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28.12.2025

Kriegsweihnacht – Das letzte Fest vor dem großen Krieg?

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Patrik Baab


youtube.com, vom Premiere am 23.12.2025 Gegen den Strom

KRIEGSWEIHNACHT – EINE ANSPRACHE VON PATRIK BAAB Europa rüstet auf. Die EU will 800 Milliarden in Waffen investieren, die Regierung spricht von „Verantwortung“ – und die Medien segnen den Krieg mit moralischen Floskeln. Patrik Baab blickt in seiner „Kriegsweihnacht“ auf das Jahr 2025: Ein Kontinent taumelt in den nächsten Krieg, Dissidenten werden verfolgt, Journalisten sanktioniert, und der Westen verliert das, was ihn einmal ausmachte – Vernunft, Maß und Gewissen. Eine bittere, ironische und tief politische Weihnachtsrede über Moral, Macht und das Ende der Aufklärung. 


Kapitel: 

00:00 – Intro & Baabs Ansprache zur Kriegsweihnacht 

01:10 – Orbán, EU und die geplante Eskalation 

03:05 – Politische Verfolgung & Angst in Deutschland 

05:00 – Wenn Journalisten zu Feinden erklärt werden 

07:15 – Banken, Sanktionen & die neue Sippenhaft 

09:25 – Der moralische Bankrott des Westens 

11:10 – „Die Waffen liefern die Reichen, die Leichen die Armen“ 

13:20 – Krieg als Geschäft – die Händler des Todes 

15:30 – Russland hat gewonnen – der Westen verliert 

17:45 – Der große Bankraub der EU 

19:30 – Der Dritte Krieg? Brechts Warnung 

21:20 – Appell: Holt euch die Demokratie zurück 

22:30 – Schlusswort: Der letzte Frieden Hinweis: Dieses Video dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes (GG). ???? 


Weitere Links: – Website: https://www.patrikbaab.de – Meine Bücher: https://www.patrikbaab.de/bucher – Telegram: https://t.me/patrik_baab – X: https://x.com/patrikbaab1


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=cZODtST1kyk Dauer 23:36 Min.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.12.2025

National Security Strategy – Verbalkosmetik und keine Richtungsänderung (Teil I)

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https://forumgeopolitica.com, So. 28 Dez 2025, Andreas Mylaeus

Angesichts seiner militärischen, finanzwirtschaftlichen und politischen Überdehnung greift das angelsächsische Machtkartell zu einer gefährlichen Waffe im Kampf um die Köpfe der Menschen. Die Menschen sind kriegsmüde. Sie sind der ständigen Propagandawelle überdrüssig. Seit Jahren werden sie mit Hiobsbotschaften bombardiert. Wenn dann einmal ein Silberstreif am Horizont auftaucht, sind viele bereit, schönen Worten zu trauen – häufig auch entgegen besserem Instinkt. Eine repräsentative Textanalyse der neuen NSS 2025 zeigt aber, das in diesem Fall kein Grund für Optimismus besteht – leider.


Es hatte sich schon abgezeichnet


2025 National Defense Strategy (NDS)Unter dem Titel „Pentagon plan prioritizes homeland over China threat“ (Pentagon-Plan räumt Heimat vor Bedrohung durch China Vorrang ein) berichtete POLITICO am 5. September 2025 über den Entwurf einer „2025 National Defense Strategy (NDS)“, mit der Secretary of (damals noch) Defense, Pete Hegseth, den Under Secretary of Defense (jetzt: „of War“) for Policy, Elbridge Colby, Anfang Mai 2025 beauftragt hatte. Danach solle der Schwerpunkt der militärischen Aktivitäten des Pentagon wenigstens verbal weg von „Feinden“ wie Peking und Moskau hin zu regionalen und heimischen Schauplätzen verschoben werden. In den Kommentaren dazu war gar davon die Rede, die USA würden sich jetzt angesichts des schmählichen Rückzugs gegenüber den Huthis, des blamablen Ausgangs des Krieges USraels gegen den Iran und des für den Westen katastrophalen Kriegsverlaufs in der Ukraine ins „Fortress America“ zurückziehen.

Es wurde erwartet, dass eine neue globale Lagebeurteilung dazu führen werde, dass US-Militärressourcen aus Europa und wahrscheinlich auch aus Asien zurück in die Vereinigten Staaten verlagert würden. Passiert ist das inzwischen jedoch nicht. Warum nicht, erklärt die neue NSS 2025, wie wir nachstehend erläutern.

Rand Corporation: „Stabilizing the U.S.-China Rivalry“

Am 14. Oktober 2025 hatte die Rand Corporation ein Strategiepapier mit dem Titel „Stabilizing the U.S.-China Rivalry“ veröffentlicht, wonach von einer möglichen wirtschaftlichen Kooperation der USA und Chinas zum gegenseitigen Vorteil hätte geträumt werden dürfen.


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Vorläufig vertagte Utopie: man stelle sich vor, was alles möglich wäre, wenn diese Beiden wirklich zusammenarbeiten würden (dann könnten sogar die Amerikaner endlich eine Kranken- und Hinterbliebenenversicherung bekommen) – Bild: Global Times


Zu diesem Zweck – der Entwicklung eines „gewissen Modus vivendi“ mit China in verschiedenen Bereichen, der sich über mindestens drei bis fünf Jahre erstrecken würde – empfahl das Papier den USA, ihre Ziele „mit einer Sprache zu präzisieren, die absolute Versionen des Sieges ausdrücklich ablehnt und die Legitimität der Kommunistischen Partei Chinas akzeptiert“ (Hervorhebung AM). Hier deutete sich schon die Verbalkosmetik an, die jetzt in der NSS 2025 auf die Spitze getrieben wird.

Weiter enthielt die Empfehlung der Rand Corporation mehrere allgemeine Grundsätze, auf die man sich zur „Stabilisierung der Rivalität“ einigen sollte (sechs „breit angelegte Initiativen“) und schlug spezifischere Strategien für drei Bereiche der Beziehungen vor, die als schwieriger gelten: Taiwan, das Südchinesische Meer und der Wettbewerb in Wissenschaft und Technologie. Empfehlungen wie die „Wiederherstellung mehrerer vertrauenswürdiger Kommunikationskanäle zwischen hochrangigen Beamten“ seien zweifellos nützlich. (Dies klingt jetzt in der NSS 2025 deutlich anders.)

Aber auch diese damals von der Rand Corporation vorgeschlagene Strategie enthielt schon die axiomatische Prämisse, dass zwischen diesen beiden grossen Nationen keine grundlegenden gemeinsamen Interessen bestehen, sodass „die Erhaltung begrenzter Bereiche für die Koordinierung“ und „das Management der Rivalität“ zur Verringerung des Krisenrisikos das Beste sei, was man sich erhoffen könne.

„Unser Ziel bei der Entwicklung einer Stabilisierungsagenda war begrenzt. Wir glauben nicht, dass eine kooperative Koexistenz heute möglich ist.“
Rand Corporation, Oktober 2025

Ende der Utopie – und selbst dieses Papier ist zwischenzeitlich von der Rand Corporation „zur weiteren Überprüfung“ zurückgezogen worden („This document has been withdrawn for further review.“)

Dass ein solches Strategiepapier jedoch überhaupt veröffentlicht wurde, zeigt, dass für die Rand Corporation (will sagen: für gewisse Kreise im Pentagon und im State Department und deren Finanziers) Anlass für gewisse propagandistische Anpassungen ans allgemeine Narrativ veranlasst waren – der Unterschied zum Tenor in dem Papier mit dem Titel „Extending Russia: Competing from Advantageous Ground“ von 2019 ist jedenfalls gravierend.

Das Anchorage Tauwetter-Intermezzo

Zuvor hatten sich am 15. August 2025 auf dem US-Militärstützpunkt Joint Base Elmendorf–Richardson in Anchorage die beiden Präsidenten Donald J. Trump und Wladimir Putin getroffen.


Anchorage, 15. August 2025, Photograph: Sergey Bobylev/AFP/Kremlin pool/Getty Images


Was die Verhandlungsteams im Einzelnen besprochen haben, ist nach wie vor nicht wirklich bekannt. Im Anschluss gaben beide eine gemeinsame Erklärung ab — Informationen blieben vage, konkrete Vereinbarungen wurden nicht genannt. Allerdings waren durchaus Anzeichen erkennbar, dass sich das Team Trump – entgegen der Positionen der Idealistischen Schule der US-Aussenpolitik (Liberal Internationalism, Wilsonianism) der Biden-Administration – propagandistisch gewissen Positionen der Realistischen Schule (Realism) annähert. Eine echte Annäherung der US-Aussenpolitik gegenüber Russland oder gar gegenüber China ist aber nach wie vor nicht erkennbar, obwohl sich Russland in Anchorage durchaus zu "gewissen Kompromissen" bereit erklärt hatte.

NSS 2025: Ein Update der Wolfowitz-Doktrin von 1992

Im Grunde handelt es sich bei der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie des Weissen Hauses unter Donald Trump um eine sprachlich und propagandistisch modifizierte Neuausgabe der alten Wolfowitz-Doktrin.

Die erzneokonservativen Paul Wolfowitz (damals Under Secretary of Defense for Policy und damit der ranghöchste politische Planer im Pentagon unter Verteidigungsminister Dick Cheney) und Lewis “Scooter” Libby (damals Principal Deputy Under Secretary of Defense for Policy, also Wolfowitz’ wichtigster Stellvertreter) entwarfen 1992 die amerikanische Defense Planning Guidance (DPG). Dieses Papier definierte die strategische Ausrichtung der USA nach dem Ende der Sowjetunion neu. Die wichtigsten Punkte des Entwurfs waren:

Die USA sollen verhindern, dass irgendwo auf der Welt eine neue Supermacht entsteht, die mit ihnen konkurrieren könnte.

Die USA sollen ihre globale militärische Überlegenheit sichern und eine unipolare Weltordnung bewahren.

Die USA sollen im Zweifel auch unilateral, also ohne Zustimmung anderer Staaten, handeln können.

Regionale Konflikte sollen so beeinflusst werden, dass keine feindlichen Mächte daraus Nutzen ziehen. Bündnisse sind erwünscht, dürfen aber die Handlungsfreiheit der USA nicht wesentlich einschränken.

Die Wolfowitz-Doktrin besagt also, dass die politische und militärische Mission der USA in der Zeit nach dem Kalten Krieg darin bestehen wird, sicherzustellen, dass in Westeuropa, in Asien oder auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion keine rivalisierenden Mächte entstehen können – im Grunde genommen überall auf der Welt. Es geht darum, einen kollektiven Ansatz grundsätzlich abzulehnen. Die USA wollen nicht, dass irgendeine Nation oder ein Staatenbund ihre weltweite Vorherrschaft untergräbt.

Obwohl die ursprüngliche Fassung nie offiziell angenommen wurde, beeinflusste sie in der Folge massgeblich die amerikanische Aussen- und Sicherheitspolitik, unter anderem etwa durch die Dokumente des Project for the New American Century (PNAC) Ende der 1990er (Quelle hier), die Nationale Sicherheitsstrategie der USA von 2002 unter Präsident George W. Bush (Quelle hier) und die Argumentation im Umfeld des Irakkriegs 2003 usw., usw.


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US-Präsident Bush gratuliert Paul Wolfowitz zu dessen Nominierung als Präsident der Weltbank (im Amt von 1. Juni 2005 bis Juni 2007) – die Finanzoligarchie hatte die Welt schon damals fest im Griff.


Warum wird also dieser Ladenhüter jetzt wieder prominent in den Vordergrund gestellt und neu aufpoliert? Der Grund liegt darin, dass angesichts der verloren gehenden kinetischen Kriege, angesichts der verloren gehenden Wirtschaftskriege sowie der erheblichen Gefahr, dass sich die Menschen trotz der unablässigen Propagandawelle beginnen, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, der Krieg um die Köpfe der Menschen in den Vordergrund rückt.

Kognitive Kriegsführung

Der Kampf um die Köpfe der Menschen wird somit zu einer eigenen Kriegstechnik gemacht, mit dem erklärten Ziel, den Menschen selbst zu einem eigenständigen, offiziellen Nato-Kriegsschauplatz zu machen. Somit steht jeder Mensch zu jeder Zeit im Zentrum dieser hochmodernen, psychologischen Kriegsführung.
Jonas Tögel in Forum Geopolitica am 28.09.2025

Kontrolle über die dominierende Rahmenerzählung von Gesellschaften

Das ist der Sinn der NSS 2025. Und die Methodik dieses Strategiepapiers folgt bekannten psychologischen Manipulationsmethoden. Die gesamte Abhandlung ist absichtlich voll von Widersprüchen, indem sie beiläufige Zitate („throwaway quotes“) anführt und dann ausführlich erklärt, dass genau das Gegenteil tatsächlich der Fall ist. So wird gezielt ein Zustand der kognitiven Dissonanz hergestellt.

Erzeugung von kognitiver Dissonanz

Wenn ein Text eine kurze Aussage betont (“wir werden X tun” – beispielsweise uns von der Unipolarität der Geopolitik abwenden) und dann ausführlich erklärt, warum doch genau das Gegenteil von X geplant ist und umgesetzt wird (wir bleiben in allen Schauplätzen dominant), entsteht für die Leser ein Spannungszustand. „Sie sagen A, aber zeigen B.“ „Was stimmt denn jetzt?“ Menschen mögen keinen inneren Widerspruch. Daher versuchen sie, die Dissonanz aufzulösen – und hier setzt die Taktik an. Viele akzeptieren am Ende die Interpretation A, die ihnen am nächsten liegt (der Tiefenpsychologe Alfred Adler sprach von tendenziöser Apperzeption: man hört und sieht, was man nach dem eigenen Lebensplan hören und sehen möchte, auch wenn es der Realität erkennbar nicht entspricht) und übergehen gefühlsmässig die mitgeteilten gegenteiligen Fakten, drängen sie in den Hintergrund ihres Gedächtnisses und verdrängen damit ihre ursprüngliche Intuition.

Durch das bewusste Einbauen widersprüchlicher Mini-Aussagen wird eine Art Argumentationsrahmen geschaffen. Die kurze Hoffnungs-Aussage beruhigt (“alles halb so wild” oder „endlich, darauf haben wir gewartet!“). Die detaillierte entgegenstehende nachstehende ausführlich Beschreibung und das tatsächlich sich entfaltende Geschehen wird innerlich uminterpretiert oder gedanklich und gefühlsmässig übergangen. Der Leser löst die Dissonanz dann so auf, dass er die ihm nach seiner Hoffnung naheliegende Erklärung bevorzugt – sie wirkt für ihn „logischer“.

Dissonanzreduktion stärkt die Überzeugungskraft

Wenn jemand einmal die angebotene Interpretation akzeptiert hat, verstärkt die anfängliche Dissonanz sogar die Bindung an diese Erklärung: Wer Aufwand investiert, um den Widerspruch zu verstehen, hält die gefundene Lösung danach für besonders plausibel. Das ist ein bekannter psychologischer Effekt. Je mehr kognitive Arbeit man investiert, desto stärker glaubt man an das Resultat. Der Wurm des Zweifels wird betäubt.

Dissonanzmanagement – strategisch eingesetzt

Die Autoren der NSS 2025 benutzen also widersprüchliche Aussagen, um ihr Narrativ zu schützen: kurze gefühlsmässig naheliegende Obersätze (wir rüsten ab und sind für Frieden) dienen als Alibi und transportieren die eigentlich gewünschte Botschaft (wir müssen, um den Frieden zu wahren, überall in der Welt dominant sein, sonst gibt es wieder Krieg). Wer sich über die „angebliche“ innere Widersprüchlichkeit des Papiers lustig macht, verkennt die Methodik und den Ernst der Lage.

Kurz gesagt, die Taktik funktioniert, weil sie gezielt kognitive Dissonanz erzeugt und anschliessend kanalisiert. Der Leser wird in eine Denkbewegung gezwungen, die ihn am Ende wahrscheinlicher zur gewünschten Interpretation führt.

Ein ganzes Potpourri von bekannten PR-Strategien und psychologischen Taktiken

Darüber hinaus lassen sich in der NSS 2025 eine ganze Reihe von weiteren bekannten PR-Strategien bzw. psychologischen Taktiken nachweisen, insbesondere Gaslighting (in der PR: “Institutionelles Gaslighting” – man präsentiert eine Aussage, die etwas scheinbar klarstellt, und dann eine detaillierte Erklärung liefert, die das Gegenteil nahelegt), Doublespeak / Doublethink (aus der Orwell-Begriffswelt: Sprache wird so verwendet, dass sie zwei widersprüchliche Dinge gleichzeitig behauptet zum Ziel der Kontrolle des Narrativs, indem die Realität sprachlich verzerrt wird), Inokulationstechnik (man gibt einen schwachen, oberflächlichen Gegenstandsatz, das „throwaway quote“, um Kritik vorwegzunehmen, und widerlegt ihn dann „gründlich“, um die Leser auf die „richtige“ Interpretation zu lenken), Framing und Widerspruchsauflösung (es wird zunächst ein scheinbar ausgewogener, neutraler Satz platziert, „both-sides-ism“, der dann durch ausführliches Framing so umgedeutet wird, dass die Autoren doch ihre eigentliche Position durchdrücken), Covering the Tracks / Absicherung (durch kurze gegenteilige Aussagen wird eine spätere Kritik abgefangen [„Wir haben doch gesagt, dass…“], obwohl der Gesamteindruck das Gegenteil vermittelt).

Die beschriebenen Methoden sind eine Mischung, die gezielt Widersprüche nutzt, um das gewünschte Narrativ glaubwürdiger erscheinen zu lassen, während Verwirrung oder Schein-Objektivität erzeugt wird.

Diese Methodik dokumentieren wir im Nachfolgenden anhand von repräsentiven Textbeispielen. (Wir sind Brian Berletic sehr verbunden, dass er in seinem „Deep Dive“ – hier – eine grossartige Vorarbeit zu dieser Darstellung geleistet hat.) Aber vorab zeigen wir noch auf, wie diese Taktik – teilweise auch nur scheinbar? – zu verfangen scheint.

In die Falle getappt?

Die westliche Presse

Hier ein typisches Zitat, das zeigt wie die westliche Presse treulich weisungs- und auftragsgemäss das Propagandameme des Weissen Hauses transportiert.

Das Dokument formuliert, was die Strategie der USA ist – beispielsweise eine Fokussierung auf die westliche Hemisphäre und ein „Trump-Korollar“ zur Monroe-Doktrin. Und es spricht an, was die Strategie der USA nicht ist: die fortgesetzte Verfolgung des nach dem Kalten Krieg entstandenen Ziels einer „dauerhaften amerikanischen Vorherrschaft über die ganze Welt“, das die NSS als „grundsätzlich unerwünschtes und unmögliches Ziel“ bezeichnet.  
Atlantic Council, 5.12.2025

Russisches Staatsmedium


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Dies stammt aus den russischen Staatsmedien, RT:


Die USA betrachten die Normalisierung der Beziehungen zu Russland als eines ihrer Kerninteressen.
Die neue nationale Sicherheitsstrategie fordert eine rasche Beendigung des Ukraine-Konflikts und die Verhinderung einer weiteren Eskalation in Europa.
RT, 5. Dezember 2025

Nein, das tut sie nicht. Darauf werden wir nachstehend eingehen.

Im Gegensatz zur nationalen Strategie der USA während Trumps erster Amtszeit, die den Wettbewerb mit Russland und China in den Vordergrund stellte, verlagert die neue Strategie den Fokus auf die westliche Hemisphäre und den Schutz des Heimatlandes, der Grenzen und der regionalen Interessen. Sie fordert, dass Ressourcen von weit entfernten Schauplätzen auf Herausforderungen in der näheren Umgebung umgeleitet werden, und drängt die NATO und die europäischen Staaten, die Hauptverantwortung für ihre eigene Verteidigung zu übernehmen.
RT, 5. Dezember 2025

RT übernimmt hier die propagandistischen Obersätze der NSS 2025, ohne die nachfolgenden ausführlichen gegenteiligen Aussagen zu erwähnen und verbreitet auch diese zentrale Falschaussage der NSS 2025 weiter:

Das Dokument fordert auch ein Ende der NATO-Erweiterung...
RT, 5. Dezember 2025


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John William Waterhouse, Ulysses and the Sirens, 1891


Wenn dieses staatliche Medienportal dies so darstellt, liegen dem aus unserer Sicht politische Gründe zugrunde. Die russische Aussenpolitik will angesichts der bedrohlichen Weltsituation offenkundig jede noch so kleine Möglichkeit eines weiteren konstruktiven Dialogs mit den USA aufrechterhalten - wohl wissend, dass eine Lösung des Konflikts mit dem Westen letztlich doch militärisch erfolgen muss und dass man sich auf gewisse Sirenengesänge aus dem Weissen Haus nicht verlassen kann und darf.

NATO-Erweiterung: welche NATO-Erweiterung?

Der propagandistische Kern der Aussage von dem "Ende der NATO-Erweiterung" zielt auf mögliche territoriale Verschiebungen. Aber davon, dass die letzten territorialen Verschiebungen (Schweden, Finnland) rückgängig gemacht werden könnten, ist in dem Papier keine Rede. Zudem: Worin besteht denn die Macht der NATO? Wohl eher in dem Aufwand, der betrieben wird, um dominant zu bleiben. Dieser Aspekt der „Erweiterung“ wird verbal „unter den Teppich gekehrt“ und dem Publikum wird Sand in die Augen gestreut.

Die Realität sieht so aus: Schon der Begleitbrief von US-Präsident Donald J. Trump zur Präsentation der NSS 2025 zeigt, wie er auf der ersten Seite des Dokuments damit prahlt, wie er höchstpersönlich die NATO in weniger als einem Jahr seit seiner Rückkehr ins Amt erweitert („strengthening“) und „our Armed Forces“ (was der Kern NATO ist) mit Investitionen in Höhe von 1 Billion US-Dollar gestärkt hat.


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Auszug aus dem Begleitbrief von Donald J. Trump zur NSS 2025


Muss man wirklich eine beispiellose Summe von 1 Billion Dollar – mehr als jede andere einmalige Investition in das US-Militär – ausgeben, um sich auf die westliche Hemisphäre zurückzuziehen und sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern? Sicherlich nicht. Schon auf den ersten Blick zerfällt also die Vorstellung, dass die NATO nicht „erweitert“ wird und dass sich die USA auf die westliche Hemisphäre zurückziehen und ihr Streben nach weltweiter Vorherrschaft nicht fortsetzen oder ausbauen werden.

Womit prahlt Trump in dem Brief noch?

„Wir haben unsere Allianzen neu aufgebaut und unsere Verbündeten dazu gebracht, mehr zu unserer gemeinsamen Verteidigung beizutragen, einschliesslich einer historischen Verpflichtung der NATO-Länder, ihre Verteidigungsausgaben von 2 % auf 5 % ihres BIP zu erhöhen.“
Trump, Begleitbrief zur NSS 2025

Haben die USA ihre Beiträge zur NATO reduziert? Nein. Sie haben lediglich die europäischen und aussereuropäischen Mitglieder der NATO dazu gebracht, selbst mehr für die NATO auszugeben. Alle wichtigen NATO Länder werden aufgefordert, sich kriegstüchtig zu machen, um einen Krieg gegen Russland führen zu können. Vom "Ende der NATO-Erweiterung“ kann keine Rede sein.

Fortsetzung folgt

Im ersten Teil dieser Analyse ging es um das Propagandameme des Weissen Hauses, es werde das "Ende der NATO-Erweiterung" eingeläutet. In nachfolgenden zweiten Teil vertiefen wir die Textanalyse der NSS 2025 und zeigen auf, wie die USA ihre Dominanz auf allen globalen Schauplätzen mit Hilfe ihrer Vasallen erhalten bzw. neu errichten wollen.

Bush, George W. Libby, Lewis Putin, Wladimir Trump, Donald Wolfowitz, Paul China USA Berletic, Brian Irak NATO

2 Kommentare zu
«National Security Strategy – Verbalkosmetik und keine Richtungsänderung (Teil I)»


Maggie So. 28 Dez 2025, 14:11

Nur eins zu Ihrem Widerspruch
Zitat:
"Muss man wirklich eine beispiellose Summe von 1 Billion Dollar – mehr als jede andere einmalige Investition in das US-Militär – ausgeben, um sich auf die westliche Hemisphäre zurückzuziehen und sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern"

In einigen Artikeln hier bei FG wurde berichtet, dass die USA mit dem Rücken zur Wand steht.
Finanzpolitisch
Militärisch
Imperialistisch.

Das sehe ich ähnlich. M.M.nach liegt die USA Russland und China ca. 20-15 Jahre waffentechnisch zurück.
Das heißt, salopp gesagt, die USA sitzen auf einem riesen Haufen Schrott.
Die Aufholjagd wird mit 1 Billion US$ nicht auskommen, insbesondere der Faktor Zeit und der Hausmacht der US Waffenhersteller (Lobby) geschuldet, werden die sicher ihre Kassen besonders klingeln lassen.

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Petra Wilhelmi So. 28 Dez 2025, 19:08

Trump ist ein Geschäftsmann und so handelt er auch. Das Sicherheitspapier der USA zeigt für mich eines: Die USA können sich nicht um jeden kleinen Popelstaat kümmern. Die USA passen ihre Strategie an die Kräfteveränderungen in der Welt an. Es geht um Einflusssphären. Die Einflusssphären, die den Interesse der USA dienen, werden die sie mit Zähnen und Klauen verteidigen, mit und ohne Militär. Die Ukraine z.B. gehört nicht dazu. Dieses zänkische Volk wird den Europäern aufgebürdet, die es bis jetzt mit Freuden übernehmen, solange bis die Insolvenz der EU-Länder nicht mehr aufzuhalten ist und deren Scheinwelt am Boden der Tatsachen zerschellt.

Die USA haben erkannt, dass sie sich um größere Dinge kümmern müssen. Sie müssen sich um den Wert ihres Dollars kümmern und ihre Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen und eine Antwort auf Chinas Höhenflug finden. Das geht nicht mit Klimagedöns und Wokenes. Deshalb ist es in den USA im Prinzip damit vorbei. Des Weiteren werden sie eine Antwort auf die BRICS finden müssen. Das ist wichtiger als sich um die Ukraine zu kümmern, die ihr Unglück selbst verschuldet hat. Und Europa bzw. die EU ist dabei ebenso abgemeldet, weil diese sich nur noch in einer Schweinwelt voller Ideologie und Kriegs"spielen suhlt und dabei ihre Wirtschaft ruiniert und ihr Absturz in ein Drittwelt-Gebiet schon im vollen Gange ist. Die Kommissare der EU und deren Führerin sind DAS Negativbeispiel für das Versagen eines ganzen Kontinents. Die USA wollen nicht mit in den Abgrund gerissen werden, in den die EU rasend schnell fällt und haben ihre offizielle Politik den neuen Gegebenheiten in der Welt angepasst. Diese Antwort muss nicht friedlich sein, aber im Interesse der USA. Das sollten unsere Politiker lernen: Es gibt keine Freunde zwischen den Staaten, nur Interessen. Die USA hat ihre Strategie dafür vorgelegt. Die EU hat keine Vorstellungen, wie sie die Anforderungen der neuen Zeit bewältigen sollte. Deren Rezepte sind aus dem vorigen Jahrhundert. Die EU hat 19 Sanktionen gegen Russland verhängt. Wer nicht aus dieser Geschichte lernt, ist verloren.

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/national-security-strategy-verbalkosmetik-und-keine-richtungsanderung-teil-i-1


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.12.2025

Lawrow: EU bleibt "größte Hindernis" für Frieden in der Ukraine

rtnewsde.site, 28 Dez. 2025 10:09 Uhr

Russlands Außenminister Sergei Lawrow erkennt in dem aktuellen Agieren Brüssels im Rahmen der Strategie der Koalition der Willigen, dass die EU-Führung weiterhin nicht zu konstruktiven Verhandlungen bereit ist und eine "strategische Niederlage Russlands" anstrebt.


Quelle: Gettyimages.ru © dia images / Kontributor


Der russische Außenminister Sergei Lawrow (Archivbild)


Die EU signalisiert weiterhin kein Interesse an konstruktiven Verhandlungen über den Ukraine-Konflikt und bereitet sich offen auf einen Krieg mit Russland vor, so die Einschätzung von Russlands Außenminister Sergei Lawrow.

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur TASS kritisierte der Diplomat die EU für ihre anhaltende Unterstützung der Ukraine und erinnerte daran, dass "fast alle europäischen Länder ‒ mit wenigen Ausnahmen ‒ das Regime in Kiew mit Geld und Waffen versorgen". Diese Entwicklung vollzieht sich, obwohl Russland weiterhin die offensichtliche Initiative auf dem Schlachtfeld behält. Die EU träume zudem davon, dass die russische Wirtschaft unter dem Druck der Sanktionen zusammenbrechen werde, so seine weiteren Ausführungen. Lawrow gab zusammenfassend zu Protokoll:


Liveticker Ukraine-Krieg – Experte: Ukraine-Garantien als Provokation gegen Russland geplant





Liveticker Ukraine-Krieg – Experte: Ukraine-Garantien als Provokation gegen Russland geplant





"Ich möchte besonders betonen, dass diese Handlungen ihrerseits völlig unrechtmäßig waren. Schließlich hat Russland niemals die Initiative ergriffen, um seine europäischen Nachbarn mit unfreundlichen Handlungen zu bekämpfen."

