Die Opfer der KriegsfolgenDer Iran-Krieg droht in vielen Ländern Asiens zu akutem wirtschaftlichen Stillstand zu führen und einen Rekordanstieg der Zahl der Menschen auszulösen, die Hunger leiden. Berlin, mit den Aggressoren verbündet, ignoriert die Notlage.
german-foreign-policy.com, 24. März 2026
NEW DELHI/ISLAMABAD/JAKARTA (Eigener Bericht) – Der von den USA und Israel, zwei engen Verbündeten der Bundesrepublik, losgetretene Angriffskrieg gegen Iran belastet zahlreiche Länder Asiens wegen der weitgehenden Unterbrechung der Treibstofflieferungen durch die Straße von Hormus schwer. Zu den am stärksten betroffenen Ländern gehört Indien, das in hohem Maße von Öl- und Gaslieferungen aus der Golfregion abhängig ist. Dort sind – von kleinen Restaurants bis hin zu Betrieben des größten Metallkonzerns im Land – Unternehmen aller Art von Betriebsstillständen bedroht. In Pakistan und Bangladesch mussten Maßnahmen zur Senkung des Treibstoffverbrauchs angekündigt werden, darunter die Schließung von Präsenzschulen und Universitäten. Auch Indonesien hat Sparmaßnahmen in allen Regierungsbehörden bekanntgegeben. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt vor einer sich verschärfenden Hungerkrise, durch die die Zahl der Hungerleidenden weltweit um 45 Millionen steigen könnte. Aktuell zeichnet sich aufgrund der Genehmigung Irans für Schiffe nicht feindlicher Länder zur Durchfahrt durch die Straße von Hormuz ein wenig Erleichterung ab. Berlin, mit den Aggressoren verbündet, kümmert sich nicht um die Notlage in Süd- und Südostasien.
Zitat: Firmen dichtgemachtIn Indien stehen Betriebe in verschiedenen Branchen vor der Schließung, da das Land in puncto Energiebedarf stark von Öl- und Gaslieferungen von der Arabischen Halbinsel abhängig ist. Es importierte vor dem Beginn des Iran-Kriegs etwa 40 bis 50 Prozent seines Rohöls, 50 bis 60 Prozent seines Flüssiggases (Liquefied Natural Gas, LNG) und etwa 80 bis 85 Prozent seines Brenngases durch die Straße von Hormuz. Nun drohen zum Beispiel Restaurants in ganz Indien dichtzumachen, da die meisten nur noch Gasvorräte zum Kochen für maximal zwei Tage vorrätig haben. Die Lagerbestände der Raffinerien und Händler reichen Schätzungen zufolge lediglich für etwa zwei bis drei Wochen aus.[1] Laut dem Präsidenten der Indian Hotels and Restaurants Association, Vijay Shetty, haben rund 20 Prozent aller Restaurants und Hotels in Mumbai bereits in den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs vorübergehend ihre Tätigkeit gestoppt. Im Distrikt Mobi in Gujarat haben wiederum rund 100 Keramikfabriken schon in den ersten Kriegstagen aufgrund des Mangels an Propangas den Betrieb eingestellt, während weitere 400 das gleiche Schicksal erwartet.[2] Die zunehmende Gasknappheit beeinträchtigt auch den Betrieb des führenden indischen Metallkonzerns JSW Group; einem seiner Stahlwerke droht in den kommenden Tagen die Schließung.[3]
Schulen geschlossen
Auch Pakistan wird aufgrund steigender Energiepreise und aufgrund von Energieknappheit hart von wirtschaftlichen Einschränkungen getroffen. Schon am 9. März kündigte Premierminister Shehbaz Sharif in einer Fernsehansprache drastische Sparmaßnahmen an. Dazu gehörte die Schließung aller Schulen und die Umstellung auf Fernunterricht bis Ende März.[4] Sharif bezeichnete die Maßnahmen als „schwierige Entscheidungen für die Wirtschaft des Landes“ und kündigte zudem an, es sollten 50 Prozent der Beschäftigten sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor von zu Hause aus arbeiten. Ähnlich wie Indien ist auch Pakistan bei seinem Energiebedarf stark von den Golfstaaten abhängig. Auch in Bangladesch wurden Universitäten geschlossen – nicht zuletzt, weil sich die Inflation dort durch den Krieg verschärft hat.[5] Das Land, in dem die Verbraucherpreise bereits im Februar um 9,1 Prozent auf einen Zehn-Monats-Höchststand gestiegen waren, wird aufgrund höherer Energiekosten voraussichtlich mit einer langfristig anhaltenden Inflation konfrontiert sein. Es sieht sich zudem mit einem Rückgang der Überweisungen von im arabischen Ausland lebenden Wanderarbeitern aus Bangladesch konfrontiert, da diese – eine wichtige Stütze seiner Wirtschaft – aufgrund des Krieges ihren Arbeitsplatz zu verlieren drohen.
Drastische Sparmaßnahmen
Auch in Indonesien werden längst drastische Schritte eingeleitet. So hat die Regierung in Jakarta inmitten der steigenden Ölpreise am vergangenen Donnerstag angekündigt, in allen Ministerien und staatlichen Behörden Sparmaßnahmen zu ergreifen, um das Haushaltsdefizit unter der gesetzlich festgelegten Obergrenze von drei Prozent zu halten.[6] Der Koordinierungsminister für Wirtschaftsfragen, Airlangga Hartarto, erklärte vergangene Woche, die Regierung habe es bei der Bewältigung der Krise „mit Szenarien eines langwierigen Krieges“ zu tun, „der fünf, sechs oder zehn Monate dauern könnte“.[7] Nur Vorzeigeprogramme von Präsident Prabowo Subianto, etwa kostenlose Mahlzeiten für Kinder und 80.000 Dorfgenossenschaften, sind von den Haushaltskürzungen nicht betroffen. In Thailand wiederum gefährdet die sich verschärfende Kraftstoffknappheit traditionelle Bestattungszeremonien, da buddhistische Tempel Schwierigkeiten haben, Diesel für Feuerbestattungen zu beschaffen.[8] Mehrere Tempel warnen bereits, eine Aussetzung der Bestattungsdienste sei durchaus denkbar, da Tankstellen, denen der Treibstoff ausgeht, den Verkauf nur noch an Fahrzeugbetreiber gestatten.
Vor der Hungerkrise
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnte unterdessen in der vergangenen Woche, die Gesamtzahl der Menschen weltweit, die unter akutem Hunger leiden, könne um fast 45 Millionen steigen, falls der Krieg gegen Iran bis zum Jahresende andauere oder die Ölpreise über 100 US-Dollar pro Barrel blieben.[9] Diese Zahl würde zu den 318 Millionen Menschen weltweit hinzukommen, die bereits unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden. Dadurch würde ein Rekordhoch erreicht, das noch über dem vorherigen Höchstwert läge, der nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 erreicht wurde. Damals waren laut Prognosen des WFP insgesamt 349 Millionen Menschen von der Nahrungsmittelkrise betroffen. Der Grund für die sich aktuell anbahnende Krise liegt vor allem darin, dass der Krieg gegen Iran den Transport von Düngemitteln durch die Straße von Hormuz beeinträchtigt, was sich negativ auf die Ernteerträge in zahlreichen Ländern weltweit auswirkt. Nach Angaben des maritimen Informationsdienstes Signal Group entfallen 20 Prozent des weltweiten Handels mit wichtigen Düngemitteln wie Ammoniak, Phosphaten und Schwefel auf die arabischen Golfstaaten. Das bedeutet, dass die weitgehende Sperrung der Straße von Hormuz Risiken für stickstoffabhängige Kulturen wie Mais, Weizen und Reis mit sich bringt.[10]
Ein wenig Erleichterung
Mittlerweile zeichnet sich zumindest ein wenig Erleichterung ab. Jüngsten Berichten zufolge passieren derzeit zwei weitere unter indischer Flagge fahrende Schiffe mit jeweils einer Ladung Flüssiggas die Straße von Hormuz auf dem Weg nach Indien. Damit würde sich die Zahl der Schiffe unter indischer Flagge, die diesen Monat die Meerenge durchquert haben, auf insgesamt vier erhöhen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge haben die beiden Tanker mit ihren Transpondern ihre Zugehörigkeit zu Indien anstelle ihres Zielortes signalisiert; Iran hat mehrfach bestätigt, Schiffe, die nicht seinen Kriegsgegnern oder deren Verbündeten gehören, die Straße von Hormuz durchqueren zu lassen.[11] Die jüngste Durchfahrt erfolgt, nachdem der indische Premierminister Narendra Modi am Wochenende mit Irans Präsident Massud Peseschkian gesprochen und die Notwendigkeit betont hatte, die Schifffahrtswege freizuhalten. Freilich führen die insgesamt vier Schiffe nur genug Flüssiggas mit sich, um den indischen Verbrauch für zwei bis drei Tage zu decken. In ähnlicher Weise dürften laut einem Bericht von Nikkei Asia in den kommenden Tagen weitere Öltanker auf dem Weg nach Pakistan die Straße von Hormuz passieren.[12] Einem pakistanischen Regierungsbeamten zufolge haben bereits mehrere Schiffe mit Ziel Pakistan die Meerenge durchquert, was den engeren Beziehungen zwischen Iran und Pakistan zu verdanken ist.
Wettlauf um russisches Öl
Angesichts steigender Rohölpreise und zunehmender Knappheit bemühen sich asiatische Länder darüber hinaus, sich Lieferungen russischen Öls zu sichern. Dies begann, nachdem die USA am 13. März eine 30-tägige Ausnahmeregelung verkündet hatten; sie erlaubt den Handel mit eigentlich sanktioniertem russischem Öl und Erdölprodukten, die derzeit auf See festsitzen. Laut Kpler, einem Marktforschungsunternehmen für Rohstoffe, befanden sich am 6. März schätzungsweise 130 Millionen Barrel russisches Rohöl auf See.[13] Indien, das im Rahmen seines Handelsabkommens mit den USA begonnen hatte, die Käufe russischen Öls zu reduzieren, hat sie laut Kpler nun auf 1,8 Millionen Barrel pro Tag etwa verdoppelt. Darüber hinaus haben die Philippinen und Thailand, beides Verbündete der USA, sowie Indonesien entweder Kontakt zu Russland aufgenommen oder ihre Bereitschaft signalisiert, russisches Öl zu kaufen. China hingegen verzeichnet aktuell beim Kauf russischen Öls keinen nennenswerten Anstieg mehr: Chinesische Raffinerien hatten bereits begonnen, die russischen Vorräte aufzukaufen, als Indiens Bestellungen wegen des Handelsabkommens mit den USA zurückgingen.
[1] Abhishek Dey: Indian firms feel the squeeze as Iran war disrupts gas supplies. bbc.com 10.03.2026.
[2] HT News Desk: 100 ceramic units closed in Gujarat amid US-Iran conflict, 400 more likely to shut down. hindustantimes.com 06.03.2026.
[3] Neha Arora: Mounting gas shortages disrupt some steel plants at India's JSW, one unit may face shutdown. reuters.com 16.03.3026.
[4] MEE Staff: Iran war fuel crisis forces Pakistan to close schools, take austerity measures. middleeasteye.net 09.03.3026.
[5] Masum Billah: Bangladesh's inflation woes heightened by Iran war fallout. nikkei.com 13.03.2026.
[6] Fathur Rochman: Indonesia turns to efficiency to keep budget deficit below 3 percent. antaranews.com 19.03.2026.
[7] Ismi Damayanti, Rezha Hadyan: Indonesia to cut ministries' budgets over oil prices and fiscal concerns. nikkei.com 16.03.2026.
[8] Even the dead in Thailand cannot escape Iran war fuel shortages. scmp.com 17.03.2026.
[9] News Releases: WFP projects food insecurity could reach record levels as a result of Middle East escalation. wfp.org 17.03.2026.
[10] Nik Martin: Iran war: Strait of Hormuz shutdown could spark food crisis. dw.com 13.03.2026.
[11] Weilun Soon: Two More Indian LPG Ships Transit Hormuz Along Iran Coast. bloomberg.com 23.03.2026.
[12] Adnan Aamir: More Pakistan-bound oil tankers to arrive via Hormuz, officials say. nikkei.com 21.03.2026.
[13] Joseph Rachman, Soumyajit Saha, Wataru Suzuki: Asian governments scramble to secure Russian oil. nikkei.com 18.03.2026.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
23.03.2026
Schlagzeile
Info:
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
23.03.2026
Schlagzeile
Info:
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Info:
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
23.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Die gehört werden wollen, müssen auch ’was sagen – Meinung beteiligter Bürger
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
23.03.2026
Die Unterwerfung Lateinamerikas (II) Bundesregierung ignoriert US-Totalblockade gegen Kuba und weitere US-Maßnahmen zur Unterwerfung Lateinamerikas. Andere Staaten, etwa Spanien, stellen sich dagegen. In Kuba ist eine Solidaritätsflotille eingetroffen.
german-foreign-policy.com, 23. März 2026
BERLIN/WASHINGTON/HAVANNA (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung ignoriert die anhaltende US-Totalblockade gegen Kuba und weitere Versuche der Trump-Administration, sich ganz Lateinamerika zu unterwerfen, und sucht „transatlantische Übereinstimmungen“. Während am Wochenende eine internationale Solidaritätsflotille in Havanna ankam und mit Spanien zudem ein EU-Mitglied Hilfslieferungen in den Karibikstaat schickt, schweigt Berlin und setzt auf „Partnerschaft“ mit den USA. Diese fordern aktuell den Sturz des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel sowie die Unterstellung des Landes unter ihr Kommando. Hatte schon die seit über sechs Jahrzehnten andauernde US-Blockade der Insel dort schwere Schäden verursacht, so ruft die aktuelle Ölblockade dramatische Versorgungsprobleme hervor. US-Präsident Donald Trump teilt zudem mit, er könne mit Kuba „tun, was ich will“. Parallel hat er eine neue Regionalorganisation gegründet („Shield of the Americas“), die nur aus ultrarechts regierten Staaten besteht und sich gegen China richtet. In Kolumbien und in Brasilien mischen sich die USA in die gegenwärtigen Wahlkämpfe ein, und zwar jeweils zugunsten ultrarechter Kandidaten.
Zitat: Öffnung für US-Unternehmen
Die kubanische Regierung hat kürzlich bestätigt, dass sie Verhandlungen mit der Trump-Administration aufgenommen hat, um ein Ende wenigstens der Erdölblockade zu erreichen. Laut US-Berichten ist in die Verhandlungen unter anderem Raúl Guillermo Rodríguez Castro involviert, ein Enkel von Raúl Castro; er soll sich mit US-Außenminister Marco Rubio persönlich ausgetauscht haben.[1] Die Regierung in Havanna hat Anfang vergangener Woche erste größere Zugeständnisse gemacht und angekündigt, Schritte zur ökonomischen Öffnung einzuleiten. Demnach sollen im Ausland lebende Kubaner in Kuba Unternehmen gründen und in bestehende Unternehmen investieren dürfen.[2] Dies gilt explizit auch für Kubaner in den USA, darunter viele, die in den vergangenen Jahren das Land verlassen haben, aber auch der ultrarechte Kern des alten kubanischen Exils in Florida, dem unter anderem der US-Außenminister entstammt. US-Konzerne allgemein dürfen umfassende Investitionen in Kuba tätigen; wie Kubas stellvertretender Ministerpräsident Oscar Pérez-Oliva Fraga bestätigt, werden insbesondere US-Investitionen in die Infrastruktur des Landes erlaubt. Die Regierung sei grundsätzlich „offen“ für „flexible Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen“, bestätigt Pérez-Oliva Fraga.[3] In US-Medien ist bereits von einer „Cubastroika“ die Rede.[4]
„Mit Kuba tun, was ich will“
Der Trump-Administration genügt dies nicht; sie ist weiter nicht bereit, ihre Blockadepolitik zurückzufahren, die auf eine totale Verelendung der gesamten kubanischen Bevölkerung zielt. Laut Berichten fordert der US-Präsident explizit den Sturz seines kubanischen Amtskollegen, Miguel Díaz-Canel. Zudem müssten „einige ältere Regierungsmitarbeiter“ entfernt werden, „die sich nach wie vor den Ideen von Fidel Castro verpflichtet fühlen“.[5] Trump fährt unterdessen damit fort, den Karibikstaat in seiner üblichen Mischung aus chauvinistischem Überlegenheitsgehabe und aus infantilem Gerede verächtlich zu machen. „Sie reden mit uns“, äußerte er in der vergangenen Woche: „Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld. Sie haben kein Öl. Sie haben kein nichts.“[6] Er werde erst noch „Iran erledigen“, dann werde er „die Ehre haben, Kuba zu nehmen“. Auf Nachfrage, was dies bedeuten solle, erläuterte Trump: „Ob ich es befreie, ob ich es nehme – ich denke, ich könnte alles mit ihm tun, was ich will, wenn Sie die Wahrheit wissen möchten.“
Shield of the Americas
Auch jenseits Kubas schreiten die Bestrebungen der Trump-Administration voran, sich ganz Lateinamerika und die Karibik umfassend zu unterwerfen. Dazu hat Washington unlängst ein neues Bündnis unter dem Namen Shield of the Americas gegründet, das sich offiziell gegen Drogenkartelle richtet. Es handle sich um eine „brandneue Militärkoalition“, die darauf ziele, „die kriminellen Kartelle auszurotten, die unsere Region heimsuchen“, äußerte Trump.[7] Bei dem Treffen waren die Staats- und Regierungschefs von zwölf Staaten der Region vertreten. Fünf weitere sollen bereit sein, sich Shield of the Americas anzuschließen.[8] Die Trump-Administration hat bereits im September vergangenen Jahres begonnen, Boote in der Karibik, die sie – ohne jeglichen Beleg – als Schmugglerboote bezeichnet, per Beschuss zu zerstören und ihre Besatzung zu ermorden. Laut einem Tracker der New York Times wurden bislang 46 Angriffe verübt; dabei wurden 159 Menschen umgebracht. Inzwischen hat Washington auch in Ecuador mit militärischen Angriffen auf tatsächliche oder angebliche Drogenkartelle begonnen. Beobachter rechnen nicht damit, dass das Vorgehen zum Erfolg führt, und weisen zur Begründung auf frühere Phasen des „Krieges gegen die Drogen“ hin, bei denen es nie gelang, die Kartelle abschließend zu zerschlagen.
Kampfbündnis gegen Beijing
Allerdings spricht vieles dagegen, dass die Trump-Administration mit dem neuen Bündnis Shield of the Americas tatsächlich vorrangig ihren Kampf gegen Drogenkartelle verfolgt. Ausweislich der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie ist Washington vor allem darauf aus, jeglichen Einfluss Russlands und vor allem Chinas aus Lateinamerika abzudrängen (german-foreign-policy.com berichtete [9]). Shield of the Americas gehören lediglich Staaten an, die aktuell von rechten bis ultrarechten Regierungen kontrolliert werden. Diese gelten als die geeignetsten Kooperationspartner im Kampf gegen die Volksrepublik. Nicht zu Shield of the Americas eingeladen wurden Länder, die zwar erhebliche Probleme mit Drogenkartellen haben, die aber links regiert werden und deshalb nicht als geeignete Verbündete gegen China gelten: Mexiko, Kolumbien und Brasilien. Im Hinblick darauf kann Shield of the Americas als Kampfbündnis gegen Beijing eingestuft werden.
„Prioritäres Ziel“
Zudem ist die Trump-Administration bemüht, in zweien der nicht zu Shield of the Americas eingeladenen Länder bei den dort bevorstehenden Wahlen amtierende linke Präsidenten durch rechte zu ersetzen. So hat die US-Drogenbehörde DEA jetzt Kolumbiens Präsidenten Gustavo Petro, nachdem die US-Justiz Ermittlungen gegen ihn wegen Drogenhandels aufgenommen hat, zum „prioritären Ziel“ erklärt.[10] Zwar darf Petro bei der Wahl am 31. Mai nicht mehr kandidieren. Doch könnte ein US-Verfahren gegen ihn die Aussichten des ihm nahestehenden linken Kandidaten Iván Cepeda schmälern, der aktuell in den Umfragen führt. Darüber hinaus setzt sich Trump bei der Präsidentenwahl am 4. Oktober in Brasilien für einen Sieg von Flávio Bolsonaro ein, einem Sohn des ultrarechten früheren Präsidenten Jair Bolsonaro; der gesamte Bolsonaro-Clan steht Trump nahe. Kürzlich versuchte ein einflussreicher Mitarbeiter des US-Außenministeriums, Darren Beattie, Jair Bolsonaro PR-wirksam im Gefängnis zu besuchen, wo er wegen eines Putschversuchs eine Haftstafe absitzt, sowie Flávio zu treffen – eine kaum verhüllte Wahlkampfhilfe. Die Regierung Lula verwahrte sich gegen die offene Einmischung in Brasiliens innere Angelegenheiten und verweigerte Beattie die Einreise.[11]
„Transatlantische Übereinstimmungen“
Die Operationen der Trump-Administration in Lateinamerika, vor allem die militärische Intervention in Venezuela, die gewaltsame Unterwerfung der dortigen Regierung sowie die aktuelle Komplettblockade Kubas, stoßen bei zahlreichen Staaten auf scharfen Protest. So warnte Kolumbiens Präsident Petro kürzlich, Lateinamerika sei kein „Land, das man erobern könnte“; Mitglieder der Trump-Administration wie Außenminister Rubio propagierten eine „weiße, christliche, westliche Zivilisation“, die an „die Ära der Kreuzzüge“ erinnere.[12] US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trägt ein Kreuzritter-Tattoo.[13] Spanien wiederum hat bereits mehrere Hilfslieferungen nach Kuba geschickt, um die desaströsen Folgen der US-Blockade wenigstens zu lindern.[14] Keinerlei Reaktion kommt von der Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz hat im Gegenteil in der vergangenen Woche allgemein erklärt, die Bundesregierung „wolle“ die transatlantische „Partnerschaft“: „Deshalb sprechen wir auf allen Ebenen mit Washington. … Wir suchen transatlantische Übereinstimmungen.“[15] Dabei stören der Versuch, ein Land – Kuba – per Blockade ins die Verelendung zu treiben und sich einen ganzen Kontinent zu unterwerfen, nicht.
[1] Frances Robles, Edward Wong, Annie Correal: Trump Administration Said to Tell Cuba That Its President Has to Go. nytimes.com 16.03.2026.
[2] Volker Hermsdorf: Kapital durch Exilkubaner erschließen. junge Welt 18.03.2026.
[3] George Solis, Alexander Smith: Cuba will allow nationals living abroad to invest in and own business on the island, economic czar tells NBC news. nbcnews.com 16.03.2026.
[4] Patrick Oppmann: Flailing Cuba invites exiles to return, but hurdles remain. edition.cnn.com 17.03.2026.
[5] Frances Robles, Edward Wong, Annie Correal: Trump Administration Said to Tell Cuba That Its President Has to Go. nytimes.com 16.03.2026.
[6] Jack Nicas: Trump’s Next Target: ‘Taking Cuba’. nytimes.com 17.03.2026.
[7] Annie Correal, Shawn McCreesh: Trump Assembles a New Coalition to ‘Eradicate’ Cartels. nytimes.com 07.03.2026.
[8] Am ersten Treffen des Shield of the Americas nahmen die Präsidenten von Argentinien, Bolivien, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, von Ecuador, El Salvador, Guyana, Honduras, Panama, Paraguay sowie Trinidad und Tobago teil. Mitwirken wollen Berichten zufolge die Bahamas, Belize, Guatemala, Jamaica und Peru.
