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08.11.2025

Misshandlung, Folter, Vergewaltigung

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Israel quält palästinensische Gefangene – und verbietet Tätigkeit des Roten Kreuzes

Screenshot_2025_11_08_at_10_26_11_Misshandlung_Folter_VergewaltigungEin geleaktes Video zeigt die Vergewaltigung eines palästinensischen Gefangenen – büßen sollen nicht die Täter, sondern die Mititärstaatsanwältin, die das Video an die Presse gegeben hat. (Screenshot)


Diesmal traf der Bannfluch das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“. Ein Knesset-Abgeordneter der rechtsextremen Partei „Otzma Yehudit“ nannte es eine „antisemitische Organisation“. Ganz so weit ging Minister Israel Katz von Benjamin Netanjahus Likud nicht. Sein Büro veröffentlichte eine Erklärung, wonach Besuche von Vertretern des Roten Kreuzes bei bestimmten Gefangenen „die Sicherheit des Staates ernsthaft gefährden“ würden und deshalb untersagt seien. Es betrifft Tausende Gefangene, die auf verschiedenen Listen stehen.

Tatsächlich regelt dieser Erlass nur eine Situation, die faktisch schon seit Kriegsbeginn besteht. Und auch davor schon war der Zugang zu Gefangenen für das Rote Kreuz erschwert oder gar unmöglich gemacht. Grundlage dafür war ein Gesetz aus dem Jahr 2002, das „irregulären Kämpfern“ den Schutz der Genfer Konvention nahm. Sie können auf unbestimmte Zeit und ohne formelle Anklage festgehalten werden. Das Rote Kreuz erhielt allenfalls zu ihrem Austausch oder ihrer Entlassung Zugang. Der Chef der Anti-Terrorismus-Abteilung der israelischen Gefängnisverwaltung warnte in einer Anhörung davor, „ausländische Agenten“ in die Gefängnisse zu lassen, da sie womöglich „negative Botschaften“ überbringen würden.

Im Rahmen der Waffenstillstandsvereinbarung wurden fast 2 000 Palästinenser aus der Haft entlassen – aber mehr als 8.000 verbleiben noch in Haft. Die meisten der ehemaligen Gefangenen wagen es selbst unter der Bedingung der Anonymität nicht, über die Misshandlungen und Folter zu sprechen, denen sie in israelischen Gefängnissen ausgesetzt waren. So bleibt der Nebel des unausgesprochenen Grauens stets präsent und soll die Palästinenser von weiterem Widerstand gegen die Besatzung abhalten.

Die Leichen der Palästinenser, die im Rahmen des Waffenstillstands an palästinensische Behörden übergeben wurden, zeigen in vielen Fällen die Spuren von Folter. Bei manchen gibt es Hinweise darauf, dass sie nach ihrer Gefangennahme erschossen wurden. Ihren Namen hat man ihnen nicht gegeben, sie sind lediglich mit einer Nummer gekennzeichnet. So müssen Angehörige unzählige Fotos von Leichen durchsuchen, um womöglich eine vermisste Person zu finden. DNA-Analysen sind nicht möglich – Israel lässt entsprechende Materialien nicht in den Gaza-Streifen. Das behindert auch die Identifizierung der Leichen von israelischen Geiseln, die in Luftangriffen getötet und verschüttet wurden.

Mehr als 80 Palästinenser kamen seit Beginn des Krieges in israelischen Gefängnissen zu Tode. Der rechtsex­treme Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir will mehr. Vor gequälten und gefesselten palästinensischen Gefangenen forderte er die Todesstrafe für Terroristen.

Ein Video einer besonders brutalen Massenvergewaltigung eines Gefangenen durch Soldaten wurde an die Presse durchgestochen – von der Generalstaatsanwältin der Armee. Sie – nicht die Soldaten – wurde unter Druck gesetzt und musste zurücktreten. Gegen sie wurde ein Verfahren eröffnet.

Israelische Menschenrechtsorganisationen verlangten in einer Eingabe an den Obersten Gerichtshof ein Ende des Gesetzes von 2002 und den Schutz der Genfer Konvention für „irreguläre Kämpfer“, und damit den auch Zugang für das Rote Kreuz. Mit immer fadenscheinigeren Begründungen bat die Regierung das Gericht, die Behandlung des Antrags zu verschieben. Eine Anhörung Ende Oktober brachte noch keine Entscheidung.

Das Rote Kreuz fühlt sich noch immer der Neutralität verpflichtet und will sich nicht einfach zum Erfüllungsgehilfen israelischer Politik machen lassen. So wird es zum Feindbild der israelischen Regierung.



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08.11.2025

Selenskyj droht: “Wir lassen kein russisches Öl mehr nach Europa”

lostineu.eu, 8. November 2025

Die Ukraine will Russland kein Öl mehr nach Ungarn verkaufen lassen – und setzt dabei offenbar auch auf Drohnen und Sabotageakte. Dies hat Präsident Selenskyj auf “Telegram” angekündigt. Selenskyj sagte, man werde Wege finden, „sodass es kein russisches Öl in Europa gibt“. Die Ukraine hat schon mehrfach die „Druschba“-Pipeline auf russischem Gebiet angegriffen. Im August war der Durchfluss von Erdöl nach Ungarn nach einem ukrainischen Drohnenangriff unterbrochen. – Hintergrund der jüngsten Drohung ist die Ankündigung von Ungarns Regierungschef Orban, bei seinem Besuch in Washington auf eine Ausnahme von den US-Sanktionen gegen russisches Öl zu drängen. Präsident Trump ist offenbar bereit, eine solche Ausnahme zu gewähren…

Siehe auch Angriffe auf Nordstream und Druschba: Kann sich die Ukraine alles erlauben?

5 Comments

  1. Georg
    8. November 2025 @ 09:24

    Frage: wo bekommt eigentlich die Ukraine das von ihr selbst benötigte Öl her ?

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  • hg
    8. November 2025 @ 08:02

    Nur, S. hat da keine Karten im Spiel, wie soeben Trump gegenüber Orban demonstriert hat!

    Antworten

  • Herbert
    8. November 2025 @ 06:49

    Der „Verteidiger“ der europäischen Freiheit und das „Bollwerk“ gegen Putin ist ja nicht zimperlich in der Wahl der Mittel, um in die €U aufgenommen zu werden. Kündigt sich da etwa eine Strafaktion gegen ein aufmüpfiges ungarisches Völkchen im Auftrag der Kommission an?

    Antworten

  • Erneuerung
    8. November 2025 @ 06:07

    Die Ukraine hatt doch auch schon früher schon den Gastransit nach Europa mehrfach unterbrochen, obwohl sie daran verdiente, aus reinem Russenhass. Als Folge darauf wurde Nordstream gebaut. Und nun darf dieses Rasistenregime die gesamte Weltlage bestimmen. Das ist die bislang höchste Spitze der Evoution.

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  • Guido B.
    8. November 2025 @ 05:59

    Solche Åusserungen aus der Ukraine belegen einmal mehr, dass die Slava-Ukraini-Banderisten und ihre Waffenbrüder in den europäischen Machtzentren nichts anderes sind sind als ein Haufen von degenerierten Terroristen. Sie bringen mehr Unheil über Europa als die schlimmste Pandemie. Wer diesem Terroristenregime Geld und Waffen liefert, begeht Hochverrat an allen noblen Werten, die der Westen zu vertreten vorgibt. Die Ukraine muss neutralisiert werden – als letzte Warnung an die degenerierten und volksfeindlichen Eliten des Westens.

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    Datenschutz? Diese Enthüllungen zeigen, wie es wirklich aussieht


    lostineu.eu, vom 7. November 2025

    Seit der Datenschutzgrundverordnung aus dem Jahr 2016 präsentiert sich die EU gern als Hüterin unserer Daten. Doch mehrere Skandale und Enthüllungen zeichnen ein ganz anderes Bild.

    Hier die wichtigsten Meldungen:

    • Millionen für Abhörsysteme: EU förderte offenbar massiv die Spyware-Industrie (Der Standard) Kommerzielle Spyware-Unternehmen, darunter auch solche in europäischen Zentren wie Italien und Spanien, haben aus mehreren EU-Programmen Fördermittel in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro erhalten.
    • Das Wichtigste zur Spionage-Gefahr durch Handy-Standortdaten in der EU (Netzpolitik) Neue Datensätze mit Millionen Handy-Ortungen zeigen, wie leicht sich die Europäische Union mit Daten aus der Werbeindustrie ausspionieren lässt. Auch Ortungen aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel finden sich in den Daten.
    • European Parliament backs Europol expansion: “A dangerous step towards mass surveillance in the EU” (EDRi) “By voting in favour of the Europol Regulation, Members of the LIBE Committee have greenlighted the European Commission’s long-term plan to turn Europe into a digital police state.”

    Heute kam dann auch noch die Meldung, daß die EU-Kommission die Datenschutzgrundverordnung und KI-Regulierung schleifen will. Die “FT” hatte zuerst darüber berichtet – Brüssel hat den Bericht nicht dementiert.

    Es geht um nicht weniger als eine Generalüberholung der europäischen Digitalregulierung, schreibt “Netzpolitik”: Am 19. November will die EU-Kommission einen umfassenden Gesetzesvorschlag vorstellen.

    Der „digitale Omnibus“, wie das Paket genannt wird, soll laut Kommission Regeln vereinfachen, überlappende Gesetze in Einklang bringen und Bürokratie abbauen. Er könnte aber auch den Rest-Datenschutz aushöhlen…

    Mehr zur Digitalpolitik hier

    2 Comments

    1. Michael
      7. November 2025 @ 23:02

      Dereinst definierte die EU China, Russland, et al anhand der Kriterien als autoritäre Staaten und Diktaturen die auf sie selbst zutreffen!

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  • KK
    7. November 2025 @ 18:24

    Glückliches Britannien, dass diesem Brüssler Moloch namen EUCO nicht mehr unterworfen ist… blöd für die Briten, dass sie es mit kaum besseren Charaktern zu tun haben. Man kann ja wählen, was man will… man bekommt am Ende immer den Unrat aus dem gleichen Sack.

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    Ohne triftige Begründung: EU verschärft Visa-Regeln für Russen


    lostineu.eu, vom 7. November 2025

    Die EU verschärft die Regeln für die Vergabe von Visa an russische Staatsbürger. Russen werden künftig keine Visa für die mehrfache Einreise mehr beantragen können.

    Grund für die Verschärfung sind nach EU-Angaben „zunehmende Sicherheitsrisiken, die aus Russlands ungerechtfertigtem und nicht provoziertem Angriffskrieg gegen die Ukraine resultieren“.

    Dieser Krieg hat allerdings schon 2022 begonnen. Die Kommission konnte auch auf Nachfrage mehrerer Journalisten nicht erklären, warum der Schritt ausgerechnet jetzt nötig wäre.

    Auch die EU-Außenbeauftragte Kallas überzeugt nicht. „Wir erleben beispiellose Drohnenangriffe und Sabotageakte auf europäischem Boden”, sagte sie. “Es ist unsere Pflicht, unsere Bürger zu schützen.“ 

    Allerdings gibt es bis heute keinen Beweis, daß für diese Probleme Russland verantwortlich ist. Auch nicht in Belgien, wo sich die Drohnenüberflüge dieser Tage häufen.

    Wie die Tageszeitung “Le Soir” berichtet, hat die belgische Polizei selbst bis Juni “illegale” Drohnen-Flüge über Brüssel veranstaltet. Nach anderen Berichten war eine angebliche Drohne ein Hubschrauber!

    Doch die EU schreibt jeden Vorfall reflexartig Russland zu. Nun will sie auch noch russische Bürger bestrafen – wovor selbst die russische Oppositionspolitikerin Nawalnaja warnt…

    So here is a collective charge which groups Putin’s ruling mafia together with ordinary Russians, including millions who were against this war from the outset and hundreds of thousands who faced immense risks protesting against Putin’s regime.


    Hier handelt es sich also um eine kollektive Anklage, die Putins herrschende Mafia mit gewöhnlichen Russen in einen Topf wirft, darunter Millionen, die von Anfang an gegen diesen Krieg waren, und Hunderttausende, die unter enormen Risiken gegen Putins Regime protestiert haben. (übersetzt mit DeepL., unkorrigiert)

    Collective punishment based on… https://t.co/qTjHO6SRKb

    — Leonid Ragozin (@leonidragozin) November 7, 2025



    2 Comments

    1. KK
      7. November 2025 @ 15:40

      „To keep the RUSSIANS OUT, the Americans in and the Germans down“

      Nun, vielleicht liegt ja hierin die einzig wahre Begründung für all den Scheiss, der seit einigen Jahren in EUropa abgeht?

    Antworten

    • Michael
      7. November 2025 @ 21:46

      Richtig : … und warum kann all der „Scheiß abgehen“? Weil die Herrschaften absolute Straffreiheit genießen! Wie auch Trump, Netanyahu, et al!

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    08.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Gasinsel verweigert Übergabe von 53 Schutzsuchenden an NGO-Boot vor Tunesien

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 8. November 2025, 17:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 08.11.2025


    Gasinsel verweigert Übergabe von 53 Schutzsuchenden an NGO-Boot vor Tunesien


    Seit den frühen Morgenstunden am gestrigen Tag sitzen 53 Flüchtende auf einem Versorgungsschiff der Gasplattform Miskar vor der tunesischen Küste fest. Die deutsche Organisation CompassCollective ist vor Ort und bietet seit 24 Stunden Hilfe an. Die tunesischen Behörden verweigern die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/gasinsel-verweigert-uebergabe-von-53-schutzsuchenden-an-ngo-boot-vor-tunesien/


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    Kriegstüchtige Geheimdienste


    Deutsche Geheimdienste sprechen, ohne Beweise zu präsentieren, von weitreichenden hybriden Angriffen Russlands in Deutschland und fordern größere rechtliche Handlungsspielräume für die Konfrontation mit Moskau. Die deutschen Geheimdienste – Militärischer Abschirmdienst (MAD), Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz – warnen vor sogenannten hybriden&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/kriegstuechtige-geheimdienste/


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    Zohran Mamdanis Wahlsieg und was er über ein anderes Amerika verrät


    Zohran Mamdanis Wahlerfolg ist nicht nur ein historischer Moment für einen jungen Einwanderer der neuen Generation. Es ist auch ein beeindruckender Sieg für den Sohn eines muslimischen Vaters und einer hinduistischen Mutter, der aus dem Nichts aufgestiegen ist. Hinter diesem&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/zohran-mamdanis-wahlsieg-und-was-er-ueber-ein-anderes-amerika-verraet/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Daten, welche Daten? Der nächste Skandal des Paul-Ehrlich-Instituts in der "Corona-Aufarbeitung"

    https://rtnewsde.site, 7 Nov. 2025 20:00 Uhr, Von Bernhard Loyen

    Erneut wird das skandalöse Treiben und Versagen wichtiger Hilfsinstitutionen an der Seite der Politik in der "Corona-Krise" dank des Engagements freiberuflicher Journalisten aufgedeckt. Der Blogger Bastian Barucker berichtet über erkenntnisreiche PEI-Geständnisse. Demnach wurden keinerlei Protokolle zur Impfkampagne angefertigt.


    Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup/Staff


    Ex-PEI-Leiter Klaus Cichutek (r.) nach überstandener Pressekonferenz in Berlin am 17.04.2020 mit zwei wesentlichen Treibern der politisch motivierten "Corona-Krise"


    Die wesentlichen Aufdeckungen und Enthüllungen zu den Themen der mutwilligen Nötigung von Politik und zuarbeitenden Medien in drei langen Jahren, der rigiden inhumanen Maßnahmenpolitik mit Ansätzen totalitärer Neigungen und Absichten sowie dem selbstverständlichen Agieren, also Zuarbeiten, eines Großteils der Wissenschaft in der sogenannten "Corona-Krise", verdanken interessierte Bürger auch weiterhin rein der Hartnäckigkeit von Bloggern und Journalisten aus dem Spektrum der alternativen sowie sozialen Medien.

    Seit Jahren federführend ist dabei Bastian Barucker, der mit dem im August erschienenen Buch: "Vereinnahmte Wissenschaft - Die Corona-Protokolle des Robert-Koch-Instituts" in kollegialer Zusammenarbeit mit dem Journalisten Paul Schreyer (Multipolar) und der Bloggerin Aya Velázquez ein wichtiges Zeitdokument zur Aufarbeitung veröffentlicht hat.


    Vier Jahre danach: Triage-Regelung des Infektionsschutzgesetzes unvereinbar mit Grundgesetz




    Analyse

    Vier Jahre danach: Triage-Regelung des Infektionsschutzgesetzes unvereinbar mit Grundgesetz





    Barucker präsentiert nun in einem aktuellen Substack-Artikel den jüngsten Skandal hinsichtlich des irrsinnigen Treibens wesentlicher Stützen der "Corona-Krise". Neben dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) unter jeweiliger Leitung von Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) muss das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als wichtiger Hintergrundakteur der größten politisch initiierten Gesellschaftskrise in den letzten Jahrzehnten genannt werden.

    Das PEI hat die Funktion eines "Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel", ist damit eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMG und hat seine Geschäftsstelle weit weg vom Regierungsviertel in Berlin im hessischen Langen. Einleitend informiert Barucker zum jüngsten Skandal:

    "Das für die Überwachung der Impfstoffsicherheit zuständige Gremium im Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat angeblich über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren – nämlich ausgerechnet während der massiven nationalen Corona-Impfkampagne – kein einziges Protokoll angelegt. Dies ergab meine Anfrage an die dem Gesundheitsministerium unterstellte Behörde."

    Rückblick: In den Jahren 2020 und 2021 existierten staatlich eingeforderte, von der Politik und Nudging-Experten erdachte und eingesetzte sogenannte "Quarantäne-Kontrolleure". Es galt, verdächtige Bürger nach einem mehr als fraglichen und nichts aussagenden "positiven Corona-Test" und damit verordneter "Heimquarantäne" zu gängeln, zu maßregeln, zu kontrollieren und zu disziplinieren. Wer zu diesem Zeitpunkt die forcierte Überwachung und Kontrolle einer totalitär anmutenden Politik samt Wissenschaft und Biotech/-Pharmaindustrie einforderte, machte sich sehr schnell verdächtig und unbeliebt. Nicht nur bei den Betroffenen, sondern quer durch die Gesellschaft bis hinein ins Private. Es folgte die breit dokumentierte gesellschaftliche Ächtung bis hin zum Berufsverlust sowie in Härtefällen juristische Ermittlungen samt Geldstrafen bis hin zu Gefängnis.


    Steinmeier ehrt Wieler und Cichutek: "Nach bestem Wissen und Gewissen beraten"





    Steinmeier ehrt Wieler und Cichutek: "Nach bestem Wissen und Gewissen beraten"






    Barucker erklärt zu seinem Ansatz der Anforderung von PEI-Daten gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz, dass "die bahnbrechenden Erkenntnisse" aus den Protokollen des Corona-Krisenstabs des RKI ausschlaggebend waren. Der Blogger erläutert zur hysterischen "Impf-Diskussion" jener Jahre:

    "Da das RKI jedoch nicht hauptsächlich mit der Erfassung von Impfnebenwirkungen befasst ist, war davon auszugehen, dass die verschiedenen Gremien des Paul-Ehrlich-Instituts insbesondere die Sicherheit der Corona-Impfkampagne regelmäßig evaluierte. Von den angeforderten Protokollen des genau dafür zuständigen Fachgebiets erhoffte ich mir einen Einblick in die Einschätzungen der Fachleute."

    Was folgte, war die bekannte Strategie des Mauerns und Verzögerns. Die Verweigerungshaltung obsiegte über Willen zur und Unterstützung der Aufklärung. Nach Wochen juristischer Auseinandersetzung, beginnend im Juni dieses Jahres, erhält Barucker die "allerdings nur wenig glaubhafte Erklärung für den eingeschränkten Umfang" eines ersten Schriftsatzes:

    "Die im Anhang übermittelten amtlichen Unterlagen umfassen die Sitzungsprotokolle für den Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.07.2025. Für den Zeitraum vom 20.02.2020 bis zum 19.06.2023 liegen dem Paul-Ehrlich-Institut keine schriftlichen Protokolle vor. Auf die Erstellung schriftlicher Protokolle wurde innerhalb dieses Zeitraums verzichtet, da aufgrund der außergewöhnlich hohen Arbeitsbelastung während der Pandemie die Ressourcen vorrangig auf die Erledigung der Amtsaufgaben konzentriert wurden und die fakultative Dokumentation der Sitzungen daher zurückgestellt wurde."

