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21.11.2025

Informationsfreiheit – Voraussetzung von Meinungs- und Pressefreiheit

overton-magazin.de21. November 2025 23 Kommentare


EFF, CC BY 3.0 US, via Wikimedia Commons, bearbeitet


Die Verfolgung von Julian Assange war ein Angriff auf die Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit. Der Verbannung von Assange in eine Zelle folgte die Verbannung von Information über den Corona-Komplex und den russischen Krieg aus der Öffentlichkeit.

Die vollständige Information zu wesentlichen Themen und Politikfeldern ist weitgehend nur im digitalen Raum zu finden. Der Erhalt von Frieden und Freiheit und die Demokratisierung der politischen Institutionen und Strukturen sind von der Informationsfreiheit abhängig. Der Erhalt von Frieden und Freiheit und die Demokratisierung der politischen Institutionen und Strukturen sind auf die Freiheit der Information angewiesen.

Assanges Impuls

Als Julian Assange am 11. April 2019 aus der ecuadorianischen Botschaft entführt und in Haft genommen wurde, formierte sich eine weltweite Protestbewegung, wurden Demonstrationen organisiert und bis zu seiner Freilassung Mitte 2024 regelmäßig Mahnwachen abgehalten. In den mehr als fünf Jahren seiner Haft in einem englischen Hochsicherheitsgefängnis wurde bewusst: Assange ist ein politischer Gefangener, er ist der politische Gefangene des Westens. Der Protest gegen die Inhaftierung Assanges setzte sich für die Presse- und Meinungsfreiheit ein.

Als Anfang 2020 die Organisation einer Gesundheitskrise Fahrt aufnahm und zwei Jahre darauf Russland die Ukraine angriff, machte der massive Einsatz von Propaganda, Geheimhaltung und Diskriminierung zur Durchsetzung der Corona-Politik und zur Legitimierung der Einmischung des Westens in den östlichen Konflikt bewusst: Assanges Gefangennahme war nicht ein Angriff auf ihn allein, auf eine Person, und sie zielte nicht nur auf die Freiheit der Presse. Mit Assange war vielmehr die Informationsfreiheit selbst aufs Korn genommen worden; die Gefangennahme Assanges war ein gegen die Informationsfreiheit gerichteter Angriff. Die Menschen im Protest für Assange und gegen die Corona-Politik erkannten, dass sie in eigenem Namen auf den Straßen sind, dass sie für sich, für ihr Recht auf Information kämpfen.

Aus einem Berliner Flugblatt im Sommer 2023:

„Mit der Publikation der Kriegsverbrechen des US-Militärs im Irak hat Assange seine journalistische Pflicht erfüllt, die Informationen zu verbreiten, die erforderlich waren, damit wir ein Bild von der Politik der USA, dem engen Verbündeten der BRD, gewinnen konnten. Die fortgesetzte Verletzung der Rechte Assanges durch seine widerrechtliche Inhaftierung ist eine Verletzung der Rechte des Journalismus’ und der Redefreiheit. Unser Recht und unsere Informationsfreiheit – die Freiheit, uns eine Meinung zu bilden – werden seit Jahren beschnitten. Solange Assange gefangen ist, sind die Presse-, die Informations- und die Redefreiheit suspendiert.“ (Hervorhebungen im Original)

Die nächste Stufe der Zensur

Die Sanktionen der EU gegen Thomas Röper, Alina Lipp und Hüseyin Dogru rufen dies erneut ins Bewusstsein. Die Sanktionen verletzen die Meinungs- und Pressefreiheit. Journalisten arbeiten aber nicht für sich, sondern für ihre Leser und Hörer: Von den Sanktionen, die darauf abzielen, ihre Arbeit und die Vermittlung ihrer Ergebnisse an die Rezipienten zu verhindern, sind daher nicht allein die Journalisten betroffen. Die Sanktionen stellen – aus der Perspektive der Bürger: vor allem – eine Verletzung ihrer Informationsfreiheit dar. Sie schränken mithin die elementare Voraussetzung der politischen Willensbildung einer Gesellschaft, die Befähigung zur Meinungs- und Urteilsbildung, ein. Sie treffen alle Bürger, die tatsächlichen wie die potentiellen Rezipienten der drei Sanktionierten, und verletzen damit Artikel 5,1 Grundgesetz: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ Das Recht auf „Unterrichtung“, auf Information, ist ein Grundrecht. Artikel 5,1 macht unmittelbar augenfällig: Die Sanktionen sind, weil sie die grundgesetzlich verbürgte Informationsfreiheit einschränken, rechtswidrig. Sie verletzen das Grundgesetz.


Das Informationsfreiheitsgesetz – es trat vor fast genau 20 Jahren, am 1. Januar 2006, in Kraft – führte Artikel 5 GG in die Amtsstuben ein. Es räumt den Informationsanspruch der Bürger auf den Zugang zu amtlichen Dokumenten ein, zugleich jedoch erklärt es die Zurückweisung des Anspruchs unter Zuhilfenahme pauschaler, vager Allerweltsbegründungen für zulässig (§3, 1 IFG). Die Bestimmungen zur Einschränkung des Anspruchs zeigen, worauf die aktuellen Sanktionen abzielen: Verhinderung von „Unterrichtung“, Suspendierung der Informationsfreiheit.

Informationsfreiheit, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit, theoretisch unterscheidbar, sind praktisch untrennbar: Ohne ungehinderte Unterrichtung der Bürger, ohne Zugang zu Quellen und Informationen ist die Ausübung der ebenso grundgesetzlich verbürgten Presse- und Meinungsfreiheit nicht möglich. Ohne vollständige Information ist eine Gesellschaft blind. Sozial, ökonomisch, außen- und innenpolitisch kann sie sich nicht justieren, die Rechtswahrung nicht gewährleisten, Gefährdungen nicht erkennen und Gefahren weder einschätzen noch abwehren. Ohne freie und vollständige Information handeln Staat und Gesellschaft nicht angemessen und geraten in Kriege, permanente Schieflagen und Katastrophen. Zensur, die Einschränkung der drei Freiheiten, bedroht die Gesellschaft im Inneren und ist für die Angriffsziele der Hegemonialkriege des Westens tödlich.

Zurichtung der Köpfe

Die Vorenthaltung von Information bereitet den Propagandatechniken den Boden und macht die Köpfe anfällig für die Desinformation durch Meinungsagenturen, die Medien und die Politik, für Denunziation durch Mobilisierung des Reiz-Reaktion-Reflexes, wie er in Jahrzehnten von der Werbeindustrie mithilfe von emotional aufgeladenen Logos, Markennamen und Bildern eingeschliffen wurde. Vom Behaviourismus angeleitet, setzen Warenwerbung und politische Propaganda auf die Vertreibung aus dem Innenleben, in dem Reflexion und Distanzierung aufkommen könnten. Die Stempelung mit Wortbrandzeichen, das Markieren von Information, Kritik und Opposition als abwegig, schädlich und feindlich nutzt die in der Warenwelt trainierte Empfänglichkeit für Signale und Zeichen zur Stimulation von Diskriminierung, Ächtung und Verfolgung. Bannworte sollen noch die Rudimente von Aufklärung und Kritik aus der Öffentlichkeit verstoßen. Wer den Finger dann noch hebt und Fragen stellt, muss um seine ökonomische und soziale Existenz fürchten oder, abgeholt zu werden.

Erst die Aufhebung der Informationsfreiheit macht die Diskreditierung von Aufklärung und Kritik als Desinformation möglich. Geheimhaltung – die Verbergung von Information – , und Verunglimpfung – die Abwertung von Personen, Gedanken und Orientierungen – sind zwei Werkzeuge im Instrumentenkasten zur Durchsetzung der Desinformation durch den polit-medialen Komplex. Dieser sein Kampfbegriff richtet sich gegen ihn selbst, wie auch die Rede von der „Delegitimierung des Staates“. Denn die betreiben die herrschende Klasse und ihre Repräsentanten mit der Vereinnahmung des Staates durch Konzerne und Korporationen längst selbst – und nicht nur rhetorisch.

Raus aus der Blase

In den Diskussionen der kritischen Foren und Veranstaltungen wird immer wieder die Frage: „Was tun?“ gestellt, was tun, um das Recht auf Information durchzusetzen? Im Internet betreiben alternative Blogs, Portale und Kanäle die Entlarvung der Propaganda der regierenden Klasse und die Vervollständigung der Information. Im digitalen Raum ist Informationsfreiheit wahrnehmbar. Die Crux ist: Unterrichtung durch Netzbotschaften muss eigens gesucht werden, sie setzt bereits Interesse und Information voraus. Die brennende Frage ist, wie die alternativen Medien die Informationsfreiheit für alle Bürger herstellen wollen, und das heißt, auf welchen Wegen sie die Öffentlichkeit des digitalen Raums erweitern können. Die Frage lautet: Wie gelangt vollständige Information zu – potentiell – allen Menschen?

Denn wenn das nicht gelingt, bleibt vollständige Information auf den Kreis weniger beschränkt, und von wenigen ist auch zu reden, wenn sie nach einigen hunderttausend oder gar Millionen zählen mögen. Es bleibt dann beim Appell im Konjunktiv und ohne Adressaten: „Man müsste  . . . , es sollte . . .“, bei Empörung über die Medien und bei der Schelte der Bürger für ihre Apathie und ihr Schweigen. Die Schelte ist in Anbetracht der inzwischen verfügbaren detaillierten Forschungsergebnisse der Kommunikations- und Medienwissenschaft nicht nachvollziehbar, ignoriert sie doch die Erkenntnisse über die Tiefenwirkung der Zurichtung der Köpfe und Seelen durch Werbung und Desinformation. Bürgerbashing verstellt den Blick auf die in Anbetracht dessen ungeheure Aufgabe, die Informationsfreiheit nicht nur für diejenigen zu behaupten, die sie schon wahrnehmen, sondern sie für potentiell Alle allererst zu gewinnen. Denn ohnedem steht die digitale Freiheit selbst in der Gefahr, eingeschränkt oder ganz aufgehoben zu werden. Der Plan dazu ist schon formuliert, die Technik macht es möglich.

„Die meisten Kriege im zwanzigsten Jahrhundert begannen als Ergebnis von Lügen, die von der Mainstream-Presse verstärkt und verbreitet wurden“, so ein bekanntes Diktum von Assange. Die Teilhabe aller an der Informationsfreiheit kann die Kraft entwickeln, die notwendig ist, um der medialen Deutungsmacht entgegenzutreten und die Deutungshoheit der polit-medialen Kaste zu brechen. Die Entlarvung ihrer Propaganda als Desinformation wird wirksam erst dann, wenn sie die Öffentlichkeit jenseits des Internets erreicht. Die Durchsetzung des Rechts auf Information und die Informationsfreiheit für Alle sichern die Rede- und die Pressefreiheit und können Kriege verhindern helfen. Dafür muss der analoge Raum gewonnen werden.

Menschenleben

Es ist ganz einfach: Meinungsfreiheit ist eine Farce, wenn die Information über die Tatsachen nicht garantiert ist.“ (Hannah Arendt, Wahrheit und Politik, 1963).

Von Arendts Nüchternheit lässt sich lernen: Die in den Gremien zur Aufarbeitung des Corona-Komplexes von den Kritikern vorgelegten Zahlen der Statistik stellen die Corona-Erzählung in Frage. Zahlen zählen, nicht Erzählungen, Bilder und Wortmarken. Es gilt, die Rhetorik der Desinformation zu durchschauen und die Sprache von den Formeln und Klingelzeichen der Propaganda freizuhalten.

Dass „Information über die Tatsachen“ nicht garantiert ist, wurde spätestens Anfang 2020 offensichtlich, als die Dissidenten zu und die Informationen über „Corona“ aus der Öffentlichkeit ausgeschlossen und von der Politik und einer militanten Medienmaschine Kampagnen gestartet wurden, die darauf abzielten, der Informationsfreiheit den Garaus zu machen und die Menschen in die Nadel zu jagen. Historiker und Epidemiologen werden zu ermitteln haben, wie viele Menschenleben die Behinderung von Information über ein Virus und seine Abwehr gekostet hat.

Die EU hat aktuell ein weiteres Instrument zur Unterbindung von Information in der Pipeline, den „Demokratieschild“, der den Kriegstreibern in die Hände spielt. Damit die nicht abermals junge Menschen mit bunten Bildern und einladenden Sprüchen fangen und zum Töten und Sterben in die Panzer und Schützengräben treiben, ist der friedliche Kampf um die Informationsfreiheit zu führen. Die inzwischen amtliche Unzufriedenheit eines großen Teils der Bürger mit den ÖRR ruft nach Angeboten und Alternativen.


Christian DeppeChristian Deppe ist seit 5 Jahren Neu-Berliner, hat Germanistik und Philosophie studiert und als Zahnarzt gearbeitet. Platon, Flaubert, Karl Kraus und Darren McGarvey haben ihn belehrt; Albrecht Müller hat ihm geholfen, den Kopf über Wasser zu halten. Ernst Friedrichs ‚Krieg dem Kriege‘ und General Butlers ‚Zur Hölle mit dem Krieg‘ haben ihn zum Visionär werden lassen.
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23 Kommentare

  1. Zum Corona-Komplex liest man ja bei Overton kaum etwas. Selbstschutz? Vorauseilender Gehorsam? Oder blickt man nicht durch?

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  2. Ich erinnere euch nur wieder mal hieran: https://www.ardmediathek.de/video/panorama/wikileaks-todesschuetzen-frei-enthueller-in-haft/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS82ZTgzZjQ3ZS1iYjgyLTRmNjUtOGQ2ZS05ZDI5YzdlMzY2NWY
    Heute, wäre ein derartiger Bericht in den Öffentlichen gar nicht mehr möglich.
    Nicht zu vergessen, das Julian Assange es war, der dieses Video veröffentlich hat : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiyn8W6-4KRAxWo_7sIHRTEOp0QwqsBegQIGBAB&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DUaqY12VHFv4&usg=AOvVaw3hIpNttdpn1ikjFsAH76cd&opi=89978449

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  3. sobald du auf die Strasse gehst und signifikante Auswirkung erzielst, kommt die Torpedierung des Systemes mit voller Breitseite: organisierte Hassmobs gg dich, Hetzkampagnen, Einschleusung von falschen Fuffzigern, Willkür von Versammlungs und Justizbehörden – Champion-Prinzip: wer das Köpfchen raussteckt wird abgeschnitten.

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  4. Zu Corona: Bei Youtube fing es mit dem Wodarg Interview von Preradovic an, deren Kanal bis dahin praktisch unbedeutend war, damit aber hunderttausende (in meiner Erinnerung sogar Millionen, bin mir aber nicht mehr ganz sicher) Aufrufe erhielt und dann weggelöscht wurde.
    An dem Punkt hätte jedem, auch denen die Angst vor Corona hatten, klar sein müssen, dass hier nicht mit offenen Karten gespielt wird, sondern aktiv ein Narrativ befeuert wird.
    Wodarg war nachweisbar befähigt sich zu dem Thema zu äußern, da er bereits bei der Aufarbeitung der Schweinegrippe eine wichtige Rolle spielte. Gerade ihn wegzusensieren sprach für sich.

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  5. Ja, was tun für die Informationsfreiheit? Der letzte Hoffnungsschimmer beerdigt sich gerade selbst. Ca. die Hälfte der BSW-Abgeordneten stimmte den Rundfunkstaatsverträgen zu, also der hochbezahlten Maschinerie zur Indoktrination des Volkes. Es ist wie früher in der DDR, nur etwas geschickter verpackt, damit die eine oder andere Oma oder der eine oder andere Opa nicht merkt, wie sein Gehirn gelenkt wird. Aber es laufen immer mehr Zuschauer weg, auch die Zielgruppe Rentner, denn viele haben Lebenserfahrung und können mit den Indoktrinationsversuchen auch nichts anfangen und ärgern sich darüber. Um wieder ausreichende Informationsfreiheit für alle zu erlangen, muss wahrscheinlich das Medien- System zugrunde gehen, es ist nicht reformierbar. Sprich, es müssen weitere Zuschauer abwandern und dieser Krake die Gelder entziehen. Ähnliches gilt für die europäische Wirtschaft. Ohne schmerzhafte Verluste wird diese nicht gegen Brüssel und dem ganzen Sanktions- und Subventionsquatsch operieren, es muss erst richtig weh tun. Vielleicht ist es sogar gut, dass das bei den Betonköpfen wie ÖRR, SZ oder FAZ nicht ankommt, sie schaufeln sich dadurch ihr Grab selbst.

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  6. Unbedingt sehenswert:

    Julian Assange – Mundtot gemacht – ARTE-Dokumentation

    https://www.youtube.com/watch?v=NOytcQth9x4

    Hier wird sein Lebensweg und der skandalöse und hinterhältige Umgang mit Ihm sehr gut nachvollzogen und erzählt.

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  7. Mich amüsiert immer wieder, wenn von der politischen Kaste Vernunft eingefordert wird.
    Worauf sollte im Kapitalismus z B ökonomische Vernunft basieren? Auf dem Bewegungsgesetz dieser Gesellschaft wohl nicht möglich.
    Vernunft kann nur in sehr engen Grenzen temporär einziehen, wenn sie Kapitalkreisläufe nicht gestört werden, also nie. Dazu bedarf es letztendlich einer Produktionsweise, die das ermöglicht.

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  8. Ach ja die Angeblichen Freiheiten eines schon längst totalitären Systems in dem Faschismus als Demokratie bezeichnet wird.
    Dabei haben doch die Umtriebe des Staates, nicht nur hier in Deutschland gezeigt das es eben keine demokratischen Rechtsstaaten sind, sondern von korrupten Kleptokraten beherrschte Unfreie Pfründe zur Ausbeutung darstellen.
    Wie schön die angeblich demokratischen, totalitären Politiker ihre Untertanen an die Pharmamafia verkauft haben, wo war und ist da die Demokratie gewesen? Zufällig Abwesend, wie immer wenn es um konkrete Dinge und nicht um hohle Phrasen von, sich selbst bereichernden Kleptokraten geht. Und wie war und ist es mit der Angeblich Unabhängigen Justiz aus Parteisoldaten? Auch diese Politische Gesinnungs- und Unterschichtenjustiz hatte und hat, im Zweifel immer für die Verbrecher und gegen das Gesetz gearbeitet.
    Was also soll das tolle an den von Kleptokraten beherrschten Staaten Europas sein? Außer Lügen, Betrug, Doppelmoral, Not und Elend hat dieses Europa doch nichts, aber auch absolut gar nichts zu bieten. Auch keine wirkliche Zukunft, höchstens eine als Atomwaffen Testgelände.
    Der ganze Westen gehört in seiner Arroganz, Überheblichkeit und Doppelmoral auf die Müllhalde der Geschichte. Statt Vorbild zu sein, sollte es heißen: Weg der Dreck.
    Lüge, Betrug, Doppelmoral und grenzenlose Korruption sind irgendwie nichts auf das man Stolz sein kann, außer man gehört zu diesen Grenzenlos Arroganten furchtbar Dummen Europäern die sich für den Mittelpunkt des Universums halten.
    Aber auch die müssen nicht verzweifeln, auch sie können durch einen Gammablitz Erleuchtet werden.

