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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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freedert.online, 2 Feb. 2026 12:11 Uhr
In einer scharf formulierten Erklärung wirft der russische Auslandsgeheimdienst Frankreich vor, mithilfe von Terroristen "missliebige Regierungen" in Afrika stürzen zu wollen. Neben Ländern der Sahelzone wie Mali und Burkina Faso versuche Paris auch, die Zentralafrikanische Republik und Madagaskar zu destabilisieren.
Quelle: Sputnik
Archivbild: Ibrahim Traoré bei einem Besuch im Kreml. Frankreich soll in Attentatsversuche auf den Präsidenten von Burkina Faso verwickelt sein. (Moskau, 8. Mai 2025)
Paris suche "fieberhaft" nach Möglichkeiten, nicht genehme Regierungen in Afrika zu stürzen, und arbeite zu diesem Zweck mit Terrorgruppen zusammen. Das teilte das Pressebüro des russischen Auslandsnachrichtendienstes SWR am Montag in einer Erklärung mit.
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Analyse
Sahel-Allianz: Frankreich ist ein staatlicher Förderer des Terrorismus
Frankreich strebe demnach nach einer "politischen Revanche", da es nach dem Machtantritt "patriotischer Kräfte" in einer Reihe von Ländern, "die einst französische Kolonien in Afrika waren", "erhebliche 'Verluste' erlitten" habe.
Es sei "bestätigt", dass Frankreich in den Umsturzversuch am 3. Januar dieses Jahres in Burkina Faso verwickelt gewesen sei. Dazu führt der SWR aus:
"Rebellen hatten die Aufgabe, den Präsidenten Ibrahim Traoré zu töten, der einer der Anführer im Kampf gegen den Neokolonialismus ist. Nach Berechnungen von Paris hätte dies nicht nur die Frankreich-loyalen Kräfte in Ouagadougou an die Macht gebracht, sondern auch allen Anhängern der Souveränität sowie der Ideologie des Panafrikanismus auf dem Kontinent einen Schlag versetzt."
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit Frankreichs stehe die Destabilisierung der Lage in "missliebigen Ländern" der Sahelzone. Dabei arbeite Paris mit lokalen Terrorgruppen sowie der ukrainischen Regierung zusammen, die Kämpfer mit Drohnen und Ausbildern versorge.
Hauptziel der subversiven Bestrebungen sei Mali. "Anschläge auf Tankwagen, Versuche, malische Städte zu blockieren, Terror gegen die Zivilbevölkerung dienen einem Ziel: Bedingungen zum Sturz des Präsidenten Assimi Goita zu schaffen", so der SWR. Zudem suche Paris weitere Möglichkeiten, um auch in der Zentralafrikanischen Republik Chaos zu säen.
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Analyse
Der ukrainische Terrorismus breitet sich weltweit aus: Wohin geht es als Nächstes?
Ein anderer Schwerpunkt "der destruktiven Aufmerksamkeit der französischen Führung" sei Madagaskar, wo im Oktober 2025 Kräfte an die Macht gekommen seien, die einen Kurs auf die Entwicklung der Beziehungen mit den BRICS-Ländern eingeschlagen haben. Paris arbeite an Möglichkeiten, den neuen Präsidenten des Landes, Michael Randrianirina, zu stürzen und "ein loyales Regime wiederherzustellen".
"Im Wesentlichen ist Frankreich zur direkten Unterstützung der Terroristen aller Couleur übergegangen, die seine Hauptverbündeten auf dem afrikanischen Kontinent werden", so das Fazit des SWR. Damit werde der "politische Bankrott" der vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verfolgten Linie immer offensichtlicher: "Es gelingt ihm nicht, Frankreich in Afrika vom Ruf als schmarotzende Kolonialmacht zu befreien, die ehemalige Kolonien bestiehlt und ihre Entwicklung verhindert", heißt es abschließend in der Erklärung des Auslandsnachrichtendienstes.
