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23.01.2026

Politik
"Viele schlechte Gene": Trumps Rede in Davos war voller Rassismus


n-tv.de, vom 22.01.2026, 08:07 Uhr

Nicht nur zu Grönland hatte US-Präsident Trump im schweizerischen Davos etwas zu sagen - sondern auch dazu, welche negativen Folgen Einwanderung in Europa angeblich habe. Der Kontinent sollte besser seinem Beispiel folgen, meint Trump.


Während die Welt den Atem anhielt und darauf hoffte, dass Trump mit seinen Forderungen nach einer Annexion Grönlands die bisherigen Allianzen nicht weiter in die Krise stürzen würde, empfahl der US-Präsident Europa zur Lösung seiner Probleme: mehr Rassismus. Er hielt den Ländern des Kontinents vor, wie falsch ihre Politik sei, und im Gegensatz dazu, wie angeblich erfolgreich seine eigene - obwohl die Zahlen ein anderes Bild der USA zeichnen. "Ich liebe Europa, aber es geht nicht in die richtige Richtung", urteilte Trump. In Europa sind demnach die negativen Folgen einer "radikalen Linken" zu beobachten.

"Der Konsens war, dass [...] Länder durch die Einwanderung neuer und völlig anderer Bevölkerungsgruppen aus fernen Ländern gestärkt werden könnten", referierte der Präsident über die vergangenen Jahre. Sein Vorgänger Joe Biden und viele andere westliche Regierungen hätten diesen Weg "sehr törichterweise eingeschlagen, indem sie allem den Rücken kehrten, was Nationen reich, mächtig und stark macht". Das Ergebnis seien "Rekorddefizite im Haushalt und im Handel" gewesen, "angetrieben durch die größte Massenmigrationswelle in der Geschichte der Menschheit." Trump klagte: "Wir haben so etwas noch nie gesehen, viele Teile unserer Welt werden vor unseren Augen zerstört."


02:48 min

"Nicht die richtige Richtung"Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa ab (Bild)


Trump säuselte der versammelten Geschäftswelt und politischen Führerschaft also sein Bild der Welt vor, in dem der Verschwörungsmythos vom "Großen Austausch" und die Prognose eines "Kampfes der Kulturen" zu Realitäten geworden sind - und zum Untergang des Westens führen. Eine Lösung dafür bot er auch an: Macht es wie die USA. "Die Orte, aus denen Sie kommen, können viel besser werden, indem Sie unserem Beispiel folgen", behauptete Trump vor dem Publikum: "Bestimmte Orte in Europa sind nicht mehr wiederzuerkennen."

Dies kombinierte er mit Kritik an Globalisierung und Erneuerbaren Energien. "Sogenannte schmutzige Jobs und Schwerindustrie sollten an andere Orte verlagert, bezahlbare Energie durch den Green New Scam ersetzt werden." Diesen Begriff benutzte Trump mehrfach: Was in der EU und in den USA "Green New Deal" genannt wurde und wird, ist für Trump ein "Scam", ein Schwindel. Die Folgen seien "geringeres Wirtschaftswachstum, niedrigerer Lebensstandard, niedrigere Geburtenraten, mehr sozial destabilisierende Migration".


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"Werde keine Gewalt anwenden"Trump eskaliert nicht, trotzdem: Nato isch over

Ein Kommentar von Frauke Niemeyer



Untergang vs. Wirtschaftswunder

Den angeblichen Untergang in Europa hat Trump seiner Darstellung zufolge in den USA bereits abgewendet und stattdessen ein "wirtschaftliches Wunder" geschaffen. "Den Menschen geht es sehr gut, sie sind sehr zufrieden mit mir", behauptete er. Die Zahlen sagen das Gegenteil: Der Arbeitsmarkt ist schwierig, hohe Verbraucherpreise werden aller Voraussicht nach das wichtigste Thema bei den Kongresswahlen im November sein, in Umfragen stellt die Mehrheit der Wähler Trump ein schlechtes Zwischenzeugnis aus; insbesondere bei der Wirtschaft.

Der US-Präsident lobte sich zudem für die Vorgehensweise der bewaffneten US-Abschiebebehörde ICE gegen Migranten im eigenen Land, die er wie so häufig mit Mördern, Drogendealern und psychisch Kranken gleichsetzte. Die Millionen Migranten, die unter Biden ins Land gekommen seien, sind ihm zufolge auch für die hohen Immobilienpreise und damit die Inflation mitverantwortlich. "2025 hatten wir zum ersten Mal seit 50 Jahren umgekehrte Migration. Ach, war das schön", flötete er. Somalische Einwanderer bezeichnete er als "Banditen" und "Piraten", die Milliarden Dollar von Hilfsprogrammen erschlichen hätten. Die Somalier hätten "einen höheren IQ als wir dachten", höhnte er abfällig. "Ich sage immer, das sind Leute mit niedrigem IQ. Wie konnten die bloß nach Minnesota kommen und all das Geld stehlen?"


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"Bitte nur um ein Stück Eis"Trumps "größtes Statement" - Grönland-Aussagen im Wortlaut


"Sie zerstören sich selbst"

Und so mäanderte Trump zwischen angeblichen innenpolitischen Erfolgen wegen der harten Hand gegen Migranten und Empfehlungen für Europa, es ihm gleichzutun. Bereits in der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der USA hatte das Weiße Haus im November offen seine Unterstützung für nationalistische Kräfte in Europa erklärt. "Die Menschen in Europa liegen mir sehr am Herzen", sagte Trump in Davos:

"Wir haben gerade viele schlechte Gene in unserem Land", sagte er, wobei er selbst ja "europäischer Abstammung" sei, genauer gesagt: "100 Prozent schottisch meine Mutter, 100 Prozent deutsch mein Vater. Wir glauben fest an die Bande, die uns mit Europa als Zivilisation verbinden." Die Länder müssten sich von der Kultur lösen, die sie in den letzten zehn Jahren geschaffen hätten. "Es ist schrecklich, was sie sich selbst antun. Sie zerstören sich selbst."

Quelle: ntv.de, rpe




Info: https://www.n-tv.de/politik/Trumps-Rede-in-Davos-war-voller-Rassismus-id30269204.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.01.2026

Selenskyj verhöhnt die EU, die ihn über Wasser hält

lostineu.eu, 23. Januar 2026

Die EU hat gerade ein schuldenfinanziertes Darlehen von 90 Mrd. Euro auf den Weg gebracht, um die Ukraine vor der drohenden Pleite zu retten. Das meiste Geld geht in Waffen und Munition, also in den Krieg gegen Russland. Dennoch verhöhnt Präsident Selenskyj die EUropäer: Sie seien “lost” und würden bei der Aufgabe versagen, die Ukraine und EUropa effizient zu verteidigen. Seit dem letzten Treffen in Davos habe sich “nichts verändert”, behauptet Selenskyj – dabei rüstet die EU massiv auf und finanziert mittlerweile fast die gesamte Bewaffnung der Ukraine. Diese Kritik sei einfach nur unverschämt – Selenskyj wolle sich wohl bei Trump einschmeicheln, sagen EU-Diplomaten. Doch natürlich werden sie sich nicht wehren – genauso wenig wie gegen Trump…

Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier

P. S. Es heißt immer, Selenskyj und die Ukraine verteidigten Europa. In Wahrheit ist es genau umgekehrt. Ohne europäische Hilfe wäre die Ukraine verloren. Doch solange die EU Politiker das nicht begreifen, ist keine Umkehr in Sicht. Und Selenskyj wird immer mehr fordern, wie Trump…

13 Comments

  1. Arthur Dent
    23. Januar 2026 @ 13:37

    Russland zerstört die Kraftwerke in der Ukraine, in Deutschland ist das gar nicht nötig, wir sprengen voll funktionstüchtige Kraftwerke selbst in die Luft und die Moderatoren des ÖRR klatschen begeistert in die Hände. Und wenn in Berlin tagelang bei Eiseskälte der Strom ausfällt, sorgt sich die Bundesregierung um die Sicherheit Grönlands und der Arktis. Ist schließlich auch wichtig. Noch Fragen, Kienzle?

Antworten

  • KK
    23. Januar 2026 @ 11:50

    Und im Brüsseler Sitz der EU wird sicher auch bald ein Wandgemäld im Stil eines bekannten Freskos aus einem Kloster bei Mailand in Auftrag gegeben, dass Selenskyj inmitten seiner EUropäischen Jünger beim letzten Abendmahl zeigen wird… einfach nur widerlich, wie dieser ekelhafte Unsympath – auf letzlich unser aller Kosten – hofiert wird.
    Hätte man ihm zeitnah den Geldhahn zugedreht, wäre der Krieg doch längst vorbei!

    Antworten

  • Lucki
    23. Januar 2026 @ 10:01

    Zum P.S.:
    Nicht ohne – DANK der jahrzehntelangen EUropäischen “Hilfe” (in Treue fest zu den USofA) für die Ukraine ist die Situation mittlerweile so beklagenswert – nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Gesamteuropa.

    Antworten

  • Niko
    23. Januar 2026 @ 09:45

    Schon sein früherer Botschafter war in seiner Unverschämtheit unerträglich. Selenskyj setzt noch ständig einen drauf. Statt endlich die richtigen Antworten zu geben, schleimen viele Politiker in ekelhafter Weise herum. VdL knutscht diesen Menschen auch noch ab und schmeißt ihm weitere Milliarden hinterher. Wie man sieht, fehlt dieses sinnlos verbrannte Geld in der ganzen EU im sozialen Bereich. Wann ist damit endlich Schluss?

    Antworten

    • Der Skeptiker
      23. Januar 2026 @ 12:17

      Geldhahn zudrehen! Wir erhalten seinen Staat aufrecht. Und seinen Krieg, den wir brauchen können wie ein Loch im Kopf. Und wenn er vorbei ist, sollen wir die Ukraine aufbauen. Er sitzt dann im Ausland und genießt seinen Reichtum. Wo der wohl herkommt?
      Was soll das? Wer verrät uns hier?

      Antworten

  • Guido B.
    23. Januar 2026 @ 09:06

    Selenski jammert und fordert und klagt an und jammert und fordert und klagt und … endlos.
    Er selbst hatte es mehrmals in der Hand, den täglichen Gruss des Murmeltiers abzuwenden. Er hätte sich nur dafür einsetzen müssen, auf den NATO-Beitritt zu verzichten und die Neutralität in die Verfassung zu schreiben.
    Aber er wollte die Ukraine unbedingt entrussifizieren und die Krim zurückerobern – mit der Hilfe der USA, UK und EU. Und siehe da, es wurde ihm so viel geholfen wie keinem Präsidenten in der Geschichte der Menschheit.
    Doch Russland hat damit gerechnet und Ressourcen mobilisiert. Der schnelle Sieg über Putin verwandelte sich in eine langsame Niederlage Selenskis.
    Jetzt das grosse Heulen und Zähneknirschen.
    Selenskis Ansprache in Davos war die Rede eine verbitterten Losers, der sich nach dem grossen Weltenbrand sehnt, um von seiner Schande abzulenken.
    Die Krim kann er vergessen. Den Donbass auch. Den NATO-Beitritt auch. Den EU-Beitritt auch. Vielleicht noch mehr.
    Selenski ist ein Mahnmal der westlichen Hybris. Und als grössenwahnsinniger und verzweifelter Kriegstreiber ein Schandfleck der Zivilisation.

    Antworten

  • Titi
    23. Januar 2026 @ 08:43

    Das Problem hier ist nicht Selenskyj alleine, sondern all die europäischen Leader (Starmer, Macron, VDL, …auch österreichische Politiker wie Aussenministerin Meinl-Reisinger), die nach Kiev reisen und Selenskyj weiterhin verhätscheln und mit Gold überhäufen und ihn weiterhin beweihräuchern, als wäre er der einzige Retter und Messias für Europa. So sorgt man dafür, dass ein bereits verzogenes Kind noch verzogener wird.

    Antworten

  • hutaekjango
    23. Januar 2026 @ 08:40

    S. hört die ” Falseflaggnightingal” trapsen, spät, aber er hört sie.

    Antworten

  • Erneuerung
    23. Januar 2026 @ 08:36

    Seine früheren TV-Auftritte reichen, ergänzt durch seine Wahlversprechen und deren Umsetzung, aus, um zu erkennen, was Selenskyj für ein Mensch ist. Für die Europäer scheint das bekannte Einstein-Zitat: “das Universum…” zu gelten.

    Antworten

  • Thomas Damrau
    23. Januar 2026 @ 08:27

    Ich vermute, dass diese Äußerungen Selenskyjs in den Geschichtsbüchern als “kurz bevor die militärische Lage der Ukraine unhaltbar wurde, beschwerte sich Selenskyj noch einmal über die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung der EU …” dokumentiert werden.

    Bemerkenswerter fand ich Meldungen, die BürgerInnen von Kiew seien aufgefordert, die Stadt vorsichtshalber (zumindest kurzfristig) zu verlassen (https://www.tagesschau.de/ausland/asien/ukraine-russland-krieg-energieversorgung-100.html). Wenn in einem Krieg eine Seite die eigenen BürgerInnen auffordert, “auf’s Land zu fliehen”, ist dies ein Signal, dass es eng wird.

    So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass Selenskyj an einer passenden Dolchstoßlegende bastelt, die seine fatale Rolle in der Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland vergessen macht.

    Antworten

  • Guido B.
    23. Januar 2026 @ 08:21

    Heutzutage bekommen die grössten Tyrannen den grössten Applaus. Das liegt nicht an der Blödheit und moralischen Verkommenheit der Tyrannen, sondern an der Blödheit und moralischen Verkommenheit des Publikums. Diese Freakshow in Davos ist der Spiegel einer intellektuell verfaulten Gesellschaft, die die Zivilisation verlassen hat und schamlos der Barbarei frönt.

    Antworten

  • Michael
    23. Januar 2026 @ 07:38

    Einfach nur das Wasser ausschütten und er vertrocknet!

    Antworten

    • Theo
      23. Januar 2026 @ 10:48

      Der Gipfel war, dass unser “bester Kanzler aller Zeiten” meinte, dass die Nato Grönland vor der “Bedrohung durch Russland” schützen werden….war bzw. ist denn da nicht was ??
      ähemmm: was rauchen oder trinken diese Leute in Davos denn so??
      So was repräsentiert unser Land.
      Ist nirgends besser. (Disclaimer: bin überhaupt kein AFD-Anhänger)


  • Info: https://lostineu.eu/selenskyj-verhoehnt-die-eu-die-ihn-ueber-wasser-haelt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Trumps Drohungen: Hat die EU etwas dazugelernt?


    lostineu.eu, vom 22. Januar 2026

    Die EU hält einen Sondergipfel ab, um auf Trumps wiederholte Drohungen zu reagieren. Doch gleichzeitig erklärt sie, die Krise um Grönland sei beigelegt. Hat man irgend etwas dazugelernt?

    Ja, man habe “die Lektion gelernt” und begriffen, daß man nun “in einer neuen Realität” lebt, hieß es beim Sondergipfel in Brüssel.

    Derweil redete Kanzler Merz in Davos von einem “neuen Zeitalter der Großmächte”, auf das sich EUropa nun einstellen müsse.

    „Um zu bestehen, müssen wir uns mit einer harschen Realität auseinandersetzen und den Kurs mit klarem Realismus bestimmen“, forderte der Kanzler.

    Doch genau danach sieht es nicht aus.

    Kein Bruch mit den USA

    Während sich der kanadische Premier Carney in einer wegweisenden Rede für einen Bruch mit den USA und entschiedene Gegenwehr der “Mittelmächte” ausgesprochen hat, tun Merz & Co. genau das Gegenteil.

    Merz will weiter mit Trump zusammenarbeiten und mehr für die “Sicherheit in der Arktis” tun – dabei ist die Sicherheit eigentlich nur durch die Amerikaner bedroht, siehe Grönland.

    EU-Ratspräsident Costa macht keine Anstalten, nun endlich Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um Trump vor neuen Attacken abzuschrecken.

    Es gebe jetzt keinen wirtschaftlichen Druck mehr, also müsse man auch nicht das “Anti-Coercion Instrument” anwenden, sagte ein EU-Diplomat.

    Die nächsten Drohungen

    Dabei stößt Trump schon wieder neue Drohungen aus. Auf die Strafzölle wegen Grönland will er zwar gnädigerweise verzichten, zumindest vorerst.

    Dafür droht er nun mit einem “großem Gegenschlag”, sollten die EUropäer es wagen, US-Staatsanleihen abzustoßen – wie zuletzt diskutiert wurde.

    “Und wir haben alle Karten in der Hand”, fügte der US-Präsident hinzu. Das zeigt: Er hat seine Politik der “Coercion” – des wirtschaftlichen Drucks – kein bißchen geändert.

    Grönland-Konflikt schwelt weiter

    Und der Grönland-Konflikt ist auch noch nicht gelöst: Dänemarks Regierungschefin Frederiksen hat erklärt, daß sie nicht bereit sei, für Trumps “Golden Dome” auf souveräne Rechte zu verzichten.

    Demgegenüber behauptet Trump, er habe in einem Abkommen mit der Nato den dauerhaften und uneingeschränkten Zugang der USA zu Grönland gesichert.

    Der Konflikt schwelt offensichtlich weiter. Dennoch will die EU nach ihrem Sondergipfel zu “Business as usual” mit Trumps Imperium zurückkehren – auch beim Handel.

    Was hat man eigentlich dazugelernt?

    Siehe auch “Trumps Drohungen: EU schaltet in den Krisenmodus”


    10 Comments

    1. garno
      23. Januar 2026 @ 11:41

      @Nico
      Wie es aussieht ist die Vernunft in der EU abhanden gekommen bzw. unter der Rubrik “Desinformation” abgelegt.

    Antworten

  • garno
    23. Januar 2026 @ 10:00

    “Heute will Deutschland nicht mehr “down” sein, sondern kontinentale Führungsmacht.”
    Was Frankreich wohl kaum tolerieren wird, was den Streit in der EU vertiefen wird.
    Wie es aussieht will Merz mit dem Ziel “America first” führen, da scheint er sich mit Meloni einig.

    Antworten

    • Niko
      23. Januar 2026 @ 11:29

      Ehrlicherweise muss man sagen, kein vernünftiger Mensch will wirklich, dass Deutschland jemals wieder Führungsmacht oder gar militärische Großmacht wird. Wer etwas anderes innerhalb der EU ins Spiel bringt, will vielleicht Merzens Ego streicheln oder hat andere Hintergedanken. Die hirnlose Aufrüstung in der EU zahlen wir mit der Verelendung der Massen und auf längere Sicht mit dem Niedergang der Wirtschaft.

      Antworten

  • Thomas Damrau
    23. Januar 2026 @ 08:58

    Es ist schon faszinierend:
    — Donald I. liest aus seinem Gespräch mit Rutte heraus, dass er “eigentlich” bekommen wird, was er möchte.
    — Die EU-Granden gehen davon aus, dass Rutte Trump durch das Zeigen von Stärke “zur Vernunft” gebracht hat.
    — Die Öffentlichkeit kann das nicht beurteilen, da der Inhalt des Gesprächs TOP-SECRET ist (https://www.mdr.de/nachrichten/welt/politik/trump-groenland-abkommen-keine-strafzoelle-davos-100.html).
    — Rutte hat kein Mandat, über den Status von Grönland zu verhandeln.

    Erinnert mich nebenbei an den Trip von Frau von den Laien, die nach Florida reiste, um über Zölle zu reden, und am Ende ein Papier in die Luft hielt und chamberlainesk verkündete: “Zollfrieden für Europa”

    Antworten

  • Stef
    23. Januar 2026 @ 06:20

    Lernen erfolgt in solchen Fällen in der Regel nur durch den Austausch von Köpfen.

    Antworten

    • KK
      23. Januar 2026 @ 11:52

      Wer soll denn da nachrücken? Die zweiten und dritten Reihen sind doch genauso lernresistent…

      Antworten

  • KK
    23. Januar 2026 @ 01:38

    “Dänemarks Regierungschefin Frederiksen hat erklärt, daß sie nicht bereit sei, …auf souveräne Rechte zu verzichten. Demgegenüber behauptet Trump, er habe in einem Abkommen mit der Nato den dauerhaften und uneingeschränkten Zugang der USA zu Grönland gesichert. ”

    Ich frage mich ohnehin, wie ein NAhTOd-Generalsekret aus den Niederlanden derart dreist über dänisches Territorium verfügen kann…

    Antworten

  • Arthur Dent
    22. Januar 2026 @ 22:58

    Hands up, baby, hands up gimme all your money – I take care for it. No crook will take it from you – singt Donald stets. Gebt mir Grönland, ich pass darauf auf. Niemand kann das besser als ich. Und der Hochsauerlandkreisvorsitzende will ihm dabei helfen. Denn die größte Gefahr sind die little green men …

    Antworten

  • Monika
    22. Januar 2026 @ 19:46

    Heute will Deutschland nicht mehr “down” sein, sondern kontinentale Führungsmacht.

    Das ist ungefähr so sinnig, wie einen Arbeitsochsen zum Zuchtstier „umbauen“ zu wollen… Dass sich der Arbeitsochse gern als Zuchtstier sehen würde, steht auf einem anderen Blatt.
    Michel, DEINE Welt ist nicht die Große weite … arbeite deine Aufträge ordentlich ab und dann BITTE! zurück in deinen Schrebergarten, Freundchen…

    Antworten

  • Guido B.
    22. Januar 2026 @ 18:35

    Trumps Mantra “America First” ist eigentlich völlig überflüssig. Die devoten Vasallen in Europa sorgen von sich aus schon lange für “America First”. Es gab seit dem 2. Weltkrieg im Westen keine Alternative zu “America First”. Es wird auch weiterhin keine geben.
    “Keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down …”
    Das Einzige, was sich an dieser Formel geändert hat, ist das Selbstbild Deutschlands. Heute will Deutschland nicht mehr “down” sein, sondern kontinentale Führungsmacht.


  • Info: https://lostineu.eu/trumps-drohungen-hat-die-eu-etwas-dazugelernt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Mercosur spaltet das EU-Parlament und die deutschen Grünen


    Screenshot_2026_01_23_at_15_22_54_Lost_in_EUrope_Update


    lostineu.eu, vom 22. Januar 2026

    So viel Theater war selten: Nachdem das Europaparlament den umstrittenen Mercosur-Deal zur Prüfung an den Europäischen Gerichtshof überwiesen hat, stehen die deutschen Abgeordneten kopf.

    Sie werfen sich wechselseitig Verrat an der EU, geopolitisches Versagen oder Kungelei mit der AfD vor. Dabei war der Antrag von den Linken ausgegangen, Parlamentarier aller Fraktionen haben zugestimmt. Nicht die AfD gab den Ausschlag, sondern konservative Abweichler aus der EVP. Besonders zerrissen zeigen sich die Grünen: Parteichef Banaszak fordert, das Mercosur-Abkommen solle in Kraft treten. Auch C. Özdemir, früher selbst MEP und heute grüner Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, stellt sich gegen seine EU-Kollegen. Respekt für das EP? Keiner!

    Siehe auch “Merz will das EP übergehen”

    P.S. Die deutsche Linke im EP weist den Vorwurf zurück, mit den Rechten zu kungeln. Zitat aus einem Statement:

    “Aktuell wird uns vorgeworfen, wir hätten mit rechten Kräften zusammengearbeitet. Dieser Vorwurf ist falsch, bewusst irreführend und politisch kalkuliert. (…)Dabei ist die Trennlinie glasklar: Rechte lehnen Mercosur aus nationalistischer Abschottung ab. Die Linke lehnt Mercosur ab, weil wir für internationale Solidarität, fairen Handel und verbindliche Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards stehen. Eine EuGH-Prüfung einzufordern heißt, Demokratie und Rechtsstaat zu verteidigen und steht im offenen Widerspruch zu rechter Politik.”

    Der eigentliche Skandal bei Mercosur ist, dass der @bundeskanzler die pro forma unabhängige EU Kommission öffentlich dazu auffordert, das Europaparlament UND den EuGH zu übergehen und den Deal vorläufig anzuwenden. Natürlich macht @ManfredWeber CSU bei diesem Manöver der…

    — Eric B. (@LostinEU) January 22, 2026

    6 Comments

    1. jjkoeln
      23. Januar 2026 @ 13:21

      Mercosur ist mE kritisch zu sehen.
      Über den Umweg LATAM kommen z.B. hier verbotene gefährliche Pestizide auf den Tisch. Wäre ja ok, wenn es eine klare Kennzeichnung (auch bei verarbeiteten Lebensmitteln) gäbe. Aber sie bekämpfen Großbanken und Lebensmittelindustrie bis auf’s Blut. Der Verbraucher soll schön unwissend bleiben, um ja nicht die Profite zu stören.

    Antworten

  • Arthur Dent
    22. Januar 2026 @ 22:25

    Hatte man nicht einen CO2- Ausgleichsmechanismus beschlossen. Was ist mit den Erlösen aus den Einfuhrzöllen? Verzichtet man darauf oder muss der EU-Steuerzahler in die Tasche greifen?

    Antworten

  • Kleopatra
    22. Januar 2026 @ 22:08

    Man sollte nur für einen Antrag stimmen, wenn man will, dass er Erfolg hat, und dann kann es egal sein, wer sonst dafür stimmen könnte. Wer sonst noch dafür stimmen könnte, ist übrigens meist vorher bekannt.
    Wenn übrigens das Abkommen 25 Jahre lang verhandelt wurde, sollte eine Prüfung durch den EuGH, auch wenn sie eine Verzögerung bringen sollte, nicht abwegig sein.
    Natürlich gilt aber, dass was für die deutschen Grünen im EP in Ordnung ist, für die deutschen CDU im deutschen Bundestag auch nicht tabu zu sein braucht.

    Antworten

  • KK
    22. Januar 2026 @ 17:53

    “Dabei ist die Trennlinie glasklar: Rechte lehnen Mercosur aus nationalistischer Abschottung ab. Die Linke lehnt Mercosur ab, weil wir für internationale Solidarität, fairen Handel und verbindliche Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards stehen.”

    Mal ganz naiv aus meinem Demokratieverständnis heraus gefragt:
    Ist es nicht völlig Wumpe, aus welchen Gründen unterschiedliche Gruppen etwas ablehnen? Wenn diese Gruppen die Mehrheit bilden, dann müsste Demokratie doch bedeuten, es dann nicht gegen den Willen dieser Mehrheit umzusetzen.

    Antworten

    • ebo
      22. Januar 2026 @ 18:03

      So ist es. Die Linke will aber nicht mit den Rechten gesehen werden…

      Antworten

      • KK
        23. Januar 2026 @ 01:41

        Wie soll es sonst funktionieren? Das ist doch wie beim Händewaschen: manus manum lavat!
        Die heutige sogenannte “Linke” ist nur noch lächerlich!


  • Info: https://lostineu.eu/mercosur-spaltet-das-eu-parlament-und-die-deutschen-gruenen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Abermals führt das verbotene Abstimmen mit zuvor demokratisch gewählten Abgeordneten auch im europäischen Parlament dazu den sinnvollen Protest der für funktionierende Demokratie und Beachtung des Völkerrechts stünde, mitzuverbrennen. 

    Denn Zitat: “Aktuell wird uns vorgeworfen, wir hätten mit rechten Kräften zusammengearbeitet. Dieser Vorwurf ist falsch, bewusst irreführend und politisch kalkuliert. (…)Dabei ist die Trennlinie glasklar: Rechte lehnen Mercosur aus nationalistischer Abschottung ab. Die Linke lehnt Mercosur ab, weil wir für internationale Solidarität, fairen Handel und verbindliche Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards stehen. Eine EuGH-Prüfung einzufordern heißt, Demokratie und Rechtsstaat zu verteidigen und steht im offenen Widerspruch zu rechter Politik.” Zitatende

    23.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: 5 Jahre Atomwaffenverbotsvertrag

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 23. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 23.01.2026


    5 Jahre Atomwaffenverbotsvertrag


    Am 22. Januar 2021 trat der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (Atomwaffenverbotsvertrag, AVV) in Kraft. Fünf Jahre später bleibt er ein historisches Zeichen der Hoffnung in einer Zeit wachsender globaler Aufrüstung. Der Vertrag ist Ergebnis jahrzehntelangen Engagements von Staaten, Kirchen&hellip;

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    Emissionsungleichheit: Nach nur zehn Tagen hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung seinen fairen Anteil am jährlichen Treibhausgasbudget verbraucht und plündert von nun an das der übrigen Weltbevölkerung. Jedes Jahr errechnet Oxfam den „Pollutocrat Day”, den Tag, an dem das weltweit&hellip;

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    Das Pentagon ist bereit, 1.500 Soldaten in Minnesota einzusetzen


    Die Facebook-Seite The Other 98% berichtet über die neuesten beunruhigenden Entwicklungen im Kräftemessen zwischen den Bundesbehörden und den Bürger:innen von Minneapolis: Das Pentagon kündigt an, es sei bereit, 1.500 Soldaten zu schicken, „falls die Gewalt im Bundesstaat Minnesota eskalieren sollte“.&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/das-pentagon-ist-bereit-1-500-soldaten-in-minnesota-einzusetzen/


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    Wegducken bringt nix: Trump sieht Europa als Feind


    Europa ist für das Trump-Regime der Feind. Dieses Problem lässt sich nicht mit milden Worten weglächeln. Warum? Natascha Strobl kommentiert. von Natascha Strobl (moment.at) Die USA sehen Europa als Feind. Diese Tatsache ist offensichtlich, wird aber von den meisten Politiker:innen&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/wegducken-bringt-nix-trump-sieht-europa-als-feind/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.01.2026

    Folgt der Regimewechsel?

    Screenshot_2026_01_23_at_11_18_27_Aufstand_im_Iran_YouTube


    youtube.com, von 20. Januar 2026

    Aufstand im Iran:
    Michael Lüders


    Info: https://youtu.be/NWJl9ysPwto?si=jWM6XBtNjmzn9VY9


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.01.2026

    Bruch in der Weltordnung  Mehrere westliche Länder wenden sich, um der Unterwerfung unter die USA zu entkommen, vorsichtig China zu, darunter Kanada und Großbritannien. Deutschland und die EU bleiben ambivalent, strecken aber ihre Fühler nach Osten aus.

    german-foreign-policy.com, 23. Januar 2026

    OTTAWA/LONDON/BERLIN (Eigener Bericht) – Regierungen einiger westlicher Länder beginnen mit dem Wiederaufbau engerer Beziehungen zu China und bemühen sich damit um politische und ökonomische Alternativen zur Unterordnung unter die Trump-Administration. Ursache sind die Bestrebungen der Vereinigten Staaten, ihre Verbündeten in Nordamerika und in Europa in die Knie zu zwingen und sie immer stärker auszuplündern. Als erstes Land hat Kanada, von Washington mit Annexion bedroht, vergangene Woche eine Strategische Partnerschaft mit China geschlossen. Premierminister Mark Carney begründete dies in einer weithin beachteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit dem Hinweis, man erlebe zur Zeit einen „Bruch in der Weltordnung“, der dadurch bedingt sei, dass Großmächte sich „keine Beschränkungen mehr“ auferlegten. Der Unterwerfung könne man bloß durch Kooperation mit anderen Staaten entkommen. Auch Großbritannien strebt den Wiederausbau seiner Beziehungen zur Volksrepublik an. Aus Berlin und Brüssel kommen widersprüchliche Signale. Beim European Council on Foreign Relations (ECFR) heißt es zu den Folgen der US-Gewaltpolitik: „Trump is making China great again“.


    Zitat: „Variable Geometrie“Kanadas Premierminister Mark Carney hatte bereits am Dienstag in seiner Rede in Davos einen „Bruch in der Weltordnung“ und „den Beginn einer brutalen Wirklichkeit“ konstatiert, „in der die Geopolitik zwischen den Großmächten keinen Beschränkungen mehr unterliegt“. Carney räumte ein, die sogenannte regelbasierte internationale Ordnung, auf die sich die westlichen Staaten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stets berufen hätten, habe auf doppelten Standards beruht; die Handelsregeln seien „asymmetrisch“ durchgesetzt worden, das Recht habe man, „abhängig von der Identität des Angeklagten oder des Opfers“, mit unterschiedlicher Härte angewandt.[1] Für den Westen sei das lange Zeit profitabel gewesen. Heute stelle die Lage sich aber für Staaten wie Kanada anders dar. Großmächte – Carney nannte die USA nicht namentlich – suchten sich andere Staaten mit Wirtschaftskriegen zu unterwerfen. „Die Frage“, die sich Mittelmächten stelle, laute nicht, ob man sich „der neuen Realität anpassen“ solle: „Wir müssen das.“ Viele zögen nun ähnliche Schlussfolgerungen: Sie suchten „größere strategische Autonomie“ zu erlangen. Carney warnte hingegen vor Abschottung; er ziehe, erklärte er, eine „variable Geometrie“ vor – unterschiedliche Koalitionen für unterschiedliche Interessen; eine ungebundene Außenpolitik.


