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03.03.2026

Europäische Union Nach Angriff auf Iran: EU gespalten – von der Leyen handelt im Alleingang

berliner-zeitung.de, 03. März 2026, 02.03.2026 , 18:32 Uhr, Eric Bonse Der EU hört im Iran-Konflikt kaum jemand zu. Während Madrid warnt, rücken Berlin, Paris und London an die Seite Washingtons. Ein Bericht unseres Brüssel-Korrespondenten.



Von der Leyen telefoniert mit internationalen Partnern – bevor sich die 27 EU-Staaten auf eine gemeinsame Position verständigen.Dursun Aydemir/Imago


Die Europäische Union hat lange vor einem neuen Iran-Krieg gewarnt und eine diplomatische Lösung angemahnt. Doch als die USA und Israel den Angriff am Wochenende starteten, haben die Europäer in Windeseile ihre Positionen geräumt und sich mehrheitlich hinter US-Präsident Donald Trump gestellt. Nur Spanien scherte aus. Madrid war am Montag das einzige EU-Land, das den Krieg öffentlich kritisierte.

Der spanische Außenminister José Manuel Albares sagte dem Sender Euronews in Brüssel, dass die „unilaterale Aktion“ der USA und Israels vom Völkerrecht nicht gedeckt sei. Auch die Gegenschläge des Iran seien „nicht gerechtfertigt“, erklärte er. Die EU müsse angesichts der gefährlichen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten eine „Stimme der Vernunft“ sein, forderte Albares.

EU gespalten über Iran-Angriff

Doch das fällt den Europäern schwer. Eine kurzfristig einberufene Videokonferenz der 27 EU-Außenminister endete am Sonntagabend ohne greifbares Ergebnis. Offensichtlich gingen die Meinungen zu weit auseinander. Auf der einen Seite stand Spanien, auf der anderen Deutschland, das sich weitgehend auf die Seite Israels und der USA geschlagen hat und jede Distanzierung ablehnt.

Da man sich nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen konnte, fiel das Ergebnis ausgesprochen dünn aus. In einer Zusammenfassung ist – ohne Nennung der USA und Israels – von „größter Sorge über die Lage“ die Rede. Die EU ruft zu „maximaler Zurückhaltung“ auf und erinnert an die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht. Dies sei der kleinste gemeinsame Nenner, erklärte ein EU-Diplomat.

Die Europäer haben es in den Stunden der Eskalation nicht geschafft, mit einer Stimme zu sprechen – wie schon im Gaza-Krieg, wo vor allem Deutschland eine klare Haltung und Sanktionen gegen Israel verhindert hat. Diesmal stand Deutschland allerdings nicht allein da. Bereits am Samstag waren Berlin, Paris und London mit einer gemeinsamen Erklärung (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/e3-joint-leaders-statement-on-iran--2409132) der sogenannten E3 vorgeprescht.

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News

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Geopolitik

25.02.2026


Darin erinnern Kanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Ministerpräsident Keir Starmer daran, dass man die iranische Führung mehrfach aufgefordert habe, das Atomprogramm einzustellen und die Pläne für ballistische Waffen aufzugeben. „Wir haben nicht an diesen Schlägen teilgenommen“, hieß es, doch eine klare Distanzierung fehlte. „Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste“, hieß es weiter.

In einer weiteren Erklärung von Sonntag zeigten sich die E3 „entsetzt“ über die „wahllosen und unverhältnismäßigen Raketenangriffe des Iran auf Länder in der Region, darunter auch solche, die nicht an den ursprünglichen militärischen Operationen der USA und Israels beteiligt waren“. Sie drohten Iran, „die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen“.

Dies könne „potenziell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören“. Deutschland, Frankreich und Großbritannien behalten sich also eine Art „Vorwärtsverteidigung“ auf dem Territorium des Iran vor.

Handelt von der Leyen im Alleingang?

Für einigen Wirbel in Brüssel sorgten die Erklärungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Obwohl es noch keine gemeinsame Position der 27 EU-Staaten gab und sie auch kein entsprechendes Mandat hatte, lehnte sich die CDU-Politikerin sehr weit aus dem Fenster. So telefonierte sie mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und sicherte ihm „volle Unterstützung“ zu.

Damit habe sie ihre Kompetenzen überschritten, kritisierte die ehemalige französische Europaministerin Nathalie Loiseau, die heute für die Liberalen im Europaparlament sitzt. Kritik gab es auch zu von der Leyens Ankündigung, ihr Sicherheitskabinett einzuberufen. Selbst wenn sie eine „geopolitische Kommission“ leite, sei von der Leyen doch keine Staatschefin, hieß es in Brüssel.

Die EU-Kommissionspräsidentin ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und warf sich nach dem Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt auf Zypern wieder in eine staatsmännische Pose. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung „gemeinsam, fest und unmissverständlich“ an der Seite ihrer Mitglieder, schrieb ‌von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten telefoniert hatte.

Normalerweise wäre für diesen Fall EU-Ratspräsident Antonio Costa zuständig. Denn er ist der direkte Ansprechpartner der EU-Staaten in der Außenpolitik. Doch von der Leyen scheint dies wenig zu kümmern. Wenn die EU schon nicht mit einer Stimme spricht, dann soll ihre wenigstens nicht zu überhören sein.

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GeopolitikBerlinUSAIranDonald TrumpLondonSpanienSanktion


Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/eu-angriff-auf-iran-von-der-leyen-handelt-im-eigenmodus-li.10021954


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:





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bundesregierung.de, Seite besucht am 3. März 2026, um 21:51 Uhr


E3 Joint Leaders’ Statement on Iran by President Emmanuel Macron, Chancellor Friedrich Merz and Prime Minister Keir Starmer

  • Pressemitteilung 36
  • Samstag, 28. Februar 2026
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)


France, Germany and the United Kingdom have consistently urged the Iranian regime to end Iran’s nuclear program, curb its ballistic missile program, refrain from its destabilizing activity in the region and our homelands, and to cease the appalling violence and repression against its own people. 

We did not participate in these strikes, but are in close contact with our international partners, including the United States, Israel, and partners in the region. We reiterate our commitment to regional stability and to the protection of civilian life.

We condemn Iranian attacks on countries in the region in the strongest terms. Iran must refrain from indiscriminate military strikes. We call for a resumption of negotiations and urge the Iranian leadership to seek a negotiated solution. Ultimately, the Iranian people must be allowed to determine their future.

- Deutsche Höflichkeitsübersetzung -

Gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs der E3

Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben wiederholt an das iranische Regime appelliert, ihr Nuklearprogramm einzustellen, das ballistische Raketenprogramm zu reduzieren, von destabilisierenden Aktivitäten in der Region und unseren Heimatländern abzusehen und die abstoßende Gewalt und Repression gegen die eigene Bevölkerung zu beenden.

Wir waren nicht an den Militärschlägen beteiligt, stehen aber in engem Kontakt mit unseren internationalen Partnern, inklusive den Vereinigten Staaten, Israel und Partnern in der Region. Wir wiederholen unsere Verpflichtung zu regionaler Stabilität und dem Schutz von Zivilisten. 

Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen. Wir rufen zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen auf und fordern die iranische Führung, eine Verhandlungslösung zu finden. Letztendlich muss es dem iranischen Volk erlaubt sein, ihre eigene Zukunft zu gestalten.


Info: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/e3-joint-leaders-statement-on-iran--2409132


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03.03.2026

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nachdenkseiten.de, 03. März 2026 um 10:00 Ein Kommentar von: Jens Berger

Als ich mir heute Morgen beim ersten Kaffee das Morgenmagazin des ZDF anschaute, klappte mir das Kinn erst einmal herunter. Da sprach Moma-Frontfrau Dunja Hayali der iranischen Regierung in einem Nebensatz mal eben ihre völkerrechtliche Legitimierung ab. Sicher, Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und auch Frau Hayali darf selbstverständlich ihre Meinung kundtun. Wenn aber in einem journalistischen Format Meinung und Fakten derart grotesk vermischt und damit das Publikum desinformiert wird, ist eine Grenze überschritten.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Dass Dunja Hayali ein Paradebeispiel der sich selbst als „linksliberal“ verstehenden Haltungsjournalisten ist, ist bekannt. Hayali hat eine starke Meinung und offenbar auch keine Scheu, diese Meinung in ihre journalistische Tätigkeit einfließen zu lassen. Das ist per se kein Problem, solange sie die möglichst objektive Informationsvermittlung von ihrer sehr subjektiven Einordnung dieser Informationen trennen würde. Das gelingt ihr nur selten. Und daher habe ich seit längerem ein Problem mit Dunja Hayali; wohlgemerkt nicht mit dem Menschen, sondern mit der Journalistin. Frau Hayali darf denken, was sie will, und sie darf auch gern ihre Meinung offensiv vertreten – aber bitte nicht im Kostüm des vermeintlich objektiven Nachrichtenjournalismus.

Welche Auswüchse die Hayali’sche Meinungsmache bereits angenommen hat, zeigte sich heute Morgen in einem Interview mit dem Politikwissenschaftler Cornelius Adebahr von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. In diesem Interview stellte Hayali mit forschem Blick, der keinen Widerspruch zulässt, fest:

„Der Iran ist ein völkerrechtswidriges Regime. Dafür gibt es etliche Belege.“

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Was bitte ist ein „völkerrechtswidriges Regime“? Das Völkerrecht sagt nichts zur Legitimität einer Regierung. Gemeinhin wird ein Staat und dessen Regierung dann als legitim betrachtet, wenn er von anderen Staaten anerkannt wird. Die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen gilt gemeinhin als allgemeine Anerkennung. Auch wenn es Frau Hayali nicht gefällt – weder die Regierungsform, noch Rechtsstaatlichkeit oder Menschenrechtsschutz nach westlicher Definition sind notwendige Bedingungen für die völkerrechtliche Legitimität eines Staates und dessen Regierungssystem.

Zum bunten Kreis der anerkannten Staatengemeinschaft gehören liberale Demokratien wie Island oder die Schweiz, aber auch absolute Monarchien wie Saudi-Arabien und Dubai, Einparteiensysteme wie China oder Nordkorea und sogar Theokratien wie der Iran, Mauretanien und Afghanistan. Man kann durchaus die Position vertreten, dass Theokratien die problematischste aller Regierungsformen sind; dieser These würde ich sogar zustimmen. Daraus kann man aber nicht den Schluss ziehen, dass diese Staaten bzw. Regierungen nun völkerrechtswidrig sind. Das sind sie nicht, da ist das Völkerrecht glasklar.

Hayalis Aussage ist also schlichtweg faktisch falsch. Eine lupenreine Desinformation. Nun kommt es schon mal vor, dass Journalisten fahrlässig oder gar vorsätzlich die Unwahrheit sagen. Doch im konkreten Fall ist eindeutig eine Grenze überschritten. Warum? Weil Hayali diese Desinformation streut, um einen – nebenbei gesagt völkerrechtswidrigen – Angriffskrieg zu rechtfertigen. Die Botschaft: Wenn Irans Regierung selbst völkerrechtswidrig ist, ist das Völkerrecht nicht der passende Rahmen, um die Angriffe Israels und der USA zu bewerten. Derlei Meinungsmache hat im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der einen gesetzlichen Informationsauftrag hat, nichts verloren. Frau Hayali hätte gern sagen können, „ich finde den Iran doof“ oder „ich mag die Mullahs nicht“; das wäre alles kein Problem und zudem erfrischend ehrlich. Was sie aber als Nachrichtenjournalistin nicht darf, ist, vorsätzliche Falschinformationen zu verbreiten, um ihre Meinung zu transportieren.

Wird Hayalis skandalöse Aussage Folgen haben? Natürlich nicht. Das ZDF greift zwar mit maximaler Härte gegen Mitarbeiter durch, die aus Versehen ein KI-Video veröffentlicht haben, und doziert bei dieser Gelegenheit über die Einhaltung journalistischer Standards. Wenn die ZDF-Nachrichtenfrontfrau Hayali aber sämtliche journalistischen Standards missachtet und vorsätzlich Falschinformationen verbreitet, um einen Krieg zu rechtfertigen, wird dies keine Folgen haben. Die vorsätzliche Desinformation und die Vermengung von Meinung und Information sind bei der Debatte um den Informationsauftrag des ÖRR der Elefant im Raum – ein offensichtliches, großes und heikles Problem, das zwar jeder sieht, aber keiner anspricht. In einer besseren Welt würde Frau Hayali für diese skandalöse Falschinformation vom Dienst suspendiert. Doch in dieser besseren Welt leben wir leider nicht.


Titelbild: Screencap ZDF.de


Rubriken: Audio-Podcast Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=147055


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03.03.2026

Zukunft der Billigjobs: Vollüberwachung im Headset

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. März 2026, 11:21 Uhr


RTDE 1.3.2026

Die Zukunft der Billigjobs: Vollüberwachung im Headset

Es klingt wie eine Dystopie, was Burger King – bisher nur in den USA – als Einsatz für KI im alltäglichen Geschäft sieht: Nach einem Bericht des Technik-Portals The Verge sollen die Headsets, die die Mitarbeiter zumindest im Straßenverkauf bereits tragen, mit einer KI verbunden werden.