[14] España enviará a Cuba mil kits para necesidades básicas y placas fotovoltaicas. efe.com 16.03.2026.
[15] Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Europäischen Rat am 19./20. März 2026 vor dem Deutschen Bundestag am 18. März 2026 in Berlin.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Trump „froh, dass er tot ist“: Ex-FBI-Sonderermittler Robert Mueller gestorben
tagesspiegel.de, vom Stand: 21.03.2026, 20:50 Uhr
Während seiner ersten Amtszeit prangerte Trump die Russland-Ermittlungen von Mueller als „Hexenjagd“ an. Der damalige Leiter der Untersuchung ist nun gestorben.
Der ehemalige FBI-Direktor und Sonderermittler Robert Mueller ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Dies berichteten am Samstag der Sender MS NOW und ein Journalist der Zeitung „New York Times“.
Mueller leitete die Bundespolizei FBI zwölf Jahre lang und untersuchte später die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016, von der US-Präsident Donald Trump profitiert haben soll, der damals zum ersten Mal zum Staatsoberhaupt gewählt wurde. Trump reagierte mit Genugtuung auf das Ableben Muellers. „Gut, ich bin froh, dass er tot ist“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. „Er kann unschuldigen Menschen keinen Schaden mehr zufügen.“
Mueller hatte 2017 als Sonderermittler die Untersuchung zu möglichen Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der Regierung in Moskau übernommen. In seinem 2019 veröffentlichten Bericht kam er zu dem Schluss, dass sich Russland systematisch in die Wahl eingemischt habe. Beweise für eine Verschwörung von Trumps Team mit Moskau fand er jedoch nicht. Er betonte vor dem US-Kongress jedoch ausdrücklich, dass Trump durch den Bericht nicht entlastet sei.
Die 22-monatige Untersuchung führte zu Anklagen gegen 34 Personen. Darunter befanden sich russische Geheimdienstmitarbeiter sowie mehrere Vertraute Trumps, wie sein ehemaliger Wahlkampfleiter Paul Manafort und sein Berater Roger Stone. Trump begnadigte diese später. Während der Ermittlungen sah sich Mueller ständigen Angriffen Trumps ausgesetzt, der die Untersuchung als Hexenjagd bezeichnete. (Reuters)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Craig Murray: Trump klar erkennen
seniora.org, 22. März 2026, 21. 03. 2026 Von Craig Murray - übernommen von craigmurray.org.uk
Was wäre, wenn Trumps scheinbar chaotische Denkprozesse und intuitive Entscheidungsfindung nur eine Täuschung, eine Farce wären? Was wäre, wenn wir im Nahen Osten und darüber hinaus tatsächlich Zeugen eines sorgfältig ausgearbeiteten Plans mit ganz konkreten Zielen wären? Hat Trump tatsächlich „jeden Kurs, jeden vorsichtigen Schritt auf dem Nebenweg geplant“, während er den Schein des Chaos verbreitete? Mir ist klar, dass dies nicht intuitiv ist, aber bitte haben Sie Geduld mit mir…
Craig Murray*
Auslöser für meine Überlegungen war die Enthüllung von Lockheed Martin, dass das Unternehmen von Trump Monate vor dem Angriff auf den Iran angewiesen worden war, die Produktion von Abfangraketen massiv zu steigern, mit dem kurzfristigen Ziel, die Kapazität von THAAD zu vervierfachen. Bereits im Januar, vor Beginn des aktuellen Konflikts, berichtete Fox News über verschiedene Vereinbarungen, darunter eine Verdreifachung der Lieferungen von PAC3-MSE-Abfangraketen, die zwischen Lockheed und dem Verteidigungsministerium abgeschlossen worden waren.
Zwar gibt es natürlich Einschränkungen durch die Lieferkette und die Produktionslinien, was die Fähigkeit betrifft, die Produktion innerhalb weniger Monate hochzufahren, doch ist die Dringlichkeit dieser Aktivitäten – die sich fast ausschließlich auf Abfangraketen konzentrierten und 2025 begannen – im Nachhinein ein klarer Hinweis darauf, dass ein früher Krieg mit dem Iran erwartet wurde. Das ist ein eindeutiger Beweis für Vorsatz.
Der zweite Punkt, der mich zu der Annahme veranlasste, dass all dies sorgfältig geplant ist, ist die Art und Weise, wie die Verhandlungen über das Atomabkommen scheiterten. Es scheint einen breiten Konsens gegeben zu haben, dass der Iran Zugeständnisse angeboten hatte, die ein Abkommen sehr realistisch machten, insbesondere die Übergabe seiner Bestände an angereichertem Uran in Treuhandverwaltung (ein Vorschlag, den der Iran in der Vergangenheit abgelehnt hatte, als Putin anbot, das Material zu verwahren). Sowohl die Gastgeber, Oman und Großbritannien, glaubten, ein Abkommen sei in greifbarer Nähe.
Das Scheitern der Verhandlungen wird so dargestellt, als sei es auf die Inkompetenz und den Mangel an Fachwissen von Witkoff und Kushner zurückzuführen. Aber das kaufe ich ihnen einfach nicht ab. Die Entsendung unqualifizierter Unterhändler war Teil eines Plans, die Verhandlungen als Deckmantel für einen Angriff zu nutzen – das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass die Vereinigten Staaten denselben Trick angewandt hatten.
Sie brauchten keine kompetenten Unterhändler, denn sie hatten nie die Absicht gehabt, in gutem Glauben zu verhandeln.
Der Angriff auf den Iran war von Trump von Anfang an geplant. Er wurde nicht von Israel „dazu gedrängt“. Er war seit Monaten in Vorbereitung. Diese Tatsache wurde auf einen sehr engen Kreis beschränkt, um sowohl politische als auch institutionelle Opposition seitens des US-Militärs und der Geheimdienste zu vermeiden.
Bei den Protesten im Januar im Iran waren die einfachen Menschen aufgrund der durch Sanktionen verursachten wirtschaftlichen Not wirklich bereit zu protestieren. Doch sie wurden von Mossad- und CIA-Agenten unter dem iranischen Volk gelenkt und missbraucht, die Gewalt verübten und dazu anstachelten sowie pro-Schah-Sprechchöre anstimmten.
Es bestand nie die geringste Möglichkeit, dass die Proteste einen Regimewechsel herbeiführen würden, aber das war auch nicht die Absicht. Der Zweck bestand darin, eine Überreaktion der iranischen Regierung zu provozieren, die den geplanten Angriff auf den Iran „rechtfertigen“ könnte. Die getöteten Demonstranten waren große Märtyrer für Trumps – und Israels – übergeordnete Sache.
Die Verbreitung von absurden Behauptungen durch von westlichen Staaten unterstützte Personen und Organisationen in den westlichen Staats- und Unternehmensmedien, wonach dreißig- bis vierzigtausend Menschen getötet worden seien, war ein bewusster und wohlüberlegter Plan, um die innenpolitische Opposition im Westen gegen den bevorstehenden Krieg gegen den Iran zu schwächen.
Berücksichtigen Sie nun eine weitere scheinbar zufällige Handlung Trumps – die erstaunliche Entführung von Präsident Maduro aus Venezuela am 3. Januar, einen Monat vor dem Angriff auf den Iran.
Trumps Seeblockade gegen Venezuelas Öl hat den USA ein Monopol auf dessen Verkauf und Vertrieb gesichert. Wie im Irak können nur von den USA genehmigte Auftragnehmer das Öl kaufen, und die Zahlungen erfolgen auf ein von Trump kontrolliertes Konto in Katar, von dem aus die Einnahmen nach Trumps alleinigem Ermessen an die venezolanische Regierung weitergegeben werden.
Diese dreiste imperialistische Aneignung der weltweit größten Ölreserve schirmte die USA zusätzlich gegen die Auswirkungen der bevorstehenden Sperrung der Straße von Hormus ab.
Wieder einmal wird die Erzählung gesponnen, dass Trump die Sperrung der Meerenge durch den Iran nicht vorausgesehen habe. Das ist schlichtweg Unsinn – jeder Kommentar zu einem möglichen Krieg gegen den Iran seit einem halben Jahrhundert hat sich auf die Straße von Hormus konzentriert. Die einzig mögliche Erklärung ist, dass Trump die Sperrung nichts ausmacht.
Zwar brauchen die Vereinigten Staaten, wie Trump sagt, das Öl, das durch die Meerenge kommt, nicht, doch die offensichtliche Schwäche in seinem Fall ist, dass höhere Ölpreise universell sind und Trumps Unterstützung beeinträchtigen, insbesondere wenn die Amerikaner ihre Tanks füllen. Sich darauf zu konzentrieren, bedeutet jedoch, den grundlegenden Fehler zu begehen, sich vorzustellen, dass Trump sich darum kümmert, was gut für das amerikanische Volk ist. Das tut er nicht. Ihm geht es darum, was gut für Donald J. Trump und seinen engsten Kreis ist.
Hier ist der Aktienkurs von Chevron im letzten Monat:
Und hier ist der von Lockheed Martin. Beachten Sie, dass der Beginn des 40-prozentigen Kurssprungs mit den Anweisungen vom letzten Jahr zusammenfällt, die Produktion von Abfangraketen massiv hochzufahren.
Ganz zu schweigen natürlich davon, dass die wirklich großen Vermögen mit Öl und Rohstoff-Derivaten von jenen gemacht worden sein werden, die wussten, dass dieser Krieg kommen würde (und über Strohmänner handelten).
Die 200 Milliarden Dollar, die Trump vom Kongress fordert, um den Krieg fortzusetzen, werden eine ganze Menge gut vernetzter Leute noch reicher machen.
Der Plan besteht also darin, Vermögen zu machen, den militärisch-industriellen Komplex zu stärken und unter dem Deckmantel des nationalen Zusammenhalts im Krieg den Autoritarismus zu verschärfen, der die Meinungsfreiheit eingeschränkt und Dissens gegen Israel in der gesamten westlichen Welt verboten hat.
Israel zu begünstigen ist das andere vorherrschende Motiv.
Trumps hektisches Herumgestikulieren bei der Formulierung von Zielen für den Krieg gegen den Iran ist reine Show, eine Tarnung, um sein wahres und unerschütterliches Ziel zu verbergen – schlicht die Vernichtung des Iran als funktionierender Staat, das Zufügen eines maximalen Maßes an Tod und infrastrukturellem Schaden, die Reduzierung des Iran auf den Zustand Libyens.
Es versteht sich von selbst, dass die Übernahme der Kontrolle über die iranischen Kohlenwasserstoffe durch die USA das ultimative Endziel dieser Zerstörung ist, genau wie in Libyen und im Irak. Ein damit verbundenes und entscheidendes Ziel ist jedoch die Beseitigung der Quelle des einzigen physischen Widerstands gegen die Expansion Israels. Der Iran und seine Verbündeten im Jemen und im Libanon sind seit Jahren die einzige Stütze der Palästinenser.
Der koloniale Siedlerstaat Israel ist von zentraler Bedeutung für die Projektion imperialistischer Macht im Nahen Osten. Seine Expansion ist ein wesentlicher Teil des Plans.
Die Zerstörung des Iran in dem geplanten Ausmaß wird Jahre harter Schläge erfordern. Auch hier gilt: Es ist geplant – man bittet den Kongress nicht um eine Tranche von 200 Milliarden Dollar für einen Krieg, den man in einem Monat beenden will. Auch hier sind Trumps Sticheleien darüber, dass er bereits gewonnen habe, dass die Ziele erreicht würden und dass es möglicherweise bald vorbei sei, nichts als Augenwischerei. Das Ausmaß und der Schrecken dessen, was für den Iran geplant ist, müssen verschleiert werden, um die öffentliche Abscheu zu begrenzen, die in Teilen des Staatsapparats Widerhall finden würde.
Netanjahu enthüllte gestern einen interessanten Teil des Endspiels – den Bau einer Ölpipeline, die das iranische Öl herausbefördert, um von einem Mittelmeerterminal in Israel verschifft zu werden. Das ist ein atemberaubend kühner Plan, der jedoch absolut mit den Handlungen von Netanjahu und Trump übereinstimmt.
Was uns zur „Groß-Israel“-Seite des Projekts bringt. Israel wird keines seiner Schiffe oder Soldaten im Iran in Gefahr bringen – das ist der amerikanische Beitrag. Doch während die Welt vor allem auf den Iran schaut, startet Israel eine groß angelegte Invasion des Libanon mit dem Ziel, den gesamten Südlibanon dauerhaft zu annektieren, sogar jenseits des Litani-Flusses und einschließlich der Städte Tyros und Nabatieh, die beide derzeit unter israelischen Evakuierungsbefehlen stehen.
Dieses Gebiet grenzt natürlich an die annektierten Golanhöhen und das viel größere Gebiet im Süden Syriens, das Israel im vergangenen Jahr mit der Duldung des zionistischen Marionetten-„Präsidenten“ al-Jolani annektiert hat.
Es ist unerlässlich, den parteiübergreifenden Charakter des langfristigen Plans der Vereinigten Staaten nicht aus den Augen zu verlieren. In einem sehr realen Sinne setzt Trump die Politik unter Biden fort – wenn auch mit großer Beschleunigung –, der den Völkermord in Gaza geschützt und ermöglicht hat. Der Erfolg dieser US-Politik ist phänomenal. Man bedenke nur, dass die zionistischen „Präsidenten“ al-Jolani in Syrien und Aoun im Libanon vor nur 18 Monaten noch nicht an der Macht waren. Beide wurden durch US-nahe Militäraktionen an die Macht gebracht, durch Israel gegen die Hisbollah und durch die von CIA und MI6 unterstützten HTS-Kräfte. Von Biden eingesetzt, spielen sie nun eine zentrale Rolle in Trumps Strategie.
Aoun und al-Jolani sind nun vereint darin, die Hisbollah im Rücken zu bedrohen, während diese einen verzweifelten Kampf gegen die israelische Invasion im Libanon führt.
Unterdessen besetzt Israel offiziell über 60 % des Gazastreifens – unter dem Deckmantel von Trumps „Friedensrat“ – und setzt fort, die Bewohner des verbleibenden Gebiets zu ermorden, zu blockieren und auszuhungern, während die faktische Ausdehnung Israels in das Westjordanland und das Ausmaß der Gewalt durch Siedler auf ein Niveau äußerster Barbarei eskalieren.
Der iranische Widerstand ist edel, und die Widerstandsfähigkeit des Iran hat viele überrascht. Er wird in der Lage sein, jede Bodeninvasion oder selbst einen begrenzten Einfall für die Vereinigten Staaten extrem kostspielig zu machen. Doch wie im Gazastreifen oder im Libanon: Wenn sich die USA und Israel damit begnügen, jahrelang mit verheerender Kraft aus der Luft zuzuschlagen, ohne sich im Geringsten um zivile Opfer zu kümmern, bleibt dem Iran letztlich nichts anderes übrig, als durchzuhalten und zu versuchen zu überleben.
Angesichts eines weiteren Jahres der Zerstörung in der derzeitigen Intensität glaube ich nicht, dass der Iran in der Lage wäre, viele Raketen und Drohnen zur Selbstverteidigung zurückzuschicken. In ein oder zwei Wochen werden wir den Zeitpunkt maximaler iranischer Schlagkraft erreichen, an dem die Erschöpfung der von den USA gelieferten Abfangraketen mit dem Erhalt einer bedeutenden Schlagkraft des Iran zusammenfällt. Die fragile Moral der israelischen Zivilbevölkerung wird dann für einige Wochen auf eine harte Probe gestellt werden.
Die Fähigkeit des Iran, sich gegen massive, jahrelange Luftangriffe zu verteidigen, ist begrenzt. Wir sollten uns angesichts der momentanen Freude darüber, dass die Amerikaner und Israelis eine blutige Nase bekommen, nicht vor dieser Tatsache verschließen.
Es ist tröstlich, Trump als Clown zu sehen, die Fassade zu akzeptieren, die er präsentiert – die eines großspurigen und ungebildeten Ignoranten, der wild zwischen politischen Optionen hin- und herpendelt und die Welt der Geopolitik nicht versteht.
Aber das ist Unsinn.
Ich zögere nicht, Trumps Genialität als bösartig zu bezeichnen, auf persönlichen Gewinn ausgerichtet und bereit, unschuldigen Zivilisten Tod, Verstümmelung und Entbehrung in beliebigem Ausmaß zuzufügen, um seine Ziele zu erreichen. Aber er erreicht tatsächlich seine Ziele auf der Weltbühne.
Trump hat den Sicherheitsrat gezwungen, seinen Friedensrat zu unterstützen. Dies war ein ziemlich erstaunlicher diplomatischer Triumph über ein hilfloses Russland und China, die beide entschieden, dass andere Verhandlungen mit Trump wichtiger seien. Trump hat dafür gesorgt, dass Israel vor Ort von Tag zu Tag expandiert. Trump hat sich Venezuelas Öl angeeignet, die größten Reserven der Welt. Trump tötet derzeit die Menschen im Iran und zerstört ihre Infrastruktur, während er Unentschlossenheit vortäuscht.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
nachdenkseiten.de, Seite besucht am 22. März 2026, 18:47 Uhr
Schlagwort: Murray, Craig 25. Juni 2025 um 9:07 Übersetzung von „Krieg gegen den Iran“ von Craig Murray Der frühere britische Botschafter, Menschenrechtsaktivist und schottische Journalist Craig Murray hat schon vor rund 20 Jahren öffentlich Menschenrechtsverletzungen kritisiert, die von westlichen Regierungen gedeckt wurden. Deshalb verlor er sein Amt als Botschafter in Usbekistan. Seine Stimme erhebt er aber auch weiterhin gegen die britische und US-amerikanische Außenpolitik. Unter anderem war Murray einer der prominentesten Unterstützer von Julian Assange. Im folgenden Text beleuchtet er die Verbindungen zwischen westlichen Geheimdiensten, insbesondere dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6, Israel und einer medialen Kampagne, die dem Krieg gegen den Iran vorausging. Der Artikel wurde von Susanne Hofman übersetzt.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Der Artikel „State Secrecy and Public Hearings Part One“ erschien letzte Woche auf der Webseite von Craig Murray. Die NachDenkSeiten hatten am Donnerstag schon darauf hingewiesen. In dem emotionsgeladenen Stück beschreibt Craig Murray die „kafkaesken Vorschriften“, welche der Londoner High Court für diejenigen erlassen hat, die nächsten Dienstag und Mittwoch die Auslieferungsanhörung von Julian Assange per Videolink verfolgen wollen. Wohlgemerkt handelt es sich hier um eine „öffentliche Anhörung“. Diese Vorschriften erscheinen so bizarr und willkürlich, dass wir sie dem deutschsprachigen Publikum nicht vorenthalten wollen, auch weil die Bundesregierung und ihre Sprecher immer wieder betont haben, dass es sich beim Vereinigten Königreich um einen Rechtsstaat handelt, dessen Justiz einwandfrei funktioniert. Was in diesem Fall wirklich funktioniert, ist die Behinderung der Öffentlichkeit, die Bedrohung der Pressefreiheit und das Stehlen von Julian Assanges Lebenszeit. Übersetzung und Einleitung von Moritz Müller, mit herzlichem Dank an Craig Murray. Der eingebettete Erlass des High Courts wurde nicht übersetzt, da es zu aufwendig ist, dies juristisch wasserdicht zu tun. Die Auszüge von Craig Murray geben einen guten Überblick.
Über den Sturz und die Inhaftierung sowie Verurteilung des ehemaligen pakistanischen Premiers Imran Khan wurde in den deutschen Medien nur am Rand berichtet; die Hintergründe und vor allem die Beteiligung der USA an diesem als Staatsstreich einzuschätzenden Vorfall verschweigt man dabei ganz. Die NachDenkSeiten haben für ihre Leser zwei englischsprachige Artikel zum Thema übersetzt, die das ganze Ausmaß dieses unglaublichen Vorgangs erahnen lassen. Es handelt sich dabei um einen aktuellen Artikel des ehemaligen britischen Botschafters Craig Murray und eine erst gestern bei The Intercept veröffentlichte Recherche von Ryan Grim und Murtaza Hussain, die sich auf ein geleaktes, als geheim eingestuftes US-Regierungsdokument stützt, das das hochrangige Treffen von Beamten des US-Außenministeriums mit dem pakistanischen Botschafter zum Thema hat, bei dem der Staatsstreich gegen Khan geplant wurde.
Auf Beijings wachsende Wirtschaftsmacht im Westen mit militärischer Aufrüstung zu reagieren, ist aussichtslos. Man kann sich kaum eine dümmere Art und Weise vorstellen, blindwütig um sich zu schlagen. Das schreibt der frühere britische Botschafter Craig Murray in diesem Artikel. Er geht der Frage nach, welche Motive der im Westen zu beobachtenden wachsenden Feindseligkeit gegenüber China zugrunde liegen. Ein Kommentar von Craig Murray, Übersetzung: Susanne Hofmann.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Während der WikiLeaks-Gründer Julian Assange in London langsam, aber gründlich zugrunde gerichtet wird, schweigt die Bundesregierung, und allen voran Außenministerin Baerbock. Von ihrem „Einsatz“ für Assange im Wahlkampf scheint bei ihr im Auswärtigen Amt nichts übriggeblieben zu sein. Daniela Lobmueh und Hannes Sies analysieren das aktuelle Geschehen, mit Zusätzen von Moritz Müller.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Die NachDenkSeiten sind bemüht, ein breites Spektrum von kritischen Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Die Frage, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann, beschäftigt uns zurzeit wohl alle. Der schottische Aktivist und ehemalige Botschafter Craig Murray hat sich dazu Gedanken gemacht. Er kritisiert dabei das russische Vorgehen scharf, warnt aber auch ausdrücklich davor, hier mit doppelten Standards zu messen und in Heuchelei zu verfallen. Unser Kollege Marco Wenzel hat den Artikel aus dem Englischen für uns übersetzt. Auch wenn Murray in einigen Punkten sicher von der Position unserer Redaktion abweicht, so sind seine Gedanken sicherlich lesenswert.
