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03.02.2026

Vor 83 Jahren: Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. Februar 2026, 11:22 Uhr


Die Schlacht von Stalingrad:
Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs


Vor 83 Jahren, am 2. Februar 1943, endete die Schlacht von Stalingrad mit der Kapitulation der 6. Armee der Wehrmacht – ein Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs. Nach 200 Tagen und Nächten beispielloser Kämpfe, Hunger, Frost und massiver Bombardierungen entlang der Wolga errang die Rote Armee einen Sieg, der den Vernichtungskrieg der Nazis stoppte und den Anfang vom Ende des Dritten Reiches markierte. Die Schlacht, geprägt von unvorstellbaren Opfern und unbeugsamem Widerstand, brannte sich als Symbol für Mut, Standhaftigkeit und die Wende des Krieges ins kollektive Gedächtnis der Welt ein.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 2. Februar 2026]
Siehe im Video: https://rumble.com/v7574qi-die-schlacht-von-stalingrad-wendepunkt-des-zweiten-weltkriegs.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.02.2026

Economists for Future(Wie) kann die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder gestärkt werden?

makronom.de, vom 2. Februar 2026, MARTIN JUNKERNHEINRICH, Deutschland

Deutschlands Kommunen geraten in eine strukturelle Finanzkrise, die weit über kurzfristige Defizite hinausgeht und zentrale Zukunftsaufgaben bedroht. Nötig ist eine gesamtstaatliche Krisenstrategie aus finanziellen Reformen, Bürokratieabbau und klarer politischer Verantwortung. Ein Beitrag von Martin Junkernheinrich.


Bild: Pixabay


Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum steht die Wirtschaft – und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, inwiefern dieser Wandel by disaster geschieht oder uns by design gelingt.

Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen in der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich zeigen sie Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften auf und geben Impulse für eine plurale Ökonomik, die sozial-ökologische Notwendigkeiten ernst nimmt.

Die Kooperation mit Economists for Future e.V. begann im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Staffel mit wechselnden Themenschwerpunkten. Die siebte Ausgabe widmet sich der Frage, wie sich soziale Sicherheit im Spannungsfeld von Klimakrise und wirtschaftlicher Transformation neu denken lässt. Was braucht es aus ökonomischer Perspektive, um sozialer Spaltung sowie dem Erstarken autoritär-nationalistischer Tendenzen entgegenzuwirken? Und wie können Wohlfahrtsstaat, Eigentumsverhältnisse, Versorgungssysteme und Institutionen so gestaltet werden, dass demokratischer Zusammenhalt, ökologische Stabilität und ökonomische Resilienz gestärkt werden?

Alle bisher erschienenen Beiträge der Economists for Future-Reihe finden Sie hier.

Die deutschen Kommunen befinden sich – nachdem sie sich in der komplexen Krisenlage seit 2020 fiskalisch vergleichsweise gut entwickelt hatten – seit 2023 in einem Abwärtsprozess. 2024 betrug das kommunale Gesamtdefizit insgesamt 24,3 Milliarden Euro. Damit schlossen die kommunalen Kernhaushalte das Jahr 2024 mit dem nicht nur nominal bisher größten Defizit seit der Wiedervereinigung ab. Auch bezogen auf die Ausgaben erreichte es mit einem Anteil von 6,2% einen neuen Höhepunkt, der die markanten Defizite der Jahre 1992 (5,8%) und 2003 (5,6%) übertrifft.

Aktuell steigen die kommunalen Defizite weiter. Für 2025 ist mit einem Defizit von mehr als 30 Milliarden Euro zu rechnen. Parallel nimmt die kommunale Neuverschuldung stark zu. Dies sind Hinweise darauf, dass es weniger um ein kurzfristiges Liquiditätsproblem geht, sondern um eine Kombination aus strukturellem Aufgabendruck, zyklischer Einnahmenschwäche sowie einem über Jahre hinweg akkumulierten Investitions- und Instandhaltungsstau.

Angesichts der großen Bedeutung der durch Bundes- und Landesgesetze regulierten Pflichtaufgaben, z.B. im Sozialbereich, können die Kommunen einem derart hohen Defizit nur sehr begrenzt durch kurzfristige kommunale Konsolidierungsbemühungen entgegenwirken. Die Rückführung freiwilliger – präziser der nicht regulierten – Aufgaben ist für den sozialen Zusammenhalt vor Ort kontraproduktiv und in vielen Kommunen bereits ausgereizt.

Wenn diese kommunalen Haushaltsdefizite nur wenige Jahre anhalten, dann sind die Konsolidierungserfolge der letzten Jahre nicht nur schnell aufgezehrt, vielmehr werden erneut Jahre, möglicherweise Jahrzehnte mit kommunalen Konsolidierungs- und Altschuldenprogrammen folgen.

Während die Immobilien-, Finanz- und Staatsschuldenkrise der Jahre 2008/2009 aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung („spitzes V“) schnell überwunden werden konnte, ist die ökonomische Lage derzeit deutlich schlechter. Nach mehreren Jahren ökonomischer Stagnation und einer negativen Abkoppelung vom Wachstumstrend anderer Länder ist der Wirtschaftsstandort Deutschland unter massivem Druck.

Diese herausfordernde „Gemengelage“ trifft auf hohe Defizite beim Bund und – im Vergleich der Ebenen merklich schwächer – auch bei den Ländern. Die Bereitstellung investiver Sondermittel durch das Sondervermögen Infrastruktur des Bundes sind wichtig, aber sie werden den krisenbedingten Rückgang der kommunalen Investitionstätigkeit lediglich abschwächen.

Der alleinige Blick auf das Defizit führt zu einer Unterschätzung der Problemlage

Der Blick auf das kamerale Finanzierungsdefizit von mehr als 30 Milliarden Euro in 2025 führt zu einer Unterschätzung der Problemdimension. Dies wird deutlich, wenn man die kommunalen Finanzierungsaufgaben in einer anderen – der amtlichen Statistik fremden – Systematisierung betrachtet. Dabei kann zwischen der kommunalen Grundfinanzierung, den in der Vergangenheit nicht getätigten oder unzureichend finanzierten Aufgaben (Altaufgaben) und der Finanzierung neuer und/oder erweiterter Aufgaben unterschieden werden:

  • Grundfinanzierung: Die laufenden Ausgaben der Kommunen steigen derzeit kräftig (Tarifsteigerungen bei Personalausgaben, Ausweitung der Kinderbetreuung in Kita und Schule, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen, Eingliederungshilfe für Behinderte, Zinsausgaben etc.) und führen selbst bei rückläufigen Investitionen zu Haushaltsdefiziten.
  • Altaufgaben: Die unzureichende Investitions- und Instandhaltungstätigkeit der Kommunen in den vergangenen Jahrzehnten ist aufzuarbeiten und der kommunale Altschuldenabbau zu finalisieren. Folgt man der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), so haben die Kommunen seit 2002 Vermögen abgebaut und damit desinvestiert. In der jährlichen Befragung des Deutschen Instituts für Urbanistik (DIFU) wird der Investitionsrückstand für 2015 mit 215,7 Milliarden Euro beziffert. Die kommunalen Altschulden konnten in den letzten Jahren zwar deutlich zurückgeführt werden. Aktuell werden aber wieder hohe Liquiditätskredite aufgenommen, die damit zu kommunalen Altschulden werden. Beide nicht hinreichend finanzierten Altaufgaben sind mit starken regionalen Disparitäten verbunden.
  • Neue Aufgaben: Die klimaorientierte Modernisierung und Anpassung der Infrastruktur ist anzugehen. Dies betrifft insbesondere den Mobilitätsbereich (z. B. ÖPNV), die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, die kommunale Wärmeplanung und die Stadtentwicklung etwa beim Starkregen- und Hitzeschutz. Diese Aufgaben bleiben wichtig – ungeachtet der derzeit an Bedeutung gewinnenden Maßnahmen zur ökonomischen Revitalisierung. Zudem ist davon auszugehen, dass die Bedarfe für den Zivil- und Bevölkerungsschutz vor Ort deutlich zunehmen werden.

Die Finanzbedarfe für die Finanzierung der Altschulden (aus Liquiditätskrediten) bzw. Nicht-Tätigkeit (unterlassene Investitionen) kommen in den aktuellen Haushaltsdefiziten nur unzureichend zum Ausdruck. Mit anderen Worten: Sogar wenn die Haushaltslücke von mehr als 30 Milliarden Euro ceteris paribus geschlossen werden könnte, so wären die Tilgung von Alt- und Neuschulden sowie neue bzw. zusätzliche Ausgabenbedarfe noch nicht finanziert.

Elemente einer Krisenstrategie

Die Tragfähigkeit der Kommunalhaushalte wird allein durch konjunkturelle Impulse nicht zu erreichen sein. Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und damit die Realisierung deutlich höherer Steuereinnahmen in einer Zeit ausgeprägter weltweiter ökonomischer Unsicherheiten durch Krieg und einer Umorientierung der US-amerikanischen Politik ist mit hohen Investitionsrisiken für die Unternehmen verbunden. In dieser Situation ist mit Blick auf die Kommunalfinanzen eine Kombination von zwei finanzpolitischen Stoßrichtungen von Bedeutung:

  • kurzfristig wirkende Sofortmaßnahmen, die dazu beitragen, die kommunale Funktions- und Handlungsfähigkeit zeitnah sicherzustellen sowie
  • mittel- und langfristig wirksame grundlegende Reformen des kommunalen Finanzsystems sowie der föderalen Aufgaben- und Finanzbeziehungen.