Diese soll aber nicht nur bei Bedarf eine Anleitung zur Reinigung einer Softeismaschine liefern oder die Rezepte für bestimmte Burger, sondern auch das Verhalten der Beschäftigten überwachen, etwa ob sie "Willkommen bei Burger King" sagen oder sich nach der Bestellung bedanken. Dabei werde die KI nicht nur auf die Worte, sondern auch auf den Tonfall achten, erklärte der für Digitales zuständige Vorstand Thibault Roux. Die jeweiligen Filialleiter könnten dann bei der KI abfragen, wie höflich die einzelnen Angestellten gewesen seien. Derzeit läuft dieses System in einer Pilotphase in 500 Filialen, aber bis Ende des Jahres soll es in den gesamten USA in Betrieb gehen.

Die ersten Berichte darüber lösten empörte Reaktionen aus. Das sei Beschäftigtenüberwachung im Stil von 1984, hieß es. Roux bemühte sich daraufhin, zu beteuern, die Leistung der einzelnen Beschäftigten werde nicht überwacht, und es ginge eher um eine Art "Trainer". Allerdings zeigt die historische Erfahrung: Was gemacht werden kann, wird irgendwann auch gemacht.

In Deutschland, so beruhigt das Portal Heise.de seine Leser, wäre diese Technik nicht so einfach einsetzbar. Schließlich bedürfe es für eine Einführung der Zustimmung des Betriebsrats, und gesetzlich müsse ein Sachverständiger hinzugezogen werden. Außerdem sei die Aufzeichnung von Gesprächen problematisch, weil es sich dabei um personenbezogene Daten handeln kann.

Allerdings haben gerade die Ereignisse der letzten Woche gezeigt, wie schnell sich jedes an eine KI angeschlossene System auch kapern lässt. Zuletzt wurde von Vorfällen berichtet, bei denen KIs mit vergleichsweise einfachen Tricks dazu gebracht wurden, andere Systeme zu hacken. Und die Entwicklung von Überwachungsmaßnahmen in der Arbeitswelt zeigt bisher ebenfalls, dass eine Abwehr auf Dauer ausgesprochen schwer ist; das begann schon mit der Stechuhr.

Neben dem Umgang mit persönlichen Daten ist es die Tiefe der Beobachtung, die mit einem derartigen Werkzeug beginnen könnte. Die selbst bei derart schlecht bezahlten Tätigkeiten wie der Arbeit in einem Burger King dann sogar die genutzte Sprache und selbst den Tonfall der Kontrolle unterzieht.

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03.03.2026

Arbeiterkinder und Bildung

aus e-mail von Doris Pumphrey,  3. März 2026, 11:21 Uhr


Berliner Zeitung 2.3.2026

Aufstieg durch Leistung?
Von wegen: In Deutschland zählt die soziale Herkunft
Katja Urbatsch, Wolf Dermann

Deutschland gibt seinen Kindern ein Versprechen: Wer sich anstrengt, kann es schaffen. Bildung steht allen offen. Leistung zählt. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. 78 von 100 Kindern aus Akademikerfamilien beginnen später ein Studium. Bei Kindern, deren Eltern nicht studiert haben, sind es 25 von 100.

Das Verhältnis ist seit Jahren weitgehend stabil; keine der großen Bildungsreformen der letzten zwei Jahrzehnte hat daran Wesentliches geändert.

Wir leiten ArbeiterKind.de, eine Organisation, die seit 17 Jahren alle unterstützt, die als Erste in ihrer Familie studieren. Wir unterstützen Schülerinnen und Schüler, die über ein Studium nachdenken und zu Hause niemanden fragen können, wie das geht, und wir begleiten Studierende auf einem Weg, auf den sie ihr Umfeld nicht vorbereitet hat. Und dabei erleben wir jeden Tag den Abstand zwischen einem Versprechen und der Wirklichkeit.


Mit zehn Jahren wird aussortiert

Woher kommt dieser Abstand? Wenn internationale Forscher nach den Ursachen für die hohe Abhängigkeit von Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland gefragt werden, nennen sie immer wieder dasselbe: die frühe Aufteilung der Kinder auf verschiedene Schulformen. Nach der vierten oder spätestens der sechsten Klasse fällt die Entscheidung über den weiteren Schulweg. Kein anderes vergleichbar wohlhabendes Land trennt so früh. Mit zehn Jahren hängt die schulische Entwicklung eines Kindes noch stark davon ab, was zu Hause passiert, ob vorgelesen wird, ob jemand bei den Hausaufgaben hilft.

Die Entscheidung fällt also in einem Alter, in dem das Elternhaus am stärksten durchschlägt. Und Forschungsergebnisse zeigen, dass bei dieser Entscheidung nicht nur die Leistung eines Kindes eine Rolle spielt, sondern auch der Bildungshintergrund der Eltern. Kinder aus Akademikerfamilien erhalten bei gleicher Leistung häufiger eine Gymnasialempfehlung. Das Prinzip, dass Leistung zählt, wird also an genau der Stelle verletzt, an der es am meisten darauf ankäme.

Dieser Filter greift aber nicht nur einmal. An jeder Schwelle der Bildungskette, vom Übergang aufs Gymnasium über die Aufnahme eines Studiums bis zum Master und zur Promotion, verliert das System immer wieder dieselben Gruppen. Der Einfluss des Elternhauses wirkt nicht einmalig; er addiert sich über die gesamte Bildungsbiografie.

Deutschland gehört seit über zwanzig Jahren zu den Ländern, in denen der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg am stärksten ist. Eine Studie aus dem letzten Jahr bescheinigt Deutschland sogar ein Absinken der Chancen auf das niedrige Niveau der USA. Das zeigt, dass das Problem nicht auf dem Weg der Besserung ist.

Die sichtbaren Hürden im Bildungssystem erklären aber nur einen Teil. Der größere Teil liegt tiefer und ist schwerer zu greifen, weil er so alltäglich ist, dass ihn die einen gar nicht bemerken und die anderen nicht benennen können.

Unsichtbares Kapital, reale Vorteile

In Akademikerfamilien wird ein Wissen weitergegeben, das in keinem Lehrplan steht. Wie bewirbt man sich um einen Studienplatz, wie geht man eine wissenschaftliche Arbeit an, wie spricht man mit Professoren, was ist ein Stipendium und wer kann sich darauf bewerben.

Akademikerkinder lernen das nebenbei, beim Abendessen in der Familie, in beiläufigen Gesprächen, durch das bloße Zuhören. Kinder, deren Eltern nicht studiert haben, können dieses Wissen zu Hause nicht bekommen, nicht weil ihre Eltern sich nicht für sie interessieren, sondern weil man nicht weitergeben kann, was man selbst nie gelernt hat.

Dazu kommt etwas, das die Soziologie kulturelles Kapital nennt, also eine Art unsichtbares Startkapital. Das Bildungssystem belohnt bestimmte Umgangsformen, eine bestimmte Art zu sprechen und aufzutreten, eine Selbstverständlichkeit, die man in bestimmten Elternhäusern lernt.

Das betrifft den Tonfall in einer mündlichen Prüfung genauso wie die Frage, ob man sich traut, in der Vorlesung eine Frage zu stellen. Wer diese Selbstverständlichkeit von zu Hause mitbringt, bewegt sich mühelos durch das System. Wer sie nicht kennt, muss sie sich mühsam aneignen. Das kostet Kraft, die anderen für anderes zur Verfügung steht.

Genau deshalb gehen bei ArbeiterKind.de tausende Ehrenamtliche in Schulen, die meisten von ihnen sind selbst die Ersten in ihrer Familie mit Hochschulabschluss. Sie schließen nicht nur Wissenslücken, sie verändern auch den Blick auf das, was möglich ist. Sie erzählen von ihrem Weg und zeigen, dass ein Studium eine realistische Möglichkeit sein kann, auch wenn das zu Hause niemand vorlebt. Für viele Schüler ist genau das ein Wendepunkt.

Etwa dreiviertel aller Kinder gehen den Bildungsweg ihrer Eltern. Das gilt für beide Seiten. Akademikerkinder studieren, weil es in ihrem Umfeld selbstverständlich ist, weil ihre Eltern studiert haben. Nichtakademikerkinder studieren häufig nicht, weil Studieren in ihrem Umfeld schlicht nicht vorkommt. Das ist kein Mangel an Ehrgeiz oder Begabung, es ist ein anderes „Normal“.

Zu den unsichtbaren Hürden kommen handfeste finanzielle dazu, sodass es noch schwerer wird, den Weg an die Hochschule zu gehen. Bildung ist in Deutschland gebührenfrei, aber nicht kostenlos. Semesterbeiträge, Lehrmaterialien, Lebenshaltung und unbezahlte Praktika kosten Geld, das junge Menschen aus Familien ohne finanzielles Polster nicht haben.

Das BAföG war einmal als Antwort auf genau dieses Problem gedacht. Heute deckt es in vielen Universitätsstädten nicht mehr die Lebenshaltungskosten, und die Hälfte der Förderung ist ein Darlehen, produziert also Schulden. Für Familien, in denen Schulden nicht als Investition gelten, sondern als Bedrohung, wird aus der Förderung eine Hürde.

Inzwischen ist die Zahl der Studierenden, die aus Angst vor Verschuldung kein BAföG aufnehmen, sogar höher als die Zahl der BAföG-Empfänger. In unseren Gesprächen mit Ratsuchenden bei ArbeiterKind.de erleben wir das jeden Tag. Deshalb informieren wir längst nicht nur zum Studium, sondern auch zu Finanzierung, Stipendien und Berufseinstieg, weil die Hürden weder mit der Aufnahme des Studiums noch mit dem Abschluss enden.

Bildung ist in Deutschland der stärkste Faktor für das Einkommen über ein ganzes Leben. Doch die Einkommensunterschiede zwischen Akademikern und beruflich Ausgebildeten werden oft kleingeredet. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Etwa 60 bis 70 Prozent verdienen Akademiker in der Stunde mehr als beruflich Ausgebildete, und lange war dieser Abstand sogar noch gestiegen.

Natürlich gibt es Überlappungen, eine IT-Fachkraft mit Berufsausbildung kann mehr verdienen als mancher Akademiker. Aber für junge Menschen, die am Ende ihrer Schulzeit vor einer Entscheidung stehen, die ihr ganzes Berufsleben prägen wird, können einzelne Gegenbeispiele kein Ersatz für faire Ausgangsbedingungen sein. Das betrifft nicht nur Einzelne, denn gleichzeitig sucht Deutschland händeringend qualifizierte Fachkräfte und lässt hunderttausende Talente ungenutzt, weil das System sie nicht erreicht.

In der politischen Debatte wird oft die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung beschworen. Wünschenswert wäre das, aber gerade dort, wo am meisten davon gesprochen wird, wird sie am wenigsten gelebt. Über 80 Prozent der Abgeordneten im Bundestag und in den Landtagen haben einen Hochschulabschluss, bei nur einem Viertel Akademikern in der Bevölkerung. Das bedeutet, dass Akademiker eine mehr als zehnmal so hohe Chance haben, Abgeordnete zu werden. Gesetze, die Bildung betreffen, werden also überwiegend von Menschen gestaltet, die von ihren eigenen Kindern nur solche Probleme mit dem Schulsystem vor Augen geführt bekommen, die auch Akademikerkinder haben.

Wenn das Problem so gut belegt ist, stellt sich die Frage, warum sich so wenig ändert.

„Akademisierungswahn“ – eine Debatte von oben

Ein Grund dafür zeigt sich in einer Debatte, die vor einigen Jahren aufkam. Als erstmals mehr als die Hälfte eines Jahrgangs ein Studium begann, war schnell ein Schlagwort da: Akademisierungswahn. Zu viele studierten, hieß es, das Handwerk leide, nicht jeder müsse an die Universität. Die Sorge um den Fachkräftemangel im Handwerk ist berechtigt, und Deutschland braucht starke berufliche Bildungswege. Aber die Zahlen zeigen, dass die Debatte am eigentlichen Problem vorbeiging. Die Studierquote von Akademikerkindern lag damals wie heute stabil bei 78 Prozent, und das wurde nie als Problem benannt. Was sich verändert hatte, war die Studierquote von Kindern aus Nichtakademikerfamilien, sie war von 23 auf 27 Prozent gestiegen. Die Debatte über den Akademisierungswahn richtete sich nicht gegen die 78 Prozent. Sie richtete sich, ohne es auszusprechen, gegen die zusätzlichen Prozent von unten. Inzwischen ist die Quote wieder auf 25 Prozent gesunken.

Das ist ein ungelöstes gesellschaftliches Problem, über das wir offen reden sollten. Ein Land, das den Aufstieg durch Bildung verspricht, wehrt sich gegen genau diesen Aufstieg, sobald er tatsächlich stattfindet. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht darin, dass zu viele studieren, sondern darin, dass zu viele Talente ungenutzt bleiben.

Dabei ist es wichtig zu sehen, dass niemand einzeln die Schuld trägt. Lehrkräfte arbeiten unter hohem Druck, Schulen sind chronisch unterfinanziert, und die Handlungsspielräume einzelner Institutionen sind begrenzt. Die Verantwortung liegt in den Strukturen, die wir gemeinsam gestalten. Und trotz Bologna, trotz Ganztagsschuldebatten, trotz zwei Jahrzehnten Pisa-Diskussion ist die soziale Auslese im deutschen Bildungssystem bemerkenswert stabil.

