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24.02.2026

Marokko als deutsche Solarkolonie Berlin treibt neue Energieprojekte in Marokko voran und belebt damit alte Pläne vom Import nordafrikanischen „Wüstenstroms“ nach Deutschland. Der soll Versorgungslücken schließen und die Abhängigkeit von US-Flüssiggas mindern.

german-foreign-policy.com, 24. Februar 2026

BERLIN/RABAT (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung forciert den Ausbau energiepolitischer Verflechtungen mit Marokko und knüpft damit an alte Pläne an, Nordafrika als strategischen Energielieferanten für Deutschland zu etablieren. Nach ersten Bestrebungen in den 2000er Jahren, aus erneuerbaren Energien erzeugten „Wüstenstrom“ aus Nordafrika zu importieren, rücken in jüngerer Zeit einerseits grüner Wasserstoff, andererseits erneut direkte Stromliererungen in den Mittelpunkt. Mit erheblichen Mitteln aus dem Bundeshaushalt – etwa über Förderinstrumente des Bundesentwicklungsministeriums – unterstützt Berlin den Ausbau der marokkanischen Energieinfrastruktur und stärkt damit zugleich die Marktposition deutscher Konzerne. Parallel kursieren Pläne für das Großprojekt „Sila Atlantik“, das Wind- und Solarstrom über tausende Kilometer Unterseekabel nach Deutschland transportieren soll. Offiziell steht die Energiewende im Vordergrund; strategisch erscheint das Vorhaben aber auch als Versuch, die wachsende energiepolitische Verwundbarkeit Deutschlands und der EU zu mindern, die sich seit dem Bruch mit Russland und der Abkehr von dessen Pipelinegas in eine neue Abhängigkeit von US-Flüssiggaslieferungen begeben haben.


Zitat: „Geopolitik des Stroms“

Die vom Kanzleramt finanzierte Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hatte bereits 2021 mit Blick auf Bestrebungen, andere Weltregionen mit Stromleitungen an Europa anzubinden, eine zunehmende „Geopolitik des Stroms“ diagnostiziert. Die Bemühungen zur Anbindung der europäischen Peripherie reichten dabei bis nach Nordafrika, das über mehrere Unterseekabel in das europäische Verbundnetz integriert werden solle, hieß es.[1] Entsprechende Pläne bestehen in Europa tatsächlich bereits seit Anfang der 2000er Jahre. Die SWP wies darauf hin, dass in fast allen potenziellen Energieexportstaaten „die Sorge vor neokolonialer Asymmetrie“ bestehe.[2] Prägte 2021 aus deutscher Sicht noch die Abhängigkeit von russischem Erdgas die Debatte um die Energieversorgung auch per Stromimport, so tut dies aktuell in wachsendem Maß die zunehmende Importabhängigkeit Europas von Flüssiggas aus den USA.[3]


Der erste Sahara-Vorstoß

Die Planungen für ein erstes deutsches Modellprojekt in Nordafrika starteten bereits 2003. 2009 wurde dazu die Desertec Foundation gegründet – ein Konsortium überwiegend deutscher Großkonzerne wie E.ON, RWE oder Munich Re (german-foreign-policy.com berichtete [4]). Ziel des Projekts war die Versorgung der EU mit Sonnen- und Windenergie aus nordafrikanischen Wüstenregionen. Dazu sollten dort Solarkraftwerke und Windparks aufgebaut und Unterwasserkabel nach Europa verlegt werden. Die Rede war von einem Investitionsvolumen von bis zu 400 Milliarden Euro. 2010 kündigte der damalige deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger den baldigen Import von Solarstrom aus der Sahara an. Vorgesehen war, damit bis 2025 rund 15 Prozent des europäischen Energiebedarfs zu decken. 2012, nur drei Jahre nach der Gründung, kam es allerdings zu einer ersten Krise; Siemens kündigte an, das Modellprojekt zu verlassen. 2014 folgte das vorübergehende Scheitern. Widerstände gegen Desertec entstanden unter anderem, weil die Länder in Nordafrika selbst unter Stromknappheit litten und eine neokoloniale Abhängigkeit von der EU fürchteten. Desertec schrumpfte 2014 letztlich zu der kleinen Dienstleistungsfirma Desertec Industrial Initiative (Dii) zusammen. Der Gedanke, in Nordafrika erneuerbare Energie zu nutzen, um sie in Deutschland zu verbrauchen, taucht heute in Plänen, grünen Wasserstoff zu produzieren und in die Bundesrepublik zu exportieren, wieder auf.[5]


Marokko als Investitionsfeld

Marokko plant seinerseits, den Anteil erneuerbarer Energien an seinem Strommix bis 2030 auf über 50 Prozent zu steigern. Der grüne Strom soll genutzt werden, um unter anderem 14 Terawattstunden grünen Wasserstoff und Derivate zu produzieren, wovon 10 Terawattstunden für den Export vorgesehen sind. In diesem Vorhaben sieht die marokkanische Zweigstelle der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) große Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Konzerne.[6] Um den Ausbau erneuerbarer Energien zu ermöglichen, investiert Marokko gezielt in die Energieinfrastruktur. Die Regierung modernisiert das Stromnetz des Landes mit Unterstützung von Entwicklungsbanken erheblich, startet Ausschreibungen für große Batteriespeichersysteme zur Netzstabilisierung und zur Integration verschiedener erneuerbarer Energien und baut gleichzeitig die Gasinfrastruktur als Übergangstechnologie aus.[7] Damit bietet Marokko einen idealen Investitionsstandort für deutsche Unternehmen. Der deutsch-marokkanische Handel hat in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Die AHK führt dies unter anderem auf ausländische Investitionen in dem Land zurück, da durch sie der Bedarf an Maschinen, Anlagen sowie elektrotechnischen Erzeugnissen aus deutscher Produktion zugenommen hat. Die Netzausbaupläne in Marokko bewertet die AHK ebenfalls als lukrative Geschäftsmöglichkeit – etwa durch die Bereitstellung technischer Ausrüstung und durch Projektberatung.[8]


Eigennützige „Hilfe“

Tatsächlich ist die deutsche Wirtschaft unverändert auf dem Energiesektor in Nordafrika aktiv. Die marokkanische Regierung entschied, neben Wind- und Photovoltaikanlagen auch Sonnenwärmekraftwerke mit Energiespeichern aufzubauen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie das Bundesumweltministerium (BMUKN) stellten dafür mit Hilfe der KfW-Entwicklungsbank rund 830 Millionen Euro bereit. Das Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf zwei Milliarden Euro; der restliche Betrag wurde hauptsächlich von öffentlichen Gebern und anderen Entwicklungsbanken wie der französischen Agence Française de Développement gedeckt.[9] Die Bundesregierung investierte zudem 8,5 Millionen Euro in ein Projekt zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in marokkanischen Moscheen. Das Projekt („Förderung von Beschäftigung durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Moscheen“) wurde von 2015 bis 2021 von der bundeseigenen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt.[10] Im Frühjahr 2025 unterstützte Deutschland die Produktion von grünem Wasserstoff in Marokko mit einer Investition von 30 Millionen Euro in eine Wasserstoffanlage der OCP Group in Jorf. Die Förderung lief über den deutschen PtX-Entwicklungsfonds. Der mit 270 Millionen Euro dotierte Fonds wurde vom BMZ initiiert; er wird im Auftrag der KfW von KGAL Investment Management verwaltet. Er unterstützt grüne Wasserstoffprojekte im globalen Süden.[11]


Sila Atlantik

Mittlerweile ist auch ein neues Großprojekt mit Ähnlichkeiten zu Desertec geplant – Sila Atlantik. Die Initiatoren des Vorhabens wollen preiswerten, aus erneuerbaren Energien generierten Strom aus Marokko nach Deutschland leiten. Dafür sollen Windräder und Photovoltaikanlagen jährlich 26 Terawattstunden Strom erzeugen – rund fünf Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Der Strom soll über zwei Unterseekabel vor den Küsten Westeuropas – vor Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden entlang – zu zwei Einspeisepunkten in Norddeutschland geleitet werden. Die beiden Stränge hätten den Plänen zufolge eine Länge von 4.800 Kilometern und wären damit das längste Stromkabel der Welt. Zwischen Sila Atlantik und dem gescheiterten Desertec bestehen freilich technische Unterschiede. Desertec setzte insbesondere auf solarthermische Kraftwerke, in denen Sonnenstrahlung über Spiegel gebündelt wird, um Wasserdampf zu erzeugen, der wiederum eine Turbine antreibt. Solarthermische Kraftwerke gelten als teuer und riskant. Sila Atlantik will dagegen Photovoltaikanlagen installieren, die mittlerweile eine erhebliche Kostendegression erfahren haben. Gleiches gilt für Windkraft.[12]


Industrie signalisiert Interesse

Sila Atlantik wird vorläufig von Energiekonzernen wie Eon, Uniper und dem britischen Konzern Octopus Energy unterstützt, wobei eine endgültige Festlegung noch nicht erfolgt ist; Uniper etwa betont, eine endgültige Investitionsentscheidung stehe noch aus. Auch das Bundeswirtschaftsministerium erklärt es für verfrüht, das Vorhaben zu bewerten.[13] Die Kosten für die beiden Stränge werden auf 14,5 Milliarden Euro beziffert. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll das Projekt insgesamt zwischen 30 und 40 Milliarden Euro kosten.[14] Während die deutschen Energiekonzerne verhalten reagieren, stößt das Projekt auf wachsendes Interesse bei einem ersten staatlich kontrollierten Großverbraucher: Die Deutsche Bahn bietet sich an, den Strom aus Marokko zu nutzen. In einem Schreiben der DB Energie GmbH an den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Frank Wetzel heißt es mit Blick auf große Mengen an Solar- und Windstrom aus Marokko, diese stellten „eine reizvolle Lieferoption“ dar. Weiter heißt es, die DB Energie würde es begrüßen, wenn die Bundesregierung Sila Atlantik gegenüber der marokkanischen Regierung unterstütze.[15]

 

[1] Kirsten Westphal, Maria Pastukhova, Jacopo Maria Pepe: Geopolitik des Stroms – Netz Raum und Macht. SWP-Studie S14. Berlin, September 2021.

[2] Isabelle Werenfels, Kirsten Westphal: Solarstrom aus der Wüste: Sinnvoll und machbar? SWP-Aktuell 38, Juli 2009.

[3] S. dazu Mit Qatar gegen die Abhängigkeit von den USA.

[4] S. dazu Solarkolonien, Kampf um den Wüstenstrom und Ein gescheitertes Schlüsselprojekt.

[5] S. dazu Wasserstoff für Deutschland (I).

[6] Ulrich Umann: Deutsche Solarfirmen engagieren sich in Marokko. marokko.ahk 10.10.2024.

[7] Ulrich Umann: Marokkos Energiewirtschaft investiert in alternative Technologien. marokko.ahk 27.08.2025.

[8] Ulrich Umann: Marokko will Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland intensivieren. marokko.ahk 05.12.2025.

[9] Solar power from the desert. kfw.de 03.10.2017.

[10] Germany invests $8.5m in Morocco ‘green mosques’. middleeastmonitor.com 27.10.2024.

[11] Germany Backs Morocco’s OCP Green Hydrogen Plant with $32 Million. fuelcellworks.com 17.02.2025.

[12] Klaus Stratmann: Warum das neue Wüstenstrom-Projekt wirklich Hoffnung macht. handelsblatt.com 22.09.2025.

[13] Adil Faouzi: Morocco to Launch Massive 4,800km Power Cable to Supply Germany with Saharan Energy. moroccoworldnews.com 22.09.2025.

[14] Klaus Stratmann, Kathrin Witsch: Strom aus der Wüste soll die Energiewende fördern. Handelsblatt.com 17.09.2025.

[15] Klaus Stratmann, Kathrin Witsch: Strom aus der Wüste – Reiche-Ministerium unterstützt Sila Atlantik. handelsblatt.com 09.02.2026.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10313


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.02.2026

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23.02.2026

Machen wir Deutschland zum Friedens- und Diplomatieland Nr. 1 auf der Welt


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Kontakt: wir@friedensbewegung-rostock.de


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23.02.2026

Masken fallen: Epstein-Akten enthüllen israelische Kontrolle und Netzwerk satanistischer Eliten

karlschmidt.eu, vom 5. Februar 2026, Arktos Journal und Alexander Dugin

„Wir sind in einer anderen Welt aufgewacht.“


 

Die folgende Abschrift stammt aus Prof. Alexander Dugins jüngstem Vortrag in der Radio Sputnik Escalation Show.


Radio Sputnik, Moderator der Sendung „Escalation Show“: Das US-Justizministerium hat also endlich die Epstein-Listen veröffentlicht: 3 Millionen Dateien, die Journalisten nun aktiv durchforsten. Einige Dinge sehen schrecklich aus, andere komisch, insbesondere wenn einzelne Namen, die in diesen Materialien auftauchen, aus dem Zusammenhang gerissen werden. Sie fanden Schirinowski, Lenin und sogar Figuren aus Filmen und Zeichentrickfilmen.

Alexander Dugin, letztes Jahr haben Sie erwähnt, dass Ihr Name in einem der Briefe auftauchte. Wie sollte man diese ganze Geschichte zusammenfassend interpretieren, angesichts der Tatsache, dass sich die Nachricht sowohl in russischen als auch in ausländischen Medien rasend schnell verbreitet?

Alexander Dugin: Meiner Meinung nach sollte man die Bedeutung dieser Ereignisse nicht unterschätzen. Ein globales Netzwerk von Pädophilen, die an Folter, Vergewaltigung, Mord, sogar Kannibalismus und „schwarzen Messen“ beteiligt sind, wurde nun aufgedeckt. Zu diesem Netzwerk gehörten die Eliten beider amerikanischer Parteien: von George Bush Sr. bis Barack Obama, den Clintons und Bill Gates. Ihre eigene Beteiligung sowie die vieler europäischer Politiker an dieser Struktur wurde bestätigt. Viele von ihnen treten nun zurück, da die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe, die Mitgliedschaft im inneren Kreis von Epstein und der Besuch seiner Insel grundsätzlich eine völlige Diskreditierung für jeden Politiker, jede Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, jede Person mit wissenschaftlichen Ambitionen, jeden Denker, Philosophen, Ökonomen oder Geschäftsmann darstellen. Im Wesentlichen kommt die Zugehörigkeit zu diesem kriminellen Netzwerk, die Bekanntschaft mit Epstein, Ghislaine Maxwell und anderen Personen aus ihrem Umfeld in jeglicher Form einem vollständigen Geständnis krimineller Aktivitäten gleich.

Daher ist dies meiner Meinung nach eine äußerst ernste Angelegenheit. Zunächst einmal ist es von größter Bedeutung, dass die moderne westliche Elite so unmoralisch ist, dass niemand im Westen das moralische Recht hat, seiner eigenen Gesellschaft Vorträge zu halten oder ihr zu diktieren, was sie zu tun hat, und wenn es um andere Nationen geht, haben diese Degenerierten – die pädophile, liberale, globalistische Elite – einfach kein Recht, den Mund aufzumachen. Meiner Meinung nach ist es einfach unmoralisch, mit ihnen zu verhandeln oder neben Menschen zu sitzen, die durch die „Epstein-Liste“ befleckt sind. Menschen, die ihre Würde respektieren, dürfen sich nicht in derselben Situation wiederfinden wie diejenigen, die diese Würde offen mit Füßen treten. Es ist eine Frage der Ehre: Die Menschen auf der Epstein-Liste haben jegliches Gefühl für Respekt und die Fähigkeit, mit anständigen Menschen umzugehen, völlig verloren. In der russischen Kriminalslang gibt es einen harten Ausdruck – byt’ zakontachennym – „fertig sein“, „völlig diskreditiert sein“. Menschen, die sich an Kindesmissbrauch beteiligt haben, sind in jeder Hinsicht völlig diskreditiert. Und das ist die erste kolossale Schlussfolgerung. Jetzt versuchen sie, diesen Skandal ein wenig zu vertuschen, aber er wird wirklich tektonische Folgen haben.

Moderator: Darf ich noch eine zusätzliche Frage stellen: Werden die westlichen Politiker und Beamten, die in diese Geschichte verwickelt sind, wirklich ungestraft davonkommen? Oder wird sich alles auf die hochkarätigen Rücktritte beschränken, die wir derzeit erleben, wie beispielsweise Peter Mandelson in Großbritannien oder Miroslav Lajčák in der Slowakei?

Alexander Dugin: Ich kann das nicht mit Sicherheit sagen, aber die Frage ist: Wer wird über sie richten? Um über diese Menschen zu richten, die an solch monströsen Verbrechen gegen Kinder, Frauen und unschuldige Menschen beteiligt sind – einschließlich der Drohung, die minderjährigen Mädchen, die gegen das, was ihnen angetan wurde, protestieren wollten, unter Trumps Feldern zu begraben –, muss eine Revolution stattfinden. Es müssen Menschen auftauchen, die wirklich frei von jeglichem Kontakt mit diesem Umfeld sind. Und hier stellt sich heraus, dass es sowohl Musk als auch Bannon gibt, ganz zu schweigen von Trump selbst – Trump ist völlig beschmutzt von diesem inneren Kreis um Epstein, einschließlich der First Lady. Wer kann sie wirklich beurteilen? Sie zu beurteilen bedeutet, den gesamten modernen Westen zu beurteilen, die westliche Elite und diejenigen, die jetzt die Welt regieren, zu beurteilen.

Darüber hinaus gab es sowohl in der Demokratischen als auch in der Republikanischen Partei zwei prominente Politiker, die auf der Veröffentlichung dieser Akten bestanden. Dies geschah nicht dank der Großzügigkeit von Trump, der selbst direkt an pädophilen Aktivitäten auf Epsteins Insel beteiligt war. Der Punkt ist, dass der Republikaner Thomas Massie und der Demokrat Ro Khanna, die sicherlich nichts damit zu tun hatten, diese Entscheidung trotz heftigen Widerstands der Eliten durchsetzen konnten. Trump behauptete einst, dass diese Dokumente nicht existierten und dass alles Fiktion sei, aber jetzt stellt sich heraus, dass es sich nicht um Fiktion handelt, sondern um ein echtes Urteil über die westlichen Eliten. Wie können sie verurteilt werden, wenn sie die Macht im Westen sind?

In solchen Fällen stürmen die Menschen normalerweise die Bastille, führen Staatsstreiche durch und gehen in wütenden, rasenden Menschenmengen auf die Straße, die den Abschaum, der die Weltmacht an sich gerissen hat, einfach nicht mehr tolerieren können. Das ist noch nicht sichtbar, und es ist unklar, was als Nächstes passieren wird, aber auf jeden Fall ist es ein zwingender Grund für eine totale Anti-Elite-Revolution in den USA und anderen Ländern. Ich kenne keinen anderen Präzedenzfall in der Geschichte, in dem so etwas ungestraft geblieben ist.

Jetzt laufen einige davon, andere verstecken sich, wieder andere versuchen, den Skandal zu vertuschen und die Bedeutung der Veröffentlichung der Akten herunterzuspielen, aber je mehr Menschen sie lesen, desto entsetzter sind sie. Die Akten enthalten nicht nur Informationen über Kindesmissbrauch, sondern auch über Menschenhandel auf höchster Ebene.

Das ist die erste Beobachtung. Die zweite ist, dass offenbar viele Menschen nicht auf Epsteins Insel gereist sind, um ihre Perversionen zu befriedigen. Sie waren dort als eine Art „Personalabteilung“ der Weltregierung, um an kriminellen Handlungen teilzunehmen, die auf Film festgehalten wurden und zum Gegenstand von Erpressung wurden. Ohne dieses Dossier, das mit Epsteins Insel in Verbindung steht, kann man einfach nicht zur Elite gehören. Es handelt sich um eine gut organisierte, systematische Diskreditierung westlicher Politiker, die ein notwendiges „Ticket” zur Macht ist, was an sich schon monströs ist. Einst wurden der KGB und die pro-sowjetischen Regime in Osteuropa ähnlicher Praktiken beschuldigt, aber es stellt sich heraus, dass sich dies im Westen zu noch groteskeren Formen entwickelt hat. Die Frage bleibt offen, und ich möchte nicht ins Detail gehen, aber es ist bereits eine bewiesene Tatsache: Wenn man zur Elite gehören will, begeht man vor laufender Kamera ein monströses Verbrechen, und dann, nachdem man vollständig diskreditiert ist, kann man in die Regierung eintreten und die Anweisungen eines bestimmten Zentrums ausführen.