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Info: https://overton-magazin.de/hintergrund/gesellschaft/informationsfreiheit-voraussetzung-von-meinungs-und-pressefreiheit/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.11.2025

Kriegseintritt statt Friedensplan 
Der neue Plan der USA und Russlands für einen Waffenstillstand in der Ukraine stößt in Berlin auf Ablehnung. CDU-Abgeordneter fordert faktisch Kriegseintritt. Zwei Drittel der ukrainischen Bevölkerung fordern Friedensverhandlungen.

german-foreign-policy.com, 21. November 2025

BERLIN/KIEW/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Der neue US-amerikanisch-russische Plan für einen Waffenstillstand in der Ukraine stößt in Berlin auf Ablehnung. Laut Berichten haben sich Sondergesandte Russlands und der Vereinigten Staaten vor kurzem auf einen 28-Punkte-Plan geeinigt, mit dem der Ukraine-Krieg beendet werden soll. Er sieht vor, dass die Ukraine die Regionen Donezk und Luhansk vollständig aufgibt und klare Einschränkungen bei ihren Streitkräften akzeptiert. Dafür soll sie Sicherheitsgarantien erhalten. Ein solcher Plan sei „nicht akzeptabel“, urteilt Kanzleramtschef Thorsten Frei. Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter fordert, stattdessen einen „Siegesplan“ für die Ukraine zu entwickeln und dazu unter anderem die „Flugabwehr über der Westukraine“ zu übernehmen, also in den Krieg einzutreten. Bereits zuvor hatte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärt, Kriege würden „von denen verloren, denen zuerst das Geld oder die Soldaten ausgehen“; die EU werde für die Kiewer Finanzen sorgen. In der Bevölkerung der Ukraine nimmt nicht nur der Widerstand gegen die Zwangsrekrutierung von Männern zu; eine Zwei-Drittel-Mehrheit wünscht zudem Verhandlungen über ein schnellstmögliches Ende des Kriegs.


Zitat: Territorien

Der neue Plan für einen Waffenstillstand in der Ukraine, den Berichten zufolge der US-Immobilieninvestor Steve Witkoff im Auftrag von Präsident Donald Trump und der Leiter des russischen Staatsfonds, Kirill Dmitrijew, im Auftrag von Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen vom 24. bis zum 26. Oktober in Miami im Kern entwickelt haben [1], enthält Regelungen, die einen Mix aus Territorial- und Sicherheitsfragen umfassen. Er sieht – soweit bekannt – vor, dass die Ukraine diejenigen Teile der Regionen Donezk und Luhansk, die sie noch kontrolliert, an Russland übergibt.[2] Russland soll dort allerdings keinerlei Truppen stationieren dürfen. Umgekehrt heißt es, Russland solle einige Gebiete in den Regionen Cherson und Saporischschja an die Ukraine zurückgeben.[3] Davon abgesehen solle dort die aktuelle Frontlinie eingefroren werden. Zur Erläuterung der Forderung, die Ukraine solle die bislang noch von ihr militärisch kontrollierten Teile der Regionen Donezk und Luhansk freiwillig räumen, heißt es, die russischen Streitkräfte seien dort ohnehin auf dem Vormarsch und würden die fraglichen Territorien nach dem erwarteten Fall von Pokrowsk früher oder später erobern. Wenn man sie ihnen jetzt übergebe – und das im Gegenzug gegen einen Waffenstillstand –, verkürze man wenigstens den Krieg und das Leiden.


Sicherheit

Der von Witkoff und Dmitrijew entworfene Plan sieht darüber hinaus Maßnahmen vor, die den jeweiligen Sicherheitsbedürfnissen beider Seiten Rechnung tragen. Im Kern geht es dabei um die russische Forderung, die Ukraine dürfe in Zukunft nicht von der NATO zu einer militärischen Bedrohung für Russland gemacht werden. Das ist Moskaus zentrales Kriegsziel. Putin hatte im Herbst 2021 in einem Schreiben an die NATO erklärt, keinen Angriff auf die Ukraine führen zu wollen, sollte das westliche Militärbündnis auf die Mitgliedschaft des Landes verbindlich verzichten. Dazu war die NATO jedoch nicht bereit (german-foreign-policy.com berichtete [4]). Der aktuelle US-amerikanisch-russische Plan sieht nun vor, dass die ukrainischen Streitkräfte halbiert werden; dass sie auf bestimmte, für Angriffe auf Ziele in Russland benötigte Waffensysteme verzichten; und dass sie bestimmte Formen von US-Unterstützung nicht mehr erhalten.[5] Im Gegenzug werden Kiew US-Sicherheitsgarantien in Aussicht gestellt. Weitere Elemente sehen Regelungen für die ukrainische Innenpolitik vor; so sollen das Russische wieder als offizielle Amtssprache zugelassen und die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche wieder in vollem Umfang legalisiert werden.


Immer mehr Deserteure

Der neue Vorstoß zugunsten eines Waffenstillstands erfolgt, während die Ukraine auf dem Schlachtfeld empfindliche Rückschläge erleidet. So steht der Fall der strategisch bedeutenden Stadt Pokrowsk laut Einschätzung von Militärexperten kurz bevor.[6] An der Strategie der ukrainischen Militärführung, die Stadt um jeden Preis zu halten zu suchen, wird zunehmend Kritik geäußert – zum einen, weil die Opferzahl unter den Soldaten immer stärker steigt, zum anderen, weil die Verteidigung von Pokrowsk Kräfte bindet, die jetzt an anderer Stelle fehlen. Dies betrifft die Region Saporischschja, in der sich die russischen Streitkräfte mittlerweile wieder in der Offensive befinden.[7] Dabei „schrumpfen“ die ukrainischen Streitkräfte, wie der in der Ukraine gut vernetzte Militärexperte Franz-Stefan Gady kürzlich bestätigte; das sei nicht nur wegen der hohen Verluste, sondern auch aufgrund zunehmender Desertionen der Fall.[8] Bereits Ende August hatten die ukrainischen Behörden eingeräumt, die Zahl der aufgrund von Desertion eingeleiteten Gerichtsverfahren belaufe sich inzwischen auf mehr als 250.000.[9] In der Ukraine nehmen die Proteste gegen Zwangsrekrutierungen, bei denen Männer gewaltsam an die Front verschleppt werden, zu.[10]


Immer weniger Kriegsbefürworter

Parallel schwindet in der ukrainischen Bevölkerung die Zustimmung zum Krieg. Bereits im August hatte eine Umfrage ergeben, dass nur noch 24 Prozent der Bevölkerung der Meinung waren, die Ukraine solle den Krieg bis zum erhofften Sieg fortsetzen. 69 Prozent hingegen befürworteten Verhandlungen mit dem Ziel, den Krieg so rasch wie möglich zu beenden.[11] Aktuell kommt eine schnell steigende Ablehnung gegenüber der Amtsführung von Präsident Wolodymyr Selenskyj hinzu. Ursache ist der jüngste Korruptionsskandal, der mit Timur Minditsch auch einen von Selenskyjs engsten Mitarbeitern betrifft. Dieser bringt nicht mehr nur die ukrainische Opposition gegen Selenskyj auf, sondern auch eine Reihe Abgeordnete der Regierungsfraktion „Diener des Volkes“ im Parlament, die mit ihrem Austritt droht. Die Regierung unter Selenskyj verfügte dann über keine Mehrheit mehr. Die ursprünglich für diese Woche geplante zweite Lesung des Staatshaushalts musste aufgrund des Streits bereits auf Dezember verschoben werden.[12] Nach Berichten ist die Zustimmung zu Selenskyj in der Bevölkerung aufgrund des Korruptionsskandals dramatisch um gut 40 Prozentpunkte abgestürzt und liegt nun bei weniger als 20 Prozent.[13]


Wer Kriege verliert

Ungerührt von der Entwicklung halten die EU und fast alle ihrer Mitgliedstaaten an ihrer Unterstützung für Selenskyj und vor allem der Forderung, den Krieg weiterzuführen, fest. In der vergangenen Woche erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas: „Kriege werden von denen verloren, denen zuerst das Geld oder die Soldaten ausgehen.“[14] Damit das Geld nicht Kiew, sondern Moskau ausgehe, führe Brüssel seine massive finanzielle Unterstützung für die Ukraine fort, während es seine Sanktionen gegen Moskau stetig ausweite, erklärte Kallas. Zu der Frage, was es bedeutet, sollten der Ukraine wirklich die Soldaten „ausgehen“, äußerte sie sich nicht.


Nicht zum Waffenstillstand bereit

Der aktuelle US-amerikanisch-russische Waffenstillstandsplan wiederum stößt in Berlin auf Ablehnung. Kanzleramtschef Thorsten Frei nannte die Berichte über den Plan „verstörend“; sollte Russland „Kriegsziele erreichen“, die es „auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat“, wäre dies „nicht akzeptabel“. Vorsichtiger äußerte sich Außenminister Johann Wadephul: Er erklärte, er begrüße jede Waffenstillstandsinitiative, wünsche aber eine Einbeziehung der Staaten Europas.[15] Der CDU-Außen- und Militärpolitiker Roderich Kiesewetter hingegen stufte den Plan als „sinnlos“ ein und forderte stattdessen einen „Siegesplan“ für die Ukraine. Dazu sei nicht nur die Lieferung von Marschflugkörpern des Modells Taurus erforderlich, sondern auch die unmittelbare Übernahme der „Flugabwehr über der Westukraine“ mit einer „Koalition der Willigen“.[16] Damit träte die Bundesrepublik aktiv in die Kampfhandlungen in der Ukraine und damit in den Krieg ein.

 

[1] Barak Ravid, Dave Lawler: Scoop: U.S. secretly drafting new plan to end Ukraine war. axios.com 19.11.2025.

[2] Christopher Miller, Anastasia Stognei, Amy Mackinnon: US and Russian officials draft new peace plan for Ukraine. ft.com 19.11.2025.

[3] Barak Ravid: Scoop: Trump plan asks Ukraine to cede additional territory for security guarantee. axios.com 19.11.2025.

[4] S. dazu Gefährliche Sicherheitsgarantien.

[5] Christopher Miller, Anastasia Stognei, Amy Mackinnon: US and Russian officials draft new peace plan for Ukraine. ft.com 19.11.2025.

[6] Oliver Imhof: „Die ukrainischen Streitkräfte schrumpfen, und die Front ist sehr ausgedünnt“. spiegel.de 05.11.2025.

[7] Reinhard Lauterbach: Vormarsch im Nebel. junge Welt 17.11.2025.

[8] Oliver Imhof: „Die ukrainischen Streitkräfte schrumpfen, und die Front ist sehr ausgedünnt“. spiegel.de 05.11.2025.

[9] Yuliia Taradiuk: Over 250,000 desertion, AWOL cases opened since 2022, prosecutors say. kyivindependent.com 26.08.2025.

[10] Ian Proud: Ukraine’s ‘Busification’ – forced conscription – is the tip of the iceberg. responsiblestatecraft.org 04.11.2025. Eine Vielzahl an Fällen von Zwangsrekrutierungen ist dokumentiert – einschließlich Videos – auf busification.org.

[11] Ukrainian Support for War Effort Collapses. news.gallup.com 07.08.2025.

[12] Nach Korruptionsskandal steigt Druck auf Selenskyj. Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.11.2025.

[13] Josh Rudolph, Olena Prokopenko, Valeriia Ivanova: Yermak Must Go: Zelenskyy’s Anti-Corruption Test. gmfus.org 18.11.2025.

[14] European Group of Five (E5): Press remarks by the High Representative Kaja Kallas following the meeting. eeas.europa.eu 14.11.2025.

[15] Sven Lemkemeyer: „Verstörend“, „Kapitulationsplan“, „inakzeptabel“: Das sind die wichtigsten Reaktionen auf den Ukraine-Friedensplan. Tagesspiegel.de 20.11.2025.

[16] Simon Schröder: „Kapitulieren kann die Ukraine alleine“: Experten zerreißen Trumps Hinterzimmer-Deal mit Putin. merkur.de 20.11.2025.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10206


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.11.2025

Industrie   Wie Dark Factories die globale Ordnung verändern werden

makronom.de, vom 20. November 2025,  THOMAS BONSCHAB,  Weltwirtschaft,

Vollständig automatisierte Produktionsstätten sind dabei, die Entwicklungspfade von ganzen Volkswirtschaften zu verändern – und stellen die klassische internationale Arbeitsteilung in Frage. Ein Beitrag von Thomas Bonschab.


Bild: Yuyeung Lau via Unsplash


Der Begriff „Dark Factory“ ist in Deutschland nicht besonders bekannt – auch wenn solche Fabriken eigentlich hierzulande hätten erfunden werden müssen. In China hingegen sind sie in aller Munde. Es handelt sich dabei um Produktionsstätten, die so vollständig automatisiert sind, dass keine bzw. kaum noch Menschen an den Linien benötigt werden. Man kann also wortwörtlich „das Licht ausmachen“ und Klimaanlagen abschalten. Roboterzellen, autonome Transportsysteme, KI-gestützte Qualitätskontrollen und Fehlerbehebungen, digitale Zwillinge und vernetzte Sensorik bilden das technische Fundament. Dadurch entstehen Produktionsumgebungen, die rund um die Uhr laufen können – ohne Schichtwechsel, ohne Pausen, ohne Beleuchtung.

Deutschland war und ist ein Land der Robotik. Mit etwa 430 Robotern pro 10.000 Beschäftigten liegt es aber gerade (noch) in der Spitzengruppe. Südkorea weist eine Dichte von mehr als 1.000 auf, Singapur von 770, gefolgt von China mit 470. Relativ betrachtet fällt Deutschland Jahr für Jahr zurück. Bezeichnend ist auch, dass das Weltwirtschaftsforum mit seiner Auszeichnung von „Global Lighthouses“ in der Liste der besten zwölf Konzerne stolze sieben aus China aufführt, aber keinen aus Deutschland. Ausgezeichnet werden in dem Ranking Pioniere der nächsten grünen Produktionslogik, also Konzerne, die Automatisierung, Datenanalyse und Energietechnik integrieren.

Von Relevanz ist nicht nur, wie Energie im Produktionsprozess eingespart werden kann, sondern auch mit welcher Energie die Produktionsstätten beliefert werden. Und hier spielt China ebenfalls eine Pionierrolle. Die Financial Times weist bereits seit einiger Zeit darauf hin, dass China sich auf dem Weg befindet, der weltweit erste „Elektrostaat“ zu werden.

Auch wenn bislang in China noch ein Energiemix zu finden ist, in dem sogar der CO2-schädliche Kohleabbau eine relevante Rolle spielt – der technologische Pfad weist gleichwohl in eine andere Richtung. Ein immer größerer Anteil der Energie für Industrieanlagen wird aus Strom erzeugt, der als „grün“ bezeichnet werden kann. In China sind derzeit 42 Ultrahochspannungsleitungen in Betrieb (etwa 80% der weltweit vorhandenen UHV-Leitungen). Diese transportieren aus Sonne, Wind und Wasser gewonnene Energie mit minimalem Verlust aus dem Westen des Landes in die mehrere Tausend Kilometer entfernten Industriezentren im Osten. Damit handelt es sich um eine ursprünglich deutsche Technologie, die China über einen langen Zeitraum hinweg konsequent weiterentwickelt und in die eigene Infrastruktur eingebunden hat.

Die Dynamik zeigt sich auch daran, dass China im ersten Halbjahr 2025 laut Regierungsangaben Kraftwerkskapazitäten von 290 Gigawatt installierte, knapp 90% davon erneuerbar. Das ist mehr, als Deutschland insgesamt an erneuerbaren Energien installiert hat. Die Bundesrepublik kam Ende 2024 laut Bundesnetzagentur insgesamt auf 190 Gigawatt. Das zeigt die Dimension der chinesischen Vorhaben. Bis 2035 möchte China die Kapazität auf 3.600 Gigawatt steigern – das Sechsfache des Niveaus von 2020.

Dark Factories können Entwicklungspfade von Volkswirtschaften verändern

Die ökonomischen Folgen der Koppelung von Dark Factories mit günstiger und grüner Energieeinspeisung reichen weit über Fabrikhallen hinaus – sie betreffen den gesamten Entwicklungspfad von Volkswirtschaften, egal ob in Industrie- oder in Entwicklungsländern: Handelsmuster, Arbeitsmärkte, die Verbreitung digitaler Normen und die Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Energiepolitik.

Dark Factories haben im Idealfall eine Anlagenauslastung von 24 Stunden am Tag. Stillstände verschwinden oder sinken massiv, Ausschuss wird durch KI-Inspektion reduziert. Es geht in Richtung einer nahezu fehlerfreien Produktion, die von menschlicher Hand nicht geleistet werden könnte. Man hat also:


  • geringere Stückkosten, weil variable Lohnkosten und Ausschuss sinken,
  • höhere Qualität, weil Mess- und Prüfprozesse automatisiert und lückenlos sind,
  • konstante Lieferfähigkeit, weil Schichtmodelle und Personalengpässe keine oder kaum eine Rolle spielen.


Die Einsparpotenziale von Dark Factories sind regional verschieden, und es existiert eine Vielzahl von teils sehr unterschiedlichen Schätzungen, die sich in der Tendenz aber einig sind: In Hochlohnländern dürften die Lohnkosten-Einsparungen mindestens 30% betragen (wahrscheinlich mehr), die Ausbringung pro Anlage zwischen 20 – 30% steigen, die Fehlerquote in der Präzisionsbearbeitung um 80 – 90% sinken und die Effizienz in der Flächennutzung um 20% anwachsen. Wenn man dies mit den vorhandenen Energiekosten für die Industrieproduktion korreliert, wird das Gesamtbild zumindest für Industriestandorte wie Deutschland beinahe dramatisch. In den USA werden derzeit etwa 8 ct/kWh abgerufen, in China 8,5 ct/kWh (Tendenz schnell fallend und zudem im grünen Bereich), in Deutschland fast 17,9 ct/kWh (ohne Entlastungen, wie sie künftig z.B. für den Stahlsektor vorgesehen sind).

Es ist offensichtlich, dass sich an solchen verbundenen Entwicklungen die globale Wettbewerbsfähigkeit von Standorten entscheiden wird. Die alte Formel, dass Massenproduktion keine Qualität erstellen kann, wird zunehmend obsolet. Besonders in Branchen mit großen Standardvolumina – z. B. Batterien, Elektronik, Metallteile, Sanitärtechnik, Haushaltsgeräte – sind hochautomatisierte Werke nicht nur kosten-, sondern auch qualitätsseitig konkurrenzfähig. Der Punkt geht schon heute an China und erzeugt globalen Preisdruck. Länder oder Unternehmen, die den Automatisierungsgrad nicht erhöhen, geraten in eine defensive Position. Sie müssen höhere Löhne, hohe Energiekosten und teure Lieferketten kompensieren, was zunehmend schwer wird.

Implikationen für die deutsche Außen- und Wirtschaftspolitik

Selbst für Industrieländer wie Deutschland ist nicht klar, wie man sich diesen Herausforderungen am besten stellen sollte. Voraussichtlich werden sich die herkömmlichen Vorstellungen einer globalen Arbeitsteilung schnell verändern. Wenn der Geist aus der Flasche ist und vollautomatisierte Produktionslinien verbunden mit günstigen grünen Energiekosten den Standard setzen, müssen alle Länder sich der neuen Konkurrenz stellen und neue Strategien verfolgen.

China und die USA sind derzeit die eigentlichen Wettbewerber um die Vorherrschaft im Zuge der „kreativen Zerstörung“ (Joseph Alois Schumpeter), wenn es darum geht, große Cluster mit standardisierten Hochvolumenprodukten aufzubauen. Deutschland und Europa insgesamt sind im Hintertreffen, weil sie sich durch ein problematisches Verständnis von bürokratischer Regulierung und zu geringe Investitionen in die eigene Infrastruktur selbst blockieren. Wie will man gegen ein wirtschaftliches Kraftzentrum wie der Greater Bay Area – die Wirtschaftsregion im Süden Chinas in der Provinz Guangdong um Hongkong, Shenzhen, Guangzhou – konkurrieren, das über massive Investitionen Skaleneffekte in der Produktion aufgebaut hat und über eine quasi lückenlose sogenannte „upstream and downstream supply chain“ verfügt, und die sich weder um Zuliefernetzwerke noch um den Verkauf ernsthaft Sorgen machen muss?