Der schottische Journalist, Historiker und Blogger Craig Murray wurde am Dienstag von seiner Familie und zahlreichen Unterstützern und Freunden vor dem Gefängnis Ihrer Majestät in Edinburgh in der (relativen; Stichwort Impfpflicht) Freiheit empfangen. Von Moritz Müller.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Seit gestern sitzt ein Autor, den die NachDenkSeiten sehr schätzen und dessen Artikel sie wiederholt in deutscher Übersetzung veröffentlicht haben, im Gefängnis – wegen seiner journalistischen Arbeit: Craig Murray, früherer britischer Botschafter in Usbekistan, Menschenrechtsaktivist und Journalist. Ihm hat die interessierte Öffentlichkeit unter anderem zu verdanken, dass mehr als nur ein paar spröde Worte über die Anhörungen im Auslieferungsprozess gegen Julian Assange berichtet wurden. Murray hat das juristische Prozedere als einer von nur einer Handvoll Journalisten täglich im Londoner Gericht verfolgt und Nacht für Nacht sorgfältige Protokolle dessen angefertigt, was er dort miterlebte: himmelschreiendes Unrecht und Rechtsbeugung in erschütterndem Ausmaß. Die Hintergründe zu Murrays eigenem Prozess haben die NachDenkSeiten schon im Mai in einem Artikel beleuchtet. Heute bringen wir eine Analyse des unabhängigen britischen Journalisten Jonathan Cook. Er sieht in der Inhaftierung von Craig Murray einen weiteren heftigen Schlag gegen die Pressefreiheit. Übersetzung: Susanne Hofmann.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Am Dienstag wurde im Prozess gegen den Journalisten Craig Murray das Strafmaß verkündet. Die NachDenkSeiten haben in der Vergangenheit des Öfteren Übersetzungen von Craig Murrays Texten veröffentlicht. Er wurde wegen „Missachtung des Gerichts“ verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, in seiner Berichterstattung über die Verteidigung im Prozess gegen den früheren Regierungschef Schottlands, Alex Salmond, die „Puzzlestück-Identifizierung“ von Zeugen möglich gemacht zu haben. Das Urteil stieß auf scharfe Kritik von Journalisten, die sagten, dass hier ein weiterer Regierungskritiker mundtot gemacht werden solle. Craig Murray ist für seine detaillierte Berichterstattung im Assange-Verfahren bekannt und er ist als Zeuge im spanischen Prozess gegen die Firma, welche Assange jahrelang in der ecuadorianischen Botschaft ausspionierte, bestellt. Er wird nun aber nicht nach Madrid reisen können, weil ihm das Gericht auch seinen Reisepass wegnahm. Eine kurze Zusammenfassung von Moritz Müller.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Der britische Ex-Botschafter Craig Murray warnt vor falschen Hoffnungen auf eine Regentschaft der US-Demokraten. Er kritisiert zwar scharf Donald Trumps „zynische Manipulationen“ – die Niederlage des US-Präsidenten bedeute aber auch „die Wiederherstellung der Herrschaft des militärisch-industriellen Komplexes“. Unter Joe Biden werde „Business As Usual“ einkehren – und das bedeute Krieg. Von Tobias Riegel.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Wie es um die Justiz eines Landes bestellt ist, zeigt sich unter anderem daran, wie transparent ihre Verfahren ablaufen. Nimmt man das als Maßstab für das Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange, das gestern in London fortgesetzt wurde, wird einem angst und bange um den Zustand des Rechtswesens in einer der ältesten Demokratien der Welt. Der frühere britische Botschafter Craig Murray, dem die Öffentlichkeit den detailliertesten Einblick in die kafkaesken Anhörungen im Fall Julian Assange zu Jahresbeginn verdankt, berichtet von den Rahmenbedingungen dieses Prozesses im altehrwürdigen Old Bailey. Darin wird entschieden, ob einer der wichtigsten Aufklärer unserer Zeit in die USA ausgeliefert wird, wo er wahrscheinlich den Rest seines Lebens in Einzelhaft verbringen müsste. Übersetzung von Susanne Hofmann.
Der Menschenrechtsaktivist, Blogger und frühere britische Botschafter Craig Murray hat sich im vergangenen Jahr ausführlich mit der angeblichen Nowitschok-Vergiftung der Skripals in Salisbury auseinandergesetzt. An der offiziellen Story machte er so viele Ungereimtheiten und offene Flanken aus, dass er sicher ist: So wie von der britischen Regierung und den Leitmedien dargestellt, kann es sich nicht abgespielt haben. Auch der Geschichte um die angeblich zweifelsfrei festgestellte Nowitschok-Vergiftung von Alexej Nawalny samt obligatorischem Fingerzeig nach Moskau begegnet Murray mit einer gehörigen Portion Skepsis und Ironie. Übersetzung von Susanne Hofmann.
Um Julian Assange ist es in den sogenannten Leitmedien in den vergangenen Monaten still geworden, nein, vielmehr still geblieben. Denn seitdem er mitten in London im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh sitzt und seitdem seine Auslieferung an die USA geprüft wird, bekommt man zumindest hierzulande kaum mehr als Kurzberichte zu lesen. Da kann seine Verlobte und Mutter seiner zwei kleinen Söhne an die Öffentlichkeit gehen, da können Ärzte aus der ganzen Welt alarmierte Offene Briefe schreiben, weil sie Sorge haben, Assange könnte in seiner Isolationshaft sterben, da können dutzende NGOs von der britischen Regierung seine sofortige Freilassung fordern – es wird weiterhin eisern geschwiegen. Es geht ja nur um den Fall des Mannes, der mehr oder weniger alleine die abscheulichsten Kriegsverbrechen und schmutzigsten Geheimnisse der einzig verbliebenen Großmacht ans Licht gebracht hat. Craig Murray dagegen steht seit vielen Jahren an Julian Assanges Seite. Er hat ausführlich und akkurat von den Anhörungen in London berichtet und unterzieht in seinem aktuellen Artikel die erweiterte Anklage gegen Assange einer kritischen Analyse. Übersetzung von Susanne Hofmann.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Nicht wenige in den höchsten Kreisen vor allem der USA dürfte der angebliche Selbstmord des Multimillionärs und mutmaßlichen Mädchenhändlers Jeffrey Epstein in einem US-amerikanischen Gefängnis zupassgekommen sein. Derweil fristet auf der anderen Seite des Atlantiks ein anderer der Elite unliebsamer Gefangener sein Dasein im Gefängnis. Seit Mai wartet Julian Assange, der Tausende von Dokumenten über skrupellose Verbrechen vor allem von US-amerikanischen Führungsfiguren ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt hat, im Londoner Belmarsh-Gefängnis auf sein Verfahren um die Auslieferung an die USA: Julian Assange. Der frühere britische Botschafter Craig Murray ist mehr als beunruhigt. Aus dem Englischen von Susanne Hofmann.
Anmerkung Moritz Müller: Bitte beachten Sie auch den Leserbrief am Ende des Textes. Er beinhaltet Hinweise zu den aktuellen Mahnwachen, die in Deutschland für Julian Assange stattfinden. Sich hier zu beteiligen, ist wichtiger denn je!
Drunter macht er es nicht, der Möchtegern-„König der Welt“: In seiner ersten Rede als Premierminister vor dem britischen Parlament kündigte Boris Johnson den „Beginn eines goldenen Zeitalters“ an. Errichten möchte er es mithilfe seines neu zusammengestellten Kabinetts, für viele Briten ein Horrorkabinett. Unter den Kritikern ist der frühere britische Botschafter Craig Murray. Johnson und seine Mannen übertreffen seine schlimmsten Befürchtungen. In Murrays Augen stellt die neue Regierung sogar Margaret Thatcher und ihre Getreuen in den Schatten. Übersetzung von Susanne Hofmann.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Archäologie: Antike Munition mit höhnischer Botschaft in Israel entdeckt
morgenpost.de, vom 20.03.2026, 18:51 Uhr ,
Schleuderprojektil
Spektakulärer Fund: Antike Munition mit höhnischer Botschaft
Berlin. Archäologen haben in den Überresten der antiken Stadt Hippos eine Bleikugel ausgegraben, die mit einer drohenden Parole versehen wurde.
Archäologen der Universität Haifa haben bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Hippos ein außergewöhnliches Artefakt entdeckt. Es handelt sich um eine Schleuderkugel, die als typische Verteidigungsmunition vor etwa 2000 Jahren diente und in vergleichbarer Faorm bereits an anderen Fundorten nachgewiesen wurde. Besonderes Augenmerk gilt jedoch der eingravierten Inschrift, die offenbar direkt an die Gegner gerichtet war.
Archäologie: Antike Munition enthält düstere Botschaft an die Feinde
Ähnliche Schleuderprojektile, häufig auch als Schleudersteine bezeichnet, wurden an zahlreichen Fundorten entdeckt, die in die hellenistische Epoche datieren, insbesondere in das 2. Jahrhundert vor Christus. Die Mehrzahl dieser Objekte weist einfache Markierungen auf, etwa in Form von Dreizacken, Blitzen oder Skorpion-Darstellungen. Das hier entdeckte Artefakt ist eine Besonderheit: Es ist das bislang erste bekannte Schleuderprojektil, das mit der expliziten Botschaft „Lerne“ an den Gegner versehen wurde.
Das zitronenförmige Geschoss besteht aus Blei und misst etwa 3,2 Zentimeter in der Länge. Sein Gewicht wird von den Wissenschaftlern auf ungefähr 45 Gramm geschätzt. Auf einer Seite des in Hippos gefundenen Projektils sind die griechischen Buchstaben ΜΑΘΟΥ eingraviert. Die Autoren der aktuellen Studie deuten diese Inschrift als eine Form des griechischen Verbs „mathaíno“ im Sinne von „lernen“. Darüber hinaus wird angenommen, dass es sich um eine Form des Imperativs handelt, die sinngemäß mit „Lerne deine Lektion“ wiedergegeben werden kann.
Kostengünstige und effektive Munition
Schleuderprojektile, auch als Schleudersteine bezeichnet, waren eine äußerst wirkungsvolle Waffe zur Verteidigung antiker Städte. Ihre Herstellung aus Stein oder Blei war sowohl kostengünstig als auch wenig zeitaufwendig. Geübte Schützen waren in der Lage, die Geschosse mit einer Schleuder über Distanzen von bis zu 300 Metern zu stoßen und beim Gegner erhebliche Verletzungen zu verursachen.
Bei den archäologischen Untersuchungen im Umfeld von Hippos konnten insgesamt 69 Bleigeschosse geborgen werden. Ein Teil dieser Funde ist mit Darstellungen von Skorpionen oder Blitzen versehen. Das aktuelle Exemplar ist jedoch das erste bekannte Stück mit einer Inschrift, wie in der entsprechenden Studie hervorgehoben wird. Die Forscher gehen davon aus, dass derartige Schleudergeschosse in mehreren militärischen Auseinandersetzungen in dieser Region verwendet wurden.
Hippos mit spektakulären Funden und langer Geschichte
Der Fundort Hippos ist eine bedeutende antike Stadt, die auf einem markanten Plateau oberhalb des Ostufers des Sees Genezareth gelegen ist. Seit dem Jahr 2023 ist das Gebiet trotz fortlaufender archäologischer Untersuchungen für Besucher zugänglich. Bereits in der Vergangenheit haben Archäologen durch außergewöhnliche Funde auf die Bedeutung des Ortes hingewiesen. So erregte im September 2025 insbesondere die Entdeckung eines Hortfundes von etwa 100 byzantinischen Goldmünzen Aufmerksamkeit. Es wird angenommen, dass ein wohlhabender Einwohner diesen Schatz während der persischen Invasion um das Jahr 614 n. Chr. verborgen hatte.
Hippos gehörte zu einem Zusammenschluss von zehn antiken Städten, der unter der Bezeichnung Dekapolis bekannt ist. In der christlichen Überlieferung wird zudem häufig die Vermutung geäußert, dass Jesus in der Bergpredigt mit der Formulierung von der „Stadt auf dem Berg“ auf Hippos angespielt haben könnte, da die Stadt von der gegenüberliegenden Seite des Sees aus besonders bei Nacht weithin sichtbar und hell erleuchtet war.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Pepe Escobar: Der Iran führt einen totalen Krieg gegen den Todeskult.
seniora.org, vom 21. März 2026, 19. 03. 2026 Von Pepe Escobar - übernommen von strategic-culture.su
Irans Strategie gegen die Todessekte: Strukturelle Lähmung. Sorgfältig geplant. Unaufhaltsam. Bereits im Gange.
(Screenshot)
Trump verzweifelt - Bildquelle: gq-magazin.de
Ein Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars – das größte der Welt – stellt die ultimative Eskalation dar.
Neo-Caligula, ganz in seiner typischen, feigen Art, sich als Verfechter der Wahrheit zu inszenieren, versucht verzweifelt, die Todessekte in Westasien dafür verantwortlich zu machen und sich jeglicher Verantwortung zu entziehen: Er behauptet, Israel habe South Pars „aus Wut“ angegriffen und die USA hätten „von diesem speziellen Angriff nichts gewusst“. Katar sei „in keiner Weise beteiligt“ gewesen. Und der Iran habe Katars LNG-Anlage als Vergeltung „aufgrund falscher Geheimdienstinformationen“ angegriffen.
War das schon alles? Dann lasst uns weitertanzen!
Kaum. Eher nutzte der Todeskult offen zionistische Medien in den USA, um das Ganze als gemeinsame Operation darzustellen – um das Imperium des Chaos und der Plünderung tiefer in einen von Hybris geprägten Sumpf zu ziehen; es in einen totalen Energiekrieg mit verheerenden Folgen zu verwickeln; und die Golf-Petromonarchien zu 100 % gegen den Iran aufzubringen (sie führten bereits eine Kampagne gegen den Iran, insbesondere Saudi-Arabien, die VAE und Katar).
Neo-Caligula kann prahlen, was er will. Doch es ist offensichtlich, dass eine Operation von solch heikler und weitreichender Bedeutung – als Mittel, um „Druck auf Teheran auszuüben“ – eine tiefgreifende Einbindung des US-Zentralkommandos und die Zustimmung des Präsidenten erfordert.
Das privilegierte Szenario deutet also einmal mehr darauf hin, dass Washington die Kontrolle über seine eigene Außenpolitik verliert – vorausgesetzt, es gab überhaupt eine.
Alle beteiligten Akteure – deren Unfähigkeit, das Schachbrett zu lesen, sich immer wieder als unzureichend erwiesen hat – konnten nicht umhin zu glauben, dass Teheran nach einem Angriff auf seine so wichtige Energiesicherheit schließlich einknicken würde.
Die iranische Reaktion war erwartungsgemäß das genaue Gegenteil: eine massive Eskalation. Die Liste der Ziele für den Gegenangriff wurde umgehend veröffentlicht – und wird genauestens eingehalten. Den Anfang macht die Raffinerie Ras Laffan in Katar.
Behalten Sie diese LNG-Züge im Auge.
Man könnte meinen, Neo-Caligula versuche, sich von dem außer Kontrolle geratenen Todeskult der Totalen Verzweiflung zu distanzieren; er bietet womöglich einen Ausweg aus Teheran an; und gleichzeitig gibt er zu, dass die Zerstörung von South Pars katastrophal wäre, verpflichtet sich aber dazu, South Pars „massiv in die Luft zu jagen“ (erwarten Sie von einem wirren, größenwahnsinnigen, narzisstischen Gangster keine Kohärenz).
Bei der Tragödie in South Pars steht vor allem eines auf dem Spiel: die LNG-Züge .
Eine „Anlage“ besteht aus Komponenten, die Erdgas aufbereiten, reinigen und in LNG umwandeln. Sie werden als „Anlagen“ bezeichnet, weil die im industriellen Prozess zur Aufbereitung und Verflüssigung von Erdgas verwendeten Geräte – Kompressoranlagen – sequenziell angeordnet sind.
Diese Züge werden von Qatar Gas, ExxonMobil, Shell und ConocoPhillips betrieben. Praktisch gesehen handelt es sich um Anlagen mit Verbindungen zu den USA und dem Westen, die somit legitime Ziele für den Iran darstellen.
Es gibt weltweit nur 14 Züge – und es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die westliche Zivilisation von ihnen allen abhängig ist. Es dauert 10 bis 15 Jahre, einen Zug zu ersetzen. Alle diese 14 Züge befinden sich in Reichweite iranischer ballistischer und Hyperschallraketen. Mindestens einer von ihnen wurde durch den iranischen Gegenangriff in Brand gesetzt. So außerordentlich ernst ist die Lage.
Der erste Hightech-Totalkrieg in Westasien
Die Eskalation in South Pars war unvermeidlich, nachdem die neuen Regeln, die der Iran für die Straße von Hormuz aufgestellt hatte, das Epstein-Syndikat völlig verrückt gemacht hatten.
Es war die westliche Versicherungsparanoia, die die Straße von Hormus weit mehr abriegelte als das Verteidigungspotenzial der iranischen Drohnen- und Raketenkombination. Daraufhin verkündete die Revolutionsgarde, die Straße sei offen für China, für andere Nationen, die Verhandlungen aufnahmen – wie etwa Bangladesch – und für Golfstaaten, die US-Botschafter ausweisen würden.
Und dann wurden schließlich neue Regeln eingeführt. Das funktioniert so.
Wenn Ihre Fracht in Petroyuan gehandelt wurde, erhalten Sie möglicherweise eine kostenlose Passage.
Sie müssen die Maut bezahlen.
Nur dann steht es Ihnen frei, weiterzufahren, indem Sie in iranischen Hoheitsgewässern in der Nähe der Insel Qeshm navigieren und nicht mitten durch die Meerenge fahren.
Der iranische Außenminister Araghchi brachte es auf den Punkt: „Nach Kriegsende werden wir neue Mechanismen für die Straße von Hormus entwickeln. Wir werden unseren Feinden nicht erlauben, diese Wasserstraße zu nutzen.“ Was auch immer als Nächstes geschieht, die Straße von Hormus wird einen permanenten, von Iran kontrollierten Kontrollpunkt haben.
Professor Fouad Azadi, den ich vor Jahren im Iran persönlich kennenlernen durfte, hat bereits angekündigt, dass Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, künftig eine Gebühr von 10 % entrichten müssen. Dies könnte jährlich bis zu 73 Milliarden US-Dollar einbringen – mehr als genug, um die Kriegsschäden und die US-Sanktionen auszugleichen.
Der Iran befindet sich bereits mitten in dem, was praktisch als der erste Hightech-Totalkrieg in Westasien bezeichnet werden kann.
Strategisch gesehen, wie iranische Analysten es definieren, impliziert dies eine faszinierende Fülle neuer Terminologie.
Beginnen wir mit der „Großen Einschnürung“, die im Rahmen der hochgradig fokussierten Strategie der chirurgischen Zermürbung Anwendung findet. Das Ziel dieser Einschnürung hat sich von den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) hin zur Zerstörung des gesamten Gefüges der israelischen Zivilgesellschaft verlagert.
Dann gibt es noch den 16-Mach-Schildbrecher – dessen technologische Superstars die Raketen Khorramshahr-4 und Fattah-2 sind, die eine Endgeschwindigkeit von Mach 16 erreichen und mit 5,5 km pro Sekunde fliegen.
Übersetzung: Während ein feindlicher Computer einen Abfangvektor berechnet, ist der Raketensprengkopf – ein tonnenschwerer Blockbuster – bereits eingeschlagen, wodurch ein Nullsummen-Verteidigungsparadoxon entsteht: Israel gibt Millionen von Dollar für den Versuch eines Abfangens mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % Fehlschlag aus, während der Iran nur einen Bruchteil ausgibt, um einen garantierten Treffer zu erzielen.
Als nächstes folgt die Lehre von den vier lebenswichtigen Organen.
Israels neun Millionen Einwohner verdanken ihr Überleben lediglich zwei wichtigen Tiefseehäfen. Dies hat Teheran dazu veranlasst, in den Modus der strukturellen Lähmung zu verfallen und sich systematisch auf vier „Todespunkte“ zu konzentrieren: die hochkonzentrierten Knotenpunkte der israelischen Infrastruktur, deren Unterbrechung das Land in einen dunklen, durstigen und hungernden Käfig verwandeln würde.
Die vier lebenswichtigen Organe sind: Hydrologische Asphyxie (die 85 % des israelischen Trinkwassers in fünf Entsalzungsanlagen betrifft); das Blackout-Protokoll (das das Kraftwerk Orot Rabin im Herzen des nationalen Stromnetzes trifft); eine Lebensmittelbelagerung, die die Häfen von Haifa und Ashdod trifft, die für Israels Importe von 85 % des benötigten Weizens unerlässlich sind; und die Energieenthauptung: mit Fokus auf die Raffinerien in Haifa, der einzigen israelischen Quelle für raffiniertes Erdöl, die nach dem Angriff auf South Pars ein noch wichtigeres Ziel darstellen.
Strukturelle Lähmung. Sorgfältig geplant. Unaufhaltsam. Bereits im Gange.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Antisemitismus? Trumps Leiter der Terrorismusbekämpfung tritt zurück und spricht von einer „mächtigen“ israelischen Lobby.
Joe Kent - Bildquelle: king5.com
seniora.org, 21. März 2026, 20. 03. 2026 Von George Samuelson - übernommen von strategic-culture.su
Kents Rücktritt hat die Republikaner gespalten. Einige unterstützten ihn als prinzipientreue Haltung, während andere ihn als falsch informiert und dem Präsidenten gegenüber illoyal verurteilten.
Konservative schlagen Alarm, nachdem Joe Kent, der Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, wegen des Krieges im Iran seinen Rücktritt eingereicht und erklärt hatte, die Trump-Regierung sei von der israelischen Lobby in den Krieg hineingezogen worden.
Kent, ein langjähriger Unterstützer von Präsident Donald Trump, war der ranghöchste Beamte des Weißen Hauses, der seinen Rücktritt aufgrund seiner Ablehnung des Konflikts bekannt gab. In einer Erklärung auf X am Dienstag schrieb er, er könne ihn „nicht guten Gewissens“ unterstützen.
„Von Iran ging keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation aus“, sagte Kent, ein ehemaliger politischer Kandidat, der bei den US-Spezialkräften gedient hatte. „Es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben.“
Kent schrieb, er habe die Prinzipien des Präsidenten während dessen erster Amtszeit unterstützt, und dass Donald Trump bis Juni des vergangenen Jahres „verstanden habe, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle seien, die Amerika das kostbare Leben seiner Patrioten geraubt und den Reichtum und Wohlstand seiner Nation geschmälert habe.“
„In Ihrer ersten Amtszeit haben Sie wie kein anderer moderner Präsident verstanden, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne uns in endlose Kriege zu verwickeln“, fuhr Kent fort. „Das haben Sie durch die Tötung von Qasem Soleimani und die Niederlage des IS bewiesen.“
Kent, ein US-Army-Veteran, der an elf Kampfeinsätzen teilnahm und mit sechs Bronze Stars ausgezeichnet wurde, argumentierte, Trump sei durch eine Desinformationskampagne des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu und einiger prominenter Medienvertreter in den Krieg hineingezogen worden. Er nannte es eine „Echokammer“, die dazu benutzt wurde, „Sie glauben zu lassen, dass der Iran eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt“.
„Sie können den Kurs ändern und einen neuen Weg für unser Land einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir in Niedergang und Chaos abgleiten“, fügte Kent mit Blick auf Trump hinzu. „Sie haben die Entscheidungsgewalt.“
Kent ist eine wichtige Persönlichkeit in Washington, D.C. Er war als Berater für Terrorismusbekämpfung im Wiederwahlkampf von Trump im Jahr 2020 tätig, und Trump selbst nominierte ihn Anfang 2025 für die Leitung des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung.
„Joe Kent ist kein Niemand“, zitierte die Nachrichtenwebsite The Hill Curt Mills, den Herausgeber von The American Conservative. „Normalerweise hört man den Namen einer Person zum ersten Mal, wenn sie aus Protest zurücktritt. Viele haben Joe Kents Namen schon einmal gehört.“
Trumps Reaktion auf die Nachricht war wie gewohnt hart. Er nannte Kent „sehr schwach in Sicherheitsfragen“ und sagte, es sei „gut, dass er weg ist“.
Kents Rücktritt hat die Republikaner gespalten. Einige unterstützten ihn als prinzipientreue Haltung, während andere ihn als falsch informiert und dem Präsidenten gegenüber illoyal verurteilten.
