unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
16.03.2026
Das Imperium verliert die Kontrolle - Konsequenzen
Wird die komplette Fehleinschätzung der USA zum Untergang von Israel und zum Verlust der Machtposition der USA im Nahen Osten führen?
Einleitung
Einige erachteten die Einschätzung in unserem Artikel «Angriff auf den Iran – der grösste Wendepunkt der Geschichte im 21. Jahrhundert» als übertrieben; es scheint jedoch, dass wir richtig lagen: Der grösste geopolitische Fehler im bisherigen Verlauf des 21. Jahrhunderts, der letzte in einer Serie von Fehlentscheidungen, wird den Nahen Ostens neu kartieren. Die Parteien, welche in Zukunft an einem der wichtigsten Energie- und Verkehrsknotenpunkte der Erde die Entscheidungen dominieren, werden andere sein. Eine für den Westen undenkbare Wende in der Weltgeschichte nimmt seinen Anfang.
In diesem Artikel denke ich über die Konsequenzen dieses Irrsinnsangriff nach. Es scheint in der Tat so, dass die Existenz von Israel als zionistisches Projekt und damit als Staat in seiner bisherigen Form zur Debatte steht. Weiter sehen wir zurzeit keinen Weg, der es den USA erlauben wird, ihre Macht im Nahen Osten zu erhalten. Ihre militärische Infrastruktur hängt von Golfstaaten ab, welche ihre Existenz aufgrund ihrer Nähe zu den USA gefährdet sehen. Sie haben herausgefunden, dass die USA sie nicht beschützen können, ja gar nicht wollen, die Iraner jedoch sehr wohl in der Lage sind, sie zu zerstören. Europa erfährt jetzt, dass es in der Geopolitik nur noch Statist ist und Gefahr läuft, zum Armenhaus der Welt zu werden. Das Geschrei von Merz & Co. können wir in diesem Artikel getrost beiseite lassen. Frau von der Leyen wird als Zerstörerin der EU in die Geschichtsbücher eingehen. Ein Ziel der Amerikaner war es, China energiepolitisch zu zerstören, denn nach Venezuela wollten sie einen zweiten wichtigen Energielieferanten des Reichs der Mitte unter ihre Kontrolle bringen. Eine weitere unbequeme Wahrheit wird sich herauskristallisieren. Russland wird durch dieses fehlgeschlagene Abenteuer der USA reicher und mächtiger. Ereilt die USA dasselbe Schicksal im Nahen Osten wie einst die Ottomanen?
Ein Ziel scheint die Trump-Administration jedoch erreicht zu haben: Neue Epstein-Enthüllungen, welche das Potential haben, Trump zu stürzen, gehen im Kriegsgetöse unter – bis jetzt.
Das iranische Volk steht hinter seiner Regierung
Blickt man hinter den Vorhang der westlichen Propaganda, so sieht man ein Bild, das für die Israelis und Amerikaner nicht erschreckender sein könnte. Die Angriffe auf den Iran gehen zwar weiter, kosten Tausenden von Zivilisten das Leben, aber die iranische Bevölkerung macht nicht die geringsten Anzeichen aufzugeben oder sich gegen die eigene Regierung zu wenden.
US-Kriegsminister Pete Hegseth sagte am Freitag vor Reportern, die iranische Führung sei „in den Untergrund gegangen und habe sich versteckt“, und fügte hinzu: „So machen es die Ratten“. Hegseth bedient sich damit des Vokabulars der Nazis, welche die Juden als Ratten bezeichneten; ein Hinweis auf die Bildungsfreiheit dieses Mannes.
Am selben Tag nahmen hochrangige iranische Beamte, darunter der Präsident, der Sicherheitschef und der Aussenminister, an der Kundgebung zum Quds-Tag in Teheran teil, wie Videos von den Protesten zeigen. Die Beamten marschierten trotz der Gefahr israelischer und amerikanischer Angriffe, bei denen seit Beginn des Krieges gegen den Iran am 28. Februar Dutzende hochrangiger Persönlichkeiten, darunter der ehemalige Oberste Führer Ayatollah Khamenei, getötet wurden. Präsident Masoud Pezeshkian, Sicherheitschef Ali Laridschani und Aussenminister Abbas Araghchi waren unter den Demonstranten. Auch der Leiter des Justizwesens, Gholam-Hossein Mohseni-Ejei, war auf Bildern und Videoaufnahmen zu sehen, die vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Er wurde gerade interviewt, als Explosionen zu hören waren.
Quds Day, Teheran - Aussenminister Abbas Araghchi in inmitten des Volkes
Diese Zustimmung aus dem Volk wirkt natürlich auf die iranische Führung zurück. Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi ist in seinen Aussagen derart souverän und gelassen, dass er wohl bleibende Spuren in den Geschichtsbüchern hinterlassen wird.
Araghchi erwarb einen Bachelor-Abschluss in internationalen Beziehungen an der School of International Relations, die dem Aussenministerium angeschlossen ist. Anschliessend erwarb er einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft an der Islamic Azad University in Teheran. Ausserdem promovierte Araghchi an der University of Kent in politischem Denken mit dem Titel The Evolution of the Concept of Political Participation in Twentieth-Century Islamic Political Thought (1996).
Mit seiner internationalen Ausbildung passt dieser Mann so gar nicht in das Bild, das im Westen von der iranischen Regierung gemalt wird. Während er amerikanischen Fernsehsendern souverän und bewusst Interviews gibt, setzen Leute wie Hegseth oder Rubio, die ohne die notwendige Ausbildung auf ihre Posten gelangt sind, in ihren öffentlichen Auftritten vor allem auf Hass und Arroganz.
Man beachte, Araghchi hat keine Angst vor seiner eigenen Bevölkerung. Er steht mitten auf der Strasse und die Menschen begrüssen ihn wohlwollend.
Netanjahu tot?
Die sozialen Medien sind voll von Nachrichten, die über das Schicksal von Netanjahu spekulieren, befeuert von Meldungen, die die israelische Regierung zunächst ins Internet einstellte, um sie nur kurz darauf wieder zu entfernen. Ein Videoclip, der Netanjahu mit sechs Fingern und anderen Ungereimtheiten zeigt, die typisch sind für AI-verstümmelte Fakevideos, giessen nur noch mehr Öl ins Feuer.
Auf einer Sitzung des Sicherheitskabinetts Israels – eine Domäne des israelischen Regierungschefs - fehlen er selbst, der Kommandeur der israelischen Luftwaffe Tomer Bar, Mossad-Chef David Barnea und auch der Minister für Nationale Sicherheit Ben Gvir ohne irgendeine Erklärung für die Öffentlichkeit. Ein derart unsouveräner Umgang mit den Medien zu Kriegszeiten lässt sehr viel Raum für Spekulationen aller Art.
In den USA wurde Scott Bessent völlig überraschend und für amerikanische Verhältnisse mehr als ungewöhnlich vom Präsidenten aus einem Interview für Sky News in den Situation Room gebeten. Als er zwei Stunden später (!!) zurückkam, stand er so unter Schock, dass er kaum noch sprechen konnte.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob Netanjahu tatsächlich tot ist. Es wäre eine Ironie der Geschichte, wenn die Israelis, welche ihren Angriff mit der Ermordung von Chamenei einläuteten, nun dasselbe Schicksal erlitten, mit dem Unterschied, dass sich die Iraner durch diese Taten nicht aus der Ruhe bringen liessen.
Militärische Lage
Die Verluste der Amerikaner werden immer grösser. Am Freitag wurde ein Tankflugzeug über dem Irak abgeschossen und inzwischen fünf weitere Tankflugzeuge in Saudi Arabien zerstört oder beschädigt, so das Wall Street Journal.
Bisher unbestätigt sind Berichte, dass der amerikanische Flugzeugträger USS Abraham Lincoln durch einen Angriff stark beschädigt wurde und die Heimreise antreten musste. Die USA dementieren das selbstverständlich, denn falls es dem Iran gelingen sollte, einen Flugzeugträger tatsächlich zu versenken, ja auch nur zu beschädigen, so würde das den gesamten Nimbus der amerikanischen militärischen Überlegenheit zerstören, mit möglichen Eskalationsfolgen, die aufgrund der psychopathischen Charaktere in Washington nicht absehbar wären.
Die iranischen Angriffe auf Tel Aviv gehen ungehindert weiter. Die Abwehr Israels scheint immer weniger zu funktionieren. Hier ein Einschlag einer Khorramshar Rakete in Tel Aviv. Diese trägt einen 1'800 kg Sprengkopf. Die Angriffe intensivieren sich, indem zwar weniger, aber modernere und wirkungsvollere Waffen eingesetzt werden.
Wer die Meerenge von Hormuz passieren darf, wird allein von den Iranern entschieden. Passieren dürfen russische, chinesische, pakistanische Schiffe und es scheint, dass Indien mit dem Iran möglicherweise eine Einigung erreichen kann. Dies ist erstaunlich, nachdem Indien noch vor Beginn des Konflikts Partei für Israel nahm und sich damit als BRICS-Gründungsmitglied gegen das BRICS-Mitglied Iran stellte; siehe dazu meine Ausführungen vom 8. März.
Die Amerikaner schäumen über diese Entwicklung, denn falls diese Situation anhält – und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich diese ändert – wird der Ölpreis, der seit Kriegsbeginn bereits um 40% von US-Dollar 73.- auf US-Dollar 103.- sprang, explodieren. Man reicht Zahlen von US-Dollar 150.- bis US-Dollar 300.- herum. Gemäss Irina Slav, Oilprice.com, ist dies realistisch, falls die Ölförderung der Golfstaaten unterbrochen wird (20 Millionen Barrels pro Tag). Dann könnte die Weltwirtschaft zusammenbrechen. Ein Szenario, das immer wahrscheinlicher wird.
Pentagon-Chef Pete Hegseth genehmigte gemäss Wall Street Journal ein Ersuchen des US-Zentralkommandos um die Entsendung von Einheiten einer amphibischen Bereitschaftsgruppe und der dazugehörigen Marine-Expeditionseinheit - in der Regel mehrere Kriegsschiffe mit etwa 5.000 Marines und Matrosen. Wo diese Schiffe anlanden könnten, ist völlig rätselhaft. Ob dies bloss zu Propagandazwecken gemacht wird, oder ob die Amerikaner ein weiteres Himmelfahrtskommando starten werden, kann ich nicht beurteilen.
Fakt ist jedoch, dass die Amerikaner die iranische Kharg-Insel angegriffen haben, welche über 90 % der iranischen Rohölexporte abwickelt. Die Antwort des Iran kam prompt; Fudschaira, eines der grössten Ölterminals der Welt, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt, wurde angegriffen. Das ist katastrophal, denn Fujairah liegt am Golf von Oman und damit ausserhalb des Persischen Golfs. Tanker können dort Öl laden oder auftanken, ohne die Strasse von Hormuz passieren zu müssen. Dieser Weg ist somit auch abgeschnitten.
Die Amerikaner schienen mit dem Angriff auf Kharg ein Interesse daran zu haben, die Lage weiter zu eskalieren. Sie scheinen tatsächlich der Meinung zu sein, den Iran auf diese Weise in die Knie zwingen zu können. Nachdem sie die Russen in der Ukraine unterschätzt haben, tun sie jetzt das gleiche mit den Iranern im Nahen Osten.
Die Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Ich bin mit meiner Familie erfolgreich aus Dubai ausgereist. Der Airbus 380 war voll. Am Tage unserer Abreise war unser Hotel noch etwa zu 20% belegt. Die meisten Flüge Richtung Dubai sind leer, aber ab Dubai voll. Das ist für dieses kleine Land eine Katastrophe. Man schätzt, dass allein die Emirates Airline pro Tag ca. 100 Millionen US-Dollar verliert. Der Immobilienmarkt ist innert Tagen um über 30% eingebrochen und es könnte noch schlimmer kommen. Eine Untersuchung von Dark Box hat ergeben, dass die Vereinigten Arabischen Emirate eine Reihe ausserordentlicher Massnahmen vorbereiten, die auf Investoren abzielen, welche ihr Kapital aus Dubai abziehen wollen, und zwar angesichts der zunehmenden Besorgnis über die sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Folgen der iranischen Anschläge und der regionalen Instabilität. Laut den von Dark Box zitierten Finanz- und Rechtsquellen könnten die vorgeschlagenen Massnahmen das Einfrieren von Bankkonten vor der Überweisung von Geldern, die Verhängung von Reiseverboten für Geschäftsleute, die versuchen, ihr Vermögen ins Ausland zu verlagern, und die Einführung zusätzlicher administrativer oder rechtlicher Strafen umfassen, um eine schnelle Kapitalflucht zu verhindern. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Behörden in Abu Dhabi und Dubai eine mögliche Abzugswelle von Investoren befürchten, die das Wirtschaftsmodell der Städte untergraben könnte, das in hohem Masse von internationalen Kapitalströmen, globaler Logistik und der Wahrnehmung von Stabilität abhängt. Da die regionalen Spannungen die Handelswege und das Vertrauen der Investoren stören, scheinen die Behörden entschlossen, den Kapitalabfluss zu verlangsamen oder zu verhindern, um das heimische Finanzsystem zu schützen. Analysten warnen jedoch, dass solche Massnahmen bei internationalen Investoren ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Vorhersehbarkeit und Offenheit des emiratischen Geschäftsumfelds wecken könnten. Dark Box kommt zu dem Schluss, dass die vorgeschlagenen Massnahmen zwar darauf abzielen, die Wirtschaft in einer Zeit des geopolitischen Drucks zu schützen, dass sie aber auch einen tiefgreifenden Wandel in Dubais Ruf als frei fliessendes globales Finanzzentrum signalisieren könnten.
Falls diese Massnahmen ergriffen werden, wäre dies wohl das Todesurteil für die Emirate als Finanzplatz.
Russland
Russland profitiert ungewollt von diesem Krieg; ungewollt, da Iran ein wichtiger strategischer Partner Russlands ist. Wie weit die Unterstützung Russlands für den Iran geht, wird von Moskau nicht kommentiert.
Gegenüber NBC äusserte sich der iranische Aussenminister Araghchi zu diesem Thema wie folgt:
„Bekommen Sie Hilfe aus Russland?“
"Nun, wir haben eine strategische Partnerschaft mit Russland. [...] Nun, eine militärische Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland ist nichts Neues. Das ist kein Geheimnis. Es gab sie in der Vergangenheit und es gibt sie immer noch und wird sie auch in Zukunft geben."
„Hilft Russland Ihnen bei der Ortung von US-Streitkräften?“
"Nun, ich habe keine genauen militärischen Informationen. Soviel ich weiß, haben wir eine sehr gute Partnerschaft mit Russland."
„Sie helfen Ihnen also.“
"Sie stellen uns Informationen zur Verfügung. Nun, sie helfen uns in vielen verschiedenen Richtungen. Ich habe keine detaillierten Informationen."
Dies ist in etwa die klarste Aussage, welche ein professioneller Diplomat zu diesen Fragen geben kann. Die klare Antwort ist, «ja», denn die Präzision der iranischen Raketen lassen keinen anderen Schluss zu. Verbunden mit der Tatsache, dass die amerikanischen Basen mangels Munition über praktisch keine Luftabwehr mehr verfügen und auch Israel sich nicht mehr zu wehren vermag, könnte diese Hilfe kriegsentscheidend sein.
Gemäss einer Studie des CREA (Centre for Research and Clean Air), einem finnischen Institut, beliefen sich die Einnahmen in Russland aus dem Export fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Flüssiggas, Ölprodukte und Pipeline-Gas) auf 492 Millionen Euro pro Tag. Das sind grosse Summen. Geht man davon aus, dass sich die Energiepreise durch den Konflikt möglicherweise mindestens verdoppeln werden, so wird Russland ca. 15 Milliarden Euro mehr verdienen - pro Monat.
Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen, die Russland aus diesem Konflikt ziehen wird, wird seine geopolitische Macht wachsen. Russland ist die einzige Grossmacht, welche glaubwürdig als Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren kann, denn im Gegensatz zu den USA, den europäischen Ländern, Indien und Israel, ist auf Russland Verlass und das Vertrauen in Russland ist gross.
Drei Aussagen aus Teheran
Es gibt drei Aussagen, welche dem Westen zu denken geben sollten: Kein Waffenstillstand, keine Angst vor einer Landinvasion, Meerenge von Hormuz bleibt für Feinde des Irans und deren Verbündeten und Unterstützer geschlossen. Eine weitere Gefahr für den Westen besteht in der möglichen Sperrung des Roten Meers durch die Huthis. Saudi-Arabien hat die Ausfuhren aus seinem Hafen Yanbu am Roten Meer auf 2,3 Millionen Barrel pro Tag erhöht, 50 % mehr als im Durchschnitt, um die blockierte Strasse von Hormuz zu umgehen.
Das Hurrageschrei der Amerikaner und der Israelis, das von den westlichen Medien als Gewinnen ausgelegt wird, ist vor dem Hintergrund der Tatsachen unerheblich. Die USA und Israel haben diesen Krieg begonnen, der Iran wird ihn beenden, das ist meines Erachtens eine mathematische Sicherheit. Iran hat sich über 40 Jahre auf diesen Konflikt vorbereitet und verfügt über ein Waffenarsenal, das für eine lange Zeit ausreicht, auf jeden Fall länger als die Waffenarsenale der USA und Israels – und nur darauf kommt es an. Die 92 Millionen Iraner sind bereit zu leiden und haben keine Angst. Auch langanhaltende Bombardements der feindlichen Streitkräfte vermögen dieses Riesenland, das 67-mal grösser ist als Israel, nicht in die Knie zu zwingen. Die Israelis und die Amerikaner sind es gewohnt, kurze Kriege zu führen, gegen Zivilisten zu “kämpfen” und Terror zu verbreiten. Einem formidablen Gegner wie dem Iran sind sie unterlegen.
Fazit und Folgen
Finanzmärkte
Solange dieser Krieg anhält, ist es durchaus möglich, dass sich die Energiepreise auf der ganzen Welt vervielfachen werden. Die Hoffnung, dass dieser Krieg Tage oder ein paar Wochen dauern würde, war von Anfang an naiv. Die Finanzmärkte waren seit Kriegsbeginn zwar nervös, aber man hoffte einfach, dass der Krieg zu Börsenbeginn am Montag vorbei sein oder nicht stattfinden würde. Die Entschlossenheit des Irans wird jedoch auf den Energiemärkten grosse Spuren hinterlassen. Seit über einem Jahr warne ich davor, dass das grösste geopolitische Risiko ein Zusammenbrechen der Finanzmärkte darstellt. Dieses Risiko wurde durch diesen Konflikt akzentuiert und die Panik im private-credit Markt ist nicht mehr zu überdecken. Das Wall Street Journal berichtet, die Anleger seien immer nervöser angesichts der zunehmenden Probleme auf dem 3-Billionen-Dollar-Markt für Privatkredite, diese Blase beträgt 3’000 Milliarden und Giganten wie BlackRock und Blackstone blockieren Investoren bereits durch sogenannte “gates” am Verkauf ihrer Anteile. Die Deutsche Bank allein hat über 30 Milliarden in diesen Märkten investiert. Wir werden bald herausfinden, ob ein explodierender Ölpreis der Schwarze Schwan sein wird.
Ziel des Irans
Das Ziel des Irans ist es, die Gefahren für seine Existenz zu eliminieren. Israel und die USA, die seit bald 80 Jahren den gesamten Nahen Osten terrorisieren, müssen dazu neutralisiert werden. Was bedeutet das? Das zionistische Israel, das offen propagiert, mit Grossisrael praktisch den gesamten Nahen Osten annektieren zu wollen, ist mit einem friedlichen Nahen Osten unvereinbar. Israel versucht zwar mit False-Flag-Attacken Golfstaaten gegen den Iran aufzubringen, aber diese werden sich nicht auf die Seite Israels schlagen. Viele dieser Staaten sollen ein Teil Grossisraels werden und somit schliesse ich einen Kriegseintritt von Saudi-Arabien, Jordanien, Irak, Syrien und der Türkei an der Seite von Israel aus, auch wegen der Tatsache, dass diese durch den Krieg bereits geschwächt sind, die Kraft des Irans spüren und Opportunisten sind.
Der Nahe Osten ohne Israel und die USA
Der Westen muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass Israel in der heutigen Form als zionistisches Projekt keine Zukunft hat. Mein Mitgefühl für Israel hält sich in Grenzen – die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung unterstützte den Genozid in Gaza und unterstützt auch den irrsinnigen Krieg gegen den Iran, massgeblich unterstützt von fast allen westlichen Medien; siehe meinen Artikel vom letzten Juli «Völkermord als «Selbstverteidigung» - Westliche Medien als Mittäter beim Genozid in Gaza».
Es ist jetzt schon evident, dass die Amerikaner ihre Basen im Nahen Osten nicht werden halten können. Der Iran greift diese bereits jetzt praktisch ungehindert an. Ich gehe davon aus, dass die USA alle Basen im Nahen Osten werden räumen müssen. Die «Gastländer» werden dies über kurz oder lang von den USA verlangen, denn diese Basen werden zur Hypothek der Golfstaaten und bieten ihnen keinerlei Sicherheit.
Menschen, die sich damit begnügen, westliche Medien – besser: Propaganda – zu konsumieren, werden über die vorliegenden Schlüsse überrascht sein und diesen keinen Glauben schenken. So schlecht wie in den letzten Jahren waren die Menschen im kollektiven Westen noch nie informiert und sie werden einen hohen Preis zahlen. Früher oder später werden sie realisieren, dass ihre Politiker Verräter sind, welche keinesfalls die Interessen ihrer eigenen Völker vertreten, dafür jedoch die Interessen von Verbrechern, wofür sie ihre Seelen verkaufen. Meine Verachtung für praktisch alle Medien im Westen ist beinahe grenzenlos. Anstatt den Machthabern in ihren Ländern durch kritischen Journalismus Einhalt zu gebieten, agieren sie als Mittäter.
Antwort auf Christoph Meier Mo. 16 Mär 2026, 11:28
John H. auf dances with bears hat übrigens in seinem gestrigen Essay genau das zu beschreiben gesucht, ausser dass er anstelle von "Samson" als elegantere Metapher "Stevenson" oder "the black spot" verwendet hat.
Or maybe Star Trek's Spock admonition... "The needs of the many outweigh the needs of the few." The few are the Rothschild Class, easy to remove from their positions, with extreme prejudice given the literal 100's of millions killed, and billions impoverished, by their deliberate policies.
"Meine Verachtung für praktisch alle Medien im Westen ist beinahe grenzenlos. Anstatt den Machthabern in ihren Ländern durch kritischen Journalismus Einhalt zu gebieten, agieren sie als Mittäter."
Ich verachte inzwischen praktisch alle Regierungspolitiker der Europäischen Länder ! Die Unterstützer der USA sind Heuchler , und sie werden es weiterhin bleiben .
So dezidiert haben mein Mann und ich das nicht durchdacht, nur die Richtung stimmte. Ich möchte hier meine tägliche Verachtung für fast alle westlichen Politiker und deren Medien ausdrücken. Und leider gibt sich fast unsere gesamte Umgebung einer total unreflektierten Meinung zu diesem Konflikt hin.
Die Frage am Anfang ist eigentlich falsch herum gestellt. Es war ja keine Fehleinschätzung der USA, wie auch der Überfall des 3. Reiches auf die SU keine Fehleinschätzung war. Beide Aggressoren konnten und können nicht anders, egal wie hoch oder niedrig die Erfolgsaussichten sind. Und genau wie beim 3. Reich wird im Nahen Osten erst Frieden einkehren, wenn das faschistische Projekt zionistisches Israel beendet wurde. Es reicht auch nicht, so an westlichen Politikern und Medien abzuarbeiten. Das sind nur beliebige Werkzeuge der Herrschenden, des Kapitals. Es wird also allen fried- und lebensliebenden Menschen nichts weiter übrig bleiben, als ihre Haltung zum Kapitalismus und damit zum Sozialismus zu überdenken. Die Lösung vom anerzogenen Antikommunismus wird schwer fallen. Das Kapital hat seine Hausaufgaben gemacht.
If by "Capital", you mean the Rothschild Class, yes. But their 'homework' never envisioned the US$ being dethroned from Reserve Currency status, and the neo-Bretton Woods being reduced to rubble. Yet.
The Rothschild-front WEF's "you will own nothing" video clearly stated the US would be reduced to "one of many powers" in the envisioned Multi-Polar World. The Rothschild announced in 2016 that they were divesting key assets from the US$ System to 'other currencies'.
But like any behemoth, it takes a long tome to alter course on the Rothschild Empire. Apparently a decade wasn't enough lead time...
Das Gefährliche ist dass die Falken in Russland eine härtere Gangart gegen den Westen fordern. Vermutlich steht Herr Putin langsam unter enormem Druck. Lange wird Russland nicht mehr den Kopf in den Sand strecken können sonst werden die Falken übernehmen. Die Provokationen des Westens nehmen immer mehr zu.Meiner Meinung nach sollte sich Russland ganz klar hinter den Iran stellen und ihn unterstützen mit Angriffen auf Militärbasen der USA.
Das denke ich auch . Spätestens nach dem Angriff durch die Ukraine auf die Strategen-Bomber der Russen hätte Russland eine andere Sprache ( Tat ) benutzen müssen , denn : Ohne die USA und dem deutschen Ramstein wäre das niemals möglich gewesen ! Aber damals haben die Russen auch " nur " die Angriffe auf die Ukraine verschärft anstatt die Antwort an die richtige Adresse zu liefern . Und so geht es natürlich immer weiter da weder die USA noch Deutschland zur Verantwortung gezogen werden . Die Ukraine ist nur der Befehlsempfänger dieser zwei Hauptverantwortlichen Verbrecher dieses Krieges seit 2014 .
@J.Blumer: Ich achte Ihre Meinung sehr und lese Ihre Kommentare sehr gern. Ich denke aber, dass Sie sich hier irren. Russland kämpft in der Ukraine auf jetzt SEINEM TERRITORIUM. Somit kann Russland nicht solche Mittel einsetzen wie - mal lax gesagt - Israel im Gazastreifen zeigte. Es ist Russlands Territorium und die dortigen Bewohner gehören zur russischen Föderation. Man kann nicht mit der Brechstange gegen seine eigene Bevölkerung vorgehen. Andererseits, kann man auch mit der Restukraine nicht so verfahren, wie man es sicherlich gern möchte. Ob nun offiziell oder nicht, die NATO steht hinter der Ukraine bzw. die EU. Europa wäre längst im heißen Krieg, falls Russland brachial gegen seine europäischen Feinde vorgehen würde. Falls man Ramstein angegriffen hätte, wäre Deutschland verloren. Falls man die Restukraine, vor allem Kiew hätte zerstören wollen, wären wir auch im heißen Krieg. Die EU und die NATO sind ja nur "indirekt" in der Ukraine vertreten nicht offiziell. Das es anders ist, ist eine andere Sache. Russland denkt an die Folgen bei dem, was es macht im Gegensatz zu den USA.
Frau Wilhelmi Wenn Sie von Brechstange reden : das ist auch nicht meine Meinung , mein Meinung ist folgende : Seit 2014 , dem Staatsstreich , sind inzwischen 12 Jahre vergangen . Wie lange soll Russland mit Samthandschuhen und möglichst viel " Anstand " gegen 30 Länder "kämpfen ? Was " Anstand" von Putin in diesen Jahren gebracht hat ist zu sehen : viele 1000ende Soldaten auf beiden Seiten tot . Es werden immer noch mehr Waffen in die Ukraine gebracht , die Ukraine hat bereits auf Terror umgeschaltet . Ist es nicht traurig , dass beim Völkermord in Palestina über 100 000 Zivilisten , davon 35 000 Kinder , durch Berufsmilitär mit Kampfpanzern und Jagdbomber ermordet werden und die einzigen , die eingreifen sind die Hutis , die dafür bombardiert werden und der Rest der Welt schaut zu ? Eine Schande .
Deshalb : Sollten sich China und Russland am Iran ein Beispiel nehmen : sie haben es verstanden und nicht nur die Israelis angegriffen sondern den Hauptverursacher , die USA . Das ist Verantwortung für das eigene Volk , ohne wenn und aber . Und darauf wird es auch nur ein Weltkrieg geben wenn Israel , der Völkermörder , ihre Atomwaffen gegen den Iran einsetzen . Niemand hätte den Russen Kriegstreiberei vorgeworfen wenn sie nach dem Angriff auf die Taktischen Bomber " richtig " geantwortet hätten , nämlich eine Antwort an die Kriegsverbrecher USA und nicht an die Ukraine .
Glauben Sie , hätte China und Russland vor die Küste Irans Kriegsschiffe stationiert , die USA und Israel hätten den Iran angegriffen ? Kaum , sie sind nur stark gegen Zivilisten , nicht wenn Provis vor ihnen stehen .
China und Russland haben 60 Jahre in Kuba zugeschaut wie ein Land von den USA stranguliert wird . Für das verachte ich sie heute noch , obwohl ich die letzten Jahre , seit 1991 auf deren Seite stehe . Danke , wir sind wohl nicht total anderer Meinung .
