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11.03.2026

Russlands strategische Entkopplung von Europas Energieversorgung

freedert.online, vom 10 Mär. 2026 20:00 Uhr, 

Die Würfel sind gefallen! Der Kreml gibt Europa auf, die Hinwendung nach Asien ist beschlossen. Bei Fortdauer der Schließung der Straße von Hormus drohen EU-Ländern katastrophale wirtschaftliche, soziale und politische Zustände. Werden einzelne EU-Länder das Schlupfloch nutzen, das Wladimir Putin ihnen gelassen hat?


Russlands strategische Entkopplung von Europas EnergieversorgungQuelle: RT


Symbolbild, KI-generiert


Diese strategische Entkopplung markiert die bedeutendste Veränderung in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die seit Beginn der Sanktionierung russischer Energieexporte vor über zehn Jahren westlichen, vor allem aber europäischen Ländern und ihre wichtigsten Industriebranchen drohen. Diese Länder werden sich mit beispielloser Inflation, Versorgungsengpässen, Firmenschließungen, Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen konfrontiert sehen, was letztlich zum Zerfall der ohnehin bereits zunehmend infrage gestellten EU führen dürfte.

Präsident Wladimir Putin hat einzelnen europäischen Staaten noch ein Schlupfloch gelassen, wenn sie außerhalb der EU-Struktur bereit sind, bilaterale konstruktive, pragmatische Beziehungen zu Russland zu knüpfen, um verlässliche, langfristige Verträge abzuschließen. Aber um die drohende Katastrophe in ihren Ländern abzuwenden, müssten sich die von Russenhassern durchsetzen Regierungen der großen EU-Staaten schnell besinnen, wozu die von der Realität abgehobenen EU-Eliten höchstwahrscheinlich nicht fähig sind.


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Meinung

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Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax werden russische Unternehmen einen Teil des derzeit an europäische Länder gelieferten Flüssigerdgases (LNG) auf andere Märkte umleiten, um dem bevorstehenden späteren Einfuhrverbot der Europäischen Union zuvorzukommen.

"Gemäß den Anweisungen des Präsidenten haben wir diese Frage heute durchgearbeitet. Wir haben die aktuelle Situation und die Möglichkeiten der Umorientierung von Gas detailliert diskutiert. Es wurde entschieden, dass ein Teil des derzeit nach Europa gelieferten LNG auf andere Märkte umgeleitet wird, wo konstruktive, pragmatische Beziehungen zu unserem Land aufgebaut werden, wo Nachfrage besteht und [wo es] die Möglichkeit gibt, langfristige Verträge abzuschließen", sagte Vizeregierungschef Alexander Nowak.

Bereits am 4. März hatte Putin die Regierung und die Unternehmen angewiesen, über einen Stopp der Gaslieferungen an den europäischen Markt nachzudenken, ohne auf das Einfuhrverbot zu warten.

"Einige andere Märkte öffnen sich, und es könnte für uns vorteilhafter sein, die Lieferungen auf den europäischen Markt jetzt zu stoppen und zu den Märkten zu gehen, die sich öffnen, und dort Fuß zu fassen. Und ich möchte das klarstellen: Es gibt keine politische Agenda. Aber wenn sie sich uns in einem oder zwei Monaten selbst verschließen, wäre es besser, [die Lieferungen] jetzt zu stoppen, zu Ländern zu gehen, die zuverlässige Partner sind, und dort Fuß zu fassen", sagte Putin.

Es folgt die Übersetzung eines Auszugs aus Rede von Präsident Putin bei der nachfolgenden Regierungsberatung zu diesem Thema am 9. März. Putin sagte:

"Ich betone: Russland tritt als zuverlässiger Lieferant von Energieressourcen auf. Das war immer so. Wir werden Öl und Gas sicherlich weiterhin an jene Länder liefern, die selbst zuverlässige Gegenparteien sind.

Ich meine nicht nur unsere Partner in der Asien-Pazifik-Region, sondern auch die Staaten Osteuropas wie die Slowakei und Ungarn. Bereits vor diesem Treffen wurde mir von Kollegen mitgeteilt, dass wir die Lieferungen an unsere zuverlässigen Partner erhöhen!


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Gleichzeitig möchte ich Sie daran erinnern, dass die Länder der Europäischen Union ab dem 25. April zusätzliche Beschränkungen für den Kauf russischer Kohlenwasserstoffe einführen wollen, einschließlich Flüssigerdgas, bis hin zu einem vollständigen Verbot solcher Lieferungen im Jahr 2027.

In diesem Zusammenhang wurde die Regierung bereits beauftragt, die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit einer Einstellung der Lieferungen unserer Energieressourcen an den europäischen Markt zu prüfen. Nicht abzuwarten, bis uns die Tür demonstrativ vor der Nase zugeschlagen wird, sondern das jetzt zu tun und diese Volumina vom europäischen Markt weg in eine interessantere Richtung umzuleiten und – was am wichtigsten ist – dort Fuß zu fassen.

Gerade jetzt gestalten sich die Marktbedingungen so, dass wir, wenn wir uns jetzt auf jene Märkte umorientieren, die erhöhte Lieferungen brauchen, uns dort etablieren können. Das heißt, an Orten, wo es nachhaltige langfristige Nachfrage und zuverlässige langfristige Beziehungen zu jenen Staaten gibt, die konstruktive Geschäftsbeziehungen zu Russland aufbauen. (…)

Sollten europäische Unternehmen, europäische Käufer plötzlich beschließen, sich umzuorientieren und uns langfristige, nachhaltige gemeinsame Arbeit anzubieten, frei von politischen Bedingungen, frei von politischen Erwägungen – bitte sehr, wir haben das nie abgelehnt. Wir sind bereit, auch mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass sie ebenfalls bereit sind und uns diese Stabilität und Vorhersehbarkeit gewährleisten werden."

Nach der Sitzung erklärte Nowak Interfax, dass zum Beispiel neue Verträge potenziell mit Unternehmen aus China, Indien, den Philippinen und Thailand unterzeichnet werden könnten. Weiter führte er aus, dass die Marktaussichten für die Asien-Pazifik-Region auf ein langfristiges Nachfragewachstum hindeuten, was auch durch Daten zu überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstumsraten gestützt wird.


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"Wir planen, die globalen Energiemärkte zu beliefern, vor allem jene Länder, die an russischem Gas interessiert sind und langfristige, konstruktive Beziehungen zu uns planen. Und solche Möglichkeiten gibt es: Unsere Unternehmen haben das heute bestätigt und führen bereits Gespräche", sagte Nowak.

Fazit

Es sieht so aus, als ob der russische Energie-Zug mit seinen unermesslichen Vorräten an preiswertem Öl und Gas – da die Lieferung via Pipeline erfolgt – für die Europäer schon bald endgültig abgefahren ist. Russland nutzt die Gunst der Stunde dazu, sich endgültig von erpresserischen EU-Sanktion zu befreien.

Diese strategische Entkopplung markiert die bedeutendste Veränderung in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Diese Entwicklung begann mit der zunehmenden EU-Sanktionierung russischer Energieexporte vor über zehn Jahren, die jedoch nicht Russland in den Bankrott getrieben haben, sondern die wirtschaftliche Dynamik vor allem aber in den europäischen Ländern und ihren wichtigsten Industriebranchen erdrosselt haben.

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Video https://rumble.com/v76x6ka-irans-vize-auenminister-dieser-krieg-wird-zu-unseren-bedingungen-enden.html Dauer 21:55 Min.


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11.03.2026

Die USA bringen Spanien gegen die NATO auf

freedert.online, 10 Mär. 2026 21:40 Uhr, 

"Der Schutz Spaniens und des spanischen Volkes erfordert den Austritt aus der NATO", verkünden mehrere spanische Politiker. Der Konflikt zwischen Madrid und Washington hat dazu geführt, dass ein Großteil der Spanier den USA die Nutzung von NATO-Stützpunkten auf ihrem Territorium verbieten möchte – und viele wünschen sich sogar den Austritt ihres Landes aus dem Bündnis.


© Urheberrechtlich geschützt


Symbolbild


Die spanischen Populisten der Partei "Podemos" haben mit ihren Äußerungen über die Notwendigkeit eines Austritts des Königreichs Spanien aus der NATO die öffentliche Meinung des Landes aufgewühlt. Zunächst war die Idee, die von der Generalsekretärin von "Podemos", Ione Belarra, vorgebracht worden war, von den lokalen Medien nur als ein Aufruf zur Aufwiegelung der Wählerschaft wahrgenommen worden. Später jedoch schlug Pablo Fernández, ein hochrangiger Vertreter derselben politischen Kraft, vor, ein entsprechendes Referendum über den Austritt aus der NATO zu organisieren, und anschließend tat dies auch Irene Montero, eine ehemalige Ministerin der aktuellen Regierung des Landes, die den Pyrenäenstaat im Europäischen Parlament vertritt.

Vor dem Hintergrund der Verurteilung der israelisch-US-amerikanischen Bombardierungen von Iran durch den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und der betont gleichgültigen Haltung des spanischen Staatschefs gegenüber der Erklärung Donald Trumps, den Handel mit Madrid einzustellen, fanden diese Forderungen zunehmend Unterstützung in der Bevölkerung.


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So fiel beispielsweise auch das Ergebnis mehrerer Meinungsumfragen aus, die von der Online-Zeitschrift El Plural durchgeführt wurden. Auf die Frage "Soll Spanien in der NATO bleiben oder nicht?" sprachen sich 28 Prozent der Befragten entschieden für einen Austritt Madrids aus dem Nordatlantikbündnis aus. Weitere 35 Prozent stimmten dem Vorschlag zu, diese Frage in einem landesweiten Referendum zur Abstimmung zu stellen. 37 Prozent meinten, dass die NATO "eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung Spaniens spielt" und es daher nicht sinnvoll ist, aus dieser Organisation auszutreten.

Spanien hat bereits in der ersten Hälfte der 1980er Jahre versucht, aus der NATO auszutreten – während der Regierungszeit der "PSOE" (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) unter ihrem Vorsitzenden Felipe González. Kaum waren sie 1982 der NATO beigetreten, begannen die Spanier zu überlegen, ob sie diese Entscheidung nicht übereilt getroffen hatten. Die Notwendigkeit des Beitritts zum Bündnis wurde jedoch von González’ Vorgänger als Ministerpräsident, Leopoldo Calvo-Sotelo, einem ehemaligen Mitglied der Partei "Falange Española Tradicionalista" (Spanische Traditionalistische Falange), die unter dem Diktator Franco das Land regierte, vorangetrieben.

Die Überlegungen führten schließlich zu einem nationalen Referendum. Die Ergebnisse zeigten, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung (40,3 Prozent) die Mitgliedschaft in einem "Verteidigungsbündnis" ablehnte. Dennoch gab es mehr Befürworter eines Verbleibs Spaniens in der NATO (53,9 Prozent).

González versprach damals, dass das Land seine Mitgliedschaft im Nordatlantikpakt unter "mildernden Umständen" beibehalten werde, und zwar in Form von:

a) Nichtbeteiligung an der militärischen Struktur der Organisation,

b) Verbot der Stationierung, Lagerung und Einführung von Atomwaffen und

c) Verringerung der Zahl der US-Militärstützpunkte auf dem Territorium des Landes.

Die ersten beiden Bedingungen wurden nur einige Jahre lang erfüllt. Im Jahr 1997 trat Spanien dem Militärblock bei, woraufhin die US-Amerikaner das Recht erhielten, alle Punkte bezüglich Atomwaffen zu verletzen, "sofern die spanische Regierung dies genehmigt". Ob diese Erlaubnis für die USA überhaupt von Bedeutung ist, verdeutlicht Trumps kürzlich geäußerte Bemerkung, dass die US-amerikanischen Truppen niemanden um Erlaubnis fragen werden – sie werden einfach in die in Spanien gelegenen NATO-Stützpunkte Rota und Morón einmarschieren (dort landen, einlaufen) und sie nutzen.

Genau diese Äußerung des Chefs des Weißen Hauses löste in Spanien eine neue Welle von Kontroversen aus und gab der Partei "Podemos" die Möglichkeit, ihre Position in Bezug auf ein Referendum über den Austritt des Landes aus der NATO zu stärken. Die spanische Öffentlichkeit empfand Trumps Worte offensichtlich als direkten Druck, wenn nicht sogar als Beleidigung. Die oben erwähnte Bellara erklärte, dass "der Wunsch der Regierung, Nein zum Krieg zu sagen, auch die Schließung der ausländischen und den endgültigen Austritt aus dem Bündnis bedeutet".

Im Ergebnis unterstützen nun 53,2 Prozent der Spanier die Idee, den US-Amerikanern die Nutzung der Stützpunkte zu verbieten, und nur 25,8 Prozent sind dagegen (die übrigen haben sich für keine der beiden Optionen entschieden). Die Verweigerung militärischer Unterstützung für die US-amerikanisch-israelische Allianz wird von 56,9 Prozent der Befragten befürwortet, während nur 21,4 Prozent dagegen sind.


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Belarra forderte die spanischen Behörden außerdem auf, das Rüstungsprogramm aufzugeben, durch das sich "die Militärausgaben in nur zwei Jahren verdoppelt haben". Es sei daran erinnert, dass Donald Trump, als er im Januar letzten Jahres das US-Präsidentenamt übernahm, erklärte, dass die NATO-Mitglieder fünf Prozent ihres BIP an die Organisation abführen sollten und nicht zwei Prozent, wie zuvor beschlossen worden war. Spanien weigert sich jedoch unter verschiedenen Vorwänden – hauptsächlich wirtschaftlicher Natur – kategorisch, dieser Forderung nachzukommen.

Infolgedessen hat die Partei "Vereinigte Linke" im spanischen Kongress einen Antrag auf Verurteilung des Nordatlantikvertrags und der Vereinbarungen mit den USA über Militärstützpunkte in Spanien eingebracht. Die Linken wurden von den Kommunisten unterstützt. Auf den Seiten der Zeitung der Kommunistischen Partei "Mundo obrero" heißt es:

"Wir hoffen, dass diese Initiative bald genügend Unterstützung erhält, um eine parlamentarische Debatte über den Austritt aus der NATO zu beginnen. Der Schutz Spaniens und des spanischen Volkes erfordert den Austritt aus der NATO, einer militärischen Organisation, die von der Trump-Regierung kontrolliert wird und die, wie in ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie dargelegt, die europäischen Länder zu Gegnern und Feinden gemacht hat."

Die Kommunisten führen ihre Vorwürfe gegen das Nordatlantische Bündnis ausführlich aus, wobei ihre Kritik über die Verurteilung der aggressiven Politik des Bündnisses hinausgeht. Das kommunistische Blatt betont:

"Die NATO schützt uns nicht vor dem Hauptfeind der Demokratie, des Friedens und des Völkerrechts in der Welt: den USA, die einen Zoll- und Handelskrieg gegen den Rest der Welt einschließlich der Länder der Europäischen Union führen und andere Länder angreifen, sogar Verbündete wie Dänemark und Kanada und Bruderländer wie Venezuela, Kolumbien, Mexiko und Kuba.

Die NATO ist eine Maschine für die USA, die es ihnen ermöglicht, unseren Staatshaushalt zu beschlagnahmen und ihn an ihre Rüstungsunternehmen weiterzuleiten."


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Allerdings äußert sich nicht nur die kommunistische, sondern auch die sozialdemokratische Presse kritisch. El Plural schreibt beispielsweise:

"Für diejenigen, die für einen Austritt aus der NATO eintreten, unterstreicht die aktuelle Situation die Begrenztheit des Bündnisses, das ihrer Meinung nach Spanien in Konflikte hineinziehen könnte, die nicht im nationalen Interesse liegen."

Die "Podemos"-Politikerin Irene Montero betonte, dass die Mitgliedschaft Spaniens in der NATO das Land in eine gefährliche Lage bringe. Und ihre Parteigenossin Belarra verkündete mit einer schüttelnden Faust:

"Mit der Beibehaltung seiner NATO-Mitgliedschaft gibt Spanien seine Souveränität an den Abschaum der Gesellschaft jenseits des Ozeans ab. Die Yankees müssen unser Land ein für alle Mal verlassen."

