: Europa schlägt Russland die Kapitulation vor


    Orbán: Europäische Elite treibt Konflikt mit Russland voran – nur Bürger können Frieden erzwingen


    Video https://rumble.com/v73bzp0-orbn-europische-elite-treibt-konflikt-mit-russland-voran-nur-brger-knnen-fr.html Dauer 1:24 Min.


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    23.12.2025

    Was Russland tun könnte

    forumgeopolitica.com, Di. 23 Dez 2025Peter Hänseler

    Seit Jahren sind Russland, Russen und Menschen mit Kontakt zu Russland Opfer eines beispiellosen Raubzugs durch den Westen. Was, wenn Russland den Spiess umdreht? - Ein Gedankenspiel.


    Krimineller geht es nicht mehr

    Die ZahlenLaut verschiedenen Institutionen, darunter die Europäische Kommission, sind weltweit rund 300 Milliarden Dollar (257 Milliarden Euro) an russischen Staatsvermögen eingefroren. In dieser Zahl sind eingefrorene Vermögenswerte russischer Oligarchen nicht enthalten.

    Davon sind 210 Milliarden Euro in Europa, und 185 Milliarden Euro davon sind bei Euroclear.

    Etwa 176 Milliarden Euro der russischen Vermögenswerte bei Euroclear sind inzwischen in Bargeld umgewandelt worden, und die restlichen Wertpapiere im Wert von neun Milliarden Euro werden 2026 und 2027 fällig.


    Eine Riesenschlappe für Merz und von der Leyen

    Reparations- oder „Reparationskredit“-Modell der EU-Kommission

    Die EU-Kommission beabsichtigte bis am 18. Dezember, die in der EU eingefrorenen Vermögenswerte der russischen Zentralbank für ein spezielles Darlehens-Instrument („Reparationsdarlehen“) zu nutzen: Danach sollten angeblich diese Gelder formal russisches Eigentum bleiben, aber genutzt werden, um der Ukraine langfristige Kredite zu gewähren, die die Ukraine für die Kriegsführung gegen Russland und für die Finanzierung ihrer Staatsausgaben nutzt. Russland sollte diese Kredite erst zurückbekommen, wenn es nach einem Ende des Krieges Reparationszahlungen an die Ukraine leistet. Dadurch versucht die EU, eine direkte Enteignung zu vermeiden und Rechtsstreitigkeiten zu umgehen.

    Merz legte sein gesamtes (Feder-)Gewicht in die Schale und dachte, dass er in gut deutscher arroganter und überheblicher Art, seine europäischen Kollegen dazu zwingen könnte, den grössten Raubzug der geopolitischen Neugeschichte loszutreten. Unter anderem gab er folgenden an Überheblichkeit, Hybris und an Wahnvorstellung grenzenden erinnernden Ausspruch von sich:

    "Um es hier sehr klar und sehr deutlich zu sagen: Wir tun das nicht, um den Krieg zu verlängern. Im Gegenteil: Wir tun das, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, meine Damen und Herren. Denn dies sendet an Moskau das klare Signal, dass eine Fortsetzung dieses Krieges für Moskau sinnlos ist."
    Friedrich Merz, 15. Dezember 2025

    Man erinnere sich mit Schauer an die Rede Adolf Hitlers vom 2. November 1942 im Münchner Löwenbräukeller, wo er den bevorstehenden Sieg in Stalingrad beschwor. 20 Tage später war die 6. Armee im Zuge der Operation Uranus komplett eingeschlossen und verloren.

    Und genau so erging es Merz: Er setzte alles auf eine Karte – und verlor jämmerlichst. Das berichten auch die deutschen Zeitungen – praktisch unisono.

    Seine X-Nachricht nach verlorener Schlacht, indem er die komplette Schlappe als Sieg beschrieb, „Finanzpaket steht – wie von mir gefordert“, ist an Pitoyabilität nicht zu übertreffen.

