Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
20.03.2026

Spanien: Das verlogene «Nein zum Krieg»

aus e-mail von Doris Pumphrey, 20. Mätz 2026, 16:01 Uhr


Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

Das Science4Peace Forum hat zusammen mit anderen Organisationen am 13.3.2026 europäische Regierungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in ganz Europa dazu aufgerufen, dem Beispiel Spaniens zu folgen. 
Zum Text  in Deutsch:
https://natwiss.de/offener-brief-unterstuetzung-fuer-spaniens-haltung-gegen-eine-militaerische-eskalation-mit-iran/

Die internationale Unterstützerliste wird immer länger - hier die Liste der Organisationen und Personen (Stand 19.3.2026):
https://www.openpetition.eu/petition/blog/offener-brief-unterstuetzung-fuer-spaniens-haltung-gegen-eine-militaerische-eskalation-mit-iran
(Anmerkung: Die jeweilige Überschrift "Neuer Petitionstext:" ist verwirrend, an dem Text hat sich nichts geändert. "Änderungen an der Petition" betrifft nur die Liste der Unterstützer)

----------------------------------------------------------------------------------------

https://transition-news.org/spanien-das-verlogene-nein-zum-krieg
15. März 2026

Spanien: Das verlogene «Nein zum Krieg»

Regierungschef Pedro Sánchez wird von vielen gelobt, weil er sich in Bezug auf den Iran-Krieg den Forderungen von Donald Trump widersetzt hat. Doch das scheint Augenwischerei zu sein.
Von Wiltrud Schwetje

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird derzeit von vielen friedliebenden Menschen als Held gefeiert, weil er den Krieg gegen den Iran abgelehnt hat, der von Israel und den Vereinigten Staaten vorangetrieben wird. Im Speziellen wird er dafür gelobt, dass er Donald Trump die Stirn geboten – und den USA den Start zu Kriegseinsätzen von den Basen Rota und Morón verboten hat, die durch Kooperationsverträge von den USA genutzt werden. Beide Militärstützpunkte befinden sich in Andalusien, der eine in der Provinz Cádiz, der andere in Sevilla.

Sánchez’ erste Reaktion auf den Iran-Krieg sorgte dafür, dass Dutzende US-amerikanische Flugzeuge Spanien verließen und zu anderen europäischen Basen weiterflogen. Gleichzeitig bezeugte Donald Trump seine Verärgerung mit harschen Worten – und drohte mit einem «Embargo» gegen die spanische Wirtschaft und einem Abbruch der Handelsbeziehungen. Sánchez reagierte gewohnt großspurig und verkündete: «Wir werden uns nicht aus Angst von Repressalien zu Komplizen machen.»

Worüber im In- und Ausland allerdings weniger berichtet wird: Sánchez unterstützt die USA im Krieg gegen den Iran in mehreren Szenarien. Wie spanische Medien berichten, zeigten sich schon kurz nach seinem «Nein zum Krieg» Risse in seiner vermeintlich pazifistischen Haltung (hier und hier).

Denn die Sánchez-Regierung arbeitet indirekt über EU- und NATO-Operationen an den Angriffen mit. Den Höhepunkt bildete die Entscheidung, die Fregatte Cristóbal Colón ins Mittelmeer zu entsenden, um beim Luftschutz Zyperns mitzuwirken, einem EU-Mitgliedsland, das allerdings nicht in der NATO ist. Die Cristóbal Colón wurde in die Marinegruppe des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle integriert.

Wie die Zeitung ABC informiert, gibt es neben der Fregatte Cristóbal Colón noch andere Schiffe der spanischen Marine, die sich indirekt an diesem Krieg beteiligen. So leistet zum Beispiel das Versorgungsschiff Cantabria im Golf von Cádiz logistische Unterstützung. Die Regierung versteht diese Aktivitäten als Ausdruck des spanischen Engagements «für die Verteidigung der Europäischen Union und ihrer Ostgrenze».

Weitere Militärschiffe nehmen derzeit an Übungen mit US-Einheiten teil. Wie die Fregatte Blas de Lezo, die im Nordatlantik an Manövern mitwirkt, die vom Flugzeugträger USS George H. W. Bush angeführt werden. Militärische Quellen, die von der ABC bemüht wurden, äußerten sich dazu wie folgt:
«Von diesen Schiffen aus wird auch sehr genau verfolgt, was im Nahen Osten geschieht, und es findet ein ständiger Informationsaustausch mit dem Einsatzgebiet statt. Ist das Zusammenarbeit oder nicht?»

Doch damit nicht genug: US-Kampfflugzeuge machen auf dem Weg zu ihren Einsatzorten offensichtlich Zwischenstopps auf den Militärbasen Rota und Morón. Und wie umgehen sie Sánchez’ angebliches Verbot? Die amerikanischen Flugzeuge nutzen zwar spanisches Gebiet, geben jedoch in ihren Flugplänen andere europäische Basen als Ziel an. Dazu sagen die geheimen Militärquellen der ABC:
«Sie führen Wartungsarbeiten in Spanien durch und fliegen dann zu einem anderen Punkt weiter, von dem aus sie in das Einsatzgebiet starten.»

Die Zeitung führt einige Beispiele an: So sei ein Militärtransportflugzeug C-17 (RCH846), das von der US-Einrichtung Andrews in Maryland kam, von Rota aus in Richtung Mittelmeer gestartet. Danach sei es auf Sizilien gelandet und erneut gestartet. Auf Höhe von Ägypten habe es den Radartransponder abgeschaltet.

Auch auf der NATO-Basis in Neapel, die im Rahmen des militärischen Einsatzes zumindest für logistische Aufgaben genutzt wird, sind spanische Soldaten stationiert, die auf irgendeine Weise – wenn auch nur indirekt – an der Iran-Operation beteiligt sein könnten.

Obendrein verfügt Spanien über eine Patriot-Raketenabwehrbatterie in der Türkei, der die Entdeckung einer Rakete zugeschrieben wird, die dann von einem US-Schiff abgefangen wurde. Es handelt sich laut ABC um die einzige NATO-Batterie auf türkischem Boden, und sie wurde während der Regierung von Mariano Rajoy (PP) dorthin entsandt.

Auch vor dem Angriff auf den Iran spielten die Militärbasen Rota und Morón eine wichtige Rolle, dort bereiteten sich die USA logistisch vor. Viele der Schiffe und Flugzeuge, die jetzt im Nahen Osten operieren würden, hätten zuvor die Militärstützpunkte in Andalusien benutzt, um sich einsatzbereit zu machen, schreibt ABC und fasst die Lage zusammen:
«Es scheint offensichtlich, dass die verbündeten Geheimdienste wussten – oder zumindest sehr begründet vermuteten –, dass ein solcher militärischer Aufmarsch der Vereinigten Staaten nicht nur der Abschreckung diente, sondern dass ein Angriff auf den Iran durchaus wahrscheinlich war, so wie er schließlich auch stattfand. Und diese Informationen lagen mit großer Sicherheit auch der spanischen Regierung vor.»

Man spiele mit der Unwissenheit der großen Mehrheit der spanischen Bürger, zitiert die ABC ihre Militärquellen. Während Sánchez die Fahne des «Nein zum Krieg» schwenke, verschweige er die «B-Seite» seines Slogans.

Was könnten die Gründe für Sánchez’ Anti-Kriegs-Inszenierung sein? Darüber lässt sich herrlich spekulieren, denn der Regierungschef, sein engstes familiäres Umfeld und fast seine gesamte Partei (PSOE ) versinken seit Monaten immer tiefer im Korruptionssumpf. Es gibt so viele laufende Ermittlungen und Gerichtsverfahren, dass man kaum noch folgen kann. Somit könnten bald außerplanmäßige Wahlen anstehen – und die will Sánchez trotz der endlosen Skandale, die ihn umwabern, natürlich gerne gewinnen. Wie Kritiker spotten, möchte unser Corona-Kerkermeister seinen Job als «Diktator» bis in alle Ewigkeit behalten.

Gerade kam übrigens ein weiterer Skandal hinzu: So hat es während der «Pandemie», also in einer Zeit, in der den Bürgern sogar ein einsamer Spaziergang am Meer oder in den Bergen unter Strafe verboten war, in Madrid eine illegale Koks-Party gegeben, bei der mindestens ein PSOE-Abgeordneter anwesend war. Und anscheinend wurden die polizeilichen Ermittlungen auf Anordnung von höchster Regierungsstelle – also von Pedro Sánchez – eingestellt. Auch Innenminister Fernando Grande-Marlaska soll davon gewusst haben (hier und hier).

Diese Informationen wurden von Sánchez’ einstiger rechter Hand, dem ehemaligen Minister für Transport, José Luis Ábalos, und dessen «politischem Berater» Koldo García preisgegeben. Beide sind in etliche mutmaßliche Korruptionsfälle der Sánchez-Regierung verwickelt, unter anderem werden ihnen riesige Mauscheleien bei der Maskenbeschaffung vorgeworfen.

Aufgrund der Schwere ihrer strafrechtlichen Vergehen und der «extremen Fluchtgefahr» landeten sie im November 2025 in Untersuchungshaft. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung für die beiden Gefängnisstrafen von 19 beziehungsweise 24 Jahren gefordert. Die Nebenkläger hatten jeweils 30 Jahre beantragt.

Kurzum: Sánchez steht das Wasser bis zum Hals – und ein wenig positive Propaganda als «Friedensengel» tut not. Außerdem hat sich der spanische Regierungschef in den letzten Jahren nicht umsonst den Spitznamen «Pinocchio» verdient.

Quelle:
ABC: El falso 'No a la guerra': España apoya a EE.UU. contra Irán en múltiples escenarios - 6. März 2026
El Mundo: España envía su mejor fragata a Chipre tras los ataques de Irán - 5. März 2026

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.03.2026

Bundeswehr im Funkloch: Milliardenteurer Digitalfunk floppt

dert.site, vom 20 Mär. 2026 17:35 Uhr

Ein bisher verschlossen gehaltener Testbericht legt katastrophale Zustände hinsichtlich der Umstellung auf Digitalfunk bei der Bundeswehr offen. Das Milliarden Euro teure System scheitert nicht nur an der Übermittlung einfacher Funksprüche. Es stellt auch eine Gefahr für das Leben der Soldaten dar.


© urheberrechtlich geschützt


Verteidigungsminister Boris Pistorius sucht nach einer Lösung für das Funkproblem der Bundeswehr. Die Umstellung auf Digitalfunk erweist sich als teuer und ist nicht praxistauglich.


Deutschland steht mit der Digitalisierung auf Kriegsfuß. Das gilt auch für die Bundeswehr. Ein Milliarden Euro teures Projekt mit dem der Funk der Landstreitkräfte digitalisiert werden soll, steckt seit geraumer Zeit in der Krise. Ein weiterer Test des Systems im November brachte katastrophale Ergebnisse. Selbst einfacher Sprechfunk wird nicht korrekt übertragen, berichtet das Springerblatt Welt unter Bezugnahme auf den bisher unter Verschluss gehaltenen Testbericht.

Das neue Digitalfunksystem der Bundeswehr, das eigentlich dafür sorgen sollte, dass Soldaten sicher, verschlüsselt und schnell miteinander kommunizieren können, stellt in der Praxis eine Gefahr für Leib und Leben dar, geht aus dem Bericht hervor. Das System ist kompliziert, einfach Funkgespräche brechen ab oder eine Verbindung kann gar nicht erst aufgebaut werden. Ob eine Verbindung zustande kam, lässt sich für den Anwender oftmals nicht eindeutig ermitteln. Auf dem Schlachtfeld kann das tödliche Folgen haben. Ebenso die Tatsache, dass die Geräte falsche oder gar keine Positionsdaten anzeigen.

Das Funkprojekt ist Teil des Großprogramms "Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO)", für das bisher rund 20 Milliarden Euro veranschlagt sind. Über eine Milliarde wurde in die jetzt monierte Technologie investiert. Hersteller sind vor allem Rohde & Schwarz und Partnerfirmen wie Rheinmetall.


Profitieren durch Bombardieren: Rheinmetall im Kriegsrausch





Meinung

Profitieren durch Bombardieren: Rheinmetall im Kriegsrausch





Hinsichtlich der Digitalisierung kämpft die Bundeswehr dabei mit typisch deutschen Problemen: Die IT-Systeme sind überkomplex und schlecht abgestimmt. Ihre Praxistauglichkeit wurde nicht aureichend getestet. Die einzelnen Bestandteile sind untereinander nicht kompatibel, und interne Entscheidungsprozesse verlaufen nur schleppend.

Das Verteidigungsministerium versucht nun gegenzusteuern – doch viele Experten bezweifeln, dass die zahlreichen Fehler des Systems in einem angemessenen zeitlichen Rahmen behoben und es in Dienst gestellt werden kann. Einige warnen sogar, dass sich die Truppe im Ernstfall auf ein fehlerhaftes Funknetz verlassen müsste, das sie im Gefecht eher behindert als schützt.

Ob Verteidigungsminister Boris Pistorius Russland angesichts der enormen Probleme bei der Digitalisierung der Kommunikation der Bundeswehr bittet, den herbeifantasierten Überfall auf Deutschland noch um einige Zeit aufzuschieben, ist nicht bekannt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass Russland innerhalb weniger Jahre Deutschland angreifen wird. Russland weist die Behauptung allerdings als unsinnig zurück.


Mehr zum Thema – Wochenlange SAP-Panne: Staatliche deutsche GIZ-Entwicklungshelfer können Rechnungen nicht bezahlen


Screenshot_2026_03_21_at_12_15_57_Bundeswehr_im_Funkloch_Milliardenteurer_Digitalfunk_floppt_RT_DE

Video https://rumble.com/v77cmg2-sondervermgen-wirtschaftsinstitute-werfen-regierung-zweckentfremdung-vor.html Dauer 9:02 Min


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://dert.site/inland/274099-bundeswehr-im-funkloch-umstellung-auf-milliardenteuren-digitalfunk-floppt/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.03.2026

Da der Iran-Konflikt aus dem Ruder läuft, drängt sich die Frage auf: „Wo stehen wir?“

Screenshot_2026_03_21_at_11_42_00_Seniora.org_Da_der_Iran_Konflikt_aus_dem_Ruder_l_uft_dr_ngt_sich_die_Frage_auf_Wo_stehen_wir_


seniora.org, 20. März 2026, 19. 03. 2026 Von Alastair Crooke - übernommen von //substack.com/@conflictsforum">Conflicts Forum -∙ Bezahlter Beitrag

Die westliche Propagandamaschinerie   – die mächtigste strategische Waffe des Westens   – hat wiederholt behauptet, dass die US-Streitkräfte einen schnellen und umfassenden Sieg über den Iran errungen hätten. Gleichzeitig informieren israelische Geheimdienstmitarbeiter westliche Medien darüber, dass sie zunehmende Anzeichen von Zerrüttung und „Chaos“ innerhalb des Regimes in Teheran sehen, und fügen hinzu, dass die iranische Befehlskette durch schwerwiegende Zusammenbrüche beeinträchtigt sei.

Und warum sollte man solche Behauptungen über einen vernichtenden Sieg nicht aufstellen? Trump ging vermutlich mit überragendem Vertrauen in die militärische Stärke Amerikas in den Krieg, um die iranische Staatsstruktur, ihr Kommandonetzwerk und ihre militärischen Kapazitäten auszulöschen. Seine Generäle schienen die allgemeine These vom Zerstörungspotenzial zu unterstützen   – fügten jedoch mehrere „Aber“ hinzu, die Trumps Denkweise wahrscheinlich nicht durchdrangen.

Und genau das tat Trump dann auch   – eine umfassende „Vernichtung“; ununterbrochene Wellen von Fernbombardements. Den Zweiflern an seinem Erfolg beim Zusammenbruch der iranischen Staatsstruktur entgegnet er schlicht: „Dann werden wir eben noch mehr vernichten.“ „Wir werden noch mehr ihrer Anführer töten“.

Westliche (einschließlich israelischer) Medien lobten im Anschluss an die Angriffe vom 28. Februar in begleitenden Berichten ebenfalls die verheerende Wirkung des Schlags gegen die politische und militärische Führung des Iran.

Es wurde kein Versuch unternommen, die Auswirkungen auf einen Staat kritisch zu durchdenken, der sich seit 20 bis 40 Jahren auf eine asymmetrische Reaktion auf diesen bevorstehenden Krieg vorbereitet hatte. Es wurde kein Versuch unternommen, die tatsächlichen Auswirkungen der Bombardierung eines Staates zu durchdenken, der seine gesamte militärische Infrastruktur (einschließlich seiner „Luftwaffe“) von der Erdoberfläche entfernt hat, nur um sie in tiefen unterirdischen „Städten“ zu verbergen.

Es wurde kein Versuch unternommen, die Auswirkungen der Ermordung der politischen und militärischen Führer des Iran auf die öffentliche Stimmung einzuschätzen. Es wurde nicht verstanden, wie das dezentrale iranische Führungs-„Mosaik“ eine schnelle, vorab geplante Reaktion auf die Entkopplung der Führung ermöglichen könnte. Es wurde auch nicht berücksichtigt, dass eine solche diffuse Führungsstruktur es dem Iran ermöglichen würde, einen langen Zermürbungskrieg gegen die USA und Israel zu führen   – im Gegensatz zum Beharren der USA und Israels auf kurzen Kriegen, die die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung nicht überstrapazieren.

Im Gegensatz dazu konzentrierten sich alle Mainstream-Berichte auf das Ausmaß der Schäden, die Teheran und seiner Bevölkerung zugefügt wurden   – verbunden mit der impliziten Annahme, dass die Zerstörung der Stadt und die hohe Zahl ziviler Todesopfer an sich schon eine Opposition hervorbringen würden, die „aufstehen“ und die Zügel der nationalen Führung „an sich reißen“ würde.

Dass dieser Konflikt so wenig angemessen berücksichtigt wurde, spiegelt die Tatsache wider, dass die USA ihre Kriegsführung zunehmend an den seit langem von Israel angewandten Methoden ausrichten   – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für die Zukunft des Westens.

Natürlich gibt es professionelle US-Militäroffiziere, die wiederholt vor den Unzulänglichkeiten von Massenbombardements als eigenständiges strategisches Instrument gewarnt haben und argumentieren, dass diese nie die erwarteten Ergebnisse gebracht hätten; doch ihre warnenden Botschaften hatten kaum Einfluss auf den vorherrschenden Zeitgeist der „Vernichtung“.

Die Sprache, die Trump und sein Team verwenden, um Iraner als „böse“ und „mörderische, Babys tötende“ Untermenschen zu bezeichnen, ist ganz offensichtlich darauf ausgelegt, den Konflikt so weit zu polarisieren, dass andere militärische Strategien als eine noch umfassendere „Vernichtung“ ausgeschlossen werden.

Trump erklärte gegenüber Journalisten der New York Times, „dass er sich durch keine internationalen Gesetze, Normen, Kontrollmechanismen oder Gegengewichte eingeschränkt fühle“, und die „einzigen Grenzen für seine Fähigkeit, die militärische Macht Amerikas einzusetzen“, seien „meine [seine] eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann“.

Berichten zufolge zeigte er sich überrascht, dass Amerikas Überraschungsangriff auf die iranische Führung eine sofortige Reaktion in Form von Vergeltungsschlägen auf amerikanische Stützpunkte am Golf hervorgerufen hatte: „Das hatten wir nicht erwartet“, sagte Trump; ebenso wenig hatte er die anschließende selektive Sperrung der Straße von Hormus vorausgesehen, obwohl die Iraner ausdrücklich gewarnt hatten, dass sie genau das tun würden. Er kannte das Risiko, machte aber dennoch weiter und sagte, er habe „nicht gedacht“, dass die Iraner die Kontrolle über die Engstelle von Hormuz übernehmen würden.

Die Bedingungen, zu denen die Welt mit Öl und Gas handelt

Die iranische Kontrolle über etwa 20 % des weltweiten Öls und eine ähnliche Menge an Gas, die durch Hormuz transportiert wird, verschafft dem Iran einzigartige Hebelwirkung über den gesamten dollarbasierten Wirtschaftsraum. Dennoch stellt dies eine besondere Bedrohung für die Golfstaaten dar   – denn Hormuz dient auch als Korridor für Düngemittel, Nahrungsmittel und vieles mehr.

Die selektive Sperrung von Hormuz hat daher globale wirtschaftliche Folgen zweiter und dritter Ordnung für die Welt. Wie Lloyd’s Intelligence gestern feststellte:

„Mehrere Regierungen   – darunter Indien, Pakistan, Irak, Malaysia und China   – führen direkte Gespräche mit Teheran und koordinieren die Schiffsdurchfahrten über ein neu eingerichtetes, vom IRGC betriebenes Registrierungs- und Überprüfungssystem … Lloyds … geht davon aus, dass der IRGC in den kommenden Tagen ein formelleres Genehmigungsverfahren für Schiffe einführen wird“.

Warum also hat Israel so strategisch eskaliert und die iranischen Terminals angegriffen, die Gas aus dem South-Pars-Gasfeld erhalten, das es sich mit Katar teilt? Israel behauptet, Trump habe ihnen grünes Licht für den Angriff gegeben. Trump antwortete, dass „Israel heute früh das iranische South-Pars-Gasfeld angegriffen hat, ohne die Vereinigten Staaten oder Katar zu informieren“.

Der Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur löste, wie zu erwarten war, eine gegenseitige Eskalation mit iranischen Raketenangriffen auf die Energieinfrastruktur am Golf aus   – und eskalierte den Konflikt damit zu einem ernsthaften Wirtschaftskrieg.

Im Wesentlichen geht es nun um die Bedingungen, zu denen die Welt Öl und Gas kaufen kann. Werden Käufer in der Lage sein, Energie in anderen Währungen als dem Dollar zu erwerben? Es scheint so   – Pakistan konnte die Durchfahrt seiner Fracht durch den Hormuz-Kanal auf genau diese Weise aushandeln   – indem es nachwies, dass die Fracht in Yuan gekauft wurde.

Es geht daher nicht nur um die US-Militärpräsenz in der Region   – deren Ausweisung der Iran fordert   –, sondern vielmehr um die iranischen Forderungen nach einer vollständigen Beendigung des Dollarhandels in der Region.

Dies   – sollte sich der Iran durchsetzen   – könnte für die Golfstaaten den heiklen Schlüssel zum weiteren wirtschaftlichen Überleben darstellen.

Die Golfstaaten müssen sich möglicherweise bald entscheiden, wo sie in diesem Krieg stehen. Einerseits haben sie sich voll und ganz in die amerikanische merkantilistische Lebensweise eingebunden. Doch der Iran droht, dieses Paradigma zu kippen. Andererseits könnten die Zukunftsaussichten der Golfstaaten   – worüber sie nachdenken müssen   – davon abhängen, ob der Iran ihnen die Durchfahrt durch den Hormuz-Kanal gestattet.

Sollte der Iran seinen „Fuß auf der Kehle“ des globalen Wirtschaftssystems selektiv   – nach seinen spezifischen Kriterien   – einsetzen, ist es möglich, dass andere Staaten (einschließlich der europäischen) gezwungen werden, sich mit Teheran an den „Verhandlungstisch“ zu setzen, um ihr künftiges wirtschaftliches Wohlergehen zu sichern.

Screenshot_2026_03_21_at_11_42_17_Crooke.png_PNG_Grafik_1386_1402_Pixel_Skaliert_39_

QUELLE:https://www.lloydslist.com/LL1156656/Iran-establishes-safe-shipping-corridor-for-approved-and-paid-for-transits

Die unsichtbaren Machtstrukturen der USA

Es ist jedoch nicht nur der Golf, der sich überlegen muss, wo er   – die Golfmonarchen   – nach diesem unüberlegten und potenziell sehr schädlichen Wirtschaftskrieg steht. Es gibt Stimmen in den USA, die darauf bestehen, dass auch die Amerikaner darüber diskutieren müssen, wo sie stehen sollten.

Der US-Kommentator Bret Weinstein hat kürzlich bei vielen Amerikanern einen Nerv getroffen, die wie er Trump aktiv unterstützt hatten, nun aber verwirrt und verunsichert sind durch Trumps Befürwortung eines Krieges gegen den Iran   – zumal seine Präsidentschaft infolgedessen auf der Kippe steht:

„Warum sollte ein Mann [wie] Trump, der sich in der Politik auskennt, einen so offensichtlichen Fehler machen?“

Im Gespräch mit Tucker Carlson deutete Weinstein an, dass eine Antwort darin liege, dass Trump tatsächlich nicht die Kontrolle habe:

„Wir Amerikaner müssen ein Gespräch mit uns selbst führen   – nicht nur darüber, wie kaputt das System ist und wozu es uns veranlasst, sondern auch darüber, wie es tatsächlich funktioniert. [Wer] ist es, der uns dazu treibt, das zu tun, was wir tun?“

Die Frage geht tiefer als das Problem, dass Trump sein Wahlversprechen „keine neuen Kriege im Ausland“ gebrochen hat. (Reuters berichtet heute, dass „die Trump-Regierung erwägt, Tausende zusätzlicher US-Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden   – während Trump über die nächsten Schritte in Bezug auf den Iran nachdenkt, zu denen auch ein Versuch gehören könnte, die Meerenge zu sichern“).