Erst vergangene Woche hatte die nigrische Regierung Frankreich beschuldigt, Kämpfer unterstützt zu haben, die einen Angriff auf den Flughafen der Hauptstadt Niamey durchführten, in dessen Folge 20 Militante getötet wurden.
Mehr zum Thema - Madagaskar: Ein Aufstand beraubt Frankreich wichtiger Rohstoffvorkommen
Video https://rumble.com/v73qjh0-auf-dass-der-imperialismus-nicht-durchkommt-und-2026-besser-wird-als-2025-i.html Dauer 2:20 Min.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Info: https://freedert.online/afrika/269064-russischer-geheimdienst-paris-sucht-mithilfe/
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freedert.online, vom1 Feb. 2026 21:38 Uhr
Xi Jinping will den Renminbi zur globalen Reservewährung machen und formuliert damit offen Chinas Anspruch auf währungspolitische Macht. In einer Zeit schwindenden Dollar-Vertrauens setzt Peking auf monetäre Souveränität als geopolitisches Instrument.
Quelle: Gettyimages.ru © China Photos
Der Renminbi soll den Dollar nicht ersetzen, sondern in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung als strategisches Gegengewicht dienen.
Xi Jinping hat ausgesprochen, was in Peking seit Jahren gedacht wird, aber selten so offen formuliert wurde. Chinas Staatschef will den Renminbi zur globalen Reservewährung machen.
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Meinung
Russland und China präsentieren Antwort des globalen Nichtwestens auf US-Ultimatum
Der chinesische Staats- und Parteichef formuliert den Anspruch, den Renminbi langfristig als globale Reservewährung zu etablieren. Damit geht es nicht um Symbolik, sondern um eine strategische Neuausrichtung in einer Finanzordnung, deren Stabilität zunehmend infrage steht.
Peking betrachtet die internationale Währungsarchitektur als politisches Machtinstrument. Der Dollar dominiert zwar weiterhin den Welthandel und die Währungsreserven, doch sein Nimbus ist beschädigt.
Politische Einflussnahme auf die Geldpolitik der USA, wachsende Staatsverschuldung und der Einsatz des Dollars als Sanktionswaffe lassen Zweifel an seiner Rolle als neutraler Anker entstehen. In diesem Umfeld erkennt China ein historisches Zeitfenster.
Xi verknüpft den Aufstieg des Renminbi mit tiefgreifenden institutionellen Voraussetzungen. Eine glaubwürdige Währung braucht eine durchsetzungsfähige Zentralbank, leistungsfähige Finanzinstitute und internationale Finanzplätze, die Kapital anziehen und Preise mitbestimmen. Währungspolitik wird damit zum Ausdruck staatlicher Handlungsfähigkeit und wirtschaftlicher Souveränität.

China arbeitet seit Jahren an der Internationalisierung seiner Währung.China Photos / Gettyimages.ru
Im Handel gewinnt der Renminbi an Gewicht, insbesondere seit westliche Sanktionen alternative Zahlungssysteme begünstigen. In der Handelsfinanzierung hat sich die chinesische Währung zur Nummer zwei hinter dem Dollar entwickelt. In den globalen Währungsreserven bleibt ihre Bedeutung jedoch marginal.
Kapitalverkehrskontrollen, eingeschränkte Konvertibilität und politische Eingriffe mindern das Vertrauen internationaler Investoren. Solange China den Kapitalmarkt nicht öffnet und Rechtssicherheit über geopolitische Loyalitäten stellt, wird der Renminbi für Zentralbanken kaum zur tragenden Reservewährung.
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Analyse
China ermöglicht Gazprom und Rosatom günstigere Kreditaufnahme
Gleichzeitig wächst der Druck von außen. Handelspartner kritisieren den unterbewerteten Wechselkurs, der chinesische Exporte verbilligt und den Handelsüberschuss auf Rekordniveau getrieben hat. Internationale Institutionen verweisen auf wirtschaftliche Ungleichgewichte und deflationäre Tendenzen, die den realen Wert der Währung verzerren.