Die ehemalige Abgeordnete aus Georgia, Marjorie Taylor Greene, eine weitere hochrangige MAGA-Figur, die nach dem amerikanischen Militarismus ausstieg, sagte: „Make America Great Again sollte Amerika zuerst bedeuten, nicht Israel zuerst.“
„Wir haben gesagt: ‚Keine Kriege mehr im Ausland, keine Regimewechsel mehr!‘ Wir haben es auf jeder Wahlkampfveranstaltung, in jeder Rede wiederholt. Trump, Vance, im Grunde die gesamte Regierung, haben damit Wahlkampf gemacht und versprochen, Amerika an erste Stelle zu setzen und Amerika wieder groß zu machen.“
„Meine Generation wurde im Stich gelassen…“, sagte Greene in Megyn Kellys Podcast.
Der konservative Medienkommentator Tucker Carlson lobte Kents Entscheidung ebenfalls.
„Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne, und man kann ihn nicht einfach als Spinner abtun“, sagte Carlson in einem Interview mit der New York Times. „Er gibt einen Job auf, der ihm Zugang zu hochrangigen, relevanten Geheimdienstinformationen verschafft hat. Die Neokonservativen werden versuchen, ihn deswegen zu vernichten.“
„Er versteht das und hat es trotzdem getan“, fügte er hinzu.
Laut einer CNN-Umfrage zu Beginn des Krieges befürworteten 23 % der Republikaner die Entscheidung zum Militäreinsatz weitgehend. Eine Reuters-Ipsos-Umfrage ergab, dass Trumps Militäraktion gegen den Iran bei den Republikanern 55 % Zustimmung fand, während nur 13 % zustimmten. In einer Umfrage der Washington Post kam man auf ein ähnliches Ergebnis von 81 % zu 12 %.
Der Widerstand gegen den Krieg unter prominenten MAGA-Anhängern ist jedoch auffällig. Selbst Vizepräsident JD Vance hat sich bisher geweigert, den Krieg uneingeschränkt zu unterstützen.
Bis zum 28. Februar, als Trump sich auf israelisches Drängen hin in die Kampfhandlungen im Iran hineinziehen ließ, bewegte sich der US-Präsident auf dem schmalen Grat zwischen Militäraktion und ausgewachsenem Krieg. Am 3. Januar 2026 führte das Weiße Haus einen Militärschlag in Venezuela durch und nahm den amtierenden venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen. Vertreter der Vereinten Nationen, der USA und anderer Länder sowie Völkerrechtsexperten erklärten, der Einsatz verstoße gegen die UN-Charta und die Souveränität Venezuelas. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez verurteilte die Festnahme als „Entführung“.
Unterdessen befürchten europäische Staats- und Regierungschefs weiterhin, dass Trump seine Drohungen wahr machen und Grönland von Dänemark annektieren wird. Auch Kuba bleibt im Visier des selbsternannten „Friedenspräsidenten“.
Zurück in Washington werfen einige Beobachter Kent Antisemitismus vor und beschuldigen ihn, das alte Klischee zu wiederholen, Israel stecke hinter allen amerikanischen Kriegen im Nahen Osten. Im Folgenden finden Sie eine Kopie von Kents Rücktrittsschreiben, in dem er die „mächtige amerikanische Lobby“ [gemeint ist die israelische Lobby] anprangert, damit die Leser besser beurteilen können, ob Kents Argumentation stichhaltig ist.
Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung zurückzutreten.
Ich kann den andauernden Krieg im Iran beim besten Willen nicht unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist offensichtlich, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben.
Ich unterstütze die Werte und die Außenpolitik, für die Sie 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf geführt und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 war Ihnen bewusst, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika das wertvolle Leben seiner Patrioten kostete und den Reichtum und Wohlstand unserer Nation schmälerte.
In Ihrer ersten Amtszeit verstanden Sie besser als jeder andere moderne Präsident, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne uns in endlose Kriege zu verwickeln. Dies bewiesen Sie durch die Tötung von Qasam Solamani und die Niederlage des IS.
Gleich zu Beginn dieser Regierung starteten hochrangige israelische Beamte und einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien eine Desinformationskampagne, die Ihre „America First“-Agenda völlig untergrub und kriegsbefürwortende Stimmung schürte, um einen Krieg mit dem Iran zu befürworten. Diese Echokammer wurde genutzt, um Sie zu täuschen und Ihnen vorzugaukeln, der Iran stelle eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar und ein sofortiger Angriff würde einen schnellen Sieg garantieren. Dies war eine Lüge und ist dieselbe Taktik, mit der die Israelis uns in den verheerenden Irakkrieg hineinzogen, der unserer Nation das Leben Tausender unserer besten Männer und Frauen kostete. Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen.
Als Veteran, der elfmal im Kampfeinsatz war, und als Ehemann eines im Einsatz gefallenen Soldaten, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel angezettelten Krieg verloren hat, kann ich es nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und den Preis amerikanischer Leben nicht rechtfertigt.
Ich bete, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun und für wen. Jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln. Sie können den Kurs ändern und einen neuen Weg für unser Land einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir weiter in Niedergang und Chaos abgleiten. Sie haben die Wahl.
Es war mir eine Ehre, in Ihrer Regierung und für unsere großartige Nation tätig zu sein.
Joseph Kent
Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung ___
Mehr zum Autor George Samuelson Kopie des Briefes eingefügt von seniora.org
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die Watchlist EUropa vom 21. März 2026– heute mit der Wochenchronik. Die Themen: Der EU-Gipfel und der ungelöste Streit um einen Ukraine-Kredit, der Krieg gegen Iran und die Folgen für EUropa – und der Fall der Brandmauer im Europaparlament.
Diesen Newsletter können Sie abonnieren – er kommt dann dreimal pro Woche per Mail, natürlich ohne Paywall. Mehr bei STEADY
Glaubt man Kanzler Merz und den deutschen Medien, so war das wichtigste europapolitische Ereignis der letzten Woche das “Nein” von V. Orban zum 90 Mrd.-Euro-Kredit für die Ukraine. Merz sprach von “Illoyalität” und drohte mit Konsequenzen.
Die Medien überboten sich mit bösen Kommentaren. Allerdings nicht zum Scheitern des “Außenkanzlers” in der Ukraine-Politik – es war bereits die dritte Klatsche für Merz. Sondern über Orban, der die EU “in Geiselhaft” nehme.
Richtig ist, daß Orban den Beschluss blockiert hat. Richtig ist auch, daß die Wut der Europäer dem Rechtspopulisten bei seinem Wahlkampf in die Hände spielt. Doch von Erpressung oder gar Geiselhaft kann keine Rede sein.
Am Anfang stand ein Budgettrick
Orban weigert sich aus nachvollziehbaren Gründen – es geht um die Druschba-Pipeline, die die Ukraine erst im Mai reparieren will. Der Ungar blockiert einen EU-Beschluss, weil Brüssel sich weigert, Partei für sein Land zu ergreifen.
Bei dem Streit geht es auch nicht um die Außenpolitik, sondern um Energiepolitik (Druschba) und das EU-Budget. Die Budgetregeln müssen geändert werden, damit die EU den Kredit für die Ukraine absichern kann.
Nur weil es um das EU-Budget geht, hat Orban überhaupt ein Vetorecht. Wenn die EU nicht den Umweg über den Gemeinschaftshaushalt gegangen wäre, müssten die am Kredit beteiligten Staaten selbst haften – und Orban wäre raus.
Brüssel plant noch 2 Jahre Krieg
Wenn dieser Trick nicht funktioniert, dann findet Brüssel sicher einen anderen. Und genau das hat die EU-Spitze ja auch schon angekündigt. Präsident Selenskyj werde “sein” Geld auf jeden Fall rechtzeitig erhalten, hieß es nach dem EU-Gipfel.
Letztlich ist nicht Orban das Problem. Das eigentliche Problem ist eine verfehlte Außenpolitik, die den Ukraine-Krieg nicht endlich beenden hilft, sondern alles tut, damit er noch zwei Jahre weitergehen kann (dafür ist der Kredit bestimmt).
Verfehlt ist die europäische Außenpolitik auch gegenüber den USA und Israel, wie wir im Irankrieg sehen. Doch darüber redet man nicht so gern. Es ist doch so viel bequemer, den Verfall der EU einem Orban in die Schuhe zu schieben…
Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂
Was war noch?
Trump droht wieder. Erst nannte er die EUropäer “Feiglinge”, weil sie nicht die Straße von Hormus freikämpfen wollen. Nun droht US-Präsident Trump schon wieder mit einer Annexion Grönlands. Wenn die Nato-Alliierten sich weiter weigerten, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen, müsse er sich eben wieder um die nationale “Sicherheit” in Grönland kümmern, so Trump auf “Truth social”. – Eine echte Überraschung ist es nicht, daß Trump auf Grönland “zurückkommt”. Der Konflikt war, anders als die EU behauptet, nie ausgestanden. Er war auch wesentlich ernster als bisher bekannt – Dänemark und Frankreich haben sich im Januar offenbar bereits auf eine Schlacht um Grönland vorbereitet…
Wackelt der Stuhl von Weber? Bisher war er ein scheinbar allmächtiger Strippenzieher in Brüssel und Straßburg. Doch nun scheint der Stuhl von EVP-Chef Weber zu wackeln. Infolge der Affäre um die Chatgruppe mit der AfD und anderen Rechten im Europaparlament sind Kanzler Merz, CSU-Chef Söder und Europaminister Kriechbaum auf Distanz zu dem CSU-Politiker gegangen. Der Vorfall dürfe sich nicht wiederholen, heißt es in Berlin und München. – Webers Glaubwürdigkeit ist erschüttert. Denn entgegen seiner öffentlichen Aussagen war er offenbar bis ins Detail über die Vorgänge informiert… – Mehr im Blog
Angst vor Iran-Flüchtlingen. Anstatt die Kriegsursachen in Iran zu bekämpfen und ein sofortiges Ende des US-Kriegs zu fordern, verbreitet die EU Angst vor möglichen Iran-Flüchtlingen. Eine Krise wie 2015 dürfe sich nicht wiederholen, hieß es beim EU-Gipfel. Italien und Dänemark fordern deshalb die Vorbereitung einer „Notbremse“. – Allerdings zeichnet sich bisher noch gar keine Fluchtwelle ab. Daß ausgerechnet Dänemark Panik verbreitet, zeigt, wie weit die Sozialdemokraten dort schon nach rechts gerückt sind. Und daß die EU dem folgt, sagt viel über die Stimmung in Brüssel …
Kanzler Merz ist stinksauer, denn der ungarische Regierungschef Orban blockiert weiter den EU-Kredit an die Ukraine. Das sei ein “grober Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten”, so Merz. Vor allem ist es schon die dritte Klatsche für den “Außenkanzler”.
Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, der Niederlande und Japan haben sich in einer gemeinsamen Erklärung bereiterklärt, zur Sicherheit in der Straße von Hormus beizutragen. Dagegen regt sich breiter Protest.
Wie gefährlich ist US-Präsident Trump für die EU? Berlin und Brüssel wiegeln ab – Kremlchef Putin und Chinas Führer Xi seien ein größeres Sicherheitsrisiko. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.
Nichts und niemand, kein Orban könnte die EU-Staaten daran hindern, auf bilateraler Basis Milliardenkredite zu den selben Konditionen (=rükzahlbar am Sankt-Nimmerleinstag) an die Ukraine zu geben. Wenn Deutschland sich weiter als größter Unterstützer brüsten möchte, könnte es z.B. gleich bei knackigen 20-30 Milliarden einsteigen. Warum passiert das wohl nicht? Angst, dass die Steuerzahler dann wirklich merken, dass die ganze Zeit ihr Geld, das dringend für Energie, Bildung, Sicherheit, Krankenhäusern, Schulen, Strassen- und Wohnungsbau benötigt wird, an die Kriegsmafia verschleudert wurde und wird?
Es hilft nicht, das Problem immer auf Putin zu verkürzen. Wir machen uns damit nur lächerlich und so funktioniert russische Politik auch nicht. Putin ist das Gesicht, das wahre Problem ist die korrupte Administration dahinter. Und da gibt es durchaus Leute, denen das ganze zu lange dauert und die gern “den Sack da unten zumachen” würden, wie von Patrik Baab in einem seiner Videos beschrieben. Ich möchte nicht, dass diese Leute Oberwasser bekommen.
Dieser Krieg war 100prozentig verhinderbar. Unser Problem ist auch nicht primär Putin, sondern unsere Administration, ein politisch und wirtschaftlich ungeeigneter Haufen Nettwörker, die in ihren Ländern keine Ämter mehr haben sollten und nach Brüssel entsorgt wurden. Zieht sich durch alle Chargen. Wir selbst verhindern die Verhandlungen, einen Fortschritt, der zu gegenseitigem Interessensausgleich führt, der in der Ukraine dieses völlig unnötige Blutvergießen beendet. Es würde helfen, diese ganze Riege abzusetzen und durch geschulte Diplomaten zu ersetzen, damit nennenswerte Fortschritte erzielt werden. Über eines müssen wir uns auch im Klaren sein. Wir werden uns auch nach dem Krieg mit Russland den gleichen Kontinent teilen.
Man wusste, dass die Ukraine eine rote Linie für Russland ist. Darin sind die Aussagen der Russen seit mehr als 30 Jahren konsistent. Die Ukraine ist tabu für westlichen Imperialismus und Waffenstationierungen. Wir wussten das und haben trotzdem immer weitergemacht, brav im Auftrag unserer amerikanischen “Freunde”, die eine enge Zusammenarbeit insbesondere zwischen Deutschland und Russland unbedingt verhindern mussten. Ein Keil musste her und wir haben das so geschehen lassen. Was für eine sinnlose Aktion.
Russland wird uns nicht überfallen. Warum auch sollte das größte Land der Welt mit dem größten Resourcenvorkommen und Energie zum Abwinken, währungsautark und sogar wirtschaftsautark, sich nach Westen erweitern. Allein für die DDR haben sie 500.000 Soldaten dort stationiert. Für 16 Mio Menschen. Möchte das jemand mal auf 450 Mio Europäer hochrechnen?
Der Westen hat diesen Konflikt forciert und übt sich jetzt im Stillstand, weil er keinen Rückwärtsgang kennt. Jetzt ist Orban das Problem, Fico, De Wever, Sanchez und alle anderen, die Vernunft walten lassen.
Ich sehe diese Kriege inzwischen als umfassende Kampagne der USA gegen die multipolare Weltordnung, in der sich der Globale Süden aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Westen befreit. Es es eine Kampagne gegen die Emanzipation der BRICS. Trump führt gerade Krieg gegen BRICS. Der Ukrainekrieg soll Russland schwächen. Die Interventionen in Venezuela und in Westasien sollen Chinas Energielieferanten und damit China schwächen. Das alles ist Teil eines Feldzugs zur Sicherung der globalen Hegemonie der USA. Die EU kämpft hier auf verlorenem Posten. Sie ist die große Verliererin im Duell der Giganten USA und China.
Ich bin überrascht. Putin ist nicht das Problem, sondern wäre die Lösung. Ist allerdings die Wurzel des Problems. Denn die USA konnte und kann eine eurasische Koalition nicht dulden. Und diese war schon stark. Nicht DT ist das Problem, sondern die USA-Mächtigen. Welcher der beiden einzigen Alternativen in der ‘größten Demokratie derWelt’ an der ‘Macht’ sitzt bleibt irrelevant. Aber die ‘gewählte’ Führung der EU ergötzt sich, von seinem Parasiten aussaugen zu lassen. Übrigens hat die USA und nie beschützt, sondern nur in Art eines römischen Volkstribüne ausgesaugt.
“Letztlich ist nicht Orban das Problem. Das eigentliche Problem ist eine verfehlte Außenpolitik, die den Ukraine-Krieg nicht endlich beenden hilft, sondern alles tut, damit er noch zwei Jahre weitergehen kann (dafür ist der Kredit bestimmt).” Ja Putin ist das Problem. Was für ein wirrer Kommentar, der das Problem nicht benennt. Und das fehlende “whatever-it-takes”, die russische Aggression zu beenden. Die Mittel dafür sind bekannt. Und Putins Agenten auch.
Ach so, Putin ist das Problem? Komisch, daß davon niemand auf dem EU-Gipfel geredet hat. Übrigens werden 90 Mrd. Euro das “Problem Putin” auch nicht lösen – sie werden nur den Krieg verlängern. Das Geld, für das sich die EU verschulden muß, soll vor allem für Waffen eingesetzt werden und 2 Jahre reichen. Was kommt danach? Nochmal 90 Mrd.? Orban steht dann ja vielleicht nicht mehr im Weg…
@Christoph Keller Es gibt viele Probleme. Eines davon ist Putin. Ein anderes Orban. Aber das größte Problem ist der Krieg, den der größte Aggressor mit der größten Kriegsmaschine gegen die multipolare Welt führt. Aber davon haben einige noch nichts mitbekommen. Oder sie beteiligen sich selbst an diesem Krieg und halten Putin und Orban für das Problem.
Das grösste Problem sind die USA, die es einfach nicht lassen können, an allen Ecken und Enden der Welt immer wieder zu zündeln. Und ihre willfährigen EUropäischen Speichellecker!
Fubar 21. März 2026 @
15:52
“Trump droht wieder.” Viel Spaß dabei ohne die US Basen in Deutschland den Krieg gegen den Iran fortzusetzen, die ja bei einem “Europäischen Bündnisfall” von der Bundeswehr eingenommen werden müssten. A bully just never learns till you beat him down.
“Angst vor Iran-Flüchtlingen” Die Ersten die ankommen werden, dürften aus dem Libanon stammen nachdem “unser” Partner Israel dort ca. eine Million Binnenflüchtlinge produziert hat mit der Order den gesamten Südlibanon bis über den Zahrani Fluss zu evakuieren vor einigen Tagen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Appell geretteter Iraner*innen: Humanitäre Aufnahmen retten Leben!
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
DLF Sendungen am 22. März 2026 zw. 07:00 und 9:00 Uhr !
Info:
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Hannes Hofbauer zu EU-Sanktionen ohne Gericht
aus e-mail von Doris Pumphrey, 20. März 2026, 9:20 Uhr
EU-Sanktionen ohne Gericht? Der stille Ausnahmezustand | Hannes Hofbauer
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zunehmend zu einem Instrument, das grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen – verhängt ohne Gerichtsverfahren, ohne Anhörung, ohne Möglichkeit zur Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, Vermögen werden eingefroren, Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Doch wer kontrolliert diese Entscheidungen? Und was bedeutet diese Entwicklung für Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit in Europa? Florian Rötzer spricht mit Hannes Hofbauer über sein neues Buch „Aller Rechte beraubt“ – eine Analyse der wachsenden Macht politischer Sanktionen und der stillen Verschiebung vom Rechtsstaat zum Ausnahmezustand.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Einladung: Patriotismusdebatte mit Minister a.D. Stefano Fassina im Sprechsaal am 14. April um 18 Uhr
der Vorsitzende des italienischen Vereins "Vaterland und Verfassung", Stefano Fassina, referiert beim nächsten Treffen der Berliner Freidenker im Sprechsaal, Marienstraße 26, 10117 Berlin-Mitte, am Dienstag, 14. April 2026 um 18 Uhr über
"Die patriotische Linke für den Frieden – Demokratie und Arbeit in einem Europa der Zusammenarbeit zwischen Nationen".
Marxisten arbeiteten während des ersten imperialistischen Weltkonflikts heraus, wie die Bourgeoisie ihre Kriegsziele mit chauvinistischer Phrase schönfärbte: die imaginierte, durch immer neue, koloniale Eroberungszüge vergrößerte Nation diente diskursiv dem "militärischen Geist" zur "Heiligsprechung des Offiziersrocks", indem propagandistisch das "Gefühls- und Fantasieleben exaltiert" wurde (Zitat K. Liebknecht).
Wie sieht das Potenzial für Frieden durch wahre Volkssouveränität vs. fremdbestimmte EU im komplexen Spannungsfeld von nationaler Frage und Klassenbewusstein gegenwärtig in Italien und Deutschland aus?
Deutsche ehemalige Minister haben zuletzt durch pompös-reaktionäre Auftritte geglänzt wie etwa Annalena Baerbock, die bei einem Gipfeltreffen à la Marie Antoinette verlautbarte, dass Brasilien der "Preis für Reis und Bohnen" wichtiger sei als Ukraine-Aufrüstung.
Der frühere italienische Minister Fassina hingegen steht mit beiden Beinen fest auf eurasischem Boden und durchschaut die organischen wie kulturellen Zusammenhänge von Mensch, Nation, Natur und Arbeit im politischen, spätmodernen Gemeinwesen, dessen staatliche wie ökonomische Architektur unter Einwirkung der Überakkumulationskrise ins Wanken zu geraten scheint.
Im Strudel des derzeitigen universal-kapitalistischen Kataklysmus beschleunigt die westliche Projizierung des kollektiven Schattens sich erneut gegen Feindbilder vermeintlich unzivilisierter Völker des Ostens: Am 3. Dezember 2025 strich Kiew die russische Sprache aus der für das ukrainische Territorium anzuwendenden Liste der Europäischen Charta geschützter Regional- und Minderheitensprachen!
Diego Guardiani, Mitglied des Vorstands der Berliner Freidenker, überträgt das Referat konsekutiv ins Deutsche und übersetzt Fragen ins Italienische. Diskussion im Anschluss an das Referat: in Deutsch, Italienisch und ggf. Englisch. Eintritt frei, Spende gern gesehen.
Wir freuen uns auf eine kontroverse Diskussion,
herzliche Grüße
Euer Landesvorstand Freidenker Berlin
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Die wirkliche Agenda hinter dem Iran-Krieg Sind wir auf dem Weg zur globalen Hyper-Inflation und hat es sich gelohnt?
Ob Sie für den Iran-Krieg sind oder nicht, es gibt einige Dinge, die Sie wissen müssen, das heißt, die sehr realen globalen Folgen dieses Krieges. Ein Krieg, der andauert und nicht so aussieht, als würde er trotz der Behauptungen der Trump-Regierung bald enden. Während ich das schreibe, sind wir am Tag 20 des Krieges.
Wie wir aus der obigen Grafik von Moody’s Analytics sehen können, haben die Vereinigten Staaten eine Wahrscheinlichkeit von 48,6%, in den nächsten 12 Monaten in eine Rezession zu geraten. Beachten Sie, dass jedes Mal, wenn die Vereinigten Staaten 50% Wahrscheinlichkeit oder höher erreicht haben, sie in eine Rezession geraten sind. Beachten Sie auch, dass dies fast jedes Mal, wenn dies historisch geschehen ist, durch eine Ölkrise provoziert wurde.
Allerdings erzählt diese Grafik auch nicht die ganze Geschichte. Die Vereinigten Staaten befinden sich heute in einer viel prekäreren Situation als noch vor Jahrzehnten. Ein sehr großer Grund dafür ist, dass der USD in all diesen vergangenen Rezessionen immer noch als Safe-Haven-Status angesehen wurde und in seiner Position als Weltreservewährung unbestritten war. Heute ist dies jedoch sehr weit von dem Fall entfernt. [Siehe Teil I und Teil II dieser Serie.]
Da die US-Wirtschaft schwächer wird, riskiert sie weiter, ihre Position als Weltwirtschafts-Hegemon zu verlieren, und weil sie sich zu einer zunehmend hyperfinanzialisierten Schuldnerwirtschaft positioniert hat, wird der Verlust dieses Hegemon-Status das sein, was dazu führt, dass dieses gesamte Kartenhaus zusammenbricht.
