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30.05.2024

Mahnwache am 01.06. in Hannover 18 Uhr Schillerdenkmal

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die Gruppe**Intifada Hannover schreibt - (Unterstützung ist erwünscht!


*Betreff:* Mahnwache am 01.06. in Hannover


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Taumeln am Abgrund
Zu Nato-Besorgnissen Russlands, der US Ukraine-Strategie, der Kuba-Krise und ihren Lehren und zum heutigen Spiel mit dem Feuer

aus e-mail von Jochen Berendsohn, 30. Mai 2024, 18:32 Uhr


von Petra Erler


Anfang der weitergeleiteten Nachricht:







Taumeln am Abgrund

Zu Nato-Besorgnissen Russlands, der US Ukraine-Strategie, der Kuba-Krise und ihren Lehren und zum heutigen Spiel mit dem Feuer

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Taumeln am Abgrund

https://substack.com/app-link/post?publication_id=580267&post_id=145089258&utm_source=post-email-title&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=2vjv33&token=eyJ1c2VyX2lkIjoxNzM5MjcxOTksInBvc3RfaWQiOjE0NTA4OTI1OCwiaWF0IjoxNzE2OTgxMjYzLCJleHAiOjE3MTk1NzMyNjMsImlzcyI6InB1Yi01ODAyNjciLCJzdWIiOiJwb3N0LXJlYWN0aW9uIn0.SbVz4ahK0stA6mLKoHjq0_Q8NOKGlmQymzAfxoSG7vo



Zu Nato-Besorgnissen Russlands, der US Ukraine-Strategie, der Kuba-Krise und ihren Lehren und zum heutigen Spiel mit dem Feuer

Petra Erler https://substack.com/redirect/76fb29ee-9bca-44f9-a4df-0962cbb5c14d?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk

May 29 https://substack.com/redirect/76fb29ee-9bca-44f9-a4df-0962cbb5c14d?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk

  https://substack.com/app-link/post?publication_id=580267&post_id=145089258&utm_source=substack&isFreemail=true&submitLike=true&token=eyJ1c2VyX2lkIjoxNzM5MjcxOTksInBvc3RfaWQiOjE0NTA4OTI1OCwicmVhY3Rpb24iOiLinaQiLCJpYXQiOjE3MTY5ODEyNjMsImV4cCI6MTcxOTU3MzI2MywiaXNzIjoicHViLTU4MDI2NyIsInN1YiI6InJlYWN0aW9uIn0.k7WNVUlz2rCDVKg7EkjxSaWU7m7wN-Ce5vRH6ukBSbE&utm_medium=email&utm_campaign=email-reaction&r=2vjv33 https://substack.com/app-link/post?publication_id=580267&post_id=145089258&utm_source=substack&utm_medium=email&isFreemail=true&comments=true&token=eyJ1c2VyX2lkIjoxNzM5MjcxOTksInBvc3RfaWQiOjE0NTA4OTI1OCwiaWF0IjoxNzE2OTgxMjYzLCJleHAiOjE3MTk1NzMyNjMsImlzcyI6InB1Yi01ODAyNjciLCJzdWIiOiJwb3N0LXJlYWN0aW9uIn0.SbVz4ahK0stA6mLKoHjq0_Q8NOKGlmQymzAfxoSG7vo&r=2vjv33&utm_campaign=email-half-magic-comments&utm_source=substack&utm_medium=email https://substack.com/app-link/post?publication_id=580267&post_id=145089258&utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&utm_campaign=email-share&action=share&triggerShare=true&isFreemail=true&r=2vjv33&token=eyJ1c2VyX2lkIjoxNzM5MjcxOTksInBvc3RfaWQiOjE0NTA4OTI1OCwiaWF0IjoxNzE2OTgxMjYzLCJleHAiOjE3MTk1NzMyNjMsImlzcyI6InB1Yi01ODAyNjciLCJzdWIiOiJwb3N0LXJlYWN0aW9uIn0.SbVz4ahK0stA6mLKoHjq0_Q8NOKGlmQymzAfxoSG7vo https://substack.com/redirect/2/eyJlIjoiaHR0cHM6Ly9vcGVuLnN1YnN0YWNrLmNvbS9wdWIvcGV0cmFlcmxlci9wL3RhdW1lbG4tYW0tYWJncnVuZD91dG1fc291cmNlPXN1YnN0YWNrJnV0bV9tZWRpdW09ZW1haWwmdXRtX2NhbXBhaWduPWVtYWlsLXJlc3RhY2stY29tbWVudCZhY3Rpb249cmVzdGFjay1jb21tZW50JnI9MnZqdjMzJnRva2VuPWV5SjFjMlZ5WDJsa0lqb3hOek01TWpjeE9Ua3NJbkJ2YzNSZmFXUWlPakUwTlRBNE9USTFPQ3dpYVdGMElqb3hOekUyT1RneE1qWXpMQ0psZUhBaU9qRTNNVGsxTnpNeU5qTXNJbWx6Y3lJNkluQjFZaTAxT0RBeU5qY2lMQ0p6ZFdJaU9pSndiM04wTFhKbFlXTjBhVzl1SW4wLlNiVno0YWhLMHN0QTZtTEtvSGpxMF9ROE5PS0dsbVF5bXpBZnhvU0c3dm8iLCJwIjoxNDUwODkyNTgsInMiOjU4MDI2NywiZiI6dHJ1ZSwidSI6MTczOTI3MTk5LCJpYXQiOjE3MTY5ODEyNjMsImV4cCI6MTcxOTU3MzI2MywiaXNzIjoicHViLTAiLCJzdWIiOiJsaW5rLXJlZGlyZWN0In0.WQ-2Va4KVuU131B8lcrXVu2CXsrWCyqMcG310NlkyLQ?&utm_source=substack&utm_medium=email

READ IN APP https://open.substack.com/pub/petraerler/p/taumeln-am-abgrund?utm_source=email&redirect=app-store

 


BILD schrieb über eine „üble Verzerrung“ einer Aussage des Kanzlers in einem Bürgerdialog, wonach die Ukraine in den nächsten 30 Jahren nicht Nato-Mitglied werden würde. Das hätte er schon 2022 gesagt, in Beantwortung der „absurden“ Besorgnisse auf russischer Seite. Der Regierungssprecher fügte hinzu: Die weitere Entwicklung über eine „mögliche Aufnahme der Ukraine in die Nato“ sei inzwischen „eine ganz andere Diskussion“, die zwar aktuell „nicht geführt wird“ – aber wenn, dann unter völlig anderen Vorzeichen als vor Kriegsbeginn.



https://www.bild.de/politik/inland/ueble-verzerrung-putin-medien-feiern-scholz-satz-zur-ukraine-665444943952ff168697c7fc https://substack.com/redirect/26063ea3-bfd3-447d-a55f-fe15eb459404?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Es ist völlig korrekt, dass der Bundeskanzler am 14. bzw. 15. Februar 2022 in Kiew bzw. Moskau öffentlich erklärte, ein Nato-Beitritt der Ukraine stünde nicht auf der Tagesordnung.



In Kiew widersprach ihm Selenskyj: „Von uns gibt es aber kein Signal, dass die NATO-Mitgliedschaft nicht auf der Tagesordnung steht…Dieses Signal kommt nicht von uns, sondern von den Leadern anderer Staaten.“



https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenz-von-bundeskanzler-scholz-und-dem-praesidenten-der-ukraine-selensky-am-14-februar-2022-in-kiew-2004978 https://substack.com/redirect/362b6651-137d-4489-80c7-7f11fcf16922?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



In Moskau widersprach ihm Putin. „Wir bekommen zu hören, dass die Ukraine nicht reif für eine Nato-Mitgliedschaft sei. Wir kennen diese These…. Wann wird sie denn aufgenommen? Es heißt, wenn sie darauf vorbereitet ist, und dann kann es schon zu spät für uns sein. Deshalb wollen wir diese Frage jetzt lösen…“



https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/pressekonferenz-von-bundeskanzler-scholz-und-praesident-putin-zum-besuch-des-bundeskanzlers-in-der-russischen-foederation-am-15-februar-2022-2005530 https://substack.com/redirect/b9fdfcd8-9572-4e1b-8beb-c38126bd21f8?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Diese Frage war Gegenstand des Nato-Russland-Rates am 12. Januar 2022. Sie wurde „selbstverständlich“ nicht gelöst.



Warum erklärte der Bundeskanzler 2022, die Frage einer Ukrainemitgliedschaft in der Nato stelle sich aktuell und womöglich auch in 30 Jahren nicht, statt sich eindeutig gegen einen Nato-Beitritt der Ukraine zu positionieren? Damit hätte er doch den „absurden“ russischen Besorgnissen den Wind aus den Segeln genommen.



Die Antwort, die niemand wissen will, ist ganz einfach: Weil die USA (Nato) wegen der Ukraine nicht das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation mit Russland eingehen wollten, aber gleichzeitig die Ukraine brauchten, um gegen Russland vorzugehen, um es strategisch zu schwächen, wenn nicht gar zu „ruinieren“. Also hielt/ hält man die Option einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine offen, um sich dort ungestört zu tummeln, geheimdienstlich und militärisch.



Auch das legt der NYT-Artikel offen, der Anfang 2024 speziell über die Operation „Goldfisch“ berichtete, sprich, zu welchem Paradies die Ukraine für die CIA nach dem Maidan wurde. Angeblich war die Ukraine seit mehr als 10 Jahren der „wichtigste Geheimdienstpartner“ der CIA, wenn es um Russland ging. Die CIA hat dort 12 Basen.



https://www.nytimes.com/2024/02/25/world/europe/cia-ukraine-intelligence-russia-war.html https://substack.com/redirect/ab825c3b-01cf-485c-98e3-157643788e42?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Seit dem Gespräch zwischen Biden und Putin am 7. Dezember 2021 ist die komplette Strategie offensichtlich. Politico berichtete.



https://www.politico.com/news/2021/12/07/biden-putin-call-ukraine-invasion-523884 https://substack.com/redirect/331d715e-6c08-4f9d-8d16-753d64e834d0?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Erstens: Biden warnte Putin eindringlich vor einer Invasion der Ukraine und kündigte massive Konsequenzen an (schwerste wirtschaftliche Sanktionen, Waffenlieferungen an die Ukraine, womöglich mehr US-Truppen in Europa).



Zweitens: Biden erklärte, es gäbe auch eine „gute“ Nachricht, etwas Grund zu Optimismus.  Es sei verabredet worden, über die russischen Besorgnisse in Bezug auf die Nato zu reden.



Jake Sullivan, sein Sicherheitsberater, präzisierte gegenüber der Presse, dass weder die militärische Positionierung der USA in Europa noch eine potentielle Nato-Mitgliedschaft der Ukraine verhandelbar sei. (“Biden also made no commitments or concessions on NATO regarding a reduced U.S. presence or Ukraine’s potential membership, Sullivan said.”)



Drittens: Biden schloss eine direkte militärische Involvierung der USA gegen Russland aus. Die USA werden Nato-Territorium verteidigen, das sei ihre „heilige“ Pflicht. Die Ukraine sei nicht Nato-Mitglied.



Auf die Frage einer Journalistin, ob er glaube, dass Putin die US-Position völlig verstanden habe, antwortete Biden eindeutig: Ja, unbedingt („he got the message“). Von wegen, dass im Kreml einer säße, der nicht zwei und zwei addieren kann.



An dieser US-Strategie ist Deutschland aktiv beteiligt: Durch die Teilnahme an den Sanktionen, durch Waffenlieferungen und Geldtransfers an die Ukraine, durch die Verweigerung ernsthafter Gespräche mit Russland über dessen Sicherheitsansprüche, durch die Unterstützung einer militärischen Lösung („Siegfrieden“). Dabei bleibt die Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato im Vagen, weil sonst eine direkte militärische Konfrontation zwischen den USA/ der Nato und Russland unvermeidlich ist.



Kurzum: Es ist ein Stellvertreterkrieg, bei dem die USA/ die Nato glauben, die besseren Karten zu haben und der Ukraine ihre „unverbrüchliche“ Solidarität versichern.



Nun, 2024, ist der Katzenjammer groß. Nichts läuft, wie geplant, und die Realität lässt sich nicht mehr komplett verleugnen. Der Economist fragte im April, was passiere, wenn die Ukraine verliere.



„Ein russischer Sieg würde den Westen schwächen und ganz besonders Europa.“ Auf Facebook lautete die Artikelzusammenfassung so



„A defeat of Ukraine would be a humbling episode for the West, a modern Suez moment. America and Europe have—perhaps inadvertently—put their own credibility on the line.”



Übersetzung:



Eine Niederlage der Ukraine wäre eine demütigende Episode für den Westen, ein moderner „Suez-Moment.“ Amerika und Europa haben – vielleicht unabsichtlich – ihre eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt.



Nicht zum ersten und ganz sicher auch nicht zum letzten Mal spielt in solchen Artikeln die Ukraine keine Rolle. Die ist ja nur der Stellvertreterkrieger.  Was mit ihr passiert, wieviel dort gestorben wird, interessiert nicht. Unsere „Demütigung“ zählt.



In einem jüngsten Interview mit der New York Times beschwerte sich der Stellvertreterkrieger Selensky über so manches. Er erhob den Vorwurf des Betrugs an der Ukraine. Die Ukrainskaja Prada griff ihn auf. Selenskyj äußerte den Verdacht, dass entweder Putin ein „inadäquater“ Mensch sei oder es Absprachen/ eine Verständigung zu Lasten der Ukraine vor der russischen Invasion 2022 gegeben haben könnte. Letzteres wäre ein „Betrug“ an der Ukraine. Das wolle er sich gar nicht vorstellen.



https://www.pravda.com.ua/news/2024/05/25/7457655/ https://substack.com/redirect/c3daf1d3-4de7-4e1d-bc05-af98b06c58bb?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Er warf gleichzeitig dem Westen vor, immer noch Beziehungen mit Russland zu unterhalten. Nichts wäre komplett abgebrochen, weder der Handel noch die diplomatischen Beziehungen. Alle hätten noch eine Botschaft in Russland. Nach Selenskyj halte man sich so die Tür noch ein bisschen für den Fall einer ukrainischen Niederlage offen. Außerdem rechnete Selenskyj, und das ist der erbarmungswürdige Teil des Interviews, vor, wie die militärischen Kräfteverhältnisse zwischen Russland und der Ukraine tatsächlich sind (jedenfalls beispielhaft). Weder bei den Flugzeugen noch der Flugabwehr kann die Ukraine mithalten. Der Westen solle doch wenigstens ein bisschen was schicken und der Ukraine erlauben, mit westlichen Waffen nun tiefe Schläge in Russland auszuführen.  Der Westen solle alles abschießen, was über ukrainischem Himmel fliegt. Wo ist das Problem? Putin werde schon keinen Nuklearkrieg anzetteln. Der sei nicht lebensmüde.



https://www.nytimes.com/2024/05/21/world/europe/ukraine-zelensky-interview.html https://substack.com/redirect/6000c94f-31ca-433f-bebf-2f4f726a7541?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk (Bezahlschranke)



Hier ist das Interview in ukrainischer Sprache: https://substack.com/redirect/2516cc87-466e-4490-a767-0738e13c82b2?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Man sollte sich immer daran erinnern, wie Carl Sagan, der den nuklearen Winter erforschte, den atomaren Rüstungswettlauf zu Zeiten des Kalten Krieges beschrieb: Zwei tief verfeindete Menschen stehen bis zur Hüfte in einem mit Benzin gefüllten Becken, und beide haben Streichhölzer in der Hand, einer fünf und einer drei.



https://www.goodreads.com/quotes/117594-the-nuclear-arms-race-is-like-two-sworn-enemies-standing https://substack.com/redirect/550b6bd6-1455-4887-be8e-4f3c016de886?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Wenn sich – um das Bild von Sagan aufzugreifen - auch nur eines der Streichhölzer entzündet, versehentlich oder absichtlich, ist das Ergebnis so sicher wie das Amen in der Kirche. Beide werden sterben.



Leider reicht in der Realität das Benzinbecken über den ganzen Globus, und es verbrennen auch nicht nur die zwei.



Leider muss man vermuten, dass ukrainische Drohnen inzwischen nicht mehr Mineralölanlagen in Russland aufs Korn nehmen, sondern die militärische Atominfrastruktur Russlands zu treffen suchen, in dem Fall russische Radaranlagen gegen interkontinentale US-Raketen. Jeder weiß, dass diese Drohnen mit westlichen Satellitendaten operieren. https://www.reuters.com/world/europe/ukraine-drone-targets-russian-early-warning-radar-record-distance-kyiv-source-2024-05-27/ https://substack.com/redirect/d1ac2041-1e54-41ad-9a7e-3e9f43db5d37?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Das ist keine Petitesse. So etwas kann zum „Taumeln am Abgrund“ führen.



Diesen Titel, veröffentlicht 2023, empfahl Foreign Affairs jüngst zur erneuten Lektüre. Er handelt von der Kuba-Krise und schließt mit den Worten: Wenn damals im Kreml das heutige Moskauer Meinungsbild vorgeherrscht hätte, wären wir alle „längst tot“.



https://www.foreignaffairs.com/cuba/missile-crisis-secret-history-soviet-union-russia-ukraine-lessons?utm_medium=newsletters&utm_source=summer_reads&utm_campaign=summer_reads_2023&utm_content=20240526&utm_term=fa-backstory-2019 https://substack.com/redirect/7fa9239a-d5a2-434b-ae7e-703a0182db0d?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Dieser Artikel lieferte keine so genaue Beschreibung der Hintergründe und der Dimension der Kuba-Krise, wie das Ellsberg in seinem Buch „The Doomsday Machine“ tat. Aber er erinnert an die damalige Verhandlungsbereitschaft beider Seiten, wobei er die Konzessionen, die Kennedy machte, und die Schlussfolgerungen, die auf beiden Seiten gezogen wurden, nicht näher beleuchtete. Denn für Kennedy war das der Anlass, der pax americana eine Absage zu erteilen. Auf der UNO-Generalversammlung 1963 stellte er nicht nur die fundamentalen Differenzen zur Sowjetunion fest. Er bot geteilte Sicherheit an.



“But I would say to the leaders of the Soviet Union, and to their people, that if either of our countries is to be fully secure, we need a much better weapon than the H-bomb--a weapon better than ballistic missiles or nuclear submarines--and that better weapon is peaceful cooperation.”



Übersetzung:



Aber ich möchte den Führern der Sowjetunion und ihrem Volk sagen, dass, wenn wir in beiden Ländern völlig sicher sein wollen, wir eine viel bessere Waffe als die H-Bombe brauchen, eine Waffe, die besser ist als ballistische Raketen oder Atom-U-Boote - und diese bessere Waffe ist die friedliche Zusammenarbeit.



Heute gilt ein solches Politikverständnis als „appeasement“, als schwach und feige vor dem Feind.



Der Foreign Affairs-Artikel enthält, gestützt auf sowjetische, erst neuerdings freigegebene Archivdokumente die Geschichte der sowjetischen Planungen, strategische Atomraketen auf Kuba zu stationieren. Man kann darüber Tränen lachen oder an Slapstick glauben, denn was eine diktatorische Befehlskette und ein inkompetentes Militär zusammen an Unfähigkeit produzierten, ist schlicht atemberaubend. Das Problem, und das verwunderte die Autoren, bestand „nur“ darin, dass es der sowjetischen Seite trotz aller Widrigkeiten gelang, Nuklearwaffen auf die Insel zu bugsieren, was den USA sehr spät auffiel.



Das wiederum erinnerte mich an eine umfängliche Recherche der New York Times vom Dezember 2022, die dokumentieren wollte, wie ein „Spaziergang durch den Park“ zur Putinschen „Kriegskatastrophe“ in der Ukraine wurde.



https://www.nytimes.com/interactive/2022/12/16/world/europe/russia-putin-war-failures-ukraine.html https://substack.com/redirect/eb55bd98-e744-4eaf-bb22-e417fb5a3a51?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Sie mokierte sich über die angebliche Unfähigkeit des russischen Militärs im Feldzug gegen die Ukraine. Der NYT-Artikel enthüllte auch, woran das lag: Der damalige militärische Stabschef der USA, Mark Milley, glaubte - und er war in diesem Glauben nicht allein-   Russland werde innerhalb von drei Tagen die Ukraine überrennen. Als das nicht geschah, dachte Milley ( und  nicht nur er), die Russen seien unfähig zur „richtigen“ Kriegsführung, also dazu, wie sie selbst agiert hätten. Im Herbst 2022 besann sich Milley und redete Verhandlungen das Wort. Das führte allerdings zu Ärger mit dem Weißen Haus, und in der Folge war Milley wieder „auf Linie“.



Aber das nur am Rande.



Im Artikel in Foreign Policy ist nicht erwähnt, warum die Situation um Kuba plötzlich so brandgefährlich einem Atomkrieg nahekam. Das beschrieb Ellsberg. Die USA wussten damals nicht alles, und die sowjetische Seite hatte auch auf Kuba nicht alles unter Kontrolle.



Daher wurde Chrustschow regelrecht panisch, als er erkannte, wie nahe plötzlich ein ungewollter atomarer Schlagabtausch war. Er wollte nicht die Verantwortung für einen Atomkrieg tragen. Kein Problem sei es wert, dass dafür die Welt geopfert würde. Kennedy hat gewiss das Gleiche gedacht, denn sonst wäre damals die Verständigung nicht gelungen.



Überdies lagen damals vor den US-Küsten mit Atomwaffen bestückte sowjetische U-Boote, die im Fall eines Beschusses (den es gab), die Entscheidungsgewalt darüber hatten, ob sie mit Atomwaffen vergelten. Ellsberg beschrieb, welche glücklichen Umstände auf den sowjetischen U-Booten dazu führten, dass keine Atomraketen abgefeuert wurden, denn dort brauchte es nur das Votum zweier Menschen. Auf einem Schiff war einer dafür, einer dagegen, eine Atomwaffe abzufeuern. Auf dem anderen Schiff waren beide Entscheidungsträger dafür, aber ein zufällig anwesender ranghöherer Politoffizier aus Moskau legte sein Veto ein. Erst in der Folge der Kuba-Krise wurde die Entscheidungsgewalt über den Einsatz von Nuklearwaffen zentralisiert.



Im Foreign Affairs-Artikel gibt es ein Detail, das mir bisher nicht bekannt war. Castro forderte die Sowjetunion zu einem präventiven Atomschlag auf die USA auf, um einer drohenden US-Invasion zu zuvorzukommen. Chrustschow soll vor Wut über soviel Unvernunft getobt haben.



Wie schade, dachte ich, dass erst in Jahrzehnten, wenn überhaupt, bekannt werden wird, welche Stimmungslage im Weißen Haus herrschte, als Selenskyj öffentlich im Herbst 2022 nach einem atomaren Erstschlag der Nato auf Russland rief. Ich vermute, Biden oder seine engsten Berater verhielten sich ähnlich wie einst der Kreml-Chef.



Tickt Putin wie Chrustschow?



Dieser Frage widmeten sich in der Vergangenheit mehrere US-Publikationen. 



Niemand fragt, ob Biden wie Kennedy tickt.



Niemand fragt, wie Selenskyj tickt.



Heißt es nicht: „Verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Maßnahmen“? https://substack.com/redirect/eb1aa632-7cdf-4562-adbe-18c153c3f50c?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



David Ignatius von der Washington Post bezweifelte 2022 jede Ähnlichkeit zwischen Putin und Chrustschow. In dessen Artikel ist allerdings die Kuba-Krise schöngefärbt: Chrustschow hätte sie (angeblich) angefangen, dann aber benahm er sich einsichtig und verantwortlich.