Peking weist den Vorwurf gezielter Abwertung zurück. Die Zentralbank betont Stabilität und Werterhalt als oberste Ziele. Tatsächlich zeigt sich China bereit, eine kontrollierte Aufwertung zuzulassen, ohne dabei die eigene Wachstumsstrategie zu gefährden. Der Renminbi gewann gegenüber dem Dollar zeitweise an Stärke, blieb gegenüber dem Euro jedoch schwach.
Kurzfristig verändert diese Politik wenig an den globalen Devisenmärkten. Langfristig markiert sie einen Machtanspruch. China bereitet sich auf eine multipolare Währungsordnung vor, in der der Dollar nicht mehr alleiniger Referenzpunkt ist. Der Renminbi soll schrittweise an Bedeutung gewinnen, getragen von wirtschaftlicher Substanz, technologischer Entwicklung und strategischer Geduld.
Die Währungsfrage ist damit kein technisches Detail mehr, sondern Teil eines umfassenden geopolitischen Kalküls. Wer sie unterschätzt, unterschätzt den Anspruch, mit dem China seine Rolle im globalen Finanzsystem neu definiert.
Mehr zum Thema ‒ Branchenkenner: Exporte spielen in Russlands Wirtschaft keine Hauptrolle mehr

Video https://rumble.com/v6ykmac-nord-stream-2-ist-geschichte-mongoleis-ministerprsident-bedankt-sich-fr-kra.html Dauer Min.
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Info: https://freedert.online/wirtschaft/269029-peking-fordert-dollar-dominanz-heraus/
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german-foreign-policy.com, 2. Februar 2026
BRÜSSEL/RABAT/EL AAIÚN (Eigener Bericht) – Die EU bereitet sich einmal mehr auf einen Bruch des internationalen Rechts vor und öffnet sich für den Autonomieplan Marokkos für die von ihm besetzte Westsahara. Wie es auf einem bilateralen Treffen („Assoziierungsrat EU-Marokko“) in der vergangenen Woche hieß, sei Brüssel bereit, künftige Verhandlungen über die Realisierung des Autonomieplans zu unterstützen. Der Plan betrifft mit der Westsahara die letzte Kolonie des gesamten afrikanischen Kontinents, die seit dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft im Jahr 1976 vom Königreich Marokko kontrolliert wird, obwohl Entscheidungen höchster internationaler Gerichte und zahlreiche UN-Resolutionen ihr das Recht auf Entkolonialisierung und Selbstbestimmung zusprechen. Marokko hat sich die ökonomische Kontrolle über das Territorium nicht zuletzt mit Hilfe deutscher Konzerne und durch Handelsabkommen mit der EU gesichert, obwohl letztere mehrfach von europäischen Gerichten für illegal erklärt wurden. Der Autonomieplan würde de facto die Annexion der Westsahara durch Marokko legalisieren. Diplomaten warnen, wer das anerkenne, der könne sich nicht über die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation beschweren.