    «Das Finanzpaket für die Ukraine steht: ein zinsloser Kredit über 90 Milliarden Euro, wie von mir gefordert. Ein klares Signal an Putin aus Europa. Der Krieg wird sich nicht lohnen. Wir lassen die russischen Vermögenswerte eingefroren, bis Russland die Ukraine entschädigt hat.»
     Friedrich Merz, 19. Dezember 2025

    Den Geschichtskundigen kommt umgehend die Sportpalastrede von Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943 in den Sinn, als er nach der bis dann grössten Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg schrie:

    «Wollt Ihr den total Krieg?»
    Joseph Goebbles, 18. Februar 1943


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    15.000 Zuschauer füllten den Berliner Sportpalast bis auf den letzten Platz, als Propagandaminister Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 – Foto: Das Bundesarchiv/ Ernst Schwahn


    Wir dürfen gespannt sein auf das nächste Bonmot des neuen Kriegskanzlers, denn diese Niederlage schwächt ihn nicht nur in Deutschland, sondern hat seinen Einfluss in Europa empfindlich geschmälert.

    Geschlossene Vereinbarung ist ebenfalls illegal

    In der Nacht auf den 19. Dezember wurde ein Kompromiss geschlossen, der nur auf den ersten Blick nicht-kriminell scheint: Das russische Staatsvermögen wurde lediglich, aber immerhin, indirekt genutzt: Konkret nimmt die Kommission am Kapitalmarkt 90 Milliarden Euro auf und leitet diese als zinsloses Darlehen an die Ukraine weiter. Gemäss der Vereinbarung muss die Ukraine das Darlehen zurückzahlen, sobald sie von Russland Reparationszahlungen für die durch den Aggressionskrieg verursachten Schäden erhalten hat. Falls Russland nicht bezahlen wird – was meines Erachtens als sicher gilt, denn Verlierer und nicht die Gewinner eines Krieges zahlen Reparationen – behält sich die EU «das Recht vor», die eingefrorenen Gelder zur Rückzahlung des Kredits zu verwenden.

    Dieser Verzweiflungstat gingen bereits zwei kriminelle Akte voran: Einfrierung für immer und der Diebstahl der bereits aufgelaufenen Zinsen der russischen Vermögen.

    Weniger als die Hälfte geht an die Ukraine – man bedient sich in Brüsseler Art

    Die G7-Staaten (USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien) hatten sich im Juni 2024 beim G7-Gipfel in Apulien darauf geeinigt, der Ukraine ein gemeinsames Darlehen von bis zu 50 Milliarden USD zur Verfügung zu stellen.

    Diese Kredite sollten im Zeitverlauf mit Einnahmen aus den „außerordentlichen Erträgen“ der eingefrorenen russischen Staatsvermögen bedient und zurückgezahlt werden – also mit den Gewinnen aus den «zurückgehaltenen» russischen Zentralbank-Reserven.

    Jetzt scheint es so, dass sich jedoch die Damen und Herren zuerst selbst bedienen, um dieses Darlehen, zurückzuholen. Von den 90 Milliarden würden somit bereits 50 gar nicht in die Ukraine gehen. Von den verbleibenden 40 Milliarden würden dann wohl ein grosser Teil in die deutsche und amerikanische Rüstungsindustrie fliessen und ein dann sich ergebender Rest, würde dann wohl von Selenski und seinen Kumpanen unter sich aufgeteilt.

    Dauerhafte Einfrierung bereits ein Verbrechen

    Am 12. Dezember wurden die russischen Vermögenswerte von der EU dauerhaft eingefroren.

    Es gab bereits keine Rechtsgrundlage für die Einfrierung der Auslandvermögen der russischen Zentralbank vom 26. Februar 2026. Das hat es in der Wirtschaftsgeschichte noch nie gegeben – mit gutem Grund. Unser jetziges System beruht darauf, dass die verschiedenen Zentralbanken verschiedene Devisen halten, um die in verschiedenen Währungen anfallenden Kosten einer Volkswirtschaft begleichen zu können. Die Damen und Herren in Brüssel scheinen zu dumm zu sein, die Konsequenzen ihres Tuns abschätzen zu können oder wer würde bei einem Dieb Geld hinterlegen?

    Abgesehen von diesem Grundsatz, dass Zentralbankgelder sakrosankt sind, verletzt Brüssel bei der dauerhaften Einfrierung auch noch sein eigenes EU-Recht. Die zeitlich unbegrenzte Einfrierung, welche bereits einer Konfiskation gleichkommt, wäre unter Anwendung der geltenden Regeln in der EU gar nicht durchsetzbar gewesen, da Ungarn, Italien, Malta, Belgien, Tschechien, die Slowakei und Bulgarien das Plazet für diesen Diebstahl verweigern würden.

