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Info:
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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Eine der größten NGOs in Deutschland sorgt sich um den Fortbestand: Die Amadeu Antonio Stiftung informiert über einen AfD-Antrag, der die Stiftung »zerstören« könnte. Ist das ein Angriff von rechts – oder eine berechtigte Forderung?
Was ist Zivilgesellschaft? Eine Antwort: »Gesellschaftsform, die durch selbstständige, politisch und sozial engagierte Bürger geprägt ist.« So erklärt der Duden den Begriff. Aber er ist hochgradig veraltet oder eventuell nur für andere Länder so zu erklären – unter Umständen haben die zuständigen Redakteure ja einfach auch keine Ahnung. Zivilgesellschaft ist im Hier und Heute etwas gänzlich anderes: Nämlich eine Branche, ja eine Industrie – ein Apparat, in dem selbstständig schon gleich mal gar nichts geht. Zivilgesellschaft war in den letzten Jahren ein Wachstumsmarkt – sonst gibt es in der Bundesrepublik keinen Markt mehr, der so rapide zulegt, wie es diese sogenannte Zivilgesellschaft tat.
Als Sinnbild für diese Zivilgesellschaft könnte man zum Beispiel die Amadeu Antonio Stiftung betrachten. Sie wurde im Jahr 1998 von der Lehrerin Anetta Kahane gegründet. Karl Konrad Graf von der Groeben, ein mittlerweile verstorbener deutscher Unternehmer, stiftete 250.000 DM. Man fing bescheiden an, obgleich die Stiftung schon nach einem Jahr Tuchfühlung mit der Politik aufnahm: Wolfgang Thierse, damals Bundestagspräsident, übernahm ab 1999 die Schirmherrschaft – er hat diese Position bis heute inne. Noch im fünften Jahr der Existenz bedankt sich die Stiftung bei ihren Unterstützern, die allesamt aus dem privaten Sektor kamen. In einer Broschüre von 2003 bedankt sich die Stiftung für erbrachte Spenden in fünfstelligen Bereich. Heute wuchert man mit anderen Geldsummen – noch? Denn die AfD möchte das ändern – darf man darüber jetzt nicht mehr nachdenken, weil es ausgerechnet diese Partei ist, die hier ein zentrales Anliegen thematisiert? Der Steuerzahler sollte nicht nur wissen, was er finanziert, besonders wenn die Gelder aus dem Staatsapparat ausgeleitet werden – und das, wie wir gleich sehen werden, in immer höheren Summen. Es scheint auch durchaus ein legitimer Ansatz zu sein, diese Finanzierung mindestens auf den Prüfstand zu stellen.
Sehen wir uns aber zunächst den Aufstieg der Amadeu Antonio Stiftung anhand ihrer Einnahmen genauer an: Im Jahr 2010 hatte sie insgesamt 1,1 Millionen Euro zur Verfügung – wobei ungefähr 0,75 Millionen Euro davon vom Staat zugesteuert wurden. Fünf Jahre später, 2015: Die Gesamteinnahmen beliefen sich nun bereits auf 2,12 Millionen Euro – davon stammten 1,27 Millionen vom Staat. Nun geht es Schlag auf Schlag: Im Jahr 2018 verfügte die Stiftung schon über jährliche Einnahmen von 4,33 Millionen Euro – 2,77 Millionen Euro davon waren staatliche Zuschüsse. 2020 zeigt sich bereits das Wachstum: Insgesamt hat die Stiftung in jenem Jahr 5,84 Millionen Euro eingenommen – 3,61 Millionen Euro davon waren Zuschüsse vom Staat. Das Jahr 2021: 7,55 Millionen Euro standen der Stiftung gesamt zur Verfügung – Staatszuschüsse davon: 4,82 Millionen Euro. 2022: 8,24 Millionen gesamt – 6,21 Millionen Euro davon stammten vom Staat und damit vom Steuerzahler. Dann 2023: Insgesamt verfügte die Stiftung über 9,54 Millionen Euro – davon 6,06 Millionen aus öffentlicher Hand. Für das Jahr 2024 sollen es – es gibt noch keinen Jahresabschluss, daher unter Vorbehalt – 12,2 Millionen Euro zur Gesamtverfügung gewesen sein, wobei 9,1 Millionen Euro davon aus verschiedenen Ministerien stammte.
Der Anteil der Staatsgelder an den Gesamteinnahmen gestaltet sich jährlich also wie folgt: 2010 machten die Zuschüsse etwa 68 Prozent am Gesamteinkommen aus. 2015: 60 Prozent. 2018: 64 Prozent. 2020: 62 Prozent. 2021: 64 Prozent. 2022: 75 Prozent. 2023: 64 Prozent. 2024 – beruhend auf den Zahlen im oben verlinkten Antrag der AfD-Fraktion im Bundestag und daher unter Vorbehalt: 75 Prozent.
Die Amadeu Antonio Stiftung hat also im Laufe der Jahre ordentlich zugelegt – in all den Jahren seit 2010 kam der Großteil der jährlichen Einnahmen vom Staat. Die Zivilgesellschaft, die sich durch diese Stiftung angeblich abgebildet sehen soll, wuchs also immer nur verhalten zu den Staatszuschüssen mit und private Spenden hielten sich somit in Grenzen – zur »Zivilgesellschaft« nachher noch einige Sätze. Gut erkennbar ist, dass das Wachstum der Stiftung, die durchaus exemplarisch für das Wachstum der ganzen NGO-Branche und damit für die vermeintliche Zivilgesellschaft ist, ab 2018 so richtig an Fahrt gewann. Dem Staat war die Dienstleistung, die die Stiftung ganz offenbar zu aller Zufriedenheit erbringt, immer höhere – mit Ausnahme von 2023 – Zuschüsse wert. Aber was bietet die Amadeu Antonio Stiftung eigentlich an, dass sie dem Staat und damit dem Steuerzahler in den letzten fünf Jahren knapp 30 Millionen Euro kosten durfte?
Die Amadeu Antonio Stiftung definiert sich selbst als eine unabhängige gemeinnützige Stiftung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1998 die demokratische Zivilgesellschaft in Deutschland stärken möchte – mit besonderem Fokus auf die Förderung von Pluralismus und Menschenrechten sowie auf den konsequenten Widerstand gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antifeminismus und Antisemitismus. In ihrer Arbeitsweise kombiniert sie – so erklärt die Bundeszentrale für politische Bildung – Aufklärung und Sensibilisierung mit der Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen: Sie berät, vernetzt und finanziert lokale Projekte genauso wie sie eigene, strategisch gesetzte Programme entwickelt, etwa im Bereich Jugendkultur, digitale Medien oder Opferberatung.
Darüber hinaus setzt die Stiftung auf konkrete Maßnahmen zur Unterstützung von Menschen, die von rechter Gewalt, Hass und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betroffen sind. So betreibt sie etwa einen Opferfonds, dokumentiert und analysiert Vorfälle von Antisemitismus, Rassismus und rechter Gewalt – seit einiger Zeit betreibt sie auch ein Meldeportal, auf dem man antifeministische Vorfälle melden kann. 50 Prozent Anstieg zum Vorjahr gab die Meldestelle für das Jahr 2024 an: Weniger dramatisch ausgedrückt gab es 558 gemeldete Vorfälle für jenes Jahr. Einen Vorfall zu melden ist vollkommen barrierefrei, was heißt: Alles kann gemeldet werden, es gibt keine Filter, keine Grundbedingungen – womit diese Zahlen wenig aussagekräftig sind. Sie sind dennoch erstaunlich niedrig, was man mit der Aussage eines Zuwachses von 50 Prozent so dramatisiert kaschiert, um die Legitimation dieser Meldestelle nicht zu gefährden. Denn wer so stark von Steuergelder abhängig ist, muss schließlich Vorfälle vorweisen, die die Finanzierung rechtfertigen. Mittlerweile hat dieses Portal aber einen anderen Träger. Die Amadeu Antonio Stiftung bietet außerdem Fortbildungen an, zudem Materialien und Netzwerke für Bildung und offene Jugendarbeit. Insgesamt sieht sie sich als Mittlerin zwischen zivilgesellschaftlichem Engagement, Bildungsarbeit und politischer Öffentlichkeit.
Bis heute gibt es keine nüchterne Wirkungsmessung: Die Amadeu Antonio Stiftung erklärt zwar, wie alle sogenannten Nichtregierungsorganisationen, dass die Einstellung der öffentlichen Finanzierung ein schwerer Schaden für die Zivilgesellschaft sei und dies ausgerechnet in so schweren Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte so erfolgreich vorgingen – aber wo genau die Subventionierung dieser Organisationen Früchte trägt, ist nicht erkennbar. Im Gegenteil, der Öffentlichkeit wird seit Jahren ein Bild einer zunehmend rassistischen, sexistischen, antisemitischen und rechtsextremen Gesellschaft präsentiert. Und dies, obgleich die staatlichen Zuschüsse für jene Regierungsorganisationen so gut wie jährlich zunehmen. Davon auszugehen, dass also die Subventionierung solcher Unternehmen wenig ergiebig ist, ist kein Angriff auf die Gesellschaft, wie die Amadeu Antonio Stiftung es nun hinstellt, da die AfD-Fraktion im Bundestag ein Ende der staatlichen Finanzierung ebenjener Stiftung fordert, sondern durchaus nachvollziehbar. Die »Dienstleistung«, die diese wie andere Einrichtungen anbieten, scheinen ja nicht von der Güte zu sein, die notwendig wären, um die postulierten Probleme doch halbwegs in den Griff zu bekommen. Man sollte über die Vorgehensweisen und Mittel nachdenken, die die Amadeu Antonio Stiftung anwendet: Sind sie dazu geeignet, die von ihr selbst identifizierten Problematiken einzudämmen? Und wenn ja: Warum steigen dann die Zahlen? Und es ist auch kein Frevel, wenn man von einem kolossalen System des »existenzsichernden Wachstums« ausgeht: Natürlich müssen die Probleme aus Sicht dieser NGOs wachsen, damit sie weiterhin nicht nur eine Existenzberechtigung haben, sondern auch deren Finanzierung und gar wachsende Zuschüsse geltend machen können.
Die Stiftung selbst sieht den Antrag der AfD als Angriff auf sie, erklärt aber sehr freigiebig – und wohl unbedacht – via X, dass die AfD zu einer Zerstörung ansetze: Das trifft sicher zu, denn die Stiftung ist in ihrer jetzigen Form so sehr von Zuschüssen abhängig, dass sie sicherlich in sich zusammenfallen würde, wenn man ihr die Gelder entzöge. Aber ist das ein Akt der Zerstörung, wenn man Steuermittel nicht mehr lockermachen will? Dass man in Schieflage geratene Unternehmen mit Steuergeldern stützt, um Tausende von Arbeitnehmer nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen zu müssen, ist ja noch nachvollziehbar. Die Realwirtschaft zu stützen, kann perspektivisch und auf vielen Ebenen sinnvoll sein. Aber eine Stiftung, die realwirtschaftlich nichts leistet, keine Wertschöpfung vollbringt und die nur »rund 95 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalent), inklusive drei Vorstandsmitgliedern« aufweist, scheint dann schon wesentlich weniger Sinn zu ergeben. Wem soll das perspektivisch nutzen? Zumal ein Mehrwert ja ganz offensichtlich nicht erkennbar ist.
Es hat sich hier eine regelrechte Zivilgesellschaftsindustrie etabliert, die kein Interesse daran haben kann, die von ihr einst selbst diagnostizierten Befunde, wonach die Gesellschaft an Rassismus oder Sexismus, an Antisemitismus oder Klimawandel, an Hass oder Hetze kranke, zu einer Genesung zu führen. Sicher, das Vorgehen solcher Einrichtungen ist oftmals nicht geeignet, um solcherlei Entwicklungen überhaupt aufzuhalten. Sie polarisieren selbst sehr stark, diffamieren Andersdenkende gezielt und fordern immer Maximallösungen, die freilich der Staat umsetzen soll: Ihnen schwebt insofern ein übergriffiges Staatswesen vor, das als Übermutter fungieren und auch in die Privaträume der Bürger eingreifen soll, wenn es um die Kernthemen geht, denen sie sich vermeintlich widmen. Mitarbeiter von NGOs haben nämlich in den letzten Jahren gelernt, dass die Quellen vielleicht nicht unerschöpflich sind, aber sie sprudeln satt und sind nie in Gänze erschöpft. Der Staat ist also die Antwort auf alles – und deswegen soll er mit gerechter Härte die Gesellschaft gerechter machen, indem er die Bürger wie Mündel behandelt: Aus Sicht dieser bezuschussten Einrichtungen ist es also ein guter Staat, der aktiviert würde. Denn der Staat ist gut zu ihnen gewesen. Zivilgesellschaft wäre etwas anderes – aber dieser Begriff ist ohnehin nur vorgeschoben, er verleiht den regierungs- und staatsnahen Organisationen einen Anstrich von Unabhängigkeit. Wer die Kassenlage kennt, weiß aber, dass es mit einer unabhängigen Rolle nicht weit her sein kann.
Das der Staat mit aller Härte unterdrückt, wogegen diese vermeintlichen Nichtregierungsorganisationen kämpfen, ist freilich als eine Wunschvorstellung einzuordnen, an die auch diejenigen nicht glauben, die genau das einfordern. Sie erinnern dabei fatal an jene Sozialisten früherer Zeiten, die von der Weltrevolution träumten, aber die ahnten, dass das eine Maximalvorstellung ist, die nie eintreten wird – dennoch kultivierten sie diesen Traum, die Weltrevolution gehörte auch weiterhin zum folkloristischen Klimbim von Sozialisten und Kommunisten. Und so fordern die NGOs, die alles andere als sozialistisch sind, natürlich den »absolut gerechten Staat«, wollen ihn aber gleichzeitig auch gar nicht, weil der jetzige Zustand, als Mahner »in der schlimmsten Stunde des Landes«, der finanziell vom Staat begünstigt wird, viel lukrativer und existenzsichernder ist. Denn an sich sind das total aufgeblähte Unterfangen, die nur noch bedient werden können, wenn der Steuerzahler sie finanziert – man hat sich in den letzten Jahren übernommen und insofern ist der Antrag der AfD wirklich ein Angriff auf die Existenz der Stiftung: Ohne Steuergelder ist sie nicht mehr überlebensfähig. Die Frage, die man als Steuerzahler nun aber stellen darf – und vielleicht auch muss – lautet wie folgt: Muss so eine Stiftung, die ohne dicke Zuschüsse nicht mehr stehen kann, weiterhin in ein Korsett gezwängt werden, dass ein Aufrechtstehen erst ermöglicht? Oder wäre es nicht ganz normal in dieser Welt, in der Leistung auf Grundlage von Angebot und Nachfrage herrscht – und in der jeder kleine Unternehmer auf sich selbst gestellt ist und keine Hilfe eines gütigen Finanziers erhoffen darf –, eine solche Unternehmung, die nicht mehr von alleine überlebensfähig ist, fallenzulassen?
Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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Schlagwörter: AfD, Amadeu-Antonio-Stiftung, NGOs, Nichtregierungsorganisation, Steuergelder
94 Kommentare
Es wird für NGOs zu viel Geld verbrannt. Sie sind oft politisch motiviert und meist nicht neutral.
+++ J. Datko – Ingenieur, Physiker – Regensb. – AfD-Stammwähler +++
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Man hätte Frau Kahane auch in ihrer Funktion bei der Stasi vorstellen können statt sie unschuldig als Lehrerin zu bezeichnen.
Und diese „Stiftung“ macht genau das was Bärbel Bohley in ihrem berühmten Zitat als die „feineren Methoden jemanden zum schweigen zu bringen“ meint.
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prima artikel: spätestens seit george soros‘ ngo-aktivitäten bin ich gegenüber dieser steuerfinanzierten thinktank-blase, die nicht wenig zum inzwischen saugefährlich gewordenen bundesdeutschen mainstream beigetragen hat, mehr als skeptisch –
ein gegenbeispiel ist attac: dieser initiative wurde mehr oder weniger klammheimlich die gemeinnützigkeit entzogen
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Es ist imer wieder mal interessant, wenn man konkrete Einblicke in die Abteilung staatsnaher Strukturen erhält, die unter dem Label Zivilgesellschaft firmieren. Sechs Millionen Steuergelder jährlich also für fast 100 hauptamtliche Propagandaarbeiter, die unermüdlich den etablierten Parteien die Konkurrenz von rechts vom Leibe halten wollen, im Kampf gegen ‚Hass und Hetze‘ auch ein bischen den Strafverfolgungsbehörden zuarbeiten, die moralischen Ehrentitel hoch halten, mit denen das demokratische Deutschland eine hegemoniale Rolle in der Welt reklamiert, und dabei dann auch noch die widerliche Selbstgefälligkeit einer bürgerlichen Gesellschaft streicheln, die die Menschheit weiterhin knallhart nach ihren Nützlichkeitskriterien durchsortiert. Das ist doch ein echtes Schnäppchen, besonders wenn man noch die vielen hundert Ehrenamtlichen dazuzählt, die in dem Pyramidenspiel der NGOs sich abstrampeln, um auch mal an die Vollzeit-Fleischtöpfe der Organisation zu gelangen.
Und das ist nur ein winziger Ausschnitt aus einem ganzen Kosmos von fließigen Bienchen, die non governantal vom staatlichen Geld leben. Ich denke, diese Verlaufsform hatte noch keiner im Blick, als vor langen Jahren mal die Rede war vom akademischen Proletariat überflüssiger Geistes- und Sozialwissenschaftler. Aber dass sich das angebliche revolutionäre Potential derart ins Opportunistische kehren würde, war damals vielleicht wirklich nicht absehbar.
