Warum wir die Internationale Münchner Friedenskonferenz brauchen
Newsletter des Trägerkreises der Internationalen Münchner Friedenskonferenz vom 25. Januar 2026 Sicherheit ist mehr als Militär und Abschottung. Warum wir eine andere Friedenslogik brauchen und warum die Internationale Münchner Friedenskonferenz wichtiger ist denn je. Jedes Jahr im Februar inszeniert die…
Am 16. Januar 2026 jährte sich zum zehnten Mal die willkürliche Inhaftierung von Milagro Sala, Bürgerrechtlerin, Gewerkschafterin und soziale Leiterin der Nachbarschaftsorganisation Tupac Amaru in der argentinischen Provinz Jujuy, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, die in teils…
Getragen vom festen Vorsatz, gemeinsames Handeln für die Zukunft voranzubringen, begann die vierte Versammlung des Humanistischen Weltforums
Am Samstag, dem 24. Januar 2026, startete die vierte Versammlung des Humanistischen Weltforums unter Beteiligung zahlreicher Aktivist:innen sowie Organisationen und Institutionen aus verschiedenen Kulturkreisen. Die im Titel formulierte Herausforderung lautete: „Die Krise und globale Unsicherheit überwinden: Die Menschheit in Aktion“.…
Sultanas Traum – Reise in die futuristische Vergangenheit
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Ukrainischem Kriegsdienstverweigerer droht Zwangsrekrutierung durch das Militär
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die neue US-Militärstrategie Die neue US-Militärstrategie schreibt den NATO-Staaten Europas weiterhin eine zentrale Rolle bei der Eindämmung Russlands vor. Sie beschweigt allerdings die US-Gewaltpolitik, die Europa in Opposition zu den USA zwingt.
german-foreign-policy.com, 26. Januar 2026
WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Die Ende vergangener Woche vorgestellte neue US-Militärstrategie (National Defense Strategy) schreibt den NATO-Staaten Europas auch für die Zukunft die zentrale Rolle bei der Eindämmung Russlands zu. Moskau sei auf absehbare Zeit „eine anhaltende, aber beherrschbare Bedrohung“ für die osteuropäischen NATO-Staaten, heißt es in dem Papier. „Europa“ komme unverändert die Aufgabe zu, Russland in Schach zu halten, das es freilich „bezüglich seiner Wirtschaftsleistung, seiner Bevölkerungszahl und damit auch seiner latenten Militärmacht bei weitem“ übertreffe. Die Vereinigten Staaten legen dem Papier zufolge weiterhin einen zentralen Schwerpunkt auf ihren Machtkampf gegen China, bei dem sie aber einen Gang herunterschalten müssen; die Volksrepublik ist ihnen nach Einschätzung von Beobachtern in der High-Tech-Rüstung bereits punktuell überlegen. Die USA forcieren die Aufrüstung und befassen sich vorläufig damit, die „Westliche Hemisphäre“ auch militärisch unter ihre Kontrolle zu bringen. Das neue Strategiepapier thematisiert nicht die US-Gewaltpolitik gegenüber Europa. Diese beginnt die europäischen NATO-Staaten zur Positionierung gegen Washington zu veranlassen.
Zitat: Das zweitmächtigste Land der Welt
Die neue Militärstrategie der Vereinigten Staaten (National Defense Strategy), die Ende vergangener Woche im Anschluss an die Nationale Sicherheitsstrategie (National Security Strategy [1]) veröffentlicht worden ist, räumt dem Machtkampf gegen China unverändert einen zentralen Stellenwert ein. Wie es in dem Papier heißt, sei die Volksrepublik schon jetzt „das zweitmächtigste Land der Welt“ und in puncto Macht den USA so nah wie kein anderer Staat seit dem 19. Jahrhundert.[2] Für Washington entscheidend sei es zur Zeit, dass die Anrainer des „Indo-Pazifik“, also der erweiterten Asien-Pazifik-Region, schon bald mehr als die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung erarbeiten würden. Könne China oder auch eine andere Macht die Region dominieren, hätte sie faktisch die Möglichkeit, „den Zugang der Amerikaner zum ökonomischen Gravitationszentrum der Welt zu unterbinden“. Das würden die Vereinigten Staaten wegen der „dauerhaften Folgen für die ökonomischen Aussichten unserer Nation“ nicht hinnehmen. Es gehe daher nun darum, sich China in der Asien-Pazifik-Region mit einer geballten Militärpräsenz entgegenzustellen. Ein „regime change oder ein anderer existenzieller Kampf“ stünden jedoch zur Zeit nicht auf der Tagesordnung.
KI-gesteuerte Drohnenschwärme
Hintergrund der vorläufigen US-Selbstbeschränkung ist, dass es China gelungen ist, seine Streitkräfte mit erheblichem Erfolg auf einen etwaigen Abwehrkampf gegen die Vereinigten Staaten vorzubereiten. Bereits im Herbst hatte US-Kriegsminister Pete Hegseth eingeräumt, die jüngsten war games des Pentagon, bei denen ein Krieg gegen China am Schreibtisch durchexerziert wird, hätten ergeben: „Wir verlieren jedes Mal.“[3] US-Medien haben in den vergangenen Monaten der offenbar erfolgreichen Nutzung modernster Hardware, so etwa Drohnen, und von Künstlicher Intelligenz (KI) durch das chinesische Militär erhebliche Aufmerksamkeit eingeräumt. Im November 2025 etwa hieß es mit Blick auf Drohnen, lange Jahre hätten die USA qualitativ klar vor China gelegen. Mittlerweile habe die Volksrepublik aber „über das gesamte Spektrum hinweg, von Stealth-Drohnen, die bis an den Rand des Weltraums fliegen können, bis zu billigen faltbaren Quadcoptern, die in den Rucksack eines Soldaten passen“, aufgeholt oder sei gar schon an US-Technologie vorbeigezogen.[4] Am Wochenende hieß es zur Kriegführung mit KI-gesteuerten Drohnenschwärmen, mittlerweile liege China dabei klar vorn – auch, weil es billige Drohnen erheblich zahlreicher und viel kostengünstiger produzieren könne.[5]
Der nächste regime change
Während Washington sich nun in der Asien-Pazifik-Region angesichts Chinas erfolgreicher Defensivbewaffnung vorläufig darauf beschränkt, seine Militärpräsenz zu massieren und allgemein dramatisch hochzurüsten – US-Präsident Donald Trump will den US-Militäretat um zwei Drittel auf 1,5 Billionen US-Dollar aufstocken –, legt es einen Schwerpunkt auf die „Westliche Hemisphäre“: auf Nord- und Südamerika, die Karibik und Grönland. Dort hätten Gegner an Einfluss gewonnen, die nicht nur den Zugang der USA zu Schlüsselregionen in Frage stellten, sondern ganz generell US-Interessen untergrüben und „Amerika weniger stabil“ machten, heißt es in der Militärstrategie. Man werde sich daher darauf konzentrieren, den eigenen militärischen und ökonomischen Zugang zu „Schlüsselgebieten“ zu sichern, so etwa zum Panamakanal und zu Grönland. Dazu müssten Kanada und „Partner in Mittel- und Südamerika“ beitragen. Täten sie das nicht, werde man „entschieden handeln“. Im nächsten Schritt zur vollständigen Unterwerfung der Westlichen Hemisphäre hat die Trump-Administration begonnen, den Sturz der Regierung in Kuba bis Jahresende anzustreben.[6] Konkret ist dazu eine komplette Seeblockade zur Verhinderung von Erdölimporten in den Inselstaat im Gespräch.[7]
„Eine beherrschbare Bedrohung“
Klare Aussagen trifft die neue US-Militärstrategie zu Russland und Europa. So heißt es, Russland sei auf absehbare Zeit „eine anhaltende, aber beherrschbare Bedrohung“ vor allem für die östlichen NATO-Staaten. Zugleich besitze es Waffensysteme, die es gegen die USA einsetzen könne. Letzteres würden die US-Streitkräfte verhindern; um Ersteres müssten sich die NATO-Mitglieder in Europa kümmern. „Glücklicherweise“ seien die europäischen NATO-Staaten „erheblich mächtiger als Russland“, das ihnen „nicht einmal nahe“ komme: „Moskau ist nicht in der Lage, um die Vorherrschaft in Europa zu konkurrieren“, heißt es weiter in dem Dokument, denn die NATO-Staaten Europas überträfen Russland „bezüglich der Wirtschaftsleistung, der Bevölkerungszahl und damit der latenten Militärmacht bei weitem“. Die Aufstockung der Rüstungshaushalte der europäischen NATO-Staaten und ihre gewaltigen neuen Rüstungsprogramme stellten sicher, dass dies so bleibe. Die neue US-Militärstrategie weist den NATO-Staaten Europas damit unverändert die Aufgabe zu, Russland in Schach zu halten, während die Trump-Administration eine gewisse taktische Kooperation mit Moskau nutzt, um sich Zugriff auf die Rohstoffe der Ukraine zu sichern.[8]
Folgen der Gewaltpolitik
Nicht thematisiert wird in der neuen US-Militärstrategie die US-Gewaltpolitik gegenüber Europa – die wiederholten Drohungen, Grönland militärisch zu annektieren; die stets neuen Ankündigungen, Europas Staaten mit drastischen Willkürzöllen zu Maßnahmen zu nötigen, die ihre eigenen Interessen schwer schädigen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte sich erstmals Widerstand an – relativ deutlich im Falle Kanadas, weniger deutlich, aber dennoch spürbar im Falle verschiedener Stimmen aus Europa, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (german-foreign-policy.com berichtete [9]). Im Berliner Außenpolitik-Establishment hat längst eine Debatte über Optionen und Chancen einer gewissen Abkehr von den Vereinigten Staaten begonnen. german-foreign-policy.com berichtet in Kürze.
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25.01.2026
Schlagzeile
Info:
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25.01.2026
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25.01.2026
Afghanistan steht vor dem Risiko, zum Schauplatz eines großen regionalen Krieges zu werden
freedert.online, 25 Jan. 2026 21:44 Uhr, Von Juri Mawaschew
Man kann sich kaum vorstellen, dass Pakistan, das alles zu verlieren riskiert, und China, das viel zu verlieren droht, einfach untätig bleiben würden, anstatt auf einen Machtwechsel in Afghanistan zu setzen. Was wäre, wenn sich auch Indien diesem "spannenden Spiel" anschließen würde?
Die Tehrik-e-Taliban Pakistan sind die Ursache für die wachsenden Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan.
Die Prognose "Konflikte im Jahr 2026, die Beachtung erfordern" des US-amerikanischen Rates für Internationale Angelegenheiten (Council on Foreign Relations, CFR) zeigt mehrere Konfliktherde auf der Weltkarte auf. Die höchste Gefahrenstufe hinsichtlich einer baldigen Wiederaufnahme des militärischen Konflikts im Nahen Osten wurde Iran und dem Gazastreifen zugewiesen. Dabei wird das Konfliktpotenzial zwischen Afghanistan und Pakistan in Südasien von den Analytikern offensichtlich unterschätzt.
Dabei könnten gerade Afghanistan und Pakistan – also ihre Grenzgebiete und angrenzenden Territorien – durchaus zum Schauplatz blutiger und langwieriger Auseinandersetzungen werden. Dabei kann es sich sowohl um einen klassischen als auch um einen asymmetrischen Partisanenkrieg handeln, in den anschließend die nuklearen Weltmächte involviert werden könnten. Die Gründe für diese düstere Prognose sind vielschichtig.
Die oberste Schicht betrifft die Interessen zweier unmittelbarer Nachbarn – Pakistan und das Islamische Emirat Afghanistan. Der Konflikt zwischen ihnen spitzte sich im Oktober 2025 zu und wurde von gegenseitigen Schusswechseln und Luftangriffen begleitet. Islamabad warf Kabul vor, Terroristen der "Tehrik-i-Taliban Pakistan" (TTP) Zuflucht zu gewähren. Die afghanische Seite wies die Anschuldigungen zurück und warf ihrem Nachbarn vor, den Handel als Mittel des außenpolitischen Drucks zu nutzen.
Seit Mitte Oktober 2025 wurde der gewerbliche Transportverkehr über die pakistanisch-afghanische Grenze vollständig eingestellt, wodurch auch der bilaterale Warenverkehr im Wert von bis zu 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr zum Erliegen kam. Nach Schätzungen pakistanischer Experten belaufen sich die täglichen Verluste Pakistans durch die Einstellung der Exporte nach Afghanistan und des Transits durch Afghanistan nach Zentralasien auf 60 Millionen US-Dollar. Infolgedessen entgeht beiden ohnehin nicht wohlhabenden Ländern die Möglichkeit, Milliarden von US-Dollar zu verdienen, nur weil die beiden Grenzübergänge Torham und Chaman gesperrt sind.
Die Vereinbarung der Konfliktparteien über einen Waffenstillstand am 19. Oktober und drei Verhandlungsrunden konnten keine Klarheit schaffen. Es besteht keine Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden, und der Handel blüht nicht auf. Derzeit scheint Pakistan aufgrund seiner Entscheidung, die Grenzübergänge zu schließen, am meisten zu verlieren. Denn während in Pakistan die Arbeitslosigkeit steigt und in der Grenzprovinz Khyber Pakhtunkhwa die Unternehmen ihre Tätigkeit einstellen, scheint sich Afghanistan angepasst zu haben.
Die regierenden Kräfte Afghanistans richten nun die Handelsströme aktiv auf die Hafeninfrastruktur Irans sowie auf die Routen durch Iran nach Indien und in andere asiatische Länder aus. Mehr noch: Sogar die Mehrkosten aufgrund der erhöhten Lieferkosten und -zeiten auf alternativen Routen stellten für die Afghanen kein Hindernis dar – ihre Exporte stiegen im Oktober 2025 um 13 Prozent. Kurz gesagt: Im Gegensatz zu Pakistan läuft Afghanistan langfristig nicht Gefahr, Marktanteile in benachbarten Regionen zu verlieren, obwohl es den Transit durch Pakistan nicht mehr nutzt.
Aber worin liegt der Grund für diese Zuversicht Afghanistans in die eigene Zukunft? Die Antwort lautet: Kabul agiert nicht allein. Seine neuen Handelspartner – Indien und Iran, die jeweils im Osten und Westen eine vorteilhafte geostrategische Lage einnehmen – sind gleichzeitig auch seine neuen Wohltäter. Zu diesem Schluss gelangt man, wenn man die Intensität der gegenseitigen Besuche, die komplementären Erklärungen und die Dynamik der bilateralen Beziehungen als Ganzes analysiert. Während jedoch der iranische Wohltäter strategische Kontakte zu Pakistan aufbaut, ist Indien ein langjähriger Rivale und Konkurrent Pakistans und strebt zumindest in der indopazifischen Region eine Führungsrolle an. Afghanistan mit seinen Handelsproblemen und militärisch-politischen Konflikten mit Pakistan ist für Indien ein ideales Instrument, um seinen Gegner zu schwächen.