Die Intensität des Einbruchs ist zu groß und die Wirkungen „vor Ort“ zu ausgeprägt, als dass Länder und Bund tatenlos zuschauen sollten. Hier ist an Sofortmaßmaßnahmen mit einem Volumen von zunächst mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr zu denken. Sollten sich die schwache Entwicklung der kommunalen Einnahmen und die Ausgaben-steigerungen in der Sozial- und Jugendhilfe weiter fortsetzen, dann wird dieser Betrag nicht ausreichen und ist zu erhöhen. Einschränkend ist festzuhalten, dass die genannte Größenordnung für eine zeitnahe Hilfe die Finanzierung von Investitionsrückständen, Altschulden und neuen Aufgaben noch nicht beeinhaltet. Somit sind folgende Finanzierungselemente von besonderer Bedeutung:

  • Um die laufenden Haushaltsdefizite deutlich zu verringern sind die Kommunen finanziell kurzfristig zu stärken, z.B. mit höheren Anteilen am Steuerverbund (kommunale Beteiligung an der Umsatzsteuer- und der Einkommensteuer) und/oder indirekt über eine bessere Dotation des kommunalen Finanzausgleichs (Erhöhung der Schlüsselzuweisungen). Dies ist durch eine konsequente Aufgabenkritik und ein Moratorium für neue Aufgaben ohne tragfähige Finanzierungsstrategie zu ergänzen.
  • Der kommunale Altschuldenabbau ist zu finalisieren. Dafür reicht die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung genannte Summe von 250 Millionen Euro pro Jahr nicht aus. Das Problem wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die Kommunen noch hohe Eigentilgungen leisten müssen, was derzeit nicht möglich ist. Noch bevor die Altschulden aber flächendeckend getilgt sind, entstehen nun neue Schulden – sowohl Liquiditätskredite zum kurzfristigen Haushaltsausgleich, aber auch Investitionskredite. Angesichts des notwendigen Kreditvolumens zeigt sich in einzelnen Kommunen bereits eine Verringerung der Finanzbereitschaft der Kreditinstitute. Gelingt der Haushaltsausgleich nicht, so wird auch der Altschuldenabbau nicht gelingen, da er durch neue Schulden konterkariert wird.
  • Die klimaorientierte Modernisierung und Anpassung der Infrastruktur ist mit einem hohen Finanz- und Kreditbedarf verbunden. Derzeit ist zu beobachten, dass die Finanzierung der Wärmewende selbst für die Stadtwerke nicht gesichert ist. In diesem Kontext wird u.a. gefordert, dass die Kommunen ihren Anteil am Eigenkapital der Stadtwerke erhöhen. Ein Teil des Finanzbedarfs könnte durch das 500 Milliarden Euro-Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert werden. Die Diskussion zum Zivil- und Bevölkerungsschutz steht noch am Anfang.

Die Rahmenbedingungen für die Realisierung dieser und ähnlicher Finanzierungsstrategien haben sich in den letzten beiden Jahre aber deutlich verändert Zum einen ist die fiskalische Leistungsfähigkeit des Bundes an Grenzen gestoßen. Er steht vor der Herausforderung, mehrere liegen gebliebene Aufgaben zu lösen und fiskalische Wege zu finden (Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, Verteidigungspolitik etc.). Der Bund wird helfen, aber seine Handlungsmöglichkeiten sind deutlich eingeschränkt.

Demgegenüber sind die Länder (noch) in einer fiskalisch besseren Position, und sie sind verfassungsrechtlich für die Finanzierung der Kommunen zuständig. Ihr Lösungsbeitrag darf sich nicht darauf beschränken, nach Berlin zu fahren und Geld vom Bund zu fordern. Die im Koalitionsvertrag angesprochene Bereitschaft zur stärkeren Orientierung am Prinzip der Veranlassungskonnexität ist als finanzielle Einbahnstraße kaum umsetzbar. Wenn die Bundesländer ein gesamtstaatliches Vorhaben des Bundes im Bundesrat unterstützen, so sind sie auch finanzpolitisch in der Mitverantwortung.

In einer gesamtstaatlichen Situation, in der die Aufgaben und damit auch die Ausgaben die Einnahmen systematisch überschreiten, stößt eine weitere Verschuldung angesichts der beiden bereits installierten investiven Sondervermögen bzw. Sonderschulden in Höhe von insgesamt 600 Milliarden Euro zzgl. des nicht limitierten Sondervermögens zur Verteidigung – und damit eine Externalisierung der Finanzierung auf nachfolgende Generationen – an Grenzen. Damit besteht die Gefahr, dass wichtige Zukunftsinvestitionen wie ein zeitlich verzögerter Klimaschutz zu erheblichen Folgekosten führen (geringere Resilienz, Kostensteigerungen bei zu spätem Handeln).

In der Gesamtabwägung bedarf es daher gegenüber der Bevölkerung ein bestmöglich kommuniziertes Signal, dass der Staat und damit „wir alle“ zur Mitfinanzierung bereit sein müssen. Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Staates ergibt sich aus den finanziellen Beiträgen von Bürgern und Unternehmen. Mit Blick auf die Kommunen ist hier insbesondere an die von den Bürgern und Unternehmen finanzierte und im internationalen Vergleich eher niedrige Grundsteuer zu denken. Eine Erhöhung der kommunalen Gewerbesteuer ist in einer rezessiven Phase bei paralleler Senkung der Körperschaftssteuer zumindest kurzfristig nicht angezeigt.

Diese Krisenstrategie bezieht somit Bund, Länder, Kommunen und die Steuerzahler selbst ein. Der Blick auf die jeweils „Anderen“ wird der Lage nicht mehr gerecht. Dies hat eine ausgeprägte Gerechtigkeitsdimension. Mit Blick auf die starken regionalen Disparitäten der kommunalen Finanzlage ist neben der allgemeinen finanziellen Stützung der Kommunen eine überproportionale Stärkung finanzschwächerer Kommunen anzustreben.

Nicht nur Geld …

Der Aufwand für die Administration öffentlicher Aufgaben hat in Deutschland ein Ausmaß erreicht, das mit hohen Kosten und einer Einschränkung der Zielerreichung verbunden ist. Zu den zentralen Ursachen gehören eine fragmentierte und versäulte Verwaltungsstruktur sowie eine unzureichende Digitalisierung der Verwaltungsprozesse. Der notwendige Rückbau der Bürokratie ist keine einfache Aufgabe und reicht über die laufende Legislaturperiode hinaus (s. dazu auch die Ergebnisse der Transparenzkommission des Landes Nordrhein-Westfalen):

  • Förderpolitik: Eine hohe Zahl an Förderprogrammen wird den Kommunen vom Bund, den Ländern und der EU angeboten, um unterschiedlichste Aufgaben zu erfüllen. Die Kritik an diesen Programmen besteht schon seit langem, ohne dass sich an diesen etwas geändert hat. Die Förderprogramme verursachen einen hohen Verwaltungsaufwand, der vielfach in keinem sinnvollen Verhältnis zu ihrem Nutzen steht. Der Förderdschungel ist zu lichten, die Verfahren sind zu vereinfachen, und das Geld ist im höheren Maße pauschaliert an die Kommunen zu geben.
  • Kommunal durchgeführte Sozialleistungen: Die deutsche Sozialgesetzgebung ist mittlerweile in 13 Sozialgesetzbüchern und weiteren Einzelgesetzen manifestiert. Die kommunale Betroffenheit ist dabei vielfältig und die Kommunen stoßen bei ihren Zuständigkeiten immer mehr an die Grenzen der Administrierbarkeit. Eine Neuordnung des Sozialsystems, die das System vereinfacht, seine Zielerreichung erhöht und zur Kostensenkung beiträgt, ist dringend geboten. Einen Vorschlag dazu hat der Nationale Normenkontrollrat im Jahr 2024 in die Diskussion gebracht.
  • Standardrückführung: Seit Jahrzehnten immer gefordert muss der bürokratische Aufwand in den Kommunalverwaltungen abgebaut werden. Hier liegen Wirtschaftlichkeitsreserven in der Entschlackung und Vereinfachung. Dazu muss die immer weiter verfeinerte Detailsteuerung zugunsten pauschaler, die Eigenverantwortung stärkende Lösungen zurückgenommen werden. Dazu zählen z.B. die Beschaffungs- und Vergaberichtlinien und das Baurecht.
  • Digitalisierung: Die Chancen der Digitalisierung für die kommunale Aufgabenerfüllung werden bislang nicht annähernd ausgeschöpft. Der flächendeckende Ausbau der Netzinfrastruktur gelingt nur schleppend. Vor allem der Mangel an zentralen Vorgaben verhindert die notwendige Standardisierung, um den Einsatz digitaler Techniken und die Synergie hebende Gestaltung von Organisations- und Prozesselementen voranzutreiben.

Nicht immer ist dies gleichbedeutend mit Standardabbau und Dezentralisierung. Der Bund ist auch gefordert, für bundesgesetzlich definierte Leistungen zusammen mit den Ländern den Rechtsrahmen und die technischen Voraussetzungen für eine plattformbasierte moderne Verwaltung schaffen. Die Zusammenführung der Familienkasse bei der Bundesagentur für Arbeit kann Vorbild für viele weitere Leistungen sein, die zentral und digital organisiert werden können und die Potenziale der Kommunen weg von einfacher Verwaltungsarbeit auf die Beratung in besonderen Fällen konzentrieren.

