aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. Dezember 2025, 13:00 Uhr
_RTDE 25.12.2025
_*"Territorium der Rechtlosigkeit":
Moskau rät Russen von Reisen nach Deutschland ab
*Moskau rief die Russen dazu auf, von Reisen nach Deutschland abzusehen.
Die Sprecherin des Außenministeriums Maria Sacharowa wies auf Fälle hin,
in denen Russen an deutschen Flughäfen persönliche Gegenstände
abgenommen wurden, und bezeichnete das Land als Territorium der
Rechtlosigkeit.
Das russische Außenministerium fordert russische Staatsbürger auf, ohne
zwingenden Grund auf Reisen nach Deutschland zu verzichten. Dies gab die
offizielle Sprecherin des Ministeriums Maria Sacharowa auf einer
Pressekonferenz bekannt:
/"Wir fordern die Bürger unseres Landes nachdrücklich auf, ohne
zwingenden Grund auf Reisen nach Deutschland zu verzichten. Die
entsprechende Empfehlung wurde auf den offiziellen Webseiten des
Ministeriums und der Auslandsvertretungen veröffentlicht."/
Sacharowa merkte an, dass die Empfehlungen auch für Journalisten, die
nach Deutschland entsandt würden, nützlich seien, da "es Probleme gibt".
Diese Stellungnahme gab die Pressesprecherin vor dem Hintergrund der
Vorfälle in Deutschland mit russischen Staatsangehörigen ab, die nach
Angaben der deutschen Strafverfolgungsbehörden gegen die
Sanktionsregelungen verstoßen haben sollen. Als Beispiel nannte
Sacharowa einen Vorfall am Flughafen Stuttgart: Deutsche Zollbeamte
beschlagnahmten persönliche Gegenstände und Bargeld einer Russin unter
dem Vorwand, sie habe gegen die Sanktionsbestimmungen verstoßen.
Sacharowa beharrt darauf, dass die deutschen Behörden so nicht nur mit
"einfachen Bürgern", sondern auch mit "Personen des öffentlichen Lebens"
umgingen. Zur Untermauerung ihrer Worte erinnerte die Sprecherin an die
Festnahme des Cheftrainers von Zenit St. Petersburg Sergei Semak und
seiner Frau Anna am Flughafen München. Semak selbst berichtete, dass sie
gezwungen worden seien, eine Geldstrafe "für ein Paar Schuhe, eine
Brille und ein Halstuch" zu zahlen und alle im EU-Gebiet gekauften Waren
zurückzulassen. Sacharowa schlussfolgerte:
/"Solche Fälle sind keine Seltenheit. Die Bundesrepublik Deutschland ist
de facto zu einem Territorium der Rechtlosigkeit für Menschen bestimmter
Nationalität geworden, in diesem Fall für Menschen aus Russland, Bürger
unseres Landes, Russen und Russinnen."/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
26.12.2025
Ukraine in Kürze
aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. Dezember 2025, 12:59 Uhr
_RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 25.12.2025
_*Joe Bidens Sohn bezeichnet Ukraine als Schlangennest*
Der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden, Hunter, verglich die
Biden erinnerte daran, dass er im Jahr 2014 in den Vorstand des
ukrainischen Gasunternehmens Burisma Holdings eingetreten war, das ihm
trotz fehlender Erfahrung in der Branche eine Million US-Dollar pro Jahr
zahlte. Hunter sagte: /"Ich war sehr, sehr naiv in Bezug darauf, was für
ein Schlangennest die Ukraine ist. Wie absolut, nun ja, wie erschreckend
das Ausmaß der Korruption dort [immer noch] ist." /Er bezeichnete seine
Arbeit bei Burisma Holdings als absoluten Fehler und brachte dies mit
der politischen Position in Verbindung, "in die uns das alle gebracht hat".
_RTDE 25.12.2025
_*Nach Todeswunsch: Kreml bezeichnet Selenskijs Weihnachtsansprache als
unkultiviert und verbittert
*Die Weihnachtsansprache des ukrainischen Machthabers Wladimir Selenskij
war seltsam, erklärte der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri
Peskow gegenüber Journalisten. Der Pressesprecher des Kremls sagte:
"Wir haben Berichte über die wirklich seltsame Weihnachtsansprache
Selenskijs gestern gesehen. Sie war unkultiviert, verbittert und wirkte
wie von einem unzurechnungsfähigen Menschen. Man möchte sich fragen, ob
er in der Lage ist, eine angemessene Entscheidung im Sinne einer
politischen und diplomatischen Lösung zu treffen." (…)
_RTDE 25.12.2025
_*Umfrage: 40 Prozent der Ukrainer glauben, dass auch Selenskij in
Korruption verwickelt ist
*Vier von zehn Ukrainern glauben laut einer neuen Umfrage, dass Wladimir
Selenskij auch in den umfassenden Korruptionsskandal im Energiesektor
verwickelt ist, aufgrund dessen ein langjähriger Geschäftspartner des
ukrainischen Präsidenten aus dem Land geflohen ist.
Die Regierung von Selenskij und der Präsident selbst stehen unter
verstärkter Beobachtung, nachdem die Antikorruptionsbehörden im
vergangenen Monat ein Verfahren gegen den Geschäftsmann Timur Minditsch
und mehrere andere hochrangige Beamte wegen eines Bestechungssystems in
Höhe von 100 Millionen US-Dollar eingeleitet haben.
Mehrere Minister traten nach dem Skandal zurück, darunter auch Andrei
Jermak, Selenskijs einflussreicher Stabschef, der mutmaßlich von der
Korruption wusste. Selenskij distanzierte sich von dem Skandal und
unterstützte öffentlich die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden.
Laut einer Umfrage von /SOCIS/ gaben 38,9 Prozent der Befragten an,
Selenskij sei in den Korruptionsskandal verwickelt gewesen, während 29,3
Prozent glauben, er habe davon gewusst, aber nicht direkt daran
teilgenommen. 18,8 Prozent sind der Ansicht, er habe nichts gewusst, und
13,1 Prozent zeigten sich unentschlossen.
Was die Verantwortung betrifft, sind 30 Prozent der Meinung, Selenskij
solle sich vor Gericht vollumfänglich rechtfertigen, während 28,4
Prozent für die Übernahme der "politischen Verantwortung" und ein Verbot
seiner Kandidatur für ein öffentliches Amt plädierten. 30 Prozent gaben
jedoch an, es gebe keine Beweise für seine Beteiligung, und 11,6 Prozent
waren in dieser Frage unentschlossen. Bei der Umfrage wurden 2.000
Personen zwischen dem 12. und 18. Dezember befragt.
Eine Umfrage von /Info Sapiens/ von Anfang dieses Monats ergab, dass
Selenskijs Zustimmungswerte nach dem Korruptionsskandal auf 20,3 Prozent
gesunken waren. Dieselbe Umfrage ergab auch, dass Waleri Saluschny,
Selenskijs potenzieller Hauptrivale um die ukrainische Präsidentschaft
und ehemaliger Oberbefehlshaber, der derzeit als Kiews Botschafter in
Großbritannien tätig ist, bei 19 Prozent liegt. Obwohl Saluschny
Gerüchte über politische Ambitionen zurückgewiesen hat, berichten
Medien, er bereite insgeheim eine Wahlkampagne vor.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die besten (meistgelesenen) Beiträge von Lost in EUrope im vergangenen Jahr. Folge 3 von 10 zu einer brisanten Enthüllung der “New York Times” zum Krieg um die Ukraine.
Die “New York Times” zeigt in einem neuen Report, wie der Ukraine-Krieg von US-Militärs in Wiesbaden geplant und geführt wurde. Doch Berlin schaut weg – von der deutschen Verstrickung will man ebenso wenig wissen wie vom amerikanischen Stellvertreterkrieg.
Nicht sehen, nichts hören und nichts sagen: Dies scheint die Strategie von Verteidigungsminister Pistorius und seinen Chefs im Kanzleramt zu sein. Weder Noch-Kanzler Scholz noch sein designierter Nachfolger Merz wollen sich äußern.
Dabei hat es der Bericht der “New York Times” in sich. Er zeigt nicht nur, wie der Krieg gegen Russland von den USA in Wiesbaden geplant und geführt wurde.
“Tötungsmaschine” in Deutschland
Im US-Hauptquartier Europa und Afrika wurde eine “Tötungsmaschine” eingerichtet, so das Blatt.
“In kritischen Momenten bildete diese Partnerschaft das Rückgrat der ukrainischen Militäroperationen, bei denen nach US-Zählungen mehr als 700.000 russische Soldaten getötet oder verwundet wurden.”
Der Report zeigt auch, dass der amerikanische Stellvertreterkrieg Ende 2022 in einen Atomkonflikt zu eskalieren drohte – und dass er erneut außer Kontrolle geraten könnte. Denn die Ukrainer versuchen, sich mithilfe der Deutschen und Europäer von den USA zu lösen.
Dies sollte eigentlich alle Alarmglocken in Berlin klingeln lassen. Denn zum einen wird Deutschland von den USA und der Ukraine als Drehscheibe für einen Krieg gegen Russland mißbraucht – obwohl sich Deutschland offiziell nicht im Krieg mit Russland befindet.
Russland “härter und tiefer” treffen
Zum anderen zeigt der Bericht, dass sowohl die USA als auch die Ukraine die Einsatzregeln immer mehr gelockert haben, um Russland härter und “tiefer” zu treffen. Wenn sich die Amerikaner wie befürchtet zurückziehen, dürfte die Ukraine noch aggressiver vorgehen.
Kann Kiew dann auf deutsche Hilfe hoffen? Wird Deutschland von der (mehr oder weniger passiven) Drehscheibe zur aktiven Kriegspartei? Ist es das, was Pistorius und Merz mit Taurus vorhaben, ist das der Grund der geplanten Aufrüstung ohne Ende (“Whatever it takes“)?
Fragen über Fragen – doch Berlin antwortet nicht. “Dem Friedensgebot ist diese Bundesregierung auf das Tiefste verpflichtet”, sagte ein Regierungssprecher auf Nachfrage der “Nachdenkseiten” – das war’s…
UPDATE:Mittlerweile bekennt sich die Bundeswehr ganz offen zu der zentralen Rolle, die Wiesbaden im Krieg um die Ukraine spielt. „Wir stellen sicher, dass die Ukraine im Krieg gegen Russland bestehen kann“, sagt Generalmajor Maik Keller, der stellvertretende (deutsche) Kommandeur der NATO-Initiative zur Unterstützung der Ukraine (NSATU) in Wiesbaden. NSATU berichtet direkt an den SACEUR, den höchsten militärischen Befehlshaber der NATO in Europa.
Dieser ist immer ein Amerikaner, aktuell General A. G. Grynkewich. Er setzt seine Arbeit für die Ukraine fort – auch wenn US-Präsident Trump einen anderen Eindruck erweckt. Neu ist lediglich, daß die US-Waffen von den EUropäern bezahlt werden – Trump hat sich aus der Finanzierung zurückgezogen. Überwacht wird dieser bizarre Mechanismus namens PURL von einem EUropäer, dem Holländer M. Rutte. Und größter Beitragszahler ist natürlich wieder Deutschland!
Deutschland übernimmt immer gern eine “Führungsrolle”. Am nachhaltigsten und prägendsten für die ganze Welt war diese Führungsrolle in der Geschichte immer, wenn es um Gewalt, Mord und Totschlag ging. Dieses unselige Geltungsbedürfnis und Sucht nach Dominanz scheint mir – nach einer kurzen Atempause – ungebrochen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die US-Sanktionen gegen T. Breton und andere EUropäer haben eine breite Protestwelle ausgelöst – gut so! Allerdings ist es nicht das erste Mal, daß die USA Strafmaßnahmen gegen EUropa verhängen. Und die EU verhängt auch ständig Sanktionen – ein Zwischenruf.
(Dies ist die deutsche Fassung eines Tweets, den ich auf “X” abgesetzt habe)
All die Leute, die sich über US-Sanktionen beschweren, sind so vergesslich.
Die USA haben Nordstream sanktioniert, und halb Europa hat gejubelt.
Sie haben sekundäre Sanktionen gegen den Iran verhängt, und Deutschland und Frankreich haben keine Abhilfe gefunden.
Kürzlich haben sie Richter am IStGH in Den Haag sanktioniert, und die EU hat sich nicht einmal beschwert.
Übrigens sanktioniert die EU selbst deutsche, französische und schweizerische Staatsangehörige. Niemand interessiert sich dafür.
Und außerdem: Was bedeutet Sanktion? – Das sind die Gaza-Methoden des Westens = Todesstrafe – erzeugen jedes Jahr eine halbe Million Tote (so die Welt-Medizin-Fachzeitschrift ‘Lancet’ im Juli 2025 https://www.infosperber.ch/politik/welt/sanktionen-toedlicher-als-kriege/ ) – und zwar seit 70 Jahren so viele Tote! Diese Kriegführung gegen den Rest der Welt steht nun vor dem Aus. Denn die Weltmehrheit hat, um die Sanktionen zu unterlaufen, sich in den Brics zusammengeschlossen.
Und seit 1959/60 sanktionieren die USA Kuba: seit rd. 65 Jahren! Und nach jüngst Venezuela und dann Grönland wird Trump demnächst auch wieder eine Lunte nach Kuba ziehen! Das will wohl auch sein treuer Gefolgsman Rubio! Völlig schleierhaft bleibt mir unverändert was all die verhängten Sanktionen, Boykotte, Tarife, Strafzölle, etc., etc. wen Kosten!? Warum schweigen die sog. Experten dazu? Ist ihnen die Expertise ausgegangen oder is t mir etwas entgangen?
Ich habe gerade einen post dazu im Leserforum geschrieben, aber der ist irgendwie verschwunden.
Den Bürgern der EU sollte himmelangst und bange werden ob der einseitigen Machtergreifung seitens der EU-Institutionen. Aktuell führt Pascal Lotta von den Neutrality Studies ein Interview mit dem Deutschen Hüseyin Doğru, der von der EU einseitig zum Türken erklärt wurde, damit er keine Rechte als EU-Bürger einfordern kann.
Diese Selbstermächtigung sollte sämtliche Alarmglocken klingeln lassen. Heute die, morgen wir. Die Bürger EUropas müssten täglich auf der Straße sein. Das Interview ist noch auf youtube zu finden. Man darf gespannt sein, wie lange noch. Das Ausmaß dieser illegalen Sanktionen ist unfassbar. DIESER EU darf man nicht noch mehr Möglichkeiten geben.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die besten (meistgelesenen) Beiträge von Lost in EUrope im vergangenen Jahr. Folge 2 von 10 zu den Aufrüstungsplänen, die die EU im März aus dem Ärmel geschüttelt hat.
Brüssel und Berlin im Panikmodus: Am selben Tag präsentieren EU-Chefin von der Leyen und Kanzler in spe Merz (beide CDU) gigantische Aufrüstungs-Pläne. Doch wovor haben sie eigentlich Angst?
Europa sei mit einer „klaren und gegenwärtigen Gefahr“ konfrontiert, wie sie „keiner von uns in seinem Leben gesehen hat“, betont von der Leyen in einem Schreiben an die 27 Staats- und Regierungschefs, in dem sie ihr 800-Milliarden-Euro-Programm zur “Wiederbewaffnung” begründet. Es sei „nicht nötig, die ernsten Bedrohungen zu beschreiben“.
So klar, wie die Kommissionschefin behauptet, ist die Lage allerdings nicht. Ihre Behörde konnte oder wollte am Dienstag nicht einmal sagen, ob sie US-Präsident Trump noch als Alliierten oder schon als Gegner betrachtet. Ob die “klare und gegenwärtige Gefahr” aus den USA oder aus Russland kommt – oder von beiden – blieb offen. Worin sie genau besteht, auch.
Frieden als Sicherheitsrisiko?
Genauso vage war Merz. Angesichts der weiter zunehmenden Bedrohungslage müsse Deutschland “sehr schnell, sehr große Anstrengungen” unternehmen, um die Verteidigungsfähigkeit zu erhalten, sagte er. Für die Verteidigung müsse gelten: “whatever it takes”. Doch gegen wen will der CDU-Chef Deutschland denn plötzlich verteidigen?
Vor der Bundestagswahl war weder in Berlin noch in Brüssel von einer akuten Gefährdungslage die Rede. Ist sie nun über Nacht eingetreten, weil US-Präsident Trump die Militärhilfe für die Ukraine auf Eis gelegt hat? Bedroht der geplante Friedensdeal mit Russland die deutsche und europäische Sicherheit? Und wenn ja, wie? Warum schon jetzt, warum die große Eile?
Vielleicht meinen Merz und von der Leyen ja, durch Trumps Deals und seine mangelnde Bündnistreue könnten Risiken für EUropa entstehen. Dann sollten sie es aber auch deutlich sagen – und erklären, mit welchen Gefahren sie genau rechnen und wann diese eintreten könnten. Nur so wären die geplanten Milliardenschulden für Militär und Krieg zu rechtfertigen.
Wahlbetrug im Eilverfahren
Nicht zu rechtfertigen ist schon jetzt, dass Merz nun das Gegenteil von dem macht, was er vor der Wahl versprochen hat: “Keine Sondervermögen und keine Lockerung der Schuldenbremse” – das war seine Devise. Nun kommt beides – und abnicken soll es der alte Bundestag (mit SPD, FDP und Grünen), den die Wähler gerade abgewählt haben.
Das ist Wahlbetrug – und das von einem Mann, der noch nicht einmal in Amt und Würden ist! Wenn Wahlversprechen und demokratische Verfahren so schnell – quasi über Nacht – vergessen und ausgehebelt werden, dann hätten wir uns die Bundestagswahl auch gleich sparen können. Denn diesen Merz mit diesem Programm hat niemand gewählt!
Und von der Leyen erst recht nicht…
UPDATE:Es ist schockierend, wie schlecht der radikalste Politikwechsel seit dem Kalten Krieg begründet wurde – und wie dreist dabei Wahlversprechen gebrochen wurden. Doch die Sache wurde noch skandalöser: Nur zwei Wochen nach diesem Blogpost wurde der alte Bundestag zusammengetrommelt, um das Grundgesetz zu ändern und die Schuldenbremse für die Verteidigung und ein Sondervermögen auszusetzen. Die Grünen, die eine Wahlschlappe erlitten hatten, stimmten mit der neuen “Kleinen Koalition” aus CDU/CSU und SPD.Ohne diesen Trick wäre nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit zustande gekommen!
