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04.03.2026

Der Iran zerstört weitere US-Radaranlagen

seniora.org, 4. März 2026, 04. 03. 2026 von Islander - übernommen von //substack.com/@islanderreports">Islander Reports


Zwei weitere AN/TPY-2 THAAD-Radaranlagen wurden als zerstört bestätigt   – eine in der Nähe von Abu Dhabi, eine auf dem jordanischen Luftwaffenstützpunkt Muwafaq Salti. Hinzu kommt die AN/FPS-132 in Al Udeid. Die Gesamtverluste an Radaranlagen belaufen sich nun auf über 3,4 Milliarden Dollar. Und dabei sind noch nicht einmal die Abschussrampen und Stützpunkte mitgerechnet.

Die Karte der zerstörten Radaranlagen hat sich weiter verschlechtert. Deutlich verschlechtert. Screenshot_2026_03_05_at_00_59_54_a8563b25_cba2_4109_be93_d34a87c70b3d_1266x1037.jpg_JPEG_Grafik_1266_1037_Pixel_Skaliert_53_

 

https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/a8563b25-cba2-4109-be93-

Sehen Sie sich die Grafik an. Vorher und nachher. Fünf separate Radarsysteme. Katar. Vereinigte Arabische Emirate. Jordanien. Die Reichweitenkreise auf dieser Karte   – 3.000 km, 5.000 km   – sagen Ihnen, was Washington Ihnen verschweigt. Das sind nicht nur taktische Verluste. Allein das AN/FPS-132 überwachte den Westen Chinas und Russlands. Diese Reichweite ist nun weg. Nicht eingeschränkt. Verschwunden. Und es durch Luftfahrzeuge über einem aktiven iranischen Luftverteidigungsgebiet zu ersetzen, ist keine ernsthafte Option.

Das Besondere daran ist, dass das meiste davon nicht mit ballistischen Raketen erreicht wurde. Es wurde mit Shaheds erreicht. Dieselben billigen iranischen Drohnen, die Washington zwei Jahre lang als lästige Waffen in der Ukraine abgetan hat. Die Waffe, die Zehntausende von Dollar kostet, hat methodisch die modernste Radartechnik der Welt im Wert von Milliarden von Dollar ausgeschaltet.

Der Iran hat das amerikanische Raketenabwehrsystem nicht besiegt. Er hat die Sichtfähigkeit des Systems beseitigt   – Basis für Basis, Land für Land, Radar für Radar   –, bevor die Abfangjäger überhaupt wussten, wo sie suchen sollten.

Die Magazine sind leer. Die Augen sind weg. Und irgendwo in Teheran entscheidet jetzt jemand, wohin die Raketen als Nächstes fliegen.

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Quelle: Islander

https://islanderreports.substack.com/p/the-radar-destruction-map-just-got?publication_id=2141174&post_id=189892846&isFreemail=true&r=484ski&triedRedirect=true




Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/urteil-der-geschichte-wird-us-regierung-verdammen


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.03.2026

Frieden mit Russland - Einblick in eine Debatte in der IPPNW

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. März 2026, 12:34 Uhr


Frieden mit Russland – Einblick in eine Debatte in einer Friedensorganisation

Beide Autoren gehören der älteren Generation an, die im Zweiten Weltkrieg geboren wurde, den ersten Kalten Krieg erlebt und nach der Wendezeit 1989/1991 an einen dauerhaften Frieden in Europa geglaubt hat. Klaus-Dieter Kolenda und Peter Vonnahme sind darüber entsetzt, dass die Kriegsgefahr nach Europa zurückgekehrt ist, in den letzten Jahren bedrohlich zugenommen hat und derzeit so groß ist wie in den gefährlichsten Zeiten nach 1945. Von Klaus-Dieter Kolenda und Peter Vonnahme.

Einführung

Ein schockierendes Anzeichen dafür ist, dass das Feindbild Russland in den letzten Jahren wieder auferstanden ist. Russlandfeindliche Beiträge treiben in der Presse, im Rundfunk und im TV immer neue Blüten. So ist über Jahre eine ausgeprägte Russophobie entstanden. Belege dafür sind Auftrittsverbote für russische Künstler und der Ausschluss russischer und belarussischer Sportlerteams von der Teilnahme an den gerade zu Ende gegangenen Olympischen Winterspielen, ohne dass das in Leitmedien kritisch hinterfragt wurde. Als Grund wird der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 und der hieraus entstandene „Ukraine-Krieg“ angegeben, für den Russland, vor allem sein böser Präsident Wladimir Putin, nach Meinung westlicher Politiker und Medien die alleinige Schuld trägt. Diese einfache Sichtweise hat sich inzwischen in weiten Teilen der Gesellschaft durchgesetzt.

Aber stimmt das wirklich? Welche Vorgeschichte hat der Ukraine-Krieg und wer ist dafür verantwortlich? Diese Fragen werden hierzulande kaum noch diskutiert. Die schlichte Formel von der Alleinschuld Russlands ist die Antwort auf alle Fragen. In der öffentlichen Diskussion geht völlig unter, dass der größte Teil der Welt die Situation anders sieht. Auch in der westlichen Welt gibt es namhafte Stimmen, die die Lage sehr viel differenzierter beurteilen. Zu ihnen gehört der renommierte US-amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer. Er begreift, dass die NATO-Erweiterung von Russland als existentielle Bedrohung wahrgenommen wird[2] und benennt sie als Hauptursache für den Krieg in der Ukraine. Neben Mearsheimer gibt es eine Reihe weiterer herausragender westlicher Wissenschaftler, die das ebenso sehen und für die vor allem der Westen für die Katastrophe des Ukraine-Krieges verantwortlich ist[3].

Dessen ungeachtet wird von Politik und Medien die Russophobie weiter geschürt. Es wird die Angst verbreitet, Russland werde demnächst auch die NATO-Staaten angreifen. Mit dieser Begründung wird in Deutschlang die Schuldenbremse im Grundgesetz aufgehoben und eine Politik der massiven Aufrüstung mit Hunderten von Milliarden Euro begründet. Damit verbunden wird die Forderung, dass Deutschland bis spätestens 2029 „kriegstüchtig“ sein muss und bereit sein soll für einen neuen Krieg gegen Russland.

In dieser bedrückenden Situation ergab sich über einen Briefwechsel ein Kontakt zwischen Klaus-Dieter Kolenda und Peter Vonnahme. Beide Autoren sind Mitglied der Organisation „International Physicians for the Prevention of Nuclear War“ (IPPNW). Diese Ärzteorganisation erhielt 1985 den Friedensnobelpreis für die Aufklärung über die verheerenden Folgen eines Atomkrieges. Sie leistete in Ost und West einen Beitrag zur Beendigung des Kalten Krieges. Heute bestehen in über 50 Ländern nationale Sektionen[4]. Die deutsche Sektion der IPPNW ist mit ca. 6000 Mitgliedern die größte berufsbezogene Friedensorganisation und nennt sich “Internationale Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges und für soziale Verantwortung e.V.“[5].

Resolution
Abkehr vom Feindbild Russland – für eine neue Entspannungspolitik

Innerhalb der IPPNW gibt es einen Arbeitskreis Süd-Nord. Dieser hat Anfang 2025 eine Resolution unter dem Titel „Abkehr vom Feindbild Russland – für eine neue Entspannungspolitik“ verfasst. Die Resolution beschäftigt sich mit den Erfordernissen einer vernünftigen Friedenspolitik zur Beendigung des Ukrainekriegs. Sie ist beim Vorstand der IPPNW auf Widerstand gestoßen und fand in der Folge auch bei der Mitgliederversammlung 2025 keine Mehrheit. Da auch eine überarbeitete Fassung der Resolution beim Vorstand keine Zustimmung fand, veröffentlichte sie der Arbeitskreis im Dezember 2025 in einer Berliner Zeitung. Das wiederum war Anlass für eine vereinsinterne Debatte. Diese vertiefte sich durch den nachstehenden Beitrag von Peter Vonnahme auf der IPPNW-Plattform. (Der Beitrag wurde geringfügig gekürzt und durch Zwischenüberschriften ergänzt. Einige Abschnitte wurden textlich hervorgehoben, außerdem wurden Fußnoten eingefügt.)

Hier weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=147085

 

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04.03.2026

Operation Epic Fury

seniora.org, 3. März 2026, 03. 03. 2026 Von Swissvox - übernommen von //substack.com/@swissvox">SWISSVOX

Irans Vergeltungsschläge erschüttern die globale Sicherheitsarchitektur


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William Scott Ritter, Jr. ist ein ehemaliger US-amerikanischer Offizier und Waffeninspekteur (Bildquelle: newsvoice.se)


Dienstag, der 3. März 2026. Seit vier Tagen tobt die Operation „Epic Fury“. Was am Samstag als technologisches Feuerwerk einer entfesselten Supermacht begann, entpuppt sich bei genauerer Analyse als verzweifelter Wettlauf gegen die physikalischen Grenzen der industriellen Logistik.


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Die USA führen im Iran einen Krieg des 21. Jahrhunderts, doch ihre Versorgungsketten atmen den Geist des Abnutzungskrieges des 20. Jahrhunderts. Während Washington versucht, die iranischen Raketenarsenale zu zerschlagen, schmilzt das eigene Fundament der globalen Abschreckung in der Hitze der Wüste dahin. Es ist ein Poker um die Weltmachtstellung, bei dem der Einsatz weit über den Persischen Golf hinausreicht.


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Eine Analyse der militärischen und geopolitischen Lage nach den iranischen Gegenangriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten

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Das Netzwerk im Fadenkreuz

Die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten ist gigantisch: 19 Stützpunkte, davon acht permanente Basen, verteilt über Bahrain, Ägypten, den Irak, Jordanien, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Dazu eine kontinuierliche Truppenstärke von 40.000 bis 50.000 Soldaten, flankiert von zwei Flugzeugträger-Kampfgruppen — der USS Abraham Lincoln und der USS Gerald R. Ford — mit zusammen über 10.000 Mann Besatzung und rund 130 Kampfflugzeugen im Persischen Golf.

Diese Dichte an Militärpräsenz sollte den Iran strategisch einrahmen. Stattdessen wurde sie zur ultimativen Zielscheibe.

Präzise Treffer: Das Milliarden-Radar und der blinde Fleck

Die iranischen Angriffe waren alles andere als blinde Salven. In Bahrain wurde das Hauptquartier der 5. US-Flotte attackiert: Eine iranische Shahed-Kamikaze-Drohne traf gezielt eine Radarkuppel vom Typ AN/TPS-59 — ein System im Wert von rund 300 Millionen US-Dollar, zertifiziert für die Frühwarnung vor taktischen ballistischen Raketen. Mit dem Radar verlieren alle umliegenden Einheiten wertvolle Reaktionszeit. Zusätzlich wurde ein amerikanischer Tanker im Hafen getroffen; dabei kam ein Hafenarbeiter ums Leben.

Doch der strategisch folgenreichste Treffer ereignete sich in Katar. Ballistische Raketen durchbrachen die amerikanische Luftabwehr und schlugen auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid ein — dem Sitz des US Central Command, Heimat von 10.000 Soldaten und dem Nervenzentrum der gesamten Region. Das Ziel: eine AN/FPS-132-Frühwarnradaranlage. Geschätzter Wert — eine Milliarde US-Dollar. Weltweit existieren davon nur sechs Exemplare.

Der Verlust ist kaum überschätzbar. Dieses Radar überwacht Tausende von Kilometern Luftraum auf eingehende Bedrohungen. Sein Ausfall hinterlässt einen massiven blinden Fleck, der in einem laufenden Konflikt weit schwerer wiegt als der rein finanzielle Schaden.

Friendly Fire und die Grenzen des Situationsbewusstseins

In Kuwait gerieten der Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem und Camp Buehring unter schweren Beschuss. Im Camp Arifjan wurden vier US-Soldaten durch iranische Raketen getötet. Ein weiterer Vorfall illustriert die extreme Überlastung der Verteidiger besonders eindringlich: Drei amerikanische F-15-Kampfjets wurden von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen — versehentlich. Das Pentagon bestätigte den Friendly-Fire-Vorfall offiziell; alle sechs Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten.

Wenn ein gesättigter Luftraum — mit gleichzeitig einfliegenden Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen — das menschliche Situationsbewusstsein überfordert, feuern automatisierte Systeme auf alles, was sich auf einer gefährlichen Flugbahn nähert. Dieser Vorfall ist ein beklemmender Beleg dafür.

Die geographische Streuung der Angriffe erstreckte sich über die gesamte Region: Im Irak wurden Stützpunkte am Flughafen Erbil getroffen, in Jordanien der Stützpunkt Muafak-Salti, in den VAE der Flughafen Dubai und die Basis al-Dafra, in Saudi-Arabien der Stützpunkt Prinz Sultan. Die größte saudische Ölraffinerie Rastanura musste nach einem Drohnenangriff komplett abgeschaltet werden. Niemand kann 19 Stützpunkte und die gesamte kritische Infrastruktur verbündeter Nationen gleichzeitig mit voller Kapazität verteidigen.

Natanz, die IAEA und die berührte rote Linie

Israel weitete seine Schläge im Rahmen der Operation Epic Fury parallel aus. Regierungsgebäude in Teheran wurden attackiert; besondere internationale Aufmerksamkeit erregten Einschläge nahe der Atomanlage in Natanz. IAEA-Direktor Rafael Grossi bestätigte anhand von Satellitenbildern Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Brennstoffanreicherungsanlage. Radiologische Folgen blieben aus — die eigentliche Anlage liegt tief im Untergrund und blieb verschont.

Das strategische Signal ist dennoch unmissverständlich: Nuklearanlagen sind aktiv in die militärische Zielplanung einbezogen. Eine rote Linie wurde zumindest berührt.

Zivile Opfer und die Dynamik der Eskalation

Die zivilen Konsequenzen sind verheerend. Der iranische Rote Halbmond meldet 787 Todesopfer; rund 3.600 Such- und Rettungskräfte sind in 153 Städten im Einsatz. Ausländische NGOs befürchten eine deutlich höhere Dunkelziffer.

Besonders dramatisch: In Minab veröffentlichte der iranische Außenminister Araghchi Bilder von ausgehobenen Gräbern für 165 Grundschülerinnen. Teheran macht einen US-israelischen Bombenangriff auf eine Mädchenschule dafür verantwortlich. Das israelische Militär erklärte, von Einsätzen in diesem Gebiet keine Kenntnis zu haben. Unabhängig von der ungeklärten operativen Verantwortung löste das Ereignis eine Kettenreaktion aus: Teheran antwortete mit gezielten Gegenschlägen auf zivile Zentren in Israel — 15 Verletzte in Beersheba, mindestens sieben in Jerusalem.

Europa am Scheideweg: Von scharfen Worten zur Kriegsdrohung

Das deutsche Auswärtige Amt bestellte den iranischen Botschafter ein. Außenminister Johann Wadephul sprach Iran die alleinige Verantwortung für die Destabilisierung der Region zu und prangerte die Unterstützung für Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie die iranische Waffenhilfe für Russland im Ukraine-Krieg an.

Die Positionierung blieb nicht bei Worten: Deutschland, Frankreich und Großbritannien erwägen öffentlich präventive militärische Maßnahmen — konkret die Zerstörung iranischer Raketenabschussanlagen an der Quelle. Teherans Antwort war prompt: Sprecher Esmail Baghei warnte, europäische Präventivschläge würden als direkte Kriegshandlung und Komplizenschaft mit den Aggressoren gewertet.

Auch diplomatische Einrichtungen sind nicht mehr tabu: Die US-Botschaft in Riyadh wurde von zwei Drohnen getroffen, in Kuwait gab es einen ähnlichen Angriff. Saudi-Arabien bezeichnete die Angriffe als eklatante Verletzung der Genfer Konventionen und des Wiener Übereinkommens.

Das Munitionsdilemma: Die tickende Uhr im Hintergrund

Während US-Präsident Trump die Munitionsvorräte öffentlich als „praktisch unbegrenzt” bezeichnete, zeichnen Militäranalysten ein gegenteiliges Bild. Das Wall Street Journal warnt vor einem rapiden Schrumpfen der Bestände, insbesondere bei der Luftabwehr. Kelly Greco vom Stimson Center bringt es auf den Punkt: Die USA verbrauchen hochtechnologische Systeme weit schneller, als die Rüstungsindustrie sie nachbauen kann.