In der Geschichte der Nordatlantikallianz gab es einen Fall, in dem ein Mitgliedsland austrat: 1966 zog Charles de Gaulle Frankreich aus der NATO zurück, weil er befürchtete, dass die US-Amerikaner sein Land in den Vietnamkrieg hineinziehen würden. Der französische Staatschef begründete seinen Schritt mit dem Wunsch, die nationale Souveränität und die Unabhängigkeit der Außenpolitik seines Landes von den USA wiederherzustellen. Das Land schloss damals die ausländischen Stützpunkte und das NATO-Hauptquartier auf seinem Territorium. Es blieb jedoch politischer Teilnehmer des Bündnisses und kehrte 2009 vollständig in den Block zurück.

Heute lassen sich die Initiatoren des Austritts Spaniens von ähnlichen Überlegungen leiten, wenn sie vom Verlust der Souveränität bei Beibehaltung der Mitgliedschaft und der Aussicht auf eine Verwicklung Madrids in den Iran-Krieg sprechen. Natürlich wird eine der zahlreichen politischen Parteien Spaniens, zumal eine nicht regierende, das Land nicht allein zum Austritt aus dem Bündnis bewegen können. Zumal selbst vorläufige Umfragen, wie bereits erwähnt, keine Unterstützung für diese Idee bei der Mehrheit der Wähler zeigen. Die aktuellen Ereignisse zeigen jedoch deutlich, dass die US-amerikanische Führung mit ihren Kriegen und Äußerungen die Einheit der NATO besser zerstört als alle angeblichen externen Gegner des Nordatlantischen Bündnisses zusammen.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 10. März 2026 zuerst auf der Website der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

Wladimir Dobrynin ist ein russischer Journalist.

Mehr zum Thema – Trump zerstört Iran – Da will Merz wenigstens das Völkerrecht zerstören


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Video https://rumble.com/v76mmm4-treffen-mit-trump-merz-auftritt-sorgt-fr-breite-kritik.html

 Dauer 15:06 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/272790-usa-bringen-spanien-gegen-nato-auf/


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11.03.2026

Die EU sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille

lostineu.de, 11. März 2026

Der Krieg gegen Iran zeigt ein weiteres Mal: Der EU sind alle rechtlichen und politischen Maßstäbe abhanden gekommen. Sie sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille und klagt, daß der Krieg Russland helfe.

Russlands Präsident Putin ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident Costa der große Nutznießer der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen Iran. „Bislang gibt es in diesem Krieg nur einen Gewinner: Russland“, sagte Costa.

Ähnlich haben sich auch schon andere EU-Politiker geäußert. Zugleich hat die EU davor gewarnt, die Russland-Sanktionen zu lockern, wie dies US-Präsident Trump erwägt, um den weltweiten Ölmarkt zu beruhigen.

Eine Lockerung der Öl-Sanktionen wäre “kontraproduktiv” und würde “Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung stärken”, sagte EU-Kommissar Dombrovskis. Es sei “sehr wichtig”, den Ölpreisdeckel für russisches Öl “strengstens durchzusetzen”.

Kurzsichtig und gefährlich

Nützt es Putin, schadet es Putin? Das scheint die einzige Frage zu sein, die die EU beschäftigt. Unsere Politiker sehen die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille – alle anderen Maßstäbe scheinen abhanden gekommen zu sein.

Die regelbasierte Ordnung, die die USA und Israel mit Füßen treten? Schnee von gestern. Das Völkerrecht? Leider nicht mehr anwendbar. Die europäische Wirtschaft? Wird bedauerlicherweise in Mitleidenschaft gezogen.

Diese Perspektive ist kurzsichtig – und gefährlich. EU-Politiker sollten zuerst an europäische Interessen denken – und nicht daran, wie sie Russland maximal schaden können. Einen “Kollateralschaden” dürfen sie nicht hinnehmen.

Sinn für Realitäten verloren

Gefährlich wird es, wenn sie die Augen vor den Realitäten verschließen. Der Angriffskrieg hat einen Flächenbrand ausgelöst, der jederzeit in einen Weltkrieg und in eine Weltwirtschaftskrise umschlagen könnte.

Doch die EU denkt nur an die Ukraine und die Folgen für Russland. Sie ist nicht einmal in der Lage, zu erkennen, geschweige denn auszusprechen, von wem derzeit die größte Gefahr für EUropa und die Welt ausgeht.

Ein Tipp: Es ist nicht Putin…

Mehr zum Krieg gegen Iran hier

P.S. Ausgerechnet US-Präsident Trump ist weiter als die EU. Angesichts der Eskalation des Irankrieges hat sich Trump an Putin mit der Bitte gewandt, zu vermitteln. Das passt so gar nicht in das manichäische Weltbild der EU…


13 Comments

  1. Titi
    11. März 2026 @ 10:00

    Zur selben Zeit beginnt allmählich (und langsam) die (für die EU ungünstige) Realität die EU-Granden einzuholen, so dass es immer schwieriger sein wird, dieses zu verbergen, so wie jetzt, wo Von der Leyen die Abkehr von Atomkraft als strategischen Fehler bezeichnet hat. Vorher hätte man das nicht gesagt, aus Angst, die EU-Grünen und die Pro-Grünpolitik-Sozialdemokraten als wichtige Bündnispartnern „gegen Rechts“ zu verlieren. Noch hält man an die strikten Sanktionsmaßnahmen gegen russisches Gas und Öl fest, aber mit der zunehmenden wirtschaftlich erdrückenden Lage (verschärft durch den Iran-Krieg und seine Folgen) wird die EU aus Not vor „dem Russen“ betteln, was für sie die ultimative Demütigung wäre und was ihr die Ukraine höchstwahrscheinlich nicht verzeihen würde.

Antworten

  • Niko
    11. März 2026 @ 09:50

    Für mich steht längst fest, dass der russlandfeindliche Hass die Hirne sehr vieler Politiker zerfressen hat und der in Wirklichkeit “nicht werteorientierte” Westen für die meisten und brutalsten Kriege der letzten Zeit verantwortlich ist. Der Wirre aus Amerika macht die von Merz sogenannte Drecksarbeit und unsere Rüstungsindustrie liefert jede Menge Mordinstrumente, macht damit jede Menge Kohle und versucht damit die vermurkste Wirtschaftspolitik zu kaschieren. Recht und Gesetz sind Makulatur und nur noch lästig.
    Die Fakten zeigen deutlich, vor wem man Angst haben sollte. Dazu müsste man aber die dicken Bretter vor den Augen abbauen.

    Antworten

  • Helmut Höft
    11. März 2026 @ 09:31

    Tzja, so iss dess unner de Mensche, gell! Man braucht einen vor dem man sich bückt (z. B. “Mister Grab’em”) und einen auf den man spukt z. B. Wladimir Wladimirowitsch und schon hat das Leben Sinn und Struktur.

    “Der Mensch: Krone der Schöpfung oder doch nur Furunkel am A… der Evolution?”

    @european
    Prognose mit 2 Kommastellen? Sry (das kommt ja nicht von Dir … und statista ist einigermaßen seriös) aber mit Prognosen ist das schwierig, die betreffen nämlich die Zukunft. Was grds. immer vergessen wird: Russland ist ein währungssouveränes Land und hat alles was es braucht, das ist der Punkt. Die paar Chips die noch fehlen gibt’s beim Kapitalisten um die Ecke, auf dem Zigarettenmarkt!

    Antworten

  • Kleopatra
    11. März 2026 @ 09:16

    Die Gefahr durch Putin ist deshalb schwerwiegender, weil bei ihm ausgeschlossen werden kann, dass er durch normale demokratische Verfahren die Macht verliert, während das in den USA durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

    Antworten

    • Guido B.
      11. März 2026 @ 09:23

      Putin sagte einmal, der Westen sei das „Imperium der Lügen“. Die Lügner-Eliten sagen, Russland sei das „Reich des Bösen“. Putin ist auf jeden Fall recht zu geben. Der Westen ist das Reich der Schwarzen Magie. Da helfen auch keine Regime Changes mehr.

      Antworten

    • Karl
      11. März 2026 @ 09:33

      Putin hat die letzte Wahl gewonnen: Sind Sie traurig, dass “der Westen” seine üblichen Regime Change-Methoden in Russland nicht anwenden kann?
      Putin ist in weiten Teilen der Welt als ein seriöser Verhandlungspartner, der die Diplomatie beherrscht und seine Zusagen einhält, respektiert und angesehen: Sind Sie neidisch?

      Antworten

    • Julius Cesar
      11. März 2026 @ 11:47

      Uh yeah?
      Nachdem die war powers resoultion wenigstens im Haus Erfolg gehabt hätte, wenn nicht gerade wieder die passende Anzahl an demokratischen Verrätern die Seite zu den Reps gewechselt hätte weil Hakeem Jeffries und Chuck Schumer die Operation AIPAC fury genau so unterstützen wie ihre Kollegen “across the isle”?

      Antworten

  • Guido B.
    11. März 2026 @ 08:59

    Der kollektive Westen hat ein kollektives Leadership-Problem. Es regieren auf beiden Seiten des Atlantiks nur noch verrückte Realitätsverweigerer. Das Einzige, was sie noch zusammenhält, ist der blinde Hass auf Staatsoberhäupter, die ihre nationalen Interessen gegen den übergriffigen Westen durchsetzen bzw. es zumindest versuchen. Sie verurteilen alles und alle, die dasselbe in defensiver Form tun, was der kollektive Westen seit Jahrhunderten in aggressiver Form tut!
    Dieses hirnverbrannte Herrenmenschentum artet wieder in Barbarei aus. Diese Regierungen gefährden nicht nur die Existenz ihrer “Feinde”, sondern auch die der eigenen Bürger.
    Der Kapitalismus hat sich in eine Mischung aus Nihilismus und Satanismus verwandelt. Er ist ein Schwarzer Kult geworden, angeführt von Schwarzen Magiern. Der gefährlichste Schwarze Magier ist Netanjahu mit seinem Grossisrael-Wahn. Dann folgen Trump, Merz, von der Leyen, Kallas, Frederiksen, Starmer und Macron mit ihrem Make-Western-Hegemony-Great-Again-Wahn.
    Der kollektive Westen ist der Schwarzen Magie verfallen. Die Ratio ist tot.

    Antworten

  • hutaekjango
    11. März 2026 @ 08:08

    Die völlige Abhängigkeit von den USA, in derxsogenannten westlichen ” Wertegemeinschsft”,in fast allen Bereichen, dürfte die Sichtweise hinreichend erklären. Nach ehedem “Multikulti” scheint auch nun Globalisierung gescheitert und die EU weder einig noch mit Plan für die Zukunft. Sie dient weiter als Auffangbecken für die Folgen aller Abenteuer von Uncle Sam!

    Antworten

    • Karl
      11. März 2026 @ 08:49

      Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera, wie Ebo schreibt – zwischen der EU und Trump, zwei in der Welt unglaubwürdig gewordenen Akteuren, mit denen niemand mehr verhandeln will: die eine diplomatisch taubstumm, der andere ein chronischer Wortbrecher…
      Und da kommst Du mit Deinem Geschimpfe auf Multikulti! Gescheitert? Wer, glaubst Du, wird Deine Rente zahlen? Wie hoch wäre der Altersdurchschnitt in unserer Rentner- und Millionärsrepublik denn ohne die ganzen migrantischen Arbeiter?
      Und was glaubst Du geschah in der Ukraine, als sich die Banderas auf dem Maidan “gegen Multikulti” wandten, die Regierung stürzten und ihren Krieg 2014 pro Russophobie mit der Bombardierung des Donbass begannen. Das war “Remigration”: die Ukraine ist heute entvölkert. Willst Du so einen Krieg überall?

      Antworten

  • european
    11. März 2026 @ 07:53

    Die russische Staatsverschuldung beläuft sich aktuell auf 23% des BIP. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 30.73% prognostiziert. Die Verschuldung des Euroraumes beläuft sich auf 88.2% des BIP, Tendenz steigend. Für den Euroraum konnte ich keine Prognose bis 2030 finden, nur für die einzelnen Länder.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171417/umfrage/staatsverschuldung-von-russland-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/#:~:text=Im%20Jahr%202024%20hat%20die%20Schuldenquote%20in,von%20Russland%20auf%20rund%2023%2C1%20Prozent%20prognostiziert.

    Wann wird den Illusionisten in der EU klar, dass sie verloren haben?

    Antworten

  • Michael
    11. März 2026 @ 06:49

    „ Ein Tipp: Es ist nicht Putin… .“ Bestimmt nicht! Die größte Gefahr geht von den Ignoranten und Dummköpfen in Brüssel selbst aus! Die übertreffen inzwischen selbst Trump!

    Antworten

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    Bruch der Brandmauer: Nun sollen “Dinner-Dates” das VdL-Bündnis retten


    lostineu.eu, vom 10. März 2026

    Die große Koalition im Europaparlament zerbröselt immer mehr. Dies hat sich gerade wieder in der Asyl- und Migrationspolitik gezeigt. Nun versuchen es die Etablierten mit unkonventionellen Methoden.

    Die AfD im Europaparlament spricht von einem „historischen Sieg“: Die Konservativen um den CSU-Politiker Weber haben gemeinsame Sache mit Rechten und Rechtsextremen gemacht und für eine weitere Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik in Europa gestimmt.

    Die umstrittenen “Rückführungszentren” für abgewiesene Aslybewerber wurden mit den Stimmen der AfD und anderer Rechter beschlossen. Damit wurde der viel beschworene „Cordon sanitaire“ – also die Brandmauer gegen Rechts – wohl endgültig eingerissen.

    Sie war nach der Europawahl 2024 vereinbart worden, um den Aufstieg der Rechten zu bremsen. Eine gemeinsame „Plattform“, auf die sich EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen (CDU) stützt, wollte die demokratische Mitte zusammenführen und die Rechten ausgrenzen.

    Geheim-Treffen im Luxushotel

    Weil dies aber kaum noch funktioniert, greifen die Fraktionschefs nun zu unkonventionellen Methoden. EVP-Chef Weber und seine Gegenspielerin Garcia  – die Spanierin führt die sozialdemokratische S&D-Fraktion – treffen sich neuerdings zu vertraulichen Abendessen, um das VdL-Bündnis zu retten.

    Das erste „Dinner-Date“ habe im Februar in einem Luxushotel in Straßburg stattgefunden, berichtet „Politico“. An den Treffen hätten je 10 EU-Abgeordnete teilgenommen – mit dem Ziel, die brüchige Koalition zu kitten.

    Geholfen hat es nicht. Im Streit um die „Return Hubs“ hat die radikale Rechte gewonnen, die Mehrheit in der Mitte konnte sich trotz des „Flirts“ zwischen Weber und Garcia nicht zusammenraufen…

    Mein Bericht in der “taz”

    6 Comments

    1. Monika
      11. März 2026 @ 10:49

      … versuchen es die Etablierten mit unkonventionellen Methoden…
      Was könnte an der ältesten aller Methoden “unkonventionell” sein?
      Auf der global-oligarchischen Ebene war genau das Epsteins Aufgabe: In “angemessenem Luxus” den Oligarchen dieser Welt informelle Treffpunkte zu organisieren, gern mit jungem weiblichen “Frischgemüse”, weil die alten Säcke halt in der Regel darauf stehen. Das ist der banale Hintergrund für die “nichtssagenden” Mails, die meistens konspirativ angehaucht” die Abwicklung der kleinen Gefälligkeiten klarmachten.
      Jetzt also auf EU-Ebene “unkonventionelle Treffen in Luxushotels” um in angenehmer Umgebung politische Grauzonen “auszuloten”: wie möglichst gewinnbringend die Geschicke der Bürger zu lenken wären.
      Würde man diesen Plot zu einem Theaterstück verwursten, das wäre sooo abgedroschen, mit ellenlangem Bart, dass es wehtäte.
      Wirklich weh tun die Folgen der ganzen Wichtigtuerei dieser Farce-isten! Und zwar den normalen Bürgern aller Staaten. Aber das ist mit denen wie mit den Bauern beim Schach.
      Nur dass die Farce-isten dem Schachspiel mental nicht gewachsen sind, sie bevorzugen Strip-Poker oder Gleich Glücksspiele…

    Antworten

    • KK
      11. März 2026 @ 12:25

      “sie bevorzugen Strip-Poker oder Gleich Glücksspiele…”

      Die Wargames nicht vergessen!