    Strategische Partnerschaft mit China

    Kanada hat mittlerweile begonnen, eine solche Politik in die Praxis umzusetzen. So hat es Mitte Januar während eines Aufenthalts von Premierminister Carney in Beijing – dem ersten eines kanadischen Regierungschefs seit 2017 – eine neue „Strategische Partnerschaft“ mit China geschlossen.[2] Diese sieht unter anderem eine starke Zusammenarbeit auf dem Energiesektor vor; Carney warb in der Volksrepublik um chinesische Energieinvestitionen in seinem Land. Insbesondere senkt Kanada seine Zölle auf die Einfuhr chinesischer E-Autos bis zu einer Stückzahl von 49.000 von 100 auf 6,1 Prozent. Zudem sollen chinesische Unternehmen in Kanada beim Aufbau von E-Auto-Lieferketten helfen. China wiederum hat zugesagt, die hohen Zölle auf die Einfuhr kanadischer Agrargüter wieder zu senken, die es zuvor als Vergeltung für die kanadischen 100-Prozent-Zölle auf seine Elektroautos verhängt hatte. Kanada will bis 2030 seine Exporte nach China um 50 Prozent steigern. Auch eine engere politische Zusammenarbeit ist geplant; Carney will bereits zum APEC-Gipfeltreffen im November in Shenzhen wieder in die Volksrepublik reisen. Damit entzieht sich Ottawa in vollem Umfang dem Druck aus Washington, seine Beziehungen zu Beijing weitestmöglich abzubrechen. Es schafft sich zugleich Alternativen zum übermächtigen US-Geschäft.


    „Make China Great Again“

    Dass die Trump-Administration mit dem Versuch, sich Kanada brutal zu unterwerfen, das Gegenteil erreicht und das Land zu einer intensiveren Zusammenarbeit mit China treibt, wird womöglich kein Einzelfall bleiben. Darauf deuten die Ergebnisse einer Umfrage hin, die der European Council on Foreign Relations (ECFR) kürzlich veröffentlicht hat. Die Umfrage wurde im November 2025 in 21 Staaten weltweit durchgeführt. Sie zeigt, dass in den meisten Ländern der Anteil derjenigen, die die USA als Verbündeten mit gleichen Werten und Interessen betrachten, klar gesunken ist, in Brasilien beispielsweise von 29 auf 26 Prozent, in Großbritannien von 37 auf 25 Prozent.[3] Der Anteil derjenigen dagegen, die China als einen solchen Verbündeten ansehen, ist gestiegen – in Brasilien von 24 auf 27 Prozent, in Indien, wo Ablehnung gegenüber China traditionell verbreitet ist, von 11 auf 22 Prozent. In fast allen Ländern sahen mehr Menschen die Volksrepublik als Verbündeten bzw. Partner an denn als Rivalen oder gar Gegner. Während sich Washingtons Verbündete immer wieder sorgten, „den räuberischen USA zum Opfer zu fallen“, scheine „die Welt offener für China“ zu werden, konstatierte der ECFR und überschrieb die Auswertung seiner Umfrage mit „How Trump is making China great again“.


    Zurück zur „goldenen Ära“

    Tatsächlich zeichnen sich Schritte, die denjenigen Kanadas ähnlich sind, inzwischen auch in anderen westlichen Staaten ab. So plant etwa Großbritanniens Premierminister Keir Starmer laut Berichten kommende Woche einen Besuch in Beijing, bei dem nach Angaben mehrerer Insider die „goldene Ära“ der britisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen wiederbelebt werden soll, die vor rund einem Jahrzehnt gefeiert wurde. Am Dienstag genehmigte London die jahrelang blockierten Pläne, im traditionsreichen Royal Mint Court – in unmittelbarer Nähe zum Tower of London – Chinas größte Botschaft in Europa zu errichten. Dies galt von chinesischer Seite als erforderliche Geste guten Willens, um den bilateralen Beziehungen zum Aufschwung zu verhelfen.[4] Am Rande von Starmers geplantem Besuch in Beijing soll unter anderem der „UK-China CEO Council“ neu gestartet werden, ein prominent besetztes Wirtschaftsforum, das ursprünglich 2018 eingerichtet, dann aber stillgelegt worden war. Laut Berichten haben auf britischer Seite Konzerne wie die Großbank HSBC, der Ölkonzern BP, Rolls Royce und der Pharmakonzern AstraZeneca Interesse an einer Teilnahme, auf chinesischer Seite etwa die Bank of China, China Mobile und der Elektroautohersteller BYD. Beobachter weisen allerdings darauf hin, Störungen und Interventionen äußerer Mächte seien immer noch gut möglich.[5]


    „Ausgleich mit Russland“

    Unklar ist, wie Deutschland und die EU sich verhalten. Zum einen nähert Brüssel sich bei Elektroautos Beijing an. Hatte die EU-Kommission im November 2024 Zölle auf den Import chinesischer E-Fahrzeuge verhängt – „im Gleichschritt mit den USA“, wie Beobachter konstatieren [6] –, so hat sie in der vergangenen Woche umgesattelt, die Zölle beiseite gelegt und Regeln eingeführt, die mit einem Mindestpreis für aus China importierte Elektroautos operieren: „eine unerwartete Annäherung“, heißt es dazu. Andererseits arbeitet die EU-Kommission daran, in einer neuen Cybersicherheitsverordnung sämtliche Komponenten der chinesischen Konzerne Huawei und ZTE zu verbieten, was den Konflikt mit China erneut zuspitzt.[7] Berichten zufolge wird Bundeskanzler Friedrich Merz Ende Februar nach China reisen und sich von einer hochkarätigen Wirtschaftsdelegation begleiten lassen.[8] In der vergangenen Woche hatte Merz die Hoffnung ausgedrückt, „dass wir endlich auch wieder mit unserem größten europäischen Nachbarn, nämlich mit Russland, in der längeren Perspektive einen Ausgleich finden“; Russland sei schließlich „ein europäisches Land“.[9] Eine solche Aussage galt seit Jahren als undenkbar. Sie rückt die in der deutschen Geschichte regelmäßig wiederkehrende Option in den Blick, bei Konflikten im Westen nach Ausgleich im Osten zu suchen.


    Militärmacht Europa

    Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos beschränkte sich Merz am Donnerstag auf die Aussage, man habe „die Schwelle hinein in eine neue Welt der Großmächte überschritten“, die „uns Härten und Gefahren zumuten“ werde.[10] Es gelte deshalb, „Europa“ zu stärken. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Dienstag erklärt, „geopolitische Schocks“ wie der jetzige bestätigten die „Notwendigkeit, eine neue Form der europäischen Unabhängigkeit“ aufzubauen.[11] Dies solle „im Dialog mit unseren Freunden und Partnern“ geschehen – aber „wenn notwendig auch mit unseren Gegnern“. Dabei ließen weder Merz noch von der Leyen Zweifel daran entstehen, dass „Europa“ nicht, wie es früher oft hieß, als „Zivilmacht“ stark werden solle, sondern als hochgerüsteter Militärblock, der fähig sein müsse, nach Belieben Kriege zu führen – auch gegen Großmächte.

     

    [1] “Principled and pragmatic: Canada’s path”. Prime Minister Carney addresses the World Economic Forum Annual Meeting. pm.gc.ca 20.01.2026.

    [2] Prime Minister Carney forges new strategic partnership with the People’s Republic of China focused on energy, agri-food, and trade. pm.gc.ca 16.01.2026.

    [3] Timothy Garton Ash, Ivan Krastev, Mark Leonard: How Trump is making China great again – and what it means for Europe. ecfr.eu 15.01.2026.

    [4] Decision to give China its ‘super embassy’ in London was unavoidable. thetimes.com 20.01.2026.

    [5] Joe Cash: Britain and China to revive ‘Golden Era’ business dialogue during Starmer visit. reuters.com 21.01.2026.

    [6] Georg Blume: Darum verzichtet Brüssel bei chinesischen E-Autos auf Zölle. faz.net 22.01.2026.

    [7] Olga Scheer, Dietmar Neuerer, Christof Kerkmann: EU will Huawei endgültig aus 5G-Netzen verbannen. handelsblatt.com 20.01.2026.

    [8] Kanzler Merz reist Ende Februar zu erstem Besuch nach China. augsburger-allgemeine.de 17.01.2026.

    [9] Mehr Leistung, weniger Bürokratie in Wirtschaft und Mittelstand. Rede des Bundeskanzlers beim Neujahrsempfang der IHK Halle-Dessau und der Handwerkskammer Halle. bundesregierung.de 14.01.2026.

    [10] Rede von Bundeskanzler Merz beim World Economic Forum am 22. Januar 2026 in Davos. bundesregierung.de 22.01.2026.

    [11] Sonderansprache von Präsidentin von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum. ec.europa.eu 20.01.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10273


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    22.01.2026

    Straßenkritik: „Das Ende der Megamaschine“ von Fabian Scheidler

    deutschlandfunkkultur.de, 19. März 2024, 10:44 UhrZiem, Leonie, Podcast: Lesart © Deutschlandradio

    Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2024/03/19/strassenkritik_das_ende_der_megamaschine_von_fabian_drk_20240319_1044_521a301b.mp3


    Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/strassenkritik-das-ende-der-megamaschine-von-fabian-scheidler-dlf-kultur-521a301b-100.html


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    22.01.2026

    Friedenstüchtig

    Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen

    Promedia Verlag, Wien 2025, 224 Seiten

    Print: € 20,00. ISBN: 978-3-85371-549-9.
    E-Book: € 14,99. ISBN: 978-3-85371-934-3

    Seite des Promedia Verlags zum Buch

     

    Seit Jahren bewegt sich die westliche Welt in Richtung eines permanenten Ausnahmezustandes. Auf jede neue Krise, auf jeden Konflikt reagiert die Politik mit drakonischen Maßnahmen und zunehmender Militarisierung. In seinem neuen Buch warnt Fabian Scheidler, Autor des internationalen Bestsellers „Das Ende der Megamaschine“, dass dieser Weg in eine Spirale von ökonomischem Niedergang, politischem Chaos und Krieg führt. Grundlegende demokratische und soziale Errungenschaften drohen einer als alternativlos dargestellten militärischen Logik geopfert zu werden. Der Wohlfahrtsstaat mutiert zum Kriegsstaat.

    Scheidler deutet den Ausnahmezustand als Versuch, die sich zuspitzenden globalen Krisen autoritär zu beherrschen. Dabei zeigt er, wie die Feinde, die bekämpft werden sollen, zu einem großen Teil durch die Politik selbst geschaffen werden. Die Verweigerung von Diplomatie schafft Kriegsanlässe, so wie Anti-Terror-Kriege immer neue Terroristen hervorbringen.

    Doch der Abstieg in die selbstzerstörerische Kriegslogik ist keineswegs alternativlos. Angesichts der Gefahren, die mit den weltpolitischen Umbrüchen, der Zerstörung der Biosphäre und der Aushöhlung der Demokratie verbunden sind, weist das Buch neue Wege zum Umgang mit den Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Westliche Gesellschaften müssen lernen, sich von ihrer jahrhundertelangen Politik der Dominanz zu verabschieden, um eine Kultur der Kooperation zu entwickeln.

    Leseprobe | Anmerkungen als PDF

    Inhaltsverzeichnis  

    Prolog

    Einleitung: Zivilisationskrise und Ausnahmezustand

    Teil I: Die Logik des Krieges

    1. Ein Muster zeichnet sich ab
    2. Gaza oder Der Weg in die totale Zerstörung
    3. Wie der Krieg gegen den Terror eine umwelt- und friedenspolitische Wende blockierte
    4. Wie die Chancen auf Frieden für die Ukraine vertan wurden
    5. Wie eine Pandemie als Krieg gedeutet wurde

    Teil II: Der Ausnahmezustand als Regierungsform

    1. Power Grabbing, Demokratierückbau und Zensur
    2. Der Wohlfahrtsstaat für Konzerne, die Ablenkung von systemischen Fragen und der Weg in den Kriegsstaat

    Teil III: Die Feinde, die wir schufen

    1. Ursachenanalyse als Verrat
    2. Wie den Bewohnern von Gaza jede Hoffnung auf eine friedliche Lösung genommen wurde
    3. Der Krieg gegen den Globalen Süden: Wie die Politik des Westens Wut und Terror gesät hat
    4. Von Gorbatschows Vision eines gemeinsamen „europäischen Hauses“ zum Ukrainekrieg
    5. Der Krieg gegen die Natur und die Entstehung von SARS-CoV-2

    Teil IV: Vernunft oder Selbstzerstörung

    1. Gemeinsame Sicherheit statt Dominanz
    2. Der geopolitische Umbruch und die Suche nach einer Friedensordnung
    3. Friedensbewegungen als geopolitische Kraft

    Epilog: Die Kunst des Friedens

    Ausgewählte Artikel

    1. Vom Wohlfahrtsstaat zum Kriegsstaat: Wie die EU versucht, Frieden in der Ukraine zu verhindern (New Left Review)
    2. Die Grünen und der neue deutsche Militarismus (Le Monde diplomatique)
    3. Nord Stream: Das Versteckspiel um die explosivste Kriminalgeschichte unserer Zeit (Le Monde diplomatique)
    4. Wiener Spagat: Österreichs Neutralität und der Ukraine-Krieg (Le Monde diplomatique)

    Anmerkungen

    Interviews

    • Berliner Zeitung, 17. Oktober 2025 (online: 15. Oktober 2025), „Die westliche Dominanz neigt sich dem Ende entgegen“
    • Junge Welt, 16. Oktober 2025, „Über den Versuch, den europäischen Wohlfahrtsstaat zurückzubauen, um einen Kriegsstaat zu errichten“
    Weitere Interviews finden Sie hier.

    Rezensionen 

    • „Ein kritischer Parforceritt durch die Krisen der Gegenwart. Ein gutes, ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit!“, Junge Welt, 27. Oktober 2025
    • „Es braucht jetzt solche Bücher, die zusammendenken, was zusammen gehört. Scheidler stellt die zahlreichen Kreuzungspunkte kenntnis- und detailreich vor, an denen der Westen die Eskalation wählte. Dabei deckt der Autor wenig bekannte oder vorschnell vergessene Vorgänge auf, wenn er die Vorgeschichte der Kriege noch einmal spannend nach­erzählt.“, Sozialistische Zeitung, 1. November 2025
    • „Scheidler gelingt es überzeugend, den »autoritären Teufelskreis« in westlichen Gesellschaften herauszuarbeiten“, Contraste, November 2025 / Der Rabe Ralf, Dezember 2025
    • „Fabian Scheidler gelingt es als Historiker, die Fallstricke vereinfachender Erzählungen und daraus folgender Fehlmaßnahmen darzustellen, und füllt mit seinen Analysen eine Lücke. (…) Wir sind gut beraten, Scheidlers Schlußfolgerungen ernst zu nehmen“, Hans Holzinger, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, 20. Oktober 2025
    • „Unverzichtbar“, Nachdenkseiten, 18. Oktober 2025
    • „Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit“, Neues Deutschland, 18. Oktober 2025
    • „‚Friedenstüchtig‘ bietet einen gut recherchierten, kompakten und leicht lesbaren Überblick über die Hintergründe zum aktuellen Zeitgeschehen und ist ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit!“, Lateinamerika anders, 15. Januar 2026
    • „Spannend sind auch Scheidlers Ausführungen zur Geschichte des Widerstands gegen den Krieg, wie er sich seit der Aufklärung entwickelt hat, und dessen Ideen bis in die griechische Antike zurückreichen. Ein Buch über das ‚Handwerk des Friedens‘ und die notwendige Fähigkeit, die Welt auch mit den Augen der anderen sehen zu können“, IPPNW Forum, Dezember 2025/Januar 2026


    Video

    Friedenstüchtig werden: Von der Logik des Krieges zu einer neuen Friedensordnung


    Eröffnungsrede der Friedenskonferenz von Kairos Europa
    Mannheim, 10. Oktober 2025


    Screenshot_2026_01_23_at_06_53_27_Friedenst_chtig_Fabian_Scheidler

    Video https://www.youtube.com/watch?v=Cf14Vm0nNz8 Dauer 58:08 Min.




    Vom Kriegs- und Ausnahmezustand zur Friedenstüchtigkeit 


    Buchvorstellung im Aktionsradius, Wien, 17. November 2025


    Screenshot_2026_01_23_at_06_57_16_Friedenst_chtig_Fabian_Scheidler

    Video https://www.youtube.com/watch?v=s-9Md884JTA Dauer 41:50 Min


    Buchpräsentationen

    Alle Termine von Veranstaltungen zum Buch finden Sie hier.

    Wenn Sie selbst eine Veranstaltung organisieren wollen, können Sie gern eine Anfrage über das Kontaktformular schicken.


    Info: https://fabian-scheidler.de/friedenstuechtig/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Nord Stream | Verborgener Kontext des Ukraine-Kriegs - Fabian Scheidler


    (Buchladen) neuer-weg.com,  Seite besucht am 23. Januar 2026, 6:41 Uhr


    Medienpräsenz

    acTVism Munich

    Videokanal: acTVism Munich


    In dieser Folge von Die Quelle spricht unser leitender Redakteur Zain Raza mit dem Autor und unabhängigen Journalisten Fabian Scheidler über die neuesten Entwicklungen im Rätsel um die Sprengung der Nord Stream-Pipeline – und was diese offenbaren bzw. verbergen. Anschließend dreht sich das Gespräch um Gaza und die Frage, ob Donald Trumps sogenannter Friedensplan die aktuellen Unruhen überstehen kann. Schließlich widmet sich Scheidler dem Krieg in der Ukraine, indem er Licht auf die verdeckten Hintergründe wirft, die in den Leitmedien oft ausgelassen werden. Er reflektiert auch die rasante Militarisierung Deutschlands und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft im eigenen Land.


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    Quelle: acTVism Munich auf YouTube (31.10.2025)  

    Video  https://www.youtube.com/watch?v=DTkBmGPgdbg  Dauer 37:45 Min.


    youtube.com, vom 31.10.2025 Die Quelle: Deutsch

    In dieser Folge von Die Quelle spricht unser leitender Redakteur Zain Raza mit dem Autor und unabhängigen Journalisten Fabian Scheidler über die neuesten Entwicklungen im Rätsel um die Sprengung der Nord Stream-Pipeline – und was diese offenbaren bzw. verbergen. Anschließend dreht sich das Gespräch um Gaza und die Frage, ob Donald Trumps sogenannter Friedensplan die aktuellen Unruhen überstehen kann. Schließlich widmet sich Scheidler dem Krieg in der Ukraine, indem er Licht auf die verdeckten Hintergründe wirft, die in den Leitmedien oft ausgelassen werden. Er reflektiert auch die rasante Militarisierung Deutschlands und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft im eigenen Land. Weitere Informationen zu Fabian Scheidlers neuestem Buch finden Sie hier: https://fabian-scheidler.de/ 


    Dieses Video wurde von uns ursprünglich am 30. Oktober 2025 auf Englisch veröffentlicht. Sehen Sie sich unsere aktuellsten Videos an: Die geheime Geschichte der Israel-USA-Beziehung:    • Die geheime Geschichte der Israel-USA-Bezi...   Der fehlende Kontext: Gaza-Friedensplan & Tomahawks für die Ukraine:    • Der fehlende Kontext: Trumps „Friedensplan...   Prof. Mearsheimer: Gaza-Waffenstillstand, Ukraine-Krieg:    • Prof. Mearsheimer: Gaza-Waffenstillstand, ...   Gaza-Waffenstillstand & Deutschlands Besessenheit von Israel:    • Gaza-Waffenstillstand & Deutschlands Beses...   “Friedensplan” als Propaganda: Schuldumkehr im Gaza-Krieg:    • “Friedensplan” als Propaganda: Schuldumkeh...   Ukraine: Was die NATO und Deutschland verschweigen:    • Ukraine: Was die NATO und Deutschland vers...   Jenseits der Schlagzeilen: Charlie Kirk, Ukraine und Israel:    • Jenseits der Schlagzeilen: Charlie Kirk, U...   Israels Angriff in Katar, Charlie Kirk & Ukraine:    • Israels Angriff in Katar, Charlie Kirk & U...   Ukraine: Die Geschichte, die Sie nicht hören sollen:    • Ukraine: Die Geschichte, die Sie nicht hör...   Trump akzeptiert Russlands Gebietsansprüche in der Ukraine:    • Russische Quellen: Trump akzeptiert Russla...   „Israel wird zusammenbrechen“ – Dr. Ofer Cassif    • „Israel wird zusammenbrechen“ – Warnung de...   Prof. Sachs - Offener Brief an den israelischen Außenminister:    • Prof. Jeffrey Sachs - Offener Brief an den...   Zionismus wankt & die Rolle arabischer Diktaturen:    • Zionismus wankt & die Rolle arabischer Dik...   Israels innerer Zusammenbruch:    • Israels innerer Zusammenbruch, Hungersnot ...   Um die vollständige Abschrift zu diesem Video zu lesen: Besuchen Sie unsere Website www.acTVism.org, um das Transkript zu lesen. ENGLISH: Bookmark and visit: https://www.actvism.org/en/ ÜBER FABIAN SCHEIDLER: Fabian Scheidler, geboren 1968, studierte Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin sowie Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Seit 2001 arbeitet er als freier Autor für Printmedien, Fernsehen, Theater und Oper. 2009 gründete er zusammen mit David Goeßmann das unabhängige Fernsehmagazin Kontext TV und erhielt im selben Jahr den Otto-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus. Als Dramaturg und Dramatiker war Scheidler viele Jahre am Grips Theater in Berlin tätig. 2013 wurde seine Oper „Tod eines Bankiers“ (Musik: Andreas Kersting) am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz uraufgeführt. 2015 erschien sein Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ im Promedia Verlag, das von der Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsstudien zu den „TOP 10 Zukunftsliteratur 2015“ gewählt wurde. Sein aktuelles Buch trägt den Titel „Friedenstüchtig“, in dem er Wege aus der globalen Kriegslogik und Perspektiven für eine kooperative Weltordnung aufzeigt. 

    Link: https://fabian-scheidler.de


    Interviewthemen: 

    0:00 Einführung 

    1:11 Nord Stream 

    7:19 Aktuelles aus Gaza 

    17:12 Verdeckte Hintergründe des Ukraine-Konflikts 

    27:41 Militarisierung Deutschlands


    Um die vollständige Abschrift zu diesem Video zu lesen: 
    Besuchen Sie unsere Website www.acTVism.org, um das Transkript zu lesen.

    https://www.actvism.org/wp-content/uploads/2025/10/Nord-Stream-_-Verborgener-Kontext-des-Ukraine-Kriegs-Fabian-Scheidler.docx.pdf


    Themen

    Aufrüstung

    Gaza

    Krieg

    Kriegstüchtigkeit

    Militarisierung

    Nord Stream

    Trump, Donald

    Ukrainekrieg

    Videoautoren

    Fabian Scheidler

    Zain Raza


    Info: https://www.neuer-weg.com/media/29258


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    22.01.2026

    Syrien: Die Puzzleteile zusammenhalten

    Stand: 20.01.2026, 15:58 Uhr, Von: Philippe PernotKommentareScreenshot_2026_01_22_at_20_33_27_Ende_der_Autonomie_Kurden_Alawiten_und_Drusen_k_mpfen_in_Syrien_ums_berleben

    Aleppo, Dezember 2025: Gräber der kurdischen Kämpferinnen und Kämpfern auf dem „Märtyrerfriedhof“ – vor der Eroberung durch syrische Regierungskräfte. © Philippe Pernot


    Syriens neue Machthaber eroberten vergangene Woche die kurdischen Viertel Aleppos. Inmitten der Gewalt versuchen die Überlebenden einander zu helfen.

    An einem kalten Dezembertag saßen eine Frau und ihre Tochter in einem öffentlichen Park Aleppos auf einer Bank, umgeben von zerstörten Gebäuden. Sie schauten den Gänsen zu, die zwischen den Büschen entlangwatschelten. Die achtjährige Najwa rannte mit einem alten Laib Brot zu ihnen, warf ihnen das Brot zu, bevor sie zu ihrer Mutter zurückkehrte. Beide genossen sie die kurze Auszeit von der Betonwüste. Denn in Sheikh Maqsoud und Achrafieh, den beiden überwiegend kurdischen Vierteln von Aleppo, der größten Stadt Nordsyriens, war die Atmosphäre erstickend.

    „Wir sind Flüchtlinge aus Afrin, wo wir mitten in der Natur lebten. Hier fühlen wir uns erdrückt, besonders wegen der Belagerung“, erklärte Umm Ali, die Mutter. Die kurdische Enklave Aleppos war bis vor zwei Wochen eine fragile Insel mit einer halben Million Einwohner:innen, selbstverwaltet und fast vollständig vom Rest Syriens abgeschnitten. Seit fast fünfzehn Jahren von ihren jeweiligen Feinden fast ununterbrochen belagert, erhebt sie sich über den Rest der Stadt, ihre Gebäude mit ihren klaffenden Fassaden dem Stadtbild trotzend.

    „Für uns ist das hier der sicherste Ort [Syriens]. Wir können hier friedlich mit unseren Nachbarn aller Glaubensrichtungen zusammenleben“, sagte Umm Ali damals. Die Araberin aus Afrin ist mit einem Kurden verheiratet. Wie Zehntausende andere fand sie 2018 während der türkischen Offensive auf ihre Heimatstadt hier Zuflucht. Auch Armenier:innen, Alawit:innen und Jesid:innen lebten dort unter einer autonomen Verwaltung wie in Rojava, dem mehrheitlich kurdischen Gebiet im Nordosten des Landes. Alle versuchten, trotz der Spannungen und der Flucht ein Leben für sich einzurichten – wie hier im öffentlichen Park, einer der wenigen, die die Selbstverwaltung trotz der Belagerung bauen konnte.

    Doch Gewehrsalven, Bombenexplosionen und Sirenen von Krankenwagen störten bald die prekäre Ruhe. Etwa einen Monat, nachdem die Frankfurter Rundschau die beiden getroffen hatte, kam es zu schweren Kämpfen zwischen kurdischen und syrischen Regierungstruppen. Nach sechs Tagen schwerer Artilleriegefechte, Straßenkämpfen mit Panzern und Drohnenangriffen, gelang es der 60. Division der syrischen Armee, die kurdischen Viertel Aleppos zu erobern. Mindestens 30 Zivilist:innen kamen ums Leben sowie eine unbekannte Zahl an Kämpfer:innen, und mehr als 150 000 flohen aus dem Kriegsgebiet. Die Frankfurter Rundschau hat seitdem jeglichen Kontakt zu Umm Ali verloren – vielleicht ist sie, wie Tausende andere, nach Afrin zurückgekehrt.

    Seitdem hat die syrische Revolutionsflagge mit den drei Sternen die Flagge der kurdischen Autonomiebehörden nicht nur in Aleppo abgelöst. Breite Teile Nordostsyriens, die unter Einfluss der überwiegend kurdischen FDS standen, fielen seitdem in die Händer der syrischen Regierung Ahmad al-Scharaas. Die Offensive breitete er in Richtung des Euphrats sowie der arabischen Städten Raqqa und Deir ez-Zur aus. Arabische Truppen und alliierte Klans der FDS liefen zu den syrischen Streitkräften über – so mussten die kurdischen Befehlshaber:innen den Rückzug antreten und am Sonntag in ein Abkommen mit al-Scharaa einwilligen. Die größten Ölfelder Syriens kamen somit wieder unter die Herrschaft der syrischen Regierung, dazu Teile der Region um Hasaka, Deir ez-Zur und Raqqa. Diese militärischen und wirtschaftlichen Verluste der FDS haben den Druck auf die kurdische Autonomiebehörde erhöht: Umzingelt und von ihren europäischen und amerikanischen Verbündeten im Stich gelassen, kämpft sie nun um ihr Überleben.

    Von relativer Autonomie zur Abhängigkeit

    Die beiden Kurdenviertel Scheich Maksud und Achrafieh sowie der gesamte Nordosten Syriens gerieten zu Beginn des Bürgerkriegs im Sommer 2011 unter die Kontrolle kurdischer Streitkräfte. Dort etablierten sie eine Autonomiebehörde, die nach den Ideen der kurdischen PKK-Anführers Abdullah Öcalan regierte – Ökologie, Geschlechtergleichstellung und lokale Demokratie wurden offiziell umgesetzt, wenn auch sehr unzureichend. Nach erbitterten Schlachten gegen die Kämpfer des „Islamischen Staates“ kamen ihre Gebiete unter Sturm der Türkei: so verloren die FDS 2018 Afrin, später dann Manbij und Ein Issa. Seit dem Fall Assads kam der Druck von den neuen Machthabern Syriens, die einen Föderalstaat ablehnen und stattdessen ganz Syrien unter ihre Herrschaft bringen wollen.


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    Sheikh Maksood-10_LD_251213_IMG_3576.jpg © Philippe Pernot


    Fast ein Jahr lang trafen sich Vertreter der kurdischen Streitkräfte, darunter General Mazloum Abdi, mit den Amtsträgern der neuen syrischen Regierung Ahmad al-Scharaas, um eine Lösung zu finden. Die Situation blieb jedoch aufgrund der Uneinigkeit über die Bedingungen eines solchen Abkommens festgefahren, da die Kurd:innen befürchteten, nach der Abgabe ihrer Waffen Angriffen und Massakern ausgesetzt zu werden.


    Doch der Druck nahm zu: Die syrische Regierung und ihre türkischen und amerikanischen Verbündeten hatten den kurdischen Streitkräften (YPG) bis zum Jahresende Zeit gegeben, sich zu entwaffnen und in die syrische Armee zu integrieren. Sie zögerten und es folgte die Großoffensive, die zum Ende der kurdischen Autonomie in Aleppo, Raqqa und Deir ez-Zur führte.

    Die Scharaa-Regierung hat seit ihrer Machtübernahme eine lange Geschichte von Kämpfen gegen die Minderheiten Syriens. Im Juli stürmten ihre Truppen die überwiegend drusische Stadt Suweida im Süden. Spannungen zwischen sunnitischen Beduinenklans und drusischen Einwohner:innen waren zu einer Offensive eskaliert, bei der auf beiden Seiten Gräueltaten gegen Zivilist:innen verübt wurden. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH) wurden mindestens 1386 Menschen getötet, darunter mindestens 200 drusische Zivilist:innen, die von regierungstreuen Kräften standrechtlich hingerichtet wurden. Mindestens 128 000 Menschen wurden vertrieben, darunter die gesamte Beduinenbevölkerung der Stadt. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig der ethnischen Säuberung.

    „Als (die Angreifer) in mein Haus eindrangen, sahen sie das Kreuz an der Wand und wollten mich und meine Tochter lebendig kreuzigen“, erzählt Rami Meila, ein christlicher Landwirt, der einen großen Bauernhof am westlichen Stadtrand bewirtschaftete. Wie viele andere wurde er nur durch israelische Bombenangriffe gerettet – das Nachbarland, das einen Großteil Südsyriens besetzt hält, hat sich selbst zum Verteidiger der drusischen Bevölkerung im Land erklärt und führte Dutzende Luftangriffe gegen die syrische Armee aus. Die Männer der Regierung und der beduinischen Klans mussten sich unter den israelischen Bomben zurückziehen.

    „Als mir klar wurde, dass ich überlebt hatte, war das wie eine Wiedergeburt. Der Verlust meines Bauernhofes ist nichts im Vergleich zu dem Glück, am Leben zu sein“, sagt Meila.

    Seine Felder und Obstgärten werden weiterhin von beduinischen Gruppen und Regierungstruppen besetzt, die seit Juli etwa 30 drusische Dörfer besetzt halten. „Sie haben meine Bewässerungsrohre gestohlen, meine Brunnen verstopft, meine Olivenbäume gefällt und das Haus niedergebrannt: alles, um uns zur Kapitulation zu zwingen“, sagt er. So ging die Ernährungssouveränität der drusischen Stadt verloren, während die Regierungstruppen weiterhin eine relativ strenge Belagerung aufrechterhalten.

    Unter dem Assad-Regime lebten dessen Einwohner:innen in relativer Autonomie; die Männer verweigerten massiv den von der Diktatur auferlegten Militärdienst und hielten sich von den Kämpfen fern – abgesehen von denen gegen die Organisation Islamischer Staat im Jahr 2018. Auch war Suweida in Bezug auf Obst, Gemüse und Mehl autark und exportierte Produkte ins Ausland. „Doch jetzt, da unser wichtigstes Ackerland besetzt ist, müssen wir diese auf ungeeignetem Land anbauen und sind auf internationale Hilfe angewiesen“, sagt Omar el-Halabi, ein Agronom und Botaniker der Stadt. Seiner Meinung nach praktizieren die Beduinen und die Regierungsfraktionen eine Politik der „verbrannten Erde“ und zerstörten alles auf ihrem Weg, sogar Getreidesilos. „Lange Zeit aßen wir graues Brot, weil die Bäcker verbranntes Mehl untermischen mussten. Es schmeckte entsetzlich“, erinnert er sich.

    Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Shadi Qarqout arbeitet Omar an der Erhaltung einer Baumschule für endemische Arten des Jebel Druze, einer überwiegend drusischen Region mit einem einzigartigen Mikrokosmos, die sich über den Libanon, Syrien und die besetzten palästinensischen Gebiete erstreckt. „Bereits im späten 18. Jahrhundert identifizierten internationale Botaniker hier seltene Pflanzen, die heute vom Aussterben bedroht sind, wie die Orange Iris oder die Hermon-Eiche. Wir wollen sie erhalten und retten“, erklärt er.