Die Realität der Situation ist, dass die Vereinigten Staaten vollständig auf finanziell finanzierte Schulden angewiesen sind, um ihre Wirtschaft zu stützen. Das ist es, was die USA. Treasury Bonds sind buchstäblich, Schulden, die von Investoren mit dem Versprechen von Zinsen auf die Rendite gekauft werden. Im Wesentlichen ist es eine Wette. Der Investor setzt darauf, dass die US-Wirtschaft einen Weg findet, das Geld irgendwie zu bekommen und diese Zinsen zu zahlen, egal ob die Anleihe ein paar Monate, ein Jahr, drei Jahre oder zehn Jahre beträgt. Zehn Jahre sind die höchste Zinsrückzahlung, weil sie das höchste Risiko birgt.
Dieses System stützt sich ganz auf den „Glauben“, den die amerikanische Vorherrschaft fortsetzen wird. Nicht nur von Amerikanern, sondern auch von seinen ausländischen Investoren, die 32% der US-Schulden besitzen, wo über $ 8 Billionen gefährdet sind, wenn eine ausländische Müllhalde stattfinden sollte. Das reicht, um die US-Wirtschaft zusammenzubrechen.
Die Strategen der Deutschen Bank haben auch diese ironische Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von der ausländischen Finanzierung über große Auslandsdefizite betont. Das ist effektiv, die USA. Die Verwaltung fordert die Welt auf, sich ihr Geld zu leihen, damit sie die Welt bestrafen kann! (Berücksichtigen Sie die anhaltenden Zollbedrohungen sowohl für Europa als auch für Asien. Insgesamt besitzen EU-Investoren, Zentralbanken und Unternehmen mehr als 10 Billionen US-Dollar-Vermögenswerte. Dazu gehören Treasurys und Aktien.
Ist es ein Wunder, dass Scott Bessent, USA. Finanzminister sagte auf dem jüngsten Gipfel von Davos. „Was ich allen rate, ist, sich tief durchzuatmen und die Dinge ausspielen zu lassen. Wie ich am zweiten April gesagt habe, ist das Schlimmere, was die Länder tun können, gegen die Vereinigten Staaten zu eskalieren.“ Klingt das für Sie beruhigend oder eher wie das verrückte Schwanken einer geladenen Waffe in einer Geiselnahme?
Wenn also Investoren an der amerikanischen Vorherrschaft den „Glauben“ verlieren, wird das House of Cards herunterfallen. Es gibt keine Realwirtschaft, auf die man nach Jahrzehnten der Deindustrialisierung seit dem Mord an Kennedy zurückgreifen kann.
Die Ironie der amerikanischen Vorherrschaft ist also, dass sie heute an diesem Punkt vollständig darauf angewiesen ist, dass die Welt sich in diese einkauft. Wenn Ihre Außenpolitik also das gesamte globale System zerstört, während Ihre Wirtschaft am Rande steht, erkennen Sie, dass es nicht viel dauern wird, bis sich dieses Spiel in ein massives Lagerfeuer verwandelt.
Die Realität ist, dass sich die Vereinigten Staaten seit vielen Jahren in einer Rezession befinden, insbesondere seit dem Crash von 2008. Im Wesentlichen starb die Realwirtschaft der Vereinigten Staaten an diesem Tag, und die Wall Street übernahm vollständig. Obwohl viele Menschen bei diesem Crash ihre Ersparnisse und ihre Häuser verloren, gab es den Anschein einer Erholung, weil mehr Schulden mit der Illusion aufkommen durften, dass Reichtum erzeugt wurde.
Wir können dies ziemlich auffällig sehen, indem wir nur auf das überhöhte BIP schauen, das jedes Jahr von den Vereinigten Staaten gemeldet wird, das tatsächlich ein negatives BIP-Wachstum maskiert, das in Wahrheit seit Jahrzehnten stattfindet.
Wie wir mit der obigen Grafik verstehen können, war das reale BIP, das von der US-Regierung gemeldet wurde, ein Wachstum von 2,8% im Jahr 2024, aber was SIE NICHT ERZÄHLEN, ist, dass dieses "Wachstum" durch das Land ermöglicht wurde, das in ein BIP-Defizit von 6,4-6,7% gerät. Es ist, als würde man $ 1 für eine Rendite von 50 Cent ausgeben. Es ist nicht nachhaltig.
This was not just a phenomenon for 2024, as we can see from the above graph the U.S. has been running a federal deficit for over twenty years! It is literally going into further and further debt to prop up the illusion of wealth!
This is not real growth. This is a Ponzi scheme. And the thing about Ponzi schemes is that it is not generating anything real, at least not anything on the scale that it is claiming.
Der einzige Grund, warum dieses Ponzi-System so lange weitermachen konnte, ist, dass es sich auf vergangene wirtschaftliche Lorbeeren stützt. Mit anderen Worten, die Vereinigten Staaten hatten früher eine Realwirtschaft, eine echte Produktionsbasis, echten Reichtum für ihre Menschen. Mit einer starken Deregulierung des Banken, die im Laufe der Jahre stattgefunden hat, und der Entscheidung, die Produktion auszulagern, wurde die US-Wirtschaft jedoch langsam von der Wall Street verschluckt. Dies war in der Tat ein langer Kampf in der amerikanischen Geschichte, zwischen dem amerikanischen System und der Wall Street.
Das amerikanische Volk wurde wieder einmal belogen. Der Grund, warum die US-Wirtschaft zusammenbricht, ist nicht, weil die "Welt" die USA ausnutzte, wie das Verkaufsgespräch für die Zölle für 2025 behauptete, sondern weil die amerikanische Wirtschaft von der Wall Street übernommen wurde. Daher sollten Sie zutiefst beunruhigt sein, dass die amtierenden USA. Finanzminister Scott Bessent ist nicht nur ein ehemaliger Mitarbeiter von George Soros, sondern auch ein Mann der Wall Street, der 2025 erklärt hat, dass er für eine noch weitere Deregulierung des Bankens ist. Genau das, was es ermöglicht hat, die US-Wirtschaft zu versteigern. Genau das, was die USA in eine Casino-Wirtschaft verwandelt hat, in der die Leute darauf wetten, wie nahe wir in einem dunklen Zeitalter sind, denken, dass sie irgendwie in der Lage sein werden, eine solche Wette zu sammeln.
Und hier kommt die Relevanz des Iran-Krieges ins Spiel.
As already mentioned, the position of the USD as the world reserve currency is under threat while its economy is at risk of defaulting on its massive debt of $38 trillion and counting. This threat to the U.S. as an economic hegemon is coming from the BRICS nations, especially China.
As already explained in Part I and Part II of this series, this is why the Trump Administration seized Venezuelan oil and why they want Greenland for a military base. To secure their petrodollar and maritime trade corridors respectively. This is all about maintaining the USD as the world reserve currency and “securing” global supply chains, in other words, resorting increasingly to acts of piracy.
Because it was shown that the U.S. was unable to “contain” China economically through the 2025 tariffs, it has now resorted to using a great deal of force in just the first few months of 2026, in its attempt to “contain” China’s supply chains. And this force is rapidly accelerating into sheer recklessness and chaos.
Vor etwas mehr als einem Tag wurde das größte Gasfeld der Welt getroffen, die South Pars.
Die Öl- und Gasexporte machen fast 60% der iranischen Exporteinnahmen aus. Der Streik sollte der iranischen Wirtschaft schaden. Dieser Streik hat jedoch gezeigt, dass die Verbündeten der USA in diesem Krieg nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in ganz Europa und Asien, in der Tat entbehrlich sind.
Katar besitzt Teile dieses Gasfeldes und bezeichnete den Streik als gefährlich und unverantwortlich. Katar verfügt über die weltweit größte LNG-Exportanlage und macht ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung aus. Gasfelder sind sehr volatil, und es ist nicht möglich, einen begrenzten Streik auf einem Gasfeld aus Gründen zu berechnen, die offensichtlich sein sollten. Ja, der Streik war höchst unverantwortlich. Ein Streik auf dem GRÖSSTEN GASFELD DER WELT. Denken Sie wirklich an die globalen Konsequenzen für solche Aktionen hier. Dies sind keine gemessenen Aktionen gegen den Iran, wenn Sie die ganze Welt als Kollateralschaden behandeln.
Dies ist keine Bewegung, die aus Stärke geschieht, sondern eher aus Schwäche und Verzweiflung. Die Vereinigten Staaten haben gezeigt, dass sie, wenn sie die Region des Nahen Ostens nicht kontrollieren können, bereit sind, das Ganze buchstäblich in Brand zu setzen. Und falls Sie es nicht wissen, die Folgen davon wären die Hyperinflation für die Welt – einschließlich der Vereinigten Staaten, daher ein verzweifelter Schritt. Energiekosten sind das Herzstück der Herstellungskosten, der Transportkosten und sogar der Lebensmittel, die wir konsumieren. Wenn die Energiekosten steigen - alles, worauf wir uns verlassen, um unser Leben zu erhalten, steigt auch dramatisch im Preis. Dies geschieht inmitten einer bereits inflationären Basislinie für viele Länder auf der ganzen Welt. Und wenn Sie dachten, dass die Lebensmittelpreise mit der Trump-Regierung sinken würden, irren Sie sich leider. Die Lebenshaltungskosten werden dank des Iran-Krieges deutlich steigen und nicht sinken.
Der South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das insgesamt 51 Billionen Kubikmeter Gasreserven hält. Das ist mehr als das Sechsfache des Perm-Beckens in den USA, der größten Gasreserve in den Vereinigten Staaten.
Um klar zu sein, besitzt Katar 37 Billionen Kubikmeter der 51 Billionen Kubikmeter South Pars. Der Iran besitzt die anderen 14 Billionen Kubikmeter. Damit ist Katar der Mehrheitseigentümer der South Pars Gasfelder.
Was die Dinge noch besorgniserregender gemacht hat, ist ein weiterer Tweet der Twilight Zone aus dem Weißen Haus als Reaktion auf diesen unglaublich rücksichtslosen Schritt.
Dies ist eine sehr besorgniserregende bipolare Botschaft von Trump. Er bestreitet, dass der Angriff auf South Pars etwas mit den Vereinigten Staaten zu tun hatte (die sie während dieses Krieges wiederholt behauptet haben, dass es alles Israels Schuld daran ist, zivile Ziele zu treffen) oder dass sie etwas über den geplanten Angriff aus Israel wussten. Trump versichert dann, dass Israel keine Angriffe mehr auf die Südpars machen wird!? Dies ist eindeutig eine Botschaft an die Verbündeten des Golfs, die zu Recht wütend darüber sind, das heißt, dass sie in diesem Krieg zunehmend zu Kollateralschäden werden. Aber selbst wenn wir glauben würden, dass die Vereinigten Staaten nichts damit zu tun haben, eine Botschaft, die während dieses Krieges immer wieder wiederholt wurde, warum sollte ihr Wort, dass Israel keine weiteren Angriffe machen wird, Gewicht haben?
Entweder haben die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Situation oder sie sind es nicht. Man kann es nicht in beide Richtungen haben, besonders in einem Kriegsszenario. Genau das, was einige Apologeten bei ihrem Versuch tun, sich von diesem katastrophalen Krieg zurückzuziehen und zu behaupten, dass die USA von Israel gezwungen oder „getäuscht“ wurden. Nun, lassen Sie mich Ihnen sagen, wenn das der Fall ist, haben Sie keine echte Regierung. Die Trump-Regierung ist eine Marionettenregierung, wenn Sie eine solche Linie unterstützen. Man kann nicht behaupten, dass die USA nie in diesen Krieg eintreten wollten, sondern dann in diesem Krieg weitermachen mussten, der die globale Hyperinflation bedroht, um einfach „das Gesicht zu retten“ und dass die Vereinigten Staaten irgendwie immer noch die Kontrolle haben und „die Welt retten“ werden. Sie sind entweder über ihre Köpfe hinweg und bestenfalls inkompetent, oderdas ist ihre Agenda, um das globale Chaos auszulösen, das Schachbrett umzudrehen, die Welt in Flammen zu zünden und zu hoffen, dass sie die einzigen sind, die noch stehen. Es gibt hier kein Zwischendurch.
Ehrlich gesagt ist es an der Zeit, eine gewisse Verantwortung für die Handlungen Ihres Landes zu übernehmen, Handlungen, die jetzt die Lebensgrundlage aller auf der Welt bedrohen. Die Vereinigten Staaten stehen kurz davor, die Welt in die Hyperinflation zu bringen, und wir werden uns für diesen Schritt entschuldigen und sagen, dass es nicht ihre Absicht war? Wenn es nicht die Absicht ist, hör auf, jetzt den Krieg zu beenden! Wenn es ein „Fehler“ war, verlassen Sie jetzt! Diese lahme Entschuldigung, dass sie es nicht können, weil sie „Gesicht retten“ müssen, als ob dies eine Art Rechtfertigung wäre?!? Es gibt nichts mehr, was als Ruf gerettet werden kann, wenn man die gesamte Weltwirtschaft zusammenbricht, besonders wenn die USA in einem solchen Szenario eindeutig darauf setzen, an der Spitze zu stehen.
Sollen wir einen Fluss für die Vereinigten Staaten weinen, der eine globale Energiekrise auslöst, die für Länder auf der ganzen Welt existenziell zu sein droht? Sind die USA in beiden Fällen nicht die größte Bedrohung für die Welt? Durch ihre schiere inkompetente Hybris oder eine sehr reale und kalkulierte Agenda für die globale Dominanz in Energielieferketten. So oder so, die Vereinigten Staaten sind nicht geeignet, etwas zu führen, weil sie gezeigt haben, dass alles eine gerechtfertigte Sicherheit für ihr Ziel ist, nämlich die amerikanische Vorherrschaft.
Trump geht dann in dieser Botschaft weiter, nachdem er sich für diesen Angriff auf South Pars entschuldigt hat, um zu drohen, die gesamten South Pars zu treffen, wenn der Iran es wagt, Vergeltung zu üben ...?!? Also zuerst einmal, klingt nicht so, als ob Trump sich wirklich dafür entschuldigt hätte, dass die South Pars getroffen wurden, und zweitens, warum die gesamten South Pars bedrohen, die mehrheitlich im Besitz von Katar ist? Warum ein massiver Energieproduzent für die Welt und vor allem für Europa, das auf den Export von Katar LNG setzt, bedrohen?
Die Leute würden gut daran tun, sich an die Geschichte von Nordstream zu erinnern und wie amerikanisches LNG profitiert hat. Schließlich sind es die Vereinigten Staaten, die planen, ihre LNG-Exporte in die Welt bis 2028 zu verdoppeln, die am meisten von einem so rücksichtslosen Schritt profitieren können, die South Pars zu schlagen, nicht Israel.
The U.S. Navy’s Diving and Salvage Center can be found in a location as obscure as its name—down what was once a country lane in rural Panama City, a now-booming resort city in the southwestern panhandle of Florida, 70 miles south of the Alabama border. The center’s complex is as nondescript as its location—a drab concrete post-World War II structure th…
Read more
3 years ago · 13597 likes · Seymour Hersh
Dies ist etwas, was Trump so ziemlich die ganze Zeit tut und die Leute sollten wirklich aufhören, den abstrakten Tanz zu "interpretieren", weil es am Ende des Tages nicht abstrakt ist. Es ist in Wahrheit eine Form des Gaslighting. Das macht Trump in seinen widersprüchlichen Aussagen, Gaslight nach Gaslicht. Leugnen, leugnen, endlich zugeben und dann schließen "Na und?"
Er tat dies vor kurzem buchstäblich vor der Presse, als das Thema der Golfstaaten, die während dieses Krieges ins Visier genommen wurden, aufkam. Trump erklärte, er sei überrascht, dass die VAE zusammen mit Saudi-Arabien und Katar (die alle übrigens US-Militärstützpunkte halten) schwer getroffen worden seien, dass er dachte, dass sie alle Verbündete miteinander seien und dass sie gute Beziehungen zum Iran hätten. Das ist bereits ein bizarrer Kommentar, denn wenn der Iran eine solche Bedrohung für die amerikanischen Interessen im Nahen Osten darstellt, wie erklären Sie dann, dass er gute Beziehungen zu den anderen Golfstaaten hat? Entweder waren sie eine echte Bedrohung oder sie waren keine wirkliche Bedrohung. Und es sieht so aus, als wäre dies immer mehr ein Schritt für die Energiedominanz und nicht wieder eine Frage der „nationalen Sicherheit“. Sollten wir uns an dieser Stelle wundern? Trump bestritt weiter, dass irgendetwas davon vorhersehbar sei, dass die Golfstaaten ins Visier genommen würden, endet aber mit "Und wenn wir es wüssten, große Sache. Ich meine, wir müssen tun, was wir tun müssen."
What are we to take away from such a message? That the U.S. will have to do what they have to do, no matter the cost. But what exactly is their objective? What is the Real Agenda Behind the Iran War?
Case Study Number #4 in the U.S. bid for Global Domination: Iran
“Make Iran poor again. (pauses) Not the Iranian people, the Iranian government.”
- U.S. Secretary of Treasury Scott Bessent in his confirmation hearing to the Senate on Jan. 16, 2025[1]
On January 13th this tweet went out:
Wo Trump "iranische Patrioten" ansprach, um zu revoltieren und iranische Institutionen zu übernehmen, und versprach, dass Hilfe auf dem Weg mit MIGA, Make Iran Great Again, auf dem Weg war.
Obwohl es einige Leugnungen gab, dass der Regimewechsel jemals das Ziel der Trump-Regierung war, bestätigen die Worte von Trump selbst, dass dies tatsächlich das wahre Ziel der USA gegenüber dem Iran war, das während des 12-tägigen Krieges zwischen dem Iran und Israel im vergangenen Sommer begann. Es ging nie um Verhandlungen über eine sichere Urananreicherung, sondern um einen Regimewechsel im Iran, der eindeutig im Interesse der Vereinigten Staaten funktionieren würde – insbesondere in der Frage von Öl und Gas.
Es ist kein Zufall, dass nur Wochen nach der Entführung von Maduro, der von der US-Regierung beschuldigt wurde, der Leiter eines gefälschten Drogenkartells zu sein, sie auf eine Terrorliste gesetzt hatten, auf die das DOJ jetzt einräumt, wo die USA effektiv venezolanisches Öl beschlagnahmt haben, die größte Ölreserve der Welt - dass die USA dann den Iran ins Visier genommen haben. Kein sehr subtiler Schritt für diejenigen, die tatsächlich auf die globalen Energielieferketten achten.
Venezuela ist, genau wie der Iran, keine Bedrohung der „nationalen Sicherheit“ im Sinne der Sicherheit des amerikanischen Volkes, sondern weil es sich um massive Energiedrehkreuze handelt, die den US-Petrodollar nicht stützten und damit die wirtschaftliche Dominanz der USA nicht unterstützten. Beide Länder exportierten tatsächlich den größten Teil ihres Öls und im Fall des Iran (Öl und Gas) nach China und verwendeten die chinesische Währung, die Renminbi (RMB), für diese Transaktionen. Hinzu kommt, dass Russland auch in chinesischer Währung mit jedem Land Geschäfte tätigt, das sein Öl kaufen möchte, und der US-Petrodollar ist unter ernsthafter Gefahr, seinen Einfluss aufrechtzuerhalten.
Wie wir in der obigen Grafik sehen können, rangiert Venezuela von den Top 10 Ölreserven als größte, der Iran der drittgrößte und Russland der achte. Die USA stehen auf Platz zehn. Alle anderen Top-Ten-Länder sind Verbündete der USA oder ihrer Satrapie nach dem Krieg gegen den Terror, einschließlich des Iraks, der den fünften Platz belegt, und Libyen, das den neunten Platz belegt.
Heute kontrollieren die USA jeden Cent irakischer Öleinnahmen seit ihrer illegalen Invasion im Jahr 2003, die mit falschen Informationen vom MI6 gerechtfertigt war, die jeder anerkennt, aber die USA haben dieses Land seitdem physisch besetzt.
Hussein Askary schreibt in seinem Artikel für The Cradle:
Im Juli stellte die irakische Zentralbank alle ausländischen Transaktionen im chinesischen Yuan ein und erlag damit dem starken Druck der US-Notenbank. Die Schließung folgte einer kurzen Zeit, in der Bagdad Händlern erlaubt hatte, mit Yuan zu handeln, eine Initiative, die darauf abzielte, übermäßige US-Beschränkungen für den Zugang des Irak zu US-Dollar zu mildern.
Während dieser in Yuan ansässige Handel die irakischen Ölexporte ausschloss, die in US-Dollar blieben, betrachtete Washington ihn als Bedrohung für seine finanzielle Dominanz über den Persischen Golfstaat. Aber wie haben die USA es geschafft, eine solche totale Kontrolle über die irakische Finanzpolitik auszuüben?
Die Antwort liegt im Jahr 2003, mit Mechanismen, die nach der illegalen US-geführten Invasion im Irak etabliert wurden.
Seit der Unterzeichnung der Executive Order 13303 (EO13303) durch Präsident George W. Bush am 22. Mai 2003 wurden alle Einnahmen aus den irakischen Ölverkäufen direkt auf ein Konto bei der Federal Reserve Bank of New York eingetragen.
EO13303 mit dem Titel „Schutz des Entwicklungsfonds für den Irak und andere Immobilien, in dem der Irak ein Interesse hat“, wurde jährlich von jedem US-Präsidenten, einschließlich Joe Biden im Jahr 2024 [und Trump während seiner Jahre als Präsident]erneuert. Diese Exekutivanordnung gibt im Wesentlichen die Kontrolle über die irakischen Öleinnahmen unter dem Ermessen des US-Präsidenten und lässt Bagdad nur begrenzte Kontrolle über seine Ressourcen und Einnahmen.
Also, für den Fall, dass Sie einer von denen waren, die dumm genug waren, zu glauben, dass es sich um MIGA handelte, machen Sie den Iran wieder groß - wie Bessent es am besten sagte, der ehemalige Bluthund von George Soros, geht es wirklich darum, "den Iran wieder arm zu machen". 2] Und man muss nur so weit wie der Irak schauen, um zu sehen, was in der Zukunft für den Iran liegt, wenn die USA bei ihrem gewünschten Regimewechsel erfolgreich sind.
Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass sowohl die Invasionen im Irak (über die Chilcot-Untersuchung) als auch Libyen (über einen Bericht des britischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten) auf falschen Informationen des MI6 beruhten. Etwas, das offiziell anerkannt wird. Und es kommt einfach so vor, dass der MI6 wieder einmal am Tatort gefunden wird, jetzt hinter den Behauptungen, dass der Iran ein "geheimes Atomprogramm" hat, das eine weitere Invasion eines Landes rechtfertigt, das zufällig eine weitere massive Ölreserve hat, von der ich sicher bin, dass die USA mehr als glücklich wären, um dem iranischen Volk willen zu kämpfen.
Darüber hinaus würden diejenigen, die so schlampig behauptet haben, dass dieser Krieg gegen den Iran einem Krieg mit der City of London entspricht, gut daran tun, sich über die gegenwärtigen Machenschaften des MI6 zu informieren, die immer die korrupten Geheimdienstinformationen hinter diesen Invasionen zu sein scheinen, denen die USA jedes Mal folgen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass, wenn die USA wirklich die Probleme der City of London angehen wollen, vielleicht zu Hause mit dem Wall Street-Parasiten beginnen, der Ihre gesamte Wirtschaft ausgehöhlt hat?!! Denken diese Leute wirklich, dass es sinnvoll ist, Dutzende von Milliarden (die aussehen werden, sobald es Hunderte von Milliarden sein werden) für einen Krieg mit dem Iran auszugeben, was zu einer Energiekrise führt, in der die Öl- und Gasinfrastruktur in den Golfstaaten mit dem Risiko einer globalen Hyperinflation schwer beschädigt wurde - und dass dies irgendwie ein effektiverer Weg ist, als eigentlich nur Ihr eigenes Bankensystem neu zu organisieren?!?! Nein, wir müssen alles niederbrennen und dann wird die Welt gerettet werden? ..... Richtig.