      Antworten

  • KK
    11. März 2026 @ 00:41

    “EVP-Chef Weber und seine Gegenspielerin Garcia…treffen sich neuerdings zu vertraulichen Abendessen, um das VdL-Bündnis zu retten.”

    In Köln nennt man das Klüngel…

    Antworten

  • jjkoeln
    10. März 2026 @ 20:28

    Diese Hampelei ist doch unwürdig.
    Die AfD-Light EVP/CxU arbeiten entweder mit der Agitation-für-Dumme zusammen oder erpressen mit analogen Positionen.
    Es kann für den Rest doch nur schlecht ausgehen, soch auf diesen Dreck einzulassen. Außerdem verliert man so seine Selbstachtung und rettet nix.
    Sollen doch die Schergen von EVP/CxU endlich offen mit dem Fascho-Pack zusammenarbeiten.
    Das zerlegt diese schnell.

    Antworten

    • KK
      11. März 2026 @ 00:43

      “Sollen doch die Schergen von EVP/CxU endlich offen mit dem Fascho-Pack zusammenarbeiten.”

      Das könnte in Stuttgart recht schnell gehen, wenn sich die Grünen nicht hinsichtlich Job-Sharing beim MP erpressen lassen und standhaft bleiben sollten…

      Antworten

    • Notbremse
      11. März 2026 @ 09:42

      Du siehst die USA und denkst dass das schnell gehen würde, wenn sie sogar 5 statt 4 Jahren Zeit hätten zu tun was sie wollten und im Gegensatz zu Minnesota die Mehrheit in BW augescheinlich alt und rechts statt jünger, mittelalt und Sozialliberal ist?
      Immerhin könnten nun 10 % der Landtagswahlberechtigten die Auflösung dieses Landtages verlangen und sie müssten eine Volksabstimmung organisieren, aber ob dabei etwas besseres rauskäme, fragwürdig und vermutlich nicht schnell genug organisierbar und einmal gezogen würde die Schwelle sicherlich im nächten Schritt enorm angehoben.
      https://dejure.org/gesetze/Verf/43.html

      Linke+BSW wären natürlich wieder deutlich über 5 % gewesen, “toll”.


  • Info: https://lostineu.eu/bruch-der-brandmauer-nun-sollen-dinner-dates-das-vdl-buendnis-retten/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Von der Leyen: Aus für Atomkraft war “strategischer Fehler”


    lostineu.eu, vom 10. März 2026

    Überraschende Kehrtwende der wendigen CDU-Politikerin von der Leyen: Die EU-Kommissionspräsidentin hat die (vor allem deutsche) Abkehr von der Atomkraft als einen “strategischen Fehler” bezeichnet. Zugleich kündigte sie auf einem Atomenergie-Gipfel bei Paris künftige Risiko-Absicherungen der EU in Höhe von 200 Millionen Euro für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. “Die Mittel dafür werden aus unserem Emissionshandel kommen”, sagte sie. – Allerdings will Italien aus dem Emissionshandel aussteigen. Und den nächsten strategischen Fehler hat von der Leyen selbst eingeleitet: den Ausstieg aus günstiger Energie made in Russia. Anders als bei der Atomkraft soll er sogar endgültig sein…

    19 Comments

    1. Erneuerung
      11. März 2026 @ 13:02

      @Helmuth Höft, Atomkraft
      Es ist sicher unstrittig, dass die derzeit kommerziell betriebene Atomkraft teuer und risikohaft ist. Trotzdem setzen viele Länder auch weiter auf diese, sie ist grundlastfähig, ohne riesige Batterieparks, die die “Erneuerbaren” benötigen. Und diese Batterieparks sind auch umweltschädlich. Inwieweit die Windkraft mehr schadet als nützt, dazu gehen die Meinungen und Studien auseinander. Ich persönlich sehe den massiven Windkraftausbau in Norddeutschland und der Nordsee als eine mögliche Ursache dafür an, dass das Wetter häufig nicht mehr von West nach Ost weiterzieht. Ja, ich bin kein Wissenschaftler und es mag auch andere Ursachen dafür geben, aber auffällig ist das schon, dass dieses Phänomen mit der Windjraft in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Physikalisch gäbe es ja auch die Erklärung dazu, wenn ich den Wind in Elektroenergie umwandle, dann fehlt der dem Wettergeschehen. Aber der Kern der Sache ist der, dass immer alles ideologisch entschieden wird. Man hätte durchaus noch ein paaar Kernkkraftwerke laufen lassen können, um Energiesicherheit zu haben. Und die verträglicheren Salzwasserreaktoren könnten schon eine Ergänzung des Strommixes darstellen, ein Probereaktor läuft bereits in China, warum nicht bei uns? Nicht zu erwähnen brauche ich wahrscheinlich das zerstörerische Kriegsgeschehen, dafür hätte man noch hundert Jahre auf Kohle setzen können.

    Antworten

  • Titi
    11. März 2026 @ 10:18

    Nun ja! Es scheint so, dass langsam, aber doch, die (für die EU ungünstige) wirtschaftliche Realität die EU-Granden einzuholen beginnt, so dass es immer schwieriger sein wird, dieses zu verbergen. Vorher hätte Von der Leyen das nicht gesagt, aus Angst, die EU-Grünen und die Pro-Grünpolitik-Sozialdemokraten als wichtige Bündnispartnern „gegen Rechts“ zu verlieren. Noch hält man an den strikten Sanktionsmaßnahmen gegen russisches Gas und Öl fest, aber mit der zunehmenden wirtschaftlich erdrückenden Lage (verschärft durch den Iran-Krieg und seine Folgen) wird die EU aus Not vor „dem Russen“ betteln, was für sie die ultimative Demütigung wäre und was ihr die Ukraine höchstwahrscheinlich nicht verzeihen würde.

    Antworten

  • Helmut Höft
    11. März 2026 @ 08:48

    “Aus für Atomkraft war “strategischer Fehler”” Das Fehlen eines Endlagers demnach nur vernachlässigbarer “taktischer Fehler”? Die Politniks und die Technologiefans werden es nie begreifen:

    “Bitte merken: Atomkraft rechnet sich nicht! Die Risiken sind gigantisch und nicht versicherbar! Die Abfallentsorgung und der Rückbau sind bis heute nicht organisiert! Die Kosten (alles inklusive) sind gigantisch und nicht zu schultern!!
    Wie schon mehrfach festgestellt: Atomkraft ist nur ein Synonym für „immer mehr Energie umwandeln (transformieren), für immer weiter so!“ Entschuldigung: Das geht aber aus naturgesetzlichen Gründen nicht!”
    https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/03/16/klimawandel-und-der-schaffende-mensch-teil-2-atomkraft/

    Eine große Anzahl SMR verkleinern(!) das Problem im Einzelfall gering, vergrößern(!) aber durch ihre Anzahl (für Deutschland Dutzende nötig) das Gesamtrisiko erheblich(!) – zusätzliche Logistik, Brennelementeproduktion und -recycling Kühlung, Entsorgung usw. Es geht aus Kosten und rein praktischen Gründen nicht. Dass dann noch die Naturgesetze (“Hausordnung” des Planeten) ein Wörtchen mitreden ist dann nur noch Gratisbeigabe!

    Man kann das noch endlos fortführen – wollen wir bei der Uranförderung anfangen, ja? bis zum Endlager für hochradiaktive “Endprodukte” (das es im erforderlichen Maß für heute(!!) ausreichend nie geben wird!)?

    Auf MYTHOS gibt’s seit Anfang 2025 jeden Menge zum Thema Energie und dem “schaffenden Menschen”. Wer die ca. 25 Postings und die Quellen nachliest ist definitiv fit im Thema. Er muss nicht unbedingt zu dort vertretenen Ergebnissen kommen, er kann ja stichhaltige Argumente anführen, warum es anders ist und dieses darlegen (oder weiter träumen).

    Noch ein Zitat kann ich mir nicht verkneifen: “Allein schon die Wikipedia reißt alle Probleme an – Achtung, untendenziöse Anmerkung: Man muss mitdenken und sich lange, intensiv und ergebnisoffen mit dem Thema beschäftigen. Die ultimative AKW-Lösung könnte(!) der Flüssigsalzreaktor gewesen sein. Entwicklungszeit: immer noch 20+ Jahre, Inbetriebnahme erster Anlagen? Sehr viel später! … ich höre hier einfach auf (die Wikipedia weiß den Rest). Wasserstoff, Kernfusion … hatten wir alles schon auf MYTHOS … Technologie- und Zahlengläubigkeit: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Albert Einstein.” https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2024/03/28/ueber-atomkraft-diskutieren-und-zuhoeren/

    Antworten

    • Herbert Hein
      11. März 2026 @ 11:35

      Es ist mistegal dass sie sich “nicht rechnet” in der aktuellen Lage!

      Es gilt die AKWs bei denen der Rückbau noch zu stoppen ist, wieder zu ertüchtigen, zu tüven, Brennstoffe und Personal zu beschaffen/neu auszubilden, damit die Energiekrise wenigstens um die paar % gemindert werden kann, die diese einzelnen Kraftwerke zur Versorgung des Landes beitragen.

      Was die Versicherung betrifft, who cares? Es ist ja nunmal so dass der Bund immer der Versicherer letzter Instanz ist, also beschließt man in diesem glasklaren Fall, dass die Dinger ausschließlich ohne Gewinninteresse zum wirtschaftlichen Gemeinwohl betrieben werden.
      Möglicherweise ausschließlich so lange, bis wir 200 % unseres Strombedarfes bei kompletter Elektrifizierung aller Sektoren durch andere Technologien decken können oder sie halt den TÜV nicht bestehen und auch nicht mehr unwirtschaftlich zu reparieren sind.

      Ja, der Ausbau der Erneuerbaren ginge tendenziell schneller, gut so, das eine schließt das Andere nicht aus.
      Hergott nochmal, wir müssten sogar den Dünger nun mit dem ENRR Prozess statt Haber-Bosh produzieren wegen der Hormuzschließung und die Düngerpreise waren Stand vorgestern schon um 30 % gestiegen!
      Sprich alles an Strom was Strom produzieren kann ohne zu explodieren und möglichst kein Gas dabei verbrauchen weil das brauchen Haushalte und Industrie für Heizen und sonstige chemische Prozesse.
      Vermeintlich will Bayer ja schon seine Produktion nach Indien auslagern, wieso wohl?

      Antworten

    • Herbert Hein
      11. März 2026 @ 12:01

      Situation ist schon wieder so trübe, dass die Idioten schon wieder trotz Verbotes unser Wasser verseuchen wollen!

      https://de.euronews.com/2026/03/11/erdgas-vorkommen-heimisch-deutschland-unabhaengig

      Danke nein, ich weiß was die cancer alley in Louisiana etc. ist, gibt es ein Äquivalent rund um Grundremmingen, Isar II etc.?

      Antworten

  • CC
    11. März 2026 @ 08:39

    Haben unsere Profis in Brüssel bedacht, was große Investitionen in Atomkraft bedeuten? Dadurch würde sehr wahrscheinlich Russland massiv profitieren. Schön heute sind 40 bis 40 Prozent des weltweit gehandelten angereichertem Uran aus Russland oder von Herstellern, an denen rosatom Anteile hält. Mehr Nachfrage bedeutet steigende Preise und davon wird massiv Russland profitieren. Wo bleibt die dumme Phrase, dass wir damit den Krieg finanzieren??

    Die EUropäer haben einfach null Strategie. Es ist einfach nur peinlich.

    Antworten

  • Karl
    11. März 2026 @ 08:27

    Achtung: Als die CDU letztmals die Atomkraft wieder einführen wollte (unter Merkel), geschah die Kernschmelze von Fukushima!
    Vorsicht: Was beschwört von Laien nun herauf? (Statistisch geschehen solche Kernschmelzen alle 25 Jahre.)

    Aus therapeutischen Grünen sollte eine Kirche der Atomgläubigen eingeführt werden, aber mit klarer Staat-Kirche-Trennung: Ihre Kosten müssen sie selber tragen! Das wäre die Innovation für die Atomkraft: das erstmalige Geltendmachen des Verursacherprinzips auch für sie.

    Antworten

    • Herbert Hein
      11. März 2026 @ 11:39

      Sie wollten sie nicht wiedereinführen, die Wiedereinführung war beschlossene Sache. Deswegen hat die abprubte Merkel Entscheidung nachdem sie nochmal “neu nachgedacht” hatte, zu den horrenden Kosten geführt die bei der ersten Ausstiegsentscheidung vermieden wurden durch Rot-Grün.
      Weil der schwarze-gelbe, suprise surprise, rechtswidrig war.

      Antworten

  • jjkoeln
    10. März 2026 @ 20:33

    Es gibt keine marktreifen oder schnell Implementierungen neuen Technologien in der Atomkraft.
    Alles ist bisher Slideware.

    Antworten

  • jjkoeln
    10. März 2026 @ 20:31

    Auch vdL schwurbelt Propaganda.
    In DE wollten die Versorger nicht die Kosten für die Verlängerung der Laufzeit tragen. Lieber haben sie die AKWs stillgelegt. Es ist wenn überhaupt ein Beispiel für einen funktionierenden Markt.

    Antworten

  • Michael
    10. März 2026 @ 17:55

    Ich kann nicht anders: die Frau ist ein pathologischer Fall!

    Antworten

  • Erneuerung
    10. März 2026 @ 14:19

    Seit vdL ist weder Taktik noch Strategie in irgend einer positiven Richtung erkennbar. Es ist immer ein Herumtaktieren, um gewisse Klientel zufrieden zu stellen, speziell die Fraktion der Russen- und Chinahasser sowie Amifreunde, die Windradlobby und natürlich die Rüstungslobby. Keine der Aktionen der letzten Jahre kann irgend welche Erfolge vorweisen, weder wirtschaftlich, noch human. Man hätte erkennen müssen, dass es im Bereich Atomkraft neue Entwicklungen gibt, man hätte erkennen müssen, dass eine Konfrontation mit China vorrangig Europa schadet, man hätte erkennen müssen, dass die Unterstützung der faschistischen Banderas (die erneut den Europäern das Gas abdrehen und es den Russen in die Schuhe schieben) ein Milliardengrab ist, man hätte erkennen müssen, dass die Maga-Bewegung des Herrn Trump so ist, wie sie heißt, nämlich ausschließlich Amerika wieder groß machen auf Kosten der restlichen Welt, man hätte erkennen müssen, dass das Überbordwerfen ursprünglicher Werte wie Meinungs- und Informationsfreiheit dem Projekt Europa schadet. Man hätte erkennen müssen, dass Bildung und soziale Sicherheit unabdingbar für Europas Zukunft sind und sich nicht durch prekäre Arbeitsverhältnisse und ungebremste Zuwanderung ohne erfoderliche Integration ersetzen lassen. Die Dame und ihre Unterstützer haben auf ganzer Linie versagt und tun es weiter, bei den aktuellen Konflikten in der Welt, nicht zuletzt durch Unterstützung der falschen Kräfte und unsinnige Statements.

    Antworten

    • KK
      11. März 2026 @ 00:50

      Ich gehe jede Wette ein: Man hatte all das sehr wohl erkannt, aber bewusst drauf gesch***en und ganz anderen Zielen untergeordnet!

      Antworten

  • Guido B.
    10. März 2026 @ 13:42

    Martin Sonneborn ist der einzige Trost, den die EU zu bieten hat. Und Eric Bonse. Der fatale strategische Fehler ist von der Leyen selbst.

    Antworten

    • KK
      10. März 2026 @ 13:48

      vdL ist kein “fataler strategischer Fehler”, vdL ist der GAU.
      Und man hätte es wissen müssen…

      Antworten

      • Mic
        10. März 2026 @ 16:23

        Verstehe ich nicht.
        Sie ist doch ungewählt eingesetzt worden oder hab ich das falsch in Erinnerung.
        Das hat der Maga-Mann oder seine Spießgesellen (egal welcher Couleur) doch sicher so eingefädelt.
        Sie ist ‘unschuldig’ und macht nur, wie ihr geheißen.

