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15.03.2026

Rainer Danzinger
Psychodynamik des Terrors
Was ist Terror?

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Man spricht von Terror, wenn durch reale, oder zumindest konkret beabsichtige, Morde
Angst und Schrecken verbreitet werden. Zudem wird der Terminus Terror auch in viel
weiterem Sinn gern metaphorisch verwendet.
Nun lassen sich terroristische Anschläge oder Attentate kaum von anderen mörderischen
Aktionen in der Gesellschaft, etwa von Kriegen, Revolutionen, Morden aus Rache oder
Geldgier etc. abgrenzen.

Als Unterscheidungsmerkmal wird oft angeführt, dass das Morden in Kriegen legal sei, vom
Gesetz des Mordverbotes ausgenommen sei. Damit kommt man aber schon bei
Bürgerkriegen, etwa den Aufständen ethnischer oder ökonomischer Minderheiten, in
Schwierigkeiten. Nicht zufällig blieb ein Streitgespräch zwischen J.Derrida und J. Habermas
(2004) bezüglich dieser Fragen unentschieden. F.Gros (2015) nennt Terror sogar „diffusen
Krieg“ und F. Khosrokhavar spricht von „Krieg mit niedriger Intensität“ (2016).

Also hilft die Ungesetzlichkeit des Terrors definitorisch nicht sehr viel. Zudem wurde
begriffsgeschichtlich eher brutale Gewalt seitens der Obrigkeit Terror genannt. Einen
wahren Boom erlebte der Ausdruck „terreur, terrorism“ als Bezeichnung für die blutige
Schreckensherrschaft Robespierres nach der Revolution von 1793.
Ein wenig eingrenzen kann man terroristische Attentate, wenn man hervorhebt, dass sie im
Allgemeinen mit weltanschaulichen, betont moralischen Beweggründen legitimiert werden,
im Gegensatz zum Mord aus Geldgier oder Eifersucht. Beim Terror wird meist öffentlich
bekannt, dass religiöse, zB.islamistische, rechtsradikale rassistische oder revolutionär
kommunistische Ideologien zur Tat motiviert hätten. Hier sollte man, zumindest flüchtig, die
Frage streifen, ob nicht in unseren großen Weltreligionen Christentum und Islam schon eine
Verführung zum Terror steckt?

Hinsichtlich der zum Terror verleitenden Ideologien betont W.Bohleber(2010), unter
Berufung auf den Ägyptologen J.Assman (1998), dass monotheistische Religionen an sich zur
Gewalt gegen die schmutzigen heidnischen Götzen des Polytheismus ermutigen. Das hat
übrigens schon der Dichter Heinrich Heine gesehen, der von einer „Diabolisierung der
verjagten Götter“ sprach. (Sämtl. Werke 3, S 294). S. Freud hat diese Mosaische
Unterscheidung, den Theoklasmus wie J.Assmann das auch nennt, mit der Dämonisierung
analsadistischer Triebwünsche in der psychischen Entwicklung des Individuums verglichen:
„Ich träume von einer urältesten Teufelsreligion, deren Ritus sich im geheimen
fortsetzt“ (Brief an Fließ vom 24.1.1897)

Wichtig scheint in diesem Zusammenhang auch das Medienecho, Filme, Romane, Dramen –
Sublimierungen der Mordereignisse, die das Publikum vor dem screen mit „milder
Berauschung“ erlebt . (S.Freud, 1930a, GW 14, S 441)
In TV, Internet, Filmen, Presse wird der Terror multipliziert, auf die Bühne gebracht,
mediatisert.

Tyrannenmord, Anschläge auf Prominente


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Nicht nur Tyrannen und Diktatoren, sondern genauso gut auch Zivilisten, Friedensstifter oder
sogar Künstler wurden immer wieder Ziel von Anschlägen. Dabei werden einzelne, meist
berühmte oder mächtige Zielpersonen attackiert.
Im Gegensatz zu anderen Formen des Terrors, spielt hier die persönliche, oder zumindest
fantasierte Beziehung zwischen Täter und Opfer eine zentrale Rolle. Da beide meist Männer
sind, drängt sich hier zum Verständnis das Interpretament des Vatermords oder aber des
Brudermords auf.
Im Werk S.Freuds spielt der Vatermord sowohl im kollektiven Unbewussten, als auch in der
individuellen psychischen Entwicklung die zentrale Rolle schlechthin. „Eines Tages taten sich
die ausgetriebenen Brüder zusammen, erschlugen und verzehrten den Vater..“ (1912/13, GW
IX , S 171). Dabei betont Freud auch, den auf den Mord folgenden kannibalischen Akt, dass
die Brüder den toten Vater „nach der Sitte jener Zeit roh verzehrten“ (GW XVI, S 287, 1939a)
auch weil damit die Identifikation mit dem Gesetz des Vaters verdeutlicht werden kann.
Naheliegend ist es nun, die Ermordung von Tyrannen oder Diktatoren, von Kaisern ,Königen,
Präsidenten, mit dem Motiv des Vatermords zu verknüpfen, obwohl bei genauerer
Betrachtung berühmter Attentate auf Potentaten die Dynamik beträchtliche Variationen
zeigt. Wenn bürgerliche, anarchistische und kommunistische Revolutionäre gekrönte
Häupter morden, ist auf den ersten Blick die angeblich nachfolgende Identifikation mit den
väterlichen Gesetzen nicht so leicht erkennbar. In vieler Hinsicht wird ja das Gegenteil auf
die Fahne geschrieben, z.B. Freiheit, Gleichheit, klassenlose Gesellschaft.
Außerdem werden ja Friedensapostel wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King ebenso
Opfer von Attentätern, sogar typische volkstümliche Revolutionäre, wie Emiliano Zapata
oder Pancho Villa in Mexico, fielen Mordanschlägen zum Opfer.
Terror in Zusammenhang mit diversen Sekten
Trotz zahlreicher Analogien zwischen den Varianten des Terrors, fällt beim Sektenterror die
oft völlige Unterwerfung unter den Guru/ Sektenführer, auch privat, meist auch sexuell,
besonders auf.
Um diese bedingungslose Unterwerfung zu verdeutlichen, sollen
nachstehend einige besonders plakative Szenarien in Erinnerung gerufen werden.
1978 kam es in Guyana zum Jonestown-Massaker, Jim Jones teilte seinen JüngerInnen Gift
aus, insgesamt starben im Guyana- Peoples Temple über 900 Personen.
1993 wurde das Waco- Mount Carmel Community Center in Texas vom FBI belagert. Der
Sektenführer Vernon Wayne Howell hatte, nach seiner Berufung als Prophet, den neuen
Namen David Koresh angenommen, hielt sich später sogar für Jesus Christus. Der Angriff
führte zu einem Brand und es starben76 Personen.
Zur Erinnerung daran zündet zwei Jahre danach Timothy McVeigh im Murrah Federal
Building in Oklahoma City eine Bombe, wobei 168 Menschen starben.
1995 kam es in der Tokyoter U-Bahn zu einem Terroranschlag mit dem Giftas Sarin durch die
Sekte Ōmu Shinrikyō (später Aleph). Der Führer Shoko Asahara wähnte, er sei als Mischung
von Shiwa und Jesus wiedergeboren. Neun Personen starben und 6000 wurden vergiftetet.
Zum psychoanalytischen Verständnis des Sektenterrors hat der Psychoanalytiker Vamik
Volkan (2005) viel beigetragen. Er wies besonders auf die kollektive Regression von
Großgruppen hin, durch die sich blindes Vertrauen entwickle.
In „Blind Trust“ (2004) analysiert er die Attentate durch sektiererische Millenialisten in den

USA, ausgehend von der Carmel Community in Waco in Texas.


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Islamistische Attentate , ihre Vorgeschichte und Psychodynamik
Eine Welle mörderischen islamischen Terrors wird aus dem 11. Jahrhundert berichtet. ( H.
Halm, 2017) Die Assassinen, wie sie genannt wurden, waren religiös motivierte
Meuchelmörder die zur ismailitischen Abspaltung des bunten Spektrums der Schiiten
gehörten. Nach ideologischer Vorbereitung auf abgelegenen Burgen, wie zum Beispiel
Alamut, wurden sie ausgesandt Angehörige des sunnitischen Establishments, Herrscher,
Militärs, kirchliche Würdenträger zu ermorden, was auch etwa durch ein Jahrhundert in
vielen Fällen gelang.
Aktuell wurde beispielsweise in Frankreich das soziologische Profil junger islamistischer
Radikaler vergleichsweise gut untersucht.
70% von ihnen sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, 20% sogar minderjährig, die Hälfte sind
Konvertiten, 60% stammen aus der Mittelschicht.
Uneinigkeit herrscht jedoch hinsichtlich der psychischen Struktur der Terroristen und ihrer
Sympathisanten.
Viele radikalisierte Häftlinge seien psychisch auffällig, zB. Borderline- Patienten oder
narzisstische Störungen schreibt beispielsweise Farhad Khosrokhavar, (2013) oder aber wird
behauptet, sie seien klinisch eher unauffällig (Marc Sageman 2004). Zum tieferen
Verständnis sind derlei psychiatrische diagnostische Etiketten ohnehin wenig bei, ebenso
wie die strafrechtlichen Beurteilungen.
Die Salafisten (Salaf = Vorfahre) scheinen besonders für Jugendliche attraktiv zu sein. Sie
sind gegen demokratischen Rechtsstaat, zeigen ihre Opposition zur umgebenden
Gesellschaft auch optisch äußerlich zB. Kleidung, langer Bart, Kopftuch. Zur Zeit gilt als ihr
großer ideologischer Führer Abu Musad al Suri, der ein dezentrales Netzwerk des Dschihad,
global verbreitet im Internet aufgebaut hat.
Von zentraler Bedeutung ist der Prozess der Radikalisierung, also die Suche nach der Radix,
der Wurzel.
Entwurzelt fühlen sich gewisse Adoleszenten, oft Migranten in der zweiten Generation. Sie
erleben sich durch ihre soziale Umgebung oft abgewertet, als menschlicher Müll. Daraus
erwachsen massive Minderwertigkeitsgefühle, narzisstische Kränkungen, ein Gefühl von „no
future“, von Sinnlosigkeit des Lebens.
Sie blasen Trübsinn, to be in the doldrums (= Flaute) nennt D.Winnicott derartige Zustände
in Adoleszenzkrisen). Fethi Benslama, ein Pariser Psychoanalytiker und Islamexperte hat 15
Jahre mit solchen radikalisierten Adoleszenten in Pariser Vororten gearbeitet. Um deren
trostlose Zustände zu charakterisieren, zitiert er aus Rilkes siebenter Duineser Elegie:
„Jede dumpfe Umkehr der Welt hat solche Enterbte, denen das Frühere nicht und noch nicht
da Nächste gehört“
Mit Allah als idealisierter Vaterfigur und mit ihrem Anschluss an die mütterliche Umma,
(Gemeinschaft) erleben nun diese Jugendlichen eine Art Wiedergeburt, „saust der Lift ihres
Narzissmus in die Höhe“, wie Benslama (2017, S 36) formuliert.
Es kommt wieder Schwung in ihr Leben, sie suchen nach Mutproben. D.Winnicott sagt über
diese unreifen, wilden Jugendlichen: „sie haben ein Baby gesät und ernten eine
Bombe“ (2012, S 175)
.In diesem Chaos erzeugen die Jugendlichen narzisstische Duplikate, Avatare, Doppelgänger.
Die terroristische neue Gemeinschaft, eine Masse Auserwählter, verleiht ihnen einen neuen

Name der meist mit Abu (Vater) beginnt. Der kollektive Wahn, in den sie nun eintauchen


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verwandelt sie in eine Art von Übermuslim. Diesen Begriff hat ebenfalls der aus Tunesien
stammende Pariser Psychoanalytiker Fethi Benslama geprägt
Der Übermuslim will die Unterwerfung der Politik unter die Religion, zurück zum Kalifat.
Er hat zwei Feinde: den materialistischen säkularen Westen und den verwestlichten Muslim.
Morden, foltern, eventuell auch vergewaltigen werden vom Überich, also moralisch,
akzeptiert, sind erlaubt eventuell sogar erwünscht. (Übrigens gibt es bei „offiziellen“ Kriegen
eine ähnliche Aufhebung des Mordtabus.)
Muslim bedeutet etymologisch eigentlich „Der Demütige, der sich unterwirft“ beim
Übermuslim wird diese Bescheidenheit in ihr hochmütiges Gegenteil verkehrt.
Der Buchstabe des Korans in der Hand ist die wichtigste Waffe des personifizieren
Übermuslims.
Verleugnung der Herkunft in der Migration, Anpassung der Eltern an westliche Sitten heißt
Verrat und Entwurzelung, sagte Abdelhamid Abaaoud, der Organisator der Pariser Attentate
von 2015. Neue Verwurzelung durch Radikalisierung bedeutet Re-Identifikation, religiöse
Wiedergeburt.
In der Sprengstoffexplosion wird der verächtliche alte Mensch zerstört, in Fragmente von ein
paar verbrannten Fleischfetzen zerrissen, zerspalten, der Spiegel der nur ein schmutziges
Individuum, einen Müllhaufen, reflektierte, wird zersplittert, fragmentiert. Die Bruchstücke
der projektiven Manipulierung als feindlicher, wertloser, krimineller Ausländer, der
Migrantenhass , all die Zuschreibungen die unerträglich wurden, werden im Bombenattentat
zertrümmert und in der Fantasie erhebt sich aus dem Feuer und Rauch der Bombe der neue,
gereinigte göttliche Übermuslim und geht ins Paradies ein.
Aber auch die Umma, die mütterliche Gemeinschaft, die Großgruppenmatrix nach Foulkes
(1964) schwillt durch Verschmelzungen mit ihren Kindern zu einem nährenden und
fressenden archaischen, entsexualisierten Mutterkörper an.
Aus Angst vor dem Zerfall dieses Körpers dienen die Treue zu den Ahnen im Salafismus
ebenso, wie die Gesetze der Scharia, als Kitt. Der heilige Pakt der Umma, die im Kalifat
vereint wird, verachtet die niedrigen, profanen Regeln aufgeklärter Nationalstaaten, ziviler
Gesellschaftsverträge.
Zum spezifischen Verständnis der Psychodynamik des islamistischen Terrors tragen auch
einige Überlegungen Werner Bohlebers (2010) bei.
Dieser betont bei religiös legitimierter terroristischer Gewalt die Ablehnung moderner
Aufklärung und Säkularisierung, die apokalyptische Stimmung, die scharfe Abgrenzung von
den Ungläubigen und die narzisstische Reinheit. Bei der Verschmelzung mit der fusionären
Gemeinschaft der Gläubigen, der Umma, hebt Bohleber besonders die Geschwisterrivalität

hervor.

5. Zur Psychodynamik des Antisemitismus und zu rechtsradikalen Anschlägen
Der Diskurs über den Antisemitismus kann natürlich im Rahmen dieser kleinen Arbeit über
Terrorismus lediglich gestreift werden. Aber das beeindruckende Symposion das 1944 in San
Francisco stattfand und bei dem Ernst Simmel, Theodor Adorno, Otto Fenichel u.a. sprachen,
soll ebenso erwähnt werden, wie die für Österreich zentrale Arbeit von Elisabeth Brainin,
V.Ligeti, Sami Teicher : „Vom Gedanken zur Tat. Zur Psychoanalyse des Antisemitismus“ die
sich sehr konkret mit zeitgeschichtlichen Entwicklungen des Antisemitismus nach dem
Massenmord unter besonderer Berücksichtigung der psychoanalytischen Vereine in

Österreich auseinandersetzt.


