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26.01.2026

Screenshot_2026_01_26_at_17_36_05_Die_neue_Bedrohungslage_in_Europa_eine_Propagandaanalyse

nachdenkseiten.de, 26. Januar 2026 um 11:55 Eine Analyse von Marcus Klöckner

Wie funktioniert Propaganda in den Medien? Die taz liefert dazu gerade ein Musterbeispiel. Da heißt es: „Die neue Bedrohungslage in Europa rückt die Vorsorge mit wichtigen Nahrungsmitteln stärker in den Blick.“ Die Formulierung „neue Bedrohungslage in Europa“ wird gegenüber dem Leser als unbestrittener Fakt verkauft. Redaktionelle Zweifel und Abstand zu der Behauptung? Fehlanzeige. Hier bedient ein Medium unkritisch eine politische Erzählung, die seit geraumer Zeit dem Feindbildaufbau als auch dem politischen Großvorhaben Kriegstüchtigkeit dient.

Man achte auf die Überschriften und hinterfrage alle Aussagen im Grundsatz. Propaganda nistet sich oft bereits in den Überschriften, also der äußeren Rahmung von Medienbeiträgen, ein. Die taz veröffentlichte gerade einen Artikel unter einer Überschrift, die Aufmerksamkeit verdient.

Krisenvorsorge der Bundesregierung

Update“ der Lebensmittel-Notreserve soll anlaufen

Die neue Bedrohungslage in Europa rückt die Vorsorge mit wichtigen Nahrungsmitteln stärker in den Blick. Der Notfallplan soll erneuert werden.

Mit diesen Zeilen konfrontiert die Zeitung die bundesdeutsche Leserschaft.
Gehen wir der Reihe nach vor.

Auf den ersten Blick mag diese Überschrift sachlich, nüchtern wirken. In der Dachzeile, also ganz oben, ist von der „Krisenvorsorge der Bundesregierung“ die Rede. Dann „erfährt“ der Leser, dass ein „Update der Lebensmittelnotreserve anlaufen“ soll – ein „Update“, also quasi so, wie es jeder Computerbenutzer kennt, sprich: nichts Ungewöhnliches. Schließlich liefert das Blatt in der Unterzeile zur Überschrift den Grund für das Vorhaben. Es geht um „die“ – Achtung, schon der Artikel ist hier ein Schlüsselwort – „neue Bedrohungslage“.
Der Artikel ist mit einem Foto von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer bebildert, das den CSU-Politiker mit erhobenem Finger und bedeutungsschwangerem, entschlossenem Blick zeigt.

Zunächst: Oberflächlich betrachtet sieht inhaltlich alles danach aus, dass Kritik an dieser Stelle unangebracht ist. Schließlich: Was spricht schon dagegen, dass die Regierung in Sachen „Krisenvorsorge“ aktiv ist? „Krisen“, egal welche, kann es immer geben. Nichts wäre schlimmer, als unvorbereitet einer Krise gegenüberzustehen. Und: Gerade ein „Update“ in Sachen Nahrungsmittel, also eine „Erneuerung“ des Notfallplans für die „Lebensmittel-Notreserve“, ist doch vom Grundsatz her auch keine schlechte Idee, oder? Und: Journalistisch wirkt die Überschrift auch sachlich, womit der Eindruck von Objektivität entsteht.

Wer so denkt, dürfte an dieser Stelle bereits der Propaganda auf den Leim gehen. Der Teufel steckt, wie so oft bei der Manipulation, im Detail. Die gesamte Überschrift, der gesamte Artikel sind propagandistisch kontaminiert, weil er sich auf eine Aussage stützt, die als unbestrittener Fakt angeführt wird, aber eben mitnichten so fest als „Fakt“ im Raum steht, wie es der Artikel vorgibt.

Nachdem von Krisenvorsorge der Bundesregierung gesprochen wird und die Leserschaft darüber „informiert“ wird, dass ein Update der Lebensmittel-Notreserve anlaufen soll, heißt es: „Die neue Bedrohungslage in Europa …“.

Moment!

Eine neue Bedrohungslage in Europa? Von welcher „neuen Bedrohungslage in Europa“ ist hier die Rede?

Bemerkenswert: Im Artikel taucht kein einziges Mal der Begriff Russland oder Putin auf. Stattdessen ist Folgendes zu lesen:

Der Anschlag auf das Stromnetz in Berlin hat gezeigt, wie dringlich ein Update unserer Notfallreserve ist“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. „Wir schieben das nicht auf die lange Bank. Ich werde dieses Jahr nutzen, eine Finanzierung für das Update auf die Beine zu stellen.“

Festzustellen gilt: Der Anschlag auf das Stromnetz war real. Genauso wie die Auswirkungen. Dass in Anbetracht eines solchen Anschlags die Politik in Sachen Notfallreserven aktiv wird, ist angebracht. Aber: Was soll die Aussage der taz von der angeblichen „neuen Bedrohungslage in Europa“? Das sagt in dem Artikel nicht einmal der Minister. Was hat ein realer, aber lokal begrenzter Anschlag mit einer Bedrohungslage in ganz Europa zu tun?

Wer die Berichterstattung und die öffentliche Diskussion verfolgt, weiß: Wenn von einer Bedrohung „ganz Europas“ gesprochen wird, dann geht es nahezu immer um Russland. Der Schluss, dass hier Russland gemeint ist, selbst wenn es nicht in dem Artikel ausgesprochen wird, drängt sich dem „informierten“ Mediennutzer förmlich auf.

Das Problem: Eine solche hier postulierte „neue Bedrohungslage“ darf journalistisch nicht als Fakt wiedergegeben werden. An dieser Stelle führt es zu weit, auf die Einzelheiten anzugehen, warum die immer wieder von Politik und Medien angeführte angebliche Bedrohung Deutschlands oder gar ganz Europas durch Russland der Realität nicht standhält (was sollte eine solche Bedrohung für einen Sinn ergeben?). Nur so viel: Für alle in den Medien zu findenden „Argumente“ gibt es Gegenargumente.

Die Gesamtlage im Hinblick auf bestimmte Vorfälle (wie etwa Drohnensichtungen) ist diffus, um nicht zu sagen teilweise sogar aberwitzig (etwa der angebliche Angriff Russlands auf deutsche Autos mit Bauschaum). Selbst der Vorfall in Berlin ist derzeit im Nebulösen. Auch angebliche „Erkenntnisse“ von Geheimdiensten usw., die ebenfalls immer mal wieder warnen, sind keine Beweise, die in Granit gemeißelt sind. Insbesondere angeblichen „Erkenntnissen“ von Behörden haben Journalisten vom Grundsatz her kritisch hinterfragend gegenüberzustehen. Erinnert sei nur an die „Beweise“ in Sachen Massenvernichtungswaffen im Irak. Von dieser dringend notwendigen kritischen journalistischen Distanz zum Objekt der Berichterstattung ist weder in der Überschrift noch in dem Artikel etwas zu sehen.

Stattdessen stellt die Zeitung ihrer Leserschaft eine Aussage vor die Füße, die mit der vollen symbolischen Wirkkraft der Zeitung als Realität verkauft wird. Wie angedeutet: Bereits der Artikel „die“ in der Aussage „die neue Bedrohungslage in Europa“ entfaltet eine enorme propagandistische Macht. So wie der Artikel hier verwendet wird, entsteht im deutschen Sprachverständnis der Eindruck, dass „die neue Bedrohungslage“ quasi einem allgemein bekannten, selbstverständlichen Wissen entspricht. Alle wissen, ja: müssen wissen, dass es „die“ neue Bedrohungslage gibt. Auf der unterschwelligen Wahrnehmungsebene entsteht beim Leser regelrecht der Eindruck, dass er, sollte er denn „die“ neue Bedrohungslage nicht kennen, geradezu sich für sein Nichtwissen schämen muss.

Es wäre Aufgabe eines klugen Journalismus, auch noch so gängige und von der Politik als selbstverständlich angeführte Erzählungen zu hinterfragen. Schließlich: Die Frage, ob es eine reale Bedrohung von ganz Europa gibt, ist elementar. Auf ihr baut eine weitreichende Politik (Stichwort: kriegstüchtig) auf, die bereits tatsächlich ganz Europa (inklusive der Medien) in ihren Bann zieht.

So wenig eine Impfung angeblich „nebenwirkungsfrei“ ist, weil es unzählige Male Politik und Medien gesagt haben, so wenig ist zwangsläufig „die“ „neue Bedrohungslage in ganz Europa“ real, weil Politik und Medien immer wieder eine solche Lage als real betrachten.

Es sei an dieser Stelle egal, aus welchen Gründen die taz zu einer solchen Behauptung greift. Sie ist journalistisch untragbar. Sie wirkt wie ein Eckstein, der in eine fragwürdige politische Propagandagrunderzählung eingebaut wird. Ein solches Vorgehen aber bedient die Politik – und ist kein Journalismus.


Titelbild: Lewis Tse/shutterstock.com


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Innere Sicherheit Medienkritik Strategien der Meinungsmache


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=145375


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26.01.2026

Reuters: Trump bereit für große Militäraktion zur Übernahme Grönlands ohne Beratung mit dem Kongress

freedert.online, 26 Jan. 2026 11:14 Uhr

Die US-Regierung scheint an dem Vorhaben festzuhalten, Grönland militärisch zu besetzen. Dies behauptet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf "Quellen mit Kenntnis der Sachlage". Republikanische Abgeordnete befürchten daher ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.


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(Screenshot)


Quelle: www.globallookpress.com © CNP/AdMedia


Archivbild: Anhörung im US-Senat zu Grönland. Bildmitte: Anthony Marchese; rechts im Bild: Dr. Jennifer Mercer.12. Februar 2025.


Das offizielle Washington hat seine Pläne für eine militärische Besetzung Grönlands nicht aufgegeben. Dies berichtet Reuters. Im US-Kongress machten sich diesbezüglich Sorgen breit, so die Nachrichtenagentur unter Verweis auf zwei "Quellen mit Kenntnis der Lage" – und zwar nicht allein in den Reihen der Parlamentarier von der Demokratischen Partei, sondern gleichermaßen auch unter Republikanern:

"Auf dem Capitol Hill äußerten Demokraten und Republikaner Besorgnis darüber, dass die Regierung offenbar erneut eine größere Militäroperation plant, ohne zuvor den Kongress konsultiert zu haben."

US-Abgeordnete wollen Trump an der Übernahme Grönlands hindern





US-Abgeordnete wollen Trump an der Übernahme Grönlands hindern






Einige Abgeordnete hätten Außenminister Marco Rubio und andere hochrangige Beamte vor einem solchen Schritt gewarnt, so der Artikel weiter. Speziell republikanische Abgeordnete im Senat, der Oberkammer des US-Parlaments, befürchten demach, der Kongress würde Untersuchungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump beantragen, sollte er in Grönland intervenieren.

Gleichzeitig sollen Personen aus dem Umfeld der US-Regierung behauptet haben, eine militärische Besetzung der Insel sei nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden.

Trump, so hält die Reuters-Autorin fest, lasse in seiner zweiten Amtszeit nicht von Versuchen ab, außenpolitische Entscheidungen zu zentralisieren und sich dabei auf vertrauliche Berater zu verlassen, wobei Experten außen vor gelassen werden. Ähnlich wie für Grönland gelte dies für den Verhandlungsprozess um eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts und auch für Washingtons Politik bezüglich Syriens.


Mehr zum Thema - Grönland enthüllt die Wahrheit über die NATO


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Video https://freedert.online/nordamerika/268394-reuters-trump-bereitet-grosse-militaeraktion-gronland-amtsenthebungsverfahren/ Dauer 2:41 Min.


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26.01.2026

Medwedew über New-START-Vertrag: Russland bereit für alle Entwicklungen nach dem Ablauf

freedert.online, 26 Jan. 2026 12:35 Uh

Der New-START-Vertrag hat eine positive Rolle gespielt, an seinem Scheitern sind letztendlich die USA schuld, meint Dmitri Medwedew. Nachdem der Vertrag abgelaufen ist, ist Russland zu allen Entwicklungen bereit.


Quelle: TASS © Jekaterina Schtukina


Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates. Die Aufnahme vom 14. Oktober 2025


Vor mehr als 15 Jahren haben sich Russland und die USA im Rahmen des sogenannten New-START-Vertrags auf die weitere Reduzierung strategischer Waffen geeinigt. Am 5. Februar läuft das Übereinkommen aus. Nach diesem Datum bleiben Moskau und Washington zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert ohne ein Abkommen zur Rüstungskontrolle, einen Verhandlungsprozess zur Entwicklung neuer Dokumente gibt es nicht. Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, hat in einem am Sonntag veröffentlichten Interview für die Zeitung Kommersant über die Bedeutung des Vertrags und die Zukunft der nuklearen Abschreckung gesprochen.


Lawrow: USA wollen mit Atomwaffen ihre Dominanz sichern



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Nach Ansicht von Medwedew, der im Jahr 2010 als Präsident Russlands den New-START-Vertrag unterzeichnete, spielte das Dokument in einer gewissen Zeitperiode eine positive Rolle. Damit sei im Einzelnen ein Beitrag zur strategischen Stabilität und zur notwendigen Vorhersehbarkeit im Bereich strategischer Offensivwaffen geleistet worden. Negative Aspekte könnten jedoch nicht vermieden werden. Die russische Seite habe eine Reihe von Einwänden im Zusammenhang mit Bestimmungen des Vertrags vorgebracht. Die Regierung von Joe Biden habe destruktive Schritte unternommen, die den grundlegenden Prinzipien des Vertrags zuwidergelaufen seien.

Deswegen sei Russland letztendlich dazu gezwungen worden, den Vertrag im Jahr 2023 auszusetzen, erinnerte Medwedew. Das Problem habe nicht in der Qualität des Abkommens selbst gelegen, sondern im unverantwortlichen Vorgehen der USA bei dessen Umsetzung und im Zustand der Beziehungen zwischen Moskau und Washington. Auch nach der Aussetzung sollen die beiden Seiten den positiven Wert des Abkommens anerkannt und sich dafür bereit erklärt haben, die wichtigsten Beschränkungen des Vertrags bis zum Ablauf im Februar 2026 einzuhalten.

Ende September 2025 hatte Präsident Wladimir Putin bekannt gegeben, dass Russland den New-START-Vertrag ein Jahr nach dem Ablauf weiterhin beachten wird. Medwedew zufolge könnte diese Initiative die globale Sicherheit stärken und den strategischen Dialog mit den USA erweitern.


Putin: Russland wird New-START-Vertrag ein Jahr nach Ablauf weiterhin beachten





Putin: Russland wird New-START-Vertrag ein Jahr nach Ablauf weiterhin beachten






Grundsätzlich führten die Delegationen nach der Bewertung von Medwedew eine professionelle Arbeit an dem "komplizierten, vielschichtigen und nicht trivialen" Vertrag durch. Das Dokument sei dank gleichberechtigter und gegenseitig vorteilhafter Kompromisse entstanden. Die späteren Kontroversen hätten nichts mit dem Vertrag selbst zu tun, sondern mit dem Vorgehen der US-Regierung.

Um die Zusammenarbeit mit den USA wiederaufzunehmen, wäre die Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington notwendig, führte Medwedew aus. Bevor man etwas Neues aufbaue, sollte man sicherstellen, dass es nicht unter der Last langjähriger und ungelöster Probleme zusammenbrechen würde. Außerdem sollten die USA die wichtigsten Sicherheitsbedenken Russlands beachten. Das Projekt des US-Raketenschirms "Golden Dome" sowie die Rede von der Wiederaufnahme von Atomtests stünden potenziell im Widerspruch zum Verhandlungsprozess. Besser kein weiterer START-Vertrag als ein Vertrag, der das gegenseitige Misstrauen tarnen und einen Rüstungswettlauf in anderen Ländern provozieren würde, resümierte Medwedew.

Sollte es keine konkreten Vorschläge aus Washington geben, würde sich Moskau auf die konkreten Schritte der US-Seite stützen. Russland sei auf jedes Szenario vorbereitet, betonte Medwedew und wies auf die neuen Waffensysteme "Burewestnik", "Oreschnik" und "Poseidon" im russischen Arsenal hin.

Die Zukunft der nuklearen Nichtverbreitung schätzte Medwedew pessimistisch ein.Auseinandersetzungen in der Welt würden viele Länder veranlassen, über eine effektive Verteidigung nachzudenken, indem der Erwerb von Atomwaffen als eine günstige Option betrachtet werden könnte. Medwedew hielt es daher für wahrscheinlich, dass der Kreis der Atommächte sich erweitern würde, da die Menschheit bisher kein besseres Verteidigungsmittel entwickelt habe:

"Hätte die Sowjetunion über keine Atomwaffen verfügt und besäße Russland heute keine, gäbe es unser Land möglicherweise gar nicht."

Der New-START-Vertrag wurde im Jahr 2010 von den Präsidenten Dmitri Medwedew und Barack Obama für zehn Jahre mit einer potenziellen Verlängerung um fünf Jahre unterzeichnet. Im Jahr 2021 billigten Moskau und Washington die Verlängerung des Abkommens. Im Februar 2023 kündigte Wladimir Putin an, dass Moskau seine Teilnahme aussetzen werde.

Mehr zum ThemaNoch ein Jahr New-START-Vertrag: Trumps Fenster der Möglichkeiten


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Video https://rumble.com/v2aiahm-russland-setzt-start-vertrag-aus-was-bedeutet-das-fr-die-sicherheit-in-euro.html Dauer  Min.


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Info: https://freedert.online/international/268398-medwedew-ueber-new-start-vertrag/


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26.01.2026

Polnischer Finanzminister „Unsere Wirtschaft läuft deutlich besser“: Polen strebt derzeit keinen Euro-Beitritt an

berliner-zeitung.de, vom 25.01.2026 , 13:46 Uhr, 

Polen sieht derzeit keinen Grund, einen Beitritt zur Eurozone zu verfolgen. Es gebe gute Argumente dagegen, sagte der polnische Finanzminister Domański in einem Interview.


Der polnische Finanzminister Andrzej DomańskiMarcin Banaskziewicz/FOTONEWS/imago

Polen hat offenbar keine Pläne, in naher Zukunft der Eurozone beizutreten. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes spreche klar für den Erhalt der nationalen Währung, erklärte der polnische Finanzminister Andrzej Domański gegenüber der Financial Times.