Bei Ignatius fehlt auch völlig der Hinweis darauf, dass es nach der Kuba-Krise zum Abkommen über den Stopp atomarer Tests kam, das auch die alte Bundesrepublik unterschrieb. Das war der erste Schritt auf dem Weg zum Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen.



https://responsiblestatecraft.org/2022/02/11/putin-is-channeling-khrushchev-at-the-height-of-the-cold-war/ https://substack.com/redirect/9006be1b-2669-4f08-aae6-eb0a5c10bf79?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Das alles liegt schon so lange zurück, so dass kaum einer weiß, dass die Möglichkeit einer atomaren Bewaffnung der alten Bundesrepublik sowohl in Moskau als auch in Washington damals Befürchtungen auslöste. Förmlich hatte Adenauer zwar 1954 zugesichert, dass Deutschland nicht danach greifen würde, aber tatsächlich spukte diese Option in den Hinterköpfen einiger deutscher Politiker herum. Entsprechende Forschungen wurden auch vorangetrieben. Wer also heute in Deutschland laut über eigene deutsche oder europäische Atomwaffen nachdenkt, sticht in ein historisches Wespennest, das nicht völlig verlassen ist und beschädigt das Vertrauen in unser Land auf das Schwerste.



https://nsarchive.gwu.edu/briefing-book/nuclear-vault/2018-02-02/german-nuclear-question-nonproliferation-treaty https://substack.com/redirect/a4eb2069-a446-4ce7-bc22-8957480b8749?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Ignatius kam in der Washington Post zum Schluss, Putin wäre nicht wie Chrustschow und zitierte dazu aus einem Schreiben von Kennedys Witwe an Chrustschow:



“The danger which troubled my husband was that war might be started not so much by the big men as by the little ones. While big men know the needs for self-control and restraint — little men are sometimes moved more by fear and pride.”



Übersetzung:



Die Gefahr, die meinen Mann beunruhigte, bestand darin, dass ein Krieg nicht so sehr von den großen Männern als vielmehr von den kleinen Männern angezettelt werden könnte. Während große Männer wissen, wie wichtig Selbstbeherrschung und Zurückhaltung sind, werden kleine Männer manchmal eher von Angst und Stolz angetrieben.“



Ignatius fand, dass letzteres auf Putin zutreffe.



Auch die Autoren in Foreign Policy bezweifelten, dass Putin das Format eines Chrustschow hätte.  Sie verwendeten dazu eine Aussage, die Putin im Jahr 2018 traf, schrieben sie aber inhaltlich etwas um.



Putin sagte damals in einem Interview:



“If someone decides to annihilate Russia, we have the legal right to respond. Yes, it will be a catastrophe for humanity and for the world. But I'm a citizen of Russia and its head of state. Why do we need a world without Russia in it?"



Übersetzung:



Wenn jemand beschließt, Russland zu vernichten, haben wir das Recht, darauf zu reagieren. Ja, das wäre eine Katastrophe für die Menschheit und für die Welt. Aber ich bin ein Bürger Russlands und sein Staatsoberhaupt. Wozu brauchen wir eine Welt ohne Russland?



https://www.bbc.com/news/world-europe-60551140 https://substack.com/redirect/b202650e-f127-4171-9154-de5417ca73ca?j=eyJ1IjoiMnZqdjMzIn0.7JIgx-rqcjyu8a4pcBqHQc4vEBprIPN-C0zaXP6Juwk



Tatsächlich entspricht die damals gewählte Formulierung exakt der russischen Nukleardoktrin. Droht die Vernichtung Russlands, ist der Einsatz von Nuklearwaffen zulässig. Das zeigt den ganzen Irrsinn der gewählten US-Strategie. Einerseits soll kein Atomkrieg stattfinden, andererseits soll Russland exakt in die Lage gebracht werden, die den Einsatz von Nuklearwaffen legitimieren würde. Glücklicherweise haben bisher weder Sanktionen noch Kriegsführung Russland in diese Ecke getrieben. Im Gegenteil, es ist politisch und militärisch gestärkt. Aber sicher ist nichts, nicht im Krieg.



Anders als Lizz Truss, die 2022 völlig emotionslos erklärte, dass sie als Premierministerin den berühmten roten Knopf drücken würde im Fall des Falles, sprach Putin 2018 klar von einem Vergeltungsfall und über die Katastrophe, die das wäre. Seit Beginn der russischen Aggression erinnert er jedoch regelmäßig daran, dass Russland über Atomwaffen verfügt. Ist das nun unverantwortliche nukleare Eskalation, wie immer behauptet wird, oder ein Indiz für die Situation, in der wir uns heute befinden?



Meines Erachtens liegt es auf der Hand, dass es heute noch sehr viel gefährlicher ist, als damals zu Zeiten der Kuba-Krise.



Es gibt keine geheime direkte Leitung zwischen den Anführern von Atommächten, keine vertraulichen Unterhändler. Es regiert nur Misstrauen, Sprachlosigkeit, regelrecht personalisierter Hass (in dem Fall auf Putin) und jede Menge Spekulationen über wechselseitige Intentionen und ein Was-wäre-wenn.



Im Westen, einschließlich der EU, einschließlich Deutschland dominieren Geschichts- und Realitätsverlust.  Amerikanische Präsidenten kämen nie auf die Idee, die russischen Nato-Besorgnisse als „absurd“ zu bezeichnen. Die USA haben eine klare Vorstellung davon, dass sie weltweit bestimmen, wo es langgeht und alle hinterherzutraben haben. Dass das dann regelmäßig im Desaster endet, wirkt leider nicht abschreckend. Die Römer waren insofern definitiv klüger. Als die im Schlamm des Teutoburger Waldes feststeckten, ließen sie das Unterfangen, die germanischen Stämme auch noch beherrschen zu wollen.



Zugleich gibt es ein Gefühl der eigenen Verwundbarkeit durch innere und äußere „Feinde“, das andauernd hochgezüchtet wird. Man denke an den schönen Garten, immer durch den Dschungel bedroht…



Das geht Hand in Hand mit immer mehr kriegsähnlichen Erklärungen gegenüber Russland. Ist das alles nur Bluff? Nur propagandistisches Blendwerk? Nur der unbändige Wille, sich zu profilieren? Von den Kriegslügen will ich gar nicht reden.



Die kriegerischen Posen nehmen jedenfalls an Lautstärke zu. Sind wir nun schon im direkten Krieg mit Russland oder nur fast? Und was macht das mit dem Klima in unserem Land?



Wohin geht die Reise?



Dass die EU sich nun militarisieren will, ist ein verhängnisvoller Fehler. Sie ist jetzt schon schwächer als die USA. Wo soll das politisch, wirtschaftlich und sozial hinführen, wenn nun die US-Orientierung auch noch imitiert wird? In den USA ist es für die Bevölkerungsmehrheit nicht gut ausgegangen. Dort regiert eine Oligarchie, der Sicherheitsapparat wird immer einflussreicher, die Grundfreiheiten bröckeln und die sozialen Bande sind sehr brüchig geworden.  Anders als in den USA gibt es bei uns keine billigen Rohstoffe, und die billige Energie ist auch Vergangenheit. Und schließlich ist die Nato auch der Marktplatz für US-Produkte.



Was glauben wir also, wird in der EU und mit der EU geschehen? Was mit unserem Land?



So wie ich das sehe, sind wir auf dem gefährlichen Weg, zu dem „kleinen Mann“ zu werden, über den Jackie Kennedy schrieb.



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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Col. Douglas Macgregor: Eskalation an Israel’s Grenzen   ( I von II )

seniora.org, vom 29. Mai 2024, Col. McGregor im Gespräch mit Judge Napolitano, 28.05.2024 - übernommen von //www.youtube.com/@judgingfreedom">Judge Napolitano - Judging Freedom

"Sie müssen verstehen, dass Deutschland  – einst der wissenschaftliche Industriegigant Europas  – auf den Knien liegt. In wirtschaftlicher und wissenschaftlich-industrieller Hinsicht liegt Deutschland in Trümmern".


Andrew Napolitano:

Hallo zusammen, hier ist Judge Andrew Napolitano für Judging Freedom. Heute ist Dienstag, der 28. Mai 2024. Colonel Douglas McGregor (sic!) wird gleich hier sein, um über Israel zu sprechen, das von diplomatischen und nun auch militärischen Rückschlägen betroffen ist.

Colonel Douglas Macgregor, willkommen hier, mein lieber Freund. Ich danke Ihnen, dass Sie diese Terminänderung von der üblichen Zeit übernommen haben. Am Wochenende wurden   – je nachdem, welcher Medienbericht zutrifft   – an der israelisch-ägyptischen Grenze ein oder vier ägyptische Offiziere von der IDF getötet. Welche Bedeutung hat diese Gewalt, wenn überhaupt?

Douglas Macgregor:

Nun, lassen Sie mich vorab eine kurze Korrektur vornehmen. Ich heiße Macgregor, nicht McGovern.

Andrew Napolitano:

Oh, mein Gott! Sie sind nur halb so alt wie McGovern! Sie sind Colonel Douglas Macgregor, richtig. Und ich bin nicht Tucker Carlson. Ich bin Napolitano.

Douglas Macgregor:

Hey, es ist Montag. Eigentlich ist Dienstag, aber es fühlt sich an wie Montag.

Ich denke, dass das, was gerade passiert, von enormer strategischer Bedeutung für die Amerikaner ist, und die Bedeutung steht wirklich in keinem Verhältnis zu dem, was wir denken. Wir sehen das Ganze durch die Brille von Ägypten gegen Israel. Aber in Wirklichkeit ist es von regionaler und fast globaler Bedeutung. Fangen wir also zunächst auf der untersten Ebene an.

Wenn Sie sich den Vertrag von 1973 ansehen: Es wurden bestimmte Vereinbarungen getroffen, die Ägypten die Kontrolle über den Grenzübergang in Rafa und auch über den so genannten Philadelphia-Korridor gaben, diesen Gebietsstreifen, der entlang der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen verläuft. Die Israelis bestehen nun darauf, dass sie den Philadelphia-Korridor kontrollieren müssen, und ihr Argument ist, dass es sich um einen Siphon handelt. Zu viele Dinge sickern hinein und hinaus, und wenn sie die Hamas vernichten wollen   – was zumindest theoretisch ihr Ziel ist   – dann müssen sie den Philadelphia-Korridor abriegeln. Sie müssen ihn kontrollieren.

Das kommt in Ägypten nicht gut an. Zuallererst: Ägypten befindet sich derzeit in einer sehr prekären Lage, denn es ist der größte arabische Staat in der Region. Seine geostrategische Lage, der Nil und der Suezkanal machen es zu einem gigantischen Staat mit unendlich viel Einfluss und Macht in der Region. Gleichzeitig befindet es sich aber auch im Inneren in Aufruhr. Sie haben schwere Schuldenprobleme.

 Ukraine.png
Ja, das ist es. Das ist eine wunderbare Karte. Sie zeigt den Philadelphia Corridor sehr gut.

In Ägypten gibt es Probleme mit der Verschuldung. Eine Bevölkerung von 100 Millionen Menschen lebt auf einer Infrastruktur für vielleicht 30 oder 40 Millionen. Sisi steht auf sehr, sehr wackligem Boden. Sisi wird weithin als Marionette Israels oder der USA oder von beidem angesehen, was extrem schlecht ist, wenn man wie er an der Spitze der ägyptischen Nation steht. Wenn er nicht in irgendeiner entschlossenen Weise mit Gewaltanwendung gegen die Israelis reagiert, hat er ausgezeichnete Chancen, von der Macht entfernt zu werden, und wir haben nichts getan, um seine Position zu stärken. Wir haben die Gefahr, die ihm droht, weitgehend ignoriert. Wir sind davon ausgegangen, dass er tun wird, was man ihm sagt, dass er sich fügen und unterstützen wird, was wir mit Israel machen wollen, und ich glaube nicht, dass das noch vernünftig ist.

Ich glaube, er hat verstanden, dass er entschlossen handeln muss, wenn er sein Ansehen beim ägyptischen Volk wiedergewinnen will. Jemand, der gerade aus Ägypten zurückgekehrt ist, hat mir erzählt, dass auf den Straßen von Kairo und den anderen großen Städten ein Gefühl der Resignation herrscht, dass ein Krieg mit Israel unvermeidlich ist   – mit anderen Worten, die Bevölkerung hat beschlossen, dass es so kommen wird, dass sie keine andere Wahl hat, weil sie es als unverständlich ansieht, dass Sisi und andere arabische Führer tatenlos zusehen, wie die Israelis 30.000, 40.000, 50.000 Menschen in Gaza abschlachten. Das ist also ein Teil des Problems. Der zweite Teil des Problems besteht darin, dass Sisi aufgrund der Positionen, die er eingenommen hat, als jemand angesehen wird, der nicht mehr legitim ist: Seine Mitschuld an den Geschehnissen in Gaza.

Zur gleichen Zeit, in der sich dies vor Ort abspielt, gibt es etwas von enormer strategischer Bedeutung, das in den Mainstream-Medien bemerkenswert wenig Beachtung findet, und ich denke, wir können alle erraten, warum das so ist   – aber es handelt sich um den arabisch-chinesischen Gipfel in Peking, an dem General Sisi aus Ägypten und seine Delegation zusammen mit dem Kronprinzen von Saudi-Arabien und seiner Delegation und den Vereinigten Arabischen Emiraten teilnehmen. Sie alle sind in Peking versammelt, um mit den Chinesen zu sprechen, und die Gesprächsthemen sind nicht nur die Geschehnisse in Gaza, sondern auch der weitere Weg.

Und unter den Arabern in der Region wächst der Konsens, dass zwei Dinge geschehen müssen: Erstens, dass die Vereinigten Staaten und ihr Einfluss in der Region gestoppt werden müssen, denn die Vereinigten Staaten werden als die Macht angesehen, die den Schurkenstaat Israel unterstützt   – aus arabischer Sicht. Der Einfluss der Vereinigten Staaten muss also beschnitten und, wenn nicht ganz aus der Region vertrieben, so doch so weit reduziert werden, dass er fast völlig irrelevant wird.

Denken Sie daran, dass Blinken, Sullivan und Burns zwischen der Region und Washington hin- und hergelaufen sind und versucht haben, die Wogen zu glätten und einen gewissen Anschein von amerikanischem Einfluss zusammenzuhalten. Im Moment können wir wohl ziemlich überzeugend argumentieren, dass unser Einfluss dort fast gleich Null ist.

Und auf dieser Konferenz wird man sich mit einer Reihe von Dingen befassen, von denen eines die kritische Bedeutung von Handel und Gewerbe zwischen der Region und China ist. Wenn Sie diese Karte anschauen, können wir uns ein Bild davon machen, was das bedeuten könnte.

 Corridor.png

Andrew Napolitano:

Was sehen wir hier, Colonel? Was ist das Rote und was ist das Blaue?

Douglas Macgregor:

Die rote Linie zeigt den Nord-Süd-Verkehrskorridor, und das ist an sich kein neuer Korridor. Den gibt es schon seit einiger Zeit. Es gibt einen Hafen am Indischen Ozean oder, entschuldigen Sie, am Arabischen Meer, das wir übrigens als Teil des Indischen Ozeans betrachten... Diese rote Linie reicht von Tschahbahahr im Süden des Iran in Belutschistan bis hinauf nach Russland. Und wie Sie sehen, ist dies eine sehr, sehr sichere und aus der Sicht vieler Menschen in der Region sehr viel attraktivere Option für den Handel mit Europa als die blaue Route, die Sie hier sehen. Die blaue Route wurde natürlich vor vielen, vielen Jahren durch den Suezkanal zwischen Ägypten und Indien eingerichtet.

Nun, man hat zunehmend das Gefühl, dass angesichts der maritimen Dominanz, die die Vereinigten Staaten nach wie vor genießen, diese rote Linie sehr, sehr gut für Indien und letztlich für China im Handel mit dem Nahen Osten und Europa funktionieren könnte. Und es ist wichtig, dass man sich diese Karte ansieht und versteht, dass es ein Fehler ist, zu sehr in Schubladen zu stecken. Wir haben die Angewohnheit, die Dinge in Europa vom Standpunkt der Unabhängigkeit oder fast der Abgeschlossenheit vom Nahen Osten aus zu betrachten. Man kann das, was heute im Nahen Osten geschieht, nicht isoliert von dem betrachten, was in Europa vor sich geht. Sie müssen verstehen, dass Deutschland   – einst der wissenschaftliche Industriegigant Europas   – auf den Knien liegt. In wirtschaftlicher und wissenschaftlich-industrieller Hinsicht liegt Deutschland in Trümmern. Seine Bevölkerung befindet sich auf dem langen Weg in die Armut und Verzweiflung, weil billige Energie für Deutschland nicht mehr verfügbar ist. Oh, die Deutschen können unsere Energie kaufen. Aber die billige Energie, die sie brauchen und die aus dem Nahen Osten und Russland kommen würde, steht ihnen nicht mehr zur Verfügung. Und gleichzeitig wollen die Deutschen   – wie die Franzosen und andere   – mit China Handel treiben.

Und das ist eine weitere Alternative zu dem, was die Vereinigten Staaten wollen, nämlich den Handel mit China und mit Russland zu behindern und entlang dieser roten Linie Unzufriedenheit, Elend und Verzweiflung zu schüren, um zu verhindern, dass sie effektiv funktioniert.

Strategisch gesehen ist das, was in Ägypten passiert, sehr, sehr schlecht, denn wenn Sisi der Mann ist, für den ich ihn halte, dann sitzt er in Peking und spricht mit Herrn Xi, dem chinesischen Präsidenten, und sagt: „Nun, Herr Xi, Sie wissen, dass wir in Schwierigkeiten stecken. Ägypten steckt in einer Krise. Es könnte sein, dass wir in naher Zukunft einen Krieg mit Israel haben werden. Können Sie uns helfen? Würden Sie uns helfen? Werden Sie in uns investieren? Können Sie eine Alternative zu der Unterstützung sein, die wir von Zeit zu Zeit   – etwa drei Milliarden Dollar pro Jahr   – von den Vereinigten Staaten erhalten haben?“ Und ich denke, die Antwort, die er von Herrn Xi bekommen wird, ist: „Ja!“ Und ich denke, dass die Saudis, die jetzt darüber sprechen, zusammen mit Indien in den iranischen Hafen zu investieren, was nichts Geringeres als eine monumentale strategische Veränderung in der Region ist, mit General Sisi an Bord sind, ebenso wie die Vereinigten Arabischen Emirate.

Was heute in der Region geschieht, ist also viel wichtiger als nur vier ägyptische Soldaten, die von den Israelis getötet oder verwundet wurden. Was im Moment im Nahen Osten wirklich im Sterben liegt, ist jeder Anschein unserer strategischen Macht und unseres Einflusses. Wir sind jetzt mit Israel völlig isoliert, sitzen mit Israel im selben Ruderboot in diesem Ozean der Feindseligkeit und des Hasses. Keiner traut uns. Keiner glaubt uns, und alle wollen trotz uns Geschäfte machen.

Andrew Napolitano:

Colonel, das ist eine begnadete und, wenn ich das sagen darf, brillante Analyse und ein brillantes Verständnis, eine Erklärung dafür, wie schwach die Vereinigten Staaten sind und wie gefährdet Israel derzeit ist. Wissen wir, warum IDF-Soldaten ägyptische Soldaten verwundet und getötet haben?

Douglas Macgregor:

Ich weiß es nicht, und offen gesagt, wenn man den Israelis zuhört, werden sie alles Mögliche sagen: „Oh, das war ein unglücklicher Unfall“.   – „Das war nicht vorhersehbar.“   – „Wir waren gezwungen, in Selbstverteidigung zu handeln.“ Alles dreht sich immer um ihre Selbstverteidigung.

Andrew Napolitano:

Genau wie die Tötung von 45 Menschen in einem Zeltlager am Wochenende in Rafa. Derer Meinung nach war es „ein unglücklicher Unfall“.

Douglas Macgregor:

Nun, ich bin froh, dass Sie das erwähnt haben, Judge, denn der Hintergrund für alles, was wir hier strategisch diskutieren, ist noch etwas anderes. Die andere strategische Veränderung ist eine plötzliche Entscheidung in Deutschland, zum Beispiel in Berlin, die besagt, dass Netanjahu, wenn er wegen des Internationalen Strafgerichtshofs nach Deutschland kommt, verhaftet werden könnte. Nun hat auch Herr Macron in Frankreich dasselbe gesagt. Dies kommt natürlich zur Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit durch Spanien und Norwegen hinzu, und ich habe vergessen, wer der andere Teilnehmer ist.

Andrew Napolitano:

Irland.

Douglas Macgregor:

Irland. Das ist richtig. Wissen Sie, die Dinge entwickeln sich in eine Richtung, die niemand für möglich gehalten hat, und vor 20 Jahren hätte ich das auch nicht für möglich gehalten. Aber heute geht es nicht nur um Israel. Dies ist ein Signal an die Vereinigten Staaten: „Wir sind bereit, auch ohne euch weiterzumachen!“

Andrew Napolitano:

Hier ist etwas, das Sie in letzter Zeit vielleicht auch nicht für möglich oder machbar gehalten haben. Hier ist der saudische Außenminister zu sehen: „Israel hat nicht zu entscheiden, ob es einen palästinensischen Staat geben wird oder nicht!“ Schauen Sie sich das an:

[eingefügter Videoclip]

Prinz Faisal bin Farhan (Außenminister von Saudiarabien) am 27. Mai 2024:

Israel hat nicht zu entscheiden, ob die Palästinenser ein Recht auf Selbstbestimmung haben oder nicht. Das ist etwas, das in der Charta der Vereinten Nationen verankert ist. Es ist etwas, das im internationalen Recht verankert ist. Es ist auch ein Grundprinzip des Beschlusses der Vereinten Nationen, Israel zu gründen. Es ist also absolut notwendig, dass Israel akzeptiert, dass es ohne die Existenz eines palästinensischen Staates nicht existieren kann, dass es, Sie wissen schon... dass seine Sicherheit durch den Aufbau eines palästinensischen Staates gewährleistet wird. Wir hoffen daher aufrichtig, dass die führenden Politiker in Israel erkennen, dass es in ihrem Interesse liegt, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um nicht nur die Palästinensische Autonomiebehörde zu stärken, sondern endlich einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 zu errichten, was nach allgemeinem Verständnis das Richtige ist.

[Ende des eingefügten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Vor dem 7. Oktober waren er und, wie ich vermute, sein Chef Mohammed bin Salman und Premierminister Netanjahu im Begriff, Dokumente zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien zu unterzeichnen. Bei der derzeitigen Haltung der Israelis und der Position der israelischen Regierung, dass es niemals einen palästinensischen Staat geben wird, scheint das nicht mehr denkbar zu sein.

Douglas Macgregor:

Nein, ich denke, diese Optionen sind jetzt ganz klar von den Saudis und praktisch allen anderen in der Region ausgeschlossen worden. Es gibt keinen Raum mehr für Diskussionen, und das sollte niemanden überraschen, denn Netanjahu hat sehr deutlich gemacht, dass es für alle nur seinen Weg gibt [either his way or the highway for everyone]. Der einzige Staat, der bedingungslose, unhinterfragte Unterstützung für alles, was Israel zu diesem Zeitpunkt tun will, unterschreibt, ist natürlich Washington, und was die Leute auf dem Hill nicht verstehen, ist, dass der Rest der Welt anders über seine Interessen denkt.

Auch hier muss man die interessante Position verstehen, in der sich Deutschland heute befindet   – nicht allein der Rest von Europa, sondern vor allem Deutschland, aber auch der Rest der Bevölkerungen im Nahen Osten. Die Deutschen bewegen sich intellektuell, geistig und strategisch Stück für Stück in Richtung Russland.

Wir werden in den kommenden Monaten einen endgültigen Bruch zwischen den Vereinigten Staaten und Berlin erleben, denn nur so kann sich Deutschland wirtschaftlich erholen und seine Gesellschaft und Bevölkerung zusammenhalten.

Und was im Nahen Osten geschieht, ist untrennbar mit diesem deutschen Bedürfnis verwoben. Deutschland unterhält seit jeher gute Handelsbeziehungen nicht nur mit Russland, sondern auch mit dem Iran und vor dem Iran mit Persien sowie mit der Türkei. Die Türken, die zumindest theoretisch immer noch NATO-Mitglieder und „echte“ (in Anführungs- und Schlusszeichen) Verbündete der Vereinigten Staaten sind, müssen sich ebenfalls für eine Seite entscheiden, und sie können uns und unsere Bemühungen in der Region zur Unterstützung Israels nicht unterstützen. Die gesamte Region wächst nun zu einem Block von Nationen zusammen, die Freunde und Unterstützer in Europa und Asien haben, die alle am Handel interessiert sind, die alle gute Beziehungen zueinander wollen, die alle Frieden und Stabilität im Nahen Osten unterstützen, wozu auch das gehört, was Sie gerade gehört haben: Die Gründung eines palästinensischen Staates.

Nun, das können wir nicht tolerieren. Das können die Israelis auch nicht. Die Frage ist also, was passiert, wenn wir das nicht tolerieren können.

Andrew Napolitano:

[Zeigt die Karte wieder.]