Weinstein wies in seinem Gespräch mit Tucker Carlson darauf hin, dass das US-System seit einiger Zeit (seit 1961 oder 1963) schwer beschädigt zu sein scheint: Es habe die amerikanischen Interessen nicht mehr im Blick. Tatsächlich, so argumentierte er, sei die amerikanische Regierungsführung in vielen Bereichen   – von der Finanzwelt bis zum Gesundheitswesen   – sichtbar den tatsächlichen Interessen der Amerikaner entgegengesetzt. Und der Staat habe sich seit den Ereignissen vom November 1963 in eine „verfassungsfeindliche“ Struktur verwandelt   – das genaue Gegenteil dessen, was die USA eigentlich sein sollten.

Weinstein führte diese Situation auf „etwas“ zurück, das nicht offenbart wird; etwas, das nicht sichtbar beobachtet werden kann. Er deutete auf eine „versteckte Machtstruktur“ hin, deren Kontrolle und Interessen undurchsichtig sind: „Was treibt sie an? Wer genau hält die Macht in diesem System? Wir wissen es nicht“, argumentierte er. Was waren die verborgenen Interessen, die die USA zu dieser Abfolge von Auslandskriegen im Nahen Osten trieben?

Deshalb sei die Epstein-Affäre so entscheidend, betonte Weinstein: Die wenigen veröffentlichten Details hätten ein Machtgefüge aus Geheimdiensten, Geld und Korruption gezeichnet, das auf eine unausgesprochene verfassungsrechtliche und akute Sicherheitskrise innerhalb der USA hindeute.

Die Amerikaner müssten dringend darüber informiert werden, was diese Machtstruktur ist — und was ihre Interessen sind. Und dann darüber zu diskutieren, wo die Amerikaner stehen und wie sie die Elemente zurückgewinnen können, die zu einer Wiederherstellung eines Staates führen könnten, der von den eigenen Interessen der Amerikaner regiert wird.

68 Likes∙

5 Restacks

9 Kommentare


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/da-der-iran-konflikt-aus-dem-ruder-laeuft-draengt-sich-die-frage-auf-wo-stehen-wir


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.03.2026

Nachrichten von Pressenza: Wo ist die Liebe in Zeiten des Krieges? Ein Teil davon liegt im Herzen der persischen Dichtung

aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 20. März 2026, 7:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 20.03.2026
Wo ist die Liebe in Zeiten des Krieges? Ein Teil davon liegt im Herzen der persischen DichtungAnne Farrell
Pressenza
Der Westen befindet sich im Krieg gegen die Angst. Heute schmerzt mein Herz für den Westen. Trotz unseres Kampfes gegen die Angst in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien, in Palästina und nun auch im Iran dringt die Angst…
Humanismus und Spiritualität, International, Mittlerer Osten
Der Libanon am Abgrund: Ärzte ohne Grenzen warnt wenige Stunden vor einer unmittelbar bevorstehenden israelischen Invasion vor einer extremen humanitären KriseClaudia Aranda, Montreal, Kanada
Pressenza
Es gibt keinerlei Zweifel. Was im Libanon geschieht, ist nicht das Ergebnis innerer Schwäche oder einer spontanen Krise. Es ist die direkte Folge anhaltenden militärischen Drucks, fortgesetzter Bombardierungen und von Israel verhängten Evakuierungsbefehle für ein souveränes Territorium. Es handelt sich…
Asien, Frieden und Abrüstung
Wie sich das Informationsumfeld verändert hat – und wie TFF und der Frieden an den Rand gedrängt wurdenTransnational Foundation for Peace and Future Research
Pressenza
„Wir erleben den Versuch, die relativ freien Medien des Westens und die offene demokratische Debatte über internationale Angelegenheiten abzuschaffen. Krieg ist Frieden, Aggression ist Verteidigung. Das Internet und die sozialen Medien sind nicht mehr die offene, dezentrale Öffentlichkeit, die sie…
Frieden und Abrüstung, International, Internationale Angelegenheiten, Kultur und Medien
Frieden schaffen mit immer mehr Waffen? – Vom Mythos der Abschreckung zur Notwendigkeit gewaltfreier AlternativenPressenza Muenchen, forum future economy
Pressenza
Aufrüstung und „Verteidigungsbereitschaft” sind der Stoff, aus dem die Träume der Profiteure der Rüstungsindustrie sind. Seit Jahrtausenden gilt militärische Stärke durch permanente Aufrüstung als Garant für Frieden. Doch historische Erfahrung, Klimafolgen und aktuelle Kriege erzählen eine andere Geschichte. Warum Militarismus…
Frieden und Abrüstung, Gewaltfreiheit, International
Der Krieg gegen den Iran und seine weitreichenden AuswirkungenPressenza Hannover, Transnational Institute
Pressenza
Die eskalierenden Konflikte um Iran, Gaza und den Libanon verändern die globale Machtverhältnisse. Was bedeutet das für Energiesicherheit, für die Wirtschaft und die internationale Politik? Dieses Webinar beleuchtet die umfassenderen Auswirkungen von Krieg und Imperialismus und untersucht den Widerstand in…
Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Mittlerer Osten
Ungarns Wahl zwischen Brüssel und WashingtonGERMAN-FOREIGN-POLICY.com
Pressenza
Die ungarischen Parlamentswahlen werden von einem transatlantischen Machtkampf begleitet. Die EU hofft auf einen Sieg der Oppositionspartei TISZA unter Péter Magyar, während die USA weiterhin Viktor Orbán unterstützen. Die im April bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn werden zunehmend zum Gegenstand eines…
Europa, Frieden und Abrüstung, Politik
EU-Kommission plant Ausbau der AtomenergiePressenza Hannover, Multipolar
Pressenza
EU-Kommission stellt Strategie für „innovative Nukleartechnologien“ vor / Deregulierung von Genehmigungsentscheidungen und öffentliche Unterstützung für Investoren vorgesehen / Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung: viele Sicherheitsfragen zu Strahlenschutz, Transport und Abfallentsorgung ungeklärt Brüssel / Berlin. Die EU-Kommission plant die…
Europa, Ökologie und Umwelt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie
Wer die Brandmauer brichtGERMAN-FOREIGN-POLICY.com, BRÜSSEL/BERLIN
Pressenza
Der erneute Bruch der Brandmauer im Europaparlament zeigt: Beschlüsse der EU-Staaten stehen immer öfter so weit rechts, dass sie ohne die extreme Rechte nicht mehr durchsetzbar sind. (Eigener Bericht) – Der erneute Bruch der Brandmauer im Europaparlament ist das Resultat…
Europa, Internationale Angelegenheiten, Migration, Politik, Wirtschaft
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



Weiteres: 




Wo ist die Liebe in Zeiten des Krieges? Ein Teil davon liegt im Herzen der persischen Dichtung


Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar

Screenshot_2026_03_21_at_11_30_25_Wo_ist_die_Liebe_in_Zeiten_des_Krieges_Ein_Teil_davon_liegt_im_Herzen_der_persischen_Dichtung

(Bild von Rumi - wikipedia)


pressenza.com, vom 19.03.26 - Anne Farrell

Der Westen befindet sich im Krieg gegen die Angst. Heute schmerzt mein Herz für den Westen. Trotz unseres Kampfes gegen die Angst in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien, in Palästina und nun auch im Iran dringt die Angst immer tiefer in unser Bewusstsein ein und verschließt unser Herz davor, die Schönheit anderer Kulturen zu erkennen.

Heute werden Familien in Teheran, Beirut und Tel Aviv unter einem Bombenhagel auf die Straße getrieben. Tag für Tag werden in Teheran und Beirut Schulen und Krankenhäuser bombardiert. Die Menschen leben in Angst. Sie wissen nicht, ob sie morgen warme, trockene Kleidung, Wasser und Essen für ihre Kinder beschaffen können. Sie wissen nicht, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken können.

Was trotzt der Angst? Trotz der Schatten von Angst und Hass, die unter uns umherziehen, sind Liebe, Brüderlichkeit und Freude in vielen Kulturen noch immer lebendig.

Die iranische Kultur birgt ein Wissen über Liebe, Freude und Brüderlichkeit. Meiner Meinung nach sollten die iranischen Führer sich von den großen persischen Dichtern inspirieren lassen, anstatt gegen die Angst anzukämpfen, die „wir“ Menschen im Westen vor ihnen haben. Darüber hinaus sollten „wir“ Menschen im Westen mehr über diese außergewöhnliche, jahrtausendealte Kultur erfahren.

Anstatt die Gesetze zu verschärfen und Regimekritiker zu bestrafen, sollten sich die iranischen Führer von der universellen Botschaft der großen Dichter der persischen Kultur inspirieren lassen.

Die iranische Kultur ist einzigartig. Im Laufe ihrer Geschichte hat der Iran viele große Dichter hervorgebracht, die die Gesellschaft, die Spiritualität und die Philosophie geprägt haben.

Als ich noch Studentin war, hatte ich die Gelegenheit, Zeit mit iranischen Freunden zu verbringen. Mehrfach nahm ich an Abenden mit iranischen Dichterlesungen teil. Ich erinnere mich noch recht gut an diese Momente, da mich die Schönheit einiger Texte zutiefst beeindruckt hat.

Tatsächlich spielt die persische Dichtung eine grundlegende Rolle in der iranischen Kultur. Die Dichtung ist für das iranische Volk ein lebendiger Bestandteil des Alltags. Die Iraner zitieren in Gesprächen spontan die großen Dichter und nutzen die Dichtung, um ihre tiefsten Gefühle auszudrücken.

Die persische Ästhetik, die eng mit der Poesie verbunden ist, zeichnet sich durch eine Harmonie zwischen Form und Inhalt, eine tiefe Verbindung zwischen Sprache und Ausdruck sowie das Streben nach Schönheit und Weisheit aus.

Universelle Themen der persischen Dichtung (Quelle)

Die persische Dichtung zeichnet sich durch die Tiefe ihrer Themen aus, in denen sich Liebe, Spiritualität, Philosophie und Humanismus vereinen.

1. Liebe

Ob irdisch oder göttlich – die Liebe steht im Mittelpunkt fast aller persischen Dichtung. Die Geliebte, oft idealisiert, verkörpert mal einen Menschen, mal eine Metapher für das Göttliche. Hafez’ Ghazals verkörpern diese faszinierende Mehrdeutigkeit, in der sich fleischliche Leidenschaft mit mystischer Ekstase verbindet.

2. Spiritualität und Sufismus

Viele persische Dichter standen unter dem Einfluss des Sufismus, einer mystischen Strömung innerhalb des Islam, die die Vereinigung der Seele mit Gott propagiert. Rumi, Attar und Sanai verfassten Gedichte von außergewöhnlicher spiritueller Intensität, in denen sie die universelle Liebe und die Auflösung des Egos besangen.

3. Die Vergänglichkeit des Lebens

Die persische Dichtung betont die Vergänglichkeit der Welt, die Zerbrechlichkeit des Daseins und die Bedeutung, den gegenwärtigen Augenblick zu genießen. In seinen Vierzeilern sinniert Omar Khayyam über das Vergehen der Zeit, die Eitelkeit menschlichen Strebens und die Weisheit, den Tag zu nutzen.

4. Natur und Wein

Persische Dichter beschreiben Gärten, Blumen, Flüsse und Wein oft als Symbole für Schönheit, Genuss und Freiheit. Diese Bilder dienen auch als philosophische oder spirituelle Metaphern.

Große persische Dichter

Omar Khayyam (1048–1131)

Der Mathematiker, Astronom und Dichter Omar Khayyam ist vor allem für seine Rubāʿīyāt (Vierzeiler) bekannt. In seinen Werken, die oft von Skepsis und Hedonismus geprägt sind, hinterfragt er das Schicksal, die Religion und den Sinn des Lebens.

Ferdowsi (940 – 1020)

Ferdowsi, der Verfasser des Schāhnāme („Buch der Könige“), ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der persischen Literatur. Dieses monumentale Epos, das aus über 50.000 Verspaaren besteht, nimmt einen zentralen Platz in der Kulturgeschichte des Iran ein. Mit seinem Werk trug Ferdowsi entscheidend dazu bei, die persische Sprache, Kultur und Identität in einer Zeit zu bewahren, die durch den wachsenden Einfluss des Arabischen geprägt war.

Jalal ad-Din Rumi (1207–1273)

Jalal ad-Din Muhammad Rumi, ein Sufi-Mystiker und universeller Dichter, auch bekannt als Mowlana oder Molavi, gilt nach wie vor als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der persischen Literatur und Spiritualität. Sein Werk überwindet Jahrhunderte und Grenzen, und seine Gedichte, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, gehören heute zu den meistgelesenen der Welt, insbesondere im Westen.

Saadi (1210–1292)

Saadi aus Schiraz, der Verfasser von „Bustan“ („Der Obstgarten“) und „Golestan“ („Der Rosengarten“), gilt als einer der größten Meister der persischen Weisheitsliteratur und poetischen Prosa. Seine von Menschlichkeit und Moral geprägten Maximen werden bis heute sowohl im Osten als auch im Westen zitiert und bewundert.

Hafez (1325–1390)

Hafez gilt als der größte Lyriker der persischen Literatur und ist vor allem für seine Ghazale bekannt, in denen sich Sinnlichkeit, Mystik und Ironie auf einzigartig subtile Weise vermischen. Im Iran ist sein „Divan“ noch immer in den meisten Haushalten zu finden und wird oft als wahres literarisches Orakel herangezogen.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Anja Schlegel vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!


Info: https://www.pressenza.com/de/2026/03/wo-ist-die-liebe-in-zeiten-des-krieges-ein-teil-davon-liegt-im-herzen-der-persischen-dichtung/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Andreas Mylaeus: Ein epochaler Umbruch bahnt sich an

Screenshot_2026_03_20_at_11_36_52_Seniora.org_Andreas_Mylaeus_Ein_epochaler_Umbruch_bahnt_sich_an


seniora.org, 19. März 2026, 18. 03. 2026 Von Andreas Mylaeus - übernommen von forumgeopolitica.com, Andreas Mylaeus

Die Kontrolle über die Strasse von Hormus kann zum Ende der auf Schulden basierten Herrschaft der Finanzoligarchien aus der Londoner City und der Wallstreet führen.

Screenshot_2026_03_20_at_11_39_09_Seniora.org_Andreas_Mylaeus_Ein_epochaler_Umbruch_bahnt_sich_an
Evangelium nach Matthäus (21,12  –13): Jesus ging in den Tempel hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel kauften und verkauften, und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenverkäufer. Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: „Mein Haus soll ein Haus des Gebets heißen“; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.

Einleitung

Wer sich mit der gegenwärtigen Weltlage beschäftigt, greift sich an den Kopf: Der angelsächsische „Knüppel aus dem Sack“ lässt sich schon wieder in einen Krieg hineinziehen, in dem er nur verlieren kann. In der Ukraine trifft er bereits auf einen Gegner, der ihm zeigt, wie es um seine realen Machtentfaltungsmöglichkeiten steht und jetzt reibt er sich verwundert die Augen, wie es möglich sein kann, dass die „Untermenschen“ in Persien angesichts der anrückenden Armada der USA nicht freiwillig kapitulieren und sich in die Knechtschaft begeben.

Angesichts der tatsächlichen Kräfteverhältnisse (technologischer Stand der iranischen Rüstung im Bereich von ISR und Raketentechnik, topologische und demographische Verhältnisse des Landes Iran, die Geschlossenheit und Entschlossenheit des iranischen Volkes und die tatkräftige Hilfe sehr mächtiger Kräfte (wie Russland und China) haben viele rationale Militärberater USreal gewarnt, dass dieser in jeder Hinsicht völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran zu gewaltigen Rückschlägen bei ihrem Plan, die Region weiter zu unterjochen, führen wird.


Screenshot_2026_03_20_at_11_41_27_Seniora.org_Andreas_Mylaeus_Ein_epochaler_Umbruch_bahnt_sich_an
Die Faktenlage damals wie heute: viel Rauch und fromme Wünsche.


Man fühlt sich an Herodot erinnert, der berichtet, Kroisos (nomen est omen), der König von Lydien (ca. 595  –546 v. Chr.), habe vor dem Angriff auf das Perserreich unter Kyros II die Prophezeiung des Orakels von Delphi erfragt: „Soll ich gegen das persische Reich in den Krieg ziehen?“ Die Antwort des Orakels sei gewesen: „Wenn du den Fluss Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören.“ Kroisos hat den zweideutigen Orakelspruch nach seinem eigenen Wunsch interpretiert. Aber im Ergebnis wurde Lydien von Persien erobert und nicht umgekehrt.

Screenshot_2026_03_20_at_11_42_14_Seniora.org_Andreas_Mylaeus_Ein_epochaler_Umbruch_bahnt_sich_an
Das heutige Ergebnis könnte für den Westen bald ähnlich sein.

Warum dieser Krieg und warum jetzt?

Zu Grund und Zeitpunkt dieses Krieges USraels gegen den Iran gibt es zahlreiche Theorien. Wir wollen hier eine weitere Nuance hinzufügen.

Viele haben zutreffend klargestellt, dass die Propaganda-Begründungen für die Militärschläge gegen den Iran nicht stichhaltig sind: Weder stellt der Iran militärisch eine Gefahr für den Westen oder gar für die USA dar   – seine militärische Ausrüstung ist rein defensiver Natur. Noch ist der Iran Exporteur terroristischer Angriffe auf den Westen. Soweit er die Hisbollah, Ansarallah im Jemen, irakische Milizen oder andere unterstützt, handelt es sich dabei nicht um Terroristen, sondern um Befreiungskräfte, die sich gegen die Kolonisierung ihrer Länder wehren, die vom Westen ausgeht. Die Argumentation, die USA hätten den Iran präemptiv angreifen müssen, weil bei einem erwarteten Gegenangriff des Iran gegenüber einer bevorstehenden israelischen Aggression auch amerikanische Soldaten in den Basen in der Region angegriffen werden würden, ist in sich widersprüchlich und völlig konfus. Ein israelischer Angriff auf den Iran ist nur mit amerikanischer Erlaubnis möglich. Von Selbstverteidigung der USA kann keine Rede sein. All diese „Begründungen“ sind offensichtlich an den Haaren herbeigezogen.

Aber in dieser geostrategischen Welt geschieht nichts zufällig. Was ist also wirklich los?

Erklärungsansätze

Brian Berletic hat in seinem Blog The New Atlas am 12.02.2026 zu Recht darauf hingewiesen, dass die Planungen für diesen Krieg schon seit Jahrzehnten vorliegen. Auch dass die USA Israel vorschicken, um ihm dann „zu Hilfe zu kommen“, wurde so geplant. Die Entscheidung, den Iran anzugreifen, sei bereits seit Jahrzehnten verankert. Sobald der Iran in den 1970er Jahren das amerikanische Marionettenregime gestürzt habe, seien die USA entschlossen, dies rückgängig zu machen. Und genau das verfolgten sie seitdem. Und genau das sei es, was die Entscheidungen der Trump-Regierung derzeit leite. Sie träfe diese nicht jetzt plötzlich neu. Diese Administration sei vielmehr zufällig das politische Gesicht der Kontinuität der Agenda zum jetzigen Zeitpunkt. Berletic bezieht sich dabei, wie auch schon bei früheren Gelegenheiten, auf die entsprechenden Strategiepapiere der amerikanischen Thinktanks. Wir haben diese Kontinuität der Agenda in unserem dreiteiligen Artikel „National Security Strategy   – Verbalkosmetik und keine Richtungsänderung“ im einzelnen dargestellt (Teil I, Teil II, Teil III).

Am 5.3.2026 hat Wolfgang Bittner in unserem Blog auch noch einmal auf das legendäre Interview des Viersternegenerals Wesley Clark mit Democracy Now! von 2007 hingewiesen, in dem der Iran als das siebte Land auf der Liste zu zerstörender Länder im Mittelmeerraum verzeichnet sei. Clark sagte, es habe unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Plan für Regimewechsel und Kriege im Nahen Osten und in Afrika gegeben. Gelistet waren neben Afghanistan sieben weitere Länder: der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und letztlich der Iran. Die Interventionen gegen sechs dieser Länder wurden nach und nach „abgearbeitet“, nur der Iran war noch übrig geblieben, und dieser Krieg werde nach Jahren der Intrigen, Hetze und Sanktionen jetzt nachgeholt.

Diese Liste stammte von Donald Rumsfeld (bis Dezember 2006 Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten unter Präsident George W. Bush) und Paul Wolfowitz (unter George H. W. Bush stellvertretender Verteidigungsminister für internationale Sicherheitspolitik   – „Deputy Secretary of Defense for Policy“; in den 1980er-Jahren war er Stabschef im Pentagon unter Verteidigungsminister Caspar Weinberger. Außerdem hatte er mehrere Positionen im Nationalen Sicherheitsrat der USA).

Der Colonel im Ruhestand der US Armee und frühere Chief of Staff State Department unter Aussenminister Colin Powell, Lawrence Wilkerson, hat im Gespräch mit Nima R. Alkhorshid (Dialogue Works) am 10.3.2026 darauf hingewiesen, dass bereits Winston Churchill ein intensiver Befürworter der zionistischen Bewegung war. Dieser sah in der Schaffung einer jüdischen Kolonie in Palästina eine Chance, britische Interessen im Nahen Osten zu entfalten und gleichzeitig die jüdische Diaspora politisch zu gewinnen. Infolge seiner engen Kontakte zu US-Politikern, insbesondere zu Präsident Harry S. Truman, war er in der Lage, das politische Klima in den USA hinsichtlich des Mandatsgebiets Palästina zu beeinflussen. Auch hier sieht Wilkerson über diesen historischen Kontext hinaus eine Kontinuität der Agenda   – allerdings dieses Mal nicht nur aus den USA. Er benennt in diesem Gespräch Ross und Reiter bezüglich der eigentlichen Verursacher der gegenwärtigen Kriegstreiberei in Westasien. Es sind die „üblichen Verdächtigen“, die ein Interesse an der Destabilisierung haben: Die Kredithai-Oligarchie in London und anderswo. Und auch dort taucht immer wieder der Name Rothschild auf.

Rothschild-Geschäftsmodelle

Eigentlich lassen sie sich auf eine recht einfache Formel bringen. Schon zu allen Zeiten hatten Möchtegern-Potentaten ein Problem: Um ein Militär zur Machtentfaltung aufzustellen, haben sie produktive Teile der Bevölkerung zu unproduktiven Kriegern gemacht (oder Söldner eingekauft), die nichts zur Realwirtschaft ihres Landes beigetragen haben. Diese mussten ausgerüstet, untergebracht und ernährt werden   – auf Kosten der restlichen Bevölkerung. Diese Ausrüstung, Unterbringung und Ernährung war kostspielig (Napoleon: „Eine Armee marschiert auf ihrem Magen.“). Die Steuern haben dafür nicht ausgereicht. Was tun?

Die Herren vom Rothen Schild waren gerne behilflich. Aber natürlich nicht umsonst. Zuerst nimmt sich der Wohltäter ein Disagio. Er zahlt also nur einen Teil des Nennbetrags eines Kredits aus   – z. B. 90 %   – der Rest (10 %) wird einbehalten. Der Kreditnehmer muss aber Zinsen auf den vollen Nennbetrag zahlen. Und dann stellt sich die Frage der Sicherheiten. Also verpfändet der Möchtegern-Potentat alle seine Ressourcen an den Kredithai. Weil er natürlich den Kredit nicht zurückzahlen kann (was seitens des Kredithais von Anfang an einkalkuliert war), gehören anschliessend dem Kredithai alle Ressourcen des Landes (einschliesslich der Produktivkräfte wie die Arbeitsfähigkeit der Menschen, deren Fachkenntnisse, Ausbildung, Erfahrung und Geschicklichkeit, sowie die Organisation der Arbeit des Landes) auf alle Zeiten   – und natürlich laufen die Zinsen weiter.

Nach der pro domo Familiengeschichte des seinerzeit dafür angestellten und bezahlten Historikers Niall Ferguson („Die Geschichte der Rothschilds   – Propheten des Geldes“, Band I und II; englisches Original: „The House of Rothschild   – Money’s Prophets   – I, II“) war genau dies ursprünglich deren hauptsächliches Geschäftsmodell.

„Alle modernen Kriege sind ein Wettstreit der Geldbeutel.“

(Henry Dudas zu William Pitt am Anfang der Kriege gegen das revolutionäre Frankreich   – zitiert von Niall Ferguson, Geschichte der Rothschilds, Band I, S. 109)

Ganz deutlich wird dies etwa an dem Aufstieg Nathan Rothschilds zu Anfang des 19. Jahrhunderts, wo er die wichtigste „Geldleitung“ zwischen der britischen Regierung und den Schlachtfeldern des Kontinents war, auf denen in den Jahren 1814 und 1815 das Schicksal Europas entschieden wurde (Niall Ferguson, a.a.O., S. 111 ff.).

Es lohnt, sich dieses opus magnum von Ferguson im Detail zu Gemüte zu führen   – man kann darin trotz all der beschönigenden Auslassungen und Schönfärbereien (insbesondere wenn es um die heutige Zeit geht) viel Wichtiges erfahren, was die heutige Weltlage zu erklären hilft   – so etwa, dass der Kreditgeber natürlich nicht unbedingt sein eigenes Geld verleihen muss. Im Gegenteil: es hilft für die Risikostreuung, wenn man das Geld anderer verleiht   – es genügt, wenn man sich als Schaltstelle im „Geldmarkt“ etablieren kann. Das führt neben der wichtigen Anonymisierung („der Geldmarkt“ statt Namen und Adressen), zu zusätzlichen Profiten: Die Zinsen, die man vom Schuldner bekommt, reicht man nur zum Teil an die Endgläubiger weiter. Ausserdem kann man auch mit den Staatsanleihen aller Seiten handeln und sie günstig einkaufen und teuer weiter verkaufen.