Aussichtsreicher ist eher der Aufbau regionaler, stark automatisierter Fertigungsstätten direkt in den Absatzmärkten – oft mittelgroß, flexibel, kundennah. Hier verfügt die EU als größter Markt der Welt über komparative Vorteile. So kann den Hürden von Lieferzeit oder Zollrisiken entgegengewirkt werden. In jedem Fall verlangt die neue Geografie der Produktion ein schnelles Umschalten, das sich nicht vor die Schrotflinte des Großkonflikts zwischen den USA und China spannen lässt.

Deutschland und Europa haben gute Voraussetzungen, um im Wettbewerb mit China und den USA zumindest nicht abgeschlagen zu werden. Dark Factories bedeuten nicht einfach „keine Menschen mehr“. Menschen werden nur anders gebraucht: als Robotik-Spezialisten, Instandhaltungs- und Automatisierungsingenieure, als Datenanalysten, IT- Sicherheitsfachkräfte, als Produktionsplaner für KI-gestützte Abläufe und vieles mehr. Aus- und Weiterbildung in diesen Bereichen im Verbund mit der Wirtschaft ist ein Schlüssel zum Erfolg. Die halbe Welt bewundert Deutschland für genau diese Fähigkeiten.

Von zentraler Bedeutung wäre auch ein verstärkter Dialog mit den USA und China über Normen. Nicht die moralischen Normen, mit denen die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik seit Jahren durch die Welt reist. Die Welt der Dark Factories ist nicht nur Hardware, sondern vor allem Software: Sensorprotokolle, Datenmodelle, KI-Engines, 5G-Netze, Standards für Robotersicherheit. Wer diese Standards setzt – egal ob Europa, USA oder China – prägt die Exportchancen der eigenen Anbieter und schafft Pfadabhängigkeiten. China sucht den Dialog und will gemeinsame Leitfäden für intelligente Fertigung aufbauen. Das mag strategisch nicht uneigennützig sein, aber die Erwartung ist nicht, dass Deutschland und Europa die Vorstellungen aus China kritiklos annehmen. Insofern ist unverständlich, dass besonders die deutsche Politik sich einem offenen Dialog bislang kaum stellt.

Implikationen für Entwicklungsländer

Dark Factories stellen die klassische internationale Arbeitsteilung in Frage. Länder, wie etwa Äthiopien oder Bangladesch hofften lange Zeit, ihren industriellen Aufstieg durch ihren Lohnvorteil in arbeitsintensiven Industrien (Textilien, Elektronikmontage, einfache Metallbearbeitung) zu ermöglichen und wurden darin durch die internationale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in Form von Regierungsberatung und beruflichen Begleitmaßnahmen etc. bestärkt. Dark Factories stellen diese Strategie in Frage – denn selbst bei Monatslöhnen von 30 US-Dollar sind solche Produktionen auf Dauer kaum noch konkurrenzfähig.

Noch ist der Geist der Dark Factories nicht aus der Flasche, aber ein „Überspringen“ des arbeitsintensiven Stadiums scheint unausweichlich. Gerade in Bangladesch, Tunesien oder Vietnam, die die Weltmärkte mit Textilien und Elektronikprodukten, Möbeln und Pharmazeutika beliefern, wird diese Herausforderung für die industrielle Entwicklung genau beobachtet. Sie setzen alles in Bewegung, um im Wettbewerb mitzuhalten, auch durch automatisierte Produktion. Länder, die sich wie Äthiopien oder Kamerun weiter im bisherigen Modell industrialisieren wollen, sind dem Konkurrenzdruck aus den Dark Factories ausgesetzt – und werden ihm kaum gewachsen sein.

Möglicherweise kann die deutsche Wirtschaft in Entwicklungsländern gemeinsam mit lokalen Unternehmen kleinere, aber gewinnbringende flexible Dark-Factory-Einheiten zur Bedienung lokaler Nachfrage aufbauen, etwa in der Medizintechnik, Elektronikreparatur oder Agrar-Verarbeitung. Oder auch digitale Produktionsplattformen, die Eigentum an Daten, Software-Updates, Ersatzteile und Wartung herstellen und damit die digitale Abhängigkeit der Länder reduzieren.

Fazit

Dark Factories sind keine Industrierevolution, sondern das Produkt einer industriellen Revolution, die durch den atemberaubenden Aufstieg der Künstliche Intelligenz entstanden ist. Dennoch: Verbunden mit der Bereitstellung günstiger grüner Energie und den hohen Einsparungspotenzialen in der Produktion werden sie auch in Deutschland und den Entwicklungsländern entstehen.

Deutschland sollte mit seiner Ingenieurskultur und seinem Fokus auf Qualität und Effizienz eigentlich ein Vorreiter bei der Implementierung von Dark Factory-Konzepten sein – ist es aber nicht, zumindest nicht im Vergleich mit China und den USA. Gleichwohl sollte nicht außer Acht bleiben, dass es in Deutschland hochinteressante Ansätze von Siemens, Bosch, MBDA, Trumpf und anderen Firmen gibt, die sehr weit sind. Man gewinnt manchmal den Eindruck, dass andere Länder das besser erkennen als wir selbst.

 

Zum Autor:

Thomas Bonschab ist Gründer und Managing Director des TiNC International. Zudem betreibt er gemeinsam mit Robert Kappel den Blog Weltneuvermessung, wo dieser Beitrag zuerst in einer früheren Form erschienen ist.


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Wie Dark Factories die globale Ordnung verändern werden

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21.11.2025

Der Trump-Entwurf zum Friedensplan in der Ukraine!

Screenshot_2025_11_21_at_09_50_58_Der_Trump_Entwurf_zum_Friedensplan_in_der_Ukraine_

neopresse.com, 21. November 2025, Von: NEOPresse, Themen:

Ein durchgesickerter Entwurf zu einem möglichen Friedensplan der US-Regierung unter Präsident Donald Trump sorgt international für Diskussionen. Das Dokument, das nach Angaben aus dem Umfeld des Weißen Hauses 28 Punkte umfasst, beschreibt mögliche Rahmenbedingungen für eine politische Lösung des Ukrainekriegs. Die Vorschläge enthalten weitreichende Änderungen für die sicherheitspolitische Ordnung Europas und würden sowohl die Ukraine als auch Russland betreffen.

Nach dem Entwurf soll die Ukraine künftig keine Mitgliedschaft in der NATO anstreben können. Zudem sehen die Papiere territoriale Anpassungen vor. Die Halbinsel Krim sowie die Regionen Donezk und Luhansk würden demnach als russisch kontrollierte Gebiete anerkannt. In den Regionen Cherson und Saporischschja würde die bestehende Frontlinie als Grundlage für eine dauerhafte Trennung fungieren. Ergänzend dazu nennt das Dokument eine Begrenzung der ukrainischen Streitkräfte auf eine bestimmte Größe.

Parallel dazu sieht der Entwurf vor, dass Russland in die Gruppe der G8-Staaten zurückkehren könnte. Weiterhin soll die Ukraine einen Anteil an der Energieproduktion des Kernkraftwerks Saporischschja erhalten, obwohl sich die Anlage gegenwärtig unter russischer Kontrolle befindet. Für die Ukraine wären zudem Wahlen innerhalb von 100 Tagen nach Inkrafttreten des Plans vorgesehen.


Neue Wahlen in der Ukraine

Der Wiederaufbau der Ukraine soll laut dem Entwurf teilweise durch die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte finanziert werden. Die genannte Summe beläuft sich auf rund 100 Milliarden US-Dollar. Der Plan enthält darüber hinaus Vorschläge für Sicherheitsmaßnahmen, darunter eine mögliche Stationierung europäischer Flugzeuge in Polen. Konkrete Mechanismen zur langfristigen Sicherung der Ukraine bleiben jedoch offen formuliert.

Der Entwurf wurde nach Medienberichten von Vertretern der USA und Russlands besprochen. Europäische Institutionen waren laut denselben Angaben nicht wesentlich eingebunden. Dies wirft Fragen nach der Rolle Europas in einer möglichen Verhandlungslösung auf.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor betont, keine Gebietsabtretungen akzeptieren zu wollen. Ob und wie die Ukraine auf die genannten Vorschläge reagieren könnte, bleibt unklar, da die territorialen und politischen Vorgaben erheblich von den bisherigen ukrainischen Positionen abweichen.

Auch auf europäischer Ebene führt der Entwurf zu Diskussionen. Mehrere Beobachter weisen darauf hin, dass ein solcher Plan neben der territorialen Neuordnung auch eine Neubewertung der Beziehungen zu Russland und eine Änderung bestehender Sanktionspolitiken nach sich ziehen könnte. Welche Position europäische Regierungen dazu einnehmen würden, ist derzeit nicht eindeutig erkennbar.


Info: https://www.neopresse.com/politik/der-trump-entwurf-zum-friedensplan-in-der-ukraine/?source=ENL


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21.11.2025

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21.11.2025

Ukraine: Es gibt doch einen EU-Plan – er zeugt von Realitätsverlust

lostineu.eu, 21. November 2025

Die USA haben einen neuen Friedensplan für die Ukraine, den sie offenbar ohne die EU durchsetzen wollen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas wehrt sich – mit einem verblüffenden Gegenvorschlag.

“Wir haben einen klaren Plan”, sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister am Donnerstag in Brüssel. “Erstens: Russland schwächen. Zweitens: die Ukraine unterstützen.”

Die Frau meint das ernst – denn gleich darauf kündigte sie härtere Maßnahmen gegen die sog. “Schattenflotte” Russlands sowie die Vorbereitung neuer Sanktionen an.

Das Problem: Kallas simpler “Plan” hat noch nie funktioniert. Die EU versucht schon seit Beginn des Krieges 2022, Russland zu schwächen und die Ukraine zu stärken – ohne Erfolg.

Russland ist stärker geworden

Im Ergebnis ist Russland wirtschaftlich und militärisch stärker geworden, die Ukraine und die EU schwächer. Und die Idee, Russland durch Druck an den Verhandlungstisch zu zwingen, hat auch nicht verfangen.

Wie auch? EUropäer und Russen agieren nicht auf Augenhöhe, das können nur die Amerikaner. Außerdem hat die EU alle Beziehungen zu Russland abgebrochen – im Gegensatz zu US-Präsident Trump, der einen Deal sucht.

Summa summarum zeugt Kallas’ “Plan” von einem totalen Realitätsverlust. Sie hat nicht nur völlig falsche Vorstellungen von Außenpolitik. Sie weiß nicht einmal, was in den USA vor sich geht – und wird nun von Trump übergangen…

Siehe auch “Friedensplan für die Ukraine: die EU ist schon wieder dagegen”

17 Comments

  1. Monika
    21. November 2025 @ 11:27

    Nach dem Krieg wird es leider ungemütlich …
    Stef, ich teile ihre Einschätzung, bin aber überzeugt, dass ein Nichtende des Kriegs für Deutschland im Besonderen noch viel ungemütlicher wird. Jeder zusätzliche Kriegstag und jede “Hilfs”lieferung an die Ukraine macht die Sache nur noch schlimmer.

Antworten

  • Andreas Mathys
    21. November 2025 @ 11:04

    Die EU ist ja im freien Fall. Nicht verwunderlich mit solch incompetenten Leuten, insbesondere Von der Leyen und Kallas. Eine Lektion für sie wären die Reden vor dem EU-
    Parlament der Koryphäen Jeffrey Sachs und John Mearsheimer gewesen. Man hätte die ganze Kommission zwingen müssen, ihnen zuzuhören.

    Antworten

  • european
    21. November 2025 @ 10:50

    Wolfgang Munchau von eurointelligence.com bringt es in seinem aktuellen tweet sehr gut auf den Punkt:

    https://x.com/EuroBriefing/status/1991782209196286206

    “Europeans are horrified whenever the Americans and the Russians talk about Ukraine. In our lead story this morning we argue that the EU will want to frustrate a peace deal for three reasons: Peace would be more expensive for them than war. Divisions would emerge about EU enlargement and the EU budget; and they will have to accelerate their own military investments. Additionally, a peace deal would also torpodo their clever scheme to sequester Russian assets.”

    Yepp. Kurz und prägnant. Die EUropäer haben ein ureigenes Interesse, diesen Krieg nicht zu beenden.

    Antworten

  • Arthur Dent
    21. November 2025 @ 10:45

    So ist das, wenn man mit dem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen ist. Dann muss man nicht nachdenken und sich nicht anstrengen. Wünsche äußert man beim Universum und schwupps…
    In den letzten 10 oder 15 Jahren haben Politiker nichts für die Mehrheit der Menschen getan, in der EU schon gar nicht, Politik diente nur der Pflege eigener Befindlichkeiten und der eigenen Karriere.

    Antworten

  • Helmut Höft
    21. November 2025 @ 10:21

    Da ist der Plan von Mr. DJ Trump & Mr. Put’ns Plan viel besser: Die Ukraine kapituliert, die Restukraine darf (besser: will und muss) in die €U. Dies wird ihr zweifellos gelingen und von der regierenden Politniki in Berlin, Brüssel, London, Paris, Rom … unterstützt – um das endgültige Ende der €U in kurzer Zeit zu garantieren!

    Wenn die Ukraine für sich selbst schon eine untragebare Last ist – Sprachenkonflikt, Nazis & rückwärtsgewandt Nationalisten, Oligarchen und Korruption … – und dann rein in die €U, der Endsieg für die USA und RUS ist garantiert!

    Wie sagte Boris Seelig noch, damals? „No time for negotiations, time for victory!“ Dann victorisiert mal schön!

    Antworten

    • Hansjörg Sachs
      21. November 2025 @ 12:13

      “Wenn die Ukraine für sich selbst schon eine untragbare Last ist”.
      Nicht nur das, sondern das, was wertvoll ist haben sich ausländische Investoren v.a. aus der USA bereits unter den Nagel gerissen bzw. von Trump reißen lassen. Das Land ist wüst und leer, wenn ich das richtig sehe.

      Antworten

  • european
    21. November 2025 @ 10:07

    Nachdem, was bisher online zu lesen ist, beinhaltet der Plan auch Wahlen innerhalb der nächsten 100 Tage in der Ukraine. Das wäre dann das Ende von Selenskyj, denn die Bevölkerung will, dass der Krieg beendet wird. Es ist genug Blut geflossen für nichts.

    https://infolight.in.ua/en/2024/12/10/more-than-80-of-ukrainians-are-ready-for-elections-despite-martial-law-survey/

    Diese Umfrage stammt aus dem Dezember 24. Eine demokratische Wahl wäre das Ende Selenskyjs und damit dieser unsäglichen Politik. Heute sieht es so aus, wie eine US-Umfrage zeigt

    https://zn.ua/ukr/UKRAINE/za-zaluzhnoho-i-budanova-u-druhomu-turi-hotovi-proholosuvati-bilshe-ukrajintsiv-nizh-za-zelenskoho-opituvannja.html

    Favorit scheint wohl Zaluzhny zu sein.

    Sehr aufschlussreich ist auch der letzte Abschnitt:

    „We will remind, according to the KMIS survey, 71% of Ukrainians believe that during the full-scale invasion the level of corruption in the country has increased. This opinion is shared even by the majority of Zelenskyi’s supporters.“

    Antworten

  • Josef Berchtold
    21. November 2025 @ 09:39

    Die Ukraine sollte noch weit mehr Öl-Industrie in Putins-Diktatur -Reich beschädigen, dann käme vermutlich schneller Bewegung in die Friedensdiskussion.
    Auch weit mehr Strom-Umspannwerke, nahe der Rüstungsbetriebe zerstören.

    Antworten

    • Herbert
      21. November 2025 @ 12:18

      Lieber Josef, was glaubst du wäre die Reaktion Russlands? Vielleicht der von den Hardlinern geforderte Beendigungsschlag? Und dann gegen wen?
      Hat die €U nicht ständig behauptet im Krieg mit Russland zu sein?
      Möglicherweise sind die Zieldaten der Kriegstreiber in der Koalition der
      Irrsinnigen längst in die Hypersonic Missiles eingespeist.

      Antworten

    • KK
      21. November 2025 @ 12:32

      Ja, und mehr internationale Pipelines – und vor allem anderen möglichst viele strategische Atomstützpunkte, damit der Westen endlich Russland angreifen kann, nicht wahr?

      Antworten

  • Erneuerung
    21. November 2025 @ 08:48

    Der US-Ru-Plan wurde z.B. auch im Springerblatt „Welt“ veröffentlich, was bemerkenswert ist. Aus meiner, durch jahrzehntelange Beobachtung entstandenen, Sicht, wäre der Plan ein guter Kompromiss. Ich wünsche den beiden Großmächten, dass sie den Plan, sehr zum Wohle aller Europäer, durchsetzen. Dabei betrachte ich gemäß meines Schulwissens Europa als Gebiet zwischen Atlantik und Ural. Möglicherweise ist das in den Köpfen von vdL, Merz und besonders Kallas anders, aber die Bildungslücken sind ja bekannt. Sollte dieser Plan wegen der EU-Granden und Banderas scheitern, so wird auch die EU scheitern und die Ukraine erst recht. Die EU wäre gut beraten, die Himmelhunde Kallas &Co an die Leine zu nehmen und eine konstruktive Zurabeit zu diesem Plan leisten, also ggf. bei einzelnen Punkten „Verbesserungen“ vorschlagen, damit sie überhaupt noch mit einem Gesicht aus der Sache rauskommt.

    Antworten

    • KK
      21. November 2025 @ 12:30

      “Die EU wäre gut beraten, die Himmelhunde Kallas &Co an die Leine zu nehmen…”

      Problem: Die “EU” besteht fast ausschliesslich aus solchen “Himmelhunden” und müsste sich somit selbst “an die Leine nehmen”… doch wer hat schon ein mal einen Rottweiler bei so etwas beobachtet?

      Antworten

  • Michael
    21. November 2025 @ 07:29

    Richtig, vor lauter alternativer Wahrheiten ist unerträglichen Personalien wie Kallas, Wadephul, etc. die Wirklichkeit abhanden gekommen! Diese Wahrheit wird Kallas & Co. hoffentlich demnächst zu Fall bringen!

    Antworten

    • Michael
      21. November 2025 @ 08:29

      Nach weiterer Lektüre auch des Trump‘schen 28 Punkte Plans und Reaktionen der ideologischen Wirrköpfe in Europa, Brüssel, Berlin, Kiew, etc. scheint mir alles überzeugend auf eine Diktatkapitulation hinauszulaufen !

      Antworten

  • Stef
    21. November 2025 @ 07:20

    Ich finde nicht, dass Kallas keinen Plan hat. Bisher haben es die EU und an vorderster Front vdL und Kallas durchaus verstanden, jeden Ansatz zu einem Prozess Richtung Frieden wirksam zu verhindern. Nicht dass die USA unter Trump viel Sympathie für die EU und ihre Spitzenvertreter übrig hätten. Wenn diese sich aber auf die Hinterbeine stellen und gleichzeitig den USA bis zur völligen Selbstaufgabe in allen anderen Fragen entgegenkommen, dann kann dem die USA offensichtlich nur schwer widerstehen. Es ist ja hinreichen klar, dass die ganzen europäischen Unterwerfungsgeschenke unter der Bedingung stehen, dass die USA den Eruopäern möglichst ein Ende dieses Krieges erspart. Das klingt nach sehr wirkungsvollem und planvollem Vorgehen.

