Trumps acht Phantom-Frieden
freedert.online, 25 Jan. 2026 19:57 Uhr, Von Rainer Rupp
Welche Länder meint Trump, wenn er in seiner selbst ernannten Rolle als "Präsident des Friedens" behauptet, er habe im letzten Jahr acht Kriege beendet? Laut seinen öffentlichen Äußerungen und Beiträgen in den sozialen Medien handelt es sich um die hier vorgestellten Konflikte.
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US-Präsident Donald Trump behauptet, er habe bereits acht Kriege beendet.
Donald Trump ist bei weitem nicht der einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der als Narzisst und Fantast beschrieben wurde, aber wenn Trump in einem olympischen Wettkampf zwischen Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama und Joe Biden antreten würde, "wäre er der Goldmedaillengewinner", urteilte jüngst der frühere hochrangige CIA-Analyst Larry Johnson auf seinem Substack-Kanal.
In der großen Inszenierung von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft kommt keine Rolle besser an als die des "Präsidenten des Friedens". Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diese Woche prahlte er erneut damit, in seinem ersten Amtsjahr "acht Kriege gestoppt", Millionen Leben gerettet und die Welt "reicher und sicherer" gemacht zu haben.
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Bericht: Trump strebt Regimewechsel in Kuba bis Jahresende an
Sogar seine skurrilen Eroberungsträume um Grönland verknüpfte er mit der verpassten Verleihung des Nobel-Friedenspreises. In einer SMS-Botschaft an Norwegens Ministerpräsidenten erklärte er wie ein kleines Kind patzig, er fühle sich jetzt nicht mehr verpflichtet, "rein an Frieden zu denken", nachdem er den Preis dieses Jahr nicht bekommen hat. Und das, obwohl sein einflussreicher guter Freund ‒ der wegen Genozid in Gaza vom Internationalen (UN-)Gerichtshof gesuchte Kriegsverbrecher Netanjahu ‒ dem Friedensnobelpreis-Komitee in Oslo persönlich Trump für den Preis wärmstens vorgeschlagen hatte.
Schauen wir uns die acht "Kriege" auf Trumps Friedensliste an, inklusive des Hintergrunds, den er geflissentlich auslässt.
1. Israel und Hamas (Gaza)
Trump bezeichnet den Krieg in Gaza für beendet und reklamiert für sich den vollen Verdienst für den Waffenstillstand von 2025, der den in die Zigtausende gehenden zionistischen Massenmord an der Zivilbevölkerung in Gaza nach zwei brutalen Jahren bremste. Tatsächlich ließen die Kämpfe nach, Israels Tötungsrate sank von industriellen auf handwerkliche Dimensionen. Doch der Trump-Deal ist brüchig, in sich widersprüchlich und zunehmend in der Sackgasse, während sporadische Angriffe mit hunderten Toten pro Woche anhalten, die Bevölkerung in Gaza weiterhin in jeder Beziehung – Lebensmittel, Wasser, Medizin, Decken und Schutz gegen Regen und Kälte – brutal unterversorgt ist und der von Trump viel zitierte "Wiederaufbau" so fern wie der Mars ist.
2. Israel und Iran
Hier reklamiert Trump, eine direkte Konfrontation zwischen Israel und Iran entschärft zu haben, wobei er vermutlich auf den gegenseitigen, kurzen Raketenbeschuss im Jahr 2025 anspielt. Trump stilisiert sich zum Retter vor dem Weltuntergang. Er vergisst zu erwähnen, dass er unprovoziert, nur zur Unterstützung der gesuchten Völkermörder in der Netanjahu-Regierung schwere US-Luftangriffe auf iranische Ziele angeordnet hat. Das ist nicht die Tat eines Friedenspräsidenten, sondern eines Kriegspräsidenten, der einen angeblichen "Frieden" durch überlegene Feuerkraft erzwingt.
3. Indien und Pakistan
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Macron in Davos: USA versuchen, Europa zu unterwerfen
Trump prahlt wiederholt damit, einen Atomkrieg um Kaschmir verhindert und "Millionen" (manchmal "Milliarden") Leben gerettet zu haben. Indische Regierungsmitglieder, darunter Außenminister Jaishankar, dementierten jede US-Vermittlung. Der Waffenstillstand war bilateral! Wieder eine klassische Trump-Konfabulation: Aus einem militärischen Grenzgeplänkel wird der abgewendete Dritte Weltkrieg.
