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11.07.2024

Biden und sein geistiger Zustand...

aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. Juli 2024, 23:36 Uhr

/Anmerkung und Zusammenstellung dp:


Nach Joe Bidens peinlichem Auftritt mit Donald Trump, simulieren Medien

und Politiker plötzliche Überraschung. Doch alle ahnten oder wussten es

schon seit seinem Wahlkampf gegen Trump: Biden leidet unter

fortschreitender Demenz. Immer wieder gab es in US-Medien und auf

YouTube Berichte und Sequenzen über sein eigenartiges Verhalten, seine

Verwirrungen und Verirrungen. Der Großteil (nicht nur) des deutschen

Mainstream schwieg beharrlich oder bestritt das Offenbare.


Im damaligen Wahlkampf Biden gegen Trump, schrieb z.B. der

Militärhistoriker und politische Kommentator Victor Davis Hanson in

seinem Artikel über die Strategien der Demenz

<https://www.nationalreview.com/2020/06/joe-biden-campaign-strategy-hide-biden-stoke-chaos-obstruct-recovery/>im 

National Review am 30. Juni 2020 u.a.:/


„Joe Biden erleidet auf tragische Weise eine geistige Finsternis und

gleitet in geometrischem Tempo davon. Verständlicherweise haben ihn

seine Betreuer aus dem Blickfeld genommen. Unter dem Vorwand des Virus

und seiner altersbedingten Anfälligkeit für die COVID-19-Morbidität

bleibt er dem Wahlkampf fern.


Ich sage „Vorwand“ ohne Entschuldigung. Die Quarantäne hätte Biden in

den vergangenen drei Monaten nicht davon abhalten dürfen, täglich

Interviews, Reden und Treffen abzuhalten. Aber jede Gelegenheit, wie gut

auch immer sie geplant, geprobt und aufgezeichnet wurde, hätte nur einen

weiteren täglichen Beweis dafür geliefert, dass Biden kognitiv nicht in

der Lage ist, Präsident zu sein oder gar irgendein Amt zu bekleiden.


Oft kann Biden einen Satz nicht beenden. Namen sind vage Strudel in

seinem Fluss des Vergessens. (…) er schustert einfach halbe Gedanken

ohne Syntax zusammen und bricht den Satz dann ganz ab. (…) Biden sucht

zunehmend nach Wörtern, irgendein Substantiv, unabhängig davon, welche

Relevanz es für den von ihm angesprochenen Punkt hat. Biden scheint an

Wahrnehmungsstörungen zu leiden, bei denen er für Momente keine Ahnung

hat, was er tut oder sagt oder wo er sich befindet – ein tragischer,

fast epileptischer Zustand. In beängstigenden Episoden erscheint das

blasse, schuppige und eingefrorene Gesicht Bidens fast reptilienhaft,

wie eine Eidechse, die einfriert und starr bleibt, während sie sich

abmüht, Signale wahrgenommener Gefahr zu verarbeiten. Das Einfügen

auswendig gelernter Antworten in einstudierte Fragen, als ob der ganze

Schwindel spontan wäre, enthüllt nur, wie seine einmal episodische

Demenz chronisch geworden ist, wenn er seine Stichworte und seine

Orientierung verliert. (…)“


/Erst 64 Tage nach seinem Amtsantritt hielt der neue Präsident seine

erste Presskonferenz./ “Kein Präsident hat bisher derart lange

abgewartet. Während der Mainstream so tut, als sei alles in Ordnung,

mehren sich die Anzeichen, dass der Kaiser nicht nackt ist, sondern

senil/“,schrieb Arthur Buchholz auf RT am 23.3.2021./


/Die regelmäßigen Pressekonferenzen im Weißen Haus mussten für Biden bis

ins Detail vorbereitet werden, um Pannen zu vermeiden. Sein Team wählte

Journalisten aus dem Pressecorps aus, die ihm Fragen stellen durften und

ihre Fragen mussten im Voraus eingereicht werden. Biden erhielt dann von

seinem Team Kärtchen mit dem Namen und jeweiligen Foto der Journalisten,

damit er die richtigen aufrufen konnte, ebenso wie die Antwort, die er

auf deren eingereichte Fragen zu geben hatte.


In zwei Artikeln bringt RT heute (11.7.2024) Informationen aus dem Wall

Street Journal über Bidens geistige Verfassung, sein Team und seine Partei



/_RT DE 11.7.2024

_*Joe Biden ging 2022 lieber ins Bett als zum Meeting mit Kanzler Scholz


*Laut Informationen des "Wall Street Journals" musste US-Außenminister

Blinken beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau einen Abendtermin mit dem

deutschen Kanzler wahrnehmen, da der US-Präsident sich bereits

zurückgezogen hatte.


Das /Wall Street Journal/ (/WSJ/) veröffentlichte am 8. Juli einen

Artikel, der sich mit der Thematik auseinandersetzt, wie das

Organisationsteam um US-Präsident Joe Biden "die Anzeichen des Alterns

unter Verschluss hielt"

<https://www.wsj.com/politics/policy/joe-biden-age-public-election-campaign-343a47bf

(Bezahlschranke). Je nach Tagesform Bidens müssten "Reisepläne des

Präsidenten, Pressekonferenzen, öffentliche Auftritte und Treffen" immer

öfter detailliert organisiert werden, da es zu spontanen Änderungen

kommen könne. Betroffen war demnach auch schon Bundeskanzler Olaf

Scholz, dessen Team ein Treffen mit Biden im Jahr 2022 extra für den

frühen Abend plante. Zu dem Termin erschien jedoch US-Außenminister

Blinken, da der US-Präsident laut /WSJ/-Zitat "zu Bett gehen müsse".


Der 48. G7-Gipfel fand vom 26. bis 28. Juni 2022 auf dem bayerischen

Schloss Elmau statt. Laut dem Artikel des /Wall Street Journal/ (/WSJ/)

war im Verlauf der zwei Tage auch eine informelle

Veranstaltung vorgesehen, unter alleiniger Anwesenheit von Bundeskanzler

Olaf Scholz und dem US-Präsidenten. Der /WSJ/-Artikel berichtet, dass

dabei eine "Soiree im Alpenresort Schloss Elmau (...), als vertrauliches

Treffen über die Ukraine in einem entspannten Rahmen geplant war."


Die deutsche Seite wusste laut /WSJ/ "um Bidens abendliche Müdigkeit und

sie versuchten, dem Präsidenten entgegenzukommen, indem sie eine

Veranstaltung mit Bundeskanzler Olaf Scholz im Juni 2022 für den frühen

Abend planten." Die Zeitung erhielt diese Informationen nach eigenen

Angaben aus dem Umfeld von Biden. Weiter heißt es zum Verlauf des Abends:

/"Biden erschien nicht, was den Kanzler und seine Berater überraschte,

so die Beamten. Stattdessen traf Außenminister Antony Blinken ein und

verkündete, dass Biden zu Bett gehen müsse, so zwei Personen, die dabei

waren."/


In einer Erklärung gegenüber dem /WSJ/ dementierte ein Sprecher des

Außenministeriums den Bericht, während ein anderer Beamter erklärte, das

Weiße Haus habe die Teilnehmer frühzeitig darüber informiert, dass Biden

nicht teilnehmen könne. Ein Sprecher des Außenministeriums wird mit der

Erklärung zitiert: /"Minister Blinken hat das nie gesagt oder etwas

Ähnliches." /


Durch die Information an die deutsche Seite habe Blinken "den

Präsidenten nicht vertreten". Weiter heißt es im /WSJ/-Artikel: /"Ein

Beamter des Weißen Hauses erklärte, dass Biden während des Gipfels ein

Gleichgewicht zwischen Verpflichtungen mit führenden Politikern aus der

ganzen Welt und dringenden Bedürfnissen im eigenen Land gefunden habe."/

Folglich habe sich auf Schloss Elmau die Situation ergeben, dass der

81-Jährige "nach einem einstündigen Telefonat mit seinem Team über

innenpolitische Angelegenheiten den Abend um 22 Uhr beendete."



_RT 11.7.2024

_*Sensationell – "Wall Street Journal" rechnet mit Biden und seiner

Partei ab

*"Wir wurden jahrelang 'ge-gaslighted' und getäuscht – alles im Namen

der 'Demokratie'. Und dann Puff. Mit der Präsidentschaftsdebatte am

Donnerstag brach diese Täuschung zusammen."

/Von Rainer Rupp/


Mit diesen Worten begann Gerry Baker, Chefredakteur des /Wall Street

Journals,/ des medialen Flaggschiffs des US-Kapitals, seinen beißenden

Kommentar

<https://www.wsj.com/articles/the-democrats-deserve-biden-even-if-the-country-doesnt-2024-presidential-election-a86a9756?mod=opinion_lead_pos6> über

die angeblich überraschende Entdeckung der Wahrheit über Präsident

Bidens armseligen geistigen Zustand.


"Gaslighted" oder "Gaslighting" ist der in den letzten Tagen in

US-Medien wohl am meisten gebrauchte Begriff, der in Berichten im

Zusammenhang mit Joe Biden auftaucht, aber vor allem im Zusammenhang mit

dem Verhalten seiner Demokratischen Partei und der angeblichen

"Präsidentenberater", die die Fäden der senilen Präsidentenmarionette

gezogen haben, während sie selbst alle relevanten Entscheidungen trafen

und diese als präsidiale Beschlüsse präsentierten.


"Gaslighting" ist ein Begriff, der ursprünglich aus einem Theaterstück

und später aus einem populären Film namens "Gaslight" aus den 1940er

Jahren stammt. Er beschreibt eine Form von psychologischer Manipulation,

bei der jemand systematisch dazu gebracht wird, an seiner eigenen

Wahrnehmung der Realität, seinem Gedächtnis oder seinem Verstand zu

zweifeln. Dies geschieht oft durch wiederholte Lügen, das Leugnen

offensichtlicher Fakten und das Infragestellen der Wahrnehmungen des

Opfers. Ziel des Gaslightings ist es, die Macht und Kontrolle über die

betroffene Person zu erlangen, indem ihr Selbstvertrauen und ihre

mentale Stabilität untergraben werden.


Mit seinem Kommentar im /Wall Street Journal/ will Chefredakteur Bakers

anscheinend einen Befreiungsschlag führen, gegen diese vom Biden-System

auch den Medien aufgezwungene verkehrte Wahrnehmung des Zustands und der

Entwicklung in den Vereinigten Staaten.


"Bis die Welt die Wahrheit sah" bezüglich der ständigen

Falschinformation zur Aufrechterhaltung der "Fiktion von Mr. Bidens

Kompetenz", hätten die führenden Leute in der Partei der Demokraten

"offensichtlich gedacht, sie könnten damit durchkommen", schreibt Baker

und fährt fort: /"Doch indem sie diese Fiktion aufrechterhielten,

offenbarten sie auch ihre Verachtung für die Wähler und für die

Demokratie selbst."/


Dann lässt Baker in einem längeren Teil seines Kommentars die im Grunde

belanglose Karriere Bidens, der mit jedem anderen, willfährigen

Parteisoldaten hätte ersetzt werden können, Revue passieren und hält

zusammenfassend fest: /"Biden hatte Erfolg, weil er sein Leben der

Parteilinie gewidmet hat. Wie alle Politiker, deren Ego ihre Fähigkeiten

übersteigt, erklomm auch er die schmierige Karriere-Stange, indem er

seiner Partei sklavisch folgte, wohin sie ihn auch führte … Schließlich

… wurde er Barack Obamas Vizepräsident. Das war der Gipfel des Erfolgs

für jemanden, der unfähig, aber loyal ist. Es war die höchste Position

für den vollendeten 'Ja-Sager'./


/Aber dann, gerade, als er bereit war, in eine komfortable und

wohlverdiente Vergessenheit zu driften, brauchte seine Partei einen

Frontmann … Sie suchte eine loyale und verlässliche Galionsfigur, eine

bequeme Flagge, unter der sie das progressive Partei-Schiff in die

tiefsten Fjorde des amerikanischen Lebens segeln konnten – mit der

Mission, den Etatismus, den Klimaextremismus und die

selbstzerstörerische Woke-Ideologie voranzutreiben. Es gab kein

loyaleres und bequemeres Vehikel als Joe Biden."/


Und schließlich stellt Baker die Schlüsselfrage zu diesem gigantischen

politischen Skandal: /"Wenn dem (Bidens Demenz) aber so ist, wer hat

dann in den letzten Jahren wirklich die Fäden in Amerika gezogen?"/


"Ihr (die Maschinerie der demokratischen Partei) könnt uns nicht

jahrelang täuschen, verschleiern und 'gaslighten', indem ihr sagt,

dieser Mann sei brillant und kompetent in seinem Job und er sei eine

heilende Kraft für die nationale Einheit, und jetzt, nachdem eure

Täuschung aufgeflogen ist, sagt ihr, dass es Zeit ist für Bonzo (Biden),

schlafen zu gehen; danke für deinen Dienst und wird machen weiter, wie

gehabt", warnt Baker.


Und er fügt hinzu: /"Jetzt läuft etwas schrecklich schief. Ein Großteil

seiner Partei hat keine Verwendung mehr für Biden. … Auf eine

bemerkenswert zynische Art versuchen sie jetzt, ihn gegen jemanden

anders auszutauschen, der nützlicher für ihre Ziele ist. Ein Teil von

mir denkt, dass die Demokraten damit nicht durchkommen sollten. Ich

finde mich in der merkwürdigen Position wieder, für den armen

stammelnden Joe die Daumen zu drücken … Es ist verlockend, der

demokratischen Maschinerie, die jetzt verzweifelt gegen ihn mobilisiert,

zu sagen: Ihr dürft das nicht tun. Ihr dürft uns nicht jahrelang

täuschen, verschleiern und 'gaslighten' und dann das./


/Wie demokratisch ist es, uns aufzufordern, für einen Mann zu stimmen,

von dem ihr wisst, dass er nicht einmal einen Satz beenden kann,

geschweige denn weitere vier Jahre regieren? Was genau wählen wir im

November, wenn wir für Mr. Biden stimmen? Ein oder zwei Jahre einer

Administration, in der nicht gewählte Berater, Parteigänger, intrigante

Familienmitglieder und zufällige Mitläufer täglich kritische

Entscheidungen über Krieg, Frieden, die Zusammensetzung der Justiz und

die Grenzen staatlicher Autorität treffen – gefolgt von Präsidentin

Kamala Harris, die genauso unfähig ist, allerdings ohne die

Entschuldigung des Alters?/


/Die Verachtung, die all dies für den demokratischen Prozess offenbart,

steht fast auf einer Stufe mit dem (kriminellen) Versuch, eine Wahl zu

kippen. So viel zur moralischen Überlegenheit, die die Demokraten für

sich beanspruchen. Die Ereignisse der vergangenen Woche haben das Ausmaß

der Täuschung und Missachtung der Demokratie durch die Demokraten

offenbart. Indem er unbeabsichtigt ihre Heuchelei enthüllt hat, hat Mr.

Biden seiner Partei einen letzten Dienst erwiesen, den sie nicht will,

aber den unser Land dringend braucht."/


Eine derart scharfe Kritik an der regierenden Partei und am

US-Präsidenten vom Chefredakteur des /Wallstreet Journals/ zu lesen,

kann als Sensation gewertet werden. Es sieht so aus, als ob etwas

Bedeutendes im 'System' zerbrochen ist. Vor diesem Hintergrund muss man

sich vorstellen, wie anlässlich des NATO-Gipfels vom 9. bis 11. Juli in

Washington die Kriegseliten des kollektiven Westens dem senilen Biden

als weisem Führer der Kriegsallianz gegen Russland gehuldigt haben, und

– viel schlimmer noch – sehr wahrscheinlich unser aller Zukunft dabei

verspielen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

Wir sind die Guten! Darum schlagen wir Euch den Schädel ein!

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nachdenkseiten.de, 11. Juli 2024 um 10:00 Ein Essay von: Jens Berger

Unterhält man sich mit Anhängern einer – nennen wie es mal – „robusten Außen- und Sicherheitspolitik“, denn den Begriff „Kriegspolitik“ würden die Angesprochenen brüsk von sich weisen, stößt man auf immer die gleichen Argumentationsbilder: Wir verteidigen unsere Werte! Wir stehen für Demokratie und Freiheit! Und wir sind bereit, diese Werte zu verteidigen – zur Not auch vorwärts. Wir sind schließlich die Guten, unsere Motive sind ehrenhaft. Das mögen diese Menschen so sehen. Ihre Ahnen sahen es genauso. Tauscht man ein paar Begriffe aus, stößt man auf den immergleichen, universellen Selbstbetrug.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Mit den Werten ist das immer so eine Sache. Natürlich gibt es Werte, die weltweit und kulturübergreifend als moralisch gut gesehen werden. Doch um diese universellen Werte geht es bei Konflikten zwischen Staaten eigentlich nie, stehen sie doch für Verständigung und friedliches Miteinanderleben. Wenn Kriegstreiber Werte anführen, die es zu verteidigen gilt, handelt es sich in der Regel um Werte, die eben nicht universell sind, sondern die Völkergruppen voneinander trennen.


Seit der grauen Vorzeit war dies beispielsweise die Religion. Hätte ein Bischof des Mittelalters schon einen Leitartikel für den SPIEGEL schreiben können, hätte der sich wohl abseits anderer Formulierungen gar nicht so großartig von dem unterschieden, was heute die Experten der Think Tanks so schreiben. Auch damals ging es um Werte – die christlichen Werte oder besser das, was die Hüter dieser Werte aus ihnen machten. Wer sich diesem Wertekanon als Individuum oder Staat verpflichtete, gehörte in der zeitgenössischen Sicht zu den Guten. Nicht dazu gehörten Angehörige anderer Religionen, allen voran die Muslime. Verständlich, wer sich selbst als das „Gute“ definiert, braucht auch eine Inkarnation des „Bösen“, gegen das dann das „Gute“ verteidigt werden muss – wobei man es mit dem „Verteidigen“ nicht wörtlich nehmen sollte. Deus lo vult! Weil Gott dies so wollte, zog man mit dem Kreuz ins Heilige Land. Hätten Sie damals einen Kreuzzügler gefragt, für was er kämpft und tötet, hätte er wohl die Verteidigung seiner Werte genannt.


Das Christentum von heute ist die liberale Demokratie, die Heiden und Ungläubigen sind die sogenannten Autokraten. Wobei es nicht einer gewissen Ironie entbehrt, dass gerade wir Deutschen in Sachen „liberale Demokratie“ eher als Konvertiten gelten können. Noch Annalena Baerbocks Großvater hätte die These, dem Deutschen läge die liberale Demokratie in den Genen, sie bilde den Kern unserer Werte, sicher weit von sich gewiesen. Auch das Verteidigen dieser liberalen Demokratie ist ein vergleichsweise junger Gedanke. Noch vor nicht allzu langer Zeit war „das deutsche Wesen“ der Wertekanon, an dem „die Welt“ nach Ansicht unserer Ahnen „genesen“ solle. Auch die Spanier, Briten und Franzosen kolonisierten die Welt in ihrem damaligen Selbstverständnis, um ihre eigenen Werte global zu verbreiten.


Aber zurück zu Demokraten und Autokraten. Schaut man sich die Atlanten und Geschichtsbücher an, erkennt man schnell, dass die liberale Demokratie ein westliches Konzept ist. Fragt man beispielsweise einen Araber oder einen Chinesen, so werden sie die Aussage, nach der die liberale Demokratie die beste aller denkbaren Staatsformen ist, mit Inbrunst bestreiten; so wie ihre Ahnen bestritten hätten, dass das Christentum die beste aller denkbaren Religionen ist. Und wer sich heute die nackten sozioökonomischen Zahlen anschaut, wird ja auch nicht unbedingt Belege für die Überlegenheit liberaler Demokratien finden – im Gegenteil. Natürlich, wir sehen uns als „die Guten“. Aber auch die Russen, die Chinesen, die Araber oder die Inder sehen sich selbstverständlich nicht als „die Bösen“, sondern auch als „die Guten“ und sind ebenfalls davon überzeugt, dass ihr System für ihr Land das Beste ist.


Was sich wie ein unauflöslicher Konflikt anhört, ist in Wirklichkeit ziemlich banal. Aufgelöst wurde dieser Konflikt durch die Toleranz. In unserer westlichen Welt war es die Aufklärung, die Licht ins Dunkel brachte. Hätte man beispielsweise den Ostpreußen Kant gefragt, was „westliche Werte“ sind, hätte er wohl erstaunt mit den Schultern gezuckt. Paradoxerweise wird die Toleranz auch von den Wertekriegern unserer Zeit gerne ins Feld geführt – jedoch nur im Sinne einer Toleranz gegenüber den eigenen Werten; man fordert Toleranz ein, ist jedoch selbst zutiefst intolerant, wenn es um andere Länder, um andere Wertekanons geht.


Und da haben wir ihn, den modernen Wertekrieger. Er sieht sich selbst als den Guten und ist von der Mission getrieben, seine Werte zur Not mit Gewalt denen nahezubringen, die sie nicht teilen. Und da unterscheidet sich ein moderner Grünen-Politiker nur unwesentlich von einem Bischof zu Zeiten der Kreuzzüge. Der eine predigt die Überlegenheit der eigenen Werte vom Talkshowsessel bei Markus Lanz, der andere predigte sie von der Kanzel.


Die bittere Ironie ist, dass die Wertekrieger damals wie heute selbst zu den Getäuschten gehören. In Kriegen geht es nie um Werte, es geht um Interessen – um Einflusssphären, um Rohstoffe, um Handelswege, um Geld. Doch welcher Gemeine würde schon freiwillig für solch weltliche Dinge, von denen ohnehin nicht er, sondern die Eliten seines Landes profitieren, sein Leben opfern? Hinzu kommt, dass der Respekt vor fremdem Leben und fremdem Eigentum sehr wohl zu den universellen Werten gehören, die jeder Mensch teilt. Um diese universellen Werte in den Hintergrund zu rücken, braucht es „unsere Werte“ – egal welche das im Einzelfall sind. Dieser Trick funktionierte schon immer und wie es aussieht, funktioniert er auch heute noch.


Titelbild: Monarch Art/shutterstock.com


Rubriken: Audio-Podcast Strategien der Meinungsmache Wertedebatte

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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=117879


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile



unser weiterer Kommentar: Und wieder weg von christlichen Werten, wieder hin zu  den Rachegottwerten des Alten Testaments, soll die kirchliche Reise der Gegenaufklärung führen.




Weiteres:




Robert Long - Feste Jungs - [politisches liedgut]


Screenshot_2024_07_12_at_08_07_15_Robert_Long_Feste_Jungs_politisches_liedgut_YouTube


Info: Video  https://www.youtube.com/watch?v=e_G2VdZ2yyw Dauer 2:53 min


 . . .

Feste Jungs, macht nur weiter so,

ihr bekommt schon alles kaputt.

Schafft Bomben Euch und Panzer an,

Die Menschheit braucht sie irgendwann.

Will einer nicht Dein Bruder sein,

Dann schlag ihm gleich den Schädel ein.

Wenn er nicht Deiner Meinung ist,

dann mach ihn lieber tot,

am besten für den lieben Gott.


Ja der Mensch ist so hilfreich, edel und gut,

fließt dabei auch Blut, fließt dabei auch Blut.

. . .


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile

11.07.2024

Washingtoner NATO-Gipfel setzt auf Weltkriegsprogramm

Screenshot_2024_07_12_at_07_37_04_Washingtoner_NATO_Gipfel_setzt_auf_Weltkriegsprogramm_Overton_Magazin. Juli 2024 30mmentare

gov.si, Public domain, via Wikimedia Commons

Auf ihrem Washingtoner Gipfel folgt die NATO in Vasallentreue dem angeschlagenen US-Präsidenten Joe Biden.

Alles soll getan werden, um den Abstieg des Welthegemons USA zu verhindern. Die Gipfel-Erklärung liest sich denn auch wie ein Weltkriegsprogramm. Der Weg der Ukraine in den Militärpakt soll unumkehrbar gemacht werden. Alles soll getan werden, um den Stellvertreterkrieg zu intensivieren. Mit der NATO-Mission für die Ukraine, Hauptquartier einstweilen noch Wiesbaden, geht man volles Risiko im Hinblick auf eine direkte Kriegsbeteiligung.

NATO-Expansion ist Mittel und Ziel. Es geht schlicht darum, atomare Großmächte in unmittelbarer Nachbarschaft herauszufordern. Ein geopolitisches Spiel mit dem Feuer. Europa reicht aber schon lange nicht mehr. Washington ist der Startschuss für eine globale NATO und eine unter Vorwänden vom Zaun gebrochene Konfrontationspolitik gegen China. Zu Recht unterstellt das chinesische Außenamt der NATO finstere Motive. Alles deutet darauf hin, dass ganz nach der Blaupause der NATO-Erweiterung gegen Russland nunmehr China an der Reihe sein soll. Willfährige Rechtsregierungen in Japan und auf den Philippinen sollen ihre Länder für die USA und die NATO dort ins Feuer schicken.

Die globale NATO riskiert den globalen Krieg. Die wie eine Monstranz vor sich her getragene moralische Überlegenheit der NATO dagegen scheint angesichts der fortgesetzten Unterstützung für die in Teilen rechtsextreme Netanjahu-Regierung und die Tötung von bisher 15.000 palästinensischen Kindern nicht mehr als ein zynischer Witz.

Nicht in der Öffentlichkeit diskutiert

Wer wissen will, welchen politischen Spielraum die Klientelstaaten der USA als NATO-Mitglieder noch haben, muss sich nur die Entscheidung der USA anschauen, in Deutschland Langstreckenraketen zu stationieren, die von Ramstein aus bis nach Moskau reichen. Eine Entscheidung, die auch aufgrund der bereits angekündigten russischen Gegenmaßnahmen die Sicherheit der Bevölkerung hier gefährdet. Deutschland wird hier nicht anders als ein US-Flugzeugträger behandelt. Ohne dass die neuen Angriffsraketen je auch nur einmal Thema im Auswärtigen Ausschuss oder im Bundestag gewesen, geschweige denn in der Öffentlichkeit diskutiert worden wären, gibt Kanzler Scholz eilfertig sein Okay. Nicht einmal mehr der Schein souveräner politischer Entscheidung wird gewahrt. Diese Willfährigkeit ist fatal.

Die Entscheidung über Krieg und Frieden in Deutschland darf nicht beim amerikanischen Präsidenten liegen. Es braucht eine Volksabstimmung über die geplante Raketenstationierung in Deutschland. Es ist gut, dass trotz aller Propaganda immer mehr Menschen hier skeptisch werden, was die Eskalationspolitik der NATO angeht. 55 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lehnen einen NATO-Beitritt der Ukraine ab, im Osten des Landes sogar 70 Prozent.

Die Bundesregierung darf nicht durchkommen mit ihrem demokratiepolitischen Offenbarungseid. Es braucht dringend eine Neuorientierung der deutschen Außenpolitik auf Diplomatie, Waffenstillstand und zur Entflechtung der Großmächte, will man nicht – wie es im englischen so schön heißt – von der befreundeten Großmacht unter den Bus geworfen werden.

 

Sevim Dagdelen ist außenpolitische Sprecherin der BSW-Gruppe im Bundestag und Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Im Westend-Verlag ist von ihr das Buch erschienen „Die NATO. Eine Abrechnung mit dem Wertebündnis“. Zum Washingtoner Jubiläumsgipfel liegt die englische Ausgabe vor „NATO. A Reckoning with Atlantic Alliance“.

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30 Kommentare

  1. Nein, nicht die NATO folgt, sondern ihre politischen Vertreter.
    Die NATO ist ein brachiales Instrument für die kapitalischen Interessen dahinter und später kommen die Hänseln als Politiker.
    Hätten wir eine Demokratie tatsächlich, dann würden wir nicht diesen desolaten Zustand miterleben.
    Aber nein, die letzten in Europa stattgefundenen Wahlen sind eine Bankrotterklärung an ihrer selbst verkündete Demokratie. Das liegt eventuell an den Politikern, aber m. M. n. vielmehr am militärischen Aspekt. Die grösste Wertvernichtung aller Subjekte unterliegt dem Militär!

Antworten

“Alles deutet darauf hin, dass ganz nach der Blaupause der NATO-Erweiterung gegen Russland nunmehr China an der Reihe sein soll. ”

Der Kampf gegen China dürfte dann allerdings nicht allzu lange dauern, denn

“Chinese Parts in the F-35 Highlight Concerning Trend in the US Defense Sector”
https://thediplomat.com/2022/09/chinese-parts-in-the-f-35-highlight-concerning-trend-in-the-us-defense-sector/

Oder hier
https://www.forbes.com/sites/erictegler/2024/01/09/americas-carriers-rely-on-chinese-chips-our-depleted-munitions-too/

und hier (Graphik)
https://colonelcassad.livejournal.com/9259199.html

Bloß gut, daß wir da schon mal vorsorgen

“Bundesregierung verbietet chinesische Bauteile in 5G-Funknetzen”
https://www.deutschlandfunk.de/bundesregierung-verbietet-chinesische-bauteile-in-5g-funknetzen-100.html

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Meine bescheidene Vorhersage: Bis spätestens zum Herbst wird sich die NATO mit Russland im Krieg befinden, falls die Ukraine bis dahin nicht kapituliert hat. Alle Entscheidungen und Erklärungen der Regierungen der NATO-Staaten deuten darauf hin, alles, was einen Waffenstillstand oder Verhandlungen möglich machen könnte, wird kategorisch abgelehnt. Die Kriegstreiberinnen Kallas und von der Leyen werden demnächst (wieder) in der EU installiert, der “Operationsplan Deutschland” steht, Keir Starmer erlaubt eiligst als erste Amtshandlung die Verwendung britischer Langstreckenwaffen gegen Russland, Viktor Orbans Bemühungen werden von der EU sabotiert, und die Beschlüsse auf dem NATO-Gipfel sprechen für sich selbst. Es kann kein Zurück mehr geben, weil der Ukrainekrieg dermaßen zu einem Hollywoodspektakel Gut gegen Böse aufgeblasen wurde, dass die NATO-Krieger jetzt keine kleine Vorabendserie mehr daraus machen können, in der sich die Protagonisten irgendwann alle an einen Tisch setzen.
Aber schlaft weiter, liebe Deutsche, ihr werdet es aus euren Medien als allerletzte erfahren, wenn es richtig losgeht…

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Artikel 20 GG

jeder Deutsche, der nicht von einer Atombombe getötet werden will, hat alles Recht der Welt den Artikel 20 GG anzuwenden.

Antworten

Schickt die Kinder der Eliten zuerst zum sterben an die Front.
Um deren Eltern kümmern sich die daheimgebliebenden, mit Mistgabeln und Fackeln.
Welch schöner Traum…

Brrr, 7Uhr…aufstehen. Widerstand!

Übrigens: Putin hat mal erwähnt, daß die Russen Deutschland nicht nochmal befreien werden. Das müssten wir schon selber machen.
Ich hoffe, das der Deutsche spätestens beim ersten Knall aufwacht und diesem Wahnsinn ein Ende setzt. Ansonsten sind wir alle verloren.
Im kollektiven Gedächtnis des Teutonen fehlt noch die Erfahrung einer gelungenen Revolution. Das würde der Deutschtümmelei mal ganz gut tun….
Meine Meinung…

Antworten

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Vor etwa 10 Tagen hat der Donald in einem Fernsehinterview unzweideutig angesagt, die NATO-Integration der Ukraine sei die Kuh, die vom Eis zu bringen sei; Spengler berichtete das in der A-Times, ansonsten tiefstes Schweigen darüber.

Will der MAGA-Präsident etwa nicht “den Abstieg des Welthegemons verhindern”(Dağdelen)?
Hält Dağdelen den Donald, gleich einigen Neocon-Kollegen, für einen Agenten / Söldner “Putins”?

Glaubt Dağdelen ernstlich, die NATO-Mitgliedschaft der Ukrainer sei essentieller, ja, existentieller Bestandteil einer “Welthegemonie der USA”?
Die NATO hätte dann soeben anders befunden! Denn das wäre, unter der Voraussetzung der Unterstellung, der Inhalt der Ansage, der “Weg der Ukraine in die NATO” sei “unumkehrbar”, während dieselbe Verlautbarung umgekehrt betont, es liege kein Bruch des NATO-Vertrages vor, der eine Mitgliedschaft zustimmungspflichtig für alle Mitglieder macht.

