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03.08.2024

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Hier Kommentare aus: Warum der Nahe Osten zu explodieren droht? (II von II)

Von Michael Lüders

2.8.2024 ca. 21:30 Uhr Video https://www.youtube.com/watch?v=8YPapHT9jCM Dauer 49:01 min


@jzz4672 vor 6 Stunden

Ich hätte nicht gedacht, dass man hierzulande noch von einen Journalisten oder einem Politiker eine sachliche Berichterstattung erwarten kann. Herr Lüders gibt wieder Hoffnung. Danke!!

11 Antworten

@DocMock-c7c vor 16 Stunden

Ich danke Ihnen von Herzen, Herr Dr. Lüders!

31 Antworten

@oooodaxteroooo vor 17 Stunden

Danke für ihren Beitrag, Hr. Dr. Lüders!

48 Antworten

@manfredxy620 vor 16 Stunden

Ich (86) habe selbst im Nahen Osten gelebt, praktisch alle Länder der Region mehrfach bereist und kenne mich ziemlich gut in der Problematik aus, aber kein Vergleich zu Herrn Lüders. Er brings es perfekt auf den Punkt, von ihm kann man lernen. Zudem empfehle ich das Buch von David Hirst "The Gun and the Olive Branch". Die erste Ausgabe lässt sich gratis aus dem Internet herunter laden.

45 Antworten


@Billetje63 vor 15 Stunden

Sie wollen nicht verstehen, sondern eskalieren! Lieben Dank, Herr Lüders!

22 Antworten

@BalkanBrothersAK47 vor 17 Stunden

Der einzige Mann der die Wahrheit spricht

75 Antworten

@elfilouisschulte9243 vor 17 Stunden

Ich schätze Ihre Beiträge sehr.

66 Antworten

@ALONSO_6363 vor 16 Stunden

Herr Lüders ist einfach DER NAHOST EXPERTE! Könnte ihm stundenlang zuhören

45 Antworten

@aliosman-cn5dk vor 16 Stunden

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Gesundheit, damit Sie auch in Zukunft weiterhin Ihre wertvolle Arbeit fortsetzen können.

31 Antworten

@user-mq2xf1uv6r vor 16 Stunden

Danke Herr Dr Lüders für die Ehrliche und sehr Mutige Erklärung ... weiter so.

26 Antworten

@whitegreen2810 vor 17 Stunden

Schön wieder eine sachliche und objektive Expertenmeinung zu hören. Ich wünsche Ihnen alles gute Herr Lüders.

94 Antworten

@NoName-kr8bs vor 17 Stunden

Ein Riesen Lob geht an ihre Eltern. Sie haben einen Ehrenmann auf die Welt gebracht

94 Antworten

@Lunax964 vor 16 Stunden

Danke Herr Lüders, Sie sind wirklich ein ehrlicher Mensch und ich hoffe das Sie immer Mensch mit Ehrlichkeit bleiben werden

27 Antworten

@alkaselzer5297 vor 15 Stunden

Vielen Dank Herr Lüders, für ihren Mut, ungeschminkt die Wahrheit zu sagen.

16 Antworten


@Kaisersoze77 vor 16 Stunden

Herr Lüders ist ein Ehrenmann. Möge Allah ihnen Kraft ,Gesundheit und viel Erfolg bei ihre Arbeit geben Âmiin

32 Antworten

@Abrahamerz48 vor 18 Stunden

Gottes Segen️

47 Antworten

@HuseyinArslan-ys3db vor 17 Stunden

Hallo Herr Lüder Endlich wieder ein Video von Ihnen. Danke

34 Antworten

@AC-su6li vor 15 Stunden

Herr Lüders, Sie sind der Beste. Ich bewundere Sie. Bleiben Sie gesund

13 Antworten

@adigeadige427 vor 16 Stunden

Danke schön Herr Michael lüders für Ihre Neutrale Beitrag. RespektSie gehören zu Minderheit im Land.

60 Antworten

@hunditierasso1649 vor 17 Stunden

Man merkt dass Sie zunehmend die Geduld mit unserer Regierung und den Medienvertretern verlieren. ^^ Egal wie wohl formuliert, jemand der einen missverstehen will, wird immer einen Grund finden. Also kann man auch Klartext sprechen. Und der Klartext macht es den Menschen, die an ihrer Meinung interessiert sind, einfacher. Weniger Klauseln und Floskeln. Bleiben Sie standhaft :) ihre Meinung verdient gehört zu werden.

63 Antworten

@kein_indianer vor 15 Stunden (bearbeitet)

Vielen Dank für Ihren Mut, der Wahrheit und Menschlichkeit einer Stimme zu geben.

14 Antworten


@Iron_mindset_of_sigma_male vor 15 Stunden

Herr Lüders, ist einer der kompetentesten Menschen, die ich her gesehen habe. Es freut mich, dass genau solche Menschen, in die Politik einsteigen.

9 Antworten

@dorisschoenwald5287 vor 16 Stunden

Danke Herr Lüders für Ihre Aufklärung.

21 Antworten

@scharochnemanfar9574 vor 16 Stunden

Freude, Interesse, gespannt und neugierig sein, ohne Ende auf ihre neues Buch. Kann kaum warten bis September….

18 Antworten

@foroughbagherpour5458 vor 15 Stunden

Das war kein Mord! Das muss eindeutig als TERRORISMUS bezeichnet werden.

15 Antworten

@AndreasKrause-up5ii vor 16 Stunden

Danke lieber Herr Lüders, bitte teilen

26 Antworten

@georgelser5831 vor 16 Stunden

Lüders ist erkennbar wütend über das was aktuell im Nahen Osten passiert und über die Berichterstattung darüber. Ich kann das sehr gut verstehen. Ich habe den Konsum der entsprechenden Medienberichterstattung inzwischen vollständig eingestellt und das hat sich sehr positiv auf meine geistige Gesundheit ausgewirkt.

45 Antworten


@user-jv4cb1em3k vor 17 Stunden

Sehr wertvoller Beiträg

38 Antworten

@g.g.6850 vor 14 Stunden

Lieber Herr Lüders, Es war wie immer ein Genuss Ihnen zu hören! Die Stimme der Wahrheit!

8 Antworten

@user-dl9fi3qg7e vor 17 Stunden

Hat die USA den Irak nicht geradezu aufgefordert, in Kuwait einzumaschieren?


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung

03.08.2024

Aya Velazquez: Was erfahren wir aus den RKI Files? - Teil 1

0/seniora.org, 3. August 2024 /Aug 02, 2024, /substack.com/@ayavela"Von Aya Velazquez 02.08.2024 - übernommen von //substack.com/@ayavela

Kernthesen zu den wichtigsten Textstellen der Protokolle des RKI-Krisenstabs, Zeitraum Mai bis Dezember 2021. Teil 1 einer mehrteiligen Analyse.

Von Aya Velazquez 02.08.2024 - übernommen von //substack.com/@ayavela


Screenshot_2024_08_03_at_12_47_31_Seniora.org_Aya_Velazquez_Was_erfahren_wir_aus_den_RKI_Files_Teil_1

Das Eingangsschild an der Pforte des Robert-Koch-Instituts. Credits: Privat, M11-P, APO Summicron 35


(Red.)Die freie Journalistin und studierte Sozial- und Kulturanthropologin Aya Velàzquez befasst sich seit langem mit dem Corona-Geschehen und die damit verbundenen Grundrechtseinschränkungen, die sie zu Recht als Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung einschätzt. Ihre unermüdliche Aufarbeitung der RKI-Files hier nun in lesbare Form zu bringen kann nicht hoch genug eingeschätzt und gewertet werden(ww)

Es ist Tag 10 nach meinem Leak der Protokolle des Krisenstabs des Robert-Koch-Instituts. Die Veröffentlichung hat die Gemüter erhitzt: Einige Kommentatoren zweifelten deren Authentizität an, einige griffen das Team der Pressekonferenz zum Leak, bestehend aus Stefan Homburg, Bastian Barucker und mir, persönlich an. Was bei all dem Trubel für meinen Geschmack bislang etwas zu kurz kam, ist fundierte Textarbeit. Dies ist natürlich zum einen der Tatsache geschuldet, dass es sich schlichtweg um Unmengen Material handelt: Allein bei den Ergebnisprotokollen handelt es sich um etwa 4.000 PDF-Seiten, hinzu kommen tausende Seiten Zusatzmaterial. Kein Mensch kann in der Kürze der Zeit alles Seite für Seite gelesen haben - auch ich nicht. Was ich allerdings Seite für Seite gelesen habe, ist der Zeitraum von Mai bis Dezember 2021. Warum ab Mai 2021? Ich habe mich auf den Zeitraum fokussiert, der erst mit dem vorliegenden Leak bekannt wurde. Für den Zeitraum, den ich gelesen habe, möchte ich die wichtigsten Textstellen und meine daraus abgeleiteten Thesen im Folgenden zusammenfassen. Eine Fortsetzung folgt.

Der folgende Artikel ist zweiteilig aufgebaut: Im ersten Teil widme ich mich allgemeinen Erkenntnissen aus den Protokollen. Im zweiten Teil geht es um meine Erkenntnisse im Hinblick auf Kinder, da in allen bisherigen Publikationen zu den RKI-Protokollen Kinder immer zu kurz kommen, obwohl viele erschreckende Erkenntnisse zu den Hintergründen der Maßnahmen für Kinder in den Protokollen zu finden sind.
Um es prägnant zu halten, nenne ich jeweils meine These, und liefere im Anschluss die entsprechende Textstelle mit Datum und Seitenzahl als Beleg. So lässt sich überprüfen, ob ich die vorliegende Textstelle korrekt interpretiert habe. Grammatikalische, sowie Rechtschreibfehler in den Originalzitaten aus den RKI-Protokollen werden beibehalten, um den aktenkundigen Wortlaut nicht zu verfälschen. Schwarze Hervorhebungen sind meine eigenen, um die jeweilige Schlüsselstelle im RKI-Zitat, auf die ich meine These stütze, zu markieren. Einige RKI-Zitate tauchen doppelt auf, wenn sie zu mehreren Thesen passen. Herausgekommen sind 18 allgemeine Thesen, und 10 Thesen speziell im Hinblick auf Kinder und Jugendliche

.

TEIL 1: Allgemeine Erkenntnisse aus den RKI-Protokollen


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Übersicht RKI-Files, Credits: Aya Velázquez


THESE 1: Die Forderungen nach der Booster-Impfung kamen zuerst von „Pfizer und der Politik“ - und nicht aus der Wissenschaft.

Beweise:

30.07.2021 / Seite 9:

Empfehlungen zu Booster stellen sich als komplex dar (versch. Grundimmunisierungen, Immundefiziente, Ältere etc.), wird auch in WHO/SAGE Arbeitsgruppe COVID-19 Vaccination diskutiert, bisher nur bei Sinovac/Sinopharm empfohlen, v.a. von Politik und Pfizer gefordert, bisher nicht ausreichend Daten vorhanden, Israel bildet Ausnahme mit Booster-Empfehlung, ggf. durch sehr enges Impfschema.“

03.09.2021 / Seite 13:

„Viele Diskussionen national und international zur Booster-Impfung, unterschiedliche Meinungen, ist politisch sehr beeinflusst. ECDC-Report sieht keine Dringlichkeit bei Booster-Impfungen, besser Erhöhung von Impfangeboten in Entwicklungsländern.“29.10.2021 / Seite 9

“Minister hat allen Booster-Impfung nahegelegt (ist von STIKO aber noch nicht empfohlen) und doppelte Impfung von Genesenen (hierzu liegen FG33 und WHO noch keine Daten vor) o Frage: Was bringt wirklich Zusatznutzen?“

THESE 2: Das RKI befürwortete sowohl die einrichtungsbezogene, sowie die allgemeine Impfpflicht.

Beweis:

26.11.2021 / Seite 9

„Eine Stellungnahme zur Impflicht wurde erarbeitet. Eine einrichtungsbezogene aber auch allgemeine Impfplicht wird vom RKI als sinnvoll erachtet. (.) Eine einrichtungsbezogene Impfpflicht lässt sich einfacher implementieren als eine allg. Impflicht.“

Gleichzeitig gab man aber nur einen Monat zuvor noch vor, gegen Zwang zu sein:

27.10.2021 / Seite 13 und 14

„Kampagne zur Boosterimpfung ab 10.11. setzt zu spät an, es gibt Überlegungen, Druck/Zwang auszuüben. (.) Zwangsmaßnahmen in Erwägung zuziehen, weil bestimmte Dinge nicht funktionieren ist bemerkenswert. Der Übergang vom politischen Vakuum zur neuen Regierung gelingt hoffentlich rasch.“

THESE 3: Das RKI wusste genau, wie sehr die Menschen im Land unter den Maßnahmen litten - verstärkte diese jedoch sogar noch.

Beweise:

07.05.2021 / Seite 6:

„Starke Heterogenität der Akzeptanz in Kreisen. Impfen und Testen in Greiz sehr akzeptabel, im Saale-Orla-Kreis nicht, hier Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen, Bewohnende wegen Verweigerung nur zu 50% geimpft, überraschende Gegenwehr aus Bevölkerung. Nicht- pharmazeutische Maßnahmen werden in beiden nicht geachtet.“

19.05.2021 / Seite 9:

„Thüringen hat das RKI gebeten mit dem Landrat und dem Amtsarzt des Saarle-Orla-Kreises in Kontakt zu treten. U. Rexroth und M. Jenny haben das Gespräch geführt. o Die Landesebene hatte den Eindruck, dass der Landrat nicht hinter den Maßnahmen steht. Dies hat sich im Gespräch anders dargestellt. Beispiel: 90%der Eltern schicken ihre Kinder in die Notbetreuung und die Mehrheit lehnen die Testung ab. (.) Auch öffentliche bekannte Todesfälle (Bürgermeister, ohne Vorerkrankungen) ändern Risikowahrnehmung nicht. - die Maßnahmen werden durchgesetzt, sehr viele Bußgeldbescheide. Heftige Reaktionen der Bevölkerung. o Zuletzt Rückgang der Zahlen, wird durch dasWetter erklärt. o Es soll versucht werden Leute aus der Community als Multiplikatoren zu gewinnen, ist aber schwer, da es eben solche Multiplikatoren gibt, die sich stark gegen die Maßnahmen einsetzen. Auch lokale Ärzte beteiligt.“

16.06.2021 / Seite 9:

„Starker Wunsch nach Deeskalation der Maßnahmen. Auch in Pflegeheimen besteht der Wunsch auf Testen zu verzichten. Wann wird Infektionsschutz wieder in die Hände der Menschen gelegt? Wenn wir in der Basisstufe sind. Beibehaltung von Maßnahmen bis alle ein Impfangebot bekommen haben.“

02.07.2021 / Seite 4 und 5:

„Aktuelle Risikoeinstufung als ‚hoch‘ wird von Laien nicht nachvollzogen, daher Anregung, ob eine differenzierte Risikoeinstufung in Abhängigkeit vom Impfstatus und ggf. Risikofaktoren vorgenommen werden sollte, ähnlich wie ECDC es macht. Diese Anregung soll für die kommende Mittwochssitzung von allen erwägt werden.“

THESE 4: Das RKI wusste, dass die Politik im Hinblick auf 2G-Maßnahmen Unsinn erzählte, wenn auf “Fremdschutz” verwiesen wurde - intern ging man lediglich von “Selbstschutz” aus. Das RKI widersprach der Politik jedoch nicht.

Weiterlesen bei Aya Velazqez
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___

Lesen Sie auch bei Schweizer Standpunkt:
Erdrückende Beweislast fordert Stopp der Covid-19-«Impfungen»


Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6102&mailid=2292


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03.08.2024

Macgregor: Israel schätzt die Lage falsch ein und wird deswegen Atomwaffen einsetzen

Der ehemalige Oberst der US-Armee und Politikwissenschaftler Douglas Macgregor hat in einem Gespräch mit Andrew Napolitano ein weitreichendes Eskalationsszenario im Nahen Osten entworfen. Sollte der Iran mit massiven Schlägen gegen Israel antworten, könnte Israel mit Atomwaffen zurückschlagen. Dies wiederum könnte dazu führen, dass sich China, Russland, Pakistan und die Türkei dem Kampf gegen Israel anschließen.


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                      Video  Dauer 1:57  min


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/kurzclips/video/214466-macgregor-israel-schaetzt-lage-falsch


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03.08.2024

Ungarns Regierungschef Orbán: EU-Kriegspolitik wird scheitern

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Screenshot_2024_08_03_at_12_29_10_Ungarns_Regierungschef_Orb_n_EU_Kriegspolitik_wird_scheitern_Transition_News

Viktor Orban am Außerordentlicher NATO-Gipfel, Brüssel, Belgien, 24. März 2022: Bild: 244102340 © Gints Ivuskans


transition-news.org, Veröffentlicht am 3. August 2024 von TG., Dreamstime.com

Ungarns Regierungschef Orbán: EU-Kriegspolitik wird scheitern

Mit einer Grundsatzrede vor Studenten hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán kürzlich erneut für Aufmerksamkeit gesorgt. Er kritisierte dabei vor allem die westliche Politik, die unter anderem auf Krieg statt Frieden setze. Orbán sieht einen grundlegenden und historischen Wandel in der Welt und den Nationalstaat weiter als Zukunftsmodell.



Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz) hat am 27. Juli bei einem Studententreffen in Rumänien eine vielbeachtete Grundsatzrede gehalten. Sie wurde in den etablierten deutschsprachigen Medien kaum erwähnt, und wenn, dann in der üblichen Weise diffamiert.

Umso mehr lohnt sich ein Blick darauf, was Orbán gesagt hat. Vieles davon ist bemerkenswert und unabhängig, vor allem, wenn es um den Ukraine-Krieg, die Europäische Union (EU) und die globalen Veränderungen geht. Manches ist nicht minder diskussionswürdig, so wenn er über die Rolle von Nation und Tradition spricht.

Die Rede des ungarischen Ministerpräsidenten kann auf jeden Fall für etwas sorgen, was in der EU in ihrem gegenwärtigen Zustand unmöglich scheint: Diskussion unter Kenntnisnahme anderer Sichten und Interessen. Dafür bietet Orbán genügend Anstöße und zeigt zugleich, dass es dafür auch genügend Anlass gibt.

So stellte er am letzten Tag des 33. Bálványos Summer Free University and Student Camp im rumänischen Băile Tuşnad klar, wenn die EU ihre kriegsbefürwortende Haltung nicht aufgibt, werde sie am Ende im Ukraine-Krieg allein dastehen. Wenn die EU bis zu den US-Präsidentschaftswahlen nicht zu einer Friedenspolitik übergehe, sei das nach dem Wahlsieg von Donald Trump nur möglich, wenn sie ihre Niederlage eingestehe, sich schäme und die politische Verantwortung allein übernehme.

Der Ministerpräsident analysierte die Situation im Zuge des Ukraine-Krieges und äußerte sich zur Veränderung der Weltordnung, die begonnen habe. In dieser werde Asien zum dominierenden Zentrum der Welt. Orbán will darauf mit einer «ungarischen großen Strategie» antworten, die bereits in Arbeit sei.

