Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
02.12.2025

Schlagzeile





Info:


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.12.2025

"Kontakt nach Washington abgebrochen" – Freuding allein zu Haus

freedert.online, 2 Dez. 2025 14:26 Uhr

Der deutsche Heeresinspekteur Christian Freuding fühlt sich von den einstigen Verbündeten jenseits des Atlantik allein gelassen. Gegenüber einem US-amerikanischen Magazin klagt er: Das Pentagon antwortet nicht mehr.


Quelle: www.globallookpress.com


Generalleutnant Christian Freuding (Symbolbild)


Für eine Reportage mit dem Titel "The new German war machine", die die deutsche Aufrüstung zum Thema hatte, reiste Isaac Stanley-Becker von der Zeitschrift The Atlantic zu den Schauplätzen der Zeitenwende. Zu den Interviewten gehörte auch Generalleutnant Christian Freuding, damals Leiter des Lagezentrums Ukraine im Bundesministerium der Verteidigung und designierter Generalinspekteur des Deutschen Heeres. Dem US-amerikanischen Magazin gewährte Freuding seltene Einblicke in sein Innenleben.

Freuding bekennt, nicht aus einer Familie mit einer langen Militärtradition zu stammen, erklärt aber, sein Großvater habe in beiden Weltkriegen gedient und sei im Jahr 1945 von den alliierten Streitkräften gefangen genommen worden (von seinem anderen Großvater berichtet er nichts). Des Weiteren schwärmt Freuding von seinem Aufwachsen im oberpfälzischen Grafenwöhr der 80er-Jahre, noch heute eine Garnisonsstadt der US Army.


"Bereit für den Fight tonight" – General Freuding zum Thema russischer Bedrohungen





"Bereit für den Fight tonight" – General Freuding zum Thema russischer Bedrohungen






Als Teenager habe er dort viel Zeit in den US-amerikanischen Bars verbracht und die Soldaten von jenseits des Atlantiks gemocht. Auf Deutsche hätten die GIs verlässlich und zuverlässig gewirkt, gewissermaßen die Verkörperung der von den USA angeführten Ordnung, die nun am Zerfallen sei, so Freuding. Das Aufwachsen unter US-Amerikanern muss Freuding sehr geprägt haben.

Gegenüber dem Reporter aus dem fernen Amerika klagt der deutsche General über die mittlerweile eingetretene Funkstille zwischen dem Berliner Bendlerblock und dem Pentagon. Früher habe er zu jeder Tages- und Nachtzeit Nachrichten an seine Kollegen im US-amerikanischen Verteidigungsministerium schicken können. In letzter Zeit sei jedoch die Kommunikation nach Washington "abgebrochen, vollständig abgebrochen". Als Beispiel für diese Kontaktverweigerung und Informationszurückhaltung von US-amerikanischer Seite nennt Freuding die Aussetzung der Lieferung bestimmter Waffensysteme an die Ukraine. Die Trump-Administration habe damals keinerlei Vorwarnung gegeben. Wie abgeschnitten Freuding (und mit ihm wohl auch die anderen deutschen militärischen Führungskräfte) von einer Verbindung mit der Regierung Trump ist, zeigt sich an seiner Äußerung, er habe versucht, über die deutsche Botschaft in Washington jemanden zu finden, der Kontakt mit dem Pentagon aufnehmen könne.

Screenshot_2025_12_02_at_19_05_08_Kontakt_nach_Washington_abgebrochen_Freuding_allein_zu_Haus_RT_DE

Bilder zu seinem Artikel "Deutschlands neu Kriegsmaschine" gestaltet das US-Magazin in düsteren Tönen.Screenshot Atlantik

 

Für Freuding eine erkennbar unheimliche Situation, wie er eingestehen muss: "Sie haben nicht nur einen Feind vor der Tür, sondern Sie sind auch dabei, einen wahren Verbündeten und Freund zu verlieren." – wobei mit "enemy" (Feind) wohl Russland gemeint ist, denn Stanley-Becker weiß zu berichten, wie aufmerksam deutsche Militärstrategen im Bendlerblock die russischen Truppenmobilisierungen beobachten. Die große Frage sei, ob Wladimir Putin zum Ende des Jahrzehnts angreifen werde und ob dann die US-Amerikaner Europa zu Hilfe kommen würden.


Fackelzeremoniell in Litauens Wäldern: Generalinspekteur Freuding stimmt Soldaten auf "Sieg" ein


Analyse

Fackelzeremoniell in Litauens Wäldern: Generalinspekteur Freuding stimmt Soldaten auf "Sieg" ein





Der US-amerikanische Reporter weiß auch zu berichten, dass Bundeskanzler Friedrich Merz – einem anonym bleibenden hochrangigen deutschen Beamten zufolge – von der Frage verfolgt werde: "Wird Amerika seine Verbündeten im Stich lassen?" (im Original: Serve to the dogs). Nichts mehr scheint sicher in der traditionell transatlantisch ausgerichteten BRD-Elite.

Auch der Eklat im Weißen Haus am 28. Februar dieses Jahres, als Donald Trump und sein Vizepräsident JD Vance ihren ukrainischen Gast Wladimir Selenskij scharf zurechtwiesen (RT DE berichtete), muss ein Schock für Generalleutnant Freuding gewesen sein. Er erklärt, er habe noch nie so viele Textnachrichten an seine ukrainischen Freunde und Kollegen versendet wie in dieser Nacht (ein Indiz, wie stark Freuding in die ukrainische Kriegsführung involviert war).

Auch wenn andere Militärs sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius in der langen Reportage des US-Magazins ausführlich zu Wort kommen, bleibt Generalleutnant Freuding ihre Hauptfigur. Umso mehr fallen deshalb seine Klagen über einstige Freunde und Beschützer auf. Die Offenbarungen des Generalleutnants wirken wie der Hilferuf eines Kindes, dessen Erziehungsberechtigte verreist sind und es allein zu Hause zurückgelassen haben, ohne eine Telefonnummer für den Notfall. Es bleibt ungewiss, ob man am Ufer des Potomac Freudings Signale mit der dringenden Bitte um Kontaktaufnahme registrieren und vor allem, ob man sie beantworten wird.


Mehr zum Thema – Fackelrituale und Lumpenpazifismus – Was hat die Feuertaufe der Litauen-Brigade zu bedeuten


Screenshot_2025_12_02_at_19_13_46_Kreml_gibt_Themen_des_Treffens_von_Witkoff_und_Putin_bekannt_RT_DE

Video https://rumble.com/v6waxhm-bundeswehr-general-will-russische-fhrungseinrichtungen-angreifen-warweg-hak.html Dauer 3:39 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/263584-kontakt-nach-washington-abgebrochen-freuding-allein-zu-haus/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.12.2025

Economists for Future   Jenseits des Durchschnitts

makronom.de, vom 1. Dezember 2025, Franziska Dorn & Simone MaxandEnergie & UmweltUngleichheit,

Wer soziale und ökologische Ziele zusammenbringen will, braucht Daten und Methoden, die deren Wechselwirkungen sichtbar machen und sich ändernde Situationen differenziert abbilden. Ein Beitrag von Franziska Dorn und Simone Maxand.


Bild: Pixabay


Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum steht die Wirtschaft – und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, inwiefern dieser Wandel by disaster geschieht oder uns by design gelingt.

Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen in der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich zeigen sie Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften auf und geben Impulse für eine plurale Ökonomik, die sozial-ökologische Notwendigkeiten ernst nimmt.

Die Kooperation mit Economists for Future e.V. begann im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Staffel mit wechselnden Themenschwerpunkten. Die siebte Ausgabe widmet sich der Frage, wie sich soziale Sicherheit im Spannungsfeld von Klimakrise und wirtschaftlicher Transformation neu denken lässt. Was braucht es aus ökonomischer Perspektive, um sozialer Spaltung sowie dem Erstarken autoritär-nationalistischer Tendenzen entgegenzuwirken? Und wie können Wohlfahrtsstaat, Eigentumsverhältnisse, Versorgungssysteme und Institutionen so gestaltet werden, dass demokratischer Zusammenhalt, ökologische Stabilität und ökonomische Resilienz gestärkt werden?

Alle bisher erschienenen Beiträge der Economists for Future-Reihe finden Sie hier.

Klimawandel und Einkommensungleichheit gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit – werden jedoch oft getrennt voneinander diskutiert. Der aktuelle klimapolitische Diskurs konzentriert sich meist auf die Reduktion von Emissionen, wogegen in der Sozialpolitik die Verteilungsgerechtigkeit im Vordergrund steht. Eine nachhaltige Transformation gelingt jedoch nur, wenn beide Ziele verfolgt werden. Dabei sollten politische Maßnahmen berücksichtigen, wie ökologische und soziale Dynamiken ineinandergreifen, etwa wenn Klimaschutz neue Ungleichheiten schafft oder soziale Reformen den Energieverbrauch beeinflussen. So besteht auch ein Gestaltungsspielraum, der positive Wechselwirkungen ermöglicht.

Die Art und Weise, wie wir Nachhaltigkeit messen, leitet die Politikempfehlungen. Es gibt derzeit zwei gängige Herangehensweisen: Entweder werden die Ziele statistisch getrennt und damit unabhängig voneinander analysiert, oder die Nachhaltigkeitsindikatoren werden zu Indizes zusammengefasst. Dadurch werden komplexe Zusammenhänge zwar vergleichbar und leicht kommunizierbar, die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen diesen Nachhaltigkeitsdimensionen jedoch verdeckt. Eine solche Reduktion läuft Gefahr, das Problem falsch zu spezifizieren und dadurch ineffektive oder fehlgeleitete Politiken nach sich zu ziehen. Um eine nachhaltige Zukunft gestalten zu können, braucht es daher Zielgrößen, die soziale und ökologische Ziele gemeinsam abbilden, sowie statistische Modelle, die dieses Zusammenspiel sichtbar machen.

Multidimensionale Zielgrößen für Nachhaltigkeit

Auch wenn Nachhaltigkeit längst ein politisches Leitbild ist, bleibt sie ohne klare, messbare Grenzen vage. Nur wenn wir wissen, wo die sozialen und ökologischen Schwellen liegen, können wir erkennen, ob sich eine Gesellschaft innerhalb eines nachhaltigen Rahmens bewegt, und entsprechende politische Maßnahmen gestalten.

Für ökologische Belastungsgrenzen – etwa beim CO₂-Ausstoß – existieren mittlerweile etablierte wissenschaftliche Ansätze. Anders sieht es bei den sozialen Dimensionen aus. Zum Beispiel lässt sich Einkommensungleichheit als zentrale Kenngröße für soziale Nachhaltigkeit nutzen, da sie unter anderem mit dem Demokratiegrad, der Gesundheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt zusammenhängt. Es gibt jedoch keine belegte Größe, die ein sozial akzeptables Maß an Einkommensungleichheit definiert. Bislang beruhen Schwellenwerte für Einkommensungleichheit meist auf (wohlüberlegten) Vermutungen statt auf belastbaren Daten.

Aus diesem Grund definieren wir, basierend auf einem internationalen Datensatz, einen GINI-Grenzwert von 25,7%. Dieser ergibt sich aus dem unteren Quantil der GINI-Verteilung jener Länder, die den höchsten Demokratiegrad aufweisen. Dieser Grenzwert für Einkommensungleichheit ist damit realistisch und steht mit politischer Stabilität im Zusammenhang. Jedoch ist auch unser Maß nur eine erste empirische Annäherung, die auf die Notwendigkeit fundierter Studien hinweist. In Kombination mit dem maximalen CO₂-Ausstoß, der zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels erforderlich ist, ergibt sich ein Bereich, in dem potenziell soziale Gerechtigkeit und ökologische Tragfähigkeit gleichzeitig erfüllt sind.

Die Definition eines nachhaltigen Bereichs anhand zweier Kenngrößen beschreibt eine zweidimensionale Zielgröße, die keine Indexbildung erfordert. Durch die Analyse der gemeinsamen Verteilung, also der Frage, wie CO₂-Ausstoß und Einkommensungleichheit statistisch miteinander variieren, lässt sich ihr Zusammenhang direkt erfassen. Die jeweiligen Messgrößen bleiben dabei erhalten, ohne auf eine gemeinsame Kennzahl zusammengefasst zu werden. Methodisch lassen sich solche Beziehungen bislang vor allem zwischen zwei Dimensionen abbilden. Das ist ein wichtiger Fortschritt gegenüber eindimensionalen Analysen, bietet aber auch die Möglichkeit, statistische Modelle für komplexere Zusammenhänge zu entwickeln.

Die Ergebnisse zeigen, dass zwar einige Länder in einzelnen Dimensionen nachhaltige Werte erreichen – sich jedoch kein Land derzeit im von uns definierten potenziell nachhaltigen Bereich befindet. Meist wird einer der Schwellenwerte überschritten, häufig sogar beide. Auf Basis dieser bidimensionalen Zielgröße lassen sich Transformationspfade identifizieren, die zeigen, wie sich Länder in Richtung eines sozial und ökologisch nachhaltigen Gleichgewichts entwickeln können.

Die Grenzen des Durchschnitts und der Mehrwert von Verteilungsmodellen

Die bisherige Literatur liefert sehr unterschiedliche theoretische und empirische Erklärungen für den Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und Emissionen. Einige Studien finden positive Zusammenhänge, sprich Synergien, in denen geringere Ungleichheit auch geringere Emissionen bedeutet. Diese können beispielsweise durch politische Handlungsspielräume von Eliten oder durch Nachahmungseffekte entstehen. Andere zeigen negative Zusammenhänge, sogenannte Trade-offs, bei denen mehr Gleichheit mit höheren Emissionen einhergeht. So kann etwa eine stärkere Umverteilung die Kaufkraft einkommensschwacher Haushalte erhöhen und dadurch den Energieverbrauch insgesamt steigen lassen. Wieder andere Arbeiten deuten auf entkoppelte Entwicklungen hin, in denen soziale und ökologische Dynamiken unabhängig voneinander verlaufen (siehe Dorn et al. 2024 für eine detaillierte Diskussion).

Abgesehen von theoretischen Ansätzen stützen sich die meisten empirischen Studien auf lineare Regressionsmodelle, um den Zusammenhang zu erklären. Im Kern fragen sie: „Wie wirkt sich eine Zunahme der Ungleichheit im Durchschnitt auf die Emissionen aus?“ Solche Modelle haben den Vorteil, dass sie leicht verständliche und schnell kommunizierbare Ergebnisse liefern. Sie zeigen, ob mehr Ungleichheit tendenziell mit höheren oder niedrigeren Emissionen einhergeht. Genau darin liegt jedoch auch ihre Schwäche: Der Blick auf den Durchschnitt glättet die empirische Vielfalt. So kann in einigen Ländern mehr Gleichheit mit steigenden Emissionen einhergehen, in anderen Kontexten hingegen führt geringere Einkommensungleichheit zu niedrigeren CO2-Emissionen. Der Mittelwert verschleiert diese gegensätzlichen Dynamiken und erweckt den Eindruck eines linearen Zusammenhangs, obwohl in Wirklichkeit komplexe, kontextabhängige Beziehungen bestehen.

Der Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und CO₂-Emissionen wird von einer Vielzahl von Einflussfaktoren bestimmt – etwa vom Einkommensniveau, der Struktur der Energieträger, der wirtschaftlichen Entwicklung oder dem strukturellen Wandel. Diese Mechanismen können gleichzeitig wirken und sich gegenseitig verstärken oder abschwächen. Es gibt also nicht einen eindeutigen kausalen Zusammenhang, sondern ein Netz überlagerter Wirkungsbeziehungen, das sich je nach Kontext verändert. Betrachtet man den Zusammenhang als bedingte Verteilung, entsteht ein Geflecht aus Wechselwirkungen, das sich dynamisch mit diesen Einflussgrößen verändert.

Mit Verteilungs-Copula-Modellen lassen sich solche komplexen Beziehungen modellieren. Sie erfassen die gesamte gemeinsame Verteilung unserer beiden Zielgrößen und ermöglichen so die Analyse ihrer Wechselwirkungen über die unterschiedlichen Einflussfaktoren hinweg. Dadurch wird sichtbar, dass Einkommen und Emissionen nicht proportional wachsen, sondern häufig nichtlinear miteinander verbunden sind. Der Zusammenhang zwischen Emissionen und Einkommensungleichheit kann je nach Kontext starke Synergien aufweisen, die jedoch abflachen oder sogar in Trade-offs umschlagen, sobald sich zentrale Einflussgrößen verändern.

Die Resultate einer weltweiten Studie

Für unsere Analyse haben wir Daten aus 109 Ländern zwischen 1960 und 2019 ausgewertet. Diese Ergebnisse verdeutlichen das vielschichtige Bild. In Hocheinkommensländern lässt sich im Durchschnitt kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Emissionen erkennen. Doch dieser Durchschnitt täuscht. Denn zum Beispiel schneiden Demokratien, die einen geringen Nutzungsanteil an fossilen Energien haben, tendenziell besser ab, wenn es darum geht, Emissionen und Ungleichheit gleichzeitig zu verringern.

In Ländern mit mittlerem Einkommen hingegen zeigt sich häufig ein negativer Zusammenhang. In diesem Fall deutet dies darauf hin, dass weniger Ungleichheit mit höheren Emissionen einhergeht. Der Grund liegt oft in der starken Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, um die wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Mehr soziale Teilhabe bedeutet bislang auch einen höheren Energieverbrauch und damit einen höheren CO₂-Ausstoß.

In Niedrigeinkommensländern ist der Zusammenhang schwächer oder sogar umgekehrt. Viele Haushalte sind vom energieintensiven Konsum der „CO₂-Ökonomie“ ausgeschlossen, was die Dynamik zwischen Einkommen, Teilhabe und Emissionen grundlegend verändert.

Damit liefern diese Modelle kein einfaches, politisch leicht kommunizierbares Ergebnis, sondern ein komplexes, realitätsnahes Bild gesellschaftlicher Entwicklung. Gerade darin liegt aber auch ihr Mehrwert, denn sie ermöglichen differenzierte, empirisch fundierte Politikansätze, die soziale und ökologische Transformation gemeinsam denken. Auch wenn sie zunächst komplex wirken, bieten sie die Möglichkeit, die Gesellschaft in ihren Facetten besser zu repräsentieren und kontextspezifische Maßnahmen zu entwickeln. Dies kann zu Akzeptanz differenzierten Maßnahmen beitragen.

Kontextspezifische Wege zu mehr Nachhaltigkeit

Unsere Untersuchung zeigt: Es gibt nicht den einen Weg in eine nachhaltige Zukunft, sondern vielfältige Pfade mit Zielkonflikten und Synergien. Diese hängen unter anderem vom Einkommensniveau, Wirtschaftsstruktur und politischem Kontext eines Landes ab. Die Analysen einzelner Länder zeigen zudem, dass sich die Zusammenhänge selbst innerhalb der drei Ländergruppen unterscheiden und sich je nach Einflussfaktor auch innerhalb der Länder verändern können.

Auf den ersten Blick scheinen die Ergebnisse vertraut: Reiche Länder haben höhere Emissionen, ärmere geringere und mehr soziale Teilhabe geht oft mit höherem Energieverbrauch einher. Doch der eigentliche Erkenntnisgewinn liegt nicht in diesen bekannten Mustern, sondern in ihrer Differenzierung, die diese aufbrechen. Die Verteilungsregression ermöglicht so eine neue Ebene der Analyse und damit die Entwicklung von Politikempfehlungen, die die Vielfalt der Situationen einbeziehen können. So wird sichtbar, dass sich die Beziehung zwischen Ungleichheit und CO₂-Emissionen über Einkommensgruppen, politische Systeme und Energiestrukturen hinweg – aber auch innerhalb dieser Dimensionen – verändern kann.

Im Zuge unserer Analyse bedeutet das zum Beispiel in Hocheinkommensländern, zentrale Treiber wie eine sozial ausgewogene Energiewende und den Umbau des Dienstleistungssektors, insbesondere in Bereichen wie Pflege, Bildung und Soziale Arbeit, zu nutzen. In Niedrigeinkommensländern erfordert eine gerechte Entwicklung hingegen Investitionen, die ökologischen Fortschritt mit sozialer Teilhabe verbinden.

Mit solchen vielfältigen, kontextspezifischen Wegen lässt sich eine realistischere Grundlage für politische Entscheidungen schaffen. Wer soziale und ökologische Ziele wirklich zusammenbringen will, braucht Daten und Methoden, die deren Wechselwirkungen sichtbar machen und sich ändernde Situationen differenziert abbilden. Verteilungsstatistik eröffnet genau diese Perspektive: weg vom glättenden Durchschnitt hin zu einer empirisch fundierten Sicht auf gesellschaftliche Vielfalt. Das erfordert Mut und die Bereitschaft, komplexe Zusammenhänge verständlich zu vermitteln. Doch gerade dadurch kann Politik an Glaubwürdigkeit gewinnen, weil sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in den Politikmaßnahmen und den intendierten Ergebnissen wiederfinden. Nur wenn wir lernen, diese Vielfalt zu messen und zu verstehen, können wir eine Wirtschaft gestalten, die ökologisch tragfähig und sozial gerecht zugleich ist.

 

Zu den Autorinnen:

Franziska Dorn ist Postdoktorandin am Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen. Sie forscht zur Messung von Lebensstandards jenseits des Mittelwerts, mit Schwerpunkt auf Zeit- und Einkommensarmut sowie auf dem Zusammenhang zwischen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit.

Simone Maxand ist Juniorprofessorin für Statistik an der Europa-Universität Viadrina und Faculty Member der Berlin School of Economics. Sie forscht zu statistischen Methoden und deren Anwendung im Bereich der Klimaökonomik und Nachhaltigkeit.

02.12.2025

[liste@kopi-online.de] Inside Gaza

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 2. Dezember 2025, 10:21 Uhr


Heute am 2.12. auf arte um 20.15 Uhr: *Inside Gaza*. Französische Doku

über palästinensische Journalisten in Gaza.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.12.2025

Weg in die Abhängigkeit, Macron stützt Selenskyj & der Griechen-Euro

lostineu.eu, 2. Dezember 2025

Die Watchlist EUropa vom 02. Dezember 2025 – Heute mit Nachrichten und Analysen zum ersten Jahr der zweiten Kommission von der Leyen, zur Ukraine-Politik und zur Eurogruppe

Diesen Newsletter können Sie abonnieren – er kommt dann dreimal pro Woche per Mail, natürlich ohne Paywall. Mehr bei STEADY

Seit einem Jahr ist die zweite EU-Kommission von der Leyen im Amt. In einer offiziellen Bilanz heißt es, die Brüsseler Behörde habe EUropa “more independent, more competitive and more secure” gemacht – unabhängiger, wettbewerbsfähiger und sicherer.

Schön wär’s. In Wahrheit wurden alle drei Ziele deutlich verfehlt. Doch während bei Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist – von der Leyen hat weitere vier lange Jahre vor sich – steht das Urteil bei der Unabhängigkeit bereits fest.

Die EU ist nicht unabhängiger, sondern viel abhängiger geworden. Und zwar von Trump. Der US-Präsident gibt mittlerweile in fast allen Politikbereichen die Linie vor. Das geht von der Aufrüstung über den Handel bis hin zur Energie- und Digitalpolitik, vom “Green Deal” ganz zu schweigen.

Es begann mit falschen Behauptungen

Dabei hatte die CDU-Politikerin zu Beginn ihrer Amtszeit behauptet, sie sei auf alles vorbereitet – auch auf Trump II.. Man habe Vorkehrungen getroffen, um die Ukraine zur Not auch allein zu stützen, hieß es in Brüssel. Gegenmaßnahmen für einen möglichen Handelskrieg lägen fertig in der Schublade.

Beides sollte sich als falsch erweisen. Schon im Streit um die US-Stahlzölle knickte die Kommission ein – und zog bereits beschlossene und verkündete Gegenzölle wieder zurück. Bei der Ukraine zahlt EUropa zwar mittlerweile fast alles – doch Trump kassiert, und er gibt auch die Richtung vor.

Wie konnte es so weit kommen? Im Rückblick lassen sich drei Wendepunkte ausmachen. Man könnte auch von Kipppunkten sprechen – denn seither ist die EU nicht mehr, was sie mal war. Sie leidet nicht bloß an einem “Mission Creep”, sie wird (unter Missachtung der Verträge) völlig neu programmiert!

Die drei Wendepunkte der EU-Politik

Der erste Wendepunkt war die deutsche und europäische Wiederbewaffnung im Frühjahr 2025. Sie wurde zwar mit Trump und der angestrebten Unabhängigkeit begründet. Doch sie führte – über die Nato und die Ukraine-Politik – zu einer noch größeren Abhängigkeit von den USA.

Dies sollte sich beim Nato-Gipfel im Juni in Den Haag zeigen, dem zweiten Wendepunkt. “Daddy” Trump gab den Ton an, alle Alliierten (bis auf Spanien) willigten in das absurde 5-Prozent-Ziel ein – und akzeptierten, daß die Nato zum Selbstbedienungsladen für ein imperiales Amerika umgebaut wird.

Die Allianz ist seither nur noch ein Dienstleister, bei dem die EUropäer für die Hilfe (und die Waffen) aus den USA bezahlen. Getoppt wurde diese Unterwerfung nur noch vom Trump-von-der-Leyen-Gipfel in Schottland, wo die EU-Chefin einen fatalen Handelsdeal akzeptierte – der dritte Wendepunkt.

“Die Illusion ist geplatzt”, kommentierte der frühere EZB-Chef Draghi das Ergebnis. Der Traum von einer großen und selbstbewußten Handelsmacht EU, die in der Weltpolitik zählt, wurde auf dem Altar der transatlantischen Zusammenarbeit geopfert. Seitdem ist Unabhängigkeit nur noch ein Wort…

News & Updates

Macron stützt Selenskyj. Mitten im bisher schlimmsten Korruptionsskandal hat Frankreichs Staatschef Macron seinem ukrainischen Amtskollegen Selenskyj den Rücken gestärkt. Es sei nicht die Aufgabe Frankreichs, der Ukraine Lektionen über Korruption zu erteilen, sagte Macron nach einem Treffen mit Selenskyj in Paris. Der Kampf gegen die Korruption in der Ukraine funktioniere, behauptete Macron. In Russland habe er solche Schritte gegen Korruption nicht gesehen, da dort eine echte Diktatur herrsche. – In Wahrheit ist es eher so, daß die Korruption in Kiew bereits die Führungsetage erreicht hat. Selenskyjs rechte Hand Jermak will sich den Ermittlungen und seiner drohenden Bestrafung durch eine hastige “Flucht” an die Front entziehen. Dabei warer noch vor kurzem gern gesehener Gast im Elysée-Palast oder in der EU-Kommission..

Merz umwirbt Tusk. Deutschland und Polen wollen enger zusammenarbeiten. Bundeskanzler Merz (CDU) und der polnische Regierungschef Tusk gaben in Berlin die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zu Verteidigung, Verkehr und Erinnerungspolitik bekannt. Er wünsche sich Polen als “kraftvollen Partner für ein sicheres, freies und wohlhabendes Europa”, sagte Merz. – Was für ein Timing – nur wenige Wochen, nachdem Tusk sich geweigert hatte, einen von der Bundesanwaltschaft per europäischem Haftbefehl gesuchten Ukrainer nach Deutschland auszuliefern. Aber es ging ja auch “nur” um Nordstream... Mehr hier

Erdogan verurteilt ukrainischen Angriff. Der türkische Präsident Erdogan bezeichnet die jüngsten ukrainischen Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer als inakzeptabel. Er warne “alle beteiligten Seiten”, sagte Erdogan. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bedrohe die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer. Der Angriff auf Schiffe in der türkischen Wirtschaftszone am Freitag sei eine Besorgnis erregende Eskalation. Er fand nicht weit von der türkischen Küste statt…

Das Letzte

Spricht der Euro bald griechisch? Vor zehn Jahren wäre Griechenland beinahe aus dem Euro geflogen. Nun will ein griechischer Finanzminister die Eurogruppe führen – also genau jenen Kreis, in dem der frühere griechische Finanzminister Varoufakis für Furore gesorgt hat. Beworben haben sich der Athener Ressortchef Kyriakos Pierrakakis und der belgische Haushaltsminister Vincent Van Peteghem. Doch da Belgien derzeit über kreuz mit der EU legt – wegen des Streit um russisches Vermögen – werden Pierrakakis gute Chancen eingeräumt, den Chefsessel der Eurogruppe zu übernehmen. Manchmal ist die Geschichte wirklich sehr ironisch…


Eric Bonse

EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????

Mehr Newsletter hier. Mehr News & Updates hier

1 Comment

  1. Monika
    2. Dezember 2025 @ 12:12

    Merz umwirbt Tusk…
    wofür nochmal will Merz einem terroristisch denken- und handelnden Saboteur deutscher Interessen (und damit auch zum großen wirtschaftlichen Schaden der gesamten EU handelnden Mitgliedsstaat) querfinanzieren, denn darauf laufen ja die “deutsch-polnischen ?! Erklärungen” hinaus?
    Die Handlungen eines Herrn Merz muss man wohl stets durch die Brille BlackRock betrachten, denn allein dieser Gruppierung fühlt sich der formale “Kanzler der Deutschen” verpflichtet.

    Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Herr Merz nur durch eine fehlerhafte Wahlauszählung auf seinem Posten. Aber diesen Umstand demokratisch nachprüfen? Das dürfen in Deutschland wenige “repräsentative” Parlamentarier der sog. “Wahlprüfungskommission” verhindern, deren Status als Abgeordnete von ihrer eigenen Entscheidung in dieser Kommission abhängt.
    Womit wir wiedereinmal beim großartigen Herrschaftssystem einer kriminellen und Menschen verachtenden Oligarchie angekommen wären. Die “Zahl der gläubigen Gläubiger” dieses Systems ist noch zu groß….