Danke Herr Blumer und Frau Wilhelmi, für Ihre guten Kommentare, welche ich auch in dieser Richtung sehe. Danke Peter Hänseler, für diesen, wiederum hervorragenden Bericht über die letzten zwei Wochen. Ich kann vor Ihren Ausführungen einfach nur den "Hut ziehen". Ich hoffe, dass Sie nicht für Ihren Mut und Ihre Aufrichtigkeit einmal abgestraft werden. Passen Sie auf Sich auf! Herzliche Grüsse. beat schaller
Antwort auf johann strempfl Mo. 16 Mär 2026, 20:26
@beat schaller - Danke für Ihren Kommentar und möchte Ihren Einleitungssatz als positiv hervor heben, ebenso ein Danke an ,,FG,, für diesen guten Bericht ! Ich, mit meiner Meinung bin eher bei Frau Wilhelmi, denn die RU mit Ihrem Führungsstab, die Diplomatie verstehen und leben haben alles im Griff, denn - sollten sich die RU stärker und direkter an diesem Nahost - Konflikt einbringen, umso schneller schwappt das ganze über, wobei auch so ein Überschwappen passieren kann. Die RU werden im Hintergrund mit Ihrer bisherigen Diplomatie, Logik und Intelligenz (auch in Absprache mit CHI, auf IND ist kein Verlass) weiterhin die Fäden ziehen und zwar soweit, - die IRANER werden den Hegemon und seinen ,,Aufhetzer,, soweit schwächen, dass die RU + CHIN die zufallende Tür (nur mehr) zusperren werden (müssen). Weiters, die IRANER (dies hoffe ich) werden die Grossisraelträume ins Bett legen. Die Europäer sind für die RU keine allzu grosse Gefahr, denn diese wurden vorher von Ihrem Herren aus Übersee bereits geschwächt. RESÜMEE: Die Gefahr sehe ich darin, dass die am Abgrund sitzenden Angreifer, die durchaus (noch) Mittel in der Hand haben, noch andere ins VERDERBEN MITREISSEN, wenns sein muss, sogar eine TAKTISCHE VARIANTE WÄHLEN (A-BOMBE) ! ! !
Um Gottes Willen! Sich das mal durchdacht? Daß er unter Druck steht, das meine ich ebenfalls, denn dort denken auch so manche nicht bis zu Ende. Außerdem: Wer sagt, daß sie NICHT unterstützen? (Mit "sie" auch China gemeint.)
Ein kluger Mensch geht nicht mit allem hausieren! Weder mit dem, was er tut, noch mit dem, was er plant.
Right on! My father had a saying which he was fond of--"You always have to tell the truth, but you don't have to tell everything you know." Good advice.
Antwort auf Elisabeth Heimlicher Mo. 16 Mär 2026, 13:34
sorry, ich finde NEIN, ich bewundere eben gerade die klugheit und taktik der russen, wie sie das alles mit möglichst wenig schaden bewerkstelligen. sie sind ja eben grad nicht wie die amis, die bluffen und lügen und tricksen, und möglichst viel bombardieren und verwüsten, die leute mit riesensummen bestechen und viel schaden hinterlassen, siehe die letzten zig jahre. eigentlich bin ich pazifistin, muss aber sehen, dass kluge und möglichst wenig schaden stiftende militärische schläge ab und zu nötig sind, und ich finde immer noch, die russen machen das brillant. die iraner auch. und danke peter, für die umfassende information und einschätzung, die mich in meiner einschätzung bestärkt.
@Herbert: Russland steht ganz klar hinter dem Iran. Dass Russland nicht mit Truppen dort auftaucht, ist eine ganz andere Sache. Der Vertrag über die strategische Zusammenarbeit mit dem Iran soll ja keine russischen Soldaten beinhalten. Außerdem ist Russland mit Soldaten in der Ukraine, könnte also gar nicht an 2 Fronten kämpfen. Eine strategische Zusammenarbeit bedeutet, dass man Daten zur Verfügung stellt. Ohne zuverlässige Daten hätten die Iraner nicht zuverlässig Ziele in Israel treffen können und das nicht nur in Israel. Sie müssen weiter denken. Heutzutage werden Kriege vor allem u.a. auch mit der KI geführt, deren Entwicklung schon weiter ist, als wir kleinen Hansel es wissen. Daten über kritische Objekte zu erhalten, ist schon der halbe Sieg. Falls Russland auf die dumme Idee käme selbst US-Basen in Nahost anzugreifen, wären wir schon im heißen WK3! Das können Sie nicht wollen, weil wir dann in Deutschland auch Bekanntschaft mit Haselnüssen oder noch schlimmeren machen könnten.
Iran has about 1million in their various military sections. No need for large numbers of Russian boots on the ground, at best technical specialists to traning Iranian military on the latest weapons and ISR systems provided.
It's not only the Strait of Hormuz and the Red Sea which we need to be concerned about. The Suez Canal is (perhaps) even more strategically important.
Remember the Ever Green? Stuck on a sand bar in 2021 for six days, it created chaos and disorder for shipping companies, and drove shipping costs and consumer costs sharply upward.
Imagine that a group with an axe to grind and the means to do it were to attack a fully loaded cargo carrier or an oil tanker in the narrowest part of the canal, sending a missile directly into it and sinking it there. Such an event would immediately stop ALL shipping through the canal for months (perhaps years) and the consequences would be like the Ever Green on steroids. If the ship was a fully loaded tanker, the environmental damage resulting would reverberate for decades.
Considering the chaos which this current war has already created, this scenario should not be overlooked and I am quite sure that military planners and security agencies have already gamed it out.
The Houthis are capably 'titrating' the flow of hostile or Israel-bound shipping through the Red Sea, no need to shut down the Suez.
The Ford is a sitting duck there, but it appears the crew avve something to say about their situation... clogged sewage systemswhich had been sub-optimal from the day it floated out of dry-dock , laundry facilities on fire. It stinks. Literally.
Oh, I agree there is no good reason for shutting down the Suez, but when did hate-filled and revengeful people ever need a good reason? Think John Wilkes Booth and Abraham Lincoln, or Timothy McVeigh, Waco, and the Alfred P Murrah building in Oklahoma City, or many other incidents.
However, revenge is best served cold, it is said, and something like this could easily be delayed for years until tension dies down and then, out of the clear blue sky, "Boom!" For no good reason, except that it satisfied someone's desires.
Those of us infused with faith (of one sort or another) and reason can see this all play out in real time. It is certainly not good. Not good for individuals, societies, or the common good of humanity.
The collective "West" is a ship of fools with no competent and rational adult at the helm. For 80 plus years, a motley "shadow" crew of CIA, MI6, and the Mossad have been hard at work creating chaos and tumult in our own world of reality.
Happy to say that people are finally waking up, thanks to your efforts, Peter, to these disastrous machinations and diabolical plans, all focusing on three inhumane goals: power, lust, and greed.
Since I am an arts and science graduate, let me close with two commentaries of artistic worth: one, literary, the other musical:
In Shakespeare's Sonnet 43, the speaker reflects on the beauty of a person's shadow, suggesting that the person's essence is captured in their absence. The sonnet explores the contrast between the real person and their shadow, emphasizing the idea that the true beauty lies in the presence of the individual rather than their physical form. This theme of shadows and absence is prevalent in many of Shakespeare's works, often symbolizing the value of the individual's spirit beyond their physical presence.
And what we see today of our "shadow" masters' true beauty repels and disgusts us. Shadow and reality are one in evil.
I now turn to music--that wondrous art first felt and heard in the beating rhythm of one's own heart. In the depths of a fearsome epidemic that ravaged his community, a small-town German pastor wrote a hymn to bring his congregation hope. More than 400 years later, Bach's "Sleepers Awake" built on that tragedy still comforts and inspires us, perhaps now more than ever before.
The hymn “Wachet auf, ruft uns die Stimme” that Bach used was born directly out of a devastating plague that struck the German town of Unna in 1597–1598, where its author, Philipp Nicolai, was serving as pastor. The music offers hope and comfort during a time of mass casualties and death and points toward continued earthly existence and heavenly eternal life.
Let us all work diligently for peace and hope for the future.
~ from Cleveland, OH USA (home of the Cleveland Orchestra)
Those 'shadow masters' have names, and a lot of them end in Rothschild. Not in Shakespeare's time, but starting in the 1700s with the 5 Arrows being deliberately sent to the major banking/financial hubs to take 'shadow' control of banks (esp. central ones), gold/silver mining and refining, even the coinage production. 'Influencing' monarchies and gov'ts via debt-leverage.
Just like the $35trillion debt that wags the US Empire, while AIPAC 'influences' Congress, the courts and the MSM.
“Power tends to corrupt and absolute power corrupts absolutely. Great men are almost always bad men, even when they exercise influence and not authority; still more when you superadd the tendency of the certainty of corruption by authority.” Lord Acton
So kommt es wenn man seinen Aggressionstrieb freie Bahn lässt und nicht nachdenkt und die Risiken abwägt. Die USA sind nicht mehr wirklich die Herren der Welt, wie sie es sich wünschen. Ein waidwundes Tier schlägt um sich und genau das erleben wir jetzt gerade.
Die Iraner in ihrer Geschichte haben viele große Wissenschaftler hervorgebracht. Persien war ein Hord der Wissenschaft und Kultur. An den Universitäten gibt es auch heute sehr viele Frauen die studieren. Über den Stand der Wissenschaft im Iran, kann ich mir aus heutiger Sicht kein Urteil erlauben, weil wir im Westen darüber kaum etwas erfahren. Das ist auch ein großer Fehler des Westens, weil er sich als Krone der Schöpfung versteht und wir über den Iran nur schlimme Sachen hören. Fehler beeinflussen das Handeln negativ.
Aus meiner Sicht hat der Iran bis jetzt alles richtig gemacht. Das Volk steht hinter seiner Führung. So etwas könnte man über Deutschland heute nicht sagen. Der Westen in seiner Blase versteht nicht die einende Kraft des Islam. Es gibt ein weltliches Ziel und ein religiöses. Und wer beides hat, ist i.d.R. kaum zu schlagen, wenn er dabei auch noch moderne Waffen besitzt, die der Iran bis jetzt noch nicht mal einsetzen musste, genügend Menschen hat, die für ihr Land kämpfen und sich von Allah gesegnet vorkommen und natürlich darf nicht die geographische Lage des Iran vergessen werden. Die Taliban haben es vorgemacht.
Das mag uns (den Westen) nicht schmecken, aber das ist eben so, wenn man andere Kulturen nicht verstehen will und nur vorrangig an Rohstoffe und Profit denkt. Dass Trump meint, dass er Gottes Werk ausführt, ist schlicht und ergreifend eine Ausrede, weil er sich verrechnet hat. Er hätte es vorher wissen können. US-Militärs hatten ihn vorher vor dem Abenteuer gewarnt. Wer nicht hören will, muss fühlen, heißt es doch.
Die Analyse von Herrn Peter Hänseler deckt sich völlig mit derjenigen vom ehemaligen britischen Diplomaten Alastair Crooke, einem hervorragenden Kenner des Nahen Ostens. Aber auch andere Analysten wie Larry Johnson, Douglas Macgregor oder Lawrence Wilkerson tendieren in gleiche Richtung. Es ist die Arroganz der US Hegemonisten mit ihren zionistischen Grossisrael Phantasten, welche zum beschleunigten Niedergang des Wertewestens beitragen. Und das ist gut so!
I hope Russia considers passing to Iran $10 of every barrel of oil they sell above $90 during the war, as Iran desperately needs financial support during the war. I am certain that in any future settlement, among Iran demands will be a compensation for all the human and material damage inflicted upon it by the American empire and the usurping entity.
In den USA sind Personen mit dem gleich hohen Bildungs- und Intelligenzniveau in Regierungspositionen so wie in fast sämtlichen westliche Ländern. Deshalb sind die aktuellen politischen Systeme in diesen Ländern auch weitestgehend gleich. Ich vermute diese Zustände sind gesteuert von denen, die auf der Erde das Sagen haben.
Zitat: "So schlecht wie in den letzten Jahren waren die Menschen im kollektiven Westen noch nie informiert und sie werden einen hohen Preis zahlen. Früher oder später werden sie realisieren, dass ihre Politiker Verräter sind, welche keinesfalls die Interessen ihrer eigenen Völker vertreten, dafür jedoch die Interessen von Verbrechern, wofür sie ihre Seelen verkaufen."
Ich glaube nicht, dass die Menschen das irgendwann so realisieren werden, zumindest nicht die Mehrheit der Menschen hier in D. Die Mehrheit der Deutschen werden mit Unterstützung der Medien andere Schuldigen für dieses Disaster finden.
Ich bin eigentlich mehr oder weniger mit sämtlichen kritischen, durchdachten Äusserungen der Kommentare einig. Ich vermisse einfach immer wieder, dass diese trumpsche Arroganz und Rücksichtslosigkeit so quasi als eine Ausnahme im Benehmen der europäischen Länder betrachtet wird: Es ist eben - wie z.B. auch Hitler- keine Ausnahme, und es entspricht ganz genau den Handlungen aller europäischen Länder seit den Kreuzzügen im vor 1500 Jahren. Ich habe in den letzten Tagen häufig sehr spannende Interviews mit einem sehr informierten und direkt betroffenen "Botschafter" des Iran, dem Professor Seyed M. Morandi: Er ist ein sehr gebildeter und - gemessen an europäischen "Gebildeten" - ein wunderbar ehrlicher, menschlicher und bewundernswürdiger Mensch. Ich war noch nie im Iran, aber dieser vorbildliche Zeuge der Realität im Iran entspricht genau dem Bild, das ich mir aufgrund von lebensnahen Schilderungen der Bewohner dieses ehrfurchtgebietenden Landes bis heute machen durfte. Es lebe der freie Iran!
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
16.03.2026
Liveticker Iran-Krieg – AfD-Politiker Moosdorf wirft USA und Israel "sektenähnliche Spinnereien" vor
freedert.online, 16 Mär. 2026 19:30 Uhr
Mit dem von den USA unterstützten Angriff Israels auf Iran hat der Nahost-Konflikt eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Iran antwortet auf die Angriffe mit Schlägen gegen US-Militärbasen in der Region und Bombardements Israels. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Merz kritisiert israelische Bodenoffensive im Libanon
Bundeskanzler Friedrich Merz hat deutliche Kritik am Vorgehen Israels geäußert. Er bezeichnete eine Bodenoffensive im Libanon als "Fehler". "Wir verfolgen mit ziemlicher Sorge die israelische Bodenoffensive", sagte Merz in Berlin. Eine solche Offensive würde die ohnehin "hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen weiter verschärfen", fügte er hinzu. "Deshalb fordern wir unsere israelischen Freunde eindringlich auf: Schlagt diesen Weg nicht ein. Es wäre ein Fehler."
"Wir verurteilen scharf, dass die Hisbollah auf Seiten Irans jetzt in den Kampf gegen Israel eingetreten ist", sagte Merz. Die Miliz müsse ihre Angriffe sofort beenden und die Waffen niederlegen. "Wir unterstützen auch jede Anstrengung, die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Gang setzen kann." Zugleich fordere die Bundesregierung die israelische Armee auf, "zivile Ziele und die UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen nicht anzugreifen".
19:30 Uhr
Libanon: Mehr als eine Million Menschen durch Krieg zwischen Israel und Hisbollah vertrieben
Im Libanon sind Behördenangaben zufolge seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz am 2. März mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Insgesamt 1.049.329 Menschen hätten sich auf der Onlineplattform des Sozialministeriums als vertrieben gemeldet, erklärten die libanesischen Behörden am Montag. Rund 132.700 Menschen seien in 600 Notunterkünften untergebracht.
Nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran hatte die von Iran finanzierte libanesische Hisbollah-Miliz Anfang des Monats ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit der Bombardierung libanesischer Städte und begann nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen einen "begrenzten und gezielten Bodeneinsatz" im Südlibanon.
18:39 Uhr
AfD-Abgeordneter Moosdorf: Iran-Krieg ist Farce gegen Vernunft und Aufklärung
Der AfD-Politiker und ehemalige außenpolitische Sprecher der Partei Matthias Moosdorf geht mit der US-israelischen religiösen Verbrämung des Iran-Kriegs hart ins Gericht. "Der Iran-Krieg wird zu einer religiösen Farce gegen Vernunft und Aufklärung", schreibt er auf X und zählt Fakten auf, die seine These belegen.
So seien US-Soldaten nach Beginn der Kampfhandlungen aufgefordert worden, "für Gottes Werk" und für die "bevorstehende Wiederkehr des Messias" zu kämpfen. Kein Wunder, denn der "Kriegsminister" Pete Hegseth sei selbst in diesem religiösen Komplex eine zentrale Figur: Er betrachte den Konflikt mit Iran als "heiligen Krieg" und "Kreuzzug". Moosdorf illustriert seine Aussage mit den Tattoos auf dem Oberkörper des Kriegsministers. Dort sind das Symbol der mittelalterlichen Kreuzritter sowie ihr Schlachtruf "Deus vult" ("Gott will es") zu sehen, dazu das Wort "Kafir" (arabisch für "Ungläubiger") auf dem Arm.
"Ein christlicher Zionist ist auch Mike Huckabee, der US-Botschafter in Israel. Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht. In einem Interview mit Tucker Carlson im Februar 2026 deutete er an, dass Israel ein biblisches Anrecht auf große Teile des Nahen Ostens habe – nicht nur vom Mittelmeer bis zum Jordan, sondern sogar vom Euphrat bis zum Nil", zitiert Moosdorf aus der taz.
Auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bemühte mit Blick auf den Iran-Krieg zuletzt den Mythos von Amalek – einem alttestamentarischen Volk und Erzfeind Israels, das laut biblischem Befehl "mit Stumpf und Stiel ausgerottet und dessen Erinnerung ausgelöscht" wurde.
"Man könnte nun diese Berufungen mit Nachsicht als sektenähnliche Spinnereien abtun, wenn es sich bei den Exponenten nicht um die Befehlshaber einer Atom-Supermacht und eines Landes handeln würde, dessen Verteidigung hierzulande angeblich Staatsräson ist. Für europäische Rationalität, seit der Aufklärung durch Kant immerhin die Geschäftsgrundlage unserer Gesellschaften, seit Säkularisierung und Laizismus, ist das nicht nur ein Rückfall ins politische Mittelalter der Kreuzzüge", kritisiert Moosdorf. "Europa sollte alles tun, um sich diesem gefährlichen Unsinn zu verweigern."
18:22 Uhr
Dugin: "IDF-Sprecherin droht mit Beseitigung Putins"
Am 15. März ist die russischsprachige Sprecherin der israelischen Streitkräfte, Anna Ukolowa, vom russischen Radiosender RBK zum Krieg gegen Iran interviewt worden. Sie wurde dort unter anderem gefragt, welche technischen Fähigkeiten den israelischen Streitkräften geholfen hätten, Ajatollah Chamenei in Iran zu töten, und ob etwa auch das Hacken von Überwachungskameras in Moskau möglich wäre.
Das israelische Militär verfüge über ziemlich umfangreiche Fähigkeiten, wie die Beseitigung der iranischen Führung deutlich gezeigt habe, erklärte Ukolowa daraufhin. Sie betonte:
"Niemand, der uns schaden will, wird ungeschoren davonkommen", und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass Moskau Israel derzeit nichts Böses will."
18:05 Uhr
Iran droht mit Angriffen auf amerikanische Unternehmen
Die iranischen Revolutionsgarden haben gedroht, in den kommenden Stunden US-Firmen in der Region anzugreifen. "Angestellte amerikanischer Unternehmen" seien aufgefordert, diese Standorte sofort zu verlassen, hieß es auf der Webseite der Revolutionsgarden, Sepah News. Diese Gebiete würden bald ins Visier genommen.
Es blieb allerdings zunächst unklar, welche Unternehmen gemeint waren. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte in der vergangenen Woche eine Liste möglicher Ziele veröffentlicht. Dazu zählten die Büros von Tech-Giganten wie Amazon, Google, Microsoft und Nvidia in den Golfstaaten.
17:55 Uhr
Trump: "Mehr als 7.000 Ziele in Iran angegriffen"
Die Militäroperation der USA gegen Iran ist nach Angaben von Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen "mit voller Kraft" fortgesetzt worden. Seit Kriegsbeginn habe man mehr als 7.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. In der Straße von Hormus seien 30 iranische Minenlegerschiffe zerstört worden.
17:45 Uhr
Merz: "Werden uns nicht am Krieg beteiligen"
Bundeskanzler Friedrich Merz hat erneut unterstrichen, dass Deutschland sich nicht an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen werde. "Die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel haben uns vor diesem Krieg auch nicht konsultiert. Zu Iran hat es eine gemeinsame Entscheidung über das Ob nie gegeben", erklärte Merz. Deshalb stelle sich auch nicht die Frage, wie sich Deutschland militärisch einbringt. "Wir werden es nicht tun", so der Kanzler.
17:20 Uhr
Katz bestätigt Bodenoperation Israels: Schiitische Bewohner des Südlibanon dürfen nicht zurück
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat am Montag, dem 16. März 2026, den Beginn eines gezielten Bodenmanövers im Libanon bekannt gegeben. Ziel der "begrenzten und gezielten Bodenoperationen" sei es, die sogenannte vorgelagerte Verteidigungszone zu erweitern und die Bewohner Galiläas und des Nordens Israels zu schützen.
Gemeinsam mit Premierminister Benjamin Netanjahu habe Katz die Streitkräfte angewiesen, die "Terrorinfrastruktur" in den Grenzdörfern konsequent zu zerstören und eine Rückkehr der Hisbollah dauerhaft zu verhindern. Der Minister unterstrich die Härte des Einsatzes mit der Warnung, dass "Hunderttausende schiitische Einwohner des Südlibanon, die nach Beirut fliehen, nicht in ihre Häuser südlich des Litani zurückkehren werden, bis die Sicherheit der Bewohner des Nordens [Israels] gewährleistet ist". Dabei zog er eine direkte Parallele zum Vorgehen gegen die Hamas im Gazastreifen. In Gebieten wie Rafah oder Beit Hanun habe man bereits "genauso" gehandelt, um weitläufige Zonen zu neutralisieren und gezielt "Terrortunnel" zu zerstören.
17:15 Uhr
IEA will weitere Reserven freigeben
Nachdem bereits in der vergangenen Woche die Internationale Energieagentur (IEA) Ölreserven freigegeben hat, um den Anstieg der Ölpreise durch die Blockade der Straße von Hormus zu dämpfen, erklärte nun Exekutivdirektor Fatih Birol laut dem Wall Street Journal, dass noch weitere Reserven freigegeben werden könnten.
Vergangene Woche hatten die 32 Mitgliedsländer der IEA beschlossen, von den insgesamt vorhandenen 1,8 Milliarden Barrel Öl 400 Millionen freizugeben. Die Aussage von Birol ist bisher nur eine Ankündigung, noch kein Beschluss, die Notvorräte weiter freizugeben.
Trotz der bisherigen Maßnahmen – der erwähnten Freigabe von 400 Millionen Barrel sowie der vorübergehenden Aufhebung der US-Sanktionen gegen russisches Öl – wurde der Anstieg der Ölpreise bisher bestenfalls gedämpft. Die Sorte WTI befindet sich aktuell knapp unter 100 US-Dollar, Brent knapp über 100 US-Dollar pro Barrel.
17:00 Uhr
Papst Leo ermahnt Kriegsberichterstatter
Nachdem er schon den US-israelischen Angriff auf Iran verurteilt und zum Gebet für die iranischen Opfer aufgerufen hat, hat Papst Leo XIV. nun in einer Botschaft auf X das Handwerk der Berichterstatter aufs Korn genommen:
"Unter den dramatischen Verhältnissen des Krieges muss sich die Information vor der Gefahr schützen, zur Propaganda zu werden. Es ist die Pflicht eines jeden Journalisten, Nachrichten zu bestätigen, um nicht zum Sprachrohr der Macht zu werden. Sie müssen das Leid zeigen, das der Krieg den Menschen bringt, was beinhaltet, das Gesicht des Krieges zu zeigen und ihn durch die Augen der Opfer wiederzugeben."
16:31 Uhr
Pakistanischer Tanker passiert Straße von Hormus
Bloomberg meldet, am Sonntag habe ein Tanker aus Pakistan die Straße von Hormus passiert. Es soll sich dabei um den Tanker "Karachi" handeln, der unter pakistanischer Flagge fährt und der nationalen Schifffahrtsgesellschaft Pakistans gehört.
Ein Sprecher dieser Gesellschaft erklärte, der Tanker habe den Hafen Fujairah am 25. Februar verlassen und werde am 18. März in Pakistan erwartet.
Zuvor war bereits berichtet worden, dass zwei indische Tanker die Meerenge passiert hätten. Zwischen dem 1. und 11. März haben nach Angaben von Lloyd's List insgesamt nur 77 Schiffe die Straße von Hormus passiert, im Vergleich zu fast 1.300 im selben Zeitraum des Vorjahres.
Die pakistanische Zeitung Daily Pakistan berichtet von Verhandlungen zwischen Pakistan und Iran über die Genehmigung, die Meerenge zu passieren.
In Pakistan sind die Preise für Diesel von 88 auf 187 US-Dollar pro Barrel und für Benzin von 74 auf 130 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Die Rohölreserven Pakistans reichen noch für 11 Tage, die Dieselreserven für 21 und die Benzinreserven für 27 Tage. Die Vorräte an Flugzeugbenzin reichen noch für 14 Tage.
Der pakistanische Erdölsekretär erklärte zudem, Pakistan versuche, zusätzlich russisches Öl zu erwerben.
15:52 Uhr
Brüssel: Hilfspaket für Nahen Osten im Wert von rund 450 Millionen Euro
Die Steuerzahler der Europäischen Union finanzieren mehr als 450 Millionen Euro für "humanitäre Hilfe im Nahen Osten", so die Mitteilung der EU-Kommission. Das Geld soll "den Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon und in den palästinensischen Gebieten helfen".
Die Mitteilung erklärt weiter, dass das Finanzpaket "nicht in ausschließlichem Zusammenhang mit dem derzeitigen Krieg" stehen würde.
Rund die Hälfte, 210 Millionen Euro, sollen laut EU-Plan nach Syrien transferiert werden, "nachdem dort auch ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad noch 16 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen seien", so die Formulierung der Agenturmeldung. In die palästinensischen Gebiete sollen demnach 124 Millionen Euro fließen und in den Libanon etwa 100 Millionen.
Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, wird mit den Worten zitiert:
"Europa muss weiterhin zu den Menschen in Krisengebieten halten. Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird."
15:42 Uhr
Bomben-Alltag in Iran: Dashcam zeigt plötzlichen US-israelischen Beschuss belebter Straße
Am Montag ist eine Aufnahme vom 7. März 2026 in den Sozialen Medien viral gegangen, die den vehementen Beschuss einer belebten Straße durch US-israelische Streitkräfte zeigt. Die Aufnahme stammte aus der westiranischen Stadt Hamadan.
Was zunächst einer Routinefahrt glich, wurde plötzlich zum Epizentrum eines Kriegsverbrechens. Hamadan ist eine der ältesten Städte Irans mit einem kulturellen Erbe, das sogar noch in biblische Zeiten reicht – heute hat sie über eine halbe Million Einwohner.
15:24 Uhr
Deutscher Regierungssprecher appelliert an Tel Aviv zum Thema Libanon
Regierungssprecher Stefan Kornelius hat laut Agenturmeldung im Verlauf der heutigen Bundespressekonferenz die Netanjahu-Administration "vor einer großen Bodenoffensive im Südlibanon gewarnt".
Der Sprecher wird mit den Worten zitiert:
"Der Blick auf diesen Teil des Kriegsgebietes erfüllt uns mit Sorge, weil wir Vorbereitungen für eine größere israelische Bodenoffensive sehen, die die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern und nochmals zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen würde."
Eine abschließende Forderung lautete demnach seitens Kornelius:
"Deswegen fordern wir auch unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen."
14:56 Uhr
Medien: Israelische Armee plant für weitere Wochen Attacken auf Iran
Die Times of Israel zitiert IDF-Angaben, laut denen sich die israelische Armee auf andauernde Kriegszeiten gegen Iran einstellt. So erklärte ein Armeesprecher, Brigadegeneral Effie Defrin, dazu bereits am gestrigen Sonntag im US-Fernsehen gegenüber CNN:
"Wir haben Tausende Ziele vor uns. Wir sind bereit und haben in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten Pläne bis mindestens zum jüdischen Pessachfest, also etwa drei Wochen ab jetzt. Und wir haben noch weiterreichende Pläne für die Zeit drei Wochen danach."
Nach Angaben von Beratern und Mitarbeitern von US-Präsident Donald Trump könnte nach neuesten Einschätzungen seitens Washingtons und Tel Avivs laut dem US-Portal Axios "die intensive Militäroperation Anfang April, also vier bis sechs Wochen nach ihrem Beginn, abgeschlossen sein".
Ungenannte IDF-Beamte gaben gegenüber der Times of Israel zu Protokoll:
"Die Beamten erklärten, dass sich die derzeitige Kampagne gegen den Iran vom zwölftägigen Krieg im Juni 2025 unterscheide und weitaus umfangreicher sei."
Der aktuelle Kriegsverlauf würde laut Einschätzung seitens der Netanjahu-Administration der IDF die Gelegenheit bieten "nicht nur die 'existenzielle Bedrohung durch Iran' für Israel zu beseitigen, sondern auch die 'strategische Bedrohung' des jüdischen Staates durch Iran 'auf absehbare Zeit'", so die Beamten gegenüber der ToI-Redaktion.
14:26 Uhr
Reiche: Iran-Krieg ist Krieg gegen "mörderisches Regime"
Am Rande eines EU-Energieministertreffens in Brüssel am Montag hat die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche (CDU), Fragen der Presse beantwortet.
Zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran hat sie zuerst bekräftigt, dass "der Krieg gegen das Mullah-Regime ein Krieg gegen ein mörderisches Regime ist, das sein Volk unterdrückt, ermordet hat und seit Jahrzehnten Terror exportiert", woraufhin die ehemalige Vorstandsvorsitzende der E.ON-Tochter Westenergie AG "gleichwohl von Extremen auf den Energiemärkten" im Kontext der Schließung der Straße von Hormus sprach.