Wie stellt sich Dağdelen das von ihr *ersonnene* Weltkriegsprogramm bitte praktisch vor? “Es geht schlicht darum, atomare Großmächte in unmittelbarer Nachbarschaft herauszufordern. Ein geopolitisches Spiel mit dem Feuer.” Ach ja? Und wenn Europa von zwischen drei bis sage ein Dutzend mal 800 kt Nuklearsprengstoff geplättet ist, nähme man sich mit diesem *Erfolg* China vor?
Wie verrückt kann ein politischer Mensch werden?

Tatsächlich ist die Rede von der Unumkehrbarkeit eine glasklare staats-, bzw. in diesem Fall verbandsterroristische Drohung gegen die Führungen der Ukraine UND der USA! Die EU macht, die NATO im Rücken, den Russlandkrieg zur Bedingung dafür, daß sie in der von allen US-Fraktionen gewollten Konfrontation Chinas mitzieht und eben das steht auch im Klartext in der Washingtoner Verlautbarung.

Mit “Wiesbaden” wurde die Emanzipation des EUCOM und, in der Folgewirkung, auch CENTCOM von Weisungen aus WH und Pentagon nur demonstrativer offizialisiert, als in Vilnius, wo dasselbe mit der Installation der “NATO-Ukraine-Kontaktgruppe”, in der alle strategischen Entscheidungen fallen, beschlossen worden ist.

Wenn Wagenknecht sich ihrer Schriften aus den 90ern erinnerte, könnte sie Dağdelen politökonomisch mindestens auf den Trichter bringen, warum ihr Zeug Bullshit ist, aber die beiden Weiber wollen sich anscheinend auch um den Preis ihres gesunden Verstandes dem populistischen Mainstream rechts und links andienen.

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Deutschland wird hier nicht anders als ein US-Flugzeugträger behandelt.

Na na, ihre Flugzeugträger behandeln sie viel besser.
Die würden sie kaum einem unkalkulierbarem Risiko aussetzen.

Antworten

Konfrontationspolitik gegen China

Nach dem herrlichen Schuss ins eigene Knie mit dem peinlichen Versuch Russlands Wirtschaft mit Sanktionen zu erdrosseln legt Deutschland also auf Wunsch von USA die Waffe an sein zweites Knie an.

Auswertiges Amt:
Mit einem Handelsvolumen von über 250 Milliarden Euro war China auch 2023 der größte Warenhandelspartner Deutschlands (-15,5% zum Vorjahr).

Bravo! Nur weiter so…

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Stellt euch schon mal drauf ein das bei einem Zusammenbruch der westlichen Herrschaftsfantasien wir hier in Europa praktisch vogelfrei sind. Die USA wird alles daran setzen jede Schraube jede Fabrik jeden Gegenstand von Wert hier abzubauen und dort in den USA wieder aufzubauen. Dagegen wird dass was jetzt in Europa läuft uns wie Kindergeburtstag vorkommen. Und keiner braucht denken das irgendjemand aus den Muslimischen Ländern die wir Jahrzehnte Lang bombardiert, aus den Afrikanischen Ländern die wir versklavt und ausgeraubt haben, gegen eine Atomsupermacht gegen die wir in den Krieg gezogen und den Asiaten denen wir mit Sanktionen gekommen sind, zur Hilfe eilen wird.

Wir sind hier aber mal so richtig am Arsch.

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Wenn der US-Präsident über Krieg oder Frieden bestimmt. kann einem beim Anblick des momentanen Personals nur speiuebel werden.

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Es geht überhaupt nicht um Krieg, sondern um Rüstungswettlauf. Das gab es ja schonmal, nämlich den NATO-Doppelbeschluss, als “Nachrüstung” bezeichnet. Einerseits wollen die Konzerne den Ukrainekrieg nicht bis zum Weltkrieg eskalieren, denn damit gefährden sie ihre eigene Existenz! Andererseits benötigen sie Motive für die Aufrüstung. Aus diesem Dilemma gibt es nur einen Ausweg. Die NATO darf den Ukrainekrieg auf keinen Fall gewinnen. Denn nur eine Niederlage des Westens ermöglicht eine hemmungslose Aufrüstung. Gegen ein besiegtes Russland kann man das nicht vertreten. Deshalb muss Trump im Interesse der Rüstungsindustrie die Präsidentschaftswahl gewinnen. Und dazu müssen die Demokraten Kamikaze machen. Sie gehen deshalb nicht nur gegen Biden vor, sondern auch gegen Kamala Harris. Und Trump wird die militärische Aufrüstung Europas mit der Einschränkung amerikanischer Verpflichtungen antreiben. Ich glaube nicht, dass Trump sich das alles so wünscht. Aber so steht es eben im Drehbuch, das die Globokonzerne schreiben. Genauso wie sie das teuflische Drehbuch zur Coronaimpfung schrieben. So ergibt der Unsinn Sinn. Denn wie in den Kommentaren schon erwähnt, sind die wirtschaftlichen und technischen Verflechtungen für einen Weltkrieg viel zu eng.

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Im Moment ist noch viel Luft nach oben.

1.)
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9614
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9615

2.)
https://www.derstandard.at/story/3000000227883/was-chinesische-soldaten-an-der-grenze-zu-polen-machen

Da werden wohl viele weitere Sonderhaushalte notwendig werden.

Die Tafeln werden in den kommenden Jahren die Unternehmen sein, mit der höchsten Wachstumsrate.

Hier mal eine News, die eher nachdenklich stimmen sollte

https://www.infosperber.ch/politik/geteilte-ukraine-vorerst-anerkennen-gegen-nato-mitgliedschaft/

(Der Wertewesten wird doch wohl nicht kneifen?)

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‘Im Kongress auf dem Kapitolshügel verzweifeln die Demokraten, weil sie bislang einfach keinen Weg finden, den Präsidenten davon zu überzeugen, mit einem Rest von Würde abzutreten.’ > aus einem t-online-Artikel
Na toll, da haben sie nun ihre eigenen Probleme, die aber nicht so sehr nach Problem aussehen sollen,
und doch ein Mega-Problem sind.
Und zwar für die Weltbevölkerung und alles was kreucht und fleucht auf der Erde.
Wie kann die Welt sich von einem dermaßen senilen Greis in den Abgrund führen lassen?
Biden wird inzwischen sogar aufbrausend, wenn jemand mit der Stimme der Vernunft spricht.
Klar- wenn er auch nur auf den Allmächtigen zu hören bereit ist…
Meine Idee wäre nun: jemand muss diese Rolle übernehmen.
Ein hinreichend ausgebildeter Schauspieler > es muss nicht Elendski sein,
doch eben einer der den Allmächtigen hinreichend echt mimen kann,
muss auf den Plan.
Der sollte dem Präsi mal erklären, dass er der Herrscher ist, und nicht
jemand, der zum Tattergreis mutiert ist.
Mithin Blasphemie und Anmaßung schlecht kommt.
Ich stelle mir einen athletischen Kerl vor, mit Donnerstimme und in wallenden Gewändern,
und der muß dann regelmäßig in den Schlafgemächern aufkreuzen,
und so lange seinen Text abspulen, bis es Einsehen erfolgt > Biden tritt ab.
Alle sind gerettet.
Wir alle könnten ruhiger schlafen, der Weltkrieg wird abgeblasen,
und ich meine: das ist es doch wert.

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Zitat: “Auf ihrem Washingtoner Gipfel folgt die NATO in Vasallentreue dem angeschlagenen US-Präsidenten Joe Biden.”

Die NATO folgt doch nicht Joe Biden.
Sie folgt denen, die in den USA das Sagen haben – und das ist nicht Joe Biden und das war noch nie Joe Biden.

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Die Nato ist auf direktem Kriegskurs gegen Russland. Die Ukraine steht vor dem Zusammenbruch ihrer Front. Der Nato Kriegseintritt gegen Russland steht kurz bevor.

Ein Bundeskanzler, der in dieser Situation Deutschland zum Aufstellungsort von atomwaffenfähigen US Raketen macht, die bis Moskau reichen, macht unser Land zur Zielscheibe russischer Gegenmaßnahmen und zum Schlachtfeld des kommenden Krieges gegen Russland.

Erst lässt sich Scholz unsere wichtigsten Gas Pipelines unter dem Arsch wegbomben und quittiert das mit einem schiefen Grinsen.
Nun stellt er unser Land den USA als Schlachtfeld gegen Russland zur Verfügung und gefährdet damit unser aller Leben.

Diese Kanzlerpartei muss in den kommenden Wahlen unter 5% gedrückt werden! Wir brauchen eine grundlegend andere Russlandpolitik, wenn wir die kommenden zwei Jahre überleben wollen.

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Obwohl Frau Dagdelen, wie immer, auch hiermit Recht hat, so outet sie sich doch damit leider (!) auch nur als ganz normale Politikerin, die nur für das kleinere Übel steht, statt den Verbrechen der USA, NATO, EU & Co eine kompromisslose Ablehnung entgegen zu stellen!

“Die Bundesregierung darf nicht durchkommen mit ihrem demokratiepolitischen Offenbarungseid. Es braucht dringend eine Neuorientierung der deutschen Außenpolitik auf Diplomatie, Waffenstillstand und zur Entflechtung der Großmächte, will man nicht – wie es im englischen so schön heißt – von der befreundeten Großmacht unter den Bus geworfen werden.”

Das sieht zwar auf den ersten Blick gut aus, ist aber angesichts der Realität nichts als eine leere Phrase.
Frau Dagdelen, Leute die einerseits so daherreden, aber andererseits Koalitionen mit den Grünen(!!!) einzugehen bereit sind, sind völlig normale Politiker, von denen wir nicht mehr, sondern weniger bäuchten.

Haben sie ein Rezept wie man diesem Zustand entkommen kann? Nein? Dann können wir auch auf sie verzichten.


Info: https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/washingtoner-nato-gipfel-setzt-auf-weltkriegsprogramm


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

Baerbock schadet Deutschland

aus e-mail von Doris Pumphrey, 11. Juli 2024, 17:27 Uhr


Berliner Zeitung 11.7.2024

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/kanzlerkandidatur-baerbocks-verzicht-ist-ein-eingestaendnis-ihre-aussenpolitik-schadet-deutschland-li.2233927>


*Kanzlerkandidatur: Baerbocks Verzicht ist ein Eingeständnis – ihre

Außenpolitik schadet Deutschland


*Annalena Baerbock erklärt der deutschen Öffentlichkeit wichtige

politische Entscheidungen auf dem Nato-Gipfel in Washington. Das sagt

viel über ihr Verständnis von Außenpolitik. Ein Kommentar.

Von Simon Zeise


Annalena Baerbock liebt die große Bühne. Nicht weniger als der

Nato-Gipfel in der Hauptstadt der führenden Weltmacht sollte es sein, um

Deutschland wissen zu lassen, dass sie nicht als kommende Kanzlerin zur

Verfügung stehe. Denn in diesen „extremen Zeiten“ wolle sie sich voll

und ganz der „staatspolitischen Verantwortung als Außenministerin“

stellen, teilte Baerbock den deutschen Wählern in einem Interview mit

dem amerikanischen Sender CNN

<https://edition.cnn.com/2024/07/10/tv/video/amanpour-nato-summit-german-foreign-minister-annalena-baerbock

aus Washington mit.


Mit ziemlicher Sicherheit hätten sie die Grünen auch nicht nominiert.

Kanzlerin konnte Baerbock nie. Mit Vorschusslorbeeren war sie in den

letzten Bundestagswahlkampf gestartet. Die Grünen waren beliebt wie nie.

Das Spitzenduo Baerbock und Robert Habeck galt als dynamisches Duo, das

in der Lage sein würde, die industrielle Transformation zu stemmen und

Frauen in armen Ländern aus der Armut zu befreien. Doch die

Kanzlerkandidatin ließ im Wahlkampf kein Fettnäpfchen aus und rasierte

die hohen Umfragewerte für die Grünen von zeitweilig 30 Prozent auf ein

Wahlergebnis von letztlich 14,7 Prozent.


Nach drei Jahren Ampel sieht die Bilanz fatal aus. Deutschland steckt in

einer tiefen Wirtschaftskrise, die Autoindustrie setzt wieder auf den

Verbrennermotor und Deutschland importiert schmutziges Fracking-Gas. So

viel zur Klimawende – und zur politischen Verantwortung von

Wirtschaftsminister Habeck, der sich im Herbst 2025 statt Baerbock als

Kanzlerkandidat der Grünen präsentieren dürfte.


*Deutschland verliert in Europa an Einfluss

*Auch Baerbocks Außenpolitik hat kräftig dazu beigetragen, dass es

Deutschland (und den Grünen) schlechter geht. Gemeint sind nicht die

kleinen Patzer auf dem internationalen Parkett, wie ihr englisches

Interview, in dem sie statt von einem Hoffnungsschimmer (Beacon of hope)

von einem Hoffnungsspeck (Bacon of hope) sprach. Bedrohlicher war

bereits ihr Aussetzer im Europarlament, als sie Russland kurzerhand den

Krieg erklärte.


Nein, der außenpolitische Ansatz Baerbocks hat Deutschland schweren

Schaden zugefügt. In der Ukraine setzt sie unvermindert auf Eskalation.

Deutschland trägt den Löwenanteil der Finanzhilfe für Kiew, die

industrielle Basis im Land ist wegen des Wegfalls des günstigen

russischen Gases gefährdet, doch nirgends wird ein Ausweg aus dem Krieg

skizziert. Mittlerweile stiehlt Ungarns Ministerpräsident Viktor

Orbán den Europäern die Show. Kaum hat er den EU-Vorsitz inne, trifft er

sich mit den wichtigsten Beteiligten im Ukrainekrieg: Selenskyj, Putin,

Xi, Biden und Trump. Für Baerbock ist bis heute allein Putin schuld. Mag

ja sein. Aber beleidigt am Spielfeldrand stehen, mindert auch den

eigenen Einfluss. Baerbocks Besuch in Budapest wurde in derselben Woche

übrigens von der ungarischen Regierung kurzerhand abgesagt –

Terminprobleme. Auch das zeigt die schwindende Bedeutung der deutschen

Außenpolitik in Europa.


Auch über den Kontinent hinaus hat Deutschland in den letzten drei

Jahren viel diplomatisches Porzellan zerschlagen. Das Verhältnis zur

aufstrebenden Weltmacht China ist zerrüttet. Deutschland hat unter der

Ampelkoalition erstmals eine China-Strategie vorgelegt, die die

Volksrepublik als „systemischen Rivalen“ einordnet. Doch China gewinnt

in Europa immer mehr an Einfluss. Die chinesischen Investitionen steigen

– nur eben in Südosteuropa, nicht mehr in Deutschland.


Der Zugang nach Asien wird zunehmend versperrt. Dass sich Deutschland an

Militärmanövern im Indopazifik beteiligt, trägt nicht zur Entspannung

bei. Peking sieht sich vom Westen zusehends bedroht. Die chinesische

Volksarmee hält bereits Manöver mit Belarus und Russland ab, an der

Grenze zu Polen und damit vor den Toren der EU. Zeit für einen

geostrategischen Plan. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte bei seinem Besuch

in Peking ausführlich mit Xi über die Krisenherde diskutiert. Baerbock

belehrte – und beschimpfte den chinesischen Staatschef als „Diktator“.


*Im Nahen Osten hat Baerbock großen Kredit verspielt

*Im Ausland wird Deutschland immer mehr als Spielball der Amerikaner

wahrgenommen. Im Nahen Osten hat die Außenministerin viel Kredit

verspielt. Dass Nichtstun Menschenleben kostet, hat zuletzt die

Journalistin Natalie Amiri herausgearbeitet

<https://www.sueddeutsche.de/kultur/baerbock-gaza-kinder-feministische-aussenpolitik-verwaltung-lux.SANzjYPuwjd1j1fndrtsM6?reduced=true>.

In einer aufwendigen Recherche legt sie dar, wie Baerbock lebenswichtige

medizinische Hilfe für Kinder aus dem Gazastreifen immer wieder

verschleppt hat, obwohl internationale Organisationen und Ärzte in

Deutschland längst bereitstanden. Baerbocks öffentliche Statements, im

Gazastreifen drohe eine humanitäre Katastrophe, wirken da geradezu zynisch.


Dass Baerbock wichtige politische Entscheidungen, wie ihren Verzicht auf

die Kanzlerkandidatur, auf dem Nato-Gipfel in Washington verliest, wo

die Stationierung von amerikanischen Marschflugkörpern in Deutschland

beschlossen wurde, rundet das Bild ab.

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

US-Marschflugkörper: Olaf Scholz verteidigt „sehr gute Entscheidung“

berliner-zeitung.de, 11.07.2024 aktualisiert am 11.07.2024 - 18:13 Uhr

Ab 2026 wollen die USA weitreichende Waffen auf deutschem Boden stationieren. Der Bundeskanzler verteidigt sich gegen Kritik.


Bundeskanzler Olaf Scholz beim Nato-Gipfel in Washington (Bild)


Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Vereinbarung mit den USA zur Stationierung von Marschflugkörpern in Deutschland gegen Kritik verteidigt. Dies sei eine „sehr gute Entscheidung“, sagte er am Donnerstag auf Englisch beim Nato-Gipfel in Washington.

Deutschland müsse „einen eigenen Schutz haben, mit Abschreckung“, und dazu seien die Präzisionswaffen notwendig, fügte der Kanzler auf Deutsch hinzu. „Diese Entscheidung ist lange vorbereitet und für alle, die sich mit Sicherheits- und Friedenspolitik beschäftigen, keine wirkliche Überraschung“, sagte Scholz weiter.

In Deutschland sollen von 2026 an zeitweise Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und andere weitreichende Waffen stationiert werden, hieß es in einem gemeinsamen Statement der USA und Deutschlands, das am Mittwoch am Rande des Nato-Gipfels in Washington veröffentlicht wurde.


Russland kündigt Reaktion auf Entscheidung an

Die Marschflugkörper („Cruise Missiles“) sind wie auch das deutsche Waffensystem Taurus in der Lage, im Tiefflug weit in gegnerisches Gebiet einzudringen und wichtige Ziele zu zerstören. Diese Waffen „werden über deutlich größere Reichweite als die derzeitigen landgestützten Systeme in Europa verfügen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland und den USA

Russland kündigte am Donnerstag an, Gegenmaßnahmen gegen die „sehr ernste Bedrohung“ zu treffen. Man werde die Entscheidungen und die Abschlusserklärung des Nato-Gipfels in Washington „sehr genau analysieren“ und „durchdachte, koordinierte und effektive Maßnahmen ergreifen, um die Nato einzudämmen“, so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Die Nato sei nun „voll in den Konflikt um die Ukraine verwickelt“.


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11.07.2024

Orban sorgt für Aufsehen / Zweifel in Griechenland

aus e-mail von Doris Pumphrey, 11. Juli 2024, 217:06 Uhr


https://www.fr.de/politik/orban-putin-treffen-xi-ungarn-china-ukraine-krieg-trump-nato-summit-2024-russland-ausschluss-93181833.html

11.7.2024

*Orbán sorgt während Nato-Gipfel für Aufsehen: Vermittler zwischen Trump

und Putin?

*Von: Felix Durach


*Orbán wird beim Nato-Gipfel zum „Spielverderber“ – Treffen mit Trump

geplant

*Kurz vor dem Nato-Gipfel in Washington, bei dem die Nato-Staaten

Einheit gegen Russlands Aggressionen demonstrieren wollten, schlug Orbán

einen eigenen Pfad ein und diskutierte mit dem russischen Präsidenten

Wladimir Putin über den Krieg in der Ukraine. Anstatt sich mit dem

amtierenden US-Präsidenten zu für Gespräche zu treffen, bevorzugte Orbán

jetzt ein Treffen mit Donald Trump – und sorgt im Rahmen des

Nato-Spitzentreffens weiter für Aufsehen.


„Wenn es beim sorgfältig kuratierten Nato-Gipfel dieser Woche einen

Spielverderber gab, dann ist es Viktor Orbán“, so der britische

/Guardian/ über den ungarischen Präsidenten. Laut Informationen aus

Orbáns Umfeld plant der 61-Jährige, noch am Donnerstag (11. Juli) nach

Florida zu fliegen und sich dort mit Trump in dessen Anwesen Mar-a-Lago

zu treffen.


*Orbán als Vermittler zwischen Trump und Putin? Treffen werfen Fragen auf

*Es ist wahrscheinlich, dass das Treffen Orbáns jüngste Reisen nach Kiew

und Moskau thematisieren wird. „Der Besuch dürfte die Befürchtungen

verstärken, dass der ungarische Präsident als Vermittler zwischen Putin

und Trump fungiert“, berichtete /Bloomberg/ über das geplante Treffen.

Trump lag in den jüngsten Umfragen zur US-Wahl im Herbst deutlich vor

Amtsinhaber Biden und kann sich realistische Chancen auf eine Rückkehr

ins Weiße Haus ausrechnen.


Orbáns Besuch ist ein weiteres klares Bekenntnis zu Trump. Schon im März

dieses Jahres war der ungarische Präsident nach Florida gereist und

hatte Trump als einen „Mann von Ehre“ bezeichnet. Zwischen Biden und

Orbán hingegen gab es in den letzten vier Jahren kein einziges

offizielles Treffen. Auch beim Nato-Gipfel in Washington – bei dem Biden

als Gastgeber agierte – soll es nicht zu bilateralen Gesprächen zwischen

den beiden Staatschefs gekommen sein.


Die Ablehnung eines Gesprächs könnte dabei jedoch auf Gegenseitigkeit

beruht haben. „Biden ist möglicherweise nicht daran interessiert, Orbán

zu würdigen und ihn nach seinem Auftritt in Moskau und Peking zu

belohnen“, sagte Daniel Hegedüs vom Thinktank „The German Marshall Fund“

dem /Guardian/.


*Ungarn hofft auf Wiederwahl von Trump – Orbán inszeniert sich als

Friedenskämpfer

*Orbáns Stabschef Gergely Gulyás sagte bereits am Montag mit Blick auf

ein mögliches Treffen mit Trump: „Es lohnt sich, Menschen zu treffen,

die sich für Frieden interessieren.“ Orbán versucht offenbar, sich

während der halbjährigen Ratspräsidentschaft Ungarns als Kämpfer für den

Frieden zu inszenieren. Der ungarische Präsident hatte sich neben Putin

auch für Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj

getroffen, um auf ein Ende des Kriegs hinzuarbeiten. Selenskyj hatte

direkte Gespräche mit dem Kreml in den vergangenen Monaten stets

ausgeschlossen.


Bei den Bemühungen hofft Ungarn in Zukunft wohl auf die Unterstützung

der USA unter einer erneuten Trump-Administration. „Ich denke, es muss

ein sehr starker externer Impuls stattfinden, um sie zumindest zu

Verhandlungen zu bewegen“, sagte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó

der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch (10. Juli). „Wer hat in der

kommenden Zeit die Chance dazu? Das ist nur Präsident Trump, wenn er

gewählt wird.“


Trump hatte seit der russischen Invasion in der Ostukraine wiederholt

behauptet, dass er den Ukraine-Krieg in 24 Stunden beenden könnte,

sollte er wieder zum US-Präsident gewählt werden. Der designierte

Präsidentschaftskandidat der Republikaner habe Orbán jedoch nicht darum

gebeten, Friedensgespräche durch seine Reisen nach Moskau und Kiew

vorzubereiten. Das sagte eine mit dem Treffen am Donnerstag vertraute

Quelle dem Portal /Bloomberg/.


*Ungarn sticht bei Nato-Gipfel heraus – Orbán kündigt weitere Gespräche an

*Orbáns Positionen stachen bei dem Nato-Gipfel auch inhaltlich heraus.

Ungarn hatte sich als Teil einer kleinen Gruppe von Nato-Mitgliedern

gegen eine jährliche Finanzierungszusage für die Ukraine ausgesprochen –

ein Vorschlag des scheidenden Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg.

Ebenso hatte sich Orbán dagegen ausgesprochen, den Beitritt der Ukraine

zur Nato im Kommuniqué des Gipfels als „unwiderruflich“ zu bezeichnen.


Trotz breiter Kritik an Orbáns Reise nach Moskau hatte der ungarische

Präsident in einem Brief an EU-Ratspräsident Charles Michel angekündigt,

seine Bemühungen nicht aufgeben zu wollen. „Ich werde meine Gespräche

zur Klärung der Friedensmöglichkeiten nächste Woche fortsetzen“, schrieb

Orbán. Ein erster Schritt könnte die Reise nach Florida und das Treffen

mit Donald Trump sein. /(fd)/


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https://transition-news.org/griechenlands-ex-aussenministerin-wir-hatten-uns-nicht-am-ukraine-krieg

10.7.2024

*Griechenlands Ex-Außenministerin: «Wir hätten uns nicht am

Ukraine-Krieg beteiligen sollen»


*/Dies sagt Dora Bakoyanni, Schwester von Ministerpräsident Kyriakos

Mitsotakis. Ihre Aussagen reflektieren die zunehmende Unsicherheit und

die Notwendigkeit einer sorgfältigen und durchdachten Außenpolitik, um

die Interessen Griechenlands und die Stabilität in der Region zu schützen.


/*In einer überraschenden Erklärung* äußerte sich Dora Bakoyanni,

Mitglied des innersten Machtzirkels der griechischen Regierungspartei

Nea Dimokratia, kritisch zur Beteiligung ihres Landes am Krieg in der

Ukraine. «Wir hätten uns nicht am Krieg in der Ukraine beteiligen

sollen», so Bakoyanni.


*Dies sagte die inzwischen 70-Jährige,* die auch die Schwester von

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und Tochter des verstorbenen

früheren Ministerpräsidenten Konstantinos Mitsotakis ist sowie von 2006

bis 2009 Außenministerin war, während ihrer Rede

<https://www.youtube.com/watch?v=5cKYSP4b5yU&t=12s> auf der 28.

jährlichen Konferenz des Economist Government Roundtable.


*Bakoyanni, die während der Junta-Zeit (1967 bis 1974)* im Exil in

München lebte und deren Ehemann Pavlos Bakoyannis 1989 von der

Terrororganisation 17. November ermordet wurde, sprach offen über die

Entscheidung der griechischen Regierung, sich an den NATO-geführten

Waffenlieferungen an die Ukraine zu beteiligen: «Wir hätten dort niemals

involviert sein sollen. Wir haben gespielt und verloren.»


*Diese Worte spiegeln die wachsende Besorgnis* über die aktuellen

geopolitischen Entwicklungen und die Rolle Griechenlands darin wider,

wie zum Beispiel die griechische Plattform /Pronews/ Ende der letzten

Woche berichtete

<https://www.pronews.gr/elliniki-politiki/provocateur/anisyxia-gi-ayto-pou-erxetai-den-eprepe-na-eixame-emplakei-ston-polemo-stin-oukrania-leei-tora-i-n-mpakogianni/>.


*Die außerhalb Griechenlands ignorierten Aussagen* von Bakoyanni kommen

zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Möglichkeit einer erneuten

Präsidentschaft von Donald Trump in den USA immer wahrscheinlicher wird.

Bakoyanni betonte, dass sich die Prioritäten der US-Politik unter einer

möglichen zweiten Amtszeit Trumps erheblich ändern könnten.


*«Ich glaube nicht, dass das Geld in die Ukraine fließen wird»*, ist sie

überzeugt. Dies wirft Fragen über die zukünftige Außenpolitik

Griechenlands und deren Auswirkungen auf die Stabilität in der Region auf.


*So hat Griechenland historische Verbindungen* zum Schwarzen Meer, an

dem unter anderem die Ukraine liegt und wo es bis heute eine bedeutende

griechische Minderheit gibt, beispielsweise in der südrussischen Stadt

Krasnodar und der ukrainischen Stadt Mariupol (siehe hier

<https://www.journal21.ch/artikel/griechenlands-dilemma> und hier

<https://danielfunkgriechenlandblog.wordpress.com/2022/02/26/krieg-in-der-ukraine-griechenland-zahlt-einen-hohen-preis/>).

Diese historischen Bindungen und die aktuelle politische Situation

verdeutlichen, wie komplex die Situation für Griechenland ist, was den

Ukraine-Konflikt angeht.


*Trotz der unpopulären Haltung *in der griechischen Bevölkerung setzt

die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bedingungslos

auf die NATO und lieferte umfangreiche Munitionsbestände an die Ukraine.

Brüssel und Washington danken es Athen damit, dass sie keine Fragen

stellen in Bezug auf Pressefreiheit und Menschenrechte. Was die

Pressefreiheit betrifft, so trägt Hellas mittlerweile in Europa die rote

Laterne – nicht etwa Ungarn.


*Bakoyanni wies zudem auf die Unsicherheiten hin*, die mit den

bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen verbunden sind, und darauf, wie

diese das geopolitische Gleichgewicht beeinflussen könnten. Sie betonte

die Bedeutung der Stabilität in Europa und die Notwendigkeit einer

kohärenten und vorausschauenden Außenpolitik.


*«Europa steht vor einer Reihe von neuen und alten Problemen»,* sagte

sie und hob die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen und die

Rolle der USA in globalen Konflikten hervor.


*Besondere Sorgen bereiten Bakoyanni* die Entwicklungen im Nahen Osten,

einer Region, die für Griechenland von entscheidender Bedeutung ist.

Griechenland hat traditionell als Vermittler zwischen verschiedenen

Parteien in der Region agiert und pflegt enge Beziehungen sowohl zu

Israel als auch zu den Palästinensern. Bakoyanni unterstrich, dass die

zukünftige US-Politik einen erheblichen Einfluss auf die Stabilität und

die diplomatischen Bemühungen in der Region haben werde.


*«Für uns ist der Nahe Osten extrem wichtig»,* sagte Bakoyanni und

betonte die besondere Position Griechenlands als Vermittler. Und weiter:

«Wir beobachten die Entwicklung und sind besonders besorgt, weil

Griechenland, wie Sie wissen, in einer ganz besonderen Position ist. Wir

sind aufrichtige Vermittler für die Region, wir sind ein Land, das in

der Vergangenheit bewiesen hat, dass wir mit beiden Seiten, sowohl mit

Israel als auch mit den Palästinensern, auf effektive Weise

kommunizieren können, aber vieles hängt von den USA ab.»


*Die Aussagen von Dora Bakoyanni reflektieren* die zunehmende

Unsicherheit und die Notwendigkeit einer sorgfältigen und durchdachten

Außenpolitik, um die Interessen Griechenlands und die Stabilität in der

Region zu schützen. In einer Zeit globaler Veränderungen und

Herausforderungen bleibt abzuwarten, wie sich die griechische Regierung

in Zukunft positionieren wird und welche Schritte unternommen werden, um

den zukünftigen geopolitischen Entwicklungen zu begegnen.


*Die Äußerungen* der erfahrenen Außenpolitikerin Bakoyanni zeigen, dass

es erste Risse in der außenpolitischen Einheitsfront gibt. Ihre Stellung

als Politikerin und Mitglied einer der wichtigsten Politikerfamilien

gibt ihr die Möglichkeit, offener zu sprechen als es ein einfaches

Parlamentsmitglied tun könnte.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

Raketenangriff auf Kiewer Krankenhaus: NATO-Verbündete der Ukraine hatten ihre Hände im Spiel

freedert.online, 11 Juli 2024 13:57 Uhr, Von Igor Galaburda

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja hat die Anschuldigungen, dass Russland hinter dem Angriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew stehe, zurückgewiesen. Zudem kritisierte er die Doppelmoral der internationalen Gemeinschaft, die rasch die Ukraine als Opfer darstellt, jedoch flexibel reagiert, wenn russische Ziele beschossen werden.