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Danke Herr Lapuente, aber aus rechter Wahrnehmung heraus fehlen da wesentliche Punkte. Die AAS ist zutiefst verhasst! Warum? Ich will einige Punkte aufzählen:
1) Die Initiatorin Anetta Kahane:
Im Alter von 19 Jahren wurde sie vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) angeworben. Das MfS führte sie von 1974 bis 1982 unter dem selbstgewählten Decknamen „Victoria“.[13] Die ihr perspektivisch zugedachte Aufgabe war es, Diplomaten und Journalisten auszuforschen. … Nach Aussagen ihres Führungsoffiziers berichtete Kahane belastend über Personen aus ihrem näheren Umfeld, darunter Freunde und Studienkollegen,
Nur damit man ungefähr weiß, wie der Charakter dieser Person ist. Außerdem ist sie Jüdin, was nicht unbedingt gegen sie spricht, aber erklärt, warum die Hälfte der Publikationen der Stiftung sich um „Antisemitismus“ drehen (an dem natürlich immer „Rechte“ schuld sind, niemals Zuwanderer).
https://de.wikipedia.org/wiki/Anetta_Kahane
2) die Stiftung ist woke im Quadrat, man gebe sich mal die Veröffentlichungen:
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/
3) die Stiftung finanziert Meldestellen, etwa die gegen „Antifeminismus“ ein Unding, für eine staatlich finanzierte Stiftung
4) sie verleumdet die rechte Opposition, versucht Kritiker mundtot zu machen, schult den ÖRR politisch korrekt usw.:
https://www.kopp-report.de/linksextreme-ngos-und-amazon-verstaerken-kampagne-gegen-der-geheime-krieg-gegen-deutschland/
https://journalistenwatch.com/2025/10/31/zdf-kauft-onlinekurse-staats-ngo-schulen-oer-journalisten-wie-ueber-migration-berichtet-wird/
usw.
5) die Stiftung hat (m.W. auf Betreiben von Merkel) mit Facebook kooperiert, um dort migrationskritische Kommentare („Hass und Hetze“-blabla) entfernen zu lassen, eine eigentlich verbotene Verlagerung der Zensur ins Privatrecht, aber mit Recht hatte es Merkel ja sowieso nicht so
Das ist nur ein Bruchteil der Schweinereien (leider ist es extrem mühevoll, mit google noch was zu finden, man muss sich durch die rechten Seiten durchhangeln, um sich an die zahlreichen Skandale zu erinnern). Diese Stiftung ist zutiefst bösartig, antideutsch, männerfeindlich, spalterisch, irrational, woke. Das wäre schon bei einer echten NGO kaum zu ertragen, dass die auch noch Millionen an Steuergeldern einsackt ist ein absolutes NoGo!
Und wo wir schon beim Thema sind: die Finanzierung von Stiftungen usw. aus dem Staatshaushalt muss ohnehin komplett gestoppt werden! Sie ist ein Einfallstor für politische Korruption und unrechtmäßige Einflußnahme der Regierung!
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Vom Kompromat bis zur Kontokündigung…
Zitat* „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert“
* Bärbel Bohley
…lasst die Löschteiche mit Millionen füllen, lasst tausend Brandmauern erstellen, lasst hundert Spaltpilze blühen. Um # unsere Demokratie vor Korruption zu schützen.
Die Antonio Dingsbums Stiftung kann weg. Das ist nur eine Denunziationsplattform.
Wir leben in einem System in dem es die Möglichkeit gibt sofort rechtliche Schritte einzuleiten, wenn man Opfer von verbaler oder körperlicher Gewalt wird.
Aber die ferngesteuerte gehirngewaschene Masse hat halt das Bedürfnis jeden Firlefanz anzuzeigen und liebt die Opferrolle und das Memmentum.
Es ist am Besten man schaut nur noch nach unten auf seine Schuhe und spricht auch mit niemandem mehr. Falsch gegendert? Ohje, Nervenkrise! Falsche Frage gestellt? Lieber Gott, Mikroverletzung, eine Neu-Frau mit dem Dead Name angesprochen, Fall für’s höchste Gericht.
Mir kann die sogenannte Zivilgesellschaft mal an die Füße fassen. Seit der Covid Hysterie sowieso.
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„Sie polarisieren selbst sehr stark, diffamieren Andersdenkende gezielt und fordern immer Maximallösungen“
Wenn sie offensichtlich extremistische Einstellungen haben, dann gehören die doch vom Verfassungsschutz beobachtet. Meine Schlussfolgerung: Der VS-Chef muss wieder einmal ausgetauscht werden damit das geschehen kann.
Das politische Pendel schwingt unweigerlich Richtung Populismus. Springers Döpfner arbeitet daran die AfD voll auf transatlantischen Kurs zu bringen, dann ist sie regierungsfähig. Was dann wohl mit Merz passiert? Der hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt.
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Die Amadeu Antonio Stiftung hatte einstmals eine Daseinsberechtigung. Und wäre sie ehrenamtlich (unentgeltlich) geführt und den Menschenrechten für alle!!! Menschen verpflichtet, wäre das noch immer der Fall.
Inzwischen existiert sie aber nur noch zum Selbstzweck bzw. als einfache Möglichkeit des leistungslosen Einkommens für einige wenige Leute. Menschenrechte u.ä. wird dort nur für ausgesuchte Personengruppen eingefordert, andere – wie z.B. Palästinenser, sind für diese Stiftung keine Menschen.
Fazit: kann weg, keinem nützt solch eine Insitution, da sie im Grunde nur noch eine (nicht offizielle) staatl. Behörde von vielen ist und ihre Fahne nach dem Wind dreht.
Da die Amadeu Antonio Stiftung, die den grünen Umfeld nahesteht, den Völkermord in Gaza unterstützt, ist mir völlig egal, ob diese Stiftung von rechts oder links zerstört wird, am besten von beiden durch eine punktuelle Querfront.
Die Argumentation von Roberto ist allerdings typisch rechtskonservativ, könnte so auch von Nuis kommen. In diesen speziellen Fall will dies, wegen Ergebnisses, so mal durchgehen lassen, wenn er meint, bitte…..
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Ein sehr wichtiges Thema, und zwar auch weit über jene bewusste Stiftung hinaus!
Der Artikel spricht Wichtiges an und kommt auch zu treffenden Formulierungen ( z.B. „Zivilgesellschaftsindustrie“), versäumt es aber teilweise, die tiefergehende Funktion dieser sog. „zivilen“ Akteure für das regierende Parteienlager herauszuarbeiten.
—
Frage im Artikel:
„Was ist Zivilgesellschaft?“
Antwort:
„Zivilgesellschaft“ ist eine irreführende und schon an Orwell erinnernde Benennung für zahlreiche lediglich formal und scheinbar eigenständige Akteure im politischen Vorfeld des regierenden Parteienlagers, die alle die Aufgabe haben, die herrschende politische Linie auf ihren jeweiligen Gebieten ohne Debatte und Alternative bis in die letzten Bereiche der Gesellschaft zu tragen bzw. „zu kommunizieren“.
Dabei gibt es „innere und äußere Kreise“ der Zivilgesellschaft (nach Vahlefeld, 2025), die in unterschiedlich starkem Maße mit den Parteien und staatlichen/halbstaatlichen Institutionen verbandelt sind und unterschiedlich stark von staatlichen Zuwendungen profitieren.
Im Grunde geht es um das Auf-linie-bringen der Gesellschaft und die Verhinderung von Widerspruch.
Die selten gestellte, aber äußerst wichtige Frage ist natürlich die, welche nichtstaatlichen – also sehr wohl zivilen(!) – gesellschaftlichen Organisationen und Gruppierungen denn nun NICHT zur Zivilgesellschaft gerechnet werden und vom Diskurs ausgeschlossen bleiben …
Nur zwischen den anerkannten Akteuren der Zivilgesellschaft darf nämlich der sog. „herrschaftsfreie Diskurs“ (Habermas) stattfinden, der dann unter Umgehung bzw. Missachtung des demokratischen Mehrheitswillens als das vermeintlich moralisch Bessere und daher Gebotene definiert wird und Wirkungskraft erhält.
Wenn bestimmte Politiker von „Unsere Demokratie“ sprechen, so beziehen sie sich auf die Zivilgesellschaft.
Ohne die Existenz dieser an einem Strang ziehenden Akteure wären die sich seit 2010 herausgebildeten politischen Verhältnisse weder denkbar noch dauerhaft.
Im Hinblick auf die Funktion und Wirkung der „Zivilgesellschaft“ lassen sich ebenso Parallelen mit der katholischen Kirche bzw. den evangelischen Landeskirchen der Zeit vor 1800 erkennen wie auch zu Organisationen bzw. Gliederungen in der DDR. Eine funktionierende freie Gesellschaft ist eben nicht durch eine derart stark entwickelte Zivilgesellschaft gekennzeichnet, sondern durch das Nebeneinander von durchaus auch konkurrierenden Akteuren. Diesen Zusammenhang zu bestreiten, gehört daher zur unverzichtbaren Hauptaufgabe der Zivilgesellschafts-Apologeten … !
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Dass sich die „Zivilgesellschaft“ selbst unablässig lobt, für unverzichtbar hält und sich gegenseitig auf die Schultern klopft – man lese nur einmal den Wikipedia-Artikel – ist insofern sogar etwas ungeschickt, weil es die wahre Situation zu sehr offenlegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilgesellschaft
Und ja, da verdienen viele ihr Geld, die es sonst auf dem freien Arbeitsmarkt schwer hätten !
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Bei dem Blick auf so einen Verein müsste man m. E. immer auch auf die geförderten Projekte im Detail schauen. Wenn es wirklich der Allgemeinheit dienliche Projekte sind, wie beispielsweise Aussteigerprogramme für ehemalige gewaltbereite Extremisten, also Ex-Neonazis, Ex-IS-Anhänger oder Ex-Radikalzionisten, auch Sektenaussteiger usw., dann darf und sollte dafür Steuergeld aufgewendet werden. Genauso, wie bspw. soziale Einrichtungen der Kirchen unterstützt werden.
Es muss aber um was Anderes gehen als die bloße Einflussnahme auf die öffentliche Meinung. Es ist ja nicht einfach der „Staat“, der diese „Förderungen“ betreibt, sondern die Parteien, die gerade an der Macht sind, und es handelt sich, klar, nicht um weltanschaulich neutrale Vereine, sondern in der Regel um solche, die den regierenden Parteien weltanschaulich nahestehen.
Also, sollte man meinen, liegt Machtmissbrauch vor, wenn die Projekte nur auf öffentliche Meinung abzielen. Ich würde zustimmen, dass die Finanzierung von rein weltanschaulich motivierten Projekten von nicht neutralen Vereinigungen generell nicht aus öffentlichen Töpfen erfolgen darf. So wenig wie bspw. grundsätzlich die Finanzierung von Kirchen. Das betrifft dann aber im Grunde auch die öffentlich-rechtlichen Medien, deren Personal sich schon lange unfähig zu weltanschaulicher Neutralität zeigt. Im Übrigen nicht erst in den 2000er Jahren. Die politische Einflussnahme war permanent, früher auch deutlich von konservativer Seite.
Überhaupt: Neutralität gibt es ja im Grunde nicht. Das einzige, was funktionieren könnte, wäre Pluralismus. Wenn der Staat also schon die weltanschauliche Einflussnahme einer Amadeu-Antonio-Stiftung fördern möchte, sagen wir mit einer Million, dann müsste er eine weitere Million in einen anderen Laber- und Denunzianten-Verein stecken, der eher auf der Linie der AfD läge. Wenn man glaubt, dass die Gesellschaft so einen Zirkus nicht aushalten würde, dann sollte man besser beides lassen. Da bin ich ganz beim Autor.
Damit wären dann solche Vereine auf private Geldgeber zurückgeworfen, von denen naturgemäß mehr Kohle in regierungsnahe, die Macht oder Interessen der Mächtigen stabilisierende Projekte fließt. Aber das war schon immer so.
Gleichzeitig ist es mit den digitalen Medien ja auch für Vereine mit wenig Geld, besonders oppositionelle, viel leichter geworden, ihre Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese wirklich unabhängigen oppositionellen Medien scheinen mir auch das eigentliche Ziel dieser ganzen Geldverschwendung zu sein: es geht ja auch darum, das Interesse an Opposition und Kritik auf solche pseudo-kritischen, pseudo-progressiven Vereine wie die AAS zu lenken, und damit echte oppositionelle Stimmen im digitalen Raum an den Rand zu drängen. Das wirklich erschreckende Wachstum der Finanzierung der AAS geht im Grunde mit dem ähnlich dynamischen Wachstum des digitalen Raums einher. Immer mehr Plattformen müssen ausspioniert und zugekleistert werden.
Ein notwendiger Artikel, Herr De Lapuente!
Der Staat ist im Grunde pleite. Daher: Kein Geld mehr für welche NGOs ( = politische Kampforganisationen ) auch immer.
Sämtliche NGOs gehören auf den Prüfstand!
[ Dto. staatlichen Alimentierungen / Projektgelder, welche ins Ausland wandern. ]
Statt dessen wird wieder eine typisch deutsche, immer wieder mit anderen Akzentuierungen aufs Tapet gebrachte Diskussion gegen Senioren / Renter geführt. Dieses Mal: „Kein Geld mehr für teure Medikamente für deutsche Senioren“. Dazu schrieb ich:
An: ‚hendrik.streeck@bundestag.de‘; ‚drogenbeauftragter@bmg.bund.de‘; ‚kontakt@hendrikstreeck.de‘
Cc: ‚Sandra.Bell@ukbonn.de‘; ‚carolyn.fresmann@ukbonn.de‘; ‚virologie@ukbonn.de‘; ‚friedrich.merz@bundestag.de‘; ‚internetpost@bundesregierung.de‘; ‚carsten.linnemann@bundestag.de‘; ‚jens.spahn@bundestag.de‘; ‚markus.soeder@soeder.de‘; ‚fraktion@cducsu.de‘; ‚redaktion@tagesschau.de‘; ‚Kontakt im ARD-Hauptstadtstudio‘ ; ‚info@stiftung-patientenschutz.de‘; ‚kontakt@vdk.de‘; ‚hendrik.streeck@bundestag.de‘; ‚drogenbeauftragter@bmg.bund.de‘; ‚kontakt@hendrikstreeck.de‘; ‚Sandra.Bell@ukbonn.de‘; ‚carolyn.fresmann@ukbonn.de‘; ‚virologie@ukbonn.de‘; ‚kontakt@ethikrat.org‘; ‚info@zentralratderjuden.de‘; ‚info@cdu-bonn.de‘; ‚info@omas-gegen-rechts.org‘; ‚info@amnesty.de‘; ‚kontakt@ippnw.de‘; ‚bundespraesidialamt@bpra.bund.de‘; ‚bundesrat@bundesrat.de‘; ‚bundesvorstand@gruene-jugend.de‘; ‚heidi.reichinnek.ma01@bundestag.de‘; ‚heidi.reichinnek@bundestag.de‘
„Betr.: BEHANDLUNGSUNWERTES LEBEN II — Betriebswirtschaft versus Humanität
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/streeck-medikamente-hochbetagte-102.html
Streeck verteidigt Vorstoß „Es geht darum, Menschen etwas zu ersparen“
Stand: 15.11.2025 12:31 Uhr
Der CDU-Gesundheitspolitiker Streeck hat eine Debatte über die Vergabe teurer Arzneien an Hochbetagte angestoßen – und ist dafür kritisiert worden. Nun äußerte er sich erneut: Lebensverlängerung sei nicht immer das höchste Ziel.
**************
Guten Tag Herr Professor Dr. [mult.?] Streeck,
und Sie entblöden sich nicht!? Gewiss, akademische Würden machen noch lange nicht des Redners Glück!
Ihr Nachschlag ist Beweis einer Existenz von dekadent-faschistoider Idiotie unter dem Deckmantel der Betriebswirtschaft. Ferner: Ihre Absonderungen betreffen selbstverständlich nicht jene, welche sich finanztechnisch alles leisten können.
„Es geht darum, Menschen etwas zu ersparen“ – Welch eine Abartigkeit im Denken!!!
Sie wollen überdies also festlegen, wann menschliches Leben nicht mehr medizinisch optimal geschützt werden muss? Aus Kostengründen? Mediziner wie Sie gehören auf den Schandhaufen der Wissenschafts- und Zivlisationgeschichte! Wie auch der Doctor Mengele!
Sie maßen sich an …? Diese Sonderform des Herrenmenschendenkens hatten wir in Deutschland bereits x-fach!
Treten Sie zurück!
Das Allerschlimmste:
Wo sind die heuchlerischen „Omas gegen Rechts“ und Konsorten?
Wo sind die Massendemonstrationen gegen Sie und Ihr abscheuliches Denken?
Wo sind die Kirchen usw.?
Von solchem Denken fühle ich mich als älterer Mensch existentiell bedroht!
Keine Grüße
Roland Weinert [ drs. phil. ]
Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )“
******************************************************************************
Und ich schrieb dem Regimechef Merz in Bullshit-Berlin:
An: ‚friedrich.merz@bundestag.de‘; ‚internetpost@bundesregierung.de‘
Cc: ‚carsten.linnemann@bundestag.de‘; ‚jens.spahn@bundestag.de‘; ‚markus.soeder@soeder.de‘; ‚fraktion@cducsu.de‘; ‚redaktion@tagesschau.de‘; ‚Kontakt im ARD-Hauptstadtstudio‘ ; ‚info@stiftung-patientenschutz.de‘; ‚kontakt@vdk.de‘; ‚hendrik.streeck@bundestag.de‘; ‚drogenbeauftragter@bmg.bund.de‘; ‚kontakt@hendrikstreeck.de‘; ‚Sandra.Bell@ukbonn.de‘; ‚carolyn.fresmann@ukbonn.de‘; ‚virologie@ukbonn.de‘; ‚kontakt@ethikrat.org‘; ‚info@zentralratderjuden.de‘; ‚info@cdu-bonn.de‘
„Betr.: UNWERTES LEBEN / LATENTER FASCHISMUS — ÄUSSERUNGEN IHRES HERRN STREECKS, Stichwort teure Medikamente
https://www.tagesschau.de/inland/streeck-medikamente-hochbetagte-100.html
Medikamente für Hochbetagte Regierung tadelt Gesundheitspolitiker Streeck
Stand: 14.11.2025 21:58 Uhr
Der CDU-Gesundheitspolitiker Streeck hat eine Debatte über die Vergabe sehr teurer Arzneien für Hochbetagte angestoßen. Von vielen Seiten gibt es dafür Kritik. Die Bundesregierung distanziert sich vom Drogenbeauftragten.