Im Vordergrund steht der Ersatz von Patriot-Systemen und SM-3-Raketen — Präzisionswaffen, die ballistische Raketen noch außerhalb der Erdatmosphäre abfangen. Eine SM-3 ist kein einfaches Geschoss; ihre Produktion ist zeit- und kapitalintensiv, die Kapazitäten der Rüstungsindustrie stark limitiert.

Noch gravierender ist der Verbrauch offensiver Waffen: Die Tomahawk-Marschflugkörper — in den Planspielen des Pentagons das Rückgrat der Abschreckung in der ersten Kriegswoche eines möglichen Konflikts mit China im Indopazifik — gehen ebenfalls rapide zur Neige. Jeder Tomahawk, der im Nahen Osten abgefeuert wird, fehlt für die Abschreckung Pekings. Gleiches gilt für das THAAD-Raketenabwehrsystem, das weltweit in Bereitschaft gehalten werden muss, um Nordkorea und China in Schach zu halten.

Das Fazit der Analysten ist schonungslos: Ein lang andauernder Abnutzungskrieg spielt Iran strategisch in die Hände. Teheran kalkuliert kühl damit, dass den USA und Israel bei einem monatelangen Konflikt die hochspezialisierte Munition ausgeht — jene Munition, die Washington zur Behauptung seiner Stellung als globale Supermacht zwingend benötigt.

Wenn Supermächte an ihre Grenzen stoßen

Die Bilanz ist eindeutig: immense materielle Verluste an US-Infrastruktur, Radarsysteme im Wert von über einer Milliarde Dollar vernichtet, steigende zivile und militärische Opferzahlen, eine diplomatische Schockwelle bis nach Europa — und im Hintergrund eine tickende Uhr der Rüstungsindustrie, die den USA im Indopazifik zunehmend die strategische Handlungsfähigkeit entzieht.

Was wir gerade beobachten, ist mehr als ein regionaler Schlagabtausch. Es zeigt, dass auch Supermächte durch vergleichsweise günstige Drohnen- und Raketenschwärme an ihre logistischen und finanziellen Grenzen gebracht werden können. Jeder Tag, den dieser Krieg andauert, erzwingt schmerzhafte Kompromisse auf der globalen Landkarte.

Die entscheidende Frage bleibt offen: Wie wird diese Munitionsknappheit die globale Machtverteilung in den kommenden Jahrzehnten unwiderruflich verändern?



Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/operation-epic-fury 


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04.03.2026

Peter Hänseler wird von RT-DE zur Situation im Nahen Osten interviewt

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forumgeopolitica.com, Mi. 04 Mär 2026, Peter Hänseler

 RT-DE befragte Peter Hänseler zur Situation im Nahen Osten. Hänselers Analyse divergiert stark von der Berichterstattung im Westen. Ein langer Konflikt steht bevor, den Israel und die Vereinigten Staaten verlieren werden.


Interview Video

5 Kommentare zu
«Peter Hänseler wird von RT-DE zur Situation im Nahen Osten interviewt»


Adrian Mai Mi. 04 Mär 2026, 15:58

Wenn sich die "lupenreinen Demokratien" (wie den EU-Staaten, der Volksrepublik China oder der Russischen Föderation, etc.) nicht einmischen, wird dem Terrorregime in Teheran in zwei Wochen die Munition ausgehen. Das bleibt zu hoffen, damit das iranische Volk endlich, nach fast 70 Jahren Terror im Inneren, in Freiheit leben kann.

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Antwort auf Zigg Mi. 04 Mär 2026, 16:43

Ich frage mich warum du nicht lieber weiter ZDF guckst ?

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Antwort auf H. Krautner Mi. 04 Mär 2026, 16:54

Freiheit ist noch lange nicht Freiheit. Es gibt sehr viele Versionen von Freiheit, wenn es die normale Bevölkerung betrifft.

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Antwort auf Alexander J. Mi. 04 Mär 2026, 17:03

ZZZ! warum immer wieder seinen tiefen 2-stelligen IQ ausplaudern? Homo homini lupus

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Doris Manner Mi. 04 Mär 2026, 16:29

Oh je, oh je! Von unseren Öffentlichen informiert.

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/peter-hnseler-wird-von-rt-de-zur-situation-im-nahen-osten-interviewt


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04.03.2026

Französische Atomwaffen von Deutschland aus gegen Russland?

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. März 2026, 12:33 Uhr


Im Fall der Fälle wäre das durchaus vorteilhaft für Frankreich: Auf der Grundlage der alleinigen Entscheidungshoheit seines Präsidenten, französische Atomwaffen von deutschem Territorium aus gegen Russland zu lancieren, damit die russische Antwort auf Deutschland niedergeht…

https://www.n-tv.de/politik/Frankreich-ruestet-atomar-auf-Macron-kuendigt-Atom-Uebungen-mit-Deutschland-an-id30422446.html

2.3.2026

Frankreich rüstet atomar auf -
Macron kündigt Atom-Übungen mit Deutschland an

Frankreich ist die einzige Atommacht in der EU. Macron will angesichts wachsender globaler Bedrohungen die Zahl seiner Atomsprengköpfe erhöhen und kündigt nukleare Militärübungen mit der Bundeswehr an.

Frankreich plant mit Deutschland und weiteren Ländern gemeinsame Atom-Militärübungen und will zudem atomar aufrüsten. Die Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung solle im laufenden Jahr beginnen und könne "Besuche strategischer Orte und gemeinsame Übungen" umfassen, sagte Macron in einer Grundsatzrede zur nuklearen Abschreckung am Montag auf dem Marinestützpunkt Île Longue nahe der westfranzösischen Hafenstadt Brest.

"Deutschland ist ein Schlüsselpartner", betonte Macron. "Diese deutsch-französische Zusammenarbeit beruhe auf dem gemeinsamen Verständnis, dass die Nukleardimension der Abschreckung ein Eckpfeiler der europäischen Sicherheit bleibt", hieß es zudem in einer ebenfalls am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz. Diese stütze sich auf die erweiterte Abschreckung der USA, "einschließlich der in Europa stationierten US-amerikanischen Nuklearwaffen, sowie auf die unabhängigen strategischen Nuklearstreitkräfte Frankreichs und Großbritanniens", hieß es weiter.

Eine deutsch-französische "Nuklear-Steuerungsgruppe" werde künftig über die Koordinierung strategischer Maßnahmen beraten. Thema sei auch die "geeignete Mischung aus konventionellen Fähigkeiten, Raketenabwehr sowie französischen Nuklearfähigkeiten".

Entscheidungshoheit über Atomwaffen bleibt in Paris

Nach Angaben von Macron sind auch Großbritannien, Polen, die Niederlande, Belgien und Griechenland an einer engeren Zusammenarbeit mit Blick auf die nukleare Abschreckung interessiert. Dazu zähle auch eine mögliche Stationierung französischer Kampfjets, die Atombomben transportieren können. "Unsere strategischen Luftstreitkräfte werden sich so in der Tiefe des europäischen Kontinents verteilen können", sagte Macron.

Die Entscheidungshoheit über die Atomwaffen bleibe jedoch ausschließlich in der Hand des französischen Präsidenten, betonte er. "Es wird keinerlei Beteiligung an der endgültigen Entscheidung geben, weder an ihrer Planung noch an ihrer Umsetzung", erläuterte er.

Angesichts der geopolitischen Lage kündigte Macron eine "Aufstockung" des Atom-Arsenals seines Landes an. "Ich habe angeordnet, die Zahl der Atom-Sprengköpfe in unserem Arsenal zu erhöhen", sagte er. Jedoch sollten dazu keine Zahlen veröffentlicht werden: "Um frei zu sein, muss man gefürchtet werden", fügte Macron hinzu.





Le Monde 2.3.2026

La France va permettre à ses alliés de « participer aux exercices de dissuasion nucléaire » ; huit pays européens « ont accepté » : retrouvez le discours d’Emmanuel Macron

« Nous entrons sur le chemin de ce que j’appellerai la dissuasion avancée », a-t-il expliqué, en ajoutant que dans le cadre de cette nouvelle doctrine, « il n’y aura aucun partage de la décision ultime – ni de sa planification, ni de sa mise en œuvre ». Il a également annoncé que la France va augmenter le nombre de ses têtes nucléaires.




Ce qu’il faut retenir du discours d’Emmanuel Macron sur le rôle de la dissuasion nucléaire française

Depuis la base de l’île Longue, à Brest, le président de la République a annoncé la « mise en place progressive d’une dissuasion avancée »
, offrant notamment la possibilité pour les alliés européens « de participer aux exercices de la dissuasion » nucléaire française. « Elle pourra prévoir le déploiement de circonstances, d’éléments de force stratégique chez nos alliés », a-t-il précisé, assurant que cette « dissuasion avancée (…) renforcera notre défense en lui accordant du champ ».

Huit pays européens (Allemagne, Belgique, Danemark, Grèce, Pays-Bas, Pologne, Royaume-Uni, Suède) ont accepté jusqu’ici de participer à cette « dissuasion avancée » proposée par la France. Ces pays pourront notamment accueillir des « forces aériennes stratégiques » de l’armée de l’air française, qui pourront ainsi « se disséminer dans la profondeur du continent européen » pour « compliquer le calcul de nos adversaires », a expliqué le président français lors d’un discours consacré à la dissuasion nucléaire.

« La dissuasion doit demeurer un intangible français », a également affirmé le chef de l’Etat. S’il a tenu à rappeler que la sécurité de la France « ne s’est jamais conçue dans les seules limites de [son] territoire », Emmanuel Macron a précisé qu’il n’y aurait pas « de partage de la définition des intérêts vitaux, qui restera d’appréciation souveraine pour notre pays ».

Le président de la République a toutefois tenu à rappeler que « la chaîne de commandement est d’une clarté totale et la décision ultime » de déclencher le feu nucléaire « revient au seul président de la République ».

Dans ce discours très attendu, le chef de l’Etat a aussi appelé à une « une juste répartition des efforts » pour la défense, estimant que la France « sera clairement gagnante ».

Emmanuel Macron, par ailleurs, a confirmé la construction d’un nouveau sous-marin nucléaire lanceur d’engins. Celui-ci « se nommera L’Invincible et naviguera en 2036 », a-t-il précisé, assurant qu’un « rehaussement de notre arsenal [nucléaire] est indispensable ».

Autre annonce majeure, la France va augmenter le nombre de ses têtes nucléaires, a fait également savoir le président de la République. « Nous ne communiquerons plus sur les chiffres de notre arsenal nucléaire, contrairement à ce qui avait pu être le cas par le passé », a-t-il ajouté.

Enfin, la France et l’Allemagne ont annoncé une « coopération plus étroite » dans le domaine de la dissuasion nucléaire, peu après la fin du discours d’Emmanuel Macron. L’Allemagne participera notamment « dès cette année » aux exercices nucléaires français, précise leur déclaration commune.









Im Fall der Fälle wäre das durchaus vorteilhaft für Frankreich: französische Atomwaffen von deutschem Territorium aus gegen Russland zu lancieren, damit die russische Antwort auf Deutschland niedergeht…



Präsident der Republik die „schrittweise Einführung einer vorgeschobenen   Abschreckung” an, die insbesondere den europäischen Verbündeten die Möglichkeit bietet, „an den Abschreckungsübungen” der französischen Atomstreitkräfte teilzunehmen. „Sie kann den Einsatz strategischer Kräfte bei unseren Verbündeten unter bestimmten Umständen vorsehen”, präzisierte er und versicherte, dass diese „vorgeschobene Abschreckung (...) unsere Verteidigung stärken wird, indem sie ihr mehr Spielraum verschafft”.

Bislang haben acht europäische Länder (Deutschland, Belgien, Dänemark, Griechenland, die Niederlande, Polen, das Vereinigte Königreich und Schweden) zugestimmt, sich an dieser von Frankreich vorgeschlagenen „vorgeschobenen Abschreckung“ zu beteiligen. Diese Länder könnten insbesondere „strategische Luftstreitkräfte“ der französischen Luftwaffe aufnehmen, die sich somit „über das Gebiet des europäischen Kontinents verteilen“ um „die Berechnungen unserer Gegner zu erschweren“, erklärte der französische Präsident in einer Rede zum Thema nukleare Abschreckung.

„Die Abschreckung muss ein unantastbares französisches Element bleiben“ bekräftigte der Staatschef ebenfalls. Er betonte zwar, dass die Sicherheit Frankreichs „niemals nur innerhalb der Grenzen [seines] Hoheitsgebiets konzipiert wurde“ Emmanuel Macron stellte jedoch klar, dass es keine „gemeinsame Definition der lebenswichtigen Interessen geben werde, die weiterhin in der souveränen Entscheidung unseres Landes liegen werde“.

Der Präsident der Republik betonte jedoch, dass „die Befehlskette völlig klar ist und die endgültige Entscheidung“ über den Einsatz von Atomwaffen „allein beim Präsidenten der Republik liegt“.



Berliner Zeitung 2.3.2026

Macron kündigt Atom-Militärübungen mit Deutschland an

Frankreichs Präsident Macron will das Atomwaffen-Arsenal des Landes massiv ausbauen. Europäische Partner sollen stärker in die französische Abschreckungsstrategie eingebunden werden.

Peter Steiniger

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Montag auf dem U-Boot-Stützpunkt Île Longue bei Brest eine Grundsatzrede zur nuklearen Abschreckung gehalten. Laut der französischen Tageszeitung Le Monde kündigte er darin eine „Verschärfung“ des französischen Atomwaffenmodells an und sprach von einer „vorgeschobenen Abschreckung“. Gleichzeitig kündigte er Atom-Militärübungen mit Deutschland an.

Die Rede gilt als Reaktion auf die veränderte geopolitische Lage. Macron stellte Pläne vor, das nukleare Arsenal auszubauen. Frankreich werde die Zahl seiner Atomsprengköpfe erhöhen. Geplant sind weiterhin zusätzliche U-Boote, Kampfjets und Hyperschallwaffen. Zudem möchte Paris europäische Partner wie Deutschland stärker in die eigene Abschreckungsstrategie einbeziehen.

Frankreich einzige Nuklearmacht in der EU

Frankreich ist das einzige EU-Land mit Atomwaffen. Innerhalb Europas besitzt nur noch Großbritannien ein eigenes Nukleararsenal. Alle übrigen europäischen Nato-Staaten sind bislang durch die erweiterte Abschreckung der USA geschützt – also durch Washingtons Versprechen, im Ernstfall auch zugunsten der Verbündeten  Atomwaffen einzusetzen.

Die Ansprache knüpft laut Le Monde an eine Rede Macrons vom 7. Februar 2020 an. Damals hatte der Präsident den europäischen Partnern erstmals einen „strategischen Dialog“ über die Rolle der französischen Nuklearabschreckung für die kollektive Sicherheit Europas angeboten.

Atom-Militärübungen mit Deutschland angekündigt

Mit Macrons neuen Ankündigungen geht Paris einen Schritt weiter in diese Richtung: Die Formulierung „vorgeschobene Abschreckung“ deutet darauf hin, dass Frankreich seinen nuklearen Schutzschirm angesichts wachsender Zweifel an der Verlässlichkeit der US-Sicherheitsgarantien künftig offensiver auch für andere europäische Staaten aufspannen will.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, kündigte Macron in seiner Rede zudem konkret gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland an. „Deutschland ist ein Schlüsselpartner“, sagte der Präsident mit Blick auf die nukleare Abschreckung. Die ersten Schritte der Zusammenarbeit sollten noch in diesem Jahr beginnen und könnten Besuche strategischer Standorte sowie gemeinsame Übungen umfassen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.03.2026

So wird Zypern wider Willen in den Irankrieg hineingezogen

Schon vor dem Angriff Israels und der USA auf Iran hatte Zypern große Mühe, den EU-Vorsitz zu stemmen. Nun mußten wegen des Krieges mehrere EU-Treffen abgesagt werden, und die immer noch geteilte Insel wird wider Willen massiv aufgerüstet.

Nachdem eine offenbar iranische Drohne die – exterritoriale – britische Militärbasis auf Zypern getroffen hatte, hat die Insel die Kontrolle über ihr Schicksal verloren. Sie wird zum Objekt einer massiven Aufrüstung und womöglich auch zur Startrampe für den Angriffskrieg.

Als erstes reagierte Griechenland auf den Drohnenvorfall. Die Fregatten der griechischen Marine “Kimon” und “Psara” seien im Rahmen der Verstärkung der Luftverteidigung der Insel auf dem Weg nach Zypern, meldet “Euronews”.