Luftabwehrsystem NASAMS der litauischen Armee nimmt an einer Militärparade teil (Smybolbild)Quelle: www.globallookpress.com


Der UN-Sicherheitsrat traf sich zu einer Sitzung im Zusammenhang mit Anschuldigungen gegen Russland bezüglich des Raketeneinschlags in einem Kinderkrankenhaus. Der Ständige Vertreter Russlands, Wassili Nebensja, wies diese Anschuldigungen jedoch zurück. Entscheidend ist, dass die technischen Parameter sowohl der Rakete selbst als auch der Explosion beweisen, dass die Rakete tatsächlich aus Norwegen stammt. Und höchstwahrscheinlich waren NATO-Offiziere an ihrem Start beteiligt.

"Eine offensichtliche Manifestation von Doppelmoral". Mit diesen Worten reagierte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja auf die Behauptungen des Generalsekretärs der Organisation, António Guterres, Russland stecke angeblich hinter dem Angriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew. "Wenn russische Gebiete und zivile Objekte beschossen werden, ist die Reaktion sehr flexibel, aber sobald etwas in der Ukraine passiert, beeilen sich der Generalsekretär und seine Vertreter, Russland direkt zu verurteilen", sagte Nebensja.


Kinderklinik-Lüge: Video zeigt, wie treffsicher Ch-101-Raketen Militärziele in Kiew angreifen





Meinung

Kinderklinik-Lüge: Video zeigt, wie treffsicher Ch-101-Raketen Militärziele in Kiew angreifen





Bekanntermaßen führten die russischen Streitkräfte am Montag einen Gruppenangriff auf militärische Industrieanlagen in Kiew durch, insbesondere auf das Artjom-Werk im Stadtzentrum. Am selben Tag schlug eine Rakete in der Nähe eines Kiewer Kinderkrankenhauses ein.

Unmittelbar danach begann das Kiewer Regime, Fälschungen zu verbreiten, die "beweisen", dass der Einschlag von einem russischen Ch-101-Marschflugkörper ausgeführt wurde. Die ukrainische Propaganda demonstriert Fotos und Videos, die den Abschuss mit einer Rakete zeigen, die einige Merkmale der Ch-101 aufweist. Diese Behauptungen werden jedoch durch eine Reihe von Umständen vollständig widerlegt.

Erstens ist es heutzutage nicht schwierig, einige Elemente eines Bildes oder Videos zu zeichnen oder auszuschneiden. Es ist auch kein Problem, Raketentrümmer an einem Ort zu sammeln und zu behaupten, sie stammten von einer Rakete, die an einem anderen Ort explodiert ist. Der Kiewer Bürgermeister Klitschko hat bereits rostige Trümmer gezeigt und behauptet, es handele sich um eine abgeschossene Rakete vom Typ Kinschal [Hyperschallrakete].

Zweitens: Die Rakete traf nicht das Hauptgebäude des Krankenhauses, sondern ein zweistöckiges Gebäude daneben. Und vor allem ist das, was das Kiewer Regime als Ergebnis eines Einschlags zeigt, überhaupt nicht typisch für die Explosion eines 450-Kilogramm-Sprengkopfs einer Kh-101-Rakete.

Schon ein einziger Treffer einer Kalibr- oder Ch-101-Rakete reicht aus, um ein großes Wärmekraftwerk oder eine Fabrik außer Betrieb zu setzen. Würde ein 450 kg schwerer Sprengkopf einer Ch-101-Rakete einschlagen, würde das Gebäude vollständig zerstört und ein Krater an seiner Stelle entstehen. Erinnern wir uns zum Beispiel daran, dass beim Einschlag einer 3M-54 Kalibr-Rakete mit einem 450-kg-Sprengkopf in das Administrationsgebäude von Nikolajew ein ganzer Gebäudeteil zusammenbrach.


Was geschah am Montag in Kiew wirklich?





Meinung

Was geschah am Montag in Kiew wirklich?






Tatsächlich handelt es sich bei dem, was uns vorliegt, um den Einschlag einer AIM-120-Rakete aus dem Flugabwehrsystem NASAMS-2 der ukrainischen Streitkräfte, wie Russland bereits auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrates darlegte. Darüber hinaus deckt sich das äußere Erscheinungsbild dieser Rakete auch mit dem, was ukrainische Propagandisten selbst zeigen.

Der Gefechtskopf dieser Rakete hat eine Masse von 22 Kilogramm, und die Sprengstoffmasse beträgt knapp ein Drittel davon – etwa sieben Kilogramm. Das reicht für eine solche Zerstörung der Ecke eines zweistöckigen Gebäudes. Die von der ukrainischen Propaganda veröffentlichten Fotos zeigen, dass die Fassade und das daneben stehende Auto von Schrapnellen getroffen wurden, also von der Füllung der Flugabwehrraketen.

Patriot- und NASAMS-Raketen fallen regelmäßig auf ukrainische Städte. Es könnte gar nicht anders sein. Die ukrainischen Streitkräfte stationieren ihre Flugabwehrraketensysteme in Großstädten (genau davon spricht UN-Botschafter Nebensja). Das liegt daran, dass es nicht möglich ist, eine vollständige Luftabwehrgruppe aufzubauen, um ein Objekt mit einer kleinen Anzahl von Batterien abzudecken.

Jeder Flugabwehrspezialist weiß, dass zum Schutz eines Objekts vor aerodynamischen Zielen – Luftfahrzeugen, Marschflugkörpern, UAVs – die Systeme nach vorn in Richtung des Gegners platziert werden sollten. Und zum Schutz gegen ballistische und quasi-ballistische Ziele – Raketen M47 Dagger, 9M723 Iskander, Ch-22, Ch-32 – sollten die Flugabwehrraketensysteme hinter dem Objekt platziert werden. Dies gewährleistet das Abfangen der Zielobjekte außerhalb der Stadt.

Die ukrainischen Streitkräfte fangen Ziele direkt über Städten ab. Die Trümmer sowohl von Angriffsraketen als auch von Flugabwehrraketen fallen dabei zwangsläufig auf Wohngebäude.

Nicht selten hört man in der ukrainischen Propaganda, dass "die Russen mit S-300-Raketen in … eingeschlagen haben". Gleichzeitig werden Städte genannt, die S-300-Raketen aus Russland allein aufgrund ihrer technischen Spezifikationen nicht erreichen können. Damit gibt das Kiewer Regime ungewollt zu erkennen, dass es sich um die Flugabwehrraketen der ukrainischen Streitkräfte handelt, die auf ukrainische Städte fallen.


ATACMS-Angriff auf Krim: Beteiligung der USA laut Washington eine "lächerliche Behauptung Russlands"


ATACMS-Angriff auf Krim: Beteiligung der USA laut Washington eine "lächerliche Behauptung Russlands"






Trotz der Tatsache, dass alle ukrainischen Flugabwehrraketen fallen, beschuldigen sie Russland, absichtlich Wohngebäude zu treffen. Wie man so schön sagt: Man projiziert sein eigenes Handeln auf andere. So wie sie selbst regelmäßig russische Städte beschießen, so schieben sie die Schuld auf uns.

Es besteht kein Zweifel, dass es sich um eine vom ukrainischen Flugabwehrraketensystem NASAMS-2 abgefeuerte Rakete handelt, die auf das Kinderkrankenhaus in Kiew fiel. "In den Videos, die von ukrainischen Internetnutzern veröffentlicht wurden, sind fünf Raketen der russischen Luftstreitkräfte zu sehen, die ohne jegliche Störung oder Beschädigung nacheinander auf die Artjom-Anlage treffen. Ebenso ist eine einzelne ukrainische Flugabwehrrakete zu sehen, die ohne jegliche Beschädigung oder Störung in das Gebiet des Kinderkrankenhauses fliegt. Sie ist durch ihr charakteristisches Federkleid und andere Merkmale mit nichts anderem zu verwechseln", so Nebensja.

Es ist wichtig, noch einen weiteren Umstand zu beachten. Der Westen lieferte den ukrainischen Streitkräften eine zweite Version des Flugabwehrraketensystems NASAMS. Es ist ein anschauliches Beispiel für die sogenannten Surrogat-Flugabwehrsysteme, die der Westen im Eilverfahren produziert hat, nachdem er durch die Ergebnisse unserer Militärkampagne in Syrien und die zahlreichen Fehlschläge des angepriesenen Patriot-Komplexes erkannt hatte, dass er in Wirklichkeit keine Luftabwehr hat. "Surrogat-Flugabwehrraketensystem" bedeutet, dass Komponenten verschiedener Hersteller, die oft ursprünglich nicht für die Luftverteidigung konzipiert sind, zu einem vorgefertigten Flugabwehrraketensystem zusammengebaut werden.

Im Rahmen dieses Konzepts bot der Westen der Ukraine das FrankenSAM-Programm an, bei dem westliche Flugabwehrraketen auf sowjetischen Abschussvorrichtungen installiert werden sollten. Zum Beispiel AIM-7 Sparrow oder RIM-7 Sea Sparrow auf Buk-M1-Abschussvorrichtungen. So wurde eine AIM-120 AMRAAM-Flugzeugrakete in das NASAMS-Flugabwehrraketensystem integriert, das ein Kinderkrankenhaus in Kiew traf.


Raketenangriff auf ukrainisches Kinderkrankenhaus: Der Russe war's (mal wieder)!





Meinung

Raketenangriff auf ukrainisches Kinderkrankenhaus: Der Russe war's (mal wieder)!





In der NATO ist die Batterie die kleinste taktische Luftverteidigungseinheit. Die NASAMS-2-Batterie umfasst eine Kommandozentrale und 3–4 Schießzüge. Zum Schießzug gehören eine taktische Kontrollzelle, zwei AN/MPQ-64F1 Improved Sentinel-Radare, ein MSP500-Optroniksystem und drei Abschussgeräte mit sechs Behältern für AIM-120 AMRAAM-Raketen.

Warum ist das wichtig? Es handelt sich um eine völlig andere Bauideologie für Flugabwehrsysteme als die sowjetisch-russische Tradition der Luftverteidigung, die heute auch in der Ukraine vorherrscht. Das Hauptmerkmal dieser Art von Flugabwehrsystemen ist ihre Anpassungsfähigkeit an die netzwerkzentrierte Kriegsführung. Ein solches Flugabwehrraketensystem verfügt über eine offene Softwarearchitektur und Kommunikationskanäle nach NATO-Standard. Bei der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass verschiedene Arten von Radaren und Raketen in den Komplex integriert werden können. So planen die Polen beispielsweise, dieses Flugabwehrraketensystem als Küstenraketensystem mit NSM-Raketen zu nutzen.

Aus diesem Grund ist dieses System übermäßig komplex. Die Komplexität ist so groß, dass es kaum von ukrainischen Soldaten in Betrieb genommen werden kann, da es zu viel Ausbildung erfordert. Folglich sind die Bediener und Ingenieure eines solchen Flugabwehrraketensystems höchstwahrscheinlich Amerikaner und Norweger. Das ukrainische Krankenhaus wurde also gar nicht von den Russen beschossen, sondern von den de facto westlichen Verbündeten der Ukraine. Das heißt, von NATO-Soldaten.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 10. Juli 2024 zuerst auf der Zeitung Wsgljad erschienen.


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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Info: https://freedert.online/meinung/211976-raketenangriff-auf-kiewer-krankenhaus-nato


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

Kriegsgezeter gegen Orban

aus e-mail von Irene Eckert, 11. Juli 2024, 13:07 Uhr


Der unermüdliche Roger Köppel von der Züricher WELTWOCHE, ehemals

Chefredakteur "Der Welt" (!) ( o jemineh ein Rechter! verkehrte Welt,

verdrehte Koordinaten). Grüße von Irene Eckert


Video Https://www.youtube.com/watch?v=V6zyfGfGKms Dauer 19:50 Uhr


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11.07.2024

«Im Schatten eines Olivenbaums»
Eine Zeitzeugin erinnert sich an die Nakba

seniora.org, 11. Juli 2024, von Cara Marianna* 09.07.2024 - übernommen von zeit-fragen.ch


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Am Anfang des Staates Israel, von Ende 1947 bis Anfang 1949, stand das Unrecht der gewaltsamen Vertreibung von mehreren hunderttausend Menschen arabischer Abstammung, deren Familien jahrhundertelang in Palästina gelebt hatten   – die Nakba. (Bild Wikimedia)

 

 «Versuch dich daran zu erinnern, dass das, was sie glauben, und das, was sie tun und was du ertragen musst, nicht von deiner Minderwertigkeit zeugt, sondern von ihrer Unmenschlichkeit.»

James Baldwin, The Fire Next Time, 1963

Samia, die ich noch nicht kennengelernt hatte, schickte ein Taxi, um mich von meinem Hotel abzuholen. Ich traf den Fahrer in der Nähe der Terrasse des Notre-Dame-Zentrums, einer christlichen Stätte gegenüber dem Neuen Tor   – einem der sieben Haupteingänge in die Altstadt von Jerusalem.

Wir fuhren nach Norden, durch die labyrinthischen und dicht bevölkerten Strassen von Ostjerusalem, wo die meisten Araber der Stadt leben. Der Fahrer, ein freundlicher Mann, nutzte unsere gemeinsame Zeit, um sein Englisch zu üben und mir ein paar Worte Arabisch beizubringen. Das alte Taxi war nicht klimatisiert, und am späten Vormittag wurde es bereits unerträglich heiss.

Ich schickte Samia vom Auto aus eine SMS, um ihr mitzuteilen, dass ich auf dem Weg war. Als ich ankam, fand ich ein angenehmes, einstöckiges Mittelklassehaus vor. Samias junge und hübsche Assistentin öffnete mir die Tür, als ich klingelte. Sie geleitete mich ins Wohnzimmer, wo meine Gastgeberin in einem eleganten Ohrensessel sass und einen Fuss auf einen gepolsterten Hocker stellte. An dem Stuhl neben ihr lehnte ein Gehstock.

Das Zimmer war eine kühle, einladende Oase. An den Wänden hingen Familienfotos. Ein Schwarz-Weiss-Foto eines gut aussehenden Mannes mittleren Alters stach mir ins Auge: Samias Ehemann zu Lebzeiten.


Arabische Gastfreundschaft

Wir stellten uns vor. Samia hat ein intelligentes freundliches Gesicht, ein warmes Lächeln und einen wunderschönen silbernen Haarkranz. Ich fühlte mich sofort wohl. Als ich Platz nahm, trug die junge Frau ein Tablett herein und stellte es vor mich auf einen niedrigen Couchtisch. Sie stellte eine Kanne Tee und mehrere Porzellanteller mit Keksen und Zimtbrötchen bereit. Dies war meine Einführung bei Samia Naser Khoury und in die arabische Gastfreundschaft.

Als ich meine Reise nach Palästina plante, stand ich in E-Mail-Kontakt mit John Whitbeck. Whitbeck, ein international tätiger Rechtsanwalt mit Wohnsitz in Paris, war Rechtsberater des palästinensischen Verhandlungsteams in Kairo im April/Mai 1994 und später auf dem Gipfel von Camp David im Jahr 2000. Er kennt viele Menschen in ganz Palästina und schlug vor, dass ich mich mit Samia treffen sollte, die er als «Grossmutter» bezeichnete.

Grossmutter. Wie viel und wie wenig wird durch dieses oft abschätzige und sentimentale Substantiv ausgedrückt.

Ich war erst ein paar Tage zuvor aus Europa gekommen. Es war mein erstes Treffen mit einem palästinensischen Araber, einem Christen, und ich hatte keine Ahnung, was ich erwarten oder was ich fragen sollte. Ich sei nach Palästina gekommen, um Palästinenser zu treffen und ihnen zuzuhören, erklärte ich, um ihre Geschichten über das Leben unter israelischer Besatzung zu hören. Um etwas über ihre Hoffnungen und Wünsche für Palästina zu erfahren. Die Menschen im Westen wissen sehr wenig über Palästina oder die Palästinenser, denen die Menschlichkeit nur allzuoft abgesprochen wurde. Ich war gekommen, um dem entgegenzuwirken, um zu sehen und zuzuhören.

Eine der angebotenen Süssigkeiten war eine mit Datteln gefüllte Köstlichkeit namens ma’amoul, die in der arabischen Welt sehr beliebt ist, auch wenn ich das damals noch nicht wusste. Die gleiche Leckerei würde ich in der Altstadt von Al Khalil, dem ursprünglichen arabischen Namen für Hebron, in einer ganz anderen Situation wiederfinden. Eine andere Geschichte für ein anderes Mal. Die Kekse auf dem Teller vor mir waren alle für das Osterfest gebacken worden, das gerade vorbei war.


Samias alteingesessene Familie

Wir nippten am Tee und stellten uns gegenseitig vor, während wir uns unterhielten. Und während Samia ihre Geschichte aufrollte, wurdemir bewusst   – mit einem Gefühl des Schocks, aber auch des aussergewöhnlichen und unerwarteten Glücks, dass meine 91jährige Begleiterin eine lebende Zeugin der Nakba, der Katastrophe, war, wie die Palästinenser den Feldzug der Israeli in den späten 1940er Jahren zur Vertreibung aus ihrem angestammten Land nennen. Schon bald beugte ich mich über mein Tagebuch und schrieb, so schnell ich konnte, Notizen.

Die Nasers, so erfuhr ich, sind eine grosse und prominente palästinensische Familie, deren Frauen nicht weniger erfolgreich und einflussreich sind als ihre Männer. Nabiha Naser, Samias Tante, gründete 1924 eine Mädchenschule, aus der später die wichtigste Hochschuleinrichtung im Westjordanland, die Birzeit-Universität, werden sollte.

Samias Schwester, Rima Tarazi, die ich in meinen letzten Tagen im Westjordanland kennenlernte, ist eine angesehene palästinensische Komponistin, und ihre Cousine, Sumaya Farhat-Naser, ist eine Friedensaktivistin und Schriftstellerin, die durch Europa reist und Vorträge über den palästinensischen Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit hält. Kamal Naser, der viel bewunderte palästinensische Dichter, der 1973 von israelischen Spezialkräften in Libanon ermordet wurde, war ein weiterer Cousin. Vor einem Jahrzehnt, als sie bereits 80 Jahre alt war, veröffentlichte Samia ihre Memoiren unter dem Titel «Reflections from Palestine: A Journey of Hope (Eine Reise der Hoffnung)».

Im Jahr 1948, als Samia 15 Jahre alt war, lebte ihre Familie in dem Dorf Birzeit, das nördlich von Al-Bireh und Ramallah liegt. Samia wurde in der Schule ihrer Tante eingeschrieben; ihr Vater, der sich nach einer langen beruflichen Laufbahn in Jerusalem zur Ruhe gesetzt hatte, unterrichtete dort.


Juli 1948

Samia beschrieb das, was sie erlebt hat, folgendermassen:
Es war Sommer und heiss. Juli, glaube ich. Ich sass auf einer Terrasse im Schatten eines Olivenbaums und las. Als ich aufblickte, sah ich eine lange Schlange von Menschen, die auf das Dorf zuging.

Ich wusste nicht, was ich da sah. Ich rannte den Hügel hinunter, um herauszufinden, was los war. Es war heiss, mitten im Sommer, und diese Leute waren schon seit Tagen unterwegs.

Samia hielt inne und erklärte dann, dass diejenigen, die sie in Richtung Birzeit gehen sah, Opfer der Nakba waren. Sie waren Flüchtlinge:
Sie stammten aus zwei Städten, Lydda und Ramle, wo sich heute der Flughafen Ben-Gurion befindet. Sie wurden mit vorgehaltener Waffe aus ihren Häusern vertrieben. Man nahm ihnen alles ab, Geld und Schmuck, und zwang, sie zu Fuss zu gehen. Ben-Gurion wurde gefragt: «Was sollen wir mit diesen Menschen tun?» Er sagte nichts. Er winkte nur mit der Hand.

Meine Tante öffnete den Vorratsraum der Schule und versorgte alle Menschen mit Essen. Sie waren tagelang ohne Essen unterwegs gewesen. Wir haben für jeden gekocht, der in dieser Zeit zu uns kam. In der Schule waren Schüler von überall her untergebracht, aus Jaffa und Haifa. Sie wurden nach Hause geschickt. Ein Junge war aus Galiläa. Er blieb in der Schule, bis das Rote Kreuz ihn nach Hause brachte.

Als sie diese Geschichte beendet hatte, sass Samia einige Zeit lang still da. In der Stille konnte ich fast die lange Reihe von Menschen sehen, die sie beschrieb. Und dann, als ob sie meine Gedanken wiederholte, sagte sie mit einer tiefen Traurigkeit in ihrer Stimme: «Dieses Bild hat mich nie verlassen.»

Nachdem ich diese Ereignisse recherchiert habe, weiss ich nun, dass Israels Angriff auf die beiden von Samia erwähnten Städte in der zweiten Juliwoche 1948 begann, zwei Monate, nachdem Israel seine Souveränität erklärt hatte. Lydda hatte die unglückliche Ehre, die erste palästinensische Stadt zu sein, die aus der Luft bombardiert wurde. Als die jüdischen Streitkräfte schliesslich in die Stadt eindrangen, zogen sich die wenigen verbliebenen Widerstandskämpfer   – schlecht bewaffnet und wenig oder gar nicht ausgebildet   – in die Dahamish-Moschee im Stadtzentrum zurück. Dort wurden sie schnell überwältigt und gezwungen, sich zu ergeben   – und in der Moschee wurden sie prompt massakriert.


Entarabisierung des palästinensischen Landes

Israelische Truppen stürmten Lydda in einem Amoklauf. Als sie fertig waren, hatten sie 426 Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet   – 176 davon in der Moschee. Anfang 1948, in der ersten Januarwoche   – hatten Ben-Gurion und seine Kollegen, angesehene europäische Juden und rassistische Fanatiker, die die Entarabisierung des palästinensischen Landes beaufsichtigen sollten, beschlossen, keinen Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern zu machen. Diese Politik ist auch heute noch in Kraft, am deutlichsten im Gaza-Streifen, wo sich die Leichen von Frauen und Kindern weiterhin stapeln.

Jüdische Soldaten räumten die Stadt Lydda schnell. Die Menschen wurden mitten in der Nacht aus ihren Häusern vertrieben, bis auf die Kleidung, die sie trugen, wurde ihnen alles weggenommen   – Frauen wurden gezielt wegen ihres Schmucks angegriffen   – und ohne Nahrung und Wasser zu Fuss in Richtung Ramallah geschickt, eine Entfernung von etwa 50 km. Anschliessend wurden die Häuser geplündert.

Der Angriff auf Ramle begann am 12. Juli. Am 14. Juli drangen jüdische Truppen in die Stadt ein und begannen mit der Räumung: Sie verhafteten Tausende von Zivilisten und zwangen die nicht Verhafteten, zu Fuss nach Westen zu fliehen. Dann plünderten sie alles, was übrigblieb   – Häuser, Kirchen, Moscheen. Nichts wurde verschont. Die Vertreibungsbefehle für die beiden Städte wurden von keinem Geringeren als Yitzhak Rabin unterzeichnet, dem späteren Premierminister und Nobelpreisträger, der auch die Militäroperation leitete.

Das war die Brutalität, vor der die Menschen, die Samia an diesem Sommertag im Schatten ihres Olivenbaums sah, flohen.

Die Säuberung von Lydda und Ramle war eine der grössten Vertreibungen der palästinensischen Zivilbevölkerung in kürzester Zeit. Zwischen 50 000 und 70 000 Menschen wurden zur Flucht gezwungen. Viele Menschen starben auf dem Gewaltmarsch, der auch als Todesmarsch von Lydda bekannt ist, an Hitzeerschöpfung. Juden, die in den neuen Staat Israel einwanderten, liessen sich in den zurückgelassenen Häusern nieder   – eine Politik, die sicherstellen sollte, dass die Palästinenser niemals zurückkehren würden.

Lydda und Ramle lagen innerhalb des Gebietes, das in einem internationalen Abkommen für den arabischen Staat Palästina vorgesehen war. Doch Ben-Gurion nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um zusätzliches Land zu stehlen, das über das hinausging, was die Uno dem neuen Staat Israel überlassen hatte   – 56 Prozent Palästinas. Als die zionistischen Milizen und die neue israelische Armee die Nakba abschlossen, waren 78 Prozent des Landes Palästina für Israel beansprucht worden   – und das alles unter völliger Verletzung der UN-Resolution 181.

Die Kontakte, die ich im Laufe meiner Reise im Westjordanland knüpfte, erinnerten mich zu meiner Verbitterung daran, wie wenig sich seit der Zeit, die Samia in unserem Gespräch beschrieb, geändert hat. Während der Nakba schlichen jüdische Truppen im Dunkeln durch palästinensische Städte, brachten Dynamitstangen an den Häusern an und sprengten sie in die Luft, während die Bewohner schliefen, so dass unter den Zivilisten, vor allem aber unter den Frauen und Kindern, viele Opfer zu beklagen waren.

Viele derjenigen, die ich traf, berichteten, dass dies auch heute noch so ist. Genauso routinemässig führen die israelischen Besatzungstruppen ihre Razzien mitten in der Nacht durch, um ein Maximum an Angst und Schrecken zu verbreiten. All dies ist genau das, was wir in Gaza erleben. Und alle meine Gesprächspartner gehen davon aus, dass die Aggression im gesamten Westjordanland zunehmen wird   – wenn sie nicht schon zugenommen hat.


Zerstörung langer friedlicher Koexistenz

Nakba_2.jpg
ISBN 978-3-86489-258-5

Die Nakba war also ein Testfeld für die Strategien und Massnahmen, die Israel zur Durchsetzung seiner Besetzung und Besiedlung palästinensischen Landes anwenden würde. Daran scheint kein Zweifel zu bestehen: Was im Dezember 1947 vor Ort begann, hat sich seither ununterbrochen fortgesetzt und ist das, was wir bis heute im Gaza-Streifen und im Westjordanland erleben. Von Anfang an war Israels Projekt der ethnischen Säuberung kalt kalkuliert, überlegt und strategisch.

Der Zionismus hat, um es klar zu sagen, Samias Welt zerstört   – eine säkulare, multiethnische und multireligiöse Welt, in der jahrhundertelang Ethnien und Religionen friedlich nebeneinander gelebt hatten, selbst als verschiedene Reiche um sie herum aufstiegen und fielen.

Samia sagte: «Vor 1948 war Palästina säkular. Wir hatten jüdische Nachbarn. Man konnte nicht erkennen, wer Christ, Moslem oder Jude war. Vor 1948 gab es keinen Fanatismus. Es gab keine Kleiderordnung. Die Kolonialmächte haben das zerstört. Sie haben das Land und die Religionen kolonialisiert.»

Eine bewegende Schilderung der Zerstörung von Lydda und Ramle findet sich unter anderem in Ilan Pappes Buch «Die ethnische Säuberung Palästinas» (Neuauflage im Westend-Verlag, 2024). Die Entarabisierung und anschliessende Judaisierung Palästinas war von langer Hand geplant und wartete nur auf die richtigen Bedingungen. Ohne sich dessen bewusst zu sein oder gar zu beabsichtigen, war der Teilungsplan der Vereinten Nationen das grüne Licht, auf das Ben-Gurion gewartet hatte.

Als ich Samia, einer lebenden Zeugin der Nakba, zuhörte, erschien es mir besonders tragisch, mir erneut ins Gedächtnis zu rufen, dass Generationen von amerikanisch-jüdischen und israelischen Kindern in ihren Kindergärten mit einer völlig falschen und historischen Erzählung aufgewachsen sind: dass das Land Palästina leer war, als die europäischen Juden dorthin einwanderten. Irrationalerweise wurde ihnen auch beigebracht, dass Israel einen heldenhaften Krieg für die Unabhängigkeit geführt hat, während in Wirklichkeit Israels Gründerväter die Palästinenser durch schreckliche Gewaltakte aus ihrer Heimat vertrieben haben. Diese Geschichte wurde absichtlich aus dem israelischen Bewusstsein getilgt. Dieser Indoktrinationsprozess flösst gleichzeitig tiefe Angst und Hass auf Araber ein.

Die Palästinenser sind sich dessen natürlich sehr wohl bewusst. «Israelischen Kindern wird gesagt: ‹Die Araber werden euch töten›», sagte Samia. «Der Lehrplan in den israelischen Tagesschulen ist ein System der Gehirnwäsche für Kinder und die gesamte Bevölkerung, in Israel und auch im Westen.»


Indoktrinierung der israelischen Jugend

Dieser Indoktrinationsprozess untergräbt, wie beabsichtigt, jede Chance auf einen sinnvollen Frieden, weil die Israeli   – ganz zu schweigen von ihren amerikanischen Unterstützern   – nicht in der Lage sind, die Realität zu sehen und zu verstehen, wie sie ist. Sie kennen nicht einmal ihre eigene nationale Geschichte. Sie besteht nur aus Mythen und Lügen.

Das macht den Palästinensern die Hoffnung schwer, weil sie wissen, dass sie es mit irrationalen Akteuren zu tun haben   – zwei Nationen, die sich auf rohe Gewalt verlassen, um ihren Willen durchzusetzen. Ich war überrascht, wie oft ich die ältere Generation der Palästinenser mit echter Betroffenheit das Verhalten Israels und der Vereinigten Staaten mit der Frage kommentieren hörte: «Warum tun sie das?» Und: «Wer verhält sich so?»

Viele der jüngeren Palästinenser, die ich getroffen habe, wollen nicht mehr versuchen zu verstehen, so schien es mir jedenfalls. Sie wissen, dass es irrational ist, in der amerikanischen Aussenpolitik und im Verhalten Israels nach einer Logik zu suchen, die über die Imperative des nackten imperialen Ehrgeizes hinausgeht. In der Tat fühlen sie sich von der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Fatah-Partei völlig verraten.

Ich hatte mehrfach die Gelegenheit, IDF-Soldaten an Kontrollpunkten im Westjordanland zu beobachten und mit ihnen zu sprechen. Sie wirken wie extrem ignorante und verängstigte Kinder. Sie sind jung, bewaffnet, arrogant und ängstlich. Eine gefährlichere Kombination kann ich mir nicht vorstellen. Das sind die Leute, die die Macht über Leben und Tod der Palästinenser haben.

Ich war überrascht, wenn auch nicht gänzlich, mit welcher Vehemenz Samia über diese Themen sprach und mit welcher Subtilität sie die Beziehungen zwischen Tel Aviv und Washington analysierte. «Israel ist ein Vorposten der USA im Nahen Osten, aber Israel ist der Boss», sagte sie. «Niemand hat den Mumm, Israel zu sagen: ‹Nein!› Vor allem nicht die Kolonialmächte, die Israel geschaffen haben.»


Auf der richtigen Seite der Geschichte

Die Palästinenser achten sehr genau darauf, was in der Welt passiert: Das habe ich immer wieder festgestellt. Und sie wissen, auch wenn viele andere es nicht wissen, dass sich die Situation langsam zu ihren Gunsten verändert. Das ist ein Zeichen der Zeit: Es gibt jetzt Lehrpläne und Abteilungen für Palästinastudien an den Universitäten, was dazu beigetragen hat, dass der Kampf für die Rechte und die Freiheit der Palästinenser an Sichtbarkeit und Legitimität gewonnen hat. Viele junge Juden lehnen den Zionismus zunehmend ab und unterstützen aktiv die Rechte der Palästinenser, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Dies sind bedeutende Entwicklungen. Das ist noch wichtiger: Ein Land, das einen Völkermord begeht, kann keinen Bestand haben, und viele Palästinenser glauben, dass Israel eines Tages aufhören wird zu existieren.

Sie müssen überleben und den Zionismus überdauern und dabei ihre Familien und ihre Kultur intakt halten. Das ist die Aufgabe, wie viele Palästinenser sie verstehen, so scheint es mir jedenfalls. Das Wissen, dass sie auf der richtigen Seite der Geschichte stehen, erklärt, so glaube ich, die würdevolle Geduld, die ich bei Samia und vielen anderen Palästinensern, die ich getroffen habe, feststellen konnte. Das und die arabische Praxis des summt, was mit «Standhaftigkeit» übersetzt wird.