Wenn das Aufstiegsversprechen dauerhaft gebrochen wird, hat das Folgen, die über die Bildungspolitik hinausreichen. Menschen, die erleben, dass Anstrengung allein nicht reicht, verlieren das Vertrauen in die Institutionen, die dieses Versprechen gegeben haben. Forschungsergebnisse zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen fehlender Aufstiegsmobilität und der Hinwendung zu populistischen Positionen gibt, und das ist keine abstrakte Warnung, sondern eine Entwicklung, die real stattfindet.

Was sich ändern müsste

Es gibt konkrete Ansätze, die helfen würden: Die Zuteilung zu einer Schulform darf keine Vorentscheidung über den späteren Bildungsweg sein. Schulen sollten akademische Wege aktiv sichtbar machen, unabhängig davon, welche Schulform ein Kind gerade besucht. Das BAföG muss so ausgestattet sein, dass es ein Studium tatsächlich ermöglicht und nicht durch Verschuldungsangst verhindert, gerade in Zeiten, in denen steigende Mieten in Hochschulstädten die Lage verschärfen. Und Lehrkräfte brauchen in Ausbildung und Fortbildung ein Bewusstsein dafür, wie stark familiäre Ausgangsbedingungen den schulischen Erfolg beeinflussen, sodass Schulen Unterstützung selbstverständlich anbieten, statt darauf zu warten, dass Familien sie einfordern.

All das kostet Geld, und die öffentlichen Haushalte sind unterfinanziert. Aber Einsparungen bei Bildung und Studienfinanzierung verursachen langfristig höhere Kosten, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Investitionen in den Bildungsaufstieg sind keine Ausgaben, sie sind Investitionen in die Leistungsfähigkeit dieses Landes.

Vor allem aber bräuchte es eine klare Botschaft: Dass es richtig und gut ist, wenn jedes Kind nach dem für sich höchstmöglichen Bildungsabschluss strebt, und dass daran nichts falsch sein kann. Ein Land, das auf gute Löhne, Innovationskraft und Wohlstand angewiesen ist, kann es sich nicht leisten, einem Teil seiner Kinder zu signalisieren, dass dieser Weg nicht für sie gedacht ist.

Zu den Autoren: Katja Urbatsch ist Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, Wolf Dermann Geschäftsführer der Organisation. Gemeinsam leiten sie die bundesweit aktive Initiative, die junge Menschen aus Nichtakademikerfamilien auf dem Weg ins Studium unterstützt und sich für mehr Bildungsgerechtigkeit und soziale Durchlässigkeit im deutschen Bildungssystem einsetzt.

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03.03.2026

Ost-IHK-Chef: Der Staat behandelt Betriebe wie Verdächtige

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. März 2026, 11:21 Uhr

Berliner Zeitung 1.3.2026

Ost-IHK-Chef redet Klartext: Der Staat behandelt Betriebe wie Verdächtige
IHK-Chef in Halle Thomas Brockmeier legt offen, wie Vorschriften Betriebe unter Generalverdacht stellen.

Thomas Brockmeier

Vertrauen ist der Anfang von allem, Misstrauen der Anfang vom Ende. Mit dem ersten Satz(teil) warb einst eine Bank um Kunden, mit dem zweiten ließe sich überschreiben, was jüngst Udo Di Fabio, langjähriger Richter am Bundesverfassungsgericht, kürzlich in einer Studie festgestellt hat: Die Regelungs-, Steuerungs- und Eingriffsdichte hat ein Ausmaß erreicht, das verfassungsrechtlich bedenklich ist. Bedenklich deshalb, weil die rechtlich-bürokratische Überregulierung grundlegende Freiheitsrechte beschränkt. Wie konnte es so weit kommen?

Laut Di Fabio ist die staatliche Regulierungs- und Kontrollwut Folge „einer über Jahrzehnte eingeübten Mechanik des Misstrauens“. Das ist starker Tobak! Der Staat misstraut uns: seinen Bürgern und vor allem Unternehmern. Der Dauerbrenner Bürokratieabbau bekommt damit eine neue Dimension.

Bürokratie zwingt Betriebe zu immer neuen Nachweisen

Das Misstrauen findet seinen Ausdruck nicht nur in der schieren Anzahl immer neuer, einander zudem mitunter widersprechender Vorschriften, sondern auch in unzähligen Berichts- und Dokumentationspflichten. Ständig muss aufs Neue belegt werden, dass man sich normgerecht verhalten hat. Fehlt nur noch, nach jeder Autofahrt haarklein nachweisen zu müssen, dass man brav an jedem Stoppschild angehalten und jedes Tempolimit penibel eingehalten hat. Beweislastumkehr im Rechtsstaat? Vielleicht sollten die Karlsruher Richter sich das mal genauer ansehen.

Natürlich braucht es Regeln. Und natürlich darf nicht jeder einfach machen, was er will. Und wer Raubfische fangen will, muss ein Netz knüpfen, klar. Aber doch bitte nicht so, dass jeder Stichling hängenbleibt. Sonst bleibt am Ende die ganze Fauna auf der Strecke.

Die Lage ist ernst. Es geht um die Wurst. Buchstäblich. Die Metzgermeisterin N. aus I. schwankt zwischen Wut und Verzweiflung. Ein Kunde – ein größeres Unternehmen, das ein- oder zweimal im Jahr 150 Würstchen, Steaks und Schnittchen bestellt – fordert sie nun auf, lückenlos zu belegen, wie sie mit ihrem Abwasser umgeht.

Lieferkettengesetz trifft Metzgerei: 150 Würstchen, volle Haftung

Ein entsprechendes System sei zu installieren, zu kontrollieren, zu dokumentieren. Gleiches gelte für „sämtliche Emissionen“ der Metzgerei. Sie sei einer seiner Lieferanten, für die er nun einmal gemäß – Achtung! – Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz „geradestehen“ müsse. Dasselbe Wortungetüm zwingt den Maschinenbauer G. aus W., alle 148 Zulieferer für eine einzige von ihm gebaute Maschine haarklein unter die Lupe zu nehmen.

Für jeden einzelnen muss er eine „Risikoanalyse“ erstellen und vieles mehr. Der Steinmetz Z. aus H. soll für jeden einzigen importierten Rohling, aus dem er einen Grabstein schlagen will, über die gesamte Produktions- und Lieferkette (Steinbruch, Sägewerk, Poliererei) hinweg nachweisen, dass Menschenrechts- und Umweltstandards eingehalten wurden.

Hygiene vs. Arbeitsschutz: Zwei Behörden, ein Problem

Metzgerin N. hat noch ein anderes Problem – ihr Fußboden macht ihr Sorgen: Dem Hygienebeauftragten ist er „zu grobporig“, dem Beauftragten für Sicherheit und Arbeitsschutz ist er „zu glatt“. Ich schlage ihr ein Wechselmodell vor: eine Woche so, die andere Woche so. Wenn regelkonformes Verhalten beim besten Willen nicht dokumentiert werden kann, ließe sich ja so zumindest guter Wille dokumentieren.

Einer meiner Lieblingsorte in Halle ist ein lauschiges Plätzchen direkt an der Saale, sogar mit Gastronomie. Omelette aus Bioeiern mit Vollkornbrot, großartig. An einem sonnigen Herbsttag letztes Jahr der Schock: keine Omelettes mehr! Der Gastwirt erklärt mir, zwei Herren „vom Amt“ hätten ihn besucht und um den „Bio-Nachweis“ seiner Omelettes gebeten. Er habe brav die Eierverpackung und den Lieferschein des Biohofs präsentiert. Reicht leider nicht, es braucht ein „Zertifizierungsverfahren“. Dies aber sei für seine Minigaststätte viel zu aufwendig. „Normale“ Eier aber wolle er nicht verarbeiten.

Die Moral von der Geschicht’: Kreative Unternehmer will man offenbar nicht.

IHK-Chef in Halle fordert neue Vertrauenskultur zwischen Staat und Betrieben

Vorschriften fallen nicht vom Himmel – sie werden von Menschen gemacht. Und verfolgen einen Zweck. Vorschlag: Wenn es nicht unbedingt nötig ist, eine neue Vorschrift zu erlassen, ist es unbedingt nötig, keine neue zu erlassen. Gewiss, eine funktionierende Bürokratie ist unerlässlich. Eine dysfunktionale allerdings ist unerträglich.

Was es dringend braucht, um „die innovativen Kräfte der Marktwirtschaft wieder zu wecken“, so Di Fabio, sei „eine neue Kultur des Vertrauens“. Recht hat er. Vertrauen aber gibt’s selten geschenkt, es will verdient werden. Auch vom Staat und seinen Dienern.


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03.03.2026

Sex, Lies & Trump Wars, Europa zahlt die Zeche – und kriegt Merz die Bombe?


lostineu.eu, 3. März 2026

Die Watchlist EUropa vom 03. März 2026 – Heute mit Nachrichten und Analysen zum Krieg gegen Iran, zu den Folgen für die EU und zur nuklearen Abschreckung in Frankreich und Deutschland.

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Die Kollegen von der US-Website “Axios” (Motto: “Too many people are lost in news”) haben ausgerechnet, daß US-Präsident Trump innerhalb nur eines Jahres schon sieben Länder angegriffen hat – mehr als jeder andere US-Präsident der Neuzeit. Drei Länder hatten zuvor noch nie US-Militärschläge erlitten: Nigeria, Venezuela und Iran.

Von keinem dieser imperialen und völkerrechtswidrigen Kriege hat sich die EU distanziert. In den letzten – Iran – droht sie nun selbst hineingezogen werden. Die bellizistischen Erklärungen der E3 – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – machen es möglich; der britische Premier Starmer hat sich Trump und seinen Kriegern schon angedient.

Wenn nicht alles täuscht, wird Kanzler Merz bald folgen. Wenn er wie geplant am Dienstag im Weißen Haus mit Trump spricht, dürfte dieser um deutsche Unterstützung bitten, über Ramstein hinaus. Dem israelischen Regierungschef Netanjahu hat Merz schon Hilfe gewährt – der durfte seinen Regierungsflieger auf dem Flughafen in Berlin in Sicherheit bringen.

Die Vasallentreue wird zur Gefahr

Auch EU-Chefin von der Leyen ist auf dem Kriegspfad. Am Montag trommelte sie ihr “Sicherheitskabinett” in Brüssel zusammen – ganz so, als sei die EU ein Staat und werde von ihr, VDL, geführt. Hinterher hieß es, sie werde sich der “nachteiligen Folgen der Ereignisse im Iran und im Nahen Osten” annehmen und die Bürger schützen 🙂

In Wahrheit gefährdet die EU-Spitze mit ihrer Vasallentreue zu Trump die Sicherheit Europas. Merz hat mittlerweile sogar den Nutzen des Völkerrechts infrage gestellt. Hochgehalten wird das internationale Recht eigentlich nur noch gegen Russland – in der vagen Hoffnung, mit Trumps Hilfe noch irgendwie die Ukraine retten zu können.

Doch selbst in Kiew macht sich Verunsicherung breit. Sollte Trumps Krieg noch lange dauern – schon jetzt ist von vier bis fünf Wochen die Rede – so könnte der Nachschub für die Verteidigung der Ukraine knapp werden, fürchtet Präsident Selenskyj. Zu Recht – in vielen Ländern sind die Lager jetzt schon leer.

Trumps Lügen & die Epstein-Files

Die EUropäer sitzen in Trumps Falle – schon wieder. Dabei hatten sie einmal einen Plan, wie man den Iran-Konflikt friedlich lösen könnte. Doch als Trump das Atomabkommen JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) 2018 aufkündigte und die Kampagne des “maximalen Drucks” begann, leisteten sie keinen nennenswerten Widerstand.

Nun schließt sich der Kreis – mit einem Krieg, der mit Lügen begründet wurde und nicht zuletzt auch geführt wird, um von den Epstein-Files und Trumps Sex-Affären abzulenken. “Sex, Lies and Trump wars” heißt die aktuelle Aufführung im Welttheater des 21. Jahrhunderts. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre, und so gefährlich…

Siehe auch Der Krieg gegen Iran ist eine strategische Niederlage für die EU und “Von der Leyen fordert Regime Change – Empörung in Brüssel”

P.S Der Angriffskrieg wurde offenbar bereits beim Besuch Netanjahus am 11. Februar in Washington beschlossen. Warum Trump sich dazu bereit erklärt hat, ist rätselhaft – schließlich hatte er bis zuletzt behauptet, das iranische Atomprogramm sei bei den letzten Angriffen 2025 zerstört worden. Ebenso rätselhaft ist, wieso die EUropäer nun so unvorbereitet wirken. Oder waren sie doch eingeweiht? Das würde die Sache noch schlimmer machen…

News & Updates

Europa zahlt die Zeche. Infolge des Kriegs gegen Iran haben Anlagen in Katar, Irak und Saudi-Arabien die Produktion von Öl und Gas eingestellt. In Europa ziehen deshalb die Preise spürbar an, an den Märkten gab es Ausschläge von 40 bis 50 Prozent. An deutschen Tankstellen bildeten sich lange Schlangen mit verunsicherten Autofahrern. Zwar wiegelt die Bundesregierung ab. Doch die EU-Kommission macht sich Sorgen und beruft eine Energie-Taskforce ein. – Derweil reiben sich die US-Konzerne die Hände. Sie können abkassieren – und Europa zahlt die Zeche, wie im Ukraine-Krieg…

Belgien stoppt russischen Öltanker. Die belgische Armee hat mit Unterstützung der französischen Armee einen Öltanker beschlagnahmt, der angeblich der russischen “Schattenflotte” angehört. „Das Schiff wird in den Hafen von Zeebrügge eskortiert, wo es beschlagnahmt wird“, erklärte Verteidigungsminister Francken.Als Rechtsgrundlage werden EU-Sanktionen angeführt – doch die verbieten (noch) keinen Transit durch internationale Gewässer. Außerdem sind sie international nicht anerkannt. Belgien nimmt nun, genau wie Frankreich, das Recht in die eigene Hand…

Milliarden-Betrug beim Coronafonds? Die Europäische Staatsanwaltschaft geht mehr als 500 möglichen Betrugsfällen beim Coronoa-Aufbaufonds nach. Die Schadenssumme könnte sich auf bis zu 5 Mrd. Euro belaufen, berichtet “Follow the Money”. Die meisten Verdachtsfälle gab es demnach in Italien.