Der Erhöhung und Verstetigung der kommunalen Investitionstätigkeit ist ein gutes Beispiel für die notwendige Verschränkung von Einzelmaßnahmen. Sie ist zugleich Teil einer den Aufgaben angemessenen Grundfinanzierung, in vielen Kommunen auch unterlassene Altaufgabe und gleichzeitig bei den neuen klimarelevanten Aufgaben systematischer Teil der Lösung. Und bei all diesen Aufgaben bedarf es bei Planung, Durchführung und Finanzierung einer administrativ schlankeren und schnelleren Umsetzung. Es geht um mehr als Geld. Es geht um eine kluge Gesamtstrategie aus finanziellen und nicht-finanziellen Maßnahmen, damit eine kraftvolle kommunale Selbstverwaltung erst wieder ermöglicht wird.

 

Zum Autor: 

Martin Junkernheinrich ist Finanzwissenschaftler und Regionalökonom und hat über viele Jahre an den Universitäten Trier, Münster und Kaiserslautern intensiv zum kommunalen Finanzsystem geforscht und gelehrt, zuletzt als Inhaber des Lehrstuhls für Stadt-, Regional- und Umweltökonomie an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau.



Info: https://makronom.de/wie-kann-die-finanzielle-handlungsfaehigkeit-der-kommunen-wieder-gestaerkt-werden-50636?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wie-kann-die-finanzielle-handlungsfaehigkeit-der-kommunen-wieder-gestaerkt-werden


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03.02.2026

Jeffrey Sachs: US-Iran War INEVITABLE, Trump's WW3 for Israel Just BLEW UP

Screenshot_2026_02_03_at_14_13_13_Jeffrey_Sachs_US_Iran_War_INEVITABLE_Trump_s_WW3_for_Israel_Just_BLEW_UP_YouTube

Danny Haiphong

youtube.com, vom 2. Februar 2026, ca. 18:00 Uhr Vor 20 Stunden live gestreamt #jeffreysachs #ww3 #iran

Prof. Jeffrey Sachs returns to the show to discuss the growing momentum toward a US war on Iran and what it means for the Trump, the US, region and the world. Website of Prof. Jeffrey Sachs: https://www.jeffsachs.org/ Prof. Jeffrey Sachs on YouTube (SUBSCRIBE TO THIS):    / @jeffreydsachsofficial   https://www.gofundme.com/f/support-mo... PATREON.COM/DANNYHAIPHONG Support the channel in other ways: https://www.buymeacoffee.com/dannyhai... Substack: chroniclesofhaiphong.substack.com Cashapp: $Dhaiphong Venmo: @dannyH2020


Info: Video https://www.youtube.com/live/932Z1smOV10?si=xLfF362GTDfXwABN Dauer1:15:48h


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Weiteres:





Caitlin Johnstone: Die Epstein-Geschichte in Russiagate verwandeln


consortiumnews.com, 3. Februar 2026 (übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)

Zumindest ein Teil der Mainstream-Medien gibt zu, dass Jeffrey Epstein ein Spion war, der ein Kompromat sammelte. Sie haben einfach das falsche Land, dem er diente.


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Von Caitlin Johnstone
Der Newsletter von Caitlin

Lesen von Tim Foley

EE-Pstein-Dokumente bestätigen seit Monaten, dass er eindeutig und unbestreitbar ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter war, was die jüngste Runde der Veröffentlichungen stark verstärkt hat. So laufen natürlich die westlichen Medien mit der Geschichte, dass Epstein für Wladimir Putin gearbeitet hat.


Ein neuer  Artikel der Daily Mail mit der Überschrift "Epsteins Seximperium war 'KGB-Honigfalle': Pädophiler Finanzier hatte nach Verurteilung mehrere Gespräche mit Putin - mit russischen Mädchen, die eingeflogen wurden, um "Kompromat" auf weltberühmte Figuren zu ernten."

Die Daily Mail ist im Besitz und kontrolliert den milliardenschweren britischen Aristokraten Jonathan Harold Esmond Vere Harmsworth, den vierten Viscount Rothermere, der kürzlich Gegenstand eines GuardianGuardian-Artikels mit dem Titel „Move over, Murdoch: Will Lord Rothermere, Großbritanniens mächtigster Medienmogul?

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Eine Schlagzeile von The Daily Telegraph veröffentlicht "Epsteins Verbindungen zu Putin- und Kreml-Spionen wecken Befürchtungen, dass er russischer Agent war". Der Telegraph ist im Besitz und kontrolliert der britische Milliardär Sir Frederick Barclay.

Eine Schlagzeile von Rupert Murdochs The Sun fragt: „Als FBI-Akten gefälschten Pass, geheime Aufnahmen und Links zum KGB und Putin enthüllten, war Jeffrey Epstein ein russischer SPY? "Es sollte hier beachtet werden, dass nach Betteridges Gesetz der Schlagzeilen: "Jede Überschrift, die in einem Fragezeichen endet, kann durch das Wort Nein beantwortet werden."

"E-Mails enthüllen eine neue Theorie, für die Jeffrey Epstein wirklich gearbeitet hat", heißt es in einer Schlagzeile von Murdochs New York Post, in der der Autor Anthony Blair schreibt, dass "E-Mails, die ungenannte Quellen zeigen, die Treffen zwischen Epstein und dem russischen Präsidenten diskutieren, Fragen darüber aufwerfen, ob die in Ungnade gefallene Wall Street-Figur Mädchen aus Russland gehandelt haben könnte, um die "größte Honigfalle" der Welt zu betreiben.

Der imperiale Propagandist Andrew Marr sagt auf LBC, dass es jetzt "wachsende Verdächtigungen einer russischen Verbindung" zu Epstein gibt, was darauf hindeutet, dass das mysteriöse Vermögen des Finanziers aus Moskau gekommen sein muss, weil "er mächtige westliche Führer in zutiefst kompromittierenden Situationen gefilmt und aufgenommen hat".

Das ist natürlich lächerlich. Epstein ist ein bekannter Geheimdienstmitarbeiter für den Staat Israel, nicht für Russland. Das ist eine etablierte Tatsache und das schon seit einiger Zeit.

Im November diskutierten wir, wie Drop Site News Berichte über Epsteins Geheimdienstbeziehungen unter Schlagzeilen wie „Israelischer Spion blieb wochenlang zu einer Zeit mit Jeffrey Epstein in Manhattan“, „Jeffrey Epstein half bei der Vermittlung israelischer Sicherheitsvereinbarung mit der Mongolei“, „Jeffrey Epstein und der Mossad: Wie der Sexhändler Israel half, einen Rückkanal nach Russland inmitten des syrischen Bürgerkriegs zu bauen“ und „Jeffre Epstein 

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Ryan Grim von Drop Site hat kürzlich auf Twitter festgestellt, dass die neuesten Epstein-Dateien, die vom DOJ veröffentlicht wurden, dies zu einer noch schlüssigeren Tatsache machen, als es bereits war.

"Eines der Hauptargumente, die Mainstream-Medienvertreter privat machen, warum sie nicht in der Lage waren, der Berichterstattung von Drop Site über Epstein und seine Verbindungen zu US-amerikanischen und israelischen Informationen zu folgen, ist, dass viele der Dokumente, auf die wir uns verlassen haben, durchgesickert sind und von der Regierung nicht offiziell bestätigt werden", sagte Grim. „Mit diesem neuesten DOJ-Dump werden viele der E-Mails jetzt zu 100% als authentisch bestätigt, so dass diese Ausrede verschwindet. Mal sehen, ob sie es jetzt melden können.“

Und natürlich können sie es jetzt nicht melden, aus dem gleichen Grund versuchen sie derzeit, Epstein als russischen Agenten zu drehen. Die Massenmedien existieren nicht, um verifizierte Nachrichten zu berichten, sie existieren, um die Informationsinteressen des westlichen Imperiums und der Oligarchen, die es steuern, zu fördern.

Es dient sicherlich nicht den Interessen der Oligarchen und Imperiumsmanager, wenn die Leute die Epstein-Akten lesen, mit der Ansicht, dass er ein israelischer Agent war, der seine Missbräuche und Manipulationen auf den höchsten Ebenen der Gesellschaft mit den Segnungen des westlichen Geheimdienstkartells durchführte. Natürlich bemühen sie sich, es über Russland zu schaffen.

Caitlin Johnstones Arbeit ist vollständig von Lesern unterstützt. Wenn Sie dieses Stück genossen haben, teilen Sie es bitte in Betracht, es zu teilen, ihr auf Facebook, Twitter, Soundcloud, YouTube zu folgen oder etwas Geld in ihr Trinkgeldglas auf Ko-Fi, Patreon oder Paypal zu werfen. Wenn Sie mehr lesen wollen, können Sie ihre Bücher kaufen. Der beste Weg, um sicherzustellen, dass Sie die Dinge sehen, die sie veröffentlicht, ist, die Mailingliste auf ihrer Website auf Substack zu abonnieren, die Ihnen eine E-Mail-Benachrichtigung für alles, was sie veröffentlicht, erhält. Für weitere Informationen darüber, wer sie ist, wo sie steht und was sie mit ihrer Plattform zu tun versucht, klicken Sie. Alle Werke sind gemeinsam mit ihrem amerikanischen Ehemann Tim Foley verfasst.

Dieser Artikel stammt aus dem Caitlin Newsletter und wurde mit Genehmigung erneut veröffentlicht.


Die geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors und können die von Consortium News widerspiegeln oder nicht.