Vor allem haben die Palästinenser bewiesen, dass sie widerstandsfähig sind   – und zwar in kreativer Weise. Sie leisten weiterhin Widerstand gegen Besatzung und Auslöschung. Sie sind nicht verschwunden. Auch die Israeli wissen, wenn auch unbewusst, dass die Frage zum Teil auf eine Frage der Ausdauer hinausläuft. Die Israeli wissen, dass Israel zerbrechlich ist, was einen Grossteil ihres Verhaltens erklärt, einschliesslich des ansonsten unerklärlichen Bedürfnisses, das Existenzrecht Israels immer wieder zu bestätigen.

Ich mag mich irren, aber ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass viele Israeli verstehen, dass Israel zutiefst illegitim ist, auch wenn sie es nicht zugeben können. Diese psychische Zerrissenheit des Einzelnen und der Gesellschaft treibt die israelische Gewalt und die Beschleunigung der Beschlagnahmung und Besiedlung von Land im Westjordanland an.

Alle Apartheidstaaten gehen irgendwann unter. Wird Israel die USA mit sich reissen? Diese Frage beantwortete Samia, ohne dass ich sie zu stellen brauchte. «Israel wird der Untergang der Vereinigten Staaten sein», sagte sie. «Es wird zu spät sein, wenn die Vereinigten Staaten überhaupt aufwachen.»  •

Quelle: https://thefloutist.substack.com/p/in-the-shade-of-an-olive-tree
 vom 30. Juni 2024

(Übersetzung Zeit-Fragen)


Cara Marianna ist Autorin und Mitherausgeberin von The Floutist, einem Online-Newsletter, den sie zusammen mit ihrem Mann Patrick Lawrence herausgibt (thefloutist.substack.com). Cara Marianna gibt ihren eigenen Newsletter heraus namens Winter Wheat (winterwheat.substack.com). Sie ist Künstlerin und hat in Amerikanistik promoviert. Im Frühjahr 2024 bereiste sie Palästina und begann ihre Serie «Stimmen aus Palästina». Unterstützen Sie ihre Arbeit mit einem Abonnement von Winter Wheat oder mit einer Spende (paypal). Kontakt: winterwheat7@gmail.com.

Quelle: https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2024/nr-14-9-juli-2024/im-schatten-eines-olivenbaums
Mit freundlicher Genehmigung von Zeit-Fragen.ch


Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6018&mailid=2258


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

Endstation für Putin: China-Banken würgen Russlands Wirtschaft die
Importe ab

aus e-mail von W. Rester, 11. Juli 2024, 14:54 Uhr


https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/endstation-f%C3%BCr-putin-china-banken-w%C3%BCrgen-russlands-wirtschaft-die-importe-ab/ar-BB1pLfgO aus Merkur


Chinesische Banken weigern sich zunehmend, russische Importe zu

finanzieren. Damit wird es für die russische Wirtschaft deutlich

schwieriger, die westlichen Sanktionen zu umgehen.


Details nachfolgend.


Gruß, Willi



Endstation für Putin: China-Banken würgen Russlands Wirtschaft die

Importe ab

China verweigert zunehmend die Zahlungen russischer Unternehmen. Für

Russlands Wirtschaft kann das fatal sein. Diese ist auf China angewiesen.


Moskau – Durch nunmehr 14 Sanktionspakete versucht der kollektive

Westen, Russlands Wirtschaft einzuschränken. Einerseits hatte das schon

früh einen Kleinkrieg ausgelöst, denn Russlands Präsident Wladimir Putin

versucht ständig, die Sanktionen zu umgehen, andererseits zeigen sich

immer deutlicher ihre isolierenden Auswirkungen. Zum Beispiel behindern

sie jetzt den Schienenverkehr zwischen China und Russland.



Das sieht im Detail so aus: Seit Mai verweigert China rund die Hälfte

aller Zahlungen, die russische Unternehmen für per Bahn aus China

importierte Waren leisten. Der hauptsächliche Grund dafür sind westliche

Sanktionen – chinesische Kreditgeber treffen zusätzliche

Vorsichtsmaßnahmen, um nicht mit Sanktionen in Konflikt zu geraten. Das

hatte das Portal Newsweek unter Berufung auf die Nachrichtenagentur The

Moscow Times berichtet, die in Amsterdam sitzt.


Demzufolge ist die Ablehnungsquote für Bahn-Importe mittlerweile fünfmal

so hoch wie für Importe über andere Transportmittel. Die im Zuge des

Ukraine-Kriegs eingesetzten westlichen Sanktionen sollen auf eine „große

Zahl“ von Unternehmen, die im Schienenverkehr tätig sind, zielen – so

erklärte sich zumindest ein russischer Händler diese enorme Differenz.



Für Wladimir Putin kommt diese Entwicklung nicht unbedingt gelegen –

seit einigen Wochen häufen sich nämlich die Berichte, denen zufolge

China sich vom Handelspartner Russland abwendet. Große chinesische

Banken nehmen die russischen Aufträge, Empfänger und weitere Details

genau unter die Lupe; auch hier sind westliche Sanktionen für die

erhöhte Vorsicht verantwortlich. Um nicht von Sekundärsanktionen

betroffen zu werden, achten die chinesischen Banken genau darauf, wie

und mit wem sie handeln.


Eisenbahn als Ass im Ärmel – So will Putin Russlands Wirtschaft stärken

Zuletzt hatte der Kreml-Diktator noch jede Menge Mittel in den Ausbau

des russischen Schienenverkehrs stecken wollen. Wie Markets Business

Insider schon im Frühjahr berichtete, war eine Summe von über vier

Milliarden US-Dollar im Gespräch, die dem Ausbau der Transsibirischen

Eisenbahn und der Baikal-Amur-Linie dienen sollten. Beide Gleisstrecken

verbinden Russland mit dem südlicher gelegenen China. Weitere

Investments standen im Raum.



Dieses Engagement im Gleisausbau gelte als Zeichen der engeren Beziehung

der beiden Länder – eine Beziehung, die Russland über Wasser gehalten

hatte, nachdem es den Ukraine-Krieg begann und 2022 eine Großoffensive

an der unerwartet heftigen ukrainischen Verteidigung scheiterte.


Russlands Wirtschaft ist zunehmend abhängig von China

Seitdem die westlichen Industriestaaten Russlands Wirtschaft mit

massiven Sanktionen belegt hatten, hatte sich Wladimir Putin zunehmend

nach neuen Handelspartnern umgesehen. China ist dabei wohl der

wichtigste davon – das Handelsvolumen zwischen Russland und China ist

seit 2022 um 26 Prozent gewachsen. Die chinesischen Exporte nach

Russland nahmen um mehr als 60 Prozent zu. Die Analyseplattform Carnegie

Politika hatte gar davon gesprochen, dass Chinas Lieferungen eine

„Rettungsleine“ für Russlands Wirtschaft darstellen.


Es geht um nicht weniger als eine russische Abhängigkeit von seinem

asiatischen Handelspartner. Der chinesische Präsident Xi Jinping hält

unter anderem den russischen Rüstungssektor am Leben – ohne die massive

Zulieferung von westlicher Technik durch China hätte Putin längst nicht

die benötigten Reserven, um den Krieg fortzuführen. Im Bankensektor

hatte die russische Zentralbank erst jüngst bekannt gegeben, dass der

Wechselkurs Yuan/Rubel nun den Kurs für andere Währungspaare bestimmen

sollte. Die Annäherung an China findet also auf mehreren Ebenen statt.


Westliche Sanktionen erdrücken Russlands Wirtschaft

Dabei gibt es für Russland allerdings ein größeres Problem: China zieht

sich auf mehreren Ebenen langsam zurück. Ein Beispiel dafür ist das

chinesische Zögern bei der Gas-Pipeline „Power of Siberia 2“, die

Russland errichten will, um mehr Gas nach China liefern zu können.

Außerdem haben bereits mehrere chinesische Banken angekündigt, keine

Yuan-Zahlungen mehr als Russland annehmen zu wollen. Sie gehen auf

Distanz zu Wladimir Putin. Russland hatte den Yuan über lange Zeit als

wichtigste Reservewährung aufgebaut. Neben der russischen Abteilung der

Bank of China hatten auch die ICBC, die China CITIC Bank und einige

andere Banken entsprechende Schritte angekündigt.


Wirklich überraschend kommt dieser Schritt der chinesischen Banken

nicht. Der russische Top-Banker Wladimir Tschistjuchin,

stellvertretender Vorsitzender der russischen Zentralbank, hatte schon

Anfang Juli warnende Worte geäußert. Wenn Moskau keine Möglichkeiten

findet, um seine Importe zu bezahlen, stehe Russlands Wirtschaft vor dem

„Ruin“, erklärte der Banker. „Wir müssen alles probieren“, hatte der

Banker gemahnt. Auch unkonventionell erscheinende Optionen wie

Kryptowährungen müssten in Betracht gezogen werden. (Laernie mit TMT)


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile
11.07.2024

Führender russischer Politologe: "Die Welt steht am Rand eines Abgrunds"

Den Westen könne sein Verlust am weltweiten Einfluss während des Ukraine-Konflikts dazu treiben, "waghalsige" Schritte zu unternehmen, warnte Alexander Dynkin von der Russischen Akademie der Wissenschaften während einer Diskussion im Vorfeld zur Stiftung eines neuen Friedenspreises durch Russland


Führender russischer Politologe: "Die Welt steht am Rand eines Abgrunds"Quelle: Sputnik © Maksim Blinov


Alexander Dynkin in Moskau im Juni 2024


Die Welt steht "am Rande eines Abgrunds", während sie eine größere Transformation erlebt, warnte der führende russische Politologie Alexander Dynkin und verwies auf die verfahrene Situation zwischen Moskau und dem Westen in Bezug auf die Ukraine.


Medwedew reagiert auf Abschlusserklärung des NATO-Gipfels: Ukraine und NATO müssen verschwinden



Medwedew reagiert auf Abschlusserklärung des NATO-Gipfels: Ukraine und NATO müssen verschwinden





So nahe an einer Katastrophe war die Welt zuletzt vor 60 Jahren während der Kubakrise, sagte Dynkin als Direktor des Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen an der Russischen Akademie der Wissenschaften bei einem Runden Tisch am Donnerstag.

Die Veranstaltung unter dem Titel "Krieg und Frieden im XXI. Jahrhundert" fand als Teil der Vorbereitungen für die bevorstehende Zeremonie zur Verleihung des "Internationalen Leo Tolstoi Friedenspreises" statt.

Über Jahrhunderte wurde die globale Weltordnung in Europa und zuletzt in den USA bestimmt, stellte Dynkin fest. Infolge des Konflikts in der Ukraine werde die internationale Architektur jedoch erstmals unter Beteiligung Russlands, Chinas und Indiens neu geformt, argumentierte er und fügte hinzu, der "politische Osten" sei heute ein gleichberechtigt zu behandelnder Partner des "politischen Westens".

Anders als die Europäische Union und die USA haben China und Indien sich geweigert, Russland wegen des Ukraine-Konflikts zu verurteilen. Der indische Premierminister Narendra Modi besuchte Moskau in dieser Woche und traf sich dort erstmals seit dem offenen Ausbruch militärischer Feindseligkeiten in der Ukraine 2022 mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Der Verlust an Einfluss im globalen Maßstab – verbunden mit den "kognitiven Problemen" des gegenwärtig amtierenden US-Präsidenten Joe Biden – könnte den kollektiven Westen dazu treiben, "waghalsige" Schritte und Entscheidungen zu unternehmen, warnte Dynkin.


NATO-Gipfel in Washington – eine Zwischenbilanz





Analyse

NATO-Gipfel in Washington – eine Zwischenbilanz






Am Mittwoch hatte Joe Biden in Washington, D.C. einen NATO-Gipfel mit der Erklärung eröffnet, das Militärbündnis unter US-Führung sei "stärker denn je", während es sich zugleich einem "entscheidenden Moment" im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gegenübersehe.

Der "Internationale Leo Tolstoi Friedenspreis" wird erstmals im September in Moskau verliehen. Der Preis wurde nach dem russischen Autor des berühmten Romans "Krieg und Frieden" benannt, der für seine festen Antikriegspositionen bekannt weltweit geworden war. Tolstoi hatte am Krimkrieg (1853 bis 1856) teilgenommen und war dadurch in heutiger Lesart de facto Russlands erster "Frontberichterstatter".

Die Teilnehmer der Diskussion am Runden Tisch zogen Parallelen zum Friedensnobelpreis, warnten aber, dass Russlands Gegenstück zu jener Auszeichnung nicht politisiert werden dürfe. Sie verwiesen bei dieser Warnung auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an den damaligen US-Präsidenten Barack Obama, den er während der Kriege im Irak und in Afghanistan erhielt, nicht etwa für deren Beendigung.


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Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/russland/212069-fuehrender-russischer-politologe-welt-ist


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile




Weiteres:




Medwedew reagiert auf Abschlusserklärung des NATO-Gipfels: Ukraine und NATO müssen verschwinden

freedert.online, 11 Juli 2024 10:12 Uhr

Die NATO hat auf ihrem Gipfel in Washington der Ukraine einen "unumkehrbaren" Weg ins Militärbündnis zugesichert. Dmitri Medwedew hat auf diese Ankündigung reagiert und scharfe Gegenmaßnahmen Russlands angekündigt.


Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew kommentiert auf Telegram und X in russischer und englischer Sprache die Entscheidung des jüngsten NATO-Gipfels in Washington, der Ukraine einen "unumkehrbaren" Weg ins westliche Militärbündnis zuzusichern, obwohl eine formelle Einladung weiterhin ausbleibt.


Tomahawk und mehr: USA kündigen Stationierung weitreichender Waffen in Deutschland an




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Medwedew, jetziger Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, bezeichnet die Unterzeichnerstaaten als Feinde Russlands und kündigt Gegenmaßnahmen an:  

"Die Schlussfolgerung ist offensichtlich. Wir müssen unser Bestes tun, damit der 'unumkehrbare Weg der Ukraine' in die NATO entweder mit dem Verschwinden der Ukraine oder mit dem Verschwinden der NATO endet. Beides wäre noch besser."

The Washington Summit Declaration of July 10 mentions “the irreversible path of Ukraine” to NATO. For Russia, 2 possible ways of how this path ends are acceptable: either Ukraine disappears, or NATO does. Still better, both.


Die Washingtoner Gipfelerklärung vom 10. Juli wird "der unumkehrbare  Weg der Ukraine" zur NATO. Für Russland sind 2 mögliche Wege, wie dieser Weg enden: entweder verschwindet die Ukraine oder die NATO. Noch besser, beides.


— Dmitry Medvedev (@MedvedevRussiaE) July 11, 2024

Mehr zum Thema - NATO-Gipfel in Washington – eine Zwischenbilanz


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Info: https://freedert.online/europa/211972-medwedew-reagiert-auf-abschlusserklaerung-nato


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11.07.2024

Freigegebene Geheimdokumente: USA wussten, dass Russland sich von der NATO „ausgetrickst” fühlte

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US-Präsident Clinton, der russische Präsident Jelzin und der ukrainische Präsident Krawtschuk nach der Unterzeichnung der Trilateralen Erklärung in Moskau am 14. Januar 1994. Bild: Weißes Haus


overton-magazin.de, 11. Juli 2024 34 Kommentare


Clinton-Mitarbeiter verstanden Moskaus Einwände gegen die Osterweiterung.


Es wird erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs der Allianz in dieser Woche auf dem NATO-Gipfel in Washington ein gemeinsames Kommuniqué unterzeichnen werden, in dem erklärt wird, dass sich die Ukraine auf einem “unumkehrbaren” Weg zum Beitritt in die Allianz befindet.

Diese Entscheidung wird wahrscheinlich als großer Schritt nach vorn und als Ausdruck der Einigkeit des Westens hinter der Ukraine gefeiert werden, aber eine Reihe neu freigegebener Dokumente zeigt, dass die USA schon immer wussten, dass die NATO-Erweiterung in den letzten 30 Jahren eine Bedrohung für Russland darstellte und möglicherweise ein entscheidender Faktor für Moskaus aggressive Politik in dieser Zeit war, die 2022 in der Invasion der Ukraine gipfelte.

“Die Dokumente zeigen, dass die Politik der Clinton-Administration in den 1990er Jahren, die sowohl die NATO-Erweiterung als auch das russische Engagement betonte, oft miteinander kollidierte und bleibende Narben bei [dem damaligen russischen Präsidenten Boris] Jelzin hinterließ, der stets eine Partnerschaft mit den USA anstrebte”, so das National Security Archive, das diese Woche über die neu freigegebenen Dokumente schrieb. “Aber schon im Herbst 1994, so die Dokumente, wurde die alternative Sicherheitsstruktur der Partnerschaft für den Frieden für Europa, die sowohl Russland als auch die Ukraine einschloss, von den US-Politikern heruntergespielt, die die NATO-Erweiterung nur so lange hinauszögerten, bis sowohl Clinton als auch Jelzin ihre Wiederwahlen 1996 überstanden hatten.

1995 warnte der damalige nationale Sicherheitsberater Anthony Lake Präsident Bill Clinton, dass die russische Führung die Erweiterung des Bündnisses nach Osten nicht akzeptieren würde.

“Es ist unwahrscheinlich, dass die russische Opposition gegen die NATO-Erweiterung kurz- oder mittelfristig in eine Art zähneknirschende Zustimmung umschlägt; die russische Widerstand ist tiefgreifend und profund”, schrieb Lake. “In der nächsten Zeit wird die russische Führung ihr Bestes tun, um unsere Politik zum Scheitern zu bringen, da sie der Überzeugung ist, dass jede Osterweiterung der NATO den langfristigen Interessen Russlands im Grunde zuwiderläuft.

Zwei Jahre später, als Washington und Moskau Verhandlungen über die künftige Zusammenarbeit zwischen der NATO und Russland aufnahmen, verfasste der Beamte des Außenministeriums, Dennis Ross, eine, wie das Archiv es nennt, “scharfsinnige und einfühlsame Analyse” der russischen Haltung zur NATO-Erweiterung.

“Zunächst einmal sehen die Russen aus den Ihnen bekannten Gründen die NATO-Erweiterung durch eine politische, psychologische und historische Brille”, schrieb Ross in einem Memo an Strobe Talbott, den damaligen stellvertretenden Außenminister.

“Erstens haben sie das Gefühl, dass sie bei der deutschen Wiedervereinigung über den Tisch gezogen wurden. Wie Sie mit mir gemeinsam festgestellt haben, waren die Versprechungen des ehemaligen Außenministers James Baker, die militärische Präsenz der NATO nicht auf die ehemalige DDR auszudehnen, Teil einer wahrgenommenen Verpflichtung, das Bündnis nicht nach Osten zu erweitern”, heißt es in dem Memo. Und weiter: „Darüber hinaus war das Versprechen von 1991, die NATO von einem Militärbündnis in ein politisches Bündnis umzuwandeln, Teil der sowjetischen Erklärung für die Aufnahme des vereinigten Deutschlands in die NATO.”

Da diese vermeintlichen Versprechen nie konkretisiert wurden, so Ross, zogen die Russen “die Lehren aus dem Jahr 1991 und versuchen nun, sie bei den Verhandlungen über die NATO-Erweiterung anzuwenden.”

Trotz dieser Hindernisse erzielten Clinton und sein russischer Amtskollege Boris Jelzin einen Monat später auf einem Gipfeltreffen in Helsinki eine Einigung über eine Reihe von Fragen. Während eines privaten Gesprächs mit Clinton auf diesem Gipfel – das Teil der freigegebenen Dokumente ist – sagte Jelzin, dass er eine Vereinbarung mit der NATO nicht deshalb getroffen habe, weil er es wollte, “sondern weil es ein erzwungener Schritt ist”.

In seinem Gespräch mit dem amerikanischen Präsidenten machte Jelzin vor allem eines deutlich. “[Die NATO-]Erweiterung sollte auch nicht die ehemaligen Sowjetrepubliken einschließen”, sagte er. “Ich kann kein Abkommen unterschreiben, in dem dies nicht erwähnt wird. Besonders die Ukraine. Wenn man sie mit einbezieht, wird das in unseren Gesprächen mit der Ukraine über eine Reihe von Fragen zu Schwierigkeiten führen.“ Clinton stimmte einem diesbezüglichen “Gentlemen’s Agreement” nicht zu, und die beiden Männer zogen schließlich weiter.

Die Folgen der Entscheidung, russische Bedenken vor Jahrzehnten zu ignorieren, wirken sich nach Ansicht von Experten auch heute noch auf die Beziehungen zwischen dem Westen und Moskau aus.

“Diese freigegebenen Dokumente unterstreichen, dass den US-Regierungsangehörigen die tiefgreifenden Einwände Moskaus gegen die NATO-Osterweiterung seit langem bekannt sind und dass sie bis in die Gorbatschow-Ära und die Präsidentschaft Jelzins zurückreichen. Dennoch hat Washington die Erweiterung vorangetrieben, weil man davon ausging, dass Russland sie nicht verhindern könne”, so George Beebe, Direktor für Große Strategie am Quincy Institute, gegenüber Responsible Statecraft. “Heute ist Russland sowohl verbittert über diese Geschichte als auch viel mächtiger als damals, und es ist entschlossen, die Eingliederung der Ukraine und Georgiens in die NATO mit allen erforderlichen Mitteln zu verhindern.


Der Artikel ist im englischen Original auf Responsible Statecraft erschienen. Wir danken dafür, eine Übersetzung veröffentlichen zu können.

Blaise Malley ist Reporter für Responsible Statecraft. Er war früher Mitherausgeber bei The National Interest und Reporter und Forscher bei The New Republic. Seine Artikel sind in The New Republic, The American Prospect, The American Conservative und anderen Publikationen erschienen.


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34 Kommentare

  1. “ein entscheidender Faktor für Moskaus aggressive Politik in dieser Zeit war, die 2022 in der Invasion der Ukraine gipfelte.”

    Krank, kränker, am kränkesten.

    “Aggressive Politik Russlands”
    “Invasion der Ukraine”

    Zwei unsägliche Verdrehungen der Wirklichkeit im Sinne der westlichen Kriegstreiber und Eliten.

    Schande über diese widerwärtige Plattform und ihre widerwärtigen Schreiberlinge.

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Und der “brutale Angriffskrieg“ des „Agressors“ war natürlich völlig „unprovoziert“.

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Russland „fühlte“ sich nicht ausgetrickst.Russland wurde nach allen Regeln der angelsächsischen Hinterhältigkeit ausgetrickst. Das hat auch der Jelzin noch rechtzeitig erkannt.
Deshalb auch die Ernennung eines bis dato weithin unbekannten Mannes aus St.Petersburg zum Nachfolger. Selbst der von der City of London ernannte Torwächter des Kreml, Beresowski, konnte es nicht verhindern. Deswegen wurde der von seinen Kumpanen auch in London geselbstmordet.
Und nun hat der „Westen“ das Problem, das ihm niemand in Russland mehr vertraut und auf seine hinterhältigen Tricks hereinfällt….

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Besonders die US-Amerikaner fühlen sich mit ihrem überheblichen Glauben an die eigene Außergewöhnlichkeit prädestiniert die Führung in der Welt zu übernehmen. Bei ihren früheren Partnern und heutigen Vasallen haben sie damit keine Probleme, die ließen sich willig für die ambitionierten Ziele der USA einspannen. Damit haben sie aber nur ca. 15% der Welt hinter sich gebracht.

Sie haben zwar ein mächtiges ideologisches Werkzeug auf ihrer Seite, die liberale Ideologie mit der individuellen Freiheit, die weltweite Verbreitung gefunden hat, und die sie zusammen mit der Macht ihres Kapitals geschickt einzusetzen wissen. Sie bekommen aber zunehmend mit kollektivistischen Tendenzen Gegenwind. Waren das früher sozialistisch-kommunistische Strömungen, so sind das heute nationale bis religiöse. Im Kollektiv kann der Allmacht des Kapitals Paroli geboten werden.

Das Schicksal des liberalen Westens scheint mit einem langen Siechtum vorgezeichnet. Das ist die positive Version. Die negative ist, dass der Westen im Niedergang die Welt mit in den Abgrund reißt.

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M. E. bedarf es keiner weiterer sog. „Geheimdokumente“ um zu belegen was längst öffentliches Allgemeinwissen ist! Das Problem ist das der sog. Westen laufend historische Wahrheit qua ideologischer Lügen und Wunschdenkens negiert und ignoriert! Es geht um schlimmsten Revisionismus und kriminelle Konsequenzen, z. B. Kriegsverbrechen !

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Die Regeln haben wir verstanden. Der Stärkere hat recht. Ist in Ordnung, akzeptieren wir. Wir sind auch stark.

Josep Borrell (mit Mandat): “Kriege werden auf dem Schlachtfeld entschieden. Die Entscheidung werde deshalb auf dem Schlachtfeld fallen.”

Ganz wie ihr wünscht. Hinterher aber nicht heulen bitte.

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Anscheinend dachte Clintons Team, sie hätten Russland im Sack, nachdem man Jelzins Wiederwahl mit einem Milliardenkredit einerseits, und andererseits durch eine direkte Einmischung in die Wahlen durch Clintons Team in Russland sichergestellt hatte. Das Ergebnis ist bekannt: Jelzin holte in einem Moment der Nichtbesoffenheit Putin an Bord. Erst als Ministerpräsident, und dann als Amtsnachfolger…

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Auch hier trifft doch der Spruch: Gier frißt Hirn, zu.
Nachdem doch die beiden unsäglichen Volksschädlinge Gorbatschow und Jelzin Rußland nebst Gütern und Bevölkerung den eigenen raubtierkapitalistischen Oligarchen plus den installierten Chicago-Boys zum skrupellosen Fraß vorwarfen, als gäbe es kein morgen. Totale Plünderung und gewollte staatliche Anarchie nach den nichtvorhandenen Gesetzen, sprich Faustrecht, der herbeigelogenen Erschließung des US-Westens.
Es scheint, daß die Rechnung, außer für den schnellen Krämerseelen-Profit, diesmal nicht ganz aufgegangen ist. Mögen andere Länder davon lernen.

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Die USA werden 2026 mit der Stationierung von Langstreckenwaffen, einschließlich Hyperschallwaffen, in Deutschland beginnen, teilte das Pentagon mit.

Das russische Außenministerium versprach eine militärische Antwort auf die Absicht der US-Behörden, Langstreckenraketen in Deutschland zu stationieren.

“Wir werden in erster Linie eine militärische Antwort auf die neue Bedrohung ausarbeiten”, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow vor Reportern am Rande des BRICS-Parlamentsforums. Er erklärte, dass die Pläne des Pentagon, Langstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, darauf abzielen, die Sicherheit Russlands zu beeinträchtigen und ein weiteres Glied in der Eskalation darstellen.

Wir erinnern uns, das letzte mal wollte Russland eine “militärische Antwort ausarbeiten” im Dezember 2021 nachdem die NATO und USA das Angebot über ein neues Abkommen über Sicherheitsgarantien (de facto ein Nichtangriffspakt) zurückgewiesen hatten.

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In der westlichen Welt geht ein hochgefährlicher Virus um. Der IchWillKrieg-Virus. Er greift direkt das Gehirn an und zerstört die Möglichkeit, vernünftig zu denken und zu handeln.
Eines der deutlichsten Symptome: Aussagen wie: Wir helfen der Ukraine bis zu ihrem Sieg über Russland.

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no inch = 1600km

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Es wird erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs der Allianz in dieser Woche auf dem NATO-Gipfel in Washington ein gemeinsames Kommuniqué unterzeichnen werden, in dem erklärt wird, dass sich die Ukraine auf einem “unumkehrbaren” Weg zum Beitritt in die Allianz befindet.

Medwedew dazu

“Die Folgerung für uns ist offensichtlich. Wir müssen also alles tun, um sicherzustellen, dass der “unumkehrbare Weg” der Ukraine zur NATO entweder mit dem Verschwinden der Ukraine oder dem Verschwinden der NATO endet, oder im Idealfall mit beidem.”

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Man hat die ganze Zeit darauf gesetzt, dass Russland stillhält, weil es aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen nichts gegen die Ostereiterung unternehmen werde. Im Prinzip versucht man auch heute im Ukraine-Krieg mit dem gleichen Argument, dass Russland nicht eskalieren werde, Waffenlieferungen und deren Einsatz auf russisches Gebiet auszudehnen, zu begründen. Im Fall Osterweiterung ging die Rechnung offensichtlich nicht auf, sonst gäbe es den Krieg jetzt nicht. Da fragt man sich warum man sich so sicher ist, dass Russland nun nachgeben sollte. Bei der Osterweiterung war die Grenze wohl spätestens überschritten, nachdem die Ukraine auf Nato-Niveau hochgerüstet wurde und etwa 4000 Nato-Soldaten, darunter die Hälfte US-Amerikaner dort stationiert wurden.

Das ist eigentlich alles bekannt. Auch, dass sich Russland nicht mit Sanktionen bezwingen lässt, einen sehr langen Krieg führen kann, und die Eskalationsdominanz hat, wie es Militärleute nennen. So wirklich glaubwürdig ist waren und sind die Argumente der “Ukraine-Unterstützer”, wie sich sich selbst gerne sehen, also nicht. In Diskussionen liegt deren Tenor dann oft darin, moralisch und völkerrechtlich auf der richtigen Seite zu stehen, und dass Putin den Krieg sofort beenden könne. Punkte, mit denen man einem Ende des Kriegs kein Stück näher kommt.

Auch leidige Diskussion darum, ob es vertraglich festgelegt worden war, dass die Nato nach Osten erweitert werden darf oder nicht, ist ebenso wenig zielführend. Selbst Dinge, die eigentlich ausdrücklich erlaubt sind, wie bei grün über die Kreuzung zu fahren, befreit einen nicht von Schuld, wenn man dabei jemanden überfährt, selbst dann nicht wenn er nachweislich rot hatte oder man ihn nicht leiden kann.

Eine gerechten Frieden, der von allen Seiten als solcher begriffen wird, ist kaum vorstellbar, dürfte auch in der Geschichte eher selten sein. Es geht also darum eine Lösung zu finden die für alle Seiten akzeptabel ist, sonst wird es in absehbarer Zeit gar keinen geben.

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»eine Reihe neu freigegebener Dokumente zeigt, dass die USA schon immer wussten, dass die NATO-Erweiterung in den letzten 30 Jahren eine Bedrohung für Russland darstellte«

Mit der NATO-Erweiterung beabsichtigten die USA ja gerade die Bedrohung Russlands, wieso sollten sie es denn nicht gewusst haben.

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Selbst diese Publikation bezeugt, das Russland als Volk und Staat, eher ein friedvolles leben vorzieht.
Aber die Spindoktoren wollen das nicht.
Ein Blick auf die staatlichen Bilanzen erweist deren Notstand!
Wissen und Handel könnten eine Lösung sein, sofern man reales Wissen in den Handel einbringt.

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Info: https://overton-magazin.de/top-story/freigegebene-geheimdokumente-usa-wussten-dass-russland-sich-von-der-nato-ausgetrickst-fuehlte

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11.07.2024

Gipfelerklärung anlässlich des Treffens des Nordatlantikrats auf Ebene der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der NATO am 10. Juli 2024 in Washington

https://nato.diplo.de/nato-de/01-NATOStatements/-/2666474

nato.dplo.de, vom 10.07.2024 - Artikel

1. Wir, die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs des Nordatlantischen Bündnisses, sind in Washington zusammengekommen, um den 75. Jahrestag der Gründung unseres Bündnisses feierlich zu begehen. Einst zur Wahrung des Friedens gegründet, bleibt die NATO das stärkste Bündnis der Geschichte. Wir stehen angesichts eines brutalen Angriffskriegs auf dem europäischen Kontinent zu einer für unsere Sicherheit kritischen Zeit geeint und solidarisch zueinander. Wir bekräftigen den fortwährenden transatlantischen Bund zwischen unseren Nationen. Die NATO ist und bleibt das einzigartige, grundlegende und unverzichtbare transatlantische Forum für Konsultationen, Abstimmung und Maßnahmen zu allen Fragen, die unsere individuelle und kollektive Sicherheit betreffen. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Unsere Verpflichtung, einander gegenseitig sowie jeden Zentimeter des Bündnisgebiets zu jeder Zeit zu verteidigen, so wie es in Artikel 5 des Vertrags von Washington festgeschrieben ist, ist unerschütterlich. Wir werden weiterhin unsere kollektive Verteidigung gegen alle Bedrohungen und aus allen Richtungen auf der Grundlage eines 360-Grad-Ansatzes gewährleisten, um die drei Kernaufgaben der NATO – Abschreckung und Verteidigung, Krisenprävention und -bewältigung sowie kooperative Sicherheit – zu erfüllen. Unsere gemeinsamen Werte – individuelle Freiheit, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – verbinden uns. Wir bekennen uns zum Völkerrecht und zu den Zielen und Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen und sind entschlossen, die regelbasierte internationale Ordnung aufrechtzuerhalten.