Hilfreich ist in diesem Zusammenhang natürlich ein weltweites Informationsnetzwerk, das diejenigen der Einzelstaaten in den Schatten stellt   – der „neutrale“ Kreditor, der alle Seiten bedient, erhält auch von allen Seiten die notwenigen Informationen (Diskretion ist selbstredend Bedingung). Wie dieses private Geheimdienstwerk entstanden ist, kann man ebenfalls dem vorgenannten Werk entnehmen. Da wundert es einen dann nicht mehr, dass ein gewisser Herr Epstein mit den Geheimdiensten aller Seiten auf bestem Fusse stand, dass ein gewisser Herr Macron bei Rothschild & Co angestellt und ein gewisser Herr Merz von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Asset Management Deutschland war.

Screenshot_2026_03_20_at_11_43_34_Rothschild_Wappen.jpg_JPEG_Grafik_800_452_Pixel_

Dieses nachstehende Bild sagt mehr als tausend Worte. (Im Bildungsbürgertum heisst es: „Man zeigt nicht mit einem nackten Finger auf angezogene Leute.“)


Screenshot_2026_03_20_at_11_44_37_Seniora.org_Andreas_Mylaeus_Ein_epochaler_Umbruch_bahnt_sich_an
Wer sagt hier wem wie der Hase läuft? (Sir Evelyn Rothschild mit King Charles) Motto: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ (deutsche Volksweisheit)


Der ärgste Feind der globalen Kredithaie

Man sieht an der kurzen Darstellung der verzweigten Geschäftsmodelle dieser Kredithaie, dass sie ganz fundamental darauf angewiesen sind, Staaten oder deren Machthaber zu finden, die bereit sind, sich auf Dauer am „Geldmarkt“ zu verschulden   – wie etwa Deutschland derzeit mit seinen sogenannten „Sondervermögen“. Wenn aber wichtige Staaten dazu übergehen, eine souveräne (d.h. auf Dauer nicht auf Schulden angewiesene) Realwirtschaft zur Versorgung seiner jeweiligen Bevölkerung zu schaffen, gräbt dies den Kreditoren das Wasser ab. Hier sehen wir also einen der wichtigsten Gründe für die Kriege sowohl in der Ukraine und jetzt auch gegen den Iran: Russland, China und der Iran sind für die Blutsauger nicht zugänglich. Also müssen sie unter die Knute gezwungen werden, bevor sich deren auf souveräne Realwirtschaft ausgerichtete Politik weltweit ausbreitet.

Ein historisches Beispiel dafür, wie dieser Machtkampf zwischen Finanzweltwirtschaft und Realwirtschaft zu Gunsten des eigenen Volkes „erfolgreich“ geführt wurde, ist die USA.

Das Beispiel USA

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Vereinigten Staaten von Amerika die mit Abstand grösste Gläubigernation der Welt. Heute sind sie dagegen die grösste Schuldnernation. Die Finanz-Oligarchen können also sagen: Mission accomplished.

Dieser Wandel entstand schrittweise über mehrere wirtschaftliche und politische Entwicklungen und aufgrund entsprechender Entscheidungen der heimischen Akteure. Nach 1945 hatten die USA eine einzigartige Position: Europa und Japan waren durch den Krieg zerstört, die USA besassen etwa die Hälfte der weltweiten Industrieproduktion, sie hielten den grössten Teil der weltweiten Goldreserven, viele Länder schuldeten ihnen Geld. Mit dem internationalen Bretton-Woods-System (1944) wurde der Dollar zur zentralen Weltwährung. Andere Währungen waren an den Dollar gebunden, und der Dollar wiederum an Gold. Damit konnten die USA internationale Kredite vergeben und finanzierten Programme wie den Marshallplan.

Ab den 1960er Jahren begannen strukturelle Veränderungen: hohe Kosten des Vietnamkriegs (bereits der Korea-Krieg spielte hier eine Rolle), grosse Sozialprogramme der Regierung von Lyndon B. Johnson. Zunehmende Auslandsinvestitionen amerikanischer Unternehmen führten dazu, dass mehr Dollar ins Ausland flossen, als durch Exporte zurückkamen.

1971 sah sich Präsident Richard Nixon aufgrund der bereits aufgelaufenen horrenden Staatsverschuldung gezwungen, die Goldbindung des Dollars zu beenden. Damit zerbrach das Bretton-Woods-System und infolge dessen wurde der Dollar eine reine Papierwährung. Die USA konnten nun wieder wesentlich leichter Defizite finanzieren. Andere Länder hielten weiterhin Dollarreserven, weil der Dollar Weltleitwährung blieb.

In den 1980er Jahren unter Präsident Ronald Reagan kam es zu grossen Steuersenkungen und stark steigenden Militärausgaben. Dadurch wuchs die Staatsverschuldung erneut stark an. Gleichzeitig verstärkte sich das dauerhafte Handelsdefizit: Die USA importierten mehr, als sie exportierten. Die Differenz wurde finanziert durch Kapitalzuflüsse aus Europa und später besonders aus Japan und China, weil diese Länder in grossen Mengen weiterhin US-Staatsanleihen kauften.

Bereits seit den 1950er Jahren begann eine später in verschiedenen Wellen (etwa in der Rezession der 1970er Jahre) zunehmende Globalisierung und Deindustrialisierung. Viel Industrieproduktion verlagerte sich ins Ausland, zuerst nach Mexiko und dann nach China und Südostasien. Die USA wurden von einer Realwirtschaft zu einer fast ausschliesslichen Finanzwirtschaft.

Der Aufstieg des Finanzkapitals in den 1970er und besonders in den 1980er Jahren (nicht nur in den USA) bedeutete, dass Gewinne und Macht zunehmend nicht mehr aus der Produktion von Waren, sondern aus Finanztransaktionen, Kredit, Börsenhandel und Kapitalbewegungen entstanden. Begünstigt wurde dies etwa durch die politischen Entscheidungen unter Präsident Ronald Reagan, indem viele Beschränkungen für Banken und Kapitalbewegungen aufgehoben wurden (Lockerung der Bankregulierungen, Aufhebung vieler Kapitalverkehrskontrollen, Liberalisierung der Börsenmärkte. Dadurch konnte Kapital viel leichter international investiert werden. Große Finanzinstitutionen wie Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley u.a. begannen weltweit zu investieren. Institutionen wie der International Monetary Fund und die World Bank förderten weltweit Liberalisierung und Kapitalfreiheit.

Entscheidende Treiber dieser Entwicklung waren unter anderem diese beiden Herren:

Screenshot_2026_03_20_at_11_46_07_Jack_und_David_2012.jpg_JPEG_Grafik_800_819_Pixel_Skaliert_68_
Philanthropen unter sich: Lord Jacob Rothschild, vierter Baron Rothschild, und David Rockefeller in der Bibliothek im Stadthaus von David Rockefeller in New York, Mai 2012 (Foto von Annie Leibovitz)


Sie trugen massgeblich dazu bei, dass die USA ihre wirtschaftliche Souveränität verloren. Sie waren nun vollständig unter der Kontrolle der „Finanzmärkte“   – und mit ihnen der gesamte kollektive Westen, der dieses System nicht nur bereitwillig übernommen, sondern nach Kräften gefördert und ausgebaut hat, bis hin zu seiner eigenen Deindustrialisierung.

Der Dollar als Weltwährung

Trotz allem blieb der Dollar weiterhin die wichtigste Weltwährung. Viele Länder investieren noch immer   – wenn auch in deutlich abnehmender Menge   – ihre Exportüberschüsse in US-Staatsanleihen.

Der „Finanzmarkt“ (wer war das gleich wieder?) sorgte dafür, dass die zunehmend wertlosen Staatsanleihen gekauft wurden. Viele Banken und Finanzinstitutionen weltweit müssen oder wollen nämlich US-Staatsanleihen halten, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen. So legt etwa das Basel-System, ein internationales Regelwerk für Banken, fest, wie viel Eigenkapital und Liquidität Banken zur Absicherung ihrer Risiken halten müssen. Das öffentlich verkündete Ziel sei es, Bankenkrisen zu verhindern und das Finanzsystem stabiler zu machen.

In den Regelwerken Basel I, Basel II und Basel III werden Vermögenswerte einer Bank nach ihrem Risiko gewichtet. Für viele Staatsanleihen hoch bewerteter Staaten   – insbesondere der USA   – gilt Risikogewicht ≈ 0 %. Das bedeutet, eine Bank kann große Mengen an United States Treasury Securities halten, ohne dafür zusätzliches Eigenkapital hinterlegen zu müssen. Im Gegensatz dazu müssen Banken für Unternehmens- oder Privatkredite Eigenkapital vorhalten. Deshalb sind US-Staatsanleihen für Banken regulatorisch sehr attraktiv. Wohlgemerkt: das Risikogewicht ≈ 0 % für solche Schuldpapiere hat keinen realwirtschaftlichen Hintergrund   – im Gegenteil. Wer aufgrund fehlender Produktivität seine Schulden nicht zurückzahlen kann, müsste eigentlich als absoluter Risikoschuldner gelten. „Der Finanzmarkt“ schafft es also durch seine Regularien und seine Propaganda, eine solche Luftnummer als Realwert zu verkaufen. Nur so entsteht eine dauerhafte Nachfrage nach US-Staatsschulden.

Screenshot_2026_03_20_at_11_48_07_Seniora.org_Andreas_Mylaeus_Ein_epochaler_Umbruch_bahnt_sich_an
Henry Kissinger und Prinz Fahd von Saudi Arabien am 8. Juni 1974 in Washington


Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang der Petrodollar. Nachdem Saudi Arabien den USA am 8. Juni 1974 versprochen hatte, dass Öl in Westasien nur in Dollar gehandelt werden durfte, mussten sich alle Länder der Welt, die für ihre Energieversorgung mit Öl versorgen mussten, sich zuerst Dollar verschaffen, um Öl kaufen zu können. Damit wurde bis heute die Bonität der Schuldnernation USA weitgehend gesichert.

Profiteure und Strippenzieher gleichzeitig

Welchen Sinn haben diese Staatsschulden (abgesehen davon, dass damit der Staatsapparat   – will sagen, das politische Personal, das den Staat organisiert   – bezahlt wird)?

Für das letzte vollständig abgeschlossene Haushaltsjahr (FY 2025) der USA lässt sich folgendes relativ gut abschätzen: Die Staatseinnahmen lagen bei etwa 5,23 Billionen US-Dollar. Die Zinszahlungen auf die Staatsschuld lagen bei etwa 970 Milliarden US-Dollar. Der Anteil der Einnahmen für den Schuldendienst (nur Zinsen   – ohne Tilgung!) betrug somit rund 18  –19 % der gesamten US-Staatseinnahmen. Und wer bekommt diese Gelder?

Damit sind wir wieder bei dem Geschäftsmodell, das Niall Ferguson auf etwa 1.200 Seiten der Hofbiographie der Familie Rothschild ausführlich darstellt. Und wir sind gleichzeitig auch bei der alten deutschen Volksweisheit: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ Das Erpressungspotential seitens der Kredithaie gegenüber der politischen Klasse   – jetzt oft als Epstein-Klasse bezeichnet   – ist praktisch grenzenlos. Dieses wird nicht nur von Leuten wie der Casino-Magnatin Adelson genutzt, die vermutlich Präsident Trump jedenfalls teilweise mit ihrem Geld unter Druck setzen kann. Auch AIPAC & Co, die den amerikanischen Kongress steuern, machen reichlich Gebrauch davon. Letztlich betrifft dies aber auch die Staatsfinanzen insgesamt. Man muss sich nur das alljährliche Spektakel um den jeweiligen „United States federal government shutdown“ ansehen, wo erbittert um die jeweiligen Pfründe gerauft wird. Gleichzeitig ist aber auch   – wie erwähnt   – der gesamte westliche Banksektor davon betroffen.

Ein wirklicher Politikwechsel ist in den betroffenen Ländern kaum denkbar, solange dieses globale Erpressungssystem funktioniert.

Ein Gespenst geht um im kollektiven Westen (frei nach Marx und Engels)

Der berühmte Anfang des Das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels lautet: „Ein Gespenst geht um in Europa   – das Gespenst des Kommunismus.“ Der erste Absatz geht so weiter: „Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet: der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.“

Heute heisst das Gespenst nicht Kommunismus, sondern souveräne Realwirtschaft nach dem Modell von BRICS.

Bekanntlich ist die BRICS-Gruppe ein Bündnis aufstrebender Volkswirtschaften, das eine multipolare Weltordnung anstrebt und als Gegengewicht zum westlichen System fungiert. Ursprünglich aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika bestehend, wurde die Gruppe zum 1. Januar 2024 erweitert und umfasst nun auch Ägypten, Äthiopien, den Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, sowie seit 2025 Indonesien. Sie repräsentieren über 45% der Weltbevölkerung und einen signifikanten Anteil der globalen Wirtschaftsleistung   – Tendenz steigend.

Screenshot_2026_03_20_at_11_49_04_statista_BRICS.jpeg_JPEG_Grafik_800_800_Pixel_Skaliert_69_

Die Türkei hat am 3. September 2024 die BRICS-Mitgliedschaft beantragt.


Zu den weiteren Interessenten gehören:  Aserbaidschan,  Bangladesch,  Bahrain,  Burkina Faso,  El Salvador,  Gabun,  Irak,  Kamerun,  Kolumbien,  Demokratische Republik Kongo,  Republik Kongo,  Komoren,  Kuwait,  Laos,  Libyen,  Mali,  Myanmar,  Nicaragua,  Nordkorea,  Pakistan,  Palästina,  Senegal,  Simbabwe,  Sri Lanka,  Südsudan,  Syrien,  Tunesien,  Venezuela,  Zentralafrikanische Republik.

Was all diese Länder anzieht, ist das Konzept von BRICS, denn der Gedanke der nationalen Souveränität   – auch in wirtschaftlicher Hinsicht   – ist ein zentraler Bestandteil der Selbstdarstellung der BRICS. In ihren Gipfelerklärungen wird immer wieder betont, dass Staaten ihre wirtschaftliche Entwicklung eigenständig und ohne äußeren Druck gestalten können sollen.

So heisst es etwa in der BRICS-Johannesburg-Erklärung (2023):

„Wir bekräftigen unser Bekenntnis zu den Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, einschließlich der Souveränität, territorialen Integrität und politischen Unabhängigkeit aller Staaten. Wir betonen die Bedeutung einer gleichberechtigten und inklusiven internationalen Ordnung, in der alle Länder ihre eigenen Entwicklungswege entsprechend ihren nationalen Gegebenheiten verfolgen können.“
BRICS-Johannesburg-Erklärung (2023)

Ein weiterer Teil betont ausdrücklich wirtschaftliche Aspekte:

„Wir unterstützen eine offene Weltwirtschaft, die allen Ländern ermöglicht, ihre nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Transformation zu erreichen, und wir wenden uns gegen einseitige wirtschaftliche Maßnahmen, die nicht mit internationalem Recht vereinbar sind.“
BRICS-Johannesburg-Erklärung (2023)

Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Transformation bedeuten in diesem Zusammenhang, dass die humanen und die materiellen Ressourcen eines Landes real für die Versorgung der eigenen Bevölkerung dienen und nicht als Tribute an irgendwelche Kolonialherren und Kredithaie gehen.


Screenshot_2026_03_20_at_11_50_56_New_Development_Bank_HQ_Shanghai.jpg_JPEG_Grafik_800_1200_Pixel_Skaliert_46_
New Development Bank Headquarter in Shanghai


Die wirtschaftliche Souveränität setzt alternative Finanzstrukturen voraus. So dient etwa die New Development Bank dazu, Projekte ohne Weltbank oder IWF zu finanzieren. Nationale Währungen werden zunehmend mehr im Handel verwendet. Eigene Zahlungssysteme und Finanzmechanismen werden entwickelt, wie etwa das Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) des BRICS Partners China.

Die Länder sollen die Kontrolle über ihre wirtschaftliche Entwicklung selbst ausüben und sie sollen das Recht haben, ihre Wirtschaftspolitik selbst festzulegen, eigene Industrie- und Entwicklungsstrategien zu verfolgen und ihre Rohstoffe und Märkte eigenständig zu regulieren.

Das richtet sich indirekt gegen die sogenannte Regelbasierte Ordnung des Westens, bei der die „Spielregeln“ wie etwa der Washington Consensus immer so angepasst und geändert werden, wie es den Kolonialherren passt. Regeln oder Institutionen, die als Einschränkung dieser Handlungsspielräume gesehen werden. So fordert die BRICS regelmäßig Reformen vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der internationalen Finanzregeln, weil die Schwellenländer dort zu wenig Einfluss auf Entscheidungen hätten, die ihre Wirtschaft betreffen. In BRICS-Dokumenten findet sich auch Kritik an Maßnahmen wie einseitigen Sanktionen, politischem Druck über Finanzsysteme und extraterritoriale Wirtschaftsgesetze. So wird die BRICS zur Stimme des Globalen Südens und zu einer Plattform für gleichberechtigte wirtschaftliche Zusammenarbeit   – all dies als Gegenmodell zu einer einseitig von den westlichen Kredithaien dominierten Weltwirtschaftsordnung.

Kein Wunder, dass die bisherigen Kolonialherren diese Entwicklung wie ein aufziehendes Gespenst fürchten und alles in ihrer Macht Stehende tun, um BRICS   – und vor allem deren zentrale Pfeiler Russland, China und Iran   – zu schwächen oder nach Möglichkeit ganz aus dem Spiel zu nehmen, wenn sie sie schon nicht übernehmen können.

Wollte MAGA aus dem Teufelskreis aussteigen?

Kluge und sehr gut informierte Menschen wie etwa //www.youtube.com/@AlexKrainerOfficial">Alex Krainer haben die Theorie begründet, dass es innerhalb der Trump-Administration (und in den hinter ihr die Fäden ziehenden Kreisen) Kräfte gab und gibt, die den bevorstehenden Niedergang des bisherigen von Schuldenwirtschaft geprägten Finanzsystems sehen und versuchen, aus diesem Teufelskreis auszusteigen. Die ursprüngliche Programmatik von Donald Trumps Slogan Make America Great Again (MAGA) war stark auf eine Stärkung der Realwirtschaft ausgerichtet   – zumindest in der wirtschaftspolitischen Rhetorik und in mehreren zentralen Maßnahmen der ersten Amtszeit (2017  –2021). Dabei ging es vor allem um Industrie, Produktion, Infrastruktur und Arbeitsplätze im Inland, also Bereiche der Realwirtschaft im Gegensatz zur Finanzspekulation.

Ein Kernpunkt war die Rückholung von Industrieproduktion in die USA und die Kritik an der Deindustrialisierung seit den 1980er Jahren. Es sollten Anreize für Unternehmen geschaffen werden, wieder in den USA zu produzieren. Die MAGA-Strategie stellte sich rhetorisch ausdrücklich gegen die Globalisierung der 1990er und 2000er Jahre und griff ältere amerikanische wirtschaftspolitische Traditionen wie etwa Alexander Hamiltons Industrieförderung (18. Jh.), Wirtschaftsnationalismus und Protektionismus auf.

Verwiesen wird in diesem Zusammenhang etwa auf die Rede von Donald Trump in Riad (Saudi-Arabien), die er bei einem Gipfeltreffen mit arabischen und muslimischen Staatschefs gehalten hat. Besonders bekannt ist die Rede beim Arab Islamic American Summit am 21. Mai 2017 in Riyadh. Darin kritisierte er zwar nicht direkt „Globalisierung“ als Begriff, aber die westliche Interventions- und Nation-Building-Politik, die er mit dem globalistischen Ansatz der USA seit den 1990er Jahren verband.

Am 14.02.2026 hat der amerikanischen Aussenminister Marco Rubio an der Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten, in der neben unglaublich konfusen Sprüchen über die Wiedererrichtung einer neokolonialistischen Welt dort aber auch kritische Untertöne hinsichtlich der bisherigen Globalisierung enthalten waren:

„In dieser Illusion (wir würden in einer Welt ohne Grenzen leben) akzeptierten wir eine dogmatische Vorstellung von völlig freiem Handel   – selbst während andere Länder ihre Märkte schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten. Das führte dazu, dass Fabriken geschlossen wurden, große Teile unserer Gesellschaft deindustrialisiert wurden, Millionen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert wurden, kritische Lieferketten in die Hände von Rivalen und Gegnern gelangten.“
(...)
„Die Deindustrialisierung war nicht unvermeidlich.
Sie war eine bewusste politische Entscheidung   – ein jahrzehntelanges wirtschaftliches Projekt, das unsere Nationen ihres Reichtums, ihrer Produktionsfähigkeit und ihrer Unabhängigkeit beraubt hat.
Der Verlust unserer Kontrolle über Lieferketten war nicht das Ergebnis eines gesunden globalen Handelssystems.
Es war eine törichte und freiwillige Transformation unserer Wirtschaft, die uns abhängig gemacht hat.“
Marco Rubio, 14.2.2026 in München

Es ist kein Zufall, das diese Passage der Rede in der Darstellung der westlichen Presse nicht erwähnt wird.

Die praktische Politik der ersten und der zweiten Trump-Administration hat keine merklichen Fortschritte gegenüber den vorerwähnten kritischen Entwicklungen gezeitigt. Aber es scheint doch, dass wenigstens die Redenschreiber hier zeitweise zutreffende Andeutungen gemacht haben.

Auch die russische Aussenpolitik hat mit Hilfe des sogenannten Anchorage-Prozesses eine gewisse Zeit lang versucht, diesen Teil der US-amerikanischen Finanzkreise zu ermutigen, den bisherigen Kurs zu ändern   – ohne Erfolg.

Wie dem auch sei: Wenn es innerhalb der Kreise der vorbeschriebenen Finanzoligarchie einen Richtungsstreit gegeben haben sollte, scheint er jetzt angesichts des Krieges gegen den Iran definitiv entschieden.

Versuch, die Ausgangsfrage zu beantworten

Wie haben es also die Kriegstreiber im Hintergrund geschafft, die USA in diesen Krieg gegen den Iran zu treiben? Seit 911 haben es alle amerikanischen Administrationen vermieden, diesen Krieg tatsächlich loszutreten. Sie haben sich auf Propaganda und Sanktionspolitik verlegt, ab und zu Militärschläge ermutigt oder durchgeführt. Aber ein totaler Krieg wie jetzt kam nicht, obwohl Netanyahu seit Jahrzehnten davon fabuliert hat, dass der Iran „unmittelbar“ davor stehe, eine Atombombe zu bauen und damit die Welt anzuzünden.

Wurde Donald Trump erpresst (mit Epstein-Files, von seinen Grossspendern oder von AIPAC)? Dies ist kein plausibler Erklärungsversuch. Ein System wie die amerikanische Politikmaschine kann mit einem Enthauptungsschlag nicht ernsthaft in Gefahr gebracht werden. Was war mit Kennedy? Was war mit Nixon? Das System hat einfach den Führer ausgewechselt und business as usual betrieben. Wenn also Trump stürzen würde, würde die Kontinuität der Agenda dessen ungeachtet weitergeführt.

Die Erpressung muss in diesem Fall also eine deutlich andere Dimension gehabt haben. Die hier vertretene These geht davon aus, dass die massgebliche Finanzoligarchie den Abweichlern in den amerikanischen Entscheidungskreisen die Pistole auf die Brust gesetzt hat: entweder ihr führt jetzt diesen Krieg, oder wir ziehen euch den Stecker   – will sagen, bei der nächsten Auktion für die amerikanischen Staatsanleihen, wird es von unserer Seite her kein Gebot geben.

Der Grund dafür dürfte sein, dass „das Gespenst“ des BRICS-Systems wächst und wächst, und der Iran dabei eine entscheidende Rolle spielt. Wenn es nämlich dem Iran mit Hilfe von China und Russland gelingt, die Energieversorgung der Welt entscheidend zu bestimmen, verlieren die Finanzhaie des Westens ihren entscheidenden Hebel. Also muss der Iran zerstört werden.

Der Zeitpunkt ist deshalb gegeben, weil Russland in der Ukraine noch kräftemässig gebunden ist und die Zeit drängt, weil China im Iran und damit in ganz Westasien immer mehr an Einfluss gewinnt.

Wenn USrael diesen Krieg nicht gewinnen kann (was von Anfang an absehbar war und jetzt deutlich abzeichnet), dann kümmert das diese Finanzhaie nicht im Geringsten. Europa hat zweimal kollektiv Selbstmord begangen, und beide Male haben sie das Gemetzel von allen Seiten finanziert. Der Tod ganzer Nationen oder Regionen ist ihnen egal   – sie können schliesslich die Trümmer einsammeln, sich als Kreditgeber für den Wiederaufbau anbieten und dabei gleich auch noch die Konditionen in finanzieller und politischer Hinsicht bestimmen. Die abzeichnende Zerstörung des Staates Israel in seiner bisherigen kolonialistischen Form, die Zerstörung der amerikanischen Basen und der arabischen Vasallenstaaten wird billigend in Kauf genommen. Die erheblichen Schäden im Iran sind gewollt.

Wie wird das Ergebnis aussehen?