Frieden ist offizielles EU-Ziel

Er berichtete, dass die EU-Spitzen in Brüssel seine kürzliche Friedensmission verurteilten. Das geschehe, obwohl im EU-Grundlagenvertrag zu lesen sei:

«Ziel der Union ist es, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer Völker zu fördern.».

Brüssel beschwere sich auch über die ungarische Kritik an der Pro-Kriegspolitik und erkläre, der Krieg diene dem Frieden. Orbán sagte dazu, dass er die EU-Vertreter in den Sitzungen des Europäischen Rates nicht immer verstehe, und fügte hinzu:

«Orwell hätte Recht, wenn er sagen würde: Frieden ist Krieg, Krieg ist Frieden in der neuen Sprache.»

Er verwies darauf, dass seit seinen Besuchen in Kiew, Moskau, Peking und Washington der US- und der russische Verteidigungsminister miteinander redeten, der Kiewer Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Donald Trump sprach sowie der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba nach Peking reiste.

«Die Gärung hat also begonnen. Wir bewegen uns langsam aber sicher von einer kriegsfreundlichen europäischen Politik hin zu einer friedensfreundlichen Politik. Das ist notwendig, denn die Zeit ist auf der Seite des Friedens.»

Orbán rechnet mit einem Wahlsieg Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen im November dieses Jahres. Wenn die EU bis dahin nicht zu einer Friedenspolitik übergehe, werde sie dies danach nur tun können, wenn sie seine Niederlage eingestehe, sich schäme und die politische Verantwortung für den krieg in der Ukraine und seine Folgen allein übernehme.

Ukraine-Krieg als «rote Pille»

Ungarns Ministerpräsident bezeichnete den Krieg in der Ukraine als die «rote Pille» aus dem Film «Matrix», weil er die Realität offenbare. Der Krieg mit seiner Unerbittlichkeit eröffne eine andere, vorher nicht gekannte Perspektive.

In dieser Realität würden Ideologien, statistische Spielereien, Medienmanipulationen und taktische Lügen der Politiker ihre Macht verlieren. «Weit verbreitete Wahnvorstellungen, ja sogar Verschwörungstheorien» seien nicht mehr relevant, sagte Orbán – «und die nackte und brutale Realität bleibt».

Er erinnerte an die Hunderttausenden Opfer dieses Krieges und sagte, dass er in seinen Gesprächen in Kiew und Moskau erfahren haben, dass beide Seiten «sich trotzdem nicht versöhnen wollen». Dafür gebe es zwei Gründe: Zum einen würden beide glauben, dass sie gewinnen können, und zum anderen seien beide von ihrer «eigenen tatsächlichen oder vermeintlichen Wahrheit getrieben».

Die Ukrainer würden glauben, sie führen einen Unabhängigkeits- und Verteidigungskrieg, während in Russland die Meinung vorherrsche, in einem von der NATO provozierten Krieg das Recht auf Selbstverteidigung auszuüben. «Jeder hat also irgendeine Art von Recht, gefühlt oder tatsächlich», so Orbán.

Das führe dazu, dass keine der beiden Seiten den Krieg aufgeben wolle. Das sei ein «gerader Weg in die Eskalation» und zeige, dass allein durch Moskau oder Kiew kein Frieden möglich sei. Dieser müsse von außen organisiert werden.

Zusammenbruch der EU-Politik

Der Ministerpräsident sagte, die USA würden einen Stellvertreterkrieg gegen Russland führen. Zugleich gelte China für die US-Politik aber als Hauptherausforderer. Es gebe «keine sinnvolle Antwort» auf die Frage, warum die USA sich beide großen Länder zum Feind machen.

Im Krieg habe die Widerstandsfähigkeit der Ukraine alle Erwartungen übertroffen. Orbán sieht den Grund dafür in der Perspektive des Landes, zum Westen zu gehören und nicht mehr Pufferzone zu sein:

«Die Ukraine hat eine neue Mission, eine selbst auferlegte Mission, nämlich die Ostgrenze des Westens zu sein. Die Bedeutung und Wichtigkeit ihrer Existenz hat in ihren eigenen Augen und in den Augen der ganzen Welt zugenommen.»

Zugleich stellte er fest, «Russland ist anders als das, was man uns glauben gemacht hat. Die wirtschaftliche Lebensfähigkeit dieses Landes ist hervorragend.» Es handele sich nicht um die vermeintlich starre, neostalinistische Autokratie, wie es die EU-Führung darstelle. Es handele sich dagegen um ein Land, «das technische, wirtschaftliche und – wir werden sehen – vielleicht auch soziale Flexibilität zeigt.»

Eine weitere Erkenntnis des Krieges sei, «dass die europäische Politik zusammengebrochen ist». Die EU habe eigene europäische Interessen zu verteidigen, doch sie folge «bedingungslos» der US-amerikanischen Politik, «selbst um den Preis der Selbstzerstörung». Dagegen würden die gegen Russland verhängten Sanktionen grundlegende europäische Interessen schädigen, die Energiepreise in die Höhe treiben und die europäische Wirtschaft wettbewerbsunfähig machen.

Ungarns Ministerpräsident sieht es als «Akt der Unterwerfung», dass Deutschland selbst die Sprengung der Nord Stream-Pipeline als «Terrorakt gegen das eigene Eigentum – offensichtlich auf Anweisung der Amerikaner –» unwidersprochen lässt. «Und wir schweigen, wir ermitteln nicht, wir wollen es nicht aufklären, wir wollen es nicht juristisch aufarbeiten, so wie wir auch im Fall der Abhörung von Angela Merkel, die mit Hilfe Dänemarks durchgeführt wurde, nicht das Richtige getan haben», kritisiert er.

Orbán sagte, dass der alte Kern des europäischen Machtsystems, die Achse Paris-Berlin, «irrelevant und umgehbar» geworden sei. Sie werde ersetzt durch das neue Machtzentrum um London, Warschau, Kiew, die baltischen und skandinavischen Staaten. Das folge einem «alten polnischen Plan», Polen zum ersten US-amerikanischen Stützpunkt auf dem Kontinent zu machen.

Ziel sei es, die US-Amerikaner dort «zwischen die Deutschen und die Russen zu bringen», was aber erst durch den aktuellen Krieg möglich geworden sei. Zu dem Plan gehöre ebenso, Russland zu schwächen und Deutschland zu überentwickeln.

Welt auf Seiten Russlands

Er erklärte außerdem, dass die irrational erscheinende Politik des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD), jede vorher selbst festgelegte Grenze bei den Waffenlieferungen an Kiew zu verschieben, dem Druck von außen folge.

«Er ist sehr vernünftig! Und er weiß sehr wohl, dass die Amerikaner und die von ihnen beeinflussten liberalen, meinungsbildenden Institutionen – Universitäten, Think Tanks, Forschungsinstitute, Medien – die öffentliche Meinung nutzen, um eine deutsch-französische Politik zu bestrafen, die nicht im Interesse der Vereinigten Staaten ist.»

Orbán warf Polen vor, die «subversivste und heimtückischste Politik in ganz Europa» zu verfolgen, da sie «mit den Russen unbekümmert Geschäfte machten», während sie andere dafür moralisch belehrten. Warschau habe für diese Strategie die Visegrád-Zusammenarbeit mit Ungarn, Tschechien und der Slowakei aufgegeben. Die ungarische Friedensmission fordere von der EU auch, endlich eine unabhängige Politik zu betreiben.

Er beschrieb außerdem die «intellektuelle Einsamkeit» des Westens, der sich selbst als Referenzpunkt, als eine Art weltweiter Maßstab, gesehen habe. Deshalb hab er Werte wie die liberale Demokratie und den grünen Wandel exportiert, die die Welt akzeptieren müsse.

Doch in den letzten zwei Jahren habe sich global eine 180-Grad-Wende vollzogen: Immer mehr Länder folgten demnach nicht mehr der westlichen Aufforderung, sich moralisch gegen Russland und für den Westen zu positionieren.

«Die Realität hingegen ist, dass sich langsam alle auf die Seite Russlands schlagen.»

Das sei bei Nordkorea und China nicht verwunderlich, dafür umso mehr beim Iran, bei Indien und dem NATO-Mitglied Türkei und der Tatsache, dass die muslimische Welt Russland als Partner sehe. Der Krieg in der Ukraine habe die Schwäche und den Zerfall des Westens offengelegt, was westliche Medien anders darstellen würden.

«Russland ist hyperrational»

Die Medien würden zudem Russland als die größte Bedrohung der Welt darstellen. Doch das sei falsch, so Orbán:

«Russland ist zu groß für seine Bevölkerung, es wird hyperrational geführt, es ist ein geführtes Land, sein Handeln ist nicht geheimnisvoll, es ergibt sich logisch aus seinen Interessen und ist daher verständlich und vorhersehbar.»

Für den Westen treffe dagegen das Gegenteil zu, weshalb er auch nicht damit umgehen könne, dass «zwei Sonnen am Himmel erschienen» seien, was bedeute, dass mit China und dem aufstrebenden Asien eine neue Herausforderung entstanden sei.

Orbán sagte zugleich, dass der Westen in Mitteleuropa vielleicht nur nicht richtig verstanden werde. Der Grund sei, dass die Weltsicht Mitteleuropas auf dem Konzept der Nationalstaaten beruhe, während der Westen glaube, dass diese nicht mehr existierten.

Der Ministerpräsident sieht bei den Nationalstaaten auch eine «biblische Grundlage» Dagegen erkläre der Westen, dass Nationalstaaten nicht existieren, was auch bei anderen wichtigen Themen, wie etwa der Migration, zu einem völlig anderen Ansatz führe. Er wies darauf hin, dass sich im Osten Europas die Christen zu Hunderttausenden gegenseitig umbringen, während im Westen Hunderttausende von Menschen «fremder Zivilisationen» ins Land gelassen werden.

Die EU wolle die Grundlage der Nationalstaaten, die ethnische Homogenität zerstören. Das sei die «Essenz des progressiven liberalen internationalistischen Raumkonzepts». EU-Dokumente würden das Ziel bestätigen, die Nation zu überwinden und die Kompetenzen und die Souveränität der Nationalstaaten nach Brüssel zu verlagern.

Laut Orbán findet in den Vereinigten Staaten ein ähnlicher Kampf statt, weshalb bei den US-Präsidentschaftswahlen so viel auf dem Spiel stehe. Trump wolle die US-Bevölkerung von einem postnationalen liberalen Staat zurück zu einem Nationalstaat führen. Deshalb werde er so heftig bekämpft, bis hin zu Mordanschlägen.

Zwei verschiedene Weltanschauungen

Zwischen Mitteleuropa und Westeuropa gebe es nicht einfach nur Meinungsverschiedenheiten. Es gebe stattdessen «zwei unterschiedliche Weltanschauungen, zwei Mentalitäten, zwei Instinkte und folglich zwei unterschiedliche Argumente». «Wir haben einen Nationalstaat, der uns zwingt, strategische Realisten zu sein», während auf der anderen Seite «ein postnationalistisches Wunschdenken» vorherrsche, «das nichts von nationaler Souveränität hält, kein Gefühl für nationale Größe hat und keine gemeinsamen nationalen Ziele verfolgt».

Ungarns Premierminister beschrieb in seinem ausführlichen Vortrag auch die Gefahr für die Demokratie durch den Abstand zwischen Elite und Volk, zwischen «Elitismus und Populismus». Die Eliten würden den Menschen vorwerfen, nach rechts zu driften, und ihre Gefühle und Ideen als fremdenfeindlich, homophob und nationalistisch bezeichnen. Die Menschen wiederum würden den Eliten vorwerfen, sich nicht um ihre Interessen und Anliegen zu kümmern.

Das werfe auch das Problem der repräsentativen Demokratie auf: Die Elite wolle das Volk nicht vertreten und sei sogar stolz darauf, während das Volk nicht vertreten werde. Für die Eliten seien nur die Werte der Akademiker akzeptabel. Laut Orbán ist «Brüssel immer noch von einer liberalen Oligarchie besetzt», von einer transatlantischen Elite, die nicht europäisch, sondern global, nicht nationalstaatlich, sondern föderal, und nicht demokratisch, sondern oligarchisch orientiert sei.

Orbán sieht die Welt in einem Wandel der Weltordnung, «wie es ihn seit 500 Jahren nicht mehr gegeben hat». In den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten werde Asien das dominierende Zentrum der Welt sein, mit China, Indien, Pakistan und Indonesien vornan.

Asien habe einen demographischen Vorteil, ebenso einen technologischen Vorteil in immer mehr Bereichen sowie den Kapitalvorteil. Seine militärische Macht gleicht sich gegenüber dem Westen an. Es werde das meiste Geld und die größten Unternehmen der Welt haben, die besten Universitäten der Welt, die besten Forschungsinstitute der Welt, die größten Börsen.


Autonomie Europas als Ziel

Trump versuche, die US-amerikanische Antwort auf diese Situation zu finden, als «letzte Chance für die USA, ihre Führungsrolle in der Welt zu behalten». Unter Trump würde ganz Nordamerika als Wirtschaftsraum wieder entwickelt – das bedeute «Amerika zuerst» – und der Export der Demokratievorstellungen beendet.

Europa könne in der einen Variante unter der US-Vorherrschaft bleiben, in einer Rolle der «Unterschicht» ohne eigene Entwicklungsdynamik. Die zweite Option habe der französische Präsident Emmanuel Macron mit der strategischen Autonomie der EU beschrieben. Dazu gehöre die Wiederherstellung der finanziellen und wirtschaftlichen Potenziale einschließlich eines europäischen Militärbündnisses mit einer starken europäischen Verteidigungsindustrie.

Zudem sei die europäische Energieautarkie ein Ziel, «was ohne Kernenergie nicht funktionieren wird». Ebenso müsse eine «neue Versöhnung mit Russland» nach dem Krieg erreicht werden.

Orbán erwartet, «dass die Ukraine kein Mitglied der NATO oder der Europäischen Union sein wird, weil wir Europäer nicht das Geld haben. Die Ukraine wird in die Position eines Pufferstaates zurückkehren, und wenn sie Glück hat, nun mit internationalen Sicherheitsgarantien, die in einem Abkommen zwischen den USA und Russland verankert werden und an denen wir Europäer vielleicht auch teilnehmen können». Ebenso werde das «polnische Experiment» wegen fehlender Mittel scheitern und Warschau nach Mitteleuropa und in die Visegrad-Gruppe zurückkehren.

Chancen des Wandels

Für Ungarn sei der gegenwärtige Wandel des Weltsystems keine Bedrohung, sondern eine Chance und eröffne einen größeren Handlungsspielraum «als jemals zuvor in den letzten 500 Jahren». Orbán ging dabei auf die ungarische und europäische Geschichte ein, die Ungarn oft als Verlierer gesehen habe.

Laut seinen Worten verläuft zwar die Entwicklung in den USA «zu unseren Gunsten», aber er erwarte von dort kein besseres wirtschaftliches und politisches Angebot als die EU-Mitgliedschaft. Das Angebot aus China sei dagegen ein «Maximalangebot» und bestehe darin – bei fortgesetzter EU-Mitgliedschaft, «dass wir uns gegenseitig an der Modernisierung beteiligen sollten». China wolle in großem Umfang investieren und Entwicklungsressourcen in Ungarn bereitstellen, sowie andererseits Marktzugänge in China anbieten.

Aus Orbáns Sicht kehrt der westliche Teil der Europäischen Union nicht mehr zur nationalstaatlichen Form zurück. Die östliche Hälfte der Union könne aber die nationalstaatliche Form verteidigen.

Die EU habe den gegenwärtigen Krieg verloren, stellte er fest, und werde von den USA «im Stich gelassen». Brüssel werde nicht in der Lage sein, den Krieg in der Ukraine ebenso wie den Wiederaufbau und die Kiewer Führung zu finanzieren. Die EU werden «den Preis für das Kriegsabenteuer» zahlen müssen, «hoch sein wird und auch uns negativ beeinflussen wird».

Orbán kündigte eine «ungarische große Strategie» an, um die Chancen des Wandels in der Welt nutzen zu können. Es gehe dabei um eine längerfristige Veränderung der Weltordnung, die Jahrhunderte dauern könnte.

Die Grundlage der großen Strategie Ungarns sei die Konnektivität, die Verbindung mit Ost und West, ohne sich auf eine Seite ziehen zu lassen. Ungarn sammle Freunde und Partner, nicht wirtschaftliche oder ideologische Feinde, und wolle «den schwierigeren, unabhängigen Weg» gehen. Der Premierminister beschrieb erste Grundzüge der nationalen Strategie, die von den jüngeren Generationen umgesetzt werden müsse.


**********************

Quelle: Lecture of Prime Minister Viktor Orbán at the 33rd Bálványos Summer Free University and Student Camp - 27. Juli 2024


Info: https://transition-news.org/ungarns-regierungschef-orban-eu-kriegspolitik-wird-scheitern


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.08.2024

USA zerren Japan in westliche Militärblöcke

freedert.online, 3 Aug. 2024 07:00 Uhr,Von Jewgeni Posdnjakow

Washington setzt die Militarisierung Japans fort und richtet ein neues Militärkommando in dem Land ein. Gleichzeitig hat Japan die Zahl der Übungen mit NATO-Ländern vervielfacht und ist auf dem Weg, seinen atomwaffenfreien Status "aufzuweichen". Was sind die Gründe für diese Politik Japans und wie steht Russland dazu?


© Yoshikazu Tsuno/Gamma-Rapho/Pool/Anadolu via Getty Images


Archivbild: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin begutachtet die Ehrengarde vor einem Treffen der Verteidigungsminister Japans, der USA und Südkoreas im Verteidigungsministerium in Tokio, Japan, 28. Juli 2024.


Die USA planen die Einrichtung eines neuen Militärkommandos in Japan, um die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich zu stärken, berichtet The Wall Street Journal. Die Initiative soll am Sonntag nach einem 2+2-Treffen der Verteidigungs- und Außenminister der beiden Länder bekannt gegeben werden.


Moskau: Japan und USA verstärken militärische Aktivitäten nahe der russischen Grenze





Moskau: Japan und USA verstärken militärische Aktivitäten nahe der russischen Grenze






Die neue Struktur wird einen Personalbestand von 50.000 bis 55.000 Personen haben. Sie wird für die Koordinierung der Militäroperationen zwischen den USA und Japan zuständig sein und Washington ermöglichen, einen Teil der in Japan stationierten Streitkräfte vom Indo-Pazifik-Kommando auf Hawaii abzuspalten. Im Falle von Kampfhandlungen soll die neue Struktur die Verteidigung des Landes koordinieren.

Die Entscheidung, die militärischen Beziehungen zwischen Tokio und Washington neu zu strukturieren, wurde bereits im April getroffen, als Joe Biden sie als "die bedeutendste Aufwertung des Bündnisses seit seiner Gründung" bezeichnete. Es sei daran erinnert, dass es Japan nach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg verboten war, eigene Streitkräfte zu haben – ihre Rolle wird heute von den sogenannten Selbstverteidigungskräften wahrgenommen.