2. Wir heißen unseren zweiunddreißigsten und neuesten Verbündeten, Schweden, herzlich willkommen. Der historische Beitritt Finnlands und Schwedens macht diese Länder sicherer und unser Bündnis stärker, unter anderem im Hohen Norden und in der Ostsee. Jede Nation hat das Recht, ihre eigenen Sicherheitsvereinbarungen zu wählen. Wir bekräftigen unser Bekenntnis zur Politik der offenen Tür der NATO im Einklang mit Artikel 10 des Vertrags von Washington.

3. Russlands umfassende Invasion der Ukraine hat den Frieden und die Stabilität im euroatlantischen Raum zunichtegemacht und die Sicherheit weltweit schwerwiegend untergraben. Russland bleibt die größte und unmittelbarste Bedrohung für die Sicherheit der Verbündeten. Der Terrorismus in all seinen Erscheinungsformen und Ausprägungen stellt die unmittelbarste asymmetrische Bedrohung für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und für Frieden und Wohlstand auf der Welt dar. Die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, sind global und greifen ineinander.

4. Strategischer Wettbewerb, weitreichende Instabilität und wiederkehrende Schocks prägen unser breiteres Sicherheitsumfeld. Konflikte, Fragilität und Instabilität in Afrika und im Nahen Osten haben unmittelbare Auswirkungen auf unsere Sicherheit und die Sicherheit unserer Partner. Dort, wo diese Entwicklungen vorherrschen, tragen sie mit zu Flucht und Vertreibung bei und geben damit Menschenhandel und irregulärer Migration Auftrieb. Die destabilisierenden Handlungen Irans beeinträchtigen die euroatlantische Sicherheit. Die von der Volksrepublik China erklärten Ziele und ihre Politik des Zwangs stellen unsere Interessen, unsere Sicherheit und unsere Werte weiter vor Herausforderungen. Die immer enger werdende strategische Partnerschaft zwischen Russland und China und deren sich gegenseitig verstärkende Versuche, die regelbasierte internationale Ordnung zu unterhöhlen und umzugestalten, geben Anlass zu großer Sorge. Wir sind hybriden, Cyber-, Weltraum- und anderen Bedrohungen sowie böswilligen Aktivitäten durch staatliche und nichtstaatliche Akteure ausgesetzt.

5. Anlässlich dieses Gipfels zum 75-jährigen Jubiläum unternehmen wir weitere Schritte, um unsere Abschreckung und Verteidigung zu stärken, unsere langfristige Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen, damit sie den Kampf um ihre Freiheit gewinnen kann, und die Partnerschaften der NATO zu vertiefen. Wir heißen den ukrainischen Präsidenten Selensky, die Staats‑ und Regierungschefs Australiens, Japans, Neuseelands und der Republik Korea sowie die Spitze der Europäischen Union herzlich willkommen.

6. Wir begrüßen, dass mehr als zwei Drittel der Verbündeten die Verpflichtung erfüllt haben, jährlich mindestens 2 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigungsausgaben aufzuwenden, und würdigen diejenigen Verbündeten, die dies übertroffen haben. Die Verbündeten stocken auf: Die Verteidigungsausgaben der europäischen Verbündeten und Kanadas sind 2024 um 18 Prozent gestiegen, was den größten Anstieg seit Jahrzehnten darstellt. Sie investieren zudem mehr in moderne Fähigkeiten und erhöhen ihre Beiträge zu Operationen, Missionen und Aktivitäten der NATO. Wir bekräftigen unser fortdauerndes Bekenntnis zur vollständigen Umsetzung der in Vilnius vereinbarten Zusage zu Investitionen im Verteidigungsbereich (Defence Investment Pledge) und erkennen, dass dringend mehr benötigt wird, um unseren Verpflichtungen als NATO-Verbündete nachhaltig nachzukommen. Wir bekräftigen, dass in vielen Fällen Ausgaben über 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nötig sein werden, um bestehende Defizite zu beheben und in allen Bereichen die Anforderungen zu erfüllen, die aus einer stärker umkämpften Sicherheitsordnung erwachsen.

7. Wir haben die bedeutendste Stärkung unserer kollektiven Verteidigung seit einer Generation unternommen. Wir setzen die Beschlüsse der Gipfeltreffen von Madrid und Vilnius zur Modernisierung der NATO für ein neues Zeitalter der kollektiven Verteidigung um. Wir können die Möglichkeit eines Angriffs auf die Souveränität und die territoriale Unversehrtheit von Verbündeten nicht ausschließen. Wir haben unser Abschreckungs- und Verteidigungsdispositiv verstärkt, um jedem potenziellen Gegner jede Möglichkeit zur Aggression zu verwehren. Wir arbeiten weiterhin an der Verbesserung der NATO-Abschreckung und -Verteidigung gegen alle Bedrohungen und Herausforderungen in allen Bereichen und aus verschiedenen strategischen Richtungen im gesamten euroatlantischen Raum. Wir haben kampfbereite Kräfte vor Ort an der NATO-Ostflanke eingesetzt, die Vorneverteidigung gestärkt und die Fähigkeit des Bündnisses, jeden bedrohten Verbündeten schnell zu verstärken, verbessert. Wir verfügen über eine neue Generation von NATO-Verteidigungsplänen, die das Bündnis stärken und noch besser in die Lage versetzen, jeden potenziellen Gegner abzuschrecken und sich, falls erforderlich, gegen ihn zu verteidigen, auch kurzfristig oder ohne jede Vorlaufzeit. Wir sind entschlossen, die benötigten Kräfte mit hohem Bereitschaftsgrad in allen Bereichen zu liefern, einschließlich einer robusten und agilen Bündnisreaktionskraft (Allied Reaction Force). Wir treiben die Modernisierung unserer kollektiven Verteidigung weiter voran und:

- liefern die nötigen Kräfte, Fähigkeiten, Ressourcen und Infrastrukturen für unsere neuen Verteidigungspläne, um auf hochintensive und bereichsübergreifende Maßnahmen der kollektiven Verteidigung vorbereitet zu sein. Diesbezüglich werden wir auf den erzielten Fortschritten aufbauen und sicherstellen, dass die erhöhten nationalen Verteidigungsausgaben und die erhöhte Gemeinschaftsfinanzierung der NATO den Herausforderungen einer stärker umkämpften Sicherheitsordnung entsprechen;

- führen häufigere und größer angelegte Ausbildungsmaßnahmen und Übungen unserer Pläne durch, um unsere Fähigkeit, jeden potenziell bedrohten Verbündeten zu verteidigen und schnell zu verstärken, unter Beweis zu stellen – mit „Steadfast Defender 24“ als der größten Militärübung der NATO seit einer Generation;

- ergreifen im Einklang mit dem Verteidigungsplanungsprozess der NATO dringende Maßnahmen zur Fähigkeitssteigerung, auch kurzfristig, wobei unser Schwerpunkt zunächst unter anderem auf kampfentscheidenden Munitionen sowie Flug- und Raketenabwehr liegen wird. Wir begrüßen kollektive und gemeinsame Beschaffungsinitiativen auf der Grundlage unserer Erfordernisse und im Einklang mit dem NATO-Verteidigungsplanungsprozess. Wir beschleunigen die Transformation und die Integration neuer Technologien und Innovationen, unter anderem durch einen Plan zur verbesserten Technologieaneignung. Ferner modernisieren wir unsere Fähigkeit zur Luftraumüberwachung;

- stärken unser NATO-Führungssystem und übertragen entscheidende Führungsfunktionen an national bereitgestellte Hauptquartiere;

- stärken unsere Fähigkeit, unsere Kräfte zu verlegen, zu verstärken, zu versorgen und aufrechtzuhalten, um auf Bedrohungen im gesamten Bündnisgebiet zu reagieren, auch indem wir eine wirksame und resiliente Logistik nutzen und militärische Mobilitätskorridore entwickeln;

- gewährleisten die Ausbildung und Übungen der Landstreitkräfte der NATO-Vornepräsenz und integrieren sie in die neuen Pläne, auch indem wir unsere Vorneverteidigung an der NATO-Ostflanke weiter stärken;

- schöpfen den Beitritt Finnlands und Schwedens sowie die Fähigkeiten, die sie mit in das Bündnis bringen, voll aus, indem wir sie vollständig in unsere Pläne, Kräfte und Kommandostrukturen integrieren, unter anderem durch die Entwicklung einer NATO-Präsenz in Finnland;

- beschleunigen die Integration des Weltraums in unsere Planungen, Übungen und bereichsübergreifende Operationen, insbesondere indem wir die Kapazitäten des NATO-Zentrums für Weltraumoperationen (NATO Space Operations Centre) stärken;

- gründen das NATO-Zentrum für Integrierte Cyberabwehr (NATO Integrated Cyber Defence Centre) zur Verbesserung des Netzwerkschutzes, des Lagebilds und der Berücksichtigung des Cyberraums als Einsatzbereich in Friedens-, Krisen- und Konfliktzeiten; und entwickeln Leitlinien zur Erhöhung der Sicherheit der NATO-Netzwerke;

- stärken den Schutz kritischer Unterwasserinfrastrukturen und verbessern unsere Fähigkeit, Bedrohungen abzuschrecken, zu erkennen und auf diese zu reagieren, einschließlich durch die ständige Weiterentwicklung des NATO-Zentrums für die Sicherheit kritischer Unterwasserinfrastruktur (NATO Centre for Security of Critical Undersea Infrastructure);

- investieren in unsere Fähigkeiten zur Verteidigung gegen chemische, biologische, radiologische und nukleare Bedrohungen, um in allen Umgebungen wirksam agieren zu können;

- beschleunigen die Umsetzung von NATO-Standards und vereinbaren die erforderlichen Maßnahmen zur Steigerung und Stärkung unserer Interoperabilität.

8. Wir sind entschlossen, gegen alle Bedrohungen aus der Luft oder durch Flugkörper Abschreckungs- und Verteidigungsmaßnahmen zu ergreifen, indem wir unsere Integrierte Flug- und Raketenabwehr (Integrated Air and Missile Defence, IAMD) auf der Grundlage eines 360-Grad-Ansatzes verstärken. Wir haben die IAMD-Leitlinie der NATO aktualisiert und werden unsere Reaktionsfähigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Integration anhand verschiedener Initiativen weiter erhöhen, etwa durch die Umsetzung des IAMD-Rotationsmodells im gesamten euroatlantischen Raum, mit einem vorläufigen Schwerpunkt auf der Ostflanke. Die Verbündeten sind weiterhin entschlossen, die Wirksamkeit der IAMD zu steigern und sämtliche Maßnahmen zu ergreifen, um auf das Sicherheitsumfeld zu reagieren. Wir freuen uns bekanntzugeben, dass die Abwehr ballistischer Raketen (Ballistic Missile Defence, BMD) der NATO die erhöhte Einsatzfähigkeit erreicht hat. Die Fertigstellung des Aegis Ashore Standorts im polnischen Redzikowo ergänzt bereits bestehende Standorte in Rumänien, Spanien und der Türkei. Die Verbündeten verpflichten sich weiterhin zur vollständigen Entwicklung der BMD-Fähigkeit der NATO, um die kollektive Verteidigung des Bündnisses weiterzuverfolgen und für die Bevölkerungen, das Gebiet und die Streitkräfte aller europäischen NATO-Staaten vollständige Abdeckung und Schutz vor der zunehmenden Bedrohung durch die Verbreitung ballistischer Raketen zu bieten. Die Raketenabwehr kann die abschreckende Rolle von Kernwaffen ergänzen; sie kann sie nicht ersetzen.

9. Nukleare Abschreckung ist der Eckpfeiler der Sicherheit des Bündnisses. Der grundlegende Zweck der nuklearen Fähigkeit der NATO ist die Wahrung des Friedens, die Vorbeugung von Zwangsmaßnahmen und die Abschreckung von Aggression. Solange es Kernwaffen gibt, wird die NATO ein nukleares Bündnis bleiben. Die NATO bekräftigt ihr Bekenntnis zu sämtlichen Beschlüssen, Grundsätzen und Verpflichtungen in Bezug auf die nukleare Abschreckung, die Rüstungskontrollpolitik und die Nichtverbreitungs- und Abrüstungsziele der NATO, wie sie im Strategischen Konzept von 2022 und im Kommuniqué von Vilnius von 2023 festgehalten wurden. Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, die sicherheitspolitischen Ziele des Bündnisses zu erreichen und die strategische Stabilität und unsere kollektive Sicherheit zu gewährleisten, und sollten dies weiter tun. Die NATO ist unverändert entschlossen, alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um die Glaubwürdigkeit, die Wirksamkeit und die Sicherheit des nuklearen Abschreckungsauftrags des Bündnisses zu gewährleisten, einschließlich durch Modernisierung ihrer nuklearen Fähigkeiten, Stärkung ihrer nuklearen Planungsfähigkeit und entsprechender Anpassung.

10. Grundlage des Abschreckungs- und Verteidigungsdispositivs der NATO ist eine geeignete Mischung aus nuklearen, konventionellen und Raketenabwehrfähigkeiten, ergänzt durch Weltraum- und Cyberfähigkeiten. Wir werden militärische und nichtmilitärische Mittel auf verhältnismäßige, kohärente und integrierte Weise einsetzen, um alle Bedrohungen unserer Sicherheit abzuschrecken und auf die Art, zu dem Zeitpunkt und im Bereich unserer Wahl darauf zu reagieren.

11. Die transatlantische Zusammenarbeit der wehrtechnischen Industrie ist ein entscheidender Bestandteil des Abschreckungs- und Verteidigungsdispositivs der NATO. Eine gestärkte wehrtechnische Industrie in ganz Europa und Nordamerika sowie eine vertiefte Zusammenarbeit der wehrtechnischen Industrie zwischen den Verbündeten macht uns fähiger und versetzt uns besser in die Lage, die Erfordernisse der NATO-Verteidigungspläne zeitnah zu erfüllen. Dies untermauert die unmittelbare und anhaltende Unterstützung der Verbündeten für die Ukraine. Wir werden weiterhin Handels- und Investitionshindernisse zwischen den Verbündeten im Verteidigungsbereich gegebenenfalls verringern und abschaffen. Auf der Grundlage des beim Gipfeltreffen in Vilnius 2023 vereinbarten Aktionsplans zur wehrtechnischen Produktion (Defence Production Action Plan) verpflichten wir uns, als Verbündete mehr gemeinsam zu tun, etwa um die wehrtechnische Industrie im gesamten Bündnis zu stärken, durch rasches Handeln die wichtigsten Fähigkeiten zu liefern und unser Bekenntnis zu den NATO-Standards zu festigen. Zu diesem Zweck haben wir heute die NATO-Zusage zur Ausweitung der Industriekapazitäten (NATO Industrial Capacity Expansion Pledge) vereinbart.

12. Die nationale und kollektive Resilienz bildet für eine glaubhafte Abschreckung und Verteidigung und für die wirkungsvolle Erfüllung der Kernaufgaben des Bündnisses im Rahmen eines 360-Grad-Ansatzes eine wesentliche Grundlage. Resilienz ist sowohl eine nationale Zuständigkeit als auch eine kollektive Verpflichtung, die in Artikel 3 des Vertrags von Washington verankert ist. Die Stärkung der nationalen und bündnisweiten Abschreckungs- und Verteidigungsbereitschaft erfordert einen gesamtstaatlichen Ansatz, die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie Überlegungen zur gesellschaftlichen Resilienz. Wir verpflichten uns, auf unseren laufenden Bemühungen zur Stärkung der nationalen Resilienz aufzubauen, indem wir die zivile Planung in die nationale und kollektive Verteidigungsplanung in Friedens-, Krisen- und Konfliktzeiten integrieren. Wir werden unsere Resilienz weiter stärken, indem wir die kollektiven Erkenntnisse, Einsatzbereitschaft und Fähigkeiten des Bündnisses im Hinblick auf alle Gefahren und in allen Bereichen steigern, um wachsenden strategischen Bedrohungen entgegenzuwirken, einschließlich solcher, die sich gegen unsere demokratischen Systeme, kritische Infrastruktur und Lieferketten richten. Wir werden die erforderlichen Fähigkeiten einsetzen, um die ganze Bandbreite an böswilligen Aktivitäten zu ermitteln, uns dagegen zu verteidigen und darauf zu reagieren. Ferner werden wir konkrete Schritte unternehmen, um die Zusammenarbeit mit unseren Partnern zu vertiefen, die ähnliche Anstrengungen unternehmen, insbesondere mit der Europäischen Union.

13. Staatliche und nichtstaatliche Akteure begehen zunehmend aggressive hybride Handlungen gegen Verbündete. Wir werden gegenüber hybriden Bedrohungen und Herausforderungen weiterhin Vorbereitung, Abschreckung, Verteidigung und Abwehr leisten. Wir bekräftigen, dass hybride Operationen gegen Verbündete so schwerwiegend wie ein bewaffneter Angriff sein und dazu führen könnten, dass der Nordatlantikrat Artikel 5 des Vertrags von Washington ausruft.

14. Wir werden unsere individuelle und kollektive Fähigkeit zur Analyse und Abwehr böswilliger Desinformations- und Falschinformationsoperationen weiterhin ausbauen. Die NATO stimmt sich eng mit Verbündeten und Partnern ab. Wir haben unsere Warn- und Austauschmechanismen erhöht und unsere gemeinsamen Reaktionsmaßnahmen gestärkt, insbesondere im Bereich der strategischen Kommunikation.

15. Wir freuen uns, im Rahmen des NATO-Ukraine-Rats mit Präsident Selensky zusammenzukommen. Wir bekräftigen unsere unerschütterliche Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung bei der heldenhaften Verteidigung ihres Staates, ihres Gebietes sowie unserer gemeinsamen Werte. Eine starke, unabhängige und demokratische Ukraine ist für die Sicherheit und die Stabilität des euroatlantischen Raums unerlässlich. Der Kampf der Ukraine für ihre Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Unversehrtheit innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen trägt unmittelbar zur euroatlantischen Sicherheit bei. Wir begrüßen die Ankündigungen von Verbündeten, der Ukraine zusätzliche kritische Flugabwehrsysteme sowie weitere militärische Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen. Um der Ukraine zu helfen, sich heute zu verteidigen und Russland von künftigen Aggressionen abzuschrecken, haben wir:

- die Einrichtung der NATO-Sicherheitsunterstützung und -Ausbildung für die Ukraine (NATO Security Assistance and Training for Ukraine, NSATU) beschlossen, um die Bereitstellung von militärischer Ausrüstung und Ausbildung für die Ukraine durch Verbündete und Partner zu koordinieren. Ziel ist es, die Sicherheitsunterstützung für die Ukraine auf eine dauerhafte Grundlage zu stellen und somit eine verbesserte, vorhersehbare und kohärente Unterstützung zu gewährleisten. Die NSATU, die in den Bündnisstaaten tätig sein wird, wird die Selbstverteidigung der Ukraine im Einklang mit der VN-Charta unterstützen. Die NSATU wird im völkerrechtlichen Sinne keine Konfliktpartei aus der NATO machen. Sie wird die Transformation der ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte unterstützen und somit die weitere Verflechtung der Ukraine mit der NATO ermöglichen;

- eine Zusage zur langfristigen Sicherheitsunterstützung für die Ukraine zur Bereitstellung von militärischer Ausrüstung, Hilfe und Ausbildung angekündigt, um die Ukraine dabei zu unterstützen, Kräfte aufzubauen, die die russische Aggression erfolgreich bekämpfen können. Mit Hilfe proportionaler Beiträge beabsichtigen die Verbündeten, innerhalb des kommenden Jahres eine elementare Mindestfinanzierung in Höhe von 40 Milliarden Euro bereitzustellen und ein dauerhaftes Maß an Sicherheitsunterstützung zu liefern, damit die Ukraine sich durchsetzt;

- die Einrichtung des gemeinsamen NATO-Ukraine-Zentrums für Analyse‑, Aus- und Weiterbildung (Joint Analysis, Training, and Education Centre JATEC), eines wichtigen Pfeilers der praktischen Zusammenarbeit, vorangetrieben, um bisherige Lehren aus Russlands Krieg gegen die Ukraine zu identifizieren und anzuwenden und die Interoperabilität der Ukraine mit der NATO zu steigern;

- die Entscheidung des Generalsekretärs begrüßt, eine/n hochranginge/n NATO-Vertreter/in in der Ukraine zu ernennen.

16. Wir unterstützen in vollem Umfang das Recht der Ukraine, frei und ohne Einflussnahme von außen ihre eigenen Sicherheitsvereinbarungen zu wählen und über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Die Zukunft der Ukraine ist in der NATO. Die Ukraine hat ihre Interoperabilität und ihre politische Integration mit dem Bündnis zunehmend gesteigert. Wir begrüßen die konkreten Fortschritte, die die Ukraine seit dem Gipfel in Vilnius mit Blick auf ihre erforderlichen Reformen in den Bereichen Demokratie, Wirtschaft und Sicherheit erzielt hat. Während die Ukraine diese unerlässlichen Bemühungen fortführt, werden wir sie weiterhin auf ihrem unumkehrbaren Weg hin zur vollständigen euroatlantischen Integration, einschließlich der NATO-Mitgliedschaft, unterstützen. Wir bekräftigen, dass wir in der Lage sein werden, die Ukraine zu einem Bündnisbeitritt einzuladen, wenn die Verbündeten sich einig und die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Gipfelbeschlüsse der NATO und des NATO-Ukraine-Rats bilden in Verbindung mit der fortdauernden Arbeit der Verbündeten eine Brücke zur NATO-Mitgliedschaft der Ukraine. Die Verbündeten werden die Fortschritte der Ukraine im Hinblick auf Interoperabilität sowie zusätzliche erforderliche Reformen im Bereich der Demokratie und des Sicherheitssektors, die die NATO-Außenministerinnen und ‑Außenminister anhand des angepassten Nationalen Jahresprogramms weiterhin bewerten werden, weiterhin unterstützen.

17. Russland trägt die alleinige Verantwortung für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der eine eklatante Verletzung des Völkerrechts einschließlich der VN-Charta darstellt. Für Menschenrechtsverstöße und -verletzungen, Kriegsverbrechen und weitere Verletzungen des Völkerrechts durch russische Kräfte und Funktionäre kann es keine Straflosigkeit geben. Russland ist für den Tod tausender Zivilpersonen verantwortlich und hat der zivilen Infrastruktur erheblichen Schaden zugefügt. Wir verurteilen auf das Schärfste Russlands verheerende Angriffe des 8. Juli auf die ukrainische Bevölkerung, unter anderem auf Krankenhäuser. Russland muss diesem Krieg unverzüglich ein Ende setzen und im Einklang mit den Resolutionen der VN-Generalversammlung all seine Kräfte vollständig und bedingungslos aus der Ukraine abziehen. Wir werden Russlands illegale Annexionen ukrainischen Hoheitsgebiets einschließlich der Krim niemals anerkennen. Wir rufen Russland ferner auf, all seine Kräfte aus der Republik Moldau und aus Georgien abzuziehen; sie sind ohne Zustimmung dieser Länder dort stationiert.

18. Russland trachtet danach, die euroatlantische Sicherheitsarchitektur grundlegend umzugestalten. Die alle Bereiche umfassende Bedrohung, die für die NATO von Russland ausgeht, wird langfristig bestehen bleiben. Russland unterzieht seine militärischen Fähigkeiten einem Um- und Ausbau und führt seine Luftraumverletzungen und provokativen Aktivitäten fort. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Verbündeten, die von diesen Handlungen betroffen sind. Die NATO sucht keine Konfrontation und stellt für Russland keine Bedrohung dar. Wir bleiben bereit, die Kommunikationskanäle mit Moskau aufrechtzuerhalten, um Risiken einzudämmen und Eskalationen zu verhindern.

19. Wir verurteilen Russlands verantwortungslose nukleare Rhetorik und seine als Zwangsmittel eingesetzten Andeutungen nuklearer Maßnahmen, einschließlich seiner angekündigten Stationierung von Atomwaffen in Belarus, die ein Dispositiv der strategischen Einschüchterung vorführen. Russland hat seinen Rückgriff auf Kernwaffensysteme erhöht und die Diversifizierung seiner nuklearen Kräfte weiter vorangetrieben, unter anderem durch die Entwicklung neuartiger Nuklearsysteme und die Aufstellung doppeleinsatzfähiger Waffensysteme kürzerer und mittlerer Reichweite, was alles eine wachsende Bedrohung für das Bündnis darstellt. Russland hat langjährige Rüstungskontrollverpflichtungen und -zusagen verletzt, selektiv umgesetzt und sich von diesen zurückgezogen, wodurch es die globale Rüstungskontroll-, Abrüstungs- und Nichtverbreitungsarchitektur untergraben hat. Wir lehnen jede Stationierung von Kernwaffen in der Erdumlaufbahn ab; dies würde gegen Artikel IV des Weltraum-Vertrags verstoßen und eine schwerwiegende Bedrohung der weltweiten Sicherheit darstellen. Wir sind zutiefst besorgt angesichts des berichteten Einsatzes chemischer Waffen durch Russland gegen ukrainische Streitkräfte.

20. Russland hat zudem im Rahmen einer den gesamten euroatlantischen Raum umfassenden Kampagne seine aggressiven hybriden Aktionen gegen Verbündete verstärkt, unter anderem durch Stellvertreter. Diese umfassen Sabotage, gewaltsame Handlungen, Provokationen an den Bündnisgrenzen, Instrumentalisierung von irregulärer Migration, böswillige Cyberaktivitäten, elektronische Einmischung, Desinformationskampagnen und böswillige politische Einflussnahme sowie wirtschaftliche Zwangsausübung. Diese Aktionen stellen eine Bedrohung für die Bündnissicherheit dar. Wir haben weitere Maßnahmen zur individuellen und kollektiven Abwehr von Russlands hybriden Bedrohungen oder Handlungen beschlossen und werden uns weiterhin eng abstimmen. Die Verbündeten werden sich durch das Verhalten Russlands nicht von ihrer Entschlossenheit und ihrer Unterstützung für die Ukraine abschrecken lassen. Ferner werden wir unsere Partner, die russischen Destabilisierungsmaßnahmen am stärksten ausgesetzt sind, weiter unterstützen, während sie ihre Resilienz gegenüber hybriden Herausforderungen stärken, die auch in unserer Nachbarschaft vorhanden sind.

21. Wir sind entschlossen, das aggressive Vorgehen Russlands einzuschränken und zu bekämpfen und seine Fähigkeit, destabilisierende Aktivitäten gegenüber der NATO und den Verbündeten durchzuführen, abzuwehren. Für unser nächstes Gipfeltreffen werden wir Empfehlungen für den strategischen Ansatz der NATO zu Russland erarbeiten und dabei das sich verändernde Sicherheitsumfeld berücksichtigen.

22. Die Bekämpfung von Terrorismus ist und bleibt für unsere kollektive Verteidigung von wesentlicher Bedeutung. Die Rolle der NATO im Kampf gegen den Terrorismus trägt zu allen drei Kernaufgaben des Bündnisses bei und ist Bestandteil des 360-Grad-Ansatzes des Bündnisses bei der Abschreckung und Verteidigung. Wir werden mit einer Mischung aus Verhütungs-, Schutz- und Verwehrungsmaßnahmen die von Terroristen und Terrororganisationen ausgehenden Bedrohungen und Herausforderungen weiter entschlossen, bestimmt und solidarisch abwehren und abschrecken, uns dagegen verteidigen und auf diese reagieren. Um die Rolle der NATO bei der Bekämpfung des Terrorismus weiter zu stärken, haben wir heute die aktualisierten Leitlinien der NATO zur Terrorismusbekämpfung sowie unseren aktualisierten Aktionsplan zur Stärkung der Rolle der NATO im Kampf der internationalen Staatengemeinschaft gegen den Terrorismus gebilligt. Diese Dokumente werden die Arbeit des Bündnisses zur Terrorismusbekämpfung leiten und Schlüsselbereiche unserer langfristigen Bemühungen aufzeigen. Wir begrüßen die Rolle, die in diesem Zusammenhang der Sonderkoordinator des Generalsekretärs für Terrorismusbekämpfung gespielt hat.

23. Wir rufen alle Länder eindringlich auf, keinerlei Unterstützung für Russlands Aggression zu leisten. Wir verurteilen all diejenigen, die Russlands Krieg in der Ukraine begünstigen und somit verlängern.

24. Belarus ermöglicht diesen Krieg weiterhin, indem es sein Hoheitsgebiet und seine Infrastruktur zur Verfügung stellt. Russlands sich vertiefende politische und militärische Integration von Belarus, einschließlich der Verlegung von hochentwickelten russischen Militärfähigkeiten und von Militärpersonal, hat negative Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die Bündnisverteidigung.

25. Die Demokratische Volksrepublik Korea und Iran heizen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an, indem sie Russland direkte militärische Unterstützung liefern, etwa in Form von Munitionen und unbemannten Luftfahrzeugen, was schwerwiegende Folgen für die euroatlantische Sicherheit hat und das weltweite Nichtverbreitungsregime untergräbt. Wir verurteilen nachdrücklich die Exporte von Artilleriegeschützen und ballistischen Flugkörpern durch die Demokratische Volksrepublik Korea, die zahlreiche Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen verletzen, und nehmen mit großer Sorge Kenntnis von der Vertiefung der Beziehungen zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und Russland. Jede Weitergabe ballistischer Raketen und diesbezüglicher Technologie von Iran an Russland würde eine erhebliche Eskalation darstellen.

26. China ist durch seine sogenannte „grenzenlose“ Partnerschaft und seine groß angelegte Unterstützung der russischen wehrtechnischen Basis zu einem entscheidenden Befähiger von Russlands Krieg gegen die Ukraine geworden. Dies verschärft die Bedrohung, die Russland für seine Nachbarn und die euroatlantische Sicherheit darstellt. Wir rufen China auf, als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen mit einer besonderen Verantwortung, die in der VN-Charta niedergelegten Ziele und Grundsätze zu achten, jegliche materielle und politische Unterstützung für die russischen Kriegsanstrengungen einzustellen. Dies schließt auch die Weitergabe von Dual-Use-Material ein, etwa Bauteile für Waffen, Ausrüstungen und Rohstoffe, die als Beiträge für den russischen Verteidigungssektor dienen. China kann nicht den schwersten Krieg der jüngsten europäischen Geschichte ermöglichen, ohne dass dies negative Auswirkungen auf seine Interessen und seinen Ruf hat.

27. China stellt die euroatlantische Sicherheit weiterhin vor systemische Herausforderungen. Wir haben anhaltende böswillige Cyber- und Hybridaktivitäten gesehen, darunter Desinformation, die von China ausgehen. Wir rufen China auf, seiner Zusage in Bezug auf verantwortungsvolles Handeln im Cyberraum nachzukommen. Wir sind besorgt über die Entwicklungen im Bereich der Weltraumfähigkeiten und -aktivitäten Chinas. Wir rufen China auf, internationale Anstrengungen zur Förderung verantwortungsvollen Verhaltens im Weltraum zu unterstützen. China erweitert und diversifiziert weiterhin rapide seine Kernwaffenbestände um weitere Gefechtsköpfe und mehr hoch entwickelte Trägersysteme. Wir rufen China dringend auf, an Gesprächen über strategische Risikominderung teilzunehmen und Stabilität durch Transparenz zu fördern. Wir bleiben für konstruktive Gespräche mit China offen, auch zum Aufbau gegenseitiger Transparenz, mit dem Ziel der Wahrung der Sicherheitsinteressen des Bündnisses. Gleichzeitig bauen wir unser gemeinsames Lagebild aus, erhöhen unsere Resilienz und Einsatzbereitschaft und schützen uns gegen Chinas Taktik des Zwangs und seine Versuche, das Bündnis zu spalten.