    Man könnte diese Darlegung auch als frech oder anmaßend bezeichnen, zumindest aber als erkenntnisreich oder skandalös. Ob diese Rechtfertigung als unbedingt glaubwürdig bezeichnet werden kann, obliegt wie so oft bei dem Thema dem Betrachter. Erneut, wie bei den RKI-Protokollen, würde eine erweiterte Darlegung des vorhandenen Materials und Baruckers Ausführungen dazu den Rahmen des Artikels sprengen. Der Blogger verweist jedoch auf den parallel verlaufenen zweiten aktuellen PEI-Skandal:

    "Trotzdem lohnt ein Blick in die mir überlassenen Protokolle, da es in der Zeit nach dem 19. Juni 2023 auch um die bis heute nicht veröffentlichten Daten aus der SafeVac-2.0 App sowie um den Umgang mit Impfnebenwirkungs-Verdachtsfellmeldungen geht."


    "Vollzugsmöglichkeiten oder Bußgeld" – Interne Emails der "AG Impfpflicht" freigeklagt




    Analyse

    "Vollzugsmöglichkeiten oder Bußgeld" – Interne Emails der "AG Impfpflicht" freigeklagt






    Zu diesem Thema informiert das Portal Multipolar in einem sehr interessanten langen Artikel vom 25. August dieses Jahres:

    "SafeVac-App: Warum werden amtliche Daten zur Impfstoffsicherheit geheim gehalten? Das Paul-Ehrlich-Institut lancierte im Dezember 2020 eine eigene Studie zur aktiven Überwachung der Sicherheit der Corona-Impfstoffe. Ergebnisse wurden aber bis heute nicht veröffentlicht. Die Behörde und das Bundesgesundheitsministerium mauern."

    In diesem Falle klagt die Anwältin und ehemalige Richterin Franziska Meyer-Hesselbarth seit mehr als drei Jahren auf Herausgabe der Daten. Zur kurzen Erinnerung zu dieser Thematik. Das PEI informierte im September 2022 auf seiner Website:

    "Als Teilnehmende an einer Beobachtungsstudie können Geimpfte mit der Smartphone-App SafeVac 2.0 digital darüber berichten, wie sie ihre Impfung gegen COVID-19 vertragen haben. Die SafeVac 2.0-Studie geht nun in die Schlussphase [...]"

    Die Zwischenüberschriften im Multipolar-Artikel offenbaren die Blockadehaltung und das bewusste Manipulieren der PEI-Verantwortlichen:

    • PEI 2022: Datenauswertung durch "Dritte" [wie Meyer-Hesselbarth, B. Loyen] könnte zu "Verzerrung der Ergebnisse" führen
    • Ausbleibende Interimsanalysen und eine fragwürdige Zwischenauswertung
    • PEI 2023: SafeVac 2.0 Daten unterliegen "Schutz des geistigen Eigentums"
    • PEI 2024: keine Veröffentlichung wegen "technisch unerwarteter Herausforderungen"
    • 2025: Hat das PEI vor Gericht falsche Angaben gemacht?

    Corona-Enquete-Kommission konstituiert: CDU-"Impfbefürworterin" als Vorsitzende




    Meinung

    Corona-Enquete-Kommission konstituiert: CDU-"Impfbefürworterin" als Vorsitzende





    Der Artikel endet "mit brisanten offenen Fragen". Barucker resümiert am Ende seines Artikels:

    "Fest steht bereits, dass eine derart intransparente Arbeitsweise, die eine Nachvollziehbarkeit der Arbeit des Fachbereichs während der Corona-Jahre unmöglich macht, das Vertrauen in das Paul-Ehrlich-Institut – welches den wichtigen amtlichen Auftrag hat, die Sicherheit von Medikamenten und Impfstoffen sorgfältig zu überwachen – nachhaltig untergräbt."

    Der Journalist ist dabei bekannt und geschätzt für seine moderaten, sachlichen Formulierungen. Beide PEI-Skandale müssen jedoch zusammenfassend als exemplarische Verweigerungshalterung von Tätern bewertet werden. Täter in dem Sinne, das ein ausufernder Machtmissbrauch seitens der Politik sowie großer Teile der Wissenschaft und der Medien nur durch einen geringeren Prozentsatz der Bürger und deren aufrechtes Bewusstsein samt Kampf um die Existenz von ausgehebelten Grundrechten in diesen bizarren Jahren aufgehalten werden konnte.

    Ex-PEI-Chef Klaus Cichutek ist wie sein Ex-RKI-Kollege Lothar Wieler vorerst unbehelligt und im Dezember 2023 strategisch abgetaucht, erhielt jedoch im Januar 2024 dann doch noch die polierte Belobigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Form des Bundesverdienstkreuzes.

    Auch rund zwei Jahre nach dem Ende der "Corona-Krise" wurde nicht ein verantwortlicher Akteur, nicht ein Täter oder Erfüllungsgehilfe juristisch belangt. Diese skandalöse Realität ist die blutbefleckte Sperrspitze eines noch jahrzehntlangen andauernden Aufarbeitungsprozesses.


    Mehr zum Thema – Corona-Aufarbeitung: PEI-Chef Cichutek macht die Fliege, Minister Lauterbach ist zufrieden


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    Video https://rumble.com/v717pgq-sie-waren-fr-impfzwang-ex-ethikratschefin-buyx-gert-bei-corona-kommission-u.html Dauer 11:38 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/inland/261081-daten-welche-daten-der-naechste-skandal-des-paul-ehrlich-instituts/


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    07.11.2025

    Berlin Freedom Week 2025
    Festwoche des Imperialismus

    jungewelt.de, Aus: Ausgabe vom 08.11.2025, Seite 4 / Inland, Von Susann Witt-Stahl

    Beginn der »Berlin Freedom Week« unter Schirmherrschaft von CDU-Bürgermeister Wegner. Veranstaltungen versammeln Regime-Change-Akteure


    4.jpg

    Mo Wüstenhagen/visitBerlin

    Wird noch viele Hände schütteln dürfen: Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in Berlin (17.7.2025)






    Die Hauptstadt badet seit diesem Sonnabend in einem Meer von Freiheit. Hatten die Berliner in der Vergangenheit selbst die schlimmsten Heimsuchungen von Hohepriestern wie Ronald Reagan gegen das »Evil Empire« (»Tear down this wall!«) 1987 überstanden – so etwas haben sie noch nicht (üb-)erlebt: Eine ganze »Freedom Week«, die der Generalsekretär des »World Liberty Congresses« (WLC), Leopoldo López, ausdrücklich als »Aufruf« verstanden haben will, »die neuen Mauern niederzureißen – von Zensur, Furcht und Unterdrückung«, wie es auf der Website zur »Berlin Freedom Week« heißt.

    Dass 2025 viel mehr als die zum Jahrestag der DDR-Grenzöffnung 1989 gewohnte Tunnel-, Gräber- und Mauer-Segler-Nostalgie auf dem Programm steht, macht allein das auf eine hoffnungsfrohe Zukunft fokussierte Motto »It can happen again« der sogenannten Freiheitswoche deutlich. Ebenso, dass in deren Rahmen im Berliner Abgeordnetenhaus die Generalversammlung des im Jahr der Eskalation des Ukraine-Konflikts 2022 gegründeten World Liberty Congress (WLC) abgehalten wird – der angeblich größten »Aktionsbewegung« gegen »Autokratien« weltweit. Das auf der WLC-Homepage zu bewundernde Schurken-Lineup wird, mutmaßlich aus aktuellem Anlass, von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro angeführt, gefolgt von dem iranischen Religionsführer Ali Khamenei, Wladimir Putin, Xi Jinping etc. Vor genau einem Jahr warnte der WLC auf der Plattform X eindringlich vor dem Kommunismus als »totalitärem Relikt, das die freie Welt nach wie vor bedroht«. Und so steht »libertad en Cuba« mit auf seiner Agenda.

    Höhepunkt der zu erwartenden Regime-Change-Weltfestspiele unter der Schirmherrschaft von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Mitwirkung der SED-Opferbeauftragten beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, dürfte die »Berlin Freedom Conference« am Montag sein – auch ein Novum anlässlich des »Mauerfall«-Gedenkens. Neben Leopoldo López, der bereits 2002 den schließlich abgewehrten Putsch gegen den damaligen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez unterstützt hatte, werden auf der »Bühne der Freiheit« der 2024 vom Westen zum »Präsidenten« Venezuelas ernannte Edmundo González Urrutia sowie die jüngste Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado für die nötige »Wechselstimmung« sorgen. Denn möglicherweise stehen eine US-Militärintervention und ein Versuch, Maduro zu stürzen, kurz bevor.


    Obligatorisch ist die Teilnahme des russischen »Dissidenten« und Schachweltmeisters Garri Kasparow wie der ukrainischen »Freiheitsheldin« Olexandra Matwijtschuk, Leiterin des in Kiew ansässigen Center for Civil Liberties (CCL), Euromaidan-Promoter und Initiator des »Tribunals für Putin«. WLC und CCL verbindet, dass sie vom selbst in den USA als Champion der aggressiven Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder gehandelten National Endowment for Democracy (NED) mitfinanziert werden, wie sie auf ihren Internetseiten informieren. NED wird auf der Berliner »Freiheitskonferenz« prominent mit seinem Präsidenten Damon Wilson vertreten sein. Und wenn es ums Grobe geht, darf Ben Hodges nicht fehlen. Der US-General a. D. trommelt in nahezu jeder deutschen Talkshow für eine härtere Gangart im Krieg gegen Russland. In einem am 17. April veröffentlichten Interview mit dem ZDF behauptete er, die Ukraine werde als souveräner Staat nicht existieren dürfen, »solange Wladimir Putin noch lebt«.

    Die »Berlin Freedom Week« erinnert an die »Captive Nations Week« (CNW) in den USA. Diese wird bis heute jährlich von der jeweiligen Regierung in Solidarität mit den von ihr unterm Joch der »Achse der Autoritären« ausgemachten Völkern veranstaltet. Die CNW wurde 1959 in einer der heißesten Phasen des Kalten Krieges von Präsident Dwight D. Eisenhower eingeführt – auf Betreiben der Lobby des Bandera-Flügels der faschistischen Organisation Ukrainischer Nationalisten, der gegenwärtig wieder mit in der ersten Reihe der Kriegstreiber steht.

    Das Angebot von mehr als 130 Konferenzen, Ausstellungen, Theater- und Filmaufführungen, Lesungen und weiteren Veranstaltungen der »Berlin Freedom Week« gestalten auch die »Atlantik Brücke«, die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung, Botschaften von NATO-Ländern und die Taipeh-Vertretung in der BRD mit. Ein Kernanliegen ist erwartungsgemäß, die Revision der Geschichte des Realsozialismus voranzubringen. Polen etwa lädt zum Symposium »Echos des Imperiums: Sowjetische Denkmäler und die Maschinerie der Desinformation«. Einen Kessel Buntes an »Wahrheit versus Totalitarismus« des »Unrechtsstaats« liefern »DDR-Experten« wie Ilko-Sascha Kowalczuk.

    Unbelehrbare Freiheitsdienstverweigerer unter den Berlinern dürfen bis 15. November nicht auf Pardon hoffen. Kommen sie nicht zu ihr, kommt sie zu ihnen: Ein »Berlin Freedom Week«-Mobil mit Freiheitsglocke und Audiostationen wird fünf Stunden täglich in der Stadt unterwegs sein.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/511898.berlin-freedom-week-2025-festwoche-des-imperialismus.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Aktuelle Themen: Stimmen aus Russland

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 7. November 2025, 18:22 Uhr


    https://mailchi.mp/russische-botschaft/newsletter-der-russischen-botschaft-11043860?e=34bdcd87f0

    7.11.2025


    *Wiederbelebung des Nazismus

    */Aus dem Bericht des Außenministeriums Russlands


    /In den Jahren 2022 bis 2024 stimmte Deutschland – zusammen mit seinen

    ehemaligen Verbündeten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, Italien und

    Japan – gegen den Entwurf der jährlichen Resolution der

    UN-Generalversammlung mit dem Titel „Bekämpfung der Verherrlichung des

    Nazismus, des Neonazismus und anderer Praktiken, die zum Schüren

    zeitgenössischer Formen des Rassismus, rassistischer Diskriminierung,

    der Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz beitragen“.


    Dass diese Länder, die direkt für den Tod von Dutzenden Millionen

    Menschen verantwortlich sind, in den letzten drei Jahren gegen eine

    Resolution stimmen, die darauf abzielt, die Wiederbelebung des Nazismus

    zu verhindern, lässt ernsthaft über die ideologischen Prozesse in diesen

    Staaten und im Westen insgesamt nachdenken. Offensichtlich haben diese

    Länder beschlossen, die Verpflichtungen und Versprechen zu ignorieren,

    die sie mit ihrem Beitritt zur UNO eingegangen sind.


    Eine solche Haltung stellt den ersten Fall dar, wo die ehemaligen

    Achsenmächte gegen ein Dokument gestimmt haben, das die Heroisierung des

    Nazismus sowie verschiedene Formen der Rassendiskriminierung verurteilt.

    In den vorangegangenen Jahren hatte sich die deutsche Delegation, der

    gemeinsamen Linie der EU folgend, bei der Abstimmung der Stimme enthalten.



    *Eurasische Sicherheitsarchitektur und NATO

    */Aus der Erklärung des russischen Außenministers *Sergej Lawrow* nach

    der Plenarsitzung der 3. Minsker Internationalen Konferenz zu

    eurasischer Sicherheit, Minsk, 28. Oktober 2025/**


    Immer mehr Staaten des eurasischen Kontinents erkennen die

    Notwendigkeit, jene Hindernisse zu beseitigen, die auf dem Weg zu einer

    nachhaltigen, unabhängigen und wirksamen Entwicklung von Wirtschaft,

    Sozialbereich und Infrastruktur künstlich geschaffen werden.

    Unsererseits unterstützen wir uneingeschränkt die Initiative des

    russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Gestaltung einer eurasischen

    Sicherheitsarchitektur im Rahmen der Bestrebungen hin zu einer Großen

    Eurasischen Partnerschaft.


    Viele im Westen sind sich der Bedeutung des eurasischen Kontinents

    durchaus bewusst. Das Problem besteht jedoch darin, dass die westlichen

    Länder, vor allem die NATO-Mitgliedstaaten, nicht bereit sind, auf

    Augenhöhe zu sprechen und nach Formen einer gesamteurasischen

    Zusammenarbeit zu suchen, die auf dem Prinzip der Gleichheit und der

    Unteilbarkeit der Sicherheit für unseren geopolitischen Raum beruhen

    würden. Stattdessen streben sie eine Ausweitung des Einflusses der

    NATO-Strukturen auf den gesamten Kontinent an, einschließlich der

    Pazifik. Die NATO versucht dabei, geschlossene Bündnisse mit einer

    begrenzten Zahl von Mitgliedsstaaten zu schmieden, die

    militärisch-politischen Allianzen ähneln.


    Derzeit unternimmt die NATO den Versuch, alles, was in Europa geschieht,

    ihren eigenen Interessen unterzuordnen. Diese bestehen vor allem in der

    Abschreckung Chinas, Russlands, Nordkoreas sowie jedes anderen Staates,

    der sein Recht auf eine unabhängige, souveräne Politik auf Grundlage

    nationaler Interessen verteidigen möchte.



    *Stationierung der US-Mittelstreckenraketen in Europa

    */Aus dem Interview des stellvertretenden russischen Außenministers

    *Alexander Gruschko* mit der Zeitung „Iswestija“


    /Die Pläne der USA, das Thema der Stationierung ihrer

    Mittelstreckenraketen in Europa, unter anderem in Deutschland, wieder

    aufzugreifen, sind uns bekannt. Den Vorbereitungsprozess dafür verfolgen

    wir aufmerksam. Dasselbe gilt für das britisch-deutsche Projekt einer

    Langstreckenrakete. Im Großen und Ganzen ist es klar, wozu die USA und

    Großbritannien all das brauchen.


    *Das manische Bestreben Deutschlands, wieder zum Startplatz für Raketen

    zu werden, und dadurch ins Zentrum der Konfrontation mit allen Folgen

    für seine Sicherheit zurückzukehren bleibt ein Rätsel.


    *Unsere Einschätzungen der Lage haben wir bis ins Detail dargelegt, als

    wir den erzwungenen Verzicht Russlands auf das einseitige Moratorium für

    Stationierung landgestützter Mittel- und Kurzstreckenraketen verkündet

    haben. Die Stationierung solcher Waffensysteme US-amerikanischer und

    anderer westlicher Herkunft in Europa stellt eine eindeutige und

    unmittelbare Bedrohung für unsere Sicherheit dar. Dies erfordert von uns

    entsprechende ausgleichende militärische und technische Maßnahmen.


    Was die möglichen politisch-diplomatischen Maßnahmen betrifft: Sobald –

    und wenn – die notwendigen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme eines

    vollwertigen strategischen Dialogs zwischen Russland und den USA

    geschaffen sind, sollte dieser Dialog nach unserer tiefen Überzeugung

    einen umfassenden Charakter haben und alle Faktoren einschließen, die

    die strategische Stabilität beeinflussen.



    *Kernwaffentest

    */Aus der Erklärung des russischen Präsidenten *Wladimir Putin* auf der

    Sitzung mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates der

    Russischen Föderation


    /Ich möchte anmerken, dass Russland seine Verpflichtungen gemäß dem

    Kernwaffenteststopp-Vertrag stets strikt eingehalten hat. Wir haben

    keine Absicht, von diesen Verpflichtungen abzuweichen.


    Dabei habe ich bereits in der Ansprache an die Föderationsversammlung im

    Jahr 2023 darauf hingewiesen, dass, falls die Vereinigten Staaten oder

    andere Vertragsparteien entsprechende Tests durchführen sollten, müsste

    auch Russland angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen.


    In diesem Zusammenhang erteile ich den Auftrag, zusätzliche

    Informationen diesbezüglich einzuholen, diese im Rahmen des

    Sicherheitsrates zu analysieren und koordinierte Vorschläge vorzulegen,

    um die mögliche Vorbereitung auf die Durchführung der Kernwaffentests zu

    starten.



    *Inszenierung in Butscha

    */Pressesprecherin des russischen Außenministeriums *Maria Sacharowa*


    /Russland hat sich viel Mühe gegeben, um die Fakten einer Inszenierung

    in Butscha festzustellen. Diese Frage wird vom russischen Außenminister

    Sergej Lawrow aufmerksam verfolgt. Der Außenminister spricht sie

    regelmäßig an, wenn er mit den UN-Vertretern kontaktiert, darunter mit

    dem UN- Generalsekretär Antonio Guterres. Er spricht darüber regelmäßig

    im Rahmen seiner Konferenzen und Reden.


    Wir streben weiterhin danach, vom UN-Sekretariat eine sachliche Antwort

    auf Russlands Anfragen in Bezug auf die Provokation in Butscha im April

    2022 zu bekommen. Unter anderem bestehen wir auf der Bereitstellung

    einer Liste mit den Namen der Menschen, deren Körper vom britischen

    Sender gezeigt wurden. Es wurden Vorwürfe gegen Russland und russische

    Soldaten erhoben.


    Bisher haben wir nur, milde gesagt, eine ausweichende Reaktion der

    UN-Beamte auf die Vorschläge hinsichtlich einer konstruktiven

    Zusammenarbeit mit Moskau gesehen. Wir fordern die Vertreter der

    globalen Organisation dazu auf, auf eine tatsächliche Begünstigung der

    ukrainischen und westlichen Inszenierung zu verzichten, die auf

    Diskreditierung unseres Landes gezielt ist. Wir rufen sie zur

    Durchführung einer umfassenden und transparenten Ermittlung und

    Feststellung von denen auf, die für dieses ungeheuerliche Verbrechen des

    Kiewer Regimes verantwortlich sind.


    Was Russland fordert (die Liste der Personen, die als Opfer dargestellt

    wurden), zielt nicht nur darauf ab, die Vorwürfe gegen uns

    zurückzuweisen, sondern auch darauf, die internationale Gemeinschaft zur

    Durchführung der Ermittlung zu veranlassen, um festzustellen, was dort

    geschehen war, wer und wie diese Menschen getötet, wer genau diese

    Inszenierung organisiert hatte.

    Vor kurzem hat Sergej Lawrow ein weiteres Schreiben an den

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres zu diesem Thema übermittelt. Wir

    warten auf seine Reaktion.