    Wie die Minderheiten des Landes wurde tatsächlich auch die Umwelt Opfer des Krieges. Hunderte von Kilometer entfernt, in den Hügeln oberhalb von Beit Yachout, eine Stunde von der Küstenstadt Tartous entfernt, erstreckt sich ein abgebrannter Wald, so weit das Auge reicht. Wie in Aleppo und in Suweida kam es hier zu Kämpfen zwischen Einwohner:innen und Truppen der neuen Regierung: Im Frühjahr verübten sie Massaker an der alawitischen Bevölkerung nach Zusammenstößen mit ehemaligen Assad-Soldaten. Kurz danach wurde die Region von einer weiteren Plage heimgesucht – verheerende Waldbrände.


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    Aleppo, Juli 2025: Beduinische Milizen bereiten sich auf den Sturm von Suweida vor. © Philippe Pernot


    „Der Wald brannte fünf Tage lang, bevor wir das Feuer unter Kontrolle bringen konnten“, erinnert sich Ali, ein Bauer aus einem Weiler am gegenüberliegenden Hang, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. „Der Zivilschutz kam uns nicht zu Hilfe, deshalb haben wir Bewohner große Solidarität bewiesen und uns gegenseitig unterstützt, um das Feuer selbst zu löschen.“ Auf seinem Handy zeigt er ein Video von lodernden Flammen in die Nacht. „Es hat mir das Herz gebrochen: Wir leben in diesem Wald, er ist Teil unserer Identität“, erzählt er. An der syrischen Küste wurden zwischen Juni und August mehr als 100 Quadratkilometer Wald durch die größten Brände in der Geschichte des Landes verwüstet.

    Die syrische Gesellschaft bleibt gespalten

    Alle Seiten beschuldigen sich gegenseitig: Steckten die Truppen der neuen Regierung dahinter, um die alawitischen Einwohner:innen zur Flucht zu treiben – oder Anhänger Assads, die Chaos verbreiten wollten? Im März hatten Soldaten, die dem gestürzten Regime nahestanden, die neuen Sicherheitskräfte aus dem Hinterhalt angegriffen und ein Blutbad verursacht: Zwischen 1426 und 1700 Menschen seien getötet worden, hauptsächlich alawitische Zivilisten.

    Die alawitische Küste Syriens, von Latakia bis Tartus, galt als Hochburg des Assad-Regimes: Dort wurde der Großteil seiner Offiziere rekrutiert, und die Strände waren als geschützte Urlaubsziele fernab des Konflikts geschätzt. Aus Rache stürmten Tausende von Assad-Gegnern, zumeist Dschihadisten, nach dem Sturz des Regimes die Küste. Seitdem herrscht erstmals eine besorgte Stille – doch die Einwohner:innen befürchten weitere Massaker. Ihre Notlage hatte auch kurdische und drusische Menschen hier davon überzeugt, die Waffen nicht niederzulegen.

    Nach mehr als dreizehn Jahren Bürgerkrieg richtete die neue Regierung die Kommissionen für Wahrheit und Gerechtigkeit ein, um den Übergangsprozess zu gewährleisten. „Aber ihre Arbeit ist undurchsichtig und führt zu keinen echten Ergebnissen. Jetzt ist es die Zivilgesellschaft, die versucht, die Wahrheit herauszufinden und auf Gerechtigkeit zu drängen“, sagt ein syrischer Aktivist aus der Küste, der anonym bleiben möchte. So bleibt die syrische Gesellschaft ein Jahr nach Ende des Bürgerkriegs gespalten – und benötigt dringend Hoffnung und Einigung.

    Genau danach streben die Mitglieder der „Felder der Solidarität“ – eine agro-ökologische Organisation, die nach dem Sturz des Regimes gegründet wurde. „Unser Ziel ist es, Genossenschaften zu gründen und zu verbreiten, um Selbstversorgung und Autonomie für Nachbarschaften, Dörfer und Städte in ganz Syrien zu fördern“, erklärt der Gründer der Initiative, Kastro Dakdouk (ein Pseudonym). Nachdem er in den 1980er Jahren in Beirut an der Seite linker palästinensischer Gruppen gegen die israelische Armee gekämpft und sich dem Assad-Regime widersetzt hatte, floh der anarchokommunistische Aktivist nach Griechenland. Nach 38 Jahren im Exil ist er nun in seine Heimat zurückgekehrt und hofft, seinen in Griechenland begonnenen Aktivismus hier fortzusetzen.

    Um Landwirte beim Verkauf ihrer Produkte zu unterstützen, hat sein Verein in Tartus einen Bauernmarkt gegründet. Der angeschlossene Genossenschaftsladen verkauft Bio-Obst und -Gemüse, Seifen und „Mouneh“ (handgemachte Konfitüren). „Unsere Initiative ist nicht gewinnorientiert; wir wollen keinen Profit machen. 80 Prozent des Umsatzes gehen direkt an die Erzeuger, 20 Prozent decken die Betriebskosten des Ladens“, erklärt Maysa‘a al-Khalil, eine ehemalige Gegnerin des Assad-Regimes, die ein Gemeinschaftscafé betreibt und sich im Projekt „Felder der Solidarität“ in Tartus engagiert.

    Für sie ist es dringend, die syrische Bevölkerung zusammenzubringen, um die erbitterten Kämpfe und Spaltungen innerhalb der Gesellschaft zu beenden. Dafür gäbe es keinen besseren Weg als den Umweltaktivismus und die Liebe zur Natur. „Sie ist, was uns alle einigt. Syrerinnen und Syrer hängen sehr an ihrem Land. Indem wir zusammen unsere Natur nach dem Krieg wiederherstellen, können wir zusammenkommen, uns auf das Wichtigste fokussieren, und damit diese Spaltungen hinter uns lassen“, sagt sie hoffnungsvoll. Deshalb versuchen Menschen wie sie in ganz Syrien neue Projekte auf die Beine zu stellen: Gemeinschaftsgärten in Aleppo, Aufforstung in Suweida und die Bio-Felder an der Küste sind nur kleine Teile eines großen Puzzles, das zeigt wie ein neues Syrien aussehen könnte. Ob das Puzzle weiter wächst, bleibt abzuwarten.


    Info: https://www.fr.de/politik/nach-dem-fall-assads-verlieren-die-kurden-in-syrien-ihre-autonomie-94131525.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Der Dritte Weltkrieg: Ein Film, der alles in Frage stellt, was man uns erzählt hat

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    forumgeopolitica.com, Mi. 21 Jan 2026 11, Claudio Grass

    Die öffentliche Wahrnehmung von Krieg hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Er wird nicht mehr als die Abscheulichkeit angesehen, die er ist. Die Folgen sind schrecklich: Der Dritte Weltkrieg steht unmittelbar bevor.


    Die Mainstream-Medien und die politische Führung der westlichen Welt rufen enthusiastisch zum Krieg auf, mit bedrohlichen Ähnlichkeiten zur Vorbereitung des Ersten Weltkriegs.

    Aus diesem Grund habe ich eine Dokumentarfilm- und Interviewreihe produziert, um die Öffentlichkeit vor den katastrophalen Folgen eines möglichen Dritten Weltkriegs zu warnen. Wir suchten die offenkundigsten Würdenträger, die die Welt vor der Sinnlosigkeit und Dummheit des Krieges warnen. Die Interviews enthüllen die Hintergründe der aktuellen Kriegsgebiete und ordnen sie in den tragischen Kreislauf von Hybris und menschlicher Dummheit ein, der sich im Laufe der Geschichte wiederholt hat.

    Die Methoden, die Intensität und die Geschwindigkeit der Propaganda haben sich seit dem ersten großen Krieg vor etwas mehr als einem Jahrhundert stark weiterentwickelt. Die Sprache selbst ist zur Waffe geworden, um die Menschen davon zu überzeugen, einen weiteren großen Konflikt zu begrüßen, der eine sichere Katastrophe bedeuten wird. Der Tod von Zivilisten wird als „Kollateralschaden“ bezeichnet, die Zerstörung ganzer Städte auf biblischem Niveau wird als „Abbau von Kapazitäten“ umgetauft, während eine rücksichtslose Eskalation, ja sogar eine offene militärische Aggression als „Abschreckung“ dargestellt wird. Mit jeder Abstraktionsebene und jeder neuen „Neusprech“-Terminologie in unseren täglichen Nachrichten wird der Abstand zwischen den getroffenen Entscheidungen und den Menschen, die mit den Folgen leben oder nicht leben müssen, noch größer. Krieg ist Frieden, Diplomatie ist Schwäche, Krieg ist unvermeidlich. Nichts ist unausweichlich, aber das Denken macht es so.

    Diese Abstraktion lässt den Krieg technisch, überschaubar und fern erscheinen, eher wie etwas, das von Buchhaltern gehandhabt werden sollte, anstatt von Soldaten, deren Leben auf dem Spiel steht, oder noch schlimmer, etwas, das von unschuldigen Zivilisten getragen werden muss. Sie ist unpersönlich geworden, obwohl sie zutiefst persönlich ist und schon immer war. Die Menschen, vor allem im Westen, haben das Glück, die Realität des Konflikts vergessen zu haben. Deshalb ist es so einfach, abweichende Stimmen lächerlich zu machen, sie an den Rand zu drängen und jeden, der gegen Massenmord ist, als naiv, unpatriotisch oder sogar als Verräter am eigenen Volk abzutun.

    Es ist aber auch leicht, zu verzweifeln und sich mit der Tatsache abzufinden, dass der moralische Kompass der Menschheit unwiederbringlich kaputt ist. Wenn sich Kriege mit den bekannten Rechtfertigungen wiederholen, wenn das Leiden der Zivilbevölkerung zum ersten Mal in der Geschichte live übertragen wird und wenn Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt Zeuge des Abschlachtens von Kindern werden und sich trotzdem nichts ändert, ist es leicht zu glauben, dass es sinnlos ist, seine Stimme zu erheben. Die Abstraktion der Propagandamaschine hat zu gut funktioniert: Selbst wenn man die schrecklichsten Bilder des Krieges sieht, bleibt die emotionale Trennung bestehen. Schließlich sind es nicht unsere Söhne, die am helllichten Tag entführt und an die Front geschickt werden, um einen sinnlosen Tod zu sterben, und es sind nicht unsere Kinder, die durch Bomben auf Entbindungsstationen getötet werden. Das alles passiert weit weg, bei Menschen, die es wahrscheinlich verdienen, die uns und unsere Lebensweise bedrohen, die genüsslich unseren Untergang planen und die uns für unsere Freiheit hassen.

    Aber es ist auch nicht ohne Folgen, wenn man in die Verzweiflung abrutscht und sich damit abfindet, dass „das der Lauf der Welt ist“. Resignation ist keine Neutralität: Sie ist Duldung, wenn nicht sogar Mitschuld. Wer die Geschichte studiert, weiß sehr gut, dass die Normalisierung und Ausbreitung des Krieges nicht nur von denen abhängt, die ihn aktiv befürworten, sondern auch vom Schweigen aller anderen, von all denen, die glauben, dass Widerstand nicht mehr zählt.

    Genau aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mich an der Produktion eines sehr wichtigen Dokumentarfilms zu beteiligen, der von meinem lieben Freund James Patrick produziert wird, mit dem ich schon bei „Planet Lockdown“ zusammengearbeitet habe. Der neue Dokumentarfilm „World War III“ nimmt die heutigen großen Konfliktgebiete in der Ukraine und im Nahen Osten durch ausführliche Interviews mit Militär-, Wirtschafts- und Geopolitikexperten unter die Lupe. Er hinterfragt die Logik des immerwährenden Konflikts und wirft ein dringend benötigtes, helles, hartes und unversöhnliches Licht auf die Realitäten des Krieges. Vor allem aber räumt er mit all den Abstraktionen und Weichzeichnern auf, die die aktuelle Situation nicht nur möglich, sondern für zu viele Menschen auch akzeptabel und „normal“ gemacht haben. „World War III“ ist ein Versuch, diese Normalisierung zu unterbrechen.

    Die Stimmen, die in diesem Film zu Wort kommen, sind nicht nur deshalb so prominent, weil sie berühmt oder auf ihrem Gebiet etabliert sind, sondern weil sie die vorherrschenden Erzählungen, die versuchen, Krieg als unvermeidlich, notwendig oder sogar wohlwollend zu verkaufen, immer wieder in Frage stellen. Sie haben unterschiedliche Hintergründe und Disziplinen, aber sie sind alle bereit, unbequeme Fragen zu stellen: Wer profitiert vom Krieg? Wer zahlt den Preis? Was sind die Kräfte und Anreize, die immer wieder zu Fehlschlägen führen?

    In den nächsten drei Monaten werde ich mich auch auf die Stimmen in diesem Dokumentarfilm konzentrieren und meinen Teil dazu beitragen, sie zu verstärken, indem ich eine Reihe von Artikeln über jeden Interviewpartner und seine einzigartigen Perspektiven, Erfahrungen und Ideen schreibe. Wir beginnen die Reihe mit Ron Paul, einer legendären Antikriegsstimme, die seit Jahrzehnten mit gutem Beispiel vorangeht und für Frieden und Nichtintervention kämpft, und wir werden mit vielen anderen überzeugenden Experten fortfahren, darunter General Harald Kujat, pensionierter Vier-Sterne-General der deutschen Luftwaffe, Alain Juillet, ehemaliger Direktor des französischen Auslandsgeheimdienstes (DGSE), Douglas MacGregor, pensionierter Oberst der US-Armee und Prinz Michael von Lichtenstein.



    Erwägen Sie eine Spende für die Produktion des Films, um das Bewusstsein für die Sinnlosigkeit des Krieges in einer Zeit zu schärfen, in der die Regierungen zu einem Konflikt aufrufen, der den Westen zerstören wird.

    https://buy.stripe.com/aFa8wP2uZ5KTfpyaCccQU06

    Video NATO Macgregor, Douglas Colonel Patrick, James Juillet, Alain Kujat, Harald Michael von Liechtenstein, Fürst

    11 Kommentare zu
    «Der Dritte Weltkrieg: Ein Film, der alles in Frage stellt, was man uns erzählt hat»


    johann strempfl Mi. 21 Jan 2026, 22:44

    Vorab ein Danke an ,,FG,, für diesen Artikel ! / Möchte die Einleitung heranziehen mit -
    ,,Die Mainstream-Medien und die politische Führung der westlichen Welt . . . . . . . . . . . zum Krieg auf,,, -
    hierzu passend, hab in etwa vor 2 - Wochen in einer österr. Tageszeitung (Tageszeitung mit Einordnung in Richtung MSM) gelesen und zwar, es wurden 2 Rekruten interviewt bzgl. freiwilliger Verlängerung Ihres Dienstes beim österr. Heer, was Sie dazu bewogen hat, -
    Sinngem. wurde es so dargelegt, wir sind bereit unser Vaterland zu verdeitigen, denn es droht WIEDERUM GEFAHR vom OSTEN . . . . bla bla bla ! !
    RESÜMEE: Wenn dies die tatsächliche Meinung der Rekruten war, dann gute NACHT ! !
    Vielmehr befürchte ich, diese Burschen wurden im Zuge ihrer Ausbildung bereits entsprechend präpariert, sorry, mir fällt kein anderes Wort als ,,PRÄPARIERT,, ein !!!!
    Diese Präparierung findet nahezu in allen wesentl. täglichen Elementen wie, Schulen, ÖRR, bis hin zu Behörden, statt ! !
    Dass dieses System funktioniert, die Bestätigung bekomme ich bei meinen seltenen Stammtisch - Runden mit Antworten wie, bitte hör doch auf, hab dies gestern im TV und heute nochmals im Rundfung gehört, womit dies mit 100%iger Sicherheit stimmen muss ! !

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    Antwort auf J.Blumer Do. 22 Jan 2026, 10:48

    So ist es , Herr Strempfl

    "diese Burschen wurden im Zuge ihrer Ausbildung bereits entsprechend präpariert, sorry, mir fällt kein anderes Wort als ,,PRÄPARIERT,, ein !!!!"

    Genau so ist es , das hatten wir schon in den 60er Jahren selbst erlebt , nur ,
    wir hatten die wirkliche Wahrheit damals nicht erfahren dürfen !

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    Antwort auf Zimmermann Do. 22 Jan 2026, 11:53

    Gebe Ihnen vollkommen Recht. Hatte bis vor einem Jahr einen netten, hilfsbereiten jungen Mann, Anfang 20 als Mitbewohner, der seine Ausbildung bei der ortsansässigen Polizeischule absolvierte. Als wir uns eines Tages, als er sich mal wieder Geld für den Pizzaservice bei mir „auslieh“, was ich jedoch nie wieder zurück bekam, auf die Situation in der Ukraine zu sprechen kam, antwortete er mir, daß er sich persönlich sofort für einen Einsatz in der Ukraine gegen die Russen zur Verfügung stellen würde. Entweder war der Junge vollkommen desinformiert, gehirngewaschen oder wollte nur den sehe eigenartigen familiären Familienverhältnissen entfliehen, wo er als das 5. Rad am Wagen rangierte und sich deshalb eine eigene winzig kleine Einraumwohnung anmieten mußte. Krieg war für ihn wahrscheinlich eine Abwechslung für seine sonstigen Computerspiele.

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    Antwort auf beat schaller Do. 22 Jan 2026, 12:16

    @ j. Atrempfl und J. Blumer.
    Das sehe ich ebenso. Mehr gibt es nicht zu sagen. Für mich waren die end. 60ziger unda anfangs 70ziger diesbezüglich überwältigend und beängstigen zugleich. Gruss, b.schaller

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf J.Blumer Do. 22 Jan 2026, 14:14

    Ich habe in meinem Umfeld , ausser einer Person , keine Personen , mit denen ich über den Krieg in der Ukraine sprechen kann . Früher , wenn jemand mich fragte :
    " bist du Russenfreund " sage ich immer " Ja " . So konnte ich sie ärgern .
    Dann habe ich noch ganz trotzig im Herbst 2024 mit dem Verein " Freunde des Kaukasus ", Herr Burger , vburger@partech.ch ,Emmenbrücke , eine 14 tägigen Reise nach :
    Kaliningrad , St.Petersburg , Moskau ( da trafen wir auch Herr Hänseler ) gemacht .
    Auch damit kann man die Leute ärgern wenn sie über Russland ihre Geschichten
    erzählen , ohne die geringste Ahnung von Politik und Geschichte zu haben .
    Der grosse Teil der schweizerischen Bevölkerung hat nicht die geringste
    Ahnung , was sich seit 1985 bis 1991 , und später unter Gorbatschow abgespielt
    hat . Inzwischen habe ich aufgegeben mich mit diesen Leuten herumzuschlagen .
    Inzwischen verachte ich den grossen Teil der schweizer Politiker nur noch !

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf johann strempfl Do. 22 Jan 2026, 15:15

    @J.Bumer, danke für Ihren Kommentar, ebenso ein Danke an die bereits eingebrachten ,,Comments,, ! / Wie Sie zum Ausdruck bringen, in Bezug auf RU, -
    ,,ohne die geringste Ahnung von Politik und Geschichte zu haben,, -
    hatte heute Vormittag eine Diskussion bzgl. RU/UKRAINE, natürlich auch aktuell über GRÖNLAND gehört - wollte nicht, hab mich jedoch trotzdem kurz eingebracht mit einer Frage, -
    sorry, hab Eure Diskussion mitgehört und zwar, ich hätte eine Frage,
    was ist Euer Kenntnisstand bzgl. RU - UKRAINE - KONFLIKT - was war die Ursache bzw. Auslöser zum Konflikt -
    danach, kurze Zeit Funkstille, danach mit etwas Verzögerung und fast etwas aggresiv die Antwort - ,,es kann doch nicht sein, das im 21Jahrhundert, mehr oder weniger, so mir und dir nicht´s einer ein Land überfällt . . . . . . bla bla,
    danach hat sich ein weitere Diskussionsteiln. mit seiner Meinung eingebracht, ich möchte noch hinzufügen, ein anderes Land überfallen und vielleicht wiederum den Ostblock herstellen . . . . . bla bla,, / ich hätte eine weitere Frage,
    1)- Was ist Eure Meinung zum 2014er PUTSCH, dieser ja nachweislich vom Westen inszeniert wurde, zur Erinnerung die Aussage ,,F . . . the Eu,, - von Fr. Nuland ,,Funkstille,,

    2)- von 2014 bis Ende 2021 hat die Ukraine Ihr eigenes Land im Osten, den Donbas bombatiert mit der Konsequenz, in etwa 14.000 Toten ! ! - ,,Funkstille,, -
    mit etwas Verzögerung, wenn dies so wäre, dann hätten sie dies mit Sicherheit bei unseren ÖRR nicht einmal, sondern x-mal gebracht und thematisiert . . . . .

    3)- MINSK I+II Abkommen (mit UNO - Einstimmigkeitsbeschluss), wo nachweislich die Ukraine vorsätzlich dieses Abkommen sabotiert hat, diese Sabotage wurde durch Ihre Schirmherrn, Fr. Merkel und Hollande auch bestätigt,
    dass es nie die Absicht zur Umsetzung war, im Gegenteil, zum Zeitgewinn zur Aufrüstung der UA-Armee ! ! - ,,Funkstille,, - zeitversetzt kam eine Antwort, geh hör doch auf mit solchen Geschichten !
    Hingegen ein anderer Diskussionsteiln. sagte, hab das Gefühl, irgendwie kennst dich doch aus, warum ? - drauf meine kurze Antwort, hab mehrere Jahre in der Ukraine und in Ru gearbeitet, darum hat man etwas mehr Bezug sich mit diesem Konflikt zu beschäftigen.

    Diskussions - Abschluss: Sorry, will mit euch nicht weiter diskutieren, es macht keinen Sinn, nach meinem Gefühl mit relativ schlecht informierten über solche Dinge zu sprechen. Damit ich euch aufklären könnte, dazu fehlt mir jetzt schlichtweg die Zeit. ! !
    Hab vorm weggehen noch eine Empfehlung abgegeben, bitte mal zu ,,GOOGLEN,, nach ,,Dr. Daniele Ganser,, ! Wie ist der Name, - Dr. Daniele Ganser - sorry, hab noch nie was von diesem Dr. gehört ! ! - trotzdem, bitte mal zu ,,googlen,, !

    RESÜMEE: S.g. Hr. J.Blumer, wie Sie auch schreiben, - ,,Der grosse Teil der . . . . . . . . . . . . . Bevölkerung hat nicht die geringste Ahnung,, - SO IST ES ! ! !

    Auf diesen Kommentar antworten

    Patrick Reto Bieri Do. 22 Jan 2026, 11:21

    Producing films is a big business, generating millions or even billions. But it carries many risks, because films can and do serve ideologies. Young people are increasingly drawn into fantasy worlds where films are more important than reality. And sometimes people even use a fantasy film as a pretext to do their own things that correspond to the film's message. It's better to produce documentaries; the risk is lower there because there isn't as much money involved!

    Here is an example of a film that causes a lot of damage:

    https://en.wikipedia.org/wiki/V_for_Vendetta_(film)

    Auf diesen Kommentar antworten

    J.Blumer Do. 22 Jan 2026, 14:25

    Übrigens , die meisten Leute interessiert das alles nicht .
    Alle sagen dasselbe : " da können wir ja so oder so nichts machen " .
    Da antworte ich immer gleich : wenn von 1938 bis 1945 alle dieses Agrument gebracht hätten , wären wir heute alle unter einem Nazi-Regim !

    ( Es gibt auch heute sogar noch viele von dieser Sorte , vor allem in Deutschland
    und der Ukraine )

    Auf diesen Kommentar antworten

    Petra Wilhelmi Do. 22 Jan 2026, 14:26

    Danke für den Artikel. Ich habe tief im Inneren auch Angst, dass es wirklich zum WK3 kommt.

    Viele junge Menschen oder auch ältere spielen ja schon im Netz Krieg. Es gibt zig Spiele in dieser Richtung mit vielen Fortsetzungen. Nur leider kann man in der Wirklichkeit nicht den Gott-Modus einsetzen. In Wirklichkeit sind wir alle sterblich. Im Spiel gibt es immer einen Neuanfang. In der Wirklichkeit werden wir Zivilisten von unseren einstürzenden Häusern erschlagen, verhungern, verdursten oder werden als Schießübung von Scharfschützen missbraucht (siehe Gaza). Die Soldaten werden verstümmelt, leiden unendliche Schmerzen, wenn sie verdreckt irgendwo in einem Loch hausen müssen und der nächste tödliche Schuss nicht weit entfernt ist oder die Bombe niedergeht oder die Beine oder Arme abgefetzt werden oder man blind wird. Auch hier siehe Gaza. Auch wenn der WK3 mit Bomben - es müssen nicht mal A-Bomben sein - und Drohnen geführt wird, ganz ohne Kämpfe in Städten wird es nicht abgehen. Ich bedauere nur die, die solch ein Massaker an der Menschheit überleben. Da können sich die Politiker in ihre unterirdischen Standorte eingraben. Sie müssen wieder irgendwann auf die Erdoberfläche und das wird auch für die schön werden.

    Die Völkerschlacht bei Leipzig wurde hier geschlagen, weil in der Leipziger Tieflandsbucht so viel Platz für die Heere war. Trotz Drohnen und Bomben wird Deutschland wiederum, weil es so günstig zwischen Ost und West liegt, die gleichen Massaker erfahren dürfen. Mitte der 1980er Jahre war das schon im Gespräch.

    Ich war in Hiroshima. Wir haben von einem Nachgeborenen gehört mit welchen Krankheiten er sich rumschlagen muss, wie die Überlebenden diskriminiert worden sind, wie auch heute noch der Name USA nicht erwähnt wird für die Ungeheuerlichkeit, dass man die A-Bombe ausprobieren wollte. Der Erinnerungspark und das Museum haben sich tief bei mir eingeprägt. Einigen Überlebenden, deren Familien starben wurde damals sogar der Platz für eine Erinnerungsdenkmal verweigert.

    Das alles heißt: Wir sind die Ameisen, die zertreten werden können, um der Goldenen Milliarde die Gewinne zu bescheren. Nur, wem wollen sie dann ihre Produkte verkaufen?

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Сергей Do. 22 Jan 2026, 15:31

    Нельзя, к сожалению, заглянуть в будущее и узнать, действительно ли произойдёт Третья мировая война, или тысячелетняя история жизни и выживания человечества всё-таки сильней, чем прихоть одного человека, получившего власть в США. Однако сейчас, вероятность войны чрезвычайно высока.

    Трамп практически уничтожил мировую политику. Ему, по его же словам, не нужны никакие законы, он начинает экономические войны только потому, что кто-то не согласен с его мнением и он предпринимает военные действия даже не пытаясь найти хоть какой-нибудь предлог.

    В этой его парадигме перед нападением - допустим, на Россию или Китай, что равно началу мировой войны, - достаточно будет сказать, что, по его данным, противник собирается нанести удар по США. И даже более того: Третья мировая - это настолько серьёзное и глобальное решение, что можно вообще ничего не говорить, а просто начать бомбардировку неугодных. Оправдания уже всё равно никому не будут нужны. Но даже если каким-то образом и случится так, что нужно будет ответить, то он запросто скажет, что видел из окна своего кабинета ракету с флагом России или Китая.

    Страшно осознавать, что действия некоторых политиков больше вообще ничто не сдерживает. Ещё страшней понимать, что это может случиться в любую секунду. Может быть, даже раньше, чем я допишу этот свой комментарий или вы его дочитаете. В это не хочется верить, хочется считать это невозможным. Но и это не поможет успокоиться: Трамп уже много сделал такого, что мы считали невозможным.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Ruth Do. 22 Jan 2026, 16:29

    „Wer profitiert vom Krieg? Wer zahlt den Preis? Was sind die Kräfte und Anreize, die immer wieder zu Fehlschlägen führen?“

    Gute Frage. Ich erwarte da aber erneut nur die gleichen, bisher üblichen Antworten. XYZ wars, ist es, oder dieses und jenes Land... Und so lange die tatsächlichen Ursachen nicht genannt werden, bleibt die Gefahr eines Dritten bestehen. Obwohl es einfach ist. Man braucht sich nur zu fragen, wer stets GEGEN die Kriegstreiber und -profiteure antrat, sogar sein Leben dafür riskierte oder opferte. Sie sind sogar namentlich bekannt.
    Um hernach von den Gleichen, die ihn immer wieder angezettelt oder mitgetragen haben, in den Dreck getreten zu werden? Und „der Westen“ glaubte gerne? Weil er ja ebenfalls „zum System“ zählt, es sogar stützt, auf die eine oder andere Weise selbst profitiert?

    Die aktuellen Konflikte sind die Folge der Missachtung des Ostens durch den Westen, hat man neulich von Rußland vernommen. Der pure Hochmut, Arroganz. Und wieder, sogar hier, redet er von „uns“ und meint nur sich selber. Meine Hoffnung hält sich in der Richtung daher stark in Grenzen.



    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/der-dritte-weltkrieg-ein-film-der-alles-in-frage-stellt-was-man-uns-erzhlt-hat


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    SZ: USA - Katholische Bischöfe stellen sich gegen Trump. US-Soldaten dürften im Fall einer Grönland-Invasion den Befehl verweigern, sagt US-Militärbischof Broglio.

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 22. Januar 2026, 17:24 Uhr


    Liebe VB-Mitglieder,


    nachfolgend sende ich zwei Beiträge aus der

    "Süddeutschen Zeitung" und der „Tagespost"

    mit teilweise überraschenden Aussagen.


    Mit lieben Grüßen


    Clemens (Ronnefeldt)


    ------


    https://www.sueddeutsche.de/politik/us-bischoefe-trump-groenland-konflikt-li.3372465?reduced=true


    USA


    Katholische Bischöfe stellen sich gegen Trump


    21. Januar 2026, 15:10 Uhr


    US-Soldaten dürften im Fall einer Grönland-Invasion den Befehl verweigern, sagt US-Militärbischof Broglio.


    Weitere hochrangige Kardinäle ermahnen den Präsidenten zu einer „moralischen Außenpolitik“.


    Von Annette Zoch <https://www.sueddeutsche.de/autoren/annette-zoch-1.2228256>

    (…)


    (Der Artikel steht hinter einer Bezahlschranke)



    ——————



    Ausführlicher und im Internet zugänglich berichtet die Tagespost:



    https://www.die-tagespost.de/kirche/weltkirche/us-bischoefe-kritisieren-trumps-aussenpolitik-art-271285



    Grönland

    US-Bischöfe kritisieren Trumps Außenpolitik


    Bei einer Grönland-Invasion wäre es „moralisch akzeptabel, diesen Befehl zu verweigern“,


    meint der ehemalige Vorsitzende der US-Bischofskonferenz. Sein Nachfolger hält sich noch bedeckt.



    21.01.2026, 10:30 Uhr



    Zunehmend kritisch äußern sich katholische US-Bischöfe über die

    Außenpolitik des amerikanischen Präsidenten.


    So heißt es etwa in einem gemeinsamen Statement der Kardinäle Blase

    Cupich, Robert McElroy und Joseph Tobin vom 19. Januar, die

    „Geschehnisse in Venezuela, der Ukraine und Grönland“ würfen Fragen

    über die Nutzung militärischer Gewalt und die Bedeutung von Frieden auf.


    Unter Berufung auf Papst Leo schreiben die drei Erzbischöfe von

    Chicago, Washington und Newark, sie stellten sich hinter dessen Vision

    einer moralischen Außenpolitik:


    „Wir weisen Krieg als Werkzeug enger nationaler Interessen zurück und

    stellen fest, dass militärische Gewalt nur als letzte Option in

    extremen Situationen angesehen werden darf, und nicht als normales

    Instrument der Außenpolitik“.


    Konkreter wurde Erzbischof Timothy Broglio in einem Interview, das die

    britische BBC am vergangenen Sonntag ausstrahlte. Er könne sich keine

    Umstände vorstellen, unter denen ein amerikanischer Militärschlag

    gegen Grönland die Kriterien eines gerechten Krieges erfülle, sagte

    der Militärbischof und bis vor Kurzem Vorsitzende der amerikanischen

    Bischofskonferenz.


    Er sei auch in Sorge, weil katholische Militärangehörige durch eine

    Grönland-Invasion in eine Situation gestellt würden, in der ihnen

    befohlen wird, etwas moralisch Fragwürdiges zu tun.


    Natürlich wäre es äußerst schwierig für Soldaten, Befehle nicht zu

    befolgen. Es wäre im Rahmen der eigenen Gewissensentscheidung aber

    „moralisch akzeptabel, diesen Befehl zu verweigern“.


    US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Tagen Zölle gegen

    europäische Länder angekündigt, bis Dänemark Grönland an die USA

    verkauft.


    Militärische Gewalt, falls der Verkauf nicht zustande komme, schloss

    Trump nicht aus. Von der US-Bischofskonferenz, deren neuer

    Vorsitzender Bischof Paul Coakley seinen Antrittsbesuch bei Trump vor

    rund einer Woche absolvierte, kam bislang kein offizielles Statement

    zur Grönland-Frage.


    Zum Statement der drei Kardinäle hieß es von einer Sprecherin

    lediglich, Coakley unterstütze „in diesen Zeiten“ die Betonung der

    Lehre Papst Leos durch seine Amtsbrüder.


    Am gestrigen Dienstag repostete die Bischofskonferenz auf der

    Plattform „X“ zudem einen entsprechenden Ausschnitt der Ansprache des

    Papstes an das diplomatische Corps Anfang Januar, in der dieser die

    neue Tendenz zur kriegerischen Auseinandersetzung geißelt.