 Corridor2.png

Bitte, Colonel, wie gefährlich ist das Bündnis entlang der roten Linie, der neue Handelsverkehr, wie gefährlich ist das für Israel? Und während Sie das beantworten: Wie gefährlich ist die neue Allianz zwischen Ägypten und China, die in diesem Moment entsteht?

Douglas Macgregor:

Nun, wissen Sie, ich möchte das Wort „gefährlich“ nicht so oft benutzen und ich werde auch das Wort „Allianz“ nicht benutzen. Wir werfen mit diesem Wort um uns   – Allianz. Wir sprechen hier von einer Koalition von Mächten, die ein gemeinsames Interesse am Handel und an der Abwicklung von Geschäften haben. Diese rote Route vermeidet Kontakt mit Israel. Das ist sehr wichtig, denn wir haben mit den Abraham-Abkommen und mit unserer eigenen Vorstellung von einer Verbindung zwischen Indien, dem Nahen Osten und Europa versucht, etwas aufzubauen, das Israels Interessen begünstigt und unterstützt. Das ist vorbei!

Zweitens: Ägypten kann sich jetzt   – ich denke, das werden wir nach dem Treffen in Peking herausfinden   – an China und, wie ich vermute, auch an Russland und möglicherweise sogar an den Iran um Unterstützung wenden. Die Iraner spielen natürlich, genau wie die Israelis, ein doppeltes Spiel. Die Iraner sind daran interessiert, Unruhen in Jordanien und Ägypten zu schüren, die sich gegen Israel richten. Nun, der Iran hat im Moment kein Interesse daran, Ägypten oder Jordanien untergehen zu sehen. Ich vermute daher, dass dies vor allem dann ein Ende haben wird, wenn klar wird, dass die arabischen Halbinselstaaten, also Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, bereit sind, den Ausbau und die Entwicklung dieses Hafens im Iran zu unterstützen, der das Drehkreuz für den Handel zwischen China, Indien, Russland und dem Nahen Osten ist.

Halten Sie einmal inne und denken Sie darüber nach: Wenn Sie nach rechts schauen: Alles, was Sie auf der rechten Seite sehen, wird von dieser roten Linie umgangen. Alles auf der linken Seite wird umgangen. Mit anderen Worten: Sie bewegen sich durch ein Gebiet, das einigermaßen stabil ist. Niemand ist sich sicher, dass Zentralasien stabil sein wird. Die Russen und die Chinesen werden aber hart daran arbeiten, dies zu erreichen.

Aber dann ist da noch der andere Punkt: Denken Sie an unsere Freunde, die Houthies, die im Jemen sitzen. Die haben die Durchfahrt durch den Suezkanal zu einem Albtraum gemacht. Jetzt müssen Sie sich keine Sorgen mehr um die Houthies machen. Man kann einfach gerade nördlich fahren.

Aber dieser Hafen, der in Zukunft für Israel von Nutzen sein sollte, wird weder Israel noch den Vereinigten Staaten nützen. Er wird den Ländern in der Region, über die wir gesprochen haben, einen strategischen Schub geben: Indien, China und Russland.

Andrew Napolitano:

Colonel, ich bin fasziniert von dem, was Sie über Deutschland gesagt haben. Ich vermute, das würde bedeuten, dass Deutschland die NATO verlässt, und ich vermute, Deutschland weiss, dass die Vereinigten Staaten die Nordstream-Pipeline zerstört und zwei Winter ohne ausreichenden Heizstoff gebracht haben. Ist es wahrscheinlich, dass diese rote Route, die in Indien beginnt und bis nach Moskau reicht, sich nach links   – nach Westen   – nach Deutschland ausdehnen wird?

Douglas Macgregor:

Ja, absolut. Das ist keine Frage. Es wäre dumm, wenn es nicht so wäre. Das ist sehr sinnvoll. Und das ist es, was die Deutschen meiner Meinung nach vorhersehen werden. Jeder, der die historische Dynamik in den Regionen der Welt versteht, weiß, dass bestimmte Dinge geschehen werden, weil sie mit historischen Handels- und Interessenmustern übereinstimmen.

Die Deutschen haben in Mittel- und Osteuropa und auf dem Balkan, also in diesen Gebieten, schon immer ein wirtschaftliches Standbein gehabt. Und die Deutschen haben jahrhundertelang regen Handel getrieben. Das Gleiche gilt für Russland, vor allem nach Peter dem Großen. Daran wollen die Deutschen wieder anknüpfen. Das macht für sie Sinn, und das ist auch der Schlüssel zum Handel mit China. Warum sollte man sich als Deutscher selbst in die Knie zwingen und sich der Idee der Vereinigten Staaten anschließen, keinen Handel mit China zu treiben, wenn dieser Handel sowohl über Zentralasien als auch über die rechts rot eingezeichnete Route erfolgen kann. Diese Dinge machen einfach zu viel Sinn.

Wir haben es mit einer Dynamik zu tun, über die wir keine wirkliche Kontrolle haben. Wir verlangen von den Menschen in der Region, in Europa, überall wo wir hinkommen, Dinge zu tun, die ihren Interessen zuwiderlaufen.

Andrew Napolitano:

Richtig.

Douglas Macgregor:

Es kann auf Dauer nicht funktionieren und es wird nicht funktionieren.

Andrew Napolitano:

Und lassen Sie mich raten: Alles, was entlang dieser roten Route gekauft und verkauft wird, wird nicht in US-Dollar gekauft und verkauft.

Douglas Macgregor:

Oh, natürlich nicht! Und denken Sie daran, wer in diesem Jahr den Vorsitz der BRICS-Staaten innehat: Russland. Russland ist Vorsitzender der BRICS. Wer ist in BRICS? Schauen Sie einfach auf die Karte: Saudi-Arabien, Iran, China, Russland. Natürlich macht das alles Sinn. Wir sprechen über eine eurasische Gemeinschaft, über die wir in den Vereinigten Staaten nie diskutieren und die wir nicht begreifen. Wir denken ausschließlich an unsere eigenen Interessen und behandeln alle so, als wären sie eine willige Schachfigur auf dem Schachbrett. So funktioniert das aber nicht. Diese Länder haben alle Interessen, die sie miteinander verbinden.

Schließt das die Möglichkeit eines Konflikts in der Zukunft aus? Ich behaupte nicht, dass es einen dauerhaften Frieden geben wird, der überall ausbricht. Aber ich denke, man kann argumentieren, dass dies sicherlich eine Möglichkeit ist, Stabilität und Wohlstand zu erreichen, ohne dass wir unsere Finger im Spiel haben.

Andrew Napolitano:

Die Haltung des Außenministeriums, dass Russland böse ist und dass wir immer noch einen Keil zwischen Russland und China treiben können: Macht denen dieser Unsinn immer noch Spaß?

Douglas Macgregor:

Mein Eindruck ist, dass Unsinn das richtige Wort ist, um das zu beschreiben, was die meisten Leute im Außenministerium denken, und offen gesagt würde ich behaupten, dass das Denken im US-Kongress... Wenn man sich hinsetzt und versucht, den meisten Mitgliedern des Senats oder des Repräsentantenhauses diese Dinge zu erklären, sehen sie alles als eine existenzielle Bedrohung für die Vereinigten Staaten. Was sie nicht verstehen, ist, dass wir einen enormen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet haben, die ohnehin irgendwann eintreten würde. Aber wir haben es sicherlich beschleunigt und uns so unbeliebt und unerwünscht gemacht, dass wirklich niemand mit uns Handel treiben oder Geschäfte machen will, wenn er es vermeiden kann. Und genau darum geht es den BRICS-Staaten, und darum geht es bei dieser Handelsroute und der Entwicklung dieses iranischen, indischen und arabischen Konsortiums dort unten, kurz vor der Einfahrt in die Straße von Hormuz   – das ist Tschahbahahr   –, sie alle werden in diesen Hafen investieren, weil das im Interesse aller liegt.

Und bedenken Sie, dass Herr Modi sich als Hindu-Nationalist in der arabischen Welt nicht gerade beliebt gemacht hat. Aber ihre kommerziellen Interessen, ihre Geschäftsinteressen, ihre strategischen Interessen auf der Halbinsel und im Iran übertrumpfen die antimuslimische Haltung, die Modi zu Hause an den Tag legt.

Andrew Napolitano:

Wir haben nur noch ein paar Minuten, und ich muss das Thema auf die Ukraine bringen. Ist die NATO immer noch der Ansicht, dass sie den Krieg in der Ukraine eskalieren kann, und ist sie immer noch der Ansicht, dass Präsident Putin blufft.

Douglas Macgregor:

Nun, wir sprechen von der NATO. Das ist irreführend, denn von den 32, 33 Mitgliedern dieser Organisation   – so wage ich zu behaupten   – gibt es sehr, sehr wenige, die tatsächlich einen Krieg mit Russland in Erwägung ziehen. Die Dummköpfe, die so reden, sitzen größtenteils in London, leider auch in Stockholm und Helsinki, einige sind noch in Berlin und Warschau übrig.

Andrew Napolitano:

Paris.

Douglas Macgregor:

Ja, wahrscheinlich ein bisschen. Aber ich denke, dass Herr Macron von seinen Militärberatern informiert wurde und die ihm gesagt haben: „Sie sind verrückt, wenn Sie glauben, dass wir in Osteuropa etwas ausrichten können.“ Ich glaube also, dass das Ganze nur eine Fassade ist. Ich halte den Ausbruch eines Krieges zwischen Russland und den Vereinigten Staaten oder Russland und Osteuropa nicht für unvermeidlich. Natürlich sind die Polen immer ein potenzieller Katalysator für Konflikte. Aber ich glaube sogar, dass die polnischen Wähler nüchterner werden und erkennen, dass sie im Falle eines Konflikts zwischen Russland und Europa als Erste in der Schusslinie stehen würden, und ich glaube nicht, dass sehr viele Polen das wollen. Ich denke also, wir müssen Rhetorik und Realität auseinanderhalten.

Wissen Sie, man kann in London oder Oslo sitzen und Dinge sagen, die strategisch überhaupt keinen Sinn machen. Man kann das fast ungestraft tun. Man kann es auch in Washington tun. Aber wenn man an der Grenze zu Russland sitzt, wenn man so nah dran ist wie in Berlin, Warschau oder Budapest, dann kann man das nicht wirklich tun, ohne zu riskieren, dass die Gegenseite merkt, dass man geblufft hat, und das ist alles, was wir tun können, nämlich bluffen.

Andrew Napolitano:

Das stimmt. Ich möchte Ihnen einen Clip vorspielen. Wahrscheinlich   – laut Larry Johnson   – von der CIA produziert. Er ist von Präsident Zelensky, aber er ist stark stilisiert mit Musik im Hintergrund. Er ist sieben Minuten lang. Wir haben ihn auf 90 Sekunden gekürzt. Aber ich würde gerne Ihre Meinung dazu hören, Colonel.

[eingefügter Viedoclip]

Volodymyr Zelenskyy   – Ukrainischer Präsident am 27. Mai 2024:

Will Russland einen Dialog? Die Ukraine hat die weltweit größte Erfahrung mit Lügen Russlands während der Verhandlungen gemacht. Lügen, die vor allem die russische Tarnung für die Vorbereitung dieses Krieges waren, und genau deshalb sind globale Anstrengungen erforderlich, ein globaler Friedensgipfel der Führer, die Russland nicht täuschen kann. Ein Gipfeltreffen, das zeigen wird, wer in der Welt wirklich den Krieg beenden will und nicht nur den Waffenstillstand einfordert, der unweigerlich durch russische Raketen und Artillerie gebrochen werden wird, so wie es Dutzende Male zuvor geschehen ist.

An Präsident Biden, den Führer der Vereinigten Staaten, und an Präsident Xi, den Führer von China: Wir wollen nicht, dass die UN-Charta verbrannt wird. Bitte zeigen Sie Ihre Führungsstärke, um den Frieden voranzubringen. Echten Frieden, nicht nur eine Pause zwischen den Kampfhandlungen. Die Bemühungen der globalen Mehrheit sind die beste Garantie dafür, dass alle Verpflichtungen erfüllt werden. Bitte unterstützen Sie den Friedensgipfel durch Ihre persönliche Führung und Teilnahme. Für uns alle sollte es eine Freude sein, Frieden zu schaffen.

[Ende des eingefügten Videoclips]

Andrew Napolitano:

Produziert von der CIA, geschrieben vom MI6, gespielt von einem Nachtclub-Schauspieler, der der ehemalige Präsident der Ukraine ist.

Douglas Macgregor:

Herr Zelensky argumentiert ähnlich wie Herr Netanjahu, dass das Völkerrecht mit seinen Augen interpretiert werden muss und dass das Völkerrecht, die Charta der Vereinten Nationen und jede andere denkbare Form der internationalen Interaktion in einer Weise interpretiert werden muss, die seinen Interessen dient. Deshalb haben sie Recht und alle anderen haben Unrecht.

Herr Zelensky ist erledigt. Es ist vorbei. Das könnte genauso gut sein Abgesang gewesen sein. Er hat keine Zukunft. Die Russen machen keine Witze. Sie meinen es absolut todernst. Wir reden ständig von Krieg. Sie kämpfen ihn. Wir drohen ihnen weiterhin mit Krieg. Sie tun es, und wenn wir in dieser Dummheit verharren, werden wir nur erleben, dass die Ukraine von der Landkarte Europas verschwindet und etwas anderes ihren Platz einnimmt, das vielleicht nicht einmal mehr Ukraine heißt, wer weiß. Aber der Widerstand gegen jede vernünftige Diskussion macht es unausweichlich, dass die Russen dieses Land auslöschen und weiter nach Westen ziehen müssen.

An diesem Punkt sind wir wieder bei unserer früheren Diskussion angelangt: Was machen die Deutschen? Was tun die Polen? Und ich denke, die Deutschen werden sagen: „Genug ist genug!“ Und wenn das geschieht, wird das praktisch der Anfang vom Ende der NATO sein, denn die NATO wurde im Kern wegen der deutschen Mitgliedschaft gegründet und hat nur deshalb überlebt.

Andrew Napolitano:

Colonel Macgregor, ich danke Ihnen sehr, mein lieber Freund. Danke für diese großartige Analyse   – vor allem für die Karte, die die Zuschauer kennen müssen. Sie hatten uns diese Karte gegeben und sie war der Ausgangspunkt für ein außergewöhnliches Gespräch. Vielen Dank, mein lieber Freund. Wir werden Sie bald wiedersehen.

Douglas Macgregor:

Danke, Judge, bye-bye.

Andrew Napolitano:

Alles Gute.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=nunYirITgT0
Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus

_______________

Hier die Originalversion

 

Col. Douglas Macgregor: Escalation at Israel’s Borders

//www.youtube.com/@judgingfreedom">

//www.youtube.com/@judgingfreedom">Judge Napolitano - Judging Freedom

Andrew Napolitano:

Hi everyone, Judge Andrew Napalitano here for Judging Freedom. Today is Tuesday, May 28th, 2024. Colonel Douglas McGregor (sic!) will be here in a moment to discuss Israel surrounded by diplomatic and now military setbacks.

Colonel Douglas Macgregor, welcome here my dear friend. Thank you for accommodating this schedule change from a usual time. Over the weekend   – depending upon which media report is correct   – either one or four Egyptian officers were killed by the IDF at the Israeli-Egyptian border. What is the significance of this violence if anything?

Douglas Macgregor:

Well, let me make one quick correction up front. I'm Macgregor. not McGovern.

Andrew Napolitano:

Oh good God! You're half McGovern's age! You are Colonel Douglas Macgregor, right. And I'm not Tucker Carlson. I'm Napalitano.

Douglas Macgregor:

Hey, it's Monday. Actually it's Tuesday, but it feels like Monday.

I think, what's happening right now is of enormous strategic importance to Americans and the importance is really disproportionate to what we think. We are looking at this through the lens of Egypt versus Israel. But it's actually regional and almost global in its importance. So let's start at the lowest level first.

If you go into the treaty from 1973: There were certain arrangements made that gave Egypt control of the border crossing in Rafa and also the so-called Philadelphia Corridor, this strip of territory that runs along the border between Egypt and Gaza. The Israelis are now insisting that they must control the Philadelphia Corridor and their argument is, there's it's a syphon. Too many things leak through in and out and if they're going to annihilate Hamas   – which is at least in theory their objective   – then they've got to close off the Philadelphia Corridor. They've got to control it.

This is not going down well in Egypt. First of all: Egypt is is in a very precarious position right now, because it's the largest Arab state in the region. Its geostrategic position and the Nile River and the Suez Canal make it a gigantic state of infinite influence and power in the region. And at the same time it's also in turmoil internally. You've got severe debt problems.

 

Yes, there you go. That's a wonderful map. It does a great job of showing you the Philadelphia Corridor.

They've got problems with indebtedness. They've got a population of 100 million living on an infrastructure for maybe 30 or 40 million. Sisi is on very, very shaky ground. Sisi is widely viewed as an Israeli puppet or a US puppet or both, which is extremely bad if you're leading the Egyptian Nation as he is. If he does not respond in some decisive way with the use of force against the Israelis he stands an excellent chance of being removed from power and we have done nothing to strengthen his position. We have largely ignored his peril. We've taken it for granted that he will do as he's told, that he will get in line and support what we want to do with Israel, and I don't think that's reasonable anymore.

I think, he understands, that if he is to regain some stature with the Egyptian people, he's going to have to take some kind of decisive action. I'm told by someone who just returned from Egypt that on the streets of Cairo and the other major cities there is a sense of resignation on one hand that war with Israel is inevitable   – in other words, the population has decided, this is going to happen there's no much choice in the matter, because they see it as incomprehensible that he and other Arab leaders would stand by and watch the Israelis slaughter 30.000, 40.000, 50.000 people in Gaza and do nothing. So that's one part of the problem. The second part of the problem is, that Sisi really is viewed as someone who is no longer legitimate, because of the positions he's taken: His complicity in what's happening in Gaza.

Now, at the same time that this is happening on the ground you have something of enormous strategic importance that is receiving remarkably little attention in the mainstream media and I think we can all guess why that's the case   – but this is the Arab Chinese Summit in Beijing, where you have General Sisi from Egypt and his delegation along with the Crown Prince of Saudi Arabia and his delegationb and the United Arab Emirates. They are all gathered in Beijing to talk to the Chinese and the subjects for discussion are not just what's happening in Gaza, but the way forward.

And there's a growing consensus among the Arabs in the region that two things need to happen: One is, that the United States and its influence in the region needs to be stopped, because the United States is seen as the power that underwrites the rogue state of Israel   – from the Arab standpoint. So United States’ influence must be curtailed and if not completely expelled from the region, then certainly reduced to the point of almost complete irrelevance.

Keep in mind that you've had Blinken and Sullivan and Burns running back and forth between the region and Washington trying to smooth things over and hold some semblance of American influence together. Right now I think we can argue pretty convincingly that our influence is almost nil.

And at this conference they're going to look at a number of things, one of which is the criticality of trade and commerce between the region and China. Now, if you'll put that map up, we could get an appreciation for what this conceivably means.

 

Andrew Napolitano:

What are we looking at Colonel? What's the red and what's the blue?

Douglas Macgregor:

Now, the red is called the North South Transport Corridor and this is not a new corridor per se. That has existed for some period of time. There is a port on the Indian Ocean or, excuse me, the Arabian Sea, which we regard as part of the Indian Ocean by the way… This red line reaches from Chabahar in the south of Iran in Belutschistan and runs all the way up into Russia. And as you can see this is a very, very secure and from the standpoint of many people in the region much more attractive option for trade with Europe than the blue route that you see. The blue route of course was established many, many years ago through the Suez Canal between Egypt and India.

Well, the feeling is increasingly that given the maritime dominance that the United States continues to enjoy that this red line could work very, very well for India and ultimately for China in its trade with the Middle East and Europe. And it's important that people look at this map and understand that it's a mistake to compartmentalize too much. We have a habit of looking at things in Europe from the standpoint of independence or almost insularity from the Middle East. You can't see what's happening today in the Middle East in isolation from what's going on in Europe. Understand that Germany   – once the scientific industrial giant of Europe is on its knees. In economic and scientific industrial terms Germany is in ruins. Its population is on the long road to poverty and despair, because cheap energy is no longer available to Germany. Oh, the Germans can buy our energy. But the cheap energy they need which would come from the Middle East and Russia is no longer at their disposal. And at the same time the Germans   – like the French and others   – want to trade with China.

And this is another alternative to what the United States wants, which is to obstruct trade with China, obstruct trade with Russia, and to affectively foment discontent and misery and despair all along that red line to prevent it from working effectively.

So strategically what's happening in Egypt is very, very bad, because if Sisi is the man that I think he is, he's sitting there in Beijing talking to Mr. Xi, the president of China, and says: “Well, Mr. Xi, you know we're in trouble. Egypt is in crisis. We could well be at war in the near future with Israel. Can you help us? Would you help us? Will you invest in us? Can you be an alternative to the support that we've had from time to time   – about three billion dollars a year   – from the United States?” And I think the answer he's going to get from Mr. Xi is: “Yes!” And I think that the Saudis, who are now talking about investing in that Iranian Port along with India which is nothing short of a monumental strategic game-changer in the region, are right on board with General Sisi as is or as will be the United Arab Emirates.

So what's happening in the region today is much more important than just four Egyptian soldiers being killed or wounded by the Israelis. What's really dying at the moment in the Middle East is any semblance of our strategic power and influence. We are now entirely isolated with Israel, in the same rowboat with Israel in this ocean of hostility and hatred. No one trusts us. No one believes us and everyone wants to do business in spite of us.

Andrew Napolitano:

Colonel, this is a gifted and if you don't mind me saying, brilliant analysis and understanding, explanation of your understanding of how weak the United States is and how perilous Israel is at the time. Do we know why IDF soldiers wounded and killed Egyptian soldiers?

Douglas Macgregor:

I don't know and quite frankly, if you listen to the Israelis, they'll say any number of different things: “Oh, this was an unfortunate accident.”   – “This was unanticipated.”   – “We were compelled to act in our self-defense.” Everything is always about self-defense.

Andrew Napolitano:

All right   – just like their slaughter of 45 people in a tent over the weekend in Rafa. It was in their view “an unfortunate accident”.

Douglas Macgregor:

Well, I'm glad that you mentioned that, judge, because the backdrop for everything we're discussing strategically is something else that's happening. The other strategic sea change is a sudden decision in Germany for instance, in Berlin, to say that if Mr. Netanyahu comes to Germany because of the International Criminal Court, he could be arrested. Now, Mr. Macron in France also said the same thing. This is in addition of course to the recognition of Palestinian statehood by Spain, Norway and I forgotten who the other participant is.

Andrew Napolitano:

Ireland.

Douglas Macgregor:

Ireland. That's right. You know, things are moving in directions that no one thought were possible and 20 years ago, I don't think they were possible. But today this is not just about Israel. This is a signal to the United States: “We're prepared to move on without you!”

Andrew Napolitano:

Here's something that you might have thought not possible or feasible recently. Here is the Saudi foreign minister on: “Israel does not get to decide whether or not there will be a Palestinian State!” Take a look at this:

[inserted videoclip]

Prince Faisal bin Farhan (Saudia Arabia Foreign Minister)   – May 27, 2024:

Israel doesn't get to decide whether or not the Palestinians have a right to self-determination. This is something that is enshrined in the United Nations Charter. It is something that is enshrined into international law. It is also a founding principle of the United Nations decision to found Israel. So, you know, it is absolutely necessary that Israel accepts, that it cannot exist without the existence of a Palestinian state, that it, you know… That its security is served by building a Palestinian state. So we hope sincerely that the leaders in Israel will realize, that it is in their interest to work with the International Community not just to strengthen the Palestinian Authority, but to finally establish a Palestinian State along the 1967 borders, as everybody understands is the right thing to do.

[end of inserted videoclip]

Andrew Napolitano:

Before October 7th he and I guess, Muhammad bin Salman, his boss, and prime minister Netanyahu were about to sign documents to normalize relations between Israel and Saudi Arabia. It doesn't sound like that is conceivable now with the current attitude amongst Israelis and the position of the Israeli government, that there shall never be a Palestinian State.

Douglas Macgregor:

No, I think very clearly those options are foreclosed now by the Saudis and virtually everyone else in the region. There is no longer any room for much discussion and of course no one should be surprised by this, because Mr. Netanyahu has made it very clear that it's either his way or the highway for everyone. The only state that signs on for unconditional, unquestioned support of whatever Israel wants to do at this point is of course Washington and what people on the Hill don't understand is, that the rest of the world thinks differently about its interests.