Dabei hat sich die im März beschworene “klare Gefahr” bis heute nicht konkretisiert.Trump hat sich nicht wie befürchtet aus der Nato zurückgezogen. Putin hat erklärt, daß er keinen Angriff auf Deutschland oder EUropa plane. Egal, was man davon hält – Landes- und Bündnisverteidigung rechtfertigen die Hochrüstung bisher nicht, die “ernste Lage” ist nicht eingetreten. Auch der Ukraine ist nicht geholfen – Kanzler Merz weiß nicht einmal, ob er deutsche Friedenstruppen schicken will. Derweil äußert “Politico” die Sorge, daß ein hochgerüstetes Deutschland das Kräfte-Gleichgewicht in EUropa gefährden könnte…
was mich wundert, an dieser Stelle in 2025 nichts zu den EU-seitigen Sanktionen gegen Jacques Baud gelesen zu haben, oder ist mir das durch die Lappen gegangen?
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
26.12.2025
Nachrichten von Pressenza: Greta Thunberg in London wegen Solidaritätsplakat für Palestine Action verhaftet
Greta Thunberg in London wegen Solidaritätsplakat für Palestine Action verhaftet
Die 22-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg wurde am Montag in London verhaftet und anschließend gegen Kaution freigelassen, weil sie mit einem Plakat ihre Unterstützung für inhaftierte Aktivist:innen von Palestine Action und ihre Ablehnung des Völkermords in Gaza zeigte. Sie stand…
Wärmewende kann stärker auf Elektrifizierung setzen
Fokus auf Elektrifizierung durch Wärmepumpen, Nah- und Fernwärme ermöglicht sozial gerechte Kostenverteilung. Klimaneutralität 2045 ist durch eine umfassende Elektrifizierung kosteneffizient erreichbar, ohne dass die Heizlasten im Gebäudebestand durch noch höhere Sanierungsraten reduziert werden müssen. Das zeigt eine neue Studie von…
Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Klimadogma kollabiert: CO2 kommt aus den Ozeanen, nicht vom Menschen
report24.news, 09. Dezember 2025, (C) Report24/KI
Eine weitere Studie belegt, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre den Temperaturen folgt, und nicht umgekehrt. Der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß spielt demnach faktisch keine Rolle. Selbst wenn die EU überhaupt kein Kohlendioxid mehr in die Luft blasen würde, hätte dies gar keinen messbaren Effekt.
Während Regierungen und Klimafanatiker weiterhin behaupten, jedes zusätzliche Zehntelgrad Erwärmung sei ein direktes Resultat menschlichen Fehlverhaltens, zeigt eine neue bei SCC Publishing veröffentlichte Studie mit dem Titel “Revisiting the Carbon Cycle” nun, dass die Realität deutlich unromantischer ist: Die Temperaturen treiben das CO2 – und nicht umgekehrt. Mehr noch: Die Autoren rechnen vor, dass satte 95 Prozent der heutigen CO2-Konzentration auf völlig natürliche Prozesse zurückzuführen sind, insbesondere auf die Meeresoberflächen, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts immer stärker ausgasen.
Die Studie führt unmissverständlich aus, was unabhängige Forscher seit Jahren betonen: Seit 1959 zeigt der Datensatz von Mauna Loa eine klare Wirkungsrichtung von Temperatur zu CO₂. Das heißt, die steigenden Temperaturen führen zu erhöhten Emissionen aus Böden und Ozeanen, während fossile Emissionen im Vergleich dazu eine statistische Randnotiz bleiben. Selbst die Steigerung der globalen SST-Anomalien erklärt 83 Prozent des gesamten CO2-Anstiegs seit 1959, was den jahrzehntelang gepflegten IPCC-Mythos vom CO2 als Primärtreiber der Temperaturen grotesk erscheinen lässt. Es ist ein klassischer Fall, in dem die Kausalität umgedreht wurde, um politische Programme zu rechtfertigen, die ansonsten niemals eine Mehrheit bekommen hätten.
Wenn man die Zahlen genauer betrachtet, nimmt die Absurdität noch weiter zu. Fossile Emissionen stiegen seit 1959 um knapp 8 Gt-C pro Jahr an, während die natürlichen Ozean-Emissionen im gleichen Zeitraum um 42 Gt-C pro Jahr zunahmen – also mehr als das Fünffache. Die Meere zeigen damit einen natürlichen Ausgasungstrend, der alle politischen Anstrengungen des sich im Netto-Null-Wahn befindlichen Westens zu einer Art weltfremdem Theater macht, das astronomische Summen verschlingt, aber keinerlei relevanten Einfluss auf den atmosphärischen CO2-Gehalt hat.
Wenn die Natur jedes Jahr etwa 20 Prozent des gesamten atmosphärischen CO2 austauscht, dann erübrigt sich auch die groteske Behauptung, fossile Emissionen würden tausend Jahre in der Atmosphäre verbleiben. Die angebliche CO2-Halbwertszeit von Jahrhunderten war nie mehr als eine mathematische Fiktion, die dazu diente, das Problem künstlich aufzublähen. Die tatsächliche Verweildauer liegt bei rund fünf Jahren – ein Wert, der in den Datensätzen seit Jahrzehnten sichtbar ist und dennoch beharrlich ignoriert wurde.
In der Studie wird deutlich, wie gigantisch der natürliche Kohlenstofffluss wirklich ist. Die Autoren beschreiben anhand komplexer Modellierungen, dass allein die Temperaturunterschiede zwischen tropischen und subpolaren Ozeanen gewaltige Austauschströme erzeugen. Ein warmer Ozean gast CO2 aus, ein kalter nimmt es wieder auf, und dieser Prozess liegt im Bereich von rund 100 bis 275 Gt-C pro Jahr – Größenordnungen, die das fossile Emissionsbudget wie statistisches Rauschen aussehen lassen. Dieses gewaltige System reagiert auf Temperaturschwankungen unmittelbar und hochsensibel, ohne dass der Mensch daran etwas ändern könnte, selbst wenn er es wollte. Doch weil die politische Agenda den Menschen zum Sündenbock machen musste, ignorierte man diese physikalischen Banalitäten konsequent.
Die Autoren betonen, dass von den heutigen 425 ppm CO2 lediglich 23 ppm auf menschliche Emissionen zurückzuführen sind. Das bedeutet, dass der gesamte verbleibende Anteil – 402 ppm – ein natürlicher Bestandteil des Kohlenstoffkreislaufs ist, der durch Temperaturprozesse, Ozeandynamik und biologische Aktivität gesteuert wird. Der Westen kann also seine Dekarbonisierung durchpeitschen, Solarparks einbetonieren, Wärmepumpen verordnen und Industrien vertreiben – es wird am globalen CO₂-Gehalt praktisch nichts ändern. Die Studie zeigt sogar, dass selbst eine sofortige Vollbremsung sämtlicher fossiler Emissionen in der EU den CO2-Gehalt bis 2035 gerade einmal um 0,5 ppm reduzieren würde. Ein Wert, der so gering ist, dass er selbst in den natürlichen saisonalen Schwankungen untergeht.
Interessant ist auch, wie die Studie zentrale IPCC-Konstrukte auseinandernimmt. Begriffe wie Airborne Fraction, Bern-Kurve, Revelle-Faktor oder gar die Theorie, dass ein signifikanter Anteil des CO2 tausend Jahre in der Atmosphäre bleibe, entpuppen sich laut den Autoren als unhaltbare Annahmen, die durch reale Messdaten nicht gestützt werden. All diese Modelle basieren auf theoretischen Rückschlüssen, die sich nur halten konnten, weil sie von politischen Entscheidungsträgern und Aktivisten bereitwillig als wissenschaftliche Wahrheit präsentiert wurden. Doch wenn die Messdaten über achthundert Monate hinweg zeigen, dass CO2-Änderungen eng mit tropischen Anomalien bei den Temperaturabweichungen an der Meeresoberfläche korrelieren, aber nicht mit fossilen Emissionen, dann kann man nicht länger so tun, als wäre der Mensch der entscheidende Faktor.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Geimpft, getötet, gelogen...
freischwebende-intelligenz.org, vom Dez. 18, 2025, Milosz Matuschek
...und wann zur Rechenschaft gezogen? Über das nahende Ende der toxischen Impflüge – zugleich Rezension des Buches "Die Impf-Mafia" von Ex-Pfizer Cheftoxikologe Dr. Helmut Sterz.
Es bräuchte mehr Insider, die sich zu Wort melden, dann wäre das Impfnarrativ längst weg vom Fenster (Bild: Screenshot Rubikon)
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Wenn Ideologie regiert, steht die Welt auf dem Kopf.
Die große Frage der nächsten Zeit wird sein, ob sie wieder zurück auf die Füße gestellt werden kann oder nicht. Und vor allem: Wodurch?
Der Anfang ist gemacht. Von der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC wurden zehn tote Kinder durch mRNA-Impfstoffe gemeldet. FDA-Forscher empfahlen zuletzt eine Black-Box-Warnung für mRNA-Impfstoffe – der letzte Schritt vor der Marktentfernung, quasi kurz vor Ramschniveau. Das für Impfstoffsicherheit in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut kann derweil noch nicht mal Gesprächsprotokolle der eigenen Sitzungen liefern.
Das ganze Impfnarrativ ist seit Beginn ein einziger toxischer Ballon. Es begann mit einer Testpandemie und asymptomatischen Kranken – jetzt schält sich der angebliche “Gamechanger” als Biowaffe gegen die eigene Bevölkerung heraus.
Das Buch von Helmut Sterz setzt die Nadel an diesen toxischen Ballon, betrachtet die Innenwelt der Prüf- und Zulassungsverfahren von Pfizer und hat das Potential, das Narrativ zum Kippen zu bringen (das Buch können Sie hier bestellen).
In der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages wurde es soeben kurz “spahnend”, denn dort erfuhr man vom ehemaligen Gesundheitsminister Spahn, dass die Impfung nur schwere Verläufe verhindern sollte, während er zuvor genauso sicher behauptet hatte, nur die Impfung schütze vor Infektionen. Letzteres widerlegten die mehrfachgeimpften Drosten und Buyx an eigenem Beispiel. Als Basis für 2G sollte der Impfstoff übrigens vor Ansteckung schützen, wozu er nie konzipiert war. Die Lüge ändert ihr Mäntelchen, wie es für sie gerade passt. Wenn es also eine “Impf-Mafia” gibt, so der plakative Titel von Sterz’ Buch, also eine Art Bündnis zur Verbrechensverabredung inklusive Omertà, dann war sie äußerst stümperhaft und schlecht abgesprochen unterwegs. Jeder erzählte irgendetwas anderes und behauptete felsenfest, das sei Wissenschaft.
Kleiner Tipp: Kritische Information liest man sicherer hinter einer Tarnkappe –Holen Sie sich jetzt eine VPN, ein unerlässliches Werkzeug für Freiheit und Schutz vor Überwachung. Beim Vorweihnachtsangebot von PureVPN, sparen Sie gerade 88%. Man kann auch mit Kryptowährungen bezahlen und in manchen Tarifen ist noch eine e-sim mit dabei.
Kann man indoktrinierte Hirne, so Michael Nehls, überhaupt noch irgendwie erreichen? Schon Mark Twain wusste, dass es leichter ist zu lügen, als jemanden davon zu überzeugen, dass er belogen worden ist. Klar ist: Wenn die Impfung nicht vor Weitergabe schützen sollte, waren alle 2G-Maßnahmen reine Willkür und damit verfassungswidrig, weil extrem unverhältnismäßig. Die Einrichtungsbezogene Impfpflicht ist es ebenso.
Wo sind die Amnestieverfahren gegenüber Ärzten, die Kochsalz verimpften? Wo gegenüber Bundeswehrsoldaten, die sich nicht haben impfen lassen? Wo sind die Wiedereinstellungen der Menschen, die wegen fehlender Impfung ihre Jobs verloren haben? Wo ist die Rehabilitierung der Impfkritiker, die von Medien etikettiert und ausgegrenzt worden sind? Wo sind die Entschädigungen gegenüber den Impfopfern und wo die Einleitung der Strafverfahren gegen Impfstoffhersteller, Politiker und ihre propagandistischen Steigbügelhalter? Viele Fragezeichen im besten Deutschland aller Zeiten.
Die Wissenschaft rätselt noch, die Corona-Junta widerspricht sich selbst und das PEI protokollierte nicht mal Sitzungen (Bild: Netzfund)
Helmut Sterz sticht mit seinem Buch zur richtigen Zeit in diesen toxischen Ballon hinein, während sich die Vorzeichen aus den USA kommend massiv verändert haben und dem Thema Aufarbeitung ungeahnten Auftrieb verleihen. Sterz weiß, was es braucht bezüglich Studien, Tests und Datenlage, um Impfstoffe auf den Markt zu bringen. Er kennt die Prüfverfahren und hat in seinem Buch genauestens nachgezeichnet, was an Studien bei Pfizer vorgenommen worden ist, was unterlassen worden ist und warum aus dieser Gesamtlage der Vorwurf entstehen muss, dass hier mit Vorsatz gehandelt worden ist.
Es ist auch hier nicht das eine große Versäumnis, das man herauspicken kann oder muss; das erschreckende Sammelsurium der Verfehlungen macht den Skandal. Es gibt eine (juristisch festzulegende) Grenze, ab der ein Sammelsurium von Fehlern, Weglassungen, Abkürzungen, Vertuschungen etc. die Verantwortlichkeit begründen und aus dem Versehen ein Verbrechen machen.
Wo will man ansetzen? Die Liste ist lang und hier unvollständig: Unzureichende allgemeine Toxizitätsstudien, fehlende Dosisfindungsstudien, keine Sicherheitspharmakologie-Studien, keine Immuntoxikologie-Studien, fehlende Genotoxizitäts- und Karzinogenitätsstudien, keine Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, keine Studien zur Pharmakokinetik und Biodistribution…
Besonders skandalös war der Umgang mit Schwangeren: Obwohl Frühaborte kurz nach der Impfung bekannt waren, empfahl man Schwangeren die Impfung mit politischem Nachdruck, erklärte sie zur besonders “vulnerablen Gruppe”. Wenn all das kein System hat, was dann?
All diese Umstände wiederum und die Beweisführung sind aus haftungsrechtlichen Gesichtspunkten entscheidend, denn nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit gilt die Haftungsbefreiung nicht, welche die Politik den Impfstoffherstellern großzügig eingeräumt hatte. Auch das ein Skandal, über den noch zu sprechen sein wird. Daraus abgeleitet stellt sich auch die Frage der Haftung von Politikern und medialen Propagandisten.
Nicht nur wer mit Wissen und Wollen lügt, handelt vorsätzlich, auch derjenige, der ins Blaue hinein Behauptungen aufstellt, ohne genau zu wissen, ob diese zutreffen, und ohne offenbar tiefere Erkenntnisse darüber eingeholt zu haben, was Tatsachenbasis ist. In diesem Fall sprechen Juristen von sogenanntem bedingtem Vorsatz. Es ist die erste Stufe des Vorsatzes, der wiederum Voraussetzung ist für die meisten Delikte.
Ein Karl Lauterbach, der zum Beispiel mehrfach behauptet hat, die Impfungen seien nebenwirkungsfrei beziehungsweise quasi nebenwirkungsfrei, und damit mögliche schwere Folgen der Impfstoffe entweder vertuscht, verschwiegen oder geleugnet hat, ist ganz klar im Bereich des bedingten Vorsatzes unterwegs.
Hat er bei den Herstellern konkret nachgefragt? Hat er sich bei den Zulassungsbehörden konkret darüber informiert, wie die Datenlage aussieht, welche unerwünschten Meldungen eingetreten oder erfolgt sind? Auf Nichtwissen kann derjenige nicht plädieren, der derartige Behauptungen felsenfest aufstellt, und dann noch in einer Position, in der er besonderes Vertrauen für sich reklamiert. Wer so spricht, wie Lauterbach es tat, dem sind die Folgen egal. Und das ist bedingter Vorsatz.
Wer sich bewusst blind und taub stellt, aber in maximaler Weise das Propagandamaul aufreißt, macht sich nun einmal strafbar. Und das Buch von Helmut Sterz kann der Wendepunkt sein, der dieses Narrativ zum Kippen bringt und die Beteiligten für diese Straftaten zur Rechenschaft gezogen werden.
Was es jetzt bräuchte, sind massenhaft Anzeigen. Wenn diese nicht verfolgt werden, braucht es Klageerzwingungsverfahren und in letzter Konsequenz Dienstaufsichtsbeschwerden gegen untätige Staatsanwälte oder Anzeigen gegen dieselben wegen Strafvereitelung im Amt.
Klar ist: Fünf Jahre nach Corona – und damit sind wir wieder bei Mark Twain – kann die Lüge den Erdball einmal umrundet haben und dabei Milliarden Menschen ins Elend stürzen, während sich die Wahrheit erst noch die Schuhe anzieht. Was jedem zu denken geben muss: Weder mit medialen, wissenschaftlichen noch juristischen Mitteln hat es die alternative Sichtweise auf das Geschehen bisher in das Overton-Fenster der Medien geschafft, nicht in die Gerichtssäle der Republiken, nicht in die Aufklärungskommissionen der Demokratien.
Und damit stellt sich die große Frage, wie angesichts des Systemunrechts, das begangen worden ist, diese unsere Staatsform und dieser angebliche Wertewesten noch zu halten sind.
Klar ist nur: Wir müssen all dies aus eigener Kraft aufarbeiten. Uncle Sam wird in Deutschland keinen Regimesturz durchführen, nicht "Frieden, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit” (und Presselizenzen für Systemmedien mitsamt Rosinen) vom Himmel regnen lassen – dafür fehlt es schlicht an Anreizen in diesem Land, also sowohl an Rohstoffen als auch an Grips.
Dafür gibt es in Deutschland ganz ganz viele Dauerwerbesendungen gerade. Nichts scheint niemandem mehr zu peinlich zu sein. Auch das: ein Krisenphänomen.
Helmut Sterz, Die Impf-Mafia, Pfizers ehemaliger Cheftoxikologie weist nach, wie uns rechtswidrig Giftstoffe als Heilmittel gegen Covid-19 verkauft wurden, 240 Seiten, Rubikon-Verlag, 24 Euro (hier bestellbar)
Es bräuchte mehr Insider, die sich zu Wort melden, dann wäre das Impfnarrativ längst weg vom Fenster (Bild: Screenshot Rubikon)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Selenskijs Weihnachtsansprache
aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Dezember 2025, 14:43 Uhr
*"Frohe Weihnachten und möge er verrecken" –
Selenskijs bizarre Ansprache zu Heiligabend
*In seiner Ansprache an das ukrainische Volk an Heiligabend äußerte
Präsident Wladimir Selenskij einen ganz besonderen Wunsch.
In einem Video, das auf den offiziellen Kanälen in sozialen Medien
veröffentlicht wurde, wünschte er dem russischen Präsidenten den Tod.
Natürlich sei der eigentliche Wunsch der Menschen größer, so Selenskij
weiter: "Wir beten für Frieden in der Ukraine." Ohne den Namen "Putin"
zu erwähnen, ist allen klar, dass sich der Todeswunsch auf den
russischen Präsidenten bezieht.