13:54 Uhr
Pistorius: Keine deutschen Kriegsschiffe in die Straße von Hormus
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wurde in der Hauptstadt nach dem Besuch seines lettischen Amtskollegen Andris Spruds im Bendlerblock von Journalisten zu den jüngsten Forderungen Washingtons befragt.
Der Minister erklärte laut Agenturmeldung ergänzend unisono zu bereits erfolgten Aussagen seines Regierungskollegen Wadephul und des Regierungssprechers:
"Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende, aber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei."
Pistorius führte zu erkannten Kernaufgaben weiter aus:
"Wir haben eine Verantwortung für die Ostflanke und für den Atlantik, insbesondere als Deutschland in unserer geopolitischen Lage. Das ist unsere erste Verantwortung. Alles andere sind Dinge, die dazukommen können im Einzelfall, oder eben auch nicht."
Die Kritik seitens des Ministers an dem US-israelischen Krieg lautete demnach:
"Die Amerikaner haben sich für diesen Weg entschieden, zusammen mit den Israelis. Das haben wir nur sehr maßvoll kritisiert. Aber der nächste Schritt ist jetzt einer, der uns droht, in diesen Konflikt hineinzuziehen."
Pistorius betonte abschließend vor der Hauptstadtpresse, dass für die Bundesregierung "eine Ausweitung der EU-Mission Aspides im Roten Meer keine Grundlage für einen Einsatz in der Straße von Hormus liefert".
13:30 Uhr
Abfuhr für Trump von der Bundesregierung: "Das ist nicht der Krieg der NATO"
Am Montag trafen sich die EU-Außenminister in Brüssel, um dort die jüngsten Ereignisse in Nahost zu diskutieren. Bezüglich der von Washington geäußerten Forderungen nach NATO-Unterstützung zur Sicherung der Straße von Hormus gemäß den Vorstellungen der Vereinigten Staaten erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Vormittag in Berlin, dass sich das Bundeskanzleramt den diesbezüglichen Erwartungen der Trump-Administration gegenwärtig nicht anschließe.
Kornelius wird mit den Worten zitiert:
"Dieser Krieg hat mit der NATO nichts zu tun. Das ist nicht der Krieg der NATO."
Weitere Erklärungen vor Hauptstadtjournalisten lauteten, dass die NATO "zur Verteidigung des Bündnisgebietes zuständig" sei, zudem auch aktuell kein Mandat vorliege, "um die NATO einzusetzen".
Parallel ergänzte der deutsche Außenminister in Brüssel mit der Erklärung, dass "den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem NATO-Einsatz in der Meerenge eine klare Absage erteilt wird".
Wadephul gab zu Protokoll, dass er zum jetzigen Zeitpunkt "nicht sehe, dass die NATO für die Straße von Hormus zuständig werden könnte", so der CDU-Politiker am Rande des EU-Außenministertreffens.
Laut Agenturmeldungen führte Wadephul weiter aus, dass sich die Bundesregierung "im Kreis der EU-Außenminister für Sanktionen gegen diejenigen einsetzen wird, die für die Blockade der Straße von Hormus verantwortlich seien". Weiter heißt es den Minister zitierend:
"Damit kann man den Partnern am Golf ein klares Signal der Unterstützung geben."
Die Sanktionen könnten nach Angaben von Diplomaten zum Beispiel Akteure aus dem iranischen Sicherheitsapparat treffen.
13:16 Uhr
Dreadlocks statt Kopftuch – Video mit Iranerin geht viral: "Groß-Israel wird Groß-Isra-Hölle"
In den sozialen Medien geht derzeit das Video einer iranischen Frau viral, das offenbar am Rande der Al-Quds-Demonstrationen aufgenommen wurde. Darin erklärt sie, dass sie bereits am zweiten Tag des US-israelischen Angriffskriegs gegen Iran zurückgekehrt sei, um "einfach nur da zu sein" und nicht "tatenlos vom Sofa" aus zuzusehen, wie ihr Volk bombardiert wird.
Unter anderem ihr Auftritt ohne Kopftuch und mit Dreadlocks bricht dabei mit dem westlichen Mainstream-Narrativ der unterdrückten, befreiungsbedürftigen Iranerin. Sie positioniert sich hingegen als Teil des regionalen Widerstands und betont, dass sich Iran gegen ein Dasein als "Sklave der Imperialisten" entschieden habe. Dabei warnt sie: Ihr Land werde "zum Grab für die Verfolger eines Groß-Israel-Plans": Groß-Israel werde zur "Groß-Isra-Hölle".
12:52 Uhr
Norwegischer Ministerpräsident zu US-Israel-Attacke auf Iran: "Es ist nicht unser Krieg"
In der dritten Woche der US-israelischen unprovozierten Aggression gegen Iran hat sich der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Sonntag, dem 15. März 2026, zum Angriff geäußert.
"Es ist nicht unser Krieg. Wir haben den Eindruck, dass ziemlich unklar ist, wie sich die Lage entwickeln wird. Und genau darin liegt die Gefahr, wenn man Kriege anzettelt. Sie verlaufen selten nach Plan", erklärte der Ministerpräsident Norwegens.
12:52 Uhr
Norwegischer Ministerpräsident zu US-Israel-Attacke auf Iran: "Es ist nicht unser Krieg"
In der dritten Woche der US-israelischen unprovozierten Aggression gegen Iran hat sich der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Sonntag, dem 15. März 2026, zum Angriff geäußert.
"Es ist nicht unser Krieg. Wir haben den Eindruck, dass ziemlich unklar ist, wie sich die Lage entwickeln wird. Und genau darin liegt die Gefahr, wenn man Kriege anzettelt. Sie verlaufen selten nach Plan", erklärte der Ministerpräsident Norwegens.
12:45 Uhr
AfD-Abgeordneter Moosdorf: Iran-Krieg ist Farce gegen Vernunft und Aufklärung
Der AfD-Politiker und ehemalige außenpolitische Sprecher der Partei Matthias Moosdorf geht mit der US-israelischen religiösen Verbrämung des Iran-Kriegs hart ins Gericht. "Der Iran-Krieg wird zu einer religiösen Farce gegen Vernunft und Aufklärung", schreibt er auf X und zählt Fakten auf, die seine These belegen.
So seien US-Soldaten nach Beginn der Kampfhandlungen aufgefordert worden, "für Gottes Werk" und für die "bevorstehende Wiederkehr des Messias" zu kämpfen. Kein Wunder, denn der "Kriegsminister" Pete Hegseth sei selbst in diesem religiösen Komplex eine zentrale Figur: Er betrachte den Konflikt mit Iran als "heiligen Krieg" und "Kreuzzug". Moosdorf illustriert seine Aussage mit den Tattoos auf dem Oberkörper des Kriegsministers. Dort sind das Symbol der mittelalterlichen Kreuzritter sowie ihr Schlachtruf "Deus vult" ("Gott will es") zu sehen, dazu das Wort "Kafir" (arabisch für "Ungläubiger") auf dem Arm.
"Ein christlicher Zionist ist auch Mike Huckabee, der US-Botschafter in Israel. Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht. In einem Interview mit Tucker Carlson im Februar 2026 deutete er an, dass Israel ein biblisches Anrecht auf große Teile des Nahen Ostens habe – nicht nur vom Mittelmeer bis zum Jordan, sondern sogar vom Euphrat bis zum Nil", zitiert Moosdorf aus der taz.
Auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bemühte mit Blick auf den Iran-Krieg zuletzt den Mythos von Amalek – einem alttestamentarischen Volk und Erzfeind Israels, das laut biblischem Befehl "mit Stumpf und Stiel ausgerottet und dessen Erinnerung ausgelöscht" wurde.
"Man könnte nun diese Berufungen mit Nachsicht als sektenähnliche Spinnereien abtun, wenn es sich bei den Exponenten nicht um die Befehlshaber einer Atom-Supermacht und eines Landes handeln würde, dessen Verteidigung hierzulande angeblich Staatsräson ist. Für europäische Rationalität, seit der Aufklärung durch Kant immerhin die Geschäftsgrundlage unserer Gesellschaften, seit Säkularisierung und Laizismus, ist das nicht nur ein Rückfall ins politische Mittelalter der Kreuzzüge", kritisiert Moosdorf. "Europa sollte alles tun, um sich diesem gefährlichen Unsinn zu verweigern."
12:30 Uhr
Araghtschi: Kein Antrag auf Waffenstillstand seitens Teheran
Irans Außenminister Abbas Aragtschi erklärte laut der halbstaatlichen Agentur Tasnim News, dass Teheran im Rahmen "unseres ehrenhaften und unerschütterlichen Widerstands" gegen den aufgezwungenen Angriffskrieg seitens Washingtons und Tel Avis "keinen Antrag auf einen Waffenstillstand gestellt" habe, so die Mitteilung seitens des TN-Artikels.
Die Aussage erfolgte demnach am Rande einer wöchentlichen Pressekonferenz des Sprechers des Außenministeriums, die am Montag in Teheran stattfand. Araghtschi führte vor Journalisten weiter aus, dass das politische Teheran nach Kriegsbeginn am 28. Februar "weder eine Botschaft übermittelt noch einen Antrag auf Waffenstillstand gestellt hat", so der Außenminister, um weiter zu Protokoll zu geben:
"Dieser Krieg sollte jedoch so enden, dass er nicht weitergeht und die Feinde nicht erneut an eine Aggression denken. Sie haben bis jetzt eine gute Lektion gelernt."
Er bemerkte zudem vor den Anwesenden, dass Washington nach 15 Tagen Krieg gegen sein Land "auf andere Parteien zurückgegriffen hätte, um die Sicherheit der Straße von Hormus zu gewährleisten, und darauf drängte, die Meerenge offen zu halten".
Der Minister erinnerte an seine Aussage vom Wochenende, laut der die Straße von Hormus aus Sicht Irans soweit zur Verfügung stehe, "wenn auch nur für die Feinde und ihre Verbündeten geschlossen",so Araghtschi
11:52 Uhr
Israel startet angekündigte Bodenoffensive im Libanon
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben auf X bekannt gegeben, dass ihre Truppen am Montag eine am Wochenende angekündigte Bodenoffensive gegen Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon gestartet haben.
Die Operationen sollen vermeintlich darauf abzielen, "die Sicherheit der Bewohner Nordisraels zu erhöhen". In der X-Erklärung heißt es dazu:
"Truppen der israelischen Streitkräfte haben begrenzte und gezielte Bodenoperationen gegen wichtige Hochburgen der Hisbollah im Südlibanon eingeleitet, um den vorderen Verteidigungsbereich zu stärken. Diese Maßnahmen sind Teil umfassenderer Verteidigungsbemühungen zur Schaffung und Festigung einer vorderen Verteidigungslinie."
Weitere militärische Ziele lauten "die Zerschlagung terroristischer Infrastruktur und die Ausschaltung der in diesem Gebiet operierenden Terroristen". so die IDF-Erklärung.
Die israelische Armee hatte nach Beginn der Angriffe auf Iran am 28. Februar auch unmittelbar ihre Aktivitäten im Südlibanon und auf Ziele in der Hauptstadt Beirut wieder forciert. Dies als Vergeltung für ausgeführte Angriffe der Hisbollah auf Israel.
ARD-Moderatorin Miosga leitete am gestrigen Sonntagabend in ihrer gleichnamigen Talksendung zum Thema "Völkerrecht" und Iran-Krieg versus Ukraine-Krieg mit der an den geladenen ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck gerichteten Frage ein:
"Bezogen auf diese Situation: Gibt es einen Unterschied, ob eine Diktatur eine Demokratie angreift oder eine Demokratie eine Diktatur stürzen will?"
Gauck reagierte umgehend mit der Erklärung:
"Ja, es ist ein gewaltiger Unterschied, weil Menschen wollen nicht in Diktaturen leben. Jedenfalls die Iraner wollen es nicht. Es gibt ja Herrscher, die behaupten, dass ihre Völker das lieben, von ihnen regiert, autoritär regiert zu werden."
Weiter führte der umstrittene Pensionär aus:
"Die Chinesen gehören zum Beispiel dazu, tun so, als gäbe es keine Chinesen, die in Hongkong oder Taiwan wohnen und die ganz schön Demokratie können. Aber wir sehen das ganz eindeutig, und im internationalen Denken über Rechte und die Wirkung von Recht gab es lange Zeit eine heftige Debatte darüber, ob wir nicht zur Verteidigung der Rechte des Menschen international eingreifen müssen, wenn Herrschende diese Rechte missachten."
11:15 Uhr
"Werden nicht vergessen" – Trump drängt NATO zu Hilfe von Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One erklärt, er habe etwa sieben Länder aufgefordert, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden, um die wichtige Ölhandelsroute offen zu halten.
Trump zog dabei eine Parallele zur Unterstützung der NATO in der Ukraine und kritisierte, dass die USA oft Lasten trügen, obwohl sie "nicht direkt betroffen" seien. Dabei drohte er: Ob Unterstützung komme oder nicht, die USA würden die Haltung der Länder nicht vergessen.
10:54 Uhr
Israel: Laut Behörde mehr als 3.000 Bürger durch Angriffe Irans verletzt
Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran "mindestens 3.369 Menschen, darunter Zivilisten und Militärangehörige, verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert", so die Times of Israel.
In dieser Zahl seien laut Meldung dabei "142 Verletzte aus den letzten 24 Stunden" enthalten. Der Artikelverweis lautet:
"Das Ministerium liefert keine Aufschlüsselung der Ursachen der Verletzungen, und einige davon könnten bei Menschen entstanden sein, die versuchten, Schutz zu suchen, und nicht als direkte Folge von Raketenbeschuss aus dem Iran oder Raketenangriffen aus dem Libanon."
10:36 Uhr
Iran: Erneute Angriffe Israels auf Krankenhäuser und Schulen
Laut Agenturmeldungen setzen IDF-Kräfte ihre Angriffe auf zivile Einrichtungen unvermindert fort.
Nach Angaben des Iranischen Roten Halbmonds haben dabei unter anderem die jüngsten Luftattacken eine seiner Kliniken und eine Hilfsstation schwer beschädigt. Von der Organisation online veröffentlichte Aufnahmen zeigten zerbrochenes Glas und beschädigte Geräte, die auf dem Boden verstreut lagen.
Die Information über den Angriff folgte auf Berichte über mehrere Explosionen in der Hauptstadt, nachdem Israel gestern angekündigt hatte, eine neue Angriffswelle auf Teheran gestartet zu haben.
Seit Beginn der US-amerikanisch-israelischen Angriffe am 28. Februar wurden mehrere Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen durch Luftangriffe im gesamten Iran beschädigt oder teilweise zerstört.
Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Agenturangaben zufolge erneut eine Schule zerstört worden. Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums.
Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, so Meldungen unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi. Es habe dieses Mal jedoch keine Todesopfer gegeben, jedoch seien mehrere Häuser in der Umgebung teilweise stark beschädigt worden.
Seit Kriegsbeginn wurden nach Angaben des Roten Halbmonds "mehr als 21.000 zivile Einrichtungen zerstört oder beschädigt". Insgesamt seien dabei 69 Schulen landesweit angegriffen und größtenteils schwer beschädigt worden, so der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, am Donnerstag der Vorwoche gegenüber iranischen Medienagenturen.
10:15 Uhr
Teheran spricht nach gezielten Angriffen auf Öllager von "Ökozid"
Israelische Raketen- und Bombenangriffe galten in der Vorwoche auch immer wieder Treibstoffdepots und Öllagern in Teheran und anderen Städten Irans. Rund eine Woche nach Kriegsbeginn hatte Israel in der Nacht erstmals gezielt ein Öllager am Rande von Irans Hauptstadt Teheran angegriffen.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kritisiert auf X die bewussten Attacken seitens Tel Avivs zum Thema möglicher Folgen für die Menschen und die Umwelt. So lautet der Vorwurf Araghtschis:
"Die israelischen Bombenangriffe auf Treibstoffdepots in Teheran verstoßen gegen das Völkerrecht und stellen einen Ökozid dar. Die Anwohner müssen mit langfristigen Schäden für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden rechnen. Die Kontamination von Boden und Grundwasser könnte Auswirkungen über Generationen hinweg haben. Israel muss für seine Kriegsverbrechen bestraft werden."
Als Ökozid wird die bewusste Zerstörung oder Verschmutzung von Ökosystemen durch menschliches Handeln bezeichnet.
09:52 Uhr
"Fake News" – Washington attackiert US-Presse zu Iran-Berichterstattung
Die Trump-Administration äußert ihre Unzufriedenheit mit der Berichterstattung der heimischen Presse zum andauernden US-israelischen Krieg gegen Iran.
US-Präsident Donald Trump attackierte am Wochenende auf Truth Social, um zu monieren, dass er "wieder einmal eine absichtlich irreführende Schlagzeile der Fake-News-Medien" zu lesen bekam. Seine eindeutige Kritik lautete:
"Die New York Times und das Wall Street Journal (insbesondere) sowie andere minderwertige 'Zeitungen' und Medien wollen eigentlich, dass wir den Krieg verlieren. Ihre miserable Berichterstattung steht im krassen Gegensatz zu den tatsächlichen Fakten!"
Republikanische Abgeordnete warfen Teilen der Medien vor, "vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten". Dies erfolge vermeintlich "in enger Abstimmung" mit Teheran.
Am Wochenende hatte zudem die US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) wegen Berichterstattung über den Iran-Krieg den Druck auf Rundfunksender erhöht und ihnen faktisch mit Lizenzentzug gedroht.
Wer Falschnachrichten verbreite, "muss damit rechnen, seine Lizenz zu verlieren", schrieb FCC-Chef Brendan Carr, ein Vertrauter Trumps, auf der Plattform X.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Bisher war es nur ein Verdacht, nun gibt es handfeste Beweise: Die Abgeordneten von CDU/CSU im Europaparlament kooperieren viel enger mit der AfD und anderen rechten Parteien als bisher bekannt. Dies melden dpa und mehrere deutsche Medien.
Demnach haben CDU/CSU und AfD zumindest in einem Fall ein EU-Gesetz bis ins Detail abgesprochen und dabei umstrittene Verschärfungen durchgesetzt.
Konkret geht es um die geplante Rückführungsverordnung. Sie soll die Abschiebung von Asylsuchenden in sogenannte „Return Hubs“ in Staaten außerhalb der EU ermöglichen.
Für diese „Rückführungszentren“ hatte sich auch Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) stark gemacht. Die SPD lehnt sie ab, weil die bisherigen Vorschläge nicht mit dem Rechtsstaat vereinbar seien.
Nach Angaben von dpa wurden Details der umstrittenen EU-Verordnung von CDU/CSU, AfD und anderen rechten Abgeordneten in einer eigens eingerichteten Chatgruppe sowie bei einem persönlichen Treffen abgesprochen.
Das paßt schlecht zur offiziellen Linie der konservativen Europäischen Volkspartei, in der CDU/CSU den Ton angeben. EVP-Chef Weber hat immer wieder behauptet, es gebe keine Zusammenarbeit mit der AfD.
Weber gibt den Ahnungslosen
“Die Brandmauer steht”, erklärte er Ende 2025. Die AfD sei eine antieuropäische Partei, so Weber damals. Nun behauptet der CSU-Mann, er habe mit der offenbar doch sehr engen Kooperation mit den Rechten nichts zu tun.
„Ich gebe als Fraktionsvorsitzender die Strategie vor. Ich kontrolliere aber nicht die Chatgruppen von Mitarbeitern“, sagte er zu „Bild“.
Überzeugend klingt das nicht – Weber führt sowohl die EVP-Fraktion als auch die zugehörige Parteienfamilie. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Kaum vorstellbar, daß er von der Zusammenarbeit nichts wußte.
Die AfD will das Verhalten der EVP nicht kommentieren, freut sich aber über das (vorläufige) Ergebnis. „Es gibt jetzt eine rechte Mehrheit für eine echte Migrationswende in Europa“, jubelte die AfD-Abgeordnete Khan.
Sie muß es wissen, da sie offenbar an den Absprachen beteiligt war…
P.S. Bisher gibt es nur einen Beschluss im Innenausschuss des EU-Parlaments. Der finale Plenarbeschluss soll Ende März folgen. Die Grünen haben angekündigt, die Rückführungsverordnung noch kippen zu wollen.
Liegt aber auch an den Inhalten der “Progressiven”, denen nach wie vor kaum was Anderes einfällt als positiver Rassismus und einseitiges Stützen von Migranten im Inland. Dabei könnte man die Rechten ganz schön an die Wand nageln mit deren Ideen zur Migration. Um den Umgang etwa mit bereits erfolgter Migration machen die nämlich auch einen weiten Bogen und reduzieren Integrationsfragen auf Arbeiten und die Landessprache sprechen, was beides so gut wie gar nichts sagt über die tatsächliche Integration. Schön wenn du solche Nieten als “progressive” Gegner hast….
“Für diese „Rückführungszentren“ hatte sich auch Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) stark gemacht. Die SPD lehnt sie ab, weil die bisherigen Vorschläge nicht mit dem Rechtsstaat vereinbar seien.”
Wäre die SPD-Führungsetage nicht nur auf die lukrativen Posten scharf, sondern ihre Worte tatsächlich ernst meinen, dann müsste sie jetzt streng genommen aus der Koalition mit der Union austreten, sie zumindest glaubwürdig in Frage stellen…
„Ich gebe als Fraktionsvorsitzender die Strategie vor. Ich kontrolliere aber nicht die Chatgruppen von Mitarbeitern“, sagte er zu „Bild“. Was will er uns damit wohl sagen? Wir wären sicher nie auf eine andere als diese ehrenwerte und glaubwürdige Erklärung gekommen.
Was er damit sagen will, weiss ich nicht. Was ich aber aus den Worten entnehmen kann, ist zweierlei: Entweder er lügt, oder aber er hat seine Fraktion nicht im Griff. Beides disqualifiziert ihn für diesen Job!
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Der belgische Premier De Wever profiliert sich als realistischer Außenpolitiker: Die Russland-Politik der EU sei gescheitert, erklärte der konservative Politiker in einem Interview.
Da die EUropäer nicht in der Lage seien, Kremlchef Putin mit Waffen zu bedrohen, und da man Russland ohne die USA nicht wirtschaftlich in die Enge treiben könne, bleibe nur ein Weg: Verhandlungen.
“Wir müssen einen Deal machen”, so De Wever. Damit steht er nicht allein. Auch Präsident Macron und Italiens Regierungschefin Meloni wollen in Verhandlungen mit Putin eintreten.
Allerdings wird die Entsendung von EU-Diplomaten von Kanzler Merz blockiert. Die Zeit sei nicht nicht reif, heißt es in Berlin, wo man immer noch am gescheiterten Kurs festhält.
Außerdem spielt der Kreml nicht mit: Man sei nicht bereit, die EU an den Friedensgesprächen mit der Ukraine und den USA zu beteiligen, heißt es in Moskau. Warum wohl?
Am Schluss werden die US-Lakaien DE, NL, DK. PL, SE und die nervösen Balten die letzte Bastion der UA in der EU sein. Dazu noch die US-hörigen Briten, die meinen auf diese Weise noch ein wenig Empire sei zu können.
Die Diskrepanz zwischen den EU-Dirigenten und den Regierungen der einzelnen Mitgliedstaaten wird offenbar immer größer, wie man jetzt auch bei Spaniens Premierminister Sánchez gesehen hat, der den Iran-Krieg von den USA (und Israel) nicht mittragen möchte. Wahrscheinlich werden nach De Wever weitere europäische Politiker:innen zugeben, dass die Russland-Politik gescheitert ist, und davon werden es immer mehr werden, sodass Merz (mit Von der Leyen, Kallas, Costa, etc) zum Schluss alleine dar stehen werden. PS: Es gibt da noch immer die Scharfmacher, die da noch eine kräftige Portion Senf „de la Guerre“ dazugeben wollen, wie Belgiens Ex-Premierminister Guy Verhofstadt, der De Wever prompt mit Chamberlain verglichen hat (https://x.com/guyverhofstadt/status/2032953353508966725?s=46). Chamberlain gehört (meiner Meinung nach) übrigens zu den am meisten missverstandenen Politikern, da er in Wahrheit nie vorhatte, den Frieden mit Hitler-Deutschland um jeden Preis zu erhalten. Großbritannien fühlte sich in den 30er Jahren nicht vorbereitet, Krieg mit Deutschland zu führen und wollte damals Zeit gewinnen (daher seine „Appeasement-Strategie „ gegenüber Hitler).
Weber und de Wever – Brüder (?) nur im Namen oder doch im Geiste (?): Sie scheinen kreative (?) Zerstörer (?) von Brand- /Sanktions-Mauern bzw. von Denk-/Handlungs-Verboten sein zu wollen?
Gott sei Dank, bremsen noch ein paar als Querulanten diskreditierte diese EU aus. Dank des noch geltenden Einstimmigkeitsprinzips wird so wenigstens noch das Schlimmste verhindert, was in den Köpfen von ein paar durchgeknallten Russenhassern, in der Führungsriege herumgeistert. In dieser EU sind die Erpresser nicht die Akteure mit abweichender Meinung, sondern die, welche das ihnen genehme Abstimmungsverhalten regelmäßig mit dem Geldbeutel erzwingen wollen. Das Scheitern dieser hinterhältigen Politik hat sich die EU mehr als verdient.
De Wever macht einen Fehler. Er denkt nicht in grossen Zeiträumen. Man muss nur weitere 20 Sanktionspakete abwarten und 4 weitere Jahre die Ukraine mit Waffen und Geld beliefern, dann werden Russland die Soldaten und die Munition ausgehen. Die Schwarzen Magier Fritz und Uschi denken eben in grossen Zeiträumen. In tausendjährigen Reichen und so. Slava Ukraini! Lang lebe das Vierte Reich!
Also zunächst einmal kann die EU über keinen Quadratzentimeter ukrainischen Territoriums verfügen und auch nicht Russland irgendwelchen Einfluss dort zugestehen. Wenn de Wever den Russen eine belgische Stadt überlassen wollte, wäre das schon etwas anderes 😉 Die von den Russen gewünschte Unterwerfung der NATO unter russische Vorstellungen kann von der EU auch nicht konzediert werden, auch kein einzelnes NATO-Land könnte sich auf solche Vorstellungen einlassen (etwa dass ein NATO-Mitglied Russland zusagen würde, einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine niemals zuzustimmen), weil dies gegen den NATO-Vertrag verstoßen würde. Als NATO-Mitglied ist Belgien übrigens zur kollektiven Verteidigung verpflichtet, auch gegenüber den mittelosteuropäischen Mitgliedstaaten derselben, und im Rahmen der EU gilt eine noch strikter formulierte Pflicht zum Beistand. Somit ist festzuhalten, dass de Wever hier verantwortungsloses populistisches Zeug abgesondert hat und nichts sonst.
“Somit ist festzuhalten, dass de Wever hier verantwortungsloses populistisches Zeug abgesondert hat und nichts sonst.”
Im Gegensatz zu den elitären NATO-Fetischisten, die verantwortungsvolle NATO-Propaganda absondern und damit die Ukraine und die EU in eine immer schwierigere und schlechtere Lage manövrieren.
Im Gegensatz zu den elitären NATO-Fetischisten, die verantwortungsvolle NATO-Propaganda absondern und damit die Ukraine und die EU in eine immer schwierigere und schlechtere Lage manövrieren.- und das dann auch noch schändlicherweise als unverbrüchliche Hilfe für die ukrainischen Menschen verkaufen wollen.
De Wever hat von Waffenlieferungen und Sanktionen gesprochen – und darüber können Belgien und die EU sehr wohl entscheiden. Fast alle Waffen für die Ukraine werden mittlerweile von EU-Staaten finanziert. Die Ukraine ist immer noch kein Nato-Mitglied, wird es auch nie werden und kann froh sein, daß ihr die Nato überhaupt noch hilft. Wenn man Trump zuhört, ist dies womöglich nicht mehr allzu lange der Fall…
Jetzt will der Supreme Leader of the Free World die NATO für seine illegale Aggression in Westasien einspannen. Er ist ehrlich und macht kein Geheimnis um den wahren Zweck der NATO, nämlich die globale Absicherung des US-Imperiums. Möge diese NATO mit all ihren verlogenen und mordenden Propagandisten endlich zur Hölle fahren!
Stef 16. März 2026 @
12:10
“Also zunächst einmal kann die EU über keinen Quadratzentimeter ukrainischen Territoriums verfügen und auch nicht Russland irgendwelchen Einfluss dort zugestehen.” Muss deWever auch nicht und die EU ebenfalls nicht. Es reicht, der Ukraine die weitere Unterstützung zu entziehen, was lange überfällig ist. Eine Beistandsverpflichtung bestünde im Übrigen auch gegenüber NATO-Mitgliedsländern nicht, was die Ukraine bekanntlich nicht ist und nie wird. Das NATO Statut ist da nicht zwingend.
Die für Sie vermutlich bittere Ironie an der Geschichte ist: Wären die Beteiligten im “Westen” (inklusive der Ukraine) in 2021 so vernünftig gewesen, die NATO-Mitgliedschaft von der Tagesordnung zu nehmen, wäre die Ukraine (und wäre mit ihr Europa) in einem unvergleichbar besseren Zustand als heute.
Wenn man sich aber von den Russen betreffend der Wahl seines “Verteidigungsbündnisses” nicht erpressen lassen möchte: Fair enough. Ich bin auch der Meinung, dass wir aus der NATO austreten sollten, um uns nicht mehr erpressen zu lassen und ich meine, dass der damit verbundene Preis dann gezahlt werden muss, auch wenn es weh tut. Da sehe ich eine gewisse Parallele zur Ukraine. Sie auch?