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Login with your Social ID


Info: https://lostineu.eu/der-weg-in-die-abhaengigkeit-macron-stuetzt-selenskyj-der-griechen-euro/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




EU rüstet Ukraine weiter auf – Kosten explodieren


lostineu.eu, vom 1. Dezember 2025

Bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister werden neue Rüstungspläne zugunsten der Ukraine bekannt gegeben. Allein die Niederlande sagen 250 Mill. Euro an Waffenhilfe zu. Derweil explodieren die Kosten des Krieges in Kiew.

“Wir erleben täglich schwere Luftangriffe in der Ukraine. Die einzige Möglichkeit, ihnen kurzfristig zu helfen, besteht darin, Hilfsgüter aus amerikanischen Beständen zu liefern”, sagte der niederländische Verteidigungsminister Brekelmans.

Den Haag will daher Waffen in den USA bestellen – über das neue NATO-Programm PURL. Die Ukraine bestellt, ein EU-Land zahlt, und die USA kassieren: das ist der neue “Mechanismus”. 250 Mill. Euro ist das den Niederländern wert – die europäische Industrie geht leer aus.

Anders ist das bei einem weiteren Programm namens SAFE. Hier geht es um Kredite von 150 Mrd. Euro, die die EU-Kommission für die Aufrüstung bereitstellt. 19 von 27 EU-Staaten machen mit, das meiste Geld geht nach Polen.

Doch der größte Nutznießer dürfte wiederum die Ukraine sein. Wie “Verteidigungskommissar” Kubilius mitteilt, haben 15 von 19 beteiligten Ländern angekündigt, die Ukraine beteiligen zu wollen. Hier geht es um Milliarden, jubelt Kubilius.

Derweil meldet die “Kiew Post”, daß die Militärausgaben der Ukraine aus dem Ruder laufen. Die Kosten für den Krieg stiegen schneller als die Einnahmen, heißt es in einer neuen Studie. Verteidigungsausgaben machen demnach 70% der Gesamtausgaben aus.

Und weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, plant die EU eine neue Finanzspritze von bis zu 140 Mrd. Euro. Allerdings ist die Finanzierung nun wieder unsicher – denn Belgien lehnt eine Nutzung des russischen Vermögens kategorisch ab…

Siehe auch “Fundamental falsch”: Merz will dennoch russisches Vermögen abgreifen

13 Comments

  1. european
    2. Dezember 2025 @ 09:49

    Vielleicht gibt es aber auch ganz andere Gruende und EUropa ist gar nicht so selbstlos mit seiner Unterstuetzung. Es gibt dazu ganz interessante Berichte. Der erste lautet War and Theft und ist eine Studie des Oakland Institutes aus Anfang 2023, der den von aussen gesteuerten und von Selenskyj umgesetzten Umbruch im ukrainischen Agrarsektor beschreibt. Demzufolge befanden sich zum Zeitpunkt der Studie bereits 28% des Agrarsektors unter auslaendischer Kontrolle, ueberwiegend aus USA und Europa. Die Finanzierung seitens auslaendischer Corporations war und ist immer gebunden an Privatisierung und – wen wundert es – drastische Austeritaet. Ebenso wurde eine Landreform gefordert, die Selenskyj bereits in 2000 gegen den Willen der Bevoelkerung durchgepeitscht hat. Die Bevoelkerung befuerchtete einen Anstieg der Korruption und eine einseitige Bevorzugung der “Investoren”, was sich zunehmend bestaetigt. Grosse Firmen greifen staatliche Foerderungen ab, waehrend die lokalen Farmer ohne suppor bleiben. Der ganze Bericht kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

    https://www.oaklandinstitute.org/report/war-and-theft

    Ein Jahr spaeter schreibt der Kiew Independent ueber den massiven Zuwachs auslaendischer Firmen in der Ukraine. Dieses Mal geht es nicht um die Landwirtschaft, sondern um andere Wirtschaftszweige und es werden die fuehrenden 10 Laender aufgelistet. Ganz vorne die Tuerkei, Polen noch vor den USA, Deutschland und UK sind auch mit dabei. Leider findet sich nicht viel Information ueber die Natur der Unternehmungen, aber Finanzen sind auf jeden Fall dabei.

    Die Frage ist also, ob die Unterstuetzung der Ukraine weniger dem Land gilt als den Firmen, die sich dort bereits niedergelassen haben. Mit dem Bailout von Firmen zu Lasten der Steuerzahler kennen wir uns ja aus ????

    https://kyivindependent.com/foreigners-ukraine-businesses/

Antworten

  • european
    2. Dezember 2025 @ 12:34

    “Ebenso wurde eine Landreform gefordert, die Selenskyj bereits in 2020 (!!!) gegen den Willen der Bevoelkerung durchgepeitscht hat.”

    Sorry, Tippfehler.

    Antworten

  • Niko
    2. Dezember 2025 @ 09:30

    Ich vermute, dass es nicht mehr sehr lange dauert, bis in der Ukraine die Abnehmer für die Militärspielzeuge ausgehen. Meine Empfehlung, einfach zurückschicken zu den Absendern. So wie es bekannterweise mit Unmengen an nicht benötigten Masken zum Ende der Pandemie geschehen ist. Es werden dann sicher auch die passenden Gründe für die Abnahmeverweigerung gefunden. Einfach Spahn fragen, der kennt sich damit aus.

    Antworten

  • Der Skeptiker
    2. Dezember 2025 @ 09:02

    Veruntreuen unserer Steuergelder durch unfähige politische Eliten.

    Antworten

  • Erneuerung
    2. Dezember 2025 @ 08:54

    Unabhängig von der Kostenexplosion ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, dass es im Natobereich weitere Explosionen gibt, die die von der Nato geförderte Ukraine durchführt, wie gestern z.B. türkische Tanker, die noch dazu gar kein russisches Öl geladen hatten. Aus blinder Wut schießt die Ukraine weltweit um sich. Die verschwundenen Gelder und Waffen machen es möglich. Die Gefahr sind die nationalfaschistischen Banderas, nicht Putin. Aber die Betonfestigkeit (auch der Betonköpfe) hat sich seit den 80ern verdoppelt.

    Antworten

  • Arthur Dent
    1. Dezember 2025 @ 23:33

    Krieg führt nicht nur ein Land gegen ein anderes, hier wird Krieg gegen Arbeiter, Rentner, Steuerzahler geführt. Weniger Lohn, weniger Rente, explodierende Lebenshaltungskosten, schwindende öffentliche Güter…

    Antworten

    • KK
      2. Dezember 2025 @ 11:35

      Ja, diese “Demokratie”, die da angeblich in der Ukraine verteidigt wird, ist nicht “die Herrschaft des Volkes”, sondern “die Ausbeutung des Volkes”!

      Antworten

    • Ulf Jährling
      2. Dezember 2025 @ 12:43

      Unter den Voraussetzungen ist sogar eine bedingungslose Kapitulation und Unterwerfung unter die Russischen Besatzer mit Abstand das beste was dem Ukrainischen Volk passieren kann. Unter westlicher Herrschaft auch als souveräner Staat wäre das größte Fiasko für die Bevölkerung.
      Es gehe dann ähnlich aus wie mit der Treuhand im deutschen Osten.

      Antworten

  • Herbert
    1. Dezember 2025 @ 17:21

    Der NATOd Doppelbeschluss zur Kompensation der sowjetischen SS 20 durch die Nachrüstung der NATOd auf das Pershing 2 System und der folgende Rüstungswettlauf hat die Sowjetunion überfordert und damit zerstört.
    Heute rüsten die NATOd und die Europäischeunion über ihre Leistungsfähigkeit hinaus auf was das Zeug hält und diese EU wird den gleichen Weg gehen wie damals die SU.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 18:31

      Besser früh als spät… diese EU hat fertig, um das in Anlehnung berühmter Worte eines Fussballlehrers zu sagen.

      Antworten

  • Michael
    1. Dezember 2025 @ 15:08

    Die Kriegsgewinnler leisten ganze Arbeit, denn wenn die Kosten explodieren dann explodieren auch die Profite und die „kickbacks“! Ein wunderbares Feuerwerk!

    Antworten

  • KK
    1. Dezember 2025 @ 13:22

    Es explodieren ja nicht nur die Kosten, nicht wahr?
    Das, was mit unseren Abermilliarden gekauft wird, explodiert ja auch… und dann wird neues gekauft, was dann wieder explodiert… ein perpetuum mobile. Es fliegt auseinander, was nicht zusammen gehört… oder wie sagte man einst?

    Antworten

    • Eric Bonse
      1. Dezember 2025 @ 13:51

      Ein explosives Thema ????


  • Info: https://lostineu.eu/eu-ruestet-ukraine-weiter-auf-kosten-explodieren/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 



    Aufgelesen: Wie Berlin den Transport von 800.000 Nato-Truppen plant


    lostineu.eu, vom 1. Dezember 2025

    Im Kriegsfall wird Deutschland zum Drehkreuz für die Nato. Die EU bereitet dafür ein “militärisches Schengen” vor. Nun sind auch die deutschen Pläne durchgesickert. Der sogenannte “Operationsplan Deutschland” ist erschreckend.

    Hier der Beitrag von “Euronews” (Auszug):

    Noch vor kurzem war der sogenannte “Operationsplan Deutschland” geheim. Nun ist bekannt: Im Falle einer militärischen Konfrontation wäre Deutschland ein wichtiges Drehkreuz für die Bündnisverteidigung. Die Vorgehensweise knüpft an die Zeit des Kalten Krieges an.

    In dem sogenannten Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) ist demnach der Transport von bis zu 800.000 NATO-Truppen über Deutschland vorgesehen.

    Der OPLAN DEU ist der militärische Plan für die Verteidigung Deutschlands, in dem zentralen Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung mit den dafür notwendigen zivilen Bereichen und Verantwortlichkeiten koordiniert und zusammengeführt werden.

    Nach Informationen des Wall Street Journal umfasst OPLAN DEU ein geheimes, rund 1.200 Seiten langes Dokument, das vor rund zweieinhalb Jahren in der Berliner Julius-Leber-Kaserne verfasst wurde und nun “auf Hochdruck” umgesetzt werden soll.

    Mit dem Plan soll sichergestellt werden, dass politische Entscheidungen in einem möglichen Krisen- oder Konfliktfall schnell, verfassungskonforn und koordiniert getroffen werden, damit schnell gehandelt werden kann.

    Der Bundeswehr zufolge ist das Ziel des OPLAN DEUs Deutschlands “Kaltstartfähigkeit, Kriegstüchtigkeit und Durchhaltefähigkeit” an die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen anzupassen.

    Weiterlesen hier (“Euronews”). Siehe auch “Schengen war gestern – bald gilt Vorfahrt für Panzer”

    16 Comments

    1. Erneuerung
      2. Dezember 2025 @ 17:28

      @Kleopatra:
      Nach letzten Meldungen wurde ein Natoland von der Ukraine angegriffen, und zwar mit Beschuss und Versenken von Schiffen, im scharzen Meer und vor Somalia. Es wurde behauptet, dass es Schiffe der russischen Schattenflotte beträfe, was falsch war, der Geheimdienst war wahrscheinlich besoffen, die Schiffe waren türkisch. Aber das zeigt, von wem die Gefahr ausgeht, weltweit. Von den Leuten mit Hakenkreuz- und Wolfsangeltattoos sowie mit Banderakult. Möglich wurde sowas nur durch unsere massive Unterstützung und durch das verschwundene Geld und die verschwundenen Waffen.

    Antworten

  • Kleopatra
    2. Dezember 2025 @ 15:35

    Deutschland ist seit den 1950er Jahren Mitglied der NATO, um im Zweifelsfall von der kollektiven Verteilung gegen Russland zu profitieren. Russland ist der wahrscheinlichste Aggressor, und Deutschland liegt im Zentrum Europas und ist daher natürlich die Gegend, durch die die Verteidigungstruppen transportiert werden müssen. Wir liegen zu zentral, um uns an Transportplänen der NATO nicht zu beteiligen.

    Antworten

    • Eric Bonse
      2. Dezember 2025 @ 16:33

      Wie wir mittlerweile wissen, hat die Sowjetunion nie einen Angriff auf Deutschland geplant. All die gruseligen Nato-Szenarien, mit denen auch wir als junge Männer zur Bundeswehr gelockt werden sollten, waren Fake. Es gab kein Fulda-Gap und keinen Durchmarsch der Roten Armee in Hamburg. Umgekehrt hat die BRD aber auch nicht mit Raketen auf die DDR gezielt, so wie es die Ukraine im Donbass macht. Sie hatte damals noch vernünftige und weitsichtige Politiker.

      Antworten

      • Kleopatra
        2. Dezember 2025 @ 16:49

        Abschreckung bedeutet, sich verteidigen zu können, um sich vielleicht nicht verteidigen zu müssen. Dass die DDR nicht in Westdeutschland eingefallen ist wie Russland in derUkraine dürfte freilich daran liegen, dass doe BRD in der NATO war, die Ukraine hingegen leider nicht.

      • Eric Bonse
        2. Dezember 2025 @ 17:37

        Die DDR wollte und konnte nie in der BRD “einfallen”. Und die Sowjetunion auch nicht, wie wir heute wissen. Lesen Sie die Geschichtsbücher!
        Übrigens hat Moskau nach dem “. WK vorgeschlagen, Deutschland mit einem neutralen Status wieder zu vereinigen. Adenauer lehnte ab, er zog die Teilung und die Nato vor…

    • KK
      2. Dezember 2025 @ 16:55

      “Russland ist der wahrscheinlichste Aggressor…”

      Der empirisch nachgewiesen häufigste und somit auch wahrscheinlichste Aggressor ist die USA.
      Nachzulesen zB hier
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten
      oder dort
      https://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA/kriege.html

      Antworten

  • Monika
    2. Dezember 2025 @ 12:31

    800.000 motivierte Soldaten ? ? ?
    da bin ich aber gespannt, wie dieser Motivationsschub generiert wird, oder ob gar die Motivation dann eine ganz andere Richtung nimmt! Mit welcher Zuckerwatte sollen diese 800.000 denn gefüttert werden? Oder sollen die Völker dermaßen runtergehungert werden, dass es für die Jugend nur die Wahl gibt zwischen langsam verhungern oder schnell sterben an der Front?
    Was die “schnell, verfassungskonform und koordiniert getroffen” Entscheidungen angeht: die Tatsache, dass der OPLAN-DEU 1200 Seiten umfasst, lässt mich leise hoffen… solange die Anweisungen noch nicht auf DIN A5 Bögen kariertes Papier, locker mit Schreibmaschine beschrieben, passen, sind sie miltärisch untauglich, weil zu unhandlich. Das Heer von Analysten und Deutern spricht viel zu kakophon….

    Antworten

    • Eric Bonse
      2. Dezember 2025 @ 13:00

      Das dürften vor allem Amis, Briten und Kanadier sein, die aus Übersee eingeschifft werden, um an die Ostfront zu ziehen. Bremerhaven und Hamburg bereiten sich schon auf den D-Day 2.0 vor…

      Antworten

      • KK
        2. Dezember 2025 @ 15:10

        “Bremerhaven und Hamburg bereiten sich schon auf den D-Day 2.0 vor…”

        Bauen die einen neuen “Atlantikwall”? ????

  • Arthur Dent
    1. Dezember 2025 @ 23:44

    Ja, mach nur einen Plan, sei ein großes Licht,
    mach noch einen zweiten,
    gehen tun sie beide nicht.
    Wo kommen 800.000 Truppen plötzlich her?
    Ach so, gegen die Pandemie hatte man auch einen Plan.
    Für zukunftsfeste Renten hatte man ganz viele Pläne.
    Für die Große Transformation.
    Und wie ging noch mal Wirtschaftswachstum?

    Antworten

  • Alfred Lauscher
    1. Dezember 2025 @ 23:28

    Der Krieg findet nur in den Köpfen dieser Idioten statt und den haben Sie
    schon verloren, denn gegen Dummheit ist bekanntlich kein Kraut gewachsen.

    Antworten

  • jjkoeln
    1. Dezember 2025 @ 19:42

    Man sollte sich bei einer so gearteten Politik nicht wundern, dass die Agitation-für-Dumme-Partei profitiert.
    Obwohl dieser elende Haufen kein Stück besser ist.

    Antworten

  • jjkoeln
    1. Dezember 2025 @ 19:40

    BTW Da Deutschland wohl nicht von seinen Bündnispartnern angegriffen werden wird (obwohl die Ukraine da ja durchaus schon tätig war), kann es sich nicht um Landes- sondern nur um Bündnisverteidigung handeln.
    Das mit der Landesverteidigung wird als Zickerwatte verteilt ist aber eine Illusion.

    Antworten

  • KK
    1. Dezember 2025 @ 18:37

    Na, wenn die NAhTOd-Truppen so lange durch Deutschland brauchen wie die Deutsche Bahn oder erzwungene Umwege wegen maroder Brücken es erfordern, dann ist der Krieg vorbei, bevor die einmal komplett durch sind!

    Übrigens: „Verfassungskonform“ wird das schwierig, wo doch unsere Verfassung ein Friedensgebot enthält, das aber durch die penetrante Kriegstrommelei gegen Russland jetzt schon verletzt ist.

    Antworten

  • Erneuerung
    1. Dezember 2025 @ 17:04

    Da für die Ukraine auch nach neuesten Informationen Gebietsabtretungen für vorwiegend von Russen bewohnte Gebiete an Russland sowie ein Natoverzicht nicht infrage kommen, wird es wohl so werden, dass Russland auf eine komplette Kapitulation der Ukraine hinarbeitet. Dieser Sachverhalt dürfte auch eine komplette Schwächung ganz Europas nach sich ziehen. Wenn man 800000 motivierte Soldaten durch Deutschland jagen möchte, so sollte, wie es die DDR gemacht hat, der Blick in die andere Hälfte der Welt komlett gesperrt werden (auch wenn dies vermutlich nicht möglich ist), manches ist jetzt schon offensichtlich, z.B. dass Europa immer weiter zurückfällt. Ob dann Schuldengeld und Zwangsmeinungen ausreichen werden, um den Hirngespinsten der westlichen thinktanks gerecht zu werden, darf angezweifelt werden. Wenn der Pleitegeier, der derzeit so richtig gut gefüttert wird, erst mal richtig in Fahrt ist, dann nutzt das besste und intelligenteste Dogma auch nichts mehr. Man kann nur noch auf Erlösung hoffen, vermutlich aber nicht in den Kirchen, denn dort werden neben Brot für die Welt nun auch Waffen für die „freie“ Welt beworben, Pazifismus war einmal, Gott hat seine Meinung geändert.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 18:34

      “Gott hat seine Meinung geändert.”

      Gott hat keine Meinung – Gott hat Stellvertreter!


  • Info: https://lostineu.eu/aufgelesen-wie-berlin-den-transport-von-800-000-nato-truppen-plant/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.12.2025

    Nachrichten von Pressenza: Die Rolle digitaler Medien für die Entstehung der Generation-Z-Bewegung in Nepal

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 2. Dezember 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 02.12.2025


    Die Rolle digitaler Medien für die Entstehung der Generation-Z-Bewegung in Nepal


    Möglicherweise zum ersten Mal in der Weltgeschichte ist eine Regierung in nur 30 bis 32 Stunden aufgrund einer von Jugendlichen angeführten Bewegung zusammengebrochen. In einem Land wie Nepal, das sich noch in der Anfangsphase der digitalen Entwicklung befindet, ist es&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/die-rolle-digitaler-medien-fuer-die-entstehung-der-generation-z-bewegung-in-nepal/


     -----------------------


    Belgien: Wie sieht die Zukunft für die Jugend aus? Viele Eltern sind besorgt


    „Herzlichen Glückwunsch! Nächstes Jahr werden Sie 18 Jahre alt!“ So lautet der Einstieg unseres Verteidigungsministers in seinem Brief an 150.000 belgische 17-Jährige, in dem er sie einlädt, sich für ein Jahr zum freiwilligen Militärdienst zu verpflichten. Daraufhin melden sich zahlreiche&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/belgien-wie-sieht-die-zukunft-fuer-die-jugend-aus-viele-eltern-sind-besorgt/


     -----------------------


    Klima der Ungerechtigkeit


    Marcele Oliveira ist mit ihren 26 Jahren Youth Climate Champion der COP30-Präsidentschaft; sie wurde von Präsident Lula nach einer öffentlichen Ausschreibung aus 154 Bewerbungen ausgewählt, um die Stimmen der jungen Menschen in die globale Diskussion zur Bekämpfung des Klimawandels einzubringen.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/klima-der-ungerechtigkeit/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.12.2025

    Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (I)
    Die größten Waffenschmieden Deutschlands wachsen laut neuen SIPRI-Statistiken schneller als die europäische und erheblich schneller als die US-Konkurrenz. Rheinmetall könnte bald zum zweitgrößten Rüstungskonzern weltweit aufsteigen.

    german-foreign-policy.com, 2. Dezember 2025

    BERLIN (Eigener Bericht) – Das starke Wachstum der 100 größten Rüstungskonzerne der Welt geht weit überdurchschnittlich auf die Rüstungsbestrebungen der europäischen Staaten und dort vor allem auf diejenigen Deutschlands zurück. Dies belegen neue Statistiken zur globalen Rüstungsproduktion, die das Stockholmer Forschungsinstitut SIPRI am gestrigen Montag vorgelegt hat. Demnach ist der Umsatz der 100 größten Waffenschmieden weltweit, der zu rund 70 Prozent von Unternehmen aus den USA und Westeuropa erzielt wurde, im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent gestiegen. Die europäischen Konzerne unter den Top-100 kamen auf ein Umsatzplus von 13 Prozent; die deutschen erreichten ein Plus von 36 Prozent. Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall schaffte mit einem Plus von satten 46,6 Prozent auf der Rangliste der größten Waffenschmieden weltweit den Sprung von Platz 26 auf Platz 20. Rheinmetall will bis 2030 einen Umsatz von 50 Milliarden Euro erreichen; damit läge das Düsseldorfer Unternehmen zwischen dem F-35-Hersteller Lockheed Martin und dem Patriot-Produzenten RTX auf Platz zwei. Die größten deutschen Konzerne könnten schon in Kürze diejenigen Italiens und Frankreichs überholen und zur Nummer eins in der EU aufsteigen.


    Zitat: RekordumsätzeDer Umsatz der hundert weltgrößten Rüstungskonzerne ist im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent gestiegen und hat einen Rekordwert von 679 Milliarden US-Dollar erreicht. Das ist eines der Resultate des jüngsten Berichts zu den Top-Waffenschmieden weltweit, den das Stockholmer Forschungsinstitut SIPRI am gestrigen Montag publiziert hat.[1] Dabei ergibt sich das mengenmäßig stärkste Wachstum aus dem Boom der Rüstungskonzerne in Europa und den Vereinigten Staaten, wo rund zwei Drittel der 100 weltgrößten Branchenfirmen angesiedelt sind. Prozentual lagen die Top-100-Konzerne aus Japan und Südkorea vorn, die ihre Umsätze um 40 Prozent respektive 31 Prozent steigerten. Beide Länder rüsten gegen China auf. Die acht chinesischen Top-100-Konzerne zusammengenommen verzeichneten hingegen einen Umsatzeinbruch um rund zehn Prozent. SIPRI führt das darauf zurück, dass wegen strikter Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung teils größere Verzögerungen im Ablauf der Rüstungsprogramme auftraten. Bei den SIPRI-Zahlen muss berücksichtigt werden, dass sie erklärtermaßen nur die Branchenriesen erfassen, was unter anderem für die mittelständisch geprägte deutsche Industrie zu Verzerrungen nach unten führen kann.[1]


    Nummer eins weltweit

    Mit Abstand die Nummer eins sind nach wie vor die Rüstungskonzerne aus den Vereinigten Staaten, die 39 der Top-100-Konzerne stellen. Diese erwirtschafteten im Jahr 2024 mit einem Umsatz von 334 Milliarden US-Dollar fast die Hälfte des Gesamtumsatzes der hundert größten Waffenschmieden weltweit. Außerdem stellten die Vereinigten Staaten fünf der sechs größten Rüstungskonzerne überhaupt – mit Lockheed Martin, bekannt für die Kampfjets vom Typ F-35, auf Platz eins, dem Hersteller der Patriot-Flugabwehrsysteme, RTX, auf Platz zwei und Northrop Grumman, dem Konzern, der zur Zeit neue Interkontinentalraketen vom Typ LGM-35 Sentinel entwickelt, auf Platz drei. Das Wachstum der 39 US-Rüstungsunternehmen unter den Top 100 weltweit fiel allerdings mit 3,8 Prozent deutlich geringer aus als der globale Durchschnitt. SIPRI weist ausdrücklich darauf hin, dass die US-Branche derzeit unter ungeplant steigenden Kosten und zeitlicher Verzögerung wichtiger Projekte leidet. Dies sei zwar in vielen Ländern der Fall, schreibt das Forschungsinstitut; doch seien Rüstungsprojekte in den Vereinigten Staaten davon überdurchschnittlich stark betroffen. Die Trump-Regierung werde deshalb deutlich mehr Geld in die Rüstung stecken müssen als geplant.


    Profiteure des Gaza-Kriegs

    Höhere Wachstumsraten als die US-Konzerne erzielten etwa die größten Rüstungskonzerne der Türkei, die mit einem Plus von elf Prozent im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von bemerkenswerten 10,1 Milliarden US-Dollar kamen. Noch stärker schnellte der Umsatz der größten Waffenschmieden Israels in die Höhe, der aufgrund des Gaza-Kriegs um gut 16 Prozent auf 16,2 Milliarden US-Dollar stieg. Israels größte Rüstungsfirma, Elbit Systems, steigerte ihren Umsatz um 13,6 Prozent auf rund 6,28 Milliarden US-Dollar und kam damit auf Platz 25 weltweit.


    Profiteure des Ukraine-Kriegs

    Überdurchschnittlich wuchsen vor allem aber die Rüstungskonzerne Europas, das 26 der Top-100-Waffenschmieden weltweit stellt. Ihr Umsatz belief sich auf 151 Milliarden US-Dollar – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit erreichten sie bereits rund 22 Prozent des Top-100-Umsatzes weltweit und holten ein Stück gegenüber den Vereinigten Staaten auf. Größter europäischer Rüstungskonzern ist BAE Systems (Großbritannien) auf Platz vier, zweitgrößter Leonardo (Italien) auf Platz zwölf, drittgrößter Airbus (Deutschland/Frankreich/Spanien) auf Platz 13, viertgrößter Thales (Frankreich) auf Platz 15. Russland, das mit Rostec den weltweit siebtgrößten Rüstungskonzern nach Umsatz stellt, wird von SIPRI gesondert registriert. Den SIPRI-Statistiken lässt sich entnehmen, wie der Ukraine-Krieg zum rasanten Wachstum der Rüstungsbranche in der EU führt und wer von dem Krieg profitiert. Herausragendes Beispiel ist die Firma Czechoslovak Group (früher: Excalibur Group) mit Hauptsitz in Prag, der es gelungen ist, ihren Umsatz um 192,7 Prozent auf 3,63 Milliarden US-Dollar nahezu zu verdreifachen. Den größten Teil ihres Umsatzes erzielte sie in der Ukraine; dabei profitiert sie in besonderem Maß von der Initiative der tschechischen Regierung zur Beschaffung von Munition für die ukrainische Armee.


    Nummer zwei weltweit

    Besonders hohe Wachstumsraten konnten die vier deutschen Waffenschmieden unter den Top-100-Konzernen erzielen, deren Gesamtumsatz um rund 36 Prozent auf 14,9 Milliarden US-Dollar stieg. Auch sie verdanken dies dem Ukraine-Krieg. Rheinmetall etwa konnte 2024 einen Gesamtumsatz von 8,2 Milliarden US-Dollar erzielen und stieg damit von Platz 26 auf Platz 20 der SIPRI-Rangliste auf. Dabei geht ein Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar laut SIPRI allein auf Verkäufe in die Ukraine zurück. Rheinmetall will seinen Umsatz bis ins Jahr 2030 auf rund 50 Milliarden Euro steigern. Nach heutigem Stand wäre die Düsseldorfer Waffenschmiede damit die zweitgrößte der Welt nach Lockheed Martin. Der US-Konzern hat 2024 einen Rüstungsumsatz von 64,7 Milliarden US-Dollar erzielt. Rheinmetall verdrängte damit die derzeitige Nummer zwei, RTX mit einem Rüstungsumsatz von 43,6 Milliarden US-Dollar, auf Platz drei. Auf Rheinmetall trifft in besonderem Maße zu, was SIPRI bei rund zwei Dritteln der europäischen Rüstungskonzerne feststellt: Das Unternehmen wächst nicht nur durch eine Ausweitung bestehender Anlagen, sondern auch durch die Übernahme anderer Rüstungsunternehmen. Rheinmetall expandiert sogar in neue Sparten – Kriegsschiffbau und Satelliten. Das Wachstumspotenzial gilt als enorm.


    Nummer eins in der EU

    Dabei hat Rheinmetall 2024 mit 46,6 Prozent nur das zweitgrößte Wachstum in der deutschen Rüstungsbranche erzielt. Das stärkste erreichte Diehl; das Unternehmen, das vor allem für die Herstellung des Flugabwehrsystems Iris-T bekannt ist, steigerte seinen Umsatz gar um 52,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und schaffte damit den Sprung von Platz 80 der SIPRI-Rangliste auf Platz 67. Ein Umsatzplus von gut 17,9 Prozent erzielte Hensoldt (Platz 62). Ein Plus von immerhin noch 12,3 Prozent erzielte ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS); der Konzern ist für seine Fregatten und für seine U-Boote bekannt. Deutsche Anteile haben neben Airbus der Raketenhersteller MBDA mit Standorten in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien (SIPRI-Rangliste: Platz 30) wie auch der deutsch-französische Panzerbauer KNDS (Platz 42). Das Stockholmer Forschungsinstitut hält fest, dass die größten Rüstungskonzerne aus Frankreich (26,1 Milliarden US-Dollar) und Italien (16,8 Milliarden US-Dollar) zwar noch höhere Umsätze erzielten als diejenigen aus Deutschland. Letzere aber wuchsen viel schneller (Frankreich: 12 Prozent; Italien: 9,1 Prozent). Die deutsche Branche hat damit das Potenzial, in absehbarer Zeit tatsächlich zur Nummer eins in der EU aufzusteigen.