**************
Guten Tag,
schon wieder, nein, immer wieder wird aus Ihrer Partei heraus gegen [ Otto Normalarbeitnehmer ] Rentner bzw. ältere Menschen gehetzt. Solche Äußerungen sind stets mit Kalkül verbunden.
Schon wieder beschleichen mich Erinnerungen an den Themenkomplex „Unwertes Leben“ im Zusammenhang mit den Nationalsozialisten. Es scheint, dass faschistoides Denken ein zutiefst deutsches Phänomen, ein zutiefst deutscher Ungeist ist. Und genau dieser Ungeist umweht die Absonderungen des sauberen Herrn Professors Streeck über die medizinische Versorgung derjenigen, welche dieses Land aufgebaut haben. Jaja, die deutsche Medizin und ihr Sektierertum. Wie war das noch mit den Worten und den möglichen danach folgenden Taten? Wann erfolgt bei Herrn Streeck eine Hausdurchsuchung?
Streeck gehört sofort entlassen! Sie erinnern sich an Artikel 1 des Grundgesetzes?
Es ist ferner unerträglich und mehr als zynisch, dass solche Sozialhetzer auch noch von denjenigen mit-alimentiert werden [müssen], welche sie verrecken lassen wollen. Auch das hat in Deutschland gute, schreckliche Tradition. „Wir leben im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat”? ( Mir ist gerade entfallen, von welchem Sozialhetzer dieses Zitat stammt, sorry. )
Ich erinnere mich ferner noch sehr gut an den inzwischen ( Gott sei Dank ) verstorbenen Herrn Philipp Mißfelder und dessen abscheuliche Gedanken:
„[…] Damals plädierte er bei Hüftoperationen für über 80-Jährige für eine „entsprechende Selbstbeteiligung.“ Die Resonanz war jedoch schwach. Also griff Mißfelder im Sommerloch in die Vollen. „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen“, hatte er Anfang August im „Tagesspiegel“ erklärt. Das wäre wohl ebenfalls wirkungslos verpufft. Dann aber hatte er jenen pubertär-saloppen Satz hinzugefügt, mit dem er wahrscheinlich lange identifiziert werden wird: „Das klingt zwar jetzt extrem hart, aber es ist doch nun mal so: Früher sind die Leute auch auf Krücken gelaufen.“ ( https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ju-chef-missfelder-generation-zahnluecke-a-260230.html )
Das vermeintliche Zurückrudern aus Ihren Reihen ist rhetorisch-populistischer Natur. Die Anschauungen von Herrn Streeck sind, und das behaupte ich mit Nichtwissen, keine Einzelmeinung in Ihrer Partei.
Fazit: faschistoides Denken ist nicht beschränkt auf Menschen, die so gar nixx im Koppe haben!
@Streeck — Und jetzt komme von Ihnen bitte nicht die dummdreiste Entschuldigung dergestalt: Ich habe mich unklar ausgedrückt … Sie sind viel zu geschult … Sie sind mit Ihrem Amt schlicht mindestens vollkommen überfordert. Treten Sie freiwillig ab und gehen wieder in Ihre Labor!
Keine Grüße
Roland Weinert [ drs. phil. ]
Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )“
P.S.
Wo bleiben kritische Anmerkungen zu Streecks Absonderungen in den Absonderungsmedien ÖRR u. a. wie taz etwa?
Wie wäre es, wenn prioritär z. B. allen deutschen Obdachlosen in Deutschland menschenwürdiger Wohnraum kostenlos zur Verfügung gestellt würde … ?
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nicht-staatliche Organisationen, die von staatlichen Geldern abhängig sind.
totaler Widerspruch
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Bis heute gibt es keine nüchterne Wirkungsmessung. Doch. Wenn diese obskure Stiftung einerseits immer mehr Geld benötigt und andererseits beklagt, dass Rassimus, Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung zunehmen, dann hat sie ganz offensichtlich versagt. Man muss sich etwas Neues einfallen lassen. Die fehlenden Erfolgserlebnisse bestreitet diese Stiftung ja nicht.
Ich impfe doch ein wirkungsloses und schädliches Medikement nicht doppelt und dreifach, nur weil es nicht wirkt. Oder doch?
………… früher nannte man solche sogenannten NGO – klingt irgendwie wichtig – einfach “ 5.Kolonne „. Da war der
Erzfeind – den braucht man ja immer um den eigenen Scheiss zu legitimeren – wie gehabt Sowjetunion. Das ist heut nicht anders, nur das „framing“ ist ein etwas anders, heut ist es “ der Puddin „. Die Blödheit und die Absicht ist dieselbe geblieben, deshalb….. wech mit dem Geschmeiss !!!!!!!!!!!!
Mir wäre es lieber, wenn der Verfassungsschutz seine Arbeit machen würde. Hier wird oft die Formulierung gewählt, er sei auf dem rechten Auge blind. Wenn es das nur wäre. Er ist auf der Rechten regelrecht gestalterisch tätig, wie es nun im Zusammenhang mit dem NSU sichtbar wurde. Um nun zu wissen, was auf der Rechten abgeht, musste eine zivile Organisation her. Das war der Gründungsgedanke. Und hinzu kommt, dass die Rechten im Geld der Fossilindustrie schwimmen und daher im Vorteil sind.
Ich nehme mal die „Atomwaffen Division“. Das sind nun wirklich echte Nazis, Eigenbeschreibung: “ „Unser Schwerpunkt liegt auf Gewalt und Töten, sowie auf Propaganda, die zu solcher Gewalt und solchem Töten führt.“
Hier der Artikel der AAS:
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/atomwaffen-division-knockout-51-combat-18-deutschlandweite-razzien-bei-50-rechtsextremen-83201/
Es gab in 2022 eine Durchsuchung an 61 Orten mit 800 Polizisten. Schon von diesem Umfang her ein Vielfachres dessen, was man etwa durch die RAF gewohnt war. Und was ist da jetzt? Verfahren, Freisprüche, Urteile? Nichts, überhaupt nichts. Die Sache wird totgeschwiegen und die AWD macht weiter. Unter anderem deswegen, weil die AWD systematisch von der ukrainischen Azow aufgebaut wurde. Da landen unsere Steuergelder, Asow baut damit ein internationales Nazinetzwerk auf. Hier nach Azov suchen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Atomwaffen_Division
In den USA hat die AWD ihre Aktivität eingestellt, weil der Fahndungsdruck zu groß wurde, wie sie selbst sagt. Weil das FBI eben seinen Job macht. Im Gegensatz zu Verfassungsschutz und BKA bei uns. Die tun im besten Falle nichts.
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Mich würde interessieren, welche Gehälter dort ausbezahlt werden, wer wie viel bekommt. Ich vermute, die Entlohnung ist hierarchisch gestaffelt, aber das wäre eben zu dokumentieren. Zudem, vielen Dank für den Artikel.
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So, wie ich gerade vor mich hinmalend feststelle, dass ich, um Licht zu malen, auch eine Menge Dunkelheit malen muss, scheints auch diesen ONGs zu gehen: sie begreifen sich als das Licht, und um groß und größer zu werden, brauchen sie immer mehr Dunkelheit, wenn’s nämlich mit oder ohne ihr Zutun rundum hell würde: wären sie überflüssig.
Sofern sie also wirklich am Licht interessiert sind, müssten sie konsequenterweise zielstrebig genau darauf hinarbeiten, überflüssig zu werden.
Das lässt sich natürlich schlecht mit individueller finanzieller Existenzsicherung oder gar persönlicher Karriereplanung vereinbaren.
Da es aber die einzig sinnvolle Entwicklung ist, muss die Aufblähung durch finanzielle Unterstützung für derartige Gruppen unbedingt kritisch gesehen werden. Man könnte statt gleich radikal alles zu streichen, Finanzierung auch rein projektgebunden sich vorstellen, mit erforderlichem Nachweis von Erfolg (weniger Meldungen, keine Schlägereien mehr an Schule X, usw.) nach Projektabschluss, und weitere Förderung an Erfolgsnachweise binden. Und wenn’s so wäre, würden wir wahrscheinlich staunend erleben, dass Antisemitismus, Rassismus, Angriffe auf Frauen: kontinuierlich weniger werden.
Eine „Demokratie“ und eine „Zivilgesellschaft“, die mit viel Geld auf der „richtigen“ Seite und mit Kontokündigungen und subventionierten Prügeltruppen auf der „falschen“ Seite von Geheimdiensten gelenkt wird, ist keine! Das wurde leider in den letzten Jahren immer deutlicher. Das Klima der Denunziation, das dadurch geschaffen wurde, ist aber wohl beabsichtigt. Vor fünf Jahren wurde gelobt, wer „illegale“ Kindergeburtstage etc. bei der Polizei verpfeift … Corona …
Was macht eine zivile Gesellschaft aus?
Diese zivile Gesellschaft existiert nicht, da diese ‚zivile Gesellschaft‘ seit Jahrzehnten konditioniert wurde.
Der sogenannte mündige Bürger, ist befangen, in der ‚gesellschaftlichen Doktorin‘, aber niemals frei.
Solange die Menschheit sich unterwirft, solange werden diese Gesellschaften, der vorgeführten Ideologien folgen, weil das System darauf aufgebaut ist.
Subjekte werden geführt,ohne das daß Subjekt es realistisch einschätzen kann oder es überhaupt zu erkennen…
Diese Stiftung tut das Gegenteil von dem, was sie vorgibt: Sie tritt nicht für Grund- und Menschenrechte ein, sondern mit dem, was sie tut, schädigt sie Grundrechte und Demokratie.
Der Widerspruch zwischen vorgegebenem Anspruch, um Staatsgeld zu kassieren und tatsächlicher Wirkung ist grotesk: Kaum eine Stiftung hat Einschränkungen von Meinungsfreiheit, Zerstörung von Pluralismus, Rassismus aufgrund der Herkunft, Sexismus und Schädigung freiheitlicher Grundordnung so viel Vorschub geleistet.
Den Aufbau von Denunziationsportalen wie man sie vorher nur aus düstersten Zeiten kannte, hat die Stiftung unterstützt, zu Corona wurde zu Hetze gegen Ungeimpfte aufgerufen und vieles mehr.
Selbstreflexion und Kritik gibt ist keine. Insofern ist zu bezweifeln, dass die Stiftung reformierbar wäre.
Auch im angeblichen Kampf „gegen rechts“ hat die Stiftung nicht nur völlig versagt, sie hat durch ihre Methoden rechte Parteien gestärkt und das Ansehen Linker geschädigt.
„Gegen rechts“ ist nur ein perfider Deckmantel, um im Kern rechte, antidemokratische Machenschaften zu fördern, insbesondere die des regierenden, rechten, neoliberalen Parteienkonglomerats CDUSPDFDPGRÜNE.
Organisationen, die staatlich finanziert werden und Staatspropaganda verbreiten, sollten sich nicht „NGO“ nennen, am Inhalt erkennt man, ob eine Organisation non-governmental ist, nicht am Label.
Eine Stiftung, die tatsächlich für den Erhalt von Grund- und Menschenrechten eintritt, wird dringender gebraucht denn je.
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Ich hab vor denen schon vor einer Dekade gewarnt!
Genau so wie vor Peter Thiel .
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Warum betreibt der Staat über Bande (GoNGO – Govermental NonGovermental Organisation) Einfluss auf die Zivilgesellschaft? Bei einer Finanzierung von 65% ist der Verein nicht mehr unabhängig und der Verdacht liegt nahe, er arbeitet im Regierungsinteresse.
Der Verdacht, man erzeuge die Gründe, die für das Fortbestehen des Vereins sorgen, ist nicht falsch. Dazu braucht man sich nur die Stellungnahme von Frau Kahane zum Antisemitismus ansehen. Ihrer Meinung nach, sind alle Leute, die egal bei welchem Thema Verschwörungstheorien erzählen, Antisemiten.
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AAS – Volxverhetzer – BeltowerNesw – Campact – und all die anderen staatlich/privat gepäppelten Söldner und verbalen Scharfschützen des modernen Faschismus gehören vor allem eines: als solche Enttarnt. – danke für diesen Beitrag dazu.
Sich von der Politik finanzieren lassen und gegen Rassismus aufzutreten ist in Deutschland ein Widerspruch. Die gleiche Bundesregierung, die vorgibt sich gegen Rassismus und Antisemitismus etc einzusetzen, finanziert in der Ukraine Nazis und Faschisten, hat selber seit jeher rechte Schlagseite und sieht auch die Unterstützung des Völkermörders Netanjahu als Staatsräson und Kritik am Völkermord als „Antisemitismus“.
Allein schon bei den Begrifflichkeiten ist hier also einiges durcheinander geraten….
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Wikipedia
„Das MfS führte sie von 1974 bis 1982 …“
„Kahanes Tätigkeit als Inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit war 2002 durch Zeitungsberichte bekanntgeworden, nachdem sie als Nachfolgerin für Barbara John als Ausländerbeauftragte des Berliner Senats genannt wurde.[53] Sie selbst hatte ihre IM-Tätigkeit bis dahin nicht öffentlich gemacht.
Nachdem weitere Medien kritisch berichtet hatten, …
„Nachdem weitere Medien kritisch
(von ihrer MfS Zusammenarbeit, auf deutsch: Denunziant ruiniert freiwillig und vorsätzlich 8 Jahre lang Existenzen anderer Leute – liefert sie ans Messer – aus ideologischen Gründen oder rein aus Bösartigkeit)
berichtet hatten,…“
reagierte Frau Kahana.
12 Jahre nach der Wende.
Mehr muss man nicht wissen.
Ansonsten gilt:
Follow the Money
Es ist schon dreist Anetta Kahane als „Lehrerin“ zu bezeichnen. Sie hat zwar Portugiesisch in Rostock studiert aber keinen ordentlichen universitären Abschluss erworben. Und auch sonst keinen, aber sie hat eine gute Feder, immerhin und das ist ihr Plus ihres linksfaschistischen weltanschaulich-politischen Globalismus, der sich liberal darstellt, doch das Gegenteil ist.
Die MfS-Arbeit war nur temporär, deren geistige und moralische Eigenheit jedoch hallt bis heute nach, in der Arbeit ihrer Stiftung, im Auftrag fremder (US) Mächte, die alle kennen und über die niemand sprechen möchte. Dazu ideologisch und geldlich zuwenderisch von „Organs“, „Persons“ und „Projects“, mithin Patin von auch von „terrorist“ Antifa (belegt).
Die Stiftung ist für das hiesige Gesellschaftsleben der Demokratie im deutschen Staatsgebiet gefährlich. Ein Aufmarschnetz für Extremisten. Trump sollte die Amadeu Antonio Stiftung nicht wegen ihrer Gründung sondern wegen ihrer Gegenwart als eine Spinne im Netz des Terrorismus und Extremismus international verbieten.
Non-government Organisation isn’t.
Das war doch schon immer eine Lüge um das Volk zu verwirren. Wenn der Staat Gelder zahlt will der auch mitreden. Wer das Geld in den Hut wirft bestimmt wvwn auf die Musik, die gespielt wird. Aber schon faszinierend, wie sich die Leute Sand in die Augen streuen lassen von ein paar Worten wie „Stiftung“ oder „eingetragener Verein“.
NGOs, die im Auftrag von Regierungen oder Macht-Konglomeraten wie der EU die Bevölkerung manipulieren, gehört die Finanzierung durch Steuergelder entzogen. Und zwar ohne Ausnahme.
Ich finde, es ist schon ein echtes Kunststück, über diese Vereinigung zu schreiben und zu kommentieren, ohne einmal zu erwähnen, wer Antonio Amadeu eigentlich war:
Antonio Amadeu wurde 1962 in Angola geboren, arbeitete noch in der DDR in der fleischverarbeitenden Industrie und wurde 1990 im ostdeutschen Eberswalde von mehreren Neonazis zu Tode geprügelt, einer sprang ihm sogar mit beiden Füßen auf den Kopf, als er bereits bewusstlos auf dem Boden lag.
Es ist deshalb eine absolute Schande, was aus dieser Stiftung geworden ist, die meiner Meinung das Ansehen dieses Menschen mit ihrem Auftreten durch den pseudolinken, woken Dreck zieht.
Und wieso heißt ein Verein, dem der Staat Millionen in den Arsch schiebt, überhaupt noch NGO??
Ansonsten: RIP Antonio Amadeu!
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Amadeo Antonio Stiftung kann ersatzlos gestrichen werden!
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
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unsere-zeit.de, vom 14. November 2025, Vincent CzieslaCategories Politik | UZ
Nach Beschluss zum Genozid in Gaza attackieren führende Vertreter der „Linken“ den eigenen Jugendverband
Ein Jugendverband mit eigener Meinung? Für manche Genossen in der „Linken“ nur schwer zu ertragen. Berufsempört: Bodo Ramelow und Jan van Aken (rechts daneben). (Foto: Martin Heinlein / flickr.com / CC BY 2.0 / Bearb.: UZ)
Eigentlich könnten die Rechten in der Partei „Die Linke“ zufrieden sein. Gute Wahlergebnisse und eine wachsende parlamentarische Verankerung stärken das Reformerlager. In der Friedensfrage geben sich Spitzenleute wie Jan van Aken gemäßigt, sparen mit Kritik an der NATO und geißeln regelmäßig den „russischen Imperialismus“. Brandmauer sei Dank hat die Bundestagsfraktion sogar Friedrich Merz (CDU) einen schnelleren Einstieg ins Kanzleramt ermöglicht und streckt regelmäßig die Fühler aus, um die Union zu einer – wenigstens formalen – Zusammenarbeit zu bewegen. Man könnte also meinen, dass es läuft für die Ramelows, Paus und Gysis dieser Welt. Aber weit gefehlt.