Zitat: Recht auf Selbstbestimmung
Die Westsahara, die an Afrikas Nordwestküste zwischen Marokko und Mauretanien liegt und deren Territorium rund drei Viertel der Größe Deutschlands erreicht, wurde auf der Berliner Konferenz der Jahre 1884/85 zur Kolonie erklärt und Spanien zugeschlagen. Nach jahrzehntelanger Ausplünderung durch die Kolonialmacht gelang es der am 10. Mai 1973 gegründeten Befreiungsbewegung Polisario (Frente Popular de Liberación de Saguía el Hamra y Río de Oro), Spanien zum Abzug zu zwingen und am 27. Februar 1976 – nach dem Vorbild der anderen sich entkolonialisierenden Länder Afrikas – einen unabhängigen Staat auszurufen, die Demokratische Arabische Republik Sahara.[1] Sofort danach marschierte allerdings Marokko ein und brachte rund drei Viertel des Territoriums unter seine Kontrolle. Damit wurde das Gebiet zum zweiten Mal kolonialisiert. Teile seiner Bevölkerung flohen; rund 200.000 leben zur Zeit als Flüchtlinge nahe Tindouf im Südwesten Algeriens. Die UNO klassifiziert die Westsahara bis heute offiziell als „Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung“, dem ganz unverändert die Entkolonialisierung zusteht. Das „Recht des sahrauischen Volkes auf Selbstbestimmung“ ist 1975 vom Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag und seither in mehr als 100 UN-Resolutionen anerkannt worden.[2]
Beim Versuch, seine Herrschaft über Afrikas letzte Kolonie durchzusetzen, greift Marokko zum einen auf politische Druckmittel zurück. Zu diesen zählt, dass Flüchtlinge vor allem aus Staaten südlich der Sahara via Marokko einerseits in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, andererseits über das Mittelmeer auf Spaniens Hauptterritorium zu gelangen suchen; dabei kann Rabat, indem es seine Grenzkontrollen zurücknimmt, Madrid und damit die EU zu Zugeständnissen nötigen. Zum anderen nutzt es ökonomische Mittel; so hat es mit der EU Handels- und Fischereiabkommen geschlossen, in die es regelmäßig – und eindeutig völkerrechtswidrig – die Westsahara einschließlich der Gewässer vor deren Küste einbezieht. Zudem hat es diverse Konzerne aus der EU in völkerrechtswidrige, aber lukrative Deals in der besetzten Westsahara einbezogen. Aus Deutschland trifft dies unter anderem auf Siemens Gamesa, auf ThyssenKrupp und auf Heidelberg Materials zu (german-foreign-policy.com berichtete [3]). Darüber hinaus hat Marokko sich durch die Unterzeichnung eines der Abraham Accords mit Israel die formale Anerkennung seiner Herrschaft über die Westsahara durch die Vereinigten Staaten (2020) und Israel (2023) gesichert.
In der EU ergibt sich dabei seit mehr als einem Jahrzehnt die spezielle Situation, dass die zuständige Justiz die Kooperation der Brüsseler Kommission mit Marokko immer wieder für völkerrechtswidrig erklärt, die Kommission aber jeweils neue Umwege sucht, um die enge Zusammenarbeit auch in der besetzten Westsahara fortzuführen. Im bislang jüngsten Fall bekräftigte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am 4. Oktober 2024, die EU-Abkommen mit Marokko über Handel und Fischerei seien rechtswidrig, da Marokko keine Souveränität über die besetzte Westsahara habe, also keine auf sie anwendbare Abkommen schließen könne.[4] Der EuGH setzte der EU-Kommission eine Frist von einem Jahr, um die offenkundige Rechtswidrigkeit der Vereinbarungen mit Rabat zu korrigieren. Am 18. September 2025 legte die Kommission eine neue Version des Handelsabkommens mit Rabat vor, die blitzartig vom Europäischen Rat akzeptiert und am 3. Oktober vorläufig in Kraft gesetzt wurde. In klarem Widerspruch zur Entscheidung des EuGH bezieht die Vereinbarung erneut die Westsahara in das Abkommen mit ein, ohne mit deren rechtmäßiger Vertreterin, der Polisario, auch nur diskutiert zu haben.[5] Auch hebelte sie mit dem Blitzverfahren faktisch das Mitspracherecht des Europaparlaments aus.[6]