     

    Nähere Informationen zum Wachstum der vier größten deutschen Rüstungskonzerne finden Sie in Kürze auf german-foreign-policy.com.

     

    [1] Angaben hier und im Folgenden aus: The SIPRI Top 100 Arms-Producing and Military Services Companies, 2024. SIPRI Fact Sheet. Solna, December 2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/1022


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Ex-Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee fordert Nuklearwaffen

    freedert.online, 30 Nov. 2025 20:16 Uhr

    Der Einsatz ausländischer Massenvernichtungswaffen und der Beitritt zur NATO könnten als "Sicherheitsgarantien" für die Ukraine dienen, behauptet der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Waleri Saluschny.


    Ex-Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee fordert Nuklearwaffen© Urheberrechtlich geschützt


    Waleri Saluschny


    Nur der Beitritt zur NATO, die Stationierung von Atomwaffen oder die Aufnahme einer großen ausländischen Streitmacht könnten die Sicherheit der Ukraine wirklich garantieren, behauptet der ehemalige ukrainische General Waleri Saluschny. Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte äußerte sich diesbezüglich in einem Artikel, der am Samstag in The Telegraph erschien.

    Der General, der Medienberichten zufolge still und leise ein Wahlkampfteam in London aufbaut, um für das Präsidentenamt kandidieren zu können, teilte seine Überlegungen darüber mit, wie Russland besiegt werden könnte, wie man eine "bessere Ukraine" aufbauen könnte und welche "Sicherheitsgarantien" Kiew einholen müsste, um zu verhindern, dass der Konflikt mit Moskau in Zukunft wieder aufflammt.

    "Zu solchen Sicherheitsgarantien könnten gehören: der Beitritt der Ukraine zur NATO, die Stationierung von Atomwaffen auf ukrainischem Territorium oder die Stationierung eines großen alliierten Militärkontingents, das in der Lage ist, Russland entgegenzutreten", behauptet Saluschny.


    Ex-Oberbefehlshaber Saluschny für Frieden auch ohne "vollständigen Sieg" über Russland





    Ex-Oberbefehlshaber Saluschny für Frieden auch ohne "vollständigen Sieg" über Russland






    Der ehemalige General wiederholte damit praktisch die aggressivsten Argumente der amtierenden ukrainischen Führung. Wladimir Selenskij hat solche Themen im Konflikt mit Russland und sogar schon zuvor wiederholt angesprochen.

    Moskau hat erneut signalisiert, dass keine der von Saluschny aufgeführten angeblichen "Sicherheitsgarantien" auch nur annähernd akzeptabel sei. Russland lehnt die NATO-Ambitionen der Ukraine seit Langem ab und bezeichnet die Osterweiterung des Bündnisses als Bedrohung für die nationale Sicherheit und als einen der Hauptgründe für den anhaltenden Krieg.

    Darüber hinaus hat der Kreml wiederholt erklärt, dass die Ukraine im Rahmen eines künftigen Friedensabkommens einen neutralen Status annehmen müsse.

    Auch Kiews Atomgespräche wurden von Russland scharf verurteilt. Moskau argumentiert, dass diese Rhetorik die Spannungen nur verschärft und einen umfassenden globalen Krieg näher bringt. Die ukrainische Führung hat wiederholt beklagt, dass sie Anfang der 1990er Jahre ihr aus der Sowjetzeit geerbtes Atomwaffenarsenal aufgegeben habe, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

    In Wirklichkeit blieb es jedoch immer unter der Kontrolle Moskaus, während die unabhängige Ukraine keine Möglichkeit hatte, die nach dem Zusammenbruch der UdSSR auf ihrem Territorium verbliebenen Sprengköpfe zu betreiben oder zu warten.

    Ein möglicher Einsatz ausländischer Truppen in der Ukraine während oder nach dem andauernden Konflikt wurde von Russland ebenfalls ausgeschlossen. Moskau argumentierte, dass ein solcher Schritt Russland nur auf einen direkten Kollisionskurs mit dem kollektiven Westen bringen würde.

    Mehr zum Thema - Gestand Saluschny seine Beteiligung am Nord-Stream-Anschlag?


    Screenshot_2025_12_02_at_17_48_54_Ukrainischer_Ex_Au_enminister_Kuleba_Kiew_muss_taktische_Niederlage_akzeptieren_RT_DE

    Video https://rumble.com/v72cao8-putin-ukraine-krieg-endet-hoffentlich-bald-aber-nur-bei-erreichen-aller-zie.html Dauer 2:20 Uhr


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/263449-ex-oberbefehlshaber-ukrainischen-armee-fordert/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiterer:




    Die politische Woche in Europa

    Was die wirkliche Bedrohung für die EU und Deutschland ist


    anti-spiegel.ru, 1. Dezember 2025     09:00 Uhr, von Anti-Spiegel

    Deutsche und europäische Politiker sprechen ständig von der "russischen Bedrohung", dabei ist die wahre Bedrohung Europas und Deutschlands eine ganz andere.

    Screenshot_2025_12_02_at_17_54_50_Was_die_wirkliche_Bedrohung_f_r_die_EU_und_Deutschland_ist_Anti_Spiegel


    Auch an diesem Sonntag habe ich ungeduldig auf den Bericht des Deutschland-Korrespondenten gewartet, den das russische Fernsehen sonntagabends in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick ausstrahlt, denn seine Sicht auf die politische Woche in Deutschland und Europa unterscheidet sich stark von dem, was deutsche Medien berichten. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn sein mit spitzer Zunge formulierter Bericht zeigt wieder den ganzen Irrsinn des europäischen Politzirkus auf. Und er sagt ungeschönt, was die wahre Bedrohung für das heutige Europa ist. Wie jeden Sonntag habe ich seinen Bericht übersetzt.


    Beginn der Übersetzung:

    Deutschland wird nicht von einem fiktiven Krieg mit Russland bedroht, sondern von der Babyboomer-Generation

    Die Fähigkeit, sein Wort zu halten, ist unter den heutigen europäischen Politikern selten, Mut zur Wahrheit ist Mangelware, und die Bereitschaft, persönliche Verantwortung zu übernehmen, ist fast in Vergessenheit geraten. Und was tritt an ihre Stelle? Eitelkeit, Kleinkariertheit, Narzissmus und schmutzige Machenschaften. Kein Wunder, dass die Zustimmungswerte der Staats- und Regierungschefs der drei führenden europäischen Mächte England, Deutschland und Frankreich beschämend niedrig sind. Sie haben gelogen. Sie vertreten nicht ihre Völker. Sie führen sie sie in den Krieg, indem sie Bedrohungen buchstäblich erfinden.

    Aus Deutschland und der EU berichtet unser Korrespondent.

    Dank einer Blitzaktion im Bundestag, die die volle Konzentration der Kräfte der Regierung im Plenarsaal erforderte, konnte Bundeskanzler Merz den Haushalt für das kommende Jahr durch das Parlament bringen. Pistorius ist ein reicher Minister. 2026 wird Deutschland deutlich mehr für das Militär ausgeben als in diesem Jahr, rund 108 Milliarden Euro. Die Bundeswehr hat seit dem Kalten Krieg keinen derartigen Geldregen mehr erlebt.

    In seiner Bundestagsrede sagte Merz: „Es ist ganz einfach: Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Frieden und Freiheit nicht umsonst sind. Verteidigung ist unsere aller Verantwortung.“

    Jeder einzelne Cent dieser Milliarden fließt natürlich in die Kriegsvorbereitungen gegen Russland. Das beginnt mit der Modernisierung der Infrastruktur – das Wall Street Journal berichtet, dass Deutschland einen Einsatzplan für die Verlegung von 800.000 NATO-Soldaten an die Ostfront entwickelt hat – und endet mit der Aufstockung der Armee um mehr als ein Drittel auf 260.000 Soldaten, die unter anderem durch hohe Gehälter angeworben werden müssen.

    Von der allgemeinen Wehrpflicht hat man noch abgesehen, aber die Pläne für einen umfassenden Fragebogen und obligatorische ärztliche Untersuchungen für 18-Jährige bleiben bestehen. Auch das ist Teil der künftigen Militärausgaben.

    Deutschland ist nicht das einzige Land, das plant, geeignete Personen im Voraus zu erfassen, wie der französische Präsident Emmanuel Macron sagte: „Im Falle einer schweren Krise könnte das Parlament die Einberufung nicht nur von Freiwilligen, sondern auch von jenen anordnen, deren Fähigkeiten sich am ‚Mobilisierungstag‘ bewährt haben. Der Wehrdienst würde dann verpflichtend werden.“, erklärte der .

    Er hatte die Idee, in Frankreich einen „Mobilisierungstag“ abzuhalten, an dem junge Männer verschiedenen Tests unterzogen werden, um ihre Eignung für den Wehrdienst zu ermitteln. Diejenigen, die sich bewähren, werden in eine Liste aufgenommen, um sie später nicht lange suchen zu müssen. Schließlich sagte der französische Generalstabschef Fabien Mandon, Frankreich müsse bereit sein, seine Kinder zu verlieren. Macron arbeitet daher als Reaktion auf „sich beschleunigende Krisen“ an der Aufstellung des entsprechenden Kontingents, wie er seinen Landsleuten erklärte.

    Einige sind jedoch skeptisch. Florian Philippot, Vorsitzender der französischen Partei „Patrioten“, erklärte: „Das ist alles absurd. Wir werden in einen Krieg mit Russland hineingezogen, dabei muss das alles aufhören. Keinen Euro mehr für die Ukraine, keine Kugel, keinen französischen Soldaten, keinen Tropfen französisches Blutes in diesem Krieg, der uns nichts angeht.“

    Unterdessen hat Frankreich inmitten der Militarisierung offensichtliche Haushaltsprobleme. Die Regierung Lecornu versucht, im Parlament Sparmaßnahmen für alle Bereiche – außer für die Armee und den militärisch-industriellem Komplex – sowie Steuererhöhungen durchzusetzen, ohne dafür eine stabile Mehrheit zu haben.

    In Großbritannien suchen Premierminister Starmer und Schatzkanzler Reeves fieberhaft nach Geld, um ein von den Medien als „finanzielles Loch“ bezeichnetes Defizit von schätzungsweise 20 bis 30 Milliarden Pfund zu stopfen. Die Starmer-Regierung, die mit dem Versprechen, Arbeitnehmer zu schützen, an die Macht kam, versucht diese nun, ganz wie die Labour-Partei, heimlich zu beklauen. Doch jeder kann alles sehen.

    Die Journalistin Clare Barrett von der Financial Times formulierte es so: „Ich bin seit 20 Jahren im Geschäft und habe noch nie einen Haushalt gesehen, der so viel Spekulation und Fälschung beinhaltet wie dieser. Wir sollten eher mit versteckten Steuern rechnen als mit Vermögenssteuern.“

    Angesichts der globalen Krise und des eindeutig verlorenen wirtschaftlichen Wettbewerbs erweisen sich Europas militaristische Pläne als unvereinbar mit der Aufrechterhaltung der hohen sozialen Standards, die zunehmend unters Messer kommen. Dieser Prozess wird sich beschleunigen, je mehr der Kontinent in die demografische Krise gerät.

    Die BBC hat einen Sonderbericht über Frauen beim Militär veröffentlicht. Skandinavierinnen sind da ganz vorne. Patriotismus, Russland und die Gleichstellung der Geschlechter bewegen Frauen dazu, militärisches Make-Up anzulegen. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Regierungen diesen Prozess fördern, wie Emeri Lillimee, Expertin an der Estnischen Militärakademie, einräumte: „Wenn diese Sicherheitslage anhält, werden wir schlichtweg nicht genug Personal haben.“

    Die Europäer weigern sich, sich fortzupflanzen, was sie jedoch nicht von ihrer Verantwortung entbindet, eine Armee von Soldaten und eine Armee von Rentnern zu ernähren. Die europäischen Finanzen stehen nicht vor einer erfundenen Bedrohung, wie die russische, sondern vor einer sehr realen. Sie heißt Babyboomer, das sind die Kinder der Kriegskinder: die mächtige Generation der 65- bis 70-Jährigen, die das blühende Europa geschaffen hat. Die gehen nun massenhaft in Rente und bürden ihren Nachkommen eine unerträgliche Last auf.

    Die Prioritäten des deutschen Staates sind Rentner und Waffen, also Dinge, die nichts als Schulden produzieren. Aber sie machen jeden dritten Euro im neuen deutschen Haushalt aus. Man kann das ernst nehmen oder sich darüber lustig machen, wie Heute-Show, die eine Frau erzählen ließ: „Meine Familie und ich leben streng nach der Methode Merz“, wobei sie ein Buch mit Merz’ Porträt hochhält. Daraus liest sie vor: „Kapitel 1: Ständig große Ankündigungen und Versprechen machen. Kapitel 2: Entscheidungen treffen und zuerst an die ältere Generation denken. Kapitel 3: Großzügig Feld für Quatsch ausgeben, selbst wenn man hoch verschuldet ist.“

    Dann kommt ein Kurier, der sagt, die Bestellung koste 520 Euro, worauf die Frau antwortet: „Das ist nicht für mich. Das ist für meinen Sohn, er wird das bezahlen, wenn er groß ist.“ Als der Junge protestiert, gibt sie ihm eine Ohrfeige und lässt ihn die Rechnung unterschreiben.

    Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD, sagte im Bundestag: „Sie haben Deutschland in die größte Verschuldung der Nachkriegszeit gestürzt. Sie werfen mit Geld um sich. 11,5 Milliarden Euro an die Ukraine, ohne zu wissen, ob dieses Geld am Ende wieder in den Händen korrupter Beamter landet, die vom Krieg profitieren.“

    Es ist schwer vorstellbar, dass die ukrainischen Beamten nicht mit ihren Gönnern in Europa teilen. Doch daneben erfüllen sie auch eine andere wichtige Funktion: Wenn der ukrainische Faktor aus dem politischen Leben verschwindet, wird es für Merz und andere schon am nächsten Tag schwerer, ihrer Bevölkerung mit der russischen Bedrohung Angst zu machen. Aber mit rechtfertigen sie derzeit alles. Daher die Panik um Trumps bekannten Plan, der dringend überarbeitet werden muss, damit Moskau ihm nicht zustimmt

    Bei Merz klang das im Bundestag so: „Wir wollen keinen Frieden durch Kapitulation, wir wollen ein friedliches Zusammenleben der Völker Europas auf der Grundlage unserer demokratischen, freiheitsliebenden Werte.“

    Und der britische Premierminister Keir Starmer erklärte: „Elemente, die Europa und die NATO betreffen, bedürfen der Zustimmung Europas und der NATO-Mitglieder.“

    Russland will keinen Frieden, sagen sie jeden Tag. Doch in Wahrheit wollen sie nur einen Frieden, dessen Bedingungen sie selbst diktieren. Und die Ukraine soll sie kämpfen, solange sie noch jemanden an die Front schicken kann.

    Bei Kaja Kallas, der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, klang das so: „Dieser überstürzte Weg zum Frieden ist für die Ukraine nachteilig. Wir müssen uns wirklich auf Zugeständnisse von russischer Seite konzentrieren.“

    Die Chefin der europäischen Diplomatie hat letzte Woche viel Merkwürdiges gesagt: Von 19 Ländern, die Russland angeblich in den letzten 100 Jahren mehr als einmal angegriffen haben soll, bis hin zu Forderungen nach Begrenzungen der russischen Armee und des Militärbudgets. Sie redet im Grunde so viel Quatsch, dass man schon eine Diagnose stellen kann. US-Außenminister Rubio ist es sogar peinlich, sich mit ihr zu treffen.

    Marco Travaglio, Chefredakteur der italienischen Zeitung Fatto Quotidiano, sagte unter dem Applaus des Publikums: „Wenn ich Kallas reden höre, frage ich mich, wie es passieren konnte, dass eine der Wiegen der weltweiten Zivilisation – Europa, der Erfinder der modernen Diplomatie, die auf dem Prinzip ‚Nie wieder Weltkriege zwischen uns‘ beruhte – in die Hände einer solchen Idiotin geraten konnte. Ich spreche von ernster geistiger Behinderung.“

    Fairerweise muss man sagen, dass Kallas nicht allein ist. Die überwältigende Mehrheit der europäischen Politiker und Beamten, die die kollektive Identität der EU prägen, ist völlig inkompetent, wenn man bedenkt, dass sie sich, obwohl sie den Krieg verloren haben, gegenüber Russland so verhalten, als stünden sie kurz vor dem Sieg. Sogar den theoretischen Kredit für die Ukraine, finanziert durch gestohlenes russisches Geld, haben sie als „Reparationen“ bezeichnet, was EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im EU-Parlament so formulierte: „Die Kommission hat ein Dokument mit möglichen Lösungen vorgelegt, darunter die mit den eingefrorenen russischen Vermögenswerten. Im nächsten Schritt muss die Kommission einen juristischen Text vorlegen, und, meine Damen und Herren, um das klarzustellen: Ich sehe kein Szenario, in dem die europäischen Steuerzahler die Rechnung bezahlen.“

    In der Woche, seit die EU-Kommission Briefe an die europäischen Hauptstädte verschickt hat, in denen sie drei Optionen zur Finanzierung der Ukraine im Jahr 2026 darlegte – das waren nicht rückzahlbare Zuschüsse, ein gemeinsames europäisches Darlehen oder der Raub der russischen Vermögenswerte -, hat Ursula von der Leyen offenbar erkannt, dass zumindest die ersten beiden Optionen unerwünscht sind. Europa will und kann sich offenbar nicht von seinem Geld zu trennen. Die Frage der 90 Milliarden Euro für Kiew hängt somit allein von Belgiens Position ab.

    Aber auch der belgische Ministerpräsident de Wever hat einen Brief geschrieben, in dem steht: „Ein übereiltes Vorgehen mit dem vorgeschlagenen Reparationsdarlehensprogramm wird als Kollateralschaden dazu führen, dass wir als EU faktisch die Erreichung eines endgültigen Friedensabkommens behindern. Sollte Russland am Ende nicht offiziell als Verlierer hervorgehen, wird es, wie die Geschichte in anderen Fällen gezeigt hat, berechtigterweise die Rückgabe seiner Staatsvermögen fordern.“

    Genau so wird es kommen. Daher fordert de Wever, dass sich, sollte Russland seine berechtigten Forderungen stellen, die gesamte EU unverzüglich an der Befriedigung der russischen Ansprüche beteiligt.

    Allerdings kann er sich schon jetzt selbst davon überzeugen, dass Friedrich Merz im neuen Bundeshaushalt keine Mittel für diesen Notfall vorgesehen hat.

    Das Vorgehen des Bundeskanzlers wirft nur eine Frage auf: Wie hat er überhaupt beim Investmentfonds BlackRock gearbeitet? Nächstes Jahr wird Deutschland für die Bedienung von Schulden 34 Milliarden Euro bezahlen, in drei Jahren werden es 66 Milliarden Euro sein.

    Das Problem ist, dass Russlands Vermögen größtenteils aus europäischen Staatsanleihen besteht, also ais Schuldscheinen, die gegen Zinsen und Bargeld erworben wurden. Sollten Merz und seine Mitstreiter diese Schuldscheine klauen, könnten alle aktuellen Berechnungen über den Schuldendienst viel zu niedrig sein.

    Ende der Übersetzung


    Info: https://anti-spiegel.ru/2025/was-die-wirkliche-bedrohung-fuer-die-eu-und-deutschland-ist/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Szijjártó: Russland wird ein entscheidender Akteur innerhalb der globalen Sicherheitsordnung


    freedert.online, 1 Dez. 2025 14:56 Uhr

    Ungarn hält an seinen Beziehungen zu Russland fest – nicht nur wegen Energieimporten, sondern auch wegen der zentralen Rolle Moskaus innerhalb der globalen Sicherheitsordnung. Außenminister Szijjártó betont: "Wir können es uns nicht leisten, auf diplomatische Kanäle zu verzichten."


    Szijjártó: Russland wird ein entscheidender Akteur innerhalb der globalen SicherheitsordnungQuelle: TASS © Wladimir Gerdo


    Russlands Außenminister Sergei Lawrow und Ungarns Außenminister Péter Szijjártó vor Beginn der Gespräche im Kreml am 28. November 2025.


    Ungarn wird seine Beziehungen zu Russland trotz Kritik aus Brüssel und Berlin nicht aufgeben. Dies erklärte der ungarische Außen- und Wirtschaftsminister Péter Szijjártó in der Sendung "Stunde der Wahrheit" auf YouTube, wie RIA Nowosti berichtet.


    Orbán appelliert an Europa: Hochrangige Gespräche mit Russland schnellstmöglich starten 





    Orbán appelliert an Europa: Hochrangige Gespräche mit Russland schnellstmöglich starten 





    Szijjártó betonte, dass Russland künftig eine zentrale Rolle nicht nur innerhalb der europäischen, sondern auch der globalen Sicherheitsordnung einnehmen werde.

    "Wir können es uns nicht leisten, auf diplomatische Kanäle und den Austausch mit einem Land zu verzichten, aus dem ein erheblicher Teil unserer Energie kommt und das – ob wir es wollen oder nicht – künftig ein entscheidender Akteur nicht nur in Europa, sondern auch innerhalb der globalen Sicherheitsordnung sein wird."

    Er erinnerte zudem daran, dass Russland die größte Fläche der Welt einnimmt und über Atomwaffen verfügt. Der Minister stellte klar, dass Ungarn für die Entwicklung seiner Beziehungen zu Russland keine Genehmigung der EU, Deutschlands oder irgendeines anderen Staates benötige.

    "Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen Budapest für irgendeine Entscheidung die Zustimmung Berlins einholen musste."

    Damit reagierte er auf die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der Moskau-Reise von Premierminister Viktor Orbán am 28. November, die ohne Genehmigung der EU stattgefunden hatte. Szijjártó hatte zuvor bereits betont, dass weder Deutschland noch die EU-Spitzen der ungarischen Regierung vorschreiben könnten, mit welchen Staaten sie Beziehungen zu pflegen habe.


    Nawrocki sagt Treffen mit Orbán wegen dessen Moskau-Reise ab





    Nawrocki sagt Treffen mit Orbán wegen dessen Moskau-Reise ab






    "Die Aufgabe des ungarischen Ministerpräsidenten besteht nicht darin, die Forderungen des liberalen Mainstreams in Brüssel zu erfüllen und nach der Brüsseler Pfeife zu tanzen, sondern darin, die Interessen des ungarischen Volkes zu vertreten. Das hat er in Washington getan, das hat er in Moskau getan, und das wird er auch in Brüssel tun."

    Am vergangenen Freitag traf Orbán den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Gesprächen, die fast vier Stunden dauerten. Orbán bezeichnete die Verhandlungen als erfolgreich, da die Energieversorgung Ungarns gesichert werden konnte. Unmittelbar nach dem Treffen wiesen ungarische Medien auf mögliche Ungenauigkeiten in der Übersetzung von Putins Aussagen hin.

    Politologen wie Dmitri Solonnikow machen indes darauf aufmerksam, dass Ungarn im Prinzip auf russische Energie verzichten könnte – insbesondere, falls US-Präsident Donald Trump dem Land ein neues, wirtschaftlich vorteilhaftes Ölimportmodell anbieten sollte.


    Mehr zum Thema - "Wir kennen uns schon sehr lange persönlich" – Putin empfängt Orbán in Moskau


    Screenshot_2025_12_02_at_18_04_00_Ukrainischer_Ex_Au_enminister_Kuleba_Kiew_muss_taktische_Niederlage_akzeptieren_RT_DE

    Video https://rumble.com/v72cvf6-viktor-orbn-in-moskau-putin-hebt-enge-bilaterale-beziehungen-hervor.html Dauer 8:54 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/263480-sijjarto-russland-wird-entscheidender-akteur-globalen-sicherheitsordnung/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    NATO-General: Militärbündnis muss Präventivschläge gegenüber Russland erwägen

    freedert.online, 1 Dez. 2025 14:04 Uhr

    Der italienische NATO-Admiral Giuseppe Cavo Dragone erklärte gegenüber der Financial Times, dass die NATO-Mitglieder offensivere Wege finden sollten, um gegenüber Russland "aggressiver oder proaktiver" in Erscheinung zu treten. Er schlägt vor Präventivschläge gegen Russland zu führen.


    Quelle: Gettyimages.ru © Anadolu Agency


    Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, beim Treffen der NATO-Verteidigungschefs im NATO-Hauptquartier, Brüssel, Belgien, 14. Mai 2025.


    Der italienische Admiral Giuseppe Cavo Dragone, amtierender Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, erklärte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview für die Financial Times, dass die Mitgliedstaaten ihre Optionen abwägen sollten, um auf das zu reagieren, was er als Russlands "hybriden Krieg" bezeichnete (Bezahlschranke). Der Kommandant fügte hinzu, dass das Militärbündnis einen "Präventivschlag" als "defensive Maßnahme" diskutiere, um dahingehend zu jedoch zu versichern, dass diese Gedanken "weniger unserer üblichen Denk- und Verhaltensweise entspricht."


    Siegesplan statt Friedensplan: Deutschland und EU wollen Verlängerung des Ukraine-Kriegs





    Siegesplan statt Friedensplan: Deutschland und EU wollen Verlängerung des Ukraine-Kriegs





    Admiral Giuseppe Cavo Dragone war von November 2021 bis Oktober 2024 Generalstabschef der italienischen Streitkräfte und ist seit Januar 2025 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses in Brüssel. Laut der Financial Times hätten aktuell "einige" ungenannte Diplomaten, dabei "speziell aus Osteuropa", strengere Maßnahmen seitens der NATO gefordert, um gegen vermeintliche vielfältige Militäraktionen Russlands zu reagieren, so zu den Vorwürfen der "Sabotage oder Drohnenangriffen".

    Der NATO-Admiral erklärte mit Blick auf diese Forderungen in dem FT-Interview, dass das westliche Militärbündnis "eine verstärkte Reaktion auf die hybride Kriegsführung Moskaus in Betracht ziehe." Er betonte:

    "Wir prüfen alle Optionen. Im Bereich Cybersicherheit reagieren wir eher passiv. Wir denken darüber nach, aggressiver und proaktiver statt reaktiv zu agieren."

    Dazu heißt es weiter seitens des Admirals:

    "Eine Option könnte sein, aggressiver vorzugehen als unser Gegenüber."

    Im September verstärkte die NATO ihre Luftpatrouillen in Osteuropa und den baltischen Staaten als Reaktion auf angebliche Luftraumverletzungen durch Russland. Moskau hat die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen, dass seine Flugzeuge und Drohnen in den Luftraum des Bündnisses eingedrungen seien, und wirft dem westlichen Militärbündnis Propaganda und Kriegshetze vor.

    Politico Europe berichtete in der letzten Woche, dass die NATO "auch gemeinsame offensive Cyberoperationen" gegen Moskau in Betracht ziehe. Der Artikel trägt die Überschrift:

    "Europa denkt das Undenkbare: Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland"


    Schwedischer Generalstab: Moskau will Zwietracht in der NATO säen





    Schwedischer Generalstab: Moskau will Zwietracht in der NATO säen






    Dragone führte gegenüber der Financial Times weiter aus, dass mögliche Entscheidungsfindungen der NATO durch die "Gerichtsbarkeit" eingeschränkt worden seien. So erklärte er abschließend im Interview zu dem vermeintlich vorliegenden Hauptproblem Brüssels:

    "Die NATO und ihre Mitglieder sind aufgrund ethischer, rechtlicher und justiziabler Gründe viel mehr Einschränkungen unterlegen als unsere Gegenpartei. Das ist ein Problem. Ich möchte nicht sagen, dass es eine aussichtslose Position ist, aber es ist eine schwierigere Position als die unserer Gegenpartei."

    Russland hat vom Westen unterstellte Hackerangriffe auf Institutionen regelmäßig dementiert und dabei betont, dass es vielmehr selbst Ziel zahlreicher Cyberangriffe gewesen sei, darunter auch einige, zu denen sich pro-ukrainische Gruppen bekannt hätten.

    Der russische Botschafter in Belgien, Denis Gontschar, erklärte in der Vorwoche, dass die NATO-Mitglieder unter dem stetigen Vorwand, Russlands "nicht existente" Pläne für einen Angriff auf sie abzuwehren, manipulativ einsetzen würden, um eine "grassierende Militarisierung" Europas voranzutreiben.


    Mehr zum Thema - Kaja Kallas fordert von Russland Einhaltung militärischer Obergrenzen


    Screenshot_2025_12_02_at_17_14_47_Ukrainischer_Ex_Au_enminister_Kuleba_Kiew_muss_taktische_Niederlage_akzeptieren_RT_DE

    Video https://rumble.com/v72fioo-moskau-anschlge-im-schwarzen-meer-sollen-frieden-sabotieren.html Dauer 2:13 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/263478-nato-general-militaerbuendnis-muss-aggressiver/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    "Bereitschaft zu weiterer Eskalation": Sacharowa zu Präventivschlagplänen der NATO


    freedert.online, 1 Dez. 2025 18:40 Uhr

    Die Äußerungen eines hochrangigen NATO-Admirals, wonach das westliche Militärbündnis "Präventivschläge" gegen Russland in Erwägung ziehe, sind in Russland nicht unbeachtet geblieben. Am Montag hat das russische Außenministerium eine Erklärung dazu veröffentlicht.


    Quelle: Sputnik © Ilja Pytaljow / RIA Nowosti


    Maria Sacharowa am 21. November 2025


    Die Ankündigungen der NATO, "Präventivschläge" gegen Russland durchführen zu wollen, stellen einen Versuch dar, die Bemühungen um eine Lösung des Ukraine-Konflikts zu untergraben. Dies geht aus einer offiziellen Erklärung der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. 