Dann kündigte Großbritannien an, ein Kriegsschiff und Hubschrauber nach Zypern zu entsenden. Da wollte Frankreich nicht nachstehen. Nach Informationen der Cyprus News Agency schickt Paris nun Raketenabwehrsysteme, Drohnenabwehrsysteme und mindestens eine Fregatte.

Deutschland könnte ebenfalls nachziehen, hieß es.

Wird die Waffenhilfe zur Gefahr?

Den Zyprioten wird bei so viel “Waffenhilfe” mulmig zumute. Schließlich sind sie nicht Mitglied der Nato, die meisten wollen nichts mit dem Krieg gegen Iran zu tun haben. Und die Beistandsklausel der EU wurde auch noch nicht ausgelöst.

Ein Regierungssprecher stellte denn auch klar, daß man kein Teil des Konfliktes sei und auch keiner werden wolle. Die militärischen Schutzmaßnahmen dürften nicht falsch interpretiert werden, betonte er. Zitat aus “Politico”:

“They are not in any case measures which indicate the participation of Cyprus in any military operation. We have made it clear and we constantly repeat this, and we will repeat it again today. The Republic of Cyprus has neither participated in, nor is participating in, nor is going to participate in any military operation,” he said.


„Es handelt sich in keinem Fall um Maßnahmen, die auf eine Beteiligung Zyperns an einer militärischen Operation hindeuten. Wir haben dies klargestellt und wiederholen es immer wieder, und wir werden es auch heute wiederholen. Die Republik Zypern hat sich weder an einer militärischen Operation beteiligt, noch beteiligt sie sich daran, noch wird sie sich daran beteiligen“, sagte er.  (übersetzt mit DeepL. unkorrigiert)

Das klingt gut – doch werden sich Griechen, Briten, Franzosen und Iraner daran halten? Zypern und der zypriotische EU-Vorsitz werden immer tiefer in den Konflikt hineingezogen – wenn es dumm läuft, wird die Insel zum Kollateralschaden eines fremden Krieges.

Und das mitten im EU-Vorsitz, den Zypern am 1. Januar übernommen hat…

Siehe auch Krieg gegen Iran erreicht Europa – via UK und Zypern

P.S. Die US-Regierung hat eine Reisewarnung für Zypern herausgegeben. Die Lage spitzt sich wohl zu…

5 Comments

  1. Monika
    4. März 2026 @ 11:12

    …klar, daß man kein Teil des Konfliktes sei und auch keiner werden wolle…
    sonnenklar ist, dass “man die eigenen Hände in Unschuld wäscht, die Drecksarbeit ist schließlich die “der anderen”, das naseweis “unser Kanzler” ganz genau, er ist sich zu gut für “hands oder boots on” aber gut genug für Intrigen jeder, auch der schäbigsten Art. Das Ganze nennt sich dann Vertretung deutscher (?) Interessen, dafür wurde der Friederich vom Willkürherrscher und selbsternanntem Weltenherrscher Megamaga Trump in den höchsten Tönen gepriesen.
    Besonders pikant die Lobpreisung des einen, geht immer auf Kosten eines anderen, diesmal dem letzten “one man standing” Sanchez.
    Wo bleibt eigentlich die SPD in dem Drama?
    Merke: Koalitionsfrieden ist halt wichtiger als Weltfrieden.
    Was von der “Freundschaft” oder gar “Solidarität” der SPD (bei Parteitagen immer ganz groß gefeiert, auch und gerade der Herr Sanchez) zu halten ist? Kein Krümel mehr übrig! Aber die Umfrage(un)werte für die SPD in Bayern (8%) zeigen angesichts der anstehenden Kommunalwahlen “stark nach oben”. Was trotz des Komplettverrats an den sozialdemokratischen Friedenswerten und auch an den sozialen Vorstellungen (Krankenhaus”reform”, Renten”reform”, Bürgergeld”reform”, Steuer”reform” ect.) ablesbar ist. Wenn die -berechtigt- als “kleinstes Übel in der Komunalpolitik” ein paar Prozent gutmachen, werden wir die glühende Gutheissung der katastrophalen Bundes- und Europapolitik durch “unsere Medien” erleben dürfen. Ganz großes Politkino also.
    Merke: wenn “irgendwer mit Macht” von “unseren Werten”, und dem wichtigen WIR spricht, müssten beim normalen Bürger sämtliche Alarmglocken schrillen.

Antworten

  • KK
    4. März 2026 @ 13:19

    ” Wo bleibt eigentlich die SPD in dem Drama?”

    Haben Sie das Ihre Genossen im Parteivorstand mal gefragt – im Ortsverein, auf Landesebene und ganz oben?

    Antworten

  • Michael
    4. März 2026 @ 08:53

    Die britische Militärbasis auf Zypern ist nicht „extraterritorial“ sondern „kolonial“ oder genauer – wie auch die zionistische Kolonie Israel in Palästina – „postkolonial“, im Sinne einer andauernden Notwendigkeit Befreiungskämpfe zu führen und nach Unabhängigkeit zu streben!

    Antworten

  • KK
    4. März 2026 @ 01:11

    “Den Zyprioten wird bei so viel “Waffenhilfe” mulmig zumute. Schließlich sind sie nicht Mitglied der Nato”

    Dann schmeisst als erstes die Briten raus, die Euch das eingebrockt haben! Die sind noch nicht mal mehr Teil der EU, schon vergessen?

    Antworten

  • Anastasiya
    4. März 2026 @ 00:13

    Es gibt kluge Stimmen im Parlament. Wenn sie nicht zuhören, wird die EU zerbrechen.

    Spanien verweigerte den USA und Israel die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe auf Länder des Nahen Ostens.

    Die Reaktion der EU auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat Spannungen innerhalb der Brüsseler Führung offengelegt: Ursula von der Leyen und Kaja Kallas waren sich uneins darüber, wer in der Krise die notwendigen Maßnahmen ergreifen sollte.

    Die spanische Europaabgeordnete Irene Montero erklärte: „Die USA und Israel stellen die größte Bedrohung für die globale Sicherheit und Stabilität dar.“ Sie bombardieren Länder, um Öl zu erbeuten, Handelswege zu kontrollieren und strategische Militärpositionen zu beherrschen. Spanien muss die NATO verlassen.

    „Das Bündnis mit den USA bringt uns in Gefahr.“

    Europa werde durch die Schließung der Straße von Hormus „in die Hölle stürzen“, erklärte der serbische Präsident Vučić. „Die Ölpreise werden uns alle umbringen“, fügte er hinzu.


  • Info: https://lostineu.eu/so-wird-zypern-wider-willen-in-den-irankrieg-hineingezogen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Neues vom Wirtschaftskrieg (290): Angriff auf Iran erschüttert Weltmärkte


    lostineu.eu, vom 3. März 2026

    Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht. Nahost-Konflikt könnte Debatte über russisches Gas neu entfachen. Und infolge des Angriffs auf Iran beben die Börsen.

    • Weltweit beben die Börsen. Der Krieg im Nahen Osten sorgt für heftige Kursverluste an den Aktienmärkten. Hatten die Börsen zunächst noch moderat auf die am Wochenende begonnenen US-israelischen Angriffe und die Tötung von Irans Führer Ali Chamenei reagiert, ist die Stimmung mittlerweile gekippt. Befürchtungen vor einem längeren Krieg und einem Energiepreis-Schock erschüttern die Märkte. Nordseeöl Brent und US-Öl WTI verteuern sich weiter, seit Montag haben beide Ölsorten rund 11 Prozent zugelegt. Der Preis für Erdgas stieg an der Börse in Amsterdam um 30 Prozent und erreichte damit das höchste Niveau seit Februar 2023. Dauerhaft höhere Öl- und Gaspreise können die Inflation befeuern und zugleich das Wirtschaftswachstum bremsen (n-tv) – Besonders betroffen ist wie immer EUropa. Die EU-Kommission hat eine Krisensitzung der Koordinierungsgruppe Gas einberufen, die EZB warnt vor höherer Inflation und geringerem Wachstum. Derweil reiben sich die US-Energiekonzerne die Hände. – Siehe auch “EUropa zahlt die Zeche”
    • Norwegen: Nahost-Konflikt könnte Debatte über russisches Gas neu entfachen. Der ‌eskalierende Nahost-Konflikt könnte ‌nach den Worten des norwegischen Energieministers Terje Aasland die Debatte über ein Verbot russischer Gasimporte in der Europäischen Union neu entfachen. “Die EU hat sehr deutlich gemacht, dass sie von russischem Öl und Gas unabhängig werden will”, sagte Aasland. “Aber die Ereignisse der letzten drei, vier Tage haben die ​Lage erschwert.” Die europäischen Gaspreise ​sind in dieser Woche um 75 Prozent auf Mehrjahreshochs gestiegen, da die militärischen Auseinandersetzungen im und um den Iran die Gasexporte aus der Golfregion beeinträchtigen. Der wichtige Exporteur von Flüssigerdgas (LNG), Katar, hatte am Montag seine Produktion eingestellt (Reuters) – Die EU-Staaten hatten erst im vergangenen Monat einem Verbot von Gasimporten aus Russland bis Ende 2027 endgültig zugestimmt. Norwegen ist der größte Gasproduzent Europas und deckt ​rund 30 Prozent des ​Bedarfs ​des Kontinents.
    • Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht. Die russische Zentralbank hat Klage beim ​Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht. Dies teilte die Notenbank in Moskau mit. Hintergrund ist das Einfrieren von Teilen ihrer Vermögenswerte in Europa infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die russische Klage richtet sich gegen einen Beschluss vom Dezember 2025, die Gelder auf unbestimmte Zeit zu blockieren. Zur Begründung hieß es, das Einfrieren sei mit “schwerwiegenden Verfahrensverstößen” verhängt worden, da es per Mehrheitsentscheidung ​und nicht wie vom EU-Recht gefordert einstimmig angenommen worden sei. “Die EU-Verordnung verletzt die ⁠grundlegenden ⁠und unveräußerlichen Rechte auf Zugang zur Justiz und Unverletzlichkeit des Eigentums sowie den Grundsatz der Staatenimmunität”, erklärte die Zentralbank weiter (Der Spiegel) – Diese Argumente treffen zu. Dennoch ist wohl kaum zu erwarten, daß das EU-Gericht der Klage stattgeben wird…

    Mehr zum Wirtschaftskrieg hier

    6 Comments

    1. April
      4. März 2026 @ 10:03

      Spanien hat sich als einziges EU Land richtig verhalten und Richtung USA klargemacht was RECHT und UNrecht ist. Soviel Mut wünsche ich mir von der Bundesregierung und ihren MinisterInnen und Präsidenten. Auch unser Bundespräsident könnte sich dementsprechend äußern. Die poltischen Luschen sollten wirklich mal an unsere Wirtschaft und unsere Ethik denken. Den Menschen geht es zum größten Teil schlecht und bei den zu erwartenden Teuerungen wird es noch schlimmer. Die Menschlichen Tragödien und Opfer in militärisch ausgelieferten Ländern u.a. auch Zypern, werden überhaupt nicht mehr gefühlt. Die Bild Wahrnehmung ist mittlerweile durch tägliche Trümmerfelder ohne Spür- und Geruchsfernsehen, abgeschliffen und als “Normal” angesehen.
      Wo bleibt unser Mitgefühl? Unsere Empathie? Und der Verstand, was so ein Krieg kostet, auch an Geld? Natur, Tiere, Klima, alles Kollateral ? Wir lassen die Welt zerstören ohne Gegenwehr? Wie Verkommen sind wir denn?

    Antworten

    • KK
      4. März 2026 @ 13:22

      “Soviel Mut wünsche ich mir von der Bundesregierung…”

      Da könnten Sie auch einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann schicken…

      Antworten

  • KK
    4. März 2026 @ 01:08

    “Nahost-Konflikt könnte Debatte über russisches Gas neu entfachen. ”

    Ja, wenn sowieso alle völkerrechtswidrige Angriffskriege führen, Menschenrechte mit Füssen treten oder gar Kriegsverbrecher sind, ist es doch völlig egal, von welchem dieser Verbrecher wir Öl und Gas kaufen. Und wenn man es genau nimmt, sind “wir” bigotten Westler (bzw. unsere Geschäftsführer ohne solch konkreten Auftrag) selbst ja auch nicht besser, weil wir einem Teil davon in den Arch kriechen und sie bei ihrem Treiben moralisch und praktisch unterstützen…

    Nur von Israel sollten wir keine Mobiltelefone, Pager oder ähnliches Geraffel kaufen!

    Antworten

  • Arthur Dent
    3. März 2026 @ 23:20

    Wer sind denn “die Märkte”? Nicht schlimm, wenn die erschüttert sind – ich bin darauf gar nicht zu Hause. Und wenn die Spielcasinos auf Talfahrt gehen, so what? Ich hab gar nicht so viel Spielgeld, um da zu zocken. (Übrigens kann man auch mit fallenden Kursen Geld verdienen, je nach dem, worauf man gewettet hat). Wenn Tesla mehr wert ist als die größten 15 Autobauer zusammen, aber nur knapp 1/8 soviele Autos baut wie Toyota – was stimmt denn da nicht?
    Vieles ist Tand, wertloser Krimskrams.
    Aber BK Merz möchte ja, dass wir unsere Renten-Vorsorge den Kapitalmärkten anvertrauen. Die jugend möge schön aufpassen, wie schnell ihr sauer verdientes “Moos” weg ist, so schnell kann sie gar nicht gucken.

    Antworten

  • Guido B.
    3. März 2026 @ 17:08

    Europe is doomed. Here’s why:

    Selbstschädigende Abhängigkeit von den verrückten USA (Sicherheit, Energie, KI)
    Deklassierter Investitionsstandort wegen Überregulierung, hoher Produktionskosten und permanenter Wachstumsschwäche
    Deindustrialisierung und Braindrain
    Destabilisierung der Demokratien durch verkrustete Parteien, unfähige Eliten und Medieneinfalt
    Übermacht von Lobbys im Gesetzgebungsverfahren
    Kontrollverlust bei der Migration
    Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit
    Elitäres Abgleiten in den Autoritarismus
    Wohlstandsverlust durch exorbitante Rüstungskosten und Inflation
    Kopflose EU-Erweiterung
    Intellektueller Zerfall durch proukrainische Propaganda
    Verlust der Glaubwürdigkeit durch hemmungslose Zurschaustellung von Doppelmoral
    usw.

    Antworten

  • Michael
    3. März 2026 @ 17:06

    Ad hoc:
    … und die Gaslager z. B. in Deutschland sollen nur noch zu etwa 21% gefüllt sein, Tendenz weiter abnehmend!
    … und es würde mich sehr wundern wenn das EU Gericht Russlands Klage zuließe! Dazu ist die EU und ihre Institutionen viel zu korrumpiert!


  • Info: https://lostineu.eu/neues-vom-wirtschaftskrieg-290-angriff-auf-iran-erschuettert-weltmaerkte/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Spanien zeigt der EU, wie man Trump die Stirn bietet


    lostineu.eu, 3. März 2026

    Die gemeinsame europäische Außenpolitik hat in Iran wieder einmal versagt. Spanien zeigt, wie es besser geht – und wie man Trump die Stirn bietet.

    Erst distanzierte sich Spanien vom Angriff der USA und Israels. Die militärische Intervention sei weder durch UN-Abkommen noch durch das Völkerrecht gedeckt, sagte Außenminister Albares. Zuvor hatte sich Premierminister Sanchez ähnlich geäußert – und damit von der unterwürfigen EU-Linie abgesetzt.

    Dann verbot Spanien den USA die Nutzung ihrer Militärbasen in Andalusien. Dies habe in Europa und in den USA für “Irritationen” gesorgt, meldet n-tv. Die Maßnahme ist also nicht unbemerkt geblieben – und sie wirkt. Tankflugzeuge der US-Airforce wurden offenbar aus Spanien abgezogen.

    Last but not least wies Spanien die üblichen Vorwürfe aus Israel zurück. Die Behauptung, daß sich die spanische Regierung hinter alle Tyrannen der Welt sei “lächerlich”, hieß es in Madrid. Die rechtsradikale Regierung Netanjahu kritisiert alle Regierungen, die ihr nicht bedingungslos folgen, als antisemitisch.

    Spanien hat gezeigt, wie man Trump und Netanjahu die Stirn bietet und die (ehemaligen) Grundprinzipien der EU – Vorrang für Frieden und Völkerrecht – verteidigt. Die Regierung in Madrid hat es nicht nur bei Worten belassen, sondern auch Taten folgen lassen. US-Militärbasen sind kein rechtsfreier Raum!