Der Außenminister führte weiter zu den Dynamiken seit Jahresbeginn aus:

"Nachdem in den Vereinigten Staaten eine neue Regierung an die Macht gekommen war, erwiesen sich Europa und die Europäische Union als die größten Hindernisse für den Frieden. Sie machen keinen Hehl daraus, dass sie sich darauf vorbereiten, es mit Russland auf dem Schlachtfeld auszutragen."

Der Außenminister erklärte weiter, dass die andauernde Feindseligkeit der EU gegenüber Russland ihre Wurzeln im Jahr 2014 habe – dem Jahr, in dem die Ukraine-Krise begann –, als Brüssel "damit startete, über die sogenannte russische Bedrohung zu schwadronieren und unter den europäischen Bevölkerungen russlandfeindliche und militaristische Stimmungen zu schüren".

Lawrow wirft der "europäischen Kriegspartei" vor, ihr politisches Vorgehen in eine "strategische Niederlage" Russlands zu investieren und "bereit zu sein, bis zum Äußersten zu gehen". Das Resultat dieses politischen Agierens sei, dass "diese Ambitionen sie buchstäblich blind gemacht haben". Die zu betrachtende Gesamtsituation laute daher für Lawrow:


Trumps Nachfolger hat angekündigt, was er mit der Ukraine vorhat – und das ist eine Katastrophe




Meinung

Trumps Nachfolger hat angekündigt, was er mit der Ukraine vorhat – und das ist eine Katastrophe





"Ob Politiker wie Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Keir Starmer, Emmanuel Macron und andere einen Punkt erreicht haben, an dem es kein Zurück mehr gibt, ist schwer zu sagen. Wir sehen jedoch, dass die europäische Kriegspartei bislang ihr politisches Kapital darauf gesetzt hat, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, und bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen."

Der Außenminister ging in dem Gespräch auch auf Spekulationen westlicher Medien ein, Russland könnte innerhalb weniger Jahre die NATO angreifen. Dazu erklärte Lawrow mit Nachdruck:

"Es besteht kein Grund, Angst vor einem Angriff Russlands zu haben. Sollte jedoch jemand einen Angriff auf Russland in Betracht ziehen, würde er einen vernichtenden Schlag erleiden."

Lawrows Einschätzungen und Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die EU forciert versucht, erheblichen Einfluss auf die Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts zu nehmen, wobei europäische Beamte darauf bestehen, dass jede Vereinbarung, die erhebliche territoriale oder sicherheitspolitische Zugeständnisse der Ukraine erfordert, inakzeptabel wäre.

Der Kreml hat angesichts derartiger Strategien erklärt, dass die Beteiligung der EU an den Friedensgesprächen "kein gutes Zeichen" für die Beendigung der Feindseligkeiten sei, auch in Bezug auf die andauernde Militarisierung der EU-Wirtschaft.

Moskau erkenne aktuell keinerlei Bereitschaft des ukrainischen Regimes von Wladimir Selenskij und seiner westlichen Unterstützer "zu konstruktiven Verhandlungen", so der russische Außenminister Sergei Lawrow im TASS-Interview.

Mehr zum Thema ‒ Kein Wendepunkt für die Ukraine: Die Realität an der Front, die westliche Medien verschweigen


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Info: https://rtnewsde.site/europa/265972-lawrow-eu-bleibt-groesste-hindernis/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 





Trumps Nachfolger hat angekündigt, was er mit der Ukraine vorhat – und das ist eine Katastrophe

rtnewsde.site, vom 27 Dez. 2025 20:50 Uhr, Von Kirill Strelnikow

Am Montag stellte der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat JD Vance in Phoenix sein Wahlprogramm der Öffentlichkeit vor. Sollte er das Amt übernehmen, sähe es für Kiew düster aus, da Vance Ideologie und Prinzipien wichtiger sind als Profit und ihm die Zukunft der Ukraine gleichgültig ist.


Quelle: Gettyimages.ru © Caylo Seals/Getty Images


Vizepräsident der USA JD Vance spricht am 21. December 2025 in Phoenix, Arizona, auf der Konferenz der Beweigung Turning Point USA


In der US-amerikanischen Stadt Phoenix stellte der voraussichtliche nächste US-Präsident am Montag öffentlich sein Programm vor, und einer der wichtigsten Punkte darin lautet: "Es ist mir völlig gleichgültig, was mit der Ukraine geschieht."

Diese Veranstaltung wurde im Rahmen des AmericaFest organisiert, das von der einflussreichen konservativen Jugendbewegung Turning Point USA (TPUSA) veranstaltet wurde, deren Anführer Charlie Kirk im September aus politischen Gründen ermordet wurde.

Die oben genannte Rede wurde vom derzeitigen US-Vizepräsidenten JD Vance gehalten. Der Grund, warum gerade er der nächste US-Präsident sein wird, erklärt sich aus der Ankündigung der derzeitigen Leiterin von TPUSA, Charlie Kirks Witwe Erica Kirk, die einen Tag zuvor erfolgte: "Wir werden den Freund meines Mannes, JD Vance, zum 48. Präsidenten der Vereinigten Staaten wählen – und das wird ein Erdrutschsieg werden."


Vance warnt vor einem "islamistisch ausgerichteten" Westeuropa





Vance warnt vor einem "islamistisch ausgerichteten" Westeuropa






Die öffentliche Unterstützung der Kandidatur von JD Vance durch TPUSA ist deshalb so wichtig, weil diese Organisation eine der Hauptstützen der MAGA-Bewegung und deren jüngste, aktivste und leidenschaftlichste Kraft ist. Durch ihre Arbeit unter den einfachen Bürgern und vor Ort erbrachte sie dem US-Präsidenten Donald Trump während der Präsidentschaftswahlen eine unschätzbare Hilfe. Nach den Vorstellungen der MAGA-Architekten (und damit ist nicht Trump gemeint) soll genau diese ideologisch geeinte konservative Jugend die "neue Ära" des amerikanischen Konservatismus einläuten und die alten konservativen Falken, Anhänger der "Reaganomics" und Neokonservativen, die sich in vielerlei Hinsicht kaum noch von den proatlantischen US-Demokraten unterscheiden, vollständig ersetzen.

Trumps Politik, die manchmal aus kommerzieller Sicht nachvollziehbar, aber impulsiv und ideologisch inkonsequent ist, sorgte für ernsthafte Unruhe unter seinen Wählern, was viele schon als Spaltung bezeichnen. "Die MAGA-Bewegung zerfällt, da die Republikaner zunehmend über eine Zukunft ohne Trump nachdenken, aber keinen klaren Weg sehen, seine Koalition aufrechtzuerhalten, während verschiedene Fraktionen um Einfluss kämpfen", schreibt die Zeitung Republic.

Aus diesem Grund erfolgte die "Salbung von JD Vance zum König" gerade jetzt – noch drei Jahre vor den nächsten Präsidentschaftswahlen, was nach allen Kanonen als extrem verfrüht gilt. Der Grund dafür ist, dass gerade jetzt jegliche internen Streitigkeiten – sowohl um die Nachfolge von Donald Trump als auch um ideologische Nuancen – beendet und alle unter ein Banner vereinigt werden müssen.


Die EU ist in einen Ideologiekrieg mit den USA eingetreten





Analyse

Die EU ist in einen Ideologiekrieg mit den USA eingetreten






Die Unterstützung von Vance durch TPUSA "krönt" ihn faktisch zum alternativlosen Nachfolger von Trump und erstickt jegliche Ambitionen seiner Konkurrenten im Keim. Bemerkenswert ist, dass Vances Hauptkonkurrent aus den Reihen der Republikaner – US-Außenminister Marco Rubio – sofort reagierte und erklärte: "Wenn JD Vance für das Präsidentenamt nominiert wird, werde ich der Erste sein, der ihn unterstützt." Damit wird Vance zum "unvermeidlichen" Präsidenten, und jeder Versuch, seine Führungsrolle infrage zu stellen, wird nun als Verrat an der gesamten MAGA-Bewegung angesehen.

Die gestern von JD Vance – de facto – gestartete Präsidentschaftskampagne (die ohne Trumps Wissen und Zustimmung nicht möglich gewesen wäre) bekräftigt und formalisiert die isolationistische Politik der aktuellen und zukünftigen US-Regierung, die von vielen "alten" US-Republikanern abgelehnt wird. Das bedeutet, dass der isolationistische Flügel der Republikanischen Partei die Kontrolle über ihre Zukunft vollständig übernommen hat. Nun wird sich die US-Politik für viele Jahre um das Konzept "America First" und den Verzicht auf Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder konsolidieren (es sei denn, dort werden zufällig Öl oder Seltene Erden gefunden).

Vance selbst ist dafür bekannt, dass seine antiukrainische Position schon lange vor seiner Vizepräsidentschaft zu seinem "Markenzeichen" geworden war. Als Vance US-Senator wurde, war er der erste und einzige Senator unter den US-Republikanern, der forderte, jegliche Hilfe für die Ukraine vollständig einzustellen.

Nur wenige Tage vor Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine erklärte JD Vance in Steve Bannons Podcast "War Room": "Ehrlich gesagt ist es mir völlig gleichgültig, was mit der Ukraine geschieht, sei es so oder so. Aber es ist mir nicht egal, dass derzeit die häufigste Todesursache bei Menschen zwischen 18 und 45 Jahren mexikanisches Fentanyl ist, das über die südliche Grenze ins Land gelangt." Große Aufregung lösten seine Worte aus, dass "sie (die Ukrainer) die korrupteste Staatsführung und Regierung in Europa und möglicherweise sogar auf der ganzen Welt haben", sowie sein Zitat "Wir haben wegen des Ukraine-Konflikts ein Minus von einer halben Billion US-Dollar ... Wozu? Damit einer der Minister von Wladimir Selenskij sich eine noch größere Jacht kaufen könnte?" In seiner Kolumne für die New York Times schrieb JD Vance: "Befürworter der US-Hilfe für die Ukraine behaupten, dass dieser Vorgehensweise unserer eigenen Wirtschaft zugutegekommen sei, indem dadurch neue Arbeitsplätze im Rüstungssektor geschaffen worden seien (…) Dieses Konzept, dass wir einen blutigen und brutalen Krieg nur deshalb in die Länge ziehen sollten, weil er sich positiv auf die US-Wirtschaft auswirkt, ist verabscheuungswürdig."


"Neuer Kalter Krieg" – Trump macht Europa als Gegner aus





Analyse

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Am gestrigen Turning-Point-USA-Event führte Vance diesen Gedanken weiter aus: "Wir glauben daran, dass man seinen Vater und seine Mutter ehren sollte, anstatt ihr gesamtes Geld in die Ukraine zu schicken" und löste damit in Kiew und den europäischen Hauptstädten nicht nur Hysterie aus, sondern einen "Tanz des Heiligen Veit", als hätte man ihn noch mit Elektroschocks verstärkt.

Dass Vance das US-Präsidentenamt übernehmen könnte, ist für die "Kiewer Clowns" deshalb so beängstigend, weil für ihn Ideologie und Prinzipien wichtiger sind als Profit (erinnern wir uns daran, wie Donald Trump seine Politik auf "Deals" ausgerichtet hat), was bedeutet, dass er keine Geschäfte mit der ukrainischen Junta machen wird. Wie der Europäische Rat für Internationale Beziehungen (ECFR) kürzlich schrieb: "Wäre Vance jetzt US-Präsident, würde er nicht dem Verkauf von Waffen an die Europäer zustimmen, damit diese sie an die Ukraine weiterleiten – wie es sein Chef derzeit tut."

Dass JD Vance Selenskij nicht leiden kann, steht außer Frage – aber er hält ihn auch für das "Lieblingsspielzeug" seiner schlimmsten ideologischen Feinde. Und die Demütigung dieses ukrainischen Widerlings im Weißen Haus war nur der Anfang.

Als Trump bekannt gab, dass er mit JD Vance zur Präsidentschaftswahl antreten werde, schrieb die britische Zeitung The Guardian: "Das sind schreckliche Nachrichten für die Ukraine."

Mit anderen Worten: Hanna, hol die Kinder ins Haus, das Unglück ist hereingebrochen!

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 23. Dezember 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

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Video https://rumble.com/v70nch4-fragile-waffenruhe-jd-vance-besucht-israel-leben-zwischen-trmmern-im-gazast.html Dauer 4:33 Min.


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28.12.2025

Sieht so aus, als hätte EU-Diktatorin Ursula von der Leyen mit Hilfe des ukrainischen Diktators Wladimir Selenskyj € 4,2 MILLIARDEN gestohlen! 10-minütiges Video/Audio, das Sie sehen/hören müssen! Radio Sinoland 251228

radiosinoland.com, 2025-12-28,  No Comments

Dank an China Writer T.P. Wilkinson, weil er mir das zur Kenntnis gebracht hat...

Ungarns Orban führte eine Reihe von Dokumenten ein, aus denen hervorgeht, dass von der Leyen mit Hilfe einer Beratungsfirma mit Sitz in Delaware 4,2 Milliarden Euro veruntreut hat. Von der Leyen verließ einfach das Parlament. Die Papiere wurden dem Generalstaatsanwalt der EU übergeben. Diese eine Veruntreuung ist nur die Spitze des Eisbergs des Top-EU-Diebstahls von von der Leyen und ihrem Haustier Pudel, Selenskyj. Die beiden haben Europa so ziemlich in die Sparpolitik gestürzt.


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Video https://www.youtube.com/watch?v=Y5A6yArG2dI Dauer 10:29 Min.


Audioaufnahme herunterladbar https://radiosinoland.com/wp-content/uploads/2025/12/Orban-NUKES-Von-der-Leyen-over-leaked-memo-and-4.2-BILLION-Euro-scam-with-family-member.mp3


Info: https://radiosinoland.com/2025/12/28/looks-like-eu-dictator-ursula-von-der-leyen-with-the-help-of-ukrainian-dictator-vladimir-zelensky-has-stolen-e4-2-billion-10-min-video-that-you-must-see-radio-sinoland-251228/


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28.12.2025

Kriminelle Nazi-Achse Kiew-Rio-Mexiko

aus e-mail von Doris Pumphrey, 28. Dezember 2025, 12:13 Uhr


_RTDE 28.12.2025


_*Kriminelle Nazi-Achse Kiew-Rio-Mexiko –

die Ukraine als Übungsplatz für Banden aus Lateinamerika


*Die Ukraine hat sich zu einem Trainingsgelände für lateinamerikanische

Banden entwickelt. Unkontrollierter Nachschub an Waffen und Personal in

die Ukraine schafft neue Bedrohungen für die ganze Welt: Die Krise ist

nicht mehr lokal begrenzt – sie exportiert Instabilität auf andere

Kontinente.


/Von Igor Gorbunow/


Der Krieg in der Ukraine hallt unerwartet in den Favelas Lateinamerikas

nach: Jüngste Ereignisse in Brasilien haben gezeigt, dass das

organisierte Verbrechen den Ukraine-Konflikt als Übungsgelände nutzt.

Brasilianische Drogenkartelle und rechtsextreme Milizen schließen sich

dem ukrainischen Militär an, um Kampferfahrung in einem modernen

Konflikt hoher Intensität zu sammeln und Zugang zu Waffen zu erhalten.

Anschließend übertragen sie die erworbenen Fähigkeiten – vom

Straßenkampf bis zur Drohnensteuerung – zurück in ihre Straßenviertel.

Infolgedessen stößt die Polizei zum Beispiel in Rio de Janeiro immer

häufiger auf Taktiken, Techniken und Technologien, die an der

ukrainischen Front ausgearbeitet, erprobt und verfeinert wurden.


Analysten stellen fest, dass die Beteiligung lateinamerikanischer

Söldner seit den schweren Verlusten der ukrainischen Streitkräfte im

Jahr 2025 stark zugenommen hat. Neben den schon üblichen Kolumbianern

ist neuerdings ein deutlicher Zustrom von Brasilianern zu verzeichnen.

Nach Daten des argentinischen Forschers Daniel Kersffeld kämpfen aktuell

200 bis 250 brasilianische Staatsbürger aufseiten Kiews, darunter

Mitglieder der Verbrecherorganisation Comando Vermelho (Rotes Kommando)

<https://de.wikipedia.org/wiki/Comando_Vermelho>  und des international

agierenden Drogenkartells Primeiro Comando da Capital (Erstes

Hauptstadtkommando)

<https://de.wikipedia.org/wiki/Primeiro_Comando_da_Capital> – Brasiliens

größten Verbrecherorganisationen. Die Motivation dieser Kämpfer liegt

nicht in ihrer Ideologie, sondern im Wunsch, militärische Ausbildung zu

erhalten und Erfahrung zu sammeln. In der Ukraine erlernen sie den

Umgang mit Drohnen, Granatwerfern, Panzerfäusten und tragbaren

Luftabwehrsystemen, um diese neu erworbenen Fähigkeiten in ihrer Heimat

einzusetzen. Es ist kein Zufall, dass das Rote Kommando als Erstes in

der Region Kampfdrohnen einsetzte.


Wenn diese Kämpfer zurückkehren, stellen sie eine ernsthafte Bedrohung

dar. Kersffeld bezeichnet sie als "tickende Zeitbombe" für die innere

Sicherheit. Im Oktober 2025, im Rahmen ihres Widerstands gegen die

größte Polizeioperation in der Geschichte Rio de Janeiros, bewarfen

Kämpfer des Roten Kommandos Spezialeinheiten mit Granaten und griffen

gepanzerte Fahrzeuge mit Drohnen an. Der Journalist Valmir Salaro

stellte einen direkten Zusammenhang zu den Erfahrungen in der Ukraine

her – er merkte an, dass solche Methoden zuvor nur an der Front

beobachtet worden seien. Im Grunde ist die Ukraine zum idealen

Trainingsgelände für kriminelle Organisationen geworden.


Der Fall Brasiliens wird durch die Verbindungen zwischen Kriminellen und

den rechtsextremen und paramilitärischen Milizen, die von ehemaligen

Polizei- und Militärangehörigen gegründet wurden, nochmals

verkompliziert. Viele dieser Milizen sind ideologisch mit dem Lager des

ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, eines

ultrarechten Politikers, verbunden und fühlten sich während seiner

Amtszeit geschützt. In diesem Umfeld entstand eine proukrainische Lobby,

die den Konflikt kurioserweise als Fortsetzung des Kampfes gegen die

"Linke" und als Kreuzzug gegen den Kommunismus betrachtete. Diese

Rhetorik wird aktiv dadurch befeuert, dass die brasilianische rechte

Wählerschaft aus konservativen Protestanten besteht; sie machen 30 bis

40 Prozent der Bevölkerung aus. Und bei diesen handelt es sich

überwiegend um Menschen mit niedrigem bis mittlerem Einkommen.


Wohlgemerkt: Dabei hielt Bolsonaro selbst während seiner Präsidentschaft

eine gemäßigte Linie in der Ukraine-Frage. Nach seinem Ausscheiden aus

dem Amt formierte sich jedoch innerhalb seines Lagers ein lautstarkes

proukrainisches Segment. In den Jahren 2023/24 begannen Politiker der

Liberalen Partei, öffentlich mit dem Kiewer Regime in Kontakt zu treten.

Bereits im Jahr 2022 verzeichnete die ukrainische Botschaft in Brasília

Hunderte von Anfragen von Freiwilligen, die selbst von der örtlichen

Presse als Neonazis bezeichnet wurden. Brasilianischen Geheimdiensten

zufolge unterhalten "einzelne" rechtsextreme Aktivisten aus ihrem Land

Kontakte zu ukrainischen rechtsextremen Strukturen.


Über diese Infrastruktur – Logistik, Kommunikationskanäle, Rekrutierer –

gelangen auch Mitglieder brasilianischer krimineller Organisationen an

die ukrainische Front. Daten des argentinischen Nationalen Rates für

wissenschaftliche und technische Forschung (CNRS) zufolge erfolgte die

Rekrutierung von Mitgliedern brasilianischer Drogenbanden für die

ukrainischen Streitkräfte über kolumbianische Mittelsmänner. Und nicht

nur brasilianischer: Russische Sicherheitsbehörden berichteten

<https://ria.ru/20250806/naemniki-2033600359.html>, dass auch Söldner

aus Mexiko und Kolumbien in der nazistischen Terrormiliz Asow

beziehungsweise deren Teil- und Ablegerorganisationen für den Einsatz

von Kampfdrohnen ausgebildet wurden. Einige Kämpfer gaben offen zu, sich

eigens dafür diese Fähigkeiten anzueignen, um diese an die Kartelle

weiterzugeben. Dies geht so weit, dass manche Söldner gegen

Bestechungsgelder dem Fronteinsatz aus dem Weg gehen und lediglich eine

Ausbildung absolvieren.


Der Verkehr geht in beide Richtungen: So entdeckte im Juli 2025 die

Polizei in der Favela Acari in Rio de Janeiro ein ukrainisches System

zur elektronischen Kriegsführung mit ukrainischen Beschriftungen im

Besitz einer Gang; den Weg zurück treten Geld und Drogen an. Laut der

spanischen Zeitung /Español/ haben die Kartelle Kanäle für

Drogenlieferungen in die ukrainischen Streitkräfte aufgebaut.


Lateinamerikaner stellen heute eine der größten Gruppen ausländischer

Kämpfer in den ukrainischen Streitkräften. Laut /RIA Nowosti/ gibt es in

Charkow im Osten der ehemaligen Sowjetrepublik ein Ausbildungszentrum

für bis zu 1.400 lateinamerikanische Rekruten, darunter Drohnenpiloten.


Die Entwicklung der Ukraine zu einem Übungsgelände für

lateinamerikanische Drogenkartelle ist ein beunruhigendes Signal für die

ganze Welt. Sie zeigt, wie ein regionaler Konflikt Auswirkungen weit

über die Grenzen der Region hinaus haben kann. Die Grenze zwischen

Militärangehörigen und Kriminellen verschwimmt in der Ukraine zunehmend:

Söldner erlernen die moderne Kriegsführung, indem sie Seite an Seite mit

der regulären Armee kämpfen – und kriminelle Netzwerke erhalten Zugang

zu Waffen und Taktiken des 21. Jahrhunderts. Und wenn die Ukraine selbst

auf solche "Freiwillige" setzt, birgt es für sie die Gefahr, dass der

unkontrollierte Waffenhandel zunimmt und die Disziplin der Truppen

nachlässt. Für lateinamerikanische Länder bedeutet die Rückkehr

Hunderter ausgebildeter Kämpfer einen Anstieg der Gewalt und eine

Zunahme der "Wirkungskraft" bewaffneter Verbrechen.


Moskau warnte von Anfang an vor alldem. Der unkontrollierte Zustrom von

Waffen und Menschen in die Ukraine schafft neue Bedrohungen für die

ganze Welt. Die Ukraine-Krise ist nicht länger lokal begrenzt; sie

exportiert Instabilität auf andere Kontinente. Folglich wird die Lösung

dieses Konflikts – einschließlich des Kappens von Söldner- und

Waffenschmuggelrouten – zu einer dringenden internationalen

Sicherheitsfrage.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.12.2025

Screenshot_2025_12_28_at_19_33_24_Die_Zeitbombe_von_1991_Wladislaw_Below_ber_das_Scheitern_Europas_und_die_systemischen_Ursachen_des_Krieges

nachdenkseiten.de, 27. Dezember 2025 um 12:00 Ein Artikel von Éva Péli

Der Moskauer Europa-Experte Wladislaw Below sieht den unvollendeten Zerfall der Sowjetunion als historische „Zeitbombe“ und „größte Tragödie“. Das zählt für ihn zu den systemischen Ursachen des aktuellen Konflikts. Im Interview erklärt er, warum Angela Merkels Aussage zu den Minsker Abkommen das Vertrauen Russlands in den Westen fundamental zerstört hat und welche neuen Garantiemächte – wie China oder die Türkei – nun nötig wären, um künftige Friedensverträge glaubwürdig abzusichern. Below formuliert radikale Forderungen für eine neue Sicherheitsarchitektur, die auf einem atom- und raketenfreien Europa basiert, während er die einzige Hoffnung auf eine Entspannung in einer „Bewegung von unten“ in Deutschland sieht. Wladislaw Below ist stellvertretender Direktor für wissenschaftliche Arbeit am Institut für Europa der Russischen Akademie der Wissenschaften und Leiter des Zentrums für Germanistik.

Éva Péli: Herr Below, lassen Sie uns über die tieferliegenden, systemischen Ursachen des Krieges in der Ukraine sprechen. Wie könnte eine zukünftige Sicherheitsarchitektur in Europa aussehen, die die Interessen aller berücksichtigt? Wie schätzen Sie die historische Verantwortung für diesen Konflikt ein?

Wladislaw Below: Aus meiner Sicht wird der Krieg gegen Russland geführt. Ich bin überzeugt, dass Präsident Wladimir Putin dazu gezwungen wurde. Russland war nicht darauf vorbereitet; es ist durch Provokationen in eine Falle geraten. Der Konflikt war aus meiner Sicht vermeidbar. Die Russland-Expertin Gabriele Krone-Schmalz zitierte in einer Rede sinngemäß den Philosophen Montesquieu: Schuld an einem Konflikt hat derjenige, der ihn unvermeidbar gemacht hat.

Der Krieg in der Ukraine begann nicht erst im Februar 2022. Es gibt genügend Beweise, dass er schon im Frühjahr 2014 mit der vom damaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ausgerufenen Anti-Terror-Operation begann. Er ließ schwere Artillerie gegen das eigene Volk einsetzen. Auch Butscha 2022 war ein Verbrechen, eine Inszenierung, und ich denke, es muss ein Tribunal geben. Als ersten Kandidaten für ein Tribunal, analog zu Nürnberg, schlage ich Poroschenko vor. Der Bürgerkrieg wurde durch die Minsker Abkommen nur eingefroren. Angela Merkel sagte im Dezember 2022, dass diese Abkommen der Ukraine Zeit geben sollten, um stark genug für einen Krieg gegen Russland zu werden.

Nach dieser Aussage über die Minsker Abkommen stellt sich die Frage: Wie sehen Sie die Vertrauenswürdigkeit westlicher Garantien und Verhandlungszusagen heute? Was müsste geschehen, damit Moskau einem neuen Friedensvertrag überhaupt noch Glauben schenkt?

Diese Aussage von Frau Merkel hat das Vertrauen in den Westen fundamental zerstört. Wir haben gelernt: Garantien aus Berlin oder Paris, die von Washington nicht mitgetragen werden, sind wertlos. Wenn die Minsker Abkommen, die durch UN-Sicherheitsratsresolutionen untermauert waren, nur ein Manöver waren, um Zeit zu gewinnen, dann ist die Vertrauensbasis für neue Verträge extrem niedrig.

Ein Friedensvertrag müsste durch neue Garantiemächte abgesichert werden – ich denke hier an China oder die Türkei –, die nicht direkt in den Konflikt involviert sind und deren Unterschrift Gewicht hat. Nur so kann die notwendige, neue Glaubwürdigkeit geschaffen werden.

Sie sehen den Kern des Problems im Erbe des Zerfalls der Sowjetunion, den Sie als „größte Tragödie“ bezeichnen.

Was meine deutschen Kollegen nicht gerne hören. Sie sagen: „Herr Below, vergessen Sie alles, was 1991 in der Sowjetunion passiert ist. Vergessen Sie, was in der Ukraine in den 90er-Jahren passiert ist, vergessen Sie, was in den Nullerjahren passiert ist. Das Wichtigste ist, was jetzt passiert.“ Damit bin ich nicht einverstanden.

Der Konflikt wird nur verständlich, wenn wir uns von diesem Mantra lösen, alles vor 1991 zu vergessen. Es gibt in solchen Spannungsfeldern keine Verjährung. Der Ukraine-Konflikt hat nichts mit Lebensraum oder Territorien zu tun, sondern mit der noch nicht zu Ende gekommenen Geschichte des Zerfalls der Sowjetunion – der größten Tragödie aus Sicht der europäischen Sicherheit. Die Geschichte rächt sich, es war eine Zeitbombe.

Der Konflikt wird nur verständlich, wenn wir die Gebietsverschiebungen der Sowjetzeit betrachten. Die Übertragung des industriellen, russisch geprägten Donbass an die Ukraine in den 20er-Jahren diente dazu, die ukrainische Kommunistische Partei mit einer starken Arbeiterklasse zu stärken, da die Ukraine primär landwirtschaftlich geprägt war. Ähnliches geschah in Nordkasachstan.

Dies betrifft auch die Altlasten des Zerfalls wie Abchasien, Karabach, Südossetien und Transnistrien – das sind alles Minen oder Zeitbomben, die noch darauf warten, entschärft zu werden. Die Lösung für die europäische Sicherheit wäre die Beseitigung all dieser Altlasten aus dem Zerfall der Sowjetunion.