    Darin heißt es:

    "Wir betrachten die Erklärung von J. Cavo Dragone über mögliche Präventivschläge gegen Russland als einen äußerst unverantwortlichen Schritt, der die Bereitschaft der Allianz zu einer weiteren Eskalation deutlich macht. Wir sehen darin einen gezielten Versuch, die Bemühungen zur Beendigung der Ukraine-Krise zu untergraben. Menschen, die solche Äußerungen tätigen, müssen sich der damit verbundenen Risiken und möglichen Folgen bewusst sein, auch für die Mitglieder des Bündnisses selbst."


    "Spinnhilda" – Sacharowa zerlegt Kallas



    "Spinnhilda" – Sacharowa zerlegt Kallas







    Die Äußerungen von Cavo Dragone machen den Mythos vom rein defensiven Charakter der NATO zunichte, betonte Sacharowa. Die NATO mache seit Langem kein Hehl mehr aus ihren wahren Zielen und Absichten, heißt es in dem Statement weiter. Vor dem Hintergrund der von der Allianz geschürten antirussischen Hysterie und der Angst vor einem "unvermeidlichen Angriff" Russlands auf die Mitgliedsländer des Bündnisses, würden solche Erklärungen zusätzlich Öl ins Feuer gießen und die Konfrontation erheblich vorantreiben.

    Der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, hatte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview für die Financial Times gesagt, dass die NATO einen "Präventivschlag" gegen Russland in Betracht ziehe. Seiner Aussage zufolge könnte dies als "Verteidigungsmaßnahme" angesehen werden.

    Der NATO-Admiral erklärte mit Blick auf diese Forderungen in dem FT-Interview, dass das westliche Militärbündnis "eine verstärkte Reaktion auf die hybride Kriegsführung Moskaus in Betracht ziehe". Er betonte:

    "Wir prüfen alle Optionen. Im Bereich Cybersicherheit reagieren wir eher passiv. Wir denken darüber nach, aggressiver und proaktiver statt reaktiv zu agieren."

    Dazu heißt es weiter seitens des Admirals:

    "Eine Option könnte sein, aggressiver vorzugehen als unser Gegenüber."


    Mehr zum ThemaNATO-General: Militärbündnis muss Präventivschläge gegenüber Russland erwägen

    Screenshot_2025_12_02_at_17_22_33_Kontakt_nach_Washington_abgebrochen_Freuding_allein_zu_Haus_RT_DE

    Video https://rumble.com/v721jxe-sacharowa-das-absolute-bse-wird-nicht-gewinnen.html Dauer 2:38 Min. 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/263505-bereitschaft-zu-weiterer-eskalation-sacharowa/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres. 




    Studie: Russischer Sieg bedeutet Finanzkollaps für die EU


    freedert.online, 1 Dez. 2025 20:17 Uhr

    Eine norwegische Studie soll angeblich belegen, dass ein Sieg der Ukraine die EU nur halb so viel Unterstützung kosten würde wie eine ukrainische Niederlage. Dagegen koste ein Sieg Russlands die EU angeblich 1,8 Billionen Euro und würde das EU-Finanzsystem zum Kollaps bringen.


    © Urheberrechtlich geschützt


    Zerstörter Panzer in der Region Kursk, Russland, 16. März 2025


    Ein russischer Sieg im Ukraine-Krieg könnte die Europäische Union innerhalb der nächsten vier Jahre 1,8 Billionen Euro kosten. Das brächte der EU den finanziellen Ruin, heißt es in einem tkp-Beitrag vom Montag. Der Journalist Thomas Oysmüller bezieht sich dabei auf aktuelle Analysen der norwegischen Denkfabriken Corisk und Norwegian Institute of International Affairs.

    Die Institute untersuchen, wie sich die Szenarien bei einem russischen beziehungsweise einem ukrainischen Sieg weiterentwickeln würden. Dabei spielten die Wahrscheinlichkeiten für die eine oder die andere Option erst mal keine Rolle. Die Studie habe ergeben, so Oysmüller, dass Russland nicht gewinnen dürfe. Der österreichische Journalist schrieb:  

    "Das Papier schürt jedenfalls die Kriegseuphorie: Russland darf nicht gewinnen, auch nicht am Verhandlungstisch. Das ist die zentrale Nachricht."


    US-Senator Graham: Kiews Forderung nach Atomwaffen und NATO-Mitgliedschaft "nicht realisierbar"




    US-Senator Graham: Kiews Forderung nach Atomwaffen und NATO-Mitgliedschaft "nicht realisierbar"






    Die in der Untersuchung für die EU berechneten Kosten von 1,8 Billionen Euro bei einer ukrainischen Niederlage beinhalteten Ausgaben für die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine, die Versorgung von Flüchtlingen und eine massive Aufrüstung. Offenbar gehen die norwegischen Denkfabriken davon aus, dass die Ukraine sich zeitnah nach einer offiziellen Niederlage für den nächsten Krieg rüsten würde.

    Im ersten Szenario – russischer Sieg – würden russische Streitkräfte immer weiter in Richtung des Flusses Dnjepr vorrücken und einen militärischen Sieg erringen. Infolgedessen würde die Ukraine gezwungen, eine für Moskau vorteilhafte Lösung zu akzeptieren. Entsprechend bekäme Russland Einfluss auf die politische und wirtschaftliche Ausrichtung der Ukraine und könnte über deren EU- und NATO-Mitgliedschaft entscheiden.

    Der norwegischen Studie zufolge würde die Ukraine bei einem russischen Sieg die Hälfte ihres Territoriums verlieren und langfristig politisch destabilisiert. Weitere sechs bis elf Millionen Flüchtlinge könnten nach Europa fliehen. Alleine die Finanzierung dieser Flüchtlinge würde die EU innerhalb von vier Jahren zwischen 524 und 952 Milliarden Euro kosten.

    Außerdem müsse die Ukraine sich im Niederlagen-Szenario darauf vorbereiten, dass Russland seine Streitkräfte auf Moldawien, die baltischen oder die nordischen Länder umlenken würde. Die in diesem Szenario angenommene Verstärkung der NATO-Ostflanke würde zusätzliche 1,2 bis 1,6 Billionen Euro kosten.

    Die Forscher hätten herausgefunden, dass die Kosten bei einem Sieg der Ukraine für Europa viel niedriger ausfallen würden. Im ukrainischen Sieges-Szenario würde "die Dynamik der Ukraine auf dem Schlachtfeld Russland zu Friedensgesprächen zwingen, die die Interessen Kiews (und der EU) sichern". Diese Option sei "mit der richtigen Unterstützung" möglich. Tkp gab die diesbezüglichen Studienergebnisse wie folgt wieder: "Mit der richtigen Unterstützung könnte die Ukraine wieder eine überlegene Kampfkraft aufbauen – ähnlich wie bei ihren erfolgreichen Gegenoffensiven im Jahr 2022."


    Marco Rubio: US-Ukraine Verhandlung in Miami produktiv





    Marco Rubio: US-Ukraine Verhandlung in Miami produktiv







    Der Kyiv Independent habe zu den Voraussetzungen für einen ukrainischen Sieg Details aus der Studie zitiert: "Um den Sieg zu erringen, bräuchte die Ukraine einen raschen Zustrom an militärischer Ausrüstung. Dazu gehören 1.500 bis 2.500 Kampfpanzer und 2.000 bis 3.000 Artilleriesysteme innerhalb von ein bis zwei Jahren (…) Die Ukraine wird außerdem bis zu acht Millionen Drohnen aller Art, Luftverteidigungssysteme und strategische Raketensysteme benötigen."

    Mittels dieser in der Studie vorgerechneten Unterstützung und Ausrüstung durch die EU könne die Ukraine den Vormarsch Russlands stoppen, strategisch wichtige Gebiete zurückerobern und die Voraussetzungen für eine politische Normalisierung und wirtschaftliche Erholung wiederherstellen. Damit würde die Integration in die EU beschleunigt und die Rückkehr von ukrainischen Flüchtlingen in ihre Heimat gefördert.

    Dieses Szenario würde die EU laut der Studie nur halb so viel kosten. Die Forscher berechneten für die entsprechende Militärhilfe, industrielle Unterstützung und Verringerung der Flüchtlingslasten 522 bis 838 Milliarden Euro über einen Zeitraum von vier Jahren. Weitere 50 Prozent der Kosten ließen sich durch die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte reduzieren, erklärten die Forscher. Sie gingen in ihren Berechnungen davon aus, dass letztendlich die EU jegliche weitere Unterstützung für die Ukraine alleine bezahlen müsse, da die USA kein Geld mehr dafür ausgeben wollten. Oysmüller fasste zusammen:

    "In beiden Szenarien würde Europa den größten Teil der Unterstützung für die Ukraine übernehmen, da die Studie davon ausgeht, dass die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine und Europas letztendlich auslaufen lassen werden. Der Schluss ist besonders interessant: Egal wie sich die Ukraine-Frage entwickelt, die EU wird dafür zahlen müssen."


    Mehr zum Thema – NATO-General: Militärbündnis muss Präventivschläge gegenüber Russland erwägen

    Screenshot_2025_12_02_at_17_31_40_Ukrainischer_Ex_Au_enminister_Kuleba_Kiew_muss_taktische_Niederlage_akzeptieren_RT_DE-Kopie

    Video https://rumble.com/v72e91w-drohnen-skandal-in-moldawien-moskau-weist-vorwrfe-als-brsseler-druck-zurck.html Dauer 4:23 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/263499-studie-russischer-sieg-bedeutet-finanzkollaps/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Joseph Croitoru über das System Netanjahu:

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. November 2025, 16:31 Uhr


    _Berliner Zeitung 30.11.2025


    _*Joseph Croitoru über das System Netanjahu: Er hat Araber schon immer

    als Feinde gesehen


    *Der Historiker und Judaist erklärt, wie Benjamin Netanjahus Weltbild

    geprägt wurde. Er spricht über die Einflussnahme Israels in deutschen

    Redaktionen und Netanjahus politische Zukunft.


    Susanne Lenz, Anja Reich


    Der aus Israel stammende, in Deutschland lebende Historiker und Judaist

    Joseph Croitoru hat die erste deutschsprachige Biografie über Israels

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/israel> Ministerpräsidenten

    Benjamin Netanjahu

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/benjamin-netanjahu> vorgelegt.

    Er beschreibt, wo Netanjahu herkommt und was ihn antreibt und belegt das

    mit Dokumenten und Briefen, die er in Archiven gefunden hat. Wir

    sprachen per Videotelefonie mit ihm.


    /Was haben Sie Neues über Benjamin Netanjahu herausgefunden, Herr

    Croitoru? /


    Mir war nicht klar, wie ideologisch fixiert er schon als junger Mann

    war, dass er Araber schon immer als Feinde ansah, und wie bereit er war,

    diese Ideologie nach außen zu tragen. Außerdem habe ich Briefe entdeckt,

    aus denen hervorgeht, wie gut er bereits als Student in den

    konservativen Kreisen der USA vernetzt war. Eine Publikation von ihm hat

    es damals sogar in die Hasbara, den israelischen Propaganda-Apparat für

    das Ausland, geschafft.


    /Netanjahu sei sehr von seinem Vater und seinem Großvater beeinflusst

    worden, die Anhänger des revisionistischen Zionismus waren, schreiben

    Sie. Können Sie erklären, was das ist?/


    Die revisionistische Bewegung war der ultranationalistische Flügel der

    zionistischen Bewegung, er entstand in Palästina in der britischen

    Mandatszeit, ihr Führer war Wladimir Jabotinsky. Die Revisionisten waren

    der Meinung, dass sich die zionistische Bewegung zu weit von den Ideen

    Theodor Herzls entfernt hat, vom Konzept eines jüdischen Staates in ganz

    Palästina. Sie waren dagegen, das östliche Ufer des Jordan-Flusses den

    Arabern zu überlassen, forderten einen jüdischen Staat zu beiden Ufern

    des Jordan und beriefen sich dabei auf die Balfour-Deklaration von 1917,

    die enthielt allerdings gar keine konkreten territorialen Angaben.


    /An anderer Stelle schreiben Sie, dass Netanjahu in seiner Kindheit und

    Jugend die ständige Bedrohung durch arabische Nachbarstaaten erlebt

    habe. Was hat ihn mehr geprägt, die Ideologie der Familie oder die reale

    Angst vor dem Feind? /


    Man kann das nicht voneinander trennen. Israel war vor 1967 ein

    kleineres Land, umgeben von arabischen Staaten, mit denen es keinen

    Friedensvertrag gab. Die Bedrohung von arabischer Seite war also

    vorhanden. Trotzdem sind nicht alle Israelis, die in dieser Zeit

    aufgewachsen sind, so geworden wie Netanjahu. Er hat die Palästinenser

    immer als Bedrohung gesehen, war grundsätzlich gegen die

    Zwei-Staaten-Lösung, hat an eine friedliche Koexistenz nie wirklich

    geglaubt.


    /Sein Vater war sogar gegen den UN-Teilungsplan für Palästina

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/palaestina>, schreiben Sie. Er

    wollte nicht, dass die Juden sich das Land mit den Palästinensern teilen

    müssen. /


    Ja, Revisionisten wie der Vater Benzion Netanjahu waren gegen den

    UN-Teilungsplan, und nicht nur sie. Auch einer der Flügel der

    zionistischen Arbeiterbewegung war dagegen. Darüber wird aber nie

    gesprochen. Es wird immer nur darauf verwiesen, dass die arabischen

    Staaten und die Palästinenser den UN-Teilungsplan abgelehnt haben.


    /Interessant ist Ihre Theorie, dass diese antiarabische Haltung

    ursprünglich aus Europa kam. Können Sie das erklären?

    /

    Darüber habe ich ein  anderes Buch geschrieben: „Die Deutschen und der

    Orient“. In der Zeit der Aufklärung, die sehr gerne glorifiziert wird,

    hatten viele Deutsche, aber auch Europäer allgemein, eine feindliche

    Haltung gegenüber Arabern, Türken und dem Islam generell. Und diese

    Haltung haben Zionisten, als sie nach Palästina ausgewandert sind,

    mitgebracht. Vor allem die Revisionisten glaubten fest daran, dass sie

    dort nur überleben können, wenn sie auf eigene militärische Stärke

    setzen. Das ist ein Grundmotiv, das bei Netanjahu bis heute bestimmend

    ist: Frieden erreiche man nur aus der Position der Stärke.


    /War das nicht vor allem eine Lehre aus dem Holocaust

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/holocaust> für das junge Israel:

    Wir müssen uns wehren, wir dürfen nie wieder Opfer sein?/


    Die Haltung gab es schon vorher, der Holocaust hat sie noch verstärkt.


    /Die Wehrhaftigkeit Israels wird von Netanjahu auch damit begründet,

    dass die Existenz des jüdischen Staates permanent bedroht sei. Auch das

    sehen Sie kritisch. Warum? /


    Israel ist immer wieder bedroht, aber längst nicht mehr in seiner

    Existenz. Mit dem Iran <https://www.berliner-zeitung.de/topics/iran> zum

    Beispiel gibt es eine reale Feindschaft, ja. Aber seit dem Tod von

    Ayatollah Khomeini, dem Anführer der islamischen Revolution, hatte sich

    der Iran etwas gewandelt. Das Regime arbeitet zwar weiterhin am

    Atomprogramm und hat im Juni dieses Jahres Israel massiv angegriffen.

    Aber Netanjahu hat die Angriffe auch bewusst provoziert. Der Iran ist

    eines seiner wichtigsten Feindbilder. An diesen bastelt er

    kontinuierlich und passt sie jeweils der Aktualität an. Mit der

    angeblich die Existenz Israels gefährdenden Bedrohung versucht er, das

    völkerrechtswidrige Vorgehen der israelischen Regierung zu rechtfertigen.


    /Und was ist mit all den palästinensischen Landkarten, auf denen Israel

    nicht existiert und Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer reicht?

    Zeigen die nicht, dass Israels Feinde den jüdischen Staat sofort

    vernichten würden, wenn sie könnten?/


    Das ist zu einem erheblichen Teil Propaganda, Teil eines historischen

    Streits zwischen zwei Völkern um dasselbe Land. Jede Seite beansprucht

    das gesamte Gebiet für sich. Die Israelis haben in ihren Landkarten

    längst die grüne Waffenstillstandslinie von 1967 gelöscht, und Sie

    werden keine offiziellen Karten des Staates Israel finden, auf denen die

    besetzten Gebiete und das besetzte Ost-Jerusalem als solche markiert sind.


    /Netanjahus Bruder Jonathan kam 1976 bei der Befreiung von Geiseln in

    Uganda ums Leben. Er war einer der Kommandanten der Aktion Entebbe. Wie

    hat sein Tod Netanjahu geprägt?/

    *

    *Netanjahu selbst behauptet, durch den Tod seines Bruders sei er

    schließlich zur Politik gekommen. Aber meine Recherchen haben ergeben,

    dass er schon vorher als Student in den USA politische Ambitionen hatte.

    Jonathans Tod war auf jeden Fall ein Katalysator und verschaffte ihm und

    seinem Vater enorme Bekanntheit, die sie genutzt haben, um gegen das

    sich in Israel allmählich durchsetzende Narrativ, Araber seien zum

    Frieden bereit, zu agitieren. Vater und Sohn Netanjahu taten alles, um

    sie als gefährlich darzustellen.


    /Sie waren 16, als Jonathan Netanjahu starb. Ein Jahr später gab es in

    Israel einen Film über die Befreiungsaktion mit dem Titel „Operation

    Thunderbolt“. Können Sie sich daran erinnern, wie die Familie Netanjahu

    plötzlich berühmt wurde?/

    *

    *Jonathan war ein Nationalheld, daran erinnere ich mich. Wir waren alle

    stolz auf ihn und die Befreiungsaktion in Entebbe. Von seinem Bruder

    Benjamin habe ich damals noch nichts mitbekommen. Meine Helden waren

    damals eher Bob Dylan und Leonard Cohen.


    /Wie sind Sie zum Kritiker von Netanjahu und seiner Politik geworden? /


    Ich wurde patriotisch erzogen, in der Schule wurde mit uns nie über die

    Nakba gesprochen. Aber auf meinem Gymnasium in Haifa waren auch

    arabische Schüler, Drusen vor allem. Uns wurde dort eine gewisse

    Offenheit gegenüber der arabischen Minderheit in Israel vermittelt. Wir

    haben sogar Arabisch gelernt, der deutsch-jüdische Gründer des

    Ha-Reali-Gymnasiums, Arthur Biram, war ein promovierter Arabist und

    hatte zuvor an einem Berliner Gymnasium unterrichtet. Ich denke, das hat

    mich geprägt und meinen Blick auch auf den israelisch-palästinensischen

    Konflikt erweitert.


    /Netanjahu wurde 1999 zum ersten Mal zum Ministerpräsidenten gewählt,

    nachdem es mehrere palästinensische Selbstmordanschläge gegeben hatte,

    dabei standen seine Chancen eigentlich gar nicht gut. Die Palästinenser

    könnten aus dieser Erfahrung wissen, wie sie ihm in die Hände spielen

    und wie nicht. Warum lernen sie nicht daraus? /

    *

    *Suchen Sie nicht zu viel Logik in diesem Konflikt. Da geht es um

    politische Interessen, weniger um eine mögliche Verständigung beider

    Völker. Der Nahostkonflikt hat ja nicht 1967 angefangen, sondern mit dem

    Krieg von 1948 und der massiven Zerstörung des Lebensraums der

    Palästinenser. Die Erinnerung an die Nakba ist ein ganz wesentlicher

    Bestandteil der palästinensischen Identität, sie wurde aber von der

    israelischen Seite lange völlig verdrängt und wird heute nur von einer

    Minderheit akzeptiert. Empathie ist allerdings auf beiden Seiten Mangelware.


    /Was hat Netanjahu denn für eine Vorstellung davon, wie das

    Zusammenleben mit den Palästinensern aussehen soll? /


    Er will sie möglichst weiter unter israelischer Kontrolle halten.

    Netanjahu war bei weitem nicht der Erste, der mit dem Siedlungsbau in

    den palästinensischen Gebieten angefangen hat, aber er arbeitet damit

    ganz gezielt, um die Entstehung eines palästinensischen Staates zu

    verhindern. Mit großem Erfolg. Schaut man sich die Landkarte an, kann

    man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen, dass es jemals eine

    Zwei-Staaten-Lösung geben wird.


    /Deutsche Politiker aber fordern sie unverdrossen weiter. /


    Das ist eine Farce, schon deshalb, weil die deutsche Politik durch ihre

    Passivität gegenüber Netanjahu und seiner Regierung mit dazu beigetragen

    hat, dass der Siedlungsbau weiter forciert wird. Israel ist dafür kaum

    sanktioniert worden und macht, was es will.


    /Sie haben für Ihr Buch recherchiert, wie Israel und Deutschland in der

    Vergangenheit zusammengearbeitet haben. Als 1989/90 der Ostblock

    zusammenbrach, gab es zum Beispiel die Sorge, die PLO könne so

    einflussreich werden, wie sie es in der DDR war.

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/die-ddr-die-palaestinenser-und-die-drachensaat-ein-verstoerter-blick-in-die-eigene-zeitung-li.2151824

    Auf einer internen Konferenz des israelischen Außenministeriums in Genf

    hat der Journalist Josef Joffe Netanjahu Tipps zum Umgang mit den

    Deutschen gegeben. Wie haben Sie das herausgefunden?/


    Ich habe die Unterlagen zu dieser Tagung bei meinen Recherchen im

    israelischen Staatsarchiv entdeckt. Sie sind aus meiner Sicht

    vielsagend, denn sie zeigen, wie stark Netanjahu schon damals um den

    Ausbau des Hasbara-Apparats in Europa bemüht war, und wie weit die

    Kontakte der Israelis in die deutsche Presselandschaft reichten. Das

    Beispiel lässt die Vermutung zu, dass diese Kontakte seitdem immer

    weiter ausgebaut wurden und den Einfluss des Staates Israel in den

    deutschen Redaktionen wachsen ließen.


    /Joffe hat Netanjahu damals geraten, sich nicht zu sehr auf den

    Holocaust zu beziehen, weil das Schuld- und Abwehrgefühle bei den

    Deutschen auslösen würde. Ist er diesem Rat gefolgt, und hat diese

    Strategie funktioniert? /


    Ich habe schon den Eindruck, dass Netanjahu sich das damals notiert hat,

    die Deutschen nicht zu sehr mit dem Holocaust zu konfrontieren. Später

    hat er die Allzweckwaffe Antisemitismusvorwurf für sich entdeckt und

    gezielt eingesetzt, allerdings nicht explizit gegen deutsche Medien und

    Politiker.


    /Wenn Netanjahu so auf Stärke und Wehrhaftigkeit gesetzt hat, wie konnte

    dann ausgerechnet unter ihm der 7. Oktober passieren? Es gibt Recherchen

    der New York Times und Haaretz, dass er von Sicherheitsdiensten gewarnt

    wurde./


    Diese Diskussion läuft in Israel schon seit zwei Jahren, aber

    offensichtlich haben die Geheimdienste wenig gewusst. Es gab nur

    allgemeine Warnungen vor dem 7. Oktober. Darauf beruft sich Netanjahu,

    und er wird wahrscheinlich mit dieser Argumentation durchkommen.


    /Wie kann das sein? Die Israelis haben geglaubt, unter ihm seien sie

    sicher. Er hat sein wichtigstes Wahlversprechen gebrochen.

    /

    Anfangs waren die Leute wütend, und es gab Rücktrittsforderungen. Aber

    Netanjahu hat es eben verstanden, eine weitere Reaktion auf den 7.

    Oktober für sich zu nutzen, das Bedürfnis in der israelischen

    Gesellschaft nach Vergeltung, nach Rache. Durch seinen erklärten

    Vernichtungskrieg gegen die Hamas, der zur weitgehenden Zerstörung des

    Lebensraums der Palästinenser im Gazastreifen führte. Damit konnte er

    das Versagen seiner Regierung am 7. Oktober zumindest teilweise übertünchen.


    /Der Film „The Bibi Files – Die Akte Netanjahu“, der gerade in der

    ARD-Mediathek zu sehen ist, legt nahe, dass Netanjahu diesen Krieg

    gebraucht hat, um sich angesichts der Korruptionsverfahren gegen ihn

    weiter an der Macht halten zu können. Teilen Sie diese Sicht?/


    Nur zum Teil, denn er kann wahrscheinlich auch ohne den Krieg an der

    Macht bleiben. Der Krieg ist offiziell zu Ende, Donald Trump hat

    Netanjahu dazu gezwungen. Netanjahu konnte die Hamas zwar nicht

    vernichten, der Krieg hat aber eine massive Zerstörung im Gazastreifen

    angerichtet, und enorm viele Menschen wurden dort getötet. Aus Sicht

    vieler Israelis ist durch den Gaza-Feldzug das Versagen am 7. Oktober

    irgendwie wettgemacht worden. Auch deshalb führt Netanjahus Partei Likud

    in den Umfragen derzeit mit 27 von 120 Mandaten, das ist fast ein

    Viertel. Viel mehr hat Netanjahu bei den letzten Wahlgängen auch nicht

    bekommen.


    /Wenn jetzt Wahlen wären, hätte Netanjahu tatsächlich Chancen, im Amt zu

    bleiben? /

    *

    *Ja, und er arbeitet daran, die umstrittene Justizreform durch die

    Hintertür weiter zu forcieren, auch um eine eventuelle Verurteilung

    wegen Korruption zu verhindern. In der Partei selbst versucht er, seine

    Herrschaft zu sichern, und in der Öffentlichkeit wälzt er seine

    Verantwortung als Regierungschef für den 7. Oktober auf andere ab. Das

    sind nur einige seiner Überlebensstrategien.


    /Geht es ihm um sich selbst? Oder um Israel? /


    Netanjahu hat über die Jahre autoritäre Tendenzen entwickelt. Bei

    mehreren der letzten internen Likud-Wahlen ist niemand gegen ihn

    angetreten. Das lässt an Wahlen in autoritären Staaten denken, wo es

    keine Gegenkandidaten für den Regierungs- oder Staatschef gibt. Und von

    der Justizreform erhofft er sich außerdem, größeren Einfluss auf die

    israelische Politik nehmen zu können und das Oberste Gericht in Israel

    als Kontrollinstanz zu schwächen. Was dann letztlich auch Einfluss auf

    seinen laufenden Korruptionsprozess haben könnte.


    /Gibt es in Israel einen Politiker, der Netanjahu gefährlich werden

    könnte? /


    Wenn man die israelischen Umfragen studiert, rangiert seit Wochen an

    zweiter Stelle die Partei von Naftali Bennett, der schon mal kurz

    Ministerpräsident war. Bennett ist ein nationalreligiöser Politiker,

    verbunden mit dem Siedlerlager, auch wenn er selbst kein Siedler ist. Er

    wurde, ähnlich wie Netanjahu, in den USA und Israel sozialisiert,

    spricht sehr gut Englisch. Andere, die in den letzten Jahren

    Hoffnungsträger waren wie Yair Lapid, Chef der Partei Jesch Atid, oder

    Benny Gantz, der Ex-Generalstabschef, sind hingegen immer unbedeutender

    geworden.


    /Nochmal zu Gaza: Da herrscht ja nun der biblische Friede, den Trump

    verkündet hat. Wie lange wird der halten?/


    Der Trump'sche Friede? Gute Frage. Aber immerhin hat Trump gehandelt. Er

    hat Netanjahus erklärten Vernichtungskrieg gegen die Hamas und die

    anderen Milizen im Gazastreifen gestoppt. Er hat einen Waffenstillstand

    bewirkt, der bis auf wenige Verstöße bis jetzt auch hält, auch wenn

    jüngst bei israelischen Angriffen wieder Zivilisten getötet wurden. Und

    Trump macht weiter. Er hat südlich von Tel Aviv ein Koordinationszentrum

    errichten lassen, wo der Aufbau einer internationalen

    Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen vorbereitet wird. Sein

    Friedensplan wurde vom UN-Sicherheitsrat abgesegnet. Das sind Schritte,

    die Trumps Entschlossenheit deutlich machen. Die betreffen aber erst

    einmal nur den Gazastreifen. In der Westbank herrscht keineswegs

    Frieden. Dort werden fast täglich Palästinenser von gewalttätigen

    israelischen Siedlern angegriffen. Sie vertreiben Bauern und Hirten von

    ihren Ländereien und übernehmen diese mit Duldung des Staates. Dort

    herrscht im Grunde Krieg, ein anderer Krieg. Den hat die

    Trump-Administration aber kaum im Blick.


    */Joseph Croitoru/*/, 1960 in Haifa geboren, ist Historiker, Journalist

    und Buchautor. Seine Themen sind der Nahostkonflikt, jüdische und

    islamische Geschichte sowie religiöser Fundamentalismus. Er wurde 2021

    mit dem Friedenspreis der Geschwister-Korn-und-Gerstenmann-Stiftung

    ausgezeichnet.

    *Sein Buch* „Das System Netanjahu“ ist gerade beim Wagenbach Verlag

    Berlin erschienen, es hat 304 Seiten und kostet 29 Euro.

    /

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Esel dürfen rein, Kinder bleiben draußen

    aus e-mail von Ingrid Rumpf, 1. Dezember 2025, 15:57 Uhr

    8 Esel werden aus Gaza von Deutschland gerettet und haben sogar Asyl in

    Deutschalnd bekommen, aber verletzte Kinder werden nicht aufgenommen!

    Skurriler geht es nicht mehr. Das kann man nicht publik genug machen.



    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Esel dürfen rein, Kinder bleiben draußen

    Datum: Mon, 1 Dec 2025 08:07:47 -0500

    Von: Gerechtigkeit für Gaza – Avaaz <avaaz@avaaz.org>

    An: irumpf@di-rumpf.de <irumpf@di-rumpf.de>



    Deutschland hat gerade acht Esel aus Gaza aufgenommen. Das ist toll,

    doch währenddessen warten über 2.500 verletzte Kinder weiterhin dringend

    auf Evakuierung. Mehrere deutsche Städte haben sofort Hilfe angeboten,

    doch die Bundesregierung blockiert jeden Versuch. Wir fordern die

    Minister Dobrindt und Wadephul auf, endlich Kinder vor Eseln zu

    priorisieren. Unterzeichnen Sie jetzt und teilen Sie den Aufruf mit

      Ihren Freundinnen und Freunden. es klingt wie ein grausamer Scherz.