    Dies steht in einem scharfen Kontrast zu den E3, die vorgeben, für ganz Europa zu sprechen – in Wahrheit aber den USA und Israel folgen. Auch die EU-27 sind kaum besser. Sie lassen sich von Deutschland, Frankreich und dem Nicht-EU-Mitglied Großbritannien vorführen und geben nichtssagende Statements ab.

    Nimmt man noch die Dauer-Rivalität zwischen EU-Kommissionschefin von der Leyen und anderen EU-Granden hinzu, die nicht mit einer Stimme sprechen und auch noch die Sprüche von Trump und Netanjahu übernehmen, so ist klar: In der Außenpolitik steht man ohne die EU besser da!

    Siehe auch Von der Leyen fordert “Regime Change” – Empörung in Brüssel

    P.S. Ein Teil der aus Spanien abgezogenen US-Militärflugzeuge wurde offenbar nach Ramstein verlegt. Die Airbase in Deutschland ist wieder einmal das zentrale Drehkreuz für einen großen Krieg

    14 Comments

    1. KK
      4. März 2026 @ 13:25

      Spanien hat sich offenbar besser vom Generalissimo gelöst als Deutschland vom Gefreiten…

    Antworten

  • Michael
    3. März 2026 @ 19:29

    Richtig, Spanien – nach z. B. China in Sachen Tarife – zeigt wie es gehen muß!
    Stattdessen sitzt Merz neben Trump im Oval Office, vor vulgären Golddekorationen die aussehen als wären sie aus Plastik, und man ist sich einig über „regime change“ in Iran!

    Antworten

  • Niko
    3. März 2026 @ 18:36

    Ab sofort ist für mich die aktive Unterstützung zur Rechtstreue, insbesondere zum Völkerrecht, Grundvoraussetzung um einer Partei meine Stimme zu geben. Ich hoffe, dass sehr viele Wähler, egal wo und bei welcher Wahl, sich auch dazu entschließen können. Die Wahl in Baden Württemberg ist dazu meine erste Chance.

    Antworten

    • KK
      4. März 2026 @ 00:57

      Viel Auswahl haben Sie da ja nicht gerade… aber eine Partei reicht ja, denn: Jeder nur ein Kreuz!

      Antworten

  • Erneuerung
    3. März 2026 @ 17:34

    Es ist erschütternd, welche Macht Netanjahu fast im gesamten Wertewesten hat. Selbst der zionistische amerikanische Krieger Rubio hat verlautbart, dass die USA sozusagen von Netanjahu genötigt wurden, loszuschlagen. Netanjahu selbst hat nach relativ ernstzunehmenden Meldungen (Flightradar) erstmal mit dem Flugzeug ein paar Runden über das Mittelmeer gedreht, um aus der Schußlinie zu kommen. Nicht auszuschließem ist, dass er sich derzeit in einem noch vorhandenem Führerbunker in Deutschland aufhält, die am BER geparkte Regierungsmaschine von Israel könnte ein Indiz sein. Hitler hatte es ja seiberzeit auch auf die Millionen Juden in der Unter- und Mittelklasse abgesehen, während er mit den Hohen kungelte, so zumindest letzte Informationen.

    Antworten

    • Guido B.
      3. März 2026 @ 18:17

      Zugegeben, es ist schon merkwürdig, wenn ein Kleinstaat mit ca. 10 Mio. Einwohnern (Israel) einer Supermacht mit 340 Mio. Einwohnern (USA) und einem Kontinent mit 650 Mio. Einwohnern (Europa ohne Russland) einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg diktieren kann.
      Man muss kein Genie sein, um die realen Machtverhältnisse hinter den Kulissen von diesem Ereignis und ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit logisch ableiten zu können.
      Was wir bisher von den Epstein-Files gesehen haben, sollte selbst dem Ahnungslosesten eine klare Vorstellung von diesen Machtverhältnissen vermitteln.
      Es gibt das Vordergründige.
      Dann gibt es noch das Hintergründige.

      Ein bisschen bizarr ist die Lage allerdings schon: Gerade sorgen sich zwei prominente Mitglieder desselben Clubs um den Nachschub an Munition; beide sind hin und wieder im Weissen Haus anzutreffen und voll des Lobes für den POTUS … mal schauen, ob der geliebte POTUS beiden genug nachliefern kann.

      Antworten

  • Jjkoeln
    3. März 2026 @ 16:14

    Viba Sanchez!!!

    Antworten

  • jjkoeln
    3. März 2026 @ 16:13

    Da die BuReg die Nutzung von Ramstein nicht unterbindet unterstützt sie mittelbar einen unprovozierten, brutalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

    Bitte immer daran denken, wenn einer von denen oder in den Medien Russland dafür kritisieren. Wir sind genauso unterwegs.

    Antworten

  • Guido B.
    3. März 2026 @ 15:05

    Ganz anders reagiert Deutschland. Aktuelle Meldung auf srf.ch:

    Deutschland bestellt iranischen Botschafter ein
    Als Reaktion auf die iranischen Angriffe auf Israel und weitere Staaten der Region hat das deutsche Auswärtige Amt den Botschafter des Irans in Berlin einbestellt. Das Ministerium forderte das iranische Regime zur sofortigen Einstellung seiner «rücksichtslosen Angriffe» auf, wie es auf der Plattform X mitteilte.
    «Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismässigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele», hiess es.

    Fazit:
    Haarsträubend und schockierend, wie tief Deutschland moralisch und intellektuell gesunken ist! Erinnerungen an die 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts werden wach. Merz hätte erst mal in den Spiegel schauen sollen, bevor er Russland vorwarf, in tiefster Barbarei zu stecken. Merz applaudiert einem Kindermassenmörder und hält sich für zivilisiert. Die Russen legen keine Bombenteppiche über die Zivilbevölkerung. Sie bekämpfen ihre Feinde auf dem Schlachtfeld. Merz lässt die Drecksarbeit andere machen.

    Antworten

    • Michael
      3. März 2026 @ 16:52

      Stimme zu!
      Der sog. Westen scheitert mit und an der berühmt berüchtigten Aufklärung: die Politik hat ohne jegliches Geschichtsbewusstsein den Intellekt und damit Verstand und Vernunft verloren!
      Aber wie Gramsci meinte: das Alte geht und Neues ist latent schon im Kommen!

      Antworten

  • Michael
    3. März 2026 @ 14:55

    Versteht sich fast von selbst dass US Kräfte jetzt von Andalusien nach Rammstein verlegt werden sollen!? Toll wie der Merz das alles macht!

    Antworten

  • Guido B.
    3. März 2026 @ 14:36

    Nicht zu vergessen: Spanien weigerte sich auch, Trumps 5%-Ziel für die NATO-Aufrüstung mitzutragen. Offenbar hat man in Spaniens Regierung noch so etwas wie Rechtstreue, gesunden Menschenverstand und Rückgrat, zumindest ansatzweise.

    Antworten

    • Niko
      4. März 2026 @ 10:19

      Dem Beitrag von GB kann ich nur beipflichten. Mir wird übel, wenn ich sehe und lesen muss, wie unser Kanzler locker bei seinem Besuch bei Trump das Völkerrecht schreddert, in dem er die ganz klar völkerrechtswidrigen Angriffe auch noch als notwendig verteidigt und sich sichtlich freut, dass der größenwahnsinnige Trump ihn dafür lobt. Sehr enttäuscht bin ich auch, wenn ich die rechtfertigende Stellungnahme der maßgebenden deutschen Presse zu der ganzen Sauerei sehe. Worauf kann ich in diesem Land noch stolz sein?

      Antworten

      • Guido B.
        4. März 2026 @ 14:03

        Auf die 75% der Bevölkerung, die Merz eine Zumutung finden.


  • Info: https://lostineu.eu/spanien-zeigt-der-eu-wie-man-trump-die-stirn-bietet/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Israelischer Soldat in Chile wegen Kriegsverbrechen angezeigt

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 4. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 04.03.2026
    Israelischer Soldat in Chile wegen Kriegsverbrechen angezeigtPressenza Hannover, amerika 21
    Pressenza
    Die Klage erfolgt im Namen der Hind Rajab Foundation. Dem Mann wird Beteiligung am Einsatz am Al-Schifa-Krankenhaus 2024 vorgeworfen. Beantragt sind Ermittlungen und ein Ausreiseverbot Von Nerea de Lucó Übersetzung: Benjamin Grasse amerika21 Santiago de Chile. In Chile könnte erstmals…
    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Menschenrechte, Mittlerer Osten, Südamerika
    Erneut Schulstreiks gegen WehrpflichtForum Gewerkschaftliche Linke Berlin, Jugendinfo
    Pressenza
    Artikel von Jugendinfo mit Ergänzung Forum Gewerkschaftliche Linke „Für den Donnerstag hat die bundesweite Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ zu einem weiteren Schulstreik aufgerufen. Schon am 5. Dezember hatten bundesweit über 55.000 Schüler:innen an einem ersten Streik teilgenommen. Am selben Tag…
    Europa, Frieden und Abrüstung, Migration
    Entgrenzter KriegGERMAN-FOREIGN-POLICY.com, Washington / Tel Aviv / Berlin
    Pressenza
    Die Bundesregierung stärkt den USA und Israel bei deren Angriffskrieg gegen Iran den Rücken und trägt damit zur weiteren Auflösung des Völkerrechts bei. Morde an führenden Staatsvertretern werden gängige Praxis für künftige Kriege. Die USA und Israel erhalten bei ihrem…
    Internationale Angelegenheiten, Mittlerer Osten, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.03.2026

    Deutschlands nukleare Frage Berlin und Paris planen eine Einbindung der Bundeswehr in Operationen der französischen Nuklearstreitkräfte. Bereits für 2026 sind erste gemeinsame Manöver vorgesehen. Zugleich werden neue Forderungen nach einer deutschen Bombe laut.

    german-foreign-policy.com, 4. März 2026

    PARIS/BERLIN (Eigener Bericht) – Die deutsch-französischen Pläne für den Aufbau eines europäischen „Nuklearschirms“ schreiten voran. Frankreich wird laut Aussage von Präsident Emmanuel Macron die Forces aériennes stratégiques – die Einheiten der französischen Luftwaffe, die für einen etwaigen Einsatz von Atomwaffen vorgesehen sind – in Zukunft in andere Länder Europas verlegen. Dies verschaffe der französischen nuklearen Abschreckung „neue strategische Tiefe“, erklärt Macron. Zudem bestätige es die „europäische Dimension“ der „vitalen Interessen“ Frankreichs. Dass Letztere betroffen sind, ist zentrale Voraussetzung für einen französischen Atomwaffeneinsatz. Deutschland ist laut Macron „Schlüsselpartner“ bei der „fortgeschrittenen Abschreckung“, die der französische Präsident am Montag offiziell bekanntgab. Eine deutsch-französische „nukleare Steuerungsgruppe“ ist bereits eingerichtet worden. Noch in diesem Jahr soll sich die Bundeswehr an französischen Atomkriegsübungen beteiligen. Weil auch Frankreichs aktuelle Nuklearstrategie den beteiligten Staaten Europas keine feste Verteidigungsgarantie bietet, werden in Deutschland erneut Forderungen nach einer „deutschen Bombe“ laut.


    Zitat: Die „fortgeschrittene“ nukleare Abschreckung

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Montag in einer Grundsatzrede seine Pläne für eine neue „fortgeschrittene“ nukleare Abschreckung vorgestellt. Diese wird demnach auch andere Länder Europas einbeziehen; Macron nannte – neben den Atommächten Frankreich und Großbritannien – Deutschland, die Niederlande, Belgien, Polen, Dänemark, Schweden und Griechenland. Die Einbindung weiterer europäischer Staaten ist möglich. Paris hat dabei offenbar nicht das Modell der US-amerikanischen nuklearen Teilhabe im Blick, bei dem US-Atombomben in Europa gelagert und bei Bedarf von den jeweiligen nationalen Luftwaffen an den Einsatzort geflogen werden.[1] Vielmehr geht es darum, dass die Forces aériennes stratégiques – die Einheiten der französischen Luftwaffe, die für einen möglichen Einsatz von Atomwaffen vorgesehen sind – in die teilnehmenden Länder verlegt werden können. Macron verglich dies mit der Force océanique stratégique, den vier atomgetriebenen U-Booten, die ebenfalls nuklear bewaffnet sind und sich überall in den Weltmeeren bewegen können, was es erschwert, sie auszuschalten. Ganz ähnlich verleihe eine über Europa verstreute Stationierung atomar bewaffneter Jets der französischen nuklearen Abschreckung „eine neue strategische Tiefe“ und verkompliziere „die Berechnungen unserer Gegner“, erläuterte Macron.[2]


    Gemeinsame konventionelle Vorhaben

    Macron schlug für die konkrete Umsetzung ein arbeitsteiliges Vorgehen vor. Während Paris mit den Forces aériennes stratégiques die atomar bewaffnete Hauptkomponente stelle, müsse man ergänzend neue Kapazitäten vor allem auf drei Feldern schaffen. Zum ersten gehe es um Frühwarnsysteme, die – gestützt auf Radar und Satelliten – womöglich angreifende Raketen entdecken und beobachten könnten.[3] Zum zweiten sei eine erweiterte Flugabwehr dringend erforderlich, die anfliegende Raketen und Drohnen verlässlich abwehren könne. Zum dritten benötige man Kapazitäten für Schläge tief auf feindlichem Territorium, äußerte Macron. Der französische Präsident wies auf zwei bereits gestartete Initiativen hin. So kamen Deutschland und Frankreich Ende bereits August 2025 überein, gemeinsam ein sowohl boden- als auch weltraumgestütztes Frühwarnsystem aufzubauen; es firmiert unter dem Kürzel JEWEL (Joint Early Warning for a European Lookout).[4] Bereits im Juli 2024 hatten Deutschland, Frankreich, Italien und Polen mitgeteilt, gemeinsam Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern entwickeln zu wollen.[5] Das Projekt, an dem sich inzwischen auch Schweden beteiligt, trägt das Akronym ELSA (European Long-Range Strike Approach). Ein europäisches Flugabwehrsystem ist bereits seit Herbst 2022 in Arbeit – die European Sky Shield Initiative (ESSI).[6]


    Die „europäische Dimension“ französischer Interessen

    Macron ließ freilich keinen Zweifel daran, dass Paris die Kontrolle über seine Atomwaffen behält. Es werde bei der nuklearen Abschreckung „keine gemeinsame Entscheidung, Planung oder Umsetzung geben“, teilte er am Montag mit.[7] Auch sei „keine gemeinsame Definition der vitalen Interessen“ vorgesehen, die Paris mit seinen Nuklearwaffen schützt; sie werde „weiterhin in der souveränen Zuständigkeit unseres Landes liegen“. Deshalb könne es zudem „keine Garantie im strikten Wortsinn“ für Staaten geben, die sich an der „fortgeschrittenen Abschreckung“ beteiligten. Allerdings endeten Frankreichs Interessen gewiss nicht an seinen Außengrenzen, bekräftigte Macron: „Kann man sich vorstellen, dass das Überleben unserer engsten Partner auf dem Spiel steht, ohne dass dies Auswirkungen auf unsere vitalen Interessen hat?“ Deshalb gehe Frankreichs Nuklearstrategie längst von einer „europäischen Dimension der vitalen Interessen“ des Landes aus. In diesem Kontext wird Paris, wie Macron ankündigte, die Zahl seiner Atomwaffen aufstocken. Aktuell liegt sie bei 290. Die Zahl soll künftig nicht mehr angegeben werden – wie es heißt, um Feinde im Unklaren zu lassen.


    „Die USA hinhalten“

    Bei alledem behauptete Macron, Frankreichs neue „fortgeschrittene Abschreckung“ stehe nicht in Konkurrenz oder gar in Rivalität zur nuklearen Abschreckung der NATO, sondern sei ergänzend geplant. Dies entspricht der aktuell in Westeuropa allgemein anerkannten Maxime, wonach, wie Claudia Major, Vizepräsidentin des German Marshall Fund, betont, „die Europäer“ in Sachen Atomwaffen „über Alternativen zu den USA nachdenken, aber zugleich die USA so lange wie möglich im Boot halten“ müssten, um eine Lücke in der atomaren Abschreckung vor der Fertigstellung des europäischen Nuklearschirms zu vermeiden.[8] Dies sei der Grund, erläutert Major, weshalb man einen europäischen Nuklearschirm anstrebe, „ohne den USA zu signalisieren, dass man sie nicht mehr braucht“.