“Die für Sie vermutlich bittere Ironie an der Geschichte ist: Wären die Beteiligten im “Westen” (inklusive der Ukraine) in 2021 so vernünftig gewesen, die NATO-Mitgliedschaft von der Tagesordnung zu nehmen, wäre die Ukraine (und wäre mit ihr Europa) in einem unvergleichbar besseren Zustand als heute.”
Wohl auch dann, wenn sich USA und EU nicht 2013/14 in die Innenpolitik der Ukraine eingemischt und letztlich einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten unterstützt hätten.
Stef 16. März 2026 @
08:32
Die EU-Elite ist nicht bereit in Verhandlungen mit Russland zu treten, weil dies offensichtlich gegen US-Interessen verstößt, wegen der der Ukrainekrieg überhaupt ausgelöst wurde.
US Interessen wiegen in der EU aktuell deutlich mehr als europäische Interessen.
450 Mio. EUropäer und ein Politiker halten die Russland-Politik für gescheitert. Warum macht Belgien keine eigene Außenpolitik? Braucht man dafür eine Erlaubnis der Kommission?
Naja, reichlich spät! Ungarn und Slovenia oder auch China, Brasilien, Südafrika, etc. waren schon für Verhandlungen! Und, irgendwie verhandeln Putin und Trump auch schon, da lohnt es sich nicht auf Merz, Leyen, Kallas, etc. zu warten! Sollte man wieder auf günstiges Öl und Gas aus Russland hoffen glaube ich zu hören dass diese Ressourcen inzwischen von anderen gekauft werden! Aber sobald N1 und N2 amerikanischen Investoren gehören wird Europa wieder kaufen können, natürlich zu US Preisen!
“Man sei nicht bereit, die EU an den Friedensgesprächen mit der Ukraine und den USA zu beteiligen…”
Meint De Wever mit Verhandlungen denn überhaupt Friedensverhandlungen, wenn er von einem “Deal” spricht? Oder will er nicht eher zunächst auf das Angebot Russlands, wieder preiswert und verlässlich Energie zu liefern, eingehen, wenn er von einem “Deal” spricht?
Als Handelspartner Russlands fände die EU dann vielleicht auch eher in einen Friedens-Dialog zurück denn als Sanktionierer mit Schaum vor dem Mund.
Leider bestimmen immer noch Kallas und weitere Vertreter europäischer Bevölkerungsminderheitenvertreter (die ohne den USA -Druck mangels Voraussetzungen noch gar nicht in der EU wären) immer noch die Richtung, die das europäische Volk nicht will. Leider vergessen die Bürger kurz vor der Wahl immer wieder, wie mies die letzte Periode war
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Hatte das nicht mal ein gewisser Herr Gorbatschow gesagt? Aber ja, das Bestrafen trifft ja nur die unteren 80%, der Rest macht sich die Welt, wie es ihm gefällt. Mann muss das Zeug stark sein, was vdL und Merz zu sich nehmen.
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16.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Lateinamerikas Konservative kehren an die Macht zurück
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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15.03.2026
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15.03.2026
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15.03.2026
Nah-Ost Analyse von K. Leukefeld
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15.03.2026
Ukraine in Kürze
aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. März 2026, 19:13 Uhr
RTDE 15.3.2026
Kreml: Macrons Gesandter brachte keine "positiven Signale" zu Ukraine mit
Ein Gesandter des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der im Februar nach Moskau gereist war, habe "keinerlei positive Signale" in Bezug auf die Ukraine überbracht. Dies brachte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, gegenüber der Zeitung Financial Times (FT) zum Ausdruck: "Als der Vertreter Frankreichs ankam, brachte er keinerlei positive Signale mit. Und deshalb gab es für ihn tatsächlich nichts Positives zu hören."
Peskow merkte an, dass die europäischen Länder dem Friedensprozess nicht helfen möchten. Die Europäer verwendeten all ihre Anstrengungen darauf, "die Ukrainer davon zu überzeugen, den Krieg fortzusetzen", so Peskow weiter. Die russische Seite sei hingegen überzeugt, dass die EU "einen Fehler im Hinblick auf ihre eigene Zukunft begeht".
Die FT behauptete, dass der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, angeblich grob auf das erneute Drängen der französischen Diplomaten auf eine europäische Vermittlung in der Ukraine reagiert habe. Laut der FT antwortete Uschakow: "Sorry, actually, no we don't, fuck you" ("Entschuldigung, eigentlich nicht, fick dich"). Die Zeitschrift L'Express berichtete, dass der diplomatische Berater des französischen Präsidenten, Emmanuel Bonne, am 3. Februar "unauffällig" Moskau besucht habe, um sich mit Juri Uschakow, insbesondere zum Thema Ukraine, zu treffen. Bonne sei nach Moskau gekommen, um Russland von der Notwendigkeit einer Beteiligung Europas an allen Entscheidungen bezüglich der Sicherheit auf dem Kontinent zu überzeugen, schrieb Bloomberg.
Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, Russland habe nichts gegen eine Beteiligung der Europäischen Union an der Konfliktbeilegung in der Ukraine einzuwenden, doch "hier kann niemand Forderungen stellen". Dabei wies der Kreml darauf hin, dass die überwiegende Mehrheit der in den europäischen Hauptstädten geäußerten Standpunkte eher zur Fortsetzung des Krieges beitrage als zu den Bemühungen um eine friedliche Lösung.
RTDE Liveticker Ukraine-Krieg 15.3.2026
Trump lehnt Selenskijs Drohnen-Unterstützung ab: "Wir brauchen die Hilfe nicht" Die USA sollen die Ukraine um Hilfe im Kampf gegen iranische Drohnen gebeten haben. Nach der folgenden Hilfszusage von Präsident Wladimir Selenskij behauptet der US-Präsident Donald Trump nun aber, dass man allein zurechtkomme. Im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox News sagte der Republikaner: "Wir brauchen ihre Hilfe bei der Drohnenabwehr nicht. Wir wissen mehr über Drohnen als jeder andere. Wir haben tatsächlich die besten Drohnen der Welt." Außerdem verteidigte Trump die Lockerung von US-Sanktionen gegen Russland wegen der sich zuspitzenden Erdölkrise infolge des Iran-Kriegs. Dem Fernsehsender NBC News sagte der US-Präsident: "Ich will Erdöl für die Welt haben." Ferner forderte der Republikaner, dass Selenskij ein Abkommen mit Russland schließen solle, denn der russische Präsident Wladimir Putin sei dazu bereit. "Ich bin überrascht, dass Selenskij kein Abkommen schließen will." Trump bedauerte, dass es mit dem ukrainischen Staatschef es weitaus schwieriger sei, eine Einigung zu erzielen.
Bericht: Selenskij hofft auf Verschwörung innerhalb der EU, um Orbán zu stürzen Wladimir Selenskij setzt auf die Europäische Union und eine Verschwörung in Brüssel, um die Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán bei den Parlamentswahlen zu Fall zu bringen. Dies erklärte Alexei Puschkow, Mitglied des Verfassungsausschusses des Föderationsrates der Russischen Föderation. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er: "Es ist klar, dass Selenskij auf die Europäische Union und eine Verschwörung in Brüssel setzt, deren Ziel es ist, Orbán und seine Partei FIDESZ bei den Parlamentswahlen im April zu stürzen. Und er ist bereit, in jeder Hinsicht zur Erreichung dieses Ziels beizutragen." Puschkow merkte an, dass Brüssel und Kiew in dieser Frage durch zwei Faktoren behindert werden: die breite Unterstützung für Orbán in Ungarn und sein Bündnis mit US-Präsident Donald Trump. Der Politiker stellte fest: "Dies erschwert die Aufgabe, ihn durch Wahlen zu stürzen. Indem er Orbán damit drohte, 'die ukrainischen Streitkräfte auf ihn zu schicken', hat Selenskij den dritten Faktor – den Zusammenhalt der Ungarn angesichts einer äußeren Bedrohung – deutlich verstärkt."
"Ungarn wird keine Kolonie der Ukraine!": Orbán attackiert Selenskij wegen Ölblockade Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Samstag, dem 14. März 2026, erklärt, Ungarn werde keine ukrainische Kolonie werden, und forderte die Bevölkerung dazu auf, sich gegen die Erpressung durch die Ukraine zu wehren. Er gab an, dass sich ungarische Experten seit Tagen in Kiew aufhalten würden, doch man gewähre ihnen nach wie vor keinen Zugang zur angeblich beschädigten Druschba-Pipeline. Zum Video:https://odysee.com/@RTDE:e/-Ungarn-wird-keine-Kolonie-der-Ukraine!---Orb%C3%A1n-attackiert-Selenskij-wegen-%C3%96lblockade:b
Fico: Ungenügender Druck auf Selenskij – EU kann Inspektion der Druschba-Pipeline nicht durchsetzen Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat sich am Samstag, dem 14. März 2026, zu den ausbleibenden Öllieferungen über die Druschba-Pipeline geäußert. Er warf der Europäischen Union vor, die Interessen der Ukraine über die der Mitgliedstaaten zu stellen. Obwohl Präsident Selenskij um Geld bitte, könne die EU keine Inspektionsmission der angeblich beschädigten Pipeline durchsetzen. "Dafür gibt es im diplomatischen Wörterbuch eine einfache Formulierung: 'Lieber Wladimir, du willst europäisches Geld, also komm uns entgegen'", sagte Fico. Der Politiker kritisierte, dass eine solche Art der Kommunikation jedoch nur gegenüber EU-Mitgliedstaaten angewendet werde, die es wagen, souveräne Meinungen zu vertreten. Siehe Video:https://odysee.com/@RTDE:e/Fico--Ungen%C3%BCgender-Druck-auf-Selenskij-%E2%80%93-EU-kann-Inspektion-der-Druschba-Pipeline-nicht-durchsetzen:0
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15.03.2026
Die USA sehen den Krieg gegen Iran auch als Willen Gottes
freedert.online, 15 Mär. 2026 17:54 Uhr,
Es ist üblich, anzunehmen, dass hinter der Aggression der USA und Israels gegen den Iran rein wirtschaftliche Interessen stecken.Doch in beiden Staaten gibt es einflussreiche und mächtige Gruppen, die diesem Konflikt einen tiefen religiösen Sinn zumessen. Sie glauben, einen in der Bibel vorhergesagten Krieg zu führen.
US-Präsident Donald Trump lässt sich von evangelikalen Pastoren am 5. März im Oval Office segnen.
Die US-Propaganda hat sich in einer schwierigen Lage wiedergefunden. Nach dem Scheitern des Blitzkriegs gegen den Iran, als es klar wurde, dass sich der Konflikt in die Länge zieht, musste sie der US-amerikanischen Gesellschaft den Grund für diesen Krieg erklären. Und zu welchem Zweck alle damit einhergehenden Einbußen – bisher vor allem wirtschaftlicher Natur – zu tragen wären.
Zum Einsatz kommen bewährte Mantras. Die Rede ist davon, dass es notwendig sei, in Iran die "religiösen Fanatiker" zu entmachten, die angeblich Frauen unterdrücken und Protestierende auf den Straßen hängen würden. Iran sei einen Schritt vom Bau einer Atombombe entfernt, heißt es. Pete Hegseth, Kriegsminister der USA, behauptet:
"Wahnsinnige Regimes wie Iran, die vom prophetischen islamischen Irrglauben besessen sind, dürfen nicht über Nuklearwaffen verfügen."
Doch in den USA gibt es eine beträchtliche Gruppe von Personen, die davon gar nicht erst überzeugt werden müssen. Sie betrachten den Krieg gegen Iran nicht durch die Linse der Verteidigung der USA oder der Befreiung des iranischen Volkes, sondern als einen regelrechten Willen Gottes. Oder, um die lateinische Losung der Kreuzritter beziehungsweise die Tätowierung am Arm von Pete Hegseth zu zitieren: Deus Vult.
Für sie alle ist der Krieg gegen Iran regelrecht ein Heiliger Krieg. Er sei buchstäblich von Gott vorherbestimmt. Die Rede ist von zahlreichen evangelikalen Strömungen, Kirchen und Sekten, deren Dutzende Millionen Mitglieder zu den leidenschaftlichsten Anhängern der Republikanischen Partei und Donald Trump persönlich zählen.
Ihre Ansichten sind nicht nur auf der Straße oder in Kirchen vertreten, sondern auch im Senat sowie im Weißen Haus. So war etwa Mike Pence, der während Trumps erster Amtszeit den Posten des Vizepräsidenten bekleidete, ein radikaler Evangelikaler. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, behauptete, dass es gut wäre, wenn Israel den gesamten Nahen Osten vom Nil bis zum Euphrat erobern würde, denn dieses Land sei ihm in der Bibel versprochen worden. Somit gibt es solche Menschen sowohl unter jenen, die die Entscheidung über den Angriff gegen den Iran getroffen haben, als auch unter ihren Wählern.
Diese Menschen glauben, dass der Bund zwischen Gott und Israel unverbrüchlich sei, und ihn zu bestreiten, bedeutet, den heiligen Text der Bibel selbst zu bestreiten. Sie glauben daran, dass die Eroberung des gesamten "gelobten Landes" vom Nil bis Euphrat durch Juden eines der Ereignisse sei, die die zweite Ankunft Christi verkünden.
Einfacher gesprochen, sei die Rückgabe des "gelobten Landes" an Juden das Ziel eines jeden gläubigen Christen. Gerade deswegen unterstützen diese Personen den Bau von Siedlungen im Westjordanland, die Annexion beliebiger Gebiete durch Israel und dementsprechend Trumps sämtliche Aktionen in Israels Interesse. Dazu zählt auch der Krieg gegen den Iran, denn es heiße in den heiligen Texten, dass Juden ihre Feinde vernichten würden.
So werden unter den US-Truppen Behauptungen verbreitet, wonach Trump von Jesus gesalbt worden sei, das Signalfeuer in Iran zu entfachen, das zum Armageddon führen und die Rückkehr Christi auf die Erde kennzeichnen werde. Indessen versammelte Präsident Trump selbst im Oval Office zwei Dutzend Priester, die ihm die Hand auflegen und für seinen Sieg beten sollten.
Im Übrigen stand bei diesem kollektiven Gebet zu Trumps Linken Paula White-Cain, oberste Beraterin des Weißen Hauses für Glaubensfragen. Gerade sie sorgte für eine Renaissance der Praxis von Ablassbriefen, indem sie persönliche "Schutzengel" für 1.000 US-Dollar verkauft. Und gerade sie rief in einer religiösen Trance Trump auf, zu "schlagen, schlagen, schlagen, schlagen, schlagen, so lange Ihr nicht jeden Feind besiegt, der sich gegen Euch auflehnt".
Und diese Menschen, die manchmal auch als "christliche Zionisten" bezeichnet werden, sind ein wahrer Fund für Benjamin Netanjahu. Freilich geht es den Evangelikalen weniger um eine Liebe zu Juden, als vielmehr darum, Juden für eigene religiöse Zwecke zu instrumentalisieren. Im Rahmen des evangelikalen Glaubens werden vor der zweiten Ankunft Christi alle Juden mit Ausnahme derer, die zum Christentum konvertieren, beim Armageddon sterben.
Doch Israels Führung achtet nicht auf solche Details, sie arbeitet eng mit Evangelikalen zusammen, um Israels Interessen in den USA zu fördern. Ron Dermer, ehemaliger Botschafter Israels in den USA, empfahl Tel Aviv direkt, mehr Fördermittel für den Lobbyismus in den USA für die Arbeit mit "begeisterten US-amerikanischen Evangelisten" zu gewähren, als für US-amerikanische Juden, die Israel "unverhältnismäßig oft" kritisieren würden.
Und nun, im Rahmen des Kriegs gegen Iran, umschmeichelt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht nur eigene religiöse Fundamentalisten, sondern auch US-amerikanische Evangelikale:
"In der Tora lesen wir: 'Bedenkt, was Amalek euch angetan hat'. Wir erinnern uns und handeln."
Dabei vergleicht Netanjahu Israels Gegner mit den biblischen Amalekitern, die die Juden nach deren Auszug aus Ägypten als Erste überfallen haben sollen und daher eine völlige Vernichtung verdienten.
Insgesamt positionieren sowohl die USA als auch Israel den Krieg gegen Iran auf allen Ebenen als einen Glaubenskrieg, der stattfinden solle, um biblische Prophezeiungen zu erfüllen.
Das Problem besteht nur darin, dass der Wert dieses Arguments für die US-amerikanische Wählerschaft nachlässt. Evangelikale der älteren Generation bleiben proisraelisch, doch die Unterstützung des jüdischen Staates unter ihrer jüngeren Generation fiel von 75 Prozent im Jahr 2018 auf nur 34 Prozent im Jahr 2021 herab.
Dafür gibt es viele Gründe, vor allem natürlich den allgemeinen Rückgang von eifrigen Gläubigern unter den US-Bürgern. Der Anteil von Menschen, die glauben, dass die Bibel das Wort Gottes sei, ist von 40 Prozent im Jahr 1980 auf 20 Prozent im Jahr 2022 gesunken, während der Anteil jener, die glauben, dass sie lediglich eine Sammlung von durch Menschenhand verfassten Geschichten sei, von etwa zehn auf 29 Prozent angestiegen ist. Darüber hinaus schalten sich inzwischen ganze Richtungen des Evangelismus auf die Verbreitung der Ideen der sozialen Gerechtigkeit um – und Aktionen sowohl der USA, als auch Israels hören für sie auf, "gottgewollt" zu sein. Somit wird der Krieg gegen den Iran möglicherweise zum letzten "US-amerikanischen heiligen Krieg" in der Geschichte.
Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei der Zeitung Wsgljad am 10. März.
Geworg Mirsajan ist außerordentlicher Professor an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, Politikwissenschaftler und eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Geboren im Jahr 1984 in Taschkent, erwarb er seinen Abschluss an der Staatlichen Universität des Kubangebiets und promovierte in Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt USA. Er war in der Zeit von 2005 bis 2016 Forscher am Institut für die Vereinigten Staaten und Kanada an der Russischen Akademie der Wissenschaften.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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15.03.2026
"Shield of the Americas": Trumps neues Instrument für die militärische Zusammenarbeit des Westens
freedert.online, 15 Mär. 2026 16:02 Uhr,
Mehr als ein Dutzend rechtsgerichtete und ultrarechte lateinamerikanische Regierungen haben ein Abkommen mit den USA unterzeichnet, das Washington die Vorherrschaft und Führungsrolle in der Region sichern soll.
US-Präsident Donald Trump begrüßt Javier Milei, Präsident von Argentinien, als Gastgeber des "The Shield of the Americas Summit", einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus 12 Ländern Amerikas im Trump National Doral Golf Club am 7. März 2026 in Doral, Florida.
Am vergangenen Wochenende hat die Trump-Regierung eine Allianz mit ihren Partnern in Lateinamerika und der Karibik besiegelt.
Der sogenannte "Shield of the Americas" (Schutzschild der Amerikas) ist ein Bündnis zwischen 13 Ländern Amerikas, um gemeinsam Geheimdienst- und Sicherheitsmaßnahmen sowie militärische Aktionen durchzuführen, die die Vorherrschaft der USA sichern sollen, die durch andere Weltmächte bedroht sein könnte.
Die Gründung des Bündnisses wurde während des "Shield of the Americas"-Gipfels vereinbart, der in Doral, Florida, stattfand.
Das US-Außenministerium erklärte dazu: "Diese historische Koalition von Nationen wird gemeinsam Strategien vorantreiben, um ausländische Einmischung in unserer Hemisphäre, kriminelle und narkoterroristische Banden und Kartelle sowie illegale und Massenimmigration zu unterbinden."
Was sieht das Abkommen vor?
Das Abkommen, das von den anwesenden Präsidenten am Ende des Gipfels unterzeichnet wurde, stellt sicher, dass "alle verfügbaren Mechanismen genutzt werden, um ernsthafte Gefahren" zusammen mit den verbündeten Nationen zu bekämpfen.
"Internationale Organisationen kontrollieren Gebiete und Handel, erpressen politische und juristische Systeme, führen Waffen, nutzen militärische Kapazitäten und setzen Mord und Terrorismus ein, um ihre Ziele zu erreichen", sagte Trump vor einer Reihe lateinamerikanischer Präsidenten, die bei jeder nur möglichen Gelegenheit applaudierten.
Er verkündete außerdem: "Kriminelle Kartelle und ausländische Terrororganisationen in der westlichen Hemisphäre müssen im größtmöglichen Umfang in Übereinstimmung mit geltendem Recht zerschlagen werden … Der einzige Weg, diese Feinde zu besiegen, ist, die Macht unserer Armeen zu entfesseln. Wir müssen unser Militär einsetzen. Ihr müsst euer Militär einsetzen."
Am bemerkenswertesten ist aber vielleicht, dass Washington erklärt hat, es werde die Streitkräfte der Partnerländer ausbilden und mobilisieren, um die Erreichung der erklärten Ziele zu erleichtern, wodurch klar wird, wer den "Schutzschild der Amerikas" leiten wird (falls daran noch Zweifel bestanden).
So ist beispielsweise jetzt mit Sicherheit bekannt, wer die Operationen auf ecuadorianischem Gebiet leitet, die derzeit von Quito und Washington durchgeführt wurden.
Ein sehr nützliches Abkommen
Die Nützlichkeit eines kontinentalen Militärbündnisses geht für die USA weit über die Angriffe gegen Drogenkartelle hinaus.
Seit September 2025 führen die USA Militäroperationen in der Karibik durch; sie zerstörten Dutzende kleiner Boote und töteten Dutzende ihrer Insassen. Bis Februar 2026 wurden im Rahmen der "Operation Southern Spear" über 40 Angriffe durchgeführt und über 145 Menschen getötet.
Am 3. Januar führten die USA einen Militärangriff gegen Venezuela durch, nahmen Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen und brachten sie nach New York. Bei der Operation kamen über 100 Menschen ums Leben, darunter viele Zivilisten. Heute hat Washington die faktische Kontrolle über das venezolanische Öl, dessen Wert aufgrund des Konflikts in Westasien steigt.
Darüber hinaus hat Trump mehrfach erklärt, dass "die kubanische Regierung bald fallen wird", was er am vergangenen Wochenende vor den lateinamerikanischen Präsidenten wiederholte, die nicht zögerten, zu applaudieren.
Vor einigen Tagen brach die Regierung Noboa in Ecuador die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab und wies die gesamte kubanische Delegation aus. Dies verdeutlicht eine der Funktionen, die eine koordinierte Aktion unter Führung der USA haben könnte.
In anderen Worten: Mit diesem Abkommen sichert sich Trump nicht nur die Kontrolle und Leitung künftiger Militäroperationen in Amerika, sondern stellt diese Streitkräfte auch in den Dienst seines globalen geopolitischen Projekts. Das könnte in einem derzeit noch ungewissen zukünftigen Weltgeschehen unvorhersehbare Folgen haben.
Verbündeter Trumps sein: Politisches Kapital und Sicherheit
Trotz der Ankündigung einer regionalen Allianz nahmen an dem Gipfel keine Vertreter großer Länder teil, die seit mehreren Jahrzehnten gegen den Drogenhandel kämpfen, etwa Mexiko, Kolumbien, Venezuela und Brasilien, und deren Staatsoberhäupter sich als links oder progressiv verstehen.
Diejenigen, die teilnahmen, sind die Regierungschefs, die sich während der Trump-Administration fast vollständig hinter die geopolitischen Interessen Washingtons gestellt haben und die meistens rechts oder ultrarechts sind: Javier Milei aus Argentinien, Rodrigo Paz aus Bolivien, Rodrigo Chaves aus Costa Rica, Luis Abinader aus der Dominikanischen Republik, Nayib Bukele aus El Salvador, Irfaan Ali aus Guyana, Daniel Noboa aus Ecuador, Nasry Asfura aus Honduras, José Raúl Mulino aus Panama, Santiago Peña aus Paraguay, Kamla Persad-Bissessar aus Trinidad und Tobago sowie José Antonio Kast aus Chile.
Trotz Kritik von Oppositionsgruppen in diesen Ländern, die die Unterzeichnung des Abkommens "Shield of the Americas" als beschämende Unterwerfung unter die Interessen Washingtons betrachten (und die sogar gegen die wirtschaftlichen Interessen der Länder gerichtet sind, die sie vertreten), verteidigten die Präsidenten, die an dem Treffen in Miami teilnahmen, die Allianz.
Dies brachte der ecuadorianische Präsident zum Ausdruck, der auf seinem Twitter-Account schrieb: "Zu lange glaubten die Mafias, dass Amerika ihr Territorium sei. Dass sie Grenzen überschreiten, Drogen, Waffen und Gewalt ohne Konsequenzen transportieren könnten. Diese Zeit ist vorbei."
Einige Stunden vor der Veranstaltung sagte der damals noch designierte Präsident Chiles: "Ich fliege in die Vereinigten Staaten, um mich mit Präsident Donald Trump und mehreren lateinamerikanischen Staatschefs zu treffen. Wir werden über Sicherheit, illegale Einwanderung und den wirtschaftlichen Fortschritt unserer Nationen sprechen. Wir arbeiten weiter daran, die Zukunft Chiles zu verbessern."
Nayib Bukele, Präsident von El Salvador, repostete mindestens fünf Mal dasselbe Video, das Trump und ihn während der Fotosession des US-Präsidenten mit jedem der Teilnehmer in freundschaftlichem Gespräch zeigt.
So haben die rechtsgerichteten Präsidenten des Kontinents in Trumps Image eine Art messianische Figur gefunden, hinter der sie ein Gefühl der regionalen Einheit spüren, das sich von dem unterscheidet, das progressive Regierungen anstreben. Diese bemühen sich seit zwei Jahrzehnten, Räume ohne US-Einmischung zu schaffen, wie die Union südamerikanischer Nationen (Unasur), die Bolivarische Allianz für die Völker Unseres Amerika – Handelsvertrag der Völker (Alba-TCP) und die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac).
Trump und seine Geopolitik stehen somit für einen Kurs, dem die rechtsgerichteten Regierungen Lateinamerikas unbeirrt folgen müssen.
Die Journalistin Ayelén Oliva sagte: "Das Bild von Trump, der hinter seinem Schreibtisch sitzt, umgeben von stehenden lateinamerikanischen Staatschefs, die Außenminister Marco Rubio als 'Freunde' bezeichnet hat, symbolisiert die Ausrichtung dieser Länder auf die USA."
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15.03.2026
Iran und False-Flag-Operationen / Tucker Carlson: Anklage wegen Spionage?
aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. März 2026, 19:50 Uhr
RTDE 15.3.2026
Iran warnt vor False-Flag-Operationen in den USA
Ali Laridschani, der Sekretär des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats, warnte vor einem False-Flag-Anschlag in den USA. Ihm zufolge könnten Verschwörer in den USA einen massiven Anschlag nach dem Vorbild des 11. September 2001 durchführen. Anschließend würden sie Iran dafür verantwortlich machen. Laridschani hob hervor, dass sich sein Land nicht im Konflikt mit dem amerikanischen Volk befinde. Darüber berichtete am Sonntag der Sender Al Mayadeen, der Laridschanis Erklärung zitierte. Dieser schrieb auf seinem X-Account:
"Ich habe gehört, dass die verbliebenen Mitglieder von Epsteins Netzwerk eine Verschwörung ausgeheckt haben, um einen Vorfall ähnlich dem 11. September zu inszenieren und Iran die Schuld dafür zu geben." Iran "lehnt solche terroristischen Machenschaften grundsätzlich ab". "Wir führen keinen Krieg gegen das amerikanische Volk." Sein Land verteidige sich gegen die von den Vereinigten Staaten und von Israel ausgehende Aggression.
Am Sonntagmorgen warnte der Sprecher des Hauptquartiers von Chatam al-Anbija die Nachbarländer und die muslimische Bevölkerung in der Region. Die Feinde Irans hätten die Shahed-136-Drohne nachgebaut, sie in die LUCAS-Drohne umbenannt und nutzten diese, um unrechtmäßige Ziele in der gesamten Region anzugreifen. Israel und die Vereinigten Staaten würden nach ihren Misserfolgen an der militärischen und politischen Front gegen Iran nun auf Täuschungsmanöver zurückgreifen, erklärte der Sprecher. Mit der nachgebauten Shahed-136-Drohne wollten die Feinde Irans "Angriffe durchführen und diese fälschlicherweise Iran zuschreiben".
Bereits am 8. März habe eine anonyme Quelle aus dem Bereich der regionalen Sicherheit gegenüber Al Mayadeen mitgeteilt, "dass 'Israel' daran arbeite, Operationen unter falscher Flagge im gesamten Nahen Osten und in mehreren europäischen Ländern auszuweiten". Dabei habe sich der Informant auf bestätigte Geheimdienstinformationen berufen. Auch die jüngsten Anschläge gegen Zypern, Aserbaidschan und Riad seien nicht von Iran, sondern von Israel verübt worden.
Es gebe zudem "zuverlässige Informationen", wonach in den kommenden Tagen ähnliche Sicherheits- und Militäroperationen stattfinden könnten. Diese Vorfälle, so die Quelle, könnten fälschlicherweise Iran oder der Achse des Widerstands zugeschrieben werden.
Unabhängig davon habe ein Beamter des iranischen Geheimdienstministeriums am 7. März vor einem möglichen israelischen Plan gewarnt, die Al-Aqsa-Moschee im besetzten al-Quds (Jerusalem) anzugreifen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim News Agency. Anschließend wolle man auch hierfür Iran und den Widerstandsbewegungen die Schuld zuschieben und die muslimische Öffentlichkeit gegen Iran und die sogenannte Widerstandsachse aufhetzen.