„Unsere Wirtschaft steht derzeit deutlich besser da als die der meisten Länder mit Euro“, sagte Domański demnach. „Wir haben immer mehr Daten, Forschungsergebnisse und Argumente, den polnischen Złoty zu behalten.“ Die OECD prognostiziert für Polen ein Wachstum von 3,4 Prozent in diesem Jahr, laut Financial Times das schnellste Tempo unter den EU-Staaten, die im Dezemberbericht erfasst wurden.

Finanzminister: Polen „in der wirtschaftlichen Spitzengruppe“

Premierminister Donald Tusk hatte bei seinem ersten Amtsantritt 2008 noch einen Euro-Beitritt bis 2012 angestrebt. Dieses Ziel wurde nach der Euro-Schuldenkrise aufgegeben. Seit Tusks Wahlsieg im Oktober 2023 hat der Złoty gegenüber dem Euro zugelegt, während Umfragen laut der Financial Times konstant eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Gemeinschaftswährung zeigen.

Domański betonte, die Gründe für das Festhalten am Złoty seien primär wirtschaftlicher Natur. Vor zwei Jahren habe er noch befürchtet, Polen könnte in einem Zwei-Klassen-Europa zurückbleiben. Heute gehöre das Land jedoch „eindeutig zur wirtschaftlichen Spitze“.

Polen will Sitz in der G20

Statt eines Euro-Beitritts verfolgt Warschau andere Ziele: Das Land bewirbt sich um einen Sitz in der G20. Die Trump-Administration hat Polen eingeladen, am diesjährigen G20-Treffen in Miami als Beobachter teilzunehmen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von über einer Billion Dollar ist Polen laut IWF-Berechnungen die zwanzigstgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Trotz der guten Wirtschaftslage steht Polen weiter vor finanziellen Herausforderungen. Nach Prognosen der EU-Kommission soll das Haushaltsdefizit dieses Jahr bei 6,3 Prozent liegen – mehr als doppelt so hoch wie in den Maastricht-Regeln vorgesehen, die für einen Beitritt zur Eurozone erfüllt werden müssten. Die Gesamtverschuldung lag im vergangenen Jahr bei 59,5 Prozent und damit unter der kritischen 60-Prozent-Grenze, könnte in diesem Jahr jedoch steigen.

Das Verhältnis zur Nationalbank habe sich entspannt, erklärte Domański. Tusk hatte 2023 noch gedroht, Zentralbankchef Adam Glapiński vor ein Staatstribunal zu bringen. Er warf ihm Misswirtschaft bei der Polnischen Nationalbank vor, was Glapiński zurückwies.

Deutlich angespannter sei hingegen das Verhältnis zu Präsident Karol Nawrocki, der mehrere Regierungsgesetze blockiert und den Haushalt 2026 dem Verfassungsgericht vorgelegt habe. Als Gründe nannte er demnach Bedenken in Bezug auf das Haushaltsdefizit und die Staatsverschuldigung. Domański kritisierte, dass Ratingagenturen solche institutionellen Spannungen genau beobachten würden.

Derzeit ist der Euro die offizielle Währung in 21 EU-Ländern. Zuletzt beigetreten ist Bulgarien, das seit dem 1. Januar 2026 Teil der Eurozone ist.


Euro-Einführung trotz Korruption und Staatskrise: Bulgarien tritt dem Euroraum bei

Euro-Einführung trotz Korruption und Staatskrise: Bulgarien tritt dem Euroraum bei

Bulgarien, eines der korruptesten Länder der Europäischen Union, steht ohne Regierung da – und bekommt trotzdem den Euro. Am 1. Januar wird der Lew Geschichte.

Politik

30.12.2025


Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/unsere-wirtschaft-laeuft-deutlich-besser-polen-hat-vorerst-keine-lust-auf-den-euro-li.10015829


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26.01.2026

"Wie kann man mit ihr etwas verhandeln?" – Kreml lehnt Gespräche mit Kaja Kallas ab

freedert.online, 26 Jan. 2026 11:58 Uhr

Mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas werden weder die USA noch Russland sprechen, sagte Kremplsprecher Peskow. Er nannte die gesamte EU-Führung ungebildet und inkompetent. Man werde warten, bis Kallas geht. Unterdessen werden auch in der EU Rücktrittsforderungen gegenüber Kallas laut.


"Wie kann man mit ihr etwas verhandeln?" – Kreml lehnt Gespräche mit Kaja Kallas ab© urheberrechtlich geschützt


Das Gesicht der Inkompetenz Brüssels: Mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas werden weder Moskau noch Washington reden, macht Kremlsprecher Dmitri Peskow klar.


Moskau und Washington werden keinen Dialog mit der Brüsseler Außenbeauftragten Kaja Kallas aufnehmen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Peskow äußerte sich, nachdem die USA, Russland und die Ukraine am Samstag in Abu Dhabi ihre erste Runde der Dreiergespräche abgeschlossen hatten. Vertreter der EU beklagten, dass die EU trotz militärischer und finanzieller Hilfe für Kiew weitgehend von den Gesprächen ausgeschlossen worden sei.

In einem Interview von Russia-1 mit dem Journalisten Pawel Zarubin, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, bezeichnete der Sprecher von Präsident Wladimir Putin die derzeitige EU-Führung als "inkompetent" und fügte hinzu, dass deren Handlungen "das System der internationalen Beziehungen untergraben".


Lawrow weist auf drohenden Zerfall der NATO hin





Lawrow weist auf drohenden Zerfall der NATO hin







"Wie soll man mit Kaja Kallas irgendetwas verhandeln? Weder wir noch die Amerikaner werden jemals etwas mit ihr besprechen, das ist doch klar. Wir können nur warten, bis sie geht", sagte Peskow.

Er argumentierte, Brüssel sei voll von "halbanalphabetischen, inkompetenten Funktionären, die nicht in der Lage sind, in die Zukunft zu blicken oder die Realitäten von heute zu verstehen".

Kallas, die ehemalige Ministerpräsidentin Estlands, forderte wiederholt schärfere Sanktionen gegen Russland und verstärkte die Anstrengungen der EU-Mitgliedstaaten zur militärischen Unterstützung für die Ukraine. Im vergangenen Jahr wies sie den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump für Russland und die Ukraine zurück. Sie argumentierte, territoriale Zugeständnisse an Moskau seien "eine Falle, in die Putin uns locken will".

In jüngster Zeit kritisierte Kallas Trumps Pläne zur Annexion Grönlands und erklärte, die transatlantischen Beziehungen hätten durch seine Politik einen schweren Schlag erlitten.

Die harte Linie der EU-Spitze gegenüber Russland wurde von einigen Mitgliedstaaten kritisiert, darunter Ungarn und der Slowakei. Letzte Woche verglich der slowakische Ministerpräsident Robert Fico die EU mit einem "Massagesalon" und forderte Kallas zum Rücktritt auf.

Mehr zum Thema – Politico-Bericht: EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas meint, es wäre "Zeit, sich zu betrinken"


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Video https://rumble.com/v74qju6-fico-vergleicht-eu-mit-massagesalon-wenns-nicht-luft-liegt-es-nicht-an-den-.html Dauer 0:55 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/268393-wie-kann-man-mit-ihr/


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26.01.2026

[fb-info] Die globale Lage

aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 26. Januar 2026, 12:35 Uhr


Diese Artikel versuchen die Fakten der Entwicklung der letzten Jahre in sinnvollen Zusammenhang zu bringen.

Es ist der Anfang vom beschleunigten Ende einer Weltmacht, die gegen ihren Niedergang angeht und die versucht, ihre Rivalen niederzuhalten.

Den beteiligten Mächten geht es um eine Neuaufteilung der Einflusssphären, friedliche Absichten hat keine von ihnen.              

VG Gerd



Europa

Wir sind ihm scheißegal

20. Januar 2026, 9:57 Uhr|Lesezeit: 8 Min.

Die USA entfallen dauerhaft als Freund und Partner – wir erleben nicht weniger als die zweite Zeitenwende. Deutschland und seine Nachbarn müssen zusammenstehen oder der Preis wird sehr hoch.

Essay von Kurt Kister

Bundeskanzler Olaf Scholz <https://www.sueddeutsche.de/thema/Olaf_Scholz> wird in die Geschichtsbücher kaum wegen des Scheiterns einer schlechten und schlecht geführten Regierung eingehen. Nein, es ist vielmehr dieser eine Begriff aus seiner Regierungserklärung vom 27. Februar 2022: „Wir erleben eine Zeitenwende <https://www.sueddeutsche.de/thema/Zeitenwende>. Und das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor.“ Der Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 weckte einerseits üble Erinnerungen an die tote Sowjetunion, die 1956 in Ungarn und 1968 in der Tschechoslowakei militärisch intervenierte, weil der Kreml damals um die Stabilität seines Machtbereichs gefürchtet hatte.


Zum anderen wurde deutlich, wie entschlossen der sowjetsozialisierte ehemalige KGB-Funktionär Wladimir Putin <https://www.sueddeutsche.de/thema/Wladimir_Putin> seine Vorstellung von „Großrussland <https://www.sueddeutsche.de/thema/Russland>“ in praktische, imperialistische Politik umsetzt. Er will die verlorene Größe der Sowjetunion wiederherstellen, wobei die Wurzeln dieser Starke-Mutter-Russland-Ideologie bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Putins Make-Russia-great-again-Programm <https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/trump-putin-machtspiele-washington-moska-e119911/?reduced=true> und sein Hass gegen den liberalen, dekadenten Westen stellen den ideologischen Überbau für einen gewalttätigen, neuen Nationalismus dar. Dieser Nationalismus zielt auf Expansion und durchaus auch auf Okkupation anderer Staaten („Die Ukraine ist ein Teil Russlands“). Er ist nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern der Ersatz von Politik durch Drohung und Gewalt.


Die Wende der Zeiten lässt sich an einem Ereignis festmachen, auch wenn diesem Ereignis, dem russischen Angriff, Jahre der Entwicklung zum Schlechten vorausgingen. Die Annexion der Krim 2014 war ein Menetekel, das allerdings in dem Bemühen, die auch wirtschaftlich vorteilhaften Beziehungen zu Russland nicht zu gefährden, von sehr vielen nicht als Beginn einer Zeitenwende wahrgenommen wurde. Hinzu kommt, dass die große Mehrheit der Deutschen, wie auch die von ihnen gewählten Regierungen unter Angela Merkel <https://www.sueddeutsche.de/thema/Angela_Merkel> und Olaf Scholz, eine Invasion der Ukraine durch Russland für unwahrscheinlich bis unmöglich hielten. „Unmöglich“ in dem Sinne, dass im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts doch kein Land in Europa ein anderes Land überfallen würde – noch dazu getrieben von einer ganz und gar irrationalen Ideologie von nationalistischer Geschichtsinterpretation, dem Glauben an ein Bündnis mit Gott und ethnischem Sendungsbewusstsein.


Die Nato sehen die Trumpisten nur als nützlich an, wenn sie tut und zahlt, was Washington will

Während die eine Zeitenwende noch immer läuft, hat die zweite schon begonnen. Den Satz mit der irrationalen Ideologie kann man genauso auf die Regierung Trump übertragen. Nein, dies ist kein Vergleich zwischen dem autoritär regierten Unrechtsstaat Russland und der gerade noch, wenn auch immer weniger funktionierenden Demokratie USA <https://www.sueddeutsche.de/thema/USA>. Aber die aggressive Abwendung Washingtons von den meisten Organisationen und Institutionen, welche die Nachkriegsordnung ausmachten, ist der Beginn einer Zeitenwende – nicht zuletzt für Deutschland. Die Vereinten Nationen halten die Trumpisten für eigentlich überflüssig; die Nato <https://www.sueddeutsche.de/thema/Nato> sehen sie nur als nützlich an, wenn sie tut und zahlt, was Washington will; die EU sei, so der Präsident, überhaupt nur gegründet worden, um den USA zu schaden. Wollte man einen ähnlichen Fehler wie 2014 machen, könnte man sagen: Trump ist nicht der Hellste, die Kongresswahlen im November werden ihn hoffentlich domestizieren, und solange man ihn behandelt wie eine Mischung aus einem Patienten und einem Feudalherrn, ist er zu beeinflussen. Letzteres übrigens gelang dem Bundeskanzler Friedrich Merz <https://www.sueddeutsche.de/thema/Friedrich_Merz> mindestens bei seinem ersten Besuch im Weißen Haus. Unabhängig von seinen sonstigen politischen Leistungen ist es gut, wenn der Kanzler ein Händchen hat für den Umgang mit politisch herausfordernden und psychisch herausgeforderten Personen. Ob das angeblich gute Verhältnis zwischen Trump und Merz wirklich etwas bedeutet, wird der Streit um Grönland <https://www.sueddeutsche.de/thema/Gr%C3%B6nland> beweisen.


Für die Europäer, für Deutschland zumal, ist Trumps Grönland-Obsession und die Art, wie er sie auslebt, ein klares Anzeichen für die Zeitenwende Nummer zwei. Dass die Amerikaner mit Zustimmung Dänemarks und der Nato auf Grönland ihre militärischen Anlagen ausweiten könnten, steht außer Frage. Dies ist auf der Basis bestehender Verträge möglich. Auch wenn Washington die Insel für die Stationierung eines neuen Raketenabwehrschirms („Golden Dome“) nutzen wollte, gäbe es wohl kaum Einwände – im Gegenteil: Für die Nato würde ein solches Vorhaben die Abwehrfähigkeit und damit die Sicherheit insgesamt stärken. Die Regierung Trump aber will Grönland „aus Sicherheitsgründen“ annektieren, es soll Teil der USA werden – so wie die Krim nach Ansicht des Kreml nun Teil Russlands ist. Allein die Tatsache, dass die USA Dänemark <https://www.sueddeutsche.de/thema/D%C3%A4nemark> mit dem Einsatz von Militär drohen – nichts anderes bedeutet die Formulierung, dass man militärische Gewalt jedenfalls „nicht ausschließe“ –, zeigt, dass Trumps Amerika der Nato bereits innerlich gekündigt hat.


Offenbar hat die Entführung des venezolanischen Diktators Maduro dem Präsidenten einen vielleicht nicht nur politischen Testosteronschub verschafft, sodass er sich nun auf die Erpressung einst enger Bündnispartner verlegt. Drohungen mit Militäreinsatz, Annexion und Zöllen wegen Unbotmäßigkeit sind nichts anderes als Erpressung. Es wäre falsch, würde man in diesem Zusammenhang den reichlich überstrapazierten Begriff „Deal“ verwenden.


Die Regierung Trump will keinen „Deal“ im Zusammenhang mit Grönland. Sie will Grönland.


Der Auftrag der Nato lautete: die Sowjets draußen, die Amerikaner in Europa und die Deutschen niederzuhalten

Was also bedeutet es, wenn sich abzeichnet, dass der einstigen Bündnisvormacht USA die Nato mittlerweile, man verzeihe den in Trump’scher Manier gewählten Ausdruck, scheißegal ist? Dabei ist die Geschichte der Nato eine amerikanische Geschichte: Das Bündnis wurde 1949 gegründet, es sollte die gemeinsame Verteidigung Westeuropas gegen den sowjetischen Block sicherstellen. Der erste Generalsekretär der Nato, der Brite Lord Ismay, fasste die Aufgaben der Allianz launig so zusammen: „to keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down“, die Sowjets draußen, die Amerikaner in Europa und die Deutschen niederzuhalten. Im Jahr 2026 mag das mit dem Niederhalten der Deutschen für manche etwas seltsam klingen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die allermeisten der Gründungsstaaten der Nato von Deutschen vor nicht allzu langer Zeit überfallen worden waren. Auch für die Staaten des Warschauer Pakts traf dies zu, wo die Nato durchaus auch als ein Wiederaufleben des deutschen Militarismus gewertet wurde.


Als sich Anfang der Fünfzigerjahre abzeichnete, dass die Bundesrepublik als schon geografischer „Frontstaat“ zum sowjetischen Machtbereich einen eigenen „Wehrbeitrag“ leisten sollte, war dies im Land selbst, aber auch in Europa sehr umstritten. Der erste Versuch einer europäischen Armee mit deutschen Kontingenten unter französischer Führung, die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG), scheiterte im August 1954 am Pariser Parlament. Im Mai 1955 traten dann die Pariser Verträge in Kraft. Die Bundesrepublik erhielt Teilsouveränität, das Besatzungsregime endete, und Westdeutschland trat mit der neu gegründeten Bundeswehr auch der Nato bei.


Die Sicherheit Deutschlands war von da an eng mit den USA verknüpft. Dies drückte sich nicht nur durch die Präsenz von US-Militär in Deutschland aus – ein Angriff auf die Bundesrepublik wäre gleichzeitig ein Angriff auf die USA gewesen. Außerdem gehörten amerikanische Nuklearwaffen zur Verteidigungsplanung der Nato, so wie auch der Warschauer Pakt mit sowjetischen Atomwaffen plante. (Wäre es jemals in Europa zu einem großen Krieg zwischen Nato und Warschauer Pakt gekommen, wären sogenannte taktische Atomsprengköpfe wohl vor allem auf dem Gebiet der BRD, der DDR, Polens und der Tschechoslowakei explodiert.) Aus der Sicht der Nato hat die „Abschreckung“ jahrzehntelang funktioniert.


Außerdem lag die sogenannte Eindämmung der Sowjetunion eindeutig im nationalen Interesse der Amerikaner. Anders als dies heute in Washington unablässig behauptet wird, haben sich die Europäer nicht auf Kosten der USA Sicherheit erschlichen. Gewiss, viele Nato-Länder haben relativ weniger Geld für Militär und Sicherheit ausgegeben als die USA. Allerdings hatten die USA im Gegensatz zu Deutschland, Frankreich oder Großbritannien auch stets und bis heute einen Weltmachtanspruch. Das kostet nun mal. Die Nato war eine gemeinsame Anstrengung der USA, Kanadas und Europas, die gemeinsam Sicherheit garantierte (und, notabene, von den USA dominiert wurde). Sie war aber auch die Garantie für die USA, dass die Sowjetunion den Kalten Krieg nicht gewinnen würde. Weil die Nato in den Jahrzehnten ihres Bestehens erhebliche Erfahrung in der Organisation multinationaler Projekte und Einsätze gewonnen hat, böte sie auch den idealen Rahmen, um gemeinsam auf neue strategische Gegebenheiten zu reagieren – zum Beispiel durch die Überwachung etlicher wegen des Klimawandels neuerdings eisfreier Schifffahrtsrouten in der Arktis. Leider „glaubt“ der US-Präsident genauso wenig an den Klimawandel, wie er noch an die Nato glaubt.