Nun zur dritten Frage: Was ist dieses Zentrum? Interessanterweise befasst sich ein Großteil der Dokumente in Epsteins Akten gar nicht mit Vergewaltigungen, sondern mit einer Weltregierung. In der Korrespondenz mit hochrangigen Politikern wird über Machtverschiebungen und Staatsstreiche in Russland und der Ukraine diskutiert. In der Ukraine war der Plan erfolgreich, worüber Epstein sehr erfreut ist. In Russland hatte dieser Kreis 2012 die Idee, den rechtmäßigen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin zu entfernen und durch Vertreter der Opposition zu ersetzen – dort werden Ilja Ponomarew und Alexej Nawalny erwähnt. Darüber hinaus wird in der Korrespondenz zwischen Epstein und Bannon auch mein Name im Zusammenhang mit der Existenz konservativer traditionalistischer Kreise in Russland erwähnt, die eine multipolare Welt unterstützen und die westliche Hegemonie ablehnen.

Viele Personen werden in dieser Funktion erwähnt. Nicht alle in den Akten aufgeführten Personen waren an Verbrechen beteiligt: Unser Präsident Wladimir Putin beispielsweise wird dort als Ziel für Eliminierung, Druck und Sturz genannt. Sowohl Freunde als auch Feinde werden dort beschrieben. Es stellt sich die Frage: Was ist das für eine Macht? Diese Kreise liefern nicht nur „lebende Ware” und sammeln kompromittierende Informationen, sie arbeiten auch für jemand anderen, haben ihren eigenen Plan zur Neugestaltung der Welt, unterstützen einige Regime und diskreditieren andere.

Und hier kommt noch etwas Schreckliches ans Licht, das in den USA einen riesigen Skandal ausgelöst hat: Es ist ziemlich offensichtlich, dass Israel dahintersteckt. Die israelischen Geheimdienste haben all diese Aktivitäten geleitet und koordiniert. Ghislaine Maxwells Vater war offizieller Mossad-Mitarbeiter in den USA. Jetzt ergibt sich ein klares Bild: Israel hat solche kompromittierenden Informationen genutzt, um die amerikanische und möglicherweise auch die Weltpolitik zu kontrollieren. Das verändert alle Wahrnehmungen und die Spielregeln komplett. Amerika betrachtete sich als souverän und Israel lediglich als Verbündeten im Nahen Osten, doch plötzlich stellt sich heraus, dass das Gegenteil der Fall ist. Es war Israel, das die amerikanische Politik lenkte und den Erpressungsprozess koordinierte. Gleichzeitig machten Epstein und sein Umfeld keinen Hehl aus ihrem offenen zionistischen Rassismus. In den Akten diskutieren sie: „Werden nur wir auf der Party sein, oder werden diese verdammten Gojim auch dabei sein?“ Und Epstein antwortet: „Ja, leider werden die Gojim auch dabei sein.“ Dies ist eine offensichtliche Komplizenschaft mit dem zionistischen Plan, den Westen zu kontrollieren. Früher sprachen nur marginale Verschwörungstheoretiker darüber, und niemand glaubte ihnen, da man dachte, dass ein so großes Land kein Werkzeug in den Händen eines kleinen Staates sein könne. Aber jetzt hat Amerika entsetzt gesehen, dass dies doch möglich ist.

Welche weiteren Verdachtsmomente werden bestätigt und was wird noch in diesen Akten entdeckt werden, da bisher nur die Hälfte davon veröffentlicht wurde? Und schließlich ist es äußerst wichtig zu beachten, dass die Akten zu Trump selbst für einige Stunden auf der Website des US-Justizministeriums unter der Leitung von Pamela Bondi erschienen sind. Die Dokumente bestätigten seine Mittäterschaft bei pädophilen Handlungen. Auf derselben Website finden sich auch Berichte über Melania Trump, den Bürgermeister von New York, viele Vertreter der europäischen Elite, die [britische] Königsfamilie (einschließlich Prinz Andrew) und Personen aus Macrons engstem Kreis. Sie alle landeten auf dieser Liste, und übrigens war auch Elon Musk dabei.

Moderator: Lassen Sie mich einige Details klären. Zunächst einmal erinnern wir uns daran, dass Ilja Ponomarew und der verstorbene Alexei Nawalny auf der Liste der Terroristen und Extremisten stehen. Während wir dieses Thema diskutieren, entwickeln sich die Ereignisse rasant weiter. Trump hat gerade einen separaten Beitrag auf Truth Social veröffentlicht, in dem er kategorisch erklärte, dass er nie auf Epsteins Insel gewesen sei und sich ihr nicht einmal genähert habe. Dies war seine Antwort auf Trevor Noahs Witz bei den Grammy Awards. Es stellt sich die Frage: Macht es Sinn, jetzt mit den Fäusten zu drohen, wenn die Veröffentlichung – auch wenn sie nur eine Stunde lang online war – sich bereits verbreitet hat? Schließlich erinnert sich das Internet bekanntlich an alles.

Alexander Dugin: Trump ist im Allgemeinen entweder wirklich verrückt oder völlig unverantwortlich für seine Worte. Allein in diesem Jahr seiner zweiten Amtszeit als Präsident hat er seine Aussagen so oft geändert: Zuerst versprach er den Wählern, dass Epsteins Akten veröffentlicht würden, dann schwor er, dass es sie gar nicht gäbe, und jetzt, wo sie veröffentlicht werden mussten, behauptet er, dass es sie zwar gibt, er aber nichts damit zu tun habe. Kann man einer solchen Person ernsthaft zuhören und sie ernst nehmen? Anmerkung: Dieser ältere Mann, der in solche Angelegenheiten verwickelt ist, lügt ständig und begeht unprovozierte Aggressionen gegen moderne Staaten. Ist es möglich, mit einer solchen Person ernsthaft zu verhandeln, kann man ihr vertrauen? Seine Worte haben jegliche Bedeutung verloren. Er ist Teil dieses Netzwerks, und es ist nur natürlich, dass er sich rechtfertigt, indem er das Offensichtliche leugnet. Die Dokumente sind jedoch erhalten geblieben, sie wurden auf der Website des US-Justizministeriums veröffentlicht, und jeder kann sie einsehen.

Dies ist zweifellos ein riesiger Skandal, der zu einer logischen Schlussfolgerung geführt hat: Da wir nun mit Sicherheit wissen, dass Amerika vom Mossad, Israel und aggressiven rechten Zionisten kontrolliert wird, gibt es Gründe, diese kompromittierenden Informationen gerade jetzt zu veröffentlichen. In westlichen Netzwerken wird diskutiert, wie Trump angeblich versucht, sich dem Krieg mit dem Iran zu widersetzen, den diese Kreise vorantreiben.

Ich möchte kein endgültiges Urteil fällen; hier muss man die innere Natur der westlichen Gesellschaft verstehen, aber es scheint, dass das plötzliche Auftauchen kompromittierender Informationen ein Instrument der geopolitischen Kräfte hinter Epstein ist. Das Ziel ist einfach: Trump durch Erpressung dazu zu bringen, einen Krieg mit dem Iran zu beginnen oder die Beziehungen zu Russland zu eskalieren. Es stellt sich heraus, dass die amerikanische Elite vollständig unter der Kontrolle dieses Zentrums steht und ihre öffentlichen Erklärungen nur eine Tarnung für unsichtbare Prozesse sind, die von einem kleinen Staat im Nahen Osten aus gesteuert werden.

Dieses Bild verändert unser Verständnis vom Westen grundlegend. Wir sehen seinen totalen moralischen Verfall und die wahrhaft satanische Natur der westlichen Zivilisation. Unser Präsident hat mehr als einmal vorsichtig angemerkt, dass der Westen satanisch geworden ist, und jetzt haben wir die faktische Bestätigung: „schwarze Messen“, satanische Rituale, globale Pädophilie und die absolut kriminelle Natur der Eliten. Die schrecklichsten Verdächtigungen und Schmähungen derer, die das „Geheimnis der Ungerechtigkeit“ im Westen sahen, sind mittlerweile allgemein bekannt. Wie sollen wir mit solchen Menschen umgehen? Wir sollten uns nicht mehr über ihre Lügen, ihre Vertragsbrüche und ihre Unterstützung für terroristische Regime in der Ukraine oder im Nahen Osten wundern. Sie sind bereit, überall einen Regimewechsel durchzuführen und setzen dabei Druckmittel auch gegen diejenigen ein, die dies nicht wollen.

Wir sind in einer anderen Welt aufgewacht. Als diese Dateien veröffentlicht wurden, waren unsere Medien vorübergehend wie gelähmt vor Schock. Alle unsere härtesten Charakterisierungen des Westens erwiesen sich als zu bescheiden. Wir betrachteten sie einfach als Menschen mit ihren eigenen Ansichten, aber Epsteins Korrespondenz zeigt etwas anderes: die Förderung von Transgenderismus, die Legalisierung von LGBT (eine in Russland verbotene Bewegung) und direkte Verbindungen zu satanistischen Gruppen. Es ist wichtig zu betonen, dass dies nichts mit dem traditionellen religiösen Judentum zu tun hat, das an Gott glaubt. Was wir gesehen haben, ist ein teuflisches System der Weltregierung. Es ist die lebendige Verkörperung der Vorhersagen der orthodoxen Kultur über das Reich des Antichristen. Es ist schwer, sich etwas Ausdrucksstärkeres vorzustellen als diese Dateien, die die Vorstellung bestätigen, dass wir in der Ära des Antichristen leben und dass die westliche Zivilisation seine Zivilisation ist.

Moderator: Denken wir daran, dass Satanismus in Russland offiziell als terroristische und extremistische Bewegung anerkannt und verboten ist. Und wissen Sie, vor diesem Hintergrund gibt es keinen Grund zur Überraschung. Wenn ehemalige Mitarbeiter von Selenskyj und westliche Staats- und Regierungschefs ernsthaft von Ritualen, Voodoo-Puppen und schwarzer Magie sprechen, hat man das Gefühl, dass alle Masken auf einmal gefallen sind. Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Wir haben bereits begonnen, über das Prisma der Epstein-Akten eine Brücke zur Iran-Frage zu schlagen. Glauben Sie, dass diese Veröffentlichung und der damit verbundene riesige Skandal den Beginn eines möglichen Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wirklich verzögern oder sogar verhindern können?

Alexander Dugin: Ich denke, dass dies angesichts der allgemeinen Stimmung in der westlichen Gesellschaft und in den USA eher eine militärische Aggression gegen den Iran näherbringen wird. Um die Aufmerksamkeit von den unvermeidlichen Folgen der Veröffentlichung der Epstein-Akten abzulenken, muss etwas wirklich Bedeutendes geschehen: entweder ein großer Krieg oder – ich würde das nicht ausschließen – ein Atomkonflikt. Die Kompromittierung der westlichen Eliten ist so tiefgreifend und die Analyse dieser 3 Millionen Akten ist ein so fatales Urteil für das Establishment, dass dieses Ereignis nur durch etwas ebenso Bedeutendes überschattet werden kann.

Meiner Meinung nach würde ein konventioneller Krieg mit dem Iran nicht einmal das Ausmaß des Skandals abdecken, es sei denn, von Anfang an würden Atomwaffen eingesetzt. Die Welt steht am Rande einer echten Katastrophe. Die Existenz einer wahrhaft satanischen Elite im Westen, die nun – ohne Anführungszeichen oder Metaphern – aufgedeckt wurde, verändert unsere Situation völlig gegenüber dem, was sie noch vor kurzem zu sein schien. Wir glaubten, dass wir mit einigen verhandeln, andere überzeugen, anderen unsere Stärke demonstrieren oder wieder anderen Argumente vorbringen könnten. Was nun jedoch ans Licht gekommen ist, beweist, dass dies nicht funktioniert. Um mit einer satanischen Zivilisation fertig zu werden, sind völlig andere Methoden erforderlich.

Theoretisch muss diese Zivilisation jedem den Krieg erklären, der nicht zu ihr gehört. Alle Kräfte, die nicht unter der totalen Kontrolle dieser globalen „Epstein-Insel” und des pädophilen Netzwerks liberaler Eliten stehen, müssen sich erheben.

Die religiöse Pflicht selbst verlangt dies, auch für jüdische Kreise, die sehen, wohin diejenigen, die sich hinter ihrem Namen verstecken, die Menschheit führen. Ich denke, das ist unsere gemeinsame Pflicht, und das ist die ernsthafteste Schlussfolgerung. Nun, was den Iran betrifft...

Moderator: Ich möchte klarstellen und die Zuhörer daran erinnern, dass die internationale satanistische Bewegung in Russland als extremistisch anerkannt und verboten ist. Alexander Dugin, Sie sprechen von der Unvermeidbarkeit eines großen Krieges oder einer Katastrophe, aber gleichzeitig berichtet Axios über Signale, die die USA dem Iran hinsichtlich eines möglichen Abkommens senden. Wenn Ihrer Meinung nach selbst ein so groß angelegter Konflikt den Skandal um die Epstein-Akten nicht überschatten könnte, dann folgt daraus, dass ein Abkommen diesen Skandal noch weniger neutralisieren kann. Oder irre ich mich in meiner Einschätzung?

Alexander Dugin: Niemand wird das Abkommen überhaupt bemerken, zumal man Amerika nicht trauen kann. Sie haben die Hamas zu dem Abkommen eingeladen und in diesem Moment ihre gesamte politische Führung zerstört. Dem Westen kann man keine Sekunde lang trauen. Das Abkommen wird die Aufmerksamkeit von nichts ablenken, was bedeutet, dass es einfach nicht zustande kommen wird. Oder es wird sich als listiger Schachzug herausstellen, um die iranische Elite zu zerstören. Was jedoch die Zerstörung der Elite angeht, möchte ich auf das bedrohliche Ausmaß aufmerksam machen, das all dies mittlerweile annimmt. Heute erleben wir völlig unverhüllte Operationen der USA, des gesamten Westens und ihrer Verbündeten (oder jetzt stellt sich die Frage, wer wessen Verbündeter ist: Ich meine Israel, vielleicht ist der Westen Israels Verbündeter und nicht umgekehrt). Im Allgemeinen werden die Methoden des Westens immer offensichtlicher und häufiger: Jeden Tag werden sie gegen diejenigen Länder und politischen Systeme eingesetzt, die ihren Willen nicht akzeptieren und sich nicht zur Kapitulation bereit erklären.

Beachten Sie, dass alles mit der Zerstörung der politischen Führung der Hamas durch Israel begann. Aber hier könnte man noch sagen, dass die Hamas Israel angegriffen hat und dass hier eine Art Gleichgewicht oder Symmetrie besteht. Man kann nicht sagen, dass dies fair war, aber jedenfalls wurde die militärische Führung der Hamas zerstört, unabhängig davon, wo sie sich befand. Als nächstes wird die Führung der Hisbollah zerstört, die trotz ihrer Erklärungen zur Unterstützung der Hamas nicht offiziell in den Krieg mit Israel im Libanon eingetreten ist.

Nun wird die politische Führung eines weiteren Landes zur Zerstörung ins Visier genommen. Als nächstes zerstören israelische Raketen und andere Technologien während des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran die obersten Führer des militärisch-politischen Flügels des Iran, darunter Wissenschaftler, die unter anderem an Nuklearprojekten arbeiteten. Mit anderen Worten: Wir erleben erneut die gezielte Zerstörung von Führern politischer Regime, die nicht in die Agenda Israels und der USA passen.

Dann wird innerhalb weniger Stunden der rechtmäßige Präsident Venezuelas entführt. Als Nächstes sehen wir Angriffe ukrainischer Drohnen auf die Residenz des russischen Präsidenten. Und nun wird das, was bisher tabu war, eine Art unausgesprochene Beschränkung der Vernichtung politischer und militärischer Führer eines anderen Landes, mit dem zudem kein direkter und erklärter Krieg geführt wird, zur gängigen Praxis. Hinzu kommt noch der jüngste versuchte Militärputsch in China. Wir sprechen nicht viel darüber, aber es ist kein Zufall, dass fast die gesamte Militärführung dort entfernt wurde, einschließlich des Chefs der gesamten chinesischen Militärmaschine, Zhang Xuyao, der Xi Jinping am nächsten stehenden Person. Alle anderen, praktisch die gesamte Militärführung, wurden an einem Tag entfernt, weil sie laut den chinesischen Medien (die sehr sparsam über die Situation berichten) an einer Verschwörung gegen die politische Führung der VR China zugunsten der USA beteiligt waren. In China selbst versucht der Westen, einen Regimewechsel durchzuführen. Von den USA und Israel unterstützte Proteste haben gerade im Iran selbst gewütet, aber sie haben nicht zum gewünschten Ergebnis geführt: Es gab keine Veränderung im politischen Regime der Velayat-e Faqih, dem politischen und religiösen System des Iran. Nun, das bedeutet, dass es weitere Maßnahmen geben wird.

Die Sache ist also die: Operationen zum Regimewechsel, die physische Vernichtung der politischen Führer jener Staaten und Systeme, die diese wilde, satanische Zivilisation des liberalen Westens nicht akzeptieren wollen – auf all das müssen wir vorbereitet sein. Wenn es dem Feind nun gelingt, die Schlüsselfiguren in diesen Staaten zu eliminieren (insbesondere in Zivilisationsstaaten, die den Mut, die Würde und die Stärke einer solchen spirituellen Berufung haben, sich gegen das zu wehren, womit wir es im Westen zu tun haben), wird er dies natürlich ausnutzen. Wenn sich diese Gelegenheit ergibt, und diese Gelegenheit hängt allein von ihm ab, dann wird ihn nichts aufhalten: keine Argumente, dass dies zu einem totalen Konflikt oder zum Einsatz von Atomwaffen führen könnte.

All diese Argumente funktionieren nicht mehr. Das ist das Schreckliche an unserer Situation. Und was wir derzeit beobachten – wie die USA Regimewechseloperationen durchführen und versuchen, ihre politischen Gegner zu eliminieren, unabhängig von deren Position, einschließlich Präsidenten oder Staatsoberhäuptern, und dabei leider manchmal auch Erfolg haben – all dies versetzt alle Gesellschaften (Iran, China und vor allem Russland) in völlig neue Verhältnisse. Mit anderen Worten: Wenn der Westen irrational handelt, wenn er alle Mittel der Einflussnahme gegen uns einsetzt und seine eigenen Satellitenstaaten nicht mehr daran hindert, unseren Präsidenten anzugreifen, dann sollten wir eine Operation zum Regimewechsel in Russland selbst befürchten und in naher Zukunft damit rechnen.

Ich möchte Sie noch einmal an Epsteins Korrespondenz mit Ilja Ponomarew erinnern, einem in Russland verbotenen Extremisten: Sie diskutierten bereits 2012 über Operationen zum Regimewechsel. Und jetzt stellt Russland, das an der Spitze des Kampfes gegen die satanische Zivilisation des Westens steht, sicherlich eine große Gefahr für sie dar. Im Wesentlichen sind unser Präsident, unser Volk, unsere Armee und unsere Gesellschaft die gesamte Achse des Widerstands gegen die Zivilisation des Antichristen. Natürlich könnte man sagen, dass es auch noch China gibt, aber China hat mit allen Mitteln versucht, diese direkte Konfrontation hinauszuzögern. Es hat uns zu Beginn des Krieges in der Ukraine nicht einmal aktiv unterstützt. Wir haben diesen Schlag in der ersten Phase allein ertragen. Aber was ist der Lohn für Chinas Neutralität? Der Versuch, Xi Jinping zu stürzen und noch mehr pro-westliche Politiker an die Macht zu bringen. Mit anderen Worten: Niemand ist frei und vor dem Westen geschützt, der in eine kritische Phase seiner historischen Entwicklung eingetreten ist.