    *„Europäischen Friedensplans für die Ukraine*

    /Aus dem Briefing der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums

    *Maria Sacharowa*, 30. Oktober 2025


    /Schon ein flüchtiger Einblick in den von westeuropäischen Staaten und

    Kiew vorbereiteten Entwurf eines *„europäischen Friedensplans für die

    Ukraine“* in 12 Punkten reicht aus, um eine eindeutige Schlussfolgerung

    zu ziehen:*Weder in den europäischen Hauptstädten noch in Kiew denkt man

    an eine gerechte und dauerhafte friedliche Lösung der Ukraine-Krise*.

    Dort wird weiterhin in Kategorien des Krieges gedacht, und als

    wichtigste Aufgabe gilt es derzeit, um jeden Preis eine Atempause für

    die Niederlagen erleidenden ukrainischen Streitkräfte zu erzwingen und

    das Selenskij-Regime vor einem unvermeidlichen Zusammenbruch der Front

    zu retten. Daher wird die schnellstmögliche Feuerpause und „Einfrierung“

    der aktuellen Kontaktlinie in den Vordergrund gestellt. Es folgt die

    Aufzählung der bekannten Forderungen des Kiewer Regimes nach (nicht

    näher konkretisierten) „Sicherheitsgarantien“, Erhalt von Reparationen,

    einem schnellen EU-Beitritt sowie einer schrittweisen Übergabe des

    Kernkraftwerks Saporoschje unter ukrainische Kontrolle.


    *Die Europäer versuchten, ihre für Russland völlig unannehmbaren und

    weitergehend ultimativen „Vorschläge“ mit einigen Bestimmungen zu

    kaschieren, die lediglich den Anschein einer Berücksichtigung russischer

    Interessen erwecken sollten.* Insbesondere verspricht man uns eine

    allmähliche Aufhebung der Sanktionen und die Freigabe russischer

    Vermögenswerte, wobei dies an die mit Kiew abzustimmende Zahlung

    sogenannter „Kompensationen“ – sprich „Reparationen“ – geknüpft wird.


    Der Logik der Autoren des „Plans“ zufolge, soll all dies Voraussetzungen

    für die Aufnahme russisch-ukrainischer Verhandlungen über die

    Gebietsverwaltung schaffen, die sie als „besetzt“ bezeichnen, obwohl

    deren Bewohner sich in einem Referendum eindeutig für den Beitritt zu

    Russland ausgesprochen haben.


    *Noch zynischer wirkt die Aufnahme in den „Plan“ eines Punktes zur

    „Stärkung des gegenseitigen Verständnisses und der Achtung der Vielfalt

    von Sprachen, Kulturen und Religionen“, und zwar unter seinen

    Schlussbestimmungen.* Dabei ist keine Rede davon, dass Kiew die

    gesetzlich verankerten Einschränkungen für den Gebrauch der russischen

    Sprache in allen Lebensbereichen aufheben, Maßnahmen zur Benachteiligung

    nationaler Minderheiten zurücknehmen oder die Verfolgung der kanonischen

    Ukrainischen Orthodoxen Kirche beenden sollte.


    *Ein derart opportunistischer Ansatz zeigt deutlich, dass das

    Selenskij-Regime und seine europäischen Betreuer nicht bereit sind, an

    der Beseitigung der Ursachen des Konflikts zu arbeiten – zu denen gerade

    auch der Kampf Kiews gegen alles Russische gehört.* Ohne ein Ende dieser

    diskriminierenden Politik ist eine endgültige und langfristige Lösung

    nicht zu erreichen. Doch die Autoren dieses „Plans“ verfolgen ein

    solches Ziel gar nicht. Ihnen ist wichtig, die Einleitung eines echten

    Friedensprozesses zu verhindern, der die rechtmäßigen Interessen

    Russlands, der russischsprachigen Einwohner der Ukraine berücksichtigen

    und zur Wiederherstellung des Gleichgewichts im Bereich der Sicherheit

    in Europa und weltweit beitragen würde.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Preisträger für Friedenspreis 2026 stehen fest
    Westfälischer Friedenspreis: Auszeichnung für NATO und socioMovens

    Screenshot_2025_11_07_at_21_15_30_Westf_lischer_Friedenspreis_2026_geht_an_die_NATO_Westfalen_Lippe_Nachrichten_WDR

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    1.wdr.de,. 06.11.2025. 02:32 Min.. Verfügbar bis 06.11.2027. Lokalzeit Münsterland WDR. 


    1.wdr.de, Stand: 05.11.2025, 21:00 Uhr, Von Andrea Hansen.


    Der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Westfälische Friedenspreis 2026 geht an das Verteidigungsbündnis NATO mit Generalsekretär Mark Rutte an der Spitze und an die Jugendorganisation socioMovens. Das hat die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen-Lippe (WWL) mitgeteilt.

    Von Petra Brönstrup

    Ein Friedenspreis für die NATO? Das dürfte vor allem unter Pazifisten für Diskussionen sorgen. Aber genau das sei erwünscht, über die Rolle des Militär- und Verteidigungsbündnisses NATO in einer unsicher gewordenen Welt öffentlich zu diskutieren, sagte ein Sprecher der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL).

    Engagement für Frieden in Europa

    Die WWL vergibt den Preis seit 1998 alle zwei Jahre an Persönlichkeiten und Organisationen, die sich um den Frieden in Europa verdient gemacht haben. Erster Preisträger war 1998 der tschechische Präsident Vaclav Havel.

    In den Folgejahren erhielten auch Helmut Kohl, Emmanuel Macron und Margot Friedländer den Westfälischen Friedenspreis. Zugleich hat die WWL auch immer Jugendorganisationen wie etwa Sternsinger und Pfadfinder für ihre Friedensarbeit ausgezeichnet.

    1/11

    Preis des Westfälischen Friedens: Die bisherigen Preisträger

    In der Regel verleiht die Wirtschaftliche Gesellschaft den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens alle zwei Jahre und zeichnet damit besonderes Engagement für nachhaltigen Frieden und internationale Verständigung aus. 


    Tschechiens Präsident Vaclav Havel gibt am 02.02.2002 in Prag eine Pressekonferenz

    Der erste Preisträger: der Schriftsteller und ehemalige tschechische Staatspräsident Vaclav Havel. Gemeinsam mit der Jugendorganisation Gesto por la Paz erhielt er 1998 den Preis des Westfälischen Friedens.


    Tschechiens Präsident Vaclav Havel gibt am 02.02.2002 in Prag eine Pressekonferenz

    Preis des Westfälischen Friedens 2004 an Kurt Masur und die Sternsinger

    Kofi Annan

    Daniel Barenboim dirigiert

    West Eastern Divan Orchestra

    Helmut Schmidt bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises im Jahre 2012

    Raumstation ISS

    Thomas Reiter klatscht Beifall

    Der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Markus Meckel, spricht im Bundestag  bei der zentralen Gedenkstunde

    Zwei Pfadfinder mit Halstüchern stehen auf einem Zeltplatz und gucken auf eine Karte.

    Emmanuel Macron im Porträt.













    NATO: "Frieden durch Stabilität" "Die NATO", erklärte WWL-Vorsitzender Reinhard Zinkann, "steht seit mehr als sieben Jahrzehnten als Bündnis für eine regelbasierte Sicherheitsarchitektur, die Konflikte eindämmt, Eskalation vorbeugt und Zusammenarbeit stärkt."

    Mit der Auszeichnung des NATO-Bündnisses würdigen wir eine Institution, die in einer Zeit globaler Unsicherheit Verlässlichkeit schafft, Partnerschaft fördert und Frieden durch Stabilität ermöglicht. Reinhard Zinkann, WWL-Vorsitzender

    Als Beispiele nannte Zinkann die Unterstützung der Ukraine durch die NATO, "solidarisch, ohne selbst Konfliktpartei zu werden", langjährige Friedensmissionen wie KFOR im Kosovo oder zuletzt die Erweiterung der NATO um Finnland (2023) und Schweden (2024).

    Nur gemeinsam mit unseren Verbündeten können wir in Europa Frieden ermöglichen. Reinhard Zinkann, WWL-Vorsitzender

    Auszeichnung zugleich für NATO-Generalsekretär Mark Rutte NATO-Generalsekretär Rutte auf einem Podium mit NATO-Logo (15.10.2025). Mark Rutte ist seit Oktober 2024 NATO-Generalsekretär

    Der NATO gehören aktuell 30 europäische Staaten sowie die USA und Kanada an. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Jahren mehrfach für Irritationen gesorgt, weil er die Deutung des Verteidigungsbündnisses in Frage stellte. Die Ukraine dagegen kämpft seit dem Angriffskrieg Russlands für die Aufnahme in die NATO.

    Die WWL will mit dem Preis nicht nur die NATO ehren, sondern vor allem auch deren Generalsekretär Mark Rutte. Er sei eine Führungspersönlichkeit, "die in Zeiten geopolitischer Spannungen Pragmatismus, Geschlossenheit und Maß verkörpert", begründete die WWL ihre Entscheidung.

    "SocialMovens": Für eine gerechte, friedliche und solidarische Welt

    Jugendliche der Organisation „socioMovens“ Jugendliche in einem "socioMovens"-Projekt

    Die zweite Hälfte des Preises geht regelmäßig an eine Jugendorganisation. 2026 ist es "socioMovens - Giving Europa a Soul" aus Dortmund, eine kirchennahe Organisation, die in Mittel- und Osteuropa aktiv ist und dort soziales Engagement von Jugendlichen, europäische Verständigung und werteorientierte Jugendkultur fördert.

    Das geschieht beispielsweise im Rahmen von internationalen Jugendcamps und Projekten, in denen sich Jugendliche gezielt für benachteiligte Menschen einsetzen, zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen in Kroatien, für vereinsamte, ältere Menschen in Polen oder für Kinder und Jugendliche aus der Roma-Minderheit in Rumänien.

    "Die Organisation socioMovens", erklärte WWL-Vorsitzender Reinhard Zinkann, "verleiht Europa eine Seele." Dabei entdeckten die Jugendlichen auch, dass sie dazu beitragen können, unsere Welt gerechter, friedlicher und solidarischer zu gestalten.

    Termin für Preisverleihung noch offen Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) plant für die Preisverleihung im kommenden Jahr eine große Feier im Rathaus des Westfälischen Friedens in Münster. Auch der Bundespräsident wird wieder dabei sein. Wann das sein wird, ist noch offen.


    Die Statue des Westfälischen Friedenspreises, ein Pferd


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    Westfälischer Friedenspreis: Auszeichnung für NATO und socioMovens WDR Studios NRW. 06.11.2025. 00:48 Min.. Verfügbar bis 06.11.2027. WDR Online.


    Unsere Quellen:

    • Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. (WWL)
    • NATO
    • socioMovens e.V., Dortmund


    Info: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/westfaelischer-friedenspreis-2026-preistraeger-108.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Pistorius auf Bundeswehrtagung: "Russland rüstet sich für weiteren Krieg – BRICS ohne Wertebasis"

    Screenshot_2025_11_07_at_20_15_00_Pistorius_auf_Bundeswehrtagung_Russland_r_stet_sich_f_r_weiteren_Krieg_BRICS_ohne_Wertebasis

    rumble.com, 7. November 2025, 16: Uhr

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich zum Abschluss der Bundeswehrtagung in Berlin zur Modernisierungsagenda der Truppe geäußert. Auf der zweitägigen Konferenz berieten ranghohe Offiziere sowie Fachleute aus Politik und Wirtschaft über die Sicherheitslage und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.


    Mit Blick auf den Ukraine-Krieg behauptete Pistorius: "Russland rüstet sich für einen weiteren Krieg." Die "russische Aggression" reiche über die Ukraine hinaus und ziele auf die Stabilität und den Zusammenhalt im Westen. Ausdrücklich lobte Pistorius die "Panzerbrigade 45 in Litauen – sie wird vom Leuchtturm zum Erfolgsprojekt". Die Bundeswehr solle an "der Ostflanke sichtbar und wirksam abschrecken".

    Zugleich verwies der Minister auf neue sicherheitspolitische Formate wie BRICS und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und sagte, diese Partnerschaften seien im Gegensatz zum Westen "ohne gemeinsame Wertebasis".

    Mehr zur Bundeswehr: https://rtde.press/inland/260875-trotz-20-milliarden-euro-finanzierung/


    Info: Video https://rumble.com/v71d3ic-pistorius-auf-bundeswehrtagung-russland-rstet-sich-fr-weiteren-krieg-brics-.html  Dauer 4:22 Min.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Screenshot_2025_11_07_at_19_56_13_Geht_es_noch_verr_ckter_NATO_erh_lt_Westf_lischen_Friedenspreis_

    nachdenkseiten.de, 07. November 2025 um 10:02  Ein Kommentar von: Tobias Riegel

    Die Propaganda mit Preisverleihungen geht unvermindert weiter: Nach dem Friedensnobelpreis für Machado, den Karlspreisen für Selensky und von der Leyen, den „Friedenspreisen“ des deutschen Buchhandels für Serhij Zhadan oder den Historiker Karl Schlögel folgt nun der „Friedenspreis“ für das Militärbündnis. Der Begriff „Frieden“ soll zunehmend seines Sinns beraubt werden. Die auftrumpfende Art, in diesen Preisverleihungen unüberbrückbare inhaltliche Widersprüche als logisch zu verkaufen, erinnert stark an George Orwell.


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Die NATO und ihr Generalsekretär Mark Rutte sollen 2026 den „Westfälischen Friedenspreis“ erhalten, wie Medien berichten. Die Jury (besetzt unter anderem mit Kanzler Merz, Cem Özdemir oder Miele-Chef Zinkann) findet sich hier, bisherige Preisträger hier. Die Begründung für die absurde Auswahl des nächsten Preisträgers findet sich unter diesem Link.

    In dieser Begründung stehen viele salbungsvolle Worte zur angeblichen „kontinuierlichen Friedensarbeit der NATO” im Sinne des Erbes des Westfälischen Friedens – natürlich wird dort aber unterschlagen: Es war die NATO-Osterweiterung und die Verweigerung einer Russland einschließenden Sicherheitsarchitektur, die absolut voraussehbar (mit) zum Ukrainekrieg geführt haben. Es war die NATO, die 1999 mit der Bombardierung Jugoslawiens den Angriffskrieg ohne UN-Mandat nach Europa gebracht hat. Das sind nur zwei Fakten unter zahlreichen weiteren zum Charakter der NATO und ihrer „kontinuierlichen Friedensarbeit“, die die Ehrung durch einen „Friedenspreis“ umgehend ausschließen müssten.

    Doch die Zeiten sind eben nicht so, dass inhaltliche Logik hier greifen könnte. Andrej Hunko vom BSW spielt auf X angesichts des Vorgangs auf George Orwells Roman „1984“ an: „Die Welt ist irre geworden. Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Diplomatie ist des Teufels.“

    Harte Propaganda mit vielen schönen Preisen

    Über die harte Propaganda, die mit wohlklingenden Preisverleihungen betrieben wird, haben wir in einigen Artikeln berichtet: etwa über den Friedensnobelpreis für die Invasions-Befürworterin Machado, über die Karlspreise für Selensky und für von der Leyen, über die „Friedenspreise“ des deutschen Buchhandels für das antirussische Pamphlet von Serhij Zhadan oder kürzlich für den Historiker Karl Schlögel.

    Man kann diesen Preisen inzwischen aus gutem Grund jede inhaltliche Relevanz absprechen. Aber das ändert nur wenig an ihrer Wirkung und daran, dass diese „Ehrungen“ auf großen Bühnen, die anschließend in die Mainstream-Medien und das dortige Publikum abstrahlen, mindestens kleine Mosaiksteine der Meinungsmache sind. Bei schlecht informierten Bürgern kann so z.B. der Eindruck erweckt werden, „die Kunst“ oder „die Wissenschaft“ stehe ebenfalls hinter der militaristischen Zeitenwende.

    Zwei plus Zwei gleich Fünf

    Die Praxis, Personen oder Institutionen zu ehren, die ganz offensichtlich dem (zumindest offiziell proklamierten) Geist all dieser Preise in Wort und Tat grob widersprechen – diese Praxis ist (neben der Verklärung der Preisträger) ein Akt der Verwirrung und des Vor-den-Kopf-Stoßens der Bürger: Damit wird (um bei George Orwells „1984“ zu bleiben) immer wieder dreist behauptet, Zwei plus Zwei sei gleich Fünf, Krieg sei jetzt Frieden und Unwissenheit sei Stärke. Bereits durch die sture Wiederholung sich grob widersprechender Botschaften kann die Fähigkeit zu logischen Einordnungen dauerhaft verletzt werden: Sodass irgendwann gar keine Logik mehr eingefordert wird. Um nochmal Orwell zu bemühen: Man könnte etwa den Friedenspreis für die NATO auch als ein indirektes Training in „Doppeldenk“ beschreiben.

    Die wie selbstverständliche Verbindung der eigentlich unüberbrückbaren Widersprüche zwischen „Friedenspreisen“ einerseits und den Handlungen der jeweils Ausgezeichneten sind zusätzlich eine Demonstration der propagandistischen Deutungshoheit: Seht her, wir verbiegen die Begriffe, wie es uns gefällt – weil wir es können.


    Titelbild: Qeeraw / Shutterstock


    Mehr zum Thema: Friedensnobelpreis: Belohnung für Putsch- und Interventionspropaganda

    „Russland ist der Feind“: Karl Schlögel erhält „Friedenspreis“ des deutschen Buchhandels

    Kulturpropaganda und Preisverleihungen

    Kapiert es endlich: Frieden ist jetzt Krieg! Und links ist jetzt rechts!


    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Strategien der Meinungsmache


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    „Westfälischer Friedenspreis“: DIE JURY


    Jury

    In der Jury des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens beraten sich hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft zur Vergabe des Preises und zur Auswahl der Friedenspreisträger. Die Jurymitglieder nehmen an den Verleihungen und Konferenzen teil und sind eine Konstante in der Chronologie der Preisverleihung.


    Screenshot_2025_11_07_at_20_04_45_Jury_WWL


    Info: https://www.wirtschaftliche-gesellschaft.de/internationaler-preis-des-westfaelischen-friedens/jury


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    07.11.2025

    Orbán auf dem Flug nach Washington: Nur noch wenige offene Fragen vor Trump-Putin-Gipfel

    rtnewsde.site, 7 Nov. 2025 13:07 Uhr

    Laut dem ungarischen Ministerpräsidenten müssen nur noch "ein oder zwei Fragen" für das Gipfeltreffen zwischen Russland und den USA geklärt werden. Viktor Orbán trifft sich am Freitag mit Donald Trump in Washington.


    Quelle: Legion-media.ru © PA Images


    Viktor Orbán und Donald Trump beim Friedensgipfel in Scharm El Scheich, Ägypten, 13. Oktober 2025


    Wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag während seines Flugs nach Washington gegenüber Journalisten erklärte, müssten Russland und die USA nur noch ein paar Fragen klären, um ihre Positionen zum Ukraine-Konflikt abzustimmen. Anschließend könne ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und Präsident Donald Trump in Budapest organisiert werden.


    Orbán: Ungarn ist nicht verpflichtet, Ukraine zu finanzieren      





    Orbán: Ungarn ist nicht verpflichtet, Ukraine zu finanzieren     






    Gegenüber der ungarischen Zeitung Magyar Nemzet sagte  Orbán: "Ein oder zwei Fragen sind im Rahmen der Gespräche zwischen den USA und Russland noch ungeklärt. Wenn diese geklärt sind, könnte innerhalb weniger Tage ein Friedensgipfel in Budapest stattfinden, auf dem je nach Einigung der Parteien ein Waffenstillstand erklärt und Frieden [in der Ukraine] hergestellt werden könnte." Die russische Nachrichtenagentur Tass zitierte die Aussage Orbáns in ihrem Bericht am Freitag.

    Der ungarische Ministerpräsident wird sich am Freitag mit Donald Trump im Weißen Haus treffen. Während des Flugs erklärte er gegenüber den Reportern, die ihn begleiteten, dass die Lösung des Ukraine-Konflikts einer der Schwerpunkte des Treffens zwischen ihm und Trump seien. Er hoffe außerdem, dass ein Gipfeltreffen zwischen Russland und den USA in der ungarischen Hauptstadt stattfinden werde.

    Nach seinem Telefonat mit Putin am 16. Oktober gab Trump bekannt, dass sie sich auf ein Treffen in Budapest geeinigt hätten. Das Gipfeltreffen wurde jedoch verschoben, da sich die Parteien zunächst nicht auf die Positionen verständigen konnten, die für die Beilegung des Ukraine-Konflikts erforderlich sind. Moskau und Washington erklärten, das Treffen werde stattfinden, sobald die Bedingungen dafür gegeben seien.