    Denn eines ist allen Beteiligten sonnenklar: Nach dem Krieg wird die EU auseinanderdriften. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie dann zerfällt. Aber die Mittel, um sie zusammenzuhalten werden dann drastischer und totalitärer. Die Mittel werden dafür schon heute vorbereitet, siehe die aktuellen autoritären EU-Maßnahmen. Auch das ist Teil eines sehr vorausschauenden Vorgehens.

    All das wird dazu führen, dass die Beteiligten im inneren Auseinanderdriften. Die EU-Länder untereinander. Und die jeweilige Bevölkerung gegenüber ihren Regierungen und der EU. Nach dem Krieg wird es leider ungemütlich in Europa, dann werden wir die von Kallas und unseren anderen regierungsverantwortlichen aufgehäuften Rechnungen zu begleichen haben. Und wir werden mit ansehen müssen, dass die dafür verantwortlichen Politiker dafür selbst nicht aufkommen müssen. UNd ich persönlich glaube, dass auch das zwar nicht unbedingt gewollt, aber durchaus eingepreist ist.

    Antworten

    • Eric Bonse
      21. November 2025 @ 11:41

      Richtig ist, daß es viele europäische Störmanöver gab. Richtig ist aber auch, daß die EU den Krieg nicht alleine weiterführen kann.
      Mit “kein Plan” meine ich vor allem die fehlenden Strategie. sie zeigt sich u.a. daran, daß Kallas, Wadephul und Co. immer wieder als “Anwälte” der Ukraine auftreten und Selenskyj hinterherlaufen – so auch jetzt wieder.
      Zitat W: “Wir wollen dafür sorgen, dass die Ukraine aus einer starken Verhandlungsposition über diese Punkte sprechen kann.” Die Regierung in Kiew müsse letztlich entscheiden, welche Kompromisse sie eingehen wolle. “Wir sind hier nicht Schiedsrichter, aber wir sind Anwalt der Ukraine, denn die Ukraine verteidigt ihre Freiheit und die Freiheit Europas.” (Quelle: n-tv)

      Antworten

  • KK
    21. November 2025 @ 04:27

    Tja, Frau Kallas:
    „Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“
    (John Lennon)

    Antworten

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    Schengen war gestern – bald gilt Vorfahrt für Panzer


    lostineu.eu, vom 20. November 2025

    Schengen wird mehr und mehr eingeschränkt. Freie Fahrt für freie Bürger – das gilt in Deutschland und vielen anderen EU-Ländern längst nicht mehr. Grenzkontrollen haben den Schengenraum nach und nach durchlöchert, die EU-Kommission tut nichts dagegen.

    Umso mehr Eifer legt die von-der- Leyen-Behörde daran, das “militärische Schengen” voranzutreiben. Sie zielt darauf ab, “schneller, sicherer und besser koordiniert” Truppen und militärische Ausrüstung nach Osteuropa zu bewegen. Schengen soll kriegstüchtig werden, könnte man sagen.

    Man wolle keinen Krieg, sondern Krieg verhindern, wiegelt Verkehrs-Kommissar Tzitzikostas ab. Dafür müsse man sich auf den Ernstfall vorbereiten. Allerdings sind die neuen Planungen so angelegt, daß sie nicht nur einen Krieg, sondern gleich den 3. Weltkrieg befürchten lassen.

    100 Mrd. für Panzer-Straßen?

    Es geht nämlich nicht nur darum, den Transit von Panzern und anderem schweren Militärgerät zu erleichtern  und Genehmigungs-Verfahren zu beschleunigen. Es geht darum, die zivile Infrastruktur bis 2027 auf einen Aufmarsch der Nato-Truppen an der Ostfront zu Russland vorzubereiten.

    Hoch belastbare Panzer-Straßen und extrem tragfähige Eisenbahnbrücken für Militärtransporte: Das sieht der neue Gesetzentwurf aus Brüssel vor. Nach Angaben von Tzitzikostas wurden bereits 500 Nadelöhre identifiziert, deren Beseitigung rund 100 Mrd. Euro kosten dürfte.

    Wo diese Engpässe liegen und wie die geplanten neuen “Korridore” für den Kriegseinsatz aussehen, wollte er nicht verraten. Dies sei geheim. Klar ist aber schon jetzt, daß Schengen vor allem in Deutschland “kriegstüchtig” werden soll. Denn alle Wege nach Osten führen durch die Bundesrepublik.

    Weiterlesen hier (Paywall)

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    1 Comment

    1. KK
      20. November 2025 @ 19:10

      Ich gewähre Panzern immer Vorfahrt – alles andere wäre dumm! Ich hab nämlich als Kind die Folge “Der 7. Sinn” gesehen, wo gezeigt wurde, was sonst passiert… ????

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    Französischer General: “Wir müssen akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren”


    lostineu.eu, vom 20. November 2025

    Skandal in Frankreich: Der ranghöchste General hat die Franzosen aufgefordert, sich auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten und zu akzeptieren, “dass wir unsere Kinder verlieren”.

    In einer Rede vor Bürgermeistern hat Generalstabschef Mandon gefordert, daß die Franzosen in einem Krieg gegen Russland wirtschaftliche Opfer bringen und es “akzeptieren müssten, ihre Kinder zu verlieren”.

    Damit hat der General einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Er schlägt weit über Paris hinaus hohe Wellen – denn Mandon folgt derselben Doktrin wie Verteidigungsminister Pistorius: in drei bis vier Jahren könne es Krieg geben.

    Verteidigungsministerin Vautrin nahm ihren General in Schutz. Es sei “völlig legitim”, daß er sich über die Bedrohungslage äußere, sagte sie laut “Le Monde”. Das sei schließlich sein Job – und er wisse, daß die jungen Soldaten im Dienst der Nation ihr Leben riskierten.

    Macron spielt mit dem Feuer

    Allerdings ist es etwas völlig anderes, ob man allgemein vom Wehrdienst spricht oder zu Opferbereitschaft im Krieg gegen Russland auffordert. Noch dazu in einem Land, das wie Frankreich tausende Kilometer von der Front entfernt ist.

    Zudem spielt Frankreich selbst mit dem Feuer. Präsident Macron hat der Ukraine nicht nur die Lieferung von bis zu hundert Rafale-Kampfjets zugesagt, sondern offenbar auch Unterstützung vor Ort – also im Kriegsgebiet – angeboten.

    So will die von Macron geführte “Koalition der Willigen” bei einem Waffenstillstand sofort Truppen in die Ukraine schicken. Zudem hat Außenminister Barrot den USA vorgeworfen, mit ihrem jüngsten Friedensplan zu versuchen, eine „Kapitulation“ zu erzwingen…

    Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

    P.S. Die französische Regierung wiegelt ab: « Nos enfants n’iront pas combattre et mourir en Ukraine », a promis la porte-parole du gouvernement, Maud Bregeon. “Unsere Kinder werden nicht in der Ukraine kämpfen und sterben”. Dafür dann an der “Heimatfront”?

     

    8 Comments

    1. Helmut Höft
      21. November 2025 @ 10:08

      Der Mann hat gar nicht so Unrecht: Krieg, Asoziale Medien/Internet/Streamingdienste … falls die Kizz überhaupt soweit kommen, Beispiel: „A War Against Children? ADHD Drugs Become DeFacto Gateway for Many to Multi-Medication “Treatments” Despite Dearth of Clinical Evidence for Use“ https://www.nakedcapitalism.com/2025/11/a-war-against-children-adhd-drugs-become-defacto-gateway-for-many-to-multi-medication-treatments-despite-dearth-of-clinical-evidence-for-use.html

      „Ein Krieg gegen Kinder? ADHS-Medikamente werden für viele zum De-facto-Einstieg in „Behandlungen” mit mehreren Medikamenten, obwohl es kaum klinische Belege für ihre Wirksamkeit gibt

      Es ist schwer zu sagen, was man von den offenbar extrem hohen Diagnose- und Behandlungsraten für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei amerikanischen Kindern halten soll. Ein neuer Artikel im Wall Street Journal leistet ganze Arbeit bei dem Versuch, einer daraus resultierenden und besonders beunruhigenden Entwicklung auf den Grund zu gehen, nämlich dass Kindern, darunter auch Kindergartenkindern, ADHS-Medikamente verschrieben werden. Wenn sich diese als nicht sehr wirksam erweisen oder Nebenwirkungen hervorrufen, lautet die Reaktion allzu oft, weitere Medikamente hinzuzufügen, obwohl schon die ursprüngliche Verschreibung ein Risiko für die Entwicklung des Gehirns darstellt, insbesondere angesichts der vagen Definition dessen, was ADHS ausmacht, und des Mangels an Informationen über die Wirksamkeit und die langfristigen Auswirkungen der Anwendung bei Jugendlichen.“

    Antworten

  • Arthur Dent
    20. November 2025 @ 21:36

    Haha – wir werden Krieg führen müssen, aber es könnte sein, dass wir die Opfer sind. Müssen wir mit rechnen. Echt jetzt?

    Antworten

  • Guido B.
    20. November 2025 @ 20:16

    In Deutschland würde es keinen Sturm der Entrüstung geben. Eher ein Sturm der Begeisterung.

    Antworten

    • hg
      21. November 2025 @ 08:34

      War Napoleon nicht Franzose!? Seine Vasallen, u.a. Preussen s Soldaten kam bis Moskau, der Menschheitsverbrecher auch und dann. Das sollten Lehren genug sein, wenn man denn lernen will, offenbar nicht. Besser Frieden um fast jeden Preis. Und, Selensky kann nicht s für seine Lage, das walte Uncle Sam!

      Antworten

  • european
    20. November 2025 @ 19:39

    Solche Krisenzeiten spülen leider immer die Sich-Unterbewertet-Fühlenden an die Oberfläche. Leider bekommt auch jeder, der es will eine Plattform dazu.

    Militärs haben jahrzehntelang keine Rolle gespielt und jetzt dürfen sie – wahrscheinlich – endlich wieder schießen. In Deutschland gibt es auch so einige Exemplare und insbesondere bei einem speziellen frage ich mich immer, was der so raucht. Dieser irre Blick ist angsteinflößend.

    Gleiches gilt für unsere politischen C-E Promis, die in so ziemlich jeder Talkshow auftauchen. Vier Stühle – eine Meinung. Selbst keine Ahnung, von Bundeswehr und Zivildienst ausgemustert, blasen sie zum großen Kampf. Das generöse WIR taucht in jedem Satz auf und, selbstverständlich, würden sie heute todesmutig bei der Bundeswehr den Dienst an der Waffe schieben.

    Und die Politik kennt keinen Rückwärtsgang, weil sie alles vermasselt haben und das nicht eingestehen wollen.

    Ich hoffe, dass die Gespräche zwischen USA und Russland positiv verlaufen. Wenigstens redet man miteinander. Man wird ja bescheiden.

    Antworten

  • KK
    20. November 2025 @ 19:08

    Solche Typen gehören in den Knast! Und damit meine ich nicht nur diesen General, sondern alle Kriegstreiber!

    Antworten

  • Bogie
    20. November 2025 @ 18:51

    Schön, dass mal jemand ehrlich ist.
    Die Kinder der Armen und der Mittelschicht müssen halt geopfert werden; so wie es immer war.
    Die sogenannten Eliten „bekämpfen“ sich, indem sie die Kinder und den Wohlstand der anderen aufs Spiel setzen.
    Nichts Neues, weder im Westen noch im Osten!

    Antworten

  • Michael
    20. November 2025 @ 18:27

    Wieviele Kinder hat General Mandon? Wo haben die gedient?
    Ansonsten will ich mir die Vereinnahmung im Sinne von „unsere Kinder“verbeten haben!

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    21.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Eine Illusion des besseren Lebens geht zu Ende!

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 21. November 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 21.11.2025


    Eine Illusion des besseren Lebens geht zu Ende!


    Vor langen feudalen Zeiten träumte das Volk in Europa von einem kommenden Garten Eden. Bauern und Dienstleute sehnten andere Zeiten herbei. Sie bemerkten, dass die bürgerlichen Handelshäuser der Fugger und Welser dem Kaiser Geld verschafften, der in prächtigen Burgen und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/eine-illusion-des-besseren-lebens-geht-zu-ende/


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    Schülerstreik gegen die Wehrpflicht – Gewerkschaften müssen sich solidarisieren!


    Die Regierungskoalition hat sich auf die Wiedereinführung der verpflichtenden Musterung geeinigt. Am 05. Dezember 2025 soll der Bundestag über die Änderungen am Wehrpflichtgesetz abstimmen. Verschiedene Jugendgruppen um die Kampagnen „Nein zur Wehrpflicht“ und „Komitees gegen die Wehrpflicht“ rufen daher in&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/schuelerstreik-gegen-die-wehrpflicht-gewerkschaften-muessen-sich-solidarisieren/


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    Maximale Gewalt im 21. Jahrhundert: Eine Anklage gegen das System


    Leben wird zerstört. Die Gewalttätigkeit der Macht hat ihren Gipfel erreicht. Das amerikanische System, das bis heute das mächtigste der Welt ist, hat beschlossen, die Arbeit eines einzelnen Unternehmers (Musk) mit 1.000.000.000.000 US-Dollar (eine Billion Dollar) für ein Jahr Arbeit zu belohnen.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/maximale-gewalt-im-21-jahrhundert-eine-anklage-gegen-das-system/


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    Billionen für die KI-Welt – mit Risiko zum Crash


    Open-AI, Microsoft, Nvidia &amp; Co. sind finanziell und mit Gegengeschäften verbandelt. Eine Fehlspekulation kann alle mitreissen. Hanna Muralt Müller für die Online-Zeitung INFOsperber   Red. Die Dimensionen, um die es geht, sind so riesig und komplex, dass die Medien sie nur&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/billionen-fuer-die-ki-welt-mit-risiko-zum-crash/


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    Unterschiedliche Schlachten, gleicher Kampf: Der Krieg der USA gegen China, Venezuela und die Internationale Linke


    Wohin man auch schaut, befinden sich die Vereinigten Staaten im Krieg – im Inland durch militärische Besetzung von Städten, institutionelle Gewalt und staatlich sanktionierte Entführungen und im Ausland durch wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, Stellvertreterkriege und endlose Interventionen. Von Megan Russell und Michelle&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/unterschiedliche-schlachten-gleicher-kampf-der-krieg-der-usa-gegen-china-venezuela-und-die-internationale-linke/


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    Chile: Politische Vielfalt unter Druck – Parteien verlieren Anerkennung


    Der chilenische Wahlservice Servel bestätigte, dass 13 politische Gruppierungen die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht erfüllt haben und somit ihren Rechtsstatus als Partei verlieren. Der Wahlabend hat die kleinen Parteien mit geringer parlamentarischer Vertretung ins Abseits gedrängt. Die politische Vielfalt im Land&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/chile-politische-vielfalt-unter-druck-parteien-verlieren-anerkennung/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    20.11.2025

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    20.11.2025

    Den Wahnsinn in Betracht ziehen

    manova.news, vom 19. November 2025, 17:00 Uh

    Ein Papier der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik stellt offen die Möglichkeit eines nuklearen Erstschlags durch die NATO auf russisches Gebiet zur Diskussion.

    Foto: New Africa/Shutterstock.com

    Die Politikempfehlungen deutscher Thinktanks sind in erster Linie einmal Empfehlungen, keine offiziellen Planungen von Regierung und Militär. So zumindest hofft man inständig bei der Lektüre eines „Policy Briefs“ der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, das den Titel „Grundlagen einer neuen Nuklearstrategie der NATO — Lehren aus dem Kalten Krieg“ trägt. Wen das schon schlucken lässt, der wird vom Inhalt des Strategiepapiers nicht enttäuscht. Der Politikwissenschaftler Dr. Karl-Heinz Kamp bespricht den Einsatz von Nuklearwaffen nicht mit der gewohnt distanzierten Ehrfurcht vor den Konsequenzen eines solchen Ereignisses, sondern als praktische Option europäischer Außenpolitik. Sowohl den Abwurf über bewohntem Gebiet als auch einen Erstschlag durch die NATO stellt Kamp als zu diskutierende Möglichkeit in den Raum. Dass solche Dinge in einem der größten transatlantischen Thinktanks Deutschlands sagbar sind, lässt vermuten, dass hinter verschlossenen Türen ein beachtliches Maß an Eskalation in Betracht gezogen wird.

    von Ramón Dersch

    „Do not go gentle into that good night, Old age should burn and rave at close of day“

    „Geh nicht sanft in diese gute Nacht, das Alter soll brennen und toben am Ende des Tages“
    – Dylan Thomas

    Einführung: Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

    Think Tanks – wörtlich übersetzt: Denkpanzer – bewegen sich an der Schnittstelle von Militärs, Regierungen und Privatwirtschaft. Weil sie im Hintergrund bleiben, ist ihr Einfluss auf die politische Entscheidungsfindung oftmals undurchsichtig. Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) – im Ausland bekannt als German Council on Foreign Relations – ist ein Paradebeispiel für eine Institution, die die deutsche Außenpolitik seit ihrer Gründung 1955 maßgeblich prägt, dabei selbst jedoch höchstens am Rande in Erscheinung tritt. Schauen wir uns an, wer hinter dieser Denkfabrik steht.

    Aktueller Präsident der DGAP ist Thomas Enders, ehemaliger Chief Executive Officer (CEO) des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Airbus. Ab November übernimmt er außerdem den Vorsitz des Verwaltungsrats des deutsch-französischen Panzerprojekts der Firma KNDS.(1) Vorstand und Präsidium des Think Tanks zeigen, dass wir es mit einer typisch transatlantischen Institution zu tun haben. Viele der beteiligten Personen haben ihre Ausbildung entweder direkt in den USA oder an einer der zahlreichen in Deutschland ansässigen Denkfabriken mit US-Bezug (German Marshall Fund, Atlantik-Brücke und ähnlichen Einrichtungen) absolviert. Im Präsidium finden wir beispielsweise Stefanie Babst, ehemalige Leiterin des strategischen Planungsstabs der NATO, neben Wolfgang Ischinger (ehemaliger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz), Annegret Kramp-Karrenbauer und Norbert Röttgen, aber auch Gregor Gysi. Beachtlich ist außerdem die Mitgliedschaft des deutschen Außenministers Johann Wadephul. (2)

    Die DGAP fungiert als Sammelbecken aktueller und ehemaliger Größen aus Wirtschaft, Militär und Politik, um strategische Entscheidungen der deutschen Außenpolitik zu entwickeln, koordinieren und umzusetzen. Die gleichzeitige Präsenz des amtierenden deutschen Außenministers Wadephul mit einstigen NATO-Strategen wie Babst garantiert eine reibungslose Abwicklung langfristiger Projekte über Legislaturperioden und Parteigrenzen hinweg.

    Die Opazität (Undurchsichtigkeit) solcher Institutionen ist beabsichtigt. Oft werden sie als Nichtregierungsorganisationen bezeichnet, obwohl sie direkt von der Regierung bezahlt werden – so die DGAP im Jahre 2024 mit mehr als 250.000 Euro jeweils vom Auswärtigen Amt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

    Als weitere Finanziers werden unter anderem genannt: die Bill and Melinda Gates Foundation (> 250.000 Euro), die Open Society Foundation von George Soros (> 250.000 Euro), die Europäische Investitionsbank (< 25.000 Euro) und die NATO (< 25.000 Euro). (3)

    Ein Blick in den Förderkreis des eingetragenen Vereins rundet das Bild ab: Rüstungsunternehmen (Airbus, Helsing, Lockheed Martin, Rolls-Royce) reichen Banken (Deutsche Bank, Goldman Sachs, Perella Weinberg), Autokonzernen (VW, BMW, Mercedes), sowie dem Tabakkonzern Philip Morris, Pepsico und Google die Hand. (4) (Die Auflistung ist nicht vollständig.)