Während Sie dabei sind, verwenden Sie die gleichen Geheimdienste, die Sie in den letzten Jahren kritisiert haben, um diese Militärkampagnen zu leiten, weil es jetzt kein Thema mehr ist?!? Sollen die CIA und das FBI jetzt die Guten sein? Wurde tatsächlich eine interne Korruption innerhalb des amerikanischen Systems angegangen, wie es versprochen wurde? Nein. Wir sind einfach direkt in Bomben- und Invasionsländer geraten, immer um der amerikanischen Sicherheit willen, während ihre Polizei mit ihrem eigenen Volk immer brutaler wird. Aber ich bin sicher, dass das alles mit den besten Absichten für Sie gemacht wird.
Und so begann Trump zu Beginn dieses Jahres einen wirtschaftlichen Angriff auf den Iran zu starten, natürlich um des Iran willen.
Wie wir sehen können, ist die Überraschung China der Handelspartner Nummer eins mit einem stark von den USA sanktionierten Land, genau wie im Fall von Venezuela, wo Trump tatsächlich China einlud, venezolanisches Öl von den Vereinigten Staaten zu kaufen, natürlich in USD. China hat übrigens abgelehnt.
Diese Sekundärzölle auf den Iran sind zu diesem Zeitpunkt im Grunde wirtschaftliche Teppichbombenangriffe.
Die Straße von Hormus macht 20% der weltweiten Energieversorgung aus. Das bedeutet, dass die Top-Ölproduzenten der Welt auf die Straße von Hormus angewiesen sind, um Öl und Gas in die Welt zu liefern. Zu diesen führenden Öl- und Gasproduzenten gehören Irak, Saudi-Arabien, Iran, Katar und die VAE. Die meisten Raffinerien sind im Persischen Golf, an der Spitze der Straße von Hormus, zentriert und wurden entweder im Krieg getroffen oder wurden geschlossen.
Wenn die Golfraffinerien gefährdet bleiben, selbst wenn das Öl und Gas theoretisch verfügbar wären, wären sie nicht verwendbar, ohne vorher raffiniert zu werden. Die USA haben derzeit eine maximale Kapazität für die Ölraffinerie.
Die USA sind nicht einmal in der Lage, das von ihnen beschlagnahmte venezolanische Öl zu verfeinern. Aus diesem Grund waren sie so verzweifelt, dass China das Öl kaufte (was wie ein No-Go aussieht), weil China eines der wenigen Länder ist, das venezolanisches Rohöl verfeinern kann, das schwierigste und teuerste zu verfeinern. Indien mag einige kaufen, aber die Realität ist, dass der Großteil dieses venezolanischen Öls in Lagertankern verrottet. Wie bereits in Teil I besprochen, braucht China kein venezolanisches Öl aus den USA zu kaufen.
Wenn auch die Golfraffinerien beschädigt werden, wird es noch mehr Öl geben, das veredelt werden muss. Ein wesentlicher Dienst, den die meisten Länder zu diesem Zeitpunkt nicht leisten können. China ist in diesem Szenario am besten positioniert und verfügt über eine massive Raffinationsfähigkeit und nur mit 70% Auslastung.
Dies ist in der Tat, der dritte Schachmatten-Schritt, den China jetzt hält (der erste ist ihr Besitz der USA. Treasury Bonds, die zweite ihre Kontrolle über die Lieferkette der seltenen Erden), die dank des rücksichtslosen Krieges, den die USA geführt haben, aufgetaucht sind. In einer Welt, in der Raffinerien stark begrenzt sind, hält China wieder den Schlüssel zur Energiedominanz, da es das einzige Land ist, das eine massive Raffinationsfähigkeit hat, die wächst und die Menge, die es derzeit verfeinert, erheblich erhöhen kann.
Es sollte auch hier angemerkt werden, dass China nicht auf Öl und Gas für seinen Energiebedarf angewiesen ist, da China sichergestellt hat, dass es sich um eine Diversifizierung handelt, woher seine Energie kommt, im Gegensatz zu so vielen Nationen wie Südkorea[3] und Japan, die zu den asiatischen Nationen gehören, die am härtesten von diesem Irankrieg betroffen sein werden und die zufällig die Top-Verbündeten der Vereinigten Staaten in Asien sind.
Das wird wirklich zur Geschichte der Ameise und des Crickets.
Wie wir mit der obigen Grafik sehen können, ist China für etwa 60% seines Energiebedarfs auf Kohle angewiesen, Wasserkraft ist die zweitabhängigste Energiequelle für China und macht zusammen fast 85% des gesamten Energiebedarfs Chinas aus. Wind und Sonne machen den größten Teil des restlichen Energiebedarfs Chinas aus. Das sind alles Energiequellen, auf die China völlig selbstständig ist. Mit anderen Worten, sie verlassen sich nicht auf einen externen Handel, um Energie in diesen Formen bereitzustellen. Ihre Kohleversorgung wird intern erzeugt. Die meisten Länder haben kein so diversifiziertes und eigenständiges Energieportfolio und sind auf den Handel angewiesen, um ihren Energiebedarf zu decken, was sie dank der Vereinigten Staaten anfällig für die zunehmend bewaffneten globalen Energielieferketten macht.
Kanada zum Beispiel hält die viertgrößte Ölreserve, ist aber darauf angewiesen, dass die Vereinigten Staaten ihr Öl verfeinern und an sie zurückverkaufen. Keine gute Position, wenn die Vereinigten Staaten sich entscheiden, nicht nett zu spielen. Das war in der Tat die Situation, in der sich die Kolonien befanden. Wenn das Land trotz einer großen Ölreserve nicht die Kontrolle über die Raffinerien hat, wäre es für den Reichtum und die Energie, die es erhalten würde, völlig von ausländischen Raffinerien abhängig. Tatsächlich war dies der historische Fluch des Iran in seinem Kampf für die Unabhängigkeit.
Selbst wenn es den USA gelingt, das gesamte Öl und Gas aus dem Nahen Osten zu beschlagnahmen, werden sie, wenn sie nicht in der Lage sind, diese zu verfeinern, nicht für ihren Energiebedarf nutzbar sein - einschließlich Benzin, Diesel und Düsentreibstoff. Die Vereinigten Staaten sind derzeit nicht in der Nähe des Aufbaus ihrer Raffinerien, um eine solche Nachfrage zu befriedigen. Und Israels Raffinationskapazität wurde auch durch iranische Raketenangriffe ernsthaft beeinträchtigt.
Es scheint, dass dies ein weiterer katastrophal kurzsichtiger Schritt aus den USA ist, der auf die Sicherheit der ganzen Welt gespielt hat. Denn in dem Szenario, auf das wir zusteuern, wird die Welt mit einer enormen Energieknappheit konfrontiert sein, die durch einen Mangel an Raffinerien verschärft wird, der Jahre dauern wird, um wieder aufzubauen und die Zahl zu erhöhen. Die USA werden auch darunter leiden, da sie keine Wirtschaftsinsel sind, wie die verheerenden Auswirkungen der Zölle von 2025 gezeigt haben und die Kosten auch für die Amerikaner dramatisch steigen werden.
Mit anderen Worten, die Vereinigten Staaten haben einen Energiekrieg begonnen, ohne überhaupt die Fähigkeit zu haben, das Öl und Gas, das sie aus Venezuela beschlagnahmt haben, zu verfeinern (erinnern Sie sich an die katastrophalen USA. Big Oil Tour in Venezuela, die Trump sagte, die Situation sei "uninvestierbar") zusätzlich zu der Hoffnung der USA, das Öl aus dem Iran zu beschlagnahmen.
Es ist wahr, dass die Amerikaner weniger hart getroffen würden als bestimmte Länder in Asien und Europa, aber sie würden härter getroffen werden, viel härter als China, das die ganze Zeit ihre wahre Agenda war. Die chinesische Wirtschaft zu versenken. Also, alles für umsonst?
China verfügt über fast 90 Millionen Barrel Raffineriekapazität und hat eine Menge Raffinerien gebaut, die in der Lage sind, sich ausreichend zu machen, um Rohöl in alle Arten von Ölprodukten zu verwandeln. Die USA haben kaum neue Raffinerien gebaut und Pekings Kapazitäten haben die Vereinigten Staaten überschritten. Darüber hinaus haben chinesische Raffinerien immer noch Raum, mehr Rohöl zu verarbeiten, während die Amerikaner dies nicht tun.
Chinesische Raffinerien sind ebenfalls integriert, sie produzieren nicht nur Benzin oder Diesel. Sie produzieren auch Petrochemikalien, einschließlich der Eingänge für Düngemittel. Und das bedeutet, dass auch die Nahrungsmittelproduktion stark von den Chinesen beeinflusst wird.
Der Krieg verändert die globalen Lieferketten zugunsten Chinas weiter.
Trump und Bessent waren bereits besorgt über die Kontrolle Chinas über die Versorgung mit Seltenen Erden. Aber sie haben dem Westen neue Kopfschmerzen bereitet. China hat die Raffineriekapazität, um den globalen Kraftstoffmarkt zu schwingen. Und wenn der Golfstillstand lange genug anhält, müssen die Länder nach Peking rennen, um ihr raffiniertes Öl zu bekommen. Höhere Nachfrage bei begrenztem Angebot, die Preise werden steigen. China verdient viel mehr Geld.
China ist in der Tat ein Exporteur von Öl und hat vereinbarte raffinierte Kraftstoffexportladungen gestrichen, um ihre Wirtschaft für die globale Energiekrise vorzubereiten. China umzäunt seine eigene Wirtschaft und bereitet sich auf einen Zermürbungskrieg vor. Jedes Land wird von dieser Energiekrise gehämmert werden und derjenige, der am wenigsten leidet, wird dank des US-Krieges gegen den Iran „gewinnen“.
China verfügt über das größte Netz von Ölraffinerien der Welt. Dadurch können sie leicht ihre eigene Nachfrage nach raffinierten Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel befriedigen. Und machen Sie keinen Fehler, die chinesische Nachfrage ist enorm. Sie haben sogar genug Kapazitäten, um Asiens drittgrößter Exporteur direkt hinter Singapur und Korea zu sein. Indem sie ihre eigenen Exporte in die Welt abschneiden, entsteht ein weiterer Druck auf das weltweite Angebot. Dies wird die Schmerzen bei allen globalen Herstellern verstärken, die nicht vorbereitet sind. Japan ist ein Paradebeispiel dafür, aber das größte Opfer wird Europa sein.
Dies ist ein großer Schritt gegenüber früheren Aktionen, China hat nicht nur aufgehört, neue Ladungen zu verkaufen, sie stornieren die bestehenden Deals wahrscheinlich durch Klauseln höherer Gewalt. Es setzt einen noch größeren Druck auf die Energiemärkte, die auch in den USA den Preis für Benzin und Diesel erhöhen werden.
Darüber hinaus wird die US-Ölreserve um weitere 41% sinken, die die 170-Millionen-Barrel-Freisetzung ergeben, und dies wird die USA mit nur 243 Millionen Barrel verlassen. Die Reserve muss rund 150 Millionen Barrel halten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, und das lässt nur 93 Millionen oder weniger als 5 Tage Pufferzeit nach dem Hormus-Shutdown. Wir gehen zurück in die 1980er Jahre, was ein echtes Problem für die Energiesicherheit in den USA ist.
Japan gibt auch 40% seiner Ölreserven frei, um die Inflation zu verhindern. Ein Schritt, der die Wirtschaft stärker gefährdet, wenn die Schließung von Hormus noch mehrere Wochen oder länger anhalten soll.
Japan kann sein Angebot aus den USA beziehen, aber dies wird eine extrem hohe Preisgestaltung, Grundversorgung und Nachfrage sein. Und dies wiederum wird die Kosten in allen Sektoren in die Höhe treiben und wiederum eine weitere Inflation für eine Wirtschaft schaffen, die bereits auf Lebenserhaltung steht.
G7 prüft auch die Freigabe von Not-Öl-Reserven. Auch wenn die Straße von Hormus für mehr Tage geschlossen ist, als die Notfallreserven liefern können (zusätzlich, dass nicht alles sofort wieder online sein wird, wenn die Straße wieder geöffnet wird), wird die Energiekrise diese Volkswirtschaften noch härter treffen. Die einzigen Länder, die noch große Reserven haben werden, die die globalen Märkte beeinflussen können, werden China und Russland sein.
Und wir wissen, dass die Dinge verzweifelt werden, wenn russisches Öl von den Vereinigten Staaten nicht genehmigt wird, natürlich "vorübergehend".
Die USA brauchen Russland, um das Ölexportvolumen zu erhöhen, um die globale Inflation zu senken, insbesondere für die westlichen Volkswirtschaften. Dies bringt Russland jetzt auch in eine Position des Hebels.
Wenn Russland den Westen, insbesondere Europa, quetschen würde, würde das die Hitze Russlands vor allem mit der Versorgung der Ukraine durch Europa aufrechterhalten. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, die Europa bis Ende 2027 vollständig aus der russischen Energie entfernen will, hat jedoch nicht verpflichtet, die USA für die Nichtsanktionierung von russischem Öl zu beschimpfen, und weigert sich, diese Energie trotz des Verlusts von Katar LNG zu kaufen. Sieht so aus, als ob der Kapitän begierig darauf ist, mit dem Schiff zu sinken, obwohl er sich nicht sicher ist, ob die Crew genauso denkt.
Dennoch gibt dies Russland in beiden Richtungen einen großen Vorteil. Die Hebelwirkung ist heute fest mit Russland verbunden, und selbst wenn Europa sich weigert, mehr zu kaufen, macht Russland $ 150 Millionen pro Tag an zusätzlichen Einnahmen aus steigenden Ölpreisen, das sind $ 450 Millionen extra pro Monat, was auf eine Milliarde pro Monat steigen könnte, wenn die Energiekosten weiter steigen. Und denken Sie daran, Russland handelt mit Chinas Yuan-Währung.
Es sollte immer deutlicher werden, was hier passiert. Die iranische Strategie war es, nie eine militärische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten zu gewinnen, dies ist natürlich nicht möglich, insbesondere angesichts seiner geografischen Lage. Der Iran hat einen Krieg gegen US-Dollar-Vermögenswerte geführt. Und Bessent könnte bald seine Worte essen, wie er es mit den Zöllen 2025 gegen China tat.
Je höher die Energiekosten steigen, desto größer ist die Gefahr, dass die US-Wirtschaft in der US-Wirtschaft liegt, und die größere Wahrscheinlichkeit, dass eine Hyperinflation am Horizont steht. Wie wir sehen können, sind es die Vereinigten Staaten und ihre engsten Verbündeten, die am stärksten von diesem kommenden Sturm getroffen werden, einem Sturm, den die USA geschaffen haben.
Amerikanische Staaten wie Kalifornien, Texas und New Jersey werden direkt von der Schließung der Hormusstraße betroffen sein.
Inzwischen beschleunigen sich die chinesischen Exporte in die Welt noch weiter. Der völlige gegensätzliche beabsichtigte Effekt der Zölle für 2025. Und da sich 2026 Krisenszenarien schnell entwickeln, decken sich die Länder mit erschwinglichen Vorräten aus China ein, um sich auf den Zermürbungskrieg vorzubereiten. Da die Energiekosten für den größten Teil der Welt steigen, werden Chinas Produkte dank seiner energieunabhängigen Wirtschaft noch erschwinglicher. Dieser Iran-Krieg geht also auf verschiedene Weise nach hinten los und setzt die USA in der globalen Lieferketten-Dominanz noch weiter zurück.
Zunehmend ist der Westen den Entscheidungen ausgeliefert, die China und Russland in ihrem Energiehandel treffen werden. Was ist, wenn China sein raffiniertes Exportverbot für Kraftstoffe fortsetzt? Und was, wenn Russland die Ölversorgung drosselt? Der Westen könnte einen ernsthaften Zusammenbruch der Lieferkette sehen. Und vergessen wir nicht, der Iran ist ein enger Verbündeter Chinas, und China hat den Iran während dieses Krieges indirekt unterstützt.
Die großen Golfstaaten haben ihre Energieproduktion reduziert, weil die Straße von Hormuz in Flammen steht. Drohnenangriffe passieren immer wieder und der Ölfluss wird auf unbestimmte Zeit vom Iran blockiert, der die amerikanische Präsenz aus dem Nahen Osten vollständig säubern will.
Der Iran hat einen geografischen Vorteil und die militärische Macht, die Straße zu schließen. Katar hat das weltweit größte LNG-Werk in Ras Laffan pausiert. Die Anlage Ras Tanura, die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien, hat ebenfalls effektiv abgeschaltet.
Chinesische Schiffe gehörten zu den ersten, die die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlaubten, die völlig unpassierbar ist, ohne durch iranische Checkpoints zu gehen. China unterstützt den Iran durch Geheimdienste, Aufklärung, Versorgung und Finanzierung in diesem Krieg, warum sollten die Iraner den Chinesen nicht eine sichere Passage geben.
Inmitten der iranischen Schließung der Straße von Hormus, wo China eindeutig den Gewinner herausbrachte, hielt es Scott Bessent irgendwie für eine gute Idee, China zu bitten, seine Ölkäufe von seinen US-Gegnern, Russland und Iran (die ihr Öl übrigens in Yuan verkaufen) zu reduzieren, und für China, stattdessen US-Öl zu kaufen!?!
Offensichtlich gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Grenzen für amerikanische Hybris...
Und sollte es eine Überraschung sein, dass diese Art von Kommentaren in den sozialen Medien die Runde machen?
In der Zwischenzeit scheinen die Iraner keine Eile zu haben, die Straße wieder zu öffnen.
Das war natürlich ein langer Weg, zeigt aber, dass die Iraner für ein Land, das laut Trump-Regierung völlig militärisch besiegt wurde, eher ruhig sind.
Während die siegreichen USA zunehmend so aussehen, als müsste sie sich am Ende all dessen auf den verrückten Mülleimer festlegen.
Dieser Krieg gegen den Iran ist ein Geschenk an China?!?!
Oder vier Tage später, um genau zu sein. Trump nahm dann dieses „Geschenk“ und verwandelte es in eine Forderung, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Amerika helfen, die Straße von Hormus zu öffnen, die immer noch von den Iranern stark gehalten wird, obwohl sie „enthauptet“ werden, wie Trump es klassisch formuliert hat, in Bezug auf die Ermordung des Ayatollah in seinem Haus.
Und schließlich wurde das „Geschenk“ zu einer direkten Bedrohung.
Allerdings haben die USA zu diesem Zeitpunkt nichts zu bedrohen. China hat sich dank der Zölle von 2025 effektiv mit seiner Wirtschaft entkoppelt. Die Chinesen müssen kein Handelsabkommen mit den USA abschließen, sie verdienen viel Geld und sind auf dem besten Weg zu einem weiteren Rekordjahr im Handelsüberschuss. Es ist bizarr, wenn auch nicht überraschend, dass die Vereinigten Staaten versuchen, sich wie ein Opfer zu verhalten, nachdem sie auf eine Schießerei gegen einen engen Verbündeten Chinas geschossen haben, und denken, dass sie China auffordern können, hereinzukommen und im Wesentlichen das Chaos zu "beseitigen", das die USA in einem anderen ihrer kurzsichtigen Wutanfälle gemacht haben. Ein Wutanfall, der China, Russland und dem Iran ironischerweise noch mehr Einfluss genommen hat, wenn der Iran durchhalten kann.
Alle Märkte der Welt kaufen mehr chinesische Waren. Sogar die USA kauften in den letzten ein oder zwei Monaten mehr.
Und die Sache für die Amerikaner noch schlimmer zu machen. Die Iraner haben begonnen, einen Teil der Straße von Hormus zu öffnen, der durch ihre beiden Inseln Larak und Qeshm führt und effektiv als Mautstelle fungiert, wobei Ölfracht in der chinesischen Währung, der Renminbi (RMB), bezahlt werden muss, wenn sie eine sichere Durchfahrt wollen.
Und die Bab al-Mandab-Straße könnte auch von der Schließung bedroht sein, wenn sich die Huthis aus dem Jemen in die Unterstützung ihres Verbündeten Iran einmischen. Diese Wasserstraße macht etwa 5% der globalen Energieversorgung aus, so dass insgesamt 25% der globalen Energieversorgung dem unterliegen wird, was der Iran entscheidet.
Erinnern wir uns auch daran, dass der Großteil der Öl- und Gaskäufe aus diesen Golfstaaten von China getätigt wird. Daher ist es sehr sinnvoll, dass sie in der chinesischen Währung verkaufen, wenn sie diesen Handel fortsetzen wollen. Letztendlich ist der größte Verlierer in diesem Setup der Petrodollar der USA.
Was für ein katastrophales Ergebnis für die USA für das, was ein hoher Preis für den Kampf gegen diesen asymmetrischen Krieg mit dem Iran ist, wo $ 2-4 Millionen US-Raketen (ein Stück) verwendet werden, um $ 20.000-50.000 iranische Drohnen zu schlagen.
Laut dem Iran War Cost Tracker ist der Betrag verblüffend. Wir sind heute bei $ 23,3 Milliarden und zählen: $ 11.000 pro Sekunde, $ 41 Milliarden pro Stunde und mindestens $ 1 Milliarde pro Tag. Das ist purer Wahnsinn und es ist kein Wunder, dass der US-Anleihemarkt bricht.
Darüber hinaus haben wir einige sehr peinliche Risse, die sich im US-Militär zu bilden beginnen. Anscheinend die neuen F-35-Jets, insbesondere die F-35As für die USA. Die Luftwaffe wurde aufgrund des kritischen Mineralienmangels (aufgrund des Verbots kritischer Mineralien für die US-Verteidigungsunternehmen) ohne Radar in der Nase geliefert.
Das F-35-Programm plante, das fortschrittliche AN/APG-85-Radar (entwickelt von Northrop Grumman als Upgrade der nächsten Generation gegenüber dem bestehenden AN/APG-81 mit verbesserten Funktionen wie der Gallium-Nitrid-Technologie) einzuführen, das um 2025 mit der Produktion begann. Die APG-85-Radare sind jedoch noch nicht bereit, weil sie die „Gallium-Nitrid-Technologie“ ohne das Galliumnitrid nicht integrieren könnten ... Und China verkauft kein Galliumnitrid oder andere seltene Erden für militärische Anwendungen an die USA.
Die brandneuen F-35, die für die Montage dieser neuen Radarsysteme hergestellt wurden, können jedoch die alten Systeme nicht montieren, sie sind nicht kompatibel. Also, was hat das US-Militär beschlossen? Schicken Sie diese F-35s ohne Radar und mit Fitness-Gewichten als Gegengewicht ins Feld....
Jemand scherzte in den sozialen Medien: "Ich wette, 10 Yuan, dass diese Langhantelstücke auch in China produziert werden." Und sie haben wahrscheinlich recht.