4. Ruanda und Demokratische Republik Kongo
Ein tatsächlicher US-vermittelter Waffenstillstand im Juni 2025, im Dezember formalisiert, wurde von Trump als "glorreicher Triumph" gefeiert. Die Realität: Die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen rücken weiter vor, Kinshasa wirft Kigali Vertragsbrüche vor, Kämpfe wüten weiter. Der Frieden hielt nicht länger als ein Neujahrsvorsatz.
5. Thailand und Kambodscha
Trump nannte dies scherzhaft einen zusätzlichen "Viertelkrieg" und reklamierte mehrere Waffenstillstände. Grenzgefechte flammten kurz darauf wieder auf, mit Luftangriffen und Toten. Kein Land schreibt den USA eine entscheidende, mäßigende Rolle in diesem Konflikt zu, den Trump zur persönlichen Heldentat aufblies.
6. Armenien und Aserbaidschan
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Medienbericht: USA reduzieren Engagement in NATO-Strukturen
Hier gibt es wenigstens eine belastbare Basis für eine Frieden stiftende Rolle der USA: Eine Zeremonie im Weißen Haus mit den Präsidenten Paschinjan (Armenien) und Alijew (Aserbaidschan) brachte ein Rahmenabkommen für die vor einem Jahr noch umkämpfte Region "Berg-Karabach" zustande. Beide Seiten äußerten sich positiv zur US-Vermittlung. Doch das Abkommen wartet auf Ratifizierung und Referenden – vereinzelte Gewaltakte halten an. Fortschritt gibt es, aber den Konflikt für "beendet" zu erklären, ist noch zu früh.
7. Ägypten und Äthiopien (Der GERD-Staudamm)
Trump behauptet, einen Krieg um den Großen Äthiopischen GERD-Staudamm verhindert zu haben. Es war immer nur eine Verhandlung um Wassernutzungsrechte, nie ein bewaffneter Konflikt. Trotz Trumps "Friedenseinmischung" gibt es kein formales Abkommen zwischen den beiden Ländern. Die Spannungen schwelen weiter. Trump machte aus diplomatischem Feilschen eine verhinderte Apokalypse.
8. Serbien und Kosovo
Im Kosovo gab es seit 1999 keine bewaffneten Konflikte zwischen Albaner und der serbischen Minderheit, doch Trump will letztes Jahr einen "potenziellen Krieg" durch wirtschaftliche Normalisierung gestoppt haben. Das Grundproblem, der serbische Widerstand gegen die von der NATO mit militärischer Gewalt durchgesetzte Abtrennung der serbischen Provinz Kosovo, schwelt jedoch weiter.
Parallel zu seinen imaginären "Frieden stiftenden Erfolgen" hat Trump ein ganz reales Register von Bombardements in Syrien, Nigeria und Iran. Da gibt es die Versenkung angeblicher "Drogenboote" in der Karibik, einen mörderischen Überfall auf Venezuela und die Entführung eines Staatsoberhauptes und seiner Frau. Im Sinne einer "Pax Americana" sieht Trump das alles anscheinend auch als friedensstiftend an.
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Kreml: Erstes Gespräch zwischen Russland, USA und Ukraine findet in Abu Dhabi statt
Leider hat das beeindruckende Bild, das Trump von sich selbst hat, so gut wie nichts mit der Realität zu tun. Viele dieser angeblich von ihm gestoppten "Kriege", über die Trump immer wieder konfabuliert, waren nie echte Kriege ‒ andere toben weiter, und Trumps Rolle dabei war, wenn sie überhaupt existierte, höchstens grenzwertig.
Konfabulieren bedeutet, dass jemand unbewusst Lücken in seinem Gedächtnis mit frei erfundenen, aber als wahr empfundenen Geschichten oder Details füllt, ohne bewusst zu lügen. Dies geschieht laut meiner KI-Software "oft bei neurologischen Erkrankungen wie dem Korsakow-Syndrom oder Demenz und dient dem Versuch, die lückenhafte Realität zu vervollständigen und ihr Sinn zu geben. Es handelt sich nicht um eine absichtliche Täuschung, sondern um eine unbewusste Fehlfunktion des Gedächtnisses, bei der die Betroffenen fest davon überzeugt sind, die Wahrheit zu sagen."