    --------------------------------------------------------------


    Clemens Ronnefeldt

    Referent für Friedensfragen beim deutschen

    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes

    A.-v.-Humboldt-Weg 8a

    85354 Freising

    ________________


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Pressemitteilung: Start der Karawane nach Kobanê (Kurdistan) heute in Hannover


    Screenshot_2026_01_22_at_10_51_37_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_komprimiert.pdf

    Screenshot_2026_01_22_at_10_46_52_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_komprimiert.pdf

    Screenshot_2026_01_22_at_10_46_31_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_komprimiert.pdf

    Screenshot_2026_01_22_at_10_55_38_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_komprimiert.pdf

    Screenshot_2026_01_22_at_10_57_12_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_Aufruf_Karawane_Peoples_Caravan_komprimiert.pdf

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    Weiteres:




    [nav-dem_hannover-info] Pressemitteilung: 

    Start der Karawane nach Kobanê (Kurdistan) heute in Hannover


    aus e-mail von  Nav-Dem Hannover, 22. Januar 2026, 9:33 Uhr


    Pressemitteilung

    Start der Karawane nach Kobanê (Kurdistan) heute in Hannover


    Heute startet eine Auto-Karawane von hier bis nach Kobanê im aktuell vom

    Krieg überfallenen Rojava (kurdischer Teil in Syrien/Teil der

    demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien). Diese Karawane

    folgt dem Aufruf an die Gesellschaft der demokratischen Selbstverwaltung

    Nord- und Ostsyrien (DAANES) in die Region zu kommen und bei der

    Verteidigung gegen den Islamischen Staat und die militärische

    Großoffensive durch die syrische Übergangsregierung und der Türkei zu

    unterstützen.


    Die Karawane - Peoples´ Caravan to Defend Humanity - fährt morgen,

    Freitag 23.01. aus Hannover los. Startpunkt ist Kornst. 17, 30167

    Hannover um 8 Uhr. Hierzu wird es lautstarke Solidaritätsbekundungen vor

    Ort geben, um den Konvoi loszuschicken.

    Bereits heute um 15 Uhr wird der Start der Karawane öffentlich bekundet.

    Um 15 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Landtag in Hannover statt,

    welche zusätzlich auf die Massaker des Krieges und den zurückgekommenen

    IS in der Region aufmerksam macht.


    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus Deutschland wird sie

    sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen, von wo aus sich ganz

    Europa auf den Weg nach Kobanê machen wird, um sich dem Widerstand gegen

    den Islamismus anzuschließen. Während aus den kurdischen Gebieten in der

    Türkei, Syrien und dem Irak bereits Tausende dem Aufruf der

    Selbstverwaltung gefolgt sind, wird auch mit einer großen Beteiligung

    aus Europa gerechnet.


    Wir laden alle Pressevertreter:innen ein, diesen historischen Moment zu

    dokumentieren und die notwendige Öffentlichkeit zu schaffen.


    Im Anhang finden sie den Aufruf, sich der Karawane anzuschließen.

    Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


    Pressekontakt:

    Helin Kalan

    NAV-DEM - Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden

    in Hannover e. V.

    E-Mail: nav-dem_hannover@posteo.de


    --

    NAV-DEM - Demokratisches Gesellschaftszentrum

    der Kurdinnen und Kurden in Hannover e.V.


    NAV-DEM_Hannover@posteo.de

    https://navdemhannover.blackblogs.org/

    01638911292

    ---


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Schlagzeile







    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (I von IV)

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 22. Januar 2026, 8:39 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,


    nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen

    in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema

    Militarisierung in Deutschland - auch heute mit dem

    Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel

    übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.


    Besonders hinweisen möchte ich heute auf die Punkte 17. und 19.



    1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


    2. Tagesspiegel: Nach russischen Angriffen: Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn


    3. news.house: Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer riskiert Abschiebung trotz  anhängiger internationaler Menschenrechtsverfahren


    4. Bundesgerichtshof: Bundesgerichtshof verwirft Haftbeschwerde eines wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten

    5. IPG: Go East. Washington erhöht den Druck auf den Iran. Doch den USA geht es nicht um einen Regimewechsel, sondern um den strategischen Machtkampf mit China.


    6. SWP: Systemsprenger – Donald Trump und die Erosion der Demokratie in den USA


    7. Eurotopics: Spaltet Trumps "Friedensrat" die Welt?



    8. ORF: „Beispiellos“: UNRWA-Gebäude in Ostjerusalem abgerissen



    9. SZ: Sorge um US-Schutz - Braucht Deutschland die Bombe?


    10. RND: Mehr Tempo bei der Beschaffung: Die Truppe als Testballon


    11. F.A.Z.: Im Kriegsfall : „Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich“

    12. Tagesspiegel: Landesverteidigung: Pistorius: „Aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht“


    13. RND: Sexismus in der Bundeswehr  - Niemand will zu so einer Truppe

    14. RND: „Sexualisiertes Fehlverhalten“: Bundeswehr will Dunkelfeldstudie durchführen


    15. Berl. Z.: Bundeswehr-Rückzug aus Grönland: „Deutschlands Vorgehen ist peinlich und unglaubwürdig“


    16. IMI: Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik



    17. Die Zeit: René Girard: Mit vollem Herzen gegen die Demokratie


    18. René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses.



    19. Internationale Münchner Friedenskonferenz - 13.- 15. Februar 2026 - Gegen den Strom der Gewalt


    20. Friedenskooperative: Stoppt das Töten: Stimmen aus der Ukraine und Russland -  Online-Veranstaltung am 22. Februar 2026



    —————————


    1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


    https://www.n-tv.de/politik/17-39-Putin-empfaengt-US-Gesandte-Witkoff-und-Kushner-article23143824.html


    21.01.2026

    Ukraine-Krieg im Liveticker



    17:39 Putin empfängt US-Gesandte Witkoff und Kushner


    Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen in die nächste

    Runde. Nach mehreren Gesprächen zwischen US-Vertretern, der Ukraine

    und den Europäern wird der US-Sondergesandte Steve Witkoff nun erneut

    bei Kremlchef Wladimir Putin in Moskau erwartet. Der Kontakt stehe im

    Terminkalender Putins, erklärte sein Sprecher Dmitri Peskow.


    Witkoff hatte dem US-Sender CNBC ein Treffen mit Putin am Donnerstag

    angekündigt. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared

    Kushner, werde ihn erneut begleiten. Die beiden waren bereits im

    Dezember zu einem Gespräch mit Putin in Moskau. Am Dienstagabend

    hatten sie am Rande des Wirtschaftsforums in Davos mit dem Moskauer

    Unterhändler Kirill Dmitrijew gesprochen.



    17:14 Trump: Beendigung des Ukraine-Krieges ist nicht Aufgabe der USA


    Sich "um die Ukraine zu kümmern" ist nach Ansicht von US-Präsident

    Donald Trump Aufgabe der Nato und Europas - und nicht der USA. "Was

    haben die USA von all dieser Arbeit, all diesem Geld, außer Tod,

    Zerstörung und kolossalen Geldsummen, die an Menschen gehen, die

    unsere Taten nicht zu schätzen wissen?", sagt Trump in seiner Rede auf

    dem Weltwirtschaftsforum in Davos.


    "Sie wissen nicht zu schätzen, was wir tun, ich spreche von der Nato,

    ich spreche von Europa. Es ist ihre Aufgabe, sich um die Ukraine zu

    kümmern, nicht unsere", sagt Trump weiter. Die USA seien "sehr weit

    entfernt, ein großer und schöner Ozean trennt uns. Wir haben damit

    nichts zu tun", erklärt der US-Präsident.



    16:29 Trump will noch heute Selenskyj treffen - der hat eigentlich keine Zeit



    US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben den ukrainischen

    Staatschef Wolodymyr Selenskyj noch am heutigen Mittwoch treffen. Er

    glaube, dass der ukrainische Präsident einen Deal machen wolle,

    behauptet Trump beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos.

    "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind.“


    Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier

    Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse. Das ukrainische Portal

    "Jewropejska Prawda" bezeichnet ein Treffen in Davos als möglich, aber

    nicht mehr am Mittwoch.


    Selenskyj selbst hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass er wegen

    der andauernden russischen Angriffe aus der Luft viel im eigenen Land

    zu tun habe und deswegen nur in die Schweiz reisen werde, wenn es ein

    unterschriftsreifes Dokument gebe oder weitere Hilfszusagen etwa zur

    Lieferung von Flugabwehrwaffen.


    (…)



    08:59 Trump macht Moskau und Kiew für den Stillstand der Friedensgespräche verantwortlich


    US-Präsident Donald Trump sagt, dass er den Ukraine-Krieg in seinem

    ersten Amtsjahr nicht beenden konnte, da keine der beiden Seiten

    bereit gewesen sei, sich auf ein Abkommen zu einigen. Trump macht

    Moskau und Kiew für den Stillstand der Verhandlungen verantwortlich,

    da sie sich nicht gleichzeitig bereit seien, sich zu einigen.


    "Ich versuche, das Problem zwischen Russland und der Ukraine zu lösen.

    Wenn Russland bereit ist, ist die Ukraine nicht bereit. Wenn die

    Ukraine bereit ist, ist Russland nicht bereit", sagt Trump im Weißen

    Haus. "Im Durchschnitt verlieren sie 25.000 Menschen pro Monat. Und

    ich versuche, diese Angelegenheit zu einem Ende zu bringen."

    (…)



    07:42 "Financial Times": Streit über Trumps Grönland-Anspruch verzögert Ukraine-Hilfspaket


    Der Streit über die Grönland-Politik von US-Präsident Donald Trump und

    der Widerstand gegen dessen Pläne für einen globalen Friedensrat

    verzögern einem Medienbericht zufolge ein milliardenschweres

    Hilfspaket für die Ukraine.


    Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren

    Wohlstandsplans zum Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Erholung auf

    dem Weltwirtschaftsforum in Davos sei verschoben worden, berichtet die

    Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf sechs mit der

    Angelegenheit vertraute Personen.


    Der Plan sollte eigentlich diese Woche bei dem Treffen in der Schweiz

    zwischen der Ukraine, Europa und den USA vereinbart werden. Grund für

    die Verzögerung sei der europäische Widerstand gegen Trumps

    Bestrebungen, Grönland zu erwerben, sowie gegen seine Pläne für einen

    globalen Friedensrat. Dieser Streit habe den früheren Fokus auf die

    Ukraine bei dem Treffen in Davos überschattet.



    ——————



    2. Tagesspiegel: Nach russischen Angriffen: Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn


    https://www.tagesspiegel.de/internationales/nach-russischen-angriffen-kiew-friert-der-harteste-winter-seit-kriegsbeginn-15143626.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    Nach russischen Angriffen: Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn


    Zweistellige Minusgrade, Stromausfälle und eiskalte Wohnungen: Wie

    Kiews Bewohner mit Notfallplänen, Tee und Humor gegen den Winter und

    russische Angriffe kämpfen. Bis zum Frühling ist es noch lang.


    Stand: 16.01.2026, 05:03 Uhr


    Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den

    schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven

    russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben

    Hunderttausende weder Strom noch Heizung - und das bei Schneefall,

    Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen

    sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa.


    Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die

    Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine

    humanitäre Katastrophe zusteuern.


    Im Zentrum von Kiew gehen dick eingemummte Menschen tagsüber bei minus

    12 Grad vorsichtig über die nach Schneefällen ungeräumten und teils

    vereisten Bürgersteige. Vor Geschäften knattern Notstromaggregate.

    Dunkel und ohne die gewohnte Schlange zur Mittagszeit ist zum Beispiel

    einer der Kaffeekioske beim Gebäude des Grenzschutzes. „Kaffee können

    wir nicht zubereiten. Nur Backwaren können wir verkaufen“, sagt die

    junge Verkäuferin bedauernd.


    Im nahen Hinterhof hat ein Café noch Strom und verkauft warme

    Getränke. Dicht drängen sich mehrere Kunden an der Kasse. Die roten

    Ziffern auf der Digitalanzeige nahe der Decke springen zwischen 190

    und 250 Volt wild hin und her. Doch wenig später ist der Strom auch

    hier ganz weg. Das ist seit Tagen trauriger Alltag in Kiew - aber

    nicht nur in der Hauptstadt.



    Stromabschaltungen als Alltag


    Seit dem Herbst gibt es bereits wieder angekündigte stundenweise

    Stromausfälle. Damals nahm das russische Militär seine systematischen

    Angriffe auf Umspannwerke, Kraftwerke und auch auf Heizkraftwerke

    wieder auf. Moskau will damit den Kampfgeist und das

    Durchhaltevermögen der Ukrainer brechen. Extrem wurde die Situation in

    Kiew nach den verheerenden Einschlägen ballistischer Raketen und

    Drohnen Ende vergangener Woche.


    Die auf dem Ostufer der Stadt gelegenen Stadtteile waren teils mehrere

    Tage ohne Strom. Gut 6.000 Wohnblöcke und damit mehrere Hunderttausend

    Einwohner waren ohne Heizung. Am Dienstag verschlimmerten neue

    russische Raketenschläge die Situation auch im Westteil Kiews. Seitdem

    sind in der ganzen Metropole Notabschaltungen an der Tagesordnung.


    Der auf Strom angewiesene öffentliche Nahverkehr stockt, eine Planung

    für das Waschen von Wäsche oder die Zubereitung von Essen ist für

    viele Kiewer nicht mehr möglich. Nicht funktionierende Fahrstühle in

    den vielen Hochhäusern der Millionenstadt stellen vor allem für ältere

    und behinderte Menschen ein unüberwindbares Hindernis dar.



    Menschen in Kiew heizen Ziegelsteine auf Gasherden


    Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko versichert, die Mitarbeiter der

    Energieunternehmen arbeiteten rund um die Uhr an der Behebung der

    Schäden. „Doch leider lebt Kiew gerade mit Notabschaltungen des

    Stroms“, räumt er ein. Rund 300 Wohnblöcke seien immer noch ganz ohne

    Heizung.


    Doch auch eine formale Wiederherstellung der Fernwärme garantiert

    keine warme Wohnung: Viele Kiewer klagen über nur lauwarme Heizkörper

    und teils einstellige Temperaturen in ihren Wohnungen. Stadtbewohner

    mit Gasherden nutzen die Flammen teils, um Ziegelsteine aufzuwärmen

    und verwenden diese eingewickelt in Handtücher als Wärmequellen auch

    in ihren Betten.


    In sozialen Netzwerken teilen viele Kiewer ihren Alltag und sprechen

    sich gegenseitig Mut zu. „Wir sind auf den Kanaren. Wir sind auf den

    Malediven“, scherzt der mit Mütze und dickem Pullover unter einer

    Bettdecke liegende Taras Nesterenko auf TikTok. „Der Fahrstuhl

    funktioniert nicht.“ 13 Grad seien es in der Wohnung, seit mehr als

    zehn Stunden gebe es keinen Strom. „Ich möchte die Waschmaschine

    anschalten“, teilt seine Frau ihren sehnlichsten Wunsch.



    „Punkte der Unbeugsamkeit“ und andere Vorbereitungen der Stadt


    Anders als etwa neulich beim Stromausfall in Teilen Berlins stehen die

    Ukrainer der Lage nicht völlig unvorbereitet gegenüber. Bereits im

    ersten Kriegswinter (2022/2023) gab es massive russische Angriffe auf

    die Stromversorgung und immer wieder stundenweise Stromsperren.


    Generatoren, Ladestationen, Akkus, Kerzen und Campingkocher legten

    sich viele vor allem begüterte Ukrainer bereits damals zu.

    Mobilfunkbetreiber müssen die Funktion ihres Netzes zumindest für zehn

    Stunden auch ohne externe Stromversorgung sicherstellen.


    Der Staat richtete in Schulen und Behörden „Punkte der Unbeugsamkeit“

    ein, die teils rund um die Uhr das Aufladen von Mobiltelefonen und

    anderen Geräten, Internetzugang oder das Aufwärmen bei einer Tasse Tee

    ermöglichen.


    Allein in Kiew wurden nach Behördenangaben mehr als 1.200 derartige

    Stellen eingerichtet. „Wir haben einen Stromgenerator, einen

    Kanonenofen, Holz. Es gibt Tee und warme Decken. Wir haben alles

    Notwendige“, sagt die Direktorin des Lyzeums Nr. 100 im Stadtteil

    Podil, Viktoria Telehyna, dem Kiewer Stadtsender. Rund um die Uhr sei

    die Schule zum Aufwärmen geöffnet.



    Lockerung der nächtlichen Ausgangssperre


    Für die Schüler der Stadt ordnete Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko

    Ferien bis zum 1. Februar an. Wegen der widrigen Umstände wurden

    außerdem die Regeln für die kriegsbedingte nächtliche Ausgangssperre

    gelockert. Nun ist es nicht nur während Luftalarms erlaubt, in

    Schutzräume zu gehen, sondern auch, die ganze Nacht in einem der

    Aufwärmpunkte zu verbringen.


    Zusätzlich gibt es aktuell noch rund um die Uhr 45 Aufwärmzelte des

    Zivilschutzes in den besonders von Heizungsausfällen und

    Stromknappheit betroffenen Stadtteilen. „Einzig während Luftalarmen

    stellen wir unsere Arbeit ein und bitten die Leute, in einen der nahen

    Schutzräume zu gehen“, sagt der Sprecher des Kiewer Zivilschutzes,

    Pawlo Petrow, dem Stadtfernsehen. Ältere Menschen, die in ihrer

    Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, werden den Angaben nach vom

    staatlichen Sozialdienst mit warmem Essen versorgt.



    Politischer Streit: War Kiew unzureichend vorbereitet?


    Angesichts der dramatischen Lage in der Hauptstadt sieht sich

    Bürgermeister Klitschko auch Kritik von Präsident Wolodymyr Selenskyj

    ausgesetzt. „Besonders schwer ist die Situation in Kiew. Die

    Stadtregierung hat Zeit verloren und jetzt wird auf Regierungsebene

    das korrigiert, was auf Stadtebene nicht getan wurde“, sagte der

    Staatschef jüngst.


    Das Eingreifen der Regierung in Kiew signalisierte auch, dass ein

    alter politischer Konflikt wieder aufbricht: Selenskyj und Klitschko

    waren bei der Präsidentenwahl 2019 Konkurrenten. Trotz des

    Burgfriedens aufgrund des russischen Angriffskriegs gibt es immer

    wieder Sticheleien zwischen den beiden.


    Der Bürgermeister weist Selenskyjs aktuelle Vorwürfe zurück und

    spricht von Manipulationen und „offenkundiger Unwahrheit“. Es gebe

    keine Konstruktivität, sondern nur „Hass“, klagte er.



    Der Ukraine drohen lange Wochen bis zum Frühling


    Der nächste russische Angriff auf die ukrainische Infrastruktur wird

    vermutlich nicht lange auf sich warten lassen. Dabei könnten auch

    bislang erzielte Fortschritte bei den Reparaturen schnell wieder

    zunichtegemacht werden. Klitschko warnt die Bürger: „Der Frost wird

    laut Prognose noch gut drei Wochen anhalten.“ Kiew dürfte vor dem

    Frühling wohl kaum aus der aktuellen Krisensituation herauskommen.



    —————



    3. news.house: Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer riskiert Abschiebung trotz  anhängiger internationaler Menschenrechtsverfahren.


    https://news.house/de/64960


    15.1.2026


    Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer riskiert Abschiebung trotz


    anhängiger internationaler Menschenrechtsverfahren.


    Ilja ist belarussischer Staatsbürger, Asylsuchender und

    Kriegsdienstverweigerer. Er lehnt den Militärdienst aus moralischen,

    politischen und humanitären Gründen ab. Nachdem alle nationalen

    Rechtsmittel in Litauen ausgeschöpft wurden, droht ihm nun die

    unmittelbare Abschiebung nach Belarus.


    Er verließ Belarus am 28. Februar 2022 nach anhaltendem Druck im

    Zusammenhang mit der Beteiligung seiner Familie an den Protesten von

    2020. Seine Mutter und sein Stiefvater wurden gezwungen, das Land zu

    verlassen.


    Nach ihrem Weggang wurde Ilja von der Hochschulverwaltung verhört,

    sein Mobiltelefon nach angeblich „extremistischen“ Inhalten durchsucht

    und er wurde bedroht. Infolge dieses Drucks musste er sein Studium

    abbrechen.


    Ilja ist Kriegsdienstverweigerer. Er lehnt den Militärdienst ab, weil

    die belarussischen Streitkräfte als Instrument politischer Repression

    fungieren und in mögliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht

    verwickelt sind. In Belarus wird Kriegsdienstverweigerung nicht als

    Menschenrecht anerkannt, sondern regelmäßig mit strafrechtlicher oder

    administrativer Verfolgung beantwortet.


    (…)


    Konkrete Risiken bei einer Rückkehr


    Im Falle einer Abschiebung nach Belarus drohen Ilja:


    – strafrechtliche Verfolgung wegen Kriegsdienstverweigerung; –

    Zwangseinberufung in eine autoritäre Militärstruktur; –

    strafrechtliche Vorwürfe wegen Kontakten zu Dapamoga; – politische

    Verfolgung aufgrund der Protestaktivitäten seiner Familie; –

    Festnahme, Verhöre und mögliche Misshandlung; – langfristige

    Einschränkungen in Bildung, Beruf und Bewegungsfreiheit.


    Diese Risiken entsprechen dokumentierten Repressionsmustern in Belarus.


    (…)


    Schlussfolgerung


    Ilja ist Kriegsdienstverweigerer, politischer Exilant und ein junger

    Mensch, dessen Lebensweg bereits durch staatliche Repression zerstört

    wurde. Er hat Schutz auf nationaler und internationaler Ebene gesucht

    und dennoch keinen wirksamen Schutz erhalten.


    Seine Abschiebung nach Belarus würde ein reales und vorhersehbares

    Risiko von Verfolgung, Zwangsrekrutierung und schweren

    Menschenrechtsverletzungen begründen.


    Sein Fall ist ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der europäischen

    Menschenrechtsschutzmechanismen gegenüber jenen, die sich weigern,

    autoritärer Gewalt zu dienen.



    —————



    4. Bundesgerichtshof: Bundesgerichtshof verwirft Haftbeschwerde eines wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten



    https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026012.html


    Bundesgerichtshof verwirft Haftbeschwerde eines wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten



    Ausgabejahr 2026



    Erscheinungsdatum 15.01.2026


    Nr. 012/2026


     <https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/EN/2026/StB60-25.html;jsessionid=E1DE14DD5F5C4F22CD2931A11C6DBFD7.internet992?nn=19998334>

    Beschluss vom 10. Dezember 2025 - StB 60/25


    Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 10. Dezember 2025 eine

    Haftbeschwerde eines Beschuldigten verworfen, der sich in einem

    Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts wegen mutmaßlicher

    Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines

    nach seiner Auslieferung durch Italien seit Ende November 2025 in

    Deutschland in Untersuchungshaft befindet.


    Mit Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 18.

    August 2025 wird dem Beschuldigten zur Last gelegt, er sei in

    leitender Funktion als Besatzungsmitglied einer Segelyacht, von der

    aus Taucher Sprengsätze an drei Rohrleitungen der Nord-Stream-Pipelines

    anbrachten, an deren Sprengung am 26. September 2022 beteiligt gewesen.


    Der Haftbefehl nimmt insofern den Verdacht einer Strafbarkeit des

    Beschuldigten wegen verfassungsfeindlicher Sabotage in Tateinheit mit

    Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und mit Zerstörung von

    Bauwerken an.


    Der für Staatsschutzsachen zuständige 3. Strafsenat des

    Bundesgerichtshofs hat die mit der Beschwerde geltend gemachten

    Einwände gegen den Haftbefehl als nicht durchgreifend erachtet und den

    dringenden Tatverdacht einer in die Verfolgungszuständigkeit des

    Generalbundesanwalts fallenden Straftat sowie den Haftgrund der

    Fluchtgefahr bejaht.


    Zur Begründung hat er insbesondere ausgeführt, nach dem derzeitigen

    Stand der Ermittlungen bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür,

    dass der Beschuldigte an der Sprengung der Pipelines beteiligt gewesen

    sei und sich dadurch jedenfalls wegen Herbeiführens einer

    Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Zerstörung von Bauwerken und

    mit Störung öffentlicher Betriebe strafbar gemacht habe.


    Nach seiner Entscheidung steht entgegen dem Beschwerdevorbringen einer

    Strafverfolgung des ukrainischen Beschuldigten, sollte er an dem

    Sabotageakt im Auftrag eines Geheimdienstes eines fremden Staates

    beteiligt gewesen sein, die aus der völkerrechtlichen Staatenimmunität

    resultierende allgemeine Funktionsträgerimmunität nicht entgegen. Denn

    diese gilt bei geheimdienstlich gesteuerten Gewaltakten nicht.


    Deutsche Strafgewalt ist gegeben, weil der Taterfolg – die

    Funktionsunfähigkeit der Pipelines – auch auf deutschem Staatsgebiet

    eintrat, wo die Rohrleitungen endeten.


    Anders als mit der Haftbeschwerde geltend gemacht wird, kann sich der

    Beschuldigte mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf ein

    kriegsvölkerrechtliches Schädigungsrecht ("Kombattantenprivileg") als

    Rechtfertigungsgrund berufen.


    Denn dieses erfasst zum einen verdecktes Handeln von

    Militärangehörigen nicht, zum anderen waren die Pipelines zivile

    Objekte. Der 3. Strafsenat hat offengelassen, ob deshalb auch der

    Tatverdacht eines Kriegsverbrechens nach dem Völkerstrafgesetzbuch

    gegeben ist.


    Schließlich ist der Generalbundesanwalt nach gegenwärtigem

    Erkenntnisstand für die Strafverfolgung zuständig, weil die Tat nach

    den Umständen geeignet war, die innere Sicherheit der Bundesrepublik

    zu beeinträchtigen, und der Fall besondere Bedeutung hat.


    Karlsruhe, den 15. Januar 2026

    ——



    Siehe auch den folgenden Bundesgerichtshof Beschluss:


    https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Strafsenate/3_StS/2025/StB__60-25.pdf;jsessionid=D2FC4231F30C9D0D1303BFF525E629D8.internet012?__blob=publicationFile&v=5



    BUNDESGERICHTSHOF


    BESCHLUSS


    StB 60/25


    3 BJs 297/25-2


    vom


    10. Dezember 2025


    (…)



    - 5 -


    1. Nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand ist im Sinne eines dringen-

    den Tatverdachts von folgendem Sachverhalt auszugehen: Der

    Beschuldigte reiste mit einem ukrainischen Reisepass, der auf die

    Falschpersonalie S. K. ausgestellt, allerdings mit seinem Lichtbild

    versehen war, aus der Ukraine über Polen nach Deutschland ein.


    Er begab sich spätestens am 8. September 2022 gemeinsam mit sechs

    Mittätern – einem Schiffsführer, einem Sprengstoffexperten und vier Tiefseetauchern

    – im Hafen von Wiek auf Rügen an Bord der hochseetauglichen Segelyacht

    „Andromeda“. Diese war zuvor von einem Mittelsmann für mehrere Wochen

    gechartert worden.


    Die Besatzung fuhr mit der Yacht in ein Seegebiet der Ostsee bei der

    dänischen Insel Bornholm. Sodann brachten der Beschuldigte und die

    übrigen Besatzungsmitglieder im Bereich der ausschließlichen

    Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens nordöstlich beziehungsweise

    südöstlich von Bornholm in arbeitsteiliger Begehungsweise im Zuge von

    Tauchgängen von dem Schiff aus vier mit Zeitzündern versehene

    Sprengsätze an drei von vier Strängen der dort in etwa 70 bis 80

    Metern Tiefe auf dem Meeresgrund verlaufenden Gaspipelines

    „Nord-Stream 1“ und „Nord-Stream 2“ an.


    Die Sprengsätze wogen jeweils mindestens 14 Kilogramm und bestanden

    aus einem Gemisch von Hexogen (RDX) und Oktogen (HMX). Das sind im

    militärischen Bereich verwendete Hochleistungssprengstoffe mit

    massiver Zerstörungskraft, die auch in großen Wassertiefen

    explosionsfähig sind.


    Dem Beschuldigten, der Offizier einer Spezialeinheit der ukrainischen

    Streitkräfte war, kam die Aufgabe zu, die Aktivitäten zu koordinieren

    und die Mannschaft anzuführen. Hochwahrscheinlich waren er und die

    Mitbeteiligten in fremdstaatlichem Auftrag tätig. (…)


    - 6 -


    (…)


    Die drei von der Sabotage betroffenen Stränge der Pipelines wurden

    funktionsunfähig; sie sind bis heute nicht instandgesetzt oder neu

    errichtet worden. Ein Import von russischem Erdgas durch sie in die

    Bundesrepublik Deutschland ist seither nicht mehr möglich. Vor der

    Sprengung wurde durch die Gaspipeline „Nord-Stream 1“ etwa die Hälfte

    des zur Energiegewinnung benötigten deutschen Jahresbedarfs an Erdgas

    geleitet; die Pipelines waren mithin für die öffentliche Energieversorgung

    Deutschlands von zentraler Bedeutung.


    Der Beschuldigte und seine Mitstreiter wollten durch die schweren

    Beschädigungen der Rohrleitungen auf Dauer Gaslieferungen aus der

    Russischen Föderation in die Bundesrepublik Deutschland unterbinden.


    (…)


    - 11 -


    d) Dafür, dass die Tat hochwahrscheinlich im Auftrag eines fremden

    Staates und gesteuert durch diesen begangen wurde, sprechen zum einen

    die äußeren Tatumstände. Hinzuweisen ist insofern auf die Art des

    verwendeten Sprengstoffes, die Nutzung von originalen

    Ausweisdokumenten mit falschen Personalangaben und die

    Professionalität des Vorgehens der Täter, das insbesondere eine hohe

    Sachkunde und gute Ausbildung erforderte. Zum anderen spricht die in

    Betracht kommende Motivlage für eine staatliche Steuerung des Geschehens:


    Ziel der Tat war es offensichtlich, Gaslieferungen Russlands an die

    Bundesrepublik Deutschland durch einen Sabotageakt zumindest

    langfristig zu unterbinden. Damit ist anzunehmen, dass mit der Tat ein

    primär politisches Ziel verfolgt wurde


    (…)


    - 19 -


    (…)


    Fraglich erscheint aber, ob sich der Beschuldigte mit der Sprengung

    der Pipelines absichtlich für Bestrebungen gegen die (innere)

    Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland (vgl. § 92 Abs. 3 Nr. 2

    StGB) einsetzte. Zwar tangierte die Tat die (innere) Sicherheit

    Deutschlands (vgl. zum Begriff der inneren Sicherheit MüKo

    StGB/Anstötz, 5. Aufl., § 92 Rn. 12).


    Denn der Ausfall erheblicher Gaslieferungen führte zu einer

    (zeitweiligen) Verknappung dieses sowohl für die Wirtschaft als auch

    für Privathaushalte zentralen Energieträgers; es waren deutliche

    Preissteigerungen und negative Auswirkungen für die

    Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik und die Grundversorgung der

    Bevölkerung mit ausreichenden Mengen von Wärme und Elektrizität zu


    - 20 -


    besorgen. Damit eng verbunden war die Gefahr einer Erschütterung des

    Vertrauens der Bevölkerung, in der Bundesrepublik vor den Folgen

    gewaltsamer Einwirkungen, hier auf Infrastruktureinrichtungen mit

    direktem Bezug zu Deutschland und die Energieversorgung der dort

    lebenden Menschen, geschützt zu sein. (…)


    - 21 -


    f) Mit Blick auf das Beschwerdevorbringen ist auf Folgendes hinzuweisen:


    Entgegen den dortigen Ausführungen war der Sabotageakt unter der

    Annahme, dass er von staatlichen Stellen der Ukraine initiiert und

    gesteuert wurde, nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand nicht als

    legale Schädigungshandlung der Ukraine im internationalen bewaffneten

    Konflikt zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation von

    Völkerrechts wegen gerechtfertigt. (…)


    - 22 -


    (…)


    bb) Die Pipelines waren – jedenfalls nach derzeitigem Erkenntnisstand

    - keine legitimen Angriffsobjekte im internationalen bewaffneten

    Konflikt zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation. Dabei

    kommt es auf die Eigentums und Betreiberverhältnisse nicht an. Denn

    die Rohrleitungen waren auch dann, wenn man sie als russische

    Pipelines einordnet, keine militärischen Objekte (des

    Konfliktgegners), sondern zivile Infrastruktureinrichtungen.  (…)


    - 23 -


    (…)


    Einen letztlich auch für den bewaffneten Konflikt relevanten Vorteil

    erlangte Russland durch die Pipelines lediglich mittelbar insofern,

    als aus dem Verkauf des durch die Rohrleitungen transportierten

    Erdgases Einnahmen erzielt wurden, die zur Finanzierung militärischer

    Aktivitäten genutzt werden konnten.