    Aber es ist die bittere Wahrheit.  Deutschland hat acht Esel

    aufgenommen, die aus Gaza evakuiert wurden. Seit Oktober 2023 wurden

    jedoch nur zwei verletzte Kinder aufgenommen.  Städte wie Hannover,

    Bremen, Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt hatten schon vor Monaten

    angeboten, sofort verletzte Kinder aufzunehmen, doch das Innen- und das

    Außenministerium blockierten jeden dieser Versuche. Währenddessen wurden

    die Esel über Belgien eingeflogen und herzlich empfangen. Und das,

    obwohl mehr als 2.500 verletzte Kinder dringend aus medizinischen

    Gründen evakuiert werden müssen. Das ist ein moralischer Skandal, den

    wir nicht akzeptieren können. Fügen Sie Ihre Stimme hinzu und wir werden

    den Appell direkt an Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister

    Johann Wadephul übergeben. Während internationale Organisationen seit

    Monaten auf Genehmigungen zur Evakuierung von Kindern warten, erhielt

    eine israelische Tierschutzorganisation problemlos die Erlaubnis, Esel

    nach Deutschland zu bringen.



    Unterzeichnen Sie jetzt

    <https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998



    Deutschland hat gerade acht Esel aus Gaza aufgenommen. Das ist toll,

    doch währenddessen warten *über 2.500 verletzte Kinder weiterhin

    dringend auf Evakuierung. *Mehrere deutsche Städte haben sofort Hilfe

    angeboten, doch die *Bundesregierung blockiert jeden Versuch. *Wir

    fordern die Minister Dobrindt und Wadephul auf, endlich Kinder vor Eseln

    zu priorisieren. *Unterzeichnen Sie jetzt und teilen Sie den Aufruf mit

      Ihren Freundinnen und Freunden.*

    Unterzeichnen Sie jetzt

    <https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998



    Liebe Freundinnen und Freunde,

    es klingt wie ein grausamer Scherz. Aber es ist die bittere Wahrheit.


    Deutschland hat acht Esel aufgenommen, die aus Gaza evakuiert wurden.

    Seit Oktober 2023 wurden jedoch nur zwei verletzte Kinder aufgenommen.


    *Städte wie Hannover, Bremen, Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt hatten

    schon vor Monaten angeboten, sofort verletzte Kinder aufzunehmen, *doch

    das Innen- und das Außenministerium blockierten jeden dieser Versuche.

    Währenddessen wurden die Esel über Belgien eingeflogen und herzlich

    empfangen.


    Und das, obwohl mehr als 2.500 verletzte Kinder dringend aus

    medizinischen Gründen evakuiert werden müssen. Das ist ein moralischer

    Skandal, den wir nicht akzeptieren können. Fügen Sie Ihre Stimme hinzu

    und wir werden den Appell direkt an Innenminister Alexander Dobrindt und

    Außenminister Johann Wadephul übergeben.


    Während internationale Organisationen seit Monaten auf Genehmigungen zur

    Evakuierung von Kindern warten, erhielt eine israelische

    Tierschutzorganisation problemlos die Erlaubnis, Esel nach Deutschland

    zu bringen.


    Unterzeichnen Sie jetzt

    <https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998



    Wir fordern:


      * Sofortige Aufnahme verletzter Kinder aus Gaza aus humanitären Gründen

      * Schnelle, vereinfachte Verfahren für medizinische Evakuierungen

      * Koordination mit deutschen Krankenhäusern und Städten, die längst

        bereit sind, zu helfen


    Deutschland hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass schnelle

    humanitäre Aufnahmen möglich sind. Beispielsweise wurden über eine

    Million ukrainische Geflüchtete mit vereinfachten Verfahren aufgenommen.


    Es fehlt nicht an Kapazitäten, es fehlt am politischen Willen. Und

    gemeinsam können wir ihn schaffen.


    Fügen Sie Ihren Namen hinzu und fordern Sie, dass Deutschland und die EU

    verletzte Kinder aus Gaza aufnehmen.

    Fordern wir, dass Deutschland und die EU verletzte Kinder aus Gaza

    aufnehmen:

    <https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998


    Künftige Generationen werden fragen: Wie konnte ein Land Tiere retten,

    während es schwer verletzte Kinder im Stich ließ? Gemeinsam haben wir

    die Stimmen der Ärztinnen und Ärzte von Gaza in Europas Hauptstädten

    hörbar gemacht, auch in Berlin. Zeigen wir nun Deutschland und der Welt,

    dass Menschen überall diesen Widerspruch nicht akzeptieren.


    Voller Hoffnung und Entschlossenheit,


    Ihr Avaaz-Team


    *Mehr Informationen:*


      * Esel aus Gaza gern, aber keine Kinder

        <https://www.nd-aktuell.de/artikel/1195676.tierschutzverein-esel-aus-gaza-gern-aber-keine-kinder.html>

        (ND aktuell)

      * Aus Gaza gerettete Eselchen finden ein Zuhause in Oppenheim

        <https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/aus-gaza-gerettete-eselchen-finden-ein-zuhause-in-oppenheim-5161047>

        (Allgemeine Zeitung)

      * Germany welcomed donkeys evacuated from Gaza. But it blocked the

        entry of Palestinian children who need medical evacuation.

        <https://www.instagram.com/p/DRiXurMEcly/?img_index=1> (AJ+)



        *

        *


    *Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 70 Millionen

    Mitgliedern,* das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten

    und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen

    durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen

    Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser

    Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17

    verschiedenen Sprachen.

    Sie sind Mitglied der Avaaz-Bewegung geworden und haben angefangen,

    diese E-Mails zu erhalten, als Sie am 2009-11-05 die Kampagne

    "BLUTDIAMANTEN AUS SIMBABWE VERBIETEN" mit der Email-Adresse

    irumpf@di-rumpf.de unterzeichnet haben.


    Um sicherzustellen, dass die Nachrichten von Avaaz bei Ihnen ankommen,

    fügen Sie bitte avaaz@avaaz.org zu Ihrer Kontaktliste hinzu. *Klicken

    Sie hier, um sich vom E-Mail Versand abzumelden

    <https://secure.avaaz.org/page/de/unsubscribe/?v=170998&cid=56278&source=blast_footer>*.


    Um Avaaz zu kontaktieren, *antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.

    *Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact

    <https://www.avaaz.org/de/contact>.

    Avaaz.org


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Historie
    „Sprich leise und trage einen großen Knüppel“

    aus e-mail von Friedensnsbüro Hannover,  1. Dezember 2025, 14: 52 Uhr


    sz.de, vom 27. November 2025, 14:37 Uhr

    Präsident Donald Trump schickt einen Flugzeugträger vor die Küste Venezuelas. Die Militäraktion erinnert an die „Venezuela-Krise“ 1902/1903, als die USA dem Deutschen Reich drastisch klarmachten, wer in dieser Weltgegend das Sagen hat.

    Von Reymer Klüver <https://www.sueddeutsche.de/autoren/reymer-kluever-1.1146957>

    Draußen peitscht ein eisiger Nordoststurm Schnee durch die Nacht, als ein elegant gekleideter, älterer Herr in die Wärme der Empfangshalle des Cambridge Hotel in Manhattan tritt. Er trägt Zylinder, Zwicker und einen buschigen Schnauzbart, so wie es Mode der Zeit ist: Theodor von Holleben, Botschafter des Deutschen Reiches in den Vereinigten Staaten von Amerika. Gerade ist er mit dem Express aus Washington, D.C., eingetroffen und mit der Fähre über den Hudson gesetzt; die Züge aus der Hauptstadt enden noch auf der Jersey-Seite.


    Es ist sehr spät am Sonntag, dem 14. Dezember 1902, und niemand in der vornehmen New Yorker Bleibe dürfte zu dieser Stunde ahnen, dass der gerade eingetroffene Gast in Geschäften unterwegs ist, die über Krieg und Frieden entscheiden können. In einer Angelegenheit, die damals die Blätter der Stadt mit Schlagzeilen füllt und die Politik auf beiden Seiten des Atlantiks in Alarmzustand versetzt hat: der sogenannten Venezuela <https://www.sueddeutsche.de/thema/Venezuela>-Krise.


    Anfangs ging es um Schulden und deren Nichtbegleichung durch das lateinamerikanische Land. Es ging um wirtschaftliche Interessen, aber bald um politisches Prestige, um kühle Berechnung und dann um erschreckende Fehlkalkulationen im Spiel unverhohlen imperialistisch agierender Mächte. Am Ende schlitterten ausgerechnet das deutsche Kaiserreich und die USA <https://www.sueddeutsche.de/thema/USA> nur knapp an einer bewaffneten militärischen Konfrontation vorbei.


    Die Monroe-Doktrin, berühmt wie berüchtigt


    Hinter allem stand ein Anspruch, der auch heute noch, mehr als ein Jahrhundert später, die neue, ganz andersgeartete Krise bestimmt, in deren Zentrum wieder Venezuela steht: der unverhüllte und so oft mit militärischer Gewalt durchgesetzte Anspruch der USA, die Geschicke in ihrer karibischen Nachbarschaft und überhaupt in der ganzen amerikanischen Hemisphäre zu bestimmen. Formuliert in der berühmt-berüchtigten Monroe-Doktrin, benannt nach dem amerikanischen Präsidenten James Monroe, der dieses geostrategische Privileg der Vereinigten Staaten bereits 1823 zum ersten Mal propagiert hatte. Vor zehn Tagen schickte US-Präsident Donald Trump den größten Flugzeugträger der Navy, die USS Gerald R. Ford, vor die Küste Venezuelas, als Drohung gegen das dortige Regime.


    1902, die Venezuela-Krise hat sich seit Monaten angebahnt. Zunächst sind es lediglich Spannungen zwischen dem nach Jahren des Bürgerkriegs völlig heruntergewirtschafteten südamerikanischen Land und europäischen Mächten, allen voran Deutschland <https://www.sueddeutsche.de/thema/Deutschland> und Großbritannien <https://www.sueddeutsche.de/thema/Gro%C3%9Fbritannien>. London will ausstehende Kredite eintreiben, Berlin verlangt die Entschädigung deutscher Kaufleute, die über Enteignungen und Zwangsanleihen klagen. Seit dem Jahr zuvor wartet zudem ein Konsortium, das unter Führung der Essener Firma Krupp eine fast 200 Kilometer lange Eisenbahnlinie zwischen der Hauptstadt Caracas und dem Hafen von Valencia gebaut hat, auf ausstehende Zahlungen. Doch Venezuelas Präsident Cipriano Castro, ein unberechenbarer Militärdiktator, verweigert den Schuldendienst.


    Deutsche und Briten wollen sich das nicht gefallen lassen, schon gar nicht von einem Land, auf das sie als drittklassig herabschauen. Die Außenminister in Whitehall und Wilhelmstraße verabreden, Kriegsschiffe in die Karibik zu entsenden. Sie sollen die venezolanischen Häfen und damit alle Ein- und Ausfuhren des Landes blockieren, bis der Diktator einlenkt. Unter der Hand unterrichten beide ihr Gegenüber in Washington und versichern, dass sie nur die ausstehenden Schulden eintreiben wollten und keinerlei territoriale Ansprüche in der westlichen Hemisphäre hegten – eine stille Verbeugung vor der Monroe-Doktrin.


    Ein „afrikanisches Sprichwort“ als Maxime des Präsidenten


    Im Weißen Haus regiert damals Theodore Roosevelt, ein Mann von enormer Auffassungsgabe, enzyklopädischem Wissen und geradezu überbordendem Selbstbewusstsein. Schon öfter hat er ein, wie er sagt, „afrikanisches Sprichwort“ als seine außenpolitische Maxime zitiert: „Sprich leise und trage einen großen Knüppel, dann wirst du weit kommen.“


    Aber jetzt signalisiert Roosevelt den Regierungen in London und Berlin, nichts gegen die Blockade zu haben. Schuldendienst sei Ehrensache. „Wenn sich ein südamerikanisches Land gegenüber einem europäischen Land nicht benimmt, soll ihm das europäische Land ruhig den Hintern versohlen“, sagt er dem Deutschen Speck von Sternburg, einem persönlichen Freund (er nennt ihn „Specky“). Roosevelt nimmt zu Recht an, dass der nicht ganz uneitle Baron, der im diplomatischen Dienst des Kaisers steht, diese Einschätzung seinen Vorgesetzten in Berlin nicht vorenthalten wird. Doch knüpft der Präsident seine Billigung der Blockade an eine Bedingung: dass die Strafaktion „nicht die Form einer Gebietsannektierung durch eine nichtamerikanische Macht“ annimmt. Dieser Nachsatz wird jedoch in Berlin offenbar geflissentlich überhört.


    Roosevelt aber meint, was er sagt. Das Bureau of Navigation, damals eine Art Thinktank der Marine, hat ihn in einem Memorandum gewarnt, dass man den Deutschen nicht trauen dürfe. Anders als die Briten, die auch in der Karibik über mehrere Besitzungen verfügen, wolle das Kaiserreich von Venezuela in Wahrheit vermutlich mehr als nur eine Entschädigung, heißt es in der Denkschrift. Weil das lateinamerikanische Land völlig bankrott sei und über keinerlei Geldmittel mehr verfüge, „könnte Venezuela stattdessen Territorium anbieten“ – also genau das, was der Präsident um keinen Preis zulassen will.


    Roosevelt traut den Deutschen nicht


    Im Gegensatz zu manchem seiner Nachfolger ist Roosevelt ein unersättlicher und aufmerksamer Leser von Akten und Büchern. Er studiert das Marine-Memorandum genau, und ihm ist auch ein Satz aus der Blockade-Vereinbarung zwischen London und Berlin nicht entgangen. „Wir könnten unsererseits die vorübergehende Besetzung verschiedener venezolanischer Häfen in Erwägung ziehen“, hatten darin die Berliner Diplomaten festgehalten. Der amerikanische Präsident ist alarmiert. Hatten nicht die Deutschen vier Jahre zuvor gewaltsam von China die Verpachtung von Tsingtao als Flottenstützpunkt für die kaiserliche Marine erzwungen? Was, wenn sie sich auch an der venezolanischen Küste festsetzen wollten – unweit des geplanten Kanals durch den Isthmus von Panama?


    Roosevelt hatte die wirtschaftliche und strategische Bedeutung des Kanals für die USA längst erkannt, das Projekt ist Chefsache (ein Jahr später wird er den lange unterbrochenen Weiterbau der Wasserstraße durchsetzen, seinerseits mit Waffengewalt. Er erzwingt die Unabhängigkeit Panamas von Kolumbien und die Abtretung der geplanten Kanalzone an die USA. Der Kanal wird 1914 eröffnet werden). Zudem misstraut der US-Präsident dem Kaiserreich: „Die einzige Macht, die für uns irgendwie zur Bedrohung werden könnte in der nahen Zukunft, ist Deutschland“, hatte Roosevelt ein Jahr zuvor in einem Brief notiert.


    In Berlin gibt es tatsächlich, auf persönliche Anordnung von Kaiser Wilhelm II., geheime Planspiele für einen Krieg mit den USA. Von einem (bis dahin nicht vorhandenen) Stützpunkt in der Karibik aus soll die deutsche Kriegsmarine die amerikanische Atlantikflotte ausschalten. Dann würde eine Invasionstruppe bei Boston und New York landen und Furcht und Schrecken verbreiten. Es sind nur sehr vage Überlegungen ohne konkrete Vorbereitungen, aber im Sommer 1901 kundschaftet immerhin der Militärattaché der deutschen Botschaft, ein Marineoffizier, mögliche Landungsplätze aus.


    „Wenn nötig mit Gewalt.“


    Das alles weiß Roosevelt nicht, als er am 8. Dezember 1902 bei einem diplomatischen Empfang im Weißen Haus den kaiserlichen Botschafter von Holleben begrüßt. Wenige Tage zuvor hat der Präsident in seiner jährlichen Rede vor dem Kongress ein großes Flottenmanöver angekündigt. Zufall oder nicht: Es findet in der Karibik statt, und ausgerechnet jetzt, als die kombinierte britische und deutsche Streitmacht dort mit 29 Kriegsschiffen auftaucht. Der deutsche Panzerdeckkreuzer Vineta beschießt venezolanische Küstenforts. Es ist die bis dahin größte US-Flottenkonzentration: 53 Schiffe kreuzen in dem Seegebiet südlich von Puerto Rico. Sechs Monate lang hat die US-Marine zuvor die venezolanische Küste kartografiert – mit Roosevelts ausdrücklicher Genehmigung.


    Briten und Deutsche haben Venezuelas Präsidenten Castro inzwischen offiziell wissen lassen, dass sie nun „spezielle Maßnahmen“ ergreifen würden, um ihre Interessen zu schützen. Ihre Kanonenboote und Kreuzer sind vor den Häfen aufgefahren. Die wenigen Kriegsschiffe der Venezolaner sind keine Herausforderung für die gepanzerten Schlachtschiffe der hochgerüsteten Expeditionsflotte aus Europa, kurzerhand versenken die Deutschen zwei der venezolanischen Boote.


    Im Weißen Haus nimmt Roosevelt den deutschen Chefdiplomaten bei dem Empfang beiseite, nur sein Sekretär, dessen Bürotür er offengelassen hat, hört mit. Er habe eine Botschaft für den Kaiser, sagt Roosevelt. Er spricht fließend Deutsch, mag deutsche Kultur und Literatur, zitiert Goethe und Schiller auswendig (als Kind hat er mit seinen Eltern Deutschland bereist), aber Wilhelm II. mit seiner Selbstverliebtheit und Großmannssucht ist ihm höchst suspekt. Holleben solle dem Kaiser ausrichten, er, Roosevelt, werde alles tun, um in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass die US-Manöver in der Karibik als Unterstützungsaktion für die Europäer wahrgenommen würden. Er werde aber „wenn nötig mit Gewalt“ dazwischengehen, „wenn Deutschland Maßnahmen ergreife, die wie der Erwerb von Gebieten in Venezuela oder anderswo in der Karibik aussehen würden“. Das habe er, so berichtet Roosevelt später in einem Brief, „mit äußerstem Nachdruck“ vorgetragen.


    Holleben gibt sich unbeeindruckt, wiederholt lediglich die offizielle Berliner Sprachregelung, Deutschland strebe keinen „dauerhaften“ Besitz in der Karibik an (was eine befristete Landnahme eben nicht ausschließt und deren Dauer offenlässt). Roosevelt reicht das nicht. Er sagt dem nun perplexen Diplomaten: Berlin habe zehn Tage Zeit, eine unzweideutige Absage an jeden Gebietsanspruch abzugeben. Ansonsten werde er die amerikanische Marine vor die Küste Venezuelas beordern. Es ist, ohne Zweifel, ein Ultimatum. Eine unerhörte Herausforderung.


    Der deutsche Botschafter hat „Todesangst vor dem Kaiser“


    Der Botschafter verabschiedet sich höflich. Soll er die mündliche Drohung ernst nehmen? Oder blufft der Präsident, der ohnehin eine Neigung zu hochfahrender Rhetorik hat? Holleben, dem Amerikas Außenminister intern eine „Todesangst vor dem Kaiser“ bescheinigt, ist sich zudem bewusst, dass es um sein Ansehen in Berlin nicht zum Besten steht. Per Telegramm hatte er bereits vor wachsender Deutschenfeindlichkeit in der amerikanischen Presse gewarnt. Das Fernschreiben wird Wilhelm II. persönlich vorgelegt. Der notiert abfällig am Rand: „Herr Botschafter ist da drüben, um den Puls der Presse zu messen und ihn, wenn nötig, zu beruhigen, indem er die angemessene Medizin verabreicht.“ Deutschland beharre auf seinem Standpunkt. „Wir werden alles tun, was nötig ist für unsere Marine“, belehrt der Kaiser seinen US-Emissär, „auch wenn es den Yankees nicht gefällt.“ Der Botschafter möge nicht so ängstlich sein.


    Auch sonst unternimmt der deutsche Kaiser wenig, um Roosevelts Argwohn zu zerstreuen. So erklärt er: „Wir sind mit Venezuela sozusagen im Kriege. Ich habe den Oberbefehl und alleinige Leitung als Kriegsherr. Mein Organ der Admiralstab hat nur Meine Befehle weiterzugeben, nachdem sie aufgesetzt sind. Er darf aber niemals ohne vorherige Vorlage an mich Befehle aufsetzen oder gar absenden!“


    Sechs Tage später, am Morgen des 14. Dezember, einem Sonntag, bittet Holleben Roosevelt um eine erneute Unterredung; wieder hört nur der Sekretär des Präsidenten, William Loeb, mit. Doch zur Überraschung der Amerikaner plaudert der Deutsche über das eisgraue Schneewetter und – mitten im Winter – über Tennis. Er ist schon wieder am Gehen, als Roosevelt ihn fragt, wie Berlin zum jüngsten Vorstoß aus Venezuela steht: Präsident Castro hatte nach den ersten Schüssen der Deutschen und Briten die USA um Vermittlung gebeten. Seine Majestät wolle keine Schlichtung, erklärt Holleben knapp. Roosevelt erwidert ebenso knapp, in diesem Fall müsse der Kaiser wissen, dass er, Roosevelt, Deutschland „sehr bestimmt“ mit Krieg drohe – wie sein Sekretär Loeb noch Jahrzehnte später bezeugt. Er erwarte nun eine definitive Antwort des Reichs bis zum 17. Dezember, einen Tag früher als bisher. Wieder die unglaubliche Drohung, und sogar noch verschärft.


    Meint es der Präsident ernst, muss er Berlin vor der erneuten Zuspitzung warnen, trotz der herablassenden Zurechtweisung durch den Kaiser?


    Venezuela muss einlenken


    Holleben beschließt, noch am selben Tag nach New York zu reisen und den Rat des deutschen Generalkonsuls dort einzuholen. Carl Bünz gilt als Kenner der Persönlichkeit des Präsidenten, er ist Roosevelt schon begegnet, als der noch Politiker in der Metropole war. Offenbar ist Bünz es, der tags darauf den Botschafter tatsächlich davon überzeugt, dass der Amerikaner nicht blufft. Seine Marine hat so viele Schiffe in der Karibik zusammengezogen, dass die kaiserliche Expeditionsstreitmacht hoffnungslos unterlegen wäre.


    Holleben rät in Berlin zum Einlenken. Das Deutsche Reich habe in Venezuela „der Welt gezeigt“, dass es willens sei, für seine Rechte einzustehen, telegrafiert er am 16. Dezember von New York nach Berlin: „Wir würden nun einen guten Eindruck bei allen Amerikanern hinterlassen, wenn unsere Regierung die Vermittlung (der Amerikaner) akzeptiert.“


    So geschieht es dann auch, trotz der hochfahrenden kaiserlichen Worte. Hollebens Drängen zeigt endlich Wirkung. Tags darauf billigt der Reichstag in einer eilends angesetzten Abstimmung die Schlichtung des Streits mit Venezuela durch die Amerikaner. Es ist der 17. Dezember 1902, der Tag, an dem Roosevelts Ultimatum abläuft. Von dessen Drohungen gegenüber den Deutschen wird die Welt erst sehr viel später erfahren, kurz vor Eintritt Amerikas in den Ersten Weltkrieg 1917 (als die USA und das Kaiserreich sich dann tatsächlich in einem bitteren militärischen Ringen befinden).


    Die Blockade der Küsten Venezuelas geht indes bis ins Jahr 1903 weiter, die britischen und deutschen Schiffe werden sogar noch durch Kreuzer aus Italien verstärkt. Doch am 13. Februar 1903 einigen sich die Streitparteien unter US-Vermittlung auf eine gütliche Regelung zum Schuldenabbau, die sogenannten Washingtoner Protokolle. Für Deutschland unterzeichnet schon nicht mehr Botschafter Holleben. Ihn hatte der düpierte Kaiser zu Jahresbeginn vorzeitig abberufen.


    Auch Roosevelt zieht – auf seine Art – Konsequenzen aus der Krise. „Chronisches Fehlverhalten“ von Ländern in der westlichen Hemisphäre, verkündet er 1904 vor dem US-Kongress, werde die Vereinigten Staaten, „wenn auch widerstrebend“ und nur in besonders schwerwiegenden Fällen, künftig dazu zwingen, notfalls militärisch einzugreifen und „internationale Polizeiaufgaben zu übernehmen“. Eine Erklärung, die als „Roosevelt Corollary“, als Zusatz Roosevelts zur Monroe-Doktrin, in die Geschichtsbücher Eingang gefunden hat. Diese (latente) Interventionsdrohung gegenüber den Staaten Lateinamerikas wurde bis heute von keinem US-Präsidenten in aller Form widerrufen.

    Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen für 0,99 € zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen <https://www.sz.de/szplus-testen>


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Nordostpassage: China / Russland – Europa schaut zu

    aus e-mail von, Doris Pumphrey, 1. Dezember 2025, 10:24 Uhr


    Berliner Zeitung 30.11.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/nordostpassage-china-russland-neue-handelsroute-europa-li.10007461>


    *Nordostpassage: China und Russland formen neue Route – Europa schaut zu


    *Die Nordostpassage wird schiffbar und könnte den Welthandel neu ordnen.

    Während China und Russland vorpreschen, droht Europa die strategische

    Chance im hohen Norden zu verpassen.


    /von Dominik PietzckerPeer M. Strömgren/


    Entdeckung und Ausbau neuer Handelsrouten waren geschichtlich oftmals

    Treiber geopolitischer Veränderungen und Machtverschiebungen, die bis

    heute nachwirken. Die Entdeckung Amerikas markierte den Beginn eines

    rasch florierenden Seehandels zwischen Europa und der Neuen Welt. Die

    transatlantischen Handelsrouten, deren Fracht zumeist aus Sklaven

    bestand, führten im frühen 16. Jahrhundert innerhalb weniger Jahrzehnte

    zum ökonomischen Aufstieg der westeuropäischen Küstenländer (Portugal

    und Spanien, England und Frankreich), zugleich jedoch zum Niedergang

    Venedigs als der bis dahin dominierenden europäischen Seemacht. Auf den

    neuen atlantischen Routen war ökonomisch und geostrategisch einfach mehr

    zu holen als im südöstlichen Mittelmeerraum. Die Entdeckung eines neuen

    Handelsweges im Westen führte in Konsequenz zu einer dramatischen

    Verschiebung des Mächtegleichgewichts in ganz Europa.


    Nicht viel anders verhielt es sich, historisch gesehen, bei der

    Verkürzung von maritimen Handelswegen durch den Suez- und Panamakanal.

    Während die Kontrolle über den Suezkanal ein letztes Mal den Anspruch

    Englands als führende Kolonialmacht unterstrich, sicherten sich die USA

    mit der Fertigstellung des Panamakanals ihre hegemoniale Stellung auf

    dem gesamten amerikanischen Kontinent. Handelsrouten dienen eben nicht

    nur dem Warenaustausch, sondern sind Ausdruck von nationalen

    Herrschaftsansprüchen und ihrer Durchsetzungsfähigkeit. Wenn sich

    Handelsrouten ändern, werden auch bestehende Machtverhältnisse tangiert,

    zuweilen sogar aufgelöst.


    Vor diesem Hintergrund ist auch die „Belt and Road Initiative“ Chinas zu

    betrachten. Als größter Produktionsstandort und wichtigste Handelsnation

    der Welt hat die Volksrepublik ein vitales Interesse daran, die

    Handelsrouten von und nach China auszubauen und abzusichern. Dies

    gelingt am ehesten durch Diversifikation. Seit 2013 investiert China

    massiv und im globalen Maßstab in Handelsinfrastrukturen auf dem Land-

    und Seeweg. Dazu gehören Straßen- und Eisenbahnnetze in Zentralasien und

    Südosteuropa ebenso wie Häfen im Mittelmeerraum, in Lateinamerika und

    Afrika. Aufgrund globaler Konflikte und klimatischer Veränderungen

    gewinnt nun auch die arktische Nordostpassage an Attraktivität – nicht

    nur für asiatische Player.


    *Die Nordostpassage wird schiffbar


    *Die Nordostpassage entlang der russischen Küste und des 75ten

    nördlichen Breitengrades ist perspektivisch eine alternative Route zu

    den stark befahrenen und Sicherheitsrisiken ausgesetzten Schiffsrouten

    im globalen Süden. Durch den dramatisch fortschreitenden Klimawandel

    wird die Region des ewigen Eises an immer mehr Tagen im Jahr passierbar.

    Während es in den 1980er-Jahren nur an 70 Tagen im Jahr möglich war, die

    nordöstliche Route zu passieren, sind es seit den 2020ern 160 Tage.

    Dadurch eröffnen sich neue Chancen im Welthandel. Denn warum sollten

    sich Containerreedereien auf den südlichen Routen Piraterie und

    Seeblockaden aussetzen, wenn ihre Schiffe auch auf der deutlich kürzeren

    und sicheren Nordostpassage nach Europa gelangen?