In der vergangenen Woche holte das rechte Partei-Establishment zum großen Schlag gegen den eigenen Jugendverband aus. Anlass für die Kampagne gegen die Linksjugend „solid“ war ein auf dem Bundeskongress mit großer Mehrheit (rund 70 Prozent) gefasster Beschluss mit dem Titel „Nie wieder zu einem Völkermord schweigen“. Darin übt der Verband Selbstkritik: „Konfrontiert mit einem Völkermord, haben wir als linker Jugendverband versagt.“ Man habe den „kolonialen und rassistischen Charakter des israelischen Staatsprojekts“ nicht anerkannt und es verpasst, die „Verbrechen des israelischen Staates, vom Apartheidsystem bis zum Genozid in Gaza, unmissverständlich beim Namen zu nennen und zu verurteilen“. Auch die Linkspartei wird aufgefordert, ihre Haltung zu hinterfragen.
Ende September hatte Parteichefin Ines Schwerdtner auf der großen Demonstration „All Eyes on Gaza“ in Berlin noch in eine ähnliche Kerbe geschlagen: „Wir stehen hier für die gesamte Partei, weil wir sagen: Wir haben zu lange geschwiegen, ich habe zu lange geschwiegen, es ist ein Genozid.“ Von diesen eher nachdenklichen Tönen im Namen der „gesamten Partei“ war nach dem „solid“-Bundeskongress nichts mehr zu hören.
Der bürgerliche Medienapparat überschlug sich mit Geschrei von vermeintlichem „linken Antisemitismus“. Auch Ron Prosor, Botschafter der rechtsextremen israelischen Regierung, stieg persönlich ein. Die Linkspartei habe „ihren moralischen Kompass, ihre Vernunft und ihre Integrität verloren“, erklärte er auf der Plattform „Instagram“. „Linksjugend bedroht alle, die NICHT Israel hassen“, griff die „Bild“-Zeitung Erzählungen auf, wonach Delegationen des Jugendverbandes den Kongress aus Furcht um ihre Sicherheit vorzeitig verlassen hätten. Aus Kreisen der Delegierten erfuhr UZ, dass die Abreise von Vertretern des rechten Flügels ein absehbarer Versuch gewesen sei, den Kongress zu sabotieren. Schon zuvor war von der in allen Abstimmungen unterlegenen Minderheit versucht worden, Debatten zu verzögern und Beschlüsse zu verhindern. Inhaltliche Niederlagen zur persönlichen „Bedrohungslage“ aufzubauschen hat im rechten Flügel der „Linken“ eine gewisse Tradition.
Das Niveau der „Bild“ problemlos unterschreitend, widmete sich die „taz“ dem Thema. „Verwenden hier geistig verwirrte Linke stalinistische Methoden der Feindmarkierung und Verfolgung?“, fragte sich Kolumnistin Erica Zingher und demonstrierte den intellektuellen Anspruch ihrer politischen Analyse, als sie die „solid“-Mitglieder scharfsinnig als „Gaga-Linke“ bezeichnete.
Wo so viel Hass und Stumpfsinn herrschen, sind die eigenen Parteimitglieder nicht weit. Nicht nur, weil sich die Berichterstattung in großen Teilen auf offensichtlich durchgestochene Informationen und Behauptungen stützte. Gleich 17 Bundestagsabgeordnete, darunter die selbsternannten „Silberlocken“ Gregor Gysi und Bodo Ramelow, verschickten einen „Brandbrief“. „Offenbar ist in unserer Partei etwas ins Rutschen gekommen“, gaben sie sich besorgt. Der Beschluss des Jugendverbandes bewege sich „außerhalb des Konsenses unserer Partei“. Auch die unvermeidliche Petra Pau tauchte kurz aus der Versenkung auf, um bedeutungsschwanger mitzuteilen, dass ihre Partei „vor einer prinzipiellen Entscheidung“ stehe.
Der Parteivorstand reagierte mit einer Sondersitzung am vergangenen Mittwoch, um den Jugendverband für seine unverschämten Beschlüsse zu geißeln. Tags darauf erklärten Ines Schwerdtner und Jan van Aken, im Parteivorstand herrsche „eine sehr breite Einigkeit darüber, dass der verabschiedete Antrag inhaltlich nicht mit den Positionen der Linken vereinbar ist“. Wer die „gesellschaftlichen Realitäten in Gaza und Israel wie auch in unserem Land“ ausblende, verliere „jede Anschlussfähigkeit“, so die beiden Vorsitzenden. Fragt sich nur: anschlussfähig, für wen?
Die gleich mitgelieferten Aufrufe zur „Geschlossenheit“ deuten an, dass hinter der Auseinandersetzung mehr steckt als die Enttäuschung des Pro-Israel-Lagers, das seine Mehrheit im Jugendverband verloren hat. Auch in anderen Fragen tobt angesichts zehntausender neuer Parteimitglieder ein Kampf um die Köpfe und die Ausrichtung der Partei. Und auf vielen umstrittenen Feldern schickt sich die neue Mehrheit in der Linksjugend an, ihrer Partei inhaltliche Debatten aufzuzwingen, die dort nicht gerne gesehen sind. Denn wo früher mehrheitlich Angepasstheit und Scheinradikalität herrschten, wurden auf diesem Bundeskongress politische Beschlüsse gefasst.
Klar positioniert sich der Jugendverband gegen Wehrpflicht und Hochrüstung. Widerstand gegen Repressionen und Klassenjustiz werden angekündigt, Kriegsgefahr und Weltlage auf einer Ebene diskutiert, die der Partei deutlich voraus ist: „Unser Ziel ist die Überwindung imperialistischer Abhängigkeiten und die Stärkung einer multipolaren Weltordnung. Besonders unterstützen wir die Selbstbestimmungsrechte der Völker, die sich gegen ausbeuterische Strukturen und für Sozialismus einsetzen“, heißt es im beschlossenen Leitantrag. Selbst in dieser Unkonkretheit eine unerhörte Einschätzung für diejenigen, die gerne NATO-Narrative weitererzählen.
Die Kampagne gegen die Linksjugend entspringt dem Beißreflex einer verunsicherten (Noch-)Mehrheit in der Partei. Es ist ein Rückfall in die Zeiten, in denen Parteirechte ihren Anbiederungskurs an das Bürgertum mit öffentlichen Angriffen auf die eigenen Genossen durchdrücken wollten – schon damals eifrig unterstützt von einer Parteiführung, die gerne zur „Geschlossenheit“ aufrief. Ob der nun erzeugte Druck Wirkung zeigt und wohin die Linksjugend am Ende treibt, ist nach dieser turbulenten Woche schwer vorherzusagen. Dass die neue Mehrheit nicht bereit ist, das Spiel der Altherren (und -frauen) aus dem Partei-Establishment mitzuspielen, ist hingegen Beschlusslage. Ausgerechnet diejenigen, denen jetzt das Fehlen einer solidarischen Kultur vorgeworfen wird, zogen auf dem Bundeskongress eine klare Linie. Inhaltliche Diskussion statt persönlicher Fehde: „Der Hauptfeind steht nicht im eigenen Verband“, heißt es im Leitantrag.
Info: https://www.unsere-zeit.de/unerhoert-politisch-4809102/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
freedert.online, 16 Nov. 2025 17:40 Uhr, Von Pierre Levy
Es ist schon fast ein Ritual. Zu jedem Jahresende veröffentlicht die Europäische Kommission einen Bericht über den Fortschritt der EU-Beitrittskandidaten. Am 4. November stellte die Präsidentin der Brüsseler Exekutive das Dokument 2025 vor.
© Urheberrechtlich geschützt
"Vereint für unsere Zukunft"? – Banner am Berlaymont-Gebäude in Brüssel, dem Sitz der Europäischen Kommission, davor drei Flaggen der Europäischen Union, 28. Juli 2025
Ursula von der Leyen nutzte die Vorstellung des alljährlichen Berichts zum Stand der Dinge in Sachen EU-Erweiterung, um zu bekräftigen: "Wir sind mehr denn je entschlossen, die Erweiterung der EU zu verwirklichen. Denn eine größere EU bedeutet ein stärkeres Europa mit mehr Einfluss auf der internationalen Bühne." Bereits im vergangenen Jahr hatte sie in lyrischem Ton geäüßert: "Die Erweiterung ist eine Antwort auf den Ruf der Geschichte, sie ist der natürliche Horizont unserer EU" ...
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Meinung
Europa wird nicht ernst genommen, weil es nicht ernst genommen werden muss
Tatsächlich ist es schon Jahre her – in einigen Fällen mehr als zehn Jahre –, dass Staaten den offiziellen Kandidatenstatus erhalten haben oder sogar "Verhandlungen" mit Brüssel aufgenommen haben. Darunter ist in Wirklichkeit die gründliche Prüfung der jeweiligen nationalen Gesetzgebung und deren einseitige Angleichung an die Gemeinschaftsnormen zu verstehen.
Die Führer der EU sind seit Langem der Ansicht, dass bestimmte Länder "natürlich" in ihren Einflussbereich fallen, was es rechtfertigt, sie an den Block zu "koppeln", was ein höflicherer Ausdruck ist als "annektieren". Darüber hinaus wird insbesondere seit 2022 in Brüssel offen bekräftigt, dass es darum gehe, das "Risiko" zu mindern, dass Russland einen Fuß auf dem Balkan behält.
Doch je entschlossener die Reden werden und je mehr sie behaupten, dass der Beitritt (zumindest für einige) in greifbare Nähe rücke, desto unwahrscheinlicher wird dieser Horizont, da er mit unüberwindbaren Widersprüchen konfrontiert ist.
Ewig in der Warteschleife
Zur Erinnerung: Es handelt sich um etwa zehn Länder. Da ist die Türkei, die theoretisch immer noch Kandidat ist, für die der Prozess jedoch seit Jahren auf Eis liegt, da Brüssel offene und wiederholte Verletzungen der bürgerlichen Freiheiten geltend macht. Die autonome geopolitische Position, die Ankara eingenommen hat, trägt ebenfalls dazu bei, dass eine Integration des Landes unwahrscheinlich ist.
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Sandu fordert von EU "Klarheit und Engagement" für Moldawiens EU-Beitritt
Georgien ist ein Sonderfall. Im vergangenen Jahr erhielt es den Kandidatenstatus. Aber insbesondere seit den Wahlen im Oktober 2024 hat sich alles verändert. Der Regierung wird vorgeworfen, sich Moskau zugewendet zu haben. Das Land wurde daher auf unbestimmte Zeit in die Ecke gestellt.
Die Ukraine – und Moldawien, dessen Kandidatur mit der Kiews gekoppelt wurde – ist ebenfalls ein Sonderfall. Die meisten europäischen Führer bekräftigen öffentlich, dass dieses "Opfer- und Leidensland" aufgenommen werden müsse, aber es gibt keine realistische Perspektive: Das Land befindet sich im Krieg, und seine demografische und wirtschaftliche Größe würde die finanziellen Parameter der EU völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Insbesondere die Konkurrenz im Agrarbereich hat bereits einen ersten Vorgeschmack auf den Tsunami gegeben, den eine Mitgliedschaft mit sich brächte.
Kiew wird ostentativ dafür gelobt, Reformen zur Stärkung der "Rechtsstaatlichkeit" eingeleitet zu haben. Aber Pech gehabt: Genau in dem Moment, als der Bericht veröffentlicht wurde, kam es zu einem riesigen Skandal um staatliche Korruption (Verteidigung, Energie), der direkt Personen aus dem engsten Umfeld von Präsident Wladimir Selenskij betraf.
Auch wenn nur Ungarn offiziell gegen den Beitritt der Ukraine ist, so teilen doch in Wirklichkeit viele Mitgliedstaaten diskret diese Position.
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Farbrevolution: "Vučić will keine Namen nennen – ich nenne Deutschland"
Unter den Balkanländern ist Bosnien-Herzegowina noch weit vom Beitritt entfernt. Seine Zersplitterung in autonome Einheiten und seine dysfunktionale Regierungsführung unter der Aufsicht eines externen Hohen Vertreters sind mit den europäischen Normen nicht vereinbar.
Der Kosovo, dessen rechtliche Existenz von fünf Mitgliedstaaten nicht anerkannt wird, hat nicht einmal den Status eines Beitrittskandidaten. Mazedonien seinerseits steckt nach wie vor in einem historischen Konflikt mit Bulgarien, der seine Annäherung an die EU blockiert.
Schließlich sorgt auch Serbien für Unmut bei der Kommission, die dem Land ausdrücklich vorwirft, die Politik der Europäischen Union gegenüber Russland nicht zu übernehmen. Tatsächlich versucht der serbische Präsident Aleksandar Vucic, ein prekäres Gleichgewicht in seinen Beziehungen zu Moskau auf der einen und Brüssel auf der anderen Seite herzustellen. Aber bei der EU muss man sich für eine Seite entscheiden ...
Die EU würde noch weniger "regierbar"
Bleiben noch die beiden Lieblinge Brüssels: Albanien (2,4 Millionen Einwohner) und Montenegro (600.000). In der Kommission gibt man vor zu glauben, dass die Ehe mit diesen beiden "Musterschülern" 2028 geschlossen werden könne.
In Wirklichkeit sind es gerade die Mechanismen der Erweiterung selbst, die diese unwahrscheinlich machen. Das erste Hindernis ist die "Regierbarkeit" einer EU mit 30 oder 35 Mitgliedern.
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Politico: EU könnte eines ihrer Kernprinzipien für Ukraine-Beitritt aufgeben
Denn schon jetzt ist die EU mit ihren 27 Mitgliedern mit internen Streitigkeiten und Widersprüchen konfrontiert, die ihre Funktionsfähigkeit immer häufiger lähmen. Die Aufnahme neuer Mitglieder würde das Problem nur noch verschärfen, insbesondere in Bereichen, in denen Einstimmigkeit erforderlich ist: Steuerpolitik und Außenpolitik.
Einige, darunter Berlin, setzen sich seit Langem für die Abschaffung dieser Einstimmigkeitregel ein. Dazu ist aber ... Einstimmigkeit erforderlich, was unerreichbar ist.
Dieses Hindernis der "Regierbarkeit" ist sehr real. Beweis dafür: in einigen Hauptstädten und Thinktanks werden zahlreiche Vorschläge zu seiner Überwindung gemacht. So wird eine schrittweise Integration ins Auge gefasst, bei der die neuen Mitglieder nicht sofort die gleichen Rechte wie die derzeitigen Mitglieder erhalten würden. Ein Status zweiter Klasse, der bis zur Reform der Gemeinschaftsinstitutionen Bestand hätte.
Es ist kaum anzunehmen, dass diese Perspektive von den betroffenen Ländern akzeptiert wird. Ebenso wenig realisierbar wäre die Einführung eines Status als "assoziiertes Mitglied", eine Idee, die im Koalitionsvertrag der aktuellen deutschen Regierungskoalition (CDU/CSU, SPD) erwähnt wird; die aber den Vorwurf eines "Europas der zwei Geschwindigkeiten" nicht entkräftet.
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RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
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Info: https://freedert.online/europa/261885-alle-jahre-wieder-eu-kommission/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
seniora.org, 17. November 2025, 11.11.2025 Von Gisella Ruccia - übernommen mit freundlicher Genehmigung von zeit-fragen.ch
Uno-Sonderberichterstatterin prangert den Genozid in Palästina unermüdlich an

Francesca Albanese (Bild UN News)
Die Szene an sich wäre schon schlimm genug: Eine Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen wird im Tempel der Diplomatie von einem Staatsvertreter beleidigt.
Noch schlimmer ist es jedoch, wenn diese Berichterstatterin Italienerin ist und sie von dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen ist, desavouiert wird. Während der Vorstellung ihres Berichts «Völkermord in Gaza: ein kollektives Verbrechen» war die Juristin Francesca Albanese Zielscheibe einer Reihe von Interventionen, die einen Grossteil des Plenums des Dritten Ausschusses der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York unter dem Vorsitz des thailändischen Diplomaten Cherdchai Chaivaivid bestürzt zurückliessen.
Israel bezeichnete sie als «gescheiterte Hexe», Italien stellte ihre Integrität und Unparteilichkeit in Frage, Ungarn berief sich auf die «Friedenslinie von Präsident Trump», warf ihr «blinde und antiisraelische Voreingenommenheit» vor und brachte erneut die übliche Verleumdung der Komplizenschaft mit der Hamas vor.
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Israel, Italien und Ungarn die einzigen drei Länder sind, die Albaneses jüngsten Bericht abgelehnt haben. Sie hält sich seit dem 25. Oktober in Südafrika für die Nelson Mandela Annual Lecture und eine Reihe von Treffen mit der Desmond and Leah Tutu Legacy Foundation auf. Auf Grund der US-Sanktionen konnte sie nicht persönlich nach New York reisen.
Im grossen Saal des Dritten Ausschusses hörten die Delegierten den langen Vortrag der Juristin, die die Einzelheiten ihres vierundzwanzigseitigen Berichts erläuterte: eine genaue Analyse der Verantwortung von dreiundsechzig Staaten für die Verwüstung des Gaza-Streifens, der als «erwürgt, ausgehungert, zerstört» bezeichnet wird, und die Anklage gegen «eine koloniale Weltordnung, die durch ein System institutionalisierter Komplizenschaft gestützt wird».