    Mehr zum ThemaUngarn, Tschechien, Slowakei – Dreier-Allianz gegen Brüsseler Kriegstreiberei


    Screenshot_2025_11_07_at_15_30_53_Orb_n_auf_dem_Flug_nach_Washington_Nur_noch_wenige_offene_Fragen_vor_Trump_Putin_Gipfel_RT_DE

    Video   https://rumble.com/v717maq-ex-cia-analyst-es-gibt-keine-waffen-mit-denen-die-nato-russland-berlegen-is.html

     Dauer 2:55 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.











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    07.11.2025

    Trotz Waffenruhe: Israel fliegt Luftangriffe auf den Südlibanon

    rtnewsde.site, 7 Nov. 2025 10:20 Uhr

    Allein in den letzten Wochen haben israelische Angriffe fast 40 Menschen getötet, wobei Tel Aviv seine Angriffe mit der Behauptung rechtfertigt, die Hisbollah rüste sich wieder auf.


    © Urheberrechtlich geschützt


    Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff im Dorf Tayr Debba im Südlibanon auf, 6. November 2025.


    Nachdem es Evakuierungsbefehle für mehrere Orte erteilt hatte, führte das israelische Militär am Donnerstag schwere Luftangriffe auf den Südlibanon durch. Es erklärte, die libanesische Miliz Hisbollah versuche dort, ihre militärischen Kapazitäten wieder aufzubauen.

    Die Angriffe erfolgten trotz eines vor einem Jahr vereinbarten Waffenstillstandsabkommens, das die mehr als ein Jahr andauernden Kämpfe zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah beenden sollte. Zudem fanden sie statt, obwohl die libanesische Armee monatelang versucht hatte, Hisbollah-Stützpunkte im Süden zu räumen.

    Nach einer vorläufigen Bilanz gab das libanesische Gesundheitsministerium bekannt, dass bei den Bombenangriffen am Nachmittag eine Person verletzt wurde, nachdem zuvor bereits eine Person bei Angriffen getötet worden war. Allein in den letzten Wochen haben israelische Angriffe fast 40 Menschen im Libanon getötet.

    Der Sprecher des israelischen Militärs, Avichay Adraee, erließ am Donnerstag um 15 Uhr Ortszeit (13 Uhr GMT) drei gleichzeitige Evakuierungsbefehle, wobei Karten mit Gebäuden in den Dörfern Aita al-Jabal, Al-Tayyiba und Tayr Debba gezeigt wurden. Zwei weitere Befehle folgten später für andere Städte im Süden. Die Orte lagen zwischen nur 4 km von der israelischen Grenze entfernt und fast 24 km nördlich der Grenze.


    Drohnenangriff: Israel tötet Kinder im Libanon





    Drohnenangriff: Israel tötet Kinder im Libanon







    Der Angriff auf die Ortschaft Tayr Debba traf Supermärkte und eine Apotheke. "Die Besatzungsmacht hat ein Haus ins Visier genommen und behauptet, es handele sich um eine militärische Einrichtung der Widerstandsbewegung – das ist falsch", sagte Farid Nanoua, Bürgermeister von Tayr Debba, gegenüber Al Mayadeen

    Im Libanon wächst die Befürchtung, dass Israel wieder mit massiven Luftangriffen beginnen könnte, insbesondere nachdem israelische Politiker gewarnt hatten, sie würden gegen die Hisbollah vorgehen, wenn der Libanon seine Bemühungen zur Entwaffnung der Gruppe nicht verstärke.

    Die Hisbollah erklärte am Donnerstag, dass sie sich an den Waffenstillstand halten werde, sich jedoch das "legitime Recht" vorbehalte, sich gegen Israel zu wehren. Die Bewegung weigert sich zwar, ihre Waffen vollständig abzugeben, behindert jedoch nicht die Bemühungen der Armee im Süden und hat seit Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens im vergangenen Jahr keine Angriffe mehr auf Israel geführt.

    Die Evakuierungswarnungen fielen mit einer Sitzung des libanesischen Kabinetts zusammen, wo Armeekommandant Rodolphe Haykal über die Fortschritte bei der Beschlagnahmung von Waffenlagern der Hisbollah im Südlibanon berichtete.

    Die Armee hat erklärt, dass sie den gesamten Südlibanon bis Ende des Jahres von Waffen außerhalb der staatlichen Kontrolle befreien könnte. Zwei hochrangige libanesische Sicherheitsbeamte teilten der Nachrichtenagentur Reuters wenige Stunden vor den schweren Angriffen am Donnerstag mit, dass ihre Truppen bei der Entwaffnung jeden Monat Fortschritte machten.


    Mehr zum Thema - Nahost: Israel greift erneut Libanon an


    Screenshot_2025_11_07_at_15_13_18_Trotz_Waffenruhe_Israel_fliegt_Luftangriffe_auf_den_S_dlibanon_RT_DE

    Video  https://rumble.com/v6xb35e-libanesische-regierung-beschliet-entwaffnung-der-hisbollah-proteste-in-beir.html  Dauer 0:48 Min.


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    Info: https://rtnewsde.site/der-nahe-osten/261028-israel-fliegt-luftangriffe-auf-suedlibanon/


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    07.11.2025

    Russlands Intervention und internationales Recht

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 7. November 2025, 31:12 Uhr


    *Russlands Intervention und das internationale Recht

    Eine Rekapitulation

    *

    /von George Pumphrey//, Oktober 2025/



    "Russland führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die

    Ukraine". Dieses NATO-Narrativ, basierend auf einem selektiven Umgang

    mit der UN-Charta, hat sich als allgemeingültige Meinung durchgesetzt.

    Es wurde auch von der Mehrheit in der Friedensbewegung sofort und

    unkritisch übernommen.


    Obwohl die UN-Charta zur Nichtanwendung von Gewalt in internationalen

    Angelegenheiten aufruft, nennt sie auch Voraussetzungen für die

    Zulässigkeit von Gewalt. Diese müssen daraufhin geprüft werden, ob sie

    für die Anwendung von militärischer Gewalt durch Russland zutreffen.


    Schon der Passus, der die Anwendung von Gewalt verbietet, Artikel 2

    Ziffer 4 (der so oft zitiert wird, um Russland der Aggression zu

    bezichtigen), wird gewöhnlich aus dem Zusammenhang gerissen.


    Artikel 2 Ziffer 4 steht jedoch nicht allein, sondern ist eingebettet in

    einen Komplex von anderen Verpflichtungen, die ebenfalls erfüllt werden

    müssen. Die Ziffern 1, 2 und 3 bilden den Kontext für Ziffer 4.

    Diejenigen, die sich an das Nato-Narrativ halten, wenden jedoch Ziffer 4

    AUSSCHLIESSLICH auf Russland an. Die UN-Charta

    <https://unric.org/de/charta/> gilt jedoch für ALLE Konfliktparteien.


    "Artikel 2


    "Die Organisation und ihre Mitglieder handeln im Verfolg der in Artikel

    1 dargelegten Ziele nach folgenden Grundsätzen:


    "Ziffer 1. die Organisation beruht auf dem Grundsatz der souveränen

    Gleichheit aller ihrer Mitglieder.


    "Ziffer 2. alle Mitglieder erfüllen, um ihnen allen die aus der

    Mitgliedschaft erwachsenden Rechte und Vorteile zu sichern, nach Treu

    und Glauben die Verpflichtungen, die sie mit dieser Charta übernehmen.


    "Ziffer 3) Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten

    durch friedliche Mittel so bei, daß der Weltfriede, die internationale

    Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden.


    "Ziffer 4) Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen

    Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die

    politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den

    Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von

    Gewalt."


    Während Artikel 2 Ziffer 4 ausschließlich auf Russland angewandt wird

    und auf den Eintritt russischer Truppen in den laufenden Krieg in der

    Ukraine datiert wird, werden die Vorgeschichte und die Aktivitäten der

    anderen Parteien des Ukraine-Konflikts absichtlich verschwiegen.


    *Zu Ziffer 1:* Russland hat wiederholt gegen das Vorrücken der NATO

    einschließlich der Verlagerung von Waffenvorräten bis an seine Grenzen

    protestiert, ebenso gegen die zunehmende Zahl von Manövern mit dem

    ausdrücklichen Ziel, die Kriegsführung gegen Russland zu üben

    einschließlich mit dem Einsatz von Atomwaffen

    <https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8410>.


    Die NATO nahm die Beschwerden Russlands lediglich mit einem Achselzucken

    zur Kenntnis und erklärte, die Manöver seien rein defensiver Natur. Auch

    wenn es wenig Sinn machte, die Beschwerden vor den UN-Sicherheitsrat zu

    bringen, da drei der fünf ständigen Mitglieder auch Mitglieder der NATO

    sind – Moskau tat es trotzdem.


    *Zu Ziffer 3:* Die russische Regierung hatte sich bis zum letzten

    Augenblick für eine friedliche Lösung des Konflikts im staatlichen

    Rahmen der Ukraine eingesetzt, wie es im Minsker Abkommen vorgesehen war.


    Am 17. Februar 2015 hatte der UN-Sicherheitsrat mit seiner Resolution

    2202

    <https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.securitycouncilreport.org/atf/cf/%257B65BFCF9B-6D27-4E9C-8CD3-CF6E4FF96FF9%257D/s_res_2202.pdf&ved=2ahUKEwim5IHTud2QAxWAXfEDHVsmGokQFnoECBcQAQ&usg=AOvVaw2jIypuXhb3MO6A7v33soEW

    (2015) das Minsker Abkommen als völkerrechtlich verbindlich anerkannt,

    das unter anderem auch einen Sonderstatus für den Donbass vorsah. Als

    Garantiemächte sollten Deutschland, Frankreich und Russland für seine

    Umsetzung sorgen.


    Das zentrale Element von Minsk II war der direkte Dialog zwischen Kiew

    und den Vertretern der Volksrepubliken im Donbass, zu dem letztere

    bereit waren. In einem Schreiben

    <https://anti-spiegel.ru/2021/kein-wort-in-den-medien-der-westen-hat-das-minsker-abkommen-beerdigt/

    an den russischen Außenminister Sergei Lawrow im November 2021 erklärten

    Deutschland und Frankreich, dieses zentrale Element nicht mehr zu

    unterstützen. Es war die faktische Aufkündigung des völkerrechtlich

    verbindlichen Minsker Abkommens. Damit wurde die Lösung des Konflikts im

    Rahmen der staatlichen Einheit der Ukraine unmöglich gemacht. Später,

    auf einer Pressekonferenz

    <https://www.youtube.com/watch?v=sRLb_Xm5isI&t=1023s> im September 2022

    wies Außenminister Lawrow darauf hin, dass auch der UN-Generalsekretär

    nicht „aktiv genug die Erfüllung der Minsker Vereinbarungen unterstützt

    hat“.


    Präsident Poroschenko

    <https://dert.online/kurzclips/video/154724-petro-poroschenko-ich-habe-minsker/>,

    ukrainischer Unterzeichner des Minsker Abkommens, erklärte im November

    2022, eine friedliche Beilegung des Konflikts sei nie das Ziel gewesen.

    Er habe das Minsker Abkommen gebraucht/, „um das ukrainische Militär

    zusammen mit der NATO auszubilden. Um die besten Streitkräfte in

    Osteuropa zu schaffen, die nach NATO-Standards ausgebildet wurden.“


    /Dass dies ebenso die Absicht der Garantiemächte Deutschland und

    Frankreich war, bestätigten kurz danach auch deren damalige Verantwortliche.


    Angela

    Merkel<https://www.zeit.de/2022/51/angela-merkel-russland-fluechtlingskrise-bundeskanzler/komplettansicht>,

    die ehemalige Bundeskanzlerin gab freimütig zu: „/Das Minsker Abkommen

    2014 war der Versuch, der Ukraine Zeit zu geben. Es war uns allen klar,

    dass das ein eingefrorener Konflikt war, dass das Problem nicht gelöst

    war, aber genau das hat der Ukraine wertvolle Zeit gegeben.“


    /François Hollande

    <https://kyivindependent.com/hollande-there-will-only-be-a-way-out-of-the-conflict-when-russia-fails-on-the-ground/>,

    ehemaliger französischer Präsident: „/Seit 2014 hat die Ukraine ihre

    militärische Position gestärkt. (...) Es ist das Verdienst der Minsker

    Vereinbarungen, der ukrainischen Armee diese Möglichkeit gegeben zu

    haben. (...) Die Zeit, von der Putin dachte, sie sei ein Vorteil für

    ihn, erwies sich also in Wirklichkeit als Chance für die Ukrainer.“


    /Der deutsche Generalmajor a. D. Harald Kujat

    <https://www.emma.de/artikel/russland-will-verhandeln-340083>, vormals

    Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des

    NATO-Militärausschusses:


    „/Russland bezeichnet das verständlicherweise als Betrug. Und Merkel

    bestätigt, dass Russland ganz bewusst getäuscht wurde. Das (…) ist ein

    eklatanter Vertrauensbruch und eine Frage der politischen

    Berechenbarkeit. Nicht wegdiskutieren kann man allerdings, dass – in

    Kenntnis dieser beabsichtigten Täuschung – die Weigerung der

    ukrainischen Regierung [Selenskij], das Abkommen umzusetzen, noch wenige

    Tage vor Kriegsbeginn einer der Auslöser für den Krieg war. Die

    Bundesregierung hatte sich in der UNO-Resolution dazu verpflichtet, das

    ‚gesamte Paket‘ der vereinbarten Maßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus

    hat die Bundeskanzlerin mit den anderen Teilnehmern des

    Normandie-Formats eine Erklärung zur Resolution unterschrieben, in der

    sie sich noch einmal ausdrücklich zur Implementierung der Minsk

    -Vereinbarungen verpflichtete. //(…) *Das ist ein Völkerrechtsbruch (…)

    *Der Schaden ist immens. Man muss sich die heutige Situation einmal

    vorstellen. Die Leute, die von Anfang an Krieg führen wollten und immer

    noch wollen, haben den Standpunkt vertreten, mit Putin kann man nicht

    verhandeln. Der hält die Vereinbarungen so oder so nicht ein. Jetzt

    stellt sich heraus*: Wir sind diejenigen, die internationale

    Vereinbarungen nicht einhalten*.“/(Hervorhebungen G.P.)


    Im März 2021, ein Jahr bevor Russland in den Ukraine-Krieg eintrat,

    unterzeichnete der ukrainische Präsident Selenskij ein Dekret

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ukraine-li.150872

    zur MILITÄRISCHEN Rückholung des Donbass und der Krim. Selenskij wies

    die Regierung an, einen "Aktionsplan" für dessen Umsetzung

    auszuarbeiten. Dieses Dekret wurde für eine ukrainische Armee erlassen,

    die von NATO-Kräften bewaffnet, ausgebildet und auf NATO-Standard

    gebracht worden war. Die Krim ist russisches Territorium. Dieses Dekret

    war also eine de facto Kriegserklärung an Russland.


    Der Kommunikationsdirektor des US-Nationalen Sicherheitsrates, John

    Kirby

    <https://www.foxnews.com/media/biden-administration-weapons-ukraine-invasion-pentagon-press-secretary

    prahlte damit, wie "in den letzten acht Jahren die Vereinigten Staaten,

    Kanada, Großbritannien und andere Verbündete wirklich geholfen haben,

    die Ukrainer auszubilden (...)" und die ukrainische Armee von "einem

    [Militär] aus der Sowjetära (...) in eine Armee umgewandelt haben, die

    viel westlicher ausgerichtet ist."


    Während einer Pressekonferenz im Jahr 2023 antwortete

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/es-begann-2014-wie-die-nato-den-krieg-russlands-in-der-ukraine-sieht-li.317773>auf 

    die Frage, welche Veränderungen der seit einem Jahr andauernde Krieg in

    der Ukraine für die NATO mit sich gebracht habe, wie folgt:


    /„In gewisser Weise hat es die Nato nicht verändert. Es hat gerade die

    Bedeutung der Nato gezeigt und wie wichtig sie war. Tatsächlich hat die

    Nato seit 2014 die größte Verstärkung der kollektiven Verteidigung seit

    einer Generation durchgeführt, weil der Krieg nicht im Februar letzten

    Jahres begonnen hat. Er begann im Jahr 2014. Und das löste eine große

    Anpassung unseres Bündnisses mit einer höheren Bereitschaft der

    Streitkräfte aus, mit mehr Präsenz im östlichen Teil des Bündnisses, mit

    mehr Übungen. (…) Wir haben uns 2016 für die Kampfgruppen entschieden.

    Und wir haben unsere Präsenz sogar in den Monaten vor der Invasion

    verstärkt, weil die Invasion keine Überraschung war. Das war eine

    Invasion, von der wir wussten, dass sie kommen würde, und deshalb waren

    wir darauf vorbereitet, als sie passierte.“/


    Damit hat die NATO selbst eingestanden, dass der Krieg in der Ukraine

    nicht mit der Intervention Russlands am 24. Februar 2022 begann, sondern

    bereits 2014 mit dem US-geführten Putsch, der Faschisten an die Macht

    gebracht hatte.


    Im Januar 2023 erklärte James Bierman

    <https://www.ft.com/content/bf5362de-60a6-4181-8c2a-56b50be61383>, ein

    hochrangiger General der US-Marines, gegenüber der Financial Times, dass

    die Erfahrungen, die die NATO bei der Vorbereitung der Ukraine auf einen

    Krieg gegen Russland gemacht hat, nun auch auf Taiwan angewandt werden,

    um sie gegen die Volksrepublik China einzusetzen:


    /"Warum sind wir in der Ukraine so erfolgreich? Das liegt zum großen

    Teil daran, dass wir nach der russischen Aggression [sic] in den Jahren

    2014 und 2015 ernsthaft begonnen haben, uns auf künftige Konflikte

    vorzubereiten: Ausbildung der Ukrainer, Bereitstellung von Nachschub,

    Identifizierung von Standorten, von denen aus wir Unterstützung leisten

    und Operationen aufrechterhalten könnten. Wir nennen das "den Schauplatz

    vorbereiten". Und wir sind dabei, den Schauplatz in Japan, auf den

    Philippinen und an anderen Orten vorzubereiten."


    /Was Bierman als "russische Aggression" bezeichnet, ist in Wirklichkeit

    die Tatsache, dass der Beitritt der Krim zur Russischen Föderation den

    Plan der NATO vereitelte, Russland eines seiner ganzjährigen

    Warmwasser-Marinestützpunkte zu berauben – Sewastopol, den Heimathafen

    der russischen Schwarzmeerflotte. Die NATO hatte geplant, dass die

    Ukraine Russlands Pachtvertrag für Sewastopol aufkündigt, damit sie den

    Stützpunkt übernehmen kannfür einen Krieg gegen Russland.


    Das vom Westen aufgekündigte völkerrechtliche Abkommen Minsk II, die

    provozierenden Ankündigungen über eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine

    und deren nukleare Bewaffnung und die zunehmende militärische Aufrüstung

    des Landes verschärften die Spannungen mit Russland. Am 8. Februar 2022

    hatte die NATO-Denkfabrik Atlantic Council

    <https://www.atlanticcouncil.org/in-depth-research-reports/report/thwarting-kremlin-aggression-today-for-constructive-relations-tomorrow/#h_v_goals

    in einem Strategiepapier empfohlen: "Das Ziel Washingtons sollte die

    Vertreibung der Russen aus der Ostukraine sein."


    Die russische Regierung hatte vergebens auf die politische Einsicht

    ihrer westlichen "Kollegen" gehofft und im Rahmen des Minsker Prozesses

    darauf bestanden, Donezk und Lugansk mit einem Sonderstatus in die

    Ukraine zurückzuführen. Es sei ein Fehler gewesen, wie Präsident Putin

    <https://dert.online/europa/155559-putin-raeumt-fehler-in-ukraine/

    heute meint. "Russland hätte die Donbass-Republiken früher anerkennen

    sollen." Es hätte womöglich viel Leid erspart. Aber natürlich hätte es

    Russland nicht vor dem Geschrei aus dem Westen – und Anschuldigungen

    auch aus der Friedensbewegung – bewahrt, dass dies "völkerrechtswidrig" sei.


    Mit konkreten Vorschlägen für Verträge

    <https://anti-spiegel.ru/2021/russland-veroeffentlicht-vertragstexte-fuer-abkommen-ueber-sicherheitsgarantien-mit-den-usa-und-der-nato/?doing_wp_cron=1647901663.5741100311279296875000

    mit den USA und der NATO über gegenseitige Sicherheitsgarantien hatte

    die russische Regierung noch im Dezember 2021 versucht, die Situation zu

    entschärfen und die Grundlage für ein friedliches Miteinander zu schaffen.