    Die arktische Nordostpassage ist eine echte Alternative zum Suezkanal,

    der sich zunehmend als Schwachpunkt globaler Warenströme erweist. Seit

    mehreren Jahren testen daher Reedereien wie Maersk (Dänemark) und Cosco

    (China), beide unter den Top 5 der weltweit größten

    Containerschiffunternehmen, in welchem Ausmaß sich der neue Seeweg im

    hohen Norden nutzen ließe. Entscheidender Vorteil: Die Route, die

    Ostasien mit Nordeuropa verbindet, ist um vierzig Prozent kürzer als die

    sogenannte Suez-Route durch das Rote Meer. Ein wachsender Anteil des

    Schiffsverkehrs zwischen China und der Europäischen Union, der bislang

    den Suezkanal passiert, könnte perspektivisch über die Nordostpassage

    abgewickelt werden. Zumindest in der Theorie.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Sipri-Bericht: Aufrüstung treibt Rüstungsumsätze auf Rekordhoch

    aus e-mail von Karin Gerlich, 1. Dezember 2025, 14:15 Uhr 


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


      hier eine Weiterleitung von Irene und zusätzlich ebenfalls von Manuel

    ein Video, das nicht nur fr unswichtig ist, sondern zwingend weit

    verbreitet werden muß


    siehe unten Karin Gerlich


    ich empfehle, auf den Teil zu achten, der über das Projekt spricht

    (jetzt wiederbelebt) "Der Generalplan Ost". Es kann kostenlos als PDF

    gefunden werden.


    https://youtube.com/watch?v=3cbe7RMeBHk&si=HRTQNAWfieqJO5yl 

    <https://youtube.com/watch?v=3cbe7RMeBHk&si=HRTQNAWfieqJO5yl>


    LG

    Manuel


    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Sipri-Bericht: Aufrüstung treibt Rüstungsumsätze auf Rekordhoch

    Datum: Mon, 1 Dec 2025 08:39:44 +0000

    Von:

    An: neue-attacies-diskussionsliste@framalistes.org

    Kopie (CC): perspektiven@listi.jpberlin.de,

    attac-untere-saar@listi.jpberlin.de



    *Tot-Rüsten? Warum lassen wir uns das gefallen?*

    *Bitte weiterleiten in der Hoffnung auf breiten Widerstand.*

    *LG Irene*

    *Sipri-Bericht: Aufrüstung treibt Rüstungsumsätze auf Rekordhoch*

    *01.12.2025 ZDFheute*

    *https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ruestung-militaer-ukraine-krieg-russland-sipri-bericht-100.html*

    Angesichts zahlreicher Kriege und Konflikte in der Welt hat die

    internationale Rüstungsindustrie einen neuen Umsatzrekord verzeichnet.

    Die 100 größten Waffenproduzenten der Erde steigerten ihre

    Gesamteinnahmen aus dem Verkauf von Rüstungsgütern und

    Militärdienstleistungen im Jahr 2024 um währungsbereinigte 5,9 Prozent,

    wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem neuen

    Bericht mitteilte.



        Rekordwert bei Waffenumsätzen


    Die Unternehmen erreichten zusammen einen Umsatz von rund 679 Milliarden

    US-Dollar (aktuell rund 586 Milliarden Euro), der höchste je

    verzeichnete Wert.Im vergangenen Jahr erreichten die weltweiten

    Waffenumsätze den höchsten Stand, den Sipri jemals verzeichnet hat.


    Die erste umfassende Datensammlung zur Rüstungsindustrie erhob das

    Stockholmer Institut 2002.


    Angetrieben worden sei die Nachfrage nach Rüstungsgütern durch die

    Kriege in der Ukraine <https://www.zdfheute.de/thema/ukraine-198.html

    und im Gazastreifen <https://www.zdfheute.de/thema/gaza-172.html>,

    geopolitische Spannungen auf globalem wie regionalem Niveau sowie immer

    höhere Militärausgaben, berichten die Friedensforscher. Viele

    Produzenten hätten ihre Fertigungslinien ausgebaut, Anlagen vergrößert,

    Tochtergesellschaften gegründet oder andere Unternehmen übernommen.



        Entscheidender Wachstums-Anteil Europas


    Sipri-Forscher Jade Guiberteau Ricard verwies auf den entscheidenden

    Anteil Europas an dem Wachstum. In Europa wuchsen die gesammelten

    Rüstungsumsätze aufgrund der hohen Nachfrage durch den Ukraine-Krieg

    sowie die wahrgenommene Bedrohung durch Russland

    <https://www.zdfheute.de/thema/russland-324.html> um 13 Prozent auf 151

    Milliarden Dollar.


    Mit Blick auf Europa verwies Sipri-Forscher Ricard auf massive

    Investitionen europäischer Rüstungskonzerne, um die

    Produktionskapazitäten auszuweiten. Eine "wachsende Herausforderung"

    könnte ihm zufolge allerdings die Beschaffung der benötigten Rohstoffe

    darstellen.


    ------------------------------------------------------------------------

    Die vier gelisteten Konzerne aus Deutschland - Rheinmetall (Platz 20),

    ThyssenKrupp (61), Hensoldt (62) und Diehl (67) - erzielten

    zusammengerechnet einen Umsatzsprung um satte 36 Prozent auf nunmehr

    14,9 Milliarden Dollar. Grund dafür ist laut den Forscherinnen und

    Forschern die gestiegene Nachfrage nach bodengestützten

    Luftabwehrsystemen, Munition und gepanzerten Fahrzeugen aufgrund der

    wahrgenommenen Bedrohung durch Russland.


    Absoluter Branchenprimus bleiben die USA

    <https://www.zdfheute.de/thema/usa-news-100.html>, in denen gleich 39

    der 100 beobachteten Unternehmen ihren Hauptsitz haben. Zusammen kommen

    sie nach einem Zuwachs um 3,8 Prozent auf Rüstungsumsätze in Höhe von

    334 Milliarden Dollar, also fast die Hälfte der weltweiten Summe.



        Auch russische Konzerne mit höherem Umsatz


    Trotz internationaler Sanktionen aufgrund des Krieges gegen die Ukraine

    konnten auch die beiden russischen Rüstungsunternehmen in den Top 100,

    Rostec und United Shipbuilding Corporation, ihre Umsätze steigern.

    Zusammengenommen kamen sie 2024 auf Einnahmen von 31,2 Milliarden

    US-Dollar, ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut den

    Friedensforschern hat die Binnennachfrage ausgereicht, um die durch

    sinkende Exporte entstandenen Umsatzverluste mehr als auszugleichen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    gewerkschaftsforum.de / neue artikel

    aus e-mail von Laurenz Nurk, 1. Dezember 2025, 12:01 Uhr


    Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    wir möchten euch auf neue Artikel auf https://gewerkschaftsforum.de/ aufmerksam machen:



    Über die Verkommenheit eines Sozialdemokraten



    Wenn jemand den Begriff Verkommenheit auf Menschen anwendet, sollte er umsichtig mit dieser Wortwahl bzw. Charakterisierung umgehen, denn mit Verkommenheit ist die Beschreibung des moralischen Verfalls oder auch ein Zustand der Verwahrlosung einer Person gemeint.

    In unserem Fall soll der Begriff Verkommenheit dennoch auf den amtierenden Bundesminister der Verteidigung angewandt werden. Hier soll es nicht um den früheren Oberbürgermeister der „Friedensstadt Osnabrück“, auch nicht um den schneidigen Innenpolitiker der SPD und Innenminister von Niedersachsen gehen, sondern um Statements, die er in seiner jetzigen Funktion als Bundesverteidigungsminister abgeliefert hat.  weiterlesen →----------------------------------------------------------------------------------------------------

    Psychosoziale Impressionen einer Zeit, welche die ganze Welt, mehr oder weniger, in den Wahnsinn trieb: CORONA !!!



    Von Charlotte Ullmann


    Mit Beginn des Jahres 2020 fühlte ich mich wie in eine andere Welt versetzt, mit Aliens um mich herum. Diese Welt erschien mir wie ein Traum, zunehmend ein Albtraum. Abwarten, sagte ich mir: Ein ominöses Virus rollt auf uns Menschen zu, aus China, sehr bedrohlich! Der Entstehungsherd sei der Viehmarkt von Wuhan, wo mit Wildtieren gehandelt wird. Die Zoonose-These war geboren: Fledermäuse hätten das Virus auf den Menschen übertragen. Ich rieb mir die Augen. War da nicht in der Nähe das amerikanisch-chinesische Labor, das Corona-Viren erforscht und mit ihnen experimentiert hat und immer noch? Die Vermutung, dass da ein mutiertes oder künstlich verändertes Virus entschlüpft sein könnte, hatte nicht nur ich. Vehement wurde dieser Verdacht in aller Öffentlichkeit zurückgewiesen.


    Die Laborthese, das Corona-Virus sei im Labor in Wuhan entstanden, das zu Corona-Viren forscht, wurde erstmals vom BND (Bundesnachrichtendienst) erhoben, jedoch zu Beginn der Corona-Krise noch unter Merkel und Spahn unter Verschluss gehalten. Diejenigen, die ebenfalls diesen Verdacht hatten, wurden ganz schnell als Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker verunglimpft.


    Mittlerweile (2025) halten viele namhafte Wissenschaftler die Laborthese von Covid 19 (Virus im Labor entstanden) für wahrscheinlicher als die Zoonose-These (von Wildtieren wie bsw. von Fledermäusen auf den Menschen übertragen) (2)

    Ich machte mir Gedanken über Viren im Allgemeinen und Viren im Besonderen.  weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

    Was immer schon zu wenig war …



    Der Frieden und seine Gewerkschaften – Krieg und der Preis des Burgfriedens im Vorfeld des DGB-Bundeskongress 2026


    Von Andreas Buderus


    Die deutsche Gewerkschaftsbewegung steht im Jahr 2026 angesichts der im Frühjahr bevorstehenden Betriebsratswahlen und dem DGB-Bundeskongress im Mai an einem Wendepunkt, der tiefer reicht als jede Lohnrunde und weiter als jede Tarifauseinandersetzung. Was in den Jahrzehnten des sozialpartnerschaftlichen Arrangements noch als Beteiligung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen galt, verkommt in der neuen Kriegsordnung zu etwas ganz anderem: Seit der sogenannten „Zeitenwende“ wird die einstige Kooperation zwischen Kapital, Staat und Gewerkschaften unter dem Schlachtruf „Kanonen statt Butter“ in ein burgfriedliches Mitmarschieren verwandelt – ein Mitvollzug der von oben verordneten Staatsräson, statt Gegenmacht im Interesse der Beschäftigten.


    Was als „Ausnahme“ begann – Waffenlieferungen „aus Solidarität“, Sondervermögen „für die Sicherheit“, Transformation „auch in Richtung Verteidigungsindustrie“ – ist längst zum Normalzustand geworden. Die ver.di-Führung begann 2023 mit dem halben Frieden des Leitantrages E084 „Perspektiven für Frieden, Sicherheit und Abrüstung in einer Welt im Umbruch“ zum ver.di-Kongress. Die IG Metall schien kurz darauf auf ihrem Gewerkschaftstag zwar das Schlimmste abzuwenden, doch in den Monaten danach öffnete ihr Vorstand Tür und Tor zur Rüstungswirtschaft. „Ausrüstung statt Aufrüstung“, „Verteidigungsfähigkeit“, „industrielle Sicherheitsinfrastruktur“ – Wörter, die klingen wie Technik, aber handeln vom Krieg.

    Parallel verschärfte sich die barbarische Realität: die NATO hob ihre Rüstungsziele auf faktisch fünf Prozent, die Bundesregierung erklärte „Kriegstüchtigkeit“ und der Wille zur „Erledigung von Drecksarbeit“ jetzt auch ganz offiziell zur „patriotischen Pflicht“ und zur „Staatsaufgabe“, zivile Produktionsketten werden zunehmend militarisiert, die Wiedereinführung der Kriegsdienstpflicht ist auf dem Weg. Gewerkschaften, die einst gegen Krieg und Sozialabbau zugleich standen, reagieren bestenfalls mit freundlich an Regierung und Sozialpartner gerichtet Appellen zur Beachtung von sozialen Mindeststandards, die weder opponieren noch mobilisieren oder unterwerfen sich direkt der verordneten bellizistischen Staatsräson.  weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

    Jugend ans Gewehr!



    Freiwillig zum Bund oder Pflicht? Diskussionsbedarf und Meinungsbildung in Sachen Kriegstüchtigkeit auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Wehrdienst


    Von Suitbert Cechura


    Die Wehrdienstreform sollte im Oktober durch den Bundestag, doch dann kam es zu Verzögerungen. Sozialdemokraten und Christenparteien entdeckten bei eher nachrangigen Verfahrensfragen Differenzen. Da ging es um das notwendige Tempo bei der Reform, um die Alternative Freiwilligkeit oder Verpflichtung zum Dienst an der Waffe, um die Entscheidung durch ein Losverfahren und überhaupt um die brennende Frage der Wehrgerechtigkeit. Lebendige Demokratie, könnte man meinen. Beziehungsweise im Klartext: Profilierung der Kriegstreiber im stinknormalen Konkurrenzkampf der Parteien.


    Die Medien sahen aber gleich wieder Stabilität und Ansehen der deutschen Regierung in Gefahr. So sorgte schon die Absage einer Pressekonferenz der Verteidigungspolitiker für Aufregung. Der Parteienstreit zeige den »desaströsen Zustand der beiden Regierungsparteien« (Taz, 16.10.2025). Bild und FAZ sahen in der SPD erneut vaterlandslose Quertreiber am Werk etc. pp. Dabei handelte es sich im Grunde um einen »Scheinkampf«, wie die jW schrieb (16.10.2025): Es bestehen ja »in dieser Frage zwischen SPD und Union gar keine prinzipiellen Unterschiede. Beide wollen die Bundeswehr im großen Stil aufrüsten und personell aufstocken und stellen dafür gemeinsam in den nächsten Jahren Hunderte Milliarden Euro bereit.«

    In der – nach allen Regeln der Staatskunst inszenierten – Wehrdienstdebatte ist freilich einiges unterstellt, das nicht unbedingt selbstverständlich ist, auch wenn es unbestritten gilt. Das betrifft als erstes das Verhältnis von Staat und Bürgern, zu dem hier einige Überlegungen beigesteuert werden sollen. weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

    Die reichsten Deutschen – wie sich Macht und Vermögen verteilen



    Von Norbert Heckl


    Zur gleichen Zeit, in der die CDU/CSU-SPD-Koalition neue Scheußlichkeiten ausbrütet, um Bürgergeldbezieher noch mehr zu kujonieren, ihnen damit drohen, bei Terminversäumnissen das Bürgergeld um 30% bis zu 100 % zu kürzen, ja selbst die Wohnungskosten nicht mehr zu übernehmen (aber damit wird, laut Merz, „niemand in die Obdachlosigkeit getrieben“), veröffentlicht das Manager Magazin sein alljährliches Sonderheft über den Reichtum in Deutschland: „Die 500 Reichsten Deutschen. Wie sich Macht und Vermögen verteilen.“


    Scheinbar kritisch (aber durchaus richtig!) schreibt die Redaktion über ihre Reichenliste: „Noch nie war sie so notwendig wie heute. Denn Vermögen bedeutet Macht.“ Und über die Verteilung von Vermögen und Macht soll mit der Veröffentlichung Transparenz hergestellt werden. Ja, selbst Thomas Piketty („Das Kapital im 21. Jahrhundert“) wird zitiert, der die Debatte um die wachsende Ungleichheit in westlichen Gesellschaften enorm beschleunigt habe.

    Festgestellt wird: „Obwohl die deutsche Wirtschaft seit drei Jahren stagniert, gibt es hierzulande… immer mehr Milliardäre“ – ihre Zahl stieg von 226 auf 256. Sieht man sich nur die hundert Reichsten an, so hat sich ihr Vermögen seit 2001 (dem ersten Jahr der Reichenliste) von 263 Mrd. Euro auf 758 Mrd. Euro in 2025 fast verdreifacht; das Bruttoinlandsprodukt hat sich im selben Zeitraum „nur“ verdoppelt. Damit stieg der Anteil der Top 100 am BIP von 12% auf 17,7%. Und auch seit dem letzten Jahr, mit einer Wirtschaft in der Rezession, ging es „für die meisten der Top 500 auch im vergangenen Jahr vermögensmäßig bergauf“ – erfreulich, nicht wahr?  weiterlesen →-------------------------------------------------------------------------------------------------

    Oh no: „I don’t wanna get drafted“



    Von Johannes Schillo


    Die gewerkschaftliche Basisinitiative „Sagt NEIN!“ und die Website IVA, die in der Gegenöffentlichkeit aktiv ist, unterstützen die Protestaktionen gegen die Wehrdienstreform und gegen die geplante (Wieder-)Einführung der Wehrpflicht. Wenn das Vaterland ruft: „Jugend ans Gewehr“, soll man Nein sagen. Das gilt auch für die erste Stufe, wo es „bloß“ um die Wiedereinführung der Wehrerfassung geht und wo es ganz harmlos mit der Zusendung eines Fragebogens beginnt.


    Denn: Die Wehrpflicht kommt wieder. Seit der „Zeitenwende“ wird die Notwendigkeit eines Wehrdienstes, der junge Menschen an die Bundeswehr heranführt, ja allenthalben betont, wobei eigentlich nur noch der Zeitpunkt der Implementierung offen ist. Zustimmung gibt es – leider – von rechts bis links. Aber es gibt auch entschiedenen Widerspruch, so von der Initiative „Sagt NEIN!“, die unter der Losung „Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden“ angetreten ist und für ihren Aufruf mittlerweile rund 30.000 Unterschriften eingesammelt hat.

    „Sagt NEIN!“ stellt sich, wie letztens im „FriedensForum“, der Zeitschrift der Friedensbewegung ausgeführt, kritisch gegen die Linie der DGB-Führung. Die oppositionelle Initiative aus der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi (dem zweitgrößten Arbeiterverein in der BRD) findet es etwa empörend, was in der diesjährigen DGB-Erklärung zum Antikriegstag steht, und besonders auch das, was nicht in ihr steht: Zwar im Ton leise, im Inhalt aber „robust“ stimme die Arbeitervertretung ihre Mitglieder auf den Kurs von Hochrüstung und Kriegsvorbereitung ein – wiederhole also die Politik des „Burgfriedens“, mit der 1914 die Arbeiterbewegung den Weg ins Jahrhundert der Weltkriege bahnte. weiterlesen →----------------------------------------------------------------------------------------------------

    Kriegstüchtige Geheimdienste



    Deutsche Geheimdienste sprechen, ohne Beweise zu präsentieren, von weitreichenden hybriden Angriffen Russlands in Deutschland und fordern größere rechtliche Handlungsspielräume für die Konfrontation mit Moskau.

    Die deutschen Geheimdienste – Militärischer Abschirmdienst (MAD), Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz – warnen vor sogenannten hybriden Angriffen Russlands in Deutschland und fordern in diesem Zusammenhang von der Politik größere rechtliche Handlungsspielräume. Um die Befugnisse des MAD auszuweiten, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Dieser sieht auch eine Ausweitung der Befugnisse der Militärpolizei auf den zivilen Bereich und eine Beschleunigung der Sicherheitsüberprüfung von Rekruten vor. Die Präsidenten der Geheimdienste räumen dabei ein, dass die „hybriden Angriffe“, für die sie Russland verantwortlich machen, sich gerade dadurch auszeichnen, dass die verantwortlichen Akteure nicht eindeutig zu bestimmen sind. Umgekehrt drohen Kritiker der Ukraine-Politik der Bundesregierung unter Generalverdacht gestellt zu werden, Agenten der russischen hybriden Kriegführung zu sein. Mit dem Diskurs um die „hybride Kriegsführung“ verwischen Geheimdienstler, Medien und Politiker nicht nur die Grenze zwischen Kritikern der deutschen Regierung und Agenten Russlands, sondern auch die Grenze zwischen Krieg und Frieden. weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

    Vorbereitung auf Sozialkürzungen / Größte Armee Europas oder Sozialstaat: Ihr habt die Wahl!



    Von Sozialforum Dortmund


    Wahnsinn: Innerhalb von nur 5 Jahren sollen sich die deutschen Ausgaben für Aufrüstung und Verteidigung verdreifachen! Nach 52 Milliarden im Vorjahr rechnet der Bund in diesem Jahr mit Ausgaben fürs Militär von 62,2 Mrd. €. Und mit großen Schritten soll es weiter nach oben gehen, auf bis zu 152,8 Milliarden € im Jahr 2029 (unter Berücksichtigung von weiteren, in anderen Ressorthaushalten versteckten Mitteln sogar knapp 166 Mrd. €). Stolz verkündet die Regierung, damit spätestens 2029 die 3,5 Prozent-Zusage an die NATO erfüllen zu können.1

    Und das alles auf Pump! Eigens dafür wurden die Möglichkeiten des Bundes zur Schuldenaufnahme mittels einer Grundgesetzänderung zu Art. 115 deutlich erweitert.2 Und es sollte der Eindruck entstehen, dass all die Aufrüstung möglich sei, ohne dass es Einschnitte an anderen Stellen des Bundeshaushalts geben werde. Was natürlich Quatsch ist. Denn großartige Reserven gab es in den Haushalten des Bundes schon lange nicht mehr. Aber die Illusion wurde von der neuen Regierung mit Bedacht monatelang aufrechterhalten. Damit sich nicht unnötig früh Widerstand gegen die Pläne entwickelt. weiterlesen →



    --------------------------------


    Herzliche Grüßevon den Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Bremer Friedensforum - Newsletter 2025-12-01

    aus e-mail von, <newsletter@bremerfriedensforum.de>, 1. Dezember 2025, 12:07 Uhr


    Bremer Friedensforum - Interessant zu wissen:


    Schul- und Unistreik gegen Wehrpflicht  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/01/schul-und-unistreik-gegen-wehrpflicht/)


    01.12.2025


    NIE WIEDER WEHRPFLICHT! Gemeinsam stellen wir uns gegen die geplante Wehrpflicht und STREIKEN! Am 5.12. alle zur Demo! Ihr kriegt uns nicht! WIR: SAGEN NEIN ZUR WEHRPFLICHT! NEIN ZU ALLEN…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/01/schul-und-unistreik-gegen-wehrpflicht/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/01/schul-und-unistreik-gegen-wehrpflicht/)


    Odessa Tage Bremen – Eine Wortmeldung  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/25/odessa-tage-bremen-eine-wortmeldung/)


    25.11.2025


    Von Angelina Sörgel Zur Feier der Städtepartnerschaft mit Odessa begeht der Bremer Senat jetzt zum 3. Mal eine Veranstaltungsreihe. Sie findet immer rund um den 21. November statt, den die…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/25/odessa-tage-bremen-eine-wortmeldung/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/25/odessa-tage-bremen-eine-wortmeldung/)


    Francesca Albanese im EU Parlament zu Palästina  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/22/francesca-albanese-im-eu-parlament-zu-palaestina/)


    22.11.2025


    Francesca Albanese, seit dem 1. Mai 2022 Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiete, war am 18. November 2025 auf Einladung einer Reihe von Europaabgeordneten im…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/22/francesca-albanese-im-eu-parlament-zu-palaestina/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/22/francesca-albanese-im-eu-parlament-zu-palaestina/)


    Monitor deckt auf:

    Rüstungsboom ruiniert langfristig die Wirtschaft  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/21/monitor-deckt-aufruestungsboom-ruiniert-langfristig-die-wirtschaft/)


    21.11.2025


    Früher war sie das „Schmuddelkind“ der deutschen Industrie – jetzt ist die Rüstungsindustrie gefragt wie nie: Steigende Aktienkurse, volle Auftragsbücher, auch Start-ups werden mit Geld vom Bund und von privaten…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/21/monitor-deckt-aufruestungsboom-ruiniert-langfristig-die-wirtschaft/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/21/monitor-deckt-aufruestungsboom-ruiniert-langfristig-die-wirtschaft/)


    Machen sich die christlichen Kirchen kriegstüchtig?  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/13/machen-sich-die-christlichen-kirchen-kriegstuechtig/)


    13.11.2025


    Beide großen christlichen Kirchen in Deutschland haben in den vergangenen Tagen Beschlüsse gefasst, die aufhorchen lassen. Das, was der frühere Kanzler Scholz mit der Zeitenwende proklamiert hat, scheint nun auch…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/13/machen-sich-die-christlichen-kirchen-kriegstuechtig/)


    Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/13/machen-sich-die-christlichen-kirchen-kriegstuechtig/)


    Zur Website  (https://www.bremerfriedensforum.de/)


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Von der Politik zur KI: Morgen beginnt heute

    Screenshot_2025_12_01_at_21_28_56_Von_der_Politik_zur_KI_Morgen_beginnt_heute


    forumgeopolitica.com, Mo. 01 Dez 2025, Sergey Plikin

    Entscheidungen von Politikern und diplomatische Manöver bedeuten nicht nur stundenlange Verhandlungen über alle möglichen Details, sondern haben auch direkten Einfluss darauf, wie unser Alltag aussehen wird: von der Höhe des Gehalts über die Benzinpreise bis hin zur persönlichen Sicherheit. Viele halten Politik für ein seltsames Hobby langweiliger Menschen, aber nur so lange, bis sie merken, wie deren Entscheidungen die Preise für Brot und Versorgungsleistungen beeinflussen. Wenn man die Mechanismen dieser „langweiligen Wissenschaft” versteht, kann man Prognosen zu wichtigen Veränderungen im gesellschaftlichen Leben erstellen – zwar nicht mit hundertprozentiger Garantie, aber auf einer soliden Grundlage.


    14

    Von der Diplomatie zur Wissenschaft: Wer gestaltet tatsächlich die Zukunft?Politiker spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Zukunft, aber sie sind natürlich nicht die Einzigen. Seit Jahrhunderten geben Science-Fiction-Autoren die Richtung für den Fortschritt vor: Kir Bulytschow sagte Geräte für Reisen in virtuelle Welten voraus, und die Brüder Strugatski prognostizierten die Probleme und Möglichkeiten einer Superintelligenz. Wissenschaftler greifen diese Ideen auf und verwandeln Fiktion in Realität.

    Angesichts der Tatsache, dass das westliche Projekt in der Ukraine strategisch gescheitert ist, kann man auch die Entwicklung der Wissenschaft in Betracht ziehen – denn sie wird unsere friedliche Zukunft bestimmen. Dies wurde bereits deutlich, als Trump den Ukraine-Konflikt als „Bidens Krieg“ bezeichnete und klar wurde, dass die USA, genau wie während des Zweiten Weltkriegs, angesichts des sich abzeichnenden Sieges der anderen Seite schnell versuchen, sich aus der Liste der Verlierer zu streichen. Die Lage auf dem Schlachtfeld hat sich im vergangenen Jahr nicht zugunsten der Ukraine entwickelt, und die zum Jahresende angekündigten Atomwaffen („Burevestnik” und „Poseidon”), denen man nichts entgegensetzen kann, verändern das Kräfteverhältnis grundlegend.

    Die neue strategische Parität ermöglicht es, intellektuelle und finanzielle Ressourcen auf kreative Aufgaben zu konzentrieren. Eine der wichtigsten Prioritäten für die Entwicklung des Landes und den Aufbau der Zukunft ist das wissenschaftliche Denken.

    "Die Zukunft wird heute geschaffen, vor unseren Augen, mit unseren Händen."
    W. Putin, Sitzung des Valdai-Clubs, 05.10.2023

    Wenn Fantasie zur Realität wird: KI und eine neue Ära der Entdeckungen

    Die größte Überraschung hinsichtlich der Technologien der Zukunft kommt nicht von Diplomaten, sondern von Forschern. Die Nachrichten über wissenschaftliche Durchbrüche in der Gentechnik und Materialwissenschaft, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) erzielt wurden, sind nicht zu übersehen. Die Nachrichten sind voll von Schlagzeilen darüber, wie KI Wissenschaftlern hilft, schon heute die Zukunft zu gestalten.

    Mehr als zwei Millionen Wissenschaftler weltweit nutzen das KI-System AlphaFold, das Modelle von über 200 Millionen Proteinstrukturen erstellt hat, die den „Quellcode des Lebens” enthalten. Bereits jetzt entwickeln Wissenschaftler mit seiner Hilfe Impfstoffe, Medikamente und Bakterien zur Zerstörung von Plastikmüll. Aufgaben, für die Wissenschaftler früher Jahre brauchten, werden jetzt in nur wenigen Stunden gelöst. Der KI-Systemkomplex wird bei der Genom-Editierung zur Behandlung von Erbkrankheiten, zum Verständnis von Krankheitsmustern und in der Landwirtschaft zur Züchtung von Pflanzen mit Resistenz gegen Dürre und Krankheiten eingesetzt.

    Es ist schwer, einen Bereich zu finden, in dem KI nicht als hervorragendes Universalwerkzeug eingesetzt werden könnte, sei es in der Medizin, Wirtschaft, Logistik oder sogar in der Rechtswissenschaft.

    All dies ist dank der grundlegenden Unterschiede zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz möglich. Der Mensch ist in der Lage, sieben Objekte gleichzeitig im Arbeitsspeicher zu halten, während KI Zehntausende von Parametern gleichzeitig berücksichtigen kann. Mit solchen Fähigkeiten kann KI beispielsweise sofort einen Entwurf für eine Großstadt erstellen und dabei alles berücksichtigen: von der Betonmarke für jedes einzelne Gebäude bis hin zur Erreichbarkeit sozialer Einrichtungen und der Sonneneinstrahlung in Wohnräumen. Kein Arzt hat die Kraft und Geduld, Ihnen ein Medikament in exakten Milligramm- und Proportionsangaben zu verschreiben, das alle Ihre Krankheiten, Parameter und den Zustand Ihrer Organe berücksichtigt. Mit KI wird hyperpersonalisierte Medizin für jeden zugänglich. Diejenigen, die sich mit der Modellierung des Verhaltens der Finanzmärkte befasst haben, wissen, dass dies aufgrund der Vielzahl der Einflussfaktoren praktisch unmöglich ist. Auch dies wird für KI eine alltägliche Aufgabe sein. Jeder Gesetzgeber weiß, wie schwierig es ist, vorherzusagen, wie sich ein neues Gesetz auf die Gesellschaft auswirken wird, wie vielen Menschen es helfen wird und wie vielen es missfallen wird, denn dafür müssen wieder Tausende von Faktoren berücksichtigt werden. Auch die Erstellung von Logistikketten für ein ganzes Land kann der KI übertragen werden. Versuchen Sie sich zum Beispiel einen General vorzustellen, der genau weiß, wo sich jeder seiner Soldaten befindet, wie viele Patronen er in diesem Moment hat, wie viel er heute geschlafen hat und wie hoch sein Puls gerade ist. Obwohl auch „Soldaten” bereits an Bedeutung verlieren, gibt es auf dem Schlachtfeld immer mehr robotergesteuerte Plattformen und Drohnen.