Analysten erklären, dass die USA 8-12 Monate vor dem Zusammenbruch der wichtigsten Lieferketten der Verteidigung stehen. Dies ist inmitten der Vereinigten Staaten, die einen Krieg mit dem Iran führen, der so aussieht, als würde er sich nur mit möglichen Stiefeln auf dem Boden ausdehnen, anstatt mit dem ein- und ausgezogenen kurzen und süßen Luftangriff, von dem sie ursprünglich behaupteten, dass er der Plan sei. Dies ist auch angesichts der Tatsache, dass der Iran ein gutes Stück US-Radar- und Abfangausrüstung zusammen mit US-Militärstützpunkten zerstört hat, die in den umliegenden Golfstaaten stationiert sind. Isreal scheint auch mit seinem Raketenbestand zu kämpfen.
Angesichts seines „totalen Sieges“ gegen den Iran mussten die Amerikaner ihr THAAD-Raketenabwehrsystem von Südkorea in den Nahen Osten verlegen, um zusätzliche Unterstützung zu erhalten.
Wenn die USA diesen Krieg verlieren, wird die Wiederbelebung des Imperiums fast unmöglich sein. Der Iran hält stark und für sie ist der Plan einfach. Sie müssen nicht gegen das US-Militär gewinnen. Sie müssen nur festhalten, bis das schwächste Glied in der Kette bricht -und das ist die US-Wirtschaft.
Ein besonderer Dank an Sean Foo, der mir bei der Analyse und Verwendung von informativen Grafiken sehr geholfen hat!
Fußnoten:
[1] Während seiner Bestätigungsverhandlung am 16. Januar 2025, USA Der designierte Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die USA darauf abzielen, den Iran als Teil seiner Sanktionspolitik "wieder arm zu machen". Besst stellte klar, dass diese Strategie eher auf das iranische Regime als auf das iranische Volk abzielt.
Er stellte fest, dass unter der Trump-Regierung die iranischen Ölexporte auf 100.000 Barrel pro Tag gefallen waren, aber seitdem auf etwa 1,7 Millionen Barrel gestiegen sind. Bessent betonte, dass die Sanktionen die iranische Regierung mit steigender Energieproduktion in den USA finanziell weiter schwächen und gleichzeitig die inländischen Produktionsstandards verbessern könnten. Quelle: https://deepnewz.com/middle-east/treasury-secretary-designate-scott-bessent-aims-to-make-iran-poor-again-während-1-62ea4b1a
[3] Südkorea ist der größte Kraftstoffexporteur, wenn sie sich dafür entscheiden, diesen Kraftstoff für ihren eigenen Bedarf zu halten, werden ihre Einnahmen einen Schlag erleiden, daher wird ihr BIP immer noch negativ beeinflusst.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Der Irankrieg ist keine Episode, sondern Teil des globalen amerikanischen Wirtschaftskriegs. Die Angriffe der USA und Israels haben die größte Energiekrise der Geschichte ausgelöst. Und trotz des geplanten Ausstiegs kauft Europa mehr russisches Flüssiggas denn je.
“Die größte Energiekrise der Geschichte”. The world is quite literally facing what appears to be the largest energy crisis in history. US crude oil futures are now trading at a $20+/barrel DISCOUNT to Brent, also one of the largest on record. As the US increases production and taps into reserves, the EU is facing a full out energy crisis. European natural gas prices are up another +30% today and physical crude oil prices in Oman and elsewhere are trading at $150+/barrel. In other words, the gap between Oman and US prices now stands at ~70%, or ~$70+ per barrel. It has become so bad for Europe that the market is now pricing-in 2 interest rate HIKES in 2026, even as the US removes sanctions on Russian oil. (Kobeissi Letter) – Das ist keine Einzelmeinung. Der Chef der Internationalen Energieagentur Fatih Birol spricht von einer noch nie da gewesenen Gefahr für die globale Energiesicherheit. Er rief dazu auf, weniger Auto zu fahren und ins Hoemoffice zu wechseln, um Benzin zu sparen…
Economic Statecraft – und warum Europa nur zuschaut. Mehr als zwei Wochen nach Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffs gegen den Iran zeichnet sich ab, dass dies keine Episode ist, die man aussitzen können wird. (…) In Brüssel diskutiert man Deeskalation und Völkerrecht. Was man aber nicht diskutiert, ist die strategische Logik hinter dem amerikanischen Vorgehen. (Beyond the obvious) Für Leser dieses Blog ist das keine Überraschung, dennoch lesenswert. Dazu gibt es auch einen Podcast.
Trump erwägt Lockerung der Ölsanktionen gegen Iran. Donald Trump will dem Kriegsgegner Iran offenbar beim Öl entgegenkommen. Das und weitere absurd klingende Ideen zeigen, wie stark der Druck auf den Präsidenten in den USA wächst. (Spiegel) Mittlerweile ist die Lockerung bestätigt.Zuvor hat Trump schon die Russland-Sanktionen beim Öl gelockert. Die EU ist natürlich dagegen – sie möchte den Wirtschaftskrieg noch mehr ausweiten, obwohl sie selbst am meisten darunter leidet…
Europa kauft Rekordmengen von russischem Flüssiggas. Europe bought every single shipment of LNG produced by Russia’s Yamal LNG plant in February — first time since April 2018 that the EU accounted for 100% of exports from the Arctic facility. A total of 21 cargoes from Yamal were delivered to European buyers during the month, according to shipping data. Despite a plan to ban imports of Russian gas completely by January 1, 2027, the EU remains hooked onRussian gas. (IntelliNews)
P.S. Der Krieg im Nahen Osten wird für Russland zum unerwarteten Konjunkturprogramm. Mit den Mehreinnahmen könnte Putin den Krieg noch jahrelang finanzieren. Zu diesem Schluss kommt die Kyiv School of Economics (KSE)in einer aktuellen Studie. – Da die KSE sehr parteiisch ist, würde ich die Zahlen mit Vorsicht genießen. Außerdem ist die vulgärökonomische These, daß Putin mit den Erträgen aus Energieverkäufen seine “Kriegskasse” füllt, eines Wirtschaftsforschungsinstituts nicht würdig!
„…Die EU ist natürlich dagegen – sie möchte den Wirtschaftskrieg noch mehr ausweiten, obwohl sie selbst am meisten darunter leidet…“ Warum wird denn so ein massiver wirtschaftlicher Schaden in Kauf genommen? Warum scheint das Wichtigste zu sein, irgendwie Russland klein zu machen? Das leider weit verbreitete Erklärungsmuster „die Politiker sind alle unfähig“ usw. reicht mir nicht. Haben Sie, Herr Bonse, eine Bessere?
Erstmal wurde das Feindbild Russland nie wirklich überwunden, auch nicht in (West-)Deutschland. Im Kalten Krieg war es ja dominant. In Osteuropa wurde es zu einer Art Staatsdoktrin erhoben. Zweitens haben die Neocons dieser Welt ihr Ziel nicht aufgegeben, Russland “klein zu machen”, siehe Kallas, Sikorski etc. Drittens ist die EU wie ein Tanker – wenn sie einmal auf ein Ziel zusteuert, ist sie kaum noch vom Kurs abzubringen. Macron, Meloni und De Wever können noch so laut rufen, daß eine Kursänderung nötig wäre – der Tanker fährt erstmal weiter. Die Frage ist, wie lange noch – bis es kracht?
Oh Mann “Economic Statescraft” – alter Wein in neuen Schläuchen. Wer sich etwas in der neomarxistischen Literatur zu Imperialismus und Globalisierung auskennt, für den ist das überhaupt nix neues, es nennt sich: Staatenkonkurrenz. Und am Ende des verlinkten Blog-Artikels dann das Übliche: Das politische Personal sei ja zu doof/unfähig/inkompetent das zu kapieren. Langweilig. Das Regierungspersonal hat X Berater, Wissenschaftler, echt clevere hochgebildete Leute, aber die sind alle zu doof, um zu kapieren was abgeht? Möglich, aber unwahrscheinlich. Ich glaube eher, dass der Autor des Handelsblatt-Artikels in seinem bürgerlichen Idealismus der ist, der unfähig ist “behind the obvious” zu blicken.
Schon klar. Neu ist, daß der Wirtschaftskrieg nun im Mainstream angekommen ist, und daß sogar neoliberale Autoren wie Stelter darüber sprechen. Ich dachte, in Folge 292 “meines” Wirtschaftskrieges wäre das dann doch mal interessant. Ursprünglich habe ich mich übrigens an Adam Tooze angelehnt, doch der hat offenbar das Interesse an dem Thema verloren…
….. Trump erwägt Lockerung der Ölsanktionen gegen Iran. – Die EU ist natürlich dagegen – sie möchte den Wirtschaftskrieg noch mehr ausweiten, obwohl sie selbst am meisten darunter leidet ….. Was fällt einem dazu ein? “Dümmer geht’s nimmer!” – Es sei den bei den Experten der EU oder “den Ast absägen, auf dem man sitzt“ – Egal wie groß die Fallhöhe ist – oder “EU pur!” – bei denen ist der Schwachsinn Methode –
Der Westen kann noch froh sein daß der globale Süden noch nicht das Potenzial einer vollständigen Abkehr von fossiler Energie erkennt, sonst würden sich die Machtverhältnisse schneller verschieben als ohnehin schon. Ob auf dem Weg über die Kriege oder über nicht mehr finanzierbare Ökoschäden, die verschlafene Transformation wird uns auf die Füße fallen. Dabei sind Erneuerbare eigentlich der feuchte Traum früher Ökos, sie sind die mit Abstand billigsten. Anstatt das zu nutzen, verteuert man sie künstlich, zum einen durch das merit-Order-System, zum Anderen durch den makroökonomischen Unfug, den Netzausbau über die Preise zu finanzieren statt über Steuermittel.
Meine Güte, wenn der sog. Westen nicht nur wüßte, sondern auch verstünde wie lächerlich er sich vor den BRICS+ und den Globalen Süden macht, dann würde er sich das Leben nehmen! Und, apropos Iran und Israel: der Kriegsverbrecher Netanyahu gesteht nun doch man müsste Bodentruppen in den Iran schicken um einen Regimewechsel in Teheran herbeizuführen! Und was wird der Trottel tun? Er wird ihm hinterher trotteln – auch aus Angst vor der zionistischen Diaspora in den USA – bis die Bodybags zurückkommen! Dann, spätestens dann …. !!!
Die Bodybags werden keine sehr schnelle Wirkung entfalten – s. Vietnam, Afghanistan, Irak… Es sind doch, in jedem stattgefundenen und in jedem zukünftigen Krieg, immer nur die Bodybags der Kinder armer Leute. Wenn kümmert’s wirklich?(aktuelles Beispiel dafür gerade im Osten Europas, aufrechterhalten von der EU, zu bestaunen).
Du vermischt da leider zwei ungleiche Sachverhalte, Reykjavik. Vietnam hatte durchaus einen Effekt, wenn auch er länger dauerte als es uns lieb war, weil sie noch die losbasierte Wehrpflicht hatten (draft), somit zwar hauptsächlich die Unterschicht starb aber eben auch ein paar Kinder der Mittelschicht sich wenigstens mit der Perspektive eingezogen zu werden auseinandersetzen musste und entsprechend agierten.
Was die Generation des “großen Krieges gegen den Terrorismus” angeht, habe und hatte ich schon kaum noch Mitleid mit ihr,weil die Informationen alle vorhanden waren, man sie nur finden musste, was, zugegebenermaßen, damals noch schwieriger war als heute. Allerdings ist die beste Doku über den Vietnamkrieg aus den frühren 80igern, “The Vietnam War” in 13-Teilen von PBS produziert, mit der unverwechselbaren Stimme des Frontline Sprechers. Die hätte man halt auch schon in den 90igern auf VHS finden oder Glück haben können dass ein Lehrer sie für einen fand.
Sei es drum, sie hatten, entgegen der Vietnamgeneration, schon die Möglichkeit einnfach nicht in den Militärdienst einzutreten und stattdessen eine Uniform der vielen US-Fastfoodketten anzuziehen. Nicht so prestigehaft und gut für das eigene Vorankommen, aber es war ihre Wahl. Eine Wahl die Niemand in Afghanistan, Irak, Lybien, Syiren, der Ukraine oder Serbien ganz vorher, hatte.
Die heutige Generation von US-Militär….pfff mit all den Information auf die man Zugriff hat über den “GWOT” seit über 10 Jahren mindestens wenn man GenZ ist und man wird “außer” über das dort reguläre “Arbeite oder Verhungere” nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen? Da müsste man ja mehr Mitleid mit der “Unsere Mütter, unsere Väter”-Wehrmachtsgeneration haben.
Reykjavik 20. März 2026 @
18:44
Ich suche schon seit Wochen gezielt nach Spuren von strategischen Überlegungen der feinen EU-Damen-und-Herren, wie sie der absehbaren und wohl nicht mehr abwendbaren, für Europa beispiellosen Energiekrise zu begegnen gedenken. Habe leider nichts gefunden. Kann es sein, dass sie in Wahrheit eine superintelligente, gewiefte und todsicher wirksame Strategie fahren, die wir Normalsterbliche bloß nicht begreifen? “Wir lassen einfach die ganze EU wirtschaftlich und damit auch sozial vor die Hunde gehen, damit Putin sich nicht dumm und dusslig an Öl und Gas verdient?” Wenn das die Strategie sein sollte – Respekt! Läuft nämlich!
Nicht nur Europa scheint sich ins eigene Knie zu schießen, sondern sogar Russland. Weshalb liefert Russland überhaupt noch LNG, und zwar derzeit verstärkt, nach Europa, während die EU nach Wegen sucht (und finden wird), die Ukraine weiter aufzurüsten, was diese dann nutzt, um Russland und deren Teilpartner Ungarn und Slowakei zu schwächen? Auch da erkenne ich keine Logik, es ist wie 2022. Warum hat Russland seinerzeit nicht sofort alle Energielieferungen an Europa eingestellt statt einzumarschieren? War der Einmarsch biliger? Wohl kaum. Es sind Kräfte am Werk, die meine Vorstellungskraft sprengen. In diesem Zusamenhang sei darauf verwiesen, dass in der israelischen IDF wohl ca. 5000 Russen kämpfen und damit die viertgrößte ausländische Gruppe darstellen. Die Menschheit schafft sich ab.
Wieso sollte man als RU nicht von den hohen Preisen profitieren welche die EU-Länder zahlen können aus dem einen näher an der EU als an allen anderen Märkten gelegenen Terminal? Aufgrund der relativ kurzen Distanz sind die Tanker ja auch nicht so lange gebunden wie als wenn sie erst aus der Ostsee heraus und sonst wohin fahren müssten.
Zumal, besser die Unzufriedenheit hoch und die Unzufriedenen am Leben erhalten als nur die Elite die schon länger auf Wärmepumpen, Solaranlage und Speicherlösungen umgestellt hat. Oder nicht?
Genau… von dem Geld, dass die EUropäer für russisches Gas ausgeben, können sie schon mal keine Waffen für die Ukraine kaufen 😉
Fubar 20. März 2026 @
18:41
Wieso dreht der BDI eigentlich noch nicht frei angesichts dieser Aussichten und bringt die verdammte Bundesregierung zu einer 180 Gradwende ihrer Russland und Ukrainepolitik? Früher war wenigstens in dieser Hinsicht auf den Verlass.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Kanzler Merz ist stinksauer, denn der ungarische Regierungschef Orban blockiert weiter den EU-Kredit an die Ukraine. Das sei ein “grober Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten”, so Merz. Vor allem ist es schon die dritte Klatsche für den “Außenkanzler”.
Die erste Klatsche kam vom belgischen Premier De Wever – er hat Merz’ Vorhaben gestoppt, auf das in Belgien festgesetzte russische Vermögen zuzugreifen. Frankreich und Italien waren auch dagegen.
Kurz danach ging das “Berlin-Format” baden, mit dem der Kanzler die “Führung” in der Ukraine-Politik übernehmen wollte. Es gab zwar einen Ukraine-Gipfel in Berlin, doch er blieb ohne Folgen.
Nun also auch noch das “Nein” von Orban. Es war ein Scheitern mit Ansage, denn der Ungar hatte sich schon vor dem EU-Gipfel klar positioniert. Merz hat es versäumt, auf ihn zuzugehen.
Merz glaubt, alle müssten spuren
Der “Außenkanzler” glaubt offenbar, alle müssten spuren, wenn er etwas lauthals fordert. Doch so läuft das in der EU nicht. Erstaunlich, daß man das im Kanzleramt immer noch nicht verstanden hat…
In der Ukraine-Politik gibt weiter Frankreichs Präsident Macron den Ton an, vor dem EU-Gipfel war sein ukrainischer Freund Selenskyj eigens nach Paris gereist. Und eben nicht nach Berlin.
Außerdem spielen Polen, Balten und Nordeuropäer eine immer größere Rolle. Sie basteln schon an einem “Plan B”, um Selenskyj doch noch “sein” Geld zukommen zu lassen – auf Kosten des EU-Budgets!
Außerdem rüsten die Staaten an der “Ostflanke” immer mehr auf, neuerdings auch mit offensiven Waffen. Finnland spricht sogar von atomarer Bewaffnung. Das könnte noch gefährlich werden…
Vielleicht wird es so enden, dass sich die EU in zwei Teile trennt: in eine “Ostflanke“-EU (mit Deutschland, Polen, mit den Balten und den Nordeuropäern/Skandinaviern), und in eine „West“-EU, die ungefähr der ursprünglichen EG entsprechen würde (mit Frankreich, Belgien, Luxemburg, Italien, etc. Ungarn und die Slowakei wären ebenfalls bei der „West“-EU). Während die „Ostflanke „-EU auf (direkte) Konfrontation mit Russland setzen würde, wäre die „West“-EU für Gespräche mit Russland und für Deeskalation, um Schlimmeres zu verhindern. Merz bzw. Deutschland als Leader der „Ostflanke „-EU würde von den „Ostflanke „-EU-Mitliedern auf jeden Fall Weihrauch statt Klatsche bekommen. Da würden auch etliche feuchte Träume von Merz in Erfüllung gehen. Das „neutrale“ Österreich müsste sich entscheiden, welcher der „beiden „ EUs sich anschließen würde. Wenn Österreich klug ist, wird es sich der „West“-EU anschließen.
Und dann wurde ich gefragt: wird Merz Reparationen von der Ukraine – plus den USA und UK – verlangen für die Sabotage an der Nord Stream Pipeline!? Meine Antwort: Niemals, weil er dazu nicht den Mumm hat!?
Währenddessen hat das Zentralkommitee der UdSSR, eh ich meine Lawrows Sprecherin, Maria Zakharova, bekannt gegeben, man verhandele aufgrund der Lügen und Hinterlist bei den Minsker Verträgen nicht mehr mit Deutschland, ob Merz das nun inakzeptabel findet oder nicht. “Hatten bereits einen Platz am Tisch aber anstatt zu verhandeln, endeten sie unter diesem mit der Manipulation der Minsker Verträge.”
Die pathologische Üuton-Fixiertheit wird sich die EU nicht mehr lange leisten können. Wenn Qatsr in der Tat für 5 Jahre als LNG-Lieferant ubd andere PG-Länder länger als Lieferanten von Öl und Düngemittel ausfallen, bleibt nicht mehr viel als bei Putin um Gas, Öl und Dünger zu bitten. Oder die EU wird Geschichte weil die Rechtsaußen sie sprengen. DAS nenne ich mal ein Dilemma. Viel Spaß damit.
Außenkanzler? Klatschenkanzler wäre in dem Fall angemessener.
Dieses deutsche Großmaul und die Großmachtallüren der vdL und Webers ist genau das, was die EU so ausgesprochen unsympathisch macht. Aber so, wie die Briten immer noch vom Empire träumen, träumen die Deutschen immer noch vom tausendjährigen Reich,
Eigentlich ja schon seine vierte Klatsche… die erste gabs ja noch vor seiner tatsächlichen Wahl zum Kanzler im ersten Wahlgang.
Michael 20. März 2026 @
21:12
@KK Oder war es die fünfte Klatsche nach der gescheiterten Wahl in erster Runde zum Parteivorsitz!?
KK 20. März 2026 @
21:24
@ Michael: Obacht, dass es nicht noch derart viele Klatschen werden, dass die für Applaus gehalten werden könnten… 😉
Niko 20. März 2026 @
15:29
Dem Merz gönne ich jede Klatsche. Es wäre nur schön, wenn Merz mit vielen seiner Aussagen schlicht nicht die Wahrheit sagt. Wie kommt er darauf zu sagen, dass außer dem standhaften Viktor Orbán alle anderen sich einig wären? Selbst wenn manche unter seinem und dem Druck von vdL zustimmen, besser sollte man das Nötigung oder Erpressung nennen, ist das längst keine Überzeugung. Statt seiner Verantwortung gerecht zu werden, dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen, verschleudert er das Geld der deutschen Steuerzahler. Am schlimmsten dabei ist, dass dieses Geld auch nicht zum Wohle der Ukrainer beiträgt, sondern deren Leid und die Zerstörung ihres eigenen Landes ständig vergrößert.
Tja, das dumme, alte (Russland)Deutschen Volk hat es ja so gewollt anstatt links, BSW oder doch noch einmal SPD zu wählen, trotz aller Warnungen und Anzeichen dass der Mann nicht viel mehr Kompetenz hat als Scholz außer größer und CDU zu sein. Quelle surprise, dass er sogar noch schlechter ist weil die letzten 20 Jahre aus Politik raus, CDU Politik noch nie gut war fürs gemeine Volk und seitdem die “Herz Jesu” Fraktion um Norbert Blüm nicht mehr exisitert, auch nicht mehr genug vom Tisch der Herren abfällt.
@Andreas: Who knows? Jedenfalls bestätigen er und die anderen Eu-Staatschefs Orbáns Wahlkampfstrategie: die EU missachtet die existenziellen Interessen ihrer Mitgliedstaaten und ignoriert die eigene Vertragsgesetzgebung zugunsten einer Ukraine, die in jeder Hinsicht mit Maffiamethoden agiert und die wirtschaftliche Existenz von EU-Mitgliedstaaten und sogar das Leben von Eu-Staatschefs offen bedroht. Merzens Haltung bestätigt das vollkommen, ist somit de facto Wahlkampfhilfe.
Merz hat nicht nur versäumt, auf Orbán zuzugehen: er war auch noch so geschmacklos, Ungarn mit “Konsequenzen” zu drohen – ausgerechnet am Jahrestag der deutschen Besetzung Ungarns 1944. In Ungarn gibt es niemanden, der diesen Zusammenhang nicht herstellt, also Bravo, wieder Wahlkampfhilfe für Orbán. Wie übrigens jeder bisherige Erpressungs- und Manipulationsversuch der EU oder deutscher Ukraine-Vertreter Richtung Ungarn.
Nuja, vielleicht ist der Orban ja doch gar nicht so weit vom Merz entfernt mit seiner früh bundesrepublikanischen CDU Politik und somit möglicherweise ein “nützlicher Idiot” als Gallionsfigur der Contrabrüsselströmung, welcher dann aber doch bisher immer passend nachgab?
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Die Menschheit zwischen Blockaden und Öffnungen
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Bei jedem EU-Gipfel beschwören die EUropäer ihre Einheit. Nur gemeinsam sei man stark, heißt es in Brüssel. Wenn das stimmt, dann ist die EU schwächer denn je – die Chefs sind heillos zerstritten.