    Wir haben es bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik mit dem zu tun, was man ein Konsortium nennt – einem „vorübergehenden Zusammenschluss eigenständiger Institutionen zur Realisierung eines gemeinsamen Projekts“. (5) Wenn wir uns im Folgenden das „Policy Brief“ – eine politische Handlungsempfehlung – eines Autors der DGAP ansehen, sollten wir diese institutionellen Verflechtungen im Hinterkopf behalten.

    Zeitenwende – jetzt auch nuklear

    Der Politikwissenschaftler Karl-Heinz Kamp, der schon Anfang 2025 für eine „nukleare Zeitenwende“ plädiert hatte (1), meldete sich Ende Oktober erneut zu Wort. Sein Dokument „Grundlagen einer neuen Nuklearstrategie der NATO“2 lässt durchblicken, welche Szenarien auf Seiten der NATO-Militärs derzeit diskutiert werden. Diese basieren offenbar auf Erkenntnissen, die sich seit dem Kalten Krieg – bereits im Untertitel des Papiers genannt – kaum geändert haben.

    Kamp ist in den transatlantischen Netzwerken kein Unbekannter. „Von 2007 bis 2013 war Karl-Heinz Kamp Forschungsdirektor am NATO Defense College in Rom.“ Anschließend (2015 bis 2019) fungierte er als Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) und bis 2023 als Berater des Bundesministeriums der Verteidigung. (8)

    Bevor wir zu den Aussagen Kamps kommen, soll auf die Rolle des geteilten Deutschlands im ehemaligen Ost-West-Konflikt unter dem Gesichtspunkt der Atomwaffen eingegangen werden. BRD und DDR waren im Kalten Krieg gleichermaßen nukleare Frontstaaten.

    Nach Gründung der Bundeswehr und deren Integration in die NATO 1955 – dem Gründungsjahr der DGAP – folgten die strategischen Planungen des Westens dem Paradigma der sogenannten „Vorwärtsverteidigung“. Damit gemeint war der Anspruch, einen sowjetischen Angriff soweit wie möglich im Osten abzuwehren. Für Westdeutschland bedeutete dies, im Falle eines sowjetischen Überfalls nuklear bombardiert zu werden – von den eigenen NATO-Partnern, auf Befehl der USA und Großbritanniens.

    Der Militärhistoriker Dieter Krüger schreibt dazu:

    „Nach ersten Zielabsprachen zwischen amerikanischen NATO-Offizieren und dem amerikanischen Strategic Air Command seit 1951 begann das Bündnis seit 1953 darüber nachzudenken, wie mit dem Einsatz von bis zu 1.000 taktischen Atomsprengköpfen eine sowjetische Offensive womöglich schon an der Elbe aufzuhalten sei. (…)

    Ende 1955 wurde der Atomic Strike Plan vollständig überarbeitet. (…) Im Fall eines Überraschungsangriffs wären 66 Ziele auf dem Boden der DDR und sogar grenznahe Ziele auf westdeutschem Boden bombardiert worden. Sofern dem Angriff ein Truppenaufmarsch vorausging, erhöhte sich die Anzahl der Ziele entsprechend. Angesichts des Einsatzes von Sprengköpfen mit einer Sprengkraft von 2 bis 750 KT und eines fallweise mehrfachen Angriffs einzelner Ziele wird die atomare Verwüstung vorstellbar, die, je länger desto sicherer, nicht auf Ostdeutschland und Osteuropa beschränkt geblieben wäre.“ (9)

    Die ehemaligen Bundeskanzler der BRD standen vor dem Dilemma, die eigene Bevölkerung als eine Art Faustpfand gegen einen sowjetischen Angriff einsetzen zu müssen: Im Falle eines Angriffs beruhte die nukleare Abschreckung darauf, die Vernichtung großer Teile Deutschlands zu akzeptieren, um einen weiteren Vormarsch zu verhindern.

    Die Entscheidung darüber traf letztlich allein der US-Präsident, gemeinsam mit dem Supreme Allied Commander Europe (SACEUR). Diese Position existiert bis heute: Sie ist dem US-General vorbehalten, der im Falle eines Konflikts mit NATO-Beteiligung auf europäischem Boden den militärischen Oberbefehl hat – aktuell ein Herr mit bezeichnend russisch klingendem Namen: Alexus G. Grynkewich. (10)

    Nutzlose Konsultationen damals …

    Die nicht-nuklearen NATO-Staaten, also auch Deutschland, wären im Kalten Krieg bestenfalls über einen bevorstehenden Nukleareinsatz informiert worden – „if time permitted“, wenn die Zeit es erlaubt. (11) Zwar forderte der kanadische Außenminister 1954 noch ernsthaft „No annihilation without consultation“ – keine Auslöschung ohne Konsultation –, war mit diesem Vorstoß jedoch ähnlich erfolgreich wie ein Schwein vor der Schlachtbank. (12) Der britische Journalist Nigel Calder beschrieb 1979 die Praxis der 'Konsultation':

    „Alle Mitgliedsstaaten der NATO müssen bei dieser Entscheidung [dem Atomwaffeneinsatz; Anmerkung des Verfassers) „konsultiert“ werden. Konsultation ist jedoch ein vager Begriff, der durch die Schwierigkeit und den Zeitverlust, mit den Regierungen und Militärchefs in 13 Hauptstädten oder Bunkern Verbindung aufzunehmen, noch vager wird. In der Praxis liegt die Entscheidung für den „Erstschlag“ hauptsächlich bei der Nation, die die Nuklearwaffen liefert (im typischen Fall bei den Vereinigten Staaten, denkbar wäre jedoch auch Großbritannien), und bei der Nation, auf deren Territorium Waffen zur Explosion kommen sollten (nach den Standardplänen: die Bundesrepublik).“ (13)

    In der Tat ist man – wie auch Karl-Heinz Kamp feststellt – bis zum Ende des Kalten Krieges nicht über diese Form der „Beteiligung“ der Mitgliedsstaaten hinausgelangt. Mit dem Zusammenbruch der UdSSR wurden die strategischen Atomplanungen auf Eis gelegt. Wie ist es heute um die nukleare Strategie der NATO bestellt?

    Im 2022 veröffentlichten „Strategic Concept“ (14) wird Russland klar als primärer Gegner des „Verteidigungsbündnisses“ genannt. In Paragraph 21 heißt es:

    „We will deter and defend forward with robust in-place, multi-domain, combat-ready forces, enhanced command and control arrangements, prepositioned ammunition and equipment and improved capacity and infrastructure to rapidly reinforce any Ally, including at short or no notice.“

    „Wir werden durch Vorwärtsabschreckung und Vorwärtsverteidigung agieren – mit robusten, ortsfest stationierten, multidimensional einsatzbereiten Kräften, verbesserten Führungs- und Kommandostrukturen, vorpositionierter Munition und Ausrüstung sowie ausgebauten Kapazitäten und Infrastrukturen, die es ermöglichen, jeden Verbündeten rasch zu verstärken – auch mit kurzer oder ganz ohne Vorwarnzeit.“ (Übersetzung des Verfassers)

    Auch in Paragraph 24 kehrt das Motiv der Vorwärtsverteidigung wieder, wenn es heißt:

    „NATO’s nuclear deterrence posture also relies on the United States’ nuclear weapons forward-deployed in Europe and the contributions of Allies concerned.“

    „Die nukleare Abschreckung der NATO beruht auch auf den nach vorn verlegten Nuklearwaffen der Vereinigten Staaten in Europa und der Beteiligung der betreffenden Verbündeten.“ (Übersetzung des Verfassers)

    Der terminus technicus „command and control“ bezieht sich in der Nuklearkriegsplanung auf die Diskrepanz zwischen dem, der den Befehl zum Einsatz der Atomwaffen gibt (command) und denjenigen Soldaten, die das zweifelhafte Privileg haben, den Befehl auszuführen (control). In Paragraph 24 ist die sogenannte „nukleare Teilhabe“ berührt, also die Verpflichtung derjenigen europäischen Bündnispartner, die US-Atomwaffen beherbergen, diese auf Befehl des SACEUR zum Einsatz zu bringen. Aktuell sind dies Deutschland, Belgien, die Niederlande, Italien, die Türkei und – seit dem Transfer von US-Wasserstoffbomben in diesem Jahr – auch Großbritannien.

    … wie heute

    Kamp bemängelt in seinem Dossier, dass sich die NATO zwar stets auf die nukleare Abschreckung als Grundpfeiler ihrer Existenz beruft, seit dem russischen Angriff auf die Ukraine jedoch keine neue Nuklearstrategie entwickelt hat. Wir werden sehen, dass die Vorschläge, die er macht, jeden beunruhigen sollten, der mit den Kriegsplanungen im Kalten Krieg vertraut ist. Wichtige Fragen werden gestellt:

    „Welche politischen und militärischen Grundsätze sollen für einen möglichen Einsatz einer Kernwaffe durch die NATO gelten? Welche Ziele kämen für den Einsatz infrage? Welche Verfahren sollen für die Billigung eines solchen Extremfalls im Bündnis gelten?“ (15)

    Der wichtigste Unterschied gleich vorweg: Deutschland ist – aufgrund der NATO-Osterweiterung, die entgegen den politischen Zusagen an die Sowjetunion sukzessive durchgezogen wurde – heute nicht mehr in der Gefahr, durch die eigenen Verbündeten bombardiert zu werden, um einen russischen Vorstoß aufzuhalten. Allerdings „können russische Kernwaffeneinsätze auf NATO-Gebiet nicht ausgeschlossen werden. In einem größeren militärischen Konflikt an den Ostgrenzen der NATO würde Russland versuchen, sowohl die Truppenbewegungen der NATO von Westen nach Osten als auch die Anlandung amerikanischer Verstärkung in Europa durch Angriffe auf Häfen oder Verkehrsknotenpunkte zu verhindern. Solche Angriffe könnten auch mit Kernwaffen erfolgen.“ (16)

    Hier sollte man sich in Erinnerung rufen, dass Deutschland iterativ als „Drehscheibe der NATO“ (17) bezeichnet wird, Truppen- und Materialkonzentrationen zwangsläufig auf bundesdeutschem Gebiet stattfinden und so zur Zielscheibe der „nicht auszuschließenden“ russischen Nuklearschläge zu werden drohen. Aber zum Glück hat die BRD kluge Männer wie Karl-Heinz Kamp, die mit einer vorausschauenden Strategie Russland von einem derartigen Vorgehen abzubringen versuchen.

    In neun Punkten wird diese Strategie entwickelt, die von Anfang an keinerlei Zurückhaltung verspüren lässt: „Erstens muss sich diese Strategie vor allem gegen Russland richten.“ (18) Und hier nun wird es ernst, sehr ernst, denn Kamp kommt – über mehrere vorbereitende Schritte – auf einen Ersteinsatz von Kernwaffen durch die NATO zu sprechen.

    „Drittens (...). Eine nukleare Eskalation der NATO würde zuerst dem politischen Ziel dienen, Verteidigungswillen gegenüber dem Angreifer zu demonstrieren und ihn zum Abbruch der Kampfhandlungen zu bewegen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Kernwaffeneinsätze rein symbolisch, etwa über unbewohntem Gebiet erfolgen sollen, da dies als mangelnde Entschlossenheit missverstanden werden könnte. Wie schon in den Diskussionen um die General Political Guidelines (im Kalten Krieg; Anmerkung des Verfassers) festgehalten, muss ein Kernwaffeneinsatz auch einen Schaden für den Angreifer verursachen, um als Warnung ernst genommen zu werden.

    Viertens heißt dies, dass eine künftige nukleare Zielplanung vor allem gegen russisches Territorium gerichtet sein muss.“

    Da haben wir es. Deutsche Politikwissenschaftler fordern unverhohlen, russische belebte Ziele – russische Städte – für die atomare Bombardierung auszuwählen, um so den Verteidigungswillen des Gegners zu brechen. Wie das wohl in Russland ankommt?

    Der belgische Verteidigungsminister wurde unlängst gefragt, ob er denn keine Angst vor einem etwaigen nicht-nuklearen russischen Vergeltungsschlag auf Brüssel habe. Seine Antwort zeigt die Hybris der kleinen NATO-Staaten in aller Deutlichkeit: „Nein, denn dann treffen sie das Herz der NATO und dann werden wir Moskau dem Erdboden gleichmachen.“(4).

    Offensichtlich muss man erneut daran erinnern, wer mit einer solchen Rhetorik zuletzt Politik gemacht hat:

    „Die Vorstellungen der obersten Führung (der Wehrmacht; Anmerkung des Verfassers) über die Behandlung Leningrads wiesen einige Schwankungen auf. Ihr zerstörerischer Charakter blieb aber zumindest bei Hitler konstant. Schon bald nach Feldzugsbeginn teilte er nicht nur seinen engsten Vertrauten, sondern auch der militärischen Führung seinen „feststehenden Entschluß“ mit, „Moskau und Leningrad dem Erdboden gleich zu machen, um zu verhindern, daß Menschen darin bleiben, die wir dann im Winter ernähren müßten.“ (21)

    Der fünfte Punkt in Kamps „Strategie“ behandelt die berüchtigten Konsultationen. Angesichts der uns nun bekannten Planungen aus dem ersten Ost-West-Konflikt sollte man in Deutschland ob seiner Worte gewarnt sein:

    „Fünftens könnten die in der Vergangenheit entwickelten nuklearen Konsultationsmechanismen der NATO im Wesentlichen beibehalten werden. Konsultiert würden demzufolge vor allem die besonders betroffenen Staaten, also jene, die amerikanische Kernwaffen auf ihrem Boden stationieren, die Trägersysteme bereitstellen oder sonstige Unterstützung leisten.“ (22)

    Friedrich Merz wird also rechtzeitig informiert, wenn die angelsächsischen Entscheidungsträger Kernwaffen gegen Russland einsetzen wollen. Ihr Leben in guten Händen.

    Bevölkerung bereit zum Erstschlag

    Ganz d'accord mit dem „Nuclear Posture Review“ der USA von 2022, schließt Kamp einen Ersteinsatz nicht aus:

    „Sechstens sollte die Allianz, auch wenn ein früher Kernwaffeneinsatz der NATO sehr unwahrscheinlich ist, nicht von ihrem nach wie vor gültigen Konzept des „First Use“ abweichen. Das heißt davon, eine nukleare Eskalation auch dann zu erwägen, wenn der Gegner noch keine eigenen Kernwaffen eingesetzt hat.“(23)

    In besagtem US-Dokument, das unter Präsident Joseph Biden verabschiedet wurde, wird den US-Atomwaffen ein dreifacher Daseinszweck zugeschrieben: „Abschreckung“, „Absicherung Verbündeter und Partner“ sowie „Erreichen von US-Zielen, falls die Abschreckung versagt“. (24) Im Abschnitt zur „Deklarationspolitik“ – welcher die Frage nach der Kommunikation der Nuklearpolitik an die Gegner betrifft –, wird festgestellt:

    „We conducted a thorough review of a broad range of options for nuclear declaratory policy – including both No First Use and Sole Purpose policies – and concluded that those approaches would result in an unacceptable level of risk in light of the range of non-nuclear capabilities being developed and fielded by competitors that could inflict strategic-level damage to the United States and its Allies and partners.“

    „Wir haben eine gründliche Überprüfung einer weiten Spannbreite von Optionen für die nukleare Deklarationspolitik durchgeführt – einschließlich der Politik des Verzichts auf den Ersteinsatz („No First Use“) wie auch der Politik des Einsatzes für genau definierte Zwecke („Sole Purpose“) – und sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Ansätze angesichts der Bandbreite nicht-nuklearer Fähigkeiten, die Wettbewerber entwickeln und einsetzen und mit denen sie strategischen Schaden in den Vereinigten Staaten sowie bei deren Verbündeten und Partnern anrichten könnten, ein inakzeptabel hohes Risiko darstellen würden.“ (25)

    Staaten wie China oder Indien haben sich unilateral zu einer sogenannten No-First-Use-Politik verpflichtet, sie verzichten also proaktiv auf den Ersteinsatz von Kernwaffen. Die NATO, mit den USA voran, hält derlei einseitige Deklarationen für Makulatur (26), und verzichtet auf den Verzicht zum Ersteinsatz. Die Vereinigten Staaten haben sich seit 1945 jederzeit das Recht vorbehalten, nuklear zuerst anzugreifen.

    Gut dotierte Fachkräfte wie Kamp stoßen nun ins nukleare Horn und wollen der deutschen Bevölkerung den Atomkrieg schmackhaft machen. Mit empfindlichem Seismograph für das „gesunde Volksempfinden“ spürt er die „gute Stimmung“ im Land, was Aufrüstung und Militarisierung angeht – Zeit, dies auch auf die nukleare Ebene zu verlagern:

    „Mit Russlands Krieg in der Ukraine, Moskaus aggressiven Aktionen gegen einzelne NATO-Mitglieder und wachsenden Spannungen an der NATO-Ostflanke ist die allgemeine Einsicht in die Notwendigkeit einer glaubwürdigen Verteidigung deutlich gestiegen. Die erhebliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben in den meisten NATO-Staaten trifft meist auf ebenso breite öffentliche Zustimmung, wie die weitere Unterstützung der Ukraine oder die Verschärfung der Sanktionen gegen Moskau. Die NATO sollte diese allgemeine sicherheitspolitische Sensibilität nutzen, um auch im Bereich der nuklearen Abschreckung zu einer überzeugenden Strategie zu gelangen.“ (27)

    Prompt meldete sich NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu Wort:

    +„Es ist wichtig, dass wir mit unseren Gesellschaften mehr über nukleare Abschreckung sprechen, um sicherzustellen, dass die Menschen verstehen, wie sie zu unserer gemeinsamen Sicherheit beiträgt.“* (28)

    Wir dürfen davon ausgehen, dass diese im Denkpanzer entwickelte und nun nach außen getragene Strategie der „nuklearen Kommunikation“ in den nächsten Wochen und Monaten an Fahrt aufnimmt. Die europäischen Bevölkerungen sollen sukzessive auf eine atomare Eskalation, mithin gar einen Erstschlag der NATO, vorbereitet werden.

    Um dem abstrakten – und daher entfremdenden – Jargon des Nuklearkriegs zu entkommen, sei zum Schluss noch einmal auf die Folgen eines bloß begrenzten Atomwaffeneinsatzes auf europäischem Boden verwiesen:

    „Das gesamte Gebiet Großbritanniens, Belgiens, der Niederlande und der Bundesrepublik könnte durch Bombenexplosionen von 374 gut platzierten 1-Megatonnen-Bomben derart radioaktiv verseucht werden, dass jeder, der im Freien überrascht wird, mit dem sicheren Tod rechnen müsste.“

    „Die Angriffe werden natürlich von Land zu Land variieren, wobei die Bundesrepublik, Großbritannien und Frankreich (in dieser Reihenfolge) am stärksten getroffen werden. Eine Schätzung britischer Experten für Zivilverteidigung, wonach Dreiviertel der Zivilbevölkerung umkommen würden, erscheint durchaus glaubwürdig.“ (29)

    Hierbei sind die Verletzten, Verhungerten und alle weiteren Betroffenen noch nicht eingerechnet. Dies sind die nuklearen Strategien aus dem Kalten Krieg, die Kamp mit neuem Leben (?) füllen möchte. Und so schreibt er selbst zum Schluss:

    „Deutschland, das die nuklearstrategischen Debatten des Kalten Krieges entscheidend mitgeprägt hat, kommt angesichts seines politischen Gewichts und seiner geostrategischen Lage auch heute eine besondere Verantwortung zu.“ (30)5

    Ich hoffe, klargestellt zu haben, wie diese „besondere Verantwortung“ aussieht – damals wie heute.