    Deutsch-französische Nuklearmanöver

    Frankreich und Deutschland, das von Macron als „Schlüsselpartner“ in der „fortgeschrittenen Abschreckung“ eingestuft wird, haben einer am Montag veröffentlichten Erklärung zufolge bereits erste Schritte eingeleitet. So ist eine „hochrangige nukleare Steuerungsgruppe“ eingerichtet worden, die dem Austausch und der „Koordinierung strategischer Maßnahmen“ dienen soll. Dazu gehören „Konsultationen über die geeignete Mischung aus konventionellen Fähigkeiten, Raketenabwehr sowie französischen Nuklearfähigkeiten“.[9] Noch für 2026 ist „die konventionelle Beteiligung Deutschlands an französischen Nuklearübungen“ geplant. Darüber hinaus sind „gemeinsame Besuche strategischer Einrichtungen“ wie auch die „Weiterentwicklung konventioneller Fähigkeiten mit europäischen Partnern“ vorgesehen. Die „Fähigkeit zum Eskalationsmanagement unterhalb der nuklearen Schwelle“ soll gleichfalls „verbesser[t]“ werden.


    Die deutsche Bombe

    Während die Planungen voranschreiten, werden neue Forderungen nach einer „deutschen Bombe“ laut. Diese hatte Bundeskanzler Friedrich Merz erst kürzlich zurückgewiesen: „Ich möchte nicht, dass Deutschland über eine eigenständige atomare Bewaffnung nachdenkt.“[10] Dem widersprechen beharrlich Kommentatoren vor allem der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bereits vor zwei Wochen hieß es in einem Leitkommentar des Blattes unter der Überschrift „Die Furcht des Kanzlers vor der Bombe“, es sei „fahrlässig“, über „eine deutsche Atombewaffnung“ nicht nachzudenken.[11] Am gestrigen Dienstag hieß es nun im Hinblick auf die neuen deutsch-französischen Nuklearabsprachen: „Deutschlands nukleare Frage ist weiter unbeantwortet.“[12] Unter Bezug darauf, dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag die nukleare Aufrüstung der Bundesrepublik untersagt, urteilte ein Redakteur der Zeitung, man dürfe mit vollem Recht „darüber sinnieren, ob der Angriffskrieg Russlands gegen einen europäischen Nachbarn nicht einen (legalen) Wegfall der Grundlage jener friedensvertraglichen Regelung von 1990 bedeutet“.[13] Mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag steht die völkerrechtliche Grundlage der heutigen Bundesrepublik zur Disposition.

     

    Mehr zum Thema: Den Atomkrieg üben, Der Weg zur Bombe (II) und Der Weg zur Bombe (III).

     

    [1] Chloé Hoorman : La dissuasion nucléaire française fait un grand pas vers l’Europe. lemonde.fr 03.03.2026.

    [2], [3] Discours du Président de la République sur la dissuasion nucléaire de la France. elysee.fr 02.03.2026.

    [4] Lars Hoffmann: Raketenabwehr: Deutschland und Frankreich planen Frühwarnsystem JEWEL. hartpunkt.de 31.08.2025.

    [5] Lee Ferran: Let it go (long): France joins Germany, Italy and Poland in new ELSA long-range missile project. breakingdefense.com 12.07.2024.

    [6] S. dazu Auf Kosten Frankreichs.

    [7] Discours du Président de la République sur la dissuasion nucléaire de la France. elysee.fr 02.03.2026.

    [8] Wie Europa sich atomar schützen kann. zdfheute.de 02.03.2026.

    [9] Joint declaration of President Macron and Chancellor Merz. bundesregierung.de 02.03.2026.

    [10] Merz schließt atomare Bewaffnung Deutschlands aus. tagesschau.de 18.02.2026.

    [11] Berthold Kohler: Die Furcht des Kanzlers vor der Bombe. Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.02.2026.

    [12] Nikolas Busse: Nukleare Frage. Frankfurter Allgemeine Zeitung 03.03.2026.

    [13] Reinhard Müller: Nukleare Antwort. Frankfurter Allgemeine Zeitung 03.03.2026.


    Info:  https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10325


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Nützliche Adepten 2.0? Zitat: Unter Bezug darauf, dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag die nukleare Aufrüstung der Bundesrepublik untersagt, urteilte ein Redakteur der Zeitung, man dürfe mit vollem Recht „darüber sinnieren, ob der Angriffskrieg Russlands gegen einen europäischen Nachbarn nicht einen (legalen) Wegfall der Grundlage jener friedensvertraglichen Regelung von 1990 bedeutet“.[13] Mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag steht die völkerrechtliche Grundlage der heutigen Bundesrepublik zur Disposition. Zitatende

    04.03.2026

    Iranischer Professor: "Die westlichen Eliten sind Gefangene ihrer eigenen Propaganda"

    freedert.online, 3 Mär. 2026 17:28 Uhr

    Der außerordentliche Professor für Westasienwissenschaften der Universität Teheran, Hassan Ahmadian, hat sich in einem am Sonntag, den 1. März 2026, veröffentlichten Podcast zur Lage in Iran geäußert. Er gab an, die westlichen Eliten seien Gefangene ihrer eigenen Propaganda.


    Screenshot_2026_03_07_at_04_38_46_Iranischer_Professor_Die_westlichen_Eliten_sind_Gefangene_ihrer_eigenen_Propaganda_RT_DE

    Quelle: RT

    Video https://rumble.com/v76kbzu-iranischer-professor-die-westlichen-eliten-sind-gefangene-ihrer-eigenen-pro.html Dauer 3:26 Min.


    Ahmadian sagte, die westlichen Eliten hätten damit gerechnet, dass Iran kollabiere, sobald der Oberste Führer beseitigt wurde. Sie hätten sich damit vertan:

    "Jetzt sehen sie sich jedoch mit der Realität konfrontiert, dass es sich um ein sehr institutionalisiertes und nicht individualistisches politisches System handelt."

    Auf die Frage, weshalb Iran nun nicht nur Israel, sondern auch US-Basen in den Golfstaaten angreife, erwiderte Ahmadian, dass man beim letzten Krieg, dem Zwölf-Tage-Krieg, sehr zurückhaltend agiert habe. "Die Ergebnisse waren für sie jedoch sehr enttäuschend: Anstatt als die Partei anerkannt zu werden, die die Eskalation begrenzt hatte, begannen die Israelis und US-Amerikaner zu behaupten, Iran sei schwach, stehe kurz vor dem Zusammenbruch und müsse mehr Zugeständnisse machen, um zu überleben." Der Professor fügte hinzu, dass Iran diesmal sicherstellen wolle, dass die USA und Israel nicht mehr auf die Idee kommen würden, das Land anzugreifen.

    Mehr zum ThemaFjodor Lukjanow: Iran ist nicht Irak

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/kurzclips/video/271942-iranischer-professor-westlichen-eliten-sind-gefangene-eigener-propaganda/


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    03.03.2026

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    03.03.2026

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    03.03.2026

    Newsletter März 2026

    aus e-mail von  Internationaler Versöhnungsbund3.3.2026 12:45 Uhr


    März 2026
























    Der März ist ein stiller Brückenmonat. Zwischen Winter und Aufbruch, zwischen Erinnerung und neuem Vertrauen.

    Vor 80 Jahren begann in Den Haag ein vorsichtiger, aber mutiger Schritt: Mit der Aufnahme der Arbeit des Internationalen Gerichtshofs setzte die Welt ein Zeichen. Konflikte sollten nicht mehr nur mit Waffen, sondern mit Recht beantwortet werden. Ein leises, aber kraftvolles Versprechen.

    Vor 75 Jahren wurde mit dem Vertrag von Paris ein weiteres Fundament gelegt. Kohle und Stahl, einst Rohstoffe des Krieges, wurden zur Grundlage eines gemeinsamen europäischen Weges. Aus Gegnerschaft sollte Zusammenarbeit wachsen.

    Der 8. März erinnert uns daran, wie sehr Friedensarbeit mit dem Einsatz von Frauen weltweit verbunden ist. Ihr Engagement für Gerechtigkeit, Teilhabe und Gewaltfreiheit prägt Bewegungen bis heute.

    Und am 24. März denken wir an Óscar Romero. Er blieb seiner Überzeugung treu, dass Gerechtigkeit und Frieden untrennbar zusammengehören. Sein Vertrauen darauf, dass Gewalt nicht das letzte Wort hat, wirkt weiter.

    All diese Spuren erzählen von Menschen, die sich nicht vom Lärm der Welt bestimmen ließen. Sie haben beharrlich, oft im Kleinen, an etwas Größerem gearbeitet.

    Auch wir stehen in dieser Tradition. Als Versöhnungsbund wissen wir, wie verletzlich Frieden sein kann. Und wie viel Kraft darin liegt, ihn gemeinsam zu tragen. Vielleicht lädt uns dieser März ein, genau das neu zu spüren: dass wir verbunden sind in der Sehnsucht nach einer gerechten, friedlichen Welt.

    Schön, dass ihr Teil dieser Gemeinschaft seid.

    Bild: Ute Friesen by Pixabay



    Verstärkung für die Rezeption unserer Jahrestagung gesucht

    Für unsere Jahrestagung in Duderstadt (14. – 17. Mai 2026) suchen wir eine engagierte Person, die gemeinsam mit Marion Fröhning aus der Geschäftsstelle die Rezeption betreut.

    Die Rezeption ist die erste Anlaufstelle der Tagung:
    Anmeldung, Zimmerschlüssel, Teilnahmebeiträge – und vor allem Orientierung für alle, die ankommen.

    Wir suchen jemanden mit Organisationstalent, Freundlichkeit und Freude am Umgang mit Menschen. Jemanden, der Ruhe ausstrahlt, wenn viele Fragen gleichzeitig auftauchen.

    Es gibt einen Ehrenamtsvertrag und eine Aufwandsentschädigung.

    Wer Lust hat, mitten im Geschehen Verantwortung zu übernehmen und die Tagung von Anfang an mitzugestalten, meldet sich bitte in der Geschäftsstelle

    Bild: Dall.e

    Ein Zeichen der Hoffnung: Humanitärer Schutz für belarussischen Kriegsdienstverweigerer

    Gute Nachrichten aus unserem internationalen Netzwerk:
    Der belarussische Kriegsdienstverweigerer Hleb hat in Litauen einen humanitären Aufenthaltstitel erhalten. Eine Abschiebung nach Belarus wird nicht erfolgen.

    Die Information erreichte uns über die Internationale Fellowship of Reconciliation (IFOR)

    Hleb hatte den Militärdienst aus Gewissensgründen verweigert und war zuvor als angebliche „Gefahr für die nationale Sicherheit“ eingestuft worden. Sein erster Asylantrag war abgelehnt worden. Über Monate lebte er ohne gesicherten Status in Litauen und war von Abschiebung bedroht. In Belarus hätte ihm wegen seiner Verweigerung und seiner Beteiligung an den Protesten von 2020 Haft gedroht.

    Ein erneuter Asylantrag wurde gestellt. Zwischenzeitlich wurde Hleb von den Migrationsbehörden festgesetzt und mehrere Tage in einem geschlossenen Zentrum festgehalten. Erst durch anwaltliche Unterstützung kam er wieder frei.

    Entscheidend war schließlich die internationale Solidarität: Viele von euch folgten dem Aufruf und wandten sich mit Schreiben an die zuständigen litauischen Behörden und Institutionen. Diese Welle der Unterstützung führte dazu, dass der Fall erneut geprüft wurde. Erstmals wurde auch eine offizielle Vulnerabilitätsprüfung durchgeführt, die seine gesundheitliche Situation und besondere Schutzbedürftigkeit bestätigte.

    Das Ergebnis:
    Litauen erkannte an, dass eine Rückkehr nach Belarus nicht sicher wäre, und erteilte einen humanitären Aufenthaltstitel.

    Damit lebt Hleb nun rechtlich abgesichert in Litauen, mit Zugang zu Arbeit, Studium, Gesundheitsversorgung und sozialen Leistungen. Sein Status ist verlängerbar, solange die Gefährdungslage anhält.

    Noch ist dies kein politisches Asyl. Doch es ist ein wichtiges Signal – und ein Präzedenzfall. Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer, der zuvor als Sicherheitsrisiko galt, erhält Schutz.

    Diese Entscheidung zeigt: Internationale Solidarität wirkt. Briefe, Öffentlichkeit und beharrliche Unterstützung können Leben verändern.



    Frauen als Friedensgestalterinnen im Zentrum

    Frauen leisten weltweit unverzichtbare Friedensarbeit – in Mediation, Dialogprozessen, Versöhnungsinitiativen und der Prävention von Gewalt. Zugleich geschieht dieses Engagement oft unter hohem persönlichen Druck. Anfeindungen, gesellschaftliche Widerstände und psychosoziale Belastungen gehören in vielen Kontexten zur Realität. Auch für uns im Versöhnungsbund ist die Frage zentral, wie Friedensarbeit so gestaltet werden kann, dass sie die Engagierten stärkt und schützt.

    Die Berghof Foundation greift dieses Thema anlässlich des Internationalen Frauentags auf. In der Online-Veranstaltung „Women peacebuilders at the centre“ geht es darum, wie eine psychosoziale „Do No Harm“-Perspektive Friedensarbeit sicherer, nachhaltiger und wirksamer machen kann. Expertinnen und Experten aus Kamerun, Kolumbien, Irland und Myanmar teilen Erfahrungen aus der Praxis und zeigen auf, wie Belastungen frühzeitig erkannt und Schutzmechanismen im gesamten Projektzyklus verankert werden können.

    Nach einer Begrüßung durch Chris Coulter diskutieren Agnes Mary (Myanmar), Erika Ramirez (Kolumbien), Esther Omam (Kamerun) und Sara Cook internationale Perspektiven aus Praxis und Beratung. Die Moderation übernimmt Stefanie Gaumert.

    Die Veranstaltung findet am 3. März 2026 von 13:30 bis 14:30 Uhr (MEZ) online via Zoom statt und wird in englischer Sprache durchgeführt.
    Hier geht`s zur Registrierung

    Gerade für unsere eigene Friedensarbeit bietet dieser Austausch wertvolle Impulse, wie Engagement verantwortungsvoll, achtsam und langfristig tragfähig gestaltet werden kann.

    Bild von Dall.e



    17. Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland – 2026 Atomwaffen bedrohen das Leben von Menschen und Mitwelt in existenzieller Weise. Seit 2010 findet deshalb die Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland statt – als geistliche Praxis und öffentliches Zeichen für Abrüstung und Frieden.

    Auch 2026 wird die Fastenaktion fortgeführt. Sie verbindet individuelles Fasten mit öffentlicher Mahnwache und erinnert an die Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis ebenso wie an die bis heute bestehende atomare Bedrohung.

    Wie ist die Fastenaktion organisiert?

    • Gefastet wird in der Regel am 6. eines Monats
      (im April am Karfreitag).
      Diese Fastentage werden individuell zu Hause begangen – im jeweils eigenen Rahmen und in der persönlich gewählten Form.

    • Am 9. eines jeden Monats findet unabhängig vom Wochentag eine öffentliche Mahnwache / Schweigezeit in Köln statt.
      Sie erinnert an den Nagasaki-Gedenktag und macht das Anliegen der Fastenaktion im öffentlichen Raum sichtbar.

    Eine Beteiligung ist auch punktuell oder zeitweise möglich – beim Fasten, bei der Mahnwache oder bei beidem.

    Die nächsten Termine

    Freitag, den 6. März 2026 – 5. Fastentag
    Montag, den 9. März 2026 – 6. Fastentag – 17.00-18.00 Uhr IVB/pX-Köln-Mahnwache / Schweigezeit in der Schildergasse, Köln

    Karfreitag, den 3. April 2026 – 7. Fastentag
    Donnerstag, den 9. April 2026 – 8. Fastentag – 17.00-18.00 Uhr IVB/pX-Köln-Mahnwache / Schweigezeit in der Schildergasse, Köln

    Mittwoch, den 6. Mail 2026 – 9. Fastentag
    Samstag, den 9. Mai 2026 – 10. Fastentag – 17.00-18.00 Uhr IVB/pX-Köln-Mahnwache / Schweigezeit in der Schildergasse, Köln

    Weitere Termine finden sich auf der Website.

