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16.01.2026

Ukraine: Deserteure...Endspiel...Reparationen...

aus e-mail von Doris Pumphrey, 16. Januar 2026, 16:46 Uhr 


Berliner Zeitung 15.1.2026

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ukraine-2-millionen-maenner-landesweit-wegen-wehrdienstverweigerung-gesucht-li.10014227>


*Deserteure in der Ukraine: Zwei Millionen Männer landesweit wegen

Wehrdienstverweigerung gesucht

*Nicolas Butylin


Erstmals hat ein ukrainischer Regierungsvertreter konkrete Zahlen zu

Deserteuren in der Armee genannt. Der neu ernannte Verteidigungsminister

Mychajlo Fedorow erklärte während seiner Anhörung vor der Werchowna

Rada, rund 200.000 Soldaten der ukrainischen Streitkräfte seien

unerlaubt abwesend und hätten ihre Einheiten verlassen. Zusätzlich

würden etwa zwei Millionen Männer landesweit wegen

Wehrdienstverweigerung von den Militärbehörden gesucht.


Mit diesen Aussagen bestätigte Fedorow, der am Mittwoch in der Werchowna

Rada mit 277 Stimmen zum Verteidigungsminister gewählt wurde, erstmals

öffentlich das Ausmaß eines Problems, über das bislang kaum jemand in

der Ukraine berichtet. Internationale Aufmerksamkeit erlangten seine

Worte, nachdem unter anderem CNN und russische wie westliche Medien

Auszüge seiner Rede aufgriffen.


„Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und die Probleme lösen, die heute

existieren, um überhaupt weitergehen zu können“, sagte Fedorow mit Blick

auf die Personal- und Strukturkrise der ukrainischen Armee. Zugleich

wies er darauf hin, dass er ein Ministerium übernommen habe, das mit

Schulden von rund 300 Milliarden Griwna, umgerechnet etwa sieben

Milliarden US-Dollar, belastet sei.


Die Aussagen des neuen Ministers fallen in eine Phase zunehmender

Schwierigkeiten bei der Mobilisierung. Bereits im November 2025 hatte

die Financial Times unter Berufung auf ukrainische Militärvertreter

berichtet, dass ein signifikanter Teil neu einberufener Soldaten noch

vor dem Eintreffen an der Front desertiere. Auch die Berliner Zeitung

berichtete umfassend über Deserteure in der Ukraine.

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/deserteur-aus-der-ukraine-nur-eure-bodentruppen-koennen-den-kriegsverlauf-noch-aendern-li.2278180

Allein im Oktober seien nahezu 20.000 Verfahren wegen unerlaubter

Abwesenheit oder Desertation eingeleitet worden. Es war der höchste

Monatswert seit Kriegsbeginn vor fast vier Jahren, wie die ukrainische

Staatsanwaltschaft mitteilte.


Nach ukrainischem Recht sind alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren

verpflichtet, sich militärisch registrieren zu lassen. Die eigentliche

Mobilisierung betrifft derzeit Männer im Alter von 25 bis 60 Jahren.

Aufgrund des seit Beginn des Krieges geltenden Kriegsrechts ist es

wehrpflichtigen Männern im Alter von 23 bis 60 Jahren untersagt, das

Land zu verlassen. Dennoch gelang Zehntausenden die Flucht ins Ausland,

häufig mit Hilfe von Schleusern.


Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach nach einem Treffen mit Fedorow von

der Notwendigkeit „umfassenderer Veränderungen“ im Mobilisierungssystem.

Beobachter in der Ukraine werten dies als Hinweis darauf, dass die

Regierung in Kiew in Zukunft nicht nur auf repressivere Maßnahmen

zurückgreifen werde, sondern auch strukturelle Reformen prüfe.


Ein Phänomen, das in diesem Zusammenhang für zunehmende Entrüstung in

der ukrainischen Bevölkerung sorgt, ist die sogenannte „Busifikation“.

Darunter verstehen viele Ukrainer das gewaltsame Aufgreifen von Männern

im wehrfähigen Alter durch Mitarbeiter der Territorialen

Rekrutierungszentren (TCK), oft auf offener Straße, in Einkaufszentren

oder an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. In sozialen

Netzwerken kursieren seit Monaten zahlreiche Videos, die zeigen, wie

Passanten ohne richterlichen Beschluss in Kleinbusse gedrängt und direkt

zu Musterungsstellen gebracht werden. Menschenrechtsorganisationen und

Anwälte kritisieren diese Praxis als rechtsstaatlich bedenklich und

gesellschaftlich hochproblematisch. Nach Ansicht von Beobachtern

untergräbt die „Busifikation“ das Vertrauen in Staat und Armee und trägt

eher zur Verunsicherung der Bevölkerung bei, statt die Bereitschaft zum

Militärdienst zu stärken.


Minister Fedorow selbst gilt als Symbol eines Generationenwechsels in

der ukrainischen Führung. Mit 35 Jahren ist er der jüngste

Verteidigungsminister in der Geschichte des Landes. Zuvor war er

Vize-Ministerpräsident und Ressortchef für digitale Transformation. In

dieser Funktion verantwortete er unter anderem Programme zur Entwicklung

und Beschaffung von Drohnen. Angesichts der angespannten Personallage in

der Armee betonte er nun, dass technologische Lösungen und

Automatisierung für die Ukraine noch wichtiger würden. Kritiker warnen

jedoch, dass Technik allein den Mangel an Soldaten nicht kompensieren könne.


*

Die Ukraine im blutigen Endspiel zwischen Krieg und Diplomatie

*Vier Jahre Krieg, ein Jahrzehnt Konfrontation: Während die Ukraine

militärisch mit dem Rücken zur Wand steht, pokert Donald Trump um eine

diplomatische Lösung. Doch zwischen den Fronten im Donbass und dem

Machtkampf zwischen Brüssel und Washington droht ein blutiges Endspiel.

Steht der eurasische Raum 2026 vor einem brüchigen Frieden oder der

finalen Erschöpfung? Ein Beitrag von *Gábor Stier*, aus dem Ungarischen

übersetzt von *Éva Péli*.

/Hier weiterlesen: /https://www.nachdenkseiten.de/?p=144821



_RTDE Liveticker Ukraine-Krieg 16.1.2026


_*Orbán: Europäer glauben an "Kindermärchen" über russische Reparationen*


Ungarns Premierminister Viktor Orbán zeigte sich verwundert darüber,

dass viele Europäer an "Kindermärchen" über angebliche Reparationen

Russlands glauben. Zugleich würden sie nicht gegen Politiker

aufbegehren, die Milliarden an Steuergeldern in die Ukraine schicken.

Dies sagte Orbán im Radio /Kossuth. /

Europäische Politiker "werfen Hunderte Milliarden aus Steuergeldern zum

Fenster hinaus", so Orbán. Sie setzten darauf, dass Russland

Reparationen zahlen und Europa so sein Geld aus der Ukraine

zurückerhalten werde. /"Ich habe noch keinen seriösen Experten

getroffen, der behauptet, man könne die Russen militärisch so besiegen,

dass sie Reparationen zahlen müssten. Das liegt jenseits von

Kindermärchen."/

Die Bürger Westeuropas würden mit solchen Geschichten ruhig gestellt. Er

beobachte "mit Überraschung", wie lange dies anhalte, ohne dass "das

Volk aufstehe". In Ungarn wäre er nach eigenen Worten "keine Woche im

Amt geblieben", da solche Aussagen als Betrug entlarvt worden wären.

Das russische Außenministerium hatte wiederholt erklärt, dass die Ideen

der EU über angebliche russische Reparationen an die Ukraine

realitätsfern seien.



Lost-in-Europe 14.1.2026

<https://lostineu.eu/von-wegen-reparations-darlehen-eu-macht-schulden-fuer-waffen/>


*Ukraine: Das “Reparations-Darlehen” entpuppt sich als Waffendeal


*Die EU-Kommission will das neue, schuldenfinanzierte Darlehen für die

Ukraine in Höhe von 90 Mrd. Euro aufteilen – und zu einem

Konjunkturprogramm für die Rüstungsindustrie machen. Ein Drittel des

Geldes soll in das Staatsbudget in Kiew fließen und zwei ⁠Drittel in

militärische ‍Ausrüstung, sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen.

Von “Reparationen” Russlands ist keine Rede mehr. Kanzler Merz hatte

beim EU-Gipfel Ende Dezember ein “Reparations-Darlehen” gefordert, das

aus russischem Vermögen finanziert werden sollte. Doch er konnte sich

nicht durchsetzen. Nun muß Deutschland für frische EU-Schulden bürgen,

bekommt zum Trost aber sicher lukrative Rüstungsaufträge aus Kiew. Diese

Art der Ukrainehilfe entspräche den politischen Prioritäten der EU,

erklärte von der Leyen. Allerdings sind drei Länder ausgeschert – die

Kriegskredite haben die EU gespalten

<https://lostineu.eu/die-eu-zahlt-kriegskredite-und-greift-zu-neuen-tricks/>.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

16.01.2026

Reminder: Eine Mindeststeuer für Superreiche – Fluch oder Segen? Gabriel Zucman im Gespräch mit Jens Südekum

aus e-mail von Thomas Fricke, 16. Januar 2026, 13:03 Uhr


Liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen, der Pariser Ökonom Gabriel Zucman sorgt mit seinem Vorschlag einer Steuer auf Superreiche für Aufregung weit über Frankreichs Grenzen hinaus. Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro mit mindestens zwei Prozent zu besteuern, stößt bei den Franzosen und Französinnen auf viel Zustimmung. Gegner der „taxe Zucman“ poltern, so eine Steuer erhöhe das Risiko von Kapitalflucht und verhindere Investitionen.

Über das Für und Wider diskutiert Zucman mit Jens Südekum, Chefberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bei unserem nächsten

New Economy Short Cut :

Eine Mindeststeuer für Superreiche – Fluch oder Segen? Mit

Gabriel Zucman , Paris School of Economics, Jens Südekum , Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Am Montag, 19. Januar 2026 , um 11:30 Uhr – via Zoom.

[Anmeldung <https://public-eur.mkt.dynamics.com/api/orgs/c60905ce-0d49-ef11-bfdf-000d3ab73c5f/r/dAI3wD4JMkeleTU8a1oBAAQAAAA?msdynmkt_target=%7B%22TargetUrl%22%3A%22https%253A%252F%252Feuropeanclimate.zoom.us%252Fwebinar%252Fregister%252F9017522341151%252FWN_tIi8dU-vQa2PNSeRdM7new%22%2C%22RedirectOptions%22%3A%7B%225%22%3Anull%2C%220%22%3Anull%7D%7D&msdynmkt_digest=7Uc3RRpiipqoLn0%2F1CSq7sI1aRfAcXlpeVqwm4IPguQ%3D&msdynmkt_secretVersion=7bb221762d0c46939816d3a5592b1359>]

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit besten Grüßen

Thomas Fricke

Forum New Economy Neue Promenade 6, 10178 Berlin info@newforum.org


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

16.01.2026

Europäische Bürgerinitiative – Zentrales Online-Sammelsystem

eci.ec.europa.eu, Seite besucht am 16. Januar 2026,13:07 Uhr 

Wir fordern angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel


Ziele Laut der Europäischen Kommission ist der Staat Israel für die beispiellose massenhafte Tötung und Verletzung von Zivilistinnen und Zivilisten sowie für die massenhafte Vertreibung der Bevölkerung und die systematische Zerstörung von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen in Gaza verantwortlich [1]. Israel blockiert zudem die Bereitstellung humanitärer Hilfe; dieses Vorgehen könnte als Aushungern als Methode der Kriegsführung angesehen werden. Israel bricht mit zahlreichen Regeln und Verpflichtungen des Völkerrechts und leistet der Anordnung des Internationalen Gerichtshofs [2], das Verbrechen des Völkermords zu verhindern, nicht Folge.

Und doch hat die EU ihr Assoziierungsabkommen mit Israel, ein Eckpfeiler der bilateralen Zusammenarbeit zwischen der EU und Israel in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Politik, noch immer nicht ausgesetzt.

Die EU-Bürgerinnen und -Bürger dürfen nicht mehr hinnehmen, dass die EU ein Abkommen aufrechterhält, das einen Staat legitimiert und finanziert, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begeht.

Daher fordern wir die Kommission auf, dem Rat einen Vorschlag für die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel vorzulegen.

[1] Europäischer Auswärtiger Dienst, Vermerk des Büros des EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, 20. Juni 2025, https://euobserver.com/eu-and-the-world/ar0246a0da.

[2] Internationaler Gerichtshof, Anordnung vom 26. Januar 2024, https://www.icj-cij.org/node/203447.


Webseite der Initiative im Register der Europäischen Kommission: https://citizens-initiative.europa.eu/initiatives/details/2025/000005

Webpräsenz dieser Initiative:: https://www.justiceforpalestine.eu/

Kontaktpersonen: Malin Björk

contact@leftalliance.eu

Catarina Martins

contact@leftalliance.eu

Registriernummer:

ECI(2025)000005

Beginn der Sammlung:

13-Jan.-2026


Info: https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home


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16.01.2026

Bitte verbreiten! "Erstschlagwaffen für die Bundesrepublik: Die deutsche Politik hat den Bezug zur Realität verloren"

aus e-mail von Helene+Ansgar Klein, 16. Januar 2026


Liebe Mitmenschen - Doppel bitte entschuldigen -

 

Deutsche Politiker haben nicht nur "den Bezug zur Realität verloren", sie

handeln verbrecherisch und deutsche Medien sind nicht besser: Berliner

Morgenpost: „Warnung an Putin: Deutschland wird Raketenmacht – Waffen

reichen bis Russland“

<https://www.morgenpost.de/politik/article410885402/warnung-an-putin-deutschland-wird-raketenmacht-waffen-reichen-bis-russland.html>

--><https://www.nachdenkseiten.de/?p=144835>

 

In großer Sorge

Helene+Ansgar Klein

 

Rosengarten 11, 52146 Würselen, Tel.: 02405 72112

 

'Aachener für eine menschliche Zukunft' <<http://www.ac-frieden.de> >

Aachener Bürgerinitiative "Gute Nachbarschaft mit Russland"

Kampagne: NATO raus - raus aus der NATO <<http://www.NATOraus.de> >

Neuer Krefelder Appell - Den Kriegstreibern in den Arm fallen (

<https://peaceappeal21.de> )

Deutschland neutral ! < <https://deutschlandneutral.de/>  >

'Demokratischer Widerstand' <<https://demokratischerwiderstand.de/>  >

 

 

"... von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem

vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk

... dieses Grundgesetz gegeben." aus der Präambel unseres Grundgesetzes

 

Art. 20 (4) GG: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu

beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere

Abhilfe nicht möglich ist."

 

"Meiner Meinung nach ist jeder ein Verräter an der Menschheit, der nicht

seine ganze Kraft dem Versuch widmet, weitere Kriege zu verhindern".

Christopher Morley (*1890, †1957)


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

16.01.2026

Deutschland - Friedensspaziergang

Germany

Start Date: 4 May in Kleve

Here you can find all the essential information about the pilgrimage start and meeting points in Germany. A list of upcoming events will be added soon!


Newsletter Signup https://peacewalk.info/routes/germany/#elementor-action%3Aaction%3Dpopup%3Aopen%26settings%3DeyJpZCI6IjEyODgiLCJ0b2dnbGUiOmZhbHNlfQ%3D%3D


Info: https://peacewalk.info/routes/germany/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

16.01.2026

Merz und Putin: Überraschende Signale einer (möglichen) Entspannung

lostineu.eu, 16. Januar 2026

Während der Krieg um die Ukraine immer weiter eskaliert, äußern sich Kanzler Merz und Präsident Putin zu den Zukunftsaussichten – und senden überraschende Signale der Entspannung.

Das erste Signal kam von Merz. Er hoffe, dass es langfristig wieder zu einem Ausgleich mit Russland kommen könne. “Russland ist ein europäisches Land”, sagte der CDU-Vorsitzende bei der IHK Halle-Dessau.

“Wenn es uns dann gelingt, in der längeren Perspektive mit Russland wieder einen Ausgleich zu finden, wenn Frieden herrscht, wenn Freiheit gewährleistet ist, wenn uns das alles gelingt, … dann hat diese Europäische Union, dann haben ⁠wir ‍auch in der Bundesrepublik Deutschland noch eine weitere Bewährungsprobe bestanden”, fügte er hinzu.

Ich habe diese Nachricht bei “Reuters” gefunden, kaum eine deutsche Zeitung hat sie aufgegriffen. Sie passt wohl nichts ins Narrativ der ewigen Feindschaft – vielleicht hat sich Merz auch einfach nur verplappert?

Deshalb habe ich die Meldung zunächst auch nicht aufgegriffen – bis sich Putin nun überraschend ganz ähnlich äußerte. Hat er Merz’ Ball aufgenommen, läuft da schon was hinter den Kulissen?

Rückkehr zu normalen Beziehungen?

Jedenfalls erklärte Putin, daß Europa in Zukunft zu konstruktiven Beziehungen mit Russland zurückkehren werde. “We are open for mutually beneficial cooperation with all countries without exception.”

Zwar seien die Kontakte derzeit auf ein Minimum reduziert, sagte Putin bei einem Empfang neuer Botschafter aus der EU. Er hoffe aber, dass es mit der Zeit eine Rückkehr zu normalen Beziehungen gebe.

Diese Anmerkungen fallen nicht vom Himmel: Zuvor hatten sich Frankreichs Macron und Italiens Meloni dafür ausgesprochen, daß die EU einen Sondergesandten nach Moskau schicken solle.

Vielleicht bewegt sich ja wirklich was – es wäre zu wünschen…

Siehe auch Putin will den ganzen Donbass – und ein bißchen Frieden

13 Comments

  1. palman
    16. Januar 2026 @ 11:09

    … und vielleicht hat man unserem “BRUCH-Piloten” (- poltörisch -) meinen jüngsten Post auf “R-eal T-ruth” zur Kenntnis gegeben ?!? – weit unter “Seinem Konterfei” – zieht da ‘ne echt b l o e d e Schnute – schrieb Ich:
    – > DEM “Friedensarm Schmerzensreich” * SEINE “Polit-Fuhr-Werkerei” sieht IHM doch nun wirklich sehr “ä h n l i c h” – nach dem Motto – “Schon DREI mal ab-ge-schnit-ten – und immer noch zu KURZ < !!??!! ????
    * = – in Anlehnung an den “austrischen” K ü n s t l e r > Friedensreich Hundertwasser < (Wiki) – mal pers. bei einem DLF-Interview in “1980” kennengelernt !?!

Antworten

  • Guido B.
    16. Januar 2026 @ 09:13

    Gegen ein Abklingen der Russophobie und eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und Europa sprechen u.a. der fehlende Verstand und die unsägliche Arroganz der Eliten und ihrer Megafone in diesem Forum (Kleopatra). Zudem ist Russland zu drei Vierteln Sibirien. Nach Putin wird sich Russland auf die Entwicklung Sibiriens konzentrieren und Europa als Irrenhaus abschreiben, falls beide Seiten den 3. Weltkrieg überleben.

    Antworten

  • hutaekjango
    16. Januar 2026 @ 08:55

    Nun wird immer deutlicher, in wessen Interesse der Krieg in der UA lag. Der Interessent verabschiedet sich und nun müssen kleine Brötchen gebacken werden. Kompliziert ist das jedenfalls nicht, man muss nur anknüpfen an 2001;-)

    Antworten

  • Kleopatra
    16. Januar 2026 @ 08:22

    Friede und konstruktive gutnachbarliche Zusammenarbeit zwischen ehemaligen “Erzfeinden” ist prinzipiell möglich, und das wird Merz gemeint haben. Wenn wir allerdings das Beispiel Deutschland und Frankreich betrachten, sehen wir auch die wichtigsten Voraussetzungen:
    Erstens ging den heutigen guten Beziehungen eine katastrophale und demütigende Niederlage Deutschlands im zweiten Weltkrieg voraus, die die deutsche Gesellschaft von bestimmten Überlegenheitsphantasien kurierte. Solche Vorstellungen sind aber in Russland gegenüber seinen Nachbarn noch im Schwang und werden von der staatlichen Propaganda angeheizt. Ohne eine katastrophale militärische Niederlage dürfte daher Russland leider kaum vernünftig werden können; die dafür nötigen Millionen von Toten möchte ich den Russen nicht wünschen.
    Zweitens sind Deutschland und Frankreich Nachbarn, Russland und Deutschland nicht. Die diplomatischen Fühler von russischer Seite müssen daher stets geprüft werden: häufig steht dahinter die Vorstellung, dass Deutschland und Russland sich die Nationalstaaten zwischen ihnen aufteilen sollten. Die Staaten zwischen diesen beiden Mächten seien keine richtigen Nationen und hätten eigentlich kein Recht auf Selbstständigkeit. (Solche Vorstellungen haben in der russischen Kultur eine lange Tradition und wurden auch von den herausragendsten Künstlern, Schriftstellern etc. vertreten, vgl. dazu die Aussagen des Dichters Tjutčev über Polen in einem französischsprachigen (für das deutsche Bildungspublikum bestimmten) Artikel von 1844 [Brief an den den Redakteur der Allgemeinen Zeitung Kolb], den Medvedev im russischen Fernsehen auszugsweise vortrug, bezeichnenderweise gerade die Aussagen zu Polen).
    Es ist also einerseits fraglich, wie friedenswillig Russland wirklich ist und andererseits ist fraglich, ob es gute Beziehungen sucht oder eher einen Partner zum Aufteilen einer Beute.

    Antworten

  • Kleopatra
    16. Januar 2026 @ 08:21

    Friede und konstruktive gutnachbarliche Zusammenarbeit zwischen ehemaligen “Erzfeinden” ist prinzipiell möglich, und das wird Merz gemeint haben. Wenn wir allerdings das Beispiel Deutschland und Frankreich betrachten, sehen wir auch die wichtigsten Voraussetzungen:
    Erstens ging den heutigen guten Beziehungen eine katastrophale und demütigende Niederlage Deutschlands im zweiten Weltkrieg voraus, die die deutsche Gesellschaft von bestimmten Überlegenheitsphantasien kurierte. Solche Vorstellungen sind aber in Russland gegenüber seinen Nachbarn noch im Schwang und werden von der staatlichen Propaganda angeheizt. Ohne eine katastrophale militärische Niederlage dürfte daher Russland leider kaum vernünftig werden können; die dafür nötigen Millionen von Toten möchte ich den Russen nicht wünschen.
    Zweitens sind Deutschland und Frankreich Nachbarn, Russland und Deutschland nicht. Die diplomatischen Fühler von russischer Seite müssen daher stets geprüft werden: häufig steht dahinter die Vorstellung, dass Deutschland und Russland sich die Nationalstaaten zwischen ihnen aufteilen sollten. Die Staaten zwischen diesen beiden Mächten seien keine richtigen Nationen und hätten eigentlich kein Recht auf Selbstständigkeit. (Solche Vorstellungen haben in der russischen Kultur eine lange Tradition und wurden auch von den herausragendsten Künstlern, Schriftstellern etc. vertreten, vgl. dazu die Aussagen des Dichters Tjutčev über Polen in einem französischsprachigen (für das deutsche Bildungspublikum bestimmten) Artikel von 1844 [Brief an den den Redakteur der Allgemeinen Zeitung Kolb], den Medvedev im russischen Fernsehen auszugsweise vortrug, bezeichnenderweise gerade die Aussagen zu Polen).
    Es ist also einerseits fraglich, wie friedenswillig Russland wirklich ist und andererseits ist fraglich, ob es gute Beziehungen sucht oder eher einen Partner zum Aufteilen einer Beute.