    Die Gnomen in Brüssel zauberten daher zu diesem Zwecke ein «Notrecht» aus dem Zylinder und berufen sich auf Art. 122 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union 

    Dieser lautet wie folgt:

    (1) Der Rat kann auf Vorschlag der Kommission unbeschadet der sonstigen in den Verträgen vorgesehenen Verfahren im Geiste der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten über die der Wirtschaftslage angemessenen Maßnahmen beschließen, insbesondere falls gravierende Schwierigkeiten in der Versorgung mit bestimmten Waren, vor allem im Energiebereich, auftreten.
    (2) Ist ein Mitgliedstaat aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Ereignissen, die sich seiner Kontrolle entziehen, von Schwierigkeiten betroffen oder von gravierenden Schwierigkeiten ernstlich bedroht, so kann der Rat auf Vorschlag der Kommission beschließen, dem betreffenden Mitgliedstaat unter bestimmten Bedingungen einen finanziellen Beistand der Union zu gewähren. Der Präsident des Rates unterrichtet das Europäische Parlament über den Beschluss.
    Quelle: Eurolex

    Absatz 1 von Art 122 gibt dem Rat, auf Vorschlag der Kommission, das Recht einem Mitglied zur Hilfe zu eilen, falls bei einem Mitglied Versorgungsengpässe auftauchen, wobei das Gesetz ausdrücklich den Energiebereich anführt.

    In Absatz 2 spricht die Notrechtsklausel 122 von Naturkatastrophen und aussergewöhnlichen Ereignissen in einem Mitgliedsstaat, wo der Rat auf Vorschlag der Kommission finanzielle Hilfe für einen Mitgliedsstaat erlassen kann.

    Der kommende Raubzug ist in keiner Weise unter den von Brüssel aufgerufenen Art. 122 subsumierbar, d.h. der Sachverhalt passt nicht zum Gesetz. Es scheitert schon am einfachen Umstand, dass dieses Notrecht für die Hilfe von Mitgliedsstaaten legifieriert wurde – und zwar ausschliesslich. Die Ukraine ist kein Mitglied der EU. Somit ist die Aufrufung dieses Artikels 122 kompletter juristischer Unsinn.

    Die Damen und Herren in Brüssel, Berlin, Paris – und wohl auch aus London – welche diesen Raubzug zu legalisieren suchen, verletzen somit nicht nur internationale Rechtsgrundsätze, deren Verletzung ein Funktionieren des internationale Bankensystems verunmöglicht, sondern treten ebenfalls jenes Recht mit Füssen, das die Grundlage der gesamten EU und ihrer Mitgliedstatten bildet. 

    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein paar Verbrecher – nota bene ungewählte – die Institution EU dafür missbrauchen, Raubzüge gegen souveräne Staaten zu führen, wobei die Meinungen jener Mitglieder, welche sich ans Recht halten wollen, einfach bei Seite geschoben werden.

    Rechtlich gesehen befinden wir uns somit wieder in den dunklen 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts in Deutschland als Dr. Hans Frank auf dem Deutschen Juristentag 1933 folgendes Bonmot von sich gab:

    «Recht ist, was dem deutschen Volk nützt.»
    Hans Frank, 1933

    Hans Frank, welcher während des Zweiten Weltkriegs als Generalgouverneur Polens agierte, wurde übrigens am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet.

    Neben der Tatsache, dass dieses Verhalten einer Institution eines Staatenbundes bzw. einiger seiner Mitglieder aus juristischer und ethischer Sicht sprachlos macht, gefährden diese Menschen die gesamte Existenz der EU selbst und jener Mitgliedstaaten, welche ein solches Vorgehen als Haupt- und Mittäter umsetzen, als Gehilfen fördern oder als schweigende Gruppe konkludent akzeptieren. Ich verweise hier auf einen Aufsatz unseres Autors Tony Deden, welcher im Juli bei uns einen Artikel über die Gründe des Entstehens und Untergangs von Nationen schrieb («Warum Nationen entstehen und untergehen: Ein Überblick»). Unter anderem erachtet er die Rechtsstaatlichkeit und die unbedingte Sicherung des Eigentums als essentiell für das Gedeihen einer Nation. Falls diese – und andere – Essentialia in einer Gesellschaft nicht vorhanden sind, gehen Nationen unter.

    Der Diebstahl ist bereits vollendet

    Wir haben somit bis jetzt gehört, dass die Einfrierung vom 26. Februar 2022 bereits illegal war, die zeitlich unbegrenzte Einfrierung vom 12. Dezember 2025 kommt einer Konfiskation gleich, wobei die Entscheidart – die Aufrufung von Art. 122 – ebenfalls EU-intern illegal ist.