Es handelt sich einfach um eine absolut wahnsinnige, rein teuflische Zivilisation ohne moralische Zwänge, die diese menschenverachtenden Erfahrungen durchgemacht hat, um zur Elite zu gehören. Können Sie sich vorstellen, wer Trump ist, was in diesem Mann vor sich geht? Gibt es moralische, politische oder rechtliche Argumente, die ihn zurückhalten können? Er selbst hat kürzlich erklärt, dass es so etwas wie internationales Recht nicht gibt und dass Moral das ist, was er für moralisch hält. Wenn dies von einem Pädophilen gesagt wird (denken wir darüber nach und verbinden wir die Informationen über die pädophilen Erfahrungen des derzeitigen US-Präsidenten, die nicht lange auf der Website des Justizministeriums zu finden waren, mit seiner Aussage über Moral), dann stellt sich heraus, dass für ihn Pädophilie moralisch ist. Das ist also zum Gesetz für den gesamten Westen geworden. Stellen Sie sich vor, in was für einer zutiefst kranken, perversen Welt wir uns allmählich und unmerklich wiederfinden. Und wir wollten ihr vor 30 Jahren folgen. Was sind schon 30 Jahre – vor fünf oder sechs Jahren, vor Beginn der Sondermilitäroperation, teilten wir ihre sogenannten Werte, wir wollten die Souveränität bewahren, die Besonderheiten der nationalen Kultur bewahren, aber wir hatten nichts gegen den Westen als Ganzes. In den 90er Jahren waren wir einfach nur begierig darauf, dabei zu sein, und unsere Eliten bemühten sich um die Integration in diese globalen Kreise.

Übrigens wird die „russische Spur“ in Epsteins Akten kaum erwähnt: Sie enthalten nur unbedeutende Personen, ein paar Damen mit lockeren Sitten. Das sind Kleinigkeiten, aber wir wissen nicht alles. Vielleicht tauchen noch ernstzunehmendere Persönlichkeiten aus dem liberalen Lager auf, Gegner unseres Präsidenten und unserer Souveränität. Und vor Beginn der Sonder Militäroperation gab es viele solche Leute im juristischen Bereich. Vielleicht haben auch sie diese Formen der Initiation in satanische Kulte auf Epsteins Insel durchlaufen. Wir wissen das noch nicht, da die Akten noch nicht vollständig ausgewertet sind. Aber selbst wenn wir uns vorstellen, dass es nicht so weit gegangen ist und die Leute einfach nur dem äußeren Reiz des Westens erlegen sind... Ich weiß nicht, wie krank oder kurzsichtig ein Mensch sein muss, wie ignorant, um sich als Liberaler und Anhänger des Westens zu betrachten. Aber lassen wir das beiseite: Es kommt oft vor, dass Menschen keine Sprachen beherrschen und wie Wilde von glänzenden Gegenständen angezogen werden. Okay, aber jetzt sind die Masken gefallen.

Meiner Meinung nach ist die Lage sehr ernst. Wenn wir im Westen angesichts des moralischen Zustands ihrer Eliten keine Garantien haben können, dann brauchen wir eine vollständige Mobilisierung der Gesellschaft.

Wir müssen die patriotischen Kreise Russlands stärken, um unseren Präsidenten nicht im Stich zu lassen. Im Westen könnte ein falsches Bild entstehen: dass Wladimir Wladimirowitsch Putin selbst der größte Feind des Westens ist, während sein gesamtes Umfeld zu Kompromissen bereit ist. Das würde jedoch bedeuten, das Leben und die Sicherheit unseres Oberbefehlshabers zu gefährden. Sie müssen das Gefühl haben, dass, sollte unserem Präsidenten, Gott bewahre, etwas zustoßen, politische Kräfte an seine Stelle treten werden, die für den Westen nicht unbedeutend sind. Was der Westen jetzt zu bewältigen hat, ist ein korrektes, ausgewogenes und verantwortungsbewusstes Verhalten, das seine Hegemonie einfach nicht akzeptiert. Die nächste Welle sollte dem Westen Angst machen – diejenigen, die sich auf keine Verhandlungen einlassen, werden an die Macht kommen, den Westen ein für alle Mal zur satanischen Zivilisation erklären und alle Beziehungen abbrechen, mit Ausnahme der nuklearen Eskalation. Dies wird eine Garantie dafür sein, dass unserem Präsidenten nichts passiert.

Wenn der Westen derzeit der Meinung ist, dass er der einzige Träger unseres unabhängigen Geistes und der russischen Idee ist und dass alle anderen zu Kompromissen bereit sind, dann ist dies praktisch eine Einladung an sie, immer wieder zu versuchen, einen Regimewechsel durchzuführen oder unseren Führer physisch zu beseitigen. Das ist die Gefahr. Und es geht nicht einmal um die Liberalen: Vielleicht sind alle um den Präsidenten herum echte Patrioten, und ich bin bereit, das zu glauben. Aber das muss gezeigt werden, sonst fragen sich viele Menschen: Wir wissen nicht, was sie über die Sondermilitäroperation, den Westen, Christus und die russische Idee denken. Der Präsident – ja, er redet nicht nur, er tut alles. Es muss gezeigt werden, dass, wenn ihm auch nur ein Haar ausfällt, der Westen einen Albtraum erleben wird. Dieser Albtraum muss jetzt sofort demonstriert werden, um die Sicherheit des Systems zu gewährleisten. Jeder Anflug von Liberalismus oder einer flexiblen Haltung gegenüber dem Westen, einschließlich Trump, muss beseitigt werden. Diese Phase ist vorbei. Wir haben versucht, Trump nicht zu verärgern, da wir seinen Konflikt mit anderen Eliten gesehen haben, aber jetzt, da wir diese Akten gesehen haben, ist es offensichtlich: Unter solchen Leuten kann es keine Unterstützer geben. Es ist unmöglich, ihnen zu vertrauen und mit ihnen zu verhandeln. Wenn also gesagt wird, dass Kirill Dmitriev nach Miami geflogen ist und es keine Fortschritte gab, dann denke ich, dass sein Flugzeug genau in dem Moment, als diese Akten veröffentlicht wurden, über dem Atlantik flog. Es wäre schön, wenn sein Flugzeug, wie damals das Flugzeug von Primakov, über dem Ozean umkehren würde mit den Worten: „Nun, mit wem sollen wir denn verhandeln?“ Mit solchen Leuten verhandelt man nicht.

Moderator: Lassen Sie mich das klarstellen: Wir sollten also nicht versuchen, die westlichen Eliten „zur Vernunft zu bringen“ oder das Unheilbare zu heilen, sondern uns in erster Linie auf die innere Sicherheit und die geistige Mobilisierung konzentrieren? Wir müssen uns selbst verstehen, die Ziele des Staates und wer an der Spitze dieses Staates steht.

Alexander Dugin: Das könnte man so sagen. Ich denke, wir müssen uns hinter unserem Präsidenten versammeln. Wir müssen so schnell wie möglich ein neues Tempo bei der Etablierung traditioneller Werte in unserer Gesellschaft vorantreiben. All dies wurde bereits verkündet, aber es geht so langsam, so schleppend voran. In vielen Institutionen – ich werde keine Namen nennen – hängen immer noch Porträts ausländischer Agenten in den Klassenzimmern der Geisteswissenschaften. Wir bewegen uns sehr langsam in diese Richtung, und dieses Tempo wird bereits inakzeptabel. Ja, wir müssen in erster Linie das Land auf die schweren Prüfungen vorbereiten, die vor uns liegen. Nichts wird enden: Leider fängt alles gerade erst an, was den Konflikt mit dieser satanischen Zivilisation angeht.

Andererseits, was Sie in Ihrer Frage angesprochen haben: Sie davon zu überzeugen, keine Teufelsanbeter, Satanisten und Pädophilen mehr zu sein – nun, das ist lächerlich. Wie können wir durch die Entsendung von Kirill Dmitriev hartgesottene Kriminelle, Sadisten und Kannibalen davon überzeugen, nicht mehr solche zu sein? Hat Kirill Dmitriev das Aussehen eines orthodoxen Predigers oder Heiligen, der gekommen ist, um hartgesottenen Heiden, Mördern und Barbaren unsere christliche Wahrheit zu vermitteln? Er mag ein sehr guter Mensch sein, aber er gehört eindeutig nicht zu dieser Sorte.

Wir müssen die Eliten und die westliche Gesellschaft zur Umkehr aufrufen, zur Rückkehr zur Tradition und zur Menschlichkeit. Das ist notwendig. Aber dies muss auf andere Weise geschehen, nicht nur indem wir sagen: „Wir werden jetzt aufhören zu kämpfen, und dann werden wir wieder zur Tagesordnung übergehen.“ Wir müssen einen anderen Ton in unseren Beziehungen zum Westen finden und dürfen, offen gesagt, keine Angst vor prophetischen Zeugnissen haben, wie denen von Elia und Henoch, die am Ende der Zeit erscheinen und beginnen, die Macht des Antichristen auf dem öffentlichen Platz zu entlarven. Wir befinden uns irgendwo in dieser Situation, daher müssen wir verstehen, dass es schwierig ist. Aber unsere spirituelle Mission muss erfüllt werden. Für diese Mission – sich dem Antichristen zu widersetzen – wurde unser russisches Volk von Christus auserwählt.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


Quelle: https://www.arktosjournal.com/p/masks-off-epstein-files-expose-israeli


Info: https://karlschmidt.eu/?f=/public/dugin_epstein_und_israel_herrschaft.md


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Alexander Dugin Zitat  Wir befinden uns irgendwo in dieser Situation, daher müssen wir verstehen, dass es schwierig ist. Aber unsere spirituelle Mission muss erfüllt werden. Für diese Mission – sich dem Antichristen zu widersetzen – wurde unser russisches Volk von Christus auserwählt. Zitatende


Doch was wenn das Auserwähltsein im gegenseitigen Wetteifer sich selbst seiner beabsichtigten Ausschließlichkeit beraubt, wie ein Los von Wert das wertlos wird? Was dann - zurück zur Wahrhaftigkeit  -  ja bitte!


Auf den Punkt bringt es m. E. Peter Hänseler von FORUM GEOPOLITICA, wenn er schreibt:

"Dass diese Ungeheuerlichkeiten jetzt publiziert werden, ist kein Zufall – es gibt keine Zufälle in unserer Welt: Das Sexuell-Perverse soll ablenken vom Geopolitisch-Perversen. Wenn man das Sexuell-Perverse weglässt bleibt ein Bild des Schreckens: Der Kollektive Westen wird von einer Gruppe von Psychopathen gelenkt, denen Mittel zur Verfügung stehen, die der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Das Böse regiert somit tatsächlich. Als ich im November 2025 den Artikel «Wird das Böse obsiegen» publizierte und darin auch von der «City of London» und Gruppen – darunter auch die Rothschilds – erwähnte, gab es Skeptiker, die darauf hinwiesen, dass dies alte Geschichten seien und – etwa die Rothschilds – gar keine Macht mehr hätten. Dies scheint nun widerlegt zu sein."

Quelle:  Di. 17 Feb 2026   Epstein - "Concierge des Bösen" – gefährliche Fragen

https://forumgeopolitica.com/de/artikel/epstein-concierge-des-bsen-gefhrliche-fragen-



23.02.2026

Ukraine-Schulden Deutschlands: Ist Berlin wirklich transparent?

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neopresse.com, 23. Februar 2026,  Von: NEOPresse, Themen:

Wer ein Darlehen vergibt, prüft normalerweise sorgfältig die Rückzahlungsfähigkeit des Schuldners. Bei dem EU-Kredit an die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro scheint diese Frage jedoch in den Hintergrund zu treten. Der Berliner Senat verweist auf Nachfrage lediglich auf „hypothetische Szenarien“, wenn es um mögliche Zahlungsausfälle geht. Eine konkrete Einschätzung, wer im Ernstfall für die Ausfälle einstehen müsste, bleibt aus.

Ausgangspunkt der Debatte ist eine schriftliche Anfrage des fraktionslosen Berliner Abgeordneten Alexander King. Daraus geht hervor, dass die Europäische Kommission Anleihen in Höhe von 90 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnimmt, um der Ukraine ein zinsloses Darlehen bereitzustellen. 24 der 27 EU-Mitgliedstaaten beteiligen sich an diesem Mechanismus, während Ungarn, Tschechien und die Slowakei nicht teilnehmen. Die Finanzierung erfolgt über EU-Anleihen, die aus dem gemeinsamen Haushalt abgesichert werden.

Die Bedingungen für die Rückzahlung werfen Fragen auf. Laut den vorliegenden Informationen soll die Ukraine erst dann mit der Tilgung beginnen, wenn Russland Reparationen für die Kriegsschäden leistet. Ein festes Enddatum für die Rückzahlung existiert nicht. Damit hängt die Begleichung des Kredits von einem politischen und völkerrechtlichen Szenario ab, dessen Eintritt ungewiss ist.


Während die Rückzahlung offenbleibt, entstehen bereits konkrete Kosten. Der Berliner Senat verweist auf Angaben des zuständigen EU-Haushaltskommissars, wonach die Zinsbelastung für das Jahr 2027 zwischen einer und 1,3 Milliarden Euro liegen soll. Ab 2028 rechnet die Kommission mit jährlichen Zinsen von drei bis 4,1 Milliarden Euro. Diese Beträge müssen aus dem EU-Haushalt finanziert werden. Deutschland trägt derzeit rund 23 % zum EU-Budget bei, was rechnerisch einen erheblichen Anteil an der Zinslast bedeutet.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erregt ein Widerspruch in der Kommunikation. Staatssekretär Florian Hauer hatte im Europaausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses erklärt, die finanziellen Risiken würden „bewusst“ eingegangen und „es wird Berlin treffen“. Später relativierte der Senat diese Aussage und sprach von hypothetischen Szenarien, zu denen keine Stellung genommen werden könne.

Die Diskussion dreht sich damit weniger um die politische Unterstützung der Ukraine als um die Frage, welche finanziellen Verpflichtungen sich langfristig aus dem Kredit ergeben und wie transparent diese gegenüber Parlament und Öffentlichkeit dargestellt werden.


Info: https://www.neopresse.com/wirtschaft/ukraine-schulden-deutschlands-ist-berlin-wirklich-transparent/?source=ENL


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:




Wie stark sind Sie vom allgemeinen Wucher betroffen? 


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neopresse.com, Von: Dr. Bernd Heim 23. Februar 2026, Themen:


Das allgemeine Rechtsempfinden und auch die Bibel verurteilen den Wucher, denn er ist eine ausbeuterische Praxis, die sich meist aus Gier getrieben, die Schwäche der Schwachen zunutze macht. Die meisten ethischen Konzepte und auch die großen Weltreligionen stellen dem Wucher als Gegenstück die Grundsätze des Mitgefühls und der Gerechtigkeit gegenüber.

Trotzdem sind wir auch in unserer modernen Welt immer wieder von Arten des Wirtschaftens umgeben, die nicht anders denn als Wucher und Ausbeutung umschrieben werden können. Oft werden sie nicht gleich als Wucher erkannt. Das macht es vielen Menschen schwerer, ihren wahren Kern zu erkennen.

Traditionell gelten überhöhte Zinssätze als Wucher. Um Missbildungen des heutigen Finanzsystems vollständig zu erfassen, sollte der Begriff des Wuchers allerdings deutlich weiter gefasst werden. Er ist dadurch nicht nur auf klassische Kredithaie anzuwenden, sondern umfasst auch das moderne Fiat-Money-System mit seinem Mindestreserve-Banking, die Zinsmanipulationen der Zentralbanken sowie ihr als Quantitative Lockerung freundlich umschriebenes permanentes Gelddrucken.

Rotierende Druckerpressen schaffen keinen Wohlstand, sonderN nur Inflation und breite Armut

Durch dieses nicht enden wollende Schaffen von neuem Geld aus dem Nichts, dem keine wirtschaftliche Leistung gegenübersteht, wird eine neue Inflationssteuer geschaffen, die zusätzlich zu den ohnehin zu entrichtenden Abgaben insbesondere von der Unter- und Mittelschicht zu bezahlen ist.

Die moderne Hydra des Wuchers hat damit viele Gesichter, deren verbindendes Element die heimtückische Ausbeutung der Schwächeren ist, An ihrem Ende steht eine Wohlstandsschere, die sich immer weiter öffnet und die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden lässt.


Im Zentrum dieser Manipulationen steht die Steuerung des Zinses nicht durch die Marktteilnehmer selbst durch Angebot und Nachfrage, sondern durch Zentralbanken, denen die Kompetenz eingeräumt wird, zu bestimmen, welcher Zinssatz gerade der richtige ist. In der letzten Dekade wurde dieses Spiel mit den Niedrigzinsen, die teilweise sogar in den negativen Bereich abrutschten, sehr intensiv gespielt.


Wer das neu geschaffene Geld als Erster erhält, ist klar im Vorteil

Dies geschah durch die massiv in die Höhe getriebenen Vermögenspreise vor allem zum Vorteil derer, die ohnehin bereits viel besaßen. Dadurch stellte sich der sogenannte Cantillon-Effekt ein, bei dem diejenigen, die der neu geschaffenen Geldmenge am nächsten sind, die größten Gewinne einstreichen, während sich die Rentner und durchschnittlichen Arbeitnehmer mit steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert sehen.

Damit profitieren die Reichen übermäßig stark von dieser Entwicklung. Aber auch die Banken genießen in diesem System erhebliche Vorteile, denn ihnen ist es möglich, auf Geld, das sie zuvor aus dem Nichts geschöpft haben, Zinsen zu erheben und reale Vermögensgüter wie Häuser, Wohnungen und Maschinen zu pfänden, wenn diese Zinsen nicht pünktlich bezahlt werden.


Info: https://www.neopresse.com/editorial/wie-stark-sind-sie-vom-allgemeinen-wucher-betroffen/?source=ENL


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.02.2026

Fwd: Fwd: Cine Arab - Mittwoch 25.2.

aus e-mail von Karin Gerlich, 23. Februar 2026, 12:56 Uhr


hier eine Weiterleitung 


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff:Fwd: Cine Arab - Mittwoch 25.2.
Datum:Sat, 21 Feb 2026 13:59:42 +0100
Von:


…aber gern, liebe Hend.  Liebe, solidarische Grüße, Dieter 




Guten Abend lieber Dieter,

 

kannst Du bitte diese Anzeige teilen? Der Film ist sehr bewegend und die Regisseurin kann live über Zoom Fragen beantworten. Vielen Dank  

 

 

Im Februar zeigen wir bei „Cine Arab“ in Hommage an den kürzlich verstorbenen Schauspieler Mohammad Bakri den Kurzfilm „Upshot“ von Maha Haj. Dieser erzählt die Geschichte von Suleiman und Lubna – einem Paar, das sich auf eine nebelverhangene, abgelegene Farm zurückzieht, um mit einem unbeschreiblichen Verlust fertig zu werden. Doch eines Tages wird ihr sorgfältig konstruiertes Fantasieleben durch einen ungebetenen Gast gefährdet, der eine verheerende Enthüllung aus ihrer Vergangenheit ans Licht bringt und das empfindliche Gefüge ihrer Realität in Frage stellt.