Bei einem Nullsummenspiel, bei dem das Scheitern des Gegners einem Gewinn gleichkommt, wird stets auf allen Spielfeldern gespielt. Kein Wunder, dass die von Kabul und Neu-Delhi vereinbarte Erhöhung des afghanischen Frachtverkehrs in Richtung des iranischen Hafens Chabahar (der unter indischer Verwaltung steht) für den Tiefseehafen Gwadar in Pakistan nichts Gutes verheißt.
Mehr noch – es könnte ihn "aus dem Rennen werfen". Darüber hinaus könnte die Umwandlung von Chabahar in einen wichtigen Umschlagplatz und Handelsknotenpunkt dazu führen, dass genau dieser Hafen zum Anziehungspunkt für die Länder Zentralasiens würde.
Man kann ohne große Mühe vorhersagen, dass die Entwicklung unkontrollierter Handelsknotenpunkte und Umschlagplätze sowohl für Pakistan als auch für seinen Schutzherrn, der in pakistanische Tiefseehäfen investiert hat – China –, zu enormen Verlusten führen würde. Die Transiteinnahmen aus einem "wasserreichen Fluss" würden sich im besten Fall auf ein "Rinnsal" reduzieren. Denn der chinesisch-pakistanische Wirtschaftskorridor (CPEC) – Chinas Flaggschiff-Investitionsprojekt in Pakistan im Rahmen der Initiative "One Belt, One Road" – wird sich angesichts der Dominanz der indischen Hafeninfrastruktur sowohl im Westen als auch im Osten als unrentabel erweisen. In diesem Fall werden Inder, Afghanen und Iraner ihre eigene Konjunktur schaffen, in die es für Chinesen und Pakistaner wesentlich schwieriger sein wird, sich einzubringen.
Man kann sich kaum vorstellen, dass Pakistan, das alles zu verlieren riskiert, und China, das viel zu verlieren droht, einfach untätig bleiben würden, anstatt in Afghanistan auf eine bestimmte Gruppierung zu setzen, die die Macht in der Hauptstadt oder in Schlüsselregionen übernehmen könnte.
Und wenn sich auch Indien diesem spannenden Spiel anschließen würde?
In diesem Fall stünde Kabul kurz davor, zum "Pulverfass" Südasiens zu werden. Allerdings wäre dies für das Land nichts Ungewöhnliches.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 17. Januar 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Wsgljad" erschienen.
Juri Mawaschewist ein russischer Orientalist. Er ist Direktor des Zentrums für das Studium der neuen Türkei.
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25.01.2026
Terminatorus Pistolius – Ausdruck selbstmörderischer Kriegsgeilheit der Eliten Europas
freedert.online, 25 Jan. 2026 21:32 Uhr, Von Andrei Rudaljow
Sollte ausgerechnet hierin der Höhepunkt nationaler Einheit und die höchste Entwicklungsstufe des gesamteuropäischen Hauses liegen, wenn die Vereinigung doch lediglich eine tickende Zeitbombe hervorbringt – eine ernste Bedrohung, gespeist aus gesteigerten und unersättlichen Begierden sowie den damit einhergehenden Illusionen?
BRD-Verteidigungsminister Boris Pistorius hat über Erfolge und Errungenschaften Bericht abgelegt – und eine deutliche Aufstockung der Bundeswehr, die aktuell gut 184.000 Mann Militärpersonal zählt, verkündet. Erinnern wir uns: Bereits im Sommer 2024 hatte ebenjener Pistorius Deutschland zur Kriegsvorbereitung aufgerufen und eine Fünfjahresfrist gesetzt.
Wenn er das sagt, macht er das auch. Geplant ist, sowohl die Bundeswehr als auch ihre Reserven weiterhin personell aufzustocken. Der Verteidigungsminister lobte zudem die, wie er behauptete, wachsende Bereitschaft junger Menschen, sich für die äußere Sicherheit Deutschlands einzusetzen. Bei ihm fragt man sich, wie er sich besagte junge Menschen so vorstellt: Erst in braunen Hemden vielleicht, dann mit Totenköpfen auf den Kragenspiegeln?
Diese Sorge um die jungen und heranwachsenden Generationen ist schon aufschlussreich. Offenbar ist sie mit einem bestimmten Zukunftsbild verknüpft, das immer dominanter wird. Gerade falls eine solche Zukunft eintritt, so Pistorius, werde das Vertrauen junger Menschen in die Bundeswehr sehr vonnöten sein. Das ist bei ihm so ein besonderer Stil der politischen Allegorie – und nicht nur bei ihm: Hier sei daran erinnert, dass auch Bundeskanzler Friedrich Merz kürzlich seine große Besorgnis um die Jugend zum Ausdruck brachte – bei ihm war es allerdings die ukrainische Jugend – und beklagte, dass diese ihre Heimat verlassen habe, anstatt sich dem Dienst am Vaterland zu widmen. Welcher Dienst primär gemeint ist, ist klar: Krieg. Von Krieg sind die deutschen Politiker heutzutage wie besessen.
Überhaupt – Europas Militärmaschinerie gewinnt an Fahrt. Deutschland, das einem klar auszumachenden Muster folgt, beansprucht dabei erneut die Rolle des Haupttreibers der Militarisierung: Frau Merkel arbeitete hart am Putsch in Kiew und bereitete die Ukraine anschließend intensiv auf die Konfrontation mit Russland vor. Nach Beginn der militärischen Sonderoperation durch Russland sprach der nachfolgende Bundeskanzler Scholz seinem Land eine Art Ablass für die im Zweiten Weltkrieg begangenen Gräueltaten aus. Deutschland reihte sich daraufhin sofort in die Riege der führenden Geberländer für die Ukraine ein. Der nächste Schritt ist eben die Erklärung einer fünfjährigen Frist, Bereitschaft für eine Konfrontation herzustellen – und über die Zwischenergebnisse der dahingehenden Arbeit wird jetzt Bericht erstattet: Die Maschinerie ist in Gang gesetzt, die Arbeit läuft. Um zu rechtfertigen, dass all dies nicht sinnlos und vergebens sei, wird der breiten Masse die Idee verkauft, ein NATO-Krieg mit Russland sei im Jahr 2029 unausweichlich. Auch Pistorius artikuliert dies, während er gleichzeitig über die Bereitschaft der ihm unterstellten Organe, russische Soldaten zu töten, Bericht ablegt.
Das mutet doch sehr nach einem Fatalismus im Hinblick auf einen angeblich unausweichlichen Krieg an – eine Idee, die man in Deutschland offenbar unkritisch und als gegebene Tatsache hingenommen hat. Zumindest wird nichts unternommen, um das schlimmstmögliche Szenario zu verhindern. Oder würden Sie Merz' Standardfloskeln über die Notwendigkeit einer Einigung mit Russland als echte Schritte in Richtung Entspannung verstehen? Eben. Und das schlimmstmögliche Szenario selbst ist keiner detaillierten Beschreibung bedürftig: Alles daran ist nur allzu offensichtlich und vorhersehbar. Es wird nicht um philosophische Konstrukte über den Niedergang der Alten Welt gehen, sondern um den tatsächlichen Untergang Europas, das sich vor unseren Augen selbst cancelt und einen selbstmörderischen Weg einschlägt.
Aber warum spricht im Westen niemand öffentlich über dieses sehr reale Zukunftsszenario? Beziehungsweise warum wird es im besten Fall als eine Art Kampagne dargestellt, deren Konsequenzen die Europäische Union allenfalls indirekt betreffen würden, oder als irgendwelche Aktionen außerhalb des Materiellen? Was denken die sich bloß dabei – und worauf setzen sie? Glauben sie etwa, Russland würde sich einfach um Europas Willen selber aufopfern?
Oder erleben wir hier das Wirken uralter Instinkte, gegen die niemand etwas ausrichten kann und die man einfach als unvermeidlich hinnimmt?
Nichts auf der Welt, so scheint es, ändert sich. Hier ist die Geschichte wie das Lied Das Rote Pferd von Markus Becker, eines von vielen dieser Art, wie sie auf Komasauf-Partys etwa der Mallorca-Urlauber-Szene laufen:
Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt Und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt Die Fliege war nicht dumm, sie machte summ-summ-summ Und flog mit viel Gebrumm ums rote Pferd herum.
Und dieser Text wird immer, noch und nöcher wiederholt, ad nauseam – (im Fall des Zielpublikums des Liedes wohl sogar wortwörtlich).
Deutschland fliegt durch die Weltgeschichte umher wie die Fliege im Lied: Es bereitet sich schon wieder darauf vor, die Völker Europas unter seinem Banner für einen Marsch in eine bestimmte Richtung zu versammeln – und auch erneut dorthin zu führen.
Sollte es das etwa wirklich sein, sollte ausgerechnet hierin der Höhepunkt der nationalen Einheit, die höchste Entwicklungsstufe des gesamteuropäischen Hauses sein – wenn die Vereinigung doch nur eine tickende Zeitbombe und eine ernste Bedrohung durch gesteigerte und unersättliche Begierden sowie die damit einhergehenden Illusionen hervorbringt?
Noch im 19. Jahrhundert schrieb der herausragende russische Denker Nikolai Danilewski:
"Kein Staat kann es wagen, Russland im Alleingang zu bekriegen."
Es zeigt sich, dass die gesamte jüngere postsowjetische Geschichte daher stattdessen eine Hinnahme des Krieges aller gegen Russland erschaffen hat – der, wie wir wissen, im Fall Jugoslawiens seine Generalprobe hatte. Ein ähnlicher Plan für eine Offensive gegen Russland wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen: Zunächst wurde die Ukraine, also historisch russische Gebiete, durch das An-die-Macht-Putschen einer Marionettenregierung in Kiew besetzt – und anschließend wurde dort ein chaotisches Gebiet geschaffen, um Russland zu schwächen und dann anzugreifen.
Europäische Politiker sind alle vom Krieg besessen. Dies ist kein Zufall, keine spontane, emotional hysterische Reaktion auf irgendetwas, sondern eine durchdachte Strategie mit langer Vorbereitungs- und Aufstellungsphase. Selbst der aktuelle Grönland-Vorfall, der, so würde man meinen, eigentlich Anlass zum Nachdenken über vieles geben sollte, darunter auch über Europas Zukunftsperspektiven, kann diese Gedanken nicht zerstreuen.
Für Trump ist diese arktische Insel einer von vielen Anlässen, sich von dem potenziell explosiven europäischen Kriegsschauplatz zu distanzieren. Für Europa hingegen ist sie ein zusätzlicher Auslöser, der die Überzeugung seiner Eliten von der Notwendigkeit der Militarisierung bestärkt.
Und getreu ihrer Gewohnheit blicken sie nach Osten, im Glauben, dort etwas Unheilvolles und Bedrohliches erspähen zu können. Derselbe Danilewski bemerkte, dass Russland, was auch immer es um Deutschlands willen tue, "trotz aller Selbstlosigkeit dennoch als brüllender Löwe galt, der jemanden zum Verschlingen suchte". So groß ist die Macht der Suggestion und der Ablehnung, die auf historisch erwiesenen Instinkten gründet.
Pistorius ist ein Symbol genau dieser geistigen Trägheit. Hält er sich vielleicht für den Terminator? Der stammte ja auch aus dem Jahr 2029. Aus einer alptraumhaften Zukunft.
Andrei Rudaljow ist ein russischer Schriftsteller, Journalist, bedeutender Literaturkritiker (vor allem des "Neuen Realismus" in Russland) und Publizist. Er ist zudem Chefredakteur der russischen Nachrichtenagentur IA Belomorkanal und hat eine Kolumne bei der russischen Ausgabe von RT.
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25.01.2026
Die Trollfabrik der EKD
freedert.online, 24 Jan. 2026 21:56 Uhr, Von Astrid Sigen
Die Wähler in Bayern wählen nicht so, wie es der evangelischen Landeskirche behagt? Keine Sorge, dagegen gibt es jetzt einen "Love-Storm" der evangelischen Jugend. Der soll für Unterstützung "demokratischer" Kandidaten im Netz sorgen.
Screenshot von der Webseite
Am 8. März finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Dann dürfen etwas über 10 Millionen Bayern – deutsche Staatsbürger und EU-Bürger – über die Kommunalpolitik der nächsten sechs Jahre entscheiden. Gewählt werden Stadträte und Kreistage, Oberbürgermeister und Landräte. Im Gegensatz zu vorausgegangenen Kommunalwahlen kann die AfD erstmalig fast flächendeckend antreten. In vielen Landkreisen und Kommunen ist es ihr gelungen, Listen aufzustellen, und die Umfragewerte sind gut: Wären heute Landtagswahlen, käme die AfD in Bayern auf 19 Prozent – ein Rekordwert. Sehr wahrscheinlich wird die Alternative für Deutschland ihr bayerisches Kommunalwahlergebnis von 2020 (4,7 Prozent) erheblich toppen können.
Das gefällt natürlich nicht jedem – allen voran nicht der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, der ELKB. Bereits seit Jahren arbeitet die ELKB mit verschiedenen Bündnissen gegen Rechts, gegen Rechtsextremismus oder für Toleranz zusammen, regional und überregional. Kaum eine Demo gegen einen AfD-Infostand oder eine Menschenkette gegen Remigration, bei der sich nicht der örtliche Pfarrer oder Dekan blicken lässt – wenn sie nicht schon von vornherein von der Kirche mitorganisiert sind. Dazu kommen unzählige Infoabende, Lesungen und Gespräche mit AfD-Aussteigern in den lutherischen Gemeindehäusern.
Der Nutzen ist bislang gering. Auch im einstigen CSU-Land Bayern feiert die AfD Erfolge. Zeit für die ELKB, neue Wege zu beschreiten. Traditionellerweise trumpft die AfD besonders im Bereich der Sozialen Medien auf. Dieses Kampffeld wollen die bayerischen evangelisch-lutherischen Christen ihr nun nicht mehr überlassen. Natürlich geht es offiziell nicht gegen die AfD, sondern um "die Demokratie" und gegen Rechtsextremismus. Unter dem Hashtag "Unser starkes Kreuz für Demokratie! Ich bin dabei!" können Social-Media-Krieger auf einer Internetseite ihr Foto hochladen und Gesicht zeigen.
Weiter unten findet sich dann doch der Wahlaufruf von Landesbischof Kopp, doch bitteschön "demokratische Parteien oder Vereinigungen" zu wählen (das Parteienkartell "Unsere Demokratie", das die ursprüngliche Volksherrschaft für sich mittlerweile vereinnahmt hat, lässt schön grüßen). Eine ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb der ELKB für aktive Unterstützer einer rechtsextremen Partei sei nicht möglich. Die ELKB verweist dabei auf die Einstufung der AfD als "gesichert rechtsextremistisch" durch das Bundesamt für Verfassungsschutz – wohlweislich verschweigend, dass die Behörde diese Einschätzung wegen eines laufenden Verfahrens vorläufig ausgesetzt hat.