    Vielen ist nicht bewusst, dass die Überweisung von Milliardenbeträgen aus Erlösen der eingefrorenen russischen Vermögenswerten, die seit September 2024 vor sich gehen, den Diebstahl bereits vollendet.

    Einfaches Beispiel: Wenn Sie 1 Million Euro auf ihrem Konto anlegen und Ende Jahr 50'000 Euro Zins gutgeschrieben bekommen und sich ihr Banker bedient und diese auf sein Konto überweist, ist das vollendeter Diebstahl, im Falle des Bankers, der vertraglich Zugriff auf die Gelder hat, Unterschlagung. Dies wohl in jeder Rechtsordnung. Die Schwachköpfe in Brüssel verstehen nicht einmal den Eigentumsbegriff und den Grundsatz, dass die Früchte aus dem Eigentum dem Eigentümer zustehen.

    Was könnte Russland tun?

    BRICS-Pol – als Gegenstück zu Interpol – Strafanträge gegen verantwortliche Politiker

    Interpol mit seinen 196 Mitgliedsländern wäre dazu da, die internationale Zusammenarbeit der nationalen Polizeiorganisationen zu verbessern. Diese Organisation ist jedoch, wie so viele andere des Kollektiven Westens, zu einem politischen Organ verkommen. Dies zeigte sich bereits in aller Klarheit 2018. Bill Browder wurde im Mai 2018 in Spanien aufgrund eines von Russland ausgestellten Interpol-Haftbefehls festgenommen, aber schnell wieder freigelassen, weil Interpol den Haftbefehl als politisch motiviert einstufte.

    In unserem Beitrag «Bill Browder: Der sogenannte «Menschenrechtsaktivist» - selbst mit undurchsichtigen Geschäften reich geworden» wiesen wir nach, dass Browder nichts anderes ist als ein krimineller Steuerhinterzieher, der dafür in Russland zu 9 Jahren Haft verurteilt wurde.

    Interpol ist somit für Russland – und wohl auch für den gesamten Globalen Süden – zu einem wertlosen Werkzeug verkommen; untauglich, um nach Straftätern international zu fahnden und sie den zuständigen nationalen Behörden zuzuführen.

    Die Mitglieder, Partner und Kandidaten von BRICS und SCO, den beiden Hauptorganisationen des Globalen Südens, sollten eine auf Strafrecht und nicht auf Politik beruhende Parallelorganisation zu Interpol gründen, damit die Zusammenarbeit der nationalen Polizeiorganisationen im Globalen Süden besser funktioniert. Die Systeme von Interpol würden ja funktionieren, wenn die Politiker Strafrecht nicht durch Politik austauschen würden.

    Verbrecher wie Bill Browder fühlen sich heute sicher, denn er wird faktisch für seine Straftaten nicht belangt, da er aus politischen Gründen geschützt wird – es ist keine erstrebenswerte Situation für eine Gesellschaft, wenn Verbrecher nicht belangt werden.

    Auf jeden Fall sollte der russische Staat, ohne Zeit zu verlieren, seine zuständigen Staatsanwaltschaften auffordern, Strafverfahren gegen alle jene europäischen Politiker einzuleiten, welche mit dem Raubzug etwas zu tun haben, denn – wie wir oben gesehen haben – hat dies nichts mehr mit anderer Auslegung eines Gesetzes zu tun, sondern diese Leute sind Kriminelle und sollten auch als solche behandelt werden.

    Weiter sollte man in Betracht ziehen, dass die gegenwärtigen Bemühungen von Merz & Co. der letzte Schritt sind, auch das gesamte Kapital zu stehlen. Bereits wurden Milliarden (Zinsen auf dem Kapital) gestohlen. Teile des Delikts sind somit bereits vollendet.

    Ich gehe davon aus, dass ein BRICS-Pol, wo Länder des Globalen Südens teilnehmen werden, hinter verschlossenen Türen bereits besprochen werden. Falls dies umgesetzt wird – und daran habe ich keine Zweifel – werden die Damen und Herren sich nur noch im müden EU-Raum bewegen können. Ausserhalb dieser untergehenden Zone der Welt werden sie Gefahr laufen, verhaftet und nach Russland ausgeliefert zu werden.