      • KK
        11. März 2026 @ 00:47

        @ Mic:
        Eingefädelt hat es Macron (der sich mE noch am wenigsten – neben neuerdings Sanchez – von Trump lenken lässt). Und der hätte es wissen müssen, was für einen Blender er mit vdL nach Brüssel holt – oder liest man in Paris keine deutschen Zeitungen?

  • Willmes
    10. März 2026 @ 13:24

    Immer wenn ich v. d. Leyen höre oder lese, habe ich ein ungutes Gefühl, denn fast alles, was die bisher angepackt hat, war ein Flop.Wann wird sie endlich von einer Erfolg versprechenden Person abgelöst?

    Antworten

    • Helmut Höft
      10. März 2026 @ 18:54

      @Willmes
      “… von einer Erfolg versprechenden Person abgelöst?” Gibt’s nicht! Das ganze Konstrukt ist morsch, faul und dysfunktional, alle Teilnehmer sind nur auf sich gerichtet. Und: “Gott ist tot!”


  • Info: https://lostineu.eu/von-der-leyen-aus-fuer-atomkraft-war-strategischer-fehler/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: USA: Brasilianische Organisationen auf der Terrorliste?

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 11. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 11.03.2026
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    Frauen werden für bewiesene Leistung befördert, Männer für das, von dem wir glauben, dass sie es vielleicht einmal leisten werden. In ihrem neuen Buch Funkenschwestern beschreibt Barbara Blaha, warum Männer im Gegensatz zu Frauen von Geburt an unter einem „Kompetenzverdacht“…
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    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Meinungen
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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    11.03.2026

    Ungarns Wahl zwischen Brüssel und Washington  Die ungarischen Parlamentswahlen werden von einem transatlantischen Machtkampf begleitet. Die EU hofft auf einen Sieg der Oppositionspartei TISZA unter Péter Magyar, während die USA weiterhin Viktor Orbán unterstützen.

    german-foreign-policy.com, 11. März 2026

    BUDAPEST/BERLIN (Eigener Bericht) – Die im April bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn werden zunehmend zum Gegenstand eines transatlantischen Machtkampfs. Während die EU und insbesondere Deutschland auf eine Ablösung von Ministerpräsident Viktor Orbán drängen, erhält dieser Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. In Brüssel gilt Orbán wegen seiner Ukraine-Politik, aktuell insbesondere wegen seiner Blockade eines beschleunigten EU-Beitritts der Ukraine, als Hindernis für zentrale strategische Projekte der Union. Hoffnung setzen Berlin und die EU daher auf die Oppositionspartei TISZA unter Péter Magyar, der Ungarns Verhältnis zur EU stabilisieren soll. Allerdings wird Magyar, ein ehemaliger Politiker von Orbáns Partei Fidesz, von Beobachtern häufig als ein „jüngerer Orbán“ beschrieben, der sich nicht in jeder Hinsicht den Forderungen aus Brüssel bereitwillig fügen werde. Washington hingegen stärkt Orbán demonstrativ den Rücken, der aus Sicht der USA zentrale Elemente ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie in Europa vertritt; diese sehen vor, in Europa die äußerste Rechte zu stärken. Damit wird die Wahl zu einer Entscheidung über Ungarns vorrangige außenpolitische Orientierung zwischen Brüssel und Washington.


    Zitat: EU-Gelder als Druckinstrumen

    tSpätestens seit der Corona-Pandemie, insbesondere aber seit dem Beginn des Ukrainekriegs wird der wirtschaftspolitisch gegenüber der EU loyale, aber außenpolitisch – mit seiner fortgesetzten Kooperation vor allem mit Russland und mit der Trump-Administration – allzu eigenständige ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán massiv aus Brüssel attackiert. Um ihn gefügiger zu machen, blockiert die EU-Kommission Ungarn eigentlich zustehende Gelder: bislang insgesamt 22 Milliarden Euro an Kohäsionsmitteln sowie weitere 5,8 Milliarden Euro an Aufbau- und Resilienzmitteln aus dem Wiederaufbaufonds. Die Bedingung für die Freigabe der Mittel sind politische Reformen. Mit der nach Beginn des Ukrainekriegs einsetzenden europäischen Energiekrise wurde die ungarische Wirtschaft zusätzlich erschüttert. Die Entscheidung der EU-Kommission, die Mittel zu blockieren, wird mittlerweile vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) angezweifelt, da vermutet wird, die Kommission habe gegen ihre eigenen Vorschriften verstoßen, als sie EU-Gelder aufgrund rechtsstaatlicher Bedenken zurückhielt.[1]


    Konflikt um den Ukraine-Beitritt

    Aktuell eskaliert einmal mehr der Konflikt mit Ungarn um die Ukraine. Die EU-Kommission plant, den EU-Beitrittsprozess der Ukraine zu beschleunigen und ihr eine teilweise EU-Mitgliedschaft anzubieten, noch bevor das Land alle erforderlichen Reformen durchgeführt hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dringt darauf, die Ukraine müsse der EU bereits 2027 als Teil eines Friedensabkommens mit Russland beitreten. Orbán bezeichnete diesen Schritt auf X als eine „offene Kriegserklärung an Ungarn“.[2] Die Opposition gegen die EU-Mitgliedschaft der Ukraine ist ein zentrales Element seines Wahlkampfs vor den im April bevorstehenden ungarischen Parlamentswahlen. Brüssel und Kiew hoffen auf seine Wahlniederlage und einen Sieg des Oppositionsführers Péter Magyar und seiner Partei TISZA, durch den eine politische Öffnung für die Ukraine möglich werden könnte.[3] Mit Blick auf die Wahlen heizen deutsche Kommentatoren die Debatte an und fordern entweder einen radikalen Politikwandel in Budapest oder, sollte Orbán die Wahl gewinnen und die Vorhaben der EU-Kommission weiter blockieren, eine ungarische Initiative für einen „Huxit“, Ungarns Austritt aus der EU; dies sei überfällig.[4]


    Ein neuer Orbán?

    Anders, als es zahlreiche Berichte suggerieren, gilt TISZA-Chef Magyar – ein ehemaliger Politiker aus Orbáns Partei Fidesz – weder als eindeutig auf die EU noch als klar proukrainisch orientiert. Die TISZA stimmte im Europäischen Parlament gegen das 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine. Auch sprach sich Magyar gegen die Pläne für eine beschleunigte EU-Mitgliedschaft aus.[5] Beobachter stufen Magyar häufig als eine Art „jüngeren Orbán“ ein, der etwa in Sachen Migrationsabwehr ähnliche Positionen vertritt wie der Ministerpräsident, der aber Ungarns Position als verlässliches Mitglied der EU wiederherstellen will, ohne freilich davor zurückzuschrecken, sich innerhalb des Bündnisses zu behaupten. Allerdings lehnt die TISZA Vorstellungen ab, nach denen Ungarns Souveränität gegenüber Brüssel gestärkt werden müsse. Vielmehr gilt ihr die EU als ein Mittel, mit dem Ungarn seine Interessen durchsetzen könne.[6]


    „Europas Kurs korrigieren“

    Neben dem Ukrainekrieg sorgen auch die USA für neue Spannungen zwischen der EU und Ungarn. Mit ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie nimmt die Trump-Administration die EU stärker ins Visier. Einerseits heißt es: „Wir können es uns nicht leisten, Europa abzuschreiben“. Andererseits heißt es, man müsse „Europa“ veranlassen, „seinen gegenwärtigen Kurs zu korrigieren“, um es auf die von Washington gewünschte politische Linie festzulegen. Gemeint ist eine aktive US-Unterstützung für Kräfte der äußersten Rechten in Europa (german-foreign-policy.com berichtete [7]); dazu heißt es, man werde „politische Verbündete in Europa ermutigen“, den „individuellen Charakter“ der „europäischen Nationen“ wieder zu stärken.[8] Einer dieser „politischen Verbündeten“ ist Orbán. Ziel müsse es unter anderem sein, „Europa aus seiner Abhängigkeit von China“ zu lösen, heißt es weiter in der Nationalen Sicherheitsstrategie.


    Die Heritage Foundation

    Schon vor Jahren hat beispielsweise die ultrarechte Washingtoner Heritage Foundation begonnen, in diesem Sinne tätig zu werden und in der EU auf eine enge Kooperation mit Ungarn unter Orbán zu setzen. Die Heritage Foundation ist bekannt dafür, mit „Project 2025“ die Grundlagen für die Politik der Trump-Administration gelegt zu haben. Der Präsident der Stiftung, Kevin Roberts, empfing Orbán bereits im November 2022 zu Gesprächen und lobte Ungarns Entwicklung unter seiner Amtsführung in höchsten Tönen. 2023 schlossen die Heritage Foundation und das Danube Institute, eine Orbán nahestehende Denkfabrik, eine Vereinbarung über eine engere Kooperation. Die US-Einrichtung arbeitet mittlerweile auch mit den Patriots for Europe (PfE) zusammen, einem Zusammenschluss eines Teils der extrem rechten Parteien im Europaparlament, in dem neben dem Fidesz auch der französische Rassemblement National (RN), die FPÖ, der belgische Vlaams Belang, die italienische Lega, die spanische Vox und die portugiesische Chega vertreten sind.[9]


    Strategische Zugeständnisse

    Die Trump-Administration macht Ungarn im Gegenzug zu Orbáns Bereitschaft, mit ihr zu kooperieren, durchaus Zugeständnisse. Im vergangenen Jahr etwa gab das Weiße Haus bekannt, dass es Ungarn von den US-Sanktionen für den Kauf von russischem Öl ausgenommen hat. Bei seiner Washington-Reise Anfang November 2025 musste Orbán dafür freilich einen hohen Preis zahlen: Er unterzeichnete ein Memorandum zur Zusammenarbeit mit den USA in der zivilen Atomindustrie sowie die Zusage, zehn kleine modulare Atomreaktoren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Ungarn wird zudem Brennstoff im Wert von 114 Millionen US-Dollar in den USA kaufen, darüber hinaus US-Flüssiggas im Wert von 600 Millionen Dollar und Rüstungsgüter für 700 Millionen US-Dollar.[10] Ursprünglich hatte Ungarn in Atomfragen eng mit Russland kooperiert.


    Orbán als US-Verbündeter

    Trump wiederum springt Orbán im Wahlkampf zur Seite. „Viktor Orbán ist ein wahrer Freund, Kämpfer und GEWINNER und hat meine vollständige und totale Unterstützung für die Wiederwahl als Premierminister von Ungarn“, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social. Weiter schrieb Trump, die Beziehungen zwischen Budapest und Washington hätten „neue Höhen der Zusammenarbeit und der spektakulären Leistung“ erreicht. Orbán gilt als Washingtons Kandidat, der im Einklang mit dem Plan der Nationalen Sicherheitsstrategie steht, „patriotische europäische Parteien“ zu stärken.[11] Ebenfalls mit Blick auf die Wahl reiste US-Außenminister Marco Rubio Mitte Februar nach Budapest und rief dort ein „Goldenes Zeitalter“ der bilateralen Beziehungen aus. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Orbán lobte Rubio die „Partnerschaft“: „Ihr Erfolg ist unser Erfolg“. Er fügte hinzu, es liege im nationalen Interesse der USA, dass Orbán gewinne.[12]


    US-Finanzhilfe

    Die US-Wahlkampfunterstützung umfasst nicht zuletzt Finanzhilfen – ganz ähnlich wie zuvor in Argentinien. Ungarn steht wegen der blockierten EU-Milliarden unter erheblichem Druck. Nach seinem Besuch in Washington teilte Orbán mit, die USA seien bereit, Budapest eine „Finanzspritze“ bereitzustellen. Dadurch verlören bestimmte „Brüsseler Instrumente, die gegen Ungarn eingesetzt werden“, ihre Wirksamkeit. Orbán erklärte, die Vorstellung, die ungarische Wirtschaft auf dem Finanzwege „erdrosseln“ zu können, sei nun Geschichte; das Problem sei „mit den Amerikanern gelöst“ worden. Als eine Option gilt ein Währungsswap zwischen den Zentralbanken Ungarns und der USA – ähnlich dem Wechselkurs-Stabilisierungsabkommen mit den USA in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar, das Argentinien im vergangenen Jahr kurz vor wichtigen Wahlen unterzeichnete und das Präsident Javier Milei zu einem wichtigen Erfolg verhalf. Der Sache nach handelt es sich im Wesentlichen um ein Rettungspaket für Ungarn. Ein Swap-Abkommen könnte dem Land den Zugang zu US-Dollar sichern. Dadurch könnte die ungarische Zentralbank den Wechselkurs stabilisieren, was im Land die Importpreise senken würde.[13]


    Bis zu 20 Milliarden US-Dollar

    Orbán schloss in Washington noch einen weiteren Deal: Ein Konsortium von US-Banken soll Kredite an den ungarischen Staat vergeben. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte die Citigroup das Konsortium der Kreditgeber anführen. Deren Chefin Jane Fraser war Mitte Oktober nach Ungarn gereist und traf sich dort mit Zentralbankchef Mihály Varga, Ministerpräsident Orbán sowie dem Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó. In einem Fernsehinterview erklärte Orbán, die Regierung könne durch die beiden Finanzinstrumente insgesamt bis zu 20 Milliarden US-Dollar erhalten.[14]

     

    [1] Max Griera, Gabriel Gavin: ‘Absurd!’ Orbán slams idea of returning EU’s €10B. politico.eu 12.02.2026.

    [2] Sebastian Starcevic:  Orbán slams EU membership plan for Ukraine as ‘declaration of war’. politico.eu 11.02.2026.

    [3] Zoya Sheftalovich: Ukraine eyes gap between Hungarian and French elections to secure EU membership. politico.eu 25.02.2026.

    [4] Jens Münchrath: Warum es Zeit ist, Ungarn den EU-Austritt nahezulegen. handelsblatt.com 16.02.2026.

    [5] Max Griera, Ziya Sheftalovich, Nicholas Vinocut: Orbán’s gambit to revive his election hopes: A battle against the EU. politico.eu 25.02.2026.

    [6] Zsuzsanna Végh: Tisza’s foreign policy offer: Plans for a post-Orban Hungary. ecfr.eu 11.02.2026.

    [7] S. dazu Der Hooligan im State Department.

    [8] S. dazu Der neue Transatlantikpakt.

    [9] S. dazu „Vom Trump-Tornado lernen“.

    [10] Ben Johansen, Diana Nerozzi:  Trump exempts Hungary from Russian oil sanctions for 1 year. politico.eu 11.07.2025.

    [11] Ketrin Jochecová: Trump backs Orbán ahead of key Hungary election. politico.eu 06.02.2026.

    [12] Milena Wälda: ‘Golden age’: Rubio praises Orbán ahead of Hungary election. politico.eu 16.02.2026.

    [13] Seb Starcevic, Michael Stratford: Orbán counts on Trump going full Argentina to save him from election doom. politico.eu 10.11.2025.

    [14] Tamas Wiedemann: A választások előtt erős forintárfolyamban érdekelt a kormány. szabadeuropa.hu 20.11.2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10335


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.03.2026

    Iran-Konflikt: Russland bereit und aktiv, um zur Regulierung der Situation beizutragen

    freedert.online, 4 Mär. 2026 10:31 Uhr, 

    Die Staaten des Persischen Golfs, welche die Stationierung von US-amerikanischen Stützpunkten auf ihrem Gebiet zugelassen haben, wurden nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran in den Konflikt hineingezogen. Indessen ist Russland bereit, neue Brücken zwischen den Ländern des Nahen Ostens zu schlagen.


    Iran-Konflikt: Russland bereit und aktiv, um zur Regulierung der Situation beizutragenQuelle: Sputnik © Alexei Nikolski


    Archivbild: Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt eine Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Moskau, 7. August 2025.


    Vor dem Hintergrund der Aggression Israels und der USA gegen Iran und der raschen Ausweitung des Konflikts auf das Territorium der Golfstaaten hat Russlands Präsident am 2. März eine Reihe von Telefonaten mit den Oberhäuptern der nahöstlichen Staaten – Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi-Arabien – geführt.

    Wladimir Putin besprach die Lage mit dem Präsidenten der VAE, Muhammad bin Zayid Al Nahyan. Die Gesprächspartner verwiesen auf "beispiellose tragische Ereignisse" und betonten die Notwendigkeit eines schnellstmöglichen Waffenstillstands und einer Rückkehr zur politisch-diplomatischen Regulierung des Konflikts. Putin betonte zudem den gemeinsamen Beitrag von Moskau und Abu Dhabi zur friedlichen Lösung von Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm.