Niemand hat eine Glaskugel, die uns die Zukunft zeigt. Aber es zeichnet sich ab, dass die USraelische Machtentfaltung in Westasien zur Neige geht. Die Versorgung der Welt mit Öl aus dieser Region wird zukünftig vom Iran und seinen Verbündeten bestimmt werden. Bereits jetzt hat der Iran praktisch eine Zollschranke in der Strasse von Hormus errichtet, die das Ende des Petrodollars bedeuten könnte: Nur wer in Yuan oder einer anderen BRICS Währung zahlt oder das chinesische Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) nutzt, darf passieren.

Es macht den Anschein, dass es dem Iran gelingen könnte, das zu verwirklichen, was Jesus nach der vorzitierten Legende aus dem neuen Testament versucht hat: Die Geldwechsler definitiv aus dem Tempel zu vertreiben und damit dem alttestamentarischen bisherigen Machtapparat die Basis zu entziehen. Es wäre der Welt zu wünschen, das dies gelingen möge, ohne dass die früheren Machthaber die Samson-Option ziehen.


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/andreas-mylaeus-ein-epochaler-umbruch-bahnt-sich-an


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Energiepreisschock trifft deutsche Industrie   Steigende Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs und globale Marktverschiebungen setzen die deutsche Industrie massiv unter Druck. Besonders energieintensive Branchen geraten in eine strukturelle Krise.

german-foreign-policy.com, 19. März 2026

BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Der Krieg der USA und Israels gegen Iran trifft die deutsche Industrie in einer Phase anhaltender Schwäche und droht sie in eine tiefe Krise zu stürzen. Steigende Öl- und Gaspreise, unterbrochene Lieferketten und verschärfter globaler Wettbewerb setzen zentrale Branchen unter Druck. Ökonomen warnen schon jetzt vor Wachstumsverlusten, die das Niveau derjenigen erreichen könnten, die etwa der Zollkonflikt mit den USA der deutschen Industrie einbrockt. Zugleich verschieben sich die globalen Energiemärkte zu Ungunsten der Bundesrepublik: Asiatische Staaten ziehen Flüssiggaslieferungen an, während Europa mit steigenden Preisen und unsicheren Speicherperspektiven konfrontiert ist. Die Krise legt strukturelle Defizite offen – insbesondere die fortbestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die schleppende Elektrifizierung industrieller Prozesse. Energieintensive Sektoren wie Chemie, Stahl und Aluminium geraten zunehmend in Bedrängnis. In der Chemieindustrie ist bereits von einem „Krisenmodus“ die Rede. Der aktuelle Preisschock droht nicht nur kurzfristige Belastungen zu verursachen, sondern die industrielle Basis Deutschlands dauerhaft zu schwächen.


Zitat: Externe Schocks

Ein mögliches Negativszenario hat bereits kürzlich ein Experte des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser, skizziert. Ein länger anhaltender Krieg lässt darin die Rohölpreise auf über 100 US-Dollar steigen und führt zu Unterbrechungen in den globalen Lieferketten. In einem solchen Fall wären die gesamtwirtschaftlichen Verluste vergleichbar mit denjenigen aus dem Zollstreit mit den USA. Nach Ifo-Schätzungen dürfte die deutsche Wirtschaft infolge der US-Zölle in den Jahren 2025 und 2026 um knapp einen Prozentpunkt weniger wachsen als ohne die Zölle.[1] Unter Ökonomen gilt die Faustregel, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn US-Dollar das weltweite Wirtschaftswachstum um etwa 0,1 Prozentpunkte reduziert. Ein dauerhaftes Preisniveau von 100 bis 150 US-Dollar würde entsprechend erhebliche Verwerfungen auslösen.[2] Der Chefökonom der Commerzbank, Jörg Krämer, warnt: „Sollte der Ölpreis mehrere Monate lang über der Marke von 100 Dollar bleiben, könnte sich die Wachstumsprognose für Deutschland nahezu halbieren.“[3]


Streit um Übergewinne

Der gestiegene Ölpreis führt zudem schon jetzt zu Auseinandersetzungen um mögliche Übergewinne der großen Energiekonzerne. Ein Sprecher des Energieunternehmens Enervie hatte gegenüber dem Handelsblatt bereits Anfang März vor dauerhaft steigenden Kosten gewarnt: „Die höheren aktuellen Gaspreise werden in die Preise für langfristige Gasbeschaffung eingerechnet.“ Auch beim Gashändler Uniper hieß es: „Halten die Auseinandersetzungen weiter an, wird es weitere erhebliche Implikationen für die Märkte geben.“[4] Mit Blick etwa auf die steigenden Benzin- und Heizölpreise spricht der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Esra Limbacher, bereits von „Abzocke“. Die Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer erklärten, die Preissteigerungen ließen sich nicht allein mit der Versorgungslage begründen. Das Bundeskartellamt soll eingeschaltet werden; zugleich prüft die Bundesregierung eine Abschöpfung von Übergewinnen. Bereits nach dem Beginn des Ukrainekriegs hatte die Behörde eine Sektorenuntersuchung durchgeführt. Sie kam damals zu dem Ergebnis, sowohl im Kraftstoffgroßhandel als auch bei den Raffinerien dominierten oligopolistische Strukturen – wenige Anbieter mit erheblicher Preissetzungsmacht.[5]


Spotmärkte treiben Preise

Auch bei der Erdgasversorgung zeichnen sich gravierende Probleme ab. In Europa existieren zahlreiche unterirdische Gasspeicher, die eine Bevorratung über Monate ermöglichen. In vielen asiatischen Ländern hingegen reichen die Reserven nur für wenige Tage: in Indien etwa sechs Tage, in Taiwan zehn, in Südkorea 15 und in Japan rund 20 Tage. Da infolge der Eskalation im Mittleren Osten bis zu 20 Prozent des weltweit gehandelten Flüssiggases (Liquefied Natural Gas, LNG) – insbesondere aus Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten – wegen der weitgehenden Sperrung der Straße von Hormuz ausfallen, weichen asiatische Staaten verstärkt auf den Spotmarkt aus. Die Preise reagieren entsprechend: In Asien stiegen sie um rund 150 Prozent auf etwa 20 US-Dollar pro Million BTU und lagen damit über dem europäischen Referenzwert TTF von rund 19 US-Dollar. Händler lenken ihre Lieferungen deshalb zunehmend nach Asien, wo höhere Gewinne winken.[6] Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Markus Krebber, betont zwar, aktuell drohe „keine Mangellage“. Sollte der Konflikt jedoch länger als drei bis vier Wochen andauern, stelle sich die Frage, „wie wir die Gasspeicher für den Winter wieder füllen“. Der Füllstand liegt derzeit bei rund 21 Prozent. Parallel dazu sind die Preise deutlich gestiegen: Eine Megawattstunde Erdgas für den Sommer kostete laut TTF derzeit rund 54 Euro; im Januar waren es noch lediglich 25 Euro.[7]


Elektrifizierung stagniert

Die Eskalation der Krise verdeutlicht die fortbestehende strukturelle Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern. Trotz milliardenschwerer Investitionen in erneuerbare Energien liegt der Anteil von Öl und Gas am Energieverbrauch weiterhin bei rund 78 Prozent. Die Elektrifizierung zentraler Sektoren – insbesondere Industrie, Verkehr und Wärme – kommt nur schleppend voran. Entsprechend stagniert die Stromnachfrage aus diesen Bereichen. Länder wie China treiben den Umbau deutlich schneller voran. Matthias Berninger, Nachhaltigkeitschef der Bayer AG, spricht mit Blick auf die rasant steigenden Preise für Öl und Gas von einem „Weckruf“; Deutschland drohe bei der Elektrifizierung international zurückzufallen.[8] Hinzu kommen im europäischen Vergleich hohe Strompreise, die die Wettbewerbsfähigkeit belasten – ein für die deutsche Wirtschaft sehr heikler Punkt. In der Tat folgte 2025 beim Wachstum auf zwei Jahre Rezession nahezu eine Stagnation. Allein die Industrie verlor rund 160.000 Arbeitsplätze.[9]


Energie treibt Inflation

Aufgrund der steigenden Energiepreise prognostiziert ein Gutachten des wirtschaftspolitischen Beraterkreises von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schon jetzt einen deutlichen Anstieg der Inflation.[10] Da Energie ein zentraler Kostenfaktor entlang der gesamten Wertschöpfungsketten ist, wirken Preissteigerungen breit in die Wirtschaft hinein. Selbst bei einem raschen Ende der militärischen Auseinandersetzungen ist nicht davon auszugehen, dass die Preise kurzfristig auf das Vorkriegsniveau zurückkehren (german-foreign-policy.com berichtete [11]). Entsprechend rechnen Ökonomen mit sinkender Kaufkraft.[12]


Stahlindustrie fordert staatliche Eingriffe

Besonders betroffen sind energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl und Aluminium. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, fordert bereits „deutliche industriepolitische Maßnahmen“ zur Stabilisierung der Energiepreise. Ziel müsse ein Industriestrompreis von etwa 50 Euro pro Megawattstunde sein. Auch der Verband Aluminium warnt vor den Folgen steigender Kosten. Hauptgeschäftsführerin Angelika El-Noshokaty betont, ein erneuter Preisschub würde die Unternehmen „in einer ohnehin schwierigen Lage erheblich belasten“.[13] Darüber hinaus stehen auch die Kfz-Branche, der Maschinenbau sowie die Glas- und die Papierindustrie unter wachsendem Druck.[14]


Chemiebranche im Krisenmodus

Besonders stark betroffen sieht sich die deutsche Chemieindustrie. Der Branchenverband VCI spricht von einem „absoluten Krisenmodus“. Durch Störungen der Lieferketten – insbesondere infolge von Einschränkungen im Seehandel – kommt es inzwischen zu Engpässen bei zentralen Vorprodukten wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel.[15] Zugleich verschärft sich der internationale Wettbewerbsdruck. Höhere Energiepreise im Vergleich zu den USA und Asien setzen die Produktionsbasis in Europa unter Druck. Laut einer Studie der Beratungsfirma Roland Berger haben europäische Chemieunternehmen in den vergangenen vier Jahren rund zehn Prozent ihrer Kapazitäten stillgelegt.[16] Der Chemiekonzern BASF hat allein in den vergangenen zwei Jahren etwa 4.800 Stellen abgebaut. Ein Vertreter der Kanzlei Baker McKenzie bewertet die Lage der Branche inzwischen als gravierender als die Krise der Automobilindustrie.[17]

 

[1] Patrick Welter: Welche Auswirkungen hat der Irankrieg auf die deutsche Wirtschaft? faz.net 05.03.2026.

[2] Bert Fröndhoff, Jens Münchrath, Jens Koenen, Christoph Schlautmann: Welche Branchen die hohen Energiepreise besonders hart treffen. handelsblatt.com 10.03.2026.

[3] Mark Schroers: German Industrial Production Unexpectedly Drops, Orders Fall. Bloomberg.com 09.03.2026.

[4] Catiana Krapp, Klaus Stratmann, Kathrin Witsch, Olga Scheer: Was der Gas-Produktionsstopp in Katar für Unternehmen bedeutet. handelsblatt.com 02.03.2026.

[5] Martin Greive, Jan Hildebrand, Dietmar Neuerer, Julian Olk: Angst vor neuem Energiepreisschock steigt. handelsblatt.com 05.03.2026.

[6] Martin Kölling, Catiana Krapp, Martin Benninghoff: LNG-Krise – Warum Asien Europa immer mehr Gastanker wegkauft. handelsblatt.com 12.03.2026.

[7] Kathrin Witsch: RWE-Chef Krebber – „Akut droht keine Mangellage“. handelsblatt.com 12.03.2026.

[8] Bert Fröndhoff, Catiana Krapp, Klaus Stratmann, Olga Scheer, Kathrin Witsch: Fossile Falle – Der Iran-Krieg offenbart Deutschlands gefährliche Abhängigkeit. handelsblatt.com 17.03.2026.

[9] Eshe Nelson: Surging Energy Costs Put German Industry ‘Really in Danger’. nytimes.com  13.03.2026.

[10] Martin Greive: Inflation könnte auf 3,5 Prozent steigen, warnen Reiche-Berater. handelsblatt.com 13.03.2026.

[11] S. dazu Vor dem Preisschock.

[12] Axel Schrinner: Irankrieg würgt Konjunkturerholung ab. handelsblatt.com 16.03.2026.

[13] Nadine Bös, Bernd Freytag, Stefan Paravicini: Die Industrie fürchtet den Energiepreisschock. faz.net 04.03.2026.

[14] Sabine Kinkartz: Germany's economy hit by Middle East energy crunch. dw.com 08.03.2026.

[15] Bernd Freytag: Chemieunternehmen im „absoluten Krisenmodus“. faz.net 13.03.2026.

[16] Bert Fröndhoff:  „Gift für Investitionen“ – Chemie fürchtet Folgen des Iran-Kriegs. handelsblatt.com 13.03.2026.

[17] Marilen Martin, Libby Cherry: Iran War Is the Latest Blow for Europe’s Battered Industrial Backbone. bloomberg.com 08.03.2026.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10346


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Der Untergang von Imperien beginnt mit dem Verlust der Legitimität

Screenshot_2026_03_20_at_11_28_20_SIMdesign_Content_Management_mit_System


forumgeopitica.com, Do. 19 Mär 2026 2, Auguste Maxime

Das amerikanische Imperium präsentiert sich seit langem als Verfechter von Demokratie, Menschenrechten, Frieden und Wohlstand. Doch die sich vergrößernde Kluft zwischen dieser Darstellung und der Realität untergräbt rasch seine Legitimität.


Im Mittelpunkt der Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran steht die Kontrolle über die Straße von Hormus, eine entscheidende Engstelle für die weltweite Energieversorgung. Sollte es Washington nicht gelingen, diesen wichtigen Korridor zu sichern, würde dies seine Glaubwürdigkeit als eine der Säulen der internationalen Ordnung ernsthaft untergraben.

Eine solche Situation erinnert an die Suezkanal-Krise von 1956, als das Vereinigte Königreich, unfähig, Nassers Ägypten seinen Willen aufzuzwingen, und unter dem Druck der Vereinigten Staaten die Grenzen seiner Macht offenlegte. So interpretiert Ray Dalio diesen neuen Krieg im Nahen Osten.

Macht und Legitimität

Zahlreiche Indikatoren werden regelmäßig herangezogen, um den relativen Niedergang der amerikanischen Macht zu bewerten: die „Überdehnung“ ihres Militärs, der industrielle Niedergang, zunehmende Ungleichheit, sinkende Lebenserwartung, massive Verschuldung, militärische Rückschläge oder der Aufstieg Chinas. Doch ein Imperium wird nicht allein durch Gewalt aufrechterhalten.

Es beruht auf einer Kombination aus Macht und Legitimität – ideologischer, kultureller oder sogar religiöser Art. In Tout empire périra betont der französische Historiker Jean-Baptiste Duroselle, dass der Verlust der Legitimität einer der tiefgreifendsten und entscheidendsten Faktoren für den Niedergang eines Imperiums ist.

Um sich selbst zu erhalten, muss ein Imperium wie die Vereinigten Staaten in den Augen der beherrschten Bevölkerungen, der Eliten in den Randgebieten und eines Teils der eigenen Gesellschaft als respektable Macht erscheinen – als Garant einer gewissen Ordnung, relativen Wohlstands und universeller Werte.

Solange diese Legitimität Bestand hat, lässt sich Macht mit relativ geringem Aufwand ausüben. Doch wenn sie zu bröckeln beginnt, wird der Einsatz von Gewalt zunehmend kostspielig und ineffektiv. Denn der Widerstand wächst, es bilden sich feindliche Koalitionen, und die interne Kritik verschärft sich.

Wird ein Imperium als arrogant, räuberisch oder dekadent wahrgenommen, zerfällt seine Autorität. Man könnte sagen, dass der Verlust der Legitimität einer Insolvenz gleicht: zunächst langsam und schrittweise, am Ende dann plötzlich und unumkehrbar. Es scheint, als seien die Vereinigten Staaten nun in diese zweite Phase eingetreten.

Die verborgene Seite der „Wirtschaftssanktionen“

Eines der wichtigsten Instrumente der amerikanischen Macht ist der Einsatz von Wirtschaftssanktionen, der durch die Kontrolle über den Dollar und das SWIFT-Zahlungssystem ermöglicht wird. Lange Zeit als „gewaltfreie“ Alternative zum Krieg dargestellt, rückt ihr verheerender menschlicher Tribut nun ins öffentliche Bewusstsein.

Eine Studie, die letztes Jahr in The Lancet Global Health veröffentlicht wurde, analysierte altersspezifische Sterblichkeitsdaten aus 152 Ländern über einen Zeitraum von fünfzig Jahren (1971–2021). Sie hebt einen signifikanten kausalen Zusammenhang zwischen einseitigen Wirtschaftssanktionen der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union und einem erheblichen Anstieg der Sterblichkeit hervor. Nach Schätzungen der Autoren sind diese Maßnahmen mit etwa 38 Millionen zusätzlichen Todesfällen im Untersuchungszeitraum verbunden.

Diese Maßnahmen, die oft als „diplomatische Instrumente“ oder „gezielter Druck“ bezeichnet werden, wirken in Wirklichkeit wie echte einseitige Embargos, die außerhalb jeglichen legitimen multilateralen Rahmens wie dem der UNO verhängt werden. Ihre Auswirkungen sind zutiefst zerstörerisch: Sie beeinträchtigen den Zugang zu Nahrungsmitteln, lebenswichtigen Medikamenten, medizinischer Ausrüstung, Trinkwasser und Gesundheitsinfrastruktur und fügen der Zivilbevölkerung dadurch massives und wahlloses Leid zu.

Trotz ihrer wiederholten politischen Misserfolge werden diese Maßnahmen nie in Frage gestellt. Kuba leidet seit über 65 Jahren unter den Folgen, während der Iran und Venezuela seit Jahrzehnten damit konfrontiert sind.

Die ersten Opfer sind systematisch die Schwächsten: Kinder unter 5 Jahren und ältere Menschen. Die Studie zeigt, dass diese Altersgruppe den größten Anteil der überschüssigen Todesfälle ausmacht, wobei die Auswirkungen bei Kleinkindern besonders ausgeprägt sind. Seit Anfang der 2010er Jahre sollen die Sanktionen weltweit zum Tod von mehr als einer Million dieser Kleinkinder geführt haben, wobei sie die Unterernährung verschlimmerten, vermeidbare Infektionskrankheiten begünstigten und den Zugang zu grundlegender pädiatrischer Versorgung einschränkten.

Einseitige Wirtschaftssanktionen sind keineswegs eine „sanfte“ oder humanitäre Maßnahme, sondern stellen eine Form indirekter Massenvernichtungswaffen dar, deren menschlicher Preis mit dem eines konventionellen Krieges vergleichbar ist. Diese durch fundierte Daten belegte Tatsache erfordert eine dringende Debatte über die moralische und rechtliche Legitimität dieser Maßnahmen.

Militärische Aggression und regionales Chaos

Der Krieg, den die Vereinigten Staaten derzeit gegen den Iran führen, ist Teil einer langen Reihe militärischer Aggressionen in der Region, die seit mehr als fünfundzwanzig Jahren andauern. Wesley Clark, ein ehemaliger General und Oberbefehlshaber der NATO, enthüllte das Ausmaß dieser Aggressionen bereits 2007. Kaum zehn Tage nach dem 11. September 2001 entdeckte er im Pentagon ein vertrauliches Memo, in dem ein Plan skizziert wurde, innerhalb von fünf Jahren sieben Länder zu stürzen – Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und schließlich den Iran.

All diese Konflikte wurden der Öffentlichkeit als Kämpfe für edle Ziele präsentiert: Förderung der Demokratie, Befreiung eines unterdrückten Volkes, Bekämpfung des Terrorismus, Emanzipation der Frauen, Sturz eines Tyrannen oder die Beseitigung der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen. Großartige Erzählungen, sorgfältig konstruiert und selbstgefällig weitergegeben. Doch hinter diesen Rechtfertigungen ist die Realität stets dieselbe: Chaos, Zerstörung, Tod und Millionen von Vertriebenen.

Heute glauben nur noch wenige, dass die Bombardierung des Iran darauf abzielt, iranische Frauen zu befreien, einen westfreundlichen Regimewechsel durchzusetzen oder Teheran daran zu hindern, eine Atombombe zu erwerben. Der Iran steht angeblich kurz davor, die Bombe zu erhalten: eine Bedrohung, mit der Netanjahu seit über dreißig Jahren droht.


Screenshot_2026_03_20_at_11_26_54_SIMdesign_Content_Management_mit_System

Am ersten Tag des Konflikts forderte ein von den Vereinigten Staaten und Israel durchgeführter Angriff auf eine Schule zwischen 150 und 175 Todesopfer, vor allem Mädchen im Alter von 7 bis 12 Jahren.


Der Rücktritt von Joe Kent am 17. März von seinem Posten als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung bestätigt die Vertrauenskrise und die Unruhe, die dieser neue Krieg ausgelöst hat. In seinem Schreiben erklärte er, dass der Iran keine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle. Er fügt hinzu, dass dieser Konflikt, ähnlich wie damals die Invasion des Irak, unter dem Druck Israels und seiner mächtigen Lobby in Washington ausgelöst wurde. Teheran ist einer der letzten regionalen Akteure, die in der Lage sind, den israelischen Expansionismus und dessen Projekt eines „Großisrael“ einzudämmen.

Während es schwierig ist, die Interessen der USA zu definieren, sorgen die Äußerungen des Weißen Hauses für Erstaunen. Donald Trump hat wiederholt behauptet, das Militär habe „Spaß“ daran gehabt, iranische Schiffe zu versenken. Verteidigungsminister Pete Hegseth seinerseits gibt zunehmend kriegerische Erklärungen ab – er spricht von „Dezimierung“, „beispielloser Zerstörung“ oder iranischen Beamten, die sich „wie Ratten verstecken“ –, von denen einige im Widerspruch zum humanitären Völkerrecht stehen.

Der offizielle Social-Media-Account des Weißen Hauses veröffentlicht Bilder von getroffenen iranischen Zielen, unterbrochen von Ausschnitten aus Videospielen. Die Zielgruppe für diese Art von Inhalten bleibt unklar; ihre diplomatischen Auswirkungen sind jedoch katastrophal. Traditionelle Verbündete der USA äußern hinter verschlossenen Türen ihr Unbehagen über diese Eskalation und die Kommunikation Washingtons, die sie als unverantwortlich ansehen.

Ein Imperium trägt den Keim seiner eigenen Zerstörung in sich

Laut Jean-Baptiste Duroselle ist jedes Imperium aufgrund seiner Natur zum Untergang verurteilt. Im Gegensatz zu einer Nation oder einer Gemeinschaft, die auf gegenseitigem Einvernehmen beruht, basiert ein Imperium auf Herrschaft durch Gewalt. Es erhält sich durch militärische Besatzung, Unterdrückung, Ausbeutung und diplomatischen Druck.

Diese Logik erzeugt ständige Spannungen. Das Imperium versucht, sich durch eine Ideologie der Überlegenheit zu legitimieren, obwohl seine Handlungen diesem Narrativ systematisch widersprechen. Diese Dissonanz untergräbt seine Legitimität und stellt eine der grundlegenden Ursachen für seinen Untergang dar.

Die katastrophale Außenpolitik, die die Vereinigten Staaten seit über fünfundzwanzig Jahren im Nahen Osten verfolgen, sowie der erhebliche Schaden, der durch die von Washington verhängten „Wirtschaftssanktionen“ verursacht wurde, sind ein aktuelles Beispiel dafür. Sie sind unerträglich und unvertretbar geworden, selbst im Namen des amerikanischen Exzeptionalismus.

Das Imperium steht vor einem fatalen Dilemma: Das Tolerieren von Dissens schwächt seine zentrale Autorität und zerbricht seinen Zusammenhalt, während Unterdrückung, wenn auch vorübergehend wirksam, seine verbleibende Legitimität zerstört. Sie radikalisiert die Bevölkerung, entfremdet Verbündete und Partner und lässt die menschlichen, wirtschaftlichen und moralischen Kosten in die Höhe schnellen.

Duroselles zentrales Paradoxon ist klar: Je mehr ein Imperium versucht, seinen Untergang mit Gewalt abzuwenden, desto mehr beschleunigt es seinen Niedergang. Legitimität – der unsichtbare Kitt der Herrschaft – lässt sich, einmal verloren, nicht durch Zwang wiederherstellen. Jeder Rettungsversuch birgt die Gefahr, das Problem zu verschärfen und das Imperium zu Fall zu bringen.

Trumps Politik folgt den Spuren seiner Vorgänger, doch sein Stil und seine Exzesse beschleunigen zweifellos den Verlust der Glaubwürdigkeit Amerikas auf der Weltbühne.

USA

2 Kommentare zu
«Der Untergang von Imperien beginnt mit dem Verlust der Legitimität»


johann strempfl Do. 19 Mär 2026, 7:40

Danke an ,,FG,, für diesen Bericht. - Seit bestehen der USA befinden Sie sich nahezu ständig mit irgend jemanden im Streit, Konflikt, Krieg - und solch einen Staat ,,SOUVERÄN,, zu bezeichnen, oder solch jemand mir vorschreibt was ist Demokratie, was sind Menschenrechte & Co, - sorry,
da kann ich essen was ich will, dieses schmeckt mir nicht ! !