    Antworten

  • european
    16. Januar 2026 @ 07:34

    Da wird sich nur etwas bewegen, wenn man diese Kommission sofort entlässt und Neuwahlen in der EU anstrebt. Man liest auch aktuell auf X, dass ein weiteres Misstrauensvotum gegen Ursula von der Leyen im Anmarsch ist. Gibt es dazu nähere Informationen?

    Ich vermute dass Merz Druck aus eigenen Reihen bekommt und sein Stuhl wackelt. Anders kann ich mir diesen plötzlichen Sinneswandel nicht erklären.

    Antworten

    • Kleopatra
      16. Januar 2026 @ 08:33

      Sie kennen das Verfahren für den Misstrauensantrag gegen die Kommission? Für den Erfolg des Antrags wäre eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen, die zudem die Mehrheit der Mitglieder des EP umfassen muss, erforderlich. Da andererseits ein Zehntel der Mitglieder ausreicht, um den Antrag zu stellen, und die Rechtsnationalisten der “Patrioten für Europa” bereits allein etwas mehr als ein Zehntel der Abgeordneten umfassen, können Sie auch in Zukunft zuverlässig damit rechnen, dass bei jeder umstrittenen Entscheidung die PfE einen Misstrauensantrag einreichen werden, der ebenso zuverlässig jedesmal folgenlos bleiben wird.

      Antworten

      • european
        16. Januar 2026 @ 09:17

        Das war nicht meine Frage.

        Ich habe gefragt, ob es naehere Informationen gibt.

      • Kleopatra
        16. Januar 2026 @ 09:56

        Das gegenwärtige Misstrauensvotum wurde offenbar primär von den PfE beantragt und steht im Kontext des Protestes gegen die Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens. Die Abstimmung steht offenbar nächste Woche an.

      • ebo
        16. Januar 2026 @ 10:05

        Dazu hatte ich schon einen Beitrag im Newsletter: https://lostineu.eu/ukraine-kredit-schafft-neue-probleme-groenland-krise-sanktionen-fuer-alle/

  • Michael
    16. Januar 2026 @ 07:27

    Merz will der große Führer sein, da passt es nicht ins Bild wenn Macron oder Meloni ihm den Vortritt nehmen und anfangen mit Putin statt über Putin zu reden!

    Antworten

  • Erneuerung
    16. Januar 2026 @ 07:20

    Vielleicht sickert aber in der Blase nun doch langsam durch, dass man ein totes Pferd reitet und sich selbst damit Stillstand verordnet hat, während andere davongaloppieren. Aber vielleicht ist es auch nur wieder ein Ablenkungsmannöver der hochbezahlten thinktanks.

    Antworten

  • Anastasiya
    16. Januar 2026 @ 07:19

    Um mit Putin zu verhandeln, sollte Europa Orbán als Unterhändler entsenden.

    Ich halte das für klug. Damit wir nicht wie Staub über der Welt schweben. Brüssel hat unter der Führung von Ursula von der Leyen, einer Gynäkologin, viele schreckliche Dinge getan.


  • Info: https://lostineu.eu/merz-und-putin-ueberraschende-signale-einer-kuenftigen-entspannung/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    unser weiterer Kommentar:  Diese jetzt scheinbar möglich gewordenen Signale, die Schritte in die richtige Richtung  folgen lassen können, lassen sofort aufatmen!


    Zitat: Das erste Signal kam von Merz. Er hoffe, dass es langfristig wieder zu einem Ausgleich mit Russland kommen könne. “Russland ist ein europäisches Land”, sagte der CDU-Vorsitzende bei der IHK Halle-Dessau. Zitatende


    Zitat: Zwar seien die Kontakte derzeit auf ein Minimum reduziert, sagte Putin bei einem Empfang neuer Botschafter aus der EU. Er hoffe aber, dass es mit der Zeit eine Rückkehr zu normalen Beziehungen gebe. Zitatende




    Weiteres: 




    Brüssel kommt Washington immer weiter entgegen


    lostineu.eu, vom 15. Januar 2026

    Während US-Präsident Trump offen mit der Annexion Grönlands droht, kommt Brüssel dem MAGA-Mann immer weiter entgegen. Dies zeigen zwei aktuelle Berichte.

    So meldet “Euractiv”, daß die EU-Kommission der US-Administration weit reichenden Zugriff auf europäische Passagierdaten geben will.

    Zwar seien Sicherheitsvorkehrungen für die Daten vorgesehen, aber es bleibe unklar, inwieweit sensible Informationen innerhalb der USA weitergegeben werden.

    Vor dem Hintergrund, daß die Amerikaner mittlerweile sogar Handydaten und Social Media-Accounts bei der Einreise prüfen, wäre ein Zugriff auf nationalen Datenbanken der EU-Länder ein krasser Eingriff.

    Darüber auch nur zu verhandeln, während Trump sich anschickt, die territoriale Integrität der EU zu verletzen und Grönland zu annektieren, ist völlig unverständlich.

    Das gilt auch für einen Bericht von “Europe.Table”. Demnach will die EU-Kommission auf die Einführung einer Netzwerkabgabe für große Cloud-Anbieter (Hyperscaler) aus den USA verzichten. 

    Damit dürften Amazon & Co. ein weiteres Mal von Brüssel verschont werden. Dabei werden die großen US-Konzerne bereits von der neuen globalen Mindeststeuer ausgenommen!

    Kommissionschefin von der Leyen unterwirft sich bald schon routinemäßig den Wünschen von Trump. Die Kapitulation im Zoll- und Handelsstreit war offenbar nur der Anfang…

    6 Comments

    1. european
      16. Januar 2026 @ 09:25

      Ach Donald, lass mich deine Bettvorleger*in sein.

      Sorry, aber das musste jetzt raus. ???? ????

      Naehere Informationen hat die CIA. Mitschnitte, Abhoerprotokolle, gespeicherte Textmessages.

    Antworten

  • Arthur Dent
    15. Januar 2026 @ 22:14

    Die europäischen Soldaten in Grönland müssten schon ein robustes Mandat haben, um Eindruck zu machen. Danach sieht es aber nicht aus.

    Antworten

    • KK
      16. Januar 2026 @ 01:21

      Die Dänen haben eins, schon seit 1952…

      Antworten

  • Michael
    15. Januar 2026 @ 18:33

    Es heißt:“… kommt Brüssel dem MAGA-Mann immer weiter entgegen.“
    Geht es inzwischen um den Aus- bzw. Schluß- verkauf der EU!? Woher nehmen sich diese Personalien in Brüssel eigentlich die Legitimation?

    Antworten

  • Arthur Dent
    15. Januar 2026 @ 17:59

    @KK
    Aber für die Mühsal uns regieren zu müssen, müssen wir die aber noch mit Diäten von 28.000 – 32.500 Euro füttern.
    Und wir hätten eine absolut miserable Arbeitsmoral, sacht dää Kanzla. (Für 5.000 Euro täglich nach einem Käufer für eine marode Bank Ausschau halten, würde meine Arbeitsmoral auch steigern, könnt ich mir vorstellen).
    ????

    Antworten

  • KK
    15. Januar 2026 @ 17:45

    Wir werden von devoten Masochisten regiert, die gar nicht genug Scheisse aus amerikanischen Enddärmen fressen können…

    Sorry, aber so langsam geht mir die moderate Sprache für diese unterwürfige Speichelleckerei aus, die nach immer noch mehr Demütigung zu verlangen scheint – denn nichts anderes wird damit erreicht, wie wir fast jeden Tag sehen können.


  • Info: https://lostineu.eu/bruessel-kommt-washington-immer-weiter-entgegen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Grönland: Trump droht, Macron verteidigt, Kallas trinkt


    Der Krisengipfel im Weißen Haus in Washington hat keine Entspannung im Grönland-Konflikt gebracht – im Gegenteil: In Dänemark wächst die Sorge, Frankreich beruft den nationalen Verteidigungsrat ein.

    n US-Präsident Trump wolle Grönland weiterhin „erobern“, erklärte der dänische Außenminister Rasmussen nach der denkwürdigen Begegnung im Weißen Haus, an der – anders als in der Ukrainefrage – keine Vertreter von EU und Nato teilnahmen.

    „Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind“, sagte Rasmussen. Die USA, Dänemark und Grönland wollen nun „auf höchster Ebene“ eine Arbeitsgruppe gebildet werden, um eine Lösung zu finden, die beide Seiten zufriedenstellt.

    Doch damit ist der Konflikt nicht beigelegt, nur aufgeschoben. Nicht nur in Dänemark wächst die Sorge vor einer Annexion der Insel durch Trump. Auch Frankreich ist alarmiert. Präsident Macron berief eine Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats ein.

    Deutschland und Frankreich schickten sogar Soldaten nach Grönland – zunächst jedoch nur zur Aufklärung. In Berlin hieß es, es gehe darum, eine vorgebliche Gefahr aus Russland und China abzuwenden – kein Wort von der akuten amerikanischen Bedrohung!

    Verkehrte Welt auch in Brüssel. Hier ist die eigentliche zuständige EU-Außenkommissarin Kallas von der Bildfläche verschwunden. Nur bei einem Neujahrsempfang tauchte sie auf – um sich über die schwierige Weltlage auszulassen.

    Sie trinke ja nicht viel, sagte Kallas laut “Politico”. Doch angesichts der ernsten Lage könne man schon zum Trinker werden – dies sei der passende Moment. Dazu fällt mir nichts mehr ein, außer: Prost, auf die transatlantische Freundschaft ????

    Mehr zum Grönland-Konflikt hier

    7 Comments

    1. Helmut Höft
      16. Januar 2026 @ 10:03

      “Wer Sorgen hat, hat auch Likör” aus “Die fromme Helene” (Wilhelm Busch)

    Antworten

  • KK
    15. Januar 2026 @ 15:19

    Schmeisst die Amis aus Deutschland, insbesondere Ramstein raus, dann können die schon mal die halbe Welt nicht mehr mit ihren Drohnen terrorisieren! Führt das mit deutschem Steuergeld gebaute US-Militärkrankenhaus ziviler deutscher Nutzung zu und ähnliches mehr. Wer nur die Sprache der Gewalt versteht, dem ist anders nicht zu begegnen!

    Antworten

    • Michael
      15. Januar 2026 @ 16:35

      Das ist ein Wort! Und die ballistischen Raketen werden entschärft an die Schrotthändler verkauft!

      Antworten

  • Reykjavik
    15. Januar 2026 @ 14:46

    Bei Kallas’ intellektueller Performance liegt der Verdacht nahe, dass sie mit dem Trinken nicht jetzt erst beginnen wird!

    Antworten

    • KK
      15. Januar 2026 @ 17:48

      Es wird eng unter den Tischen Brüssels ????

      Antworten

    • Titi
      16. Januar 2026 @ 09:49

      Oder es gehört zum Estonian way of life? (soll kein Vorurteil sein).

      Antworten

  • Michael
    15. Januar 2026 @ 13:52

    Ist das nicht niedlich: Deutschland schickt 13 (k-eine Unglückszahl!?) nach Grönland und soll (laut Linke) ein Konsulat eröffnen! Damit scheint mir der Fall gelöst und Grönland gerettet!
    Mehr Sorgen bereitet mir das zunehmende Geraune und Gerede betr. Island! Der neu avisierte Botschafter der USA für Island sagte im Kongress: Island wird der 52. Bundesstaat der USA (nach Kanada? oder … ?) und er werde der erste US Gouverneur! Das passt alles auch zum Gerede und zu den Spekulationen um Islands Zukunft!
    Apropos Kallas: ist die nicht dauernd betrunken, ihren Äußerungen nach zu urteilen!?


  • Info: https://lostineu.eu/groenland-trump-droht-macron-tagt-kallas-trinkt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    16.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: Kündigungen von Bankkonten zivilgesellschaftlicher Gruppen aus dem politisch linken Spektrum – Offener Brief an GLS Bank gegen Kontokündigungen linker Organisationen

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 16. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 16.01.2026


    Kündigungen von Bankkonten zivilgesellschaftlicher Gruppen aus dem politisch linken Spektrum &#8211; Offener Brief an GLS Bank gegen Kontokündigungen linker Organisationen


    Die GLS Bank und Sparkassen kündigten in den letzten Wochen und Monaten mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bankkonten – darunter der Roten Hilfe e.V., der Deutschen Kommunistischen Partei und Anarchist Black Cross Dresden. Dieser „Debanking“ genannten Praxis stellen sich nun 4708&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/kuendigungen-von-bankkonten-zivilgesellschaftlicher-gruppen-aus-dem-politisch-linken-spektrum-offener-brief-an-gls-bank-gegen-kontokuendigungen-linker-organisationen/


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    „Demokratische” Rechte und rechte „Patrioten”


    Die „deutsche Sache« erlebt hierzulande seine Wiederkehr. NS-kontaminierte Begriffe wie „Volk, Volksgemeinschaft und Führer” finden wieder Verwendung – nicht nur im nationalgesinnten Gedankengebräu rechtextremer „Patrioten“. Dass geschieht keineswegs spontan und zufällig, sondern rational und zielgerichtet. Die AfD ist das Gesicht&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/demokratische-rechte-und-rechte-patrioten/


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    Broschüre &#8222;Universelles Sozialsystem&#8220; erschienen


    Mehrere im Netzwerk Care Revolution aktive Personen haben die Broschüre „Universelles Sozialsystem für eine Care-zentrierte Gesellschaft“ erstellt. Sie sind aktiv bei der Attac-AG „Genug für alle“, im Netzwerk Grundeinkommen, in der Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main und der Care Revolution-Regionalgruppe Rhein-Main.&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/broschuere-universelles-sozialsystem-erschienen/


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    „Who cares?“ &#8211; Bericht von einer Veranstaltungsreihe in Heidelberg


    Die Veranstaltungsreihe fand im Collegium Academicum (CA) Heidelberg statt, einem gemeinschaftlich organisierten Wohnprojekt für über 250 junge Menschen, organisiert von einer kleinen Gruppe der Bewohner*innen.  Veranstalter war der Förderverein des Collegium Academicum (CA) mit finanzieller Unterstützung des Quartiersmanagements im Stadtteil&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/who-cares-bericht-von-einer-veranstaltungsreihe-in-heidelberg/


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    Der Krieg im Innern


    EU-Sanktionen machen es erstmals einem kritischen deutschen Journalisten unmöglich, sich und seine Familie mit Nahrung zu versorgen. Sie ermöglichen die Ausschaltung kritischer Medien. Auch US-Sanktionen gefährden die linke Opposition. Zum ersten Mal entziehen EU-Sanktionen einem kritischen Journalisten in Deutschland jede&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/der-krieg-im-innern/


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    Afrika: das wiederentdeckte Ubuntu der Jugend


    Sie wurde als träge, individualistische Generation beschrieben. Auf ihre eigenen Interessen konzentriert, in sozialen Netzwerken eingeschlossen und unfähig, für große Ideale zu kämpfen. Aber was wir in den letzten Monaten auf den Plätzen Afrikas – und auf der halben Welt,&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/afrika-das-wiederentdeckte-ubuntu-der-jugend/


     -----------------------


    US-Gesundheitsminister Kennedy kritisiert staatliche Repressalien gegen Ärzte wegen Corona-Massnahmen in Deutschland / Rehabilitation von Ärzten für Homöopathie gefordert


    Redaktioneller Hinweis vorab: Viele Leserinnen und Leser zucken zusammen, wenn Namen wie Trump oder Kennedy fallen. Zu groß ist die politische Aufladung, zu laut der ideologische Lärm. Trotzdem gilt für mich als Journalist ein einfacher Grundsatz: berichten, was ist. Nicht&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/us-gesundheitsminister-kennedy-kritisiert-staatliche-repressalien-gegen-aerzte-wegen-corona-massnahmen-in-deutschland-rehabilitation-von-aerzten-fuer-homoeopathie-gefordert/


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    Erklärung von Menschenrechtsorganisationen zur Intervention in Venezuela


    Wir dokumentieren hier eine Erklärung der argentinischen Menschenrechtsorganisation CELS und Dutzenden weiteren Menschenrechtsorganisationen aus Lateinamerika. Das spanische Original findet ihr hier aquí. Als Menschenrechtsorganisationen in Lateinamerika verurteilen wir den Militärangriff der Vereinigten Staaten auf mehrere Ziele in Venezuela am 3.&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/erklaerung-von-menschenrechtsorganisationen-zur-intervention-in-venezuela/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    Staatsorgane unter Artenschutz


    Screenshot_2026_01_16_at_00_19_17_Staatsorgane_unter_ArtenschutzAuf Nummer sicher an der Heimatfront: Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen. (Foto: Werner Wittersheim / flickr.com / CC BY 2.0 / Bearb.: UZ)


    unsere-zeit.de

    Mit dem „Pakt für den Rechtsstaat“ organisiert die Bundesregierung die Repression für die KriegstüchtigkeitPol


    Die Generalmobilmachung gegen demokratische Rechte, Unschuldsvermutung und Rechte von Beschuldigten im Strafverfahren hat seit Jahresbeginn ihren passenden Namen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) rief zu Neujahr die Neuauflage des „Pakts für den Rechtsstaat“ aus. Die Vokabel kennt man schon aus den Merkel-Jahren und Vorstößen der früheren SPD-Innenministerin Nancy Faeser, im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung war auch von diesem Pakt zu hören. Jetzt allerdings dürfen wir auch im Bereich der Justiz und der Strafverfolgungsmaßnahmen mit einer bisher beispiellosen Forcierung des Verfolgungsdrucks rechnen.

    Der Duden liegt in diesem Fall richtig, wenn er den Begriff „Pakt“ mit Negativem assoziiert und in den Kontext der Redewendung „Ein Pakt mit dem Teufel“ stellt. Die Zeiten sind vorbei, in denen antidemokratische Gesetzesvorhaben noch mit wohlig-süßlicher Verschleierung verkauft werden mussten. Der „Pakt für den Rechtsstaat“ soll die Rolle und Zielsetzung des Staatsapparates im Kampf gegen den Feind im Inneren analog dem „Operationsplan Deutschland“, der sich mit dem äußeren Feind beschäftigt, vorzeichnen.

    Konkret geht es um mehrere Einzelgesetzespakete zur Verschärfung des Strafrechts, der Beschleunigung von Gerichtsverfahren, den ungehinderten Datenaustausch im Bereich der Verfolgung über Ländergrenzen hinweg (euphorisch als Bürokratieabbau durch Digitalisierung betitelt) und einen rekordverdächtigen Aufwuchs des justiziellen Apparats um 2.000 Staatsanwälte und Richter. Noch vor Weihnachten letzten Jahres wurde auch die Kostendimension bekannt, mindestens 450 Millionen Euro. Gestritten wird zwischen Bund und Ländern derzeit noch, wer für welche Teilbeträge aufkommen muss. Für die „große Aufgabe des Jahres 2026“, nämlich die Stärkung des „Gemeinwesens gegen Angriffe von innen wie von außen“ (Hubig), ist nichts zu teuer und keine Fantasie zu billig.

    Wer zukünftig die Funktionselite unseres kapitalistischen Gemeinwesens bloßstellt, beleidigt, delegitimiert oder mit unverschämten Forderungen behelligt, bekommt es mit den neu formulierten Paragrafen 105 und 106 Strafgesetzbuch (StGB) zu tun. Bisher standen dort nur Bundespräsident, das Parlament und das Bundesverfassungsgericht unter Artenschutz, in Kürze muss der kritische Bürger sich den Mund verbieten, wenn es zum Beispiel um die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen geht oder den Bürgermeister vor Ort. Unter strafrechtlichem Schutz sollen alle stehen, die als „politische Entscheidungsträger“ dem „Gemeinwohl verpflichtet“ sind. Nicht allein, dass bestraft wird, die Sanktionen sollen auch viel höher ausfallen, wenn es um Staatsdiener geht. Weil die „Funktionsfähigkeit“ des Staates in Rede steht, wird die Strafzumessungsvorschrift des Paragrafen 46 StGB für diese Fälle nach oben ausgebaut.

    Der Pakt würde seinen Namen nicht verdienen, wenn nicht auch die Freiheitsstrafe im weiter verschärften Volksverhetzungsparagrafen 130 StGB abermals heraufgesetzt würde (von drei auf jetzt fünf Jahre). Dabei wird der Begriff der Verhetzung so weit wie möglich und damit in seiner Weite verfassungswidrig gefasst. Erfasst sind „Äußerungen, (…) die sich gegen die Wahrung des friedlichen Miteinanders“ richten. Ruhe an der Heimatfront ist die Devise. Um der Verbreitung von „staatsfeindlichen Propagandamitteln“ (Paragraf 86 StGB) endlich einen effektiven Riegel vorzuschieben, greift der Gesetzesentwurf auf den antiliberalen Schnee von vorgestern, nämlich die EU-Richtlinie 2580 aus dem Dezember 2001 zurück. Was im damals NATO-weit erklärten „Krieg gegen den Terrorismus“ geschöpft wurde, kann beim Kampf gegen den Feind im Osten nur nützlich sein. Die Sprache ist verräterisch, ständig stößt der Leser des Entwurfs „zur Änderung des StGB – Stärkung des strafrechtlichen Schutzes des Gemeinwesens“, auf die Wendung von den „gemeinwohlschädlichen“ Straftaten. Die Worte wecken Erinnerungen an ganz dunkle Zeiten deutscher Repression.