    Wilde FriedensKirche - Frieden feiern unter freiem Himmel

    Auch im März lädt die Wilde FriedensKirche wieder zu ihren offenen Gottesdiensten ein.
    Menschen kommen unter freiem Himmel zusammen, um innezuhalten, zu beten, zu singen, zu schweigen – und die Gegenwart des Friedens zu spüren.
    Diese Gottesdienste finden an Orten statt, die mitten im Leben stehen: auf Plätzen, an Kirchen, an Orten, an denen Gewalt, Not oder Hoffnung sichtbar werden.
    Wer teilnimmt, erlebt einen Raum der Stille und des Miteinanders, in dem sich Gebet, Musik, Text und Gespräch auf einfache Weise verbinden.
    Im Anschluss wird geteilt, was zum Essen und Trinken mitgebracht wurde – ein Zeichen lebendiger Gemeinschaft.
    Alle, die sich für Gewaltfreiheit, Mitgefühl und Frieden öffnen möchten, sind herzlich willkommen – unabhängig von kirchlicher Bindung oder Glaubensrichtung.

    Mehr Infos hier: https://versoehnungsbund.de/2025-wilde-friedenskirche-einladung

    Ein letzter wundervoller Termin:

    08.03.2026 – Köln, vor dem Domforum

    Kontakt:
    Dr. Gudula Frieling, Dortmund
    gudula.frieling@posteo.de

    Pfarrer Dr. Matthias Engelke, Köln
    distelwenk@gmail.com

    Ostern heißt: den Frieden nicht den anderen überlassen

    Ostern ist für viele von uns seit Jahrzehnten mit den Ostermärschen verbunden. Auch in diesem Jahr ruft die Kooperation für den Frieden dazu auf, sich an den Aktionen zu beteiligen.

    Die gesellschaftliche Stimmung hat sich verändert. Es wird aufgerüstet, Milliarden fließen in Militär und sogenannte „Kriegstüchtigkeit“. Gleichzeitig erleben viele Menschen Kürzungen im Sozialen, Unsicherheiten im Bildungsbereich, wachsende Belastungen im Gesundheitswesen. Junge Menschen blicken auf Schuldenberge, Wehrpflichtdebatten und eine Klimapolitik, die hinter den Notwendigkeiten zurückbleibt.

    All das geschieht nicht abstrakt. Es betrifft unseren Alltag.

    Als Friedensbewegung halten wir dagegen – nicht mit einfachen Antworten, sondern mit einer klaren Haltung: Sicherheit entsteht nicht durch immer mehr Waffen, sondern durch Diplomatie, durch Verständigung, durch den Schutz des Völkerrechts und der Menschenrechte.

    Wir wünschen uns ein Land, das Konflikte mit zivilen Mitteln bearbeitet.
    Ein Land, das Menschen Schutz bietet, die vor Krieg und Gewalt fliehen.
    Ein Land, das internationale Verantwortung ernst nimmt – auch durch diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege in der Ukraine, in Westasien, im Sudan und anderswo.

    Die Gefahr einer weiteren Eskalation, auch atomarer, ist real. Gerade deshalb braucht es öffentliche Zeichen.

    Die Ostermärsche sind ein solches Zeichen.
    Still, vielfältig, manchmal widersprüchlich – aber getragen von der Überzeugung, dass Frieden möglich ist.

    Vielleicht sehen wir uns dort.

    Informationen und Termine: Hier

    Internationaler Bodensee-Friedensweg 2026 Friedensraum Bodensee: wir ent-rüsten uns

    Die Vorbereitungen für den nächsten Internationalen Bodensee-Friedensweg laufen. Am Ostermontag, den 6. April 2026, wird der Friedensweg in Konstanz beginnen und über die Grenze nach Kreuzlingen führen. Unter dem Motto
    „Friedensraum Bodensee: wir ent-rüsten uns – Lasst uns Friedenskultur leben!“
    setzt der Friedensweg erneut ein klares, grenzüberschreitendes Zeichen gegen Aufrüstung und für ein friedliches Miteinander.

    Angesichts zahlreicher Kriege, weltweiter militärischer Aufrüstung und der fortschreitenden Zerstörung unserer Lebensgrundlagen ist es dringender denn je, Friedenskultur sichtbar zu machen und zu leben. Der Bodensee-Friedensweg möchte Mut machen, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen und mit den eigenen Möglichkeiten zum Frieden beizutragen.

    Wir freuen uns besonders über die Zusage von Jürgen Grässlin, einem der profiliertesten Friedensaktivisten Deutschlands, der sich seit Jahrzehnten für Abrüstung und Gewaltfreiheit engagiert. Ebenfalls wird Helena Nyberg, Präsidentin der Schweizer Sektion der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF), als Referentin dabei sein.

    Ein begleitender „Markt der Möglichkeiten“ lädt dazu ein, Initiativen, Projekte und konkrete Handlungsansätze kennenzulernen, die Hoffnung geben – gegen Resignation und gegen die Verhärtung „in dieser harten Zeit“.

    Weitere Informationen folgen.
    Save the Date: Ostermontag, 6. April 2026.

    Kirchlicher Diskurs unter Spannung: Frieden, Abschreckung, Verantwortung


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    03.03.2026

    K.Leukefeld / Prof. Pascal Lottaz / Globaler Süden

    aus e-mail von Doris Pumphrey, aus e-mail von 3. März 2026, 15:11 Uhr


    Karin Leukefeld im Gespräch mit Ivan Rodionov (InfraRot) über den Krieg gegen Iran

     „Wir sind der Widerstand, der noch auf den Beinen steht“
    Die Nahost-Expertin Karin Leukefeld berichtet seit 25 Jahren aus der Region. Auf InfraRot analysiert sie die Kräfteverhältnisse, den Verlauf und die gegenseitigen Strategien im Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Warum Ayatollah Ali Khamenei keinen Schutz im Bunker vor den anfliegenden Raketen gesucht hat, warum das, was Karin Leukefeld die „strategische Geduld des Irans“ nennt, nun am Ende ist und was daraus folgt – das und vieles mehr erfahren Sie aus unserem aktuellen Gespräch.
    Siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=0lzdeT5dp8k




    Irans Doktrin des gewaltigen Schlages
    Prof. Pascal Lottaz
    Siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=52gCt5m1zKQ





    https://www.jungewelt.de/artikel/518491.iran-krieg-globaler-s%C3%BCden-geht-auf-distanz.html
    3.3.2026
    Globaler Süden geht auf Distanz
    Lateinamerikanische und afrikanische Staaten üben scharfe Kritik an Militärschlägen gegen Iran
    Von Volker Hermsdorf

    Die gemeinsamen Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran stoßen im globalen Süden auf scharfe Ablehnung. Regierungen in Lateinamerika und Afrika prangerten den Angriffskrieg als imperialistische Aggression und eklatante Verletzung des Völkerrechts an. Während Washington und Tel Aviv ihr Bombardement als »sicherheitspolitisch notwendige Aktion« rechtfertigen, sehen zahlreiche Staaten darin eine gezielte Sabotage diplomatischer Bemühungen und warnen vor einer brandgefährlichen Eskalation mit globalen Folgen.

    Besonders deutlich reagierte Kuba. Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilte die Ermordung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei als »verabscheuungswürdigen Akt« und als flagranten Bruch der UN-Charta. Außenminister Bruno Rodríguez sprach von einer »hinterhältigen« Aktion, die laufende Verhandlungen in der Nuklearfrage gezielt torpediere. Havanna forderte den UN-Sicherheitsrat auf, seiner Verantwortung für die Wahrung des Weltfriedens nachzukommen, und rief die internationale Gemeinschaft zur Mobilisierung gegen weitere Militärschläge auf.

    Auch andere Regierungen Lateinamerikas gingen auf Distanz zu Washington: Brasilien verurteilte die Angriffe ausdrücklich und betonte, sie seien mitten in einem diplomatischen Prozess erfolgt – dem »einzig gangbaren Weg zum Frieden«. Mexiko warnte vor gravierenden humanitären Folgen und mahnte eine Rückkehr zum Dialog an. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro erklärte, US-Präsident Donald Trump habe »einen Fehler gemacht« – Frieden und Leben müssten Vorrang haben. Chile sprach von einer schweren militärischen Eskalation, verurteilte aber sowohl die Angriffe auf Iran als auch die iranische Gegenreaktion. Selbst das traditionell eng mit den USA verbündete Guatemala unter Präsident Bernardo Arévalo forderte von Washington und Tel Aviv Zurückhaltung und die Achtung des Völkerrechts. Auch Uruguay äußerte »Besorgnis«, während Venezuela die Missachtung »grundlegender Prinzipien der Diplomatie« kritisierte.

    Der venezolanische Außenminister Yván Gil zeigte sich »zutiefst betroffen« über Angriffe auf zivile Einrichtungen, bei denen »minderjährige Schülerinnen« getötet wurden. Wie das Portal Venezuela Analysis später auf X mitteilte, hat das Außenministerium die zunächst veröffentlichte offizielle Erklärung – in der auch Iran für seine Selbstverteidigung kritisiert wurde – mittlerweile aber offenbar von all seinen Social-Media-Kanälen gelöscht.

    Eine klare Gegenposition bezieht einzig die Regierung von Javier Milei in Argentinien, die sich demonstrativ hinter die Militärschläge stellte und behauptet, sie könnten zur »Stabilisierung der Region« beitragen. Ähnlich positioniert sich die venezolanische Oppositionelle María Corina Machado, die kürzlich nach einem Treffen mit dem Sohn des gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, erklärte, die rechte venezolanische Opposition und iranische Monarchisten hätten sich auf die »Koordinierung der Bemühungen« für einen »freien Iran« und ein »freies Venezuela« verständigt.

    In Afrika überwiegen derweil Stimmen der Kritik. Algerien, Nigeria und Senegal warnten vor einer weiteren Eskalation und forderten die strikte Einhaltung des Völkerrechts. Libyen bezeichnete die Angriffe als »inakzeptabel«. Südafrika verwies auf Artikel 51 der UN-Charta: Präventive Selbstverteidigung sei völkerrechtlich nicht zulässig, so Präsident Cyril Ramaphosa. Die Afrikanische Union warnte vor globalen Auswirkungen auf Energie- und Ernährungsmärkte. Besonders deutlich reagierte Burkina Faso, das die Schließung der US-Botschaft ankündigte und Israel sowie die USA als »Terrorstaaten« bezeichnete.

    Während westliche Regierungen den Iran für den von Washington und Tel Aviv begonnenen Angriffskrieg verantwortlich machen und die Bombardements rechtfertigen, sieht ein Großteil der Länder des globalen Südens darin eine gefährliche Eskalation und eine Missachtung internationaler Normen. Die Forderung nach Dialog statt Bomben, nach Deeskalation und Verteidigung der internationalen Rechtsordnung eint – mit wenigen Ausnahmen – die Regierungen von Havanna bis Pretoria.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    Deutsche ErinnerungspolitikDie große Heuchelei


    Kolumne Schlagloch

    von Charlotte Wiedeman

    25.2.2026

    10:59 Uhr

    Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.

    W eil ich der Erinnerungskultur seit jeher eng verbunden bin, neige ich dazu, sie trotz mancher Verunstaltungen zu verteidigen. Zuletzt hat sich in mir indes ein wachsender Widerwille aufgebaut, ein Widerwille gegen die flagrante Heuchelei, die sich vor allem in der politischen Klasse ausbreitet und das Gedenken von innen her moralisch zersetzt.

    Nehmen wir Julia Klöckner, immerhin mit dem zweithöchsten Rang im Staate ausgestattet. Als Präsidentin des Bundestags gab sie zum Holocaust-Gedenktag zunächst einen Erinnerungsbefehl für Migranten aus, um dann mit einer Spritztour in den Gazastreifen ihre Empathielosigkeit zur Schau zu stellen. Beide Ereignisse verdienen es, festgehalten zu werden, denn sie verkörpern sowohl einzeln wie in Kombination, was an der offiziellen Erinnerungskultur – im Wortsinn – abstoßend geworden ist.

    Im Bundestag sagte Klöckner an jene gewandt, deren Familien erst Jahre nach den NS-Massenmorden kamen: „Wenn es dein Land sein soll, dann ist es auch deine Geschichte!“ (Beifall im Saal.) Als hätte es alle Forschung zum diversen Erinnern in Einwanderungsgesellschaften nicht gegeben. Wer sich ernsthaft mit der Zukunft des Gedenkens befasst, weiß, wie schädlich Klöckners Kommando-Ton ist, zumal er rassistisch unterlegt war: „Die Sonnenallee“, billiger geht es kaum, als Hauptfeind der Shoah-Erinnerung. Danach dann der perfekt geschminkte Blick auf die Leidensstätte des Gazastreifens. 20.000 tote Kinder? Genozid? Deutsche Mitschuld? Die Katholikin wusch ihre Hände ostentativ in Unschuld.


    taz debatte Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

    Wie soll sich, wer in Gaza Angehörige verlor, von einer Demokratie oder einer Erinnerungskultur, die Klöckner zu repräsentieren behauptet, vertreten fühlen? Wie diese Kälte, diese Ignoranz ertragen?

    Die neue Scham des Deutschseins

    Es gab eine Zeit, als manche meiner Generation bei Auslandsreisen versuchten, ihr Deutschsein zu verbergen. Zur alten Scham gesellt sich heute eine neue: über den Mangel an Anstand, die Scheinheiligkeit und die Zensurwut im offiziellen Gedenk-Deutschland. Was schmerzhafte Selbstbefragung sein sollte, wurde zur herrischen Geste.

    Die Scheinheiligen von heute haben wenig bis nichts beigetragen, als es galt, Opfer-Anerkennung und Entschädigungen gegen viel Widerstand zu erkämpfen. Nun maßen sie sich an, sogar über jene zu Gericht zu sitzen, die an der Basis das Erinnern wachhalten. Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe machen, die ermordeten Juden/Jüdinnen ihrer Stadt dem Vergessen zu entreißen, werden von einem hochmütigen Antisemitismus-Wächter zur Rede gestellt, sobald sie etwa das Canceln einer propalästinensischen Rednerin kritisieren.

    Man kann selbstverständlich in der Holocaust-Erinnerung aktiv sein und zugleich mit Entsetzen auf Israels Völkerrechtsverbrechen reagieren – dass beides nicht zusammengehe, zählt zu den dreisten Lügen, die das Klima der Scheinheiligkeit nähren.

    Schüler und Schülerinnen lassen sich Empathie für Gaza nicht verbieten und sprechen über Israel und Palästina anders, als es ihren ängstlichen Schulleitungen lieb ist. In vielen Einrichtungen gibt es zwei Diskurse, einen offiziellen und einen inoffiziellen – wie in der DDR, sagte mir neulich jemand.

    Die Heuchler und die Pseudo-Helden

    Zum Thema Heuchler hält der Duden verwandte Begriffe bereit: Frömmler, Duckmäuser, Schmeichler. Manche Sekundanten der Staatsraison mag man darin wiedererkennen. Neu ist die Kategorie der Krypto-Kritischen: Ihr Dissens bleibt strikt vertraulich, zumal wenn sie dem Bundestag angehören, denn nichts fürchten sie mehr, als von Bild filetiert zu werden. Manche schützen sich öffentlich mit dem Aufsagen von Glaubenssätzen („Man darf den Holocaust nicht vergleichen!“), an die sie bei Nachfrage selbst nicht glauben.

    Und dann die Pseudo-Heroischen (ein Begriff von Per Leo): Sie werfen sich als Beschützer jüdischen Lebens in die Brust, ohne zu realisieren, was sie selbst zur gesellschaftlichen Spaltung beitragen. Etwa Uwe Becker, hessischer Antisemitismusbeauftragter, von dem es heißt, er setze seine Kippa bereits zum Zähneputzen auf. Becker will den Verein „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ verbieten lassen, wegen „antisemitischer Hetze“. Im Namen des Shoah-Gedenkens wird sortiert, welches jüdische Leben keineswegs schützenswert ist.

    Zur Heuchelei gehört, dass Antisemitisches in der Dominanzkultur kaum ein Karrierekiller ist. Die „Stefan Raab Show“ hängte der Familie Ofarim ein jüdisches „Betrüger-Gen“ an, am Holocaust-Gedenktag? Mit einer flotten Entschuldigung ist es getan. Oder die Fördergelder des Berliner Senats für eine Frau, die Hass auf prominente liberale Juden predigt? Dumm gelaufen. Und gewiss hat die hoch subventionierte Deutsch-Israelische Gesellschaft keinen Mittelentzug zu fürchten, nur weil diese Mittel von einem verurteilten Sexualstraftäter gehütet wurden. Beim eifrigen Durchleuchten der Biografien politischer Gegner war eben einfach keine Zeit, in die eigenen Reihen zu leuchten.