Tags

Amerikanisches Imperium, Analyse, Kommentar, Geheimdienst, Israel, Recht, Medien, Russland, USA In: Justice Dept.


Info: https://consortiumnews.com/2026/02/03/caitlin-johnstone-turning-epstein-story-into-russiagate/?eType=EmailBlastContent&eId=3755f49d-0639-4f36-a552-a2aae1b816f7


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03.02.2026

Das Imperium auf Beutezug:

Screenshot_2026_02_03_at_13_27_04_Das_Imperium_auf_Beutezug_YouTubeMichael Lüders

youtube.com, 03.02.2026, Michael Lüders

Erst Grönland, dann Teheran?

 

Info: Video https://youtu.be/OAZGf72imMw?si=qF6vutvNxI7_8g4c Dauer 58:29 Min.


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03.02.2026

Die besten (offiziellen) Links zu EU-Themen 2026

lostineu.eu, vom 2. Februar 2026

Was macht eigentlich die EU-Kommission? Wo finde ich den Lissabon-Vertrag? Wer veröffentlicht Trade-Leaks? Selbst EU-Profis haben oft Probleme, die passenden Infos zu finden.

Hier die wichtigsten (offiziellen) Links zur Europapolitik anno 2026:

Die besten EU-Links

Wer weitere oder gar bessere Links hat, gern auch inoffizielle, möge sie in den Kommentaren vorschlagen – danke!


Info: https://lostineu.eu/die-besten-offiziellen-links-zu-eu-themen-2026/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse v=VoRbPxyo2uU


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Weiteres: 




Die besten (offiziellen) Links zu EU-Themen 2026


lostineu.eu, vom 2. Februar 2026

Was macht eigentlich die EU-Kommission? Wo finde ich den Lissabon-Vertrag? Wer veröffentlicht Trade-Leaks? Selbst EU-Profis haben oft Probleme, die passenden Infos zu finden.

Hier die wichtigsten (offiziellen) Links zur Europapolitik anno 2026:

Die besten EU-Links

Wer weitere oder gar bessere Links hat, gern auch inoffizielle, möge sie in den Kommentaren vorschlagen – danke!



Info: https://lostineu.eu/die-besten-offiziellen-links-zu-eu-themen-2026/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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Weiteres: 




Update Iran: Atomgespräche mit USA – ohne die EU


lostineu.eu, vom 2. Februar 2026

Der iranische Präsident Peseschkian hat einem Agenturbericht zufolge die Aufnahme von Atomgesprächen mit den USA angeordnet. Peseschkian habe “die Eröffnung von Gesprächen mit den USA verfügt”, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Regierungskreise. “Der Iran und die USA werden Diskussionen über die Atomfrage führen”, fügte Fars hinzu, ohne ein Datum zu nennen. Die Regierungszeitung des Iran sowie die Tageszeitung “Schargh” übernahmen die Meldung. – Wenn dies stimmt, so werden die von der EU initiierten und von Trump in seiner ersten Amtszeit torpedierten Atomgespräche wieder aufgenommen – nur ohne die EU. Eine schwere Niederlage der europäischen Diplomatie – und ein “toller Erfolg” von Trumps Kanonenboot-Politik. Er hat die EUropäer ausgebootet…

Siehe auch “Diplomatie am Ende: EU sanktioniert Iran”

P.S. Hatte Trump nicht nach seinem Militärschlag im letzten Jahr behauptet, die USA hätten das iranische Atomprogramm auf Jahre hinaus zerstört? Offenbar glaubt er das nun selbst nicht mehr…

1 Comment

  1. Michael
    2. Februar 2026 @ 14:55

    Warum sollte die EU dabei sein? Brüssel, Berlin, etc., etc. können inzwischen doch nur Krieg und Sanktionen!


Info: https://lostineu.eu/update-iran-atomgespraeche-mit-usa-ohne-die-eu/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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03.02.2026

Nachrichten von Pressenza: EU-Omnibus-Reform für Pestizide: Frontalangriff auf Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft

aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 3. Februar 2026, 7.15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 03.02.2026
EU-Omnibus-Reform für Pestizide: Frontalangriff auf Umwelt, Gesundheit und GesellschaftPressenza Muenchen
Pressenza
Anstatt Pestizide endlich einzuschränken und stärken zu regulieren, will die EU-Kommission nun das genaue Gegenteil: Mit dem neuen „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ würde die Zulassung von Pestiziden weitgehend dereguliert, ohne zeitliche Begrenzung und Möglichkeit zum Widerruf. Das würde…
Europa, Gesundheit, Ökologie und Umwelt, Politik, Wissenschaft und Technologie
Zuwenig Schutz vor Gewalt für Minderjährigepoonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen
Pressenza
(Noticias ONU, 26.01.2026).- Gesundheitsorganisationen fordern die öffentliche Politik auf, Minderjährige in Lateinamerika und der Karibik besser vor Gewalt zu schützen. Die Morde an Kindern und Jugendlichen stehen in der Regel in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Ungleichheit, dennoch warnen die…
Jugend, Menschenrechte, Mittelamerika, Südamerika
Kiezversammlung von ‚Sorge ins Parkcenter‘ – ein lebendiger Prozess der OrganisierungPressenza Berlin, Care Revolution
Pressenza
Am 29.01. lud die Initiative Sorge ins Parkcenter zu einer offenen Kiezversammlung ein. Die Initiative bemüht sich um die Umwandlung eines weitgehend leerstehenden Einkaufszentrums im Südosten Berlins in ein Sorgezentrum und lässt sich dabei von Projekten Sorgender Städte in Spanien…
Europa, Gesundheit, Politik, Wirtschaft
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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03.02.2026

Machtambitionen im Pazifik   Außenminister Wadephul markiert mit seiner aktuellen Asien-Pazifik-Reise die weltumspannenden Machtambitionen der Bundesregierung – bis in die pazifische Inselwelt.

german-foreign-policy.com, 3. Februar 2026

BERLIN/SINGAPUR/NUKU’ALOFA (Eigener Bericht) – Mit seiner aktuellen Asien-Pazifik-Reise markiert Außenminister Johann Wadephul die globalen Machtambitionen der Bundesregierung. Bei seinen Gesprächen in Singapur am Montag und in Brunei am Freitag stand bzw. steht das Ziel Berlins auf dem Programm, den Handel mit den Ländern des südostasiatischen Staatenbündnisses ASEAN auszuweiten, um die ökonomische Abhängigkeit von den USA zu lindern und den ungehemmten Übergriffen der Trump-Administration zu entkommen. Mit Australien, wo Wadephul am Mittwoch erwartet wird, wollen Berlin und die EU – ebenso wie mit ASEAN – ein Freihandelsabkommen schließen. Zugleich weitet die Bundesrepublik im Machtkampf des Westens gegen China ihre Militärkooperation mit Australien und Neuseeland aus. Dem Plan, die Stellung des Westens in der Rivalität mit China zu stärken, dienen auch die Versuche der Bundesregierung, in der pazifischen Inselwelt an Einfluss zu gewinnen; Wadephul bricht heute nach Tonga auf. Während der Außenminister deutsche Ansprüche in größtmöglicher geographischer Distanz zu Europa durchsetzen will, erweist sich Berlin als unfähig, die Krise in Deutschland und in der EU in den Griff zu bekommen; es überdehnt seine Kräfte.


Zitat: Alternativen zum US-Geschäft

Die aktuelle Asien-Pazifik-Reise von Außenminister Johann Wadephul verfolgt mehrere Ziele. Zum einen geht es darum, wirtschaftliche Alternativen zum bislang allzu dominanten US-Geschäft aufzutun, um die Abhängigkeit von der hemmungslos übergriffigen Trump-Administration zu lindern. Der Stadtstaat Singapur, in dem Wadephul am gestrigen Montag eintraf, ist die herausragende Handelsdrehscheibe des südostasiatischen Staatenbündnisses ASEAN und ein bedeutender Finanz- und Technologiestandort; dort sind bereits heute rund 2.000 deutsche Unternehmen präsent. Die EU unterhält schon jetzt Freihandelsabkommen mit den ASEAN-Staaten Singapur, Vietnam und Indonesien, will diese aber auf den ganzen Staatenbund ausdehnen. Dies war eines der Themen, die Wadephul bei seinem Besuch am Montag besprach. Um ein EU-Freihandelsabkommen soll es auch auf der letzten Station seiner Reise gehen: in Australien, das – wie Deutschland und die EU – seine beträchtliche Abhängigkeit von der Trump-Administration mindern will. Ein EU-Freihandelsabkommen mit Neuseeland, wo Wadephul am heutigen Dienstag Gespräche führen wird, besteht schon.


Manöver gegen China

Mit Australien und Neuseeland baut Deutschland zudem seine militärischen Beziehungen aus. In Australien nahmen deutsche Soldaten in den vergangenen Jahren regelmäßíg an einer Reihe von Großmanövern teil, darunter Einheiten des Deutschen Heeres und der Luftwaffe. Auch deutsche Kriegsschiffe legten in australischen Häfen an und führten in Kooperation mit den australischen Seestreitkräften Kriegsübungen durch.[1] Darüber hinaus kauft Canberra deutsches Kriegsgerät. So produziert Rheinmetall in Australien Radspähpanzer des Typs Boxer für das australische Heer; eine größere Stückzahl wird zudem aus Australien an die Bundeswehr geliefert.[2] Das war ursprünglich als Gegengeschäft gegen den Auftrag geplant, auch den Rheinmetall-Schützenpanzer Lynx an Australien zu verkaufen; daraus wurde allerdings ebensowenig wie aus dem erhofften Auftrag zum Verkauf von TKMS-U-Booten an die australische Marine. Im November vergangenen Jahres trafen mehrere Militärtransporter A400M des Lufttransportgeschwaders 62 aus Wunstorf nahe Hannover in Neuseeland ein, um dort gemeinsam mit neuseeländischen Einheiten Formationsflüge, Tiefflüge und das „Absetzen von Fallschirmspringern und Lasten“ zu proben.[3] Die Aktivitäten der Bundeswehr in Australien und Neuseeland richten sich gegen China.