    Ein solcher nur mittelbarer Vorteil aus der wirtschaftlichen Nutzung

    ziviler Einrichtungen („war-sustaining effort“) genügt allerdings –

    entgegen der Rechtsauffassung des Beschwerdeführers – nicht, um das

    betreffende Objekt zum zuläs-


    - 24 -


    sigen militärischen Angriffsziel zu machen. Das Schädigungsgericht der

    Konfliktparteien im internationalen bewaffneten Konflikt erstreckt

    sich auch dann nicht auf Objekte, die unmittelbar zivilen Zwecken

    dienen, wenn der Gegner durch ihre Nutzung Finanzmittel generiert, die

    er für militärische Aktivitäten verwendet. (…)


    - 26 -


    Sollte sich die Tat als ein Kriegsverbrechen nach § 11 VStGB erweisen,

    wäre die deutsche Strafgewalt überdies nach § 1 VStGB begründet, und

    zwar dann auch in Bezug auf parallele Strafbarkeiten nach dem

    Strafgesetzbuch (vgl. insofern BGH, Beschluss vom 6. Juni 2019 – StB

    14/19, BGHSt 64, 89 Rn. 71).


    5. Die Verfolgungszuständigkeit des Generalbundesanwalts und damit die


    Zuständigkeit des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs für den

    Erlass des angefochtenen Haftbefehls sind gegeben. (…)


    - 29 -


    8. Es besteht der Haftgrund der Fluchtgefahr (§ 112 Abs. 2 Nr. 2

    StPO). Es ist gesamtwürdigend wahrscheinlicher, dass sich der

    Beschuldigte – sollte er auf freien Fuß gelangen – dem Strafverfahren

    entziehen, als dass er sich ihm stellen wird.


    Denn der Beschuldigte hat angesichts des bestimmenden Strafrahmens des

    § 308 Abs. 1 StGB (Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 15 Jahren), des


    - 30 -


    außergewöhnlich hohen Ausmaßes des durch die Tat verursachten Schadens

    und der in der professionellen Tatausführung zum Ausdruck kommenden

    erheblichen kriminellen Energie im Falle seiner Verurteilung mit einer

    langjährigen Freiheitsstrafe zu rechnen. Dem aus dieser Straferwartung

    resultierenden hohen Fluchtanreiz stehen keine fluchthemmenden

    Faktoren entgegen.


    Der Beschuldigte, der nach gegenwärtigem Ermittlungsstand die

    ukrainische Staatsangehörigkeit besitzt, hat keine Bezüge zu

    Deutschland. Er ist dauerhaft im Ausland ansässig, mutmaßlich in der

    Ukraine. Da er die Tat hochwahrscheinlich in fremdstaatlichem Auftrag

    verübte, ist anzunehmen, dass der betreffende ausländische Staat ihn

    bei einer Flucht und einem Untertauchen unterstützen beziehungsweise

    ihm Schutz – nicht zuletzt vor einer Auslieferung an Deutschland – in

    seinem Hoheitsgebiet gewähren wird.



    Für Fluchtgefahr spricht weiter, dass der Beschuldigte in der Lage

    ist, sich gefälschter Ausweisdokumente zu bedienen.


    Der Zweck der Untersuchungshaft kann unter den gegebenen Umständen

    nicht durch weniger einschneidende Maßnahmen im Sinne des § 116 Abs. 1

    StPO erreicht werden.



    9. Die Untersuchungshaft ist angesichts der Straferwartung sowie der

    aus den Verfahrensakten ersichtlichen stringenten und dem

    Beschleunigungsgrundsatz genügenden Ermittlungen verhältnismäßig (§

    120 StPO).



    Schäfer    Hohoff     Kreicker


    ----------

    22.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (II von IV)


    5. IPG: Go East. Washington erhöht den Druck auf den Iran. Doch den USA geht es nicht um einen Regimewechsel, sondern um den strategischen Machtkampf mit China.



    https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/go-east-8806/?utm_campaign=de_40_20260119&utm_medium=email&utm_source=newsletter



    Naher Osten/Nordafrika 19.01.2026 | Eldaniz Gusseinov <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/eldaniz-gusseinov/>

    Go East


    Washington erhöht den Druck auf den Iran.


    Doch den USA geht es nicht um einen Regimewechsel,

    sondern um den strategischen Machtkampf mit China.



    Eldaniz Gusseinov ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am

    Haidar-Aliew-Zentrum für Eurasienforschung der Ibn-Chaldun-Universität

    (Istanbul) und Mitbegründer von Nightingale Int. Er spezialisiert sich

    auf EU-Politik und die europäischen Beziehungen zu Zentralasien.


    Die Kriegstrommeln im Nahen Osten haben selten so rhythmisch und so

    klar geklungen wie heute. Für flüchtige Beobachter wirkt der wachsende

    Druck auf Teheran, bestehend aus scharfen Sanktionen und massiver

    militärischer Drohkulisse, wie die erwartbare Neuauflage eines seit

    Jahrzehnten bekannten Drehbuchs: nukleare Nichtverbreitung oder der

    Versuch eines Regimewechsels.


    Doch ein genauerer Blick auf das strategische Spielfeld zeigt, dass

    Washington längst nicht mehr das klassische westliche geopolitische

    Schach spielt, bei dem es darum geht, den König zu stürzen.

    Stattdessen folgt die US-Strategie zunehmend der Logik des

    chinesischen Brettspiels Go (Weiqi).


    Im Go geht es nicht darum, die Figuren des Gegners zu vernichten,

    sondern darum, Räume einzukreisen und zentrale Knotenpunkte zu

    kontrollieren. Auf der heutigen eurasischen Landkarte ist Iran

    zweifellos einer dieser entscheidenden Punkte.


    Washingtons eigentliches Ziel ist nicht der Zusammenbruch der

    Islamischen Republik, sondern ihre strategische Disziplinierung.

    Angestrebt wird ein „kooperativer Iran“, also ein Staat, der gezwungen

    wird, sich von Peking zu entkoppeln und sich in einen handhabbaren,

    berechenbaren Partner des Westens zu verwandeln. Indem die USA die

    Schlinge um Teheran enger ziehen, schließen sie faktisch den

    landseitigen Käfig um Chinas globale Ambitionen.


    Seit Jahrzehnten ist Beijings strategischer Albtraum das sogenannte

    Malakka-Dilemma, also die Möglichkeit, dass die US-Marine im

    Krisenfall Chinas Energieversorgung an der schmalsten Stelle der

    maritimen Seidenstraße abwürgen könnte.


    Um dieses Risiko zu umgehen, hat China hunderte Milliarden Dollar in

    die Landroute investiert und ein sicheres eurasisches Hinterland

    aufgebaut. 2025 schien diese Strategie dann aufzugehen: Erstmals wurde

    China mit einem Handelsvolumen von über 100 Milliarden US-Dollar zum

    wichtigsten Handelspartner Zentralasiens.


    Iran bildet das Fundament dieser landgestützten Festung. Das Land ist

    das logistische Herzstück der Neuen Seidenstraße. Doch jüngst hat sich

    auf diplomatischem Terrain Entscheidendes getan.


    Die USA und Armenien unterzeichneten ein Rahmenabkommen zur Gründung

    der TRIPP Development Company, das Washington für 49 Jahre eine

    74-prozentige Mehrheitsbeteiligung sichert. Das Projekt zielt auf den

    Bau von Infrastruktur zur Verbindung Aserbaidschans mit Nachitschewan,

    nur rund hundert Meter von der iranischen Grenze entfernt.


    Dieser Schritt ist ein strategischer Geniestreich. Durch die Kontrolle

    dieses schmalen Korridors kann Washington Chinas Bestrebungen

    überwachen, das Malakka-Dilemma über den Kaukasus zu umgehen.


    Die USA haben aus den bitteren Erfahrungen im Irak und in Libyen

    gelernt.


    China reagierte mit einer weiteren Annäherung an Teheran. Im Juli 2025

    unterzeichnete Peking einen Vertrag zur Elektrifizierung der rund

    tausend Kilometer langen Sarakhs-Razi-Bahnlinie, die die turkmenische

    Grenze über Iran mit der Türkei verbindet.


    Teheran preist diese Strecke als sicherste und kostengünstigste

    Verbindung zwischen China und Europa. Indem Washington Iran nun ins

    Visier nimmt, trifft es den neuralgischen Punkt dieser logistischen

    Alternative. Gelingt es den USA, Teheran zur Kooperation zu zwingen,

    wird Chinas landgestützte Strategie ohne amerikanisches Einverständnis

    faktisch unbrauchbar.


    Während die öffentliche Rhetorik häufig weiterhin auf Regimewechsel

    hinausläuft, ist Washingtons Realpolitik der 2020er-Jahre deutlich

    pragmatischer. Die USA haben aus den bitteren Erfahrungen im Irak und

    in Libyen gelernt. Der Zusammenbruch staatlicher Ordnung führt zu

    Chaos und unkontrollierbaren Stellvertretern: ein Albtraum, den auch

    regionale Verbündete wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen

    Emirate teilen.


    Ein vollständiger Kollaps Irans würde ein geopolitisches Schwarzes

    Loch im Herzen Eurasiens erzeugen und genau jene Transitkorridore

    zerstören, die Washington selbst nutzen möchte, etwa für den Import

    kritischer Rohstoffe aus Zentralasien. Vor diesem Hintergrund erklärt

    sich auch Donald Trumps Skepsis gegenüber der Fähigkeit von Prinz Reza

    Pahlavi, Macht zu konsolidieren.


    Washington sucht keine neue, unerprobte Regierung, sondern die

    Kapitulation des bestehenden Regimes zu günstigen Bedingungen. Ein

    „kooperativer Iran“ bedeutet ein Regime, das an der Macht bleibt,

    jedoch seiner regionalen Zähne beraubt und von seiner strategischen

    Abhängigkeit von China gelöst ist.


    Diese Art von Disziplinierung zeigt bereits Wirkung. Anders als in

    früheren Runden sind die im April 2025 wieder aufgenommenen

    Atomverhandlungen nicht mehr von Irans strategischem Spiel auf Zeit

    geprägt. Teheran, wirtschaftlich am Abgrund, hat kaum noch Spielraum.


    Ein Wendepunkt war das jüngste Interview von Außenminister Abbas

    Araghchi. Seine offensichtliche Verhandlungsbereitschaft,

    einschließlich der Andeutung nuklearer Transparenz im Austausch gegen

    Sanktionserleichterungen, zeigt die Notlage des Landes deutlich. Die

    USA haben den iranischen Stein eingekreist, und Teheran sucht nun nach

    einem Weg, auf dem Spielbrett zu bleiben.


    Der Druck soll so lange hoch bleiben, bis Teheran seine Allianz mit

    Peking gegen wirtschaftliches Überleben eintauscht.


    Diese fein austarierte Eskalation zeigt sich auch in der Ankunft der

    Flugzeugträgergruppe USS Abraham Lincoln, die um den 25. Januar 2026

    im Arabischen Meer erwartet wird. In Kombination mit dem informellen,

    von Russland vermittelten Nichtangriffspakt zwischen Iran und Israel

    Ende 2025 hält dieser Schritt die iranische Führung in einem Zustand

    permanenter Verwundbarkeit.


    Das Ziel ist eindeutig: Der Druck soll so lange hoch bleiben, bis

    Teheran seine Allianz mit Peking gegen wirtschaftliches Überleben

    eintauscht. Andernfalls behalten sich die USA militärische Schläge vor.


    Für Europa hat diese strategische Neujustierung unmittelbare Folgen.

    Ein erzwungener oder teilintegrierter Iran würde Energiemärkte,

    Transitwege und Europas langfristige Abhängigkeit von russischen und

    nahöstlichen Lieferketten grundlegend verändern.


    Zugleich unterstreicht dies Europas begrenzte Handlungsmacht in einer

    Konfrontation, die zunehmend von Washington und Peking bestimmt wird.

    Der EU bleibt dabei oft nur die Rolle sich anzupassen und nicht zu gestalten.


    Ein „kooperativer Iran“ würde eine tektonische Verschiebung

    darstellen. Teheran würde nicht mehr Pistazien gegen Yuan verkaufen,

    um chinesische Autoteile zu kaufen, sondern in ein westlich geprägtes

    Energie- und Transitsystem eingebunden sein.


    Die USA kreisen den Iran nicht ein, um die Regierung zu eliminieren.

    Sie wollen das Land als funktionales Element für China auszuschalten.


    Der Nahe Osten ist kein eigenständiger Schauplatz mehr. Er ist zur

    westlichen Flanke des indo-pazifischen Machtkampfs geworden.

    Washington spielt auf lange Sicht, um sicherzustellen, dass China der

    Zugang zu den Ressourcen verwehrt bleibt, die es für das Herausfordern

    der amerikanischen Hegemonie benötigt.


    Die Strategie des „kooperativen Iran“ ist eine Warnung an alle

    Staaten, auf die China angewiesen ist.


    Während die USA ihre letzten Steine um Teheran setzen, ist die

    Botschaft an Peking eindeutig: Der landgestützte Fluchtweg ist

    abgeschnitten. Ob dieses Szenario aufgeht, hängt jedoch von einer

    entscheidenden Frage ab.


    Können Washington und Teheran eine echte Einigung erzielen oder

    gelingt es Russland und China, die Einkreisung zu durchbrechen? Die

    Antwort darauf wird die Spielregeln des 21. Jahrhunderts in Eurasien

    bestimmen.



    ——



    6. SWP: Systemsprenger – Donald Trump und die Erosion der Demokratie in den USA



    https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter, 20.01.2026&mtm_kwd=Weiter <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter>


    Systemsprenger – Donald Trump und die Erosion der Demokratie in den USA


    SWP-Studie 2026/S 02, 16.01.2026, 36 Seiten

    doi:10.18449/2026S02


    Forschungsgebiete

    USA, Kanada  <https://www.swp-berlin.org/suche?search%5Bfilter%5D%5B0%5D=researchField%3AUSA%2C%20Kanada>

    Dr. Johannes Thimm ist Leiter der Forschungsgruppe Amerika.


    Das übergeordnete Prinzip im Handeln von Präsident Donald Trump ist

    die Konsolidierung der eigenen Macht. Weder in der Innen- noch in der

    Außenpolitik respektiert er institutionelle oder rechtliche Grenzen

    seiner Handlungsfreiheit. Ermöglicht wird dies durch eine loyale

    republikanische Kongressmehrheit und einen ihm wohlgesinnten Obersten

    Gerichtshof.


    Die USA entwickeln sich derzeit in Richtung eines kompetitiven

    Autoritarismus. Um Kritik zu unterbinden, übt der Präsident Druck auf

    Andersdenkende aus und setzt den Regierungsapparat gegen politische

    Kontrahenten ein. Es ist nicht sicher, dass die Zwischenwahlen 2026

    und die Präsidentschaftswahlen 2028 frei und fair ablaufen werden.


    Trumps innenpolitische Prioritäten sind die politische Kontrolle über

    den Regierungsapparat und die Ausweisung undokumentierter Migrantinnen

    und Migranten. Davon abgesehen entspricht sein Programm trotz

    ökonomisch-populistischer Rhetorik der konservativen Agenda von

    Steuer­erleichterung, Deregulierung und Sozialstaatsabbau.


    Eine außenpolitische Priorität ist die Neustrukturierung der

    Handels­beziehungen durch eine aggressive Zollpolitik. Dabei agiert

    Trump nicht »transaktional«, sondern setzt auf Zwang. Multilaterale

    Organisationen und globale Ziele wie Klimaschutz oder Entwicklung

    werden nicht mehr unterstützt. Allein in der Beilegung gewaltsamer

    Konflikte und der Kontrolle der westlichen Hemisphäre reklamieren die

    USA unter Trump noch eine – allerdings nicht liberale – Führungsrolle

    für sich.


    Ob die US-Demokratie den Angriffen des Präsidenten standhält, ist

    ungewiss. Die Beziehung Deutschlands und Europas zu den USA muss

    grundlegend neu gedacht werden. Bei der Abwägung, inwieweit man Trumps

    Erpressung nachgibt, gilt es, die Wechselwirkungen zwischen Innen- und

    Außenpolitik zu beachten.

    Inhaltsverzeichnis


    1 Problemstellung und Schlussfolgerungen <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e233>

    2 Vom Außenseiter zum Anführer der Republikaner <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e252>

    3 Trumps Politikverständnis: Illiberal und autoritär <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e342>

    4 Trumps Innenpolitik: Was »Make America Great Again« konkret bedeutet <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e563>

    4.1 Abbau des Verwaltungsstaates und selektive Deregulierung <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e568>

    4.2 Noch härter als angekündigt: Trumps restriktive Migrationspolitik <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e1295>

    4.3 Eine konstante Priorität der Republikaner: Steuererleichterungen und Sozialabbau <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e1784>

    5 Repressionen gegen die Opposition <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e1973>

    5.1 Einschüchterung von Einzelpersonen <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2020>

    5.2 Unterwerfung zivilgesellschaftlicher Akteure mit Aufsichtsfunktion <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2055>

    5.3 Einsatz von Soldaten in liberalen Städten <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2129>

    6 Die Rolle der anderen Gewalten <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2264>

    6.1 Der Kongress als williges Instrument für Trumps Agenda <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2267>

    6.2 Ursachen für den Totalausfall des Kongresses <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2333>

    6.3 Die Gerichte: Objekt und Schauplatz des politischen Kampfes <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2445>

    7 Außenpolitik: Wofür »America First« steht <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2579>

    7.1 Abschied von der liberalen Führungsrolle <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2674>

    7.2 Infragestellung von Allianzen <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2799>

    7.3 Zölle <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2813>

    7.4 Friedensverhandlungen <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e2958>

    8 Ausblick <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e3046>

    9 Abkürzungsverzeichnis <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e3082>

    9.1 Literaturhinweise <https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter,%2020.01.2026&mtm_kwd=Weiter#hd-d34290e3204>



    ——



    7. Eurotopics: Spaltet Trumps "Friedensrat" die Welt?

    https://www.eurotopics.net/de/


    21. Januar 2026



    Spaltet Trumps "Friedensrat" die Welt?


    US-Präsident Donald Trump hat zahlreiche Staaten eingeladen, sich an

    seinem Projekt eines "Friedensrates" zu beteiligen. Dieser soll sich

    offenbar nicht nur um die Lage in Gaza kümmern, sondern als ständiges

    Gremium zur Konfliktregulierung genutzt werden. Besonders umstritten

    ist die mögliche Beteiligung von Machthabern wie Wladimir Putin und

    Alexander Lukaschenka. Kommentatoren warnen zudem vor einer

    dauerhaften Schwächung der UN.


    (….)


    F.A.Z., 20. Januar 2026

    Es geht um die Schwächung der UN


    Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist die Angelegenheit bitterernst:


    „Ursprünglich sollte der Friedensrat geschaffen werden, um den

    Friedensprozess im Gazastreifen zu begleiten. Doch die Präambel des

    Statuts lässt keinen Zweifel daran zu, dass es Trump darum geht, die

    Vereinten Nationen durch die Schaffung einer Parallelorganisation zu

    schwächen.


    Das kann die ohnehin brüchige internationale Ordnung selbst dann

    weiter aushöhlen, wenn Trumps 'Friedensrat' bei den Mächten, auf die

    es ankommt, keinen Anklang findet. Das ist wahrscheinlich: Russland

    und China dürften kaum bereit sein, sich Trump zu unterwerfen. Und

    auch die Europäer sollten 'Nein' sagen.“


    ——



    siehe auch:


    https://www.tagesschau.de/ausland/trump-usa-aussenpolitik-100.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    Ein Jahr Trump


    Eine neue Weltordnung - nach nur zwölf Monaten


    Stand: 20.01.2026 05:15 Uhr


    Ukraine, Iran, Gaza, Venezuela oder Grönland:


    Spätestens jetzt - ein Jahr nach seinem Amtsantritt - ist klar,


    dass US-Präsident Trump die Weltordnung erschüttert hat.


    Ein Überblick über zwölf Monate seiner Außenpolitik.


    (…)



    ——



    8. ORF: „Beispiellos“: UNRWA-Gebäude in Ostjerusalem abgerissen



    https://orf.at/stories/3417693/


    „Beispiellos“

    UNRWA-Gebäude in Ostjerusalem abgerissen


    Der Konflikt zwischen Israel und dem UNO-Palästinenserhilfswerk

    (UNRWA) hat am Dienstag mit der Zerstörung des UNRWA-Hauptquartiers in

    Ostjerusalem eine neue Eskalationsstufe erreicht. Wegen des Vorwurfs

    der Unterwanderung durch die Terrororganisation Hamas wurde gegen das

    UNRWA bereits Endes des Vorjahres ein Arbeitsverbot auf israelischem

    Staatsgebiet verhängt.


    Israels Außenministerium sprach am Dienstag von einem „Tag zum

    Feiern“. UNRWA-Chef Philippe Lazzarini bezeichnete den Abriss des

    UNRWA-Gebäudes als „beispiellosen“ Verstoß gegen das Völkerrecht.


    Online seit heute (20.1.2026)  14.44 Uhr


    (…)


    Bodenbehörde: Gelände übernommen


    Die israelische Bodenbehörde teilte am Dienstag mit, sie habe auf

    Grundlage des Gesetzes den Besitz des rund 4,6 Hektar großen

    Organisationsgeländes übernommen. „Das Gelände wird jetzt wieder in

    staatliche Verwaltung übergehen, planerisch neu geordnet und in einer

    Weise vermarktet werden, die dem öffentlichen Interesse dient“, hieß

    es in der Mitteilung.


    Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums teilte mit, der Staat

    Israel sei Eigentümer des Geländes. Es genieße „keinerlei Immunität,

    und die Beschlagnahmung durch die israelischen Behörden erfolgte im

    Einklang mit israelischem wie auch internationalem Recht“.


    Israel hatte den arabischen Ostteil Jerusalems während des

    Sechstagekriegs 1967 erobert und später völkerrechtswidrig annektiert.

    Der Status Jerusalems ist eine der zentralen Streitfragen im

    Nahost-Konflikt. Israel beansprucht Jerusalem als seine „ewige und

    unteilbare Hauptstadt“. Die Palästinenser wollen den Ostteil als

    Hauptstadt für einen international anerkannten Staat Palästina.


    Mandat und Tätigkeit des Hilfswerks


    Die Vereinten Nationen hatten das Hilfswerk im Jahr 1949 gegründet, um

    rund 700.000 palästinensischen Flüchtlingen zu helfen. Anspruch auf

    dessen Dienste haben Palästinenser, die während der Kriege 1948 und

    1967 flüchteten oder vertrieben wurden, sowie ihre Nachkommen.

    Mittlerweile sind das laut UNRWA-Angaben rund 5,9 Millionen Menschen,

    und die Zahl steigt stetig weiter. Das Hilfswerk ist unter anderem

    auch in Jordanien und im Libanon tätig.


    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte mehrfach, das

    Hilfswerk ganz abzuschaffen. Zur Begründung sagte er, die Organisation

    verewige das Problem der palästinensischen Flüchtlinge und „die Idee

    von einem Recht auf Rückkehr mit dem Ziel der Zerstörung des Staates Israel“.



    -------


    siehe auch:


    https://www.spiegel.de/ausland/iran-der-hisbollah-stehen-entscheidende-wochen-bevor-a-67fefd68-fcd0-4a25-87c4-63e8bcf4f270


    Mit Iran verbündete Hisbollah  


    »Die Hisbollah war noch nie so schwach wie jetzt«



    Die Hisbollah ist der wichtigste militärische Verbündete Irans.


    Der Miliz stehen entscheidende Wochen bevor.


    Hanin Ghaddar erklärt, warum das Ende der Organisation nahen könnte.


    Ein Interview von Fritz Schaap <https://www.spiegel.de/impressum/autor-991dd67a-0001-0003-0000-000000023666>

    18.01.2026, 17.30 Uhr


    (…)



    ———


    9. SZ: Sorge um US-Schutz - Braucht Deutschland die Bombe?


    https://www.sueddeutsche.de/politik/atombombe-usa-verteidigung-deutschland-bundeswehr-groenland-li.3365668


    Sorge um US-Schutz


    Braucht Deutschland die Bombe?


    11. Januar 2026, 16:36 Uhr


    Der mögliche Griff Donald Trumps nach Grönland führt auch in CDU und

    SPD zu heiklen Debatten. Was, wenn es zum Nato-Bruch kommt und die USA

    dann auch den Atomschutz für Deutschland kündigen?


    Von Georg Ismar, Berlin


    Brigadegeneral Frank Pieper hat seinen Beitrag sicherheitshalber als

    „ABSOLUT und AUSSCHLIEẞLICH persönliche Meinung“ eingestuft. Denn was

    der Direktor Strategie & Fakultäten an der Führungsakademie der

    Bundeswehr im Netzwerk Linkedin vor ein paar Tagen gepostet hat, wagt

    bisher kaum jemand in der Bundeswehr derart deutlich auszusprechen. Es

    wird aber nach der amerikanischen Entführung des venezolanischen

    Präsidenten Nicolás Maduro und vor allem auch wegen Donald Trumps

    Grönland-Ankündigungen intern zunehmend diskutiert.


    Denn eine wie auch immer geartete Operation, um sich das zu Dänemark

    gehörende Grönland einzuverleiben, kann nach Einschätzung der

    dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen das Ende der Nato

    bringen. Und je nach Eskalationsentwicklung in der Folge auch zum Ende

    des nuklearen Schutzschirms der USA für Deutschland führen, mit dem

    Abzug der im Fliegerhorst Büchel lagernden Atombomben der Amerikaner.


    Das Jahr starte „brutal“, betont Pieper. Das Verhalten der USA zeige

    deutlich, Deutschland und Europa könnten nicht mehr verlässlich auf

    die USA und ihren Atomschirm bauen. Seine Folgerung: „Deutschland

    braucht eigene Atomwaffen.“ Und zwar in erster Linie mobile taktische

    Atomwaffen. „Waffen, die sich der finalen Bedrohung durch Russland

    entgegenstellen (können)“, so Pieper. Sein Rat: „Raus aus den Federn

    und ran ans Arbeiten. Am Ende gilt, was immer galt: Wenn es ernst

    wird, dann steht man alleine da.“


    „Das Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst, wie ein rohes Ei.

    Aber wir müssen uns damit beschäftigen“


    Auch der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat den Beitrag

    Piepers geteilt. Kiesewetter hat wegen seiner Positionierungen in der

    Unionsfraktion keinen leichten Stand, aber wenige im Bundestag kennen

    sich sicherheitspolitisch so aus wie der Oberst a. D. Und Kiesewetter

    ventiliert nun eine gewagte Idee, sozusagen auch als Denkanstoß für

    den Nationalen Sicherheitsrat des Kanzlers. Denn die immer wieder

    geäußerte Überlegung, Deutschland könne unter den französischen

    Atomschirm schlüpfen, wenngleich deren Arsenal militärisch limitiert

    ist, birgt aus Sicht Kiesewetters auch eine politische Unwägbarkeit.

    Bei den nächsten Wahlen könnte der rechtsextreme Block um Marine Le

    Pen als Sieger hervorgehen.


    „Das Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst, wie ein rohes Ei.

    Aber wir müssen uns damit beschäftigen, gerade auch mit Blick auf ein

    Grönland-Szenario und seine Folgen für die Nato und das Verhältnis zu

    den USA“, sagt Kiesewetter der SZ. Längst laufen nach Angaben von

    Sicherheitsexperten auch in Ländern wie Schweden, Finnland und Polen

    solche internen Überlegungen.


    „Wenn der Schutz der Amerikaner endet, muss ein anderer Schutz an

    diese Stelle treten. Es kann nicht im deutschen Interesse sein, dass

    sich um uns herum ein Nukleararsenal entwickelt, ohne daran

    teilzuhaben“, betont Kiesewetter. Deutschland könne sich an einem

    europäischen Schirm finanziell beteiligen, ohne die Führung zu

    übernehmen. „Fachleute gehen von einer Entwicklungszeit von etwa fünf

    Jahren aus. Ich gehe eher von zehn Jahren aus.“ Und ja, es wären

    komplexe Fragen zu klären: Wer hat die Kommandogewalt, wie sind die

    Entscheidungsmechanismen, wie würde ein Einsatz ablaufen, wo würden

    die Bomben gelagert, wo Tests stattfinden?


    Einem deutschen Alleingang stehen gleich zwei internationale Verträge entgegen


    Deutschland kann nicht einfach selbst versuchen, einen eigenen

    Nuklearschutz zu entwickeln, es gibt sozusagen eine doppelte

    Haltelinie. Die besteht zum einen aus dem Atomwaffensperrvertrag, dem

    sogenannten „Nichtverbreitungsvertrag“ von 1968, der es Staaten wie

    Deutschland völkerrechtlich untersagt, sich Atomwaffen zu beschaffen.

    Theoretisch könnte der gekündigt werden, aber auch im abschließenden

    Zwei-plus-Vier-Vertrag zur Wiedervereinigung wird das bekräftigt – und

    dieser Vertrag lässt sich nicht einfach kündigen.


    In Artikel 3, Absatz 1 heißt es: „Die Regierungen der Bundesrepublik

    Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigen

    ihren Verzicht auf Herstellung und Besitz von und auf Verfügungsgewalt

    über atomare, biologische und chemische Waffen. Sie erklären, dass

    auch das vereinte Deutschland sich an diese Verpflichtungen halten

    wird. Insbesondere gelten die Rechte und Verpflichtungen aus dem

    Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen vom 1. Juli 1968 für

    das vereinte Deutschland fort.“


    Allerdings ist eine finanzielle Beteiligung bei einer gemeinsamen

    Entwicklung durchaus möglich, also ein am Ende womöglich ähnliches

    Einsatzkonzept wie bei der bisherigen nuklearen Teilhabe mit den USA,

    bei der Bundeswehrsoldaten im Ernstfall amerikanische Nuklearwaffen in

    ihr Ziel fliegen würden. Dazu gibt es auch ein älteres Gutachten des

    Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, noch aus der ersten

    Präsidentschaft Donald Trumps.


    „Wenn man den Zwei-plus-Vier-Vertrag aufschnüren würde, würde sich

    auch gleich die Frage von Reparationen neu stellen“, glaubt

    Kiesewetter. „Daher sollten wir einen anderen Weg gehen, eine Allianz

    mit anderen Staaten bilden. Wir können finanzieren, solche Waffen

    stationieren, dürfen sie nur nicht selbst herstellen und einen Einsatz

    selbst führen.“ Planung heiße eben auch Eventualplanung. „Ein Staat,

    der wehrhaft sein will, muss sich Denkräume schaffen, wo auch das

    Unwahrscheinliche, Gefährliche mitgedacht wird“, so Kiesewetter.


    Die Debatte um eigene Atomwaffen ist nicht neu, doch die Zeiten sind andere


    Schon Kanzler Konrad Adenauer (CDU) und Verteidigungsminister Franz

    Josef Strauß (CSU) wollten seinerzeit bei der Gründung der Bundeswehr

    eine eigene nukleare Bewaffnung, zum Schutz gegen die Sowjetunion,

    aber auch weil es Sorgen gab, dass die Amerikaner ihren Schutz

    versagen könnten. Adenauer sah Atomwaffen als Fortentwicklung der

    Artillerie und „beinahe normale Waffen“, wie er  1957 sagte. Das

    führte zu teils scharfem Protest und begründete die

    Anti-Atom-Bewegung. Es ist mit Quellen belegt, wie misstrauisch dem

    Kanzler später auch ein John F. Kennedy begegnete: Der US-Präsident

    drohte mit dem Abzug der US-Truppen aus Deutschland, wenn Deutschland

    selbst nach der Bombe streben würde.


    Es gibt ein Protokoll der Kabinettssitzung vom 19. Dezember 1956, als

    es auch um den Atomschutz der Amerikaner ging. Adenauer verweist

    darauf, dass der Kongress der Vereinigten Staaten den Einsatz von

    Atomwaffen beschließen müsse. Eine solche Beschlussfassung sei „doch

    irreal“. Das Gleiche gelte für den einstimmigen Beschluss der

    Nato-Staaten. „Es sei daher dringend erforderlich, dass die

    Bundesrepublik selbst taktische Atomwaffen besitze“, vermerkt das

    Protokoll. Adenauer konnte sich nicht durchsetzen, von der Idee eines

    Atomwaffensperrvertrags hielt der Kanzler herzlich wenig, ebenso ein

    Franz Josef Strauß.


    Nun sind die Zeiten ganz andere, und das Misstrauen hinsichtlich der

    US-Regierung geht deutlich tiefer. In einem Artikel für die

    Publikation Foreign Affairs raten die Professoren für internationale

    Sicherheit und internationale Beziehungen an der Universität von

    Oklahoma, Moritz S. Graefrath und Mark A. Raymond: „America’s Allies

    Should Go Nuclear“. Eine begrenzte Weiterverbreitung von Atomwaffen

    werde die globale Ordnung stärken, glauben sie.


    SPD-Politiker Rolf Mützenich warnt vor einem „atomaren Armageddon“ –

    und setzt auf Diplomatie


    Wer mit solchen, aber auch mit Kiesewetters Überlegungen wenig

    anfangen kann, ist Rolf Mützenich. Der langjährige SPD-Fraktionschef

    und Außenpolitiker hat sich schon vor 35 Jahren in seiner Dissertation

    mit dem Thema „Atomwaffenfreie Zonen und internationale Politik“

    befasst. In einem aktuellen Beitrag für die Publikation Internationale

    Politik und Gesellschaft befürchtet er ein neues nukleares Zeitalter,

    zumal fast alle wichtigen Verträge zur Abrüstung zwischen Russland und

    den USA gekündigt worden seien oder ausliefen.