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Ernst Simmel (1946/1978) verbindet schon früh Antisemitismus mit massenpsychologischen
Erklärungsmustern. In tiefer Regression, meint er, werde primitiver Hass auf die Juden
entfesselt und das Ich blähe sich narzisstisch auf. Simmel spricht von einem hasserfüllten
„Verschlingungstrieb“ des oralen Kannibalismus. Damit steht auch das Fantasma des
Kindsmordes, dessen die Juden beschuldigt wurden, in Zusammenhang. Adolf Hitlers
Anklage, dass die Juden das arische Blut durch Geschlechtsverkehr besudeln würden
beispielsweise, sei eine Verleugnung seiner eigenen Verschlingungstendenzen den Juden
gegenüber. Der rassistische Mythos des reinen und beschmutzten Blutes zeige überhaupt
die kannibalische Gier der Völker, sich gegenseitig zu fressen.
2010 schrieb W. Bohleber „Reinheit, Einheit und Gewalt. Unbewusste Determinanten des
Antisemitismus Deutschland“ In dieser Schrift bemüht er besonders die Deutung durch
Geschwisterrivalität.
Weiters seien kollektive (Heimat, Nation) und individuelle Identität durch frühkindliche
Wurzeln intrapsychisch miteinander verknüpft.
Vaterland und Mutterland werden auch körperlich symbolisiert, meint des weiteren
Bohleber, es sei die Rede von Grenzen, Homogenität, Reinheit oder Vermischung.
Der mittelalterliche Judenhass war stark von religiösen Fantasien über den Ritualmord
gefärbt, Juden als Kannibalen und Vampyre (Verschlingtrieb bei Simmel).
Juden gelten auch als Parasiten, als Schmarotzer und Krankheitserreger im Körper des
Wirtsvolkes. Sie werden mit abgespaltenen, giftigen, nicht integrierbaren Objekten infantiler
Traumatisierungen, projektiv identifiziert. Auch die Metapher von der Verschmutzung des
reinen arischen Erbguts ist hier wichtig. Übertragen auf die Psychoanalyse, schrieb C.G.Jung
im Zentralblatt für Psychologie, dass jüdische Analytiker nicht mit Ariern Analyse machen
dürften.(A.Peglau, 2017)
Besonders drastische biomorphe Metaphern über die Juden finden sich in Hitlers „Mein
Kampf“:
Maden im faulenden Leib/ Spinne, die dem Volk langsam das Blut aussaugt/ Sich blutig
bekämpfende Rotte von Ratten, Völkervampyr/ ewiger Blutegel etc. (Bohleber, 1910, S 199)
Es ist von Aussaugen, Zersetzen, Fressen Ersticken die Rede. Psychoanalytisch verweisen all
diese Metaphern auf die früheste Interaktion von Baby und Mutter, wobei die
abgespaltenen Fantasien von der bösen, fressenden Brust auf das jüdische Volk projiziert
werden.
Mit sadistischer Gefräßigkeit, Geldgier, ausbeuterischer kapitalistischer Unersättlichkeit,
werden die schmutzigen Juden also projektiv identifiziert. Deshalb müsse man sie vertilgen,
ausrotten, vergasen im Holocaust.
Dadurch wird eine Reinigung, Purifikation, des Deutschen Volkskörpers sowie sein
Zusammenschluss angestrebt. Durch Reinheit zur Einheit ist eine typische antisemitische
Phrase. Natürlich ist dies ein archaisches narzisstisches Ideal.
Seit Foulkes, Kreeger, Bion, Turquet (L.Kreeger,1975) wird die Verschmelzung mit der
frühesten Mutter, mit der Matrix in Großgruppen, in Internetverschwörungen, in
Wählermassen, als tiefe Regression angesehen. Dazu passt die damit einhergehende
Delegation des Überichs an eine primitive, demagogische und narzisstische Vaterfigur als
Führer.
Diese Einheit durch Reinheit darf durch Vermischung mit rassischen Fremden, mit Juden
oder Migranten nicht zersetzt werden. Stacheldrähte um die Konzentrationslager, oder eine
Mauer an der USA Grenze, Ausweisungen oder Ermordungen in Terrorszenarien müssen den

Volkskörper in seiner Regression zum primären Narzissmus schützen.


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6. Die fatale Potenzierung der aktuellen sozialen Lage, der Sozialisation und der
verführerischen Heilslehre bei der Radikalisierung
Zum größten Teil rekrutieren sich radikalisierte Übermuslims, aber auch hasserfüllte
Neonazis oder Jünger extremer Sekten aus der Gruppe von Adoleszenten in einer
Identitätskrise. (F.Benslama, 2017, W.Bohleber, 2010, A.Gruen, 2015)
Im Prozess der Radikalisierung potenzieren sich nun in fataler Weise Traumen der
individuellen Biografie mit einer aktuellen Umgebung von Entwurzelung, Verspottung,
Erniedrigung und Einsamkeit. Die Verführung durch das Angebot einer
verschwörungstheoretischen Heilslehre, sei es fundamentalistischer Islamismus, einer
rassistische Reinheitslehre von Heimat und arischem Blut oder auch durch christliche
Erlösungs- und Weltuntergangsfantasien, bietet illusionäre Scheinlösungen der Krise, die
aber oft gierig aufgesaugt werden. Solcherart potenzieren sich die gesellschaftliche Lage, die
Biografie und das terroristische Ideologieangebot in fataler Weise.
Bei vielen Radikalisierten war die Herkunftsfamilie zerrüttet, schlagende und trinkende
Väter, hilflose Mütter.
Die enttäuschenden Imagines der Eltern wurden gespalten, in eine böse, schwache und
wertlose Gestalt auf der einen Seite und eine idealisierte, göttliche auf der anderen Seite.
Mystische Väter wie Allah, Jesus, die edlen Vorväter (Salaf), Mohammed, aber auch Figuren
wie Hitler werden zu grandiosen, leuchtenden Vorbildern.
Dazu kommt ein ebenso gespaltenes Frauenbild. Auf der abgewerteten Seite stehen die
schwache und hilflose eigene Mutter der Kindheit, die sexuell lüsternen westlichen
Hurenfrauen, die schmutzige Sexualität der minderrassigen Jüdinnen.
Diesen minderwertigen, verachteten Frauenfiguren werden die idealisierten, reinen Mütter
gegenübergestellt. Die verschleierte mohammedanische Mutter, die durch das Stillen ein
Inzesttabu errichtet, die edle reinrassige deutsche Mutter, der Hitler das Mutterkreuz
verleiht. Eine derartige reine Mutterfigur ist natürlich in massenpsychologischer Dimension
als Matrix auch die Gemeinschaft der Gläubigen, die Bande der Neonazis oder die nach
Außen abgeriegelte Sekte.
Übrigens hat auch das Bilderverbot im Islam, etwa die Sprengung der Buddhastatuen in
Bamiyan, genauso wie die Verfolgung der so genannten entarteten Kunst durch die Nazis,
mit dieser Verteufelung der schmutzigen weiblichen Lüsternheit zu tun.
Wie auch immer, wenn Adoleszenten in ihrer Identitätskrise sich von diesen Ideologien
verführen lassen, werden sie in den Strudel einer tiefen Regression hineingesaugt. Es kommt
zu Spaltungen ihres Ichs, Projektion schmutziger, nicht integrierter Anteile auf Feindgruppen
und zur Identifikation mit plakativen Führergestalten ebenso, wie zur Verschmelzung mit
idealen mütterlichen Gemeinschaften. Diese tiefe Regression, die man vielleicht, mit
gebotener Zurückhaltung, mit der frühesten Entwicklung des Babys an der Mutterbrust
vergleichen kann, diese Regression bis hin zu Ängsten gefressen zu werden und einer Gier
nach kannibalischem Verschlingen (E.Simmel, 1946, M.Klein, 1946) soll nun im Folgenden
etwas ausgeführt werden.
7. Komprimierte Darstellung der Psychodynamik des Terrors
Spielt nun beim Terror auch der Vatermord eine bedeutsame Rolle? Die Ermordung des
Urvaters durch die Brüderhorde? Passt hier der Mythos der Ermordung des Laios durch
Ödipus als Bild ? Homosexuelle Verbrüderung der Aufständischen, Terror als „Männer gegen

Männer“ Szenario, Spaltung der frühen Vaterimago in einen impotenten, weichlichen echten


7
Vater und einen sadistischen mächtigen dämonisierten bösen Vater (der Alte vom Berg der
Assassinen, Osama Bin Laden…. (A. Gruen „Wider den Terror“, 2015, S 31)
Auch den Muttermord, Orestes tötet Klytämnestra, könnte man bemühen : die westliche,
dekadent – kapitalistische, profanisierte Gesellschaft als verweichlichte, fressende
Konsummutter mit tausend Brüsten, die dämonisiert wird und im Terroranschlag vernichtet
wird. Immerhin erwähnt A.Gruen auch den Muttermord.
Auf alle Fälle aber werden ideologische Heilslehren mit ihrer Dämonisierung der schlechten
Anderen und ihrer narzisstischen Aufwertung der eigenen Person, von Jugendlichen in einer
Adoleszenzkrise gierig aufgesaugt. Diese verschwörungstheoretisch gefärbten Ideologien
legen sich wie heilsamer Balsam auf die brüchige Identität der jungen Männer. Für derartige
Phänomene hat S.Freud den Ausdruck „Schiefheilung“ gewählt. Kollektiver Wahn bewirke
eine Art von Schiefheilung, schreibt er:
„Es ist auch nicht schwer, in all den Bindungen an mystisch-religiöse oder philosophisch -
mystische Sekten und Gemeinschaften den Ausdruck von Schiefheilungen mannigfaltiger
Neurosen zu erkennen“. (1921c, GW XIII, S 159)
Dabei kommt es, wie schon gesagt, zur Stabilisierung eines einigermaßen konsistenten
Selbstgefühls durch projektive Identifizierung von Feinden, wie etwa dekadenter, perverser
westlicher Konsumzivilisten, mit abgespaltenen gehassten eigenen Fragmenten.
Beim Versuch die hasserfüllten Szenarien des Terrors irgendwie zu verstehen ist auch die
Suche nach den psychogenetischen Wurzeln des Hasses bedeutsam.
Bekanntlich übernimmt S.Freud von W.Stekel den Satz, dass der Hass sei älter sei als die
Liebe, was er mehrmals wiederholt, wobei Hass als narzisstische Ablehnung der störenden,
reizspendenden Außenwelt aufgefasst wird. Dabei verbindet er Hass auch mit dem
Einverleiben und Fressen „ eine Art der Liebe, die mit der Aufhebung der Sonderexistenz des
Objekts vereinbar ist, also als ambivalent bezeichnet werden kann“ . Auch verknüpft er
diesen frühen Hass mit dem sadistisch-analen „Bemächtigungsdrang, dem die Schädigung
oder Vernichtung des Objekts gleichgültig ist“. (GW X, S 231, 1921c)
Ob es nun um eine Umwandlung prägenitaler sadistischer und kannibalischer Triebwünsche
in zerstörerischen Hass geht, oder ob aus irgendeiner dunklen Tiefe auch ein Todestrieb
mitmischt, ist letztlich theoretische Geschmackssache.
Bekanntlich wird seit 1920 für S.Freud die Vorstellung des Todestriebs wichtig und er meint
auch, dass es wegen dieses Destruktionstriebes, des Todestriebes, so leicht sei, die
Menschen für den Krieg zu begeistern. „…. dass etwas in ihnen wirksam ist, ein Trieb zum
Hassen und Vernichten, der solcher Verhetzung entgegenkommt.“ (GW 16, S 20, 1933b)
Nochmals soll nun zusammenfassend der Blick auf die Psyche der Personen im Vorfeld des
Terrors, die gefährdet sind sich zu Attentätern zu entwickeln, gerichtet werden. Meist
handelt es sich eher um Außenseiter der Gesellschaft mit brüchiger Identität und schlecht
integrierten traumatischen Introjekten, sowie löchrigen Ichgrenzen, oft doch aus einer
zerrütteten Kindheit.
Wenn nun solche Individuen von ihrer sozialen Umgebung abgewertet, als unwillkommener
menschlicher Müll etikettiert oder verspottet werden, fühlen sie sich bedroht und
narzisstisch gekränkt. Man stelle sich dazu jugendliche Migranten in einem Pariser Banlieu
oder etwa erfolglose, arbeitslose Provinzler in einer deutschen Kleinstadt, die sich
entwurzelt fühlen, vor.
Durch populistische lautstarke Führer, die Verschwörungstheorien hinausposaunen, werden
die archaischen Abwehrmechanismen von Spaltung und projektiver Identifizierung der
gehassten Feinde und deren Ermordung massiv unterstützt. Die Verschmelzung mit den

geheiligten Ahnen, dem Idealvater des Naziführers oder mit Allah im Paradies, steht


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keineswegs in Widerspruch zu Verschmelzungen mit mütterlichen Massen, der Umma der
Gläubigen, dem reinen arischen Volkskörper.
Ohne Hoffnung auf ihre Zukunft regredieren die geschilderten Risikopersonen psychisch auf
sehr archaische Abwehrmechanismen aus der Zeit, in der ihr Ich entstanden ist, in frühester
Kommunikation mit der Mutter. Ein gespaltetes Mutterbild taucht wieder auf. Die bösen
Anteile („böse Brust“ bei M.Klein, 1946) werden ausgespuckt, Feindgruppen werden mit
diesen abgespaltenen Fragmenten projektiv Identifiziert. Ideologische Verführungen
unterstützen diese Verteufelung bedrohlicher feindlicher Massen, wie beispielsweise der
Juden, der islamischen Migranten oder umgekehrt der westlich verdorbenen Kapitalisten.
Warum aber nimmt diese Abgrenzung im Terrorismus derart radikal mörderische
Dimensionen an, dass es zur Vernichtung der Feinde kommen muss? Warum werden die
gehassten Juden, Migranten, Westler real vergast, in die Luft gesprengt, erstochen und
erschossen?
Einerseits gibt es möglicherweise Ängste, die abgespalteten und dämonisierten Trümmer
könnten doch zurückkehren und müssten darum völlig vernichtet werden. Andererseits
lauert hinter der Zerstörung der Feinde vielleicht auch das Fantasma des psychogenetisch
ganz frühen kannibalischen Lustmords, durch den die Trümmer nach weiterer Zersplitterung
oral einverleibt, gefressen werden, um sie vielleicht doch auf dem Weg zu einer neuerlichen
Geburt zu verdauen. Hinter der Angst vor dem fremden Teufel verbirgt sich vielleicht doch
eine tiefe Sehnsucht nach seiner Einverleibung. Der mordlüsterne Terrorist macht sich wie
eine hungrige Bestie auf die Suche nach der Beute des Opfers. Die ihm zugeschriebenen
giftigen Laster wie Lüsternheit, Geldgier oder Mordlust sind eben doch die eigenen
abgespaltenen Bruchstücke. Der Terrorist will sich in tödlicher Symbiose in sein Opfer
verwandeln. Im Feuer der Explosion bei einem suicidalen Attentat mit Sprengstoff, zwischen
den Fleischfetzen und Knochentrümmern, in diesem wüsten apokalyptischen Feuerwerk von
Hass und Liebe, vermischen sich Todfeind, Freunde und Selbstanteile, Todeswünsche und
Hoffnungen auf Kosmogonie einer besseren neuen Welt.
Sicherlich jedoch wird die Neigung die archaischen Mordfantasien, die es unbewusst wohl
bei fast allen Menschen gibt, in reale mörderische Terroraktionen umzusetzen, von der
ideologischen Begleitmusik der neuen Gemeinschaft massiv gefördert.
Denn auf alle Fälle erleben durch die Aufnahme in eine neue mütterliche Gemeinschaft, oft
sogar mit neuem Namen und anderer Kleidung, viele Terroristen eine Verschmelzung mit
der frühen guten Mutter, respektive mit deren Brust. Von dieser mütterlichen Matrix einer
Großgruppe, einer Masse Gleichgesinnter, wird das bedrohte Subjekt des potentiellen
Terroristen nun wie von einem Container aufgenommen. Ob es dabei um
fundamentalistische Islamisten, Neonazis oder neuchristliche Sekten geht, hängt natürlich
vom Vorfeld ab und färbt die konkrete Ausgestaltung der terroristischen Szenarien.
Nach dieser Heimkehr in die neue Gemeinschaft, in den Körper der Mutter, wird durch
neuerliche Symbolisierung ein neues, narzisstisch leuchtendes Selbst ausgebrütet. Das
gekränkte, missachtete Subjekt wird nun als IS – Krieger, als heimattreuer reinrassiger
Germane, als erleuchteter Jünger eines mit Jesus oder Shiwa verbundenen Guru,
wiedergeboren.
8.Zusammenfassung
Eingangs wird versucht Terror von anderen Formen mörderischer, hasserfüllter Gewalt
einigermaßen abzugrenzen. Dann folgt ein kursorischer Überblick über Tyrannenmord,
Terror durch religiöse Sekten, islamistischen Terror und rechtsradikale Attentate, wobei die

wichtigsten Beispiele aus der neueren Geschichte in Erinnerung gerufen werden. Auch die


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Psychodynamik der Ideologien, in deren Namen die Mordanschläge erfolgen, wird
beleuchtet, insbesondere beim fundamentalistischen Islam und beim Antisemitismus.
Danach wird gezeigt, wie sich die persönliche soziale Lage des meist jugendlichen Terroristen
mit seinen biografischen Traumata und mit der jeweiligen Ideologie auf fatale Weise
potenziert.
Abschließend folgt der Versuch, die Psychodynamik mörderischer Terroranschläge mit einer
tiefen Regression auf oral kannibalische Wünsche und den diese begleitenden Fantasmen

einer narzisstischen Widergeburt, verständlich zu machen.