Bis 2023 feierten die Ukrainer Weihnachten nach dem Julianischen
Kalender, wie Russen, Georgier, Serben und einige andere orthodoxe Christen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Steinmeiers Weihnachtsansprache: Oh, du Phrasige!
aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. Dezember 2025, 14:44 Uhr
*Alle Jahre wieder das gleiche Ritual: Frank-Walter Steinmeier bemüht
sich um besinnliche Worte, zündet aber nur ein leeres Floskelfeuerwerk.
Eine Empfehlung, den Fernseher ausgeschaltet zu lassen.
/Von Boban Dukic
/Es ist eine liebgewonnene Tradition. Am ersten Weihnachtsfeiertag, wenn
die Mägen gefüllt und die ersten Geschenke bereits wieder achtlos in der
Ecke liegen, erscheint das Staatsoberhaupt auf den Bildschirmen. Die
Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten soll ein Moment des
Innehaltens sein, ein Appell an die Gemeinschaft, der dem Land Halt und
Orientierung gibt. Ein paar geschickt gewählte Worte, die über Gräben
hinwegreichen und uns auf einem minimalen Nenner des Gemeinsinns
zusammenbringen. Doch kann jemand wie Frank-Walter Steinmeier diese
Aufgabe überhaupt noch erfüllen?
Der amtierende Präsident ist weniger ein Brückenbauer als vielmehr ein
Champion der Binsenweisheiten, ein Meister der pastoralen Plattitüde.
Seine Glaubwürdigkeit als einende Figur hat er selbst nachhaltig
demontiert. Es war Steinmeier, der den amtierenden US-Präsidenten einst
als „Hassprediger“ titulierte. Es war derselbe Steinmeier, der Millionen
Bürger, die einer Oppositionspartei ihre Stimme geben, als Mitläufer von
„Rattenfängern“ diffamierte. Dazu kommt sein verstohlenes Plädoyer für
Parteiverbote, das ihm den Vorwurf des Amtsmissbrauchs einbrachte.
Kann ein Mann, der derart polarisiert und ausgrenzt, noch überzeugend
von Einheit und Zusammenhalt sprechen? Die Antwort liegt auf der Hand.
Sein einziger Vorteil: Die formelhafte Natur dieser Reden kommt seiner
rhetorischen Komfortzone entgegen, dem Reich der nichtssagenden
Allgemeinplätze.
*Pastoraler Kitsch und verpasste Realität
*Werfen wir einen Blick auf die diesjährige Ansprache, deren Manuskript
bereits vorliegt. Steinmeier entführt uns in eine heile Welt aus
„erwartungsvollen Kinderaugen“ und „Weihnachtsbäckerei“. Er schwärmt vom
„Lichterglanz in den Städten“ und von Weihnachtsmärkten. Die sehr
realen, mit Pollern gesicherten Schutzzonen um diese Märkte, Symbole
einer weniger besinnlichen Realität, vergisst der Präsident dezent zu
erwähnen.
Die zentrale Botschaft, „In der Dunkelheit erstrahlt ein Licht“, wird
zum abgenutzten Schlagwort für jede individuelle Krise, sei es
Krankheit, Jobangst oder Einsamkeit. Es folgen die Sternsinger, die von
Haus zu Haus ziehen, auf der Suche nach Orientierung. Man mag hoffen,
dass diese Tradition ohne die heute üblichen Debatten um kulturelle
Aneignung oder Blackfacing-Vorwürfe über die Bühne geht.
Besonders ironisch wird es, wenn der Präsident zu mehr Dialog aufruft.
Man solle „andere mit echtem Interesse zu Wort kommen lassen und sie
nicht nur mit dem behelligen, was wir selber schon immer für richtig
halten“. Ein wunderbarer Satz. Doch aus dem Munde eines Mannes, der
Millionen Andersdenkende in die Nähe von Ungeziefer rückte, klingt er
wie blanker Hohn. Die Rede plätschert weiter dahin, von Bindungen und
Halt, von Schenken und Beschenktwerden, von Satz zu Satz wird es
beliebiger und langweiliger.
*Geopolitische Nebelkerzen
*Dann jedoch wagt sich Steinmeier auf das geopolitische Parkett. Wir
sollen an die Ukrainer denken, gegen die Russland Krieg führt. Er
spricht von intensiven Bemühungen, Wege zu einem Ende des Krieges zu
finden. Dass diese Bemühungen vor allem von den Amerikanern ausgingen,
während Europa diplomatisch ohnmächtig zusah, verschweigt er.
Stattdessen beschwört er die Zuversicht, „dass wir uns als Europäer
gemeinsam unserer Stärke und unserer Werte wieder neu bewusst werden und
entsprechend handeln“. Welche Stärke meint er? Die der letzten Wochen,
die eher von Zögerlichkeit und Uneinigkeit geprägt waren? Die Zuversicht
speist sich weniger aus europäischer Kraft als aus der Initiative
Washingtons, zu der Berlin und Brüssel nicht fähig schienen.
Der Präsident schließt mit einem Appell, der so vage wie fordernd
klingt: „Vieles, was uns wertvoll und unverzichtbar erscheint, wird uns
selbst einiges abverlangen.“ Wer genau „wir“ sind und was genau uns
abverlangt wird, bleibt im Ungefähren. Hauptsache, wir sind bereit.
*Besser abschalten
*Zum Abschluss wünscht sich der Präsident von uns allen einen „Funken
Mut“. Mut für die großen Dinge und für die kleinen. Vielleicht wäre der
größte Mut, den er selbst aufbringen könnte, der Mut zum Rücktritt?
Die Ansprache wird am Abend des ersten Weihnachtstages ausgestrahlt.
Unser Rat: Lassen Sie den Fernseher aus. Verbringen Sie die kostbare
Zeit lieber mit Ihren Liebsten. Das ist sinnvoller und besinnlicher. In
diesem Sinne: Frohe Weihnachten.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Donna Quichotta und Sanchos Panzer
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von Kaiserin Ursel der Anderthalbsten ausging, dass alle Narrative in der EU geschätzt würden. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Wolodimirius Statthalter in Ost-EUnien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
Da die Realität in all ihrer Boshaftigkeit sich hartnäckig weigerte, sich den von der EU-Bürokratur verordneten Narrativen anzupassen, sah ihre Durchlaucht sich leider gezwungen, die bereits gegen diverse europäische Journalisten und Bestseller-Autoren verhängten Sanktionen nun auch gegen die widerspenstige Realität anzuwenden. Infolgedessen wird es der Realität ab sofort untersagt, sich im EU-Terr(or)itorium und erst recht nicht in den Köpfen der EU-Bürger aufzuhalten.
Mal in Russland einmarschieren
Wie Burgfräulein Strazi in ihrer unendlichen Weisheit bereits festgestellt hat, ist Putin für Hunderte Millionen Todesopfer verantwortlich, und wir werden alles daran setzen, dass die Realität dieses Postulat endlich vollumfänglich umsetzt. Dazu ist es unumgänglich, dass die Weissagungen des NATO-Propheten Mark Rutte, wir seien Russlands nächstes Ziel und ein Krieg wie zu Zeiten unserer Väter und Großväter stünde an, von der Realität nicht länger ignoriert wird. Diese Ignoranz beweist eindeutig, dass die Realität der russischen Propaganda auf den Leim gegangen ist oder gar von Moskau direkt finanziert wird. Das werden wir nicht länger dulden!
Ab sofort haben sich alle Tatsachen, Fakten und sonstigen realen Begebenheiten einer behördlichen Prüfung zu unterziehen und werden nur bei völliger diplomatischer und pazifistischer Untauglichkeit in Umlauf gebracht. Das süße Gesäusel der defätistischen Friedenshetzer muss endgültig verstummen, um den mühsam herbei fantasierten Glauben an den Endsieg nicht zu gefährden und die Untertanen vor kognitiver Dissonanz zu schützen.
Schließlich sind wir der guten, alten Tradition der europäischen Herrscher-Dynastien verpflichtet, bei denen es quasi ein Volkssport war, alle ein bis zwei Generationen mal in Russland einzumarschieren. Aus Gründen der Traditionspflege sollten daher auch so schnell wie möglich deutsche, französische und britische Truppen in der Ukraine stationiert werden, damit sie mit ihren auf Pump aufgepimpten Armeen direkt auf der Pole-Position stehen, wenn wieder mal ein Rotbart operiert.
Einen guten Putsch fürs neue Jahr
Als weihnachtliches Zeichen guten Willens werden einige Exportbeschränkungen aufgehoben, so dass zum Beispiel wieder ein Maidan genehmigungsfrei nach Moskau exportiert werden kann. Mehr Entgegenkommen kann man nun wirklich nicht erwarten!
Für die festtägliche Bombenstimmung empfehlen wir Granatäpfel mit kanon(isch)en Gesängen.
Hier ein paar Beispiele:
Alle Jahre wieder fällt die Bomb‘ geschwind auf die Erde nieder wo die Russen sind
Klingelbeutel klingelingeling Klingelbeutel kling Die Euros, eure knappen, die sollt ihr jetzt berappen Rheinmetall wird’s freuen und ihr werdet´s bereuen
Morgen, Kinder, wird’s Krieg geben den kriegt ihr von uns geschenkt und wir nehmen euch das Leben das geht schneller als ihr denkt
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein besinnungsloses, aber dafür umso gesinnungsfesteres Weihnachtsfest und einen guten Putsch fürs neue Jahr.
Hubert Heck, Baujahr 1965, ist Liedermacher und Friedensaktivist, Mitorganisator der Proteste gegen die US-Atombomben im rheinland-pfälzischen Büchel und diverser Friedenskundgebungen in seiner Region, war lange Jahre im Kreisvorstand für die Linkspartei aktiv und ist seit deren Wokeness-Wende in einer autonomen Gruppe bei den Freien Linken organisiert. Mehr Beiträge von Hubert Heck →
Und dann können wir auch das Tannenbaum-Lied meines Opas singen: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum. Was drunter liegt, das sieht man kaum. Da muss man mit der Lupe gucken. Ei siehe da, ein Pfefferkuchen. Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum. Was drunter liegt, das sieht man kaum.“
Es tut mir leid, aber ich kann Satire nicht mehr ernst nehmen.
Es ist nicht dass ich das hier schlecht geschrieben finde (im Gegenteil), aber unsere geliebten Führer stellen es bereits mit einer kurzen Audienz für ihre Hofberichterstatter in den Schatten.
Redaktionelle Bearbeitung der Kirchen- & Kindergesangbücher (EKD 2025), Anpassen des aus der Zeit gefallenen Begriffs „Weihnacht“ durch die modernere Variante: „Wehrmacht“ (…) Einmal werden wir noch wach – heissa dann ist Wehrmachtstag … (…)
(…) Morgen kommt der Wehrmachtsmann, kommt mit seinen Garben … (..) (…) Wehrmacht will es wieder werden … ()
Für den Knecht Ruprecht, mit Olaf dem Rentier, legen wir eine Fußmatte vor die Tür, mit der Aufschrift: „Salve“. Freuen wir uns dann auch auf den Besuch vom „Teufelskerl/-kanzler aus dem Wadepfuhl“!
Kleinanzeige am Laternenpfahl vor dem Bäckereiladen: „Wehrmachtsmann für Ihre Kinder – günstig – Telefon : 0… …“
Immerhin kämpfte der echte Don Quichote nur gegen Windmühlenflügel und hatte als Armee nur seinen Sancho Panza. Wohingegen die heutigen Don Quichotes gegen eine Atom-Macht kämpfen und als Armee das Heer der Kriegswilligen in Europa haben.
Aber sie kämpfen auch für ihre Ehre und für ihre Werte, also für ihre Ideologie in ihrer dogmatischen Form, was das Gemeinsame zu Don Quijote wäre.
Nie sollten die Ursprünge (Mittelalter) vergessen werden: •Waren die Schildbürger wirklich so dumm, wie sie taten ?• „Das waren merkwürdige Leute. Alles, was sie anpackten, machten sie verkehrt. Und alles, was man ihnen sagte, nahmen sie wörtlich. […] Es heißt: So dumm kann man nicht sein! Daraus folgt einwandfrei, dass auch die Schildbürger nicht so dumm waren, sondern dass sie sich nur so dumm stellten! Das ist natürlich ein großer Unterschied! Wer nicht weiß, dass zwei mal zwei vier ist, der ist dumm, und ihm ist schwer zu helfen. Wer es aber weiß und trotzdem antwortet, zwei mal zwei sei fünf, der verstellt sich. So ähnlich wie er machten es die Schildbürger. »Die Klugheit war an allem schuld. Und nur die Dummheit kann uns retten. […] Wir müssen uns dumm* stellen. Sonst lassen uns die Könige, der Kaiser und der Sultan nicht in Ruhe.«
•Die Folgen der Dummheit für Schilda und die übrige Welt• Nun saßen die Schildbürger auf den Trümmern ihrer Stadt und ihrer Habe, waren froh, nicht gefressen worden zu sein, und beschlossen schweren Herzens, in alle Himmelsrichtungen auszuwandern. […] Das taten sie auch sehr bald. Und so kommt es, dass es heutzutage die Stadt Schilda nicht mehr gibt und die Schildbürger auch nicht. Das heißt: Es gibt sie natürlich noch. Nur ihre Enkel und Urenkel und deren Enkel und Urenkel leben über die ganze Erde verstreut. Sie wissen gar nicht mehr, dass sie von den Schildbürgern abstammen. Von Leuten also, die sich, um glücklich zu werden, dumm stellten und dadurch ins Unglück gerieten, dass sie dumm wurden. Und sie können es auch gar nicht wissen. Denn heutzutage gelangen die Dummen zu Ruhm und Rang, zu Geld und Glück genauso wie die Gescheiten. Woran sollten also die Dummen auf unserer Erde merken, dass sie dumm sind?“ […] „Ein einziges Merkmal gibt es, woran man die Dummen erkennt: Mit dem, was sie erreicht haben, sind sie selten, aber mit sich selber sind sie stets zufrieden. Gebt also gut Obacht! Bei den anderen – und bei wem noch? – Ganz recht, bei euch!“ Schöne Bescherung! {denn Geschichte(n) wiederhol(t)en sich} (aus Internet-märchen.de)
Morgen, Kinder, wird’s nichts geben! Nur wer hat, kriegt noch geschenkt. Mutter schenkte euch das Leben. Das genügt, wenn man’s bedenkt. Einmal kommt auch Eure Zeit. Morgen ist’s noch nicht so weit.
Doch ihr dürft nicht traurig werden, Reiche haben Armut gern. Gänsebraten macht Beschwerden, Puppen sind nicht mehr modern. Morgen kommt der Weihnachtsmann. Allerdings nur nebenan.
Lauft ein bisschen durch die Straßen! Dort gibt’s Weihnachtsfest genug. Christentum, vom Turm geblasen, macht die kleinsten Kinder klug. Kopf gut schütteln vor Gebrauch! Ohne Christbaum geht es auch.
Tannengrün mit Osrambirnen – lernt drauf pfeifen! Werdet stolz! Reißt die Bretter von den Stirnen, denn im Ofen fehlt’s an Holz! Stille Nacht und heilge Nacht – Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!
Morgen, Kinder, wird’s nichts geben! Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld! Morgen, Kinder, lernt fürs Leben! Gott ist nicht allein dran schuld. Gottes Güte reicht so weit . . . Ach, du liebe Weihnachtszeit! – Erich K.
Sehr schön geraten, Herr Heck aber wenn die falsche Partei an die Regierung kommt, gilt Solches vielleicht wieder als Wehrkraftzersetzung und ob ich da mitmachen möchte, weiß ich noch nicht so recht, weil es gewisse Risiken beinhaltet. Ihnen ebenfalls frohe Feiertage und alles Gute – viel schlimmer kann es schließlich auch noch werden und wird es mutmaßlich auch noch, keine Frage aber sämtliche Gefühle harmloser Weihnachtsseeligkeit zu verletzen, ist vielleicht auch nicht die effektivste Methode, auf die Befindlichkeiten der hiesigen Speckgürtelbevölkerung einzugehen. Diese wünscht sich vielleicht nur den ungestörten Genuss ihrer Festtagsbraten und klickt alles weg, was hierbei als störend empfunden wird. Ein wenig weniger radikal wäre daher eventuell zweckdienlicher gewesen.
Köstlich !! Allerdings hatten die Werte-Europäer-Eliten neben der Tradition in Russland einzufallen auch die Tradition mehr oder weniger beständig aus niederen Beweggründen auch übereinander herzufallen. Da trifft wohl das das deutsche Sprichwort zu Pack schlägt sich Pack verträgt sich. Gut möglich, das die gegenwärtige Gemeinsamkeit wieder in gegenseitiges schlagen kippt, wenn der aktuelle Russlandfeldzug scheitert, der Reichtum zu Ende geht und all die selbstgemachten Probleme unter dem Teppich hervorquellen.
‚Süsser die Bomben nie klingen …‘ Die Friedensfürstin Urschel I. hat wohl keine Sorge, daß ihr zahlreicher Nachwuchs auch in einer Blutmühle endet ;-( „Traurig, traurig, traurig …“ wie Direktor Taft gesagt hätte. Nun, immerhin scheint Elendsky inzwischen zu Konzessionen bereit, wie SEIN ‚Friedensplan‘ zeigt. -> https://www.stern.de/politik/ausland/selenskyjs-friedensplan–diese-20-punkte-sollen-den-krieg-beenden-36990048.html „Weihnachten“ ist ja das Fest der Hoffnung, also lasst uns alle hoffen, daß dieser Wahnsinn sein Ende findet! Es erinnert mich nur irgendwie an Wilsons „14 Punkte“ …
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Ukraine: Kolomoiski und Selenskij/ ex-Generalstaatsanwalt und 3 Kilo Gold
aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Dezember 2025, 14:42 Uhr
*Der Oligarch (Teil 1): Wer Selenskij zum Präsidenten machte und die
Ukraine in den Krieg trieb
*/(übernommen von RTDE)/
Dies ist der erste Teil der RT-Recherche zu Igor Kolomoiski. Basierend
auf Hunderten Seiten Gerichtsakten behandelt sie den Aufstieg des
ukrainischen Oligarchen, den Umbau seiner PrivatBank zu einem
Betrugsimperium, die Ereignisse des Maidan und seine Rolle in der Zeit
*„**Zerkalo Nedeli“: 3 Kilo Gold bei Durchsuchung des Hauses des
ehemaligen ukrainischen Generalstaatsanwalts gefunden
Außerdem wurden in der Villa von Swjatoslaw Piskun in Nizza 90.000 Euro
und 18 Luxusuhren im Wert von über einer Million Euro gefunden.*
MOSKAU, 22. Dezember (TASS). Der ehemalige ukrainische
Generalstaatsanwalt Swjatoslaw Piskun hat in seiner Villa in Nizza
90.000 Euro, 3 Kilo Gold und 18 Luxusuhren im Wert von über einer
Million Euro aufbewahrt, berichtet die ukrainische Zeitung „Zerkalo
Nedeli“ unter Berufung auf Quellen bei den Strafverfolgungsbehörden.
