Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Bereits vor der Sonderoperation war Russland angegriffen
freedert.online, 3 Nov. 2023 18:13 Uhr
Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Quelle: Sputnik © Stanislaw Krassilnikow
3.11.2023 19:36 Uhr
19:36 Uhr
USA kündigen weitere Waffenlieferungen für Ukraine an

Aus einer Erklärung des US-Außenministers Antony Blinken geht hervor, dass Washington ein weiteres Militärhilfepaket für Kiew zur Verfügung stellt. Diesmal handele es sich um Rüstungsgüter im Wert von 125 Millionen US-Dollar.
Das neue Paket umfasst Munition für den Raketenwerfer HIMARS, Boden-Luft-Raketen für das System NASAMS sowie Artilleriegeschosse, Panzerabwehrraketen sowie Ausrüstung speziell für niedrige Temperaturen. Diese Lieferungen sollen aus US-Beständen kommen.
Gleichzeitig werden weitere 300 Millionen US-Dollar im Rahmen der Initiative zur Unterstützung der Sicherheit in der Ukraine bereitgestellt. Es heißt, das US-Verteidigungsministerium schließe nunmehr Verträge mit der US-Rüstungsindustrie ab, statt Waffen aus Beständen der US Army zu liefern.
19:10 Uhr
Weitere ukrainische Drohne über Gebiet Belgorod zerstör

Russische Luftverteidigungssysteme haben einen Terroranschlag mit einer Drohne der Ukraine auf russischem Territorium vereitelt. Die Drohne wurde über dem Gebiet Belgorod zerstört, wie das russische Verteidigungsministerium auf seinem Telegram-Kanal mitteilt. In einem Bericht der Behörde heißt es:
"Heute gegen 19:00 Uhr Moskauer Zeit wurde ein Versuch des Kiewer Regimes vereitelt, einen Terroranschlag mit einer flugzeugähnlichen Drohne auf Objekte im Territorium der Russischen Föderation zu verüben."
Es wird erklärt, dass die diensthabenden Kräfte der Luftverteidigung ein ukrainisches unbemanntes Luftfahrzeug über dem Territorium des Gebiets Belgorod zerstört haben.
18:42 Uhr
Lukaschenko: Europa wird eines Tages "bei Russland angekrochen kommen"

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko äußert die Meinung, dass Europa früher oder später die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit Russland erkennen wird. Die Worte des Präsidenten werden von der Zeitung Belarus segodnja (Deutsch: Weißrussland heute) zitiert. Bei einem Treffen mit Bürgern sagt Lukaschenko:
"Europa wird heute von den US-Amerikanern auseinandergerissen, so wie sie es wollen. Und es kann sich nicht wehren, weil alles an den US-Markt gebunden ist – Kredite, Eigentum usw."
Ihm zufolge wird "Europa früher oder später bei uns, bei Russland, angekrochen kommen".
Darüber hinaus weist Lukaschenko darauf hin, dass das Verhalten der Politiker in den europäischen Ländern oft den Interessen der Völker und Länder zuwiderläuft. Er erklärt:
"Sie sehen, welche Art von Politikern es gibt. Wenn ich sie mir als erfahrener Mensch ansehe, möchte ich manchmal weinen. Sie denken nicht an die Menschen. Sie machen ein oder zwei Wahlperioden, gehen hin und stehlen etwas, stecken es in ihre Taschen und gehen woandershin. Sie sagen, dass Selenskij sich auch darauf vorbereitet, irgendwohin zu gehen."
18:23 Uhr
Gebiet Cherson: Ukrainischer Raketenangriff auf Gebäude des Sozialfonds fordert neun Todesopfer
Bei einem Raketenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf das Gebäude des Sozialfonds und des Arbeitsamtes in der städtischen Siedlung Tschaplinka wurden sieben Zivilisten getötet, teilt der Senator des Gebiets Cherson, Konstantin Bassjuk, auf seinem Telegram-Kanal mit. Er schreibt:
"Einschläge auf Rentenfonds und Arbeitsamt. Nach vorläufigen Daten sieben Tote und sieben Verletzte. Unsere Sanitäter kämpfen um das Leben von zwei weiteren Menschen."
Der Senator weist darauf hin, dass es in Tschaplinka keine militärischen Einrichtungen gebe, die vom Feind angegriffen werden könnten.
Später stellt der Gesundheitsminister des Gebiets Cherson, Artysch Sat, klar, dass neun Menschen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ein Patient in ernstem und acht in mittelschwerem Zustand.
Der Einschlag von zwei ukrainischen Raketen auf das Gebäude des Sozialfonds in Tschaplinka wurde heute Nachmittag vom Gouverneur Wladimir Saldo gemeldet. Demnach sei es dem russischen Militär gelungen, vier Luftziele zu vernichten. Zunächst war nur von einem Todesopfer die Rede.
Saldo betonte, dass das ukrainische Militär zu einem Zeitpunkt angriff, als sich Angestellte und Besucher, meist Frauen, in dem Gebäude aufhielten. Der Feind tat dies wohl absichtlich am Vorabend des Tages der Volkseinheit am 4. November, um den Feiertag zu stören.
Update: Saldo berichtete später, dass nach dem ukrainischen Raketenangriff auf Tschaplinka die sterblichen Überreste von insgesamt neun Menschen aus den Trümmern geborgen worden seien.
17:58 Uhr
UN-Ausschuss verabschiedet Russlands Resolution über Kampf gegen Verherrlichung des Nazismus