Es besteht die Möglichkeit, dass sich Washington mit einem Knall aus der Nato verabschiedet. Das wäre der Fall, wenn Trump an seinen Grönland-Annexionsplänen festhält und sie, auf welche Weise auch immer, umsetzt. Zu einer kriegerischen Auseinandersetzung würde es deswegen nicht kommen. Der Bundeskanzler würde nicht die US-Flugzeuge in Ramstein bei Kaiserslautern bombardieren lassen, wenn US-Fallschirmjäger den Flughafen von Nuuk auf Grönland besetzen würden. Weil das Trumps aggressive Hintersassen von J. D. Vance abwärts <https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/j-d-vance-donald-trump-hillbilly-elegy-e157995/?reduced=true>wissen, wird allerdings auch die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaft hirnrissigen Aktion der Trump-Regierung nicht geringer. Europa gilt diesen Leuten als ein Kontinent der Vergangenheit, auf dessen Zukunft man keine Rücksicht nehmen muss. Und ob Russland weitere Teile der Ukraine annektiert, ist den potenziellen Grönland-Besetzern ziemlich egal. Europa ist eingeklemmt zwischen einem Feind im Osten und einem Gegner im Westen.


Wenn der alte Freund zum Gegner wird, sollte man die Freundschaft mit denen, die man kennt, festigen

Auf diese sehr missliche Situation gibt es eigentlich nur eine Antwort: Wenn der alte Freund zum Gegner wird, muss man nicht unbedingt neue Freunde suchen. Aber man sollte doch die Freundschaft mit denen, die man kennt, festigen. Kein einzelner Staat der EU könnte sich allein hinreichend gegen eine russische Aggression verteidigen. Vor allem nicht jene Staaten, die in Putins Großrussland-Träumen als „eigentlich russisch“ eine Rolle spielen: Estland, Litauen, Lettland, Teile Polens, Moldau (wenn die Ukraine „fiele“). Auch ohne die Amerikaner muss in Europa das Musketier-Prinzip gelten: Einer für alle, alle für einen. Dies ist besonders wichtig, weil die Trump-Regierung Europa spalten will: Die bösen EU-Mitglieder müssen Zölle zahlen, die weniger bösen nicht. Die Stationierung einer Bundeswehr-Brigade in Litauen ist ein Beispiel dafür, wie in Zukunft europäische Verteidigung aussehen muss. Keine Vorwärts-, aber eine Vorneverteidigung.


Die EU unterhält bereits jetzt im Rahmen der sogenannten Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik etliche Gremien wie zum Beispiel den Militärausschuss oder den EU-Militärstab. Es gibt Übungen von EU-Battlegroups, deren Truppen aus den nationalen Streitkräften für eine begrenzte Zeit zusammentreten. Zwar hat man, auch ohne von neuerdings Nato-feindlichen USA getrieben zu werden, seit Jahrzehnten über die Möglichkeiten und Fährnisse einer europäischen Armee debattiert. Bis heute gilt in solchen Runden das Schicksal der EVG als symptomatisch: Angeblich möchte kaum ein Staat, und schon gar nicht Frankreich, durch eine integrierte europäische Armee die nationale Hoheit über die bewaffnete Macht aufgeben. Dies mag bisher gestimmt haben. Aber angesichts des möglicherweise bevorstehenden Endes des amerikanischen Sicherheitsversprechens in der Nato und angesichts des Krieg führenden, aggressiven Nationalismus in Russland ist wohl auch eine Zeitenwende in der europäischen Sicherheitspolitik nötig.


Dies kann, gemeinsam mit Kanada, in einer neu organisierten Nato geschehen, in der die USA, wenn sie denn wollen und Grönland nicht annektieren, Beobachterstatus haben, ohne zum Beispiel in die militärische Organisation eingebunden zu bleiben. Frankreich hat so etwas 1966 vorexerziert, als es wegen der von Präsident de Gaulle verabscheuten amerikanischen Dominanz aus der militärischen Integration der Nato austrat. Erst 2009 unter Präsident Sarkozy kehrte Frankreich zurück.


Die andere Möglichkeit ist eine wirklich europäische Verteidigungspolitik, zu der eine multinationale, aber einheitlich geführte Armee gehören müsste. Dies wäre eine größere Veränderung, als die Nato zu europäisieren. (Man denke nur an das für so ein Projekt nahezu unabdingbare Großbritannien: Nato-Mitglied, aber nicht in der EU.) Die Hürden für diese Form der gemeinsamen militärischen Sicherheitspolitik scheinen nahezu unüberwindlich hoch zu sein. Sie reichen von den Opt-out-Staaten wie Ungarn, der Slowakei oder möglicherweise auch Italien und Spanien über die Unsicherheit, wer in naher Zukunft Frankreich regiert, bis hin zum 2014-Syndrom: So schlimm wird schon alles nicht werden.


Wer allerdings hätte noch vor relativ kurzer Zeit gedacht, dass die USA Europa erpressen würden bis hin zur Androhung militärischer Gewalt? Noch mal: Es ist die zweite Zeitenwende. Ist das in unseren Köpfen angekommen?




Politische Theorie

Der Vordenker der Großmacht-Versessenen

23. Januar 2026, 14:24 Uhr|Lesezeit: 6 Min.

Wladimir Putin und Donald Trump erinnern mit ihrem politischen Gebaren an die Theorien von Carl Schmitt. Peter Thiel und J. D. Vance beziehen sich sogar klar auf ihn. Warum erlebt das Denken des umstrittenen deutschen Staatsrechtlers gerade eine Renaissance?

Von Georg Ismar <https://www.sueddeutsche.de/autoren/georg-ismar-1.5732848> und Vivien Timmler <https://www.sueddeutsche.de/autoren/vivien-timmler-1.2756405>, Plettenberg

Serpentine um Serpentine geht es immer weiter hinauf, noch eine und noch eine Kurve. Der Taxifahrer kennt zwar den Friedhof, aber Carl Schmitt? „Noch nie gehört.“ Auf der katholischen Ruhestätte „Auf der Halle“ in Plettenberg kann man den Blick herrlich schweifen lassen über das Lennetal, Rauch steigt an einem kalten, sonnigen Wintertag im Tal aus den Schornsteinen, dahinter die nächsten sanften Hügel.


Das Familiengrab des bekanntesten Sohnes Plettenbergs, des deutschen Staatsrechtlers, dessen Theorien gerade in Donald Trump <https://sz.de/thema/donald_trump>s Politik eine gewisse Wiederkehr erfahren, ist nicht leicht zu finden. Kein Schild weist darauf hin, irgendwann entdeckt man es in der Mitte eines Kieswegs. Der Grabstein aus Säulenbasalt ist verwittert, das Todesdatum kaum noch zu erkennen: 7. April 1985. In Plettenberg, wo er geboren wurde und gestorben ist, gibt es zwar 24 Erinnerungsorte an Carl Schmitt, bis hin zur „Sehnsuchts-Birke“. Aber das Geburtshaus, die katholische Volksschule, sein Lieblings-Berggasthaus, das alles existiert heute nicht mehr in der Form.


Es passt vielleicht zu dieser etwas irren Zeit, dass der Vordenker jener Großmachtpolitik, mit der sowohl Donald Trump als auch Wladimir Putin <https://sz.de/thema/wladimir_putin>liebäugeln und die es Friedrich Merz <https://sz.de/thema/friedrich_merz> gerade so schwer macht, genau wie der Kanzler aus dem Sauerland stammt. Keine 30 Kilometer liegen zwischen dem Grab von Carl Schmitt in Plettenberg und Merz’ Wohnhaus in Arnsberg-Niedereimer. Schmitt beschrieb das Sauerland mal als „Welt großartigster Spannung“, er liebte hier in Plettenberg die langen Spaziergänge, die Ausblicke.


Auch Schmitt wirkte seinerzeit in einem Epochenwechsel. Seine Karriere begann in der Weimarer Republik, 1933 trat er in die NSDAP ein, wurde Hitlers „Kronjurist“. Für die Deutsche Juristen-Zeitung verfasste er 1934 nach dem niedergeschlagenen Röhm-Putsch den Aufsatz „Der Führer schützt das Recht“. Nach dem Untergang des Nationalsozialismus zog er sich nach Plettenberg zurück, aber sein Werk wuchs weiter an. Schmitts Heimatstadt verlieh ihm zum 90. Geburtstag noch den Ehrenring, er wurde letztlich 96 Jahre alt.


Seine Theorien zum Freund-Feind-Denken, der Aufteilung der Welt unter Großmächten in Einflusssphären („Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“), um so neue große Kriege zu vermeiden, scheinen derzeit Paten für Donald Trumps Politik zu sein. Immer wieder wurde zuletzt Schmitts Einfluss auf die Maga-Bewegung in den USA <https://www.sueddeutsche.de/thema/USA> beschrieben. „Was unsere zerbrochene Politik dem Nazi-Juristen Carl Schmitt verdankt“, titelte die New York Times. Sein Satz „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“ erinnert frappierend an das Vorgehen Trumps insbesondere in von den Demokraten regierten US-Städten.


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Der US-Präsident selbst dürfte in seiner Freizeit eher nicht am Rande des Golfplatzes in Schmitts umfangreichem Werk blättern. Sein Vizepräsident J. D. Vance hingegen hat sich schon mehrmals öffentlich auf Carl Schmitt bezogen. Der sehr gläubige Trump-Jünger und Tech-Milliardär Peter Thiel <https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/drohnen-bundeswehr-start-up-peter-thiel-e391731/> bezieht sich vor allem auf Schmitts theologisches Werk. Darin gebraucht Schmitt etwa den biblischen Begriff des „Katechon“, der den Verfall der christlichen Ordnung und das Kommen des Antichristen mit der Apokalypse aufhält. Trump selbst und seine Anhänger sehen ihn als Katechon.

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In Russland sind Schmitts Ideen schon seit Jahren hochaktuell. <https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/putin-verstehen-gastbeitrag-zum-krieg-in-der-ukraine-e816302/> Und dort nimmt man Trumps Agieren dankbar auf, passt es doch zu dem eigenen Anspruch, ohne Rücksicht auf Grenzen. „Wenn Grönland <https://www.sueddeutsche.de/thema/Gr%C3%B6nland> der Sicherheit der USA dient, dient die Krim der Sicherheit Russlands“, hat vor wenigen Tagen erst Außenminister Sergej Lawrow gesagt.


Der irische Historiker Brendan Simms hat im Oktober 2023 zum Thema „Die Rückkehr des Großraums?“ im Festsaal der Berliner Charité eine Vorlesung gehalten, da war Trump noch nicht wieder im Amt; sie erschien auch in Buchform <https://www.pw-portal.de/aussen-und-sicherheitspolitik/ueberblick/brendan-simms-die-rueckkehr-des-grossraums-carl-schmitt-vorlesungen-band-6>. Simms sah sowohl bei China <https://www.foreignaffairs.com/united-states/reading-schmitt-beijing> als auch bei Russland Bezüge zu Carl Schmitt. So habe der russische Philosoph Alexander Dugin <https://www.kas.de/de/web/geschichtsbewusst/essay/-/content/carl-schmitt-verloren-im-grossraum-liberale-weltordnung> schon 1991 die Wiederherstellung des „Großraums“ der früheren Sowjetunion gefordert und sich explizit auf Schmitt bezogen. In China habe der Professor für Rechts- und Politiktheorie Jiang Shigong Schmitts Theorie herangezogen zur „Legitimität von Imperien/Autokratien“ unter Rückgriff auf „Geographie“.


Und auch in Deutschland selbst ist eine Carl-Schmitt-Renaissance zu konstatieren, im ganz rechten Lager. In der AfD kann man einiges mit der Idee anfangen, Einflussbereiche auszuhandeln und abzugrenzen, auch mit Blick auf die US-Intervention in Venezuela mit der Entführung von Präsident Nicolás Maduro <https://www.sueddeutsche.de/kultur/venezuela-maduro-trump-monroe-doktrin-bernd-greiner-interview-li.3363540>. Schon Carl Schmitt setzte sich für seine Theorien ausführlich mit der Monroe-Doktrin auseinander, mit der US-Präsident James Monroe 1823 die westliche Hemisphäre zum Einflussgebiet der USA erklärte, vor allem Lateinamerika – und andere Staaten damit von eigenen Kolonialabsichten abhielt. Die Intervention in Venezuela, der neue, aggressiv vorgetragene Einflussanspruch auf die Entwicklungen in der Region durch Donald Trump firmiert nun als „Donroe-Doktrin“.


Der US-Präsident sagt über sich selbst: „Ich brauche kein Völkerrecht.“ <https://www.sueddeutsche.de/politik/trump-voelkerrecht-moral-groenland-interview-new-york-times-li.3365604> Beim Weltwirtschaftsforum in Davos begrüßte er in seiner Rede die „lieben Freunde und einige Feinde“. Kanzler Merz wiederum sagte in Davos zur Wiederkehr der Großmachtpolitik: „Eine Welt, in der nur Macht zählt, ist ein gefährlicher Ort.“


„Der Macht näher als dem Recht“, schrieb Kurt Sontheimer in einem Nachruf auf Schmitt

Es wäre hochinteressant, könnte man Schmitt dazu noch befragen. Er ist auf dem Friedhof neben seiner schon 1950 verstorbenen Frau Duschka bestattet worden. Die griechische Inschrift auf dem Grabstein von Schmitt hat noch seine ebenfalls vor ihm verstorbene Tochter Anima entworfen. Sie weist auf jenen Kern seiner rechtsphilosophischen Überlegungen hin, die heute aktueller denn je sind und bis hin zur Nato vieles infrage stellen, vor allem auch den von Merz verteidigten Grundsatz der Unverrückbarkeit von Grenzen. „Kai Nomon Egno“, übersetzt: „Auch den Nomos hat er erkannt.“


Der „Nomos“ ist ein zentraler Begriff in der Philosophie Schmitts, im Sinne seiner Raumordnung. Der Nomos bestimmt sozusagen die Ordnung; heute sehen sich Donald Trump und Wladimir Putin gleichermaßen in diesem Sinne als Nomos. Die Landnahme nach außen (gegenüber anderen Völkern) und nach innen (für die Boden- und Eigentumsordnung innerhalb eines Landes) sei „der Ur-Typus eines konstituierenden Rechtsvorganges“, formulierte Schmitt in seinem Spätwerk. Das hat mit Demokratie und Völkerrecht wenig gemein, sondern beschreibt vor allem eine Politik des Stärkeren. Kurt Sontheimer schrieb in einem Nachruf auf Schmitt 1985 in der Zeit: „Der Macht näher als dem Recht.“ Wenig bringt die Parallele zwischen Schmitts Denken und Trumps Handeln so auf den Punkt.


Der enge Wegbegleiter Schmitts, Herausgeber seiner Werke und Vorsitzende der Carl-Schmitt-Gesellschaft, Gerd Giesler, betont im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung: „Die halbjährlich aktualisierte Fassung der Bibliografie zu Büchern und Zeitschriften auf der Website der Gesellschaft zeigt seit Jahren, dass die Rezeption von Schmitts Schriften zunimmt. Das gilt vor allem für China und auch für die USA und den südamerikanischen Raum.“ Dazu passe, dass Schmitts Werke in fast alle Weltsprachen übersetzt worden seien, vor allem zwei seiner Werke, „Begriff des Politischen“ und „Nomos der Erde“.


Giesler stammt wie Schmitt aus Plettenberg. Er sieht allerdings, etwa mit Blick auf dessen politische Theologie, eine „sehr verkürzte mediale Rezeption“ von Schmitt’schen Begriffen wie Katechon/Aufhalter und anderen Versatzstücke aus der Politischen Theologie. Auch sonst würden oft einfach nur Schlagworte herausgegriffen. Schmitts Thesen und Begriffe seien aber stets in konkreten geschichtlichen Situationen entstanden. „Das sollte bei der Verwendung etwa zur Charakterisierung der außerlegalen innenpolitischen Aktionen oder der geopolitischen Vorstellungen des derzeitigen US-Präsidenten berücksichtigt werden“, sagt Giesler.


Der CDU <https://www.sueddeutsche.de/thema/CDU>-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hingegen sieht da schon Parallelen. Er beschreibt die Schmitt’sche Wiederkehr so: Es gehe Trump um die Vergrößerung des Einflussbereiches, wenn nicht sogar um die Erweiterung des US-Staatsgebietes. Grönland sei kein Zufallsziel, sondern wegen seiner Lage zur Arktis und der dortigen neuen Handelsrouten von höchster strategischer Relevanz.


„Wir sind damit Zeugen einer historischen Zäsur: Wir erleben die Rückkehr des klassischen ‚Raumdenkens‘, wie es Carl Schmitt einst in seiner Theorie der ‚Großraumordnung‘ skizziert hat“, meint Kiesewetter. Das Zeitalter des Völkerrechts, in dem Grenzen unverletzlich zu sein schienen, werde abgelöst von einem Zeitalter der imperialen Räume. Die USA definierten unter Trump ihren Raum „neu und offensiv“, sagt Kiesewetter, genau wie es Russland mit seinem Angriffskrieg in der Ukraine und China im Indopazifik bereits tue. Für alle Europäer heiße das: „Wenn die Großmächte USA, China und Russland wieder primär in Räumen denken, müssen wir das in gewisser Weise auch tun – nicht um fremde Gebiete zu erobern, sondern um nicht selbst unter die Räder zu kommen.“


Unabhängig von seinem geistigen Erbe ist unbestritten, dass Carl Schmitt ein brillanter Denker war. Einem Beitrag in der Publikation Plettenberger Köpfe zufolge übersprang er am Gymnasium in Attendorn gleich zwei Klassen und begann sofort in der siebten Klasse. In lediglich drei Jahren absolvierte er sein Jurastudium in Berlin, München und Straßburg, von 1907 bis 1910.


Das Kriegsende erlebte Schmitt laut seiner Meldekarte, die das Plettenberger Stadtarchiv aufbewahrt, in Berlin-Dahlem. Als er 1985 starb, gab es in der Lokalzeitung eine große Würdigung: „Carl Schmitt – Gelehrter zwischen Macht und Ohnmacht“. Vermerkt wurde auch, dass zuletzt nur noch wenige Bürger Notiz „von dem emeritierten Gelehrten“ genommen hätten. „Dafür gaben sich Staatsrechtler und Theologen die Klinke in die Hand.“ Betont positiv äußerten sich Bürgermeister und Stadtdirektor in einem Nachruf. „Carl Schmitt hat das Leben der Völker beschrieben und ihr Recht beeinflußt“, heißt es da. Die Erkenntnis, dass Völker und ihre Staaten bis heute in Kriege geraten können, sei für ihn der Anlass gewesen, „nach Grundlagen und Wegen zu ihrer Begrenzung zu suchen“.