Auf diesen Kommentar antworten

Antwort auf beat schaller Do. 19 Mär 2026, 9:45

Danke Johann Strempfl für ihren heutigen Volltreffer! Da bin ich voll mit Ihnen dabei. Danke FG für den Klartext. beat schaller

Auf diesen Kommentar antworten



Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/der-untergang-von-imperien-beginnt-mit-dem-verlust-der-legitimitt


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Schlagzeile







Info: 


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Schlagzeile







Info: 


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Schlagzeile







Info: 


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.03.2026

Gipfel der Kriegs-Verlierer, neues EU-Regime – und Merz gegen Orban

lostineu.eu, 19. März 2026

Die Watchlist EUropa vom 19. März 2026 – Heute mit Nachrichten und Analysen zum amerikanischen Irankrieg und den desaströsen Folgen für die EU, zu einer Innovation im Unternehmensrecht und zum Streit über Druschba und ukrainische Kriegskredite.

Diesen Newsletter können Sie abonnieren – er kommt dann dreimal pro Woche per Mail, natürlich ohne Paywall. Mehr bei STEADY

Eigentlich wollten die europäischen Staats- und Regierungschefs über die schwindende “Wettbewerbsfähigkeit” reden und neue wirtschaftsfreundliche Reformen auf den Weg bringen. Doch nun wird der EU-Gipfel, der am Donnerstag in Brüssel beginnt, vom Irankrieg und der neuen Energiekrise überschattet. Statt die Wirtschaft wieder flott zu machen, gerät die EU auf die Verliererstraße.

Den EUropäern droht ein Offenbarungseid – denn sie haben keinen Plan. Man ist sich nicht einmal über den Irankrieg einig. Spaniens Regierungschef Sanchez hat den Angriff der USA und Israels klar verurteilt, Bundeskanzler Merz hat ihn gebilligt, Frankreichs Präsident Macron steht irgendwo dazwischen. 

Das erklärt, weshalb bei diesem Gipfel – anders als nach der russischen Invasion in die Ukraine 2022 – keine klare europäische Positionierung zu erwarten ist. Ein „Nein“ zum Krieg werde es ebenso wenig geben wie Sanktionen gegen die USA oder Israel, sagten EU-Diplomaten vor dem Europäischen Rat in Brüssel. 

“Dies ist nicht unser Krieg” – wirklich?

Einigkeit besteht zwar darüber, daß die EU nicht mitkämpfen möchte. „Dies ist nicht unser Krieg“, sagte die EU-Außenbeauftragte Kallas nach einem Ministerrat in Brüssel. „Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist“, erklärte Kanzler Merz in einer Regierungserklärung.

Allerdings hat Frankreich bereits Schiffe in die Region geschickt. Deutschland wiederum hat zugesagt, die USA in der Nato zu entlasten – mit verstärkter Präsenz an der Nord- und Ostflanke. Der Iran-Krieg solle nicht zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft werden, betont der deutsche Kanzler.

Ob das ausreicht, um US-Präsident Trump zu besänftigen, ist unklar. Trump hat von den europäischen Nato-Alliierten Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus gefordert. Daß diese nun ausbleibt, nannte er „schockierend“. “Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler“, schimpfte Trump. 

Bisher ließ der MAGA-Mann offen, wie er auf die Absage der EUropäer reagieren wird. Doch was ist, wenn er es ihnen mit gleicher Münze zurückzahlt und erklärt: “Die Ukraine ist nicht unser Krieg”? Das ist die größte Sorge in Brüssel. Doch sie wird nicht offen ausgesprochen – denn die EUropäer haben keine Antwort. 

Kein Rezept gegen die neue Energiekrise

Allein können sie den Ukrainekrieg nicht stemmen. Allein können sie aber auch nicht die neue Energiekrise lösen. Also wird improvisiert. Einige Länder haben den Spritpreis gedeckelt, in Deutschland dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen. Weiter gehende Maßnahmen lehnt Merz aber ab.

Alle Hilfen müssten gezielt und befristet sein, hieß es vor dem EU-Gipfel in Berlin. Gegen den sich nun abzeichnenden langen, extrem harten Krieg wird das aber nicht helfen. Und gegen die drohende Weltwirtschaftskrise auch nicht. Merz & Co. wollen sich zwar mit EZB-Chefin Lagarde beraten.

Doch die Europäische Zentralbank hat auch keine Antwort. Wenn die Preise wie erwartet steigen, dürfte sie die Zinsen erhöhen. Das aber würde die Wirtschaft noch weiter nach unten ziehen. Wie man es auch dreht und wendet – die EUropäer sitzen in der Falle, gute Optionen gibt es eigentlich keine mehr…

Siehe auch “Sicherheitsrisiko Trump: Der große Faktencheck”

Meine zwei Cents: Dies wird ein Gipfel der Kriegs-Verlierer. Er war ursprünglich dazu gedacht, die Wirtschaftskrise zu lösen. Nun stehen die EU-Chefs vor dem Problem, eine neue, noch schlimmere Krise abwenden zu müssen. Sie wird durch einen Angriffskrieg ausgelöst, den die USA begonnen haben – doch wir wollen uns nicht von Trump lösen, wegen des Ukraine-Kriegs…

News & Updates

Neues EU-Regime à la Bolkestein. Die EU-Kommission hat eine neue Rechtsform für Unternehmen vorgeschlagen. Sie soll die Gründung von Startups und anderen innovativen Unternehmen erleichtern und ein neues Regime jenseits des nationalen Rechts schaffen, weshalb es auch “28. Regime” genannt wird. Weil das aber zu martialisch klingt, sprechen Kommissionschefin von der Leyen und ihre Follower lieber von der “EU Inc.”, das klingt so schön amerikanisch… – Die Grundidee ist allerdings ur-europäisch. Sie erinnert an den früheren Binnenmarkt-Kommissar Bolkestein. Auch der wollte durchsetzen, daß für Dienstleistungen europaweit nur noch ein Recht gilt – und zwar das Recht des Herkunftslands. Das haben Frankreich und die Gewerkschaften verhindert – nun kommt es modern verpackt wieder hervor…

Freihandel mit Australien. Kommissionspräsidentin von der Leyen reist nach Australien. Der Besuch diene dazu, die “Beziehungen der EU zu einem vertrauenswürdigen, gleichgesinnten Partner in der strategisch wichtigen indopazifischen Region zu stärken”, teilte die EU-Kommission mit. Zuletzt hatten beide Seiten ​Fortschritte ‌bei den Gesprächen über ein Freihandelsabkommen signalisiert, es wird mit einem baldigen Abschluss der Verhandlungen gerechnet.

Die “Faktenchecker” sind wieder aktiv. Einen Tag nach den großen Wahlkampf-Kundgebungen in Ungarn hat die EU-Kommission ihr so genanntes “Rapid Response System” aktiviert. Es soll die Wahl im April vor “Desinformation” schützen. Allerdings nur vor solcher aus Russland – die massive Einmischung von Trump und seinen Tech-Buddies zugunsten von Regierungschef Orban wird in Brüssel geflissentlich übersehen… – Mehr im Blog

Das Letzte

Merz gegen Orban. Mit seinem “Führungsstil” eckt unser Kanzler immer wieder an, auch in Brüssel. Beim letzten regulären EU-Gipfel im Dezember hatte Merz mit dem Belgier De Wever zu kämpfen, der sich erfolgreich gegen den geplanten Zugriff auf russisches Vermögen sperrte. Nun stellt sich ihm Ungarns wahlkämpfender Regierungschef Orban in den Weg. Orban blockiert die Freigabe eines 90 Mrd. Euro schweren Kriegskredits an die Ukraine – er fordert, erst müsse wieder russisches Öl durch die Druschba-Pipeline fließen. Doch das verhindert der ukrainische Präsident Selenskyj – er will die Röhre erst nach der Wahl in Ungarn wieder öffnen. In diesem Streit kann niemand einen Blumentopf gewinnen – Merz mischt sich trotzdem ein. Er werde sich auf dem EU-Gipfel mit Nachdruck für die Ukraine-Hilfe einsetzen, sagte er. “Wir dürfen dabei auch keine Rücksicht nehmen auf ein einziges Land”. So ähnlich klang es im Dezember auch – bevor sich Merz eine blutige Nase holte…

ebo

ebo

EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂

Mehr Newsletter hier. Mehr News & Updates hier

Mehr entdecken

Europa-Politik-Updates

Russland-Politik-Analyse

Europa-Nachrichten-Blog

politischen

Politische Karikaturen Drucke

3 Comments

  1. Fubar
    19. März 2026 @ 13:45

    Das gemeine Volk, seine Interessen von Wohlstand, Frieden, Freiheit und sozialer Absicherung haben gefühlt so viel Einfluss wie zu Zeiten des Absolutismus in Europa.

Antworten

  • Guido B.
    19. März 2026 @ 10:33

    Wenn der Iran ein „Terrorstaat“ ist, was sind dann Israel und die USA?
    Wenn Russland ein autoritäres Regime hat, was haben dann Israel, die USA und die EU?

    Ja, wir brauchen Regime Change. In Moskau, in Teheran, in Jerusalem, in Washington, in Brüssel, in Berlin, in Paris, in London, in Rom, überall!

    Der Westen will keinen Regime Change im Iran. Er will nur einen Failed State. Er will Chaos. Wie in all den anderen westasiatischen Ländern, wo es Öl und Gas in rauen Mengen gibt.

    Die Methode heisst Terrorismus.

    Antworten

  • Anastasiya
    19. März 2026 @ 08:53

    Bekanntlich lehnen die fanatischen europäischen Globalisten russische Energie in den kommenden Jahren ab.

    Die USA verkaufen russisches Flüssigerdgas, getarnt als amerikanisches, mit einem erheblichen Aufschlag nach Europa. US-Beamte reisen durch Europa, um für amerikanische Energieprodukte zu werben und russisches Gas „bis auf das letzte Molekül“ vom Kontinent zu eliminieren, berichtet die Financial Times unter Berufung auf Quellen. Die Zeitung merkte an, dass die Besuche der US-Beamten mit dem Versuch des Ölhändlers Gunvor zusammenfielen, die Auslandsvermögen von Lukoil zu übernehmen, nachdem das Unternehmen von den USA mit Sanktionen belegt worden war. https://www.ft.com/content/7e185bb3-c500-472c-a6f6-c952bd3332a9
    Alles wird unternommen, um Europa vollständig von den USA abhängig zu machen.

    Gleichzeitig kauft Europa weiterhin russisches Gas, allerdings über andere Wege und in anderer Form.

    Antworten

  • Schreibe einen Kommentar

    Login with your Social ID


    Info: https://lostineu.eu/gipfel-der-ratlosigkeit-neues-eu-regime-und-merz-gegen-orban/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Irankrieg: Merz mogelt sich durch


    lostineu.eu, vom 18. März 2026

    Erst hat er den Irankrieg gebilligt und sich bei US-Präsident Trump angebiedert. Nun will Kanzler Merz mit dem Krieg und seinen Folgen plötzlich nichts mehr zu tun haben.

    In einer Regierungserklärung im Bundestag behauptete Merz, dass sich Deutschland gegen den Angriff gestellt hätte, wenn es vorher konsultiert worden wäre. „Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen“, sagte er.

    Bei seinem Besuch in Washington hatte Merz noch gesagt, er wolle die USA in dieser Frage nicht belehren. Bei einem Treffen mit Trump fiel kein einziges kritisches Wort.

    Merz hielt es auch nicht für nötig, Spanien gegen Trumps Attacken zu verteidigen. Spaniens sozialistischer Premier Sanchez hat sich im Gegensatz zum CDU-CHef klar gegen den Irankrieg positioniert.

    Neue Arbeitsteilung

    Nun gibt Merz plötzlich den (Mini-)Schröder: Solange der Krieg andauere, werde sich Deutschland nicht daran beteiligen, in der Straße von Hormus die Schifffahrt militärisch abzusichern, beteuert der Kanzler.

    Er machte aber auch klar, dass er eine dauerhafte Belastung der transatlantischen Partnerschaft vermeiden wolle.  Um Trump zu besänftigen, stockt die Bundeswehr bereits ihre Präsenz an der Nord- und Ostflanke der Nato auf.

    Hinter den Kulissen zeichnet sich schon eine neue Arbeitsteilung ab: Trump macht im Iran und im Nahen Osten die “Drecksarbeit”, Merz hält ihm in EUropa den Rücken frei – und tut so, als sei er gegen den Krieg.

    Der Kanzler mogelt sich durch – doch wenn er glaubt, daß es keiner merkt, so hat er sich getäuscht…

    Mehr zum Krieg gegen Iran hier

    P.S. Merz katzbuckelt schon wieder. Er sei dankbar für ​das Signal von US-Präsident Trump, dass dieser zu einem Ende der Kampfhandlungen bereit sei, sagte der Kanzler zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Nach einem Ende des Iran-Kriegs sei Deutschland auch willig, in der Golfregion zu helfen. Also doch…

    16 Comments

    1. Helmut Höft
      19. März 2026 @ 09:22

      Sorry, langsam hab’ ich den Kaffee auf mit diesen Geistern und mit diesen sensationellen Meldungen à la: “Der Kanzler mogelt sich durch – doch wenn er glaubt, daß es keiner merkt, so hat er sich getäuscht…” Mutti wusste schon, warum sie uns diese Lichtgestalt so lange vorenthalten hatte.

      Aber: Jetzt merkt’s einer … und? Was passiert, nachdem “einer es gemerkt hat”? Was passiert nachdem “einer gemerkt hat” was vom Langen Fritz, Kieserich Rodewetter, Agnes Stahl-Zimmerflack, “Röschen”, Axel Weber, Macron, Meloni, “Mister Garb’em” & Co. zu halten ist?

      Nix
      Gar nix
      Überhaupt nix

      Zutreffendes bitte unterstreichen.

      Alternative: Bitte den aktuellen Wetterbericht von Brüssel! Danke

    Antworten

    • Monika
      19. März 2026 @ 13:06

      Aber schau doch Helmut, sind wir hier nicht alle “fein intellektuell verräumt”?
      Während unserer Unterhaltungszeit hier können wir schon anderswo keinen “Blödsinn” mehr anrichten… Bin trotzdem gern genau hier, lieber ebo

      Antworten

      • ebo
        19. März 2026 @ 13:13

        Merci, freut mich!

  • palman
    18. März 2026 @ 22:39

    …und gern dürfen “ebo” et al. den von Mir kreierten “Poltör-Künstler-Namen” – einfach als “NetzFund” bezeichnen – weiter an- und verwenden:

    Friedensarm Schmerzensreich < (!!!) – also in Anlehnung an den “austrischen” K ü n s t l e r namens “Friedrich Stowasser” aka > Friedensreich Hundertwasser < (Wiki gucken) !?! 😉

    Antworten

  • Michael
    18. März 2026 @ 22:14

    Im Nachgang:: ist ein Mogler ein Lügner!?

    Antworten

    • hutaekjango
      19. März 2026 @ 08:14

      ” Die Dummheit von Politikern sollte niemals unterschätzt werden.” Helmut Schmidt. Der Michel, wieder mal:-(

      Antworten

  • Guido B
    18. März 2026 @ 19:02

    Schon bemerkenswert, was der Merz als Vorbild-Christ so alles draufhat. In Westasien macht Trump für ihn die Drecksarbeit und in der Ukraine der Selenski. Gar nicht mal so ungeschickt, wenn man davon absieht, was für einen moralisch verkommenen, gewissenlosen und zynischen Charakter solches Tun voraussetzt.

    Antworten

    • Monika
      19. März 2026 @ 13:01

      Lieber Guido: Vorbild-Christ … dieses Fass voll mit “christlichem Vorbild” hat Deschner mit seiner Kriminalgeschichte des Christentums umfänglich und abschließend bearbeitet. Des Fass mach nimmer auf…

      Antworten

    • Niko
      19. März 2026 @ 18:21

      Ich hoffe, dass immer mehr Menschen erkennen, wer die wahren Lumpen, Lügner, Kriegstreiber, Völkerrechtsbrecher incl. deren Befürworter sind.
      Besonders widerwärtig sind die, welche mit erstunken und erlogenen Behauptungen und Gräueltaten viele Gutgläubige aufhetzen, um entsprechende Feindbilder zu generieren. Beispiele sind die angeblichen 100 tausende entführte Kinder, nicht vorhandene Chemiewaffen u.s.w.

      Antworten

  • KK
    18. März 2026 @ 18:37

    “Merz … tut so, als sei er gegen den Krieg.”

    Da täuscht doch jede drittklassige Prostituierte einen Orgasmus besser vor!

    Antworten

  • Michael
    18. März 2026 @ 17:39

    Mein Mantra: spätestens mit dem vermeintlichen „Ende der Geschichte“ – aber latent schon länger – war die sog. Aufklärung hinfällig! D. h. den Konsorten in Berlin, etc. kam mit dem Intellekt der Verstand und die Vernunft abhanden! Von Geschichtsbewusstsein, Dialektik, etc. will ich garnicht ersten reden!

    Antworten

    • hutaekjango
      19. März 2026 @ 08:15

      Das trifft s! :-))

      Antworten

  • Fubar
    18. März 2026 @ 17:34

    “Hinter den Kulissen zeichnet sich schon eine neue Arbeitsteilung ab: Trump macht im Iran und im Nahen Osten die “Drecksarbeit”, Merz hält ihm in EUropa den Rücken frei ”

    Womit er Trump und den USA ja essentiell mehr hilft als wenn er ein paar Minenräumer und 2 Fregatten als Geleitschutz nach Hormuz schickte, weil somit ihr “pivot to Asia” durch Rückzug aus Europa gesichert werden könnte, wenigstens nur noch der Nahe Osten verbleibt in dem Trump sich neu festgefahren hat.
    Oder dekliniere ich das hier falsch durch?

    Antworten

    • umbhaki
      18. März 2026 @ 22:18

      Nein, das ist nicht falsch, sondern leider richtig.

      Antworten

  • Fubar
    18. März 2026 @ 17:23

    Das Schlimme an Sanchez in seinem Interview bei Rest ist Politics, ist ja dass er wirtschaftspolitisch mit Merz quasi auf einer Linie liegt, nach dem “Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern” Satz kam “erst müssen wir es erwirtschaften und dann können wir entscheiden ob wir es mehr in Rüstung oder Soziales stecken”.

    Den man als Sozialisten zu bezeichnen, streckt das Wort möglicherweise bis zur Bedeutungslosigkeit.

    Antworten

  • Erneuerung
    18. März 2026 @ 17:18

    Fast alle mogeln sich durch, es gibt keinerlei Aktivitäten mehr, die an die Epoche der Aufklärung anknüpfen. Und wer da derzeit nicht mitmacht, wird kaltgestellt, das werden wir bei Sanchez, Fico und Orban sehen, die z. Krake wird dafür sorgen. Unliebsame Personen unschädlich machen ist deren Spezialgebiet, früher bei Merkel reichte noch ein Hinweis des CIA, um sie zu mäßigen, dem Baud wird schon mal das Leben fast unmöglich gemacht und im Libanon sowie dem Iran zeigt die Sekte, was sie draufhat, mit Pager- und anderen gezielten Morden. Man ist schließlich Gott, und alle anderen sind Tiere. Dahingehend darf man von Merz und Co. nichts anderes erwarten. Eine eventuelle Allianz mit Sanchez, Fico und Orban könnte Europa nützlich sein, aber das ist gefährlich und sowas ist nicht jedermanns Sache, da lieber rumlavieren bis alles am Boden liegt.


  • Info: https://lostineu.eu/irankrieg-merz-mogelt-sich-durch/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    USA und Israel eliminieren reihenweise ihre Gegner – und keiner protestiert


    lostineu.eu, vom 18. März 2026

    Im Angriffskrieg gegen Iran gehen die extralegalen Enthauptungsschläge weiter. Nachdem die USA den geistigen Führer Ali Chamenei eliminiert haben, wurde auch der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, gezielt getötet, wie Teheran nun bestätigt. Laridschani war noch vor kurzem ein gefragter Gesprächspartner für europäische Diplomaten und Journalisten. Nun berichten die Medien über seine gezielte Ermordung, als sei es das Normalste von der Welt. Auch die EU, die mit Laridschani jahrelang über das umstrittene iranische Atomprogramm verhandelt hat, hielt es nicht für nötig, zu protestieren. In Brüssel hat man sich offenbar schon mit dem Faustrecht abgefunden. Dabei wäre Laridschani wohl der Einzige gewesen, der diesen Krieg durch Verhandlungen beenden könnte …

    Mehr zum Krieg gegen Iran hier

    P.S. Israel will nun auch Geheimdienstminister Chatib eliminiert haben. Das teilte “Verteidigungsminister” Katz mit. Der “Focus” findet nichts dabei: “Chatib leitete Mullah-Terror”, schreibt das Blatt

    12 Comments

    1. Ric
      19. März 2026 @ 12:33

      Was ist mit der Seite los??? Sie springt etwa alle 5 Sec einen knappen cm auf und ab,was das entspannte Lesen verunmöglicht. Ist hier Nato, Geheimdienst oder Kleopatra am Werk?

    Antworten

    • ebo
      19. März 2026 @ 12:59

      Keine Ahnung, hier in Brüssel gibt es (noch) keine Probleme…

      Antworten

  • Helmut Höft
    19. März 2026 @ 08:54

    @all

    Wir sind “Die Guten”!

    100x abschreiben, handschriftlich!!

    Antworten

  • palman
    18. März 2026 @ 18:49

    … und für ALLE et al. das “must read” vom “EinBlicker” Peter Koenig (u.a. Ex-Weltbank / Ex-WHO) just auf “globalresearch.ca” (18-03) mit Titel: – > Der Krieg mit dem IRAN: Teil eines Weltbühnen-Theaters, in dem wir sowohl Zuschauer als auch Akteure sind < (!!!) – gut lesbares Transkript aus einem Interview mit dem Autor !?! – darin sind “grundlegendste” Infos zur Entwicklung der aktuellen WELT-Lage kompakt “zu-sammen-gefaßt” !?! – Seite läuft in gut “50” Sprachen – mit namentlichem Autoren-Archiv… 😉

    Antworten

  • Art Vanderley
    18. März 2026 @ 17:34

    Eigentlich verhalten sich die USA ziemlich zivilisiert im Vergleich zu ihrem Treiben in Süd-und Mittelamerika in den 70er und 80er-Jahren….
    Seinerzeit waren sie nur dezenter beim Vorgehen und haben nicht alles an die große Glocke gehängt. Deswegen kann Trump das auch als Fortschritt verkaufen und das ist noch nichtmal völlig falsch.
    Die “regelbasierte Ordnung” war eigentlich schon Geschichte mit den damaligen und ähnlichen Vorgängen, mit Irak 2003 und den dazugehörigen Lügen und Folterverbrechen, mit Libyen, und durchaus auch mit dem deutschen Gefasel von einer “feministischen Außenpolitik”(die jetzt einen Ukrainekrieg mit hervorgebracht hat, indem v.a. Männer ihren Kopf hinhalten dürfen).
    Jetzt wird das Völkerrecht nicht abgewickelt sondern neu sortiert und das ist gut so.
    Ob jede Maßnahme dabei Sinn macht, sei dahingestellt, aber es ist nicht so einfach daß es früher besser war und daß jetzt alles den Bach runtergeht.

    Antworten

    • KK
      19. März 2026 @ 01:03

      Da ist was dran: Die USA waren immer schon schlimm!

      Antworten

  • Guido B.
    18. März 2026 @ 16:19

    Wenn ich jemanden kaltblütig abmurkse, um mich zu bereichern oder weil ich mich von seiner fremdländischen Nase bedroht fühle, komme ich lebenslänglich in den Knast oder auf den elektrischen Stuhl. Wenn ich Netanjahu oder Trump heisse und dasselbe tue, klopfen mir die Mächtigen auf die Schulter und bejubeln mich die Mainstreammedien.
    Unsere Eliten zeigen aufs Neue, wie Barbarei geht. Wir kleinen Bürger müssen uns an die regelbasierte Ordnung halten und dürfen erst morden, wenn sie es uns befehlen.
    Sie nennen es „Freiheit“. Ich nenne es Knechtschaft. Von der „freien Welt“ ist nicht mehr viel zivilisatorische Errungenschaft übrig. Sie ist übersät mit den Trümmern einer gescheiterten Aufklärung.

    Antworten

    • KK
      18. März 2026 @ 18:40

      “Wenn ich Netanjahu oder Trump heisse und dasselbe tue, klopfen mir die Mächtigen auf die Schulter und bejubeln mich die Mainstreammedien.”

      Trump hatte doch prophezeit, dass ihm nicht geschähe, würde er auf offener Strasse jemanden ermorden. Nun, genau das tut er jetzt, sogar auf offener Weltbühne. Und ihm geschieht: Nichts!

      Antworten

      • Michael
        18. März 2026 @ 21:16

        Nun, abwarten! Noch ist nicht aller Tage Abend!