Machtkampf im Pazifik

Gegen China richten sich auch die deutschen Aktivitäten in der pazifischen Inselwelt, die seit knapp vier Jahren intensiviert werden. In einer Reihe pazifischer Inselstaaten hat China an Einfluss gewonnen; ein bekannter Fall ist der Abschluss eines Sicherheitsabkommens, auf das sich die Volksrepublik sowie die nordöstlich von Australien gelegenen Salomonen im März 2022 einigten. Es erlaubt es chinesischen Marineschiffen, in Häfen der Salomonen anzulegen und Versorgung an Bord zu nehmen.[4] Die Kontrolle der Pazifikinseln gilt als strategisch wichtig, weil sie auf den Nachschubrouten für Truppen aus den USA sowie aus Australien auf dem Weg nach China liegen und zum Teil sogar als Startplätze für Angriffe genutzt werden können. Deutschland beteiligt sich an Bestrebungen, sie zurück unter westliche Dominanz zu bringen. Im Jahr 2022 reiste Außenministerin Annalena Baerbock erstmals nach Palau.[5] 2023 musste sie dann ihre Teilnahme an der Eröffnung der deutschen Botschaft in Fidschi nur wegen einer Panne ihres Flugzeugs absagen.[6] 2024 holte sie den Besuch in Fidschi nach.[7] Gleichfalls 2024 stattete die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Katja Keul Samoa, den Salomonen und Papua-Neuguinea einen Besuch ab.[8] Alle drei Länder waren einst vollständig oder teilweise deutsche Kolonien.


Streit um Niue

Außenminister Wadephul will nun am heutigen Dienstag während eines Kurzaufenthalts in Neuseeland den Premierminister von Niue treffen. Niue, bis 1974 neuseeländische Kolonie, liegt rund 2.400 Kilometer nordöstlich von Neuseeland, mit dem es bis heute assoziiert ist. Seine knapp 1.700 Einwohner haben die neuseeländische Staatsbürgerschaft. Das Bestreben des Inselstaates, UN-Mitglied zu werden, wurde bisher von Neuseeland unterbunden. Niue wird von fast 30 Ländern weltweit als unabhängiger Staat anerkannt, darunter seit dem 7. Januar 2026 auch Deutschland.[9] Zur Begründung für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Niue hieß es in Berlin, man wolle solche mit sämtlichen 14 Inselstaaten im Pacific Islands Forum unterhalten. Dem Forum gehören die 14 souveränen Inselstaaten des Pazifiks, Australien und Neuseeland sowie zwei französische Kolonien an (Französisch-Polynesien, Neukaledonien) an. Um Niue ist allerdings kürzlich ein Machtkampf entbrannt: Da China den Inselstaat unter anderem mit Infrastrukturmaßnahmen unterstützt und sich so Einfluss sichert, hat Neuseeland Gegenmaßnahmen angekündigt.[10] Deutschland stärkt auf Niue die westliche Position – gegen China.


Streit um die Cook Islands

Hintergrund ist ein ähnlich gelagerter Konflikt um die Cook Islands, deren Status demjenigen Niues gleicht. Sie liegen östlich von Niue und haben gut 15.000 Einwohner. China schloss im Februar 2025 ein Umfassendes Strategisches Abkommen über eine engere Kooperation mit dem Land, das nicht zuletzt eine Option auf gemeinsamen Rohstoffabbau auf dem Meeresboden umfasst. Im Juli 2025 nahm der Außenminister der Cook Islands erstmals am Treffen der Außenminister Chinas und der Pazifikinseln teil. Die Stärkung der Kooperation veranlasste Neuseeland im vergangenen Jahr, seine Unterstützungszahlungen für die Cook Islands einzustellen.[11] Der Machtkampf um den in Europa kaum bekannten Inselstaat dauert an.


Koloniale Rivalitäten

Von Neuseeland aus will Außenminister Wadephul noch am heutigen Dienstag nach Tonga weiterreisen, das mit seinen gut 100.000 Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten unter den pazifischen Inselstaaten zählt. Auch in Tonga hat China zuletzt an Einfluss gewonnen. Das Königreich ist 2018 der Neuen Seidenstraße (Belt and Road Initiative, BRI) beigetreten; Ende November 2025 einigten sich beide Länder anlässlich eines Staatsbesuchs von König Tupou VI in Beijing auf eine intensive Wirtschaftskooperation, die den chinesischen Einfluss in Tonga weiter konsolidiert.[12] Dem tritt nun Deutschland mit eigenem Einflussstreben in dem Inselstaat entgegen. Wie Wadephul am Sonntag vor seiner Abreise mitteilte, wird er in Tongas Hauptstadt Nuku’alofa den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen, aber auch den 150. Jahrestag der Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrags zwischen dem Deutschen Reich und Tonga begehen.[13] Der Vertrag wurde 1876 im Kontext der Rivalität der Kolonialmächte Europas im Pazifik geschlossen, die sich damals, aggressiv ausgreifend, gegenseitig Kolonien streitig machten. Heute ist die pazifische Inselwelt erneut Gegenstand äußerer Machtkämpfe – mit dem Unterschied, dass sich die ehemaligen Kolonialmächte, darunter Deutschland, heute nicht wie damals im Auf-, sondern im Abstieg befinden.

 

[1] S. dazu Deutschland im Pazifik-Militärblock und Kriegsübungen Down Under.

[2] S. dazu Das Deutsche Heer am Pazifik (II).

[3] Martin Buschhorn: A400M der Luftwaffe trainieren erstmals binational in Neuseeland. bundeswehr.de 10.11.2025.

[4], [5] S. dazu Deutschlands Pazifikambitionen.

[6] S. dazu Deutschlands Pazifikambitionen (II).

[7] S. dazu Deutschlands Pazifikambitionen (III).

[8] S. dazu Kolonien im 21. Jahrhundert (IV).

[9] Erklärungen des Auswärtigen Amts in der Regierungspressekonferenz vom 07.01.2026. auswaertiges-amt.de.

[10] New Zealand beefs up ties with Niue amid Cook Islands row. reuters.com 13.11.2025.

[11] Kelly Ng: New Zealand halts Cook Islands funding over China deals. bbc.co.uk 19.06.2025.

[12] Joe Cash, Shi Bu: China pledges fresh Tonga investment as debt repayment looms. reuters.com 25.11.2025.

[13] Außenminister Wadephul vor seiner Abreise nach Südostasien und in die Pazifikregion. auswaertiges-amt.de 01.02.2026.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10287


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unser weiterer Kommentar: Zitat: ...um die ökonomische Abhängigkeit von den USA zu lindern und den ungehemmten Übergriffen der Trump-Administration zu entkommen. .. (Zitatende) 

.. machen wir uns jetzt zu nützlichen Idioten selbiger oder/und pflegen weiter alte Traditionen aus den kolonialen Zeiten des Deutschen Reiches, doch diesmal aber im Namen der Bundesrepublik Deutschland?  - Wenn unseren Kriegsherren, mit und ohne gültigen Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990, nicht noch die fortbestehende UN-Feindstaatenklausel einen Strich durch die Rechnung macht und die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, indem sie sich dabei auf Artikel 20 GG berufen!

03.02.2026

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03.02.2026

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02.02.2026

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02.02.2026

Russischer Geheimdienst: Paris sucht mithilfe von Terroristen nach "politischer Revanche" in Afrika

freedert.online, 2 Feb. 2026 12:11 Uhr

In einer scharf formulierten Erklärung wirft der russische Auslandsgeheimdienst Frankreich vor, mithilfe von Terroristen "missliebige Regierungen" in Afrika stürzen zu wollen. Neben Ländern der Sahelzone wie Mali und Burkina Faso versuche Paris auch, die Zentralafrikanische Republik und Madagaskar zu destabilisieren.


Russischer Geheimdienst: Paris sucht mithilfe von Terroristen nach "politischer Revanche" in AfrikaQuelle: Sputnik


Archivbild: Ibrahim Traoré bei einem Besuch im Kreml. Frankreich soll in Attentatsversuche auf den Präsidenten von Burkina Faso verwickelt sein. (Moskau, 8. Mai 2025)


Paris suche "fieberhaft" nach Möglichkeiten, nicht genehme Regierungen in Afrika zu stürzen, und arbeite zu diesem Zweck mit Terrorgruppen zusammen. Das teilte das Pressebüro des russischen Auslandsnachrichtendienstes SWR am Montag in einer Erklärung mit.


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Frankreich strebe demnach nach einer "politischen Revanche", da es nach dem Machtantritt "patriotischer Kräfte" in einer Reihe von Ländern, "die einst französische Kolonien in Afrika waren", "erhebliche 'Verluste' erlitten" habe.