In den 1950er- und 1960er-Jahren unterzeichnete Japan mehrere Verträge mit den Vereinigten Staaten, die es Washington erlaubten, US-amerikanische Truppen und Stützpunkte auf dem Territorium des Verbündeten zu stationieren. Gleichzeitig mussten sich die Japaner von ihren Ansprüchen auf die Kurileninseln "verabschieden", da das Vorgehen der USA eine Bedrohung für die Sicherheit zunächst der Sowjetunion und dann des modernen Russlands darstellte.

In letzter Zeit haben die Vereinigten Staaten ihre militärischen Fähigkeiten in Südostasien rasch ausgebaut. Die Zeitung Wsgljad berichtete ausführlich, als die Vereinigten Staaten im April Typhon-Raketensysteme auf den Philippinen stationierten, die nicht nur Tomahawk-Marschflugkörper, sondern auch Raketen vom Typ Standard SM-6 abfeuern können. Gleichzeitig wurde auch die Absicht Washingtons angesprochen, Mittel- und Kurzstreckenraketen auf Guam zu stationieren.

Ähnliche Bemühungen werden auch von den Verbündeten der USA unternommen. Der Militärexperte Alexei Anpilogow wies darauf hin, dass Seoul und Tokio mit der Entwicklung von Raketen mit einer Reichweite von 1.500 Kilometern begonnen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich bei diesen Ländern um "Schwellen-Nuklearmächte" handelt, die in den nächsten 10 Jahren Atomsprengköpfe entwickeln könnten.

Die außergewöhnliche Aktivität der japanischen Marine, die Übungen mit den Flotten der NATO-Länder durchführt, verdient außerdem besondere Aufmerksamkeit. Im Jahr 2024 stieg die Zahl solcher Übungen im Vergleich zu 2023 um das 30-fache, wie der russische Präsidentenberater Nikolai Patruschew feststellte, der für Fragen der nationalen Meerespolitik Russlands zuständig ist. Ferner baut Washington seine Beziehungen zu seinen Verbündeten über Strukturen wie QUAD und AUKUS aus, die zunehmend in die NATO integriert werden.

Besorgniserregend sind auch die Pläne Japans, seinen nationalen atomwaffenfreien Status "aufzuweichen". Das russische Außenministerium wies darauf hin, dass dies nicht nur durch die Beteiligung Tokios an US-Atomwaffenmissionen geschieht, sondern auch durch die Bereitschaft Japans, US-Mittel- und Kurzstreckenraketen auf seinem Territorium zu stationieren.

In diesem Zusammenhang sind Experten der Ansicht, dass die Entscheidung der USA, ein neues Kommando in Japan einzurichten, in erster Linie eine Herausforderung für China darstellt, auch wenn das russische Militär diese Entscheidung eingehend prüfen wird. Wadim Kosjulin, Leiter des Zentrums Institut für aktuelle internationale Probleme der diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums, erklärte:

"Die Vereinigten Staaten sind sich darüber im Klaren, dass der Kampf um die Hegemonie im Osten entschieden wird, und versuchen daher, ihre eigenen Kräfte zu mobilisieren.


China im Fokus: Deutsche Luftwaffe beteiligt sich an Militärmanöver in Australien





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Japan, das den allmählichen Machtzuwachs Chinas und der Demokratischen Volksrepublik Korea wahrnimmt, fühlt sich zunehmend unsicher, was Tokio dazu veranlasst, seine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten zu stärken. Washington und Tokio sind sich sehr wohl bewusst, dass Peking ihr Hauptgegner in dieser Region ist.

Die Tatsache, dass Russland als Reaktion auf die Politik der NATO seine Kontakte zu China und der Demokratischen Volksrepublik Korea intensiviert hat, bereitet Tokio ebenfalls erhebliche Sorgen. Asien gleitet aufgrund des Engagements der USA in Richtung einer Art Blockbildung in den internationalen Beziehungen. Die Entscheidung Washingtons, Mittel- und Kurzstreckenraketen auf den Philippinen zu stationieren, ist ziemlich bezeichnend für diesen Prozess.

Es kann nicht behauptet werden, dass eine klare Trennung in 'die Eigenen' und 'die Fremden' für die Staaten dieser Region akzeptabel ist. Ein solcher Ansatz war für sie aus historischer Sicht nie üblich. Dennoch haben die USA immer noch die Macht, potenziellen Partnern ihre eigenen Spielregeln aufzuerlegen."

Kosjulin zufolge stellt die derzeitige Situation auch für Russland eine Reihe von Sicherheitsherausforderungen dar. Er erläuterte:

"Ein militärischer Konflikt in der Region wird sich negativ auf unsere östlichen Territorien auswirken. Wir sollten erwägen, als Reaktion darauf gleich in zwei Richtungen zu arbeiten. Die erste ist die diplomatische.


Die NATO nähert sich den Grenzen Russlands auch vom pazifischen Raum




Analyse

Die NATO nähert sich den Grenzen Russlands auch vom pazifischen Raum






Wir haben bereits einen beachtlichen Erfolg erzielt. Der Ausbau des Dialogs mit der Demokratischen Volksrepublik Korea und der Volksrepublik China ist eine angemessene Antwort auf die unfreundlichen Handlungen seitens der USA. Darüber hinaus ist es wichtig, die Beziehungen zu den ASEAN-Staaten zu intensivieren. Die zweite Richtung ist die militärische. Wir sollten die Bemühungen um die Modernisierung und Stärkung unserer Pazifikflotte nicht vergessen.

Was Japan betrifft, so lassen unsere Beziehungen zu Tokio leider sehr zu wünschen übrig. Situationen wie der Besuch des Abgeordneten Muneo Suzuki in Moskau zeigen jedoch, dass es eine Möglichkeit für einen Dialog gibt. Aber wir sollten nicht viel von dieser Visite erwarten."

Experten verweisen auch auf den Versuch der USA, ihre seit langem bestehende Militärpräsenz in Japan neu zu organisieren. Oleg Kasakow, Experte des Zentrums für Japanstudien am Institut für China und modernes Asien der Russischen Akademie der Wissenschaften, betonte:

"Washington versucht, bessere Ansätze für die Interaktion mit Tokio im Bereich der Sicherheit der beiden Länder zu finden.

Wie effektiv die Früchte ihrer Arbeit sein werden, ist schwer zu sagen. Es ist jedenfalls schon jetzt klar, dass Japan versucht, seine militärische Partnerschaft mit westlichen Ländern auszubauen. Dieser Prozess findet auch über die NATO statt: Das Land verstärkt die Zusammenarbeit mit der Allianz im Hinblick auf gemeinsame technische Eigenschaften im Bereich der Rüstung.

Tokios Handeln wird von der Angst vor einer wachsenden Bedrohung durch China und Nordkorea bestimmt. Diese Staaten sind die wichtigsten geopolitischen Rivalen Japans. Zwischen ihnen gibt es viele historische und politische Widersprüche. Und die allgemeine Lage in Asien kann auch nicht als ruhig bezeichnet werden.

Vor diesem Hintergrund versucht Tokio, sich von bilateralen Sicherheitspartnerschaftsformaten zugunsten von blockbasierten Lösungen zu lösen. In diesem Zusammenhang muss Japan die Beziehungen zu den USA und seinen regionalen Verbündeten ausbauen, da sie alle China als Hauptbedrohung wahrnehmen.

Gleichzeitig sieht Tokio Moskau nicht als seinen direkten Rivalen an. Sie haben lediglich Bedenken wegen der Intensivierung des Dialogs unseres Landes mit der Demokratischen Volksrepublik Korea und China. Die von den USA eingeleiteten Prozesse im pazifischen Raum stellen jedoch sicherlich eine Reihe von Herausforderungen dar, auch für Russland.

Die US-Amerikaner versuchen, ein punktgenaues Sicherheitssystem in der asiatisch-pazifischen Region aufzubauen. Ein auffälliges Element in diesem Zusammenhang waren die Meldungen über die Stationierung von Mittel- und Kurzstreckenraketen auf den Philippinen. Solche Schritte verschärfen die Situation. In vielerlei Hinsicht sind sie geeignet, gefährliche Konflikte zu provozieren, in die alle führenden Regionalmächte hineingezogen werden könnten.


Russland sollte sich zu seiner Feindschaft zum Westen bekennen





Meinung

Russland sollte sich zu seiner Feindschaft zum Westen bekennen





Für Russland ist es wichtig, seine eigene Sicherheit im Osten zu gewährleisten. Moskau muss ein angemessenes Niveau der Kampfkraft seiner eigenen Streitkräfte in Asien aufrechterhalten. Die Praxis zeigt, dass, wenn ein Staat über eine starke Armee verfügt, nur äußerst verzweifelte Akteure auf der internationalen Bühne es wagen, ihn anzugreifen.

Außerdem darf man die Diplomatie nicht vergessen. Wir sollten uns nicht auf irgendeiner Seite in die Kontroversen in dieser Region hineinziehen lassen. Zudem sollten wir versuchen, die Beziehungen zu Ländern, die sich im pro-US-amerikanischen Lager befinden, zumindest auf kultureller und sozialer Ebene zu pflegen. Früher oder später werden wir uns vor allem mit Japan annähern müssen."

In diesem Zusammenhang sollte auch den Kurilen-Inseln mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, meinte Kasakow.

"Sie sind immer noch unsere Eintrittskarte in den Pazifischen Ozean. Es ist wohl kaum ratsam, dort heute zusätzliche Waffen zu stationieren, aber die Grenzposten vor Ort sollten verstärkt werden", so Kasakow abschließend.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 29. Juli 2024 auf der Webseite der Zeitung Wsgljad erschienen.


Mehr zum ThemaUS-Affären führen zu Raketenwettlauf in Europa und Asien


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03.08.2024

Austausch von Krassikow für Whelan zeigt Unterschied der Prinzipien zwischen Russland und dem Westen

freedert.online, 3 Aug. 2024 07:54 Uhr, Von Jewgeni Krutikow

Alle Personen, die im Rahmen des Gefangenenaustauschs nach Russland zurückgekehrt sind, werden mit staatlichen Ehren empfangen. Sie alle wurden von Präsident Wladimir Putin persönlich am Flughafen begrüßt. Ein Mann jedoch – Wadim Krassikow – stand im Mittelpunkt des Interesses der europäischen Medien. Die Deutschen wollten ihn nicht gehen lassen – und sie hatten ihre Gründe.


Quelle: Sputnik © Michail Woskressenski


Der russische Präsident Wladimir Putin begrüßt Wadim Krassikow am Flughafen Wnukowo.


Aus Sicht der deutschen Gesetze haben die Deutschen Wadim Krassikow nicht ausgetauscht. Er wurde deportiert, obwohl auf der Liste der von russischer und weißrussischer Seite ausgetauschten Personen mehrere deutsche Staatsbürger stehen. Dies zeigt die, sagen wir, eigentümliche Position Berlins.

Deutschland hat sich bis zur letzten Minute geweigert, Krassikow auszutauschen. Und selbst jetzt, nach dem Austausch, spricht die Bundesanwaltschaft ein offizielles "Bedauern" darüber aus. Das hat nichts mit "Moral" zu tun, sondern damit, dass Berlin schnell begriffen hat, dass Krassikow ein besonders wichtiges Argument im "Handel" nicht nur mit Russland, sondern auch mit den Vereinigten Staaten ist. Es war nicht schwer, dies zu erkennen.


Der Gefangenenaustausch – Symbol für einen neuen kalten Krieg




Meinung

Der Gefangenenaustausch – Symbol für einen neuen kalten Krieg






Die Verhandlungen über den Austausch von Gefangenen mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft werden seit vielen Jahren geführt. Die US-amerikanische Seite hat sich dabei von einer informellen "Rangliste" der Austauschkandidaten leiten lassen, wobei die Plätze auf dieser Liste nicht immer nach dem Status des einen oder anderen Kandidaten oder der Schwere der ihm zur Last gelegten Taten verteilt werden. In den Vereinigten Staaten ist das Vorhandensein einflussreicher Lobbygruppen, die für diesen oder jenen Kandidaten "eintreten", das Weiße Haus, die Medien und die Öffentlichkeit einbeziehen und die interne Welle bündeln können, entscheidend.

Seltsamerweise ist die CIA in der Lobbyarbeit ein eher schwacher Akteur. Die US-Geheimdienste haben generell eine schwache Lobbyposition, nicht nur in der Frage des Austauschs.

Als Ergebnis einer synergetischen Lobbyarbeit rückte die wegen Drogenschmuggels verurteilte Basketballspielerin Brittney Griner plötzlich an die Spitze der Liste der Kandidaten für den Austausch. Karine Jean-Pierre, die Pressesprecherin von US-Präsident Joe Biden, setzte sich für sie ein. Und Jean-Pierres Lebensgefährtin, die CNN-Politikkommentatorin Suzanne Malveaux, brachte die Medien ins Spiel.

So wurde Paul Whelan, der in der Spionage tätig war, das heißt, einen Auftrag für seine Regierung erfüllte, ins Abseits gestellt. Vielen Berichten zufolge war Whelan, der sich ohnehin in einer Strafkolonie aufhielt, empört über die Geschehnisse, aber seine Unterstützungsgruppe in den Vereinigten Staaten konnte nichts dagegen unternehmen.

Doch was sind schon die CIA und Whelans wenige Verwandte gegen die geballte Kraft des Weißen Hauses, der Medien und der LGBT-Aktivisten? Hätte sich der Fall während des Kalten Krieges ereignet, wäre Whelan der Erste gewesen, der ausgetauscht wurde. Aber die Struktur der heutigen USA hat andere Voraussetzungen für Verhandlungsmanöver geschaffen.

Die russischen Unterhändler haben schnell den Überblick in der Situation gehabt: Die US-Amerikaner waren zu erpicht darauf, Griner auszutauschen. Ein so starkes Interesse oder überhaupt ein Interesse zu bekunden, ist bei so was immer eine schwache Verhandlungsposition – aber es war die Entscheidung der US-Seite, wen sie an die Spitze der Austauschliste setzt. Die Hauptsache ist, dass Moskau die Bedeutung der Basketballspielerin für Washington frühzeitig erkannte und vorschlug, für ihre Befreiung nicht nur Viktor Bout in sein Heimatland zu transferieren, sondern auch die Deutschen zu überreden, dasselbe mit Krassikow zu tun, wenn sie denn Griner so dringend brauchten.


Spionage: In Russland verurteilter US-Amerikaner Paul Whelan fühlt sich von seiner Heimat verraten




Spionage: In Russland verurteilter US-Amerikaner Paul Whelan fühlt sich von seiner Heimat verraten






Die US-amerikanische Seite forderte die Deutschen auf, einen Austausch Krassikows in Betracht zu ziehen. Zu diesem Zeitpunkt wurde den Deutschen klar, dass sie eine wertvolle Ressource in ihren Händen hielten, nicht so sehr für Verhandlungen mit Moskau, sondern für den Handel mit den US-Amerikanern. Und Deutschland ist bei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten sehr selten "im Vorteil". Die Meinung der Deutschen interessiert die US-Amerikaner nicht einmal dann, wenn sie Raketen auf deutschem Boden stationieren wollen.

Zu diesem Zeitpunkt begann Berlin, auf die Besonderheiten des deutschen Rechts und die "moralische und ethische Seite der Angelegenheit" hinzuweisen. So wurde Krassikow beispielsweise zu lebenslanger Haft verurteilt, und Deutschland verfügt über einen äußerst komplizierten Rechtsmechanismus für die Begnadigung solcher Verurteilten. Die Deutschen begannen auch darüber zu sprechen, wie "besonders zynisch" die Liquidierung des Terroristen Selimchan Changoschwili war: mitten in Berlin, im Tiergarten, am Morgen eines Werktags, Menschen in der Nähe, Kinder, die zuschauen – also generell eine Ohrfeige für die deutsche Gesellschaft. Auf dieser Grundlage hat Berlin ein Jahr lang gezögert und mit den US-Amerikanern verhandelt.

Infolgedessen wurde Griner nur gegen Bout ausgetauscht, aber Moskau und Washington merkten sich, dass die Deutschen gewissermaßen keine konstruktive Position eingenommen hatten. Es wurde deutlich, dass es notwendig war, einen erweiterten Pool für den Austausch zu bilden und zusätzliche Argumente im Umgang mit den Deutschen zu erhalten.

Es ist erwähnenswert, dass der Austausch von Spionen (sowie ihnen gleichgestellten Personen) in der Regel nicht gesetzlich geregelt ist. Es scheint, als gäbe es nur ein einziges Kriterium: ein rechtskräftiges Gerichtsurteil, aber auch das funktioniert nicht immer. Wenn eine Person ausgetauscht werden soll, geschieht dies unabhängig davon, ob ein Gerichtsurteil vorliegt oder nicht.

Auch der Hinweis Berlins darauf, dass es sich im Fall Krassikow um ein Strafgericht handelt, wirkte seltsam. Spionage ist ebenfalls im Strafgesetzbuch verankert, auch sie ist ein Straftatbestand. Wenn man anfängt, die Artikel des Strafgesetzbuches nach seinen persönlichen Vorstellungen von Recht und Unrecht zu bewerten, ist es kein Rechtssystem mehr, sondern so etwas wie die Inquisition.

Und umgekehrt: Die Liquidierung Changoschwilis wird bei Weitem nicht von allen als kriminelles Vergehen angesehen. Heutzutage gibt es praktisch keine überlebenden Vertreter dieser Kategorie sadistischer Banditen aus den Tschetschenien-Feldzügen, die man nicht einmal als Menschen bezeichnen kann. Viele Menschen haben es vergessen, aber das Ausmaß an Gewalt und der totale Verlust an Menschlichkeit bei ihnen war grenzenlos. Doch die deutsche Gesellschaft, die heute moralisch unter dem Austausch Krassikows leidet, dachte nicht daran und gewährte dem Sadisten und Terroristen Changoschwili Asyl. Aber sein Liquidator wird als "Mörder" und zynischer "Killer" bezeichnet, der die deutsche Gesellschaft beleidigt habe. Und wenn Changoschwili das, was er auf russischem Boden verbrochen hat, auf deutschem Boden getan hätte – wie würden sie sich dann verhalten?

Wären die Verhandlungen über den Austausch nicht in einem "Gesamtpaket" und mit gemeinsamen Aktionen vieler Länder geführt worden, hätten Krassikow und Whelan kaum eine Chance gehabt, ausgetauscht zu werden. Wenn die Praxis des Eins-zu-eins-Austauschs fortgesetzt würde, stünde der Journalist Evan Gershkovich ganz oben auf der US-Liste, und der US-Geheimdienstoffizier Whelan wäre Gefahr gelaufen, weiter in der Strafkolonie zu bleiben und von dort aus wütende Briefe an das Weiße Haus zu schreiben.