    Der Kreml hob hervor, dass "vorhandene Errungenschaften durch den Akt der unprovozierten bewaffneten Aggression gegen einen souveränen Mitgliedsstaat der UNO" zunichte gemacht worden seien. Der Präsident der VAE verwies seinerseits darauf, dass der Konflikt sein Land bereits erfasst habe und Zivilisten bedrohe, wobei die VAE "nicht als Aufmarschplatz für Angriffe gegen Iran" genutzt würden. Putin äußerte die Bereitschaft, die vorhandenen Signale an Iran zu übermitteln.

    Ein weiterer Dialog fand mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani statt. Die Gesprächspartner äußerten gemeinsam ihre Sorgen bezüglich des Risikos der Einbeziehung von Drittstaaten in den Konflikt. Zudem dankte Katars Emir Moskau für die Unterstützung der Staaten der Region in der gegenwärtig schwierigen Lage.

    Außerdem führte Putin ein Gespräch mit dem König von Bahrain, Hamad bin Isa Al Chalifa. Moskau und Manama erklärten, dass die gegenwärtige Lagenentwicklung eine direkte Sicherheitsbedrohung für zahlreiche arabische Staaten darstelle, die mit Russland durch freundschaftliche Beziehungen verbunden sind. In diesem Zusammenhang bekräftigte Putin seine Bereitschaft, alle vorhandenen Möglichkeiten zur Stabilisierung der Lage in der Region zu nutzen.


    Was sagt Putin - Reaktionen aus Russland auf den Angriff auf Iran im Überblick





    Was sagt Putin - Reaktionen aus Russland auf den Angriff auf Iran im Überblick






    In einer ähnlichen Tonalität verlief das Gespräch mit dem Erbprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman Al Saud: nach dessen Meinung könne Russland "in diesen Tagen eine positive stabilisierende Rolle im Hinblick auf seine freundschaftlichen Beziehungen sowohl zu Iran, als auch zu den Ländern des Persischen Golfs" spielen.

    Für eine Deeskalation und eine Rückkehr zum politisch-diplomatischen Prozess sprach sich auch Russlands Außenministerium aus. Der stellvertretende Leiter der Behörde, Georgi Borissenko, traf sich mit dem Botschafter Irans in Moskau, Kazem Dschalali. Zentrales Thema des Gesprächs war die Lage im Nahen Osten. Darüber hinaus verurteilte Moskau kategorisch den Mord an Irans Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei.

    Die gemeinsame Aggression der USA und Israels gegen Iran hatte am 28. Februar begonnen. Das Ziel der Operation bestehe nach Washingtons Behauptungen nicht nur in einer Verhinderung der Weiterentwicklung des iranischen Atomprogramms, sondern auch in einem Regime Change. US-Präsident Donald Trump forderte iranische Militärangehörige auf, die Waffen niederzulegen, und die Bürger des Landes, auf die Straße zu gehen und "das Joch der Tyrannei" abzuschütteln. Durch die Angriffe kamen Hunderte Menschen ums Leben, darunter ein bedeutender Teil der Führung der Islamischen Republik: Irans Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, der Verteidigungsminister Aziz Nassirzadeh und der Kommandeur des Korps der Islamischen Revolutionsgarde, Mohammad Pakpour.

    Als Reaktion auf die Luftangriffe führte Iran mehrere Wellen von Raketen- und Drohnenangriffen gegen US-amerikanische Militärobjekte in der Region durch. Zu Explosionen kam es in Dubai und Abu Dhabi in den VAE, im katarischen Doha, in Bahrains Hauptstadt Manama, in Kuwait-Stadt in Kuwait sowie in Erbil im irakischen Kurdistan. Zudem wurden die größten Öl- und Gasobjekte der Region angegriffen. Das katarische Staatsunternehmen QatarEnergy unterbrach die Produktion von Flüssiggas, und die Ölraffinerie von Saudi Aramco in Saudi-Arabien stellte ihren Betrieb teilweise ein. Die Straße von Hormuz, über die ein bedeutender Teil der weltweiten Energieträgerlieferungen läuft, steht unter der Gefahr einer vollständigen Sperrung, und der Luftraum über der Region ist für zivile Flugzeuge geschlossen – der Verkehr kollabiert faktisch. Dabei kündigte Trump am Abend des 2. März eine neue Welle von Angriffen gegen Iran an.


    Wie Washington den Nahen Osten immer wieder zerstört





    Analyse

    Wie Washington den Nahen Osten immer wieder zerstört






    Nach Ansicht von Experten hat der demonstrative Angriff der USA und Israels gegen Iran unmittelbar während der Verhandlungen praktisch den gesamten Nahen Osten destabilisiert und Washington der Möglichkeit beraubt, sich hinter der Maske eines "Friedensstifters" in der Region zu verstecken. Dabei zeigte Moskaus Reaktion auf den Angriff, dass Russland sowohl das Vertrauen Irans, als auch der Golfstaaten genieße und bereit sei, seine gesamte Autorität zur Regulierung der Krise zu nutzen.

    Der Orientologe Kirill Semjonow merkt an:

    "Moskau versucht, das vorhandene diplomatische Kapital maximal einzusetzen, um die Bemühungen der Staaten der Region zur Regulierung der Situation zu unterstützen. Selbstverständlich ist die Lage äußerst schwierig: die Aktionen der USA haben zu einer umfassenden Krise geführt, die weiter anwächst. Die Länder des Nahen Ostens kennen Russland als einen zuverlässigen Partner, der niemals Eskalation und ausländische Einmischung in Angelegenheiten souveräner Staaten unterstützt hat. Aktuell bleibt Moskau faktisch der einzige Akteur, der das Geschehen zumindest irgendwie positiv beeinflussen kann."

    Der Experte hebt die Angespanntheit des Moments hervor:

    "Als Antwort auf die Aktionen der USA greift Iran weiterhin die benachbarten Monarchien an, auf deren Territorium US-amerikanische Militärobjekte stationiert sind. Die Lage ist äußerst angespannt. Doch Russland versucht, seinen Partnern zu helfen. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die Reihe von Telefongesprächen mit den Oberhäuptern der Golfstaaten nur ein erster Schritt auf dem Wege zur Stabilisierung war."

    Es sei zu noch zu früh, zu vermuten, inwieweit die Bemühungen der Diplomaten zum Erfolg führen, doch einen positiven Effekt werde es sicher geben. Semjonow betont:

    "Ob es gelingt, den Konflikt auf diese Weise zu stoppen, ist sehr fraglich. Doch dieser Schritt Moskaus wird unbedingt Früchte tragen: Im Nahen Osten wird allein schon die Absicht zur Unterstützung der Partner geschätzt. Im Gegensatz zu den USA nimmt Russlands Ansehen in der Region zu."

    Der Experte schlussfolgert:


    Wie viel Schaden hat Iran den US-Stützpunkten im Nahen Osten zugefügt?





    Analyse

    Wie viel Schaden hat Iran den US-Stützpunkten im Nahen Osten zugefügt?





    "Der Präsident der USA hat das ohnehin wacklige Bild von sich als Friedensstifter nunmehr vollständig zerstört. Seine diplomatischen Aktivitäten erwiesen sich als äußerst fragwürdig: Es ist schwierig, zu sagen, dass die von ihm regulierten Konflikte endgültig und unumkehrbar gelöst seien. Doch im Fall Irans haben die Vereinigten Staaten sich selbst übertroffen – das ist ein eklatanter Akt der Aggression."

    Der Politologe Pawel Danilin stimmt dieser Ansicht zu:

    "Vor dem Hintergrund dieser waghalsigen Aktionen tritt Russlands Auftreten als eine diplomatische Macht besonders deutlich zu Tage. Gegenwärtig tritt Moskau praktisch als der einzige mögliche Vermittler auf. Uns ist es gelungen, feste und stabile Beziehungen zu allen Teilnehmern der laufenden Konfrontation aufrechtzuerhalten.

    Wir haben hervorragende Arbeitskontakte zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar. Unser Dialog mit diesen Staaten ist immer konkret und freundschaftlich. Dabei ist Iran, ein historischer Opponent der arabischen Welt, ebenfalls unser strategischer Partner."

    Der Politologe erinnert daran, dass Russland Arbeitskontakte auch zu den Staaten unterhält, die Iran überfallen haben. Die Verbindungen zu Israel blieben relativ eng, und es gebe "viele kulturhistorische Gemeinsamkeiten". Was die Vereinigten Staaten angehe, so sei im vergangenen Jahr der Dialog zwischen Moskau und Washington ins Rollen gekommen, damit "die erneuerten Beziehungen einen stabilen Charakter erhalten." Danilin schlussfolgert:

    "Somit wurde Russland zu einer Art 'Sammelstelle' für dieses nahöstliche Puzzle. Ein besserer Vermittler ist meiner Ansicht nach nicht zu finden. Unsere Diplomatieschule war schon immer für die Fähigkeit berühmt, selbst in schwierigsten Lagen nach Kompromissen zu suchen. Und wir verfügen noch immer über die heutzutage so seltene Fähigkeit, anderen zuzuhören."

    Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei der Zeitung "Wsgljad" am 2. März 2026.

    Mehr zum Thema - Russland profitiert vom Konflikt zwischen den USA und Iran


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    Video https://rumble.com/v76k2iy-zurck-ich-bin-amerikaner-us-pilot-nach-abschuss-in-kuwait-von-zivilisten-be.html Dauer 0:54 Uhr


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    Info: https://freedert.online/international/271896-russland-bereit-zum-sammelpunkt-golfstaaten/


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    10.03.2026

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    Pro Memoria: Concierto de Aranjuez - Joaquín Rodrigo II. Adagio / Pablo Sáinz-Villegas - LIVE




    seniora.org, 10. März 2026

    Wir wiederholen diesen kleinen Beitrag zur Stärkung unseres Immunsystems in unruhiger Corona-Zeit und heute wieder zu Zeiten der barbarischen Kriegswirre

    Video 12 :38 [update 10.03.2026]

    Screenshot_2026_03_10_at_16_18_27_Seniora.org_Pro_Memoria_Concierto_de_Aranjuez_Joaqu_n_Rodrigo_II._Adagio___Pablo_S_inz_Villegas_LIVE

    Video https://www.youtube.com/watch?v=Idsb6gk6j_U Dauer 12:27 Uhr


    Geschätzte Seniora-Leserin, geschätzter Seniora-Leser,
    gönnen Sie sich in der Hektik [der damaligen bedrückenden Corona-Zeit und] der derzeitigen irritierenden Nachrichten, die mit dem barbarischen Irankrieg einen neuen Höhepunkt erreichen ...
    ... 12 Minuten der Ruhe und lauschen Sie den wunderbaren Klängen des Aranjuez Konzerts... 

    Wir tun damit etwas für's Gemüt, die Seele, für die Psyche und stärken so auch ein wenig unser Immunsystem, das wir heute mehr denn je kräftigen sollen.
    Alles Gute! Margot und Willy Wahl

    ___

    Die Geschichte hinter dem Concierto de Aranjuez:

    1933 verbrachten Joaquín Rodrigo und seine Frau, die türkische Pianistin Victoria Kamhi, ihre Flitterwochen in Aranjuez (daher der Name Concierto de Aranjuez). Einige Zeit später zogen sie nach Deutschland. Dort erwarteten sie ihr erstes Kind. Das Kind wurde tot geboren und seine Frau wäre beinahe gestorben. Im zweiten Satz hinterfragt Joaquín Gott (Orchester) wegen der Fehlgeburt seiner Frau, dem Verlust seines Kindes und fleht darum, dass seine Frau am Leben bleibt; dies wird durch den Puls der Gitarre (am Anfang des zweiten Satzes) ausgedrückt, der ein schlagendes Herz darstellt. Der Satz ist voller Trauer, Wut und Verzweiflung. Am Ende, beim Höhepunkt der Gitarre und des Orchesters (das Gott repräsentiert), „hört Joaquín Rodrigo Gott“ und endlich kommt es zur Kapitulation oder realistische Einsicht und Akzeptanz der Tatsachen, bis Joaquín Rodrigo den so sehr ersehnten Frieden findet (Ende des Konzerts).


    Die soziale Natur des Menschen, Kunst, Immunologie, Der Wunsch nach Frieden


    Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/concierto-de-aranjuez-joaquin-rodrigo-ii-adagio-pablo-sainz-villegas-live


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    10.03.2026

    Leyens Machthunger, Macrons Größenwahn – und Neues von Baud

    lostineu.eu, 10. März 2026

    Die Watchlist EUropa vom 10. März 2026 – Heute mit Nachrichten und Analysen zu einer außenpolitischen Grundsatzrede der EU-Präsidentin, den militärischen Plänen des französischen Staatschefs und den bizarren Vorwürfen gegen einen Schweizer Bestsellerautor

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    Die Chefin der EU-Kommission ist keine gute Rednerin. Von der Leyens Reden werden meist aus Stichworten und Wunschlisten zusammengestoppelt, die an die CDU-Politikerin herangetragen wurden.

    Gern greift sie Buzzwords wie “Unabhängigkeit”, “Souveränität oder “strategische Autonomie” auf, um “Europas Moment” zu beschwören und sich neue Kompetenzen und Machtbefugnisse anzueignen.

    Bisher gehörte auch die “regelbasierte Ordnung” zu ihrem Repertoire. Doch damit ist es vorbei: In einer Rede vor den EU-Botschaftern in Brüssel ist VdL davon abgerückt; sie setzt nun vor allem auf Macht.

    Auf Geopolitik folgt Machtpolitik

    Europa könne nicht länger ein Hüter der alten Weltordnung sein, sagte VdL. Diese Welt gehöre der Vergangenheit an und werde nicht mehr zurückkehren, erklärte sie angesichts des Irankriegs.

    “Wir werden das regelbasierte System, das wir gemeinsam mit unseren Verbündeten aufgebaut haben, immer verteidigen “, betonte sie wahrheitswidrig – denn gegen die USA und Israel verteidigt sie gar nichts.

    In ihren Reden erwähnt von der Leyen die Urheber des neuen Irankrieges nicht einmal – offenbar aus Angst, es sich mit US-Präsident Trump zu verscherzen und ihre Ukraine-Politik zu gefährden.

    Sie beugt sich der Macht – und will selbst mehr davon. Dazu will sie auch die EU ummodeln. Als “geopolitischer Akteur” könne man sich nicht nur auf Konsens und Kompromiss verlassen, sagte sie.

    Es geht vor allem um ihre Macht

    Das ist zwar richtig. Doch wenn es die Chefin der EU-Kommission sagt, die die EU-Regeln schützen soll, ist es fatal. Und wenn es eine Frau wie VdL sagt, die von Machthunger getrieben wird, umso mehr.

    In Brüssel regt sich denn auch Widerspruch. Es ist zwar kein offener Widerstand, wie einige Medien berichten. Doch in Frankreich und im Europarlament wächst der Unmut über die deutsche EU-Chefin….

    Meine two Cents: Ganz neu ist das alles nicht. Von der Leyen hat sich längst von den EU-Regeln verabschiedet und das Konsensprinzip aufgegeben. Sie hat die EU auch bereits massiv aufgerüstet. Mehr Macht hat sie dennoch nicht – im Irankrieg sind die EUropäer nur hilflose Zuschauer…

    Siehe auch “Abschied vom Völkerrecht”

    News & Updates

    Macrons Größenwahn: Nun will er EUropa verteidigen. Frankreich verlegt ‌zur Unterstützung seiner Verbündeten im Nahost-Konflikt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer und ‌das Rote Meer. Zu dem Verband gehöre auch der Flugzeugträger “Charles de Gaulle”, sagte Präsident Macron bei einem Besuch auf Zypern. “Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen”, betonte er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber sei. – Was soll das? Will Macron nun EUropa im Alleingang verteidigen? Mit seinem Größenwahn droht er, uns alle in diesen völkerrechtswidrigen Krieg zu ziehen!