RTDE 15.3.2026
Tucker Carlson: "CIA bereitet Anklage wegen Spionage gegen mich vor"
In einer Videobotschaft erklärt der Journalist Tucker Carlson, dass der US-Geheimdienst CIA ihn ausspioniert habe. Er solle wegen angeblicher Verstöße gegen das Gesetz zur Registrierung ausländischer Agenten verklagt werden.
Der US-amerikanische Journalist Tucker Carlson hat die Vermutung geäußert, dass die CIA eine Strafanzeige gegen ihn vorbereitet. Am Samstag veröffentlichte Carlson eine Videoerklärung, in der er behauptet, die CIA werfe ihm Spionagetätigkeit als ausländischer Agent vor. Seinen Aussagen zufolge soll der US-Geheimdienst ihn ausspioniert haben und eine Klage gegen ihn wegen angeblicher Verstöße gegen das Gesetz zur Registrierung ausländischer Agenten (FARA) anstreben.
Im Video erklärte Carlson, er habe "vor dem Krieg mit Leuten im Iran gesprochen". Aus Textnachrichten über diese Gespräche konstruiere die CIA die Vorwürfe gegen ihn als angeblichen ausländischen Agenten und bereite eine Strafanzeige gegen ihn vor. Allerdings mache er sich "keine allzu großen Sorgen wegen eines tatsächlichen Strafverfahrens".
Carlson führte weiter aus: "Erstens bin ich kein Agent einer ausländischen Macht. Im Gegensatz zu vielen anderen, die sich zur US-Politik und zu globalen Angelegenheiten äußern, habe ich nur eine Loyalität, und das sind die Vereinigten Staaten, und ich habe nie gegen sie gehandelt. Ihre Interessen sind die einzigen, die mir wichtig sind, weil ich von hier komme und viele Kinder habe, also ist das kein Problem. Ich habe auch noch nie Geld von irgendjemandem angenommen. Ich brauche es nicht, ich will es nicht, und das ist beweisbar."
Zudem versicherte er: "Außerdem ist es mein Job, ständig mit allen zu sprechen und zu versuchen, herauszufinden, was in der Welt vor sich geht. Das ist buchstäblich das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Und ich werde damit nicht aufhören, noch sollte ich das, glaube ich. Ich bin außerdem Amerikaner. Ich kann mit jedem sprechen. Ich habe keine Geheimnisse preiszugeben. Rechtlich gesehen halte ich den Fall also für lächerlich, und ich bezweifle, dass es überhaupt zu einem Verfahren kommen wird."
Es gebe Leute, die wegen seiner Ansichten zu Israel wütend auf ihn seien. Eine Strafanzeige gegen ihn betrachte er als Teil einer Demütigungs- und Einschüchterungskampagne. Doch nach seiner Einschätzung stelle dies aktuell keine große Bedrohung für ihn dar. Er mache die Videoerklärung lediglich, damit die Öffentlichkeit darüber informiert sei, was die US-Regierung tue und was in den USA hinter den Kulissen geschehe.
Wie das Onlineportal TheGatewaypunit dazu am Samstag kommentierte, sei es gemäß dem US-amerikanischen Gesetz über ausländische Agententätigkeit strafbar, ohne ordnungsgemäße Registrierung im Auftrag eines ausländischen Auftraggebers zu handeln.
Allerdings sei Carlson zuletzt wegen seiner Kritik an Israel und den US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran immer mehr in die Kritik geraten. Der Journalist hatte die Angriffe gegen Iran am 28. Februar als "absolut widerwärtig und bösartig" bezeichnet. Zudem habe Trump "den Weg verloren", so Carlson.
Infolgedessen sei Carlson in den Medien vielfach angegriffen worden. So habe der Fox-News-Moderator Mark Levin, behauptet, Carlson werde von Katar bezahlt, um seine Meinungen zu Konflikten im Nahen Osten zu verbreiten. Vom gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Ted Cruz sei der Journalist als Antisemit und "der gefährlichste Demagoge in diesem Land" beschimpft worden.
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15.03.2026
Mit jedem Tag dieses Krieges wird die Sympathie der Welt für den Iran wachsen.
seniora.org, 15. März 2026, 15. 03.2026 Von Oleg Yasinsky - übernommen von //t.me/olegyasynsky/2307
Mit ihren Aktionen haben die USA und Israel selbst dazu beigetragen, ihre jahrzehntelange anti-iranische Propaganda zu zerstören. Entgegen ihren Mythen beeindruckt der echte Iran in diesen äußerst kritischen Bedingungen mit seiner Nicht-Blutdurstigkeit. Er hat sehr genau das Hauptmilitärziel ausgewählt - die Weltölpreise, ein Stoff, der zum schwarzen Blut des gegenwärtigen Wirtschaftssystems geworden ist.
Der Westen wäre glücklich über iranische Angriffe auf die Zivilbevölkerung Israels und der Golfstaaten, und noch mehr über Terroranschläge in den USA. Dies wären die Hauptargumente für den Krieg in seiner unkomplizierten Propaganda. Aber der Iran schlägt bei seiner Verteidigung genau dort zu, wo es dem System wirklich wehtut.
Der Ausgang dieses Krieges wird nicht von der Anzahl der durch Raketen zerstörten militärischen Einrichtungen seiner Parteien bestimmt, sondern vom steigenden Preis pro Barrel Öl.
Öl Oasen mit Wolkenkratzern, bereit, wie eine Fata Morgane in der brennenden Luft zu verschwinden und ihre Bewohner zum zerbrochenen Trog der Wüstenlandschaft zurückzuschicken. Im modernen kapitalistischen Mittelalter wird die Nachfrage nach Escort-Diensten für Scheichs und Büroangestellte schnell durch die Nachfrage nach militärischem Geleitschutz für Tanker ersetzt. Dies ist nicht nur der wirtschaftliche oder berufliche Zusammenbruch von jemandem, sondern der auseinanderfallende Mythos des Systems selbst, das auf Lügen, Egoismus und entmenschlichender Ungleichheit aufgebaut ist. Plastische Welten, bewohnt von kultur- und geschichtslosen Ausländern, beginnen vom Sand der Zeit verschluckt zu werden.
Der Iran führt Angriffe auf Öllager, Militärbasen und wirtschaftliche Symbole der US-Macht durch.
Und vor den Augen der ganzen Welt erweist sich das System, das auf der völligen Sicherheit seiner eigenen Überlegenheit, Unverwüstlichkeit und Unverletzbarkeit beruht, als Teil dieser ganzen brennenden Plastikdekoration.
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Nachrichten aus Telegram Kanälen gestern und heute
🇮🇷🇺🇸Der Iran hat eine Warnung an alle Mitarbeiter amerikanischer Unternehmen in den Golfstaaten und Jordanien herausgegeben:
Mitarbeiter der folgenden amerikanischen Unternehmen sollten sofort evakuieren, und wir warnen auch alle Bürger und Einwohner, sich nicht in ihrer Nähe aufzuhalten:
Vor einigen Tagen genehmigte das Pentagon den Einsatz einer Expeditionsstreitmacht von 2.500 Marinesoldaten aus der 31. Marineexpeditionseinheit sowie mindestens eines amphibischen Angriffsschiffes, um sich den etwa 50.000 Truppen anzuschließen, die bereits in verschiedenen Stützpunkten im Nahen Osten (blaue Punkte) stationiert sind. Obwohl diese Anzahl von Truppen deutlich zu gering ist, um auf eine Verlagerung der US-Strategie hin zu einer Bodenoperation hinzudeuten, erhöht die Spezialisierung dieser Truppen die Möglichkeit gezielter Operationen im Persischen Golf.
Die Marinesoldaten wurden zuvor eingesetzt, um die Sicherheit in Botschaften zu stärken und Zivilisten zu evakuieren. Allerdings deuten die Blockade der Straße von Hormuz durch den Iran und die jüngsten US-Bombardierungen der Kharg-Insel darauf hin, dass die Vereinigten Staaten die Möglichkeit erwägen, die Straße mit militärischen Mitteln zu entblocken.Zu diesem Zweck könnte eine amphibische Operation in Betracht gezogen werden, um die iranischen Inseln im Persischen Golf bis zur Straße von Hormuz zu erobern. Diese Inseln (Kharg, Kish, Greater Tunb, Abu Musa und Larak) dienen als Plattformen für die offensiven Fähigkeiten des Iran durch Schiffsabwehrraketen, Drohnen und Minen. Darüber hinaus sind die Inseln für den Iran wichtig, um die Bewegungen von Schiffen zu überwachen, da sie in der Mitte der Schifffahrtsrouten liegen. Insbesondere die Insel Kharg ist ein wichtiger Knotenpunkt für Ölexporte, wobei 90% davon durch sie hindurchgehen.Die Eroberung der Inseln würde es den USA ermöglichen, die Kontrolle über den größten Teil der iranischen Ölinfrastruktur zu erlangen und damit das Land wirtschaftlich erheblich zu schwächen. Darüber hinaus würde es die Begleitung von Konvois durch US-Schiffe erleichtern und eine Art 'amerikanischen See' im Persischen Golf schaffen, der sich bis zur Straße von Hormuz erstreckt, was die durch die Blockade verursachten wirtschaftlichen Probleme in zahlreichen Ländern erheblich lindern würde. Dies stellt jedoch einen weiteren Schritt in Richtung Eskalation dieses regionalen Konflikts dar.
- Obwohl eine Invasion des iranischen Festlandes wahrscheinlicher ist, wäre eine Besetzung der Inseln für US-Truppen kostspielig, da trotz der amerikanisch-israelischen Luftüberlegenheit die iranischen militärischen Fähigkeiten stark genug bleiben, um Langstreckenziele nach der Sättigung der Luftverteidigung anzugreifen. Konzentrierte Angriffe auf so begrenzte Räume wie diese Inseln würden die amerikanischen Verluste erheblich erhöhen und eine Welle von populären Antikriegsprotesten in den USA auslösen, was einen tiefgreifenden Einfluss auf das Image von Trump und seiner Regierung haben würde.
- Der Iran würde seine Angriffswellen nach einer Invasion seines Territoriums intensivieren. Zusätzlich zu den laufenden Angriffen auf Militärbasen und Energieanlagen würde es einen Anstieg der Angriffe auf neue Wirtschaftszentren in den Golfstaaten und sogar auf sensible Ziele wie Entsalzungsanlagen geben. - Jeder Versuch, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen, würde die Wirtschaftskrise und den Krieg auf die Straße von Bab el-Mandeb ausweiten und damit zum offiziellen Kriegseintritt von Ansarallah führen. Dadurch würde eine neue Front mit einer jemenitischen Armee aus Sana'a eröffnet, die in der Lage ist, Raketenangriffe auf Energie- und Militärzentren zu starten, was die Volkswirtschaften der Golf-Petro-Monarchien weiter verschärfen würde und sie dazu bringen würde, Druck auf die USA auszuüben, den Krieg zu beenden.
❗️Kuba hat angekündigt, dass es Gespräche mit der US-Regierung geführt hat, um „durch Dialog Lösungen für die Differenzen zu finden“, die zwischen ihnen bestehen.
✨ Marco Rubio sucht nicht nach den gleichen Lösungen wie die kubanische Regierung.
🇮🇷🇺🇸 "Ich weiß nicht, was sie ihrem Chef übermittelt haben."
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Araghchi über die Vorkriegsverhandlungen in Genf mit Witkoff und Kushner:
Beide Delegationen bestätigten am 26. Februar bedeutende Fortschritte. Der omanische Vermittler las seine Zusammenfassung beiden Seiten vor, bevor er sie veröffentlichte. Beide stimmten darin überein, dass sie korrekt war. Zwei Tage später begannen die Bomben zu fallen.
Zur Behauptung über die nukleare Bedrohung:
"Ich habe nie gesagt, dass wir Bomben bauen werden. Ich sagte, wir haben 440 Kilogramm 60%-angereichertes Material, das in den IAEO-Berichten enthalten ist. Wenn es weiter angereichert wird, sagen Ihre eigenen Experten, dass es für 10 Bomben ausreichen könnte. Also waren wir bereit, es aufzugeben, es zu verwässern."
🔴 @DDGeopolitics |
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🇧🇷🇺🇸 LULA VERBANNT TRUMP-BERATER AUS DEM LAND
Brasiliens Präsident Lula hat Trump-Berater Darren Beattie die Einreise in das Land verboten und diesen Schritt direkt mit Washingtons Visa-Widerruf für Brasiliens Gesundheitsminister im letzten Jahr in Verbindung gebracht.
"Dieser amerikanische Kerl, der gesagt hat, er würde hierher kommen, um Jair Bolsonaro zu besuchen, wurde von der Einreise ausgeschlossen, und ich habe ihm verboten, nach Brasilien zu kommen, bis sie das Visum für meinen Gesundheitsminister freigeben."
Beattie, ein lautstarker Kritiker der Lula-Regierung, wurde letzten Monat von Trump zu einer hochrangigen Beraterrolle ernannt, die speziell Brasilien überwachen sollte. Er hatte um Erlaubnis gebeten, Bolsonaro zu besuchen, der derzeit eine 27-jährige Haftstrafe wegen der Planung eines Putsches gegen Lula verbüßt.
Brasiliens Außenministerium bestätigte den Visa-Widerruf und verwies auf Fälschungen von Informationen über den Zweck des Besuchs. Brasiliens Oberster Gerichtshof hatte den Antrag auf einen Gefängnisbesuch bereits am Vortag abgelehnt.
🔴 @DDGeopolitics |
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🇧🇪 Der belgische Premierminister Bart De Wever hat die EU aufgefordert, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden.
In einem Interview mit der belgischen Zeitung L’Echo sagte De Wever, die EU solle ein Mandat von den Mitgliedstaaten einholen, um Gespräche mit Moskau zu beginnen, da die derzeitigen Drucktaktiken gescheitert seien.
"Da wir Wladimir Putin nicht durch Waffenlieferungen an die Ukraine bedrohen können und wir Russland ohne US-Unterstützung nicht wirtschaftlich erdrosseln können, bleibt der einzige Weg, eine Einigung zu erzielen", sagte er.
Laut De Wever wäre es nur mit "100-prozentiger Unterstützung der Vereinigten Staaten" möglich, "Russland zu brechen". ..
🔴 @DDGeopolitics |
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🇺🇸⚔️🇮🇷 US-Senator Chris Murphy:
Es ist jetzt völlig klar, dass Trump die Kontrolle über diesen Krieg verloren hat. Er hat die Fähigkeit des Iran zur Vergeltung völlig falsch eingeschätzt. Die Region steht in Flammen.
Ich werde Ihnen erklären, was ich - teilweise aus nicht öffentlichen Briefings - über die vier größten aktuellen Krisen gelernt habe.
KRISE EINS: Trump glaubte, der Iran würde die Straße von Hormuz nicht schließen. Er lag falsch. Und jetzt steigen die Ölpreise sprunghaft an.
Wenn die Straße geschlossen bleibt, wird es zu einer globalen Rezession kommen. Es könnte sogar schon zu spät sein. Die Benzinpreise steigen zuerst an, aber die Lebensmittelpreise werden als nächstes steigen.
Im Moment hat Trump keinen Plan, die Straße wieder zu öffnen. Und ein Plan existiert möglicherweise nicht.
Die Mittel, die der Iran zur Belästigung und zum Angriff auf Tanker einsetzt - Tausende von kleinen Drohnen, Schnellbooten und Minen - können nicht eliminiert werden. Sie sind zu zahlreich, zu verstreut und versteckt.
Was ist mit Marineeskorten für Tanker? Das ist eine Möglichkeit, aber es ist schwieriger als Sie denken.
Zuerst würde es unsere gesamte Marine erfordern. 100 Tanker müssen jeden Tag eskortiert werden.
Zweitens, wenn wir die Minen und Drohnen nicht zerstören können, sind auch unsere Schiffe in Gefahr.
KRISE ZWEI: Wir können Irans Raketen zerstören, aber nicht alle ihre Drohnen, und der Krieg heute ist ein Drohnenkrieg.
Der Iran kann auf unbestimmte Zeit Ölstandorte in der Region angreifen, weil sie so viele billige, bewaffnete Drohnen besitzen.
Und das tun sie auch. Sie haben vor zwei Tagen ein kritisches Öldepot in Oman in die Luft gesprengt.
Wenn Trump dem Ukraine-Krieg irgendeine Aufmerksamkeit geschenkt hätte, hätte er bemerkt, wie sich der Krieg geändert hat. Aber das hat er nicht getan. Und er hat einen Fehler gemacht.
Schlimmer noch, die Golfstaaten gehen die Abfangwaffen aus, um iranische Raketen und Drohnen zu stoppen - was bedeutet, dass bald weitere Ölstandorte anfällig sein werden.
KRISE DREI: Ein breiterer, regionaler Krieg bricht aus, da iranische Stellvertreter im Libanon Israel angreifen und die im Irak die USA ins Visier nehmen. Israel droht nun mit einer massiven Bodeninvasion des Libanon, was zu einer eigenen neuen Krise werden könnte.
Andere potenzielle Krisenherde lauern. Bis jetzt sind die Huthis im Jemen relativ ruhig gewesen. Wahrscheinlich nicht lange. Sie können Macht in das Rote Meer projizieren.
Für Syrien ist dies der schlimmste Zeitpunkt für Trump, den Iran anzugreifen. Syrien könnte erneut explodieren.
KRISE VIER: Trump hat kein Endspiel. Der Iran und seine Stellvertreter können auf unbestimmte Zeit Chaos stiften.
Und was kommt als nächstes? Eine Bodeninvasion? Das wäre Armageddon. Tausende tote Amerikaner.
Einen falschen Sieg erklären? Aber dann würden die neuen iranischen Hardliner, die jetzt an der Macht sind, einfach das zerstören, was wir zerstört haben.
All das war völlig vorhersehbar. Ehrlich gesagt, deshalb waren frühere Präsidenten nicht so dumm, einen solchen Krieg zu beginnen.
Trump hat die Kontrolle über den Krieg verloren. Sein bester Weg ist jetzt, seine Verluste zu begrenzen und ihn zu beenden. Das ist der einzige Weg, eine noch größere Katastrophe zu verhindern.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
15.03.2026
Zwei Wochen Krieg gegen Iran Weltwirtschaft schwankt, Westen eskaliert. Über 2 Millionen Menschen im Iran auf der Flucht
Weltwirtschaft schwankt, Westen eskaliert. Über 3 Millionen Menschen im Iran auf der Flucht
von Karin Leukefeld
Der UNO-Sicherheitsrat hat die Angriffe des Iran auf Militärstellungen und Interessen der USA in den arabischen Golfstaaten verurteilt. 13 Mitglieder stimmten für den von Bahrain im Namen des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf. China und Rußland enthielten sich. Die damit angenommene Resolution 2817 wurde von mehr als 130 UNO-Mitgliedstaaten unterstützt. Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran kommen in dem Resolutionstext nicht vor.
Ein von Rußland eingebrachter Resolutionsentwurf war zuvor abgelehnt worden. Der Text forderte die Einstellung der Kampfhandlungen und die Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Rußland, China, Pakistan und Somalia hatten für den Resolutionsentwurf gestimmt, neun (!) Länder hatten sich enthalten. Gegen den Entwurf stimmten im Sicherheitsrat die USA und Lettland.
Der russische Botschafter Wassili Nebensja erklärte, die Abstimmung über den von Bahrain eingebrachte Resolutionsentwurf sei eine »Mutprobe« gewesen. In dem Text würden die Angriffe des Iran verurteilt, jedoch werde verschwiegen, wessen Handlungen ursprünglich zur Eskalation der Lage in der Region geführt hätten. Die Notwendigkeit, Zivilisten zu schützen werde »extrem einseitig« dargestellt, betonte Nebensja. Als hätten »Israel und die USA nicht Männer, Frauen und Kinder im Iran getötet und den Obersten Führer des Landes auf zynische Weise ermordet.« Die »Annahme dieses Texte kann von böswilligen Akteuren und zuerst und vor allem von denjenigen, die den Krieg begonnen haben so interpretiert werden, daß sie ihre Aggressionen gegen Iran fortsetzen können«.
Lawrow fordert Waffenstillstand
In einem vorab bekannt gewordenen Video über eine Begegnung zwischen einer Delegation des Golfkooperationsrates und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau über die Einbringung der Resolution, hatte Lawrow auf diese Einseitigkeit des Resolutionsentwurfes hingewiesen. Die Delegation hatte Rußland aufgefordert, seine »spezielle strategische Partnerschaft mit dem Iran« dafür zu nutzen, Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser »seine Angriffe auf zivile Infrastruktur« in den arabischen Golfstaaten einstelle. Lawrow wisse, die arabischen Golfstaaten seien nicht Partei in der Aggression gegen den Iran und würden den Iran nicht angreifen. Lawrow entgegnete, ja, die arabischen Golfstaaten hätten vor dem Angriff auf den Iran gewarnt und sie hätten erklärt, daß Ihr Luftraum nicht für den Angriff genutzt werden dürfe. »Aber dann, als alles begann, haben Sie verurteilt, was Israel und die USA angefangen haben? Haben Sie beispielsweise den Tod von mehr als 170 Schulmädchen in ihrer Schule verurteilt?«
Rußland hatte den Golfkooperationsstaaten vorgeschlagen, seine Resolution für einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen. Mit der nun vorgelegten Resolution 2817 haben die arabischen Golfstaaten sich offensichtlich dem Druck aus den USA und Israel gebeugt.
Der chinesische Botschafter bei der UNO betonte, die USA und Israel hätten den Iran militärisch angegriffen, ohne vom UNO-Sicherheit dafür autorisiert worden zu sein. Diese Angriffe müßten sofort stoppen. Die vom Sicherheitsrat angenommene Resolution spiegele nicht »angemessen ausgewogen die Wurzel des Konflikts«. Der von Rußland vorgelegte Resolutionsentwurf dagegen sei ein »unparteiisches Dokument, das dringend eine Deeskalation der aktuellen Lage« fordere. Der Text sei einfach, direkt und eindeutig, absichtlich seien keine Namen irgendwelcher Parteien in dem Konflikt genannt worden.
Der iranische Botschafter Amir-Saeid Iravani bezeichnete die Annahme der Resolution als »ernsthaften Rückfall für die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrates«. Den Vorsitz führe »genau der Staat – die USA – der jeden Versuch blockiere, zu einem Ende des barbarischen Krieges zu kommen«. Er wolle es ganz deutlich sagen, erklärte Botschafter Iravani: »Diese Resolution manifestiert das Unrecht gegen mein Land, das Opfer eines eindeutigen Angriffs ist.« Opfer und Täter würden umgekehrt, so Iravani.
Der nicht provozierte und illegale Angriffskrieg gegen den Iran hatte am 28. Februar begonnen, als Teheran und Washington indirekte Gespräche über das Atomprogramm des Iran führten. Erstes Ziel an dem Tag war der Amts- und Wohnsitz des obersten geistlichen Führers des Iran, Ali Khamenei. Mit ihm starben Angehörige seiner Familie.
Am gleichen Tag wurde im Süden des Iran in der Stadt Minab, Provinz Hormozghan, eine Mädchenschule mit einer Tomahawk-Rakete der USA zerstört. 168 Kinder seien getötet worden, hieß es in einem Schreiben des iranischen Justizministers Amin Hosein Rahimi an UNICEF am 11. März 2026. Als Angehörige und Rettungssanitäter helfen wollten, folgte eine zweite Rakete.
Seit dem 28. Februar seien bereits 50 Schulen direkt angegriffen worden hieß es in dem Schreiben an UNICEF. Die Angriffe seien »ein klares Beispiel für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit«.
Angriffe auf zivile Infrastruktur
Die Zahl der iranischen Toten ist seitdem auf mehr als 1.300 gestiegen, mindestens 3.2 Millionen Menschen sind auf der Flucht innerhalb des Landes. Die Angriffe der USA und Israels richten sich nach Aussage der Kriegsherren Trump und Netanjahu explizit »gegen die Infrastruktur des Regimes«.
Im Norden von Teheran wurden drei Öltanks zerbombt, was zu einer solchen Luftverschmutzung in der iranischen Hauptstadt führte, daß Menschen Schutzmasken tragen müssen und unter Atemnot und Vergiftungen leiden. Im Südwesten des Landes wurde eine Entsalzungsanlage zerstört. Am 7. März teilte der iranische Außenminister Abbas Araghchi auf X mit, die USA-Armee habe »ein offenes und verzweifeltes Verbrechen begangen, indem sie eine Entsalzungsanlage für Frischwasser auf der Insel Qeshm angegriffen« habe. Die Wasserversorgung für 30 umliegende Orte sei davon betroffen, so Araghchi. »Die iranische Infrastruktur anzugreifen ist eine gefährliche Entwicklung mit schweren Folgen. Die USA haben diesen Präzedenzfall geschaffen, nicht der Iran.«
Am Mittwoch haben Sprecher des Iranischen Roten Halbmonds sowie Sprecher der Gesundheits- und Innenministerien Zahlen über die Opfer und Zerstörungen im Land bekannt gegeben. Mehr als 1.300 Menschen wurden getötet. Unter den Toten wurden elf Kinder unter fünf Jahren, 200 Kinder unter 12 Jahren und 206 Schüler und Lehrer gemeldet. Mehr als 200 Frauen wurden getötet. Mehr als 10.000 Verletzte wurden gemeldet. 17 Prozent der Verletzten sind Frauen, 1.040 der Verletzten sind jünger als 18 Jahre, 65 sind Kinder jünger als 5 Jahre.
19.734 Zivile Gebäude und Wohnanlagen wurden zerstört, ebenso 16.191 Wohnungen. 77 medizinische Zentren und Apotheken wurden zerstört, ebenso wie 65 Schulen und Ausbildungseinrichtungen. 16 Zentren des Iranischen Roten Halbmonds wurden attackiert.
Weltkulturerbe zerstört
Am 10. März hieß es in einer Erklärung des iranischen Außenministeriums, die Welt dürfe angesichts der USA und Israels Angriffe auf das Weltkulturerbe der Menschheit nicht schweigen. So sei das UNESCO-Weltkulturerbe in Isfahan, der Naqsh-e-Jahan-Platz bei einem Luftangriff teilweise zerstört worden. Der Angriff habe schwere Schäden am historischen Chehel-Sotoun-Palast angerichtet, erklärte der Irans Stellvertretender Außenminister Esmaeil Baghaei. Der Palast ist ein weltbekanntes Museum. Zuvor war bereits der Golestan-Palast in Teheran bei einem Angriff schwer beschädigt worden.
Am 12. März wurde auch die älteste Bank im Iran, die Sepah Bank bei Angriffen der USA und Israels zerstört. In einer Erklärung der Bank hieß es, das Gebäude sei am Mittwochmorgen zu Geschäftszeiten von einer Rakete getroffen worden. Außenminister Araghchi reagierte scharf auf den Angriff. Die Mitarbeiter hätten »dafür gearbeitet, daß die Iraner vor unserem Neujahrsfest Essen auf dem Tisch haben«, so der Minister. Das iranische Neujahrsfest wird am 21. März gefeiert. Die Muslime des Iran beachten – wie die Muslime weltweit – den Fastenmonat Ramadan, der mit dem Fest Eid al Fitr am Abend des 19. März endet.
Aus iranischen Militärkreisen wurde der Angriff auf die Bank als illegaler Angriff auf zivile Infrastruktur kritisiert. Die Armeen der USA und Israels hätten damit »die Tür für den Iran geöffnet, um Wirtschaftszentren in der Region und Banken, die mit den USA und Israel verbunden seien, anzugreifen«.
Parlamentssprecher Qalibaf warnte davor, die iranische Energie- und Versorgungsinfrastruktur anzugreifen. Der Versuch, den Alltag im Land lahmzulegen, werde nicht ohne Antwort bleiben, so Qalibaf. »Heute handeln wir nach dem Motto ‚Auge um Auge‘, direkt und ohne Ausnahme«, hieß es in einer Mitteilung auf X. »Sollten sie einen Krieg gegen unsere Infrastruktur beginnen, werden wir mit Sicherheit ihre Infrastruktur angreifen.« Was immer die Streitkräfte der USA und Israels zerstörten, werde eine sofortige Antwort auf gleicher Ebene bekommen. »Kein Akt der Aggression wird unbeantwortet bleiben.«
Reaktionen aus der EU
Alfred de Zayas, langjähriger UNO-Sonderberichterstatter, verurteilte die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als »barbarisch«. Das Vorgehen sei »die größte Gefahr für die Zivilisation seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs«, schrieb das englischsprachige iranische Online-Portal Press TV. Europa mache sich »mitschuldig an der Aggression der USA und Israels gegen Iran, wenn wir den Vorwand akzeptieren, daß es ein ‚Präventivkrieg‘ sei«, erklärte de Zayas.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilte am Mittwoch in Brüssel mit, die EU habe weitere Strafmaßnahmen gegen Organisationen und 19 Personen im Iran verhängt. Diese seien »für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich«. Die EU setze so ein Zeichen, daß »die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung aufgebaut werden« könne, erklärte Kallas. Weder Namen noch die konkreten »Vergehen« der nun Sanktionierten wurden genannt. Mit den Strafmaßnahmen setze man »ein Zeichen, daß die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung aufgebaut werden könne«, erklärte Frau Kallas. Einzelheiten nannte sie nicht. Die Strafmaßnahmen beinhalten neben dem Einfrieren von Vermögen und einem Finanzierungsverbot auch Einreiseverbote.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul startete erneut eine Tour durch den Mittleren Osten. Er reiste nach einer Konferenz auf Zypern direkt nach Israel, wo er mitteilte, daß Deutschland »fest an der Seite Israels« stehe. Es folgten Stationen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Qatar, wo er weitere 93 Millionen Euro Hilfsgelder zusagte. Die Rückreise folgte von Riad, Saudi-Arabien. In der Bundeswehrmaschine vom Typ A400M wurden gestrandete Touristen mit nach Deutschland geflogen. Dabei handelte es sich um drei Familien mit Kindern.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
15.03.2026
Kanada schließt neue „Mittelmächte-Kooperation“
aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. März 2026, 19:49 Uhr
Nach brisanter Davos-Rede: Kanada schließt neue „Mittelmächte-Kooperation“
„Wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte“, sagte Kanadas Premier Carney Anfang des Jahres in Davos. Nun baut er seine Kooperation mit nordischen Ländern aus.