Das Letzte

Kriegt Merz die Bombe? Frankreich will erstmals seit Jahrzehnten sein Atomarsenal aufstocken. Präsident Macron plant zudem gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland und weiteren EU-Staaten wie Polen. Auch die Stationierung französischer Kampfflugzeuge mit Atombomben in anderen europäischen Ländern ist geplant. Dies sei keine Konkurrenz zur nuklearen Teilhabe der Nato, sondern würde diese “perfekt ergänzen”, sagte Macron.  “Um frei zu sein, muss man gefürchtet werden”, fügte Macron hinzu. Allein schon dieser Spruch lehrt einen das Fürchten – vor Macron. Freuen darf sich hingegen Kanzler Merz. Er soll Zugriff auf die A-Bombe kriegen, wenn auch zunächst nur indirekt. Eine deutsch-französische “Nuklear-Steuerungsgruppe” soll künftig über die Koordinierung strategischer Maßnahmen und die “geeignete Mischung aus konventionellen Fähigkeiten, Raketenabwehr sowie französischen Nuklearfähigkeiten” beraten, heißt es in Paris. Wie be(un)ruhigend...

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EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂

Mehr Newsletter hier. Mehr News & Updates hier

1 Comment

  1. Guido B.
    3. März 2026 @ 07:48

    Es gibt eine Hierachie bzw eine Befehlskette in den internationalen Beziehungen, wenn es um verdeckte und offene Kriege in Westasien geht:

    Israel (Kommando)
    USA
    UK
    EU

    Führende Republikaner haben es inzwischen offen zugegeben: Israel wollte den Angriff auf den Iran mit oder ohne USA durchziehen, wohlwissend, dass den USA keine andere Wahl blieb, als die Kampagne zu unterstützen.

    Netanjahu ist der teuflischste aller Kriegstreiber.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Von der Leyen fordert “Regime Change” – Empörung in Brüssel


lostineu.eu, vom 2. März 2026

Für die Außenpolitik sind die EU-Staaten zuständig. Dennoch gibt Kommissionschefin von der Leyen ständig Erklärungen zum Angriffskrieg der USA in Iran ab, fordert sogar einen “Regime Change”. Das sorgt für Empörung in Brüssel.

Erst rief sie den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an und sicherte ihm „volle Unterstützung“ zu. Dann telefonierte sie mit dem zypriotischen Präsidenten Christodoulides und erklärte, die EU stehe “gemeinsam, fest und unmissverständlich” an der Seite Zyperns, wo eine Drohne den (extraterritorialen) britischen Militärstützpunkt getroffen hatte.

Schon das löste lautes Grummeln in Brüssel aus. Doch von der Leyen machte weiter – und berief ein “Sicherheitskabinett” ein, wie es sonst nur souveräne Staaten haben. Als sie schließlich auch noch einen “Regime Change” in Iran forderte (Good-bye Friedensunion EU), brach sich die Empörung über die Chefin der “geopolitischen Kommission” Bahn.

Sie überschreite ihre Kompetenzen und verlasse die gemeinsame Linie der EU-Staaten, hieß es. Zudem setze sie sich über Ratspräsident Costa und die Außenvertreterin Kallas hinweg, die eigentlich die Position der EU in der Außenpolitik vertreten sollen. Europaabgeordnete, EU-Berater und Europarechtler warnten vor negativen Konsequenzen für die EU-Institutionen.

Bruch mit europäischer Nahost-Diplomatie

Das größte Problem ist allerdings, daß sich von der Leyen die Politik der USA und Israels zu eigen macht, wo die EU doch eigentlich eine unabhängige Linie verfolgen will. Und das nach vielen Jahren einer aktiven Nahost-Diplomatie, die auf eine friedliche Lösung des Iran-Konflikts gesetzt hat. Es ist also ein doppelter Verrat – an der Vergangenheit und an der (angeblichen) Zukunft der EU.

Allerdings hat VDL nicht viel zu fürchten. Denn genau wie im Gazakrieg liegt sie auch jetzt wieder voll auf der deutschen Linie, also auf der Linie von Kanzler Merz. Der wiederum folgt US-Präsident Trump; am Dienstag will er den Kriegsherrn sogar in Washington treffen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. What can possibly go wrong? Die Achse Berlin-Brüssel-Washington steht…

Mehr zum Iran-Krieg hier

P.S Vielleicht wäre es langsam auch mal an der Zeit für einen Regime Change” in Brüssel – ohne die übergriffige und selbstherrliche Dame aus Deutschland, die sich als Staatschefin von eigenen Gnaden geriert?

12 Comments

  1. Thomas Damrau
    3. März 2026 @ 09:21

    Das wissen wir doch schon lange: Westliche Werte sind nur dann in Brüssel etwas wert, wenn sie den Wert der westlichen Konten steigern. Daher stört es Frau von den Laien nicht, dass Trump Ankläger, Richter und Henker gleichzeitig spielt, solange es der EU in die Karten zu spielen scheint.

    Die Hoffnung, durch einen Regime-Change alles zum Besseren zu wenden, hat sich ja bekanntlich schon in Afghanistan, im Irak, in Libyen usw. aufs Perfekteste erfüllt.

    Was natürlich nicht bedacht wird: Wenn iranisches, saudisches und emiratisches Öl möglicherweise für einige Zeit auf dem Weltmarkt knapp wird, erhöht dies den Wert des russischen Öls.

    Und dass Frau von den Laien inzwischen ihre Form der Autokratie entwickelt hat, …

Antworten

  • Helmut Hoeft
    3. März 2026 @ 09:09

    90mrd. für die Ukraine jetzt auch 90mrd. für die USA gegen die Turbane (aka das Reich der Finsternis)? Was dem Einen recht sollte doch für den Andern billig sein, oder?

    Antworten

  • Dummsday
    3. März 2026 @ 01:07

    Ich frag mich grade, ob das derzeitige Verhalten unserer politischen “Elite” aus der eigenen psychopathischen Überzeugung resultiert, oder ob “Bibi” die alle mit Kinderf***videos oder schlimmeren in der Hand hat.
    Epstein & Co lassen grüßen..

    Antworten

  • Reykjavik
    2. März 2026 @ 19:33

    Weder die sinnentleerten Phrasen einer vdL noch das feige Herumdrucksen des Bundeskanzlers (“Völkerrechtliche Einordnungen werden relativ wenig bewirken”) können verschleiern, dass sie sich bereits komplett und endgültig vom Völkerrecht verabschiedet haben und billigend nicht nur einen vernichtenden Krieg in Europa, aber auch den veritablen 3. Weltkrieg in Kauf nehmen. Politische Amtsträger, die mit ihrem Verhalten, dazu gehören auch Unterlassung, Kriege erzeugen oder sogar fördern, gehören aus ihrem Amt entfernt. Das habe ich jetzt mal sehr höflich formuliert.

    Antworten

  • Guido B.
    2. März 2026 @ 19:19

    Und NATO-CEO Rutte meldet sich auch zu Wort (Quelle srf.ch):

    Nato-Chef fordert Rückendeckung für USA und Israel

    Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die europäischen Bündnispartner zur Unterstützung der USA und Israels im Krieg gegen den Iran aufgerufen. In einem Interview mit der ARD bezeichnete er das Vorgehen als entscheidend für die Sicherheit in Europa. «Wo immer wir helfen können, müssen wir helfen», so Rutte. (…) Rutte hiess die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gut. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zu den Schlägen gegen das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie zur Tötung von Ajatollah Ali Chamenei sei entscheidend gewesen.

    Fazit:
    Inzwischen hat sich fast die gesamte westliche Elite hinter den völkerrechtswidrigen Blutrausch der USA und Israels gestellt. Dies, nachdem sie von Russland vier Jahre lange täglich die Einhaltung des Völkerrechts gefordert hat …

    Für welche Werte steht der Westen?
    Hybris, Heuchelei, Hass und Hooliganismus.

    Eigentlich nichts Neues. Er bleibt sich treu.

    Antworten

    • KK
      2. März 2026 @ 22:15

      Nein, der hat im Grunde in dem ARD-Interview gesagt, dass die NAhTOd-Staaten bereits Unterstützung leisten, zB durch die Spanier, die von der TR aus US-Stützpunkte sichern. Damit zieht er Spanien, dass den völkerrechtswiderigen Angriffskrieg gegen den Iran ausdrücklich verurteilt hat, auf die Seite der Aggressoren – un d macht damit Spanien, spanische Bürger udn Einrichtungen zur Zioelscheibe.

      Der Mann ist brandgefährlich – und ich stelle mir die Frage, ob diese Aussagen nicht unter §80a StGB zu subsumieren sein müssten.

      Antworten

  • Michael
    2. März 2026 @ 19:06

    „Regime change in Brüssel“? „Vielleicht?“ „Langsam?“
    Ich würde sagen der ist längst überfällig!
    Aber Trump, Merz, Wadephul, Macron, Starmer, etc., etc. halte ich auch nicht für tragbar!

    Antworten

  • Hopeless
    2. März 2026 @ 18:21

    Das mit dem Regime Change in Brüssel wird ja wahrscheinlich nix werden weil die Alles für Donald Partei und ihre rechten Partnerparteien nicht erneut ein Misstrauensvotum erringen werden und es von der radikalen Mitte erst recht nicht zu erwarten ist?

    Antworten

    • KK
      2. März 2026 @ 22:10

      Ein Regiomechange in Brüssel müsste schon die eigene Bevölkerung zustande bringen. Gibt ja einige (wenige) Vorbilder in Europa, zB 1789 oder 1989 😉

      Antworten

  • KK
    2. März 2026 @ 18:13

    “Allerdings hat VDL in Wahrheit nicht viel zu fürchten.”

    Das sind solche Momente, in denen ich bitter bereue, kein gläubiger Katholik zu sein: Dann könnte ich mir für solche Charaktere wenigstens die übelsten Höllenqualen ausmalen, in denen jene dereinst bis zum Jüngsten Gericht leiden müssten und so ihre gerechte Strafe erhielten…

    Antworten

  • Guido B.
    2. März 2026 @ 17:49

    So wie Merkel einst “Kohls Mädchen” war, ist vdL “Trumps Mädchen”. Und Merz ist “Trumps Junge”. Das ist eine richtige Familienidylle. Alle mit reindeutscher Abstammung. Sie brechen gemeinsam auf, um sich die Welt zu unterwerfen. Am deutschen Wesen … ach wie schön!
    Der verhasste PM Starmer hat zu Hause so wenig Freunde, dass er froh ist, wenn wenigstens vdL, Merz und Selenski warmfeuchte Küsschen auf die unterkühlte britische Wange sabbern. Zu Hause liebt ihn ja nicht mal Larry, der Chief Mouser to the Cabinet Office.
    Und Macron ist so frustriert mit dieser Seifenoper, dass er beschlossen hat, neue Atombomben zu bauen. Honni soit qui mal y pense …
    Dieses EUropa ist definitiv im Arsch.

    Antworten

  • Arthur Dent
    2. März 2026 @ 17:39

    Ist der Iran denn schon zusammen gebrochen?
    Wen will sie einsetzen und soll der Iran dann der EU beitreten?

    Ich kann mich ja irren, aber USA und Israel haben sich mächtig verzockt.
    Wenn die Touristen die Golfstaaten in den nächsten Wochen meiden, haben die ein Problem.
    Ebenso wie China, Indien und Japan – deren Öl kommt durch die Straße von Hormus – oder eben nicht.