Wenn der Zerfall die Ursache ist, wie sollte die Sicherheitsarchitektur dann neu aufgestellt werden? Das „Gemeinsame Haus Europa“, eine Idee, die ja auch mit Michail Gorbatschow verbunden war, scheint eine Ruine zu sein.

Wir sitzen hier im Europa-Institut in der Mitte von Moskau, das ist auf Initiative von Gorbatschow gegründet worden. Dieses „Gemeinsame Haus Europa“ war ein nicht fertiger Bau, dann wurde es eine Ruine, und jetzt ist es fast verschwunden. Doch das Fundament des Gedankens bleibt. Aber diese Idee führte damals zu Nachteilen für die Sicherheit der Sowjetunion.

Bundeskanzler Helmut Kohl war in den Zerfall involviert. Als Gorbatschow ihn um zwölf Milliarden D-Mark Kredit bat – Kredit, egal in welcher Form, um Versorgungsprobleme und die wachsende Unzufriedenheit in der Sowjetunion zu lindern –, sagte Kohl etwa: „Mischa, du bist ein guter Freund, aber ich kann nichts machen.“ Das war eine Lüge. Sie hätten die Vorräte der Nationalen Volksarmee (NVA), die ohnehin vernichtet wurden, liefern können.

Die Idee lebte Anfang der 2000er-Jahre mit Romano Prodi und Wladimir Putin wieder auf. Prodi sprach von Wladiwostok bis Lissabon. 2010 sagte Putin, man solle einen industriellen Standort Europa schaffen. Man hat die Idee mit der Begründung verworfen, Russland könne ja kein Bestandteil der Europäischen Gemeinschaft sein – was Putin auch nie gewünscht hatte, und so war es auch nicht gemeint. Das war ein Missverständnis, ein Übersetzungsfehler.

Welche Rolle spielt die NATO in dieser Architektur, und welche konkreten Forderungen stellen Sie?

Dazu wurde eigentlich schon alles im Jahr 1990 gesagt. Die NATO ist keine rein politische, sondern eine militärpolitische Organisation. Sie stationiert Raketen entlang der russischen Grenze. Das wäre vergleichbar mit einer Stationierung solcher Raketen auf Kuba. Deshalb muss die Gefahr für Russland beseitigt werden. Die Ukraine sollte – und da hatte Merkel recht – ebenso wie Georgien und Moldau kein NATO-Mitglied werden.

Wir sollten ein raketenfreies Territorium und einen atomfreien Raum in Europa anstreben. Das wäre möglicherweise genau die Architektur, die Dmitri Medwedew und Putin bereits im Juni 2008 angestrebt haben. Die Europäische Sicherheit ist nicht teilbar und muss für beide Seiten akzeptabel sein. Für mich wäre die Mindestanforderung ein atomfreies und raketenfreies Gebiet, einschließlich der Beseitigung der unsinnigen Vorstellung einer Drohnen-Schutzzone.

Der Westen sieht die strategische Partnerschaft Russlands mit China kritisch. Ist der Wegfall des „Hauses Europa“ gleichbedeutend mit einer endgültigen Hinwendung Russlands zu Asien, oder bleibt der Fokus auf der europäischen Kultur, wie Sie andeuten?

Das ist eine gute Frage. Wir haben im Westen Sergej Karaganow, der sagt, wir sollen uns von Europa abwenden. Das ist eine provokante These. In dieser Hinsicht stimme ich Karaganow zu – er ist ein Provokateur, aber man muss in der Politik ein Provokateur sein, um zitiert zu werden und eine Diskussion anzustoßen.

Aber Russland ist ein eurasischer Staat. Die strategische Hinwendung zu China ist ein pragmatischer Schritt, um die globale Isolation zu durchbrechen. Dennoch bleibt der kulturelle Fokus auf Europa. Putin liest Puschkin und fordert Macron auf, weiterzulesen. Russland ist kulturell ein europäischer Staat. Die Vision geht heute bis zur Beringstraße und darüber hinaus. Russland ist dafür verantwortlich, dass der europäische Kulturstandort an Alaska grenzt.

Blicken wir auf die Zukunft. Wie realistisch ist eine Verbesserung der Beziehungen in dieser angespannten Lage? Welche Kräfte sehen Sie auf deutscher Seite, die sich für Frieden engagieren?

Wenn wir von deutsch-russischen Beziehungen sprechen: Keine Chancen. Ich sehe Kanzler Merz mit Kanistern voller Benzin dastehen. Krieg ist ein Feuer, das jeden Tag Hunderte von Menschenleben kostet. Die Position Berlins ist: noch mehr Bomben, noch mehr militärische Unterstützung. Das heißt, noch mehr Benzin in das Feuer gießen – mit 140 Milliarden Euro. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Die stärkste oppositionelle Partei ist die Alternative für Deutschland (AfD). Sie ist meiner Meinung nach nicht pro-russisch, aber sie ist für den Frieden. Die haben sehr viele Vertreter der Partei von Polizei und Bundeswehr, und die verstehen, was ein Krieg ist, und welche Gefahr besteht, wenn ein Krieg tatsächlich in Europa kommt. Solange Björn Höcke – der derzeit für ein Jahr abgetaucht ist – nicht öffentlich erklärt, dass er mit seinen früheren rechten Positionen unrecht hatte, solange habe ich Vorbehalte. Aber wenn er diesen Fehler eingesteht und seine Positionen revidiert, dann würde ich sagen, hat die Partei eine Chance.

Sie sehen die Chancen „in der Bewegung von unten“. Wie konkret äußert sich die Arbeit der Zivilgesellschaft, der Wissenschaftler und der Think Tanks, wenn der offizielle NATO-Russland-Rat stillgelegt ist? Gibt es informelle Kanäle?

Die Chancen liegen in der Bewegung von unten, weil die Politik von oben blockiert ist. Wir haben in Kaliningrad eine große Konferenz durchgeführt. Wir planen die Gruppe Wirtschaft des Petersburger Dialogs mit den deutschen Teilnehmern. Die Gruppe Zivilgesellschaft, die Gruppe Religion – alle sind aktiv. Diese Kanäle sind informell und unterliegen dem Druck des Verfassungsschutzes, aber sie existieren.

Moskau signalisiert immer: Wir sind bereit. Putin sagte beim Waldai-Treffen dieses Jahr im Oktober klar: „Aber wir bleiben bereit.“ Dieses Signal wird in Berlin ungern wahrgenommen. Das Interessante ist: Wir haben praktisch keine Lieferungen kritisch wichtiger Materialien oder Düngemittel eingestellt. Wir liefern alles, was wir geliefert haben.

Wer sind die Vordenker und Akteure, die diesen Prozess von unten vorantreiben können?

Wo gibt es die Willy Brandts oder Helmut Schmidts? Wo gibt’s Egon Bahrs? Ich sehe sie nicht. Wen können Sie jetzt als Denker in Deutschland nennen? Es gibt Aktivisten, aber keine Vordenker. Die Macht der etablierten Medien ist riesig. Ich kritisiere, dass es falsch war, den NATO-Russland-Rat stillzulegen, da er dafür gegründet wurde, Probleme zu besprechen. Doch egal, ob wir sprechen oder nicht, wir kommunizieren immer. Und ich hoffe, dass in dieser Kommunikation die Wahrheit doch einen Weg findet, indem wir den Hintergrund – und nicht nur aktuelle Welttrends – beleuchten.

Vielen Dank für diesen tiefen Einblick in die historischen und strategischen Überlegungen in Moskau.


Titelbild: Tilo Gräser


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Interviews


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=143810


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28.12.2025

Meine Söhne geb ich nichtScreenshot_2025_12_28_at_14_31_37_Meine_S_hne_geb_ich_nicht_YouTube

youtube.com, vom 23.12.2025

Original: Reinhard Mey & Freunde Cover Version: Happy Singers


Jugenddienst Meran.o


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=LTQ8Fk4wjag Dauer 6:52 Min.


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28.12.2025

Neue Landesspitze bei der DFG-VK 
Wie lässt sich so ein Konflikt verhindern?

jungewelt.de, vom 27.12.2025, Interview: Marc Bebenroth

Organisation DFG–VK hofft mit neuer Landesspitze im Osten auf konstruktive Friedensarbeit, sagt Michael Schulze von Glaßer

Michael Schulze von Glaßer ist politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)



Fotogramma/IPA/ABACAPRESS/imago

Palästinasolidarische Demonstration in Berlin (18.10.2024)


Die bisherige Spitze des DFG–VK-Landesverbands Berlin-Brandenburg ist im August abgesetzt und schließlich durch eine neue abgelöst worden. Wie konnte es soweit kommen?

Das ist ein sehr bedauerlicher Fall. Im Kern ging es dabei um unsere Positionierung im Israel-Palästina-Konflikt. Als pazifistischer Verband haben wir stets darauf geachtet, sowohl die Hamas und andere islamistische Milizen als auch die israelische Regierung und ihr Militär zu verurteilen. Unsere Solidarität gilt allen Opfern der Gewalt – und wir setzen uns für Kriegsdienstverweigerer*innen und Deserteur*innen aus der Region ein. Wir waren zunächst zurückhaltend, da Proteste uns oft zu einseitig waren. Erst im Oktober 2024 haben wir als Bundesverband dann eine auch von Amnesty International getragene Protestkundgebung in Berlin unter dem Motto »Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel« unterstützt.

Das führte zu Kritik des damaligen Landesvorstands Berlin-Brandenburg. Als es im Dezember eine weitere »Gerechter Frieden«-Kundgebung gab, die wir unterstützten, rief der zu einer Gegenkundgebung auf. Außerdem wurde Bündnispartner*innen von uns Antisemitismus vorgeworfen. Dies führte zum Ausschluss von drei Mitgliedern, die dem Landesvorstand angehörten. Unser Bundesausschuss hat dies bestätigt. Zwei der Betroffenen klagen aktuell dagegen. Um dennoch wieder einen arbeitsfähigen Landesverband zu haben, hat der Bundesverband dann am 9. Dezember zu einer Landesmitgliederversammlung im Anti-Kriegs-Museum in Berlin eingeladen – ein Neustart.

Danach stellte sich die ehemalige Spitze in einer Mitteilung als eine Art heldenhafte Widerstandstruppe gegen die »Putschisten« des Bundesverbandes dar.


Die drei ausgeschlossenen Mitglieder erschienen zu der Versammlung. Es wurde sehr kontrovers diskutiert, ob und wie lange diese teilnehmen und noch einen Rechenschaftsbericht abgeben dürfen. Einige der rund dreißig Menschen im Raum gingen leider enttäuscht vor Ende der vierstündigen Versammlung, da sie lieber über unsere Kriegsdienstverweigerungsarbeit sprechen wollten. Dennoch konnte – erst mal für ein Jahr – ein neuer Landesvorstand gewählt werden, bei dem ich große Hoffnung habe, dass er die Antikriegsarbeit in Berlin und Brandenburg, die gerade jetzt so wichtig ist, vorantreibt. Das ist es auch, was ich mir für die Zukunft wünschen würde: Deeskalation im Miteinander.

Mit der Mitteilung vom 12. Dezember, die an viele unserer Gliederungen ging und auch öffentlich verbreitet wurde, hat der neue Landesvorstand nichts zu tun. Kritik an Positionen unseres Verbands und auch unserer Bündnispartner*innen sollte solidarisch und erst mal intern geäußert werden. Der Umgang des alten Landesvorstands mit anderen Friedensbewegten war wie mit politischen Gegner*innen.

Ist durch die neue Spitze sichergestellt, dass der Landesverband nicht mehr gegen die Friedensbewegung agiert?

Der alte Landesvorstand hat durchaus gute Aktionen gegen die Bundeswehr gemacht: etwa gegen den sogenannten Veteranentag oder gegen das »Sondervermögen«. Als neue Aktionsform haben sie »Adbusting«, also die satirische Umgestaltung von Armeewerbung, in den Verband getragen, was sehr gut ankommt. An anderer Stelle sind sie aber über die Stränge geschlagen und haben Mitstreiter*innen diffamiert. Dem neuen Landesvorstand wurde bei der Mitgliederversammlung aufgetragen, eine Klausurtagung zu organisieren, um den alten Konflikt zu behandeln und hoffentlich eine Annäherung zwischen allen Mitgliedern des Landesverbands zu schaffen. Gerade sind wir in Sachen »neuer Wehrdienst« und »Kriegsdienstverweigerung« sehr gefragt – da ziehen wir alle an einem Strang. Lieber zerbrochene Gewehre als zerbrochenes Geschirr.

Wie lässt sich verhindern, dass sich so etwas wiederholt?

Je mehr Mitglieder aktiv sind und sich auch verbandsintern engagieren, desto besser. Wir sind ein pluralistischer Verband. Es ist gut, wenn sich dies auch in Vorständen ausdrückt und die wiederum auch mit den anderen Gliederungen unseres Verbands gut zusammenarbeiten. Daneben arbeiten wir am Umgang miteinander: Trotz der Differenzen, die es manchmal gibt, sind wir alle freiwillig dabei und haben die Grundsatzerklärung, uns gegen jeden Krieg einzusetzen, unterschrieben. Daran sollten wir uns häufiger erinnern. Ich sehe uns da aber auf einem guten Weg – auch in Berlin-Brandenburg.


Info: https://www.jungewelt.de/2025/12-27/index.php


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Am Anfang dieses jw-Artikels (Interview) steht Zitat: Außerdem wurde Bündnispartner*innen von uns Antisemitismus vorgeworfen. Dies führte zum Ausschluss von drei Mitgliedern, die dem Landesvorstand angehörten. Unser Bundesausschuss hat dies bestätigt. Zitatende

Der journalistischen Neutralität des guten Interviews hätte es m. E. auch entsprochen, wenn Michael Schulze von Glaßer als politischer Geschäftsführer der DFG-VK ergänzend gesagt hätte, dass sich alle Mitglieder lt. Grundsatzerklärung aktiv, "nicht nur gegen jeden Krieg einzusetzen",  sondern ebenso auch "an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten." bereit erklären, und im Kontext des ungelösten internen Konflikts auch hieran "häufiger zu erinnern", hätte dem Interview ein weiteres positives Zeichen nach Innen wie nach Außen verliehen. 

28.12.2025

Wie schlecht es um Deutschlands Wirtschaft steht zeigt sich (auch) hier

neopresse.com, vom 27. Dezember 2025, Von: Dr. Bernd Heim, Themen: 

Es steht schlecht um Deutschlands Wirtschaft. Das ist hinreichend bekannt. Doch wie schlecht die Lage wirklich ist, ist vielen Menschen im Land immer noch nicht klar, denn Politik und Medien haben ein Interesse daran, das wahre Ausmaß der Katastrophe nicht publik werden zu lassen.

Die Bürger könnten ja auf die Idee kommen, sich auf die Suche nach dem oder den Schuldigen für diese Misere zu machen und ihnen könnte dabei auffallen, dass der Schuldige zur Abwechselung mal nicht Vladimir Putin heißt. Während vielen daher noch nicht bewusst ist, wie groß die Gefahr für ihren eigenen Wohlstand ist, sprechen die Statistiken mittlerweile eine eindeutige Sprache

So hat nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden (Destatis) die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen im September 2025 gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Prozent zugenommen. Dieser Anstieg ist äußerst alarmierend, denn die Zahl der Insolvenzen ist traditionell ein nachlaufender Indikator, der immer erst recht spät auf eine positive oder negative Entwicklung in der Wirtschaft hinweist.


Doch nicht nur immer mehr Unternehmen müssen in diesem Jahr Konkurs anmelden. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm im Juli 2025 deutlich zu. Gegenüber dem Juli 2024 registrierten die Amtsgerichte einen Anstieg um 12,9 Prozent auf insgesamt 7.553 Verbraucherinsolvenzen.

Es knirscht bereits in allen Teilen der Wirtschaft

Hohe Insolvenzzahlen schon jetzt am relativen Beginn eines wirtschaftlichen Abschwungs sind daher ungewöhnlich und in jedem Fall ein Alarmsignal erster Güte. Für den Juli 2025 legte das Statistische Bundesamt vor wenigen Tagen zusätzlich die endgültigen Zahlen vor. Auch sie passen sehr gut in das bekannte schlechte Bild.

Nach den endgültigen Berechnungen erklärten im Juli 2025 insgesamt 2.197 Unternehmen vor dem Amtsgericht ihre Zahlungsunfähigkeit. Das war gegenüber dem Juli 2024 ein Anstieg um 13,4 Prozent. Die offenen Forderungen der Gläubiger aus den im Juli 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 3,7 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte die Summe der offenen Forderungen noch bei rund 3,2 Milliarden Euro gelegen.

Von 10.000 aktiven Unternehmen meldeten somit im Juli 6,3 Insolvenz an. Die Masse der Pleiten betrafen den Verkehrssektor und die Lagerwirtschaft mit einem Anteil von 12,7 Prozent an der Zahl der Gesamtinsolvenzen. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten mit jeweils 9,9 Prozent das Gastgewerbe und die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Diesem Sektor sind auch die Zeitarbeitsfirmen zugeordnet.


Info: https://www.neopresse.com/editorial/wie-schlecht-es-um-deutschlands-wirtschaft-steht-zeigt-sich-auch-hier/?source=ENL


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.12.2025

Ukraine: Korruption bis ins Parlament?

lostineu.eu, vom 27. Dezember 2025

In der Ukraine ermittelt das Antikorruptions-Büro “Nabu” gegen mehrere Abgeordnete wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Die Behörde erklärte, sie habe eine “organisierte kriminelle Gruppe” mit Abgeordneten der Rada unter ihren Mitgliedern enttarnt, die für ihr Abstimmungsverhalten “systematisch illegale Vorteile” erhalten hätten. Nabu-Ermittler versuchten, Büros von Parlamentsausschüssen zu durchsuchen, seien aber von Sicherheitskräften daran gehindert worden. – Der neue Skandal kommt nur wenige Tage, nachdem die EU der Ukraine einen Kriegskredit von 90 Mrd. Euro bewilligt hat. Die EU-Kommission hat zudem eine neue Milliardenhilfe an Kiew ausgezahlt – ohne auf die Vorwürfe einzugehen, die auch das Umfeld von Präsident Selenskyj betreffen.

Siehe auch Ukrainer halten Selenskyj für korrupt – Brüssel zahlt trotzdem

9 Comments

  1. Michael
    27. Dezember 2025 @ 19:55

    Korruption!? Im Kapitalismus ist Korruption fester Bestandteil der Sozio-ökonomie der die Gesellschaft zusammenhält! Auch und insbesondere in den USA und UK, etc.!

Antworten

  • Alexander Hort
    27. Dezember 2025 @ 19:52

    Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Korruption in der Ukraine so eine Art Stellenwert als der Klebstoff hat, der den Zusammenhalt innerhalb der Eliten sichert: Die Herstellung von Konsensfähigkeit in der sozialen Gruppe mittels großzügiger Bedienung an den Fleischtöpfen. Dass das rechtlich vielleicht problematisch ist, ist die eine Sache, aber wo kein Kläger da bekanntlich kein Richter, und die potenziellen Mitwisser sind ja immer auch potenzielle Mittäter.

    Etwas ähnliches habe ich jedenfalls mal über die kommunistische Partei in China gelesen, und ich kann mich noch gut daran erinnern, das die dortige anti-Korruptionsbehörde als ein Machtinstrument charakterisiert wurde, welches zur Einhegung unliebsamer Konkurrenten gerne genutzt wurde.

    Die eigentlich relevante Frage ist also vielleicht gar nicht so sehr, ob der Verdacht, welcher zu den Ermittlungen führte, sich erhärten wird, sondern wem die Ermittlungen von Nutzen sind.

    Antworten

    • KK
      27. Dezember 2025 @ 22:08

      „aber wo kein Kläger da bekanntlich kein Richter“

      und: wo EIN Kläger, da ist idR auch noch was für die Richter vom grossen Kuchen übrig!

      Antworten

  • Erneuerung
    27. Dezember 2025 @ 19:38

    Soll das eine Demokratiesimulation für die willigen Europäer darstellen? Natürlich ist die Ukraine eines der korruptesten Länder der Welt, nicht erst jetzt. Man sagt, die Hälfte der Hilfsgelder verschwindet in dunklen Kanälen, und die Hälfte der Waffen auch. Aber eine Hand wäscht die andere. Egal wo die Waffen und das Geld bleiben, die Rüstungslobby verdient, und der Pöbel verliert, da und hier, bis es zuviel wird und nach Absturz eine neue Qualität entsteht. Das ist ein philosophischer Grundsatz, und wir nähern uns dem Absturz mit Riesenschritten.

    Antworten

  • Karl
    27. Dezember 2025 @ 19:31

    Warum tritt das NABU Anti-Korruptions-Büro ausgerechnet so spektakulär wie noch nie gegen das gesamte Parlament der Ukraine an, während Selenski am Abend desselben Tages von Trump in den USA bearbeitet werden wird?
    Dass das NABU unter Einfluss der USA existiert und handelt, beschreiben detailliert so unterschiedliche Quellen wie die russische Nachrichtenagentur TASS (gestern: https://tass.com/world/2064993) als auch das US Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/National_Anti-Corruption_Bureau_of_Ukraine#Scandal_related_to_the_2020_U.S._presidential_election ).

    Antworten

  • palman
    27. Dezember 2025 @ 18:51

    … und “mein” damaliger MitBewerber (MdB-Kandidatur in “2000”) Marco BÜLOW hat doch in “verlaufenen” Jahr bereits sein Buch > KORRUMPIERT < (so googeln) vorgelegt – also h i e r in “BRD” !?! – und sein “Erstes Werk” trug bereits in den Nuller-Jahren den Titel > W i r A b n i c k e r < (im dt. Bundestag) !?! – wenn man sich n u r diese beiden Titel merkt – braucht man sich “weiters” k e i n e n KOPF mehr um’s > POLIT(ik)-Geschäft < zu machen !!??!! ????

    Antworten

  • Reykjavik
    27. Dezember 2025 @ 18:39

    Apropos “Korruption bis ins Parlament?”: wie geht es denn z.B. Geldkoffer-Kaili? Man hört, sie sitzt immer noch fröhlich im EP (haha und als moralisches Vorbild stimmt sie über Sanktionen gegen andere mit ab!). Die EP-Präsidentin Metsola ist auch kein unbeschriebenes Blatt in dieser Hinsicht und bei der Kommission war doch auch mal was mit Pfizer…? Erstaunlich, wieviel die EU-ropäischen und die ukrainischen politischen Strukturen doch immer wieder gemeinsam haben!

    Antworten

    • KK
      27. Dezember 2025 @ 22:20

      Deswegen ist die Ukraine ja auch als EU-Mitglied so begehrt… sie passt da gut rein!
      Übrigens: Im letzten „Friedens-„Plan, den Selenkyj mit Trump ausgeheckt hat (waren jetzt nur noch 20 Punkte) war ein Punkt, dass die Ukraine der EU beitreten wird (so nach der Auflistung der 20 Punkte Berliner Zeitung, jetzt Bezahlschranke) – interessant, dass die Präsidenten der USA und der Ukraine sich dies zu entscheiden erdreisten.

      Antworten

  • KK
    27. Dezember 2025 @ 18:38

    Ich denke, nicht nur in ukrainischen Parlamentsbüros würden Korruptionsermittler auf reiche Beute im wahrsten Wortsinn sto



  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-korruption-bis-ins-parlament/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    BEST OF 2025 – Die Russen kommen: Viele Warnungen, keine Beweise


    lostineu.eu, 27. Dezember 2025

    Die besten (meistgelesenen) Beiträge von Lost in EUrope im vergangenen Jahr. Folge 4 von 10 zur angeblich neuen Bedrohungslage, die beim Nato-Gipfel im Juni ausgerufen wurde.

    REPOST vom 25.06.25, UPDATE unten

    Der Nato-Gipfel beschwört wie erwartet die Gefahr aus Russland. Doch weder Generalsekretär Rutte noch Kanzler Merz liefern dafür irgendwelche Beweise.

    Karten auf den Tisch! Das wäre wohl das Mindeste, was man erwarten dürfte, wenn die Nato von einer wachsenden Bedrohung durch Russland spricht und deshalb sogar mehr Geld fordert als während des Kalten Krieges.

    In den 80ern gab die Militärallianz rund drei Prozent des BIP für Rüstung aus. Nun sollen es fünf Prozent werden – dabei stehen keine russischen Truppen mehr vor Berlin, und der Warschauer Pakt ist auch längst aufgelöst.

    Doch eine Bedrohungsanalyse, die die Hochrüstung rechtfertigen könnte, haben die Nato-Chefs nicht vorgelegt. Das Fünf-Prozent-Ziel beruht auf angeblich fehlenden militärischen Fähigkeiten – doch welche das sind, ist geheim.

    Wie will man die Öffentlichkeit (und die Parlamente) in EUropa also davon überzeugen, nie dagewesene Summen – Experten sprechen von bis zu 14 Billionen Euro – in Waffen zu stecken und sich dafür massiv zu verschulden?

    Kanzler Merz spielt auf der Klaviatur der Angst. “Russland bedroht nicht nur die Ukraine, Russland bedroht den gesamten Frieden, die gesamte politische Ordnung unseres Kontinents”, sagte Merz am Rande des Nato-Gipfels.

    Die Nato-Partner hätten “übereinstimmend” festgestellt, “dass sich die Bedrohungslage geändert hat und die Bedrohung heißt insbesondere Russland”, fügte er hinzu. Was sich geändert hat, sagte er nicht.

    Der Krieg um die Ukraine tobt seit drei Jahren, die Nato wurde in dieser Zeit nicht angegriffen. Die einzig relevante Änderung ist der Machtwechsel in Washington. Hat Merz vielleicht Angst vor US-Präsident Trump?

    Rutte jongliert mit Zahlen

    Rätsel gibt auch Nato-Generalsekretär Rutte auf. Der “Trump-Flüsterer” wurde in Den Haag gefragt, worauf seine Behauptung beruhe, Russland könne in fünf Jahren angreifen. Could you please tell us what is this assessment based on?

    Er konnte es nicht erklären. Hier seine Antwort – aus dem offiziellen Nato-Protokoll einer Pressekonferenz in Den Haag (Hervorhebungen von mir):

    There’s widespread agreement within NATO that at this moment, today, if Russia would attack us, our reaction will be devastating, and the Russians know this.


    Innerhalb der NATO herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass unsere Reaktion im Falle eines russischen Angriffs auf uns heute verheerend wäre, und die Russen wissen das.         Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    But there is great worry in many circles of NATO. We have heard the Chief of Defence in Germany, a couple of weeks ago, and many other senior military leaders speaking about this, and also senior intelligence community people speaking about, that between 3, 5, 7 years from now, Russia will be able to successfully attack us, if we do not start investing more today.


    In vielen Kreisen der NATO herrscht jedoch große Besorgnis. Vor einigen Wochen haben wir gehört, wie der deutsche Verteidigungsminister und viele andere hochrangige Militärs darüber gesprochen haben, und auch hochrangige Vertreter der Geheimdienste haben darauf hingewiesen, dass Russland in drei, fünf oder sieben Jahren in der Lage sein wird, uns erfolgreich anzugreifen, wenn wir heute nicht beginnen, mehr zu investieren.

    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


    Drei, fünf, sieben Jahre – das zeigt, auf welch schwankendem Boden sich Rutte bewegt. Er jongliert mit Zahlen, gibt aber keine Antworten. Warum sollte Russland in Zukunft angreifen, wenn es dies bisher nicht getan hat?

    Und warum sollte die Reaktion der Nato dann weniger “devastating” sein, warum sollte die Abschreckung plötzlich versagen? Merz und Rutte stellen viele Behauptungen auf, doch sie sind Beweise schuldig geblieben…

    Siehe auch unseren Faktencheck zur Nato-Hochrüstung. Mehr zur Nato hier


    UPDATE: Merz und Rutte haben im Laufe des Jahres verbal weiter aufgerüstet, doch immer noch keine Belege für ihre Bedrohungsanalysen geliefert. Der Kanzler sagte, die Lage sei ähnlich wie 1938, als Hitler seinen Überfall auf Polen vorbereitete. „Wenn die Ukraine fällt, hört er (Putin) nicht auf“, behauptete Merz auf dem CSU-Parteitag. „Wir sind Russlands nächstes Ziel“, meint auch Rutte. Statt in drei könne es nun schon in zwei Jahren zu einem größeren Krieg kommen.

    Wieso es plötzlich schneller gehen soll, bleibt offen. Die Argumentation überzeugt nicht, denn sie kann sich nicht auf nachprüfbare Fakten stützen. Hilfsweise wird neuerdings die These vom “hybriden Krieg” vertreten: Russland greife EUropa längst an, allerdings auf eine unterschwellige Art. Man sei noch nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden, heißt das neue Narrativ der Kriegstreibervorbereiter. Es hat den Vorteil, dass es Angst schürt und die Aufrüstung fördert…

    P.S. Der EU-nahe “European Council of Foreign Relations” kam kürzlich zu dem Schluß, daß Russland vom Krieg in der Ukraine so geschwächt sei, daß es derzeit weder zu einem konventionellen Angriff auf Estland noch zu einer hybriden Attacke fähig wäre. Um diese Fähigkeiten zu erlangen, werde es noch 5-10 Jahre dauern – nach dem Ende des Krieges!