Es sei "bestätigt", dass Frankreich in den Umsturzversuch am 3. Januar dieses Jahres in Burkina Faso verwickelt gewesen sei. Dazu führt der SWR aus:

"Rebellen hatten die Aufgabe, den Präsidenten Ibrahim Traoré zu töten, der einer der Anführer im Kampf gegen den Neokolonialismus ist. Nach Berechnungen von Paris hätte dies nicht nur die Frankreich-loyalen Kräfte in Ouagadougou an die Macht gebracht, sondern auch allen Anhängern der Souveränität sowie der Ideologie des Panafrikanismus auf dem Kontinent einen Schlag versetzt."

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit Frankreichs stehe die Destabilisierung der Lage in "missliebigen Ländern" der Sahelzone. Dabei arbeite Paris mit lokalen Terrorgruppen sowie der ukrainischen Regierung zusammen, die Kämpfer mit Drohnen und Ausbildern versorge.

Hauptziel der subversiven Bestrebungen sei Mali. "Anschläge auf Tankwagen, Versuche, malische Städte zu blockieren, Terror gegen die Zivilbevölkerung dienen einem Ziel: Bedingungen zum Sturz des Präsidenten Assimi Goita zu schaffen", so der SWR. Zudem suche Paris weitere Möglichkeiten, um auch in der Zentralafrikanischen Republik Chaos zu säen.


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Ein anderer Schwerpunkt "der destruktiven Aufmerksamkeit der französischen Führung" sei Madagaskar, wo im Oktober 2025 Kräfte an die Macht gekommen seien, die einen Kurs auf die Entwicklung der Beziehungen mit den BRICS-Ländern eingeschlagen haben. Paris arbeite an Möglichkeiten, den neuen Präsidenten des Landes, Michael Randrianirina, zu stürzen und "ein loyales Regime wiederherzustellen".

"Im Wesentlichen ist Frankreich zur direkten Unterstützung der Terroristen aller Couleur übergegangen, die seine Hauptverbündeten auf dem afrikanischen Kontinent werden", so das Fazit des SWR. Damit werde der "politische Bankrott" der vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verfolgten Linie immer offensichtlicher: "Es gelingt ihm nicht, Frankreich in Afrika vom Ruf als schmarotzende Kolonialmacht zu befreien, die ehemalige Kolonien bestiehlt und ihre Entwicklung verhindert", heißt es abschließend in der Erklärung des Auslandsnachrichtendienstes.

Erst vergangene Woche hatte die nigrische Regierung Frankreich beschuldigt, Kämpfer unterstützt zu haben, die einen Angriff auf den Flughafen der Hauptstadt Niamey durchführten, in dessen Folge 20 Militante getötet wurden.

Mehr zum Thema - Madagaskar: Ein Aufstand beraubt Frankreich wichtiger Rohstoffvorkommen


Video https://rumble.com/v73qjh0-auf-dass-der-imperialismus-nicht-durchkommt-und-2026-besser-wird-als-2025-i.html Dauer  2:20 Min.


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02.02.2026

Peking fordert die Dollar-Dominanz heraus

freedert.online, vom1 Feb. 2026 21:38 Uhr

Xi Jinping will den Renminbi zur globalen Reservewährung machen und formuliert damit offen Chinas Anspruch auf währungspolitische Macht. In einer Zeit schwindenden Dollar-Vertrauens setzt Peking auf monetäre Souveränität als geopolitisches Instrument.


Quelle: Gettyimages.ru © China Photos


Der Renminbi soll den Dollar nicht ersetzen, sondern in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung als strategisches Gegengewicht dienen.


Xi Jinping hat ausgesprochen, was in Peking seit Jahren gedacht wird, aber selten so offen formuliert wurde. Chinas Staatschef will den Renminbi zur globalen Reservewährung machen.


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Der chinesische Staats- und Parteichef formuliert den Anspruch, den Renminbi langfristig als globale Reservewährung zu etablieren. Damit geht es nicht um Symbolik, sondern um eine strategische Neuausrichtung in einer Finanzordnung, deren Stabilität zunehmend infrage steht.

Peking betrachtet die internationale Währungsarchitektur als politisches Machtinstrument. Der Dollar dominiert zwar weiterhin den Welthandel und die Währungsreserven, doch sein Nimbus ist beschädigt.

Politische Einflussnahme auf die Geldpolitik der USA, wachsende Staatsverschuldung und der Einsatz des Dollars als Sanktionswaffe lassen Zweifel an seiner Rolle als neutraler Anker entstehen. In diesem Umfeld erkennt China ein historisches Zeitfenster.

Xi verknüpft den Aufstieg des Renminbi mit tiefgreifenden institutionellen Voraussetzungen. Eine glaubwürdige Währung braucht eine durchsetzungsfähige Zentralbank, leistungsfähige Finanzinstitute und internationale Finanzplätze, die Kapital anziehen und Preise mitbestimmen. Währungspolitik wird damit zum Ausdruck staatlicher Handlungsfähigkeit und wirtschaftlicher Souveränität.


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China arbeitet seit Jahren an der Internationalisierung seiner Währung.China Photos / Gettyimages.ru


Im Handel gewinnt der Renminbi an Gewicht, insbesondere seit westliche Sanktionen alternative Zahlungssysteme begünstigen. In der Handelsfinanzierung hat sich die chinesische Währung zur Nummer zwei hinter dem Dollar entwickelt. In den globalen Währungsreserven bleibt ihre Bedeutung jedoch marginal.

Kapitalverkehrskontrollen, eingeschränkte Konvertibilität und politische Eingriffe mindern das Vertrauen internationaler Investoren. Solange China den Kapitalmarkt nicht öffnet und Rechtssicherheit über geopolitische Loyalitäten stellt, wird der Renminbi für Zentralbanken kaum zur tragenden Reservewährung.

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Gleichzeitig wächst der Druck von außen. Handelspartner kritisieren den unterbewerteten Wechselkurs, der chinesische Exporte verbilligt und den Handelsüberschuss auf Rekordniveau getrieben hat. Internationale Institutionen verweisen auf wirtschaftliche Ungleichgewichte und deflationäre Tendenzen, die den realen Wert der Währung verzerren.

Peking weist den Vorwurf gezielter Abwertung zurück. Die Zentralbank betont Stabilität und Werterhalt als oberste Ziele. Tatsächlich zeigt sich China bereit, eine kontrollierte Aufwertung zuzulassen, ohne dabei die eigene Wachstumsstrategie zu gefährden. Der Renminbi gewann gegenüber dem Dollar zeitweise an Stärke, blieb gegenüber dem Euro jedoch schwach.

Kurzfristig verändert diese Politik wenig an den globalen Devisenmärkten. Langfristig markiert sie einen Machtanspruch. China bereitet sich auf eine multipolare Währungsordnung vor, in der der Dollar nicht mehr alleiniger Referenzpunkt ist. Der Renminbi soll schrittweise an Bedeutung gewinnen, getragen von wirtschaftlicher Substanz, technologischer Entwicklung und strategischer Geduld.

Die Währungsfrage ist damit kein technisches Detail mehr, sondern Teil eines umfassenden geopolitischen Kalküls. Wer sie unterschätzt, unterschätzt den Anspruch, mit dem China seine Rolle im globalen Finanzsystem neu definiert.

Mehr zum Thema ‒ Branchenkenner: Exporte spielen in Russlands Wirtschaft keine Hauptrolle mehrScreenshot_2026_02_02_at_16_44_20_Peking_fordert_die_Dollar_Dominanz_heraus_RT_DE


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02.02.2026

Der nächste Völkerrechtsbruch   Die EU bereitet sich auf den nächsten Völkerrechtsbruch vor: Sie erklärt sich bereit, Marokkos Autonomieplan für die Westsahara zu unterstützen. Der legalisierte die Annexion der Westsahara. EU-Diplomaten ziehen Vergleiche mit der Krim.

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german-foreign-policy.com, 2. Februar 2026

BRÜSSEL/RABAT/EL AAIÚN (Eigener Bericht) – Die EU bereitet sich einmal mehr auf einen Bruch des internationalen Rechts vor und öffnet sich für den Autonomieplan Marokkos für die von ihm besetzte Westsahara. Wie es auf einem bilateralen Treffen („Assoziierungsrat EU-Marokko“) in der vergangenen Woche hieß, sei Brüssel bereit, künftige Verhandlungen über die Realisierung des Autonomieplans zu unterstützen. Der Plan betrifft mit der Westsahara die letzte Kolonie des gesamten afrikanischen Kontinents, die seit dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft im Jahr 1976 vom Königreich Marokko kontrolliert wird, obwohl Entscheidungen höchster internationaler Gerichte und zahlreiche UN-Resolutionen ihr das Recht auf Entkolonialisierung und Selbstbestimmung zusprechen. Marokko hat sich die ökonomische Kontrolle über das Territorium nicht zuletzt mit Hilfe deutscher Konzerne und durch Handelsabkommen mit der EU gesichert, obwohl letztere mehrfach von europäischen Gerichten für illegal erklärt wurden. Der Autonomieplan würde de facto die Annexion der Westsahara durch Marokko legalisieren. Diplomaten warnen, wer das anerkenne, der könne sich nicht über die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation beschweren.


