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29.03.2026

Kriegsvorbereitung: Beschleunigung als zentrales Prinzip einer gewalttätigen Moderne

freedert.online, vom 28 Mär. 2026 19:18 Uhr, 

Entscheidend für den militärischen, politischen und ökonomischen Vorteil ist die Geschwindigkeit mit der die Mächte im Krieg agieren können: Wer rascher ist, gewinnt den Krieg. Dem Prinzip einer "rasenden Zerstörung" muss sich auch der Alltag der Zivilgesellschaft beugen.


© Urheberrechtlich geschützt


Deutsche Leopard-Panzer in Vilnius, Litauen, 23. November 2018


"Die Einfachheit wird aus dem Leben verdrängt, die Stille ist verloren. Man jagt sich, man treibt sich gegenseitig an, man will alles im Augenblick besitzen und genießen. Es ist alles veloziferisch."

Johann Wolfgang von Goethe über "die moderne Hast" in einem Brief an Karl Friedrich Zelter am 25. Mai 1827

Von Donnerstag bis Sonntag findet unter dem Motto "Rasende Zerstörung" die diesjährige Jahreskonferenz der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) in Berlin statt. Der NGfP-Vorstandsvorsitzende Benjamin Lemke hielt am Freitag den entsprechend Einführungsvortrag zum Thema: "Rasende Zerstörung im Zeitalter der Geschwindigkeit."

Zu Beginn seines Referats bezog sich der Politikwissenschaftler und Psychologe Benjamin Lemke auf den französischen Schriftsteller und Philosophen Paul Virilio. In seinem Buch "Geschwindigkeit und Politik" habe Virilio den Zusammenhang von bürgerlicher Ordnung und Zerstörung dargelegt. Wesentliches Element der Macht über die Wirtschaft und über Krieg und Frieden sei dabei die Kontrolle der Geschwindigkeit. Lemke führte dazu aus:


Rasende Zerstörung ‒ Perspektiven auf die Kriegsvorbereitung





Rasende Zerstörung ‒ Perspektiven auf die Kriegsvorbereitung






"Wer schneller sehen kann, verschafft sich einen Informationsvorsprung und somit Entscheidungsmacht. Wer schneller kommunizieren kann, kann die Agenda setzen, mit Drohungen spielen und Finanzmärkte beeinflussen. Wer schneller militärisch zuschlagen kann, für den werden klassische Eroberungen überflüssig."

In aktuellen Kriegen brauche man keine Massen an Soldaten mehr – wie zum Beispiel zu Zeiten des 1. Welt, wo schon alleine in Deutschland rund 10 Millionen Soldaten an den unterschiedlichen Fronten eingesetzt waren. Heutige Militärmacht bestehe aus Satelliten, Sensoren, Drohnen und Kommunikationszentren. Unser Planet schrumpfe zum simultanen Operationsfeld, bei der jeder Fleck beobachtbar und innerhalb von Minuten erreichbar sei.


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Der Vorstandsvorsitzende der Neuen Gesellschaft für Psychologie Benjamin Lemke, Berlin, 27. März 2026Felicitas Rabe


Entscheidender militärischer, politischer und ökonomischer Vorteil sei die Geschwindigkeit mit der die jeweiligen Mächte agieren könnten: "Wer rascher ist, gewinnt." So habe der US-amerikanische Präsident Donald Trump beim Angriff auf den Iran erklärt, die USA müssten die militärischen Kapazitäten des Iran zerstören, "bevor sie uns treffen." Man müsse "zuerst zuschlagen, damit unsere Antwort schneller und stärker ist".

Die Geschwindigkeit und Widersprüchlichkeiten von Trumps Mitteilungen zum Krieg erinnerten an eine blinde Raserei, bei der die ganze Welt in ähnlich verrücktem Tempo in Mitleidenschaft gezogen würden. Das hohem Tempo wirke sich auf die Gemütszustände der Menschen genau aus, wie auch auf die Wirtschaft und das Auf und Ab an den Börsen. Insofern seien Kriege spekulative Geschäfte mit der Zeit.


Liveticker Iran-Krieg – Verhandlungen zwischen Iran und den USA in kommenden Tagen?





Liveticker Iran-Krieg – Verhandlungen zwischen Iran und den USA in kommenden Tagen?