Als erster ergriff der ständige Vertreter Israels, Danny Danon, Mitglied der Likud-Partei, das Wort und wetterte mit beleidigenden, einschüchternden und spöttischen Tönen gegen die Berichterstatterin: «Der Bericht von Frau Albanese befasst sich weder mit Menschenrechten noch mit Frieden. Seit Jahren verbreitet sie antisemitische Rhetorik und blutige Verleumdungen. Sie verteidigt Terroristen und zeigt Verachtung für Israel, die Vereinigten Staaten und den Westen.»
Dann folgte der Satz, der den Saal erstarren liess: «Frau Albanese, Sie sind eine Hexe. Dieser Bericht ist eine weitere Seite aus Ihrem Zauberbuch. Jede Anschuldigung ist ein Zauber, der nicht funktioniert, weil Sie eine gescheiterte Hexe sind.»
Der israelische Politiker und Diplomat verwies dann selbstgefällig auf die US-Sanktionen gegen Albanese und fügte hinzu: «Jetzt richtet sie ihre Flüche gegen andere Nationen, unsere Verbündeten, Partner und Freunde, die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unterstützen. Wir können nur hoffen, dass ihre Hexerei erneut fehlschlägt. Mögen ihre Flüche weiterhin auf sie selbst zurückfallen.»
Kurz darauf sprach Maurizio Massari, ständiger Vertreter Italiens, mit zurückhaltenderen Worten als sein israelischer Amtskollege, die jedoch nicht weniger beunruhigend waren: «Der heute von der Sonderberichterstatterin Albanese vorgelegte Bericht ist völlig unglaubwürdig und parteiisch. Wir sind nicht überrascht. Der Inhalt geht eindeutig über das Mandat der Sonderberichterstatterin hinaus, das weder Untersuchungen zu mutmasslichen Verstössen anderer Staaten oder Einrichtungen noch Urteile über die Zusammenarbeit zwischen Drittländern und dem Internationalen Strafgerichtshof umfasst. Noch besorgniserregender ist die völlige Missachtung des Verhaltenskodexes für Sonderberichterstatter, der Integrität, Unparteilichkeit und guten Glauben vorsieht.»
Während Massari sprach, schaltete Präsident Cherdchai Chaivaivid das Mikrofon stumm: Einige Sekunden lang sprach der Delegierte weiter ins Leere, ohne zu bemerken, dass der Saal nichts mehr hörte.
Aus Italien kam also keinerlei Zeichen der Unterstützung für die Berichterstatterin: weder nach den Sanktionen noch angesichts der Beleidigungen. Diese mangelnde Solidarität offenbarte mehr als politische Kritik die diplomatische Unterordnung, die Rom der italienischen Juristin auferlegen wollte.
Die dritte Gegenstimme kam aus Ungarn, das «Besorgnis über die antiisraelische Voreingenommenheit» des Berichts äusserte und «den ausgewogenen Ansatz von Präsident Donald Trump als einzige realistische Perspektive für Frieden» verteidigte. Eine formelle Stellungnahme, die nur dazu diente, die Ausrichtung Budapests auf die neue US-Regierung zu bekräftigen.
Francesca Albanese antwortete mit fester, aber zurückhaltender Stimme. Ihre erste Antwort richtete sich an Danon: «Endlich hat der Vertreter Israels nach drei Jahren dieses Mandat mit seiner Anwesenheit beehrt. Sehen Sie, es ist grotesk und ehrlich gesagt wahnsinnig, dass ein völkermordender Staat nicht auf den Inhalt meiner Erkenntnisse eingehen kann und sich statt dessen darauf beschränkt, mich der Hexerei zu bezichtigen. Nun gut: Ihr seid es, die des Völkermords beschuldigt werden. Wenn das Schlimmste, was Sie mir vorwerfen können, Hexerei ist, dann akzeptiere ich das. Aber seien Sie versichert, dass ich, wenn ich die Macht hätte, Zaubersprüche zu wirken, diese nicht zur Rache einsetzen würde. Ich würde sie einsetzen, um Ihre Verbrechen ein für alle Mal zu stoppen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen hinter Gitter kommen.»
Und sie fügte hinzu: «Ich möchte, dass zwischen dem Fluss und dem Meer Juden, Muslime, Christen und Säkulare in Freiheit leben und ihre Rechte geniessen können, die nicht nur ein Privileg für wenige sind. Ungarn irrt sich: Es stimmt nicht, dass ich die Hamas nicht verurteilt habe, und es überrascht mich, dass Italien, mein Herkunftsland, sich diesem unbegründeten Chor anschliesst. Sie hätten konkrete Beispiele nennen sollen, statt dessen wiederholen Sie die Argumente des israelischen Botschafters.»
Dann wandte sie sich an alle Delegierten und mahnte: «Wir müssen ehrlich sein in bezug auf das, womit wir es zu tun haben. Was Israel aufgebaut hat, ist keineswegs aussergewöhnlich. Es ist die Fortsetzung und Verfeinerung der Kolonialordnung. Es handelt sich um rassistische Herrschaft und Enteignung, aktualisiert für unser Jahrhundert und durchgesetzt mit den Waffen und Technologien dieses Jahrhunderts. Und Südafrika zeigt, dass das, was heute unbesiegbar erscheint, tatsächlich gebrochen werden kann, wenn Recht, Wille und Mut zusammenkommen. Selbst die stärksten Mauern fallen. Und in dieser Dunkelheit leisten Millionen Widerstand. Funken der Hoffnung.»
Die Juristin fuhr fort: «Schande über die Regierungen, die sich als liberale Demokratien bezeichnen und weder in der Lage sind, die Macht ihrer Polizei einzudämmen, die versucht, das Gewissen zum Schweigen zu bringen, noch die Hunderte von Bürgern aus aller Welt zu unterstützen, die weiterhin ihr Leben in Form einer Flottille oder eines globalen Marsches riskieren. Die Belagerung zu durchbrechen und den Völkermord zu stoppen, ist eine Verpflichtung der Mitgliedsstaaten, wie die Anti-Apartheid-Gruppe unserer Zeit zeigt. Es sind die Staaten, die schweigen und mitschuldig sind», betonte sie. «Das vereinte Volk erhebt sich. Die Arbeiter streiken weltweit. Die BDS-Bewegung [Boycott-Divestment-Sanctions-Movement, Anm. d. Red.] gewinnt neuen Schwung, da immer mehr Verbraucher strategisch boykottieren, Unternehmen ihre Investitionen zurückziehen und Institutionen, von Banken bis zu Universitäten, langsam aber sicher ihre Praktiken ändern. Die Frage ist nicht mehr, ob die Apartheid Israels und das globale System der Komplizenschaft, das sie stützt, ein Ende finden werden. Es kommt darauf an, wann und wie.»
Abschliessend eine Botschaft an die Palästinenser: «Von der Härte der Besatzung bis hin zu den Orten, an die euch das Exil verschlagen hat, wo ihr den Völkermord beobachtet oder erleidet, wird euer Kampf wahrgenommen. Eure Widerstandsfähigkeit wird gewürdigt, und die Welt erwacht mit euch und wird euch zur Seite stehen, so wie sie es mit Südafrika bis zu eurer Befreiung getan hat.»
Worte, die im Saal des Komitees mit langem Applaus aufgenommen wurden und wie das genaue Gegenteil der vorangegangenen Beleidigungen klangen. •
Quelle: Il Fatto Quotidiano vom 29.10.2025;
https://www.ilfattoquotidiano.it/2025/10/29/onu-francesca-albanese-genocidio-gaza-israele-italia-meloni-ungheria/8177241/
(Übersetzung Zeit-Fragen)
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Quelle: Zeit-Fragenunser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


zeitschrift-luxemburg.de, September 2025, Von Dierk Hirschel
Aktuell streitet die ökonomische Zunft darüber, wie sich steigende Militärausgaben auf die Konjunktur auswirken. Sorgt der neue Rüstungskeynesianismus für ein olivgrünes Wirtschaftswunder?
Im 21.Jahrhundert jagt eine Krise die nächste. Erst die Finanzmarktkrise und die Klimakrise, dann die Eurokrise, die so genannte Flüchtlingskrise, die Corona-Pandemi e, der russische Angriffskrieg und der Nahost-Krieg. Die Liste des Schreckens ließe sich beliebig fortsetzen. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Der Kapitalismus steckt in einer organischen Krise, aus der die politischen und ökonomischen Eliten keinen Ausweg finden.
Krieg ist heute wieder die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Nach dem Kollaps der Sowjetunion entstand eine Weltordnung unter Führung der USA. Anschließend wuchs die Zahl militärischer Konflikte. Der rasante wirtschaftliche Aufstieg Chinas und einiger Schwellenländer – Brasilien, Indien, Südafrika, etc. – forderte die US-Vorherrschaft heraus.
Washington reagierte auf seinen drohenden wirtschaftlichen Abstieg mit Industriepolitik, Sanktionen sowie Zöllen und weiteren Handelsschranken. Obama, Biden, Trump & Co wollten eine globale Technologieführerschaft Chinas um jeden Preis verhindern. In Reaktion darauf verbündete sich Peking mit Brasilien, Indien, Südafrika, Russland und weiteren Staaten (BRICS). So entstand eine neue multipolare Weltordnung.
Seitdem kämpfen die Großmächte und Wirtschaftsblöcke mit harten Bandagen um die wirtschaftliche und politische Vormacht. Es gilt das Recht des Stärkeren. Zudem ist mit Putins Angriff auf die Ukraine der kalte Krieg zurückgekehrt. Die so genannte liberale regelbasierte Weltordnung – wenn sie jemals existiert hat - ist Geschichte.
Der russische Angriffskrieg hat eine weltweite Aufrüstungsspirale in Gang gesetzt. Die NATO erhöhte ihre Militärausgaben seit 2021 um ein Fünftel. Nach Berechnungen des Stockholmer International Peace Research Institute liegen sie heute bei 1,3 Billionen Euro. Dies entspricht mehr als der Hälfte der weltweiten Militärausgaben.[1] Das neue 5%-Ziel des transatlantischen Militärbündnisses lässt die Verteidigungsausgaben der 32 NATO-Staaten auf insgesamt 11,5 Billionen Euro steigen.[2]
Auch die Berliner Republik ließ über Bundeswehr und Waffenschmieden Geld regnen. Die schwarz-rote Bundesregierung steckt dieses Jahr 86 Mrd. Euro ins Militär.[3] Das ist 2,5mal mehr als Berlin für Bildung und Gesundheit ausgibt. Deutschland hat inzwischen das weltweit viertgrößte Verteidigungsbudget.
Doch damit nicht genug. Die Merz-Regierung will den Verteidigungshaushalt bis 2029 auf 153 Mrd. Euro aufstocken.[4] Mitte der 2010er Jahre spendierten Merkel und von der Leyen dem Militär nur schlappe 38 Mrd. Euro. Folglich vervierfacht Berlin nun seine Militärausgaben. Ende dieses Jahrzehnts wird mehr als jeder vierte Euro aus dem Bundeshaushalt ins Militär fließen.
Ferner hat Friedrich Merz auf dem letzten Nato-Gipfel zugesagt, ab 2035 fünf Prozent des Sozialprodukts fürs Militär zu springen zu lassen. Dies entspricht jährlich 215 Mrd. Euro – mehr als wir heute für Arbeit und Soziales ausgeben. Dieses Geld soll in Luftverteidigung, Luft- und Raumfahrt, Fregatten, U-Boote, gepanzerte Fahrzeuge und Munition fließen. Deutschland soll zukünftig über die stärkste konventionelle Armee Europas verfügen.
Schwarz-Rot bezahlt die olivgrüne Shoppingtour mit der Kreditkarte. Nachdem das Parlament die Verfassung änderte, hat das Militär keinen Stress mehr mit der Schuldenbremse.
Die Große Koalition kann heute alle Militärausgaben über ein Prozent des Sozialprodukts auf Pump finanzieren. Oder in den Worten von Friedrich Merz: „What ever it takes“. Eine detaillierte Bedarfsplanung für das neue Kriegsspielzeug fehlt jedoch. Stattdessen spielt Kanzler Merz mit den Generälen „Wünsch Dir was“.
Die zusätzlichen kreditfinanzierten Militärausgaben könnten sich in den nächsten 10 Jahren auf 1,5 Billionen Euro summieren. Ferner erhält die heimische Armee 100 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Darüber hinaus ermöglicht ein 500 Mrd. Euro schwerer Infrastrukturfonds, Investitionen in die physische und soziale Infrastruktur. Auch diese Investitionen können in Form panzergerechter Brücken und Straßen, Militärkliniken sowie Katastrophenschutz einer militärischen Logik folgen.
Aus finanzpolitischer Sicht sind Militär- und Infrastrukturausgaben auf Pump für unsere Republik ein Paradigmenwechsel. Jahrzehntelang galten Schulden als Teufelszeug. Mit fatalen Folgen: Die Infrastruktur wurde auf Verschleiß gefahren und der Sozialstaat abgebaut. Nun darf der oberste Kassenwart nach aktueller Haushaltsplanung in den nächsten Jahren 850 Mrd. Euro neue Schulden machen.[5]
Merz und Klingbeil können dadurch verhindern, dass harte Verteilungskämpfe die Aufrüstungsanstrengungen gefährden. Denn eine höhere Mehrwertsteuer oder Rentenkürzungen für neue Panzer und Kampfflieger wären äußerst unpopulär.
Aktuell streitet die ökonomische Zunft darüber, wie sich steigende Militärausgaben auf die Konjunktur auswirken. Sorgt der neue Rüstungskeynesianismus für ein olivgrünes Wirtschaftswunder?
Militärausgaben sind keine Investitionen, die später Erträge abwerfen. Rüstungsgüter sind totes Kapital. Aus ökonomischer Sicht sind Militärausgaben lediglich staatlicher Konsum. Diese unproduktiven Ausgaben ziehen zudem Ressourcen – Fachkräfte, Kapital, Boden - aus produktiven Bereichen ab. Das dämpft die mittelfristige wirtschaftliche Dynamik. Dennoch können Militärausgaben die Wirtschaft kurzfristig ankurbeln. Dafür müssen die neuen Waffen bei heimischen Rüstungsschmieden bestellt und produziert werden. Von steigenden Militärausgaben könnten neben der Rüstungsindustrie auch die Metallindustrie, der Metallhandel sowie Transport- und Logistikunternehmen profitieren. Aktuell arbeiten in den 230 Unternehmen der Rüstungsindustrie rund 70.000 Beschäftigte. Diese Zahl könnte in Zukunft kräftig steigen.
Das wirtschaftsliberale Kieler Institut für Weltwirtschaft behauptet in einer aktuellen Studie, dass eine Erhöhung der Militärausgaben der EU-Staaten von 2 auf 3,5% des BIP, die Wirtschaft um jährlich 0,9 bis 1,5% wachsen lässt.[6] Der Multiplikator von Rüstungsausgaben liegt angeblich zwischen 0,6 und 1,5. Mit anderen Worten: Jeder vom Staat für Rüstungsgüter ausgegebene Euro erhöht die heimische Wirtschaftsleistung um 60 Cent bis 1,5 Euro. Nur zum Vergleich: Der Multiplikator für Infrastrukturinvestitionen liegt bei 1,5, der von Bildungsausgaben bei 3.
»Militärausgaben sind keine Investitionen, die später Erträge abwerfen. Rüstungsgüter sind totes Kapital.«
Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) geht davon aus, dass die Merz-Regierung durch die Ausnahmeregelung zur Schuldenbremse bis 2028 zusätzliche Militärausgaben in Höhe von 400 Mrd. Euro mobilisieren kann. Das reale Bruttoinlandsprodukt würde durch diesen kurzfristen Nachfrageschub um geschätzte 5,4% steigen. Danach schwächen sich die Wachstumsimpulse ab. Ab 2029 würden die höheren Militärausgaben laut IW nichts mehr zum Wachstum beitragen.[7]
Mittelfristig profitiert die Wirtschaft angeblich auch von den Spillover-Effekten der Rüstungsindustrie. Militärische Hightech-Forschung kann auf andere zivile Wirtschaftsbereiche übertragen werden. Dadurch wächst die gesamtwirtschaftliche Produktivität. Der US-militärisch-industrielle Komplex war bekanntlich der Geburtshelfer von Internet und GPS. Washington gibt 16 Prozent seiner Militärausgaben für F&E aus, die EU lediglich 4,5 Prozent. [8] Mehr Geld für Militärforschung könnte, dieser Lesart folgend, die Privatwirtschaft produktiver machen.
Nur zur Erinnerung: Viele marktradikale Ökonomen, die heute behaupten, Militärausgaben auf Pump würden Konjunktur und Wachstum anschieben, haben in den letzten Jahren jegliche Form kreditfinanzierter staatlicher Konjunkturprogramme hart kritisiert. Staatsausgaben auf Pump würden nur private Investitionen verdrängen und lediglich ein Strohfeuer entfachen, so ihre Behauptung. Die so genannte Zeitenwende geht also offensichtlich auch mit einer ideologischen Knochenerweichung einher.
Eine andere Sicht auf die Wachstumseffekte von Militärausgaben haben die keynesianischen Ökonomen Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk.[9] Sie schätzen den Fiskalmultiplikator auf niedrige 0 bis 0,5. Aufgrund beschränkten Wettbewerbs und ausgelasteter Produktionskapazitäten würden höhere Militärausgaben kurzfristig nur die Inflation anheizen und die Gewinne der Waffenschmieden steigen lassen.