    Jenseits des im Grundgesetz niedergelegten Bestimmtheitsgrundsatzes (es darf nur aus einem Gesetz bestraft werden, dessen Tatbestand für jeden nachvollziehbar klar und eindeutig gefasst ist), gefällt sich der Entwurf aus dem Hause Hubig im spielerisch-kreativen Umgang mit dem Knüppel des Strafrechts. Den Begriff des „Gemeinwohls“ habe man als „unbestimmten Rechtsbegriff“ bewusst gewählt, die Richterschaft soll ihn mit Leben füllen, sprich, an „Staatsaufgaben und Staatszielen“ ausrichten. Und weil auch ein gerüttelt Maß an selbstgerechter Anmaßung nicht fehlen darf, ruft die Bundesjustizministerin bei Übersendung ihres Entwurfs an das Parlament zum „Dialog“ über ebendiese Staatsziele auf. Mit Verlaub, die Ziele kennen wir schon. Ob sie durchdringen, wird auf der Straße entschieden, nicht im Parlament.


    Info: https://www.unsere-zeit.de/staatsorgane-unter-artenschutz-4810969/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    De-Banking: Militäranalyst Scott Ritter verliert nach 26 Jahren sein US-Bankkonto

    freedert.online, 15 Jan. 2026 12:49 Uhr

    Sogenanntes De-Banking, eine politisch motivierte Kontokündigung, gilt seit Jahren als wirksame Waffe gegen kritische Publizisten und nicht konforme Bürger. Nun berichtet der US-Militäranalyst Scott Ritter auf Substack darüber, das auch seine Konten "ohne Erklärung auf Null gesetzt" wurden.


    © Screenshot: YT/Danny Hai

    phong


    Der ehemalige Offizier des US-Marine Corps und einstige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter beklagt De-Banking seitens seiner US-Bank


    "Ich wurde von meiner Bank de-banked" so die Kurzinformation des einstigen UN-Waffeninspekteurs und Militäranalysten Scott Ritter auf X. Ritter informiert darüber, die in den USA ansässige Citizens Bank habe ihm nach rund 30 Jahren unkomplizierter Kundenbeziehung mitgeteilt, dass sie ihre Geschäftsbeziehung mit ihm beenden werde. Mehrere Konten wurden demnach laut einem ausführlichen Substack-Artikel "ohne Erklärung auf Null gesetzt."

    "Oppositionellen Journalisten, Politikern und Privatpersonen" werden in den letzten Jahren "zunehmend und ohne Angabe von Gründen Bankkonten gekündigt", so das Online-Portal Multipolar im Juli 2025 das bedenkliche Phänomen der manipulativen Lebenseinschränkung mit Fallbeispielen darlegend.


    De-Banking: Journalistenverbände sehen keinen Handlungsbedarf





    De-Banking: Journalistenverbände sehen keinen Handlungsbedarf






    Scott Ritter erklärt in seinen Substack-Ausführungen zu den ihn betreffenden massiven lebenseinschränkenden Vorgängen:

    "Ich habe kürzlich versucht, meine von der Bank ausgestellte Debitkarte zu verwenden. Ich habe diese Karte seit Jahren regelmäßig als mein bevorzugtes Zahlungsmittel verwendet. Sie wurde abgelehnt. Als meine Frau die Online-Banking-App öffnete, die wir für das Mobile Banking verwenden, stellte sie schockiert fest, dass sowohl unser Girokonto als auch unser Sparkonto auf Null gesetzt worden waren. Wir hatten buchstäblich kein Geld mehr."

    Anfänglich von technischen Gründen ausgehend, versuchte das Ehepaar herauszufinden, woraus die Probleme resultieren könnten. Die betreuende Bank teilte dabei mit, dass "es keine Informationen darüber gebe, warum das Konto auf Null gesetzt worden sei, und dass wir uns mit dieser Frage an die Unternehmenszentrale wenden müssten." Weiter heißt es zu den Dynamiken:

    "Wir riefen die angegebene Nummer an, nur um zu erfahren, dass die Citizens Bank unsere Konten geschlossen hatte. Uns wurde mitgeteilt, dass die Citizens Bank einen Brief mit weiteren Informationen geschickt habe."

    Ritter erhielt dann einen Brief seiner Bank des Vertrauens, um inhaltlich darüber informiert zu werden, dass "wir mit diesem Schreiben Ihnen mitteilen möchten, dass Citizens beschlossen hat, die Kontobeziehung mit Ihnen zu beenden und [mein Konto] mit Wirkung zum 13. Januar 2026 zu schließen."


    Debanking trifft das linke Spektrum: GLS-Bank kündigt DKP die Bankkonten





    Debanking trifft das linke Spektrum: GLS-Bank kündigt DKP die Bankkonten






    Es folgte die auch seitens deutscher Betroffener kolportierte bekannte Formulierung, das in dem Ritter-Fall agierende US-Bankunternehmen trage vor, "das vertragliche Recht" zu besitzen, ein Konto jederzeit zu schließen, und "nicht verpflichtet ist, Ihnen die Gründe für die Schließung des Kontos mitzuteilen."

    Ritter zitiert die Mitteilung eines Berichts des US-Justizausschusses des Repräsentantenhauses vom Dezember 2024. Dort heißt es:

    "De-Banking liegt vor, wenn eine Bank ein Privat- oder Firmenkonto schließt, weil der Kontoinhaber oder dessen Handlungen subjektiv als finanzielles, rechtliches oder rufschädigendes Risiko für das Finanzinstitut eingestuft werden."

    Entsprechende Vorgänge dienten angeblich den Bankunternehmen rein dazu, "Geschäftsbeziehungen mit Kunden oder Kundengruppen zu beenden oder einzuschränken, um Risiken zu vermeiden, anstatt sie zu managen."

    Diese vordefinierte Situation liege jedoch bei ihm nicht vor, so Scott Ritter. Der Betroffene erklärt in seinem ausführlichen Artikel:

    "Wenn man 'de-banked' wird, ist man buchstäblich von der modernen Welt abgeschnitten. Und weil sie mir mein Geld weggenommen haben, habe ich nicht einmal die Möglichkeit, auf Bargeldreserven zurückzugreifen. 'De-Banking' dient dazu, die betroffene Person zu zerstören. Die Frage, wer oder was hinter dieser Entscheidung steckt, ist daher ein legitimer Ausgangspunkt für die Untersuchung dieses größeren Problems."


    Causa De-Banking: Mehrere AfD-Kreisverbände in Nordrhein-Westfalen erfahren Kontokündigungen




    Causa De-Banking: Mehrere AfD-Kreisverbände in Nordrhein-Westfalen erfahren Kontokündigungen






    Ritter veröffentlicht in diesem Zusammenhang ausführlich zurückliegende Kontobewegungen, oft in Verbindung mit Reiseplanungen. Der Leser erfährt, dass er im Vorjahr drei Reisen nach Russland unternommen hat, im August, Oktober und November. Zu dieser Information heißt es:

    "Aus diesem Grund habe ich meinem Bankberater vor Ort ausführlich erklärt, was ich vorhatte und warum ich es tat. Und aus diesem Grund glaube ich, dass mein Bankberater keinen Verdachtsbericht (SAR) in Bezug auf meine Russlandreise eingereicht hat. Aber jemand anderes hat es getan. Die letzte große Bargeldabhebung im Zusammenhang mit meiner Russlandreise erfolgte Anfang November 2025. Die 30-Tage-Frist hätte die Bank verpflichtet, bis Anfang Dezember 2025 einen SAR zu erstellen. Dies ist nicht geschehen."

    Es folgen in dem Substack-Artikel ausführliche Darlegungen zu Ereignissen und zurückliegenden Maßnahmen seitens der Bankleitung und rückblickend auffälligen FBI-Aktivitäten, beginnend im Jahr 2002.

    Final erklärt Ritter zu seinem Fall:

    "Es gibt Rechnungen, die nicht rechtzeitig bezahlt werden können. Und Gott bewahre, dass ein Notfall eintritt, der mich dazu zwingt, sofort auf mein Geld zugreifen zu müssen. Der Zweck des 'De-Banking' ist es, eine bestimmte Person zu schikanieren. Ihr das Leben zur Hölle zu machen. Ich persönlich glaube nicht, dass das FBI eine formelle Entscheidung dazu getroffen hat."

    Ritter geht jedoch mutmaßend davon aus, dass eine gut gefüllte Akte in der Abteilung für Nationale Sicherheit des FBI existiert, "die von Special Agent Michael Templeton angelegt wurde und in der 'Fuck for Life' steht."

    Mehr zum Thema - Konto plötzlich gekündigt: "De-Banking" als Mittel der politischen Gleichschaltung


    Screenshot_2026_01_16_at_00_02_57_L_sst_D_nemark_sich_k_dern_Gesch_tzter_US_Kaufpreis_f_r_Gr_nland_enth_llt_RT_DE

    Video https://rumble.com/v749wy0-weckruf-fr-moskau-scott-ritter-ber-angriff-auf-putins-residenz.html Dauer 2:34 Uhr


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/nordamerika/267409-laesst-daenemark-sich-koedern-geschaetzter/


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    Weiteres: 




    Sacharowa: Velázquez, von Witzleben, Dogru – Journalisten, die nicht spuren, verlieren ihr Konto


    freedert.online, 15 Jan. 2026 18:43 Uhr

    Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die Unterdrückung kritischer Stimmen in Deutschland thematisiert.



    Screenshot_2026_01_16_at_00_10_41_Sacharowa_Vel_zquez_von_Witzleben_Dogru_Journalisten_die_nicht_spuren_verlieren_ihr_Konto_RT_DE

    Video https://rumble.com/v74ddq4-sacharowa-velazques-von-witzleben-dogru-journalisten-die-nicht-spuren-verli.html  Dauer 5:39 Min.

    Quelle: RT


    Sie erinnerte daran, dass die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock in Moskau von der Medienfreiheit in Deutschland gesprochen habe, während seit 2020 mindestens 40 Fälle von Debanking bei Regierungskritikern zu verzeichnen seien.

    Mehr zum Thema – De-Banking: Militäranalyst Scott Ritter verliert nach 26 Jahren sein US-Bankkonto


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/kurzclips/video/267416-sacharowa-velazquez-von-witzleben-dogru/


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    15.01.2026

    De-Banking: Protest gegen GLS Bank

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. Januar 2025, 18:54 Uhr


    Berliner Zeitung 13.1.2026

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/kuendigungen-von-konten-linksextremistischer-organisationen-gls-bank-weist-vorwurf-politischer-motive-zurueck-li.10013638>


    *Kündigungen von Konten linksextremistischer Organisationen: GLS Bank

    weist Vorwurf „politischer Motive“ zurück


    *Nach der Kündigung von Bankkonten linksextremistischer Organisationen

    formiert sich Protest.

    In einem offenen Brief fordern Unterstützer die GLS Bank zur Rücknahme

    der Maßnahmen auf.


    Johannes Schirrmeister


    Mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen aus dem politisch linken

    beziehungsweise linksextremen Spektrum wurden in den vergangenen Wochen

    die Bankkonten gekündigt. Betroffen sind unter anderem die Rote Hilfe

    e.V., die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) sowie das Anarchist Black

    Cross Dresden.


    Die genannten Organisationen werden vom Verfassungsschutz beobachtet und

    als linksextremistische Bestrebungen eingestuft.


    Durch den Wegfall der Konten verlieren sie den Zugang zum regulären

    Zahlungsverkehr. Nach eigenen Angaben können dadurch keine Spenden mehr

    angenommen, Mieten nicht überwiesen und laufende Ausgaben nicht

    beglichen werden. In einem offenen Brief

    <https://debankingstoppen.de/offener-brief/> erklären die Betroffenen,

    ihre politische Arbeit werde so erheblich erschwert oder in Teilen

    faktisch unmöglich gemacht.


    *Protest aus der eigenen Kundschaft


    *Gegen die Kontokündigungen formiert sich erheblicher Widerstand, auch

    bei der Kundschaft der GLS Bank selbst. In einem offenen Brief fordern

    mehr als 4700 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, darunter zahlreiche

    Genossenschaftsmitglieder und Organisationen, die Rücknahme

    beziehungsweise Fortführung der gekündigten Geschäftsbeziehungen.

    Initiiert wurde der Protest vom Netzwerk Debanking Stoppen!.


    Die Unterzeichner erkennen die regulatorischen Pflichten der Bank an,

    warnen jedoch davor, politische oder ideologische Kontroversen mit dem

    Entzug finanzieller Infrastruktur zu beantworten. Der rechtliche Status

    der betroffenen Organisationen habe sich nicht verändert, da diese nicht

    verboten sind. Verändert hätten sich vielmehr die politischen

    Rahmenbedingungen, der öffentliche Druck und die Risikobewertung im

    Umgang mit zivilgesellschaftlichen Akteuren.


    Der offene Brief ordnet die Kündigungen in einen größeren Kontext

    zunehmender „autoritärer Tendenzen“ und eines gesellschaftlichen

    Rechtsrucks ein. Der Entzug von Bankkonten stelle einen existenziellen

    Eingriff in demokratische Teilhabe dar, da politische Arbeit ohne Zugang

    zum Bankensystem faktisch unmöglich sei. Debanking treffe gegenwärtig

    Einzelne, könne jedoch jederzeit auf weitere Organisationen, Medien oder

    Privatpersonen ausgeweitet werden.


    *GLS Bank weist Vorwurf zurück

    *In einer Stellungnahme <https://www.gls.de/stellungnahme/> weist die

    GLS Bank den Vorwurf des politisch motivierten Debanking zurück. Man

    lehne jede Form gezielten Ausschlusses demokratischer Organisationen aus

    dem Finanzsystem ab und wolle finanzielle Souveränität ermöglichen,

    betont der Vorstand. Die Kündigungen seien keine politischen

    Entscheidungen, sondern Einzelfallprüfungen auf Grundlage

    regulatorischer, aufsichtsrechtlicher und risikobezogener Anforderungen.


    Die Bank verweist auf mehr als 11.000 Konten von sozialen,

    aktivistischen und gemeinnützigen Organisationen. Mit zunehmender

    regulatorischer Komplexität, insbesondere bei Organisationen, die vom

    Verfassungsschutz beobachtet werden, würden die Sorgfalts-,

    Dokumentations- und Prüfpflichten für Banken erheblich wachsen. Zugleich

    kündigt die GLS Bank an, den Dialog mit Initiativen wie Debanking

    Stoppen! fortzusetzen und Workshops sowie Schulungsangebote für Vereine

    anzubieten.


    *Debanking als breiteres gesellschaftliches Muster


    *Der Konflikt um die GLS Bank ist kein isolierter Fall. In den letzten

    Jahren häufen sich Berichte über Kontokündigungen, die zeitlich

    auffällig nah an politischen Debatten, Medienberichten oder öffentlichen

    Kampagnen erfolgen und Akteure aus nahezu allen politischen Lagern

    betreffen.


    Dokumentiert sind Fälle von linken Kleinparteien und antifaschistischen

    Gruppen ebenso wie von AfD-Mitgliedern, konservativen oder

    regierungskritischen Medien, Journalisten, Aktivisten und privaten

    Einzelpersonen. Betroffen waren spendenfinanzierte Verlage,

    investigative Journalisten, Corona-Kritiker, propalästinensische wie

    proisraelische Organisationen.


    Internationale Autoren- und Presseverbände wie PEN warnen in diesem

    Zusammenhang vor einer „indirekten Form der Zensur“. Der Entzug

    finanzieller Infrastruktur könne kritische Stimmen ebenso wirksam

    treffen wie formale Verbote.


    *Rechtlich erlaubt, demokratisch umstritten


    *Rein rechtlich handeln Banken legal. Unbefristete

    Zahlungsdienstrahmenverträge können mit Frist gekündigt werden, ohne

    Angabe von Gründen. Die Finanzaufsicht Bafin sieht bislang keinen

    strukturellen Handlungsbedarf und verweist auf die Vertragsfreiheit der

    Kreditinstitute.


    Kritiker sprechen jedoch von einer demokratiepolitischen Grauzone:

    Basiskonten schützen zwar vor vollständigem Ausschluss vom

    Zahlungsverkehr, ersetzen jedoch keine Geschäfts- oder Spendenkonten.

    Für Organisationen, Medien und politisch aktive Einzelpersonen kann der

    Verlust eines Kontos existenzbedrohend sein.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    Cyber- und Sicherheitspaket“ sowie Waffendeal zwischen Deutschland & Israel unterzeichnet

    aus e-mail von Karin Gerlich, 15. Januar 2026, 17:15 Uhr


    weiitergeleitet und unfassbar!



    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Cyber- und Sicherheitspaket“ sowie Waffendeal zwischen

    Deutschland & Israel unterzeichnet

    Datum: Tue, 13 Jan 2026 20:18:42 +0100

    Von:



    https://t.me/occupiednews/2051

    Occupied News - Nachrichten aus Palästina, [13 Jan 2026 um 20:11]

    „Cyber- und Sicherheitspaket“ sowie Waffendeal zwischen Deutschland &

    Israel unterzeichnet


    Am vergangenen Wochenende hat Deutschlands Außenminister gemeinsam mit

    Israels per Haftbefehl gesuchten Premier einen neuen Kooperationsvertrag

    geschlossen, bei dem es u.a. um „Cybersicherheit“ geht. Deutschland will

    Israels technisches Know-how aus jahrzehntelanger Massenüberwachung und

    -unterdrückung von Palästinensern zur Aufrechterhaltung der illegalen

    israelischen Besatzung für sich nutzen.


    Außerdem wurde ein neuer Waffendeal zwischen Deutschland und einem

    israelischen Rüstungskonzern nun offiziell unterschrieben - es ist der

    größte Waffendeal in der Geschichte Israels. Deutschland will erneut von

    Israels permanenten Völkerrechtsbrüchen profitieren. Genozid und

    Haftbefehle sind dabei kein Hinderungsgrund oder Anlass zu moralischen

    Bedenken.


    Worum es genau geht, lest ihr hier ????????

    https://occupiednews.com/cyber-und-waffen-deal/



    Image-1.jpg


    Solidarische Grüße!


    Dieter Kaltenhäuser



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    15.01.2026

    Die Friedensbewegung ist zu schwach, überaltert und innerlich auch ,immer noch zu stark konkurrierend

    aus e-mail von Karin Gerlich, 15. Januar 2026, 17:04 Uhr


    Liebe Kolleg*innen,


    in dem folgenden Link hat Reiner Braun unser Hauptproblem aufgegriffen:


    Friedensbewegung ? zwischen Business as usual und gesellschaftlicher

    Relevanz

    von Reiner Braun

    https://das-blaettchen.de/2026/01/friedensbewegung-%e2%80%93-zwischen-business-as-usualund-gesellschaftlicher-relevanz-73581.html


    Hier ein Ausschnit:


    *Die Friedensbewegung ist zu schwach, überaltert und innerlich auch

    immer noch zu stark konkurrierend.* Sie ist weit davon entfernt, eine

    gesellschaftlich breit getragene Massenbewegung gegen die Kriegspolitik

    der Regierenden zu sein, wenn auch die Einsicht in diese Notwendigkeit

    wächst. Ihr Hauptproblem ist die mangelnde Ausstrahlungskraft, ihre

    unzureichende Überzeugungsfähigkeit in breite Teile der Bevölkerung

    hinein. Sie ist nicht in der Gesellschaft verankert. Bei großen Teilen

    der Bevölkerung zieht vielmehr die russophobe Feindbildpropaganda, die

    uns über alle Kanäle eingeimpft wird. Deren Wirkung darf nicht

    unterschätzt werden, unsere Aufklärungsmöglichkeiten dagegen sind

    begrenzt und auch nicht intensiv und kreativ genug. Traditionelle

    frühere Partner wie Gewerkschaften, Kirchen und Umweltverbände sind ?

    bei großem Engagement Einzelner und von Initiativen in ihnen ?,

    freundlich formuliert, kaum noch aktiv für den Frieden. Die

    Gewerkschaftsführung beharrt auf ihrer Regierungsunterstützung, viele

    ihrer Mitglieder wandern ab in Richtung AfD. (Hervorhebung von mir)


    Und hier mein Vorschlag:


    In den Gewerkschaften und in linken Parteien gibt es

    Jugendorganisationen, die sich intensiv z.B. mit der Frage der

    "Wehrpflicht" auseinandersetzen. Der Schülerstreik hat gezeigt, dass die

    Jugend sich nicht für Kriege des Kapitals opfern will und sich  in

    kurzer Zeit organisiert hat. Andererseits sind sie offensichtlich nicht

    bereit, sich in der tatsächlich überalterten Friedensbewegung zu

    engagieren. (In Kiel sind geschätzt 80% Rentner und niemand unter

    40Jahre alt). Das ist ein Dilemma.


    Daher schlage ich vor, dass sich die o.g. Organisationen zusammensetzen

    und einen Aufruf zur Gründung einer "Friedensjugend" verfassen. Dieser

    Aufruf könnte z.B. auch auf dem Schülerstreik am 5.3.26 verteilt werden.

    Ziel wären eigenen Organisationen der Jugend, die allerdings

    *unabhängig, also nicht dominiert von der bisherigen Friedensbewegung

    sein dürften *und damit einen Reset der Friedensbewegung hervorbringen

    könnten. Nach meinen Vorstellungen könnte so eine Organisation Menschen

    zwischen 15 und 30 Jahren ansprechen und damit den Kreis schließen.


    Was haltet ihr von dieser Idee? Sollten konkrete Schritte überregional

    eingeleitet werden, um so eine Organisation auf die Beine zu stellen?


    Gruß Rainer


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    15.01.2026

    Gaza: Der Horror der israelischen Gefängnisse - Die ganze Doku | ARTE

    aus e-mail von Karin Gerlich, 15. Januar 2026, 17:04 Uhr


    hier Der Horror der israelischen Gefängnisse weitergeleitet!


    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Fwd: Gaza: Der Horror der israelischen Gefängnisse - Die ganze

    Doku | ARTE

    Datum: Wed, 14 Jan 2026 22:47:02 +0100

    Von:




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    Anfang der weitergeleiteten Nachricht:


    *Von:* 'Ekkehart Drost' via BIP-Mitglieder

    <bip-mitglieder@googlegroups.com>

    *Datum:* 14. Januar 2026 um 21:43:51 MEZ

    *An:* BIB-MITGLIEDER <BIP-mitglieder@googlegroups.com>

    *Betreff:* *Gaza: Der Horror der israelischen Gefängnisse - Die ganze

    Doku | ARTE*

    *Antwort an:* Ekkehart Drost <e1944drost@gmx.de>


    

    https://www.arte.tv/de/videos/121620-116-A/gaza-der-horror-der-israelischen-gefaengnisse/


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    15.01.2026

    Iran
    Widerstand von unten

    Screenshot_2026_01_15_at_16_21_27_Iran_Widerstand_von_unten_medico_international
    Der Iran erlebt so breite Proteste wie noch nie. (Foto: Daniela Sepehri, X)


    medico.de, 15.01.2026

    Das Regime in Teheran kennt nur brutale Gewalt als Antwort auf die Protestbewegung. medico-Partner:innen leisten im Geheimen Nothilfe.