    Zivilklagen gegen alle, die mitgemacht haben

    Die russische Zentralbank hat bereits Klage beim Arbitration Court in Moskau gegen Euroclear über einen Betrag von 230 Milliarden US-Dollars eingereicht. Ein vorläufiger Gerichtstermin ist für den 16. Januar 2026 angesetzt worden. Das wird erst der Anfang sein, denn man sollte alle Institutionen – die EU, jedes EU-Mitglied – sowie jede mit der Angelegenheit befasste Person einklagen und dann diese Urteile überall dort vollstrecken, wo dementsprechende Vermögenswerte liegen.

    Man könnte dies sogar noch eine Stufe aggressiver gestalten, falls man die gleichen Massstäbe für Enteignungen ansetzen würde, wie dies der Westen mit Russland gemacht hat. Es genügte, dass ein reicher Russe auf einem Foto mit Präsident Putin zu sehen war. Allein aufgrund eines gemeinsamen Fotos mit Präsident Putin wurde diesen Menschen alles weggenommen; sie wurden entrechtet und enteignet (konkrete Fälle hier, hier und hier).

    Falls die gleichen Massstäbe angesetzt werden, wie dies der Westen tat, wird dies zu einem Festschmaus für die Russen.

    Schritt 1:

    Gemeinsam auf einem Foto, etwa mit dem kriminellen Kanzler, was die «Nähe» dokumentiert.


    Screenshot_2025_12_24_at_19_15_01_Was_Russland_tun_k_nnte

    ordere Reihe von links: VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup; VCI-Vizepräsident Christian Hartel, Wacker Chemie; Sabine Herold, Delo Industrie Klebstoffe; VCI-Präsident Markus Steilemann, Covestro; Bundeskanzler Friedrich Merz; VCI-Vizepräsident Carsten Knobel, Henkel; Julia S. Schlenz, Dow Europe. Hintere Reihe von links: Daniel Steiners, Roche Pharma; Matthias Zachert, Lanxess; VCI-Vizepräsident Markus Kamieth, BASF; Bill Anderson Bayer; Reinhold von Eben-Worlée, Worlée-Chemie; Hubertus von Baumbach, C.H. Boehringer Sohn; VCI-Schatzmeister Henrik Follmann, Follmann Chemie; Martin Babilas, Altana. (Weitere, nicht abgebildete Präsidiumsmitglieder sind: Belén Garijo, Merck; Christian Kullmann, Evonik)


    Wir picken uns hier als Beispiel Herrn Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender, BASF, aus der Gruppe.

    Schritt 2:

    Damit ist die kriminelle Energie von Herrn Kamieth und somit auch von seiner Arbeitgeberin, der BASF, hinlänglich nachgewiesen, und somit sind alle privaten Vermögenswerte von Herrn Kamieth und alle Vermögenswerte der BASF vogelfrei, d.h. stehen zum Raub bereit.

    Viele Leser werden jetzt denken, dass das unfair und unmöglich ist, aber wir wenden bei diesem Gedankenspiel nur die gleichen Massstäbe an, die die EU, die Schweiz und die Amerikaner gegenüber Russland angewandt haben. Wir sind uns sicher, dass alle betroffenen Personen und Firmen keinerlei Einwendungen gegen ein Vorgehen haben, das sie selbst anwandten. Zugegebenmassen ist man bei diesem Vorgehen lieber der Agierende als der Erhaltende.

    Schritt 3:

    Jetzt sucht Russland in Russland selbst und in jenen Ländern, welche die Entscheide vollstrecken werden, nach Vermögenswerten, in unserem Beispiel von BASF. Eine Perle liegt in China, wo BASF 10 Milliarden Euro investiert hat.


    Screenshot_2025_12_24_at_19_17_09_Was_Russland_tun_k_nnte

    Das Verbundwerk in Zhanjiang soll der weltweit drittgrößte Standort von BASF werden – Quelle: Die Welt


    Würde Russland somit so vorgehen, wie das der Westen seit Jahren macht, wird sich der russische Bär jahrelang vollfressen können, denn er kann sich seine Honigtöpfe aussuchen. 

    Fazit

    Die Europäer entpuppen sich als dümmliche, arrogante und kurzsichtige Kriminelle – allen voran Friedrich Merz, der seine komplette Schlappe letzte Woche dennoch als Sieg verkaufen wollte.

    "Der Letzte löscht das Licht."