Literatur
Assmann, Jan (2003) Mosaische Unterscheidung. Hanser (München/Wien)
Benslama, Fetih (2017) Der Übermuslim. Mathes und Seitz (Berlin)
Bohleber, Walter (2010) Was Psychoanalyse heute leistet. Klett-Cotta (Stuttgart)
Brainin, Elisabeth, Ligeti, Vera, Teicher, Sami (1993) Vom Gedanken zur Tat. Psychoanalyse
des Antisemitismus. Brandes und Apsel (Frankfurt)
Foulkes, Sigmund Herbert (1964) Therapeutic Group Analysis. George Allen and Unwin Ltd
(London)
Freud, Sigmund (1905c) Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten. GW 6
(1912/13) Totem und Tabu. GW 9
(1921c) Massenpsychologie und Ich-Analyse. GW 13
(1930a) Das Unbehagen in der Kultur. GW 14
(1939a) Der Mann Moses und die monotheistische Religion GW 16
Gros, Frédérique (2015) La guerre diffuse et ses pièges. In: Le 1, Nr.85
Gruen, Andreé (2015) Wider den Terrorismus. Klett-Cotta (Stuttgart)
Habermas,Jürgen und Derrida,Jaques (2004) Philosophie in Zeiten des Terrors. Berlin 2004
Halm, Heinrich (2017) Die Assassinen. C, H. Beck (München)
Heine, Heinrich (1923) Sämtliche Werke. Rösl (München und Leipzig)
Khosrokhavar, Frédérique (2013) Radicalisation in Prison. In: Politics, Religion and Ideology,
Vol 14/2
Klein, Melanie (1946) Bemerkungen über einige schizoide Mechanismen. In: Gesammelte
Schriften III. fromann und holzboog 2000
Kreeger, Lionel (1975) Die Großgruppe. Klett (Stuttgart)
Peglau, Andreas(2017) Unpolitische Wissenschaft. Psychosozial (Gießen)
Rilke, Rainer Maria (1984) Werke, Insel (Frankfurt)
Sageman, Marc (2004) Understanding Terror Networks. Philadelphia
Simmel, Ernst (1946) Antisemitismus und Massen – Psychopathologie. Zs.Psyche, 32.Jg. 1978
Winnicott, Donald W. (2012) Unreife bei Jugendlichen. Stuttgart


Info: http://www.rainerdanzinger.at/download/terror-danzinger.pdf


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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Exodus – die Revolution der Alten Welt


kath-akademie-bayern.de, Seite besucht am 15. März 2026, 11:25 Uhr,  von Prof. Dr. Jan Assmann 

Im Rahmen der Veranstaltung "Exodus – Der Auzug aus Ägypten als Wende in der Weltgeschichte", 19.03.2016


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I.  

1985 brachte Michael Walzer ein brillantes kleines Buch mit dem Titel Exodus and Revolution heraus. Darin zeigte er, dass die biblische Geschichte vom Auszug aus Ägypten mit der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste und der Eroberung Kanaans zum Grundmodell politischer Revolutionen wurde. Jede Revolution ist ein gewaltsamer Aufbruch in etwas Neues, nach jedem solchen Aufbruch gilt es, Wüsten zu durchqueren voller Entbehrungen und konterrevolutionärer Rückschläge, bis dann endlich das Gelobte Land einer neuen Ordnung erreicht ist.

Das ist sehr überzeugend. Ich meine den Begriff „Revolution“ aber ganz anders. In meiner Deutung ist die Exodus-Erzählung nicht das Modell, die Blaupause politischer Revolutionen, sondern hat selbst Revolution gemacht, und zwar dadurch, dass sie zum Gründungsmythos der monotheistischen Religion wurde. Mit deren Siegeszug hat sie die Alte Welt verändert, erst durch die Christianisierung und dann durch die Islamisierung. Es handelt sich also nicht um eine politische, sondern um eine geistige Revolution, die aber in ihren politischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen die Welt stärker und nachhaltiger verändert hat als jede politische Revolution. Genau genommen ist es auch nicht die Erzählung als solche, die so weltverändernd gewirkt hat, sondern die Ideen, die sie im Medium der Narration entfaltet. Sie heißen Offenbarung, Bund und Glaube. Das sind die Ideen, die unseren Begriff von Religion bis heute geprägt haben.

Der Alten Welt – und damit meine ich die Welt der „heidnischen“, „polytheistischen“ Religionen, Ägypten, Babylonien, Phönizien, Griechenland, Rom usw. ist diese Ideen-Trias fremd. Deshalb tun wir uns auch schwer, den Begriff „Religion“ auf diese alten Kulturen anzuwenden, obwohl doch „religio“ ein lateinisches Wort ist. Aber um diesen Begriff auf das Christentum anwenden zu können, musste ihm Laktanz eine neue Etymologie unterschieben, indem er es nicht wie Cicero von re-ligere „wiederlesen, konzentriert beachten“, sondern von re-ligare „rückbinden“ ableitete, um es auf die Idee des Gottesbundes zu beziehen.

 

II.

 

Führen wir uns zunächst noch einmal die Erzählung vom Auszug aus Ägypten vor Augen. Das Buch Exodus ist in seiner Endgestalt, wie wir es in unseren Bibeln lesen, ungefähr im Verhältnis 3:2:3 dreigeteilt. 14 ½ Kapitel Auszug aus Ägypten, 9 ½ Kapitel Bundesschluss am Sinai, 16 Kapitel Bau des Zeltheiligtums. Der Auszug aus Ägypten nimmt darin also nur ein knappes Drittel ein. Die Erzählung ist logisch und stringent aufgebaut. Sie beginnt in einer Situation äußerster Unterdrückung und Gottverlassenheit und endet in einer Situation höchster Würde – als auserwähltes Gottesvolk – und innigster Gemeinschaft mit Gott, der inmitten seines Volkes Wohnung nimmt. Genau in der Mitte des 40 Kapitel umfassenden Buches steht die entscheidende Szene: die Berufung des Volkes in das Gottesbündnis. Nur zwei Szenenfolgen fallen aus diesem stringenten Erzählungsbogen heraus: die zehn Plagen und die in nicht weniger als zwölf Kapiteln zweimal aufgezählten Einzelteile des Zeltheiligtums. In diesen Sequenzen scheint die Erzählung auf der Stelle zu treten. Warum 10 Plagen, wo doch eine einzige schwere Plage, eine vernichtende Pestepidemie etwa, genügt hätte, um den Pharao zum Einlenken zu bewegen? Und warum zweimal die endlose Aufzählung der Zeltteile?

Bei näherem Hinschauen tritt als das durchgehende Hauptthema ein Offenbarungsprozess hervor, der sich in fünf Schritten entfaltet: 1. Mose am Dornbusch: die Offenbarung  des Namens JHWH, 2. die zehn Plagen: die Offenbarung der überragenden Macht Gottes, 3. der Höhepunkt, auf den alles Vorhergehende zuläuft: die Sinai-Offenbarung mit der Berufung des Volks in den Bund und der Verkündung der Gebote und Gesetze, die die Grundlage des Bundes bilden, 4. die Offenbarung des Zeltheiligtums und 5. die Wesensoffenbarung für Mose.

Zwischen 4 und 5 liegt die Szene mit dem Goldenen Kalb, die den eben geschlossenen Bund wieder bricht und alles aufs Spiel setzt. Mose, dem es gelungen ist, JHWH nach der Krise mit dem Goldenen Kalb wieder zu versöhnen, erbittet sich die Gnade, Gott von Angesicht sehen zu dürfen. Das würde er zwar nicht überleben, aber er darf Gott von hinten sehen und die „Gnadenformel“ hören, in der Gott sein Wesen beschreibt. Den Schluss bildet der Einzug von Gottes kabôd („Herrlichkeit“) in das Zelt, der keine Offenbarung ist, sondern einen Dauerzustand der institutionalisierten Gottesgegenwart stiftet.

Das weltumstürzend Neuartige an dieser Offenbarung ist, dass sie ein für alle Mal ergeht und das ganze Gottes-, Welt- und Selbstverhältnis der Menschen auf eine völlig neue und für immer gültige Grundlage stellt. Offenbarungen, d.h. göttliche Willensbekundungen durch Vorzeichen, Omina, Traumerscheinungen und Orakel kennen andere Religionen auch; sie betreffen aber immer nur einzelne Personen und Situationen, nie das Ganze der religiösen, sozialen und politischen Existenz, und sie ergehen nicht ein für alle Mal, sondern ereignen sich immer einmal wieder. Für diese neue religiöse Kategorie gibt es kein Wort im Hebräischen, Griechischen und Lateinischen. Um sie zu fassen und zu vermitteln, reicht ein Wort nicht aus, dazu bedarf es einer Erzählung, und zwar einer Erzählung von phantastischen, grandiosen Dimensionen. Den Höhepunkt dieses Offenbarungsgeschehens bildet die Offenbarung des Bundes.

Der dritte Teil wird allgemein als ein Zusatz der Priesterschrift erklärt. Die Priesterschrift entstand gegen Ende des 6. Jahrhunderts vor Christus, als es galt, nach der Rückkehr aus dem Exil den Tempel wiederaufzubauen und den Kult neu zu organisieren. Die Beschreibung des Zeltheiligtums dient als Modell für die Struktur des Tempels und seines Funktionierens. Die Dimensionen dieser Beschreibung erklären sich, wenn man den Gesamtaufbau der Priesterschrift ins Auge fasst. In ihrer Urgestalt umfasste sie die Bücher Genesis und Exodus und verfolgte das grandiose Konzept einer Geschichtsschreibung, die mit der Schöpfung der Welt beginnt und mit der Gründung des Tempels endet. So erscheint der Tempel als die Krone der Schöpfung und nimmt daher mit seiner Beschreibung einen so großen Raum in diesem Werk ein. Dabei handelt es sich aber nicht um den ersten, salomonischen Tempel, sondern um das Zeltheiligtum als mythisches Vorbild jeden Tempels und damit auch des neuen, nach der Rückkehr aus dem Exil erbauten zweiten Tempels. So erklärt sich auch der Einschub der Erzählung vom Goldenen Kalb mitten in der Tempelbeschreibung. Die Priesterschrift ist das Gründungsdokument des Frühen Judentums, wie es sich nach dem Untergang Israels und der Rückkehr aus dem Exil konstituierte. Sie hatte daher nicht nur der Geschichte Gottes mit der Welt, der Menschheit und seinem auserwählten Volk Rechnung zu tragen, sondern auch dem Scheitern dieser Geschichte in der Katastrophe der assyrischen und babylonischen Eroberungen mit dem Totalverlust von Land und Staat, Königtum und Tempel. Diese Katastrophe führte man auf menschliches Verschulden, nämlich auf den Bruch des Bundes zurück, um sie nicht als Versagen Gottes deuten zu müssen. Die Geschichte des Goldenen Kalbs ist die mythische Metapher für Bundesbruch, Strafe und – vor allem – Bundeserneuerung. Der Bund hat Schuld und Strafe überstanden: das ist der Sinn des fünften und letzten Offenbarungsschritts. Nun kann das Zeltheiligtum, das Mose im vierten Akt der Offenbarung gezeigt worden war, gebaut werden.

 

III.

 

Ganz unabhängig von der Frage nach dem historischen Kern, der möglicherweise im Mythos vom Auszug aus Ägypten stecken mag, muss man nach der symbolischen Bedeutung Ägyptens im Rahmen der Erzählung fragen. Wofür steht Ägypten, das „Sklavenhaus“? Das Bild des Sklavenhauses, das die Exodus-Erzählung von der altägyptischen Welt zeichnet, hat die Vorstellung dieser Kultur bis heute eingeschwärzt. Es verbindet sich vor allem mit den Pyramiden, in denen es seinen sichtbaren Ausdruck zu finden scheint. Deren Erbauung kann man sich bis heute kaum anders vorstellen als in Form unmenschlicher Ausbeutung breitester Volksmassen. Aber nicht nur der unvorstellbare Arbeitsaufwand, sondern vor allem der Zweck der Pyramiden skandalisierte die Nachwelt, galten sie doch als die monströsen Zeugnisse pharaonischen Größenwahns. Es handelt sich um eine der typischen Legenden, wie sie sich an die nicht mehr verstandenen gigantischen Überreste einer fremdgewordenen Vergangenheit heften. In den Pyramiden sah und sieht man vielerorts bis heute den symbolischen Ausdruck einer Kultur und eines politischen Systems, das von einer autokratischen Spitze kontrolliert wird und dem sich jeder Einzelne als Baustein einzufügen hat.

Die gigantische Bautätigkeit der Pharaonen und was wir über die Stellung des Königtums und die politische Organisation des Staates ablesen können, bildet aber nur die eine, die Außenseite des Systems. Die Innenseite bildet eine hochelaborierte, staatstragende Gemeinschaftskunst, wie sie zu einer Gesellschaft passt, die den ersten großräumigen Staat der Geschichte errichtet und über dreitausend Jahre aufrechterhalten hat. Ein solches Projekt war nur auf der Grundlage starker konnektiver Tugenden, Ideale und Normen zu errichten und aufrecht zu erhalten. Die alten Ägypter entwickelten die Moral aus den Beziehungen heraus, die die Menschen zur Gemeinschaft verbinden. „Nur gemeinsam können wir leben“, in dieser Formel, auf die Theo Sundermeier die Quintessenz schwarz-afrikanischen Lebensgefühls gebracht hat, lässt sich auch die altägyptische Ethik zusammenfassen. Leben ist eine Frage des Leben-Könnens, und Leben-Können hängt ab von der Fähigkeit zum Zusammenleben, von den „konnektiven Tugenden“.