28. Die NATO-Partnerschaften sind und bleiben entscheidend, um die Stabilität zu verbessern, das globale Sicherheitsumfeld positiv zu beeinflussen und das Völkerrecht zu wahren. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der drei Kernaufgaben der NATO und unseres 360-Grad-Sicherheitsansatzes. Wir werden den politischen Dialog und die praktische Zusammenarbeit mit Partnern auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts, Nutzens und Interesses sowohl der Verbündeten als auch der Partner weiter stärken. Wir kommen im Rahmen dieses Jubiläumsgipfels mit unseren Partnern zusammen, auch um das dreißigjährige Bestehen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) und des Mittelmeerdialogs (MD) sowie das zwanzigjährige Bestehen der Istanbuler Kooperationsinitiative (ICI) zu begehen. Wir sind unseren Partnern für ihre bedeutenden Beiträge zu den Operationen und Missionen der NATO dankbar. Wir begrüßen die Anstrengungen der Republik Moldau zur Fortführung ihrer demokratischen Reformen, während sie, wie auch Bosnien und Herzegowina, ihre europäische Integration voranbringt, und verpflichten uns, die Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeiten dieser Länder zu unterstützen und ihre Fähigkeit zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen zu verbessern. Wir stärken zudem unsere Zusammenarbeit mit bestehenden und potenziellen neuen Gesprächspartnern jenseits des euroatlantischen Raums, sofern dies unsere gegenseitige Sicherheit steigern könnte.

29. Die Europäische Union bleibt ein einzigartiger und unentbehrlicher Partner für die NATO. Die Zusammenarbeit zwischen der NATO und der EU hat ein beispielloses Maß erreicht. Die praktische Zusammenarbeit zu den Themen Weltraum, Cyberraum, Klima und Verteidigung sowie im Bereich der neuen und disruptiven Technologien wurde gestärkt und erweitert. Im Zusammenhang mit der Ukraine hat die Zusammenarbeit zwischen der NATO und der EU weiter an Bedeutung gewonnen. Die NATO weiß um den Wert einer stärkeren und leistungsfähigeren europäischen Verteidigung, die einen positiven Beitrag zur transatlantischen und weltweiten Sicherheit leistet, die NATO ergänzt und mit ihr interoperabel ist. Die Entwicklung kohärenter, einander ergänzender und interoperabler Verteidigungsfähigkeiten, bei denen unnötige Dopplungen vermieden werden, ist für unsere gemeinsamen Anstrengungen, den euroatlantischen Raum sicherer zu machen, von entscheidender Bedeutung. Für die strategische Partnerschaft zwischen der NATO und der EU ist die größtmögliche Einbindung der nicht zur EU gehörenden Verbündeten in die EU-Anstrengungen im Verteidigungsbereich von wesentlicher Bedeutung. Wir werden unsere strategische Partnerschaft im Geiste der völligen gegenseitigen Offenheit, Transparenz und Komplementarität sowie der Achtung der unterschiedlichen Aufträge der Organisationen, der Beschlussfassungsautonomie und der institutionellen Integrität, wie von den beiden Organisationen vereinbart, weiter stärken. Wir sehen der engen Zusammenarbeit mit der neuen Spitze der EU auf der Grundlage unserer langjährigen Kooperation erwartungsvoll entgegen.

30. Wir werden bei einem Treffen mit der politischen Führung Australiens, Japans, Neuseelands und der Republik Korea sowie der Europäischen Union gemeinsame sicherheitspolitische Herausforderungen und Kooperationsbereiche besprechen. Der indopazifische Raum ist für die NATO wichtig, da Entwicklungen in dieser Region unmittelbare Auswirkungen auf die euroatlantische Sicherheit haben. Wir begrüßen die fortdauernden Beiträge unserer asiatisch-pazifischen Partner zur euroatlantischen Sicherheit. Wir stärken den Dialog, um regionenübergreifende Herausforderungen anzugehen, und erweitern unsere praktische Zusammenarbeit, unter anderem durch Leuchtturmprojekte in den Bereichen Ukraine-Unterstützung, Cyberabwehr, Desinformationsabwehr und Technologie. Diese Projekte werden es uns erlauben, im Bereich gemeinsamer sicherheitspolitischer Interessen effektiver zusammenzuarbeiten.

31. Die Westbalkanstaaten und der Schwarzmeerraum sind für das Bündnis von strategischer Bedeutung. Wir bekennen uns nach wie vor nachdrücklich zu ihrer Sicherheit und Stabilität. Wir werden unseren politischen Dialog und unsere praktische Zusammenarbeit mit den Westbalkanstaaten weiter verbessern, um Reformen sowie den Frieden und die Sicherheit in der Region zu unterstützen und böswillige Einflussnahme einschließlich Desinformation sowie hybride und Cyberbedrohungen sowohl durch staatliche als auch nichtstaatliche Akteure abzuwehren. Demokratische Werte, Rechtsstaatlichkeit, innerstaatliche Reformen und gutnachbarschaftliche Beziehungen sind für die regionale Zusammenarbeit und die euroatlantische Integration von entscheidender Bedeutung, und wir richten unsere Erwartungen auf weitere Fortschritte diesbezüglich. Wir bleiben dem anhaltenden Engagement der NATO in den Westbalkanstaaten verpflichtet, einschließlich durch die NATO-geführte Kosovo-Truppe (KFOR). Wir bekräftigen unsere anhaltende Unterstützung für die regionalen Anstrengungen der Verbündeten, die darauf abzielen, die Sicherheit, die Stabilität und die Freiheit der Schifffahrt im Schwarzmeerraum zu gewährleisten, gegebenenfalls auch durch das Übereinkommen von Montreux von 1936. Wir begrüßen die Aktivierung der Arbeitsgruppe zur Minenabwehr im Schwarzen Meer durch die drei Anrainerverbündeten. Wir werden die Entwicklungen in der Region weiter beobachten und bewerten sowie unser Lagebild verbessern, mit besonderem Schwerpunkt auf den Bedrohungen für unsere Sicherheit und auf den potenziellen Gelegenheiten, gegebenenfalls enger mit unseren Partnern in der Region zusammenzuarbeiten. Die NATO unterstützt die euroatlantischen Bestrebungen interessierter Länder in dieser Region.

32. Die südliche Nachbarschaft der NATO bietet Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Fragen von gemeinsamem Interesse. Durch unsere Partnerschaften zielen wir darauf ab, mehr Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten und in Afrika zu fördern und somit zu Frieden und Wohlstand in der Region beizutragen. In Vilnius haben wir einen umfassenden Reflexionsprozess zu den Bedrohungen, Herausforderungen und Chancen im Süden eingeleitet. Wir haben heute einen Aktionsplan für einen stärkeren, strategischeren und ergebnisorientierten Ansatz für unsere südliche Nachbarschaft verabschiedet, der regelmäßig aktualisiert werden soll. Wir haben den Generalsekretär ersucht, eine/n Sonderbeauftragte/n für die südliche Nachbarschaft zu ernennen, der/die als zentrale/r Ansprechpartner/in der NATO für die Region dienen und die Anstrengungen der NATO koordinieren wird. Wir werden unseren Dialog, unsere Kommunikation, unsere Sichtbarkeit und unsere bestehenden Kooperationsinstrumente, wie die Initiative zum Aufbau von Verteidigungskapazitäten (Defence Capacity Building Initiative), das Koordinierungszentrum für den Süden (Hub for the South) und das NATO-ICI-Regionalzentrum in Kuwait, verstärken. Gemeinsam mit dem Haschemitischen Königreich Jordanien haben wir vereinbart, ein NATO-Verbindungsbüro in Amman zu eröffnen. Auf dem Erfolg der NATO-Mission Irak (NMI) aufbauend und auf Bitten der irakischen Behörden haben wir den Umfang unserer Unterstützung für die irakischen Sicherheitsinstitutionen erweitert und werden unser Engagement im Rahmen der NMI fortführen.

33. Wir haben die Transformation der NATO beschleunigt, um gegenwärtigen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen und unseren technologischen Vorsprung beizubehalten, unter anderem durch die Erprobung und schnellere Aneignung neuer Technologien sowie durch digitale Transformation. Zu diesem Zweck werden wir unsere überarbeitete Strategie zur künstlichen Intelligenz sowie unsere neuen Strategien zu Quanten- und Biotechnologie umsetzen und die Grundsätze der verantwortungsvollen Nutzung, auf denen sich unsere Arbeit gründet, weiter fördern. Ferner werden wir auf dem Erfolg des Beschleunigers von Verteidigungsinnovationen für den Nordatlantik (Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic, DIANA) und des NATO-Innovationsfonds (NATO Innovation Fund, NIF) aufbauen, um weiter in unsere Innovationsökosysteme zu investieren. Wir beobachten die technologischen Fortschritte auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine genau und starten neue Innovationsinitiativen mit unseren ukrainischen Partnern.

34. Wir werden weiterhin Überlegungen zum Klimawandel in alle Kernaufgaben integrieren und unsere Anstrengungen zur Energiesicherheit verstärken. Der Klimawandel ist eine prägende Herausforderung und hat tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Sicherheit. Die NATO ist unverändert entschlossen, die führende internationale Organisation im Hinblick auf das Verständnis der sicherheitsrelevanten Auswirkungen des Klimawandels und extremer Wetterereignisse sowie die entsprechende Anpassung zu werden. Energie spielt bei der Förderung von Fähigkeiten für die Kernaufgaben und die militärischen Operationen der NATO eine Schlüsselrolle. Wir sind entschlossen, die sichere, resiliente und nachhaltige Energieversorgung unserer Streitkräfte sicherzustellen, einschließlich mit Kraftstoffen. Die NATO und die Verbündeten passen sich in kohärenter und abgestimmter Weise an die Energiewende an. Im Zuge der Anpassung unseres Bündnisses an die gegenwärtige Energiewende werden wir unsere militärische Fähigkeit, Wirksamkeit und Interoperabilität weiterhin gewährleisten.

35. Wir sind entschlossen, die ehrgeizigen NATO-Agenden zu Frauen, Frieden und Sicherheit (WPS) und zur menschlichen Sicherheit in alle Kernaufgaben zu integrieren. Heute haben wir eine aktualisierte WPS-Leitlinie gebilligt, die die Integration der Geschlechterperspektive in alle Aktivitäten und Strukturen der NATO verbessern und die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb des Bündnisses fördern und somit die NATO in die Lage versetzen wird, besser auf breitere sicherheitspolitische Herausforderungen zu reagieren. Wir werden zudem unseren auf die menschliche Sicherheit ausgerichteten Ansatz im Zusammenhang mit dem Schutz von Zivilpersonen und Kulturgütern weiter stärken. Zu einer Zeit, da das Völkerrecht sowie grundlegende Normen infrage gestellt werden, bekennen wir uns weiter uneingeschränkt zum humanitären Völkerrecht.

36. Wir würdigen all diejenigen, die unermüdlich für unsere kollektive Sicherheit arbeiten, und ehren all jene, die für unseren Schutz das höchste Opfer erbracht haben oder verletzt wurden, sowie ihre Angehörigen.

37. Vor fünfundsiebzig Jahren wurde die NATO gegründet, um den Frieden zu wahren und die Stabilität im euroatlantischen Raum zu fördern. Wir bleiben fest entschlossen, unsere eine Milliarde Bürgerinnen und Bürger zu schützen, unser Gebiet zu verteidigen und unsere Freiheit und Demokratie zu sichern. Unser Bündnis hat sich bewährt. Die Beschlüsse, die wir gefasst haben, werden sicherstellen, dass die NATO das Fundament unserer gemeinsamen Sicherheit bleibt. Wir möchten Generalsekretär Jens Stoltenberg unseren Dank für die außerordentliche Führungskompetenz aussprechen, die er ein Jahrzehnt lang an der Spitze unseres Bündnisses bewiesen hat, und dies in schwierigen Zeiten. Wir sichern seinem Nachfolger Mark Rutte unsere volle Unterstützung zu.

38. Wir danken den Vereinigten Staaten von Amerika für ihre großzügige Gastfreundschaft. Wir sehen unserem nächsten Gipfeltreffen in Den Haag, Niederlande, im Juni 2025 erwartungsvoll entgegen, dem ein Treffen in der Türkei folgen wird.


Zusage zur langfristigen Sicherheitsunterstützung für die Ukraine

1. Heute bekräftigen wir unser unerschütterliches Bekenntnis zur Ukraine als einem souveränen, demokratischen, unabhängigen Staat. Um dies zu gewährleisten, benötigt die Ukraine unsere langfristige Unterstützung. Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben die Verbündeten ein beispielloses Maß an politischer, wirtschaftlicher, militärischer, finanzieller und humanitärer Unterstützung geleistet, darunter militärische Hilfen in Höhe von jährlich etwa 40 Milliarden Euro. Ferner haben die Verbündeten ihre wehrtechnische Industriekapazität bereitgestellt, um den Bedarf der Ukraine zu decken. All das zeigt eine beträchtliche Wirkung, die es der Ukraine erlaubt, sich effektiv zu verteidigen und Russland reale und erhebliche Kosten aufzuerlegen.

2. Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit, die Ukraine dabei zu unterstützen, Kräfte aufzubauen, die fähig sind, die russische Aggression heute erfolgreich zu bekämpfen und in der Zukunft abzuschrecken. Zu diesem Zweck beabsichtigen wir, innerhalb des kommenden Jahres eine elementare Mindestfinanzierung in Höhe von 40 Milliarden Euro bereitzustellen und ein dauerhaftes Maß an Sicherheitsunterstützung zu liefern, damit die Ukraine sich durchsetzen kann, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Ukraine, unserer jeweiligen nationalen Haushaltsverfahren und der bilateralen Sicherheitsabkommen zwischen Verbündeten und der Ukraine. Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs werden die Beiträge der Verbündeten im Rahmen künftiger NATO-Gipfeltreffen neu bewerten, erstmalig 2025 auf dem NATO-Gipfel in Den Haag.

3. Unsere Verpflichtung umfasst Kosten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von militärischer Ausrüstung und Ausbildung für die Ukraine, unter anderem:

Erwerb militärischer Ausrüstung für die Ukraine;

gespendete Sachleistungen für die Ukraine;

Kosten im Zusammenhang mit der Wartung, der Logistik und dem Transport von militärischer Ausrüstung für die Ukraine;

Kosten für militärische Ausbildung für die Ukraine;

Betriebskosten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von militärischer Unterstützung für die Ukraine;

Investitionen in und Unterstützung für die ukrainische Verteidigungsinfrastruktur und -industrie;

alle Beiträge zu NATO-Treuhandfonds für die Ukraine, einschließlich nichttödlicher Unterstützung.

4. Hierunter zählt jedwede Unterstützung der Ukraine durch die Verbündeten im Einklang mit den obengenannten Kriterien, sei es ob sie durch die NATO, bilateral, multilateral oder auf sonstige Weise geliefert wird. Um eine faire Lastenteilung zu gewährleisten, beabsichtigen die Verbündeten, diese Zusage mittels proportionaler Beiträge zu erfüllen, etwa durch Berücksichtigung ihres jeweiligen Anteils am Bruttoinlandsprodukt des Bündnisses.

5. Die Verbündeten werden der NATO halbjährlich zu der im Zusammenhang mit dieser Zusage geleisteten Unterstützung berichterstatten, wobei der erste Bericht alle Beiträge nach dem 1. Januar 2024 berücksichtigen wird. Auf dieser Grundlage wird der Generalsekretär den Verbündeten eine Übersicht aller mitgeteilten Beiträge vorlegen.

6. Zusätzlich zur militärischen Unterstützung, die diese Zusage beinhaltet, beabsichtigen die Verbündeten, weiterhin politische, wirtschaftliche, finanzielle und humanitäre Unterstützung für die Ukraine zu leisten.


Info: https://nato.diplo.de/nato-de/01-NATOStatements/-/2666474


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.07.2024

Erklärung der USA und Deutschlands zur Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland

aus e-mail vom Friedensbüro Hannover, 11. Juli 2024, 12:03 Uhr


  -------- Originalnachricht --------

  Betreff: WG: [Traegerkreis] Erklärung der USA und Deutschlands zur

  Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland

  Datum: 11.07.2024 08:01



  VON: Traegerkreis <traegerkreis-bounces@atomwaffenfrei-lists.de> IM

  AUFTRAG VON Regina Hagen

  GESENDET: Donnerstag, 11. Juli 2024 00:30

  AN: Trägerkreis Atomwaffen abschaffen

  <traegerkreis@atomwaffenfrei-lists.de>; Kampagnenrat atomwaffenfrei

  <kampagnenrat@atomwaffenfrei-lists.de>; Darmstaedter Buendnis

  <darmstaedter_buendnis@lists.riseup.net>

  BETREFF: [Traegerkreis] Erklärung der USA und Deutschlands zur

  Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland


  Liebe Leute,


  das ist Horror! Außerdem frage ich mich, ob Kanzler Scholz so eine

  weitreichende Vereinbarung ohne Zustimmung des Bundestages treffen darf.


  * Im Text wird zwar von "konventionellen Einheiten" gesprochen, Der

  Marschflugkörper "Tomahawk" ist aber auch nuklear bestückbar. Mehr zu

  diesem Waffentyp - der im Rahmen des "NATO-Doppelbeschluss" schon einmal

  in Deutschland stationiert war - findet Ihr im Atomwaffen A-Z hier [1].

  * SM-6 ist eine Rakete zur Luft- und Raketenabwehr. Dazu gibt es bei

  Wikipedia einen Eintrag [2].


  * Bei der "in Entwicklung befindlichen hypersonischen Waffe" wird es

  sich wohl um Dark Eagle handeln. Dazu gibt es einen Beitrag [3] von 2021

  auf der IPPNW-Website und einen Text [4] von Lühr Henken.

  Für diese Waffe (und offensichtlich nicht nur die) wurde im November

  2021 das 56. Artilleriekommando mit Sitz im Wiesbadener Stadtteil

  Mainz-Kastel reaktiviert, das in den 1980er Jahren Pershing Headquarter

  war. Zu dieser Neustationierung gibt es einen Bericht hier [5].


  Die Erklärung zur Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland

  ist ganze 8 Zeilen lang. Ihr findet Sie hier [6]:


  Der Text lautet so:


  > _Gemeinsame Erklärung der Regierungen der Vereinigten Staaten von

  > Amerika und der Bundesrepublik Deutschland zur Stationierung

  > weitreichender Waffensysteme in Deutschland_

  >

  > Die Vereinigten Staaten von Amerika werden, beginnend 2026, als Teil

  > der Planung zu deren künftiger dauerhafter Stationierung, zeitweilig

  > weitreichende Waffensysteme ihrer Multi-Domain Task Force in

  > Deutschland stationieren.

  >

  > Diese konventionellen Einheiten werden bei voller Entwicklung SM-6,

  > Tomahawks und derzeit in Entwicklung befindliche hypersonische Waffen

  > umfassen. Diese werden über deutlich größere Reichweite als die

  > derzeitigen landgestützten Systeme in Europa verfügen.

  >

  > Die Beübung dieser fortgeschrittenen Fähigkeiten verdeutlicht die

  > Verpflichtung der Vereinigten Staaten von Amerika zur NATO sowie ihren

  > Beitrag zur integrierten europäischen Abschreckung.


  Die englische Version des Textes steht hier [7].


  Berichte dazu findet Ihr in allen Medien


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.07.2024

Nahostkonflikt: Was passiert mit Gaza? | Global PolitiX

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youtube.com, vom 08.07.2024 #Krieg #auslandsjournal #Israel

Gaza, die Megacity mit Wolkenkratzern, modernster Infrastruktur, florierend, reich und vor allem eines: friedlich. Gaza das Singapur des Ostens. Eine Gruppe von israelischen Geschäftsleuten hat diese Vision erdacht: Nur ein Hochglanzbild? Vielleicht. ZDF-Korrespondent Michael Bewerunge beobachtet seit vier Jahren denn Konflikt von Tel Aviv aus. Nach Gaza sind es nur 70 Kilometer, und doch liegen Welten dazwischen. Jetzt geht es erst mal darum, den mörderischen Krieg um Gaza zu beenden. Gaza braucht eine friedliche Zukunft, aber Israel auch. Wer Frieden will, muss realistisch bleiben. Wie die Chancen auf beiden Seiten dafür stehen, seht Ihr bei Global PolitiX. _____ Hier auf ZDFheute Nachrichten erfahrt ihr, was auf der Welt passiert und was uns alle etwas angeht: Wir sorgen für Durchblick in der Nachrichtenwelt, erklären die Hintergründe und gehen auf gesellschaftliche Debatten ein. Diskutiert in Livestreams mit uns und bildet euch eure eigene Meinung mit den Fakten, die wir euch präsentieren.


Video Dauer 11:26 min


Nahostkonflikt: Was passiert mit Gaza? | Global PolitiX

ZDFheute Nachrichten


20.868 Aufrufe vor 2 Tagen #Krieg #auslandsjournal #Israel

Gaza, die Megacity mit Wolkenkratzern, modernster Infrastruktur, florierend, reich und vor allem eines: friedlich. Gaza das Singapur des Ostens. Eine Gruppe von israelischen Geschäftsleuten hat diese Vision erdacht: Nur ein Hochglanzbild? Vielleicht.  …

521 Kommentare

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Von ZDFheute Nachrichten angepinnt

@ZDFheute

vor 2 Tagen

Aktuelle Nachrichten zur Lage in Israel und dem Gazastreifen im Liveblog: https://kurz.zdf.de/zrbL/

3 Antworten

@benson6143 vor 22 Stunden

Wen wollt ihr eigentlich verarschen?

14 Antworten

@melt-in vor 1 Tag

Der Einspieler "Gaza als neues Singapur" war aber echt daneben und ohne jegliches Mitgefühl.

62 Antworten

@roxieradical vor 18 Stunden

Ihr seid komplett verloren.

13 Antworten

@daniwho9527 vor 15 Stunden

Klingt wie Propaganda, sieht aus wie Propaganda – könnte es vielleicht Propaganda sein?

17 Antworten

@nokia_6210 vor 2 Tagen

ZDF, ist das euer ernst?

115 Antworten

@RobertSiemer vor 22 Stunden (bearbeitet)

1:46 Herr Bewerunge ist der erste Journalist auf der Erde, der Bilder von systematischen Vergewaltigungen am 7.10. gesehen hat.

8 Antworten

@Nyla_ vor 2 Tagen

Was ist das für ein "Bericht"? Selbst in Israel wird besser berichtet als in De.

56 Antworten

@Lyla-7 vor 1 Tag

Bleibt die Frage, wer dann in diesen neuen Wohnungen wohnen darf? Siedler oder Palästinenser?

20 Antworten

@falafeldurum2095 vor 1 Tag (bearbeitet)

Der mittlere Teil war ja gut und informativ, aber das "Singapur des nahen Ostens" ist angesichts des menschlichen Leidens im Moment ziemlich geschmacklos...

21 Antworten

@yungniacinamide5325 vor 1 Tag

Ech muss mich beim Thumbnail schon übergeben.

8 Antworten

@kachaxie8728 vor 19 Stunden

Es gab einen Flughafen und Universitäten in Gaza, allerdings wurden diese vom israelischen Militär zerstört. Das mein Rundfunkbeitrag zur Finanzierung solcher Berichte genutzt wird ist beschämend und raubt mir das Vertrauen in die öffentlich Rechtlichen

7 Antworten

@axysdcvf4882 vor 2 Tagen

Traumtänzer...

47 Antworten

@sansnom77766 vor 23 Stunden

Ganz ehrlich dieser Beitrag mit den geschnittenen Reden von Gvir u Netanyahu ist einfach unfassbar. Es ist unerträglich @ZDF!! Beschämend.

19 Antworten

@murmelzilla1060 vor 2 Tagen

Herr Bewerunge ist neuerdings ein Märchenerzähler.

49 Antworten

@Bvn11 vor 1 Tag

Danke für die Zusammenfassung! Die Zukunftsvision mag zwar wenig realistisch sein, ist aber natürlich trotzdem nötig und wünschenswert.

6 Antworten

@helenamarie3185 vor 16 Stunden

Ist das euer Ernst ZDF? Wie krank daneben ist dieses Video bitte. Sorry, mir fehlen einfach nur noch die Worte aufzulisten wie daneben das ist. Auslandsjournal war mal meine lieblingssendung. Jetzt sowas. Krank einfach nur, ich schäme mich für so einen „unabhängigen, informativen“ Sender noch Rundfunkgebühren zu zahlen

4 Antworten

@maxgross6284 vor 2 Tagen

Seit ihr in der Redaktion besoffen oder so, erst die bescheuert Umfrage bei der EM und jetzt das ?!

15 Antworten

@Vorname_Nachnahme vor 2 Tagen (bearbeitet)

Das Verhältnis 'direkter zu indirekten Todesfällen' jüngster Konflikte von 1 zu 3 bis 1 zu 15 und ein sehr konservatives von 1:4 für Gaza annehmend, wird, die 2022'er Gaza-Population von ~2.375.259 hernehmend, von mittlerweile 186.000 und mehr Todesfällen, was ~7-9% der Gaza-Bevölkerung entspricht, ausgegangen. Quelle: The Lancet Artikel: 'Counting the dead in Gaza: difficult but essential'

17 Antworten

@sweetheartbeenhard1126 vor 14 Stunden

Ich will mein GEZ Beitrag zurück!

3 Antworten

@leilaoksanen5142 vor 16 Stunden

STOP THIS GENOCIDE !

5 Antworten

@guccipucci3941 vor 17 Stunden

Psychose

3 Antworten

@panzerpeace4203 vor 22 Stunden

Spiele und Brot - jeden Tag terror

2 Antworten

@MrQwertz007 vor 1 Tag

Was passiert? ethnische Säuberung & Annexion durch Israel, übrigens auch die West Bank

7 Antworten

@sidney3769 vor 1 Tag

Hätte mir nach dem thumbnail mehr gewichtung auf städtebauliche, gesellschaftliche und mobilitätsbezogene konzepte gewünscht. Jedoch is über die hälfte des videos einordnung des krieges und zahlen etc. So hat für mich der titel des videos leider fast nichts mit dem inhalt zu tun :(

1 Antworten

@b.g.2334 vor 2 Tagen

Steht das D in Deutschland für Doppelmoral?

35 Antworten

@kontiion2139 vor 2 Tagen

Öffentlicher Rundfunk nutzt Künstliche Intelligenz? Hab von euch mehr erwartet…

36 Antworten

@fburrner vor 1 Tag

Guter Beitrag, gibt nen Hochwähli

1 /*#contentNachrichtenLink_328197{ display:none; } #SIMtxtBoxtext_328197:hover > #contentNachrichtenLink_328197{ display:block; }*/ Weiterlesen

 

Info: https://www.youtube.com/watch?v=pxRimh_eEGE


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11.07.2024

Die 3 ungelösten Probleme der Nato, Leyens Sorgen und Macrons Arroganz

lostineu.eu, 11. Juli 2024

Die Watchlist EUropa vom 11. Juli 2024 – Heute mit dem schwierigen Jubiläums-Gipfel in Washington, heiklen Hinterzimmer-Gesprächen in Brüssel und einem unverschämten Wahl-Brief aus Paris

Die Nato hat mehr Angst vor Trump als vor Putin. Die Nato steckt mehr Energie in die Ukraine als in die eigene Sicherheit. Die Nato hat keine Strategie und keinen Exit-Plan – in Bezug auf Russland und den Krieg ist sie immer noch “gehirntot”.

Dies sind die drei ungelösten Paradoxe, mit denen der Jubiläumsgipfel in Washington rang. Das Militärbündnis feiert sich dafür, 75 Jahre den Frieden in Europa gesichert zu haben. In Wahrheit ist es selbst zum Problemfall geworden.

  • Problem Nummer eins – Trump: Hier will die Nato mit einem neuen Ukraine-Kommando in Wiesbaden gegensteuern. Auch finanziell will sie “Trump-fest” werden. Doch wenn er wirklich will, kann Trump diese Beschlüsse auch wieder kippen.
  • Problem Nummer zwei – die Ukraine: Die Waffenhilfe überfordert die Allianz. Sie schafft es nicht ‘mal, die sieben angeforderten Patriot-Systeme zu liefern. Auch bei der Munition kommt sie nicht hinterher. Derweil ist Deutschland kaum noch abwehrbereit.
  • Problem Nummer drei – die fehlende Strategie: Zwei Jahre nach Kriegsbeginn ist immer noch unklar, welches militärische Ziel die Nato in der Ukraine verfolgt. Auch der Beitritt ist weiter umstritten. Deutschland und die USA sagen Nein – was nun?

Der Streit wurde beim Gipfel mit einem typischen Formelkompromiss zugekleistert. In der Abschlusserklärung ist nun von einem “unumkehrbaren Pfad” zum Nato-Beitritt die Rede. Doch wann und wie bleibt weiter offen.

Ursünde Osterweiterung

Letztlich kaut die Allianz immer noch an ihrer “Ursünde”: Der Osterweiterung. “Nicht einen Schritt weiter nach Osten” hatte sie nach der Wiedervereinigung versprochen. Doch das (mündliche) Versprechen wurde gebrochen.

Mit dem Beitrittsangebot für die Ukraine wurde die Krise mit Russland akut. Dieses Angebot hat der Ukraine nicht mehr Sicherheit gebracht, sondern den Krieg. Erst wenn die Nato-Führer dies verstehen, können sie das Problem lösen.

US-Präsident Biden ist dazu offensichtlich nicht in der Lage. Trump will es versuchen – dürfte dabei aber auf Widerstand der EUropäer stoßen. Nun richten sich alle Blicke auf Kanzler Scholz, dabei ist der selbst eine “lame duck”…

Mehr zur Nato hier

P.S. Die USA wollen ab 2026 wieder Waffensysteme in Deutschland stationieren, die bis nach Russland reichen. Das gaben das Weiße Haus und die Bundesregierung bekannt. Hat “Friedenskanzler” Scholz das irgendwo angekündigt oder sogar abstimmen lassen??

News & Updates

  • Von der Leyens Sorgen. Eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament hat sich Kommissionschefin von der Leyen den Fraktionen der Sozialdemokraten, der Liberalen und der Grünen gestellt. Das Echo klingt gut, doch das Ergebnis ist nicht sicher. Deshalb ist von der Leyen nicht wie geplant zum Nato-Gipfel nach Washington gereist, sondern lieber in Brüssel geblieben. – Mehr im Blog
  • AI kritisiert illiberale EU. Amnesty International kritisiert den Umgang zahlreicher EU-Länder mit politischen Protesten. In vielen Ländern werde die Versammlungsfreiheit eingeschränkt, heißt es in einem Bericht der Menschenrechts-Organisation. Abweichende Meinungen würden durch Überwachung, Gewalt, Verbote oder Einschüchterung unterdrückt. – Siehe auch “Liberal ist die EU auch nicht mehr”
  • China untersucht EU-Handel. Im Handelsstreit zwischen der EU und China verschärft nun Peking die Gangart. Das chinesische Handelsministerium kündigte eine formelle Untersuchung der Handelspraktiken der EU an. Im Zentrum stünden Produkte wie “Lokomotiven, der Photovoltaik und der Windenergie”. Die Untersuchung ist offenbar eine Retourkutsche für die EU-Strafzölle auf E-Autos made in China.