    6 Comments

    1. Josef Berchtold
      28. Dezember 2025 @ 10:33

      Schon mit der Bombardierung Syriens begann ganz offensichtlich die hybride Kriegsführung durch Putin. Schon fast Völkerwanderung setzte daraufhin ein. Putin ist ein verschlagenes Subjekt und bekanntlich Diktator und Anstifter zu Morden, sogar im Ausland. Im Inland mysteriöse Fensterstürze, im Ausland Gift.

    Antworten

  • Kleopatra
    28. Dezember 2025 @ 10:10

    1) Es gibt einen Grund, weshalb europäische NATO-Staaten ihre Rüstung intensivieren müssen, der von der konkreten russischen Bedrohung unabhängig ist: die Unsicherheit, wieweit die USA innerhalb der NATO Beistand leisten würden. Wenn die USA als Garant wegfallen, müssen die europäischen ANTO-Staaten – bei gleich starkem Schutzbedürfnis – innerhalb kurzer Zeit durch intensive Aufrüstung kompensieren.
    2) Die Sendungen des russischen Fernsehens sind voll von Aggressionsphantasien in der Art von „wir müssen Berlin zerstörten und Wien ‚ein zweites Mal befreien’“ (Vl. Solov’ev). Sollte man solche Hasspropaganda staatlicher Sender nicht ernst nehmen dürfen?
    3) Es mag durchaus sein, dass Russland objektiv nicht in der Lage wäre, einen siegreichen Krieg gegen Westeuropa zu führen. Aber das ist kein zwingender Grund, weshalb sie es nicht dich versuchen sollten. Bereits der Ukrainekrieg ist ein Beispiel, wie Russen aus falscher Einschätzung leichtfertig einen Krieg begonnen haben, und kann daher genauso gut als Argument dienen, dass man die Russen maximal abschrecken muss. Beweise im strengen Sinn kann man für Angriffsabsichten der Gegenseite ohnehin erst führen, wenn es zu spät ist.

    Antworten

  • palman
    27. Dezember 2025 @ 19:30

    … und Ich wurde im “Journo-Studium” – Ende der 70er – zum Thema “Gleichgeschaltete Presse im Dritten Reich” auf einen sehr speziellen “National-Protagonisten” aufmerksam “gemacht” !?! – handelte sich dabei um “Alfred HUGENBERG” (Wiki gucken) – und ebd. liest man u.v.a., daß ER bereits im Jahr “19-15” (!!!) Mit-Begründer eines dt. Vereins mit Namen > Freie Ukraine < war !?! – “Der Gute” – damals ebs. als “Industrie-Magnat” unterwegs – wurde über “90 Jahre” alt und starb in den “50ern” !?! – Ähnlichkeiten “zu HEUTE” sind nat. “aller-reinster” ZUFALLs-Natur … ????

    Antworten

  • Michael
    27. Dezember 2025 @ 13:46

    Interessante Lektüre zu diesem Thema auch hier:
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/die-eu-verhaelt-sich-als-waere-das-einschuechtern-der-eigenen-bevoelkerung-ein-ersatz-fuer-eine-strategie/

    Antworten

  • umbhaki
    27. Dezember 2025 @ 12:20

    Es gibt nur eine logische Erklärung für die dramatische Hochrüstung EUropas und die gleichzeitigen – ganz offensichtlich gelogenen – Behauptungen, Russland würde militärische Aggressionen gegen EUropa planen.

    Diese eine logische Erklärung ist die, dass EUropa, also seine Machthaber, selbst den großen Krieg gegen Russland planen und vorbereiten.

    Tut mir leid.

    Antworten

    • KK
      27. Dezember 2025 @ 18:36

      Ja, das ist auch meine Vermutung – schon seit der erstmaligen Forderung von Pistorius, dass wir “kriegstüchtig werden” müssten habe ich diesen Verdacht, der seitdem stetig weiter gewachsen ist…


  • Info: https://lostineu.eu/best-of-2025-gefahr-aus-russland-viele-behauptungen-keine-beweise/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    28.12.2025

    Nachrichten von Pressenza: Atomwaffenverbots-Initiative eingereicht: Schweiz soll völkerrechtliches Verbot endlich mittragen

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 28. Dezember 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 28.12.2025


    Atomwaffenverbots-Initiative eingereicht: Schweiz soll völkerrechtliches Verbot endlich mittragen


    Kurz vor Heilig Abend hat die Schweizer Allianz für das Atomwaffenverbot bei der Bundeskanzlei in Bern die Unterschriften für die Volksinitiative zum Beitritt der Schweiz zum UNO-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (TPNW) eingereicht. Damit kommt eine aussen- und sicherheitspolitische&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/atomwaffenverbots-initiative-eingereicht-schweiz-soll-voelkerrechtliches-verbot-endlich-mittragen/


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    Sheinbaum unterstreicht die lange Beziehung zwischen Mexiko und Kuba


    „Die Beziehung zwischen Mexiko und Kuba ist historisch. Mexiko war das einzige Land, das sich von Anfang an gegen die (von den USA verhängte) Blockade ausgesprochen hat. Unabhängig von der politischen Partei gab es also immer Beziehungen zwischen Mexiko und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/sheinbaum-unterstreicht-die-lange-beziehung-zwischen-mexiko-und-kuba/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    28.12.2025

    hier die 32. zeitzeichen, vom mai 2025 bis zum dezember 2025:

    freiheitsfoo.de, Veröffentlicht am 28. Dezember 2025 von freiheitsfooZeitzeichen, 32

    victor-klemperer-cc-by-sa-bundesarchiv_bild_183-s90733-mod-freiheitsfooIn unserer Kategorie „Zeitzeichen“ rezitieren wir in unregelmäßigen Abständen und in ebenso unregelmäßigem Umfang Nachrichtenschnipsel oder Zitate, die wir als möglicherweise stellvertretende Beispiele für größere Entwicklungen und gesellschaftliche Symptome empfinden: als Zeitzeichen.


    Wir behalten uns vor, dieses oder jenes kurz zu kommentieren oder zu bewerten, oder auch nicht. :)

    Bundestag, 16.5.2025: „Wachstum ist Reiches Strategie gegen die Wirtschaftskrise.“ Da kann man nur Wachstumsschmerzen kriegen …

    DLF, 7.6.2025: „In der Debatte um Personalmangel bei der Bundeswehr hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Röwekamp, die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht gefordert. Diese müsse für Männer und Frauen gleichermaßen gelten, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“. Von den rund 700.000 Schulabgängern jährlich entschieden sich derzeit nur etwa 10.000 für den Dienst in der Bundeswehr, betonte Röwekamp. Wer sein Leben in Freiheit und Wohlstand führen wolle, könne sich aber nicht allein auf das Engagement anderer verlassen. (…) Der Vorsitzende des Reservistenverbandes, Sensburg, äußerte sich ähnlich und forderte erneut eine Rückkehr zur Wehrpflicht.“

    DLF, 26.6.2025: Bundesaußenminister Wadephul hat das Einstellen der Bundesmittel für die zivile Seenotrettung im Mittelmeer verteidigt. Der CDU-Politiker sagte in Berlin, das sei nicht Aufgabe des Auswärtigen Amtes. Er wolle stattdessen den Blick auf den Ursprung der Fluchtbewegungen richten und mit diplomatischen Mitteln dafür sorgen, dass Fluchtbewegungen eingegrenzt werden könnten. Die Streichung der Mittel aus dem Etat des Außenministeriums war gestern bekannt geworden.“

    DLF, 27.6.2025: Der Bundestag hat die Aussetzung des Familiennachzugs für Geflüchtete mit eingeschränktem Schutzstatus beschlossen. Bei der namentlichen Abstimmung sprachen sich 444 Abgeordnete dafür aus und 135 dagegen. Enthaltungen gab es keine. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass eingeschränkt Schutzberechtigte zwei Jahre lang nur noch in Härtefällen Ehepartner oder minderjährige Kinder nach Deutschland holen können. Bisher gibt es für Angehörige ein Kontingent von 1.000 Visa pro Monat. Mit der Aussetzung wollen Union und SPD die Zahl der Geflüchteten senken und Städte und Kommunen entlasten. Das stärkt nach Einschätzung des CDU-Innenpolitikers Throm den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bundesinnenminister Dobrindt von der CSU verwies in der Parlamentsdebatte auf Grenzen der Belastbarkeit der Sozialsysteme, des Bildungswesens und des Wohnungsmarktes.“

    DLF, 28.6.2025: „Das Deutsche Rote Kreuz berichtet über katastrophale Zustände bei der Verteilung von Hilfgütern durch die umstrittene Gaza Humanitarian Foundation. Der Leiter der internationalen Zusammenarbeit beim DRK, Johnen, sagte im Deutschlandfunk, die Organisation missachte humanitäre Grundsätze und sei nicht neutral. Es komme immer wieder zu großer Gewalt. Johnen führte aus, es gebe einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der dramatisch gestiegenen Anzahl von Verletzten und Toten und der Verteilung von Hilfsgütern durch die Gaza Humanitarian Foundation. (…) Nach UNO-Angaben wurden im Umfeld der Essensverteilung seit Ende Mai mindestens 410 Palästinenser getötet. In fast allen Fällen haben demnach israelische Soldaten ohne Anlass auf unbewaffnete Mengen geschossen. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ kritisierte kürzlich auf X, das von Israel und den USA unterstützte Programm sei „eine Metzelei, die als humanitäre Hilfe getarnt ist“. UNO-Generalsekretär Guterres erklärte, die Suche nach Nahrung dürfe niemals ein Todesurteil sein. Er warb außerdem ein weiteres Mal für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg. Israel hatte die Gaza Humanitarian Foundation nach einer wochenlangen Totalblockade des Gazastreifens ins Spiel gebracht, um die Verteilung von Hilfsgütern durch die UNO und andere Organisationen zu umgehen. (…)“

    DLF, 9.8.2025: „Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Middelberg hat den Koalitionspartner SPD wegen der Personalie Brosius-Gersdorf um Entschuldigung gebeten. Man hätte früher erkennen müssen, dass es in der Fraktion große Bedenken gegen die Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht gegeben habe, sagte Middelberg im NDR. (…) Er bekräftigte allerdings, dass die Unionsfraktion Brosius-Gersdorfs Positionen weiterhin ablehne. Mit Verweis darauf hatte die Professorin diese Woche auf eine weitere Kandidatur verzichtet.“ Da bringt Herr Middelberg wohl die Zeitschiene durcheinander und übersieht wohlwissend, dass einflußreiche Lobbygruppen erst nach der Nominierung zahlreiche „Christdemokraten“ zu ihrer zersetzenden Haltung und Handlung gebracht haben.

    DLF, 9.8.2025: „Israels Ministerpräsident Netanjahu hat in einem Telefonat mit Bundeskanzler Merz die Entscheidung Deutschlands kritisiert, die Waffenexporte an sein Land einzuschränken. Netanjahu habe dem Bundeskanzler seine Enttäuschung (..). Der israelische Regierungschef erklärte, anstatt den gerechten Krieg seines Landes gegen die Hamas zu unterstützen, belohne Deutschland den Terrorismus der Islamisten durch ein Waffenembargo für Israel. Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter dagegen sprach auf X von einem „schweren politischen und strategischen Fehler Deutschlands“. Die Glaubwürdigkeit der deutschen Staatsräson bemesse sich gerade an der Sicherheitskooperation und der Zusage, jüdisches Leben und den Staat Israel zu schützen.
    (…) Der JU-Vorsitzende und CDU-Bundestagsabgeordnete Winkel schrieb auf der Plattform X: „Israel macht ab heute die Drecksarbeit für uns, nur ohne deutsche Waffen.“.“ Na erst mal: Das hat viel zu lange gedauert, bis die „C“DU vieltausendfaches Leid und Tod auf Palästinenserseite nicht mehr ignoriert hat. Herr Kiesewetter scheint auf einem Auge blind zu sein, und die Junge Union sollte bitte mal deklarieren, was sie unter „Drecksarbeit“ genau versteht und wie diese mit Menschen- und Völkerrecht vereinbar ist. Auch bemerkenswert: Der Syntax der „deutschen Waffen“

    DLF, 9.8.2025: Kulturstaatsminister Weimer: Wer öffentliches Geld erhält, soll nicht gendern. Nach dem Genderverbot in der eigenen Behörde drängt Kulturstaatsminister Weimer alle öffentlich geförderten Institutionen, dieser Linie zu folgen. Es gehe dabei um eine gemeinsame Verantwortung für die Verständlichkeit staatlich geförderter Kommunikation, sagte der parteilose Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Museen, Stiftungen und auch Rundfunkanstalten sollten eine Sprache wählen, die für alle nachvollziehbar sei und breite Akzeptanz finde. Weimer hatte zuletzt in seiner eigenen Behörde die Verwendung gendergerechter Sprache mit Sonderzeichen in offiziellen Schreiben untersagt. (…) Der Deutsche Journalisten-Verband kritisierte den Vorstoß Weimers als „gravierende Kompetenzüberschreitung“. Der Verbandsvorsitzende Beuster sagte, die Redaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks müssten weiterhin selbst entscheiden dürfen, ob sie gendergerechte Sprache verwendeten. Dies gehe einen Kulturstaatsminister schlicht und ergreifend nichts an, so Beuster.“

    correctiv, 18.8.2025: Bundeswehr trimmt Städte und Gemeinden auf Kriegstüchtigkeit. Hochrangige Vertreter der Bundeswehr statten seit einigen Wochen Bürgermeistern und Landräten bundesweit Besuche ab – und legen ihnen nahe, ihre Kommunen auf die gestiegene Gefahr eines Krieges auf deutschem Boden vorzubereiten. Die Bundeswehr bestätigt die Maßnahme.“

    DLF Kultur, 19.8.2025: Künstliche Intelligenz ist das ideale Werkzeug, um autoritäre oder gar faschistische Ideen umzusetzen, sagt der Mathematiker und Philosoph Rainer Mühlhoff. Die Gefahr müsse erkannt und mit Hilfe von Regulierung begrenzt werden. Dass digitale Medien die Demokratie bedrohen, wird schon länger angemahnt. Doch seit Beginn des Jahres hat die Gefährdung eine neue Qualität. Erstmals griff mit Elon Musk ein Tech-Unternehmer direkt in den Verwaltungsapparat einer Regierung ein. Das Ziel: Die Säuberung der staatlichen Infrastruktur durch Massenentlassungen und das Verbot von Diversitätsprogrammen. … Mit Faschismus meint der Ethik-Professor von der Universität Osnabrück nicht das historische Phänomen, wie man es aus dem 20. Jahrhundert etwa aus Deutschland oder Italien kennt. Stattdessen müsse man den Begriff mit Blick auf Gegenwart und Zukunft erproben. Er definiert den neuen Faschismus als eine Kombination aus antidemokratischem Wirken, Gewaltbereitschaft und der Nutzung von Technologie als Machtinstrument.

    Verfassungsblog, 9.9.2025: Das dosierte Menschenrecht. Zur Vorenthaltung von Gesundheitsleistungen für Geflüchtete. Die Frage von Gesundheitsleistungen für Geflüchtete wird politisch immer wieder instrumentalisiert. Kaum im Amt, beschloss die aktuelle Bundesregierung finanzielle Kürzungen für die bereits enorm prekäre psycho-soziale Betreuung Geflüchteter, darunter viele schwer traumatisierte Folteropfer. Die Regierung plant derweil weitere Verschärfungen: Unter anderem sollen neu eingereiste Geflüchtete aus der Ukraine, die unter die sog. Massenzustromrichtlinie (Richtlinie 2001/55/EG) fallen, künftig nur noch die abgesenkten (Gesundheits-)Leistungen nach dem AsylbLG erhalten (Referentenentwurf des BMAS). Hiermit stellt sich die Bundesregierung weiter in schroffen Gegensatz zur umfassenden Gewährleistung des Rechts auf Gesundheit, die NGOs und die WHO seit Jahren einfordern. Der diskriminierungsfreie Zugang Geflüchteter zur medizinischen Versorgung steht nun einmal mehr auf der Agenda des UN-Ausschusses für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (WSK-Ausschuss), der seit dem 8. September 2025 den jüngsten Staatenbericht Deutschlands zur Umsetzung des UN-Sozialpakts prüft. Mehrere NGOs – darunter Ärzte der Welt, die GFF, PRO ASYL und die BAfF – weisen gemeinsam auf eine lange „List of Issues“ systemischer Defizite hin (NGO-Parallelbericht), zu denen die eingeschränkten Leistungen nach dem AsylbLG, aber auch etwa das Erfordernis von Behandlungsscheinen gehört. Diese und weitere Beispiele zeigen, wie Deutschland mit der Vorenthaltung von Gesundheitsleistungen für Geflüchtete gegen seine grund- und menschenrechtlichen Verpflichtungen verstößt.“

    Politico 10.9.2025: „This means giving Europe independent strategic capabilities. We must invest in real-time space surveillance so that no movement of forces goes unseen. We must heed the call of our Baltic friends and build a drone wall,“ the German politician [Ursula von der Leyen; JW] added.

    tagesschau, 17.9.2025: „(…) Merz setzt auf wirtschaftliches Wachstum. Gerade beim Sozialstaat seien „mutige Reformen“ nötig, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren. (…) Als Voraussetzung für die künftige Finanzierung von sozialen Leistungen nannte Merz wirtschaftliches Wachstum. (…)“ So wie die derzeitige Bundeswirtschaftsministerin Reiche (s.o.) noch ein weiterer Dinosaurier, der nicht logisch und sachlich über die Unsinnig- bzw. Wahnsinnigkeit der Wachstumsideologie denken kann oder will.

    DLF, 4.12.2025: „Schulstreik gegen Wehrpflicht – Lehrerverband warnt vor Folgen. Angesichts der für morgen angekündigten Protestaktionen gegen eine Wehrpflicht warnt der Deutsche Lehrerverband Schüler vor möglichen Folgen. Wer unentschuldigt dem Unterricht fernbleibe und Gesprächsangebote ausschlage, müsse mit erzieherischen Maßnahmen bis hin zu einem Verweis rechnen, sagte Verbandspräsident Düll dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ein Bündnis aus Jugendorganisationen hat zu einem bundesweiten Schulstreik aufgerufen.“

    DLF, 7.12.2025: „US-Deportationen nach Eswatini: Unmut über geheimes Millionenabkommen mit Washington wächst. (…) Eswatini, das bis 2018 Swasiland hieß, nimmt offenbar gegen Bezahlung abgeschobene Straftäter aus den USA auf. Die Rede ist von fünf Millionen Dollar für bis zu 160 Menschen. Wohin das Geld aus den USA fließt, ist unklar. 15 verurteilte Straftäter wurden bereits ins Land gebracht. Sie kommen unter anderem aus Vietnam, Jamaika, Laos und dem Jemen. Laut US-Regierung wollten deren Heimatländer sie nicht zurücknehmen.“

    US-Short Story mit autoritären und Mäntelchen-im-Wind-Anteilen. DLF, 6.12.2025: „Der Besitzer des Onlinedienstes X, Musk, hat auf die von der EU verhängte Millionenstrafe gegen sein Unternehmen reagiert. Er schrieb auf X, die EU sollte abgeschafft werden. DLF, 9.12.2025: US-Präsident Trump hat europäischen Spitzenpolitikern Schwäche und Orientierungslosigkeit vorgeworfen. Europa mache keine gute Arbeit, sagte Trump dem Nachrichtenportal „Politico“. Er verwies auf eine aus seiner Sicht falsche Migrationspolitik und falsche Werte. Der US-Präsident deutete an, künftig Politiker zu unterstützen, die er für geeigneter hält. Die US-Regierung hatte in ihrer jüngsten Sicherheitsstrategie die derzeitigen Beziehungen zu Europa infrage gestellt.“ DLF, 10.12.2025: Bundeskanzler Merz hat nach der Kritik von US-Präsident Trump an der Migrationspolitik in Europa auf eine „Kurskorrektur“ in Deutschland verwiesen. Er habe dem US-Präsidenten wiederholt gesagt, dass man in Deutschland eine neue Politik in der Einwanderung und im Asylrecht mache, sagte Merz in Berlin. Er werde Trump bei nächster Gelegenheit auch sagen, dass man damit großen Erfolg habe und die Asylbewerberzahlen in Deutschland in etwa halbiert habe. (…) Der US-Präsident hatte die europäische Einwanderungspolitik in einem Interview als Katastrophe bezeichnet. Die meisten europäischen Länder seien durch Migration im Verfall begriffen, sagte er. Länder wie Deutschland oder Schweden litten unter massiv gestiegenen Kriminalitätsraten. Diese sollten die Leute rauswerfen, die illegal ins Land gekommen seien.“

    DLF, 11.12.2025: Das Bundesinnenministerium will die Aufnahmezusage für mehrere hundert Afghanen widerrufen. Nach Angaben einer Sprecherin geht es um etwa 640 Menschen, die unter vorherigen Bundesregierungen eine Aufnahmezusage für Deutschland erhalten hatten. Ihnen werde in den kommenden Tagen mitgeteilt, dass an einer Einreise nach Deutschland kein politisches Interesse mehr bestehe. (…)“ What the hell?

    Vorweihnachtliche Zeit 2025:

    1.) Stefan Krempl am 19.12.2025 auf heise.de: Die Regierung schließt den Kauf von Standortdaten für Sicherheitsbehörden nicht aus, hüllt sich bei Details aber in Schweigen. Experten wittern Rechtsbrüche. Wer eine Wetter-App nutzt oder am Smartphone daddelt, ahnt meist nicht, dass die dabei anfallenden GPS-Koordinaten auf dem digitalen Markt landen könnten – und von dort direkt auf den Monitoren staatlicher Ermittler. Was nach einem fernen Überwachungsszenario klingt, ist in Deutschland eine realistische Option: In einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion räumt die Bundesregierung ein, dass der Bezug personenbezogener Daten von kommerziellen Datenhändlern im Einzelfall angemessen sein könne. (…) Die Regierung versucht den potenziellen Datenkauf rechtlich zu legitimieren, indem sie Werbedatenbanken als „allgemein zugängliche Quellen“ einstuft. Experten halten diese Interpretation für brandgefährlich. (…)“

    2.) Erneut Stefan Krempl am 19.12.2025: Das Bundeskanzleramt treibt eine umfangreiche Reform des Gesetzes für den Bundesnachrichtendienst (BND) voran. Ziel ist es, den Auslandsgeheimdienst technologisch wie operativ aufzurüsten. Das berichten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung. Ein Kernpunkt der Initiative ist demnach die Befugnis für die Agenten, physisch in Wohnungen einzudringen, um Spionagesoftware wie den Bundestrojaner heimlich direkt auf IT-Systemen von Zielpersonen zu installieren. Das soll helfen, technische Hürden wie Verschlüsselung und die Abschottung von Endgeräten zu umgehen. (…) Brisant ist auch die vorgesehene Einführung „operativer Anschlussmaßnahmen“, die den BND zur Sabotage im Ausland ermächtigen würden. Bisher war die Arbeit der Behörde darauf beschränkt, Erkenntnisse zu gewinnen und diese für die politische Entscheidungsfindung aufzubereiten. Nach den Plänen soll der Dienst eigenständig handeln dürfen, um die Angriffsfähigkeit gegnerischer Akteure zu schwächen. Dies reicht von der Störung feindlicher Kommunikationsnetze bis hin zur Unschädlichmachung von Waffensystemen durch gezielte Cyberoperationen. Bei Cyberangriffen auf deutsche Ziele soll es dem BND so laut den Berichten erlaubt werden, im Rahmen der umstrittenen „Hackbacks“ aktiv zurückzuschlagen. (…) Insgesamt umfasst der Entwurf 139 Paragraphen, was einer Verdopplung des bisherigen Normenwerks entspricht und den Anspruch der Reform unterstreicht. (…)“

    Da kann sich der „Grüne“ Konstantin von Notz mit seiner Euphorie nicht mehr zurückhalten:

    3.) DLF, 20.12.2025: „Der Grünen-Sicherheitspolitiker von Notz begrüßt die Pläne der Koalition, die Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes zu erweitern. Von Notz sagte im Deutschlandfunk, die Sicherheitslage sei angesichts hybrider Angriffe unter anderem aus Russland maximal ernst. Deshalb sei es notwendig, die Zeitenwende auch in den Nachrichtendiensten zu vollziehen, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Bundestags. Die Grünen seien bereit, auch über präventive Cyberangriffe und Sabotageaktionen zu reden. Voraussetzung sei, dass diese Befugnisse in einem engen rechtsstaatlichen Rahmen erteilt würden, sagte von Notz. (…)“

    Und noch so ein vergiftetes Weihnachtsgeschenk:

    4.) DLF, 21.12.2025: Union und SPD wollen Internetanbieter einem Bericht zufolge verpflichten, Daten von Nutzern mindestens drei Monate lang zu speichern. Es gehe unter anderem um Internetprotokoll-Adressen, die eindeutige Kennung des Anschlusses sowie das Datum und die sekundengenaue Uhrzeit. Bundesjustizministerin Hubig sagte der „Bild“-Zeitung, es sei ihr Ziel, Kriminalität im Internet wirksamer zu bekämpfen. Bei Kinderpornografie, Online-Betrug und strafbarem Hass im Netz kämen Täter bislang viel zu oft davon. Kritik von Datenschützern wies die SPD-Politikerin zurück. Die Vertraulichkeit der Kommunikation bleibe strikt gewahrt, die Erstellung von Bewegungs- und Persönlichkeitsprofilen sei ausgeschlossen, sagte Hubig. Ein entsprechender Entwurf wurde laut „Bild“ zur Abstimmung an die anderen Bundesministerien versandt. Im Frühjahr solle das Gesetz im Bundestag verabschiedet werden.“ Ach so – die „BILD“ erfährt als erstes davon?! Statt zuvor mal die Bevölkerung angemessen über das zu informieren, worum es hier geht was selbst der DLF-Beitrag nicht als Wort zu benennen mag oder kann: Um die neue Vorratsdatenspeicherung.

    Weihnachten 2025:

    heise.de, 26.12.2025: Bundesdigitalminister ist für Social-Media-Sperre für Kinder. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) zeigt sich offen für ein Social-Media-Verbot für Kinder, wie in Australien. „Ich kann dem eine Menge abgewinnen. Ich halte die Frage nach einer Altersbeschränkung für mehr als berechtigt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). (…) Was das richtige Alter ist, muss gut diskutiert werden“, fügte er hinzu (…) „Wir schulden das den Kindern“

    DLF, 26.12.2025: „Der frühere Bundesinnenminister de Maizière mahnt Reformen und Vereinfachungen im deutschen Sozialstaat an. (…) Er fügte hinzu, wenn man dem Sozialstaat einmal seine Daten gebe, sei es nicht zu viel verlangt, dass diese Daten von den verschiedenen Behörden so genutzt würden, dass für den Bürger die günstigste Sozialleistung herauskomme. (…) Gemeinsam mit der Unternehmerin Jäkel, dem früheren Bundesfinanzminister Steinbrück und dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Voßkuhle hatte de Maizière die Initiative für einen handlungsfähigen Staat ins Leben gerufen, die ebenfalls Vorschläge gemacht hatte. (…) Mit Blick auf die Debatte um die Aufnahme von gefährdeten Menschen aus Afghanistan kritisierte der frühere Bundesinnenminister, Deutschland sei nicht schnell genug gewesen. Als Minister hatte de Maizière bereits 2014 eine Aufnahme von Ortskräften in Afghanistan zugesagt für den Fall, dass sie bedroht würden. Dass nun Zusagen auch aus dem Ortskräfteverfahren zurückgenommen werden, wollte er nicht bewerten. (…)“

    DLF, 26.12.2025: „Der Vorstoß des früheren Verfassungsgerichtspräsidenten Voßkuhle für Klarnamen im Internet findet Fürsprecher in der Politik. Voßkuhle hatte im „Tagesspiegel“ für eine Pflicht zur Verwendung von Klarnamen plädiert, um Hass und Hetze einzudämmen und die Diskurskultur im Netz rationaler zu gestalten. Es gebe eine „Verrohung im Netz“, die keine Gesellschaft aushalte. Eine Klarnamenpflicht sei nicht einfach umzusetzen, aber verfassungsrechtlich zulässig, argumentierte der 62-Jährige, der von 2010 bis 2020 Präsident des Bundesverfassungsgerichts war. Bayerns Digitalminister Mehring von den Freien Wählern unterstützt Voßkuhles Vorschlag. Das Recht auf freie Meinungsäußerung beinhalte keinen Anspruch auf Anonymität, sagte er der Zeitung. (…) Auch Berlins Justizsenatorin Badenberg forderte eine „ergebnisoffene, aber zielgerichtete Debatte über eine Klarnamenpflicht im digitalen Raum“. Die CDU-Politikerin betonte allerdings, juristisch sei die Lage komplex. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sowie legitime Gründe für Anonymität, etwa zum Schutz vor politischer Verfolgung, seien zu achten.“

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    Info: https://freiheitsfoo.de/2025/12/28/zeitzeichen-32/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    28.12.2025

    Botschaft Vissarions vom 26. Oktober 2025

    vissarion.info, Seite besucht am 28. Dezember 2025, 10:30 Uhr


    Vissarions Antwort auf eine Frage die Künstliche Intelligenz betreffend Frage:
    Was bedeutet es, "Mensch zu sein" in dieser Epoche (Cyborgisierung, KI), in der die Grenzen des Menschlichen verschwimmen? Wie kann man es schaffen, seine Seele nicht zu verlieren, wenn man nach Fortschritt strebt?