Gefangenen-Deal: Ein positives Signal in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen?




Gefangenen-Deal: Ein positives Signal in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen?






Dies ist der Hauptunterschied zwischen dem russischen und dem US-amerikanischen oder deutschen Ansatz, wenn man davon ausgeht, dass Berlin überhaupt ein formuliertes "Prinzip" hatte, abgesehen vom Handel mit den US-Amerikanern. In Russland werden die Menschen nicht abgestuft – sie sind es alle wert, dass man für sie kämpft. Noch weniger wichtig als das Prinzip "Wir lassen die Unsrigen nicht im Stich" sind die Personen, die aus der Russischen Föderation ausgewiesen wurden. Russland ist bereit, auf Vaterlandsverräter zu verzichten, im Austausch gegen Menschen, die ihr Leben, ihre Gesundheit und ihr Schicksal für den Ruhm und die Interessen des Staates riskiert haben. Ob in Massen oder einzeln – jeder russische Patriot im Dienste des Vaterlandes, der bereit ist, sein Leben zu opfern, ist es wert, ausgetauscht zu werden. Dies erklärt auch, warum der alte Grundsatz "einer für einen" bei diesem Austausch nicht eingehalten wurde.


Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 2. August 2024 auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.


Mehr zum ThemaGrößter Gefangenenaustausch seit dem Kalten Krieg – Wer war beteiligt?


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/214442-austausch-von-krassikow-fuer-whelan


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.08.2024

Gefangenenaustausch: Berlin wurde  gedrängt, Brüssel übergangen

lostineu.eu, vom 2. August 2024

Der spektakuläre Gefangenenaustausch zwischen den USA und Russland zeigt, dass Diplomatie funktioniert – trotz des Krieges um die Ukraine. Doch Außenministerin Baerbock stellte sich quer, die EU spielte keine Rolle.

Diplomatie muss man wollen, Baerbock wollte nicht. Auch Kanzler Scholz musste massiv unter Druck gesetzt werden, um endlich zuzusagen – nachdem der russische Oppositionelle Nawalny schon tot war.

Dies geht aus einem Bericht der “Zeit” hervor: 

https://www.zeit.de/politik/2024-07/gefangenenaustausch-russland-amerika-deutschland-evan-gershkovich

Ähnlich berichtet “n-tv”:

https://www.n-tv.de/politik/Biden-Scholz-war-unglaublich-bei-Gefangenen-Deal-article25132211.html

Hätte auch Nawalny frei kommen können, wenn sich die Deutschen nicht quer gelegt hätten? Diese Vermutung liegt nahe, lässt sich aber wohl nicht mehr belegen.

Klar ist, dass die EU übergangen wurde. Dies ist aber keine Überraschung, da sie sich ja von jeder Form der Diplomatie verabschiedet hat – jedenfalls, wenn es um Russland geht.

Selbst die USA brauchen von der Leyen und Borrell offenbar nicht mehr…

P. S. Der “Guardian” liefert die Bestätigung : Nawalny sollte ebenfalls ausgetauscht werden, doch Deutschland war zunächst dagegen. Eine wichtige Rolle als Vermittler spielte der russische Milliardär Abramovich, den die EU auf ihrer Sanktionsliste hat. Erneut zeigt sich, welch unglückliche Rolle die EU und Deutschland spielen, um es diplomatisch auszudrücken…

19 Comments

  1. Michael Conrad
    3. August 2024 @ 10:44

    Dieser Austausch war vor allem wichtig für die Politshows von Putin, Harris und Scholz. Die inszenierten Empfaenge am Flughafen , inklusive Umarmungen und Statements, dienten der politischen Selbstdarstellung nach dem Motto : “Wir lassen niemanden im Stich “. Harris und Putin können diese Form der Propaganda gerade gut gebrauchen und Scholz bekommt zum Dank auch noch eine amerikanische Streicheleinheit.

Reply

  • B. Weber
    3. August 2024 @ 00:31

    „Die Frage aber, wer bei diesem Deal darüber hinaus gewonnen hat, ob dies einen Sieg für die Menschlichkeit oder schlicht für einen Diktator bedeutet, ist noch unbeantwortet.“ Zitat aus dem verlinkten Artikel der „Zeit“.
    Abgesehen von der widerlichen Abwägung von „Menschlichkeit“ oder „Sieg für (…) einen Diktator“, die gleichzeitig bezüglich der Hamas-Geiseln von Israel und seinen „menschenrechtlichen“ Unterstützern und Waffenlieferanten zugunsten des brutalsten „völkerrechtlichen“ Völkermords abgewogen wird, auch gegen anhaltende Proteste der Angehörigen, zu Lasten sowohl der Geiseln als auch des ums Überleben ringenden Rests der Palästinenser in Gaza, spricht der auf“gedrängt“e Austausch dafür, daß die BRD längst ihre Souveränität aufgegeben hat. „Besonders Deutschland und Slowenien hätten Entscheidungen treffen müssen, die „gegen ihre unmittelbaren Interessen waren“, sagte Biden vor Journalisten auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews unweit der Hauptstadt Washington.“ Zitat aus dem verlinkten ntv-Beitrag.
    Das total von den USA abhängige und ferngesteuerte Israel wurde schon vor Jahrzehnten von Noam Chomsky als 51. Staat der USA bezeichnet. Siehe dazu den mehrfach von der Realität überholten Stern-Artikel: https://www.stern.de/politik/ausland/israel-der-51–staat-der-usa–3217758.html
    und aus letzter Zeit:
    https://uncutnews.ch/netanjahus-rede-war-so-amerikanisch-wie-sie-nur-sein-kann/
    Die BRD betätigt sich seit 1989 offensichtlich immer mehr als 52. Bundesstaat der USA. Möglicherweise hat sich die BRD in einem geheimen Zusatzprotokoll zum „2+4 Vertrag“ gegenüber den USA dazu verpflichten müssen, 52. Bundestaat der USA zu werden und per „Staatsräson“ speziell den 51. Bundesstaat Israel zu unterstützen. Das könnte erklären, warum es 1990 keine neue deutsche Verfassung gab, denn es dürfte insgeheim die US-Verfassung und Gesetzgebung gelten, vielleicht mit gewissen Einschränkungen bezüglich der Todestrafe und erlaubtem Waterboarding. Stattdessen hat die BRD längst alternative Instant-Todesstrafen (ohne Gerichtsurteil) legalisiert, vom Massenmord per „Berliner Handgranatengesetz“ über „Putativnotwehr“ bis zum singulären „finalen Rettungsschuß“. Statt Waterboarding gibt es bei fast jeder größeren Demo Wasserwerfer, bisweilen mit Tränengas im Wasser, dessen gezielter Strahl auch mal ganz real ein Auge wegschießt und das nicht nur simuliert. Ein geheimes Zusatzprotokoll könnte erklären, warum die BRD seitdem sämtliche US-Kriege befürwortet und unterstützt hat, vor allem mittels der exterritorialen US-Basis Ramstein, und sich bezüglich der Ukraine ständig Rückversicherungen aus den USA einholt. Auch das merkwürdige Verhalten bezüglich der Nordstream-Sprengungen und im Fall Assange lassen sich dadurch leicht erklären. Nicht zuletzt die ansonsten als „politically incorrect“ verpönte „kulturelle Aneignung“ der Känzel Kaltschah aus den USA sowie überhaupt die sprunghaft zunehmende Amerikanisierung der deutschen Sprache in „warp speed“, speziell über die „soschel midia“.
    Quellen zu längst verdrängten Todesstrafen:

    https://www.zeit.de/1970/23/handgranaten-fuer-die-fdgo
    https://de.wikipedia.org/wiki/Putativnotwehr
    https://de.wikipedia.org/wiki/Finaler_Rettungsschuss

    Reply

  • Arthur Dent
    2. August 2024 @ 21:16

    Nawalny war schon zur Behandlung in Deutschland, schon vergessen. Ganz sicher hätte man ihm Asyl angeboten.
    Falls sie noch lebt und man sich noch an sie erinnert – warum hat man sich nicht für die Freilassung von Maria Kolesnikowa eingesetzt, die ebenfalls in einem belarussischen Gefängnis einsitzt? Unwichtig?
    Wie und von wem wurde Kanzler Scholz unter Druck gesetzt, sind wir denn kein souveräner Staat?
    Wie dem auch sei – alle Beteiligten können froh sein, dass sie nun wieder daheim sind.

    Reply

    • exKK
      2. August 2024 @ 23:48

      Man hatte ihm in Deutschland ja Asyl angeboten, aber er wollte lieber den Märtyrer geben. Ehrlich gesagt war mir der Mann aufgrund seiner anfangs noch offen geäusserten menschenverachtenden Ansichten äusserst suspekt – ich glaube nicht, dass Russland unter seiner Führung ein besseres Land geworden wäre. Ein anderes vielleicht, aber sicher kein besseres.

      Reply

    • Helmut Höft
      3. August 2024 @ 09:29

      „… warum hat man sich nicht für die Freilassung von Maria Kolesnikowa eingesetzt …?“ Der Punkt geht an Dich! Nicht nur internationales Recht ist disponibel, auch „unsere Werte“ sind es!

      @exKK
      „Langsam wird’s lächerlich…“ In der Tat! (Tipp an die „anderen Stimmen“: Erst denken, dann schreiben! SCNR)

      Reply

  • Kleopatra
    2. August 2024 @ 15:37

    Da die EU keine Gefängnisse hat und daher keine russischen Verbrecher freilassen kann, gab es keinen Anlass, mit der EU zu verhandeln.
    Was Naval’nyj betrifft, so scheint mir die Interpretation der Nezavisimaja Gazeta, dass Putin ihn gezielt hat umbringen lassen, weil er von allen betroffenen Gefangenen/Geiseln Russlands der einzige war, der Putin gefährlich werden konnte, recht überzeugend. Die Verhandlungen liefen durchaus auch zu seinen Lebzeiten bereits; und wenn Naval’nyj am Leben gewesen wäre, hätte Putin ohne Naval’nyjs Freilassung seinen Geheimdienstmörder kaum heurausbekommen. Daher hat er den “natürlichen Tod” Naval’nyjs inszeniert.
    Dass der deutsche Bundeskanzler die Außenpolitik an sich zieht und der Außenminister labern darf, war m.W. schon zu Merkels Zeiten so, und deshalb gibt es keinen Anlass, deshalb auf Baerbock herumzuhacken.

    Reply

    • ebo
      2. August 2024 @ 16:21

      Die Türkei hat auch keine relevanten Gefängnisse, dennoch hat sie eine zentrale diplomatische und praktische Rolle gespielt. Die EU will nicht, das ist das Problem

      Reply

      • Michael
        2. August 2024 @ 18:45

        Ich meine zu verstehen was Sie sagen. Trotzdem würde ich behaupten dass die EU nicht nur nicht will sondern – schlimmer noch – nicht kann, u. a. auch weil Personalien wie UvdL, Borrell, Baerbock, usw., usw., nicht kompetent sind! Erstaunlich nur dass – bei aller Kritik und Ablehnung – dieser Tage nur Orban, Erdogan, etc. Diplomatie noch beherrschen, nebst Eigeninteresse, aber nichtsdestotrotz!

      • Kleopatra
        3. August 2024 @ 06:51

        Putin respektiert offenkundig als brutaler Hund nur Gegenparteien, die bereit sind, ebenfalls brutal zu sein. Die Türkei hat vor einiger Zeit im Nahen Osten ein russisches Jagdflugzeug, nachdem es in den türkischen Luftraum eingedrungen war, abgeschossen. Das hat den türkisch-russischen Beziehungen überhaupt nicht geschadet.
        Das wirft die Frage auf, wie man sinnvollerweise auf russische Provokationen reagiert. Ist eine massive Reaktion, bei der ein paar Russen draufgehen, möglicherweise das einzige, was Putin ernst nimmt?

    • exKK
      2. August 2024 @ 17:33

      @ Kleopatra: Beweise für Ihre Phantastereien?

      Genau wie die hier im ÖRR bei Gershkowitz gelegentlich der Meldungen immer getroffene Behauptung, dass er „unschuldig verurteilt“ worden sei, gibt es dafür keine Belege. Warum sollten die USA sich derart für Gershkowitz einsetzen, dass sie sogar „Verbündete“ nötigen, verurteilte Mörder freizulassen, wenn da nicht einer ihrer Spione einsitzen würde? Nicht nur Putin lässt „seine Leute nicht in ausländischen Knästen verrotten“, wie hier immer in diesem Zusammenhang mehr oder weniger ausdrücklich bei diesen Meldungen unterstellt wird – das handhabt wohl jeder Geheimdienst so, wenn er künftig noch eine Chance haben will, Leute für Himmelsfahrtskommandos zu rekrutieren…

      Reply

      • Kleopatra
        2. August 2024 @ 18:33

        @exKK: Warum die USA sich so sehr für Gershkowitz einsetzen? Nun, anders als das heutige Russland hat die Sowjetunion Journalisten unter Umständen ausgewiesen, aber nicht eingeknastet. Gershkowitz mag für die USA ein Prestigeobjekt (wenig passender Ausdruck für einen Menschen ;-)) gewesen sein, aber Putin hat öffentlich sattsam deutlich gemacht, dass er ihn als Tauschobjekt gefangen hielt (Interview mit Tucker Carlson). Dass die USA sich für einen Nicht-Spion einsetzen, liegt m.E. daran, dass die USA anders als Russland ein humaner Staat sind.
        Die Interpretation, weshalb Putin Naval’nyj hat töten lassen, zitiere ich nach einer real existierenden Zeitung, und ich behaupte nur, dass sie mir plausibel scheint. Für eine solche Erklärung ist kein Beweis nötig.

      • Michael
        2. August 2024 @ 21:05

        Ich bitte Sie: Beweise und Phantasie? Die dialektische Auflösung: westliche Ideologie! Man weiß doch dass im sog. Westen (incl. die Kolonie Israel) von Bush über Obama sowie Trump und Biden die policy gilt: “shoot to kill”! Da werden nach Drohnenmorden keine Gefangenen gemacht, es sei denn man landed nach “rendition” in Guantanamo oder hat – wie Snowden – Glück in Moscow das Exil zu erreichen!

      • exKK
        2. August 2024 @ 23:38

        @ Kleopatra:
        „Dass die USA sich für einen Nicht-Spion einsetzen, liegt m.E. daran, dass die USA anders als Russland ein humaner Staat sind.“

        Ja, wie sehr Humanität und insbesondere Journalisten den USA am Herzen liegen, haben die dort Verantwortlichen gleich mehrerer Regierungen (Obama, Trump, Biden) ja im Fall Assange eindrucksvoll zur Schau gestellt, nicht wahr? Langsam wirds lächerlich…

    • ebo
      2. August 2024 @ 18:49

      Zu Nawalny verbreiten Sie längst überholte Behauptungen. https://www.politico.eu/article/alexei-navalny-vladimir-putin-death-order-russia/?utm_source=RSS_Feed&utm_medium=RSS&utm_campaign=RSS_Syndication

      Reply

      • Kleopatra
        2. August 2024 @ 20:21

        @ebo: Wie Heinrich Zille feststellte, kann man einen Menschen nicht nur mit einer Axt, sondern auch mit einer Wohnung erschlagen. Mit einem konkreten Straflager – in das Naval’nyj kurz vor seinem „natürlichen Tod“ verlegt wurde – also erst recht.
        Und in dem Artikel, auf den Sie verweisen, tut am Ende ausgerechnet D. Peskov (der Präsidentensprecher) den Artikel des WS, laut dem Naval’nyj nicht intentional getötet worden wäre, als qualitativ nicht hochwertig und belanglos ab.
        Im übrigen ist der Staat, der einen Menschen gefangen hält, für dessen Wohlergehen verantwortlich. Wenn Sie einen Vorsatz bestreiten, ist jedenfalls bewusste Fahrlässigkeit in jedem Fall vorhanden. (Zum Vergleich: Deutschland hat den Tiergarten-Mörder strikt von anderen Häftlingen isoliert und häufig in andere Gefängnisse verlegt, weil er, wenn er unter normalen „Lebenslänglichen“ gelebt hätte, höchstwahrscheinlich bald von den Tschetschenen umgebracht worden wäre).

      • exKK
        2. August 2024 @ 23:44

        @ Kleopatra:
        „Im übrigen ist der Staat, der einen Menschen gefangen hält, für dessen Wohlergehen verantwortlich.“

        Und wieder der Verweis auf den Fall Assange.
        Und die Behandlung und der Tod des Journalisten Gonzalo Lima hat im Westen und insbesondere Sie auch nicht interessiert. Denn das war ein ukrainischer Knast, in dem man für sein Wohlergehen verantwortlich war und ihn hat verrecken lassen!

        Gäbe es in Paris eine Goldmedaille für Doppelmoral, hätten Sie sicher gute Siegchancen. Allerdings auch starke Konkurrenz, zugegeben.

    • Ulla
      2. August 2024 @ 18:57

      @ Kleopatra
      Ihre Kommentare kann man echt nicht mehr aushalten….
      die „USA ein humaner Staat“, geht’s noch?
      Was war an Vietnam, Irak, Afghanistan etc denn „human“ ?

      Reply

      • Michael
        2. August 2024 @ 18:38

        Ich glaube Sie sehr gut zu verstehen. Aber Kommentatoren die an alternative Fakten glauben und intellektuell unterbelichtet sind, die sind keinerlei Aufregung wert!

      • Helmut Höft
        3. August 2024 @ 09:37

        @Michael
        „… alternative Fakten … intellektuell unterbelichtet …“ Soweit würde ich nicht gehen – das geht Richtung allgemeines Gebrüll, da läuft man Gefahr, sich gemein zu machen –, aber die Feststellung dass es mit der Reihenfolge 1. Informationsschöpfung, dann 2. verarbeiten/denken dann, 3. sich äußern nicht immer so klappt, das kann man schon sagen!


  • Info: https://lostineu.eu/gefangenenaustausch-deutschland-wurde-gedraengt-die-eu-uebergangen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.08.2024

    RKI-Protokolle: Es hätte „einen lauteren Aufschrei geben müssen“

    multipolar-magazin.de, vom 1. August 2024

    Widersprüchliche Aussagen zu Impfwirksamkeit: Robert Koch-Institut weicht Fragen aus / Gesundheitsministerium „verbittet“ sich „Unterstellungen der Täuschung der Öffentlichkeit“ / Arzt bezeichnet RKI-Verhalten als „beschämend“


    Berlin. (multipolar)

    Eine Passage in den vor Kurzem enthüllten Protokollen des Robert Koch-Instituts (RKI) wirft die Frage auf, ob der damalige RKI-Präsident Lothar Wieler, der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie der derzeitige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in der Diskussion um 2G/-3G-Regeln und Impfpflicht die Öffentlichkeit bewusst über die tatsächliche Wirksamkeitsdauer der COVID-19-Impfstoffpräparate getäuscht haben. Multipolar-Nachfragen an RKI, Gesundheitsministerium sowie an zwei Schlüsselpersonen wurden entweder nicht oder ausweichend beantwortet.