    Als Kiew im Januar/Februar 2022 den Aggressionskrieg durch die

    Konzentration seines Militärs mit seinen Neonazi-Bataillonen an den

    Grenzen von Donezk und Lugansk erheblich ausweitete, als die

    Artillerieangriffe gegen die dortige Bevölkerung immer intensiver

    wurden, als die USA/NATO immer noch keine konstruktive Antwort auf die

    russischen Vorschläge gegeben hatte, machte die russische Regierung laut

    einer Pressemitteilung

    <https://anti-spiegel.ru/2022/russlands-antwort-auf-die-reaktion-der-usa-zu-gegenseitigen-sicherheitsgarantien/

    am 17. Februar einen letzten Versuch, den bevorstehenden massiven

    Überfall der Kiewer Truppen zu verhindern und eine friedliche Lösung

    herbeizuführen. Moskau warnte:


    "Sollte die amerikanische Seite nicht bereit sein, feste, rechtlich

    verbindliche Garantien zu vereinbaren, um unsere Sicherheit vor den USA

    und ihren Verbündeten zu gewährleisten, wird Russland gezwungen sein, zu

    reagieren, auch mit militärtechnischen Maßnahmen." /


    /Die Autoren des Buches "Endspiel Europa", Ulrike Guérot und Hauke Ritz,

    liefern in ihrem Kapitel "Wer hat den Krieg begonnen?

    <https://multipolar-magazin.de/artikel/ein-durchtrenntes-europa>" eine

    Chronologie der Konflikteskalation vor allem auf Seiten der Ukraine und

    ihrer Nato-Verbündeten gegen die Donbass-Republiken und Russland.


    Sie notieren, dass am 14. Februar 2022 Präsident Joe Biden erklärte,

    dass er einen Angriff Russlands auf die Ukraine am 16. Februar erwarte.


    /"(...) Tatsächlich begann am 16. Februar 2022 ein immer stärkerer

    Beschuss der Republiken Donezk und Lugansk durch die Ukraine. Am 18.

    Februar war der Beschuss gegenüber dem 14. Februar bereits um das

    34-Fache gestiegen. Für den Fall, dass die Ukraine selbst eine Offensive

    geplant hätte, wäre zu erwarten gewesen, dass diese ganz ähnlich

    begonnen hätte, nämlich mit massivem Artilleriebeschuss. In gewisser

    Weise könnte man deshalb ebenso den 16., 17. oder 18. Februar zum Tag

    des Kriegsbeginns erklären."


    /Dies ist ein Hinweis darauf, dass es sich um eine koordinierte Bemühung

    handelte, Russland zum Eingreifen zu zwingen. Die gesamte Vorgeschichte

    der Intervention – einschließlich der vorangegangenen acht Jahre Krieg –

    wird systematisch verschwiegen, um das NATO-Narrativ von Russland als

    „Aggressor“ aufrechtzuerhalten.


    George Beebe

    <https://www.msnbc.com/opinion/msnbc-opinion/russia-s-ukraine-invasion-may-have-been-preventable-n1290831>,

    ehemaliger Direktor der Russland-Abteilung der CIA, blickt zurück:


    /"Die Wahl, vor der wir in der Ukraine standen – und ich nutze

    absichtlich die Vergangenheitsform – war, ob Russland sein Veto zu einer

    NATO-Beteiligung in der Ukraine am Verhandlungstisch oder auf dem

    Schlachtfeld ausüben würde. Und wir entschieden uns, dafür zu sorgen,

    dass das Veto auf dem Schlachtfeld ausgeübt wird, in der Hoffnung, dass

    Putin sich entweder zurückhält oder der Militäreinsatz scheitert.“/


    Die USA/NATO/EU hatten kein Interesse an einer friedlichen Lösung. Die

    Strategie war, Russland zu schwächen und zu dezimieren.


    Eine Ukraine – mit ihrem faschistischen, russophoben Regime, als

    NATO-Mitglied, bewaffnet mit NATO-Waffen, die Moskau in wenigen Minuten

    erreichen können – ist eine von den USA (NATO) bewusst gesetzte

    Bedrohung Russlands, um einen Krieg vor allem zwischen Moskau und den

    europäischen NATO-Partnern zu provozieren.


    In den 1960er Jahren hatten die USA bereits etwas Ähnliches unternommen,

    indem sie nukleare Mittelstreckenraketen in Italien und der Türkei

    stationierten, die Moskau in wenigen Minuten erreichen konnten. Erst als

    die Sowjetunion mit der Stationierung von Mittelstreckenraketen auf Kuba

    antwortete, erklärten sich die USA bereit, ihre landgestützten Raketen

    vom europäischen Kontinent abzuziehen, wenn die Sowjetunion im Gegenzug

    ihre Raketen aus Kuba abzieht. (Im NATO-Westen wird gewöhnlich nur eine

    Hälfte dieser Geschichte erzählt.)


    In Anbetracht der Tatsache, dass der Anwendung militärischer Gewalt

    durch Russland die absolute Weigerung vorausging, über eine friedliche

    Lösung zu verhandeln, selbst nach der Warnung, dass Moskau militärische

    Maßnahmen zur Beseitigung der Bedrohung ergreifen würde, einerseits und

    des ständig wachsenden militärischen Drohpotentials gegen Russland

    andererseits, scheint dies ein prima facie Fall der Selbstverteidigung

    gemäß Artikel 51 der UN-Charta <https://unric.org/de/charta/> zu sein:


    „Artikel 51


    „Diese Charta beeinträchtigt im Falle eines bewaffneten Angriffs gegen

    ein Mitglied der Vereinten Nationen keineswegs das naturgegebene Recht

    zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung, bis der

    Sicherheitsrat die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen

    Sicherheit erforderlichen Maßnahmen getroffen hat. Maßnahmen, die ein

    Mitglied in Ausübung dieses Selbstverteidigungsrechts trifft, sind dem

    Sicherheitsrat sofort anzuzeigen; sie berühren in keiner Weise dessen

    auf dieser Charta beruhende Befugnis und Pflicht, jederzeit die

    Maßnahmen zu treffen, die er zur Wahrung oder Wiederherstellung des

    Weltfriedens und der internationalen Sicherheit für erforderlich hält.“


    Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der in der Diskussion über den

    Ukraine-Konflikt eine Rolle spielt: Russlands Anerkennung der beiden

    Donbass-Republiken und die Verträge über Freundschaft und gegenseitigen

    Beistand. Es wird argumentiert, dass die Anerkennung der Volksrepubliken

    Donbass als souveräne Staaten durch Russland – die Voraussetzung für ein

    Beistandsabkommen – nicht unter das Völkerrecht fällt. Ein Beispiel

    <https://overton-magazin.de/top-story/norman-paech-der-haftbefehl-des-internationalen-strafgerichtshofs-gegen-putin-erschwert-moegliche-friedensverhandlungen/>für 

    diese Argumentation:


    /"Selbst wenn aus Donezk und Lugansk Bitten gekommen sind, den

    ‚Volksrepubliken‘ zu helfen, ist das nicht relevant. Es kann keine

    einzelne Region eines Staates einen anderen Staat zur Intervention

    auffordern."/


    Zunächst einmal beruht dieses Argument auf einem falschen Bild der

    Situation, in der sich die Ukraine seit dem Maidan-Putsch im Jahr 2014

    befindet.


    Klaus

    Hartmann<https://www.freidenker.org/fw17/wp-content/uploads/2022/04/Freidenker_2022-01_Hartmann-DerKriegInDerUkraineUndWir.pdf>,

    Präsident der Weltunion der Freidenker und stellvertretender

    Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes//machte darauf aufmerksam:


    /"Die Argumente, mit denen Russland Völkerrechtsbruch nachgewiesen

    werden soll, gehen abstrakt von der Prämisse aus, dass Russland aus

    heiterem Himmel ein Stück eines souveränen Staats abgetrennt hätte. Was

    dagegen wirklich in der Ukraine geschehen war: durch einen gewalttätigen

    Putsch wurde die rechtmäßig gebildete und international anerkannte

    Regierung in Kiew gestürzt. NATO-treue Kräfte unterstützten diesen

    Gewaltakt über verschiedene Kanäle. (…)


    "Dies stellte eine verdeckte NATO-Aggression gegen die Ukraine dar.

    Sofort zeigte sich, dass die Putschregierung über große Teile des Landes

    keine Kontrolle hat. Trotzdem wurde sie im Eilverfahren von den USA, den

    NATO- und EU-Staaten als legitime Vertretung der Ukraine anerkannt. Die

    Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine wurden durch die

    NATO-Regierungen verletzt.


    "Denn es waren die USA, die NATO und die EU, die dadurch faktisch einen

    Teil der Ukraine unter ihren Einfluss brachten, unter Bruch des

    Völkerrechts und der ukrainischen Verfassung. (…)


    Die Sezession der Donbass-Republiken ist kein Verstoß gegen das

    Völkerrecht, denn dies ist eine innerstaatliche Angelegenheit, zu der

    das Internationale Recht naturgemäß nichts sagt.


    Sie verstößt wahrscheinlich gegen die ukrainische Verfassung, doch diese

    wurde von den Putschisten suspendiert.


    Die russische Anerkennung verstößt auch nicht gegen das Völkerrecht, und

    an die ukrainische Verfassung ist Russland nicht gebunden.


    Nach den anschließend angenommenen Verträgen über Beistand und

    Freundschaft zwischen Russland und den Donbass-Republiken waren die

    Bedingungen für die Wahrnehmung des Rechts auf Selbstverteidigung gem.

    UN- Charta gegeben. (…)“


    /Konkret geht es um die Frage, ob unabhängige Staaten und Gebiete, die

    noch nicht international anerkannt sind, Anspruch auf Schutz durch die

    Charta haben. In Artikel 7 der Resolution 3314 (XXIX)

    <https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://iilj.org/wp-content/uploads/2016/08/General-Assembly-Resolution-3314.pdf&ved=2ahUKEwjh6-77pduQAxV8RvEDHVsII94QFnoECB4QAQ&usg=AOvVaw0diF1h8DRKdFzrXTdFGXOW

    der Erklärung der UN-Generalversammlung "Definition der Aggression"

    heißt es:


    /"Diese Definition, insbesondere ihr Artikel 3, kann in keiner Weise das

    sich aus der Charta herleitende Recht auf Selbstbestimmung, Freiheit und

    Unabhängigkeit von Völkern beeinträchtigen, die dieses Rechtes gewaltsam

    beraubt wurden (...) insbesondere nicht von Völkern unter kolonialen

    oder rassistischen Regimen oder anderen Formen der Fremdherrschaft; noch

    das Recht dieser Völker, im Einklang mit den Grundsätzen der Charta und

    in Übereinstimmung mit der genannten Erklärung, für dieses Ziel zu

    kämpfen und Unterstützung zu suchen und zu erhalten."/


    Das illegale neonazistischste Maidan-Putschregime hatte sich die

    endgültige Entrussifizierung

    <https://rtde.info/international/153474-wieder-einmal-beweist-ukrainische-regime/

    der Ukraine auf die Fahnen geschrieben. Die russische Sprache und Kultur

    sollten ausgerottet werden. Ethnische Russen wurden systematisch

    diskriminiert. Das betraf insbesondere die russische

    Mehrheitsbevölkerung im Donbass, die das rassistische Regime in Kiew als

    Fremdherrschaft erlebten.


    Die Donbass-Republiken hatten ihr Recht auf Unabhängigkeit in ihrer

    achtjährigen erfolgreichen Verteidigung gegen die militärische

    Aggression des fremdbestimmten, faschistischen, russophoben Regimes in

    Kiew erkämpft. Sie waren jedoch bereit, unter bestimmten gesetzlich

    verankerten Garantien, wie in den Minsker Vereinbarungen festgelegt

    waren, in den Machtbereich dieses Regimes zurückzukehren. Da weder Kiew

    noch seine westlichen Sponsoren bereit waren, diese Garantien zu

    erfüllen und stattdessen eine militärische Lösung des "Problems"

    vorzogen, fallen die Donbass-Republiken unter den Schutz von Artikel 7

    der Resolution 3314 (XXIX). Sie hatten das Recht, verbündete Staaten um

    militärische Unterstützung zu bitten und diese auch zu erhalten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Erinnerung an November-Termine des Friedensbüros

    aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 7. November 2025, 13:11 Uhr


    Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,


    Wir möchten euch noch einmal auf unsere Veranstaltung mit Dr. Petra Erler aufmerksam machen:


    Freitag 14. November 2025 um 19.00 Uhr im Freizeitheim Linden Windheimstr.2, Straßenbahn 10 HS Freizeitheim Linden

    „Ernstfall Frieden“! Ein langer Weg für Europa? https://frieden-hannover.de/ernstfall-frieden-ein-langer-weg-fuer-europa/

    Dies ist unser Beitrag zur Friedensdekade, die unter dem Motto: „Komm den Frieden wecken“ steht. Frau Dr. Erler fordert die Rückkehr zur Dialogbereitschaft, und zu vertrauensbildenden Maßnahmen:

    „Die Entspannung ist kein gescheitertes Konzept! Gescheitert ist vielmehr eine Politik, die glaubt, auf Entspannung verzichten zu können und es notfalls auch auf einen Krieg ankommen zu lassen.“

    Die Auseinandersetzung darüber muss und kann hier geführt werden – zur Sicherung unseres Überlebens!


    Zur Ökumenischen Friedensdekade gibt es am Sa 15.11. ab 14 h eine Aktion auf dem Weisse-Kreuz-Platz, bei der bei Kaffee, Kuchen und Musik Menschen aus unterschiedlichen Gruppen zum „Friedenwecken“ zusammenkommen sollen.

    Weitere Termine sind unter https://www.friedenskooperative.de/termine zu finden.


    Weitere Termine:


    Am Mo 10.11. liest ab 19 h im Fzh Linden bei der Palästina-Initiative der Psychologe Brian K. Barber aus seinem Buch über die Lebensgeschichten von 3 Familien im Gazastreifen


    Vielleicht hat jemand Zeit, die Aktion einiger Aktiver in Hildesheim in der Fussgängerzone für Frieden und gegen Anwerbungsaktionen der Bundeswehr am   Di 11.11. um 16Uhr bis ca 17.30 zu unterstützen.


    Di 11. November 2025 um 19 Uhr im Pavillon

    Wieso „Erstschlagfähig“? Die Kampagne gegen neue Mittelstreckenwaffen in Deutschland https://frieden-hannover.de/wieso-erstschlagfaehig-die-kampagne-gegen-neue-mittelstreckenwaffen-in-deutschland/

    Das Thema des Friedenspolitischen Arbeitskreises am Di 11. November 2025 um 19 Uhr im Pavillon ist die Vorstellung und das Ziel der Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig“.


    Unsere IPPNW-Ausstellung "Hiroshima – Nagasaki

    vom 22.10. – 19.11.2025 " in der VHS, Burgstraße 14 – 2.Etage,

    läuft weiter. Bei der Finissage am 18.11.25, 18.00 Uhr wird der Film gezeigt, den 2 Hannoversche Jugendliche in diesem Jahr in Hiroshima drehten.

    Veranstalter: Hiroshima-Bündnis Hannover und Friedensbüro Hannover e.V.


    Samstag 22.11.2025 | Beginn 19:00 Uhr / Einlass ab 18:00 Uhr

    Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Str. 101, Stadtbahnlinie 5 - Stöckener Markt

    „Kanjiru – Palästinensisch-Syrische Musik trifft auf Jazz und Weltmusik“

    Ein Konzert von Aeham Ahmad, dem 2015 aus Damaskus geflüchteten Pianisten, und Tobias Schulte, gefragter Percussionist in der Jazz-Szene — gemeinsam ausgezeichnet mit dem Weltmusikpreis „Creole“.

    Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-Inhaber

    Das Konzert veranstaltet die Palästina Initiative Region Hannover zum Aktionstag des Menschenrechtsbündnisses: „Zusammen Zukunft schaffen — Solidarische Perspektiven realisieren“.


    Die Karten sind auch zu erhalten bei unseren Mahnwachen, die im November donnerstags von 16.30-17.30 am Schillerdenkmal stattfinden – wer mag, kann sich dazustellen.


    Mit solidarischen Grüßen

    Agnes

    Friedensbüro Hannover

    ---

    To unsubscribe: <mailto:fb-info-unsubscribe@lists.riseup.net>

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Studie angespannte Mitte der FES

    aus e-mail von Karin Gerlich, 7. November 2025, 12:47 Uhr


    Hallo Zusammen,


      Die Friedrich Ebert Stiftung hat eine Studie zur Demokratie

    herausgegeben unddie Rückgang zum Vertrauen der Demokratie ist eher

    erschreckend, auch wenn es weiterhin eine Mehrheit noch so sieht, dass

    die Demokratie die richtige Regierungsform ist. Heute sind die zeitungen

    zur Auswertung dieser Studie voll, ich sende sie euch zu.


    Grüße Karin Gerlich


    *„Schmidts philosophische Hausapotheke“

    **https://www.helmut-schmidt.de/aktuelles/detail/helmut-schmidts-philosophische-hausapotheke*


    *Helmut Schmidts „philosophische Hausapotheke“*


    *„Krisensituationen zwingen einen handelnden, verantwortlichen Politiker

    zur Philosophie“:

    Das antwortete Helmut Schmidt einmal auf die Frage, ob er je bei

    politischen Entscheidungen

    Philosophen zu Rate gezogen habe.*


    **


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    gewerkschaftsforum.de / neue artikel

    Laurenz Nurk, 7. November 2025, 12:34 Uhr


    Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    wir möchten euch auf neue Artikel auf https://gewerkschaftsforum.de/ aufmerksam machen:



    Zur konkreten Lebenssituation überschuldeter Menschen – Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt an



    Im September 2025 ist nicht nur die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen hat sich in diesem Zeitraum um 12,9 Prozent erhöht. Im ersten Halbjahr 2025 wurden rund 37.700 Verbraucherinsolvenzen gemeldet, das ist ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 35.380 Fällen.

    Dieser Trend zeichnet sich seit drei Jahren ab und die Fallzahlen bei Privatpersonen steigen weiter kontinuierlich an.


    Hauptgründe dafür sind die aktuellen Wirtschafts- und Umweltkrise, die Megaaufrüstungskosten und die hohen Inflationsraten, sowie die horrenden Preissteigerungen in der Vergangenheit.


    Die Gefahr für Einzelpersonen und Familien ist sehr groß, in eine Situation zu geraten, die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit genannt wird. Bezeichnend für so eine Lebenssituation ist, dass die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken und die Schulden sich auftürmen.

    Im Gegensatz zu Unternehmen, haben Privatpersonen nicht die Verpflichtung, bei Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag zu stellen. Das ist auch gut so, denn für arme Menschen ist eine Insolvenzanmeldung auch nicht immer eine angemessene Möglichkeit, der Schuldenspirale zu entkommen.  weiterlesen →-------------------------------------------------------------------------------------------------

    Stets kompromissbereit



    Die Gewerkschaften, der Unternehmenserfolg und das kostbare Gut Arbeitsplatz. Betriebsräte wollen Stellen erhalten und sich für den Erfolg »ihres« Betriebs einsetzen – ein unlösbarer Widerspruch


    Von Suitbert Cechura


    Deutsche Unternehmen überbieten sich in Sachen Arbeitsplatzabbau sowie Entlassungen und blamieren damit die Gewerkschaften, deren Vertreter in Gestalt der Betriebsräte immer wieder Lohnsenkungen zur Arbeitsplatzsicherung mit den betreffenden Chefetagen vereinbart hatten. Und was machen die Gewerkschaftsführungen? Sie betätigen sich weiterhin ungerührt als Lobbyisten für den Erfolg deutscher Unternehmen, obwohl deren Erfolgsstrategien unmittelbar den Gegensatz zu den geschätzten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hervortreten lassen.

    So veranstaltete die IG Metall jüngst eine Industriekonferenz, auf der sie nicht mit dem Einsatz für die von ihr vertretenen abhängig Beschäftigten, sondern mit der Forderung nach einem »neuen Realismus in der Industriepolitik« Punkte machen wollte. Der verlange ein Eingreifen des Staates – allerdings nicht zum Wohle der Beschäftigten, die immer wieder unter die Räder kommen, sondern der Unternehmen, die schwere Not leiden (junge Welt, 24.9.2025). Wie passt das zusammen?  weiterlesen →-----------------------------------------------------------------------------------------------------

    Berufsausbildung im Dauerkrisenmodus: Ergebnis mangelhafter Berufsberatung und Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit



    In Deutschland sind aktuell und offiziell 47,5 Millionen Menschen erwerbstätig, so viele wie nie zuvor. Das entspricht einer Quote von 77 Prozent aller Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. 35 Millionen von ihnen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, doch arbeitet die Hälfte der erwerbstätigen Frauen, meist unfreiwillig, in unterbezahlter Teilzeit oder Minijobs. Dagegen sind 3,5 Millionen Menschen erwerbslos bzw. unterbeschäftigt bei 750.000 gemeldeten offenen Stellen.