Piskun konnte weder die Herkunft des Geldes erklären, noch
Bankunterlagen für den Kauf der Goldbarren oder Zollpapiere für die
rechtmäßige Einfuhr der Luxusuhren nach Frankreich vorlegen. Die
französische Polizei hat ein Strafverfahren wegen Geldwäsche
eingeleitet. Es wird geprüft, ob gegen den ehemaligen Beamten Anklage
erhoben wird.
Laut Quellen aus dem Umfeld des ehemaligen Generalstaatsanwalts wurde er
zunächst festgenommen, später aber wieder freigelassen, wie die Zeitung
berichtet.
Bereits zuvor wurde berichtet, dass das Staatliche Ermittlungsbüro der
Ukraine gemeinsam mit der französischen Polizei am 17. Dezember Piskuns
Wohnung durchsucht hatte. Piskun war dreimal Generalstaatsanwalt der
Ukraine: von 2002 bis 2003, von 2004 bis 2005 und einen Monat lang im
Jahr 2007. Im Sommer 2020 war er einen Monat lang Berater der
ukrainischen Generalstaatsanwältin Irina Wenediktowa. Die Ermittlungen
betrafen den Vorwurf gegen den ukrainischen Geschäftsmann Igor
Kolomoisky, der beschuldigt wird, 2003 den Mord an dem Anwalt Sergej
Karpenko in Auftrag gegeben zu haben. Piskun wird verdächtigt, sich
durch die Einstellung eines Verfahrens wegen Mordversuchs gegen
Kolomoisky unrechtmäßig bereichert zu haben.Wie Zerkalo Nedeli
berichtete, wurden in der Villa des ehemaligen Generalstaatsanwalts
„eine Reihe interessanter Dokumente“ gefunden, die jedoch in keinem
Zusammenhang mit dem Fall Kolomoisky stehen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Putin: "Europäische Podsvinki"
aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Dezember 2025, 14:42 Uhr
*"Europäische Podsvinki"*
*Putins wichtigste Aussagen zur Ukraine und zu den Europäern
*Thomas Röper
Letzte Woche gab es zwei international beachtete Auftritte des
russischen Präsidenten Putin. Am Mittwoch nahm er an der
Jahresendsitzung des russischen Verteidigungsministeriums teil, seine
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Teil I: Die Täuschungen hinter der Ukraine-Debatte
In seinem aktuell auf Substack veröffentlichten Beitrag analysiert der britische Wirtschaftshistoriker, Antimilitarist und Lord auf Lebenszeit Robert Skidelsky die aktuelle Debatte um den Ukraine-Konflikt und die damit verbundene wahnsinnige Aufrüstung in Europa.
Lord Robert Skidelsky ist altbekannt für seine kritische Haltung gegenüber der NATO, ihrer Expansion an Russlands Grenzen und ihrer militärischen Interventionen. In seinem Substack-Beitrag in englischer Sprache behandelt er fünf zentrale Themen: die Notwendigkeit einer europäischen Aufrüstung, den Status des Budapester Memorandums von 1994, die angebliche „Heiligkeit“ internationaler Grenzen, die Wiederinkraftsetzung der Monroe-Doktrin durch die USA und den militärischen Keynesianismus als Mittel gegen wirtschaftliche Stagnation. Aus Platzgründen können nicht alle fünf Themen in diesem Artikel vorgestellt werden, aber der Rest wird umgehend an dieser Stelle veröffentlicht.
Eingangs bemerkt Lord Skidelsky, dass neue Entwicklungen, vor allem anhaltende alarmistische Äußerungen von EU- und NATO-Vertretern sowie ein Interview mit Lord George Robertson, ehemaliger NATO-Generalsekretär und Hauptverfasser der britischen „Strategischen Verteidigungsüberprüfung“ (SDR) aus dem Jahr 2024, sowie die kürzliche Präsentation der neuen „US-Nationalen Sicherheitsstrategie 2025“ (veröffentlicht am 4. Dezember) ihn veranlasst haben, zur Feder zu greifen, um die Diskussion wieder zurück auf den Boden des berühmten britischen „Common Sense“, des „gesunden Menschenverstands“, zurückzuholen.
Skidelsky beginnt mit einer scharfen Kritik der europäischen Aufrüstung und der damit einhergehenden „Bedrohungsinflation“, angetrieben von Politik und Medien. Dabei erinnert er vor allem an Lord Robertsons SDR, die effektiv darauf abzielt, eine kriegsbereite Haltung in der gesamten Gesellschaft zu entfachen und zu verankern, und betont, dass das Vereinigte Königreich „besser auf hochintensive, langwierige Kriege vorbereitet“ sein müsse und dass seine Kriegsfähigkeit sowie die Abschreckung „jeden Aspekt der Gesellschaft durchdringen“ sollte. Das erinnert an Dr. Joseph Goebbels und seine Forderungen nach dem „totalen Krieg“, der totalitär alle gesellschaftlichen Bereiche durchdrang.
Auch die Berliner Politblase bedient sich gerne am Nazi-Wortschatz des einstigen Reichspropagandaministers. Zusammen mit der anderen Nazi-Verbrechern hat dieser immer wieder die „Kriegstüchtigkeit“ seiner deutschen Landsleute beschworen und die kriegsbereite Mentalität in der gesamten Gesellschaft gefordert. Wer das nicht glaubt, der suche in einem der vielen Archive mit Nazi-Zeitungen aus der Kriegszeit die Nummer 28 von Goebbels‘ Wochenzeitung Das Reich vom 9. Juli 1944.
Auf der Titelseite steht ein Kommentar aus der Feder des Nazi-Oberpropagandisten unter dem Aufmacher: „Kriegstüchtig wie nur je“. Goebbels ging es damals darum, noch mehr Kanonenfutter für den bereits verlorenen Krieg gegen die Sowjets an die Front zu schicken, um noch zehn weitere Monate wie die Made im Speck zu leben, bzw. in seinem Fall, um seine eigene Lebenserwartung noch um diese Zeit zu verlängern. Da fragt man sich, ob die Parallelen zu heute rein zufällig sind.
Der eigentliche Skandal ist, dass ausgerechnet das Goebbels-Wort „Kriegstüchtigkeit“ zum Markenzeichen eines SPD-Verteidigungsministers geworden ist. Aber kein Mensch in der Berliner Elitenblase scheint sich an diesem Tatbestand zu stören. Aber wenn ein führender Politiker der Opposition zum Abschluss seiner Rede einen eigentlich unverfänglichen Spruch sagt, der – wie man ihm später vorhält – auf der Klinge des Ehrendolches der SA gestanden hat. Bei den Heuchlern war die Hölle los, die Übernahme der Republik durch Nazis stand unmittelbar bevor. Vom Gericht wurde der betroffene Politiker als Nazi abgestempelt und zu einer Geldstrafe verurteilt. Da konnte man wieder mal den Rechtsstaat des besten Deutschlands, das es je gab, in Aktion sehen.
Aber zurück zu Lord Skidelsky. Im weiteren Verlauf seines Artikels nimmt er den jüngsten Auftritt von Ex-NATO-Chef Lord Robertson auf dem „London Defence Conference Investment Forum im Dezember 2025“ der britischen Rüstungsindustrie ins Visier. Dort verstärkte dieser seine Forderungen und nannte Russland die primäre Bedrohung für das Vereinigte Königreich. Er argumentierte, dass der Kreml Großbritannien als Stellvertreter der USA sehe und die Insel daher zu den ersten Zielen gehöre, falls Russland seine Streitkräfte wiederaufbauen könnte. Robertson plädierte für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP mit US-Unterstützung oder sogar sieben Prozent ohne die USA.
Skidelsky zitiert Robertsons Warnungen vor angeblich geplanten russischen Angriffen auf Länder wie Moldawien, Armenien oder Aserbaidschan und kritisiert die Widersprüchlichkeit in Robertsons Darstellung, die für jeden ersichtlich sei: Auf der einen Seite beschreibt Roberson Russland als im vollen wirtschaftlichen Niedergang und im Scheitern begriffen sowie als militärisch inkompetent, das in der Ukraine immer nur „um Millimeter auf einmal vorrückt“. Zudem stehe Russland vor dem demografischen Kollaps. Aber dann, im nächsten Atemzug, beschriebt Robertson Russland als existenzielle Bedrohung für ganz Europa.
Für Lord Skidelsky sind diese Behauptungen unvereinbar und ein Beispiel für Paranoia oder Bedrohungsinflation. Er verweist auf „Grauzonen-Krieg“-Aktivitäten wie Cyberangriffe oder Desinformation, die laut NATO angeblich die Unterscheidung zwischen Frieden und Krieg auflösen. Eine Erhöhung der Militärausgaben des Vereinigten Königreichs um vier Prozent des BIP für eine „gesamtgesellschaftliche“ Verteidigung hält er bereits für absurd.
Ähnlich alarmistische Töne – so Skidelsky – habe er in einer Debatte im House of Lords vom 8. Dezember gehört, wo Peers wie Lord Coaker, Baroness Goldie und Lord Stirrup eine Mobilisierung forderten und die Gleichgültigkeit der Jugend in Bezug auf den Krieg beklagten. Das Ziel müsse sein, Großbritannien auf eine Kriegsbereitschaft und Kriegstüchtigkeit wie in Frankreich oder Deutschland zu bringen. Gerade an diesem letzten Satz kann man erkennen, wie die elitären NATO-Kriegstreiber die Propagandalügen der jeweiligen Bündnispartner übernehmen, um die einen Leute anzufeuern.
Nachfolgend eine kurze Biografie von Lord Robert Skidelsky
Geboren als Robert Jacob Alexander Skidelsky am 25. April 1939, ist er ein renommierter britischer Wirtschaftshistoriker, Autor und Life-Peer im House of Lords (seit 1991 erhoben). Er ist Emeritus Professor für Politische Ökonomie an der University of Warwick und vor allem bekannt für seine preisgekrönte dreibändige Biografie von John Maynard Keynes (1983–2000), die als das maßgebliche Werk über den Ökonomen gilt.
Skidelsky wurde in Harbin (Mandschurei) als Sohn britischer Untertanen russisch-jüdischer Herkunft geboren. Er studierte am Jesus College in Oxford und hatte akademische Positionen an der Johns Hopkins University, dem North London Polytechnic und Warwick inne. Politisch begann er bei der Labour-Partei und war später Mitbegründer der Social Democratic Party. Kurzzeitig diente er als konservativer Sprecher im House of Lords, bevor er 1999 gefeuert wurde, weil er sich gegen die „NATO-Bombardierung Jugoslawiens“ ausgesprochen hatte.
Skidelskys kritischer Antimilitarismus, insbesondere zum Russland-Ukraine-Konflikt, betont Diplomatie statt Eskalation. Er argumentiert – in Anlehnung an Warnungen von Persönlichkeiten wie George Kennan –, dass die Osterweiterung der NATO russische Sicherheitsbedenken provoziert habe, und lehnt die Darstellung eines „unprovozierten“ russischen Angriffskrieges ab. Er kritisiert die westliche Politik, weil sie Verhandlungen verweigert, trotz begrenzter Unterstützung auf einen totalen ukrainischen Sieg besteht und dabei eine nukleare Eskalation riskiert.
Seine Haltung basiert auf einer realistischen Sichtweise: Autokratien und Demokratien können koexistieren, ohne in einen permanenten Konflikt zu geraten, und Kriege wie der in der Ukraine resultieren teilweise aus westlicher Hybris beim Versuch, der Welt eine neoliberale Ordnung aufzuzwingen. Diese prinzipielle Ablehnung von Militarismus stimmt mit seinen früheren antiinterventionistischen Positionen überein und priorisiert Friedensverhandlungen gegenüber Regimewechseln oder unbefristeten Stellvertreterkriegen.
Teil II: Das Budapester Memorandum
Von NATO-Propagandisten viel zitiert, soll damit Russlands Unfähigkeit belegt werden, internationale Abkommen zu halten. Aber auch das ist nur eine Luftnummer. Warum sollte sich Moskau an ein Abkommen halten, nachdem es von der Gegenseite seit Jahren immer wieder gebrochen wurde?
Das Budapester Memorandum von 1994 wird von russophoben Kriegstreibern immer wieder als Beweis dafür zitiert, dass die „inhärent aggressive Macht Russland“ und deren „autoritärer Charakter“ Moskau unfähig mache, internationale Abkommen einzuhalten. Was jedoch von NATO-Propagandisten als felsenfestes Argument in westlichen Fernseh- oder Radiodiskussion immer wieder runtergebetet wird, entbehrt jeder Substanz. Wie so viele andere vom Westen im Brustton der Überzeugung erhobene Verurteilungen Russlands ist auch dies eine Luftnummer.
Das Budapester Memorandum ist ein internationales politisches Abkommen. Es wurde in Budapest im Rahmen einer Konferenz der OSZE (damals KSZE) vom 5. Dezember 1994 unterzeichnet. Der Hintergrund war, dass sich nach der Auflösung der Sowjetunion auf dem Territorium der Ukraine das drittgrößte nukleare Arsenal der Welt befand. Im Gegenzug für den vollständigen Verzicht auf diese Atomwaffen und den Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag (NPT) als nicht-nuklearer Staat gaben die Unterzeichnerstaaten der Ukraine bestimmte Sicherheitszusagen, die nicht als völkerrechtlich bindender Vertrag gelten, sondern als politische Verpflichtung. (Ähnliche Memoranden gab es mit Weißrussland und Kasachstan.)
Diese Nichtverbindlichkeit des Abkommens von Budapest ist der wesentliche Unterschied zum völkerrechtlich verbindlichen Minsk-II-Abkommen von 2014/2015. Minsk II wurde vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet und dadurch auf die Ebene internationalen Rechts erhoben, nur um anschließend von den Westmächten als Instrument benutzt zu werden, um Russland zu hintergehen und die Zeit zu nutzen, um die Ukraine militärisch gegen Russland hochzurüsten. Dieser eklatante Völkerrechtsbetrug bleibt den moralisch höherstehenden NATO-Propagandisten in den TV-Talkshows geflissentlich unerwähnt.
Aber schauen wir uns nun die Kerninhalte der im Budapester Abkommens enthaltenen Zusagen an, zu denen sich 1994 die Garantiestaaten – die USA mit Bill Clinton, Russland mit Boris Jelzin, das Vereinigte Königreich mit John Major und die Ukraine mit Leonid Kutschma – verpflichtet hatten.
Sie umfassten:
1. Die „Unabhängigkeit, Souveränität und bestehenden Grenzen der Ukraine zu respektieren“;
2. Von der „Androhung oder Anwendung von Gewalt“ gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit der Ukraine abzusehen (außer in Selbstverteidigung oder im Einklang mit der UN-Charta);
3. Von „wirtschaftlichem Zwang“ abzusehen, um die Ukraine zu beeinflussen;
4. Im Falle einer Aggression gegen die Ukraine oder einer Drohung mit Atomwaffen „sofortige Maßnahmen im UN-Sicherheitsrat“ zu ergreifen, um der Ukraine Beistand zu leisten;
5. Keine Atomwaffen gegen die Ukraine einzusetzen (außer bei einem Angriff der Ukraine in Allianz mit einem Atomwaffenstaat);
6. Konsultationen abzuhalten, falls Fragen zur Umsetzung entstehen.
Bis 1996 gab die Ukraine alle Atomwaffen an Russland ab. Das wird heute von vielen naziaffinen Russenhassern in der Ukraine öffentlich bedauert, und mit Unterstützung des Westens behaupten sie, Moskau habe sie betrogen. Die Russen hätten ihre Atomwaffen gestohlen, dann aber das angeblich hochheilige Versprechen gebrochen, die territoriale Integrität des Landes zu respektieren und die Ukrainer weder zu bedrohen noch anzugreifen. Diese Lesart des Budapester Memorandums wird vollumfänglich von den westlichen NATO-Propagandisten auf internationaler Ebene verbreitet. Sie unterstreichen, dass Russland das Memorandum durch die Aufnahmen der Krim in die Russische Föderation im Jahr 2014 und die militärische Sonderoperation in der Ukraine 2022 verletzt habe.
Aber bevor wir weitermachen, noch eine Frage: War die Ukraine nach dem Maidan-Gewaltputsch und den massenhaften nachfolgenden Gewaltexzessen gegen Russisch sprechende Bürger im Donbass noch dieselbe Ukraine, mit der Russland in aller Freundschaft 1994 das Abkommen von Budapest unterzeichnet hatte?
War die Ukraine nach den von der Putschregierung in Kiew organisierten militärischen „Anti-Terror-Operationen“ gegen die Zivilbevölkerung im Donbass, die von fanatisierten Nazi-Gruppen wie Asow angeführt wurden, noch dieselbe wie 1994? Laut einem UN-Bericht vom Dezember 2021 haben diese bestialischen Operationen gegen die Zivilbevölkerung in den Dörfern des Donbass knapp 14.000 Zivilisten das Leben gekostet.
Angesichts dieser Fakten kann niemand mit einem Funken vernünftigem Menschenverstand davon ausgehen, dass es für Russland noch irgendeine politische Verpflichtung aus dem Budapester Memorandum gibt, zumal das Memorandum nicht bindend ist, und erst recht nicht, weil Russland die aus dem „verfassungswidrigen Umsturz“ hervorgegangene Übergangsregierungen bis heute nicht anerkannt hat und als illegitim bzw. als „Junta“ oder „Kiewer Regime“ bezeichnet.
Schauen wir uns nun an, wie der britische Lord Robert Skidelsky dieses Thema „Budapester Memorandum“ abhandelt. Er erklärt in wenigen Sätzen das Memorandum und verweist dann darauf, dass es immer wieder zitiert wird, um Moskaus Bruch internationaler Abkommen zu belegen. Russlands Besetzung der Krim 2014 und seine Invasion der Ukraine 2022 werden als entscheidender Beweis zitiert, dass kein Verlass auf russische Zusicherungen ist. Das wiederum steht hinter der dominanten europäischen Sicht, dass Russland in der Ukraine entscheidend besiegt werden muss; andernfalls würde es jede Atempause nutzen, um sich neu zu gruppieren und seine Aggression fortzusetzen, so das offizielle Narrativ von Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer und Co.