Zitat: Recht auf Selbstbestimmung

Die Westsahara, die an Afrikas Nordwestküste zwischen Marokko und Mauretanien liegt und deren Territorium rund drei Viertel der Größe Deutschlands erreicht, wurde auf der Berliner Konferenz der Jahre 1884/85 zur Kolonie erklärt und Spanien zugeschlagen. Nach jahrzehntelanger Ausplünderung durch die Kolonialmacht gelang es der am 10. Mai 1973 gegründeten Befreiungsbewegung Polisario (Frente Popular de Liberación de Saguía el Hamra y Río de Oro), Spanien zum Abzug zu zwingen und am 27. Februar 1976 – nach dem Vorbild der anderen sich entkolonialisierenden Länder Afrikas – einen unabhängigen Staat auszurufen, die Demokratische Arabische Republik Sahara.[1] Sofort danach marschierte allerdings Marokko ein und brachte rund drei Viertel des Territoriums unter seine Kontrolle. Damit wurde das Gebiet zum zweiten Mal kolonialisiert. Teile seiner Bevölkerung flohen; rund 200.000 leben zur Zeit als Flüchtlinge nahe Tindouf im Südwesten Algeriens. Die UNO klassifiziert die Westsahara bis heute offiziell als „Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung“, dem ganz unverändert die Entkolonialisierung zusteht. Das „Recht des sahrauischen Volkes auf Selbstbestimmung“ ist 1975 vom Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag und seither in mehr als 100 UN-Resolutionen anerkannt worden.[2]


Druck und Profite

Beim Versuch, seine Herrschaft über Afrikas letzte Kolonie durchzusetzen, greift Marokko zum einen auf politische Druckmittel zurück. Zu diesen zählt, dass Flüchtlinge vor allem aus Staaten südlich der Sahara via Marokko einerseits in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, andererseits über das Mittelmeer auf Spaniens Hauptterritorium zu gelangen suchen; dabei kann Rabat, indem es seine Grenzkontrollen zurücknimmt, Madrid und damit die EU zu Zugeständnissen nötigen. Zum anderen nutzt es ökonomische Mittel; so hat es mit der EU Handels- und Fischereiabkommen geschlossen, in die es regelmäßig – und eindeutig völkerrechtswidrig – die Westsahara einschließlich der Gewässer vor deren Küste einbezieht. Zudem hat es diverse Konzerne aus der EU in völkerrechtswidrige, aber lukrative Deals in der besetzten Westsahara einbezogen. Aus Deutschland trifft dies unter anderem auf Siemens Gamesa, auf ThyssenKrupp und auf Heidelberg Materials zu (german-foreign-policy.com berichtete [3]). Darüber hinaus hat Marokko sich durch die Unterzeichnung eines der Abraham Accords mit Israel die formale Anerkennung seiner Herrschaft über die Westsahara durch die Vereinigten Staaten (2020) und Israel (2023) gesichert.


Gegen den EuGH

In der EU ergibt sich dabei seit mehr als einem Jahrzehnt die spezielle Situation, dass die zuständige Justiz die Kooperation der Brüsseler Kommission mit Marokko immer wieder für völkerrechtswidrig erklärt, die Kommission aber jeweils neue Umwege sucht, um die enge Zusammenarbeit auch in der besetzten Westsahara fortzuführen. Im bislang jüngsten Fall bekräftigte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am 4. Oktober 2024, die EU-Abkommen mit Marokko über Handel und Fischerei seien rechtswidrig, da Marokko keine Souveränität über die besetzte Westsahara habe, also keine auf sie anwendbare Abkommen schließen könne.[4] Der EuGH setzte der EU-Kommission eine Frist von einem Jahr, um die offenkundige Rechtswidrigkeit der Vereinbarungen mit Rabat zu korrigieren. Am 18. September 2025 legte die Kommission eine neue Version des Handelsabkommens mit Rabat vor, die blitzartig vom Europäischen Rat akzeptiert und am 3. Oktober vorläufig in Kraft gesetzt wurde. In klarem Widerspruch zur Entscheidung des EuGH bezieht die Vereinbarung erneut die Westsahara in das Abkommen mit ein, ohne mit deren rechtmäßiger Vertreterin, der Polisario, auch nur diskutiert zu haben.[5] Auch hebelte sie mit dem Blitzverfahren faktisch das Mitspracherecht des Europaparlaments aus.[6]


Marokkos Autonomieplan

Für zusätzliche Spannungen sorgt jetzt ein Vorstoß der Trump-Administration. Diese setzt sich für einen marokkanischen Plan aus dem Jahr 2007 ein, der vorsieht, die Westsahara solle Marokko eingegliedert werden, als Teil des Landes aber eine gewisse Autonomie erlangen. Der Autonomieplan wird seit einiger Zeit außerdem von Frankreich, von Großbritannien und von Spanien unterstützt. Zumindest Washington und Paris hoffen auf profitable Geschäfte. Das Territorium ist nicht bloß reich an Rohstoffen und an erneuerbaren Energien, die in Wasserstoff umgewandelt und so nach Europa geleitet werden könnten. Teile seiner Küste gelten auch als attraktive Standorte für Luxusresorts. Am 31. Oktober ist es Washington jetzt gelungen, die Resolution 2797 durch den UN-Sicherheitsrat absegnen zu lassen, in der der Autonomieplan als eine mögliche Lösung für den Westsahara-Konflikt bezeichnet wird.[7] Dem stimmten auch die ständigen Sicherheitsratsmitglieder Frankreich und Großbritannien zu. Eine Befragung der Bevölkerung der Westsahara, die laut aktuellem Stand vorgenommen werden muss, ist nicht mehr vorgesehen. Käme es zur Realisierung des Autonomieplanes, wäre dies ein Bruch mit den bisherigen Modalitäten der Entkolonialisierung und mit geltendem internationalen Recht.


Handfeste Interessen

Dem Autonomieplan hat sich nun erstmals auch die EU angeschlossen. Wie es in einer Gemeinsamen Erklärung heißt, die beide Seiten im Anschluss an den 15. Assoziierungsrat EU-Marokko unterzeichneten, sei die EU bereit, Verhandlungen „auf der Basis des von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplans“ aktiv zu unterstützen.[8] Das geschehe vor dem Hintergrund der Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats, die genau dies vorsehe. Man wünsche sich ein wenig mehr Klarheit, „welche Form eine Autonomie unter marokkanischer Souveränität annehmen würde“, habe aber keine grundlegenden Einwände mehr. Das läuft auf eine massive Aufwertung der Position Marokkos und auf eine markante Schwächung des geltenden internationalen Rechts hinaus, wie es etwa der Europäische Gerichtshof (EuGH) zuletzt im Oktober 2024 bekräftigte. Damit hätten sich letzten Endes „handfeste strategische und wirtschaftliche Interessen“ durchgesetzt, heißt es in einem Bericht mit Verweis auf die Bedeutung Marokkos „als Knotenpunkt für grüne Energie und als Stabilitätsanker in der Region“.[9] Manche EU-Diplomaten hatten freilich vorab vor dem Schritt gewarnt, der auf die Anerkennung der marokkanischen Annexion der Westsahara hinausläuft; man müsse sich fragen, hieß es, „welche Argumente“ man künftig noch „gegenüber Russland“ vorbringen könne, „was etwa die Krim betrifft“.[10]

 

[1] S. dazu Kolonien im 21. Jahrhundert (II).

[2] Die Besatzung der Westsahara. wsrw.org.

[3] S. dazu Kolonien im 21. Jahrhundert (II).

[4] S. dazu Flüchtlingsabwehr vor Recht.

[5] Commission Pushes EU-Morocco Trade Deal, Ignoring Democratic Processes and Saharawi Rights. wsrw.org 29.09.2025.

[6] MEPs shocked by Commission’s Western Sahara bypass. wsrw.org 10.10.2025.

[7] Jörg Tiedjen: Verfrühter Jubel in Rabat. junge Welt 03.11.2025.

[8] Joint communiqué by the High Representative, Kaja Kallas, and Morocco’s Minister for Foreign Affairs, Nasser Bourita, following the 15th EU-Morocco Association Council. consilium.europa.eu 29.01.2026.

[9] Marokko – Europäische Union erkennt marokkanischen Autonomieplan als praktikable Lösung für die Westsahara an. maghreb-post.de 30.01.2026.

[10] Stefan Ehlert, Sebastian Kisters: Starker Wind und ungeklärte Zukunft. tagesschau.de 30.10.2025.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10286


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.02.2026

Ukraine muß auf Frieden warten – Krieg gegen Iran hat Vorrang

lostineu.eu, vom 1. Februar 2026

Eigentlich sollte die nächste Runde der Friedensgespräche für die Ukraine an diesem Sonntag beginnen. Auf Wunsch von US-Präsident Trump wurde das Treffen in Abu-Dhabi aber auf Mittwoch (4.2.26) verschoben.

Der Grund: Für US-Präsident Trump hat der Iran nunmehr Vorrang. Trump hat dem Mullah-Regime mit einem Militärschlag gedroht und eine ganze Armada zusammengezogen.

Ursprünglich war mit dem Kriegsbeginn bereits am Samstag gerechnet worden. Allerdings ist Iran militärisch offenbar besser aufgestellt als erwartet.  

Ayatollah Ali Khamenei droht mit Gegenschlägen und einem “regionalen Krieg”. Das iranische Militär versucht mit Drohnen und Schnellboote, die amerikanische Armada in Schach zu halten.

Die EU schweigt zu alldem – sie hat weder beim nächsten Krieg im Nahen Osten noch beim Frieden in der Ukraine etwas zu melden… 

Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier

P.S. Iran hat die Streitkräfte der 27 EU-Staaten als “terroristische Organisationen” eingestuft – eine Retourkutsche für die Sanktionierung der Revolutionsgarden durch die EU. Außerdem wurden die europäischen Botschafter zum Rapport bestellt…

Für Kommentare bitte diesem Link folgen!