    Er warnt, auch andere Staaten, Länder wie Saudi-Arabien, könnten bei

    einer solchen Aufrüstung nach der Atombombe greifen und die Zahl der

    Staaten mit Atomwaffen auf etwa 20 steigen. Der Welt drohe dann „ein

    atomares Armageddon“. Derzeit gelten neun Länder als

    Atomwaffenstaaten: USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich,

    Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea.


    Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung betont Mützenich, er sei

    daher strikt gegen Vorschläge wie jenen des Koalitionskollegen

    Kiesewetter. „Selbst bei einer indirekten Beteiligung, ob finanziell

    oder auch bei der Lagerung solcher Waffen, wäre das nicht mit dem

    Atomwaffensperrvertrag und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag zu vereinbaren“,

    glaubt er.


    Man dürfe bei allen Herausforderungen durch das Agieren der

    Vereinigten Staaten jetzt nicht eine Entwicklung unterstützen, bei der

    immer mehr Staaten nach eigenen Atomwaffen streben. „Wir müssen

    stattdessen unbedingt durch Verhandlungen und Diplomatie die

    Rüstungskontrolle wieder stärken, auch wenn sich die internationalen

    Kontrollregime gerade auflösen.


    Auch China sollte man versuchen mit einzubeziehen“, betont Mützenich.


    Eines sei für ihn jedenfalls bei allen Unwägbarkeiten gerade ziemlich klar:

    „Eine Welt mit noch mehr Atomwaffenmächten wäre noch unsicherer.“



    ——



    Hinweis von C. Ronnefeldt zum folgenden Link:


    Frank Pieper ist Brigadegeneral und Direktor Strategie & Fakultäten an

    der Führungsakademie der Bundeswehr.


    Der ehemalige badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh ist

    aktuell Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden (AGDF)



    https://www.linkedin.com/posts/frank-pieper-69322b382_achtung-absolut-und-ausschlie%C3%9Flich-pers%C3%B6nliche-activity-7413478275202625536-3rEr/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAABDUgGkBhBm1Ebwa0QF_yyu06L9Pvi9j-Ts


    Frank Pieper <https://de.linkedin.com/in/frank-pieper-69322b382?trk=public_post_feed-actor-name>


    ACHTUNG: ABSOLUT und AUSSCHLIEẞLICH Persönliche Meinung.


    Das neue Jahr startet BRUTAL. Es macht deutlich welche revolutionären

    Gedanken JETZT gedacht werden müssen!!!


    Der Anspruch" ..die stärkste konventionellen Streitkräfte Europas..."

    REICHT NICHT!! Denn... 1. Der hybride und subkonventionelle Krieg ist real.

    22.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (III von IV)


    2. Dem Hegemon ist nicht (mehr) zu trauen.


    Angriff auf die die Stromversorgung in Berlin Lichterfelde > zeigt die

    Verwundbarkeit von KRITIS.


    FOLGERUNG: Wir brauchen eine umfassende Wehr- u n d

    Zivildienstpflicht, die vor allem militärische Heimatschützer u n d

    zivile Verteidiger generiert. Die Ostflanke sollte und kann getrost

    man unseren Profis überlassen.


    Das Verhalten in Sachen Ukraine und jetzt MADURO > Deutschland und

    Europa können ihre Existenz nicht mehr verlässlich auf die USA und

    ihren Atomschirm bauen.


    FOLGERUNG: Deutschland braucht eigene Atomwaffen. Und zwar in erster

    Linie (mobile) TAKTISCHE ATOMWAFFEN!! Waffen, die sich der finalen

    Bedrohung durch Russland entgegenstellen (können).


    Also raus aus den Federn und ran ans Arbeiten. Am Ende gilt, was immer

    galt: Wenn es ernst wird, dann steht man alleine da.



    jochen cornelius-bundschuh <https://de.linkedin.com/in/jochen-cornelius-bundschuh-371840bb?trk=public_post_comment_actor-name>


    1 Tag

    Sehr geehrter Herr Pieper,


    vielen Dank, das Sie ansprechen, was viele überlegen.


    Drei Punkte möchte ich anmerken:


    1. Es war bisher Grundüberzeugung, dass der Einsatz von Atomwaffen

    ethisch nicht zu rechtfertigen ist; sie sprengen alle Kriterien des

    sog. gerechten Krieges. Katholische wie evangelische Kirche haben

    darum gerungen, ob es dennoch gerechtfertigt sein kann, solche Waffen

    vorzuhalten, wenn es der Abschreckung dient. Sie scheinen nicht nur

    die Drohung, sondern auch den Einsatz wieder für ethisch begründbar zu

    halten. Das überzeugt mich nicht!


    2. Sie fordern taktische Atomwaffen, die auf dem "Schlachtfeld"

    einsetzbar sind. Sie sprechen nicht davon, was gleichzeitig

    diplomatisch oder durch Rüstungsverhandlungen getan werden muss, um

    ein solches Schlachtfeld zu verhindern. Das fehlt mir!


    3. Um Ihre Position stark zu machen, verengen Sie bewusst den Blick:

    "wenn es ernst wird, steht man allein da ...." Was sollen andere

    Länder wie z.B. Südkorea dazu sagen? Sie schreiben damit das Recht des

    Stärkeren und die Macht der Waffen als Zukunftsperspektive fest und

    geben die Hoffnung auf eine Friedensordnung auf, in der auch kleinere

    Länder in ihrer Souveränität zu ihrem Recht kommen. Sicherheit kann es

    nur für alle geben.



    ——



    10. RND: Mehr Tempo bei der Beschaffung: Die Truppe als Testballon



    https://www.rnd.de/wirtschaft/beschleunigte-auftragsvergabe-bundeswehr-als-vorreiter-fuer-mehr-tempo-in-der-wirtschaft-JOB5D2GQTRDKJAS5B64Y75AX5E.html


    „Technologisch und industriell stärker werden“

    Mehr Tempo bei der Beschaffung: Die Truppe als Testballon



    Deutschlands Wirtschaft soll wachsen – dafür braucht es auch mehr


    Geschwindigkeit in der Vergabe von Aufträgen.


    Die Bundeswehr marschiert voran.



    Von Stefan Lange <https://www.rnd.de/autoren/stefan-lange>


    15.01.2026, 17:26 Uhr


    (…)


    Kritik der Linken



    Ob das neue Gesetz mit dem Bandwurmnamen der Truppe tatsächlich zu

    einer beschleunigten Beschaffung verhilft, muss sich noch erweisen.

    Linken-Fraktionsvize Janine Wissler sieht hier vor allem „ein großes

    Geschenk an die Rüstungsindustrie“. Anstatt die richtigen Konsequenzen

    aus den Ankäufen von Coronamasken zu ziehen, werde „Korruption Tür und

    Tor geöffnet“, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion

    dem RND.


    Wissler begründete ihre Einschätzung unter anderem mit der geplanten

    Erhöhung der Schwellenwerte, unterhalb derer öffentliche Auftraggeber

    ohne ein förmliches Vergabeverfahren Aufträge erteilen dürften – die

    sogenannten Direktaufträge. Sie sollen für die Beschaffungen der

    Bundeswehr von 1000 Euro (allgemein) und 3000 Euro (bei Bauleistungen)

    auf 100.000 Euro beziehungsweise 500.000 Euro steigen.


    „Zusammen mit dem Vergabebeschleunigungsgesetz, das in der Koalition

    noch verhandelt wird und auch auf weitgehende Deregulierungen bei der

    öffentlichen Vergabe zielt, tritt an die Stelle der bisherigen Rotstiftpolitik bei

    öffentlichen Ausgaben nun eine Blanko-Scheck-Mentalität“, erklärte Wissler.


    Es sei höchst fraglich, ob die Beschaffungsstellen der öffentlichen Verwaltung

    dem gewachsen seien.


    Befürworter weisen hingegen auch auf die Sicherheitsinteressen des

    Landes hin. Gerade im Rüstungsbereich müsse es möglich sein,

    Informationen geheim zu halten oder ausnahmsweise Aufträge auch ohne

    Ausschreibung direkt in Deutschland vergeben zu können.


    Nach RND-Informationen ging die Arbeit an dem Gesetzentwurf nicht ohne

    Reibereien zwischen Union und SPD vonstatten. Die Bedenken bezogen

    sich demnach zu großen Teilen auf die Beschaffung. Von einer „langen

    Liste“ an Zweifeln ist die Rede. Neben der Opposition dürften also

    auch die Regierungsparteien genau beobachten, ob sich die neuen

    Regelungen bewähren. (…)



    ——



    11. F.A.Z.: Im Kriegsfall : „Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich“



    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wie-der-kriegsfall-unternehmen-treffen-kann-accg-200437257.html


    Im Kriegsfall :


    „Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich“


    Von  Markus Frühauf, München <https://www.faz.net/redaktion/markus-fruehauf-200003815.html>


    15.01.2026, 13:12

    Die private Wirtschaft muss im Ernstfall mit dem Abzug von Arbeitskräften bis zur Enteignung rechnen.


    Für Unternehmen könnten sich die Bedingungen komplett verändern.


    (…)



    ———



    12. Tagesspiegel: Landesverteidigung: Pistorius: „Aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht“


    https://www.tagesspiegel.de/politik/landesverteidigung-pistorius-aktive-truppe-so-gross-wie-seit-12-jahren-nicht-15158523.html


    Landesverteidigung: Pistorius: „Aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht“


    Die Bundeswehr zählt erstmals seit Jahren wieder merklich mehr Soldaten.


    Bis zum Ziel von 260.000 Männern und Frauen in der stehenden Truppe

    ist allerdings noch ein Kraftakt.


    Stand: 20.01.2026, 13:19 Uhr


    Die Bundeswehr ist erstmals seit Jahren deutlich gewachsen und hat nun

    184.200 Männer und Frauen in der aktiven Truppe. „Wir haben das beste

    Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. Außerdem ist die

    aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht mehr“, sagte

    Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Deutschen

    Presse-Agentur weiter. Die Zahl bedeutet einen Anstieg um rund 3.000

    Soldatinnen und Soldaten zum Stichtag 31. Dezember 2025.


    Die Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden stieg im vergangenen Jahr

    nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf 12.200 - nach 10.300

    Männern und Frauen im Jahr 2024. Dies ist ein Plus von mehr als 18

    Prozent. Selbstgestecktes Ziel waren allerdings 15.000 freiwillig

    Wehrdienstleistende. Die Zahl soll in diesem Jahr auf 20.000 junge

    Männer und Frauen steigen. (…)


    Mehr Einstellungen, aber eine weiterhin hohe Abbruchquote


    Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr mehr als 25.000 Soldaten

    eingestellt. Das Verteidigungsministerium spricht von einem Plus von

    23 Prozent und dem besten Einstellungsergebnis als Freiwilligenarmee

    seit Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011.


    Die Abbruchquote liegt weiter bei knapp 25 Prozent. „Hier werden wir

    weiterhin große Anstrengungen darauf richten, die einmal gewonnenen

    Soldatinnen und Soldaten von einem Verbleib in der Bundeswehr zu

    überzeugen“, erklärte die Sprecherin. (…)


    Trotzdem: Die Zahl der Soldaten auf Zeit (SaZ) - die sich für einen

    bestimmten Zeitraum verpflichten und keine Berufssoldaten sind - sank

    im vergangenen Jahr erneut auf nun 112.600. Jahresberichte der

    Wehrbeauftragten hatten in den vergangenen Jahren auf die Gefahr einer

    Überalterung der Streitkräfte hingewiesen, wenn zu sehr auf einer

    Verlängerung bestehender Dienstverhältnisse gesetzt werde.



    ——



    13. RND: Sexismus in der Bundeswehr  - Niemand will zu so einer Truppe


    https://www.rnd.de/politik/politik-extern/enthuellungen-in-zweibruecken-wie-ein-sexismus-skandal-die-bundeswehr-erschuettert-ergebnis-kopieren-OCWGZKPWFJBLDC2IO3XYMZZVLQ.html



    Sexismus in der Bundeswehr  


    Niemand will zu so einer Truppe



    Der jüngste Skandal bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken zeigt ein

    bekanntes Muster: Die Truppe ist bei Weitem nicht so modern, wie es

    scheint. Das ist auch für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gefährlich.


    Ein Kommentar von Markus Decker


    16.01.2026, 17:03 Uhr


    Berlin. Das Aufsehen bei der Sitzung des

    Bundestagsverteidigungsausschusses am Mittwoch war groß, die

    Zerknirschung bei den Verantwortlichen kaum geringer. Sie sollten sich

    zum Skandal beim Fallschirmjägerregiment 26 der Bundeswehr in

    Zweibrücken äußern, der seit Monaten vor sich hin wabert, aber erst am

    Jahresende mit einem abstoßenden Gebräu aus Sexismus, Rechtsextremismus

    und Drogenmissbrauch die angemessene Aufmerksamkeit erfuhr.


    Die ebenso empörenden wie beschämenden Ereignisse haben sich am

    westlichen Rand der Republik abgespielt – doch sie sind alles andere

    als eine Randnotiz und bewegen sich auch nicht im Grenz- oder

    Graubereich. Wenn männliche Soldaten in Duschen oder Toiletten, die

    von Kameradinnen genutzt werden, vordringen und dort aggressiv

    sexuelle Wünsche äußern, dann geht es um Gewalt oder deren Androhung.

    Und um nichts anderes.


    Ein Fall für Gerichte


    Und es kann nicht die Rede von einem „lüsternen“ Einzeltäter sein,

    sondern um systematischen Machtmissbrauch von Menschen, die glaubten,

    sie dürften das. Die Zahlen sprechen für sich: Gegen 55 Beschuldigte

    wird ermittelt. 23 sollen entlassen werden – oder sind es schon.

    Manche dürften vor Gericht landen und verurteilt werden. Mit Recht.


    Die ganze Situation ist für den allgemein tatkräftigen, aber derzeit

    zurückhaltenden Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) doppelt

    gefährlich. Zunächst reiht sich der Fall Zweibrücken ein in eine lange

    Kette ähnlicher Ereignisse. Eine unverändert zu große Minderheit der

    Truppe ist sexistisch, rechtsextremistisch oder beides. Und der

    jährliche Bericht der Wehrbeauftragten offenbart wohl lediglich die

    Spitze des Eisbergs. Dass die vom Ministerium angekündigte

    Dunkelfelduntersuchung zum Thema Sexismus bisher noch nicht wirklich

    in Angriff genommen wurde, ist kein Zufall. Es wirkt wie ein Symptom

    jener Angst, die die Bundeswehr vor den Resultaten haben muss.


    Hinzu kommt, dass der Zweibrücken-Skandal die Truppe in einer

    empfindlichen Phase trifft. Sie muss schließlich wachsen, und zwar um

    integres Personal. Das wird allein gelingen, wenn die Bundeswehr ist,

    was sie vorgibt zu sein: auch in Fragen der Umgangsformen von Männern

    und Frauen miteinander auf der Höhe der Zeit. Die dort ohnehin

    deutlich unterrepräsentierten Frauen werden sich nicht in Verhältnisse

    begeben wollen, in denen sie Freiwild sind. Moderne Männer übrigens

    ebenso wenig.


    Zuletzt schien es, als habe die militärische und politische Führung

    des Verteidigungsministeriums angesichts der Zustände resigniert.

    Pistorius war jedenfalls nicht im Ausschuss und wirkt in Bezug auf

    Zweibrücken defensiver als bei anderen Themen. Doch Resignation ist

    erst recht riskant. Sie gefährdet die Betroffenen. Und sie gefährdet

    die Zukunft der Bundeswehr, die gute Leute dringend braucht – Skandale

    wie in Zweibrücken hingegen ganz und gar nicht.



    ————



    14. RND: „Sexualisiertes Fehlverhalten“: Bundeswehr will Dunkelfeldstudie durchführen



    https://www.rnd.de/politik/dunkelfeldstudie-der-bundeswehr-zu-sexueller-belaestigung-startet-2026-VAFKFYM7RFDVNNJ3FCBJR7PKPQ.html


    RND exklusiv

    „Sexualisiertes Fehlverhalten“: Bundeswehr will Dunkelfeldstudie durchführen


    Beim Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) ist

    es zu massiver sexueller Belästigung und wohl auch zu Gewalt gekommen.

    Nun wächst der Druck, dem Problem in der Truppe generell auf den Grund

    zu gehen. Zuletzt hatte sich das Verteidigungsministerium viel Zeit gelassen.


    Von Markus Decker


    20.01.2026, 00:00 Uhr


    Berlin. Die Bundeswehr will Anfang dieses Jahres mit einer

    Dunkelfeldstudie zu sexueller Belästigung und Gewalt unter Soldatinnen

    und Soldaten beginnen. Mit Ergebnissen ist allerdings nicht sehr bald

    zu rechnen.


    „Der Start der Umsetzungsphase des Projekts ist für Anfang 2026

    geplant“, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums dem

    RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Zum jetzigen Zeitpunkt kann

    daher noch keine valide Aussage getroffen werden, wann erste

    belastbare Ergebnisse vorliegen.“


    Wehrbeauftragter drängt


    Die damalige Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl (SPD), hatte

    die Studie im Jahr 2024 angeregt. Daraufhin wurde das Zentrum für

    Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vom

    Verteidigungsministerium damit beauftragt.


    Der gegenwärtig amtierende Wehrbeauftragte Henning Otte (CDU) drängt

    allerdings auf mehr Tempo. Es gebe „eine gestiegene Zahl gemeldeter

    Vorgänge gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, sagte er dem RND.


    „Daher fordere ich, dass die Dunkelfeldstudie, die bereits vor mehr

    als einem Jahr von meiner Vorgängerin im Amt empfohlen und

    anschließend vom Ministerium angekündigt wurde, jetzt auch zeitnah vom

    Ministerium umgesetzt und vorgelegt wird.“


    Thematik von „größter Wichtigkeit“


    Die Sprecherin des Verteidigungsministeriums betonte, die

    wissenschaftliche Aufarbeitung der Thematik sei für die Bundeswehr

    „von größter Wichtigkeit“. „Sexuelle Übergriffe stehen im absoluten

    Widerspruch zu unseren Werten und werden nicht akzeptiert.“ Allerdings

    sei das Themenfeld „insgesamt als äußerst sensibel und komplex

    einzustufen“, fügte sie hinzu.


    „Ein valides, inklusives und wissenschaftlich fundiertes Studiendesign

    ist daher von essenzieller Bedeutung für die Qualität und

    Verwertbarkeit der Ergebnisse.“ In der Vorbereitungsphase habe man

    zunächst umfassende Recherchen zu bereits veröffentlichten sowie

    aktuell laufenden Studien durchgeführt.


    Die aktuelle Debatte geht auf Fälle massiver sexueller Belästigung und

    wohl auch Gewalt beim Fallschirmjägerregiment 26 im

    rheinland-pfälzischen Zweibrücken zurück. Dort sollen 23 Soldaten

    entlassen werden oder wurden es bereits.



    ——


    15. Berl. Z.: Bundeswehr-Rückzug aus Grönland: „Deutschlands Vorgehen ist peinlich und unglaubwürdig“


    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/groenland-bundeswehr-abzug-deutschland-kniefall-trump-aussenpolitik-li.1001479


    Interview


    Bundeswehr-Rückzug aus Grönland:


    „Deutschlands Vorgehen ist peinlich und unglaubwürdig“


    Deutschland wollte eine Führungsrolle übernehmen, agiert unter Trump jedoch zunehmend unterwürfig.


    Der Bundeswehr-Abzug aus Grönland ist die Spitze des Eisbergs. Ein Interview.



    Lukas Moser


    9.01.2026, 21:28 Uhr



    Deutschland zieht nach nur zwei Tagen seine 15 Bundeswehrsoldaten aus

    Grönland ab – kurz nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle für Staaten

    verhängt hat, die sich gegen seinen Kurs in Bezug auf Grönland stellen.


    Es ist der nächste Kniefall nach den Aussagen von

    Bundeskanzler Friedrich Merz zur völkerrechtswidrigen Aktion der USA

    in Venezuela. Und auch in der Ukraine spiegelt sich dasselbe Bild

    wider. Wir sprachen mit Gerhard Mangott, einem Experten für

    internationale Beziehungen.

    (…)


    ———



    Das Interview findet sich im Wortlaut unter:


    https://www.msn.com/de-de/politik/behörde/bundeswehr-rückzug-aus-grönland-deutschlands-vorgehen-ist-peinlich-und-unglaubwürdig/ar-AA1UuIq1 <https://www.msn.com/de-de/politik/beh%C3%B6rde/bundeswehr-r%C3%BCckzug-aus-gr%C3%B6nland-deutschlands-vorgehen-ist-peinlich-und-unglaubw%C3%BCrdig/ar-AA1UuIq1>


    Herr Mangott, zuerst entsendet die Bundeswehr nach Trumps Kauf- oder

    Annexionsplänen 15 Soldaten nach Grönland. Dann ziehen sie sich nun –

    zumindest für die Öffentlichkeit – überstürzt nach zwei Tagen wieder

    zurück. Eine sehr spezielle Aktion.


    Wenn die Angaben der Bundeswehr stimmen sollten – dass die Rückkehr

    ohnehin für Sonntag geplant gewesen wäre –, muss man sich fragen, ob

    die Bundeswehr am Freitag einen Wandertag gehabt hat. Das ist völlig

    unglaubwürdig. Es war vorgegeben, eine Erkundungsmission

    durchzuführen. Und da kann man doch nicht ernsthaft davon ausgehen,

    dass wir glauben sollen, dass es sich um eine abgeschlossene Mission

    handelt – es sieht sehr nach einer abgebrochenen Mission aus.



    Welche Folgen hat das für die ohnehin extrem angekratzte

    Außendarstellung Deutschlands?


    Die Folgen sind fatal. Der Abzug kommt ja nicht rein zufällig, nachdem

    Trump die Zoll-Ankündigung gemacht hat. Es ist eine Absage

    Deutschlands an eine unabhängige Außenpolitik. Denn nur Deutschland

    ist sehr weich, Frankreich und Großbritannien sind da sehr viel härter

    in ihrem Auftreten.


    Natürlich kann Deutschland keine Zölle für seine ohnehin

    krisengeplagte Wirtschaft brauchen, aber Tatsache ist: Die Europäer

    haben nahezu gar keine Handhabe gegen eine imperialistische,

    regelbrechende USA. Sie sind in ihrer Sicherheit völlig abhängig von

    den Vereinigten Staaten, auch in Bezug auf den Ukraine-Krieg, und sie

    sind im Energiesektor immer stärker abhängig. Es fehlt ein wirkliches

    Fundament, auf dem sich noch ein selbstständiges Europa aufbauen

    ließe. Die Europäer machen Jahre der Demütigung durch.



    Sie haben es angesprochen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron blieb

    hart, auch Großbritanniens Keir Starmer und sogar der aktuell in

    Umfragen weit vorn liegende Nigel Farage – ein bekennender

    Trump-Intimus – zeigten sich überraschend kritisch. Wie können Sie

    sich auf Basis dessen das Vorgehen Deutschlands erklären?


    Das Stück wirtschaftlichen Aufschwungs, das man in Deutschland nun

    identifiziert hat, ist ein zartes Pflänzchen. Zusätzliche Zölle

    könnten da fatal sein. Aber das ist sicher nicht der einzige Punkt.


    Die jetzige Regierung hat ganz klar die Haltung eingenommen, dass ein

    Konflikt mit den USA nicht im deutschen Interesse ist – das war, mit

    Ausnahme der Schröder-Haltung zum Irak-Krieg, auch mehr oder weniger

    immer so der Fall.


    Man signalisiert: Wenn die Amerikaner den Mund aufmachen, dann

    gehorchen wir und kommen zum Rapport. Das zeigt, dass diese Reden von

    der Führungsrolle, die Deutschland in Europa einnehmen soll, einfach

    hohl sind. Aber ich frage mich ohnehin: Wer wünscht sich denn

    überhaupt eine deutsche Führungsrolle in Europa!?



    Aber ist es nicht die falsche Taktik gegenüber Trump, der gerne mit

    starken Charakteren spricht und verhandelt?


    Die Strategie, sich vor Trump in den Staub zu werfen, hat jedenfalls

    nichts gebracht. Ein Politiker steht dafür exemplarisch, nämlich der

    Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Trump macht ganz im Gegenteil stetig

    mehr, er eskaliert weiter, weil er keinen Widerstand verspürt. Weil

    diejenigen, die keinen Widerstand leisten, sich ihm auch noch

    unterwerfen, kann er das gleich doppelt machen. Es gibt für ihn

    überhaupt keine Restriktionen außerhalb der Vereinigten Staaten – dort

    muss die Hoffnung groß sein, dass die Gerichte und der Kongress dafür

    sorgen, dass diese Art des Regierens keine Zukunft hat.


    Aber in EU und Nato sehe ich keinen Akteur, der sich Trump vehement

    dagegenstellen würde. Das gilt letztlich auch für Starmer und Macron.

    Sie machen es aber wenigstens nicht so auffällig peinlich wie die

    Deutschen.



    Gehen wir chronologisch einen Schritt zurück zum Venezuela-Konflikt.

    Dort haben die USA mit dem Angriff auf das Land und der Entführung von

    Staatspräsident Nicolás Maduro Völkerrecht gebrochen. Kanzler Merz

    sprach lediglich davon, dass dies „komplex“ sei.


    Das ist die gleiche Feigheit, nicht auszusprechen, was jeder

    Erstsemestrige eines Völkerrechtsstudiums weiß – nämlich, dass es eine

    Verletzung des Gewaltverbotes nach Artikel 2 Absatz 4 der Charta der

    Vereinten Nationen war. Es ist überhaupt nicht komplex, es ist

    eindeutig, dass es ein Völkerrechtsbruch war. Wenn sich ein Kanzler

    hinter solchen Ausdrücken versteckt, signalisiert er Schwäche.


    Deutschland und die meisten anderen europäischen Staaten haben ihre

    Glaubwürdigkeit in Bezug auf das Völkerrecht ohnehin schon im

    Gaza-Krieg verloren. Das schwächt nicht nur die Reputation

    Deutschlands und ganz Europas bei den Amerikanern, die geringschätzig

    auf uns herunterschauen. Das beschädigt auch die Reputation und

    Glaubwürdigkeit in anderen Regionen der Welt, besonders im Globalen

    Süden.



    Die Schwäche der Deutschen und der Europäer im Gesamten spiegelt sich

    ja auch in der Ukraine im Moment wider. Die Meinung und Haltung

    Europas interessiert ja weder Russland noch die USA.


    Richtig. Dieser 20-Punkte-Plan, von dem wir Beobachter nicht wissen,

    was genau drinsteht, ist ohne die Unterstützung der USA zum Scheitern

    verurteilt. Die Stationierung von Truppen aus der sogenannten

    Koalition der Willigen ist ohne US-Rückendeckung überhaupt nicht

    möglich. Wenn die USA sich weigern, die vielleicht in Kampfhandlungen

    mit der russischen Armee kommenden Europäer zu schützen und zu

    verteidigen, ist das gleichbedeutend mit einem Einknicken der

    Koalition der Willigen – ohne Amerikaner ist die Mission viel zu riskant.


    Abgesehen davon fehlen den Europäern gewisse Fähigkeiten, eine solche

    Aktion überhaupt durchzuführen, geschweige denn durchzuhalten. Da

    zeigt sich, warum die Europäer Trump nicht verärgern wollen und sie

    ihn brauchen. Das hat sich bei Grönland gezeigt, bei Venezuela, und

    das wäre beim Iran nicht anders.


    Europa bezieht mittlerweile 27 Prozent seiner Gasimporte aus den USA.

    Auch hier entsteht eine Abhängigkeit und es wird nirgends darüber

    nachgedacht, wie man mittelfristig da ein Stück weit herauskommen

    kann. Die USA unter Trump sind bereit, europäische Abhängigkeiten als

    Hebel für die US-Außenpolitik zu nutzen.



    Da stellt sich die Frage: Wer soll Europa überhaupt noch aus diesem

    Dilemma führen?


    Deutschland hat wohl mit diesem Tag den Anspruch auf eine

    Führungsrolle in Europa ein Stück weit verspielt. So kann Führung

    nicht aussehen. Ob andere Staaten führungsfähig sind? Die beiden

    Nuklearstaaten Großbritannien und Frankreich zweifellos, aber sie sind

    politisch aufgrund der massiven inneren Probleme in ihrer

    Handlungsfreiheit beschränkt.


    So entsteht ein Vakuum in Europa, denn niemand ist aktuell in der

    Lage, die Fahne hochzuhalten und einen mutigeren Kurs der Europäer

    anzuführen. Auch das vermeintlich harte Vorgehen Großbritanniens und

    Frankreichs in den vergangenen Stunden wird wohl nicht von Dauer sein.



    Wenn wir auf Frankreich und Großbritannien blicken: In beiden Ländern

    könnten nach den nächsten Wahlen rechtsnationale Kräfte an die Macht

    kommen, mit denen Trump eigentlich relativ gut kann. Stichwort Nigel

    Farage und Marine Le Pen oder Jordan Bardella.


    Das stimmt. Aber Marine Le Pen hat in der Venezuela-Frage eigentlich

    einen Standpunkt vertreten, den man so von ihr nicht erwartet hätte.

    Aber im Großen und Ganzen sind Le Pen und Farage auf Trump-Linie.


    Eine Übernahme des französischen Staates durch Le Pen wäre für das

    europäische Integrationsprojekt, das ohnehin an allen Ecken und Enden

    kriselt, fatal. Sie will ein Europa der Vaterländer und die

    Europäische Union zurückbauen. Und je weniger glaubwürdig die

    europäischen Institutionen sind – in vielen Fragen, aber insbesondere

    in diesen außenpolitisch-militärischen –, desto weniger wird dem

    Integrationsgedanken in vielen Staaten nachgeweint.


    Interview: Lukas Moser



    ——



    16. IMI: Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik


    https://www.imi-online.de/2026/01/20/quadriga-2026-deutschland-probt-die-kriegslogistik/



    Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik


    von: Jürgen Wagner


    Veröffentlicht am: 20. Januar 2026


    Unter Militärs gilt seit Jahr und Tag der Spruch, dass mit Logistik

    keine Kriege gewonnen, aber verloren werden. Dementsprechend kommt

    auch der Logistik für die schnelle Verlegung von Truppen und Gütern an

    die NATO-Ostgrenze sowie der Fähigkeit zum Rücktransport von

    Verwundeten in dem Maße wachsende Bedeutung zu, wie die

    Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass der Ernst- also Kriegsfall mit

    Russland auch tatsächlich eintreten könnte.


    Hierfür wurden bereits vor einiger Zeit mehrere Musterkorridore

    ausgelobt, durch die das Gros an Material und Personal geschleust

    werden soll. Eingeübt wird das Ganze mittlerweile unter anderem durch

    das in Kürze erneut anstehende Quadriga-Manöver, wobei in diesem Jahr

    auch erstmals „so nah wie möglich am Ernstfall geübt“ werden soll,

    weshalb auch Verwundetentransporte auf dem Übungsplan stehen.


    Musterkorridore an die russischen Grenzen


    Ein erster Musterkorridor wurde Anfang 2024 über Polen ins Baltikum

    („Grand Central“)eingerichtet, anlässlich dessen erklärt wurde:

    „Military Mobility ist ein Leuchtturmprojekt der NATO-EU-Kooperation.

    Die Einrichtung des Musterkorridors von den Niederlanden über

    Deutschland nach Polen zeigt, wie gut die Zusammenarbeit von NATO und

    EU funktioniert.


    Auf der Grundlage des Musterkorridors könnten weitere Korridore für

    Bewegungen der NATO-Truppen entwickelt werden, zum Beispiel im Norden

    und Süden. Denn schnelle Truppenverlegungen der NATO sind ein Beitrag

    zur Abschreckung und zum Schutz des NATO-Territoriums.“

    (Bundesministerium der Verteidigung, 31.1.2024)


    Seither kamen drei weitere Musterkorridore hinzu: Ein weiterer führt

    ebenfalls ins Baltikum, allerdings über die Ostsee („Grand Quadriga“),

    ein dritter geht schnurstracks nach Norden („Grand North“) und der

    vierte nach Südosten ans Schwarze Meer („Grand South“).


    Entlang dieser Korridore ist es aber erforderlich, die Infrastruktur

    entsprechend zu „ertüchtigen“: „Die Infrastruktur im Schengen-Raum ist

    meist auf zivile Fahrzeuge ausgelegt. Militärische Transporte hingegen

    können einen beträchtlichen Anteil der Tunnel, Brücken und Straßen

    wegen ihres Übermaßes und enormen Gewichtes nicht passieren.“

    (Jonathan Jokisch, IMI-Studie 2025/5)


    (…)


    In der Regel dockt die Bundeswehr-Übung noch an ein größeres

    NATO-Manöver an, bei der bislang größten derartigen Kombination im

    Jahr 2024 nahmen 12.000 Soldat*innen der Bundeswehr im Rahmen von

    Quadriga und insgesamt rund 100.000 NATO-Soldat*innen beim Manöver

    Steadfast Defender teil. Damals wurden Verlegungen über alle vier

    Korridore geprobt (siehe Telepolis, 19.1.2024)


    Geheimer Operationsplan


    Deutschland kommt bei all diesen Logistikfragen eine entscheidende

    Bedeutung zu: „Im Herzen Europas gelegen, ist die Bundesrepublik die

    logistische Drehscheibe für Marschbewegungen der Partnerstreitkräfte.