    Russland im Zeitalter des wissenschaftlichen Durchbruchs

    Roboter werden alltäglich: Auf den Straßen der Weltstädte fahren selbstfahrende Taxis, Lieferroboter, selbstfahrende KamAZ-Lkw transportieren Fracht von St. Petersburg nach Moskau (die Route wurde kürzlich bis nach Kasan verlängert), und in drei Moskauer Schulen gibt es bereits Roboter, die die Böden reinigen, während die Kinder Unterricht haben. Es ist zu erwarten, dass es sehr bald schwierig sein wird, auf unseren Straßen Straßenkehrer mit Besen anzutreffen.

    Als Nächstes erwarten uns die Automatisierung und Robotisierung der Produktion. Im Jahr 2025 startete in Russland das nationale Projekt „Produktionsmittel und Automatisierung”. Im Rahmen des Projekts ist eine Erhöhung der Zahl der Industrieroboter von 29 im Jahr 2024 auf 145 pro 10.000 Arbeitnehmer bis 2030 vorgesehen. Das sind noch lange nicht die besten weltweiten Roboterisierungsindikatoren, aber das Fehlen übertriebener Ambitionen lässt auf fundierte Berechnungen und Planungen schließen. Der Sanktionsdruck zwingt uns dazu, buchstäblich alles selbst herzustellen. Aber das zahlt sich aus: Außer uns stellt kein anderes Land der Welt zivile Flugzeuge vollständig selbst her.

    Es gibt noch komplexere Herausforderungen. Wie bekannt ist, werden die Lithografiemaschinen, mit denen moderne Chips hergestellt werden, ausschließlich in den Niederlanden produziert. Sie lassen sich praktisch nicht einfach kopieren. Folglich bleibt uns, wenn wir Chips benötigen und den Niederlanden der Verkauf solcher Ausrüstung an uns untersagt wurde, nichts anderes übrig, als sie selbst zu entwickeln. Und es gibt bereits Erfolge: Am 1. Oktober 2025 meldete das Nanotechnologische Zentrum von Zelenograd, dass der erste Lithograf mit einer Auflösung von 350 nm hergestellt und verkauft wurde und das Unternehmen nun zur Serienproduktion übergeht. Ein Modell mit einem Fertigungsprozess von 130 nm soll bereits im nächsten Jahr entwickelt werden.

    Die eigene Chip-Produktion intensiviert den Einsatz von KI, und KI wird dazu beitragen, neue Geräte zu entwickeln, die wiederum die Rechenleistung steigern werden.

    Wir haben einen Wendepunkt erreicht, an dem die Kettenreaktion in der Wissenschaft unumkehrbar wird: KI hilft dabei, Materialien, Technologien und Algorithmen zu erschaffen, durch die wiederum die Leistungsfähigkeit der KI selbst gesteigert wird – was wiederum zur Entwicklung neuer Materialien, Technologien und Algorithmen führt.

    Indem die KI die Wissenschaftler von der Notwendigkeit befreit hat, unzählige Berechnungen und endlose Experimente durchzuführen, hat sie ihnen die Möglichkeit gegeben, die Effizienz ihrer Arbeit radikal zu steigern. Das wissenschaftliche Denken erlebt derzeit einen beispiellosen Aufschwung. Noch nie hatten Forscher ein so wirksames Instrument in ihren Händen. Keine der früheren wissenschaftlichen Revolutionen war mit der heutigen vergleichbar. Die Forschung wird so intensiv betrieben, dass man den Eindruck gewinnt, in zwanzig Jahren werde es für Wissenschaftler nichts mehr zu entdecken geben – alles werde bereits erforscht sein.

    Das wird die Zukunft sein, von der wir in den kühnsten Science-Fiction-Büchern gelesen haben, in der die gesamte Produktion vollständig automatisiert ist: In Gewächshäusern züchten Roboter Obst und Gemüse, auf Bauernhöfen halten sie Vieh, in Fabriken fertigen sie Kleidung und Schuhe, sie kochen in Restaurants, bauen Häuser und produzieren für uns endlose TV-Serien.

    So oder so wird robotisierte Ausrüstung die Menschen in der Produktion vollständig ersetzen. Früher oder später wird dies weltweit geschehen, in jedem Land. Dabei werden besonders dringlich die Fragen nach der Verfügbarkeit von Flächen für Robo-Fabriken und Robo-Gewächshäuser sowie nach ausreichenden natürlichen und energetischen Ressourcen. Es ist leicht zu erraten, welches Land im Überfluss all diese Ressourcen besitzt.

    Jetzt erkennen wir, dass all dies durchaus realistisch ist. Vielleicht nicht in 20, sondern in 30 oder 40 Jahren – aber es wird auf jeden Fall geschehen. Ich würde all das nur zu gerne mit eigenen Augen sehen. Hier erwacht mein innerer Skeptiker und brummt: „Das dauert noch lange, du wirst es nicht erleben.“ Und ich antworte ihm:

    Wissenschaftler wissen, dass uns ein aktives langes Leben bevorsteht

    Ich beginne nicht mit der kühnsten Prognose: Im September 2025 diskutierten der Präsident Russlands, Wladimir Putin, und der Vorsitzende Chinas, Xi Jinping, über Perspektiven der Lebensverlängerung. Xi Jinping äußerte die Überzeugung, dass die Menschheit in diesem Jahrhundert eine Lebensspanne von bis zu 150 Jahren erreichen könne.

    Aubrey de Grey, ein britischer Biogerontologe, äußerte 2007 die Ansicht, dass bereits der erste Mensch geboren wurde, der tausend Jahre alt werden könnte. Er behauptete, dass bis 2030–2040 ein Punkt erreicht werden könnte, an dem die Lebensdauer so häufig verlängert wird, dass ein Mensch tatsächlich tausend Jahre alt werden kann. Es ist durchaus möglich, dass die Menschen, die in den nächsten 10–20 Jahren sterben, die letzte Generation sein werden, die das Leben verlässt.

    Wladimir Mitkewitsch, Biophysiker und korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärte im Oktober 2025, dass in den nächsten 10 Jahren ein „magisches Set“ aus 10–20 innovativen medizinischen Präparaten und einem Maßnahmenpaket entstehen werde, das ein gesundes Langleben ermöglichen soll. Er betonte, dass es wichtig sei, das Leben nicht nur zu verlängern, sondern es auch in voller Qualität zu gestalten.

    Hinter diesen Prognosen stehen groß angelegte Forschungen, die reale Wege zur Steuerung des Alterns eröffnen: Wissenschaftler haben gelernt, genetische, zelluläre und metabolische Mechanismen des Alterns zu beeinflussen und damit die Grundlage für ein verlängertes aktives Langleben zu schaffen.

    Hier kann man den häufig anzutreffenden Skeptizismus gegenüber dem ewigen Leben in Erinnerung rufen, als etwas Langweiliges und Belastendes. Ja, in Filmen werden diejenigen, die ewig leben, oft als gebrechliche Alte dargestellt. Die Wissenschaft hingegen spricht heute nicht von reiner Lebensdauer, sondern von aktivem, gesundem Langleben ohne Krankheiten und mit normal funktionierendem gesamten Körper. Auch Aubrey de Grey betrachtet das Alter lediglich als eine Ansammlung altersbedingter Krankheiten, die behandelt werden können und sollten.

    Stellen Sie sich vor, ein Mensch hat 60 Jahre gelebt, und seine Organe funktionieren noch wie mit 20. Wer würde da widerstehen, ewig barfuß durch Pfützen zu laufen, bis zur Erschöpfung zu tanzen oder im Kino nur in der letzten Reihe neben dem geliebten Menschen zu sitzen? Denn wenn alle Organe in einwandfreiem Zustand sind, bleibt nicht nur die Gesichtshaut ewig jung, sondern auch die reproduktiven Funktionen würden erhalten bleiben. Das klingt sehr fantastisch – doch ist es weniger fantastisch, dass bereits Impfstoffe gegen bestimmte Krebsarten entwickelt wurden und Wissenschaftler Wege finden, einen der fundamentalen Gründe des Alterns zu beeinflussen: die allmähliche Verkürzung der Telomere, unserer zellulären „Lebensuhren“?

    Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit und Maschinenrebellion stehen uns bevor

    Viele werden sich an ideologische Mythen über die „Goldene Milliarde“ und Ressourcenknappheit erinnern. Dabei beträgt die Weltbevölkerung derzeit über acht Milliarden Menschen, doch, wie Experten des Welternährungsprogramms der UN berichten, werden im Durchschnitt rund 30 % der produzierten Nahrungsmittel einfach weggeworfen. In einigen Ländern liegt dieser Wert sogar bei bis zu 60 %. Würde man die Lebensmittelverschwendung vermeiden, reichte die Produktion selbst heute schon für mehr als zehn Milliarden Menschen. Und eine solche Bevölkerungszahl wird nach den kühnsten Prognosen erst nach 2050 erreicht. Es ist zweifelhaft, dass die Menschheit in den verbleibenden 25 Jahren nicht mehr Lebensmittel produzieren wird. Reicht die Energie? Für manche vielleicht nicht, doch in Russland wird bereits ein industrieller Energiekoplex mit geschlossenem Kernzyklus vorbereitet, der es ermöglichen wird, Energie vielfach nahezu aus demselben Kernbrennstoff zu erzeugen.

    Vielleicht wird der Platz zum Leben knapp? Aber wenn man zum Beispiel die Bevölkerungsdichte Moskaus (bei weitem nicht die höchste der Welt) nimmt und auf die gesamte Landfläche der Erde überträgt, käme man auf fast 800 Milliarden Menschen. Selbst wenn man Flächen für Ackerland und Fabriken freilässt, könnten wir in vielen Hunderten von Jahren nicht einmal 500 Milliarden erreichen. Und bis dahin werden wir auch auf anderen Planeten lernen, lebensfreundliche Bedingungen zu schaffen.

    Neben den Befürchtungen eines Ressourcenmangels sollte man auch die – wenn auch naive, aber weit verbreitete – Angst vor einer „Rebellion der Maschinen“ erwähnen, die sich mit den einfachsten Argumenten widerlegen lässt. Solange der Mensch vernünftig bleibt, wird er niemals alles vollständig der Kontrolle künstlicher Intelligenz überlassen. KI besitzt weder Willen noch Bewusstsein – sie ist immer nur ein passives Werkzeug. Es ist einfach ein Programm, das sich auf Ihrer Festplatte befindet, und solange Sie es nicht starten und keinen Befehl darin ausführen, wird es nichts tun.

    Es gibt eine weitere, zeitlich näher liegende Sorge: dass wir bald alle ohne Arbeit dastehen. Hier genügt es zu sagen, dass uns zum Beispiel nicht plötzlich hunderttausend autonome Taxis über den Kopf fallen werden, die alle Fahrer arbeitslos machen. Dieser Prozess wird nicht allzu schnell verlaufen, und so wie früher Kutscher nach und nach in Taxis wechselten, werden auch die heutigen Taxifahrer allmählich zu Operatoren und Wartungstechnikern umgeschult.

    Fazit

    Wenn wir von den Höhen wieder auf den Boden zurückkehren, wird klar, dass wir die Zukunft nicht mit hundertprozentiger Sicherheit vorhersagen können. Wie W. Putin auf der Plenarsitzung des Forums für Zukunftstechnologien am 21. Februar 2025 sagte:

    "Wahrscheinlich wird kein Experte wagen, die neuen Lösungen vorherzusagen, die selbst in naher Zukunft entdeckt oder erfunden werden."
    W. Putin, Sitzung des Forums für Zukunftstechnologien am 21.02.2025

    Das bedeutet jedoch nicht, dass wir keine Entwicklungsszenarien ableiten können, basierend auf den Ereignissen, die heute auf der Welt stattfinden. Ganz im Gegenteil: Alles, was heute geschieht, bestimmt, wie die Welt morgen aussehen wird.

    Die Entwicklung der Wissenschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Niemand wird Verhandlungen mit denen führen, deren Wirtschaft auf Handarbeit basiert oder deren Armee mit veralteten Systemen ausgestattet ist. Außenseitern werden keine gleichberechtigten Rechte angeboten – ihnen werden Bedingungen diktiert. Aber es bleibt ihnen die Wahl: entweder den ungleichen Bedingungen zustimmen oder selbst zur Zielscheibe werden. Politische Souveränität ist ohne militärische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Souveränität unmöglich. Wissenschaftler auf der ganzen Welt, die Künstliche Intelligenz als mächtigstes Werkzeug in die Hand bekommen haben, treten in ein Rennen ein, in dem es keinen zweiten Platz gibt – nur den Kampf um Eigenständigkeit. Schon jetzt gewinnt auf dem Schlachtfeld, wer mehr Roboter hat und dessen Roboter besser sind, wer durch seine wissenschaftlichen Entwicklungen Waffen geschaffen hat, denen kaum jemand widerstehen kann.

    Genau deshalb sagte W. W. Putin am 8. Februar 2021 auf der Sitzung des Rates für Wissenschaft und Bildung: „Wissenschaftliche und technologische Souveränität ist, ohne jede Übertreibung, eine Frage der Gegenwart und Zukunft Russlands“, und „wer sich an die Spitze setzt, wird die weitere Entwicklung der gesamten Menschheit bestimmen“. Und daran besteht kein Zweifel: Die Zukunft wird genau so sein.

    Analyse


    14 Kommentare zu
    «Von der Politik zur KI: Morgen beginnt heute»


    Ruth Mo. 01 Dez 2025, 10:35

    Ach du meine Güte... War das jetzt ein Witz oder ein neues Märchen passend zu Weihnachten? Als ob „die Wissenschaft“ oder die „künstliche Intelligenz“ etwas Neutrales wären. Die muß erst mal ein menschliches Wesen betreiben oder programmieren! Was dabei herauskommt, hat man ja bereits häufiger erfahren dürfen.
    Ich mache dem Autor da mal einen ganz anderen Vorschlag: Rausgehen in die Natur, staunen, was das für ein fein aufeinander abgestimmtes Wunderwerk ist, lernen wie LEBEN funktioniert. Das Leben draußen und dort beobachten und mit ihm in Einklang existieren, so lange das LEBEN es für ihn vorgesehen hat, anstatt auf den neuen Erlöser zu hoffen. An Göttern hatte es in der kurzen Geschichte der Menschheit doch wohl schon genügend.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 11:25

    Да, вы совершенно правы: ИИ — это не дар с небес, это то, что создано человеческим разумом и по его подобию. В статье, кстати, есть слова о том, что ИИ — это инструмент: мощнейший, сложнейший, такой, который многим трудно понять, но всего лишь пассивный инструмент, предназначенный для человеческих рук.
    Да, жизнь — удивительная штука. Многие мечтают о внеземных сверхразумных цивилизациях, но лично я считаю, что развитие жизни до возможностей современного человеческого разума — это уникальный опыт, шансы повторения которого ничтожно малы.
    Вполне понимаю ваши слова о «Märchen passend zu Weihnachten». Да, это действительно сказка — ровно в той же степени, в какой ещё 50 лет назад была сказкой мысль о мощном компьютере в кармане и обо всех человеческих знаниях в этом же кармане.
    И эту же сказку лично я каждый день вижу, когда открываю на сайте ТАСС раздел «Наука» (https://tass.ru/nauka или https://tass.com/science). Не имея профессиональных научных знаний, мне трудно понять физические процессы ракетного плазменного двигателя, непонятна технология напыления покрытия толщиной в один атом, и я не представляю себе, какие результаты принесут исследования, производимые с помощью Сибирского кольцевого источника фотонов (СКИФ). Но когда тот же ИИ разъясняет мне простым языком перспективы каждого из этих открытий, я тоже понимаю, что это то, что до недавнего времени было лишь сказкой.
    Это очень вдохновляет. И этой детской восторженностью очень хочется поделиться. Возраст отбирает у нас способность мечтать, а технологии, которые совершенствуются практически каждый день, отнимают у нас способность восторгаться ими. Очень хочется, чтобы всё это к нам вернулось и мы стали думать о том будущем, которое каждый из нас строит сегодня своими руками.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Ruth Mo. 01 Dez 2025, 13:15

    Schön beschrieben. Kann die Motivation nun besser nachvollziehen. Ich wünsche Ihnen eine gute, besinnliche Zeit!

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Petra Wilhelmi Mo. 01 Dez 2025, 20:39

    @Sergej: "Das Alter nimmt uns die Fähigkeit zu träumen, und die Technologie, die sich fast täglich verbessert, nimmt uns die Fähigkeit, darüber zu staunen."

    Das würde ich so nicht unterschreiben. Nicht das Alter nimmt uns die Fähigkeit zu träumen. Jeder Mensch ist anders und es gibt auch viele junge Menschen, die nicht die Fähigkeiten zum träumen haben. Ich verstehe, dass Sie von den Fortschritten der Technologien begeistert sind. Ich weiß zwar nicht, wie sich fast täglich mein Leben durch neue Technologien verbessert. Ist noch nicht bei mir angekommen, aber auch ich - trotz meines Alters - kann darüber staunen, was alles möglich sein könnte. Nur sollten wir nicht vergessen: Die Fortschritte in der Technologie betrifft heutzutage vor allem das Können, alles zu zerstören, was uns lieb und teuer ist. Die Fortschritte in der Technologie wurden dafür verwendet, die Möglichkeit zu haben, Länder z.B. durch Tsunamis zu zerstören und Tausende von Menschen umzubringen. Ich glaube, dass die Menschen, die das ganz große Sagen haben, nicht bereit sind für Fortschritte für die Menschheit insgesamt, für das bessere Leben sich zu engagieren. Die Denkungsweise der Grauen Eminenzen, die vor allem im Westen beheimatet sind, sind weit davon entfernt. Wir kleinen Leute können auch unentwegt über unsere Zukunft nachdenken und ich glaube, dass das viele auch tun, aber wir haben nicht die Macht, sie mit unseren eigenen Händen zu bauen. Und gerade die KI ist ein Werkzeug, was uns zu Sklaven machen kann oder zu unnützem Leben mit der Folge, dass die KI vielleicht die entsprechende Impfung für das unnütze Leben zusammenbaut. Ich sehe z.Z. keinen Ausweg, dazu bin ich viel zu sehr Realist

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 21:14

    Мне вполне понятен ваш пессимистический взгляд на будущее. Я бы хотел развеять его и поделиться оптимизмом, но, к сожалению, не вижу реалистичных предпосылок для благоприятного развития событий в Европе. Об этом я говорил ещё год назад в присутствии некоторых авторов Forum Geopolitica. Уже тогда было ясно, что европейские производственные мощности будут закрываться, квалифицированные работники будут переезжать в США, а про тысячи разорившихся мелких предпринимателей никто даже и вспомнит.

    Сегодня едва ли найдётся тот, кто осмелится утверждать, что какая-либо европейская страна (за исключением Венгрии) сохраняет подлинный суверенитет. Многие считают главной причиной упадка отсутствие самостоятельных политиков, которых судьбы европейцев заботят в последнюю очередь. Ни у кого нет рецепта как избавить европейский истеблишмент от марионеток. Даже мой бесконечный оптимизм не позволяет рассчитывать на восстановление суверенитета европейских государств в ближайший десяток лет.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Winfried Hoffmann Mo. 01 Dez 2025, 10:40

    Es ist doch naheliegend Politiker (zumindest, die für die es zutrifft) zu ersetzen durch kompetente "Leute", die den Umgang mit KI beherrschen. Sie können politische Entscheidungen vorbereiten mit Hilfe von Algorithmen der KI. durch verschiedene Prämissen. Die Empfehlungen der KI kann man zur Grundlage für Volksentscheide nehmen. Und voilá wir haben die Demokratie, von der wir alle träumen, aber bisher nicht hatten.
    Und kein Politiker muss sich mehr schämen, wenn er lügen muss, weil er von nichts eine Ahnung hat. Er wird einfach nicht gebraucht. Vielleicht findet das alles schon statt, aber man füttert die KI nur mit Vorschlägen die Interessen bedient, die nicht die unseren sind. Und gebe der KI den Auftrag zu zeigen, wie man das Volk über diese Dinge täuschen kann. Ach toll, was mit KI alles geht. Für Ausreden finden, wäre so ein Ding (KI) zu Hause schon einiges wert.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Winfried Hoffmann Mo. 01 Dez 2025, 10:53

    Ich muss noch ergänzen. Wieviel Roboter erarbeiten in der Zukunft die Rente für die Älteren. Heute wird doch gejammert nur noch 2 erarbeiten die Rente für einen, früher waren es wohl 5 oder so. Oder erschufftet ein Roboter für vielleicht 10 Alte die Rente? Wäre für den Roboter eine ziemliche Schinderei. Ein bisschen Emphatie mit dem Blechkerl sollte erlaubt sein. Na jedenfalls ,hat die Neid-und Missgunstdebatte zwischen Jungen und Alten keine Substanz, aber ist natürlich erwünscht.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Petra Wilhelmi Mo. 01 Dez 2025, 11:10

    Ich habe, gebe ich zu, den Artikel nur diagonal gelesen. Eine Software, die angeblich den Quellcode des Lebens in sich tragen soll. Irgendwie erinnert mich das an die Zukunftsvisionen aus dem Buch, was ich zur Jugendweihe Mitte der 1960er Jahre erhalten hatte und - wenn ich mich recht erinnere - Weltall - Erde - Mensch hieß. Es war eine Vision, wie sie uns auch von Star Trek - Die nächste Generation - verkauft wurde, die Vision einer glücklichen Welt, ohne Geld, wo jeder das machen kann, was er meint, am besten zu können. Wer sagte, dass man, wenn man Visionen hat, zum Arzt gehen sollte? Mir schaudert, wenn ich daran denke, dass Impfungen von der KI blitzschnell kreiert werden können. Hatten wir das nicht schon? Und was war das Ergebnis dessen? Und das soll eine KI, die nur eine bessere Suchmaschine ist, können? Wozu bräuchte denn dann die KI, die mit dem Quellcode des Lebens ausgestattet wäre, noch Menschen? Hat die Terminator-Reihe nicht genau dieses Thema abgehandelt? Lebenswert für uns Menschen wäre solch eine Zukunft mit Sicherheit nicht. Und wenn das wirklich käme, dann wird den meisten Menschen jegliche Fertigkeiten genommen und er wird in ein Kleinkind-Stadium zurückversetzt. Ist es nicht gerade die Findigkeit, die Fertigkeiten, die Neugier, der Forscherdrang, was den Menschen ausmacht? Und diese Fähigkeiten müssen tagtäglich geübt werden. Soll eine KI das ersetzen?

    Auf diesen Kommentar antworten

    Brandenberger Mo. 01 Dez 2025, 12:32

    Herr Sergey Plikin zeichnet da ein sehr positives Zukunftsbild. Die Möglichkeiten der KI könnten aber auch eine ganz andere Entwicklung nehmen : Die totale Überwachung und Kontrolle der Bürger durch eine kleine elitäre Klicke mit einem Sozialkreditsystem wo nur der brave angepasste Bürger Zugang zu den Errungenschaften der Gesellschaft haben.
    Ich bin grad am Lesen des Buches "Befreiungsschlag" von Olivier Kessler (Direktor Liberals Institute, Zürich) wo dieser dystopische Zustand beschrieben wird.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 12:50

    Да, ИИ, так же как и любые другие изобретения человечества, можно использовать и для развития, и для убийства. Часто в таких случаях вспоминают самый примитивный инструмент — молоток, которым можно забивать гвозди, чтобы построить дом, и можно убить человека. Про деструктивные возможности инструментов стоит помнить всегда, так же как, например, все помнят, что не нужно брать в руки оголённые провода, находящиеся под напряжением.
    Однако вашим комментарием вы напомнили интересный момент: подавляющее большинство современных фантастических произведений — книг, фильмов — рассказывают об апокалиптическом будущем. Я родился и часть жизни прожил в СССР, где большинство книг было наполнено мечтой о светлом будущем. К огромному сожалению, с распадом СССР в прошлом остались и эти мечты.
    Между тем это очень большой и интересный вопрос: почему практически все современные произведения описывают будущее как антиутопию? У меня есть уверенность, что каждый, кто об этом задумывался, может рассказать столько, что хватит на большую статью. У меня тоже есть своё мнение по этому поводу, но я пока воздержусь от того, чтобы его высказывать, так как хотелось бы услышать мнение других читателей.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Brandenberger Mo. 01 Dez 2025, 16:37

    Werter Herr Glikin
    Danke für Ihre Antwort.
    Ich war immer ein Fan von (Natur)Wissenschaft und besitze eine ganze Bibliothek von Büchern über Physik, Astronomie usw.
    In den letzten 4 - 5 Jahren als wir von "Experten" und "Wissenschaftlern" belehrt, bzw genötigt wurden, wie wir uns verhalten sollen und welchen medizinischen Experimenten zu unterziehen haben, bin ich diesen Entwicklungen gegenüber misstrauisch geworden.
    Ich kenne die Verhältnisse in Russland zu wenig, bin aber der Meinung dass dort noch kompetente und verantwortungsvolle Politiker im Amt sind. Bei uns in Westeuropa, vorallem in DE und der EU ist das leider nicht mehr der Fall. Eine Frau von der Leyen hat mit Sicherheit nicht das Wohl der Bürger im Sinn sondern nur ihre eigene Macht und ist fleissig dabei diese auszubauen mit Zensur, Überwachung, Intrigen und Korruption - Sie wird auch die KI für ihre Interessen missbrauchen.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 17:20

    Считаю ваше отношение к тому, что вызывает подозрение, единственно правильным. Крупные философы и психологи в своих трудах неизменно подчёркивают важность критического мышления. Хотя я не встречал у них подобной формулировки, для себя я вывел: именно критическое мышление и составляет суть мышления как такового.

    Всем знакомым, которые не интересуются политикой или не имеют на неё достаточно времени, я советую прежде всего не доверять всему, что вызывает хоть малейшие подозрения. Сегодня информационная среда переполнена ложью и манипуляциями, поэтому важно тщательно отбирать источники — выбирать те, которые вы лично никогда не уличали во лжи.

    Что касается ситуации в России, могу отметить: наше руководство действует вполне разумно. Но и здесь не стоит верить мне на слово — даже если я не анонимный пользователь в интернете. Лучше приехать в Россию и увидеть всё своими глазами. У нас безопасно, а большинство людей дружелюбны и гостеприимны.

    Auf diesen Kommentar antworten

    Kenneth Joseph Wood Mo. 01 Dez 2025, 13:15

    My dear Sergey,
    Thank you for a great overview of the human condition of late.

    However, may I beg to differ of the vast application of AI to the future. Here in America, we are already seeing the clarion calls by the 'masters of the universe' in the AI domain that our FED GOV (translate: "taxpayers") should stand at-the-ready to bail out the AI industry when it falls flat on its face.

    There are a few reasons for this: the mega-corporations stateside here were seen as the 'milk-cows' for the steady stream of revenue anticipated by the AI crowd. These corporate udders are bone-dry and are not buying into AI.

    The other reason is that vast quantities of precious potable water and electricity are being hogged by these AI centers to the detriment of working people. Rates are skyrocketing and the natives are restless; they are contacting their lawmakers and saying "NO!" to AI centers.

    Question: "If AI is so great, why cannot private investors fund and maintain them?" As Thomas Jefferson said: "I care not what you do, so long as you do not strike my nose or pick my pockets." A wise man.

    Being a retired aerospace engineer and lawyer, I go back to another lawyer: Mohandas Karamchand Gandhi. He helped free his nation and continent from British oppression. When Indian independence was finally declared, the British industrial titans swooped in and advised Ghandhi to buy their latest and most modern machinery so that India would become "modern" post-haste.

    Ghandhi considered the options and politely declined "modernity" to his former oppressors and declared his people needed the dignity that meaningful physical labor gave. He put a nation back to work, on their feet, and gave them pride. He knew India would eventually modernize, but not at the cost of their collective humanity.

    Another point please: this AI revolution-- all part and parcel of extremely complex electrical computations, computer chips algorithms and the like. Although incredibly tiny pieces-parts, they all still have what scientists call "mass."

    I fear that the combined mass of this AI hype may, by simple gravitational force, attract our minds, hearts, and spirits excessively to this earthly realm.

    Let us look to a higher plane--espoused by a thirty-three-year-old carpenter from Nazareth, who shows us the way using common helps at hand. He seems to have gotten it right--without any AI. Help one another with what we have available at present. The future will find us regardless.

    Being of Slavic descent, let me close with a friendly "bye."

    “Пока-пока”

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 13:50

    Тогда поздороваюсь как со славянином: Привет! )

    Ваш комментарий затрагивает основы двух противоположных идеологий: одна из них относится к людям как к инструменту для сытой и благополучной жизни избранных, другая — о которой я думаю как о единственно возможной — служит достижению целей всего человечества.

    Думаю, ни для кого не секрет, что главные цели жизни человечества — это выживание, размножение (+ экспансия), развитие. Это доказано всей историей человечества — по крайней мере до тех пор, пока человечество себя не уничтожило.

    Если сторонники идеологии «жизнь для избранных» будут достаточно сильны; если к тому же они смогут взять контроль над ИИ в свои руки (а они пытаются — ChatGPT под завязку забит либерализмом); если они используют его для того, чтобы подчинить своим прихотям всё население планеты, — тогда можно будет ожидать и смерти человечества.

    Но лично мне хотелось бы для Земли другого будущего: ИИ — инструмент для учёных (всякие генераторы текстов, картинок и видео для соцсетей меня не интересуют); деятельность учёных — для мира во всём мире; деятельность политиков — для достойной жизни не избранных, но всего населения.

    Если ИИ будет работать для того, чтобы все жили хорошо, а не для того, чтобы все стали рабами нескольких миллиардеров, — кого такой вариант будущего не устроит? И я не буду против, если роботы будут производить пищу для всех людей, а не для того, чтобы миллиардеры решали, кого кормить, а от кого избавиться.