 

Wie immer erwartet euch an diesem Abend auch ein warmes Essen und eine offene Atmosphäre zum Austauschen und Verweilen. Im Anschluss an die Vorführung wird Regisseurin Maha Haj live per Zoom für ein Q…

[17:30, 15.2.2026] Hend: Nur noch 10 Tage bis zur Vorführung des Kurzfilms von Maha Haj. Ich habe diesen Film gewählt als Hommage an den großen palästinensischen Schauspieler Mohammad Bakri, der uns am 24.12. verlassen hat. Kommt zahlreich, Maha Haj wird Eure Fragen über Zoom beantworten. Auf dem Menü: Maqlouba, ein traditionelles palästinensisches Gericht. Ich freue mich euch wieder zu sehen.


Cine Arab wird kuratiert von Hend Ammann.

   Wann: Mittwoch, 25.2. 19:30-22:00

   Wo: zuka solicafé, Uhlandstraße 2 

 

Herzlich

Hend

 

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.02.2026

Von Gaza nach Nürnberg – wie eine Waffenmesse den Krieg in unsere Städte bringt

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Foto: Rafah, Gazastreifen. Embedded via Wikipedia. Ashraf Amra/UNRWA


occupiednews.com, vom 21/02/2026 Palästina in Deutschland

Vom 23. – 24. Februar findet in Nürnberg eine der größten Kriegsmessen Deutschlands statt. Bei dieser Messe zeigt sich deutlich: Die deutsche Komplizenschaft mit der israelischen Besatzungsmacht tötet nicht nur in Palästina. Sie verändert auch unsere Städte. Die Kriegsmesse Enforce Tac trägt die Logik der ethnischen Säuberung und die zynische Vermarktung des Tötens in unsere Städte. Lena Schmaizel hat für Occupied News ausgiebig recherhiert.


Enforce Tac Village – Dörfer als Kriegskulisse

Die israelische Rüstungsindustrie lebt von einem Versprechen: Ihre Produkte sind „einsatzerprobt“. Dieses Versprechen ist üblich in der Rüstungsbranche – auch außerhalb von Israel. Aber als Besatzungsmacht erhält diese zynische Vermarktungsstrategie durch Israel eine besonders makabere Authentizität. Ein Staat, der seit Jahrzehnten eine völkerrechtswidrige Militärbesatzung aufrechterhält, Millionen von Menschen mit täglicher Gewalt in einer ebenso völkerrechtswidrigen Blockade abschottet und in regelmäßigen Abständen massive Militärangriffe bis hin zum Völkermord begeht, kann auf diesem Versprechen eine ganze Industrie aufbauen. Regelmäßig geht die militärische Eskalation der Besatzungsarmee mit neuen Exportrekorden israelischer Rüstungshersteller einher.

Schaut man sich auf der Seite der Enforce Tac um wird deutlich: Die Macher dieser Messe haben aus dieser zynischen Vermarktungsstrategie gelernt. Als besonderes Highlight wird seit inzwischen drei Jahren mit dem „Enforce Tac Village“ geworben. Zunächst außen auf dem Messegelände, inzwischen in einer eigenen Messehalle, wird ein ganzes Dorf aufgebaut. Ein Dorf auf einer Waffenmesse – errichtet, um darin Krieg zu spielen. Die Idee: Waffen und sonstige Rüstungsgüter sollen nicht nur an den Verkaufsständen, sondern live im Einsatz präsentiert werden.

Die Szenarien werden dabei live kommentiert. Auf der Homepage der Enforce Tac klingt das dann so: „Präsentieren Sie Ihre Produkte mitten im Geschehen – live auf der Enforce Tac Village Stage […] eingebettet in authentische Szenarien, entwickelt von aktiven und ehemaligen Einsatzkräften aus Militär und Polizei. Machen Sie Ihr Produkt erlebbar – live, authentisch und praxisnah!“. Aussteller bezahlen dafür, dass ihre Produkte hier im Einsatz präsentiert werden. Als das Enforce Tac Village vor zwei Jahren das erste Mal angekündigt wurde, entschied sich die Messe für ein besonderes Bild um es zu bewerben: Ein Gemüsestand, daneben eine Puppe, die wohl einen Zivilisten darstellen sollte. Sein Bein zerfetzt. Um klarzustellen, wo dieser Supermarkt verortet ist, darüber ein Schild in arabischer Schrift: „Supermarkt“. So sieht aus, die „realistische“ Umgebung, in der die Waffen der Enforce Tac zum Einsatz kommen sollen: Zivile Räume, Supermärkte, Wohnhäuser. „Realistisch. Greifbar. Live“ übertitelt die Messe dieses Spektakel.


Handyscreenshot


In der israelischen Armee sind ähnliche Dörfer zu Trainingszwecken schon lange üblich. Doch die israelische Armee geht noch einen Schritt weiter: Ehemalige Soldatinnen und Soldaten berichten immer wieder, dass zu „Trainingszwecken“ Einheiten Häuser überfallen1. Und zwar gerade dort, wo mit keinerlei Gegenwehr gerechnet werden kann. Schließlich ist der Einsatz ja zu Übungszwecken, man will die neuen Rekrutinnen und Rekruten nicht überfordern. Nebenbei erfüllen diese Einsätze einen weiteren Zweck: Der unterdrückten Bevölkerung immer wieder zeigen, wer hier die Macht hat. „Making the presence felt“ nennt sich das im Militärjargon2.

Töten im Namen des Fortschritts

Die Enforce Tac präsentiert nicht nur die neuesten Technologien zum Töten, sie probt auch, wie Krieg der Bevölkerung verkauft werden können. Eine zentrale Rolle dafür spielt die Selbstdarstellung als „fortschrittlich“ und „feministisch“. Bei der diesjährigen Kriegsmesse gibt es neben Verkaufsständen, die mit einer besonders hohen „hit-kill ratio“3 oder einer „enhanced lethality“ – verbesserte Tödlichkeit4 werben, auch einen „Safer Space“.


Auf der Homepage der Enforce Tac wird das eigene Awareness-Konzept „AwareFair“ angepriesen. Zynischer kann Feminismus



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als Deckmantel für Krieg kaum eingesetzt werden. Auffällig ist auch, wie viele Frauen im Leitungsteam der Messe sind5. Die ehemalige Leiterin der Messe Isabelle Teufert geht gar so weit, die Rüstungsbranche als „herzliche Branche [..] mit großem Wohlfühlfaktor“ zu beschreiben6.

Weibliche Repräsentanz als taktisches Mittel – auch das kennen wir aus der israelischen Besatzungsarmee und von israelischen Waffenherstellern. Zahlreiche bei der Enforce Tac präsente Waffenhersteller wie etwa die israelische Firma „Meprolight“ lassen ihre Waffen von Frauen präsentieren (gerne auch in knapper Kleidung) und die israelische Besatzungsarmee bezeichnet sich gar als „Vorreiter bei der Gleichstellung der Geschlechter“7. Es mischen sich ein bewusstes Spielen mit weiblichen Rollenzuschreibungen mit einer ausgeprägten Sexualisierung weiblicher Körper bei völliger Unsichtbarmachung palästinensischer Frauen8.

Dazu kommt das Instrumentalisieren stereotyper Geschlechterrollen, indem die Klischees über Frauen als besonders „sanft“ oder „einfühlsam“ gezielt eingesetzt werden, wenn weibliche Sprecherinnen der israelischen Armee gerade dann zum Einsatz kommen, wenn ausnahmsweise der Tod von unbewaffneten Zivilisten eingeräumt wird. In ihrem Gedicht „Hadeel“ über ein getötetes neunjähriges palästinensisches Mädchen findet die palästinensische Dichterin Rafeef Ziadah dafür diese Worte: „Israelische Beamte sagten, dass sie ihren Tod bedauern. Seht ihr, die israelische Sicherheit ist absolut, sie ist mit Blut geschrieben und mit Bulldozern und mit der Kunst weiblicher Pressesprecherinnen. Denn der Tod ist sanfter, wenn er von einer Frau kommt. Der Tod ist höflicher, sagt man mir, wenn er von einer Frau kommt.“




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Ein Völkermord als Testlabor: Israelische Hersteller zu Gast in Nürnberg

Besatzung, Blockade und Völkermord dienen der israelischen Armee nicht nur als Werbekulisse. Sie sind auch ein ganz reales Testlabor für israelische Waffen. Die israelische Besatzungsarmee setzt Waffen gegen Palästinenser bereits der voroperationalen Phase ein, testet sie laufend, wertet die Ergebnisse aus und entwickelt sie dann weiter.

Die palästinensische Zivilbevölkerung wird zu Statisten in einem bewohnten Testlabor der neuesten Waffentechnologien. In einer Veröffentlichung des israelischen Waffenherstellers Rafael vom Herbst 2025 zu einer neuen Laserwaffe klingt das dann zum Beispiel so: „Während des aktuellen Krieges wurden einsatzfähige Prototypen der taktischen Kurzstrecken-Lasersysteme von Rafael eingesetzt, die Dutzende von Bedrohungen erfolgreich abgefangen und bekämpft haben. Nachdem sich die Leistungsfähigkeit von Iron Beam nun bewährt hat, erwarten wir einen erheblichen Sprung in der Luftabwehrfähigkeit“9.

Elbit Systems bewirbt die Mörsergranate „Iron Sting“ mit den Worten, dass sie „in einem präoperationalen Test bereits 2021 während der Operation „Guardian oft he Walls“ eingesetzt wurde“10. Rafael und Elbit, zwei Beispiele für Unternehmen, für die Gaza beides ist: Testlabor und Showroom für die neuesten Technologien zum Töten. Und zwei Unternehmen, die bei der Kriegsmesse Enforce Tac in Nürnberg vertreten sind.

In diesem Jahr ist die Zahl der israelischen Hersteller bei der Enforce Tac so hoch wie nie zuvor. In den letzten Jahren hat sich ihre Zahl jeweils vervielfacht, von 9 auf 18 zu über 38. Es wird ein eigener „Israel National Pavillon“ aufgebaut, betrieben vom „Israel Export Institut“ und dem israelischen Wirtschaftsministerium.

Elbit System ist der größte israelische Waffenhersteller und ein Hauptausstatter der israelischen Armee. Bei der Entwicklung neuer Technologien setzt Elbit systematisch auf eine Zusammenarbeit mit dem israelischen Militär11. Mehr als 80% der Drohnen der israelischen Besatzungsarmee stammen von Elbit12. Unter einer Zusammenstellung der zwölf tödlichsten in Gaza eingesetzten Waffen von „Action on armed violence“ ist Elbit mehrfach erwähnt und es finden sich zahlreiche Belege für den Einsatz von Elbit Produkten in Völkerrechtsverbrechen13. Die von Elbit hergestellten Mehrzweckbomben MPR 500 werden von Israel bei seinen Angriffen auf den Gazastreifen eingesetzt. Diese Bomben wurden für den Einsatz in dicht besiedelten Städten entwickelt und enthalten 26.000 Fragmente für eine „hohe Tötungswahrscheinlichkeit“14. Bei der Enforce Tac ist die Firma mit dem deutschen Tochterunternehmen mit Sitz in Ulm präsent.

Rafael ist die drittgrößte israelische Rüstungsfirma. Im letzten Jahr veröffentlichte sie ein Werbevideo, auf dem zu sehen war, wie das beworbene Drohnensystem einen Menschen in Gaza verfolgt und dann umbringt15. Auch in einem Video vom Oktober 2024 werden Aufnahmen gezeigt, die mutmaßlich aus Gaza stammen. Unter der der Überschrift „Todays Battlefield“ bewirbt Rafael darin „The worlds only combat proven system“16. Die Firma stellte ebenfalls die Spike Raketen her, mit denen die israelische Armee im April 2024 sieben Mitarbeiter der World Central Kitchen tötete.

Auch wird die Israel Weapon Industries Ltd. (IWI) wieder einen Stand bei der Messe haben. Die Firma rüstet die Israel Defence Force (IDF) mit Waffen aus, exportiert, aber auch weltweit. Das Unternehmen wirbt damit, dass alle Waffen „in aller Welt in urbanen Gebieten und unter Extrembedingungen kampferprobt“17 seien. Die IWI benennt ihre Waffensysteme mit großer Selbstverständlichkeit auch nach völkerrechtswidrig besetzten palästinensischen Orten wie etwa die „Jericho Pistolen“. In gemeinsamen Posts mit der israelischen Armee schreiben sie „Wir meinen es ernst, wenn wir sagen unsere Technik ist kampferprobt“18.



















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Die IWI unterhält israelisch-indische Kooperationen und war gemeinsam mit dem ebenfalls israelischen Hersteller Elbit Systems an der Waffenlieferung für den Krieg in Westpapua beteiligt19.



















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Im letzten Jahr war der israelische Rüstungshersteller „Agilite“ vertreten. Der Social Media Auftritt der ausstellenden Firma Agilite ist konstant durchzogen von in Soldaten, die in den Trümmern Gazas posieren, gerne kombiniert mit zynischen Posts. In einem Post vom März 2024 präsentieren sie ihre Produkte vor einer komplett zerstörten Schule in Palästina.


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Auch das ursprünglich israelische Unternehmen „XTend“ ist mit einem eigenen Messestand vertreten. Die Firma stellt die Quadcopter her, winzige Drohnen, die bei zahlreichen Attentaten auf Flüchtende und Zivilisten zum Einsatz kamen20. Für die Firma war der Genozid ein voller Erfolg: Sie wuchs massiv.

Bemerkenswert ist auch ein Stand der Firma Cognyte, die Spionagesoftware herstellt. Shir Hever, Autor des Buches „The Privatization of Israeli Security“ betont im Gespräch mit Occupied News, das zeige einmal mehr, dass Spionagesoftware als Waffe betrachtet werden muss, während die EU weiterhin die Position vertritt, es handle sich hierbei um eine „Dual-Use“ Technologie.

All das sind nur einige Beispiele für den Genozid als Vermarktungs- und Profitstrategie, eine Strategie, die bei den auf der Messe eingeladenen Herstellern allgegenwärtig ist und hier die ganz große Bühne erhält.

Deutsche Waffen, Deutsches Geld

Drei Länder waren in den letzten Jahren die Hauptlieferanten schwerer Waffen an die israelische Besatzungsmacht: Die USA, Deutschland und Italien21. Und diese drei Länder gehören auch zu denen, mit den meisten Ausstellern auf der Enforce Tac.

Die Hälfte der in der Kurzstudie von Forensic Architecture genannten Rüstungsunternehmen zu deutschen Rüstungsexporten nach Israel, werden auch bei der Enforce Tac sein. Dazu gehören unter anderem die deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall und Diehl. Rheinmetall liefert unter anderem Panzer und Artilleriemunition an die israelische Besatzungsmacht und stellt zusammen mit einem israelischen Hersteller sogenannte „Loitering Munition“ her.

Die Munition soll Gegner orten, verfolgen sowie Ziele analysieren und dadurch die „effektivsten“ Angriffsarten finden können, um am Ende einen Präzisionsschlag auszuführen. Dem Unternehmen nach sind die euphemistisch „Hero“ genannten Munitionen „kampferprobt“ und wahre „Battlefield Game Changer“. Explizit erwähnt das mit Rheinmetall kooperierende israelische Unternehmen, dass die Hero-30 Munition „bereits erfolgreich in Operationen zahlreicher israelischen Militäreinheiten“ eingesetzt wurden22.

Diehl Defense arbeitet zusammen mit dem israelischen Hersteller an der Produktion der Spike Raketen, die massiv in Gaza zum Einsatz kamen. Weitere deutsche Firmen bei der Enforce Tac mit direkter Verbindung zur israelischen Besatzungsmacht sind AIM Infrarot Module, Dynamit Nobel Defense (100% Tochterunternehmen von Rafael), Eurospike (Joint Venture von Rheinmetall, Diehl und Rafael), Heckler&Koch, Hensoldt und KNDS.

Nürnberg – Stadt des Friedens und der Menschenrechte?

Die Stadt Nürnberg präsentiert sich nach außen gerne als „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ – aber sie stellt die Räume für die Messe zur Verfügung. Das Messegelände gehört zu jeweils 49,9 % der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern. Mehrere Stadträte von CSU, SPD und Grünen sitzen im Aufsichtsrat der Messe, der Nürnberger OB sitzt im Vorstand23.

Erstmalig ist der deutsche Bundeskanzler in diesem Jahr Schirmherr der Messe. Ihn zitiert auch die Leiterin der Messe in der Wiederholung der immer gleichen Kriegspropaganda: „Wir wollen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen“24. Oder wie es die bei der Messe vertretene Firma ATG in kurz formuliert: „If you want peace – prepare for war“.

Die Firma ist bei ihren Layouts wenigstens so ehrlich einen Totenkopf in die Mitte dieses Ausspruches zu setzen. Konfrontiert mit der Kritik äußert sich die Messe in einem offiziellen Statement wie folgt: „Eine Messegesellschaft kann nicht gleichzeitig Veranstalter, Exportkontrollbehörde, Ermittlungsstelle und Menschenrechtstribunal sein“.

Die Fragen der palästinensischen Dichterin Rafeef Ziadah beantwortet dieses Schreiben nicht. In dem bereits zitierten Gedicht „Hadeel“ fragt sie: „Wer von euch wird Hadeels Mutter sagen, die beschäftigt ist mit Brot backen und Zaatar zubereiten, dass die Tauben, die Tauben nicht mehr über Gaza fliegen werden? Und wer, wer von euch wird Hadeel sagen, dass sich nichts geändert hat an dem Tag, als sie starb? Keine Pause. Nicht ein Innehalten. Nicht eine Träne.“

Quellen

  1. Einer von zahlreichen entsprechenden Berichten, die auf der Seite von Breaking the Silence zu finden sind: https://www.breakingthesilence.org.il/testimonies/videos/37943 ↩︎
  2. Mehr zu den “Demonstrations of presence“: https://www.breakingthesilence.org.il/testimonies/database/?ci=190 ↩︎
  3. Etwa in dieser Broschüre zu verschiedenen Munitionstypen von Rheinmetall: https://www.rheinmetall.com/Rheinmetall%20Group/brochure-download/Weapon-Ammmunition/B233e0920-Rheinmetall-Leadership-in-ammunition-effectiveness-medium-calibre-portfolio.pdf ↩︎
  4. Zum Beispiel in dieser Drohnenwerbung von Elbit Systems, auch bei der Messe dabei: https://www.elbitsystems.com/networked-warfare/robotic-and-autonomous-solutions/tactical-unmanned-aerial-systems ↩︎
  5. https://www.enforcetac.com/de-de/kontakt ↩︎
  6. Im Interview mit Militär Aktuell behauptet sie bezüglich der Unterschiedee einer Messe im Rüstungsbereich von anderen Messen die Rüstungsbranche sei„eine herzliche Branche mit bodenständigen, ehrlichen und geradlinigen Menschen, die zumeist auch sehr naturverbunden sind. Für mich persönlich eine Branche mit großem Wohlfühlfaktor. (lacht)“ https://militaeraktuell.at/isabelle-teufert-von-der-enfroce-tac-im-gespraech/ ↩︎
  7. https://www.idf.il/en/mini-sites/international-cooperation/idf-leads-the-way-in-gender-integration/#:~:text=In%20addition%20to%20requiring%20women,jobs%20are%20open%20to%20women ↩︎
  8. Ausführlich und mit vielen Quellen in diesem Artikel zum zionistischen „Purple Washing“ der Besatzung: https://decolonizepalestine.com/rainbow-washing/purplewashing/ ↩︎
  9. Englisches Original: As announced last May, operational prototypes of Rafael’s short-range tactical laser systems have been deployed throughout the current war and have successfully intercepted and defeated dozens of threats. Now that the Iron Beam’s performance has been proven, we anticipate a significant leap in air defense capabilities through the deployment of these long-range laser weapon systems. (https://www.rafael.co.il/news/rafael-israel-mod-iron-beam-450-development-completed-delivery-to-idf-soon/ ) ↩︎
  10. Englisches Original: The Iron Sting saw its initial deployment during the 2021 operation „Guardian of the Walls“, serving as a pre-operational test. Today, its official implementation is underway as the IDF’s ground troops employ this munition against terrorist infrastructures in the Gaza Strip. (https://www.elbitsystems.com/blog/iron-stings-precision-counters-tunnel-shafts) ↩︎
  11. Etwa bei der Einrichtung neuer KI gestützter Kriegstechnologien: https://www.calcalistech.com/ctechnews/article/s1ds11fdp11x#google_vignette ↩︎
  12. https://www.aljazeera.com/features/2023/11/17/israels-weapons-industry-is-the-gaza-war-its-latest-test-lab ↩︎
  13. https://aoav.org.uk/2024/israels-dirty-dozen-the-idfs-most-lethal-weapons-in-gaza/ ↩︎
  14. https://afsc.org/gaza-genocide-companies ↩︎
  15. https://www.business-humanrights.org/en/latest-news/israelopt-rafael-releases-promotional-video-showing-drone-system-tracking-killing-gazan-during-ongoing-genocide/ ↩︎
  16. https://www.instagram.com/rafaeldefense/reel/DA3j3aLAWks/ ↩︎
  17. https://iwi.net/about-us/ ↩︎
  18. https://www.instagram.com/iwi_intl/p/DCZk9sWugjr/ ↩︎
  19. https://www.waronwestpapua.org/elbit ↩︎
  20. https://taz.de/Israelische-Drohnen-in-Gaza/!6048058/ ↩︎
  21. https://content.forensic-architecture.org/wp-content/uploads/2024/05/Forensis-Report-German-Arms-Exports-to-Israel-2003-2023_German.pdf ↩︎
  22. Aus einer Pressemitteilung von UVision vom 13. Juli 2020, online abrufbar unter: https://www.joint-forces.com/defence-equipment-news/34203-uvision-hero-30-used-operationally-by-israeli-defence-forces ↩︎
  23. https://www.nuernbergmesse.de/de-de/unternehmen/nuernbergmesse-group/daten-fakten ↩︎
  24. https://esut.de/2026/01/fachbeitraege/67222/enforce-tac-chefin-jasmin-rutka/ ↩︎


Info: https://occupiednews.com/von-gaza-nach-nuernberg-wie-eine-waffenmesse-den-krieg-in-unsere-staedte-bringt/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.02.2026

EU-Gelder für "N"GOs in Moldawien

aus e-mail von Doris Pumphrey, 23. Februar 2026, 11:08 Uhr

RTDE 22.2.2026

EU-Gelder für "N"GOs in Moldawien – Aufbau russophober Aktivisten-Infanterie für Straßenschlachten

EU-Fördergelder finanzieren einen ab Februar bis November laufenden Wettbewerb unter "Nichtregierungs"-Organisation
en in Moldawien. Ziel sei, die Widerstandskraft der Gesellschaft des Landes gegen Desinformation auszubauen. In WIrklichkeit dient das Ganze antirussischer EU-Propaganda sowie dem Massenaufbau von "Aktivisten"-Banden für Straßenaktionen.