Für zusätzliche Spannungen sorgt jetzt ein Vorstoß der Trump-Administration. Diese setzt sich für einen marokkanischen Plan aus dem Jahr 2007 ein, der vorsieht, die Westsahara solle Marokko eingegliedert werden, als Teil des Landes aber eine gewisse Autonomie erlangen. Der Autonomieplan wird seit einiger Zeit außerdem von Frankreich, von Großbritannien und von Spanien unterstützt. Zumindest Washington und Paris hoffen auf profitable Geschäfte. Das Territorium ist nicht bloß reich an Rohstoffen und an erneuerbaren Energien, die in Wasserstoff umgewandelt und so nach Europa geleitet werden könnten. Teile seiner Küste gelten auch als attraktive Standorte für Luxusresorts. Am 31. Oktober ist es Washington jetzt gelungen, die Resolution 2797 durch den UN-Sicherheitsrat absegnen zu lassen, in der der Autonomieplan als eine mögliche Lösung für den Westsahara-Konflikt bezeichnet wird.[7] Dem stimmten auch die ständigen Sicherheitsratsmitglieder Frankreich und Großbritannien zu. Eine Befragung der Bevölkerung der Westsahara, die laut aktuellem Stand vorgenommen werden muss, ist nicht mehr vorgesehen. Käme es zur Realisierung des Autonomieplanes, wäre dies ein Bruch mit den bisherigen Modalitäten der Entkolonialisierung und mit geltendem internationalen Recht.
Dem Autonomieplan hat sich nun erstmals auch die EU angeschlossen. Wie es in einer Gemeinsamen Erklärung heißt, die beide Seiten im Anschluss an den 15. Assoziierungsrat EU-Marokko unterzeichneten, sei die EU bereit, Verhandlungen „auf der Basis des von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplans“ aktiv zu unterstützen.[8] Das geschehe vor dem Hintergrund der Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats, die genau dies vorsehe. Man wünsche sich ein wenig mehr Klarheit, „welche Form eine Autonomie unter marokkanischer Souveränität annehmen würde“, habe aber keine grundlegenden Einwände mehr. Das läuft auf eine massive Aufwertung der Position Marokkos und auf eine markante Schwächung des geltenden internationalen Rechts hinaus, wie es etwa der Europäische Gerichtshof (EuGH) zuletzt im Oktober 2024 bekräftigte. Damit hätten sich letzten Endes „handfeste strategische und wirtschaftliche Interessen“ durchgesetzt, heißt es in einem Bericht mit Verweis auf die Bedeutung Marokkos „als Knotenpunkt für grüne Energie und als Stabilitätsanker in der Region“.[9] Manche EU-Diplomaten hatten freilich vorab vor dem Schritt gewarnt, der auf die Anerkennung der marokkanischen Annexion der Westsahara hinausläuft; man müsse sich fragen, hieß es, „welche Argumente“ man künftig noch „gegenüber Russland“ vorbringen könne, „was etwa die Krim betrifft“.[10]
[1] S. dazu Kolonien im 21. Jahrhundert (II).
[2] Die Besatzung der Westsahara. wsrw.org.
[3] S. dazu Kolonien im 21. Jahrhundert (II).
[4] S. dazu Flüchtlingsabwehr vor Recht.
[5] Commission Pushes EU-Morocco Trade Deal, Ignoring Democratic Processes and Saharawi Rights. wsrw.org 29.09.2025.
[6] MEPs shocked by Commission’s Western Sahara bypass. wsrw.org 10.10.2025.
[7] Jörg Tiedjen: Verfrühter Jubel in Rabat. junge Welt 03.11.2025.
[8] Joint communiqué by the High Representative, Kaja Kallas, and Morocco’s Minister for Foreign Affairs, Nasser Bourita, following the 15th EU-Morocco Association Council. consilium.europa.eu 29.01.2026.
[9] Marokko – Europäische Union erkennt marokkanischen Autonomieplan als praktikable Lösung für die Westsahara an. maghreb-post.de 30.01.2026.