Für Ulrich Schlie werden derartige Würdigungen Schmitts Werk in seiner Komplexität nicht gerecht. „Die These Schmitts, dass das Abstecken eigener Einflusssphären am Ende Konflikte befrieden kann, teile ich nicht“, sagt der Henry-Kissinger-Professor für Sicherheits- und Strategieforschung an der Universität Bonn. Dies widerspreche auch den Erfahrungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Schlie zieht sogar eine Parallele von der deutschen Großmachtpolitik, die zum Untergang führte, in den Grönland-Januar des laufenden Jahres: Er glaube, die gegenwärtige US-Politik werde letztlich den amerikanischen Einfluss deutlich schmälern. Und den Übergang in eine postamerikanische Welt beschleunigen.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

26.01.2026

Pepe Escobar: Der eigentliche „Bruch“ in Davos

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© Photo: Public domain


seniora.org, 25. Januar 2026, 

Was auch immer die Barbaren da treiben mögen, entscheidend ist, dass China bereits tief in der nächsten Phase steckt, in der es voraussichtlich die Vereinigten Staaten als wichtigsten Konsummarkt der Welt ablösen wird.

Die alte Welt stirbt, und die neue Welt ringt um ihre Geburt: Jetzt ist die Zeit der Monster.

Antonio Gramsci

Davos 2026 war ein irres Kaleidoskop. Die einzige Möglichkeit, sich durch diesen Sumpf zu kämpfen, bestand darin, die Kopfhörer aufzusetzen und sich der Band of Gypsys zuzuhören , die Klanggrenzen sprengte und eine geradezu erschreckende Reihe von Ereignissen übertönte, darunter eine Verbindung zwischen Palantir und BlackRock, das Aufeinandertreffen von Big Tech und Big Finance , der „Masterplan“ für Gaza und die akute Verwirrung in Neo-Caligulas Tirade, hier in der 3-Minuten-Version .

Dann gab es noch das, was die zersplitterten Mainstream-Medien des Westens als visionäre Rede stilisierten: das Mini-Opus Magnum des kanadischen Premierministers Mark Carney , komplett mit einem   – was sonst   – Thukydides-Zitat („Die Starken tun, was sie können, und die Schwachen erleiden, was sie müssen“), um den „Bruch“ der „regelbasierten internationalen Ordnung“ zu veranschaulichen, die schon seit mindestens einem Jahr ein toter Mann war.

Und wie soll man da nicht lachen angesichts der absurden Idee eines Briefes  von 400 „patriotischen“ Millionären und Milliardären an die Staatsoberhäupter in Davos, in dem sie mehr „soziale Gerechtigkeit“ fordern? Übersetzt heißt das: Sie haben   – ganz im Sinne von Paranoia Paradise   – panische Angst vor dem „Bruch“, in Wirklichkeit dem fortschreitenden Zusammenbruch des neoliberalen Ethos, das sie überhaupt erst reich gemacht hat.

Carneys Rede war ein raffinierter, medienwirksamer Schachzug, um   – zumindest seiner These nach   – die „regelbasierte internationale Ordnung“ zu begraben, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Euphemismus für die totale Vorherrschaft der angloamerikanischen Finanzoligarchie diente. Carney erkennt nun lediglich einen „Bruch“ an, der von den „Mittelmächten“, hauptsächlich Kanada und einigen Europäern (ohne Beteiligung des Globalen Südens), wieder zusammengeflickt werden soll.

Und hier liegt der eindeutige Beweis: Das vermeintliche Gegenmittel gegen den „Bruch“ hat absolut nichts mit Souveränität zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine kontrollierte Absicherung, eine Art inszenierte Ersatzmultipolarität   – die nichts mit den BRICS-Initiativen zu tun hat   –, basierend auf einem verschwommenen Mischmasch aus „wertebasiertem Realismus“, „Koalitionsbildung“ und „variabler Geometrie“, der dazu bestimmt ist, den alten monetaristischen Betrug aufrechtzuerhalten.

Willkommen zu Lampedusas „ The Leopard“, neu abgemischt: „Alles muss sich ändern, damit alles gleich bleibt.“

Und das alles kommt von einem überzeugten Liberalen, einem ehemaligen Gouverneur der Bank von England. Solche Machtmenschen ändern sich nie. Die wahren Hebel der Macht   – ausgeübt von der City of London und der Wall Street   – sind völlig immun gegen das Gegenmittel der „Zerstörung“.

Die sich entwickelnde, vielschichtige strategische Partnerschaft zwischen Russland und China entlarvt bereits Carneys ausgeklügelten Betrug, mit dem er viele informierte Beobachter täuschte. Dasselbe gilt für die BRICS-Staaten   – auf ihrem langen und verschlungenen Weg hin zu echter Multiknotenstruktur .

Und damit kommen wir zur eigentlichen Botschaft, die Carneys Markenzeichen   – begrenzte Treffpunkte   – vermittelt:

Kanada und die europäischen „Mittelmächte“ befinden sich nun nicht mehr am Verhandlungstisch, sondern auf der Speisekarte, da Neo-Caligula, der Herrscher der Welt, ihnen das antun kann, was die NATO de facto in den letzten 30 Jahren mit dem globalen Süden getan hat.

„Alles muss sich ändern, damit alles gleich bleibt.“

Viele derjenigen, die Carney heute als den neuen Messias und Verteidiger des Völkerrechts verehren, haben den zionistischen Völkermord in Gaza völlig ignoriert oder vertuscht; sie haben Russland bis zum Jüngsten Tag verteufelt und schüren immer wieder einen ewigen Krieg; und nun betteln sie auf Knien darum, dass Neo-Caligula in einen „Dialog“ eintritt, um seine selbsternannte Landnahme in Grönland zu lösen.

Elon Musk tauchte übrigens auch kurzfristig in Davos auf. Er ist ein vehementer Befürworter der Landnahme in Grönland. Musk und andere Techno-Feudalisten können sich dem Vorhaben, dieses „Eisstück“ (in Anlehnung an Caligula) zum zentralen Knotenpunkt digitaler Staaten zu machen   – den Nachfolgern der Nationalstaaten   –, die von Techno-CEOs regiert werden sollen, die sich als Philosophenkönige inszenieren, kaum entziehen.

Kombiniert man dies mit der Verbindung zwischen Big Tech und Big Finance   – am Tisch von Palantir und BlackRock   –, so haben wir die Könige der KI an der Spitze, denen die Finanzwelt folgt. [Hervorhebung seniora.org]

Das „Eisstück“ schmolz natürlich unaufhörlich im gesamten Davos-Spektrum. Als Neo-Caligula verkündete, er werde Grönland nicht das antun, was er Venezuela angetan hatte, explodierte die kollektive europäische Erleichterung förmlich   – der Champagner-O-Meter explodierte geradezu.

Es lag an dem zertifizierten NATO-Pudel Tutti Frutti al Rutti, mit seinem ewigen Lächeln einer verwelkten holländischen Tulpe, „Papa“ zur Milde zu bewegen und damit einmal mehr zu beweisen, dass die EU eine Bananenrepublik ist, eigentlich eine Union ohne Bananen.

Neo-Caligula und die verwelkte Tulpe bastelten ein „Rahmenabkommen“, das den USA den Erwerb von Grönlandgrundstücken für Militärstützpunkte und eine begrenzte Erschließung von Seltenen Erden sowie das notwendige Verbot russischer und chinesischer Projekte sichern sollte. Dänemark und Grönland waren bei diesem „Deal“ nicht einmal beteiligt.

Doch das kann sich alles blitzschnell ändern, vielleicht sogar durch einen Social-Media-Post. Denn genau das will Neo-Caligula nicht. Er will Grönland auf einer US-Landkarte in den Farben Rot, Weiß und Blau eingezeichnet sehen.

Das erschreckendste Landnahme-Komplott, das in Davos thematisiert wurde, betraf jedoch Gaza. Und da präsentierte dieser unerträgliche zionistische Dummkopf   – das Hirn der Familie gehört tatsächlich seiner Frau Ivanka   – seinen Masterplan für „das neue Gaza“ .

Oder: Wie man den Horror vermarktet… Den Horror (meine Entschuldigung an Joseph Conrad).

Hier haben wir eine Massenmord-/Vernichtungskampagne, verbunden mit der Plünderung dessen, was zu Schutt und Asche geworden ist, was zur Entstehung einer Hochsicherheitszone für symbolische, „genehmigte“ Palästinenser und zu erstklassigen Strandgrundstücken für Immobilienbetrüger und israelische Siedler führt.

Das alles wird von einem privaten Unternehmen gesteuert, dessen Vorsitz auf Lebenszeit unser Neo-Caligula innehat, der nun für die Annexion, Besetzung und Ausbeutung des Gazastreifens verantwortlich ist: ein monströser Landraub, der mit einem Schlag einen Völkermord und die Überreste des Völkerrechts begräbt   – alles vollumfänglich gebilligt von der EU und einer Reihe politischer „Führer“, von denen einige zu verängstigt sind, andere sich im Grunde nur absichern, um dem Zorn des Neo-Caligula zu entgehen.


Der chinesische „Bruch“

Ein gewisser Clown namens Nadio Calvino, Präsident der Europäischen Investitionsbank, behauptete tatsächlich in Davos, die EU sei „eine Supermacht“.

Nun, die Geschichte sträubt sich dagegen, ein Gebilde als Supermacht anzuerkennen, das in seiner Verteidigung völlig von den USA und der NATO abhängig ist; keinerlei Machtprojektion aufweist; keine bedeutenden Technologieunternehmen beherbergt (die wenigen, die noch existieren, befinden sich im Niedergang); zu 90 % von ausländischen Energielieferungen abhängig ist; und in Schulden ertrinkt (insgesamt 17 Billionen Dollar, was über 80 % des BIP der EU entspricht).

Was also war inmitten all des   – albernen   – Lärms und der Aufregung letztendlich der eigentliche Wendepunkt in Davos? Es war weder der „Bruch“ noch die Landnahmepläne. Es war die Rede des chinesischen Vizepremiers He Lifeng .

Im Übrigen war Carneys Rede über den „Bruch“ stark von seiner kürzlichen Reise nach China beeinflusst, wo er He Lifeng traf, einen ernstzunehmenden Kandidaten für die Nachfolge von Xi Jinping in der Zukunft.

In Davos machte He Lifeng deutlich, dass China entschlossen sei, „Der Weltmarkt“ zu werden; und dass die Steigerung der Binnennachfrage nun „ganz oben auf [Chinas] wirtschaftspolitischer Agenda“ stehe, wie sich im 15. Fünfjahresplan spiegele, der im kommenden März in Peking verabschiedet werden soll.

Was auch immer die Barbaren da treiben mögen, entscheidend ist, dass China bereits tief in der nächsten Phase steckt, in der es voraussichtlich die Vereinigten Staaten als wichtigsten Konsummarkt der Welt ablösen wird.

Das nennt man einen Riss .

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Pepe Escobar


Quelle: Strategic Culture Foundation - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Mit deeple übersetzt

https://strategic-culture.su/news/2026/01/23/the-real-rupture-in-davos/



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=383&userid=3998&mailid=2950


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

26.01.2026

EU will Blackrock am Wiederaufbau der Ukraine beteiligen

Die EU will bis zu 800 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau der Ukraine mobilisieren. Doch weil sie das Geld nicht hat, lässt sich sich auf Gespräche mit dem berüchtigten US-Finanzinvestor Blackrock ein.

Dies hat EU-Erweiterungskommissarin Kos ausgeplaudert. Sie sagte in einem Interview mit “Euronews”, daß sie wichtige Gespräche über den Wiederaufbau der Ukraine führe – auch mit privaten US-Unternehmen wie Blackrock, das an Investitionen in der Nachkriegs-Ukraine interessiert sei.

“Staatliche Gelder oder EU-Gelder sind nicht genug”, sagte Kos. “Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir privates Kapital anlocken, aber wir werden nicht in der Lage sein, privates Kapital anzulocken, wenn wir keine Geschäftsbedingungen haben, unter denen sich die Investoren sicher fühlen.”

Deshalb müssten nicht nur die Waffen schweigen, so die EU-Kommissarin. Die EU müsse auch für günstige Investitionsbedingungen in der Ukraine sorgen – und dabei mit den USA zusammenarbeiten.

Geheimes “Wohlstandspapier”

Bei “Euronews” klingt es, als sei es die normalste Sache der Welt. Dabei geht es hier um den Ausverkauf der Ukraine an die USA – mit EU-Hilfe. Zudem findet das alles hinter verschlossenen Türen statt.

Die Gespräche sind offenbar schon weit fortgeschritten. “Ich freue mich, dass wir uns auf das so genannte Wohlstandspapier einigen konnten, ein Rahmenwerk, das festlegt, wie sich die Ukraine nach dem Frieden entwickeln soll”, erzählte Kos. “Das ist wirklich ein Plan.”

Nach mehreren Presseberichten soll dieser transatlantische Plan 800 Mrd. Dollar an Wiederaufbauhilfen vorsehen. Er wurde offenbar beim EU-Sondergipfel am letzten Donnerstag diskutiert, aber nicht veröffentlicht.

Warum nur? Offiziell sollte es bei dem Gipfel ja um die Drohungen von US-Präsident Trump gehen. Doch das war wohl nur noch Nebensache. Stattdessen hat man offenbar Pläne mit US-Unternehmen wie Blackrock geschmiedet…

Siehe auch “Geheime Milliardenhilfe für die Ukraine”

P.S. Pikant sind die Blackrock-Gespräche auch wegen eines Eklats in Davos. Dabei verließ EZB-Chefin Lagarde offenbar vorzeitig eine Sitzung, die Blackrock-Chef Fink leitete – weil US-Handelsminister Lutnick scharfe Kritik an EUropa übte. Dennoch will man nun mit den Amerikanern zusammenarbeiten…


Info: https://lostineu.eu/eu-will-blackrock-am-wiederaufbau-der-ukraine-beteiligen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




“Ungebildet und inkompetent”: Kreml will nicht mit Kallas verhandeln


lostineu.eu, vom 25. Januar 2026

Will sich die EU etwa doch noch in die laufenden Friedensverhandlungen für die Ukraine einbringen? Diese Frage wirft eine aktuelle Meldung aus Moskau auf.

Demnach weigert sich der Kreml, mit der EU-Außenbeauftragten Kallas zu verhandeln.

„Mit ihr werden wir nie auch nur irgendetwas besprechen, auch die Amerikaner werden das nicht tun“, sagte Kremlsprecher Peskow. Die EU beschäftige “irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können.“

Richtig ist, daß sich auch US-Außenminister Rubio standhaft weigert, mit Kallas zu verhandeln. Denn auch in Washington genießt die bekennende Russland-Hasserin keinen guten Ruf.

Richtig ist aber auch, daß die EU die Friedensverhandlungen bisher den USA überlassen hat. Frankreich und Italien haben sich zwar dafür ausgesprochen, einen Sonderbeauftragten zu ernennen, stießen jedoch auf taube Ohren.

Nun könnte man den Eindruck gewinnen, daß Brüssel doch ganz gern dabei wäre – aber nur mit Frau Kallas. Oder wurde sie vielleicht von Präsident Selenskyj empfohlen – um sie als “Bulldozer” zu nutzen?

Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier

22 Comments

  1. Arthur Dent
    26. Januar 2026 @ 11:30

    @Kleopatra
    Referendum 1991 hat sich die Ukraine für unabhängig und blockfrei erklärt. Dass passt nicht zusammen mit einem Natobeitritt.
    In die Verfassung kam die Natomitgliedschaft später ohne Volksbefragung.

Antworten

  • Kleopatra
    26. Januar 2026 @ 09:06

    Wenn es in Osteuropa Hass auf Russen gibt, dann haben die Russen ihn sich durch viele Jahrzehnte ehrlich und mit viel Engagement selbst verdient. Und umgekehrt kultivieren die Russen auch jetzt noch Hass und Verachtung gegenüber den Völkern des ehemaligen sowjetischen Machbereichs. Dass Russen es als Demütigung empfinden, mit einer Estin auf gleicher Eben verkehren zu sollen, ist insofern nicht verwunderlich; aber die EU kann sich hierauf nicht einlassen und etwa stattdessen einen Deutschen benennen. Vielmehr sind produktive Beziehungen zu Russland erst möglich ,wenn Russen akzeptieren, dass sie nicht auf einer höheren Stufe stehen. Wer die EU als Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik vertritt, wird in der EU entschieden und andere Staaten haben dies erstmal zu akzeptieren. Wir können uns schließlich auch nicht aussuchen, wer Präsident der USA ist. (Wo nehmen Sie übrigens die Auskunft her, dass amerikanische Vertreter mit Frau Kallas nicht vorhanden wollen?).
    In eine ähnliche Richtung weist das Problem, dass Russland nicht bereit ist, mit der Ukraine zu verhandeln: das heißt, sie wollen die Ukraine nicht als im Prinzip gleichrangig akzeptieren, wie es zwischen Kriegsgegnern aber eigentlich nötig ist.

    Antworten

    • ebo
      26. Januar 2026 @ 09:18

      Beim Antrittsbesuch von Kallas in Washington kam Kallas nicht ins State Department. Rubio hat den Termin kurzfristig abgesagt. Das ist gut dokumentiert.

      Antworten

      • Kleopatra
        26. Januar 2026 @ 09:31

        Das wäre ein grober Verstoß gegen den Komment. Die allgemeine Regel besagt ja, dass man bei solchen Besuchen von seinem entsprechenden Amtskollegen empfangen wird. U.U. hat sich Rubio damit herausgeredet, dass Kallas keinen Staat vertritt. Zwischen Staaten wäre eine solche Weigerung eigentlich ein Grund für die Absage (oder Verschiebung) des Besuchs.

    • Guido B.
      26. Januar 2026 @ 09:24

      Kallas ist nicht nur darum als Verhandlungspartei ungeeignet, weil sie eingebildet, ungebildet und dumm ist, sondern weil sie eine Union vertritt, die nicht verhandeln, sondern Krieg bis zum Sieg führen will. Warum soll Russland mit dieser fanatischen Kriegsgurgel Gespräche führen?