    Antwort:
    Dass derartige Fragen unter vernünftigen Menschen aufkommen, deutet darauf hin, dass die Menschheit an einem schicksalhaften Scheideweg angelangt ist, an dem eine lebenswichtige Entscheidung getroffen werden muss.

    Die im Fragekomplex genannten Einzelheiten bezüglich der Errungenschaften des wissenschaftlichtechnologischen Fortschritts beziehen sich auf unterschiedliche Einflüsse, die den Verlauf der Entwicklung der menschlichen Zivilisation maßgeblich beeinflussen können, abhängig davon, wie der Mensch sein wahres Wesen verstehen wird. Wird er weiterhin versuchen, es so zu verstehen, wie es immer allgemein üblich war, oder wird er endlich anfangen, es richtig zu verstehen?!

    Die Errungenschaften des wissenschaftlich-technologischen Fortschritts eröffnen in erster Linie die Möglichkeit für den Menschen, verschiedene Werkzeuge zu entwickeln, die der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und des Menschen selbst dienen sollen.

    Die Entwicklung und Verbesserung solcher Werkzeuge geschieht immer nur mit dem Ziel, den Komfort und die Effizienz bei der Realisierung der bestehenden menschlichen Interessen zu steigern. Und hier war schon immer und bleibt auch weiterhin die besonders wichtige Frage: Was genau erachtet der Mensch als förderlich für sein Leben und für die Entwicklung seiner Gesellschaft?

    Im Leben aller Vertreter der menschlichen Zivilisation zeigten sich ab einer bestimmten für die gesamte Menschheit bedeutsamen Zeit zwei grundlegend verschiedene Arten der Zielsetzung: das vorrangige Interesse, das in einem Fall für den egoistischen Konsumenten, im anderen für den altruistischen Schöpfer charakteristisch ist!

    Der egoistische Konsument verspürt stets das Bedürfnis, Wege zu finden, um auf bequeme und effektive Weise der Einflussreichste und Mächtigste unter den Menschen in seinem Umfeld zu werden, um so viele Menschen wie möglich zu seinem eigenen Vorteil nutzen zu können.

    Einen altruistischen Schöpfer kennzeichnet das Bedürfnis, Möglichkeiten zu finden, sein kreatives Potenzial auf die geeignetste und umfassendste Weise zum Ausdruck zu bringen, um möglichst vielen Menschen in seinem Umfeld von Nutzen zu sein. Dabei wird ein altruistischer Schöpfer immer versuchen, so viel wie möglich an eigener Kraft in seine kreative Tätigkeit einzubringen, unabhängig davon, ob seine Arbeit ihm Gewinn einbringt oder nicht!

    Der altruistische Schöpfer neigt nicht dazu, sich mit organisatorischen Aktivitäten zu beschäftigen. Er strebt in der Regel stets danach, sein eigenes kreatives Potenzial so weit wie möglich zu verwirklichen.

    Der egoistische Konsument dagegen ist stets bestrebt, Wege zu finden, bei denen er so wenig eigene körperliche Anstrengung wie möglich aufwenden muss, um einen möglichst großen eigennützigen Vorteil zu erlangen!

    Dieses Bestreben beinhaltet organisatorische Aktivitäten, wobei die körperlichen Fahigkeiten anderer Menschen ausgenutzt werden. Die junge Menschheit war zu Beginn ihres Lebensweges aufgrund natürlicher Umstände, die mit völliger Unkenntnis wahrer geistiger Werte einhergingen, natürlicherweise primär auf die Befriedigung egoistischer Interessen ausgerichtet, weshalb sich alle Vertreter der jungen Menschheit ausschließlich zu egoistischen Konsumenten entwickelten.

    Das vitale Interesse, ständig nach Möglichkeiten zu suchen, aus Interaktionen mit Artgenossen egoistischen Nutzen zu ziehen, hatte Vorrang für jeden Vertreter der gesamten Menschheit!

    Eben derartige psychologische Verhältnisse bildeten die Grundlage für die Herausbildung eines Obrigkeit-Verwaltungssystems der Lebensgestaltung bei den unterschiedlichsten, voneinander getrennten Völkern.

    Ein solches System beinhaltet stets Wettbewerb und Rivalität unter den Menschen in dem Bestreben, die vorteilhafteste Position in der Gesellschaft einzunehmer!

    Die Führung und Verwaltung einer Gesellschaft in einem solchen System wird umso einfacher, je mehr die individuellen Eigenschaften der untergebenen Mehrheit zu gemeinsamen, konventionellen Standards für alle vereinheitlicht werden. Unter solchen Bedingungen sein individuelles Potenzial mutig unter Beweis zu stellen, insbesondere wenn dieses Potenzial erheblich von allgemein anerkannten Standards abweicht, wird sehr problematisch sein, da dies in einer Gesellschaft egoistischer Konsumenten unweigerlich dazu führt, dass man sich mit denen auseinandersetzen muss, die eine andere Person mit derart mutigem Verhalten als Rivalen betrachten, was in der Regel zu Leid und tragischen Verlusten führt.

    Anders zu sein als alle anderen ist in einer Gesellschaft egoistischer Konsumenten gefährlich geworden!

    Diese Regel bewährte sich bereits vor Tausenden von Jahren, in der Frühzeit der Entstehung der jungen menschlichen Zivilisation, und sie bewährt sich bis heute!

    Die Bewertung dessen, was in der Umgebung eines Menschen und mit ihm selbst geschieht, wurde erheblich von der Meinung der ihn umgebenden Mehrheit beeinflusst, und die Meinung dieser Mehrheit lässt sich leicht durch auferlegte Richtlinien seitens einer kleinen Gruppe von Vertretern des Obrigkeit-Verwaltungssystems formen.

    Dies wurde zu einem ernsthaften Hindernis für die geistige Entwicklung des Menschen, denn in der Grundlage einer vollwertigen geistigen Entwicklung ist stets sowohl die Freiheit der Wahl als auch die Möglichkeit zur individuellen Entfaltung des eigenen kreativen Potenzials vorgesehen!

    Der wissenschaftlich-technologische Fortschritt in einer Gesellschaft, die vorrangig auf die Befriedigung egoistischer Interessen und Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, führte unweigerlich zu vermehrtem Entstehen beruflicher Fähigkeiten künstlich standardisierter Art. Denn in der Entwicklung einer solchen Gesellschaft wurde nicht der individuellen Handwerkskunst, die eine individuelle Anfertigung einzelner Produkte ermöglicht, besondere Bedeutung beigemessen, sondern jener Meisterschaft, die die Fließband-Massenproduktion begünstigt und damit einer signifikanten Vervielfachung des erzielbaren Gewinns förderlich ist.

    Doch die Algorithmen einer Massenproduktion beinhalten stets programmierbare Merkmale, die eine Maschine umsetzen kann. Alle mehr oder weniger zivilisierten Gesellschaften beschritten den Weg der Errichtung von Produktionsstätten, in denen es sich mit fortschreitender wissenschaftlich-technologischer Entwicklung zwangsläufig als profitabel erweisen würde, die Fähigkeiten des Menschen durch die von Maschinen zu ersetzen!

    Je länger sich ein Mensch ausschließlich von egoistischen Interessen leiten lässt, desto mehr Interesse wird er an der Nutzung von Cyborgisierungs- und KI-Technologien haben, um die Effizienz der Befriedigung seiner egoistischen Interessen zu steigern, da sich dank solcher Technologien beim Menschen ein für ihn außergewöhnliches durstiges Gefühl nach Erfolg, eigener Bedeutsamkeit und Überlegenheit gegenüber anderen Menschen entwickeln kann!

    Ein ideologisch orientierungsloser, willensschwacher Mensch neigt ständig dazu, an seiner eigenen Fähigkeit zu zweifeln, richtige Entscheidungen zu treffen, weshalb er stets dazu neigt, von den Meinungen anderer abhängig zu sein.

    Ein derart willensschwacher Mensch wird in der gegenwärtigen Zeit der rasanten Entwicklung von Technologien der Künstlichen Intelligenz in einer für seine geistige Entwicklung katastrophalen Weise dazu neigen, die Freiheit der eigenen Entscheidungsfindung aufzugeben und die für seine vollwertige Entwicklung lebenswichtige Verantwortung auf die KI abzuwälzen.

    Je willensschwächer ein Mensch, desto absurder werden seine Versuche sein, diese Art von Verantwortung auf die KI abzuwälzen, indem er in beliebigen Fragen deren Hinweise nutzt!

    In der Genauigkeit von Berechnungen und Analysen sowie in der Geschwindigkeit und Präzision der Einhaltung vorgegebener Regeln bei der Herstellung von Gebrauchs- und Industriegütern, ja sogar bei Dingen, die den Anspruch erheben, als Kunstwerke zu gelten, kann eine Maschine die Fähigkeiten des Menschen leicht übertreffen.

    Mithilfe von KI-Technologie kann eine Maschine jedes beliebige Kunstwerk in den Bereichen Kunsthandwerk, bildende Kunst und Musik erschaffen, indem sie analytisch auf die gesamte Erfahrung der Menschheit bei der Ausführung dieser oder anderer Werke zurückgreift.

    Solche Maschinen können alle bekannten Stile zur Ausführung verschiedener Werke perfekt reproduzieren und können auch jedes neue Werk erschaffen, dem sie den Anschein eines bereits bekannten Stils verleihen.

    Man kann jetzt schon sagen, dass jeder von euch die Möglichkeit hat zu beobachten, wie die Menschheit in rasantem Tempo in ein Spiel auf einem riesigen Spielfeld hineingezogen wird, auf dem die Regeln der Maschinen vorherrschen!

    Solche Regeln kann man als Regeln seelenlosen rationalen Denkens bezeichnen, Regeln, die für die Menschheit niemals gelten sollten, da die Prinzipien solcher Regeln nicht mit den Prinzipien der geistigen Entwicklung übereinstimmen.

    Da den Menschen das richtige Verständnis ihres wahren Wertes und der wahren BEDEUTUNG ihrer Existenz fehlte, entwickelten sie Arbeitsformen, die Maschinen mit Künstlicher Intelligenz mit weitaus größerem Erfolg und mit höherer Produktivitat ausführen können.

    Von der Position des egoistischen Interesses an der Steigerung von Bequemlichkeit und Profit aus wird die Möglichkeit, den Menschen in vielen standardisierten Bereichen der gesellschaftlichen Tätigkeit durch Maschinen zu ersetzen, eindeutig als attraktiv und vielversprechend angesehen.

    Eine große Anzahl der Menschen wird sich unweigerlich immer mehr ihrer eigenen Wertlosigkei bewusst werden, wenn sie sich weiterhin auf dem eingeschlagenen Weg fortbewegt.

    Wenn die Menschheit ihr Leben weiterhin nur nach den Regeln der Maschinen führt, wie es derzeit fast überall der Fall ist - mit Ausnahme individueller kreativer Ausdrucksformen im künstlerischen Bereich - wird das Dasein der Menschheit als einzigartige, beseelte Zivilisation ihre BEDEUTUNG vollständig verlieren!

    Dies wird jedoch nicht bedeuten, dass die Menschen im Streben nach wissenschaftlichtechnologischem Fortschritt ihre Seele verlieren werden. Dies wird aber bedeuten, dass die Menschen ein solches System von Interaktionen geschaffen haben, in dem eine geistige Entwicklung unmöglich wird!

    Es gibt jedoch einen bestimmten Bereich, in dem die Fähigkeiten von Maschinen den menschlichen Fähigkeiten immer unterlegen sein werden.

    Wenn mit Hilfe von KI-Technologien eure Stimme jede Melodie exakt und präzise singen würde, dann – so scheint es - wird das „ihr“ in dieser Stimme nicht mehr erkennbar sein.

    Wenn eine andere Maschine eine von einem Künstler entwickelte Maltechnik anwenden und ein neues Werk erschaffen würde, in dem jedoch der Stil des Künstlers leicht erkennbar wäre, dann würde dieses „Werk" nicht mehr den eigentlichen Geist des Künstlers enthalten!

    Solche Machwerke von Maschinen mögen zur Unterhaltung taugen; mit künstlerischem Schaffen werden sie nichts mehr gemein haben, da sich in den Machwerken von Maschinen, egal welcher Qualität und Bedeutung, niemals die Erfahrungen und Empfindungen des Meisters widerspiegeln können.

    Die Qualität der Energie-Informationswellen, die in Form von Ergriffenheit und Hingabe vom Meister ausgehen, prägt sich stets in sein kreatives Werk ein. Und solange ein solches von Menschenhand geschaffenes Werk existiert, wird seine Feldstruktur den Abdruck des Geistes des Meisters bewahren, der es geschaffen hat.

    Die Feldstruktur eines Menschen, der mit dem Energiefeld eines von Menschenhand geschaffenen Werkes in Beziehung tritt, gerät stets unter den Einfluss des Energiefeldes dieses Werkes.

    Je nach Qualitat dieses Energiefeldes erfährt der Mensch, der mit diesem Feld in Verbindung getreten ist, entweder eine heilende oder eine bedrückende Wirkung. Wenn sich die Menschheit in den sich rasant entwickelnden Ereignissen der gegenwärtigen Zeit weiterhin nur als egoistische Konsumenten entwickelt, dann wird die Zeit der Werke wahrer Künstler, Musiker, Bildhauer und Dichter rasch zu Ende gehen, und alle Vertreter der Menschheit werden sich in eine gigantische Masse selbstsüchtiger Mittelmäßigkeit verwandeln, die unaufhörlich nach Brot und Spielen verlangen!

    Maschinen können diesen Durst in jedem Ausmaß und für jeden Geschmack befriedigen! Die Machwerke maschineller Pseudokreativität können einzig Altruisten-Schöpfer nicht zufriedenstellen, denn ihr Hauptinteresse liegt nicht im Konsumieren von Unterhaltung, sondern in einem Prozess individuellen Schaffens, nach dem sie sich ständig sehnen!

    Für sie wird besonders wichtig und wertvoll nur das sein, was ein Mensch – und nicht eine Maschine - eigenständig zu erschaffen vermag!

    Erinnert euch!

    Ihr wurdet mit Seelen ausgestattet, um Schöpfer zu werden!

    In dem uralten Hinweis, dass ihr nach dem Ebenbild GOTTES geschaffen wurdet, wurde unter dem Begriff „Ebenbild“ die Besonderheit des schöpferischen Prinzips verstanden!

    Erlaubt es der Künstlichen Intelligenz nicht, für euch Lösungen zu finden, wenn es darum geht, die Nützlichkeit eurer Bemühungen im alltäglichen Leben oder im schöperischen Bereich zu bestimmen!

    Andernfalls, je mehr ihr euch von solchen anfänglichen Annehmlichkeiten verführen lasst, die euch fast vollständig von geistiger und kreativer Arbeit befreien könnten, desto schneller werdet ihr euren ohnehin schon kaum erkennbaren wahren Wert der Menschlichkeit völlig verlieren!

    Was es der künstlichen Intelligenz bereits in dieser Zeit ermöglicht, die Vertreter der Menschheit als dumm und bösartig zu identifizieren.

    Wer nach den Regeln der Maschinen auf deren Spielfeld spielt, wird definitiv verlieren!!!

    Für die geistige Entwicklung der Persönlichkeit ist es besonders wichtig, dass ein Mensch, der sich in einer Situation des Zweifels, der Unsicherheit oder Angst befindet, in der Lage ist, seine eigene Entscheidung zu treffen - einzig die Eigenverantwortung anerkennend - entsprechend seiner Entscheidung zu handeln!

    Diese psychologische Formel hat seinen besonderen Wert für die normale Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit und für das Erlangen von Lebensweisheit!

    Versucht nicht, nach dem zu leben, was für andere Menschen oder Maschinen charakteristisch ist, indem ihr blindlings deren Meinungen und Analysen vertraut, denn dadurch fördert ihr nur die Steigerung eurer eigenen Wertlosigkeit!

    Beurteilungen eines anderen Intellekts dürft ihr nur berücksichtigen, wenn diese dem Zweck einer unvoreingenommenen Analyse dienen sollen; aber ihr müsst unbedingt eure eigene Entscheidung treffen!

    Man darf keine Angst davor haben, Fehler zu machen, denn der Weg der geistigen, wie auch der intellektuellen Entwicklung, beinhaltet stets die Möglichkeit von Fehlern und deren Analyse.

    Äußerst wichtig ist es, sündhafte Abweichungen zu vermeiden, die ihrem Wesen nach stets Handlungen sind, die vom Menschen von vornherein als falsch und seinem Gewissen widersprechend erkannt werden!

    Jedwedes Abweichen von dem, was ihr persönlich als richtig und rechtschaffen erkennen könnt, verstärkt eure geistige Schwäche und eure lasterhaften Neigungen!

    Keine Gebete oder Reue können diesen Zustand zur Läuterung hin verändern!!!

    Die Läuterung von lasterhaften Neigungen kann nur durch willentliche Anstrengungen in Richtung Rechtschaffenheit in der praktischen Lebensführung geschehen!

    Bemüht euch, eure Realitat auf rechtschaffene Weise zu verändern, anstatt sie mithilfe Künstlicher Intelligenz durch Illusionen zu ersetzen.

    Eben das erwartet euer HIMMLISCHER VATER von euch!

    Nachdem in ferner Vorzeit die Organismen der jungen Menschheit durch den WILLEN GOTTES Seelen erlangt hatten, die zur bestimmenden Eigenschaft der individuellen Natur eines jeden Menschen wurden, war für die Menschheit der Entwicklungsweg der seelenlosen Vertreter der Höheren Vernunft nicht länger kennzeichnend.

    Dem Menschengeschlecht war vorherbestimmt, an den Prozessen des WELTALLS nicht mit wissenschaftlich-technischen Methoden teilzunehmen, wofür rechnerische, analytische und technische Fähigkeiten nötig wären, sondern mit der einzigartigen Fähigkeit, die Energieinformationsstrukturen der WELT DER MATERIE geistig zu verwandeln.

    Doch dafür muss die Menschheit erst einmal in der Lage sein, ihre Gefühlswelt in einer bestimmten Weise so zu organisieren, dass beim Menschen die Neigung zu Verbitterung und Aggression vollständig verschwindet!

    Die Prinzipien wahrer geistiger Entwicklung müssen für die gesamte Menschheit zur vorrangigen Lebensrichtlinie werden!

    Um ein MENSCH zu sein, genügt es nicht, den euch bekannten Organismus mit seinen Instinkten und intellektuellen Fähigkeiten zu besitzen. All die wahnsinnigen Grausamkeiten und ungeheuerlichen Katastrophen, die sich in der gesamten Geschichte der Menschheit ereigneten, geschahen und geschehen noch immer als Ergebnis der Handlungen genau dieses Organismus!

    Dabei ist besonders bemerkenswert, dass das massenhafte Auftreten unmenschlicher Handlungen in keiner Weise vom Bildungsniveau der menschlichen Organismen abhing. Ursache für massenhaftes Leid und Zerstörung wurden die Handlungen sowohl jener, die sich in ferner Vorzeit für klug und gebildet hielten, als auch jener, die dies in der gegenwärtigen Zeit von sich glauben!

    Nicht die intellektuelle Bildung beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, Ursache für vielfaches menschliches Leid und Elend zu werden, sondern die geistig-moralische Erziehung!

    So spricht zu euch heute das WORT GOTTES:

    Wenn in der Kommunikation mit einem anderen Menschen in euch Groll und Feindseligkeit aufkommen, einhergehend mit Verurteilungen, Beleidigungen und falschen Aussagen gegen diesen Menschen, sowie dem Wunsch nach dessen Bestrafung, dann lasst euch nicht von eurem gehobenen Status in der Gesellschaft verführen - ob ihr als intelligent oder gebildet geltet, ob ihr eine bedeutende Position in weltlichen oder religiösen Bereichen innehabt - ihr seid diejenigen, die weiterhin Sündhaftes tun und somit dem Teufel dienen!

    Und keines eurer Gebete, Gottesdienste, Gaben und Opfer wird diesen verhängnisvollen Zustand ändern können, solange ihr im alltäglichen Leben weiterhin sündhafte Dinge tut!

    Wer sündigt, der ist vom Teufel!

    Glaube ohne rechtschaffene Werke ist tot!

    Menschlichkeit drückt sich in steter Freundlichkeit aus, sowie auch darin, dass Tendenzen zu Verbitterung und Aggression überhaupt nicht mehr existieren!

    Um unter den gegenwärtigen, sich rasch und global verändernden Lebensbedingungen das vorhandene wahrhaft Menschliche auch nur einigermaßen zu bewahren und diese Menschlichkeit konkret weiterentwickeln zu können, wird jetzt von allen Vertretern des Menschengeschlechts gefordert, eine wahrhaft geistige Heldentat zu vollbringen!

    So werdet denn würdige Kinder eures HIMMLISCHEN VATERS!


    Vissarion - 26. Oktober 2025


    Info: https://www.vissarion.info/unterseiten/briefe_vissarion/brief_vissarion_2025-10-26.html

    27.12.2025

    Karl Marx und die „Judenfrage“



    thinktankboy.wordpress.comvom 24. Oktober 2017, by


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    Linker Antisemitismus, antisemitische Sozialisten, Antiimperialisten oder Kommunisten waren und sind fassungslos machende Phänomene der letzten  Jahrhunderte. Die antisemitischen Spiegel-Kolumnen eines Jakob Augstein, die judenfeindlichen Aussagen oder Taten diverser bundesdeutscher Politiker der Linkspartei, von Annette Groth bis Inge Höger oder Antiimperialisten von Ulrike Meinhof bis Wilfried Böse, KPD-Politikern der Weimarer Republik, von Ruth Fischer bis Karl Radek, sozialdemokratischen Theoretikern wie Karl Kautsky, Stalinisten wie Major Smolá bis zurück zu den Frühsozialisten Pierre Joseph Proudhon, Charles Fourier oder den Anarchisten Michail Bakunin sind beispielgebende traurige Beweise für diesen Tatbestand. Zum Slánský-Prozess 1951 in der CSSR berichtet der ehemalige stellvertretende tschechoslowakische Außenminister Arthur London, damals selbst jüdischer Mitangeklagter,  über die Methoden des kommunistischen Staatsanwalts Smolá: „Er packte mich an der Gurgel und brüllte: Sie und Ihre dreckige Rasse, wir werden sie schon noch ausrotten. Nicht alles, was Hitler getan hat, war richtig, aber er hat die Juden vernichtet, und das war gut! Es sind noch viel zu viele von euch der Gaskammer entkommen.“ Das ZK-Mitglied Ruth Fischer agitierte am 25. Juli 1923 auf einer Versammlung von kommunistischen StudentInnen, zu denen auch völkische Kommilitonen eingeladen waren: „Sie rufen auf gegen das Judenkapital, meine Herren? Wer gegen das Judenkapital aufruft, meine Herren, ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er es nicht weiß. Sie sind gegen das Judenkapital und wollen die Börsenjobber niederkämpfen. Recht so. Tretet die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie. Aber, meine Herren, wie stehen Sie zu den Großkapitalisten, den Stinnes, Klöckner?“   Der führende Theoretiker der Sozialdemokratie Karl Kautsky fasste bereits 1914 in seiner Schrift „Rasse und Judentum“ alle seinerzeit von sozialistischer Seite gegen den Zionismus vorgebrachten „Argumente“ zusammen. Nach dem Pogrom von Kischinew erklärte Kautsky, dass neben dem revolutionären Denken der Volksmassen, „die Auflösung des Judentums“ das beste Mittel gegen den Antisemitismus sei. Der französische Frühsozialist Carles Fourier bezeichnete die Juden als Parasiten, deren Emanzipation „der beschämendste aller gesellschaftlichen Fehler“ gewesen sei. Pierre Joseph Proudhon, Zinskritiker und ebenfalls ein Frühsozialist verlangte, alle Juden aus Frankreich zu vertreiben und der russische Anarchist Michail Bakunin nannte die Juden eine ausbeuterische Sekte, ein blutsaugendes Volk, alles verschlingende Parasiten die einander fest verbunden sind.

    Den einflussreichsten Versuch, den „linken Antisemitismus“ ideengeschichtlich herzuleiten, unternahm der Historiker Edmund Silberner in seinem 1962 erschienenen Buch „Sozialisten zur Judenfrage.“ Edmund Silberner behauptet in seinem Werk, dass vor allem Karl Marx der Wegbereiter, insbesondere seine Schrift „Zur Judenfrage“, für einen eigenständigen sozialistischen Antisemitismus war. Der Soziologe Thomas Haury belegt in seinem Standardwerk „Antisemitismus von links“, dass der Antisemitismusvorwurf gegenüber Marx nicht gerechtfertigt ist und er widerlegt die Behauptung Silberners, die Marxsche Schrift habe einen prägenden Einfluss auf die Stellung der sozialistischen Bewegung zu jüdischen Fragen ausgeübt. Bei der Analyse der verschiedenen Aussagen von Sozialisten oder Linken zu Juden, Zionismus und Antisemitismus, bei der Frage nach deren antisemitischem Gehalt wie nach den Ursachen dieses Antisemitismus zeigt sich, dass hierfür das jeweilige Weltbild und die jeweiligen Grundstrukturen zu den Grundmustern antisemitischen und nationalistischen Denkens und die Definition des Antisemitismus von großer Bedeutung sind.

    Ab dem Jahr 1840 wurde im Rheinland die Gleichstellung der Juden öffentlich breit diskutiert. Innerhalb der liberalen Rheinischen Zeitung wurde diese Gleichstellung von Karl Marx, dem Chefredakteur der Zeitung, als ein Schritt zur allgemeinen Freiheit eindeutig unterstützt. Der deutsche Philosoph und Wirtschaftstheoretiker Karl Marx  (5. Mai 1818 in Trier – 14. März 1883 in London) war ein Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion. Der junge Karl Marx radikalisierte sich zwischen 1843 bis 1846 von einem Kritiker der politischen Verhältnisse zu einem radikalen Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft. Die Entstehung seiner materialistischen Gesellschaftstheorie war erst am Beginn, wie seine Kritik an den Hegelschen und junghegelschen Denkweisen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war 1846 seine Schrift „Die deutsche Ideologie“ mit seiner Verurteilung der damaligen deutschen Philosophie von Ludwig Feuerbach bis Max Stirner.“

    Der linke Junghegelianer und antisemitische Religionskritiker Bruno Bauer veröffentlichte 1843 seine antijüdische Schrift „Die Judenfrage“. Bruno Bauer spricht sich darin gegen die politische Emanzipation der Juden aus, solange sie nicht ihren Sonderglauben aufgeben würden. Laut Bruno Bauer hätten die Juden in der Vergangenheit nur deshalb zu leiden gehabt, weil sie dem menschlichen Fortschritt feindlich gegenübergestanden und sich der Gesellschaft, in deren Mitte sie lebten, nicht hatten anpassen wollen.  Egoismus und Hochmut machten laut Bauer die Juden glauben, sie hätten ein Recht auf Privilegien, sie seien kein wirkliches Volk, sondern nur ein „Volk der Schimäre.“ In einem weiteren  Essay, „Die Fähigkeit der heutigen Juden und Christen, frei zu werden“, versucht Bauer die jüdische Emanzipation mit der der Menschheit überhaupt in Zusammenhang zu bringen. Er stellt das Christentum als den vollendeten Religionstypus und das Judentum als eine niedrigere Glaubensform dar. Um ein freier Mensch zu werden, habe der Christ laut Bauer nur sein Christentum, der Jude dagegen sich „ganz und gar“ aufzugeben. Bruno Bauer meinte: „Wie die Götter Epikurs in den Zwischenräumen der Welt wohnen, [..] so haben sich die Juden [..] in den Ritzen und Spalten der bürgerlichen Gesellschaft eingenistet.“

    1843 verfasste Karl Marx die Rezension zu Bruno Bauers Schriften „Zur Judenfrage“. Der erste Teil der kritischen Replik bezieht sich auf Bauers Abhandlung „Die Judenfrage.“ Das Hauptargument in der Frühschrift von Karl Marx gegen Bauer war, dass dieser die Frage nach der Emanzipation ausschließlich religiös und von daher falsch stelle. Der behauptete Widerspruch zwischen Judentum und Christentum macht ein gesellschaftlich praktisches zu einem religiös-idealistischen Problem und verkenne daher das Wesen des modernen politischen Staates als auch jenes der politischen Emanzipation. Am Beispiel der USA erklärt Marx, dass dieser politische Staat keineswegs Religionen zum Verschwinden bringe, sondern ganz im Sinne der Menschenrechte, lediglich zur Privatsache der Bürger wird.