Besonders heikel: Die evangelisch-lutherische Jugendorganisation in Bayern, zuständig für die Betreuung zehntausender Jugendlicher dieser Konfession, greift gezielt in den Wahlkampf ein. Und zwar mittels eines sogenannten "Love-Storms" gegen "Hass und Hetze" in den Sozialen Medien (was ja in der real existierenden BRD vielfach nur eine Chiffre für unwillkommene Kritik ist). Die Aktion richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren. Victoria Altschäffel, die Referentin für Jugendpolitik, erklärt es in einem YouTube-Video folgendermaßen:
"Das bedeutet, demokratische Kandidierende melden sich bei uns, wir sagen dir Bescheid und du schickst Liebe in die sozialen Netzwerke."
Die Teilnehmer müssen sich ihre "Liebe" ausstrahlenden Kommentare nicht einmal selbst ausdenken. Victoria Altschäffel verspricht den Interessenten "Schulungen, Textbausteine und Austauschmöglichkeiten" bei ihrer "gelebten Zivilcourage im digitalen Raum". Eine entsprechende Community bildet dann eine Messenger-Gruppe und greift ein, "wenn unter dem Video einer demokratischen Kandidatin Hate-Speech entsteht". Man könnte auch sagen: Die evangelische Kirche in Bayern baut sich hier eine Trollfabrik zur Beeinflussung der Wahlen und zur Bekämpfung von Kritik im Netz. Alles vorgeblich im Namen der Demokratie und der Bekämpfung von Hass und Hetze in den Kommentarspalten. Betreiber der christlichen "Trollfabrik" ist aber nicht die Kirche allein: Beteiligt an den angebotenen Workshops ist die "mobile Beratung gegen Rechtsextremismus" – gefördert wiederum vom bundesdeutschen und vom bayerischen Familienministerium. Auch die Regierungen in Bund und Land beteiligen sich somit an der Bekämpfung der Opposition und an der Einmischung in den Wahlkampf.
Ausgesprochen schäbig: Nicht nur junge Erwachsene, sondern auch Jugendliche werden für dieses Unterfangen angeworben. Wohl in der Hoffnung auf Welpenschutz und entsprechende Beißhemmung bei den Kontrahenten während der Diskussion in den Kommentarspalten. Welcher AfD-Politiker will sich schon vorwerfen lassen, einen Jugendlichen verbal zu scharf angegangen zu haben? Und sollte andererseits doch etwas schiefgehen und der "Love-Stormer" etwa ausfallend werden, gilt immer noch die Jugendgerichtsbarkeit mit all ihrer Milde. Offenbar hofft man darauf, dass frisch Konfirmierte sich am ehesten gegen die angebliche Bedrohung von Rechts mobilisieren lassen. Ein Mindestalter ist auf der "Love-Storm"-Seite jedenfalls nicht genannt.
Die evangelische Kirche agiert im bayerischen Kommunalwahlkampf aber nicht nur digital, sondern auch analog. Speziell für Kandidaten bei den Kommunalwahlen stellt die ELKB Seelsorger bereit. Und damit nicht etwa ein AfD-Politiker sich in den Glauben wähnen könnte, auch er sei gemeint, heißt es:
"'Unser starkes Kreuz für Demokratie' bieten wir unseren demokratischen Repräsentanten nicht nur digital, sondern auch im echten, analogen Leben! In jedem Dekanat werden wir wenigstens eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger benennen, an die/den sich Kandidierende in der seelischen Not von Hassangriffen wenden können."
Auch hier greift also das Parteienkartell "Unsere Demokratie". Wäre ja noch schöner, wenn sich ein AfD-Kandidat bei einem Pfarrer der ELKB den Kummer von der Seele reden könnte (falls er überhaupt auf die Idee kommen sollte, sich an einen Geistlichen einer Kirche zu wenden, die ganz offensichtlich als Vorfeldorganisation der Altparteien agiert)!
Auch der Traunsteiner Dekan Bertram macht deutlich, dass das geistliche Betreuungsangebot Grenzen hat:
"Ich habe hohen Respekt vor dem großen Engagement unserer Kommunalpolitker*innen aus den demokratischen Parteien! Die Belastung und leider auch die Angriffe und Anfeindungen der Amtsträger*innen nehmen erschreckend zu. Wer Verantwortung für unsere Demokratie und Freiheit übernimmt, den unterstütze ich gerne und nehme mir Zeit zum Zuhören, den Rücken stärken."
So werden AfD-Vertreter zwar nicht ausdrücklich ausgeschlossen, ihnen wird aber doch mitgeteilt, dass sie nicht erwünscht sind. Denn zur Monopolvereinigung "Unsere Demokratie" gehört die AfD nun mal nicht.
Diese Wahleinmischung ist der evangelischen Kirche aber keineswegs peinlich. Sie versucht sie auch nicht zu bemänteln. So erklärt das zum Medienhaus der ELKB gehörende Sonntagsblatt:
"Die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) will Kandidierende der Kommunalwahlen im März 2026 auf Social Media mit gezielten Lovestorms unterstützen."
Alles für den vermeintlich guten Zweck. Denn die Sozialen Medien dürfe man nicht "Hetzern, Rechtsextremen und falschen Predigern" überlassen, zitiert das Sonntagsblatt Malte Scholz, den Vorsitzenden der EJB-Landesjugendkammer.
Fromme Trollfabriken und selektive Seelsorge. In Bezug auf Bananenrepubliken und als autoritär verschriene Staaten würde man das Wahlbeeinflussung und Wahleinmischung nennen. Im "besten Deutschland, das es jemals gegeben hat" (Bundespräsident Steinmeier) heißt das "Unsere Demokratie" und ist ein gottesfürchtiges Werk.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.01.2026
Besuch des Bundesverfassungsgerichts beim Obersten Gerichtshof des Staates Israel
freedert.online, 24 Jan. 2026 20:12 Uh
Eine Delegation des Bundesverfassungsgerichts hat für zwei Tage den Obersten Gerichtshof in Israel besucht. Gemäß einer Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts führten die Juristen Fachgespräche unter anderem über die "Resilienz von Gerichten".
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue, Berlin, 9. Januar 2026
Vom 20. Januar bis zum 22. Januar hat eine Delegation des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE) unter der Leitung des Präsidenten Prof. Dr. Stephan Harbarth und der Vizepräsidentin Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold den Obersten Gerichtshof des Staates Israel besucht. Dies teilte das Bundesverfassungsgericht am Freitag in einer Pressemitteilung mit.
In Israel wurde die deutsche Gerichtsdelegation vom israelischen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, Isaac Amit, sowie weiteren Mitgliedern des Obersten Gerichtshofs des Staates Israel empfangen. Während des zweitägigen Besuchs führten die Juristen beider Staaten Fachgespräche zu folgenden Themen: "Wichtige aktuelle Rechtsprechung der Gerichte", "Durchführung von mündlichen Verhandlungen und Übertragung in Rundfunk und Fernsehen", "Künstliche Intelligenz, E-Justice und die Justiz" sowie "Resilienz von Gerichten".
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25.01.2026
Kushner und Witkoff bei Netanjahu: Verhandlung über Phase zwei des US-Friedensplans für Gaza
freedert.online, vom 24 Jan. 2026 18:08 Uhr
Jared Kushner und Steve Witkoff sind vom WEF in Davos aus zu Putin nach Moskau gereist. In Abu Dhabi nahmen sie an Verhandlungen über den Ukraine-Krieg teil. Am Samstag treffen sie Netanjahu in Israel und verhandeln über Phase zwei des US-Friedensplans für Gaza. Unterdessen hat sich Putin mit Palästinenserchef Abbas in Moskau getroffen.
Wladimir Putin empfängt Steve Witkoff, Jared Kushner und Josh Gruenbaum in Moskau, 22. Januar 2026
Am Samstagabend treffen sich die beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in Israel. Dabei soll über die zweite Phase des von den USA durchgesetzten Friedensplans für den Gazastreifen verhandelt werden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Bezugnahme auf den Fernsehsender N12 am Samstag.
Auch das Nachrichtenportal Ynet berichtet über das Treffen und meldet, dass die US-Delegierten über die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen beraten wollen. Außerdem werde man den Wiederaufbau der palästinensischen Enklave unter der Schirmherrschaft des von US-Präsident Trump gegründeten neuen Friedensrats besprechen.
Zuvor hatte der palästinensische Vorsitzende eines von den USA unterstützten palästinensischen Übergangsausschusses zur vorübergehenden Verwaltung des Gazastreifens, Ali Shaath, am Donnerstag eine Erklärung zur Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah abgegeben. Demnach ist der Grenzübergang Rafah für fast alle der mehr als zwei Millionen Menschen, die dort leben, praktisch die einzige Ein- und Ausreisemöglichkeit aus dem Gazastreifen. Der Übergang soll in der kommenden Woche wiedereröffnet werden.
Gemäß einer Meldung der Agentur Reuters vom Samstag, wolle Israel die Zahl der Palästinenser, die über den Grenzübergang zu Ägypten nach Gaza einreisen, begrenzen. Damit wolle Israel gewährleisten, dass mehr Menschen aus Gaza ausreisen, als nach Gaza einreisen. Dies hätten drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen vor der erwarteten Öffnung der Grenze gegenüber Reuters mitgeteilt.
Ursprünglich sollte die Grenze schon in der Anfangsphase von Trumps Plan zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und Palästina geöffnet werden. Nun gab Washington Anfang Januar bekannt, dass der Friedensplan in die zweite Phase gekommen sei. In dieser Phase solle Israel seine Truppen weiter aus dem Gazastreifen abziehen und die Hamas die Kontrolle über die Verwaltung des Gebiets abgeben.
TASS fasst die bisherige Umsetzung von Trumps Friedensplan wie folgt zusammen:
"Israel und die Hamas nahmen am 6. Oktober 2025 die von Ägypten, Katar, den Vereinigten Staaten und der Türkei vermittelten indirekten Gespräche zur Beilegung der Lage im Gazastreifen wieder auf. Am 9. Oktober unterzeichneten die Konfliktparteien eine Vereinbarung über die Umsetzung der ersten Phase des Waffenstillstandsplans von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen.
Der Waffenstillstand trat am 10. Oktober in Kraft. Gemäß dem Abkommen zogen sich die israelischen Truppen auf die sogenannte Gelbe Linie zurück, behielten jedoch die Kontrolle über mehr als 50 Prozent des Gebiets der Enklave. Am 13. Oktober ließen die Hamas und andere palästinensische Gruppen alle 20 lebenden Geiseln frei und übergaben die Leichen von vier verstorbenen Geiseln im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens für den Gazastreifen. Später übergab die Hamas mehrere weitere Leichen an Israel. Derzeit hält die Hamas noch eine weitere Leiche zurück.
Die zweite Phase des Abkommens sieht den Abzug der israelischen Truppen, die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe, sowie die Einrichtung von Verwaltungsstrukturen für die Enklave vor, darunter auch das sogenannte Friedensgremium."
Unterdessen traf sich der russische Präsident – noch vor dem Treffen von Kushner und Witkoff mit Netanjahu in Israel – am Donnerstag mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Moskau. Laut einer Mitteilung auf der Webseite des russischen Präsidenten ging es bei dem Arbeitsbesuch um den "aktuellen Stand und die Zukunftsaussichten der bilateralen Beziehungen in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Kultur" zwischen Russland und Palästina. Des Weiteren widmeten sich die beiden Staatschefs humanitären Angelegenheiten sowie der Lage im Nahen Osten, wobei der Schwerpunkt auf der Situation im Gazastreifen liegt.
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Weiteres:
Gaza in Trümmern: Kushners Wiederaufbau-Vision ist eine Illusion
freedert.online, vom 24 Jan. 2026 06:00 Uhr
In Davos hat Jared Kushner seinen Plan für den Wiederaufbau Gazas präsentiert. Da er das Thema aus der Perspektive eines Immobilienhändlers betrachtet hatte, bewerteten Experten seinen Ansatz als unrealistisch, weil er die tatsächliche Lage vor Ort ignoriert.
Jared Kushner nach der Unterzeichnung einer Charta des Friedensrats während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, 22. Januar 2026
Moderne Städte mit eleganten Hochhäusern, eine unberührte Küste, die Touristen anzieht, und ein hochmoderner Hafen, der ins Mittelmeer hineinragt. So könnte Gaza laut Jared Kushner, dem Schwiegersohn und Nahost-Berater von Präsident Donald Trump, aussehen, wie dieser in einer Präsentation auf einem Wirtschaftsforum in Davos, Schweiz, erklärte.
In seiner zehnminütigen Rede am Donnerstag behauptete Kushner, es sei möglich – sofern die Sicherheit gewährleistet sei –, die Städte im Gazastreifen, die nach mehr als zwei Jahren Krieg zwischen Israel und der Hamas in Trümmern liegen, schnell wieder aufzubauen.
Der Zeitplan widerspricht den Erwartungen der Vereinten Nationen und der Palästinenser, die davon ausgehen, dass der Wiederaufbau Gazas ein äußerst langwieriger Prozess sein wird. In dem Gebiet, in dem rund zwei Millionen Menschen leben, sind frühere Wohnblöcke zu Trümmerfeldern geworden. Unter den Ruinen liegen nicht explodierte Kampfmittel, durch mit Abwasser verunreinigtes Wasser breiten sich Krankheiten aus, und die Straßen gleichen schmutzigen Kanälen.
Kushner sagte, sein Wiederaufbauplan würde nur funktionieren, wenn Gaza "Sicherheit" habe – ein großes "Wenn". Es bleibt ungewiss, ob die Hamas ihre Waffen niederlegen wird, und israelische Truppen schießen fast täglich auf in Gaza lebende Palästinenser.
Vertreter der militanten Gruppe sagen, sie hätten das Recht, sich gegen die israelische Besatzung zu wehren. Sie haben jedoch erklärt, sie würden im Rahmen eines Prozesses zur Erlangung der palästinensischen Staatlichkeit ein "Einfrieren" ihrer Waffen in Betracht ziehen.
Seit dem Inkrafttreten des jüngsten Waffenstillstands am 10. Oktober haben israelische Truppen laut Angaben des Gesundheitsministeriums im Gebiet Gaza mindestens 470 Palästinenser getötet, darunter auch kleine Kinder und Frauen. Israel gibt an, als Reaktion auf Verstöße gegen den Waffenstillstand das Feuer eröffnet zu haben. Unter den Toten befinden sich jedoch Dutzende Zivilisten.
Ein weiterer Faktor, der die Entwaffnung erschweren könnte, ist die Existenz rivalisierender bewaffneter Gruppen im Gazastreifen. Laut Kushners Präsentation sollen diese entweder aufgelöst oder "in die neue Verwaltung integriert" werden. Während des Krieges hat Israel bewaffnete Gruppen und kriminelle Banden von Palästinensern im Gazastreifen unterstützt, um der Hamas entgegenzuwirken.