    Quellen und Anmerkungen:

    (1) https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ruestungsindustrie-tom-enders-wird-chairman-beim-panzerbauer-knds/100165694.html (Zugriff: 09.11.25).

    (2) Vgl. DGAP – Jahresbericht 2024/25, S. 14. https://dgap.org/sites/default/files/2025_05_27_DGAP%20Jahresbericht%202025_210x275mm%20%281%29.pdf (Zugriff: 09.11.25).
    (3) Vgl. ebd., S. 20.
    (4) Vgl. DGAP Jahresbericht 2024/25, S. 21 und DGAP Jahresbericht 2022/23, S. 47. https://dgap.org/sites/default/files/dgap_jahresbericht_2022-2023.pdf (Zugriff: 09.11.25).
    (5) https://www.dwds.de/wb/Konsortium#d-1-1 (Zugriff: 09.11.25).
    (6) https://dgap.org/de/forschung/publikationen/die-nukleare-zeitenwende-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (7) Kamp, Karl-Heinz (2025): Grundlagen einer neuen Nuklearstrategie der NATO. Lehren aus dem Kalten Krieg.
    https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25. Im Folgenden nur mit Link zitiert).
    (8) https://dgap.org/de/user/30410/dr-karl-heinz-kamp (Zugriff: 09.11.25)
    (9) Krüger, Dieter: Schlachtfeld Bundesrepublik? Europa, die deutsche Luftwaffe und der Strategiewechsel der NATO 1958 bis 1968. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jahrgang 56 (2008), Heft 2, S. 171-225, hier S. 175-176. https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2008_2_1_krueger.pdf (Zugriff: 04.11.25).
    (10) https://shape.nato.int/saceur-2 (Zugriff: 04.11.25).
    (11) https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (12) Vgl. ebd.
    (13) Calder, Nigel (1980): Atomares Schlachtfeld Europa. Report über die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs in den 80er Jahren, S. 78f.
    (14) https://www.nato.int/nato_static_fl2014/assets/pdf/2022/6/pdf/290622-strategic-concept.pdf (Zugriff: 04.11.25).
    (15) https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (16) Ebd.
    (17) https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/verteidigung/aufgaben/deutschland-drehscheibe-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (18) https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (19) Ebd., Hervorhebung durch den Verfasser.
    (20) https://www.humo.be/nieuws/theo-francken-n-va-alles-uit-de-terminator-films-is-realiteit-aan-het-worden~b6f7568f/ (Bezahlschranke); Auszüge zu lesen unter: https://anti-spiegel.ru/2025/belgischer-verteidigungsminister-wir-machen-wir-moskau-platt/ (Zugriff: 09.11.25).
    (21) Hürter, Johannes: Die Wehrmacht vor Leningrad. Krieg und Besatzungspolitik der 18. Armee im Herbst und Winter 1941/42. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jahrgang 49 (2001), Heft 3, S. 377-440, hier S. 391. https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2001_3_1_huerter.pdf (Zugriff: 04.11.25).
    (22) https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (23) Ebd., Hervorhebung durch den Verfasser.
    (24) U.S. Department of Defense: 2022 Nuclear Posture Review, S. 7. https://media.defense.gov/2022/Oct/27/2003103845/-1/-1/1/2022-NATIONAL-DEFENSE-STRATEGY-NPR-MDR.pdf (Zugriff: 04.11.25).
    (25) Ebd., S. 9.
    (26) Vgl. https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25).
    (27) Ebd.
    (28) https://www.tagesschau.de/ausland/europa/rutte-nato-abschreckung-100.html (Zugriff: 09.11.25).
    (29) Calder, Nigel: Atomares Schlachtfeld Europa, S. 82, Hervorhebung durch den Verfasser.
    (30) https://dgap.org/de/forschung/publikationen/grundlagen-einer-neuen-nuklear-strategie-der-nato (Zugriff: 04.11.25).


    Ramón Dersch, Jahrgang 1997, hat einen Masterabschluss in Empirischer Kulturwissenschaft. Während seine ursprünglichen intellektuellen Interessen in der Philosophie lagen, haben sich seit den jüngsten globalen Entwicklungen — Corona-Pandemie und der Krieg gegen Russland — seine Hauptforschungsfelder auf Phänomene der Macht verlagert. Aktuell arbeitet er an einem größeren Werk zum Themenkomplex Geld und Gewalt.

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    Info: https://www.manova.news/artikel/den-wahnsinn-in-betracht-ziehen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.11.2025

    Kaja Kallas: Hier spricht die künftige Kriegsministerin

    freedert.online, 20 Nov. 2025 12:47 Uhr, Von Astrid Sigena und Wladislaw Sankin

    Die höchste EU-Diplomatin und Sicherheitsbeamtin Kaja Kallas wähnt sich schon im Dritten Weltkrieg. Kein Wunder, dass sie ihre Vorbilder aus dem vorangegangenen Weltkrieg schöpft. Auch knüpft sie unzertrennlich ihr politisches Schicksal an das Selenskij-Regime.


    Kaja Kallas: Hier spricht die künftige KriegsministerinQuelle: Legion-media.ru


    Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas während einer Pressekonferenz in Brüssel am 10. Juni 2025 (Symbolbild).D





    Die Lage an der Front ist schlecht, zumindest für das Selenskij-Regime und seine europäischen Unterstützer. Da wird es Zeit für ein Interview mit der Bellizistin Kaja Kallas, um den Durchhaltewillen der Öffentlichkeit zu stärken. Dem Titel nach ist Kallas seit gut einem Jahr EU-Außenbeauftragte, als die oberste Diplomatin der EU, die die rund 450 Millionen EU-Bürger nach außen vertreten soll. Diplomatie ist jedoch nicht ihre Stärke, vielmehr geriert sie sich als eine Art EU-Kriegsministerin.

    Die in ihrer Russophobie unbeirrbare Kaja Kallas kann dabei als Paradebeispiel einer Diagnose dienen, die der russische Auslandsnachrichtendienst SWR kürzlich den Führern der Europäischen Union sowie den Staatschefs der führenden Länder Europas attestiert hat (RT DE berichtete): Sie würden in einer Blase des Wunschdenkens leben, könnten die Realität, die ein Scheitern ihres ukrainischen Projekts wahrscheinlich werden lasse, nicht erkennen, und weigerten sich, den Warnungen ihrer eigenen Experten Gehör zu schenken. Man darf davon ausgehen, dass auch und gerade die EU-Außenpolitikerin Kallas nicht nur Propaganda zur Einlullung der europäischen Bevölkerung verbreitet, sondern auch selbst den von ihr verbreiteten Parolen einer angeblichen russischen Gefahr und eines kommenden Sieges der Europäer über Russland Glauben schenkt.


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    Nicht umsonst ist der Journalist, der Kallas für den Tagesspiegel interviewt, Christoph von Marschall, der ein Buch über einen drohenden Krieg mit Russland und dessen mögliche Verhinderung durch die Bundesregierung namens "Der schwarze Dienstag" verfasst hat (und in dem es selbstverständlich mehr um die potenzielle deutsche Führungsrolle in Europa und um die Notwendigkeit, Kompromisse gegenüber Russland im Ukraine-Konflikt zu verhindern, geht als um wirkliche Friedenspolitik). Dementsprechend klingen sowohl Kallas als auch ihr Interviewer so, als wäre eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland schon eine beschlossene Sache und nur noch eine Frage der Zeit.

    Allerdings geht es Kaja Kallas und Christoph von Marschall wie fast allen Bellizisten: Sie müssen konstatieren, dass ein großer Teil der europäischen Bevölkerung ihnen nicht in den Krieg mit Russland folgen will. Konkret heißt das: Der Journalist von Marschall fragt nach, ob die Europäer geeint und entschlossen genug seien, "rasch zu handeln" (wobei er offenlässt, ob er mit "raschem Handeln" etwa den offenen Kriegseintritt Europas meint). Er stellt die Behauptung auf, es falle den Europäern schwer, die Realität zu akzeptieren (das kann man damit übersetzen, dass sich die Europäer weigern, das antirussische Narrativ ihrer Führungselite zu übernehmen).

    Auch die Frage "Warum fürchten sich 450 Millionen EU-Bürger vor 140 Millionen Russen, und hoffen, dass 340 Millionen Amerikaner sie beschützen, statt es selbst zu tun?" postuliert eine dringliche russische Gefahr, gegen die eingeschritten werden muss, ohne einen Beweis dafür zu liefern. Damit liefert er Kallas die Steilvorlage für das schon wohlbekannte Argument der Balten und Finnen, man habe als Nachbar der Russen gelernt, Russland als Gefahr zu betrachten (womit unterschwellig den übrigen Europäern Ahnungslosigkeit gegenüber der postulierten russischen Gefahr unterstellt wird).


    Screenshot Tagesspiegel



    Auf der "Defending Baltics"-Tagung, die diese Woche im litauischen Vilnius stattfand, wurde das Problem der widerwilligen europäischen Bevölkerung offen angesprochen, wie BILD-Korrespondent Julian Röpcke berichtete (Artikel hinter Bezahlschranke). Röpcke umschreibt das Problem als eine mangelnde Vorbereitung der Bürger und zitiert Generalleutnant Andrus Merilo, den Befehlshaber der estnischen Streitkräfte, als Gewährsmann.


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    Dem estnischen Militär bereite die Widerstandsfähigkeit und Überlebensfähigkeit der Leute, sollte es zu "andauernden russischen Attacken" auf die kritische Infrastruktur kommen, große Sorgen. Darüber werde zu wenig gesprochen, so Merilo. Und von einem ehemaligen Minister will Röpcke gehört haben: "Die Angriffe der Russen werden darauf abzielen, dass unsere Menschen nach ein paar Tagen Krieg auf die Straße gehen und UNS auffordern werden, zu kapitulieren, um das Leiden zu beenden. Dessen müssen wir uns bewusst sein." Heißt: In den europäischen Machtzirkeln fürchtet man Massenproteste – wenn nicht jetzt in der Vorkriegszeit, dann spätestens, wenn der angepeilte Krieg begonnen hat und die Folgen spürbar werden.

    Auch sonst weiß Röpcke eher Düsteres (für die Kriegstreiber!) von der Tagung in Vilnius zu berichten: Die russische Rüstungsindustrie sei sehr effizient und erfolgreich, was einen russischen Sieg im Konfliktfall wahrscheinlich mache. Deutschland setze dagegen auf die falschen Waffen. Natürlich raunt Röpcke dabei von einem angeblichen russischen Angriff, von dem die Experten ausgingen. Die Frage sei nicht "ob, sondern wann".

    Gegen diese (aus Sicht der europäischen Führung) schlechten Prognosen kämpft Kallas in ihrem Interview tapfer an. Während Röpcke zu berichten weiß, dass die USA im Ernstfall den Europäern gegen Russland wahrscheinlich nicht beistehen würden, die militärischen Pläne der NATO jedoch immer noch auf einer Beteiligung der USA basierten (was wiederum den SWR in seiner Stellungnahme zum Realitätsverlust der europäischen Führer bestätigt), bekräftigt Kallas ihr Vertrauen in das Schutzversprechen der US-Amerikaner. Präsident Donald Trump habe den Alliierten mehrfach versichert, dass die Beistandspflicht eisern gelte. Es gebe heute mehr US-Truppen in Europa als vor dem Ukraine-Krieg. Es klingt wie das Pfeifen im Walde.


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    Allerdings müssten sich die Europäer mehr engagieren, so Kallas, schneller Waffen produzieren und auch von den Ukrainern lernen, zum Beispiel bei der Drohnen-Abwehr. Nur so könne man Wladimir Putin von einem Angriff abhalten. Kallas schwebt "ein Bündnis aller demokratischen Staaten in Asien, Nordamerika und Europa" nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen China vor. Die EU-Außenbeauftragte setzt weiterhin auf ihr Ziel, Russland mithilfe eines Wettrüstens und Sanktionen wirtschaftlich niederzuringen: "Putin hofft, dass er länger durchhält. Wir kommen jedoch unserem Ziel immer näher, dass er als Erster aufgeben muss." Der Ukraine-Krieg werde enden, "wenn einer Seite die Mittel ausgehen". Und diese Seite müsse Russland sein. Kallas sieht schon erste Anzeichen eines wirtschaftlichen Niedergangs in Russland und meint, dass Russland "zunehmend auf Hilfe von außen angewiesen sei".

    Dabei übersieht Kallas, dass es gerade die Ukraine unter Wladimir Selenskij ist, die hochgradig auf Unterstützung von außen zur Weiterführung des Krieges angewiesen ist: sowohl finanziell als auch durch Waffenlieferungen. Damit ist das Land extrem von den Launen seiner Unterstützer und Geldgeber abhängig. Schwindet die Unterstützung für das Ukraine-Projekt in Europa (zum Beispiel durch Wahlerfolge der Opposition), könnte die Selenskij-Administration sehr schnell blank dastehen. Russland ist dagegen in seiner Rüstungsproduktion sehr viel autarker – im Vergleich zur Ukraine sowieso, aber auch in Bezug auf die westeuropäischen Länder. Zudem geht der Ukraine auch die Ressource Mensch aus, das heißt, es fehlen Selenskij Soldaten, die er an die Front schicken kann. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass nur noch rund 20 Millionen Menschen auf dem von Kiew kontrollierten Gebiet leben. Der Rest ist nach Westeuropa oder nach Russland geflohen.

    Wie instabil mittlerweile die Lage des Selenskij-Regimes geworden ist, zeigt der Skandal um die sogenannten Minditsch-Bänder (RT DE berichtete). Die Veröffentlichung dieser Aufzeichnungen und die Aufdeckung der in Selenskijs Umgebung grassierenden Korruption wären kaum möglich ohne den Segen des Westens. Schon lange ist die Rede davon, Selenskij könne durch einen neuen Kandidaten des Ukraine-Projekts ausgetauscht werden. Es könnte sein, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist.


    Screenshot_2025_11_20_at_23_24_26_Kaja_Kallas_Hier_spricht_die_k_nftige_Kriegsministerin_RT_DE

    Umarmung in Kiew. Kaja Kallas trifft sich am 13. Oktober mit dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij im von Russland gebauten Mariinski-Palast.Legion-media.ru


    Ganz und gar abstrus wird es, wenn Kallas von den Gefallenenzahlen der russischen Streitkräfte spricht. Kallas zufolge gerate Russland in finanzielle Schwierigkeiten, weil sich die Zahlungen an die hinterbliebenen Familien mehrten. Sie behauptet, dass im September 2025 15.000 russische Armeeangehörige gefallen seien, im Oktober 25.000 und im November sogar 28.000. Was auffällt: Kallas weiß die Zahlen vom November, obwohl dieser Monat noch gar nicht beendet ist! Eine Quelle für die von ihr genannten Zahlen nennt sie nicht. Von russischer Seite können sie nicht stammen, denn dort werden keine offiziellen Zahlen bekannt gegeben. Wenn die Zahlen nicht von ihrem Büro fantasiert wurden, stammen sie vermutlich vom ukrainischen Militärgeheimdienst GUR, also einer interessierten Partei.


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    Dabei dürfte die Ukraine die weitaus höheren Verluste davontragen, wenn man die Relation der Anzahl an ausgetauschten Leichen als Kriterium heranzieht (natürlich sind auch andere Erklärungen möglich, zum Beispiel, dass die russische Seite einfach mehr Leichen birgt als ihr ukrainisches Gegenüber). Dafür spricht auch die militärtechnische Überlegenheit der Russen: Kann man bezüglich des Drohnenkriegs eventuell noch von einer Pattsituation ausgehen, so besitzt Russland mit seinen Gleitbomben und thermobarischen Waffen die Luftüberlegenheit. Damit sollen die russischen Verluste nicht kleingeredet werden. Sie sind schmerzhaft, auch wenn sie mit Sicherheit nicht auf dem von Kallas geschilderten Niveau liegen. Dass Kallas die ukrainischen Verluste nicht erwähnt, ist übrigens bezeichnend. Offenbar gilt es in ihrer Weltsicht als selbstverständlich und keines Aufhebens mehr wert, dass sich ukrainische Soldaten für die Interessen der ukrainisch-europäischen Machtelite opfern.

    Es sollte übrigens Kallas europäische Untertanen beunruhigen, dass in dem Interview viel von Churchills entschlossener Mobilisierung der britischen Gesellschaft und der Umstellung Großbritanniens auf Kriegswirtschaft die Rede ist. Kallas stellt die Frage: "Warum sollten wir in Europa das heute nicht auch können: unsere Ressourcen so nutzen, dass wir Putin widerstehen?" Ebenso ist beunruhigend, dass sowohl Kallas als auch von Marschall Chamberlains Appeasement-Politik und das Münchner Abkommen als warnendes Beispiel erwähnen, aus dem man lernen müsse. Nicht nur, dass diese Anspielungen auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg der diffamierenden Strategie der Verhitlerung Putins dienen. Sie zeigen auch die völlige Kompromisslosigkeit der EU-Elite gegenüber Russland. Für sie ist nur ein niedergerungenes Russland akzeptabel. Und sie fühlt sich offenbar schon im Dritten Weltkrieg.

    Natürlich geht es auch Kallas nicht schnell genug mit der Aufrüstung Europas. Dazu passt scheinbar die Meldung vom gleichen Tag, dass bei den Haushaltsberatungen im Bundestag die Mittel für die Munition der Bundeswehr gegenüber den ursprünglichen Planungen um 3,72 Milliarden gekürzt worden sind. Dies aber lediglich deshalb, weil die Rüstungsindustrie diese Menge an Munition nicht bereitstellen kann und der Bundeswehr die Lagerkapazitäten fehlen. Das Militär-Magazin berichtet zudem "aus üblicherweise gut unterrichteten militärischen Kreisen", dass "der aktuelle Munitionsvorrat der gesamten Bundeswehr noch nicht einmal ausreichen" würde, "die Grenze zwischen Litauen und Russland" einen Monat lang zu halten. Man sollte sich jedoch als Bürger durch diese Stockungen bei der Aufrüstung nicht in Sicherheit wiegen. Die Geschichte lehrt, dass europäische Anführer zu Invasionen nach Russland auch ohne ausreichende Vorbereitung bereit sind. Das Einzige, was die europäischen Machthaber fürchten, ist der Protest der Bürger.


    Mehr zum Thema – Fahnenflucht aus ukrainischer Armee nimmt weiter zu


    Screenshot_2025_11_20_at_23_35_10_Kaja_Kallas_Hier_spricht_die_k_nftige_Kriegsministerin_RT_DE

    Video  https://rumble.com/v71y8l0-swr-oberst-europer-sind-raubtiere-und-verstehen-nur-das-recht-des-strkeren.html Dauer 3:48 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    Info: https://freedert.online/meinung/262334-interview-mit-kaja-kallas-hier-die-kuenftige-kriegsministerin/


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    20.11.2025

    "Parasiten": Was dem Jupiter erlaubt ist ...

    freedert.online, 20 Nov. 2025 16:32 Uhr, Von Dagmar Henn

    Wann wird bei wem zugeschlagen wegen "Volksverhetzung"? Müsste nicht einer wie Roderich Kiesewetter längst deswegen vor Gericht stehen? Ja, da wird mit zweierlei Maß gemessen. Inzwischen sogar mit extrem verschiedenem Maß.