    Mit ihrem Agieren verlieren die EU, die Mitgliedsländer, welche solche Raubzüge unterstützen, jede noch verbliebene Glaubwürdigkeit, vernünftige Gesprächspartner zu sein. Die Einzelpersonen laufen Gefahr, im gesamten Globalen Süden verhaftet zu werden und an Russland ausgeliefert zu werden – als Diebe von Milliarden von Euros.

    In unserem Gedankenspiel setzten die Russen die gleichen Massstäbe an wie dies der Westen seit Jahren tut; diesmal sind jedoch nicht die Russen, sondern die Europäer die betroffenen. Ergebnis: Der Letzte löscht das Licht.

     

    Analyse Merz, Friedrich von der Leyen, Ursula EU Europa Deutschland Russland BASF Rat der Europäischen Union Euroclear

    13 Kommentare zu
    «Was Russland tun könnte»


    Brigitte Wenger Di. 23 Dez 2025, 10:26

    Lieber Herr Henseler, ich gebe Ihnen Recht im vollen Umfang. Manchmal muss man tatsächlich die "Sprache" anwenden, die das Gegenüber wenigstens versteht, auch wenn es sich noch so dumm stellt. Ich bin sehr gespannt was mir als 70-Jährige und damit 4 Enkeln, um die ich mich auch in der Schweiz sorge, so alles bringen mag. Ihnen und allen Mitstreitern hier wünsche ich frohe Festtage und einen unfallfreien, guten Rutsch ins Neue Jahr, verbunden mit herzlichem Dank für alle Ihre Bemühungen :-)

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    Ralf Binde Di. 23 Dez 2025, 11:24

    BRICS-Pol alleine wird nicht reichen. Der Westen hat ja nahezu alle Organisationen gekapert, derer er habhaft werden konnte. Da gehört u.a. der IstGH dazu. Deren Chefankläger ist jüngst (leider in Abwesenheit) in Moskau zu 15 Jahren Haft (9 davon in einem Straflager) verurteilt worden. Mir fallen spontan eine Menge Politiker aus EU oder Bundesregierung ein, denen ich ein ähnliches Urteil aus tiefstem Herzen gönne.

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    sepp goldinger Di. 23 Dez 2025, 12:37

    Ich bin ja wie P.H. auch Schweizer, und die Schweiz wäre ja nicht Mitglied deses Verbrecherclubs namens EU. Aber die Wirklichkeit sieht ganz anders aus: Ich möchte vor allem die schweizerischen Leser dieser wie immer sattelfesten Information von Peter Hänseler ermuntern, auf dem folgenden Youtube-Kanal " «Neutrality Studies Deutsch» das Interview mit einer Schweizerin afrikanischer Herkunft anzuhören. Der Titel: «Von der EU sanktioniert, von der Schweiz im Stick gelassen. "

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    Antwort auf wilk Di. 23 Dez 2025, 20:43

    Dazu als jüngstes Beispiel das Vorgehen der EU gegen den in Belgien lebenden Schweizer Jacques Baud... und wie die Schweizer Classe politique im Bundesbern darauf reagiert, respektive nicht. Abgesehen davon: Ebengenannte tun nach wie vor alles dafür, dass die Schweiz Mitglied der EU wird - absolut unglaublich (gelinde gesagt). Und in der Schweizer Bevölkerung: nach wie vor das grosse Schweigen.

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    johann strempfl Di. 23 Dez 2025, 12:50

    Danke an ,,FG,, für diesen Artikel, wo es zum hinzufügen nicht viel gibt. / Zzgl. Information, und zwar, unser ,,Ö-Kanzler,, ist aus Brüssel zurück gekommen und hat gemeint zu diesem 90Mill. Deal (Betrug), wir aus österr. Sicht haben zugestimmt, denn es kostet den österr. Steuerzahler nicht´s ! ! / Wie Sie richtig angemerkt haben, der Sieger bestimmt die Regeln, so wie ich die RU kenne, sie sind sehr schlecht im VERGESSEN ! ! !

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    Kenneth Joseph Wood Di. 23 Dez 2025, 13:23

    Thank you, Peter. Very cogent review of the EU's current piracy.

    Theft on a cosmic scale. Such has been condemned and vilified by civilized societies for millennia.