Zu keinem der “heißen” Themen dieses EU-Gipfel gibt es eine klare europäische Haltung:
Völkerrecht: Kanzler Merz und seine Followerin von der Leyen haben sich schon vom Völkerrecht verabschiedet, EU-Ratspräsident Costa will es noch irgendwie retten. Deshalb lud er Uno-Generalsekretär Guterres zum EU-Gipfel ein und schrieb in die Gipfelerklärung, daß die EU doch noch die “regelbasierte Ordnung” hochhält. Allerdings tut sie nichts dafür…
Iran: Spaniens Sanchez ist gegen den Krieg, Merz ist irgendwie dafür, will aber nicht mitmachen, und Präsident Macron ist für alles offen. Derweil stellt sich Nato-General Rutte voll hinter US-Präsident Trump; er verspricht sogar Militärhilfe. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande könnten auch mitmachen, doch meisten EU-Länder sind unwillig…
Russland: Nach außen stehen sie wie ein Mann, in Wahrheit streiten die EU-Chefs über den richtigen Umgang mit Russland. Hinter verschlossenen Türen bekomme er viel Zustimmung für seine Forderung, einen Deal mit Russland zu machen, um den Ukraine-Krieg zu beenden, sagt Belgiens Premier De Wever. Paris und Rom wollen das auch, Berlin ist dagegen!
Ukraine-Hilfe: Beim Gipfel sah es so aus, als habe sich nur Ungarns Orban gegen den geplanten Kriegskredit von 90 Mrd. Euro gesperrt. Stimmt aber nicht. Die Slowakei zieht auch nicht mit. Und im Dezember waren Belgien, Frankreich und Italien gegen den Plan von Kanzler Merz, das russische Vermögen anzuzapfen. Die Ukraine-Hilfe ist zum Streitthema geworden.
Energiekrise: Es ist dasselbe Theater wie 2022, nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs: Jeder macht was er will, um die Energiekrise abzufedern. Diesmal kommt noch der Streit über den Emissionshandel dazu. Beim EU-Gipfel stellten sich fast ein Dutzend Länder hinter die Forderung aus Italien und Polen, den Emissionhandel auszusetzen – Deutschland ist dagegen…
Und was macht die EU-Spitze in Brüssel, die für eine klare Linie sorgen soll? Sie streitet wie die Kesselflicker. Von der Leyen gegen Kallas, Costa gegen von der Leyen, Kubilius gegen Kallas und Rutte usw. usf.
Fast hätte ich Merz und Macron vergessen. Die streiten natürlich auch. Aber wie: Im Streit um das gemeinsame Kampfflugzeug haben sie eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie nennen es “Annäherungsmission” 🙂
Ohne Integration und europäisches Demos war und bleibt heillose Zerstrittenheit in der EU immer Normalzustand! Schengen oder der Euro waren diesbezüglich nur bedingte Ausnahmen, die ohne Integration auch nicht von Dauer sein können! Aber überzeugende Führungstalente die Integration voranbringen könnten gibt es weder in Brüssel noch in irgendwelchen Hautstädten gibt es nicht!
Die EU, ehemals eine Europäische Wirtschaftsgemeinschaft “EWG”, die Betonung liegt auf Gemeinschaft, hat sich leider immer mehr zu einem zerstrittenen Hühnerhaufen voller Egoisten, Abstauber, selbsternannter Führungsfiguren, und größenwahnsinnigen Möchtegernfeldherren entwickelt. Im Wahn, die Größe macht’s, hat man aus einem friedlichen, halbwegs funktionierendem Gebilde, durch die maßlose Expansion jede Menge Zoff importiert. Statt beizeiten die EU zu demokratisieren, am besten mit Demokraten, hat man einige Staaten aufgenommen, von denen klar war, dass diese durch ihre ausufernde Korruption nicht zur Verbesserung der Gemeinschaft beitragen können. Es ist also kein Wunder, dass wir inzwischen einen Haufen von 27 totalen Egoisten haben. Statt innezuhalten und zu überlegen, wie man daraus vielleicht doch noch so etwas wie Demokratie gestalten kann, expandiert man lustig weiter. Es gibt auch mindestens drei Länder innerhalb des Gemischtwarenladens, welche glauben, sie könnten die Führung, auch militärisch, an sich reißen. Die restlichen Länder nicken zwar brav, das Grausen davor ist aber unübersehbar. Ich glaube, in Wirklichkeit will kein einziges Land, dass Deutschland, Polen oder Frankreich tatsächlich führt. Ganz sicher will niemand, dass sich Deutschland noch einmal zur militärischen Großmacht entwickelt. Einzig die Kohle verhindert, dass man dies auch deutlich zum Ausdruck bringt. Deshalb mein Fazit: solange der Laden so uneinig ist, wird letztendlich das Schlimmste nicht eintreten.
Oh je, dieser völkische Quark, dass die EU die Eigenarten der Nationen plattbügele.
Im Großen und Ganzen ist die EU immernocj eine EWG. In einigen Bereicjen vereinheitlicht die sinnvollerweise die üble europäische Kleinstaaterei und ermöglicht ein Mindestmaß an Mobilität.
Eine echte EU braucht viel mehr Vereinheitlichung denn weniger. Das gilt besonders für Steuern und Sozialsysteme.
Das politische Gerangel der deutschgeführten EU, die sich in Transatlantizismus und Ukrainismus ergeht, ist eine Katastrophe. Aber diese ist nicht ein Problem der EU sondern des unqualifizierten Personals.
BTW: Mit Ihren Arfumenten können wir genauso Deirschland wieder in deinde Bundesstaaten zerlegen. Unser Orban heißt Söder.
Die €U ist von Anfang an implizit(!!) auf Scheitern ausgelegt, nun soll sie dieses Ziel auch endlich erreichen.
Alle “Verträge” und “geduldiges Papier” halten nur mehr oder weniger verklausuliert, mehr oder weniger divergierende Interessen und Vorstellungen fest … und dann wird in wesentlichen Punkten auch noch Einstimmigkeit verlangt. Ohne Rücksicht auf Sprachen, Kultur, Geschichte und nationenspezifischer Narration!
Jetzt ist die €U endlich soweit … neue, bessere Ideen zu entwickeln. Auf geht’s von der €U zur EU, auf nach Europa!
Das Gute an Demokratien ist, dass man nur katastrophale Fehler machen kann, wenn Konsens herrscht. Für katastrophale Fehler braucht es in der EU Einstimmigkeit. Solange noch mindestens ein Mitglied den Verstand und den Mut hat, den Konsens zu verhindern, kann man durchatmen. Allerdings arbeiten Schwarze Magier emsig daran, das Einstimmigkeitsprinzip abzuschaffen, damit wieder mühelos katastrophale Fehler gemacht werden können. Wie @Helga bemerkte, ist das Volk dagegen machtlos. Es müsste die Schwarzen Magier mit Mistgabeln aus ihren Komfortzonen vertreiben.
Die “Chefs” sind zerstritten. Gut so. Die Bevölkerungen der EU-Länder haben leider so gut wie keine Stimme mehr, sonst wäre es offensichtlich, daß der größte Riß zwischen Politik und Presse einerseits und den Menschen andererseits ist. Keine echten Alternativen bei Wahlen, Demos sind unütz und Meinungsunterdrückung, siehe J. Baud u.a.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, der Niederlande und Japan haben sich in einer gemeinsamen Erklärung bereiterklärt, zur Sicherheit in der Straße von Hormus beizutragen. Dagegen regt sich breiter Protest.
Einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht. Von deutscher Seite hieß es, ein Militäreinsatz käme nur nach einem Ende des Irankriegs infrage. Im EU-Gipfelbeschluss ist von Bedingungen für eine Beteiligung die Rede, die aber nicht näher spezifiziert werden.
Dennoch stößt diese Zusage an US-Präsident Trump auf ungewöhnlich breiten Protest. Binnen weniger Stunden haben mehr als 400.000 EU-Bürger eine Online-Petition unter dem Titel “Trump’s Krieg – Nicht in unserem Namen” unterschrieben.
“EU leaders are embarking on a slippery slope towards a war none of their people want,” sagte Marie Yared, Campaigns Director at Avaaz. “Governments must hold the line against Trump’s bullying – not take steps that draw them deeper into this conflict.”
Wir dürfen uns nicht tiefer in diesen Konflikt ziehen lassen – das ist das Gebot der Stunde…
Und die überflüssige Annahme der Zollunterwerfung in EP heute. Unbegreiflich. Unnötig hoch 10. Wir geben wirklich alles was wir können, damit nur ja nicht die Unterstützung für die Ukraine fällt. Trump hat die EU bei den Eiern. Grab them…
Und dann sitzt die Japanerin Sanae Takaichi neben Trump im Oval Office und muß sich fragen lassen (sinngemäß):warum Japan die USA nicht vor Pearl Harbour gewarnt hätten!? Natürlich stellt sie nicht die Gegenfrage: warum die USA Japan nicht vor den Atombomben auf die Zivilbevölkerung von Hiroshima und Nagasaki gewarnt hätten!? Hat Merz den Spanischen Premier im Oval Office verteidigt und Trum gekontert!? Natürlich nicht! Was für Memmen!
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Während die EU-Chefs in Brüssel über Maßnahmen gegen die schwindende “Wettbewerbsfähigkeit” beraten, tobt im Mittleren Osten ein Krieg ums Gas – mit verheerenden Folgen. Nachdem Israel das größte Gasfeld im Iran angegriffen hatte (offenbar mit Billigung der USA), schnellte der Gaspreis um 35 Prozent in die Höhe. Da Öl und Benzin schon teurer geworden sind, kommt nun ein neuer Energiepreisschock auf die europäische Wirtschaft (und die Verbraucher) zu. Doch der EU-Gipfel schaffte es nicht, die Angriffe Israels und der USA zu verurteilen. Nur der Iran wurde abgemahnt, wie üblich. Frankreichs Staatschef Macron rang sich immerhin zu der Bemerkung durch, daß es sich um eine “rücksichtslose Eskalation” handele. Pas bon pour la “Wettbewerbsfähigkeit”...
Macron has not uttered one word of condemnation of the Israel-US war on Iran. He did not condemn Israel when it blew up fuel storage in Tehran, exposing millions to toxins. His current "concern" didn't follow Israel's attack on our gas facilities. It follows our retaliation. Sad! https://t.co/lyfGbRm9NB
Macron hat kein einziges Wort der Verurteilung des Krieges Israels und der USA gegen den Iran verloren. Er hat Israel nicht verurteilt, als es ein Treibstofflager in Teheran in die Luft sprengte und damit Millionen Menschen Giftstoffen aussetzte. Seine derzeitige „Besorgnis“ folgte nicht auf Israels Angriff auf unsere Gasanlagen. Sie folgt auf unsere Vergeltungsmaßnahme. Traurig! (übersetzt mit DeepL., unkorrigiert)
Man kann in einem Wettbewerb auch Letzter werden – einer gewinnt, einer verliert. Atom, Kohle, Öl und Gas wollen wir in Deutschland nicht (fossile Energieträger sind bäh) und bekanntlich schicken Sonne und Wind keine Rechnung. Wir haben kalte Waschlappen und Fahrräder. Fleisch ist auch ganz ungesund – wir werden nichts besitzen und noch glücklicher werden als die Finnen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben die Märchentanten und -onkel noch immer.
Es war ja nicht nur Irans Gasfeld, sondern auch das Katars… Israel schert sich einen Dreck ums Völkerrecht, wie im Grunde genommen bereits seit Beginn seiner Existenz! Aber diese Verachtung hat inzwischen eine neue Qualität!
Nachsatz: Dass Bibi und “Mister Grab’em” – beide auf der Flucht vor dem Staatsanwalt – die heutige Ordnung und Weltwirtschaft ruinieren ist klar. Radiomeldung heute morgen: Katar gibt an, dass die Reparatur der bisher angerichteten Schäden an seinen Anlagen des South-Pars-Gasfeldes ca. 5 Jahre in Anspruch nehmen wird. Minderung an der LNG-Produktion ~ 7%
Michael Lüders neueste Einordnung über den Versuch, den Iran in die Steinzeit zu bombardieren. Alles natürlich im Namen von Demokratie und Frauenbefreiung.
Man braucht schon ein dickes Fell oder eine gehörige Portion Dummheit, um der derzeitigen EU-Politik noch etwas Positives abgewinnen zu können. Die Brutkastenlüge scheint vergessen zu sein, und auch, wer hier wen das 2. Mal angegriffen hat, unter fadenscheinigen Gründen (was auch einige Gelehrte aus den USA sich trauen, zu sagen). Und ist es OK für Europa und die Golfstaaten, dass Israel sein Ziel, den gesamten Nahen Osten zu beherrschen, umsetzt? Warum handelt man so? Werden unsere Leute mit dem Tod bedroht oder sind die wirklich auf Bestechungsgelder angewiesen? Oder ist da in den Köpfen wirklich etwas kaputt gegangen? Oder ist am Ende der gesamte Wertewesten so durch Überschuldung kaputt, dass dies nur ein Weltkrieg beenden könnte? Mir scheint Letzteres am wahrscheinlichsten, denn der Hegemon, der jährlich Probleme hat, seine Angestellten zu bezahlen, möchte nun erneut 200 000 000 Dollar für den Krieg locker machen, wird aber auch damit vermutlich nicht in der Lage sein, sein Waffenarsenal in Echtzeit aufzufüllen. Es ist nicht auszuschließen, dass das letzte Mittel, die Atombombe, zum Einsatz kommen wird, es ist nur die Frage, wo die dann explodiert, am abgeschossenen Flugzeug ggf. über eigenen Territorien oder doch am Ziel. Wir haben nicht mehr 1945. Carpe diem.
Stimmt, es ist von 200 Milliarden die Rede, sorry. Man kommt ganz durcheinander. Auf X bei Don (uncut-ch) war zwischenzeitlich von 200 Billionen die Rede, hängt aber vermutlich mit der englischen Bezeichnung “billion” zusammen, was im Deutschen Milliarde heißt. es werden 200 Millarden sein, die aber wohl derzeit noch nicht genehmigt sind.
KK 20. März 2026 @
11:59
Ich finde ja, dass an den Schaltstellen viel zu viele Nullen das Sagen haben!
Guido B. 19. März 2026 @
18:28
Moralische Selbstbesoffenheit auf der EU-Titanic:
“Dieser Eisberg wird früher oder später ausweichen! Unser Schiff ist unsinkbar!”
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
20.03.2026
Energieanlagen unter Beschuss Berlin und die EU wollen nach dem Ende der Kampfhandlungen in Iran die Straße von Hormuz sichern. Dies würde ihnen dort einigen Einfluss verschaffen. Angriffe auf Gasfeld South Pars drohen den Krieg zum Flächenbrand zu machen.
german-foreign-policy.com, 20. März 2026
BERLIN/TEHERAN (Eigener Bericht) – Die EU hat auf ihrem Gipfeltreffen am gestrigen Donnerstag weitgehend die deutsche Position zum Iran-Krieg bekräftigt. Demnach will sie Maßnahmen treffen, „um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten“, allerdings erst dann, wenn „die Voraussetzungen dafür gegeben sind“. Dies entspricht der Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, dort erst nach Kriegsende intervenieren zu wollen. Dann allerdings planen Berlin und die EU, dort Präsenz zu zeigen, um sich mehr Einfluss in Mittelost zu sichern. Die Mitteilung erfolgt, während die Region nach Israels Angriff auf das iranische Erdgasfeld South Pars vor der Ausweitung des Kriegs zu einem Flächenbrand steht. Ursache ist zum einen, dass Israel Iran komplett zu zerstören sucht; dies gilt als Voraussetzung für die Schaffung eines „Groß-Israels“, die der US-Botschafter in dem Land als Ergebnis von Kriegen für möglich erklärt. Der Angriff auf das Erdgasfeld sowie Irans Gegenangriffe auf Energieanlagen auf der Arabischen Halbinsel erschweren es den Staaten dort zudem, nicht in den Krieg einzutreten. Zugleich richten die USA sich im Iran-Krieg weiterhin auch gegen China.
Iran zerstörenAuslöser der jüngsten Kriegseskalation waren Israels Angriffe auf das Erdgasfeld South Pars. Iran nutzt sein Erdgas vor allem zur Versorgung der eigenen Zivilbevölkerung, gegen die sich die Angriffe demnach gezielt richteten. US-Präsident Donald Trump hatte den Angriffen explizit zugestimmt; das bestätigten Insider sowohl dem Wall Street Journal als auch der Agentur Reuters.[1] Dabei entspricht der Angriff der israelischen Strategie, den iranischen Staat komplett zu zerstören und nach Möglichkeit sogar zu zerschlagen. Dem dienen nicht nur die Welle der Morde an führenden Repräsentanten des iranischen Staats, sondern auch die gezielten Bombardements staatlicher Stellen in den kurdischen Gebieten Nordwestirans, wo Israels Regierung auf einen Aufstand kurdischer Milizen und einen offenen Bürgerkrieg setzt. Der Aufstand kurdischer Milizen soll zudem die Minderheiten der Belutschen im Südosten des Landes sowie der Araber im Südwesten zu weiteren Aufständen anstacheln. Das Szenario weist starke Parallelen zum Vorgehen der westlichen Staaten – auch Israels – in Syrien auf, wo jahrelang islamistische, teils jihadistische Milizen unterstützt wurden, um den Zentralstaat zu zertrümmern. Einer der auch von Deutschland [2] geförderten Jihadisten regiert heute in Damaskus über ein politisch zerfallenes, ökonomisch ruiniertes und von regelmäßigen Massakern geplagtes Land.[3]
„Groß-Israel“
Die Ziele, die Israel und die Vereinigten Staaten im Nahen und Mittleren Osten verfolgen, sind nicht identisch, weisen aber starke Überschneidungen auf. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat kürzlich seine Zustimmung zu einer israelischen Territorialexpansion erklärt. Befragt, wie er zu der biblischen Aussage stehe (Genesis 15), Israel könne alles Land von Ägypten bis zum Euphrat im Irak beanspruchen, sagte Huckabee: „Es ginge in Ordnung, wenn sie das alles nehmen.“[4] Huckabee schränkte anschließend ein, er meine nicht, dass Israel einfach so nach Libanon, Syrien und in den Irak einmarschieren dürfe. Sollte es jedoch von dort angegriffen werden „und das Land nehmen“, sei das „eine ganz andere Debatte“.[5] Als Voraussetzung für die Schaffung eines „Groß-Israels“ gilt, dass Iran so umfassend wie möglich zerschlagen und Iran nahestehende Organisationen, so etwa die Hizbollah, gänzlich ausgeschaltet werden. Dies geschieht derzeit. Zudem hat Israel nicht nur Gaza völlig zerstört. Es hat auch die faktische Annexion des Westjordanlands begonnen, wo von November 2024 bis Oktober 2025 laut UN-Angaben mehr als 36.000 Palästinenser vertrieben wurden.[6] Die israelische Armee hat zuletzt schließlich weitere Teile Syriens besetzt und rückt nun auch noch in den Libanon ein.
„Chinas Albtraum“
Während der Trump-Administration ein von Israel dominierter Naher und Mittlerer Osten sehr gelegen käme, weichen die US-Interessen in einem Punkt von den israelischen ab: Das Hauptziel der Vereinigten Staaten ist es, Chinas Einfluss aus der Region abzudrängen. Zu Beginn des Krieges hatte US-Präsident Trump noch eine „venezolanische Lösung“ in Betracht gezogen – die Option, Irans Regierung im Kern im Amt zu lassen, sie allerdings zu einer außenpolitischen Unterordnung unter die USA zu zwingen. Dies gelang nicht. Wie US-Senator Lindsey Graham erklärt, kommt es Washington im Iran-Krieg dennoch vor allem darauf an, China zu schaden. „Venezuela und Iran besitzen 31 Prozent der Ölreserven weltweit“, erläuterte Graham kürzlich auf Fox News; dass die USA sie künftig kontrollieren könnten, „ist Chinas Albtraum“.[7] Als nachteilig gälte es allerdings in Washington, würde ein Abgleiten des Mittleren Ostens in einen Dauerkrieg eine dauerhafte militärische Präsenz der Vereinigten Staaten erfordern. Dann fehlten Waffen und Soldaten für den Machtkampf gegen China. Schon vergangene Woche erklärte der Ex-US-Staatssekretär für die Luftwaffe Frank Kendall, China sei ein „gewaltiger Gegner“ – „und jetzt setzen wir schon wieder JDAM-Raketen im Nahen Osten ein“, anstatt sie für Ostasien aufzubewahren.[8]
Arabisches Dilemma
Israels Angriffe auf das Erdgasfeld South Pars haben den gesamten Nahen und Mittleren Osten einem alles umfassenden Flächenbrand nähergebracht. Iran hat, wie angekündigt, auf sie reagiert, indem es seine Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Ländern der Arabischen Halbinsel ausgeweitet hat. Teheran gibt an, es handle sich um Infrastruktur, an der der Kriegsgegner USA Beteiligungen halte. Die arabischen Golfstaaten streiten das – zumindest für einen Teil der Angriffsziele – ab. Bisher haben sie es vermieden, selbst in den Krieg zu intervenieren: Sie stecken mitten in einem heiklen Prozess der industriellen Modernisierung, der sie auf die postfossile Ära vorbereiten soll; jegliche Ausweitung des Krieges ist dafür weiteres Gift (german-foreign-policy.com berichtete [9]). Nach den jüngsten Angriffen Irans ist jedoch unklar, wie lange sie noch von Gegenangriffen absehen wollen. Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan al Saud erklärte am Donnerstag, er hoffe, Iran werde umgehend „seine Angriffe auf seine Nachbarstaaten stoppen“.[10] Wenn nicht, dann behalte Saudi-Arabien sich einen Kriegseintritt vor. Damit griffe der Iran-Krieg in vollem Umfang auf die gesamte Arabische Halbinsel aus.
Machtposition am Golf
Berlin und die EU sind bestrebt, den Iran-Krieg zu nutzen, um sich eine eigenständige Machtposition am Persischen Golf aufzubauen. Bereits am Mittwoch erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz, die Bundesregierung lehne jede aktive Beteiligung am Krieg ab; so werde es keine Beteiligung der Bundeswehr an militärischen Maßnahmen in der Straße von Hormuz geben, solange die Kampfhandlungen andauerten.[11] Zugleich behauptete Merz, „die Verantwortung für die gegenwärtige Krise der Region“ trügen nicht etwa die USA und Israel, die den Krieg begonnen haben, sondern Iran. Zum Hintergrund sagte der Kanzler, er mache sich zwar für eine eigenständige Position der EU stark, „wo wir andere Interessen haben“, wolle aber vermeiden, „dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft wird“. Merz teilte schließlich mit, Berlin dringe auf „eine schnelle Beendigung des Krieges“ und wolle „nach dem Ende der Kampfhandlungen“ einen „Beitrag“ zum Aufbau einer „Friedensordnung in der Region“ leisten. Dazu gehöre unter anderem die „Debatte über freie Schifffahrt, etwa in der Straße von Hormus“. Frankreich bereitet bereits die Entsendung von Kriegsschiffen in die Meerenge nach dem Ende der Kampfhandlungen vor.[12] Daran könnten sich auch deutsche Kriegsschiffe beteiligen.[13]
[1] Summer Said, Rebecca Feng, Alexander Ward: Escalating Attacks on Gulf Energy Assets Plunge Iran War Into New Phase. wsj.com 19.03.2026.
[10] What did Arab and Muslim ministers discuss in Riyadh meeting on Iran? aljazeera.com 19.03.2026.
[11] Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Europäischen Rat am 19./20. März 2026 vor dem Deutschen Bundestag am 18. März 2026 in Berlin.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.