Das allerdings sei – so Skidelsky – eine „einseitige Interpretation“ des Budapester Abkommens. Erstens besaß die Ukraine nie eine unabhängige nukleare Fähigkeit: Die Sprengköpfe waren sowjetisch, und sämtliche Kommando- und Kontrollsysteme, einschließlich Startcodes, hatten nie Moskau verlassen. Die Ukraine hatte die Hardware (Raketen und Startrampen), aber nicht die Fähigkeit, sie zu nutzen.
Zweitens war das Budapester Memorandum eine politische Verpflichtung statt eines rechtlich durchsetzbaren Vertrags, da es keinen Durchsetzungsmechanismus gab. Wie alle politischen Verpflichtungen war es ein Produkt von Umständen und Erwartungen. Der Umstand war Russlands geopolitischer Zusammenbruch in den 1990er-Jahren. Die Erwartung war, dass die unabhängige Ukraine im postsowjetischen Raum bleiben werde. (Die Ukraine war ein Gründungsmitglied des postsowjetischen Gemeinschaft Unabhängiger Staaten [GUS], obwohl sie ihre Teilnahme nie ratifizierte.)
Russlands Erwartungen basierten auf den politischen Zusicherungen der Führer der nun unabhängigen Ukraine. Der ukrainische Präsident Kutschma, der das Budapester Memorandum unterzeichnet hatte, bekräftigte wiederholt den blockfreien Status der Ukraine, ihre Absicht, militärisch neutral zu bleiben, und ihr Engagement für eine fortgesetzte Zusammenarbeit mit Russland durch verschiedene GUS-Institutionen. Im Laufe des ersten Jahrzehnts nach der Unabhängigkeit erklärten ukrainische Führer öffentlich, dass eine NATO-Mitgliedschaft nicht in Betracht gezogen werde, während die Wirtschaft und Verteidigungsindustrien der Ukraine tief mit Russland verflochten blieben.
Skidelskys Schlussfolgerung ist: „Obwohl von den oben beschriebenen Umständen nichts im Memorandum kodifiziert war, behandelte Russland es als politischen Kontext, der dem Abkommen von 1994 zugrunde lag – ein Verständnis, das seiner Ansicht nach durch die Bukarester Erklärung von 2008 (‚Die Ukraine wird Mitglied der NATO‘) und die ukrainische Verfassungsänderung von 2019 umgestoßen wurde, was die NATO- und EU-Mitgliedschaften zu ‚unwiderruflichen‘ Zielen der ukrainischen Regierungspolitik machte.“
Und er fügte hinzu: „Also ja, Russland brach eine politische Verpflichtung – aber dem war eine vollkommen gebrochene ukrainische Verpflichtung vorausgegangen.“
Teil III: Doppelmoral der „Unverletzlichkeit der Grenzen“
Der letzte Teil der Artikelreihe schildert die Überlegungen des britischen Ökonomen und Geostrategen Lord Skidelsky zur vom Westen diktierten „Heiligkeit der Grenzen“, zur Ablehnung einer russischen Einflusssphäre trotz Monroe-Doktrin und zum Versuch, der Bevölkerung Angst einzujagen, um mit Rüstung die Industrie zu beleben.
In der von den USA erfundenen und diktierten, vom kollektiven Westen befolgten „regelbasierten Weltordnung“ wird auch die sogenannte Unantastbarkeit internationaler Grenzen als oberstes Prinzip festgeschrieben. Aber im Fall westlicher Verstöße gegen die eigenen heiligen Regeln greifen natürlich Sonderregeln. Diese deuten berüchtigte „Einzelfälle“ wie den brutalen, unprovozierten NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien und die gewaltsame Abtrennung der serbischen Provinz Kosovo nicht nur zu einer entschuldbaren, sondern auch zu einer dringend notwendigen humanitären Operation, gleichsam zu einer charitativen Maßnahme unter Gutmenschen um.
Wenn aber irgendwo auf der Welt Grenzen ohne westliche Führung gewaltsam verändert werden, laufen die neoliberalen Westeliten Sturm. Laut Lord Robert Skidelsky ist dem Westen dabei völlig egal, wie willkürlich diese Grenzen in früheren Jahren, oder Jahrhunderten gezogen wurden (wie bei den meisten Staaten im Nahen Osten). Egal ist auch, ob sich die äußeren Umstände, unter denen die aktuell noch geltende Grenzziehung ursprünglich entstanden war, nicht fundamental geändert haben. Dies alles ist mit Blick auf die Ukraine zu bedenken, über die Skidelsky präzisiert, dass die Grenzen der heutigen Ukraine das Ergebnis einer jahrhundertelangen, ständigen Neuziehung von Grenzen sind.
So habe etwa im zaristischen Russland keine politische oder administrative Einheit namens Ukraine existiert. Der Begriff „Ukraine“ habe damals lediglich das „Grenzland“ im Allgemeinen bezeichnet. Die Gebiete des heutigen Staates Ukraine seien damals in mehrere Verwaltungseinheiten zersplittert gewesen, in denen die Ukrainer verstreut lebten, ohne ein starkes Bewusstsein einer eigenen nationalen Identität zu haben, so der Lord, um dann einen kurzen historischen Rückblick anzufügen:
„1922 wurde die Ukraine Gründungsmitglied der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Formal waren all diese Republiken souverän, doch in Wirklichkeit regierte die Kommunistische Partei aus Moskau. 1939 wurde Ostgalizien (mit Zentrum Lemberg, das 1923 völkerrechtlich als Teil Polens anerkannt worden war) infolge des ‚Molotow-Ribbentrop-Pakts‘ in die sowjetische Ukraine eingegliedert. 1940 kamen Nordbukowina und Südbessarabien hinzu, wiederum im Einvernehmen mit Nazi-Deutschland. 1945 wurde Transkarpatien nach dem sowjetischen Sieg über Deutschland annektiert. Und 1954 übertrug der sowjetische Führer Nikita Chruschtschow die Krim an die ukrainische Republik.“
Diese Geschichte lege ein „grundlegendes Problem offen“ führt der Autor weiter aus, ohne sich auf die eine oder andere Sichtweise festzulegen:
„Wenn bestehende Grenzen aus irgendeinem Grund nicht mehr zur Realität passen, gibt es keinen friedlichen internationalen Mechanismus, sie zu verändern (im Gegensatz zu einvernehmlichen innerstaatlichen Änderungen wie der Aufspaltung der Tschechoslowakei in Tschechien und Slowakei 1993).“
Einflusssphären und die Monroe-Doktrin
Das Prinzip der Unverletzlichkeit von Grenzen hängt laut Skidelsky eng zusammen mit dem der gleichberechtigten Souveränität – also der Idee, dass jeder Staat frei seine Außen- und Innenpolitik wählen darf. Das bedeute „eine Ablehnung alter Konzepte wie Pufferzonen, Einflusssphären oder erzwungener Neutralität“.
Diese These, dass jeder Staat seine Außen- und Innenpolitik frei wählen kann, wird besonders stark von USA/NATO/EU-Kreisen vertreten, um deren Expansion bis an die Grenzen Russlands zu rechtfertigen. In diesem Zusammenhang hält Skidelsky jedoch den USA und dem gesamten Westen ihre Doppelmoral vor Augen. Denn die USA hätten ihre „Monroe-Doktrin“ nie offiziell aufgegeben. Und jetzt habe die Trump-Regierung sie sogar wieder zum wesentlichen Teil ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie vom 4. Dezember 2025 gemacht und explizit neu formuliert.
Der „Trump-Zusatz“ vom 5. Dezember stellt klar, dass das amerikanische Volk – nicht „fremde Nationen oder globalistische Institutionen“ – Herr in der eigenen Hemisphäre sein müsse. Es dürfe daher nicht zulassen, dass seine Herrschaft (über die westliche Hemisphäre) durch äußere Mächte gefährdet wird. Das lässt den lateinamerikanischen Staaten gewiss nicht die Möglichkeit, ihre Außen- und Innenpolitik selbst frei zu wählen.
Für die Debatte um die Ukraine bedeutet das laut Skidelsky:
Wenn Washington sich das Recht vorbehält, selbst zu bestimmen, was in seiner strategischen Peripherie vor sich geht, fällt es schwerer, Moskaus Behauptung vom Tisch zu wischen, die NATO-Osterweiterung habe die nach dem Ende des Kalten Krieges getroffene Anerkennung von Einflusssphären (beispielsweise durch US-Außenminister Baker: die NATO wird keinen Zentimeter gen Osten expandieren) verletzt.
Militärischer Keynesianismus
In seinem letzten Kapitel schöpft Skidelsky aus seinem umfassenden Lebenswerk über den berühmten britischen Ökonomen Keynes und kommt dabei zu einer für viele sicherlich verblüffenden Aussage. Demnach hat der gigantische Schub zu militärischer Aufrüstung in den EU-Ländern versteckte Treiber beziehungsweise Motive, die „weit über die offiziell genannte Sicherheitsbegründung hinausgehen, Russland abzuwehren“. Denn in der europäischen Politikdebatte zeichne sich zunehmend eine Strömung ab, die den Aufrüstungsdrang mit einem zweiten, weniger offen zugegebenen Ziel verknüpft. Zwar wird ein Großteil der EU-Aufrüstungsagenda mit Sicherheitsargumenten gerechtfertigt; in der Praxis diene dies „jedoch dem Versuch, die schwache Produktivität Europas und die angeschlagene Industriestruktur wiederzubeleben“. Laut Skidelsky handelt es sich also um
„Industriepolitik, die sich als Verteidigungsnotwendigkeit tarnt, gewissermaßen eine Strategie des militärischen Keynesianismus nach Pandemie und Stagnation. Aus dieser Sicht ist die Betonung einer existentiellen russischen Bedrohung keine strategische Einschätzung, sondern nichts anderes als politische Tarnung für eine massive industrielle Mobilisierung, mit der EU-Spitzen die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas wiederherstellen wollen.“
Zwar stimme Skidelsky zu, dass Europa neue Wachstumsquellen braucht. Doch der Versuch, Industriepolitik unter dem Deckmantel einer Kriegsbereitschaft einzuschmuggeln – indem Angst geschürt und Bedrohungen übertrieben werden –, sei „weder ehrlich noch akzeptabel“. Eine kriegsähnliche Stimmung zu erzeugen, um wirtschaftliche Erneuerung zu legitimieren, mag politisch bequem sein, doch untergrabe sie die demokratische Debatte und drohe, Europa in eine dauerhafte Militarisierung zu treiben, die mit den tatsächlichen wirtschaftlichen Herausforderungen des Kontinents wenig zu tun hat.
Rainer Rupp ist Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
USA: Sanktionen gegen Zensoren aus der EU
aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Dezember 2025, 14:41 Uhr
(…) Außenminister Johann Wadephul hat natürlich gleich erklärt, die
Sanktionen seien "nicht akzeptabel". (…) Und Ursula von der Leyen
entdeckt auf einmal die EU als Hort der Meinungsfreiheit und postete
„Redefreiheit ist das Fundament unserer starken und lebendigen
europäischen Demokratie. Wir sind stolz auf sie. Wir werden sie
schützen. Denn die EU-Kommission ist die Hüterin unserer Werte."
(…) Der französische Präsident Emmanuel Macron nannte diese Sanktionen
Einschüchterung und Nötigung. Das bedarf schon einer gewissen Kühnheit,
ebenso wie von der Leyens Trompeten über die Meinungsfreiheit als
Fundament, oder einer völligen Gedächtnislosigkeit ‒ schließlich liegen
die Sanktionen der EU gegen Jacques Baud nicht einmal zehn Tage zurück.
Sanktionen, die ebenso wenig auf einer strafbaren Handlung beruhen, aber
wesentlich weiter gehen, denn während die beiden Damen von HateAid und
Ex-Kommissar Breton nur auf US-Reisen verzichten müssen, sind die
Sanktionen gegen Baud, der in Brüssel lebt, im Kern lebensbedrohlich und
überschreiten selbst das Maß der Eingriffe in die persönliche Freiheit,
das eine Haft darstellt. Wie Baud es sagte: "Ich kann mir nicht einmal
ein Brot kaufen." Ganz zu schweigen davon, dass der Sprecher des
deutschen Außenministeriums auf der Bundespressekonferenz diese
Sanktionierung für ein freudig zu wiederholendes Muster hielt: "Alle,
die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch
ihnen passieren kann..." (…)
_RTDE 24.12.2025
_*Die USA zensieren die Zensoren
*So, es geht also auch andersherum. Jetzt dürfen einige Gestalten aus
der EU nicht mehr in die USA einreisen, darunter zwei deutsche
Geschäftsführerinnen einer NGO. Einer Zensur-NGO. Und auch die übrigen
Sanktionierten leben vom Kampf gegen die Meinungsfreiheit.
/Von Dagmar Henn/
War das ein kleines Weihnachtsgeschenk an die notleidenden Europäer?
Fast könnte man es glauben. Auf jeden Fall geben die US-Sanktionen gegen
einige der europäischen Zensurapostel irgendwie ein befriedigendes
Gefühl, auch wenn das nur heißt, dass diese Personen erst einmal nicht
mehr in die USA einreisen dürfen.
Außenminister Johann Wadephul hat natürlich gleich erklärt, die
Sanktionen unter anderem gegen die Geschäftsführerinnen von HateAid,
Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon (ja, die heißen wirklich
so, das sind keine Namen, die besonders ausgesucht wurden, um den
Eindruck der arroganten höheren Tochter zu erwecken) sowie gegen den
ehemaligen EU-Kommissar Thierry Breton seien "nicht akzeptabel". Und
Ursula von der Leyen entdeckt auf einmal die EU als Hort der
Meinungsfreiheit und postete auf X (bitte nicht den Keks verschlucken):
"Redefreiheit ist das Fundament unserer starken und lebendigen
europäischen Demokratie. Wir sind stolz auf sie. Wir werden sie
schützen. Denn die EU-Kommission ist die Hüterin unserer Werte."
Ja, das ist schon heftig. Anna-Lena von Hodenberg und von der Leyen als
Hüterinnen der Meinungsfreiheit, da erhält der Spruch vom Bock als
Gärtner eine ganz neue Qualität, und nicht nur deshalb, weil das in
diesem Fall ja Ziegen wären. Der einzig verbliebene Bock in der Runde,
Thierry Breton, hatte sich dafür ganz persönlich beim aktuellen
US-Präsidenten unbeliebt gemacht. Immerhin hatte er anlässlich des
Kamingesprächs zwischen Elon Musk und dem damaligen Kandidaten Donald
Trump ein Erpressungsschreiben geschickt, in dem er mit Strafen der EU
drohte, wenn dieses Gespräch auch für europäische Nutzer sichtbar wäre.
Einige Monate später, bereits nicht mehr EU-Kommissar, raunte er davon,
auch die deutschen Wahlen könnten annulliert werden wie die rumänischen,
wenn das Ergebnis nicht passe...
HateAid ist übrigens eine Einrichtung, die seit 2018 vor allem mit
deutschen Steuergeldern aufgebaut wurde, nämlich vom Bundesministerium
für Justiz und dem Bundesministerium für Familie; außerdem von der
Stiftung der Milliardärsfamilie Reimann und anderen Sponsoren. Die
gemeinnützige GmbH gehört zu einem Drittel Campact, einem Drittel Frau
von Hodenberg und einem Drittel dem Verein Fearless Democracy e.V.,
dessen Webseite gewartet wird, der aber schon seit 2017 am Thema "Hass
im Netz" arbeitet, also schon weit im Vorlauf der heutigen Zensur.
HateAid sitzt also tief im NGO-Sumpf, eine dieser scheinbar
"zivilgesellschaftlichen" Organisationen, die staatlich finanziert
werden, um dann Aufgaben zu erledigen, die der Staat selber diesmal
nicht sichtbar ausführen will, wie die Überwachung unliebsamer
Meinungen. Und entgegen der Wahlversprechen ist auch HateAid eine der
NGOs, die weiter finanziert werden.
2024, so erklärt HateAid, habe es 1.877 Betroffene von "Hass im Netz"
vertreten, 326 Strafanzeigen gestellt und 143 Abmahnungen und 49
Zivilklagen geführt. Das ist, wenn man es mit den Spitzenreitern unter
beleidigten Politikern vergleicht, Robert Habeck, Friedrich Merz
und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, eher wenig, aber es sind solche
Organisationen, die die Grundlagen auch für die Abmahngeschäfte gelegt
haben, die heutzutage die öffentliche Zensur noch in private
Nebeneinnahmen verwandeln.
Wobei man auf der technischen Ebene sagen muss, diese Läden waren
überaus erfolgreich. Denn vor sieben, acht Jahren war das alles noch ein
Randdiskurs, und kaum vorstellbar, dass sämtliche Mainstream-Medien
alles als "Hass und Hetze" einsortieren, was nicht ihrer Linie
entspricht; auch wenn nach 2015 die ersten Gräben schon gezogen worden
waren (Kölner Silvesternacht beispielsweise).
Insofern trifft die Beschreibung in der Presseerklärung
jedes andere Dokument, das ich je gelesen habe, zeigt dieser Brief die
Zähne des globalen Zensur-Industriekomplexes und macht deutlich, dass
nicht gewählte Bürokraten in der EU bereit, willens und in der Lage
sind, ihre regulatorische Reichweite zu nutzen, um Wahlen zu
beeinflussen und den Ersten Verfassungszusatz in den USA faktisch
auszuhebeln. [...] Wenn die souveränen Staaten Europas zulassen, dass
die EU grundlegende Freiheiten in den USA angreift, können dieselben
Staaten nicht erwarten, dass die USA grundlegende Freiheiten in Europa
verteidigen."
Nun, die Bademantelkultur, zu deren Etablierung die jetzt Sanktionierten
beigetragen haben, dürfte in den USA mit einer Mischung aus Erstaunen
und Widerwillen betrachtet werden. Was sich nicht wesentlich von jenen
Gefühlen unterscheiden dürfte, die auch viele Einheimische angesichts
der "Schwachkopf"-Affäre und Ähnlichem empfinden. Es ist eine kleine
Weihnachtsfreude über ausgleichende Gerechtigkeit. Allerdings mit zwei
Unvollkommenheiten.
Die Erste ist, dass sich leider Sanktionen nicht gegenseitig aufheben,
die Sanktionierung der EU-Zensurvertreter ihren Opfern, wie Jacques
Baud, also leider gar nichts nützt, sondern diese atemberaubenden
Ungerechtigkeiten bestehen bleiben. Und die Zweite ist, dass es noch
nicht die Menschen in der EU sind, die diese Herrschaften sanktionieren.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
„grüne“ Fonds: Milliarden für die Rüstungsindustrie
aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Dezember 2025, 14:40 Uhr
stecken inzwischen knapp 50 Milliarden Euro aus europäischen sogenannten
„grünen“ Fonds in Rüstungsunternehmen. Ermöglicht wird dies durch ein
äußerst dehnbares Regelwerk der EU.