    Seit drei Wochen gehen die Menschen im Iran auf die Straße – gegen das korrupte, repressive und dysfunktionale Regime. Von den Bazaris über Arbeiter:innen bis zu den Studierenden – wirtschaftlicher Kollaps, Perspektivlosigkeit und politische Repression führen überall zu Wut und Verzweiflung: Millionen Menschen teilen den Wunsch nach einer Veränderung und einem freien Leben im Iran.

    Es sind die größten und breitesten Proteste in der jüngeren iranischen Geschichte; das Regime scheint so instabil, dass ein Sturz nicht mehr ausgeschlossen ist. Die Machthaber kennen dagegen nur eine Antwort: Waffengewalt, Repression und Internetsperren.

    Mindestens 3.400 Tote haben Menschenrechtsbeobachter:innen nach Aufhebung der Internetblockade gezählt; es können auch weit mehr sein. Familienangehörige und Freund:innen öffnen Leichensäcken auf der Suche nach ihren Liebsten und Bekannten – es sind schreckliche Bilder. Auch die Gesundheitsversorgung ist von der massiven Repression betroffen: Die Sicherheitskräfte holen Verletzte aus Krankenhäusern. Ärzt:innen, die im Geheimen operieren, berichten von hundertfachen gezielten Schüsse auf Kopf und Augen.

    Ungewisse Zukunft

    Die iranische Justiz hat inzwischen die ersten Teilnehmer:innen an den Protesten vor Gericht gestellt. In Schnellverfahren ist erneut die tausendfache Vollstreckung der Todesstrafe zu befürchten.

    Währenddessen blicken alle auf Trump und die regionalen Mächte. Kommt es zu einer Intervention von außen? Wird ein Krieg folgen? Wie kann ein demokratischer Übergang gesichert werden, wenn es keine vorbereitete Opposition gibt?

    Die Menschen im Iran brauchen jetzt unsere Solidarität und Unterstützung. Für die Befreiung kämpfen sie selbst. Millionen Exil-Iraner:innen sind mit all jenen vereint, die im Iran unter lebensbedrohlichen Umständen für eine Zukunft auf die Straße gehen. Ein demokratischer Neuanfang im Iran ist unabdingbar – und er muss von den Iraner:innen selbst kommen.

    Das Regime kann weiter unterdrücken, foltern und hinrichten: Den Widerstand von unten wird es nicht mehr los. medico steht an der Seite der Protestierenden, an der Seite derer, die Hilfe leisten.

    Nothilfe für Verletzte und Verfolgte

    Offene Menschenrechtsverbrechen, die Angriffe auf Krankenhäuser, die Verhinderung der Versorgung von Verletzten – all dies kennen die Menschen im Iran, zuletzt von den „Jin Jiyan Azadi“-Protesten 2022. Seitdem unterstützt medico ein Netzwerk von Aktivist:innen, das in den Provinzen Kurdistan, Belutschistan und in anderen Teilen des Iran aktiv ist. In diesen von Repressalien des Regimes besonders stark betroffenen Regionen kümmern sie sich um medizinische Behandlungen für Opfer der staatlichen Gewalt und unterstützen Familien, die durch die Ermordung oder Inhaftierung von Angehörigen in ökonomische Not gestürzt sind.

    Um die Aktivist:innen zu schützen, können wir über diese Aktivitäten nicht ausführlicher berichten. Aber auch jetzt kümmern sie sich um Verletzte, Angehörige der Toten und tun alles – unter eigener Lebensgefahr –, um die Proteste zu stärken.


    Info: https://www.medico.de/newsletter/dramatische-entwicklungen-in-syrien-und-dem-iran?mid=2369&aC=7127e4e3e51709cad05604640438249188739f39&jumpurl=-1


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (I von III)

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 15. Januar 2026, 8:37 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,


    nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen

    in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema

    Militarisierung in Deutschland - auch heute mit dem

    Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel

    übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.


    1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


    2. Eurotopics: Ukraine-Krieg länger als Deutsch-Sowjetischer Krieg


    3. Länder-Analysen: Ukraine–Analysen - Mobilisierung

    4. ZDF: Nach tagelanger Verfolgungsjagd: USA entern russischen Öltanker im Nordatlantik



    5. IPG: Machtbesoffen - Die Entführung Maduros offenbart den imperialen Anspruch der USA.


        Europas Dämmerzustand beschleunigt den Zerfall der internationalen Ordnung.



    6. Le Monde: Israel will "Verbot" von 37 NGOs in Gaza durchsetzen


    7. CNN: Libanon sagt, dass die erste Phase des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen ist,


        aber Netanjahu warnt vor Fortschritten "weit davon entfernt, ausreichend" zu sein


    8. Die Zeit: Teheran: Iranische Justiz kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Demonstranten an


    9. Reuters: Trump fordert Iraner auf, weiter zu protestieren und sagt: "Hilfe ist auf dem Weg"


    10. SZ: Bundeskanzler Merz über Iran - „Wir sehen die letzten Tage und Wochen dieses Regimes“


    11. IPG: Nicht aussichtslos - Proteste, Krise, Machtkampf: Warum Irans Regime wankt – und was Europa jetzt tun kann.


    12. DW: Warum ist der Iran international so wichtig?



    13. Morgenpost: „Verrückt und illegal“: So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen



    14. Fabian Scheidler: Deutschland auf dem Weg in den Kriegsstaat


    15. Martin Niemöller Stiftung: Friedensethische Tagung - Gut informiert? Frieden und Kriege in den Medien

    16. Soziale Verteidigung: Internationaler IFGK-Studientag in Essen „Gewaltfreie Verteidigung historisch und heute“


    17. Friedenskooperarive: Abrüstungsappell jetzt unterschreiben!


          Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!



    —————


    1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


    https://www.n-tv.de/politik/17-48-Ukraine-verlaengert-Kriegsrecht-und-Mobilmachung-article23143824.html



    14.01.2026

    Ukraine-Krieg im Liveticker



    17:48 Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung


    In der von Russland angegriffenen Ukraine werden das geltende

    Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung bis Anfang Mai verlängert.


    Für beide Gesetzvorlagen stimmt jeweils eine deutliche Mehrheit von

    mehr als 300 Abgeordneten.


    Die Entwürfe waren von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht

    worden. Dadurch können wehrpflichtige Männer im Alter von 23 bis 60

    Jahren das Land in der Regel nicht verlassen. Es gelten nur wenige

    Ausnahmen, beispielsweise für Väter von mindestens drei minderjährigen

    Kindern.


    Seit einer Lockerung der Ausreiseregeln Ende August dürfen junge

    Männer zwischen 18 und 22 Jahren das Land wieder verlassen.



    (…)

    12:08 Bericht: Witkoff und Kushner planen Reise zu Putin


    Steve Witkoff, der Sondergesandte des Weißen Hauses, und Donald Trumps

    Schwiegersohn Jared Kushner planen in naher Zukunft einen Besuch in

    Moskau, um sich mit Wladimir Putin zu treffen. Dies berichtet

    Bloomberg. Demnach sagte eine Quelle der Nachrichtenagentur, dass der

    Besuch noch in diesem Monat stattfinden könnte.


    Es gehe um die Friedensbemühungen Donald Trumps in der Ukraine. Der

    aktuelle Entwurf des US-Plans solle Putin vorgestellt werden. Die

    Reise offiziell bestätigen wollte weder das Weiße Haus noch der Kreml.


    (…)


    08:04 Bericht: EU-Gesandter für Verhandlungen mit Kreml im Gespräch


    Einem Bericht zufolge erwägen EU-Staaten, einen Sondergesandten für

    Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin zu ernennen. Frankreich und

    Italien würden sich für diese Idee starkmachen, berichtet "Politico".

    Europa könne seine Positionen nur dann aufrechterhalten, wenn die EU

    mit am Verhandlungstisch sitze.


    Doch Putin zeigt sich bislang nicht bereit, mit allen europäischen

    Staatschefs zu verhandeln, weshalb ein Gesandter nötig werden könnte.

    Italien regt dem Bericht nach an, den ehemaligen italienischen

    Ministerpräsidenten Mario Draghi für den Posten vorzuschlagen. Vier

    andere Diplomaten brachten den finnischen Präsidenten Alexander Stubb

    ins Spiel. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas würde vor allem sich

    selbst in der Funktion sehen.



    ——



    2. Eurotopics: Ukraine-Krieg länger als Deutsch-Sowjetischer Krieg



    https://www.eurotopics.net/de/351117/ukraine-krieg-laenger-als-deutsch-sowjetischer-krieg?pk_campaign=et2026-01-13-de&pk_kwd=351117#


    13. Januar 2026


    Ukraine-Krieg länger als Deutsch-Sowjetischer Krieg


    Der Ukraine-Krieg hat am Montag die Länge von 1.418 Tagen erreicht.

    Putins am 24. Februar 2022 begonnene 'militärische Spezialoperation"

    gegen das Nachbarland zieht sich damit nun schon länger hin als der

    "Große Vaterländische Krieg", wie in Russland der Deutsch-Sowjetische

    Krieg von Juni 1941 bis Mai 1945 im Rahmen des Zweiten Weltkriegs

    genannt wird.

    (…)


    Polityka (Polen) 13. Januar 2026


    Das wirft schwierige Fragen auf


    Das Überschreiten der Zahl wird in Russland zu heftigen Diskussionen führen,


    ist Polityka überzeugt:


    „Stalin besiegte das Dritte Reich unter enormen Opfern, aber es gelang

    ihm innerhalb von 1.418 Tagen, vom 22. Juni 1941 bis zum 9. Mai 1945.

    Putin hingegen gelang es nicht, innerhalb von 1.418 Tagen auch nur die

    Ukraine zu besiegen. ... In Polen sind wir uns dessen nicht bewusst,

    aber in Russland herrscht ein mächtiger Kult um den Großen

    Vaterländischen Krieg. Die Zahl '1.418' ist Teil davon, sie ist ein

    Symbol für Sieg, Anstrengung und gigantische Opfer. ... Das

    Überschreiten dieser magischen Zahl von Tagen, die tief im Bewusstsein

    verankert ist, wird in Russland schwierige Fragen aufwerfen. Nicht nur

    unter einfachen Menschen, sondern auch unter Funktionären.“


    (…)

    Nowaja Gaseta (Russland) 12. Januar 2026


    Diesmal bleiben keine ewigen Wahrheiten


    Journalistin Jelena Panfilowa setzt in Nowaja Gaseta Putins

    "Spezialoperation" in Vergleich zum moralischen Erbe des Zweiten

    Weltkriegs:


    „Seit meiner Kindheit hatte sich in meinem Unterbewusstsein die

    Vorstellung festgesetzt, dass der Krieg, aus dem meine beiden

    Großväter nicht zurückgekehrt waren, nicht nur 'groß' und

    'vaterländisch', sondern auch enorm und endlos war. Und schrecklich.

    So erzählten es meine Großmütter.


    So stand es in den Schulbüchern. So empfand man es nicht nur, es war

    eine unumstößliche Wahrheit. Und nun ist das, was als einfache

    'Operation' versprochen wurde, plötzlich etwas Langwierigeres und in

    der Perspektive beängstigend Endloses. ... Vor uns zeichnet sich eine

    Zukunft ab, für deren Bewältigung die heutigen Generationen

    nirgendwoher Lehren und Fähigkeiten schöpfen können.“



    ------


    3. Länder-Analysen: Ukraine–Analysen - Mobilisierung



    https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/324/ukraineanalysen324.pdf


    19.12.2025


    Ukraine–Analysen


    Mobilisierung



    Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen

    Deutsches Polen-Institut

    Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde

    Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien

    Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung

    Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH


    ■ ANALYSE

    Spannungsverhältnis zwischen Rechten und Pflichten: Mobilmachung in der Ukraine 2

    Yuliia Tsurkalenko (Universität Regensburg und Institut für Ostrecht)


    ■ ANALYSE

    Gefangen zwischen Front und Grenze? Einstellungen zu Mobilisierung und

    Reisebeschränkungen in der Ukraine nach 2022 7

    Yana Lysenko (Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen)


    ■ DOKUMENTATION

    Statistiken und Fakten zur Mobilisierung 14


    ■ UMFRAGEN

    Einstellungen der ukrainischen Bevölkerung zur Mobilisierung 19


    ■ ANALYSE

    Wie blicken Soldaten auf den Krieg? Eine Analyse von Interviews mit

    russischen und ukrainischen Soldaten 22

    Jannik Steinwender, Elisha Iannucci-Laqua, Konstantin Drascek

    (alle Universität Regensburg)



    ----


    4. ZDF: Nach tagelanger Verfolgungsjagd: USA entern russischen Öltanker im Nordatlantik



    https://www.zdfheute.de/politik/ausland/usa-oeltanker-russland-schattenflotte-venezuela-100.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    Nach tagelanger Verfolgungsjagd:


    USA entern russischen Öltanker im Nordatlantik



    07.01.2026 | 19:33



    Nach tagelanger Verfolgungsjagd hat das US-Militär einen Öltanker im

    Nordatlantik geentert. Dieser soll zuvor eine US-Seeblockade

    durchbrochen haben. Moskau reagiert scharf.


    Das US-Militär hat einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker

    mit Verbindungen zu Venezuela beschlagnahmt. Soldaten seien an Bord

    des Schiffes "Marinera" gegangen, das sie seit Wochen verfolgt hätten,

    teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit.


    Sie hätten die Kontrolle über den Tanker an die

    Strafverfolgungsbehörden übergeben. Eucom erklärte die Beschlagnahmung

    mit dem "Verstoß gegen US-Sanktionen".


    Russland reagierte mit scharfer Kritik. Das Verteidigungsministerium teilte mit:


    "Kein Staat hat das Recht, Gewalt gegen Schiffe anzuwenden, die

    ordnungsgemäß unter der Gerichtsbarkeit anderer Staaten registriert

    sind.„   Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums


    (…)


    Tanker laut US-Behörden Teil der russischen Schattenflotte


    Wenige Stunden vor der Kontrollübernahme durch die Vereinigten Staaten

    hatten US-Medien berichtet, dass Russland ein U-Boot in Richtung

    Atlantik geschickt habe, um den leeren Tanker zu eskortieren.


    US-Behörden zufolge gehört der Tanker mutmaßlich zur sogenannten

    Schattenflotte, die unter Verstoß gegen US-Sanktionen Öl für Länder

    wie Venezuela, Russland und den Iran transportiert. Am Mittwoch befand

    sich der Tanker laut der Website Marinetraffic in der Nähe der

    ausschließlichen Wirtschaftszone vor Island.


    Das vormals "Bella-1" genannte Schiff habe am 24. Dezember eine

    einstweilige Genehmigung erhalten, unter dem Namen "Marinera" unter

    russischer Flagge zu fahren. Laut dem Ministerium in Moskau brach der

    Kontakt zum Tanker ab, nachdem die US-Marine das Boot "auf offener

    See, außerhalb der Hoheitsgewässer eines Staates" geentert habe.


    USA übernehmen weiteren Tanker


    Unabhängig davon haben die USA am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit)

    einen weiteren sanktionierten Öltanker in lateinamerikanischen

    Gewässern unter ihre Kontrolle gebracht.


    Die US-Küstenwache habe das offiziell staatenlose Frachtschiff

    "Sophia", das unter der Flagge Panamas fuhr, "zur endgültigen Klärung

    des Falls" in die USA eskortiert, teilte das für die Region zuständige

    Südkommando des US-Militärs (Southcom) mit. Dem voll beladenen Schiff

    werden "illegale Aktivitäten" in der Karibik vorgeworfen.


    Quelle: AFP, AP, dpa


    —————————


    5. IPG: Machtbesoffen - Die Entführung Maduros offenbart den imperialen Anspruch der USA.


        Europas Dämmerzustand beschleunigt den Zerfall der internationalen Ordnung.



    https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/machtbesoffen-8777/?utm_campaign=de_40_20260108&utm_medium=email&utm_source=newsletter


    Außen- und Sicherheitspolitik


    07.01.2026


    Maximilian Mayer <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/maximilian-mayer/>


    Maximilian Mayer ist Junior-Professor für Internationale Beziehungen und


    globale Technologiepolitik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.


     <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/maximilian-mayer/>


    Machtbesoffen


    Die Entführung Maduros offenbart den imperialen Anspruch der USA.


    Europas Dämmerzustand beschleunigt den Zerfall der internationalen Ordnung.



    Die nächtliche Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás

    Maduro, die mehr als 80 Opfer forderte, macht unmissverständlich

    deutlich, wie die hemisphärische Politik von US-Präsident Trump das

    Völkerrecht zertrümmert. Die USA wollen in ihrem Einflussbereich unter

    willkürlicher Anwendung von Gewalt Regierungen installieren und

    Rohstoffe unter ihre Kontrolle bringen.


    Die Souveränität und Gleichheit von Nationalstaaten werden zur

    Randnotiz, denn die USA müssen, wie Trump betonte, von „sicheren

    Ländern umgeben sein“. Im Zweifel werden US-amerikanische Interessen

    im Post-Maduro-Venezuela auch dauerhaft per Kanonenbootpolitik durchgesetzt.


    Wie viel Appetit Trump tatsächlich auf weitere militärische Einsätze

    und Regimewechsel hat, bleibt abzuwarten. Auf seiner Prioritätenliste

    stehen zumindest Grönland und Panama. Trump hat in den letzten Tagen

    zudem Mexiko, Kuba und Kanada bedroht. Die neue

    US-Sicherheitsstrategie sieht vor, rechtspopulistische und

    ethno-nationalistische Parteien im Sinne der MAGA-Ideologie in Europa

    zu unterstützen.


    Nicht zuletzt deswegen sind die zurückhaltenden Reaktionen der

    europäischen Regierungen auf Maduros Entführung bemerkenswert, da

    Brüssel und andere Hauptstädte ansonsten keine Gelegenheit auslassen,

    die Wichtigkeit der regelbasierten Ordnung zu betonen. Europäische

    Doppelstandards können nicht darüber hinwegtäuschen: Die

    US-Militäraktion ist völkerrechtswidrig.


    Sie verstößt gegen das in Artikel 2 der UN-Charta festgelegte

    Gewaltverbot. Bundeskanzler Merz beweist schwarzen Humor, wenn er die

    rechtliche Einordnung des US-Einsatzes als „komplex“ bezeichnet.

    Ähnlich verhält es sich bei den völkerrechtlich illegitimen Angriffen

    auf zivile Boote und bei den Tötungen, die das US-Militär in den

    letzten Monaten im karibischen Raum durchgeführt hat.


    Das Schweigen gegenüber Trump legitimiert mit anderen Worten die

    Gewaltanwendung gegen souveräne Staaten – was die Existenz der Ukraine

    gefährdet.


    Auch zu diesen Normverletzungen haben die Europäer geschwiegen, denn

    sie befinden sich in einem Dilemma. Eine offene Kritik an der

    Verletzung des Völkerrechts würde den wichtigsten Sicherheitspartner

    gegen Russland verärgern – und die Risse im transatlantischen Bündnis vertiefen.


    Die Billigung der Maßnahmen der USA gegen das Maduro-Regime untergräbt

    hingegen gerade jene rechtlichen Grundsätze, welche die Invasion

    Russlands in der Ukraine illegal machen. Das Schweigen gegenüber Trump

    legitimiert mit anderen Worten die Gewaltanwendung gegen souveräne

    Staaten – was die Existenz der Ukraine gefährdet.


    Die Botschaft der Trump-Regierung in diesem Kontext ist alles andere

    als subtil: Lateinamerika gilt wieder als rechtsfreier Hinterhof. Das

    Völkerrecht spielt in dieser Region keinerlei Rolle. Allein der

    entgrenzte Wille des US-Präsidenten kann dort über den Ausnahmezustand

    entscheiden. Als außenpolitische Konsequenz der unitary executive

    theory hält der US-Präsident damit in der gesamten westlichen

    Hemisphäre die legislative, exekutive und judikative Macht in der Hand.


    In Venezuela geht es jedoch nicht um graue Theorie. Mit seiner

    „Donroe-Doktrin“ verfolgt Trump handfeste Ziele. Der naheliegendste

    innenpolitische Zweck, der selbstredend ungenannt bleibt, ist es, den

    Epstein-Trump-Skandal kurzzeitig aus den Schlagzeilen zu verdrängen.


    Offen benennt er hingegen ein zweites Ziel des Staatsstreichs: die

    Kontrolle über das venezolanische Erdöl und die Rohstoffe des Landes

    zu erlangen. Amerikanische Ölkonzerne, wichtige Geldgeber für Trumps

    Wahlkampf, sollen an der Ausbeutung der venezolanischen Ölreserven

    beteiligt sein. Mit 300 Milliarden Barrel sind diese die größten der Welt.


    Die Nachkriegsordnung ist nicht erst am Zusammenbrechen – sie ist

    faktisch kollabiert. Grundlegende Normen sind weitgehend erodiert. Wir

    erleben aktuell die Reaktionen auf diesen institutionellen,

    moralischen und normativen Kollaps.


    Der Druck zunehmender wechselseitiger Irritation und Imitation

    zwischen den USA, Russland und China macht die Neuaufteilung der

    weltweiten Einflusssphären zu einer hochexplosiven Angelegenheit.

    Trumps Agieren legt nahe, dass auch die USA in Zukunft die nationale

    Souveränität anderer Staaten nicht mehr anerkennen werden.

    Insbesondere kleinere Staaten werden so zu bloßen Objekten degradiert.


    Nach dem Vorbild der amerikanischen Militäraktion hat Russlands

    Ex-Präsident Dmitri Medwedew beispielsweise Bundeskanzler Friedrich

    Merz mit seiner Entführung gedroht. Und in den chinesischen sozialen

    Medien wird die Entführung von Taiwans Präsident Ching-te Lai per

    Helikopter gefordert. Selbst unterhalb der Schwelle eines Krieges

    haben die imperialen Imitationsdynamiken also enorme Auswirkungen auf

    die zwischenstaatlichen Umgangsformen.


    Vereinfacht gesagt, versuchen drei neo-imperiale Mächte, ihre

    Peripherien neu zu kontrollieren.


    Was sich wie eine Rückkehr zum Imperialismus des 19. Jahrhunderts

    anhört, ist in Wirklichkeit ein Konvergenz-Mechanismus, der die in

    Scherben liegende internationale Ordnung in ein neues Gehäuse zwingen

    könnte. Im Zusammenspiel mit Putin und Xi treibt Trump eine

    grundlegende Transformation des internationalen Systems voran.

    Vereinfacht gesagt, versuchen drei neo-imperiale Mächte, ihre

    Peripherien neu zu kontrollieren.