In der Rüstungsindustrie ist Wettbewerb ein Fremdwort. Ein Oligopol kontrolliert die Produktion von Rüstungsgütern. Konzentration und Zentralisation prägen die Branche. Die durchschnittliche Zahl der Angebote im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich ging von über sieben im Jahr 2009 bis auf knapp unter zwei pro Ausschreibung im Jahr 2017 zurück.[10] Fast jeder zweite Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr floss an die größte deutsche Rüstungsschmiede Rheinmetall. Die große Marktmacht der wenigen Rüstungsfirmen lässt ihnen freie Hand bei der Preisgestaltung. Einem internen Rüstungsbericht folgend, sind elf von 13 zentralen Rüstungsprojekten teurer als geplant. Die Mehrkosten belaufen sich auf insgesamt rund 13 Mrd. Euro.[11]
Kein Wunder, dass die Profite von Rheinmetall, Hensoldt, Diehl & Co explodieren. Die Nettoprofitmarge von Rheinmetall stieg auf 7 Prozent. Die Hensoldt AG hat eine Nettomarge zwischen 3 und 5%.[12] Tendenz steigend! Die Eigenkapitalrenditen der beiden Rüstungskonzerne liegen zwischen 10 und 20%. Die Dividendenzahlungen an die Aktionäre von Rheinmetall und Hensoldt vervierfachten sich zwischen 2020 und 2024. Der Wert der Rheinmetallaktie stieg von 74 auf fast 2000 Euro. Der Kurs der Hensoldt AG kletterte von 12 auf 100 Euro.
Darüber hinaus verpuffen die Konjunktur- und Wachstumseffekte zusätzlicher Staatsausgaben, wenn die öffentlichen Aufträge überwiegend an ausländische Unternehmen gehen. Fast 80% der europäischen Rüstungsgüter werden bei nicht EU-Unternehmen in Auftrag gegeben. Das ist gut für Lockheed Martin, Northrop Grumman, Boing & Co, belebt aber nicht die deutsche und europäische Konjunktur.
Klar ist auch: Höhere Produktionskapazitäten in der Rüstungsindustrie können den Fachkräftemangel in anderen Industriebranchen verschärfen. Gleichzeitig ist der Beschäftigungsboom der kapitalintensiven Rüstungsindustrie nicht groß genug, um die Absatz- und Strukturkrise der Automobilindustrie abfedern zu können.[13]
Kurzum: Die gesamtwirtschaftliche Rendite der Militärausgaben ist sehr gering.[14] Im Klartext: Aufrüstung ist kein Wachstumstreiber.
Die heimischen Staatsfinanzen sind in einem schlechten Zustand. Die Steuereinnahmen decken nicht die Mehrausgaben. Im Gegenteil: Die schwarz-rote Regierung machte den Unternehmen milliardenschwere Steuergeschenke – Wachstumsbooster – und schwächte damit die staatliche Einnahmeseite.
Klingbeils XXL-Schulden reichen nicht, um den Haushalt auszugleichen. Bereits 2027 droht eine Haushaltslücke von 34 Mrd. Euro. Doch damit nicht genug. In der Wilhelmstraße kalkuliert man bis 2029 mit einem 172 Mrd. Euro großen Haushaltsloch.[15]
Die Koalition streitet jetzt darüber, wie sie die Löcher stopfen will. Der Finanzminister hofft auf Wachstum, mehr Jobs und sprudelnde Steuerquellen. Merz, Reiche, Linnemann & Co wollen lieber Sozialleistungen – Bürgergeld, Wohngeld, Flüchtlingshilfe, etc. - kürzen. Steuererhöhungen schließen sie kategorisch aus. Doch auch Klingbeil hat seine Kabinettskollegen bereits aufgefordert, für den Haushalt 2027 konkrete Sparvorschläge auf den Tisch zu legen, um die Haushaltslücke zu schließen. Im schlimmsten Fall droht schon bald eine Agenda 2030 mit massiven Einschnitten bei Arbeit und Soziales.
Die kreditfinanzierten Militärausgaben lassen den Schuldendienst des Bundes kräftig steigen. Die Aufrüstung vergrößert den zukünftigen Schuldendienst. Der oberste Kassenwart zahlt heute bereits rund 30 Mrd. Euro Zinsen. Diese Zinslast wird sich in den nächsten vier Jahren voraussichtlich verdoppeln. Der Anteil der Zinsen an den Steuereinnahmen würde dann von 7,8% (2025) auf 15,7% (2029) steigen.
Zum Schuldendienst gehört auch die Tilgung. Zwar können alte Staatsschulden immer wieder durch neue Anleihen abgelöst werden. Der Staat muss also seine Kredite nicht tilgen. Die Merz-Regierung will jedoch die Notlagenkredite und Sondervermögen zurückzahlen.
Dafür wurden detaillierte Tilgungspläne erstellt. Ab 2028 müssen die Coronakredite – 335 Mrd. Euro – abgetragen werden, 2031 folgt die Tilgung des Bundeswehrsondervermögens – 100 Mrd. Euro – und ab 2037 – spätestens aber 2044 ist die erste Rate für das Sondervermögen Infrastruktur – 500 Mrd. Euro – fällig. In der Spitze muss Berlin zukünftig jährlich 30 Mrd. Euro zusammenkratzen, um diese Kredite abzubezahlen.[16] Plus Zinsen summiert sich der Schuldendienst dann auf einen fast dreistelligen Milliardenbetrag.
Um Missverständnisse auszuschließen: Ein 100 Mrd. Euro schwerer Schuldendienst pro Jahr verengt nicht zwangsläufig die staatlichen Handlungsspielräume. Schließlich können schuldenfinanzierte Investitionen und Konsum die Wirtschaft beleben. Ein größeres Sozialprodukt ermöglicht dann höhere Steuereinnahmen. Letztere könnten, trotz steigender Zins- und Tilgungszahlungen, ausreichen, um den Sozialstaat auskömmlich zu finanzieren. Wenn die Wirtschaft boomt, dann gehen Aufrüstung und Schuldendienst nicht zu Lasten des Sozialstaats. Dafür wäre aber ein durchschnittliches reales Wachstum von mindestens 2% notwendig.
Wenn die Konjunktur aber weiter lahmt, dann fehlt jeder Euro, der für Panzer, Munition, Kampfflugzeuge, Zinsen und Tilgung ausgegeben wird, für Kitas, Krankenhäuser, Pflege, bezahlbares Wohnen oder Strom- und Bahnnetze. Gleichzeitig schrumpft der Verteilungsspielraum für die Tarifrunden des öffentlichen Dienstes.
Aktuell ist kein kräftiger selbsttragender Aufschwung in Sicht. Die professionellen Auguren sagen für 2025 wirtschaftlichen Stillstand voraus. Für das nächste Jahr rechnen die Experten mit einer leichten bis mittleren wirtschaftlichen Erholung (1,0 bis 1,7% reales Wachstum). Ursächlich dafür sind nicht steigende Militärausgaben, sondern mehr öffentliche Infrastrukturinvestitionen. Die prognostizierte wirtschaftliche Erholung ist aber aufgrund der angespannten geopolitischen Lage mit hohen Risiken behaftet.
Die gesellschaftlichen Bedarfe werden in den nächsten Jahren, unabhängig von der Konjunkturlage, wachsen. Eine alternde Gesellschaft, viele unsichere und gering bezahlte Jobs, der Mehrbedarf an Kinderbetreuung, Kinderarmut, Wohnungsnot und die soziale Gestaltung des ökologischen Umbaus erfordern nicht weniger, sondern mehr Sozialstaat.
Die Sozialversicherungen brauchen mehr Geld, um die aktuellen Leistungen aufrecht zu erhalten. Die gesetzlichen Krankenversicherungen und die Pflegeversicherung schreiben heute rote Zahlen. Ihre Beiträge und/oder die Bundeszuschüsse müssten erhöht werden, um ihre Finanzlage zu verbessern.[17] Wenn darüber hinaus die zentralen Lebensrisiken der Bevölkerung besser abgesichert werden sollen – höheres Rentenniveau, Pflegevollversicherung, bessere Personalausstattung und höhere Löhne für Sozialberufe -, dann nimmt der Finanzbedarf der Sozialkassen weiter zu.
Der Sozialstaat ist aber mehr als soziale Sicherung. Wenn der Investitionsstau in der sozialen und physischen Infrastruktur aufgelöst werden soll, muss jedes Jahr ein mittlerer zweistelliger Milliardenbetrag investiert werden. Hier hilft das Sondervermögen Infrastruktur. Zur Wahrheit gehört aber auch: 500 Mrd. Euro, wovon jeweils 100 Mrd. Euro an den Klima- und Transformationsfonds sowie an die Bundesländer fließen, gestreckt auf 12 Jahre, reichen dafür nicht aus. Allein die Städte und Gemeinden haben einen Investitionstau von über 216 Mrd. Euro.[18]
Zudem brauchen Kitas, Schulen, Universitäten, Kliniken und Altersheime mehr Personal. In den Krankenhäusern und in der Altenpflege fehlen jeweils über 100.000 Pflegekräfte. Die frühkindliche Erziehung und Betreuung benötigen schon bald 190.000 Fachkräfte. Im öffentlichen Dienst beläuft sich der Personalmangel auf über 300.000 Arbeitskräfte. Folglich müssten die Personal- und Sachausgaben ebenfalls um einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag erhöht werden.
Während die Anforderungen an den Sozialstaat steigen, fehlt ohne gute Konjunktur und mehr Steuergerechtigkeit, das nötige Kleingeld, um den notwendigen Ausbau der Daseinsvorsorge und sozialen Sicherung zu finanzieren. Die steigenden Militärausgaben und der einhergehende Schuldendienst drohen die Finanznot des Sozialstaats zu verschärfen.
Folglich spitzt sich der Verteilungskonflikt um knappe Haushaltsmittel zu. Der Klassenkampf von oben hat bereits begonnen. Die Arbeitgeberverbände wollen die Axt an den Sozialstaat legen. Sie fordern eine Obergrenze des gesamten Versicherungsbeitrags, den Ausschluss weiterer Leistungsversprechen, eine Abschaffung der Rente mit 63, ein höheres Renteneintrittsalter und eine Streichung der Pflegestufe 1. Gleichzeitig lehnen BDA, BDI & Co im Schulterschluss mit den Unionsparteien höhere Steuern auf Spitzeneinkommen und Vermögen oder eine Übergewinnsteuer für Waffenschmieden ab.
Auf diesen gesellschaftlichen Großkonflikt müssen sich Gewerkschaften, Sozial- und Umweltverbände, soziale Bewegungen sowie progressive Parteien jetzt vorbereiten, um für die anstehenden Abwehrkämpfe breit mobilisieren zu können.
Die Gewerkschaften wollen nicht, dass Berlin dem Militär ein Füllhorn spendiert. Das Geld, das heute in Rüstung fliest, fehlt morgen für gute Bildung, soziale Sicherheit und Klimaschutz. Ohne kräftigen Aufschwung und eine gerechte Steuerpolitik drohen schon bald milliardenschwere Haushaltskürzungen und Sozialabbau. Der wirtschaftsliberale Ökonom und IFO-Chef Clemens Fuest redet Klartext: „Kanonen und Butter – das wäre schön, wenn das ginge. Aber das ist Schlaraffenland. Das geht nicht. Sondern Kanonen ohne Butter“.[19]
Die gewerkschaftliche Alternative zu grenzenloser Aufrüstung und Sozialabbau, ist eine Politik, die in die Zukunft investiert, den Sozialstaat ausbaut und den ökologischen Umbau sozial gestaltet. Geld ist genug da. Der öffentlichen Armut steht ein gigantischer privater Reichtum gegenüber. Während wir Investitionen in die soziale und physische Infrastruktur weiter mit der Kreditkarte bezahlen können, sollten die laufenden Personal- und Sachausgaben für Bildung, Gesundheit und Pflege über höhere Steuern auf große Einkommen und Vermögen – Vermögenssteuer, Vermögensabgabe, Erbschaftssteuerreform, höherer Spitzensteuersatz, Übergewinnsteuer - sowie über höhere Beiträge – höhere Beitragsbemessungsgrenze - finanziert werden.
Für diese sozial gerechte und klimafreundliche Politik lassen sich gesellschaftliche Mehrheiten gewinnen.
[1] Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI): Unprecedented rise in global military expenditure as European and Middle East spending surges, 28.4.2025
[2] Die NATO-Mitgliedsstaaten haben auf dem NATO-Gipfel in Den Haag beschlossen, zukünftig mindestens 5% ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung auszugeben. Das 5%-Ziel setzt sich aus 3,5% für reine Verteidigungsausgaben und 1,5% für verteidigungsrelevante Ausgaben wie Infrastruktur zusammen. Dieses Ziel soll bis 2035 erreicht werden.
[3] Bundesministerium der Verteidigung (BMVG): Verteidigungshaushalt, aufgerufen am 15.8.2025
[4] Ebenda
[5] Handelsblatt: Klingbeil plant Rekordschulden von fast 850 Mrd. Euro, 23.6.2025
[6] Ilzetzki, Ethan: Waffen und Wachstum: Die wirtschaftlichen Folgen steigender Militärausgaben, Kiel Report 2/2025
[7] Hüther, Michael/Obst, Thomas: Makroökonomische Auswirkungen der Zeitenwende 2.0, in: IW-Kurzbericht 23/2025
[8] Ilzetzki, Ethan, siehe oben
[9] Krebs, Tom., Kaczmarczyk, Patrick: Wirtschaftliche Auswirkungen von Militärausgaben in Deutschland, Universität Mannheim 6/2025
[10] Ebenda
[11] ZDF Heute, Sondervermögen Bundeswehr: Wer am meisten profitiert, aufgerufen am 15.8.2025
[12] Krebs, Tom., Kaczmarczyk, Patrick, siehe oben
[13] In der Automobilindustrie arbeiten aktuell 770.000 Beschäftigte. Jeder fünfte Arbeitsplatz ist vom Strukturwandel bedroht.
[14] Krebs, Tom., Kaczmarczyk, Patrick, siehe oben
[15] Handelsblatt: Klingbeil plant mit historisch großem Haushaltsloch, 29.7.2025
[16] Garbe, Sophie/Reiermann, Christian: König der Miesen, in: Spiegel 28/2025
[17] Aktuell liegt der Gesamtbeitrag für alle Sozialversicherungszweige bei knapp 42%. In den 2030er Jahren ist eine Anpassung auf über 44% notwendig, wenn keine Leistungen gekürzt werden sollen. Alternativ müsste die Regierung die Bundeszuschüsse um 32 Mrd. Euro pro Jahr erhöhen. Ein Beitragsprozentpunkt entspricht rund 16 Mrd. Euro.
[18] KFW Research: Kommunen beklagen weiter steigenden Investitionstau, KfW Research: Kommunen beklagen weiter steigenden Investitionsstau | KfW, aufgerufen am 16.8.2025
[19] Lindner will Moratorium für Sozialausgaben | tagesschau.de, aufgerufen am 30.9.2025
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Info: https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/kanonen-oder-butter/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
lostineu.eu, 17. November 2025 Ein Angriff der Ukraine auf einen russischen Ölhafen hat die Märkte in Unruhe versetzt. Der Ölpreis stieg – ein “Erfolg” für die Ukraine, jedoch ein Problem für die EU und ihre leidende Industrie. Russlands Hafen Novorossiysk hat die Ölexporte nach einer zweitägigen Schließung wieder aufgenommen, nachdem ein ukrainischer Raketen- und Drohnenangriff kurzzeitig zwei Prozent der weltweiten Ölversorgung unterbrochen und die globalen Preise in die Höhe getrieben hatte. Dies meldet “Perplexity”, die KI-gestützte Suchmaschine. Der Hafen, der etwa 2,2 Millionen Barrel pro Tag abwickelt – ungefähr ein Fünftel der russischen Rohölexporte – hatte am Freitag vorübergehend den Betrieb eingestellt, was den Pipeline-Betreiber Transneft veranlasste, die Rohöllieferungen zu stoppen. Die Brent-Rohölpreise stiegen aus Sorge um die Versorgungslage um mehr als zwei Prozent auf 64,51 Dollar pro Barrel, bevor sie sich stabilisierten, während die Märkte auf Nachrichten über den Status des Hafens warteten. Für die Ukraine ist das ein “Erfolg” – sie zielt bewußt auf russische Energieanlagen, um “Putins Kriegskasse” zu treffen. Allerdings ist Russlands Ölverarbeitung in diesem Jahr laut Reuters nur um drei Prozent zurückgegangen ist, da die Raffinerien Reservekapazitäten nutzen, um Schäden auszugleichen. Für die EU ist die Sache problematischer. Sie leidet ohnehin schon unter zu hohen Energiepreisen, was die Industrie schwächt und die Wirtschaftskrise vor allem in Deutschland verstärkt. Deshalb war der 2022 eingeführte Ölpreisdeckel zunächst auch moderat angesetzt worden. Nun plant die EU allerdings ein komplettes Verbot von russischem Öl und Gas. Deshalb dürften die Energiepreise in EUropa noch viel stärke steigen als am globalen Markt – mit allen negativen Folgen für die sog. Wettbewerbsfähigkeit… Siehe auch Angriffe auf Nordstream und Druschba: Kann sich die Ukraine alles erlauben? Mehr zum Krieg um die Ukraine hier P.S. “Perplexitiy” hat für die o.g. Meldung 57 Quellen ausgewertet. Das schafft keine Redaktion dieser Welt – weshalb ich gelegentlich auf dieses Tool zurückgreife…EUropas Wirtschaft leidet
‹ Euroclear warnt vor Zugriff auf russisches Vermögen › Trump-Deal kostet Wachstum – EUropa fällt weiter zurück
13 Comments
KK
17. November 2025 @
12:46
“Nun plant die EU allerdings ein komplettes Verbot von russischem Öl und Gas. ”
Wäre die EU ein Mensch,. sässe sie längst wegen akuter Selbstgefährdung aufgrund pathologischer Russophobie in einer geschlossenen Anstalt!