    Die Bundeswehr unterstützt dann die Verbündeten bei ihren

    Truppenbewegungen nach und durch Deutschland.“ (Bundesministerium der

    Verteidigung, 31.1.2024)


    Um Truppen und Material möglichst reibungslos durch Deutschland

    schleusen zu können, setzt der „Operationsplan Deutschland“ (OPLAN)

    auf eine enge Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren. Dabei handelt es

    sich um ein streng geheimes 1.000 Seiten langes Dokument, das laufend

    aktualisiert wird und erstmals Anfang 2024 vorlag.


    In öffentlich zugänglichen Quellen heißt es dazu: „Eine zentrale

    Einflussgröße im OPLAN DEU ist die Bündnisverpflichtung Deutschlands,

    die sich aus seiner geostrategischen Lage als Drehscheibe der NATO in

    der Mitte Europas ergibt. Im Ernstfall müssen bis zu 800.000 alliierte

    Soldatinnen und Soldaten und 200.000 Fahrzeuge innerhalb von sechs

    Monaten durch Deutschland verlegt und im Host Nation Support versorgt

    werden.


    Dies umfasst Unterstützungsleistungen bei Schutz und Sicherung,

    Verkehrsleitung, Transport und Umschlag auf Straße, Schiene sowie in

    See- und Flughäfen, Unterbringung und Verpflegung, Betankung und

    Instandhaltung, medizinischer Versorgung bis hin zur Rechtsberatung.

    Diese Aufgabe ist – ohne langen Vorlauf und über lange Zeit – nur mit

    den Leistungen zivil-gewerblicher Partner sicherzustellen.“

    (Operationsplan Deutschland, bundeswehr.de)


    Verletzte: Hintere Transportlücke


    Die „besten“ Einblicke in den OPLAN liefert das „Grünbuch

    Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) 4.0“, das vom„Zukunftsforum

    öffentliche Sicherheit“ (Zoes) herausgegeben wurde. In dem explizit am

    OPLAN angelehnten Dokument, an dem auch mehrere Bundestagsabgeordnete

    mitgewirkt hatten, wird ein Szenario im Jahr 2030 durchgespielt, in

    dem sich die Konflikte mit Russland weiter verschärfen und die NATO

    auf ein russisches Manöver mit der Verlegung von 60.000 Soldat*innen

    (u.a. 10. Panzerdivision) an die Ostflanke reagiert.


    Auffällig ist, dass auch dem Verwundetentransport im Ernstfall darin

    große Aufmerksamkeit gewidmet wird: „Die im Falle einer militärischen

    Eskalation in Form von Kampfhandlungen darüber hinaus entstehenden

    Bedarfe der Bundeswehr sind der Zeitschrift Wehrmedizin und

    Wehrpharmazie (2/2023), Kohl. M. et. al.. S. 38. ff.) zu entnehmen.


    Danach ist mit bis zu 1.000 Patientinnen und Patienten pro Tag zu

    rechnen, von denen 33,6 Prozent intensivpflichtig, 22. Prozent

    vermehrt pflegebedürftig und 44,4 Prozent leichter verletzt sind. Die

    Autoren attestieren eine gravierende ‚hintere Transportlücke‘ für den

    strategischen Patiententransport. (StratMedEvac) und kommen unter

    anderem zu dem Fazit, dass es in der konkreten operativen Planung ein

    Zusammenwirken von militärischen und zivilen Kräften erforderlich

    sei.“ (Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) 4.0, 2.

    Auflage, März.2025)


    (…)


    2026 findet Quadriga im Kernübungszeitraum Februar bis März in

    Deutschland statt. […] Ein besonderer Schwerpunkt von Quadriga 2026

    ist die Übung Medic Quadriga des Unterstützungsbereichs der Bundeswehr

    im März 2026. […] Rund 200 der insgesamt über 1.000 teilnehmenden

    Soldatinnen und Soldaten werden als Verletztendarsteller dabei sein

    und mit simulierten Verwundungen wie aus einem Kampfeinsatz

    präpariert.“ (Quadriga 2026, bundeswehr.de) Steadfast Dart: Größtes

    Manöver 2026


    Dieses Jahr ist das Quadriga-Manöver mit der NATO-Übung Steadfast Dart

    verknüpft, die am 15. Januar 2026 mit der Ankunft von Soldat*innen in

    Emden begann, wobei der Hauptteil der Übung im Februar stattfinden

    soll. Die Bundeswehr ist dabei für Unterkünfte und Verpflegung, aber

    auch logistische Unterstützung, wie die Betankung von Fahr- und

    Flugzeugen und der Transport von Fahrzeugen und Containern zuständig –

    gerechnet wird allein mit 1.500 Fahrzeugen.


    (…)


    Beklemmende Rhetorik


    Die Ernstfall-Rhetorik mit der die Manöver daherkommen, hinterlässt

    ein überaus beklemmendes Gefühl. Es beschleicht einen dabei der

    Verdacht, dass ein solcher Ernstfall mit derlei Manövern eher näher

    als ferner rückt. Jedenfalls wäre es beruhigend, wenn dieselben

    Anstrengungen in Bemühungen investiert würden, die dazu taugen, einen

    solchen Ernstfall zu verhindern. Doch an dieser Front herrscht leider

    buchstäblich Grabesstille.


    ————

    22.01.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland   (IV von IV)

    17. Die Zeit: René Girard: Mit vollem Herzen gegen die Demokratie


    https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-01/rene-girard-philosophie-peter-thiel-j-d-vance/komplettansicht


    René Girard: Mit vollem Herzen gegen die Demokratie



    Eine Kolumne von Marcel Fratzscher <https://www.zeit.de/autoren/F/Marcel_Fratzscher/index>



    Die Ideologen um Donald Trump wollen die Demokratie zerstören. Ihr

    Vorbild: der Philosoph René Girard. Doch sie verdrehen seine Lehre ins

    Gegenteil.


    16. Januar 2026, 11:01 Uhr Wie konnte ein französischer Philosoph zum

    Stichwortgeber einer neuen amerikanischen Rechten werden? Wer

    verstehen will, warum Donald Trump, sein Vize JD Vance und ein Kreis

    von Tech-Milliardären um Peter Thiel die westliche Welt herausfordern,

    muss tiefer blicken als in parteipolitische Kategorien.


    Ihre gemeinsame Grundlage ist eine Weltsicht, die mit den Prinzipien

    liberaler Demokratie bricht – gespeist aus Philosophie, Anthropologie

    und Religion. Im Zentrum: das Denken von René Girard.


    Diese Ideen sind nicht bloß akademische Fußnoten. Sie prägen konkrete

    politische Strategien. Wenn Trump in seinen Reden gegen die korrupten

    Eliten und das "Establishment" wettert, ist das mehr als populistische

    Polemik: Es ist die politische Übersetzung von Girards Theorie des

    Sündenbocks.


    Doch wie so oft bei der amerikanischen Rechten wird Girard nicht

    verstanden, sondern instrumentalisiert – als intellektuelle

    Legitimation für Oligarchie, Autoritarismus und gesellschaftliche

    Spaltung.


    Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und Palantir, sowie Vance sind die

    sichtbarsten Vertreter dieser Ideologie. Und sie sind nicht allein:

    Investoren wie Marc Andreessen, Elon Musk oder der Vordenker Curtis

    Yarvin verfolgen ähnliche Ziele.


    Die Fehlinterpretation Girards


    René Girard sah den Menschen als ein mimetisches, also nachahmendes,

    Wesen: Wir begehren nicht aus innerem Antrieb, sondern wir begehren,

    was andere begehren. Diese Nachahmung erzeugt Rivalität, diese

    Rivalität führt zu Konflikten, und Konflikte münden schließlich in

    Gewalt.


    Frieden entsteht für Girard nur episodisch, wenn ein Sündenbock

    gefunden und geopfert wird. Doch selbst dieser Frieden ist trügerisch,

    denn mit dem nächsten Nachahmungszyklus beginnt dieselbe Spirale von

    Neuem.


    Girards Anthropologie ist radikal pessimistisch, aber sie besitzt

    einen entscheidenden Ausweg: den Bruch mit dem Sündenbockmechanismus

    durch das Christentum. In der Figur Jesu sieht Girard den ersten

    unschuldigen Geopferten der Menschheitsgeschichte, dessen

    Gewaltlosigkeit die Logik der Gewalt entlarvt.


    Die Erkenntnis der Unschuld des Opfers ist für Girard die "spirituelle

    Metamorphose", die dem Menschen die Möglichkeit gibt, aus den endlosen

    Zyklen der Vergeltung auszubrechen. Gewaltlosigkeit kann Gewalt

    überwinden.


    Dieser Gedanke ist für moderne politische Ordnungen wichtig, weil er

    die Grundlage legt für Rechtsstaat, Menschenrechte und Demokratie:

    Konflikte sind nicht Naturgesetz, sondern durch Institutionen

    zivilisierbar.


    Peter Thiel, der selbst Student von Girard an der Stanford University

    war, übernimmt diese düstere Anthropologie, ohne seinen

    zivilisatorischen Fortschritt anzuerkennen. Er und andere konstruieren

    ein Weltbild, in dem Gewalt, Konkurrenz und Feindschaft unvermeidlich

    sind – und in dem deshalb die Institutionen der liberalen Demokratie

    als schwach erscheinen.


    Monopol als Rettung


    Thiel radikalisiert diese Sicht, indem er Wettbewerb grundsätzlich als

    destruktive Kraft deutet. Er sieht im ökonomischen Wettbewerb keine

    produktive Dynamik, sondern eine mimetische Falle: Alle tun dasselbe,

    ahmen einander nach, zerstören dadurch Werte, und am Ende bleiben nur

    Verlierer.


    Sein berühmter Satz "Competition is for losers" – Wettbewerb ist etwas

    für Verlierer – bringt diese Weltsicht auf den Punkt.


    Für Thiel besteht Fortschritt nicht in fairen Märkten und regulierter

    Konkurrenz, sondern in der Schaffung von Monopolen, die sich dauerhaft

    dem Wettbewerb entziehen. Monopol sei nicht Missbrauch von Markt,

    sondern dessen Überwindung; nicht Gefahr für Freiheit, sondern Garant

    für Innovation.


    Damit missversteht Thiel einen zentralen Pfeiler unseres

    Wirtschaftsmodells. Marktwirtschaft funktioniert und schafft Wohlstand

    und Fortschritt, weil Wettbewerb produktiv kanalisiert wird: durch

    Regeln, durch Institutionen, durch das staatliche Gewaltmonopol, das

    faire Chancen und Innovation garantiert und die Schwächeren schützt,

    so die Erkenntnisse beispielsweise der Träger des

    Wirtschaftsnobelpreises 2024 Daron Acemoğlu, Simon Johnson und James

    A. Robinson.


    Auch Solidarität und Wettbewerb sind keine Widersprüche, sondern

    bedingen einander. Eine Gesellschaft, die Menschen nicht absichert,

    erstickt ihre Potenziale. Eine Wirtschaft, die Monopole zulässt,

    erstickt Innovation. Ein Staat, der sich selbst aufgibt, macht den Weg

    frei für Willkür.


    Dieser liberale Rahmen und die daraus resultierende Marktwirtschaft

    samt Kapitalismus – sofern er funktioniert und nicht, etwa von

    Tech-Milliardären, missbraucht wird – sind keine Einschränkung,

    sondern die Voraussetzung für Wohlstand.


    Doch Thiel betrachtet genau diesen Rahmen als Teil des Problems. Er

    argumentiert, die Institutionen liberaler Demokratie seien zu schwach,

    um die unvermeidlichen Konflikte mimetischer Rivalität zu zähmen.


    Und weil der Nationalstaat durch Globalisierung und technologische

    Monopole an Souveränität verloren hat, zieht er den fatalen Schluss,

    dass die Demokratie und der Staat selbst zum Problem geworden seien.

    So sagt er offen: "Ich glaube nicht länger, dass Freiheit und

    Demokratie miteinander vereinbar sind."


    Mehr noch, er fürchtet sich vor der Entstehung eines autoritären

    Weltstaats. Peter Thiel sieht darin das Teuflische, den "Antichrist",

    der die Zerstörung von Freiheit und Fortschritt herbeiführt. Und hat

    es sich zu seiner persönlichen Mission gemacht, diesen Antichristen –

    vor allem in Form politischer "woker" und progressiver Kräfte – zu

    identifizieren und zu stoppen.


    Die libertäre Zerstörung der Ordnung


    Statt demokratischer Institutionen sollen technokratische Eliten

    entscheiden. Statt Regulierung sollen private Monopole herrschen.

    Statt sozialer Sicherheit soll individuelle Härte gelten. Das Ergebnis

    ist eine ideologische Umkehrung: Der Staat wird zum Feind, die

    Oligarchie zum Retter erklärt.


    Trump, Vance und Thiel verbindet der Glaube, dass die Institutionen

    liberaler Ordnung – Gerichte, Medien, internationale Organisationen,

    unabhängige Behörden – keine Schutzschilde, sondern Hindernisse seien.


    Gerade die Logik der checks and balances, die Donald Trump so

    erbittert bekämpft, wird in dieser Sichtweise als Ausdruck von

    Schwäche gedeutet. Demokratie erscheint nicht als System zur

    Konfliktlösung, sondern als ineffiziente Arena unproduktiver

    Auseinandersetzungen.


    Der Staat soll geschwächt, nicht gestärkt werden. Nationale und

    globale Institutionen sollen verschwinden, nicht reformiert werden.

    Das Gewaltmonopol soll fragmentiert werden, nicht geordnet.


    Doch eine solche Politik ist kein Weg zur Freiheit, sondern der

    direkte Pfad in die Autokratie. Wenn der Staat geschwächt wird,

    übernehmen nicht die Bürgerinnen und Bürger die Kontrolle, sondern

    jene, die bereits über Macht verfügen.


    Wer staatliche Regulierung zerstört, schafft nicht mehr Freiheit,

    sondern mehr Ohnmacht – für die Mehrheit, und mehr Einfluss für

    wenige. Das libertäre Anti-Staatsdenken führt nicht zu einer offenen

    Gesellschaft, sondern zu einer Oligarchie.


    Der Sündenbockmechanismus


    Dass Thiel und seine politischen Verbündeten Girards Sündenbocktheorie

    für sich nutzen, ist ironisch und zugleich gefährlich. Denn Girard

    beschreibt, wie Gemeinschaften ihre Konflikte dadurch lösen, dass sie

    Schwache oder Außenseiter zum Opfer machen.


    Trump nutzt diesen Mechanismus, indem er Migranten, Medien, die

    Wissenschaft oder politische Gegner zu Feinden erklärt. Doch Thiel

    treibt diese Logik auf die Spitze, indem er die Rolle des Opfers für

    sich selbst reklamiert.


    Tech-Milliardäre, die in globaler Wirtschaft und Politik enorme Macht

    besitzen, stilisieren sich als Entrechtete.

    ________________



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Trumps nächster Coup, Merz will EP übergehen – und Brüssel ist unregierbar

    lostineu.eu, 22. Januar 2026

    Die Watchlist EUropa vom 22. Januar 2026 – Heute mit Nachrichten und Analysen zu den Attacken von US-Präsident Trump auf Grönland und die EU und zum Sondergipfel in Brüssel, zu zwei Entscheidungen des Europaparlaments und zur belgischen (Anti-)Politik.

    Diesen Newsletter können Sie abonnieren – er kommt dann dreimal pro Woche per Mail, natürlich ohne Paywall. Mehr bei STEADY

    Für die EU schlägt die Stunde der Wahrheit. Oder für die Nato? So genau weiß man das nicht – denn der imperialistische US-Präsident Trump vermischt in der Grönlandfrage die Zollpolitik, die Wirtschaftspolitik, die Außenpolitik und Fragen der nationalen Verteidigung, wie es ihm gerade passt.

    Bei seinem mit Spannung erwarteten Auftritt in Davos ging alles wild durcheinander. Drohungen gegen Frankreich und die EU wurden mit Beschwichtigungen gegenüber Deutschland und der Nato vermischt. Wer gehofft hatte, hinterher klarer zu sehen, wurde enttäuscht.

    Etwas anders sah es nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Rutte aus. Nun war plötzlich von einem “Rahmenabkommen” die Rede – doch mit wem, blieb unklar. Details würden erst später bekannt gegeben, hieß es. Auf die angedrohten Strafzölle wolle Trump überraschend verzichten.

    Krisengipfel in Brüssel

    Offenbar handelt es sich um einen neuen Coup, bei dem Trump seinen Willen bekommen hat. Ob Grönland, Dänemark und andere EU-Länder damit leben können, muß sich erst noch zeigen. Am Donnerstag trifft sich die EU zu einem Krisengipfel. Da müssen die EUropäer Farbe bekennen.

    Eine gemeinsame Linie zeichnet sich bisher nicht ab, entschlossene Gegenwehr schon gar nicht. In Brüssel geht man davon aus, daß Kommissionschefin von der Leyen beauftragt wird, einen Vorschlag für mögliche Gegenmaßnahmen vorzulegen, wobei das Anti-Zwangs-Gesetz im Mittelpunkt stehen dürfte.

    Diese “Handels-Bazooka” ist aber keine scharfe Waffe, sondern zunächst nur ein Instrumentenkasten. Er enthält verschiedene Maßnahmen – etwa Strafzölle oder Einschränkungen bei der Auftragsvergabe und beim Marktzugang – die ausgearbeitet und ggf. ausgelöst werden müssen.

    EUropa spielt auf Zeit

    Ob die vermeintliche “Bazooka” jemals eingesetzt wird, ist ungewiß – denn Trump hat seine Strafzölle ja vorerst abgeblasen. Zunächst dürfte die EU versuchen, das “Rahmenabkommen” mit Inhalt zu füllen. Mit schnellen Entscheidungen sei nicht zu rechnen, heißt es in Brüssel.

    Die EUropäer wollen sich keine Blöße geben, aber auch nicht eskalieren. Sie spielen auf Zeit – wie immer. Manch einer hofft wohl darauf, daß Trump doch noch von seinen Annexionsplänen abgehalten wird, oder daß er bei den Midterm-Wahlen im November verliert…

    Meine Meinung: Die EU muß jetzt schnell reagieren und Trump die Folterwerkzeuge zeigen. Wenn sie wieder auf Zeit spielt, wird er dies als Zeichen der Schwäche werten – und bei nächster Gelegenheit wieder zuschlagen. Trumps Auftritt in Davos hat gezeigt, daß er nicht von seinem Ziel abrückt…

    Siehe auch: Dieser Hebel wäre die wahre “Bazooka”

    News & Updates

    Merz will das EP übergehen. Das Europaparlament hat das neue, „historische“ Freihandels-Abkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ausgebremst. Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung haben die Abgeordneten den Europäischen Gerichtshof angerufen, um den Deal auf seine Vereinbarkeit mit dem EU-Recht überprüfen zu lassen. Dies dürfte die Ratifizierung um viele Monate verzögern. – Bundeskanzler Merz will das nicht dulden. Es dürfe „keine weitere Verzögerungen“ geben, schrieb Merz auf „X“. Er hat die EU-Kommission aufgefordert, den Handelsteil des Abkommens vorläufig anzuwenden – und das Parlament zu übergehen! Vorher hat er schon Frankreich überrollt… – Siehe auch Machtpoker um Mercosur: Wird das EU-Parlament übergangen?

    Handelsdeal mit den USA liegt auf Eis. Das im August 2025 ausgehandelte, völlig unausgewogene Handelsabkommen mit den USA wird vom Europaparlament vorerst nicht weiter diskutiert. “Mit der Androhung von Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland hat der US-Präsident den Bogen endgültig überspannt”, sagte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Lange (SPD). Trump habe das Abkommen gebrochen, das die Abschaffung aller EU-Zölle für US-Exporte vorsieht, aber 15 Prozent Aufschlag für alle Waren aus der EU. – Es war erstaunlich, daß sich das Parlament überhaupt auf diesen miesen Deal eingelassen hat. Er kam einer Kapitulation der EU in der Handelspolitik gleich. Wie es nun weiter geht, ist unklar.

    Abfuhr für Trumps neuen “Friedensrat”. Nachdem Frankreich seine Ablehnung bekannt gegeben hatte, folgten am Mittwoch Schweden, Norwegen und laut einem Zeitungsbericht auch Italien. Die Bundesregierung wird ebenfalls nicht unterzeichnen. EU-Diplomaten betonen, dass der Plan die Gefahr berge, eine alternative Organisation zur UNO zu gründen – allerdings unter der Führung von Trump, der zudem eine lebenslange Führungsrolle beansprucht. – Der US-Vasallenstaat Kosovo will mitmachen und schert damit aus der europäischen Linie aus – genau wie Ungarn. Die EU-Kommission wollte sich auf Nachfrage nicht festlegen – vielleicht ist von der Leyen ja scharf darauf, enger mit “Daddy” zusammen zu arbeiten…

    Das Letzte

    Brüssel wohl endgültig unregierbar. Nein, es geht hier nicht um “Brüssel-EU” oder “Brüssel-Nato”, sondern um die Region Brüssel, die eine Art Landesregierung hat – jedenfalls normalerweise. Doch nach 591 Tagen ohne Regierung – ein trauriger Weltrekord – ist der womöglich letzte Versuch gescheitert, eine Koalition zu bilden. Das liegt nicht an einzelnen Politikern oder Parteien, sondern am System. Denn die Regierung muß eine doppelte Mehrheit haben – für die französischsprachige Mehrheit und für die flämische Minderheit. Da bei den Flamen die Rechtsextremen eine große Rolle spielen, die die Frankophonen auf keinen Fall ans Ruder kommen lassen wollen, ist die Regierungsbildung eine Quadratur des Kreises. Und da es nur noch einen Nothaushalt gibt, sind viele soziale und kommunale Projekte in Brüssel in Gefahr – darunter auch die Renovierung des Rondpoint Schuman, also des Kreisverkehrs an der EU-Kommission. Doch die schert das einen feuchten Kehricht – es geht ja nur um die Region Brüssel, und nicht um Brüssel-EU…


    ebo

    EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

    Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????

    Mehr Newsletter hier. Mehr News & Updates hier

    3 Comments

    1. Guido B.
      22. Januar 2026 @ 09:55

      Trump ist ein ziemlich skrupelloser Geschäftsmann, und er ist gerade Aufsichtsratspräsident und CEO der Firma USA. Es gehört zur Verhandlungstaktik, die Gegenpartei erst einmal mit übertriebenen Forderungen zu schockieren. Die Gegenpartei muss immer in der Defensive sein. Im Deal wird dann am Ende das vereinbart, was von Anfang beabsichtigt war. Im Fall von Grönland: Die USA verzichten auf eine Annexion (wer braucht ein Stück Eis?) und sichern sich dafür souveräne Militärbasen nach Bedarf und unbegrenzte Schürfrechte für Seltene Erden. Eventuell erhält Dänemark dafür eine symbolische Entschädigung. Vor allem aber ein Verteidigungsversprechen der stärksten Armee der Welt. Trump nennt es “the art of the deal”. Trump ist Trump, ehrlicher gehts nicht.
      Die europäischen Eliten kennen die amerikanischen Geschäftsregeln. Ihre Empörung ist geheuchelt. Sie empören sich, weil sie der Öffentlichkeit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vorgaukeln müssen. Würden sie sich nicht empören, würde das Volk sofort merken, worum es in der Demokratie wirklich geht. It’s all about business, stupid!

    Antworten

  • Thomas Damrau
    22. Januar 2026 @ 07:37

    Heute früh klang es im DLF, als ob unser Oberkäpsele, der Ruttes Mark, Donald I. zur Vernunft gebracht hätte. Allerdings scheint nicht klar zu sein, was „Vernunft“ konkret bedeutet:
    — Trump hat seine Übernahmepläne aufgegeben.
    — Trump meint, Rutte habe ihm einen Weg angeboten, wie er ohne großen Lärm seinen 51. Bundesstaat bekommt.

    Gleichzeitig wird Mercosur zur Wunderdroge stilisiert, die den Patienten EU vom Sterbebett holen wird. Aus meiner Sicht eine Illusion: Die Hoffnung, die Südamerikaner könnten China und die USA (und Russland) als Exportmarkt für EU-Fertigprodukte ersetzen, wird sich mangels Liquidität auf der Südhalbkugel schnell zerschlagen. Dafür handeln wir uns die üblichen Probleme solcher Abkommen ein, insbesondere scheint es im Abkommen mal wieder Passagen zu geben, die es Konzernen erlauben, wegen „geschäftsschädigender Regulierung“ zu klagen.

    Peinlich ist es in jedem Fall, mit welcher Selbstverständlichkeit die Anhänger der „regelbasierten Ordnung“ dazu auffordern, die Bedenken des Europaparlaments einfach zu ignorieren. Parlamentarismus:
    — Cool, wenn das Parlament abnickt, was die Exekutive möchte.
    — Entbehrlich, wenn die Parlamentarier bockig sind.

    Antworten

    • Helmut Hoeft
      22. Januar 2026 @ 09:44

      @Thomas
      Mercosur als Wunderdroge – die kein Problem löst aber neue schafft, durch weiteres Waxxthum!

      Wann wird begriffen, dass mehr von dem Selben in den sicheren Untergang führt?

      Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/die-stunde-der-wahrheit-handelsdeal-auf-eis-und-bruessel-wird-unregierbar/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:





    Handelskrieg mit den USA: Dieser Hebel wäre die wahre “Bazooka”


    lostineu.eu, vom 21. Januar 2026

    Nach den neuen Zolldrohungen von US-Präsident Trump wird viel über die europäische “Handels-Bazooka” spekuliert – das EU-Gesetz gegen Zwangsmaßnahmen ACI. Das ist jedoch nur ein Instrumentenkasten. Die wahre “Bazooka” sieht ganz anders aus.

    Das viel zitierte “Anti-Coercion Instrument” ACI dürfte beim EU-Sondergipfel am Donnerstag eine zentrale Rolle spielen. Es sieht Gegenwehr gegen wirtschaftlichen Druck vor – passt also genau auf Trumps Drohungen mit Strafzöllen.

    Allerdings ist ein ein Instrumentenkasten und keine Waffe. Zu den Instrumenten zählen Strafzölle, die Nichtanerkennung von Patenten und der Ausschluss von bestimmten Produkten oder Unternehmen vom europäischen Markt.

    Das tut weh, gleicht aber eher Nadelstichen. Die wahre “Bazooka” liegt ganz woanders: Bei den US-Staatsanleihen, mit denen die EUropäer den riseigen Schuldenberg der USA finanzieren.

    Insgesamt acht Billionen Dollar haben europäische Investoren in US-Anleihen und andere Wertpapiere investiert. Wenn sie ihre Anlagen umschichten und einen Teil des Kapitals aus dem Dollar-Raum abziehen, würde dies die hoch verschuldete USA empfindlich treffen.

    Es ist „Europas riskantester Hebel“, schreibt das Handelsblatt – aber eben ein Hebel. Wenn die EU wirklich wollte, könnte sie ihn nutzen. Zwar nicht per “Ordre de Mufti” aus Brüssel, wohl aber über abgestimmte nationale (Ver-)kaufsentscheidungen.

    Dänemark hat schon angefangen, sich von US-Anleihen zu trennen. Doch bisher sieht es nicht so aus, als wollten die Europäer den Dänen folgen und Hardball mit Trump spielen. Die wahre “Bazooka” bleibt im Waffenschrank – wetten, daß?

    Mehr zur Grönland-Krise hier

    7 Comments

    1. KK
      22. Januar 2026 @ 00:51

      https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/kanadas-premier-rechnet-mit-westen-ab-wir-wussten-dass-die-geschichte-der-regelbasierten-internationalen-ordnung-teilweise-falsch-war-li.10015355

      Diese Rede von Kanadas PM sollten sich die Verantwortlichen in der EU mal gepflegt durch die Köpfe gehen lassen…

    Antworten

  • Monika
    21. Januar 2026 @ 22:13

    …Dänemark hat schon angefangen, sich von US-Anleihen zu trennen….

    Vielleicht muss es sich ja genau aus diesem Grund bald von Grönland trennen?

    Antworten

  • Erneuerung
    21. Januar 2026 @ 21:40

    @Michael
    “Pardon, welche Sendung des ÖRR soll das gewesen sein?”
    Aktenzeichen XY ungelöst, die basiert noch auf Wahrheit und lässt sich, außer bei Auswahl der Fälle, kaum manipulieren.

    Antworten

  • Erneuerung
    21. Januar 2026 @ 20:01

    Bazooka wäre gut, wird aber nicht kommen, solange wir Europa am Dnepr teilen, Deriscing zu China betreiben und über Jahrzehne hinweg es nicht gebacken kriegen, vernünftig mit Südamerika umzugehen (im Mercosur fehlen ein paar Länder und die Schwächen wurden heute quittiert). Die Europäer haben sich das selbst zuzuschreiben, da sie selbst in höchstem Maße unglaubwürdig sind. Wer soll vdL, Macron, Merz oder Rutte noch ernst nehmen? Welche Leistungen stehen hinter diesen Personen? Europa hatte mal den Anspruch, eine humanitär und wirtschaftlich orientierte Einheit zu sein. Davon ist nichts mehr übrig. Mit der Zeitenwende haben wir den Humanismus abgelegt, und in den Folgejahren unsere Wirtschaftskraft. Nicht nur die USA, auch der zweite Teufel auf der Welt, Israel, gehören in die Verbannung. Das Gegenteil wird gemacht, wir kaufen Arrow 3 für teuer Geld, und die Zionisten bestimmen, wann es gegen wen zum Einsatz kommt, gehts noch?
    Während des Schreibens hier wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die fast einzige Sendung, die man im ÖRR noch anschauen kann, Herrn Trump geopfert wird. Um es ganz deutlich zu sagen, der Fernseher fliegt demnächst aus dem Fenster, man braucht uns die Probleme nicht präsentieren, die man oben selbst verursacht hat. Die Specials kann man im Bundestag und in Brüssel zeigen, für Diejenigen, die zur Arbeit gehen oder Rente beziehen, ist es eine Fechheit, ihnen noch weiteren Schlaf abknöpfen zu wollen, damit der ÖRR seinen Senf loskriegt. Es ist Zeit für Volksabstimmungen, denn die Wahlen und Umfragen sind getürkt. Wenn es so weiter geht, hat Europa keine Zukunft mehr, nicht einmal mehr als 3.Geige in der Welt.

    Antworten

    • Michael
      21. Januar 2026 @ 20:25

      Pardon, welche Sendung des ÖRR soll das gewesen sein?

      Antworten

  • Michael
    21. Januar 2026 @ 18:42

    Ja, die Wette gilt!
    Ich setze allerdings mittelfristig auf „BRICS+ Pay“! Da können sich die Europäer ihre Pfennige und Anleihen sparen!

    Antworten

  • european
    21. Januar 2026 @ 17:54

    Im Moment ist man halt mit anderen Dingen beschäftigt. Euractiv berichtet von Sanktionen gegen Abweichler bei dem anstehenden Misstrauensvotum gegen Ursula von der Leyen. Ja, da sind die Demokraten unter sich und wie das in der Praxis aussieht, liest sich dann so:

    https://euractiv.de/news/weber-will-die-kontrolle-ueber-die-evp-rebellen-zurueckgewinnen/

    “Abgeordnete der Europäischen Volkspartei haben am Dienstag neue interne Regeln verabschiedet, um Abgeordnete zu sanktionieren, die für die Absetzung der Kommission unter ihrer politischen Verbündeten Ursula von der Leyen stimmen, wie drei Quellen gegenüber Euractiv berichteten.”

    und weiter

    “Nach den neuen Regeln von Lenaers, die Euractiv vorliegen, muss jedes Mitglied, das einen Misstrauensantrag gegen die Europäische Kommission unterstützt oder ohne triftigen Grund nicht zur Abstimmung erscheint, für einen Zeitraum von sechs Monaten mit mehreren Strafen rechnen.”

    “Dazu gehören das Sprechen im Namen der EVP im Plenum, die Ernennung zum Fraktionssprecher für ein Gesetzgebungsvorhaben oder sogar die Leitung der Arbeit an einem Positionspapier oder einem anderen nicht bindenden Text im Namen der Fraktion.”

    Die haben Angst um ihre Pfründe. Sehr zu Recht.

    Noch gehören finanzielle Einbußen nicht dazu, so wie es gerade Hüseyn Dogru erfährt, dem die Bank in vorauseilendem Gehorsam das Konto gesperrt hat, so dass er nicht mal Zugriff auf das Existenzminimum hat. Es ist unglaublich, was die sich erlauben.


  • Info: https://lostineu.eu/handelskrieg-mit-den-usa-das-waere-die-wahre-bazooka/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getrespons


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:





    Trumps Drohungen: Die EU schaltet in den Krisenmodus


    lostineu.eu, vom 21. Januar 2026

    Erst die Finanzminister, dann das Europaparlament, nun die EU-Kommission: Angesichts der Drohungen von US-Präsident Trump schaltet die EU in den Krisenmodus.

    Die EU-Finanzminister waren am schnellsten: Bei ihrem Treffen am Montag haben sie beschlossen, in ständigem Kontakt zu bleiben, um auf Trumps Zolldrohungen gegen die EU und eine mögliche Eskalation der Krise an den Märkten reagieren zu können.