Info: https://lostineu.eu/ukraine-muss-auf-frieden-warten-krieg-in-iran-hat-vorrang/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Aufgelesen: Nachruf auf M. Bülow


lostineu.eu, vom 1. Februar 2026

Der Politiker und Aktivist Marco Bülow ist im Alter von 54 Jahren gestorben. 19 Jahre saß er im Bundestag, fünfmal gewann er seinen Dortmunder Wahlkreis direkt. Viele nannten ihn “den letzten echten Sozialdemokraten”. – Ein Nachruf.

Von Wolfgang Tischer*

In seinem Buch “Lobbyland” beschrieb er, wie Lobbyisten die Politik kaufen. Im Februar 2025 erschien sein zweites Buch “Korrumpiert”. Seinen Podcast “Lobbyland” betrieb er bis zuletzt – wenige Tage vor seinem Tod ging die letzte Folge online.

(…)

Seine zentralen Themen – Lobbyismus, Korruption, die Aushöhlung der Demokratie – wurden von den meisten ignoriert. Doch Bülow machte weiter, nachdem er nach der Wahl 2021 aus dem Bundestag ausschied. Er kritisierte die EU, wenn sie aus seiner Sicht versagte. Er prangerte die Kriegstreiber in der Politik an. Er analysierte, wie die Rüstungslobby von Milliarden profitiert, während soziale und ökologische Bereiche gekürzt werden. In einem seiner letzten Texte für die Berliner Zeitung schrieb er, der Bundestag habe sein »Königsrecht« über den Haushalt faktisch verloren.

“Demokratie ist nicht nur eine Bringschuld vom Staat, sondern auch immer wieder eine Verantwortung von der Bevölkerung” sagte er. Genau darum ging es ihm: nicht abschalten, nicht abschotten, sondern mitmachen. Mit demokratischen Mitteln für mehr Demokratie streiten.

Marco Bülow war kein bequemer Gesprächspartner. Er polarisierte, er eckte an. Manche hielten ihn für naiv, andere für einen der wenigen aufrechten Politiker.

Marco Bülow starb im Januar 2026 im Alter von 54 Jahren. Nach Angaben seiner Familie erkrankte er am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet.

*Der Originaltext aus dem “Literaturcafé” steht hier ( https://www.literaturcafe.de/marco-buelow-ist-tot/)


Info: https://lostineu.eu/aufgelesen-nachruf-auf-m-buelow/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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Weiteres: 




Literarisches Leben

Marco Bülow ist tot


literaturcafe.de, vom 31.01.2026, Aktualisiert am31.01.2026


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Marco Bülow beim Gespräch mit dem literaturcafe.de im Jahre 2021


Der Politiker, Autor, Podcaster und Aktivist Marco Bülow ist im Alter von 54 Jahren gestorben. 19 Jahre saß er im Bundestag, fünfmal gewann er seinen Dortmunder Wahlkreis direkt. Viele nannten ihn »den letzten echten Sozialdemokraten«.

Als ich Marco Bülow im August 2021 für den Podcast des literaturcafe.de interviewte, kandidierte er gerade für DIE PARTEI. Die SPD hatte er drei Jahre zuvor verlassen – er trat aus Partei und Fraktion aus, weil er die Große Koalition unter Angela Merkel nicht mehr mittragen wollte. Nicht aus Kalkül, aus Überzeugung. Aufgeben kam nicht infrage.

In seinem Buch »Lobbyland« beschrieb er, wie Lobbyisten die Politik kaufen. Im Februar 2025 erschien sein zweites Buch »Korrumpiert«. Seinen Podcast »Lobbyland« betrieb er bis zuletzt – wenige Tage vor seinem Tod ging die letzte Folge online.

Für die Demokratie mit demokratischen Mitteln kämpfen

Als fraktionsloser Abgeordneter gewann er Freiheit. Er konnte reden, worüber er wollte. Niemand entzog ihm mehr das Wort. Er lud Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten in den Bundestag ein, organisierte Veranstaltungen unter dem Motto »Re:claim the House«. Und er animierte die Menschen, ihre Abgeordneten zu nerven: »Abgeordnete wollen vor allen Dingen ihre Ruhe haben, um sich ungestörter mit Lobbyisten zu treffen.«


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Marco Bülow: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. Erschienen im Verlag »Das Neue Berlin«.


Seine zentralen Themen – Lobbyismus, Korruption, die Aushöhlung der Demokratie – wurden von den meisten ignoriert. Doch Bülow machte weiter, nachdem er nach der Wahl 2021 aus dem Bundestag ausschied. Er kritisierte die EU, wenn sie aus seiner Sicht versagte. Er prangerte die Kriegstreiber in der Politik an. Er analysierte, wie die Rüstungslobby von Milliarden profitiert, während soziale und ökologische Bereiche gekürzt werden. In einem seiner letzten Texte für die Berliner Zeitung schrieb er, der Bundestag habe sein »Königsrecht« über den Haushalt faktisch verloren.

»Demokratie ist nicht nur eine Bringschuld vom Staat, sondern auch immer wieder eine Verantwortung von der Bevölkerung«, sagte er mir. Genau darum ging es ihm: nicht abschalten, nicht abschotten, sondern mitmachen. Mit demokratischen Mitteln für mehr Demokratie streiten.

Marco Bülow war kein bequemer Gesprächspartner. Er polarisierte, er eckte an. Manche hielten ihn für naiv, andere für einen der wenigen aufrechten Politiker.

Marco Bülow starb im Januar 2026 im Alter von 54 Jahren. Nach Angaben seiner Familie erkrankte er am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet.

»Warum werden die Arschlöcher so alt, und die Guten sterben zu jung?«, schrieb sein PARTEI-Kollege Martin Sonneborn.

Wolfgang Tischer

Marco Bülow; : Lobbyland: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. Broschiert. 2021. Das Neue Berlin. ISBN/EAN: 9783360013781. 15,00 €  » Bestellen bei amazon.de Anzeige oder im Buchhandel
Marco Bülow; : Lobbyland: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. Kindle Ausgabe. 2021. Das Neue Berlin. 9,99 €  » Herunterladen bei amazon.de Anzeige

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es unter Berufung auf die Berichterstattung der Ruhr Nachrichten, Marco Bülow sei nach langer schwerer Krankheit gestorben. Seine Familie teilte dem literaturcafe.de mit, dass dies nicht den Tatsachen entspreche. Er erkrankte am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet. Wir haben die Formulierung entsprechend korrigiert. (31. Januar 2026)


Info: https://www.literaturcafe.de/marco-buelow-ist-tot/


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02.02.2026

Nachrichten von Pressenza: „Peace Walk to Jerusalem“ startet in Finisterre – Spanien


aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 2. Februar 2026, 7:15 Uhr

Nachrichten von Pressenza - 02.02.2026
„Peace Walk to Jerusalem“ startet in Finisterre – SpanienPressenza IPA, Spanien
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Mehrere Dutzend Menschen aus aller Welt haben heute, am 1. Februar, am Start des Peace Walk to Jerusalem in Finisterre teilgenommen. Unter ihnen befand sich auch eine Delegation des Weltmarsches für Frieden und Gewaltfreiheit, der in diesem Jahr zum vierten…
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Am Puls des WachhundsINFOsperber
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Eine sehenswerte Doku zeigt den couragierten Journalisten Seymour Hersh ungeschönt. Und hilft, Trumps USA zu verstehen. Pascal Sigg für die Online-Zeitung INFOsperber Der US-Journalist Seymour Hersh gilt als Held der Nonkonformisten. Weshalb zeigt die seit wenigen Wochen laufende Netflix-Doku «Cover-Up».…
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„Keine Arbeit, keine Schule, kein Konsum“: Der Streik der Vielen in den gesamten Vereinigten StaatenAnna Polo
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Nach dem Streik am Freitag, dem 23. Januar, der Tausende von Menschen in Minneapolis zusammenbrachte, griff eine Woche später der Ruf nach einer vollständigen Blockade gegen die Brutalität der ICE-Behörden auf Städte in den gesamten Vereinigten Staaten über: New York,…
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Die Kosten der Arbeit – Was von der Lohnarbeit alles abhängtUntergrund-Blättle
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Glaubt man den deutschen Wirtschaftsvertretern, dann sind die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch, weshalb die Wirtschaft nicht in Schwung kommt[1]. Das Weihnachtsgeschäft verlief 2025 für den Einzelhandel unbefriedigend, weil es eine zu große Kaufzurückhaltung gab[2], sprich die Bürger von ihrem…
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Arab Lives Matter: Tausende demonstrieren in Tel Aviv gegen staatliches VersagenPressenza New York, Tel Aviv, Israel
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Am Samstagabend, dem 31. Januar 2026, versammelten sich tausende Demonstrierende – Araber:innen und jüdische Verbündete – im Zentrum von Tel Aviv zu einer kraftvollen Kundgebung unter dem Motto „Arab Lives Matter: STOPPT die Gewalt“. Die Protestierenden forderten dringende Maßnahmen gegen…
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In einem gemeinsamen Statement werfen PRO ASYL, medico international und das Migrationsforschungsnetzwerk kritnet der Bundesregierung vor, ihre Abschiebepolitik über den Schutz von Menschenleben zu stellen und dabei auch noch eigene Aufnahmezusagen zu missachten – trotz Krieg, Terror und massiver Menschenrechtsverletzungen…
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Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.



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