Wahrscheinlich ist das, was wir bei dem Verhaltensmuster des "Friedenspräsidenten" Trump sehen, keine absichtliche Täuschung, sondern die aufrichtige Erfindung falscher Erinnerungen, oft verbunden mit kognitivem Abbau. Es ist weniger Täuschung als Wahn eines zu bedauernden alten Mannes, der seinen eigenen "Wahrheiten" in seiner eigenen, anderen Welt glaubt.
Mehr zum Thema – Alternative zur UNO? Welche Länder bei Trumps Friedensrat dabei sind – und welche nicht

Video https://rumble.com/v74p6lo-eskalation-zwischen-usa-und-iran-neue-drohungen-aus-washington.html Dauer 2:42 Min.
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Weiteres:
Macron in Davos: USA versuchen, Europa zu unterwerfen
freedert.online, 21 Jan. 2026 22:34 Uhr
Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt während seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum, die USA wollten Europa unterwerfen. Frankreich und Europa müssten sich dagegen verteidigen.

Quelle: RT
Video https://rumble.com/v74npzi-macron-in-davos-usa-versuchen-europa-zu-unterwerfen.html
Dauer 6:56 Min.
Mehr dazu - Trump in Davos: Nur USA allein können Grönland sichern und verteidigen
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Macron rächt sich an Russland für seine Demütigung durch Trump
freedert.online, 25 Jan. 2026 20:37 Uhr, Von Jelena Karajewa
Zwischen politischem Theater und geopolitischer Selbsttäuschung: Macrons Aktion im Mittelmeer soll Stärke zeigen, legt aber die Schwäche Europas offen. Unter dem Deckmantel von Sanktionen offenbart sich eine EU, die zwischen US-Vormacht und eigener Hybris politisch wie wirtschaftlich Schiffbruch erleidet.
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Emmanuel Macron bei einer Audienz beim US-Präsidenten Donald Trump (links)/Einsatz der französischen Kriegsmarine gegen einen Tanker mit dem russischen Öl (Kollage).
Nachdem es dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nicht gelungen war, mit seinem "Freund Donald" in Paris zu Abend zu essen – dieser hatte sich öffentlich über seine Einladung lustig gemacht –, entsandte der Chef des Élysée-Palastes in dem Versuch, dieses beschämende Missgeschick zu vergessen, einen Stoßtrupp in die internationalen Gewässer des Mittelmeeres, um einen Tanker zu kapern. Laut Macron, der in den sozialen Netzwerken und Chats stets aktiv ist, sei dieser "unter falscher Flagge" unterwegs gewesen. Mehr noch: Der Tanker habe "Murmansk" verlassen! Warum die Flagge "falsch" ist und was am Murmansker Hafen so schlimm ist, dass es in Paris sofort Angriffslust auslöst, wurde natürlich nicht erwähnt.
Die Öffentlichkeit sollte den Worten Macrons einfach Glauben schenken und die Piraterie unter der französischen Trikolore nicht als böswillige Verletzung aller maritimen Konventionen, sondern als strikte Befolgung der russophoben Sanktionspolitik ansehen: in Erfüllung des Willens von Ursula von der Leyen.
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Durch Frankreich gekaperter Tanker nach Marseille verbracht
Die EU steht mit ihrem politischen und wirtschaftlichen "Ukrainismus" nicht nur zwischen dem "US-Amboss" und dem "russischen Hammer", sondern befindet sich in einer Zwickmühle und versucht heute mit allen Mitteln, das Unbeweisbare zu beweisen und das Unschützbare zu schützen. Damit soll eine einfache Tatsache verschleiert werden: Als Brüssel, Paris und Berlin vier Jahre lang vereint versuchten, uns zu ruinieren, führten sie sich selbst in den Ruin.
Am Tag des Beginns der militärischen Sonderoperation in der Ukraine erklärte Frankreich uns den "totalen Krieg" (und vergaß dabei, dass dies ein Ausdruck aus dem Lexikon von Joseph Goebbels ist). Damals erschien diese Einstellung als schwachsinnig – um es milde auszudrücken –, wenn man die gesamte jahrhundertelange Geschichte unserer Beziehungen in Betracht zieht. Das gemeinsame Jahrtausend und alle Ereignisse, die dazu gehören, wurden von denen, die hinter Macron stehen, einfach annulliert.