Die Regierungschefs von Kanada, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island haben am Sonntag in Oslo eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigungsindustrie, Wirtschaft und Arktis-Sicherheit vereinbart. Das Treffen ist Teil der Strategie des kanadischen Premierministers Mark Carney, neue Bündnisse unter sogenannten Mittelmächten zu schmieden und die Abhängigkeit seines Landes von den Vereinigten Staaten zu verringern, wie Reuters berichtet.
„Die alte Weltordnung ist vorbei und wird wahrscheinlich nicht zurückkehren“, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vor Journalisten. Man müsse etwas Neues aufbauen – eine Ordnung, die auf gemeinsamen Werten basiere.
Konkret wollen die sechs Staaten ihre Verteidigungsproduktion ausbauen und Rüstungsbeschaffung stärker koordinieren. Carney erklärte laut Reuters, dass unkoordinierte Ausgaben weder den Steuerzahlern noch der Sicherheit der Bevölkerung dienten. Man werde zwar weiterhin Rüstungsgüter aus den USA beziehen, zugleich aber die Beschaffung mit einem deutlich breiteren Kreis von Partnerländern vorantreiben.
Gemeinsame Erklärung setzt breite Agenda
In einer r gemeinsamen Erklärung der sechs Premierminister, die am Sonntag veröffentlicht wurde, verpflichten sich die Staaten zu regelmäßigeren Treffen auf verschiedenen Ebenen. Die Erklärung umfasst mehrere zentrale Themenfelder:
Im Bereich Arktis-Sicherheit wollen die Staaten gemeinsam mit indigenen und nördlichen Gemeinschaften das Potenzial der Region erschließen, den Klimawandel bekämpfen und die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region stärken. Die Unterzeichner begrüßen ausdrücklich die Nato-Aktivität „Arctic Sentry“ sowie Übungen wie „Cold Response“, „Operation Nanook“ und „Arctic Endurance“, die die Interoperabilität – also die Fähigkeit der Streitkräfte, nahtlos zusammenzuarbeiten – verbessern sollen.
Zur kollektiven Verteidigung soll die Rüstungsindustriekapazität ausgebaut werden, um auf hybride Bedrohungen – also eine Mischung aus konventionellen militärischen und nicht-militärischen Mitteln wie Cyberangriffe oder Desinformation – reagieren zu können. Die Zusammenarbeit bei Nato-Missionen, etwa an der Ostflanke des Bündnisses in Finnland, den baltischen Staaten und Polen, soll fortgesetzt werden.
Die Unterstützung für die Ukraine bezeichnen die Regierungschefs als „unerschütterlich“. Sie wollen weiterhin wirtschaftliche, zivile, militärische und humanitäre Hilfe leisten und fordern alle Mitglieder der „Koalition der Willigen“ auf, ihre Unterstützung zu verstärken. Sanktionen gegen Russland sollen verschärft werden, um dem Kreml die Finanzierung seines Krieges weiter zu erschweren. Ein gerechter und dauerhafter Frieden erfordere glaubwürdige und rechtlich bindende Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Im Bereich Wirtschaft und Handel betonen die Staaten, dass sie zusammen einen erheblichen Markt darstellen. Sie bekennen sich zum regelbasierten internationalen Handelssystem und unterstützen eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO). Angesichts des zunehmenden Einsatzes von Technologie und Handel als geopolitisches Druckmittel wollen die Länder ihre Zusammenarbeit bei wirtschaftlicher Sicherheit verstärken.
Geplant ist zudem eine engere Kooperation bei Zukunftstechnologien wie Quantencomputing, Künstlicher Intelligenz, Satelliten- und Raumfahrttechnik sowie beim Zugang zu kritischen Rohstoffen und verlässlichen Lieferketten. Auch der Ausbau emissionsarmer Energiequellen und sauberer Energietechnologien steht auf der Agenda.
Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre, der das Treffen ausrichtete, erklärte laut Reuters, die vertiefte Zusammenarbeit werde die Sicherheit stärken und neue Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum schaffen.
Carneys Strategie der „Mittelmächte"
Das Treffen in Oslo fügt sich in eine breitere außenpolitische Neuausrichtung Kanadas ein, die Premierminister Carney bereits im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos skizziert hatte. In seiner vielbeachteten Rede erklärte er die regelbasierte Weltordnung für gescheitert und rief andere Staaten dazu auf, gemeinsam eine neue Ordnung aufzubauen, wie die Berliner Zeitung berichtete.
Carney sprach in Davos von einem „Bruch, nicht einem Übergang": Großmächte setzten wirtschaftliche Integration zunehmend als Druckmittel ein, multilaterale Institutionen wie die WTO und die UN seien stark geschwächt. Mittelmächte – also Staaten, die weder über die Marktgröße noch die militärische Kapazität verfügen, um allein Bedingungen zu diktieren – müssten sich deshalb zusammenschließen, um nicht zwischen den Großmächten zerrieben zu werden. „Wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte“, formulierte Carney in Davos.
Unter dem Schlagwort „prinzipientreu und pragmatisch“ hat Kanada seither eine umfassende strategische Partnerschaft mit der EU vereinbart, zwölf Handels- und Sicherheitsabkommen auf vier Kontinenten unterzeichnet und neue Partnerschaften mit China und Katar geschlossen. Gleichzeitig verdoppelt das Land laut Carney seine Verteidigungsausgaben bis 2030.
Die nordische Allianz ist damit ein weiterer Baustein dieser Strategie, die auf wirtschaftliche Diversifizierung, gemeinsame Rüstungsbeschaffung und den Aufbau wechselnder Koalitionen je nach Themenfeld setzt.
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15.03.2026
Russlands MSO korrigiert Gorbatschows Fehler
aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. März 2026, 18:55 Uhr
Eines der Hauptziele der militärischen Sonderoperation ist es, NATO-Kontingente in der Ukraine und die Stationierung von Raketen mit Atomsprengköpfen in der Nähe von Charkow oder Odessa zu verhindern. Dieses Problem hätte jedoch gar nicht erst entstehen müssen, wenn Michail Gorbatschow 1990 anders gehandelt hätte.
Von Sergei Mirkin
Am 11. März 1985 wurde Michail Gorbatschow Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Seitdem sind 41 Jahre vergangen, aber die Ergebnisse seiner Regierungszeit beeinflussen bis heute das Leben sowohl auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR als auch in vielen Teilen der Welt. Es waren gerade Gorbatschows Handlungen, die den Grundstein für den Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 legten und die Notwendigkeit schufen, im Jahr 2022 eine militärische Sonderoperation zu beginnen.
Nach dem Sieg des Euromaidan in der Ukraine beschloss man, den neutralen Status aufzugeben und das Bestreben, der NATO beizutreten, in der Verfassung zu verankern. Eines der Hauptziele der militärischen Sonderoperation ist es, NATO-Kontingente in der Ukraine und die Stationierung von Raketen mit Atomsprengköpfen in der Nähe von Charkow oder Odessa zu verhindern. Dieses Problem hätte es jedoch gar nicht erst gegeben, wenn Gorbatschow sich 1990 anders verhalten hätte.
Der Prozess der deutschen Wiedervereinigung begann 1989 nach dem Fall der Berliner Mauer, konnte aber ohne die Zustimmung der Sowjetunion nicht abgeschlossen werden. Auf dem Gebiet der DDR befand sich die Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte. Und das war die "goldene Gelegenheit" für den Kreml, denn die Deutschen waren bereit, fast alles zu akzeptieren, um die Wiedervereinigung des Landes zu erreichen. Wahrscheinlich hätte man den Austritt der BRD aus der NATO und die Festschreibung der Neutralität Deutschlands im Austausch für die Vereinigung mit der DDR erreichen können.
Wäre dies geschehen, wäre die gesamte Architektur der NATO in Mitteleuropa zusammengebrochen, und die Osterweiterung des Bündnisses hätte insgesamt ihren Sinn verloren. Aber Gorbatschow stimmte der Formel des US-amerikanischen Präsidenten George Bush Senior zu. Die USA traten entschlossen für den Beitritt des vereinigten Deutschlands zur NATO ein, wenn es anders gekommen wäre, hätte Washington dies aber auch akzeptiert. Und bei den Verhandlungen mit Bundeskanzler Helmut Kohl in Archys stimmte Gorbatschow zu, dass das vereinte Deutschland selbst entscheiden werde, ob es Mitglied der NATO werden wolle oder nicht.
Es gab noch eine andere Option: die Genehmigung der Vereinigung von BRD und DDR gegen ein Moratorium einzutauschen, das eine Osterweiterung der NATO verbieten würde. In privaten Gesprächen gaben westliche Politiker den sowjetischen Führungsspitzen Garantien, dass die NATO nicht auf Kosten der osteuropäischen Länder gestärkt werden würde. Insbesondere der britische Premierminister John Major sprach mit Gorbatschow darüber. Aber mündliche Versprechen sind wenig wert. Der Verzicht auf eine Osterweiterung der NATO wurde in keiner Weise dokumentiert – zumindest nicht durch Vereinbarungen zwischen der UdSSR, Deutschland, den USA und möglicherweise Großbritannien. Ohne entsprechende Dokumente vergaßen westliche Politiker ihre Versprechen schnell, und am 12. März 1999 traten Polen, Tschechien und Ungarn dem Bündnis bei.
Gorbatschows Nachgiebigkeit in der Frage des Status Deutschlands und seine Untätigkeit in Bezug auf die dokumentarische Festlegung der Nicht-Erweiterung der NATO nach Osten führten dazu, dass westliche Politiker bereits im Februar 2014 NATO-Schiffe in der Bucht von Sewastopol, Militärstützpunkte des Bündnisses in der Nähe von Charkow, Donezk und Tschernigow als eine Frage der nahen Zukunft betrachteten. Die Wiedervereinigung der Krim mit Russland und der Krieg im Donbass haben diese Pläne zunichte gemacht. Und die militärische Sonderoperation soll jeglichen Aussichten auf einen NATO-Beitritt der Ukraine ein Ende setzen.
Unter Gorbatschow blühten nationalistische Bewegungen in den Sowjetrepubliken auf. Im September 1989 entstand die "Volksbewegung der Ukraine für die Perestroika".
Anfangs positionierten sich die Mitglieder der Bewegung als Menschenrechtsaktivisten und Verfechter der Demokratie. Doch 1990 begannen sie, ihre Masken fallen zu lassen – beispielsweise wurde der Zusatz "für die Perestroika" aus dem Namen gestrichen. Auf dem Kongress der Bewegung im Jahr 1990 trat der Chefideologe der Kommunistischen Partei der Ukraine, Leonid Krawtschuk, auf. Er rief dazu auf, zwei Flaggen zu respektieren – die rot-blaue der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik und die blau-gelbe. Bereits ein Jahr später würde Krawtschuk gemeinsam mit der "Volksbewegung" für die Unabhängigkeit der Ukraine werben. Auf demselben Kongress wurden Forderungen nach einem Verbot der Kommunistischen Partei und einer Verurteilung der kommunistischen Ideologie laut. Genau zu diesem Zeitpunkt begann die Entkommunisierung, deren Ausmaß wir in den letzten Jahren beobachten konnten. Im Kreml zog man es indes vor, die Geschehnisse zu ignorieren.
Die größte Aktion der "Volksbewegung" war die Organisation einer "lebendigen Kette" am 22. Januar 1990 zu Ehren des 71. Jahrestages des "Zluka-Akts" – der Vereinigung der Ukrainischen Volksrepublik mit der Westukrainischen Volksrepublik im Jahr 1919. Nur gab es keine echte "Zluka", die westukrainischen Politiker taten alles, um sich nicht Kiew zu unterwerfen. Die tatsächliche Vereinigung der ukrainischen Gebiete erfolgte erst 1939. Außerdem war der Hauptakteur des Spektakels der Vereinigung der Ukraine im Jahr 1919 Simon Petljura. Die "lebende Kette" wurde tatsächlich zu Ehren der von ihm inszenierten Show organisiert. Und wofür wurde Petljura berühmt? Er ließ Kiewer Arbeiter erschießen, bekämpfte alles Russische, wollte Jekaterinoslaw in Sichoslaw umbenennen und organisierte massive Pogrome gegen Juden. Die persönliche Schuld Petljuras wurde von einem französischen Gericht anerkannt, das seinen Mörder Samuil Schwarzburd freisprach, dessen gesamte Familie durch die Hand von Petljuras Banditen ums Leben gekommen war.
Aber im Kreml zog man es vor, dies nicht zu bemerken. Und was hätte man in Moskau sagen können, wenn auch dort auf höchster Ebene eine Revision der Geschichte begonnen hatte? Auf dem II. Kongress der Volksdeputierten der UdSSR am 24. Dezember 1989 wurden die Verhandlungsmethoden von Josef Stalin und Wjatscheslaw Molotow im Rahmen des Abschlusses des Molotow-Ribbentrop-Paktes verurteilt. Der Bericht zu diesem Thema wurde von Alexander Jakowlew, einem der Ideologen der Perestroika und engsten Vertrauten Gorbatschows, vorgelegt.
Dank Gorbatschows Politik schlugen die Keime des Nationalismus in der Ukraine Wurzeln und erreichten 2014 ihren "Höhepunkt". Durch die von Jakowlew und anderen Politikern eingeleitete Neubewertung der Geschichte erhielten ukrainische Nationalisten die Möglichkeit, Iwan Masepa zum Kämpfer gegen den Tyrannen, Petljura zum Kämpfer für das Glück des Volkes und Stepan Bandera sowie Roman Schukewitsch zu Helden zu erklären. Sie haben mindestens zwei Generationen von Ukrainern mit dieser Ideologie großgezogen. Genau diejenigen, die später die Menschen im Donbass ermordeten.
Ich habe einmal gelesen, dass der Nachteil von Wladimir Putin darin besteht, dass er jung ist. Wäre Putin Ende der 1980er – Anfang der 1990er Jahre Präsident der UdSSR gewesen, hätte die Geschichte einen ganz anderen Verlauf genommen. Und es gäbe jetzt höchstwahrscheinlich keinen Krieg. Einfach weil es nicht notwendig gewesen wäre, die Fehler Gorbatschows zu korrigieren.
Sergei Mirkinist ein Journalist aus Donezk.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
15.03.2026
Die neuen Dealmaker Über Wirtschaftskriege und Kriegswirtschaften
deutschlandfunk.de, 15.03.2026, Von Markus Metz und Georg Seeßlen |
Mit Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident zerbricht die Nachkriegsordnung der Weltwirtschaft. Handelskriege und nationale Egoismen prägen Politik und Ökonomie. Zahlen die Bürger den Preis für Profite und Macht?
In der zweiten Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident wird klar, dass die Wirtschaftsordnung, die die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmte und die von der Dollar- und Gold-Garantie des Bretton-Woods-Abkommens über die Verflechtungen internationaler Konzerne bis zur „Globalisierung“ der Wirtschaft reicht, vorüber ist.
Amerika will wieder „great again“ sein, indem es sich allein auf den eigenen Vorteil beruft, auch wenn die Zeche dafür – wie bereits zuvor – vor allem die Wählerinnen und Wähler der „konservativen“ Partei des Präsidenten zahlen müssen: Niedrige Löhne sind Voraussetzung für die Gewinnmargen im internationalen Wettbewerb.
Trump kehrt das Verhältnis von Ökonomie und Politik um. Seine Zollpolitik, so chaotisch sie auf den ersten Blick sein mag, reagiert darauf, dass die Vereinigten Staaten als Markt und Börsenplatz interessanter sind denn als Produktionsstandort. So macht Trump nicht mehr allein Politik für die Wirtschaft, sondern auch Politik mit der Wirtschaft. Er entfacht Handelskriege gerade mit jenen Ländern, die einst enge Partner – in der Nachkriegszeit sogar eine Art Währungsunion – waren und arrangiert sich zugleich mit Diktaturen und Terrorstaaten.
Zur selben Zeit, da sich die größten Wirtschaftsmärkte der Welt und ihre Verbündeten in immer weitere Wirtschaftskriege verwickeln, schalten in vielen Ländern die Ökonomien von einer zivilen in eine Kriegswirtschaft um. In Deutschland ganz besonders wird sichtbar, dass Kriegswirtschaft auch als Mittel gilt, soziale und ökonomische Krisen zu bekämpfen: etwa, wenn dafür geworben wird, dass sich die Automobilindustrie in Teilen in eine Rüstungsindustrie verwandelt. Kriegswirtschaft verbindet staatlichen Dirigismus mit Marktwirtschaft.
Panzer statt AutosRüstungsboom stärkt schwächelnde Wirtschaft
Markus Metz, geboren 1958, studierte Publizistik, Politik und Theaterwissenschaft. Er lebt als Hörfunkjournalist und Autor in München. Zuletzt erschienen von ihm „Wir Kleinbürger 4.0. Die neue Koalition und ihre Gesellschaft“ (Edition Tiamat) und „Apokalypse & Karneval. Neoliberalismus: Next Level“ (Bertz & Fischer), beide gemeinsam mit Georg Seeßlen.
Georg Seeßlen, geboren 1948, hat in München Malerei, Kunstgeschichte und Semiologie studiert. Er war Dozent an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und schreibt heute als freier Autor unter anderem für „Die Zeit“, „Frankfurter Rundschau“, „taz“ und epd-Film. Außerdem hat er etwa 20 Filmbücher verfasst und Dokumentarfilme fürs Fernsehen gedreht.
Der Krieg und die Wirtschaft, das sind zwei Systeme menschlicher Interaktion, die einander entgegengesetzt erscheinen und doch miteinander verflochten sind. Beides, sollte man meinen, müsste angesichts ihres jeweiligen Schreckens, also der gegenseitigen Vernichtung und der gegenseitigen Ausbeutung, mit den zwei Möglichkeiten des menschlichen Geistes kontrolliert und auch einmal überwunden werden. Irgendwann. Mit der Vernunft. Und mit der Moral.
Amerikas neue Kriege Jetzt doch wieder Weltpolizei? Donald Trump hat seinen Wählern versprochen, die USA aus Kriegen rauszuhalten. Jetzt führt er Krieg gegen den Iran, Venezuela hat er angegriffen, als nächstes könnte Kuba dran sein. Der Historiker Volker Depkat über Amerikas Tradition als Weltmacht.
Allerdings mag eine der wenigen unbestreitbaren Lehren der Geschichte sein: Wo es um den Krieg, um die Wirtschaft und um die Verbindung von beidem geht, haben die Einsprüche von Moral und Vernunft wenig Chancen. Demokratische Grundwerte, die Freiheit, die Gerechtigkeit und die Mitmenschlichkeit, verlieren an Bedeutung. Das führt zu den Binsenweisheiten des Zynismus: Beim Geld hört die Freundschaft auf. Und: Im Krieg ist alles erlaubt. Das gilt offenbar im engsten Kreis der Gesellschaften, wie es auch zwischen Nationen und Koalitionen zu gelten scheint.
Eine wirkliche Zeitenwende
Offenbar ist ein solcher Zynismus mit unvermuteter Wucht auf die Bühne der Geopolitik zurückgekehrt. Einst eng verbündete Nationen führen Wirtschaftskriege gegeneinander, imperiale Mächte greifen ganz ungeniert nach Territorien und Rohstoffen anderer Länder und viele Gesellschaften, die sich an ein Leben in Frieden und Wohlstand gewöhnt haben, beginnen, ihre Wirtschaft auf militärische Aufrüstung und Bedrohungsszenarien einzurichten. Das Wort von der Kriegswirtschaft, das in Europa schon in die historischen Akten verbannt schien, macht wieder die Runde. Diese Entwicklung kommt für viele Menschen, in der Politik wie in der Wissenschaft, im Journalismus wie im Alltag, einigermaßen überraschend. Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz hat es in seiner Amtszeit auf den Punkt gebracht. „Wir erleben“, sagte er, „eine Zeitenwende. Das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor.“
Die rasche und unübersehbare Wende in der Wirtschaft war eine drastische Erhöhung des Rüstungsetats und damit verbunden die Umwandlung maroder oder nicht mehr rentabler ziviler Industrieunternehmungen in Rüstungsfabriken. Der Pazifismus alter Schule hat es sowohl politisch als auch wirtschaftlich schwer. Denn wie soll man sich friedfertig verhalten, wenn eine Macht von nebenan gegen alles Völkerrecht Krieg führt? Und wie soll man gegen eine Rüstungsindustrie sein, die Standorte, Arbeitsplätze, Wohlstand zu sichern verspricht? Der äußere Anlass mochte die Invasion Russlands in der Ukraine und damit verbundene Drohungen sein, doch offensichtlich wurde da nur eine Entwicklung beschleunigt, die schon vorher eingesetzt hatte.
VölkerrechtWarum der Internationale Strafgerichtshof unter Druck steht
Schon 2014 hatte in Deutschland der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ein „Jahr der weltpolitischen Zäsur mit neuen Bedrohungsszenarien“ ausgerufen. In dieser Welt gibt es nicht einen, sondern viele Kriege, und nicht nur ein System von Wirtschaft, in dem der natürliche und gesellschaftliche Reichtum ungleich verteilt ist, sondern mehrere solcher Systeme, die überdies miteinander konkurrieren. Und zwar zusehends nicht mehr allein in der Form eines friedlichen Wettbewerbs, sondern mit allen erdenklichen politischen, technologischen und schließlich auch militärischen Mitteln. Vielleicht war es noch nie so offensichtlich, dass nicht nur die Kriege ihre sehr speziellen Formen der Wirtschaft – nun eben die „Kriegswirtschaften“ – hervorbringen, sondern auch wirtschaftliche Entwicklungen ihre sehr speziellen Formen von Krieg – nun eben die Wirtschaftskriege – hervorbringen.
Im allgemeinen derzeitigen Sprachgebrauch versteht man unter Wirtschaftskrieg doch noch etwas anderes, nämlich eine Auseinandersetzung zwischen Staaten und Bündnissen mit vorwiegend wirtschaftlichen Mitteln, also mit Einfuhrbeschränkungen, mit Zöllen, mit nationalen Subventionen und Steuerpolitik, aber auch mit Mitteln von Propaganda, Desinformation, Industriespionage, internationalem Rechtsstreit oder Sabotage. Die Grenzen zwischen einem vormilitärischen und einem gewaltsamen Wirtschaftskrieg sind offenkundig fließend. Weshalb wir uns in den letzten Jahren in der Vorstellung von „hybriden“ Kriegen eingerichtet haben: Eine Mischung aus rein wirtschaftlicher und schon militärischer Auseinandersetzung, ebenso wie eine Mischung aus materieller und digitaler Aggression.
Buchautor BingenerSo attackieren Autokraten Deutschland 09:06 Minuten12.09.2025
Natürlich gehört zu einer hybriden Kriegsführung auch das Szenario der Drohung: Der Medien- und Digitalkrieg kann jederzeit als echter, konventioneller, im schrecklichsten Fall auch atomarer Krieg fortgesetzt werden. Aufrüstung ist dann zugleich eine militärische Vorbereitung auf den Krieg wie auch ein Druck auf die Ökonomie des Gegners, nun ihrerseits einen entscheidenden Schritt zu tun, nämlich den von einer zivilen zu einer Kriegswirtschaft. Aber es kann sich auch genau andersherum verhalten, nämlich wenn die Krise einer zivilen Wirtschaft so dramatisch wird, dass sie nur durch eine Übernahme von Formen der Kriegswirtschaft zu retten ist.
Fließende Grenzen zwischen ziviler Wirtschaft und Kriegswirtschaft
So wie in einer hybriden Kriegsführung die Grenzen zwischen ökonomischer, staatlicher und militärischer Kriegsführung fließend werden, sind nun auch die Grenzen zwischen ziviler Wirtschaft und Kriegswirtschaft fließend. Vermutlich wird man also auch hier von einer hybriden Form der Ökonomie sprechen, also einer Ökonomie, die, ob man es will oder nicht, zur Teilnahme an einem Wirtschaftskrieg gezwungen ist, und die zugleich Staaten und Gesellschaften entspricht, die sich in einem militärischen Konflikt befinden oder sich zumindest auf einen solchen vorbereiten, als Angreifer, als Verteidiger oder als etwas dazwischen. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Kriegswirtschaft als eine
„Wirtschaftsordnung, in der für militärische Zwecke bei formaler Gewährleistung der individuellen Gewerbefreiheit und des Privateigentums an den Produktionsmitteln der Markt-Preis-Mechanismus bei ausgedehntem staatlichem Dirigismus größtenteils außer Kraft gesetzt und durch ein administrativ-bürokratisches Allokations- und Verteilungssystem auf der Basis von Ge- und Verboten ersetzt wird.“
In einer solchen Radikalität wäre eine Kriegswirtschaft das genaue Gegenteil von alledem, was die liberale Marktwirtschaft des Westens für die Produktion und für den Konsum versprochen hat, nämlich sozialen Ausgleich, kulturelle Annäherung, gemeinsame Regeln für einen weltumspannenden Markt, am Ende vielleicht der Menschheitstraum vom ewigen Frieden, wenn nicht gar das Ende der Geschichte in einem ewigen grenzenlosen Kreislauf von Investition, Arbeit und Rendite. Ohne den Nationalstaat als politischen Rahmen hätte es diese Wirtschaftsordnung namens Kapitalismus wohl nie gegeben, zugleich werden dieser Art des Wirtschaftens die Grenzen einer Nation aber immer rasch zu eng. Sowohl das Geld als auch die Produkte, in die man es stecken kann, wollen, nein müssen über diese Grenzen hinaus, im Guten, manchmal aber auch im weniger Guten. Ludwig von Mises, einer der theoretischen Begründer des Neoliberalismus, warnt denn auch, dass eine vollständige Umstellung auf Kriegswirtschaft zwangsläufig zu einer Art von Kriegssozialismus führe und damit den marktwirtschaftlichen Staat selber ins Verderben:
„Der totale Krieg drängt (…) zum Sozialismus. Er nimmt den einzelnen Eingriffen in das Getriebe der Marktwirtschaft nicht ihre Zweckwidrigkeit. Gerade weil diese Eingriffe sich vom Standpunkt der militärischen Befehlshaber, die sie unmittelbar oder mittelbar anordnen, als sinnwidrig erweisen, muss man ihnen weitere folgen lassen, bis man schließlich den Kriegssozialismus erreicht. Der totale Krieg ist mit der ungehemmten Marktwirtschaft unverträglich, die gehemmte Marktwirtschaft ist sinn- und zweckwidrig, so bleibt nur die Planwirtschaft des Sozialismus übrig.“
Ein Hybrid aus ziviler Marktwirtschaft und Kriegswirtschaft scheint für eine gewisse Zeit spürbare Vorteile zu bieten.
Vorteile für Unternehmen
Für die Unternehmer ist eine solche Kriegswirtschaft unter Umständen besonders attraktiv, weil man vor Konkurrenz, vor Arbeitskämpfen und vor Marktschwankungen gesichert ist, ohne die Rendite zu verlieren. Aber auch die Konsumenten sehen durchaus Vorteile. Auf der einen Seite gibt es Preisgarantien, wenn vielleicht auch unter Verbrauchsrestriktionen, auf der anderen Seite gibt es massive staatliche Zuwendungen bei kriegswichtigen Produktionen und nicht zuletzt billige Arbeitskräfte, im Extremfall durch Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene oder Arbeitsdienste, in der Light-Version durch staatlichen Druck auf Arbeitnehmerrechte und Sozialgesetze. Billige Arbeitskraft, in menschlicher wie in maschineller Form, ist schon im zivilen Wirtschaftskrieg ein entscheidender Aspekt.
Der Profit der Wirtschaft ist also in einer hybriden Kriegswirtschaft gesichert, die wiederum schneller und effektiver im Sinn der Kriegsvorbereitung und Kriegsführung produzieren kann, wenn der Staat alle sozialen, ökologischen und finanziellen Risiken trägt. Entscheidend freilich sind die Rohstoffe, vor allem jene, die ein Staat nicht selber hat, so dass eine Kriegswirtschaft stets auf die Expansion und Unterwerfung von Territorien aus ist, in denen solche Rohstoffe erbeutet werden können. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat sicher ideologisch-nationale Gründe, aber eben auch ökonomische, so wie, viel weniger maskiert, das militärische Eingreifen der USA in Venezuela vor allem dem dort zu erbeutenden Öl gilt.
Nahost Was der Krieg für Wirtschaft und Verbraucher bedeutet Steigende Heizöl-, Gas- und Spritpreise, Aktien unter Druck, Verluste bei Airlines: Der Krieg in Nahost hat bereits Auswirkungen auf Wirtschaft und Verbraucher. Sollte er lang dauern, drohen gravierende Folgen, warnen Experten.
Man könnte vielleicht behaupten, dass die westliche Welt diese Umwandlung der Wirtschaft nie wieder ganz losgeworden ist. Die Rüstungsindustrie blieb weitenteils eine Schlüsselindustrie, und es entwickelte sich das, was die Kritiker den militärisch‑wissenschaftlich-wirtschaftlichen Komplex nennen. Denn natürlich gehört zu einer Kriegswirtschaft auch die Militarisierung der Wissenschaft, die sich wiederum ökonomisch tragen muss. Entscheidend für die Entwicklung der Nachkriegszeit war aber ein allgemeines Verständnis der zivilisierenden Kraft einer freien und mehr oder weniger sozialen Marktwirtschaft. Diese Hoffnung auf einen auf freiem Handel und Ausgleich basierenden Weltfrieden, die besonders in Europa gehegt wurde, musste zu Beginn des neuen Jahrtausends zunehmend aggressiveren Formen der politischen Ökonomie weichen.