Das Letzte

Macrons Arroganz. Drei Tage hat Staatschef Macron so getan, als habe es in Frankreich gar keine Wahlen gegeben (dabei hat er sie selbst ausgelöst). Nun hat er endlich sein Schweigen gebrochen und einen Brief an die Franzosen geschrieben. Doch was darin steht, zeugt von seiner unerträglichen Arroganz, um nicht zu sagen Ignoranz. “Niemand hat sie gewonnen”, betont Macron mit Blick auf die Wahlen. Das Ergebnis lasse einen “klaren Willen nach Veränderung und mehr Teilhabe an der Macht” erkennen, räumt Macron ein – doch was das heißen soll, lässt er offen. Eine Unverschämtheit, denn schließlich ist es Macron, der die Macht usurpiert hat. Und für jeden, der lesen kann, ist auch klar, wer die Wahl gewonnen hat: die linke Volksfront aus Sozialisten, Kommunisten, Grünen und den Unbeugsamen. Deren Chef Mélenchon forderte Macron denn auch bei einem Besuch in Brüssel auf, endlich die Regierungsbildung einzuleiten und die Linke in den Elysée einzuladen. Doch der denkt gar nicht daran. Stattdessen lässt er ein Bündnis mit den rechtslastigen “Republikanern” sondieren… 

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9 Comments

  1. Arthur Dent
    11. Juli 2024 @ 09:43

    Glückwunsch Nato – aber bitte nur leise jubeln angesichts eines völkerrechtswidrigen Jugoslawien-Krieges, Brutkastenlügen, der Beseitigung nicht vorhandener Massenvernichtungswaffen im Irak und der recht großzügigen Auslegung einer UNO-Resolution in Libyen. Du bist die gigantischste Geldvernichtungsanlage der Welt!
    (Bei der Wahl in Frankreich hat RN weiter an Mandaten zugelegt, es ist nur eine Frage der Zeit).

Reply

  • Kleopatra
    11. Juli 2024 @ 09:42

    Inwiefern soll die Osterweiterung der NATO ihre „Ursünde“ sein? Und inwiefern sollen in Gesprächen geäußerte Ideen, die NATO würde nicht erweitert werden, verbindlich sein, zumal diese Äußerungen zu einer Zeit fielen, als der Warschauer Pakt noch bestand (Auflösung Juli 1991) und deshalb die Mitgliedschaft der mittel- und osteuropäischen Staaten vor der Hand nicht Gegenstand der Diskussion sein konnte. Und warum sollte eine unverbindliche Äußerung, die gegenüber einem Vertreter der Sowjetunion getätigt wurde, Verbindlichkeiten gegenüber Russland begründen?
    Letztlich kann jedes Land, das seit 1990 in die NATO aufgenommen wurde, nur froh darüber sein. Denn nur vor der NATO hat Putin in gewissem Grad Respekt. Ohne NATO-Mitgliedschaft ist kein Land vor Russland Imperialismus sicher.

    Reply

    • ebo
      11. Juli 2024 @ 10:54

      Lesen Sie “Nicht einen Schritt weiter nach Osten” von M. E. Sarotte. Es war nicht nur eine unverbindliche Äußerung. Es waren Genscher, Baker, Kastrup, wichtige Experten im State Department und im Council on Foreign Relations, die sich gegen die Osterweiterung und insbesondere gegen ein Vorrücken der Nato bis an Russlands Grenzen aussprachen. Über die Jahre gab es immer wieder prominente Warnungen, auch aus den USA, dass dies für Russland inakzeptabel wäre und zu einem Konflikt führen werde, der weder im Interesse er USA noch der Europäer wäre. Sie wurden in den Wind geschlagen – mit den bekannten Folgen.

      Reply

  • Helmut Höft
    11. Juli 2024 @ 08:53

    “Letztlich kaut die Allianz immer noch an ihrer “Ursünde”: Der Osterweiterung.” Och, die NATO auch, wer hätte das gedacht? Wie die EU: Je (ost-)erweiterter umso unfähiger!!

    Reply

  • Michael
    11. Juli 2024 @ 08:37

    „… richten sich alle Blicke auf Scholz …“!? Da muss man mit Blindheit geschlagen sein!
    Ps. Außer zu UvdL gibt es auch Nachrichten zu Baerbock:
    Die Personalie Baerbock sagt sie verzichte auf eine erneute Kanzlerkandidatur und wolle sich angesichts vieler weltweiter Krisen auf ihre (feministische?) Außenpolitik konzentrieren! Ich frage mich ob die Grünen ihr diese Kandidatur überhaupt angedient hätten? Oder sitzt ihr einfach nur die Schmach der verlorenen letzten Kandidatur noch in den Knochen? Sieht sie einfach nur ein dass eine Kandidatur für das Kanzleramt angesichts bisheriger Leistungen aussichtslos und lächerlich wäre? Will sie sich evtl. nur Merz andienen für den durchaus möglichen Fall einer zukünftigen Koalition mit den Schwarzen? Egal, in jedem Fall graut es mir bei der Vorstellung was die Personalie Baerbock jetzt noch an Scherben verursachen wird, als Gesinnungsaktivistin!? Und als Kriegstreiberin? Nicht verhehlen will ich aber auch dass mir ebenso vor einem Habeck als Baerbocknachfolger graut! Nur gut dass auch seine Chancen Kanzler zu werden aussichtslos sind! Das ist wenigstens ein kleinstmöglicher Trost!

    Reply

  • Kleopatra
    11. Juli 2024 @ 08:22

    Die französischen Parlamentswahlen wurden der relativen Mehrheit im ersten Wahlgang nach eindeutig vom RN gewonnen. Da die Mandate in Wahlkreisen verteilt werden, hatten sowohl bürgerlich-konservative (aber nicht RN-) Kandidaten als auch linke Kandidaten die Möglichkeit, ihre Kandidatur für den zweiten Wahlgang zurückzuziehen. Da RN sozusagen „gegen alle anderen“ stand, wurde dies auch in den meisten Wahlkreisen praktiziert. Das bedeutet allerdings auch, dass praktisch kein linker Abgeordneter ohne massive Unterstützung liberaler Bürgerlicher bzw. umgekehrt kaum ein bürgerlicher Abgeordneter ohne Unterstützung der Linken sein Mandat gewonnen hat. Man hatte also in erster Line eine Anti-RN-Wahl (ähnlich wie 2002, als Chirac den zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahl gegen Jean Marie Le Pen gewann). Die relative Mehrheit der Linken in der Nationalversammlung beträgt 180 von 577 Sitzen, also etwa 31% der Mandate. (Wenn man RN und „Republikaner“ addiert, kommt ungefähr gleichviel heraus). Es ist nicht das, was man in der Art eines RN-Erdrutschsieges befürchtet hat, es ist aber auch alles andere als ein eindeutiger linker Wahlsieg, und m.W. das beste Wahlergebnis, das RN oder seine Vorgänger in einer französischen Parlamentswahl erzielt haben.

    Reply

    • ebo
      11. Juli 2024 @ 09:11

      Schauen Sie sich mal das Wahlergebnis der EVP bei den Europawahlen an – und was daraus alles abgeleitet wird. Dann können wir gern weiterreden ????

      Reply

      • Kleopatra
        11. Juli 2024 @ 09:30

        Ich stimme Ihnen zwar völlig zu: eine EVP-Mehrheit besteht nicht. Nur haben die Proponenten des “Spitzenkandidatenprinzips” im EP immer verkündet, dass der “siegreiche Spitzenkandidat”, nämlich der von der größten einzelnen Fraktion vorgeschlagene, Kommissionspräsident werden müsse und kein Anderer. In Frankreich spricht, anders als im EP, niemand vom Spitzenkandidatenprinzip, sondern es ist klar, dass Macron in der Ernennung des Premierministers frei ist; das Parlament kann ihn allenfalls dann stürzen.

      • ebo
        11. Juli 2024 @ 09:47

        Es ist ein allgemein anerkanntes demokratisches Prinzip, dass der Wahlsieger als erster mit der Regierungsbildung beauftragt wird. Das gilt nicht nur in der EU, sondern z.B. auch in Deutschland, wo die SPD 2021 nur auf 25 Prozent der Stimmen kam. Da in Frankreich die vereinigte Linke die meisten Stimmen geholt hat, wäre es logisch, die stärkste Linkspartei LFI und ihren Chef Mélenchon anzurufen – auch auf die Gefahr hin, dass er keine Mehrheit zustande bekommt.


  • Info: https://lostineu.eu/die-drei-unloesbaren-probleme-der-nato-leyens-sorgen-und-macrons-arroganz


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Von der Leyen muß weiter zittern


    lostineu.eu, vom 10. Juli 2024

    Eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament hat sich Kommissionschefin von der Leyen den Fraktionen der Sozialdemokraten, der Liberalen und der Grünen gestellt. Das Echo klingt gut, doch das Ergebnis ist nicht sicher.

    Sowohl die Grünen als auch die Sozialdemokraten lobten die CDU-Politikerin nach stundenlangen Gesprächen in Brüsseler Hinterzimmern.

    “Der Austausch mit Ursula von der Leyen war konstruktiv”, sagte R. Andresen von den Grünen. Man gebe ihr acht von zehn Punkten, hieß es bei den Sozialdemokraten.

    Die Liberalen sind nicht so happy. “Nichts ist vereinbart, bis nicht alles vereinbart ist”, warnte V. Hayer von “Renew”. Vor allem die Zusammenarbeit mit der rechten EKR macht den Liberalen große Sorgen.

    Von der Leyen hat zwar versprochen, keine formellen Bündnisse mit der EKR einzugehen. Doch mit Italiens Postfaschistin Meloni und einzelnen Abgeordneten will sie weiter zusammenarbeiten.

    Reicht das, um ihr eine Mehrheit zu sichern? Das bleibt unklar. Nach Schätzungen fehlen weiter bis zu 50 Stimmen für eine Wiederwahl der Kommissionschefin.

    Offenbar ist sie sich selbst ihrer Sache nicht sicher. Deshalb ist von der Leyen nicht wie geplant zum Nato-Gipfel nach Washington gereist, sondern lieber in Brüssel geblieben.

    Außerdem geht sie nun auf die Grünen zu, die Mehrheitsbeschaffer werden sollen. Ihre konservative EVP, die Sozialdemokraten und die Liberalen reichen offenbar nicht.

    Verbal macht sie jede Menge Zugeständnisse. So sollen die Genossen einen “Wohnungs-Kommissar” bekommen. Die Grünen dürfen sich über die Fortsetzung des “Green Deal” freuen.

    Ob das am Ende auch eingehalten wird, steht auf einem anderen Blatt – eine schriftliche Koalitionsvereinbarung wird es wohl nicht geben…

    Siehe auch “Zugeständnisse ohne Ende: So schwach ist von der Leyen”

    P.S. Die Grünen wollen nun offiziell Teil der “Plattform für von der Leyen” werden – doch deren konservative EVP ist dagegen, denn sie will nicht schon wieder “linksgrün” regieren. Noch eine harte Nuss für VDL…

    3 Comments

    1. Arthur Dent
      11. Juli 2024 @ 09:05

      Ach, die Ärmste – sie ist ja nicht mehr die Jüngste und sollte mehr auf ihre Work-Life-Balance achten. Also: nicht so viele Überstunden, nicht immer präsent sein und lernen, auch mal nein zu sagen. Auch ehrenamtliches Engagement – als Vorlese-Oma oder als Hilfe bei der Essensausgabe einer Lebensmitteltafel – können sehr erfüllend sein.
      Also, jetzt nur mal so als Idee, falls das mit dem Chefposten nicht klappt.

    Reply

  • Michael
    10. Juli 2024 @ 18:19

    UvdL verteilt Geschenke ! Das zeigt nur wie korrumpiert diese Personalie aber auch Brüssel insgesamt !

    Reply

    • exKK
      11. Juli 2024 @ 01:51

      vdL würde ich auch bei einer mit Blut unterschriebenen schriftlichen Koalitionsvereinbarung nicht über den Weg trauen. Da lass ich mich lieber auf vorbestrafte Trickbetrüger ein, die haben wenigstens für ihre früheren Verfehlungen gebüsst…


  • Info: https://lostineu.eu/gruene-und-sozialdemokraten-loben-von-der-leyen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Ukraine: Frischer Rückenwind für Friedenslösung


    lostineu.eu, vom 10. Juli 2024

    In der EU steht V. Orban mit seinem Werben für eine Friedenslösung in der Ukraine allein auf weiter Flur. Auf dem internationalen Parkett sieht es anders aus.

    So bringt die britische “Financial Times” heute einen Appell, in dem sich prominente (Alt-)Diplomaten für eine Verhandlungslösung aussprechen. “Schafft Frieden in der Ukraine, bevor es zu spät ist”, heißt die Headline.

    Der indische Regierungschef Modi hat sich ebenfalls für eine Friedenslösung ausgesprochen.

    “Sowohl Indien als auch Österreich messen dem Dialog und der Diplomatie große Bedeutung bei, um schnell Frieden und Stabilität wiederherzustellen”, sagte Modi nach einem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Nehammer in Wien. Probleme könnten “nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden”.

    Leichte Entspannungs-Signale gibt es sogar beim Nato-Gipfel in Washington. Mehrere EU-Länder suchten diskret Kontakt zu Vertrauten von Ex-Präsident Trump, meldet wiederum die “FT”. Polens Präsident Duda versucht sogar schon, offizielle Kontakte zu etablieren – genau wie Orban.

    Auch ein Blick ins Orakel macht Hoffnung. So berichtet der umstrittene Enthüllungs-Journalist S. Hersh, dass “ernst zu nehmende Friedensgespräche” begonnen hätten.

    A senior American official told me that Putin “has what he wants” in Ukraine and delayed an all-out assault on Kharkiv, Ukraine’s second-largest city, while a possible settlement is being negotiated, with no known direct involvement of the crisis-ridden White House. 

    S. Hersh on Substack

    No surprise here: US-Präsident Biden will keinen Frieden. Der Mann ist vollauf damit beschäftigt, sich selbst zu verteidigen…

    Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

    P.S. Für W. Ischinger, ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt und Ex-Botschafter in Washington D.C. und London, gibt es “derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass die russische Aggression auf NATO-Gebiet übergreift.” Damit zerstört Ischinger das Lieblings-Narrativ der Kriegstreiber in der Nato, die bekanntlich behaupten, Putin wolle das Baltikum erobern und dann bis Berlin durchmarschieren…

    7 Comments

    1. Arthur Dent
      11. Juli 2024 @ 00:10

      Budapester Memorandum besagt, keine Stationierung von Atomwaffen!
      Russland wird sich erst zufrieden geben, wenn der Zugang zum Schwarzen Meer (Sewastopol) gesichert in seiner Hand liegt.

    Reply

  • Michael
    10. Juli 2024 @ 18:16

    Bisher kann ich nur erkennen dass der sog. Westen weiter eskaliert (F16 sollten in Kürze in Betrieb genommen werden) und – gemeinsam mit Selenskyj – auf Ukraine‘s NATO Mitgliedschaft besteht! Das waren und sind zu recht rote Linien für Moskau!

    Reply

  • Alexander Hort
    10. Juli 2024 @ 16:51

    Mich würde interessieren, wie Hershs Quelle zu der Einschätzung gelangt, dass die russische Seite bereits mit dem Erreichten zufrieden sein könnte. Zwar habe ich auch den Eindruck, dass die russische Regierung im Zweifel eine Verhandlungslösung bevorzugt, und zudem bereits wichtige Zwischenziele im Krieg erreicht hat, aber aus russischer Sicht scheint die entgültige Entscheidung um den Donbass noch auszustehen.

    Was man aus der Ferne so mitbekommt, versuchen die russischen Streitkräfte nach wie vor, die ukrainische Seite aus ihren Verteidungsstellungen entlang der alten Kontaktlinie hinauszuwerfen, und soetwas tut man doch aus militärischer Sicht nicht, nur um es dann dabei zu belassen.
    Außerdem muss davon ausgegangen werden, dass der nicht anektierte Teil der Ukraine nach dem Krieg umso stärker an den Westen gebunden sein wird, und dass in weiten Teilen der ukrainischen Gesellschaft ein Revanschismus vorherrschen wird, der dem in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ähneln könnte.
    Von daher ist da aus russischer Sicht sicherlich noch Raum für mehr: Mehr systematische Zerstörungen der Infrastruktur, damit das Land nicht als Aufmarschgebiet für die NATO dient, aber auch mehr Eroberungen, damit Donetsk oder Mariupol möglichst weit hinter der künftigen Demarkationslinie liegen.
    Wie gesagt, ich denke auch dass die russische Regierung interesse an Verhandlungen hat, da der Krieg natürlich auch für Russland einen Preis haben wird, ich denke aber auch, dass die Russen es damit momentan nicht so eilig haben. ´Soll der Westen doch erstmal konkrete Vorschläge machen´, so nach dem Motto.
    Von daher hätte ich mir in dem Hersh-Artikel etwas mehr dazu gewünscht.

    Reply

    • ebo
      10. Juli 2024 @ 17:15

      Das sehe ich ähnlich. Putin hat es ja auch anders dargestellt. Er will keine Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinie – sondern erst dann, wenn die Ukraine die vier neuen russischen Regionen abtritt. Hersh ist auch in diesem Artikel ziemlich ungenau, leider

      Reply

      • Kleopatra
        10. Juli 2024 @ 18:15

        Ich würde bitten, wenigstens die “vier neuen russischen Regionen” in Anführungszeichen zu setzen. Korrekt beschrieben handelt es sich um Territorien, die Russland beansprucht. Die es zudem beansprucht, obwohl es im Budapester Memorandum das Territorium der Ukraine von Stand 1991 garantiert hat und obwohl es als UNO-Mitglied keine Eroberungskriege gegen ein anderes UNO-Mitglied führen darf; und die es noch nicht einmal mit dem Unrecht der Eroberung besitzt. Russland demonstriert auch in seiner Argumentation über die Ukraine, dass es die Selbstständigkeit der ehemaligen Sowjetrepubliken lediglich solange zu respektieren gedenkt, wie es ihm passt, und wie dort eine Russland genehme Regierung an der Macht ist. Es geriert sich als das alte russische Imperium.
        Hersh scheint vor lauter Freude an seiner eigenen unorthodoxen Sicht die Realität zu übersehen. Dass, wie er schreibt, die Amerikaner den Krieg provoziert hätten, kann man nur behaupten, wenn man ignoriert, dass a) Russland bereits 2014 Eroberungsfeldzüge gegen die Ukraine geführt hat (wobei seine Armee auf der Krim illegalerweise keine Abzeichen trug) und b) Putin bereits im Juli 2021 auf seiner offizielle Homepage einen Artikel über die “historische Einheit von Russen und Ukrainern” publiziert hatte (was man ja nicht macht, wenn man damit nicht die Stimmung für einen “Anschluss”-Versuch vorbereiten will). Vielleicht hätte der Westen Putin von dem Angriff abgehalten und somit den aktuellen Krieg verhindert, wenn er auf die Krim-Annexion nicht so halbherzig reagiert hätte. Aber diee Unterlassung ist ja gerade keine “Provokation”.

    • Skyjumper
      10. Juli 2024 @ 17:56

      Das Putin/Russland bereits bekommen hätte was sie wollten halte ich aus den gleichen Gründen für unwahrscheinlich die @Alexander Hort bereits benannt hat. Rational gesehen spricht da einfach nichts für.

      Was wir jedoch nicht wirklich beurteilen können ist der Preis den Russland bereits jetzt für diesen Krieg bezahlt. Wie leer sind die Militär-Lager? Nicht unbedingt in Punkto Munition, aber in Hinsicht auf Großgerät. Russland konnte offenbar recht schnell zu einer Kriegswirtschaft bzgl. des Verbrauchsmaterials übergehen, aber neue Flugzeuge, Panzer, Hubschrauber oder gar Schiffseinheiten bauen sich selbst in Russland nicht von heut auf morgen.

      Auch wird es sicherlich auch in Russland demographische Studien geben die Auskunft darüber geben wie die langfristigen Auswirkungen der menschlichen Ausfälle auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Russland aussehen. Darüber lesen/hören wir naturgemäß nichts.

      Eine Studie (Minderheitenposition) geht davon aus, dass die Ukraine mit weiteren Verlusten von 500.000 Menschen einen demographischen Kipppunkt erreichen würde, ab dem es keine zukünftige Erholung mehr gäbe. Unabhängig davon das man keiner Statistik glauben soll die man nicht selbst gefälscht hat, liegt dieser Punkt für Russland sicherlich noch in “sicherer” Entfernung, aber die vielen Toten und Verletzten haben sicher auch in Russland lang- und schwerwierige Auswirkungen.

      Vielleicht ist Russland schwächer als wir glauben und ist nicht aus Logik an Verhandlungen interessiert, sondern aus Notwendigkeit.

      Reply

      • exKK
        11. Juli 2024 @ 01:58

        @ Skyjumper:
        „Vielleicht ist Russland schwächer als wir glauben und ist nicht aus Logik an Verhandlungen interessiert, sondern aus Notwendigkeit.“

        Vielleicht auch nur aus (ökonomischer) Vernunft?
        In Verhandlungen legt üblicherweise jeder seine Maximalposition auf den Tisch, um sich dann irgendwo dazwischen zu treffen – dazu war Russland bereits vor dem Krieg bereit, nicht aber die USA (die wollten noch nicht mal drüber reden), nicht die NAhTOd, nicht die EU und auch nicht die Ukraine in Gestalt von Selenskji und seiner Entourage (beim ukrainischen Volk, das den Blutzoll zu entrichten hat, mag das – inzwischen – anders aussehen).


  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-frischer-rueckenwind-fuer-friedensloesung


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.07.2024

    Fremde Federn
    Lieferkettengesetz, Desinformationskrieg, Sommerinterviews


    Foto: Jojo Bombardo via Flickr (CC BY-ND 2.0)


    makronom.de, vom 10. Juli 2024, Makrothek

    In den „Fremden Federn“ stellen wir einmal pro Woche in Kooperation mit dem Kuratorendienst Forum (früher piqd) eine Auswahl von lesenswerten journalistischen Fundstücken mit wirtschaftspolitischem Bezug zusammen. Formum.eu versteht sich als eine „Programmzeitung für guten Journalismus“ – was relevant ist, bestimmen keine reichweitenoptimierten Algorithmen, sondern ausschließlich ausgewählte Fachjournalisten, Wissenschaftler und andere Experten.




    Wer kennt Angela Merkel?


    piqer: Thomas Wahl

    Unter dem Titel „Schicksalsjahre einer Kanzlerin“ bringt die ARD, anlässlich des 70. Geburtstages (am 17. Juli) von Angela Merkel eine 5-teilige Dokumentation. Eine Rezension in der FAZ beginnt so:

    Kein Mensch kennt Angela Merkel, sagt Samira El Ouassil. Kein Mensch? Kennen wir sie nicht alle, die frühere Bundeskanzlerin, die das Land 16 Jahre lang regierte? Wir kennen sie nicht, und wir kennen sie, wenn wir ehrlich sind, sehr wohl. Denn Angela Merkel ist ein Spiegel unserer selbst und der Verfasstheit dieses Landes. Sie ist kaum zu greifen, aber durchaus zu begreifen. „Das schwer Greifbare“, sagt Marina Weisband, „ist, was einen in einem eher ängstlichen Land mehrheitsfähig macht. Was schwer greifbar ist, da kann man viel drauf projizieren. Jeder hat sich so seine eigene Angela Merkel zurechtprojiziert, wie er sie haben wollte. Und dadurch konnte sie gewählt werden.

    Ich habe begonnen, mir die Folgen in der Mediathek anzusehen. Und frage mich jetzt auch, wer war diese Frau, wer oder was war unsere Bundeskanzlerin? Aber auch wer und was waren wir selbst in dieser Geschichte, die da noch mal an uns vorbeizieht? Ja, man erfährt wirklich etwas über sich selbst in diesem Film – alte Gedanken und vor allem Gefühle kommen hoch. Das Unfassbare, Atemlose der Wendezeit und die turbulenten Jahre danach. Und wieder die FAZ:

    Die Stationen ihres Werdegangs sind bekannt: Jugend in der DDR, Aufwachsen in einer Pfarrersfamilie, berufliche Anfänge als Physikerin, politischer Start beim Demokratischen Aufbruch, dann bei der CDU, Karriere im Raketentempo in der Partei und im Kabinett von Helmut Kohl, Königsmörderin, die den Sturz ihres Förderers herbeiführte und nicht nur überlebte, sondern – als Retterin der CDU – zum Sprung an die Spitze nutzte; glanzlose Wahlsiegerin gegen Gerhard Schröder, der seine Niederlage bei der Bundestagswahl 2005 nicht kapierte; Kanzlerin der Effizienz, dann der Herzen, mit „Signature Move“, wie LeFloid sagt (die „Merkel-Raute“); dann Hassfigur der neuen Rechten und Menetekel in vielfacher Hinsicht; zu Beginn offen im kleinen Kreis, unterhaltsam und witzig, am Ende wie eine „verpanzerte Schildkröte“, wie Evelyn Roll meint und – die ewige Außenseiterin; abgelöst von Olaf Scholz, der sie im Habitus kopierte und genau deshalb bis heute im Amt ist. Was früher das „Merkeln“ war, sei heute das „Scholzen“, sagt Tilo Jung.

    Im Hintergrund bald immer wieder Wladimir Putin. Dann der Atomausstieg und der berühmte Spruch „Wir schaffen das“. Sie regierte, in dem sie reagierte. Aber wofür stand sie? Alles vorbei und vergangen? Mitnichten, unser Heute ist geprägt durch diese mindestens 16 Jahre Angela Merkel. Insofern ist ihre-unsere Geschichte auch unsere Zukunft. Also sehen und versuchen zu verstehen.

    ARDSchicksalsjahre einer Kanzlerin




    Das Lieferkettengesetz schützt ArbeiterInnen


    piqer: Jürgen Klute

    In kaum einem anderen EU-Mitgliedsland ist das Lieferkettengesetz, das von Unternehmen verlangt, entlang einer kompletten Lieferkette für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutzregeln Sorge zu tragen, ideologisch so umkämpft wie in der Bundesrepublik. Das mag daran liegen, dass die bundesdeutsche Wirtschaft häufiger in Lieferketten eingebunden ist als die Wirtschaften kleinerer EU-Länder.

    Kurz bevor die EU ihre Lieferketten-Richtlinie verabschiedete, verabschiedete der Bundestag ein deutsches Lieferkettengesetz, das aber nicht ganz so weitreichend ist wie die entsprechende EU-Richtlinie. Man kann diesen deutschen Vorstoß als Vorreiterrolle lesen, man kann ihn aber auch als einen Versuch lesen, der EU zu signalisieren, wo die Grenzen in der Bundesrepublik verlaufen, wenn es um die Umsetzung von Menschenrechten und Umweltschutzregelungen geht. Und die sind enger als auf EU-Ebene.

    Kürzlich hat noch einmal das Institut der deutschen Wirtschaft in seinem Informationsdienst iwd das Lieferkettengesetz kritisiert. Thomas Wahl hat diesen Artikel des iwd hier vorgestellt.

    Dass ein arbeitgebernahes deutsches Wirtschaftsinstitut das Lieferkettengesetz kritisiert, überrascht nicht. Unternehmen haben tatsächlich einen Mehraufwand, der die Kritik des iwd zwar nicht unbedingt rechtfertigt, sie aber als Interessenvertretung seitens der Wirtschaft nachvollziehbar macht.

    Aus Sicht von Arbeitnehmer:innen erfährt das Lieferkettengesetz hingegen eine deutlich positivere Wertung. Darauf verweist Hannes Koch in einem Artikel für die taz. Am Beispiel eines Konfliktes zwischen dem Bekleidungsdiscounter KIK und einem pakistanischen Zulieferer, der mit einer pakistanischen Gewerkschaft im Konflikt liegt, zeigt Koch auf, dass und wie das Lieferkettengesetz die Interessenvertretung von Textilarbeiter:innen in Pakistan stärkt. Dass die Arbeitnehmer:innen am unteren Ende der Lieferketten infolge des Lieferkettengesetzes etwas mehr vom Kuchen abbekommen und die Unternehmen am oberen Ende der Lieferketten in der EU etwas weniger, war vom Gesetzgeber im Sinne von Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit beabsichtigt.

    Wie Koch anmerkt, gehört das im nordrhein-westfälischen Bönen ansässige Unternehmen KIK allerdings zu der Gruppe von Unternehmen, die sich um eine konstruktive Umsetzung des Lieferkettengesetzes bemühen und so zu seinem Fortschritt im Verhältnis zwischen Unternehmen und Gewerkschaften in Pakistan beitragen.

    tazKrise zwischen KiK und GewerkschaftAutor: Hannes Koch




    „Jetzt sind wir alle Sowjets“


    piqer: Rico Grimm

    Dieser Text bürstet komplett gegen den Strich. Einige von euch, die ihn lesen werden, werden ihn nicht gut finden, mehr noch, sie werden denken, ob ich mich jetzt auch langsam, aber sicher auf den Weg so vieler Journalisten mache und weit rechts abbiege.

    Denn der Historiker Niall Ferguson vergleicht in dieser Analyse die USA mit der Sowjetunion und findet viele Parallelen. Angefangen mit einer völlig entkoppelten und überalterten Führungsklasse, hohen Schulden und etwas, was er eine „bogus ideology“ nennt und damit all das meint, was heutzutage als „woke“ bezeichnet wird.

    Ich empfehle diesen Text gerade weil er so sehr zum Widerspruch anregt. Als ich ihn gelesen hatte, kam ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Entweder zustimmend oder ablehnend.

    Am Ende war ich um einen Interpretationsrahmen für diese unübersichtliche Welt reicher: Im neuen Kalten Krieg zwischen den USA und China spielen die USA die Rolle des zerfallenden Imperiums.

    Ob der stimmt? Weiß ich nicht. Aber ein Realitätscheck ist es allemal.

    The Free PressWe’re All Soviets NowAutor: Niall Ferguson




    Reuters deckt Desinformations-Kampagne des US-Militärs auf


    piqer: Ole Wintermann

    Im Zeitalter der Desinformationen durch Putin und die HelferInnen seines Regimes kommt immer stärker die Frage auf, wer oder was Garant der einen Wahrnehmung von Realität sein könnte. Staatlichen Institutionen oder öffentlich-rechtliche Medien genießen in dieser Frage – relativ gesehen – nach wie vor hohes Vertrauen. Was geschieht aber, wenn eine Recherche wie die, die Reuters durchgeführt hat, zu dem Ergebnis kommt, dass das US-Militär unter dem damaligen Präsidenten Trump einen Desinformationskrieg zu Lasten von Zehntausenden von philippinischen BürgerInnen geführt hat?

    Worum geht es? China hatte nach Ausbruch der Pandemie versucht, den USA eine beträchtliche Mitschuld an der Ausbreitung des Virus zu geben, indem versucht wurde, den Ursprung der Pandemie in die USA zu verlegen. In Antwort auf diese „Kränkung“ der USA und Trumps startete das US-Militär auf den Philippinen eine Desinformationskampagne, um den chinesischen Impfstoff und damit China in der Region zu diskreditieren. Langfristiges Ziel der Desinformation sollte es sein, die geopolitische Bedeutung Chinas in der Region einzudämmen. Kurzfristig kam es infolge der Kampagne, so Reuters, zu Tausenden von Corona-Toten, da sich die überwiegend muslimische Bevölkerung durch den Hinweis des Militärs auf die Möglichkeit der Nutzung von Schweinen im Zuge der Herstellung der Impfstoffe von der Impfung abschrecken ließ.

    Der Text ist absolut lesenswert, da er verschiedene Politikfelder bis hin zur persönlichen Kränkung eines Präsidenten miteinander verbindet und ein ganzheitliches Bild zeichnet.

    reuters Pentagon ran secret anti-vax campaign to undermine China during pandemic Autor: Chris Bing and Joel Schectman




    Rechtsextremismus, in Szene gesetzt


    piqer: Mohamed Amjahid

    In nur wenigen Tagen haben ARD und ZDF zwei (aus journalistischer Sicht) problematische Sommerinterviews mit den beiden AfD-Politiker*innen Tino Chrupalla (in der ARD) und Alice Weidel (im ZDF) ausgestrahlt. Hier wie dort haben die rechtsextremen Politiker*innen ihre menschenfeindlichen Thesen verbreitet, falsche Zahlen und rechtlich fragwürdige Forderungen platziert. Auf Tagesschau.de erschien deswegen begleitend zum Interview ein Faktencheck, der einen etwas verzweifelten Eindruck hinterlässt. Hatte der AfD-Chef im Hauptprogramm ja seine Sendezeit samt Falschinformationen schon längst bekommen. Einige User*innen beschwerten sich im Netz über Pushnachrichten, die sie von der tagesschau-App auf ihre Handys erhalten haben sollen. Dort war (zunächst ohne Kontext) zu lesen: „Weidel wäre eine sehr gute Kanzlerkandidatin.“ Eine Formulierung wie aus der AfD-Propagandazentrale.