Now, again, you have to understand the interesting position today that Germany is in   – not just Europe, but most important Germany, as well as the rest of the populations in the Middle East. The Germans are moving inch by inch intellectually, mentally, and strategically in the direction of Russia.

We are going to see a definitive break between the United States and Berlin in the months ahead, because that's the only way Germany can recover economically and hold its society and population together.

And what happens in the Middle East is inextricably intertwined with that German need. Germany has historically had good relations in terms of trade and commerce not only with Russia but also with Iran and before Iran Persia as well as Turkey. The Turks, who are at least in theory still NATO members and quote unquote “genuinely” allied with the United States, they are having to choose sides as well and they cannot support us and what we are trying to do in the region in support of Israel. So the whole region is now coalescing into a block of nations that have friends and supporters in Europe and in Asia all of whom are interested in trade, all of whom want good relations with each other, all of whom support peace and stability in the Middle East, which includes what you just heard: The establishment of a Palestinian State.

Now, we can't tolerate that. Neither can the Israelis. So the question is, what happens if we can't tolerate that.

Andrew Napolitano:

[Puts the map up again.]

 

Please, Colonel, how dangerous is the alliance along the red line, the new transportation of commerce, how dangerous is that for Israel? And as you answer that: How dangerous is the new alliance being formed even as we speak between Egypt and China?

Douglas Macgregor:

Well, you know, I don't want to use the word “dangerous” as much and I won’t use the word “alliance”. We toss this word around   – alliance. We are talking about a coalition of powers that have an interest, a commonality of interest in trade and doing business. That red line avoids Israel. That is very important, because we were trying with the Abraham Accords and with our own notion of the India-Middle East-Europe connection to build something that would favor and support Israel's interests. That's over!

Secondly: Egypt can now turn   – I think, we'll find this out after the meeting in Beijing is over   – will be able to turn to China and I suspect also Russia and potentially even to Iran for support. Now, the Iranians of course much like the Israelis play a double game. The Iranians have been interested in fomenting unrest in Jordan and Egypt directed at Israel. Well, Iran at this point has no interest in seeing Egypt or Jordan go under. So I suspect that that will end particularly if it becomes clear that the Peninsular Arabs, that is Saudi Arabia, UAE, are willing to support the expansion and development of that port inside Iran, which is the hub of commerce and trade between China, India, Russia, and the Middle East.

Just stop and consider that: If you look to the right: Everything that you see on the right is avoided by that red line. Everything on the left is avoided. In other words: You're moving through an area that is reasonably stable. No one is certain that Central Asia will be stable. They would like it to be and the Russians and Chinese are going to work hard on that.

But then there's the other point: Remember our friends. the Houthies, who are sitting down in Yemen. They've made passage through the Suez Canal a nightmare. Now you don't have to worry about the Houthies anymore. You can just go straight up.

But this port that was supposed to be beneficial in the future to Israel is no longer going to benefit Israel or the United States. This is going to be a strategic boost to the countries in the region that we've talked about: to India and China and Russia.

Andrew Napolitano:

Colonel is it fair… I'm fascinated with what you said about Germany. I guess, that would mean Germany would leave NATO and I guess Germany recognizes that the United States destroyed the Nordstream Pipeline and and brought misery for two winters without adequate heating fuel. Is it likely that that red line which starts in India and goes up to Moscow will extend leftward   – westward   – into Germany?

Douglas Macgregor:

Yes, absolutely. No question about it. I would be foolish if it didn't. It makes excellent sense. And that's what I think the Germans will anticipate. Anyone who understands historical dynamics in the regions of the world knows that certain things are going to happen because they conform to historical patterns of trade and interest.

The Germans have always had a piedmont in economic terms in Central- and East-Europe and the Balkans, those areas. And the Germans have traded heavily for centuries. The same thing is true for Russia certainly after Peter the Great. The Germans want to get back to that. That makes sense for them and that is also the key to trade with China. Why would you want to kneecap yourselves if you're a German and go along with the idea from the United States not to trade with China, when that trade can come across Central Asia as well as along that route that is depicted in red right. These things make too much sense.

We are up against dynamics over which we have no real control. We are asking people in the region, in Europe, everywhere we go, to do things that are antithetical to their interests.

Andrew Napolitano:

Right.

Douglas Macgregor:

It can't work. It won't work.

Andrew Napolitano:

And let me guess that everything bought and sold along that red line will not be bought and sold in US Dollars.

Douglas Macgregor:

Oh, of course not! And remember who is in charge of BRICS this year: Russia. Russia is Chairman of BRICS. Who's in BRICS? Just look at the map: Saudi Arabia, Iran, China, Russia. Of course all of this makes sense. We're talking about a Eurasian Community which is something we in the United States never discuss and don't grasp. We think exclusively in terms of our own interests and we treat everyone as though they are a discreet chess piece on the chessboard. It doesn't work that way. These countries all have interests that tie them together.

Now, does that preclude the possibility of any conflict in the future? I'm not saying there'll be permanent peace that will break out everywhere. But I think you can make the argument that this is certainly one way to achieve stability and prosperity that does not involve us.

Andrew Napolitano:

The attitude of the State Department that Russia is evil and that we can still drive a wedge between Russia and China: Do they still enjoy that nonsense?

Douglas Macgregor:

My impression is that nonsense is the right word to describe most of what people in the State Department think and frankly I would argue that thinking on the Hill… If you sit down and try to explain these things to most members of the Senate or the House they see everything as an existential threat to the United States. What they don't understand is that we have contributed enormously to this development.This was going to happen at some point anyway. But we've certainly accelerated it and we've made ourselves so unpopular and so unwanted that nobody really wants to trade or do business with us if they could avoid it. And that effectively is what BRICS is all about and that's what this trade route and the development of this Iranian, Indian, and Arabian consortium down there at the point just before you get into the straight of Hormuz, this is Chabahar, they're all going to invest in that port, because it's in everyone's interest to do so.

And keep in mind that Mr. Modi as a Hindu nationalist hasn't exactly made himself enormously popular in the Arab world. But their commercial interests, their business interests, their strategic interests in the peninsula and in Iran trump the anti-muslim attitude that Modi manifests at home.

Andrew Napolitano:

We only have a few minutes left and I need to take you to Ukraine. Is NATO still of the view that they can escalate the war in Ukraine and still of the view that President Putin is bluffing.

Douglas Macgregor:

Well, we say NATO. That's misleading, because of the 32, 33 members in that organization   – I dare say   – that there are very, very few that are actually contemplating war with Russia. The fools that are talking in those terms are largely in London, sadly right now in Stockholm and Helsinki, some still left over in Berlin and Warsaw.

Andrew Napolitano:

Paris.

30.05.2024

Col. Douglas Macgregor: Eskalation an Israel’s Grenzen   ( II von II )

Douglas Macgregor:

Yeah probably a little bit. But I think Mr. Macron has been briefed by his military advisors and told: “You're out of your mind if you think we can sustain anything in Eastern Europe.” So I think the whole thing is a façade. I don't see as some as inevitable some outbreak of war between Russia and the United States or Russia and Eastern Europe. Of course the Poles are always, you know, potential catalyst for conflict. But I even think there that the Polish electorate is sobering up and recognizes that effectively they'll be the first to be on the firing line if there is any conflict between Russia and Europe and I don't think very many Poles want that. So I think we have to separate rhetoric from reality.

You know, you can sit in London or Oslo and say things that make absolutely no strategic sense at all. You can do that almost with impunity. You can do it in Washington. But when you're sitting on the border with Russia, if you're close as they are in Berlin or Warsaw or Budapest, you can't really do that without risking the very high probability that they're going to call your bluff and that's all we can do, is bluff.

Andrew Napolitano:

Right. I want to play a clip for you. Probably   – according to Larry Johnson produced by the CIA. It is of president Zelensky, but it's highly stylized with music in the background. It's seven minutes long. We edited it down to 90 seconds. But I'd like your thoughts on this Colonel.

[inserted viedoclip]

Volodymyr Zelenskyy   – Ukrainian President, May 27,2024:

Does Russia want a dialogue? Ukraine had the world's largest experience of lies from Russia during negotiations. Lies that in particular was Russian cover up for preparing this war and that's exactly why global efforts are needed, Global Peace Summit of the leaders whom Russia will not be able to deceive. Summit that will show who in the world really wants to end the war and not just claim the ceasefire which will inevitably be broken by Russian rockets and artillery just like as it was dozens, dozens of times before.

To President Biden, the leader of the United States, and to President Xi, the leader of China: We do not want the UN Charter to be burned. Please, show your leadership in advancing the peace. Real peace, not just a pause between the strikes. The efforts of global majority are the best guarantee that all commitments will be fulfilled. Please support the peace summit with your personal leadership and participation. For all of us it should be a pleasure to make peace.

[end of inserted videoclip]

Andrew Napolitano:

Produced by the CIA, written by MI6, performed by a nightclub actor who is the former President of Ukraine.

Douglas Macgregor:

Mr. Zelensky is making an argument similar to the one that Mr. Netanyahu has made that International Law has to be interpreted through their eyes and that International Law and the United Nations Charter and every other conceivable form of international interaction has to be interpreted in a way that serves their interest. Therefore they right everyone else is wrong.

Mr. Zelensky is finished. He's done. That might as well have been his swan song. He has no future. The Russians are not kidding. They're absolutely deadly serious. We keep talking about war. They're fighting it. We keep threatening them with war. They're doing it and if we persist in this stupidity the only thing we will see is that Ukraine vanishes from the map of Europe and something else will take its place and it might not even be called Ukraine, who knows. But the resistance to any reasonable discussion makes it inevitable that the Russians will have to crush these people out of existence and move further west.

At that point we're back to our earlier discussion: What do the Germans do? What do the Poles do? And I think the Germans are going to say: “Enough is enough!” And put an end to it and when that happens that will be effectively the beginning of the end of NATO, because NATO at its core was formed and survived because of Germany's membership in it.

Andrew Napolitano:

Colonel Macgregor, thank you very much, my dear friend. Thanks for this terrific analysis   – especially the map the viewers need to know. You gave us the map and it was the launching point of an extraordinary conversation. Thank you very much, my dear friend. We'll see you again soon.

Douglas Macgregor:

Thank you, judge bye-bye.

Andrew Napolitano:

All the best.



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=5869&mailid=2203


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Waffenstillstandsverhandlungen, jetzt !

aus e-mail vom Friedsensbüro Hannover, vom 29. Mai 2024, 15:12 Uhr


Ein Soldat a.D. schätzt ein: „Eine Generation lässt sich abschlachten“ - bemerkenswert.         Gruß Gerd


Militärexperte: "Ukraine kann diesen Krieg nicht auf Dauer führen"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Militaerexperte-Ukraine-kann-diesen-Krieg-nicht-auf-Dauer-fuehren,audio1644308.html <https://www.ndr.de/nachrichten/info/Militaerexperte-Ukraine-kann-diesen-Krieg-nicht-auf-Dauer-fuehren,audio1644308.html>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

RUSSLAND – UND WIE WEITER? Mit der Journalistin und Publizistin Frau Pro...

aus e-mail vom Friedensbüro Hannover, vom 29. Mai 2024, 9:38 Uhr


So deutlich und detailliert wurde der Russland/Ukraine Konflikt -und Krieg bisher noch nie von Frau Krone-Schmalz beschrieben , wie in diesemhttp://Video.Gruss Inga


https://youtube.com/watch?v=Ii5akrtwVPI&feature=shared


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Raisi erntete die Anklage für Russland-Iran-Chinas "neue Weltordnung"

unz.com, vom 22. Mai 2024,    (übersetzt mit beta, unkorrigiert)

Die ostwärtse Vision des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi war entscheidend für die Förderung des strategischen Moskau-Teh-Peking-Nexus und der Bulldozerung eines Weges zur Institutionalisierung der Multipolarität.


Inmitten all der Trauer und Trauer über den Verlust des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi, nehmen wir uns einen Moment Zeit, um den kritischen Weg zu präsentieren, den er zu einer neuen globalen Ordnung geschmiedet hat.


In den fast drei Jahren, seit Raisi zur iranischen Präsidentschaft aufgestiegen ist, wurden die eurasische Integration und der Dränge zur Multipolarität grundlegend von drei Hauptakteuren durchgeführt: Russland, China und Iran.


Das sind keineswegs die drei Top-„existentiellen Bedrohungen“ der Hegemonialmacht.

Am vergangenen Sonntag um 22 Uhr lud der russische Präsident Wladimir Putin den iranischen Botschafter in Moskau, Kazem Jalali, ein, sich mit der Ernte des russischen Verteidigungsteams am Tisch zu treffen.


Diese Einladung ging weit über die kurzsichtigen Medienverurteilungen hinaus, ob der unzeitige Tod des iranischen Präsidenten auf einen „zufälligen Absturz“ oder einen Sabotageakt zurückzuführen sei. Es kam von den Früchten von Raisis unermüdlicher Arbeit, um den Iran als nach Osten ausgerichtete Nation zu positionieren, schmiedete mutig strategische Allianzen mit Asiens Großmächten, während es Teherans Beziehungen zu früheren regionalen Feinden versüßte.


Erhöhte Eurasische Integration

Zurück zu dem Sonntagabendtisch in Moskau. Alle waren dort – von Verteidigungsminister Andrei Belousov und dem Sicherheitsratssekretär Sergej Schoigu bis zum Chef des Generalstabs Valery Gerasimov, des Notstandsministers Aleksand Kurenkov und des Sonderassistenten des Präsidenten Igor Levitin.


Die Kernaussage war, dass Moskau Teheran den Rücken hat. Und Russland unterstützt voll und ganz die Stabilität und Kontinuität der Regierung im Iran, die bereits vollständig durch die iranische Verfassung und ihre detaillierten Eventualitäten für einen friedlichen Machtwechsel unter noch ungewöhnlichen Umständen garantiert ist.


Da wir jetzt tief in den gesamten Hybrid-Kriegsmodus – der an Hot grenzt – über den größten Teil des Planeten herum sind, könnten die drei Zivilisationsstaaten, die ein neues System internationaler Beziehungen formen, nicht offensichtlicher sein.


Russland-ir-ir-chinesisch (RIC) sind bereits über bilaterale, umfassende strategische Partnerschaften miteinander verbunden; sie sind Mitglieder sowohl der BRICS- als auch der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO), und ihr Modus Operandi wurde vollständig enthüllt, damit die gesamte globale Mehrheit auf Putins entscheidendem Gipfel mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping letzte Woche in Peking prüfen kann.


Kurz gesagt, keine der drei asiatischen Mächte wird es den anderen Partnern ermöglichen, von den üblichen Verdächtigen zu destabilisieren.


Eine Sternbilanz

Der verstorbene Präsident Raisi und sein Spitzendiplomat, Außenminister Hossein Amir-Abdollahian, hinterlassen ein herausragendes Vermächtnis.


Unter ihrer Führung wurde der Iran Mitglied der BRICS, einem Vollmitglied der SCO und ein wichtiger Anteilseigner der Eurasia Economic Union (EAEU). Dies sind die drei wichtigsten multilateralen Organisationen, die den Weg zur Multipolarität prägen.


Irans neuer diplomatischer Einsatz erreichte wichtige arabische und afrikanische Akteure, von Saudi-Arabien, Kuwait und Ägypten bis hin zu Libyen, Sudan und Dschibuti. Teheran führte zum ersten Mal eine ausgeklügelte, groß angelegte Militäroperation gegen Israel durch, bei der eine Flut von Drohnen und Raketen aus iranischem Territorium abgefeuert wurde.


Die Beziehungen zwischen dem Iran und Russland erreichten die nächste Stufe in der handels- und militärpolitischen Zusammenarbeit. Vor zwei Jahren einigten sich Putin und Raisi auf einen umfassenden bilateralen Vertrag. Der Entwurf des Kerndokuments ist nun fertig und wird vom nächsten iranischen Präsidenten unterzeichnet, was die Partnerschaft noch weiter ausbaut.

Wie mir ein Mitglied einer iranischen Delegation letztes Jahr in Moskau sagte, als die Russen gefragt wurden, was auf dem Tisch liegen könnte, antworteten sie: „Sie können uns alles fragen.“ Und umgekehrt.


So werden alle verschränkten Deklinationen von Raisis strategischem Wandel „Look East“ in Verbindung mit Russlands früherem „Schwenk nach Asien“ von Moskau und Teheran angegangen.

Der Rat der Außenminister der SOZ trifft sich am Dienstag und Mittwoch in Astana und bereitet sich auf den Gipfel im Juli vor, wenn Belarus Vollmitglied wird. Entscheidend ist, dass das saudi-arabische Kabinett auch die Entscheidung für den Beitritt Riads gebilligt hat, möglicherweise im nächsten Jahr.


Die Kontinuität der Regierung des Iran wird in Astana über Interims-Außenminister Ali Bagheri Kani, der Amir-Abdollahians Nummer zwei war, vollständig vertreten sein. Er muss sofort neben Russlands Außenminister Sergej Lawrow und dem chinesischen Amtskollegen Wang Yi in den Kampf einsteigen, um den vielschichtigen multipolaren Weg zu besprechen.


Eine Hyperschall-Any-Erklärung

Die übergreifende Charta dessen, was ein neues System mit sich bringt, wurde letzte Woche auf dem wegweisenden Putin-Xi-Gipfel durch eine atemberaubende 10-Kapitel-Joint-Erklärung, die über 12.000 Wörter lang ist, mit „Kooperation“ enthüllt, die nicht weniger als 130 Mal erscheint.

Dieses Dokument kann korrekt als ein gemeinsames Hyperschall-Manifest interpretiert werden, das Washingtons künstliche „regelbasierte internationale Ordnung“ umfassend in die Luft sprengt.


Dieser Abschnitt zeichnet sich besonders aus:

Alle Länder haben das Recht, ihre Entwicklungsmodelle und politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme auf der Grundlage ihrer nationalen Bedingungen und des Willens der Menschen unabhängig zu wählen, sich gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Länder zu stellen, einseitige Sanktionen und „Längergerichtsbarkeit“ ohne internationale Rechtsgrundlage oder die Genehmigung des UN-Sicherheitsrates abzulehnen und sich gegen ideologische Linien zu stellen. Beide Seiten wiesen darauf hin, dass Neokolonialismus und Hegemonismus völlig dem Trend der Zeit zuwiderrufen und einen gleichberechtigten Dialog, die Entwicklung von Partnerschaften und die Förderung des Austauschs und des gegenseitigen Lernens zwischen den Zivilisationen forderten.

Der Iran, der seit mehr als vier Jahrzehnten zu Tode sanktioniert wurde, erfährt jetzt direkt von China und Russland über ihre Bemühungen, „Entkopplung“-Narrative sowie die Auswirkungen eines Tsunamis westlicher Sanktionen auf Russland zu zerstören.

Zum Beispiel wird eine Reihe von Zugkorridoren zwischen China und Europa heute hauptsächlich verwendet, um chinesische Waren nach Zentralasien zu verschiffen und nach Russland zu reexportieren.


Doch inmitten dieses Handelsbooms nehmen auch logistische Engpässe zu. Praktisch jeder europäische Hafen weigert sich, Sendungen von oder nach Russland abzuwickeln. Und Russlands größte Häfen haben weiterhin Probleme: Wladiwostok hat keine Kapazität für große Frachtschiffe, während St. Petersburg sehr weit von China entfernt ist.


Daher legt Kapitel 3 der gemeinsamen Erklärung Russland-Chinas besonderen Wert auf „Hafen- und Transportkooperation, einschließlich der Entwicklung weiterer Logistikrouten“ und der Vertiefung der finanziellen Zusammenarbeit, „einschließlich der Erhöhung des Anteils der lokalen Währung an Finanzdienstleistungen“, und die Erhöhung der industriellen Zusammenarbeit, „einschließlich in strategischen Bereichen wie der Automobil- und Bootsherstellung, Metallschmelze und Metallschmelze“

All dies gilt auch für die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran, zum Beispiel bei der Straffung des Internationalen Nord-Süd-Verkehrskorridors (INSTC), insbesondere von Astrachan im Kaspischen zu iranischen Häfen und dann über Straßen bis zum Persischen Golf.

Der iranische Außenminister Bagheri Kani hatte zuvor bemerkt, dass der Iran dank der „außergewöhnlichen geopolitischen Lage des Iran“, die Westasien, den Persischen Golf, die Region Kaspisches Meer und das breitere Eurasien erreicht, zum „wirtschaftlichen Wachstum und wirtschaftlichen Potenzial“ aller regionalen Akteure beitragen kann.


Putins Besuch in China letzte Woche beinhaltete einen Besuch des nordöstlichen Kraftwerks Harbin, das starke geografische/historische Verbindungen zu Russland hat. Eine riesige China-Russland-Expo zog über 5.000 kommerzielle Firmen an. Es ist nicht weit hergeholt, sich eine ebenso erfolgreiche Russland-Iran-Expa in einem kakaspischen Hafen vorzustellen.


Projekt Promethean

Was Russland, China und den Iran verbindet, ist in erster Linie ein aufstrebender Rahmen, der von souveränen Zivilisationsstaaten entworfen wurde. Der sensupervolle Tod des Präsidenten-Märtyrers Raisi wird The Big Picture im Geringsten nichts ändern.


Wir befinden uns mitten in einem langen Prozess gegen eine Umgebung, die seit Jahrzehnten von Schmerz und Angst konditioniert wird. Der Prozess hat in den letzten Jahren immense Zugkraft gewonnen, beginnend mit der offiziellen Einführung der New Silk Roads im Jahr 2013.

Die New Silk Roads and Belt and Road Initiative (BRI) ist ein Promethean-Projekt, das ebenso geopolitisch wie geoökonomisch ist. Parallel dazu kam die schrittweise Ausweitung der Rolle der SCO als wirtschaftlicher Kooperationsmechanismus. Wieder einmal ist der Iran ein Top-BRI-, SCO- und BRICS-Mitglied.


Nach dem Maidan-Puppen der Ukraine im Jahr 2014 begann die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China wirklich an Geschwindigkeit zu greifen. Bald hatten wir auch den Iran, der praktisch alle seine Ölproduktion nach China verkaufte und unter den Schutz des chinesischen Atomschirms kam.


Dann hatten wir das Imperium in Afghanistan gedemütigt. Und die Spezial-Militäroperation (SMO) in der Ukraine im Februar 2022. Und die Expansion der BRICS in ehemals westliches Terrain im globalen Süden.


Während seines denkwürdigen Frühlingsbesuchs in Moskau 2023 sagte Xi zu Putin, dass „Änderungen, die in hundert Jahren nicht gesehen wurden“, und dass beide an der Spitze dieser unvermeidlichen Veränderungen sein sollten.


Das war genau der Kern ihrer Diskussionen letzte Woche in Peking.


Die iranische Bombardierung ultrageschützter israelisches Territorium mit perfekter Präzision – als Reaktion auf einen Terroranschlag auf sein diplomatisches Konsulat in einem Drittland – sendete eine glasklare, bahnbrechende Botschaft, die von der Global Majority vollständig verstanden wurde: Die Macht des Hegemons in Westasien geht zu Ende.


Der Verlust des Rimlands ist ein Gräuel für die perfekte amerikanische Geopolitik. Es muss wieder in seiner Kontrolle sein, da es weiß, wie wichtig es ist.


Neue Richtung

Der Engel der Geschichte zeigt jedoch in eine neue Richtung – auf China, Russland und den Iran als die natürlichen Souverän, die das Wiederaufleben des Herzens prägen.


Konpräziseerweise verfügen diese Drei Sovereigns über das epistemologische Niveau, den Willen, die Kreativität, die Organisationsfähigkeit, die Vision und die Macht, ein echtes Promethean-Projekt zu realisieren.


Es mag wie ein Wunder klingen, aber die gegenwärtige Führung in allen drei Staaten teilt dieses gemeinsame Verständnis und Unterfangen.


Was könnte zum Beispiel verlockender sein als die Möglichkeit des ehemaligen Atomunterhändlers Saeed Jalili als nächsten iranischen Präsidenten, sich dem neuen Außenminister Ali Bagheri Kani anzuschließen? In der Vergangenheit wurde Jalili als zu „hart“ für westliche Kumeder gecastet, aber der Westen spielt an diesen Ufern kaum noch eine Rolle.