In der französischen politischen Kultur ist es so, dass die Außenpolitik, unabhängig davon, ob es sich um eine Monarchie oder eine Republik handelt, immer ausschließlich den Willen der jeweiligen Führungsperson widerspiegelt. Seien wir ehrlich – alle Wellen der Russophobie wurden ausschließlich vom Chef des Élysée-Palastes initiiert.
Das Wohl seiner Wähler, seine eigene Wirtschaft und politische Stabilität wurden von Macron auf unsere Niederlage in der Konfrontation mit Europa gesetzt. Er wollte den Kampf gegen uns bis zum letzten Franzosen und bis zum letzten Euro in dem ohnehin schon leeren republikanischen Staatshaushalt führen. Das gesamte Geld und Vermögen Frankreichs warf der französische Präsident auf den geopolitischen Spieltisch, auf dem man Wetten abschließt. Er scheute sich nicht einmal, die Messe in Notre-Dame dafür zu instrumentalisieren, seinen Protegé Wladimir Selenskij dem damals neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump vorzustellen.
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Analyse
Wie man den Seehandel Russlands vor britischer Piraterie schützen kann
Und ein Jahr später macht sich Trump über Macron nicht nur lustig. Vielmehr zerdrückt er ihn in aller Öffentlichkeit zu Mus, und zwar meisterhaft, sozusagen beiläufig, ihn kaum berührend. Und dies geschieht immer als Gegenreaktion, nicht als Anstoß. Und Macron, der den Krieg mit uns nicht nur bis zur letzten Stufe der französischen Verarmung, sondern auch bis zum völligen Verlust des Anstands für richtig hält, veröffentlicht ein Video von seinem Telefongespräch mit Trump im Netz. Das zeigt wirklich die ganze Fäulnis der EU-Politik: die Vetternwirtschaft, den Wunsch, Kiew einen Gefallen zu tun, und gleichzeitig sein eigenes Ego zu befriedigen: Sehen Sie mal, ich unterhalte mich mit Trump, und zwar in freundlichem Ton!
Es scheint, als hätten wir irgendwo davon gehört und gelesen. Oh, das ist ja Iwan Alexandrowitsch Chlestakow aus Sankt Petersburg [die Hauptfigur in Nikolai Gogols Komödie "Der Revisor"]! Erinnern Sie sich? Nun, die Rolle des neuen "Chlestakow" spielt der französische politische Fanfaron mit dem Nachnamen Macron, den die "Komödienfiguren" aus Brüssel, Berlin und London sowie die gesamteuropäischen "Hüter der Wohltätigkeitsanstalten" für einen einflussreichen Mann halten.
In Wirklichkeit besitzt Macron, der eine Sonnenbrille mit vergoldetem Rahmen aus französischer Fabrikation (hergestellt von der Firma Maison Henri Julien) trägt, heutzutage – also zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen über die Konfliktlösung im Donbass ihren Endspurt nehmen könnten – ungefähr das gleiche politische Gewicht und den gleichen Einfluss wie diese berühmte Figur in Gogols Komödie.
Das Gleiche gilt für die gesamte politische Führungsriege der EU – von unten nach oben und von rechts nach links. Sie suchten nach der Gunst der US-Amerikaner im Westen und der Ukrainer im Osten. Aus Eigeninitiative zankten sie sich mit uns und kamen zu dem Schluss, dass Politik nichts anderes sei als endlose "Fünf-Minuten-Russophobie" bei jeder Gelegenheit. Und sie unterlagen, und zwar nicht nur gegen uns.
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Mittelmeer: Der Tankerkrieg geht weiter
Wir wussten sehr wohl, dass man niemanden gegen seinen Willen glücklich machen kann: weder Länder noch Völker.
Paris, Berlin, London – und dazu noch Brüssel – verloren gegenüber denen, denen sie sich anpassen und unterordnen wollten. Europa ist für die USA heute ein völlig unnötiger "Koffer" ohne Griff geworden. Ohne Wirtschaft. Ohne Geld. Ohne Industrie.
Und während Trump nur Macron zurechtwies, wandte sich der US-Wirtschaftsminister Howard Lutnick an alle Europäer. Die Reaktion darauf war so heftig, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank während Lutnicks Rede sogar den Saal verließ.
Ursula von der Leyen und Emmanuel Macron liefen ebenfalls weg. Sie verließen eilig das Weltwirtschaftsforum in Davos, um nicht mit ihrem "Freund Donald" zusammentreffen zu müssen. Denn auch sie sind sich bewusst, dass sie nicht nur in der Ukraine-Frage gescheitert sind, sondern insgesamt verloren haben. Und zwar nicht gegen Russland, sondern gegen die USA.