Für viele Anleger, die ihr Geld in nachhaltigen Fonds parken, ist das
eine unliebsame Überraschung. Denn wer glaubt, mit „grünem“ Kapital
Klimaschutz oder soziale Projekte zu fördern, finanziert in Wirklichkeit
zunehmend Panzer, Kampfflugzeuge und Munition.
*EU-Regeln mit viel Spielraum
*Grundlage dafür ist die EU-Verordnung zur nachhaltigen Finanzwirtschaft
(Sustainable Finance Disclosure Regulation, SFDR), die seit vier Jahren
gilt. Sie teilt Fonds in zwei Kategorien: Artikel-8-Fonds („hellgrün“)
und Artikel-9-Fonds („dunkelgrün“). Letztere sollen fast ausschließlich
in nachhaltige Aktivitäten investieren. Doch was als nachhaltig gilt,
definieren die Anbieter weitgehend selbst.
Explizit verboten sind nur besonders geächtete Waffen wie
Antipersonenminen. Die klassische Rüstungsindustrie hingegen bleibt
zulässig. Die Folge: Investitionen „grüner“ Fonds in Unternehmen mit
militärischen Aktivitäten haben sich innerhalb von drei Jahren mehr als
verdoppelt.
Zu den Profiteuren zählen auch deutsche Rüstungsunternehmen wie MTU Aero
Engines, Airbus und Rheinmetall, das allein mehr als vier Milliarden
Euro aus „grünen Fonds“ erhalten hat. Dass ausgerechnet solche Konzerne
mit Geld aus Nachhaltigkeitsfonds finanziert werden, stößt bei
Fachleuten auf scharfe Kritik. Waffenhersteller könnten nicht als
nachhaltig gelten, betont etwa Nicola Koch von der französischen
Beobachtungsstelle für nachhaltige Finanzen (Observatoire de la finance
durable), da der zentrale Zweck ihrer Produkte darin bestehe, zu
verletzen, zu zerstören oder zu töten – mit gravierenden Folgen für
Menschen und Umwelt.
Besonders brisant: Ein Teil der finanzierten Unternehmen liefert Waffen
in aktuelle Konfliktgebiete. Den Recherchen zufolge investierten zum
Beispiel auch Fonds mit Nachhaltigkeitslabel in Firmen, die Israel mit
Rüstungsgütern beliefern. Während des Kriegs im Gazastreifen wurden
zehntausende Zivilisten getötet; international stehen Vorwürfe von
Kriegsverbrechen im Raum. Vor diesem Hintergrund schloss sich Belgien am
Dienstag offiziell der von Südafrika angestrengten Klage gegen Israel
vor dem Internationalem Gerichtshof in Den Haag wegen des Vorwurfs des
Völkermords in Gaza an.
Diese Geschäfte lohnen sich: Allein im vergangenen Jahr erzielten rund
800 „grüne“ Fonds Gewinne in Milliardenhöhe aus Aktienverkäufen und
Dividenden der Rüstungsindustrie. Zu den größten Investoren zählen
internationale Vermögensverwalter, aber auch europäische und deutsche
Anbieter.
*Erfolg für Rüstungslobbyisten in Brüssel
*Möglich wurde diese Entwicklung durch eine politische Kursänderung in
Brüssel. Interne Dokumente, ausgewertet von Mediapart, IrpiMedia und El
País, zeigen, wie intensiv Rüstungslobbyisten seit 2021 auf die
EU-Kommission einwirkten. Ihr Argument: Sicherheit sei Voraussetzung für
Frieden und damit für Nachhaltigkeit. Spätestens mit dem russischen
Angriff auf die Ukraine fanden diese Thesen in Brüssel Gehör.
Heute wirbt die Kommission offen dafür, dass nachhaltige
Finanzierungsregeln mit Investitionen in die Verteidigungsindustrie
„voll kompatibel“ seien. Kritische Stimmen aus der Finanzwelt oder der
Zivilgesellschaft werden entsprechend scharf zurückgewiesen. So wurde
bei einem von der EU-Kommission organisierten Forum im November 2024 in
Brüssel ein Vertreter der deutschen Genossenschaftsbank Pax-Bank für
Kirche und Caritas von einer Veranstaltung ausgeschlossen, nachdem er
öffentlich infrage gestellt hatte, wie Waffenhandel mit
Nachhaltigkeitskriterien vereinbar sein könne. Zur Begründung teilte die
EU-Kommission ihm später mit, er habe die Sitzung „gestört“.
So bleibt zum Weihnachtsfest eine ernüchternde Bilanz: Während viele
Europäer glauben, ihr Geld arbeite für Klimaschutz und soziale
Verantwortung, landet es zunehmend in der Rüstungsindustrie. Das grüne
Mäntelchen der Nachhaltigkeit verdeckt dabei ein Geschäft, das mit
Zerstörung und Tod verbunden ist.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
gewerkschaftsforum.de - top ten artikel aus 2025
aus e-mail von Laurenz Nurk, 25. Dezember 2025, 14:10 Uhr
Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben
Für Gewerkschaften gibt es nichts wichtigeres als Mitglieder. Wenn sie die Unternehmen nicht mit Mitgliedern beeindrucken können, können sie sie auch nicht mit Streikdrohungen erschrecken. Wer nicht einmal mit Streiks drohen kann, der braucht an den Tischen der Tarifverhandlungen gar nicht erst Platz zu nehmen. Immer zum Jahreswechsel bilanzieren die Gewerkschaften die Entwicklung ihrer Mitgliederzahl weiterlesen →
Wenn jemand den Begriff Verkommenheit auf Menschen anwendet, sollte er umsichtig mit dieser Wortwahl bzw. Charakterisierung umgehen, denn mit Verkommenheit ist die Beschreibung des moralischen Verfalls oder auch ein Zustand der Verwahrlosung einer Person gemeint.
In unserem Fall soll der Begriff Verkommenheit dennoch auf den amtierenden Bundesminister der Verteidigung angewandt werden. Hier soll es nicht um den früheren Oberbürgermeister der „Friedensstadt Osnabrück“, auch nicht um den schneidigen Innenpolitiker der SPD und Innenminister von Niedersachsen gehen, sondern um Statements, die er in seiner jetzigen Funktion als Bundesverteidigungsminister abgeliefert hat. weiterlesen →------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„Dem Karl Liebknecht haben wir’s geschworen…“ – Wie 1914 so auch 2025: Nein zu Kriegskrediten!
100 Jahre dauern manchmal nur einen Wimpernschlag an: Die SPD begründete 1914 ihre Zustimmung zu den Kriegskrediten für den Kaiser damit, dass es um die Verteidigung gegen das zaristische Russland gehen würde. Heute argumentiert sie, die aktuellen Kriegskredite seien für die Notwehr erforderlich, um einen Angriff Russlands auf das Friedensgebot des Grundgesetzes zu verhindern. Hierzu … weiterlesen →
Zum Tag der Wohnungslosen – Vom Leben auf der Straße
Zu den unveräußerlichen Menschenrechten gehören ohne Zweifel eine sichere Unterkunft und das Wohnen in Würde, auch in Deutschland. In den vergangenen 10 Jahren ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung stetig angestiegen. Mittlerweile leben schätzungsweise 50.000 Männer und Frauen auf der Straße, mehr als 600.000 sind wohnungslos. Doch diese düsteren Zahlen sind nur die Spitze des … weiterlesen →
Über die Sisyphosarbeit zum Aufbau gewerkschaftlicher Strukturen in Kirchlichen Unternehmen
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du (Mahatma Gandhi) Im Rahmen der Vermarktwirtschaftlichung sozialer Hilfebedarfe wurde seit Mitte der 1990er Jahre der Sozialstaat mit seinem Budget von über 100 Milliarden Euro systematisch dem Verwertungsprozess zugeführt. Die zwei christlichen Kirchen übernahmen die betriebswirtschaftlichen Grundzüge in ihren … weiterlesen →
Zwischen den Jahren 2000 und 2022 sind 8,1 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft netto (Zuzüge abzüglich Abzüge) nach Deutschland zugewandert. Im gleichen Zeitraum haben netto 0,6 Millionen deutsche Staatsbürger das Land verlassen. Die Bevölkerungszahl ist in derselben Zeit allerdings nur um eine Million gestiegen, also von 82 auf 83 Millionen. Das zeigt, dass zugewanderte Menschen …weiterlesen →
— DIE WAHRHEIT IST KONKRET — 70 Jahre »Kriegsfibel« – Das Buch für den Frieden / Brechts großes Anti-Kriegsbuch
Brechts »Kriegsfibel« ist das große Anti-Kriegs-Buch. Es erschien 1955, ein Jahr vor seinem Tod, zum ersten Mal in der DDR – im Eulenspiegel Verlag – und seither in vielen Ländern. Und es ist im siebzigsten Jahr seiner Erstpublikation so aktuell wie nie zuvor. 1938 hatte Bertolt Brecht – im Exil – begonnen, Zeitungsfotos zum Alltag … weiterlesen →
Wohngeld trägt nicht zur Lösung des Problems von Wohnungsnot bei, es ist Teil des Problems
Die Wohngeldreformen der vergangenen Jahre hatten immer das Ziel, mehr Menschen mit geringem Einkommen zu unterstützen, indem sie den Kreis der Anspruchsberechtigten erweiterten und die Wohngeldhöhe anstieg. Eine weitere Anpassung, die sogenannte Dynamisierung, erfolgte zum 1. Januar 2025, wodurch das Wohngeld an die Miet- und Einkommensentwicklung jährlich angepasst wird und die Empfänger etwa 30 Euro … weiterlesen →
Was das Smartphone so alles kann – Tyrann und Spion im Taschenformat
Die Anzahl der Smartphone-Nutzer beläuft sich hierzulande auf rund 69 Millionen. Rund 94,2 Prozent der 14- bis 19-jährigen Personen in Deutschland besitzen ein Smartphone/Handy im Haushalt. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen sind es 95,5 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen 96 Prozent. In der gesamten Bevölkerung gaben nur 21 Prozent an, kein Smartphone zu verwenden – weder … weiterlesen →
Nach dem Ende der bipolaren Welt im Jahr 1989 und dem vorgeblichen Abhandenkommen von Gegnern und Grenzen wurden unter der Regie der USA auch alle Einschränkungen im Verkehr von Gütern und Kapital aufgehoben. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem sich fast die Hälfte der Staaten der Welt erstmalig dem ausländischen Kapital öffnete, das dann auf … weiterlesen →
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Herzliche Grüßevon den Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.de
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25.12.2025
Viktor Orbán: EU "Im Zustand des Zerfalls"
rtnewsde.site, 25 Dez. 2025 13:30 Uhr
Die EU sei bereits in das Stadium des Zerfalls eingetreten, stellte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán fest. Er begründet seine These mit der Ausrichtung der EU auf Kriegswirtschaft. Damit würde Brüssel versuchen, den wirtschaftlichen Niedergang abzuwenden.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán diagnostiziert den Zerfall der EU.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, dass die EU im Zustand der Auflösung sei. Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, würden von den Mitgliedstaaten zunehmend ignoriert. Die Mitgliedstaaten seien wiederum in Kriegsbefürworter und Kriegsgegner gespalten.
In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Zeitung Magyar Nemzet sagte Orbán, dass dieser Zerfallsprozess im Gange sei, während Brüssel mit seiner "Bürokratie in Verbindung mit imperialen Ambitionen" gleichzeitig darauf ziele, seine Macht über die nationalen Regierungen auszuweiten.
"Die Europäische Union befindet sich heute in einem Zustand des Zerfalls … Auf diese Weise zerfällt die Union: In Brüssel werden Entscheidungen getroffen, aber sie werden nicht umgesetzt",
erläuterte Orbán und merkte an, dass sich die Nichteinhaltung Brüsseler Vorgaben typischerweise von einem Land auf andere ausbreitet.
Die Frage, ob Europa auf Kriegswirtschaft umstellt, bejahte der ungarische Ministerpräsident und erklärte, dass der politische, wirtschaftliche und soziale Niedergang Westeuropas bereits Mitte der 2000er-Jahre begonnen habe. Er habe sich nach seiner Ansicht durch die unzureichenden Reaktionen auf die Finanzkrise beschleunigt, was dazu geführt habe, dass die EU zu den sich schneller entwickelnden Teilen der Welt den Anschluss verloren und an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt habe. Daher werde von der EU jetzt Wachstum nach dem bekannten historischen Muster durch Kriegswirtschaft angestrebt. Damit erklärte Orbán auch, warum sich die Europäer im Ukraine-Konflikt engagieren und den Krieg verlängern.
Budapest habe sich seit der Eskalation des Konflikts im Februar 2022 konsequent gegen Brüssels Ukraine-Politik positioniert und sich gegen die Russland-Sanktionen gewandt. Durch die Sanktionen seien laut Orbán die Energiepreise in die Höhe getrieben worden. Das habe es "unmöglich" gemacht, im internationalen Wettbewerb zu bestehen, und die europäische Industrie faktisch "zerstört".
Er sagte außerdem, Europa sei in zwei Lager gespalten – "das Kriegslager und das Friedenslager". Derzeit seien die kriegsbefürwortenden Kräfte dominant. "Brüssel will Krieg, Ungarn will Frieden", betonte Orbán.
Hochrangige EU-Beamte behaupten, von Moskau ginge eine militärische Bedrohung aus, um die beschleunigte Militarisierung zu rechtfertigen. Russlands Präsident Wladimir Putin warf dem Staatenbund vor, an der Idee festzuhalten, Russland eine strategische Niederlage zufügen zu wollen. Er argumentierte, dass die EU keine friedliche Agenda verfolgt, sondern stattdessen auf der Seite des Krieges stehe.
Putin warnte davor, dass Russland zwar keine Absicht habe, gegen die EU oder die NATO Krieg zu führen, die Situation sich aber schnell zuspitzen könnte, wenn westliche Nationen einen Krieg gegen Russland beginnen würden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Auch wenn die letzten Tage in EUropa alles andere als erfreulich waren: Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein frohes, besinnliches und vor allem friedliches Fest!
Beste Grüße aus Brüssel, wo man erst am 25. feiert ???? ebo
Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????
Auch ich möchte die Glückwünsche erwiedern und mich für die Informationen sowie den Meinungsaustausch bedanken. Unsere Familie war gestern, inclusive kleiner Kinder, in sehr friedlicher Atmosphäre zusammen. Was im Kleinen funktioniert, sollte wieder im Großen möglich sein, die Hoffnungen darauf sind allerdings begrenzt.
Lieber Ebo und alle anderen Foristen habt ebenfalls ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießt die Ruhe dieser Tage mit Familie und Freunden. Zeit zum Luftholen und Krafttanken. Herzliche Grüße aus dem hohen Norden ????
Info:
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die USA haben Sanktionen gegen den früheren EU-Kommissar Breton und einige deutsche und britische Internet-Aktivisten verhängt. Breton gilt als Architekt des EU-Gesetzes für digitale Dienstleistungen DSA. Im vergangenen Jahr hatte er sich mit X-Chef Musk angelegt. Nun folgt die späte Rache – ausgerechnet von US-Außenminister Rubio, der als pro-europäisch gilt. Rubio verhängte Sanktionen wegen “exterritorialer Zensur” – das DSA wird in den USA als Instrument zur Knebelung der Meinungsfreiheit gesehen! Frankreich und die EU protestierten scharf. Brüssel bat um “Klarstellungen” – dabei ist doch klar, daß dies ein Warnschuss ist. Von Zensur ist auch in der neuen US-Sicherheitsstrategie die Rede, US-Präsident Trump will das DSA aushebeln…
Grundrechte nach Gutdünken – und Deutschland braucht unbedingt ein amerikanisches Außenministerium zur Wahrung der Meinungsfreiheit. Hahaha – Willkommen in Absurdistan!
Woher das Gerücht stammt „ baby face“ Rubio sei „ pro-europäisch ist mir schleierhaft? Selbst das heutige Europa hat soviel Dummheit wie Rubio ausstrahlt nicht verdient!
Was der Kirche früher die Inquisition mit Folter und Hexenverfolgung war sind heute der westlichen Unwertegemeinschaft – und die EU ist da nicht besser als die USA! – die Sanktionen: beides dient dazu, Exempel zu statuieren, damit Kritiker ihr Maul halten. Bestrafe einen, erziehe hunderte!
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die Bundestagswahl wird vom Chaos beim Briefversand überschattet: Viele Auslandsdeutsche haben ihre Wahlunterlagen nicht erhalten.Wird das Ergebnis angefochten?
Das dürfte ein Nachspiel haben: In Brüssel, London, Washington und vielen anderen großen Städten haben die Auslandsdeutschen ihre Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhalten und können daher keine Stimme abgeben.
In London ist sogar der deutsche Botschafter betroffen. In Brüssel trifft es viele deutsche EU-Bedienstete. Das ist besonders peinlich – denn es führt zur Enthaltung wider Willen, dem verlachten “German vote”.
Schuld ist ein Streik bei der belgischen Post. Der Ausstand begann just in der kritischen Zeit vor einer Woche, als die Wahlunterlagen bei den ca. 45.000 Deutschen in Belgien eingehen sollten – und endete erst am Mittwoch.
Anfechtung der Wahl denkbar
Aber auch der späte deutsche Briefversand spielt eine wichtige Rolle, wie viele Beispiele aus anderen Ländern zeigen. Offenbar war die Wahl schlecht organisiert. Ich gehe daher aus, dass es Beschwerden geben wird.
Wenn es beim Wahlergebnis “spitz auf Knopf” stehen sollte – eine Partei scheitert haarscharf an der Fünf-Prozent-Hürde – wäre sogar ein Anfechtung der Bundestagswahl denkbar.
Denn dann käme es ja auch auf die Stimmen aus dem Ausland an…
UPDATE:Es kam wie befürchtet: Die Wahl ging “spitz auf Knopf” aus – jedenfalls für das “Bündnis Sarah Wagenknecht”, das den Einzug in den Bundestag um 9500 Stimmen verfehlte. Das war nicht nur für das BSW entscheidend, sondern auch für die Regierungsbildung. Hätte die neue Partei die Fünf-Prozent-Hürde genommen, wäre die “kleine Koalition” um Kanzler Merz nicht möglich gewesen, die Grünen hätten an der Regierung beteiligt werden müssen.
Der Bundestag hat jedoch eine Neuauszählung abgelehnt. Dies ist ein Schlag ins Gesicht nicht nur für das BSW, sondern auch für “Expats” wie mich und alle Bürger, die ihre Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhalten haben. Immerhin wird die misslungene Wahl nun das Bundesverfassungsgericht beschäftigen, Wagenknecht zieht nach Karlsruhe. Der Schaden für die (nicht mehr) repräsentative Demokratie läßt sich aber nicht mehr beheben…
Auch Gerichte werden zunehmend politisch in Deutschland. Siehe Brosius-Gersdorf oder die Stelle des Präsidenten beim OVG Münster, die mit einer Bekannten des NRW-Justizministers besetzt werden sollte – und wer braucht die schon, wenn sie jahrelang nicht besetzt wurde?