      Antworten

      • Kleopatra
        26. Januar 2026 @ 09:37

        Die EU kann Russland keine der von ihm gewünschten Zugeständnisse machen. Weder kann sie über ukrainisches Territorium verfügen, noch Zusagen hinsichtlich der verlangten “Entnazifizierung und Entmilitarisierung” machen, und den Ausschluss einer NATO-Mitgliedschaft kann sie auch nicht zusagen. Noch nicht einmal die NATO kann das versprechen, da der NATO-Vertrag grundsätzlich für Einladungen zum Beitritt an jedes europäische Land offen ist (und auch kein einzelnes NATO-Mitglied dürfte versprechen, dies zu verhindern,
        weil es damit gegen den Vertrag verstoßen würde).
        Von allem anderen abgesehen: es sind die Russen, die Krieg bis zum Sieg führen wollen und sich zum Beispiel durch die Entführung und Zwangsadoption von Kindern, die ihnen in die Hände kommen, aufführen wie in dieser Region zuletzt die deutsche Besatzungsmacht.

      • Guido B.
        26. Januar 2026 @ 09:37

        Die EU ist Teil des Problems. Sie will nicht Teil der Lösung sein.

      • Kleopatra
        26. Januar 2026 @ 09:44

        Die EU vertritt den Standpunkt, dass Staaten untereinander auf gleichberechtigter Basis verkehren sollen und dass Völkerrecht zu respektieren ist. Damit kann sie (s.o.) viele Forderungen Russlands nicht anerkennen. Aber wo sehen Sie den Unwillen, zu einer Lösung beizutragen, und wie stellen Sie sich eine Lösung vor?

      • Guido B-
        26. Januar 2026 @ 10:15

        Die Lösung wäre ganz einfach: Die Ukraine anerkennt das Bedürfnis der ost- und südukrainischen Bevölkerung, eine russische Identität leben zu dürfen und sich vom antirussischen Regime in Kiew zu lösen. Die Ukraine akzeptiert den Unabhängigkeits- und Zugehörigkeitswunsch der Ost- und Südukraine. So wie der Unabhängigkeitswunsch des Kosovo von Serbien anerkannt worden ist.
        Das wäre die politische Mikroebene.
        Auf der politischen Makroebene müsste die Ukraine einsehen, dass sie sich besser entwickeln kann, wenn sie auf den NATO-Beitritt verzichtet und sich zur Neutralität bekennt. Solange sie sich als militärischer Rammbock der NATO gegen Russland profilieren will, kann sie mit Russland keinen Frieden finden.
        Die Lösung wäre ganz einfach, wenn russische und ukrainische Interessen gleichwertig respektiert werden würden. Russland will keine NATO-Dominanz im Schwarzen Meer, und die Ukraine will sich in Freiheit entwickeln. Das kann zusammenpassen, wenn beide Seiten aufeinander zugehen. Aber dazu müsste die Ukraine und ihre Unterstützer endlich mal aufrichtig an einer Friedenslösung interessiert sein.

      • Kleopatra
        26. Januar 2026 @ 10:35

        Es gab bereits ein Referendum über die Selbstständigkeit der Ukraine im Jahr 1991. Diese ergab in jeder einzelnen Region eine Mehrheit für die Selbstständigkeit. Damit ist die Frage der territorialen Zugehörigkeit (zur Ukraine) als geklärt anzusehen.
        Die unter russischer Besatzung organisierten “Referenden” sind wegen fehlender Freiheit der Abstimmung nicht ernstzunehmen.

      • Guido B.
        26. Januar 2026 @ 10:49

        Eben. Darum wird der Konflikt auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Da herrscht Konsens auf beiden Seiten des Krieges. Also soll auch niemand jammern, wenn täglich die schlimmsten Verbrechen passieren. Wer sich nicht auf Kompromisse und Frieden einigen will, muss hald Krieg führen. Bis zum bitteren Ende. Russland hat ja noch ein paar Optionen, den Krieg zu eskalieren. Irgendwann wird es davon Gebrauch machen müssen.

      • Kleopatra
        26. Januar 2026 @ 10:59

        @Guido B.: Wenn Sie damit argumentieren, dass es eben ein auf dem Schlachtfeld ausgetragener Konflikt sei, warum bemühen Sie sich dann überhaupt, die russischen Forderungen zu rechtfertigen?
        Allerdings sind Angriffskriege völkerrechtlich nach einer Reihe von Völkerrechtsinstrumenten illegal.

      • Guido B.
        26. Januar 2026 @ 11:27

        Als sich die Ukraine 1991 in allen Regionen für Selbstständigkeit entschied, wollte die Ukraine noch ein neutraler Staat sein und wurde nicht von einem antirussischem Regime, das sich 2014 mit Gewalt an die Macht putschte, beherrscht. Russland hat einfach auf eine antirussische Aggression im Nachbarstaat reagiert. Wie jede Grossmacht. Frieden durch Stärke. Da sind sich wie gesagt beide Kriegsparteien einig. Frieden durch Stärke. Will heissen Krieg bis zum bitteren Ende.

    • Stef
      26. Januar 2026 @ 10:28

      Hass gibt es auf allen Seiten. Er kann nicht dadurch zurückgedrängt werden, dass wir nur von den Russen verlangen ihn nicht auszuleben. Sie haben weder damit angefangen, noch leben sie ihn am übelsten aus.

      Ihre Argumentation hat noch eine andere Unwucht. Sie verlangen von den Russen Respekt des Rechts und des Komments (letzteres verlangen sie indirekt auch von den USA). Wir selbst respektieren es nicht. Wir haben Russland beim Mauerfall zugesagt, dass sich die Nato keinen Zentimeter nach Osten ausdehnen wird und wir haben diese Zusage gebrochen. Nach dem Maidan-Putsch in 2014 haben wir in den Minsk-Abkommen eine Garantiefunktion übernommen, nach der wir die Einhaltung der vertraglichen Zusagen in der Ukraine sicherstellen sollten. Wir haben uns nicht daran gehalten und im Gegenteil hat A. Merkel offen zugegeben, dass das auch von vornherein so geplant war.

      Bevor wir mit irgendeiner Glaubwürdigkeit und Autorität von Russland die Einhaltung von Recht und Ordnung verlangen können, müssen wir das erst einmal selbst lernen.

      Und was die Akzeptanz als gleichrangig angeht: Das ist ein Postulat, dass nirgendwo in Reinform rechtlich gefordert oder akzeptiert ist oder auch nur theoretisch einzuhalten ist. Wir kommen weder an der Geografie noch an der Geschichte vorbei. Und als Zentraleuropäer sage ich mal ohne jede Scham, dass ich auch nicht aus Gründen irgendeiner gefühlten “Gleichrangigkeit” beabsichtige, die Prosperität und den Frieden in meiner Heimat vom Respekt zwischen Russland und dem Baltikum abhängig zu machen. Das mag man bedauern, dem kann man wiedersprechen, aber es ist ein Gebot der Vorsicht und Vernunft. Zwischen vielen Ländern Osteuropas gibt es viele historische Animositäten, weshalb die Nato ihren postulierten Antritt als Defensivbündnis spätestens damit verspielt hat, in diesen Konflikten einseitig Partei zu ergreifen.

      Das nutzte und nutzt alleine den USA. Alle anderen inkl. der Osteuropäer sind dabei gekniffen. Die Europäer waren extrem dumm dabei mitzumachen. Und von den Russen zu verlangen, sie sollen sich dieser epochalen Dummheit anpassen ist nicht ernst zu nehmen.

      Die Frage ist also, wann und wie kommen wir dazu, uns von der Spaltungspolitik der USA hierzulande zu befreien. Und die Zusatzfrage ist: Warum sichern sie die bestehenden Abhängigkeiten in ihren Posts strategisch ab?

      Antworten

      • Kleopatra
        26. Januar 2026 @ 10:55

        Es gab nie eine formelle Zusage, dass die NATO keine mittel-und osteuropäischen Staaten aufnehmen würde. Sehr wohl gibt es im 2+4-Vertrag Bestimmungen zur Einschränkung von Truppen im Gebiet der ehemaligen DDR. Im Jahr 1990 bestand der Warschauer Pakt noch, ebenso wie die Sowjetunion. Es ging auch nicht um eine Ausweitung der NATO, sondern darum, dass die mittel- und osteuropäischen Staaten unbedingt Mitglieder werden wollten.
        Die Erfahrungen der baltischen Staaten mit der Sowjetherrschaft kann man nicht als “Animositäten” herunterspielen; und da sie Mitglieder der NATO sind, haben wir jeden Angriff auf sie wie einen Angriff auf uns selbst zu betrachten; nach dem Vertrag über die EU hätten wir ihnen sogar alle Hilfe zu leisten, die in unserer Macht steht.

      • Guido B.
        26. Januar 2026 @ 10:55

        Danke, Stef, für den super Kommentar!

  • Monika
    26. Januar 2026 @ 09:04

    Ein Amerikaner wurde gefragt, ob er vor der wachsenden wirtschaftlichen Konkurrenz Chinas keine Angst hätte. Ach was, atwortete der, solange die chinesischen Eliten ihren Sprösslingen die Ausbildung in Ökonomie bei uns in Amerika angedeihen lassen, mache er sich da überhaupt kein Sorgen. (Das ist aber schon ein ein paar Jahrzehnte her…) War Frau Kallas nicht auch eine Absolventin der “legendären” wertewestlichen Schulung “Youg Global Leaders”? Auswahlkriterium ist dort vorallem der jeweilige Grad an Selbstüberschätzung, Ignoranz, Karrieregeilheit und “Gläubigkeit”. Selber denken ist DORT jedenfalls nicht Trumpf…

    Antworten

  • bruno neurath-wilson
    26. Januar 2026 @ 08:23

    Kann man das denn so sagen, dass die „EU die Friedensverhandlungen bisher den USA überlassen“ hat? ÜBERLASSEN?
    War die EU denn jemals so stark, dass sie etwas anderes hätte tun können als von den USA ÜBERGANGEN zu werden??

    Antworten

  • KK
    26. Januar 2026 @ 00:22

    “Nun könnte man den Eindruck gewinnen, daß Brüssel doch ganz gern dabei wäre – aber nur mit Frau Kallas.”

    Wasch mich, aber mach mich nicht nass!
    Frau Kallas war von vornherein eine Provokation gegenüber Riussland, wo m.W. sogar ein Haftbefehl gegen sie wegen ihrer antirussischen Umtriebe in Estland besteht… hierzulande stünde wohl “Volksverhetzung” im Raum (aber die ist ja gegenüber Russland in Justiz, Politik und weiten Teilen der Bevölkerung bei uns inzwischen auch akzeptiert).

    Antworten

  • Michael
    25. Januar 2026 @ 21:05

    Wunderbar ! Endlich eine klare Ansage zur unerträglich unsäglichen Kallas! Ich würde noch Merz, Leyen und Weber inter alia hinzufügen!

    Antworten

  • Erneuerung
    25. Januar 2026 @ 19:05

    Frau Kallas hat nach meinem Wissensstand, den ich aus der Verfolgung mehrerer Medien, nicht nur alternativer, habe, das intellektuelle Niveau von Frau Baerbock und ist gleichermaßen ungebildet und Russenhasserin, Rassismus lässt grüßen. Ich würde es als Provokation betrachten, wenn mir Frau Kallas als Verhandlungspartnerin gegenüber gestellt würde. Das ist, wie gesagt, mein Eindruck und soll keine Beleidigung darstellen. Viele Grüße an Kleopatra.

    Antworten

  • european
    25. Januar 2026 @ 17:30

    „Die EU beschäftige “irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können.““

    Leider muss man ihm hier recht geben. Oberste Auswahlkriterien waren Geschlecht und eine ablehnende Haltung gegenüber Russland. Und leider beschränkt sich dieses schlechte Bildungsniveau nicht nur auf die Institution EU. Mir fielen dazu noch einige andere Namen ein.

    Sehr zum Schaden der EUropäischen Bürger.


  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-kreml-will-nicht-mit-kallas-verhandeln/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    26.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: Warum wir die Internationale Münchner Friedenskonferenz brauchen

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 26. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 26.01.2026


    Warum wir die Internationale Münchner Friedenskonferenz brauchen


    Newsletter des Trägerkreises der Internationalen Münchner Friedenskonferenz vom 25. Januar 2026 Sicherheit ist mehr als Militär und Abschottung. Warum wir eine andere Friedenslogik brauchen und warum die Internationale Münchner Friedenskonferenz wichtiger ist denn je. Jedes Jahr im Februar inszeniert die&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/warum-wir-die-internationale-muenchner-friedenskonferenz-brauchen/


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    Milagro Sala: 10 Jahre politische Gefangenschaft


    Am 16. Januar 2026 jährte sich zum zehnten Mal die willkürliche Inhaftierung von Milagro Sala, Bürgerrechtlerin, Gewerkschafterin und soziale Leiterin der Nachbarschaftsorganisation Tupac Amaru in der argentinischen Provinz Jujuy, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, die in teils&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/milagro-sala-10-jahre-politische-gefangenschaft/


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    Getragen vom festen Vorsatz, gemeinsames Handeln für die Zukunft voranzubringen, begann die vierte Versammlung des Humanistischen Weltforums


    Am Samstag, dem 24. Januar 2026, startete die vierte Versammlung des Humanistischen Weltforums unter Beteiligung zahlreicher Aktivist:innen sowie Organisationen und Institutionen aus verschiedenen Kulturkreisen. Die im Titel formulierte Herausforderung lautete: „Die Krise und globale Unsicherheit überwinden: Die Menschheit in Aktion“.&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/getragen-vom-festen-vorsatz-gemeinsames-handeln-fuer-die-zukunft-voranzubringen-begann-die-vierte-versammlung-des-humanistischen-weltforums/


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    Sultanas Traum &#8211; Reise in die futuristische Vergangenheit


    „Sultanas Traum“ ist von dem gleichnamigen visionären Roman von 1905 inspiriert, in dem eine bengalische Schriftstellerin eine feministische Utopie entwarf. Der Animationsfilm wechselt dabei zwischen Adaption, Biopic und einer Rahmenhandlung, die einer Liebeserklärung an den kreativen Schaffungsprozess gleichkommt. Der Film&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/sultanas-traum-reise-in-die-futuristische-vergangenheit/


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    Ukrainischem Kriegsdienstverweigerer droht Zwangsrekrutierung durch das Militär


    Dem Geschäftsführer der 2024 mit dem Ludwig-Baumann-Preis des Carl-von-Ossietzky-Solidaritätsfonds der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ausgezeichneten „Ukrainischen Pazifistischen Bewegung“ droht die zwangsweise Einziehung in das Militär. Friedensorganisationen weltweit (Liste siehe unten) protestieren dagegen. Die unterzeichnenden Organisationen äußern ihre tiefe&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/ukrainischem-kriegsdienstverweigerer-droht-zwangsrekrutierung-durch-das-militaer/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    26.01.2026

    Die neue US-Militärstrategie   Die neue US-Militärstrategie schreibt den NATO-Staaten Europas weiterhin eine zentrale Rolle bei der Eindämmung Russlands vor. Sie beschweigt allerdings die US-Gewaltpolitik, die Europa in Opposition zu den USA zwingt.

    german-foreign-policy.com, 26. Januar 2026

    WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Die Ende vergangener Woche vorgestellte neue US-Militärstrategie (National Defense Strategy) schreibt den NATO-Staaten Europas auch für die Zukunft die zentrale Rolle bei der Eindämmung Russlands zu. Moskau sei auf absehbare Zeit „eine anhaltende, aber beherrschbare Bedrohung“ für die osteuropäischen NATO-Staaten, heißt es in dem Papier. „Europa“ komme unverändert die Aufgabe zu, Russland in Schach zu halten, das es freilich „bezüglich seiner Wirtschaftsleistung, seiner Bevölkerungszahl und damit auch seiner latenten Militärmacht bei weitem“ übertreffe. Die Vereinigten Staaten legen dem Papier zufolge weiterhin einen zentralen Schwerpunkt auf ihren Machtkampf gegen China, bei dem sie aber einen Gang herunterschalten müssen; die Volksrepublik ist ihnen nach Einschätzung von Beobachtern in der High-Tech-Rüstung bereits punktuell überlegen. Die USA forcieren die Aufrüstung und befassen sich vorläufig damit, die „Westliche Hemisphäre“ auch militärisch unter ihre Kontrolle zu bringen. Das neue Strategiepapier thematisiert nicht die US-Gewaltpolitik gegenüber Europa. Diese beginnt die europäischen NATO-Staaten zur Positionierung gegen Washington zu veranlassen.


    Zitat: Das zweitmächtigste Land der Welt

    Die neue Militärstrategie der Vereinigten Staaten (National Defense Strategy), die Ende vergangener Woche im Anschluss an die Nationale Sicherheitsstrategie (National Security Strategy [1]) veröffentlicht worden ist, räumt dem Machtkampf gegen China unverändert einen zentralen Stellenwert ein. Wie es in dem Papier heißt, sei die Volksrepublik schon jetzt „das zweitmächtigste Land der Welt“ und in puncto Macht den USA so nah wie kein anderer Staat seit dem 19. Jahrhundert.[2] Für Washington entscheidend sei es zur Zeit, dass die Anrainer des „Indo-Pazifik“, also der erweiterten Asien-Pazifik-Region, schon bald mehr als die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung erarbeiten würden. Könne China oder auch eine andere Macht die Region dominieren, hätte sie faktisch die Möglichkeit, „den Zugang der Amerikaner zum ökonomischen Gravitationszentrum der Welt zu unterbinden“. Das würden die Vereinigten Staaten wegen der „dauerhaften Folgen für die ökonomischen Aussichten unserer Nation“ nicht hinnehmen. Es gehe daher nun darum, sich China in der Asien-Pazifik-Region mit einer geballten Militärpräsenz entgegenzustellen. Ein „regime change oder ein anderer existenzieller Kampf“ stünden jedoch zur Zeit nicht auf der Tagesordnung.