Nach Raisis ost- und multipolaritätsgroßer Kehrtwende weg vom fehlgeleiteten, gescheiterten Vorsy des ehemaligen iranischen „Reformisten“-Präsidenten Hassan Rouhani, könnte Jalili genau das Richtige für die nächste Phase des Iran sein. Und oh, was für eine perfekt schneidige Ergänzung zum Xi-Putin-Duo wäre das.


(Veröffentlicht von The Cradle per Berechtigung des Autors oder Vertreters)


- De-Dollarisierungs-BombeRussland und China haben genug


Info: https://www.unz.com/pescobar/raisi-led-the-charge-for-russia-iran-chinas-new-world-order


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Kirby bekennt sich zu Israel: "Wir haben dasselbe getan"

freedert.online, 30 Mai 2024 18:40 Uhr

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, hat am Dienstag den Tod Dutzender Zivilisten bei einem israelischen Luftangriff in Rafah kommentiert. Laut Kirby habe es sich dabei um einen Fehler gehandelt, den Israel aufklären müsse. In verständnisvollem Ton wies er unter anderem darauf hin, dass auch die USA bei Luftangriffen im Irak und in Afghanistan versehentlich Zivilisten getötet hätten.


"Wir haben dasselbe getan. Wir haben es zugegeben, wir haben es untersucht und wir haben versucht, daraus zu lernen, damit sich solche Fehler nicht wiederholen."


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/kurzclips/video/207644-kirby-bekennt-sich-zu-israel


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30.05.2024

Vor Irans Großangriff auf Israel: Zu welchen Kompromissen mit Teheran war Tel Aviv bereit?

freedert.online, 30 Mai 2024 15:24 Uhr

Israel soll Teheran über Ägypten unterrichtet haben, dass man zum Gazastreifen einen "Kompromiss" eingehen würde, falls Iran im Gegenzug von einem Vergeltungsschlag wegen des israelischen Angriffs auf die iranische Botschaft in Damaskus absieht.


Vor Irans Großangriff auf Israel: Zu welchen Kompromissen mit Teheran war Tel Aviv bereit?Quelle: AFP © ATTA KENARE


Der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtabteilung der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) Brigadegeneral Amir Ali Hadschisadeh


Israel soll Teheran über Ägypten mitgeteilt haben, dass man zum Gazastreifen einen "Kompromiss" eingehen werde, um eine iranische Reaktion auf den israelischen Angriff gegen die iranische Botschaft in Syrien zu verhindern, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim.
Die iranische Nachrichtenagentur beruft sich in ihrem Bericht auf den Chef der iranischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Iranischen Revolutionsgarde.
Iran hatte im April bei seinem ersten direkten Angriff auf israelisches Territorium Kampfdrohnen gestartet und Raketen gegen Israel abgefeuert. Dabei handelte es sich um einen Vergeltungsschlag für einen israelischen Angriff auf das iranisch Konsulat in Damaskus, bei dem sieben Offiziere der Iranischen Revolutionsgarde getötet wurden.


Nach Tod von Präsident Raisi: Neue Phase der hybriden Kriegsführung gegen Iran eingeleitet




Analyse

Nach Tod von Präsident Raisi: Neue Phase der hybriden Kriegsführung gegen Iran eingeleitet





"Israel hatte über den ägyptischen Außenminister eine Botschaft an Teheran gesandt, dass es im Gaza-Krieg Kompromisse eingehen würde, um eine Vergeltung Irans zu verhindern", sagte Amir Ali Hadschisadeh.

Der iranische Brigadegeneral sagte zudem, dass seinerzeit zur Abwehr der iranischen Flugkörper in der Region 221 Kampfjets aufgestiegen wären. Die Raketenabwehrsysteme Israels seien mit der iranischen Operation nicht angegriffen worden, da sie in der Nähe großer Städte liegen. "Wäre der Krieg weiter fortgesetzt worden, wäre Israel am Ende seiner Existenz gewesen", versicherte Hadschisadeh. 

Iran feuerte bei seiner Vergeltungsaktion Hunderte von Drohnen und Raketen vom iranischen Staatsgebiet aus auf Israel ab. Zugleich wollte Teheran aber eine weitere Eskalation nach seinem Gegenschlag vermeiden. Der Angriff war Stunden im Voraus angekündigt worden, sodass Israel und dessen US-Verbündeten ihn fast vollständig abwehren konnten. 

Rund 350 Geschosse, darunter 170 Kamikazedrohnen, mehr als 30 Marschflugkörper und mindestens 120 ballistische Raketen wurden am 13. April in mehreren Wellen von der Iranischen Revolutionsgarde und deren Verbündeten in der Huthi-Bewegung auf Israel abgefeuert. Etwa sieben ballistische Raketen schlugen im Bereich der Militärflughafens Nevatim ein. Von dieser Basis aus waren einst israelische Jets zu einem Luftangriff auf die iranische Botschaft gestartet. Zwei US-Beamte bestätigten gegenüber CBS News, dass die Iraner die Flugbasis Nevatim ins Visier nehmen wollten.


Mehr zum Thema - Schattenkrieg ist Geschichte: Eskalationsgefahr zwischen Iran und Israel?


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30.05.2024

Ausgewähltes ....NATO/Russland

aus e-mail von Doris Pumphrey, 30. Mai 2024, 20:28 Uhr


https://odysee.com/@RTDE:e/Lawrow---NATO-ist-ein-Kontrollinstrument-%E2%80%93-damit-Deutschland-Befehle-aus-Washington-befolgt-:e

30.5.2024


*Lawrow: "NATO ist ein Kontrollinstrument –

damit Deutschland Befehle aus Washington befolgt"


*Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat am Mittwoch bei einem Treffen

mit den Leitern ausländischer diplomatischer Missionen zur Lösung des

Ukraine-Konflikts erklärt, die USA nutzten die NATO, um Europa in einer

untergeordneten Position zu halten. So auch Deutschland, "wo es immer

noch Dutzende von US-Militärbasen gibt, damit die Deutschen die Befehle

aus Washington befolgen", betonte der Diplomat.


„Die NATO existiert. Außerdem gibt es wahrscheinlich Gründe, warum die

NATO es dem Warschauer Vertrag nicht gleichgetan hat, warum sie sich

nicht selbst aufgelöst hat, warum sie den ehemals sozialistischen

Ländern nicht vorgeschlagen hat, nur die OSZE zu behalten, behalten,

keine geschlossenen Militärblöcke mehr zu haben und von nun an auf eine

neue und offene Art zu leben, auf der Grundlage gegenseitiger Achtung,

auf der Suche nach gegenseitigem Nutzen. Das ist nicht geschehen.


Wir können heute mit Sicherheit sagen, dass der Grund für diese

Entscheidung der unausrottbare Wunsch der USA war, die NATO als

Instrument der Kontrolle über Europa zu erhalten. Auch über Deutschland,

wo es immer noch dutzende US-Militärbasen gibt, damit die Deutschen die

Befehle aus Washington befolgen.


Die Deutschen haben geschwiegen, als die USA die Nord-Stream-Pipelines

in die Luft sprengten, um einen Konkurrenten auf dem europäischen

Energiemarkt auszuschalten. Sie schluckten es stillschweigend und waren

bereit, für US-Flüssiggas anderthalb bis zweimal so viel zu bezahlen,

wie für russisches Gas, das über die Pipeline geliefert wurde.

Die USA brauchten die NATO; um Europa in einer untergeordneten Position

zu halten.



_RT DE 30.5.2024


_*USA starten in Skandinavien groß angelegte Propagandakampagne gegen

Russland


*n einer Pressemitteilung vom Donnerstag hat der russische

Auslandsgeheimdienst erklärt, dass das US-Außenministerium "von

antirussischer Hysterie ergriffen" sei und sich in ein "skrupelloses

Propagandainstrument" verwandelt habe, das nun versucht, die gesamte

internationale Gemeinschaft gegen Russland aufzubringen.


Es werde bald eine Reihe von kurzen Videos die sozialen Netzwerke und

Instant-Messenger überfluten, um "die Ernsthaftigkeit der russischen

Bedrohung" zu demonstrieren und unter der skandinavischen Bevölkerung

"allumfassende Angst" vor Moskaus "territorialen Ansprüchen" zu schüren.

Die ersten Ziele dieser Propagandamaschine seien die Bewohner Schwedens

und Finnlands, die vor Kurzem der NATO beigetreten worden seien, so der

russische Geheimdienst.


Die Kampagne werde als "geistiger Impuls" eines Teams unabhängiger

Experten und Journalisten präsentiert und solle unter den Bewohnern

Panik verbreiten, ähnlich wie zur Zeit des McCarthyismus in den USA.

Danach erwarte Washington angeblich, dass Spitzenbeamte der beiden

Länder "sich aus den Fenstern werfen und schreien":

/"Die Russen kommen, die Russen kommen! Sie sind überall."/


Insbesondere wurde in der russischen Mitteilung der Oberbefehlshaber der

schwedischen Streitkräfte, Micael Bydén, erwähnt, der vor Kurzem

behauptet hatte, Russland plane eine Invasion der Insel Gotland, um die

Kontrolle über die Ostsee zu erlangen. Auch der finnische Präsident

Alexander Stubb hatte behauptet, Russland stelle eine "existenzielle

Bedrohung" dar und betont, der einzige Weg zum Frieden führe "über das

Schlachtfeld".


/"Der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte, Micael Bydén,

überzeugt die Schweden davon, dass Russland ein Auge auf die Insel

Gotland geworfen habe, die als Schlüssel zur Kontrolle der Ostsee gilt",

/heißt es in der Mitteilung vom Pressedienst des russischen

Auslandsgeheimdienstes.

Dabei würden hochrangige schwedische und finnische Beamte, so der

russische Geheimdienst, "wie fleißige Schüler" darauf trainiert, die

"russophoben Mantras ihrer amerikanischen Paten ohne Zögern zu wiederholen".


Zuvor hatte der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson erklärt,

dass das Land zusammen mit seinen NATO-Partnern beabsichtige, "die Insel

Gotland in der Ostsee vor Russland zu verteidigen". Er sagte, dass nur

ein kleiner Teil der Waffen und Soldaten derzeit auf der Insel präsent

sei. Er wies darauf hin, dass einige nordische und baltische Länder

Gotland oft als kritische NATO-Schwachstelle bezeichnet hätten.


Das russische Außenministerium erklärte gegenüber/RIA Nowosti,/ dass die

Pläne Schwedens, eine NATO-Basis auf der Insel Gotland zu errichten,

provokative Aktivitäten seien. Durch die Bemühungen Stockholms und des

Bündnisses werde die einst friedliche Ostsee zu einer Arena

geopolitischer Konfrontation. Moskau hatte dabei mehrmals erklärt, dass

es keine Pläne habe, irgendein NATO-Land anzugreifen oder seine

bestehenden Grenzen mit dem Westen zu überarbeiten. Der russische

Präsident Wladimir Putin hat solche Äußerungen als "Unsinn" abgetan und

als Versuch bezeichnet, die lokalen Bürger "zur Erzielung zusätzlicher

Ausgaben zu erschrecken".



_RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 30.5.2024


_*Dänemark erlaubt Kiew, F-16 für Angriffe auf Russland einzusetzen*

Kiew wird von Dänemark die Erlaubnis erhalten, Kampfflugzeuge des Typs

F-16 für Angriffe auf russisches Gebiet einzusetzen. Der Außenminister

des Königreiches, Lars Løkke Rasmussen sagte dazu im Vorfeld des

Treffens der EU-Außenminister:

/"Das ist keine neue Position, das wird bei der Übergabe impliziert. Wir

besprachen das mit dem Komitee für Äußeres und dem dänischen Parlament

und erklärten vorab, dass mögliche Angriffe auf Militärobjekte auf dem

Gebiet des Aggressors ein Teil der Selbstverteidigung sind."/

Dänemark und die Niederlande waren die ersten Staaten, die einer

Übergabe von F-16-Kampfflugzeugen an Kiew zustimmten. Washington

bestätigte, dass die Ukraine die Maschinen von Drittstaaten nach dem

Abschluss der Pilotenausbildung erhalten werde. Kaisa Ollongren,

Verteidigungsministerin der Niederlande, sagte, dass sie mit einer

Lieferung der ersten Flugzeuge an das ukrainische Militär im laufenden

Jahr rechne.



*Medien: Macron könnte Entsendung von Militär in die Ukraine nächste

Woche verkünden

*Frankreichs Präsident Emmanuel Macron könnte bereits nächste Woche

während eines Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij

seine Entscheidung bekannt geben, Militärausbilder in die Ukraine zu

entsenden, zitiert

<https://www.reuters.com/world/europe/france-could-announce-sending-military-trainers-ukraine-soon-diplomats-say-2024-05-30/

/Reuters/ drei diplomatische Quellen.

Demnach erhoffe man in Paris trotz der Bedenken einiger Verbündeter und

der Kritik aus Moskau, eine Koalition aus Ländern, die zur Entsendung

ihres Militärs in die Ukraine bereit sind, bilden und anführen zu

können. Die beiden Quellen gaben außerdem an, dass Frankreich zunächst

eine begrenzte Anzahl von Militärausbildern entsenden werde, um "die

Bedingungen der Mission zu bewerten", und dass danach mehrere hundert

Militärausbilder in der Ukraine eintreffen könnten.

Die Ausbildung selbst werde sich laut den Gesprächspartnern von

/Reuters/ auf die Minenräumung, die Aufrechterhaltung der

Funktionsfähigkeit der Ausrüstung und der Militärflugzeuge

konzentrieren, die bald vom Westen übergeben werden sollen. Paris werde

außerdem eine ukrainische motorisierte Brigade finanzieren, ausrüsten

und ausbilden.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Rafah-Massaker / Nikki Haley: "Macht sie fertig!"

aus e-mail von Doris Pumphrey, 30. Mai 2024, 20:28 Uhr


*Nach Rafah-Massaker:

Israel beschießt weiteres Flüchtlingslager im Gazastreifen


*Die anhaltenden Kämpfe im Gazastreifen haben seit dem 7. Oktober 2023

zu einer verheerenden Bilanz von mehr als 36.000 getöteten

Palästinensern und 81.420 Verletzten geführt. Israel setzt seine

Luftangriffe fort, während die Zivilbevölkerung unter grausamen

Bedingungen leiden muss.

"Rettet die Kinder, rettet nur die Kinder und nicht uns, rettet sie",

fleht ein vertriebener Palästinenser in Rafah. Laut dem UNRWA sind mehr

als eine Million Menschen aus Rafah wieder geflohen, wohin sich viele

von ihnen gerettet hatten. Nun wurde erneut ein Zeltlager mit

geflüchteten Palästinensern angegriffen, diesmal bei dem nahe Rafah

gelegenen Dorf al-Mawasi.

Weiteres zu den aktuellen Entwicklungen im Gazastreifen folgt in der

Nachrichtensendung.

/Siehe hier:

/https://odysee.com/@RTDE:e/Nach-Rafah-Massaker--Israel-beschie%C3%9Ft-weiteres-Fl%C3%BCchtlingslager-im-Gazastreifen:a



_RT DE 29.5.2024


_*"Macht sie fertig!" – Nikki Haley schreibt mörderische Liebesbotschaft

auf israelische Granate


*Bei ihrem Besuch in Israel hat die US-Politikerin Nikki Haley dem Land

ihre Unterstützung zugesichert – und zwar auf eine Art und Weise, die in

sozialen Medien für reichlich Gesprächsstoff und auch Kritik sorgt.


Denn Haley, die Anfang März aus dem Rennen um die republikanische

Nominierung als Präsidentschaftskandidatin ausgestiegen

<https://freedert.online/international/198511-nikki-haley-gibt-auf-trump/> war,

hatte nahe der Grenze zum Libanon auf eine Granate der israelischen

Armee die Worte "Finish them!" geschrieben – was sich als "Macht sie

fertig!" oder auch "Gebt ihnen den Rest!" übersetzen lässt.


Wie die /Times of Israel/ berichtet

<https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/nikki-haley-writes-finish-them-on-idf-shell-while-touring-lebanon-border/>,

wurde das Foto, das die Szene zeigt, zuerst von Danny Danon, einem

Mitglied des israelischen Parlaments und ehemaligen Botschafter bei den

Vereinten Nationen, auf der Plattform X veröffentlicht.

/"'Macht sie fertig!' Das hat meine Freundin, die ehemalige

Botschafterin Nikki Haley, heute bei einem Besuch eines

Artilleriepostens an der Nordgrenze auf eine Granate

geschrieben",/ heißt es in dem Post von Danon. Darin ist Haley zu sehen,

wie sie diese Worte sowie "Amerika liebt Israel, immer" auf eine Granate

schreibt.

Haley ist für ihre bellizistischen Positionen

<https://freedert.online/nordamerika/184574-nikki-haley-usa-brauchen-angriffs/> bekannt

und war unter Donald Trump UN-Botschafterin; ihre Amtszeit überschnitt

sich mit der von Danon.


In den sozialen Medien löste Haleys Botschaft zahlreiche Kritik aus.

Nutzer wiesen auf die vielen zivilen Opfer im Gaza-Krieg hin und

kritisierten die Wortwahl der Republikanerin als zynisch. /"Diese

Raketen werden letztendlich dazu verwendet, unschuldige Zivilisten und

Kinder zu töten. Das ist Terrorismus/", schrieb etwa der

Journalist Sulaiman Ahmed auf X.


Von der Kritik an ihrer mörderischen Botschaft zeigt sich Haley

unbeeindruckt. Gegenüber Journalisten kritisierte sie stattdessen die

Regung von US-Präsident Joe Biden für die vorübergehende

Vorenthaltung von Waffen, um Israel von einem Angriff auf die südliche

Stadt Rafah abzuhalten. So zitiert

<https://www.theguardian.com/us-news/article/2024/may/28/nikki-haley-finish-them-missile-israel

der /Guardian/ die ehemalige Gouverneurin von South Carolina mit den

Worten: /"Amerika muss verstehen, wenn Israel gegen unsere Feinde

kämpft, wie können wir ihm dann nicht helfen. Der sichere Weg, Israel

nicht zu helfen, ist die Zurückhaltung von Waffen. Der sicherste Weg,

Israel nicht zu helfen, ist, den Internationalen Strafgerichtshof, den

IGH oder alle anderen zu loben, die Israel verurteilen, anstatt zu

verurteilen, was geschieht."/


Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hatte am Freitag ein

Urteil erlassen, das Israel auffordert

<https://freedert.online/international/206919-igh-in-haag-fordert-einstellung/>,

seine Offensive in Rafah sofort einzustellen. Dessen ungeachtet hat

Israel am Sonntag ein Flüchtlingslager in Rafah bombardiert

<https://freedert.online/kurzclips/video/207236-israel-bombardiert-fluechtlingslager-in-rafah/> und

dabei 45 Palästinenser getötet – über die Hälfte der Opfer waren Kinder,

Frauen und ältere Menschen.


An die Adresse der US-Regierung gerichtet sagte Haley: /"Amerika muss

tun, was Israel braucht, und aufhören, ihm zu sagen, wie es diesen Krieg

führen soll. Man ist entweder ein Freund oder kein Freund." /Haleys

Sorge vor einem Nachlassen der Unterstützung Israels durch Washington

ist jedoch unbegründet. Denn auch nach dem Massaker in Rafah sieht die

Biden-Regierung keinen Grund

<https://freedert.online/der-nahe-osten/207391-trotz-rafah-massaker-usa-haben/>,

ihre Politik gegenüber dem zionistischen Staat zu ändern.



*"Macht sie fertig"? Das tun wir bereits –

Netanjahu antwortet auf Haleys Granaten-Botschaft


*Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch die

ehemalige US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, empfangen. Dabei

bedankte er sich für ihre langjährige Unterstützung des Staates Israel.

Die US-Politikerin hatte am Dienstag mit einer umstrittenen Aufschrift

auf einer israelischen Granate für Aufregung gesorgt. Nahe der Grenze

zum Libanon hatte sie mit einem Marker eine Botschaft an Israel

gerichtet: "Macht sie fertig – Amerika wird Israel immer lieben". Dafür

erntete sie heftige Kritik.

Unterdessen wies die ehemalige Trump-Rivalin den israelischen

Premierminister darauf hin, "nicht auf die Krakeelerei zu hören": der

Sieg Israels sei ein Sieg Amerikas.

/Siehe auch Video mit der glücklichen Nikki Haley:

/https://odysee.com/@RTDE:e/Macht-sie-fertig-Das-tun-wir-bereits-Netanjahu-antwortet-auf-Haleys-Granaten-Botschaft:4 

<https://odysee.com/@RTDE:e/Macht-sie-fertig-Das-tun-wir-bereits-Netanjahu-antwortet-auf-Haleys-Granaten-Botschaft:4>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

30.05.2024

Liveticker Ukraine-Krieg: Dänemark erlaubt Kiew Einsatz von F-16 für Angriffe auf Russland

freedert.online, 30 Mai 2024 17:00 Uhr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.


Symbolbild: F-16-Kampfflugzeuge der dänischen Luftwaffe.


Quelle: AFP © Bo Amstrup / Ritzau Scanpix

  • 30.05.2024 21:26 Uhr

21:26 Uhr

Eines der modernsten Waffensysteme der Welt: Der thermobarische Mehrfachraketenwerfer TOS-2

Die russischen Streitkräfte machen an der Front große Fortschritte. Moderne Waffensysteme, wie das Flammenwerfersystem TOS-2, leisten dazu einen wichtigen Beitrag. RT DE-Korrespondent Iwan Poljanskij liefert Details

Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.


  • 21:02 Uhr

    "Ukraine wird nicht so schnell EU-Mitglied" – Sonja van den Ende zweifelt an Beitrittsaussichte

    Medienberichten zufolge könnte die Ukraine noch im Juni Beitrittsverhandlungen mit der EU aufnehmen. Die unabhängige Journalistin Sonja van den Ende zweifelt jedoch daran, dass die Ukraine in naher Zukunft EU-Mitglied wird. Die Ukraine dürfte genauso auf einen EU-Beitritt warten wie auf eine NATO-Mitgliedschaft, meint sie

    Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • 20:33 Uhr

    Zivilist stirbt durch ukrainischen Drohnenangriff im Gebiet Belgorod

    Im Dorf Sosuli des Kreises Borissowka im russischen Gebiet Belgorod ist ein Mann durch einen ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Wie der Gouverneur des Gebiets Wjatscheslaw Gladkow auf seinem Telegramkanal mitteilte, steuerte das ukrainische Militär eine Kamikazedrohne auf einen Kleinbus, das Beschäftigte eines landwirtschaftlichen Betriebs von der Arbeit abholte. Gladkow schrieb:

    "Ein Zivilist starb vor dem Eintreffen der Notärzte."

    Außerdem teilte der Gouverneur mit, dass durch den Angriff vier weitere Frauen sowie fünf Männer Splitterwunden erlitten und ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

  • 19:48 Uhr

    Anhänger des "Russischen Freiwilligenkorps" in Omsk festgenommen

    Mitarbeiter der russischen Sicherheitsbehörden haben einen Bewohner der Stadt Omsk festgenommen, der sich der proukrainischen neonazistischen Miliz "Russisches Freiwilligenkorps" (RDK) anschließen wollte.

    Wie der Pressedienst des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mitteilt, plante der 25-Jährige, dem RDK beizutreten und wollte seine Bekannten dazu verleiten, gemeinsam mit ihm in die Ukraine auszureisen. In sozialen Netzwerken rief er persönlich dazu auf, Gräber der während der militärischen Spezialoperation gefallenen Soldaten zu schänden und Geldspenden für das RDK zu sammeln.

    Gegen den Verdächtigten wurde ein Verfahren wegen "Unterstützung der Finanzierung von Terrortätigkeit" eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

  • 19:02 Uhr

    Lawrow: "NATO ist ein Kontrollinstrument – damit Deutschland Befehle aus Washington befolgt"


    Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat bei einem Treffen mit den Leitern ausländischer diplomatischer Missionen zur Lösung des Ukraine-Konflikts erklärt, die USA nutzten die NATO, um Europa in einer untergeordneten Position zu halten. So auch Deutschland, "wo es immer noch Dutzende von US-Militärbasen gibt, damit die Deutschen die Befehle aus Washington befolgen", betonte der Diplomat am Mittwoch.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 18:17 Uhr

    Bericht: Selenskij plant Besuch in Saudi-Arabien

    Am Samstag will der ukrainische Staatschef Saudi-Arabien besuchen.Die deutsche Nachrichtenagentur dpa zitiert hierzu eine ungenannte Quelle von der ukrainischen Botschaft in Riad:

    "Selenskij wird zu einem kurzen Besuch in der Hafenstadt Dschidda ankommen, in dessen Rahmen er sich mit dem Kronprinzen Mohammed bin Salman und weiteren hochrangigen Beamten treffen wird."