    Es ist Zeit, sich nicht mehr einschüchtern zu lassen von jenen, die das Erinnern in die Korridore der Macht und des Eigennutzes entführt haben

    Bei meinen Vorträgen treffe ich landauf, landab auf Menschen, die längst eine andere Gedenkkultur praktizieren, sensibel, inklusiv und engagiert antifaschistisch. Doch oft scheuen sie davor zurück, die Heuchelei, die auch bei kommunalen Honoratioren floriert, beim Namen zu nennen. Es ist Zeit, sich nicht mehr einschüchtern zu lassen von jenen, die das Erinnern in die Korridore der Macht, der Kälte und des Eigennutzes entführt haben.

    „Unsere Geschichte“, sagt Kanzler Friedrich Merz, verlange jetzt einen deutschen Führungsanspruch in Europa. Militärische Stärke statt Moralismus! Weniger humanitäre Visa, weniger Asylbewerber, weniger Entwicklungshilfe. Früher war die Beschäftigung mit der NS-Vergangenheit eine Wegmarkierung zu einer humaneren, feinfühligeren Gesellschaft – so jedenfalls die Hoffnung. Nun steht auf der Wegmarke: Hier geht’s zum neuen deutschen Autoritarismus. Das darf und das wird nicht das letzte Wort sein.



    Info: https://taz.de/Deutsche-Erinnerungspolitik/!6157492/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    Satzungsreform der GrünenEine Generalin, neue Räte und weniger Anträge

    Screenshot_2026_03_03_at_22_19_32_Satzungsreform_der_Gr_nen_Eine_Generalin_neue_R_te_und_weniger_Antr_ge_taz.de-Kopie


    Haben es manchmal schwer, vor lauter Anträgen die Übersicht zu bewahren: Delegierte auf Grünen-Parteitag Foto: Imago/Chris Emil Jansen


    taz.de, vom 2. 3. 2026, Von Tobias Schulze

    Die Grünen-Spitze hält die eigene Parteisatzung für veraltet und will die Mitglieder über eine Reform abstimmen lassen. Der taz liegt der Vorschlag vor.


    Das Mitgliederwachstum hat die Grünen verändert: Vor zehn Jahren hatte die Partei nur knapp 60.000 Mitglieder, heute sind es mit rund 183.000 mehr als dreimal so viele. Mit einer umfassenden Satzungsänderung will die Parteiführung unter anderem auf die Schwierigkeiten reagieren, die diese Entwicklung mit sich gebracht hat. Eine interne Kommission hat in den vergangenen Monaten Vorschläge erarbeitet, im Sommer sollen die Parteimitglieder in einer Urabstimmung über sie entscheiden. Bundesvorstand und Parteirat haben die Vorlage dafür am Montag angenommen.

    „Unsere Aufgabe ist es, unsere innerparteiliche Demokratie weiterzuentwickeln“, heißt es in dem Beschluss, der der taz vorab vorliegt. Ziel sei es, „auf Basis unserer demokratischen Grundsätze neue Schlagkraft in der politischen Auseinandersetzung zu gewinnen“. Insgesamt besteht die empfohlene Satzungsänderung aus 17 Vorschlägen, über die die Partei jeweils einzeln abstimmen soll.

    Ein großer Teil bezieht sich auf den Ablauf von Grünen-Parteitagen. In den vergangenen Jahren gestalteten sich diese oft unübersichtlich, nach Ansicht der Parteispitze vor allem wegen der hohen Anzahl von Anträgen aus der Partei. Den Rekord habe man im Jahr 2021 mit 2.532 Anträgen erreicht. Über jeden einzelnen muss im Vorfeld eines Parteitags zwischen Antragskommission, Bundesvorstand und An­trag­stel­le­r:in­nen verhandelt werden; oft einigt man sich erst während des Parteitags selbst auf Kompromissformulierungen. Und am Ende fällt es Be­ob­ach­te­r:in­nen und selbst Delegierten häufig schwer zu überblicken, was denn nun eigentlich beschlossen wurde.

    Höhere Hürden für Anträge

    Die Parteispitze möchte künftig „die Anzahl der Anträge reduzieren“ und dadurch die „Debatten und Abstimmungen verständlicher machen“. Zu diesem Zweck will man die Hürden für die Antragsstellung erhöhen. So sollen Ortsverbände keine eigenen Anträge mehr einreichen dürfen, dazu wären die Gliederungen nur noch ab der Kreisebene berechtigt.

    Wie bisher sollen zwar auch Einzelmitglieder Anträge stellen dürfen, dafür reichen aber 50 Unterschriften von Un­ter­stüt­ze­r:in­nen nicht mehr aus. Stattdessen soll eine atmende Grenze von 0,05 Prozent der Parteimitglieder eingeführt werden. Im Moment entspräche das rund 90 Personen. Hinzukommen könnte die Bedingung, dass die Hälfte davon Frauen sein müssen – „mit dem Ziel, das Prinzip der gleichberechtigten Teilhabe weiterzuentwickeln“.

    Um der Antragskommission den Zeitdruck zu nehmen, soll die Frist für die Einreichung von Anträgen zudem acht Wochen vor dem Parteitag liegen statt wie bisher sechs Wochen. Im Gegenzug soll die Kommission ihre Empfehlungen „in der Regel spätestens 48 Stunden“ vor einem Parteitag abgeben und so für mehr Übersichtlichkeit sorgen. Ihre Befugnisse werden erweitert: Das Gremium, das sich überwiegend aus Funk­tio­nä­r:in­nen verschiedener Ebenen zusammensetzt, soll den Delegierten „eine Vertagung, eine Überweisung oder die Nichtbefassung eines Antrags“ empfehlen können.

    Grüne Räterepublik

    Dass die Antragsstellung erschwert wird, hatten einzelne Mitglieder schon im Vorfeld befürchtet und als Beschneidung der Basisdemokratie bezeichnet. Gestärkt würden die Beteiligungsmöglichkeiten der Basis auf der anderen Seite jedoch unbestreitbar durch ein neues Instrument: die sogenannten Mitgliederräte. Gedacht sind sie als „Debattenraum, ähnlich wie ein Bürgerrat, in dem geloste Mitglieder Handlungsempfehlungen für kontrovers diskutierte Themen erarbeiten“. Pro Jahr soll maximal ein solcher Mitgliederrat mit 30 bis 60 Mitgliedern eingerichtet werden können, über die Ergebnisse könnten Parteitage abstimmen.

    Während die Grünen mit solchen Räten Vorreiter wären, würden sie sich mit Reformen weiterer Gremien stärker anderen Parteien angleichen: Erstens soll die Position der politischen Geschäftsführerin in die ei­ne:r Ge­ne­ral­se­kre­tä­r:in umbenannt werden.

    Formal geht es nur um die Bezeichnung, dahinter steckt aber eine Diskussion, die in der Partei schon länger geführt wird: Die Arbeit der politischen Geschäftsführung (momentan besetzt mit Pegah Edalatian, die auch federführend an der Satzungsreform arbeitet) ist überwiegend nach innen gerichtet, während Ge­ne­ral­se­kre­tä­r:in­nen anderer Parteien stärker in der Öffentlichkeit stehen.

    Mehr Abgeordnete in den Vorstand

    Zweitens will die Parteispitze die Trennung von Amt und Mandat weiter aufweichen. Ursprünglich durften Vorstandsmitglieder nicht gleichzeitig in Parlamenten sitzen. Seit einer hart umkämpften Satzungsreform im Jahr 2003 dürfen zwei von sechs Vorständen gleichzeitig Abgeordnete sein. Nun soll diese Zahl auf drei steigen. Wahlweise mit der Bedingung, dass weiterhin nur zwei im Bundestag sitzen dürften und der oder die Dritte aus dem EU-Parlament oder einem Landtag kommen müsste.

    Drittens strebt die Parteispitze Änderungen beim Parteirat an, der eine Art erweiterten Vorstand darstellt. In der Praxis ist seine Stellung bislang schwach. Das hat auch damit zu tun, dass prominente Grüne mit Regierungsverantwortung oft vor einer Kandidatur zurückschrecken, weil sie ein schlechtes Wahlergebnis auf dem Parteitag und einen entsprechenden Reputationsverlust befürchten.

    Aktuell gehört dem Gremium beispielsweise kein Mitglied einer Landesregierung an. Wichtige Entscheidungen beraten einflussreiche Grüne daher bislang eher in informellen Runden. „Diese Praxis ist für unsere Handlungsfähigkeit zentral – bislang jedoch formell wenig geregelt. Das ändern wir jetzt“, heißt es in der Vorlage für die Urabstimmung.

    Gewählt werden soll das Gremium nicht mehr auf dem Parteitag, sondern auf dem Länderrat – de facto ein kleiner Parteitag, dessen Zusammensetzung ebenfalls leicht reformiert werden soll. Hier sollen sich künftig Machtpositionen widerspiegeln. Dabei sein sollen etwa je zwei Mitglieder von Landesregierungen und gegebenenfalls der Bundesregierung sowie führende Köpfe aus dem EU-Parlament, aus Landtagen und Kommunen. Formuliert wäre das in der neuen Satzung aber nicht als feste Vorgabe, sondern als Soll-Vorschrift.

    Abstimmung im Sommer

    Weitere Änderungen beziehen sich auf die Transparenzpflichten (Vorstandskandidat:innen sollen bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten offenlegen) und die Vielfaltsbestrebungen der Partei (der Vorstand soll dem Diversitätsrat regelmäßig Bericht erstatten).

    Als Nächstes sollen die Parteimitglieder zunächst umfangreich über das Für und Wider der Änderungsvorschläge diskutieren. Ab dem 9. Juni dürfen sie dann abstimmen, das Ergebnis kommt voraussichtlich im Juli. Theoretisch hätte die Parteispitze auch einen Parteitag über die Satzungsänderung entscheiden lassen können, dort hätte sie allerdings eine Zweidrittelmehrheit benötigt. Bei einer Urabstimmung reicht nach Auffassung der Führung eine einfache Mehrheit. Einige Tra­di­tio­na­lis­t:in­nen aus der Partei sehen das anders und haben bereits angekündigt, die Frage im Zweifel gerichtlich klären zu lassen.


    Info: https://taz.de/Satzungsreform-der-Gruenen/!6159152/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    Naher und Mittlerer Osten
    Zentralrat der Juden ruft Deutschland zur Unterstützung des Kriegs gegen Iran auf

    deutschlandfunk.de, 03.03.2026

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich für eine Fortführung des Krieges gegen den Iran bis zu einem Ende des islamistischen Regimes ausgesprochen.


    Screenshot_2026_03_03_at_21_24_32_Naher_und_Mittlerer_Osten_Zentralrat_der_Juden_ruft_Deutschland_zur_Unterst_tzung_des_Kriegs_gegen_Iran_auf



    Dies liege auch im nationalen Interesse Deutschlands, sagte Zentralratspräsident Schuster in Berlin. Die Bundesregierung solle daher die USA und Israel bei ihren Angriffen unterstützen. Zwinge man die Mullahs in die Knie, hätte das unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheit in ganz Deutschland. Die atomare Bedrohung durch Teheran sei trotz der Erfolge im sogenannten Zwölftagekrieg im vergangenen Jahr gewachsen. Zudem sei der Iran seit vielen Jahren einer der wichtigsten Architekten des globalen Terrors. Längst trieben die iranischen Agenten auch hierzulande ihr Unwesen und steckten hinter zahlreichen Angriffen auf jüdische Gemeinden, führte Schuster aus.

    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.


    Info: https://www.deutschlandfunk.de/zentralrat-der-juden-ruft-deutschland-zur-unterstuetzung-des-kriegs-gegen-iran-auf-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Wer mit seinem Finger auf andere zeigt, auf den zeigen drei zurück.




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    Zentralrat der Juden / Warnung Teherans / Merzsche Bankrotterklärung


    teilweise aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. März 2026, 13:19 Uhr


    RTDE-Liveticker-Krieg-gegen-Iran 3.3.2026

    Teheran: "Defensive Maßnahmen" Europas werden als "Kriegshandlung" gewertet

    Die politische Führung in Teheran warnt eindrücklich die europäischen Länder davor, sich dem Konflikt Irans mit Israel und den USA anzuschließen. Diese Aussage wird getroffen, nachdem Deutschland, Frankreich und Großbritannien am Sonntag erklärt hatten, sie würden "potentiel defensive Maßnahmen" ergreifen, um die Raketenabschusskapazitäten des Iran zu zerstören.
    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, gab diesbezüglicher Ankündigungen auf einer Pressekonferenz wörtlich zu Protokoll: "Das wäre ein Kriegshandlung. Jede solche Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren angesehen werden. Es würde als Kriegshandlung gegen den Iran angesehen werden."
    In der diesbezüglichen ankündigenden Erklärung seitens Berlin, Paris und London heißt es: "Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören."


    https://www.nachdenkseiten.de/?p=147071
    3.3.2026

    Merz und das Völkerrecht: Eine Regierungserklärung wird zur Bankrotterklärung

    Verbündete Deutschlands haben einen illegalen Angriffskrieg eröffnet. Der Bundeskanzler der Republik gibt eine Regierungserklärung ab. Darin kommt das Wort „Krieg“ viermal vor – allerdings nicht in Bezug auf den Angriff der USA und Israel. Friedrich Merz liefert eine Regierungserklärung ab, die zur politischen Bankrotterklärung wird. Das steht ein Bundeskanzler und zeigt der Öffentlichkeit: Das Völkerrecht ist Wachs in den Händen einer Politik geworden, die den doppelten Maßstab zum Programm macht. Merz agiert, als beteiligte er sich persönlich am Krieg. Natürlich nicht direkt an der Front, aber mit Worten, die er als Blendgranaten vor die Füße der Öffentlichkeit wirft. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

    Wild West auf offener Bühne – Angriffe auf souveräne Staaten unter der vollen Rückendeckung der „Wertegemeinschaft“. Venezuela, der Iran: Welches Land ist als Nächstes dran? Raketen und Bomben für den Frieden – die Ermordung Unschuldiger, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren spielen als Kollateralschäden keine Rolle. Das Völkerrecht ist zur bloßen Verfügungsmasse der Macht geworden. Menschenleben zählen nur, wenn sie für die Propaganda taugen. Man kennt das Prinzip: „gute“ Opfer, „böse“ Opfer – so wie es der Politik eben gerade passt.

    Politik, Stichwort!

    Da greifen die USA und Israel den Iran an – und der Bundeskanzler gibt eine Regierungserklärung ab, die einer staatspolitischen Schande gleichkommt. Viermal nimmt er den Begriff „Krieg“ in den Mund. Er spricht von einer „einzigartige(n) Dichte an Kriegen und Umbrüchen auf der Welt“, er spricht von „Irans systematische(n) Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine“, vom „russische(n) Krieg gegen die Ukraine“ und von einem „Terrorkrieg, den Teheran seit Jahren gegen Israel führt“.

    Was all das mit dem Angriffskrieg der USA und Israel auf den Iran zu tun hat? Die Worte Merz‘ erwecken den Eindruck, hier steht ein Bundeskanzler, der sich persönlich am Krieg beteiligt. Natürlich nicht vorne an der Front, sondern mit Blendgranaten, die er in Form von Worten und Aussagen der Öffentlichkeit vor die Füße wirft.

    Bei aller Kritik an der politischen Führung des Irans: Hier greifen enge Verbündete Deutschlands ein souveränes Land an – ohne völkerrechtliche Grundlage. Und der Bundeskanzler, der doch mit seinem, sagen wir: „Wertekompass“ auftreten sollte, findet keine Silbe an Kritik gegenüber den Angreifern. Stattdessen nimmt er sich heraus davon zu sprechen, dass „bisher bestehende Regeln auch des Völkerrechts (…) immer weniger eingehalten“ werden.
    Nun, wenn derjenige, der beklagt, dass „Regeln des Völkerrechts“ nicht eingehalten werden, nicht aussprechen kann oder will, dass beim Angriff auf den Iran auf das Völkerrecht geschissen wird, dann kann jeder sehen, wo das Problem liegt.

    Merz sagt, bei den Angriffen auf den Iran sei die politische Führung „zu Tode gekommen“ – von Ermordung spricht er nicht.