[10] Stefan Ehlert, Sebastian Kisters: Starker Wind und ungeklärte Zukunft. tagesschau.de 30.10.2025.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10286
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lostineu.eu, vom 1. Februar 2026
Eigentlich sollte die nächste Runde der Friedensgespräche für die Ukraine an diesem Sonntag beginnen. Auf Wunsch von US-Präsident Trump wurde das Treffen in Abu-Dhabi aber auf Mittwoch (4.2.26) verschoben.
Der Grund: Für US-Präsident Trump hat der Iran nunmehr Vorrang. Trump hat dem Mullah-Regime mit einem Militärschlag gedroht und eine ganze Armada zusammengezogen.
Ursprünglich war mit dem Kriegsbeginn bereits am Samstag gerechnet worden. Allerdings ist Iran militärisch offenbar besser aufgestellt als erwartet.
Ayatollah Ali Khamenei droht mit Gegenschlägen und einem “regionalen Krieg”. Das iranische Militär versucht mit Drohnen und Schnellboote, die amerikanische Armada in Schach zu halten.
Die EU schweigt zu alldem – sie hat weder beim nächsten Krieg im Nahen Osten noch beim Frieden in der Ukraine etwas zu melden…
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P.S. Iran hat die Streitkräfte der 27 EU-Staaten als “terroristische Organisationen” eingestuft – eine Retourkutsche für die Sanktionierung der Revolutionsgarden durch die EU. Außerdem wurden die europäischen Botschafter zum Rapport bestellt…
‹ Aufgelesen: Nachruf auf M. Bülow
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Weiteres:
lostineu.eu, vom 1. Februar 2026
Der Politiker und Aktivist Marco Bülow ist im Alter von 54 Jahren gestorben. 19 Jahre saß er im Bundestag, fünfmal gewann er seinen Dortmunder Wahlkreis direkt. Viele nannten ihn “den letzten echten Sozialdemokraten”. – Ein Nachruf.
Von Wolfgang Tischer*
In seinem Buch “Lobbyland” beschrieb er, wie Lobbyisten die Politik kaufen. Im Februar 2025 erschien sein zweites Buch “Korrumpiert”. Seinen Podcast “Lobbyland” betrieb er bis zuletzt – wenige Tage vor seinem Tod ging die letzte Folge online.
(…)
Seine zentralen Themen – Lobbyismus, Korruption, die Aushöhlung der Demokratie – wurden von den meisten ignoriert. Doch Bülow machte weiter, nachdem er nach der Wahl 2021 aus dem Bundestag ausschied. Er kritisierte die EU, wenn sie aus seiner Sicht versagte. Er prangerte die Kriegstreiber in der Politik an. Er analysierte, wie die Rüstungslobby von Milliarden profitiert, während soziale und ökologische Bereiche gekürzt werden. In einem seiner letzten Texte für die Berliner Zeitung schrieb er, der Bundestag habe sein »Königsrecht« über den Haushalt faktisch verloren.
“Demokratie ist nicht nur eine Bringschuld vom Staat, sondern auch immer wieder eine Verantwortung von der Bevölkerung” sagte er. Genau darum ging es ihm: nicht abschalten, nicht abschotten, sondern mitmachen. Mit demokratischen Mitteln für mehr Demokratie streiten.
Marco Bülow war kein bequemer Gesprächspartner. Er polarisierte, er eckte an. Manche hielten ihn für naiv, andere für einen der wenigen aufrechten Politiker.
Marco Bülow starb im Januar 2026 im Alter von 54 Jahren. Nach Angaben seiner Familie erkrankte er am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet.
*Der Originaltext aus dem “Literaturcafé” steht hier ( https://www.literaturcafe.de/marco-buelow-ist-tot/)
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Weiteres:
Marco Bülow ist tot
literaturcafe.de, vom 31.01.2026, Aktualisiert am31.01.2026

Marco Bülow beim Gespräch mit dem literaturcafe.de im Jahre 2021
Der Politiker, Autor, Podcaster und Aktivist Marco Bülow ist im Alter von 54 Jahren gestorben. 19 Jahre saß er im Bundestag, fünfmal gewann er seinen Dortmunder Wahlkreis direkt. Viele nannten ihn »den letzten echten Sozialdemokraten«.