    Ziel sind politische Systeme, Infrastrukturen, Lieferketten und

    Rohstoffausbeutung – mit jeweils eigenen Machtinstrumenten. Die

    Zunahme von Militäreinsätzen, Seeblockaden und anderen Formen der

    Machtprojektion, die der Abgrenzung von Einflusssphären dienen, könnte

    zu mehr militärischen Konfrontationen führen. Besonders gefährlich

    dabei ist, dass die Befehlsgewalt in der Hand autoritärer

    Staatenlenker liegt, die innenpolitisch kaum nennenswerte

    Einschränkungen ihrer imperialen Machtausübung fürchten müssen.


    Die Machtdemonstration der Trump-Regierung in Südamerika ist das eine.

    Wie diese medial mit einer überheblichen und machtbesoffenen Pose

    zelebriert wird, ist das andere. Beides hat eine zersetzende Wirkung

    auf die verbleibende multilaterale Verankerung des Staatensystems.


    Die Erosion internationaler Normen auf globaler Ebene beschleunigt

    sich, da vor allem Moskau und Washington die Allgemeingültigkeit

    völkerrechtlicher Prinzipien nun grundsätzlich infrage stellen.

    Verhaltensleitend werden die Normalisierung von Dominanzstreben und

    die Betonung regionaler Hierarchien.


    Die Tatsache, dass ein De-facto-Staatschef, wie illegitim und

    autoritär er auch sei, in der eigenen Hauptstadt gefangen genommen

    wird, um in New York unter dubiosen Vorwürfen vor Gericht gestellt zu

    werden, ist ein Zeugnis dafür, dass ungezügeltes Großmachtdenken und

    periphere Unterordnungslogik die Leitmotive der neuen globalen

    Herrschaftsordnung bilden.


    Die schroffe Ablehnung des Völkerrechts macht deutlich, dass sich die

    gewohnte Missachtung völkerrechtlicher Grundsätze – wie die

    langjährige Praxis von US-Interventionen in Lateinamerika – nicht

    einfach intensiviert.


    Laut ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie haben die USA das

    universale Völkerrecht vielmehr durch eine Carl-Schmitt-Doktrin

    regionaler Großraum-Innenpolitik ersetzt. Die Regeln und Verfahren

    dieser Herrschaftspraxis können nur von den Großmächten selbst

    festgelegt und umgesetzt werden.


    Folgerichtig betrachtet die Trump-Regierung Venezuelas Souveränität

    als konditional und die Entführung Maduros als bloße behördliche

    Polizeiaktion; ähnlich wie Putin seine „militärische Spezialoperation“

    in einer aus seiner Sicht unsouveränen Ukraine fortsetzt.


    Wenn völkerrechtliche Prinzipien von Großmächten mit Füßen getreten

    werden können, könnten viele Mittelmächte zu dem Schluss kommen, dass

    sie nur mit eigenen Atomwaffen überleben können.


    Für Mittelmächte ist diese Demobilisierung von Kernbestandteilen des

    internationalen Rechts existentiell beunruhigend. Der rasante Zerfall

    der regelbasierten Weltordnung insgesamt macht schmerzlich deutlich,

    dass weder auf fest etablierte Institutionen noch auf langjährige

    Allianzen Verlass ist.


    Wenn völkerrechtliche Prinzipien von Großmächten ungehindert mit Füßen

    getreten werden können, könnten viele Mittelmächte letztlich zu dem

    Schluss kommen, dass sie eine anhaltende Unsicherheitsphase

    neo-imperialistischer Globalpolitik nur mit eigenen Atomwaffen

    überleben können. Trumps willkürlicher und unvorhersehbarer Umgang mit

    engsten Verbündeten hat entsprechende Debatten beispielsweise in

    Südkorea und Japan ausgelöst.


    Kaum eine Region ist von dieser sich verschärfenden tri-imperialen

    Dynamik so stark betroffen und gleichzeitig so vulnerabel wie Europa.

    Durch Russlands Westexpansion und Trumps Drohungen, die NATO zu

    verlassen, Grönland zu annektieren und die EU zu zerschlagen, sowie

    wegen des Erfolgs von Chinas staatsgeleiteter Industrie- und

    Technologiepolitik, ist die Existenz des politischen und ökonomischen

    Projekts Europa so stark bedroht wie nie zuvor.


    Dennoch fällt es den europäischen Staaten schwer, eine koordinierte

    Antwort zu finden. Es fehlt ihnen der Mut zur strategischen

    Eigenständigkeit. Zwar investieren die NATO-Mitglieder massiv in die

    Aufrüstung, jedoch geschieht dies reaktiv und ohne eigene langfristige

    Zielsetzung.


    Eine strategische Neuausrichtung, die den Ausbau europäischer Hard

    Power als notwendige Bedingung für die zukünftige Sicherheit und

    politische Selbstbestimmung der EU gegenüber allen drei imperialen

    Mächten formuliert, wurde bislang versäumt. Ohne integrierte

    Rüstungsindustrien und technologische Autonomie bleiben die

    europäischen Staaten Verschiebemasse. In einer neu entstehenden

    Großraumordnung drohen sie politisch marginalisiert zu werden.


    Die zurückhaltenden europäischen Reaktionen auf die Entführung des

    venezolanischen Präsidenten erweisen sich somit als unklug. Wenn sie

    keinen kritischen Standpunkt beziehen, untergraben sie nicht nur ihre

    Glaubwürdigkeit bei der Zurückweisung von Trumps Ansprüchen auf

    Grönland.


    Sie billigt damit indirekt die Dugin-Schmitt-Doktrin, mit der die

    russische Armee in der Ukraine und ganz Osteuropa eine neue

    internationale Rechtsordnung durchsetzen möchte. Die Europäer sollten

    hingegen trotz allem internationales Recht verteidigen.


    Es wäre ein Fehler, zu Trumps ordnungszersetzender Politik weiterhin

    zu schweigen. Der Umgang mit Maduro ist kein Ausnahmefall. Die

    Schmitt-Doktrin könnte bald auch gegen europäische Staaten Anwendung

    finden. In Kopenhagen hat man dies verstanden. Vielleicht erwachen

    auch die übrigen europäischen Hauptstädte bald aus ihrem Dämmerzustand.


    —————


    6. Le Monde: Israel will "Verbot" von 37 NGOs in Gaza durchsetzen



    https://www.lemonde.fr/en/international/article/2026/01/01/israel-says-will-enforce-ban-on-37-ngos-in-gaza_6748992_4.html


    Welt <https://www.lemonde.fr/en/international/>

    Krieg im Gazastreifen  <https://www.lemonde.fr/en/israel-hamas-war/>

    Israel will "Verbot" von 37 NGOs in Gaza durchsetzen


    Die Regierung sagte, dass diese internationalen Hilfsgruppen, darunter

    Ärzte ohne Grenzen, World Vision International und Oxfam, eine Frist

    für die Offenlegung von Informationen über ihr palästinensisches

    Personal nicht eingehalten hätten. Sie müssen ihre Tätigkeit bis zum

    1. März einstellen.


    Le Monde mit AFP


    Veröffentlicht am 1. Januar 2026, um 12:29 Uhr (Paris)


    Israel sagte am Donnerstag, dem 1. Januar, dass 37 internationale NGOs,

    die in Gaza tätig sind, eine Frist nicht eingehalten hätten, um "Sicherheits- und

    Transparenzstandards" einzuhalten, insbesondere Informationen über ihr

    palästinensisches Personal offenzulegen, und dass es ein Verbot ihrer

    Aktivitäten "durchsetzen" werde.


    Die Gruppen werden nun verpflichtet sein, ihre Operationen bis zum 1.

    März einzustellen, von denen die Vereinten Nationen gewarnt haben,

    dass sie die humanitäre Krise in dem vom Krieg verwüsteten

    palästinensischen Gebiet verschärfen werden.


    "Organisationen, die die erforderlichen Sicherheits- und

    Transparenzstandards nicht erfüllt haben, werden ihre Lizenzen

    ausgesetzt", sagte das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten und

    Bekämpfung des Antisemitismus in einer Erklärung am Donnerstag.


    Mehrere NGOS haben gesagt, dass die Anforderungen gegen das humanitäre

    Völkerrecht verstoßen oder ihre Unabhängigkeit gefährden, während

    Israel im Vorfeld der Frist international kritisiert wurde.


    Israel sagt, die neue Verordnung ziele darauf ab, zu verhindern, dass

    Einrichtungen, die sie beschuldigt, den Terrorismus zu unterstützen,

    in den palästinensischen Gebieten zu agieren. "Das primäre Versagen

    war die Weigerung, vollständige und überprüfbare Informationen über

    ihre Mitarbeiter bereitzustellen, eine kritische Anforderung, die

    darauf abzielt, die Infiltration von Terroristen in humanitäre

    Strukturen zu verhindern", sagte das Ministerium.


    Im März gab Israel den NGOs eine 10-monatige Frist, um die neuen

    Regeln einzuhalten, die die "vollständige Offenlegung von Personal,

    Finanzierungsquellen und operativen Strukturen" erfordern. Die Frist

    lief am Mittwoch aus.


    Die 37 NGOs "wurden offiziell darüber informiert, dass ihre Lizenzen

    ab dem 1. Januar 2026 widerrufen würden und dass sie die Einstellung

    ihrer Aktivitäten bis zum 1. März 2026 abschließen müssen", sagte das

    Ministerium am Donnerstag.


    "Waffen der Bürokratie"


    Der Minister für Diasporaangelegenheiten und die Bekämpfung des

    Antisemitismus Amichai Chikli sagte: "Die Botschaft ist klar:

    Humanitäre Hilfe ist willkommen - die Ausbeutung humanitärer Rahmen

    für den Terrorismus ist es nicht.“


    Zahlreiche prominente humanitäre Organisationen wurden von dem Verbot

    betroffen, darunter Ärzte ohne Grenzen (MSF), World Vision

    International und Oxfam, so die vom Ministerium zur Verfügung

    gestellte Liste. Im Fall von Ärzte ohne Grenzen beschuldigte Israel

    es, zwei Mitarbeiter zu haben, die Mitglieder der palästinensischen

    militanten Gruppen Islamischer Dschihad und Hamas waren.


    Ärzte ohne Grenzen sagte Anfang dieser Woche, dass die Bitte, eine

    Liste seiner Mitarbeiter zu teilen, "möglicherweise gegen die

    Verpflichtungen Israels nach dem humanitären Völkerrecht verstößt" und

    sagte, dass sie "nie wissentlich Menschen beschäftigen würde, die sich

    an militärischen Aktivitäten beteiligen".


    Am Donnerstag verurteilten 18 linke NGOs mit Sitz in Israel die

    Entscheidung, ihre internationalen Kollegen zu verbieten, und sagten:

    "Der neue Registrierungsrahmen verstößt gegen die humanitären

    Kernprinzipien der Unabhängigkeit und Neutralität." "Diese Bewaffnung

    der Bürokratie institutionalisiert Hindernisse für die Hilfe und

    zwingt wichtige Organisationen, den Betrieb auszusetzen", sagten sie.


    Am Mittwoch bezeichnete der Menschenrechtschef der Vereinten Nationen,

    Volker Turk, die Entscheidung Israels als "empörend" und forderte die

    Staaten auf, dringend darauf zu bestehen, dass Israel den Kurs ändert.

    "Solche willkürlichen Aussetzungen machen eine bereits unerträgliche

    Situation für die Menschen in Gaza noch schlimmer", sagte er.


    Der Chef des palästinensischen Flüchtlingshilfswerks der Vereinten

    Nationen, Philippe Lazzarini, sagte, der Schritt stelle einen

    "gefährlichen Präzedenzfall" dar. "Die Nichtbehebung gegen Versuche,

    die Arbeit von Hilfsorganisationen zu kontrollieren, wird die

    grundlegenden humanitären Prinzipien der Neutralität, Unabhängigkeit,

    Unparteilichkeit und Menschlichkeit, die der Hilfsarbeit auf der

    ganzen Welt zugrunde liegen, weiter untergraben", sagte er auf X.


    "Katastrophal" Am Dienstag forderten die Außenminister von 10 Ländern,

    darunter Frankreich und das Vereinigte Königreich, Israel auf, "Zugang

    zu Hilfe im Gazastreifen zu garantieren", wo sie sagten, dass die

    humanitäre Lage "katastrophal" bleibe.


    In Gaza gibt es seit Oktober einen fragilen Waffenstillstand, nach

    einem tödlichen Krieg, der Israel als Reaktion auf den beispiellosen

    Angriff der Hamas auf israelisches Territorium am 7. Oktober 2023

    geführt hat.


    Die Bedingungen für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen bleiben nach

    wie vor schlimm, fast 80% der Gebäude wurden nach UN-Daten durch den

    Krieg zerstört oder beschädigt. Etwa 1,5 Millionen der mehr als zwei

    Millionen Einwohner des Gazastreifens haben ihre Häuser verloren,

    sagte Amjad Al-Shawa, Direktor des palästinensischen NGO-Netzwerks in

    Gaza.



    ——


    7. CNN: Libanon sagt, dass die erste Phase des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen ist,


        aber Netanjahu warnt vor Fortschritten "weit davon entfernt, ausreichend" zu sein



    https://edition.cnn.com/2026/01/08/middleeast/hezbollah-disarmament-israel-lebanon-conflict-intl


    Libanon sagt, dass die erste Phase des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen ist,


    aber Netanjahu warnt vor Fortschritten "weit davon entfernt, ausreichend" zu sein


    Von Tal Shalev <https://www.cnn.com/profiles/tal-shalev>, Eugenia Yosef, Charbel Mallo


    Jan 8, 2026



    Der Libanon gab am Donnerstag bekannt, dass er die erste Phase seines

    Plans zur Entwaffnung der Hisbollah und anderer militanter Gruppen im

    Süden des Landes abgeschlossen hat, aber Israel sagte, die

    Fortschritte seien "weit davon entfernt, genug" angesichts der

    erneuten Bedenken, dass der Konflikt wieder ansteigen könnte.


    Die libanesische Armee sagte, sie habe jetzt die operative Kontrolle

    über das libanesische Territorium südlich des Litanischen Flusses, mit

    Ausnahme von fünf israelischen Militärpositionen im Libanon. Die Armee

    hörte auf, sie habe erklärt, sie habe die Hisbollah und andere Gruppen

    südlich der Litani vollständig entwaffnet, und räumte ein, dass "die

    Arbeit in diesem Sektor noch im Gange ist", während sie die

    Bereitschaft signalisiert, in die nächsten Phasen des Plans der

    Regierung, "Homeland Shield", überzugehen.


    "Die libanesische Armee bestätigt, dass ihr Plan, Waffen einzugrenzen,

    ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat, nachdem sie die Ziele der

    ersten Phase auf effektive und greifbare Weise vor Ort erreicht hat",

    heißt es in der Erklärung. Die Armee bekräftigte ihr Engagement für

    die Umsetzung der Initiative der Regierung, "zusammen mit anderen

    Sicherheitsbehörden die ausschließliche Verantwortung für die

    Aufrechterhaltung der Sicherheit und Stabilität im Libanon,

    insbesondere südlich des Litanischen Flusses, zu übernehmen".


    Der Fluss markiert die von den Vereinten Nationen vorgeschriebene

    Linie im Südlibanon, südlich dessen die Hisbollah im Rahmen einer

    Resolution des Sicherheitsrats nicht mehr in Betrieb genommen wird.


    Die israelische Regierung begrüßte die Ankündigung als „ermutigenden

    Start“, sagte aber, dass die Bemühungen der Armee nicht weit genug

    gingen. "Das von den Vereinigten Staaten zwischen Israel und den

    libanesischen Staaten vermittelte Waffenstillstandsabkommen muss

    eindeutig vollständig entwaffnet werden", hieß es in einer Erklärung

    von Premierminister Benjamin Netanjahu, in der sie als Beweis für "die

    Bemühungen der Hisbollah, ihre Terrorinfrastruktur mit iranischer

    Unterstützung aufzurüsten und wieder aufzubauen" bezeichnete. CNN kann

    die Behauptungen nicht überprüfen.


    Die Erklärung der libanesischen Armee, die es vermied, die Hisbollah

    ausdrücklich zu erwähnen, fügte hinzu, dass die Operationen zur

    Bekämpfung von Blindgängern und Tunneln fortgesetzt werden, zusammen

    mit Maßnahmen, "um zu verhindern, dass bewaffnete Gruppen ihre

    Fähigkeiten wieder aufbauen". Es machte "anhaltende israelische

    Angriffe im Libanon, die Besetzung libanesischer Stätten und

    wiederholte Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen vom November

    2024 als negative Auswirkungen auf die Bemühungen, die staatliche

    Autorität zu erweitern und Waffen auf legitime Kräfte zu beschränken"

    verantwortlich.


    Der Waffenstillstandspakt folgte auf mehr als ein Jahr des Konflikts

    zwischen Israel und der Hisbollah, der begann, als die Hisbollah einen

    Tag nach den von der Hamas geführten Angriffen auf Israel am 7.

    Oktober 2023 israelisch kontrolliertes Territorium traf.


    Im Dezember halfen die USA, zwei Treffen zwischen zivilen Beamten aus

    Israel und dem Libanon zu erleichtern, um eine weitere große

    Eskalation zu verhindern. Die Treffen, die in Naqoura im Südlibanon

    stattfanden, konzentrierten sich auf das, was Israel als

    „wirtschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen den beiden Ländern

    bezeichnete, obwohl es signalisierte, dass es eine viel größere

    Bombardierung des Landes durchführen könnte, wenn die Hisbollah keine

    signifikanten Schritte zur Abrüstung unternimmt.


    "Unleugbare Fortschritte"


    Das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und dem Libanon im

    November 2024 verpflichtet den Libanon, dafür zu sorgen, dass nur

    staatliche Sicherheitskräfte berechtigt sind, Waffen zu tragen,

    ausgehend vom Fluss Litani, und jede andere Infrastruktur,

    militärische Stellungen und Streitkräfte in der Region zu demontieren.


    "Die offiziellen Militär- und Sicherheitskräfte, die Infrastruktur und

    die Waffen des Libanon werden die einzigen bewaffneten Gruppen, Waffen

    und damit verbundenen Materialien sein, die im südlichen Litani-Gebiet

    eingesetzt werden", heißt es in dem Abkommen.


    Jeanine Hennis-Plasschaert, die Sonderkoordinatorin der Vereinten

    Nationen für den Libanon, schrieb über X, dass die Ankündigung der

    libanesischen Armee „unbestreitbare Fortschritte ist. Harte Arbeit

    liegt vor uns. Aber der heutige Meilenstein zeigt Engagement und

    stärkt die Rolle des Mechanismus, der durch die Vereinbarung vom 24.

    November geschaffen wurde. "


    Israel hat lange an der Fähigkeit des Libanon gezweifelt, die

    Hisbollah zu entwaffnen, und hat seit Inkrafttreten des

    Waffenstillstands Hunderte von fast täglichen Luftangriffen im Land

    durchgeführt, unter Berufung auf Verstöße gegen die Hisbollah. Die

    Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL), eine

    Friedenstruppe, hat Israel wiederholt vor den Anschlägen gewarnt und

    erklärt, dass sie gegen den Waffenstillstand verstoßen und die seit

    dem Waffenstillstand erzielten Fortschritte untergraben.


    Das israelische Außenministerium sagte am Donnerstag, dass Israel die

    Entscheidung des Libanon, die Abrüstung der Hisbollah anzugehen,

    anerkennt, fügte aber hinzu, dass "diese Bemühungen begrenzt sind".


    „Die Tatsache bleibt, dass die umfangreiche militärische Infrastruktur

    der Hisbollah immer noch südlich des Litani-Flusses existiert. Das

    Ziel, die Hisbollah im Südlibanon zu entwaffnen, bleibt noch lange

    nicht erreicht“, schrieb das Außenministerium auf X. "Die Hisbollah

    rückt schneller auf, als sie entwaffnet wird", fügte sie hinzu und

    wies auf eine fortgesetzte iranische Unterstützung sowie auf einen

    Besuch des iranischen Außenministers in Beirut am Donnerstag hin. Das

    Ministerium veröffentlichte auch ein Video, das Hisbollah-Standorte im

    Südlibanon zeigte.


    Der libanesische Präsident Joseph Aoun sagte, der Staat ziele darauf

    ab, ein Waffenmonopol durchzusetzen und die vollständige Abrüstung der

    Hisbollah durch Verhandlungen zu fördern. Die Hisbollah hat die

    Abrüstung südlich des Litanischen Flusses weitgehend erlaubt, hat sich

    aber bisher geweigert, ihr Arsenal weiter nördlich aufzugeben, unter

    Berufung auf die fortgesetzte israelische Besetzung libanesischer Flächen.


    Am Donnerstag sagte der libanesische Informationsminister Paul Morcos,

    die Armee werde dem Kabinett im Februar einen neuen Plan vorlegen, um

    die vom Iran unterstützte Gruppe nördlich des Litani-Flusses zu

    entwaffnen, berichtete die staatliche NNA.


    ——

    15.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (II von III)

    8. Die Zeit: Teheran: Iranische Justiz kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Demonstranten an



    https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/iran-proteste-teheran-studenten-gxe


    Teheran: Iranische Justiz kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Demonstranten an



    Seit Sonntag gibt es im Iran Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten.


    Der Generalstaatsanwalt droht den Teilnehmern mit Konsequenzen, sollte die Lage eskalieren.



    31. Dezember 2025, 11:28 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, mns <https://www.zeit.de/autoren/N/Marla-_Noss/index>


    (…)

    Israelischer Geheimdienst unterstützt Proteste


    Die iranischen Sicherheitsbehörden beurteilen die Proteste als eine

    "ausländische Verschwörung der Feinde Irans" mit dem Ziel, Unruhe und

    Instabilität im Land zu schaffen. Die Öffentlichkeit solle wachsam

    sein und sich nicht an den Protesten beteiligen. Präsident Massud

    Peseschkian versprach in einer kurzen Botschaft wirtschaftliche

    Reformen und zeigte sich offen für Dialog.


    Der israelische Geheimdienst Mossad sprach seine Unterstützung für die

    Demonstranten im Iran aus. Die Menschen sollten ihren Protest

    fortsetzen, sie würden dabei vom Mossad "vor Ort" unterstützt, teilte

    der Geheimdienst am Mittwoch im Onlinedienst X mit. "Geht zusammen

    raus auf die Straße. Die Zeit ist gekommen. Wir sind mit euch",

    schrieb der Mossad in einer Botschaft auf Farsi, wie das israelische

    Armeeradio berichtete.