    Dafür sagt der Kanzler etwas anderes. In der Vergangenheit sei die Bundesrepublik nicht bereit gewesen, „grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen.“ Aus diesem Grund sei „jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren.“

    Da steht ein Kanzler, der plötzlich sehr kleinlaut ist – während er gegenüber Russland, das gerade seine „grundlegenden Interessen“ versucht, mit „militärischer Gewalt durchzusetzen“ gar nicht genug „belehren“ kann.

    Der doppelte Maßstab ist offen zu sehen. Diese Regierungserklärung ist das Produkt einer vorgeblich „wertebasierten“ Politik, die schlimmes Unrecht akzeptiert, solange es zur Agenda passt. Rückgratlos, eiskalt und geprägt von einer gespaltenen Zunge.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Screenshot_2026_03_03_at_21_40_53_Merz_und_das_V_lkerrecht_Eine_Regierungserkl_rung_wird_zur_Bankrotterkl_rung


    nachdenkseiten.de, 03. März 2026 um 11:13 Ein Kommentar von: Marcus Klöckner

    Verbündete Deutschlands haben einen illegalen Angriffskrieg eröffnet. Der Bundeskanzler der Republik gibt eine Regierungserklärung (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kanzler-statement-naher-osten-2409172?enodia=eyJleHAiOjE3NzI1Mjg1MzcsImNvbnRlbnQiOnRydWUsImF1ZCI6ImF1dGgiLCJIb3N0Ijoid3d3LmJ1bmRlc3JlZ2llcnVuZy5kZSIsIlNvdXJjZUlQIjoiODYuMTA0LjI0OS4yOSIsIkNvbmZpZ0lEIjoiOGRhZGNlMTI1ZmQyYzM5MzJiOTQzYjUyZTlkMmNkNjUwNTc1NGUxNjIyMTJhMmNlMWJiNWFmMTVjMGQ0YmJmZSJ9.h99Oe2Ghgx6EY-IRiIvlPjg-NK-cSCC690JqV7YOhcw=) ab. Darin kommt das Wort „Krieg“ viermal vor – allerdings nicht in Bezug auf den Angriff der USA und Israels. Friedrich Merz liefert eine Regierungserklärung ab, die zur politischen Bankrotterklärung wird. Da steht ein Bundeskanzler und zeigt der Öffentlichkeit: Das Völkerrecht ist Wachs in den Händen einer Politik geworden, die den doppelten Maßstab zum Programm macht. Merz agiert, als beteiligte er sich persönlich am Krieg. Natürlich nicht direkt an der Front, aber mit Worten, die er als Blendgranaten vor die Füße der Öffentlichkeit wirft.


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    Wild-West auf offener Bühne – Angriffe auf souveräne Staaten unter der vollen Rückendeckung der „Wertegemeinschaft“. Venezuela, der Iran: Welches Land ist als Nächstes dran? Raketen und Bomben für den Frieden – die Ermordung Unschuldiger, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren, spielen als Kollateralschäden keine Rolle. Das Völkerrecht ist zur bloßen Verfügungsmasse der Macht geworden. Menschenleben zählen nur, wenn sie für die Propaganda taugen. Man kennt das Prinzip: „gute“ Opfer, „böse“ Opfer – so wie es der Politik eben gerade passt.

    Politik, Stichwort!

    Da greifen die USA und Israel den Iran an – und der Bundeskanzler gibt eine Regierungserklärung ab, die einer staatspolitischen Schande gleichkommt. Viermal nimmt er den Begriff „Krieg“ in den Mund. Er spricht von einer „einzigartige(n) Dichte an Kriegen und Umbrüchen auf der Welt“, er spricht von „Irans systematische(r) Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine“, vom „russische(n) Krieg gegen die Ukraine“ und von einem „Terrorkrieg, den Teheran seit Jahren gegen Israel führt“.

    Was all das mit dem Angriffskrieg der USA und Israels auf den Iran zu tun hat? Die Worte Merz’ erwecken den Eindruck, hier steht ein Bundeskanzler, der sich persönlich am Krieg beteiligt. Natürlich nicht vorn an der Front, sondern mit Blendgranaten, die er in Form von Worten und Aussagen der Öffentlichkeit vor die Füße wirft.

    Bei aller Kritik an der politischen Führung des Irans: Hier greifen enge Verbündete Deutschlands ein souveränes Land an – ohne völkerrechtliche Grundlage. Und der Bundeskanzler, der doch mit seinem, sagen wir, „Wertekompass“ auftreten sollte, findet keine Silbe an Kritik gegenüber den Angreifern. Stattdessen nimmt er sich heraus, davon zu sprechen, dass „bisher bestehende Regeln auch des Völkerrechts (…) immer weniger eingehalten“ werden.

    Nun, wenn derjenige, der beklagt, dass „Regeln des Völkerrechts“ nicht eingehalten werden, nicht aussprechen kann oder will, dass beim Angriff auf den Iran auf das Völkerrecht geschissen wird, dann kann jeder sehen, wo das Problem liegt.

    Merz sagt, bei den Angriffen auf den Iran sei die politische Führung „zu Tode gekommen“ – von Ermordung spricht er nicht.

    Dafür sagt der Kanzler etwas anderes. In der Vergangenheit sei die Bundesrepublik nicht bereit gewesen, „grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen“. Aus diesem Grund sei „jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren“.

    Da steht ein Kanzler, der plötzlich sehr kleinlaut ist – während er gegenüber Russland, das gerade seine „grundlegenden Interessen“ versucht, mit „militärischer Gewalt durchzusetzen“, gar nicht genug „belehren“ kann.

    Der doppelte Maßstab ist offen zu sehen. Diese Regierungserklärung ist das Produkt einer vorgeblich „wertebasierten“ Politik, die schlimmes Unrecht akzeptiert, solange es zur Agenda passt. Rückgratlos, eiskalt und geprägt von einer gespaltenen Zunge.


    Titelbild: Screenshots Bundesregierung


    Rubriken: Audio-Podcast Bundesregierung Erosion der Demokratie Militäreinsätze/Kriege Wertedebatte


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    171 tote Mädchen /Angriffe auf Krankenhäuser

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. März 2026, 13:19 Uhr


    RTDE 3.3.2026

    171 tote Mädchen – Sacharowa wirft Westen Schweigen zu Schulmassaker in Iran vor

    Nach dem Angriff auf eine Mädchenschule in Minab mit 171 getöteten Schülerinnen spricht Moskau von gezieltem Wegsehen. Sacharowa wirft westlichen Medien vor, weder Empörung noch Mitgefühl zu zeigen. Selbst die USA prüfen die Berichte erst nach internationalem Druck.

    Im Iran finden derzeit Massenbeisetzungen der Schülerinnen statt, die bei dem Angriff auf eine Bildungseinrichtung im Bezirk Minab in der Provinz Hormozgan ums Leben gekommen sind. Tausende Menschen sind auf die Straßen gegangen, um von den Kindern Abschied zu nehmen. Iranische Medien veröffentlichten Aufnahmen der Trauerprozession.

    Der Angriff ereignete sich am 28. Februar, dem ersten Tag der militärischen Eskalation. Getroffen wurde die Mädchengrundschule "Shajareh Tayyebeh" in Minab. Zum Zeitpunkt des Einschlags befanden sich zahlreiche Schülerinnen im Gebäude. Laut iranischen Angaben wurde das Schulgebäude vollständig zerstört.

    Zunächst war von 165 getöteten Schülerinnen die Rede. Später erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi, dass die Zahl der Opfer des Angriffs der USA und Israels auf eine Mädchenschule in Minab auf 171 Mädchen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren gestiegen sei. Zudem gebe es Berichte über getötete Lehrkräfte. In einer Mitteilung des iranischen Außenministeriums auf Telegram heißt es:

    "Araghtschi wies auf die jüngsten Tötungen von Kindern hin, insbesondere auf die 171 Schülerinnen einer Grundschule in Minab sowie auf Angriffe auf iranische Krankenhäuser. Er betonte die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, die militärische Aggression Israels und der USA gegen den Iran zu verurteilen."

    Teheran wertete den Angriff als schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und rief den UN-Sicherheitsrat dazu auf, sich mit dem Vorfall zu befassen. Vor dem Sicherheitsrat erklärte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Rosemary DiCarlo, den USA seien Berichte über mögliche Kinderopfer bekannt. Am Wochenende hatte das US-Zentralkommando gegenüber Medien erklärt, man "prüfe Berichte über zivile Opfer, die durch laufende Militäroperationen verursacht wurden".

    US-Außenminister Marco Rubio betonte, die Streitkräfte der Vereinigten Staaten würden "eine Schule nicht absichtlich angreifen". Gleichzeitig reagierten das Pentagon und das US-Zentralkommando bisher nicht auf konkrete Anfragen für eine Stellungnahme. Das Ereignis wurde international scharf verurteilt. Die UNESCO sowie die Friedensnobelpreisträgerin und Bildungsaktivistin Malala Yousafzai hoben hervor, dass ein gezielter Angriff auf Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser oder andere zivile Einrichtungen nach internationalem humanitärem Recht ein Kriegsverbrechen darstellt.

    Vor diesem Hintergrund übte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, scharfe Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien. Diese hätten weitgehend verschwiegen, dass bei den Angriffen zahlreiche Kinder getötet worden seien. Es habe weder eine umfassende Berichterstattung noch öffentliche Worte des Bedauerns gegeben, sagte sie im Radiosender Komsomolskaja Prawda. Im Sender Solowjow Live führte sie aus:

    "Wir lassen natürlich eine milliardstel Wahrscheinlichkeit zu, dass vielleicht jemand aus den westlichen Medien ein Foto eines getöteten iranischen Kindes, einer getöteten iranischen Frau oder einer getöteten iranischen Sportlerin veröffentlicht. Aber zum jetzigen Zeitpunkt haben sie diese Information über die getöteten Kinder noch nicht bemerkt."

    Man könne "diese milliardstel Prozent für alle Fälle stehen lassen und in den kommenden Tagen überprüfen", so Sacharowa. Zugleich zeigte sie sich überzeugt, dass westliche Medien kein Interesse an Informationen über tatsächlich erschossene, bombardierte und zerstörte Schulen, Sport- und Sozialeinrichtungen hätten, die "nicht erfunden, nicht mythologisiert sind". "Nein, sie haben das nicht bemerkt. Sie schenken dem praktisch keinerlei Aufmerksamkeit.", bekräftigte die Diplomatin. Aus ihrer Sicht handle es sich um "eine gezielte Taktik". Als Beispiel nannte sie die Ereignisse in Butscha sowie Berichte über angeblich von Russland verschleppte ukrainische Kinder.

    "Wenn die Welt heute von Satanismus spricht, dann geht es nicht um irgendwelche Märchengestalten mit Hexenhut und Krückstock. Es geht um Entmenschlichung vor unseren Augen. Darum, wie durchaus modern auftretende, geschniegelt wirkende, in teuren Anzügen, mit Frisur, bisweilen sogar mit Maniküre auftretende politische Akteure, die sich Eliten nennen und ruhig und ohne Emotionen mit Kindern verfahren, wie sie es für richtig halten. Die einen töten sie, die anderen verstümmeln sie, wieder andere verderben sie."

    Laut Sacharowa halte man es im Westen "nie für nötig, nicht nur Schuld einzugestehen, sondern das alles auch nur in einem Nebensatz zu erwähnen. Nicht einmal eine kleine Zeile wird dem gewidmet sein." Zudem erinnerte sie daran, dass auch der Tod zahlreicher Journalisten im Nahen Osten in westlichen Medien kaum Beachtung gefunden habe. Im Zusammenhang mit der Eskalation wurde Sacharowa gefragt, ob man den USA noch vertrauen könne. Sie antwortete:
    "Man sollte auf die eigenen nationalen Interessen setzen und auf dieser Grundlage entsprechende Schritte unternehmen. Das sollte man tun."

    Auch innerhalb der USA gibt es kritische Stimmen. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, erklärte, die Vereinigten Staaten müssten akzeptieren, dass bei den Angriffen Kinder ums Leben gekommen seien.
    "Wir werden damit leben müssen, dass unsere oder israelische Bomben dazu benutzt wurden, Kinder, Mädchen in einer Schule zu töten."
    Zugleich kritisierte er US-Präsident Donald Trump. Dieser habe bislang weder das strategische Endziel der Militäroperation gegen Iran klar benannt noch Belege für eine unmittelbar drohende Gefahr für die USA vorgelegt.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.03.2026

    Wer traf die Entscheidung zum Iran-Angriff?

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. März 2026, 12:42 Uhr


    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-gruende-iran-angriff-100.html
    3.3.2026

    Wer traf die Entscheidung zum Iran-Angriff?

    Die US-Regierung hat mitgeteilt: Israel hätte Iran auch ohne die USA angegriffen. Um Verluste zu minimieren, habe man sich dem Angriff angeschlossen. Das sorgt für Diskussionen. Wer entscheidet über die US-Außenpolitik?

    Von Carsten Kühntopp, ARD Washington

    Die USA sind im Krieg. Warum, dazu haben Präsident Donald Trump und die Mitglieder seiner Administration mittlerweile mehrere Gründe präsentiert. Gefühlt kommen alle paar Stunden neue hinzu, während andere plötzlich unter den Tisch zu fallen scheinen. "Erstens zerstören wir die Fähigkeiten des Iran, Raketen einzusetzen und zu bauen", erklärte Trump am Montag. "Zweitens vernichten wir ihre Marine und haben schon zehn Schiffe versenkt. Drittens stellen wir sicher, dass der weltgrößte Terrorsponsor niemals eine Atomwaffe haben wird", fuhr er fort. Und viertens, so der Präsident, unterbinde man die Unterstützung des Iran für seine Stellvertreter in der Region.

    Das mit der Marine war neu - dafür stellte Trump einen Machtwechsel im Iran nicht mehr als Ziel dar.

    Rubio spricht über israelische Vorbereitungen

    Stunden später führte Außenminister Marco Rubio einen weiteren Grund für den Kriegseintritt seines Landes aus: Israel habe kurz davor gestanden, den Iran anzugreifen, auch ohne US-Unterstützung. "Wir wussten, die Israelis würden handeln. Wir wussten, dass dies zu einer Attacke gegen amerikanische Truppen führen würde. Und wir wussten: Wir hätten höhere Verluste gehabt, wenn wir nicht präventiv dagegen vorgegangen wären", sagte er.

    Rubio führte das in einer vertraulichen Sitzung mit den acht Spitzenpolitikern beider Seiten im Kongress näher aus. Mike Johnson, Republikaner und Sprecher des Repräsentantenhauses, war anschließend überzeugt: Regierung und Militärführung hätten das Richtige getan, sagte Johnson nach der Sitzung. "Hätten wir nicht so gehandelt - hätte der Präsident und Oberkommandierende nicht so gehandelt -, dann hätten sich alle später im Kongress dafür rechtfertigen müssen", sagte Johnson. "Warum wussten sie, dass es so große Verluste geben würde - aber wieso taten sie nichts, um das zu verhindern?"


    Wedelt der Schwanz mit dem Hund?

    Mark Warner, Senator der Demokraten, sprach hingegen von einem "Outsourcen außenpolitischer Entscheidungen". Er sei ein außerordentlich starker Befürworter Israels, sagte Warner. "Aber will ich, dass Netanjahu die Entscheidung trifft, wann und wo Israel angreift und die Amerikaner dann in einen Krieg zieht? Ich glaube, darüber muss gesprochen werden."

    Auch Beth Sanner äußerte sich bei CNN verwundert. Sie war früher Vize-Direktorin der Geheimdienste. "Das ist sehr interessant, dass das alles auf der Vorstellung basiert, dass wir Israel nicht kontrollieren können und dass unser Krieg gegen den Iran darauf fußt, was Israel macht. Mit anderen Worten: dass der Schwanz mit dem Hund wedelt."

    Amerikaner sind nicht überzeugt vom Krieg

    Erste Meinungsumfragen zeigen: Bisher ist es Präsident Trump nicht gelungen, eine Mehrheit seiner Landsleute vom Sinn dieses Krieges zu überzeugen. Da müsse er sich mehr Mühe geben, forderte die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen nach der Sitzung mit dem Außenminister. "Wir haben da widersprüchliche Botschaften darüber gehört, was die Strategie ist, wie lange das weitergehen soll, wie sehr es eskalieren könnte, wie wir wieder aus dem Iran rauskommen - und was das Endziel ist.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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