    Rechte Mehrheit setzt harte Rückführungs-Regeln durch. Die Grundlage für sog. Rückkehrzentren („Return Hubs“) außerhalb der EU für abgelehnte Asylbewerber hat eine Hürde im Europaparlament genommen. Abgeordnete im zuständigen Ausschuss für Inneres votierten mit rechten und rechtsextremen Stimmen für einen entsprechenden Gesetzesvorschlag. – Die Rechten jubeln.„Heute ist ein historischer Tag für die AfD und ein Wendepunkt der europäischen Migrationspolitik. Die bisherige Politik der offenen Grenzen ist gescheitert. Mit dieser Abstimmung ist klar: Es gibt jetzt eine rechte Mehrheit für eine echte Migrationswende in Europa, erklärte M. Khan von der AfD

    EUropa rüstet auf wie noch nie. Europäische Staaten haben in den letzten fünf Jahren ihre Waffenimporte mehr als verdreifacht. Damit sind sie weltweit auf Platz eins bei der Aufrüstung vorgerückt. Dies meldet das Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm. Bei den Exporten rückte Deutschland vom fünften auf den vierten Platz vor und überholte China. – Mehr hier

    Das Letzte

    Neues von J. Baud. Der von der EU sanktionierte Schweizer Bestsellerautor J. Baud hat der Schweizer Zeitung “Zeitgeschehen im Fokus” ein Interview gegeben. Darin äußert er sich erstmals zu den Vorwürfen, auf die die EU ihre Strafe wegen angeblicher russischer Desinformation stützt. Sie beziehen sich laut Baud nicht etwa auf Originaltexte aus seiner Feder – sondern auf neun Presseartikel und Interviews. Die Autoren hätten seine Bücher nicht gelesen und völlig Falsches über ihn geschrieben, klagt Baud. Ein weiterer Vorwurf beziehe sich auf eine Person, die ihn kennt. Dabei teile er deren Ansichten nicht. Bauds Fazit: “Dahinter steckt die gleiche Mentalität wie 1948 bei den Prager Prozessen.” – Ein harter Vorwurf, den wir gern überprüfen würden. Doch die EU-Dokumente sind geheim und dürfen nicht der Presse gezeigt werden…

    ebo

    ebo

    EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

    Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂

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    7 Comments

    1. Monika
      10. März 2026 @ 16:55

      „Gott hat den Krieg erschaffen, damit die Amerikaner Geografie lernen.“
      Die Lernunwilligkeit der westlichen Hegemonialmacht mit dem größten Haufen an Kriegsgerät aller Art und der längsten Liste an Angriffskriegen, mittels derer sie skrupellos eigene Machtansprüche vom Militär durchsetzen lassen, wird die Menschheit noch einen verdammt hohen Blutzoll kosten!

      …Wir brauchen euren Schutz nicht. “Wir wollen lediglich, dass ihr eure Finger von uns lasst.“…
      Und genau das erlaubt die “hands on”-Politik dieser gierschlauen (notfalls auch “hands on” Eier und Muschis) Verschwörungspraktiker (siehe Epstein-Files) eben NICHT. Sie können niemanden in Ruhe lassen, solange es ihrer Meinung nach “noch was zu holen gibt”. Egal wie viel man schon hat, egal wie wenig man braucht, Hauptsache haben. Und zwar exklusiv und exzessiv. Whatever it takes.

      Was sie am nötigsten brauchen: Handelspartner von denen sie billig für ihre verarmten Unterschichten Konsumgüter kaufen können. Und im Gegengeschäft international (dumme) Abnehmer für die “Waren” ihrer -gegenseitig sich “befruchtenden”- CashCows, den MIK für ihre Waffen und den Sicherheitsindustriekomplex, sowie das digitale Sicherheits – und Analysegeschäft mit der automatisierten Datenauswertung. “Dumm” weil die Käufer immer weniger davon autonom nutzen können, da sie von den USA abschaltbar sind (z.B. grounden von Flugzeugen ect.), und weil das Digitale ihre Staatsmacht untegräbt, indem es den Politikern als einzige Antwort auf Fragen nur ein “Computer sagt Ja” oder “Computer sagt Nein” übrig lässt. (vgl. die Fernsehserie Little Britain). KI als große BlackBox, von der niemand außer den privaten Herstellern die Grundannahmen kennt, nach denen deren Risikologik programmiert wurde. Die aber die “Sicherheitspolitik” bestimmt.

      Noch dümmer als dumm haben sich die Poltiker in den USA selbst komplett von ihren Techoligarchen abhängig machen lassen, die mit ihren Firmengeheimnissen rund um ihre Algorithmen den Politikern ebenso eine BlackBox vorsetzen.
      Noch hat die Politik formal die Hebel in der Hand, sie könnte noch versuchen, den “Stecker zu ziehen”.
      Ich bin aber, was Deutschland und Europa betrifft, beim derzeitigen Personalbestand skeptisch, ob sie die Kurve noch kriegen. Denn sie sehen anscheinend nicht einmal die Kurve.

    Antworten

    • Helmut Höft
      10. März 2026 @ 18:49

      @Monika
      Sehr gut! FACK! „Gott hat den Krieg erschaffen, damit die Amerikaner Geografie lernen.“ und “Wir wollen lediglich, dass ihr eure Finger von uns lasst.“ gehen in meine Sammlung ein. Thx.

      Antworten

  • Karl
    10. März 2026 @ 09:44

    Die Militärpolitik Frankreichs stellt heute German-Foreign Policy anders dar:
    Die Golfstaaten wechseln die Seite! Sie leiden unter dem Krieg und sind sehr unzufrieden mit den USA. Frankreich hat sich, anders als die EU-Vasallen, bereits auf die Seite der Golfstaaten geschlagen.
    Siehe: „Eine inakzeptable Aggression“ — https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10333
    Daraus:
    Frage von der Golfküste an die USA: „Wer hat Ihnen die Erlaubnis gegeben, unsere Region in ein Schlachtfeld zu verwandeln?“ (Al Habtoor, Inner Circle der Emirate-Herrscher) – Auf die Aussage von US-Senator Lindsey Graham (Neokon Frontmann), die Emirate seien auf die USA angewiesen, antwortete Al Habtoor: „Wir brauchen euren Schutz nicht. Wir wollen lediglich, dass ihr eure Finger von uns lasst.“

    Antworten

    • Karl
      10. März 2026 @ 10:01

      Ergänzend: “Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat”
      – ein gut informierter Artikel über den Iran, eine echte Perle, von dem Schweizer Iranologen Patrick Ringgenberg: – https://globalbridge.ch/warum-der-iran-den-krieg-bereits-gewonnen-hat/
      „Gott hat den Krieg erschaffen, damit die Amerikaner Geografie lernen.“ (mit diesem Zitat von Mark Twain geht es los!)

      Antworten

  • Helmut Höft
    10. März 2026 @ 09:34

    “VdL … setzt nun vor allem auf Macht.” Das hat ihr doch der Lange Fritz eingeflüstert, oder aufgeschrieben, oder so!?

    “Auf Geopolitik folgt Machtpolitik” Was soll das denn jetzt, man denkt: “abhängig von den USA” und muss dann zur Kenntinis nehmen: “souverän und stark genug für Machtpolitik”? Schon wieder der Lange Fritz. Weiß Röschen denn was sie da so vor sich hin schwätzt?

    Antworten

  • Thomas Damrau
    10. März 2026 @ 09:30

    Die Aussagen von den Laiens bieten in der Tat nix Neues. Das Muster:
    — Man positioniert sich selbst als “emissary of pity, and science, and progress” (Joseph Conrad, Heart of Darkness).
    — Man verweist auf die Muskeln, die man nicht hat.
    — Man schimpft über die Taten der Schurken, denen sich die EU überlegen fühlt.
    — Man deutet die Schweinereien der Schurken, von denen die EU abhängig ist, in Heldentaten um.

    Gäääääääääääääääääääääääääähhhhhhhhhn

    Antworten

  • Guido B.
    10. März 2026 @ 07:25

    VON DER LEYEN und die Brüsseler Sanktionsfabrik misshandeln die europäische Bevölkerung ohne den geringsten Skrupel, wobei sie fundamentale Werte der Zivilisation missachten. VON DER LEYENS Auftritte und das Schicksal von Jacques Baud sind der beste Beweis, wie bösartig, toxisch und menschenverachtend das System EU geworden ist. Diese Insititution und ihre Führer stehen so offenkundig auf der falschen Seite der Geschichte, dass man nur noch entsetzt und zutiefst beunruhigt sein kann. Die übelsten Bösewichte sind VON DER LEYEN, MERZ und TRUMP, das Trio Infernale der menschenverachtenden Tyrannei. Wobei zu ergänzen ist, dass NETANJAHU die Bösartigkeit des Trio Infernales locker um Faktor 10 übertrifft.

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    Neues vom Wirtschaftskrieg (291): Angst vor globaler  Ölkrise


    lostineu.eu, vom 9. März 2026

    Katar warnt vor einer Weltwirtschaftskrise als Folge des Angriffs auf Iran. Der Ölpreis explodiert, deshalb gibt es eine Krisensitzung der G-7. Und die USA erlauben Indien den Kauf von russischem Öl.

    • Katar warnt vor Weltwirtschaftkrise. Qatar has warned that the US-Israeli war on Iran could “bring down” the world’s economies. The country’s energy minister said the Israeli-US attacks in the region and Iran’s retaliation could shut down all Gulf energy exporters within days and drive oil to $150 a barrel. “This will bring down the economies of the world,” Saad al-Kaabi told the Financial Times. “If this war continues for a few weeks, GDP growth around the world will be impacted. Everybody’s energy price is going to go higher. There will be shortages of some products and there will be a chain reaction of factories that cannot supply.” (Middle East Eye) – Die Warnung ist berechtigt, wie die Marktpanik und die Reaktion der G-7 zeigt (siehe unten). In Asien wurden bereits Notmaßnahmen verhängt, wie das “Handelsblatt” meldet.
    • Ölpreis explodiert, Krisensitzung der G-7. Der Iran-Krieg hat die Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar katapultiert und schürt Sorgen vor Rückschlägen beim Wirtschaftswachstum. Für Entspannung sorgte ein Bericht, wonach die G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten erwägen, ihre nationalen Erdölreserven einzusetzen, um den Preisanstieg am Ölmarkt zu bremsen (dpa). Der Anstieg der Ölpreise über 100 Dollar löste einen Ausverkauf an den Börsen aus – insbesondere an den asiatischen Börsen. Anleger sind besorgt, dass die Inflation steigt und die Konjunktur leidet, sollte sich der Ölpreis länger auf dem hohen Niveau bewegen. 
    • USA erlauben Indien Kauf von russischem Öl. Die USA erlauben indischen Raffinerien für einen begrenzten Zeitraum den Kauf von russischem Öl. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte auf der Plattform X, sein Ministerium habe eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung erteilt, damit weiterhin genügend Öl auf den Weltmarkt gelangt. Die Maßnahme gilt nur für Lieferungen, die bereits auf Tanker verladen worden sind, aber noch nicht ausgeliefert wurden (Berliner Zeitung). – Die EU schweigt dazu. Statt ihrerseits Energie-Sanktionen zu lockern, behauptet die EU-Kommission, es gebe keine Anzeichen für eine Krise…

    Siehe auch Angriff auf Iran erschüttert Weltmärkte sowie Zwischen Flächenbrand und WeltwirtschaftskriseMehr zum Wirtschaftskrieg hier

    P.S. Die G7-Staaten haben eine Freigabe ihrer Ölreserven vorerst abgelehnt. “Wir sind noch nicht soweit”, sagte der französische Finanzminister Lescure nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, den USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien. In den kommenden Wochen sei eine Freigabe aber denkbar.

    9 Comments

    1. Monika
      10. März 2026 @ 12:50

      …Blutsauger zum Teufel zu jagen und den ganzen militärischen Schrott mitzunehmen. Wir brauchten uns dann auch nicht fürchten, Ziel von Erst- und Enthauptungsschlägen zu werden…
      Dann brauchen wir uns noch vor dem Furor der wildgewordenen Hegemonialmacht zu fürchten, denn die bombt uns im Zweifel gründlich in Grund und Boden, allein schon um der Achse der “Verachtenswerten” (o-ton Rubio) das Geschäft zu versauen.
      Merke: den Führern der USA geht es schlichterdings nur um Macht und eigene Geschäfte, nicht um “Menschlichkeit” oder ein gedeihliches Nebeneinander. Einzig gültiges Prinzip ihrer US-Strategie lautet “the winner takes it all”. Dabei ist es aus psychologischer Sicht völlig unerheblich, ob das “all” noch brauchbar ist oder nicht. Hauptsache kein anderer kann Nutzen ziehen. Das sind keine Blutsauger (selbst die achten ja auf ihre Nahrungsquellen) sondern blindwütige — da fehlt mir ein passender sprachlicher Ausdruck…

    Antworten

  • Helmut Höft
    10. März 2026 @ 09:22

    “USA erlauben …” soso! 🙁 Der Rest der Welt erlauben der USA … so herum ist’s richtig!

    Schickt die Amis nach Hause, kruzifixsackerlzement! 🙁

    Antworten

    • KK
      10. März 2026 @ 12:35

      Ich bin auch ein Verfechter von MAGA – im Sinne von:
      MAGA = Make America Go Away!

      Antworten

  • Niko
    10. März 2026 @ 09:00

    Warum lassen wir uns ausgerechnet von den Verantwortlichen und Auslösern der meisten Krisen und Kriegen auf der Welt immer noch am Nasenring durch die Manege ziehen? Es ist höchste Zeit die Blutsauger zum Teufel zu jagen und den ganzen militärischen Schrott mitzunehmen. Wir brauchten uns dann auch nicht fürchten, Ziel von Erst- und Enthauptungsschlägen zu werden. Wir könnten dann auch wieder genügend preisgünstige Energie und Geld für Wichtigeres als Rüstungsgüter haben. Der Verkäufer der Energie hätte sicher keinen Bock, seinen Kunden anzugreifen.

    Antworten

  • Michael
    9. März 2026 @ 19:33

    Für die offensichtlichste Lösung sind die Verantwortlichen zu ignorant und zu dumm: repariert die Pipeline und kauft Gas und Öl von Russland!

    Antworten

    • KK
      10. März 2026 @ 01:23

      Wo kämen wir denn da hin, wenn die Verantwortlichen mal pragmatisch und vernünftig entscheiden würden? Dann hat uns Uncle Sam doch nicht mehr lieb!

      Über NordStream Gas aus Russland beziehen dürfen wir erst wieder, wenn die Pipeline den USA gehört und diese einen saftigen Aufschlag kassieren können! Nachdem sie auf Kosten der EUropäer repariert worden ist, natürlich.

      Antworten

  • Willmes
    9. März 2026 @ 16:26

    Ist es tatsächlich schon soweit, dass die Amis bestimmen, wer, wo, was kaufen darf?

    Antworten

  • Anastasiya
    9. März 2026 @ 16:19

    Staatseigene Unternehmen haben auf Befüllung umgestellt, da sie dank langfristiger Verträge vorerst weiterhin Gas zum aktuellen Preis beziehen können. Zudem pumpen Länder russisches Gas in unterirdische Gasspeicher.

    Die Befüllung europäischer Speicher stagniert bei 29 %. Witterungsfenster ermöglichen es den EU-Ländern, ihre Reserven wieder aufzufüllen. Laut GIE betrug die Gasentnahme am 7. März 163 Millionen Kubikmeter, die Einspeisung hingegen 147 Millionen Kubikmeter.

    Deutsche Staatsunternehmen beziehen erhebliche Gasmengen im Rahmen langfristiger Verträge, die eine Preiserhöhung bis zum nächsten Monat ausschließen. Dies betrifft auch den Vertrag mit Yamal LNG, der von der deutschen SEFE gehalten wird. Die Bundesregierung verstaatlichte dieses Unternehmen, damals noch Gazprom Germania, im April 2022, stellte die Gaskäufe von Yamal jedoch nicht ein. Die vertraglichen Verpflichtungen belaufen sich auf 4 Milliarden Kubikmeter LNG pro Jahr, die das deutsche Unternehmen über Terminals in Frankreich und den Niederlanden bezieht.