    (…)



    ——


    9. Reuters: Trump fordert Iraner auf, weiter zu protestieren und sagt: "Hilfe ist auf dem Weg"



    https://www.reuters.com/world/china/iranian-mp-warns-greater-unrest-urging-government-address-grievances-2026-01-13/


    Trump fordert Iraner auf, weiter zu protestieren und sagt: "Hilfe ist auf dem Weg"


    Von Elwely Elwelly <https://www.reuters.com/authors/elwely-elwelly/> und Bo Erickson <https://www.reuters.com/authors/bo-erickson/>


    Januar 14, 2026 7:47 GMT+1


    DUBAI/WASHINGTON, 13. Januar (Reuters) - USA Präsident Donald

    Trump forderte die Iraner am Dienstag auf, weiter zu protestieren und sich

    an die Namen derer zu erinnern, die sie missbrauchen, und sagte, dass

    Hilfe auf dem Weg sei, da das iranische klerikale Establishment sein

    Vorgehen gegen die größten Demonstrationen seit Jahren drängte.


    Der Iran wiederum beschuldigte Trump, die politische Destabilisierung

    zu fördern und zu Gewalt anzustiften.


    "Iranische Patrioten, PROTESTIERE WEITER - ÜBERNEHMEN SIE IHRE

    INSTITUTIONEN!!!... HILFE IST AUF DEM WEG", sagte Trump in einem

    Beitrag auf Truth Social, ohne zu sagen, was diese Hilfe sein könnte.


    Er sagte, er habe alle Treffen mit iranischen Beamten abgesagt, bis

    die "sinnlose Tötung" der Demonstranten aufhörte und in einer späteren

    Rede die Iraner sagte, sie sollten "den Namen der Mörder und der Täter

    retten ... weil sie einen sehr hohen Preis zahlen werden“.


    Ein iranischer Beamter sagte, etwa 2.000 Menschen seien getötet worden,

    das erste Mal, dass die Behörden eine Gesamtzahl der Todesopfer von

    mehr als zwei Wochen landesweiter Unruhen angegeben hätten.


    Die in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe HRANA sagte, dass von

    den 2.003 Menschen, deren Todesfälle sie bestätigt hatte, 1.850

    Demonstranten waren. Es hieß, 16.784 Menschen seien festgenommen

    worden, ein starker Anstieg gegenüber der Zahl, die sie am Montag

    angegeben habe.


    Auf die Frage, was er mit "Hilfe ist auf dem Weg" meinte, sagte Trump

    Reportern, dass sie das herausfinden müssten. Trump hat gesagt, dass

    militärische Aktionen zu den Optionen gehören, die er abwägt, um den

    Iran wegen des Vorgehens zu bestrafen.


    "Die Tötung sieht so aus, als wäre sie bedeutsam, aber wir wissen es

    noch nicht sicher", sagte Trump bei der Rückkehr aus Detroit in die

    Gegend von Washington und fügte hinzu, dass er mehr wissen würde,

    nachdem er am Dienstagabend einen Bericht über die Proteste im Iran

    erhalten hatte. "Wir werden entsprechend handeln", sagte er.


    Die USA Das Außenministerium forderte am Dienstag amerikanische Bürger

    auf, den Iran jetzt auf dem Landweg durch die Türkei oder Armenien zu

    verlassen.


    DER IRAN WEIST AUF DIE USA HIN. UND ISRAEL


    Die iranischen Behörden beschuldigten zuvor die USA und Israel, die

    Unruhen zu schüren. Als Reaktion auf Trumps Social-Media-Post, dass

    "Hilfe auf dem Weg" ist, ist die iranische UNO. Botschafter Amir Saeid

    Iravani sagte, der US-Präsident stifte Gewalt an, bedrohe die

    Souveränität und Sicherheit des Landes und versuche, die Regierung zu

    destabilisieren.


    "Die Vereinigten Staaten und das israelische Regime

    tragen die direkte und unbestreitbare rechtliche Verantwortung für den

    daraus resultierenden Verlust unschuldiger ziviler Leben, insbesondere

    bei der Jugend", schrieb er in einem Brief an die Vereinten Nationen.

    Sicherheitsrat am Dienstag.


    Russland verurteilte am Dienstag die "subversive Einmischung von

    außen" in die iranische Innenpolitik und sagte, jede Wiederholung der

    US-Angriffe im vergangenen Jahr würde "katastrophale Folgen" für den

    Nahen Osten und die internationale Sicherheit haben. Der iranische

    Außenminister Abbas Araqchi sagte am Montag, er habe weiterhin mit dem

    US-Sondergesandten Steve Witkoff kommuniziert und Teheran studiere

    Ideen, die von Washington vorgeschlagen wurden.


    TRUMP WARNT VOR HINRICHTUNGEN


    In einem Interview mit CBS News am Dienstag gelobte Trump "sehr starke

    Maßnahmen", wenn der Iran mit dem Aufhängen von Demonstranten begann,

    aber erneut nicht näher ausgeführt. "Wenn sie sie aufhängen, werden

    Sie einige Dinge sehen", sagte Trump. Nach Angaben der in Norwegen

    ansässigen Iran Human Rights Society sind Erhängen in iranischen

    Gefängnissen üblich.


    Hengaw, eine iranische kurdische Menschenrechtsgruppe, hat berichtet,

    dass ein 26-jähriger Mann, Erfan Soltani, der im Zusammenhang mit

    Protesten in der Stadt Karaj verhaftet wurde, am Mittwoch hingerichtet

    wird. Die Behörden hatten der Familie mitgeteilt, dass das Todesurteil

    endgültig sei, berichtete Hengaw unter Berufung auf eine Quelle in der

    Nähe der Familie.


    Reuters konnte den Bericht nicht unabhängig bestätigen und staatliche

    Medien haben bisher keine Todesurteile gemeldet.

    Kommunikationsbeschränkungen, einschließlich eines Internet-Blackouts,

    haben den Informationsfluss im Iran behindert. Die UN sagte, der

    Telefondienst sei wiederhergestellt worden, aber das Internet sei

    immer noch mit Einschränkungen konfrontiert.


    Holistic Resilience, eine US-Organisation, die sich für die Ausweitung

    des Informationszugangs in repressiven oder geschlossenen

    Gesellschaften einsetzt, sagte am Dienstag, dass der

    Starlink-Satelliten-Internetdienst des Milliardärs Elon Musk jetzt

    kostenlos im Iran verfügbar sei.


    Die Unruhen, die durch schlimme wirtschaftliche Bedingungen ausgelöst

    wurden, stellen die größte interne Herausforderung für die iranischen

    Herrscher seit mindestens drei Jahren dar und sind in einer Zeit des

    zunehmenden internationalen Drucks nach israelischen und US-Angriffen

    im vergangenen Jahr gekommen.


    Der US-Präsident kündigte am Montag 25% Einfuhrzölle auf Produkte aus

    jedem Land an, das mit dem Iran Geschäfte macht - einem großen

    Ölexporteur. China, das einen Großteil der iranischen oilÖlexporte

    kauft, kritisierte den Schritt schnell.


    KEINE ANZEICHEN VON BRUCH


    Die Proteste begannen am 28. Dezember über den Wertverlust der Währung

    und haben sich zu breiteren Demonstrationen und Forderungen nach dem

    Fall des klerikalen Establishments entwickelt.


    Die iranischen Behörden haben einen doppelten Ansatz verfolgt, indem

    sie hart durchgegriffen und gleichzeitig die Proteste gegen

    wirtschaftliche Probleme als legitim bezeichnet haben. Bisher gibt es

    keine Anzeichen von Brüchen in der Sicherheitselite, die das klerikale

    System an der Macht seit einer islamischen Revolution von 1979 zu Fall

    bringen könnten.


    Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien riefen alle

    iranische Botschafter aus Protest gegen das Vorgehen ein. "Die

    steigende Zahl der Opfer im Iran ist erschreckend", schrieb

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X.


    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz unterstrich die

    internationale Unsicherheit über das, was im Iran als nächstes kommt,

    der seit Jahrzehnten zu den dominierenden Mächten im Nahen Osten

    gehört, und sagte, er glaube, dass die Regierung fallen werde.


    „Ich gehe davon aus, dass wir jetzt die letzten Tage und Wochen dieses

    Regimes miterleben", sagte er und fügte hinzu, dass, wenn es die Macht

    durch Gewalt aufrechterhalten müsse, "es effektiv an seinem Ende ist“.


    Berichterstattung von Elwely Elwelly und Dubai Newsroom, Bo Erickson

    in Detroit, Susan Heavey, Joey Roulette und Doina Chiacu in

    Washington, Michelle Nichols bei den Vereinten Nationen, Bhargav

    Acharya in Toronto, Ismail Shakil in Ottawa und Maxim Rodionov in

    Moskau; Schreiben von Michael Georgy, Angus McDowall, Tom Perry,

    Aidan Lewis und David Brunnstrom; Bearbeitung von Frances



    ———


    10. SZ: Bundeskanzler Merz über Iran - „Wir sehen die letzten Tage und Wochen dieses Regimes“



    https://www.sueddeutsche.de/politik/friedrich-merz-tage-regimes-iran-li.3367823?reduced=true


    Bundeskanzler Merz über Iran


    „Wir sehen die letzten Tage und Wochen dieses Regimes“


    13. Januar 2026, 10:34 Uhr


    Friedrich Merz äußert sich in Indien zur Lage in Iran – und der Kanzler klingt,


    als ziele die Bundesregierung jetzt aktiv auf einen Regimewechsel in Teheran ab.



    Von Daniel Brössler <https://www.sueddeutsche.de/autoren/daniel-broessler-1.1143063>, Bangalore


    (…)



    In der SZ-Printausgabe vom 14.1.2026 steht auf der Titelseite zu lesen

    unter der Überschrift: „Wohl Tausende Tote bei Protesten in Iran“:


    (…)


    Aufmerksamkeit erregte unterdessen Bundeskanzler Friedrich Merz

    mit der Einschätzung, dass die Regierung des Landes kurz vor dem

    Zusammenbruch stehe.


    "Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann,

    dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch

    gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen“, sagte der

    deutsche Regierungschef während seines Besuchs in Indien“. (…)


    Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs

    stünden "in engem Austausch zueinander, um jetzt dafür zu sorgen, dass

    es im Iran einen friedlichen Übergang geben kann zu einer demokratisch

    legitimierten  Regierung“. Auch mit der US-Politik stehe man in engem

    Austausch. (…)



    ——



    11. IPG: Nicht aussichtslos - Proteste, Krise, Machtkampf: Warum Irans Regime wankt – und was Europa jetzt tun kann.



    https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/nicht-aussichtslos-8781/?utm_campaign=de_40_20260108&utm_medium=email&utm_source=newsletter


    Naher Osten/Nordafrika


    08.01.2026 |


    David Ramin Jalilvand <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/david-ramin-jalilvand/>


    Nicht aussichtslos



    Proteste, Krise, Machtkampf: Warum Irans Regime wankt – und was Europa jetzt tun kann.



    Dr. David Jalilvand ist Analyst, Berater und Associate Fellow am

    Zentrum für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und

    Zentralasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Er

    leitet Orient Matters, eine Research Consultancy in Berlin, die sich

    auf die Dynamiken zwischen Geopolitik, Wirtschaft und Energie in Iran

    und dem Nahen Osten spezialisiert hat.



    In Iran wird protestiert und das Ende der Islamischen Republik

    gefordert, wieder einmal. Und aus guten Gründen: Jahrzehntelange

    Unterdrückung, systematische Verletzungen von Rechten und eine

    Wirtschaftspolitik, die Millionen in Armut stürzt. All dies führt zum

    Zorn und zur Verzweiflung der Bevölkerung.


    Der unmittelbare Auslöser der aktuellen Proteste war ökonomischer

    Natur: ein weiterer dramatischer Verfall des iranischen Rials, der die

    ohnehin prekäre Lage zusätzlich verschärft. Doch wie bei früheren

    Erhebungen liegt der Kern des Unmuts tiefer. Es geht längst nicht mehr

    nur um wirtschaftliche Not, sondern um das System an sich, das aus der

    Sicht vieler Iranerinnen und Iraner nicht mehr imstande ist, die

    fundamentalen Probleme des Landes zu lösen.


    Krisen und Miseren sind allgegenwärtig. Umweltkatastrophen gehören

    inzwischen zum wiederkehrenden Alltag und machen selbst vor den

    Metropolen nicht halt; zuletzt litten diese über Monate hinweg unter

    akuter Wasserknappheit. Zugleich wird zivilgesellschaftliches

    Engagement, von politischem ganz zu schweigen, durch eine immer weiter

    ausgreifende Repression erstickt – im vergangenen Jahr hat sich die

    Zahl der Hinrichtungen verdoppelt.


    Hinzu kommt eine Außenpolitik, die das Land jüngst dem ersten direkten

    Angriff auf sein Territorium seit dem Ende des Krieges mit dem Irak 1988

    ausgesetzt hat und bei vielen im Land die Sorge nährt, dies könne erst

    der Auftakt einer neuen Eskalationsspirale gewesen sein.


    Der Verlust des Glaubens an die Reformfähigkeit des Systems ist zu

    einem zentralen Wesenszug der gesellschaftlichen Dynamik im Land

    geworden.


    In diesem Sinne knüpfen die aktuellen Proteste an jene der vergangenen

    Jahre an, zuletzt an die Protestwelle von 2022, die unter dem Banner

    „Frau, Leben, Freiheit“ international Aufmerksamkeit erregte.


    Als mittlerweile vierter größerer Aufstand seit 2017 zeigen sie, dass mit

    jeder neuen Protestwelle die Forderung nach einem Ende der Islamischen

    Republik offener und entschiedener erhoben wird. Der Verlust des

    Glaubens an die Reformfähigkeit des Systems, und die daraus

    resultierende Ablehnung des Regimes an sich, ist zu einem zentralen

    Wesenszug der gesellschaftlichen Dynamik im Land geworden.


    Bemerkenswert ist, dass dieser Vertrauensverlust längst nicht mehr auf

    die Bevölkerung beschränkt ist. Bezeichnenderweise äußern auch

    Vertreter des Regimes selbst öffentlich Zweifel an der eigenen

    Handlungsfähigkeit. Präsident Massud Peseschkian, einst als Reformer

    ins Amt gewählt, legte angesichts der jüngsten Wasserkrise einen

    regelrechten Offenbarungseid ab: Er gestand, machtlos zu sein, und bat

    zugleich darum, nicht dafür verflucht zu werden.


    Tatsächlich wirkt die politische Klasse Irans spätestens seit dem

    Krieg mit Israel im Juni vergangenen Jahres wie paralysiert. Während

    die Protestbewegungen im Innern den Fortbestand der Islamischen

    Republik grundsätzlich infrage stellen, sind zugleich in der

    Außenpolitik jene Säulen erodiert, auf denen die iranische

    Sicherheitsdoktrin lange beruhte: das Netzwerk verbündeter Milizen in

    der Region, das Raketen- und Drohnenprogramm sowie die implizite

    Drohung einer nuklearen Bewaffnung. Im Juni wurde erstmals deutlich,

    dass das bisherige Abschreckungskonzept seine Wirkung verloren hat.


    Diese Entwicklungen haben das Regime existenziell erschüttert. In

    einer Phase, in der das Land weitreichende strategische Entscheidungen

    bräuchte, zeigt sich der Oberste Führer Ali Chamenei politisch wie

    gesundheitlich angeschlagen und offenkundig entscheidungsunfähig.

    Stattdessen nehmen die Machtkämpfe innerhalb der Regimeelite zu. Dabei

    geht es weniger um kurzfristige politische Kurskorrekturen als um die

    Positionierung im Hinblick auf die absehbare Nachfolge des Obersten Führers.


    Die verschiedenen Lager versuchen, sich hier in eine möglichst

    einflussreiche Position zu bringen, was aktuell jedoch einer

    Selbstblockade gleichkommt und den Eindruck eines Systems verstärkt,

    das nach innen wie nach außen handlungsunfähig geworden ist. Während

    auf den Straßen vieler Städte also ein Ende des Regimes gefordert

    wird, erschöpft sich dessen Politik jenseits kosmetischer

    Reformankündigungen im inneren Machtkampf.


    Zwar hat das Regime seine Instrumente zur Niederschlagung von

    Protesten über die Jahre kontinuierlich verfeinert: ob spezialisierte

    Polizeieinheiten zur Aufstandsbekämpfung, gezielte Polarisierung der

    Protestbewegung, Internetabschaltungen, digitale Überwachung,

    Schauprozesse oder Hinrichtungen. Bei den aktuellen Protesten waren

    schon nach wenigen Tagen Dutzende Protestierende getötet und Tausende

    inhaftiert.


    Die stetige Perfektionierung repressiver Mittel steht

    dabei allerdings in einem auffälligen Kontrast zur frappierenden

    Unfähigkeit des Regimes, Lösungen für die vielfältigen Ursachen des

    gesellschaftlichen Unmuts anzubieten.


    Bislang hält sich das Regime und es gibt keine Anzeichen dafür, dass

    der Staat sein Gewaltmonopol verlieren oder es zu ernsthaften Rissen

    innerhalb des Sicherheitsapparats kommen könnte.


    Diesen Umständen zum Trotz: Bislang hält sich das Regime und es gibt

    keine Anzeichen dafür, dass der Staat sein Gewaltmonopol verlieren

    oder es zu ernsthaften Rissen innerhalb des Sicherheitsapparats kommen

    könnte. Das liegt zum einen daran, dass die Proteste bislang, obwohl

    sie einen weitreichenden Unmut zum Ausdruck bringen, zahlenmäßig

    begrenzt bleiben und bis heute kleiner ausfallen als die Aufstände der

    vergangenen Jahre. Zum anderen fehlt es den Protestierenden weiterhin

    an Organisation und klarer Führung.


    Versuche, diese Lücke aus dem Exil zu überbrücken, sind bislang

    gescheitert. Jahrzehntelang hat die iranische Diaspora vergeblich

    versucht, ein inklusives politisches Projekt von Tragweite und echter

    Handlungsfähigkeit zu formen. Dabei ist die häufig bemühte Formel, die

    Zukunft Irans müsse von den Menschen im Land selbst bestimmt werden,

    zwar nachvollziehbar, sie bleibt jedoch angesichts der Realität

    weitgehend folgenlos. Tatsächlich stehen die Protestierenden einem

    übermächtigen Repressionsapparat in einem ungleichen Kampf gegenüber.


    Gerade hier eröffnet sich eine politische Chance für Deutschland und

    Europa. Wenn die europäische Politik der iranischen Protestbewegung

    über wohlfeile Solidaritätsbekundungen hinaus konkrete Unterstützung

    zukommen lassen will, existieren dafür mehrere Ansatzpunkte.


    Ein zentraler Hebel ist die Förderung von Internetfreiheit. Der Zugang zu

    unabhängigen Informationen und sicherer Kommunikation ist für

    Protestierende ebenso essenziell wie für die zivilgesellschaftliche

    Vernetzung. Als Katalysator ermöglicht das Internet politisches und

    gesellschaftliches Engagement oftmals überhaupt erst.


    Nicht nur hier liegt die Chance für Deutschland und Europa, eine Lücke

    zu schließen, die die USA unter Trump hinterlassen haben.

    Jahrzehntelang stützten amerikanische Programme eine Vielzahl

    zivilgesellschaftlicher Initiativen – von Frauenprojekten bis zu

    Minderheitenrechten. Ihr Rückzug hinterlässt ein Vakuum, das

    drängender kaum sein könnte.


    Ein weiterer Bereich ist die systematische und rechtssichere Dokumentation

    von Menschenrechtsverletzungen und staatlicher Gewalt mit dem Ziel,

    Verantwortliche langfristig juristisch zur Rechenschaft zu ziehen.


    Entsprechende Initiativen wie die Fact Finding Mission der Vereinten

    Nationen könnten gestärkt und ausgebaut werden.


    Zusätzlich entscheidend ist es, iranische Aktivistinnen und

    Dissidenten im Ausland wirksam zu schützen – indem Einschüchterung,

    Überwachung und Bedrohungen durch die iranischen Behörden nicht länger

    geduldet werden. Diese Form der transnationalen Repression darf nicht

    als Randphänomen behandelt werden, sondern erfordert eine koordinierte

    Antwort von Justiz und Sicherheitsbehörden.


    Auch könnten humanitäre Visa ausgeweitet, Verfahren an der Botschaft

    in Teheran beschleunigt und Abschiebungen aus Deutschland ausgesetzt

    werden. Gerade für akut bedrohte Aktivistinnen, Journalisten und

    Menschenrechtsverteidiger wären solche Instrumente ein konkretes

    Signal, dass europäische Menschenrechtspolitik nicht bei Erklärungen

    stehen bleibt.


    Nur durch ein sofortiges Ende von Rückführungen lässt

    sich verhindern, dass Menschen in ein Umfeld zurückgedrängt werden, in

    dem politische Verfolgung, Haft oder gar Schlimmeres auf sie wartet.


    Maßnahmen wie diese werden kurzfristig kaum einen entscheidenden

    Durchbruch bringen. Wer glaubt, politischer Wandel im Iran ließe sich

    mit einigen wenigen Impulsen von außen erzwingen, täuscht sich

    gründlich.


    Dennoch besitzen sie einen Wert: Sie können die iranische

    Zivilgesellschaft stärken, ihre Handlungsspielräume erweitern und ihr

    die Mittel geben, selbst Veränderungen voranzutreiben – oft leise, oft

    unter widrigsten Bedingungen, aber mit einer Beständigkeit, die von

    außen kaum zu erzwingen ist. In dieser leisen Stärke liegt vielleicht

    die einzige realistische Hoffnung auf nachhaltigen Wandel.


    Denn selbst wenn sich das Regime auch diesmal voraussichtlich noch an

    der Macht halten wird, spitzt sich die Lage im Land weiter zu.

    Spätestens das Ableben des heute 86-jährigen Obersten Führers wird

    einen Wendepunkt in der politischen Entwicklung Irans markieren.


    Europa bleibt dabei ein Randakteur – doch seine Handlungsspielräume

    sind größer, als es der weit verbreitete Eindruck von Ohnmacht nahelegt.


    ——



    12. DW: Warum ist der Iran international so wichtig?


    https://www.dw.com/de/warum-ist-der-iran-international-so-wichtig-russland-china-donald-trump-stra%C3%9Fe-von-hormus-proteste/a-75484204


    Politik


    Iran <https://www.dw.com/de/iran/t-17281594>

    Warum ist der Iran international so wichtig?


    Shabnam von Hein <https://www.dw.com/de/shabnam-von-hein/person-69348800>


    vor 24 Stunden


    Die Proteste im Iran könnten die Weltpolitik beeinflussen. Die

    Islamische Republik Iran gilt als zentraler Akteur im Nahen Osten, eng

    verbunden mit Russland und China.