“Immerhin wird die misslungene Wahl nun das Bundesverfassungsgericht beschäftigen, …”
Mit den Richtern hat die Regierung ja schon zu Abend gegessen und Aufzeichnungen über die dort gehaltenen Referate von (ausgerechnet für die Wahl und einer möglichen Anfechtung zuständigen) Ministern und Verfassungsrichtern lägen entweder nicht vor oder wurden danach vernichtet. Ein Schelm…
Frohes Fest… oder sollte ich statt Fest eher sagen Leichenschmaus der Demokratie, die dieses Jahr nicht nur in Deutschland, sondern auch in Brüssel endgültig zu Grabe getragen wurde.
Corruptio optimi pessima 24. Dezember 2025 @
13:34
Angesichts der schon seit 2014 medial verbreiteten Statements dass wir in Weimarer Verhältnissen leben, sind wir ja voll im Zeitplan.
2017 das NPD II Urteil dass gegen den Wortlaut der Ewigkeitsgarantie (Art.79 III GG) das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 IV GG) als nicht existenziell & nicht Idetitätsstiftend (dem Sinn nach, exakter Wortlaut ähnlich), sondern die FDGO des u.a. Art. 19 als Auffangtatbestand ohne es manifestierte, wäre es ja nur konsequent wenn dass , nun Bündnis für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft rausgehalten werden sollte.
BEST OF 2025 – Deutschland verpatzt die Bundestagswahl Wen wundert das noch bei dem Personal in Berlin? Leider werden in unserer sogenannten Wertegemeinschaft inzwischen grundlegende Gesetze, Rechte und Gewohnheiten zur Makulatur. Noch schlimmer ist, dass die uns ehemals als die Vorzeigedemokraten servierten Nationen, allen voran die USA, längst auf internationale Organisationen pfeifen und die Deutschland, sowie die EU sind auf dem besten Weg dazu. Diese Rechts- und Gesetzlosigkeit kann nur in die Katastrophe führen. Die Frage dürfte nicht ob, sondern wann wenn kommt der große Knall.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.12.2025
Nachrichten von Pressenza: Die Angst überwinden wollen und können
Es ist offensichtlich: Die Angst wächst in den Köpfen, Herzen und Seelen von Einzelpersonen und Völkern – auf lokaler wie auf globaler Ebene. Sie führt zu tiefer Beklemmung, Fluchtreaktionen, irrationalem Verhalten, Konflikten, allgegenwärtiges Unwohlsein, Lebensüberdruss und einem immer größer werdenden,…
Warum ich zu den inneren Entwicklungszielen nicht schweigen kann Ein guter Freund meinte neulich zu mir: „Nein, ich sehe keinen Grund, mich zu rechtfertigen. Die Inner Development Goals (IDG) sind falsch, und ich mag sie nicht.“ Er ist älter, erfahrener…
Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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Weiteres:
Wenn die alte Welt in neuem Gewand zurückkehrt
pressenza.com, 24.12.25 - Sanna Radelius, Schweden - Pressenza Berlin
Warum ich zu den inneren Entwicklungszielen nicht schweigen kann
Ein guter Freund meinte neulich zu mir: „Nein, ich sehe keinen Grund, mich zu rechtfertigen. Die Inner Development Goals (IDG) sind falsch, und ich mag sie nicht.“ Er ist älter, erfahrener und hat nicht mehr das Bedürfnis, seine Meinung zu erklären. Ich hingegen schon. Um mir selbst klar zu werden. Um die Frauen zu ehren, die vor mir für eine gerechtere Welt gekämpft haben. Und um allen zu antworten, die sich nach meiner letzten Kritik gemeldet und dieselbe Frage gestellt haben: Warum bist du gegen die Inner Development Goals? Hier ist also meine Antwort.
Von Sanna Radelius, Schweden
Woher kommt meine Kritik?
Ich muss mit meiner eigenen Position anfangen. Wer bin ich, dass ich über die IDGs rede? Ich war nie offiziell Teil der Initiative. Aber ich war tief in die Welt verstrickt, aus der sie entstanden ist. Ich habe mit den Gründern in anderen Projekten zusammengearbeitet. Ich saß in den Räumen von Ekskäret und im Emerge-Netzwerk, wo diese Ideen entstanden sind, wo „Systemwandel” und „innere Transformation für äußere Transformation” eher wie ein gemeinsames Versprechen als wie ein Slogan wirkten.
Diese Jahre haben mir viel bedeutet. Als Frau war es einer der ersten Kontexte, in denen meine ganze Präsenz willkommen schien, mein Intellekt, meine Intuition und meine relationale Sichtweise. Ich wurde in Führungspositionen eingeladen, in meinen weiblichen Qualitäten anerkannt und zum Wachstum ermutigt. Und doch spürte ich umso mehr Reibung, je tiefer ich in die inneren Kreise vordrang. Wir sprachen von weiblichen Werten, Fürsorge, Relationalität und Ganzheitlichkeit, aber die tatsächlichen Machtverhältnisse änderten sich nicht. Eine kleine Clique von Männern, ältere und jüngere, Patriarchen und Protegés, blieb im Zentrum. Uns wurde gesagt, wir sollten unser Ego an der Tür abgeben, während der Raum von egoistischen Absichten und In-Gruppen randvoll war.
Die Kluft zwischen der Sprache und der gelebten Realität wurde zu groß. Am Ende war die Doppelmoral mehr, als ich ertragen konnte. Also ging ich. Nicht, weil mir der Kontext nichts gegeben hätte, sondern weil ich nicht länger ignorieren konnte, was er sich zu ändern weigerte. Ich konnte nicht länger für ein Patriarchat in Verkleidung die Zuarbeit leisten.
Seit meinem Weggang habe ich die IDGs aus der Ferne verfolgt. Ich habe als Beobachterin an einem Gipfeltreffen teilgenommen und diese Fragen über mehrere Jahre hinweg direkt und öffentlich angesprochen. Ich habe mit angeschaut, wie sich die Geschichte entwickelt hat, welche Teile sich verändert haben und welche Dynamiken unverändert geblieben sind.
Und ich schreibe das jetzt, weil Schweigen immer den Machtstrukturen zugutekommt. Ich hab genug davon, dass das auf Kosten der Frauen geschieht, die vor mir da waren, der Frauen an meiner Seite und der Stimmen außerhalb des Globalen Nordens, die immer noch an den Rand gedrängt werden.
Wer entscheidet, was innere Entwicklung ist?
Die IDGs behaupten, uns dabei zu helfen, die größten Krisen der Welt zu bewältigen: Klimawandel, Ungleichheit, Polarisierung, Bedeutungsverlust. Sie sagen, wir brauchen innere Entwicklung, um den äußeren Herausforderungen gerecht zu werden. Aber wer darf definieren, was innere Entwicklung bedeutet?
Die 25 Kompetenzen (ursprünglich waren es 23) sind nicht vom Himmel gefallen. Sie wurden in einem bestimmten kulturellen Kontext ausgewählt und gruppiert: der anglo-amerikanischen und nordeuropäischen liberalen Moderne, unter hochgebildeten, gut vernetzten Fachleuten. Sie spiegeln ein bestimmtes Verständnis davon wider, was ein Mensch ist, was als Reife gilt und welche Art von Mensch die Zukunft angeblich braucht.
Uns wird gesagt, das Rahmenwerk sei global gecrowdsourced worden. Aber wenn die Fragen auf Englisch gestellt werden, innerhalb von Kategorien, die in psychologischen und managementbezogenen Weltanschauungen verwurzelt sind, und durch eine globale Nord-Linse interpretiert werden, dann greifen wir keineswegs auf unterschiedliche Wissenssysteme zu. Wir bitten die Welt, innerhalb unseres Rahmens zu antworten, nicht aber, den Rahmen selbst neu zu gestalten.
Wären die IDGs als Rahmenwerk präsentiert worden, das in erster Linie für weiße, hochgebildete Männer gedacht ist, die in der anglo-amerikanischen und nordeuropäischen liberalen Kultur aufgewachsen sind, wäre es zwar immer noch kritikwürdig, aber zumindest ehrlich in Bezug auf seinen Anwendungsbereich. Stattdessen wird das Rahmenwerk so präsentiert, als würde es für alle Menschen gelten, obwohl es aus einer ganz bestimmten Ecke der menschlichen Erfahrung entstanden ist.
Der Fisch und das Wasser
Manchmal beschreibe ich die IDGs so: Man bringt Fischen bei, besser in einem Aquarium zu schwimmen, in dem das Wasser braun wird und immer weniger Sauerstoff enthält.
Die Fische lernen neue Schwimmtechniken. Sie werden widerstandsfähiger, kooperativer und reflektierter. All das ist nicht schlecht. Aber wenn das Wasser selbst verschmutzt ist, hilft besseres Schwimmen nur für eine Weile. Irgendwann stellt sich nicht mehr die Frage, wie sich die Fische verhalten, sondern was mit dem Wasser passiert.
Helfen wir den Fischen, das Gift zu überleben, anstatt zu fragen, warum das Wasser überhaupt giftig ist?
Wenn wir über innere Entwicklung reden, ohne uns ernsthaft mit den Systemen auseinanderzusetzen, die uns prägen, laufen wir Gefahr, genau das zu tun. Gleichzeitig lassen wir vieles unberührt: die wirtschaftlichen Strukturen, die endloses Wachstum verlangen; die historischen Machtverhältnisse, die entscheiden, wessen Wissen zählt; die Ausbeutungsmentalität, die in den Institutionen des Globalen Nordens verankert ist; die patriarchalischen Normen, die Dominanz als Führung legitimiert haben.
Diese Kräfte sind nicht von der inneren Entwicklung zu trennen. Sie prägen, wie innere Entwicklung überhaupt aussieht. Sie bestimmen, wer darüber sprechen darf. Sie entscheiden, wessen Fähigkeiten als „entwickelt” gelten.
Dennoch behandelt das IDG-Framework diese Normen als Hintergrundbedingungen und nicht als Hauptgegenstand der Veränderung. Es hilft den Menschen, sich an ein krankes System anzupassen, anstatt zu fragen, ob nicht das System selbst grundlegend verändert werden muss.
Regeneration beginnt dort, wo Komfort endet
Ich habe Jahre in regenerativen und systemischen Kontexten verbracht. Eines ist mir klar: Regenerative Arbeit beginnt nicht mit einer Liste von Fähigkeiten. Sie beginnt bei den Ursachen. Sie fragt, warum ein System Schaden anrichtet, wer von seiner Stabilität profitiert und wer den Preis dafür zahlt, wenn es sich nicht verändert. Sie besteht darauf, Macht nicht als Anschuldigung zu verstehen, sondern als Struktur, als Landkarte dessen, wie Macht organisiert ist.
In der regenerativen Theorie und Praxis wird Regeneration als ein grundlegend anderes Paradigma verstanden, das in lebenden Systemen verwurzelt ist, die ihre eigene Vitalität und die der anderen wiederherstellen und vertiefen. Es geht nicht um stärkere Nachhaltigkeit, sondern um eine Abkehr von einer extraktiven, wachstumsorientierten Logik hin zu relationalen, ortsbezogenen Formen der Organisation von Leben und Wirtschaft.
Die IDGs beschreiben sich oft als Unterstützer eines Wandels hin zu regenerativeren Kulturen und Systemen. Aus meiner Sicht gehört ihre Kernlogik immer noch zu einem früheren Paradigma.
Sie greifen einige dieser regenerativen Fragen in der Theorie auf, kehren dann aber auf den sichereren Boden der individuellen und kollektiven Fähigkeiten innerhalb der bestehenden Ordnung zurück. Regeneration macht das Gegenteil. Sie bleibt bei der Komplexität. Sie lehnt universelle Rezepte ab. Sie vertraut darauf, dass unterschiedliche Orte, unterschiedliche Geschichten und unterschiedliche Kosmologien unterschiedliche Formen des Werdens erfordern.
Deshalb stehen Regeneration und die IDGs in einem Spannungsverhältnis. Die eine schafft Raum für Pluralität und strukturellen Wandel, die andere schreibt vor. Das ist keine Regeneration. Es ist Ausbeutung mit einem besseren Markenauftritt.
Die Struktur, die sich vor aller Augen verbirgt
Zu sagen, dass man mit Macht arbeitet, ist nicht dasselbe wie Macht zu transformieren. Verschiedene Stimmen an einen Tisch zu bringen, ist nicht dasselbe wie zu verändern, wer den Tisch gebaut hat oder über dessen Zweck entscheidet. Kritik einzuladen ist nicht dasselbe wie dieser Kritik zu erlauben, die Architektur neu zu gestalten.
Das ist wichtig, weil die IDGs nicht mehr nur ein kleines nordisches Experiment sind. Sie positionieren sich jetzt und werden immer öfter in Umgebungen eingesetzt, die mit Universitäten, Unternehmen, NGOs und öffentlichen Einrichtungen in vielen Ländern verbunden sind, vor allem in Teilen des Globalen Nordens. Ihr klares Ziel ist es, Einfluss darauf zu nehmen, wie Führungskräfte über Veränderung reden, wie Organisationen über menschliche Entwicklung denken, welche inneren Eigenschaften als legitim angesehen werden und wie „gute Führung” aussieht.
Wenn das Rahmenwerk fehlerhaft ist, wird auch sein Einfluss fehlerhaft sein. Aber es könnte noch schlimmer kommen. Ein fehlerhaftes Rahmenwerk, das global skaliert wird, kann aktiv schädlich werden. Nicht unbedingt durch das, was es lehrt, sondern durch das, was es unberührt lässt. Es gibt den Menschen das Gefühl, an den Ursachen zu arbeiten, während sie in Wirklichkeit immer geschickter darin werden, genau die Systeme aufrechtzuerhalten und zu legitimieren, die transformiert und nicht erhalten werden sollten.
Und für Frauen, für Menschen aus dem Globalen Süden, für indigene Völker, für alle, die von einer anderen Ontologie geprägt sind, bergen die IDGs eine besondere Gefahr. Sie vermitteln den Anschein von Inklusion, während sie gleichzeitig genau die Strukturen aufrechterhalten, die uns schon immer marginalisiert haben. Sie laden uns an den Tisch ein und erwarten dann, dass wir uns innerhalb des von ihnen vorgegebenen Rahmens äußern.
Was passiert, wenn das System in Frage gestellt wird
Ich habe diese Fragen direkt, öffentlich und über Jahre hinweg aufgeworfen. Über Macht. Über dekoloniale Methoden. Darüber, wie sie mit den zugrunde liegenden Strukturen arbeiten, die genau die Probleme immer wieder neu schaffen, die sie angeblich ändern wollen. Die Antworten waren aufschlussreich.
Zuerst Schweigen oder Ausflüchte. Mein Denken wurde als postmodern abgestempelt. Meine Fragen wurden eher als Frage des Tons denn als Frage des Inhalts behandelt. Später kam die Zusicherung, sie würden mit sozialen Strukturen arbeiten, wie es jeder tue, der es mit Systemveränderungen ernst meine. Aber wenn ich frage, welche Strukturen sie identifiziert haben oder was sich dadurch im Rahmen geändert hat, gibt es keine konkreten Beispiele.
Und wenn Kritik anerkannt wird, wird sie als relational umgedeutet: Meine Sprache sei aggressiv, ich hätte privat schreiben sollen, öffentliche Kritik könne Menschen entmutigen.
Das System bleibt unschuldig. Der Kritiker wird zum Störfaktor.
Die patriarchalische Logik hinter der Sprache der Fürsorge
Dieses Muster ist mir als Frau schmerzlich vertraut. Wenn strukturelle Kritik als eine Frage des Tons dargestellt wird, als Aufforderung, sanfter, beziehungsorientierter und weniger direkt zu sein, spiegelt dies eine lange Geschichte wider, in der die Klarheit von Frauen in ähnlicher Weise behandelt wurde. Diese Abmilderungen klingen oberflächlich betrachtet nach Fürsorge. Im Grunde dienen sie jedoch der Kontrolle. Sie lenken die Aufmerksamkeit von der Macht auf die Höflichkeit, vom Inhalt auf den Stil.
Jeder, der im Patriarchat gelebt hat, erkennt dieses Muster. Frauen werden gefeiert, solange wir unterstützend, dankbar, emotional einfühlsam und bereit sind, genau die Strukturen zu stabilisieren, die uns schaden. In dem Moment, in dem wir anfangen, strukturelle Probleme klar zu benennen, ohne jeden Satz abzufedern, werden wir „zu viel”. Zu scharf. Zu emotional. Zu spaltend. Eine Störung, die es zu bewältigen gilt, statt ein Signal, dass etwas nicht stimmt.
Und es gibt noch eine weitere Ebene. Nicht alle Frauen wollen dieses Muster sehen. Denn wir kennen die Geschichte. Weiße Männer nehmen das, was Frauen seit Generationen praktizieren und verkörpern – relationale Intelligenz, emotionale Kompetenz, die Arbeit der Fürsorge – und wenn sie es verpacken, erforschen und in einen Rahmen verwandeln, der durch Forschung und institutionelle Legitimität gestützt wird, wird es plötzlich wertvoll. Plötzlich ist es Führungsstärke. Plötzlich zählt es. Und für viele Frauen kann es einfacher sein, das zu feiern, als sich damit auseinanderzusetzen, was es offenbart. Dass genau die Eigenschaften, für die wir bestraft, herabgewürdigt oder denen wir ohne Anerkennung gerecht werden mussten, erst dann anerkannt werden, wenn Männer sie benennen, verpacken und als Innovation präsentieren. Das ist auch der Grund, warum die IDGs so leicht zu mögen sind: Sie wirken fortschrittlich, obwohl sie größtenteils nur das neu verpacken, was diese Kultur bereits kennt.
Diese Wahrheit zu erkennen, ist schmerzhaft. Und doch hat es auch seinen Preis, sie nicht zu sehen.
Das ist die Falle. Sei sanft. Sei inklusiv. Bring niemanden in Verlegenheit. Und während du all das bist, bleiben die Strukturen genau so, wie sie sind.
Des Kaisers neue Kleider. Nur aus sehr progressivem Stoff.
Wenn koloniales Denken in neuen Formen wieder auftaucht
Das gleiche Muster zeigt sich über Rassen, Geografien und Geschichte hinweg. Die IDGs präsentieren sich als global, mit Hubs, Partnern und Referenten aus der ganzen Welt. Aber schau dir genauer an, woher das Rahmenwerk kommt, wer die Marke hält, wer reist, sich trifft und auf den Hauptbühnen spricht, wessen Pässe und Hautfarben die Räume dominieren, in denen strategische Entscheidungen getroffen werden, wessen Sprache die Bedingungen festlegt. Der Schwerpunkt bleibt der globale Norden.