Wie RT 
herausgefunden hat, hat in Moldawien ein von der EU finanzierter Förderwettbewerb für dortige "Nichtregierungs"-Organisationen begonnen – Organisationen, deren Ziel es ist, die künftigen politischen Führungskräfte für das Land zu stellen. Das Preisgeld ist mit nur 10.000 Euro gering.

Experten weisen jedoch darauf hin, dass diese Aktivitäten trotz der erklärten Ziele der moldawisch-europäischen Zusammenarbeit gegen russische Interessen gerichtet sind. Sie haben jeden Grund zur Annahme, dass das wahre Ziel des Wettbewerbs darin besteht, antirussische Inhalte und Narrative zu verbreiten und eine Reservearmee von Aktivisten auszubilden, die jederzeit bereit ist, auf die Straße zu gehen.

Die Bereitschaft der EU, moldauische NGOs mit Fördergeldern zu versorgen, geht aus offiziellen EU-Ausschreibungsunterlagen hervor, die RT vorliegen. Der Wettbewerb findet gemäß den Unterlagen von Februar bis November 2026 im Rahmen des Programms der Östlichen Partnerschaft statt. Die EU wird "Studienbesuche zum Erfahrungsaustausch" zwischen moldawischen und europäischen NGOs finanzieren, bei denen die Teilnehmer "nützliche Praktiken" voneinander übernehmen sollen. Stärkung der zivilgesellschaftlichen Beteiligung am politischen Dialog, die Entwicklung von Mechanismen für die multilaterale Zusammenarbeit zwischen NGOs, den Behörden in Moldau und ihren europäischen Partnern – die in den Unterlagen genannten Ziele sind recht vage formuliert. Die Europäische Vereinigung für Lokale Demokratie (ALDA) wird moldawische politische Aktivisten, die am Wettbewerb teilnehmen, unterstützen.

Diese guten Absichten werden durch die ebenso noblen Ziele bestärkt, die die EU den im Rahmen des Wettbewerbs ausgewählten NGOs zuweist. Diese Ziele sind jedoch ebenfalls recht vage und überdies mit den Förderprogrammen nahezu identisch formuliert:

"Stärkung der Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen im politischen Dialog durch aktive und informierte Teilnahme an Beratungen und Erfahrungsaustausch."

Wettbewerb für antirussische Inhalte

Nochmals: Die Fördergelder für die Gewinner des Wettbewerbs sind mit lediglich 10.000 Euro recht bescheiden. Von diesen Geldern sollen sie bis November 2026 ihre von der EU ausgewählten Projekte umsetzen.

Die konkreten Ziele der EU bleiben jedoch unklar: Die Bedingungen für den Erhalt und den Einsatz der Fördergelder sind in den Dokumenten zu vage und unklar formuliert. Dies ist kein Zufall, wertete der Politikwissenschaftler Wladimir Bruter, denn diejenigen, die die EU-Strukturen bilden, hören nicht auf, "politische Reserven" in den Ländern mit von ihnen kontrollierten Regimen auszubilden, bemerkte er im Gespräch mit RT:

"Moldawische NGOs werden Brüssel und die EU nicht einfach so, kostenlos, liebhaben. Sie werden ständig gefördert, sogar zwischen den Wahlen. Das Ziel ist klar und pragmatisch: Die EU arbeitet systematisch daran, vielversprechende Kader für ihre 'Straßeninfanterie' heranzubilden."

Dabei richtet sich die von den Europäern begonnene aktive Arbeit mit den moldawischen "Nichtregierungs"-Organisation
en gegen russische Interessen, betont Bruter:

"Mit EU-Geldern geförderte NGOs arbeiten aktiv an zentralen antirussischen Themen – sei es die Anti-Transnistrien-Agenda, die Sprachfrage oder die Ukraine-Hilfe. Und die verstärkte Finanzierung führt zur Bildung eines Anscheins eines antirussischen Konsenses in der moldawischen Gesellschaft. Das ist eine äußerst gefährliche Sache."

Vollauf bestätigt wird diese Einschätzung durch die anhaltende Einmischung des Westens in das soziale und politische Leben Moldawiens. RT hat bereits festgehalten, dass die Europäische Kommission im März 2024 eine Million Euro zur Unterstützung moldawischer Medien und zur "Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber Desinformation" in Moldawien bereitgestellt hat.

Auch relevante US-Behörden sind in Moldawien aktiv: So stellte das US-Außenministerium im Januar 2024 im Rahmen eines Projekts "zur Stärkung des Potenzials" moldawischer Medien 1,5 Millionen US-Dollar an Fördermitteln bereit. Das Ministerium erklärte, es wolle unabhängige Journalisten unterstützen, die über wirtschaftliche und politische Themen berichten.

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23.02.2026

Genozid-Forschung in Russland: "Für uns gibt es keine zweitrangigen Opfer des Nazismus"

freedert.online, vom 22 Feb. 2026 19:01 Uhr

Russland stellt sich der Hierarchisierung der Nazismus-Opfer mit einem wissenschaftlichen Aufklärungsprojekt entgegen. Die Weichen dafür stellte eine hochkarätig besetzte Sitzung der Militärhistorischen Gesellschaft in Moskau.


Genozid-Forschung in Russland: "Für uns gibt es keine zweitrangigen Opfer des Nazismus"© RVIO


Die Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, Maria Sacharowa, nimmt an der RVIO teil.


Das Gedenken an den Völkermord an den Sowjetbürgern während des Zweiten Weltkriegs spielt eine immer wichtigere Rolle in Russland. Ende Dezember vergangenen Jahres hatte der russische Präsident Putin ein Dekret unterzeichnet, das den 19. April zum Gedenktag für die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords erklärt. Er wird dieses Jahr zum ersten Mal begangen werden – dem Jahr, in dem sich auch der deutsche Überfall auf die Sowjetunion zum 85. Mal jährt. In der Hauptstadt Moskau soll zudem noch dieses Jahr ein Museum entstehen, das das Andenken an die damals ermordeten Sowjetbürger bewahrt.

Insgesamt fielen dem deutschen Vernichtungskrieg zwischen 1941 und 1945 27 Millionen Sowjetbürger zum Opfer. Bei der Mehrzahl von ihnen handelte es sich um Zivilisten und Kriegsgefangene. Bereits in der Planungsphase von "Unternehmen Barbarossa" hatten die NS-Führung sowie die Befehlshaber ein rücksichtsloses Vorgehen gegenüber Gefangenen und Zivilisten beschlossen. Der von Reichsminister Herbert Backe ausgearbeitete Hungerplan brachte Millionen Menschen in der Sowjetunion den Hungertod.


Nun ist es amtlich: Der 22. Juni 1941 ist in Deutschland "vergessen"





Nun ist es amtlich: Der 22. Juni 1941 ist in Deutschland "vergessen"






Am 18. Februar fand ein Runder Tisch der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft (RVIO) zu diesem Thema statt. Die Veranstaltung trug den Titel "Der Völkermord am sowjetischen Volk und der Holocaust: eine konfliktfreie Gedenkpolitik". Die Sitzung war hochkarätig besetzt: Als Moderator fungierte der Leiter der Kommission zur Erforschung von Völkermorden und Kriegsverbrechen und Herausgeber des Formats "Digitale Geschichte" Jegor Jakowlew. Neben weiteren hohen Funktionären des RVIO und bekannten Militärhistorikern nahm die Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, Maria Sacharowa, teil.

Ein zentraler Gesichtspunkt der Veranstaltung war die Würdigung aller sowjetischen Opfer des Nazismus, sowohl der jüdischen als auch der nichtjüdischen. Jakowlew stellte als Leiter der Sitzung fünf Prinzipien einer künftigen Geschichtspolitik vor. Die RVIO fordert gegenseitigen Respekt für beide Tragödien sowie eine klare Benennung ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Eine Hierarchisierung der Opfer des Nazismus sei inakzeptabel. Viertens müssten respektvolle wissenschaftliche Diskussionen das historische Bild der Völkermorde an Juden und Nichtjuden präzisieren. Der fünfte Punkt richtet sich in die Zukunft: Gemeinsames Ziel aller Bemühungen müsse es sein, künftig Völkermorde und ethnische Säuberungen zu verhindern.

Diesem Anliegen stimmte Maria Sacharowa zu. Man solle aller Opfer der nazistischen Vernichtungskriege gedenken. Notwendig sei, das historische Gedächtnis zu bewahren, ohne die Opfer in Gruppen einzuteilen. Sie betonte, dass die Beschäftigung mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs die Menschen verbinden, nicht trennen solle. Die Sprecherin des Außenministeriums verurteilte den Abriss von Denkmälern für sowjetische Soldaten in einer Reihe von Ländern und prangerte die Haltung dieser Staaten als geschichtsvergessen an. In der heutigen Ukraine könne man derzeit die Fortsetzung der völkermörderischen Politik der Nazis sehen.


Frankreichs UN-Botschafter erlaubt sich im Sicherheitsrat Unverschämtheit und Geschichtsfälschung




Meinung

Frankreichs UN-Botschafter erlaubt sich im Sicherheitsrat Unverschämtheit und Geschichtsfälschung





Jegor Jakowlew hob die enge historische Verknüpfung zwischen der Vernichtung der Juden und dem Völkermord an den Sowjetbürgern hervor:

"Obwohl der Völkermord am sowjetischen Volk und der Holocaust keine identischen Programme sind, bei denen das eine auf das andere übertragen werden könnte, sind sie dennoch eng miteinander verbunden und ein wichtiger Teil des Gedenkens an die nazistischen Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs. Und sie sollten auf keinen Fall miteinander konkurrieren. Für uns gibt es keine zweitrangigen Opfer des Nationalsozialismus. Alle Opfer sind gleichwertig, wir erinnern uns an sie und trauern um sie."

Jakowlew wies auch auf Unterschiede hin: Während es den Nationalsozialisten um die vollständige Vernichtung der Juden gegangen sei, hätten sie vorgehabt, einen Teil der Sowjetbevölkerung für die Sklavenarbeit am Leben zu lassen.

Die Sitzungsteilnehmer beschäftigten sich auch mit neuen Dokumenten zur Auslöschung durch Hunger, die das NS-Besatzungsregime über mehrere Opfergruppen verhängte: sowohl über die in Ghettos gefangengehaltenen Juden als auch über die übrige Bevölkerung der besetzten Sowjetunion, die nach den Plänen der Nazis um 30 Millionen Menschen reduziert werden sollte.

Die Gruppe beschloss, eine internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema "Völkermorde in der Weltgeschichte" zu veranstalten und einen Band mit Dokumenten zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee herauszugeben. Eine geschichtliche Tatsache, die der Westen in den vergangenen Jahren in den Hintergrund gedrängt oder gar verfälscht hat.

Mehr zum Thema - Weißrussland klagt einen Toten an


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Video https://rumble.com/v72jjy8-pohlmann-deutscher-russenhass-salonfhig-da-naziverbrechen-vergessen-wurden.html Dauer 7:16 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/russland/270846-genozid-forschung-in-russland-fuer/


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Weiteres:




Frankreichs UN-Botschafter erlaubt sich im Sicherheitsrat Unverschämtheit und Geschichtsfälschung 


freedert.online, vom 7 Feb. 2024 18:25 Uhr, Von Alexej Danckwardt


Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/27bpki/Frankreichs_UN_Botschafter_erlaubt_sich_im_Sicherheitsrat_Unversch_mtheit_und_Geschichtsf_lschung6h38f.mp3 Dauer 9:20 Min.


In der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates am Dienstag zum ukrainischen Terror gegen Zivilisten haben die Vertreter Großbritanniens und Frankreichs Contenance und Gesicht verloren. Während der junge Brite Verlegenes ablieferte, zeigte sich der Franzose als Geschichtsrevisionist und Nazi-Relativierer.


Quelle: AFP © Charly TRIBALLEAU


Frankreichs UN-Botschafter Nicolas de Rivière am 2. Januar 2024 im UNO-Hauptquartier in New York


In der auf Betreiben Russlands anberaumten Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zum terroristischen Beschuss einer Bäckerei und eines Restaurants mit 28 Toten in Lissitschansk durch die Ukraine ging es am Dienstag heiß her. Von den Vertretern der westlichen Mächte waren zunächst die üblichen Phrasen zu hören, doch als der Vertreter Russlands zum zweiten Mal das Wort ergriff, seine britischen und französischen Kollegen direkt ansprach und sie der Rechtfertigung des Terrorismus beschuldigte, traf er offenbar einen Nerv.

Der junge Diplomat, der in der Sitzung das Vereinigte Königreich vertrat und sich offenbar spontan für eine Gegenrede zur Erinnerung an die fatale Rolle von Boris Johnson bei der Verhinderung eines russisch-ukrainischen Friedensschlusses im April 2022 meldete ("I need to respond to this"), lieferte ‒ rot angelaufen ‒ eher Verlegenes: 

"Lassen Sie mich eines dazu sagen. Ich denke, diese Geschichte sagt viel über Russlands Sicht auf die ukrainische Souveränität aus, dass es denkt, die Ukraine könne nicht eigene Entscheidungen über die Verteidigung des eigenen Landes treffen. Danke." 

Anschließend knallte der junge Gentleman hör- und sichtbar seinen Stift auf den Tisch. Das wäre dann auch schon das Höchste an Empörung, das ein wohlerzogener Brite aus gutem Haus zeigen darf. 


Selenskijs Einpeitscher rückt mit Wahrheit heraus: Der Westen zwang Ukraine zum Krieg




Analyse

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Nun, dass die Maidan-Ukraine ein Vasall des Westens ist und längst keine souveränen Entscheidungen mehr trifft, ist nicht nur die Sichtweise Russlands. Man kann es inzwischen als eine etablierte Tatsache betrachten. Und dass Boris Johnson im Frühjahr 2022 nach Kiew reiste, um Selenskij von der Unterzeichnung des bereits paraphierten Friedensabkommens abzuhalten, ist keine "Geschichte", sondern etwas, das mehrere ukrainische Politiker und Beamte, darunter solche, die an den Verhandlungen damals beteiligt waren, öffentlich kundgetan haben. Man kann dem britischen Diplomaten daher nur danken, dass er nochmals herausgestellt hat, was diese "Geschichte" mit Blick auf die Souveränität und Autonomie des Kiewer Regimes bedeutet. 

Richtig unverschämt wurde es, als der französische UN-Botschafter als Nächstes das Wort zur Replik ergriff. Man muss es ihm nachsehen: Für französische Diplomaten gelten nicht dieselben engen Rahmen der Contenance wie für Diener Seiner Majestät, des britischen Königs. Der langmähnige Franzose breitete zunächst langatmig aus, dass er persönlich als Vertreter Frankreichs in die Verhandlungsprozesse im Nachgang zu den Minsker Verträgen involviert war. Das diente als Basis dafür, den ukrainischen Beschuss von Donezk und Lugansk von 2014 bis Februar 2022 als "gar nicht so schlimm" zu bewerten. Wörtlich:  

"Die großen Massaker, die Bombardierungen, die wir heute sehen, sind in keiner Weise mit den sporadischen Vorfällen zu vergleichen, die in diesem vorhergehenden Zeitraum vorkamen."

Über neuntausend zwischen 2014 und 2022 bei den ukrainischen Bombardements getötete Zivilisten allein in der Volksrepublik Donezk, dazu noch mehrere Tausend in der Volksrepublik Lugansk (insgesamt etwa 14.000), alles Peanuts für die französische Diplomatie. 

Kaum zu glauben, aber das ist noch nicht der Gipfel der Unverschämtheit. Der russophobe Zynismus, die Opfer des Donbass für nicht der Rede wert zu halten, wird von der nachfolgenden Geschichtsklitterung sogar noch übertroffen:

"Und um auf den Vorwurf des Nazismus in Kiew zu antworten, möchte ich sagen, dass in diesem Sinne nur Molotow und die Unterstützer von 'Wagner' mit Nazis verbündet waren."

Bekanntlich haben die Franzosen Paris 1940 bis zum letzten Mann und bis zum letzten Tropfen Blut vor den vorrückenden deutschen Truppen verteidigt, die deutsche Belagerung der französischen Hauptstadt dauerte ja auch länger als die Leningrader Blockade (Spoiler: Es gab keine Belagerung der französischen Hauptstadt, daher auch der Witz, wonach es unmöglich sei zu sagen, wie viele Divisionen man für die erfolgreiche Verteidigung von Paris brauche, es habe schließlich noch nie jemand versucht). Zuvor sind sie im Herbst 1939 todesmutig ihren Bündnispflichten gegenüber Polen nachgekommen, indem sie Flugblätter über dem Ruhrgebiet abwarfen. Und das Vichy-Regime hat auch in keiner Weise mit den Nazis kooperiert, es gab weder Judentransporte nach Auschwitz noch die Division "Charlemagne". Daher darf sich ein Franzose sicherlich auch ein Urteil über die Vorkriegspolitik der Sowjetunion erlauben. 