    Im Protokoll vom 5. November 2021 ist die Feststellung einer Mitarbeiterin der RKI-Fachgruppe 17 (Influenzaviren & weitere Viren des Respirationstraktes) dokumentiert, dass bei Impfungen gegen Infektionen des Respirationstrakts nur in einem Zeitraum von zwei bis acht Wochen nach der Verabreichung ein guter Schutz vor Ansteckungen besteht. Mit dem Abfall lokaler neutralisierender Antikörper im Nasenrachenraum nach diesem Zeitraum sei der Schutz vor Infektionen „deutlich geringer“. Die Mitarbeiterin wies darauf hin, dass eine damals aktuelle Studie aus Großbritannien diese Wirksamkeitsdauer auch für die COVID-19-Impfstoffpräparate bestätigt. Man solle dementsprechend „sehr vorsichtig“ mit der Aussage sein, dass Impfungen vor jeglicher Infektion schützen. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand zur Impfung treffe dies immer weniger zu.

    In der nachfolgenden Diskussion kamen laut Protokoll die Fragen auf, ob 2G oder 3G „noch ein Schutzkonzept [sei], das empfohlen werden kann“, und ob der Ausschluss geimpfter Kontaktpersonen von der Quarantäne noch gerechtfertigt ist. Der damalige RKI-Präsident Wieler beendete dem Protokoll zufolge die Diskussion mit dem Argument, die Kommunikation könne nicht geändert werden. Dies würde „große Verwirrung“ hervorrufen. Doppelt Geimpfte wieder in Quarantäne zu schicken, sei „nicht vermittelbar“.

    Auf die Anfrage, ob Wieler damit gegen den Auftrag des RKI verstoßen habe, wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen zu erarbeiten und die Öffentlichkeit zu informieren, reagierte die oberste Gesundheitsbehörde zunächst nicht. Erst nach dem Hinweis, dass sie gegenüber Presseanfragen auskunftspflichtig ist, verwies die Pressestelle des RKI auf eine im Internet veröffentlichte Stellungnahme, die keinerlei Bezug zu der gestellten Frage hat. Stattdessen bezeichnete die Pressesprecherin die Anfrage von Multipolar als eine „Reihe von falschen Behauptungen sowie Mutmaßungen und Wertungen, denen es an Tatsachengrundlagen und zulässigen Folgerungen mangelt“.

    Auch das Bundesgesundheitsministerium reagierte erst nach Hinweis auf die Auskunftspflicht auf die Anfrage, wie es die Entscheidung begründet, die Öffentlichkeit nicht über die kurze Wirksamkeitsdauer der COVID-19-Impfungen informiert zu haben, obwohl das Wissen darüber beim RKI vorlag. Die Pressestelle verwies auf eine Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD vom Juni 2024 sowie auf Antworten auf schriftliche Fragen der Bundestagsabgeordneten aus den Jahren 2021 und 2023. Sämtliche Verweise hatten keinerlei inhaltlichen Bezug zu der Presseanfrage von Multipolar. Stattdessen machte die Pressestelle deutlich, dass sie sich „ausdrücklich Unterstellungen der Täuschung der Öffentlichkeit“ verbitte. Anfragen von Multipolar an den ehemaligen Gesundheitsminister Spahn sowie an die RKI-Mitarbeiterin, die laut Protokoll auf die kurze Wirksamkeitsdauer der COVID-19-Impfstoffpräparate hingewiesen hatte, blieben unbeantwortet.

    Der Mediziner Christian Berus bezeichnete auf Anfrage von Multipolar die Entscheidung Wielers, die Kommunikation nicht zu ändern, als „beschämend“. Zudem zeigte er sich überrascht, dass sich in den Protokollen des RKI gleiche Kritikpunkte wiederfänden, wie sie auch die Vereinigung „Ärzte stehen auf“ angeführt hatte. „Trotzdem hätte es einen lauteren Aufschrei geben müssen“, kritisierte der Facharzt für Anästhesie. Denn die damaligen Erkenntnisse seien kein „Hexenwerk“, sondern „schlichtweg medizinische Logik aus den Studienzeiten“ gewesen. Berus ist einer von knapp 400 Unterzeichnern eines an den Bundestag und die Bundesregierung gerichteten offenen Briefes, der bereits im Dezember 2021 auf den „geringen Nutzen“ und die „noch unklaren Risiken durch die COVID-Impfungen“ hinwies.


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    Info: https://multipolar-magazin.de/meldungen/0077


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    03.08.2024

    Michael Ballweg: "Demokratie lebt vom Miteinander-Reden und nicht von Ausgrenzung"

    freedert.online, vom 2 Aug. 2024 21:30 Uhr,Von Felicitas Rabe

    Am Samstag veranstaltet das Netzwerk Querdenken 711 eine Großdemonstration in Berlin. Im Vorfeld sprach RT mit dem Querdenken-Gründer Michael Ballweg über die Beweggründe für die Protestversammlung, über das Teilnehmerspektrum und die Kooperation mit den Berliner Behörden.


    Michael Ballweg: "Demokratie lebt vom Miteinander-Reden und nicht von Ausgrenzung"© Felicitas Rabe


    Michael Ballweg am 2. August 2024 in Berlin










    Unter dem Motto "Für Frieden, Freiheit und Wahrheit" organisiert das Team von Querdenken 711 für den 3. August in Berlin eine Protestkundgebung. Im Interview mit RT erklärt der Versammlungsleiter Michael Ballweg, warum Querdenken 711 die Menschen, die mit der aktuellen Politik der Bundesregierung nicht einverstanden sind und insbesondere einen freien Debattenraum fordern, erneut nach Berlin zur Großdemonstration eingeladen hat.


    Michael Ballweg: "Man möchte den Mittelstand in Deutschland zerstören"




    Analyse

    Michael Ballweg: "Man möchte den Mittelstand in Deutschland zerstören"






    Nach dem Stand der Vorbereitungen gefragt, erklärte Ballweg, dass die Polizei der Versammlung am Donnerstag massive Einschränkungen erteilt habe. Gemäß dem aktuellen Versammlungsbescheid wurde der geplante Pressebereich verboten, der Aufbau von Infoständen untersagt und ein angemessener Backstagebereich eingeschränkt. Zur Begründung habe die Polizei mitgeteilt, "dies sei nicht notwendig". Bei Bedarf würde die Polizei angeblich selbst einen Pressebereich einrichten. Außerdem seien Wohnmobile als Demonstrationsmittel verboten worden. (Anmerkung von Felicitas Rabe: Nach den neuesten Information auf dem Telegram-Kanal von Rechtsanwalt Ludwig am Freitagabend musste die Berliner Versammlungsbehörde diese Verbote im Laufe des Freitags zurücknehmen.)

    Nachdem Ballweg die Versammlung im Februar dieses Jahres für den Kreisverkehr am Großen Stern angemeldet habe, sei ihm dieser Platz mit der Erklärung verweigert worden, dass dort für den 3. August schon eine andere Versammlung angemeldet worden sei. Mittlerweile habe er die Information, dass dort Gegendemonstrationen gegen die Querdenker-Versammlung von den Berliner Behörden genehmigt wurden. Für das Querdenker-Camp, das über den Zeitraum vom 3. August bis zum 13. August in der Hofjägerallee angemeldet wurde, habe die Polizei diesbezüglich nur das Campen in Zelten verordnet. (Anmerkung: Das musste die Polizei gemäß Information von Rechtsanwalt Ludwig auch zurücknehmen.) Es sei auch nur eine Hälfte der Straße für die Campnutzung freigegeben worden. Auf der anderen Hälfte werde unterdessen der Straßenverkehr weiter fließen.

    Zum Motiv der Protestkundgebung in Berlin erklärte der ehemalige Stuttgarter Unternehmer, 2020 habe in Deutschland die größte Grundrechte-Einschränkung stattgefunden. Das stehe im Widerspruch zum Zweck der Grundrechte:

    "Grundrechte sind Abwehrrechte gegenüber dem Staat. Die Verwaltungsstruktur darf gegenüber den Bürgern nicht übergriffig werden."

    Genau das habe der Staat aber seit 2020 getan. Viele der in der Corona-Zeit erlassenen Gesetze und Einschränkungen seien zudem bis heute gültig. Und bis heute habe keine Aufarbeitung der widerrechtlichen Maßnahmen stattgefunden. Als Teilnehmer der Veranstaltung erwarte das Netzwerk Querdenken 711 Menschen, die sich für Frieden, Freiheit und Grundrechte einsetzen. Das Grundanliegen der Querdenker sei das Engagement für einen freien Debattenraum. Zu unterschiedlichen Themen müsse alles gesagt und diskutiert werden dürfen. Das mache Demokratie aus. Ballweg stellte dazu fest:

    "Demokratie lebt vom Miteinander-Reden und nicht von Ausgrenzung!"

    Querdenken sei eine Bewegung, die sich für Meinungsfreiheit und Pressefreiheit einsetze und die damit einen Gegenpol zu dem bilde, was die Regierung gerade mache. Zur Demonstration kämen "mündige Bürger und keine Untertanen!"


    Niederländischer Internetanbieter klagt gegen Verbot von RT und Sputnik





    Niederländischer Internetanbieter klagt gegen Verbot von RT und Sputnik






    Ballweg habe Querdenken gegründet, weil man bei Corona exemplarisch habe sehen können, dass nur noch eine Meinung erlaubt war. Diese Meinung sei in den Leitmedien einheitlich kommuniziert worden. Die Verbreitung von Einheitsmeinungen betreffe aber längst nicht mehr nur Corona. Mittlerweile würden viele weitere Einheitsmeinungen wie zum Beispiel zum Krieg in der Ukraine, zur Nord-Stream-Sprengung oder zum Klima verbreitet. Querdenken sieht sich als übergreifende Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass all diese Themen diskutiert werden. Zum Motto "Frieden, Freiheit und Wahrheit" führte Ballweg aus: "Wer für den Frieden ist, ist automatisch gegen Waffenlieferungen. Wer für die Demokratie ist, ist für Meinungsfreiheit und gegen Zensur. Und wer für Freiheit ist, ist gegen digitale Überwachung."

    Für die morgige Großdemonstration freue er sich auf viele gut gelaunte Teilnehmer. Ballweg hoffe, dass die Versammlung den Teilnehmern Kraft und Energie für die anstehenden Aufgaben gebe.


    Mehr zum ThemaDressierter Journalismus: Wie der Bundeskanzler Fake News streut


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/214449-michael-ballweg-demokratie-lebt-vom-miteinander-reden-und-nicht-von-ausgrenzung


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    03.08.2024

    Nachrichten von Pressenza: Die Lebensrealitäten der Roma in Deutschland

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 3. August 2024, 7:3ß Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 03.08.2024


    Die Lebensrealitäten der Roma in Deutschland


    In Deutschland leben neben ca. 100.000 deutschen Sinti und Roma etwa 1,2 Millionen migrantische und postmigrantische/ neue deutsche Roma, die aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland kamen. Die ersten Roma, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland kamen, waren Gastarbeiter:innen vor&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/08/die-lebensrealitaeten-der-roma-in-deutschland/


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    Die Nachrichtenagentur Pressenza feierte den Start ihrer arabischsprachigen Ausgabe


    Vor einem großen internationalen Publikum feierte die Nachrichtenagentur Pressenza den Start ihrer arabischsprachigen Ausgabe. Von besonderem Interesse war dabei die Teilnahme von Journalist:innen, Pädagog:innen und Menschenrechtsaktivist:innen aus Libyen, Palästina, dem Libanon, Saudi-Arabien, Syrien und Marokko. Sie beglückwünschten die Initiative und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/08/die-nachrichtenagentur-pressenza-feierte-den-start-ihrer-arabischsprachigen-ausgabe/


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    Die «Paypal- und Kryptomafia» kaufen sich die Gunst von Trump


    Kapitalismus oder Korruption? Grossspenden sollen Milliardären wie Musk &amp; Thiel Einfluss, Staatsaufträge und Subventionen sichern. Christof Leisinger  für die Online-Zeitung INFOsperber Maulheld, Meinungsmacher, Machtmensch oder einfach nur getriebener Opportunist? Wie auch immer – Donald Trump hat gerade enormen Aufwind. Die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/08/die-paypal-und-kryptomafia-kaufen-sich-die-gunst-von-trump/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    02.08.2024

    Schlagzeile




    Info:


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    02.08.2024

    Schlagzeile




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    02.08.2024

    Neues Magazin "Näncy" mit original COMPACT Texten aus 08/24!

    seniora.org, vom 02. August 2024,

    Anselm Lenz und der demokratische Widerstand umgehen das COMPACT Verbot und bringen ein neues Magazin namens "Näncy" raus!


    [ Dank an I.E.]Anselm Lenz und der 'Demokratische Widerstand' schaffen flugs ein neues Magazin namens "Näncy" und umgehen das COMPACT Verbot, indem sie sämtliche für die August Ausgabe vorgesehenen Texte bringen , die schließlich alle nicht verboten sind. Vorgestellt gestern auf Pressekonferenz. Kreative, super sympahtische Idee!  https://demokratischerwiderstand.de/n... Solidarität mit Jürgen Elsässer und seiner Frau Stephanie: Für SCHENKUNGEN hat sein Anwalt Ralf Ludwig ein Treuhandkonto eingerichtet. Es wird für Rechtskosten und für seine persönliche Unterstützung verwendet. IBAN: DE81 8005 5500 0201 0749 31, Empfänger: "Anderkonto Jürgen Rainer Elsäßer".

     Neues Magazin "Näncy" mit original COMPACT Texten aus 08/24! (youtube.com)

    https://demokratischerwiderstand.de/n... Solidarität mit Jürgen Elsässer und seiner Frau Stephanie: Für SCHENKUNGEN hat sein Anwalt Ralf Ludwig ein Treuhandkonto eingerichtet. Es wird für Rechtskosten und für seine persönliche Unterstützung verwendet.


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6099&mailid=2291


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    02.08.2024

    Ghadi Francis, Christian Lebanese Journalist/Danny Haiphong

    aus e-mail von Irene Eckert, 2. August 2024, 21:38 Uhr


    What a beauty, what a knowledgeable person, how charming,  how articulate

    the young woman  journalist Ghadi Francis im Interview mit dem

    vietnamesischen Amerikaner Danny Haiphong. Leider, leider auf Englisch,

    aber gut verständliche Aufklärung über die aktuelle Lage in Nahost, über

     die wahre Natur und Entwicklungsgeschichte der Hezbollah, der Rolle Irans

    seit der Revolution 1979  für die Unterstützung der palästinensischen,

    antikolonialen Befreiungsbewegung der Palästinenser, der Libanesen, Irakis,

     Syrer, einem Landstrich der noch vor dem Ersten Weltkrieg als Groß-Syrien

    galt. Unaufgeregt, sachlich und doch kämpferisch.

    https://www.youtube.com/live/OjGFH1Le3gA Mit solidarischen Grüßen Irene

    E>ckert


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    02.08.2024

    Kongressbericht: USA könnten möglichen Krieg gegen Russland und China verlieren

    freedert.online, 2 Aug. 2024 09:00 Uhr

    Eine unzureichende industrielle Basis, mangelnde Einsatzbereitschaft und Innovation würden die Fähigkeit des US-Militärs, sich in einem größeren Konflikt zu behaupten, untergraben. Das stellte eine Kongresskommission in ihrem Bericht fest. Die Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA sei seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so groß gewesen wie jetzt.


    Quelle: Gettyimages.ru © Daniel Knighton/Getty Images


    Symbolbild: US-Marines tragen bei der St.-Patrick's-Day-Parade in San Diego, Kalifornien eine riesige US-Flagge. (16. März 2024)


    Die USA sind auf einen möglichen Krieg mit großen Gegnern nicht vorbereitet, da ihrem Militär "sowohl die Fähigkeiten als auch die Kapazität" fehlen, die für einen Kampf erforderlich sind, heißt es in einem Kongressbericht.

    Ein vom US-Kongress beauftragter Ausschuss zur Überprüfung der Verteidigungsstrategie hat erhebliche Mängel in den Ambitionen des Pentagon aufgedeckt, in einem größeren Konflikt die Oberhand zu gewinnen. Im Bericht werden Russland und China als die größten Bedrohungen für die nationale Sicherheit der USA genannt.


    Washington: NATO arbeitet an neuer Russland-Strategie – Sieg Kiews schnellster Weg zu Frieden




    Washington: NATO arbeitet an neuer Russland-Strategie – Sieg Kiews schnellster Weg zu Frieden






    Laut dem am Montag veröffentlichten 114-seitigen Dokument ist die US-amerikanische Nationale Verteidigungsstrategie (NDS), die vor Beginn des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022 verfasst worden war, veraltet. Das US-Militär sei nicht richtig strukturiert, und die industrielle Basis des Landes sei "völlig unzureichend", um potenziellen Bedrohungen entgegenzutreten.

    US-Experten argumentierten, dass die Nation zuletzt während des Kalten Krieges, der vor 35 Jahren geendet hatte, auf einen größeren Konflikt vorbereitet gewesen war.

    "Unsere Kommission ist einhellig der Ansicht, dass die Bedrohungen für die nationale Sicherheit der USA und unsere Interessen größer sind als zu jedem anderen Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg und komplexer als während des Kalten Krieges", sagte Jane Harman, eine ehemalige demokratische Kongressabgeordnete und Vorsitzende der NDS-Kommission, am Dienstag bei einer Anhörung des Streitkräfteausschusses des Senats.

    Die "Bedrohungen" für die USA, darunter "das Potenzial für einen baldigen großen Krieg", würden durch die zunehmende politische und militärische Kooperation zwischen China, Russland, Nordkorea und dem Iran verschärft, heißt es im Bericht.

    In einer Erklärung, die letzten Monat auf dem NATO-Gipfel in Washington angenommen worden war, hatte die von den USA geführte Militärallianz China als "entscheidenden Ermöglicher des russischen Krieges gegen die Ukraine" bezeichnet – eine Anschuldigung, die Peking als "voller Lügen und Voreingenommenheit" bezeichnete. Sowohl Moskau als auch Peking haben westliche Vorwürfe zurückgewiesen, China habe Russland mit Gütern mit doppeltem Verwendungszweck beliefert, die zur Herstellung von Waffen verwendet werden könnten.


    USA verlieren elektronische Seeschlacht mit China





    Analyse

    USA verlieren elektronische Seeschlacht mit China






    Laut dem Bericht sollten die Vereinigten Staaten davon ausgehen, dass, wenn es zu einem direkten Konflikt mit Russland, China, dem Iran oder Nordkorea komme, dieses Land sich dann auf die wirtschaftliche und militärische Hilfe der anderen drei Länder verlassen könne. "Wir glauben auch, dass diese Partnerschaft die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich ein Konflikt mit einem dieser Länder auf mehrere Fronten ausweitet und gleichzeitig die Ressourcen der USA und ihrer Verbündeten beansprucht."