Bei der Vorstellung seines Plans für den Wiederaufbau Gazas ging Kushner nicht darauf ein, wie die Minenräumung erfolgen soll und wo die Bewohner Gazas während des Wiederaufbaus ihrer Gebiete untergebracht werden sollen. Derzeit leben die meisten Familien in einem Gebiet, das Teile der Stadt Gaza und den größten Teil der Küste Gazas umfasst.
Nomi Bar-Yaacov, internationale Anwältin und Expertin für Konfliktlösung, bezeichnete das ursprüngliche Konzept des Gremiums für die Sanierung des Gazastreifens als "völlig unrealistisch" und als Zeichen dafür, dass Trump die Sache aus der Perspektive eines Immobilienentwicklers und nicht aus der eines Friedensstifters betrachte.
Ein Projekt mit so vielen Hochhäusern in Gaza wäre für Israel niemals akzeptabel, da jedes einzelne einen freien Blick auf seine Militärstützpunkte in der Nähe der Grenze bieten würde, sagte Bar-Yaacov, die zudem als Associate Fellow am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik tätig ist.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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25.01.2026
Orbán: EU-Bürokraten nicken begeistert zu Kiews Forderungen von 800 Milliarden Euro
freedert.online, vom 24 Jan. 2026 14:40 Uhr
Die politische Führung in Kiew habe bei der EU einen kommenden Finanzbedarf von 800 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre eingereicht, so die Informationen von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Zudem würden laut "vertraulichen" Unterlagen weitere 700 Milliarden Euro für Militärausgaben erwartet.
Kiews Machthaber Wladimir Selenskij präsentierte sich im schweizerischen Davos vermeintlich selbstbewusst zur Rolle der Ukraine bei den Bemühungen um einen Friedensvertrag mit Moskau. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verriet vor Journalisten Inhalte eines "vertraulichen Dokuments", das demnach Forderungen Kiews an die Adresse der EU in Brüssel "in einer bisher ungekannten Dimension" beinhalte. Orbán kommentierte dazu auf X, dass Ungarn "dafür NICHT bezahlen" werde, um weiter wörtlich anzukündigen:
Die internationale Politik samt Thinktanks und Lobbyisten versammelte sich in dieser Woche für fünf Tage im schweizerischen Davos auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF). Die ungarische Tageszeitung Hungary Today informiert zu den brisanten Enthüllungen am Abschlusstag:
"'Die Führung der Europäischen Union hat die Forderung der Ukraine nach 800 Milliarden Dollar akzeptiert, was effektiv zu einer massiven Verschuldung der EU führen wird', sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag in Brüssel nach einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU."
Das "vertrauliche" Dokument, das neben weiteren EU-Mitgliedern auch die ungarische Delegation erhalten habe, beinhalte auch die Pläne, "wie diese Summe aufgebracht werden soll, was im Wesentlichen bedeutet, dass Schulden gemacht werden müssen", erklärte der Premierminister.
Orbán führte weiter aus, dass die Ukraine zudem die EU darüber informiert hat, dass in den nächsten Jahren zusätzliche "700 Milliarden Dollar für Militärausgaben" benötigt würden, was die surreale Gesamthöhe von 1,5 Billionen Euro Steuerbelastungen für EU-Bürger bedeuten würde. Dazu heißt es unmissverständlich auf X seitens des Premiers:
"Die Brüsseler Bürokraten nahmen diese Forderungen mit Begeisterung auf: 800 Milliarden Euro für die Ukraine, plus weitere 700 Milliarden Euro für die Militärausgaben der Ukraine in den nächsten zehn Jahren. Hören Sie mir jetzt gut zu: Ungarn wird dafür NICHT bezahlen. Unser Volk wird nicht zur Kasse gebeten."
Vor den Journalisten gab Orbán zudem weiter zu Protokoll:
"Ich glaube nicht, dass es in den nächsten hundert Jahren ein Parlament in Ungarn geben wird, das für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union stimmen wird."
Die Berliner Zeitungberichtet zu den brisanten Informationen Orbáns:
"In Brüssel wollte sich niemand zu der überraschenden Mitteilung äußern. Ein Insider sagte der Berliner Zeitung, man habe beobachtet, dass vor allem russische Medien die Aussagen Orbáns verbreitet hätten. Der Insider: 'Wir wissen ja, dass Orbán eine besondere Beziehung zum Kreml unterhält.'"
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ließ lediglich auf X mitteilen, dass sie sich in Davos "mit einer überparteilichen Delegation des US-Kongresses getroffen" hätte, um "unsere gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine" zu diskutieren. Weiter heißt es:
"Dieser Prozess profitiert von einer starken Koordinierung zwischen der EU und den USA, von Sicherheitsgarantien bis hin zu einem Weg zum Wohlstand."
Eine öffentlich bestätigte Meldung, dass von der Leyen und Selenskij in Davos ein formelles persönliches Treffen nur zu zweit abgehalten hätten, oder die Veröffentlichung eines offiziellen gemeinsamen Fotos, lag bis zum Abschluss des WEF nicht vor –anders als in den Jahren zuvor.
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25.01.2026
CDU-Wirtschaftsflügel will Recht auf Teilzeit abschaffen
freedert.online, 25 Jan. 2026 20:58 Uhr
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits gefordert, dass die Deutschen "mehr arbeiten sollen". Nun fordert der Wirtschaftsflügel seiner Partei, das Recht auf Teilzeitarbeit abzuschaffen – aufgrund des angeblichen "Fachkräftemangels".
Bisher hatten Arbeitnehmer in der Bundesrepublik das Recht auf Teilzeitarbeit, doch Medienberichten zufolge will der Wirtschaftsflügel der CDU diesen Rechtsanspruch kippen. Wie der Stern berichtet, soll auf dem Bundesparteitag der CDU Ende Februar ein entsprechender Antrag beschlossen werden.
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hatte dem Antrag den Titel "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" gegeben. Darin fordert sie, dass für den Rechtsanspruch, freiwillig in Teilzeit zu arbeiten, eine "besondere Begründung" vorliegen muss. Zu diesen besonderen Gründen können beispielsweise die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen gehören. Freiwillige Teilzeitarbeit ohne Betreuungspflichten hingegen soll nicht mehr möglich sein. Als Begründung nennt der Flügel etwa den vermeintlichen "Fachkräftemangel".
MIT-Vorsitzende Gitta Connemann sagte dem Stern: "Wer mehr arbeiten kann, sollte mehr arbeiten." Es gebe einen "dramatischen Fachkräftemangel". Deshalb dürfe "freiwillige Teilzeit aus Gründen der individuellen Lebensgestaltung" nicht dauerhaft durch den Sozialstaat abgesichert werden.
Der neue Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels sorgte für parteiübergreifende Kritik – selbst in den eigenen Reihen: "Mit einer solchen Einschränkung zäumen wir das Pferd von der falschen Seite auf", sagte der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, den Funke-Zeitungen.
Zwar würde auch er sich wünschen, dass mehr Menschen von Teilzeit, die sie oft als Teilzeitfalle empfänden, wieder auf Vollzeit wechselten, fuhr Radtke fort. "Dafür müssen wir aber die Rahmenbedingungen bei Kinderbetreuung und Pflege verbessern, die dies bislang an manchen Stellen unmöglich machen."
Auch vom Koalitionspartner SPD kommt Kritik. Fraktionsvize Dagmar Schmidt warf dem Flügel vor, damit dem "Zusammenhalt in unserem Land" zu schaden. Es sei "außerordentlich widersprüchlich", einerseits den Beschäftigten im Land Faulheit zu unterstellen und sie zur Mehrarbeit zwingen zu wollen und andererseits "Menschen abzuschieben, die integriert und in Ausbildung und Arbeit sind", sagte sie.
"Stattdessen müssen wir in die Menschen in diesem Land investieren, in Bildung, Qualifizierung, Forschung, Entwicklung und höhere Produktivität", so Schmidt. Das unterstütze Wirtschaft und Wachstum, "nicht das Schleifen hart erkämpfter Arbeitnehmerrechte".
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25.01.2026
Schlagzeile
Info:
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hiermit laden wir Sie ein, zu unserer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "Trump 2.0 – zerbröselt die EU?"
mit Prof. Dr. Kurt Hübner (Direktor des Instituts für Europastudien an der Universität von British Columbia in Vancouver/Kanada)
Ort: Arbeit und Leben, Arndtstraße 20, 30167 Hannover
Am Donnerstag, 19. Februar 2026 um 19:00 Uhr
Präsident Trump hat die Schwächen der EU schonungslos offengelegt. Den Mangel an einer wirtschaftspolitischen Diplomatie durch Anpassung und Schmeichelei zu kompensieren ist weitgehend gescheitert. Die Bruchlinien interner Spannungen innerhalb der EU haben eine standfeste Haltung gegenüber der Zolloffensive der USA verhindert. Divergierende politische Vorstellungen haben die Ausarbeitung einer soliden Strategie unterbunden. Im EU-Parlament kommt es immer häufiger zu einem gemeinsamen Abstimmungsverhalten von konservativen und rechtsextremen Kräften. Das Ergebnis ist eine schwache und defensive EU in Zeiten, in denen machtpolitische Umwälzungen und Restrukturierungen der globalen politischen Ökonomie stattfinden. Ist eine Verzwergung der EU unausweichlich?
Der Vortrag wird Ideen und Vorschläge eines alternativen Entwicklungspfades diskutieren.
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25.01.2026
Wegen möglicher Deals mit China: Trump droht Kanada mit Strafzöllen von 100 Prozent
freedert.online, 25 Jan. 2026 20:09 Uhr
Donald Trump hat gedroht, die USA würden im Falle eines Handelsdeals zwischen Kanada und China Zölle in Höhe von 100 Prozent auf alle kanadischen Exporte erheben. Die Annäherung der beiden Länder begann angesichts der Diskrepanzen mit den USA in Bezug auf Grönland und Zölle.
Wenn Kanada ein Handelsabkommen mit China abschließt, werden auf alle kanadischen Waren, die in die USA importiert werden, 100-prozentige Zölle erhoben. Dies kündigte US-Präsident Donald Trump auf dem sozialen Netzwerk Truth Social an. Trump behauptete, Kanada begehe einen "großen Fehler", indem es China erlaube, die Importe von Elektroautos zu erhöhen:
"China wird Kanada bei lebendigem Leib verschlingen, es vollständig absorbieren, einschließlich der Zerstörung von Geschäften, sozialer Strukturen und der gesamten Lebensweise. Wenn Kanada ein Abkommen mit China schließt, werden sofort 100-prozentige Zölle auf alle kanadischen Waren und Produkte erhoben, die in die USA importiert werden."
Außerdem bezeichnete Trump den kanadischen Premierminister Mark Carney in seinem Beitrag abfällig als "Gouverneur":
"Wenn Gouverneur Carney glaubt, er könne Kanada zu einem Umschlagplatz für Lieferungen chinesischer Waren und Produkte in die Vereinigten Staaten machen, irrt er sich gewaltig."
Am Vortag schrieb Trump, dass Kanada gegen den Bau des Raketenabwehrsystems "Golden Dome" über Grönland sei, das es schützen würde. Diese Haltung, so der Republikaner, drohe dem Land negative Folgen zu bringen:
"Stattdessen haben sie dafür gestimmt, Geschäfte mit China zu machen, das sie innerhalb des ersten Jahres auffressen wird!"
Trump teilte außerdem mit, dass er die Einladung an Kanada, dem von ihm gegründeten "Friedensrat" für Gaza beizutreten, zurückgezogen habe. Zuvor hatte Carney in Davos dazu aufgefordert, dass die Länder nicht länger versuchen sollten, sich mit Trump zu "vertragen", um zu überleben. Carney präzisierte:
"Mittlere Mächte sollen gemeinsam handeln, denn wenn wir nicht am Verhandlungstisch sitzen, stehen wir auf der Speisekarte."
Die Annäherung Kanadas an China begann vor dem Hintergrund von Meinungsverschiedenheiten mit den USA über Handelszölle und Grönland. Der US-Präsident führte bereits zu Beginn seiner zweiten Amtszeit Zölle gegenüber Kanada ein, auf dessen Exporte die USA einen Anteil von 75 Prozent erheben. Ab dem 1. August 2025 erhöhte Trump den Gesamtzollsatz für kanadische Waren auf 35 Prozent. Zuvor galt seit März 2025 ein Satz von 25 Prozent für die meisten Waren.
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25.01.2026
Trumps acht Phantom-Frieden
freedert.online, 25 Jan. 2026 19:57 Uhr, Von Rainer Rupp
Welche Länder meint Trump, wenn er in seiner selbst ernannten Rolle als "Präsident des Friedens" behauptet, er habe im letzten Jahr acht Kriege beendet? Laut seinen öffentlichen Äußerungen und Beiträgen in den sozialen Medien handelt es sich um die hier vorgestellten Konflikte.
US-Präsident Donald Trump behauptet, er habe bereits acht Kriege beendet.
Donald Trump ist bei weitem nicht der einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der als Narzisst und Fantast beschrieben wurde, aber wenn Trump in einem olympischen Wettkampf zwischen Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama und Joe Biden antreten würde, "wäre er der Goldmedaillengewinner", urteilte jüngst der frühere hochrangige CIA-Analyst Larry Johnson auf seinem Substack-Kanal.
In der großen Inszenierung von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft kommt keine Rolle besser an als die des "Präsidenten des Friedens". Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diese Woche prahlte er erneut damit, in seinem ersten Amtsjahr "acht Kriege gestoppt", Millionen Leben gerettet und die Welt "reicher und sicherer" gemacht zu haben.
Sogar seine skurrilen Eroberungsträume um Grönland verknüpfte er mit der verpassten Verleihung des Nobel-Friedenspreises. In einer SMS-Botschaft an Norwegens Ministerpräsidenten erklärte er wie ein kleines Kind patzig, er fühle sich jetzt nicht mehr verpflichtet, "rein an Frieden zu denken", nachdem er den Preis dieses Jahr nicht bekommen hat. Und das, obwohl sein einflussreicher guter Freund ‒ der wegen Genozid in Gaza vom Internationalen (UN-)Gerichtshof gesuchte Kriegsverbrecher Netanjahu ‒ dem Friedensnobelpreis-Komitee in Oslo persönlich Trump für den Preis wärmstens vorgeschlagen hatte.
Schauen wir uns die acht "Kriege" auf Trumps Friedensliste an, inklusive des Hintergrunds, den er geflissentlich auslässt.
1.Israel und Hamas (Gaza)
Trump bezeichnet den Krieg in Gaza für beendet und reklamiert für sich den vollen Verdienst für den Waffenstillstand von 2025, der den in die Zigtausende gehenden zionistischen Massenmord an der Zivilbevölkerung in Gaza nach zwei brutalen Jahren bremste. Tatsächlich ließen die Kämpfe nach, Israels Tötungsrate sank von industriellen auf handwerkliche Dimensionen. Doch der Trump-Deal ist brüchig, in sich widersprüchlich und zunehmend in der Sackgasse, während sporadische Angriffe mit hunderten Toten pro Woche anhalten, die Bevölkerung in Gaza weiterhin in jeder Beziehung – Lebensmittel, Wasser, Medizin, Decken und Schutz gegen Regen und Kälte – brutal unterversorgt ist und der von Trump viel zitierte "Wiederaufbau" so fern wie der Mars ist.