    • Niko
      19. März 2026 @ 11:48

      Man muss auch sehr aufpassen welche Mörder man als Mörder bezeichnet. Könnte sonst schnell sein, dass man in eine der bekannten Schubladen gesteckt wird und der Staatsanwalt ermittelt.
      Wo bleibt der Aufschrei von den bekannten Menschenrechtsverfechtern vdL, Strack-Zimmermann, Toni Hofreiter, Kiesewetter, Merz u.s.w

      Antworten

  • Erneuerung
    18. März 2026 @ 14:21

    Es gibt keine Hoffnung auf Entspannung, gar keine. Biden und seine Demokraten haben den Ukrainekrieg inittiiert, die Republikaner kriechen den Zionisten in den Arsch und alle als minderwertig angesehenen Menschen werden beseitigt. Während Russland noch dem Iran etwas hilft, fällt ihm China in den Rücken, verurteilt den Iran und fordert ihn auf, die Amistützpunkte in Ruhe zulassen. Indien war ja eh auf Israels Seite. Trump hat erreicht, was er wollte, die BRICS zu zerreißen. Ob das den Wertewesten wieder in Glanzzeiten führt, darf angezweifelt werden. Die Zukunft heißt Barbarei, jeder gegen jeden. Der Verlust an Menschenmaterial wird bewusst in Kauf genommen, das wirkt der immensen Umweltvernichtung durch die Kriege etwas entgegen. Und die allgemeine Zukunftsangst sorgt dafür, dass die Geburtenraten weiter sinken. Die Schickeria wird unter sich sein, der Pöbel wird verheizt. Und unsere werten Europäer machen kräftig mit. Mögen sie an ihrem Rhein…Gold ersticken.

    Antworten

    • Fubar
      18. März 2026 @ 16:28

      “Biden und seine Demokraten haben den Ukrainekrieg inittiiert”

      Ja, aber anno 2014 war noch Barracke “Yes, we can (complete the destruction of the world)” Obama für ihn und damit den Coup verantwortlich.

      Man darf ihn daher nicht aus der Verantwortung entlassen und weiterhin freidrehen, sein Leben in Wohlstand und Freiheit genießen lassen.
      Never trust a supposed Heilsbringer, like we did with him.


  • Info: https://lostineu.eu/usa-und-israel-eliminieren-reihenweise-ihre-gegner-und-keiner-protestiert/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    Die Umfrage zum Mittwoch
    Bundeswehr-Infoveranstaltungen an Schulen beenden?

    aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 18. März 2026, 17:59 Uhr



    Am 18.03.26, 11:14 schrieb Clara von Civey <kontakt@civey.com>:

    Im Browser ansehen

    Die Umfrage zum Mittwoch
    Bundeswehr-Infoveranstaltungen an Schulen beenden?
    Genauer Wortlaut der Frage: Wie bewerten Sie die Forderung der Linkspartei, Bundeswehr-Informationsveranstaltungen an Schulen zu beenden?
    Jetzt abstimmen*
    Seit dem russischen Angriffskrieg und Debatten über die Wehrhaftigkeit Deutschlands nimmt die Zahl schulischer Veranstaltungen der Bundeswehr stetig zu. Da Bildung Ländersache ist, wird das Engagement der Bundeswehr regional höchst unterschiedlich gehandhabt: Während Berlin Werbung für den Militärdienst bereits 2019 per Gesetz untersagt hat, verpflichtete Bayern 2024 seine Schulen dagegen zur Kooperation mit der Armee. Anfang März debattierte der Bundestag über einen Antrag der Linkspartei. Diese fordert darin, den Einsatz von Jugendoffizieren bundesweit zu beenden und bestehende Kooperationsvereinbarungen mit einzelnen Bundesländern aufzukündigen, um eine schleichende Militarisierung der Bildungseinrichtungen zu verhindern.
    Die Linke betont, dass die Bundeswehr an Schulen nicht neutral auftreten könne, da der Militärdienst die Anwendung tödlicher Gewalt impliziere. Reine Rekrutierungsformate verletzten zudem die UN-Kinderrechtskonvention, weshalb eine strikte Trennung von politischer Bildung und Nachwuchsgewinnung nötig sei. Um den Beutelsbacher Konsens zu wahren, müssten Schülerinnen und Schüler vor einseitiger Beeinflussung durch Werbematerial oder digitale Spots geschützt werden. Eine 2025 gegen die bayerische Kooperationspflicht eingereichte Popularklage begründete die Gewerkschaft GEW damit, dass die Armee durch den privilegierten Zugang zu Schulen unzulässigen Einfluss auf Bildung und Berufsorientierung nehme.
    Nachdem der Bayerische Verfassungsgerichtshof diese Klage jüngst in weiten Teilen abwies, verteidigte die bayerische Staatsregierung die Präsenz der Armee als essentiell für die politische Bildung. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betonte, dass das Gesetz überwiegend verfassungsgemäß sei und Jugendoffiziere lediglich über Sicherheits- oder Verteidigungspolitik informierten. In Berlin folgte auf das Werbeverbot von 2019 parteiübergreifend Kritik. Die Berliner CDU erklärte, die Bundeswehr müsse als Parlamentsarmee über ihren verfassungsmäßigen Auftrag informieren dürfen. Auch Lars Klingbeil (SPD) mahnte an, dass Soldat:innen weiterhin sicherheitspolitische Diskussionen führen sollten, da sie keine Werbung, sondern wertvolle Information böten.
    *Mit einem Klick auf „Jetzt Abstimmen“ werden Sie automatisch auf civey.com und in unseren Umfrage-Widgets eingeloggt und können unmittelbar an allen Umfragen teilnehmen. Um diesen Service zu ermöglichen, wird ein notwendiger Cookie gesetzt. Alternativ können Sie sich auch auf civey.com mit Ihrer E-Mail-Adresse und Passwort einloggen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
    ­
    Das Ergebnis zum Mittwoch
    Mehrheit begrüßt Sender-Reduktion beim ÖRR
    Hier geht's zur Umfrage
    ­
    Die Zahl zum Schluss
    Auf Alkohol wird am ehesten in der Fastenzeit verzichtet
    11 %
    Die Fastenzeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest im christlichen Kalender. Sie begann am Aschermittwoch und dauert in der Regel 40 Tage. In diesem Zeitraum praktizieren viele Christ:innen Fasten, Buße oder spirituelle Reflexion. Mittlerweile fasten aber auch immer mehr Nicht-Gläubige. Dabei wollen die Deutschen hauptsächlich weniger Alkohol (11 %) und Süßigkeiten (9 %) konsumieren. Drei Viertel der Deutschen (75 %) geben jedoch an, die christliche Fastenzeit nicht zum Anlass zu nehmen, auf etwas zu verzichten.

    ­

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    Screenshot_2026_03_19_at_03_08_41_Merz_im_Flecktarn_Wir_sind_bereit_zur_Abschreckung_und_zur_Verteidigung_Politik_im_Fiebertraum

    nachdenkseiten.de, 17. März 2026 um 10:15 Ein Artikel von: Marcus Klöckner

    Da steht der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland im Flecktarn – umgeben von Soldaten. Friedrich Merz ist nach Norwegen gereist, zusammen mit dem Verteidigungsminister. Auch Boris Pistorius trägt eine Bundeswehrjacke. Über seinen Kanal auf der Plattform X setzt Merz den folgenden Tweet ab: „Gemeinsam setzen wir ein Zeichen: Die @NATO ist wach und präsent. Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung.“ Welch eine politische Bankrotterklärung. Grundlos, sinnlos, maßlos, verantwortungslos, hirnlos: Die deutsche Friedenspolitik liegt in Trümmern. Die deutsche Russlandpolitik gleicht schon jetzt einem Schlachtfeld. Die politische Führung scheint in einem Fiebertraum zu stecken. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Kriegstüchtig soll Deutschland werden und der Kanzler zeigt sich bei einem Besuch in Norwegen in Flecktarn. Im grün-braun-schwarz-beigen Fleckenmuster der Bundeswehr steht er da. Die deutsche Nationalflagge oben auf dem Arm – exakt wie bei den Soldaten – und ein Abzeichen, auf dem ein nach oben gerichteter Pfeil und ein mit seinen Klauen zupackender Adler zu sehen ist. Die NATO-Übung „Cold Response“ findet statt und Merz begibt sich mit dem deutschen Verteidigungsminister an seiner Seite zu einer Stippvisite.

    Die Bilder verstärken jenen stechenden Ton, der seit geraumer Zeit aus dem politischen Zentrum in Deutschland zu hören ist. Da ist die Rede von einem „Operationsplan Deutschland“. Da heißt es, Verteidigung sei „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Da heißt die Losung, „kriegstüchtig“ werden – und der Begriff „Ostfront“ geistert durch die Öffentlichkeit. Hochrangige Vertreter der Bundeswehr tauchen in ihren Militäruniformen im Fernsehen auf und gerade ist zu lesen, wie sich „Neubrandenburg und die Seenplatte auf den Ernstfall vorbereiten“. Von dem Vorhaben, dass auch Krankenhäuser kriegstüchtig werden sollen, ganz abgesehen. Und nun er, der Bundeskanzler, aber auch andere Politiker, die sich in Bundeswehrtarnjacken zeigen.

    Hier geht es nicht um eine Stil- oder eine Modefrage. Was der Kanzler an Militärkleidung trägt, ist Politik. Die Bundeswehrjacke wird zum Abbild einer Politik, vor der die Republik schaudern muss. Ein massiver Feindbildaufbau ist zu beobachten, der mit Sinn und Verstand so viel zu tun hat wie die deutsche Politik zum Ukraine-Krieg: nichts.

    Da sagt der Außenminister Deutschlands: „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben.“ Da sagt der Verteidigungsminister: „Wir müssen kriegstüchtig werden. Wir müssen wehrhaft sein. Und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen.“ Und da schreibt Merz in einem aktuellen Tweet auf der Plattform X: „Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung.“

    Ja, was sollen diese Äußerungen? Die politische Führung Deutschlands muss sich in einem Fiebertraum befinden!

    Wer soll denn aus welchen Gründen abgeschreckt werden? Wie soll denn eine „Verteidigung“ gegen einen von der deutschen Politik als möglich betrachteten Angriff der Atommacht Russland aussehen? Überhaupt: Warum sollen wir kriegstüchtig werden? Wieso wird Russland „für immer“ ein Feind „für uns“ bleiben?

    Eine auch nur im Ansatz tragfähige Antwort auf diese Fragen lässt sich in keiner der Aussagen finden, die aus dem Munde der Politik zu vernehmen sind. Zu hören sind hingegen grundlose, sinnlose, maßlose, verantwortungslose und hirnlose Äußerungen, die verdeutlichen: Die deutsche Friedenspolitik liegt in Trümmern, die Russlandpolitik gleicht schon jetzt einem Schlachtfeld.


    Titelbild: Bundesregierung/Jesco Denzel


    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast PR


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=147837


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Deutschlands führende Rolle / Merz im Flecktarn


    aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. März 2026, 18:16 Uhr


    RTDE 17.3.2026

    Lettlands Verteidigungsminister:
    Deutschlands führende Rolle in der NATO ist unerlässlich

    Am 16. März 2026 marschierten in Riga Anhänger der deutschen Waffen-SS unbehelligt durch Riga. Gleichzeitig empfing der deutsche Verteidigungsminister seinen lettischen Amtskollegen in Berlin, um über die russische Bedrohung zu beraten. Deutschlands führende Rolle in der NATO sei unerlässlich, betonte Andris Sprūds.

    Am Montag empfing der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius seinen lettischen Amtskollegen Andris Sprūds bei einem Staatsbesuch in Berlin mit militärischen Ehren. Die beiden Minister sprachen über den Nahen und Mittleren Osten, den Einsatz an der NATO-Ostflanke, die Ukraine-Unterstützung sowie ihre bilaterale Kooperation.
    Wie die Bundeswehr am Montag über den lettischen Staatsbesuch berichtete, seien die bilateralen Beziehungen zwischen Lettland und Deutschland eng und vertrauensvoll. Sie seien geprägt von gemeinsamen Interessen der NATO und der Europäischen Union.

    Die Streitkräfte beider Länder arbeiteten bei der Ausbildung und bei gemeinsamen Militäreinsätzen zusammen. Man kooperiere auch im Bereich der Aufrüstung. Deutschland werde das Baltikum "uneingeschränkt" unterstützen, habe Pistorius noch einmal erklärt. Dazu führte die Bundeswehr in ihrem Bericht aus:
    "Man sei sich einig, was die russische Bedrohung für die Sicherheit in Europa und insbesondere des Baltikums angehe. Deutschland, so Pistorius, sei weiterhin entschlossen, das Baltikum und die NATO-Ostflanke gegen eine Aggression durch Russland zu schützen. Die baltischen Staaten haben sicherheitspolitisch für Deutschland Priorität. Sicherheit im Baltikum bedeute Sicherheit für Europa und Deutschland, unterstrich der Minister in Berlin.“

    In der Golfregion lehnte Pistorius jegliche "militärische Einbindung" ab. Für Deutschland bleibe die NATO-Ostflanke der Schwerpunkt. Dort erfülle Deutschland seine "Verpflichtungen": "Wir erfüllen unsere Verpflichtungen im Rahmen des Bündnisses insbesondere an der NATO-Ostflanke und im Hohen Norden."

    Auch wenn das "sicherlich im Sinne Moskaus wäre", würde Deutschland sich nicht vom Fokus auf die Ukraine ablenken lassen. Deutschland werde der Ukraine weiterhin "unverbrüchlich zur Seite stehen", habe Pistorius versichert.
    Lettland und Deutschland seien sich über "ihr hohes Engagement bei der Ukraine-Unterstützung" – und hier besonders über die "schnelle Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung" einig. Pistorius habe ausdrücklich die "enormen Bemühungen Lettlands" bei der Landesverteidigung und der nationalen Resilienz gelobt. Das Land leiste einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung der NATO-Ostflanke.

    Lettlands Verteidigungsminister Andris Sprūds bezeichnete Deutschland als unerlässlichen Partner für Lettland. Angesichts der russischen Bedrohung sei eine starke NATO von höchster Bedeutung. Hierbei sei die führende Rolle Deutschlands ebenfalls unerlässlich, betonte Sprūds. Deutschland leiste einen "immensen Beitrag zum Sicherheitsgefühl der lettischen Bevölkerung“.

    Parallel zum Staatsbesuch des lettischen Ministers in Deutschland marschierten ebenfalls am 16. März, Anhänger der deutschen Waffen-SS bei einem Gedenkmarsch mit Genehmigung der Behörden unbehelligt durch Riga. Wie die Welt bereits im Jahr 2015 unter der Überschrift "Veteranen der Waffen-SS marschieren durch Riga" berichtete, finde diese SS-Heldenparade in Riga jedes Jahr am 16. März statt. Die heutigen SS-Verehrer gedenken dabei der 140.000 Letten, die im Zweiten Weltkrieg in der deutschen Waffen-SS gegen die Rote Armee kämpften. Am 16. März 1944 verlor die lettische SS-Legion eine entscheidende Schlacht gegen die Rote Armee. 
    Für den SS-Gedenkmarsch stellen die lettischen Behörden massiven Polizeischutz zur Verfügung. Sowohl die jüdische Gemeinde in Lettland, als auch die russischsprachige Bevölkerung würden den Aufmarsch scharf kritisieren. Dabei handele es sich um eine Verehrung des Nationalsozialismus, gab die Welt 2015 deren Kritik wieder.

    Über die Veranstaltung am 16. März 2026 meldete das lettische Nachrichtenportal Latvian Public Media (LSM) am Montag: "Ein Gedenkmarsch in Riga zu Ehren der im Zweiten Weltkrieg gefallenen lettischen Legionäre verlief ohne Zwischenfälle. Nach Schätzungen der Staatspolizei versammelten sich laut LETA etwa 200 Menschen zu dem Marsch. Der alljährlich am 16. März begangene Gedenktag der Legionäre stellt einen inoffiziellen Gedenktag dar, an dem Veteranen der Lettischen Legion sowie andere Bürger des Landes jener Personen gedenken, die im Rahmen der Lettischen Legion in den deutschen Streitkräften ihren Dienst verrichteten.



    https://www.nachdenkseiten.de/?p=147837
    17.3.2026

    Merz im Flecktarn: „Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung“ – Politik im Fiebertraum

    Da steht der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland im Flecktarn – umgeben von Soldaten. Friedrich Merz ist nach Norwegen gereist, zusammen mit dem Verteidigungsminister. Auch Boris Pistorius trägt eine Bundeswehrjacke. Über seinen Kanal auf der Plattform X setzt Merz den folgenden Tweet ab: „Gemeinsam setzen wir ein Zeichen: Die @NATO ist wach und präsent. Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung.“ Welch eine politische Bankrotterklärung. Grundlos, sinnlos, maßlos, verantwortungslos, hirnlos: Die deutsche Friedenspolitik liegt in Trümmern. Die deutsche Russlandpolitik gleicht schon jetzt einem Schlachtfeld. Die politische Führung scheint in einem Fiebertraum zu stecken. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

    Kriegstüchtig soll Deutschland werden und der Kanzler zeigt sich bei einem Besuch in Norwegen in Flecktarn. Im grün-braun-schwarz-beigen Fleckenmuster der Bundeswehr steht er da. Die deutsche Nationalflagge oben auf dem Arm – exakt wie bei den Soldaten – und ein Abzeichen, auf dem ein nach oben gerichteter Pfeil und ein mit seinen Klauen zupackender Adler zu sehen ist. Die NATO-Übung „Cold Response“ findet statt und Merz begibt sich mit dem deutschen Verteidigungsminister an seiner Seite zu einer Stippvisite.

    Die Bilder verstärken jenen stechenden Ton, der seit geraumer Zeit aus dem politischen Zentrum in Deutschland zu hören ist. Da ist die Rede von einem „Operationsplan Deutschland“. Da heißt es, Verteidigung sei „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Da heißt die Losung, „kriegstüchtig“ werden – und der Begriff „Ostfront“ geistert durch die Öffentlichkeit. Hochrangige Vertreter der Bundeswehr tauchen in ihren Militäruniformen im Fernsehen auf und gerade ist zu lesen, wie sich „Neubrandenburg und die Seenplatte auf den Ernstfall vorbereiten“. Von dem Vorhaben, dass auch Krankenhäuser kriegstüchtig werden sollen, ganz abgesehen. Und nun er, der Bundeskanzler, aber auch andere Politiker, die sich in Bundeswehrtarnjacken zeigen.

    Hier geht es nicht um eine Stil- oder eine Modefrage. Was der Kanzler an Militärkleidung trägt, ist Politik. Die Bundeswehrjacke wird zum Abbild einer Politik, vor der die Republik schaudern muss. Ein massiver Feindbildaufbau ist zu beobachten, der mit Sinn und Verstand so viel zu tun hat wie die deutsche Politik zum Ukraine-Krieg: nichts.

    Da sagt der Außenminister Deutschlands: „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben.“ Da sagt der Verteidigungsminister: „Wir müssen kriegstüchtig werden. Wir müssen wehrhaft sein. Und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen.“ Und da schreibt Merz in einem aktuellen Tweet auf der Plattform X: „Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung.“

    Ja, was sollen diese Äußerungen? Die politische Führung Deutschlands muss sich in einem Fiebertraum befinden!
    Wer soll denn aus welchen Gründen abgeschreckt werden? Wie soll denn eine „Verteidigung“ gegen einen von der deutschen Politik als möglich betrachteten Angriff der Atommacht Russland aussehen? Überhaupt: Warum sollen wir kriegstüchtig werden? Wieso wird Russland „für immer“ ein Feind „für uns“ bleiben?

    Eine auch nur im Ansatz tragfähige Antwort auf diese Fragen lässt sich in keiner der Aussagen finden, die aus dem Munde der Politik zu vernehmen sind. Zu hören sind hingegen grundlose, sinnlose, maßlose, verantwortungslose und hirnlose Äußerungen, die verdeutlichen: Die deutsche Friedenspolitik liegt in Trümmern, die Russlandpolitik gleicht schon jetzt einem Schlachtfeld.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    "Frohes Nowruz" – Israel tötet Irans Sicherheitschef Ali Laridschani

    Screenshot_2026_03_18_at_20_05_47_Frohes_Nowruz_Israel_t_tet_Irans_Sicherheitschef_Ali_Laridschani


    odysee.com, 18. März 2026

    Der langjährige iranische Spitzenpolitiker und Sicherheitschef Ali Laridschani wurde bei einem israelischen Luftangriff getötet. Dabei kamen auch sein Sohn sowie mehrere Sicherheitsmitarbeiter ums Leben.

    Der Angriff fand am Montag statt, als Laridschani sich im Haus seiner Tochter in Teheran befand. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Dienstag, dass Laridschani bei einem gezielten Luftschlag in der Nacht zuvor "eliminiert" worden sei. Iranische Staatsmedien und der Sicherheitsrat haben seinen Tod inzwischen offiziell bestätigt und ihn als "Märtyrer" gewürdigt.

    Ali Laridschani galt nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei als eine der einflussreichsten und de facto führenden Figuren in Iran. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu begrüßte seine Tötung ausdrücklich und verband dies mit dem bevorstehenden persischen Neujahrsfest: "Dies soll es dem tapferen iranischen Volk ermöglichen, das Feuerfest [Irans Neujahr] zu feiern – also feiert. Frohes Nowruz! Wir schauen von oben zu."

    Mehr auf unserer Webseite:


    Info: https://odysee.com/@RTDE:e/-Frohes-Nowruz--%E2%80%93-Israel-t%C3%B6tet-Irans-Sicherheitschef-Ali-Laridschani:d


    Video https://odysee.com/@RTDE:e/-Frohes-Nowruz--%E2%80%93-Israel-t%C3%B6tet-Irans-Sicherheitschef-Ali-Laridschani:d Dauer 1:14 Min.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    +++Seminar "Friedenspolitik in der Welt des 21. Jahrhunderts" am 21.3.+++

    aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 18. März 2026, 12:10 Uhr


    Programm Online-Seminar „Friedenspolitik in der Welt des 21.Jahrhunderts“ am 21.3. von 10.30 – 16.30h
    10.30 h Eröffnung und Begrüßung - Vorstellung Ablaufplan, kurze Vorstellungsrunde
    11.00 – 12.15 h Die internationale Lage und die Aufgaben der Friedensbewegung
    Vortrag und Diskussion mit: Rainer Braun (Vorstandsmitglied des International Peace Bureau)
    (dazu als Text im Anhang: „Überlegungen zur weiteren Strategie der Friedensbewegung“)
    12.15 – 12.45 h Mittagspause
    12.45 – 16.30 h Diskussion über den Text „Friedenspolitik für die Welt des 21. Jahrhunderts“
    (als Anhang zu lang - zu finden auf unserer Webseite www.frieden-hannover.de beim 21.3.)
    12.45 –14.00 h „Die Umbrüche im internationalen System verstehen“ (Kap. 1)
    14.00 – 15.00 h „Der zentrale Konflikt auf dem Weg zur multipolaren Weltordnung“ (Kap.2)
    kurze Pause
    15.15 – 16.30h: „Kontroversen in der Friedensbewegung“ und „Anforderungen an Friedenspolitik auf der Höhe der Zeit“ (Kap. 3 und 4)

    Gesendet: Freitag, 13. März 2026 um 18:24

    Von: Ulrich Wolf

    An: Wolf <u.wolf@rlbni.de>

    Betreff: +++Seminar "Friedenspolitik in der Welt des 21. Jahrhunderts" am 21.3.+++


    Liebe Friedensbewegte,

    vielen Dank für eure Anmeldung zu unserem Online-Seminar. Es findet statt am

    Samstag, den 21.3.2026 von 10.30 - 16.30. (Achtung: leicht geänderte Zeiten).

    Den Einladungslink findet ihr unten.

    Hauptgrundlage: Text "Friedenspolitik für die Welt des 21. Jahrhunderts" von Michael Brie, Erhard Crome, Frank Deppe und Peter Wahl.

    Mit unserem Seminar wollen wir die Diskussion innerhalb der Friedensbewegung über die aktuelle Situation hinaus anregen.

    Dagmar Lücke Kathrin Otte Hans Voss Ulrich Wolf

    An Zoom-Meeting teilnehmen
    https://us06web.zoom.us/j/85250684051?pwd=nQ0YKWz9oRVkuqCkF1JUa1PCPmDavc.1

    Meeting-ID: 852 5068 4051
    Kenncode: 431094


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    Joe Kent  – ein Held… Tulsi Gabbard  – eine verachtenswerte, feige Niete

    seniora.org, 18. März 2026, 18. 03. 2026 Von Larry Johnson - übernommen von //substack.com/@larrycjohnson">Larry C Johnson


    Screenshot_2026_03_18_at_12_23_08_Seniora.org_Joe_Kent_ein_Held_Tulsi_Gabbard_eine_verachtenswerte_feige_Niete

    Miriam Adelson, Tulsi Gabbard und der verkommene Rabbi Shmuley Boteach


    Joe Kent ist heute als Direktor des National Counterterrorism Center, dem höchsten Posten der US-Regierung, der für die Zusammenführung und Analyse von terrorismusbezogenen Geheimdienstinformationen zuständig ist, zurückgetreten   – aufgrund seiner Ablehnung des Krieges gegen den Iran. Ein Hoch auf den Jungen!!!

    Bevor er diesen Posten antrat, diente Joe als Army Ranger, als Green Beret, als Mitglied einer streng geheimen Army-Intelligence-Einheit mit Sonderzugang und war bei der Special Operations Division der CIA tätig. Der Mann hatte 11 Kampfeinsätze und wurde mit SECHS Bronze Stars ausgezeichnet. Und der verabscheuungswürdige, widerwärtige Donald Trump hatte die Dreistigkeit, diesen Mann in Sicherheitsfragen als „schwach“ zu bezeichnen.