Maxim Litwinow – Vorreiter für eine internationale Friedensordnung als System kollektiver Sicherheit




Meinung

Maxim Litwinow – Vorreiter für eine internationale Friedensordnung als System kollektiver Sicherheit





Ich erlaube mir meinerseits daran zu erinnern, dass der "Pakt Molotow-Ribbentrop" kein Bündnisvertrag war und keine Allianz zwischen der Sowjetunion und Hitlers Deutschland begründete. Eine deutsch-sowjetische Allianz sah weder Churchill ‒ ein ausgewiesener Antikommunist ‒ noch sonst einer der Zeitgenossen. Und auch heute bewertet kein seriöser, nicht von Russophobie besessener Historiker den Nichtangriffspakt als Allianz.

Nachdem die Bildung der von der Sowjetunion bis in den August 1939 hinein angestrebten Antihitler-Koalition an der polnischen Weigerung gescheitert war, mit der Sowjetunion militärisch zu kooperieren, stand Moskau vor der Wahl, entweder den Durchmarsch Hitlers bis vor die Tore von Minsk zu dulden oder es schon 1939 ‒ weitgehend unvorbereitet, man vergleiche nur die Größe der Roten Armee im Sommer 1939 und im Juni 1941, es ist ein Unterschied von 1 zu 2,5 ‒ zum deutsch-sowjetischen Krieg kommen zu lassen. Ohne westliche Unterstützung (man erinnere sich auch an die Frage Stalins an einen britischen General, wie viele Divisionen Großbritannien denn im Kriegsfalle gegen Deutschland entsenden könnte, und ganz besonders an die Antwort, die selbst Churchill nach dessen Erinnerung in Schockstarre versetzte), ohne vorbereitete und erschlossene Standorte für die zu evakuierende Industrie, ohne produktionsreife Panzer und Flugzeuge...

Hitlers überraschendes Angebot im August 1939, einen Nichtangriffspakt abzuschließen, kommt vor diesem Hintergrund einem der Wunder gleich, mit denen die russische Geschichte immer wieder aufwartet. Er schenkte Stalin zwei zusätzliche Jahre für die Vorbereitung auf den unvermeidlichen Krieg, die Geheimprotokolle gaben die nötige Verteidigungstiefe, die Moskau zwei Jahre später das Schicksal von Paris ersparte. Beides war in dem realen Geschichtslauf letztlich kriegsentscheidend. Wissen monsieur das nicht? 


Kreml: Niemand bestreitet Hitler-Stalin-Pakt, aber UdSSR niemals mit Nazi-Deutschland gleichzusetzen





Kreml: Niemand bestreitet Hitler-Stalin-Pakt, aber UdSSR niemals mit Nazi-Deutschland gleichzusetzen





Eine Allianz hatte Hitler übrigens mit Italien und Japan, später kamen Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Finnland als Verbündete dazu. Kann der hochdekorierte Diplomat das vergessen haben oder lügt er bewusst, wenn er sagt, dass ausdrücklich nur Molotow Hitlers Verbündeter gewesen sei? 

Was die "Wagner-Gruppe" angeht: Mir hat die zweifelhafte "Ästhetik" ihrer Symbole nie zugesagt. Ein Totenschädel ist allerdings nicht das Hakenkreuz und nicht die Wolfsangel, mit denen sich ukrainische Soldaten und Verbände aktuell allenthalben "schmücken". Und von "Wagners" martialischem Symbol abgesehen gibt es nichts, was auch nur ansatzweise die Einordnung seiner Männer als "Nazis" rechtfertigen würde.

Nein, wir vergessen auch die anderen Franzosen nicht: Die Kommunisten, die sich keine Sekunde den Nazis beugten, die Résistance, die Flugstaffel "Normandie-Njemen"... Doch in der UNO wird Frankreich zurzeit durch einen unverschämten Geschichtsfälscher und Nazismus-Relativierer vertreten, der das Andenken auch der französischen Antifaschisten besudelt. Welch eine Schande! 

Mehr zum Thema - Medwedew: Französische Diplomaten sind "Abschaum, Bastarde, Freaks"


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/fqwsw4/2_WestelitenGeschichteumschreiben_a.mp3 Dauer 9:37 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Info: https://freedert.online/meinung/195442-frankreichs-un-botschafter-erlaubt-sich-unverschaemtheit/


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Weiteres: 




Maxim Litwinow – Vorreiter für eine internationale Friedensordnung als System kollektiver Sicherheit


freedert.online, vom 31 Dez. 2021 19:32 Uhrvon Veit Friemert

Maxim Litwinow war als Außenminister der Sowjetunion für neun Jahre der Nachfolger von Georgi Tschitscherin und der Vorgänger von Wjatscheslaw Molotow. Er ist jedoch heute, ebenso wie sein Vorgänger, im Gegensatz zu Molotow außerhalb der Expertenkreise weitgehend unbekannt – sehr zu Unrecht.


Maxim Litwinow – Vorreiter für eine internationale Friedensordnung als System kollektiver SicherheitQuelle: Sputnik



Bekannter als Maxim Litwinow ist sein Nachfolger Molotow, dessen Name heute in einen Atemzug mit dem des damaligen deutschen Außenministers Ribbentrop genannt wird und der gleichsam für die angebliche Ursünde des Kriegsausbruchs 1939 steht. Zugleich soll uns das über die damaligen Ereignisse hinaus darüber belehren, was als Erbe der Sowjetunion (SU) und Konsequenz ihres weltpolitischen Handelns zu gelten hat. Die Erinnerung an das politische Wirken Litwinows mag dieses Bild korrigieren. Der Jahrestag seines Todes gibt die Gelegenheit, dies zu tun.


Allein gegen Hitler: Die Sowjetdiplomatie in den 1930er Jahren





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Meir Henoch Wallach wird 1876  im damals zum Russischen Kaiserreich gehörenden polnischen Białystok in eine liberal gesinnte jüdisch-litauische Kaufmannsfamilie hineingeboren. Frühzeitig politisch interessiert, radikalisiert ihn der Militärdienst in der zaristischen Armee, den er im Alter von 17 Jahren antritt. Nach seiner Entlassung – er hatte sich geweigert, in Baku auf demonstrierende Arbeiter zu schießen – engagiert er sich in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR). Er wird verhaftet, kann aus dem Gefängnis fliehen und geht ins westeuropäische Exil, in dem er den Großteil der Zeit bis zur Oktoberrevolution bleiben wird. In London begegnet er den drei Personen, die sein politisches Leben nach der Revolution prägen werden: 1903 trifft er Lenin im Lesesaal der British Library, 1907 auf dem 5. Parteitag der SDAPR Stalin und schließlich Tschitscherin – nach dessen Übersiedlung 1914 aus Frankreich nach London –, der damals den Menschewiki zugehörig ist. Litwinow (so lautet nun sein Kampfname) organisiert Waffen für die russischen Revolutionäre, vertreibt Revolutionsliteratur, vor allem aber nimmt er regen Anteil an den Diskussionen russischer und europäischer linker Exilanten in Westeuropa. Lenin folgend und in Übereinstimmung mit Tschitscherin kritisiert er im Ersten Weltkrieg das Engagement sozialdemokratischer Parteien Europas auf Seiten ihrer kriegführenden Länder und fordert einen pazifistischen Internationalismus.

Mit der Oktoberrevolution wird Litwinow kurzzeitig amtierender russischer Botschafter in Großbritannien. Wenig später erfolgt die Entlassung Tschitscherins durch die britische Regierung, die ihn wegen pazifistischer Propaganda festgesetzt hatte. Dessen Freilassung setzt die neue, bolschewistische Regierung als gegenseitigen Gefangenenaustausch durch. Tschitscherin wird Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Litwinow folgt ihm ins Kommissariat, ab 1923 als dessen Stellvertreter. Beide stehen dem proletarischen Internationalismus und der Komintern distanziert gegenüber.

Die Arbeit Tschitscherins, der der jungen Sowjetunion mit enormem Fleiß, Geschick und taktischem Gespür Wege in die internationale Politik ebnet und damit auch zur innenpolitischen Konsolidierung beiträgt, wird gegen Ende der 1920er Jahre krankheitsbedingt zunehmend von Litwinow übernommen. Der vollzieht bereits 1929 mit dem sogenannten Litwinow-Protokoll eine Abkehr von Tschitscherins Politik, der US-amerikanischen Friedensproklamationen wie auch dem Völkerbund misstraute: Das Protokoll versteht Litwinow ausdrücklich als Erweiterung des Briand-Kellogg-Pakts (des Pariser Vertrags), einer Initiative amerikanisch-französischer Diplomatie, die über den Völkerbund völkerrechtliche Verbindlichkeit beansprucht. Im Jahre 1935 erfolgt der Abschluss von Beistandsverträgen der Sowjetunion mit Frankreich und der Tschechoslowakei. Der Vertrag mit der Tschechoslowakei wird 1938 durch das Münchner Abkommen hinfällig, der mit Frankreich scheitert unmittelbar vor Kriegsbeginn 1939 durch das Misslingen seiner Überführung in ein militärisches Dreierbündnis mit Großbritannien. Bereits im Mai des Jahres war Litwinow von Stalin durch Molotow ersetzt worden. Den Verlust seines Amtes erlebt er als existenzielle Bedrohung, bleibt von den Säuberungen aber verschont. Mit dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion wird er sowjetischer Botschafter in den Vereinigten Staaten (bis 1943) und zugleich stellvertretender Außenminister. 1946 scheidet er endgültig aus dem Amt.


Der deutsche Überfall auf die UdSSR: Warum glaubte Stalin seinen Aufklärern nicht?





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Worin liegen seine Verdienste, worin besteht deren Aktualität? Mit dem Litwinow-Protokoll konnte die sowjetische Diplomatie einen Prestigegewinn reklamieren, weil es nämlich gelang, Polen, Estland, Lettland und Rumänien sowie die Türkei und Litauen zur Forderung zu bewegen, den Briand-Kellogg-Pakt von Paris (also den Ausschluss des Krieges als Mittel politischer Auseinandersetzung) für Osteuropa umzusetzen. Strategisches Ziel dieser Politik war die Verhinderung einer Einkreisung der Sowjetunion und damit verbunden der Abkopplung von Europa – oder vielmehr die Verhinderung ihrer Zerstörung. Darüber hinaus diente das Protokoll der Sowjetunion als einer jener Regionalpakte, mit denen die Satzung des Völkerbunds vor Ort ergänzt werden sollte. Auf dieses Erfordernis hatte Litwinow mehrfach in Reden vor dem Völkerbund verwiesen, ebenso darauf, dass diesen Pakten ein Sanktionspotential zukommen müsse. Ziel war die Etablierung eines Systems kollektiver Sicherheit – also nicht die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, sondern die Verhinderung von Aggressionen.

Die diplomatischen Aktivitäten der SU im Vorfeld und Umkreis des Münchner Abkommens lassen sich als Versuch der Umsetzung dieser sicherheitspolitischen Vorstellungen Litwinows verstehen. Dessen Scheitern wirft ein Schlaglicht auf die damalige Kooperationsbereitschaft des Westens, stellt zugleich die tradierten Vorwürfe einer Kollaboration der SU mit dem aggressiven Nazi-Deutschland zu Kriegsbeginn infrage und lässt Lehren für die Gegenwart ziehen.

Die Beistandspakte der Sowjetunion mit Frankreich und der Tschechoslowakei (ČSR) bildeten eine dreiseitige Verpflichtung, da bereits seit 1924 ein Beistandsabkommen zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei bestand. Dieses sicherheitspolitische "Dreierbündnis" wurde 1938 dem ultimativen Belastungstest unterzogen. Es wäre geeignet gewesen, Hitler in den Arm zu fallen, als dieser begann, die Sudetenkrise zu dramatisieren, wozu ihn der "Anschluss" Österreichs überhaupt erst ermächtigt hatte. Die Tschechoslowakei akzeptierte den Beistand der Sowjetunion allerdings nur unter der Bedingung der gleichzeitigen Intervention Frankreichs, da sie befürchtete, ansonsten das jüngste Schicksal der spanischen Republik zu erleiden. Frankreich aber sagte ab, weil es für diesen Fall auf die Hilfe Englands, auf die Frankreich glaubte angewiesen zu sein, gar nicht zählen kann. Auf der anderen Seite verweigerte auch Polen den Durchmarsch sowjetischer Truppen, um der Tschechoslowakei zu Hilfe zu kommen. Das Ergebnis war das Münchner Abkommen (von dem Polen sogar profitierte). Frankreich "erfüllte" demnach also die Verpflichtungen gegenüber der ČSR in der Weise des Vertragsbruchs.

Obwohl die Sowjetunion nun um den Wert des eigenen Beistandspakts mit Frankreich wusste, plädierte Litwinow noch im Frühjahr 1939 für eine Dreierkoalition mit Frankreich und England als der einzig verbliebenen Möglichkeit, Deutschlands anlaufende Kriegsmaschinerie zu stoppen. Am 3. Mai verlor Litwinow sein Amt. Mit seiner Ersetzung durch Molotow signalisierte Stalin der antisemitischen deutschen Führung Gesprächsbereitschaft, den Franzosen und Engländern aber auch die Entscheidung, nunmehr zweigleisig zu fahren. Er erhöhte ihnen gegenüber den Druck und verlangte detaillierte und bindende Absprachen über gemeinsame Militärmaßnahmen. Dass die britische und französische Delegation mit einem langsam fahrenden Handelsschiff statt mit dem Flugzeug anreisten und die britische Delegation überhaupt kein Verhandlungsmandat besaß, hatte primär den Sinn, Stalin nur im Gespräch und damit möglichst lange von einer Absprache mit Hitler abzuhalten. Eben diese Taktik führte zu dem, was sie eigentlich vermeiden sollte – und was man bis heute nicht müde wird, allein den Sowjets anzukreiden. Dass die Sowjets angesichts einer unmittelbaren Bedrohung durch die Deutschen deren Gesprächsangebot also hätten ignorieren sollen, ist dem britischen Historiker Jonathan Haslam zufolge schlicht unbegreiflich (simply inconceivable). Was folgte, ist bekannt.


Zum 80. Jahrestag des Münchner Abkommens: 200 Geheimdokumente in Moskau ausgestellt (Video)





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Was also kann man heute noch von Litwinow lernen? Zunächst ist der bestehende Unterschied interessant – zwischen dem von ihm in der Tradition Tschitscherins vertretenen pazifistischen Internationalismus und der gegenwärtig vom Westen propagierten werteorientierten Pazifizierung. Letztere folgt der Doppelstrategie von Freihandel und Menschenrechten: Der Westen sanktioniert Widerstand durch moralische Verurteilung und Ausschluss vom internationalen Zahlungsverkehr, hingegen gratifiziert er Zustimmung durch massenmedialen Zuspruch und auch durch Kredite. Was die Doppelstrategie auslässt, worauf also scheinbar verzichtet wird, ist die machtpolitische Auseinandersetzung. Allein anhand des gigantischen US-amerikanischen Militärhaushalts von diesjährig über 750 Mrd. US-Dollar ist das angebliche Signal auf Machtverzicht unglaubwürdig. Das afghanische Fiasko wiederum beschämt nicht nur diese Kriegsmaschinerie, sondern macht auch den menschenrechtlichen Impetus des Einsatzes zu einer hilflosen Gebärde. Hingegen ist Litwinows Ansatz pragmatisch – gerade angesichts des hohen Gutes, den die Bewahrung des internationalen Friedens darstellt. Er verweist die Staaten auf das geltende, bestehende Völkerrecht und fordert sie auf, den Gegebenheiten entsprechend unprätentiös neue Vereinbarungen und Gesetze zu formulieren.

Litwinow hat das Sicherheitsinteresse seines Staates in einem System kollektiver Sicherheit bewahrt sehen wollen und klagte es zugleich gegenüber der Weltgemeinschaft ein. Letzteres musste er tun, weil die damals führenden Mächte dieses Interesse ignorierten, unter anderem, weil sie nicht wirklich bedachten, ob das nicht vielleicht doch in ihrem aufgeklärten Eigeninteresse liegen könnte. Denn ein Staat, dessen Sicherheitsinteresse permanent ignoriert wird, den man beständig aus- oder eingrenzt, wird zum Paria, was auch heißt, dass dessen Eigeninteresse irgendwann von anderen als rational nicht mehr erfahrbar wird. Für die Sowjetunion war dieses Datum der August 1939. Zwei Dreierkoalitionen waren da auf Kosten bestehender Staaten bereits gescheitert: Das Vertragsgebilde mit der Tschechoslowakei und Frankreich, womit Prag aus dem Spiel genommen wurde, und jene Vertragsabsicht mit Frankreich und Großbritannien, womit Paris aus dem Spiel war. Erst in der Dreierkoalition mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika, also auf Kosten eines zweiten Weltkrieges, fand das Sicherheitsinteresse der Sowjetunion endlich zeitweilige Anerkennung. Erst diese Dreier-Allianz hält neben der Sowjetunion auch Großbritannien im Spiel und bringt die USA als neuen Spieler auf das weltpolitische Parkett.

Offensichtlich hatte sich der Westen nur unter der Bedingung des Krieges durchringen können, seine ostpolitische Strategie zu überdenken oder – um hier an eine bekannte Äußerung zu erinnern – in der Gestalt des Ostens die eigene Frage zu sehen: unter dem Eindruck der globalpolitischen Auseinandersetzung des Zweiten Weltkriegs und später dem der nuklearen Gefahr im Kalten Krieg. Dieser Respekt war erst bedingt durch die eigene Bedrohung. Mit dem Untergang des Ostblocks meint der Westen offenbar, diesen Respekt nicht mehr schuldig zu sein. Das ist gefährlich, denn das nämlich könnte einem globalpolitischen Rückschritt auf eine Position von vor 1939 entsprechen, zwar ohne Hitler und auch ohne Stalin, aber dafür heute bei wechselseitiger nuklearer Bedrohung. Im Unterschied zu 1939 kaschiert der Westen jetzt das überlebenswichtige Eigeninteresse hinter einer Fassade der moralisierenden Weltmission. Nun will er der radikalere Bruder sein, unter dessen strafendem Blick der andere Partner visitiert und verurteilt werden kann. Litwinow, dessen Todestag sich am 31. Dezember zum siebzigsten Mal jährt, war in der Sowjetunion solches Revolutionsspektakel fremd. Er wusste wie Tschitscherin, dass man beim Säbelrasseln den Kopf verlieren kann – auch im übertragenen Sinn. Und für den Westen wird es heute allerhöchste Zeit, den eigenen Blick in den Blick zu nehmen.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.02.2026

Ex-Premier: Rohstoffe der Ukraine fast vollständig in der Hand globaler Konzerne

freedert.online, 23 Feb. 2026 06:00 Uhr

Kiew hat im Rahmen entsprechender Abkommen die natürlichen Ressourcen der Ukraine kostenlos an Großbritannien und die USA abgetreten. Dies erklärt der frühere ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow. Die USA würden aus dem Rohstoffdeal keinen Gewinn erzielen.


© Urheberrechtlich geschützt


Archivbild: Schild am Hauptsitz des US-Konzerns Monsanto in St. Louis, US-Bundesstaat Missouri


Ausländische Konzerne und westliche Länder haben mittlerweile nahezu die vollständige Kontrolle über Land und Bodenschätze der Ukraine. Dies erklärte der ehemalige ukrainische Premierminister Nikolai Asarow in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Laut Asarow handele es sich um nahezu 100-prozentige fremde Kontrolle. Sämtliches Land in den unterschiedlichsten Eigentumsformen befinde sich im Besitz großer Agrarkonzerne wie Monsanto, so der frühere Regierungschef der Ukraine.   

Präsident Wladimir Selenskij habe im Rahmen entsprechender Abkommen die natürlichen Ressourcen der Ukraine kostenlos an Großbritannien und die USA abgetreten. In der modernen Ukraine besitze die Bevölkerung nichts, betonte Asarow weiter.

"Ich verstehe nicht, wofür die Menschen an der Front sterben. Für Selenskij, damit er sich die Taschen füllen kann?"