Als ich Marco Bülow im August 2021 für den Podcast des literaturcafe.de interviewte, kandidierte er gerade für DIE PARTEI. Die SPD hatte er drei Jahre zuvor verlassen – er trat aus Partei und Fraktion aus, weil er die Große Koalition unter Angela Merkel nicht mehr mittragen wollte. Nicht aus Kalkül, aus Überzeugung. Aufgeben kam nicht infrage.
In seinem Buch »Lobbyland« beschrieb er, wie Lobbyisten die Politik kaufen. Im Februar 2025 erschien sein zweites Buch »Korrumpiert«. Seinen Podcast »Lobbyland« betrieb er bis zuletzt – wenige Tage vor seinem Tod ging die letzte Folge online.
Als fraktionsloser Abgeordneter gewann er Freiheit. Er konnte reden, worüber er wollte. Niemand entzog ihm mehr das Wort. Er lud Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten in den Bundestag ein, organisierte Veranstaltungen unter dem Motto »Re:claim the House«. Und er animierte die Menschen, ihre Abgeordneten zu nerven: »Abgeordnete wollen vor allen Dingen ihre Ruhe haben, um sich ungestörter mit Lobbyisten zu treffen.«

Marco Bülow: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. Erschienen im Verlag »Das Neue Berlin«.
Seine zentralen Themen – Lobbyismus, Korruption, die Aushöhlung der Demokratie – wurden von den meisten ignoriert. Doch Bülow machte weiter, nachdem er nach der Wahl 2021 aus dem Bundestag ausschied. Er kritisierte die EU, wenn sie aus seiner Sicht versagte. Er prangerte die Kriegstreiber in der Politik an. Er analysierte, wie die Rüstungslobby von Milliarden profitiert, während soziale und ökologische Bereiche gekürzt werden. In einem seiner letzten Texte für die Berliner Zeitung schrieb er, der Bundestag habe sein »Königsrecht« über den Haushalt faktisch verloren.
»Demokratie ist nicht nur eine Bringschuld vom Staat, sondern auch immer wieder eine Verantwortung von der Bevölkerung«, sagte er mir. Genau darum ging es ihm: nicht abschalten, nicht abschotten, sondern mitmachen. Mit demokratischen Mitteln für mehr Demokratie streiten.
Marco Bülow war kein bequemer Gesprächspartner. Er polarisierte, er eckte an. Manche hielten ihn für naiv, andere für einen der wenigen aufrechten Politiker.
Marco Bülow starb im Januar 2026 im Alter von 54 Jahren. Nach Angaben seiner Familie erkrankte er am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet.
»Warum werden die Arschlöcher so alt, und die Guten sterben zu jung?«, schrieb sein PARTEI-Kollege Martin Sonneborn.
Wolfgang Tischer
Marco Bülow; : Lobbyland: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. Broschiert. 2021. Das Neue Berlin. ISBN/EAN: 9783360013781. 15,00 € » Bestellen bei amazon.de Anzeige oder im Buchhandel
Marco Bülow; : Lobbyland: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. Kindle Ausgabe. 2021. Das Neue Berlin. 9,99 € » Herunterladen bei amazon.de Anzeige
Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es unter Berufung auf die Berichterstattung der Ruhr Nachrichten, Marco Bülow sei nach langer schwerer Krankheit gestorben. Seine Familie teilte dem literaturcafe.de mit, dass dies nicht den Tatsachen entspreche. Er erkrankte am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet. Wir haben die Formulierung entsprechend korrigiert. (31. Januar 2026)
Info: https://www.literaturcafe.de/marco-buelow-ist-tot/
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aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 2. Februar 2026, 7:15 Uhr
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