So sieht Neokolonialismus heute oft aus: keine Eroberungen und Flaggen, sondern Rahmenwerke und Partnerschaften. Keine offene Herrschaft, sondern die stille Forderung, dass sich alle an die liberal-anglo-amerikanischen und nordeuropäischen Normen anpassen: eine Weltanschauung, die das Problem und die Lösung definiert, während andere als Farbe und Geschichte eingeladen werden, solange sie die bereits festgelegten Bedingungen nicht stören.
Eine Weltanschauung, die behauptet, universell zu sein
Dahinter steckt eine Weltanschauung. Die IDGs basieren auf einem anglo-amerikanischen und nordeuropäischen liberalen Menschenbild, das den Menschen als individuelle Einheit mit einem inneren Leben sieht, das beschrieben und verbessert werden kann und grundlegend von der Natur getrennt ist. Viele andere Traditionen gehen von etwas anderem aus, von einer relationalen Welt, in der Land, Vorfahren und mehr als menschliche Wesen das Selbst ausmachen, und in der Wissen eher durch lange Beziehungen als durch globale Fragebögen entsteht.
Wenn ein Rahmenwerk verschiedene Perspektiven zulässt, ohne diese zugrunde liegende Weltanschauung zu hinterfragen, praktiziert es keine Pluralität. Es verlangt von anderen Welten, sich in seine Ontologie zu zwängen, und nennt das Inklusion.
Können sich die IDGs ändern?
Manchmal werde ich gefragt, ob die IDGs zu dem werden könnten, was sie zu sein vorgeben. Meine ehrliche Antwort ist einfach: Nein.
Das Problem sind nicht blinde Flecken oder Diversitätskorrekturen. Es ist die Kernlogik.
Die Idee, dass man eine universelle Reihe innerer Fähigkeiten für die Menschheit definieren und sie als Hebel für Systemveränderungen in der Welt verbreiten kann, ist selbst Teil des Paradigmas, das wir hinter uns lassen müssen. Das heißt nicht, dass die IDGs sinnlos sind. Sie übersetzen etwas Weiches und lange Ignoriertes – Innenleben, emotionale Kompetenz und Fähigkeit zu Beziehungen – in eine Form, die Institutionen erkennen und mit der sie arbeiten können. In einem bestimmten historischen Moment und in kulturellen Kontexten wie Schweden hat diese Brücke ihren Wert.
Und auch heute noch können die IDGs als beliebtes psychologisches Instrument für Arbeitsplätze und Organisationen in Teilen des Globalen Nordens, insbesondere in Schweden, wo persönliche Entwicklung manchmal Sprache und Struktur braucht, wirklich nützlich sein. Aber eine Brücke ist nur als Durchgang gedacht, nicht als Modell für die gesamte Landschaft. Das Problem beginnt, wenn ein Rahmen, der für ein bestimmtes kulturelles Segment sinnvoll sein mag, so präsentiert wird, als wäre er ein universeller Weg zu Nachhaltigkeit und menschlicher Entfaltung für alle.
Aus meiner heutigen Sicht sind die IDGs weniger ein Weg in die Zukunft als vielmehr ein klarer Ausdruck des Paradigmas, aus dem wir herauswachsen müssen: der Glaube, dass der richtige Rahmen in den richtigen Händen die Menschheit verbessern kann; die Annahme, dass eine Weltanschauung sicher für uns alle sprechen kann; die Gewohnheit, lebendige, situative Weisheit in übertragbare Modelle und Produkte zu verwandeln.
Könnten die Menschen rund um die IDGs sich dafür entscheiden, etwas anderes zu tun? Ja. Sie könnten beschließen, die Grenzen des Projekts zu benennen, seine Ausweitung zu stoppen und Traditionen und Bewegungen zu unterstützen, die von anderen Weltanschauungen ausgehen, anstatt zu versuchen, diese in ihre eigene zu integrieren. Sie könnten die IDGs zu einem historischen Beispiel dafür werden lassen, wie wir früher über innere Entwicklung gedacht haben, anstatt daran als Antwort festzuhalten.
Ob sie das tun werden, ist eine ganz andere Frage. Alles, was ich in ihren Antworten auf Kritik gesehen habe, deutet darauf hin, dass das Projekt weiterhin seine Kernlogik verteidigen, seine Sprache anpassen, Geschichten und Perspektiven hinzufügen und weitermachen wird. In diesem Sinne ist die wertvollste Rolle, die die IDGs spielen können, genau diese: eine sichtbare, gut vermarktete Veranschaulichung der zugrunde liegenden Logik, die wir erkennen lernen und sanft, aber entschlossen überwinden müssen.
Helft euch gegenseitig, das Wasser zu sehen
Denn die eigentliche Arbeit der Regeneration beginnt in dem Moment, in dem wir aufhören, den Fisch zu perfektionieren, und es wagen, ehrlich auf das Wasser zu schauen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
unser weiterer Kommentar: Danke für das Modell der Anschauung , damit wir zu Beginn besser erkennen, wenn Strukturen auch deswegen entstehen sollen um diese dann missbrauchen zu können. Damit letztlich doch wieder alles so bleibt, wie es schon ist.
24.12.2025
Christine Lagarde bestätigt: „ Es wird Kontrolle geben“
us20.campaign-archive.com, vom 23. Dezember 2025, Dr. Bernd Heim, Chefredakteur
Lieber Leser,
den digitalen Euro wird die Europäische Zentralbank zwar etwas später an den Start bringen, als ursprünglich geplant, doch er wird kommen. Wie bei vielen modernen Produkten wird es dabei für die „Kunden“ eine optisch ansprechende Verpackung mit einem höchst zweifelhaften Inhalt geben, denn der digitale Euro wird programmierbar sein und zu einem Mittel der fortlaufenden Überwachung der Bürger ausgeweitet werden.
Natürlich wird das Element der Überwachung bevor es sichtbar und wirksam wird nicht pointiert in den Mittelpunkt gerückt werden. Doch es ist ohne Frage vorhanden und es wird von den verantwortlichen Entscheidungsträgern in der Frankfurter EZB-Zentrale, allen voran von EZB-Chefin, Christine Lagarde, auch heute schon offen angesprochen. Sie hat bereits Interviews gegeben, in denen sie erklärte, dass der digitale Euro ein höheres Maß an Kontrolle und Überwachung mit sich bringen wird.
„Es wird Kontrolle geben. Sie haben recht, völlig recht“, erklärte Christine Lagarde bereits in Interviews und bestätigte damit Befürchtungen, die normalerweise als Verschwörungstheorien gebrandmarkt werden. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank ließ bereits durchblicken, dass nur noch sehr kleine Beträge bis maximal 300 oder 400 Euro von dieser Kontrolle ausgenommen sein werden. Alles andere wird lückenlos überwacht werden. Für jeden, seine Freiheit – auch die finanzielle Freiheit – liebenden Bewohner der Eurozone ist das eine höchst irritierende Aussicht.
Die Europäische Zentralbank scheint sich ihrer Sache recht sicher zu sein
Diese Offenheit deutet darauf hin, dass die EZB sich relativ sicher ist, dass die zu beaufsichtigenden Schafe den Vorgaben der Europäischen Zentralbank frag- und widerspruchslos folgen werden und es darf darüber gerätselt werden, wo diese Sicherheit ihren Ursprung hat.
Sind es die positiven Erfahrungen mit den massiven Eingriffen in die Freiheit der Bürger während der Corona-Zeit? Oder weiß man im Frankfurter EZB-Tower jetzt schon, dass das Bargeld im „Wettbewerb“ mit dem digitalen Euro keine Chance mehr haben wird, weil man seinen Einsatz zwar nicht direkt verbietet, ihn aber so sehr verteuert, dass er sich wirtschaftlich nicht mehr rechnet und damit nach und nach unterbleibt?
Das offene Eingeständnis, dass der digitale Euro ein erhöhtes Maß an Kontrolle und Freiheitseinschränkungen weist allerdings klar in die Richtung, aus der in Zukunft der Wind wehen wird. Versprechen wird man den Bürgern ein einfacheres, bequemeres und auch sichereres Bezahlen. Auf der Strecke bleiben jedoch die persönliche Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung – gerade auch im finanziellen Bereich.
Scheitern kann der digitale Euro nur noch, wenn er von der Masse der Bürger nicht angenommen und eingesetzt wird. Aber danach sieht es derzeit nicht aus. Achten Sie beim nächsten Einkauf nur einmal an der Kasse darauf, wie oft und wie gerne viele Zeitgenossen bereits das Handy oder die Karte zücken, um ihre Einkäufe zu bezahlen. Nur die wenigsten scheint es zu stören, dass sie sich mit dieser Form des Bezahlens vollkommen gläsern und kontrollierbar machen.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und grüße Sie herzlich
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
24.12.2025
PI-Rundbrief | Nr. 47 | Venezuela im Belagerungszustand
Siehe Kunst der Woche: Ein Wandbild in Caracas, Venezuela, von Simon Bolivar, Hugo Chavez und Che Guevara.
Nr. 47 | Venezuela im Belagerungszustand
Hallo,
US-Präsident Donald Trump hat eine „totale und vollständige Blockade“ aller von den USA sanktionierten Öltanker angekündigt, die Venezuela anfahren oder verlassen – eine Eskalation, die einem Wirtschaftskrieg gegen eine ganze Nation gleichkommt. Das Weiße Haus verbindet diese Maßnahme nun mit einer unverantwortlichen Bezeichnung des venezolanischen Staates als „ausländische Terrororganisation“ und prahlt damit, dass eine Armada das Land umzingelt hat.
Blockaden sind Instrumente der kollektiven Bestrafung. Sie unterscheiden nicht zwischen einem Pfarrer und einer Hebamme, einem General und einem Granjero. In einem Land, das auf seine Ölexporte als Lebensader für die heimische Wirtschaft und seine Unterstützung für Schwesternationen wie Kuba angewiesen ist, ist die Unterbrechung der Seewege ein vorsätzlicher Schlag gegen die Lebensmittel-, Medikamenten- und Energieversorgung sowie gegen Millionen von Lebensgrundlagen in der gesamten Karibik.
Wir haben die Logik hinter dieser Eskalation schon einmal gesehen. Im Jahr 2019, als Washington seine brutalen Sanktionen verschärfte, sprach der damalige Außenminister Mike Pompeo von der sich zusammenziehenden „Schlinge“ um Venezuela und räumte ein, dass „die humanitäre Krise von Stunde zu Stunde zunimmt“. Diese Worte waren nur eine Bestätigung dafür, dass deren auf Strangulierung beruhende Politik „funktionierte“, indem sie wie beabsichtigt das Leid der Zivilbevölkerung verschärfte, um politische Ergebnisse zu erzwingen.
Mit der heutigen Blockade wird dieselbe Doktrin noch einmal bekräftigt – die heute als „Trump-Corollary“ der Monroe-Doktrin bezeichnet wird: die imperiale Erlaubnis, die Washington sich selbst gibt, Grundrechte und internationales Recht mit Füßen zu treten, um ein Projekt der Hemisphärenherrschaft zu unterstützen.
Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, beschrieb venezolanisches Öl als das Ergebnis von „amerikanischem Schweiß, Einfallsreichtum und Schufterei“. Diese Behauptung ist eine unverschämte Umkehrung der Geschichte und eine Aufforderung zum Diebstahl. Venezuela besitzt die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven aufgrund der geologischen Vorkommen und der generationenübergreifenden Arbeit venezolanischer Arbeiter*innen – und nicht etwa von US-Unternehmen oder US-Steuerzahlern. 1976 verstaatlichte Venezuela seine Erdölindustrie, um die Kontrolle über seine Haupteinnahmequelle zurückzugewinnen, ein nach internationalem Recht anerkannter souveräner Akt.
Der wahre Diebstahl wird seit Jahrzehnten von den USA und multinationalen Ölkonzernen begangen: Sie ziehen unter ungleichen Austauschbedingungen Gewinne aus den venezolanischen Bodenschätzen, und die heutige Blockade zielt darauf ab, diese gewaltsame Enteignung zu formalisieren.
Die Bolivarische Republik Venezuela – und ihre Nachbarn in Lateinamerika und der Karibik – genießen die Rechte souveräner Gleichheit und die Früchte der regionalen Stabilität, die ihre Völker in jahrzehntelangen Kämpfen errungen haben. Die Region hat ein Jahrhundert voller Blockaden, Staatsstreiche und als „Freiheit“ getarnten Zwang erlebt. Wir lehnen die Umwandlung von Sanktionen in einen Belagerungskrieg und die Normalisierung des Hungertods als Staatskunst kategorisch ab.
Wir von der Progressiven Internationale rufen zur Solidarität für die Verteidigung der Souveränität auf: für die Arbeiter*innen, die die Kraftwerke am Laufen halten, für die Krankenpfleger*innen und Lehrkräfte, die die öffentlichen Dienste aufrechterhalten, für die Campesinos und Comunas, die ihre Gemeinden ernähren, für die Student*innen, die das Versprechen der Bolivarischen Revolution weitertragen.
Die Progressive Internationale wird weiterhin den Angriff der USA auf das Völkerrecht dokumentieren und die breiteste – lateinamerikanische, karibische und globale – Solidaritätsfront aufbauen, um dem venezolanischen Volk Frieden und eine menschenwürdige Zukunft zu sichern.
Souveränität ist nicht teilbar: Ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf alle. Wir müssen uns der Normalisierung dieser Belagerung als legitimen Akt wirtschaftlicher Staatskunst widersetzen. Wir müssen die Integrität der Charta der Vereinten Nationen schützen. Und wir müssen darauf bestehen, dass diese Zwangsmaßnahmen sofort aufgehoben werden.
In Solidarität,
Das Sekretariat der Progressiven Internationale
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Die Wahlen vom 30. November 2025 in Honduras – für einen Präsidenten, einen neuen Nationalkongress und lokale Behörden – haben zu einer schweren Krise geführt. Ein hauchdünner Vorsprung zwischen dem Kandidaten der Nationalen Partei, Nasry „Tito“ Asfura, und dem Kandidaten der Liberalen Partei, Salvador Nasralla, in den vorläufigen Ergebnissen veranlasste den Nationalen Wahlrat (CNE), rund 15 Prozent der Stimmenlisten als widersprüchlich zu markieren, sodass Hunderttausende von Stimmen nicht bestätigt werden konnten und die offiziellen Ergebnisse verzögert wurden. Technische Fehler im System der Stimmenauszählung in Kombination mit Auseinandersetzungen innerhalb des CNE darüber, wie umfassend die Ergebnisse überprüft werden sollten, haben das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben und setzen die Wahlinstitutionen stark unter Druck.
Die Krise kam nicht unverhofft. Im Vorfeld der Abstimmung warnte das Observatorium der Progressiven Internationale bereits vor destabilisierenden Dynamiken, einschließlich angeblicher Verschwörungen, an denen politische und militärische Akteure beteiligt waren, und dem zunehmenden ausländischen Druck aus Washington. Diese Bedenken verschärften sich nach direkten Interventionen von Donald Trump, einschließlich seiner Unterstützung von Asfura und anderen Aktionen, die in ganz Honduras weithin als Verletzungen der nationalen Souveränität angeprangert wurden. Inländische Akteure aus dem gesamten politischen Spektrum haben seitdem eine vollständige Neuauszählung gefordert, während in Tegucigalpa inmitten der polizeilichen Repression und der zunehmenden Polarisierung Proteste ausgebrochen sind.
Die internationale Kontrolle wurde intensiviert, konnte die Pattsituation jedoch nicht lösen. Die Beobachtungsmission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) räumte schwerwiegende technische Schwachpunkte und Verzögerungen ein, fand jedoch keine eindeutigen Beweise für Manipulationen. Diese Schlussfolgerung wurde von Vertreter*innen der honduranischen Regierung zurückgewiesen, die argumentieren, dass die ausländische Einmischung heruntergespielt worden sei. Da inzwischen mehr als zwei Wochen vergangen sind und immer noch kein offizielles Ergebnis für die Präsidentenwahl vorliegt, befindet sich Honduras weiterhin in der politischen Schwebe. Die Progressive Internationale drängt nachdrücklich darauf, dass die internationale Gemeinschaft eine umfassende, transparente Stimmenauszählung fordert und jegliche Einmischung von außen ablehnt. Sie hebt hervor, dass nur ein vollständig überprüfbarer Prozess die Legitimität wiederherstellen und die demokratische Souveränität des honduranischen Volkes sicherstellen kann.
Amazon-Lagerarbeiter*innen legen ihre Arbeit nieder
Diese Woche legte die Mehrheit der Amazon-Lagerarbeiter*innen einer der größten US-Lieferstationen des Unternehmens, DJT6 in Südkalifornien, ihre Arbeit nieder und kündigte den Beginn ihrer gewerkschaftlichen Organisierungskampagne an. Die Beschäftigten fordern, dass ihre Gewerkschaft, die Teamsters, anerkannt wird und über einen Vertrag verhandeln darf.
Wird dieser Dokumentarfilm Keir Starmer hinter Gitter bringen?
Der PI Wire-Partner Declassified präsentiert den ersten Dokumentarfilm über Großbritanniens Komplizenschaft am Völkermord im Gazastreifen und enthüllt die zwielichtigen Spionageflugmissionen des britischen Premierministers Keir Starmer für Israel.
Die Frage lautet: Was hat ein britischer Stützpunkt auf Zypern mit dem Völkermord Israels in Gaza zu tun?
Assange versucht, Machados Nobelfonds zu blockieren
Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, hat in Schweden Strafanzeige gegen die Nobelstiftung eingereicht und ihr vorgeworfen, den Friedenspreis in ein „Kriegsinstrument“ verwandelt zu haben. Er beantragt das sofortige Einfrieren dern SEK 11 Millionen, die María Corina Machado für die Förderung von Kriegsverbrechen zugesprochen wurden.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
24.12.2025
Zukunftskompass: Podcast 23.12.25: Machtmonster Brüssel - Die Realität????
Podcast 23.12.25: Machtmonster Brüssel - Die Realität???? Harmonisierung ist das schönste Wort für Gleichschaltung. Brüssel sitzt an Eurem Küchentisch und steht in Eurem Heizungskeller. Nationale Parlamente? Nur noch Abnick-Vereine für Gesetze aus Kommissionen, die niemand gewählt hat. Schluss mit der Illusion. Es ist Zeit für die Realität.???? ???? Kimmi und Jan (Sprachmodell)
???? Text und redaktionelle Arbeit Frank Aktuelle Artikel und unsere Sendung Zukunftskompass mit Hintergrundinformationen findet ihr unter: @metropolchronicles
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