    Entgegen den Verleumdungen, die von den Trump-Speichelleckern über Joe Kent verbreitet werden, war Joe der Mann in den Geheimdiensten, der über das größte Wissen über terroristische Bedrohungen und terroristische Aktivitäten verfügte, denen die USA ausgesetzt waren. Als er in seinem Rücktrittsschreiben schrieb, dass der Iran keine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle, äußerte er keine persönliche Meinung… Das ist es, was die Geheimdienstinformationen zeigen.

    „Son of the New American Revolution“ ist eine von Lesern unterstützte Publikation. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, erwägen Sie bitte, kostenloser oder zahlender Abonnent zu werden.

    Die meisten von Ihnen haben keine Ahnung, wie beeindruckend seine Dienstakte ist, daher möchte ich die verschiedenen Aufgaben erläutern, die er bei der Armee und der CIA innehatte [HINWEIS   – Alle von mir präsentierten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen]:

    Das 75. Ranger-Regiment (allgemein bekannt als die US Army Rangers) ist die führende Spezialeinheit der leichten Infanterie der US-Armee und untersteht dem US Army Special Operations Command (USASOC). Es gilt weithin als die Eliteeinheit der Armee für direkte Einsätze und wird oft als „tödliche, agile und flexible Truppe“ beschrieben, die in der Lage ist, weltweit komplexe, risikoreiche Missionen durchzuführen. Das 75. Ranger-Regiment wird aufgrund eines inoffiziellen, aber weit verbreiteten Klassifizierungssystems, das Spezialeinheiten (SOF) anhand von Faktoren wie Finanzierungspriorität, Kommandostruktur, Sensibilität der Mission, Strenge der Auswahl, Einsatzrhythmus und Zugang zu Aufgaben auf nationaler Ebene einstuft, gemeinhin als Tier-2-Einheit innerhalb der US-Spezialeinheiten-Gemeinschaft beschrieben. Er arbeitete direkt an der Unterstützung der Delta Force und des Seal Team 6.

    Nach seiner Zeit bei den 75th Rangers diente Joe bei den US Army Special Forces (Green Berets) als Chief Warrant Officer 3 (CW3) und spezialisierte sich als 18B Weapons Sergeant bei der 5th Special Forces Group. Er trug das Ranger-Abzeichen und das Green-Beret-Abzeichen. Joe kämpfte im April 2004 als relativ neuer Green Beret bei der 5th Special Forces Group in der Ersten Schlacht von Falludscha (Operation Vigilant Resolve), kurz nachdem er sich 2003 für die Special Forces qualifiziert hatte. Konkrete Details zu seinen individuellen Einsätzen während dieser Operation sind in öffentlichen Aufzeichnungen spärlich, doch war er an Kampfhandlungen an der Seite irakischer Kommandosoldaten des 36. irakischen Kommandobataillons beteiligt, angeführt von Special-Forces-ODAs (Operational Detachment Alphas), darunter die 535, 533 und 513, wobei der Schwerpunkt auf der Säuberung städtischer Gebiete und der Suche nach hochrangigen irakischen Beamten inmitten intensiver Haus-zu-Haus-Kämpfe lag.

    Joe diente außerdem bei der Task Force Orange (auch bekannt als Intelligence Support Activity, oder ISA), einer streng geheimen Spezialeinheit der US-Armee, die sich auf Informationsbeschaffung, Signalaufklärung (SIGINT) und direkte Einsatzunterstützung für Tier-1-Operationen konzentrierte. Seine Rolle umfasste eine enge Zusammenarbeit mit JSOC-Einheiten, wobei er sein Fachwissen als Waffensergeant für Hochrisikoeinsätze einsetzte, darunter solche an der irakisch-syrischen Grenze, wo er in Interviews Neid auf deren Einsatzregeln äußerte.

    Nach mehreren Kampfeinsätzen, bei denen er Aufgaben in den Bereichen direkte Aktion, unkonventionelle Kriegsführung und Nachrichtendienst (einschließlich der SIGINT- und Zielerfassungsmissionen der Task Force Orange) kombinierte, verließ Kent den aktiven Dienst und nutzte seine Elite-Sicherheitsfreigaben und operative Erfahrung. Sein Hintergrund bei der Task Force Orange   – hoch geschätzt für ihre streng abgetrennte Geheimdienstarbeit zur Unterstützung des JSOC   – machte ihn zu einem erstklassigen Kandidaten für das Special Activities Center (SAC) der CIA, insbesondere für die Ground Branch, die weltweit paramilitärische verdeckte Operationen durchführt.

    Sie müssen verstehen, dass Joe Kent ein echter Profi ist, der sich bestens mit Spezialoperationen und Geheimdienstarbeit auskennt. Und er hat den höchsten Preis dafür gezahlt, seinem Land zu dienen, das ihn nun verraten hat… Seine Frau, eine SIGINT-Spezialistin der Marine, kam bei einem Selbstmordanschlag in Syrien ums Leben und hinterließ ihn als Witwer mit zwei kleinen Söhnen.

    Er war ein Trump-Anhänger und hat zu seinem großen Bedauern erfahren, dass Loyalität bei Donald Trump eine Einbahnstraße ist. Joe begann in der Trump-Regierung als Stabschef von Tulsi Gabbard, wurde aber schnell zum Leiter des National Counter Terrorism Center (NCTC) befördert.

    Screenshot_2026_03_18_at_12_21_55_7f6c4537_4925_444d_93d3_9e16584b682f_964x1024.jpg_JPEG_Grafik_964_1024_Pixel_Skaliert_54_

    Was für ein Unterschied ein Jahr macht, und was für ein verabscheuungswürdiger Feigling Präsident Donald Trump doch ist. Joe weiß besser als Donald Trump, welche terroristischen Bedrohungen auf die Vereinigten Staaten zukommen. Sein mutiger Rücktritt spricht Bände über die Lügen, mit denen Trump und seine nationalen Sicherheitsberater das amerikanische Volk füttern. Sein Brief spricht für Tausende von Amerikanern, die Trump unterstützt haben und nun von extremer Reue geplagt sind: [deutsche Übersetzung am Ende!

    Screenshot_2026_03_18_at_12_21_09_c3d4cdc3_86e9_492c_9197_0f793474904a_790x1024.jpg_JPEG_Grafik_790_1024_Pixel_Skaliert_54_https://


    Ich hatte gehofft, dass seine Chefin, Tulsi Gabbard, seinem Beispiel folgen würde. Das tat sie nicht. Sie entpuppte sich als rückgratlose, feige Heuchlerin, die zuvor darauf bestanden hatte, dass sie solche rücksichtslosen Militäraktionen wie einen Angriff auf den Iran ablehne. Ich fragte mich, warum sie nachgab, bis ich das Foto oben in diesem Artikel sah. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte… Das obige Bild von Miriam Adelson, Tulsi Gabbard und dem entarteten Rabbi Shmuley Boteach bedeutet, dass Tulsi sich an die Zionisten verkauft hat.

    Die Aufgabe des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste besteht darin, dem Präsidenten die Wahrheit zu sagen, ungeachtet der politischen Kosten. Es ist nun klar, dass Tulsi sich verkauft hat. Sie ist nur eine weitere feige Politikerin, die den Zugang zur Macht höher schätzt als die Wahrung der Verfassung. Ihr X-Post, in dem sie Trumps rechtswidriges und unentschuldbares Verhalten rechtfertigt, wird ihr für den Rest ihres Lebens wie ein faulender Albatros um den Hals hängen.


    Screenshot_2026_03_18_at_12_19_28_52f9c4bc_dca0_4dfa_b0a2_3e0eeb277e86_804x1024.jpg_JPEG_Grafik_804_1024_Pixel_Skaliert_54_https://

    Verdammt, es ist nicht Trumps Aufgabe zu entscheiden, ob der Iran eine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellt… Das war ihre Aufgabe, und sie hat spektakulär versagt.

    Screenshot_2026_03_18_at_12_18_33_Seniora.org_Joe_Kent_ein_Held_Tulsi_Gabbard_eine_verachtenswerte_feige_Niete

    „Son of the New American Revolution“ ist eine von Lesern unterstützte Publikation. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, erwäge bitte, kostenloser oder zahlender Abonnent zu werden.

    ___


    Präsident Trump,

    nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Direktor des National Counterterrorism Center zurückzutreten.

    Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund von Druck aus Israel und seiner einflussreichen US-amerikanischen Lobby begonnen haben.

    Ich unterstütze die Werte und die außenpolitischen Positionen, mit denen Sie 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf gemacht haben und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 haben Sie verstanden, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika wertvolle Menschenleben gekostet und den Wohlstand unseres Landes erschöpft haben.

    In Ihrer ersten Amtszeit haben Sie besser als jeder moderne Präsident verstanden, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne uns in endlose Kriege hineinziehen zu lassen. Sie haben dies gezeigt, indem Sie Qasem Soleimani töten ließen und den IS besiegten.

    Früh in dieser Amtszeit haben hochrangige israelische Vertreter sowie einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien eine Desinformationskampagne geführt, die Ihre „America First“-Agenda vollständig untergraben und pro-kriegerische Stimmungen geschürt hat, um einen Krieg mit dem Iran zu fördern. Diese Echokammer wurde genutzt, um Sie dazu zu verleiten zu glauben, dass der Iran eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt und dass Sie sofort zuschlagen sollten, dass es einen klaren Weg zu einem schnellen Sieg gebe. Das war eine Lüge und entspricht derselben Taktik, die Israel eingesetzt hat, um uns in den verheerenden Irak-Krieg zu treiben, der unser Land Tausende seiner besten Männer und Frauen gekostet hat. Diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen.

    Als Veteran, der elfmal im Kampfeinsatz war, und als Gold-Star-Ehemann, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel herbeigeführten Krieg verloren hat, kann ich nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, in dem sie kämpfen und sterben soll, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und die Opfer amerikanischer Leben nicht rechtfertigt.

    Ich bete dafür, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun und für wen wir es tun. Die Zeit für entschlossenes Handeln ist jetzt. Sie können den Kurs umkehren und einen neuen Weg für unser Land einschlagen   – oder zulassen, dass wir weiter in Richtung Niedergang und Chaos abrutschen. Sie halten die Karten in der Hand.

    Es war mir eine Ehre, in Ihrer Regierung und für unser großartiges Land zu dienen.

    Joseph Kent

    Direktor, National Counterterrorism Center“

        After much reflection, I have decided to resign from my position as Director of the National Counterterrorism Center, effective today.

        I cannot in good conscience support the ongoing war in Iran. Iran posed no imminent threat to our nation, and it is clear that we started this… pic.twitter.com/prtu86DpEr

        — Joe Kent (@joekent16jan19) March 17, 2026


    Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/joe-kent-ein-held-tulsi-gabbard-eine-verachtenswerte-feige-niete


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Aber auch Larry Johnson erschwert seinerseits m. E. eine erfolgreiche, kritische aber aufklärerische Kommunikation, wenn er schreibt: 

    Zitat: Sie (Tulsi Gabbard) entpuppte sich als rückgratlose, feige Heuchlerin, die zuvor darauf bestanden hatte, dass sie solche rücksichtslosen Militäraktionen wie einen Angriff auf den Iran ablehne. Zitatende  

    Auch wenn das nach Kenntnisstand nahe liegt.

    18.03.2026

    USA US-Terrorabwehrchef: Iran-Krieg wurde auf Druck aus Israel begonnen – das Schreiben an Trump im Wortlaut


    berliner-zeitung.de, 17.03.2026, 17.03.2026, 18:23 Uhr, Alexander Schmalz

    Joe Kent rechnet in seinem Rücktrittsschreiben mit der US-Regierung ab. Der Iran habe keine unmittelbare Bedrohung dargestellt – der Krieg sei unter Druck aus Israel begonnen worden.


    Joe Kent, Direktor des National Counterterrorism Center, bei einer Anhörung im US-Kongress im Dezember 2025 in Washington.newsroom world/imago


    Der zurückgetretene US-Terrorabwehrchef Joe Kent hat Präsident Donald Trump in einem Schreiben schwere Vorwürfe gemacht. In dem auf der Plattform X veröffentlichten Rücktrittsbrief stellt er die Begründung für den Krieg gegen den Iran infrage und spricht von einer „Desinformationskampagne“, die den Präsidenten zu dem Militäreinsatz bewegt habe.

    Nach Kents Darstellung sei der Iran-Krieg maßgeblich durch Druck aus Israel und dessen Unterstützer in den USA zustande gekommen. Für diese Darstellung gibt es keine unabhängige Bestätigung.

    Das Rücktrittsschreiben von Joe Kent an Präsident Donald Trump im Wortlaut:

    „Präsident Trump,

    nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Direktor des National Counterterrorism Center zurückzutreten.

    Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund von Druck aus Israel und seiner einflussreichen US-amerikanischen Lobby begonnen haben.

    Ich unterstütze die Werte und die außenpolitischen Positionen, mit denen Sie 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf gemacht haben und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 haben Sie verstanden, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika wertvolle Menschenleben gekostet und den Wohlstand unseres Landes erschöpft haben.

    In Ihrer ersten Amtszeit haben Sie besser als jeder moderne Präsident verstanden, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne uns in endlose Kriege hineinziehen zu lassen. Sie haben dies gezeigt, indem Sie Qasem Soleimani töten ließen und den IS besiegten.

    Früh in dieser Amtszeit haben hochrangige israelische Vertreter sowie einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien eine Desinformationskampagne geführt, die Ihre „America First“-Agenda vollständig untergraben und pro-kriegerische Stimmungen geschürt hat, um einen Krieg mit dem Iran zu fördern. Diese Echokammer wurde genutzt, um Sie dazu zu verleiten zu glauben, dass der Iran eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt und dass Sie sofort zuschlagen sollten, dass es einen klaren Weg zu einem schnellen Sieg gebe. Das war eine Lüge und entspricht derselben Taktik, die Israel eingesetzt hat, um uns in den verheerenden Irak-Krieg zu treiben, der unser Land Tausende seiner besten Männer und Frauen gekostet hat. Diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen.

    Als Veteran, der elfmal im Kampfeinsatz war, und als Gold-Star-Ehemann, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel herbeigeführten Krieg verloren hat, kann ich nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, in dem sie kämpfen und sterben soll, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und die Opfer amerikanischer Leben nicht rechtfertigt.

    Ich bete dafür, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun und für wen wir es tun. Die Zeit für entschlossenes Handeln ist jetzt. Sie können den Kurs umkehren und einen neuen Weg für unser Land einschlagen – oder zulassen, dass wir weiter in Richtung Niedergang und Chaos abrutschen. Sie halten die Karten in der Hand.

    Es war mir eine Ehre, in Ihrer Regierung und für unser großartiges Land zu dienen.

    Joseph Kent
    Direktor, National Counterterrorism Center“

    After much reflection, I have decided to resign from my position as Director of the National Counterterrorism Center, effective today.

    I cannot in good conscience support the ongoing war in Iran. Iran posed no imminent threat to our nation, and it is clear that we started this… pic.twitter.com/prtu86DpEr

    — Joe Kent (@joekent16jan19) March 17, 2026

    „Wir brauchen die Hilfe von niemandem“: Trump sauer auf Nato-Verbündete

    „Wir brauchen die Hilfe von niemandem“: Trump sauer auf Nato-Verbündete

    News

    gestern


    Illusion der Stärke: Wie Donald Trump die Kontrolle über seinen Krieg gegen den Iran zu verlieren drohtIllusion der Stärke: Wie Donald Trump die Kontrolle über seinen Krieg gegen den Iran zu verlieren droht

    Internationales

    16.03.2026

    Lesen Sie mehr zum Thema

    NewsInternationalesUSAIranDonald TrumpIsrael

    Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/joe-kent-iran-krieg-wurde-auf-druck-aus-israel-begonnen-ruecktrittsschreiben-an-trump-im-wortlaut-li.10025200


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    Sicherheitsrisiko Trump: Der große Faktencheck

    lostineu.eu, 18. März 2026

    Wie gefährlich ist US-Präsident Trump für die EU? Berlin und Brüssel wiegeln ab – Kremlchef Putin und Chinas Führer Xi seien ein größeres Sicherheitsrisiko. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.

    Auch wenn Trump nun den Irankrieg führt – die EU dürfe sich nicht von der wahren Gefahr für EUropa ablenken lassen, heißt es in Berlin und Brüssel. Beim kommenden EU-Gipfel steht denn auch die Ukraine wieder ganz oben auf der Tagesordnung, der Iran kommt unter ferner liefen.

    „Unsere Aufgabe heißt erstens die Ukraine, zweitens die Ukraine und drittens die Ukraine“, meint die Chefin der Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Strack-Zimmermann. Auf keinen Fall werde man die EU-Sanktionen gegen Russland lockern, sagt Kanzler Merz.

    Ist Kremlchef Putin also weiter das größte Sicherheitsrisiko? Bedroht er die EU und Frieden und Wohlstand in Europa stärker als Trump? Und was ist mit China? Müssen wir uns nicht viel mehr mit Präsident Xi beschäftigen? Unser Faktencheck liefert ein eindeutiges Ergebnis.

    Tabelle zum Sicherheitsrisiko Trump

    Screenshot_2026_03_18_at_09_11_03_Sicherheitsrisiko_Trump_Der_gro_e_Faktencheck_Lost_in_EUrope


    Screenshot_2026_03_18_at_09_13_14_Sicherheitsrisiko_Trump_Der_gro_e_Faktencheck_Lost_in_EUrope


    Trump Putin Xi Kriege im letzten Jahr 3 (zweimal Iran, einmal Venezuela) 1 (Ukraine) 0 Regime Change 1 + 1 Versuch (Venezuela und Iran) 0 0 Übergriff auf EU-Territorium 1 Versuch (Grönland) 0 0 Drohungen gegen die EU permanent immer wieder keine Drohungen gegen die Nato immer wieder keine keine Sanktionen gegen die EU mehrere, u.a. gegen Ex-Kommissar Breton Gegensanktionen als Reaktion auf EU-Strafen mehrere, nach Lockerung im April 2025 Strafzölle gegen die EU mehrere, vor allem bei Stahl und Aluminium, diverse Drohungen keine bekannt mehrere, u.a. gegen Milchprodukte und Schweinefleisch Erpressungs-Versuche ständig, aktuell mit der Straße von Hormus auf Umwegen (über Orban, Fico) mehrere, z.B. zu Seltenen Erden Ungleiche und unsichere Deals Turnberry-Deal zulasten der EU, z.Z. auf Eis keine (fast vollständig von EU-Seite gekündigt) keine (Investment-Deal CAI von EU gekündigt) Hybride Bedrohungen vor allem im Internet, mutmasslich auch bei Energie (Nordstream) angeblich permanent und ständig mehr, allerdings kaum Beweise angeblich immer mehr, allerdings kaum Beweise

    Copyright Lost in EUrope 2026

    Wie unschwer aus dieser Tabelle zu erkennen ist, ist Trump nach nur einem Jahr im Amt schon der “Sieger aller Klassen”. In fast jeder Hinsicht stellt er ein größeres Sicherheitsrisiko für die EU dar als Putin oder Xi. Auch das wirtschaftliche Risiko made in USA ist deutlich gewachsen.

    Nur wenn man den Krieg um die Ukraine als existentielle Gefahr für die EU begreift (obwohl die Ukraine kein EU-Mitglied ist) und unterstellt, daß dieser Krieg nur ein Vorspiel für einen Angriff auf weitere europäische Länder sei, muß man das Sicherheitsrisiko aus Russland höher bewerten.

    Doch selbst dann bleibt Trump ein akutes Sicherheitsrisiko – denn vom US-Präsidenten hängt ja auch die militärische Unterstützung für die Ukraine ab. Je höher man die Bedeutung der Ukraine für EUropa bewertet, desto mehr macht man sich von Trump abhängig und damit erpressbar…

    Siehe auch “Sicherheitsrisiko Trump” und “Epic Failure mit Trump”

    P. S. Aus Protest gegen den Irankrieg ist der Leiter des amerikanischen Terrorabwehr-Zentrums, Joe Kent, zurückgetreten. Der Iran sei “keine unmittelbare Bedrohung” für die USA gewesen, schrieb er in seinem Rücktrittsbrief. Offenbar hält auch er Trump für ein Sicherheitsrisiko…

    2 Comments

    1. Thomas Damrau
      18. März 2026 @ 08:23

      Priorität-1 = Priorität-2 = Priorität-3 = “Ukraine” -> Kopfschütteln.

      Organisationen, die nur ein einziges Ziel verfolgen, zerschellen zwangsläufige an einem Hindernis, das auf dem Weg zum Ziel liegt (im Falle des EU-Ziels “Ukraine” die fehlenden Ressourcen).

      Um das zu erkennen, braucht man keinen vielköpfigen Beraterstab.

    Antworten

  • Guido B.
    18. März 2026 @ 08:22

    “Je höher man die Bedeutung der Ukraine für EUropa bewertet, desto mehr macht man sich von Trump abhängig und damit erpressbar…”

    Womit ich zu einem anderen Schluss komme als ebo:
    Das grösste Sicherheitsrisiko für die EU ist der fehlende Verstand ihrer Eliten. Niemand ausser Orban und Fico ist in der EU noch in der Lage, das eigene Reden und Handeln einem Realitätscheck zu unterziehen und eine gescheiterte Strategie als solche zu erkennen. Das Einzige, was die Eliten in der EU können, ist die Fortsetzung des destruktiven Kurses mit noch mehr Effort. Mehr vom Gleichen heisst in der EU: mehr vom gleichen Scheitern.
    Dafür können weder Trump noch Putin noch Xi etwas.
    Das ist das einsame Versagen der EU-Eliten.


  • Info: https://lostineu.eu/sicherheitsrisiko-trump-der-faktencheck/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    AfD-Chat: “Weber war auf dem Laufenden”


    lostineu.eu, vom 17. März 2026

    EVP-Chef Weber wußte offenbar doch mehr von der Zusammenarbeit mit der AfD und anderen Rechten, als er bisher erklärt hat. Dies geht aus Aussagen mehrerer anderer Europaabgeordneter hervor.

    Er habe Weber “und die gesamte Fraktionsspitze Schritt für Schritt auf dem Laufenden gehalten”, sagte der französische EVP-Parlamentarier Bellamy der Nachrichtenagentur AFP. Bellamy führte bei der umstrittenen Zusammenarbeit mit den Rechten die Feder.

    Dem PfE-Abgeordneten Leggeri vom französischen Rassemblement National (RN) zufolge hätten die Vertreter von EVP, PfE, EKR und ESN sich zudem getroffen,“um gemeinsam eine konsolidierte Fassung” des später beschlossenen Migrations-Papiers “zu finalisieren”.

    Folgt man Bellamy, so war Weber auch darüber informiert. Er hätte also den Bruch der “Brandmauer gegen Rechts” gebilligt. Dennoch tat der CSU-Politiker so, als sei alles ohne sein Wissen passiert. Wer will ihm noch vertrauen?

    Wenn er wirklich nichts wußte, so hat Weber sein Doppelamt als Chef der EVP-Fraktion und der Partei verfehlt. Wenn er aber doch auf dem Laufenden war, wie Bellamy sagt, so hat er die deutschen Medien angelogen…

    Siehe auch “Migrationswende”: Webers EVP arbeitet mit der AfD zusammen

    3 Comments

    1. KK
      17. März 2026 @ 23:24

      Nach Merz Sondervermögen-move und jetzt Webers Rumgeeiere liegt der Schluß, dass wir von Lügnern regiert werden, doch nahe… zumindest in der ach so christlichen Union, in der die Lüge ja eigentlich als Sünde gelten müsste. Aber klar – als Katholik geht man beichten und macht dann einfach weiter.

    Antworten

  • Erneuerung
    17. März 2026 @ 19:17

    Mal davon abgesehen, dass die Rechten nur deshalb so stark werden konnten, weil die Anderen komplett versagt haben, gibt es in der derzeitigen Politikerkaste in Europa gar niemanden mehr, der irgendwie vertrauenswürdig wäre, von Fico derzeit mal noch abgesehen (der Orban hatte sich ja auch als Zionistenfan geoutet und der Sanchez hat auch Dreck am Stecken). Es gibt nur noch mehr oder weniger verachtenswerte Parlamentarier, alle gehen über Leichen, und manche fühlen sich dabei noch gut, wie Merz, vdL, Kallas, Macron und natürlich auch die nächste Riege wie z.B. Weber, damit die Werteordnung, die Menschen in wertes und unwertes Leben einteilt, erhalten bleibt.

    Antworten

  • Michael
    17. März 2026 @ 19:07

    Auch wer etwas willentlich verschweigt lügt!



  • Info: https://lostineu.eu/afd-chat-weber-war-auf-dem-laufenden/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 





    Trotz Energiekrise: Kein Gas aus Russland, never ever


    lostineu.eu, vom 17. März 2026

    Die Gasspeicher sind leer, wegen des Irankriegs droht auch der EU eine Energiekrise. Dennoch schließt die EU-Kommission eine Rückkehr zu günstigen russischen Gaslieferungen kategorisch aus. Der EU-Beschluss zum endgültigen Ausstieg aus russischer Energie werde nicht mehr angetastet, erklärte Energiekommissar Jörgensen. “It’s extremely important that we stick to this line — we cannot in Europe help indirectly finance Russia’s brutal, illegal war,” sagte er laut “Politico”. – Kremlchef Putin hatte neue Lieferungen angeboten, der belgische Premier De Weber hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Doch die EU-Kommission bewegt sich keinen Millimeter von ihrer dogmatischen Linie. Derweil attackiert die Ukraine offenbar auch noch die TurkStream-Pipeline in die Türkei

    Dieser Beitrag stand zuerst in unserem Newsletter. Mehr Newsletter hier. Abonnement hier (via STEADY)

    P.S. Auch die Russland-Hasserin EU-Außenbeauftragte Kallas lehnt eine Öffnung ab. ​Selbst ‌hinter verschlossenen Türen gebe es dafür ​keine Bereitschaft, sagte ​sie der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Rückkehr zum “Business as usual” würde nur zu weiteren Kriegen führen. “Wir müssen also sehr wachsam sein und Russland nicht geben, was ‌es will, denn sein Appetit wird nur noch wachsen”, so Kallas. – Lieber würgen wir unsere Wirtschaft ab, nicht wahr?