Handel mit Südamerika EU-Parlament legt Mercosur-Abkommen auf Eis Mit 700 Millionen Verbrauchern soll das Mercosur-Abkommen die weltweit größte Freihandelszone schaffen. Doch das EU-Parlament hat den Prozess aufgehalten. Der Europäische Gerichtshof wird das Abkommen nun auf seine Rechtmäßigkeit überprüfen.
Nationaler Egoismus führte sogar innerhalb Europas zu gegenseitigen Konflikten mit Drohung, Erpressung und Blockade. Das große Projekt einer Freihandelszone zwischen Europa und Amerika scheiterte, erst nach 26 Jahren Verhandlungen ist es Anfang 2026 zu einem entsprechenden Abkommen zwischen den Staaten des Mercosur und der EU gekommen, das zwar von der EU-Kommissionspräsidentin unterzeichnet und so formell auf den Weg gebracht worden ist, aber zunächst vom Europäischen Gerichtshof geprüft werden soll. War es ein großer Traum von der zivilisierenden Kraft des Handels, der unter den angespannten Bedingungen einer neuen Weltordnung zerplatzen musste? Oder war es doch vor allem das Ende einer Illusion, das Ende der Verdrängung des Umstandes, dass auch in scheinbar so zivilen Formen internationaler ökonomischer Beziehungen eine Portion Gewalt, Rücksichtslosigkeit und Zerstörung stecken musste? „Bereits im friedlichen Handel und Wandel also stecken viel Druck und Stress, persönliches Leid und riskante internationale Dynamik.“, schreiben Nils Ole Oermann und Hans-Jürgen Wolff in ihrem Buch Wirtschaftskriege – Geschichte und Gegenwart.
„Oft bleibt es aber nicht friedlich, wo es um Handel, Rohstoffe und Märkte geht. Durch die Jahrhunderte wurden Zwischenhändler physisch ausgeschaltet, fremde Handelsstationen zerstört, Monopole aller Art errichtet, exklusive Wirtschafts- und Fischereizonen behauptet und mit Gewalt durchgesetzt, Länder okkupiert und Völker unterdrückt – alles für Machterhalt und weitere Expansion. Dabei wirken Staatsgewalt und Privatwirtschaft eng zusammen. Mal übernimmt die eine, mal die andere das operative Geschäft, und obendrein sind sie Gestaltwechsler: Hier verkappt sich der Staat als Unternehmen, dort übernehmen Firmen Hoheitsgewalt und stellen dafür ganze Armeen auf, wie es zum Beispiel die East India Company und ihr niederländisches Pendant getan haben.“
Kriegswirtschaft entwickelt eine eigene Logik
Was einst weltumspannende kolonialistische Unternehmungen wie die British East India Company waren, das sind heute die Unternehmungen der Tech-Milliardäre der USA, das sind die Konglomerate der Oligarchen Russlands, die aus dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatswirtschaft hervorgegangen sind, und das sind die eng mit dem Staat verbundenen Superkapitalisten in China. Sie alle sind nicht nur durch die schiere Marktmacht, sondern auch durch ihre enge Verflechtung mit der Politik Akteure eines globalen Wirtschaftskrieges und verwandeln die zivile zunehmend in eine Kriegswirtschaft zu ihren Bedingungen. Die Interessen dieser neuen Herren der Ökonomie sind nicht mehr zu trennen von den Interessen ihrer Staaten. Es sind die Bedingungen einer Kriegswirtschaft, mit denen sie sich gegen politische Beeinträchtigungen, gegen internationale Konkurrenz und gegen kritische Öffentlichkeit im eigenen Land absichern.
Und dann entwickelt die Kriegswirtschaft ihre eigene Logik. Einerseits legitimiert sie ja rigide Einschränkungen für Arbeit und Alltag der Bevölkerung, andererseits überdeckt sie auch strukturelle Mängel der gesamten Ökonomie. So hätte wahrscheinlich eine Rückkehr der russischen Ökonomie zur Zivilwirtschaft gravierende Folgen für die Politik wie für die Ökonomie. Mängel und Unzufriedenheit könnten durchaus gefährlich werden für einen Autokraten wie Wladimir Putin.
Den Preis für eine Interessengemeinschaft von Wirtschaft, Staat und Militär in der Kriegswirtschaft bezahlt erst einmal die Zivilgesellschaft. Zunächst werden ja nicht nur Ressourcen von privatem Konsum und Freizeitvergnügen abgezogen und auf die Rüstungsindustrie verlagert, sondern sie werden vor allem auch den Bereichen der sozialen Wohlfahrt, der medizinischen Versorgung, der Bildung und der Kultur entzogen. Immerhin wird uns da nichts vorgemacht. Der Chef von Deutschlands größter Waffenschmiede Rheinmetall, Armin Papperger, versprach den Aktionären Anfang 2025 für die kommenden Jahre „Wachstumsperspektiven, wie wir sie noch nie erlebt haben“. Und der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung IfW in Kiel, Moritz Schularick, greift gar die alte Formel von Rudolf Heß aus dem Jahr 1936 „Kanonen statt Butter“ wieder auf:
„Deutschland und Europa müssen aufrüsten, auch wenn die Konsequenzen für die Staatsfinanzen dramatisch sein werden. (...) Mittelfristig wird kein Weg daran vorbeiführen, harte Budgetentscheidungen zwischen Kanonen und Butter zu treffen.“
Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärt klar: „Mit Sozialleistungen und mit Bildung lässt sich dieses Land nicht verteidigen.“ Die Kriegswirtschaft bedeutet hierzulande also bereits im heutigen Stadium Einschnitte in die private Lebenshaltung, Einschnitte in Sozial- und Bildungspolitik und Aufnahme neuer Schulden in Staat und Gesellschaft. Nicht allen Menschen gefällt das.
Überkonsum Wie kommen wir da wieder raus? Nach den Feiertagen bleiben oft nicht nur schöne Erinnerungen zurück, sondern auch Stapel von Geschenken – und die Frage, warum immer mehr kaufen sich so leer anfühlt. Doch wie ausbrechen aus einem Wirtschaftssystem, in dem Konsum als Motor gilt?
Nach der Konsumwirtschaft wird bald auch an der Sozialpolitik gespart, wenn die Rüstung den Hauptteil des Budgets verlangt. So kommt der Staat, der nach außen verteidigt werden soll und nach innen Gemeinschaft, Freiheit und Gerechtigkeit abbaut, früher oder später in eine Legitimationskrise. Schließlich kann eine Kriegswirtschaft nicht nach dem Prinzip der schwarzen Null funktionieren, der Krieg führende oder sich auf den Krieg vorbereitende Staat muss sich verschulden, bei den eigenen Bürgerinnen und Bürgern wie bei anderen Ländern. Die Ausrichtung als Kriegswirtschaft bringt zum einen die Gefahr eines Staatsbankrotts mit sich, wenn wegen hoher Verschuldung niemand mehr dem kriegführenden Staat Geld leihen will; und zum anderen das, was man die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung und auch der Armee selbst nennt, bedingt durch großes physisches und psychisches Leid, durch mangelnden Glauben an einen Sieg und schließlich durch Misstrauen gegenüber der eigenen Führung, die die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen nicht mehr befriedigen kann. Das Kleine Lexikon Krieg und Sprache: Russland und Ukraine der Gesellschaft für deutsche Sprache definiert Kriegsmüdigkeit in doppeltem Sinn:
„Kriegsmüdigkeit, die: Bezeichnet a) den durch verschiedene Aspekte (z. B. Kriegsdauer, Witterungsverhältnisse wie strenge Wintermonate u. a. m.) bedingten nachlassenden Kampfeswillen (Kriegsmoral) der Streitmächte. Meint jedoch auch b) das sich oft schleichend ausbreitende Desinteresse von Menschen/Ländern an anhaltender militärischer, finanzieller oder humanitärer Unterstützung kriegführender Nationen.“
Um sich gegen diese beiden Kriegsfolgen in einem Abnutzungskrieg zu wappnen, bleibt einem Staat, der sich auf eine Kriegswirtschaft eingelassen hat, gar nichts anderes übrig, als mit einigen Elementen der Marktwirtschaft auch einige Bereiche der politischen Demokratie zu suspendieren. Arbeitsrechte, Versammlungsfreiheit, Wahlen oder unabhängige Rechtsprechung würden einer auf Rüstung fokussierten Wirtschaft zuwiderlaufen. Es ist schwer zu sagen, wo dieser Prozess einer durch Kriegswirtschaft bedingten Demontage der Demokratie beginnt, und wo er an ein Ende käme.
80 Jahre UN-ChartaKönnen die Vereinten Nationen noch für Frieden sorgen?
Es sind durchaus nicht nur beinharte Bellizisten, die in der Kriegswirtschaft einen Vorteil sehen. So sprach sich der britische Wissenschaftler und Umweltschützer James Lovelock um 2010 dafür aus, dass es angesichts des immer bedrohlicheren Klimawandels zu einer temporären Rücknahme demokratischer Freiheiten kommen müsse, wie dies in Kriegszeiten der Fall sei:
„Auch die besten Demokratien sind sich einig, dass die Demokratie erst einmal auf Eis gelegt werden muss, wenn ein großer Krieg naht. Ich habe das Gefühl, dass der Klimawandel ein so schwerwiegendes Problem wie ein Krieg sein kann. Es kann notwendig sein, die Demokratie für eine Weile auf Eis zu legen.“
Unsere historischen Erfahrungen mit autoritären Regimes sprechen eher dagegen, dass Elemente der Kriegswirtschaft die Probleme sozialer Ungleichheit, Raubbau an der Natur und zivilisatorischer Verfall aufhalten können. Auch die softeste Art einer Kriegswirtschaft ist ohne einen gleichzeitigen Rückbau von demokratischen und liberalen Grundsätzen derzeit kaum vorstellbar. Damit aber würde man in derselben Falle stecken wie unter den Bedingungen eines Krieges. Man muss gerade das zerstören, wofür es sich zunächst zu kämpfen lohnte.
Die radikalste Form der Kriegswirtschaft, die im 18. Jahrhundert die großen europäischen Auseinandersetzungen prägte, ist die Verstaatlichung der Rüstung. Die Vorteile liegen auf der Hand. Es kann keinen Preiskampf geben, der Staat hat alle Möglichkeiten, Arbeitskräfte zu rekrutieren, es wird verhindert, dass Unternehmer mit beiden Seiten Waffengeschäfte tätigen, technologische Vorteile können bis zu einem gewissen Grad gegen Verrat geschützt werden. Ebenso klar sind auch die Nachteile. Es fehlen Anreize zu Innovation und Rationalisierung. Der Staat ist auf die Steuern und die Schulden angewiesen, durch die er sich indirekt doch wieder ausliefert. Wenn seine Geldmittel erschöpft sind, ist er auch militärisch und politisch besiegt. In einem kapitalistischen System schließlich hat kein Staat auch nur annähernd die Mittel, die dem Reichtum seiner Wirtschaft entsprächen.
Kriegswirtschaft Wenn Staaten alles auf den Sieg ausrichten Russlands Krieg gegen die Ukraine bringt nicht nur großes menschliches Leid mit sich, er verschlingt auch Unmengen an Ressourcen. Oft stellt ein Staat in solchen Fällen auf Kriegswirtschaft um. Das hat große Konsequenzen.
Eine Verstaatlichung der Rüstungsindustrie würde nicht nur am Widerstand einer sehr mächtigen Klasse scheitern, sondern wäre auch insofern kontraproduktiv, als man auf die scheinbar unerschöpfliche Produktivkraft der privaten Wirtschaft und ihres Finanzsystems verzichten würde. Daher versteht man seit dem 19. Jahrhundert unter Kriegswirtschaft eine Verbindung von Staat und Wirtschaft mit etlichen Parametern: Einführung von planwirtschaftlichen Elementen, wechselseitige Preisgarantien, erhöhte Steueraufkommen für die Rüstung, staatliche Verschuldung, Zwangsmaßnahmen zu Arbeitskräften, Rationierung von Konsumgütern und Lebensmitteln, Umwidmung von zivilen in militärische Institutionen von Wirtschaft, Verwaltung und Ausbildung, Absprachen zwischen rüstungsrelevanter Industrie und Staat bei der Beschaffung von Rohstoffen und Abschottung gegen internationale Konkurrenz. Alle diese Mittel können sehr unterschiedlich und in unterschiedlichen Härtegraden angewandt werden. Von einer wirklichen Kriegswirtschaft wie Großbritannien und die UdSSR im Zweiten Weltkrieg sind die westlichen Länder auch bei sprunghaft steigenden Rüstungsausgaben noch entfernt.
Kriegswirtschaft scheint von links wie von rechts als eine Möglichkeit gesehen zu werden, den Kapitalismus vor sich selbst zu retten. Bemerkenswert ist daher eine neuerliche Form der Hybridisierung. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben in ihrer Wirtschaftspolitik Züge einer Kriegswirtschaft wie natürlich zuerst die Dominanz der Rüstung eingeführt. Gleichzeitig aber werden andere Züge wie die radikale Zentralisierung durch den Staat aufgeschoben, was in beiden Ländern möglicherweise dem Einfluss der Oligarchen geschuldet ist, die zwar ihren jeweiligen Regierungen dienen, dafür aber Privilegien verlangen, wie sie in einer reinen Kriegswirtschaft nicht vorgesehen sind. Eine der Folgen davon ist, dass der Korruption nicht wirklich Einhalt geboten werden kann, die Millionen und Milliarden aus der Kriegskasse in private Taschen fließen lässt. In allen Fällen der „neuen“ Kriegswirtschaften, in der Ukraine und Russland ebenso wie in den USA und in China, bleibt der Markt weitgehend frei, weil der Staat als Großkunde ohnehin dafür sorgt, dass die Rüstungsindustrie auf Hochtouren läuft. Erst wenn dem Staat das Geld ausgeht, vielleicht auch, wenn Korruption und Kleptokratie Überhand nehmen, muss eine Art Notbremse gezogen werden.
In der derzeitigen Krise werden politische, militärische und wirtschaftliche Motive zumeist vermischt. So wird Aufrüstung nicht nur als geopolitische und strategische Notwendigkeit angesehen, der man sich, ob man es will oder nicht, anpassen muss, sondern eben auch als industriepolitische Chance gedeutet. Sehr naiv gesagt: Wenn man nicht mehr genug zivile Autos verkaufen kann, um die Schließung eines Werkes zu verhindern, kommt die Umstellung auf die Produktion von Panzern wie ein rettender Segen für das Unternehmen und die von ihm geschaffenen Arbeitsplätze. Doch dieser kurzfristige Effekt bei der Umstellung auf eine Quasi-Kriegswirtschaft hilft einer gesamten Wirtschaft nur wenig, weil es sich um ein unproduktives, schließlich gar anti-produktives Geschehen handelt.
„Die Transformation unseres Wirtschaftssystems in eine Art Kriegswirtschaft wird weder die deutsche Industrie nachhaltig beleben noch die eigentlichen Ursachen der industriellen Krise lösen.“
Erklärt der Politikwissenschaftler Julian Rossmann, der für die „Föderation Junger Europäischer Grüner“ in Brüssel arbeitet.
„Im Gegenteil: Sie bindet dringend benötigte Ressourcen, Fachkräfte und politische Energie in einer Industrie, die strukturell auf permanenten Konflikt angewiesen ist und deren Produkte bestenfalls ungenutzt in Depots verstauben.“
Mit dieser Art Kriegswirtschaft wird die dringend erforderliche Erneuerung von Wirtschaft und Gesellschaft erst einmal verschoben, wenn nicht gar aufgehoben. Eine Kriegswirtschaft kann kurzfristig durchaus einen Boom erzeugen, Vollbeschäftigung und relative Preisstabilität, aber die mittel- und langfristigen Folgen bleiben immer katastrophal. Dazu gehört auch ein mit der Dominanz der Rüstungsindustrie zwangsläufig verbundener Prozess von Rationalisierung und Monopolisierung.
Wenn wir von einer Kriegswirtschaft sprechen, bedeutet das zunächst eine Militarisierung der Ökonomie. Alles Wirtschaften wird dem einen großen Ziel unterworfen: Einen möglichen Aggressor durch Rüstung vor einem Krieg abzuschrecken, für einen möglichen Krieg militärisch und politisch vorbereitet zu sein, und schließlich einen Krieg, wenn er sich wirklich ereignet, möglichst siegreich zu überstehen. Kriegswirtschaft bedeutet aber umgekehrt auch eine Ökonomisierung des Militärischen und schließlich des Krieges selbst. Denn Kriegswirtschaft bedeutet eben nicht, dass der Staat die Rüstung und ihre Folgewirtschaften in die eigenen Hände nimmt, und sie somit dem kapitalistischen Kalkül entzieht. Es bedeutet vielmehr ein Wechselspiel von Staat und Wirtschaft auf eine neue Weise. Der Staat wird zu einem Großkunden der Industrie, ohne indes vollkommen über die Preise bestimmen zu können. So abhängig die beiden nun voneinander sind, haben sie doch die gleiche Quelle: Die Arbeitskraft, das Geld und die Zustimmung der Bevölkerung.
BundeswehrVon Panzern und Protesten: Deutschland rüstet auf 36:06 Minuten09.03.2026
Kriegswirtschaft bedeutet also im Endeffekt eine dramatische Umgestaltung von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft auch in Bereichen, in denen man es zunächst gar nicht vermutet. Sie trägt zur Vorherrschaft von Autokratie im Staat, zur Macht der Oligarchen in der Wirtschaft und zur Entdemokratisierung der Gesellschaft bei. Möglicherweise ist dies alles unter bestimmten Bedingungen nicht abzuwenden. Die Frage ist allerdings, ab wann die demokratische Zivilgesellschaft Mitsprache und Kontrolle verliert? Und die andere Frage ist, wer und was über Beginn und Geschwindigkeit des Verwandlungsprozesses bestimmt? Die schrittweise Umstellung auf eine Kriegswirtschaft kann schließlich nur durch einen Ausnahmezustand gerechtfertigt werden. In einem Begriff wie „Zeitenwende“ indes ist der Ausnahmezustand schon zum Normalfall geworden. Ein Zurück zu einer rein zivilen, liberalen Marktwirtschaft ist im Zeichen einer Zeitenwende nicht oder nur schwer vorstellbar. Die Frage ist nun also nicht mehr Kriegswirtschaft oder Friedenswirtschaft? Die Frage ist vielmehr, wieviel Kriegswirtschaft sich eine Gesellschaft wie die unsere leisten will und kann, wieviel Kriegswirtschaft notwendig und vernünftig sein kann anlässlich der doppelten Bedrohung durch Krieg und Klimakatastrophe? Und schließlich wie sehr eine funktionierende und lebendige Demokratie sich mit Bedingungen von Kriegswirtschaft verträgt? Es ist nur eines nicht möglich: Sich einfach daran zu gewöhnen, dass auf einer Welt, auf der ein permanenter Wirtschaftskrieg droht, die Umwandlung in Kriegswirtschaften die richtige Antwort sei.
Die neue Wirtschaftsordnung wird durch Dealmaker geprägt, die mit Handelskriegen und der Umstellung auf Kriegswirtschaften die globalen Märkte umgestalten (Getty Images / CatLane)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
15.03.2026
Eugene Doyle: Francesca Albanese zum Schweigen bringen – „Nicht in unserem Namen“: Gedanken zu Gaza
seniora.org, 15. März 2026
Eugene Doyle: Francesca Albanese zum Schweigen bringen – „Nicht in unserem Namen“: Gedanken zu Gaza "Es ist höchste Zeit, dass wir diesen grauenhaften Topos, dieses verabscheuungswürdige Manöver, das Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt, in die Mülltonne der schmutzigen Tricks werfen".
Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese steht erneut imMittelpunkt einer Hetzkampagne wegen einer Rede, die sie letzte Woche auf dem Al-Jazeera-Forumgehalten hat und die von der pro-israelischen und gegen die Vereinten Nationen gerichteten NGO „UN Watch“ „manipuliert“ wurde, um fälschlicherweise zu behaupten, sie habe Israel als den „gemeinsamen Feind“ bezeichnet. Albanese antwortete – wie die Originalaufzeichnung der Rede zeigt –, dass sie sich auf „das System, das den Völkermord in Palästina ermöglicht hat“ als den „gemeinsamen Feind“ bezog. Albanese gab in ihrer Ansprache keine derartige erfundene Aussage ab, sondern kritisierte vielmehr die Untätigkeit des Westens während des Völkermords in Gaza. Dies ist ein Rückblick auf das Jahr 2023, als Eugene Doyle, Mitwirkender beim Asia Pacific Report, Albanese in Neuseeland traf.
KOMMENTAR:Von Eugene Doyle
Der Autor Eugene Doyle mit der Sonderbeauftragten Francesca Albanese . . . „Sie versteht das strukturelle Unterdrückungssystem, das den Palästinensern das Recht verweigert, als Volk zu existieren – kulturell, wirtschaftlich und politisch.“ Bild: Solidarity/Scoop
Es war eher ein Gefühl des Ekels als der Verzweiflung, das ich empfand, als ich heute [Februar 2024] in The Jerusalem Post las: „‚Antisemitische‘ UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese aus Israel verbannt.“ Wir werden wieder manipuliert, und dies ist eine Gelegenheit, uns gegen die Darstellung zu wehren, dass die Unterstützung von Opfern Israels irgendwie antisemitisch sei.
Im November 2023, als die israelischen Vernichtungsaktionen gegen Palästinenser eskalierten, hatte ich das Privileg, Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, zu hören und mit ihr zu sprechen.
Sie besuchte Wellington im Rahmen einer lange geplanten Reise nach Australien und Neuseeland und sprach mit Regierungsministern, Hilfsorganisationen, Journalisten und vor vollbesetzten Sälen von Bürgern, die alle entsetzt waren über das, was sich in Gaza abspielte.
Ihre Reden waren geprägt von Sachkenntnis und forensischer Klarheit, die nur von ihrer Anständigkeit und ihrem Sinn für Menschlichkeit übertroffen wurden – was sich auch in großer Höflichkeit gegenüber einem einsamen und aufgebrachten israelischen Unterstützer bei einer Veranstaltung zeigte, an der ich teilnahm.
Bei der Verhängung des Einreiseverbots erklärten zwei israelische Minister: „Die Ära des Schweigens der Juden ist vorbei. Wenn die UN wieder zu einer relevanten Institution werden will, müssen ihre Führungskräfte die antisemitischen Äußerungen der Sonderbeauftragten öffentlich zurückweisen.“
Dies ist natürlich eine vulgäre Lüge von Ministern, die aktiv Völkermord betreiben. Diese beiden schweigen in der Tat nicht: Das Kreischen, Dröhnen und Donnern ihrer Granaten, Raketen und Scharfschützenkugeln hat der Welt lautstark verkündet, wie tief der zionistische Staat in die Abgründe der Verderbtheit gesunken ist.
Auch die jüdische Diaspora ist alles andere als still – ich bin zutiefst beeindruckt vom Mut und der Beharrlichkeit jüdischer Menschen weltweit, die sich von der Fiktion distanziert haben, dass Antizionismus gleichbedeutend mit Antisemitismus sei. Ich höre sie laut und deutlich mit gerechter Empörung rufen: „Nicht in unserem Namen!“
Francesca Albanese weist falsche Anschuldigungen zurück Video: Al Jazeera
Albaneses Erwiderung
Was die Minister wirklich in Rage versetzte und ihre Aufmerksamkeit vorübergehend vom Gemetzel an Unschuldigen ablenkte, war Albaneses Erwiderung auf eine beiläufige Lüge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron: „Der 7. Oktober war das größte antisemitische Massaker unseres Jahrhunderts.“
Albanese antwortete, ganz zu Recht, sicherlich selbstverständlich: „Die Opfer vom 7. Oktober wurden nicht wegen ihres Judentums getötet, sondern als Reaktion auf Israels Unterdrückung.“ Sie brachte auch ihren Respekt für die Opfer des Anschlags zum Ausdruck.
Wenn mutige Menschen von bösartigen und mächtigen Akteuren angegriffen werden, braucht es moralische Klarheit und eiserne Entschlossenheit, um sich in ein Meer von Schwierigkeiten zu begeben und sich den wahren Schurken entgegenzustellen. Das müssen wir alle jetzt tun – und dürfen nicht schweigen.
In den letzten Monaten hat Israel mit der Komplizenschaft der von Weißen dominierten westlichen Länder versucht, die UNRWA zu zerstören, die wichtigste UN-Organisation, die dem palästinensischen Volk Hilfe leistet, während es diese genozidale Belagerung erdulden muss.
Die Israelis haben zudem ihre Verachtung für den Internationalen Gerichtshof lautstark zum Ausdruck gebracht. Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, kommentierte: „Haag, pfeif drauf – der IGH hat nur bewiesen, was jeder bereits wusste, nämlich dass er lediglich darauf aus ist, das jüdische Volk zu verfolgen“.
Den IGH auf diese Weise zu diffamieren, ist ein weiterer Versuch, uns alle zu manipulieren. Wenn wir eine anständige Sache tun können, dann wäre es, unsere Regierungen dazu zu bewegen, ihre Stimme zur Verteidigung der brutalisierten und belagerten Vereinten Nationen zu erheben.
Gefangen in einem Siedlerkolonialregime
Albanese sagte vor Zuhörern auf beiden Seiten der Tasmansee: „Wenn ich von Menschenrechten spreche, spreche ich sowohl von den Palästinensern als auch von den Israelis, die in einem Siedlerkolonialregime gefangen sind; das ist es, was wir gemeinsam lösen müssen.“
Sie fuhr fort: „Ich werde immer auf der Seite der Opfer stehen.“
Es gibt gute Gründe, Francesca Albanese zum Schweigen bringen zu wollen. Sie ist eine Autorität, was die Details der Entmenschlichung der Palästinenser angeht. Sie hat den täglichen Mangel an Verhältnismäßigkeit gesehen, den Diskurs des Völkermords, die militärischen und administrativen Kontrollen, den Entzug von sanitären Einrichtungen, Nahrungsmitteln und Medikamenten, die Überwachungstechnologie, die willkürlichen Tötungen, die finanzielle Strangulierung eines Volkes, die Art und Weise, wie die Israelis Palästina Zentimeter für Zentimeter verschlingen, während der Westen wegschaut.
Kurz gesagt: Sie versteht besser als die meisten Menschen das strukturelle System der Unterdrückung, das den Palästinensern das Recht verweigert, als Volk zu existieren – kulturell, wirtschaftlich, politisch. Sie ist eine Humanistin und das genaue Gegenteil einer Antisemitin.
Albanese ist eine von unzähligen guten Menschen, die von Israel und seinen Verbündeten bedrängt werden. Die rassistischen weißen Eliten in Europa und den USA sind nur allzu gerne bereit, eine Definition zu übernehmen, die Antisemitismus mit Kritik an Israel gleichsetzt, und nutzen die kürzlich geprägte Definition der International Holocaust Remembrance Alliance als Werkzeug, um Verteidiger der palästinensischen Rechte zum Schweigen zu bringen (wieder dieses Wort).
Als der rechte Flügel der britischen Labour-Partei daran ging, Jeremy Corbyn zu stürzen, gelang ihnen dies unter Einsatz einer antisemitischen Verleumdung. Als die Säuberungsaktion beendet war, waren Tausende progressive Labour-Mitglieder aus der Partei ausgeschlossen worden, darunter eine große Zahl jüdischer Progressiver.
The Labour Files, eine sehenswerte Al-Jazeera-Dokumentation, die auf einer Datenauswertung interner Labour-Akten basiert, deckte die erstaunliche Statistik auf, dass man als jüdisches Mitglied der britischen Labour-Partei siebenmal häufiger wegen Antisemitismus ausgeschlossen wurde als ein Nichtjude.
Mülltonne der schmutzigen Tricks
Es ist höchste Zeit, dass wir diesen grauenhaften Topos, dieses verabscheuungswürdige Manöver, das Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt, in die Mülltonne der schmutzigen Tricks werfen. Jüdische Menschen haben über Jahrhunderte hinweg wegen ihres Glaubens unter Verfolgung gelitten. Es ist ein großer Bärendienst an ihrem Andenken – nicht zuletzt, weil mittlerweile ganz klar ist, dass Völkermord die höchste Stufe des Zionismus ist.
Nur zur Klarstellung: Ich habe jüdische Freunde, die ich einlade, meine Artikel vor der Veröffentlichung zu lesen und zu kritisieren. Sie sind keine selbsthassenden Juden, sie sind nicht antisemitisch, und ich bin es auch nicht. Wir stehen Schulter an Schulter mit jüdischen Menschen weltweit, die entsetzt sind über das, was im Namen des Judentums getan wird.
Francesca Albanese sagte an diesem Abend noch etwas Denkwürdiges: „Geschichte besteht auch aus Wendepunkten, an denen sich Dinge ändern. Machen wir diesen zu einem davon.“
Eugene Doyleist ein in Wellington ansässiger Community-Organisator, Herausgeber von Solidarity und Autor für den Asia Pacific Report. Seine erste Demonstration fand im Alter von 12 Jahren gegen den Vietnamkrieg statt. Dieser Artikel wurde erstmalsvon Scoopam 14. Februar 2024 veröffentlicht.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Das Internationale Milošević Komitee (IMC) hat am 10.03.2026 anlässlich des 20. Todestages von Slobodan Milošević zu einer Gedenkveranstaltung nach Belgrad eingeladen. Klaus Hartmann, Co-Vorsitzender des Komitees hat dazu eine Rede per Video gehalten, die auf der Veranstaltung eingespielt wurde.