Der ägyptische Zentralbegriff dieser Gemeinschaftskunst ist Ma’at, was wir mit Wahrheit, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Echtheit und Ordnung umschreiben. Ma’at ist in erster Linie das Prinzip der Verbindung oder „Konnektivität“, es stiftet Zusammenhang: erstens der Menschen untereinander, so dass sie sich zur Gemeinschaft verbinden, zweitens der Rede, so dass sie „wahr“ ist und in Beziehung steht zu den Absichten, dem „Herzen“, des Redenden und den Sachverhalten der Außenwelt, und drittens der Dinge, so dass sie in harmonischer Ordnung zueinander stehen. Ma’at ist erstens die „Gerechtigkeit“, die man im Handeln verwirklicht, zweitens die „Wahrheit“, der man im Reden und Denken folgt:  das ist die Ma’at, die man „spricht“, und drittens die „Ordnung“: das ist die Ma’at, die der König – wie es in einem wichtigen Text heißt – „verwirklicht“ oder „entstehen lässt“ auf Erden, indem er die Isfet, das Gegenteil der Ma’at, also Unrecht, Lüge und Chaos vertreibt.

Das pharaonische System ist eine grandiose Sinnkonstruktion. Seine Stärke erweist sich in seiner beispiellosen Stabilität. Es hat über drei Jahrtausende bestanden und sich nach mehreren Zusammenbrüchen immer weitgehend identisch restituiert. Es war nur durch eine noch grandiosere Sinnkonstruktion zu überwinden. Das ist die Leistung der Exodus-Erzählung. Mit ihren Ideen von Offenbarung, Bund und Glaube macht sie deutlich, was dem pharaonischen System und allgemein dem Prinzip des Sakralkönigtums fehlt. Auf einen Begriff gebracht, beruht sie auf seiner Intranszendenz. Ihm fehlt die Vorstellung einer Außerweltlichkeit: das Göttliche ist innerweltlich und die Welt ist göttlich. Das Göttliche verkörpert sich im Herrscher, der Staat ist eine heilige Institution, eine Art Kirche.

Das ägyptische Weltbild wird von zwei Grundvorstellungen bestimmt: die Vorstellung von der Staatsabhängigkeit der Moral und die Vorstellung von der Inganghaltungsbedürftigkeit der Welt. Beides erweist sich im Licht der biblischen Ideen-Trias von Offenbarung, Bund und Glaube als wahnhaft. Daher lassen sich der Exodus-Mythos und der in ihm grundgelegte Monotheismus als ein Akt radikaler Aufklärung und in diesem Sinne als eine geistige Revolution verstehen.

Staatsabhängigkeit heißt, dass Sinn, Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Beständigkeit mit der Existenz des pharaonischen Staates stehen und fallen. Im Buch Exodus geht es in einem durchaus revolutionären Sinne darum, das Konzept Pharao zu dekonstruieren. Es stellt den Auszug der Israeliten aus Ägypten vor allem als einen Machtkampf zwischen Jahwe und Pharao und damit als den Kampf zweier theopolitischer Systeme dar, des heidnisch-pharaonischen und des monotheistisch-israelitischen. Jahwe kämpft nicht gegen die ägyptischen Götter, die in der Erzählung gar keine Rolle spielen, sondern gegen Pharao, der geradezu als ein Gegen-Gott auftritt. Daher vollzieht sich die Überwindung des ägyptischen Systems – das hier allgemein für „Heidentum“ steht – vor allem in der Form einer Dekonstruktion der Herrscherrolle. Das sakrale Königskonzept wird zerschlagen und seine Elemente unter Gott und Volk aufgeteilt. Gott erbt die Rollen des Herrschers und Gesetzgebers, das auserwählte Volk die des Sohnes. Das gilt auch für das Israel der Königszeit. Hatte Gott zum König gesagt „Du bist mein Sohn: heute habe ich Dich gezeugt!“ (Ps 2,7) so spricht er jetzt zu Pharao „Mein erstgeborener Sohn ist Israel, — und ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dient! Wenn du dich aber weigerst, ihn ziehen zu lassen, siehe, dann werde ich deinen erstgeborenen Sohn umbringen. (Ex 4,22-23). Der Bund zwischen Gott und König, der in der Königszeit galt, wird jetzt auf Gott und Volk umgebucht: „Ich will euch Gott sein und ihr sollt mir Volk sein.“ (Lev 26,12).

 

IV.

 

Die Entsakralisierung der Herrschaft wird erreicht durch eine gegenläufige Theologisierung von Recht und Gerechtigkeit. Das ist der Sinn des ungeheuren Offenbarungsgeschehens, das in der Sinai-Offenbarung von Bund und Gesetz gipfelt. Der Glaube an den Bund und die Treue zum Gesetz befreien von dem ägyptischen Wahn, dass Gerechtigkeit und Menschenliebe von der Existenz eines starken Staates abhängen. Gott, Bund und Gesetz erscheinen in dieser Darstellung als Freiheitsformeln und der Ausgang aus Ägypten als Emanzipation von der ägyptischen Form politischer Unmündigkeit.

Die Entsakralisierung der Herrschaft ist die eine Seite des als revolutionärer Akt radikaler Aufklärung gedeuteten Auszugs aus Ägypten, und man kann mit Blick auf die Geschichte sagen, dass sie nie vollständig bzw. flächendeckend gelungen ist. Vollständiger hat sich die andere Seite, die Entgöttlichung oder Verweltlichung der Welt durchgesetzt. Die ägyptische Welt war nicht nur von göttlichen Mächten bewohnt und beseelt, sondern auch von einer ständigen Gravitation in Richtung Stillstand, Auflösung und Chaos bedroht, gegen die sie fortwährend in Gang gehalten werden musste. Der Schöpfer muss sie als Sonne unablässig umkreisen und alle großen und kleinen Götter müssen ihm bei diesem Werk der Inganghaltung beistehen. Für die Menschen ergab sich daraus, dass sie zu unablässiger ritueller Mitwirkung und Anteilnahme aufgefordert sind. Sie müssen Sonne und Mond mit Hymnen und Opfern begleiten, sie müssen die Nilüberschwemmung ermuntern und begütigen, Aussaat und Ernte mit Riten begleiten, die Tiere heilig halten und das ganze kosmische und natürliche Leben mit andächtiger Aufmerksamkeit beobachten und bewahren. Wenn die Ägypter aufhörten, den Kosmos anzubeten, würde in ihren Augen die Welt unbewohnbar werden.

Der entscheidende Unterschied zwischen dem ägyptischen und dem biblischen Weltbild wird klar, wenn wir den Fokus erweitern und zu dem Buch Exodus hinzu auch das Buch Genesis in den Blick nehmen. Der Unterschied liegt in dem Motiv des Schlussstrichs. In der Bibel erschafft Gott die Welt in sechs Tagen und ruht sich am siebten Tage aus, um damit eine deutliche Zäsur zu setzen zwischen der Phase der Weltentstehung und der Dauer der Welterhaltung. Nachdem die Welt einmal geschaffen ist, muss sie von Gott nicht weiter in Gang gehalten werden. Sie bildet ein selbstregulierendes System; man könnte auch sagen, dass ihr von Gott die Geheimnisse ihres weiteren Funktionierens einprogrammiert sind, so dass die Gestirne ihre Bahnen kennen und die Winde wissen, wann und wohin sie zu wehen haben. Ihr Fortbestand hängt einzig allein von Gottes Willen ab, sie nicht wieder zu zerstören. Jedenfalls können und sollen die Menschen zu ihrem Gange nichts beitragen. Die Sonne geht auf und unter, ohne von den Menschen darin mit Opfern und Hymnen bestärkt zu werden, und dasselbe gilt für Mond und Sterne, Regen und Wind. Immer wieder wird der Mensch gewarnt, die Mächte der Natur nicht anzubeten, da sie nicht nur wie er selbst von Gott geschaffen sind, sondern weil er den Menschen zum Herrn der Erde eingesetzt hat. Der Mensch soll über die Welt verfügen: damit erkennt er ihre Nicht-Göttlichkeit, bzw. die exklusive Göttlichkeit des außerweltlichen Gottes an. Verfügen ist das Gegenteil von Anbeten.

Den gleichen Sinn – und damit kehren wir vom Buch Genesis zum Buch Exodus zurück – hat das Bilderverbot. Auch hier geht es ja nicht nur um die Unabbildbarkeit Gottes, sondern um das Verbot, überhaupt Bilder beliebiger irdischer, himmlischer und unterirdischer Wesen herzustellen, weil im Akt der Bildschöpfung schon ein Moment der Anbetung gesehen wird. Dieser viel weiter gehende Sinn des Bilderverbots, der jede figürliche Darstellung verbietet, richtet sich gegen das symbiotische Weltverhältnis des Kosmotheismus, gegen die Bilder als Form einer Welt-Verstrickung. Der Mensch ist über die Schöpfung gesetzt, nicht in sie hinein. Er soll sie nicht anbeten im Gefühl seiner Schwäche und Abhängigkeit, sondern sie frei und souverän verwalten. Das Bilderverbot entzaubert die Welt, die den Menschen in ihren Bann schlägt und ihn von Gott ablenkt. Ikonoklasmus heißt Theoklasmus: mit den Bildern sollen die Götter zerschlagen werden, die in ihnen angebetet werden.

In diesem Sinn lässt sich die monotheistische Revolution als ein Akt der Aufklärung verstehen. Diese Emanzipation hatte einen Preis: sie war erkauft durch die Annahme der Offenbarung einer außerweltlichen Ordnung jenseits alles Gegebenen, die der Mensch nicht mehr mit seinen Sinnen erleben, erfahren und auf sich beziehen konnte wie im heidnischen Kosmotheismus, sondern an die er glauben musste. Die Transzendenz erschließt sich nur dem Glauben, nicht den Sinnen. Der Glaube durchbricht die Intranszendenz des Gegebenen und erschließt dem Menschen eine Beheimatung im Aufgegebenen und Verheißenen. Die Tora, die Heine so treffend ein „portatives Vaterland“ nannte, ist extraterritorial und fundiert eine extraterritoriale Identität. Ger anokhi ba’aretz, „Ich bin ein Fremdling auf Erden“ heißt es in Psalm 119, und weiter: „nimm deine Gebote nicht von mir“. Nur so konnte die Tora zum Lebensfundament und Identifikationssymbol eines Volkes auch in Zeiten von Exil und Diaspora werden.

 

V.

 

Dieses Prinzip einer außerweltlichen Beheimatung gilt für alle Offenbarungsreligionen. Nun hat aber die monotheistische Aufklärung nicht Halt gemacht bei der Entgöttlichung oder Entzauberung der Welt und der politischen Herrschaft, sondern zuletzt auch die Offenbarung selbst ins Visier genommen. Die Frage ist, ob uns die Dekonstruktion der Offenbarung bzw. der „Tod Gottes“ nicht auf die Intranszendenz zurückgeworfen hat. 1939, im unmittelbaren Vorfeld des Zweiten Weltkriegs, schrieb der Dichter T.S. Eliot: „If you will not have God (and He is a jealous God) you should pay your respects to Hitler or Stalin.“ Der Preis für einen Ausgang aus der Unmündigkeit auch noch des Offenbarungsglaubens, meint Eliot, ist die Auslieferung an den Totalitarismus.

Das kann aber nicht das letzte Wort sein. Nie wird sich die Menschheit auf eine Religion, einen Gott, eine Offenbarung einigen. Einigung ist aber das Gebot der Stunde. Die Ethik, die diese Welt braucht, um im Zeitalter der Globalisierung in Frieden und Gerechtigkeit leben zu können, muss auf einer anderen, säkularen, metareligiösen Ebene entwickelt und rechtlich in Kraft gesetzt werden. Das muss aber nicht gegen die Religionen, sondern durchaus mit den Religionen geschehen. Zwar gibt es Ethik ohne Religion, aber nicht Religion ohne Ethik. Daher gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen dem metareligiösen Prozess der Menschenrechte als einer neuen Form globalisierter „Gemeinschaftskunst“ und den Religionen, die in der Ethik die Mitte ihres Gottes- und Weltverhältnisses sehen.


Prof. Dr. Jan Assmann

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Zitat: Der Preis für einen Ausgang aus der Unmündigkeit auch noch des Offenbarungsglaubens, meint Eliot, ist die Auslieferung an den Totalitarismus. Zitatende

So etwas auch noch wissenschaftlich zu postulieren, darauf lässt sich nur antworten: Das ist für das  21. Jahrhundert nicht mehr zu fassen bzw. das ist einfach dummes Zeug und nur dazu bestimmt boshaftes Werkzeug in den Händen von, den göttlichen Sinn der Schöpfung vergewaltigenden narzisstischen Psychopathen, zu sein.

15.03.2026

Nachruf auf Jürgen Habermas
Die Macht des Arguments

Der Philosoph Jürgen Habermas, hier im Dezember 2012 bei einer Pressekonferenz im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf, ist im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben.

Quelle: dpa


rnd.de, vom 14.03.2026, 16:52 Uhr

Meisterdenker und öffentlicher Intellektueller – in beiden Rollen höchstes Ansehen zu genießen, gelingt nur wenigen. Jürgen Habermas war einer von ihnen. Nun ist der Philosoph mit 96 Jahren gestorben.


Frankfurt/Starnberg. Er hat nicht nur die Geistesgeschichte Deutschlands geprägt, sondern auch die Debattenkultur. Nun ist die Stimme von Jürgen Habermas für immer verstummt. Mit 96 Jahren verstarb der Philosoph in Starnberg, wie der Suhrkamp Verlag unter Berufung auf die Familie der dpa mitteilte. Er hinterlässt „ein Werk, für das das Wort ‚einzigartig‘ viel zu blass ist“, formulierte einst der Frankfurter Philosoph Rainer Forst.


Selbst im sehr hohen Alter war Habermas noch höchst produktiv. 2019 veröffentlichte er ein Werk mit 1750 Seiten Umfang. Unter dem tiefstapelnden Titel „Auch eine Geschichte der Philosophie“ beleuchtete er das Spannungsfeld zwischen Glauben und Wissen. Ein „imponierendes Alterswerk“, „an systematischer Gestaltungskraft kaum zu überbieten“, aber auch „eine Herausforderung für jeden Leser“, urteilte die Fachwelt.


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Jürgen Habermas 1981 in seinem Haus in Starnberg. (Archivbild)

Quelle: Roland Witschel/dpa


Das Magazin „Cicero“ setzte Habermas noch 2019 nach Peter Sloterdijk auf Platz zwei der wichtigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum.

„Sehr rege, sehr wach, geistig punktgenau fixiert“

„In irgendeiner Arbeit steckt er immer“, sagte der Autor Roman Yos, der mit dem Soziologen Stefan Müller-Doohm ein Gesprächsband mit Habermas zu dessen 95. Geburtstag veröffentlicht hat. Yos erlebte ihn als „sehr rege, sehr wach, geistig punktgenau fixiert“, wie er der dpa sagte.

Die Karriere des Philosophen begann in den 1960ern. Seine Hauptwerke entstanden in Frankfurt am Main, wo er als Forschungsassistent am Institut für Sozialforschung bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno anfing. Er promovierte 1954 in Bonn mit einer Arbeit über den Philosophen Schelling (1775-1854).


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In Marburg habilitierte er sich 1961 mit „Strukturwandel der Öffentlichkeit“, dieses Werk gilt bis heute als bahnbrechend und ist thematisch auch heutzutage hochaktuell: Habermas zeichnet darin die Grundlagen eines gesellschaftskritischen Denkens und Handelns nach, das demokratischen Traditionen verpflichtet ist.

1964 übernahm er Horkheimers Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt, den er zunächst bis 1971 innehatte – in der Zeit der Studentenproteste. In den 1970er Jahren arbeitete er an zwei Max-Planck-Instituten in Bayern, bevor er 1983 nach Frankfurt zurückkehrte. In seinen späten Lebensjahren lebte er am Starnberger See. Habermas war seit 1955 mit seiner Frau verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.