    21 Comments

    1. Thomas Damrau
      18. März 2026 @ 08:34

      “Never say never” hat schon James Bond (https://www.themoviedb.org/movie/36670-never-say-never-again) geraten.

      Diese “starken Botschaften” und “deutlichen Signale” sind einfach nur kindisch – und haben, wie wir schon oft erfahren erfahren durften, häufig eine kurze Halbwertszeit. Wenn Trumps Kumpel Nordstream wiedereröffnen sollten, werden die Energie-Junkies zittrige Hände bekommen.

    Antworten

  • hutaekjango
    18. März 2026 @ 08:17

    “Die Dummheit von Politikern sollte niemals unterschätzt werden!” Helmut Schmidt

    Antworten

  • WBD
    17. März 2026 @ 20:39

    Kallas: “Ceterum censeo Russia esse delendam”

    Vor 65 Jahren, im Lateinunterricht, war das noch aktuell ;-))

    Zeter Zeter

    Antworten

  • Arthur Dent
    17. März 2026 @ 19:42

    Deutschland hat Kohle und Kohlekraftwerke, wollen wir aber nicht mehr. Kraftwerke werden stillgelegt, die Braunkohlengebiete sollen geflutet werden. Damit wäre die Kohle unbrauchbar.
    Deutschland hätte auch Schiefergas, wollen wir auch nicht. Fracking-Bohrungen sind verboten. Könnte Trinkwasser gefährden. Tiefbohrungen für Geothermie würden das Trinkwasser genauso gefährden, sind aber erlaubt. Die Trinkwasser-Gefährdung ist allerdings eher ein geologisches Problem, kein industrielles. Mit entsprechenden Sicherheitsauflagen wären die Probleme beherrschbar.

    Antworten

    • fubar
      17. März 2026 @ 20:06

      Pff, ich könnte Dir jetzt hier die Gasland Dokus von 2010 an verlinken aber ich vermute du brauchst es etwas “näher dran”, also guckste hier und erzähl mal danach ob meinst dass wir uns drauf verlassen könnten, dass es in unserer US-Kolonie Deutschland besser liefe als im Mutterland wo die Bevölkerung theoretisch sogar Einfluss habe
      https://www.ardmediathek.de/video/story/lng-um-jeden-preis/ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FyZC1zdG9yeS8yMDIzLTA1LTMxXzIyLTUwLU1FU1o

      Antworten

      • Arthur Dent
        17. März 2026 @ 23:38

        @fubar
        “Gasland” war ein Film. Trinkwasser kommt aus 200 Metern Tiefe, Gas aus 1000 – 3000, Geothermie mitunter aus 5000 Metern. Natürlich ist nichts zu 100 Prozent sicher – aber Methan kommt meist durch geologische Verwerfungen ins Trinkwasser. Fracking ist ein erprobtes Verfahren. In Deutschland wurden seit den 1960er Jahren 320 Fracking-Maßnahmen durchgeführt. Durch Fracking bedingte Umweltschäden in konventionellen Lagerstätten sind in Deutschland nicht bekannt. Deutschland hat strenge Umweltauflagen und Fracking ist halt nicht billig. Allerdings würden Arbeitsplätze in Deutschland entstehen, Wertschöpfung und ein klein wenig Unabhängigkeit von Russland, USA oder Norwegen.
        2015 hat man allerdings noch auf russisches Pipeline-Gas gesetzt, da wollte man keine inlänische Konkurrenz. Ja, auch Gazprom hatte seine Lobbyisten.:-)

    • KK
      17. März 2026 @ 23:26

      “Mit entsprechenden Sicherheitsauflagen wären die Probleme beherrschbar.”

      Ja, das dachte man in Fukishima auch… und denkt es jetzt wieder.

      Antworten

      • Arthur Dent
        18. März 2026 @ 00:06

        @KK
        Wir nehmen lieber den Atomstrom aus Frankreich, Kohlestrom aus Polen, Gas von den Amis oder aus Norwegen – Deutschland möchte Luftkurort sein, Klassenprimus beim Klimaschutz und jammern, dass alles so teuer ist.
        PV-Anlagen machen aber nachts keinen Strom, Windräder bei Flaute auch nicht. Man will keine Kernkraftwerke, keine Kohlekraftwerke, bei Gaskraftwerken ist man sich nicht sicher. Sicher ist, dass der Bau eines Gaskraftwerkes ungefähr 5 – 6 Jahre dauert und Ausschreibungen sind noch nicht erfolgt. Und wenn die H2-ready sein sollen, es gibt weltweit nur 3 Firmen, die so etwas bauen. Und deren Auftragsbücher sind bestimmt voll.
        Bergbau weg, Schiffbau weg, Textilindustrie weg, Autoindustrie bald weg, Chemie wird auch immer weniger, Stahl ist nur noch ein Schatten seiner selbst…
        Heutzutage würden nach dem Wunder von Lengede sofort alle Schächte in Deutschland für immer geschlossen.

  • fubar
    17. März 2026 @ 18:55

    Merde diese neue Forenfokussierung bzgl. der Kommentare und das nach so kurzer Zeit ist wirklich schade, vor allem auch weil die dann im Forum archivierten Kommentare nicht mehr dieselbe Kommentar/Antwort Sturktur haben wie vorher.

    Da also es bei Sanchez Superstar nicht mehr geht, poste ich den Link zu seinem “The Rest is Politics: Leading” Interview hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=bEzKyw2rbhs

    Gerade bei Minute 26 und das erste halbwegs Positive, dass er die Strompreise in Spanien aufgrund seiner Politik der letzten 7 Jahre auf 1/6 des Deutschen Preises gedrückt habe im vergangenen Monat, 1/7 im Vergleich zu Italien, sogar 1/4 zu FR.

    Faktenchecker, fass!

    Antworten

    • fubar
      17. März 2026 @ 19:14

      Minute 51:
      “Die erste Frage die Europa beantworten sollte, ist wie wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen”

      Sanchez ist also, wie befürchtet, nur Spanisch für Schröder. Hatte sich auch vorher schon über Rentensystemsänderungen gefreut die er erreicht habe und anstatt dem Wiedererstarken seiner indigenen Bevölkerung die Priorität zu geben, steht natürlich Migration nicht nur als Überbrückung bis zum Erfolg dieses Prozesses auf dem Schirm sondern als unlimitierte Notwendigkeit solange man genug für Integration ausgebe.

      Antworten

  • fubar
    17. März 2026 @ 17:53

    Deswegen wollte ich seit nunmehr über 20 Jahren kein europäisches Washington D.C. in Brüssel, told everyone who’d listen. Aber hey, wir gewönnen ja angeblich so viel mehr als wir verlören weil EXPORT!
    Als ob der vorher nicht ging.

    Antworten

  • Stef
    17. März 2026 @ 16:30

    Das verstößt so offensichtlich sowohl gegen die Interessen Deutschlands und zumindest Westeuropas als auch ist es ein eklatanter Fall von doppelten Standards, dass ich an eine von Überzeugungen getragene politische Willensbildung nicht glauben mag. Mir stellt sich eher die Frage, wie man nahezu die gesamte europäische politische Führungsriege so durchgreifend auf einen Kurs bringen kann, der ebenso selbstzerstörerisch wie irrational ist. Eigentlich geht das nur mit politischer Korruption, Kompromat und transatlantischer Tiefenprägung der wesentlichen Akteure.

    Die zahlreichen politischen Akteure werden hoffentlich eines Tages dafür zur Rechenschaft gezogen. Früher oder später werden wir jedenfalls erfahren, was da im Hintergrund gespielt wurde.

    Antworten

    • fubar
      17. März 2026 @ 17:56

      Es sei denn “wir” seien tot, ob wegen Krieg oder Verarmung und einer der zahlreichen Folgen dieser.

      Antworten

  • Michael
    17. März 2026 @ 15:03

    Was wenn der Zeitpunkt kommt und die ganze Welt russisches Gas und Öl kauft und Russland dann sagt, sorry, aber an Europa verkaufen wir nicht!? Spätestens dann sollte man die gesamte EU Commission wegen „Hochverrats“
    vor ein Tribunal stellen und richten lassen!

    Antworten

    • KK
      17. März 2026 @ 15:55

      Es isrt ja nicht nur die EUCO – der Rat und das EU-Parlament ziehen ja zu grossen Teilen mit!

      Antworten

      • Michael
        17. März 2026 @ 20:02

        Ganz einfach: man braucht ein größeres Tribunal!

      • KK
        17. März 2026 @ 23:33

        Und viel mehr Knäste.
        Es sei denn, man nutzt ein bestimmtes Hintertürchen im Lissabon-Vertrag… aber das war sicher nur für den Plebs vorgesehen, nicht fürs Patriziat.

  • jjkoeln
    17. März 2026 @ 14:56

    Das Handeln der Kommission hat mE was pathologisches. Nibelungentreue zum Völkermörder Nethanjahu und zu einem POTUS, der keinerlei Recht akzeptiert. Aber bei Russland mit umso mehr moralischer Verve vorgehen. Letzteres koste es die EU (Wirtschaft und Bürger) was es wolle.
    Rational kann solch ein Verhalten nicht mehr erklärt werden.
    Manchmal denke ich, die sind vielleicht alle korrupt, sonst müssten sie doch anders handeln?

    Antworten

    • KK
      17. März 2026 @ 15:54

      Entweder korrupt, oder Dreck am Stecken, der auf den Servern der NSA liegt…

      Antworten

    • Mic
      17. März 2026 @ 18:44

      Ich erwähnte bereits, das die Vorsitzende eingesetzt worden ist, nicht gewählt (beim ersten Mal).
      ..
      Meiner Meinung nach von derselben (widerlichen) Gruppe, die auch andere Figuren in der europäischen (zumindest aber deutschen) Politik eingesetzt hat.
      Der Kanzler, Vizekanzler, die Ex-Außenministerin uva gehören dazu.
      Wen wundert es also, dass sich Europa zugunsten Amerikas ruiniert.

      Mich wundert, dass sich die Welt nicht gegen den aktuellen, orangenfarbigen Napoleon, Caesar und… viele andere selbsternannten Welt Beherrscher auflehnt und ihn dahin schickt, wo er und seine Getreuen hingehören.
      Vor ca 80 Jahren hat es ja auch geklappt ….

      Antworten

  • KK
    17. März 2026 @ 14:21

    Lieber verdurstet ein EUropäer in der Wüste als von einem Russen ein Glas Wasser anzunehmen…


  • Info: https://lostineu.eu/trotz-energiekrise-kein-gas-aus-russland-never-ever/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Wird Stärke Frieden bringen? Frieden ist Stärke!

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 18. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 18.03.2026
    Wird Stärke Frieden bringen? Frieden ist Stärke!Rosita Ergas, Santiago de Chile
    Pressenza
    In letzter Zeit hören wir immer wieder, dass Frieden durch Stärke erreicht wird. Man versucht uns davon zu überzeugen, dass Gewalt Frieden schafft. Haben wir den Krieg in Vietnam, den Krieg im Irak, den Bürgerkrieg in Syrien und die jüngste…
    Frieden und Abrüstung, Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität, International, Meinungen
    15 Jahre Fukushima: Rückkehr in eine veränderte WeltPressenza Berlin
    Pressenza
    Unser Autor hat die Präfektur Fukushima seit der Nuklearkatastrophe im Jahr 2011 immer wieder besucht. Vieles hat sich verändert, doch manche Probleme bleiben. Von Fritz Schumann für die Berliner Zeitung Am 11. März 2011 um 14:46 Uhr Ortszeit bebte die…
    Ökologie und Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie
    Die Straße von HormuzGERMAN-FOREIGN-POLICY.com, Berlin/Paris/Teheran
    Pressenza
    Debatte um deutsche Beteiligung an Marineoperation in der Straße von Hormuz beginnt. Tankereskorten könnten kaum zehn Prozent des Vorkriegsverkehrs absichern. Paris plant Marinekoalition für die Zeit nach dem Abflauen des Kriegs. In Berlin werden erste Plädoyers für eine deutsche Teilnahme…
    International, Internationale Angelegenheiten, Mittlerer Osten, Politik
    Abschiebung in den KriegGERMAN-FOREIGN-POLICY.com, Berlin/Kabul/Islamabad
    Pressenza
    Deutschland intensiviert die Abschiebungen nach Afghanistan trotz der Menschenrechtslage und trotz eines neuen Krieges zwischen Afghanistan und Pakistan. Eine Ursache des Krieges sind Grenzkonflikte, die auf die Kolonialzeit zurückgehen. Die Bundesrepublik schiebt Afghanen nicht nur ungeachtet der desolaten Menschenrechtslage am…
    Europa, Menschenrechte, Migration, Mittlerer Osten, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.03.2026

    Wer die Brandmauer bricht

    Der erneute Bruch der Brandmauer im Europaparlament zeigt: Beschlüsse der EU-Staaten stehen immer öfter so weit rechts, dass sie ohne die extreme Rechte nicht mehr durchsetzbar sind.

    german-foreign-policy.com, 18. März 202

    BRÜSSEL/BERLIN (Eigener Bericht) – Der erneute Bruch der Brandmauer im Europaparlament ist das Resultat weniger von Machenschaften einzelner Abgeordneter als vielmehr einer Rechtsverschiebung von Beschlüssen der Regierungen in der EU. Dies ergibt sich aus einem Blick auf die bisherigen Fälle, in denen die konservative EVP-Fraktion im Europaparlament gemeinsam mit den Rechtsaußenfraktionen der EKR um die Fratelli d’Italia von Giorgia Meloni, der PfE um den französischen Rassemblement National (RN) und des ESN um die AfD Abstimmungsmehrheiten erreichte. Als Architekt der Option, Mehrheiten unter Zuhilfenahme der äußersten Rechten zu erzielen, gilt der Vorsitzende der EVP und ihrer Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (CSU). Weber arbeitet seit mehreren Jahren an einer solchen Option, um Vorhaben der EU-Staaten auch dann durch das Europaparlament bringen zu können, wenn sie so weit rechts stehen, dass eine Zustimmung anderer Fraktionen nicht zu erhalten ist. Jüngst war das vor allem in der Flüchtlingsabwehr der Fall. Dort haben sich die EU-Regierungen auf ein Vorgehen geeignet, das eklatant gegen Menschenrechte verstößt und nur noch mit Hilfe der extremen Rechten durchsetzbar ist.


    Zitat: In Drittstaaten abschieben

    Der EU-Gesetzesentwurf, der jüngst eine Mehrheit der extremen Rechten benötigte, basiert auf einem Beschluss der EU-Innenminister vom 8. Dezember 2025. Darin hatten die Minister eine neue „Rückkehrverordnung“ auf den Weg gebracht. Diese sieht unter anderem vor, dass Flüchtlinge, die in der EU kein Aufenthaltsrecht erhalten, die man aber nicht in ihre Herkunftsländer abschieben kann – etwa, weil dort Krieg herrscht –, in Drittstaaten deportiert werden dürfen. Dort sollen sogenannte Rückkehrzentren („Return Hubs“) errichtet werden. Voraussetzung ist lediglich eine Feststellung, der zufolge die Drittstaaten die Menschenrechte einhalten und die Flüchtlinge nicht ihrerseits etwa in einen Krieg abschieben.[1] Das Modell wird schon lange diskutiert. Die britische Regierung wollte es einführen und hatte dazu schon die Einrichtung von Lagern in Ruanda vereinbart, wurde allerdings durch ein Urteil des Supreme Court daran gehindert, den Plan umzusetzen; das Gericht erklärte ihn wegen ernster menschenrechtlicher Bedenken für unzulässig.[2] Die EU will ihn nun ihrerseits realisieren. Dabei legt sie großen Wert darauf, dass Flüchtlinge in ihnen unbekannte Länder abgeschoben werden dürfen. Sehr ähnlich geht die Trump-Administration vor, die Migranten in beliebig ausgewählte Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas deportiert.


    Die einzig mögliche Mehrheit

    Die neue „Rückkehrverordnung“ muss jetzt noch vom Europaparlament gebilligt und dann anschließend erneut mit den EU-Staaten abgestimmt werden. Im Europaparlament war in der vergangenen Woche zunächst der Innenausschuss mit dem Dokument befasst. Bereits im Februar hatten Gespräche ergeben, dass die vielfach erprobte Mehrheit aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten in diesem Falle nicht zu erzielen war; die Sozialdemokraten waren nicht zur Zustimmung bereit. Die konservativen EVP-Ausschussmitglieder gingen daraufhin dazu über, eine Mehrheit unter Einschluss der Rechtsaußenfraktionen EKR (Europäische Konservative und Reformer), PfE (Patrioten für Europa) und ESN (Europa der Souveränen Nationen) zu suchen; der ESN-Fraktion gehören auch die AfD-Abgeordneten im Europaparlament an. Dazu wurde eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe von Abgeordneten aus EVP, EKR, PfE und ESN eingerichtet; am 4. März fand ein Treffen von Abgeordneten aller vier Fraktionen statt.[3] Die EVP war bereit, eine ganze Reihe an Änderungsanträgen aus den Rechtsaußenfraktionen abzunicken, darunter auch solche, auf denen die AfD-Abgeordnete Mary Khan beharrt hatte.[4] Am 9. März stimmte der Innenausschuss dem Dokument mit der Mehrheit von EVP, EKR, PfE und ESN zu. Die AfD-Abgeordnete Khan konstatierte: „Die Brandmauer ist auch in der Migrationspolitik gefallen.“[5]


    Nicht der erste Fall

    Das trifft nicht zu – denn die Brandmauer in der Flüchtlingsabwehr ist im Europaparlament bereits im Februar eingerissen worden. Am 10. Februar segnete das Parlament eine Änderung in den Asylbestimmungen der EU ab, die ebenfalls im Kontext der in Gang befindlichen dramatischen Verschärfung der EU-Flüchtlingsabwehr steht und formale Voraussetzungen für die Abschiebung in „Rückkehrzentren“ schafft. So stimmte es zum einen einer EU-weiten Liste angeblich sicherer Herkunftsstaaten zu, die die Ablehnung von Asylanträgen erleichtert. Zum anderen verabschiedete es das Konzept des sogenannten sicheren Drittstaats, ohne das die „Rückkehrzentren“ nicht realisierbar wären.[6] In der Endabstimmung lehnten zahlreiche Abgeordnete nicht nur der Grünen sowie der Linken, sondern auch der Sozialdemokraten die Änderung ab, deren Durchsetzung allerdings nicht gefährdet war: Außer der EVP-Fraktion stimmten ihr ebenfalls die Fraktionen der EKR, der PfE und des ESN zu.[7]


    Offen neokolonial

    Auf anderen Politikfeldern war die Brandmauer im Europaparlament schon deutlich früher eingerissen worden. So hatte das Europaparlament bereits am 19. September 2024, kurz nach seinem ersten Zusammentreten nach der Europawahl vom Juni 2024, eine Resolution verabschiedet, in der es in einem Akt einer bemerkenswerten Selbstermächtigung mitteilte, es erkläre den laut offizieller Auszählung in der venezolanischen Präsidentenwahl vom 28. Juli 2024 unterlegenen Kandidaten Edmundo González zum „legitimen und demokratisch gewählten Präsidenten Venezuelas“.[8] Die Resolution kam nur zustande, weil außer der EVP die Fraktionen der EKR und der PfE sowie mehrere Abgeordnete der ESN-Fraktion mit Ja stimmten; die anderen Fraktionen waren zur Zustimmung zu offen neokolonialer Politik nicht bereit. Seitdem sprechen Insider, wenn sie ein gemeinsames Votum von EVP, EKR, PfE und ESN meinen, von einer „Venezuela-Mehrheit“.


    „Für die Wirtschaft geliefert“

    Ebenfalls mit der Mehrheit der EVP und der drei Rechtsaußenfraktionen im Europaparlament wurde am 13. November 2025 eine weit reichende Aufweichung der Lieferkettenrichtlinie beschlossen. Zuvor war eine weniger weit reichende Aufweichung, die die EVP gemeinsam mit den Fraktionen der Sozialdemokraten und der Grünen verabschieden wollte, knapp gescheitert.[9] Recherchen des Fernsehmagazins Monitor haben mittlerweile gezeigt, dass die deutlich weiter reichende, mit „Venezuela-Mehrheit“ verabschiedete Version von langer Hand von der EVP vorbereitet worden war; dabei hatte die EVP direkt mit Abgeordneten der EKR-Fraktion kooperiert, die wiederum laut den Recherchen die Absprachen mit der PfE- und der ESN-Fraktion getroffen hat. Für ein derartiges gemeinsames Vorgehen von EVP, EKR, PfE und ESN hatten sich demnach auch Wirtschaftslobbyisten stark gemacht. Der Vorsitzende der EVP-Fraktion, Manfred Weber (CSU), hatte geäußert, das Europaparlament habe mit der Abstimmung per „Venezuela-Mehrheit“ „für Europas Wirtschaft geliefert“.[10]


    Der Architekt der Rechtsaußenmehrheit

    Weber gilt als Architekt der verstärkten Kooperation der EVP mit den Fraktionen rechts von ihr. Bereits im Sommer 2022 hatte er heftige Auseinandersetzungen ausgelöst, weil er sich im Wahlkampf in Italien offiziell auf die Seite des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und dessen Partei Forza Italia (FI) geschlagen hatte, und dies, während Berlusconi ein festes Rechtsbündnis mit der Lega von Matteo Salvini und den Fratelli d’Italia (FdI) von Giorgia Meloni eingegangen war. Die FdI stellen im Europaparlament Abgeordnete in der EKR-Fraktion, die Lega ist in der PfE-Fraktion vertreten, während die FI wiederum zur EVP gehört. Weber hatte damals erklärt, das Dreierbündnis sei völlig unproblematisch, da es „für die europäische Integration“ eintrete, zudem „die transatlantische Kooperation“ stärke und „die Rolle der NATO“ anerkenne.[11] Rassistische Positionen der Lega und Sympathien für den Duce Benito Mussolini bei den FdI spielten keine Rolle. Der CSU-Politiker hat in den folgenden Jahren führend daran mitgewirkt, die erst punktuelle, dann kontinuierlicher werdende Kooperation der EVP vor allem mit den EKR zu intensivieren – german-foreign-policy.com berichtete.[12]


    Der Zweck der Übung

    Dies ist freilich kein Selbstzweck gewesen. Weber hat damit systematisch die Optionen für die Mehrheitsbildung im Europaparlament ausgeweitet – für Fälle, in denen die Regierungen der Mitgliedstaaten sich auf EU-Ebene auf eine Politik einigen, die so weit rechts steht, dass für sie eine Parlamentsmehrheit mit den anderen Fraktionen nicht zu erzielen ist. Das ist in jüngster Zeit häufiger der Fall gewesen, zuletzt bei der Umformung der Flüchtlingsabwehr in der EU, die so schwerwiegend gegen ganz grundlegende Menschenrechte verstößt, dass sie im Europaparlament nur unter Heranziehung von Parteien der extremen Rechten beschlossen werden kann. Der formale Bruch der Brandmauer im Europaparlament ist nur die Folge des inhaltlichen Bruchs der Brandmauer durch die Regierungen der EU

     

    [1] Einigung über Rückkehrverordnung – Rat. brak.de 18.12.2025.

    [2] Alice Donald, Joelle Grogan: Defeat in the Supreme Court. verfassungsblog.de 17.11.2023.

    [3] Interne Chats belegen Kooperation von Webers EVP mit Rechten. sueddeutsche.de 14.03.2026.

    [4] Thomas Gutschker: Eine Chatgruppe mit der AfD stellt die Brandmauer in Frage. Frankfurter Allgemeine Zeitung 16.03.2026.

    [5] Thomas Gutschker: Wieder eine rechte Mehrheit. Frankfurter Allgemeine Zeitung 11.03.2026.

    [6] Asylrecht: Neue Regeln zu sicheren Drittstaaten und Herkunftsstaaten. europarl.europa.eu 10.02.2026.

    [7] Vincenzo Genovese: European Parliament clears way for transferring asylum seekers to unrelated countries. euronews.com 10.02.2026.

    [8] S. dazu Die Brandmauer bricht.

    [9] Nathan Niedermeier, Maximilian Hübner, Andreas Maus: Rechtsextreme jubeln: EU-Brandmauer gefallen? wdr.de 05.02.2026.

    [10] S. dazu „Kein Platz für Brandmauern“ (II).

    [11] S. dazu „Wächter der pro-europäischen Politik“.

    [12] S. dazu Die Brandmauer rutscht.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10344


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 41 von 1116

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 20 .. 30 .. 38 39 40 41 42 43 44 .. 50 .. 60 .. 70 .. 100 .. 200 .. 300 ... 800 .. 900 .. 1000 .. 1090 .. 1100 .. 1110 .. 1113 1114 1115 1116 >