    KI-gesteuerte Drohnenschwärme

    Hintergrund der vorläufigen US-Selbstbeschränkung ist, dass es China gelungen ist, seine Streitkräfte mit erheblichem Erfolg auf einen etwaigen Abwehrkampf gegen die Vereinigten Staaten vorzubereiten. Bereits im Herbst hatte US-Kriegsminister Pete Hegseth eingeräumt, die jüngsten war games des Pentagon, bei denen ein Krieg gegen China am Schreibtisch durchexerziert wird, hätten ergeben: „Wir verlieren jedes Mal.“[3] US-Medien haben in den vergangenen Monaten der offenbar erfolgreichen Nutzung modernster Hardware, so etwa Drohnen, und von Künstlicher Intelligenz (KI) durch das chinesische Militär erhebliche Aufmerksamkeit eingeräumt. Im November 2025 etwa hieß es mit Blick auf Drohnen, lange Jahre hätten die USA qualitativ klar vor China gelegen. Mittlerweile habe die Volksrepublik aber „über das gesamte Spektrum hinweg, von Stealth-Drohnen, die bis an den Rand des Weltraums fliegen können, bis zu billigen faltbaren Quadcoptern, die in den Rucksack eines Soldaten passen“, aufgeholt oder sei gar schon an US-Technologie vorbeigezogen.[4] Am Wochenende hieß es zur Kriegführung mit KI-gesteuerten Drohnenschwärmen, mittlerweile liege China dabei klar vorn – auch, weil es billige Drohnen erheblich zahlreicher und viel kostengünstiger produzieren könne.[5]


    Der nächste regime change

    Während Washington sich nun in der Asien-Pazifik-Region angesichts Chinas erfolgreicher Defensivbewaffnung vorläufig darauf beschränkt, seine Militärpräsenz zu massieren und allgemein dramatisch hochzurüsten – US-Präsident Donald Trump will den US-Militäretat um zwei Drittel auf 1,5 Billionen US-Dollar aufstocken –, legt es einen Schwerpunkt auf die „Westliche Hemisphäre“: auf Nord- und Südamerika, die Karibik und Grönland. Dort hätten Gegner an Einfluss gewonnen, die nicht nur den Zugang der USA zu Schlüsselregionen in Frage stellten, sondern ganz generell US-Interessen untergrüben und „Amerika weniger stabil“ machten, heißt es in der Militärstrategie. Man werde sich daher darauf konzentrieren, den eigenen militärischen und ökonomischen Zugang zu „Schlüsselgebieten“ zu sichern, so etwa zum Panamakanal und zu Grönland. Dazu müssten Kanada und „Partner in Mittel- und Südamerika“ beitragen. Täten sie das nicht, werde man „entschieden handeln“. Im nächsten Schritt zur vollständigen Unterwerfung der Westlichen Hemisphäre hat die Trump-Administration begonnen, den Sturz der Regierung in Kuba bis Jahresende anzustreben.[6] Konkret ist dazu eine komplette Seeblockade zur Verhinderung von Erdölimporten in den Inselstaat im Gespräch.[7]


    „Eine beherrschbare Bedrohung“

    Klare Aussagen trifft die neue US-Militärstrategie zu Russland und Europa. So heißt es, Russland sei auf absehbare Zeit „eine anhaltende, aber beherrschbare Bedrohung“ vor allem für die östlichen NATO-Staaten. Zugleich besitze es Waffensysteme, die es gegen die USA einsetzen könne. Letzteres würden die US-Streitkräfte verhindern; um Ersteres müssten sich die NATO-Mitglieder in Europa kümmern. „Glücklicherweise“ seien die europäischen NATO-Staaten „erheblich mächtiger als Russland“, das ihnen „nicht einmal nahe“ komme: „Moskau ist nicht in der Lage, um die Vorherrschaft in Europa zu konkurrieren“, heißt es weiter in dem Dokument, denn die NATO-Staaten Europas überträfen Russland „bezüglich der Wirtschaftsleistung, der Bevölkerungszahl und damit der latenten Militärmacht bei weitem“. Die Aufstockung der Rüstungshaushalte der europäischen NATO-Staaten und ihre gewaltigen neuen Rüstungsprogramme stellten sicher, dass dies so bleibe. Die neue US-Militärstrategie weist den NATO-Staaten Europas damit unverändert die Aufgabe zu, Russland in Schach zu halten, während die Trump-Administration eine gewisse taktische Kooperation mit Moskau nutzt, um sich Zugriff auf die Rohstoffe der Ukraine zu sichern.[8]


    Folgen der Gewaltpolitik

    Nicht thematisiert wird in der neuen US-Militärstrategie die US-Gewaltpolitik gegenüber Europa – die wiederholten Drohungen, Grönland militärisch zu annektieren; die stets neuen Ankündigungen, Europas Staaten mit drastischen Willkürzöllen zu Maßnahmen zu nötigen, die ihre eigenen Interessen schwer schädigen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte sich erstmals Widerstand an – relativ deutlich im Falle Kanadas, weniger deutlich, aber dennoch spürbar im Falle verschiedener Stimmen aus Europa, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (german-foreign-policy.com berichtete [9]). Im Berliner Außenpolitik-Establishment hat längst eine Debatte über Optionen und Chancen einer gewissen Abkehr von den Vereinigten Staaten begonnen. german-foreign-policy.com berichtet in Kürze.

     

    [1] S. dazu Der neue Transatlantikpakt.

    [2] Zitate hier und im Folgenden: Department of War: National Defense Strategy 2026. Washington, 23.01.2026.

    [3] Overmatched. Why the U.S. Military Needs to Reinvent Itself. nytimes.com 08.12.2025.

    [4] Jason French, Josh Chin, Jemal R. Brinson, Liza Lin: How American and Chinese Drone Arsenals Stack Up. wsj.com 14.11.2025.

    [5] Josh Chin: China Trains AI-Controlled Weapons With Learning From Hawkes, Coyotes. wsj.com 24.01.2026.

    [6] José de Córdoba, Vera Bergengruen, Deborah Acosta: The U.S. Is Actively Seeking Regime Change in Cuba by the End of the Year. wsj.com 22.01.2026.

    [7] Ben Lefebvre, Eric Bazail-Eimil: Trump administration weighs naval blockade to halt Cuban oil imports. politico.com 23.01.2026.

    [8] S. dazu Die Bodenschätze der Ukraine.

    [9] S. dazu Bruch in der Weltordnung.



    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10277


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.01.2026

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    25.01.2026

    Afghanistan steht vor dem Risiko, zum Schauplatz eines großen regionalen Krieges zu werden

    freedert.online, 25 Jan. 2026 21:44 Uhr, Von Juri Mawaschew

    Man kann sich kaum vorstellen, dass Pakistan, das alles zu verlieren riskiert, und China, das viel zu verlieren droht, einfach untätig bleiben würden, anstatt auf einen Machtwechsel in Afghanistan zu setzen. Was wäre, wenn sich auch Indien diesem "spannenden Spiel" anschließen würde?


    Afghanistan steht vor dem Risiko, zum Schauplatz eines großen regionalen Krieges zu werden© Screenshot


    Die Tehrik-e-Taliban Pakistan sind die Ursache für die wachsenden Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan.


    Die Prognose "Konflikte im Jahr 2026, die Beachtung erfordern" des US-amerikanischen Rates für Internationale Angelegenheiten (Council on Foreign Relations, CFR) zeigt mehrere Konfliktherde auf der Weltkarte auf. Die höchste Gefahrenstufe hinsichtlich einer baldigen Wiederaufnahme des militärischen Konflikts im Nahen Osten wurde Iran und dem Gazastreifen zugewiesen. Dabei wird das Konfliktpotenzial zwischen Afghanistan und Pakistan in Südasien von den Analytikern offensichtlich unterschätzt.

    Dabei könnten gerade Afghanistan und Pakistan – also ihre Grenzgebiete und angrenzenden Territorien – durchaus zum Schauplatz blutiger und langwieriger Auseinandersetzungen werden. Dabei kann es sich sowohl um einen klassischen als auch um einen asymmetrischen Partisanenkrieg handeln, in den anschließend die nuklearen Weltmächte involviert werden könnten. Die Gründe für diese düstere Prognose sind vielschichtig.


    Islamabad nach dem Anschlag: Pakistan befindet sich im "Kriegszustand"





    Islamabad nach dem Anschlag: Pakistan befindet sich im "Kriegszustand"






    Die oberste Schicht betrifft die Interessen zweier unmittelbarer Nachbarn – Pakistan und das Islamische Emirat Afghanistan. Der Konflikt zwischen ihnen spitzte sich im Oktober 2025 zu und wurde von gegenseitigen Schusswechseln und Luftangriffen begleitet. Islamabad warf Kabul vor, Terroristen der "Tehrik-i-Taliban Pakistan" (TTP) Zuflucht zu gewähren. Die afghanische Seite wies die Anschuldigungen zurück und warf ihrem Nachbarn vor, den Handel als Mittel des außenpolitischen Drucks zu nutzen.

    Seit Mitte Oktober 2025 wurde der gewerbliche Transportverkehr über die pakistanisch-afghanische Grenze vollständig eingestellt, wodurch auch der bilaterale Warenverkehr im Wert von bis zu 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr zum Erliegen kam. Nach Schätzungen pakistanischer Experten belaufen sich die täglichen Verluste Pakistans durch die Einstellung der Exporte nach Afghanistan und des Transits durch Afghanistan nach Zentralasien auf 60 Millionen US-Dollar. Infolgedessen entgeht beiden ohnehin nicht wohlhabenden Ländern die Möglichkeit, Milliarden von US-Dollar zu verdienen, nur weil die beiden Grenzübergänge Torham und Chaman gesperrt sind.

    Die Vereinbarung der Konfliktparteien über einen Waffenstillstand am 19. Oktober und drei Verhandlungsrunden konnten keine Klarheit schaffen. Es besteht keine Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden, und der Handel blüht nicht auf. Derzeit scheint Pakistan aufgrund seiner Entscheidung, die Grenzübergänge zu schließen, am meisten zu verlieren. Denn während in Pakistan die Arbeitslosigkeit steigt und in der Grenzprovinz Khyber Pakhtunkhwa die Unternehmen ihre Tätigkeit einstellen, scheint sich Afghanistan angepasst zu haben.


    Russland und China präsentieren Antwort des globalen Nichtwestens auf US-Ultimatum




    Meinung

    Russland und China präsentieren Antwort des globalen Nichtwestens auf US-Ultimatum





    Die regierenden Kräfte Afghanistans richten nun die Handelsströme aktiv auf die Hafeninfrastruktur Irans sowie auf die Routen durch Iran nach Indien und in andere asiatische Länder aus. Mehr noch: Sogar die Mehrkosten aufgrund der erhöhten Lieferkosten und -zeiten auf alternativen Routen stellten für die Afghanen kein Hindernis dar – ihre Exporte stiegen im Oktober 2025 um 13 Prozent. Kurz gesagt: Im Gegensatz zu Pakistan läuft Afghanistan langfristig nicht Gefahr, Marktanteile in benachbarten Regionen zu verlieren, obwohl es den Transit durch Pakistan nicht mehr nutzt.

    Aber worin liegt der Grund für diese Zuversicht Afghanistans in die eigene Zukunft? Die Antwort lautet: Kabul agiert nicht allein. Seine neuen Handelspartner – Indien und Iran, die jeweils im Osten und Westen eine vorteilhafte geostrategische Lage einnehmen – sind gleichzeitig auch seine neuen Wohltäter. Zu diesem Schluss gelangt man, wenn man die Intensität der gegenseitigen Besuche, die komplementären Erklärungen und die Dynamik der bilateralen Beziehungen als Ganzes analysiert. Während jedoch der iranische Wohltäter strategische Kontakte zu Pakistan aufbaut, ist Indien ein langjähriger Rivale und Konkurrent Pakistans und strebt zumindest in der indopazifischen Region eine Führungsrolle an. Afghanistan mit seinen Handelsproblemen und militärisch-politischen Konflikten mit Pakistan ist für Indien ein ideales Instrument, um seinen Gegner zu schwächen.

    Bei einem Nullsummenspiel, bei dem das Scheitern des Gegners einem Gewinn gleichkommt, wird stets auf allen Spielfeldern gespielt. Kein Wunder, dass die von Kabul und Neu-Delhi vereinbarte Erhöhung des afghanischen Frachtverkehrs in Richtung des iranischen Hafens Chabahar (der unter indischer Verwaltung steht) für den Tiefseehafen Gwadar in Pakistan nichts Gutes verheißt.

    Mehr noch – es könnte ihn "aus dem Rennen werfen". Darüber hinaus könnte die Umwandlung von Chabahar in einen wichtigen Umschlagplatz und Handelsknotenpunkt dazu führen, dass genau dieser Hafen zum Anziehungspunkt für die Länder Zentralasiens würde.


    Chinas Top-Diplomat besucht Kabul: Sind Islamisten in Mittelasien auf dem Vormarsch?





    Chinas Top-Diplomat besucht Kabul: Sind Islamisten in Mittelasien auf dem Vormarsch?






    Man kann ohne große Mühe vorhersagen, dass die Entwicklung unkontrollierter Handelsknotenpunkte und Umschlagplätze sowohl für Pakistan als auch für seinen Schutzherrn, der in pakistanische Tiefseehäfen investiert hat – China –, zu enormen Verlusten führen würde. Die Transiteinnahmen aus einem "wasserreichen Fluss" würden sich im besten Fall auf ein "Rinnsal" reduzieren. Denn der chinesisch-pakistanische Wirtschaftskorridor (CPEC) – Chinas Flaggschiff-Investitionsprojekt in Pakistan im Rahmen der Initiative "One Belt, One Road" – wird sich angesichts der Dominanz der indischen Hafeninfrastruktur sowohl im Westen als auch im Osten als unrentabel erweisen. In diesem Fall werden Inder, Afghanen und Iraner ihre eigene Konjunktur schaffen, in die es für Chinesen und Pakistaner wesentlich schwieriger sein wird, sich einzubringen.

    Man kann sich kaum vorstellen, dass Pakistan, das alles zu verlieren riskiert, und China, das viel zu verlieren droht, einfach untätig bleiben würden, anstatt in Afghanistan auf eine bestimmte Gruppierung zu setzen, die die Macht in der Hauptstadt oder in Schlüsselregionen übernehmen könnte.

    Und wenn sich auch Indien diesem spannenden Spiel anschließen würde?

    In diesem Fall stünde Kabul kurz davor, zum "Pulverfass" Südasiens zu werden. Allerdings wäre dies für das Land nichts Ungewöhnliches.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 17. Januar 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Juri Mawaschew ist ein russischer Orientalist. Er ist Direktor des Zentrums für das Studium der neuen Türkei.

    Mehr zum Thema – Vertiefung der Beziehungen zu Taliban: Indien stuft seine Vertretung in Kabul als Botschaft ein


    Screenshot_2026_01_25_at_22_31_15_Afghanistan_steht_vor_dem_Risiko_zum_Schauplatz_eines_gro_en_regionalen_Krieges_zu_werden_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6sk5l3-wir-erledigen-diese-schmutzige-arbeit-fr-die-usa-pakistanischer-minister-be.html Dauer 0:54 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/267820-afghanistan-steht-vor-risiko-zum/


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    25.01.2026

    Terminatorus Pistolius – Ausdruck selbstmörderischer Kriegsgeilheit der Eliten Europas

    freedert.online, 25 Jan. 2026 21:32 Uhr, Von Andrei Rudaljow

    Sollte ausgerechnet hierin der Höhepunkt nationaler Einheit und die höchste Entwicklungsstufe des gesamteuropäischen Hauses liegen, wenn die Vereinigung doch lediglich eine tickende Zeitbombe hervorbringt – eine ernste Bedrohung, gespeist aus gesteigerten und unersättlichen Begierden sowie den damit einhergehenden Illusionen?


    Terminatorus Pistolius – Ausdruck selbstmörderischer Kriegsgeilheit der Eliten Europas

    BRD-Verteidigungsminister Boris Pistorius hat über Erfolge und Errungenschaften Bericht abgelegt – und eine deutliche Aufstockung der Bundeswehr, die aktuell gut 184.000 Mann Militärpersonal zählt, verkündet. Erinnern wir uns: Bereits im Sommer 2024 hatte ebenjener Pistorius Deutschland zur Kriegsvorbereitung aufgerufen und eine Fünfjahresfrist gesetzt.

    Wenn er das sagt, macht er das auch. Geplant ist, sowohl die Bundeswehr als auch ihre Reserven weiterhin personell aufzustocken. Der Verteidigungsminister lobte zudem die, wie er behauptete, wachsende Bereitschaft junger Menschen, sich für die äußere Sicherheit Deutschlands einzusetzen. Bei ihm fragt man sich, wie er sich besagte junge Menschen so vorstellt: Erst in braunen Hemden vielleicht, dann mit Totenköpfen auf den Kragenspiegeln?


    Truppenstärke der Bundeswehr legt zu – Abbrecherquote weiterhin hoch





    Truppenstärke der Bundeswehr legt zu – Abbrecherquote weiterhin hoch






    Diese Sorge um die jungen und heranwachsenden Generationen ist schon aufschlussreich. Offenbar ist sie mit einem bestimmten Zukunftsbild verknüpft, das immer dominanter wird. Gerade falls eine solche Zukunft eintritt, so Pistorius, werde das Vertrauen junger Menschen in die Bundeswehr sehr vonnöten sein. Das ist bei ihm so ein besonderer Stil der politischen Allegorie – und nicht nur bei ihm: Hier sei daran erinnert, dass auch Bundeskanzler Friedrich Merz kürzlich seine große Besorgnis um die Jugend zum Ausdruck brachte – bei ihm war es allerdings die ukrainische Jugend – und beklagte, dass diese ihre Heimat verlassen habe, anstatt sich dem Dienst am Vaterland zu widmen. Welcher Dienst primär gemeint ist, ist klar: Krieg. Von Krieg sind die deutschen Politiker heutzutage wie besessen.

    Überhaupt – Europas Militärmaschinerie gewinnt an Fahrt. Deutschland, das einem klar auszumachenden Muster folgt, beansprucht dabei erneut die Rolle des Haupttreibers der Militarisierung: Frau Merkel arbeitete hart am Putsch in Kiew und bereitete die Ukraine anschließend intensiv auf die Konfrontation mit Russland vor. Nach Beginn der militärischen Sonderoperation durch Russland sprach der nachfolgende Bundeskanzler Scholz seinem Land eine Art Ablass für die im Zweiten Weltkrieg begangenen Gräueltaten aus. Deutschland reihte sich daraufhin sofort in die Riege der führenden Geberländer für die Ukraine ein. Der nächste Schritt ist eben die Erklärung einer fünfjährigen Frist, Bereitschaft für eine Konfrontation herzustellen – und über die Zwischenergebnisse der dahingehenden Arbeit wird jetzt Bericht erstattet: Die Maschinerie ist in Gang gesetzt, die Arbeit läuft. Um zu rechtfertigen, dass all dies nicht sinnlos und vergebens sei, wird der breiten Masse die Idee verkauft, ein NATO-Krieg mit Russland sei im Jahr 2029 unausweichlich. Auch Pistorius artikuliert dies, während er gleichzeitig über die Bereitschaft der ihm unterstellten Organe, russische Soldaten zu töten, Bericht ablegt.