Und keine "Beschlagnahmung" eines Tankers unter "falscher Flagge" kann diese einfache Tatsache ändern.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 24. Januar 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
Mehr zum Thema - 25 "illegale" Tanker hissen Flagge Russlands
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Quelle: RT













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Kremlin.ru / CC 4.0
Am Samstag, den 24.1. um 15 Uhr wird in Bremen ab Hauptbahnhof zu einer Großdemonstration aufgerufen:
1.729 Kommentare
Z
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Noergel vor 7 Stunden
Es ist und bleibt eine Neiddebatte, so wie Sie es formulieren. Die Superreichen gefährden die Demokratie nicht dadurch, dass sie reich sind. Sondern indem sie Einfluss auf Politik und Medien nehmen. Das sollte man einschränken. Musk hat Twitter gekauft, nicht um damit Geld zu machen (macht er nicht), sondern um Journalisten und die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Man denke an die Nius-Kampagne gegen eine mögliche Verfassungsrichterin, oder die Online-Kampagnen für den Brexit und für Trump. Das soll so nicht sein.
Davon unabhängig wäre es natürlich auch klasse, wenn alle Kinder eine faire Chance hätten, Karriere zu machen, auch wenn ihre Eltern arm sind, und wenn "arm" nur heiße, dass man kein teures Auto fährt und keine Markenklamotten trägt, man sich aber Schwimmbad, Eis, Gitarrenunterricht und Vereinssport leisten könnte, ohne am Essen zu sparen. Wenn Büchereizugang, ÖPNV, Museen und Schülbücher kostenlos wären. Wenn man das mit einer Milliardärssteuer erreichen kann okay.
Und selbstverständlich sollen riesige Vermögen nicht geringer besteuert werden als Oma ihr klein Häuschen. (Vorausgesetzt, man schafft das so, dass Betriebe nicht wegen der Erbschaftssteuer verkauft oder geschrumpft werden müssen.) Aber Sie sollten das nicht so formulieren, als ob es eine Schande und bestrafenswert wäre, reich zu erben. Das ist es nicht. Das Grundgesetz garantiert Privateigentum, oder?
traktor72 vor 10 Stunden
Es ist traurig, dass sie daran glauben, dass die jetzige Regierung etwas unabhängiges an sich hätte...es sind reine Diener die ihren Eignern dienen...schauen sie sich doch das Kabinett an...devote korrumpierte Wesen ohne eigenen Willen...
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Laura1234 vor 10 Stunden
"Wenn Vermögen politische Entscheidungen prägt, wird Demokratie ausgehöhlt." - bei diesem Satz hatte ich leider einige Beispiele vor Augen, und zwar nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf kommunaler Ebene. Kommunen sind oft knapp bei Kasse - wenn ein Unternehmen Geld verspricht, dann wird ihm mittlerweile fast alles gegeben. Nach außen hin wird aber alles kaschiert und so getan, als dienten die Projekte dem Gemeinwohl, wie z.B. Arbeitsplätze, was meistens nicht so stimmt. Neulich begegnete mir sogar die Aussage von einem konservativen Kommunalpolitiker, bei der Zerstörung eines Naturschutzgebietes durch einen Industriepark mit fossiler Energie handele es sich um Klimaschutz... . Auch der sog. Bürokratieabbau (z.B. auf europäischer Ebene in den derzeitigen "Omnibusverfahren") dient vorrangig denen, die Geld haben, und die mit ihrer Lobby deutlich auf diese Verfahren hingewirkt haben (z.B. die ganz und gar nicht unvermögende Agrarindustrie).
H
Hexose vor 12 Stunden
Dass Superreiche die Demokratie gefährden, wenn die Schere zwischen superreich und arm immer größer wird, ist altbekannt. D'accord.
Dass Superreiche jede Herrscherform, nicht nur die Demokratie, gefährden haben Putin, Xi und der saudische Kronprinz längst erkannt und mit ihren Mitteln ihre Superreichen zur Raison gebracht. In den USA wählte man den Weg, dass sich praktisch die Superreichen die Regierung gekauft haben und die Demokratie peu à peu abschaffen. D' accord.