  • Info: https://lostineu.eu/von-der-leyen-fordert-regime-change-empoerung-in-bruessel/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Schweiz rückt näher an die EU – Baud als Bauernopfer?


    lostineu.eu, vom 2. März 2026

    Die EU und die Schweiz haben ein Paket aus 18 Abkommen geschnürt, um ihre Zusammenarbeit dauerhaft zu vertiefen. Kommissionspräsidentin von der Leyen und der Schweizer Bundespräsident Parmelin unterzeichneten das Gesamtpaket, das 120 Einzelvereinbarungen ersetzen soll, am hutigen 2. März in Brüssel. In der Schweiz ist für die Ratifizierung des Deals allerdings noch eine Volksabstimmung nötig – und dabei ist der Ausgang völlig offen. – Im Vorfeld der Unterzeichnung war bekannt geworden, daß nun auch die Schweiz die Konten des von der EU sanktionierten Buchautors J. Baud gesperrt hat, obwohl sie dazu nicht verpflichtet wäre. Das legt die Vermutung nahe, daß es sich hier um eine “freundliche Geste” handelt. Oder, um es unfreundlich zu sagen: um ein Bauernopfer…

    Mehr zu Baud hier

    8 Comments

    1. Michael
      2. März 2026 @ 14:57

      Eine unbedeutende Frage am Rande:
      Stimmt das Gerücht dass HateAid, Das Grüne Netzwerk, etc. beispielsweise auch „lostineu“ screenen um Material für Massenanklagen nach Para 188 StgB zu sammeln?

    Antworten

    • KK
      2. März 2026 @ 15:26

      Ob die von Ihnen genannten nur sogenannten, aber mit Steuergeld finanzierten “NGOs” das Screening selbst direkt durchführen, weiss ich nicht – m.W. haben sie das an ein freiwilliges Denunziantennetzwerk (“Bürger”) delegiert und fungieren wie zB “Hessen gegen Hetze” oder die “Amadeo-Antonio-Stiftung” als Meldestellen, die das dann auf den Rechtsweg bringen.

      Das automatisierte Screening ist aber inzwischen wohl das florierende Geschäftsmodell findiger StartUps wie der SoDone-GmbH (gegründet von FDP-Politikern, die sich mit dem Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit wohl langweilen), die sich bei Erfolg die Schadensersatzknete mit den Politikern teilen. Interessant hierzu https://www.lhr-law.de/magazin/wettbewerbsrecht-kartellrecht/sodone-gmbh-betrug/

      Antworten

  • KK
    2. März 2026 @ 13:32

    “In der Schweiz ist für die Ratifizierung des Deals allerdings noch eine Volksabstimmung nötig”

    Die Neutralität der Schweiz wäre damit Geschichte!
    Ob das die Schweizer in einer Volksabstimmung mitmachen und ihre heilige Kuh wirklich schlachten?

    Antworten

    • Guido B.
      2. März 2026 @ 14:59

      Faktisch ist die Schweizer Neutralität bereits Geschichte. Die Schweizer Regierung beteiligt sich voll am Wirtschaftskrieg gegen Russland und will auch Waffen an Kriegsparteien schicken. Mit der freiwilligen Übernahme der EU-Sanktionspakete ist die Schweiz unnötigerweise zur Kriegspartei geworden in einem Konflikt, von dem die Schweiz nicht betroffen ist. Sie biedert sich auch der NATO und der militarisierten EU an. Die Regierung will die Bevölkerung auch auf ein bombastisches Rüstungsbudget einschwören, da der Russe die Schweiz bald von allen Seiten angreifen werde. Wahrscheinlich werden in der Schweiz auch bald alle russischen Medien zensiert (Desinformation!!!!!!).

      Antworten

      • KK
        2. März 2026 @ 15:10

        Jetzt wird diese Neutralität aber das erste mal in einer Volksabstimmung zur Disposition gestellt werden müssen…

  • Guido B.
    2. März 2026 @ 13:21

    @ebo:
    Gibt es eine Quelle, die belegt, dass Schweizer Behörden J. Baud sanktioniert haben? Meines Wissens hat die UBS von sich aus Bauds Konten gesperrt, nicht auf Geheiss des Staatssekretariats für Wirtsschaft (SECO). Die UBS ist Gerüchten zufolge bei Repressionsmassnahmen gegen Steuerbetrüger eher zurückhaltend und setzt sie scheinbar lieber gegen tadellos beleumundete Kunden mit umstrittenen politischen Meinungen ein.

    Wenn das Schweizer Stimmvolk so blöd wäre, diesen Kapitulationsvertrag mit der EU anzunehmen, hätte das gesamte eidgenössische Bildungssystem versagt. Ausschliessen kann man heutzutage nichts mehr.

    Antworten

    • ebo
      2. März 2026 @ 13:30

      Hier in Brüssel gibt es keine Quelle, da alle schweigen wie ein Grab. Aber warum sollte die Bank “von sich aus” Bauds Konto sperren, “rein zufällig” gerade rechtzeitig vor der Annäherung an die EU?

      Antworten

      • Guido B.
        2. März 2026 @ 14:43

        Ich wollte hier nur die Schweiz in Schutz nehmen, die meines Wissens die Sanktionen gegen Baud nicht mitträgt. Die Schweiz und die UBS sind nicht dasselbe. Die UBS ist um ihre Reputation besorgt. Sie trennt sich gerne von Kunden, die öffentlich am Pranger stehen. Ich denke nicht, dass sie damit der EU einen Gefallen tun will. Es gibt in der Schweiz auch einige Bürger, die den Umgang der EU mit Baud als Entscheidungshilfe für die Abstimmung über die EU-Verträge begrüssen. EU? Nein danke!


  • Info: https://lostineu.eu/schweiz-rueckt-naeher-an-die-eu-baud-als-bauernopfer/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    „Nicht Teil dieses Krieges“ Bundesregierung will sich „definitiv“ nicht am Iran-Krieg beteiligen. Deutsche Soldaten geraten unter Beschuss. Iran-Krieg könnte zu massiven Umbrüchen führen und Russland und China am Persischen Golf erheblich schwächen.

    german-foreign-policy.com, 3. März 2026

    WASHINGTON/TEL AVIV/BERLIN (Eigener Bericht) – Vor dem Gespräch von Bundeskanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump an diesem Dienstag schließt die Bundesregierung jegliche Beteiligung am Krieg gegen Iran aus. Man habe „definitiv nicht die Absicht“, militärische Handlungen der USA oder Israels irgendwie zu unterstützen, teilte Außenminister Johann Wadephul am Montag mit. Nachdem der britische Premierminister Keir Starmer britische Luftwaffenstützpunkte für Starts von US-Jets zu Angriffen auf Ziele in Iran freigegeben hatte, hatte Iran mit einer Kamikazedrohne die britische Militärbasis Akrotiri auf Zypern attackiert. Deutsche Soldaten gerieten im Irak sowie in Jordanien unter Beschuss. Unterdessen zeichnen sich im Nahen und Mittleren Osten potenziell weitreichende Umbrüche ab. Gelingt es den USA und Israel, Iran als eigenständigen Machtfaktor auszuschalten oder sogar ein prowestliches Regime zu installieren, wäre die Dominanz der USA sowie Israels am Persischen Golf wieder gesichert. Die Staaten der Arabischen Halbinsel wiederum geraten in Konflikt mit Iran, weil fehlgeleitete Drohnen oder Trümmer abgefangener Raketen ernste Schäden bei ihnen anrichten. Russland bietet sich als Mittler an.


    Zitat: Bundeswehr in Nah- und Mittelost

    Schon am Wochenende waren auch deutsche Soldaten von den iranischen Gegenschlägen betroffen. Letztere richteten sich gegen den Militärstützpunkt am Internationalen Flughafen von Erbil im Nordirak sowie gegen die Muwaffaq Salti Air Base, einen Luftwaffenstützpunkt bei Al Azraq rund 100 Kilometer östlich der jordanischen Hauptstadt Amman. Beide werden vor allem von US-Truppen genutzt, weshalb sie ins Visier Teherans gerieten. Auf ihnen sind aber auch deutsche Soldaten stationiert – im Nordirak als Militärausbilder, bei Al Azraq im Rahmen des Einsatzes gegen den IS. Alles in allem handelt es sich laut Angaben der Bundesregierung um rund 500 Soldaten, wobei die Truppenstärke in Erbil schon verringert wurde und bei Al Azraq nach Möglichkeit ebenfalls reduziert werden soll. Die bisherigen Gegenschläge Irans konnten nach Angaben der Bundeswehr erfolgreich abgewehrt werden; lediglich in Erbil sei ein US-Soldat verletzt worden, heißt es.[1] Zusätzlich zu den beiden Truppenstationierungen kreuzt die Fregatte Nordrhein-Westfalen aktuell im Rahmen des UN-Einsatzes UNIFIL vor Zypern. UNIFIL dient unter anderem der Ausbildung der libanesischen Marine. Der Einsatz geht in diesem Jahr seinem Ende entgegen; das deutsche Mandat läuft schon im Juni aus.[2]


    Prompt reagiert

    Dass die im Nahen und Mittleren Osten stationierten deutschen Soldaten in irgendeiner Form in den Iran-Krieg involviert seien, weist die Bundesregierung kategorisch zurück. Für Unruhe hatte bereits am Sonntag eine gemeinsame Erklärung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens gesorgt, in der es hieß, man werde alle „notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen“. Dies könne, „falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören“.[3] Damit werden Angriffe auf iranische Raketenstellungen – also Angriffe auf iranisches Territorium – zu vorgeblich defensiven Operationen erklärt. Die Formulierung ist dem Wortlaut einer Erklärung abgeschaut, mit der Großbritanniens Premierminister Keir Starmer am Sonntagabend den USA die Nutzung britischer Militärbasen zu Attacken auf iranische Raketen- und Drohnenstellungen genehmigt hat. Darauf hat Iran umgehend reagiert und den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern mit einer Drohne angegriffen.[4] Zwar hieß es, es seien lediglich geringe Schäden entstanden. Dennoch waren erstmals britische Einrichtungen Ziel eines iranischen Angriffs – und dies auf dem Territorium eines EU-Mitgliedstaats.


    Ausschließlich Selbstverteidigung

    Auch im Hinblick darauf hat Außenminister Johann Wadephul Ähnliches für Deutschland offiziell ausgeschlossen. Wadephul weist darauf hin, es gebe keine deutschen Stützpunkte, die die USA für Angriffe nutzen könnten; Berlin habe „definitiv nicht die Absicht“, militärische Handlungen welcher Art auch immer gegen Iran zu unterstützen oder sich gar an ihnen zu beteiligen.[5] Deutsche Soldaten würden sich nur gegen etwaige direkte Angriffe verteidigen. Ähnlich äußert sich auch der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic: „Deutschland wird – wie auch 2003 beim Krieg im Irak – nicht Teil dieses Krieges werden“.[6]


    Machtkämpfe am Golf

    Unterdessen zeichnen sich infolge des US-amerikanisch-israelischen Krieges gegen Iran potenziell weitreichende Umbrüche im Nahen und Mittleren Osten ab. Iran ist traditionell ein Gegner Israels und trug lange eine offene Rivalität mit Saudi-Arabien um die Vormacht am Persischen Golf aus. Zudem kooperiert das Land offen mit Russland und China, mit denen es inzwischen im BRICS-Bündnis zusammengeschlossen ist. Gelingt es den USA und Israel, Iran per Krieg auf Dauer als eigenständigen Machtfaktor auszuschalten oder seine Regierung gar durch ein prowestliches Regime zu ersetzen – etwa unter Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schah, der seit einigen Jahren von Israel als potenzieller Statthalter in Teheran aufgebaut wird (german-foreign-policy.com berichtete [7]) –, dann stünde der klaren Vormacht der USA sowie Israels am Persischen Golf nichts mehr im Wege. Russland und China wären dort politisch geschwächt. Vor allem für China wäre das ein Rückschlag, weil es einen Großteil seines Öls aus Ländern am Persischen Golf bezieht. Könnten die USA nach Venezuela auch noch Iran dazu zwingen, nach einer Niederlage im Krieg gegen die USA kein Öl mehr an China zu liefern, dann nähme der Druck auf die Volksrepublik im Hinblick auf ihre Rohstoffversorgung deutlich zu; dies wäre für Beijing ein Rückschlag im großen Machtkampf gegen Washington.


    Russland als Mittler

    Folgen hat der Krieg schon jetzt für die Staaten der Arabischen Halbinsel. Diese sind seit einiger Zeit dabei, sich auf die postfossile Ära vorzubereiten, investieren stark in erneuerbare Energien und bemühen sich intensiv um den Aufbau eigener High-Tech-Industrien, so etwa KI-Datencenter. Um ihre Entwicklung nicht durch äußere Konflikte oder sogar Kriege zu belasten, streben sie eine gewisse Kooperation mit Iran an. Selbst Saudi-Arabien ist seit 2019 bemüht, einen Ausgleich mit dem Land zu finden, wozu es unter anderem eine Vermittlung durch China nutzt (german-foreign-policy.com berichtete [8]). Die Tatsache, dass Iran aktuell die US-Stützpunkte in den arabischen Golfstaaten angreift, um sich gegen den US-Überfall zur Wehr zu setzen, und dass dabei fehlgeleitete oder in der Luft zerstörte Drohnen und Raketen in den Golfstaaten selbst Schäden anrichten, schreckt Investoren ab und schädigt die auf der Arabischen Halbinsel bereits vorhandene Industrie. Das verschärft den Konflikt zwischen den arabischen Golfstaaten und Iran erneut – und eröffnet den USA die Chance, erstere gegen Teheran in Stellung zu bringen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nun angekündigt, aus Protest ihre Botschaft in Teheran zu schließen. Um dies zu verhindern, hat Moskau angeboten, als Mittler zwischen Abu Dhabi und Teheran zu fungieren.[9]


    Keile treiben

    Die EU hingegen sucht die Spannungen zwischen beiden Seiten eher noch zu verschärfen. So heißt es in einer Erklärung der EU-Außenminister vom Sonntagabend: „Die Angriffe Irans und die Verletzung der Souveränität einer Reihe von Ländern in der Region sind unentschuldbar“.[10] Iran müsse dringend „von wahllosen Militärschlägen Abstand nehmen“. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plant zudem in Kürze eine Videokonferenz der EU-Außenminister mit dem Gulf Cooperation Council (GCC), dem Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Qatar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman angehören. Ziel ist es, nun den Konflikt zu nutzen, um Iran auch politisch weiter zu isolieren sowie gleichzeitig die eigene Stellung zu stärken.