    Laut der Meldung der Nachrichtenagentur verfolgt Selenskij mit seinem Besuch das Ziel, im Vorfeld des von der Ukraine initiierten Gipfeltreffens in der Schweiz die Unterstützung von möglichst vielen Staaten zu sichern.

  • 17:39 Uhr

    Medien: Macron könnte Entsendung von Militär in die Ukraine nächste Woche verkünden

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron könnte bereits nächste Woche während eines Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij seine Entscheidung bekannt geben, Militärausbilder in die Ukraine zu entsenden, zitiert Reuters drei diplomatische Quellen.

    Demnach erhoffe man in Paris trotz der Bedenken einiger Verbündeter und der Kritik aus Moskau, eine Koalition aus Ländern, die zur Entsendung ihres Militärs in die Ukraine bereit sind, bilden und anführen zu können. Die beiden Quellen gaben außerdem an, dass Frankreich zunächst eine begrenzte Anzahl von Militärausbildern entsenden werde, um "die Bedingungen der Mission zu bewerten", und dass danach mehrere hundert Militärausbilder in der Ukraine eintreffen könnten.

    Die Ausbildung selbst werde sich laut den Gesprächspartnern von Reuters auf die Minenräumung, die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Ausrüstung und der Militärflugzeuge konzentrieren, die bald vom Westen übergeben werden sollen. Paris werde außerdem eine ukrainische motorisierte Brigade finanzieren, ausrüsten und ausbilden.

  • 16:58 Uhr

    Dänemark erlaubt Kiew, F-16 für Angriffe auf Russland einzusetzen

    Kiew wird von Dänemark die Erlaubnis erhalten, Kampfflugzeuge des Typs F-16 für Angriffe auf russisches Gebiet einzusetzen. Der Außenminister des Königreiches, Lars Løkke Rasmussen sagte dazu im Vorfeld des Treffens der EU-Außenminister:

    "Das ist keine neue Position, das wird bei der Übergabe impliziert. Wir besprachen das mit dem Komitee für Äußeres und dem dänischen Parlament und erklärten vorab, dass mögliche Angriffe auf Militärobjekte auf dem Gebiet des Aggressors ein Teil der Selbstverteidigung sind."

    Dänemark und die Niederlande waren die ersten Staaten, die einer Übergabe von F-16-Kampfflugzeugen an Kiew zustimmten. Washington bestätigte, dass die Ukraine die Maschinen von Drittstaaten nach dem Abschluss der Pilotenausbildung erhalten werde. Kaisa Ollongren, Verteidigungsministerin der Niederlande, sagte, dass sie mit einer Lieferung der ersten Flugzeuge an das ukrainische Militär im laufenden Jahr rechne.

  • 16:40 Uhr

    Autor ukrainischer Verfassung erklärt: Selenskij illegitim

    Der Autor der ukrainischen Verfassung, Dmitri Tabatschnik, hat in einem Interview mit RIA Nowosti erklärt, dass der Präsident des Landes, Wladimir Selenskij, unrechtmäßig ist. Er sagt:

    "Da ich die Normen der Verfassung kenne, kann ich sagen, dass gemäß dem 103. Artikel der Verfassung und der Erklärung des Verfassungsgerichts (…), wir sagen können, dass Selenskij nach dem 20. Mai kein legitimer Leiter der Ukraine ist."

    Tabatschnik zufolge kann es keine andere Interpretation geben, die auf den Normen der Verfassung beruht:

    "Selenskij ist kein legitimer Leiter der Ukraine, das ergibt sich eindeutig aus den Normen der Verfassung."

  • 16:15 Uhr

    Gouverneur meldet Angriffe mit Dutzenden Drohnen auf Orte im Gebiet Belgorod binnen 24 Stunden

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Ortschaften im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 40 Siedlungen in sieben Kreisen angegriffen habe. Die ukrainische Artillerie habe dabei mehr als 50 Geschosse abgefeuert. Acht weitere Sprengsätze seien von unbemannten Luftfahrzeugen abgeworfen worden. Der Gouverneur meldet darüber hinaus Attacken mit mindestens 46 Drohnen. Dadurch seien zwei Zivilisten verletzt worden.   

    Zudem berichtet Gladkow über zahlreiche Sachschäden. Aus seinem Bericht geht hervor, dass in den vergangenen 24 Stunden mindestens 29 Privathäuser, ein Mehrfamilienhaus, zwei Schulen, ein Kulturzentrum, eine medizinische Einrichtung, zwei Geschäfte, 16 Autos, ein Kleintransporter, ein Traktor, mehrere Gas- und Stromleitungen, zwei Landwirtschaftsbetriebe und ein Telekommunikationsobjekt zu Schaden gekommen seien.

  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.05.2024

    "Dies sollte tabu sein" – USA besorgt über Kiews Angriffe auf russische nukleare Frühwarnsysteme

    freedert.online, 30 Mai 2024 11:44 Uhr

    Nachdem die Ukraine mindestens zweimal russische Anlagen zur Früherkennung nuklearer Ziele angegriffen hat, erhält Kiew nun eine Warnung aus Washington. Doch mit der immer deutlicher werdenden Erlaubnis der Biden-Administration, US-Raketen gegen Ziele in Russland einzusetzen, dreht sich die Eskalationsspirale weiter.


    © Screenshot Video-Reportage


    Seltener Einblick: Im Monitorraum der Frühwarnanlage "Woronesch DM" bei Armawir, die von ukrainischen Drohnen am 23. Mai 2024 angegriffen und beschädigt wurde (im Jahr ihrer Inbetriebnahme 2013).


    Die Vereinigten Staaten befürchten, dass die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische nukleare Frühwarnsysteme Moskau gefährlich verunsichern könnten, berichtet die Washington Post (WP) am Mittwoch mit Verweis auf einen Regierungsbeamten. Die US-Zeitung betont, dass die Angriffe zu einem Zeitpunkt stattfinden, als die Regierung Biden abwägt, ob sie die Beschränkungen für den Einsatz von US-Waffen durch die Ukraine bei grenzüberschreitenden Angriffen aufheben soll.


    Drohne in der Nähe des russischen strategischen Frühwarnradarsystems abgeschossen

    Drohne in der Nähe des russischen strategischen Frühwarnradarsystems abgeschossen


    "Die Vereinigten Staaten sind besorgt über die jüngsten Angriffe der Ukraine auf russische Frühwarnsysteme für ballistische Raketen", sagte der Gesprächspartner, der, wie angegeben, aufgrund der "Sensibilität der Angelegenheit" anonym bleiben wollte, gegenüber der Zeitung.

    Washington habe Kiew seine Besorgnis über zwei Angriffsversuche in der vergangenen Woche gegen Radarstationen mitgeteilt, die sowohl für die konventionelle Luftverteidigung als auch für die Warnung vor Atomwaffenstarts durch den Westen zuständig sind, so die WP. Mindestens ein Angriff in Armawir, in der südöstlichen russischen Region Krasnodar, scheint einige Schäden verursacht zu haben – RT DE berichtete

    "Diese Standorte waren nicht an der Unterstützung des russischen Krieges gegen die Ukraine beteiligt", sagte der US-Beamte. "Es handelt sich jedoch um sensible Standorte, da Russland den Eindruck gewinnen könnte, dass seine strategischen Abschreckungsfähigkeiten ins Visier genommen werden, was Russlands Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der nuklearen Abschreckung gegenüber den Vereinigten Staaten untergraben könnte", so der Gesprächspartner. 

    WP sprach auch mit ukrainischen Regierungsvertretern in Kiew. Ein "mit der Sache vertrauter" Beamter wies darauf hin, dass Russland die Radaranlagen für Überwachung des ukrainischen Luftraumes genutzt habe, um ukrainischen Drohnen- und Raketenangriffen zuvorzukommen. Der Gesprächspartner bestätigte, dass der ukrainische militärische Geheimdienst GUR für die Angriffe verantwortlich war.


    Wer zündelt mit dem nuklearen Feuer?





    Analyse

    Wer zündelt mit dem nuklearen Feuer?






    Die US-Zeitung führt russische Geländegewinne der letzten Monate im ukrainischen Landkrieg unter anderem auf Russlands hoch entwickelte Radar- und Waffenstörtechnik zurück. Diese habe einige von den USA bereitgestellte Lenkraketen und Artilleriegranaten praktisch unbrauchbar gemacht. US-amerikanische Waffen und Drohnen mit größerer Reichweite werden aufgespürt, stellte die WP fest  

    Der ukrainische Beamte erklärte der Zeitung, Ziel der Angriffe sei es gewesen, die Fähigkeit Russlands zu beeinträchtigen, die Aktivitäten des ukrainischen Militärs in der Südukraine zu verfolgen. Die Drohne, die auf die Radarstation in der Nähe von Orsk in der russischen Region Orenburg an der Nordgrenze Kasachstans abzielte, flog jedoch mehr als 1.800 Kilometer weit und war damit einer der am weitreichendsten Angriffe auf russisches Gebiet. Der ukrainische Beamte lehnte es ab, zu sagen, ob der Angriff am 26. Mai irgendwelche Schäden verursacht hat. 

    Im Artikel wurde jedoch ein weiterer Angriff auf russische Radaranlagen nicht erwähnt, zu dem sich der ukrainische Militärgeheimdienst GUR auch bekannt hat – die versuchte Drohnenattacke auf den Überhorizont-Radar 29B6 Container in der Wolga-Region Mordowien am 18. April. Auch wurde am 29. Mai die zuvor beschädigte Radar-Station in Armawir in der Region Krasnodar offenbar erneut angegriffen – die Drohne wurde am Himmel über die Stadt abgeschossen. 

    Einige von der WP befragten Analysten äußerten sich verwundert über die Ziele: Während Krasnodar nahe genug an der Ukraine liegt, um Raketen und Drohnen aufzuspüren, ist die Radarstation bei Orsk auf den Nahen Osten und China ausgerichtet, sagten diese. Auf die Frage, warum sie einen so weit entfernten Standort ins Visier nehmen würden, erklärte der ukrainische Beamte, dass Russland "alle seine Fähigkeiten für einen Krieg gegen die Ukraine eingesetzt" habe.


    Oberst Reisner: US-geführter Angriff auf Armawir könnte Atomkrieg auslösen





    Oberst Reisner: US-geführter Angriff auf Armawir könnte Atomkrieg auslösen






    Die US-Zeitung mit ausgezeichneten Kontakten in die von der Demokratischen Partei geführte Biden-Regierung erkennt an, dass die USA in eine strategische Zwickmühle mit einem extremen Gefahrenpotenzial geraten sind. Einerseits hätten die USA Verständnis für die Notlage der Ukraine, denn Beamte der US-Regierung überlegen derzeit, ob sie die Beschränkungen für den Einsatz von US-Waffen für Angriffe innerhalb Russlands aufheben sollen.

    Andererseits wird diese Erlaubnis das Risiko eines Zusammenstoßes zwischen den beiden nuklearen Supermächten Russland und die USA erhöhen. Sollten Russlands Frühwarnsysteme durch ukrainische Angriffe auch nur teilweise geblendet werden, könnte dies die strategische Stabilität zwischen Washington und Moskau beeinträchtigen, so der anonym gebliebene Regierungsvertreter. "Russland könnte denken, dass es weniger in der Lage ist, frühe nukleare Aktivitäten gegen sich selbst zu erkennen, was dann zu einem Problem werden könnte", sagte der Beamte. Er fügte hinzu:

    "Es sollte jedem klar sein, dass die Vereinigten Staaten nicht die Absicht haben, Atomwaffen gegen Russland einzusetzen. Aber es gibt sicherlich Bedenken darüber, wie Russland es wahrnehmen könnte, wenn seine Abschreckungsfähigkeiten ins Visier genommen und Frühwarnsysteme angegriffen werden."

    Der Sicherheitsanalytiker und Vorsitzende der Denkfabrik Silverado, Dmitri Alperowitsch, stimmt dem zu. Die Angriffe Kiews auf die russische nukleare Abschreckungsinfrastruktur hätten das Potenzial, eine gefährliche Eskalation mit dem Westen auszulösen.

    "Letztendlich sollten nukleare Kommando- und Kontrollzentren sowie Frühwarnsysteme tabu sein", betonte er. 

    Russische offizielle Amtsträger und Militärbehörden haben die ukrainischen Angriffe auf Frühwarnradare bislang nicht kommentiert. Experten auf diesem Gebiet vermuten, dass die Kommunikation zu den Vorfällen auf geheimen Regierungskanälen stattfindet. Die Publikation in der Washington Post könnte damit Ergebnis dieser Bemühungen sein. Viele internationale Experten für nukleare Sicherheit schlugen angesichts der gelungenen Attacke auf die Armawir-Station Alarm – RT DE berichtete.


    Rainer Rupp: Angriffe auf Russlands Frühwarnradarsystem – Eskalation in Richtung Atomkrieg




    Analyse

    Rainer Rupp: Angriffe auf Russlands Frühwarnradarsystem – Eskalation in Richtung Atomkrieg





    In den russischen Medien wird die Meinung einiger hochrangiger Sicherheitsexperten immer populärer, Russland müsse den Westen erneut dazu bringen, einen nuklearen Krieg zu fürchten. Der bekannte Politologe Sergei Karaganow schlug vor wenigen Tagen im russischen Fernsehen vor, die US-Basen überall auf der Welt anzugreifen, wenn russische Warnungen weiterhin ignoriert werden. 

    Doch manchen Kreisen in den USA und ihren Verbündeten in Europa bereitet die sich immer mehr abzeichnende Niederlage der Ukraine offenbar viel mehr Sorgen als die sich immer deutlicher abzeichnende Gefahr eines nuklearen Weltkriegs. Der WP-Artikel endet mit dem Hinweis auf den Druck der NATO und einiger wichtiger europäischer Verbündeter auf die USA, der Ukraine den Einsatz aller von den USA zur Verfügung gestellten Waffen für Angriffe auf russisches Territorium zu gestatten. Allen voran NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg: 

    "Wenn man die russischen Streitkräfte auf der anderen Seite der Frontlinie nicht angreifen kann, weil sie sich auf der anderen Seite der Grenze befinden, dann schränkt man natürlich die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte ein, sich selbst zu verteidigen", sagte der höchste politische Beamte der Militärallianz am Montag bei einem Besuch in Bulgarien.


    Mehr zum Thema - FSB: NATO übt Atomschläge gegen Russland


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/207520-sollte-tabu-sein-usa-besorgt-kiews-angriffe-russische-nukleare-fruehwarnsysteme


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.05.2024

    „Echte Liebe“ für blutiges Geld

    nachdenkseiten.de, vom 29. Mai 2024 um 12:15Ein Artikel von: Jens Berger

    Wenige Tage vor dem Champions-League-Finale gegen Real Madrid bringt der Fußballkonzern Borussia Dortmund sich auf gänzlich unsportliche Art und Weise ins Gespräch. Wie das Handelsblatt gestern berichtete, hat der BVB für die nächste Saison den Rüstungskonzern Rheinmetall als Sponsor gewinnen können. Ein Konzern, der sein blutiges Geld mit Waffen verdient, die weltweit töten, als Partner eines Fußballvereins, der sich einen eigenen „Grundwertekodex“ auferlegt hat? Das ist ein Hohn. Während der BVB – Marketingclaim „Echte Liebe“ – sich zum „Schutz der Menschen- und Kinderrechte“ bekennt, liefert sein neuer Partner der israelischen Armee die Munition, mit der in Gaza Menschen- und Kinderrechte zu Schutt gebombt werden. Ist das die „neue Normalität“, mit der BVB-Chef Watzke den Deal rechtfertigt?


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Dass es dem Profi-Fußball um irgendetwas Anderes als Geld ginge, ist wohl das, was man Neudeutsch als „gut gepflegtes Narrativ“ bezeichnen würde. Wer sprachlich ein wenig krachledernder unterwegs ist, könnte dies auch als eine Marketinglüge bezeichnen. Der Fußball lebt jedoch nicht nur von Fernseh- und Sponsorengeldern, sondern auch von seinen Fans. Sie sind es, die wöchentlich ins Stadion pilgern. Sie sind es, die die überteuerten Merchandising-Artikel kaufen. Sie sind es, die noch mehr überteuertere TV-Abos abschließen, die den Zirkus maßgeblich bezahlen, und sie sind es auch, die Fußballclubs für Sponsoren interessant machen. Zwischen den Interessen und den Träumen der Fans und den ökonomischen Interessen der Proficlubs gibt es jedoch einen immer offeneren Zielkonflikt. Nicht alles, mit dem sich gutes Geld verdienen lässt, wird von den Fans auch als „gut“ angesehen.

    Wie die Dortmunder Fans nun auf den Sponsorendeal mit Rheinmetall reagieren werden, ist offen. Ein solcher Deal stellt zweifelsohne einen Tabubruch dar. In der Vergangenheit wurde bereits lebhaft diskutiert, ob ein „böser“ Konzern wie der Hühnerschlächter Wiesenhof als Sponsor von Werder Bremen agieren dürfe. Er durfte. Anders erging es dem russischen Konzern Gazprom und arabischen Konzernen beim FC Bayern München – sie durften nicht bzw. wurden wie Gazprom seitens Schalke als Sponsor hinausgeworfen. Man kennt es – nur kein Geld vom Russen oder vom Araber nehmen. Daran könnte ja Blut kleben.

    Das ist beim deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall natürlich ganz anders. Deutsche Waffen töten nicht, sie bomben Freiheit, Demokratie und Menschenrechte herbei. Beispielsweise in Gaza, wo Rheinmetall unter anderem als Lieferant von mehr als 10.000 120mm-Geschossen für israelische Panzer in Erscheinung tritt und auch ansonsten zu den größten Rüstungslieferanten der israelischen Kriegsmaschinerie zählt. Hoffentlich bemerken Sie den bitteren Sarkasmus, der aus diesen Zeilen trieft.

    Die heile Welt und die hehren Ideale, die der Fußball im Selbstverständnis der PR-Auguren der Vereine und Verbände transportiert, hat mit der kaputten Welt in Gaza nichts zu tun. 13.800 getötete Kinder – tausende weitere Kinder, die heute keine Beine mehr haben und nie wieder Fußball spielen können. Getötet und verstümmelt von Bomben, Granaten und Geschossen – geliefert auch von Rheinmetall; völkerrechtswidrig –, dies sollte in einem „Grundwertekodex“ von Interesse sein. Kann der Lieferant des Todes und des Leids ein „Partner“ eines Fußballclubs sein? Ja, er kann. Das sieht man ja am Beispiel BVB. Er kann, wenn er eine zweistellige Millionensumme in die Konzernkasse spült. Geld stinkt bekanntlich nicht; auch nicht nach dem Blut der unschuldigen Kinder aus Gaza.

    Man wolle mit der Partnerschaft „Diskussionen anstoßen“ und „offen und direkt über die neue Normalität reden“, so Vereinsboss Hans-Joachim Watzke laut Handelsblatt. Meint der Mann das wirklich ernst? Gehört es zur „neuen Normalität“, dass ein Fußballclub blutiges Geld eines Rüstungskonzerns annimmt? Für Watzke anscheinend schon, für die Fans hoffentlich nicht.

    Dass es den BVB-Entscheidern nicht um Debatten, sondern ganz profan ums Geld geht, sollte klar sein. Aber worum geht es Rheinmetall? Sicher wird kein Staat – demokratisch oder autokratisch – nun Rheinmetall-Panzer oder Rheinmetall-Granaten kaufen, weil er den Namen positiv mit dem BVB verbindet. Rheinmetall erklärt dazu, man wolle sein Image als Arbeitgeber stärken. Offenbar weigern sich trotz neuer Normalität immer noch viele Menschen, bei diesem Konzern zu arbeiten. Gut so. Doch auch das ist freilich Augenwischerei. Rheinmetall geht es letztlich vor allem darum, diese vielzitierte „neue Normalität“ zu promoten und zu zementieren.

    Rüstungskonzerne gehören zu unserem Leben, unserer Gesellschaft, so die zu vermittelnde Botschaft. Und hier kann man wohl nur mit dem alten Konstantin-Wecker-Slogan antworten: Sag nein! Jeder, der noch seinen Verstand beisammen hat und über Anstand verfügt, sollte dem BVB und seinen Entscheidern klar zeigen, was er von dieser neuen BVB-Normalität hält – nämlich nichts. Was wir nun brauchen, ist ein Aufschrei!


    Rubriken: Audio-Podcast PR Wertedebatte

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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=115898


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.05.2024

    Alastair Crooke: Auf dem Weg zum Abgrund

    seniora.org, 29. Mai 2024, Von Alastair Crooke 29. Mai 2024 - übernommen von english.almayadeen.net

    Netanjahu verfügt paradoxerweise über mehr Einfluss auf wichtige institutionelle Machtstrukturen in den USA als das Weiße Haus, um den zweiten „Unabhängigkeitskrieg“ seiner Regierung zu führen.


    Im Westen dreht sich heute alles um die Manipulation von Narrativen und die Schaffung eines erfolgreichen Mems (Illustriert von Mahdi Rteil für Al Mayadeen English)

    Verschiedene europäische Stimmen warnen verzweifelt davor, dass dem gedemütigten Westen angesichts des auf ein Debakel zusteuernden Ukraine-Projekts kaum eine andere Wahl bleibt, als drastisch zu eskalieren und die NATO   – in irgendeiner Form, ob begrenzt oder nicht   – in den Kampf einzubeziehen.

    Der ehemalige britische (konservative) Parlamentsabgeordnete Andrew Bridgen erklärt, dass diese strategische Verschiebung (deren Geschwindigkeit die Europäer unvorbereitet traf) Europa in einen Krieg mit Russland zwingt.

    In der Tat warnt Bridgen: „Wir (Großbritannien) befinden uns bereits im Krieg“ mit Russland. Dies sei der wahre Grund, warum Rishi Sunak vorgezogene Neuwahlen anberaumt habe   – er weigere sich, ein „Kriegs-Präsident“ zu sein. Er übergibt den Staffelstab an Keir Starmer (und fliegt nach dem 4. Juli   – dem Wahltag   – nach Kalifornien). Die „Generäle“ haben Sunak gewarnt, dass der Befehl zum Krieg mit Russland „gefallen“ sei. Und Sunak möchte daran nicht teilnehmen.

    Unabhängig davon, ob Bridgen mit den Einzelheiten Recht hat oder nicht, gibt es zweifellos einen Chor da draußen, der das Gleiche sagt. Ist diese Kakophonie plötzlicher Kriegswarnungen nur das, was (Matt Taibbi) ein Beispiel für das 'Elefanten-Auslöschungs-Projekt' nennt? Bei dem wir ständig angewiesen werden, die Elefanten im Raum nicht zu sehen.

    Und davon gibt es eine Menge: Offene Grenzen, sinkender Lebensstandard, hohe Preise, ausufernde Schulden und sinkende Bewertungen für Biden. Hinzu kommt, dass das Weiße Haus die Israelis weiter aufrüstet und grünes Licht für die Militäroperation in Rafah gibt   – und das genau zu dem Zeitpunkt, an dem der IGH angeordnet hat, die Zerstörung von Leben zu stoppen. Ein klares Oxymoron.

    Natürlich ist das Team Biden nicht bereit, seine „eiserne“ Unterstützung für die Israelis zu ändern, aber das Einzige, was klar ist, ist, dass die Kriegswarnung nicht unbedingt buchstäblich wahr ist   – außer, dass sie uns wirklich Angst machen und von den „Elefanten“ ablenken will.

    „Die ‚informierende Klasse‘ hat jetzt nicht einmal mehr den Anstand, uns zu sagen, wer oder was sie sind.“ Wenn man „Nachrichten“ liest, weiß man nicht, ob es sich um ein abgehobenes „Briefing“ des Weißen Hauses handelt oder um eine dieser aggressiven Veröffentlichungen von Geheimdienstinformationen, die uns wieder einmal sagen, dass Russland wirklich in den Seilen hängt und kurz vor dem Zusammenbruch steht.