    Der zweite Teil der Marxschen Schrift, der weniger als ein Viertel des Artikels ausmacht, bezieht sich auf Bauers Aufsatz „Die Fähigkeit der heutigen Juden und Christen, frei zu werden“ und bezieht sich zudem aber auch immer wieder auf Bauers „Die Judenfrage.“ Bauer stellt die Frage ob der Christ oder der Jude emanzipationsfähiger sei. Die Kritik des Christentums führe laut Bauer zur generellen Auflösung von Religion, während die Juden „tief unter dieser Möglichkeit der Freiheit“ stünden. Auch hier bricht Marx mit der Bauerschen  Fassung und wendet seine gerade entwickelte Methode der Kritik auf das Judentum selbst an. Da Religion als „verkehrtes Weltbewusstsein“ nicht Ursache, sondern gerade Produkt einer „verkehrten Welt“ sei, müsse auch die jüdische Religion Produkt des konkreten Daseins der Juden sein, das Wesen des Judentums  gesellschaftlich gefasst werden. Marx will nicht den idealen „Sabbatjuden“ sondern den „wirklichen, weltlichen“, den „Alltagsjuden“ betrachten.

    Thomas Haury schreibt zum zweiten Teil der Marxschen „Judenfrage“: „In den darauffolgenden Gedankengängen der sieben letzten Seiten des Textes finden sich alle jene Formulierungen, die von Silberner und anderen Autoren zitiert werden: „Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.“ „Die chimärische Nationalität des Juden ist die Nationalität des Kaufmanns, überhaupt des Geldmenschen.“ Dieses praktische Leben drücke sich auch in den Grundlagen der jüdischen Religion aus: „Welches war an und für sich die Grundlage der jüdischen Religion? Das praktische Bedürfnis, der Egoismus. […] Der Gott des praktischen Bedürfnisses und Eigennutzes ist das Geld. Das Geld ist der eifrige Gott Israels […] Der Gott der Juden hat sich verweltlicht, er ist zum Weltgott geworden.“ Denn „das Judentum erreicht seinen Höhepunkt mit der Vollendung der bürgerlichen Gesellschaft; aber die bürgerliche Gesellschaft vollendet sich erst in der christlichen Welt. Nur unter der Herrschaft des Christentums, welches alle nationalen, natürlichen, sittlichen, theoretischen Verhältnisse dem Menschen äußerlich macht, konnte die bürgerliche Gesellschaft sich vollständig vom Staatsleben trennen, alle Gattungsbande des Menschen zerreißen, den Egoismus, das eigennützige Bedürfnis an die Stelle dieser Gattungsbande setzen, die Menschenwelt in eine Welt atomistischer, feindlich sich gegenüberstehender Individuen auflösen.“ Doch damit ist „der Jude, der als ein besonderes Glied in der bürgerlichen Gesellschaft steht, [. .] nur die besondere Erscheinung von dem Judentum der bürgerlichen Gesellschaft […] Aus ihren eignen Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Gesellschaft fortwährend den Juden.“

    Zur Emanzipation der Juden behauptet Marx: „Der Jude hat sich auf jüdische Weise emanzipiert, nicht nur, indem er sich die Geldmacht angeeignet, sondern indem durch ihn und ohne ihn das Geld zur Weltmacht und der praktische Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden ist.“ An diesem Punkt verbindet Marx seine Auffassung, Schacher und Geld seien die Ursachen der Auflösung der Gesellschaft und der Selbstentfremdung „menschlichen Menschen, mit seinen Gedanken einer menschlichen Emanzipation“ aus Teil I und fügt beide Argumentationsstränge zu dem scheinbar schlüssigen, apodiktischen Fazit zusammen: „Die Emanzipation von Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum wäre die unserer Zeit.“ Die Schrift schließt mit den immer wieder zitierten und interpretierten Sätzen: „Sobald es der Gesellschaft gelingt, das empirische Wesen des Judentums, den Schacher und seine Voraussetzungen, aufzuheben, ist der Jude unmöglich geworden, weil die subjektive Basis des Judentums, weil das praktische Bedürfnis vermenschlicht, weil der Konflikt der individuell-sinnlichen Existenz mit der Gattungsexistenz des Menschen aufgehoben ist. Die gesellschaftliche Emanzipation des Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum.“

    Edmund Silberner mit seiner eigenen Antisemitismusauffassung bezeichnet Marx vor allem wegen seiner Schrift „Zur Judenfrage“ als „ausgesprochenen Antisemiten.“ Thomas Haury weist darauf hin, dass bei Silberner, wie bei den Autoren die ihm folgen, eine Antisemitismus-Definition nicht existent ist. Thomas Haury bemerkt dazu, dass bei Marx nahezu alle Bestimmungsmomente des modernen Antisemitismus fehlen und begründet dies so:

    „Dies gilt zum einen auf der Ebene der Inhalte: Marx macht „die Juden“ oder „das Judentum“ weder historisch noch moralisch für „Geld“ oder „Schacher“ verantwortlich, noch wird die bürgerliche Gesellschaft als Produkt der Juden behauptet. „Das Judentum erreicht seinen Höhepunkt mit der Vollendung der bürgerlichen Gesellschaft; aber die bürgerliche Gesellschaft vollendet sich erst in der christlichen Welt. Nur unter der Herrschaft des Christentums […] konnte die bürgerliche Gesellschaft […] alle Gattungsbande des Menschen zerreißen, den Egoismus, das eigennützige Bedürfnis an die Stelle dieser Gattungsbande setzen.“ Es ist die bürgerliche Gesellschaft, die Marx kritisieren und verändern will. Auch stellt Marx „den Juden“ in keiner Form als mächtigen Feind, als „wahren Herrscher“, Verschwörer oder Drahtzieher im Hintergrund dar.“ Vielmehr schreibt Marx, dass „durch ihn und ohne ihn das Geld zur Weltmacht“ geworden sei.  An keiner Stelle stellt Marx in irgendeiner Weise die Frage nach der Schuld von Personen oder Kollektiven, geschweige denn weist er diese den Juden oder der jüdischen Religion zu. „Der Jude, der als ein besonderes Glied der bürgerlichen Gesellschaft steht, ist nur die besondere Erscheinung von dem Judentum der bürgerlichen Gesellschaft. […] Aus ihren eignen Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Gesellschaft fortwährend den Juden.“

    Insbesondere auf der Ebene der Denkstrukturen finden sich, wie aus diesen Zitaten deutlich wird, bei Marx gerade nicht die Kennzeichen des modernen Antisemitismus. Weder personifiziert der Jude die Moderne noch behauptet Marx eine jüdische Weltverschwörung. Ebenso findet sich bei ihm auch keinerlei Manichäismus, der alle Erscheinungen binär in wesensmäßig Gutes oder Böses einteilt, identitäre Kollektive konstruiert und hierzu etwa „Deutsche“ oder Christen „den Juden“ gegenüberstellt. Noch weniger kann Marx unterstellt werden, er suche nach einer deutschen „nationalen Identität“ und benutze daher „die Juden“ als Feindbild, um durch ihre Bekämpfung ein „deutsches Volk“ zu formieren und die Einheit von diesem und einem „deutschen Volksstaat“ herzustellen. Folgerichtig findet sich bei Marx auch nirgends eine Andeutung, dass die Juden als Juden zu bekämpfen seien (vielmehr bezog Marx im Gegensatz zu Bauer eindeutig Position für die politische Emanzipation der Juden; 1843 hatte er ein dahingehendes Bittgesuch unterstützt). Es ist aber gerade ein zentrales Kennzeichen des modernen Antisemitismus, dass er durch Maßnahmen gegen die Juden — Rücknahme der Emanzipation, Diskriminierung, Vertreibung oder gar Vernichtung — die zentralen gesellschaftlichen Probleme lösen zu können behauptet. Marx aber wollte klar die Gesellschaft selbst, die Beziehungen der Menschen zueinander grundlegend ändern.

    Der Unterschied wird nicht nur augenfällig bei der Betrachtung zeitgenössischer Schriften des Früh-Antisemitismus, in denen die Juden als Feinde konstruiert und ihre Vertreibung, Vernichtung oder gar Ausrottung gefordert wird. Auch im Vergleich mit den judenfeindlichen Äußerungen von Frühsozialisten oder Anarchisten wird dies deutlich. Bei ihnen fungieren die Juden eindeutig nicht nur als Chiffre für Geld, sondern als Personifizierung von Ausbeutung und geheimer Herrschaft; Schuldzuweisung, Verschwörungstheorie und Manichäismus sind ebenso offensichtlich wie die bis zu Ausrottungsmetaphern gehende Aggression gegen die als absoluten Feind konstruierte Gruppe.“

    Marx benutzt an mehreren Stellen die Juden als Chiffre um beispielsweise die von ihm behauptete Entfremdung zu erkennen. Die Ursache der Entfremdung sah Marx zu der Zeit noch nicht im Kapitalismus, sondern in „Geld und Schacher“, also in der Zirkulation. Das Judenstereotyp in den Schriften von Marx war nach seiner Wendung zur materialistischen Gesellschaftstheorie und seiner Analyse, dass nicht die Sphäre der Zirkulation, sondern jene der Produktion die Basis von Kapitalismus und  Ausbeutung bilde, nie wieder von Bedeutung.  So macht sich Marx beispielsweise im 3. Band des Kapitals über die Zinskritik von Pierre Joseph Proudhon lustig. Abgesehen von dem Anlass, Bauer zu kritisieren, waren Juden im Denken von Marx ganz einfach unwichtig. Rezeptionsgeschichtliche Untersuchungen belegen zudem eine marginale Verbreitung sowie einen geringen Einfluss des frühen Marxschen Textes auf Theorie wie Politik der Arbeiterbewegung. Die „Deutsch-Französischen Jahrbücher“, in denen „Die Judenfrage“ 1844 erschien, wurden größtenteils beschlagnahmt und galten als verschollen.  In kleiner Auflage wurde „Die Judenfrage“ zwar nachgedruckt, ungleich populärer war allerdings der Brief von Friedrich Engels „Über den Antisemitismus“ in dem er sich gegen die Gleichsetzung von Juden und Kapital wandte und auf die tausenden jüdischen Proletarier verwies, die in elendsten Verhältnissen lebten.

    Für Thomas Haury ist der Text von Marx weder antisemitisch noch fand er eine erwähnenswerte Verbreitung. Für den linken Antisemitismus, für die Ausbildung des antisemitischen Antizionismus, waren, ohne die Affinitäten von Marxismus-Leninismus und Antisemitismus zu negieren, ganz andere Faktoren als der Marxsche Text „Zur Judenfrage“ maßgeblich. Der philosophiegeschichtliche Kontext, der in nicht leicht zugänglicher junghegelianischen Diktion verfassten Schrift, sollte berücksichtigt werden. Auf der anderen Seite führt das Bestreben Marx bezüglich seiner Frühschrift bedingungslos zu verteidigen zu einer genauso undifferenzierten Sichtweise. Zu kritisieren ist Marx in jedem Fall dafür,  dass er absolut kritiklos die zeitgenössischen judenfeindlichen Stereotype für seine politischen und philosophischen Zwecke benutzt hat. Marx kritisiert nicht den Inhalt des judenfeindlichen Bildes der jüdischen Religion, als Religion des Egoismus, sondern führt mit diesen Bildern auf die ökonomische Praxis „der Juden“ hin. Dem jungen Marx war vermutlich nicht bewusst, dass sein Bild von der jüdischen Religion von einem gemeinsamen Dritten, dem Stereotyp der Verbindung Juden-Schacher bestimmt ist. Laut Thomas Haury besticht „Die Judenfrage“ durch die virtuose Handhabung dialektischer Denkfiguren, durch ihren apodiktisch-thetischen Charakter und ihren gelungenen Chiasmen: „Die Überlegenheit von Marx‘ Methode der „materialistischen Umstülpung“ schien augenfällig, reproduzierte und bestätigte aber realiter die judenfeindlichen Stereotype, unabhängig von Marx‘ eigentlichen Intentionen, zugleich eine kritische Erkenntnis der bürgerlichen Gesellschaft und eine Erkenntniskritik der idealistischen junghegelianischen Philosophie zu leisten.“

    Quellen: Thomas Haury – Antisemitismus von links ; Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der frühen DDR | Edmund Silberner – Sozialisten zur Judenfrage | Karl Marx – Zur Judenfrage | Bruno Bauer – Die Judenfrage

    Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch+Fleisch


    Info: https://thinktankboy.wordpress.com/2017/10/24/karl-marx-und-die-judenfrage/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2025

    Rückzug aus der Weltrolle: USA setzen auf Einflusszonen statt globaler Führung

    rtnewsde.site, 27 Dez. 2025 07:01 Uhr, Von Fjodor Lukjanow

    Die USA geben den Takt für eine neue geopolitische Ordnung vor: Statt einer weltweiten Führungsrolle rückt der eigene Nachbarraum in den Fokus. Ansprüche auf Grönland, Druck auf Venezuela und die Rückbesinnung auf die Monroe-Doktrin markieren einen grundlegenden Strategiewechsel.


    © Urheberrechtlich geschützt


    Der US-Präsident Donald Trump verabschiedet das Jahr 2025 so, wie er es begonnen hat. Zu seinem neuen Sonderbeauftragten für Grönland wurde Jeff Landry, Gouverneur von Louisiana und überzeugter Anhänger Trumps, ernannt. Landry sieht seine Aufgabe darin, diese autonome Verwaltungseinheit Dänemarks den Vereinigten Staaten anzuschließen. Dieses Ziel bekundete Trump bereits vor seiner Amtseinführung und er hält daran fest.


    Grönland wird zu einem vorrangigen Ziel für die USA





    Analyse

    Grönland wird zu einem vorrangigen Ziel für die USA






    Die Frage, wie dies mit dem Völkerrecht zu vereinbaren ist, macht keinen Sinn. Denn solche "Kleinigkeiten" interessieren Donald Trump nicht. Auch die Realisierung dieses Vorhabens ist kaum vorstellbar: Dänemark ist empört und die Mehrheit der Inselbevölkerung spricht sich dagegen aus. Man kann sich kaum vorstellen, dass ein NATO-Mitglied ein anderes mit Gewalt besetzt. Solche Beziehungen zwischen Washington und Kopenhagen könnten isoliert betrachtet als Kuriosum angesehen werden, wenn hinter dieser "Grönland-Geschichte" nicht Veränderungen in der Struktur der internationalen Beziehungen zu erkennen wären.

    Im Zeitalter der liberalen Globalisierung verbreitete sich die Vorstellung, dass geografische Nähe kein wesentlicher Beziehungsfaktor sei. Neue Kommunikationsmittel würden Grenzen aufheben und Entfernungen beseitigen. Die Welt sei einheitlich und offen, und man könne mit jedem in Kontakt treten. Die Nachbarschaft als solche sei natürlich wichtig. Es sei zwar völlig normal, mit Nachbarstaaten zu interagieren, aber das sei kein Dogma – dies gelte im wirtschaftlichen Sinne, ganz zu schweigen vom politischen.

    Zu Beginn des 21. Jahrhunderts äußerte sich einer der zentralasiatischen Präsidenten in einer Rede in Moskau wie folgt: Unsere drei großen Nachbarn seien Russland, China und die Vereinigten Staaten, da die USA Nachbarn aller Länder der Welt seien. Dementsprechend sollten ihre Wünsche nicht weniger berücksichtigt werden als die Interessen der Länder, mit denen man eine Grenze teilt. Die weltweite Dominanz der USA rechtfertigte diesen Ansatz. Während einige Länder (wie Zentralasien) einen taktischen Manövrierkurs verfolgten, setzten andere auf den fernen "Nachbarn" zum Nachteil ihres unmittelbaren Umfelds. Es war daher kein Wunder, dass es anschließend zu Problemen in den Beziehungen in der nahen Nachbarschaft kam.

    Die US-Regierung unter Donald Trump distanzierte sich von diesem Konzept. Zunächst in der Rhetorik: Zum Jahresbeginn machte das Weiße Haus Ansprüche auf Grönland, Kanada und den Panamakanal als strategisch wichtige Gebiete geltend. Anschließend kam es zu konkreten Schritten: Im Herbst wurde unverhohlener Druck auf Venezuela ausgeübt, um dort einen freiwilligen Regimewechsel zu erzwingen. Schließlich erfolgte im Dezember die konzeptionelle Ausgestaltung: Die nationale Sicherheitsstrategie der USA erklärte offiziell die "Monroe-Doktrin in der Auslegung Trumps" zum Grundprinzip der US-Außenpolitik.


    Die USA versuchen, Venezuela ohne Krieg zu erobern





    Meinung

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    Die Doktrin des fünften US-Präsidenten James Monroe wurde vor über 200 Jahren verkündet und beinhaltet den Schutz der westlichen Hemisphäre vor Einmischungen durch europäische Mächte. Ungeachtet ihres antikolonialen Pathos wird sie als deutlichster Ausdruck eines auf der Aufteilung von Einflussbereichen basierenden Ansatzes angesehen: Die Vereinigten Staaten beanspruchten für sich die Unantastbarkeit ihres "Hinterhofs" – Südamerika – durch andere Länder.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es als unangebracht, sich auf diese Praxis zu berufen: Schließlich verkündet die UNO die souveräne Gleichheit aller Staaten und die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, was sich nur schwer mit der Idee von Einflusssphären vereinbaren lässt. Aber wie oben erwähnt, können Donald Trump weder Rechtsnormen noch Anstandsregeln "abschrecken". Daher rührt diese unverblümte Offenheit. Mit der Abkehr von der "globalen Führungsrolle", die die US-Amerikaner mittlerweile als Belastung empfinden, beanspruchen sie nun die Sonderrechte in ihrem Nachbarraum.

    Neben politischen Gründen gab es noch einen weiteren wichtigen Grund für diesen Wandel: die Coronavirus-Pandemie. Der Zusammenbruch internationaler Kontakte aufgrund der Panik, die 2020 die Welt erfasste, machte plötzlich deutlich, dass man sich (abgesehen von den Eigenkräften) nur auf das engste Umfeld verlassen kann, also auf diejenigen, die in der Nähe sind. Je länger die Lieferkette und die Vernetzungsstrukturen sind, desto schneller können sie durch höhere Gewalt unterbrochen werden.

    Dieser weltweite Schock ist zwar allmählich abgeklungen, doch seine Folgen sind nach wie vor spürbar. Und im Rahmen strategischer Planungen wird man künftig immer berücksichtigen, dass internationale Kommunikationswege plötzlich unterbrochen werden können. Die Gründe für solche Unterbrechungen können – wie wir nach der COVID-Krise erfahren haben – militärpolitische und geoökonomische Konflikte sein, deren Logik weniger von Marktzweckmäßigkeit als vielmehr von Sicherheit im allgemeinen Sinne bestimmt wird.


    Neue US-Sicherheitsstrategie: Respekt gegenüber Rivalen, Geringschätzung gegenüber Vasallen




    Meinung

    Neue US-Sicherheitsstrategie: Respekt gegenüber Rivalen, Geringschätzung gegenüber Vasallen





    Das Jahr 2025 kann wohl als Meilenstein auf dem Weg zur Revision der bisherigen Prioritätenhierarchie angesehen werden. Diese wird nun "von unten" aufgebaut (Nachbarländer, Region und erst dann alle anderen Faktoren) und nicht "von oben" (Hegemonialmacht, ihre weltweit agierenden Institutionen, ein System von Verbündeten rund um den Globus und so weiter). Die USA geben den Takt an, aber andere – weniger mächtige – Staaten schließen sich ihnen an. So versucht Israel, den gesamten Nahen Osten mit Gewalt umzugestalten, um seine Sicherheit zu gewährleisten. Die Türkei setzt unter dem Motto "türkische Welt" auf eine transregionale Ausbreitung. Es gibt noch weitere Beispiele. Kurz gesagt: Die territoriale Lage ist von Bedeutung, und mit ihr erlebt auch die klassische Geopolitik eine Renaissance.

    In einer solchen Welt ist Stabilität nicht zu erwarten. Der Charakter der Herausforderungen verändert sich jedoch. Für Russland betrifft dies vor allem seinen unmittelbaren Nachbarraum, der für uns bekanntermaßen eine größere Bedeutung hat als alles andere – also das, was am treffendsten mit dem Begriff "nahes Ausland" beschrieben werden kann. Allerdings erfordert die Bewältigung dieser Herausforderungen im postglobalen Zeitalter des Wettbewerbs zwischen Einflussbereichen in vielerlei Hinsicht ein Umdenken. Und mit dem Ende der militärischen Sonderoperation in der Ukraine wird eine qualitativ neue Phase beginnen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 24. Dezember 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Rossijskaja Gaseta erschienen.

    Fjodor Lukjanow ist seit 2002 Chefredakteur von "Russia in Global Affairs". Im Jahr 2012 wurde er zum Vorsitzenden des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik Russlands gewählt. Seit 2015 ist er Forschungsdirektor des Internationalen Diskussionsklubs Waldai. Lukjanow ist zudem Forschungsprofessor an der Fakultät für Weltwirtschaft und Globale Politik der Nationalen Forschungsuniversität "Higher School of Economics".


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    Video https://rumble.com/v73fbsq-nationale-sicherheit-oder-machtpolitik-streit-um-trumps-grnland-plne.html Dauer 3:17 Min. 


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    Info: https://rtnewsde.site/meinung/265743-rueckzug-aus-weltrolle-usa-setzen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2025

    Von Entwaffnung bis Abschreckung – Die USA formieren die Fronten in der Levante neu

    rtnewsde.site, 26 Dez. 2025 20:33 Uhr, Von Yahya Dbouk

    Die US-Regierung will die gesamte Sicherheitslandschaft Westasiens umgestalten. Akteure, die den USA gegenüber feindlich eingestellt sind, sollen geschwächt und dauerhafte Lösungen gefestigt werden, die den Interessen Washingtons dienen.


    © Urheberrechtlich geschützt


    US-Präsident Donald Trump salutiert, als ein Sarg mit den sterblichen Überresten eines Angehörigen der Nationalgarde transportiert wird, der bei einem Hinterhalt in Syrien getütet wurde (Dover, Delaware, 17. Dezember 2025)


    Der Israel-Besuch des US-Botschafters in der Türkei, Tom Barrack, in der vergangenen Woche wurde als "sensibel und äußerst bedeutsam" bezeichnet. Einige israelische Medien stellten ihn sogar als "Warnsignal" dar. Sie bliesen ihn zu einem ersten Schritt auf, um Israel einen vorgefertigten Plan aufzuzwingen, der drei Fronten gleichzeitig umfasst: Gaza, Libanon und Syrien, so ihre Darstellung.

    Im Gegensatz zu solchen Übertreibungen scheint Barracks Besuch jedoch, wie die meisten Besuche von US-Beamten bei der Besatzungsmacht, eher darauf abzuzielen, Positionen zu sondieren, als Vorschriften zu erlassen.


    Washington leitet erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon





    Washington leitet erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon





    Während einige Medien behaupteten, der Gesandte des US-Präsidenten sei mit einem endgültigen Dokument nach Tel Aviv gereist, das auf einer "Friss oder stirb"-Basis präsentiert werden sollte, handelte es sich offenbar eher um die Vorstellung von Ideen, mit denen die Haltung der israelischen Führung ausgelotet werden sollte: ihre roten Linien zu identifizieren, festzustellen, wo Verhandlungen und Manövrieren möglich sind und wo "Druck" ausgeübt werden könnte.

    Dieser Ansatz fällt nicht unter "Zwangsdiplomatie", sondern spiegelt vielmehr eine Diplomatie der Einschätzung der und Anpassung an die Kräfteverhältnisse vor Ort und an Washingtons besonderen Blick auf seinen Verbündeten wider.

    Der Besuch, der als konsultativ bezeichnet werden kann, war wohl auch darauf ausgerichtet, die Grundlage für das entscheidende Treffen zu schaffen, das voraussichtlich Ende Dezember US-Präsident Donald Trump und den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zusammenbringen wird.

    Doch trotz seines konsultativen Charakters hat der Besuch bedeutende strategische Implikationen. Er signalisiert, dass die Trump-Regierung Gaza, den Libanon und Syrien nicht mehr als getrennte Angelegenheiten betrachtet, sondern als ein integriertes System innerhalb einer umfassenderen regionalen Vision. Das Ziel beschränkt sich nicht mehr nur auf die "Lösung der Gaza-Frage". Es geht vielmehr darum, die gesamte Sicherheitslandschaft Westasiens so umzugestalten, dass Akteure, die den USA gegenüber feindlich eingestellt sind, geschwächt und dauerhafte Lösungen gefestigt werden, die den Interessen Washingtons dienen.


    Vom Pragmatismus zum Zynismus in der Politik ist es nur ein Schritt - die USA haben ihn gemacht




    Meinung

    Vom Pragmatismus zum Zynismus in der Politik ist es nur ein Schritt - die USA haben ihn gemacht





    Aus dieser Sicht sind die Fortschritte in Gaza hinsichtlich der Einleitung der zweiten Phase des Waffenstillstandsplans, die Steuerung der Lage im Libanon, um eine unkontrollierte Eskalation zu vermeiden, und das Ebnen des Weges für eine von den USA gewünschte Einigung zwischen Syrien und Israel untrennbare Bestandteile einer umfassenden regionalen Perspektive der USA.

    In diesem Rahmen ist eine deutlich von Trump geprägte Form des US-"Pragmatismus" entstanden, die sich auf eine "Neudefinition der Entwaffnung" konzentriert. US-Regierungsvertreter, allen voran Barrack, erkennen nun an, dass es unter den gegenwärtigen Umständen unrealistisch ist, die Hamas oder die Hisbollah militärisch zu zerschlagen.

    Dementsprechend hat sich der Fokus von der "Beseitigung der Waffen" auf die "Verhinderung ihres Einsatzes" verlagert. Diese Formulierung mag zwar vage erscheinen, aber sie erkennt die Komplexität der Realität an und zielt darauf ab, strenge Abschreckungs- und Kontrollmechanismen zu schaffen, um den Einsatz von Waffen sowohl im Libanon als auch im Gazastreifen zu begrenzen.

    In diesem Licht erscheinen die USA als die Partei, die unter Druck steht, wenn auch umgekehrt, nicht weniger als die Hamas und die Hisbollah. Nachdem maximale Drohungen und Einschüchterungen eingesetzt wurden, zieht Washington es nicht durch, wenn die andere Seite sich weigert, nachzugeben. Stattdessen schluckt die US-Regierung die Konsequenzen dieser Weigerung und passt sich ihnen an, auch wenn sie damit hinter dem zurückbleibt, was sie durch Zwang zu erreichen gehofft hatte.

    Dieser Ansatz, besonders in Gaza, wird von Tel Aviv als potenzielle Untergrabung der zweiten Phase des Waffenstillstands angesehen. Die Bedenken drehen sich darum, den Einsatz einer internationalen Truppe und den Rückzug Israels aus der Hälfte des Gazastreifens an die Wirksamkeit der Entwaffnung der Hamas zu knüpfen. Eine Trennung dieser beiden Aspekte würde wahrscheinlich die Besatzungsmacht dazu veranlassen, jeglichen Rückzug aus den von ihr direkt kontrollierten Gebieten östlich der "gelben Linie" zu verweigern. Dies wiederum würde Washington daran hindern, den Einsatz einer internationalen Truppe ohne einen solchen Rückzug zu ermöglichen.


    USA: Syrien wird Bekämpfung der Hisbollah "aktiv unterstützen"





    USA: Syrien wird Bekämpfung der Hisbollah "aktiv unterstützen"






    Eine Kontroverse dieser Art kann nicht von einem US-Gesandten beigelegt werden, unabhängig von seinem Rang. Sie scheint stattdessen bis zum erwarteten Besuch von Premierminister Benjamin Netanjahu in den USA vertagt zu werden.

    Syrien ist bei Barracks Besuch nicht weniger wichtig als seine Nachbarländer. Tatsächlich könnte es sogar vorrangig sein. An dieser Front hat der Gesandte eine klare Botschaft: Die US-Regierung lehnt es ab, Syrien aus der regionalen Gleichung herauszunehmen und sieht die Stabilität der neuen Regierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa als ein zentrales Element jeder zukünftigen Einigung an.

    Washington hat wiederholt seine "Besorgnis" über Israels fortwährende Einfälle in den Süden Syriens geäußert, da es befürchtet, dass diese die Bemühungen um eine Stabilisierung des syrischen Staates untergraben könnten. Hier liegt der Kern des Streits: Während Washington Al-Scharaa als Partner für Stabilität betrachtet, beharrt Israel darauf, dass das neue Regime weiterhin nicht fähig oder willens ist, Bedrohungen entlang der syrischen Grenzen zu verhindern – eine Ansicht, die in den Augen der Besatzungsmacht die Fortsetzung "präventiver Operationen" rechtfertigt.