     

    [1] Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten im Nahen Osten im Einsatz. n-tv.de 02.03.2026.

    [2] Fregatte „Sachsen-Anhalt“ kehrt vom UN-Einsatz zurück. marineforum.online 26.02.2026.

    [3] E3 Statement on indiscriminate Iranian attacks on countries in the region. bundesregierung.de 01.03.2026.

    [4] Steven Swinford, Larisa Brown: Drone hits Cyprus RAF base after PM tells US it can use UK airfields. thetimes.com 02.03.2026.

    [5], [6] Deutschland als Kriegsteilnehmer? Union und SPD mit klaren Worten. web.de 02.03.2026.

    [7] S. dazu Der nächste regime change.

    [8] S. dazu Das Ende der US-Dominanz am Persischen Golf (III).

    [9] Telephone conversation with UAE President Mohamed bin Zayed al Nahyan. en.kremlin.ru 02.03.2026.

    [10] Thomas Gutschker: Mehr Schiffe und Soldaten zum Schutz der Seewege. Frankfurter Allgemeine Zeitung 03.03.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10323


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Das Wettern der Woche: Piep, piep, piep, wir ha’m uns alle lieb

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 2. Februar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 03.03.2026
    Das Wettern der Woche: Piep, piep, piep, wir ha’m uns alle liebPeter Grohmann
    Pressenza
    Also jetzt mal ganz unter uns: Soo wichtig ist das Völkerrecht nun auch wieder nicht. Das Völkerrecht sollte sich mal ein Beispiel an den Menschenrechten nehmen! Das vorab, bevor unser Boss ins Weiße Haus kriecht und mit Kündigung der Mietverträge…
    Meinungen, Mittlerer Osten, Politik
    Studentin der Columbia University von ICE festgenommen – Freilassung nach Mamdanis InterventionAnna Polo
    Pressenza
    Am Donnerstagmorgen, dem 26. Februar, wurde die aus Aserbaidschan stammende Studentin der Columbia University, Elmina „Ellie“ Aghayeva, in New York von ICE-Agenten festgenommen, die ohne Haftbefehl ihr Wohnheim außerhalb des Campus betraten. Nach Angaben von Claire Shipman, Interimspräsidentin der Columbia…
    International, Menschenrechte, Nordamerika, Politik
    Hat Bargeld eine Zukunft – oder entscheiden wir uns dagegen? – Warum Bargeld mehr ist als KleingeldZEITPUNKT
    Pressenza
    Von Ewald Kormann Bargeld begleitet uns seit jeher. Wir bezahlen im Laden, geben Trinkgeld, schnell, anonym und ohne Technik oder heben Geld am Bancomaten ab. Gerade weil Bargeld so selbstverständlich funktioniert, denken die wenigsten darüber nach, welche Rolle es im…
    Internationale Angelegenheiten, Meinungen, Wirtschaft
    Die Zuckersteuer wirkt vor allem dort, wo es am wichtigsten istINFOsperber
    Pressenza
    Die Erfolge der Softdrink-Steuer zeigen sich vor allem bei Kindern, Jugendlichen und finanziell schlechter Gestellten. Daniela Gschweng für die Online-Zeitung INFOsperber Deutschland diskutiert dieser Tage wieder einmal die Einführung einer Zuckersteuer, wie es sie in mehreren Ländern bereits gibt. Anlass…
    Gesundheit, Wissenschaft und Technologie
    Thomas Morus: Utopia Das andere AtlantisUntergrund-Blättle
    Pressenza
    Würden wir für ein Leben ohne Mangel individuelle Freiheiten aufgeben? Eine inspirative Lektüre dieses utopischen Klassikers regt noch heute zu Fragen an. Thomas Morus‘ (1478–1535) Buch „Utopia“ (von altgr. outópos = Nicht-Ort) wurde im Jahr 1516 in lateinischer Sprache veröffentlicht,…
    Europa, Kultur und Medien, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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    02.03.2026

    Schlagzeile







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    02.03.2026

    Schlagzeile







    Info: 


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    02.03.2026

    gg







    Info: 


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    02.03.2026

    Angriff auf den Iran:
    Armageddon im Orient?

    Screenshot_2026_03_02_at_22_34_27_Angriff_auf_den_Iran_YouTube


    Michael Lüders

    youtube.com, vom 01.03.2026, 


    Wie wurde dieser Inhalt erstellt?

    Automatisch synchronisiert

    Audiotracks für einige Sprachen wurden automatisch erstellt. Weitere Informationen


    Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=GhHwTxh96W0 Dauer 45:19 Min.


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    Weiteres: 




    Aufstand im Iran: 

    Folgt der Regimewechsel?


    Screenshot_2026_03_03_at_09_02_57_Aufstand_im_Iran_YouTube

    Michael Lüders

    youtube.com, vom 20.01.2026 (doppelt vorhanden)


    Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=GhHwTxh96W0 Dauer 45:19 Min.


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    02.03.2026

    Schlagzeile

    aus e-mail


    Irans Außenminister: "Niemand kann uns das Recht absprechen, uns zu verteidigen"
    In einem Interview mit "ABC News" betonte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Sonntag, dass die militärische Leistungsfähigkeit seines Landes trotz personeller Verluste unvermindert sei.
    Er wies die Warnungen der USA entschieden zurück und bezeichnete deren Vorgehen als Akt der Aggression. Dabei berief er sich auf ein uneingeschränktes Recht zur Selbstverteidigung, welches er insbesondere mit jüngsten Kriegsverbrechen wie dem Angriff auf eine Schule und dem Tod von 148 Schülern begründete.
    Siehe Video: https://rumble.com/v76i1b6-irans-auenminister-niemand-kann-uns-das-recht-absprechen-uns-zu-verteidigen.html


    RTDE 2.3.2026

    Pentagon: Es gab keine Anzeichen, dass Iran die USA angreifen wollte

    Vor den Angriffen auf Iran erklärte Trump, die USA wollten damit geplanten Präventivschlägen Irans zuvor kommen. Am Sonntag haben Mitarbeiter der US-Regierung gegenüber Kongressmitarbeitern zugegeben, dass Iran keinen Erstschlag gegen die USA geplant hat.
    Am Sonntag trafen sich Beamte der US-Regierung mit Kongressmitarbeitern zu einer Besprechung hinter verschlossenen Türen. Laut einer Reuters-Meldung vom Sonntag haben zwei nicht namentlich genannte Personen anschließend über das Treffen berichtet. Nach Aussage der beiden Informanten sollen Mitarbeiter der US-Regierung gegenüber den Kongressmitarbeitern zugegeben haben, dass Iran keinen Erstschlag gegen die USA geplant habe. Reuters schrieb dazu:

    "Es habe keine Geheimdienstinformationen gegeben, wonach Iran einen Erstschlag gegen US-Streitkräfte plane, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen."

    Bei den am Samstag gemeinsam von Israel und den USA gestarteten Angriffen auf Iran, wurden laut offiziellen Angaben bis Sonntag der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet, iranische Kriegsschiffe versenkt und bislang mehr als 1.000 Ziele getroffen.

    Die am Sonntag gemachten Äußerungen der Regierungsvertreter vor dem Kongress würden eines der Hauptargumente für den Krieg untergraben, welches vor den Angriffen von hochrangigen Regierungsbeamten veröffentlicht wurde. Einen Tag vor den Angriffen hatten diese hochrangigen Mitarbeiter der US-Regierung gegenüber Reportern erklärt, "dass Präsident Donald Trump sich unter anderem aufgrund von Anzeichen dafür, dass die Iraner 'möglicherweise präventiv' gegen US-Streitkräfte im Nahen Osten vorgehen könnten, zu den Angriffen entschlossen habe." Einer der Beamten habe gesagt, Trump werde nicht "tatenlos zusehen und zulassen, dass die amerikanischen Streitkräfte in der Region Angriffe einstecken müssen".

    Am Sonntag informierten Beamte des Pentagon demokratische und republikanische Mitarbeiter mehrerer nationaler Sicherheitskomitees im Senat und im Repräsentantenhaus in mehr als 90 Minuten dauernden Briefings. Zwar würden die ballistischen Raketen und Stellvertreterkräfte Irans in der Region eine unmittelbare Bedrohung für die Interessen der USA darstellen, betonten die US-Beamten, es habe aber keine Hinweise darauf gegeben, dass Teheran zuerst US-Streitkräfte angreifen würde. Dies berichteten die beiden Quellen, die anonym bleiben wollten, gegenüber Reuters.

    Zuvor hatte Trump erklärt, der Angriff auf Iran würde voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Damit wollten die USA sicherstellen, dass Iran keine Atomwaffen besitzen könne, dass das iranische Raketenprogramm eingedämmt und Bedrohungen für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten beseitigt würden. Zugleich forderte der US-Präsident die Iraner auf, sich zu erheben und die Regierung zu stürzen.







    Info: 


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    02.03.2026

    Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative vom 2. März 2026

    Bomben bringen keine Freiheit: Netzwerk Friedenskooperative verurteilt Angriff

    auf Iran und fordert Rückkehr zur Diplomatie


    Bonn, 02.03.2026. Das Netzwerk Friedenskooperative verurteilt den

    völkerrechtswidrigen Angriff der USA und Israels auf den Iran aufs Schärfste.

    Dieser eklatante Bruch des Völkerrechts, der auf einen Regimewechsel abzielt,

    birgt unabsehbare Konsequenzen und eine massive Eskalationsgefahr für die

    Menschen im Iran, die gesamte Region und die Welt. Eine militärische Eskalation

    kann niemals die Lösung für dauerhaften Frieden sein, sondern dreht die Spirale

    der Gewalt nur weiter nach oben.


    Als vorgeschobener Grund für die Militärschläge wird die angebliche

    Unterstützung der Zivilbevölkerung im Iran angeführt. Dabei kamen neben der

    iranischen Staatsriege bereits mehrere hundert Menschen ums Leben. Freiheit und

    Gerechtigkeit, wofür die mutigen Menschen im Iran trotz massiver Repression

    durch das Regime immer wieder auf die Straßen gehen, lassen sich nicht herbei

    bomben. Es ist zu befürchten, dass das iranische Regime nun noch härter gegen

    die eigene Bevölkerung vorgehen wird. Die internationale Gemeinschaft muss alle

    ihr zur Verfügung stehenden gewaltfreien Mittel nutzen, um die mutigen

    Protestierenden zu schützen, sie zu unterstützen und der Gewalt des iranischen

    Regimes ein Ende zu setzen.


    Auch die Begründung für den Angriff, dass Iran am Bau einer Atombombe arbeite,

    ist nicht belegt. Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und

    selbst laut US-Geheimdiensten verfügt der Iran aktuell über kein aktives

    Atomprogramm. Im Gegenteil gab es laufende Verhandlungen mit dem Iran über sein

    Atomprogramm. Es braucht dringend eine Wiederaufnahme eben dieser

    Verhandlungen.

     


    Klare Worte von Bundeskanzler Merz gefordert


    Besonders alarmierend ist die Verharmlosung seitens der deutschen Politik. Mit

    Blick auf den jüngsten Washington-Besuch von Bundeskanzler Merz fordert das

    Netzwerk Friedenskooperative nachdrücklich: Die Bundesregierung muss klare

    Worte finden und diesen völkerrechtswidrigen Angriff unmissverständlich

    verurteilen. Wer militärische Aggressionen aus politischer Rücksichtnahme

    unkommentiert lässt, kann auf internationaler Ebene nicht glaubhaft für Frieden

    und Diplomatie eintreten, wie zum Beispiel im Falle des völkerrechtswidrigen

    russischen Angriffs auf die Ukraine.


    „Das Völkerrecht ist kein Wunschkonzert, nach dem man sich nur richtet, wenn es

    politisch passt. Die USA setzen sich erneut über geltendes Recht hinweg. Das

    Recht des Stärkeren darf nicht gewinnen, sondern wir müssen internationale

    Standards hochhalten.“, so Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative.


    „Wird der Völkerrechtsbruch nicht benannt und verurteilt, erlauben wir die

    weitere Normalisierung der weltweiten Völkerrechtsbrüche. Dies führt zu einer

    weiteren Aushöhlung internationalen Rechts und bringt uns auf einen

    gefährlichen Weg, bei dem jeder Staat jederzeit andere Staaten angreifen kann –

    ohne Konsequenzen. Dem müssen wir uns entschieden entgegenstellen“, so Philipp

    Ingenleuf weiter.