    (…)


    Seit der Islamischen Revolution von 1979 und der kurz darauf folgenden

    Besetzung der US-Botschaft in Teheranunterhalten der Iran und die

    Vereinigten Staaten keine diplomatischen Beziehungen mehr. Seither

    prägen ideologische Feindbilder, Sanktionen, sicherheitspolitische

    Spannungen und der Streit um das iranische Atomprogramm das Verhältnis

    beider Staaten.


    "Ich glaube, sie sind es leid, von den Vereinigten Staaten geschlagen

    zu werden", sagte Trump am Sonntag an Bord der Air Force One gegenüber

    Reportern. Seine Regierung führe Gespräche über ein mögliches Treffen

    zwischen beiden Seiten.


    Die USA verlangen vom Iran, die Urananreicherung für sein Atomprogramm

    vollständig einzustellen. Der Westen wirft Teheran vor, heimlich den

    Bau einer Atombombe anzustreben. Der Iran bestreitet dies, hat jedoch

    zuletzt Uran auf bis zu 60 Prozent angereichert.


    Das iranische Atomprogramm bleibt damit ein zentraler Konfliktpunkt in

    den Beziehungen zum Westen.


    Gefahr eines Kriegs im Iran?


    Trump hatte dem Iran in den vergangenen Tagen mehrfach mit einem

    militärischen Eingreifen der USA gedroht, sollten die

    Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstrierende vorgehen. (…)



    Die in Washington ansässige Iran-Expertin und Nahost-Analystin, die

    für renommierte US-Denkfabriken wie das Middle East Institute und den

    Atlantic Council arbeitet, fügt hinzu: "Die Erfahrung zeigt, dass

    externer Druck, insbesondere wenn er nicht zu einem schnellen Sturz

    der Regierung führt, nicht zwangsläufig schwächend wirkt und mitunter

    sogar das Gegenteil bewirkt. Für den Iran ist dieses Risiko besonders

    hoch."


    Eine äußere Bedrohung könnte als Vorwand dienen, die Sicherheitslage

    zu verschärfen, Protestierende härter zu unterdrücken und interne

    Konflikte im Machtapparat zu marginalisieren. "Präsident Trump habe

    wiederholt gezeigt, dass er greifbare amerikanische Interessen über

    alle anderen Erwägungen stelle", sagt Aman.


    Er habe kein Interesse an kostspieligen Projekten ohne klaren

    Abschluss und ziehe es in der Regel vor, sich nicht auf langwierige

    Kriege einzulassen, ergänzt die Nahost-Analystin. Vor diesem

    Hintergrund könnte das Hauptziel darin bestehen, das Verhalten der

    Islamischen Republik zu verändern, nicht zwangsläufig das Regime

    selbst. Dieses Ziel lasse sich durch Druck, Sanktionen und Drohungen

    verfolgen, nicht jedoch durch einen umfassenden Krieg.


    Ein großangelegter Krieg zwischen den USA und dem Iran würde selbst

    dann, wenn er nicht direkt zu einem Regimewechsel führte, unmittelbare

    Auswirkungen auf die Nachbarstaaten haben. "Dazu zählen eine instabile

    Energieversorgung, wachsende Unsicherheit, erheblicher

    wirtschaftlicher Druck sowie die Gefahr einer weiteren Ausweitung von

    Stellvertreterkonflikten. Entsprechend ist eine breite Unterstützung

    für einen großangelegten Krieg in der Region derzeit nicht zu

    erwarten."


    Sorge um Stabilität am Persischen Golf


    Die arabischen Nachbarländer am Persischen Golf gelten zwar nicht als

    Verbündete der Islamischen Republik, haben jedoch ein starkes

    Interesse an regionaler Stabilität und einer Vermeidung militärischer

    Eskalationen. Ein Angriff auf den Iran birgt das Risiko, dass Teheran

    mit Angriffen auf amerikanische Militärstützpunkte in der Region

    reagiert, von denen es Dutzende in den Nachbarländern gibt.


    "Vor den aktuellen Ereignissen hatten die Staaten des

    Golf-Kooperationsrats beschlossen, die Islamische Republik als eine

    politische Realität anzuerkennen, mit der man sich auseinandersetzen

    müsse", sagt Farzan Sabet im Gespräch mit der DW.


    Sabet ist Politikexperte mit Schwerpunkt auf Wirtschaftssanktionen und

    Sicherheit im Nahen Osten am Global Governance Centre des Geneva

    Graduate Institute.


    Er fügt hinzu: "Später, nach den Ereignissen im Jahr 2019, haben sie

    begonnen, ihre eigene militärische Stärke auszubauen und ihre

    strategischen Beziehungen zu Verbündeten zu vertiefen. Gleichzeitig

    wollten sie die Diplomatie vorantreiben und die Spannungen mit dem

    Iran abbauen."


    Die regionale Rivalität zwischen den schiitischen Machthabern im Iran

    und dem sunnitischen Königshaus in Saudi-Arabien um die Vorherrschaft

    im Nahen Osten, unter anderem in Syrien, im Irak und besonders im

    Jemen, eskalierten 2019, nachdem Raffinerien des staatlichen

    Ölkonzerns Saudi Aramco in Abqaiq und Khurais mit Drohnen und Raketen

    angegriffen worden waren. Die Angriffe halbierten zeitweise die

    saudische Ölproduktion. Verantwortlich gemacht wurden die

    Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, auch wenn

    Teheran eine direkte Beteiligung bestritt.


    Der Iran und Saudi-Arabien haben in den vergangenen Jahren unter

    Vermittlung Chinas eine vorsichtige Annäherung in Gang gesetzt. Beide

    Länder gelten als wichtige Handelspartner für China, das auf

    Stabilität im Nahen Osten angewiesen ist, um seine Energieversorgung

    zu sichern.


    Mehr Sanktionen und politischer Druck


    Für Peking, das seinen Einfluss im Nahen Osten kontinuierlich

    ausgebaut hat und trotz US-Sanktionen weiter billig Öl aus dem Iran

    importiert, sind die Proteste und die neuen US-Sanktionen keine gute

    Nachricht.


    Als Verbündete der Islamischen Republik haben China und Russland den

    im September 2025 von den USA und den E3-Staaten Deutschland,

    Frankreich und Großbritannien ausgelösten "Snapback"-Mechanismus zur

    Wiedereinführung von UN-Sanktionen gegen Teheran scharf kritisiert und

    als rechtlich unzulässig zurückgewiesen. Diese Sanktionen waren 2015

    im Rahmen des Atomabkommens JCPOA zwischen dem Iran und fünf

    Vetomächten plus Deutschland aufgehoben worden.


    Die USA stiegen unter Präsident Trump 2018 einseitig aus, mit dem

    Ziel, ein besseres Abkommen zu erreichen. Dieses Ziel verfolgt der

    US-Präsident bis heute.


    Am Montag, dem 12. Januar, verkündete er in seinem Onlinedienst Truth

    Social, dass für Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, ab sofort

    ein Zollsatz von 25 Prozent gelte. Die wichtigsten Handelspartner des

    Iran sind laut der Datenbank Trading Economics China, die Türkei, die

    Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak.


    China kritisierte die Entscheidung. Es sei die Überzeugung der

    chinesischen Führung, dass es keine Gewinner bei einem Zollkrieg gibt,

    antwortete die Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Mao Ning,

    auf eine Frage nach den neuen US-Zöllen. China werde seine legitimen

    Rechte und Interessen entschlossen schützen.


    China kritisierte auch die US-Intervention in Venezuela. Laut Kpler,

    einem Daten- und Analyseunternehmen, das Echtzeit-Einblicke in globale

    Rohstoff- und Schifffahrtsmärkte liefert, gingen im vergangenen Jahr

    mehr als die Hälfte der venezolanischen Rohölexporte von insgesamt

    768.000 Barrel pro Tag nach China, was etwa drei Prozent der gesamten

    chinesischen Rohölimporte ausmachte.


    Russland unter Putin unterstützt die Islamische Republik


    Wer am meisten einen freien und demokratischen Iran fürchten könnte,

    sei aber Russland unter Präsident Wladimir Putin, vermutet der

    Energiestratege und Experte Umud Shokri von der George Mason

    University in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia.


    Im Gespräch mit der DW sagt er: "Russland hat einen großen Einfluss

    auf die derzeitige Regierung der Islamischen Republik. Sollte eine

    Regierung an die Macht kommen, die Russlands Interessen in der Region

    oder in der Außenpolitik gefährdet, wäre eine solche Regierung für

    Moskau unerwünscht."


    Der Iran gehört zu den drei Ländern mit den weltweit größten

    Ölreserven und besitzt gleichzeitig das zweitgrößte Erdgasvorkommen

    der Welt. "Wenn der Iran das notwendige Kapital und die Technologie

    anziehen und seinen Anteil auf dem Energiemarkt zurückgewinnen kann,

    sobald die Sanktionen aufgehoben werden, wird der Anteil anderer

    Exportländer schrittweise sinken."


    Dennoch glaubt Energiestratege Shokri, dass eine demokratisch vom Volk

    gewählte und stabile Regierung in Teheran im Interesse aller anderen

    Länder der Region liegen könnte.


    Das würde ein Ende der interventionistischen Außenpolitik der

    Islamischen Republik Iran bedeuten, von der alle Länder der Region

    betroffen sind - ob sie es wollen oder nicht.


    ——


    13. Morgenpost: „Verrückt und illegal“: So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen


    https://www.morgenpost.de/politik/article410912724/verrueckt-und-illegal-so-versuchen-militaers-trumps-groenland-plaene-zu-stoppen.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    Recherche der „Daily Mail“

    „Verrückt und illegal“: So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen



    Washington. Trump soll einen Fahrplan für eine militärische Annexion

    Grönlands schmieden. Doch hochrangige US-Militärs treten auf die Bremse.


    Von Julia Lehmann, Bezirksreporterin


    12.01.2026, 16:58 Uhr



    Für Donald Trump ist die Annexion Grönlands derzeit das wohl

    wichtigste Thema. Und so wundert es nicht, dass die Drohungen des

    US-Präsidenten, die Insel im hohen Norden zu übernehmen, nicht

    nachlassen.


    An Bord der Air Force One hatte er zuletzt gegenüber Journalisten

    gesagt, „auf die eine oder andere Weise“ werde er Grönland schon

    bekommen. Eine militärische Übernahme mag zwar auch für den

    79-Jährigen nicht das erste Mittel der Wahl sein – aber es wird immer

    deutlicher, dass sie für Trump auch nicht ausgeschlossen ist.


    Und so soll Trump laut der britischen „Daily Mail“ derzeit einen Plan

    erarbeiten lassen, wie Grönland eingenommen werden könnte, sollte sich

    die unabhängig agierende Regierung auf der Insel nicht auf einen Deal

    einlassen.


    Demnach habe er das sogenannte Joint Special Operations Command (JSOC)

    – Teil des US-Militärs, das für Spezialeinsätze zuständig ist –

    angewiesen, einen „Invasionsplan“ auszuarbeiten. Der Auftrag zur

    Übernahme Grönlands durch die USAstoße jedoch auf Gegenwehr beim

    Generalstab der US-Streitkräfte.


    Trump-Pläne: Militärische Übernahme sei „verrückt und illegal“


    Die US-Stabschefs würden sich gegen den Auftrag wehren, mit der

    Begründung, eine militärische Übernahme sei illegal und würde beim

    Kongress keine Unterstützung erhalten, schreibt die „Daily Mail“ und

    zitiert dabe einen Insider: „Sie haben versucht, Trump abzulenken,

    indem sie über weniger kontroverse Maßnahmen sprachen, wie etwa das

    Abfangen russischer ‚Geisterschiffe‘.“


    Eine Quelle soll zudem gesagt haben, die Generäle hielten Trumps

    Grönlandplan für „verrückt und illegal“. „Deshalb versuchen sie, ihn

    mit anderen großen Militäroperationen abzulenken. Sie sagen, es sei,

    als würde man mit einem Fünfjährigen verhandeln“, zitiert das Blatt

    einen Diplomaten.


    Eskalationsszenario: Grönland-Konflikt könnte Nato destabilisieren


    Entstanden sei laut Bericht ein Plan, der mehrere Szenarien enthält.

    Unter anderem solle ein „Eskalationsszenario“ durchgespielt worden

    sein. Demnach könne Gewalt oder politischer Zwang angewendet werden –

    mit dem Ziel, die Verbindungen Grönlands zu Dänemark aufzubrechen.

    Grönland wird zwar politisch autonom verwaltet, gehört jedoch zum

    Königreich Dänemark.


    Das Eskalationsszenario gelte als die schlimmste aller Möglichkeiten

    und könne zur Zerstörung der Nato von innen heraus führen.


    Mehrere Nato-Staaten wie Großbritannien hatten sich zuletzt für einen

    Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein Vorschlag

    sieht Diplomaten zufolge einen Überwachungseinsatz mit dem Namen

    „Arctic Sentry“ (deutsch etwa: Wächter der Arktis) vor. Er soll den

    Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der

    strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.


    Grönland bleibt eigenständig: Dänemark schließt US-Übernahme aus


    Erarbeitet wurde auch ein „Kompromissszenario“, laut dem Dänemark den

    USA vollen Zugang zu Grönland gestatten und im selben Atemzug China

    und Russland verweigern würde. Amerika hat bereits jetzt Zugang zur

    Insel und betreibt dort einen Militärstützpunkt.


    Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat mehr deutlich

    gemacht, dass Grönland kein Interesse an einer Übernahme durch die USA

    hat. Im Gegenteil. „Grönland gehört Grönland“, wird Frederiksen von

    der Bild-Zeitung zitiert. Allein die Bevölkerung könne über seine

    Zukunft und Zugehörigkeit entscheiden.


    Deutschland signalisiert Bereitschaft für mehr Nato-Einsatz in der Arktis


    Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hatte erst gerade

    grundsätzliche Bereitschaft für einen größeren Beitrag Deutschlands

    zur militärischen Sicherheit in der Arktis erklärt. Die richtigen

    Antworten müssten im Nato-Rahmen gefunden werden, sagte der

    CDU-Politiker, der auf Island einen Zwischenstopp auf dem Weg in die

    USA einlegte.


    An diesem Montag empfängt US-Außenminister Marco Rubio Wadephul in

    Washington. Trumps Drohungen gegenüber Grönland dürften dabei eine

    wichtige Rolle spielen.


    mit dpa


    --------

    15.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (III von III)


    14. Fabian Scheidler: Deutschland auf dem Weg in den Kriegsstaat



    https://fabian-scheidler.de/2026/01/06/deutschland-auf-dem-weg-in-den-kriegsstaat/


    Deutschland auf dem Weg in den Kriegsstaat



    Wie die entfesselte Militarisierung zum Schlüsselprojekt Deutschlands


    und der Europäischen Union in der Polykrise wurde


    (…)


    Selbstzerstörung oder Gemeinsame Sicherheit?


    Die Folgen des Kriegsstaatsprojekts sind auf allen Ebenen verheerend.

    Vor allem wird sich die Sicherheitslage der EU im Allgemeinen und

    Deutschlands im Besonderen erheblich verschlechtern, wenn der Weg der

    Aufrüstung und Konfrontation weiterverfolgt und sinnvolle Diplomatie

    weiterhin sabotiert wird.


    Eine der wichtigsten Lehren aus dem ersten Kalten Krieg ist, dass die

    Gefahr eines Atomkrieges nicht in erster Linie dadurch entsteht, dass

    eine Seite aus heiterem Himmel den roten Knopf drückt, sondern durch

    Missverständnisse und wahrgenommene Bedrohungen, die erheblich

    zunehmen, wenn der Dialog ausgesetzt wird und an den Grenzen mit den

    Säbeln gerasselt wird.


    Deutschland, das angekündigt hat, die Stationierung neuer

    US-Mittelstreckenraketen auf seinem Territorium zuzulassen, würde im

    Falle eines direkten Krieges mit Russland zu den ersten Ländern

    gehören, die verwüstet würden.


    Darüber hinaus wird Deutschland durch die Leugnung der neuen

    geopolitischen Realitäten und den Versuch, seine privilegierte

    Position im Weltgefüge durch Aufrüstung zu erhalten, seine Isolation

    auf der Weltbühne nur noch verstärken.


    Das Projekt des Kriegsstaates wird auch die soziale Krise verschärfen,

    indem es Mittel von dringend benötigten Investitionen in die

    öffentliche Daseinsvorsorge abzieht, was wiederum mehr politische

    Instabilität zur Folge haben wird.


    Die extreme Rechte wird davon weiter profitieren, während die EU unter

    der Last widersprüchlicher Interessen und öffentlicher Wut

    auseinanderbrechen könnte.


    Für Deutschland und seine Verbündeten gibt es nur einen vernünftigen

    Ausweg aus dieser Spirale der Selbstzerstörung: die Tatsache zu

    akzeptieren, dass eine multipolare Ordnung unvermeidlich und

    tatsächlich bereits Realität ist.


    Wenn Deutschland diese Tatsache akzeptieren würde, könnte es eine

    konstruktive Rolle bei der Vermittlung zwischen den Großmächten

    spielen. Tatsächlich kann es auf eine beeindruckende Tradition der

    Entspannungspolitik zurückblicken.


    In den 1970er und frühen 1980er Jahren waren deutsche Politiker wie

    Willy Brandt und Egon Bahr maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts

    der „gemeinsamen Sicherheit” beteiligt.


    Der ehemalige US-Außenminister Cyrus Vance formulierte es in seinem

    Vorwort zum wegweisenden Olof-Palme-Bericht von 1982 so: „Keine Nation

    kann allein echte Sicherheit erreichen. (…) Denn Sicherheit im

    Atomzeitalter ist gleichbedeutend mit gemeinsamer Sicherheit.”


     Mit anderen Worten: Die Zusammenarbeit mit geopolitischen Gegnern ist

     eine Voraussetzung für das Überleben. Der Schlüssel zum Frieden liegt

     nach diesem Ansatz in der Achtung der Sicherheitsinteressen aller  Akteure.


    Nicht nur Israelis, Ukrainer, Deutsche und US-Amerikaner haben ein

    Recht auf Achtung ihrer Sicherheitsinteressen, sondern auch

    Palästinenser, Russen, Iraner, Chinesen und Venezolaner.


    Während die deutsche Regierung das Konzept der Gemeinsamen Sicherheit

    verworfen hat, wünscht sich die überwiegende Mehrheit des Globalen

    Südens eine multipolare Ordnung, die auf gemeinsamer Sicherheit statt

    auf Konfrontation basiert.


    Deutschland muss sich entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte es stehen will.

    ---


    siehe auch:


    https://fabian-scheidler.de/friedenstuechtig/


    Friedenstüchtig


    Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen


    Promedia Verlag, Wien 2025, 224 Seiten


    Print: € 20,00. ISBN: 978-3-85371-549-9.



    ———



    15. Martin Niemöller Stiftung: Friedensethische Tagung - Gut informiert? Frieden und Kriege in den Medien



    https://martin-niemoeller-stiftung.de/wp-content/uploads/2025/12/Flyer-Tagung-2026-neu.pdf


    Friedensethische Tagung


    vom 01.-03. Mai 2026


    im Augustinerkloster zu Erfurt



    Gut informiert?


    Frieden und Kriege in den Medien



    Die politische Debatte und die gesellschaftliche Stimmung ändern sich

    rasant. Viele reiben sich die Augen: Befinden wir uns etwa schon in

    einer Vorkriegszeit?


    Militärisches Denken breitet sich aus und dominiert weithin die

    Politik und öffentliche Debatten. Großen Einfluss haben die Medien, in

    einer Gesellschaft, die in weiten Teilen nicht kriegsbereit ist und

    dies auch nicht sein will.


    Welche Rolle kommt den Medien zu – den klassischen Medien wie auch den

    alternativen und den Sozialen Medien?


    Sind Medien Treiber oder Getriebene der Entwicklung? Alle Medien sind

    mehr oder weniger zwingend darauf angewiesen, Aufmerksamkeit zu

    erzielen. Wie geht das zusammen mit dem journalistischen Ethos und

    ihrer Rolle als ‚vierte Macht‘ in der Gesellschaft?


    Haben die Medien einen eigenen Kompass, mit dem sie zwischen friedens-

    und kriegslogischen Ansätzen navigieren können? Die Wahrnehmung und

    die journalistische Arbeit vieler Medienleute scheint geprägt von

    Mythen über Krieg und Frieden. Welche Mythen treiben die Medien?


    Nach welchen Mechanismen bewerten und verarbeiten die Redaktionen

    Nachrichten, Emotionen und Positionen? Bilden sie die Debatten und

    deren Standpunkte angemessen ab? Wo und wie kommen die pazifistischen

    Friedensansätze zu Wort? Wie finden wir heraus aus den Kriegen und dem

    Krieg generell?


    Auf diese Fragen soll die Tagung weiterführende Antworten geben.

    Ausgangspunkt ist die Vergewisserung eigener geistlicher und ethischer

    Haltungen. Personen aus der Medienpraxis und aus der Medienforschung

    werden interagieren, im engen Austausch mit Ihnen - uns teilnehmenden

    Medien-Rezipienten und -Akteurinnen – ein Trialog.


    Ziel der Tagung ist, sich für die eigene Medien- Nutzung, aktiv wie

    passiv, zu qualifizieren und im Dialog mit Medienschaffenden Wege zu

    einem konstruktiven Diskurs zu finden, der Frieden stiftet.


    Uwe-Karsten Plisch,

    Vorstandsvorsitzender


    -------


    16. Soziale Verteidigung: Internationaler IFGK-Studientag in Essen „Gewaltfreie Verteidigung historisch und heute“



    https://soziale-verteidigung.de/termin/ifgk-studientag/



    Internationaler IFGK-Studientag in Essen „Gewaltfreie Verteidigung historisch und heute“



    am 7. März 2026 in Essen (Unperfekthaus)



    Dieser Studientag hat verschiedene internationale Beiträge und die Vorträge


    finden zu einem großen Teil auf Englisch statt.


    Es wird eine schriftliche Übersetzung im Chat geben.



    Ca. 10.00 Prof. Dr. Brian Martin - Defence against disinformation

     

    11.15 Wilhelm Nolte - Autonome Städteverteidigung: Potenziale und Grenzen gewaltfreien Widerstands


    13.45  Julia Kramer - Der ignorierte Krieg im Sudan


    15.15 Anna Maria Filippova - Experiences of Russian men who refused to serve in the war against Ukraine



    Anmeldung bitte per Email ausschließlich an:


    Christine Schweitzer: CSChweitzerIFGK@aol.com <mailto:CSChweitzerIFGK@aol.com>


    Bitte angeben, ob Teilnahme vor Ort oder Online beabsichtigt ist.