Helmut Höft
17. November 2025 @
10:54
Dieses ewige Gestammel um „Putins Kriegskasse“! Es ist zum Kotzen!! Es wird wohl mehrere Ewigkeiten dauern, bis endlich durchsickert, dass Russland ein währungssouveräner Staat ist der über die Rohstoffe, die Industrien und die ausgebildete Bevölkerung verfügt um ohne Auslansfinanzierung – aus eigenem Vermögen – Krieg führen zu können.
Wenn es anders wäre, z. B. so wie es die hiesige Propaganda uns seit März ’22 weismachen will? Wie kommt denn dann das Bild zu Stande welches sich bietet?
european
17. November 2025 @
09:49
Und in Berlin zückt man nach den verhallten Jubelarien in der Politik über diesen “Erfolg” nun den Taschenrechner, weil man den milliardenschweren Steuerzuschuss für den Industriestrompreis von 5 cent nach oben korrigieren muss.
Und morgen lesen wir dann wieder von den Rentnern, dieser Bürde der Nation, die WIR uns nicht mehr leisten können.
Arthur Dent
17. November 2025 @
09:22
Den Preis treiben die Spekulanten an den Börsen hoch. Das aktuelle benötigte und geförderte Öl dürfte schon längst eingekauft und von den Großhändlern bezahlt sein. Außerdem haben alle Länder Reserven zur Überbrückung von Lieferschwankungen.
Getroffen wird nicht die russische Kriegskasse sondern meine.
Erneuerung
17. November 2025 @
08:52
Das, was die Europäer an zusätzlichen Energiepreisen zahlen müssen, schaffen sie extra noch als Bonus für solche Aktionen in die Ukraine, wo es umgehend wieder verbrannt wird und neue Finanzlöcher entstehen. Die Katze beißt sich in den Schwanz und merkt nicht, dass es weh tut. Aber wir sind dle Besten.
Eric Bonse
17. November 2025 @
08:55
Dient alles unserer “Verteidigung” ????
Kleopatra
17. November 2025 @
10:25
Wenn Sie sich die “Maulfurzereien” im russischen Staatsfernsehen zum Thema, dass Russland sich mit dem Westen im Krieg befindet und welche westeuropäische Hauptstadt man am besten in Schutt und Asche legen sollte, zu Gemüte führen würden / könnten (unter sprachlichen Gesichtspunkten), müssten Sie wohl die Anführungszeichen um “Verteidigung” streichen. Auch wenn die Ukraine sich nur selbst verteidigt, hält sie uns gewissermaßen vorläufig die Russen vom Leib.
Eric Bonse
17. November 2025 @
10:40
Leider bin ich des russischen nicht mächtig. Dafür aber des Französischen. Was bei LCI zur Ukraine läuft, steht dem kaum nach, was Sie hier beschreiben.
Davon abgesehen: Ein Angriff bleibt ein Angriff. Wer einen für die Weltwirtschaft wichtigen Hafen wie Novorossiysk angreift, betreibt keine Verteidigung.
Und wer dazu Zieldaten aus den USA oder der EU nutzt, wie es offenbar immer öfter der Fall ist, muß sich nicht wundern, wenn die Russen toben…
Stef
17. November 2025 @
10:56
@Kleopatra: Was können wir uns eigentlich davon kaufen, wenn die Russen böse Sachen sagen und machen? Gar nichts. Von mehr Belang für uns ist, was unsere Seite an bösen Sachen sagt und macht.
Wir müssen davon ausgehen, dass sowohl auf unserer als auch auf russischer (und chinesischer) Seite sich bellzistische und pazifistische Kräfte gegenüberstehen, die sich auf allen Seiten gegenseitig beeinflussen. Einfluss haben wir Bürger nur hier bei uns. Und wenn eines Tages bei uns wieder mehr Verstand und Diplomatie herrschen sollte und die eigene Prioritäten wieder im Vordergrund stehen, gibt es eine höhere Chance, dass auch die Bellizisten bei unserem Gegenüber wieder zurückgedrängt werden.
Anders sieht der Kalkulus natürlich aus, wenn man auf Seiten der Bellizisten bei uns steht… Wo stehen Sie eigentlich?
KK
17. November 2025 @
12:54
@ Kleopatra:
“Wenn Sie sich die “Maulfurzereien” im russischen Staatsfernsehen zum Thema, dass Russland sich mit dem Westen im Krieg befindet…”
Damit angefangen hat die damalige deutsche Aussenministerin, als sie öffentlich verkündete, dass “wir” uns “im Krieg mit Russland” befänden – das war mehr als eine “Maulfurzerei”, das kann aus dem Mund einer Aussenministerin völkerrechtlich durchaus als Kriegserklärung gewertet werden…
WBD
17. November 2025 @
08:50
@ebo: “Perplexitiy hat für die o.g. Meldung 57 Quellen ausgewertet”
Das klingt ja erstmal gut. Aber welche? Wenn ich mir am Bahnhofskiosk 52 Zeitungen kaufe, lese ich vermutlich 49 mal das Gleiche, nur anders formuliert…
Sind da auch ‘Andersdenkende’ dabei ? Russland, China, Indien, … ?
Eric Bonse
17. November 2025 @
08:54
Das nicht ????
Aber beim Ölmarkt gibt es nicht so viele Andersdenkende. Und die Einordnung habe ich natürlich selbst geschrieben!
hg
17. November 2025 @
08:36
Da kommt wohl noch mehr Unruhe hinein, bis der Plan der USA, Russland wirtschaftlich und auf längere Sicht auch militärisch niederzuringen aufgehen soll.
Schreibe einen Kommentar
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 16. November 2025 Der belgische Finanzverwalter “Euroclear” hat vor einem Zugriff auf das dort festgesetzte russische Vermögen gewarnt. Sollten die rund 200 Mrd. Euro konfisziert werden, so wäre dies illegal und könnte Euroclear zwingen, gegen die EU zu klagen, sagte Chefin V. Urbain in einem Gespräch mit “Le Monde”. Sie habe von den Plänen erst durch einen Gastbeitrag von Kanzler Merz in der “Financial Times” erfahren, fügte Urbain hinzu. Das sagt viel über die “Abstimmung” zwischen Berlin und Brüssel aus – Fehlanzeige! – Unterdessen hat Russland mit massiver Vergeltung gewarnt, falls die Pläne von Merz & Co. umgesetzt werden. Ein Zugriff auf das russische Zentralbankvermögen wäre ein Bruch mit internationalem Recht, sagte der russische Botschafter in Belgien. Dies würde ernste Konsequenzen haben. Welche das genau sind, ließ er offen… Siehe auch Nun kapert die EU auch noch Euroclear
Euroclear warnt vor Zugriff auf russisches Vermögen
‹ Die “Mitte” hält nicht mehr, Geld trotz Korruption – und Geheimdienst für VdL › Ukraine treibt mit Angriff den Ölpreis in die Höhe
6 Comments
Helmut Höft
17. November 2025 @
10:42
Der Weg der russischen Milliarden: Von legal über illegal nach scheißegal. Sie teilen den Weg aller „papierenen Legalitäten“: Wenn die Sonne scheint ist alles egal, wenn Wolken aufziehen ist alles scheißegal!
Erneuerung
17. November 2025 @
09:03
Unabhängig davon, dass die Freigabe des russischen Vermögens Diebstahl und ein weiterer Dolchstoß für Europas Wirtschaft wäre, bleibt die Frage: Wie geht es weiter, wenn auch dieses Geld über ukrainischem Boden verdampft ist? Woher kommt dann die nächste Kriegsrate? Und was wird mit noch europäischen Besitztümern in Russland, sind die schon abgeschrieben? Nach dem von Johnson vorgegebenen Platzen der unterschriftsreifen Vereinbarungen von 2022 müsste doch jedem, der Augen im Kopf hat, aufgefallen sein, dass die Ukraine seitdem kleiner geworden ist. Fast könnte man meinen, die westliche Unterstützung der Ukraine hat nicht das Ziel Russland zu ruinieren, sondern die Ukraine ganz abzuschaffen und so nebenbei Europa in die Bedeutungslosigkeit zu schießen.
Guido B.
16. November 2025 @
18:27
Doppelmoral, Machtkartellisierung, Kompetenzüberschreitung, Zensur, Indoktrination, Entmündigung souveräner Staaten, Erpressung, Nötigung, Diskriminierung, Mobbing, Zweckentfremdung und Verschleuderung von Steuergeldern, Diebstahl, Völkerrechtsbruch – willkommen im System EU!
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 17. November 2025, 7:15 Uhr
Nachrichten von Pressenza - 17.11.2025
COP30: Zum Schweigen gebrachte Stimmen
Die COP30-Klimakonferenz in Belém, Brasilien, wird nicht wegen ihrer Vereinbarungen, die einmal mehr durch Abwesenheit glänzten, in die Annalen eingehen, sondern wegen der symbolischen und physischen Gewalt gegen diejenigen, die eigentlich die wahren Protagonisten hätten sein sollen: die indigenen Völker…
https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/cop30-zum-schweigen-gebrachte-stimmen/
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Kandidatur von Yves Engler: Gutes für Kanada und die Welt
Nach den kanadischen Parlamentswahlen 2025 verlor der damalige Vorsitzende der Neuen Demokratischen Partei (NDP), Jagmeet Singh, seinen Sitz im Unterhaus, das Teil des kanadischen Parlaments ist, das 343 Sitze umfasst. Gleichzeitig sank die Zahl der Sitze der NDP von 24…
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Zürich verletzte mit pauschalem Demonstrationsverbot die Versammlungsfreiheit
Die Stadt Zürich verweigerte im Oktober 2023 die Bewilligung für die Friedensmahnwache «Stopp Gewalt in Israel und Palästina» und berief sich dabei auf ein pauschales Demonstrationsverbot zum Nahost-Konflikt. Sie handelte damit unverhältnismäßig und verletzte die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, hält das…
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KI-Boom in der „Brathähnchenphase“ – Die künstliche Intelligenzblase
Eine kurze Blasenvermessung samt Einordnung in die Finanzblasenökonomie des untergehenden neoliberalen Zeitalters. Nach einem guten Vierteljahrhundert seit dem Platzen der Dot-Com-Blase hat sich eine gewisse Routine breitgemacht. Alle wissen, dass der Boom der KI-Industrie in eine Blasenbildung übergegangen ist, die…
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Pressenza: Journalismus, bei dem jede Stimme zählt!
Im Rahmen des Internationalen Treffens von Pressenza lud uns Antonella im Namen des Vereins „Agir pour la Paix“ am Freitag, dem 7. November 2025, ein, uns mithilfe der Arpentage-Technik das Buch „Gewaltfreier Journalismus” anzueignen. Kennen Sie die Arpentage-Technik? Diese im…
https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/pressenza-journalismus-bei-dem-jede-stimme-zaehlt/
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Frieden braucht Heimat
Für das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser:innen Am 15. November 1988 beschloss der palästinensische Nationalrat in Algier die Unabhängigkeitserklärung des Staates Palästina. Seitdem ist der 15. November palästinensischer Nationalfeiertag und mit ihm verbunden ist die Hoffnung auf die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechtes und…
https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/frieden-braucht-heimat/
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Gesichtserkennung: Amnesty International und S.T.O.P. enthüllen rechtswidrige Überwachung durch New Yorker Polizei
Tausende Akten belegen die rechtswidrige Überwachung von Protestierenden und People of Colour in New York. Nach einem fünfjährigen Rechtsstreit erhielten Amnesty International und die Bürgerrechtsorganisation S.T.O.P. über 2700 Dokumente, die den systematischen Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie aufdecken – ein klarer Verstoß…
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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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german-foreign-policy.com, 17. November 2025
BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Die EU-Kommission kündigt einen „Schutzschild“ zur Abwehr missliebiger, aus dem gegnerischen Ausland lancierter „Informationsoperationen“ an. In der gegenwärtigen Ära „zunehmender politischer Konfrontation“ sei es notwendig, die „Integrität“ des europäischen „Informationsraums“ zu wahren, heißt es in Brüssel; dazu gelte es gegen unwillkommene Positionen vorzugehen, die Drittstaaten lancierten. Gemeint sind derzeit vor allem Auffassungen, die Russland vertritt. Der Kampf gegen sie sei nötig zur „Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz“, erklärt die EU-Kommission. Dazu soll ein neues „Zentrum für demokratische Resilienz“ errichtet werden, das – im Dialog mit sogenannten Faktencheckern, mit Mediendiensten oder auch Wissenschaftlern – unerwünschten Ansichten entgegentritt. Während die EU behauptet, damit die Meinungsfreiheit im Innern gegen Angriffe von außen schützen zu wollen, beklagen Journalisten eine wachsende Beschränkung der Meinungsfreiheit durch Kräfte innerhalb der EU. Die Kommission hat im Mai einen Journalisten auf eine Sanktionsliste gesetzt und ihn so unter Umgehung des Rechtswegs, also extralegal, ausgeschaltet.
Zitat: Staatliche Auslandsmedien
Anlass für den Aufbau des sogenannten Europäischen Schutzschilds für die Demokratie ist laut Angaben der EU-Kommission die Tatsache, dass die EU sich in einer Ära „zunehmender politischer Konfrontation“ und anschwellender „regionaler und internationaler Konflikte“ befindet.[1] Dabei wirkt sich ein Umstand aus, den die Kommission unerwähnt lässt. Bislang galt es als selbstverständlich, dass zumindest die großen Länder Europas sich in regionalen und internationalen Konflikten medial und relativ oft auch praktisch im Ausland einmischten – beispielsweise mit ihren Auslandssendern wie der Deutschen Welle oder Radio France International (RFI), aber auch mit praktischem Beistand für prowestlich orientierte politische Organisationen aller Art. Ein bekanntes Beispiel ist die Unterstützung für die prowestliche Opposition in der Ukraine etwa in der Orangenen Revolution 2004 und während der Majdan-Proteste im Winter 2013/14.[2] Während die EU und ihre Mitgliedstaaten sich weiterhin in politische Auseinandersetzungen im Ausland einmischen, hat sich die Lage insofern geändert, als mittlerweile auch nichtwestliche Staaten in zunehmendem Maße gleichfalls mediale Auslandsaktivitäten entfalten. Das gilt nicht nur, aber vor allem für Russland.
Zwar sind große russische Auslandssender wie Russia Today (RT) oder Sputnik in der EU seit einigen Jahren verboten. Dennoch können sie, wie zuletzt im August etwa die Londoner Denkfabrik Institute for Strategic Dialogue (ISD) konstatierte, in den EU-Mitgliedstaaten weiterhin rezipiert werden.[3] Auch über soziale Medien sind russische Quellen zugänglich. Mit Blick darauf heißt es nun bei der EU-Kommission – in der Absicht, die Vermittlung von Positionen des politischen Gegners in die EU hinein zu unterbinden –, der neu geplante Europäische Schutzschild für die Demokratie solle „die Wahrung der Integrität des Informationsraums“ sicherstellen. Man müsse dazu „ein Störungs- und Krisenprotokoll für das Gesetz über digitale Dienste ausarbeiten“, um Reaktionen der „zuständigen Behörden … auf groß angelegte und potenziell länderübergreifende Informationsoperationen“ möglich zu machen.[4] Bei der Abwehr fremder Informationsoperationen gehe es letztlich um „die Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz“. Der Sache nach handelt es sich um ein Zeichen politischer Schwäche: Offenkundig reicht die Überzeugungskraft der EU im Alltag der eigenen Bevölkerung nicht mehr aus, um gegnerische Positionen auszuhebeln.
Im Mittelpunkt des Europäischen Schutzschilds für die Demokratie wird laut Angaben der EU-Kommission ein Europäisches Zentrum für demokratische Resilienz stehen. Aufgabe der Institution soll es sein, „das Fachwissen und die Ressourcen der EU und der Mitgliedstaaten“ zu bündeln, um „insbesondere Informationsmanipulation und Einflussnahme aus dem Ausland sowie Desinformation“ besser abwehren zu können.[5] Innerhalb des Zentrums wird der Kommission zufolge „eine Stakeholder-Plattform eingerichtet“, über die ein „Dialog mit vertrauenswürdigen Interessenträgern“ gestartet werden soll. Zu den Zusammenschlüssen und Einzelpersonen, die Brüssel auf diesem Weg an das Zentrum anbinden will, zählen unter anderem NGOs, Hochschulen, Wissenschaftler und Mediendienste. Außerdem soll ein „Europäisches Netz von Faktenprüfern“ geschaffen werden, um in Zukunft „Faktenchecks in allen Amtssprachen der EU zu stärken“. Laut Berichten ist nicht zuletzt ein Rückgriff auf Influencer – vermutlich in den sozialen Medien – geplant, „um das Bewusstsein für relevante EU-Themen zu schärfen“.[6] Den naheliegenden Gedanken, da werde zur Abschottung der Bevölkerung gegen missliebige Ideen eine Art „Ministerium für die Wahrheit“ geplant, weist Brüssel ohne nähere Begründung zurück.[7]
Während die EU ihre Maßnahmen unter dem Vorwand plant, verhindern zu wollen, dass „autoritäre Regime“ mit Desinformation „freie Medien“ in Europa einschränkten, beklagen Journalisten in wachsendem Umfang eine Einschränkung der Medienfreiheit durch Kräfte aus der EU selbst. So wurde unlängst der italienische Reporter Gabriele Nunziati von der Agenzia Nova entlassen, weil er bei einer EU-Pressekonferenz eine angeblich falsche Frage stellte.[8] Nunziati hatte wissen wollen, ob die Kommission, wenn sie fordere, dass Russland für den Wiederaufbau der Ukraine zahle, auch darauf dringe, dass Israel den Wiederaufbau von Gaza finanziere. Kurz darauf kündigte die Agenzia Nova ihm. Als Grund wurde erst genannt, seine Frage sei „fachlich unkorrekt“ gewesen; dann hieß es, „schlimmer noch“ sei, dass ein Video mit der Szene „von russisch-nationalistischen Telegram-Kanälen“ aufgegriffen worden sei. Wieso Nunziati dafür verantwortlich gemacht werden könne, dass Dritte in sozialen Medien seine Frage aufgegriffen hätten, erläuterte die Agenzia Nova nicht. Ein anderer Mitarbeiter der Agentur erklärte, bei dem Vorfall handle es sich nur um die „Spitze eines Eisbergs“; italienische Journalisten seien in puncto Israel faktisch einer Zensur ausgesetzt.[9]
Noch schwerer wiegt das Vorgehen der EU gegen den deutschen Journalisten Hüseyin Doğru. Mit der Begründung, er habe mit seiner Berichterstattung über den Gaza-Krieg „ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ gesät und auf diese Weise „destabilisierenden Aktivitäten Russlands“ Vorschub geleistet, setzte Brüssel ihn am 20. Mai auf eine Sanktionsliste.[10] Das führte dazu, dass jegliche geschäftliche Interaktion mit ihm unzulässig war: Doğru durfte keinerlei Erwerbsarbeit mehr ausüben; sein Bankkonto wurde gesperrt, und er konnte nicht einmal mehr Medikamente für seine schwangere Ehefrau kaufen.[11] Zudem wurde es ihm verwehrt, das Land seines Wohnsitzes, die Bundesrepublik, zu verlassen. Inzwischen heißt es in einem Rechtsgutachten, das eine frühere Richterin am Europäischen Gerichtshof (EuGH) mitverfasst hat, die Sanktionen kämen einer Art „zivilrechtlichen Todes“ gleich; damit sei die EU zu weit gegangen.[12] Freilich handelt es sich dabei um ein Gutachten und nicht um ein Urteil. Gegen Rechtsverstöße von Journalisten stünde der EU jederzeit der Rechtsweg frei. Gelingt es ihr, den Präzedenzfall gegen Doğru aufrechtzuerhalten, dann hätte sie sich ein Mittel geschaffen, um missliebige Meinungen außergerichtlich ganz nach Belieben auszuschalten.