    "Parasiten": Was dem Jupiter erlaubt ist ...© mit KI erstellt


    Symbolbild: Jupiter und Ochse












    Screenshot_2025_11_20_at_23_37_53_Parasiten_Was_dem_Jupiter_erlaubt_ist_..._RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/tckwjbrhqfds43id/Parasiten_Was_dem_Jupiter_erlaubt_ist9d2gn.mp3 Dauer 9:15 Min.


    Die Auseinandersetzung um die Meinungsfreiheit hat in Deutschland zwei Aspekte. Der eine ist das Fehlen einer wirklichen Debatte darüber, was gesagt werden darf und was nicht – das funktioniert eher durch obrigkeitliche Dekrete. Das andere aber ist die regelmäßige Anwendung verschiedener Maßstäbe, ob die Äußerung nun konform ist oder nicht.

    Im Grunde ging das schon lange vor Corona los; nicht in der Hinsicht, dass stärker verfolgt wurde, sondern in der Hinsicht, dass der Macht immer mehr erlaubt war. Ein Extremfall war da eine Broschüre, die das Arbeitsministerium unter Wolfgang Clement 2005 veröffentlichte. Der Hintergrund des Ganzen: Anfang jenes Jahres wurde Hartz IV eingeführt, das sich damals im Kern vor allem gegen die Arbeitslosen richtete, die der industrielle Kahlschlag im Osten hinterlassen hatte. Aber diese klare Absenkung gegenüber der ehemaligen Sozialhilfe wurde von einer massiven Propagandakampagne begleitet, nach der all diese Langzeitarbeitslosen ja eigentlich arbeitsunwillig und damit selbst schuld seien.


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    Nachdem der erste Schub dieser Darstellung nicht mehr wirkte, oder nicht mehr gut genug wirkte (alleinerziehende Mütter sind seitdem aus der öffentlichen Debatte verschwunden, schon 20 Jahre lang), erschien dann im Herbst 2005 diese Broschüre. Sie bestand aus von einer ehemaligen Bild-Redakteurin zusammengestellten Geschichte über lauter Arbeitslose, die angeblich nur die Leistungen missbrauchten. Wohlgemerkt, statistisch waren das damals eindeutig überwiegend die Opfer der "Wiedervereinigung".

    In dieser Broschüre, für die der Minister die politische Verantwortung trug, hieß es unter einer Schmonzette über einen Libanesen namens Ibrahim, der sein Geld angeblich als Sänger verdiente und einen dicken Mercedes fuhr, aber außerdem Hartz IV bezog: "Biologen verwenden für 'Organismen, die zeitweise oder dauerhaft zur Befriedigung ihrer Nahrungsbedingungen auf Kosten anderer Lebewesen – ihren Wirten – leben', übereinstimmend die Bezeichnung 'Parasiten'. Natürlich ist es völlig unstatthaft, Begriffe aus dem Tierreich auf Menschen zu übertragen."

    Nein, dieser Text stammte nicht von irgendeinem "Rechten". Wolfgang Clement war ein SPD-Minister. Das Ministerium hatte dieses Machwerk in Auftrag gegeben und an alle Medien verteilt; in der Folge fanden sich viele der enthaltenen Erzählungen in der Tagespresse wieder – samt "Parasiten"-Formulierung.

    Damals gab es Anzeigen gegen Clement, wegen Volksverhetzung. Ich weiß das, ich habe selbst eine gestellt. Das Ergebnis? Die Verfahren wurden eingestellt. Dabei ist dieser gesamte Abschnitt, angefangen mit dem Satz "Ibrahim, ein Sänger aus dem Libanon" bis zum Parasiten-Vergleich ein Lehrbeispiel für Antisemitismus, das sich nur in einem vom Stürmer unterschied: in den zwei I, die bei der arabischen Version des Namens Abraham zwei der Vokale ersetzen.

    Es ist die Tatsache, dass jüngst wegen eines Posts, in dem das Wort "Parasit" vorkam, sogar eine DNA-Probe verlangt wurde, die mir diese Geschichte von 2005 wieder ins Gedächtnis rief. Auslöser war da eine Antwort auf X, auf einem Kanal mit 8.000 Lesern, in dem der Beschuldigte über Beamte lästerte: "Jeder Beamte, jeder Politiker, jeder Angestellte in einem Staatsunternehmen, jeder, der vom Staat subventioniert und finanziert wird. Kein einziger Parasit zahlt netto irgendwelche Steuern."


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    Das sei Volksverhetzung, hieß es. Und löste das volle Programm aus, einschließlich des Polizeiweckers morgens um sechs.

    Natürlich kann man jetzt sagen, das seien beides bedenkliche Aussagen, und man sei heute sensibler als damals. Allerdings müsste das eine Sensibilitätserhöhung gleich um mehrere Zehnerpotenzen sein – die Clement-Broschüre ging erst mal durch alle Leitmedien, Fernsehen, Rundfunk, das volle Programm, und auch die "Parasiten"-Formulierung fand genügend Fans auf dieser Strecke. Wir reden hier also von einem Millionenpublikum, zusätzlich zu der Lappalie, dass es sich, weil ministerielle Broschüre, um eine quasiamtliche Aussage handelte.

    Nur: Wie war das noch mit Bosetti und dem Blinddarm? Mit all diesen Beschimpfungen Ungeimpfter, von "Coronaleugnern", und dann später von, ja, wie lautete dieses Wort, "Lumpenpazifisten"? Wenn man die Aussagen der Mitarbeiter der Stadthalle Gießen liest, die um ihr Leben fürchten, weil sie wegen einer AfD-Veranstaltung bedroht werden? Man kann nicht behaupten, da sei nichts. Und auch hier erfolgen die Angriffe von oben, wie bei Clement, wie während Corona; und sie sind keinen Deut besser oder menschlicher. Wie war das mit dem nachweislich größtenteils erdichteten Correctiv-Bericht, der Hunderttausende auf die Straße brachte, um gegen nicht existente Gefahren zu demonstrieren?

    Eigentlich steht im relevanten Paragrafen, dem § 130 StGB, eine Beschränkung, die eine übergriffige Verwendung verhindern sollte: "in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören" – was eigentlich ein Publikum voraussetzt, das aus dem kommunizierten Inhalt irgendwelche Taten folgen lässt. Wobei natürlich beispielsweise eine Rede auf einer Kundgebung in einer Situation, in der es bereits Wut in der Menge gibt, etwas völlig anderes ist als ein Post in einem sozialen Medium, selbst wenn er Tausende Leser findet. Also eigentlich müsste die Frage einer realen Wirkung eine Rolle spielen – und damit beispielsweise solche Dinge wie die zusammenerfundene Geschichte von Correctiv weitaus eher zum Ziel entsprechender Strafverfolgung werden, ganz zu schweigen von Wolfgang Clements Broschüre damals.

    Tatsächlich machen die Staatsanwaltschaften aber das Gegenteil. Egal, wie weit eine Aussage geht (und Bosettis Blinddarm ging sehr weit), entscheidend dafür, ob eine Aussage verfolgt wird oder nicht, ist ihre Konformität. Also im Netz zum Mord an Russen aufzurufen ist in Ordnung; aber böse Worte über Politiker (oder, wie im aktuellen Fall, Beamte) sorgen schon weit vor der direkten Bedrohung für staatliche Reaktionen.


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    Es ist eigentlich eher so: Je aggressiver die offizielle Haltung wird, mit Kriegstüchtigkeit und dem ganzen Rest samt Eichenlaub und Schwertern, desto niedriger liegt die Schwelle, ab der auf Dissens der Untertanen reagiert wird. Als würde das dann irgendetwas wiedergutmachen, als würde damit die Brutalisierung der Regierungssprache irgendwie ausgeglichen. Ja, tatsächlich ist das die ultimative Volksverhetzung, dieses "morgen steht der Russe im Wohnzimmer"-Geschrei, denn das verhetzte Volk dieses Paragrafen ist nur die kleine, zivile Ausgabe von "jeder Schuss ein Russ", die Heimarbeitsversion der Kriegspropaganda. Spätestens seit 2022, eigentlich schon seit 2014, wird den Deutschen die Seele massiert und zurechtgeknetet, um sie endlich wieder an die Ostfront schicken zu können, Tag und Nacht, auf allen Kanälen, aus beinahe allen Parteien.

    Vielleicht will man ja nur von der verhetzbaren Ressource nichts abgeben. Wenn man liest, wie eine Grünen-Politikerin jetzt schon fordert, auch ältere Jahrgänge sollten sich freiwillig zur Reserve melden können, kann man schon fast sehen, wie irgendwann vom "bis zum letzten Ukrainer" auf "bis zum letzten Deutschen" umgeschaltet wird; nämlich genau dann, wenn die Ukrainer aus sind.

    So ist das mit der "Volksverhetzung" – sie ist das Vorrecht der amtlichen oder quasiamtlichen Profis, und ihre Verfolgung beim gemeinen Volk folgt nur der antiken Parole "Quod licet Jovi, non licet bovi" – was Jupiter darf, darf der Ochse nicht.


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    Video https://rumble.com/v71dnke-merz-will-bundeswehr-zur-strksten-armee-europas-machen.html Dauer 7:27 Min.


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    Info: https://freedert.online/meinung/262286-parasiten-was-jupiter-erlaubt-ist/


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    20.11.2025

    Screenshot_2025_11_20_at_22_48_55_EU_Sanktionen_gegen_Journalisten_Florian_Warweg_und_Gabriele_Gysi_im_Gespr_ch_mit_Michael_von_der_Schulenburg_und_Ruth_Firmenich

    nachdenkseiten.de, 20. November 2025 um 9:00 Ein Artikel von: Florian Warweg & Gabriele Gysi

    In dieser Folge von „Wir drehen durch“ reisen wir nach Brüssel und nehmen an einer Anhörung im EU-Parlament zum Thema EU-Sanktionen gegen Journalisten teil. Die einhellige Meinung der dort vortragenden Rechtswissenschaftler: Die aktuellen Maßnahmen gegen Einzelpersonen wegen angeblicher „Desinformation“ sind rechtlich fehlerhaft, unverhältnismäßig und nicht mit den Grundrechten vereinbar. Im Anschluss haben wir uns mit den Organisatoren der Anhörung, dem UN-Diplomaten a. D. und jetzigen BSW-Abgeordneten im EU-Parlament, Michael von der Schulenburg, sowie seiner Kollegin, der langjährigen Büroleiterin von Sahra Wagenknecht, Ruth Firmenich, über die weitreichenden Auswirkungen des neuen EU-Sanktionsregimes, den Plan der EU-Kommissionschefin von der Leyen, einen eigenen EU-Geheimdienst aufzubauen, sowie über die Frage „EU abschaffen oder reformieren?“ unterhalten.


    Screenshot_2025_11_20_at_22_51_46_EU_Sanktionen_gegen_Journalisten_Florian_Warweg_und_Gabriele_Gysi_im_Gespr_ch_mit_Michael_von_der_Schulenburg_und_Ruth_Firmenich

    Video https://www.youtube.com/watch?v=zd-YuVOGHg4 Dauer 37:28 Min.


    Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten


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    Rubriken: Erosion der Demokratie Europäische Union Innen- und Gesellschaftspolitik


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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=142340


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.11.2025

    Frankreich muss bereit sein, seine Kinder zu verlieren...

    aus e-mail von , Doris Pumphrey, 20. November 2025, 17:21 Uhr

    Berliner Zeitung 20.11.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/generalstabschef-frankreich-kriegsvorbereitung-li.10006581>


    *Frankreichs Generalstabschef:

    „Wir müssen bereit sein, unsere Kinder zu verlieren“


    *In einer Rede vor Bürgermeistern hat der oberste Militär Frankreichs

    zur Opferbereitschaft aufgerufen und die Städte dazu aufgefordert, die

    Bevölkerung auf mögliche Kriege vorzubereiten.


    /von Raphael Schmeller/


    In Frankreich herrscht große Aufregung nach dem Auftritt des

    Generalstabschefs Fabien Mandon beim Bürgermeisterkongress in Paris.

    „Sie müssen die Bevölkerung auf künftige Konflikte vorbereiten“,

    appellierte der oberste Militär des Landes in einer Rede an die

    Stadtoberhäupter.

    „Wir verfügen über alles, um Moskau abzuschrecken. Was uns jedoch fehlt,

    ist der Wille, das Leid zu ertragen, das mit der Verteidigung der Nation

    einhergeht“, erklärte Mandon, der erst im September von Präsident

    Emmanuel Macron in das Amt berufen wurde.


    *Macron plant Wiedereinführung des Wehrdienstes

    *„Wir müssen den Verlust unserer Kinder und wirtschaftliche Einbußen

    hinnehmen“, fuhr Mandon fort. Die Zahl der Reservisten müsse verdoppelt

    werden. „In diesem Zusammenhang spielen die Bürgermeister eine

    entscheidende Rolle“, betonte der Generalstabschef. „Ich brauche Ihre

    Unterstützung für diese Vision.“

    Zudem forderte Mandon die Bürgermeister auf, Flächen für Übungen und

    groß angelegte Manöver bereitzustellen. „Wir brauchen Raum“, mahnte er

    eindringlich.


    Zu den Worten des Generalstabschefs passt auch ein Bericht der Zeitung

    L’Opinion

    <https://www.lopinion.fr/international/le-grand-retour-du-service-militaire>,

    wonach Präsident Macron die Wiedereinführung des Wehrdienstes plant –

    drei Jahrzehnte nachdem dieser unter Präsident Jacques Chirac

    abgeschafft worden war.

    Der Präsident beabsichtigt demnach, den „Nationaldienst in

    modernisierter Form wieder aufleben zu lassen“ – zunächst auf

    freiwilliger Basis. Der Generalstab der Streitkräfte habe das gesamte

    Jahr über an einem geeigneten Konzept gearbeitet. Macrons Wahl sei

    schließlich auf eine „ambitionierte Variante“ gefallen: einen

    freiwilligen Militärdienst.

    Dieser soll zehn Monate dauern. Ziel ist es, bis 2030 rund 10.000 junge

    Menschen – Männer wie Frauen – für das Militär zu gewinnen, und bis 2035

    die Zahl auf 50.000 zu erhöhen. Nach Informationen des Senders Europe 1

    könnte die Umsetzung bereits 2026 beginnen. Die Streitkräfte müssten

    sich darauf einstellen, die ersten Jahrgänge entsprechend aufzunehmen.


    Auch der „Tag der Verteidigung und Bürgerschaft“ soll überarbeitet und

    stärker militärisch geprägt werden. Er soll künftig mit dem gemeinsamen

    Singen der Marseillaise unter den Fahnen beginnen. Anschließend sind die

    traditionelle Vorstellung militärischer Berufe sowie praktische Übungen

    wie Laserschießtraining geplant.


    Die Aussagen des Generalstabschefs Fabien Mandon haben in den sozialen

    Netzwerken eine Welle heftiger Reaktionen ausgelöst. Besonders seine

    Formulierung „Wir müssen den Verlust unserer Kinder hinnehmen“ stieß auf

    scharfe Kritik.


    *Nur Linkspartei LFI kritisiert Aussagen

    *Auf politischer Ebene meldeten sich zunächst François Asselineau,

    Vorsitzender der souveränistischen Randpartei Union Populaire

    Républicaine (UPR), sowie Florian Philippot, Chef der rechten

    Kleinstpartei Les Patriotes und einstige Nummer zwei des Rassemblement

    National (RN) hinter Marine Le Pen

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/marine-le-pen>, zu Wort. Von Le

    Pen selbst oder dem heutigen RN-Vorsitzenden Jordan Bardella kam

    hingegen keine öffentliche Stellungnahme.


    Unter den großen, im Parlament vertretenen Parteien äußerte sich bislang

    allein die Linkspartei La France insoumise (LFI). Parteigründer Jean-Luc

    Mélenchon

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/jean-luc-m%C3%A9lenchon> schrieb

    auf X, er lehne die Äußerungen des Generalstabschefs „entschieden ab“.

    „Es steht ihm nicht zu, Bürgermeister oder irgendjemand anderen zu

    Kriegsvorbereitungen einzuladen, die von niemandem beschlossen wurden –

    weder vom Präsidenten noch von der Regierung noch vom Parlament“, so

    Mélenchon. „Ebenso wenig steht es ihm zu, Opfer zu planen, die die Folge

    unserer diplomatischen Fehler wären, über die das Volk nicht befragt

    wurde. Wo ist Präsident Macron? Warum lässt er das zu?“


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    20.11.2025

    Erste Reaktionen in Berlin auf US-Friedensplan für Ukraine: "Verstörend", "komplette Kapitulation"

    freedert.online, 20 Nov. 2025 15:15 Uhr, 

    Die USA sollen mit Russland Vorschläge für eine Beendigung des Kriegs ausgearbeitet haben – ohne Kiew einzubinden. Kanzleramtschef Thorsten Frei zeigte sich irritiert über den neuen Vorschlag der USA. Kiesewetter reagierte mit scharfen Worten und forderte "Siegesplan" für Ukraine.


    Erste Reaktionen in Berlin auf US-Friedensplan für Ukraine: "Verstörend", "komplette Kapitulation"

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sitzt neben dem Stabschef Thorsten Frei im Kanzleramt, während er am Mittwoch, dem 19. November 2025, an der Kabinettssitzung im Kanzleramt in Berlin teilnimmt.



    Der Kanzleramtschef Thorsten Frei hat sich über den neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges in der Ukraine irritiert gezeigt. "Die ersten Nachrichten dazu sind durchaus verstörend", sagte Frei am Donnerstag bei RTL. "Es mutet so an, als könnte Putin damit Kriegsziele erreichen, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat. Und das wäre sicherlich ein Ergebnis, das nicht akzeptabel wäre", sagte Frei weiter.


    Medien: US-Plan für die Ukraine lautet Gebietsverluste für Sicherheitsgarantien





    Medien: US-Plan für die Ukraine lautet Gebietsverluste für Sicherheitsgarantien






    Am Mittwochabend war bekannt geworden, dass die Ukraine offenbar einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Krieges erhalten hat. Wie ein ranghoher ukrainischer Vertreter der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, sieht der Plan eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete sowie eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee vor.

    Zuvor hatten Axios und Reuters über "Geheimgespräche" zwischen Moskau und Washington über einen Ukraine-Friedensplan berichtet. Der Bundesregierung sei dieser Friedensplan nicht bekannt gewesen, sagte Frei – "also mir persönlich jedenfalls nicht". 

    Der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter, bekannt als Kriegstreiber, hat den Friedensplan der USA für die Ukraine zudem scharf kritisiert. "Das ist ein Kapitulationsplan, der den Aggressor belohnen und de facto das Recht des Stärkeren in Europa etablieren würde", sagte Kiesewetter den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. 


    Screenshot_2025_11_20_at_22_39_36_Erste_Reaktionen_in_Berlin_auf_US_Friedensplan_f_r_Ukraine_Verst_rend_komplette_Kapitulation_RT_DE


    Kiesewetter forderte, dass sich Europa auf höchster Ebene auf eine Ablehnung des Plans verständigen solle. Deutschland müsse nun auch Taurus liefern.