    What is the closest thing to an EU‑level definition of private or "sovereign" property? This:

    Article 17 of the Charter of Fundamental Rights of the European Union (CFR):
    Everyone has the right to own, use, dispose of, and bequeath lawfully acquired possessions. No one may be deprived of possessions except in the public interest, under conditions provided by law, and with fair compensation paid in good time.

    Seems as though the EU has already addressed this on 30.9.2020 in Brussels, with the following comments by President von der Leyen:

    "The rule of law helps protect people from the rule of the powerful.
    It is a guarantor of our fundamental rights and freedoms every day.
    It is the guarantor of our most basic of everyday rights and freedoms.
    It guarantees freedom of expression and freedom of the press.
    It allows us to give our opinion and be informed by a free press."

    So, the EU in crystal-clear fashion--violates its own "rule of law."

    What is the Russian Federation's solution? Turnabout is fair play. Seize and appropriate all EU property under its control OR under Russian jurisprudence. Example: Moscow court issues a judgement for Russia--the decree is certified and transmitted to China, where it is enforced. Bye-bye EU member nation's assets. Wash, rinse, repeat ad infinitum until judgment amount is satisfied.

    Note: with the EU collapsing under its own weight of debt, Russia is smart enough not to toy with enforcing asset seizures in countries ready to collapse. It's a useless effort. Any good 'collections lawyer' or repo-man in legal systems knows that there must be a viable asset to levy and seize upon. EU is quickly becoming a dried-out husk or what it was. Fool's gold.

    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE-EN/TXT/?from=MT&uri=CELEX%3A52020DC0580

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    Peter Pan Di. 23 Dez 2025, 16:33

    Das Resultat des Raubzugs: die Kapitalflucht von West nach Ost hat begonnen. Das sieht man man heute in den Märkten. Reales ist nicht mehr lieferbar, die Preise von Silber, Gold, Platin sowie Palladium explodieren und Staatsanleihen werden abverkauft. Niemand wird mehr sein Vermögen dort lagern oder sich dort niederlassen wo Willkür herrscht.

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    Paolo Martinoni Di. 23 Dez 2025, 16:35

    Auf diesen Artikel habe ich lange gewartet, vielen Dank!

    Auf diesen Kommentar antworten

    Julian Di. 23 Dez 2025, 17:19

    This reasoning and process must also be applied to the U.S. which in its 28 point peace proposal also freezes Russian assets which it acknowledges are Russian, proposes to use those assets to rebuild Ukraine and claims a right to 50% of the profits in perpetuity since it decides on the conditions on which to release any of the assets.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Paolo Martinoni Di. 23 Dez 2025, 18:28

    Meine Befürchtung ist, dass Ursula von der Leyen und all ihre Helfershelfer aus fast allen europäischen Ländern und auch vielen nicht-europäischen, allen voran den USA und der Ukraine, niemals zur Rechenschaft gezogen werden für ihre Verbrechen, deren Schwere ihresgleichen suchen. Vor allem die US-Anstifter des Ukraine-Kriegs werden nie belangt werden. Ich hoffe, mich zu täuschen.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Patrick Reto Bieri Mi. 24 Dez 2025, 10:26

    Sie können sicher sein, diese Sekte wird zur Rechenschhaft gezogen :-)

    https://hagia.de/

    https://icedrive.net/s/2b2e6naUAq

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    J.Blumer Mi. 24 Dez 2025, 9:13

    Hoffen wir , die am meisten leiden , Palästina , Ukraine , Russland
    Venezuela und viele andere überstehen das Unheil , vor allem
    verursacht durch die USA und seinen Vasallen ,den grössten Unfriedestifter weltweit .

    Ich stimme Herrn Hänseler zu . Vor allem die letzten 2 Abschnitte !
    Ich wünsche allen unseren " Mitdenkern " ruhige Festtage und
    ein besseres 2026

    Weiterhin viel Erfolg für Herrn Hänseler und seinem Team , danke !

    Auf diesen Kommentar antworten

    Alexander Mi. 24 Dez 2025, 17:18

    Ihnen Worten und Wünschen schliesse ich mich mit inneren Friedensgedanken an.
    4 der 10 Gebote zu befolgen würde für eine bessere Welt genügen, wie Frau Any Person zum vorherigen Beitrag zur Türkei erhellend vermerkte.
    Danke allen hier im Forum, tolerant, diplomatisch.
    Dank verstehe ich als Wertschätzung.

    Auf diesen Kommentar antworten


    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/was-russland-tun-konnte-1


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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