Bei der Kriegsberichterstattung folgten die Medien den Widersprüchlichkeiten und dem Tempo und versetzten die Gesellschaft in einen Zustand der Ohnmacht. Infolgedessen verkümmerten die Fähigkeiten zur Reflektion und Besinnung und damit auch die Voraussetzungen für politisches Engagement und Kritik. Das beherrschende Prinzip von Geschwindigkeit und Zerstörung bestimme auch jenseits von Kriegsvorbereitung immer mehr gesellschaftliche Bereiche. Auf diese Entwicklung bezöge sich das Motto der Konferenz. Lemke erläuterte: 

"Rasende Zerstörung meint somit eine durch den Kapitalismus und seine technologische Dynamik angetriebene Form der Zerstörung, die sich durch ansteigende Geschwindigkeit und Intensität auszeichnet und zunehmend den Alltag beherrscht."

So sei auch der Alltag in Deutschland in immer größerem Ausmaß durch konkrete Kriegsvorbereitungen betroffen. Auf Hochtouren werde Deutschlands Infrastruktur für ihre Funktion als NATO-Drehscheibe in einem möglichen Ostfrontkrieg umgebaut: Das Land diene in einem zukünftigen europäischen Krieg gegen Russland als logistische Basis und Durchmarschgebiet von hunderttausenden Soldaten. Die zivile Infrastruktur, wie Straßen, Brücken, Bahnanlagen oder Krankenhäuser würden für "dualen" Nutzen eingerichtet. Auf der Autobahn A44 zwischen Kassel und Eisenach werde derzeit auf der Fahrbahn eine Lande- und Abflugstrecke für Flugzeuge für die Kriegslogistik Richtung Osten gebaut .

Desweiteren würden bislang zivile Unternehmen wie die Deutsche Bahn, DHL und Lufthansa in zivilmilitärische Kooperationen integriert. Insgesamt werde der zivile Raum einer Gesellschaft für den militärischen Nutzen "umprogrammiert". Die Raumnutzung erhalte dabei auch eine neue Zeitlogik: Der Raum solle schnell massenhaft militärisch nutzbar werden. Mit dem im Jahr 2026 neu einzurichtenden Waffen- und Raketensysteme diene Deutschland direkt als Abschussrampe für Langstreckenraketen gegen Russland.


10. Panzerdivision der Bundeswehr trainiert Krieg an der Ostflanke –  unter US-Führung





10. Panzerdivision der Bundeswehr trainiert Krieg an der Ostflanke – unter US-Führung






Gegenüber der Bevölkerung begründe man den Umbau der zivilen Infrastruktur und die kriegsvorbereitenden Konzernkooperationen mit angeblich notwendiger Prävention. Diese angeblich notwendige Prävention halte auch dafür her, bürgerliche Rechte fortlaufend einzuschränken und durch neue Überwachungs- und Eingriffsrechte zu ersetzen. Der Staat mutiere zur Einsatzleitstelle gegen seine eigenen Bürger.

Aber nicht nur freiheitliche Grundrechte wie zum Beispiel die Meinungs- und Bewegungsfreiheit würden eingeschränkt. Der im Rahmen der Kriegsvorbereitung stattfindende Sozialabbau führe zu einer immer mangelhafteren Gesundheitsversorgung, Bildungsversorgung und dem Abbau der sozialen Daseinsfürsorge. Diesbezüglich soll das Bürgergeld gestrichen und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nur noch einmal pro Jahr gewährt werden.

Grundsätzlich werde die Zivilbevölkerung auf das Tempo eine rasenden Zerstörung eingetaktet: Mit beschleunigten sogenannten "Reformen" würden soziale Sicherheiten der Menschen zerstört. Demokratische Aushandlung werde durch "Eilgesetzgebungen" unterwandert. Und die Dauermobilmachung in eine hyperschnelle, militärisch formatierte Gesellschaft zerstöre neben der Muße auch langfristige Zukunfts- und Lebenpläne der Bürger.


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Video https://rumble.com/v77kn9c-steinmeier-europas-sicherheit-muss-knftig-ohne-russland-gedacht-werden.html Dauer 6:40 Min.


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

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nachdenkseiten.de, 24. März 2026 um 10:34 Ein Artikel von Karin Leukefeld

Was vor etlichen Jahren weltweit für Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche Tötung von Zivilisten und die absichtliche Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanitäres Recht. Die Länder und Regierungen, die Kriegsverbrecher nicht isolieren und ächten – wie das internationale Recht und die UN-Charta es vorsehen, sind Mittäter. Das gilt für den Völkermord gegen die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland, das gilt auch für den aktuellen Angriff auf Iran und Libanon.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


Am 28. Februar 2026 griffen Israel und die USA den Iran an. Der Angriff ist völkerrechtswidrig und illegal. Iran hatte die beiden Staaten weder bedroht noch angegriffen. Im Gegenteil: Iran und die USA hatten durch die Vermittlung des Oman am 26. Februar eine weitere Verhandlungsrunde in Genf beendet, die zu weitreichenden Ergebnissen geführt hatte. Ein neues Treffen war für den 2. März in Wien am Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geplant.