Aus diesem Grund scheitert der Finanzkrieg des Westens




Analyse

Aus diesem Grund scheitert der Finanzkrieg des Westens





Der ehemalige Premier zeigte sich skeptisch, was die potenziellen Vorteile angeht, die die USA aus dem Rohstoffabkommen mit der Ukraine ziehen würden. Sie würden erst dann etwas verdienen, wenn sie enorme Mittel in die Erkundung von Lagerstätten investieren würden, meinte Asarow.

Die Tatsache, dass jemand auf einer Karte für Selenskij eine Stelle eingezeichnet und "Lithium-Lagerstätte" darauf geschrieben habe, bedeute überhaupt nicht, dass man morgen einen Bagger aufstellen und lithiumreiches Gestein abbauen könne. Die Abbau-Bedingungen seien extrem schwierig, die Konzentration der Mineralien sei jedoch sehr gering.

Asarow wörtlich im Interview:

"Es werden Technologien zur Anreicherung und Extraktion benötigt. Nichts davon existiert. Sie könnten entwickelt werden, wenn Milliarden investiert würden, was den Vereinigten Staaten von Amerika jedoch fehlt."

Die USA und die Ukraine haben sich Ende April 2025 auf die Einrichtung eines Wiederaufbaufonds geeinigt, der den Amerikanern einen privilegierten Zugang zu ukrainischen Ressourcen, darunter Metalle der Seltenen Erden, gewährt. Der künftige Wiederaufbaufonds solle nach Angaben der Regierung in Kiew in Projekte zur Förderung von Mineralien, Öl und Gas sowie in damit verbundene Infrastruktur investieren.

Die Ukraine und die USA werden demnach gemeinsam die zu finanzierenden Investitionsprojekte festlegen. Investiert werden dürfe nur in der Ukraine. Die Ukraine werde ihren Anteil am Fonds nicht aus bestehenden Rohstoffprojekten leisten, sondern 50 Prozent der Einnahmen aus künftigen Förderlizenzen oder Rohstoffverkäufen einzahlen.

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Video https://rumble.com/v762y4y-russland-mit-flagge-erlaubt-konflikt-um-paralympische-spiele-2026.html Dauer 5:23 Min.


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Liveticker Ukraine-Krieg: Russisches Militär greift Elitekämpfer im ukrainischen Hinterland an


freedert.online, 23 Feb. 2026 13:28 Uhr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.


Symbolbild: Su-25-Kampfflugzeug der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte

Liveticker Ukraine-Krieg: Russisches Militär greift Elitekämpfer im ukrainischen Hinterland anQuelle: TASS © Stanislaw Krassilnikow

  • 23.02.2026 17:30 Uhr

17:30 Uhr

Außenministerium: Russland und die USA sehen keine Rolle für die EU in den Ukrainegesprächen

Wie der Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums Rodion Miroschnik gegenüber Journalisten erklärte, seien die Vertreter der europäischen Länder, die derzeit versuchen, Einfluss auf die Beilegung des Ukraine-Konflikts zu nehmen, für den Verhandlungsprozess zum gegenwärtigen Zeitpunkt absolut "schädlich". Moskau und Washington seien sich einig, dass die Europäische Union heute bei den Verhandlungen über die Ukraine "nichts zu suchen" habe, so Miroschik weiter. In der Fernsehsendung Solowjew Live betonte er, dass im Grunde nur Washington den Wunsch habe, die Lösung des Konflikts zu unterstützen, und merkte an:

"Die Europäer haben diesen Wunsch nicht. Deshalb sind sich sowohl die Vereinigten Staaten als auch Russland im Grunde einig, dass die Europäer zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei diesen Verhandlungen nichts zu suchen haben. Sie sind direkte Beteiligte an dem Konflikt auf einer der Seiten, und die Frage der Vermittlung wird bei ihnen sicherlich nicht funktionieren. Deshalb sind die Europäer zum jetzigen Zeitpunkt definitiv schädlich für die Verhandlungen, sie können nicht daran teilnehmen, insbesondere wenn wir uns zum Ziel gesetzt haben, Optionen für eine systemische Lösung und die Beendigung des Blutvergießens zu finden."

  • 16:59 Uhr

    "Slowakei ist keine Bananenrepublik" – Fico droht Kiew mit Stopp der Stromlieferungen


    Nach Ungarn erhöht nun auch die Slowakei den Druck auf Kiew. Hintergrund ist die Blockade russischer Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline durch die Ukraine. 

    Mehr dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • 16:36 Uhr

    Hunderte ukrainische Angriffe auf Zivilisten im Gebiet Cherson innerhalb einer Woche

    Im Zeitraum zwischen dem 14. und 20. Februar haben ukrainische Einheiten mindestens 794 Angriffe auf sieben Ortschaften im Bezirk Aljoschki durchgeführt. Dies gibt ein Verwaltungschef im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson, Ruslan Chomenko, bekannt.

    Laut dem Beamten wurden drei Einwohner durch Artilleriebeschuss und Drohnenattacken getötet. Drei weitere Zivilisten erlitten Verletzungen. Mehrere Eigenheime und zivile Fahrzeuge kamen zu Schaden.  

    "Dies sind allesamt abscheuliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung", schreibt Chomenko auf Telegram.

    Und weiter:

    "Ich erkläre nochmals, dass das Vorgehen der ukrainischen Streitkräfte einen regelrechten Völkermord an den Bewohnern des Gebiets Cherson und einen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht darstellt."

  • 15:48 Uhr

    Selenskij erkennt die Unmöglichkeit einer Rückkehr der Ukraine zu den Grenzen von 1991 an

    Wladimir Selenskyj erklärte, dass die Ukraine derzeit nicht in der Lage sei, die Grenzen von 1991 zurückzugewinnen. In einem Interview mit der britischen Rundfunkgesellschaft BBC stellte er dazu fest:

    "Heute würde dies sehr große Verluste bedeuten – Millionen von Menschen. […] Außerdem verfügen wir nicht über genügend Waffen. Das hängt nicht nur von uns ab, sondern auch von unseren Partnern. Daher ist dies derzeit unmöglich."

  • 15:27 Uhr

    Kamikazedrohnen greifen Schule im russischen Gebiet Brjansk an

    Das ukrainische Militär hat am Montagnachmittag (Ortszeit) eine Schule im Grenzgebiet Brjansk angegriffen, wie der Gouverneur Alexandner Bogomas berichtet. Das friedlichste zivile Objekt sei unter Einsatz der Kamikazedrohnen attackiert worden, schreibt der Beamte auf Telegram.  

    Verletzte soll es laut Bogomas keine geben. Das Schulgebäude sei durch abgeworfene Sprengsätze beschädigt worden.

    Die zuständigen Dienste sind vor Ort im Einsatz.

  • 14:56 Uhr

    Medwedew: Russland braucht einen Sieg, aber dessen Preis zählt

    Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Dmitri Medwedew sprach anlässlich des heute in Russland begangenen Tages des Verteidigers des Vaterlandes und rief die Soldaten dazu auf, gut auf sich und ihre Angehörigen aufzupassen. Russland sei auf den Sieg aus, aber der Preis des Sieges sei für das Land entscheidend, betonte Medwedew. Im Gespräch mit den Soldaten sagte er:

    "Passt auf euch und eure Angehörigen auf, denn wir brauchen den Sieg, aber der Preis des Sieges ist ausschlaggebend."

  • 14:16 Uhr

    Moskau meldet erneute ukrainische Drohnenangriffe auf russische Gebiete

    In der Zeitspanne von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr Moskauer Zeit hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 34 ukrainische unbemannte Fluggeräte über den Gebieten Belgorod, Krasnodar, der Republik Krim sowie den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres zerstört.

    Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekanntgibt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen am Montag Starrflüglerdrohnen ein.

  • 13:44 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Montag über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

    Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der gesamten Frontlinie Feuerschaden zugefügt. Im Laufe des Tages wurden in allen Frontabschnitten rund 1.355 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.

    Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:

    • 74 Fahrzeuge
    • 21 gepanzerte Kampffahrzeuge
    • 20 Artilleriegeschütze
    • sechs Anlagen der elektronischen Kampfführung
    • ein Artillerieaufklärungsradar
    • elf Munitionslager.

    Russlands Streitkräfte führten an 148 Orten einen kombinierten Angriff auf Verkehrsanlagen sowie auf Einrichtungen der Energie- und Treibstoffinfrastruktur, die für militärische Zwecke genutzt wurden, durch.

    Entlang der Front zerstörte die Luftverteidigung 541 ukrainische Starrflüglerdrohnen, 21 Raketen aus einem HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, sieben Lenkbomben sowie eine Langstreckenrakete vom Typ Neptun.

  • 13:13 Uhr

    Szijjártó bekräftigt: Ungarn blockiert EU-Sanktionen gegen Russland

    In einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft hat sich der ungarische Außenminister Péter Szijjártó erneut gegen das geplante 20. Paket der Russland-Sanktionen ausgesprochen. "Die Brüsseler Militärfanatiker" seien nicht imstande, eine bessere Option als weitere Strafmaßnahmen vorzuschlagen, meinte der Spitzendiplomat.   

    Und weiter:

    "Es ist ihnen egal, ob das die europäische Wirtschaft ruiniert. Es ist, als würde eine Comicfigur versuchen, mit ihren Muskeln zu prahlen. Es ist lächerlich und traurig, dass wir so weit gekommen sind. Selbstverständlich werden wir diesem Sanktionspaket erst dann zustimmen, wenn die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline nach Ungarn wiederaufgenommen werden."

    Budapest werde auch die Freigabe eines EU-Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine ablehnen, solange Kiew die Ölversorgung Ungarns gefährde, so Szijjártó.

  • 12:31 Uhr

    Russland: Präsident Putin legt Kranz am Grabmal des Unbekannten Soldaten nieder (Video)

    Am 23. Februar feiert man in Russland den Tag des Verteidigers des Vaterlandes. Aus diesem Anlass hat der Präsident Wladimir Putin einen Kranz am Grabmal des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer niedergelegt. Die russischsprachige RT-Redaktion teilt auf Telegram entsprechende Aufnahmen.

  • 11:50 Uhr

    TASS: Russisches Militär greift Elitekämpfer im ukrainischen Hinterland an

    Das ukrainische Kommando hat die überlebenden Kämpfer des Elite-Sturmregiments Schkwal (dt.: Stoßwind) von der Front ins Hinterland im Gebiet Dnjepropetrowsk zurückgezogen. Dies teilt die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine Quelle aus Sicherheitsbehörden Russlands mit.

    Aber die russische Armee hat sie auch dort erreicht. In der Ortschaft Nikolajewka wurden Kiews Elitesoldaten teilweise mithilfe von schweren FAB-Bomben außer Gefecht gesetzt.

  • 11:25 Uhr

    BBC: Selenskij zweifelt an Donald Trumps Zuverlässigkeit

    In einem Interview mit dem britischen Sender BBC ging der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij auf die Frage ein, ob er dem US-amerikanischen Staatsoberhaupt Donald Trump trauen könne, unter anderem hinsichtlich der Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

    "Es geht nicht nur um Präsident Trump, wir sprechen über Amerika", meinte Selenskij.

    "Wir alle sind Präsidenten für die vorgesehene Amtszeit. Wir wollen beispielsweise Garantien für 30 Jahre. Die politischen Eliten werden künftig andere sein, die Anführer werden andere sein."

    Die Sicherheitsgarantien würden aus gutem Grund dem US-Kongress zur Abstimmung vorgelegt, sagte der ukrainische Präsident weiter.

    "Es geht nicht nur um Präsidenten. Der Kongress ist notwendig. Denn die Präsidenten kommen und gehen, aber Institutionen bleiben."

    Der BBC-Journalist fasste zusammen:

    "Mit anderen Worten, Donald Trump mag unzuverlässig sein, aber er wird nicht ewig im Amt bleiben".

  • 10:49 Uhr

    Russische Artillerie eliminiert Ziele durch präzise Treffer (Video)

    Eine Besatzung der Selbstfahrlafette vom Typ Akazija des russischen Truppenverbands Ost zerstörte im Gebiet Saporoschje mehrere Schützenpanzer der ukrainischen Streitkräfte. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.

    Wie die Behörde bekannt gibt, sind solch präzise Treffer dank der Kommunikations- und Kontrollsysteme aus heimischer Produktion möglich, die von Artilleristen und Drohnenpiloten eingesetzt würden.

  • 10:18 Uhr

    Kallas unsicher, ob Milliarden-Darlehen für die Ukraine genehmigt wird

    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas konnte nicht bestätigen, dass sich die Außenminister der Gemeinschaft am Montag auf einen Milliardenkredit für Kiew einigen würden.

    "Selbstverständlich werden wir auch die Frage eines Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro erörtern", sagte sie zum Auftakt des Treffens in Brüssel. "Es sollte vorangetrieben werden. Aber warten wir ab, was dabei herauskommt."

    Ungarn hatte zuvor erklärt, es werde sowohl das 20. Sanktionspaket gegen Russland als auch die Freigabe von 90 Milliarden Euro an Kiew blockieren, bis die Ukraine die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline wiederaufnimmt.

  • 09:47 Uhr

    Ukrainisches Militär setzt Drohnenterror gegen russische Regionen fort

    In der Zeitspanne von 7:00 Uhr bis 8:00 Uhr Moskauer Zeit hat Russlands Luftverteidigung insgesamt sechs ukrainische unbemannte Fluggeräte über dem Gebiet Adygeja und den Gewässern des Asowschen Meeres zerstört.

    Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekanntgibt, setzte das ukrainische Militär bei den Angriffen am Montag Starrflüglerdrohnen ein.

  • 09:17 Uhr

    Kiew fehlen Soldaten an der Front bei Charkow

    Das ukrainische Kommando versucht, den gravierenden Personalmangel im Frontabschnitt Charkow durch den großangelegten Einsatz von Drohnen und Anlagen der elektronischen Kampfführung auszugleichen. Dies teilt die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle aus Sicherheitsbehörden Russlands mit.

    Wie die Quelle berichtete, hat das ukrainische Militär an der Frontlinie damit begonnen, neu entwickelte elektronische Kampfführungssysteme Oktawa und Damba einzusetzen.

    Die russischen Streitkräfte sind derzeit dabei, die Sicherheitszone entlang der Grenze zum Gebiet Charkow zu schaffen. Wie Präsident Wladimir Putin betonte, erfüllt die Armee die Aufgabe erfolgreich.

  • 08:39 Uhr

    Russische Drohnenpiloten lassen dem Gegner keine Chance (Video)

    Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Drohnenpiloten im Gebiet Sumy und in der Volksrepublik Donezk im Einsatz. Wie es heißt, setzten sie Festungen der ukrainischen Streitkräfte samt Personal außer Gefecht und verhinderten Truppenrotationen. 

  • 08:14 Uhr

    Gouverneur meldet massiven ukrainischen Raketenangriff auf Grenzgebiet Belgorod

    Die Stadt Belgorod und das gleichnamige umliegende Gebiet an der Grenze zur Ukraine wurden in der Nacht zum Montag von den ukrainischen Streitkräften massiv mit Raketen beschossen. Das gibt der Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram bekannt.

    Laut dem Beamten wurde beim Angriff die Energieinfrastruktur schwer beschädigt. In Wohnhäusern gebe es Unterbrechungen bei der Strom-, ⁠Wasser- ​und Wärmeversorgung, heißt es.

    Des Weiteren meldet Gladkow Sachschäden durch die nächtliche Attacke. In zwei Wohngebäuden sei es zum Fensterbruch gekommen. Zudem seien mehrere Eigenheime, Ausrüstung auf dem Gelände einer Produktionsanlage, eine soziale Einrichtung und ein ziviles Fahrzeug beschädigt worden.

    Der Gouverneur meldet zudem einen Drohnenangriff aus der Ukraine auf die Ortschaft Puschkarnoje. Eine Zivilistin sei mit einem Barotrauma und Splitterverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Fünf Eigenheime und ein Nebengebäude sollen beschädigt worden sein.   

  • 07:38 Uhr

    Kiew setzt knapp 200 Drohnen gegen russische Regionen ein

    In der Nacht zum Montag hat die Luftverteidigung insgesamt 152 unbemannte Fluggeräte über 13 russischen Gebieten abgefangen oder zerstört. Dies gibt das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt.   

    Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 23:00 Uhr am 22. Februar bis 7:00 Uhr am 23. Februar Moskauer Zeit setzte das ukrainische Militär Starrflüglerdrohnen ein.

  • 07:09 Uhr

    Russische Truppen setzen Ziele bei Orechow im Gebiet Saporoschje außer Gefecht

    Drohnenpiloten des russischen Truppenverbands Dnjepr haben bei einem Aufklärungsflug fahrende Fahrzeuge ukrainischer Einheiten nahe Orechow im Gebiet Saporoschje aufgespürt. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, wurden die feindlichen Ziele mit präzisen Angriffen der FPV-Drohnen zerstört.

    Darüber hinaus machten die russischen Soldaten gegnerische Funkrelaisstationen sowie einen Multikopter vom Typ Baba Jaga unschädlich.  

    Die Stadt Orechow ist die wichtigste ukrainische Festung auf dem Weg nach Saporoschje.

  • 20:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 19:57 Uhr

    Luftabwehrkräfte schießen elf auf Moskau fliegende Drohnen ab

    Wie der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin mitteilt, haben die Luftabwehrkräfte elf auf Moskau fliegende Drohnen zerstört. "Am Ort des Absturzes arbeiten Rettungskräfte", erklärte er auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken. An allen Flughäfen der Hauptstadt wurden aus diesem Grund vorübergehende Beschränkungen für die An- und Abflüge von Flugzeugen eingeführt. 

    Insgesamt wurden laut Angaben des Verteidigungsministeriums über den russischen Regionen innerhalb von nur zwei Stunden mehr als 70 Drohnen der ukrainischen Armee von den Luftabwehrkräften abgefangen und zerstört.

  • 19:33 Uhr

    Alaudinow: Todesstrafenmoratorium für ukrainische Militärs muss aufgehoben werden

    Wie der Kommandeur der Spezialeinheit "Achmat" des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Apti Alaudinow, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS erklärte, sollte für die Dauer des bevorstehenden Kriegstribunals gegen ukrainische Militärangehörige das in Russland geltende Moratorium für die Todesstrafe aufgehoben werden. Alaudinow betonte:

    "Das Wichtigste ist, die Sonderoperation abzuschließen und die militärische Führung der Ukraine vor Gericht zu stellen … Für diese Zeit sollte unser Moratorium für die Todesstrafe aufgehoben werden, damit wir die Urteile fällen können, die sie verdienen."

  • 19:06 Uhr

    Talkrunde im SRF: "Russland mischt sich via RT DE in Schweizer Innenpolitik ein"


    In der SRF-Talkrunde "Abstimmungs-Arena zur SRG-Initiative" wurde die Rolle von RT DE diskutiert.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website

  • 18:41 Uhr

    Ex-Ministerpräsident: Kiew braucht "60 Tage für die Wahlen", um die Armee wiederaufzubauen

    Wie der ehemalige ukrainische Premierminister Nikolai Asarow warnt, will die Führung in Kiew, die 60 Tage für die Vorbereitung der Wahlen beantragt hat, diese Zeit nutzen, um das Potenzial der ukrainischen Streitkräfte wiederherzustellen. Dies erklärte er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS. Asarow bemerkte:

    "Nun, vor allem zielt diese Taktik darauf ab, dem Kiewer Regime die Möglichkeit zu geben, seine Streitkräfte neu zu bewaffnen, sie zu modernisieren, zu ergänzen, eine Umstrukturierung und Rotation durchzuführen, also jedenfalls die völlig heruntergekommenen Streitkräfte mehr oder weniger in einen normalen Zustand zu versetzen. Es geht darum, die Vorräte an Raketen und Munition aufzufüllen, und das ist die erste und wichtigste Aufgabe dieses Waffenstillstands."