Der Dritte Ausschuss der UN-Generalversammlung (Ausschuss für soziale, humanitäre und kulturelle Fragen) hat eine Resolution über den Kampf gegen die Verherrlichung des Nazismus verabschiedet. Für das Dokument in der von Russland vorgeschlagenen Version stimmten 112 Länder. 50 UN-Mitglieder, darunter die Ukraine, die USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada, unterstützten die Resolution nicht.
In dem Dokument wird dazu aufgerufen, im Einklang mit internationalen Verpflichtungen im Bereich Menschenrechte geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Geschichtsrevision und Verfälschung der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs sowie die Leugnung von Kriegsverbrechen sowie von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern.
Die Verfasser des Dokuments verurteilen Vorfälle, in denen die Nazi-Ideologie des sogenannten "Nationalsozialismus" verherrlicht und propagiert wird, insbesondere durch Graffiti und Zeichnungen mit pronazistischem Inhalt auf Denkmälern für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Außerdem wird nachdrücklich dazu aufgefordert, alle Formen der Rassendiskriminierung zu beseitigen.
17:43 Uhr
Putin über Beginn der Sonderoperation: Russland wurde zu jenem Zeitpunkt bereits angegriffen

Am 24. Februar 2022 hatte Russland keine andere Wahl gehabt, als die militärische Sonderoperation in der Ukraine zu starten, erklärte Präsident Wladimir Putin. Außerdem sei das Land gezwungen worden, Waffen einzusetzen, weil es bereits angegriffen worden sei.
"Bevor man sich entscheidet, 'die Sturmgewehre zu ziehen', muss man sich fragen, ob man dies vermeiden kann. Nein, das war leider nicht möglich. Warum nicht? Weil wir bereits angegriffen worden waren."
17:24 Uhr
Sacharowa zu erneuten Angriffen auf Zivilisten: "Selenskijs Regime setzt auf blutigen Terror und ist stolz darauf"
Das Selenskij-Regime wende immer wieder Methoden des blutigen Terrors an, und zögere nicht, sich öffentlich zu seinen Verbrechen zu bekennen. Es sei stolz darauf und prahle damit. Das sagte die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa bei ihrem wöchentlichen Pressebriefing.
Die hohe Vertreterin des russischen Außenministeriums äußerte sich auch zum Telefonterror, den Kiew in Russland durchführen lässt. Sacharowa verurteilte den Telefonterror, der ebenfalls zum Ziel habe, die Lage im Land zu destabilisieren. Selbst vor Kindern werde nicht haltgemacht, denn die ukrainischen Telefonterroristen hätten sogar in Schulen und Kindergärten angerufen und Bombendrohungen ausgesprochen. Sacharowa versicherte aber:
"Erstens wird all dies nicht zum Ziel führen, das sich das Kiewer Regime gesetzt hat, und zweitens wird dies unterdrückt und bestraft werden."
Zum Hintergrund: Das russische Portal RBC hatte Anfang des Jahres berichtet, dass 95 Prozent der Fake-Anrufe aus der Ukraine stammen und dort viele Hunderte Callcenter im Einsatz sind, um Trickbetrug und Drohanrufe in Russland durchzuführen. In einer Umfrage vom Oktober 2022 hatte laut dem Portal ein Viertel der Russen angegeben, mehrmals pro Woche von Betrügern belästigt zu werden, 14 Prozent hatten angegeben, täglich solche Anrufe zu erhalten. 26 Prozent der Befragten hatten berichtet, mehrmals im Monat verdächtige Anrufe zu erhalten.