    Im vergangenen Jahr stieg die Arbeitsproduktivität gesamtwirtschaftlich um gut ein Prozent, im verarbeitenden Gewerbe um drei Prozent und in der Autoindustrie um mehr als fünf Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl registrierter arbeitsloser Menschen auf knapp 2,8 Millionen, ebenso die Anzahl der ausschließlich geringfügig Entlohnten auf 4,25 Millionen.


    Während die Unternehmen lautstark einen Fachkräftemangel beklagen, bleiben 2,5 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 34 Jahren ohne eine abgeschlossene Ausbildung zurück.


    Laut Bundesinstitut für Berufsbildung gingen die Ausbildungsverträge 2024 um 0,5 Prozent gegenüber 2023 auf 486.700 zurück, gleichzeitig blieben aber fast 70.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. 2024 bildeten nur knapp 19 Prozent aller Betriebe aus.


    Das ist auch das Ergebnis einer mangelhaften Berufsberatung und Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit.  weiterlesen →

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    Hartz IV ist zurück



    Von Inge Hannemann


    Da sind wir also wieder bei Hartz IV. Oder soll ich besser sagen: Hartz V, Hartz IV? „Das Bürgergeld ist jetzt Geschichte“, so CSU-Chef Markus Söder bei der Vorstellung zur „neuen Grundsicherung für Arbeitssuchende“ am 9. Oktober. Dieser Reform ist eine längere Diskussion vorausgegangen. Aber noch viel länger läuft die hanebüchene, äußerst stigmatisierende und diffamierende Kampagne von konservativen und rechten Parteien über die vermutlich vielen tausend Totalverweigerer, die faul in der sozialen Hängematte liegen, um den Sozialstaat auszunutzen.


    Im Schlepptau die SPD, die nun erneut die Verschärfungen mitträgt. Vergessen, dass Hartz IV ihr einst das Genick gebrochen hat. Das Vertrauen ging verloren und damit auch viele Wählerinnen und Wähler. Erneut tappen sie in die Falle von Hartz IV. So ist die SPD-Co-Chefin Bärbel Bas der Ansicht, dass sie „Arbeit statt Arbeitslosigkeit“ fördern, in dem sie der Vermittlung in Arbeit den Vorrang geben vor einer Qualifizierung. Auch das hatten wir schon.  weiterlesen →

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    Rede zum Tag des Westfälischen Friedens – Osnabrück, 24. Oktober



    Von Andreas Buderus 


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    liebe Osnabrückerinnen und Osnabrücker,

    liebe Freundinnen und Freunde des Friedens,

    wir stehen heute hier – mitten in der Friedensstadt Osnabrück – am 24. Oktober, dem Tag des Westfälischen Friedens.

    Hier, in dieser Stadt, endete vor 377 Jahren der Dreißigjährige Krieg – ein Krieg, der Europa verwüstete wie kaum ein anderer. Seine Gräuel wurden erst über 300 Jahre später übertroffen, durch die Massengemetzel des 1. und 2. Weltkrieges mit ihren insgesamt über 90 Millionen Toten, dem industriellen Massenmord an den Europäischen Juden und Sinti und Roma, dem noch einmal 7 Millionen Menschen zum Opfer fielen, und dem ersten – von den USA verantworteten Abwurf von Atombomben auf Menschen in Hiroshima und Nagasaki. weiterlesen →--------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Antikriegstag ohne Anti? Antikriegsprotest und Gewerkschaften



    Eins muss man dem DGB lassen: In Sachen Brauchtumspflege ist er schwer auf Draht und vergisst keinen Antikriegstag. Oppositionelle Gewerkschaftskreise sind davon aber nicht erbaut, sie vermissen den Protest und befürchten Unterstützung der Kriegstreiberei.


    Von Johannes Schillo  


    Zum diesjährigen Antikriegstags-Aufruf des DGB hat z.B. die gewerkschaftliche Basisinitiative Home | Sagt NEIN!, die aus der Verdi-Opposition kommt und an der Vernetzung mit anderen Kriegsgegner*innen arbeitet (z.B. auf der letzten Konferenz in Salzgitter), entschiedenen Einspruch angemeldet. Die Initiative, die bisher 28.000 Unterschriften für ihren eigenen antimilitaristischen Appell eingesammelt hat (Website: sagtnein.de), findet empörend, was in der DGB-Erklärung steht, und besonders auch das, was nicht in ihr steht. Zwar im Ton leise, im Inhalt aber „robust“ stimme die Arbeiter*innenvertretung ihre Mitglieder auf den Kurs von Hochrüstung und Kriegsvorbereitung ein.


    Ein Kernsatz aus dem Aufruf: „Auch der DGB sieht die Notwendigkeit, die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit Europas zu stärken.“ Der gegenwärtige Regierungskurs erhält mit solchen Aussagen offenkundig seine Bestätigung (einschlägige Stellungnahmen und Materialien dazu finden sich auf der Website: gewerkschaftsforum.de.

    Erste Priorität hat die Herstellung einer neuen deutschen Großmachtrolle, wofür die Regierung rasch das Grundgesetz passend macht und Rüstungsanstrengungen in Billionenhöhe auf den Weg bringt.  weiterlesen →-----------------------------------------------------------------------------------------------------


    Bundeswehr: Mit Zwang in den Krieg – Kabinett beschließt Wehrdienst-Modernisierungsgesetz



    Von Martin Singe


    Am 27. August 2025 verabschiedete das Bundeskabinett das von Pistorius auf den Weg gebrachte neue Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG). Kurz vor dieser Entscheidung war im Juni bekannt geworden, dass die Anforderungen der NATO an die Truppengröße der Bundeswehr zahlenmäßig erheblich höher liegen als bislang gedacht. Die Bundeswehr soll deswegen auf 260.000 (statt aktuell 180-190.000) aktive Soldat*innen und die Reserve von 100.000 auf 200.000 Mann/Frau anwachsen. Deshalb wurden offensichtlich die Zwangsschrauben im Gesetz auch schon vor der möglichen Wiedereinführung der alten Wehrpflicht verschärft angezogen.  weiterlesen 

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    Klassenkampf statt Denkmal – Eine Sammlung mit Briefen, Reden und Interviews erinnert an den Widerstandskämpfer und Gewerkschafter Willi Bleicher



    Von Peter Nowak 

    Zum 80. Jahrestag der Zerschlagung des Nationalsozialismus wurde dieses Jahr einmal mehr deutlich, wie sehr die Antifaschist*innen heute fehlen, die im Widerstand waren und über ihre Zeit in der Illegalität, im Exil und meistens in den faschistischen Konzentrationslagern berichten konnten. Es war nur eine kleine Zahl von Männern und Frauen, die aber in der BRD zahlreiche junge Menschen beeindruckten und mit dazu beigetragen hatten, dass diese selbst Antifaschist*innen wurden. Zu diesen inspirierenden Personen gehörte auch Willi Bleicher. Dass er heute fast vergessen ist, liegt auch daran, weil er schon 1981 mit 74 Jahren verstorben ist. Es ist daher überaus verdienstvoll, dass der Historiker Hermann G. Abmayr im Schmetterling-Verlag unter dem Titel »Texte eines Widerständigen« auf über 450 Seiten nun Schriften von Bleicher veröffentlicht und politisch eingeordnet hat.  weiterlesen →


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    Herzliche Grüßevon den Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Dialog statt Konfrontation mit Russland - Für den Frieden!

    Screenshot_2025_11_07_at_14_06_51_Dialog_statt_Konfrontation_mit_Russland_F_r_den_Frieden_

    Basilius-Kathedrale in Moskau - Bild: Christian Müller


    Mein Freund und Russlandkenner Vital Burger steht seit Jahren für den Dialog mit Russland - und auch dem Iran - ein. Er widmet sein Leben für diesen Dialog, indem er Reisen nach Russland und in den Iran veranstaltet. Dies ist ein Reiseaufruf!


    forumgeopolitica.com, Fr. 07 Nov 2025, Peter Hänseler

    358 3

    Folgende Organisationen unterstützen diesen Aufruf: zeitpunkt.ch, globalbridge.ch, schweizer-standpunkt.chalpenparlament.ch, schweiz-russland.org (Gesellschaft Schweiz–Russland), freie-meinung.ch (Bürger für Bürger)

    Einleitung

    Europa befindet sich in einer der gefährlichsten Phasen seit Ende des Kalten Krieges. Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon mehrere Jahre, ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Waffenlieferungen, Wirtschaftssanktionen, Informationskriege und gegenseitige Schuldzuweisungen verschärfen die Spannungen zwischen Ost und West immer weiter. Stimmen, die zur Mäßigung und zum Dialog aufrufen, sind selten. Stattdessen droht ein neuer Eiserner Vorhang, begleitet von wachsender Militarisierung und dem Risiko eines großen europäischen Krieges.

    Gerade in dieser Situation braucht es Menschen, die Brücken schlagen, statt Mauern zu errichten. Wer Frieden mit seinem Nachbarn will, muss bereit sein, ihm zuzuhören – auch dann, wenn man seine Ansichten nicht teilt. Zuhören bedeutet nicht zustimmen, sondern verstehen wollen. Nur wenn man auch die Sorgen, Wahrnehmungen und Ängste der anderen Seite kennt, kann man Wege zu einer echten Verständigung finden.

    Dialogreise nach Moskau: 24.–31. Januar 2026

    Route: Zürich – Istanbul – Moskau und zurück
    Dauer: 7 Tage

    Während der Reise werden die Teilnehmenden in Moskau mit bekannten russischen und schweizerischen Persönlichkeiten zusammentreffen, darunter:

    • Dmitry Orlov, russischer Publizist (zugesagt)

    • Peter Hänseler, Herausgeber ForumGeopolitca (zugesagt)

    • Karl Eckstein, Jurist und ehemaliger Honorarkonsul der Russischen Föderation in der Schweiz (zugesagt)

    • Ferdinand Muheim, Volksdiplomat (zugesagt)

    • Ramon Schenk, Schweizer Landwirt bei EkoNiva in Russland (zugesagt)

    Neben den Gesprächen ist auch ein symbolischer Akt der Freundschaft geplant: die Verteilung von Sbrinz-Käse mit warmer Schweizer Milch auf dem Roten Platz — als Zeichen der Wertschätzung und Offenheit zwischen den beiden Ländern.

    Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des landwirtschaftlichen Betriebs von Ramon Schenk in der Nähe von Moskau, wo sichtbar wird, wie Schweizer Know-how und russische Agrartradition zusammenwirken können.

    Das Rahmenprogramm umfasst außerdem Stadtrundgänge und – auf Wunsch – den Besuch des legendären Bolschoi-Theaters.

    Warum jetzt?

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind auf einem Tiefpunkt. Sanktionen, Medienkampagnen und gegenseitiges Misstrauen haben das Klima vergiftet. Die Schweiz, einst ein Symbol für Neutralität und Vermittlung, droht in der geopolitischen Blockbildung ihre Rolle als Brückenbauerin zu verlieren.

    Umso wichtiger ist es, dass Bürgerinnen und Bürger diese Aufgabe übernehmen – mit Offenheit, Respekt und Bereitschaft zum Gespräch. Diese Reise ist kein politisches Statement, sondern ein Versuch, das Verständnis für die russische Gesellschaft zu vertiefen. Denn wer nur eine Seite hört, versteht am Ende keine.

    Praktische Informationen

    Kosten: CHF 1.850.–
    Inklusive Visum, Flug ab/bis Zürich, Unterkunft mit Frühstück im Mittelklasshotel, Moskauer Transportkarte, Schweizer Reiseleitung.
    Anmeldung: info@eurasien.ch
    Telefon: +41 41 260 51 69

    Unterstützt von

    zeitpunkt.ch, globalbridge.ch, schweizer-standpunkt.ch, forumgeopolitica.com, alpenparlament.ch, schweiz-russland.org (Gesellschaft Schweiz–Russland), freie-meinung.ch (Bürger für Bürger)

    Über den Veranstalter

    Verein Eurasien
    Gerliswilstrasse 69, CH-6020 Emmenbrücke
    Telefon: +41 41 260 51 69
    Webseite: www.eurasien.ch
    E-Mail: info@eurasien.ch

    Der Verein Eurasien hat sich zum Ziel gesetzt, die Verständigung zwischen den Völkern des eurasischen Kontinents zu fördern. In Zeiten wachsender Spaltung bringt der Verein Menschen aus Ost und West zusammen, um Vorurteile abzubauen und den gegenseitigen Meinungsaustausch zu stärken. Nur wer den anderen einigermassen kennt, kann Frieden mit ihm finden.

    3 Kommentare zu
    «Dialog statt Konfrontation mit Russland - Für den Frieden!»


    Klaus Baltzer Fr. 07 Nov 2025, 9:52

    Ich, 71 Jahre jung, West-Deutscher, kann eine nach und durch Russland nur empfehlen. Die Erlebnisse, Emotionen alles unvergesslich und beeindruckend! Ich bereiste Russland, damals Soviet-Union erstmals 1988. ...
    Lasst Euch Russland/Putin nicht als Feind "verkaufen"!
    Ich erinnere stets an die "Ausgestreckte Hand" Russlands und die Rede Putins vor dem Deutschen Bundestag.
    MfG K. Baltzer

    Auf diesen Kommentar antworten

    joseph Fr. 07 Nov 2025, 13:01

    Schade, dass ich nicht 10 Jahre jünger bin, ich wüsste, wohin und wann meine nächste Reise ginge. Aber ich bin auf jeden Fall im Geiste dabei und begleite alle klugen Mitreisenden.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf barbara ihle Fr. 07 Nov 2025, 13:36

    ja, so geht’s mir auch, lieber josef!
    bin 76 und diese reise lockt mich sehr….?
    herzlichst, barbara


    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/dialog-statt-konfrontation-mit-russland-fr-den-frieden


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Der Deal, der nie zustande kam: Washington schlug vor, Moskau stimmte zu – und Trump blockierte ihn

    Screenshot_2025_11_07_at_13_52_39_Der_Deal_der_nie_zustande_kam_Washington_schlug_vor_Moskau_stimmte_zu_und_Trump_blockierte_ihn

    forumgeopolitica.com, Fr. 07 Nov 2025, Felix Abt

    Ein Waffenstillstand in Saporischschja und Cherson, inklusive des ukrainischen Rückzugs aus dem Donbass, lag auf dem Tisch. Moskau war bereit – doch Washington zog sich im letzten Moment zurück und ließ die Vereinbarung platzen.


    Der Deal, der nie zustande kam offenbart, wie Trumps transaktionale Diplomatie – von Seoul bis Anchorage – aus einer greifbaren Friedensmöglichkeit eine verpasste Chance machte.

    Der vorgeschlagene Plan – etwas in der Art eines ‚Istanbul Plus‘ – wurde von Washington formuliert und dann abrupt fallengelassen. Von Lawrows aufschlussreichem Interview, das wir unten besprechen, bis zum Zusammenbruch des Alaska-Gipfels zeigt dieses Ereignis, wie ein von den USA initiierter Waffenstillstandsplan in der Ukraine scheiterte, Russland skeptisch zurückließ, die diplomatischen Kanäle einfrieren ließ und die militärischen Spannungen eskalieren ließ.

    Eine einmalige Gelegenheit, die den Kriegsverlauf hätte verändern und Washingtons internationale Glaubwürdigkeit hätte stärken können, blieb ungenutzt – ein Lehrstück darüber, wie kurzfristige politische Kalküle langfristige Friedenschancen zerstören können.

    Trumps Muster der transaktionalen Diplomatie

    Präsident Donald Trump besuchte kürzlich Südkorea, wo er zeremonielle Ehren erhielt und ein neues Handelsabkommen verhandelte. Berichten zufolge stimmte Trump zu, die US-Zölle auf südkoreanische Exporte zu senken, im Austausch für Südkoreas Zusage, etwa 350 Milliarden Dollar in die USA zu investieren.

    Dieser Deal illustriert Trumps typische Taktik: Er setzt erdrückende Zölle ein, erzwingt gigantische Investitionszusagen – und rollt die Zölle anschließend wieder zurück. Dieselbe Taktik wendete er bei der EU, Japan und anderen an – während China standhaft blieb und zurückschlug. Der Ansatz wirkt weniger wie eine kohärente protektionistische Politik, sondern eher wie ein Schutzgelderpressungs-System der 1920er Jahre, eher an Mafia-Erpressungen erinnernd als an moderne Staatskunst. Viele zweifeln daran, dass die zugesagten Investitionen jemals realisiert werden, und der Oberste Gerichtshof der USA wird demnächst die Verfassungsmäßigkeit von Trumps Zollstrategie prüfen – von vielen als Zwangsdiplomatie und nicht als solide Wirtschaftspolitik betrachtet.

    Dieses Vorgehen spiegelt Trumps Methoden auch in anderen Bereichen wider, insbesondere im Umgang mit Russland. Während des Gipfels in Anchorage schlug Trumps Gesandter einen Friedensplan für die Ukraine vor, den Moskau akzeptierte. Trump zog sich jedoch später zurück, stellte neue Forderungen, diffamierte Putin öffentlich und eskalierte die Spannungen durch Drohungen mit Sanktionen und Raketenstationierungen. Das Muster – Getöse, theatralisches Deal-Making und Rückzug – ist ein prägendes Merkmal seiner Außenpolitik geworden und hat die Glaubwürdigkeit der USA in den Augen vieler internationaler Beobachter stark geschwächt.

    Der russische Analyst Dmitri Trenin schrieb in Kommersant, einer Zeitung, die in Russlands Wirtschaftskreisen weit gelesen wird, über Moskaus sich wandelnde Wahrnehmung Trumps und deutete an, dass bedeutsame Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und den USA in absehbarer Zeit unwahrscheinlich sind. Seine Analyse porträtiert Präsident Trump als:

    • unberechenbar und manipulierend, zwischen Drohungen und Charme wechselnd;

    • getrieben von persönlicher Glorie statt konsistenter strategischer Vision;


    • wirtschaftlich räuberisch, Zölle und Handelskriege einsetzend, um Rivalen zu unterdrücken;

    • stärker auf Optik als auf Substanz bedacht, Foto-Waffenstillstände einem dauerhaften Frieden vorziehend.


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    Dmitri Trenin in Kommersant – Screenshot mit englischer Übersetzung aus dem Russischen


    Trenin kommt zu dem Schluss, dass Russland keine bedeutenden Verhandlungen mit Trump mehr erwartet, nachdem die Grenzen seiner tatsächlichen Macht innerhalb des amerikanischen Systems, also des permanenten Deep State, erkannt wurden. Dennoch habe Moskaus Engagement mit Trump – die sogenannte „besondere diplomatische Operation“ – einen strategischen Zweck erfüllt: Es signalisierte wichtigen Partnern wie China, Indien und Brasilien, dass Russland zu Dialogen offen bleibe und, solange es keine westliche Einmischung oder Behinderung durch das banderistische Regime gebe, an einer friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts interessiert sei. Gleichzeitig beruhigte es die russische Öffentlichkeit über die Entschlossenheit ihrer Führung und verstärkte die Überzeugung, dass nur militärischer Erfolg – nicht US-vermittelte, zwanghafte „Diplomatie“ – Russlands langfristige Ziele in der Ukraine sichern könne.

    Lavrovs Interview: Neue Einblicke in einen gescheiterten Friedensplan

    In einem kürzlichen Interview mit einem ungarischen YouTube-Kanal – dem gleichen, der gelegentlich auch vom ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán genutzt wird – gab Russlands Außenminister Sergej Lawrow Einblicke in die diplomatischen Austausche zwischen den USA und Russland seit Mitte des Jahres. Seine Aussagen klärten mehrere Unsicherheiten rund um den Alaska-Gipfel und den abgesagten Budapest-Gipfel und boten einen seltenen Blick auf Verhandlungen, die den Kriegsverlauf hätten verändern können.


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    Der Alaska-Gipfel und der US-Vorschlag

    Laut Lawrow reiste Präsident Wladimir Putin nach Alaska, nachdem ihm Tage zuvor ein von Trumps Gesandtem Steve Witkoff nach Moskau gebrachter Plan übermittelt worden war. Putin prüfte den US-Vorschlag im Detail, Witkoff war anwesend, und bestätigte, dass Moskau bereit war, ihn anzunehmen – obwohl der Plan vollständig amerikanischen Ursprungs war.