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Der Soziologe und Philosoph 1973 in Frankfurt/Main.

Quelle: Roland Witschel/dpa

Ein Leitfaden für die moderne Gesellschaft

In seinem Hauptwerk „Theorie des kommunikativen Handelns“ (1981) entwarf Habermas eine Art Handlungsleitfaden für die moderne Gesellschaft. Seiner Theorie zufolge liegen die normsetzenden Grundlagen einer Gesellschaft in der Sprache. Als Verständigungsmittel ermögliche sie erst soziales Handeln. In „Erkenntnis und Interesse“ (1968) stellte er heraus, dass es keine „objektive“ Erkenntnis gibt. Sowohl in der Wissenschaft als auch in Politik und Gesellschaft sei sie abhängig vom jeweiligen Interesse.

Der am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geborene Habermas hat in jungen Jahren den Zweiten Weltkrieg erlebt. Die Erfahrung, unter einem kriminellen Regime gelebt zu haben, habe seine enorme Politisierung ausgelöst und sein Engagement für Demokratie begründet, glaubt Biograf Müller-Doohm. Dass Habermas stets „einen hohen Nachrichtenwert“ hatte, erklärte Müller-Doohm so: „Weil dieser Mann immer wieder den geschützten Raum der Universität verlassen hat, um in die Rolle des streitbaren Debattenteilnehmers zu schlüpfen und auf diesem Wege Einfluss auf die Mentalitätsgeschichte dieses Landes zu nehmen.“


Der Philosoph Jürgen Habermas (l) im Jahr 1999 gemeinsam mit dem Verleger Siegfried Unseld und dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (r) vor der Entgegennahme des Hessischen Kulturpreises im Wiesbadener Kurhaus.

Quelle: Arne Dedert/dpa


Er verkörperte die Rolle des politischen Intellektuellen „quasi in persona“, sagte Roman Yos: „Wann immer es um den Zustand nationaler Befindlichkeiten oder um die Gegenwart und Zukunft Europas schlecht bestellt schien, durfte man mit seiner öffentlichkeitswirksamen Wortmeldung rechnen.“

„Er kann nicht nicht politisch denken“

Studentenbewegung, Wiedervereinigung, Nato-Einsätze, Terrorismus, Stammzellforschung, Bankenkrise, Europa – seine Positionen zu solchen viel diskutierten Themen in einem Schlagwort zusammenzufassen, würde der Differenziertheit seiner Argumentation nicht gerecht. Corona, der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt haben ihn in den letzten Jahren beschäftigt. „Er kann nicht nicht politisch denken“, betonte Yos.

Gemeinsam, sagen Kenner seines Werks, war stets ein positives Menschenbild und der Glaube an die Macht der Vernunft, an die Kraft des besseren Arguments. Schon zu seinem 80. Geburtstag hatte Habermas beschlossen, sein Archiv der Universität Frankfurt zu überlassen. Seit seinem 85. Geburtstag waren die Unterlagen für Wissenschaftler zugänglich.


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Die Jahre in Frankfurt waren „die befriedigendste Zeit meines akademischen Lebens“, sagte er bei einem Vortrag an seiner alten Hochschule einen Tag nach seinem 90. Geburtstag. Habermas wurde gefeiert wie ein Popstar. 3000 Zuhörer lauschten seinen Worten, vom Audimax wurde der Vortrag in fünf Säle übertragen. Als ein falscher Feueralarm ihn unterbrach und das Gebäude geräumt wurde, brachte das den 90-Jährigen kein bisschen aus der Ruhe. Er bedankte sich „für die Erhöhung der Komplexität“ – und fuhr ungerührt fort.

RND/dpa


Info: https://www.rnd.de/kultur/nachruf-auf-juergen-habermas-der-philosoph-und-die-macht-des-arguments-QNQM2GZXERANJDKNYSCBZ3WOPM.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser Kommentar: Zitat: Studentenbewegung, Wiedervereinigung, Nato-Einsätze, Terrorismus, Stammzellforschung, Bankenkrise, Europa – seine Positionen zu solchen viel diskutierten Themen in einem Schlagwort zusammenzufassen, würde der Differenziertheit seiner Argumentation nicht gerecht. Corona, der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt haben ihn in den letzten Jahren beschäftigt. „Er kann nicht nicht politisch denken“, betonte Yos. Zitatende

Was nutzt dann große Verständigkeit zu etwas, wenn es das Verständnis für dieses Etwas im Zusammenhang mit Individuum und Gesellschaft nicht auch politisch wahrnehmen kann?




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Der Sturmvogel

Foto: Regina Schmeken


sueddeutsche.de, 14. März 2026, Von Willi Winkler

Bis zum Schluss konnte sich Jürgen Habermas über „verzwergte politische Eliten“ aufregen, auch wenn der Philosoph da längst Weltruhm hatte. Nachruf auf einen großen Aufklärer.


Mit Mitte zwanzig empfand Jürgen Habermas seine Lage als „fatal“. Er war zwar bereits erfolgreich promoviert, der aus dem Exil nach Frankfurt zurückgekehrte Philosoph Theodor W. Adorno hatte ihn als Assistent ans Institut für Sozialforschung geholt, aber es gefällt ihm nicht, er will da nicht bleiben. So bittet er den Herausgeber der Zeitschrift Merkur um Berufsberatung. Er würde, schreibt der junge Gelehrte an Hans Paeschke, „gerne einige Jahre praktische Arbeit auf einer Feuilletonredaktion oder an ähnlicher Stelle tun; haben Sie eine Ahnung, wo man mich gebrauchen könnte?“


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Info: www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/habermas-historikerstreit-philosophie-nachruf-e847093/

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Patrik Baab

youtube.com, vom 12.03.2026 Gegen den Strom

Patrik Baab analysiert den Angriff der USA und Israels auf den Iran und ordnet ihn in einen größeren geopolitischen Zusammenhang ein. Es handelt sich nicht um einen isolierten Konflikt im Nahen Osten, sondern um Teil eines globalen Machtkampfes zwischen dem Westen und den aufstrebenden BRICS-Staaten. Im Mittelpunkt steht eine zentrale Frage: Welche Rolle spielt Deutschland in diesem Krieg? Baab argumentiert, dass Deutschland politisch, militärisch und logistisch längst Teil dieses Konflikts geworden ist. Durch Militärbasen, Infrastruktur und politische Unterstützung innerhalb der NATO. Der Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel hat sich 2026 weiter verschärft und gilt unter vielen Völkerrechtlern als Bruch des UN-Gewaltverbots. Im Gespräch geht es unter anderem um: – Die geopolitischen Hintergründe des Krieges gegen den Iran – Die Rolle der USA und Israels in der Region – Deutschlands politische und militärische Einbindung – Angriffe auf Militärbasen und Infrastruktur im Nahen Osten – Die Bedeutung der Straße von Hormuz für die Weltwirtschaft – Die Rolle von Russland, China und den BRICS-Staaten – Energiepreise, Wirtschaftskrisen und globale Machtverschiebungen „Der Westen hat den Krieg begonnen – der Iran entscheidet, wann er endet.“ Ein Vortrag über Geopolitik, Energiekrieg und die Frage, ob die Welt bereits auf eine neue globale Ordnung zusteuert.


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Info: Video https://youtube.com/watch?v=GsgC7BF-kZA&is=2kIuuu73CnbdWYg0 Dauer 1:00:39 h


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15.03.2026

Epic Failure mit Trump, Streit über Sanktionen & Kehrtwende bei Kernkraft

lostineu.eu, vom 14. März 2026

Die Watchlist EUropa vom 14. März 2026 – heute mit der Wochenchronik. Die Themen: Der amerikanisch-israelische Krieg gegen Iran und die Reaktion der deutschen EU-Führung, der Wirtschaftskrieg gegen Russland und die Energiepolitik.

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Offiziell heißt der Angriff auf den Iran “Operation Epic Fury”. Amerikas Krieger (“Warriors”) würden mit nie da gewesener Macht zugeschlagen, brüstet sich US-Präsident Trump auf der Website des Weißen Hauses in Washington.

Doch nach zwei Wochen ist klar, daß sich der mächtigste Mann der Welt gewaltig verrechnet hat. Der Irankrieg zeige die Grenzen der Methode Trump, schreibt das “Handelsblatt” unter dem Titel “Epic Failure” – episches Versagen.

Von einem grandiosen Versagen kann man auch in der EU sprechen. Die beiden deutschen EU-Granden Merz und von der Leyen haben den Angriff auf Iran begrüßt, den Regimewechsel befürwortet und Trump den Rücken gestärkt.

Kehrtwende in Brüssel und Berlin

Jetzt wollen sie von all dem nichts mehr wissen. Von der Leyen bekannte sich in Straßburg zum Völkerrecht, von dem sie sich zwei Tage zuvor in Brüssel verabschiedet hatte. Sie wolle die Bürger schützen, erklärte sie – viel zu spät.

Merz bekam schon früher Muffensausen. Doch erst jetzt beginnt er, von Trump abzurücken. Er sei besorgt, “dass es offensichtlich keinen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann” erklärte er.

Das hätte man früher wissen können. Trump hatte nie einen Plan. Der angebliche Friedensstifter hat sich von Israels Premier Netanjahu in diesen Krieg ziehen lassen und die Reaktion des Iran und ihre Nebenwirkungen völlig unterschätzt.

Kollateralschaden in EUropa

Von der Leyen und Merz haben den Angriff begrüßt, weil sie die Kriegsziele teilen und die Hoffnung hegen, Trump nach einem Sieg zu einem aggressiveren Vorgehen gegen Russland drängen zu können. Doch sie haben sich getäuscht.

Und so erlebt nun auch die deutsche Führung der EU ihr Waterloo. Weil sie Trump bedingungslos gefolgt ist, fällt dessen “Epic Failure” auf sie zurück. Der Kollateralschaden wird von Tag zu Tag größer – er könnte Merz und von der Leyen noch auf die Füße fallen…

Siehe auch Sanchez Superstar: Außenpolitik geht besser ohne diese EU

Meine two Cent: Es wird einsam um die deutsche EU-Spitze. Nach dem Spanier Sanchez ist nun auch die Italienerin Meloni von Trump und dessen Krieg abgerückt. Derweil versucht Frankreichs Staatschef Macron, eine führende (militärische) Rolle einzunehmen – mit der Entsendung eines Flugzeugträgers und anderer Waffen in den Mittleren Osten…

ebo

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EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂

Was war noch?

Streit über Russland-Sanktionen. Die USA, die EU und die Ukraine streiten auf offener Bühne über die Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl. Das trage nicht dazu bei, den Krieg zu beenden und ​Frieden in der Ukraine zu schaffen, sagt der ukrainische Staatschef Selenskyj während einer Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Macron in Paris. Russland könnte so rund zehn Milliarden Dollar für den Krieg einnehmen, sagt Selenskyj. – Die USA wollen mit der Lockerung die Lage auf dem Weltmarkt für Rohöl entspannen. Das sollte eigentlich auch in europäischem und deutschen Interesse sein. Nirgendwo sind die Spritpreise infolge des Irankrieges schneller gestiegen als in Deutschland… Siehe auch Die EU sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille

Kehrtwende bei der Kernkraft. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat die (vor allem deutsche) Abkehr von der Atomkraft als einen “strategischen Fehler” bezeichnet. Zugleich kündigte sie künftige Risiko-Absicherungen der EU in Höhe von 200 Millionen Euro für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. “Die Mittel dafür werden aus unserem Emissionshandel kommen”, sagte sie. – Allerdings will Italien aus dem Emissionshandel aussteigen. Und den nächsten strategischen Fehler hat von der Leyen selbst eingeleitet: den Ausstieg aus günstiger Energie made in Russia. – Mehr im Blog

Fromme Wünsche zur Wohnungskrise. Das Europaparlament hat sich für neue Maßnahmen gegen die Krise auf dem Haus- und Wohnungsmarkt ausgesprochen. In einem Initiativbericht fordern die Abgeordneten eine wirksame Regulierung von Kurzzeitvermietungen, den Abbau von Bürokratie und EU-Hilfen für die Renovierung und energetische Sanierung von Wohnraum. – Allerdings ist der Wohnungsbau keine EU-Kompetenz. Zudem setzt das Parlament vor allem auf eine Verbesserung der Angebotsbedingungen, also auf Erleichterungen für Häuslebauer und Investoren – ein fragwürdiger Ansatz. – Mein Bericht für die “taz”

Die meistgelesenen Beiträge der Woche:


Noch eine Klatsche für Merz: Trump lockert Russland-Sanktionen13. März 2026

Kanzler Merz hat davor gewarnt, nun passiert es dennoch: Die USA lockern angesichts des stark gestiegenen Ölpreises die Sanktionen gegen Russland.

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Absurde Außenpolitik: Kallas verhängt Sanktionen gegen Iran – mitten im Krieg11. März 2026

Das gab’s noch nie: Die EU verhängt mitten im Krieg neue Sanktionen – aber nicht gegen die Angreifer, sondern gegen den überfallenen Staat.

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Die EU sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille11. März 2026

Der Krieg gegen Iran zeigt ein weiteres Mal: Der EU sind alle rechtlichen und politischen Maßstäbe abhanden gekommen. Sie sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille und klagt, daß der Krieg Russland helfe.

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14.03.2026

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14.03.2026

Werden Israel und die USA die Golfstaaten zusammen mit dem Iran zerstören?

seniora.org, 14. März 2026, 13. 03.2026 Von Eugene Doyle - übernommen von solidarity.co.nz

(Red.) Der Artikel ist eine sehr ruhig geschriebene Analyse eines Diplomaten und unterscheidet sich damit sehr wohltuend von vielen sonstigen Artikeln, die sich auf die militärische Seite konzentrieren. Freeman guckt von weit oben auf das Gesamtbild und bestätigt damit auf seine Weise die strategische Brillanz der Handlungen der iranischen Führung insgesamt, also sowohl militärisch als auch politisch.  


Die letzten Äußerungen, sowohl aus Washington als auch aus Tel Aviv zeigen uns, dass in beiden genannten Staaten religiös fanatische Kräfte am Ruder zu sein scheinen, die den Westen auf das politisch-militärische Niveau der Religionskriege im europäischen Mittelalter zurückwirft, also auf die Zeit vor dem 30-jährigen Krieg. Die EU sowie die europäischen NATO-Staaten liefern dazu unterstützende politische Äußerungen und Handlungen.  
Es zeigen sich diesbezüglich auch weitere Parallelen: Es ist bekannt, dass zu jener Zeit die Wissenschaft in Persien auf einem sehr hohen Niveau war. Während man in Isfahan sehr bewusst und gezielt Menschen erfolgreich operierte - was eine hochstehende Wissenschaft und Kultur repräsentierte - war eine vergleichbare systematische medizinische Forschung im damaligen Europa praktisch verboten und mit drakonischen Strafen belegt. 
Die Welt ist an einem Scheidepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes.(rbz)


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Die USA und Israel streben seit Jahrzehnten die Zerstörung des Iran als souveräner Staat an. Wir befinden uns nun in den ersten Tagen eines Krieges, der möglicherweise der letzte und entscheidende sein wird   – ein Krieg, der entweder über das Überleben des iranischen Staates entscheidet oder über den Rückzug der USA aus den arabischen Ländern und die Schaffung einer völlig neuen Sicherheitsarchitektur für Westasien. Klingt das unglaubwürdig? Wir leben in wahrhaft beispiellosen Zeiten, und viele Szenarien sind möglich. Es gibt Anzeichen dafür, was als Nächstes kommen könnte, und um diese besser zu erkennen, habe ich mit dem ehemaligen US-Botschafter Chas Freeman gesprochen.

Ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt   – die USA und Israel sind dabei, den Volkswirtschaften der Golfstaaten schweren Schaden zuzufügen. Als sie den Iran angriffen, wussten sie ganz genau, wie die Iraner darauf reagieren würden   – schließlich hatte der Iran gewarnt, dass jeder weitere Angriff auf das Land zu einem regionalen Krieg führen würde. Sind wir Zeugen eines dreisten Plans, sowohl den Iran zu zerstören als auch die Golfstaaten ernsthaft zu schwächen, wobei der Iran als Waffe für Letzteres benutzt wird? Könnte dies ein machiavellistischer Plan sein, eine Streubombe in die „Große muslimische Versöhnung“ zwischen den sunnitischen Staaten und dem schiitischen Iran zu werfen? Wird der Krieg das Projekt zur Schaffung einer islamischen NATO, das auf dem saudi-pakistanischen Verteidigungspakt vom letzten Jahr basiert, aufhalten oder beschleunigen? Die Saudis haben die Dollars; die Pakistaner haben die Atomwaffen und die Truppen.

Die dauerhafte Isolierung des Iran war das Kernstück der von den USA geförderten Abraham-Abkommen   – die darauf abzielten, das israelische Regime in den Kreis der Liebe zu holen und den Iran außen vor zu lassen. Alles, was dem entgegensteht, ist eine Bedrohung. Der Krieg kommt zu einer Zeit, in der der Iran und die Golfstaaten nach Jahrzehnten der Feindseligkeit wichtige Schritte zur Annäherung unternommen hatten.

Die Ermordung des hochrangigen iranischen Generals Qassem Soleimani auf Befehl von Donald Trump im Jahr 2020 sollte eine diplomatische Annäherung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zunichte machen. Soleimani und andere Beamte wurden bei einem US-Raketenangriff auf den Flughafen von Bagdad getötet, ohne dass die irakische Regierung um Erlaubnis gebeten oder benachrichtigt worden wäre. Ihm zufolge war er, laut iranischen, saudischen und irakischen Quellen, darunter der irakische Premierminister Adil Abdul-Mahdi, auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem saudischen Amtskollegen, um ein Friedensabkommen zu vermitteln. Die Ermordung war erfolgreich, doch der Versuch der USA, den Friedensprozess zu vereiteln, schlug fehl.

USA sabotieren die Diplomatie

Eine Woche bevor die USA und Israel ihren jüngsten Angriff starteten, gaben Ägypten und der Iran bekannt, dass sie sich darauf geeinigt hatten, die diplomatischen Beziehungen vollständig wiederherzustellen und Botschafter auszutauschen. Es war der jüngste Schritt in einer Reihe von Maßnahmen, um den Iran aus der Isolation zu holen.


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Die Vereinigten Arabischen Emirate eröffneten 2022 eine Botschaft in Teheran, was das Pentagon verunsicherte. Unter der Schirmherrschaft Chinas kam es 2023 zu einer historischen Wiedereröffnung der Botschaften zwischen Teheran und Riad (Saudi-Arabien), der Abu Dhabi und andere muslimische Staaten rasch folgten. Der lange, grausame Würgegriff, den die USA seit dem Sturz ihres Verbündeten und Autokraten Schah Reza Pahlavi im Jahr 1979 auf den Iran ausgeübt hatten, begann sich zu lockern. Die iranische Wirtschaft konnte sich endlich erholen   – was das Leben von Millionen Iranern verbessern würde. Das war das Letzte, was die sanktionsbesessenen USA wollten.

Der israelische Angriff auf Doha

Der israelische Angriff auf Doha am 9. September 2025 wird wahrscheinlich als Wendepunkt für die arabischen Staaten angesehen werden. Das Ziel waren Hamas-Unterhändler, darunter Khaled Mashal, Vorsitzender des Politbüros der Hamas, was die wachsende Liste von Angriffen auf Unterhändler durch (seien wir ehrlich) die stets perfiden Israelis und Amerikaner weiter verlängert. Unter den Opfern befanden sich katarische Sicherheitskräfte und Zivilisten. Katar verurteilte dies zu Recht als Staatsterrorismus. Die Araber nahmen dies zur Kenntnis: Die USA verhinderten den Angriff nicht und setzten keine Abfangjäger ein, obwohl sie Katars Sicherheitsgarant sind.

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Wie das Middle East Institute kurz darauf hervorhob: „Innerhalb weniger Tage nach dem israelischen Angriff besuchte [Pakistans] Premierminister Shehbaz Sharif Doha als Zeichen der Solidarität. Die pakistanische Regierung nutzte die Krise als Gelegenheit, Pakistans strategische Präsenz am Golf und im gesamten Nahen Osten zu stärken, und sprach sich für die geplante Bildung einer gemeinsamen arabisch-islamischen Sicherheitskraft aus.“

Das rasch unterzeichnete Strategische Gegenseitige Verteidigungsabkommen (SMDA) erregte in Westasien große Aufmerksamkeit und wurde bald als „islamische NATO“ bezeichnet   – ein Bündnis, das eines Tages die amerikanischen Bodentruppen ersetzen könnte. Auch den Golfstaaten wurde langsam bewusst, dass Amerika unzuverlässig war, Israel eine echte Bedrohung darstellte und der Iran als Gegengewicht zu den USA und Israel nützlich sein könnte. Selbst im fernen Ankara wurde über einen pakistanischen Nuklearschild und konventionelle militärische Unterstützung diskutiert; es gab sogar Gerüchte, der Iran könnte zum Beitritt eingeladen werden.

Nun zurück zu der Frage, ob die USA durch ihren Krieg gegen den Iran die Golfstaaten absichtlich schwächen, als Teil einer Strategie, die muslimische Welt gespalten zu halten. Ich fragte den ehemaligen US-Botschafter Chas Freeman, und er antwortete: „Ich glaube, Sie trauen den Vereinigten Staaten und insbesondere Israel viel zu viel zu, was hinterhältige Pläne für solche Aktionen im Golf angeht“, sagte Freeman.

„Wir sind eigentlich ziemlich dumm und ungeschickt in dem, was wir tun. Schauen Sie sich an, was wir mit den Peschmerga und den Kurden machen. Wie dumm muss man sein, um so etwas zu tun?“

Botschafter Freeman hebt hervor, was ein wiederkehrender Kreislauf in der US-Außenpolitik ist   – strategischer Verrat   –, bei dem Gruppen wie die kurdischen Peschmerga oder die frisch gegründete Koalition der Politischen Kräfte des iranischen Kurdistans (CPFIK) dazu benutzt werden, US-Feinde anzugreifen, nur um sie dann, sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, fallen zu lassen. Die CIA und das Weiße Haus haben versucht, die iranischen Kurden in den aktuellen Kampf zu locken, wobei Trump herausplatzte, wie „wunderbar“ das wäre und wie die Landkarte des Iran neu gezeichnet würde. Dies wird den iranischen Nationalismus nur weiter anheizen.

Botschafter Freeman gehört zu denen, die glauben, dass dem US-israelischen Verteidigungsschild die Abfangraketen ausgehen und der Iran in den kommenden Wochen hart zurückschlagen könnte. Er vermutet zudem, dass die Iraner den Golfstaaten heimlich signalisiert haben, dass eine Bedingung für das Kriegsende   – sofern der Iran die Bedingungen festlegen darf   – der Abzug aller US-Streitkräfte aus den Golfstaaten sein wird. Keiner von uns kann mit Sicherheit sagen, wo die jeweiligen Bruchstellen der Kriegsparteien liegen, aber ich glaube fest daran, dass der Iran noch lange nicht aus dem Kampf ausgeschieden ist, den die USA und Israel ihm aufgezwungen haben.

„Vor dem Angriff der USA und Israels bewegten sich die arabischen Golfstaaten   – auf ihre übliche inkohärente und unausgereifte Weise   – auf eine Art Koalition mit dem Iran zu, um ein Gegengewicht zur militärischen Vorherrschaft Israels in der Region zu schaffen“, sagte mir Botschafter Freeman.

„Nun haben Israel und die Vereinigten Staaten dem Iran eine Gelegenheit geboten, sein langfristiges Ziel zu verfolgen, nämlich die amerikanische Präsenz aus dem Golf zu entfernen. Der Iran hat einen bösartigen Angriff auf sich in eine strategische Chance verwandelt, um die Golfstaaten zu einer Kosten-Nutzen-Analyse zu zwingen.“

Chas Freeman hat wahrscheinlich recht: Die USA hatten nicht die Absicht, die Golfstaaten zu zerschlagen   – das war nicht eines ihrer Kriegsziele. Damit bleibt die plausiblere Erklärung: Die Amerikaner und Israelis sind einfach wahnsinnig und kriegsbesessen. So oder so muss die amerikanisch-israelische Kriegsmaschinerie um der Menschheit willen gestoppt werden.


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Eugene Doyle ist ein in Wellington, Neuseeland, ansässiger Autor. Er hat ausführlich über den Nahen Osten sowie über Friedens- und Sicherheitsfragen im asiatisch-pazifischen Raum geschrieben.


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Quelle: Solidarity



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14.03.2026

"Polen unter deutschem Stiefel” – Streit um EU-Milliarden eskaliert

lostineu.eu, vom 13. März 2026

Polen ist der größte Nutznießer der EU-finanzierten Aufrüstung. Die EU-Kommission will dem Land zinsgünstige Kredite von knapp 44 Mrd. Euro geben, damit es die “Ostflanke” gegen Russland schützt. Doch Präsident Nawrocki und die ihm nahestehende nationalistische Partei PiS machen nicht mit.

Profitieren sollten hauptsächlich deutsche Rüstungskonzerne, behauptet PiS-Chef Kaczynski. „Man schlägt uns ein Polen unter deutschem Stiefel vor, und diesen deutschen Stiefel lehnen wir ab.“

Nun eskaliert der Streit – denn Premierminister Tusk will sich über den Präsidenten hinwegsetzen.  „Das Veto des Präsidenten hält uns nicht auf“, sagte Tusk bei einer Sondersitzung seines Kabinetts.

Man werde die umstrittenen Verträge über das EU-Programm SAFE unterschreiben.

Und was sagt die deutsch geführte EU-Kommission, um die sich der Streit dreht? “No comment” – man mische sich nicht in die polnische Innenpolitik ein …

Mehr zur Aufrüstung hier

9 Comments

  1. Will
    14. März 2026 @ 17:46

    „EU-Programm SAFE“ für vertragswidrige, illegale Aufrüstungsfinanzierung währenddessen überm Teich:
    H.R.22 – 119th Congress (2025-2026): SAVE Act
    zum Ausschluss von was MAGA als Untermenschen begreift vom Wahlrecht weil die sie nicht wählen.

    Man sollte der Politik das Verwenden von Akronymen verbieten, sodass sie ihre desaströsen Vorstellungen jedes Mal ausschreiben müssen anstatt zynisch zu verstecken.

Antworten

  • ebo
    14. März 2026 @ 18:37

    SAFE heißt “Security Action for Europe” – klingt auch eher harmlos 🙂

    Antworten

    • Will
      14. März 2026 @ 19:58

      Schon richtig, dennoch: Sicherheitsaktion für Europa, vielleicht sie zwingen es auf Deutsch zu schreiben sodass wenigstens in andere EU-Ländern die Alarmglocken klingeln und bei allen Deutschen für die “Sicherheit” keine sexuelle Erregung auslöst?
      Aber ich befürchte die Copaganda oder Tatortokratie könnte da gewonnen haben.

  • Michael
    14. März 2026 @ 10:44

    Assoziation: wie sagte Hitler am 1. September 1939 zum Überfall auf Polen: ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen ! ( Der Angriff soll schon früher begonnen haben aber wie sage ich immer: wie der Trump so der Hitler!)

    Antworten

  • Guido B.
    13. März 2026 @ 22:26

    An allen Ecken und Enden Zerfallserscheinungen. Die Zaubersprüche der Schwarzen Magier sind nur noch hohle Floskeln. Es besteht Hoffnung.

    Antworten

  • KK
    13. März 2026 @ 17:21

    ““No comment” – man mische sich nicht in die polnische Innenpolitik ein … ”

    Ach, jetzt nicht mehr? Als die PiS die Regierung stellte, hat Brüssel das allerdings sehr wohl gemacht. Aber jetzt ist ja Kumpel Donald “Stoßzahn” Tusk der Chef in Warszawa, den lässt man gern gegen die polnische Verfassung verstossen… immer, wie es Brüssel grad in den Kram passt.

    Antworten

    • Michael
      13. März 2026 @ 21:04

      Richtig! Lügen, Doppelmoral und doppelte Standards sind in Brüssel inzwischen grenzenlos, … !!!

      Antworten

      • Niko
        14. März 2026 @ 21:04

        Wie wahr, und der Grund allen Übels, sowie der Grund für den totalen Niedergang. Wer soll auf diese EU noch stolz sein?

  • jjkoeln
    13. März 2026 @ 17:02

    Tustk ist auch einer, der gerne die Monstranz von Regeln und Recht vor sich herträgt. Aber wenn es ihm nicht passt, dann sind beide egal.
    Die Heuchler werden immer ungeniert.


  • Info: https://lostineu.eu/polen-unter-deutschem-stiefel-streit-um-eu-milliarden-eskaliert/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Weiteres: 




    Noch eine Klatsche für Merz: Trump lockert Russland-Sanktionen


    lostineu.eu, vom 13. März 2026

    Kanzler Merz hat davor gewarnt, nun passiert es dennoch: Die USA lockern angesichts des stark gestiegenen Ölpreises die Sanktionen gegen Russland.

    Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet, so Finanzminister Bessent. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

    Moskau begrüßte die Lockerung, Berlin meckerte. „Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch“, sagte Merz. Bei einer G-7-Schalte seien sechs von sieben Staaten dagegen gewesen.

    Merz’ Aussage ist in mehrerer Hinsicht verräterisch. Zum einen wird klar, daß US-Präsident Trump die EUropäer erneut übergangen hat. Wie schon beim Zollstreit ist dies eine weitere Klatsche für Merz und die EU-Granden.

    Gefahr für die Weltwirtschaft

    Zum anderen wendet sich Merz gegen eine Lockerung “aus welchen Gründen auch immer“. Das zeigt, daß er immer noch nicht bereit ist, die Russland-Sanktionen zu lockern und eine Friedenslösung zu erleichtern.

    Zum dritten hat Merz wohl den Ernst der Lage nicht verstanden. Die neue, vom Irankrieg ausgelöste Ölkrise gefährdet die Weltwirtschaft, Deutschland droht wieder in die Rezession zu rutschen.

    Merz ist dies offenbar schnurz. Um die Wirtschaft zu stützen, setzt er auf “Wettbewerbsfähigkeit” – darum soll es auch beim EU-Gipfel nächste Woche gehen. Dabei ist in Deutschland und EUropa schlicht die Energie zu teuer…

    Siehe auch Klatsche für Merz: Trump legt im Zollstreit mit Deutschland nach und “Die EU sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille”

    P.S. Ratspräsident Costa hat auch nichts verstanden. “Die einseitige Entscheidung der USA, die Sanktionen gegen russische Ölexporte aufzuheben, ist äußerst besorgniserregend”, erklärte Costa. Die Maßnahme beeinträchtige die “europäische Sicherheit”, begründete er seine Einschätzung. Wie denn?

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    11 Comments

    1. Will
      14. März 2026 @ 20:02

      Ehrlich gesagt, all die Panik aufgrund des Ölpreises über 100USD ist schon merkwürdig. Er war vor 20 Jahren schon so hoch, dann wieder ca. 2012, hatte vor einiger Zeit eine alte Tankquittung mit Spritpreis deutlich über 2,10€.
      Ja, war nicht schön aber es sind auch 20 Jahre bzw. 14 Jahre Inflation dazwischen, ergo war das damals deutlich teurer als es aktuell der Fall ist.

      Zudem, mit der Panik heizen wir den Preis immer noch mehr an.