    Die Experten kamen im Bericht zu dem Schluss, dass die USA ihre Präsenz in Europa auf ein komplettes Panzerkorps ausweiten sollten, was ein viel größeres Engagement als heute bedeutet, begleitet von Unterstützungsmaßnahmen wie Luftverteidigung und Luftfahrt.

    Der Bericht erscheint im Zuge jüngster westlicher Warnungen vor Russlands angeblichen Plänen, Westeuropa anzugreifen, sollte es einen Sieg über die Ukraine erringen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat derartige Behauptungen als "Unsinn" zurückgewiesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Vorwürfe ebenfalls als "Horrorgeschichten" und deutete an, sie seien von westlichen Staatschefs erfunden worden, um die Aufmerksamkeit der Menschen von den Problemen in ihren eigenen Ländern abzulenken.


    Mehr zum ThemaNeuer Russland-Iran-Pakt zeigt dem Westen seine Grenzen


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/nordamerika/214326-kongressbericht-usa-koennten-moeglichen-krieg-gegen-russland-und-china-verlieren


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    02.08.2024

    Doppel-Wumms: Nach Russland sagt Pistorius auch China den Kampf an

    freedert.online, 2 Aug. 2024 18:28 Uhr, Von Achim Detjen

    Nachdem er die Deutschen auf einen bevorstehenden Krieg mit Russland eingeschworen hat, knüpft sich Boris Pistorius mit China den nächsten Kontrahenten vor. Er beweist dabei einmal mehr seinen eigenwilligen Umgang mit den Tatsachen. Und das ZDF ist bei der Stimmungsmache gerne behilflich.


    Quelle: Gettyimages.ru © Soeren Stache/picture alliance via Getty Images


    Steuert Deutschland in eine Konfrontation mit China: Verteidigungsminister Boris Pistorius an Bord einer Fregatte der Baden-Württemberg-Klasse, die im Pazifik an einem US-Manöver teilnimmt (Hawaii, 31. Juli 2024).


    Deutschland und seine Bevölkerung müssen laut Boris Pistorius innerhalb der nächsten fünf Jahre "kriegstüchtig" werden, denn 2029 drohe ein Krieg mit Russland. Wie der Verteidigungsminister zu dieser Erkenntnis gelangt ist, bleibt sein Geheimnis. Denn mit Begründungen, warum ein Krieg gegen Russland unvermeidlich sei, hält sich Pistorius nicht auf – Hauptsache Deutschland bereitet sich darauf vor.


    Säbelrasseln im Südchinesischen Meer: Australien schließt sich USA und Japan für Manöver an




    Säbelrasseln im Südchinesischen Meer: Australien schließt sich USA und Japan für Manöver an






    Aber Russland als Feind, das ist dem SPD-Politiker offenbar zu wenig. Er will die Deutschen auch gegen China in Stellung bringen. Und zu diesem Zweck hat das heute journal im ZDF am Donnerstagabend bereitwillig einen als Nachricht schlecht kaschierten Pistorius-Werbeclip gesendet, der das Einschwören der Bevölkerung gegen China in Szene setzt: 

    "Der Indo-Pazifik erstreckt sich von Indien bis nach Amerika und dazu gehört auch das Südchinesische Meer. Hier verstärkt China zunehmend seine militärische Präsenz. Auf Hawaii findet unter Führung der USA das RIMPAC-Manöver statt, mit rund 25.000 Soldaten aus 29 Nationen. Erstmals ist auch Deutschland dabei."

    Mit diesen Worten leitet das ZDF seinen Beitrag über die Hawaii-Reise von Pistorius ein und gibt dessen Zielrichtung vor: Es geht gegen China, das als Aggressor erscheint, weil es seine "militärische Präsenz" in der Region ausbaue.

    Der Beitrag startet mit einem "bewegenden Moment" für Pistorius, der gemeinsam mit einem US-Admiral Blumen an der Stelle ins Wasser streut, an der 1941 Hunderte von US-Soldaten bei Japans Angriff auf Pearl Harbor starben. Pistorius sieht in der Geste auch "ein Zeichen in die Zukunft, dass so etwas nicht nur nicht wieder passieren darf auf amerikanischen Boden, sondern dass es eben auch um die Freundschaften und Allianzen geht, die daraus entstanden sind".


    Die US-Politik gegenüber China lautet: Eindämmung oder Krieg





    Analyse

    Die US-Politik gegenüber China lautet: Eindämmung oder Krieg






    "Und so leiten sich für den deutschen Verteidigungsminister geradezu in einer Linie die heutige Unterstützung Deutschlands für die USA im Indio-Pazifik ab", wird in dem ZDF-Werbeclip fortgefahren, in dem sodann der deutsche Beitrag am RIMPAC-Manöver aufgezählt wird: "Eine Fregatte, ein Versorgungsschiff sowie drei Eurofighter in der Luft nehmen erstmals am größten Seemanöver der Welt teil – auch um China mit seiner aggressiven Haltung in die Schranken zu weisen."

    Danach kommt wieder der Verteidigungsminister zu Wort, laut dem die freie Schiffsdurchfahrt durch das Südchinesische Meer von Peking bedroht sei: "Wenn wir dafür Sorge tragen, dass die Durchfahrt durch das Südchinesische Meer gewährleistet bleibt, durch unsere Präsenz, durch klares Zeigen von Flagge, und durch Übernahme von Verantwortung, dann sind das die Signale, die auf allen Seiten verstanden werden."


    Hält Ausschau nach dem chinesischen Feind: Pistorius auf der Fregatte "Baden-Württemberg", die an dem RIM PAC-Manöver teilnimmt (Hawaii, 31. Juli 2024)Soeren Stache/picture alliance via Getty Images / Gettyimages.ru


    "Was das in letzter Konsequenz heißt, ob Waffengewalt ein Mittel ist?", da legt sich Pistorius nicht fest. Ist das doch eine Frage, die in der deutschen Politik zu den umstrittensten gehört", führt der heute journal-Sprecher dazu aus und lässt anschließend Politiker zu Wort kommen, die Pistorius auf seiner Reise begleitet haben – und die alle in dasselbe Horn stoßen: Es bedürfe der Demonstration militärischer Stärke, notfalls auch Waffengewalt, um China daran zu hindern, die freie Schifffahrt einzuschränken.


    "Klares Zeichen setzen" ‒ SPD und FDP wollen Fregatte durch Straße von Taiwan schicken





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    "Das Wichtigste ist eben, diese Präsenz im Vorfeld zu zeigen, damit es nicht zur militärischen Eskalation kommt", so der Grünen-Politiker Tobias Bacherle. "Diese Präsenz bedeutet ein klares Signal an alle hier, die jetzt schon unter den Einschüchterungen oder auch direkter Konfrontation unterschiedlicher Staaten, und vor allem denkt man dann an China, leiden."

    Deutlicher wurde der CDU-Politiker Ingo Gädechens, der schon mal vorsorglich für einen Waffengang gegen China trommelt:

    "Im Grunde genommen müssen wir dann internationales Recht dann in der Gemeinschaft, auch Nationen der Willigen, diese freien Handelswege mit Waffengewalt verteidigen."


    "Freiheit der Schifffahrt" – Blendwerk zur Rechtfertigung 

    Die "Freiheit der Schifffahrt" ("Freedom of Navigation") ist das Stichwort, mit dem die USA und ihre Verbündeten den Ausbau ihrer militärischen Präsenz vor Chinas Küste rechtfertigen – und sich dabei als Hüter des Rechts gerieren. 

    Zwar hat China im Südchinesischen Meer, das es zum Großteil für sich reklamiert, an mehreren Riffen Land aufgeschüttet und Militäranlagen gebaut, was sowohl Nachbarländer als auch der US-geführte Westen als illegitim betrachten, doch die freie Durchfahrt von Handelsschiffen hat Peking nie zur Disposition gestellt.


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    Denn gerade China ist auf diese Handelswege elementar angewiesen, eine militärische Eskalation, die zu einer Blockade der Schifffahrt im Südchinesischen Meer führen würde, wäre für das Land verheerend. Washington ist sich dieser "geopolitischen Achillesferse" bewusst, die die Meeresengen in der Region für Peking darstellen – und lässt das China mit seinen "Freedom of Navigation Operations" (FONOP) immer wieder spüren, bei denen US-Kriegsschiffe das Meer nahe der chinesischen Küste passieren, auch entlang der Straße von Taiwan.


    USA wollen chinesische Flotte mit Militärstützpunkten auf Inselbogen festnageln





    USA wollen chinesische Flotte mit Militärstützpunkten auf Inselbogen festnageln






    China sieht darin eine Provokation und einen Verstoß gegen das Seerechtsübereinkommen (SRÜ). Dieses gewährt "die Freiheit der Schifffahrt aller Staaten in der Hohen See und in den bis zu 200 Seemeilen umfassenden Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ)", wie das zur Leibniz-Gesellschaft gehörende German Institute for Global and Area Studies (GIGA) in einem Artikel darlegt. "In der AWZ haben Küstenstaaten keine Souveränität, sondern lediglich funktional begrenzte souveräne Rechte und Hoheitsbefugnisse."

    Anders sieht es aber in dem bis zu zwölf Seemeilen umfassenden Küstenmeer und "in den landwärts von normalen oder geraden Basislinien (also den Linien, die als Bezugspunkt für die Bemessung der Meereszonen gelten) gelegenen inneren Gewässern" aus, wo die Küstenstaaten Souveränität genießen.

    Diese wird lediglich durch das Recht der "friedlichen Durchfahrt" durch das Küstenmeer eingeschränkt. Doch dieses Recht aller Schiffe muss "ohne Unterbrechung und zügig" ausgeübt werden und darf "nicht den Frieden, die Ordnung oder die Sicherheit des Küstenstaats beeinträchtigen". Verschiedene Aktivitäten wie der Betrieb von seegestützten Luftfahrzeugen, Forschung und das Sammeln von Informationen zu militärischen Zwecken sind ausgeschlossen.

    FONOP-Einsätze der US-Marine destabilisieren die Region 

    Da die US-Marine bei ihren FONOP-Einsätzen stets betont, dass damit auch ein abschreckendes Signal an Peking gesendet werden soll und es dabei auch nicht unterlässt, "Informationen zu militärischen Zwecken" zu sammeln, kann von der proklamierten "friedlichen Durchfahrt" kaum eine Rede sein.


    Hexenkessel Südchinesisches Meer: Erneute Spannungen zwischen China und den USA





    Hexenkessel Südchinesisches Meer: Erneute Spannungen zwischen China und den USA






    "Die Vereinigten Staaten haben die Freiheit der kommerziellen Schifffahrt geschickt mit der Freiheit, provokative militärische Nachrichten-, Überwachungs- und Aufklärungsaktivitäten (ISR) durchzuführen, in einen Topf geworfen. Das Argument der USA lautet, dass die Freiheit der Schifffahrt unteilbar ist und sowohl die kommerzielle Schifffahrt als auch die US-amerikanischen ISR-Erkundungen umfasst (…) China argumentiert jedoch, dass es nicht die Freiheit der Schifffahrt selbst infrage stellt, sondern nur den Missbrauch dieses Rechts durch das US-Militär in seiner AWZ", heißt es in einer bereits 2017 veröffentlichten Analyse im East Asia Forum, die bis heute ihre Gültigkeit bewahrt hat. 

    Für Spannungen sorgen vor allen die FONOP-Einsätze der USA in der Straße von Taiwan. Washington bekennt sich zwar offiziell zu dem "Ein-China-Prinzip", wonach Taiwan völkerrechtlich zu China gehört, in der Praxis lassen die Amerikaner ihren Worten aber keine Taten folgen. Denn wäre dem so, müssten sie die Meeresenge als chinesisches Territorium akzeptieren und dementsprechend bei jedweder Durchfahrt mit ihren Kriegsschiffen um die Erlaubnis Chinas fragen.  

    Peking wird nicht müde zu betonen, was der damalige Sprecher des Außenministeriums Wang Wenbin bereits im Jahr 2022 zum Ausdruck brachte: "Taiwan ist ein unveräußerlicher Teil des chinesischen Hoheitsgebiets. Die Straße von Taiwan ist an ihrer schmalsten Stelle etwa 70 Seemeilen und an ihrer breitesten Stelle 220 Seemeilen breit. Nach dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen und den chinesischen Gesetzen sind die Gewässer der Straße von Taiwan, die sich von beiden Ufern bis zur Mitte der Straße erstrecken, in mehrere Zonen unterteilt, darunter die inneren Gewässer, das Küstenmeer, die angrenzende Zone und die Ausschließliche Wirtschaftszone. China hat die Souveränität, die Hoheitsrechte und die Gerichtsbarkeit über die Straße von Taiwan."


    Spannungen im südchinesischen Meer: China und USA vereinbaren wechselseitige Erreichbarkeit





    Spannungen im südchinesischen Meer: China und USA vereinbaren wechselseitige Erreichbarkeit





    Und auch GIGA, das das Auswärtige Amt und die Bundesregierung berät und einer China-freundlichen Haltung unverdächtig ist, sieht diese Einsätze der US-Marine skeptisch: "Offiziell dienen diese FONOPs rechtlichen Zielen. Vor dem Hintergrund der einführend beschriebenen politischen Veränderungen sind die Marineoperationen de facto jedoch zu Mitteln regionaler Machtpolitik und Teil von geopolitischen Strategien geworden (…) angeblich mit dem Ziel, die Herrschaft des Rechts gegenüber der Herrschaft der Gewalt zu stärken, erscheinen sie stattdessen als 'Lawfare' – ein Begriff, der für die Instrumentalisierung des Rechts zur Verfolgung von politischen Partikularinteressen, auch mit militärischen Mitteln, steht."

    Wenn man wie im Fall der USA "die Freiheit der Schifffahrt für Kriegsschiffe mit der angeblich generell bedrohten Freiheit der Meere als globalem Allgemeingut gleichsetzt, so stellt dies jegliche Bemühungen auf den Kopf, die Herrschaft des Rechts gegenüber der Herrschaft der Gewalt zu stärken. Diese geopolitische Sichtweise erhebt die Möglichkeit militärischer Gewaltanwendung zum einzig effektiven Mittel der Politik".


    Pistorius: Ein transatlantischer Vasall auf Kriegskurs

    Als treuer transatlantischer Vasall ist Pistorius nur allzu bereit, Deutschland als Erfüllungsgehilfen der USA in einen Konflikt mit China hineinzumanövrieren. Und dabei lehnt er sich zuweilen auch weiter aus dem Fenster als die US-"Partner". So frohlockte ZDFheute in einem Online-Beitrag, dass China zwar im offiziellen Szenario von RIMPAC keine Rolle spiele, sich der deutsche Minister aber nicht scheue, "den Elefanten im Raum zu benennen": "Es geht darum, uns der Herausforderung zu stellen, vor der wir stehen, denn China verfolgt hier in der Region seine Politik", zitiert der Sender Pistorius.


    Handel mit China oder NATO-Treue – Deutschland wird sich entscheiden müssen





    Analyse

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    Man sollte sich die Aussage auf der Zunge zergehen lassen: Wenn China vor seiner eigenen Haustür "seine Politik" verfolgt, dann betrachtet Pistorius das als Herausforderung. Man mag sich gar nicht ausmalen, was im Oberstübchen des Ministers so alles los wäre, würde China seine Politik mittels seiner Kriegsmarine vor der Küste der USA verfolgen. 

    Dass es Pistorius nicht um Völkerrecht oder das Seerechtsübereinkommen geht, macht seine folgende Aussage deutlich: "Und wir müssen zeigen, dass wir zusammenstehen, alle Partner, die die regelbasierte internationale Ordnung verteidigen."

    "Regelbasierte Ordnung" ist eine Chiffre für das Privileg der USA, nach eigenem Gutdünken dem Rest der Welt Regeln vorzuschreiben, an die sie sich selbst nur bei Bedarf halten. Entsprechend geht es bei den "Freedom of Navigation Operations" auch nicht um die freie Durchfahrt für beliebige Schiffe, sondern nur um die freie Durchfahrt von US-Kriegsschiffen in Regionen, in denen sie nichts verloren haben.

    Und weil selbst schlichte Gemüter auf die Idee kommen könnten, dass der Aggressor derjenige ist, der mit seinem Militär zigtausende Kilometer von seiner Heimat entfernt anderen auf die Pelle rückt, streuen deutsche Politiker und Regierungssender dem Publikum Sand in die Augen mit dem Narrativ, die freie Schifffahrt müsse gegen China verteidigt werden. Allen voran der Kriegstüchtigkeitsminister.


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    02.08.2024

    CARPA: Das rätselhafte Problem der RNA-Medikamente

    spektrum.de, vom 31. Juli 2024
    Nanomedikamente: Das rätselhafte Problem der RNA-MedikamenteNanokapseln wie jene der RNA-Impfstoffe sollen die Medizin revolutionieren. Doch immer wieder tritt die gefährliche Immunreaktion CARPA auf. Warum?


    koto_feja / Getty Images / iStock (Ausschnitt)

    Ob mRNA-Impfstoff, Krebsmedikament oder Gentherapie – hohle Kügelchen aus fettähnlichen Molekülen verbreiten sich immer mehr als Wirkstoffträger. Doch in manchen Fällen verursachen die Hüllen selbst eine unerwünschte Reaktion.


    von Karin Lason

    London, Anfang Dezember 2020, zu Beginn der Impfkampagne gegen Covid-19. Während tausende Menschen die erste Impfung mit mRNA-basierten Vakzinen erhalten, gibt es zwei schwer wiegende Zwischenfälle. Noch im Impfzentrum reagieren die Frauen mit lebensbedrohlichen allergischen Symptomen: Atemnot, Blutdruckabfall, Herzrasen, Hautausschlag. Diese so genannte Anaphylaxie geht für beide glimpflich aus – als Allergikerinnen mit Vorgeschichte haben sie Notfallspritzen mit Adrenalin für solche Fälle dabei. Gleich im selben Monat empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Stellungnahme, Menschen mit bekannter schwerer Medikamentenallergie nur unter größter Vorsicht oder gar nicht den Impfstoff von Biontech oder Moderna zu verabreichen.

    1500 Kilometer entfernt landet derweil eine dringliche E-Mail im Posteingang von Janos Szebeni von der ungarischen Semmelweis-Universität. Es ist eine Einladung zu einer Notfall-Telefonkonferenz über die extremen Impfreaktionen, organisiert von der Leitung der Abteilung für Allergie der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH. Der Immunologe hatte bereits ein paar Tage zuvor, als er erstmals von den Symptomen der Impfzwischenfälle hörte, ein Déjà-vu. Es waren exakt dieselben Auswirkungen einer seltenen Reaktion auf diverse Nanoarzneien, an der er seit Jahrzehnten forschte. Für Szebeni stand fest: Es muss sich um CARPA handeln.

    CARPA steht im Englischen für »complement activation-related pseudoallergy«. Also eine Pseudoallergie, bei dem das so genannte Komplementsystem involviert ist. Der Unterschied zwischen Allergie und Pseudoallergie ist dabei minimal. Während »normale« Allergien durch einen speziellen Antikörpertyp namens IgE vermittelt werden, gehen Pseudoallergien nicht auf IgE zurück. Die Symptome sind am Ende ziemlich gleich.