    Steckt in den Deutschen immer noch der alte Todestrieb?





    Meinung

    Steckt in den Deutschen immer noch der alte Todestrieb?






    Das mutet doch sehr nach einem Fatalismus im Hinblick auf einen angeblich unausweichlichen Krieg an – eine Idee, die man in Deutschland offenbar unkritisch und als gegebene Tatsache hingenommen hat. Zumindest wird nichts unternommen, um das schlimmstmögliche Szenario zu verhindern. Oder würden Sie Merz' Standardfloskeln über die Notwendigkeit einer Einigung mit Russland als echte Schritte in Richtung Entspannung verstehen? Eben. Und das schlimmstmögliche Szenario selbst ist keiner detaillierten Beschreibung bedürftig: Alles daran ist nur allzu offensichtlich und vorhersehbar. Es wird nicht um philosophische Konstrukte über den Niedergang der Alten Welt gehen, sondern um den tatsächlichen Untergang Europas, das sich vor unseren Augen selbst cancelt und einen selbstmörderischen Weg einschlägt.

    Aber warum spricht im Westen niemand öffentlich über dieses sehr reale Zukunftsszenario? Beziehungsweise warum wird es im besten Fall als eine Art Kampagne dargestellt, deren Konsequenzen die Europäische Union allenfalls indirekt betreffen würden, oder als irgendwelche Aktionen außerhalb des Materiellen? Was denken die sich bloß dabei – und worauf setzen sie? Glauben sie etwa, Russland würde sich einfach um Europas Willen selber aufopfern?

    Oder erleben wir hier das Wirken uralter Instinkte, gegen die niemand etwas ausrichten kann und die man einfach als unvermeidlich hinnimmt?

    Nichts auf der Welt, so scheint es, ändert sich. Hier ist die Geschichte wie das Lied Das Rote Pferd von Markus Becker, eines von vielen dieser Art, wie sie auf Komasauf-Partys etwa der Mallorca-Urlauber-Szene laufen:

    Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt
    Und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt
    Die Fliege war nicht dumm, sie machte summ-summ-summ
    Und flog mit viel Gebrumm ums rote Pferd herum.

    Und dieser Text wird immer, noch und nöcher wiederholt, ad nauseam – (im Fall des Zielpublikums des Liedes wohl sogar wortwörtlich).


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    Video https://www.youtube.com/watch?v=n4SrX8XB8_c Dauer 3:14 Min.


    Deutschland fliegt durch die Weltgeschichte umher wie die Fliege im Lied: Es bereitet sich schon wieder darauf vor, die Völker Europas unter seinem Banner für einen Marsch in eine bestimmte Richtung zu versammeln – und auch erneut dorthin zu führen.

    Sollte es das etwa wirklich sein, sollte ausgerechnet hierin der Höhepunkt der nationalen Einheit, die höchste Entwicklungsstufe des gesamteuropäischen Hauses sein – wenn die Vereinigung doch nur eine tickende Zeitbombe und eine ernste Bedrohung durch gesteigerte und unersättliche Begierden sowie die damit einhergehenden Illusionen hervorbringt?

    Noch im 19. Jahrhundert schrieb der herausragende russische Denker Nikolai Danilewski:

    "Kein Staat kann es wagen, Russland im Alleingang zu bekriegen."

    Es zeigt sich, dass die gesamte jüngere postsowjetische Geschichte daher stattdessen eine Hinnahme des Krieges aller gegen Russland erschaffen hat – der, wie wir wissen, im Fall Jugoslawiens seine Generalprobe hatte. Ein ähnlicher Plan für eine Offensive gegen Russland wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen: Zunächst wurde die Ukraine, also historisch russische Gebiete, durch das An-die-Macht-Putschen einer Marionettenregierung in Kiew besetzt – und anschließend wurde dort ein chaotisches Gebiet geschaffen, um Russland zu schwächen und dann anzugreifen.

    Europäische Politiker sind alle vom Krieg besessen. Dies ist kein Zufall, keine spontane, emotional hysterische Reaktion auf irgendetwas, sondern eine durchdachte Strategie mit langer Vorbereitungs- und Aufstellungsphase. Selbst der aktuelle Grönland-Vorfall, der, so würde man meinen, eigentlich Anlass zum Nachdenken über vieles geben sollte, darunter auch über Europas Zukunftsperspektiven, kann diese Gedanken nicht zerstreuen.


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    Video https://rumble.com/v74jqc2-merz-eine-bedrohung-der-sicherheit-geht-in-europa-vom-osten-aus.html Dauer 3:52 Min.


    Für Trump ist diese arktische Insel einer von vielen Anlässen, sich von dem potenziell explosiven europäischen Kriegsschauplatz zu distanzieren. Für Europa hingegen ist sie ein zusätzlicher Auslöser, der die Überzeugung seiner Eliten von der Notwendigkeit der Militarisierung bestärkt.

    Und getreu ihrer Gewohnheit blicken sie nach Osten, im Glauben, dort etwas Unheilvolles und Bedrohliches erspähen zu können. Derselbe Danilewski bemerkte, dass Russland, was auch immer es um Deutschlands willen tue, "trotz aller Selbstlosigkeit dennoch als brüllender Löwe galt, der jemanden zum Verschlingen suchte". So groß ist die Macht der Suggestion und der Ablehnung, die auf historisch erwiesenen Instinkten gründet.


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    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/fkrqrkvf2wt8vhkf/Jeffrey_Sachs_kurz_gefasste_Geschichte_der_Russophobiebj8y5.mp3 Dauer 17:09 Min.


    Pistorius ist ein Symbol genau dieser geistigen Trägheit. Hält er sich vielleicht für den Terminator? Der stammte ja auch aus dem Jahr 2029. Aus einer alptraumhaften Zukunft.

    Übersetzt aus dem Russischen.

    Andrei Rudaljow ist ein russischer Schriftsteller, Journalist, bedeutender Literaturkritiker (vor allem des "Neuen Realismus" in Russland) und Publizist. Er ist zudem Chefredakteur der russischen Nachrichtenagentur IA Belomorkanal und hat eine Kolumne bei der russischen Ausgabe von RT.

    Mehr zum ThemaDie Militarisierung der falschen "Arier" versetzt Frankreich in Angst und Schrecken


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    Audio  https://mcdn.podbean.com/mf/download/ix8ry25bpb36fchq/04_lie_aud.mp3 Dauer 5:55 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    25.01.2026

    Die Trollfabrik der EKD

    freedert.online, 24 Jan. 2026 21:56 Uhr, Von Astrid Sigen

    Die Wähler in Bayern wählen nicht so, wie es der evangelischen Landeskirche behagt? Keine Sorge, dagegen gibt es jetzt einen "Love-Storm" der evangelischen Jugend. Der soll für Unterstützung "demokratischer" Kandidaten im Netz sorgen.


    Die Trollfabrik der EKD


    Screenshot von der Webseite


    Am 8. März finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Dann dürfen etwas über 10 Millionen Bayern – deutsche Staatsbürger und EU-Bürger – über die Kommunalpolitik der nächsten sechs Jahre entscheiden. Gewählt werden Stadträte und Kreistage, Oberbürgermeister und Landräte. Im Gegensatz zu vorausgegangenen Kommunalwahlen kann die AfD erstmalig fast flächendeckend antreten. In vielen Landkreisen und Kommunen ist es ihr gelungen, Listen aufzustellen, und die Umfragewerte sind gut: Wären heute Landtagswahlen, käme die AfD in Bayern auf 19 Prozent – ein Rekordwert. Sehr wahrscheinlich wird die Alternative für Deutschland ihr bayerisches Kommunalwahlergebnis von 2020 (4,7 Prozent) erheblich toppen können.


    "Vergiftung der Seelen" – Politik, Medien und Kirche mobilisieren erneut gegen kritische Wahrnehmung




    Meinung

    "Vergiftung der Seelen" – Politik, Medien und Kirche mobilisieren erneut gegen kritische Wahrnehmung





    Das gefällt natürlich nicht jedem – allen voran nicht der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, der ELKB. Bereits seit Jahren arbeitet die ELKB mit verschiedenen Bündnissen gegen Rechts, gegen Rechtsextremismus oder für Toleranz zusammen, regional und überregional. Kaum eine Demo gegen einen AfD-Infostand oder eine Menschenkette gegen Remigration, bei der sich nicht der örtliche Pfarrer oder Dekan blicken lässt – wenn sie nicht schon von vornherein von der Kirche mitorganisiert sind. Dazu kommen unzählige Infoabende, Lesungen und Gespräche mit AfD-Aussteigern in den lutherischen Gemeindehäusern.

    Der Nutzen ist bislang gering. Auch im einstigen CSU-Land Bayern feiert die AfD Erfolge. Zeit für die ELKB, neue Wege zu beschreiten. Traditionellerweise trumpft die AfD besonders im Bereich der Sozialen Medien auf. Dieses Kampffeld wollen die bayerischen evangelisch-lutherischen Christen ihr nun nicht mehr überlassen. Natürlich geht es offiziell nicht gegen die AfD, sondern um "die Demokratie" und gegen Rechtsextremismus. Unter dem Hashtag "Unser starkes Kreuz für Demokratie! Ich bin dabei!" können Social-Media-Krieger auf einer Internetseite ihr Foto hochladen und Gesicht zeigen.

    Weiter unten findet sich dann doch der Wahlaufruf von Landesbischof Kopp, doch bitteschön "demokratische Parteien oder Vereinigungen" zu wählen (das Parteienkartell "Unsere Demokratie", das die ursprüngliche Volksherrschaft für sich mittlerweile vereinnahmt hat, lässt schön grüßen). Eine ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb der ELKB für aktive Unterstützer einer rechtsextremen Partei sei nicht möglich. Die ELKB verweist dabei auf die Einstufung der AfD als "gesichert rechtsextremistisch" durch das Bundesamt für Verfassungsschutz – wohlweislich verschweigend, dass die Behörde diese Einschätzung wegen eines laufenden Verfahrens vorläufig ausgesetzt hat.

    Besonders heikel: Die evangelisch-lutherische Jugendorganisation in Bayern, zuständig für die Betreuung zehntausender Jugendlicher dieser Konfession, greift gezielt in den Wahlkampf ein. Und zwar mittels eines sogenannten "Love-Storms" gegen "Hass und Hetze" in den Sozialen Medien (was ja in der real existierenden BRD vielfach nur eine Chiffre für unwillkommene Kritik ist). Die Aktion richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren. Victoria Altschäffel, die Referentin für Jugendpolitik, erklärt es in einem YouTube-Video folgendermaßen:


    "AfD keine Unterstützung gewähren" – EKD-Ratsvorsitzende sympathisiert mit Parteiverbot





    "AfD keine Unterstützung gewähren" – EKD-Ratsvorsitzende sympathisiert mit Parteiverbot






    "Das bedeutet, demokratische Kandidierende melden sich bei uns, wir sagen dir Bescheid und du schickst Liebe in die sozialen Netzwerke."

    Die Teilnehmer müssen sich ihre "Liebe" ausstrahlenden Kommentare nicht einmal selbst ausdenken. Victoria Altschäffel verspricht den Interessenten "Schulungen, Textbausteine und Austauschmöglichkeiten" bei ihrer "gelebten Zivilcourage im digitalen Raum". Eine entsprechende Community bildet dann eine Messenger-Gruppe und greift ein, "wenn unter dem Video einer demokratischen Kandidatin Hate-Speech entsteht". Man könnte auch sagen: Die evangelische Kirche in Bayern baut sich hier eine Trollfabrik zur Beeinflussung der Wahlen und zur Bekämpfung von Kritik im Netz. Alles vorgeblich im Namen der Demokratie und der Bekämpfung von Hass und Hetze in den Kommentarspalten. Betreiber der christlichen "Trollfabrik" ist aber nicht die Kirche allein: Beteiligt an den angebotenen Workshops ist die "mobile Beratung gegen Rechtsextremismus" – gefördert wiederum vom bundesdeutschen und vom bayerischen Familienministerium. Auch die Regierungen in Bund und Land beteiligen sich somit an der Bekämpfung der Opposition und an der Einmischung in den Wahlkampf.

    Ausgesprochen schäbig: Nicht nur junge Erwachsene, sondern auch Jugendliche werden für dieses Unterfangen angeworben. Wohl in der Hoffnung auf Welpenschutz und entsprechende Beißhemmung bei den Kontrahenten während der Diskussion in den Kommentarspalten. Welcher AfD-Politiker will sich schon vorwerfen lassen, einen Jugendlichen verbal zu scharf angegangen zu haben? Und sollte andererseits doch etwas schiefgehen und der "Love-Stormer" etwa ausfallend werden, gilt immer noch die Jugendgerichtsbarkeit mit all ihrer Milde. Offenbar hofft man darauf, dass frisch Konfirmierte sich am ehesten gegen die angebliche Bedrohung von Rechts mobilisieren lassen. Ein Mindestalter ist auf der "Love-Storm"-Seite jedenfalls nicht genannt.

    Die evangelische Kirche agiert im bayerischen Kommunalwahlkampf aber nicht nur digital, sondern auch analog. Speziell für Kandidaten bei den Kommunalwahlen stellt die ELKB Seelsorger bereit. Und damit nicht etwa ein AfD-Politiker sich in den Glauben wähnen könnte, auch er sei gemeint, heißt es:

    "'Unser starkes Kreuz für Demokratie' bieten wir unseren demokratischen Repräsentanten nicht nur digital, sondern auch im echten, analogen Leben! In jedem Dekanat werden wir wenigstens eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger benennen, an die/den sich Kandidierende in der seelischen Not von Hassangriffen wenden können."


    Weihnachtsgottesdienste: AfD auf der Armesünderbank





    Meinung

    Weihnachtsgottesdienste: AfD auf der Armesünderbank






    Auch hier greift also das Parteienkartell "Unsere Demokratie". Wäre ja noch schöner, wenn sich ein AfD-Kandidat bei einem Pfarrer der ELKB den Kummer von der Seele reden könnte (falls er überhaupt auf die Idee kommen sollte, sich an einen Geistlichen einer Kirche zu wenden, die ganz offensichtlich als Vorfeldorganisation der Altparteien agiert)!

    Auch der Traunsteiner Dekan Bertram macht deutlich, dass das geistliche Betreuungsangebot Grenzen hat:

    "Ich habe hohen Respekt vor dem großen Engagement unserer Kommunalpolitker*innen aus den demokratischen Parteien! Die Belastung und leider auch die Angriffe und Anfeindungen der Amtsträger*innen nehmen erschreckend zu. Wer Verantwortung für unsere Demokratie und Freiheit übernimmt, den unterstütze ich gerne und nehme mir Zeit zum Zuhören, den Rücken stärken."

    So werden AfD-Vertreter zwar nicht ausdrücklich ausgeschlossen, ihnen wird aber doch mitgeteilt, dass sie nicht erwünscht sind. Denn zur Monopolvereinigung "Unsere Demokratie" gehört die AfD nun mal nicht.

    Diese Wahleinmischung ist der evangelischen Kirche aber keineswegs peinlich. Sie versucht sie auch nicht zu bemänteln. So erklärt das zum Medienhaus der ELKB gehörende Sonntagsblatt:

    "Die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) will Kandidierende der Kommunalwahlen im März 2026 auf Social Media mit gezielten Lovestorms unterstützen."

    Alles für den vermeintlich guten Zweck. Denn die Sozialen Medien dürfe man nicht "Hetzern, Rechtsextremen und falschen Predigern" überlassen, zitiert das Sonntagsblatt Malte Scholz, den Vorsitzenden der EJB-Landesjugendkammer.

    Fromme Trollfabriken und selektive Seelsorge. In Bezug auf Bananenrepubliken und als autoritär verschriene Staaten würde man das Wahlbeeinflussung und Wahleinmischung nennen. Im "besten Deutschland, das es jemals gegeben hat" (Bundespräsident Steinmeier) heißt das "Unsere Demokratie" und ist ein gottesfürchtiges Werk.

    Mehr zum ThemaDie Evangelische Kirche wird kriegstüchtig


    Screenshot_2026_01_25_at_22_04_20_Die_Trollfabrik_der_EKD_RT_DE

    Video https://rumble.com/v73ips6-elend-nackt-und-blo-ard-schockt-mit-ekel-jesus-an-heiligabend.html Dauer 1:01 Min. (doppelt vorhanden)


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    25.01.2026

    Besuch des Bundesverfassungsgerichts beim Obersten Gerichtshof des Staates Israel

    freedert.online, 24 Jan. 2026 20:12 Uh

    Eine Delegation des Bundesverfassungsgerichts hat für zwei Tage den Obersten Gerichtshof in Israel besucht. Gemäß einer Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts führten die Juristen Fachgespräche unter anderem über die "Resilienz von Gerichten".


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    (Screenshot)


    © Urheberrechtlich geschützt


    Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue, Berlin, 9. Januar 2026


    Vom 20. Januar bis zum 22. Januar hat eine Delegation des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE) unter der Leitung des Präsidenten Prof. Dr. Stephan Harbarth und der Vizepräsidentin Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold den Obersten Gerichtshof des Staates Israel besucht. Dies teilte das Bundesverfassungsgericht am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

    In Israel wurde die deutsche Gerichtsdelegation vom israelischen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, Isaac Amit, sowie weiteren Mitgliedern des Obersten Gerichtshofs des Staates Israel empfangen. Während des zweitägigen Besuchs führten die Juristen beider Staaten Fachgespräche zu folgenden Themen: "Wichtige aktuelle Rechtsprechung der Gerichte", "Durchführung von mündlichen Verhandlungen und Übertragung in Rundfunk und Fernsehen", "Künstliche Intelligenz, E-Justice und die Justiz" sowie "Resilienz von Gerichten".