    "Europa sollte auf Ebene der Regierungschefs eine klare Position formulieren und diesen Plan ablehnen. Dies muss aber einhergehen mit entschlossener Handlungsbereitschaft." Die Ukraine brauche vor allem einen "Siegesplan". Es sei überfällig, dass die Europäer endlich die Bereitschaft zeigten, selbst mehr zu unterstützen, sagte Kiesewetter. "Dazu gehört die Lieferung von Taurus, die Übernahme der Flugabwehr über der Westukraine durch eine Koalition der Willigen und Integration der ukrainischen Luftverteidigung sowie eine Erhöhung der militärischen und finanziellen Unterstützung, insbesondere aus Deutschland."

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte in einer ersten Reaktion auf den neuen Friedensplan lediglich, es gebe in der Sache nichts Neues zu verkünden. Ein Friedensplan für die Ukraine müsse die Ursachen des Konflikts beseitigen, erklärte Peskow. Zwar gebe es Kontakte mit den USA, aber derzeit keine Verhandlungen über einen solchen Plan. Er lehnte eine Stellungnahme dazu ab, ob Präsident Wladimir Putin über die Einzelheiten des US-Plans informiert wurde.


    Mehr zum Thema – Trump arbeitet an neuem Ukraine-Friedensplan: Geheime Gespräche mit Russland


    Screenshot_2025_11_20_at_22_40_53_Reuters_Trumps_Ukraine_Gesandter_Keith_Kellogg_wird_im_Januar_zur_cktreten_RT_DE

    Video https://rumble.com/v71zl1o-es-braucht-noch-berzeugungsarbeit-merz-zu-beschlagnahme-eingefrorener-russi.html Dauer 1:15 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/262362-ukraine-krieg-kanzleramtschef-nennt-berichte/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.11.2025

    Konzert Palästinensisch-Syrische Musik 22.11./FORUM 4.12./FORUM 18.12./FORUM 12.1.2026/FORUM Febr./Mahnwachen/ MR-Bündnisflyer/Leseempfehlung/Anhänge

    aus e-mail von  Palästina-Initiative PI Region Hannover, 20. November 2025, 20:14 Uhr


    Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,


    und hier der nächste aktualisierte Überblick über unsere nächsten

    Veranstaltungen (Konzert am 22. November und FORUM im

    Dezember/Januar/Februar):



    *ung1)Unsere Konzertveranstaltungim Rahmen des Menschenrechtsbündnisses:

    „ **Kanjiru – Palästinensisch-Syrische Musik**– Palästinensisch-Syrische

    Musik** trifft auf Jazz und Weltmusik“

    **(Ich kann das Konzert aus eigenem Erleben nur empfehlen: Zwei tolle

    Musiker, die ihre Kunst verstehen, mitreißende Musik machen und dazu

    noch mit sympathischer Ausstrahlung!)*


    *Sa 22.11.2025| Freizeitheim Stöcken, Beginn 19:00 Uhr / Einlass ab

    18:00 Uhr

    Näheres s. unsere Webseite unter

    *https://www.palaestina-initiative.de*/Aktuelles und

    _im Flyer im Anhang (auch gern zum Weiterleiten)

    _*Das Konzert wird durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover,

    den Integrationsbeirat Herrenhausen-Stöcken und Najdeh e.V. gefördert.

    Abendkasse: 15 € / ermäßigt 5 € für Schüler*innen, Student*innen,

    Aktiv-Pass-Inhaber*innen


    Vorverkauf: Im Papier-Center Stöckener Markt (gegenüber dem

    Stadtteilzentrum), an unseren Mahnwachen am Blätterbrunnen Mittwochs von

    15 — 17:00 Uhr, auf den Veranstaltungen des Forums im Oktober und

    November / freie Platzwahl


    Das Konzert veranstaltet die *Palästina Initiative Region Hannover* zum

    Aktionstag des Menschenrechtsbündnisses: /„Zusammen Zukunft schaffen —

    Solidarische Perspektiven realisieren“/.



    Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-In

    Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-Inhaber

    Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-Inhaber


    *2) Donnerstag, 4. Dezember 2025 - 19 Uhr

    Referentin: Bettina Marx (Berlin)

    Thema: **Gaza — einst Tor zur Welt, heute Trümmerlandschaft*


    *Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18, Linie

    10, Haltestelle Freizeitheim Linden**

    *


    Bettina Marx ist Redakteurin der Deutschen Welle und gilt als

    Gaza-Expertin. Sie war auch Leiterin des Büros der

    Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. Sie hat zum Themenfeld mehrere

    Bücher verfasst.

    Gaza war in der Antike eine turbulente Handelsmetropole zwischen den

    großen Weltreichen. Als Hafenstadt an der Via Maris  diente Gaza als

    Umschlagplatz für Gewürze und Weihrauch aus dem Orient. Lange blieb die

    Region  eine blühende Gartenlandschaft mit Orangenhainen und

    Dattelpalmen. Die Stadt unterhielt Kontakte in die ganze Welt und war

    kulturelles Zentrum.

    Erst die israelische Staatsgründung und Landnahme formte den schmalen

    “Gazastreifen”, ein Refugium für Hunderttausende palästinensische

    Flüchtlinge ohne Hinterland, ohne wirtschaftliche Kapazitäten und fast

    ohne Kontakt zur Außenwelt — aber mit mehr als 15 Hochschulen und 36

    Krankenhäusern.

    Nach dem Überfall der Hamas auf israelische Ortschaften am 7. Oktober

    2023 und dem anschließenden verheerenden israelischen Feldzug mit

    mindestens 70.000 Toten liegt die Zukunft Gazas in Trümmern. Wie soll es

    nun weitergehen? Kann Gaza nach der Apokalypse weiterleben?



    Bettina Marx ist Redakteurin der Deutschen Welle und gilt als

    Gaza-Expertin. Sie war auch Leiterin des Büros der

    Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. Sie hat zum Themenfeld mehrere

    Bücher verfasst.

    Gaza war in der Antike eine turbulente Handelsmetropole zwischen den

    großen Weltreichen. Als Hafenstadt an der Via Maris  diente Gaza als

    Umschlagplatz für Gewürze und Weihrauch aus dem Orient. Lange blieb die

    Region  eine blühende Gartenlandschaft mit Orangenhainen und

    Dattelpalmen. Die Stadt unterhielt Kontakte in die ganze Welt und war

    kulturelles Zentrum.

    Erst die israelische Staatsgründung und Landnahme formte den schmalen

    “Gazastreifen”, ein Refugium für Hunderttausende palästinensische

    Flüchtlinge ohne Hinterland, ohne wirtschaftliche Kapazitäten und fast

    ohne Kontakt zur Außenwelt — aber mit mehr als 15 Hochschulen und 36

    Krankenhäusern.

    Nach dem Überfall der Hamas auf israelische Ortschaften am 7. Oktober

    2023 und dem anschließenden verheerenden israelischen Feldzug mit

    mindestens 70.000 Toten liegt die Zukunft Gazas in Trümmern. Wie soll es

    nun weitergehen? Kann Gaza nach der Apokalypse weiterleben?


    *3) Donnerstag, 18. Dezember 2025 - 19 Uhr

    Referent: Dr. Raif Hussein (Hannover)

    Thema: Nach dem Krieg: Perspektiven für die Zukunft des Nahen Ostens im

    Kontext des Gaza-Krieges*


    Nach dem Krieg: Perspektiven für die Zukunft des Nahen Ostens im Kontext

    des Gaza-Krie*Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover

    Raum 18, Linie 10, Haltestelle Freizeitheim Linden*


    *Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18, Linie

    10, Haltestelle Freizeitheim Linden

    *Der Nahe Osten steht nach dem Ende des Krieges im Gazastreifen an einem

    politischen und gesellschaftlichen Wendepunkt. Der Konflikt hat nicht

    nur die regionale Machtbalance verschoben, sondern auch neue Fragen nach

    Sicherheit, Governance und internationaler Verantwortung aufgeworfen.

    Der Vortrag untersucht die möglichen Entwicklungspfade der Region unter

    Einbeziehung politischer, ökonomischer und sozialer Faktoren. Im Zentrum

    stehen die Dynamiken zwischen den zentralen Akteuren – darunter Israel,

    Palästina, Ägypten, Iran und die Golfstaaten – sowie die Rolle externer

    Mächte wie der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Chinas.

    Auf Grundlage aktueller Analysen und empirischer Daten werden Szenarien

    diskutiert, die von vorsichtiger Stabilisierung bis zu erneuter

    Fragmentierung reichen. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis der

    strukturellen Bedingungen zu entwickeln, die die Zukunft des Nahen

    Ostens in der post-konfliktären Phase prägen werden.

    Dr. Raif Hussein ist Politologe, Nahostexperte und Autor mit Schwerpunkt

    auf dem israelisch-palästinensischen Konflikt, der politische Islam ,

    der politischen Lage der Palästinenser in Israel sowie Fragen von

    Identität und Kultur im Nahen Osten. Er war Präsident der

    Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und arbeitet als politischer

    Berater, Publizist und Dozent. Hussein schreibt und referiert auf

    Deutsch und Arabisch und gilt als wichtige Stimme im deutschsprachigen

    Diskurs über Nahostpolitik.


    *

    *


    *Ein Bild, das Menschliches Gesicht, Person, Frau, Schal

    enthält.KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.4) Montag, 12.

    Januar 2026 — 19:30 Uhr

    Referentin: Nida Younis (Ramallah)

    Lesung und Gespräch: /Zwei Körper — Poesie aus Ramallah, Palästina/

    Ort: Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, 30169 Hannover,

    U‑Bhf. Aegidientorplatz

    Eintritt: 5€

    *„Die Welt stößt dich aus, ahnungslos, dass du nur Wärme suchst.

    Geblendet weder von Weisheit, Doktrinen, noch von der Naivität

    der Geschichte…“

    Nida Younis, Dichterin, Journalistin, Übersetzerin und eine der

    eindrucksvollsten literarischen Stimmen ihrer Generation, lebt in

    Ramallah (Palästina). Ihre Texte erzählen von Liebe, Verlust, Widerstand

    – von Besatzung und gesellschaftlichen Zwängen. Der Körper wird zum

    Träger der Geschichte – persönlich und politisch zugleich.

    Ihre Sprache ist intensiv, poetisch und ehrlich. Die Suche nach Freiheit

    und Zugehörigkeit ist stets spürbar.

    „Schon der Titel ihres Gedichtbands *Two Bodies | Zwei Körper* eröffnet

    Raum für viele Lesarten: den Körper des Landes, den Körper des Selbst,

    den geraubten und den überlebenden Körper. Ihre Gedichte sind roh und

    zärtlich zugleich und erinnern daran, dass keine Metapher eine offene

    Wunde heilen kann.” (Adli Yacubi, Autor, Johannisburg/Südafrika)

    Zahlreiche Gedichtbände existieren in verschiedenen Übersetzungen. Mit

    dem Band *Two Bodies | Zwei Körper* erscheint erstmals eine Auswahl von

    12 Gedichten auf Deutsch – in einer feinfühligen Übertragung und in

    enger Zusammenarbeit mit der Übersetzerin Wendy Marth und der

    deutsch-französischen Lyrikerin und Musikerin Antemanha, die diese

    Lesereise initiierte und begleitet.

    Eine mutige Veröffentlichung im Jahr 2025 bei Königshausen & Neumann,

    illustriert mit Aquarellen und Installationsdetails von Léa Kishida.

    Der Gedichtband (14 €) wird am Abend der Veranstaltung zu kaufen sein.

    Es ist eine Veranstaltung der Stadtbibliothek und der Palästina Initiative.



    *5) Vorankündigung

    Anfang Februar

    Referentin: Nadia Zaboura (Köln)

    Thema (Arbeitstitel): Verlorenes Medienvertrauen? - Stand der deutschen

    Berichterstattungzu Palästina/Israel/Gaza*

    Näheres folgt**


    *6)Auch im November und Dezember finden unsere Mahnwachen**statt (seit

    Januar *(!) *2024): Mittwochs, 15 bis 17 Uhr in Hannover am

    Blätterbrunnen. Jede*r ist herzlich eigeladen mitzumachen. Näheres und

    Fotos aus den letzten Monaten auf unserer Webseite.*


    *7) Das hannoversche Bündnis für Menschenrechte**, in dem auch die

    Palästina Initiative mitarbeitet und mit einer Veranstaltung vertreten

    ist hat einen Flyer (s. unten im Anhang) und Sharepics (s. SPs - Konzert

    s. Nr.5) mit allen Veranstaltungen (darunter auch unser Konzert am

    22.11.) herausgebracht - bitte hingehen und ggf. mitmachen!*

    Seit 2016 existiert das Bündnis „Menschenrechte grenzenlos!“. Es besteht

    aus über 25 Initiativen aus Hannover. Rund um den Tag der Menschenrechte

    am 10. Dezember organisiert das Bündnis jedes Jahr öffentliche

    Veranstaltungen zu einem aktuellen Thema. In diesem Jahr stehen die

    Veranstaltungen unter dem Titel „Zusammen Zukunft schaffen –

    Solidarische Perspektiven realisieren“. Statt uns immer nur an

    Menschenfeind*innen abzuarbeiten, wollen wir positive Perspektiven

    aufbauen. Wir wollen konkrete Schritte hin zu einer von Rassismus und

    Diskriminierung freien Gesellschaft gemeinsam entwickeln, diskutieren

    und Handlungsperspektiven aufzeigen.


    8) Intifada Hannover ruft auf zu einer Demonstration am Samstag, 22.11.

    um 16:Verteiler00 in Hannover vor dem Hauptbahnhof.


    9) Eine Leseempfehlung: In der deutschen Ausgabe der Monatszeitschrift

    /Le Monde diplomatique/ von November 2025 sind vier sehr wichtige

    Artikel (S. 8 - 11) zum Trump-'Friedensplan', zum Westjordanland, zu den

    politischen Verhältnissen in Israel und zur demografischen Entwicklung.


    Herzlichen Gruß https://www.palaestina-initiative.de  Hans Norden


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.11.2025

    Le Monde: "Game of Thrones-Stil" – Von der Leyen attackiert Kaja Kallas im Kampf um die Macht

    freedert.online, 20 Nov. 2025 19:26 Uhr

    Die französische Zeitung "Le Monde" berichtet unter Berufung auf Quellen über den internen Machtkampf in der EU-Zentrale in Brüssel. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verschafft sich demnach im "Game of Thrones-Stil" manipulativ immer mehr Machtbefugnisse. Die Außenbeauftragte Kaja Kallas werde bewusst isoliert.


    Quelle: Gettyimages.ru © Thierry Monasse / Kontributor


    Die beiden führenden EU-Spitzen Ursula von der Leyen und Kaja Kallas (li.) kämpfen Berichten zufolge in Brüssel um die Kontrolle über diplomatische Dienste und Nachrichtendienste (Archivbild)


    In der Vorwoche berichtete die Financial Times (FT) über Pläne von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, die demnach den Aufbau eines eigenen Nachrichtendienstes plane. Die französische Tageszeitung Le Monde spricht nun von der "jüngsten Episode der fast obsessiven Entschlossenheit" der umstrittenen Kommissionspräsidentin, dies bezogen auf den weiteren Machtausbau ihrer Position in Brüssel (Bezahlschranke). Die Außenbeauftragte der Union, Kaja Kallas, kämpfe dabei in einer konfrontativen Auseinandersetzung um die Kontrolle über die Diplomatie und die Geheimdienste der EU, die "Game of Thrones würdig" sei, so der Le Monde-Artikel unter Berufung auf Quellen.


    Finanzhilfe für Kiew: Von der Leyen schlägt der EU drei Varianten vor





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    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen konzentriere die Macht in ihrem Amt auf Kosten des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD), geleitet von der Außenbeauftragten Kaja Kallas. Die Strategie laute, dass die kontrovers wahrgenommene Kommissionspräsidentin den Le Monde-Darlegungen zufolge neue Einheiten wie die Generaldirektion Verteidigungsindustrie "und Berichten zufolge eine Spionageeinheit schafft", obwohl innerhalb des EAD bereits parallele Gremien existierten.

    Ungenannte Beamte des "Intelligence and Situation Centre (INTCEN)", das unter Leitung von Kallas' EAD operiert, befürchteten laut dem FT-Artikel, dass von der Leyens neue Spionageagentur bestehende Funktionen duplizieren wolle und damit den Auswärtigen Dienst manipulativ schwächen werde. Der Le Monde-Artikel fasst dazu zusammen:

    "Diese jüngste Episode bestätigt nur die fast obsessive Entschlossenheit der Kommissionspräsidentin, alle Befugnisse zu konsolidieren und dabei jedes noch so bescheidene konkurrierende Machtzentrum zu vermeiden." 

    Das sich anbahnende Problem für die ehemalige estnische Ministerpräsidentin Kallas laute daher, dass die verschiedenen bereits existierenden für Außenbeziehungen zuständigen Generaldirektionen schon vorher autonom oder auf direkte Anweisung des Kabinetts von Ursula von der Leyen handelten. 

    Le Monde zufolge sei der Konflikt nun in diesem Herbst eskaliert, als Kallas versucht habe, Martin Selmayr, einen ehemaligen Spitzenbeamten der EU und wie von der Leyen CDU-Mitglied, in eine leitende Position im EAD zu berufen, um dessen Einfluss zu stärken. Von der Leyen sah dies internen Berichten und Quellen zufolge "als Kriegserklärung an" und schuf manipulativ umgehend eine niedrigere Position für Selmayr, um diesen Schritt erfolgreich zu blockieren. Die mögliche Erklärung lautet:

    "'Das hat die Rekrutierung im Keim erstickt', kommentierte eine diplomatische Quelle. Darüber hinaus, wie eine weitere Quelle in Brüssel bemerkte, 'hat Berlin ihm den Stecker gezogen.' Der Christdemokrat Selmayr durfte von der Leyen, die derselben Partei angehört, nicht in den Schatten stellen."


    SWR: Projekt "Anti-Russland" scheitert, aber europäische Eliten ignorieren die Realität





    SWR: Projekt "Anti-Russland" scheitert, aber europäische Eliten ignorieren die Realität






    Kritiker von innen und außen werfen von der Leyen seit Jahren einen "autoritären" und undurchsichtigen Führungsstil vor. Die Vorwürfe lauten, sie umgehe sowohl die Mitgliedstaaten als auch interne Institutionen, um ihre Machtkontrolle zu zentralisieren. Diese Realitäten standen im Mittelpunkt der jüngsten Versuche von Oppositionsmitgliedern des Europäischen Parlaments, die erneut im September erfolglos versuchten, von der Leyen ihres Amtes zu entheben (RT DE berichtete).

    Kallas, die sich ihre Position vor allem durch ihre forcierte antirussische Rhetorik gesichert hat, ist für ihre Ausrutscher bekannt, wobei Insider argumentieren, dass ihr Tonfall Partner verärgert und das diplomatische Ansehen der EU untergraben habe.

    Ein Beispiel dafür ereignete sich im September, als Kallas behauptete, dass "die Chinesen sehr gut in Technologie sind, aber nicht so gut in den Sozialwissenschaften", um belehrend hinzuzufügen, dass "die Russen […] überhaupt nicht gut in Technologie sind, aber super gut in den Sozialwissenschaften."

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, spottete über diese Bemerkungen und stellte in einer Replik auf Telegram die Frage, wer dann die Krimbrücke gebaut habe oder die Raketen vom Kosmodrom Wostotschny starte, wenn es zuträfe, dass Russen keine technische Expertise besitzen. "Kallas ist bedenklich ungebildet", so Sacharowa.


    Mehr zum Thema - Die EU und Kiew versuchen, den Korruptionsskandal in der Ukraine zu vertuschen


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    Info: https://freedert.online/europa/262349-nicht-vollstaendig-aber-nach-wie-aktuell-die-nuernberger-prozesse-aus-russischer-sicht/


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