    Das Komplementsystem unter Verdacht

    Neben dem PEI griffen noch andere Organisationen und Fachleute Szebenis Deutung auf. Das Komplementsystem gehört zu unserem angeborenen Immunschutz und besteht aus einer Gruppe von Proteinen im Blutplasma. Egal, welche Bakterien, Viren oder sonstigen Krankheitserreger uns angreifen: Die Proteine des Komplements lösen eine ganze Kaskade an Reaktionen aus. Und die muss präzise kontrolliert werden. Denn: Unter anderem entstehen dabei Anaphylatoxine. Das sind potente Zellgifte, die nicht nur den Krankheitserregern schaden, sondern unter Umständen auch den körpereigenen Zellen. Das Komplementsystem sei sehr kompliziert und durch seine möglichen Kettenreaktionen gefährlich wie eine Atombombe, erklärt Janos Szebeni.


    (Karin E. Lason) Wird noch geklärt (Ausschnitt)

    Verkapselter Wirkstoff | Für viele medizinische Anwendungen ist es sinnvoll, Wirkstoffe in winzigen Kügelchen aus Fettmolekülen oder ähnlichen Substanzen zu verpacken, wie hier das in der Immunzellforschung gebräuchliche Clodronat. Solche Verpackungen helfen, die Moleküle dorthin zu bringen, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen. So sorgen die Lipidhüllen dafür, dass das Clodronat gezielt von Makrophagen aufgenommen wird und bei ihnen den programmierten Zelltod auslöst.


    Doch trotz des Komplementsystems im Namen – inzwischen wachsen die Zweifel, dass ausschließlich diese Elemente im Blutplasma für CARPA verantwortlich sind.

    So denkt der Komplementforscher Moein Moghimi von der Newcastle University sogar, dass Komplement im Blut bei der Entstehung von Anaphylaxien durch die mRNA-Covid-19-Vakzine eher keine Rolle spiele. Moghimis Alternativvorschlag: Bereits die Transportverpackung der Arznei selbst – so genannte Lipidnanopartikel – könnte die eskalierende Immunreaktion hervorrufen. Womöglich seien die Entzündungsreaktionen in den Zellen zu stark oder jene durch den Zelltod der Epithelialzellen oder lokal im Muskel an der Einstichstelle. Für den Forscher spielt also die zelluläre Immunantwort eine wesentliche Rolle bei der Entstehung überschießender Immunreaktionen und von Anaphylaxie. Komplementinhibitoren könnten zukünftig jedoch immerhin solche extremen Auswirkungen mindern, sagt er.

    Auch Janos Szebeni hält seine ursprüngliche Hypothese inzwischen für überholt. Das Umdenken geht auf neue Erkenntnisse zurück. Denn wenn es zu einer CARPA-Reaktion kommt, werden so genannte Zytokine freigesetzt. Und die stammen von Zellen. Am Ende müssen also sowohl Faktoren des Komplementsystems im Blut als auch die Immunzellen selbst für CARPA verantwortlich sein. Szebeni nennt seine angepasste Theorie »Hit2«.

    Klar ist: Der Impfstoff verursacht bei einigen Menschen eine extreme, lebensgefährliche allergische Reaktion. Nur – welcher Bestandteil ist dafür verantwortlich? Diese Frage beantwortete schließlich László Dézsi, ein Kollege Szebenis. Dézsi untersucht CARPA bei Schweinen. Diese Tiere haben sich als das beste Tiermodell dafür erwiesen, dem komplexen Pathomechanismus, der Diagnose und der möglichen Behandlung von CARPA nachzugehen. Die Empfindlichkeit von Schweinen entspricht laut Szebeni der von Menschen, die fast identisch auf Nanomedikamente reagieren.


    Was steckt hinter der gefährlichen Immunreaktion?

    Wie der Forscher entdeckte, ist es keineswegs die mRNA, welche die Nebenwirkung auslöst. Zusammen mit seinem Team fand er heraus, dass vielmehr der an sich unschädliche Stoff Polyethylenglykol – kurz PEG – diese extrem seltene, aber lebensbedrohliche Nebenwirkung der mRNA-Vakzine auslösen kann.

    PEG wird vielseitig angewendet: ob in Zahnpasta, Verpackungen, im zu schluckenden Getränk vor der Darmspiegelung oder bei der Konservierung von Moorleichen. Für die zoologische Präparation von Tieren wird es ebenfalls gerne eingesetzt – für die Bereiche ohne Fell. So bleibt die Haut schön geschmeidig und lässt sich leichter zurechtziehen.


    Eigentlich gilt die Chemikalie, die aus langen Abfolgen von je zwei Kohlenstoffatomen und einem Sauerstoffatom besteht, also ein organisches Polymer ist, als unschädlich. Sie erhöht sogar die Wirksamkeit mancher Mittel. Das ungiftige Polymer hilft dabei, verpackte Nanomedizin auf dem Weg durch den Körper dahin zu bugsieren, wo sie benötigt wird. Es macht Transportkügelchen aus Fett wasserlöslich – eine wichtige Voraussetzung für den Transport mit dem Blut durch die Adern.

    Selbst sehr seltene Nebenwirkungen können bei diesen Präparaten viele Menschen betreffen. Denn die darauf basierenden Impfstoffe, die wesentlich dazu beitrugen, die tödliche Pandemie einzudämmen, sind nur ein Beispiel von vielen Nanomedikamenten. Die winzigen Wirkstoffkapseln sollen viele weitere moderne Impfstoffe und Krebstherapien ermöglichen: PEG hilft dabei, die transportierte Ware – in diesem Fall hochwirksame spezifische Krebsmedikamente – in den Tumor hineinzuschaffen. Damit das zukünftig auch bei für CARPA anfälligen Menschen funktioniert, gibt es mehrere Forschungsansätze. Doch zunächst muss der genaue Mechanismus gefunden werden, der hinter alledem steckt.


    Die Nachteile der Nanomedizin

    Lange ist schon bekannt, dass Nanomedikamente schwer wiegende unerwünschte Wirkungen haben können. Und zwar, weil sie eigentlich zu groß sind! Jedenfalls im Vergleich zu klassischen Medikamenten. Während das Molekül Azetylsalizylsäure aus der Kopfschmerztablette gerade mal aus 21 Atomen besteht, erreichen Nanopartikel – zusätzlich in Fettbläschen verpackt, so genannten Liposomen – leicht die Größe von Viren. Und werden vom Immunsystem entsprechend als solche fehlinterpretiert und angegriffen.

    Die Risiken für CARPA sind zwar bei Weitem nicht so hoch wie der Nutzen, den moderne Nanoarzneien versprechen. Dennoch entwickelt ungefähr jeder 10. bis 50. Patient CARPA-Symptome bei der Anwendung. Und obwohl diese in den meisten Fällen einfach zu behandeln sind, stirbt von den Betroffenen jeder 100. bis jeder 1000. – weltweit ist das etwa ein Patient pro Woche.

    Warum Polyethylenglykol diese Reaktion auslöst, wird dabei langsam erkennbar. Gergely Kozma, der ebenfalls an der Semmelweis-Universität in Budapest forscht, hat anhand von Probanden, die allergische Reaktionen nach der ersten Impfung mit mRNA-Impfstoffen bekamen, überprüft, ob Antikörper gegen den Stoff eine Rolle spielen. Tatsächlich enthielt das Blut von Versuchspersonen mit Anaphylaxie außergewöhnlich viele Anti-PEG-Antikörper.

    Dass PEGylierte – mit PEG besetzte – Liposomen CARPA auslösen können, weiß man bereits seit Mitte der 1980er Jahre. Schon das erste durch die FDA zugelassene Nanokrebsmedikament Doxil provozierte damals die zwar seltene, aber gefährliche Reaktion, die man damals noch nicht so nannte. Auch dass wahrscheinlich PEG eine Rolle dabei spielt, war bekannt. Wie viele neue Medikamente gegen Krebs galt Doxil für viele als letzte Hoffnung – und das Risiko deswegen als akzeptabel.


    CARPA verhindern

    Wegen solcher Probleme hat Yechezkel Barenholz von der Hebräischen Universität Jerusalem, einer der beiden Entwickler von Doxil, eine erhebliche Summe der Patenteinnahmen investiert, um Arbeiten zur Erforschung der Nebenwirkungen und zur besseren Wirksamkeit von Nanoarzneien zu finanzieren. Oft unterstützt er dabei gezielt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Inzwischen ist das Patent für das Medikament längst abgelaufen. Dennoch wird der israelische Forscher nicht müde weiterzusuchen.


    Karin Lason (Ausschnitt)

    Immunforschung am Schwein | Der Forscher Rudolf Urbanics und sein Team führen an einem narkotisierten Schwein einen Toxikologietest durch, um Hypersensitivitätsreaktionen wie CARPA zu ergründen. Bereits seit 2008 untersuchen Fachleute der Semmelweis-Universität systematisch die unerwünschten Reaktionen auf Nanomedikamente.


    Schon wie moderne Nanomedizin während der Krebstherapie verabreicht wird, spielt eine entscheidende Rolle. Bereits vor Beginn der Therapie gibt man entzündungshemmende Substanzen gegen überschießende Reaktionen des Immunsystems. Und jeder Onkologe, jede Onkologin und jede Pflegekraft weiß, dass viele moderne Nanoarzneien nur ganz langsam gegeben werden dürfen. Dann schaffen es die bluteigenen Enzyme, bei einer möglicherweise aufkommenden CARPA-Reaktion die dabei entstehenden oben erwähnten Anaphylatoxine auszuschalten, ehe sie großen Schaden anrichten können. Nicht zuletzt deshalb müssen Patientinnen und Patienten ins Krankenhaus, um sich die Krebsmedizin langsam per Infusion geben zu lassen und intensivmedizinisch überwacht werden zu können.


    Im April 2022 schließlich veröffentlichte Barenholz gemeinsam mit Szebeni und vielen internationalen Forschenden in der Fachzeitschrift »Nature Nanotechnology« eine Übersicht zu möglichen Gründen für die seltenen Hypersensitivitätsreaktionen auf mRNA-basierte Impfstoffe gegen Sars-CoV-2. Darin zählen sie auch auf, was für ein besseres Verständnis der Reaktionen idealerweise vor und nach der Impfung untersucht werden sollte.

    Anhand der während der Impfkampagne gewonnenen Daten erhofften sich die Fachleute ein besseres Verständnis der allergischen Reaktionen. Auch zur Rolle der Anti-PEG-Antikörper. Leider ebbte die Impfbereitschaft im Frühling 2022 stark ab – dadurch wird es schwerer, die nötige Menge an Daten für die seltene Reaktion zu erheben. Dennoch konnten daraus bereits neue Empfehlungen abgeleitet werden.


    Nur eine Frage der richtigen Spritztechnik?

    Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts in Mainz, die vor der Corona-Pandemie durchgeführt wurde, haben 83 Prozent der Menschen in Deutschland Antikörper gegen PEG im Blut. Diese Zahl könnte nun höher liegen. Für die meisten ist das kein Problem, bei etwa fünf Prozent könnten aber allergische Reaktionen auftreten oder auch Impfungen und andere PEG-Nanomedikamente weniger wirksam werden.

    Es gibt allerdings eine überraschend einfache Lösung – zumindest für einen Teil der Nanomedikamente. Um eine CARPA-Reaktion auszulösen, muss das PEG in die Blutbahn gelangen. Dorthin, wo die Anti-PEG-Antikörper sind. Dafür reicht, wie László Dézsi und seine Kollegen während der Impfkampagne gegen Covid herausfanden, bereits ein kleines bisschen Blut: Die mRNA-Vakzine ist ein starker Aktivator der Immunreaktion.


    Für viele Impfende war schon während der Impfkampagne gegen Covid-19 die Frage: aspirieren oder nicht aspirieren? Gemeint ist das Zurückziehen des Spritzenstempels vor der Injektion des Impfstoffs, wenn die Kanüle im Oberarmmuskel steckt. Ist es notwendig oder nicht? Zu Beginn der Impfkampagne hieß es noch, das sei nicht nötig und könne sogar die empfindlichen Liposomen durch den dabei möglicherweise entstehenden Unterdruck zerstören.

    Mit Blick auf das CARPA-Syndrom empfiehlt Janos Szebeni das Aspirieren in jedem Fall. Sobald nur ein leiser Hauch roten Bluts in der Impfspritze auftaucht, sollte man noch mal woanders ansetzen und erneut einstechen. So soll sichergestellt werden, dass kein Impfstoff in den Blutkreislauf gerät. Sachtes Impfen hilft. Seine Empfehlung für Plan B bei CARPA-Hochrisikopatientinnen: keinen mRNA-Impfstoff, sondern einen klassischen Totimpfstoff verwenden. In Deutschland stand ein solcher (Novavax) ab Februar 2022 zur Verfügung.

    Die Hoffnung auf modifiziertes PEG

    Szebenis Erkenntnisse und die vieler anderer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich weltweit während der Pandemie mit den nanotechnologischen Impfstoffen auseinandersetzten, halfen so, die Impfungen so sicher wie möglich durchzuführen. Die Stellungnahmen fanden Einzug in die immer wieder neu angepassten Aufklärungsbögen für die einzelnen verfügbaren Impfstoffe.


    Doch die richtige Impftechnik allein ist keine Rückversicherung gegen die durch PEG ausgelöste Immunreaktion. Denn die Nanomedikamente sollen auch gegen Tumoren eingesetzt werden, und es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen der mRNA-Impfung und einer Krebstherapie mit Hilfe von Nanopartikeln. Während man bei der Impfung nur eine kleine Dosis in den Muskel spritzt, injiziert man Krebsmedikamente meist in die Vene – also direkt in die Blutbahn –, und dabei ist eine deutlich höhere Dosis des Wirkstoffs nötig.

    Eine dauerhafte Lösung des hartnäckigen CARPA-Problems könnten die so genannten rPEGs sein. Die Abkürzung steht für random PEG, eine neue Variante des Moleküls, das die Chemikerin Rebecca Matthes von der Universität Mainz mit ihrem Kollegen Philip Dreier eher zufällig herstellte. Das junge Forscherduo wollte seine rPEGs daraufhin testen, ob sie ebenfalls von den Anti-PEG-Antikörpern erkannt werden. Dabei stellte sich heraus: nein. Offenbar sind die rPEGs so verändert, dass das Schlüssel-Schloss-Prinzip nicht mehr funktioniert. Weder aktivierten sie Immunzellen noch traten Entzündungsreaktionen auf, und toxisch ist rPEG auch nicht. Letztere und weitere positive Eigenschaften dagegen glichen denen von normalem PEG.

    Bisher haben die Fachleute die rPEGs nur an isolierten Zellen von Maus und Mensch getestet. Dennoch hoffen sie mit den rPEGs eine alternative Verbindungen geschaffen zu haben, die weder zur Bildung von Anti-PEG-Antikörpern beitragen noch mit diesen reagieren. Für Rebecca Matthes ist es traumhaft, wenn man wie hier während der Doktorarbeit gemeinsam im Team etwas entwickelt hat, das vielleicht einmal Menschen hilft. Wenn beispielsweise mit rPEGs versehene mRNA-Impfstoffe gegen Krebs kein CARPA mehr auslösen.

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    Die Pest

    Kaum eine Seuche hat die Menschheitsgeschichte umgeschrieben wie die Pest. Dabei reicht der Schatten des Schwarzen Todes von der Antike bis heute.


    Info: https://www.spektrum.de/news/carpa-das-raetselhafte-problem-der-rna-medikamente/2214839?utm_source=pocket-newtab-de-de

    02.08.2024


    Orbán rechnet mit Deutschland ab


    aus e-mail von Doris Pumphrey  2. Juli 2024, 17:23 Uhr


    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/friedenspolitik-nord-stream-2-und-neue-weltordnung-orban-rechnet-mit-deutschland-ab-li.2239934

    30.7.2024, 17:23 Uhr


    *Friedenspolitik, Nord Stream 2 und neue Weltordnung: Orbán rechnet mit

    Deutschland ab


    */Von Nicolas Butylin


    /Ukrainekrieg, die Präsidentschaftswahlen in den USA, offene Fragen zu

    Nord Stream und eine bevorstehende neue Weltordnung: Ungarns

    Regierungschef Viktor Orbán

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/viktor-orban> hat in einer Rede

    in der rumänischen Kleinstadt Baile Tusnad zum Rundumschlag gegen den

    Westen ausgeholt. Europa folge „bedingungslos der prodemokratischen

    Außenpolitik der USA <“" rel="noopener">https://www.berliner-zeitung.de/topics/usa>“ und

    habe aufgegeben, seine eigenen Interessen zu verfolgen. Orbán ging noch

    weiter: Der Staatenverbund auf dem europäischen Kontinent blicke der

    „Selbstzerstörung“ entgegen.


    „Wir stehen vor einer Veränderung, wie es sie seit 500 Jahren nicht

    gegeben hat. Was wir vor uns haben, ist in der Tat eine Veränderung der

    Weltordnung“, so der ungarische Ministerpräsident während seiner Rede am

    Rande einer sogenannten freien Sommeruniversität in Zentralrumänien.

    Dort organisiert seine Fidesz-Partei jedes Jahr mehrere Veranstaltungen,

    um den „rumänisch-ungarischen Dialog“ zu fördern, so der offizielle

    Tenor aus Budapest <https://www.berliner-zeitung.de/topics/budapest>.

    Baile Tusnad ist mehrheitlich von Ungarn bewohnt. Orbán äußert sich vor

    seinen Anhängern gerne – ähnlich wie in einer Rede zur Lage der Nation –

    zur gesamten Weltlage.


    In geopolitisch, ökonomisch und kulturellen Aspekten sieht der

    61-Jährige eine Verschiebung gen Osten. „Was uns bevorsteht, ist eine

    Änderung der Weltordnung. China

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/china>, Indien, Pakistan und

    Indonesien werden zum dominierenden Zentrum der Welt“, sagt Orbán.


    *Orbán: Ukraine wird kein EU- oder Nato-Mitglied werden


    *Ein zentraler Punkt, in dem sich der Westen festgefahren hätte, sei der

    Umgang mit der Ukraine. Orbán äußerte Zweifel, dass das kriegsgebeutelte

    osteuropäische Land in Zukunft überhaupt Mitglied in der EU oder Nato

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/nato> werden könne. „Wir

    Europäer haben nicht das Geld dafür“, so der Ungar, der die Ukraine als

    „Pufferstaat“ bezeichnete, dessen internationale Sicherheitsgarantien in

    einem Abkommen zwischen den USA und Russland verankert würden.