Was ich aber nicht verstehe ist, warum eine erhöhte Erbschaftssteuer, auch wenn sie über Jahre oder Jahrzehnte gestundet und in moderaten Raten bezahlt werden kann oder warum eine extra Steuer von 2% bei Vermögen von über € 100 Mio die Armen reicher machen soll bzw. das Auseinanderklaffen der Schere zwischen arm und reich stoppen soll. Die Armen werden nicht reicher und die Superreich werden nicht viel ärmer. Sie werden sich aber eventuell andere Wohnsitze suchen.
ad Warren Buffet. Warren Buffet lebt, trotz seines Superreichtums ein sehr bescheidenes Leben und lässt sich nur US$ 100k pro Jahr als Gehalt auszahlen. Er lebt auch nicht in einer Villa die Dutzende Millionen gekostet hat, sondern in einem Einfamilienhaus. Er zahlt weniger Steuern als seine Sekretärin, weil diese über US$ 100k pro Jahr verdient. Mit seiner Aussage hat er die Öffentlichkeit in die Irre geführt.
A
Alex13 vor 14 Stunden
Ein erster Schritt in den Abbau der Ungleichheit wäre, den Beamtensratus nur noch für bestimmte Gruppierungen zu erlauben und ansonsten die Angestellten/Arbeiter mit den Beamten vor allem hinsichtlich der überzogenen Versorgungsansprüchen und der Kranken- und Pflegeversicherung, die für Beamte eine sehr großes Privileg darstellen, endlich mal abzuschaffen. Dies wird aber wahrscheinlich niemals passieren, weil ausschließlich Berufsbeamte in allen Gremien sitzen und über die anderen entscheiden. Demokratie Fehlanzeige. Auch bei den neuenFörderungenfür E-Autos, welche einkommensabhängig sind, greifen bzw. schließen die Falschen aus, weil nur auf das Einkommen geschaut wird. Das Vermögen spielt keine Rolle. Sehr Vermögende müssen aber gar nicht Vollzeit arbeiten, verdienen weniger, haben viel Freizeit und sind mit ihrem Einkommen "Geringverdiener ".
E
Emoika vor 14 Stunden
In der Rentenversicherung machen die jährlichen ungedeckten versicherungsfremden Leistungen 12% aus:
https://www.adg-ev.de/publikationen/publikationen-altersvorsorge/1387-versicherungsfremde-leistungen-2015?showall=1
Kumulierte Besitzabgaben in Höhe von 12% wären m.E. sachgerecht.
traktor72 vor 15 Stunden
Leider undenkbar...es widerspricht den Wünschen der Eigentümer der CDU...
Bw
Brauchen wir Aliasnamen vor 15 Stunden
Der sozialistisch gesinnt erscheinende Autor schreit wieder nach dem Staat und nach Umverteilung.
Die 17 Mrd. € wären gerade mal wieder ein Tropfen auf den heißen Stein.
Wie GERECHT ist es, wenn die Person, die etwas hat, nicht frei über ihr bereits versteuertes Vermögen entscheiden kann und der Staat sich bei jeder Weitergabe dieses bereits versteuerten Geldes dick bedient - weil es ihm so passt?
Meines Wissens nach werden Gewinne doch versteuert. Soll man also ZUSÄTZLICH bezahlen, nur weil man viel hat? Doppelbesteuerung??
Und im Bereich der Bildung auch wird wieder nach dem Staat geschrien, der alles richten soll.
Aber solange zu Hause russisch gesprochen wird, kann ein Kind eben nahezu niemals den Bildungsrückstand aufholen.
Es verlangt eben Anstrengung nicht nur vom Staat, von den Erziehern und Lehrern, sondern vor allem eben auch von den Eltern und von dem Mensch selbst.
Und dass übergroßer Reichtum noch lange kein Garant für politischen Einfluss ist, hat uns doch Elon Musk gerade vorgemacht: Im Wettstreit mit Donald Trump hat er krachend den kürzeren gezogen.
Der größte Feind der Demokratie ist nicht die Konzentration von Vermögen, sondern die Konzentration von politischer Macht, wie wir in den USA, in Russland, in der Türkei, im Iran sehen.
Es gilt zu verhindern, dass die Politik von einigen wenigen gemacht wird und dass übergroße politische Abhängigkeiten bestehen, wenn normale Abgeordnete nichts mehr zu sagen haben.