    Antworten

  • european
    14. März 2026 @ 09:51

    Trump hört auf seine Berater, denn es geht um nichts weiter als die bevorstehende Energieknappheit für Datenzentren, die lt. Morgan Stanley über 2028 hinausgehen könnte.

    https://uk.finance.yahoo.com/news/morgan-stanley-sees-20-shortage-140207804.html

    “We project a U.S. power shortfall through 2028 of 44 gigawatts (GW), before considering innovative time-to-power solutions that do not rely on the typical grid interconnection process,” analysts led by Stephen Byrd wrote.

    Statt mich in selbstgerechter Empörung zu suhlen würde ich anstelle der EUropäer mir ernste Gedanken darüber machen, ob die USA ihre Lieferverträge einhalten werden. Der globale Wettbewerb in KI fordert seinen Tribut und ehe die USA daran scheitern, dass sie ihre Energie in die Welt verkaufen, statt sie für ihre eigene Wirtschaft zu nutzen, werden sie diese Verträge kündigen. Das hat dort eine lange Tradition. Bisher haben sie noch jeden Vertrag einseitig gekündigt, wenn es ihnen in den Kram gepasst hat.

    Russland mit seinem unendlichen Resourcenreichtum wird in der Lage sein, diese Energielücke zu füllen. Darum geht es hier. Statt also den Bleistift zu spitzen und mal nachzurechnen, was der EU durch die selbst geschaffene Abhängigkeit von den USA drohen wird, lassen sie lieber die Musik auf der Titanic spielen und ignorieren den Untergang.

    Antworten

    • KK
      14. März 2026 @ 14:24

      Tja, Putin hat vor einigen Tagen – nach seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag vor etwa einem Vierteljahrhundert – EUropa zum zweiten Mal die russische Hand entgegengestreckt. Und EUropa wird sie wohl zum zweiten Mal ausschlagen. Tragisch… für ganz Europa und die Europäer.

      Wie stur kann man eigentlich immer wieder vor dieselbe Wand rennen?

      Antworten

  • jjkoeln
    13. März 2026 @ 16:58

    Die ganzen Koalitionen seit 1998 haben gegen die materiellen Interessen der allermeisten gehandelt. Und es geht weiter.

    Dann sollten sich unsere Politiker nicht wundern, dass die unappetitliche Agitation-für-Dumme mehr Zulauf erhält. Das Absurde dabei ist, dass der blaune Haufen damit noch verschärft weiter machen wird. Denen geht es ebenso nur um die Top1%.

    Antworten

    • KK
      13. März 2026 @ 17:28

      ““No comment” – man mische sich nicht in die polnische Innenpolitik ein … ”

      Tja, wer vor dem sicheren Unheil flieht, der achtet leider selten darauf, ob er nicht vielleicht vom Regen in die Traufe rennt… schade eigentlich!

      Antworten

      • KK
        13. März 2026 @ 17:29

        Falsches Zitat, da hat er mein Copy nicht angenommen; es sollte lauten:

        “Das Absurde dabei ist, dass der blaune Haufen damit noch verschärft weiter machen wird.”

  • Guido B.
    13. März 2026 @ 16:04

    Der Endsieg der Banderisten ist den Amis halt doch nicht so wichtig wie der Benzinpreis an den heimischen Zapfsäulen. Aber das ist P.T. Barnum (“Slava Ukraini”) seit vier Jahren egal. Hauptsache, die Bargeld- und Goldtransporte erreichen Kiew zuverlässig. Orban muss natürlich beseitigt werden. Mitsamt seiner Familie. Wie? Schwarze Magie!

    Antworten

  • Michael
    13. März 2026 @ 15:19

    Merz ist doch nur ein Mann „dritter Wahl“! Egal ob W“hl zum Parteivorsitzenden, Kanzler, etc., und er wollte die AfD halbieren und jetzt setzt letztere an die CDU zu überholen, wenn‘s komplex wird dann wird‘s für ihn kompliziert und umgekehrt, und wenn‘s ernst wird sieht er nur Dilemmata, u.sw., u.s.f.! Diese Personalie ist untragbar! Armes Deutschland!

    Antworten

  • Erneuerung
    13. März 2026 @ 15:12

    Sorry, da sind mir verkehrte Zahlen durchgerutscht, also UN-News: unter 900 000, BRICS über 1 900 000. Das kommt davon, wenn man alles auf einem kleinen Androidgerät postet, weil man den Rechner nicht einschalten möchte.

    Antworten

  • Erneuerung
    13. März 2026 @ 15:07

    Wir sind in einer Zeit gelandet, in der ein verbrecherisches Kartell weltweit bestimmen möchte, wer mit wem handelt und welche Menschen ganz offiziell getötet werden dürfen. Das ist keine Stufe der menschlichen Entwicklung (vormals HDI) mehr, sondern eine fortgeschrittene Stufe der Barbarei. Und den schlimmsten Vetretern dieser Gattung, zu denen ich den Europazerstörer Selenskyj rechne, verleihen wir Preise. Merz meinte, Israel mache die Drecksarbeit für “uns”, ich sehe das spiegelbildlich und habe, egal wer am vermeindlichen Ende als Gewinner posiert, keinerlei humane Erwartungen mehr in die kommenden 20 Jahre, auch deshalb, weil sich die UN als nutzlos geoutet haben. Das sehe nicht nur ich so, sondern auch mindestens tausende X-User. UN-News haben auf X ca. 90000 Follower, BRICS über 19000, dabei sind BRICS nur eine Handvoll Länder und die UN repräsentieren knapp 200. Da ich beiden dort folge, kann ich auch die Wertigkeit der Nachrichten für mich vergleichen, und da verstehe ich die Followerzahlen. Es braucht weltweit einen Reset.

    Antworten

    • Niko
      14. März 2026 @ 10:01

      “Es braucht weltweit einen Reset.”
      Da müsste man aber vorher die schlimmsten Lügner, Hetzer, Rechtsverdreher, Rechtsbrecher, Mörder und “falsche Fuffziger” wegsperren, ein paar davon ins Gefängnis, den Wuschelkopf aus Amerika in die Gummizelle und Netanjahu mit Fußfessel dauerhaft in einen Steinbruch.


  • Info: https://lostineu.eu/noch-eine-klatsche-fuer-merz-trump-lockert-russland-sanktionen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Iran und Libanon: “Die EU macht sich zum Komplizen” 


    lostineu.eu, vom 12. März 2026

    Die Führung in Teheran hat der EU “Mittäterschaft” bei den US-israelischen Angriffen auf den Iran vorgeworfen. Derweil bombardiert Israel die libanesische Hauptstadt Beirut an – und Brüssel schweigt.

    “Die Gleichgültigkeit und Duldung der EU angesichts der Aggressionen, Brutalitäten und Gräueltaten der USA und Israels kommen nichts weniger als einer Mittäterschaft gleich”, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums.

    Er verwies auf eine Rede des belgischen Europaabgeordneten Botenga im EU-Parlament in Straßburg. Die meisten EU-Politiker würden den Krieg nicht verurteilen, sondern Trump und Netanjahu unterstützen, so Botenga, der der linksradikalen PTB angehört.

    Richtig ist, dass EU-Chefin von der Leyen und die Außenbeauftragte Kallas sich nicht von dem US-israelischen Angriffskrieg distanziert haben. In einer Rede im EP hat von der Leyen das Mullah-Regime verurteilt, aber Trump und Netanjahu mit keinem Wort erwähnt.

    Eskalation in Beirut

    Kallas hat neue Sanktionen gegen Iran verhängt, sich aber nicht zum offenbar US-amerikanischen Angriff auf eine iranische Mädchenschule geäußert. Sie hielt es auch nicht für nötig, Israels jüngste Attacken auf Beirut zu kritisieren.

    Dabei eskaliert Netanjahu den Angriffskrieg immer mehr. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums ‌sind bislang schon 687 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. 

    Am Montag hatte Kallas Israel aufgefordert, die Kampfhandlungen im Libanon einzustellen. Drei Tage später sieht sie tatenlos zu, wie die israelische Armee den Krieg ins Zentrum von Beirut führt. Sanktionen? Fehlanzeige…

    Mehr zum Krieg gegen Iran hier

    13 Comments

    1. Guido B.
      13. März 2026 @ 07:15

      Die unendliche Dummheit des kollektiven Westens besteht darin, nichtwestliche Völker und Nationen zu misshandeln und sich anschliessend über den Widerstand der Misshandelten zu empören. Ohne den mörderischen Westen gäbe es weder ein aggressives Russland noch einen aggressiven Iran. Wer die Welt wirtschaftlich und militärisch dominieren will, ist ein barbarischer Verbrecher und kein willkommenes Mitglied der zivilisierten Weltgemeinschaft. Die schlimmsten Verbrecher findet man an den Schalthebeln der USA, EU und Israels.

    Antworten

    • Niko
      13. März 2026 @ 09:11

      Volle Zustimmung. Schade ist nur, dass so wenigen klar ist, wer in Wahrheit die Verursacher, Mitläufer und ausführende Schergen der ganzen Schweinereien sind. Meine Achtung ist vor solchen Gestalten längst in Verachtung umgeschlagen.
      Für mich sind die Geldgeber bzw. Waffenlieferanten und geistigen Unterstützer keinen Deut besser als diejenigen, welche, nach, Merz die Drecksarbeit machen. Merz findet das ja ganz in Ordnung, da machen wir uns die Finger nicht schmutzig und bleiben die Guten.
      Wie bewertet man, wenn jemand ungerührt zuschaut, wenn ein anderer massakriert wird und reicht dabei dem Täter auch noch den Prügel?

      Antworten

  • Michael
    12. März 2026 @ 19:35

    Was ist die Steigerung von “Mittäterschaft“?

    Antworten

    • KK
      12. März 2026 @ 23:31

      “Mittäterschuft” vielleicht?

      Antworten

  • Erneuerung
    12. März 2026 @ 19:24

    Nunja, wer erwartet denn mehr? Brüssel wird vorrangig von der deutschen CDU und CSU gesteuert, und damit gibt es die Staatsräson, mit 10facher Waffenlieferung gegenüber 2023, zur Selbstverteidigung Israels (in den von ihm gewünschten Grenzen vom Nil bis zur Türkei, zwischen Mittelmeer und Indien, vorerst). Es ist auch für Europa beschämend, dass es vorrangig amerikanische Gelehrte sind, die Wahrheiten benennen. Des Einen oder Anderen Prognose könnte Wahrheit werden.

    Antworten

  • european
    12. März 2026 @ 19:08

    Ja, so ist das. Wir können nur Russen. Für Amerikaner sind wir nicht zuständig. 😉

    Antworten

  • Karl
    12. März 2026 @ 18:46

    Sogar die sozialdemokratische IPG, die sich die letzten Jahre eher als Vasallenblatt eines deutschen Satellitenstaats gebärdete, lässt nun kein gutes Haar mehr an ihrem Lehnsherren. Der Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Beirut schreibt:
    “Washington droht ein Debakel” (Überschrift)
    “Die Immobilienhaie an der Spitze der Weltmacht haben das Wesen der Islamischen Republik völlig falsch eingeschätzt.”
    “Amerika, dessen Führung intellektuell schon daran scheitert, überhaupt nur klare Kriegsziele zu formulieren, (steht) in einem Krieg, den zu Hause niemand versteht und noch viel weniger wollen.”
    “Die ganze Idee des Regime Change aus der Luft war so tollkühn wie schwachsinnig.”

    “Sicherheitspolitisch stellte sie [die Islamische Republik des Iran] keinerlei Gefahr mehr dar, ihren eigenen Eliten war bewusst, dass Wandel unausweichlich war. Statt sie ihren inneren Qualen, dem auf Dauer aussichtslosen Kampf mit ihrer eigenen Bevölkerung, zu überlassen, sollte das waidwunde Raubtier zur Strecke gebracht werden. Das ist die tiefere Logik hinter diesem ‘war of choice’, den Israel aus strategischer Überzeugung, die USA jedoch ohne Hirn und Verstand führen.”
    https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/kein-plan-8930/

    Wird die SPD auch die notwendigen Schlußfolgerungen ziehen? Die Wiederherstellung der außenpolitischen Handlungsfähigkeit Deutschlands, die Wiederinbetriebnahme der Öl-Pipeline mit Russland; das Verbot, die US-Basen in Deutschland für diesen Krieg zu verwenden JA!
    Gefährliche “waidwunde Raubtiere” (ob USA, Israel oder Iran) kämen damit zur Ruhe und der Wohlstand in Europa wäre ein Stück weit gerettet.

    Antworten

    • Niko
      13. März 2026 @ 21:22

      “Wird die SPD auch die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen?”
      Ich glaube inzwischen, diese SPD wird wohl keine Schlussfolgerungen mehr ziehen müssen. Die ehemalige Arbeiterpartei wird vermutlich und verdient ein schnelles Ende haben, wie es sich schon in BW angekündigt hat.
      Merke: “Schuster bleib bei deinen Leisten”

      Antworten

  • Doc Holiday
    12. März 2026 @ 18:43

    Die Achse des Bösen: USA – EU – Israel.

    Antworten

  • KK
    12. März 2026 @ 18:36

    Da liegt die Führung in Teheran gar nicht mal falsch. Langsam muss man sich wirklich in Grund und Boden schämen, so als EUropäer…

    Antworten

    • Reykjavik
      12. März 2026 @ 19:23

      @KK: Sich schämen reicht hier nicht mehr. Aber welcher “Putinversteher” möchte auch noch als “Mullahversteher” gelten? Unsere (westliche) Zivilisation ist gerade dabei, an der selbstgesetzten und zum höchsten Gut pervertierten Doppelmoral endgültig zu ersticken. Eine unwürdige, armselige, verachtungswürdige Form von Selbstmord.

      Antworten

      • KK
        12. März 2026 @ 23:30

        “Sich schämen reicht hier nicht mehr.”

        Aber es wäre immerhin ein Anfang – wenn es denn mal um sich griffe.

    • Niko
      13. März 2026 @ 09:27

      Ganz legal wäre, wenn sich jeder entsprechende absolute Wahlprüfsteine macht und Politiker und Parteien mit solcher Doppelmoral und Doppelstandards künftig nicht mehr wählt. Ich praktiziere das inzwischen.


  • Info: https://lostineu.eu/iran-wirft-der-eu-mittaeterschaft-im-krieg-vor/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    14.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Die nukleare Abschreckung – unsere neue Maginot-Linie?

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 14. März 2026, 7:15 Uhr
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    Die nukleare Abschreckung – unsere neue Maginot-Linie?Alain Refalo, Frankreich
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    13.03.2026

    "Werden die Wiederkehr des Messias erleben" – Netanjahu verkündet neue Ära Israels als "Weltmacht"

    Screenshot_2026_03_13_at_20_06_07_Werden_die_Wiederkehr_des_Messias_erleben_Netanjahu_verk_ndet_neue_ra_Israels_als_Weltmacht


    rumble.com, 13. März 2026, ca. 12-13 Uhr  News, 66.6K

    Am Donnerstag hielt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine erste große Pressekonferenz seit dem Ausbruch des Krieges gegen Iran ab.


    Dabei stellte er den Konflikt als historischen Wendepunkt dar. Israel zerschlage gemeinsam mit den USA unter Präsident Trump die iranische Führung und deren Verbündete wie die Hisbollah, schaffe ein neues Kräfteverhältnis im Nahen Osten und mache Israel zur stärksten regionalen – und teilweise sogar globalen – Macht aller Zeiten.

    Besonders auffällig und international stark diskutiert wurde dabei Netanjahus religiöse Rhetorik: Er verknüpfte die militärischen "Erfolge" explizit mit der Erfüllung biblischer Verheißungen und messianischer Erwartungen. In einem markanten Satz sagte er:

    "Wir werden das Königreich erreichen. Wir werden die Wiederkehr des Messias erleben. Wir werden es bis zur Wiederkehr des Messias schaffen – aber das wird nicht nächsten Donnerstag geschehen."