    „Wenn die Ukraine Glück hat, wird es ein Abkommen zwischen den USA und

    Russland <https://www.berliner-zeitung.de/topics/russland> geben, in dem

    internationale Sicherheitsgarantien enthalten sein werden, bei denen wir

    Europäer ebenfalls involviert sein werden.“ Die ungarische Regierung ist

    nicht erst seit Beginn des Ukrainekrieges kritisch gegenüber Kiew

    eingestellt: Waffenlieferungen an die Ukraine lehnt Budapest

    beispielsweise ab, Sanktionen gegen Russland werden wiederum häufig

    verzögert, abgeschwächt oder vollständig blockiert.


    Seine kürzliche spektakuläre diplomatische Weltreise von Kiew über

    Moskau nach Peking bis Washington verteidigt der Ungar erwartungsgemäß

    und sagt, sie hätte für ein Umdenken in den europäischen Hauptstädten

    gesorgt. „Wir sollten uns vor Augen führen, dass seit Beginn meiner

    Friedensmission der amerikanische und russische Verteidigungsminister

    miteinander gesprochen haben, der schweizerische und russische

    Außenminister Verhandlungen geführt haben, Präsident Selenskyj

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/wolodymyr-selenskyj> Trump

    angerufen hat und der ukrainische Außenminister nach Peking geflogen

    ist“, so Orbán. Er hoffe, der mit der Ukraine alliierte Westen bewege

    sich von einer „Pro-Krieg-Strategie“ hin zu einer „unumgänglichen

    Pro-Frieden-Strategie“.


    *Warum gibt es keine Nord-Stream-Aufklärung?


    *Außerdem sprach der ungarische Regierungschef, der seit 2010

    Ministerpräsident von Ungarn ist, über den weiterhin unaufgeklärten

    Nord-Stream-2

    <-Vorfall" rel="noopener">https://www.berliner-zeitung.de/topics/nord-stream-2>-Vorfall. Drei von vier Pipelines wurden Ende September 2022 bei einem Anschlag in der

    Ostsee durch Sprengungen zerstört. Orbán wiederholte dabei sein

    Narrativ, die USA seien für die Sabotage verantwortlich. Er nannte die

    Nord-Stream-Explosionen „einen Terrorakt, der offensichtlich auf

    Anweisung der Amerikaner verübt wurde“, legte jedoch keine Beweise für

    seine Behauptung vor. „Dass wir zur Bombardierung der

    Nord-Stream-Gaspipeline schweigen, dass Deutschland selbst zu einem

    offensichtlichen Terrorakt schweigt und dass wir diese Angelegenheit

    nicht aufzuklären, ist nichts anderes als ein Akt der Unterwürfigkeit“,

    kritisiert Orbán.


    In Washington hingegen schüttelt man im Zusammenhang mit Orbáns

    Äußerungen den Kopf. Der amerikanische Botschafter in Ungarn, David

    Pressman, schrieb beispielsweise in einem Post auf X

    <https://x.com/USAmbHungary/status/1817193587596992607>, eine solche

    Rhetorik riskiere, „Ungarns Beziehung zu Amerika zu verändern“. Er warf

    Orbán vor, „Kreml-Verschwörungstheorien über die Vereinigten Staaten“ zu

    verbreiten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.08.2024

    Neue Taktik im Umgang mit der AfD: BSW plant Kurswechsel


    telepolis.de, 26. Juli 2024

    Ist die Isolation der Rechten sinnvoll oder demokratisch. Umfragen schüren Zweifel. Nun prescht das BSW vor. Das wird Debatten geben.

    Die politische Landschaft in Deutschland könnte sich unter Einwirkung des Bündnis Sahra Wagenknecht signifikant verändern. Wie aus einem Bericht des Spiegels hervorgeht, hat die Partei ihre Haltung gegenüber der AfD überdacht. Angesichts anstehender Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg könnte dies weitreichende Konsequenzen haben.


    Abkehr vom "Cordon sanitaire"

    Im Europaparlament hat sich die BSW gegen den sogenannten "Cordon sanitaire" ausgesprochen, eine Abmachung etablierter Fraktionen, extrem rechte Parteien grundsätzlich zu isolieren.


    Michael von der Schulenburg, EU-Abgeordneter der BSW, kritisierte diese Praxis als "Missbrauch der Parlamentsmehrheit" und betonte die Notwendigkeit, unterschiedliche Teile der europäischen Bevölkerung im Parlament zu repräsentieren. Er vertritt die Ansicht, dass das demokratische Prinzip verlangt, sich argumentativ mit politischen Gegnern auseinanderzusetzen.


    Neue politische Linie auf Bundesebene

    BSW-Generalsekretär Christian Leye bestätigte demnach eine entsprechende Linie auch für die Bundes- und Landesebene. Koalitionen oder eine Zusammenarbeit mit der AfD seien demnach nicht geplant, allerdings werde man nicht mehr grundsätzlich gegen jeden Antrag der AfD stimmen, wenn dieser "inhaltlich richtig" sei. Leye argumentiert, dass die bisherige Strategie im Umgang mit der AfD gescheitert und kontraproduktiv gewesen sei.


    Tatsächlich lassen die Umfragen kaum Zweifel: Seit 2017 bis dato ist die AfD bundesweit von elf auf zeitweise 24 Prozent angestiegen. Die Linke als Hauptgegenspieler im politischen Spektrum ist im gleichen Zeitraum von elf auf vier Prozent abgestürzt. Das BSW liegt derzeit bundesweit bei acht Prozent.

    Konsequenzen für Landtagswahlen

    Besonders im Osten Deutschlands könnte der Kurswechsel der BSW-Partei zu einer neuen Dynamik führen. Sollten etwa in Sachsen und Thüringen SPD, Grüne und FDP die Fünfprozenthürde nicht überschreiten, könnten BSW und AfD gemeinsame Mehrheiten in den Landesparlamenten erreichen.

    Obwohl eine BSW-Parteisprecherin klarstellte, dass man niemanden von der AfD wählen und keine Minderheitsregierung anstreben werde, bleibt die Möglichkeit eines politischen Spielraums offen.

    Nach den Kommunalwahlen in Sachsen und Sachsen-Anhalt hat sich das BSW als einer der Gewinner neben der AfD etabliert. Laut jüngsten Umfragen könnte das BSW auch bei der bevorstehenden Landtagswahl in Thüringen und Brandenburg als drittstärkste Kraft hervorgehen.


    Während Ramelow in Thüringen bei einer Direktwahl mit 47 Prozent vorn läge, erreicht seine Partei lediglich elf Prozent. Im Vergleich dazu kommt das BSW auf 21 Prozent.


    Unmut über Aufnahmepolitik und Perspektiven der BSW

    Kritik gibt es an der restriktiven Aufnahmepolitik des BSW, die sowohl von politischen Gegnern als auch von langjährigen Unterstützern Wagenknechts hinterfragt wird. Die Grünen-Politikerin Irene Mihalic stellt die Verfassungskonformität des BSW infrage, während Wagenknecht-Anhänger beklagen, dass sie nicht in die Partei aufgenommen werden.

    Diese selektive Praxis erschwert innerparteiliche Diskussionen und könnte die langfristige Stabilität der Partei gefährden – wird aus parteirechtlichen Gründen aber auch kaum haltbar sein.

    Koalitionsmöglichkeiten und politische Ausrichtung

    Innerhalb der CDU wird bereits über eine mögliche Koalition mit dem BSW auf Landesebene diskutiert. Wagenknecht hat sich in der Vergangenheit positiv auf die Wirtschaftspolitik von Ludwig Erhard bezogen, was Spekulationen über eine Zusammenarbeit mit der CDU nährt.

    Diese Diskussionen stehen im Widerspruch zu Wagenknechts Kritik an der Linkspartei, die aus ihrer Sicht die sozialen Existenzängste "normaler Leute" vernachlässigt.


    Info: https://www.telepolis.de/features/Neue-Taktik-im-Umgang-mit-der-AfD-BSW-plant-Kurswechsel-9815044.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.08.2024

    Der Westen hält Selenskij nun für kompromissbereit gegenüber Russland

    freedert.online, 2 Aug. 2024 10:14 Uhr, Von Dmitri Bawyrin

    Die NATO gibt die Position auf, dass die Ukraine "selbst entscheiden" sollte, wann sie in Verhandlungen mit Russland eintritt. Stattdessen wird Wladimir Selenskij dazu gedrängt, jetzt einen Dialog zu beginnen. Dazu hat insbesondere der finnische Präsident Alexander Stubb aufgerufen, demzufolge sich die Position der Ukraine "verbessert" habe. Was meint er damit? Und was hat das mit Torezk zu tun?


    © STR/NurPhoto via Getty 



    Images


    Archivbild: Die Präsidenten Alexander Stubb (Finnland) und Wladimir Selenskij (Ukraine) während eines Treffens am 3. April 2024 in Kiew.


    "Aus unserer Sicht ist der Weg zum Frieden klar: Russland muss gehen. Aber Sie können diese Schlussfolgerung nicht als Vorbedingung für Verhandlungen betrachten."

    In dieser Erklärung des neuen finnischen Präsidenten Alexander Stubb wird jeder hören, was ihm näherliegt. Die Ukrainer werden hören: "Russland muss weg", Russland wird hören, dass die Forderung nach einem Rückzug aus der Ukraine keine Bedingung mehr für die Aufnahme von Verhandlungen ist. Die NATO sollte das Gleiche verstehen – nämlich, dass sie sich zurückziehen und ihre Ansprüche verringern muss.


    Finnlands Präsident setzt sich für Aufnahme von Friedensgesprächen ein





    Finnlands Präsident setzt sich für Aufnahme von Friedensgesprächen ein






    Im Interview, das Stubb der französischen Zeitung Le Monde gegeben hat, kann man jedoch viele Dinge, und sogar Anzeichen von Schizophrenie, erkennen.

    Der finnische Präsident fordert die ukrainischen Behörden auf, ihre wichtigste Vorbedingung gegenüber Russland aufzugeben und sofort in Verhandlungen mit Moskau einzutreten. Eine solche Eile ist für einen Finnen untypisch.

    Wie Wladimir Lenin zu sagen pflegte: Gestern war es zu früh, morgen wird es zu spät sein. Das letzte Lenin-Denkmal in Finnland wurde im Oktober 2022 als Teil des Bruchs mit Russland abgerissen. Die Finnen erklärten sich bereit, alle dadurch entstehenden Lasten zu tragen (und es waren aus geografischen Gründen viele Lasten), aber ihre Prinzipien nicht aufzugeben. Von Helsinki aus wurde Kiew kategorisch geraten, nicht aufzugeben und eine kompromisslose polnisch-baltische Linie in dem Konflikt einzuschlagen. Derselbe Stubb hat das auch geraten, aber nun macht er einen Rückzieher. Irgendetwas ist passiert.

    Nach der Version des finnischen Präsidenten befinden sich die Ukraine und Wladimir Selenskij in einer viel günstigeren Lage als noch vor zwei Monaten. Als wolle er Selenskij selbst davon überzeugen, gibt sich Stubb voller Zuneigung:

    "Selenskij spielt seine Karten richtig aus. Er wollte von Anfang an die Führung im Diskussionsprozess übernehmen. Jetzt ist der Ball auf der Seite Russlands.

    Wir sind nicht mehr in der fast verzweifelten Situation, in der wir uns im Frühjahr befanden."

    Kiew mag diese Situation ganz anders sehen. Zum Unglück für Stubb fand seine "Neuausrichtung" zur gleichen Zeit statt, als sich die russische Armee der Stadt Torezk näherte, einem der wichtigsten logistischen Zentren der ukrainischen Streitkräfte im Donbass. Hinter Torezk befindet sich eine kilometerlange Freifläche und der Zugang zum Hinterland der ukrainischen Gruppierung bei Tschassow Jar. Die ukrainische Verteidigung wurde auf solchen befestigten Städten wie Torezk aufgebaut, und ihr Verlust bedeutet den Zusammenbruch der Front.

    Soviel zur "günstigeren Position" Kiews, etwas Anderes gab es nicht.

    Das erinnert mich an die Anekdote über den Cowboy, der von Indianern in einen Hinterhalt gelockt wurde und ein Gespräch mit seiner inneren Stimme führte. "Warte, lass dich nicht entmutigen, es ist noch nicht vorbei", sagt die innere Stimme. – "Schieß auf den Krieger ganz rechts". Der Cowboy schießt, der Krieger fällt, die anderen rennen mit Tomahawks auf den Cowboy zu. "Nun ist es aber definitiv vorbei", sagt die innere Stimme.


    Ukraine: Den Krieg beenden, um Krieg zu führen





    Meinung

    Ukraine: Den Krieg beenden, um Krieg zu führen






    Es ist nicht so sehr Stubb, sondern der Westen als Ganzes, der die Rolle einer solchen inneren Stimme für die Ukraine spielt. Ein ausgewachsener militärischer Konflikt hätte bereits 2022 zu für Kiew günstigen Bedingungen enden können, aber Washington, Brüssel und London rieten dazu, "den rechten Krieger zu erschießen". Und nun ist es definitiv vorbei.

    Unter den westlichen Militäranalysten ist derzeit kaum jemand zu finden, der glaubt, dass die an Kiew gelieferten Waffen ausreichen, um den Konflikt zu wenden, geschweige denn die erklärten Ziele ("die Grenzen von 1991") zu erreichen. Erst nach der Erreichung dieser Ziele war Selenskij bereit, mit Moskau zu verhandeln (vor allem über Reparationen). Doch nun scheint es so, als ob Stubb ihm über den Kopf streichelt und sagt: Du solltest bescheidener sein. Besser wird die Lage Kiews schließlich nicht mehr.

    Angesichts der kritischen Abhängigkeit Kiews von westlicher Hilfe sollte Selenskij aufhorchen, denn Stubb spricht kaum nur für sich selbst, sondern auch für den Mann in Washington, US-Präsident Joe Biden.

    Egal wie wahnhaft Stubbs Aussagen sein mögen, wie zum Beispiel "die Situation der Ukraine hat sich verbessert". Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass er keine Wahnvorstellungen hat. Er ist ein gerissener und erfahrener Diplomat und Polyglott, und besitzt eine Vielzahl von Beziehungen und eine hervorragende Ausbildung. Er studierte sowohl in Frankreich als auch in Großbritannien, vor allem aber in den Vereinigten Staaten, und zwar nicht nur an einer Universität, sondern auch an einer Highschool.

    Politisch ist Stubb ein typischer osteuropäischer Politiker aus dem angelsächsischen Inkubator – antirussisch, pro NATO, globalistisch, aber klüger als die meisten. In seiner Außenpolitik ist er auf die USA fixiert. Verhandlungen ohne Vorbedingung für einen russischen Rückzug scheinen die neue Position des Weißen Hauses und des US-Außenministeriums zu sein, die sie selbst nicht ganz so gerne verkünden.

    Auch wenn Stubb keinen speziellen Anruf aus Washington erhalten haben sollte, in dem er gebeten wurde, auf Selenskij einzuwirken, weiß er doch, aus welcher Richtung der Wind weht. Die USA brauchen ein vorübergehendes Einfrieren des Konflikts.


    ARD: US-Streumunition an die Ukraine vermutlich aus Deutschland geliefert



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    Genauer gesagt, nicht die Vereinigten Staaten, sondern die Regierung der Demokratischen Partei im Weißen Haus. Der Plan, dem jetzt alles untergeordnet wird, besteht darin, Bidens Nachfolgerin in der Person von Kamala Harris in die US-Präsidentschaft zu hieven. Ihre Kampagne hat einen spektakulären Start hingelegt, Harris liegt in fünf der acht Schlüsselstaaten bereits vor Donald Trump, aber bis zu den Wahlen im November sind es noch mehr als drei Monate, und es bleibt noch viel Zeit, um die Favoriten auszutauschen, daher brauchen die Demokraten keine bösen Überraschungen.

    Solche möglichen Überraschungen sind ein Anstieg der Öl- und Benzinpreise aufgrund der Eskalation regionaler Konflikte und ein Zusammenbruch der ukrainischen Front. Die erste ist deutlich wichtiger als die zweite: Bei Wahlen konzentrieren sich die US-Amerikaner vor allem auf ihr eigenes wirtschaftliches Wohlergehen und nicht darauf, wie es ihren Verbündeten geht. Allerdings hat Bidens Team selbst die Bedeutung der Ukraine-Krise zu einer "Frage von Leben und Tod" hochgepusht, sodass empfindliche Niederlagen der ukrainischen Streitkräfte unweigerlich sowohl Biden als auch Harris schaden werden.

    Daher ist es besser, sich abzusichern und den Konflikt für eine gewisse Zeit einzufrieren. Das erfordert Verhandlungen, und Verhandlungen erfordern, dass Selenskij die Vorbedingung für den Abzug der russischen Truppen zurücknimmt. Nun überredet Stubb Selenskij, seine eigenen Ratschläge zu ignorieren.

    Das alles ist natürlich kein Plan, es ist für einen Plan nicht tauglich. Das ist allerdings der Kurs, den die westlichen Eliten einzuschlagen gezwungen sind, denn die ukrainischen Streitkräfte sind überfordert, die Waffen gehen zur Neige, das Geld ist knapp, und Biden hat es bitter nötig. Vielleicht schlagen sie diesen Kurs ein, weil sie auf einen Erfolg hoffen, denn einige von ihnen haben ernsthaft mit einer militärischen Niederlage der Russischen Föderation gerechnet.

    Wie der russische Präsident Wladimir Putin jedoch bereits betont hat, wird die Offensive der russischen Truppen im Falle der Aufnahme von Verhandlungen für die Dauer der Gespräche nicht gestoppt werden.


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    Jeder hat seine eigenen besonderen Umstände – Biden, Stubb und Selenskij. Jeder möchte die Risiken für sich und sein Team verringern. Aber der Konflikt ist so weit fortgeschritten, dass alle diese Interessen von Russland nicht berücksichtigt werden können. Die russische Armee hat sich nicht auf den Weg nach Torezk gemacht, um Kamala Harris eine Pause zu gönnen oder Donald Trump zu unterstützen.

    Der Preis für den Frieden ist bekannt, wurde von Wladimir Putin geäußert und wiederholt bestätigt: Die Ukraine muss mindestens fünf Regionen, die sie als ukrainisch betrachtet, als Teil Russlands anerkennen. Wenn Kiew noch nicht bereit ist, dies zu akzeptieren, werden die Kämpfe weitergehen. Wenn dies zu einer Kette von Ereignissen führt, die dazu führen, dass Trump wieder Präsident der Vereinigten Staaten wird, sollte er ebenfalls wissen, dass die Kämpfe nicht seinetwegen geführt wurden.

    Aber im Großen und Ganzen hat Stubb recht: Die ukrainischen Behörden werden sich auf jeden Fall von ihren früheren Forderungen an Moskau verabschieden müssen (nur viel weiter, als er meint), außerdem ist die Lage der ukrainischen Streitkräfte derzeit zwar nicht gut, aber besser, als die Zukunft verspricht. Jene Zukunft, in der "alles schon vorbei" sein wird.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 1. August 2024 auf der Webseite der Zeitung Wsgljad erschienen.


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    Info: https://freedert.online/international/214334-westen-haelt-selenskij-nun-fuer-kompromissbereit


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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