    Zuvor hatten die Börsen mit deutlichen Abschlägen auf Trumps Drohungen und die damit verbundene neue Unsicherheit reagiert. Die Anleger fürchten offenbar eine Neuauflage des transatlantischen Handelskriegs vom letzten Jahr.

    Am Dienstag folgte das Europaparlament. Es legte die Ratifizierung des im August geschlossenen Handelsdeals auf Eis. Es gebe dafür derzeit keine Mehrheit, hieß es in Straßburg. Die Abgeordneten werfen Trump den Fehdehandschuh hin.

    Angst vor Eskalation

    Nun schaltet auch die EU-Kommission in den Krisenmodus. Gleich nach dem EU-Sondergipfel am Donnerstagabend will Behördenchefin von der Leyen eine Sondersitzung ihres neuen Sicherheitskabinetts abhalten, sagte ein Sprecher in Brüssel.

    Worum es dabei gehen soll, sagte der Sprecher nicht. Es wird jedoch erwartet, daß die Staats- und Regierungschefs der Kommission den Auftrag geben, die “Handels-Bazooka”, das sog. “Anti-Coercion Instrument” (ACI), scharf zu stellen.

    Damit könnte die EU nicht nur Gegenzölle verhängen, sondern auch US-Unternehmen vom europäischen Markt ausschließen. Zunächst geht es zwar nur um Vorschläge. Doch wenn ACI scharf gestellt wird, könnte dies eine Eskalation auslösen…

    Mehr zur Trump- und Grönland-Krise hier, Liveblog zu Trump in Davos hier

    7 Comments

    1. Arthur Dent
      22. Januar 2026 @ 10:05

      Ich bin mal gespannt, wenn im Gegenzug zur europäischen Bazooka, BMW und VW in den USA ihre “Koffer packen” können. Die Amerikaner brauchen keine deutschen Autos, sie haben Chevrolet. Sie brauchen auch keine französischen Weine, sie haben kalifornische.

    Antworten

  • KK
    22. Januar 2026 @ 01:57

    Und ausgerec hnet jetzt will von der Leyen auch noch die einzige Alternative zu den US-5G-Anbietern, Huawei und ZTE aus China, vom EUropäischen Markt ausschliessen – kannste Dir nicht vorstellen, diesen Müll. Gäbe es wirklich sowas wie ein “Sicherheitsklabinett” in Brüssel, müsste dieses – aus Sicherheitsgründen – als erstes von der Leyen von allen Posten und Entscheidungen entbinden!

    Antworten

  • Lucki
    21. Januar 2026 @ 15:22

    Zu European:
    Es waren nicht die Deutschen, es war Merkel (in wessen Auftrag?), welche die Franzosen ausgebremst hat.
    Verhandlungen/Arrangement mit Russland: Orban an die Front – alle anderen sind nicht zumutbar.

    Antworten

    • european
      21. Januar 2026 @ 15:43

      Das stimmt wohl. Ich habe aber auch keinerlei Proteste von der Opposition gehört. Wir waren gerade dabei uns nach der Finanzkrise zu Lasten der anderen europäischen Länder gesundzustoßen, sind breitbeinig durch’s Leben gelaufen und haben überall das Mantra von der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit der anderen nachgebetet. Da kommen die Ideen eines Franzosen so willkommen wie Fliegenschiss. ????

      Antworten

  • european
    21. Januar 2026 @ 14:50

    Mark Carney hat das ausgesprochen, wofür die EU heute Journalisten und Politiker sanktionieren würde. Die regelbasierte Weltordnung hat es nie gegeben. Trump ist eigentlich der transparenteste Präsident, den die USA jemals hatten. Er braucht keine Massenvernichtungswaffen zu erfinden wie Bush, oder private Interessen zu verschleiern wie Biden, er sagt einfach was ist und was er will und nimmt sich das, so denn sein Wahlvolk hinter ihm steht.

    Die EU stolpert nicht über Trump, sondern über sich selbst, ihre Verlogenheit, ihren Hochmut, ihre Ideenlosigkeit. Eigentlich haben alle gewusst, was Carney heute ausgesprochen hat. Es hat nur ihrem eigenen Ego gedient, diese “regelbasierte Weltordnung” zu beschwören und sich über Connections hochzudienen. Mag man über Macron heute denken was man will, aber als er mit der Idee einer souveränden EU 2017 gestartet ist, waren es die Deutschen die ihn haben auflaufen lassen. WIR hatten es doch nicht nötig uns darauf einzulassen und schon gar nicht wenn ein Franzose damit um die Ecke kommt. Die EU wäre heute wahrscheinlich deutlich resililenter.

    Tja, die Dinge sind so wie sie sind. Die jetzige Führungsspitze ist für einen Neuanfang völlig ungeeignet. Man sieht es am Milliardenpaket für das Milliardengrab Ukraine. Diese Gelder werden genauso unkontrolliert versumpfen wie die Milliarden zuvor. Auch hier hat es nie eine “regelbasierte Weltordnung” gegeben, weil, wie Carney zu Recht anmerkte, eine Verurteilung immer davon abhängig war, wer diese “Ordnung” gebrochen hatte. Die persönlichen Interessen der Biden-Familie (Stw. Hunter-Biden-Laptop) sind bis heute kein Thema.

    Es sind nicht nur Ideen gefragt, sondern eine solide Strategie, ganz besonders im Umgang mit Russland, mit dem wir uns auch nach dem Krieg den gleichen Kontinent teilen werden. Da sehe ich aktuell keine Führungspersönlichkeit, die das in die Hand nehmen könnte. Manchmal müssen vielleicht Dinge erst vollständig zerbrechen, damit man einen Neustart wagen kann.

    Antworten

  • Michael
    21. Januar 2026 @ 14:18

    Wenn sollte die EU vom Markt ausschliessen ist sie doch in allen Sektoren von den USA abhängig!?

    Antworten

    • Helmut Hoeft
      22. Januar 2026 @ 09:36

      @Michael
      Man kann dieses Abhängigkeitsgerede nicht mehr hören. Die Wirtschaft ist international verzahnt – man denke bspw. an Lieferketten – jeder ist von jedem abhängig/unabhängig. Von den USA ist €uropa nur so lange abhängig, so langes es sich als nichtsouverän, unselbständig und abhängig definiert! Punkt


  • Info: https://lostineu.eu/trumps-drohungen-die-eu-schaltet-in-den-krisenmodus/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: Große Erwartungen weckt die vierte Versammlung des Humanistischen Weltforums

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 22. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 22.01.2026


    Große Erwartungen weckt die vierte Versammlung des Humanistischen Weltforums


    Angesichts der kritischen Weltlage, in der neokolonialistische Gewalt wieder auflebt und der Respekt vor den Menschenrechten sowie der Selbstbestimmung der Völker zu schwinden scheint, gewinnt der Aufruf des Humanistischen Weltforums, gemeinsam über die Gestaltung unserer Welt nachzudenken und zu handeln,&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/grosse-erwartungen-weckt-die-vierte-versammlung-des-humanistischen-weltforums/


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    WEF 2026 in Davos &#8211; Aufzubrechender Zusammenhang von Krieg und Kapitalismus &#8211; Erklärung der Kommission Friedenspolitik


    „Die Kapitalisten wollen keinen Krieg. Sie müssen ihn wollen“ (B. Brecht) Anlässlich des Weltwirtschaftsforums vom 19. &#8211; 23. Januar 2026 in Davos nimmt die pax christi-Kommission Friedenspolitik zu den Kriegsursachen Stellung, die unserer Analyse nach wesentlich im finanzmarktkapitalistischen System begründet&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/wef-2026-in-davos-aufzubrechender-zusammenhang-von-krieg-und-kapitalismus-erklaerung-der-kommission-friedenspolitik/


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    Abrüstung JETZT! – Warum es keine vertretbare Alternative hierzu gibt. (Teil 3)


    (Redaktioneller Hinweis: der nachfolgende Text ist der dritte und letzte Teil eines umfangreichen Hintergrundbeitrags der Autoren zur aktuell stattfindenden Aufrüstungsspirale und ein wichtiger Anstoß, diese Entwicklung zu stoppen. Den vollständigen Text können Sie bereits jetzt hier finden: https://gruenealternative.de/abruestung-jetzt/) Zur Debatte&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/abruestung-jetzt-warum-es-keine-vertretbare-alternative-hierzu-gibt-teil-3/


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    Klassismuserfahrungen in Öster­reich – oder „Es gibt schon irgendwie diese Hierar­chien“


    Wenn über Diskriminierung geredet wird, geht es oft um Sexismus, Rassismus oder Homophobie. Eine weitere Form der Diskriminierung bleibt dabei ausgeklammert: Klassismus, also die Schlechterbehandlung von Menschen aufgrund ihrer Klassenzugehörigkeit. Das hat auch damit zu tun, dass „Klasse“ als relevantes&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/klassismuserfahrungen-in-oesterreich-oder-es-gibt-schon-irgendwie-diese-hierarchien/


     -----------------------


    Widerstand in der Kälte: Minneapolis besiegt ICE mit Eis


    Die Facebook-Seite The Other 98% berichtet, wie in Minneapolis der winterliche Frost überraschend zu einem wichtigen Verbündeten für die lokale Bevölkerung wurde, die sich mit allen, auch den kreativsten Mitteln der Brutalität der ICE-Agenten entgegensetzt. In Minneapolis hat die Auseinandersetzung&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/widerstand-in-der-kaelte-minneapolis-besiegt-ice-mit-eis/


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    Das Wettern der Woche: Krebs im Bauch


    Vorab Bekanntes: Donald Trump lügt und betrügt, er ist hinterhältig, gemein, skrupellos und krank &#8211; also unberechenbar für Mensch und Maus. Bitte drucken Sie diesen Text in geeigneter Form gut lesbar aus und hängen sie ihn sichtbar in Augenhöhe auf.&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/das-wettern-der-woche-krebs-im-bauch/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Murat Karayılan: Was immer es kostet, wir werden Rojava nicht alleinlassen

    deutsch.anf-news.com, vom 20 Januar 2026, 08:18, Uhr, ANF BEHDÎNAN

    HPG-Kommandant Murat Karayılan spricht von einem international abgestimmten Angriff auf Rojava. In einer ausführlichen Stellungnahme ruft er zur Mobilisierung auf und erklärt die uneingeschränkte Unterstützung der kurdischen Bewegung.


    „Der Angriff auf Rojava ist ein Angriff auf ganz Kurdistan“ (Bild wie Videobild)


    In einer umfangreichen Erklärung gegenüber ANF hat sich Murat Karayılan, Kommandant der Volksverteidigungskräfte (HPG), zum Krieg gegen Nord- und Ostsyrien (Rojava) geäußert. Er sprach von einer großangelegten Offensive gegen das kurdische Projekt der Selbstverwaltung und warf internationalen Akteuren – insbesondere der Türkei, aber auch Koalitionsstaaten wie den USA, Deutschland und Frankreich – eine aktive oder stillschweigende Mitwirkung vor. Die kurdische Bevölkerung in allen Teilen Kurdistans sowie in der Diaspora rief Karayılan zur Mobilisierung auf und sicherte Rojava „bedingungslose Unterstützung“ zu.



    „Ich grüße unser gesamtes Volk mit Respekt und Wertschätzung. Wir befinden uns als Gesellschaft in einer historischen Phase. Zwischen Aleppo und Hesekê herrscht Krieg in Rojava, dem westlichen Teil Kurdistans. Wir gedenken aller Gefallenen dieses Krieges stellvertretend durch die Namen der Gefallenen Ziyad Heleb und Deniz Çiya mit tiefem Respekt. Die Angriffe auf Rojava sind nicht nur auf diese Region begrenzt, sie richten sich gegen ganz Kurdistan.

    Es ist offensichtlich, dass in den aktuellen Plänen zur geopolitischen Neuordnung der Region kein Platz für das kurdische Volk vorgesehen ist. Eine politische Selbstbestimmung der Kurd:innen im Sinne eigener Willensbildung und eines anerkannten Status wird nicht akzeptiert. Sollte sich eine Gelegenheit ergeben, wird auch der Status von Başûrê Kurdistanê (Südkurdistan) ins Visier genommen werden. Bereits jetzt wird versucht, diese Region zu isolieren, um sie leichter angreifen zu können.

    Komplott gegen das kurdische Volk

    Zugleich zielt dieser Angriff darauf ab, den politischen Prozess zu untergraben, den Rêber Apo [Abdullah Öcalan] in Bakurê Kurdistanê initiiert hat. Es handelt sich um einen Versuch, diesen Prozess zu entwerten und damit alle bisherigen Errungenschaften des kurdischen Volkes rückgängig zu machen. Diese Offensive ist Teil einer konzertierten Strategie, die als Komplott zu bewerten ist. Beteiligt sind sowohl internationale als auch regionale Akteure, die ihre Interessen in einer Schwächung der kurdischen Bewegung verorten, und die deshalb diesen Angriff mitorganisiert haben.

    Der türkische Staat spielt ohne Zweifel eine aktive Rolle in diesem Komplott. Durch den Einsatz von Kampfflugzeugen und Aufklärungsdrohnen ist seine direkte Beteiligung am Kriegsgeschehen eindeutig erkennbar. Teilweise werden sogar reguläre türkische Truppen unter dem Deckmantel bewaffneter Milizen in die Angriffshandlungen eingebunden – und dies geschieht ganz offen.

    Die politischen Entscheidungsträger in der Türkei sollten sich darüber im Klaren sein, dass wir keine Illusionen hegen. Einerseits wird in Nordkurdistan von Geschwisterlichkeit und innerem Frieden gesprochen, andererseits werden in Rojava alle Errungenschaften des kurdischen Volkes über Milizen angegriffen – bis hin zur Androhung einer ethnischen Säuberung. Ein solcher Widerspruch ist offensichtlich und wird von niemandem akzeptiert werden.

    Im Rahmen internationaler Absprachen führen derzeit der türkische Staat, Hayat Tahrir al-Sham (HTS) und der sogenannte Islamische Staat (IS) koordinierte Angriffe auf Rojava durch. Dabei kommt dem IS eine zentrale Rolle unter den angreifenden Kräften zu. Die Haltung der internationalen Akteure – insbesondere der USA, Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs und weiterer Mitgliedsstaaten der Anti-IS-Koalition – diese Angriffe zu dulden oder zu ermöglichen, wird als schwerwiegender politischer und moralischer Makel in die Geschichte eingehen.

    Verhalten des Westens ist Ausdruck von Heuchelei

    Hat sich die Bevölkerung Rojavas nicht als Schutzschild gegen die Angriffe des IS gestellt? Hat sie nicht die Würde der Menschheit verteidigt und mit der Zerschlagung von Raqqa, der ehemaligen Hauptstadt des IS, einen entscheidenden Beitrag geleistet? Diese Menschen galten als Verbündete – was hat sich geändert, dass sie nun einem solchen Angriff ausgesetzt werden? Dieses Verhalten ist Ausdruck von Heuchelei. Und diese Heuchelei wird weder vom kurdischen Volk noch vom kollektiven Gewissen einer solidarischen Menschheit vergessen werden. Wer gemeinsam mit einem Volk gegen den Terror kämpft, kann es nicht im nächsten Moment im Stich lassen. Eine solche Haltung hinterlässt eine tiefe und bleibende Wunde im moralischen Fundament der Menschlichkeit. Diese Staaten müssen sich dieser Wahrheit stellen.

    Jugend muss ihrer Verantwortung gerecht werden

    Laut Medienberichten hat sich QSD-Kommandant Çiya gemeinsam mit einer Gruppe von Kämpfer:innen per Videobotschaft an die Öffentlichkeit gewandt und erklärt, dass sie derzeit versuchen, das Al-Aqtan-Gefängnis in Raqqa zu verteidigen. In diesem Gefängnis sollen über 2.000 IS-Söldner inhaftiert sein. HTS-Milizen haben Çiya zufolge versucht, das Gefängnis zu umzingeln, offenbar mit dem Ziel, die dort Inhaftierten zu befreien. Er gab an, dass militärische Unterstützung bei der internationalen Koalition angefragt wurde – es jedoch seit zwei Tagen keine Reaktion gab. Was lässt sich daraus schließen? Offenbar handeln diese Staaten ausschließlich nach geopolitischem Eigeninteresse. Die zuvor gemachten Zusagen gegenüber den lokalen Kräften, die als Verbündete im Kampf gegen den IS galten, haben damit offenbar keinen bindenden Wert.

    Diese Realität darf von niemandem als normal hingenommen werden. Unser Volk ist mit einem gezielten Komplott konfrontiert – und dieses wird aktiv umgesetzt. Vor allem in allen vier Teilen Kurdistans muss dieses Geschehen als das erkannt und entsprechend beantwortet werden. Die Demokratische Selbstverwaltung hat den aktuellen Moment als Phase der Mobilmachung ausgerufen, gefolgt von weiteren Erklärungen. Diese Mobilisierung gilt für ganz Kurdistan. Die gesamte Bevölkerung ist dazu aufgerufen, sich schützend vor Rojava zu stellen.

    Insbesondere die kurdische Jugend muss ihrer Verantwortung gerecht werden – wer kann, soll sich auf den Weg machen. Aus Başûrê Kurdistanê ist bereits bekannt geworden, dass sich erste Gruppen auf den Weg begeben haben, wie auch von Medien berichtet. Doch dieser Aufruf richtet sich an alle, insbesondere auch an diejenigen in der Diaspora: in den USA, Europa, Russland und anderswo. Ihre Rolle ist in dieser Phase besonders entscheidend.

    Vertrauen in euch selbst haben

    Wir müssen der Welt zeigen, dass wir ein Volk sind – ein vereintes Volk. Man kann uns nicht zur Seite drängen. Wir leben seit Jahrtausenden auf diesem Land, und niemand kann im Namen geopolitischer Interessen unsere Existenz leugnen. Indem wir handeln und Rojava verteidigen, machen wir diesen Anspruch sichtbar: als Volk, das sich seiner selbst bewusst ist.

    An die Bevölkerung Rojavas: Durch euren Patriotismus, euren Widerstand und euren nationalen Geist habt ihr uns viel gelehrt. Dafür schulden wir euch Dank. Und ihr sollt wissen: Wir werden euch nicht allein lassen. Ganz gleich, welchen Preis es kosten mag, wir werden euch niemals im Stich lassen. In dieser Phase werden wir als Bewegung und als gesamtes kurdisches Volk alles Notwendige tun. Ihr seid nicht allein.

    Doch vor allem anderen müsst ihr Vertrauen in euch selbst und in eure Kämpfer:innen haben. Organisiert euch. Es ist nicht erforderlich, überstürzt zu handeln. Bleibt ruhig, handelt überlegt, stärkt eure Strukturen. Findet angemessene Wege und Mittel, um auf die Angriffe zu reagieren. Nur so werdet ihr in der Lage sein, jeder Form von Aggression standzuhalten.

    Tunnelkrieg eine effektive Methode

    Nach allem, was wir beobachten konnten, leisten die Kämpferinnen und Kämpfer der Demokratischen Kräfte Syriens seit 14 Tagen einen heroischen Widerstand. Die Dimension der Angriffe und das Ausmaß der dahinterstehenden Strategie sind enorm, doch der Widerstand ist real, die Entschlossenheit ist sichtbar. Die Kräfte verfügen über umfassende Erfahrungen, um diesen Widerstand weiter auszubauen. Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten Stellungnahmen des QSD-Kommandos zeigen klar: Die Entscheidung zum Schutz der Bevölkerung und zur Selbstverteidigung ist gefallen.

    So wie in Kobanê ein entschlossener Widerstand, ein Kampf um jedes Haus geführt wurde, gehen wir davon aus, dass auch heute – gestützt auf langjährige Erfahrungen – die YPG, YPJ und QSD erneut zu einer historischen Verteidigung fähig sind. In diesem Zusammenhang betonen wir: Unsere Kommandant:innen und Kämpfer:innen sollten auch den Einsatz von Tunneln als effektive Methode nutzen. Soweit bekannt, existieren entsprechende Infrastrukturen bereits. In dieser Phase des Krieges stellen unterirdische Strukturen eine strategische Antwort auf technologische Überlegenheit und massive Angriffe dar, und erfordern spezifische Expertise.

    Wenn diese Mittel eingesetzt werden – und wenn zugleich das gesamte kurdische Volk, das sich in diesen Tagen auf den Straßen versammelt, gemeinsam mit den kämpfenden Einheiten Haltung zeigt und standhält –, dann wird der Ausgang dieses Krieges, unabhängig von der Intensität der Angriffe, ein Sieg des Volkes sein. Davon sind wir überzeugt und unser Volk sollte das ebenso sein. Die aufgebrachte Energie, der Mut und die Entschlossenheit werden zum Erfolg führen. Bereits jetzt senden wir der gesamten Bevölkerung Rojavas unseren aufrichtigen Respekt und wünschen ihr von Herzen Stärke und Erfolg.“

    Karasu ruft zu Widerstand auf: „Heute ist der Tag, Rojava zu verteidigen“

    Vor dem Hintergrund der Kriegserklärung der sogenannten syrischen Übergangsregierung gegen die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) hat Mustafa Karasu, Mitglied des Exeku...

    ANF News

    KJK warnt vor genozidalem Vernichtungsfeldzug gegen Rojava

    Die Gemeinschaft der Frauen Kurdistans (KJK) bezeichnet die aktuellen Angriffe auf Rojava als bewussten Versuch, einen genozidalen Vernichtungsfeldzug gegen die kurdische Bevölkerung umzusetzen. Zi...

    ANF News

    Yûsif: Damaskus fordert Kapitulation – Wir setzen auf Widerstand

    Die Gespräche zwischen dem Oberkommandierenden der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD), Mazlum Abdi, und dem selbsternannten syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa sind gescheitert. Das be...

    ANF News



    Info: https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/murat-karayilan-was-immer-es-kostet-wir-werden-rojava-nicht-alleinlassen-49819


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.01.2026

    Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (III)     Der deutsche Kriegsschiffbauer TKMS hofft auf einen U-Boot-Auftrag aus Kanada und will mit Begleitgeschäften Deutschlands Abhängigkeit von den USA lindern. TKMS ist bestrebt, zur führenden Marinewerft Europas zu werden.

    german-foreign-policy.com, 22. Januar 2026 

    KIEL/BERLIN/OTTAWA (Eigener Bericht) – Der Kriegsschiffbauer TKMS AG hofft auf einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada und setzt dabei auf Bestrebungen in Ottawa, von den USA unabhängiger zu werden. In der kanadischen Hauptstadt sind spätestens seit den Zollattacken und den Annexionsdrohungen der Trump-Administration frühere Überlegungen, U-Boote in den USA zu beschaffen, vom Tisch; davon profitiert nun TKMS. Der deutsche Konzern setzt seit seiner Ausgliederung aus ThyssenKrupp im Oktober vergangenen Jahres seinen Aufschwung fort, verzeichnet neue Rekorde im Umsatz und beim Auftragsbestand und plant die Übernahme seiner Nachbarwerft German Naval Yards Kiel, die sich gegenwärtig im Besitz der französischen CMN Naval befindet. Das Unternehmen solle im Kontext der Neugruppierung der Werften „ein Konsolidierungsknoten sein“, kündigt Vorstandschef Oliver Burkhard an – „nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere in Europa“. Milliardenaufträge kommen auch von der Deutschen Marine, die laut einem Bericht bei TKMS neue Fregatten für bis zu 7,8 Milliarden Euro bestellen will. Der Auftrag aus Kanada wird von Gegengeschäften begleitet sein, die die Wirtschaftsbeziehungen abseits der USA stärken sollen.


    Zitat: Im Aufschwung

    Die TKMS AG setzt seit ihrer im Oktober 2025 vollzogenen Abspaltung vom ThyssenKrupp-Konzern, der freilich mit 51 Prozent weiter eine Mehrheit an ihr hält, ihren Aufschwung fort. Bereits im Geschäftsjahr 2024/25 hatte sie ihren Umsatz um rund neun Prozent auf gut 2,2 Milliarden Euro steigern können; ihr Nettogewinn war von 88 auf 108 Millionen Euro gestiegen.[1] Gleichzeitig hatte sie Neuaufträge in einem Gesamtvolumen von 8,8 Milliarden Euro verzeichnet, sechsmal soviel wie im Vorjahr. Ihr kompletter Auftragsbestand liegt nun bei rund 18,2 Milliarden Euro und damit höher als je zuvor. Die boomenden Aufträge will der Konzern unter anderem mit einer stärkeren Produktion in seiner 2022 erworbenen Werft in Wismar bewältigen, wo die Mitarbeiterzahl um rund 1.500 aufgestockt werden soll. 300 Arbeitsplätze waren bereits Ende 2025 neu besetzt.[2] Aktuell beschäftigt TKMS laut eigenen Angaben rund 9.100 Mitarbeiter, ein Drittel in Kiel. Vor kurzem ist die TKMS AG in den MDax mit 50 Unternehmen aufgestiegen, der quasi die zweite Liga nach dem Dax mit den 40 größten deutschen Konzernen darstellt. Der Aktienkurs ist bereits von 60 Euro im Oktober auf fast 100 Euro in die Höhe geschnellt. Bei TKMS heißt es, man halte sogar den Aufstieg in den Dax für möglich – als zweiter reiner Rüstungskonzern nach Rheinmetall.


    Übernahmen geplant

    Dazu beitragen könnten neue Übernahmen, die TKMS ins Visier genommen hat. So hat der Konzern kürzlich ein Übernahmeangebot für German Naval Yards Kiel abgegeben. Die Werft baut neben Jachten vor allem Korvetten und Fregatten. Hervorgegangen ist sie aus dem Traditionsunternehmen Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) in Kiel, das vor längerer Zeit in zwei Teile aufgespalten wurde; während der Überwasserschiffbau an German Naval Yards ging, kam der Unterwasserschiffbau zu TKMS. Kommt es zur Übernahme, würden die beiden HDW-Hälften quasi unter dem Dach von TKMS wiedervereinigt. Heute befindet sich German Naval Yards Kiel im Besitz der französischen Werft CMN Naval, mit der TKMS laut Berichten bereits seit dem vergangenen Jahr Gespräche über die Übernahme führt. German Naval Yards hat in Kiel etwa 400 Mitarbeiter.[3] Mit der Übernahme würde sich der deutsche Kriegsschiffbau weiter konzentrieren, nachdem Naval Vessels Lürssen, die Kriegsschiffsparte der Bremer Lürssen-Werft, von Rheinmetall erworben wurde.[4] TKMS könne im Rahmen einer Neugruppierung der Werften „ein Konsolidierungsknoten sein“, erklärte Ende 2025 der Vorstandsvorsitzende des Kriegsschiffbauers, Oliver Burkhard; dies gelte „nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere in Europa“.[5]


    „Rheinmetall lebt von heißen Konflikten“

    Die TKMS AG ist ohnehin dabei, ihre Marktposition international zu stärken und unter den Rüstungskonzernen weltweit immer weiter aufzusteigen. Bereits im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen auf der SIPRI-Rangliste der 100 größten Rüstungskonzerne der Welt von Platz 63 auf Platz 61 vorrücken; es blieb damit die zweitgrößte deutsche Waffenschmiede nach Rheinmetall. Während an Rheinmetall freilich mehrere US-Finanzkonzerne Anteile von 3,8 bis 7 Prozent halten (german-foreign-policy.com berichtete [6]), ist dies bei TKMS nicht der Fall: Zu den 51 Prozent der Anteile, die ThyssenKrupp hält, kommen zehn Prozent im Besitz der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie 39 Prozent in Streubesitz hinzu. TKMS-Chef Burkhard rechnet dabei nicht damit, so schnell aufsteigen zu können wie der Rheinmetall-Konzern, der zu einer der größten Waffenschmieden weltweit werden will. Im Vergleich zu TKMS sei „das Rheinmetall-Geschäft schnell drehender und kleinteiliger als das unsere“, urteilte Burkhard im Herbst, „und es lebt von heißen Konflikten“.[7]


    Lieferant der Deutschen Marine

    Die Aufträge, die TKMS den weiteren Aufstieg ermöglichen, kommen nur zum Teil von der Bundeswehr. Diese hat im vergangenen Geschäftsjahr unter anderem vier zusätzliche U-Boote der Klasse 212 CD bestellt, die die Marinen Deutschlands sowie Norwegens parallel beschaffen. Darüber hinaus hat TKMS den Auftrag zur Modernisierung von sechs U-Booten der Klasse 212 A im Bestand der Deutschen Marine erhalten.[8] Aktuell bereitet das Bundesverteidigungsministerium einem Bericht zufolge einen Vorvertrag über die Lieferung von TKMS-Fregatten vor. Hintergrund ist, dass der seit Jahren geplante Bau der Fregatte F126 unter der Federführung der niederländischen Werft Damen Naval gescheitert ist; Berlin hat ihn im November gestoppt. Noch ist nicht geklärt, ob die Arbeiten von Naval Vessels Lürssen bzw. Rheinmetall fortgesetzt werden sollen. Unabhängig davon wolle die Deutsche Marine nun bei TKMS Fregatten des Modells MEKO A-200 DEU in Auftrag geben, heißt es. Ursache sei die feste Absicht, spätestens 2029 neue Fregatten zur Verfügung zu haben; dazu dürfe man nicht länger warten. Für die rasche Beschaffung einer Alternative zur Fregatte F126 hat der Bundestag im November vergangenen Jahres bis zu 7,8 Milliarden Euro bereitgestellt.[9]


    Rüstungsexporte

    Hinzu kommen Aufträge aus dem Ausland. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Singapur zwei zusätzliche U-Boote des Typs 218SG bestellt.[10] Bis Ende März wird eine Entscheidung der Regierung Indiens über die Beschaffung neuer U-Boote für die indische Marine erwartet. Als Favorit gilt TKMS, das die angebotenen U-Boote der Klasse 2014 aber gemeinsam mit der indischen Werftengruppe Mazagon Dock Shipbuilders (MDL) bauen und sich daher auch den Kaufpreis von wohl rund sieben Milliarden Euro mit dieser teilen müssen wird.[11] Zudem bewirbt sich TKMS um die Lieferung von U-Booten an Kanada. Zum Zuge kommen könnten in diesem Fall die U-Boote der deutsch-norwegischen Klasse 212 CD; dies bietet sich auch deshalb an, weil Deutschland, Norwegen und Kanada bereits seit dem Jahr 2024 in einer „Sicherheitspartnerschaft für den Nordatlantik“ auf Ebene ihrer Seestreitkräfte kooperieren (german-foreign-policy.com berichtete [12]). Die einst in Ottawa angestellte Überlegung, neue U-Boote in den USA zu beschaffen, ist nicht zuletzt aus politischen Gründen vom Tisch, seit US-Präsident Donald Trump Kanada mit Zöllen überzogen hat und darüber hinaus mit einer Annexion des Landes und seiner Transformation in den 51. US-Bundesstaat droht.


    Unabhängiger von den USA

    Für den Fall, dass der Auftrag zustande kommt, stellt TKMS umfassende Gegengeschäfte in Aussicht. Derlei ist in der Rüstungsbranche durchaus üblich, im aktuellen Fall aber besonders aufschlussreich, da es für beide Seiten – für Kanada wie für Deutschland – auch darum geht, von den Vereinigten Staaten unabhängiger zu werden. In den Deal einbezogen werden soll offenbar auch Norwegen: „Wir arbeiten hier auch mit anderen Unternehmen der deutschen und norwegischen Wirtschaft zusammen“, teilt TKMS-Chef Burkhard mit.[13] Wie berichtet wird, gehe es um „mögliche Investitionszusagen in den Bereichen Seltene Erden, Bergbau, Künstliche Intelligenz und Batterieproduktion für den Automobilsektor“. Für Kanada ist dies Teil einer breiten Wirtschaftsoffensive, die unter anderem eine intensivere Kooperation mit China umfasst. Auf dem Rüstungssektor aber können sich Waffenschmieden aus Europa künftig größere Hoffnungen machen – nicht zuletzt deutsche.

     

    Mehr zum Thema: Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (I) und Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (II).

     

    [1] Frank Specht: U-Boot-Bestellungen bescheren TKMS Rekordauftragsbestand. handelsblatt.com 08.12.2025.

    [2] Jonas Jansen: Der Auftragsrekord macht angriffslustig. Frankfurter Allgemeine Zeitung 09.12.2025.

    [3] TKMS gibt Angebot für Kieler Nachbarwerft German Naval Yards ab. kn-online.de 09.01.2026.

    [4] S. dazu Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (II).

    [5] Jonas Jansen: Der Auftragsrekord macht angriffslustig. Frankfurter Allgemeine Zeitung 09.12.2025.

    [6] S. dazu Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (II).

    [7] „Wir werden keine atomaren U-Boote bauen“. Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.11.2025.

    [8] Frank Specht: U-Boot-Bestellungen bescheren TKMS Rekordauftragsbestand. handelsblatt.com 08.12.2025.

    [9] Lars Hoffmann: BMVg will Vorvertrag für MEKO A-200 DEU mit TKMS schließen. hartpunkt.de 20.01.2026.

    [10] Singapore orders two additional Type 218SG submarines to TKMS. navalnews.com 08.05.2025.

    [11] S. dazu Auf der Suche nach Alternativen.

    [12] S. dazu Von der Ost- an die Nordflanke.

    [13] TKMS will Mega-U-Boot-Auftrag mit Industriepaket verbinden. handelsblatt.com 20.01.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10272


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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