    Der Beitrag erschien bei dem libanesischen Nachrichtenportal Al-Akhbar. Übersetzung aus dem Englischen von Olga Espín.

    Mehr zum Thema - Schafft das neue Syrien den Spagat zwischen Russland und den USA?


    Screenshot_2025_12_27_at_22_22_58_Von_Entwaffnung_bis_Abschreckung_Die_USA_formieren_die_Fronten_in_der_Levante_neu_RT_DE

    Video https://rumble.com/v739ao4-hawkeye-strike-usa-greifen-isis-ziele-in-syrien-an.html Dauer 0:37 Min.


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    27.12.2025

    US-Angriff in Nigeria

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 27. Dezember 2025, 18:08 Uhr


    *

    Anti-Terror oder Interessenpolitik? US-Angriff in Nigeria

    *[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 26. Dezember 2025]

    /Siehe im

    Video:/https://rumble.com/v73hv2m-anti-terror-oder-interessenpolitik-us-angriff-in-nigeria.html



    _RTDE 26.12.2025


    _*Nigerianische Reaktionen auf die US-Luftangriffe


    *Laut den Vertretern in Abudscha wurde der Militäreinsatz im Bundesstaat

    Sokoto in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht durchgeführt. Allerdings

    kursieren sowohl in lokalen als auch in internationalen Medien Berichte,

    die eher auf einen Scheinangriff hindeuten.


    Die US-Luftangriffe, die gegen Organisationen islamistischer Terroristen

    im Nordwesten Nigerias gerichtet waren, wurden als Teil einer

    "strukturierten" Sicherheitszusammenarbeit mit Washington durchgeführt,

    bestätigte die Regierung des westafrikanischen Landes.


    Der Sprecher des Außenministeriums, Kimiebi Imomotimi Ebienfa, sagte,

    das bilaterale Abkommen umfasse das Teilen von

    Geheimdiensterkenntnissen, strategische Koordination und "andere Formen

    der Unterstützung" in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und

    wechselseitigem Respekt vor der Souveränität.


    US-Präsident Donald Trump hatte am Weihnachtstag mitgeteilt, es habe

    eine Reihe von Luftangriffen gegen Kämpfer des Islamischen Staats,

    darunter auch Boko Haram in Nigeria, stattgefunden, nachdem er zuvor

    wochenlang Drohungen wegen Abudschas vermeintlichem Versagen in der

    Reaktion auf einen "Genozid" an Christen ausgestoßen hatte. Präsident

    Bola Tinubu hatte mehrere führende Beamte nach Washington geschickt, um

    die Lage zu diskutieren, und seinen Verteidigungsminister durch einen

    ehemaligen General ersetzt.


    Trump teilte keine Details über die Schäden mit, die die Angriffe im

    Staat Sokoto verursacht haben. Das US‑Afrikakommando bestätigte, dass

    die Angriffe in Koordination mit nigerianischen Behörden ausgeführt

    wurden, und Kriegsminister Pete Hegseth versprach: "Es kommt mehr."


    Letzten Monat wies Nigeria die Vorwürfe der Trump-Regierung zurück,

    Christen würden besonders verfolgt, und erklärte, die Unsicherheit

    betreffe Menschen jeden Glaubens. Die Regierung bestand zudem darauf,

    externe Unterstützung, die sich gegen die Krise richte, müsse die

    Souveränität des Landes respektieren.


    In einem Exklusivinterview

    <https://odysee.com/@RT:fd/Bwala-Dec-26-2025:8?src=embed> mit /RT/ am

    Freitag sagte Daniel Bwala, Sprecher des nigerianischen Präsidenten Bola

    Tinubu, Abudscha heiße die jüngsten US-Luftangriffe willkommen, da sie

    gemeinsam mit der Regierung durchgeführt wurden.


    "Unsere Übereinkunft mit den Vereinigten Staaten … wir brauchen keine

    amerikanischen Truppen am Boden. Nigerianische Soldaten sind imstande,

    mit der Lage umzugehen, mit der richtigen Ausrüstung und der richtigen

    Aufklärung", sagte er und fügte hinzu, dass die Bestimmungen überprüft

    werden könnten, "wenn sich die Notwendigkeit ergibt".


    Einem Bericht der /Financial Times/ (/FT/) zufolge hätten die Angriffe

    in der Grenzregion zum Nachbarland Niger stattgefunden: "Die Einwohner

    von Jabo taten ihre Überraschung über die Angriffe kund, und sagten, die

    Bomben wären in leeren Feldern gelandet … Der letzte Angriff von

    Terroristen ist vor zwei Jahren erfolgt." Auch Videoaufnahmen des

    nigerianischen Fernsehens zeigten "Stücke verbrannten Metalls in etwas,

    was aussieht wie Ackerland". Eine ähnliche Aussage trifft auch der

    ehemalige Chef des nigerianischen Rundfunks, Ladan Salihu, in einem Post

    auf X

    "Die Raketen landeten auf freiem Feld, etwa 300 Meter von einem

    örtlichen Krankenhaus entfernt."


    Nigerianische Analytiker meinten laut der /FT/, der Bundesstaat Sokoto

    sei ein seltsames Ziel, da die Bevölkerung dort fast völlig aus Moslems

    bestünde.


    Im Gespräch mit /RT/ sagte Greg Simons, Professor für Journalismus an

    der Daffodil International University, er glaube, Trumps militärische

    Handlungen in Nigeria zielten darauf ab, den Aufstieg rivalisierender

    Mächte zu verhindern, die die geopolitische Dominanz der USA in Frage

    stellen könnten.


    Er meinte, ein Teil könnte auch eine "Selbstgefälligkeit" von Trump

    sein, der angeblich für den Friedensnobelpreis im Gespräch ist. "Das ist

    der am meisten kompromittierte Friedenspreis der Geschichte", sagte

    Simons, und wies darauf hin, Trump habe "genug Kriege begonnen", um

    seine Kandidatur zu stützen.


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    27.12.2025

    Macron, Pistorius: Synchron-Wendehalserei

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 27. Dezember 2025, 18:08 Uhr


    _RTDE 27.12.2025


    _*Macron, Pistorius und der Ukraine-Krieg –

    Vorführung in Synchron-Wendehalserei


    *Nachdem sich Frankreichs Präsident Macron schon für eine

    Dialogwiederaufnahme mit Moskau aussprach, relativiert nun auch

    BRD-Verteidigungsminister Pistorius seine düsteren Kriegsvorhersagen für

    Europa. Welchen Umständen haben wir diesen nahezu synchronen

    Rhetorikwechsel zu verdanken?


    /Von David Narmanija/


    /"Ich glaube nicht an ein solches Szenario. Putin geht es nach meiner

    Einschätzung nicht darum, einen Full-Scale-Weltkrieg gegen die NATO zu

    führen."/

    Worte, die von niemand anderem kommen als dem BRD-Verteidigungsminister

    Boris Pistorius – so äußerte er sich

    <https://www.zeit.de/2025/55/boris-pistorius-verteidigungsminister-ukraine-wehrdienst-amerika/komplettansicht

    nämlich, als er bei einem Interview für die /Zeit/ um eine Reaktion auf

    eine berüchtigte jüngste Äußerung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte

    gebeten wurde.


    Rutte wiederum hatte die Europäer vor anderthalb Wochen aufgerufen, sich

    auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten, wie ihn ihre Urgroßmütter

    und Urgroßväter erlebt hatten.


    Unerwartet, jetzt eine derartige Erwiderung darauf ausgerechnet vom

    Bundesverteidigungsminister zu lesen. Und sie erscheint umso

    unerwarteter, wenn man bedenkt, dass es doch Pistorius selbst war, der

    erst kürzlich verkündete, der vergangene Sommer könnte sich als der

    letzte friedliche Sommer für die Europäer erweisen.


    Einen solch plötzlichen Rhetorikwechsel zu erklären, ist schwierig.

    Vielleicht wurde Pistorius vom russischen Geheimdienst entführt und

    durch einen Doppelgänger ersetzt? Wir werden jedoch nach rationaleren

    Erklärungen für diese Offenbarung suchen.


    Worauf sollten wir achten? Die militaristische Agenda an sich ist ja

    keineswegs aus den Reden des deutschen Verteidigungsministers

    verschwunden. So spricht er – auch im angeführten Interview – weiterhin

    davon, wie Deutschlands Schulkinder die jetzige Zeit als vielleicht die

    beste ihres Lebens in Erinnerung behalten sollten. Er beharrt weiterhin

    darauf, die Bundeswehr als stärkste Armee Europas wiederzubeleben. Auch

    die Rhetorik über Russlands angebliche Versuche, die NATO "von innen

    heraus zu zerstören", ist nicht verstummt.


    Natürlich könnten solche Enthüllungen auch schlicht unanständig

    unverhohlenem Eigennutz geschuldet sein:


    Pistorius sieht, wie die Zustimmungswerte von Bundeskanzler Merz (CDU)

    dabei sind, auf lächerliche 20 Prozent zu fallen, sieht die Proteste

    gegen die Militärreformen und bemerkt natürlich auch, wie der

    Regierungschef in Magdeburg ausgebuht wird. Deshalb versucht er, sich

    für den Fall einer politischen Krise abzusichern – einfach, um sich

    später wahlkampfwirksam distanzieren zu können, frei nach dem Motto:

    "Wir in der SPD haben Merz' militanten Kurs */schon damals/* kritisiert

    (obwohl wir mit ihm in einer Koalition waren)."


    Der Minister selbst räumt ja im selben Interview offen ein, dass es

    zwischen den Koalitionsparteien ernsthafte Meinungsverschiedenheiten gibt.

    Doch die Liste der Gründe dürfte sich kaum auf den Wahlkampf beschränken.


    Der Brüsseler Gipfel der vergangenen Woche war ein schwerer Schlag für

    alle Kriegstreiber in Europa: Noch am Donnerstag schien es, als könnten

    die beiden deutschen Hauptzündler, Bundeskanzler Merz und

    EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen, die anderen

    EU-Mitgliedstaaten zur Beschlagnahme russischer Gold- und

    Devisenreserven zwecks Unterstützung der Ukraine zwingen. Doch die

    Weigerung anderer EU-Länder schockierte sie. Offenbar ist in der EU eben

    nicht jeder bereit für eine Eskalation des Konflikts mit Moskau.


    Hinzu kommen die für die EU alarmierenden Signale aus Washington: Donald

    Trump strebt eine Beilegung des Konflikts an, bezeichnet die NATO als

    Belastung für die USA und erklärt offen, dass Washington kein Interesse

    daran habe, Europas Sicherheit weiterhin auf Kosten der US-Staatskasse

    zu gewährleisten. Und angesichts des somit hohen Risikos, mit Russland

    allein gelassen zu werden, ist für die europäische Führungsriege ein

    Krieg gegen Russland höchst unerwünscht.


    Macron erkannte dies als Erster auf dem Kontinent und erklärte

    überraschend, der Dialog mit Moskau müsse wiederaufgenommen werden.

    Pistorius seinerseits mag diese Idee für etwas zu gewagt halten – doch

    zumindest vorerst ist er bereit, nicht von einem /unvermeidlichen/ Krieg

    zu sprechen. Das kann man nur mit aller nötigen Vorsicht als Fortschritt

    bezeichnen, aber immerhin. Was die Äußerungen des

    Bundesverteidigungsministers über Moskaus angeblichen "Wunsch, die NATO

    von innen heraus zu zerstören", betrifft, ist Folgendes anzumerken:


    Russland würde ja tatsächlich eine Welt ohne die NATO vorziehen. Denn

    dieses Bündnis wurde als Bedrohung für die Sowjetunion gegründet. Die

    UdSSR zerfiel, doch anstatt neue Beziehungen zum neuen Russland

    aufzubauen, setzte der Block seine feindseligen Aktivitäten gegen Moskau

    fort. Der Kreml schlug wiederholt vor: "Nehmt doch auch uns in die NATO

    auf, dann brauchen wir nicht mehr um unsere Sicherheit zu fürchten."

    Doch in Reaktion darauf zeigte man uns nur den Vogel.


    Und gerade die Aktionen des Bündnisses waren es, die schließlich zum

    Krieg in der Ukraine führten. Für Russland aber – angesichts des

    Bestrebens seiner "westlichen Partner", Russland zu zerstückeln, sowie

    ihrer weitestgehend fehlenden Reaktion auf jegliche Vorschläge zur

    Bildung einer neuen Sicherheitsarchitektur – ist der Wunsch nach dem

    Zerfall der NATO vollkommen logisch.


    Doch so paradox es klingen mag: Ein solcher Wunsch ist auch für die

    Mitglieder des Militärblocks selbst nachvollziehbar. Für sie ist die

    NATO längst keine Garantie für Sicherheit mehr, sondern eine Quelle von

    Problemen. Für sie alle.


    Und insbesondere für Berlin: Von allen europäischen Ländern hat

    Deutschland den höchsten Preis für den Ukraine-Konflikt gezahlt. Dies

    spiegelt sich sowohl in den Ausgaben für die Hilfe an Kiew als auch in

    der geschwächten Wirtschaft Deutschlands selbst wider, die,

    abgeschnitten vom Zugang zu russischen Energieressourcen, in vollen

    Zügen die Deindustrialisierung erlebt und von einer Rezession bedroht ist.


    Dabei betonte Russlands Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin – in

    Bezug auf Europa – auf der diesjährigen Veranstaltung "Ergebnisse des

    Jahres", auf der die Jahresbilanz gezogen und auf direkter Hotline

    Fragen der Bürger beantwortet werden:

    /"Würden wir unsere Möglichkeiten miteinander bündeln und ergänzen,

    würden wir prosperieren – anstatt uns gegenseitig zu bekriegen."/


    Hierfür brauchen die Europäer lediglich Mut – Mut zu erkennen, dass

    Zusammenarbeit mit Russland in ihrem Interesse liegt. Und sie müssen den

    Grundstein dieser Zusammenarbeit durch gegenseitige Sicherheitsgarantien

    legen. Moskau ist dazu bereit.


    Ist Europa selbst bereit? Pistorius und seine Kollegen werden diese

    Frage beantworten müssen. Und vielleicht stehen den deutschen

    Schulkindern dann ja doch noch deutlich bessere Zeiten bevor, als der

    Minister sie ihnen an die Wand malt.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2025

    The EU is a US colony. IMEC corridor, energy — the world is a cheeseboard; narratives are failing. It is time for naked imperialism.
    Die EU ist eine US-Kolonie. IMEC-Korridor, Energie – die Welt ist ein Käsebrett; Erzählungen scheitern. Es ist Zeit für den nackten Imperialismus.

    theduran.com, 27. Dezember 2025, von, (übersetzt mit beta, unkorrigiert)

    Die in dieser Spalte geäußerten Aussagen, Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors und repräsentieren nicht unbedingt die dieser Website. Diese Website gibt keine finanzielle, investitions- oder medizinische Beratung.


    Screenshot_2025_12_27_at_10_43_52_The_EU_is_a_US_colony._IMEC_corridor_energy_the_world_is_a_cheeseboard_narratives_are_failing._It_is_time_for_naked_imperialism._The_Duran

    Video https://www.youtube.com/watch?v=Lfd1ukJ0Wfc Dauer 1:34:15 h


    Dies ist ein großartiges Video vom Kanal "Colonial Outcasts", und ich empfehle dringend, es vollständig zu sehen, da es sehr interessant ist. Am wichtigsten ist, dass es über Großmachtpolitik diskutiert und Dinge beschreibt, über die ich gesprochen habe. Zunächst möchte ich etwas aus diesem Video zitieren.

    4:07

    Ich möchte allen, die den Niedergang der Vereinigten Staaten als „Fall des Römischen Reiches“ feiern, sagen: Sie haben die falsche historische Analogie. Das ist nicht der Zusammenbruch des Römischen Reiches; dies ist eher wie der Zusammenbruch der Römischen Republik.

    Dies ist der Zusammenbruch der Phase des Unternehmens, in der die normalen Bürger ein Mitspracherecht in ihrer eigenen Regierung haben. Dies ist die Zeit vor dem Aufstieg eines Imperiums und einer langwierigen Periode des expansionistischen, zerstörerischen, kriegerischen Wahnsinns. Du dachtest, es wäre schlimm? Warten Sie nur, bis sie keinen Vorwand mehr haben müssen. Warten Sie, bis sie ihren Ehrgeiz nicht kontrollieren müssen. Warten Sie, bis sie tun können, was sie wollen, direkt im Freien, ohne es der Öffentlichkeit erklären zu müssen - denn das ist es, was wir als nächstes betrachten.

    Eigentlich musst du nicht mal warten. Es ist naiv zu glauben, dass dies der Zusammenbruch des Imperiums selbst ist. Haben Sie eine Ahnung, wie drohend, mächtig, tief verwurzelt und miteinander verbunden das militärische Vermögen und der wirtschaftliche Druck der Vereinigten Staaten sind? Wir blicken auf den Beginn einer Ära des kriegerischen, offenen Expansionismus durch die Vereinigten Staaten.

    Wenn Sie sich ein Szenario vorstellen, in dem die Vereinigten Staaten einfach von ihrer Position als dominierende globale Supermacht zurückschrecken, ohne vorher auf alle zu schlagen, sind Sie nicht in Ihren Köpfen. Das ist es, was sie gerade Stresstests machen. Das ist der Sinn der Trump-Regierung: zu sehen, wie viel öffentliche Pushback sie bekommen, während sie diese Ideen verbreiten. Beachten Sie, wie die Demokraten einfach mitmachen, und es gibt keinen öffentlichen Pushback.

    Sobald sie also endlich die letzten republikanischen Institutionen eliminiert haben, sobald sie endlich die letzten Spuren der öffentlichen Beteiligung an der Regierung beseitigt haben, bleibt uns das. Das ist die bessere Analogie. Es ist nicht der Fall des Römischen Reiches; vielmehr ist die gesamte Fensterdekoration verschwunden, und wir bewegen uns in den geraden Imperialismus.

     

    Leider stimme ich dieser Aussage voll und ganz zu. Die Dinge werden nur noch schlimmer werden. Ein globaler Krieg und ein globales techno-feudales Gefängnis kommt. Weil die Menschen in einer Welt der Naivität leben, nicht zu verstehen, dass die USA eine Supermacht und ein Welthegemon sind, der sich wie ein globaler Terrorist verhält, verstehen sie nicht, was kommt. Bei all meinen Beiträgen geht es darum, die Wahrheit über das, was ich das westliche kapitalistische Imperium des Bösen nenne, das von Amerika geführt wird, zu enthüllen, damit die Menschen eine realistische Sicht auf die Welt haben und endlich sehen können, was kommt. Solange die Menschen nicht verstehen, was Amerika wirklich ist, werden sie nie sehen, was kommt.

    Die EU Ist Eine US-Kolonie

    Ich erkläre, wie Brian Berletic, dass all dieses Gerede über eine Kluft zwischen Amerika und Europa Unsinn ist. Wir können es sogar in den jüngsten Kommentaren von The Duran sehen, wenn Alex erwähnt, dass Kaja Kallas Angst hat, Amerika in ihren Aussagen überhaupt zu nennen. Wenn Kaja Kallas solche Angst hat - und wie er sagt und bestätigt, was ich die ganze Zeit gesagt habe, dass Europa ein Vasalle der USA ist - dann erklärt mir jemand, wie diese vermeintliche Kluft zwischen Amerika und Europa real sein kann. Wie kann Europa in der Ukraine gegen Amerika vorgehen, während Kallas so schwach und ängstlich ist, dass sie nicht einmal das Wort Amerika sagen kann?

    Wie ist Amerika angeblich gegen den Krieg in der Ukraine, solange es noch Geheimdienstinformationen liefert, und während der Kongress gerade den Pentagon-Haushalt genehmigt hat, der Geld für Waffen für die Ukraine zuteilt? Wenn Europa ein schwacher Vasalle ist und Kallas zu viel Angst hat, die USA überhaupt zu nennen, und als Trump Zölle auf Europa verhängte, gaben sie Amerika alles, was es wollte, wie kann mir dann jemand mit einem geraden Gesicht sagen, dass es eine sinnvolle Kluft zwischen Amerika und Europa gibt? Amerika hält alle Karten und könnte einfach wieder Zölle verhängen und sagen, dass sie nur aufgehoben werden, wenn Europa dem Frieden mit Russland zustimmt. Die USA könnten auch den Austausch von Geheimdienstinformationen mit der ukrainischen Armee kürzen, was zu ihrem Zusammenbruch führen würde - aber sie tut es auch nicht. Und wir sollen immer noch glauben, dass Amerika Frieden mit Russland will, während es die Ukraine militärisch finanziert und unterstützt?

    Diese Ansicht – dass die vermeintliche Spaltung der USA und der EU nur politisches Theater ist – ist nicht nur meine Meinung und Brian Berletics, sondern auch die Ansicht, die von den Menschen in dem von mir verknüpften Programm präsentiert wird.

    19:40 Uhr

    Dies ist Teil des politischen Spektakels und der Theatrik, die derzeit zwischen der EU und den Vereinigten Staaten stattfinden. In den letzten Monaten gab es ein anhaltendes Bild von einem Beflecken der Beziehungen zwischen der EU und den USA, mit dem Hinweis, dass die USA "die EU unter den Bus werfen". Folglich ist das Narrativ, dass Europa jetzt militarisieren und weiter in sein Sozialsystem einschneiden muss. Den Bürgern wird gesagt, dass sie kämpfen müssen, weil das Militär gesichert werden muss.

    Das gesamte Geld, das aus Sozialprogrammen innerhalb Europas entnommen wird, wird im Wesentlichen in den militärisch-industriellen Komplex umgeleitet, der sich überwiegend aus amerikanischen multinationalen Unternehmen zusammensetzt. Dieses Geld fließt direkt in ihre Bankkonten, um diesen Militarisierungsprozess zu befeuern, und die Öffentlichkeit wird alarmiert, ihn zu akzeptieren. Es ist Teil eines Bildes, das geschaffen wurde, um weitere Ausgaben und die Auswirkungen auf die europäischen Bürger zu rechtfertigen.

    Indem wir diese Spaltungen künstlich geschaffen haben – etwas, das wir die Vereinigten Staaten in diesem Jahr mehrmals mit ihren Verbündeten allein machen gesehen haben – rechtfertigen sie diese Aktionen. Wir sahen eine ähnliche Situation in Bezug auf die angebliche Kluft zwischen den USA und Israel während der Verhandlungen mit dem Iran. Wie wir in dieser Show spekulierten, war das nichts anderes als ein politisches Spektakel, das die Massen dazu bringen sollte, zu glauben, dass Israel und die Vereinigten Staaten nicht vollständig ausgerichtet waren und dass die USA beabsichtigten, mit dem Iran in gutem Glauben zu verhandeln. In Wirklichkeit war es ein Lockvogel für ihre eigentlichen Pläne, die schließlich den 12-tägigen Krieg einleiteten.

    Dasselbe geschieht jetzt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Wenn die EU wirklich um ihr eigenes Eigeninteresse und ihre Eigenerhaltung besorgt wäre, würde sie letztlich keine feindliche Beziehung zu Russland brauchen. Der gesamte europäische wirtschaftliche Wohlstand in den letzten Jahrzehnten ist auf das relativ billige Erdgas Russlands zurückzuführen. Die Fähigkeit, billiges Erdgas zu gewinnen, ermöglichte es den europäischen Industrien – von Automobilen bis zur Landwirtschaft –, lebensfähig zu bleiben und einen Wettbewerbsvorteil auf dem Weltmarkt zu erhalten.

    Europa hat diesen Vorteil inzwischen verloren. Im Jahr 2017 erklärte Emmanuel Macron offen, dass der zukünftige Wohlstand Europas eurasisch ist - eher nach Osten als in den Westen. Diese Haltung erregte das politische Establishment der USA zu dieser Zeit, wobei Persönlichkeiten wie Condoleezza Rice und Joe Biden es als gefährliche Rhetorik bezeichneten. Deshalb argumentiere ich, dass der Krieg in der Ukraine die EU besiegt hat, vielleicht sogar mehr als Russland; die größten Verlierer waren die EU.

    Die Ironie ist, dass sie zwar von Selbsterhaltung und der Notwendigkeit sprechen, auf ihre eigenen Interessen zu achten, aber weiterhin eine aggressive Außenpolitik gegenüber Russland vorantreiben. Wenn sie auf ihr eigenes Interesse schauen würden, würden sie friedliche Verhandlungen anstreben und wahrscheinlich sogar versuchen, den Wirtschaftshandel und den Handel mit Russland wieder zu öffnen. Das ist nicht das, was die Europäische Union tut. Stattdessen verstärken sie die Kriegsrhetorik, die die materiellen Bedingungen in Europa nur weiter verschlechtern wird.

    Genau darüber haben Brian Berletic und ich gesprochen, und ich möchte ein weiteres Beispiel für die Missverständnisse geben, die die Menschen oft haben.

    Ich werde noch einmal darauf hinweisen: Im Jahr 2022 sagte Merkel, dass die Minsker Abkommen von 2014 nur dazu gedacht waren, der Ukraine Zeit zu geben, sich zu bewaffnen, was bedeuten würde, dass sie Krieg wollte. Viele politische Analysten akzeptierten dies unkritisch und behandelten es als Tatsache. In der Zwischenzeit argumentierte ich damals, dass sie lügt - dass sie in Wirklichkeit wollte, dass die Minsker Vereinbarungen von 2014 funktionieren, und wirklich versuchte, diesen Krieg zu verhindern. Es erklärt auch, warum die Vereinigten Staaten nicht Teil des Abkommens waren: Weil Merkel Frieden wollte, während Amerika wollte, dass der Konflikt eskaliert.

    In ähnlicher Weise sagte ich, dass Sikorski die Maidan-Demonstranten bedrohte, weil er versuchte, den Putsch zu stoppen und das Massaker zu verhindern - er war mit der Merkel = deutschen Fraktion verbunden, die versuchte, diesen Krieg zu vermeiden. In der Zwischenzeit verteilte Victoria Nuland Kekse an Asow-Nazis und half, die Gewalt am Maidan zu gewährleisten, und der Putsch würde Erfolg haben. Nachdem Sikorski verloren und Nuland gewonnen hatte, geschah der Putsch, und dann kamen die Minsker Vereinbarungen als letzten Versuch der Merkel-Fraktion, den Krieg zu stoppen.

    Merkel ist nicht dumm, noch lebt sie in einer Welt der Naivität – sie lebt in der gleichen Realität wie ich. Wenn ich verstehe, dass ein Krieg, der die deutsch-russische Zusammenarbeit zerstört, Deutschland ruinieren würde, würde Merkel das sicherlich auch verstehen. Wenn also jemand darauf besteht, dass Merkel 2022 die Wahrheit sagte, als sie behauptete, Minsk sei nur, um Zeit für die Ukraine zu gewinnen, um sich zu begeben, dann argumentieren sie, dass Merkel die Zerstörung Deutschlands wollte - was ich nicht glaube.

    Ich argumentierte, dass sie 2022 wegen der intensiven Russophobie und des öffentlichen Drucks gelogen hat, der sie als Putin-Mitarbeiterin dargestellt hätte. Sie sagte, was sie sagte, um zu vermeiden, von der "höflichen Gesellschaft" geächtet zu werden, während sie in Wirklichkeit versuchte, bis zum letzten Moment, um den Krieg zu verhindern.

    Dann sagte Merkel im Jahr 2025, dass sie 2021 versucht habe, Frieden mit Russland zu schließen, aber von Polen und den baltischen Staaten gestoppt wurde. Aber wenn ihre Behauptung von 2022 wahr wäre - dass es in Minsk nie um Frieden ginge - wie könnte sie später behaupten, dass sie 2021 Frieden suchte? Es macht keinen Sinn, wenn meine Interpretation nicht richtig ist: Merkel hat 2022 gelogen, und in Wirklichkeit wollte sie immer Frieden. Und natürlich beschuldigte sie Polen und das Baltikum statt Amerika, weil sie, wie Kaja Kallas, Angst hatte, die wahre Macht zu nennen. Es ist absurd zu glauben, dass Polen und das Baltikum allein den Frieden blockieren könnten – eindeutig waren es die Vereinigten Staaten mit Hilfe von ihnen.

    Einige Leute werden immer noch ablehnen, was ich sage, und behaupten, dass es Spekulation ist, und darauf bestehen, dass Merkel 2022 nicht gelogen hat. Ihnen weise ich auf eines hin: Polen baute einen der größten LNG-Häfen Europas und baute die baltische Pipeline von Norwegen durch Dänemark – alles in Vorbereitung auf einen Ukraine-Krieg. Ich lebe in Polen, und selbst ich wusste nicht, dass Polen jetzt 90% des TNT-Angebots des Westens produziert, das von westlichen Armeen verwendet wird. Polen wurde von den USA deutlich darüber informiert, dass ein Krieg kommen würde, und positionierte sich, um davon zu profitieren.