[1] Ein Europäischer Schutzschild für die Demokratie und die EU-Strategie für die Zivilgesellschaft ebnen den Weg für stärkere und resilientere Demokratien. ec.europa.eu 12.11.2025.
[2] S. dazu Unser Mann in Kiew.
[3] Banned Russian media sites ‘still accessible’ across EU, report finds. euractiv.com 05.08.2025.
[4], [5] Ein Europäischer Schutzschild für die Demokratie und die EU-Strategie für die Zivilgesellschaft ebnen den Weg für stärkere und resilientere Demokratien. ec.europa.eu 12.11.2025.
[6], [7] Neues Zentrum für Resilienz. Frankfurter Allgemeine Zeitung 13.11.2025.
[8] Raphael Schmeller: Nach kritischer Frage an EU-Kommission: Journalist wird gefeuert. berliner-zeitung.de 05.11.2025.
[9] Arthur Neslen: A journalist asked why Israel isn’t paying to rebuild Gaza. It cost him his job. theintercept.com 04.11.2025.
[10] Max Grigutsch: Der Feind im Inneren. jungewelt.de 28.06.2025.
[11], [12] Raphael Schmeller, Simon Zeise: Vorwurf Russland-Propaganda: Wie ein deutscher Journalist durch EU-Sanktionen kaltgestellt wird. berliner-zeitung.de 15.11.2025.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10200
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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freedert.online, 16 Nov. 2025 19:50 Uhr, Von Felicitas Rabe
Welche Folgen hat die Aufrüstung in Europa für die Gesellschaft, für den Weltfrieden und für das geopolitische Gefüge? Auf dem Kasseler Friedensratschlag wurden neben tiefgründigen Analysen vielfältige Aktionen der Friedensbewegung vorgestellt. Dabei spielen die Kampagnen der Jugendverbände gegen die Wehrpflicht eine bedeutende Rolle.
© Felicitas Rabe
32. Bundesweiter Friedensratschlag in Kassel, 8. November 2025
Auf dem 32. Bundesweiten Friedensratschlag trafen sich am Wochenende rund 400 Vertreter von Friedensinitiativen aus ganz Deutschland. Damit bleibe der Ratschlag in diesem Jahr das größte Treffen zur Vorbereitung von Demonstrationen und Kämpfen, zum Beispiel gegen Waffenlieferungen in die Ukraine und gegen den Völkermord in Gaza, erklärte Jutta Kausch-Henken von der Initiative Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder in ihrer Eröffnungsrede.

Wie sehr immer mehr Menschen das Thema Frieden und Krieg umtreibe, sehe man auch daran, dass in diesem Jahr ein Viertel der Teilnehmer zum ersten Mal in Kassel dabei sei. Während hierzulande eine wahnsinnige Aufrüstung zulasten unseres Sozialsystems stattfinde, werde dies mit antirussischer Propaganda begründet. Kausch-Henken erklärte gleich zur Kongresseröffnung:
"Wir werden tagtäglich vollgestopft, der Russe stünde bald vor dem Brandenburger Tor! Belege dafür: Keine!"
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Demo in Stuttgart: "Statt Milliarden für Aufrüstung – Investitionen in Schulen"
Rüstungsindustrie verursacht Deindustrialisierung
Im Rahmen dieses Berichts kann nur ein kleiner Einblick in die Themen und Diskussionen auf dem Friedensratschlag gegeben werden, der in diesem Jahr von bereichernden Analysen, spannenden Kontroversen und einer Aufbruchstimmung geprägt war, die vor allem von den jungen Teilnehmern und der Vorstellung ihrer Aktionen und Kampagnen inspiriert wurde.
Auf dem Eröffnungsplenum wurden die auf der Konferenz diskutierten Themen auf hohem Niveau eingeführt. Der Publizist und Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Ingar Solty, sprach über den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands zugunsten einer Kriegswirtschaft – und erklärte anschaulich, wie die Rüstungsindustrie die Deindustrialisierung eines Landes vorantreibt. Soltys’ Analyse zufolge, wandelte sich Deutschland im Jahr 2022 von einer AbstiegsANGST-Gesellschaft in eine tatsächliche Abstiegsgesellschaft.
EU-Politiker gefährden Frieden in Europa
Der ehemalige UN-Diplomat und aktuelle Europa-Abgeordnete Michael von der Schulenburg erinnerte in seinem Vortrag "Welchen Frieden wollen wir in Europa haben?" daran, dass es Europa sei, das in einem Nuklearkrieg zerstört werden würde. Als Wladimir Selenskij gegenüber dem US-Präsidenten Donald Trump erklärt habe, die Ukraine verteidige auch die USA, habe Trump völlig richtig erklärt, es sei nicht die Ukraine, die die USA verteidige, sondern der Atlantische Ozean. Schon allein deshalb, weil wir als Europäer am stärksten betroffen wären, müssten unsere Politiker rational gesehen eine ganz andere Politik und Diplomatie betreiben, so Schulenburg.
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Berlin-Konferenz fragt: Wird Deutschland zum Schlachtfeld einer neuen Konfrontation?
Stattdessen rüsteten Deutschland und Europa massiv auf und begründen diese Aufrüstung mit einer angeblichen russischen Bedrohung. Dabei würden die NATO-Staaten schon jetzt 55 Prozent aller weltweiten Militärausgaben tätigen – für Russland ergebe es aber überhaupt keinen Sinn, einen NATO-Staat anzugreifen. Unsere Politiker litten unter einem kompletten Realitätsverlust, während die Ukrainer als Spielball in einem übergeordneten Machtkampf ein betrogenes Volk seien. Es sei erschütternd, wie wenig Bewusstsein unter europäischen Bürgern über die aktuelle Kriegsgefahr herrsche.
Die deutsche Unterstützung Israels aus Staatsräson hat ihren Ursprung nicht in Schuldgefühlen
Die Politikwissenschaftlerinnen Helga Baumgarten und Karin Leukefeld, sowie der Sprecher der palästinensischen Gemeinden in Deutschland, Dr. George Rashmawi, erläuterten die Situation im Nahen Osten und die Situation der Palästinenser nach dem Friedensabkommen in Scharm El-Scheich. Karin Leukefeld erklärte detailliert die historische Entwicklung der Ereignisse auf dem Gebiet, das aktuell Israel und Palästina umfasst. In ihrem Vortrag wurde überdeutlich, dass die israelischen Siedler das letzte Glied in einer jahrhundertelangen Kolonialisierungsgeschichte der ursprünglich dort lebenden Menschen und des Landes sind.
Leukefeld vertrat dabei auch die Position, dass die deutsche aus "Staatsräson" basierende Unterstützung Israels mitnichten auf der deutschen Schuld in der Nazizeit beruhe. Bereits der Diplomat des Auswärtigen Amts, Max von Oppenheim, habe zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Konzept eines Heiligen Krieges für den deutschen Kaiser und die Gründung eines Judenstaats in Palästina unterstützt. Leukefeldt erklärte:
"Deutschland ist ein strategischer Partner Israels und das hat wenig mit dem II. Weltkrieg zu tun."
Dies sei zuletzt auch aus einer Presseerklärung des Auswärtigen Amts vom 13. Januar 2025 hervorgegangen.
Aktionen und Kampagnen der Jugendorganisationen gegen die Wehrpflicht
Überwiegend gehörten die Konferenzteilnehmer zur Generation 60plus. Doch im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wehte auf dem Ratschlag 2025 auch ein frischer Wind. So waren rund 30 Vertreter von linken Jugendorganisationen als engagierte Mitgestalter der Diskussionen und Workshops auf der Konferenz präsent.
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Kriegsdienstverweigerung in Deutschland: Zahl der Anträge seit 2022 stark gestiegen
Auf der Podiumsveranstaltung "Wie können wir den Wehrdienst verhindern?" stellten junge Delegierte der ver.di-Gewerkschaftsjugend, der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend – Die Falken, vom Netzwerk "Offener Schülertreff", vom Sozialistischen Studentenverband SDS und der Jugendorganisation der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK in Hessen ihre Bewertungen und Kampagnen zur deutschen Kriegsertüchtigung und zur Wiedereinführung des Wehrdienstes vor.
Die Jugend überraschte mit tiefgründigen Analysen und engagierten Kampagnen gegen die Kriegsvorbereitung ihrer Generation. Dabei betonten sie immer wieder, dass die Wiedereinführung der Wehrpflicht auf der Lüge basiere, der Russe würde uns bedrohen. Tatsächlich wolle Deutschland aber mit der Wiedereinführung selbst einen Krieg vorbereiten. Die SDAJ-Vorsitzende Andrea Horn erklärte zu dem Narrativ "der Russe wolle Europa überfallen":
"Das ist eine Lüge – es sind die NATO-Staaten, die Kriege führen."
Entsprechend sei es mit am wichtigsten, gezielt zur Aufklärung dieser Lüge beizutragen. Eine weitere Lüge sei, dass die Jugend verpflichtet sei "etwas zurückzugeben und die Demokratie zu verteidigen". "Welche Demokratie?" fragte Horn an dieser Stelle und betonte:
"Das ist keine Demokratie, in der Demonstrationen und freie Meinungsäußerung verboten sind."
Die Verhinderung der Wehrpflicht sei entscheidend für die Verhinderung der Kriegsvorbereitung. Die SDAJ-Vorsitzende machte deutlich:
"Wenn wir es schaffen, die Wehrpflicht zu verhindern können wir auch einen wichtigen Teil der Kriegsvorbereitung verhindern."
Das Jugendpodium und die von den Jugendorganisationen vorgestellten Analysen und Kampagnen zur Verhinderung der Wehrpflicht werden ausführlicher in einem weiteren Konferenzbericht vorgestellt. Vorab schon mal die Information: Für den 5. Dezember, den Tag, an dem die Wiedereinführung der Wehrpflicht im Bundestag verabschiedet werden soll, mobilisieren Jugendorganisationen in breiten Bündnissen zu einem bundesweiten Aktionstag gegen die Wehrpflicht mittels Schülerstreiks und Demonstrationen in vielen Städten Deutschlands.
Die Rolle Europas: Europäischer Imperialismus – versus Aufklärung
In seinem Vortrag über den Niedergang des kulturellen "Werte"-Westens berief sich der Kulturhistoriker Hauke Ritz auf die bedeutende Rolle der europäischen Kultur in der Welt und begründete, warum es diese Kultur zu bewahren gelte. Unter anderem spannte er dabei einen Bogen von der emanzipatorischen Frühchristenheit über die Aufklärung bis zu jüngeren revolutionären Bewegungen, die die europäische Kultur prägen würden. Die UN-Charta, das Gebot der Meinungsfreiheit und andere demokratische Elemente würden wir der europäischen Aufklärung und Geisteskultur verdanken.
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Meinung
Der Westen hat seine Seele verloren – Russland will seine behalten
Sein Vortrag löste eine interessante Debatte über dem Redner unterstellten Eurozentrismus und Kolonialismus aus. Als die Kontroverse ins Persönliche abzugleiten drohte, bewährten sich die alten "Haudegen" der Friedensbewegung. So eröffnete eine Teilnehmerin aus dem Publikum am Saalmikrofon ihren Redebeitrag mit den Worten "Ich mach’ jetzt mal die Rote Oma" und ging auf die Argumente und Anliegen beider Seiten ein.
Eine weitere Teilnehmerin stellte sich als ausgebildete Mediatorin vor und spiegelte den Kontrahenten ihre beiderseits unsachlichen Angriffe. Schließlich breitete sich eine friedfertigere Diskussionsatmosphäre aus, in der unterschiedliche Argumente und Perspektiven zum Eurozentrismus, zum Kolonialismus und zur Rolle der europäischen Kulturgeschichte von den Konferenzteilnehmern gemeinsam vertieft wurden.
Ein Höhepunkt der Konferenz: Unterschiedliche Perspektiven aushalten und sachlicher Austausch
Die Autorin empfand dies als einen der bereichernsten Momente auf dem Friedensratschlag: Mit vereinten Kräften gelang es, die Diskussion von einer emotionalen Angriffsebene auf eine Sachebene zurückzuholen. Wobei aus zeitlichen Gründen sicher längst nicht alle Argumente ausgetauscht werden konnten – aber es konnte eine Atmosphäre des Aushaltens unterschiedlicher Positionen etabliert werden, die man in verschiedenen Debatten heutzutage oft schmerzlich vermisst.
Der Referent Hauke Ritz brachte noch einen weiteren interessanten Aspekt in die Diskussion ein: Wenn man als Europäer die eigene Kultur komplett ablehne oder abschaffen wolle, mache man sich womöglich zum Komplizen eines US-Kolonialismus, der die ganze Welt mit der US-amerikanischen Kultur beglücken wolle.
Klimakatastrophe übertrifft Kriegsgefahr?
Auch die Klimakatastrophe wurde auf der Konferenz behandelt, wenn auch weniger präsent als auf früheren Konferenzen, so zumindest der Eindruck der Berichterstatterin. Beim Abschlussplenum relativierte der Bundesvorsitzende der Naturfreunde Deutschlands, Michael Müller, in gewisser Weise die drohende Kriegsgefahr. In seinem Vortrag erklärte er, dass das Wort "Klimakollaps für den drohenden Zusammenbruch des planetaren Ökosystems" viel zu kurz greife, es handele sich um einen drohenden Kollaps des Erdsystems.
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Analyse
Wie sich die BRICS-Frauenallianz für eine gerechtere Weltwirtschaft einsetzt
Seit dem Bericht "Global 2000" aus dem Jahr 1979, also seit 56 Jahren, wisse man um die drohende Erderwärmung – und in Bezug darauf würden wir seit 56 Jahren eine Geschichte des Versagens erleben. Die Debatte über die Einschränkung der Erwärmung auf höchstens 1,5 Grad sei lächerlich, so Müller. Denn über den Landflächen habe man durchschnittlich bereits eine Erwärmung von 1,91 Grad erreicht. Diese Entwicklung führe zu einem Krieg zwischen den Reichen und den armen Menschen auf diesem Planeten.
Denn wenn die Armen den Reichen aufgrund der Klimakatastrophe zukünftig den Platz streitig machen wollten, würden sich die Reichen gegen die Armen wehren. Der Kampf zwischen Reichen und Armen würde demnach aufgrund des Klimakollapses stattfinden, so Müllers Bewertung. Beim Kampf gegen die Aufrüstung müsse man die drohende Klimakatastrophe mitdenken, forderte der Vorsitzende der Naturfreunde.
Zu den auf dem Kongress vorgestellten geplanten Aktionen gehören unter anderem die Durchführung von Schülerstreiks gegen die Wehrpflicht, die Mobilisierung gegen die Wehrpflicht in Hochschulen und Betrieben, die Wiederbelebung von Städtepartnerschaften mit Russland, die Organisation einer Demonstration in Brüssel gegen den Militarismus in Europa, Petitionen gegen die Wehrpflicht in Deutschland und die Mobilisierung zu Kämpfen gegen die Aufrüstung in den Gewerkschaften.
Alles in allem fand am vergangenen Wochenende in Kassel ein ermutigendes Treffen der Friedensbewegung statt, von dem hier nur ein paar Eindrücke wiedergegeben werden können. Wer mehr über die Vorträge, Workshops und Diskussionen auf dem 32. Bundesweiten Friedensratschlag erfahren möchte, findet Diskussionsmitschnitte und Bilder auf der Webseite https://friedensratschlag.de/.
Mehr zum Thema – Strategie und Propaganda für die Militarisierung der Jugend

Video https://rumble.com/v708slc-plakataktion-der-besonderen-art-aachener-werben-fr-den-frieden.html Dauer 1:33 Min.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Info: https://freedert.online/inland/261452-aufbruch-beim-32-bundesweiten-friedensratschlag/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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