    Der Vorschlag sah einen Waffenstillstand in den Regionen Saporischschja und Cherson im Austausch für den ukrainischen Rückzug aus dem Donbass vor. Im Gegensatz zu vielen westlichen Medienberichten handelte es sich hierbei nicht um eine russische Friedensinitiative, sondern um einen amerikanischen Vorschlag, zuerst von Washington formuliert und präsentiert.

    Zusammenbruch des Deals

    Putin erwartete Berichten zufolge, dass Trump die Vereinbarung während ihres Treffens in Alaska formell bestätigen würde. Stattdessen zögerte Trump, mit der Begründung, er müsse zunächst Verbündete und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj konsultieren.

    Selenskyj und europäische Führungspersönlichkeiten lehnten sofort jegliche Vereinbarung ab, die einen ukrainischen Rückzug aus dem Donbass vorsah. Sie bestanden darauf, dass Kyivs NATO- und EU-Bestrebungen unverhandelbar bleiben und dass ein Waffenstillstand entlang der bestehenden Frontlinien erfolgen müsse.

    Trumps Zögern – und sein Versäumnis, den Vorschlag seines Gesandten aufrechtzuerhalten – führten zum Scheitern des Deals. Das Kreml interpretierte diese Kehrtwende als weiteres Beispiel für amerikanische Unbeständigkeit und politische Schwäche und bekräftigte lang gehegte Zweifel an Washingtons Verlässlichkeit.

    Strategische Kalkulationen und Fehleinschätzungen

    Aus Washingtons Sicht glaubten die USA, dass Russland kurz davor war, den Donbass zu erobern, und sahen den Vorschlag als Möglichkeit, Hebelwirkung zu managen und eine diplomatische Ausstiegsmöglichkeit zu schaffen. Moskau hingegen betrachtete den amerikanischen Plan als Chance, territoriale Realitäten zu formalisieren und den Konflikt unter gegenseitig vereinbarten Bedingungen zu stabilisieren.

    Als Trump scheiterte, kam Moskaus Analyse zum Schluss, dass das Fenster für Kompromisse sich schloss. Mit dem Fortschreiten russischer Militäraktionen nahm der Anreiz für Verhandlungen ab – künftige Ergebnisse würden somit eher auf dem Schlachtfeld als am Verhandlungstisch entschieden.

    Historischer und territorialer Kontext

    Lawrow bekräftigte erneut, dass Saporischschja – gegründet im Zarenreich unter Katharina der Großen – und Cherson historisch zum eigenen Staatsgebiet gehören. Ihre Eingliederung in die Ukraine sei, so Moskau, lediglich das Ergebnis sowjetischer Verwaltungsentscheidungen. Der Kreml ist inzwischen überzeugt, dass weder die USA noch westliche Garantien russische Interessen in diesen Regionen verlässlich schützen würden. Diese Wahrnehmung hat Russlands Haltung weiter verhärtet und die Bereitschaft, neue westliche Vorschläge zu prüfen, deutlich verringert.

    US-russische Raketendynamik

    Ein weiterer zentraler Punkt, der die Spannungen zwischen den USA und Russland definiert, betrifft Raketeneinsätze. Russland betrachtet Langstreckenraketen – darunter Systeme wie Tomahawk, Taurus und Storm Shadow – als rote Linien, deren Einsatz den Konflikt unkontrollierbar eskalieren lassen könnte.

    Als Reaktion hat Moskau die Produktion seiner nuklearbetriebenen Marschflugkörper Burevestnik beschleunigt und die Stationierung hypersonischer Waffen ausgeweitet, die jedes europäische Ziel erreichen können. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Militarisierung gescheiterter Diplomatie – ein Übergang vom Verhandlungstisch zur Abschreckung durch militärische Macht.

    Trumps Alaska-Risiko und seine Folgen

    Trumps Umgang mit dem Alaska-Vorschlag wird in Moskau weithin als inkonsequent, unentschlossen und politisch naiv angesehen. Trotz der Initiierung des Vorschlags gelang es ihm nicht, ihn gegenüber Putin zu bestätigen, mit Verweis auf weitere Konsultationen. Gleichzeitig trat er parallel mit Chinas Präsident Xi Jinping in Kontakt, offenbar in der Annahme, sowohl Peking als auch Moskau gleichzeitig unter Druck setzen zu können.

    Russische Beobachter werteten diese Schritte als strategisch inkohärent und beispielhaft für Trumps fehlerhaftes Verständnis globaler Machtverhältnisse. Trenin und andere Analysten argumentieren, dass dieses Ereignis das Vertrauen Moskaus in Washington dauerhaft beschädigt und die Volatilität US-amerikanischer Politik bei kurzfristigen inländischen oder persönlichen Interessen verdeutlicht.

    Aktuelle Lage

    Mit Russlands Konsolidierung der Kontrolle über Donbass und Südukraine sind die Aussichten auf einen US-vermittelten Kompromiss praktisch verschwunden. Russische Hardliner, durch das Scheitern des Alaska-Plans bestätigt, sind nun noch weniger verhandlungsbereit.

    Die diplomatischen Kanäle zwischen Washington und Moskau bleiben minimal, während die militärischen Risiken – insbesondere im Hinblick auf mögliche Raketenkonfrontationen in Europa – steigen. Lawrow machte deutlich, dass Russlands rote Linien notfalls militärisch durchgesetzt werden.

    Wichtige Erkenntnisse

    • Der Alaska-Waffenstillstandsplan wurde ursprünglich von den USA vorgeschlagen, nicht von Russland.

    • Der Plan scheiterte aufgrund US-amerikanischer Unentschlossenheit und der ukrainisch-europäischen Ablehnung territorialer Kompromisse.

    • Russland betrachtet Regionen wie Donbass, Saporischschja und Cherson als historisch legitime russische Gebiete.

    • Trumps transaktionaler Stil, sowohl in Südkorea als auch in Anchorage sichtbar, zeigt ein Muster coerciver, kurzfristiger Deal-Making-Strategien.

    • Moskaus Misstrauen gegenüber Washington hat sich vertieft; die USA werden als unzuverlässig, politisch fragmentiert und unfähig zu nachhaltiger Diplomatie wahrgenommen.

    Diplomatie als Schutzgelderpressung

    Trumps Außenpolitik vermischt zunehmend wirtschaftliche Einschüchterung mit diplomatischer Schau. Ob in Seoul oder Anchorage, das Muster bleibt gleich: massiver Druck, enorme Zusagen extrahieren, Erfolg reklamieren und weitermachen.

    Doch diese Strategie – teils politisches Theater, teils Zwang – könnte sich letztlich rächen. Sollte Russland jemals die stenografischen Aufzeichnungen der Anchorage-Gespräche veröffentlichen, könnten sie Trump als doppeldeutig und schwach entlarven, was seine internationale Glaubwürdigkeit weiter untergräbt.

    Der „Deal, der nie zustande kam“, steht nun als warnendes Beispiel: ein Moment, in dem persönliche Ambitionen und transaktionale Diplomatie strategische Weitsicht überschatteten. Er zeigt, wie das Streben nach kurzfristiger Optik langfristigen Frieden und die Diplomatie selbst untergraben kann.


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    2 Kommentare zu
    «Der Deal, der nie zustande kam: Washington schlug vor, Moskau stimmte zu – und Trump blockierte ihn»


    joseph Fr. 07 Nov 2025, 12:57

    Ich erinnere mich, dass Peter Hänseler vor einiger Zeit (ich weiss nicht mehr genau, um welche Trumpsche Kehrtwendung es sich gehandelt ha), klar geschrieben hat, dass diejenigen, die noch an Trumps Handlungsfähigkeit oder -willen glaubten, (so ungefähr), Idioten seien. Recht hat er gehabt! Die ixte Bestätigung wurde in diesem Beitrag gemacht. Klar ist auf jeden Fall: Trump ist ein guter Schauspieler à la Selenskyi, aber er ist sehr schwach, absolut keine Führungspersönlichkeit, und die Russen werden sicher nie mehr auf diese Lügner und Verbrechertypen hereinfallen.

    Auf diesen Kommentar antworten

    beat schaller Fr. 07 Nov 2025, 13:14

    Danke, dass diese Fakten hier wieder so deutlich und klar auf den Tisch kommen. Die USA scheinen ihr eigenes Harakiri aus eigenem Antrieb voranzutreiben. Weiter zeigen sie der Welt, dass ihr Hunger auf mehr Krieg offensichtlich noch nicht gestillt ist. Venezuela ist gerade an überkochen. Ob das zu einem weiteren, für die USA verlorenen Krieg führt, wird sich noch weisen. Aber, leider habe sie noch keine Kriegsbremse in ihrem Arsenal gefunden. Allerdings scheint es für den Rest der Welt doch kaum mehr übersehen zu werden. b.schaller

    Auf diesen Kommentar antworten


    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/der-deal-der-nie-zustande-kam-washington-schlug-vor-moskau-stimmte-zu-und-trump-blockierte-ihn


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Wie Städte Abschottung erzeugen„Der Glaube, dass wir uns verändern können, geht verloren“

    taz.de, vom 5.11.2025, 7:28 Uhr, Interview von Clemens Böckmann und Carolin Haentjes

    AfD-Wahlkampf in Berlin: Trotz Großstadtfeindschaft bearbeiten Rechte Städte politisch Foto: Sebastiab Wells/ostkreuz


    Städte gelten als progressiv, doch auch dort gewinnen Rechte Stimmen. Zwei Forschende erklären, warum fehlende Zukunftsvisionen eine Gefahr sind.

    taz: Herr Mullis, Sie haben einen Vortrag gehalten mit dem Titel „Städte. Ein progressiver Leuchtturm?“ Es gibt die weitverbreitete Annahme, dass rechte Landnahme vor den Städten Halt macht. Ist das so?

    Daniel Mullis: Wenn man auf die Landkarten blickt, die nach jeder Wahl erscheinen, dann kann dieser Eindruck entstehen. Dabei differenzieren Wahlergebnisse innerhalb von Städten sehr stark. Wir sehen seit 2017 insbesondere in den peripheren Lagen der Städte einen starken Zuwachs für die AfD. Oft sind das Stadtteile, die von Abstiegserfahrungen, sozialer Exklusion und Entdemokratisierungsprozessen betroffen sind, aber längst nicht nur: Auch in wohlhabenden Stadtteilen mit einer langen konservativen Tradition wird die extreme Rechte gewählt. Wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass auf allgemeiner Ebene in diesen Stadtteilen die Dynamiken ähnlich denen sind, die wir in ländlichen Gebieten beobachten. In Städten wie Cottbus, Dresden, Hanau oder Gelsenkirchen hat die AfD ganz starke Ergebnisse erzielen können. In NRW beispielsweise waren es die Städte, in denen die AfD in die Stichwahlen kam.


    Bild: Peter Jülich



    Im Interview: Daniel Mullis

    ist assoziierter Forscher am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (Prif). Aktuell arbeitet er am Thinktank Rechts­extremismus von Campact und verbindet dort Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Akteur*innen. 2024 veröffentlichte er „Der Aufstieg der Rechten in Krisenzeiten. Die Regression der Mitte“.


    taz: Wenn nicht Stadt oder Land den Unterschied macht, was wären die Faktoren, die stärker in den Blick genommen werden sollten?

    Mullis: Was hilft, die Entwicklungen zu analysieren, ist der Begriff der Peripherisierung. Peripherisierung kann räumlich und kollektiv sein, es kann sich aber auch um einen sehr persönlichen Effekt handeln. Wenn zum Beispiel weiße Männer das Gefühl haben, dass sie aus der gesellschaftlichen Zentralität herausgedrängt werden, ist auch das eine Erfahrung der Peripherisierung.

    taz: Wie wird denn im neurechten Diskurs auf Stadt geschaut?

    Mullis: Zum einen gibt es noch immer eine sehr starke Großstadtfeindschaft. Zu diesem Zweck wird immer wieder das Bild der migrantischen Stadt, der gefährlichen Stadt versucht herzustellen. Auf der anderen Seite sieht man, dass Städte gleichzeitig Orte sind, die sie gezielt für Demonstrationen nutzen und stadtpolitisch bearbeiten. Dazu werden Alltagsprobleme wie die Wohnungsfrage, marode Schulen oder Ausbildungsplatzmangel aufgegriffen. Immer in Verbindung mit dem Schüren von Rassismus.

    taz: Im Vortrag haben Sie gesagt: „Regression ist in vielen Städten zu einem Grundrauschen geworden.“ Was meinen Sie damit?

    Mullis: Dabei geht es um die Regression der politischen Mitte, welche wir in Frankfurt a. M. und in Leipzig erforscht haben. Wir haben festgestellt, dass die Erfahrung des demokratischen Verlusts, das Gefühl, nicht mehr gehört und repräsentiert zu werden, rassistische Ressentiments, aber auch Abstiegserfahrungen etwas sehr weit Geteiltes sind. Neoliberale Vergesellschaftungsformen haben Spuren hinterlassen. Das betrifft längst nicht nur Leute, die die extreme Rechte wählen, es setzt aber einen Prozess in Gang, bei dem sich die Leute anfangen einzuigeln. Sie verschließen sich der Gesellschaft und sind nicht mehr offen für Transformationsprozesse. Was beginnt zu dominieren, ist das Gefühl, etwas bewahren zu müssen. Das bezeichnen wir als regressiven Moment. Die radikale Rechte geht gezielt auf dieses Gefühl und gibt vermeintlich einfache Antworten. Dazu vermittelt die rechtsradikale Ideologie die passende Legitimation für das Gefühl des Einigelns und Abschließens. Mit der AfD gibt es eine vermeintlich demokratische Legitimation für dieses Gefühl.

    taz: Alexandra Schauer, Sie haben sich angeschaut, wie Menschen in der Gegenwart Räume beleben. Können Sie an Herrn Mullis Gedanken anknüpfen?

    Alexandra Schauer: Städte interessieren mich als Orte gemeinsamen Sprechens und Handelns, an denen über die zukünftige Gestaltung der Gesellschaft – teilweise auch gewaltsam – gestritten wird. Solche Orte haben im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts an Bedeutung verloren. Das sehen wir etwa an der fortschreitenden Privatisierung des städtischen Raums oder daran, wie öffentliche Plätze in halböffentliche Konsumsphären verwandelt werden. Auch ich beobachte das, was Daniel Peripherisierung genannt hat, ich würde aber noch einen Schritt weiter gehen: Der Glaube, dass wir Gesellschaft zum Besseren verändern können, geht verloren. Dort, wo die Idee einer besseren Zukunft für alle an Bedeutung einbüßt, verhärten sich Kämpfe um Selbstbehauptung. Bewahren, Abschotten, Verteidigen treten in den Vordergrund.


    Bild: ifs



    Im Interview: Alexandra Schauer

    ist Soziologin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main, wo sie zu destruktiven Krisenverarbeitungen forscht. 2023 erschien ihr Buch „Mensch ohne Welt“. Sie war Mitorganisatorin der Tagung „Gegen/Moderne“ an der Uni Basel.


    taz: Was hat die Veränderung von Raum und Öffentlichkeit mit der sogenannten Moderne zu tun?

    Schauer: Städte, an denen sehr unterschiedliche Klassen und Schichten aufeinandertreffen, werden erst in der Moderne zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Gleichzeitig entsteht mit der Zunahme gesellschaftlicher Austauschbeziehungen die Idee eines globalen Raums. Neu ist zudem das Tempo, mit dem sich das städtische Leben vollzieht. Im Zuge dieser Beschleunigung etabliert sich die Vorstellung einer offenen Zukunft, die durch den Menschen gestaltet werden kann. Die philosophischen Strömungen der Moderne haben dafür den Begriff des „menschengemachten Fortschritts“ geprägt. Und die Öffentlichkeit soll der Ort dieser politischen Zukunftsgestaltung sein.

    taz: Was bedeutet der Begriff Gegenmoderne in diesem Zusammenhang?

    Schauer: Mit dem Begriff soll angedeutet werden, dass das kulturelle Projekt der Moderne zunehmend als Ganzes infrage gestellt wird. Und das gilt nicht nur für rechte Gegenmobilisierung, sondern zum Teil auch für linke, etwa wenn angesichts des Klimawandels der Begriff des Fortschritts verabschiedet wird.

    taz: Was können wir dagegen tun?

    Mullis: Wir müssen uns vom Glauben verabschieden, das sei ein zeitlich begrenztes Phänomen. Wir leben in Zeiten mit fundamentalsten Herausforderungen. Die können beängstigend sein und regressive Muster befördern. Genau deshalb wäre es so zentral, gemeinsam als Gesellschaft an konkreten Zukunftsvorstellungen zu arbeiten. Daran scheitern gerade die politischen Parteien in Deutschland. Es braucht eine Vision, wo die Gesellschaft 2030, 2040 und 2050 sein kann. Das Versprechen der CDU, dass wir weiterhin in Einfamilienhäusern leben, Verbrennermotor fahren und unseren Wohlstand so halten können, wird kollabieren. Das Kartenhaus dieser falschen Versprechen wird zusammenbrechen, wer davon profitieren wird, ist zum aktuellen Stand die radikale Rechte. Aber nicht, weil sie so gut argumentieren würde, sondern weil wir als Gesellschaft ihr das Terrain überlassen. Es muss dringend ein Entwurf her, wie das gute Leben für alle aussehen kann.

    Schauer: In Berlin gab es eine große Zustimmung für die Kampagne zur Vergesellschaftung von Wohnraum, wobei selbst unter CDU-Wählern die Zustimmung zwischen 30 und 40 Prozent lag. Umgesetzt wurde dies nicht, vielmehr wurde auch die Mietpreisbremse rückgängig gemacht. Zugleich wäre dem Rückbau von Infrastruktur in ländlichen und deindustrialisierten Regionen entgegenzuarbeiten. Durch die Beseitigung seiner materiellen Triebkräfte würde einerseits dem Gefühl des Abgehängtseins entgegengetreten und es würden Orte für gesellschaftliche Begegnungen und Aushandlungsprozesse geschaffen.


    Info: https://taz.de/Wie-Staedte-Abschottung-erzeugen/!6123025/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Offener Brief aus Anlass der Kritik an Bischof Ibrahim Azar in Jerusalem

    aus e-mail von Katja Buck, 7. November 2025, 11:28 Uhr


    Ich bitte, Mehrfachsendungen zu entschuldigen.


    Liebe Alle, die den offenen Brief an die EKD mitunterzeichnet oder sich dafür interessiert gezeigt haben,


    Im Anhang finden Sie/findet Ihr die endgültige Version des Briefes, wie er heute Mittag an die EKD und die Kirchenleitenden verschickt wurde. Bitte nur noch diese Version des Briefes weiterleiten! Dies ist die offizielle Version.


    Wir haben an ein paar Stellen nachbessern müssen, weil Bischof Ibrahim Azar nun doch nicht zur EKD-Synode am Wochenende nach Dresden kommt. Auch sind wir sprachlich noch einmal über den Brief gegangen. Einigen aus der Runde hatten wir am Anfang zu harmlos formuliert, den anderen war manche Formulierung zu hart. Wir haben überlegt, was wir mit dem Brief erreichen wollen. Das ist ein Nach-, wenn's gut läuft - vielleicht sogar ein Umdenken in der EKD und in den Kirchenleitungen in Hinblick auf den Nahostkonflikt. Zu viel Konfrontation und Verallgemeinerung ist da manchmal wenig hilfreich. Wir wollen ja diejenigen in den Kirchenleitungen, die am gleichen Strang ziehen, unterstützen und nicht in den Rücken fallen. Wir hoffen, dass Ihr mit der endgültigen Version einverstanden seid. Eine Rücksprache mit jedem/jeder einzelnen war angesichts der riesigen Anzahl an Mitzeichnenden (s.u.) nicht möglich.


    Die Adressaten haben den Brief heute Mittag mit allen Unterschriften bekommen. Für die weitere Öffentlichkeit soll aber nur die Version ohne Namen kursieren. Mit solchen Namenslisten kann viel Unfug getrieben werden, zumal wenn die KI dabei behilflich ist. Ich bitte um Verständnis, dass wir auch in diesen Kreis nur den Brief ohne alle Namen schicken.


    Jetzt aber endlich zum überwältigenden Ergebnis dieser Aktion. Binnen 48 Stunden haben sich 580 (!!!) Personen zurückgemeldet und unterschrieben.Das hat gar nicht mehr aufgehört. Fast jede/r fünfte/r (knapp 20 Prozent) war eine Person im Pfarrdienst. Die Rückmeldungen kamen aus allen Landeskirchen, von (Theologie)studierenden, VikarInnen, Synodalen, Pröpsten,  KirchenmusikerInnen, ReligionspädagogInnen, zwei Altbischöfe sind dabei, von Mitarbeitenden in kirchlichen Werken, mehr als 30 ProfessorInnen und ganz viele, die in ihren Gemeinden sich seit Jahren für die ökumenischen Beziehungen zu palästinensischen ChristInnen einsetzen.