2. Israel und Iran
Hier reklamiert Trump, eine direkte Konfrontation zwischen Israel und Iran entschärft zu haben, wobei er vermutlich auf den gegenseitigen, kurzen Raketenbeschuss im Jahr 2025 anspielt. Trump stilisiert sich zum Retter vor dem Weltuntergang. Er vergisst zu erwähnen, dass er unprovoziert, nur zur Unterstützung der gesuchten Völkermörder in der Netanjahu-Regierung schwere US-Luftangriffe auf iranische Ziele angeordnet hat. Das ist nicht die Tat eines Friedenspräsidenten, sondern eines Kriegspräsidenten, der einen angeblichen "Frieden" durch überlegene Feuerkraft erzwingt.
Trump prahlt wiederholt damit, einen Atomkrieg um Kaschmir verhindert und "Millionen" (manchmal "Milliarden") Leben gerettet zu haben. Indische Regierungsmitglieder, darunter Außenminister Jaishankar, dementierten jede US-Vermittlung. Der Waffenstillstand war bilateral! Wieder eine klassische Trump-Konfabulation: Aus einem militärischen Grenzgeplänkel wird der abgewendete Dritte Weltkrieg.
4. Ruanda und Demokratische Republik Kongo
Ein tatsächlicher US-vermittelter Waffenstillstand im Juni 2025, im Dezember formalisiert, wurde von Trump als "glorreicher Triumph" gefeiert. Die Realität: Die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen rücken weiter vor, Kinshasa wirft Kigali Vertragsbrüche vor, Kämpfe wüten weiter. Der Frieden hielt nicht länger als ein Neujahrsvorsatz.
5. Thailand und Kambodscha
Trump nannte dies scherzhaft einen zusätzlichen "Viertelkrieg" und reklamierte mehrere Waffenstillstände. Grenzgefechte flammten kurz darauf wieder auf, mit Luftangriffen und Toten. Kein Land schreibt den USA eine entscheidende, mäßigende Rolle in diesem Konflikt zu, den Trump zur persönlichen Heldentat aufblies.
Hier gibt es wenigstens eine belastbare Basis für eine Frieden stiftende Rolle der USA: Eine Zeremonie im Weißen Haus mit den Präsidenten Paschinjan (Armenien) und Alijew (Aserbaidschan) brachte ein Rahmenabkommen für die vor einem Jahr noch umkämpfte Region "Berg-Karabach" zustande. Beide Seiten äußerten sich positiv zur US-Vermittlung. Doch das Abkommen wartet auf Ratifizierung und Referenden – vereinzelte Gewaltakte halten an. Fortschritt gibt es, aber den Konflikt für "beendet" zu erklären, ist noch zu früh.
7. Ägypten und Äthiopien (Der GERD-Staudamm)
Trump behauptet, einen Krieg um den Großen Äthiopischen GERD-Staudamm verhindert zu haben. Es war immer nur eine Verhandlung um Wassernutzungsrechte, nie ein bewaffneter Konflikt. Trotz Trumps "Friedenseinmischung" gibt es kein formales Abkommen zwischen den beiden Ländern. Die Spannungen schwelen weiter. Trump machte aus diplomatischem Feilschen eine verhinderte Apokalypse.
8. Serbien und Kosovo
Im Kosovo gab es seit 1999 keine bewaffneten Konflikte zwischen Albaner und der serbischen Minderheit, doch Trump will letztes Jahr einen "potenziellen Krieg" durch wirtschaftliche Normalisierung gestoppt haben. Das Grundproblem, der serbische Widerstand gegen die von der NATO mit militärischer Gewalt durchgesetzte Abtrennung der serbischen Provinz Kosovo, schwelt jedoch weiter.
Parallel zu seinen imaginären "Frieden stiftenden Erfolgen" hat Trump ein ganz reales Register von Bombardements in Syrien, Nigeria und Iran. Da gibt es die Versenkung angeblicher "Drogenboote" in der Karibik, einen mörderischen Überfall auf Venezuela und die Entführung eines Staatsoberhauptes und seiner Frau. Im Sinne einer "Pax Americana" sieht Trump das alles anscheinend auch als friedensstiftend an.
Leider hat das beeindruckende Bild, das Trump von sich selbst hat, so gut wie nichts mit der Realität zu tun. Viele dieser angeblich von ihm gestoppten "Kriege", über die Trump immer wieder konfabuliert, waren nie echte Kriege ‒ andere toben weiter, und Trumps Rolle dabei war, wenn sie überhaupt existierte, höchstens grenzwertig.
Konfabulieren bedeutet, dass jemand unbewusst Lücken in seinem Gedächtnis mit frei erfundenen, aber als wahr empfundenen Geschichten oder Details füllt, ohne bewusst zu lügen. Dies geschieht laut meiner KI-Software "oft bei neurologischen Erkrankungen wie dem Korsakow-Syndrom oder Demenz und dient dem Versuch, die lückenhafte Realität zu vervollständigen und ihr Sinn zu geben. Es handelt sich nicht um eine absichtliche Täuschung, sondern um eine unbewusste Fehlfunktion des Gedächtnisses, bei der die Betroffenen fest davon überzeugt sind, die Wahrheit zu sagen."
Wahrscheinlich ist das, was wir bei dem Verhaltensmuster des "Friedenspräsidenten" Trump sehen, keine absichtliche Täuschung, sondern die aufrichtige Erfindung falscher Erinnerungen, oft verbunden mit kognitivem Abbau. Es ist weniger Täuschung als Wahn eines zu bedauernden alten Mannes, der seinen eigenen "Wahrheiten" in seiner eigenen, anderen Welt glaubt.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Macron in Davos: USA versuchen, Europa zu unterwerfen
freedert.online, 21 Jan. 2026 22:34 Uhr
Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt während seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum, die USA wollten Europa unterwerfen. Frankreich und Europa müssten sich dagegen verteidigen.
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Weiteres:
Macron rächt sich an Russland für seine Demütigung durch Trump
freedert.online, 25 Jan. 2026 20:37 Uhr, Von Jelena Karajewa
Zwischen politischem Theater und geopolitischer Selbsttäuschung: Macrons Aktion im Mittelmeer soll Stärke zeigen, legt aber die Schwäche Europas offen. Unter dem Deckmantel von Sanktionen offenbart sich eine EU, die zwischen US-Vormacht und eigener Hybris politisch wie wirtschaftlich Schiffbruch erleidet.
Emmanuel Macron bei einer Audienz beim US-Präsidenten Donald Trump (links)/Einsatz der französischen Kriegsmarine gegen einen Tanker mit dem russischen Öl (Kollage).
Nachdem es dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nicht gelungen war, mit seinem "Freund Donald" in Paris zu Abend zu essen – dieser hatte sich öffentlich über seine Einladung lustig gemacht –, entsandte der Chef des Élysée-Palastes in dem Versuch, dieses beschämende Missgeschick zu vergessen, einen Stoßtrupp in die internationalen Gewässer des Mittelmeeres, um einen Tanker zu kapern. Laut Macron, der in den sozialen Netzwerken und Chats stets aktiv ist, sei dieser "unter falscher Flagge" unterwegs gewesen. Mehr noch: Der Tanker habe "Murmansk" verlassen! Warum die Flagge "falsch" ist und was am Murmansker Hafen so schlimm ist, dass es in Paris sofort Angriffslust auslöst, wurde natürlich nicht erwähnt.
Die Öffentlichkeit sollte den Worten Macrons einfach Glauben schenken und die Piraterie unter der französischen Trikolore nicht als böswillige Verletzung aller maritimen Konventionen, sondern als strikte Befolgung der russophoben Sanktionspolitik ansehen: in Erfüllung des Willens von Ursula von der Leyen.
Die EU steht mit ihrem politischen und wirtschaftlichen "Ukrainismus" nicht nur zwischen dem "US-Amboss" und dem "russischen Hammer", sondern befindet sich in einer Zwickmühle und versucht heute mit allen Mitteln, das Unbeweisbare zu beweisen und das Unschützbare zu schützen. Damit soll eine einfache Tatsache verschleiert werden: Als Brüssel, Paris und Berlin vier Jahre lang vereint versuchten, uns zu ruinieren, führten sie sich selbst in den Ruin.
Am Tag des Beginns der militärischen Sonderoperation in der Ukraine erklärte Frankreich uns den "totalen Krieg" (und vergaß dabei, dass dies ein Ausdruck aus dem Lexikon von Joseph Goebbels ist). Damals erschien diese Einstellung als schwachsinnig – um es milde auszudrücken –, wenn man die gesamte jahrhundertelange Geschichte unserer Beziehungen in Betracht zieht. Das gemeinsame Jahrtausend und alle Ereignisse, die dazu gehören, wurden von denen, die hinter Macron stehen, einfach annulliert.
In der französischen politischen Kultur ist es so, dass die Außenpolitik, unabhängig davon, ob es sich um eine Monarchie oder eine Republik handelt, immer ausschließlich den Willen der jeweiligen Führungsperson widerspiegelt. Seien wir ehrlich – alle Wellen der Russophobie wurden ausschließlich vom Chef des Élysée-Palastes initiiert.
Das Wohl seiner Wähler, seine eigene Wirtschaft und politische Stabilität wurden von Macron auf unsere Niederlage in der Konfrontation mit Europa gesetzt. Er wollte den Kampf gegen uns bis zum letzten Franzosen und bis zum letzten Euro in dem ohnehin schon leeren republikanischen Staatshaushalt führen. Das gesamte Geld und Vermögen Frankreichs warf der französische Präsident auf den geopolitischen Spieltisch, auf dem man Wetten abschließt. Er scheute sich nicht einmal, die Messe in Notre-Dame dafür zu instrumentalisieren, seinen Protegé Wladimir Selenskij dem damals neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump vorzustellen.
Und ein Jahr später macht sich Trump über Macron nicht nur lustig. Vielmehr zerdrückt er ihn in aller Öffentlichkeit zu Mus, und zwar meisterhaft, sozusagen beiläufig, ihn kaum berührend. Und dies geschieht immer als Gegenreaktion, nicht als Anstoß. Und Macron, der den Krieg mit uns nicht nur bis zur letzten Stufe der französischen Verarmung, sondern auch bis zum völligen Verlust des Anstands für richtig hält, veröffentlicht ein Video von seinem Telefongespräch mit Trump im Netz. Das zeigt wirklich die ganze Fäulnis der EU-Politik: die Vetternwirtschaft, den Wunsch, Kiew einen Gefallen zu tun, und gleichzeitig sein eigenes Ego zu befriedigen: Sehen Sie mal, ich unterhalte mich mit Trump, und zwar in freundlichem Ton!
Es scheint, als hätten wir irgendwo davon gehört und gelesen. Oh, das ist ja Iwan Alexandrowitsch Chlestakow aus Sankt Petersburg [die Hauptfigur in Nikolai Gogols Komödie "Der Revisor"]! Erinnern Sie sich? Nun, die Rolle des neuen "Chlestakow" spielt der französische politische Fanfaron mit dem Nachnamen Macron, den die "Komödienfiguren" aus Brüssel, Berlin und London sowie die gesamteuropäischen "Hüter der Wohltätigkeitsanstalten" für einen einflussreichen Mann halten.
In Wirklichkeit besitzt Macron, der eine Sonnenbrille mit vergoldetem Rahmen aus französischer Fabrikation (hergestellt von der Firma Maison Henri Julien) trägt, heutzutage – also zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen über die Konfliktlösung im Donbass ihren Endspurt nehmen könnten – ungefähr das gleiche politische Gewicht und den gleichen Einfluss wie diese berühmte Figur in Gogols Komödie.
Das Gleiche gilt für die gesamte politische Führungsriege der EU – von unten nach oben und von rechts nach links. Sie suchten nach der Gunst der US-Amerikaner im Westen und der Ukrainer im Osten. Aus Eigeninitiative zankten sie sich mit uns und kamen zu dem Schluss, dass Politik nichts anderes sei als endlose "Fünf-Minuten-Russophobie" bei jeder Gelegenheit. Und sie unterlagen, und zwar nicht nur gegen uns.
Wir wussten sehr wohl, dass man niemanden gegen seinen Willen glücklich machen kann: weder Länder noch Völker.
Paris, Berlin, London – und dazu noch Brüssel – verloren gegenüber denen, denen sie sich anpassen und unterordnen wollten. Europa ist für die USA heute ein völlig unnötiger "Koffer" ohne Griff geworden. Ohne Wirtschaft. Ohne Geld. Ohne Industrie.
Und während Trump nur Macron zurechtwies, wandte sich der US-Wirtschaftsminister Howard Lutnick an alle Europäer. Die Reaktion darauf war so heftig, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank während Lutnicks Rede sogar den Saal verließ.
Ursula von der Leyen und Emmanuel Macron liefen ebenfalls weg. Sie verließen eilig das Weltwirtschaftsforum in Davos, um nicht mit ihrem "Freund Donald" zusammentreffen zu müssen. Denn auch sie sind sich bewusst, dass sie nicht nur in der Ukraine-Frage gescheitert sind, sondern insgesamt verloren haben. Und zwar nicht gegen Russland, sondern gegen die USA.
Und keine "Beschlagnahmung" eines Tankers unter "falscher Flagge" kann diese einfache Tatsache ändern.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 24. Januar 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
25.01.2026
Macron rächt sich an Russland für seine Demütigung durch Trump
freedert.online, 25 Jan. 2026 20:37 Uhr, Von Jelena Karajewa
Zwischen politischem Theater und geopolitischer Selbsttäuschung: Macrons Aktion im Mittelmeer soll Stärke zeigen, legt aber die Schwäche Europas offen. Unter dem Deckmantel von Sanktionen offenbart sich eine EU, die zwischen US-Vormacht und eigener Hybris politisch wie wirtschaftlich Schiffbruch erleidet.
Emmanuel Macron bei einer Audienz beim US-Präsidenten Donald Trump (links)/Einsatz der französischen Kriegsmarine gegen einen Tanker mit dem russischen Öl (Kollage).
Nachdem es dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nicht gelungen war, mit seinem "Freund Donald" in Paris zu Abend zu essen – dieser hatte sich öffentlich über seine Einladung lustig gemacht –, entsandte der Chef des Élysée-Palastes in dem Versuch, dieses beschämende Missgeschick zu vergessen, einen Stoßtrupp in die internationalen Gewässer des Mittelmeeres, um einen Tanker zu kapern. Laut Macron, der in den sozialen Netzwerken und Chats stets aktiv ist, sei dieser "unter falscher Flagge" unterwegs gewesen. Mehr noch: Der Tanker habe "Murmansk" verlassen! Warum die Flagge "falsch" ist und was am Murmansker Hafen so schlimm ist, dass es in Paris sofort Angriffslust auslöst, wurde natürlich nicht erwähnt.