Videoansprache von Klaus Hartmann
Die Zerstörung des Völkerrechts
von Klaus Hartmann
Die Nachrichten der letzten Tage und Wochen sind voll von Berichten über die aktuellen Kriege, Stichworte sind die Ukraine, Palästina, Venezuela und der Iran. Das sind nur die wichtigsten, aber nicht die einzigen – Jemen und den Sudan, die West-Sahara und Pakistan, die verschärfte Strangulation Cubas müssen wir dazuzählen.
Diese zugespitzte internationale Situation, mit dem Potenzial jederzeit in einen 3. Weltkrieg zu eskalieren, ist wie ein Update, eine Fortsetzung dessen, was in den 1990er Jahren mit den Kriegen zur Zerschlagung Jugoslawiens begann. Damals, nach dem „Sieg im Kalten Krieg“, wähnte sich der Globale Westen als der Sieger der Geschichte, die USA als die „einzige Weltmacht“, wie es Zbigniew Brzeziński schrieb. Im Kampf um die US-Vorherrschaft in Eurasien spiele die Ukraine als geopolitischer Dreh- und Angelpunkt eine Schlüsselrolle, deshalb müsse Russland als Gegner angesehen und zurückgedrängt werden.
Nicht erst seit den aktuellen Scheinverhandlungen der USA mit dem Iran, nicht erst nach der Farce der Minsker Abkommen, steht die Frage, was die Versprechen des Globalen Westens wert sind. 1990 versprach die NATO, sie werde „keinen Zentimeter nach Osten vorrücken“. Im März 1999, rechtzeitig vor ihrem Überfall auf Jugoslawien, nahm sie schnell noch Polen, Tschechien und Ungarn in die Militärallianz auf.
Vor vier Jahren wollen die USA, NATO und die Bundesregierung überraschend das Völkerrecht wiederentdeckt haben – aber nur zu dem Zweck, Russland zu beschuldigen, eine „jahrzehntelange Friedensordnung in Europa zerstört“ zu haben. Diese Friedensordnung haben sie selbst zerstört, 1999 mit ihrer NATO-Aggression gegen Jugoslawien – das wollen sie aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen. Mit ihrer Entscheidung zum Krieg haben sie damals den UN-Sicherheitsrat gar nicht damit befasst – in Erwartung eines Vetos durch Russland und China: Ein klarer Bruch des Völkerrechts.
Ich sagte damals in verschiedenen Reden, dass es sich um einen „Türöffnerkrieg“ für weitere imperialistische Kriege handelt. Der damalige Oberkommandierende der Aggressiontruppen, General Wesley Clark, bestätigte dies nach einem Besuch im Pentagon 2001, wo ihm eröffnet wurde, dass die USA „in fünf Jahren sieben Länder ausschalten werden, angefangen mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und zum Schluss Iran.“ Abgesehen vom Zeitplan sind wir genau in dieser Situation angekommen. Kein Wort über „Demokratie“ und „Menschenrechte“, der Klartext heißt: Was den Interessen der USA und der Zionisten im Weg steht, soll erbarmungslos abgeräumt werden.
„Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einer Übergangsphase“, so der kanadische Premierminister Mark Carney beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos 2026. Die Entwicklung hat eine Reihe von Ursachen. Jahrzehntelang diente der Dollar als universelles Tauschmittel, Wertspeicher und Rechnungseinheit. Zum Vorteil der USA, für deren astronomischen Staatsschulden die anderen bezahlen durften. Diese Abhängigkeit von einem einzelnen Staat führte zu einer Vielzahl von Risiken, Reibungsverlusten und ist zum Hindernis für den globalen Handel geworden. Währungen, Zölle und Zahlungsverkehr werden zunehmend politisiert, das Vertrauen in den Dollar und die westlichen Finanzinstrumente sinkt. Die Hegemonie der USA war im Wesentlichen eine Dollar-Hegemonie.
Wie die Entwicklung zu einer multipolaren Weltordnung setzt sich der Trend zur De-Dollarization fort, die Schwellenländer gewinnen an Selbstvertrauen und Gewicht, sie zwingen Washington, seinen monetären Thron abzugeben. Zu den maßgeblichen Faktoren zählen neue Zusammenschlüsse von Ländern auf internationaler Ebene wie die 2001 entstandene Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und die Gründung der BRICS seit 2009.
Die RAND Corporation ist einer der größten militärischen US-Thinktanks, in einer Studie kommt sie zu dem Ergebnis, dass die einst unangefochtene militärische Überlegenheit der USA schwindet. Das ist aber kein Signal für ein friedliches, leises Abtreten aus Einsicht, vielmehr fordert die Studie ein „Überdenken der Verteidigungsstrategie, um die von den USA geführte internationale Ordnung (Dominanz) zu bewahren.“ Die Orientierung knüpft an das Rand-Strategiedokument aus dem Jahr 2019, das das Ziel ausgab: „Extending Russia – competing from advantageous ground“ („Russland überdehnen – Wettbewerb aus einer günstigen Position“).
Die „EU-Denkfabrik“ European Union Institute for Security Studies (EUISS) in Paris plädiert, die EU müsse Russland aktiv „entmachten“, indem sie seine Fähigkeit, europäische Interessen zu untergraben, abbaut. Die EU und Großbritannien wollen eine Dominanz in Europa, dazu brauchen sie ein schwaches Russland, für die eigenen Weltmachansprüche wollen sie ein halbkoloniales Russland als Hinterland und Rohstoffquell. „Dekolonialisierung“ Russlands nennen sie das – die Zerlegung des Landes in viele beherrschbare Einzelteile, ohne handlungsfähige Zentralmacht. Vor allem Deutschland, Frankreich, Polen und Britannien setzen deshalb auf die Fortsetzung des Krieges mit Russland, ja sogar auf dessen Eskalation.
Die russischen Historiker Trenin, Karaganow und Awakjanz schreiben unter „Von der passiven zur aktiven Abschreckung“: „Der Übergang von einer gescheiterten Partnerschaft in eine neue Konfrontation und dann in eine offene Konfrontation lässt eine Rückkehr zum ursprünglichen Format des ‚Kalten Krieges’ nicht zu.“ „Die herrschenden Kreise Europas sind bereits mit politisch-moralischen und militärökonomischen Vorbereitungen für einen großen Krieg mit Russland beschäftigt.“
Dmitri Trenin schrieb am 19.07.2025: Viele sprechen heute davon, dass die Menschheit auf einen „Dritten Weltkrieg“ zusteuert, und meinen damit, dass etwas Ähnliches wie im 20. Jahrhundert vor uns liegt. Der Krieg ändert jedoch ständig sein Aussehen. … In Wirklichkeit ist der Weltkrieg schon da, auch wenn es nicht jeder begriffen hat. Die Vorkriegszeit endete für Russland im Jahr 2014, für China im Jahr 2017 und für den Iran im Jahr 2023. Seitdem sind die Ausbreitung und die Intensität des modernen Krieges im Wachsen begriffen. Trotz seiner sich wandelnden Erscheinung ist die Ursache dieses Weltkriegs traditionell: die Verschiebung des Kräftegleichgewichts auf der Welt. Der Westen spürt, dass der Aufstieg neuer Machtzentren (vor allem Chinas) und die Wiedererstehung Russlands als Großmacht seine Vorherrschaft bedrohen, und hat eine Gegenoffensive gestartet.
Der Westen ist nicht in der Lage, sich mit dem Verlust der globalen Hegemonie abzufinden. Dabei geht es nicht nur um Geopolitik. Die westliche Ideologie (politisch-ökonomisch ist es der Globalismus, soziokulturell der Posthumanismus) lehnt Vielfalt, nationale oder zivilisatorische Identität und Tradition organisch ab. Das Ende des Universalismus bedeutet für den modernen Westen eine Katastrophe – deshalb versucht er, seine beträchtlichen Ressourcen zu bündeln und sich auf seine erschütterte, aber immer noch vorhandene technologische Überlegenheit zu stützen, um diejenigen zu vernichten, die er zu Rivalen erklärt hat.
Länder, die sich dem westlichen Befehl nicht unterordnen wollen, werden militärisch angegriffen, zuletzt traf es Venezuela als engen Handelspartner Chinas, Cubas und des Iran. Der US-Überfall auf Venezuela mit der Verschleppung seines Präsidenten Nicholas Maduro zeigt Parallelen zu dem von US-NGOs angeleiteten Regime Change-Staatsstreich 2000, als wurde Präsident Slobodan Milošević von der neuen Marionettenregierung gekidnappt, nach Den Haag entführt und vor ein Femegericht gestellt.
Dieses ICTY (International Criminal Court fort he Former Yugoslavia) ist unter Bruch der UN-Charta installiert worden, da dieses nur nach Beschluss der UN-Vollversammlung und durch einen völkerrechtlichen Vertrag möglich gewesen wäre. Es wurde auch nicht aus dem UN-Haushalt bezahlt, sondern überwiegend von „philanthropischen“ US-Stiftungen, insofern ähnelte es dem Finanzierungsmodell der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Milošević wurde im Scheveninger Gefängnis aufgrund unterlassener ärztlicher Hilfeleistung am 11. März 2006 zu Tode gebracht.
Eine weitere Parallele zeigt sich in der Kriegsvorbereitung gegen den Iran. Hier waren die US-Forderungen von Anfang an darauf ausgelegt, eine diplomatische Lösung zu behindern, in der Erwartung, der Iran würde aufgrund seiner Schwäche vor der US-Militärmacht kapitulieren würde. 1999 gingen der NATO-Aggression die sogenannten „Verhandlungen von Rambouillet“ voraus, die Jugoslawien im geheimen Anhang zu einem Abkommen dazu zwingen sollten, der NATO völlige Handlungs- und Bewegungsfreiheit auf seinem Territorium zu gewähren und damit seine Souveränität aufzugeben. Es ist das bleibende Verdienst von Präsident Milošević, dieses falsche Spiel nicht mitgemacht zu haben.
Entgegen seiner Wahlversprechen, Kriege zu beenden und keine neuen zu beginnen, insbesondere keine Regime Change-Operationen zu statten, hat US-Präsident Trump mit dem Angriff auf den Iran im Sommer 2025, der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, den Strangulationsmaßnahmen gegen Cuba und zuletzt dem neuerlichen Krieg gegen Iran und weitere Nachbarländer gezeigt: Er stellt sich „würdig“ in eine Reihe mit seinen Kriegsverbrecher-Vorgängern im Präsidentenamt. Seine Bewegung verdient einen neuen Namen: MAFA – Make Amerika Fail Again!
Endgültig zur Farce werden die Phrasen der deutschen Militaristen zu Ukraine und Völkerrecht angesichts des offiziellen Verhaltens gegenüber Israel. Es sei „Drecksarbeit“, die laut Kanzler Merz Israel derzeit für „uns“ macht, und für die „wir“ Waffen liefern. Aktuell geben sie die Komplizen bei der imperialistisch-zionistischen Aggression gegen die Iran. Diese Woche besuchte der deutsche Bundeskanzler Washington, und erklärte im Oval Office, neben Trump sitzend: „Wir sind uns einig, dass wir dieses schreckliche Regime in Teheran stürzen müssen.“
Die EU unterhält zahlreiche Kooperationsabkommen mit der NATO, sie marschieren im Gleichschritt. Ihren Kriegsplänen dient auch die Kriminalisierung internationaler Solidarität. Ein Mittel der Kriegsführung ist die Ausschaltung politischer Gegner mit juristischen Mitteln, mit medialer Unterstützung werden aggressive Kampagnen gegen die ‚Zielpersonen‘ eingeleitet, die geradezu eine Pogromstimmung erzeugen können. Die brachiale Durchsetzung der ausschließlichen NATO-Propagandasicht richtet sich gegen Bürger, Medien, Organisationen und alle die eine davon abweichende Sicht vertreten.
Die EU hat mittlerweile mehr als 2700 Personen und Organisationen auf Sanktionslisten gesetzt. Betroffen sind überwiegend Russen, aber auch EU-Bürger, darunter der linke kurdisch-stämmige Deutsche Hüseyin Dogru aus Berlin und die in Russland lebenden Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper. Das jüngste und prominenteste Beispiel ist der Schweizer Jaques Baud, ehem. Oberst der Schweizer Armee. Die sanktionierten Personen verlieren all ihre Rechte: Vermögensentzug, Kontosperre, Passabgabe, Verbot der Hilfe durch nahestehende Personen – alles ohne Gerichtsverfahren, d.h. ohne Anklage, Anhörung oder Verteidigung. Diese Repressionspolitik ist ein Hohn auf die Sonntagsreden über Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat, sie zeigt umgekehrt den Weg in einen autoritären Staat, wenn nicht sogar in einen neuen Faschismus.
Die EU verteidigt freie Wahlen, aber nur so lange, wie ihr die Ergebnisse passen. Bei der Präsidentschaftswahl in Rumänien ließ sie den ersten Wahlgang annullieren, weil der „falsche“ Kandidat in Führung lag, bei der Wahlwiederholung wurde dem aussichtsreichsten Kandidaten eine erneute Kandidatur verboten. Während die EU „Russische Wahleinmischung“ anklagt, unterstützt sie bei den Wahlen in Moldau massiv die „prowestliche Staatschefin“ Maia Sandu, die in der autonomen Region Gagausien die „prorussisch“ Regierungschefin Evghenia Gutul 2025 verhaften und ins Gefängnis werfen ließ. Auch in Ungarn und der Slowakei will die EU-Kommission wieder EU- und NATO-ergebene Kräfte an die Macht zu bringen.
Jedes Land, das der EU beitritt, kann sich auf seine Unterwerfung und den Verlust seiner Souveränität gefasst machen. Die Forderungen gegenüber Serbien, seine völkerrechtswidrig separierte Provinz Kosovo als „eigenen Staat“ anzuerkennen sowie seine freundschaftlichen Beziehungen zur Russischen Föderation und zur Volksrepublik China zu beenden, geben einen Vorgeschmack, was das Land unter der definitiven Knute von Brüssel zu erwarten hat.
Bewahren wir das Erbe und Vermächtnis unseres Freundes und Genossen, des großen Slobodan Milošević: Verteidigen wir die Freiheit und die nationale Souveränität, Solidarität mit allen Antimperialisten und Kämpfern für Befreiung und Unabhängigkeit, Freundschaft mit Russland und China!
Klaus Hartmann ist Co-Vorsitzender des Internationalen Milošević-Komitees und Präsident der Weltunion der Freidenker
Die Verlesung der Ansprache erfolgte in englischer Sprache. Hier die englische Version:
The destruction of international law
By Klaus Hartmann
The news in recent days and weeks has been full of reports about the current wars, with Ukraine, Palestine, Venezuela, and Iran being the keywords. These are only the most important ones, but not the only ones—we must also include Yemen and Sudan, Western Sahara and Pakistan, and the intensified strangulation of Cuba.
This escalating international situation, with the potential to escalate into World War III at any moment, is like an update, a continuation of what began in the 1990s with the wars to destroy Yugoslavia. At that time, after the “victory in the Cold War,” the Global West considered itself the victor of history, the US as the “sole world power,” as Zbigniew Brzeziński wrote. In the struggle for US hegemony in Eurasia, Ukraine plays a key role as a geopolitical hub, which is why Russia must be seen as an adversary and pushed back.
The question of what the promises of the Global West are worth has been around since well before the current sham negotiations between the US and Iran, and well before the farce of the Minsk agreements. In 1990, NATO promised that it would not “advance one inch to the east.” In March 1999, just in time for its invasion of Yugoslavia, it quickly admitted Poland, Czechia, and Hungary into the military alliance.
Four years ago, the US, NATO, and the German government suddenly claimed to have rediscovered international law—but only for the purpose of accusing Russia of having “destroyed decades of peace in Europe.” They themselves destroyed this peace in 1999 with their NATO aggression against Yugoslavia—something they want to suppress from public consciousness. At the time, they did not even bring their decision to go to war before the UN Security Council, anticipating a veto by Russia and China: a clear violation of international law.
I said in various speeches at the time that this was a “door-opener” for further imperialist wars. The then commander-in-chief of the aggression forces, General Wesley Clark, confirmed this after a visit to the Pentagon in 2001, where he was told that the US would “take out seven countries in five years, starting with Iraq, then Syria, Lebanon, Libya, Somalia, Sudan, and finally Iran.” Apart from the timetable, we have arrived at exactly this situation. No mention of “democracy” and “human rights”; the plain language is: anything that stands in the way of the interests of the US and the Zionists must be ruthlessly eliminated.
“We are in the midst of a rupture, not a transition,” said Canadian Prime Minister Mark Carney at the World Economic Forum (WEF) in Davos in 2026. There are a number of reasons for this development. For decades, the dollar served as a universal medium of exchange, store of value, and unit of account. This benefited the US, whose astronomical national debt was paid for by others. This dependence on a single country led to a multitude of risks and friction losses and has become an obstacle to global trade. Currencies, customs duties, and payment transactions are becoming increasingly politicized, and confidence in the dollar and Western financial instruments is declining. The hegemony of the US was essentially a dollar hegemony.
As the world moves toward a multipolar order, the trend toward de-dollarization continues, with emerging economies gaining confidence and influence, forcing Washington to relinquish its monetary throne. Key factors include new international alliances such as the Shanghai Cooperation Organization, formed in 2001, and the establishment of the BRICS in 2009.
The RAND Corporation is one of the largest US military think tanks. In a study, it concludes that the once unchallenged military superiority of the US is waning. However, this is not a signal for a peaceful, quiet retreat based on insight. Rather, the study calls for a “rethinking of defense strategy in order to preserve the US-led international order (dominance).” This orientation ties in with the 2019 RAND strategy document, which set out the goal of “Extending Russia – competing from advantageous ground.”
The European Union Institute for Security Studies (EUISS) in Paris argues that the EU must actively “disempower” Russia by reducing its ability to undermine European interests. The EU and the UK want dominance in Europe, and to achieve this they need a weak Russia. For their own global ambitions, they want a semi-colonial Russia as a hinterland and source of raw materials. They call this the “decolonization” of Russia—the dismantling of the country into many controllable parts, without a central power capable of acting. Germany, France, Poland, and Britain in particular are therefore pushing for the continuation of the war with Russia, and even its escalation.
Russian historians Trenin, Karaganov, and Avakjanz write in “From Passive to Active Deterrence”: “The transition from a failed partnership to a new confrontation and then to an open confrontation does not allow for a return to the original format of the ‘Cold War.’” “The ruling circles of Europe are already busy with political, moral, and military-economic preparations for a major war with Russia.”
Dmitri Trenin wrote on July 19, 2025: Many people today talk about humanity heading toward a “Third World War,” meaning that something similar to what happened in the 20th century lies ahead of us. However, war is constantly changing its appearance. … In reality, the world war is already here, even if not everyone has realized it. The pre-war period ended in 2014 for Russia, in 2017 for China, and in 2023 for Iran. Since then, the spread and intensity of modern warfare has been growing. Despite its changing appearance, the cause of this world war is traditional: the shift in the global balance of power. The West senses that the rise of new centers of power (especially China) and the resurgence of Russia as a great power threaten its dominance and has launched a counteroffensive.
The West is unable to accept the loss of its global hegemony. This is not just a matter of geopolitics. Western ideology (politically and economically globalism, socioculturally post-humanism) organically rejects diversity, national or civilizational identity, and tradition. The end of universalism spells disaster for the modern West—which is why it is trying to pool its considerable resources and rely on its shaken but still existing technological superiority to destroy those it has declared its rivals.
Countries that refuse to submit to Western command are attacked militarily, most recently Venezuela, a close trading partner of China, Cuba, and Iran. The US invasion of Venezuela and the abduction of its president, Nicholas Maduro, show parallels to the regime change coup d’état led by US NGOs in 2000, when President Slobodan Milošević was kidnapped by the new puppet government, taken to The Hague, and put on trial before a kangaroo court.
This ICTY (International Criminal Court for the Former Yugoslavia) was established in violation of the UN Charter, as it would only have been possible following a resolution by the UN General Assembly and through an international treaty. It was also not paid for from the UN budget, but mainly by “philanthropic” US foundations, in this respect resembling the financing model of the WHO (World Health Organization). Milošević was killed in Scheveningen prison on March 11, 2006, due to failure to provide medical assistance.
Another parallel can be seen in the preparations for war against Iran. Here, the US demands were designed from the outset to obstruct a diplomatic solution, in the expectation that Iran would capitulate to US military power due to its weakness. In 1999, NATO’s aggression was preceded by the so-called “Rambouillet negotiations,” which were intended to force Yugoslavia, in a secret annex to an agreement, to grant NATO complete freedom of action and movement on its territory, thereby surrendering its sovereignty. It is to President Milošević’s lasting credit that he did not play along with this false game.
Contrary to his campaign promises to end wars and not start new ones, especially regime change operations, US President Trump has shown with the attack on Iran in the summer of 2025, the kidnapping of Venezuelan President Maduro, the strangulation measures against Cuba, and most recently the renewed war against Iran and other neighboring countries: He is “worthily” following in the footsteps of his war criminal predecessors in the presidency. His movement deserves a new name: MAFA – Make America Fail Again!
The German militarists‘ rhetoric on Ukraine and international law becomes a complete farce in light of the official attitude toward Israel. According to Chancellor Merz, Israel is currently doing the “dirty work” for “us,” and “we” are supplying weapons for this purpose. Currently, they are accomplices in the imperialist-Zionist aggression against Iran. This week, the German chancellor visited Washington and, sitting next to Trump in the Oval Office, declared: „We agree that we must overthrow this terrible regime in Tehran.“
The EU enters into numerous cooperation agreements with NATO, and they march in lockstep. Their war plans also serve to criminalize international solidarity. One means of warfare is the elimination of political opponents by legal means. With media support, aggressive campaigns are launched against “target individuals,” which can create an atmosphere of pogrom. The brutal enforcement of NATO’s exclusive propaganda view is directed against citizens, media, organizations, and anyone who holds a different view.
The EU has now placed more than 2,700 individuals and organizations on sanctions lists. Most of those affected are Russians, but there are also EU citizens, including Hüseyin Dogru, a left-wing German of Kurdish origin from Berlin, and journalists Alina Lipp and Thomas Röper, who live in Russia. The most recent and prominent example is Jacques Baud, a former colonel in the Swiss army. Those sanctioned lose all their rights: confiscation of assets, account freezing, passport surrender, prohibition of assistance from close associates – all without trial, i.e. without charges, hearing or defense. This repressive policy is a mockery of the Sunday speeches about democracy, freedom of expression and the rule of law; on the contrary, it points the way to an authoritarian state, if not a new form of fascism.
The EU defends free elections, but only as long as the results suit it. In the presidential election in Romania, it had the first round of voting annulled because the “wrong” candidate was in the lead, and in the repeat election, the most promising candidate was barred from running again. While the EU accuses Russia of “interfering in elections,” it is massively supporting the “pro-Western head of state” Maia Sandu in the Moldovan elections, who had the “pro-Russian” head of government Evghenia Gutul arrested and thrown into prison in the autonomous region of Gagauzia in 2025. In Hungary and Slovakia, too, the EU Commission wants to bring forces loyal to the EU and NATO back to power.
Any country that joins the EU can expect to be subjugated and lose its sovereignty. The demands on Serbia to recognize its province, which was separated in violation of international law, as a “separate state” and to end its friendly relations with the Russian Federation and the People’s Republic of China give a foretaste of what the country can expect under the definitive yoke of Brussels.
Let us preserve the heritage and legacy of our friend and comrade, the great Slobodan Milošević: Let us defend freedom and national sovereignty, solidarity with all anti-imperialists and fighters for liberation and independence, friendship with Russia and China!
Klaus Hartmann is co-chair of the International Milošević Committee and President of the World Union of Freethinkers.
Videos
Ansprache von Klaus Hartmann in englischer Sprache:
Die Gedenkveranstaltung des Internationalen Milošević Komitees (IMC) am 10.03.2026 anlässlich des 20. Todestages von Slobodan Milošević (in serbischer Sprache):
Bild oben: Einspielung der Rede von Klaus Hartmann auf der Gedenkveranstaltung des Internationalen Komitees „Slobodan Milošević“ (IKSM) am 10.03.2026 anlässlich des 20. Todestages von Slobodan Milošević. Collage von Ralf Lux aus Screenshots aus den Videos von Press centar UNS und Deutscher Freidenker-Verband
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
15.03.2026
Krieg gegen Iran in Kürze
aus e-mail von Doris Pumphrey,
Nebensja kritisiert UN-Resolution: Iran empört über Sicherheitsrat
Die Kämpfe im Nahen Osten und die Reaktion des UN-Sicherheitsrats standen im Mittelpunkt eines Interviews mit dem russischen UN-Botschafter Wassili Nebensja. Darin kritisierte er die jüngste UN-Resolution zum Iran scharf und erklärte, Teheran sei empört, weil die Ursachen des Konflikts – aus seiner Sicht Angriffe der USA und Israels – nicht berücksichtigt würden. Nebensja warnte, dass sich der Konflikt weiter in der Region ausbreiten könne, und betonte, der von den USA erwartete schnelle Zusammenbruch des iranischen Systems sei ausgeblieben. Eine militärische Lösung sei unwahrscheinlich; stattdessen forderte er erneut eine politische und diplomatische Beilegung der Krise. [Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 14. März 2026] Siehe Video-Bericht:https://odysee.com/@RTDE:e/Nebensja-kritisiert-UN-Resolution--Iran-emp%C3%B6rt-%C3%BCber-Sicherheitsrat:a
RTDE-Liveticker-Krieg-gegen-Iran 15.3.2026
Irans Außenminister: Straße von Hormus für alle offen, außer für USA und Israel
Irans Top-Diplomat Abbas Araghtschi sagte in einem Interview, die Straße von Hormus sei nur für US-amerikanische und israelische Schiffe geschlossen. Andere Schiffe könnten passieren, viele meiden die Route jedoch aus "Sicherheitsgründen", die nach seinen Angaben nichts mit Iran zu tun hätten. Dies folgt auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Kriegsschiffe in die Region zu entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten. Araghtschi reagierte auch auf Berichte über angebliche Verletzungen des neuen iranischen Obersten Führers Modschtaba Chamenei und betonte, dass alles unter Kontrolle sei und das System stabil bleibe. Er wies zudem Behauptungen zurück, er habe den US-Verhandlungsdelegierten in Genf mit nuklearer Aufrüstung gedroht. Er sprach lediglich über 440 Kilogramm zu 60 Prozent angereicherten Urans, das, wenn es weiter angereichert würde, genug für etwa zehn Bomben wäre, um das Ausmaß des iranischen Zugeständnisses zu verdeutlichen.
Iran weist Vorwürfe zurück: Keine Pläne für Anschlag wie 9/11
Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans, Ali Laridschani, hat im Zuge der zunehmenden Eskalationen zwischen Iran und den USA auf X geschrieben: "Ich habe gehört, dass die verbleibenden Mitglieder von Epsteins Netzwerk eine Verschwörung entwickelt haben, um einen Vorfall ähnlich dem vom 11. September zu inszenieren und Iran die Schuld dafür zu geben. Iran lehnt solche terroristischen Pläne grundsätzlich ab und führt keinen Krieg mit dem amerikanischen Volk."
Araghtschi: Keine gezielten Angriffe auf Wohngebiete – offen für Kriegsende-Initiativen
Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, dass Iran keine zivilen oder bewohnten Gebiete im Nahen Osten gezielt angegriffen habe. Zugleich erklärte er, Teheran sei bereit, gemeinsam mit seinen Nachbarländern ein Komitee zu bilden, um die Verantwortlichen für solche Angriffe zu ermitteln. Araghtschis Telegram-Kanal zitierte ihn in einem Interview auf der Webseite Al-Araby al-Jadeed mit den Worten, dass Teheran im Austausch mit den Golfstaaten stehe und jede Initiative begrüßen würde, die ein Ende des US‑israelischen Krieges gegen Iran garantieren könnte. Die Golfstaaten hatten Teheran zuvor aufgefordert, Angriffe auf ihre Territorien einzustellen. Diese hätten nicht nur US-Militärkräfte getroffen, sondern auch Energieanlagen und Wohngebiete beschädigt.
Trump lehnt regionale Vermittlungsbemühungen für Iran-Waffenstillstand ab
Die Regierung Trump hat laut Reuters-Informationen Vermittlungsversuche von Verbündeten im Nahen Osten zur Aufnahme diplomatischer Gespräche abgelehnt, die ein Ende des Iran-Krieges herbeiführen sollten. Der Krieg hatte vor zwei Wochen mit einem massiven US-israelischen Luftangriff begonnen. Iran selbst lehnt seinerseits Waffenstillstandsgespräche ab, solange die US- und israelischen Angriffe andauern, sagten zwei hochrangige iranische Quellen. Mehrere Länder hätten versucht, eine Beendigung des Krieges zu vermitteln. Das Desinteresse von Washington und Teheran deutet darauf hin, dass beide Seiten auf einen längeren Krieg eingestellt sind, während der Konflikt zunehmend Zivilisten trifft und Irans Schließung der Straße von Hormus die Ölpreise stark steigen lässt. Die jüngsten US-Angriffe auf die Insel Charg, den wichtigsten Öl-Exporthafen des Landes, unterstreichen Trumps Entschlossenheit, den Militäreinsatz fortzusetzen. Der neue iranische Oberste Führer Modschtaba Chamenei hat zugleich in seiner ersten Botschaft betont, die Straße von Hormus geschlossen zu halten, und drohte mit einer Intensivierung der Angriffe auf US-Interessen in den Nachbarstaaten.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.