    Seit Jahren stehen vor allem die sogenannten Sommerinterviews in der Kritik. Die Idee dahinter ist durchaus lohnenswert: Politiker*innen können ausgeruht und ohne aktuellen Nachrichtendruck von erfahrenen Journalist*innen kritisch interviewt werden. Alles schön inszeniert, meist in einer ruhigen Natur-Kulisse. Nur funktioniert diese Idee im Fall von Rechtsextremismus nicht: Falschinformationen, Hass, Spekulationen und politische Plattitüden, so können die entsprechenden Interviews mit AfD-Figuren beschrieben werden. Das gilt auch für Print-Interviews und Gastbeiträge von Politiker*innen, die (meiner Meinung nach) generell abgeschafft werden sollten. Dazu kommt noch, dass die AfD (und andere rechtsextreme Parteien) sich bei diesen Auftritten in den klassischen Medien bedienen, um ihre Propaganda-Maschine im Netz zu speisen.

    Auch anderswo lässt sich dieses journalistische Phänomen im Umgang mit Rechtsextremismus beobachten: Über Jahre hinweg konnte sich die Chefin des rechtsextremen Front National normalisieren – dank ihrer medialen Präsenz. Marine Le Pen kam im französischen Fernsehen mehrmals in Home-Stories vor, in denen sie die Liebe zu ihren Katzen betont, schöne Familienbilder an der Wand kommentiert, sich in einen Sessel zurücklehnt und sanft lächelt. Diverse Medienhäuser freuten sich über so viel Nähe, profitiert hat in Frankreich davon aber vor allem der Rechtsextremismus, der (aufgrund einer Brandmauer) bei der Parlamentswahl nun zwar nicht auf Platz eins gelandet ist aber sein Ergebnis stark verbessern konnte.

    Ein krasses Beispiel journalistischer Naivität hat der US-Sender CNN nur wenige Stunden vor der zweiten Runde der französischen Parlamentswahlen ins Netz gestellt: Christiane Amanpour sitzt bei einem als konfrontativ inszenierten Interview gegenüber von Marine Le Pen und liest Fragen von ihrem Tablet ab. Das Problem: die Moderatorin ist inhaltlich mehr als nur schlecht auf das Gespräch vorbereitet, wirkt wenig souverän gegenüber einer eingespielten Le Pen, die einfach Dinge behaupten kann und als wäre das nicht genug prangt im Hintergrund noch das Logo der rechtsextremen Partei. Ein Paradebeispiel, warum im Journalismus generell über den Umgang mit rechtsextremen Parteien und Politiker*innen nachgedacht werden muss.

    Dabei ist CNN der Sender, der in der Vergangenheit wegen seines Umgangs mit Donald Trump eigentlich aus der Geschichte hätte lernen können. Viele Medien in den USA, das ist heute klar, haben dem rechtsextremen Trump überhaupt zu seiner ersten Präsidentschaft verholfen. Mit bis zu 2 Milliarden Dollar gratis Sendezeit, in denen Trump seine Botschaften ungefiltert und in Szene gesetzt für Millionen von Menschen platzieren konnte.

    In den USA, Frankreich aber auch in Deutschland scheinen viele Medienhäuser aus diesen Erfahrungen wenig bis nichts gelernt zu haben.

    frBoykottiert die Sommerinterviews!Autor: Moritz Post




    Wie Meta mit seinem KI-Label für Verwirrung sorgt


    piqer: Jannis Brühl

    Es ist nur in kleiner Textzusatz über Fotos in sozialen Medien, aber er zeigt einen Grundkonflikt im Übergang zu einer Welt, in der mit künstlicher Intelligenz erzeugte Bilder allgegenwärtig sein werden. Eine Welt, in der die Realität beziehungsweise unsere Wahrnehmung von ihr in eine KI-induzierte Krise stürzen könnte.

    Dieser kurze Text der Tech-Nachrichtenseite The Verge beschreibt Metas Schritt, Bilder zunächst als „Made with AI“ zu labeln, wenn das Facebook-System sie für KI-generiert hält – nur um dann zurückzurudern. Denn die Technik schlägt selbst bei Fotos aus dem Analog-Zeitalter an und verleumdet sie quasi als KI-Trick. Mutmaßlich führten selbst Photoshop-Standardmoves wie Croppen dazu, dass Bilder als „KI-gemacht“ markiert wurden. Nun heißt das Label – wie ich finde unfreiwillig komisch – „AI Info“. Meta vergibt also ein Label – wofür, weiß der Nutzer nicht wirklich, auch wenn er auf die Erklärung klickt.

    Auf der einen Seite steht der Facebook- und Instagram-Konzern Meta. Er will sich nicht dem Vorwurf ausgesetzt sehen, sehenden Auges mit KI manipulierte Bilder zu verbreiten, etwa in den laufenden und anstehenden Wahlkämpfen. Auf der anderen Seite stehen Fotografen, die Prä-KI-Bildbearbeitung einsetzen, aber dennoch ungerechterweise „markiert“ werden, – und Adobe. Die Firma ärgert sich, dass Photoshop und Bildbearbeitung im Ganzen diskreditiert werden könnten. Und dann sind da natürlich noch die Nutzer, die durch so ein Label und die Debatte darum nur noch mehr verunsichert werden.

    Ich bin gespannt, wie die Labeling- und Wasserzeichen-Experimente von Meta, Open AI und Co. weitergehen werden. Sie beginnen gerade erst.

    the vergeInstagram’s ‘Made with AI’ label swapped out for ‘AI info’ after photographers’ complaintsAutor: Richard Lawler


    Info: https://makronom.de/lieferkettengesetz-desinformationskrieg-sommerinterviews-46986?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=lieferkettengesetz-desinformationskrieg-sommerinterviews


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.07.2024

    Nachrichten von Pressenza: „Stigmatisiert, kriminalisiert, angegriffen“

    aus  e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 11. Juli 2024,


    Nachrichten von Pressenza - 11.07.2024


    „Stigmatisiert, kriminalisiert, angegriffen“


    Amnesty International wirft Deutschland und 20 weiteren Staaten Europas zunehmende Repression gegen friedliche Proteste, die Stigmatisierung abweichender Meinungen sowie das Schüren rassistischer Ressentiments gegen Araber vor. (Eigener Bericht) – Amnesty International erhebt in einem aktuellen Bericht schwere Vorwürfe gegen 21&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/07/stigmatisiert-kriminalisiert-angegriffen/


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    PermaSummer &#8211; Permakultur Sommerfest von Generation Restoration


    Generation Restoration ist ein junger Verein mit ambitionierten Zielen. Er will durch regenerative Praktiken Hunger und Armut verringern, mehr Frieden in die Welt bringen und dabei degradierte Böden renaturieren. Die Vision: Flüchtlingscamps weltweit von festgefahrenen Orten der Abhängigkeit in aufblühende&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/07/permasummer-permakultur-sommerfest-von-generation-restoration/


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    Afrika im Visier der NATO?


    Die Unabhängigkeit der afrikanischen Länder in den 1960er Jahren mag den Eindruck erwecken, dass der Kolonialismus vorbei ist, aber einige westliche Volkswirtschaften sind auch nach der Unabhängigkeit weiterhin an die billigen natürlichen Ressourcen Afrikas gebunden. Die westlichen Länder haben einen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/07/afrika-im-visier-der-nato/


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    Unvollständige Anregungen für einen akzeptablen Staatshaushalt der Zukunft


    Parlamente, Regierungen und Parteien können ihr Land nur mit den Mitteln des Staatshaushalts entwickeln, die konkret gesetzlich beschlossen und bereitgestellt werden. Im bürgerlichen Rechtsstaat gilt das Prinzip, dass jeder Bürger steuerpflichtig ist und nach den Menschenrechten gleichberechtigt sein sollte. Nach&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/07/unvollstaendige-anregungen-fuer-einen-akzeptablen-staatshaushalt-der-zukunft/


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    Antimilitarismus in Zeiten des Krieges


    Zeiten des Krieges werden nicht notwendigerweise von Phasen des Friedens abgelöst. Diese Vorstellung trifft vor allem auf einen regelrechten Schießkrieg, also den Abtausch von Feindseligkeiten mit Waffengewalt, zu. Frieden als vermeintlicher Normalzustand gesellschaftlicher Ordnung wiederum beschreibt den regelhaften Verlauf kapitalistischer&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/07/antimilitarismus-in-zeiten-des-krieges/


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    Pluriversum – Effizienz als Maßstab und Mythos


    Die Idee der Effizienz ist in der heutigen Welt allgegenwärtig. Die ständige Effizienzsteigerung ist das Ziel der Automobilingenieure ebenso wie das der Zentralbankpräsidenten. Dem ehrwürdigen Oxford English Dictionary zufolge gibt es mehr als ein Dutzend Varianten von Effizienz allein als&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/07/pluriversum-effizienz-als-massstab-und-mythos/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.07.2024

    Kolonien im 21. Jahrhundert (IV)    Bundesregierung entsendet Staatsministerin im Auswärtigen Amt in drei Pazifikstaaten, um dort die deutschen Positionen zu stärken – gegen China. Die drei Staaten waren einst ganz oder teilweise deutsche Kolonien.

    german-foreign-policy.com, 11.Juli 2024

    BERLIN/APIA (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung sucht im Einflusskampf gegen China die Positionen Deutschlands und des Westens im Pazifik zu stärken und entsendet die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Katja Keul in die pazifische Inselwelt. Keul ist bereits am Sonntag aufgebrochen und bereist drei Staaten, die einst ganz oder teilweise Kolonien des Deutschen Reiches waren: Samoa, die Salomonen und Papua-Neuguinea. Zur Rückgabe eines samoanischen Bootsstevens durch Keul, den ein Offizier des Deutschen Reiches Ende des 19. Jahrhunderts aus Samoa entwendet hatte, erläutert das Auswärtige Amt, damit schaffe man „Anknüpfungspunkte“ für die künftige Zusammenarbeit mit dem Inselstaat. Samoa ist seit 1962 ein souveräner Staat; in seiner Nähe liegen allerdings Inselgruppen, die unverändert von Kolonialmächten kontrolliert werden, so etwa American Samoa, ein US-Gebiet, dessen Einwohner kein reguläres Wahlrecht haben, die neuseeländische Kolonie Tokelau und das französische Überseeterritorium Wallis und Futuna. Samoa, das heute nicht zuletzt mit China kooperiert, war erstmals ins Visier Berlins geraten, als um die Mitte des 19. Jahrhunderts deutsche Handelsunternehmen in den Pazifik vordrangen.


    Zitat: Handelsinteressen im Pazifik

    Die deutsche Kolonialherrschaft auf Samoa ging letztlich auf Handelsinteressen zurück, die seit den 1850er Jahren deutlich zutage getreten waren. Das Hamburger Handelshaus Johann Cesar Godeffroy & Sohn hatte vom chilenischen Valparaíso aus mit dem Aufbau eines Handelsimperiums begonnen, das Aktivitäten in weiten Gebieten des Pazifiks entfaltete und seinen Schwerpunkt in Apia hatte, dem Zentrum – und der heutigen Hauptstadt – Samoas.[1] Haupthandelsprodukt waren zunächst Kokosöl, dann Kopra: getrocknetes Kokosfleisch, aus dem sich in zentralen Fabriken andernorts mehr Kokosöl pressen ließ als mit den in Samoa zur Verfügung stehenden Mitteln und das deshalb unverarbeitet ausgeführt wurde.[2] Gegen Ende der 1870er Jahre wurden fast neun Zehntel des Exports von Samoa und Tonga – im Südwesten von Samoa – von deutschen Händlern kontrolliert. Deutsche Unternehmen beziehungsweise ab 1871 das Deutsche Reich gerieten dabei zunehmend in Konkurrenz vor allem zu Großbritannien und den Vereinigten Staaten. 1899 teilten die drei Mächte Samoa unter sich auf: Das Deutsche Reich bekam die zwei größeren Inseln – das heutige Samoa –, die USA erhielten Samoas südöstlichen Teil – das heutige American Samoa –, während Großbritannien sich an Tonga und Teilen der Salomonen schadlos hielt.


    Kolonialprofite

    Die deutsche Kolonialherrschaft über Samoa erwies sich für die deutschen Unternehmen, die im Pazifik Handel trieben, als überaus profitabel; so konnte etwa die Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft (DHPG), die vor allem das auf Plantagen im Pazifik erzeugte Kopra exportierte, im Jahr 1909 aufgrund ihrer Geschäftserfolge eine Dividende von 28 Prozent auszahlen. In den Jahren 1908 und 1909 gelang es dem Reich, eine Rebellion in Samoa erfolgreich niederzuschlagen; ihre Anführer wurden auf die Nördlichen Marianen deportiert, die damals deutscher Kolonialherrschaft unterstanden (und kürzlich Schlagzeilen machten, als Julian Assange in Saipan, der Hauptstadt des heutigen US-Außengebiets, vor Gericht gestellt wurde, german-foreign-policy.com berichtete [3]). Weil die Plantagenarbeit sich mit den Einwohnern von Samoa nicht bewältigen ließ, holten die auf Samoa tätigen deutschen Unternehmen über 2.000 Chinesen in ihre Kolonie, die als miserabel entlohnte Arbeitskräfte angeworben werden konnten, weil sich China damals, von den Kolonialmächten zerrieben und zum Teil sogar kolonialisiert, in einem dramatischen Niedergang befand. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs übernahm Neuseeland Samoa als Kolonie.[4]


    „Anknüpfungspunkte für die Kooperation“

    Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Katja Keul, die am vergangenen Sonntag zu einer Reise nach Samoa, auf die Salomonen und nach Papua-Neuguinea aufgebrochen ist, hatte bereits zuvor „die feierliche Rückgabe eines historischen Bootsstevens“ angekündigt, der zu den Beständen des Bremer Übersee-Museums zählte.[5] Der Steven entstammt einem Boot, das deutsche Soldaten am 23. Oktober 1888 bei Apia beschossen und erobert hatten. Tags drauf zersägten sie das Boot, entwendeten die sie interessierenden Teile – etwa den Steven – und nutzten den Rest als Brennholz. Der verantwortliche Seeoffizier Wilhelm Souchon, der es im Ersten Weltkrieg zum Vizeadmiral der kaiserlichen Marine bringen sollte, nahm den Steven bei seiner Heimkehr ins Deutsche Reich mit und übergab ihn 1932 dem Übersee-Museum in seinem Wohnort Bremen.[6] Zur Rückgabe des Bootsstevens, der ab September in einer Ausstellung an der National University of Samoa zu sehen sein soll, erklärte Keul, Deutschland stelle sich „damit unserer kolonialen Vergangenheit in der Region“. Wozu die „Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit“ dient, erläutert das Auswärtige Amt: Sie biete, konstatiert das Ministerium, „Anknüpfungspunkte für eine zukunftsgerichtete Zusammenarbeit“.[7]


    Fortbestehende Kolonien

    Samoa konnte letztlich das Ende der neuseeländischen Kolonialherrschaft erkämpfen und ist seit dem 1. Januar 1962 ein souveräner Staat. Das ist bei einigen anderen Inselgruppen in der Region, dem Westen Polynesiens, nicht der Fall. Etwas nördlich etwa liegt Tokelau, das bis heute von Neuseeland kontrolliert wird, obwohl die Vereinten Nationen es offiziell als zu entkolonialisierendes „Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung“ einstufen. In Tokelau gab es in den Jahren 2006 und 2007 jeweils Referenden, in denen sich klare Mehrheiten für den Übergang zur Selbstregierung aussprachen; weil sie aber jeweils die Zweidrittelmehrheit um wenige Stimmen verfehlten, die Neuseeland für zwingend erforderlich erklärt, um die Inseln in die Unabhängigkeit zu entlassen, ist Tokelau unverändert neuseeländische Kolonie.[8] Westlich von Samoa liegt Wallis und Futuna, eine Inselgruppe mit kaum mehr als 11.000 Einwohnern, die Frankreich sich 1888 als Protektorat unterstellte und die es seit 1961 als ein Überseegebiet kontrolliert. Die Einwohner der Inseln entsenden einen Abgeordneten in die Assemblée nationale wie auch einen Senator in den Senat. In der soeben abgehaltenen Parlamentswahl wurde ein Kandidat der Macron-Partei Renaissance gewählt.


    Eingeschränkte Rechte

    Nicht wählen können hingegen die Einwohner von American Samoa, dem 1899 von Samoa abgespaltenen Landesteil, der bis heute von den USA kontrolliert, aber von den Vereinten Nationen als Hoheitsgebiet ohne Selbstverwaltung eingestuft wird. American Samoa hat den Status eines unincorporated territory der Vereinigten Staaten. Seine rund 50.000 Einwohner dürfen an den Präsidentenwahlen nicht teilnehmen; sie wählen einen Delegierten in den US-Kongress, der dort allerdings von Abstimmungen ausgeschlossen ist. Wer in American Samoa geboren wird, erhält nicht automatisch die US-Staatsbürgerschaft, sondern bloß einen Status mit beschränkten Rechten. Seit dem vergangenen Jahr ist die Stationierung von US-Truppen in American Samoa im Gespräch.[9] Die U.S. Naval Station Tutuila im Hafen Pago Pago, die 1899 errichtet worden war, diente lange Zeit als eine wichtige Zwischenstation auf halbem Weg zwischen Hawaii und Neuseeland bzw. Australien. Sie wurde allerdings 1951 stillgelegt. Heute sind US-Truppen vor allem auf Hawaii und Guam [10] stationiert; auf den Marshall Islands gibt es ein Raketentestgelände, und auf Palau bauen die Vereinigten Staaten ein hochmodernes Radarsystem.[11] Ein Stützpunkt in American Samoa könne für den Machtkampf gegen China nützlich sein, heißt es nun.


    Gegen China

    Staatsministerin Keul hat angekündigt, auf Samoa nicht nur mit der Rückgabe geraubter Kolonialschätze „Anknüpfungspunkte“ für die Zusammenarbeit schaffen zu wollen, sondern mit der Regierung des Landes auch über „regionale und multilaterale Fragen“ zu sprechen. Eines der dominanten Themen in der pazifischen Inselwelt ist derzeit der Einflusskampf des Westens gegen China. Samoa hat schon sehr früh, im Jahr 1975, diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik aufgenommen und kooperiert immer wieder, freilich nicht exklusiv, mit Beijing. 2021 hat es ein gemeinsam mit China geplantes Hafenprojekt abgesagt, weil es sich aus seiner Sicht als zu teuer erwies. 2022 hat es ein Abkommen mit der Volksrepublik über den Ausbau der Zusammenarbeit geschlossen [12]; für Juli ist die Übergabe einer neuen Polizeiakademie geplant, die China errichtet hat [13]. Auch die Bundesregierung will nun in der einstigen deutschen Kolonie in den Einflusskampf eingreifen; Keul ist als erste deutsche Staatsrepräsentantin seit mehr als 30 Jahren in Samoa eingetroffen. Konkrete Ergebnisse ihres Aufenthalts sind bislang noch nicht bekannt.

     

    Mehr zum Thema: Kolonien im 21. Jahrhundert (I), Kolonien im 21. Jahrhundert (II) und Kolonien im 21. Jahrhundert (III).

     

    [1] Horst Gründer: Geschichte der deutschen Kolonien. Paderborn 2012.

    [2] Steven Roger Fischer: A History of the Pacific Islands. Second edition. Basingstoke 2013.

    [3] S. dazu Kolonien im 21. Jahrhundert.

    [4] Steven Roger Fischer: A History of the Pacific Islands. Second edition. Basingstoke 2013.

    [5] Staatsministerin Keul vor ihrer Reise nach Samoa, zu den Salomonen und nach Papua-Neuguinea. auswaertiges-amt.de 08.07.2024.

    [6] Rückgabe eines samoanischen Bootsstevens aus der Sammlung des Übersee-Museums Bremen aus ethischen Gründen. Vorlage für die Sitzung des Senats am 18. Juni 2024. In der Senatssitzung am 18. Juni 2024 beschlossene Fassung.

    [7] Staatsministerin Keul vor ihrer Reise nach Samoa, zu den Salomonen und nach Papua-Neuguinea. auswaertiges-amt.de 08.07.2024.

    [8] S. dazu Deutschlands Pazifikambitionen (III).

    [9] Alexander Rheeney: American Samoa talks to U.S. military amid China’s rise. samoaobserver.ws 13.05.2023.

    [10] Zu Guam s. Kolonien im 21. Jahrhundert (III).

    [11] Congressional Research Service: The Pacific Islands. Washington, 25.01.2024.

    [12] Helen Davidson: Samoa signs China bilateral agreement during Pacific push by Beijing. theguardian.com 28.05.2022.

    [13] Sialai Sarafina Sanerivi: Mid-year opening for new police academy. samoaobserver.ws 22.03.2024.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9615


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.07.2024

    Raketenangriff auf Kiewer Krankenhaus: NATO-Verbündete der Ukraine hatten ihre Hände im Spiel

    freedert.online, 11 Juli 2024 13:57 Uhr, Von Igor Galaburda

    Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja hat die Anschuldigungen, dass Russland hinter dem Angriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew stehe, zurückgewiesen. Zudem kritisierte er die Doppelmoral der internationalen Gemeinschaft, die rasch die Ukraine als Opfer darstellt, jedoch flexibel reagiert, wenn russische Ziele beschossen werden.


    Luftabwehrsystem NASAMS der litauischen Armee nimmt an einer Militärparade teil (Smybolbild)Quelle: www.globallookpress.com


    Der UN-Sicherheitsrat traf sich zu einer Sitzung im Zusammenhang mit Anschuldigungen gegen Russland bezüglich des Raketeneinschlags in einem Kinderkrankenhaus. Der Ständige Vertreter Russlands, Wassili Nebensja, wies diese Anschuldigungen jedoch zurück. Entscheidend ist, dass die technischen Parameter sowohl der Rakete selbst als auch der Explosion beweisen, dass die Rakete tatsächlich aus Norwegen stammt. Und höchstwahrscheinlich waren NATO-Offiziere an ihrem Start beteiligt.

    "Eine offensichtliche Manifestation von Doppelmoral". Mit diesen Worten reagierte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja auf die Behauptungen des Generalsekretärs der Organisation, António Guterres, Russland stecke angeblich hinter dem Angriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew. "Wenn russische Gebiete und zivile Objekte beschossen werden, ist die Reaktion sehr flexibel, aber sobald etwas in der Ukraine passiert, beeilen sich der Generalsekretär und seine Vertreter, Russland direkt zu verurteilen", sagte Nebensja.


    Kinderklinik-Lüge: Video zeigt, wie treffsicher Ch-101-Raketen Militärziele in Kiew angreifen





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    Kinderklinik-Lüge: Video zeigt, wie treffsicher Ch-101-Raketen Militärziele in Kiew angreifen





    Bekanntermaßen führten die russischen Streitkräfte am Montag einen Gruppenangriff auf militärische Industrieanlagen in Kiew durch, insbesondere auf das Artjom-Werk im Stadtzentrum. Am selben Tag schlug eine Rakete in der Nähe eines Kiewer Kinderkrankenhauses ein.

    Unmittelbar danach begann das Kiewer Regime, Fälschungen zu verbreiten, die "beweisen", dass der Einschlag von einem russischen Ch-101-Marschflugkörper ausgeführt wurde. Die ukrainische Propaganda demonstriert Fotos und Videos, die den Abschuss mit einer Rakete zeigen, die einige Merkmale der Ch-101 aufweist. Diese Behauptungen werden jedoch durch eine Reihe von Umständen vollständig widerlegt.

    Erstens ist es heutzutage nicht schwierig, einige Elemente eines Bildes oder Videos zu zeichnen oder auszuschneiden. Es ist auch kein Problem, Raketentrümmer an einem Ort zu sammeln und zu behaupten, sie stammten von einer Rakete, die an einem anderen Ort explodiert ist. Der Kiewer Bürgermeister Klitschko hat bereits rostige Trümmer gezeigt und behauptet, es handele sich um eine abgeschossene Rakete vom Typ Kinschal [Hyperschallrakete].

    Zweitens: Die Rakete traf nicht das Hauptgebäude des Krankenhauses, sondern ein zweistöckiges Gebäude daneben. Und vor allem ist das, was das Kiewer Regime als Ergebnis eines Einschlags zeigt, überhaupt nicht typisch für die Explosion eines 450-Kilogramm-Sprengkopfs einer Kh-101-Rakete.

    Schon ein einziger Treffer einer Kalibr- oder Ch-101-Rakete reicht aus, um ein großes Wärmekraftwerk oder eine Fabrik außer Betrieb zu setzen. Würde ein 450 kg schwerer Sprengkopf einer Ch-101-Rakete einschlagen, würde das Gebäude vollständig zerstört und ein Krater an seiner Stelle entstehen. Erinnern wir uns zum Beispiel daran, dass beim Einschlag einer 3M-54 Kalibr-Rakete mit einem 450-kg-Sprengkopf in das Administrationsgebäude von Nikolajew ein ganzer Gebäudeteil zusammenbrach.


    Was geschah am Montag in Kiew wirklich?





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    Tatsächlich handelt es sich bei dem, was uns vorliegt, um den Einschlag einer AIM-120-Rakete aus dem Flugabwehrsystem NASAMS-2 der ukrainischen Streitkräfte, wie Russland bereits auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrates darlegte. Darüber hinaus deckt sich das äußere Erscheinungsbild dieser Rakete auch mit dem, was ukrainische Propagandisten selbst zeigen.

    Der Gefechtskopf dieser Rakete hat eine Masse von 22 Kilogramm, und die Sprengstoffmasse beträgt knapp ein Drittel davon – etwa sieben Kilogramm. Das reicht für eine solche Zerstörung der Ecke eines zweistöckigen Gebäudes. Die von der ukrainischen Propaganda veröffentlichten Fotos zeigen, dass die Fassade und das daneben stehende Auto von Schrapnellen getroffen wurden, also von der Füllung der Flugabwehrraketen.

    Patriot- und NASAMS-Raketen fallen regelmäßig auf ukrainische Städte. Es könnte gar nicht anders sein. Die ukrainischen Streitkräfte stationieren ihre Flugabwehrraketensysteme in Großstädten (genau davon spricht UN-Botschafter Nebensja). Das liegt daran, dass es nicht möglich ist, eine vollständige Luftabwehrgruppe aufzubauen, um ein Objekt mit einer kleinen Anzahl von Batterien abzudecken.

    Jeder Flugabwehrspezialist weiß, dass zum Schutz eines Objekts vor aerodynamischen Zielen – Luftfahrzeugen, Marschflugkörpern, UAVs – die Systeme nach vorn in Richtung des Gegners platziert werden sollten. Und zum Schutz gegen ballistische und quasi-ballistische Ziele – Raketen M47 Dagger, 9M723 Iskander, Ch-22, Ch-32 – sollten die Flugabwehrraketensysteme hinter dem Objekt platziert werden. Dies gewährleistet das Abfangen der Zielobjekte außerhalb der Stadt.

    Die ukrainischen Streitkräfte fangen Ziele direkt über Städten ab. Die Trümmer sowohl von Angriffsraketen als auch von Flugabwehrraketen fallen dabei zwangsläufig auf Wohngebäude.

    Nicht selten hört man in der ukrainischen Propaganda, dass "die Russen mit S-300-Raketen in … eingeschlagen haben". Gleichzeitig werden Städte genannt, die S-300-Raketen aus Russland allein aufgrund ihrer technischen Spezifikationen nicht erreichen können. Damit gibt das Kiewer Regime ungewollt zu erkennen, dass es sich um die Flugabwehrraketen der ukrainischen Streitkräfte handelt, die auf ukrainische Städte fallen.


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    Trotz der Tatsache, dass alle ukrainischen Flugabwehrraketen fallen, beschuldigen sie Russland, absichtlich Wohngebäude zu treffen. Wie man so schön sagt: Man projiziert sein eigenes Handeln auf andere. So wie sie selbst regelmäßig russische Städte beschießen, so schieben sie die Schuld auf uns.

    Es besteht kein Zweifel, dass es sich um eine vom ukrainischen Flugabwehrraketensystem NASAMS-2 abgefeuerte Rakete handelt, die auf das Kinderkrankenhaus in Kiew fiel. "In den Videos, die von ukrainischen Internetnutzern veröffentlicht wurden, sind fünf Raketen der russischen Luftstreitkräfte zu sehen, die ohne jegliche Störung oder Beschädigung nacheinander auf die Artjom-Anlage treffen. Ebenso ist eine einzelne ukrainische Flugabwehrrakete zu sehen, die ohne jegliche Beschädigung oder Störung in das Gebiet des Kinderkrankenhauses fliegt. Sie ist durch ihr charakteristisches Federkleid und andere Merkmale mit nichts anderem zu verwechseln", so Nebensja.

    Es ist wichtig, noch einen weiteren Umstand zu beachten. Der Westen lieferte den ukrainischen Streitkräften eine zweite Version des Flugabwehrraketensystems NASAMS. Es ist ein anschauliches Beispiel für die sogenannten Surrogat-Flugabwehrsysteme, die der Westen im Eilverfahren produziert hat, nachdem er durch die Ergebnisse unserer Militärkampagne in Syrien und die zahlreichen Fehlschläge des angepriesenen Patriot-Komplexes erkannt hatte, dass er in Wirklichkeit keine Luftabwehr hat. "Surrogat-Flugabwehrraketensystem" bedeutet, dass Komponenten verschiedener Hersteller, die oft ursprünglich nicht für die Luftverteidigung konzipiert sind, zu einem vorgefertigten Flugabwehrraketensystem zusammengebaut werden.

    Im Rahmen dieses Konzepts bot der Westen der Ukraine das FrankenSAM-Programm an, bei dem westliche Flugabwehrraketen auf sowjetischen Abschussvorrichtungen installiert werden sollten. Zum Beispiel AIM-7 Sparrow oder RIM-7 Sea Sparrow auf Buk-M1-Abschussvorrichtungen. So wurde eine AIM-120 AMRAAM-Flugzeugrakete in das NASAMS-Flugabwehrraketensystem integriert, das ein Kinderkrankenhaus in Kiew traf.


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    In der NATO ist die Batterie die kleinste taktische Luftverteidigungseinheit. Die NASAMS-2-Batterie umfasst eine Kommandozentrale und 3–4 Schießzüge. Zum Schießzug gehören eine taktische Kontrollzelle, zwei AN/MPQ-64F1 Improved Sentinel-Radare, ein MSP500-Optroniksystem und drei Abschussgeräte mit sechs Behältern für AIM-120 AMRAAM-Raketen.

    Warum ist das wichtig? Es handelt sich um eine völlig andere Bauideologie für Flugabwehrsysteme als die sowjetisch-russische Tradition der Luftverteidigung, die heute auch in der Ukraine vorherrscht. Das Hauptmerkmal dieser Art von Flugabwehrsystemen ist ihre Anpassungsfähigkeit an die netzwerkzentrierte Kriegsführung. Ein solches Flugabwehrraketensystem verfügt über eine offene Softwarearchitektur und Kommunikationskanäle nach NATO-Standard. Bei der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass verschiedene Arten von Radaren und Raketen in den Komplex integriert werden können. So planen die Polen beispielsweise, dieses Flugabwehrraketensystem als Küstenraketensystem mit NSM-Raketen zu nutzen.

    Aus diesem Grund ist dieses System übermäßig komplex. Die Komplexität ist so groß, dass es kaum von ukrainischen Soldaten in Betrieb genommen werden kann, da es zu viel Ausbildung erfordert. Folglich sind die Bediener und Ingenieure eines solchen Flugabwehrraketensystems höchstwahrscheinlich Amerikaner und Norweger. Das ukrainische Krankenhaus wurde also gar nicht von den Russen beschossen, sondern von den de facto westlichen Verbündeten der Ukraine. Das heißt, von NATO-Soldaten.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 10. Juli 2024 zuerst auf der Zeitung Wsgljad erschienen.


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    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/meinung/211976-raketenangriff-auf-kiewer-krankenhaus-nato


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.Schlagzeile

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