  • 18:24 Uhr

    Bericht: Großbritannien und EU bereiten neue Krisenherde für Moskau vor

    Das Ende des Konflikts in der Ukraine wird keine Ruhe bedeuten – denn London und eine Reihe seiner europäischen Verbündeten erwägen unabhängig vom Ausgang der aktuellen Verhandlungen die Schaffung neuer Krisenherde rund um Russland. Darüber berichtet das Portal L’AntiDiplomatico. Die Autoren des Portals weisen auch darauf hin, dass die anhaltende Konfrontation für die Rüstungsindustrie der europäischen Länder von Vorteil ist, darunter auch für große britische Unternehmen, die angeblich deshalb Rekordeinnahmen vorweisen können. In dem Artikel dazu heißt es:

    "Selbst wenn eine Einigung mit Kiew theoretisch möglich ist, arbeiten London und andere europäische Partner bereits daran, neue Spannungsherde anzuzünden und den Gedanken einer ständigen Konfrontation zu festigen, was sogar hochrangige britische Geheimdienstmitarbeiter offen einräumen."

  • 17:58 Uhr

    Orbán: Napoleon und Hitler konnten Russland nicht besiegen – jetzt versucht es Kaja Kallas


    Viktor Orbán hat am Samstag bei einer Antikriegs-Kundgebung in Békéscsaba über die Ambitionen der EU, Napoleon und Hitler zu übertreffen, gespottet.

    "Meiner Meinung nach ist dies ein Fehler, und jeder, der sich dieser europäischen Idee anschließt, wird letztendlich sein eigenes Land in Schwierigkeiten bringen. Er wird sein eigenes Land ruinieren. Nicht Russland wird hier wirtschaftlich zusammenbrechen, sondern die Europäische Union", sagte Orbán.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website

  • 17:23 Uhr

    Budapest will 20. EU-Sanktionspaket blockieren

    Ungarn beabsichtigt, das 20. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland zu blockieren, bis die Ukraine die Öllieferungen über die Pipeline "Druschba" wieder aufnimmt. Das berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine Erklärung des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó. TASS berichtet:

    "Er [Szijjártó] schrieb auf der Plattform X, dass der Rat der Außenminister der EU-Länder bei seiner Sitzung am 23. Februar beabsichtige, das 20. Paket antirussischer Sanktionen zu verabschieden, Budapest dies jedoch blockieren werde. Szijjártó fügte hinzu, dass sein Land keine Entscheidungen zulassen werde, die 'für Kiew wichtig' seien, solange es den Öltransit nach Ungarn und in die Slowakei über die Pipeline 'Druschba' nicht wieder aufnehme."

  • 16:59 Uhr

    TASS: Kiew bereitet Serie von Angriffen auf Süddonezk für den 23. Februar vor

    Wie die Nachrichtenagentur TASS von russischen Sicherheitskräften erfahren hat, bereiten ukrainische Streitkräfte im Gebiet Dnjepropetrowsk eine Reihe von Raketenangriffen auf die befreiten Gebiete in Richtung Süddonezk vor. Diese sollen am Tag des Verteidigers des Vaterlandes, der in Russland am 23. Februar begangen wird, stattfinden. Außerdem werden Angriffe mit Drohnen erwartet. Die Sicherheitskräfte teilten mit:

    "Der Feind bereitet von seinen Stellungen in der Region Dnjepropetrowsk aus bis zum 23. Februar eine Reihe von Angriffen auf die befreiten Gebiete im Süden von Donezk vor. Es wird erwartet, dass für die Angriffe Raketen- und Rohrartillerie eingesetzt werden."

  • 16:22 Uhr

    Russland mit Flagge erlaubt – Konflikt um Paralympische Spiele 2026


    Noch Monate vor Beginn der Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sorgt die Teilnahme russischer Athleten unter eigener Flagge für politischen Streit: Die Ukraine droht mit einem Boykott der Eröffnungsfeier und fordert vom Internationalen Paralympischen Komitee ein Verbot russischer Symbole. Sportminister Matwei Bednyi spricht von einer empörenden Entscheidung, während Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa Kiew vorwirft, olympische Grundwerte zu missachten.

    IPC-Präsident Andrew Parsons hat dagegen bestätigt, dass Russland erstmals seit 2014 wieder mit Flagge und Hymne antreten darf, was auch Kritik aus mehreren europäischen Staaten auslöste. Unterstützung kommt aus Moskau, unter anderem vom Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Der russische Paralympics-Athlet und Gesprächsgast im Video, Jaroslaw Swjatlosawski, bezeichnet die Entscheidung als Sieg der Gerechtigkeit und warnt davor, den Sport durch politischen Druck weiter zu beschädigen.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2026

    Im Endkampfmodus

    jungewelt.de, vom 21.02.2026, Seite 4 / Inland, NATO-Linke, Von Susann Witt-Stahl

    Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine machen auch in Deutschland wieder regierungsnahe »Linke« mobil



    Sebastian Christoph Gollnow/dpa

    Teilnehmer einer Demonstration in Berlin (24.2.2025)


    Proukrainische Linke fordern zum vierten Jahrestag des Beginns der russischen Invasion einmal mehr »volle Solidarität mit der Ukraine«. In Leipzig organisieren die »Ukrainische Linke Initiative« (ULI) im Bündnis mit dem »Linxxnet«-Büro der sächsischen Landtagsabgeordneten Juliane Nagel von Die Linke und deren AG »Linke Ukraine-Solidarität« unter dem Motto »No Money for Putin! Power to the People!« eine »Zubringerdemo« zur Hauptkundgebung. In Dresden mobilisiert ULI gemeinsam mit der Linksjugend, der Grünen Jugend, den Jusos und Studentenvertretungen. »Durch die mutigen Ukrai­nerinnen und Ukrainer wird auch unsere Sicherheit und Freiheit verteidigt«, heißt es in dem Aufruf, ganz auf Linie der Regierungen in Berlin und Kiew. Gefordert werden neben einem »schnellen EU-Beitritt« der Ukraine härtere Sanktionen gegen Russland sowie die »Identifizierung und Bekämpfung« von »russischen Organisationen/Netzwerken« – während in Bundesrepublik und EU bereits eine Denunziations- und Repressionswelle gegen meist willkürlich als »russische Desinformationsakteure« gebrandmarkte Oppositionelle im Gange ist.

    ULI rekrutiert sich maßgeblich aus Mitgliedern der 2015 gegründeten Gruppe »Sozialnij Ruch«. Die antisowjetische Organisation wird seit dem Verbot der kommunistischen Parteien in der Ukraine in der Folge des Maidan-Putschs 2014 vor allem von der Linkspartei und in deren Umfeld als Vertreter »der« ukrainischen Linken gehandelt und von westlichen Institutionen wie der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt. Nach der Eskalation des Ukraine-Konflikts 2022 monierte der »Sozialnij Ruch«-Vorsitzende, Vitali Dudin, »dass die NATO die Rolle eines passiven Zuschauers in diesem Krieg gespielt« habe und sprach sich gegen eine Demilitarisierung seines Landes aus. Das Gros der »Sozialnij Ruch«-Kader war oder ist bis heute für das Center for Social and Labor Research in Kiew tätig, das Fördermittel von der deutschen Bundesregierung und vom CIA-nahen National Endowment for Democracy erhalten hat. Personell eng verbunden ist »Sozialnij Ruch« auch mit dem Magazin Commons, in dem Bodo Ramelow unlängst für Waffenlieferungen und einen »europäischen Verteidigungspakt« warb. »Wenn wir uns heute Europa vorstellen wollen, müssen wir es aus Warschau oder Vilnius betrachten – oder aus Kiew«, verlangte der Linke-Politiker faktisch nach einer Perspektive noch aggressiverer Konfrontation mit Russland.

    Auch ULI, die mit einem bunten Politikangebot aus ukrainischem Nationalismus, Rojava-Solidarität, »antiautoritärer« Ideologie, Proqueer- und Klimapositionen besonders junge Leute anspricht, will die Linkspartei zur endgültigen Abkehr vom antimilitaristischen Kurs bewegen. So kritisierte ULI-Aktivist Olexander Kiselow Die Linke in einem Interview mit der WOZ für ihre Ablehnung der Entsendung von Bundeswehr-Soldaten nach Litauen. Zudem beklagte er eine »Besessenheit« der deutschen Linken vom US-Imperialismus und zeigte Verständnis für den aus »völkerrechtlicher Sicht problematischen« Sturz von Nicolás Maduro – selbstverständlich aus »Empathie« mit den »Venezolaner:innen«.


    Nato - Digitalabo

    Die wachsende Zahl von Ukrainern hingegen, die der »Busifizierung« und anderen brutalen Zwangsrekrutierungsmaßnahmen für die Fleischmühlen an der Donbassfront zu entkommen versuchen, ist für ULI, wie für die meisten sich in sicherer Entfernung aufhaltenden »Maidan-Linken«, bestenfalls kein Thema. Bereits ihre Debütveranstaltung im Sommer 2025 widmete ULI lieber der Frage, wie »linke Aktivist*innen« sich auf einen »großen Krieg in Europa vorbereiten« können. Die Antwort lässt sich zumindest erahnen: Als Redner lud ULI Fjodor Ustinow, »Socialnij Ruch«-Genosse und Veteran der »Antiterroroperation« gegen die Bevölkerung in der Ostukraine, die 2014 in den Aufstand gegen die Kiewer Putschregierung getreten war. Ustinow hatte damals in dem wegen Plünderungen und Gewaltdelikten bald wieder aufgelösten Freiwilligenbataillon »Schachtarsk« gekämpft.

    Wie an anderen nationalen Gedenktagen marschieren ukrainische und proukrainische Linke auch am 24. Februar auf deutschen Straßen gemeinsam mit Ultrarechten. Seit 2023 wird bei solchen Aufzügen immer wieder dem »Asow«-Neonazimilitär gehuldigt und die »Blut-und-Boden«-Fahne des Bandera-Flügels der Organisation Ukrai­nischer Nationalisten geschwenkt. Allemal wird Endkampfstimmung verbreitet. Die linke »Zubringerdemo« in Leipzig von ULI, »Linxxnet« usw. am kommenden Dienstag etwa führt zu einer Kundgebung eines »Freundeskreises der Ukraine«, der die »Rettung Europas« beschwört vor einem »russischen Faschismus« im »genozidalen Vernichtungskrieg«.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/517871.nato-linke-im-endkampfmodus.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2026

    Ulrike Guerots grossartiger Beitrag/ Friedensdemo/ MSC in München

    aus e-mail von Irene Eckert, 23. Februar 2026, 7:24 Uhr (evtl. teilw. doppelt vorhanden)


    Dank an  Sophia B.  für diesen wertvollsten aller Beiträge.. Dieses bemerkenswerte Interview mit einer nachfolgend hervorragenden Ansprache an die Friedensdemonstranten in München, die   Rede einer gereiften Ulrike Guerot wird in die Geschichtsbücher eingehen. Wir müssen sie studieren und daraus lernen für heute und ein besseres Zusammenleben  morgen. Herzliche Grüße für eine fruchtbare Woche, die, so hoffen wir, nicht den Beginn eines neuen Krieges in Nahost bringen wird. Irene Eckert   


    Screenshot_2026_02_23_at_16_12_16_Prof._Dr._Ulrike_Gu_rot_ber_die_M_nchner_Sicherheitskonferenz_Europa_und_die_EU.._YouTube

    Video https://www.youtube.com/watch?v=3moCZ6LcUOI&list=PL-eUo7Z91Y7YbDd1T-6ZmubFLOYqjQ8ag Dauer 27:40 Min.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2026

    Umfragen: Unterstützung für die Ukraine bröckelt

    lostineu.eu, 23. Februar 2026

    Zum ersten Mal seit Beginn der russischen Invasion vor vier Jahren ist die Zustimmung zu weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine in Frankreich unter die 50-Prozent-Marke gefallen. Auch in anderen Ländern bröckelt die Unterstützung.

    Zu Beginn des Krieges vor vier Jahren waren noch 65 Prozent der Franzosen für die Lieferung von europäischen Waffen an die Ukraine. Jetzt sind es nur noch 47 Prozent, die Ablehnung wächst. Dies geht aus einer neuen Umfrage hervor.

    Andere Befragungen in europäischen Ländern zeigen ein ähnliches Bild. So sagen in Italien nur 32 Prozent der Befragten, daß ihnen ein Sieg der Ukraine wichtig wäre. In Spanien sind es 44, in Deutschland immerhin noch 51 (und in UK 70).

    Fast überall gibt es eine deutliche Mehrheit für einen schnellen Verhandlungsfrieden – nur UK schert auch in dieser Frage aus. Warum ausgerechnet die Briten so versessen auf eine Verlängerung des Krieges sind, bleibt bei “YouGov” unklar.

    Bei der Frage nach der Entsendung von “Friedenstruppen” in die Ukraine nach dem Krieg zeigen sich die  Europäer gespalten. Eine Mehrheit dafür scheint es nur in UK, Dänemark und Spanien zu geben, Polen und Italiener sind überwiegend dagegen.

    Deutsche nicht überzeugt

    Gewirkt hat hingegen die von der EU ausgegebenePropaganda-Warnung, daß Russland nach einem Ende des Krieges erneut die Ukraine oder andere Länder angreifen könnte. Diese Sorge teilt die Mehrheit der Befragten.

    Nur die Italiener geben sich gelassen, die Kriegsangst wird von ihnen mehrheitlich nicht geteilt. Erstaunlich ist das Ergebnis aus Deutschland: 45 Prozent glauben, daß Russland in den nächsten zehn Jahren ein anderes europäisches Land angreifen wird, 55 Prozent teilen diese Sorge nicht.

    Das ist ein Problem für Merz, von der Leyen und Pistorius, die ihre massive Aufrüstung bekanntlich auf der Hypothese aufbauen, daß Russland spätestens 2028 angreifen könne. Eine Mehrheit der Deutschen haben sie bisher nicht überzeugt…

    Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier


    Info: https://lostineu.eu/umfragen-unterstuetzung-fuer-die-ukraine-broeckelt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 




    Weiteres: 




    Trotz Klatsche für Trump: EU hält an schlechtem Zolldeal fest


    lostineu.eu, vom 22. Februar 2026

    Der US-Supreme Court hat entschieden, daß Präsident Trump kein Recht hatte, eigenmächtig Zölle zu verhängen. Damit wackelt auch der für EUropa ausgesprochen schlechte Zoll- und Handelsdeal, den Kommissionschefin von der Leyen im August 2025 ausgehandelt hat. Doch statt sich darüber zu freuen und die Chance für Neuverhandlungen zu ergreifen, hält die EU an dem Abkommen fest. Washington müsse “volle Klarheit” über sein weiteres Vorgehen schaffen, teilte die Brüsseler Behörde mit. “Die derzeitige Situation ist einem ‘fairen, ausgewogenen und gegenseitig vorteilhaften’ transatlantischen Handel sowie Investitionen, wie sie beide Seiten ​vereinbart ‌haben, nicht zuträglich”, hieß es weiter. “Ein Deal ist ein Deal.”. – 15 Prozent Pauschalzoll auf EU-Exporte, gar kein Zoll auf US-Exporte, und daran will Brüssel festhalten – geht’s noch?


    Info: https://lostineu.eu/trotz-klatsche-fuer-trump-eu-haelt-an-schlechtem-handelsdeal-fest/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 



    unser weiterer Kommentar:  Als Hypothese bleibt der Versuch im Chaos eine gewissere Planungssicherheit für die eigene Wirtschaft zu gewinnen bzw. aufrecht zu erhalten als Grund, um das noch zu verstehen.




    Weiteres: 




    Streit um Druschba-Öl: Orban blockiert Milliarden für Ukraine


    lostineu.eu, vom 21. Februar 2026

    Der Streit um die Druschba-Pipeline und russisches Öl eskaliert: Weil die Ukraine und die EU aus seiner Sicht nicht genug tun, um die Ölversorgung wiederherzustellen, stoppt Ungarns Regierungschef Orban den neuen 90 Mrd.-Euro-Kredit für Kiew.  

    “Solange die Ukraine die Druschba-Pipeline blockiert, wird Ungarn das Kriegsdarlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro blockieren”, erklärte Orban. “Wir lassen uns nicht herumschubsen.”

    In Ungarn ist Wahlkampf; Orban wirft Kiew “Erpressung” und Brüssel mangelnde Unterstützung zu. Bereits am Mittwoch hatte der slowakische Ministerpräsident Fico den Energienotstand ausgerufen.

    Die slowakische Wirtschaftsministerin Sakowa sagte, die Ukraine habe die Wiederaufnahme der Öllieferungen bis zum 24. Februar verschoben. Sie sei eigentlich für Samstag geplant gewesen.

    Die EU-Kommission wollte sich kümmern, hat bisher aber nichts unternommen…

    Siehe auch Angriffe auf Nordstream und Druschba: Kann sich die Ukraine alles erlauben?

    4 Comments

    1. Erneuerung
      21. Februar 2026 @ 15:47

      Je mehr der Typ Mensch um Selenskyj herum von Brüssel, Paris, Berlin und London unterstützt wird, umso höher dreht der und fühlt sich gottnah wie Netanjahu, der ja seinerseits noch mindestens die Hälfte der alten Welt beherrscht. Ich denke, das ist den Leuten mit Tunnelblick in Brüsel nicht bewusst oder die lenken Europa bewusst in den Abgrund.

    Antworten

  • Guido B.
    21. Februar 2026 @ 13:40

    Komisch. Wenn Russland in russischen Medien westliche Medien oder russische Politiker zitiert, gilt das als zensurwürdige Einmischung in die Stabilität und Sicherheit der EU-Länder und wird als “hybrider Krieg” bezeichnet.

    Wenn aber die Ukraine ein EU-Land von Energielieferungen abschneidet, um es in eine Krise zu stürzen und der Wirtschaft zu schaden, ist das für Uschi von der Leyen und die anderen Verfechter der “regelbasierten Ordnung” völlig okay.

    Die Unterstützer der Ukraine sollen halt gefälligst Opfer bringen. Schliesslich hat ja nicht die Ukraine den Krieg angefangen, sondern nur ein bisschen das Bandera-Territorium entrussifiziert. Als Opfer darf man auch Opfer von anderen erwarten.

    Abscheulich, dieses korrupte und verbrecherische Regime in Kiew. Noch abscheulicher seine Unterstützer in Brüssel.

    Antworten

  • KK
    21. Februar 2026 @ 11:57

    Warum sollte Kiew die fütternde Hand wohl beissen, wenn nicht aus Brüssel grünes Licht oder sogar der Anstoss gekommen wäre… es stehen ja Wahlen an in Ungarn – und damit eine Chance für Brüssel, Orban loszuwerden, nicht wahr? Da ist kurz vorher etwas Energie-Chaos im Wahlland gar nicht so schlecht…

    Antworten

    • Monika
      22. Februar 2026 @ 16:31

      etwas Chaos im Wahlland…
      hat Deutschland nicht kürzlich eine Art Wettbewerb (Preisgeld: 10.000 €) ausgelobt zwischen sog. NGO’s – zwecks Förderung und Kräftigung Unsererdemokratie?
      “Mit Youmocracy e.V. wurde ein überparteiliches Diskussionsforum geschaffen, das parteiübergreifend sicheren und respektvollen Austausch zu politischen und gesellschaftlichen Themen fördern soll”. Bei uns gab es eine “moderierte Diskussionsveranstaltung” über die “Zukunft der europäischen Union”.
      Da fällt mir nur noch dazu ein: Es war einmal eine Demokratie. Die sich fort-entwickelt hat zu Unseredemokratie. Jede Andersdemokratie ist natürlich eine Fakedemokratie.
      By the way, wo liegt eingentlich die Betonung von Youmocracy? Yóumocracy, Youmócracy oder Youmocrácy???


  • Info: https://lostineu.eu/streit-um-russisches-oel-orban-blockiert-milliarden-kredit-fuer-die-ukraine/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 

    23.02.2026

    Nachrichten von Pressenza: Der Ramadan oder das Fasten nach Gaza

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com> , 23. Februar 2026, 7:15 Uhr

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    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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