    Vielen Dank für alle Eure/Ihre Rückmeldungen. Teilweise sehr lange und ausführlich mit viel Lebensgeschichte darin. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich mich nicht auf alle rückmelden kann. Ich hatte in den letzten Tagen Mühe, allein alle Unterschriften möglichst korrekt unter den Brief zu setzen. Es sind fünf eng gesetzte DinA4-Seiten geworden.


    Auch diesen Email-Verteiler anzulegen war ziemlich viel Aufwand, zumal Outlook bei so vielen Adressen irgendwann in die Knie geht. Deswegen fürchte ich, dass nicht alle dieses Schreiben bekommen werden. Deswegen bitte ich Sie/Euch sehr herzlich um Mithilfe. Leitet diese Email bitte an all diejenigen weiter, von denen Ihr wisst, dass sie auch unterschrieben haben bzw. dass sie sich für den Brief interessiert haben.


    Andreas Maurer und ich haben in dem Anschreiben an die EKD um eine offizielle Rückmeldung auf unseren Brief gebeten. Wir warten nun ab, was kommen wird.


    An Bischof Azar haben wir heute Nachmittag den Brief mit allen Namen ebenfalls geschickt. Sollten wir etwas hören, melden wir uns selbstverständlich.


    Mit herzlichen Grüßen auch von Andreas Maurer


    Katja Dorothea Buck



    Katja Dorothea Buck

    Religionswissenschaftlerin, Politologin, Journalistin


    Mallestraße 32

    72072 Tübingen

    *49 (0)179-5989405

    *49 (0)7071-369364

    katjabuck@yahoo.de





    Offener Brief aus Anlass der Kritik an Bischof Ibrahim Azar in Jerusalem


    An die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich,
    an die EKD-Rats-Vorsitzende, Kirsten Fehrs,
    an alle Mitglieder des Präsidiums der EKD-Synode und des EKD-Rats,
    an die Kirchenleitenden der evangelischen Landeskirchen in Deutschland


    Mit Irritation und Sorge verfolgen wir die öffentliche Diskussion in Deutschland um
    die Predigt des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im
    Heiligen Land (ELCJHL), Ibrahim Azar, in der Jerusalemer Erlöserkirche am
    Reformationstag. Darin war Bischof Azar auf die Situation in Palästina eingegangen und
    hatte an die Gottesdienstgemeinde gerichtet die Frage gestellt, vor welchen
    Herausforderungen eine reformatorische Kirche im Heiligen Land nach zwei Jahren
    Krieg in Gaza steht. Die Predigt hatte er auf Arabisch gehalten. In der auf Deutsch und
    Englisch gedruckt vorliegenden Fassung waren die Begriffe „Völkermord“ bzw.
    „genocide“ verwendet worden.
    Der Vize-Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, der
    zusammen mit einer Delegation des nordrhein-westfälischen Landtags den
    Gottesdienst besucht hatte, verließ daraufhin die Erlöserkirche. Am anschließenden
    Empfang der Gemeinde nahm auch die Delegation nicht mehr Teil. Die mitreisende
    Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Adelheid Ruck-Schröder, sprach später
    Medien gegenüber von einem „Skandal am Reformationstag“ und entschuldigte sich
    stellvertretend dafür, dass Lehrer in diese Situation gekommen sei. Landtagspräsident
    André Kupper (CDU) kritisierte die Wortwahl als „inakzeptabel und auch nicht
    hinnehmbar“. Und die nordrhein-westfälische Antisemitismusbeauftragte Sylvia
    Löhrmann (Grüne) bezeichnete es als „entsetzlich und beschämend, dass die
    Perspektive der Jüdinnen und Juden mit dem 7. Oktober nicht in der Predigt auch
    angesprochen worden ist.“ Hier zeige sich „das antisemitische Muster der Täter-Opfer-
    Umkehr.“
    Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) distanzierte sich „deutlich vom
    Sprachgebrauch durch Bischof Azar.“ Der von ihm verwendete Völkermord-Begriff trage
    zur Spaltung bei und stehe einer Verständigung und Versöhnung entgegen, heißt es von
    Seiten der EKD.
    Bischof Azar hat inzwischen seine geplante Teilnahme an der am Sonntag, 9.11.2025
    beginnenden EKD-Synode in Dresden abgesagt.
    Als evangelische Christinnen und Christen in Deutschland und Menschen, die der
    Evangelischen Kirche nahestehen, halten wir die Vorwürfe gegenüber Bischof Azar
    für problematisch und nicht haltbar. Bischof Azar hatte sich in seiner Predigt
    besonders an seine palästinensische Gemeinde gewandt, die sich in der Tradition der
    Reformation sieht und ihren Glauben nicht nur im Gebet, sondern auch im Handeln
    lebt. Seit Jahrzehnten gilt die ELCJHL vor Ort und in der ganzen Region als verlässliche
    Mittlerin sowohl in der christlichen Ökumene als auch im interreligiösen Dialog. Wer
    sind wir als evangelische Christen in Deutschland, einem palästinensischen Bischof
    vorzuschreiben, wie er die Realität in seinem Land zu bezeichnen hat?! Die Frage, ob
    das Vorgehen Israels gegenüber den Palästinensern in Gaza als Genozid bezeichnet
    werden kann, wird international diskutiert. Zahlreiche namhafte Völkerrechtler und
    auch jüdische Experten in Israel und den USA sehen den Tatbestand erfüllt. Juristisch
    wird dies erst der Internationale Gerichtshof in Den Haag klären. Die Aussagen von
    Bischof Azar kamen jedoch aus seiner und seiner Gemeinde existenziellen
    Betroffenheit.
    Wir kritisieren jene Kirchenleitenden in der EKD, die sich das Recht herausnehmen,
    den Sprachgebrauch eines palästinensischen, kirchenleitenden Christen, der
    direkt vom Nahostkonflikt betroffen ist, zu verurteilen. Wir weisen darauf hin, dass
    die Erlöserkirche, wenn auch im Besitz der Evangelischen Jerusalem-Stiftung, auch der
    offizielle Sitz der ELCJHL ist und dass alle Beteiligten vor Ort diese gemeinsame Nutzung
    des Kirchenraums trotz der unterschiedlichen Betroffenheit im Nahostkonflikt immer
    als Chance in der ökumenischen Verständigung gesehen haben.
    Wir kritisieren all diejenigen im Raum der evangelischen Kirchen in Deutschland,
    die mit ihrer einseitigen Haltung im Nahostkonflikt die über Jahrzehnte
    gewachsenen ökumenischen Beziehungen zwischen evangelischen Christen in
    Deutschland und Palästina aufs Spiel setzen. Als evangelische Christen, die wir uns
    unserer historischen Verantwortung nach dem Holocaust bewusst sind, stehen wir
    hinter allen Bemühungen, an das Leid der israelischen Hamas-Opfer und ihrer
    Angehörigen zu erinnern. Wer dabei aber das Leid der Palästinenser relativiert oder gar
    ausblendet, trägt weder zum Frieden noch zur Versöhnung zwischen den beiden
    Völkern bei und fördert die Polarisierung in unserer Gesellschaft in Deutschland. Nach
    zwei Jahren des Kriegs Israels gegen die Hamas in Gaza müssen Palästinenserinnen und
    Palästinenser zehntausende von Toten beklagen. Nach Jahrzehnten der Besatzung
    werden ihnen in der Westbank durch zunehmende Siedlergewalt und konkrete
    Annexionspläne jegliche Zukunftsperspektiven genommen. Denn die israelische
    Regierung lehnt eine Zwei-Staaten-Lösung kategorisch ab. Und durch die jüngsten
    Beschlüsse der Knesset, die volle Souveränität des Staates Israel auf alle Siedlungen im
    besetzten Westjordanland zu übertragen – was einer Annexion nahekommt – scheint ein
    gerechter Frieden keine realistische Möglichkeit mehr zu sein.
    Wir fordern die EKD-Synode auf, bei ihrer anstehenden Sitzung in Dresden dennoch
    Bischof Ibrahim Azar angemessen Raum und Gehör zu geben und ihn wahrzunehmen
    als evangelischen Theologen, palästinensischen Christen und Oberhaupt der einzig
    lutherischen Kirche im Heiligen Land, die sich in besonderer Weise dem gemeinsamen
    reformatorischen Erbe verpflichtet sieht. Die ELCJHL tritt mit allen Menschen im Nahen
    Osten, die auf einen gerechten Frieden hoffen, für diesen ein.
    Wir wünschen uns, dass die Verantwortlichen in der EKD konsequent für einen ge-
    rechten Frieden für alle Menschen im Heiligen Land eintreten. Angesichts der beson-
    deren Verantwortung Deutschlands für Israel/Palästina begrüßen wir alle Bemühungen
    um den christlich-jüdischen Dialog. Dazu bedarf es aber auch gegenüber palästinensi-
    schen Christinnen und Christen eine Haltung, die wertschätzend zuhört, die den
    Schmerz des anderen wahrnimmt und aushält, die bei gespürter Irritation nachfragt,
    nicht vorschnell urteilt und schon gar nicht das Gespräch verweigert.
    6. November 2025


    Katja Dorothea Buck (Tübingen) ist Religionswissenschaftlerin und Politologin. Als
    Fachjournalistin arbeitet sie für verschiedene Publikationen zu den Themen religiöse
    Minderheiten, Religionsfreiheit, Ökumene und Dialog. Sie gilt international als Expertin
    für das Thema Christliches Leben im Nahen Osten. Sie gehört der Württembergischen
    Landeskirche an.
    Kontakt: katjabuck@yahoo.de; 0179/5989405


    Pfr. Andreas Maurer (Winnenden) leitet ein diakonisches Unternehmen. Er studierte
    und arbeitete in den 1980er-Jahren zweieinhalb Jahre in Israel/Palästina, war von der EKD
    entsandter Pfarrer der Evangelischen Gemeinde zu Beirut/Libanon und zwölf Jahre lang
    Nahostreferent der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) und Geschäftsführer des
    Evangelischen Vereins für die Schneller-Schulen (EVS).
    Kontakt: andreas@maurerhaus.de; 0151/14864783


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2025

    Immobilienmarkt Warum Deutschlands Wirtschaftsmodell von der Lösung der Wohnungskrise abhängt

    makronom.de, vom 6. November 2025, ALEXANDER REISENBICHLER, DeutschlandSteigende Mieten und Immobilienpreise sind nicht nur ein soziales Problem – sie greifen das Fundament des deutschen Kapitalismusmodells an. Kanzler Merz wäre gut beraten, sich ein Vorbild an seinen christdemokratischen Vorgängern und das Thema wieder als eine Frage von nationalem wirtschaftlichen Interesse zu behandeln. Ein Beitrag von Alexander Reisenbichler.


    Bild: Pixabay


    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete die Wohnungskrise in Deutschland kürzlich als „eine der wichtigsten sozialen Fragen unserer Zeit”. Damit schloss er sich einer Reihe von Politikern an, die von der Linkspartei bis zur marktliberalen FDP reicht. Sie alle liegen zwar nicht falsch, aber Wohnen ist weit mehr als nur eine soziale Frage: Steigende Mieten und Immobilienpreise schwächen Europas größte Volkswirtschaft und machen das Thema Wohnen auch zu einer ökonomischen Frage.

    Die steigenden Wohnkosten der letzten Jahre haben das Gefüge der deutschen Gesellschaft auf eine harte Probe gestellt. Lange Zeit galt Deutschland aufgrund seines hochwertigen und erschwinglichen Mietmarktes als Paradies für Mieter. Doch in nur 15 Jahren sind die Angebotsmieten um etwa 70% gestiegen, und die Immobilienpreise haben sich vielerorts verdoppelt.

    Das Problem liegt darin, wie die Bundespolitik das Thema Wohnen formuliert. Wenn Politiker es als soziale Frage behandeln, ordnen sie es der Sozialpolitik zu. Angesichts der heutigen knappen Budgets sind ehrgeizige Sozialprogramme von vornherein zum Scheitern verurteilt, insbesondere in einem Land, das nach wie vor auf ausgeglichene Haushalte fixiert ist.

    Indem sie das Thema Wohnen als soziales Problem darstellen, sind die aufeinanderfolgenden Regierungen unter Angela Merkel, Olaf Scholz und jetzt Friedrich Merz nicht sonderlich über Rhetorik hinausgekommen. Alle haben ihr Versprechen, jährlich 400.000 Wohnungen zu bauen, nicht eingehalten (oder sind auf dem besten Weg, es zu brechen).

    Ihren Wohnungsbauprogrammen – kleine Impulse für den sozialen Wohnungsbau, moderate Subventionen für Erstkäufer und Steuererleichterungen für Vermieter – fehlte es an Durchschlagskraft. Merz’ neue „Wohnungsbau-Turbo”-Initiative zur Deregulierung der Flächennutzung, zur Beschleunigung von Genehmigungen und zur Lockerung von Baunormen setzt den Flickenteppich-Ansatz fort und wird wahrscheinlich keine bezahlbaren Wohnungen in großem Umfang hervorbringen.

    Die ökonomischen Kosten der Immobilienkrise in Deutschland

    Steigende Wohnkosten sind ein Angriff auf das deutsche Kapitalismusmodell und schwächen den Wirtschaftsmotor Europas. Die ökonomischen Kosten sind real. Mittelständische Arbeitgeber haben Schwierigkeiten, in Regionen mit hohen Lebenshaltungskosten Fachkräfte und Auszubildende zu finden, was ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt.

    Da die Regierungen der vergangenen Jahre nicht entschlossen genug gehandelt haben, nimmt die Zahl der vom Arbeitgeber bereitgestellten Wohnungen zu – sie machen aber mit 700.000 Wohnungen kaum 2% des Wohnungsbestands aus. Unterdessen beziehen die Gewerkschaften die Wohnkosten in ihre Lohnforderungen ein, was potenziell inflationäre Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben könnte. Steigende Wohnkosten untergraben somit die Säulen des deutschen Modells: qualifizierte Arbeitskräfte, das Ausbildungssystem, das Niedriginflationsregime und den Mittelstand.

    Wie ich in meinem neuen Buch darlege, hat Deutschland das Thema Wohnen früher in der Tat als Angelegenheit von nationalem wirtschaftlichen Interesse behandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg mangelte es in Deutschland an 4,6 Millionen Wohnungen. Angesichts der Kapitalknappheit startete die Adenauer-Regierung eine Reihe von Initiativen, vor allem Förderprogramme für den sozialen Wohnungsbau, die zu einem „Wohnungsbauwunder” beitrugen. Von Ende der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre baute Deutschland pro Kopf mehr Wohnungen als jedes andere Industrieland. Bis 1970 waren die Hälfte aller neuen Wohnungen – 5,8 Millionen von insgesamt 11,4 Millionen Wohnungen – Sozialwohnungen.

    Wie Abbildung 1 zeigt, unterstützte der Staat in den 1950er Jahren den Bau von durchschnittlich etwa 320.000 Sozialwohnungen pro Jahr, in den 1960er Jahren waren es 240.000 und in den 1970er Jahren noch 150.000. Als sich die Wohnungsnot der Nachkriegszeit entspannte, ging der Bau von Sozialwohnungen zurück, von einer kurzen Ausnahme in den Jahren nach der Wiedervereinigung abgesehen. Bis 2020 war die Zahl trotz erneut auftretender Engpässe auf knapp 23.000 neue Wohnungen gesunken und stieg bis 2024 nur leicht auf 37.000 – ein Schatten dessen, was in den Nachkriegsjahrzehnten möglich war.


    Abbildung 1: Gesamtzahl der Baugenehmigungen für Wohnungen und Sozialwohnungen in Deutschland (1950–2024)


    Quelle: Alexander Reisenbichler: Through the Roof, S .83. Hinweis: „Social housing construction“ umfasst jährlich neu genehmigte Miet- und Eigentumswohnungen für den sozialen Wohnungsbau.


    Damals räumten selbst überzeugte Marktliberale diesen Punkt ein. Ludwig Erhard, Architekt des Nachkriegswirtschaftswunders, sah schließlich widerwillig niedrige Wohnkosten als Mittel zur Eindämmung des Lohndrucks an. In einer Rede vor dem Zentralverband der Haus- und Grundbesitzer im Jahr 1951 bezeichnete Erhard den Wohnungsmarkt, der damals von Sozialwohnungen und strengen Mietpreisbindungen dominiert wurde, als „eine Art des Kapitalismus, die den Namen nicht verdient“. Doch selbst Erhard akzeptierte diese Maßnahmen als unverzichtbar für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, die seiner Meinung nach von Preisstabilität abhing.

    Seit der Gründung der Bundesrepublik sind Wohnungsbau und industrielle Bedürfnisse eng miteinander verflochten. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatten Unternehmen in vielen Regionen Schwierigkeiten, ihre Kapazitäten voll auszuschöpfen, da die lokale Wohnungsknappheit Arbeitskräfte fernhielt. Die Bundesländer, die für die Umsetzung der sozialen Wohnungsbauprogramme zuständig waren, legten den Schwerpunkt auf den Bau von Sozialwohnungen in Gebieten mit akutem Arbeitskräftebedarf. Der Sozialwohnungsbau fungierte somit als industriepolitisches Instrument, das den Arbeitskräftemangel milderte und die Produktivität in den Industrieregionen steigerte.

    Mehr Adenauer und Erhard wagen

    Die Lösung für die heutige Wohnungskrise ist nicht billig. Um den Rückgang des Bestands an Sozialwohnungen – von rund drei Millionen Einheiten im Jahr 1990 auf nur noch eine Million heute – umzukehren, muss der Staat eine weitaus stärkere Rolle übernehmen, einschließlich einer Wiederbelebung groß angelegter öffentlich-privater Sozialwohnungsprogramme.

    Zu diesem Zweck sollten die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Länderebene das gesamte Instrumentarium der Wohnungspolitik ausschöpfen, um deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dazu gehören umfangreiche staatliche Garantien im Hypothekenmarkt, verstärkte zinsgünstige Förderdarlehen, großzügigere Steuervergünstigungen für gemeinnützige Wohnungsunternehmen und Bauvorhaben sowie effizientere Vorschriften zur Flächennutzung und beschleunigte Genehmigungsverfahren. Entscheidend ist, dass der soziale Wohnungsbau auch wieder für Haushalte der unteren Mittelschicht zugänglich sein muss, wie es bis Anfang der 2000er Jahre der Fall war, und nicht nur für Haushalte mit niedrigem Einkommen.

    Deutschland ist erneut „der kranke Mann Europas“, und der Wohnungsbau muss Teil der Heilung sein. Die Betrachtung des Wohnungsbaus als ökonomische Herausforderung öffnet die Tür zu einem neuen politischen Konsens. Staatlich geförderte Wohnungsbauprogramme können als industriepolitische Maßnahme zur Unterstützung des Mittelstands und als lohnpolitische Maßnahme zur Begrenzung der Lohn-Preis-Spirale dargestellt werden.

    Die politische Rechte könnte dann für sich beanspruchen, wichtige deutsche Industriezweige zu verteidigen, während die Linke den Kampf gegen Ungleichheit in den Vordergrund stellen kann. Sobald das Thema Wohnen wieder als eine Frage von nationalem wirtschaftlichen Interesse verstanden wird, lassen sich ambitionierte Wohnungsbauprogramme und ihre Kosten in der deutschen Politik leichter rechtfertigen.

    Deutschland hat mit politischem Willen und kluger Politik schon weitaus tiefgreifendere Wohnungskrisen als die heutige überwunden – und könnte es wieder schaffen. Wenn die drohende soziale Krise nicht ausreicht, um Maßnahmen anzustoßen, sollte es die Zukunft des deutschen Wirtschaftsmodells im Herzen Europas tun. Merz sollte sich ein Beispiel an seinen christdemokratischen Vorgängern Adenauer und Erhard nehmen. Mutige Maßnahmen im Wohnungsbau würden die Wettbewerbsfähigkeit steigern, den Fachkräftemangel lindern und den Lohndruck eindämmen – und damit den Wirtschaftsmotor Europas stärken.

     

    Zum Autor:

    Alexander Reisenbichler ist Associate Professor für Politikwissenschaft an der Universität Toronto und Autor des Buches Through the Roof: Housing, Capitalism, and the State in America and Germany (Cambridge University Press, 2025).

    Hinweis:

    Dieser Beitrag ist zuerst in englischer Sprache im EUROPP-Blog erschienen.


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