Die Öffentlichkeit sollte den Worten Macrons einfach Glauben schenken und die Piraterie unter der französischen Trikolore nicht als böswillige Verletzung aller maritimen Konventionen, sondern als strikte Befolgung der russophoben Sanktionspolitik ansehen: in Erfüllung des Willens von Ursula von der Leyen.
Die EU steht mit ihrem politischen und wirtschaftlichen "Ukrainismus" nicht nur zwischen dem "US-Amboss" und dem "russischen Hammer", sondern befindet sich in einer Zwickmühle und versucht heute mit allen Mitteln, das Unbeweisbare zu beweisen und das Unschützbare zu schützen. Damit soll eine einfache Tatsache verschleiert werden: Als Brüssel, Paris und Berlin vier Jahre lang vereint versuchten, uns zu ruinieren, führten sie sich selbst in den Ruin.
Am Tag des Beginns der militärischen Sonderoperation in der Ukraine erklärte Frankreich uns den "totalen Krieg" (und vergaß dabei, dass dies ein Ausdruck aus dem Lexikon von Joseph Goebbels ist). Damals erschien diese Einstellung als schwachsinnig – um es milde auszudrücken –, wenn man die gesamte jahrhundertelange Geschichte unserer Beziehungen in Betracht zieht. Das gemeinsame Jahrtausend und alle Ereignisse, die dazu gehören, wurden von denen, die hinter Macron stehen, einfach annulliert.
In der französischen politischen Kultur ist es so, dass die Außenpolitik, unabhängig davon, ob es sich um eine Monarchie oder eine Republik handelt, immer ausschließlich den Willen der jeweiligen Führungsperson widerspiegelt. Seien wir ehrlich – alle Wellen der Russophobie wurden ausschließlich vom Chef des Élysée-Palastes initiiert.
Das Wohl seiner Wähler, seine eigene Wirtschaft und politische Stabilität wurden von Macron auf unsere Niederlage in der Konfrontation mit Europa gesetzt. Er wollte den Kampf gegen uns bis zum letzten Franzosen und bis zum letzten Euro in dem ohnehin schon leeren republikanischen Staatshaushalt führen. Das gesamte Geld und Vermögen Frankreichs warf der französische Präsident auf den geopolitischen Spieltisch, auf dem man Wetten abschließt. Er scheute sich nicht einmal, die Messe in Notre-Dame dafür zu instrumentalisieren, seinen Protegé Wladimir Selenskij dem damals neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump vorzustellen.
Und ein Jahr später macht sich Trump über Macron nicht nur lustig. Vielmehr zerdrückt er ihn in aller Öffentlichkeit zu Mus, und zwar meisterhaft, sozusagen beiläufig, ihn kaum berührend. Und dies geschieht immer als Gegenreaktion, nicht als Anstoß. Und Macron, der den Krieg mit uns nicht nur bis zur letzten Stufe der französischen Verarmung, sondern auch bis zum völligen Verlust des Anstands für richtig hält, veröffentlicht ein Video von seinem Telefongespräch mit Trump im Netz. Das zeigt wirklich die ganze Fäulnis der EU-Politik: die Vetternwirtschaft, den Wunsch, Kiew einen Gefallen zu tun, und gleichzeitig sein eigenes Ego zu befriedigen: Sehen Sie mal, ich unterhalte mich mit Trump, und zwar in freundlichem Ton!
Es scheint, als hätten wir irgendwo davon gehört und gelesen. Oh, das ist ja Iwan Alexandrowitsch Chlestakow aus Sankt Petersburg [die Hauptfigur in Nikolai Gogols Komödie "Der Revisor"]! Erinnern Sie sich? Nun, die Rolle des neuen "Chlestakow" spielt der französische politische Fanfaron mit dem Nachnamen Macron, den die "Komödienfiguren" aus Brüssel, Berlin und London sowie die gesamteuropäischen "Hüter der Wohltätigkeitsanstalten" für einen einflussreichen Mann halten.
In Wirklichkeit besitzt Macron, der eine Sonnenbrille mit vergoldetem Rahmen aus französischer Fabrikation (hergestellt von der Firma Maison Henri Julien) trägt, heutzutage – also zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen über die Konfliktlösung im Donbass ihren Endspurt nehmen könnten – ungefähr das gleiche politische Gewicht und den gleichen Einfluss wie diese berühmte Figur in Gogols Komödie.
Das Gleiche gilt für die gesamte politische Führungsriege der EU – von unten nach oben und von rechts nach links. Sie suchten nach der Gunst der US-Amerikaner im Westen und der Ukrainer im Osten. Aus Eigeninitiative zankten sie sich mit uns und kamen zu dem Schluss, dass Politik nichts anderes sei als endlose "Fünf-Minuten-Russophobie" bei jeder Gelegenheit. Und sie unterlagen, und zwar nicht nur gegen uns.
Wir wussten sehr wohl, dass man niemanden gegen seinen Willen glücklich machen kann: weder Länder noch Völker.
Paris, Berlin, London – und dazu noch Brüssel – verloren gegenüber denen, denen sie sich anpassen und unterordnen wollten. Europa ist für die USA heute ein völlig unnötiger "Koffer" ohne Griff geworden. Ohne Wirtschaft. Ohne Geld. Ohne Industrie.
Und während Trump nur Macron zurechtwies, wandte sich der US-Wirtschaftsminister Howard Lutnick an alle Europäer. Die Reaktion darauf war so heftig, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank während Lutnicks Rede sogar den Saal verließ.
Ursula von der Leyen und Emmanuel Macron liefen ebenfalls weg. Sie verließen eilig das Weltwirtschaftsforum in Davos, um nicht mit ihrem "Freund Donald" zusammentreffen zu müssen. Denn auch sie sind sich bewusst, dass sie nicht nur in der Ukraine-Frage gescheitert sind, sondern insgesamt verloren haben. Und zwar nicht gegen Russland, sondern gegen die USA.
Und keine "Beschlagnahmung" eines Tankers unter "falscher Flagge" kann diese einfache Tatsache ändern.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 24. Januar 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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25.01.2026
Wadephul fordert ein Ende der Debatte über einen möglichen Zerfall der NATO
freedert.online, 25 Jan. 2026 19:20 Uhr
Außenminister Johann Wadephul sieht keinen Zerfall der NATO und spricht vom "felsenfesten" transatlantischen Band. Zuvor hatten die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Trump zur Afghanistan-Mission bei NATO-Partnern für Unmut gesorgt.
Außenminister Johann Wadephul
Nach der erneuten Annäherung zwischen den USA und der EU im Grönland-Konflikt hat Außenminister Johann Wadephul ein Ende der Debatte über einen möglichen Zerfall der NATO gefordert. Die Europäer sollten "keine Diskussionen über ein Ende dieses Bündnisses beginnen, die in Washington überhaupt nicht geführt werden", sagte Wadephul der Welt am Sonntag.
Seit dem Zweiten Weltkrieg stünden die USA an der Seite Deutschlands, zudem habe die Bundesrepublik den Vereinigten Staaten viel zu verdanken. "Unser Band ist felsenfest", betonte der Außenminister. Nun gelte es, den Fokus wieder auf die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit gegenüber Russland zu richten.
Mit Blick auf Trumps Kritik am Beitrag der NATO-Verbündeten in Afghanistan wies Wadephul auf die Opfer hin, die die Bundeswehr und andere Alliierte am Hindukusch gebracht haben. 59 deutsche Soldaten seien in Afghanistan in Ausübung der deutschen Beistandspflicht gestorben, so Wadephul. "Sie sind Helden, genau wie die amerikanischen, britischen, dänischen, kanadischen, französischen oder Soldaten aus weiteren Ländern, die ihr Leben dafür gegeben haben, unser Bündnis zu verteidigen." Die Invasion der NATO-Staaten, die sich inzwischen als gescheitert erwies, führte allerdings zur Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan.
Trump hatte am Freitag versucht, die Bedeutung der Truppen aus NATO-Partnerstaaten für den Afghanistan-Einsatz zu relativieren. "Sie werden sagen, dass sie einige Truppen nach Afghanistan geschickt haben", sagte er über andere NATO-Mitglieder im Sender FoxNews. "Und das haben sie auch, aber sie blieben etwas zurück, etwas abseits der Front." Diese Äußerung stieß in Europa auf Empörung.
Nachdem Trump wiederholt mit der Einnahme Grönlands gedroht hatte, gab er am Mittwoch eine vorläufige Einigung mit der NATO über die Arktis bekannt und erklärte, auf die angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder zu verzichten. Diese Kehrtwende sorgte in Europa für Aufatmen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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25.01.2026
Am 4. Gedenktag: Lebensgefährtin von Boris Pfeiffer erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei
freedert.online, 25 Jan. 2026 18:50 Uhr,
Das ehemalige "In Extremo"-Mitglied starb vor vier Jahren in Wandlitz bei Berlin kurz nach einem Polizeieinsatz. Er gehörte zu den sogenannten "Querdenkern" und wurde bei einem Montagspaziergang von den Beamten grob angegangen. Kurz danach brach er zusammen. Die Einwohner gedenken seiner seitdem jedes Jahr.
Boris Pfeiffer als "In Extremo"-Mitglied/Gedenkmarsch in Wandlitz am 24. Januar 2026.
Die Gemeinde Wandlitz liegt nur wenige Kilometer nördlich von der Berliner Stadtgrenze und dennoch – mitten in einem Erholungsgebiet. Zu DDR-Zeiten war der Ort bekannt für seine abgeschirmte Waldsiedlung, in der die Führungseliten des sozialistischen Landes lebten. Heute ist dieser Name ein Symbol für das Wüten der Polizei während Corona-Maßnahmen.
Im Nachhinein betrachtet: Am 24. Januar 2022 fand im Zuge der sogenannten Montagdemonstrationen eine der größten maßnahmekritischen Aktionen der späteren Pandemie-Zeit statt. Gezählt wurden deutschlandweit 1.600 Demonstrationen mit insgesamt 370.000 Teilnehmern. Genau einen Monat später, mit dem Beginn der Militäroperation Russlands in der Ukraine, ging die "Pandemie" und damit auch die Proteste gegen sie abrupt zu Ende.
Auch in Wandlitz kamen ca. 200 Aktivisten im Uferbereich am Wandlitz-See zusammen und wurden von der Polizei ausgesperrt. Bei den Demonstranten wurden wahllos Personalien eingefordert. Dabei gingen die Beamten äußerst rabiat gegen die Versammelten vor und schreckten nach Schilderungen von Augenzeugen auch vor Gewalt gegenüber Kindern oder behinderten Menschen nicht zurück. Unter den Demonstranten befanden sich auch der 53-jährige Musiker Boris Pfeiffer und seine Lebensgefährtin Helena.
Pfeiffer war kein Unbekannter, er war 26 Jahre Mitglied einer Kultband. In der Metalband "In Extremo" war er mit zwei weiteren Kollegen für die "mittelalterliche Abteilung" zuständig. Konkret bespielte Pfeiffer seltene Instrumente wie Dudelsack, Schalmeien und Nyckelharpa. Viele Jahre füllte er gemeinsam mit seiner Band Stadien und trat vor Hunderttausenden auf. Im Jahr 2015 wurde er zum Protagonisten einer WDR-Doku über die Band zu ihrem 20-jährigen Bestehen.
Mitten in der Corona-Pandemie im Juli 2021 trennten sich die Wege der Band, da er sich weigerte, sich für eine Fortsetzung der Konzerttätigkeit impfen zu lassen. Er wurde zum festen Bestandteil der maßnahmenkritischen Szene. Dann kam dieser Tag, der für ihn, seine Partnerin und die zwei gemeinsamen Kinder tragisch endete: Kurz nach einer Begegnung mit Polizei während der Montagsdemo am 24. Januar 2022 brach der Musiker zusammen und starb später im Krankenhaus am Herzinfarkt.
Die Schilderungen über den Vorfall seitens der Behörden und der Augenzeugen gehen weit auseinander. Besser gesagt: Sie widersprechen sich vollkommen. Aus einer Polizeimeldung geht hervor, dass der Musiker am Montagabend bei der Demonstration eine Polizeikette habe durchbrechen wollen. Beamte stoppten ihn demnach und stellten seine Personalien fest. Danach habe er seinen Weg fortsetzen können. Kurz darauf sei der Mann auf dem Weg zu seinem Auto zusammengebrochen, sagte eine Polizeisprecherin. Polizeibeamte hätten auch Erste Hilfe geleistet, hieß es.
Seit dem Todesfall ist das Datum fest im inoffiziellen Kalender des Städtchens verankert. Am 24. Januar gedenken die Wandlitzer des verstorbenen Musikers mit einer traditionell gewordenen Kundgebung, Musikdarbietungen und einem Gedenkmarsch zum Ort des Polizeieinsatzes. So auch am vergangenen Samstag. Die Auftaktkundgebung fand am Ufer des zugefrorenen Wandlitz-Sees statt. Nach einem kurzen Konzert des Liedermachers Estéban Cortez trat die Lebensgefährtin des verstorbenen Musikers, Helena, auf. Noch einmal schilderte sie die Ereignisse von damals und erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Deren Einheiten hätten den Montagsspaziergang "überfallen".
Die Versammelten seien eingekesselt und schikaniert worden, manche bekamen wegen rabiaten Vorgehens Panikattacken, eine gehbehinderte Frau wurde aus ihrem Auto gezerrt, um sie zu durchsuchen. Auch Boris sei am langen Grund zusammengebrochen. Dann schilderte sie den entscheidenden Moment – die Situation mit dem verspäteten Rettungseinsatz.
"Er war ohnmächtig, seine Arme krampften und er rang nach Luft. Zehn Minuten lang weigerte sich die Polizei, einen Notruf abzusetzen, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen oder sonst Hilfe zu holen. Die Erstretter, die dann kamen, brauchten weitere vier Minuten, um Erste Hilfe zu leisten. Der Notarzt kam 25 Minuten später. "
Später sagte sie, dass die offizielle Gegendarstellung der Polizei höhnisch sei. Der Beamte, der mit Boris kommuniziert habe, habe keinen Finger gerührt. Er habe ihn zweimal auf die Brust gestoßen und mit Anklage, Gericht, Strafen und Gefängnis gedroht. Diese Schilderung deckt sich mit Erinnerungen anderer Augenzeugen. "Die Polizei hat viel gelogen", sagte ein anderer Demoteilnehmer.
"Sie hatte weder schnell für Hilfe gesorgt noch hat sie vor Ort medizinische Fachkräfte Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen lassen." Die Stöße vor die Brust von Boris könnten den Kollaps getriggert haben, vermutete er. Im Nachgang sei jegliche Aufklärung sabotiert worden. Auch darüber berichtete Helena vor dem Publikum. Ihre Anzeige gegen die Polizei wegen unterlassener Hilfeleistung wurde von der Staatsanwaltschaft abgewiesen. Auch die Beschwerde bei der Oberstaatsanwaltschaft.