    Auf den Angriff auf Iran folgten mehrere Gegenangriffe auf arabische Länder mit

    US-Militärbasen wie etwa Kuwait, Jordanien und die Vereinigten Arabischen

    Emirate sowie auf Israel. Auch Israel und der Libanon griffen sich gegenseitig

    an. Weiter gab es einen iranischen Angriff auf einen britischen Stützpunkt auf

    Zypern. Eine Ausweitung des Krieges ist zu befürchten, die eine bereits

    instabile Region in großes Chaos stürzen würde. Umso dringender ist es, dass

    sich für einen Waffenstillstand und Deeskalation eingesetzt wird.


    Das Netzwerk Friedenskooperative fordert von der Bundesregierung:


      • Klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffs auf den Iran.

      • Sofortige diplomatische Initiativen für eine friedliche Lösung des

        Konflikts.

      • Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Beendigung des militärischen

        iranischen Atomprogramms.

      • Stopp jeglicher militärischen und logistischen Unterstützung der

        Kriegsparteien.

      • Förderung ziviler Konfliktlösungen und Solidarität mit den Menschen im Iran

        und allen betroffenen Gebieten.

      • Sofortigen Stopp der Abschiebungen in den Iran.



    Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich an Aktionen gegen den Krieg und dessen

    Ausweitung zu beteiligen und an den bevorstehenden Ostermärschen teilzunehmen.

    In diesen Zeiten ist es wichtig, lautstark für Diplomatie, Abrüstung und die

    Einhaltung des Völkerrechts auf die Straße zu gehen.


     

    Pressekontakt:


    Kristian Golla / Netzwerk Friedenskooperative

    Tel.: 0228/ 692904

    info@friedenskooperative.de

    www.friedenskooperative.de


              Netzwerk Friedenskooperative

              Mackestr. 30, 53119 Bonn

              Tel.: 0228-692904

              Fax: 0228-692906

              E-Mail: info@friedenskooperative.de

    Logo      Web: www.friedenskooperative.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.03.2026

    Film Yalla Parkour 04.03./ Combatants for peace 21.04./Mahnwachen/Ch. Wiedemann in der taz/Moshe Zuckermann zum krieg/Aufruf friedensbüro/Europ. Bürgerinitiative

    aus e-mail von Palästina Initiative, 2. März 2026, 

    Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,

    zwei Vernstaltungen möchten wir ankündigen:

    1) Übermorgen, Mittwoch 04. März 18:00 Film Yalla Parkour im Kino im Künstlerhaus 

    Doku 2024; 89 Min; Arabisch/Schwedisch
    mit engl. UT
    ; FSK 12.
    Auf ihrer unermüdlichen Suche nach Erinnerung und Zugehörigkeit begegnet die in den USA geborene palästinensische Filmemacherin Areeb Zuhaiter im Internet dem Parkour-Athleten Ahmed und freundet sich mit ihm an.
    Die jugendlichen Parkour-Läufer erhoffen sich Aufmerksamkeit in den sozialen Medien, um Gaza verlassen zu können. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise durch ihr Land und zueinander.
    Der Film thematisiert u.a. die Bedeutung von Verlust von Heimat und die Auswirkungen eines Lebens im Exil. 
    Yalla Parkour bietet einen letzten Blick auf Gaza und damit auf eine Stadt, die es so nicht mehr gibt.
    Anschließend Filmgespräch


    Zur Erläuterung: Die Palästina Initiative beteiligt sich an der 2. Auflage der Internationalen Filmreihe  “Über Grenzen” (vom 25.02. bis 18.03.2026), in der Filme aus Brasilien, Sudan Venezuela, Palästina  Malawi, Südafrika, Simbabwe, Senegal und Kolumbien Wege zur Versöhnung und Frieden aufweisen. Erläuterungen zu den Filmen finden Sie in diesem Flyer und im Anhang.

    Von der Palästina Initiative wird die auf der Berlinale 2025 uraufgeführte, in Gaza vor dem 7. Oktober 2023 gedrehte Dokumentation “Yalla Parkour” (Palästina/Schweden, 2024, mit engl. UT) am 4. März um 18 Uhr im Kino im Künstlerhaus gezeigt. Der Film bietet u.a. einen letzten Blick auf Gaza, eine Stadt, die in den letzten Jahren dem Erdboden gleichgemacht wurde.

    Außerdem weitere Filmtermine in der Reihe: 
    Morgen,  Dienstag, 3. März 18:00 Kino im Künstlerhaus Niños de Las Brisas Doku, Venezuela 2022; 84 Min; Spanisch mit engl. UT.
    Dienstag, 10. März 19:00 Kino im Sprengel The Gunless Soldier Spielfilm Malawi 2025; 75 Min; Chichewa
    mit engl. UT; FSK 16.
    Mittwoch, 11. März 18:00 Kino am Raschplatz Transactions – Generation Africa Doku 2022; 50 Min; Simbabwe und Südafrika; Ndebele mit engl. UT. Nyasha. It simply means grace.
    Doku 2023; 20 Min; Südafrika; Orig. mit dt. UT.
    Sonntag, 15. März 16:00 Kino im Sprengel Das Mädchen Wadjda Drama; Deutschland/Saudi-Arabien 2012; 97 Min; FSK 0; deutsche Fassung.
    Mittwoch, 18. März 19:00 Kino am Raschplatz Igualada Doku 2023; 81 Min; Kolumbien, USA,

    Spielstätten der Filme: Kino am Raschplatz, Kino im Künstlerhaus und Kino im Sprengel. Eintritt ist frei.


    2)Schauspiel | Universen

    Zwei Friedensaktivisten aus Israel und Palästina im Gespräch

    Allen Widrigkeiten zum Trotz - Dienstag, 21. April 2026, 19:30 Uhr, Cumberlandsche Bühne / 10,- € / freie Platzwahl

    Tageskasse im Opern- und Schauspielhaus: Di — Fr 10:00 — 18:30 Uhr, im Opernhaus zusätzlich Sa 10:00 — 14:00 Uhr 
    Telefon:  +49 511 9999 1111  Mo — Fr 10:00 — 18:00 Uhr  Sa 10:00 — 14:00 Uhr
    E-Mail: kartenservice@staatstheater-hannover.de

    Mit: Elie Avidor, Sayel Jabareen  -  Moderation und Übersetzung: Daniel Alexander Schacht, Thomas Trischler

    Die NGO Combatants for Peace ist eine von Israelis und Palästinenser*innen gegründete Graswurzelbewegung, die sich für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts einsetzt. Viele der Gründungsmitglieder sind Ex-Soldat*innen der israelischen Armee oder ehemalige palästinensische Paramilitärs. Zwei von ihnen, Elie Avidor aus Tel Aviv und Sayel Jabareen aus Ramallah, kommen miteinander ins Gespräch und berichten über den gemeinsamen gewaltfreien Einsatz für Frieden.
    Im Anschluss ist das Publikum zum Austausch eingeladen.

    3)

    Auch im März 2026 finden unsere Mahnwachen statt (seit Januar (!) 2024): Mittwochs, 15 bis 17 Uhr in Hannover am Blätterbrunnen.  Jede*r ist herzlich eigeladen mitzumachen. Näheres und Fotos aus den letzten Monaten auf unserer Webseite unter  /Aktuelles


    4) Charlotte Wiedemann hat sich am 25.02. in der taz zur deutschen Erinnerungskultur geäußert "Die große Heuchelei":

    https://taz.de/Deutsche-Erinnerungspolitik/!6157492/
    
    5) von Mosche Zuckermann: Wie erklärt es sich, dass so viele Israelis den Krieg gegen Iran herbeiwünschen? Haben zwei Jahre Gazakrieg nicht gereicht? https://overton-magazin.de/top-story/israels-kriegsluesternheit/
    6) Das Friedensbüro Hannover, das auch unsere Arbeit sehr unterstützt, ruft auf zum Ostermarsch am 04. April 2026. Der Aufruf ist im Anhang.

    7)  Wir lassen nicht nach! Europäische Bürgerinitiative zur Aussetzung des Assoziierungsabkommens EU-Israel - während in anderen Ländern schon viele unterschrieben haben, hat Deutschland Nachholbedarf! 
    Die Europäische Bürgerinitiative mit dem Titel „Gerechtigkeit für Palästina“ fordert die EU auf, das Assoziierungsabkommen EU-Israel angesichts der Menschenrechtsverletzungen Israels auszusetzen. Wenn das Quorum - 1 Million Unterschriften - erreicht ist, muss die EU-Kommission dazu Stellung nehmen.
    Hier kann jeder EU-Bürger/jede EU-Bürgerin die Petition unterschreiben: https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home

    Herzlichen Gruß  https://www.palaestina-initiative.de   Hans Norden


    Mit: Elie Avidor, Sayel Jabareen
    Moderation und Übersetzung: Daniel Alexander Schacht, Thomas Trischler
    Die NGO Combatants for Peace ist eine von Israelis und Palästinenser*innen gegründete
    Graswurzelbewegung, die sich für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts einsetzt. Viele
    der Gründungsmitglieder sind Ex-Soldat*innen der israelischen Armee oder ehemalige
    palästinensische Paramilitärs. Zwei von ihnen, Elie Avidor aus Tel Aviv und Sayel Jabareen
    aus Ramallah, kommen miteinander ins Gespräch und berichten über den gemeinsamen
    gewaltfreien Einsatz für Frieden. Im Anschluss ist das Publikum zum Austausch eingelad Schauspiel | Universen

    Zwei Friedensaktivisten aus Israel und Palästina im Gespräch

    Allen Widrigkeiten zum Trotz - Dienstag, 21. April 2026, 19:30

    19:30 Uhr, Cumberlandsche Bühne / 10,- € / freie Platzwahl

    Mit: Elie Avidor, Sayel Jabareen

    Moderation und Übersetzung: Daniel Alexander Schacht, Thomas Trischler

    Die NGO Combatants for Peace ist eine von Israelis und Palästinenser*innen gegründete Graswurzelbewegung, die sich für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts einsetzt. Viele der Gründungsmitglieder sind Ex-Soldat*innen der israelischen Armee oder ehemalige palästinensische Paramilitärs. Zwei von ihnen, Elie Avidor aus Tel Aviv und Sayel Jabareen aus Ramallah, kommen miteinander ins Gespräch und berichten über den gemeinsamen gewaltfreien Einsatz für Frieden.
    Im Anschluss ist das Publikum zum Austausch eingeladen.

    Schauspiel | Universen

    Zwei Friedensaktivisten aus Israel und Palästina im Gespräch

    Allen Widrigkeiten zum Trotz - Dienstag, 21. April 2026, 19:30

    19:30 Uhr, Cumberlandsche Bühne / 10,- € / freie Platzwahl

    Mit: Elie Avidor, Sayel Jabareen

    Moderation und Übersetzung: Daniel Alexander Schacht, Thomas Trischler

    Die NGO Combatants for Peace ist eine von Israelis und Palästinenser*innen gegründete Graswurzelbewegung, die sich für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts einsetzt. Viele der Gründungsmitglieder sind Ex-Soldat*innen der israelischen Armee oder ehemalige palästinensische Paramilitärs. Zwei von ihnen, Elie Avidor aus Tel Aviv und Sayel Jabareen aus Ramallah, kommen miteinander ins Gespräch und berichten über den gemeinsamen gewaltfreien Einsatz für Frieden.
    Im Anschluss ist das Publikum zum Austausch eingeladen.
    Niedersächsisches Staatstheater HannovVorverkauf

    Im Webshop können Sie rund um die Uhr Ihre Tickets kaufen.

    Tageskasse im Opern- und Schauspielhaus:
    Di — Fr 10:00 — 18:30 Uhr
    im Opernhaus zusätzlich Sa 10:00 — 14:00 Uhr

    Telefon:
    +49 511 9999 1111
    Mo — Fr 10:00 — 18:00 Uhr
    Sa 10:00 — 14:00 Uhr

    E-Mail:
    kartenservice@staatstheater-hannover.


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    02.03.2026

    Scott Ritter: Iran vernichtet Tel Aviv  – Khameneis Tod wird für Trump zum Bumerang

    seniora.org, 2. März 2026, 02. 03. 2026 Video-Interview Danny Haiphong mit Scott Ritter - youtube Video deutsch mit KI

    (Red.) Starker Auftritt von Scott Ritter in dem mit KI übersetzten Gespräch mit Danny Haiphong, besonders wenn man bedenkt, dass er oft hinter Trump stand und Hoffnungen hatte. Er spricht als "amerikanischer Patriot", und man lernt daraus zugleich, was das aus dem Mund aufrichtiger Amerikaner eigentlich heisst.(ml)


    Screenshot_2026_03_02_at_19_36_16_Seniora.org_Scott_Ritter_Iran_vernichtet_Tel_Aviv_Khameneis_Tod_wird_f_r_Trump_zum_Bumerang

    Video https://www.youtube.com/watch?v=wdadMdj5XeQ Dauer 2:15:09 Min.


    Er erklärt uns das Regierungssystem des Iran und dessen Hintergründe. Wenn er kritisiert, dass man aus Chamenei einen Märtyrer gemacht habe, dann nicht, um bessere Wege zum regime change zu empfehlen, sondern um Dummheit und Ignoranz bloss zu stellen. Er sagt einen Regimewechsel voraus, aber einen in den USA.