    Antworten

  • Der Skeptiker
    9. März 2026 @ 16:16

    Hoffentlich verhalten sich die G7 nicht so kriecherisch wie sonst und fordern die Beendigung dieses völkerrechtswidrigen Kriegs. Glaube ich zwar nicht, aber genau das müsste passieren. Mit Sanktionsandrohung gegen die USA und Israel.


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    Vom Herd an die Haubitze? So “feiert” Kallas den Frauentag 


    lostineu.eu, vom 9. März 2026

    Zum Angriffskrieg gegen Iran schweigt die EU-Außenbeauftragte Kallas. Umso eifriger preist sie den Internationalen Frauentag – als Gelegenheit für Frauen, zur Waffe zu greifen.

    Mit der “feministischen Außenpolitik” ist es so eine Sache. Von Thatcher über Albright bis hin zu Baerbock nahm sie immer wieder aggressive und sogar militaristische Züge an.

    Im Gaza-Krieg verteidigte die frühere Außenministerin Baerbock die Angriffe der israelischen Armee auf Flüchtlingslager. “Dann können auch zivile Orte ihren Schutzstatus verlieren, weil Terroristen das missbrauchen”, erklärte sie.

    Auch jetzt erweist sich die Außenpolitik der Frauen als schwierig. So hat es die EU-Außenbeauftragte Kallas nicht für nötig befunden, sich zur tödlichen US-Attacke auf eine Mädchenschule in Teheran zu äußern.

    Stattdessen hielt sie eine Sondersitzung der EU-Außenminister mit Vertretern der Golfstaaten ab, um die Gegenschläge des Iran zu kritisieren. Die meisten Golfstaaten werden von alten Phallokraten regiert!

    Eine Einladung zum Kriegsdienst?

    Immerhin ließ Kallas ihren Auswärtigen Dienst nun ein Video zum Internationalen Frauentag produzieren. Merkwürdigerweise sieht man darin aber fast nur Frauen in Uniform – einige sogar im Einsatz im Nahen Osten.

    Der Clip wirkt wie eine Einladung zum Kriegsdienst, der Frauentag sieht aus wie eine Militärübung. Angesichts der flagranten Militarisierung der EU und ihrer Außenpolitik ist das nicht wirklich eine Überraschung.

    Doch was will uns Kallas damit sagen? Daß Frauen besser Krieg führen können als Männer? Daß es keine Sicherheit gibt ohne Frauen am Gewehr? Dass die Haubitze besser ist als der heimische Herd?

    Das suggerieren die Bilder und die begleitenden Texte. Von Diplomatie hingegen, der eigentlichen Aufgabe von Frau Kallas, ist keine Rede. Dabei wäre gerade jetzt eine “feministische Diplomatie” gefragt…

    From negotiation tables to EU missions on the ground, women play a vital role in building peace and security.

    On International Women's Day, we recognise their indispensable contribution to lasting peace. Research shows peace agreements are more likely to endure when women take… pic.twitter.com/MGhkKLfsZa

    — European External Action Service – EEAS 🇪🇺 (@eu_eeas) March 8, 2026

    9 Comments

    1. Niko
      10. März 2026 @ 09:56

      Wenn ich die permanenten einseitigen Zuweisungen schlechter Eigenschaften gegenüber Russland, Iran und dazu die geradezu hasserfüllten, kriegsbetonten Einstellungen von Kallas, vdL, Dröge, Brugger, Hasselmann, Baerbock u.s.w. sehe und höre, habe ich große Zweifel, ob Frauen per se wirklich die besseren Verfechter für den Weltfrieden sind.

    Antworten

    • european
      10. März 2026 @ 13:06

      Nicht nur das. Wer die Epstein files verfolgt, bekommt hautnah mit wie oft auch Muetter aktiv involviert waren und ihre Kinder zu Diensten angeboten haben.

      Wenn ich mit unserem ExpertInnen fuer ADP (Alcohol and Drugs Prevention) gesprochen habe, kam oft der Satz “We need to talk about abusive mothers.”

      Wem das dann noch nicht reicht, Der lese das Buch “Die gepruegelte Generation”

      Feministinnen werden dies damit entschuldigen, dass die Frauen keine Wahl hatten, keine freien Willen, und wie immer irgendein Mann daran Schuld ist.
      Oder das Patriarchate schlechthin.

      Antworten

  • Helmut Höft
    10. März 2026 @ 09:17

    “… von alten Phallokraten regiert” * pruuust * Phallokraten! * rofl * habsch ja noch nie gehört! 😀

    “alte Phallokraten” Freunde von Jeffrey E. wie z. B. “Mister Grab’em” und Konsorten … Men ruled by testosterone!

    Ja, und wenn die Mädels auch zuviel haben von dem Zeusch, dann reiten auch die alles in die Grütze!

    Antworten

  • european
    9. März 2026 @ 20:41

    Ich bin weder Feministin noch kann ich mit dem Frauentag etwas anfangen,
    demzufolge auch nichts mit von der Leyen, Kallas, Baerbock und Konsorten.
    Der Feminismus, den wir leben, ist in meinen Augen der Zwilling des Kapitalismus in Reinstform, weil er in keinster Weise auf die unterschiedlichen Lebensphasen, Bedürfnisse und Aufgaben von Frauen eingeht. Im Vordergrund steht die wirtschaftliche und auch körperliche Verwurstung (z.B. durch social egg freezing, gern bezahlt vom Arbeitgeber). Ich bin da eher auf der Seite von Louise Perry und Mary Harrington zu finden.

    Ansonsten finde ich, dass der Grips, die Ausbildung und die Erfahrung außerhalb der Politik entscheiden sollte, ob jemand in eine bestimmte Position kommt. Aber heute im Zeitalter des Nettwörkings, entscheidet nicht, was man kann, sondern wen man kennt. Das merkt man. Auch bei den Männern übrigens. Man klopft sich gegenseitig so lange auf die Schulter, bis man auf dem Posten angelangt ist, wo man hinwollte.

    Und der Frauentag? Geschenkt. Das ist genau so eine Farce wie der Muttertag. Ich weiß nicht, ob es im letzten oder vorletzten Jahr war, als eine Vorzeige-Transfrau in Deutschland ganz entzückt fand, dass doch jeder Tag Frauentag sein sollte. Na denn.

    Frauen in die Bundeswehr? Pflichtdienst an der Waffe gibt es noch nicht, aber der wird noch kommen. Der Gleichberechtigung wegen, verstehste 😉

    Antworten

  • KK
    9. März 2026 @ 19:20

    “Zum Angriffskrieg gegen Iran schweigt die EU-Außenbeauftragte Kallas.”

    Nicht so ihre Chefin, was wohl gehörigen Unmut erzeugt:
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/von-der-leyen-iran-widerstand-bruessel-li.10023387

    Antworten

  • Michael
    9. März 2026 @ 16:17

    Was soll „feministische Diplomatie“ sein!?

    Antworten

    • ebo
      9. März 2026 @ 18:45

      Keine Ahnung, Kallas könnte es uns ja mal vormachen 🙂

      Antworten

  • KK
    9. März 2026 @ 13:14

    “Doch was will uns Kallas damit sagen?”

    Das ist Kallas Beitrag zum “gender kill gap”…

    Antworten

  • Erneuerung
    9. März 2026 @ 12:38

    Ich habe auf tiktok ca. 1300 ! Accounts blockiert, in denen junge israelische Frauen in Tarnanügen tanzten, zu einer Zeit, in der das Ausmaß der Kindertötungen bekannt wurde. Auch eine Neujustierung der Interessen half nicht, schon allein das Blockieren veranlasste vermutlich die Software, mir immer wieder so etwas zu präsentieren. Perversitäten sind “in”. Per Staatsräson könnten genau diese Frauen als Vorbild für Europs dienen. Europa schafft sich a


  • Info: https://lostineu.eu/vom-herd-an-die-haubitze-so-feiert-kallas-den-frauentag/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    10.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Über 50.000 Schüler:innen bundesweit im Streik gegen die Wehrpflicht

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>10. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 10.03.2026
    Über 50.000 Schüler:innen bundesweit im Streik gegen die WehrpflichtForum Gewerkschaftliche Linke Berlin
    Pressenza
    Erneut sind tausende Schüler:innen in über 130 Städten gegen die Wehrpflicht auf die Straße gegangen. Unterstützung erhielten sie dabei von Gewerkschafter:innen und Friedensbewegung. In Berlin beispielsweise von der GEW, der EVG Jugend und dem Arbeitskreis Internationalismus Metall, auch einige Ver.di…
    Bildung, Europa, Fotoreportagen, Frieden und Abrüstung, Gewaltfreiheit, Jugend, Menschenrechte, Politik, Wirtschaft
    Bei Lindt&Sprüngli ist nur der Profit nachhaltigZEITPUNKT
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    Das Schweizer Unternehmen Lindt & Sprüngli bezieht den Hauptanteil seiner Kakaobohnen aus Ghana, die es in Kilchberg und weiteren Fabriken weltweit zu Schokoladentafeln, Ostereiern und Pralinés weiterverarbeitet. «Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie von Lindt & Sprüngli», «von der…
    Afrika, Europa, Ökologie und Umwelt, Wirtschaft
    Internationaler Frauentag 2026 Berlin – eine kleine NachleseForum Gewerkschaftliche Linke Berlin
    Pressenza
    Gestern jährte sich der Weltfrauentag zum 115. Mal. Initiatorin war die Sozialistin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin, die sich für die Rechte der Frauen stark gemacht hat, unter anderem für das allgemeine Frauenwahlrecht. Von seinem Ursprung her war der Kampf…
    Europa, Gender und Feminismen, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    10.03.2026

    „Eine inakzeptable Aggression“Aus den inneren Machtzirkeln der Vereinigten Arabischen Emirate werden schwere Vorwürfe gegen die USA wegen des Iran-Kriegs laut. Europäische Staaten forcieren eine eigenständige Machtpolitik in Mittelost.

    german-foreign-policy.com, 10. März 2026

    ABU DHABI/BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Vorwürfe aus den inneren Machtzirkeln der Vereinigten Arabischen Emirate gegenüber den USA werfen ein Schlaglicht auf die Positionierung der europäischen Staaten im Iran-Krieg. Bereits in der vergangenen Woche kritisierte der emiratische Milliardär Khalaf Ahmad al Habtoor mit Blick auf Schäden, die iranischer Beschuss in seinem Land verursacht, die Trump-Administration habe die Länder der Arabischen Halbinsel „ins Zentrum einer Gefahr“ gebracht, „die sie nicht gewählt haben“: „Wer hat Ihnen die Erlaubnis gegeben, unsere Region in ein Schlachtfeld zu verwandeln?“ Die Emirate seien trotz der erwähnten Schäden nicht bereit, in den Krieg gegen Iran einzutreten. Letzteres bestätigen nicht namentlich genannte Regierungsmitarbeiter aus den Emiraten, die erklären, in der Zeit nach dem Krieg werde man einen neuen Ausgleich mit Teheran suchen. Al Habtoor, dem emiratischen Machtzentrum nahestehend, hält in Richtung USA fest: „Wir brauchen euren Schutz nicht.“ Paris, sich als Alternative zu Washington inszenierend, hat sich in den Emiraten an der Abwehr iranischen Beschusses beteiligt und entsendet nun weitere Kriegsschiffe in die Region. Bundeskanzler Friedrich Merz geht vorsichtig auf Distanz zu Washington.


    Zitat: Auf der Suche nach StabilitätDer Iran-Krieg hat die Staaten der Arabischen Halbinsel in ein strategisches Dilemma gestürzt. Sie sind dabei, sich auf die postfossile Ära vorzubereiten, und arbeiten daher am Aufbau eigener High-Tech-Industrien. Dazu benötigen sie in jeder Hinsicht Stabilität. Dies hat sie in den vergangenen Jahren veranlasst, ihre Beziehungen zu Iran systematisch zu verbessern. Ziel war es, einen wenn schon nicht konflikt-, so doch wenigstens kriegsfreien Mittleren Osten zu schaffen, der die erforderliche Stabilität garantieren könnte. Dabei griffen Saudi-Arabien und Iran, die beiden wichtigsten Mächte in der Region, spätestens seit 2023 unter anderem auf politische Vermittlung durch China zurück (german-foreign-policy.com berichtete [1]). Das Bemühen um Ausgleich überstand schwere Erschütterungen, die sich aus dem Gaza-Krieg ergaben. Vor Beginn des Iran-Kriegs waren die arabischen Golfstaaten bis zuletzt bemüht, die USA vom Überfall auf das Land abzuhalten. Gleichzeitig gaben sie bekannt, ihren Luftraum nicht für Angriffsoperationen zur Verfügung zu stellen. Saudi-Arabiens De-facto-Machthaber Muhammad bin Salman etwa bestätigte Ende Januar mit Blick auf die offen zutage liegenden US-Kriegspläne, aus Sicht Riads sei jegliche „Aggression“ gegen Iran „inakzeptabel“.[2]


    Irans wichtigstes Druckmittel

    Der Versuch der arabischen Golfstaaten, den Krieg gegen Iran zu verhindern, scheiterte; die Trump-Administration setzte sich umstandslos über ihre Interessen hinweg. Nun verursachen auf ihren Territorien die Trümmer iranischer Drohnen und Raketen, die auf dem Weg zu US-Militärbasen abgefangen werden, menschliche Opfer und Sachschäden. Zudem attackiert Iran Teile ihrer Energieinfrastruktur und sperrt faktisch die Straße von Hormuz. All dies dient dem Ziel, Irans mächtigstes Druckmittel zur Geltung zu bringen – die Drohung, eine Fortsetzung des Krieges durch die USA und Israel gefährde die Energieversorgung der westlichen Welt. Dass diese Gefahr real ist, tritt aktuell offen zutage. Ein Großteil des arabischen Öls und das gesamte Erdgas Qatars – ein Fünftel des global produzierten Flüssiggases – fallen seit der vergangenen Woche auf dem Weltmarkt aus. Der Ölpreis der Sorte Brent lag am gestrigen Montag bei 100 US-Dollar pro Fass und damit um 50 Prozent über dem Preis unmittelbar vor Kriegsbeginn. Der Referenzwert TTF für den Flüssiggaspreis in Europa notierte bei rund 60 Euro und damit doppelt so hoch wie Ende Februar. All das trifft nicht nur Privatkonsumenten, sondern auch die Wirtschaft nicht zuletzt in Europa und in Nordamerika. Damit erhöht Iran den Druck auf die transatlantischen Machtzentren in der Tat empfindlich.


    „Letztlich sind wir Nachbarn“

    Den Staaten der Arabischen Halbinsel brocken die Schädigung ihrer Öl- und Gasproduktion sowie die Blockade ihrer Ausfuhren Milliardenschäden ein. Vor die Wahl gestellt, deshalb an der Seite der USA in den Krieg gegen Iran einzutreten oder aber passiv zu bleiben und sich für die Zeit nach dem Krieg ein etwaiges Wiederanknüpfen an den Ausgleich mit Iran im Grundsatz offenzuhalten, haben sie sich bisher für Letzteres entschieden. Als die Vereinigten Arabischen Emirate am 1. März aus Protest gegen iranischen Beschuss ihre Botschaft in Teheran schlossen, startete Russlands Präsident Wladimir Putin einen Vermittlungsversuch, der offenbar erfolgreich verlief: Abu Dhabi verweigert weiterhin seine Beteiligung am Krieg gegen Iran.[3] Am Wochenende ließen sich emiratische Regierungsmitarbeiter mit der Aussage zitieren, man setze alles daran, „den Krieg einzudämmen“ und nicht „auszudehnen“. Irans Angriffe hätten zwar „eine große Vertrauenslücke“ zwischen den beiden Ländern entstehen lassen.[4] Es werde lange dauern, sie zu überwinden. Dies bedeute aber nicht, dass die Beziehungen zwischen Abu Dhabi und Teheran nicht wieder auf ihr ehemaliges Niveau zurückgeführt werden könnten: „Letztendlich sind wir Nachbarn.“ Von einer künftigen „aktiven Vermittlung“ zwischen den Emiraten und Iran war die Rede.