    Die NYT warnte auf ihren Seiten vor dem, was kommen könnte, wenn „Amerika versucht, es mit Putin aufzunehmen und den Meister in seinem eigenen Informationskriegsspiel zu schlagen“. Diese offizielle Ankündigung der „Informationsschlacht“ durch die Times ging so weit, dass Jake Sullivan erklärte, das Problem mit der [irakischen] Massenvernichtungswaffen-Episode sei nicht, dass die Verbreitung einer von den Geheimdiensten erdachten Lüge „von diesem Podium aus“ falsch gewesen sei, sondern dass dies aus den falschen Gründen geschah, nämlich um einen Krieg zu beginnen, anstatt ihn zu beenden:

    Was also ist es? Handelt es sich bei der Darstellung, wir stünden am Rande eines echten Krieges mit Russland, um eine „Täuschung“, die uns von der Elefantenherde ablenken soll, die im Moment noch still vor sich hin grast, deren Anwesenheit aber im Laufe des Wahlkampfes immer deutlicher zu Tage treten wird?

    Einerseits ist die Vorstellung absurd, dass Europa in der Lage ist, einen echten Krieg zu führen. Andererseits gibt es genug Idioten, die im Wahn längst vergangener Größe etwas Dummes tun könnten. Interessanterweise räumt der ehemalige britische Abgeordnete Andrew Bridgen dieses Risiko implizit ein, fügt aber hinzu, dass es Gott sei Dank Putin ist, der auf der anderen Seite steht!

    Auf der anderen Seite dreht sich heute im Westen alles um die Manipulation von Narrativen und die Schaffung eines erfolgreichen Mems. Das „andere“ Narrativ zum „kommenden Krieg“ (laut Reuters) ist, dass Präsident Putin so schnell wie möglich einen Waffenstillstand in der Ukraine will   – und zwar an den derzeitigen Kontaktlinien an der Front   –, weil er Angst vor einer weiteren Mobilisierung hat, um die Sonderoperation zu beenden.

    Dies ist eine reine Desinformation, doch könnte sie als Gegenstück zum Angst-Narrativ dienen, wonach der Westen entschlossen ist, sich an den Rand des Abgrunds eines Krieges mit Russland zu begeben? Und könnte diese Politik des Drahtseilakts es der Biden-Kampagne ermöglichen, zu behaupten, dass sie in der Ukraine „gewinnt“; Putin wird so dargestellt, als zittere er vor dem drohenden Krieg gegen das Ungetüm der kombinierten wirtschaftlichen und militärischen Macht des Westens. Eine partielle Westukraine wird diesem Narrativ zufolge tatsächlich überleben, um ein zukünftiges NATO- und EU-Mitglied zu werden.

    Was diese Kriegserzählung nicht ist, sind Nachrichten. „Die Informationen, die sie vermitteln, wenn man sich die Mühe macht, sie zu sichten“, zitiert Taibbi Walter Kirn, „sind Informationen über sich selbst, über die Ziele, Überzeugungen und Loyalitäten derer, die sie produzieren: die informierende Klasse.“

    Es stellen sich zwei Fragen: Erstens: Geht es Sullivan darum, den 3. Weltkrieg zu verhindern, oder ihn zu beginnen?

    Und zweitens, um noch einmal auf das Bridgen-Interview zurückzukommen, sagt er, der Befehl sei den Generälen „zugegangen“ und an Sunak weitergeleitet worden.

    Was also ist es?

    Netanjahu beschwor in einer Erklärung am 28. Oktober zu Beginn der israelischen Bodeninvasion in Gaza: „Denkt daran, was Amalek euch angetan hat“, und zitierte damit den biblischen Vers, in dem Jahwe den Israeliten befiehlt, das feindliche Volk der Amalekiter bis auf ihre Babys und Tiere auszurotten. (Südafrika hat Netanjahus Erklärung vor dem IGH als Beweis für die völkermörderische Absicht Israels in Gaza eingereicht.)

    Nun, Netanjahu hat es wieder getan (am 20. Mai). Als Reaktion auf die Nachricht, dass der IStGH einen Haftbefehl gegen ihn beantragt hat, berief er sich auf Amalek. „Diesmal“, so berichtet Mondoweiss, „benutzt Netanjahu denselben Verweis, um die Nation gegen ihre Feinde aufzubringen   – zu denen jetzt offenbar auch der IStGH und der IGH gehören   –, wobei er in der hebräischen Version seiner Tirade gegen den Gerichtshof eine verschlüsselte Sprache verwendet“.

    „Die englische Version der Rede, die er gehalten hat, finden Sie hier. Die hebräische Version war anders. Sie endete mit einem hebräischen Satz - „Netzah Israel lo yeshaker“   – was bedeutet „der Ewige Israels lügt nicht“. Diesen Satz richtete er an „die Lügen in Den Haag“, wie er in der Erklärung sagte. Die Bedeutung dieses Satzes wird sich der breiten Öffentlichkeit nicht erschließen, da er auf belastete Codes sowohl in der biblischen als auch in der zionistischen Geschichte und Mythologie zurückgreift.

    Modoweiss fährt fort:

    „Der Satz selbst stammt aus Samuel I, 15:29. Der Kontext ist hier alles. König Saul wurde vom Propheten Samuel ermahnt, weil er die Amalekiter nicht vollständig ausgerottet hatte   – Saul hatte ihren König Agag und „die besten Schafe und Rinder“ verschont, die die Israeliten „nicht vollständig vernichten wollten“. Der Bibel zufolge war dieses Ausmaß der Vernichtung nicht genug   – und zeigte die vermeintliche Schwäche von König Saul. Deshalb ermahnte der Prophet Samuel den biblischen König:

    „Der Herr hat dich zum König über Israel gesalbt. Und er hat dich mit dem Auftrag gesandt: 'Geh hin und vernichte dieses böse Volk, die Amalekiter, vollständig; führe Krieg gegen sie, bis du sie ausgerottet hast.' Warum hast du dem Herrn nicht gehorcht? Warum hast du dich auf die Beute gestürzt und Böses getan in den Augen des Herrn?“

    „Saul versucht, seine Taten zu verteidigen, doch Samuel überbringt ihm eine unmissverständliche Botschaft:

    „Du hast das Wort des Herrn verworfen, und der Herr hat dich als König über Israel verworfen!“

    „Mit diesem Satz beendete Netanjahu seine hebräische Rede, mit der er auf den Antrag des IStGH reagierte. Er deutet an, dass sich der Gerichtsbeschluss gegen den gesamten Staat Israel richte. Mit anderen Worten, er sendet die Botschaft, dass er nicht denselben Fehler wie König Saul machen wird   – indem er Amalek nicht vollständig ausrottet. Er wird bis in den Gazastreifen vordringen. Er wird bis nach Rafah gehen. Er wird „die Saat von Amalek auslöschen“, wie israelische Soldaten im Dezember in einem aufgezeichneten Video skandiert haben.

    „Netzhah Israel lo yeshaker“ bildet das Akronym „NILI“. NILI war ein zionistischer Untergrund-Spionagering, der während des Ersten Weltkriegs zwischen 1915 und 1917 tätig war. Es handelte sich um eine nachrichtendienstliche Gruppe, die für die Briten gegen die Osmanen arbeitete, die zu dieser Zeit noch Palästina beherrschten ... Netanjahus Beschwörung „der Ewige Israels lügt nicht“ ist nicht nur ein biblischer Verweis auf die Gefahren, die entstehen, wenn man bei der Vernichtung der Amalekiter (die in diesem Fall die Palästinenser sind, die in Rafah und dem restlichen Gazastreifen zurückgeblieben sind) nicht bis zum Ende geht   – es ist auch ein historischer Verweis auf den Widerstand der zionistischen Bewegung gegen die Macht, wenn diese für die zionistische Sache ungünstig ist.

    Nur um das klarzustellen: Das, was in dem obigen hebräischen Zitat über die Vernichtung von Amalek angedeutet wird, kann nur in einem Klima der Krise und des Chaos erreicht werden (der israelische Finanzminister Smotrich hat dies vor einigen Jahren ausdrücklich gesagt), andernfalls werden die weltweite Isolierung und die Zermürbung die Israelis schnell verkalken und das Ziel des Kabinetts, den zionistischen Staat im gesamten Land Palästina in einem „neuen Unabhängigkeitskrieg“ zu errichten, ersticken.

    Netanjahu verfügt paradoxerweise über mehr Einfluss auf die wichtigsten institutionellen Machtstrukturen in den USA als das Weiße Haus, um den zweiten „Unabhängigkeitskrieg“ seiner Regierung zu führen. Ist der „Befehl zur Ausweitung“   – ein Befehl, der nahelegt, dass die Israelis eine größere Krise benötigen, um ihren Weg unbemerkt in einem größeren Chaos fortzusetzen?

    Wird die Lüge verbreitet, dass die von den USA an die Ukraine gelieferten Langstreckenraketen das Spiel verändern, um einen Krieg zu beginnen, anstatt ihn zu beenden? Oder handelt es sich um eine trügerische Botschaft mit Blick auf den November? Was auch immer es ist, die daraus resultierende harte Reaktion Russlands wird das Wahlkalkül durcheinander bringen.

    Quelle: https://english.almayadeen.net/articles/analysis/walking-the-precipice?utm_source=substack&utm_medium=email
    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=5872&mailid=2204


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.05.2024

    Patrick Baab bei NDS in der Potsdamer Waldstadt

    aus e-mail von  Irene Eckert, 29. Mai 2024, 23:36 Uhr

    Vorweggenommen: Er wird am Samstag bei einer Veranstaltung der Partei "Die

    Basis" in Berlin-Rixdorf noch einmal zusammen mit Dirk Pohlmann sprechen:

    Richardstr. 6, Villa Rix, Beginn 19:30

    Ich war insgesamt angenehm überrascht über die sehr gut besuchte

    Veranstaltung im Süden Potsdams. Was weniger überraschte: Das Publikum war

    von der Generation Baabs, also überwiegend im Rentenalter. Dennoch ist es

    immer eine sehr gute Erfahrung mit besorgten, an den Geschicken der Zeit

    Anteil nehmenden Menschen einen langen  Abend zu verbringen (19:00-21:30).

    Patrick Baab, ehemals Journalist beim NDR las abschnittweise aus seinem

    neuen Buch "Auf beiden Seiten der Front - Meine Reise in die Ukraine",

     Verlag Fifty fifty, Ffm 2024. Sein Interviewpartner und Organisator

    Norbert Schneider, ein ehem. Berufssoldat, auch aktiv beim Darmstädter

    Signal, führte engagiert und bedacht durch die Veranstaltung.Die Stimmung

    war kooperativ und konstruktiv.

    Was irritierte war der Einstieg mit den bekannten, unhinterfragten Floskeln

    wie "völkerrechtswidriger Angriffskrieg", "Käfighaltung von Gefangenen

    russischerseits", was in mir sofort Bilder des Grenzverkehrs im von

    Israel besetzten Palästina wachrief und die pauschalisierende, gleich

    setzende Behauptung von Kriegsverbrechen auf beiden Seiten ohne Beleg.

    Im Laufe des Abends wurde aber doch sehr deutlich, dass der gewandte,

    vielgereiste Autor sich von der Kriegstrunkenheit seiner russophoben

    Kollegenschaft  unter Journalisten, Akademikern und Politikern entschieden

    und kenntnisreich abhob. Der Weg der Ukraine in den Abgrund der Korruption,

    vorgezeichnet durch Diktate des IWF und westlichern Konzerninteressen, die

    in den den Sumpf des Bürgerkrieges führten und das schließliche Eingreifen

    von Milizen und endlich des russischen Militärs zur Folge hatten, wurde

    aufgezeigt und auch die jüngste unheilvolle Entwicklung angedeutet. Bei der

    Ausschau auf einen möglicherweise 30jährigen Krieg  kamen allerdings jene

    Aspekte zu kurz, die einen ganz anderen Verlauf der Geschichte bewirken

    können, nämlich die geo-ökonomischen Zusammenhänge, die durch die immer

    enger werdende Kooperation Chinas, Russlands, des Iran und des gesamten

    Globalen Südens Entwicklungen vorantreiben könnten, denen der Globale

    Norden nichts entgegenzusetzen hat, außer mit dem nuklearen Feuer zu

    spielen. In Anbetracht der erfolgreichen russischen

    Demilitarisierungsstrategie einerseits,  dem  Ausbau seiner Wirtschaft und

    dem Fokus  auf modernste Technologie in Zusammenarbeit mit den Chinesen und

    der rasch vorwärts schreitenden De-Dollarisierung im Rahmen der

    BRICS +Staaten sieht er sich in der nuklearen Falle.

    Uns bleibt die Hoffnung auf rechtzeitige Stärkung jener Kräfte, die ein

    nukleares Inferno verhindern können.

    Dank an die Nachdenkseiten, dafür, dass sie Menschen zusammenbringen. Danke

    Norbert Schneider.

    Irene Eckert


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    30.05.2024

    Rainer Rupp: Angriffe auf Russlands Frühwarnradarsystem – Eskalation in Richtung Atomkrieg

    Von Rainer Rupp

    Die USA benutzen die Ukraine für Angriffe auf das strategische Frühwarnradarsystem in Russland. Damit nähert sich der Westen nicht nur dem atomaren Abgrund. Schlimmer noch, wir stehen bereits direkt an der Kante.


    Rainer Rupp: Angriffe auf Russlands Frühwarnradarsystem – Eskalation in Richtung AtomkriegQuelle: Gettyimages.ru


    Symbolbild.


    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben ukrainische Drohnen die Radarstation Armawir in der südwestlichen russischen Region Krasnodar angegriffen. Armawir ist nicht irgendein Radarsystem, sondern ein wichtiger Teil des russischen Frühwarnsystems zur Erkennung von Angriffen mit Interkontinentalen Ballistischen Raketen (ICBMs).


    "Ausdruck der Agonie und Verzweiflung" ‒ Lawrow zum Beschuss Russlands mit US-Raketen




    "Ausdruck der Agonie und Verzweiflung" ‒ Lawrow zum Beschuss Russlands mit US-Raketen






    Damit ist dieses Radar zusammen mit anderen derartigen Einrichtungen eine Säule, auf der die strategische Sicherheit der Russischen Föderation ruht. Weit über die konventionellen eskalatorischen Spannungen in der Ukraine hinaus hat dieser Angriff alle bisherigen US/NATO/EU-Eskalationen in der Ukraine in den Schatten gestellt und vor allem uns Europäer einen Schritt näher an den Rand eines thermonuklearen Krieges gebracht.

    Der russische Senator und ehemalige Chef von Roskosmos, Dmitri Rogosin, reagierte auf diese Entwicklung mit der Feststellung, dass die Tat zwar von ukrainischer Hand begangen, aber diese Hand von Washington geführt worden sei. Tatsächlich habe Washington "einen unverantwortlichen Banditen" angeheuert, um die schmutzige Arbeit zu erledigen. Rogosin schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

    "Wir nähern uns also nicht nur dem Abgrund, sondern stehen bereits direkt an der Kante, jenseits derer, wenn der Feind bei solchen Aktionen nicht gestoppt wird, ein unumkehrbarer Zusammenbruch der strategischen Sicherheit der Atommächte beginnen wird. Der Angriff auf Armawir erfolgte nur wenige Tage nach Beginn der taktische Nuklearübungen Russlands. Die Gründerin des [deutschen] Schiller-Instituts warnte, dass Russland und China 'nicht unsere Feinde sind' und dass ohne eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, in der die Interessen aller Nationen respektiert werden, die Wahrscheinlichkeit eines Dritten Weltkriegs nahezu 100 Prozent beträgt."

    Mit Datum vom 26. Mai 2024 benachrichtigte E.I.R. – Daily Alert seine Abonnenten, dass zahlreiche vom Schiller-Institut befragte internationale Militär- und Nachrichtendienstspezialisten ihre große Besorgnis über den Angriff auf Armawir und seine Folgen zum Ausdruck gebracht hätten. Nachfolgend einige Auszüge aus den Kommentaren.

    Der große Raketenexperte Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology, Atomwaffenexperte:

    "Das satellitengestützte russische Frühwarnsystem ist sehr begrenzt und kann die blinden Flecken, die durch die Beschädigung des Radars entstanden sind, nicht ausgleichen. Die atlantischen, pazifischen und nördlichen Radarwarnkorridore sind wichtiger, und die Russen haben auch Radaranlagen in Moskau. Die Radaranlagen in Moskau erkennen eine Bedrohung jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt, was zu noch kürzeren Warn- und Entscheidungszeiten führt und damit die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Unfalls erhöht. Die Kommandeure der strategischen Raketentruppen, die im Dienste der politischen Führung stehen, dürften äußerst besorgt sein und keine andere Wahl haben, als diese Situation als sehr ernst zu betrachten. Sie werden mit ziemlicher Sicherheit ihre Nuklearstreitkräfte auf einer höheren Alarmstufe betreiben, was die Wahrscheinlichkeit von Unfällen, die zu einem ungewollten globalen Atomkrieg führen könnten, weiter erhöhen wird."

    Steven Starr, Professor, Universität von Missouri, Experte für Atomkrieg:

    "Die USA haben damit begonnen, Raketenangriffe auf das russische nukleare Frühwarnsystem (FWS) zu richten, das aus einer Reihe von bodengestützten Radaranlagen und Satelliten besteht… JEDER derartige Angriff auf diese FWS-Systeme könnte das russische nukleare Reaktionssystem auslösen. Dieser gezielte Angriff der USA ist also wahnsinnig gefährlich. Washington spielt ein extrem leichtsinniges nukleares Spiel mit Russland. Ich weiß nicht, ob andere ähnliche russische Einrichtungen in Reichweite der ATACMS oder vielleicht sogar der deutschen Taurus-Raketen liegen, die eine größere Reichweite haben als die ATACMS und die britischen Storm Shadow-Raketen. Leider könnten wir das bald herausfinden, denn die Verrückten in Washington, Kiew und Brüssel scheinen entschlossen zu sein, den Dritten Weltkrieg zu beginnen."

    Oberst a.D. Prof. Dr. Wilfried Schreiber, Senior Research Fellow am WeltTrends-Institut für Internationale Politik, Potsdam:

    "Es gibt offensichtlich Kräfte in der Ukraine und auch in der NATO, die bereit sind, das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation zwischen der NATO und Russland einzugehen. Die deutsche Politik ist gut beraten, die russischen Warnungen vor einem neuen Weltkrieg ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass die letzten roten Linien nicht überschritten werden. Als moderner Industriestaat im Herzen Europas ist Deutschland in einem europäischen Großkonflikt nicht kriegsfähig – selbst wenn keine Atomwaffen eingesetzt werden. Die deutsche Politik muss alles tun, um die zunehmende militärische Konfrontation zu deeskalieren und sich für eine diplomatische Lösung des Konflikts einzusetzen."

    Oberst a.D. Richard Black, ehemaliger Senator aus Virginia:

    "Dies ist eine Fortsetzung des Musters, wobei die NATO-Streitkräfte erkennen, dass sie den Krieg in der Ukraine verlieren und die schwachen Verteidigungslinien brechen, doch die Antwort der NATO ist Eskalation. Dies geschieht nicht zufällig, sondern bewusst. Das ist nicht der erste Angriff auf die russische nukleare Triade. Die Ideologen sehen ihre Welt zusammenbrechen, nachdem sie die Regenbogenfahne über konservativen Ländern gehisst und ewige Kriege geführt haben. Sie sind verzweifelt und bereit, bis zum Atomkrieg zu eskalieren, um sich aus der Klemme zu befreien. Sie machen eine Reihe kleiner Schritte und meinen, darauf werden 'sie nicht reagieren'; so folgt ein kleiner Schritt dem anderen, bis einer von ihnen auf eine Landmine trifft und wir uns im Dritten Weltkrieg befinden. …. Putin ist sich der Realitätsverweigerung des Westens sehr wohl bewusst. Der Westen behauptet, Putin rassele nur mit dem Säbel, aber das tut er nicht – er informiert den Westen über die gefährliche Realität."

    General a.D. Dominique Delawarde, französischer Geheimdienstexperte:

    "Ich erwarte, dass sich das US-Militär in einer lebenswichtigen Situation vernünftiger und bewusster verhält als die zivilen Führer."

    Graham Fuller, ehemaliger Diplomat, CIA-Beamter und stellvertretender Vorsitzender des National Intelligence Council:

    "Ohne die volle Unterstützung der USA wäre dies eindeutig nicht möglich gewesen. Ich kann mich nicht angemessen dazu äußern, bis ich mehr weiß, aber es ist offensichtlich eskalierend und ich werde es untersuchen."

    Prof. Richard Sakwa, emeritierter Professor für russische und europäische Politik an der Universität Kent (GB); international anerkannter Autor über Russland und die Ukraine:

    "Die Tretmühle dreht sich immer schneller, vor allem nach dem, was Blinken der Ukraine sagte: Ihr könnt 'mit unseren Raketen machen, was ihr wollt.' Das zeigt, wie unverantwortlich die amerikanische Führung ist. Wir sind auf dem Weg zur nuklearen Eskalation. Der Westen steht vor einer Niederlage in der Ukraine und deshalb wird weiter eskaliert, um eine Niederlage abzuwenden."

    In einer anschließenden Analyse unter dem Titel "STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR" zitiert der E.I.R. - Informationsdienst unter anderem die russische Militärnachrichtenseite Avia.pro:

    "Die ukrainischen Truppen setzen ihre aggressive Kampagne gegen strategisch wichtige Ziele auf russischem Territorium fort. Diesmal war ihr Ziel die strategische Fernerkennungsradarstation Voronezh-DM des Raketenangriffswarnsystems (SPRN) in Armawir."

    Kiesewetter: NATO-Staaten könnten Luftabwehr über Westukraine übernehmen





    Kiesewetter: NATO-Staaten könnten Luftabwehr über Westukraine übernehmen






    Der Bericht enthält auch Bilder, die zwei beschädigte Strukturen auf dem Gelände von Armawir zeigen. Die Begrenztheit der Schäden lässt darauf schließen, dass die Strukturen, in denen die Radarantennen untergebracht sind, tatsächlich von Drohnen getroffen wurden. Weiter führt der Bericht aus, dass die Entfernung der Station von der ukrainischen Grenze mehr als 450 Kilometer beträgt, was auf eine beträchtliche Reichweite der von ukrainischem Territorium abgeschossenen Drohnen hindeute.

    Am selben Tag fand auch ein ukrainischer Angriffsversuch auf eine Ölraffinerie im noch weiter entfernten Tatarstan statt. Diese Vorfälle bestätigen laut Avia.pro, "dass die Ukraine weiterhin moderne Technologien und Taktiken zur Durchführung militärischer Operationen einsetzt. Angriffe auf Objekte von strategischer Bedeutung verursachen nicht nur materielle Schäden, sondern stellen auch eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit Russlands dar."

    "Es ist offensichtlich, dass die Ukraine nicht unabhängig handelt, sondern mit der Unterstützung westlicher Partner, die nachrichtendienstliche und technische Hilfe leisten."

    Dann wird der Avia.pro-Autor genauer:

    "Die westlichen Länder, die die Ukraine unterstützen, beteiligen sich tatsächlich an der Eskalation des Konflikts, indem sie Technologie und Geheimdienstinformationen für Angriffe auf russische Ziele bereitstellen. Eine solche Unterstützung trägt zur Fortsetzung der Feindseligkeiten und zur Verschärfung der Krise bei, was die Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts untergräbt."

    Auch der bereits oben erwähnte Dmitri Rogosin erklärt, die USA steckten hinter dem Angriff auf die Frühwarnradarstation Armawir, denn es sei äußerst unwahrscheinlich, dass der Angriff, an dem laut ukrainischen Medien mehrere Drohnen beteiligt waren, auf alleinige Initiative Kiews und ohne Beteiligung der USA erfolgt sei. Rogosin schloss die Möglichkeit aus, dass der Angriff auf Initiative Kiews erfolgte:

    "Angesichts der tiefen Verstrickung Washingtons in diesen bewaffneten Konflikt und der totalen Kontrolle der Amerikaner über die militärische Planung Kiews kann die Behauptung, die Vereinigten Staaten wüssten nichts von den ukrainischen Plänen, das russische Raketenabwehrsystem anzugreifen, verworfen werden. Washington wird in vollem Umfang für die vergangenen und zukünftigen Verbrechen der verzweifelten ukrainischen Führung geradestehen müssen. Wir nähern uns also nicht nur dem Abgrund, sondern stehen bereits direkt an der Kante, jenseits derer, wenn der Feind bei solchen Aktionen nicht gestoppt wird, ein unumkehrbarer Zusammenbruch der strategischen Sicherheit der Atommächte beginnen wird."