Laut Einsatztagebuch habe die Polizei jedoch keinen Notruf getätigt. Auch die Angabe, dass ein Polizist ihr geholfen habe, ihn nach dem Zusammenbruch abzustützen, sei nicht wahr. Sich hier als helfenden Retter darzustellen, sei bloße Verhöhnung. Sie sei von diesem Verhalten angewidert und rate der Polizei zur Aufarbeitung.
Auch andere Redner bei der Kundgebung forderten die Aufarbeitung – nicht nur des gewaltsamen Polizeieinsatzes am 22. Januar vor vier Jahren, sondern des ganzen Corona-Komplexes. Der gesetzwidrige staatliche Eingriff in die Grundrechte der Bürger sei nicht vergessen.
Nach der Kundgebung ging der Demozug mit rund 160 Teilnehmern, begleitet von Trommelmusik, über die Straßen von Wandlitz zu der Stelle, wo Boris Palmer zusammenbrach. Dieser Ort wird an diesem Tag zum Boris-Palmer-Platz "umbenannt". An einer Laterne hingen Plakate mit Fotos des Musikers. An diesem Ort richteten die Trauernden eine improvisierte Gedenkstätte mit Dutzenden Kerzenlichtern ein. Ein Trompeter gab der ohnehin ergreifenden Zeremonie mit Cohens "Hallelujah" und Sinatras "My Way" besonderen Charme.
Dass die Vorwürfe der verwitweten Lebensgefährtin des verstorbenen Musikers ein juristisches Nachspiel nach sich ziehen, ist unwahrscheinlich. Für die Staatsmacht ist die Sache abgeschlossen. Aus deren Perspektive ist die Sicht der Betroffenen auf die Ereignisse "die Einzelmeinung". Aber immerhin würde es Helena und ihren Mitstreitern nun doch freistehen, jedes Jahr auf die Gedenkkundgebung zu gehen und sich über die "Arroganz der Macht" zu beschweren – natürlich unter obligatorischer Polizeiaufsicht.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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25.01.2026
China spottet über Grönland-Pinguin-Meme des Weißen Hauses
freedert.online, 25 Jan. 2026 18:20 Uhr
Die Verwendung eines Pinguin-Memes durch die Trump-Regierung, die die Ansprüche der USA auf Grönland untermauern sollte, zog im Netz den Spott einer staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur nach sich. Der flugunfähige Vogel lebt bekanntlich in der Antarktis und nicht im hohen Norden.
Zur Untermauerung ihrer Kampagne zur Annexion Grönlands hat die Regierung das beliebte "Nihilist-Pinguin"-Meme verwendet, was den Spott der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf sich zog.
Am Samstag hatte die Seite des Weißen Hauses auf X (vormals Twitter) beschlossen, den Hype um das Meme zu nutzen, das einen einsamen Adéliepinguin zeigt, der seine Kolonie verlässt, um zu fernen eisigen Bergen zu wandern.
Es veröffentlichte ein KI-generiertes Bild von Trump, der den flugunfähigen Vogel an seinem Flügel entlang einer eisbedeckten Ebene zu den Bergen führt, wo eine Flagge Grönlands aufgestellt ist. In seinem anderen Flügel hält der Pinguin eine US-Flagge. "Umarme den Pinguin", lautet die Bildunterschrift.
Der Vorgang blieb online nicht lange unbemerkt; Xinhua reagierte darauf, indem es das Weiße Haus über die Vögel aufklärte, die nicht in Grönland leben, das sich auf der Nordhalbkugel befindet. Nur Galapagos-Pinguine sind nördlich des Äquators zu finden.
"Selbst wenn es in Grönland Pinguine gäbe, würde es so aussehen", schrieben die chinesischen Journalisten in ihrem Beitrag, der ein KI-generiertes Video von Trump enthielt, der in einem Uncle-Sam-Kostüm gekleidet ist und einen sich wehrenden Pinguin an einer Leine hinter sich herzieht, während er in der anderen Hand einen Baseballschläger trägt.
Das Originalbild des "nihilistischen Pinguins" stammt aus dem Dokumentarfilm "Begegnungen am Ende der Welt" des deutschen Filmemachers Werner Herzog aus dem Jahr 2007 und ist erst seit Anfang dieses Jahres im Internet viral gegangen.
Die Szene hat zahlreiche Memes inspiriert, und die Nutzer haben verschiedene Interpretationen dafür gefunden: von einem Kommentar über Einsamkeit und existenzielle Krisen bis zu einer Metapher für unabhängiges Denken und Rebellion.
Anfang dieser Woche gab Trump bekannt, dass ein mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte ausgehandelter "Rahmenvertrag" für Grönland nun auf dem Tisch liege und den USA "allen militärischen Zugang, den wir wollen" gewähren würde. Das Abkommen gewährt den USA Berichten zufolge "souveräne Stützpunkte" auf der größten Insel der Welt und beschleunigt die Rechte zum Abbau von Seltenerdmetallen.
Am Mittwoch betonte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, dass Peking nicht vorhabe, die zwischen den USA und der EU entstandene Spaltung in Bezug auf Grönland auszunutzen. "China verfolgt eine unabhängige Außenpolitik des Friedens. Wir pflegen freundschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und Gleichberechtigung", sagte er.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Mitarbeiter des Militärkommissariats in Poltawa in der Ukraine haben die Tür eingetreten und einen Mann direkt aus der Toilette einer Tankstelle mobilisiert, berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Strana. In der Meldung, die auf dem Telegram-Kanal der Nachrichtenagentur veröffentlicht wurde, heißt es:
"In Poltawa haben Mitarbeiter des territorialen Rekrutierungszentrums [so werden Militärkommissariate in der Ukraine genannt] die Tür eingetreten und einen Mann direkt aus der Toilette einer Tankstelle mobilisiert. Der Mann versuchte, vor ihnen zu fliehen und sich in der Toilette der Tankstelle zu verstecken. Eine Putzfrau und eine Kassiererin versuchten, ihn zu schützen, wurden jedoch von den Mitarbeitern des regionalen Rekrutierungszentrums an den Armen weggezogen."
18:33 Uhr
Selenskij: Hauptfeinde Kiews sind sowjetisches Moskau und imperiales Sankt Petersburg
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij bezeichnete in seiner Rede in Vilnius anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Aufstands von 1863–1864 "das sowjetische Moskau und das imperiale Sankt Petersburg" als die Hauptfeinde Kiews.
In seiner Rede wandte er sich an die Verbündeten der Ukraine und nannte unter ihnen Polen und Litauen, alle nördlichen Länder Europas, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, alle Staaten Südeuropas und fast alle Länder Mitteleuropas.
Selenskij forderte diese Staaten auf, Kiew "zu einhundert Prozent und nicht nur zur Hälfte" zu unterstützen. Er behauptete, dass es sich um einen Konflikt zwischen zwei Gesellschaftsordnungen handele, wobei auf der einen Seite die Ukraine stehe und auf der anderen Seite die Regierung, die er als Erbe des "sowjetischen Moskaus und des imperialen Sankt Petersburgs" bezeichnete.
Die Rede des ukrainischen Staatschefs erfolgte im Rahmen seines Besuchs in Litauen, wo er sich mit den Präsidenten Litauens und Polens traf, um die weitere Unterstützung der Ukraine und die Koordinierung der Maßnahmen zu besprechen.
18:00 Uhr
Archivbild: Wladimir SelenskijHarun Ozalp/Anadolu / Gettyimages.ru Selenskij weigert sich, Territorien abzutreten, und fordert Kompromisse von den USA
In den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sind noch zahlreiche strittige Fragen zu klären. So will Kiew "unter keinen Umständen" auf seine Gebietsansprüche verzichten, sagte der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij.
Er betonte, dass seine Position in der Territorialfrage unverändert sei und alle drei Verhandlungsparteien – einschließlich der USA – Kompromisse eingehen müssten. Selenskij fügte hinzu:
"Es gab viele problematische Fragen, aber es werden immer weniger."
Der Machthaber teilte außerdem mit, dass das Dokument über Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu 100 Prozent fertig sei und Kiew auf ein Signal der USA bezüglich des Datums und des Ortes der Unterzeichnung warte. Danach werde das Dokument im US-Kongress und im ukrainischen Parlament ratifiziert.
17:28 Uhr
Frankreich stoppt mutmaßlichen russischen Öltanker
Die französische Marine hat am Donnerstag einen Öltanker im Mittelmeer abgefangen, der unter Verdacht steht, russisches Öl zu transportieren. Zudem werde das Schiff verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, und sei mit internationalen Sanktionen belegt, teilte Präsident Emmanuel Macron auf X mit.
Das Schiff wurde zur Inspektion in französische Gewässer gebracht. Aufnahmen vom Samstag zeigen den Tanker "Grinch" vor Fos-sur-Mer, begleitet von einem Schiff der französischen Marine und unter strenger Überwachung.
Peskow: Europäische Politiker verstehen das derzeitige Koordinatensystem nicht
Die derzeitigen europäischen Politiker verstehen die Koordinaten der heutigen Zeit nicht und sind nicht in der Lage, in die Zukunft zu blicken, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow. In einem Interview mit dem Rossija-1-Journalisten Pawel Sarubin sagte Peskow über die Inkompetenz der derzeitigen Generation europäischer Politiker:
"Nennen Sie mir irgendjemanden. Es gibt dort keine politischen Visionäre, sondern nur Funktionäre, die ungebildet und inkompetent sind, nicht in die Zukunft blicken können und das heutige Koordinatensystem nicht verstehen."
Der Pressesprecher des Kremls ging gesondert auf die Chefin der europäischen Diplomatie, Kaja Kallas, ein. Peskow betonte, dass weder Russland noch die USA jemals etwas mit ihr besprechen würden. Er sagte:
"Wie kann man etwas mit Kaja Kallas besprechen? Denn weder wir noch die Amerikaner werden jemals etwas mit ihr besprechen, und das ist offensichtlich. Was soll man tun? Man muss nur warten, bis sie zurücktritt."
16:37 Uhr
Orbán: "Europa zieht nicht in den Krieg – Europa ist bereits im Krieg"
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Samstag auf einer Friedenskundgebung in Kaposvár gesprochen. Er warnte, dass sich die EU bereits im Krieg befinde.
Unter anderem sagte Viktor Orbán in seiner Ansprache:
"Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben beschlossen, dass Russland in einem Krieg an der ukrainischen Front besiegt werden soll. Diese Entscheidung ist gefallen (…) Waffen, Geld, und jetzt gibt es sogar eine unterzeichnete Vereinbarung, bei Bedarf Soldaten in die Ukraine zu entsenden."
Einwohner des Gebiets Cherson wegen versuchten Sprengstoffanschlags auf Mobilfunkmast verurteilt
Das Regionalgericht Cherson hat einen Mann wegen der Herstellung einer Sprengladung und des versuchten Sprengstoffanschlags auf einen Mobilfunkmast zu 18 Jahren Haft verurteilt, wie der Gouverneur der Region, Wladimir Saldo, mitteilte.
Der im April 2025 Verurteilte hatte sich mit unbekannten ukrainischen Personen zu einer kriminellen Vereinigung zusammengetan, eine Bombe hergestellt und diese gegen eine Geldprämie unter einem Mobilfunkmast platziert. Der Täter konnte vor Ort festgenommen werden, das Gerät wurde von Mitarbeitern des FSB-Amtes für das Gebiet Cherson entschärft, teilte der Gouverneur mit. Saldo sagte:
"Das Regionalgericht Cherson hat den 56-jährigen Anatoli Gronja der Herstellung einer selbst gebauten Sprengvorrichtung und des versuchten Sabotageakts für schuldig befunden. Unter Berücksichtigung der Position der Staatsanwaltschaft hat das Gericht eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren verhängt.Gegen die Komplizen wird ein separates Verfahren geführt."
15:44 Uhr
SWR-Chef Naryschkin: Russische Armee rückt an gesamter Frontlinie vor
Die russische Armee rückt an der gesamten Front vor, der heimische militärisch-industrielle Komplex entwickelt sich rasant, und die Wirtschaft zeigt sich stabil, erklärte der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR), Sergei Naryschkin. Er sagte:
"Die russische Armee rückt konsequent an praktisch der gesamten Front vor. Der militärisch-industrielle Komplex Russlands entwickelt sich rasant, die Wirtschaft zeigt sich stabil. Und vor allem unterstützt die russische Gesellschaft die Politik des Oberbefehlshabers und die Aktionen der russischen Armee."
Zuvor hatte Naryschkin erklärt, dass trotz des Nachlassens der öffentlichen "Beschwörungen" über eine strategische Niederlage Russlands die russophobsten Kreise in Europa weiterhin an der Umsetzung dieses Plans festhalten und den Krieg "bis zum letzten ukrainischen Soldaten" fortsetzen wollen.
15:05 Uhr
LVR teilweise ohne Strom nach Drohnenangriff aus Ukraine
Die Behörden der Volksrepublik Lugansk berichten über eine folgenschwere Attacke aus der Ukraine. Wie das örtliche Ministerium für Brennstoff, Energie und Kohleindustrie auf Telegram schreibt, habe der gegnerische Drohnenangriff der Energieinfrastruktur gegolten. Mehrere Energieanlagen seien beschädigt worden. In Teilen der Volksrepublik gebe es keinen Strom. Auch in der Hauptstadt Lugansk gebe es Probleme mit der Stromversorgung. Das Ministerium warnt dabei vor möglichen Notabschaltungen:
"Als Folge von Reparaturarbeiten könnte es bei einigen Abnehmern ebenfalls zu Stromabschaltungen kommen. Das ist notwendig, um das Stromnetz zu stabilisieren."
14:41 Uhr
Papst Leo fordert mehr Einsatz für Kriegsende in der Ukraine
Papst Leo hat die andauernden russischen Angriffe auf die Ukraine verurteilt und ein Ende des Krieges gefordert. Nach seinem Mittagsgebet an diesem Sonntag am Petersplatz machte der Pontifex darauf aufmerksam, dass auch in diesen Tagen "ganze Bevölkerungsgruppen" in der Ukraine der Kälte des Winters ausgesetzt würden.
"Mit Schmerz verfolge ich die Ereignisse, bin den Leidenden nahe und bete für sie. Die anhaltenden Feindseligkeiten mit immer schwerwiegenderen Folgen für die Zivilbevölkerung vertiefen die Kluft zwischen den Völkern und verzögern einen gerechten und dauerhaften Frieden."
Er lade alle ein, ihre Bemühungen zur Beendigung des Krieges noch zu verstärken, sagte der Papst nach Angaben der Nachrichtenagentur Vatican News.