    ------


    17. Friedenskooperarive: Abrüstungsappell jetzt unterschreiben!


          Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!



    https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben


    Abrüstungsappell jetzt unterschreiben!


    Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!


    Fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen die NATO-Staaten künftig

    für Militär und kriegsrelevante Infrastruktur ausgeben. Diese

    willkürliche Festlegung ist unverantwortlich. Fünf Prozent des

    Bruttoinlandsproduktes entsprächen nach heutigen Zahlen fast der

    Hälfte des deutschen Bundeshaushalts, mindestens 200 Milliarden Euro.

    Jedes Jahr!


    Aufrüstung führt in die Sackgasse! Dass Frieden und Sicherheit durch

    immer mehr Waffen und Abschreckung erreichbar wären, ist ein

    Trugschluss. Ich möchte in einem Land leben, das sich mit zivilen

    Mitteln für eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie,

    Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler

    für Frieden in Europa und in der Welt sein.


    Daher fordere ich von der Bundesregierung:


    einen Stopp der maßlosen Ausgaben für immer mehr Aufrüstung. Nötig

    sind mehr Investitionen, die unser aller Leben verbessern – zum

    Beispiel in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz.


    keine Belastung und Einschränkung nachfolgender Generationen durch

    unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur,

    durch eine Wehrpflicht oder die Vernachlässigung der Klimakatastrophe.


    einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des

    russischen Angriffskrieges, nachhaltigen Frieden für die Ukraine und

    eine neue europäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur.


    ein glaubwürdiges Eintreten für Völkerrecht, nukleare und

    konventionelle Rüstungskontrolle sowie eine Stärkung von Ziviler

    Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit. Dauerhafte

    Sicherheit kann nur eine Weltordnung garantieren, in der nicht das

    Recht des Stärkeren gilt.



    Ich unterzeichne:


    (Hier geht es zur Online-Mitunterzeichnung)


    https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben



    Mit freundlichen Grüßen


    Clemens Ronnefeldt

    Referent für Friedensfragen beim deutschen

    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    Schulden für die Ukraine, Soldaten nach Grönland – und Sanktionen für alle

    Die Watchlist EUropa vom 15. Januar 2026 – Heute mit Nachrichten und Analysen zu einem Hilfsplan, den so keiner wollte, zur (Nicht-)Reaktion auf Trumps Annexionspläne und zu einem “bewährten” Instrument der EU-Außenpolitik.

    Diesen Newsletter können Sie abonnieren – er kommt dann dreimal pro Woche per Mail, natürlich ohne Paywall. Mehr bei STEADY

    Das neue Jahr beginnt mit einem gebrochenen Versprechen: EU-Schulden sollten die absolute Ausnahme bleiben, hatten Kanzler Merz und Kommissionschefin von der Leyen (beide CDU) nach dem Tabubruch beim Corona-Aufbaufonds gelobt.

    Nun kommen sie doch: für ein Drittland, die Ukraine – und für Waffen statt Reparationen. Damit die Ukraine noch zwei Jahre gegen Russland kämpfen kann, schlägt von der Leyen einen zinslosen Kredit über 90 Mrd. Euro vor.

    Doch wer nun glaubt, daß damit der wochenlange Streit über das “Reparations-Darlehen” und das russische Vermögen in der EU beigelegt sei, sieht sich getäuscht. Die Ukrainehilfe schafft neue Probleme – und hilft kaum.

    Die Hilfe spaltet die EU

    Zum einen spaltet sie die EU. Ungarn, Tschechien und die Slowakei sind beim letzten EU-Gipfel ausgeschert. Die drei Neinsager wollen sich auch nicht an den Kosten des Darlehens beteiligen. Die müssen nun Deutschland u.a. tragen.

    Zum anderen droht Streit über die Finanzierung. Von der Leyen will das Darlehen zwar weitgehend aus dem EU-Budget absichern und daraus auch die Zinsen zahlen. Auf dem Papier sieht es so aus, als koste der Kredit nichts.

    Das könnte aber noch Ärger geben, denn der neue Budgetrahmen für 2028 bis 2034 wird gerade erst ausgehandelt – und das Geld wird jetzt schon knapp. Wenn dann auch noch Milliarden für die Ukraine draufgehen, wird es eng.

    Streit über Rüstungsausgaben

    Streit droht auch über die Rüstungsausgaben. Frankreich fordert, daß die Ukraine ihre EU-finanzierten Waffen in Europa kauft. Die EU-Kommission will jedoch Ausnahmen erlauben, am Ende könnte viel Geld in die USA fließen.

    Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Rückzahlung des Darlehens. Die Ukraine muss nur dann zahlen, wenn sie Reparationszahlungen von Russland erhält. Das ist jedoch so gut wie ausgeschlossen.

    Damit dürften die Kosten für die Ukrainehilfe letztlich bei der EU hängen bleiben. Daß sich Brüssel am Ende doch noch beim russischen Vermögen bedienen kann, wie Merz hofft, ist nicht mehr als ein frommer Wunsch.

    Das Geld reicht nicht

    Und das ist noch nicht alles: Derzeit ist nicht einmal sicher, daß das geliehene Geld aus EUropa reicht, um die Ukraine vor der drohenden Pleite zu retten. Dafür sind laut EU-Kommission mindestens 135 Mrd. Euro nötig.

    Auf die Frage, wer die fehlenden 45 Milliarden aufbringen soll, reagierte die Brüsseler Behörde ausweichend. Aus Großbritannien und Kanada gibt es immerhin schon vage mündliche Zusagen.

    Doch die USA wollen kein Geld mehr geben. Deshalb bleibt die finanzielle Rettung der Ukraine ungewiß – trotz der neuen EU-Schulden. Militärisch sieht es auch nicht gut aus – der Krieg eskaliert gerade…

    Mein Fazit: Die EU hat wieder einmal Zeit gekauft. Doch anders als bei der Coronakrise, als die Verschuldung noch mit Hoffnungen auf einen Neustart verbunden war, geht es diesmal um Waffen und Krieg. Von der Leyen bemüht sich nicht einmal um einen schnellen Frieden mit Russland, sondern setzt auf Trump – ein hoffnungsloser Fall…

    Siehe auch Das “Reparations-Darlehen” entpuppt sich als Waffendeal

    News & Updates

    Soldaten nach Grönland. Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland schicken die Nato-Länder Deutschland, Schweden und Norwegen überraschend Militärpersonal auf die dänische Arktik-Insel. Allerdings handelt es sich nur um symbolische Kontingente, Berlin schickt sogar bloß “Erkunder”. Abschreckend wirkt das nicht – genauso wenig wie die Haltung der EU und der Nato. EU-Kommissionschefin von der Leyen ließ Fragen nach einer europäischer Beistandsklausel für Grönland unbeantwortet, Nato-Chef Rutte leugnete gar die amerikanischen Drohungen. – Die Vogel-Strauß-Politik wird den EUropäern nicht helfen: Trump hat seinen imperialen Besitzanspruch sogar noch vor Gesprächen mit den Außenministern aus Grönland und Dänemark bekräftigt… – Mehr hier im Blog

    Mercosur: Noch ein Misstrauensvotum gegen VDL. Eingereicht hat den Antrag die rechte Fraktion der „Patrioten für Europa”, die von der Leyen und ihr Team vor allem für das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay kritisiert. Zu ihr gehören unter anderem die Abgeordneten der französischen Partei Rassemblement National (RN) von M. Le Pen sowie die der Partei des ungarischen Regierungschefs Orban. – Es ist bereits der vierte Misstrauensantrag gegen die deutsche EU-Chefin, die Abstimmung ist nächste Woche in Straßburg geplant. Außerdem laufen noch diverse Klagen beim EuGH in Luxemburg, darunter eine vom BSW.

    Streit über schärfere Iran-Sanktionen. Die EU wird die iranischen Revolutionsgarden vorerst nicht als Terrororganisation einstufen. Nach Angaben von Diplomaten bremsen unter anderem Frankreich, Italien und Spanien. Die Länder verweisen demnach darauf, dass die Revolutionsgarden schon heute mit EU-Sanktionen belegt sind und die Terror-Einstufung der Organisation zu einem vollständigen Abbruch der diplomatischen Beziehung führen könnte. – Für eine Listung der Revolutionsgarden ist Deutschland. Außenminister Wadephul kann es im Falle Irans gar nicht schnell und hart genug gehen. Bei den Kriegsverbrechen Israels in Gaza stand Wadephul hingegen bis zuletzt auf der Bremse…

    Das Letzte

    Sanktionen für alle. Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis. Diese Regel hat sich in Berlin bewährt, nicht aber in Brüssel. Hier heißt es: Wenn Du nicht mehr weiter weißt, verhänge eine Sanktion. In Russland ist die EU bereits bei Sanktionspaket 19; Nummer 20 wird im Februar erwartet und dürfte alles treffen, was mit russischem Öl in Verbindung steht. Die Briten wollen angeblich sogar Öltanker kapern und das schwarze Gold abpumpen, um Putin zu schaden. Doch Russland ist nicht allein. Laut einem Bericht von “Euractiv” will die EU die halbe Welt bestrafen: “In the space of a single day, I heard top EU politicians and officials call for sanctions against Russia, China, India, Israel, Iran and the US. Estonia is even pushing for tougher measures on Cuba.” Ist die EU wirklich schon sooo ratlos?


    ebo

    EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

    Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????

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    Info: https://lostineu.eu/die-watchlist-europa-vom-25-januar-2025/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Weiteres: 





    Aufgelesen: Deutsche Aufrüstung weckt alte Ängste in Paris


    lostineu.eu, vom 14. Januar 2026

    Deutschland rüstet auf – nicht zuletzt mit Hilfe der neuen Kriegskredite für die Ukraine. Ein Großteil der EU-Hilfen dürfte Rheinmetall & Co. zugute kommen. Das weckt alte Ängste in Frankreich, berichtet “telepolis”.

    Kürzlich haben sich die Länder der Europäischen Union darauf verständigt, gemeinsam Schulden in Höhe von 90 Milliarden Euro aufzunehmen und der Ukraine das Geld zu geben. Damit soll Kiew in die Lage versetzt werden, Waffen zu kaufen.

    Doch hinter den Kulissen tobt ein Streit zwischen Deutschland und Frankreich über die Bedingungen darüber, wo die Ukraine die benötigten Waffen beschaffen darf. Im Kern geht es um die Frage: Darf Kiew auch bei US-Herstellern einkaufen – oder nur bei europäischen Unternehmen?

    Paris drängt laut Politico auf eine strenge Regelung, die den Kauf von Rüstungsgütern auf EU-Unternehmen beschränkt. Die französische Regierung will verhindern, dass EU-Gelder “nach Washington fließen”, und stattdessen die europäische Rüstungsindustrie stärken.

    Aus französischer Sicht bietet der Kredit eine einmalige Gelegenheit, die Hebelwirkung der EU-Finanzmittel zu maximieren.

    Deutschland und die Niederlande sind damit nicht einverstanden. Berlin lehnt produktbezogene Beschränkungen ab und möchte der Ukraine mehr Spielraum bei der Beschaffung einräumen.

    Weiterlesen auf “telepolis”

    4 Comments

    1. Kleopatra
      15. Januar 2026 @ 08:36

      Ihr Artikel ist sachlich, die Überschrift dazu aber reißerisch. „Alte Ängste“ kann in dem Kontext nur Angst vor einem deutschen Angriffskrieg meinen; die Streitigkeiten darüber, ob Waffen, die man ohnehin kaufen würde, bevorzugt bei europäischen (am besten französischen) Herstellern oder auch ggf. bei US-Herstellern gekauft werden sollen, sind keine alten Ängste, sondern ein ständiger Streitpunkt zwischen verschieden ausgerichteten Handelspolitiken. Da es überdies um Waffenkäufe der Ukraine geht, hat dies mit „deutscher Aufrüstung“ nichts zu tun; aufrüsten soll die Ukraine.

    Antworten

  • KK
    15. Januar 2026 @ 02:40

    Krieg ist halt ein super Geschäft… Wachstum ist ja so wichtig, und wenn die Wirtschaft mal nicht weiter wachsen will, dann sorgt ein zünftiger Krieg dafür,dass es von Null wieder nur nach oben gehen kann. Hooray!

    Von den Kriegskrediten redet dann danach ohnehin keiner mehr, dann wurden neue Schuldverhältnisse geschaffen. Viele haben dann bereits mit dem Leben bezahlen müssen, während die Geschäftemacher vorm sicheren warmen Kamin oder auch mal im Bunker gesessen haben.

    Antworten

  • Guido B.
    14. Januar 2026 @ 18:30

    Okay, die 90 Milliarden sind eindeutig zu knapp. Da müssen nochmal ein paar hundert Milliarden her, damit es wirklich für alle Rüstungsfirmen Europas und der USA reicht. Wenn schon Krieg, dann bitte fair. Nicht, dass sich die armen Waffenschmieden noch um die Brosamen streiten müssen.

    Antworten

  • Michael
    14. Januar 2026 @ 17:36

    Was hat Merz denn gegen Rheinmetall?



  • Info: https://lostineu.eu/aufgelesen-deutsche-aufruestung-weckt-alte-aengste-in-paris/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Weiteres: 





    Ukraine: Das “Reparations-Darlehen” entpuppt sich als Waffendeal


    lostineu.eu, vom 14. Januar 2026

    Die EU-Kommission will das neue, schuldenfinanzierte Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Mrd. Euro aufteilen – und zu einem Konjunkturprogramm für die Rüstungsindustrie machen. Ein Drittel des Geldes soll in das Staatsbudget in Kiew fließen und zwei ⁠Drittel in militärische ‍Ausrüstung, sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen. Von “Reparationen” Russlands ist keine Rede mehr. Kanzler Merz hatte beim EU-Gipfel Ende Dezember ein “Reparations-Darlehen” gefordert, das aus russischem Vermögen finanziert werden sollte. Doch er konnte sich nicht durchsetzen. Nun muß Deutschland für frische EU-Schulden bürgen, bekommt zum Trost aber sicher lukrative Rüstungsaufträge aus Kiew. Diese Art der Ukrainehilfe entspräche den politischen Prioritäten der EU, erklärte von der Leyen. Allerdings sind drei Länder ausgeschert – die Kriegskredite haben die EU gespalten.

    2 Comments

    1. KK
      14. Januar 2026 @ 15:43

      Dass Merz lügt wie gedruckt, konnten wir doch schon vor seiner Wahl zum Kanzler an den beiden “Sondervermögen” (die spätestens seit deren Wahl zum “Unwort des Jahres” wirklich dem letzten Idioten als die Schulden entlarvt wurden, die sie tatsächlich sind) erkennen. Die von ihm vorher bis zum Tag der Bundestagswahl mit Zähnen und Klauen verteidigte Schuldenbremse hat er jedenfalls in dem Mopment, als klar war, dass er sein Lebensziel Kanzlerschaft erreichen würde, aus dem Fahrzeug Deutschland ausbauen lassen!

    Antworten

  • jjkoeln
    14. Januar 2026 @ 14:37

    Worüber soll man denn erstaunt sein?
    Höchstens über Merzs Kasperletheater für die Heimatfront. Aber auch das ist nicht verwunderlich.
    Es ist halt eine Schmierenkomödie mit Namen “In der Ukraine wird die Eu verteidigt.” Und das Ganze Theater geht seit 2013 so, als man sich entschied Janukowitsxh wegzuputsxhen.


  • Info: https://lostineu.eu/von-wegen-reparations-darlehen-eu-macht-schulden-fuer-waffen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: medico-Partner in Aleppo entführt

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 15. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 15.01.2026


    medico-Partner in Aleppo entführt


    Seit Tagen greifen in der syrischen Stadt Aleppo bewaffnete Kräfte der Übergangsregierung HTS Stadtviertel von Minderheiten an. Nun wurden drei Mitarbeiter des Kurdischen Roten Halbmondes, langjährige medico-Partnerorganisation, entführt. Die gewaltsamen Auseinandersetzung in der syrischen Stadt Aleppo dauern auch nach einer&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/medico-partner-in-aleppo-entfuehrt/


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    Es gibt keine dritte Chance!


    Jeffrey Sachs beschreibt in einer brillanten Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat die lange Geschichte der amerikanischen Regime-Change-Operationen und fordert die Durchsetzung der UNO-Charta. Herr Präsident, verehrte Mitglieder des Sicherheitsrats, das Thema, mit dem sich der Rat heute befasst, ist nicht der&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/es-gibt-keine-dritte-chance/


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    Gaza: Bildungszelte sind ein Aufschrei für das Recht zu Lernen


    Kinder aus Gaza suchen nach Bildung inmitten der Trümmer ihrer Schulen. Wir können sie unterstützen! Exklusivbericht eines Vaters aus Gaza. Zwei ganze Jahre lang waren meine Kinder von der Bildung abgeschnitten, nicht wegen Vernachlässigung oder Armut, sondern weil der Krieg&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/gaza-bildungszelte-sind-ein-aufschrei-fuer-das-recht-zu-lernen/


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    Erneut fehlen Frauen an Friedensverhandlungen


    Die Friedensverhandlungen für die Ukraine führen fast nur Männer. Das ist ein schlechtes Zeichen für einen stabilen Frieden. Barbara Marti für die Online-Zeitung INFOsperber Frauen sind nach wie vor kaum an Friedensverhandlungen beteiligt. Das zeigen aktuelle Beispiele wie der Ukraine-&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/erneut-fehlen-frauen-an-friedensverhandlungen/


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    Amazigh Nordafrika: Jenseits des „Maghreb“-Konzepts


    Nordafrika nimmt in der Geschichte sowohl des Mittelmeerraums als auch Afrikas einen unverwechselbaren Platz ein. Diese Region, allgemein bekannt als „Maghreb“, hat eine weitaus ergiebigere und ältere Geschichte als der Begriff impliziert. Eingehende wissenschaftliche Untersuchungen legen offen, dass Nordafrika in&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/amazigh-nordafrika-jenseits-des-maghreb-konzepts/


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    Wettern der Woche: Vorsicht, Glosse


    Was würden Sie gern zuerst erobern im Neuen Jahr? Kanada oder doch lieber Grönland? Island oder Iran? Ich bin für den Iran: Dort könnte Donald den Schah machen und sich weiter anreichern: Gewusst wie! Auf dem Weg nach Teheran könnten&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/wettern-der-woche-vorsicht-glosse/


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    In Ungarn ist wichtigste Wahl 2026, über die zu wenig geredet wird


    2026 wird in vielen wichtigen Staaten der Welt gewählt. Eine der wichtigsten Entscheidungen wird in einem Land getroffen, über das zu wenig gesprochen wird: Ungarn. Viktor Orbán könnte abgewählt werden, Natascha Strobl kommentiert, warum das so wichtig wäre. von Natascha&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/in-ungarn-ist-wichtigste-wahl-2026-ueber-die-zu-wenig-geredet-wird/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.01.2026

    Wegen "russischer Bedrohung": Großbritannien will 65-Jährige als Reservisten einstufen

    freedert.online, 15 Jan. 2026 22:00 Uhr

    Laut Medienberichten will London das Höchstalter von Reservisten auf 65 Jahre heraufsetzen. Zudem soll die Schwelle für die Reaktivierung pensionierter Soldaten gesenkt werden. Begründet werden die Maßnahmen mit der Befürchtung, es könne zu einem direkten Konflikt mit Russland kommen.


    Wegen "russischer Bedrohung": Großbritannien will 65-Jährige als Reservisten einstufen© Urheberrechtlich geschützt


    Symbolbild


    Die britische Regierung plant laut einem Bericht des Telegraph vom Donnerstag, die Altersgrenze für die Einberufung von Reservisten anzuheben, um die Armee auf einen möglichen Krieg mit Russland vorzubereiten.

    Dem Bericht zufolge soll das Höchstalter für die Reaktivierung pensionierter Soldaten von 55 auf 65 Jahre angehoben werden. Veteranen sollen demnach Teil einer strategischen Reserve werden, die zur Unterstützung der regulären Streitkräfte mobilisiert werden könnte.


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    Die geplante Reform würde auch die Bedingungen für die Reaktivierung pensionierter Soldaten ändern. Derzeit sind Einberufungen nur bei "nationaler Gefahr, einem großen Notstand oder einem Angriff" zulässig. Der neue Rahmen würde die Schwelle jedoch auf "kriegsähnliche Vorbereitungen" senken.

    Die Maßnahmen sind Berichten zufolge Teil eines neuen Gesetzesentwurfs zu den Streitkräften, der dem Parlament vorgelegt werden soll. Es wird erwartet, dass die Maßnahmen den Pool an Reservisten um Zehntausende vergrößern.

    Die britische Armee ist derzeit so klein wie seit über zwei Jahrhunderten nicht mehr und verfügt über weniger als 70.000 voll ausgebildete Vollzeitsoldaten, die für einen Fronteinsatz bereitstehen. London hatte zuvor zugesagt, die Truppenstärke bis 2029 auf 76.000 Mann zu erhöhen, konnte die Zahl im vergangenen Jahr aber nur um 240 Soldaten erhöhen.

    Die Initiative wird Berichten zufolge von der Sorge getrieben, Großbritannien könne in eine direkte Konfrontation mit Russland hineingezogen werden. Großbritannien gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine im Konflikt mit Russland und leistet finanzielle und militärische Hilfe. Britische Regierungsvertreter haben dieses Engagement unter anderem damit begründet, Moskau könne Europa angreifen, sobald die Kämpfe in der Ukraine beendet seien. Anfang des Monats kündigte London an, britische Truppen neben Frankreich in die Ukraine zu entsenden, sollte ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Moskau und Kiew erzielt werden.


    Britischer Militärchef: Unsere Söhne und Töchter müssen zu Krieg mit Russland bereit sein





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    Russland hat Behauptungen, es stelle eine militärische Bedrohung für Großbritannien oder Europa dar, als "Unsinn" zurückgewiesen. Eine solche Rhetorik diene dazu, aufgeblähte Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen, die öffentliche Aufmerksamkeit von innenpolitischen Problemen abzulenken und Friedensbemühungen zu behindern.

    Moskau hat zudem wiederholt jegliche Stationierung ausländischer Truppen in der Nähe seiner Grenzen abgelehnt. Die Sprecherin des Außenministeriums Maria Sacharowa warnte vergangene Woche, jede westliche Militärpräsenz in der Ukraine werde als "Intervention" betrachtet.

    Russische Offizielle werfen London seit Langem vor, eine Schlüsselrolle im Ukraine-Konflikt zu spielen, und behaupten, die britische Regierung versuche bewusst, die Feindseligkeiten zu verlängern, um Russland zu schwächen.

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    Info: https://freedert.online/europa/267414-wegen-russischer-bedrohung-grossbritannien-will/


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