    „Wir brauchen euren Schutz nicht“

    In dieser Lage ist in den vergangenen Tagen der emiratische Milliardär Khalaf Ahmad al Habtoor mit ungewohnt deutlichen Warnungen an die Vereinigten Staaten hervorgetreten. Al Habtoor, der einst mit Donald Trump Geschäfte machte, dies aber einstellte, als Trump 2015 erklärte, er werde als Präsident Muslimen die Einreise in die USA verwehren, kritisierte in einem Post auf X, die Entscheidung, Iran zu überfallen, sei „gefährlich“ gewesen: Trump habe die arabischen Staaten am Persischen Golf „ins Zentrum einer Gefahr“ gebracht, „die sie nicht gewählt haben“.[5] Die Frage stelle sich: „Wer hat Ihnen die Erlaubnis gegeben, unsere Region in ein Schlachtfeld zu verwandeln?“ Mit Blick darauf, dass vier Golfstaaten Trumps sogenanntem Board of Peace [6] beigetreten sind, erklärte Al Habtoor, sie hätten „Milliarden Dollar beigetragen, um Stabilität und Entwicklung zu unterstützen“; nun dürften sie fragen: „Finanzieren wir Friedensinitiativen oder einen Krieg, der uns selbst gefährdet?“ Wenig später bekräftigte Al Habtoor, der dem Herrscherzirkel der Emirate nahesteht: „Wir werden nicht in diesen Krieg eintreten, um den Interessen anderer zu dienen.“[7] Auf die Aussage von US-Senator Lindsey Graham, die Emirate seien auf die USA angewiesen, antwortete Al Habtoor: „Wir brauchen euren Schutz nicht. Wir wollen lediglich, dass ihr eure Finger von uns lasst.“


    Investitionen in Frage gestellt

    Die Äußerung ist nicht nur deshalb interessant, weil sie Ansichten widerspiegelt, die, wie Korrespondenten es bestätigen, „von Geschäftsleuten in der Region im Privaten regelmäßig geäußert werden“.[8] Sie wirft auch ein Schlaglicht auf Berichte, laut denen drei der vier großen arabischen Golfstaaten – die vier sind Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait sowie Qatar – bereits zugesagte Investitionen in den Vereinigten Staaten in Frage stellen. Äußerer Anlass ist, wie die Financial Times unter Berufung auf Insider schreibt, dass die dramatischen Einbußen in der Energiebranche, beim sonstigen Export, auf dem Tourismussektor und in der Luftfahrt sowie die teure Luftabwehr die Haushalte sogar der reichen Länder auf der Arabischen Halbinsel empfindlich belasten. Im vergangenen Jahr hätten die Golfstaaten Investitionen in den USA in Höhe hunderter Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, ruft die Zeitung in Erinnerung. Drei der vier großen Länder der Region zögen nun deren Absage in Betracht – unter Berufung auf „höhere Gewalt“.[9] Gemeint ist der Iran-Krieg, mit dem die USA ihren arabischen Kooperationspartnern die erwähnten Verluste eingebrockt haben. Die Trump-Administration misst den Investitionen, da sie große Summen ins Land bringen, große Bedeutung bei. Ihre Absage wäre ein deutliches Signal.


    Militärpräsenz in Mittelost

    In dieser Situation weitet Frankreich seine militärischen Aktivitäten in Nah- und Mittelost energisch aus. Bereits Anfang vergangener Woche hat Paris zusätzliche Rafale-Kampfjets in die Vereinigten Arabischen Emirate entsandt – offiziell, um die mehr als 700 Soldaten, die auf seinem dortigen Militärstützpunkt stationiert sind, zu schützen. Wie das emiratische Außenministerium bestätigt, nehmen die französischen Jets an gemeinsamen Patrouillen mit den Luftstreitkräften der Emirate teil und tragen erheblich dazu bei, Drohnen und Raketen aus Iran abzufangen.[10] Am Montag hat Präsident Emmanuel Macron an Bord des Flugzeugträgers Charles de Gaulle, der ins östliche Mittelmeer entsandt wurde, angekündigt, Frankreich werde unter anderem die EU-Operation Aspides im Roten Meer verstärken und ziehe einen EU-Einsatz zum Schutz von Schiffen in der Straße von Hormuz in Betracht, sobald der Iran-Krieg seine intensivste Phase überwunden habe.[11] Mit dem Ausbau seiner Militärpräsenz in Nah- und Mittelost bietet sich Paris als mögliche Alternative zur Trump-Administration an, der gegenüber der Unmut in der arabischen Welt wächst.


    „Kein endloser Krieg“

    In dieser Situation hat sich nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz gegen Trump gestellt – und erklärt, „ein endloser Krieg“ sei „nicht in unserem Interesse“; zudem beinhalte er „Risiken“ für „unsere[…] Partner in der Region“, „insbesondere am Golf“.[12] Damit nähert sich Merz auch der Position der Staaten der Arabischen Halbinsel an. Ein Schwenk der Golfstaaten in Richtung Europa scheint langfristig nicht ausgeschlossen.

     

    [1] S. dazu Das Ende der US-Dominanz am Persischen Golf (III).

    [2] Iran ready for peace process within int’l law, president tells Saudi crown prince. english.news.cn 28.01.2026.

    [3] Telephone conversation with UAE President Mohamed bin Zayed al Nahyan. en.kremlin.ru 02.03.2026.

    [4] Jane Witherspoon, Toby Gregory: Inside the UAE’s response to Iranian attacks: A senior official speaks. euronews.com 08.03.2026.

    [5] Jack Dutton: UAE billionaire Habtoor openly lambasts Trump over Iran war. al-monitor.com 05.03.2026.

    [6] S. dazu Der Drang der US-Milliardäre zur Weltmacht und Frontalangriff auf die UNO.

    [7] UAE tycoon rules out Abu Dhabi joining Iran war in scathing attack on US. middleeasteye.net 09.03.2026.

    [8] Vivian Nereim: Iran: Live Updates. nytimes.com 09.03.2026.

    [9] Andrew England, Simeon Kerr: Gulf states could review overseas investments to ease financial strains caused by Iran war. ft.com 05.03.2026.

    [10] Isabelle Mandraud, Philémon Barbier : Les Emirats arabes unis dans le brouillard de la guerre. lemonde.fr 09.03.2026.

    [11] Guerre au Moyen-Orient : Emmanuel Macron, à bord du « Charles-de-Gaulle », apporte la « solidarité de la France ». rfi.fr 09.03.2026.

    [12] Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt zur Krise in Nahost. bundesregierung.de 06.03.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10333


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.03.2026

    Friedens - Oster - Grüße


    Screenshot_2026_03_10_at_22_04_48_Microsoft_Word_Friedens_Friedens_1.pdf


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.03.2026

    gewerkschaftsforum.de / neue artikel

    aus e-mail von Laurenz Nurk, 10. März 2026, 14:12 Uhr


    Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben

    Inline-Bild


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    wir möchten euch auf neue Artikel auf 

    https://gewerkschaftsforum.de/ aufmerksam machen:



    Zur „Tafelisierung“ der Gesellschaft: Die von der Unternehmensberatung McKinsey geförderte Tafelbewegung in Deutschland ist gescheitert

    Mittlerweile gibt es bei uns eine ganze Generation von Menschen, die es nicht anders kennen, dass arme Leute bei den Tafeln um Lebensmittel anstehen.Sie denken, eine Tafel ist Teil des Sozialsystems und gehört eben für die „Verlierer der sozialen Marktwirtschaft“ einfach dazu.Erzählt man den Menschen dieser jüngeren Generation davon, dass McKinsey, die weltweite Unternehmensberatung, auch der Initiator der „Tafelbewegung“ bei uns ist und  unzählige Unternehmen und Einzelpersonen in sein Tafelkonzept eingebunden hat, mit seinen unzähligen ehrenamtlichen Beschäftigten, bekommt man ungläubige Blicke. Doch die Idee der Tafeln ist ein fester Bestandteil der neoliberalen Politik. Sie soll zeigen, dass „Privat vor Staat“ funktioniert und gleichzeitig ein billiges Konzept für die Abfallbeseitigung für die Lebensmittelunternehmen ist.Die riesige Organisation mit ihren rund 1.000 Ausgabestellen, eingebettet in permanenten Finanznöten, trotz üppiger Spenden, scheint ihren Zenit überschritten zu haben.Das Tafelkonzept ist nicht nur an seine Grenzen gestoßen, sondern das gesamte Modell wird mittlerweile in Frage gestellt, neuerdings auch von den Tafeln selbst.  weiterlesen →-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Nichts außer drohen und warnen: Der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder ist nicht gut. Das hat Gründe

    Von Orhan AkmanEs ist etwas anderes zu sagen »Wir haben ein Ergebnis« als beispielsweise »Wir haben den Tarifabschluss erkämpft!« Allein durch diese Wortwahl, mit der die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am 14. Februar den Abschluss der Tarifrunde der Länder (TVL) bekanntgab, wird den Kennern solcher Verhandlungen schnell klar, dass das erzielte Ergebnis kein Gutes sein kann, zumindest für Beschäftigte. Gestartet war Verdi im November mit der Forderung von sieben Prozent und mindestens 300 Euro mehr im Monat für eine Laufzeit von 12 Monaten, »um die unteren Lohngruppen zu stärken«. Herauskamen im Wesentlichen 5,8 Prozent und mindestens 100 Euro für eine Laufzeit von 27 Monaten! Verdi kommentierte den Abschluss auf ihrer Facebook-Seite und in anderen Medien mit den Worten: »Damit halten die Länderbeschäftigten Anschluss an die Tarifentwicklung bei Bund und Kommunen – ein wichtiger Schritt für faire Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und die Gewinnung von Personal im öffentlichen Dienst der Länder.«Die fünf Nullmonate im Tarifergebnis werden vom Verdi-Bundesvorstand in den öffentlichen Statements verschwiegen. Erwähnt wird auch nicht die Diskrepanz zwischen Forderung und Ergebnis in Bezug auf die Laufzeit. Über die vorangegangen drei Verhandlungsrunden sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied und -Verhandlungsführerin Christine Behle in Kurzvideos auf Social-Media-Kanälen: »(…) die waren nicht nur anstrengend, sondern sie waren erfolgreich, das will ich deutlich sagen. Wir haben Anschluss gehalten an die Entwicklung im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen« (TVÖD). »Das war unser Ziel. (…)« Tatsächlich aber fällt der Abschluss nicht nur hinter den letzten TVÖD-Abschluss zurück, sondern vertieft auch die Kluft zwischen TVL und TVöD, was tarifpolitisch nicht erklärbar ist. Zum notwendigen Ziel die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder sowie des Bundes und der Kommunen strategisch gemeinsam zu verhandeln, hat der Verdi-Bundesvorstand angeblich nichts zu sagen. Dabei sind gemeinsame Tarifrunden im öffentlichen Dienst (ÖD) dringend nötig.  weiterlesen →--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Tricks beim Mindestlohn aufgeflogen: Tausende Unternehmen zahlen Beschäftigten zu wenig

    Zum 1. Januar 2026 stieg der gesetzliche Mindestlohn von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde. 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant.Für die Beschäftigten, die bei uns für den Mindestlohn tätig sind, bedeutet die Minianhebung ein weiteres Jahr mit sinkenden Reallöhnen, wenn sie denn den Mindestlohn überhaupt ausgezahlt bekommen.Nach Erkenntnissen des Zolls verletzen Tausende Betriebe die Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn.Wie das Bundesfinanzministerium auf eine Anfrage der Linken mitteilte, überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls 2025 bundesweit 25.765 Mal Unternehmen. In 6.121 Fällen wurden Verfahren eingeleitet. Das ist nur die Spitze des Eisberges, denn laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) werden zwischen 750.000 und mehr als drei Millionen Beschäftigte um ihren Mindestlohn betrogen. Die Spanne ist so breit, weil illegale Aktivitäten schwer zu erfassen sind. Hinzu kommt, dass seit Einführung des Mindestlohns die Zahl der Arbeitsplätze in den Niedriglohnbranchen sogar zugenommen hat. Es trifft vor allem Minijobber, Studierende, Rentner sowie Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.  weiterlesen →--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Die EU-Migrationsabwehr ist nicht besser als ICE

    Nach den ICE-Morden in den USA ist das Abgrenzungsbedürfnis in Europa groß. Dabei ist die Migrationsabwehr der EU keineswegs humaner – der Unterschied ist nur, dass die rechtlose Gewalt ins Mittelmeer und nach Nordafrika ausgelagert wird.Von Bafta SarboIn den vergangenen Wochen waren alle Augen auf die USA und die Gewalt ihrer Einwanderungs- und Zollbehörde ICE gerichtet. Die eskalierende Gewalt in Großstädten wie Chicago und Minneapolis führte dazu, dass zwei US-Staatsbürger von der Behörde auf offener Straße erschossen wurden. Das erzeugte eine Welle der Empörung, die auch in Europa die Forderung nach Abgrenzung nach sich zog.Nachdem Trump verkündete, zu den Olympischen Winterspielen in Mailand ICE-Beamte entsenden zu wollen, stellten die Vorsitzenden der Linksfraktion im Europäischen Parlament, Martin Schirdewan und Manon Aubry, einen Antrag an Ursula von der Leyen, Kaja Kallas und Antonio Costa: Beamte der ICE sollten nicht in die EU einreisen dürfen.Doch die Mitgliedsstaaten der EU sind selbst nicht besser.  weiterlesen →------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Narrative, Netzwerke und Kommunikation von Zentrum (Automobil) im Kontext der Betriebsratswahlen 2018 und 2022. Mit einer Einschätzung der AfD-Bundestagswahlkampagne 2024/2025: Gewerkschaftliche Kampagnen von rechts

    Von Daphne WeberDie „alternative Gewerkschaft“ Zentrum ist ein auf Betriebe ausgerichtetes Projekt mit Verbindungen zur extremen Rechten, insbesondere zur AfD und rechtsextremen Netzwerken. Es richtet sich gezielt gegen die DGB-Gewerkschaften. Im Kern der Kommunikation steht die strategische Inszenierung von Nähe zu Arbeiter:innen in Opposition zur IG Metall, während strukturelle Fragen und Transformationsdynamik des Automobilsektors ignoriert werden.Der Blick auf die Kampagnenstrategien zeigt die gezielte Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, die strategisch auf emotionale Ansprache, Wiederholung und schleichende Normalisierung rechtsextremen Gedankenguts im Betrieb setzt. Die Studie analysiert die Kampagnen zur Betriebsratswahl 2018 und 2022 sowie die Bundestagswahlkampagne der AfD 2024/25 im Hinblick auf arbeits-, sozial- und gewerkschaftspolitische Themen.  weiterlesen →------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    IMI-Analyse: Vergiftete Liebeserklärungen – Münchner Sicherheitskonferenz, transatlantische Konflikte und deutsches Militäreuropa

    Von Jürgen WagnerEs war ein denkwürdiger Auftritt, als US-Vizepräsident JD Vance auf der letzten Münchner Sicherheitskonferenz mit heruntergeklapptem Visier zum Frontalangriff auf die Europäer geblasen hatte. Seither haben sich die transatlantischen Konflikte bis zu einem Grad zugespitzt, dass insbesondere in der heikelsten Phase der Auseinandersetzungen um Grönland der Fortbestand der NATO ernsthaft in Frage gestellt wurde. Vor diesem Hintergrund waren besonders die Auftritte von Bundeskanzler Friedrich Merz und von US-Außenminister Marco Rubio bei der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz vom 13. bis zum 15. Februar mit besonderer Spannung erwartet worden.Beide waren vor allem im Ton sichtlich darum bemüht, die transatlantischen Wogen ein wenig zu glätten. Unter der Oberfläche und in den Kernbotschaften war es aber unübersehbar, dass es ungeachtet aller Treueschwüre mächtig gärt im europäisch-amerikanischen Verhältnis – von „vergifteten Liebeserklärungen“ und dergleichen war zurecht in der Presse zu lesen.1 Daher das Zwischenfazit unter den Eindrücken der Sicherheitskonferenz: Auch wenn sie nicht unmittelbar aufhören wird zu existieren, ist die NATO schwer angeschlagen und selbst wenn sie die aktuelle Krise zumindest für die nächsten Jahre wohl überleben wird, wird sie fortan nicht mehr länger dieselbe sein. Als Konsequenz aus den Konflikten forderte Merz eine – deutschgeführte – Militarisierung Europas, die es in sich hat. weiterlesen →

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    Herzliche Grüßevon den Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.de


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