14:07 Uhr
Mehr als 1.600 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew bleiben nach einer Serie von Luftangriffen aus Russland Hunderte von Wohngebäuden ohne Heizung. Obwohl der größte Teil der am Samstag in 6.000 Wohnblocks ausgefallenen Heizungen wieder an das Wärmenetz angeschlossen worden sei, seien 1.676 Wohnblocks aber immer noch ohne Wärmeversorgung, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Die Reparaturarbeiten dauerten an. In der Nacht haben die Temperaturen in Kiew im zweistelligen Frostbereich gelegen.
13:39 Uhr
Kind und zwei Erwachsene im Gebiet Belgorod bei Drohnenangriff aus Ukraine verletzt
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet Opfer unter der Zivilbevölkerung infolge eines Drohnenangriffs aus der Ukraine. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, seien ein fünf Jahre alter Junge, eine Frau und ein Mann verletzt worden, als eine FPV-Drohne vor ihrem Haus in der Siedlung Krasnaja Jaruga detoniert sei. Die Betroffenen seien am Ort des Geschehens ärztlich versorgt worden.
Dem Gouverneur zufolge seien die Fassade und die Fenster des Einfamilienhauses durch Splitter beschädigt worden. Außerdem seien zwei Autos zu Schaden gekommen.
13:06 Uhr
Kremlsprecher Peskow: Beilegung der Ukraine-Krise ist kein schneller Weg
Dmitri Peskow hat für die Fernsehsendung Moskau. Kreml. Putin. die jüngsten Verhandlungen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff kommentiert. In einem kurzen Gespräch mit dem Reporter Pawel Sarubin bezeichnete der Kremlchef die Zusammenkunft, die in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag stattgefunden hatte und an der auch US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilgenommen hatte, als "äußerst wichtig". Der Sprecher des Staatschefs erklärte dies mit dem Start der Verhandlungen in Abu Dhabi am Samstag: Die russische Arbeitsgruppe habe nämlich noch im Vorfeld Anweisungen erhalten müssen. Die US-Seite habe es als Vermittler eilig, und man könne sie nachvollziehen. Der späte Termin für das Treffen im Kreml sollte daher niemanden wundern, sagte Peskow:
"Es ist nicht die Art unseres Präsidenten, auf die Uhrzeit zu achten, wenn solche ernsthaften Verhandlungen im Gange sind."
Gleichzeitig merkte der Kremlsprecher an, dass die Beilegung der Ukraine-Krise "kein schneller Weg" sei. Es sei aber wichtig, die Formel für die Entflechtung des Territorialstreits umzusetzen, die Putin und Trump bei ihrem persönlichen Treffen in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska Mitte August 2025 vereinbart hatten.
12:40 Uhr
EU-Meldepflicht für russische Diplomaten ab jetzt in Kraft
In der EU gilt ab diesem Sonntag eine Meldepflicht für russische Diplomaten und Konsularbeamte sowie für ihre Mitarbeiter und Familienangehörigen. Sie müssen ab nun ihre Reisen zwischen Mitgliedstaaten mindestens 24 Stunden vorab in den Ziel- und Durchreiseländern anmelden. Letztere können zudem auch eine Genehmigungspflicht für die Einreise oder Durchreise einführen, um Reisen im Zweifelsfall verbieten zu können.
Mit der Maßnahme will die EU angeblich Spionage und Desinformation abwehren. Als Begründung für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit heißt es, die betroffenen Personen würden zum Teil eingesetzt, um nachrichtendienstliche Operationen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg durchzuführen, Fake News zu verbreiten und die öffentliche Meinung zu verzerren.
Russland hat im Vorfeld die Maßnahme scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht.
12:08 Uhr
SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Kortschakowka, Sosnowka, Kutscherowka und Stezkowka im Gebiet Sumy sowie Woltschanskije Chutora und Sacharowka im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 175 Kämpfer verloren. Das russische Militär habe zudem einen Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 21 Wagen, einen Mehrfachraketenwerfer, zwei Geschütze und etliche Munitions- und Materiallager zerstört.
Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Berjosowka, Netschwolodowka und Petrowka im Gebiet Charkow sowie Korowi Jar und Sosnowoje in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 200 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe außerdem 17 Wagen, ein Geschütz und drei Munitionslager verloren.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Konstantinowka, Alexejewo-Druschkowka, Kramatorsk und Resnikowka in der DVR getroffen habe. Die Militärbehörde in Moskau beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 215 Soldaten. Das russische Militär habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 14 Wagen, drei Geschütze, ein Munitionslager und drei Lager mit Kriegszubehör zerstört.
Der Truppenverband Mitte habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Belizkoje, Grischino, Dobropolje und Rodinskoje in der DVR sowie Nowopawlowka und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner habe bis zu 375 Armeeangehörige verloren. Dabei seien ein Kampfpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Wagen, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort, indem er in der Nähe der Ortschaften Seljonoje, Werchnjaja Tersa, Ljubizkoje, Gorkoje, Wosdwischenka und Salisnitschnoje im Gebiet Saporoschje sowie Wolnoje und Alexandrowka im Gebiet Dnjepropetrowsk Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte getroffen habe. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 315 Kämpfer. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Wagen, drei Geschütze und ein Materiallager zerstört worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 55 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem elf Wagen, ein Geschütz, ein Artillerieaufklärungsradar, vier Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Materiallager verloren.
Ferner meldet die russische Militärbehörde erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf ein militärisch relevantes Energieobjekt, ein Drohnenwerk und mehrere Drohnenbasen sowie 159 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den vergangenen 24 Stunden habe die russische Luftabwehr ihrerseits zwei Lenkbomben, 31 HIMARS-Raketen und 68 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 111.017 Drohnen, 646 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.302 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.651 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.825 Geschütze und Mörser verloren.
11:37 Uhr
Nach Pipeline-Ausfällen: Gaspreise in Europa steigen erneut stark
Trotz des erklärten Ziels der EU, sich von russischen Energielieferungen unabhängig zu machen, bleibt Gas aus Russland ein relevanter Faktor auf den europäischen Märkten, die aktuell stark schwanken. Der russische Energiekonzern Gazprom meldet, dass die Gaspreise in Deutschland und Österreich zeitweise auf über 500 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter gestiegen sind – ein Plus von rund zehn Prozent binnen eines Tages. Seit der Reduzierung russischer Pipeline-Lieferungen ist Europa zunehmend auf teures LNG angewiesen, was die Volatilität weiter erhöht.
Kritische Stimmen aus Russland sehen darin eine selbst verschuldete strategische Verwundbarkeit der EU. Im Video analysiert Karin Kneissl, Leiterin des Gorki-Zentrums an der Universität Sankt Petersburg, die Lage und verweist auf unzureichend gefüllte Gasspeicher, fehlende langfristige Verträge und eine wachsende Unsicherheit bei der Versorgungssicherheit.
Gouverneur meldet nach Angriff aus Ukraine mehrere beschädigte Energieanlagen im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 35 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 53 Geschosse abgefeuert und 64 Drohnen eingesetzt, von denen 31 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker über eine verletzte Zivilistin. Die Einwohnerin der Stadt Schebekino habe bei der Detonation einer Drohne Verletzungen erlitten und sei ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden zwei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus, sieben Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, eine Garage, mehrere Energieanlagen, eine Stromleitung, zwei Infrastrukturobjekte, ein Traktor, ein Bus, ein Minibus, ein Kleintransporter und 20 Autos beschädigt worden.
Am späten Samstagabend hat der Gouverneur über den massivsten Beschuss auf die Gebietshauptstadt Belgorod berichtet. Der Gegner soll Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS eingesetzt haben. Nach Angaben des Politikers sei dabei niemand verletzt worden. Mehrere Energieanlagen seien aber getroffen worden.
10:33 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 24. Januar 16 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
Zukury — 2,
Sergejewka — 2,
Kamenka — 3,
Kachowka — 5,
Petropawlowka — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Gornostajewka, Knjase-Grigorowka, Dnjeprjany, Aljoschki und Korsunka seien insgesamt 23 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:04 Uhr
Geheimes EU-Papier? Ungarn stellt sich gegen Milliardenhilfen für Kiew
Nach Angaben von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán plant die EU laut einem vertraulichen Dokument weitere Zahlungen von bis zu 800 Milliarden US-Dollar für die Ukraine, ergänzt durch zusätzliche Mittel für Militärausgaben. Orbán lehnt diese Pläne entschieden ab und warnt vor einer massiven Verschuldung der EU sowie vor einem möglichen EU-Beitritt der Ukraine bereits ab dem Jahr 2027. Auch die Rede von Wladimir Selenskij in Davos habe daran nichts geändert, während Ursula von der Leyen offenbar keine Einwände sehe.
Berichte des US-Magazins Politico sprechen von einem Zehnjahresplan für Wiederaufbau und EU-Annäherung Kiews, den Brüssel bislang nicht bestätigt.
Im Video berichtet ein Korrespondent aus Brüssel über die politischen Spannungen innerhalb der EU vor dem anstehenden Gipfeltreffen. Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:35 Uhr
Gouverneur meldet andauernde ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über andauernde Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 24. Januar bis 5 Uhr MEZ am 25. Januar 17 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 46-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus zwei Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Berichte über Infrastrukturschäden liegen ebenfalls nicht vor.
09:02 Uhr
DVR meldet einen ukrainischen Angriff binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden einen Angriff durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurde auf das Territorium der Volksrepublik ein Geschoss abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 24. Januar bis 0 Uhr am 25. Januar (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Berichte über Infrastrukturschäden lagen nicht vor.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk ebenfalls einen Angriff aus der Ukraine gemeldet. Meldungen über Opfer und Schäden sind nicht bekannt.
08:31 Uhr
USA kündigen Fortsetzung der Gespräche in Abu Dhabi an: Nächste Runde am 1. Februar
Die Dreiergespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA zur Beendigung des Ukraine-Krieges sollen nach US-Angaben in einer Woche fortgesetzt werden. Ein US-Regierungsvertreter sagte am Samstag zu Journalisten:
"Wir haben uns darauf verständigt, dass die nächste Runde am nächsten Sonntag wieder in Abu Dhabi beginnt."
Die Einigung auf weitere Gespräche sei ein "gutes Zeichen". Bei den jetzigen Gesprächen vom Freitag und Samstag sei bereits "viel Arbeit" erledigt worden, sagte der US-Vertreter weiter.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff schrieb auf der Plattform X zu den am Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington, diese seien "sehr konstruktiv" gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, "die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen".
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hatte zuvor von "konstruktiven" Verhandlungen gesprochen und erklärt, "möglicherweise" würden kommende Woche weitere Treffen stattfinden. Die direkten trilateralen Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate waren die ersten in diesem Format über den US-Friedensplan für die Ukraine.
08:03 Uhr
Tödlicher Angriff in Cherson während Ukraine-Gesprächen in Abu Dhabi
Während in Abu Dhabi trilaterale Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA zur Beilegung des Ukraine-Konflikts stattfanden, wurde im Gebiet Cherson nach russischen Angaben ein ziviler Krankenwagen gezielt von einer ukrainischen Drohne angegriffen, wobei alle Sanitäter ums Leben kamen. Moskau sprach von einem Terrorakt und verwies auf das humanitäre Völkerrecht.
Die Gespräche in Abu Dhabi fanden hinter verschlossenen Türen statt und befassten sich laut Weißem Haus mit Sicherheitsfragen, Pufferzonen und Kontrollmechanismen.
Im Video ordnet der politische Berater Ahmed Khuzaie ein, warum Golfstaaten aufgrund ihrer neutralen Haltung zunehmend als Vermittler in dem Konflikt auftreten. Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
07:34 Uhr
Ukrainische Drohnenattacke auf Gebiet Rostow: Haus und Auto beschädigt
In der vergangenen Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte das südrussische Gebiet Rostow mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Auf Telegram sprach das Verteidigungsministerium in Moskau von neun abgefangenen Drohnen. Juri Sljussar, Gouverneur des Gebiets Rostow, bestätigte am Morgen auf Telegram die Attacke aus der Ukraine.
Wie der Politiker mitteilte, seien die Drohnen über zwei Bezirken abgeschossen worden. Es gebe keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Sljussar berichtet aber über Sachschäden. Durch herabfallende Drohnenteile seien ein Einfamilienhaus und ein Auto beschädigt worden. Es sei glücklicherweise zu keinem Brand gekommen.
07:00 Uhr
Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketensystem vom Typ Panzir im russischen Grenzgebiet Belgorod, 11. März 2024NIKOLAI GYNGASOW / TASS Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 52 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet am Sonntagmorgen auf der Plattform Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 52 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
Gebiet Brjansk – 18,
Region Krasnodar – 15,
Gebiet Rostow – 9,
Gebiet Orjol – 4,
Gebiet Belgorod – 3,
Gebiet Astrachan – 3.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
24.01.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Artilleriesoldaten in den Gebieten Saporoschje und Sumy im Einsatz. Wie es heißt, zerstörten sie Stützpunkte, temporäre Truppenstandorte und Drohnenleitstellen der ukrainischen Armee. Bei den Angriffen seien Haubitzen vom Typ Gwosdika und die präzisionsgelenkten Artilleriegranaten Krasnopol eingesetzt worden, teilt die Behörde in Moskau mit.
19:49 Uhr
Ukrainische Einheiten greifen Klinik im Gebiet Cherson an
Kämpfer des Kiewer Regimes haben am Samstagabend (Ortszeit) eine Klinik in Kachowka am linken Dnjepr-Ufer beschossen. Dies teilt Pawel Filiptschuk, ein Verwaltungschef im Gebiet Cherson, mit.
Wie es heißt, kam es bei dem Angriff zur Zerstörung von Fenstern in der Einrichtung. Auch medizinische Geräte sowie Möbel seien beschädigt worden, berichtet der Beamte auf Telegram. Er teilt entsprechende Aufnahmen.
"Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt", schreibt Filiptschuk. "Die Nazis vom rechten Ufer nehmen gezielt diejenigen ins Visier, die Leben retten."
19:42 Uhr
Selenskij: Weitere Gespräche in nächster Zeit möglich
Nach dem Ende des trilateralen Treffens der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi schließt der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij weitere Gespräche in der kommenden Woche nicht aus.
Laut Selenskij haben Militärvertreter sogar bereits eine Liste von Themen für ein solches Treffen zusammengestellt, die besprochen werden könnten. Auch hätten die US-Unterhändler Formate angesprochen, um Parameter für ein Ende des Krieges zu formalisieren.
19:32 Uhr
Ukrainisches Militär terrorisiert weiterhin Zivilbevölkerung im Gebiet Saporoschje
Kiews Kräfte haben am Samstagnachmittag (Ortszeit) drei zivile Fahrzeuge mit Drohnen angegriffen, berichtet Jewegeni Balizki, der Gouverneur des Gebiets Saporoschje. Vier Einwohner seien mit Verletzungen unterschiedlicher Schwere ins Krankenhaus eingeliefert worden, schreibt der Beamte auf Telegram.
Ein Fahrzeug in der Stadt Wassiljewka brannte durch die Drohnenattacke aus. Balizki teilte entsprechende Aufnahmen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus. Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland. Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.