    Auf diesen Kommentar antworten


    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/von-der-politik-zur-ki-morgen-beginnt-heute


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Kann die Schöne Neue Welt nicht nur schöngeredet, sondern schön werden?

    01.12.2025

    Trumps Kriegspläne in Venezuela: Kein Pieps aus Brüssel

    lostineu.eu, 1. Dezember 2025

    Als Russland Ende 2021 Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzog, kamen laute Warnungen aus Brüssel. Fünf Jahre später wiederholt sich dasselbe Szenario. Diesmal sind es allerdings die USA, die Venezuela bedrohen. Doch dazu kam bisher kein Pieps aus Brüssel. Dabei drohte US-Präsident Trump unverhohlen: „An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte betrachtet den Luftraum über und um Venezuela als vollständig geschlossen.“ Nach internationalem Recht kann der US-Präsident allerdings nicht eigenhändig den Luftraum eines anderen Landes sperren. Daß er es dennoch versucht, ist ein Bruch mit der “regelbasierten Ordnung”. Doch die EU schweigt – wie so oft, wenn es um die USA geht, und nicht um Russland…


    11 Comments

    1. Michael
      1. Dezember 2025 @ 12:26

      … all die weil ersucht der international per Haftbefehl gesuchte Kriegsverbrecher Netanyahu den sog. Präsidenten der Kolonie Israel in Palästina, Herzog, um Begnadigung in seinen diversen vor Gericht anhängigen Korruptionsfällen! Auf Empfehlung von Trump nachdem er, Netanyahu, Trump offiziell für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat! Netanyahu begründet das. „Pardon“, noch vor einer Verurteilung damit dass er sich neben dem Gerichtsverfahren nicht hinreichend der Regierungsarbeit, sprich Kolonialverwaltung: Genozid in Gaza, Massenmorden auf der Westbank und weiteren Kriegsverbrechen im Lebanon, Syrien, etc., widmen könne!
      Ich erwarte dass Herzog qua Rechtsverdrehung dem Ersuchen entsprechen wird, auch obwohl es ohne eine Verurteilung einem Schuldbekenntnis gleichkommt!
      Laut EU, Berlin, Paris, London, etc. dürfte der Fall rechtens sein! Natürlich!
      Verbrecher unter sich!

    Antworten

  • Erneuerung
    1. Dezember 2025 @ 11:06

    Man kann Doppelmoral vermuten, oder auch gar keine Moral. Wieviele US-Amerikaner werden denn in Venezuela schickaniert oder erschossen? Und wieviele Russen wurden in der Ukraine schickaniert oder erschossen? Und ist am Drogenproblem in den USA Venezuela Schuld oder andere Player?
    Nein, die Sachlage ist anders. Der Hegemon versucht verzweifelt, seinen Absturz zu verhindern, er braucht Macht, um zu retten, was noch zu retten ist. Dazu eignet sich natürlich der Zugriff auf billige Energie, was Venezuela zu bieten hat. Deshalb wird ja auch verstärkt am Frieden in der Ukraine gewerkelt, die Situation dort stört beim Coup Venezuela, genau wie seinerzeit Afghanistan beim Coup Ukraine. Wir werden sehen, wie das ausgeht, es gibt ja jede Menge Opportunisten in Lateinamerika, selbst Lula tat freuding vdL umarmen, Argentinien und Kolumbien hängen sicher auch am A. der USA. Doch die Richtung der Entwicklung wird auch der Krieg gegen Maduro nicht aufhalten.

    Antworten

  • KK
    1. Dezember 2025 @ 10:50

    Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!
    Es hätte schon aufgeschrien werden müssen, als die USA auf offener See rund 80 Seeleute töteten, als sie deren venezolanische Schiffe völkerrechts- und seerechtswidrig brutal angegriffen und versenkt haben.

    Aber was sind 80 Seeleute gegenüber rund einer halben Million toter iraskischer Kinder, die “es wert waren” – und auch nicht für einen EUropäischen Aufschrei gesorgt hatten, im Gegenteil – da haben die EUropäer sogar grösstenteils mitgemacht!

    Antworten

  • Helmut Hoeft
    1. Dezember 2025 @ 10:20

    “Als Russland Ende 2021 Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzog, kamen laute Warnungen aus Brüssel.” Dazu gibt/gab es auch allen Grund. Jeden Morgen, wenn Wladimir Wladimirowitsch aufsteht, läuft hier alles flügelschlagend und gackernd durcheinander. Und … verdammt, der Wladimir steht 3 Stunden früher auf! “Himmel(USA)hilf”
    “Fünf Jahre später wiederholt sich dasselbe Szenario. Diesmal sind es allerdings die USA, die Venezuela bedrohen.” * Pffff * Venezuela! Geht uns nix an, ist der Sandkasten des “großen Bruders”! Wird aber auch Zeit, dass es mit Venuzuela ein “regelbasiertes Ende” hat. * Sarkasmus aus *

    Kann man angesichts der Realität noch irgendwelche Zweifel am Unwert von Papier haben?? Wenn die Sonne scheint: “Hurra!” und Konfettiparade. Sind Wolken am Himmel: “Auf Klo damit!”

    Antworten

  • Stefan Meyer
    1. Dezember 2025 @ 10:17

    Hörte, dass China in erheblichem Umfang in die (Ölförder-) Infrastruktur Venezuelas investiert hat und 7% seines Erdöls von dort bezieht. Bin mal gespannt, ob die sich ihr Engagement von US Big Oil so einfach ruinieren lassen werden.

    Antworten

  • garno
    1. Dezember 2025 @ 09:53

    Meines Wissens ist die “regelbasierte Ordnung”, die Ordnung, die die USA vorgeben. Deshalb können sie ihre Ordnung also gar nicht brechen, sie wird von ihnen nur immer wieder neu angepasst.

    Antworten

  • european
    1. Dezember 2025 @ 09:28

    Wir werden vergeblich darauf warten, in den Nachrichten vom “brutalen voelkerrechtswidrigen Angriffskrieg” seitens der USA auf irgendein Land zu hoeren.

    WIR sind IMMER die Guten. Immer. Ohne Ausnahme.

    Manchmal frage ich mich, wie die Leute diese Doppelstandards aushalten. Bei mir ist da schon lange die Schmerzgrenze erreicht bzw. ueberschritten. Deshalb ist auch m.E. der europaeische Niedergang auf dem internationalen Parkett voellig berechtigt. Weltmeister im Moralisieren und Schwadronieren aber keinerlei Rueckgrat oder Substanz. Im Zeitalter der Netzwerker zaehlt nicht was du kannst oder wofuer du stehst, sondern nur wen du kennst. Nur so kann man sich die europaeische Fuehrungsmannschaft erklaeren.

    Es ist abstossend.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 10:54

      “Manchmal frage ich mich, wie die Leute diese Doppelstandards aushalten.”

      Die einen mit Drogen, andere mit Ignoranz oder Selbstbetrug. Und wir Kommentatoren hier mit Verzweiflung (ausser einigen wenigen immer denselben, die diese Bigotterie offensichtlich völlig in Ordnung finden und hier selber dabei aktiv mitmachen).

      Antworten

  • Michael
    1. Dezember 2025 @ 08:42

    Doppelte Moral und doppelte Standards müssen ständig geübt werden wenn man nicht aus der Übung kommen will! Das gefiele dem Hegemon überhaupt nicht!

    Antworten

  • hg
    1. Dezember 2025 @ 08:08

    Von Haltung keine Spur, wenn s Uncle Sam betrifft. Bei Putin wär’ the World on fire! So sieht s aus. in allen Bereichen der sogen. westlichen Wertegemeinschaft, und das soll an den Bürgern vorbeigehen? Allerdings, Propaganda wird s schon wieder richten!

    Antworten

  • jjkoeln
    1. Dezember 2025 @ 04:29

    Man könnte ja Big Daddy verärgern.
    Kleine Kinder dürfen ihren Daddy nicht kritisieren. Sonst schimpft der und spielt nicht mehr mit ihnen.


  • Info: https://lostineu.eu/trumps-kriegsplaene-in-venezuela-kein-pieps-aus-bruessel/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Spielball EUropa: Kiew und Washington übergehen Brüssel – schon wieder


    lostineu.eu, vom 30. November 2025

    Im Streit um einen Friedensplan für die Ukraine sah es einen Moment lang sah so aus, als habe die EU einen Platz am Verhandlungstisch erkämpft. Doch nun wird Brüssel schon wieder übergangen.

    • Aus Kiew ist eine ukrainische Delegation nach Florida gereist, wo über einen abgestimmten Friedensplan verhandelt werden soll. Die EU ist außen vor – in Brüssel weiß man nicht einmal, was in den Entwürfen steht. “This is an unprecedented situation from a diplomatic standpoint. None of us has this information,”   „Aus diplomatischer Sicht ist dies eine beispiellose Situation. Keiner von uns verfügt über diese Informationen.“ (übersetzt mit Deepl.) hieß es bei “Politico” (US-Dienst)
    • Aus Washington kommt eine Absage für das Nato-Treffen in dieser Woche. Außenminister Rubio will sich vertreten lassen. Es ist äußerst ungewöhnlich, dass der Chefdiplomat der USA das alljährliche Treffen im Dezember auslässt – insbesondere, da es voraussichtlich vor allem um die US-Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gehen wird.
    • In Moskau wird in den nächsten Tagen der US-Sondergesandte Witkoff erwartet, um über die Ukraine zu sprechen. Auch hier ist die EU nicht beteiligt. Das ist allerdings ihre eigene Schuld, denn sie lehnt jeden diplomatischen Kontakt nach Russland ab. Selbst ein verklausuliertes Angebot von Kremlchef Putin blieb in Brüssel unbeantwortet.

    Derweil weitet die Ukraine ihren “Abwehrkrieg” gegen Russland aus. Bei neuen Angriffen wurden zwei Öltanker vor der türkischen Küste getroffen. Zudem wurde ein Erdöl-Terminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen.

    Daraufhin gab es Proteste aus Kasachstan. Das betroffene Terminal ist auch für Erdöl-Lieferungen aus Zentralasien nach Europa wichtig. Kiew hat gedroht, russische Öllieferungen in die EU zu verhindern – auch mit Militärgewalt.

    EUropa wird natürlich auch bei diesen Attacken übergangen. Da die EU den Ukrainern keine Auflagen macht, können diese sogar mit europäischen Waffen die Energie-Infrastruktur angreifen. Hauptsache, es dient der “Verteidigung”…

    Siehe auch “Wie EUropa zum Spielball der Großmächte wurde”

    ???? Lost in News? Nichts mehr verpassen! Trag Dich ein, um jeden Tag ein Update per Mail zu bekommen.


    8 Comments

    1. Niko
      1. Dezember 2025 @ 10:18

      Wie lange noch lässt sich die EU von Selenskyj und den Amis noch am Nasenring durch die Arena ziehen. Ach wie dankbar sind wir doch der Ukraine, dass diese wenigstens noch bereitwillig unser Geld in ihrem korrupten System verteilt. Dafür gehen bei uns gerne viele Rentner mit mickrigen Renten zum Flaschensammeln. Selbstverständlich dürfen wir von Selenskyj und Co auch noch gemaßregelt werden, weil die Hilfe noch viel zu klein ist und noch keine Taurus geliefert werden. Warum also sollten wir auch noch mitreden dürfen.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 11:02

      Auf dem GRÜNEN-Parteitag vom Wochenende wurde wieder laut für Taurus-Lieferungen getrommelt, wie man in der Berichterstattung des ZDF hierzu zu nachtschlafender Zeit heute hören konnte…

      Antworten

  • Helmut Hoeft
    1. Dezember 2025 @ 10:02

    “Kiew und Washington übergehen Brüssel – schon wieder” Das ist auch gut so! Was soll denn dabei herauskommen, wenn man den “Russophoben e. V.” mit am Tisch hat, der sich selbst untereinander nicht grün ist?

    Vllt. sollte man in Brüssel mal darüber nachdenken, ob man das Problem nicht endlich final löst: Alle in die €U: Ukraine, Russland, Weißrussland, Kasachstan, Usbekistan, Türkei, Israel (bei Sportwettbewerben ist Israel ja schon “europäisch teilnehmend”) …

    Antworten

  • Der Skeptiker
    1. Dezember 2025 @ 09:06

    Vielleicht ist es besser, ohne die kriegsheilen E3, VdL und Kallas zu verhandeln. Doch kann eine Nicht -Vertragspartei aus einem solchen Vertrag zu etwas verpflichtet werden? Rechtlich nicht, machtpolitisch vermutlich schon. Vasallen müssen jede Kröte schlucken.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 10:59

      Für manch einen sind Kröten offensichtlich Delikatessen… denn die werden ja immer wieder mit Freuden geschluckt.

      Antworten

  • jjkoeln
    1. Dezember 2025 @ 04:27

    Tja, unerschütterlich auch wenn due Ukraine unsere Energiezufuhr zerstört.
    Bei allem, das ist nicht akzeptabel.
    Weder von der Ukraine noch von den Europäischen Politikern in der EU oder den Member States. Aber die haben ja alle ihr Scherflein in Trockenen und wundern sich bei der Eskalarion der Lage, nur darüber, dass die Bürger diesen Schritt nicht verstehen.

    Antworten

  • KK
    30. November 2025 @ 17:47

    So wie militante Vegetarier nicht zu Treffen der Metzgerinnung eingeladen werden, so wird selbstredend die kriegsgeile EU nicht zu Freidensgesprächen eingeladen…

    BTW, ist die EU nicht sonst so um Umweltschutz und den Schutz der Meere besorgt? Und wenn die Ukraine für eine Ölpest nach der anderen sorgt, sagt die EU nix?

    Antworten

    • Dixie Chique
      1. Dezember 2025 @ 10:21

      ..Bezüglich Ihres “BTW”.. ich sag nur Nordstream. Mehr Methan auf einen Schlag ging nicht. Grillenzirpen bei den Grünen und bei FFF (der sechste Buchstabe unseres Alphabets übrigens.. da hat sich die Jugend von der OSF ja eine feurige Zukunftsvision aufschwatzen lassen..), bedröppelte Kulleraugen in der gesamten EU. Beim Projekt Ukraine geht’s anscheinend um Alles, geschi$$en auf Umwelt, Natur, Klima (lol!), nach uns die Sintflut!
      Gute Woche, Happy Geoengineering bis die Schwarte kracht, und natürlich: Slava Kokaini! As long as it (fuc*ing) takes!


  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-kiew-und-washington-uebergehen-bruessel-schon-wieder/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Nachrichten von Pressenza: Krachende Niederlage für Service Citoyen: Die Schweiz will keine Stärkung der Armee

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>,1. Dezember 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 01.12.2025


    Krachende Niederlage für Service Citoyen: Die Schweiz will keine Stärkung der Armee


    Die Würfel sind gefallen: Die Bevölkerung lehnt die Initiative für einen Zwangsdienst, auch bekannt unter dem Namen «Service Citoyen» mit über 80 % klar ab. Dieses Ergebnis zeigt, dass sich die Bevölkerung nicht täuschen lässt und sich gegen die erzwungene&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/krachende-niederlage-fuer-service-citoyen-die-schweiz-will-keine-staerkung-der-armee/


     -----------------------


    Geld vom Staat: Jetzt wird gedoppelt!


    Die konservative Denkfabrik »R21« bekommt künftig viel Geld vom Staat, dabei fand die Union NGO-Förderung doch zweifelhaft. Auf Fragen dazu reagiert die Regierung einsilbig. Stattdessen hat Schwarz-Rot im Bundestag beschlossen, die Förderung zu verdoppeln. »R21« bekommt künftig 500.000 Euro pro&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/geld-vom-staat-jetzt-wird-gedoppelt/


     -----------------------


    Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 5. Dezember &#8211; und vorher


    Am 5. Dezember 2025 ist in mehreren deutschen Städten ein bundesweiter Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht angekündigt worden — als Teil eines von Schüler*innen initiierten Aktionstags. Am 5. Dezember soll nämlich im Bundestag das neue Wehrdienst-Gesetz verabschiedet werden. Hiergegen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/schulstreik-gegen-die-wehrpflicht-am-5-dezember-und-vorher/


     -----------------------


    Kommentar: Zoll-Deal, wie die Schweiz ihren Illusionen erliegt


    Die Zollposse zeigt, wie Medienhysterie, Selbstüberschätzung und eigennützige Milliardäre ein brisantes Gemisch gebildet haben. Christof Leisinger für die Online-Zeitung INFOsperber Was am ersten August als diplomatischer Affront aus Washington über den Atlantik gekommen war, entwickelte sich hierzulande innert Stunden in&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/kommentar-zoll-deal-wie-die-schweiz-ihren-illusionen-erliegt/


     -----------------------


    Die neuen New Yorker Aktivist:innen: Praktisches Handeln und Erweiterung des Bewusstseins


    Seit über zwei Jahren ist der Saal des People’s Forum der Treffpunkt für New Yorker Aktivist:innen, die sich für ein freies Palästina einsetzen. Seit dem schicksalhaften 7. Oktober hat der Strom von Menschen, die sich jeden Montag zur Versammlung einfinden,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/die-neuen-new-yorker-aktivistinnen-praktisches-handeln-und-erweiterung-des-bewusstseins/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Die weiße Zukunft des Westens   Die Trump-Administration verlangt „Remigration“, übernimmt damit die Terminologie der extremen Rechten und fordert von den US-Botschaften in Europa, die Regierungen dort zur Nachahmung ihrer rassistischen Deportationspolitik zu nötigen.

    german-foreign-policy.com, 1. Dezember 2025

    WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Die Trump-Administration übernimmt die „Remigrations“-Forderung der extremen Rechten in Europa und leitet diplomatische Schritte zur Durchsetzung ihrer rassistischen Abschiebepolitik auch in Deutschland ein. Präsident Donald Trump hat in der vergangenen Woche erklärt, „nur reverse migration“ – „umgekehrte Migration“ – könne die USA retten. Das US-Ministerium für Innere Sicherheit verlangt „Remigration jetzt“. Washington leitet dazu eine weitere Eskalation seiner Deportationen vor allem von Nichtweißen ein – während weiße Südafrikaner aus oft rassistischen Milieus in den USA als Flüchtlinge aufgenommen werden. „Remigration“ zählt zum Forderungskatalog der AfD aus ihrem Bundestagswahlprogramm. Der Vorsitzende der neuen, am Wochenende gegründeten AfD-Jugendorganisation tritt für „millionenfache Abschiebungen“ ein. In einem Schreiben hat das State Department unlängst die US-Botschaften in der transatlantischen Welt, darunter Deutschland, aufgefordert, bei den Regierungen ihrer Gastgeber starken Druck auszuüben, um sie zur Nachahmung der rassistischen US-Deportationspolitik zu nötigen. Damit würde ein weißer, vermeintlich schlagkräftiger Machtblock für die globalen Hegemonialkämpfe geschmiedet.


    Zitat: Der Attentäter aus dem Mordkommando

    Die US-Forderungen folgen auf das Attentat vom vergangenen Mittwoch in Washington, bei dem eine Soldatin und ein Soldat der Nationalgarde niedergeschossen wurden. Die Soldatin ist ihren Verletzungen erlegen; der Soldat kämpft noch um sein Leben. US-Medien haben den Hintergrund des mutmaßlichen Attentäters offengelegt, eines 29 Jahre alten Flüchtlings aus Afghanistan. Der Mann war um das Jahr 2011 herum im jugendlichen Alter von rund 16 Jahren in Afghanistan von der CIA angeworben worden und hatte in Kandahar in den „Zero Units“ Dienst getan, die formell dem afghanischen Geheimdienst angehörten, in Wirklichkeit aber von der CIA ausgebildet, ausgerüstet und kontrolliert wurden.[1] Eine Untersuchung von Human Rights Watch belegt, dass die Zero Units regelmäßig bei nächtlichen Überfällen auf afghanische Ortschaften zum Einsatz kamen, bei denen im Rahmen des sogenannten Anti-Terror-Kriegs regelmäßig Einwohner verschleppt und ermordet wurden.[2] Berichten zufolge litt der Attentäter unter ernsten Traumata, die die Morde seiner Einheit unter CIA-Kommando bei ihm verursacht hatten.[3] Weil die US-geführten Mordeinheiten als ganz speziell durch die Taliban gefährdet gelten, erhielten ihre Angehörigen in der Regel Zuflucht in den USA; so auch der Attentäter, der sich und seine Familie zuletzt mit einem schlecht bezahlten Job als Lieferdienstfahrer über Wasser hielt.


    „Remigration jetzt!“

    Die Trump-Administration nutzt das Attentat nun, um ihre Abschiebepolitik noch weiter zu verschärfen. „Nur reverse migration“ – „umgekehrte Migration“ bzw. „Remigration“ – „kann diese Situation vollständig beheben“, erklärte US-Präsident Donald Trump auf Truth Social und kündigte an, im ersten Schritt jegliche Einwanderung „aus allen Dritte-Welt-Ländern“ zu stoppen.[4] Das Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security, DHS), das bereits im Oktober den Begriff „Remigrieren“ öffentlich verwendet hatte [5], forderte am Freitag: „Remigration jetzt“ [6]. Das Ministerium hatte bereits kurz vor dem Attentat eine Überprüfung sämtlicher Flüchtlinge angeordnet, die während der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden Zuflucht in den Vereinigten Staaten erhalten hatten. Es soll die Maßnahme jetzt intensivieren. Betroffen sind Hunderttausende, darunter offenbar auch Personen, die rechtlich gültige Aufenthaltspapiere besitzen. Das DHS hat zudem angekündigt, Einreisebegehren von Afghanen ab sofort nicht mehr zu bearbeiten und spezielle Restriktionen gegen sämtliche Migranten aus 19 Ländern zu verhängen, die als „Hochrisikostaaten“ gelten. Die Maßnahmen kommen zu den bereits realisierten Schritten hinzu, darunter die Verschleppung zahlloser Migranten durch die US-Behörde ICE (Immigration and Customs Enforcement).[7]


    Aus dem Stadtbild abgeschoben

    Bereits vor dem Attentat hatte die Trump-Administration Maßnahmen eingeleitet, um die Staaten Europas, Kanada, Australien und Neuseeland zur Nachahmung ihrer Abschiebepolitik zu nötigen. In den Ländern, die die Trump-Administration als „westliche Zivilisation“ vom Rest der Welt abhebt, sind drakonische Abschiebemaßnahmen und eine in wachsendem Maße rassistisch geprägte Migrationspolitik längst verbreitet. Australien etwa, das seit vielen Jahren Flüchtlinge in Lager auf abgelegene Pazifikinseln deportiert, hat Ende Oktober ein neues Abschiebeprogramm gestartet, das den zwangsweisen Abtransport von Migranten nach Nauru vorsieht.[8] Auch Deutschland weitet seine Abschiebungen aus; so legt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Wert auf die Feststellung, in den ersten zehn Monaten 2025 seien im Durchschnitt 65 Migranten pro Tag abgeschoben worden – ein knappes Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.[9] Deportationen nach Afghanistan finden längst statt. Solche nach Syrien sollen in Kürze folgen. An der Agitation gegen nichtweiße Migranten beteiligt sich Kanzler Friedrich Merz persönlich. Mitte Oktober hatte er geäußert, seine Regierung plane aktuell Abschiebungen „in sehr großem Umfang“; Grund dafür sei, dass es „im Stadtbild noch dieses Problem“ gebe.[10] Die Begründung richtet sich gegen Menschen, deren Haut im „weißen“ Deutschland auffällt.


    Die „westliche Zivilisation“

    All dies genügt der Trump-Administration nicht. Das US-Außenministerium hat in einem Schreiben, das Berichten zufolge auf den 21. November datiert ist, seine Botschaften in den genannten Ländern – daruter Deutschland – aufgefordert, zum einen regelmäßig über die Migrationspolitik ihrer Gastgeber Bericht zu erstatten. Nach Washington gemeldet werden solle es nicht zuletzt, falls die jeweiligen Regierungen „Migranten unangemessen auf Kosten der lokalen Bevölkerung begünstigen“.[11] Zum anderen müsse das US-Botschaftspersonal künftig bei den Regierungen der Gastgeber intervenieren, um eine „Reformpolitik“ in puncto „migrantische Verbrechen“ und migrantische „Menschenrechtsverletzungen“ durchzusetzen. Das sei notwendig, um „eine existenzielle Bedrohung für die westliche Zivilisation und die Sicherheit des Westens und der Welt“ abzuwenden, erläutert ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums.[12] US-Vizepräsident JD Vance hatte bereits im Februar erklärt, man könne „die westliche Zivilisation nicht wiederaufrichten“, wenn „Amerika oder Europa“ Millionen „illegaler Migranten“ einreisen ließen: „Das muss aufhören.“[13] Wer in die USA einreisen darf und dort gar Flüchtlingsstatus erhalten kann, hat die Trump-Administration mehrfach klargestellt: weiße, oft aus rassistischen Milieus stammende Südafrikaner.


    Ein homogener Block

    Mit ihrer Forderung nach „Remigration“ übernimmt die Trump-Administration einen Plan, der in der extremen Rechten in Europa seit Jahren an Zuspruch gewinnt und inzwischen auch in der AfD befürwortet wird. So hieß es etwa im Programm der AfD zur Bundestagswahl im Februar: „Unser Maßnahmenkatalog zur Umkehr [des] migrationspolitischen Staatsversagens heißt Remigration“.[14] Der Vorsitzende der am Wochenende neu gegründeten AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm, bekräftigte unlängst, er trete für „millionenfache Abschiebungen“ ein.[15] „Millionenfache Remigration“ wurde auch auf dem Gründungstreffen der Generation Deutschland gefordert. Mit der US-Entscheidung, die Staaten Europas, Kanada, Australien und Neuseeland zur Nachahmung ihrer rassistischen Deportationspolitik zu nötigen, sucht die US-Regierung die gesamte transatlantische Welt auf AfD-Kurs festzulegen. Dies entspricht der beharrlichen Unterstützung der äußersten Rechten in den USA für die extreme Rechte in Europa (german-foreign-policy.com berichtete [16]). Die US-Strategie läuft letzten Endes darauf hinaus, die gesamte transatlantische Welt in einen nach rassistischen Kriterien relativ homogenen weißen Block („westliche Zivilisation“) zu schmieden, der in den zur Zeit noch am Anfang stehenden globalen Kämpfen um die Weltmacht die vermeintlich größtmögliche Schlagkraft entwickeln kann.


    Abhängig, also erpressbar

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat Ende vergangener Woche erklärt, sich dem US-Diktat nicht fügen zu wollen. „Die Migrationspolitik ist unsere Sache“, erklärte Merz: „Wir entscheiden, ob wir sie für richtig halten.“[17] Der Kanzler fuhr fort: „Da brauchen wir keine Ermahnungen von außerhalb.“ Allerdings hat sich in den vergangenen Monaten mehrmals gezeigt, dass die Abhängigkeit der deutschen Industrie von ihrem in der gegenwärtigen Krise unersetzlichen US-Geschäft Berlin kaum Raum für politische Eigenständigkeit lässt (german-foreign-policy.com berichtete [18]). Den Kurs in Richtung auf Massendeportationen hat Berlin ohnehin bereits eingeschlagen.

     

    [1] Lex Harvey, Chelsea Bailey: An Afghan national who previously worked with the CIA named as suspect in DC National Guard shooting. Here’s what we know. edition.cnn.com 28.11.2025.

    [2] “They’ve Shot Many Like This”. hrw.org 31.10.2019.

    [3] Campbell Robertson, Hamed Aleaziz, Jack Healy: For Shooting Suspect, a Long Path of Conflict From Afghanistan to America. nytimes.com 27.11.2025.

    [4] Louise Radnofsky, Michelle Hackman: After D.C. National Guard Shooting, Trump Steps Up Immigration Crackdown. wsj.com 28.11.2025.

    [5] Chelsea Bailey: DHS issued a call to ‘remigrate.’ Here’s the history of the term often associated with far-right groups. edition.cnn.com 19.10.2025.

    [6] Louise Radnofsky, Michelle Hackman: After D.C. National Guard Shooting, Trump Steps Up Immigration Crackdown. wsj.com 28.11.2025.

    [7] Dismantle the Mass Deportation Machine and Invest in Welcoming Communities. amnestyusa.org.

    [8] Tiffany Wertheimer: Australia deports first foreign detainees to Nauru in controversial deal. bbc.co.uk 28.10.2025.

    [9] Burkhard Uhlenbroich: Deutschland schiebt deutlich mehr ab. bild.de 22.11.2025.

    [10] S. dazu Die ultrarechte Renaissance des Westens.

    [11] Edward Wong, Hamed Aleaziz: U.S. to Press Europe and Other Allies on ‘Mass Migration,’ Document Says. nytimes.com 26.11.2025.

    [12] Remarks by the Vice President at the Conservative Political Action Conference in Oxon Hill, Maryland. presidency.ucsb.edu 20.02.2025.

    [13] Addressing the Impact of Mass Migration on Human Rights. state.gov 24.11.2025.

    [14] Zeit für Deutschland. Programm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag.

    [15] Frederik Schindler: „Millionenfache Abschiebungen“ – So tickt der Chef der neuen AfD-Jugend. welt.de 30.11.2025.

    [16] S. dazu „Das Zeitalter der Patrioten“, Die ultrarechte Renaissance des Westens und „Kein Platz für Brandmauern“ (II).

    [17] Merz verbittet sich Ermahnungen der USA. Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.11.2025.

    [18] S. dazu Im Interesse der deutschen Kfz-Industrie und Das Flüssiggas und die US-Energiedominanz.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10221


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 110 von 1101

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 20 .. 30 .. 80 .. 90 .. 100 .. 107 108 109 110 111 112 113 .. 120 .. 130 .. 140 .. 200 .. 300 .. 400 ... 800 .. 900 .. 1000 .. 1070 .. 1080 .. 1090 .. 1098 1099 1100 1101 >