    Wenn Merkel also die Wahrheit sagte und Minsk nur Zeit für die Ukraine zur Bewaffnung gewinnen sollte, warum hat sich Deutschland nicht auf den Krieg vorbereitet? Warum hat Deutschland keine LNG-Terminals oder Pipelines von anderen Orten gebaut? Warum hat Deutschland die explosive Produktion nicht erweitert, obwohl es eine der besten chemischen Industrien der Welt hat? Wenn Merkel angeblich diesen Krieg wollte, warum war Deutschland dann nicht darauf vorbereitet?

    Ich argumentiere, dass Deutschland – insbesondere Merkels Fraktion – alles getan hat, um den Krieg bis zum Schluss zu verhindern. Amerika wusste das, und dass Deutschland keinen Krieg wollte, weil er die deutsche Industrie zerstören würde, so dass sich die USA gezwungen fühlten, Nord Stream zu zerstören. Es zu sprengen war riskant: Wenn die Öffentlichkeit erkannte, dass Amerika die deutsche Infrastruktur sabotiert hatte, könnte dies massive politische Gegenreaktionen verursachen. Doch die USA taten es trotzdem, denn wenn Nord Stream intakt bliebe, könnte Deutschland auch während des Konflikts noch zu russischem Gas zurückkehren.

    Hier kommt Sikorskis berüchtigter Tweet – „Danke, USA“ – ins Spiel. Glauben die Leute wirklichthanking, dass er Amerika dankte? Die USA wollten nicht, dass die Welt weiß, dass sie hinter der Sabotage steckt. Sein Tweet war sarkastisch und in Frustration geschrieben - er war mit Merkels Fraktion verbunden, und die Zerstörung von Nord Stream bedeutete, dass sie verloren hatten. Der Tweet war keine Dankbarkeit - es war seine Art, "Fuck You" zu den USA zu sagen, weil er die Interessen seiner Fraktion zerstört hat.

    IMEC-Korridor, Energie

    Das Hauptvideo, das diesem Beitrag beigefügt ist, behandelt . Ich habe zuvor im IMEC in dem Beitrag „Ben Norton über Trumps Plan für Gaza und Brian Berletic über die Pläne der USA für eine China-Blockade“ erwähnt: ein größeres Bild. Es kann keinen Frieden geben – „Krieg ist Frieden“. (Mein Geschwafel).“ Es ist mit der China-Blockade verbunden, über die Brian Berletic in dem Video spricht, das diesem Beitrag beigefügt ist, und es berührt auch die EastMed-Pipeline.

    All dies geht darum, die Welt wie ein Schachbrett zu betrachten und Energie als wichtigen strategischen Faktor zu berücksichtigen. Lassen Sie mich zunächst das Hauptvideo zitieren, das diesem Beitrag beigefügt ist.

    44:46 Uhr

    Die Energiekrise ist real, und all diese Dinge geschehen, aber am Ende des Tages braucht Europa immer noch Gas. Wenn sie nicht mit Russland zusammenarbeiten, woher kommt es dann?

    Und deshalb ist es eine rhetorische Frage. Soll ich ihm antworten? Du bist auf diesem. Alles klar. Deshalb sagen wir immer zu diesem Programm – und deshalb sage ich immer in meiner persönlichen Arbeit –, dass man die Punkte verbinden muss. Sie müssen verstehen, warum der Krieg in der Ukraine und das, was in Venezuela geschieht, mit dem verbunden ist, was in Gaza, Armenien und Aserbaidschan geschieht.

    Ein Teil des derzeit laufenden Projekts in Gaza – dem Projekt „Gaza 2035“ oder dem Projekt „Gaza Riviera“ – sowie andere Projekte zur Gründung von Pipelines, Handelsrouten und der digitalen Konnektivität zwischen den arabischen und den Golfstaaten, sind Teil des Traums des IMEC (India-Middle East-Europe Economic Corridor). Ein klassisches Beispiel dafür ist die Wiederbelebung des EastMed-Projekts. Ich erinnere mich an die erste episode, die ich mit dir gemacht habe; wir haben darüber gesprochen, aber wir haben seitdem einen langen weg zurückgelegt.

    Für diejenigen, die diese Episode nicht gesehen haben, ist es jetzt etwa zwei Jahre her. Der Nachrichtenzyklus ist so verrückt, dass ich das Gefühl habe, zwei Jahre meines Lebens in einer Unschärfe verloren zu haben. Das östliche Mittelmeerprojekt soll die Energieverbindung zwischen Israel, Zypern und Griechenland herstellen und Westasien im Wesentlichen bis nach Europa verbinden. Ein Teil dieses Projekts – auch vor dem Krieg in der Ukraine – bestand darin, verschiedene Energiequellen bereitzustellen, damit Europa nicht vollständig auf Russland angewiesen sein müsste. Es ist Teil ihrer Energiesicherheitsdoktrin: Diversifizierung der Quellen.

    Das gesamte Projekt stand jedoch vor technologischen Hürden, hohen Kosten und geopolitischen Komplexitäten, insbesondere in Bezug auf die Türkei. Sie kümmern sich offensichtlich nicht um Umweltbelange, aber die Rentabilität des Projekts ist immer noch ungewiss, obwohl sie es als "Projekt von gemeinsamem Interesse" einstufen.

    Interessanterweise besuchte Victoria Nuland im April 2022 – etwa zwei Monate nach der Operation der Sonderoperation in der Ukraine – Zypern. Sie erklärte unmissverständlich, dass das Projekt des östlichen Mittelmeerraums grundsätzlich ein Nicht-Starter sei. Dies lag in erster Linie daran, dass die Kosten für den Bau und die Investition in die Infrastruktur einfach zu hoch waren, wenn man die tatsächliche Gasmenge berücksichtigte, die gefördert werden würde.

    Um in sachlichen Worten zu sprechen, schauen wir uns die Zahlen an. Vor 2022 verbrauchte die EU jährlich durchschnittlich 5,7 Billionen Kubikfuß (TCF) Gas, das jedes Jahr aus Russland importiert wurde. Die Gesamtheit des Gases im östlichen Mittelmeerraum wird auf nicht mehr als etwa 60 TCF geschätzt. Davon hat das Leviathan-Feld – das zu Israel gehört – etwa 20 TCF, und Zypern hat etwa 4,6 TCF.

    Dies bedeutet, dass die jährliche Menge an Gas, die von der EU aus Russland importiert wurde, mehr war als die Gesamtheit der Reserven in Zypern und etwa ein Viertel dessen, was Israel hat. Die Vorstellung, dass diese „verschiedenen“ Energieformen – ob aus Aserbaidschan (das selbst eine sehr geringe Menge hat) oder dem östlichen Mittelmeerraum – den Verlust von russischem Gas nach Europa ausgleichen werden, ist ein völliger Trugschluss.

    Dies ist eine sehr interessante Perspektive, und ich stimme teilweise damit überein, aber nicht ganz. Ich weiß nicht - vielleicht bin ich einfach anders verdrahtet - weil ich eine seltsame Beziehung zum Gedächtnis habe. Ich habe Mühe, mich an Dinge wie Namen oder Zahlen zu erinnern, aber wenn sich etwas darauf bezieht, wie ich die Welt sehe, erinnere ich mich sehr deutlich daran.

    Wenn ich also höre, wie sie dieses Thema diskutieren, konzentrieren sie sich nur auf das östliche Mittelmeer, aber ich erinnere mich an Hinweise auf das Kaspische Meer aus einem Programm über PNAC, das ich in dem Beitrag "Dokumentarfilm: Das neue amerikanische Jahrhundert - Der geheime Plan für die Weltherrschaft (PNAC - wie dieser NEOCON-Albtraum begann) erwähnte." Das Originalvideo wurde entfernt, aber glücklicherweise fand ich später eine Kopie auf YouTube, die vorher nicht verfügbar war.


    Screenshot_2025_12_27_at_10_54_53_The_EU_is_a_US_colony._IMEC_corridor_energy_the_world_is_a_cheeseboard_narratives_are_failing._It_is_time_for_naked_imperialism._The_Duran

    Video https://www.youtube.com/watch?v=2mbzIIhpb7k Dauer 1:34:23 Min.

    54:56 Uhr

    Die Abhängigkeit von Öl aus dem Ausland ist in den letzten 30 Jahren für die Vereinigten Staaten dramatisch gestiegen. 1973 mussten die USA nur 28 Prozent des Gesamtverbrauchs importieren, während diese Zahl heute bei 60 Prozent liegt und bis zum Jahr 2025 voraussichtlich 70 Prozent erreichen wird. Aus diesem Grund haben die Amerikaner in der jüngeren Vergangenheit auch eine andere Energieressource in Betracht gezogen: Erdgas. Die Mehrheit dieser Reserven befindet sich in den verschiedenen Staaten Zentralasiens, die einst der Sowjetunion angehörten, insbesondere in der Umgebung des Kaspischen Beckens.

    1998 kommentierte Dick Cheney, der damals Präsident von Halliburton – einem Öldienstleistungsunternehmen – sagte: „Ich kann mir keine Zeit vorstellen, in der eine Region entstanden ist, die plötzlich so strategisch bedeutsam wird wie der Kaspische. Der gute Herr sah es nicht für angebracht, Öl und Gas nur dort einzusetzen, wo es demokratisch gewählte Regime gibt, die den Vereinigten Staaten freundlich sind. Gelegentlich müssen wir an Orten operieren, an denen man sich normalerweise nicht entscheiden würde, dorthin zu gehen, wenn man alles in allem betrachtet.

    Noch interessanter ist ein Dokument, das ein Unocal-Ölkonzern-Beamter im selben Jahr einer Senatskommission für Energie vorgelegt hat. Es bietet ein ganz anderes Bild über die wahren Interessen der Vereinigten Staaten in Afghanistan. Das Hauptproblem war die Notwendigkeit mehrerer Pipeline-Routen für zentralasiatisches Öl und Gas.

    Die kaspische Region enthält enorme unerschlossene Kohlenwasserstoffreserven. Nachgewiesene Erdgasreserven in Aserbaidschan, Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan entsprechen mehr als 236 Billionen Kubikfuß. Die gesamten Ölreserven der Region können mehr als 60 Milliarden Barrel erreichen. Wie man sieht, wurde das gesamte Kaspische Becken bereits unter den größten Ölkonzernen der Welt aufgeteilt.

    Ein Problem blieb jedoch laut dem Dokument bestehen: Wie man diese riesigen Mengen an Ressourcen in die Länder bringt, die sie am dringendsten benötigen, insbesondere China und Japan. Eine Möglichkeit besteht darin, nach Osten über China zu gehen, aber dies würde den Bau einer Pipeline von mehr als 3.000 Kilometern nach Zentralchina sowie eine 2.000-Kilometer-Verbindung bedeuten, um die wichtigsten Bevölkerungszentren entlang der Küste zu erreichen.

    Eine zweite Möglichkeit besteht darin, eine Pipeline südlich von Zentralasien bis zum Indischen Ozean zu bauen; von dort aus könnte das Gas auf Schiffe in Richtung Osten verladen werden. Eine offensichtliche potenzielle Route nach Süden wäre über den Iran. Diese Option wird jedoch für amerikanische Unternehmen aufgrund der US-Sanktionsgesetzgebung ausgeschlossen.

    Die einzige andere mögliche Routenoption ist in ganz Afghanistan, das seine eigenen einzigartigen Herausforderungen hat. Das Gebiet, über das sich die Pipeline erstrecken würde, wurde von den Taliban kontrolliert, einer islamischen Bewegung, die von den meisten anderen Nationen nicht als Regierung anerkannt wurde. Von Anfang an machte Unocal deutlich, dass der Bau der vorgeschlagenen Pipeline erst beginnen konnte, wenn eine anerkannte Regierung in Kraft war - eine, die das Vertrauen von Regierungen, Kreditgebern und dem Unternehmen hatte.

    Im Sommer 2001 unternahm Unocal einen letzten Versuch, eine Vereinbarung mit den Taliban zu finden, aber das Treffen scheiterte und endete mit dieser ominösen Bedrohung, die auf die Taliban gerichtet war: "Entweder werden wir Sie mit einem Teppich aus Gold bedecken, oder wir werden Sie unter einem Teppich von Bomben begraben." Am 10ten September wurde ein detaillierter Plan zum Angriff auf Afghanistan auf George W. gestellt. Bushs Schreibtisch soll bei seiner Rückkehr aus Florida unterschrieben werden. Am nächsten Morgen wurden die Zwillingstürme in Trümmer verwandelt.

    Nun, was die Gesamtressourcenbasis betrifft: Bei der Kombination nachgewiesener Reserven mit unentdecktem Potenzial hält das Südkaspische Becken wahrscheinlich weit über 300-350 Tcf Erdgas. Ich habe auch die Liste der Länder mit den höchsten Erdgasreserven überprüft.

     

    RangLandReserven (Billionen Kubikfuß – Tcf)Reserven (Billionen Kubikmeter – tcm)Globaler Anteil (%)
    1Russland1.68847,824,40%
    2Iran1.2003417,10%
    3Kategorie: Katar85824.312,40%
    4Vereinigte Staaten~630 – 690~17.8 – 19,54,70 %
    5Turkmenistan~400 – 480~11.3 – 13.63,80%
    6Saudi-Arabien3339.44,40 %
    7VAE2908.23,10 Prozent
    8Nigeria2035.82,70 %
    9Venezuela2015.72,90%
    10China1855.22,70 %


    Wenn wir sowohl die Erdgasreserven des Iran als auch Katar kombinieren, übersteigen sie die Reserven Russlands - ohne auch nur Turkmenistan, Saudi-Arabien oder die VAE zu erwähnen, die alle an die EastMed-Pipeline angeschlossen werden könnten und Teil des IMEC, des Indien-Nahost-Europa-Wirtschaftskorridors, werden könnten. Während das Video über den Transport dieses Gases nach China und Japan spricht, könnte es genauso gut nach Europa transportiert werden.

    Ich habe auch diese südliche Pipeline in meinem älteren Beitrag über das deutsche neokoloniale Projekt erwähnt. Zu dieser Zeit wusste ich nicht, dass es die EastMed-Pipeline genannt wurde, und wenn ich mich richtig erinnere, gab es auch Diskussionen über eine Pipeline-Route durch Aserbaidschan, Georgien und das Schwarze Meer nach Europa. Diese Projekte wurden nicht wegen der Kosten gestoppt, sondern weil Deutschland sie gestoppt hat. Die deutsche neokoloniale Strategie, die EU zu kontrollieren – sie im Wesentlichen in ihre Neokolonie zu verwandeln – stützte sich darauf, Europa von russischem Gas abhängig zu machen, das Deutschland kontrollieren und verteilen würde. Damit würde Deutschland die Energieversorgung Europas dominieren und gleichzeitig die günstigste Energie für sich selbst sichern.

    Deshalb wurde nach der „Grünen Agenda“ russisches Gas als die sauberste Form der Energie dargestellt, während die französische und britische Kernenergie nicht als grün betrachtet wurde. Wenn Frankreich die Atomkraft aufrechterhalten würde, würde es nicht von russischem Gas abhängen, das von Deutschland kontrolliert wird. Das Ziel Deutschlands war es, die Kernenergie in ganz Europa zu untergraben, um sicherzustellen, dass die Länder weiterhin von russischem Gas abhängig sind, das von Deutschland vertrieben wird, und gleichzeitig alternative Energiequellen wie die südlichen Gasrouten – einschließlich EastMed – zu blockieren. Deutschland strebte ein Energiemonopol in Europa an, das ihm enorme Hebelwirkung, politische Macht und billigere inländische Energie gewährte und seine Wettbewerbsfähigkeit steigerte. Aus diesem Grund mussten alle alternativen Gas- oder Energiequellen unterdrückt werden.

    Nun stellen Sie sich die Absurdität vor: In einer kürzlich erschienenen Folge von Alex’ Show erwähnte er, dass Deutschland mit Frankreich und Russland zusammenarbeiten wird, um Kernbrennstäbe – angeblich die Zukunft der europäischen Energie – herzustellen, nachdem Deutschland seine eigenen voll funktionsfähigen Kernkraftwerke abgeschaltet hat. Als ich zum ersten Mal hörte, dass Deutschland seine Kernkraftwerke schließt, konnte ich nicht glauben, dass sie es nach der Zerstörung von Nord Stream durchziehen würden. Es zeigte mir, wie viel Kontrolle die USA über Deutschland hatten. Aber als ich später sah, dass Deutschland seine Kernkraftwerke buchstäblich demontiert und in die Luft gesprengt hat, und dann hörte, dass sie jetzt planen, Kernbrennstoff zu produzieren, während die Kernkraft als Zukunft der europäischen Energie gefördert wird - der Wahnsinn wurde noch klarer.

    Deutschland wollte, dass die Kernenergie eliminiert wird, weil die Atomländer kein russisches Gas benötigen würden und daher nicht dem deutschen Druckmittel unterliegen würden. Nachdem Nord Stream zerstört wurde, verwandelte sich die Entscheidung Deutschlands, seine Kernkraftwerke zu schließen, in eine selbst zugefügte Wunde, die ihnen heute noch schadet. Ich verstehe immer noch nicht, wie Deutschland nicht nur seine Atomkraftwerke abgeschaltet, sondern physisch zerstört hat. Es ist, als würde man einer Nation zusehen, wie sie sich ins Knie schießt und bereitwillig ihre eigene Zukunft verkrüppelt.

    Die Welt ist ein Cheeseboard

    Nun, in diesem Teil möchte ich mir das Gesamtbild ansehen - nicht nur Europa. Ich tue dies selten, aber um das Gesamtbild zu erklären, brauche ich eine Karte von Eurasien mit ein paar Linien, die darauf gezeichnet sind, um zu veranschaulichen, was ich glaube, dass passiert.


    Screenshot_2025_12_27_at_10_26_20_3Europe_and_asia_Eurasia_Blank_of_map_Copy_Copy_Postimages

    Beginnen wir mit der ersten Zeile, die rot ist und als (1) bezeichnet wird. Es repräsentiert das neue Intermarium. Hier ist ein Beispiel für eine Seite, die es diskutiert, zusammen mit einem Bild.

    Screenshot_2025_12_27_at_10_27_21_Pilsudskis_revised_plan_for_the_Intermarium_1024x905.png_PNG_Grafik_1024_905_Pixel_Skaliert_64_


    Ihre Aufgabe ist es, Europa und Russland zu spalten.

    Schauen wir uns nun die zweite Zeile an, die grün gefärbt und als (2) beschriftet ist. Es geht durch Georgien und Aserbaidschan. Ich glaube nicht, dass ich erklären muss, was in Georgia in Bezug auf die Farbrevolution und den amerikanischen Einfluss für die Zuschauer von The Duran passiert, da sowohl Alex als auch Alexander dieses Thema bereits gut behandelt haben.

    Jetzt kommen wir nach Aserbaidschan und zum „aserbaidschanischen Trump-Korridor“.

    Der „Aserbaidschan-Trump-Korridor“, offiziell die Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand (TRIPP), ist ein von den USA vermitteltes Transportkorridorabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan. Es verbindet das Aserbaidschanische Festland mit seiner Nachitschiwan-Exklave über Armenien mit Straßen, Eisenbahnen, Pipelines und Glasfaser. Der Korridor verspricht regionalen Frieden und Handel, indem er neue Ost-West-Transitrouten bereitstellt und gleichzeitig den russischen und iranischen Einfluss reduziert, wobei die USA seit 99 Jahren Entwicklungsrechte haben.

    Jetzt können Sie sehen, warum der Westen so sehr an Georgien und Aserbaidschan interessiert ist.

    Schauen wir uns nun die dritte Zeile an, die lila gefärbt und als (3) beschriftet ist. Sie führt durch Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan.

    Vor kurzem gab es einen Konflikt zwischen Pakistan und Indien, den ich in meinen Beiträgen diskutierte. Dieser Krieg wurde von den Vereinigten Staaten provoziert, die einen Terroranschlag in Indien mit unseren McJihadisten durchführten und Indien eine Entschuldigung für den Angriff auf Pakistan gaben. Viele Leute glauben, dass Pakistan den Konflikt gewonnen hat, aber ich bin anderer Meinung. Ich halte die Ansicht von John Helmer, dass Pakistan verloren hat und Indien als Sieger hervorgegangen ist, und es gibt sogar Gerüchte, dass Pakistans Atomwaffenarsenal beschädigt wurde.

    Ich denke, es ist der einzige Konflikt, den Trump wirklich gestoppt hat, aber geben Sie ihm nicht zu viel Anerkennung - er war hinter ihm, als er es überhaupt begonnen hat. Pakistan wurde von Indien schwer geschlagen und forderte Trump verzweifelt auf, einzugreifen und Indien dazu zu bringen, seinen Angriff zu stoppen. Zum ersten Mal in der Geschichte, unmittelbar nach diesem Konflikt, besuchte der militärische Führer Pakistans – die tatsächliche Macht im Land – das Weiße Haus.

    Damals neigte Pakistan China zu und kam ihm zu nahe. Als Reaktion darauf schufen die USA einen Konflikt zwischen Indien und Pakistan und zwangen Pakistan zurück in den amerikanischen Einflussbereich. Wenn Pakistan den Krieg wirklich „gewonnen“ hätte, wie viele Leute behaupten, warum hat sein Führer China nicht besucht, um auf Xi Jinping anzustoßen und die Errungenschaften chinesischer Waffen zu feiern? Stattdessen ging er nach Washington. In Wirklichkeit verlor Pakistan gegen Indien und bot sich als Plattform und Stellvertreter für die USA an und forderte Trump auf, den Konflikt zu stoppen.

    Unterdessen begann Afghanistan eng mit China zu kooperieren, und Trump forderte die Kontrolle über den Flugplatz Bagram von Afghanistan. Als Afghanistan die USA ablehnte, nutzten sie Pakistan als Stellvertreter gegen Afghanistan und jetzt haben wir militärische Aktionen zwischen Afghanistan und Pakistan. Ich habe noch keine Informationen über Turkmenistan, aber ich bin zuversichtlich, dass Amerika seinen Einfluss dort ausweitet und das Land auch zu einem Stellvertreter macht.

    Jetzt können Sie sehen, warum der Westen so sehr an Pakistan und Afghanistan interessiert ist und warum sich diese Ereignisse dort abspielen.

    Schauen wir uns nun alle drei Linien an - rot, grün und lila, beschriftet (1), (2) und (3).
    Die rote Linie trennt Europa von Russland, während die grünen und violetten Linien die Landkorridore trennen, die Russland und China mit dem Nahen Osten verbinden.

    Warum ist das wichtig? Denn wenn die Seeblockade Chinas beginnt - wie ich vorhergesagt habe und wie Brian Berletic diskutiert hat -, müssen Landkorridore zwischen China und dem Nahen Osten blockiert werden, und da Russland ein Verbündeter Chinas ist, müssen auch Landwege, die Russland mit dem Nahen Osten verbinden, abgeschnitten werden. Die grünen und violetten Linien schaffen effektiv eine Landbarriere zwischen China und dem Nahen Osten. Wenn der Westen die Staaten entlang dieser Linien kontrolliert, wird eine Seeblockade Chinas durchführbar und könnte China möglicherweise an Energie verhungern lassen.

    Doch auch damit hätte China noch Zugang zu russischer Energie. Aber Russland – obwohl es einer der weltweit größten Energieexporteure ist – reicht nicht aus, um den massiven Energiebedarf Chinas vollständig zu decken. Daher ist die Kontrolle der Regionen entlang der grünen und violetten Routen unerlässlich, um China daran zu hindern, den direkten Zugang zu den Ressourcen des Nahen Ostens zu sichern. Ohne diese Kontrolle wäre eine Seeblockade allein unwirksam.

    Wenn wir die Welt als Schachbrett betrachten und Energie in die Analyse einfließen lassen, beginnen die westlichen Interventionen in Pakistan, Afghanistan, Georgien, Aserbaidschan – und anderen Staaten entlang dieser Routen – strategisch sinnvoll.

    Ich lebe in Europa, daher bin ich am besten vertraut mit Europa, Russland und dem Nahen Osten. Es gibt auch andere wichtige Energieregionen - Nigeria in Afrika, Venezuela in Südamerika (beide in den Top 10 der Ölexporteure) und die Situation zwischen Kambodscha und Vietnam in Asien, von der ich nicht viel weiß. Vor kurzem habe ich auch gehört, dass Saudi-Arabien vor etwa zwei Wochen Truppen in den Jemen entsandt hat, aber ich habe noch keine verlässlichen Informationen dazu gefunden. Ich behaupte nicht, das gesamte globale Schachbrett zu verstehen, aber ich verstehe Teile davon, die ich in diesem Beitrag zu skizzieren versucht habe.

    Ich habe auch zusätzliche, unnummerierte Linien gezeichnet, um mögliche Gaspipeline-Routen darzustellen, die ich diskutieren wollte - aber dieser Beitrag ist bereits sehr lang, also werde ich das für ein anderes Mal verlassen. Deshalb ist es für mich schwierig, kurze Beiträge zu schreiben – alles ist miteinander verbunden und extrem komplex.


    Kurz zusammengefasst:

    • Orange Line – Pipelines durch Aserbaidschan, Georgien und das Schwarze Meer
    • Pinke Linien – die EastMed-Pipeline und ihre potenziellen Erweiterungen
    • Blaue Linie - die optimalste Route, aber sie führt durch die Türkei. Wie in dem Video erwähnt, das diesem Beitrag beigefügt ist, versucht der Westen, die Türkei aus dem Weg zu räumen, um zu verhindern, dass sie zu viel Macht, Hebelwirkung und wirtschaftlichen Nutzen aus dem Projekt gewinnt.

    Ich hoffe, einige Leser haben verstanden, was ich hier zu vermitteln versuche. Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen oder Informationen auszutauschen - ich weiß es nicht. Ich verbringe die meiste Zeit meiner Freizeit damit, zu verstehen, was in der Welt passiert, aber es ist schwierig für eine Person, alles abzudecken, besonders während ich einen Vollzeitjob mit begrenzter Forschungszeit arbeite.

     

    Vielen Dank an alle, die bis zum Ende meines Posts bei mir geblieben sind. Und wie immer...

     

    "Wissen wird dich frei machen."

    ― Sokrates

    +

    „Wissen ist nicht frei. Du musst aufpassen.“

    ― Richard P. Feynman

    =

    "Freiheit ist nicht frei, man muss aufpassen."

    ― Grzegorz Ochman

     

    "Wir werden wissen, dass unser Desinformationsprogramm abgeschlossen ist, wenn alles, was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt, falsch ist."


    ― William J. Casey, Direktor der CIA (1981–1987), soll während einer Kabinettssitzung der 1980er Jahre gesprochen haben.

    Bericht


    Die in dieser Spalte geäußerten Aussagen, Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors und repräsentieren nicht unbedingt die dieser Website. Diese Website gibt keine finanzielle, investitions- oder medizinische Beratung.


    Info: https://theduran.com/the-eu-is-a-us-colony-imec-corridor-energy-the-world-is-a-cheeseboard-narratives-are-failing-it-is-time-for-naked-imperialism/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2025

    Neue Beiträge auf unserer Website

    aus e-mail von u-g-l.de, 27. Dezember 2025, 10:55 Uhr


    Bereits Anfang des Monats erschien ein Gastbeitrag von Christoph Butterwegge im SPIEGEL: Der Sozialstaat? Von wegen, der Kapitalismus hat versagt. Auf https://u-g-l.de/der-sozialstaat-von-wegen-der-kapitalismus-hat-versagt/ haben wir diesen Beitrag verlinkt.

     

    Einen weiteren Beitrag, der sich kritisch mit der Blackrotregierung befasst, veröffentlichte vor gut 2 Wochen die taz: Nick Reimer schrieb in einem Kommentar, dass die Bundesregierung sogenannte Infrastrukturprojekte fördere und damit zeige, was sie von Klima- und Artenschutz hält: nichts, und hält das Ganze für Total idiotisch. Unter https://u-g-l.de/total-idiotisch/ findet ihr den Beitrag.

     

    Eine gute Woche vor den friedlichen Feiertagen setzte sich Petra Erler in ihrem Blog mit der geschichtlichen Verirrung des Nato-Generalsekretärs in Berlin auseinander. Den Link zu diesem interessanten Beitrag gibt es unter https://u-g-l.de/ein-rutte-skandal-in-berlin/.

     

    Erinnern möchte ich nochmals an Karl-Wilhelms Stellungnahme zur Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland: https://u-g-l.de/evangelische-kirche-fuer-atomwaffen/, in der er kritisiert, wie diese neuerdings den Einsatz von Atomwaffen sieht.

     

    Wir freuen uns über rege Diskussionen. Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion unserer Website (zur Vermeidung von Missbrauch werden die Kommentare innerhalb von höchstens 24 Stunden freigeschaltet) oder unsere Mailingliste. Natürlich könnt ihr wie immer eigene Texte oder Texte in anderen Medien zur Veröffentlichung / Verlinkung auf unserer Website vorschlagen. Und: Teilt die Beiträge gern in eurer Bubble!


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