    Mehr zum Thema – "Unser Sieg ist unvermeidlich" ‒ Russlands Botschaft, die der Westen nicht hören will

     

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    Info: https://freedert.online/international/207112-rainer-rupp-angriffe-auf-russlands


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    30.05.2024

    Neue Vorwürfe gegen VDL, Freibrief für Tusk – und KI können wir auch nicht

    lostineu.eu, 30. Mai 2024

    Die Watchlist EUropa vom 30. Mai 2024 – Heute mit von der Leyens umstrittener Israel-Politik, dem Ende des Rechtsstaats-Verfahrens gegen Polen und der nächsten europäischen Technologie-Lücke

    Die Rolle von Kommissionschefin von der Leyen im Krieg in Gaza sorgt schon seit einiger Zeit für Streit. Nach dem Terror-Angriff der islamistischen Hamas am 7. Oktober hatte sich die deutsche Politikerin sofort und bedingungslos hinter Israel und die Regierung Netanjahu gestellt.

    Dies wurde ihr vorgehalten – von EU-Staaten wie Spanien und Irland, die eine eher pro-palästinensische Linie vertreten, aber auch von Mitarbeitern der EU-Institutionen, die eine ausgewogene Nahost-Politik anmahnen.

    So berichtet der “Guardian” von einem offenen Brief, in dem sich mehr als 200 EU-Mitarbeiter über die “Untätigkeit” der Kommission beklagen. Selbst die jüngsten Urteile internationaler Gerichte hätten daran nichts geändert, schreiben sie “mit großer Sorge”.

    Nun gibt es neue Vorwürfe: Von der Leyen habe tatenlos zugesehen, es womöglich gar gebilligt, dass sich der ungarische EU-Kommissar Varhelyi in Israel mit Verteidigungsminister Gallant getroffen hat – dabei ist gegen Gallant ein Haftbefehl wegen möglicher Kriegsverbrechen in Gaza beantragt.

    Der ICC soll ermitteln

    Einige Menschenrechts-Aktivisten gehen noch weiter: Die Kommissionschefin selbst müsse von der internationalen Gemeinschaft belangt werden, weil sie nicht nur Gallant, sondern auch Premierminister Netanjahu gedeckt habe. Damit trage sie eine Mitschuld für die Gräuel in Gaza.

    Es gibt sogar eine Eingabe beim Internationalen Strafgerichtshof. Das “Geneva International Peace Research Institute (GIPRI)” fordert den ICC auf, Ermittlungen aufzunehmen. Es gebe Hinweise, dass sich von der Leyen der “Komplizenschaft” bei Kriegsverbrechen schuldig gemacht habe.

    Noch sind dies nur Vorwürfe und Klagen – keine offiziellen Verfahren wie beim “Pfizergate”, wo sogar die Europäische Staatsanwaltschaft aktiv geworden ist. Doch mitten im Wahlkampf wiegen sie schwer.

    Die Bürger sollten zumindest wissen, welche Nahost-Politik von der Leyen verfolgt – und ob sie bereit ist, mögliche israelische Kriegsverbrechen in Gaza genauso hart zu ahnden wie russische Untaten in der Ukraine.

    Doch auf Nachfrage wollte ihr Sprecher nicht antworten. Auch EU-Chefdiplomat Borrell hält sich bedeckt. Der ist zwar – genau wie Varhelyi – der Kommissionspräsidentin unterstellt. Er vertritt in der Nahost-Politik aber eine andere, viel ausgewogenere Linie…

    Mehr zu Gaza hierzu von der Leyens Affären hier

    News & Updates

      Freibrief für Tusk: Die EU-Kommission hat ihr Rechtsstaats-Verfahren gegen Polen eingestellt. Die Entscheidung zum Ende des sog. Artikel-7-Verfahrens kommt rund sieben Monate nach der Abwahl der rechten PiS-Regierung, die Polen von 2015 bis 2023 geführt hat. Sie hatte das Justizsystem umgebaut und damit die Gewaltenteilung eingeschränkt. Der neue Premierminister Donald Tusk will den Rechtsstaat nun wiederherstellen. Doch obwohl er noch ganz am Anfang steht und ziemlich rabiat vorgeht, bekommt er nun einen Freibrief – und viele Milliarden aus Brüssel...Macron will EU-Budget verdoppeln. Deutschland und Frankreich sehen sich weiter als Zugpferde der EU. Dies erklärten Kanzler Scholz und Präsident Macron nach einer Klausurtagung in Meseberg. Doch schon beim künftigen EU-Budget gehen die Meinungen weit auseinander. Macron schlug vor, das laufende EU-Budget zu verdoppeln. Die EU brauche einen “Investitions-Schock”, sagte er. Das zusätzliche Geld soll vor allem für Rüstung, aber auch für den Klimaschutz und die sogenannte Künstliche Intelligenz genutzt werden. Scholz ist dagegen – jedenfalls bisher. Mehr im Blog.Durchsuchung im Europaparlament. Rund anderthalb Wochen vor der Europawahl hat es erneut Durchsuchungen im Parlament gegeben – diesmal wegen des Verdachts der russischen Einflussnahme. Das teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der Spitzenkandidat der AfD bei der Europawahl, Maximilian Krah, bestätigte, dass sich die Durchsuchungen in Brüssel und Straßburg gegen einen früheren Mitarbeiter richteten. Inzwischen arbeitet der Mann für den niederländischen EU-Abgeordneten Marcel de Graaff von der extrem rechten Partei Forum für Demokratie.

    Das Letzte

    KI können wir auch nicht. Bei Sonnenkollektoren und Windrädern hat Europa nichts mehr zu melden – die Produktion ist nach China abgewandert. Nun kommt die nächste Hiobsbotschaft: Künstliche Intelligenz können wir auch nicht! “Die KI-Investitionen der EU sind im Zeitraum 2018 bis 2020 zwar stetig angestiegen”, meldet der EU-Rechnungshof in Luxemburg. Dennoch habe sich die Investitionslücke zwischen den USA und der EU mehr als verdoppelt. “Die EU liegt um über 10 Milliarden Euro zurück”, so der Rechnungshof. Deutschland und Frankreich haben zwar mehr Geld für die KI-Förderung versprochen. Allerdings hätten vier EU-Länder noch nicht einmal eine eigene Strategie, monieren die Rechnungsprüfer. Und die europäischen Firmen investieren auch nicht genug. Demgegenüber nehmen US-Unternehmen immer mehr Geld in die Hand; Internet-Konzerne wie Google (Alphabet) und Microsoft überbieten sich gegenseitig – und überschwemmen EUropa mit ihren “intelligenten” Systemen. Da kommt nicht mal das erste KI-Gesetz mit, das gerade erst in Brüssel verabschiedet wurde. Es ist im Grunde schon wieder überholt! – Siehe auch Datenschutz und KI: Die EU hilft einen Sch…

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    Neue Vorwürfe gegen VDL, Freibrief für Tusk - und KI können wir auch nicht - Lost in Europe


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    Kurz nach Europawahl: EU plant brisante Garantien für Ukraine


    lostineu.eu, vom 29. Mai 2024

    Die EU plant neue Sicherheits-Garantien für die Ukraine. Sie sollen kurz nach der Europawahl beschlossen werden und könnten uns noch tiefer in den Krieg ziehen.

    Über einen entsprechenden EU-Entwurf berichtet Reuters. Demnach sollen der Regierung in Kiew für die kommenden Jahre mehr Waffen, militärische Ausbildung und andere Hilfen zugesichert werden.

    In dem Entwurf heißt es, bei einer “zukünftigen Aggression” (aus Russland) würden die EU und die Ukraine sich binnen 24 Stunden über Kiews Wünsche beraten und “rasch die nächsten Schritte festzulegen”.

    Die EU-Partner wollen damit klarmachen, dass sie der Ukraine auch langfristig zur Seite stehen, da ein Ende des Krieges nicht in Sicht ist und keine unmittelbare Aussicht auf einen EU-Beitritt besteht.

    Pikant ist, dass die neuen Garantien mitten im Europawahlkampf ausgehandelt, aber nicht veröffentlicht werden. Zudem soll erst nach der Europawahl ein Beschluß fallen – vermutlich beim EU-Gipfel Ende Juni.

    Die Wähler würden damit ein weiteres Mal vor vollendete Tatsachen gestellt. Im Dezember hatte die EU bereits grünes Licht für Beitrittsverhandungen gegeben, die ebenfalls kurz nach der Wahl stattfinden sollen.

    Zudem wurden Finanzhilfen im Wert von 50 Mrd. Euro sowie dauerhafte Waffenlieferungen zugesagt. Das Ergebnis: Egal welche Partei Sie am 9. Juni wählen – das wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen.

    Mit den geplanten neuen Garantien könnte die EU sogar noch tiefer in den Krieg gegen Russland hineingezogen werden. Doch was ist mit den Bürgern, die diesen Krieg ablehnen oder Verhandlungen fordern?

    Ihre Stimme wird in Brüssel wohl nicht mehr gehört…

    Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

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    8 Kommentare

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    exKK

    16 Stunden zuvor

    Vor der Wahl ist nach der Wahl!

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    Arthur Dent

    18 Stunden zuvor

    Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie eh verboten. Ich möchte eigentlich nur mein altes Deutschland zurückhaben, das von vor 2015, eigentlich das von vor 1989.

    0

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    Antworten anzeigen (4)

    WBD

    22 Stunden zuvor

    Man darf da ruhig mal fragen, was das für ‚demokratischer‘ Stil ist: eine nachfolgende Regierung (o.ä.!) so rabiat fest zu legen. Die derzeit handelnden haben ein Mandat für genau eine Wahlperiode – mehr nicht! Wieso gibt es keine passenden Regeln, daß das auch eingehalten werden muss?
    In den USA werde Dinge ‚Trump-fest‘ gemacht, hier will man das Bundesverfassungsgericht vor der AfD schützen – OK, vor der AfD kann man es ja scheinbar machen, aber ist das wirklich noch Demokratie??
    Wie lange kann man eigentlich nachfolgende Regierungen legal von den Handlungen abhalten, für die diese Nachfolger vom Souverän gewählt wurden??


    Info: https://lostineu.eu/kurz-nach-europawahl-eu-plant-brisante-garantien-fuer-ukraine


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    Weiteres: 



    Macron will EU-Budget verdoppeln – vor allem für Rüstung


    lostineu.eu, vom 29. Mai 2024

    Deutschland und Frankreich sehen sich weiter als Zugpferde der EU. Dies erklärten Kanzler Scholz und Präsident Macron nach einer Klausurtagung in Meseberg. Doch schon beim künftigen EU-Budget gehen die Meinungen weit auseinander.

    Macron schlug vor, das EU-Budget zu verdoppeln. Die EU brauche einen “Investitions-Schock”, sagte er. Das zusätzliche Geld soll vor allem für Rüstung, aber auch für den Klimaschutz und die sogenannte Künstliche Intelligenz genutzt werden.

    Wie er das alles finanzieren will, sagte Macron nicht. Offenbar schwebt ihm das Modell des schuldenfinanzierten Corona-Aufbaufonds vor. Für eine Aufstockung hat sich auch Kommissionspräsidentin von der Leyen ausgesprochen (siehe unten).

    Scholz wollte sich zu einer Verdoppelung des EU-Haushalts nicht äußern. Ein erheblicher Teil der Mittel aus dem Corona-Hilfsfonds sei bis heute nicht ausgegeben worden, so der Kanzler. Auch Deutschland hat seinen Anteil noch nicht abgerufen.

    Auch in der Nato gibt es Rufe nach mehr Geld für Waffen und Verteidigung. Ich rechne daher damit, dass der Druck auf Deutschland nach der Europawahl noch größer wird – und Scholz früher oder später einknicken wird.

    Derzeit präsentiert er sich ja noch als sparsamer Friedenskanzler…

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    4 Kommentare

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    Arthur Dent

    18 Stunden zuvor

    Gibt’s eine rechtliche Grundlage für einen gemeinsamen Rüstungshaushalt und dessen Erhöhung?

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    Antworten anzeigen (1)

    european

    22 Stunden zuvor

    Es ist doch sehr aufschlussreich, einmal die Kommentare unter dem Tweet zu lesen. Man kann scrollen so lang man möchte, positive Posts muss man mit der Lupe suchen.

    Ist doch interessant, mit welcher Chuzpe sie von ihrem second term spricht. Alles schon eingetütet. Braucht nicht mehr wählen gehen, ihr da unten. Und das Schlimmste ist, dass sie wohl damit Recht behalten wird.

    0

    Antworten

    exKK

    1 Tag zuvor

    Für nix haben unsere Regierenden noch Geld, alles geht vor die Hunde – nur für die Rüstungsmafia ist immer genug da, sogar auf Pump!

    0

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    Info: 
    https://lostineu.eu/macron-will-eu-budget-verdoppeln-vor-allem-fuer-ruestung


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    30.05.2024

    Nachrichten von Pressenza: Für Profite über Leichen

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 30. Mai 2024, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 30.05.2024


    Für Profite über Leichen


    In Großbritannien starben einem jüngst veröffentlichten Untersuchungsbericht zufolge im Zeitraum von 1970 bis 1998 3.000 Menschen an virushaltigen Blutpräparaten. Einer der größten Hersteller war der Bayer-Konzern. BERLIN/LONDON (Eigener Bericht) – Laut einem vergangene Woche veröffentlichten Untersuchungsbericht haben kontaminierte Blutplasmaprodukte unter&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/05/fuer-profite-ueber-leichen/


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    Das Wettern der Woche: Mein Freund, der Faschist


    Mooohment, bevor Sie wieder zu schnell abdrehen! Mein Freund ist ein kulturell über uns stehender Italiener, blond was das Zeug hält, in Biberach geboren und aufgewachsen (weiß der Geier, wie das kommt), groß und kräftig wie alle Südländer, aber heißblütig,&hellip;

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    Breyer (Piratenpartei), ChatControl: Europa kapituliert vor dem Datenschutz


    „Die Entscheidung des Europäischen Parlaments, die Überwachung von Chats auszuweiten, widerspricht seinem erklärten Ziel, die Grundrechte zu schützen“, kommentiert Patrick Breyer, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Piratenpartei Deutschland, die Verabschiedung der Trilog-Vereinbarung zur Verlängerung (bis April 2026) des umstrittenen&hellip;

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    Pluriversum – Fehlentwicklung


    Pluriversum ist eine Reihe von Beiträgen aus dem gleichnamigen Buch, gewidmet all jenen, die für das Pluriversum kämpfen, indem sie sich gegen Ungerechtigkeit wehren und nach Wegen suchen, in Harmonie mit der Natur zu leben. Die Welt, die wir wollen,&hellip;

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    Mailand: Emotionaler Flashmob gegen den Krieg


    Männer und Frauen, die seit Monaten darüber nachdenken, wie sie auf dieses Versickern von Leben, Respekt, Liebe, Freude und Menschlichkeit reagieren können. Wie widersetzt man sich, wie wird man gehört und gesehen, wie streut man Sand ins Getriebe einer Kriegstreiberei,&hellip;

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    Asylrecht auf den Kopf gestellt


    Abschiebung russischer Kriegsdienstverweigerer verhindern „Schutz und Asyl muss allen gewährt werden, die den Kriegsdienst verweigern oder aus Kriegsgebieten desertieren – diese Aussage darf nicht nur eine Forderung sein, sondern muss umgesetzt werden“, so der pax christi-Bundesvorsitzende Gerold König zum Fall&hellip;

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.05.2024

    Fußball-EM: Kriegstauglichkeitsübung als „Sommermärchen 2.0“

    nachdenkseiten.de, 29. Mai 2024 um 10:00 Uhr Ein Artikel von Rainer Balcerowiak

    Den Karneval der Kulturen an Pfingsten mit bis zu einer Million Besuchern beim großen Umzug und dem viertägigen Straßenfest hat Berlin einigermaßen glimpflich überstanden. Und das große „Fest der Demokratie“ anlässlich des 75. Geburtstages des Grundgesetzes, bei dem der gesamte Bereich zwischen Brandenburger Tor, Bundestag, Hauptbahnhof, Schloss Bellevue und Kanzleramt zu einer engmaschig überwachten Sicherheitszone wurde, ist jetzt auch vorbei.

    Doch Zeit zum Durchatmen ist einem in der Party-Overkill-Hauptstadt Berlin nicht vergönnt, denn jetzt sind alle Blicke auf das bevorstehende „Sommermärchen 2.0“ gerichtet. Gemeint ist damit die Neuauflage der erst im Nachgang als „Sommermärchen“ bezeichneten großen Sause rund um die Fußballweltmeisterschaft 2006, bei der Berlin der am stärksten von Besuchern aus aller Welt frequentierte Spielort in Deutschland war. Tatsächlich präsentierte sich die Hauptstadt seinerzeit ungewohnt locker, fröhlich und entspannt. Dass die Vergabe dieses Mega-Events nach Deutschland auf massiver Korruption beruhte, wurde zwar bereits damals gemunkelt, aber verifiziert wurde das erst wesentlich später. Gestört hätte es wohl ohnehin kaum jemanden, weil sowas im milliardenschweren Profisport-Zirkus halt vollkommen normal ist.

    Von einem „fröhlichen Fest“, bei dem sich Berlin „Menschen aus aller Welt von seiner besten Seite“ zeigen werde, kann diesmal jedoch wohl kaum die Rede sein. Wer in den vergangenen Tagen Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und ihrer Polizeipräsidentin Barbara Slowik lauschte, könnte eher den Eindruck gewonnen haben, dass der Hauptstadt ein verheerender Angriff droht. Die Rede war von „Bedrohungslagen“, von Urlaubssperren für Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute, von schwerem Blockadegerät gegen feindliche Angriffe und gar von der Beschaffung spezieller Technik gegen Drohnenangriffe und Vorbereitungen auf mögliche Attacken mit biologischen, chemischen und nuklearen Kampfstoffen.

    Entsprechende Übungen hätten bereits stattgefunden, und auch neue Kapazitäten für Gesichtserkennung im öffentlichen Raum, die Verfolgung von Fluchtfahrzeugen sowie die Dekontamination und Versorgung von Anschlagsopfern seien angeschafft worden und einsatzbereit. Zwar, so räumte Spranger ein, könne es „hundertprozentige Sicherheit nicht geben“, aber man stünde „in engem Austausch mit dem Verfassungsschutz und ausländischen Geheimdiensten, um die Sicherheit zu gewährleisten“. Wichtig sei aber trotz allem, sich „keinesfalls die Vorfreude nehmen zu lassen“, betonte Slowik.

    Auch Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sieht die Fußballeuropameisterschaft, die außer in Berlin noch in neun weiteren Städten ausgetragen werden soll, in erster Linie als „riesige Sicherheitsherausforderung“. Rund um alle Stadien werden Sonderzonen eingerichtet, mit Checkpoints noch weit vor den Eingängen und Einfahrverboten (außer für Anlieger). An allen Außengrenzen gibt es vor und während der EM wieder Personenkontrollen, also nicht nur wie ohnehin schon an den Grenzen zu Polen und Tschechien. Bundespolizei und Polizisten aus allen 24 Teilnehmerländern werden im Einsatz sein, ferner gebe es einen „engen Austausch mit ausländischen Sicherheitsbehörden“.

    Dazu passt, dass seit rund einem Monat Meldungen – man könnte meinen, wie bestellt – durch die Medien wabern, laut denen ein afghanischer Ableger der Terrormiliz IS namens ISPK ihre Anhänger in Deutschland zu Anschlägen während der EM aufruft, und zwar konkret auf die Stadien in Berlin, München und Dortmund. Die Gruppe soll unter anderem für den Anschlag auf eine Musikhalle in Moskau verantwortlich sein, bei dem im März 140 Menschen getötet wurden. Es sei ferner zu befürchten, „dass auch andere Terrororganisationen wie Al-Qaida über ihre PR-Kanäle für eine Anschlagsoffensive agitieren werden“, wird ein Staatsschutzbeamter im Focus zitiert.

    Milliardenspektakel für ein paar Wochen gute Laune

    So richtig nach „Sommermärchen“ klingt das alles irgendwie nicht. Aber man scheut weder Kosten noch Mühe, um die Stimmung ein bisschen aufzuhellen. In Berlin wird eine riesige Fanmeile für bis zu 130.000 Besucher pro Tag geschaffen, für die vor dem Brandenburger Tor sogar extra 24.000 Quadratmeter Kunstrasen verlegt wurden. Vor dem Tor wird ein überdimensionales Fußballtor aufgebaut (64 x 26 Meter), in das für Live-Übertragungen der Spiele eine Leinwand eingehängt wird. Eine weitere große Fanmeile gibt es vor dem Reichstag. Für Rundumbespaßung ist auch gesorgt, wenn gerade keine Spiele laufen. Geplant sind zahlreiche Konzerte, DJ-Sets, Tanzperformances, Lesungen, Ausstellungen und ein Sommerkino mit Fußballfilmen, insgesamt allein auf den beiden großen Fanmeilen 250 Stunden Programm. Dazu kommen noch etliche dezentrale Veranstaltungen, und wie es sich für eine „weltoffene, tolerante Stadt“ gehört, wird es mit dem „Pride House Berlin“ eine spezielle Anlaufstelle mit Public Viewing für queere Fans geben.

    Dabei geht es eigentlich nur um ein Fußballturnier, bei dem zwischen dem 14. Juni und 14. Juli 2024 Mannschaften zunächst in Vorrundengruppen und dann über Achtel-, Viertel- und Halbfinale schließlich die Finalisten und dann den Sieger ermitteln. Insgesamt gibt es 51 Spiele an zehn Spielorten, in Berlin finden sechs Spiele statt, darunter das Finale. Aber es ist eben nicht nur einfach ein Fußballturnier, sondern vor allem eine gigantische Geldmaschine. Der europäische Fußballverband UEFA erwartet als Ausrichter Einnahmen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro und einen weitgehend steuerfreien Gewinn von 1,7 Milliarden Euro durch das Turnier, vor allem durch Sponsoren und den Verkauf von Merchandising-Lizenzen, Werbe- und Übertragungsrechten sowie die Erlöse aus dem Verkauf der Eintrittskarten für die Spiele. Die rund 2,7 Millionen Tickets (zu Preisen zwischen 30 und 1.000 Euro, je nach Kategorie und Turnierphase) sind schon seit einiger Zeit ausverkauft, die Nachfrage überstieg deutlich das Angebot.

    Auch Hoteliers und Gastronomen erwarten einen sehr kräftigen Geldregen, zumal sie ihre Preise während der EM „anpassen“ werden. Den Steuerzahler kostet das Spektakel rund 650 Millionen Euro, verteilt auf Bund, Länder und Kommunen. Allein Berlin als „EM-Hauptstadt“ rechnet mit Kosten von über 80 Millionen Euro. Fürs Volk gibt es immerhin einige neue Trinkwasserbrunnen in der Stadt, die auch nach der EM in Betrieb bleiben sollen. Und der Kunstrasen soll anschließend für Schulhöfe, Spiel- und Sportplätze in der ganzen Stadt eingesetzt werden – nachhaltig halt.

    Zum anderen sind derartige Events ein erprobtes Mittel zur temporären Schaffung einer großen, quasi klassenlosen Volksgemeinschaft, vor allem in einem fußballverrückten Land wie Deutschland. Oder, wie es Berlins Kultursenator Joe Chialo (CDU) formulierte: „Ob Arzt oder Handwerker – es geht nur darum, dass der Funke überspringt.“ Doch was passiert eigentlich, wenn Deutschland wieder frühzeitig ausscheidet, wie es in den vergangenen zehn Jahren bei großen Turnieren stets üblich war?

    Die Angst vor diesem stimmungsmäßigen Super-GAU dürfte bei den Verantwortlichen und auch bei Politikern ähnlich groß sein wie die Angst vor einem irgendwie gearteten Terroranschlag während der EM. Kollektive Depression statt Euphoriewelle wäre nun das Allerletzte, was die Bundesregierung in dem gesellschaftlich und ökonomisch eh stark angeschlagenen Land jetzt gebrauchen könnte. Auf der Habenseite blieben dann außer den neuen Trinkwasserbrunnen in einigen Städten nur die wertvollen Erfahrungen bei der Vorbereitung auf kriegerische oder bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen.


    Rubriken: Innere Sicherheit Terrorismus Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen

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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=115873


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