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    Screenshot_2026_01_25_at_21_57_15_Besuch_des_Bundesverfassungsgerichts_beim_Obersten_Gerichtshof_des_Staates_Israel_RT_DE

    Video https://rumble.com/v74qi4c-ist-das-wirklich-noch-demokratie-reporter-konfrontiert-klingbeil-in-davos.html Dauer 1:23 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    25.01.2026

    Kushner und Witkoff bei Netanjahu: Verhandlung über Phase zwei des US-Friedensplans für Gaza

    freedert.online, vom 24 Jan. 2026 18:08 Uhr

    Jared Kushner und Steve Witkoff sind vom WEF in Davos aus zu Putin nach Moskau gereist. In Abu Dhabi nahmen sie an Verhandlungen über den Ukraine-Krieg teil. Am Samstag treffen sie Netanjahu in Israel und verhandeln über Phase zwei des US-Friedensplans für Gaza. Unterdessen hat sich Putin mit Palästinenserchef Abbas in Moskau getroffen.


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    (Screenshot)


    © Urheberrechtlich geschützt


    Wladimir Putin empfängt Steve Witkoff, Jared Kushner und Josh Gruenbaum in Moskau, 22. Januar 2026


    Am Samstagabend treffen sich die beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in Israel. Dabei soll über die zweite Phase des von den USA durchgesetzten Friedensplans für den Gazastreifen verhandelt werden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Bezugnahme auf den Fernsehsender N12 am Samstag.  

    Auch das Nachrichtenportal Ynet berichtet über das Treffen und meldet, dass die US-Delegierten über die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen beraten wollen. Außerdem werde man den Wiederaufbau der palästinensischen Enklave unter der Schirmherrschaft des von US-Präsident Trump gegründeten neuen Friedensrats besprechen.


    Gaza in Trümmern: Kushners Wiederaufbau-Vision ist eine Illusion





    Gaza in Trümmern: Kushners Wiederaufbau-Vision ist eine Illusion






    Zuvor hatte der palästinensische Vorsitzende eines von den USA unterstützten palästinensischen Übergangsausschusses zur vorübergehenden Verwaltung des Gazastreifens, Ali Shaath, am Donnerstag eine Erklärung zur Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah abgegeben. Demnach ist der Grenzübergang Rafah für fast alle der mehr als zwei Millionen Menschen, die dort leben, praktisch die einzige Ein- und Ausreisemöglichkeit aus dem Gazastreifen. Der Übergang soll in der kommenden Woche wiedereröffnet werden.

    Gemäß einer Meldung der Agentur Reuters vom Samstag, wolle Israel die Zahl der Palästinenser, die über den Grenzübergang zu Ägypten nach Gaza einreisen, begrenzen. Damit wolle Israel gewährleisten, dass mehr Menschen aus Gaza ausreisen, als nach Gaza einreisen. Dies hätten drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen vor der erwarteten Öffnung der Grenze gegenüber Reuters mitgeteilt.

    Ursprünglich sollte die Grenze schon in der Anfangsphase von Trumps Plan zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und Palästina geöffnet werden. Nun gab Washington Anfang Januar bekannt, dass der Friedensplan in die zweite Phase gekommen sei. In dieser Phase solle Israel seine Truppen weiter aus dem Gazastreifen abziehen und die Hamas die Kontrolle über die Verwaltung des Gebiets abgeben. 

    TASS fasst die bisherige Umsetzung von Trumps Friedensplan wie folgt zusammen:  

    "Israel und die Hamas nahmen am 6. Oktober 2025 die von Ägypten, Katar, den Vereinigten Staaten und der Türkei vermittelten indirekten Gespräche zur Beilegung der Lage im Gazastreifen wieder auf. Am 9. Oktober unterzeichneten die Konfliktparteien eine Vereinbarung über die Umsetzung der ersten Phase des Waffenstillstandsplans von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen.


    Putin empfängt Abbas in Moskau – Russland stellt Milliardenhilfe in Aussicht



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    Der Waffenstillstand trat am 10. Oktober in Kraft. Gemäß dem Abkommen zogen sich die israelischen Truppen auf die sogenannte Gelbe Linie zurück, behielten jedoch die Kontrolle über mehr als 50 Prozent des Gebiets der Enklave. Am 13. Oktober ließen die Hamas und andere palästinensische Gruppen alle 20 lebenden Geiseln frei und übergaben die Leichen von vier verstorbenen Geiseln im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens für den Gazastreifen. Später übergab die Hamas mehrere weitere Leichen an Israel. Derzeit hält die Hamas noch eine weitere Leiche zurück.

    Die zweite Phase des Abkommens sieht den Abzug der israelischen Truppen, die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe, sowie die Einrichtung von Verwaltungsstrukturen für die Enklave vor, darunter auch das sogenannte Friedensgremium."

    Unterdessen traf sich der russische Präsident – noch vor dem Treffen von Kushner und Witkoff mit Netanjahu in Israel – am Donnerstag mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Moskau. Laut einer Mitteilung auf der Webseite des russischen Präsidenten ging es bei dem Arbeitsbesuch um den "aktuellen Stand und die Zukunftsaussichten der bilateralen Beziehungen in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Kultur" zwischen Russland und Palästina. Des Weiteren widmeten sich die beiden Staatschefs humanitären Angelegenheiten sowie der Lage im Nahen Osten, wobei der Schwerpunkt auf der Situation im Gazastreifen liegt.

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    Video https://rumble.com/v74op0i-wiederaufbau-von-gaza-putin-will-eine-milliarde-dollar-an-trumps-friedensra.html Dauer 2:34 Min.


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    Weiteres: 




    Gaza in Trümmern: Kushners Wiederaufbau-Vision ist eine Illusion

    freedert.online, vom 24 Jan. 2026 06:00 Uhr

    In Davos hat Jared Kushner seinen Plan für den Wiederaufbau Gazas präsentiert. Da er das Thema aus der Perspektive eines Immobilienhändlers betrachtet hatte, bewerteten Experten seinen Ansatz als unrealistisch, weil er die tatsächliche Lage vor Ort ignoriert.


    Gaza in Trümmern: Kushners Wiederaufbau-Vision ist eine Illusion

    Jared Kushner nach der Unterzeichnung einer Charta des Friedensrats während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, 22. Januar 2026



    Moderne Städte mit eleganten Hochhäusern, eine unberührte Küste, die Touristen anzieht, und ein hochmoderner Hafen, der ins Mittelmeer hineinragt. So könnte Gaza laut Jared Kushner, dem Schwiegersohn und Nahost-Berater von Präsident Donald Trump, aussehen, wie dieser in einer Präsentation auf einem Wirtschaftsforum in Davos, Schweiz, erklärte.

    In seiner zehnminütigen Rede am Donnerstag behauptete Kushner, es sei möglich – sofern die Sicherheit gewährleistet sei –, die Städte im Gazastreifen, die nach mehr als zwei Jahren Krieg zwischen Israel und der Hamas in Trümmern liegen, schnell wieder aufzubauen.


    Alternative zur UNO? Welche Länder bei Trumps Friedensrat dabei sind – und welche nicht





    Alternative zur UNO? Welche Länder bei Trumps Friedensrat dabei sind – und welche nicht






    Der Zeitplan widerspricht den Erwartungen der Vereinten Nationen und der Palästinenser, die davon ausgehen, dass der Wiederaufbau Gazas ein äußerst langwieriger Prozess sein wird. In dem Gebiet, in dem rund zwei Millionen Menschen leben, sind frühere Wohnblöcke zu Trümmerfeldern geworden. Unter den Ruinen liegen nicht explodierte Kampfmittel, durch mit Abwasser verunreinigtes Wasser breiten sich Krankheiten aus, und die Straßen gleichen schmutzigen Kanälen.

    Kushner sagte, sein Wiederaufbauplan würde nur funktionieren, wenn Gaza "Sicherheit" habe – ein großes "Wenn". Es bleibt ungewiss, ob die Hamas ihre Waffen niederlegen wird, und israelische Truppen schießen fast täglich auf in Gaza lebende Palästinenser.

    Vertreter der militanten Gruppe sagen, sie hätten das Recht, sich gegen die israelische Besatzung zu wehren. Sie haben jedoch erklärt, sie würden im Rahmen eines Prozesses zur Erlangung der palästinensischen Staatlichkeit ein "Einfrieren" ihrer Waffen in Betracht ziehen.

    Seit dem Inkrafttreten des jüngsten Waffenstillstands am 10. Oktober haben israelische Truppen laut Angaben des Gesundheitsministeriums im Gebiet Gaza mindestens 470 Palästinenser getötet, darunter auch kleine Kinder und Frauen. Israel gibt an, als Reaktion auf Verstöße gegen den Waffenstillstand das Feuer eröffnet zu haben. Unter den Toten befinden sich jedoch Dutzende Zivilisten.

    Ein weiterer Faktor, der die Entwaffnung erschweren könnte, ist die Existenz rivalisierender bewaffneter Gruppen im Gazastreifen. Laut Kushners Präsentation sollen diese entweder aufgelöst oder "in die neue Verwaltung integriert" werden. Während des Krieges hat Israel bewaffnete Gruppen und kriminelle Banden von Palästinensern im Gazastreifen unterstützt, um der Hamas entgegenzuwirken.

    Bei der Vorstellung seines Plans für den Wiederaufbau Gazas ging Kushner nicht darauf ein, wie die Minenräumung erfolgen soll und wo die Bewohner Gazas während des Wiederaufbaus ihrer Gebiete untergebracht werden sollen. Derzeit leben die meisten Familien in einem Gebiet, das Teile der Stadt Gaza und den größten Teil der Küste Gazas umfasst.

    Nomi Bar-Yaacov, internationale Anwältin und Expertin für Konfliktlösung, bezeichnete das ursprüngliche Konzept des Gremiums für die Sanierung des Gazastreifens als "völlig unrealistisch" und als Zeichen dafür, dass Trump die Sache aus der Perspektive eines Immobilienentwicklers und nicht aus der eines Friedensstifters betrachte.

    Ein Projekt mit so vielen Hochhäusern in Gaza wäre für Israel niemals akzeptabel, da jedes einzelne einen freien Blick auf seine Militärstützpunkte in der Nähe der Grenze bieten würde, sagte Bar-Yaacov, die zudem als Associate Fellow am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik tätig ist.

    Mehr zum Thema - Davos: Weitere Nationen unterzeichnen Abkommen des "US-Friedensrats"


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    25.01.2026

    Orbán: EU-Bürokraten nicken begeistert zu Kiews Forderungen von 800 Milliarden Euro

    freedert.online, vom 24 Jan. 2026 14:40 Uhr

    Die politische Führung in Kiew habe bei der EU einen kommenden Finanzbedarf von 800 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre eingereicht, so die Informationen von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Zudem würden laut "vertraulichen" Unterlagen weitere 700 Milliarden Euro für Militärausgaben erwartet.


    Screenshot_2026_01_25_at_21_30_25_Orb_n_EU_B_rokraten_nicken_begeistert_zu_Kiews_Forderungen_von_800_Milliarden_Euro_RT_DE

    Video https://rumble.com/v74qq1q-orbn-atomschlag-in-die-magengrube-eu-winkt-800-milliarden-der-ukraine-forde.html Dauer 1:10 Min.

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán als WEF-Teilnehmer in Davos, Schweiz, 23.01.26© Screenshot: X/VictorOrbán


    Kiews Machthaber Wladimir Selenskij präsentierte sich im schweizerischen Davos vermeintlich selbstbewusst zur Rolle der Ukraine bei den Bemühungen um einen Friedensvertrag mit Moskau. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verriet vor Journalisten Inhalte eines "vertraulichen Dokuments", das demnach Forderungen Kiews an die Adresse der EU in Brüssel "in einer bisher ungekannten Dimension" beinhalte. Orbán kommentierte dazu auf X, dass Ungarn "dafür NICHT bezahlen" werde, um weiter wörtlich anzukündigen:

    "Unser Volk wird nicht zur Kasse gebeten."


    Schlagabtausch zwischen Selenskij und Orbán in Davos – "Selenskij in verzweifelter Lage"




    Schlagabtausch zwischen Selenskij und Orbán in Davos – "Selenskij in verzweifelter Lage"






    Die internationale Politik samt Thinktanks und Lobbyisten versammelte sich in dieser Woche für fünf Tage im schweizerischen Davos auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF). Die ungarische Tageszeitung Hungary Today informiert zu den brisanten Enthüllungen am Abschlusstag:

    "'Die Führung der Europäischen Union hat die Forderung der Ukraine nach 800 Milliarden Dollar akzeptiert, was effektiv zu einer massiven Verschuldung der EU führen wird', sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag in Brüssel nach einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU."

    Das "vertrauliche" Dokument, das neben weiteren EU-Mitgliedern auch die ungarische Delegation erhalten habe, beinhalte auch die Pläne, "wie diese Summe aufgebracht werden soll, was im Wesentlichen bedeutet, dass Schulden gemacht werden müssen", erklärte der Premierminister. 

    Orbán führte weiter aus, dass die Ukraine zudem die EU darüber informiert hat, dass in den nächsten Jahren zusätzliche "700 Milliarden Dollar für Militärausgaben" benötigt würden, was die surreale Gesamthöhe von 1,5 Billionen Euro Steuerbelastungen für EU-Bürger bedeuten würde. Dazu heißt es unmissverständlich auf X seitens des Premiers:

    "Die Brüsseler Bürokraten nahmen diese Forderungen mit Begeisterung auf: 800 Milliarden Euro für die Ukraine, plus weitere 700 Milliarden Euro für die Militärausgaben der Ukraine in den nächsten zehn Jahren. Hören Sie mir jetzt gut zu: Ungarn wird dafür NICHT bezahlen. Unser Volk wird nicht zur Kasse gebeten."


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    Selenskij, der "Clown", ist 'durchgedreht' – Reaktionen auf seinen Auftritt in Davos





    Selenskij, der "Clown", ist 'durchgedreht' – Reaktionen auf seinen Auftritt in Davos






    Vor den Journalisten gab Orbán zudem weiter zu Protokoll:

    "Ich glaube nicht, dass es in den nächsten hundert Jahren ein Parlament in Ungarn geben wird, das für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union stimmen wird."

    Die Berliner Zeitung berichtet zu den brisanten Informationen Orbáns:

    "In Brüssel wollte sich niemand zu der überraschenden Mitteilung äußern. Ein Insider sagte der Berliner Zeitung, man habe beobachtet, dass vor allem russische Medien die Aussagen Orbáns verbreitet hätten. Der Insider: 'Wir wissen ja, dass Orbán eine besondere Beziehung zum Kreml unterhält.'"

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ließ lediglich auf X mitteilen, dass sie sich in Davos "mit einer überparteilichen Delegation des US-Kongresses getroffen" hätte, um "unsere gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine" zu diskutieren. Weiter heißt es:

    "Dieser Prozess profitiert von einer starken Koordinierung zwischen der EU und den USA, von Sicherheitsgarantien bis hin zu einem Weg zum Wohlstand."

    Eine öffentlich bestätigte Meldung, dass von der Leyen und Selenskij in Davos ein formelles persönliches Treffen nur zu zweit abgehalten hätten, oder die Veröffentlichung eines offiziellen gemeinsamen Fotos, lag bis zum Abschluss des WEF nicht vor – anders als in den Jahren zuvor.

    Mehr zum Thema Serbiens Präsident Vučić über bedrückte WEF-Stimmung: "Niemand weiß, was morgen passieren wird"


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    25.01.2026

    CDU-Wirtschaftsflügel will Recht auf Teilzeit abschaffen

    freedert.online, 25 Jan. 2026 20:58 Uhr

    Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits gefordert, dass die Deutschen "mehr arbeiten sollen". Nun fordert der Wirtschaftsflügel seiner Partei, das Recht auf Teilzeitarbeit abzuschaffen – aufgrund des angeblichen "Fachkräftemangels".


    © Urheberrechtlich geschützt


    Bisher hatten Arbeitnehmer in der Bundesrepublik das Recht auf Teilzeitarbeit, doch Medienberichten zufolge will der Wirtschaftsflügel der CDU diesen Rechtsanspruch kippen. Wie der Stern berichtet, soll auf dem Bundesparteitag der CDU Ende Februar ein entsprechender Antrag beschlossen werden.




    Die Gen Z kommt in den Schuldienst – und rebelliert





    Meinung

    Die Gen Z kommt in den Schuldienst – und rebelliert






    Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hatte dem Antrag den Titel "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" gegeben. Darin fordert sie, dass für den Rechtsanspruch, freiwillig in Teilzeit zu arbeiten, eine "besondere Begründung" vorliegen muss. Zu diesen besonderen Gründen können beispielsweise die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen gehören. Freiwillige Teilzeitarbeit ohne Betreuungspflichten hingegen soll nicht mehr möglich sein. Als Begründung nennt der Flügel etwa den vermeintlichen "Fachkräftemangel".

    MIT-Vorsitzende Gitta Connemann sagte dem Stern: "Wer mehr arbeiten kann, sollte mehr arbeiten." Es gebe einen "dramatischen Fachkräftemangel". Deshalb dürfe "freiwillige Teilzeit aus Gründen der individuellen Lebensgestaltung" nicht dauerhaft durch den Sozialstaat abgesichert werden.

    Der neue Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels sorgte für parteiübergreifende Kritik – selbst in den eigenen Reihen: "Mit einer solchen Einschränkung zäumen wir das Pferd von der falschen Seite auf", sagte der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, den Funke-Zeitungen.

    Zwar würde auch er sich wünschen, dass mehr Menschen von Teilzeit, die sie oft als Teilzeitfalle empfänden, wieder auf Vollzeit wechselten, fuhr Radtke fort. "Dafür müssen wir aber die Rahmenbedingungen bei Kinderbetreuung und Pflege verbessern, die dies bislang an manchen Stellen unmöglich machen."

    Auch vom Koalitionspartner SPD kommt Kritik. Fraktionsvize Dagmar Schmidt warf dem Flügel vor, damit dem "Zusammenhalt in unserem Land" zu schaden. Es sei "außerordentlich widersprüchlich", einerseits den Beschäftigten im Land Faulheit zu unterstellen und sie zur Mehrarbeit zwingen zu wollen und andererseits "Menschen abzuschieben, die integriert und in Ausbildung und Arbeit sind", sagte sie.

    "Stattdessen müssen wir in die Menschen in diesem Land investieren, in Bildung, Qualifizierung, Forschung, Entwicklung und höhere Produktivität", so Schmidt. Das unterstütze Wirtschaft und Wachstum, "nicht das Schleifen hart erkämpfter Arbeitnehmerrechte".

    Mehr zum Thema - Klingbeil bereitet die Deutschen auf sinkenden Lebensstandard vor


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    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/mx48crs9nfuxmmtx/01_doch_aud.mp3 Dauer 11:49 Min.


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    25.01.2026

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