    Alle Ressourcen der USA seien im Grunde verbraucht. Die Pläne des Trumpregimes seien nicht erfüllt worden. Der Iran reagierte anders als erwartet und werde durchhalten, länger als die USA.

    Seine Worte sind teilweise Publikumsbeschimpfung. Am Ende bringt diese Vorgehensweise sicher nur begrenzten Erfolg und entlastet emotional. Die tatsächliche Schuld an der Katastrophe trägt jedoch  die Epstein-Klasse.

    Dass sie mit Verbrechen weitermachen kann, wird durch die Verantwortungslosigkeit und die Denkfaulheit sowie den Mangel an Zivilcourage vieler Mitbürger entscheidend begünstigt.

    M.L.


    Quelle: Danny Haiphong - Youtube Video mit KI deutsch


    Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/scott-ritter-iran-vernichtet-tel-aviv-khameneis-tod-wird-fuer-trump-zum-bumerang


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    02.03.2026

    Nach Chameneis Tod
    Das sind jetzt die mächtigsten Männer des Iran

    web.de, Aktualisiert am 02.03.2026, 17:46 Uhr


    Screenshot_2026_03_02_at_19_21_49_Nach_Chameneis_Tod_Das_sind_jetzt_die_m_chtigsten_M_nner_des_Iran_WEB.DE

    (Screenshot)


    Fast vier Jahrzehnte hat Ayatollah Chamenei den Iran geführt, war das Gesicht des Regimes. Wer hat nach seinem Tod das Sagen? Ein Blick auf die gegenwärtig wichtigsten Köpfe.

    Bei den Angriffen Israels und der USA im Iran sind der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und einige weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet worden. Eine Zäsur für das Regime. Die Islamische Republik muss sich nun mitten im Krieg neu organisieren.

    An der Spitze dieses Prozesses steht ein dreiköpfiger Übergangsrat, der bis zur Bestimmung eines neuen obersten Führers herrschen soll. Er besteht aus dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, Justiz-Chef Gholamhossein Mohseni Edschei und Wächterratsmitglied Aliresa Arafi.

    Der Präsident: Massud Peseschkian

    Peseschkian war im Juli 2024 zum iranischen Präsidenten gewählt worden, nachdem sein Vorgänger Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Peseschkian ist ein Herzchirurg, der später Politiker im Lager der Reformer wurde. Der 71-Jährige, der in Mahabad in der Provinz West-Aserbaidschan zur Welt kam, ist Sohn eines türkischstämmigen Iraners und einer kurdischen Mutter.

    Zwischen Angst und Hoffnung

    Vier Szenarien für den Iran – und die Folgen für den Westen

    vor 1 Stunde

    Peseschkians Amtszeit ist von schweren Krisen geprägt. Der für sein ruhiges Auftreten bekannte Technokrat führte die iranische Regierung bereits während des zwölftägigen Krieges Israels gegen den Iran im vergangenen Juni, in dem Israel ebenfalls von den USA unterstützt wurde. Um den Jahreswechsel kam es dann zu Massenprotesten im Iran, die durch die Wirtschaftskrise im Land ausgelöst und vom Regime blutig niedergeschlagen wurden.

    Am Sonntag erklärte Peseschkian, die "Ermordung" Chameneis sei eine "Kriegserklärung an die Muslime in aller Welt". Seinen Tod zu rächen, sei ein "legitimes Recht und eine Pflicht" des Iran.

    Der Justiz-Chef: Gholamhossein Mohseni Edschei

    Der 1956 geborene schiitische Geistliche Edschei stammt aus dem Dorf Edscheh in der zentraliranischen Provinz Isfahan. Sein Einfluss erstreckt sich seit langem nicht nur auf die Justiz, sondern auch auf die Sicherheitsbehörden. 2021 ernannte Chamenei ihn zum Justiz-Chef des Landes.

    Nach Angaben der iranischen Justiz-Website "Misan Online" absolvierte Edschei sein Studium in der heiligen Stadt Ghom. Er hat einen Abschluss in internationalem Recht und trägt den religiösen Titel Hodschatoleslam: ein Rang in der Hierarchie des schiitischen Klerus unterhalb eines Ayatollahs.

    Analyse Iran-Krieg und Weltwirtschaft

    Die Angst ist zurück

    vor 2 Stunden von Fabian Hartmann

    Bereits 2010 wurde Edschei als damaliger Geheimdienstminister mit US-Sanktionen belegt. Begründet wurden diese mit "schweren Menschenrechtsverletzungen" im Zusammenhang mit der Niederschlagung von Protesten im Iran nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad 2009.

    Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels drohte der Justiz-Chef mit Rache. "Das böse Regime der USA und des gedemütigten und verleumderischen Zions sollte wissen, dass die große Nation Iran das vergossene Blut ihres heldenhaften Anführers niemals vergeben wird", erklärte Edschei zu Chameneis Tod.

    An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

    Der Jurist: Aliresa Arafi

    Das jüngste und am wenigsten bekannte Mitglied des Übergangsrats ist der 65-jährige Arafi. Der Jurist ist der zweite Vizepräsident des Expertenrates, der im Iran den obersten Führer bestimmt.

    Arafi gehört außerdem dem zwölfköpfigen Wächterrat der Revolution an, der als Kontrollinstanz innerhalb des iranischen Machtsystems fungiert. Zudem leitet er das Zentrum, das Irans schiitische Seminare für Geistliche verwaltet.

    Nach Studien der Islamwissenschaften in Ghom war Arafi nach Angaben seiner offiziellen Website im Alter von 16 Jahren als Gegner des damaligen iranischen Schahs Mohammed Resa Pahlavi inhaftiert worden.

    Arafi äußert sich in der Regel zurückhaltend. Nach den US-israelischen Angriffen drohte allerdings auch er mit Rache. "Die Nation wird den Weg der Revolution fortsetzen und das Blut des Volkes, der Jugend und der Studenten rächen", erklärte er.

    Der Sicherheitsratschef: Ali Laridschani



    Ali Larijani im August bei einem Besuch im Libanon. © IMAGO/ZUMA Press Wire/IMAGO/Marwan Naamani


    Der 68 Jahre alte Ali Laridschani gehört zwar nicht zum Übergangsrat. Er hat als Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, dem höchsten Sicherheitsorgan des Landes, aber jede Menge Macht.

    Während des Iran-Irak-Kriegs in den 80er Jahren hatte Laridschani in den Reihen der mächtigen Revolutionsgarden gekämpft, 2005 bis 2007 leitete er die Verhandlungen mit Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland über das iranische Atomprogramm. Im Zuge seiner langen Karriere bei den iranischen Streitkräften, in Medien und Legislative soll Laridschani Chameneis Vertrauen gewonnen haben.


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    Laridschani kam 1957 im irakischen Nadschaf zur Welt. Sein Vater war ein prominenter schiitischer Kleriker, der dem 1989 verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini nahestand. Seine Familie übt seit Jahrzehnten Einfluss auf Irans politisches System aus.


    Es war Laridschani, der am Sonntag die Planung der iranischen Führung für einen Übergang nach Chameneis Tod vorstellte. Dabei drohte er, dass sein Land gegen Israel und die USA zurückschlagen werde mit einer "Kraft, die sie nie zuvor erlebt haben". Im Onlinedienst X lehnte der Sicherheitsratschef jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung über ein Ende des Krieges ab. (afp/bearbeitet von mcf)


    Info: https://web.de/magazine/politik/nahostkonflikt/chameneis-tod-maechtigsten-maenner-iran-41956954


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.03.2026

    Völkerrecht und Angriff gegen Iran

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. Februar 2026


    Einige Hintergrundinformationen (mit Quellenangaben) zur Vorgeschichte der Aggression Israels und der USA gegen Iran am 28. Februar
    Der hybride Krieg gegen Iran
    Der folgende Text ist eine Zusammenführung und Aktualisierung mehrerer Inputs in verschiedenen Workshops Ende Januar bis Mitte Februar:

    https://jg-nachgetragen.blog/2026/02/23/der-hybride-krieg-gegen-iran/


    Völkerrecht, Angriffskrieg und das Recht auf Verteidigung –
    wir müssen umlernen!

    Vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion der Ukraine haben wir doch eigentlich die korrekten politisch-medialen Sprachregelungen verstanden. Kaum eine Nachrichtensendung, kaum eine politische Rede kam ohne sie aus. Wer ein anderes Land „völkerrechtswidrig“ und „brutal“ angreift, ist ein Bösewicht und wird sanktioniert. Das angegriffene Land hat hingegen „jedes Recht auf Verteidigung“ und muss dabei selbstverständlich auch unterstützt werden. Unsere Solidarität gehört dem Angegriffenen, aber nicht dem Angreifer. So weit, so gut. Nach Beginn des völkerrechtswidrigen, brutalen Angriffskriegs der USA und Israels gegen Iran können wir diese Sprachregelung nun wohl auf dem Müllhaufen der politischen Plattitüden entsorgen.
    Ein Kommentar von Jens Berger.

    Hier weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=147029


    Der völkerrechtswidrige Angriff gegen den Iran muss sofort beendet werden
    Zum Angriff der USA und Israels auf den Iran erklären die Abgeordneten des BSW im Europäischen Parlament:

    Wir sind zutiefst schockiert über den Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf die Islamische Republik Iran. Wir fordern alle Parteien auf, die Feindseligkeiten sofort einzustellen und unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir finden es unerträglich, dass weder die Europäische Union noch die deutsche Bundesregierung den illegalen militärischen Angriff klar verurteilt hat.

    Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Angriff. Er stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen dar, denen alle beteiligten Staaten beigetreten sind. Was diese Entwicklung noch beunruhigender macht, ist die Tatsache, dass der Angriff – wie bereits der Angriff auf den Iran im Juni 2025 – in einer Zeit stattfand, während die Vereinigten Staaten und der Iran noch diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung unternahmen. Laut Quellen aus dem Oman waren diese Verhandlungen nicht ins Stocken geraten, sondern machten greifbare Fortschritte. Selbst Einschätzungen des US-Geheimdienstes bestätigten, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelte.

    Es liegt auf der Hand, dass der Angriff der USA nicht stattgefunden hätte, wenn der Iran über ein eigenes Atomwaffenarsenal verfügen würde. Der Angriff untergräbt deshalb auch das Vertrauen in die Logik und Glaubwürdigkeit des Vertrages der Vereinten Nationen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen. Das Vorgehen gegen den Iran dürfte immer mehr Staaten zu dem Schluss verleiten, dass der einzige wirksame Schutz vor willkürlichen Militärschlägen, wie im Fall Nordkoreas, der Besitz von Atomwaffen ist.

    Brüssel den 28.02.2026
    Michael von der Schulenburg













    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.03.2026

    Die USA werden scheitern...

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. Februar 2026, 15:59 Uhr


    Daniel Davis: US-Fehleinschätzung – Der Krieg läuft anders als gedacht
    Oberstleutnant Daniel Davis ist vierfacher Kriegsveteran, Träger des Ridenhour-Preises für Wahrhaftigkeit und Gastgeber des YouTube-Kanals „Daniel Davis Deep Dive“. Nach dem zweiten Tag des Krieges erläutert Oberstleutnant Davis, warum der Krieg gegen den Iran nicht wie geplant verläuft und der Iran zu viele Vorteile hat.
    Siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=LFfSrjBfmE0


    Jeffrey Sachs: „USA scheitern im Iran-Krieg“ | Israel, Russland & China

    Wir haben Jeffrey Sachs zu dem anhaltenden US-israelischen Angriff auf den Iran interviewt – 
    und sein Urteil ist eindeutig: „Die USA werden scheitern.“

    In diesem explosiven Gespräch spricht Sachs über das Ausmaß des Angriffs, Israels Bombardierung von Schulen und darüber, ob der Krieg die gesamte westasiatische Region destabilisieren wird. Er reagiert außerdem auf Aussagen von Donald Trump über einen Regimewechsel im Iran und auf Behauptungen, der Iran entwickle sich zu einem „Garnisonsstaat“. Wichtige besprochene Fragen: Warum glaubt Sachs, dass die USA im Iran scheitern werden? Handelt Israel als Terrorstaat? Erlaubt die politische Struktur des Iran Stabilität trotz äußerem Druck? Welche Art regionaler Instabilität könnte sich entwickeln? Wie wirksam war Irans Reaktion auf Israel? Werden Russland und China eingreifen – und wie? Wie ist die Stimmung der US-Bürger gegenüber einem weiteren Krieg? Kollabieren die UNO und die sogenannte „regelbasierte internationale Ordnung“? Ist Washington nach dem Abzug aus Afghanistan noch tiefer in Westasien verstrickt? Sachs argumentiert, dass der Krieg innenpolitisch in den USA nach hinten losgehen und Amerikas globales Ansehen weiter beschädigen könnte. Er erklärt außerdem, warum internationale Institutionen versagen, eine Eskalation zu verhindern. Sieh dir das vollständige Interview an für eine tiefgehende geopolitische Analyse des Iran-Kriegs, der US-Außenpolitik, der israelischen Militärstrategie, der russisch-chinesischen Ausrichtung und der Zukunft der Region.

    Siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=ipC-V_KWjxo


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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