    Diese Aussage wird in vielen Kommentaren als Anspielung auf eschatologische Narrative in Teilen der jüdischen Orthodoxie gewertet. Demzufolge gilt der Wiederaufbau des Dritten Tempels auf dem Tempelberg in Jerusalem, an dessen Stelle sich derzeit der Felsendom (Dome of the Rock) und die Al-Aqsa-Moschee befinden, als Voraussetzung für die "Wiederkehr des Messias".

    Mehr auf unserer Webseite: https://rtde.press/


    Screenshots daraus:

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    Info: https://rumble.com/v771xd2-werden-die-wiederkehr-des-messias-erleben-netanjahu-verkndet-neue-ra-israel.html


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    13.03.2026

    Schlagzeile






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    13.03.2026

    Schlagzeile






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    13.03.2026

    Zweckbündnisse

    jungewelt.de, Aus: Ausgabe vom 14.03.2026, Seite 3 / Ansichten, Kommentar, Von Jörg Kronauer

    Merz besucht Norwegen


    Screenshot_2026_03_13_at_20_55_25_Zweckb_ndnisse_Tageszeitung_junge_Welt_14.03.2026
    (Screenshot)

    Soeren Stache/dpa


    Wenigstens nördlich des Polarkreises herrscht noch business as usual: Den Eindruck konnte gewinnen, wer den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag in Norwegens hohem Norden in den Blick nahm. Erst eine Stippvisite am Andøya Space Port, von dem in Kürze eine deutsche Trägerrakete starten soll, dann ein Kurzbesuch beim NATO-Manöver Cold Response, einer Großübung mit 32.500 Soldaten, an der sich auch die Bundeswehr beteiligt. Business as usual heißt seit mehr als einem Jahrzehnt: Es geht gegen Russland, gerade auch in Skandinaviens Norden, von wo es nicht mehr allzu weit ist bis zu den Häfen der russischen Nordflotte mit ihren atomar bewaffneten U-Booten, einem zentralen Teil der russischen Zweitschlagskapazität. An der dortigen Küste müssen zudem russische U-Boote entlangfahren, sollen sie bis in den Nordatlantik vordringen, um die transatlantischen Nachschubwege zu stören. An Kriegsübungen in Norwegen beteiligt sich die Bundeswehr verstärkt seit rund zehn Jahren.

    Inzwischen weitet sie ihre Aktivitäten auf den gesamten Nordatlantik aus, bis nach Kanada. Auch dabei geht es darum, russische Kriegsschiffe vom Meer zwischen Nordamerika und Europa fernzuhalten. Die enge Kooperation zwischen Deutschland, Norwegen und Kanada gewinnt an Bedeutung, seit die Vereinigten Staaten sich immer stärker auf ihren Machtkampf gegen China konzentrieren, und noch mehr, seit sie Anspruch auf Kanada und auf Grönland erheben. Hatte die Regierung in Ottawa einst darüber nachgedacht, ihre nächsten U-Boote womöglich in den USA zu erwerben, so ist das längst vom Tisch; statt dessen erwägt sie den Kauf der U-Boote, die Deutschland und Norwegen seit gut zehn Jahren für den gemeinsamen Kampf gegen Russland entwickeln. Daher traf sich Merz am Freitag am Rande des NATO-Manövers Cold Response mit Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und mit Kanadas Premierminister Mark Carney – ein U-Boot-Auftrag aus Ottawa stärkte die deutsche Rüstungsindustrie.


    Da allerdings endet auch das bisherige business as usual. Der Versuch, so rasch wie möglich Europas Rüstungsindustrie auszubauen, zielt darauf, sich von den USA abzunabeln. Das ist auch der Grund, weshalb nur wenige US-Soldaten zu Cold Response eingeladen wurden: Es geht für Europas NATO-Staaten darum, auch ohne die Vereinigten Staaten kriegsfähig zu sein. Die Trägerrakete des Startups Isar Aerospace übrigens, die recht bald in Andøya starten soll, soll Europa in die Unabhängigkeit von Elon Musks Space X führen. Und als ob all das nicht genug wäre: Auch der Iran-Krieg holt Merz in Norwegen ein. Kann das Land, wichtigster Gaslieferant der Bundesrepublik, nicht seine Lieferungen noch etwas aufstocken, um kriegsbedingte Ausfälle vom Persischen Golf zu ersetzen? Zuletzt hieß es in Oslo: Nein; die Pumpen arbeiteten längst schon am Anschlag, auch, um russisches Erdgas zu ersetzen. Die Zeiten, in denen wenigstens im hohen Norden irgendwie noch business as usual herrschte, sind längst vorbei.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/519139.zweckb%C3%BCndnisse.html


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    13.03.2026

    Seyed M. Marandi warnt...

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 13. April 2026, 20:19 Uhr


    Marandi warnt: "Israel könnte einen Anschlag à la 9/11 zur Eskalation des Iran-Kriegs inszenieren"

    In einem Gespräch mit dem Politologen Glenn Diesen äußerte der iranische Akademiker Seyed Mohammad Marandi eine brisante Warnung: Er behauptet, dass Israel angesichts einer drohenden militärischen Niederlage gegen Iran eine Operation unter falscher Flagge in den USA inszenieren könnte.
    Marandi zieht dabei Parallelen zu den Anschlägen vom 11. September und behauptet, dass dieselben Akteure, die damals Al-Qaida instrumentalisiert hätten, nun erneut einen schweren Anschlag gegen US-Zivilisten planen könnten.
    Das strategische Ziel bestehe darin, die öffentliche Meinung in der breiten US-Bevölkerung zu manipulieren und einen totalen Krieg gegen Iran als gerechtfertigt erscheinen zu lassen.

    https://rumble.com/v772apo-marandi-warnt-israel-knnte-einen-anschlag-la-911-zur-eskalation-des-iran-kr.html


    Seyed M. Marandi: Droht die Eroberung von Kharg & ein Atomschlag?

    Seyed Mohammad Marandi ist Professor an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des iranischen Atomverhandlungsteams. Prof. Marandi argumentiert, dass es für die USA äußerst schwierig wäre, die Insel Kharg einzunehmen, und dass Iran daraufhin alle Energieanlagen in der Region zerstören würde.
    Siehe:  https://www.youtube.com/watch?v=1Uk5Ej16t6g


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    13.03.2026

    "Werden die Wiederkehr des Messias erleben" – Netanjahu verkündet neue Ära Israels als "Weltmacht"

    Screenshot_2026_03_13_at_20_06_07_Werden_die_Wiederkehr_des_Messias_erleben_Netanjahu_verk_ndet_neue_ra_Israels_als_Weltmacht

    rumble.com, 13. März 2026, ca. 12-13 Uhr  News, 66.6K


    Am Donnerstag hielt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine erste große Pressekonferenz seit dem Ausbruch des Krieges gegen Iran ab.

    Dabei stellte er den Konflikt als historischen Wendepunkt dar. Israel zerschlage gemeinsam mit den USA unter Präsident Trump die iranische Führung und deren Verbündete wie die Hisbollah, schaffe ein neues Kräfteverhältnis im Nahen Osten und mache Israel zur stärksten regionalen – und teilweise sogar globalen – Macht aller Zeiten.

    Besonders auffällig und international stark diskutiert wurde dabei Netanjahus religiöse Rhetorik: Er verknüpfte die militärischen "Erfolge" explizit mit der Erfüllung biblischer Verheißungen und messianischer Erwartungen. In einem markanten Satz sagte er:

    "Wir werden das Königreich erreichen. Wir werden die Wiederkehr des Messias erleben. Wir werden es bis zur Wiederkehr des Messias schaffen – aber das wird nicht nächsten Donnerstag geschehen."

    Diese Aussage wird in vielen Kommentaren als Anspielung auf eschatologische Narrative in Teilen der jüdischen Orthodoxie gewertet. Demzufolge gilt der Wiederaufbau des Dritten Tempels auf dem Tempelberg in Jerusalem, an dessen Stelle sich derzeit der Felsendom (Dome of the Rock) und die Al-Aqsa-Moschee befinden, als Voraussetzung für die "Wiederkehr des Messias".

    Mehr auf unserer Webseite: https://rtde.press/


    Info: https://rumble.com/v771xd2-werden-die-wiederkehr-des-messias-erleben-netanjahu-verkndet-neue-ra-israel.html


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    13.03.2026

    An Bundespräsident Steinmeier: Ansprache Dr. Max Otte

    aus e-mail von Irene Eckert, 13. März 2026, 19:09 Uhr

    Werter Herr Präsident,


    Dr. Max Otte hat mit seiner Video-Ansprache an die Mitbürgerinnen, Mitbürger und Landsleute Deutschlands anlässlich des unprovozierten Angriffs-Krieges gegen den Iran ihre eigentliche Aufgabe übernommen indem er folgende folgende Worte fand.

    https://youtu.be/Js161btMFp4?si=lzNTLYvznJZMYEu7.

    Herr Präsident, wir ersuchen Sie im Interesse unserer Mitmenschen, in unser aller Interesse, dem zu dienen Auftrag Ihres  Amtes ist, ergreifen Sie unmittelbar die Initiative, legen  Sie  die Stimme Ihres Amtes in die Waagschale, um diesen wahnwitzigen Krieg sofort beenden zu helfen. Vielen Dank für die von Ihnen erwarteten klaren Worte.


    Mit freundlichen Grüßen Irene Eckert (Str. i. R.)


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Max Otte: Ansprache zum Krieg im Iran, 10. März 2026


    Screenshot_2026_03_13_at_19_45_47_Max_Otte_Ansprache_zum_Krieg_im_Iran_10._M_rz_2026_YouTube

    Info: Video https://youtu.be/Js161btMFp4 Dauer 17:48 Min.

    (Screenshot daraus)

    Screenshot_2026_03_13_at_19_49_11_Max_Otte_Ansprache_zum_Krieg_im_Iran_10._M_rz_2026_YouTube


    youtube.com, vom 11.03.2026, Max Otte

    Am 28. Februar 2026 haben die USA und Israel den Iran angegriffen und den obersten Führer des Iran und viele Angehörige seiner Familie getötet. Die USA und Israel bombardieren mittlerweile auch zivile Ziele. Der Iran hat einen neuen obersten Führer gewählt und mit Raketenangriffen auf militärische Ziele der Region sowie der Sperrung der Straße von Hormuz reagiert. Ich äußere mich zu den bedrohlichen Entwicklungen im Mittleren Osten und mache Vorschläge für die deutsche Position. _________________________________________ Schützen Sie Ihr Vermögen mit physischem Gold in Liechtenstein – unser PI Physical Gold Fund bietet Ihnen dafür einen einfachen, sicheren und kostengünstigen Zugang. Jetzt informieren: https://privatinvestor-goldfonds.de/ Max Otte auf X | https://x.com/maxotte_says Max Otte | Website: http://www.max-otte.de/ Max Otte | Newsletter: http://www.max-otte.de/newsletter


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    13.03.2026

    Moratorium für modRNA: Juristen, Arzt & Ökonom fordern Stopp der Gen-Impfstoffe

    seniora.org, 13. März 2026, 23. 02. 2026 Von Aktionsbündnis Freie Schweiz (ABF) - übernomman von abfschweiz.ch/moratorium-modrna

    In Bern stellte das Aktionsbündnis Freie Schweiz (ABF) an einer Medienkonferenz eine weitreichende Forderung vor: ein Moratorium für modRNA-basierte Impfstoffe. Juristen, Mediziner und Wissenschaftler präsentierten ihre Argumente aus medizinischer, rechtlicher und gesundheitspolitischer Sicht.


    Screenshot_2026_03_13_at_19_29_34_Seniora.org_Moratorium_f_r_modRNA_Juristen_Arzt_konom_fordern_Stopp_der_Gen_Impfstoffe

     Video https://www.youtube.com/watch?v=jxA_fuPREYM Dauer 1:41:34 h h

    (Screenshots daraus)

    Screenshot_2026_03_13_at_19_29_05_Seniora.org_Moratorium_f_r_modRNA_Juristen_Arzt_konom_fordern_Stopp_der_Gen_Impfstoffe


    Screenshot_2026_03_13_at_19_36_58_Seniora.org_Moratorium_f_r_modRNA_Juristen_Arzt_konom_fordern_Stopp_der_Gen_Impfstoffe


    Themen waren unter anderem:

    🔹Die geplanten Revisionen von Epidemiengesetz und Heilmittelgesetz
    🔹Regulatorische Fragen rund um neuartige Therapien (ATMP)
    🔹Transparenz bei Impfstoffverträgen
    🔹Haftungsfragen und parlamentarische Vorstöße
    🔹Medizinische und demografische Entwicklungen seit der Pandemie


    📣 Mit Beiträgen von: Philipp Kruse (Rechtsanwalt), Rémy Wyssmann (Nationalrat SVP), Prof. Dr. Konstantin Beck (Versicherungsökonom), Dr. med. Daniel Beutler (Hausarzt), Andrea Staubli (Rechtsanwältin ABF) sowie Moderation durch Dr. Philipp Gut. Die Referenten fordern eine umfassende wissenschaftliche und politische Aufarbeitung der Covid-Zeit, bevor neue regulatorische Schritte beschlossen werden.

    HOCH2 Offiziell und ABF Schweiz
    20.555 Aufrufe 23.02.2026 #Schweiz #ABF #modRNA

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    Quelle: Aktionsbündnis Freie Schweiz

    https://abfschweiz.ch/moratorium-modrna


    Quelle: Aktionsbündnis Freie Schweiz

    https://abfschweiz.ch/moratorium-modrna



    Info: https://seniora.org/erziehung/schule-bildung/moratorium-fuer-modrna-juristen-arzt-oekonom-fordern-stopp-der-gen-impfstoffe 


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    13.03.2026

    So arbeitet die CIA

    ZIB erklärt

    youtube.com, vom am 12.03.2026 #zib #zeitimbild #news

    Die Macht der CIA: Sie war maßgeblich beteiligt am Tod von Irans Führer Ali Chamenei. Monatelang verfolgen Geheimdienste jeden seiner Schritte – sie wissen, wo er ist, wie er sich bewegt und mit wem er sich trifft. Seit fast 80 Jahren mischt die CIA weltweit mit: Regierungen werden gestürzt, Diktatoren gejagt und verdeckte Kriege geführt. Immer wieder kommen dabei auch dunkle Kapitel ans Licht – umstrittene Spionagetechniken, geheime Gefängnisse, Folter und Menschenversuche. Aktuell kursieren zudem Berichte, wonach der US-Geheimdienst kurdische Gruppen aufrüsten könnte, um einen Aufstand im Iran anzustoßen. Redaktion: Eva Liebentritt Moderation: Stefan Lenglinger Schnitt: Paul Krehan, Nicolas Hofbauer ------------ Die ZIB auf YouTube liefert euch Beiträge, Faktenchecks, Reportagen und Interviews aus der größten Nachrichtenredaktion des Landes. Abonniert die ZIB auf YouTube für gründliche Recherche, Hintergründe und Informationen. Wichtig: Wir bitten euch, die Community-Richtlinien einzuhalten. Kapitel: 


    00:00 Intro 

    00:55 Wie die CIA Chamenei aufspürt 

    04:32 Operation Ajax: Sturz Mossadegh 

    06:43 Hintergründe CIA 

    09:49 CIA-Interventionen 

    10:49 Dunkle Kapitel: Menschenversuche, Black Sites & Leaks 

    14:59 Will die CIA iranische Kurden zum Aufstand bewegen?


    Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=hR82pzbGSBI Dauer 16:28 Uhr


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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