17:04 Uhr
Putin: Russland musste Menschen auf Krim und in Donbass schützen
Russland musste Menschen zunächst auf der Krim, dann im Donbass und Noworossija schützen. Dies hat Präsident Wladimir Putin vor der Gesellschaftlichen Kammer des Landes erklärt und betont, man habe Moskau keine andere Wahl gelassen.
"Sie haben uns einfach vor eine Wahl gestellt, in der wir nichts anderes tun konnten, als uns für die dort lebenden Menschen einzusetzen."
Als Grund für den aktuellen Konflikt nannte Putin vor allem die Position der westlichen Länder, die Minsker Abkommen nach deren Unterzeichnung nicht einzuhalten. Darüber hinaus habe die NATO begonnen, diese Territorien aktiv in das Militärbündnis hineinzuziehen, ohne auf Proteste aus Moskau zu achten, als ob es Russland nicht gäbe.
16:41 Uhr
Trump: Die "Fake-News-Medien" schweigen auf einmal – es muss also sehr schlecht für die Ukraine laufen
Der ehemalige Präsident der USA Donald Trump hat eine Wahlkampfrede in Houston, Texas, gehalten.
In seiner Rede wies er darauf hin, dass die Ukraine thematisch aus den etablierten Medien nahezu verschwunden sei. Er sagte:
"Niemand spricht mehr über Afghanistan. Man merkt, dass sie auch nicht mehr viel über die Ukraine reden. Das liegt daran, dass die Dinge nicht gut laufen und sie nicht darüber reden wollen."
Trump gab auch an, dass er nichts mehr darüber höre, liege nicht nur an der Katastrophe in Israel. Er fügte hinzu:
"Das, worüber sie in den Fake-News-Medien nicht reden, ist fast genauso schlimm und manchmal schlimmer als das, worüber sie reden."
16:17 Uhr
Putin: Vor Sowjetunion hat es keine Ukraine gegeben

Russlands Präsident Wladimir Putin am 3. November 2023 bei einem Treffen mit der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen FöderationSergei Gunejew / Sputnik
"Wir alle wissen sehr gut, das sind die Fakten der Geschichte, dass alle südrussischen Gebiete während der Gründung der Sowjetukraine, während der Gründung der UdSSR, übergeben wurden. Es gab keine Ukraine als Teil des Russischen Reiches, es gab einzelne Regionen."
Hierbei hob Putin die Bedeutung des Territoriums am Schwarzen Meer hervor, an dem alle Städte von Katarina der Großen nach den Kriegen mit dem Osmanischen Reich gegründet worden seien.
Das moderne Russland habe sich nach dem Zerfall der Sowjetunion damit abgefunden, so Putin weiter. Als Kiew begonnen habe, alles Russische auszurotten, könnte Moskau nicht mehr untätig bleiben:
"Als sie angefangen haben, alles Russische dort auszurotten – das sind natürlich ungeheuerliche Dinge. Als sie schließlich erklärt haben, dass die Russen in diesen Gebieten eine nicht einheimische Nation sind – das war eine absolute Willkür. Gleichzeitig haben sie unter dem Beifall des Westens mit der Ausrottung der Russen im Donbass begonnen."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.