Der Angriff wurde und wird bis heute von der Bundesregierung und anderen europäischen Regierungen, auch von der EU-Kommission oder im EU-Parlament nicht verurteilt. Bundesminister und andere deutsche Politiker erklären, „fest an der Seite Israels“ zu stehen. Dessen Regierung droht neben der anhaltenden Zerstörung des Iran mit Einmarsch und Besetzung des Libanon, der trotz einer Waffenruhe mit Israel Ende November 2024 täglich von Israel bombardiert wurde. Dabei wurden täglich Menschen getötet.

Trotz der aggressiven Drohungen, die israelische Minister gegen den Libanon richten, werden deutsche Waffen und deutsches Geld an die israelische Regierung nicht gestoppt. Das Auswärtige Amt bestellt nicht die Vertreter von Israel und den USA ein, um gegen deren Angriffe zu protestieren. Kein Wort darüber, dass der libanesischen Bevölkerung damit gedroht wird, ihre Lebensgrundlagen in Grund und Boden zu bomben. Südbeirut – dass auch in deutschen Medien als „Hochburg der Terrororganisation Hisbollah“ bezeichnet wird – werde bald „aussehen wie Khan Younis und Rakka“, so das israelische Regierungsmitglied Smotrich. Und die israelische Armeeführung ordnet die komplette Zerstörung von Dörfern im südlichen Libanon an.

Leben unter Bomben

Seit drei Wochen beherrscht nun der völkerrechtswidrige US-israelische Krieg das Leben der Menschen zwischen dem östlichen Mittelmeer und weit über die Persische Golfregion hinaus. Obwohl klar ist, dass der Krieg von Israel und den USA begonnen wurde, während Iran sein Recht auf Verteidigung ausübt und vor jedem neuen US-israelischen Angriff warnt, man werde auf gleicher Ebene zurückschlagen, wurde unmittelbar nach Kriegsbeginn der Iran für den Krieg verantwortlich gemacht. Diese Anschuldigung wird von EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und von England (E3) verbreitet, auf Antrag des Golfkooperationsrates wurde diese Anschuldigung in einem Resolutionsentwurf dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Die Resolution wurde – bei Enthaltung von China und Russland – angenommen. 130 UN-Mitgliedsstaaten sollen die Resolution unterstützt haben. Der Iran wies die Resolution zurück und betonte sein Recht, sich gegen die US-israelischen Angriffe zu verteidigen.

Die dort lebenden Muslime feiern das Ende des Fastenmonats Ramadan, die Christen befinden sich in der vorösterlichen Fastenzeit, und im Iran und angrenzenden Gebieten wird das Neujahrsfest Newroz oder Newruz gefeiert.

Millionen Menschen in der Region sind auf der Flucht. Mehr als 1,2 Millionen Inlandsvertriebene sind im Libanon registriert, mehr als drei Millionen Vertriebene werden aus dem Iran gemeldet. Die zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen und Zehntausende Vertriebene im besetzten Westjordanland finden kaum noch Erwähnung in westlichen Medien.

Die Zahl der Toten steigt täglich. Mehr als 1.500 Tote werden offiziell im Iran gemeldet, darunter hochrangige Politiker und Militärs. Wissenschaftler, Journalisten, Rettungshelfer, Feuerwehrleute, Angehörige des Zivilschutzes und der Rote-Kreuz/Rote-Halbmond-Organisationen wurden getötet. Ärzte, Krankenhelfer und ihre Gesundheitszentren und Kliniken werden bombardiert. In Schulen sterben Kinder und Lehrer.

Im Libanon werden die Menschen von den israelischen Bomben- und Drohnenangriffen in ihren Häusern, Höfen, Dörfern und Wohnungen getötet, die Israel als „Hisbollah-Stellungen“ beschreibt. Mehr als 1.000 Tote wurden bisher gemeldet, darunter Rettungshelfer, Zivilschutz, Journalisten, Ärzte, Universitätsprofessoren und Familien mit ihren Kindern, die von Israel als „Hisbollah“ bezeichnet werden. Der stellvertretende Leiter von UNICEF-Libanon erklärte, die „Eskalation hat so viele getötet oder verletzt“, als töte man „eine Schulklasse Kinder jeden Tag“.

Die mehr als 72.000 Toten, die von Israel in Gaza getötet worden sind, scheinen vergessen. Unklar ist, wie viele Tote unter den Trümmern der zivilen Infrastruktur verschüttet sind, 11.000 Menschen wurden aus Gaza von der israelischen Armee verschleppt und werden in israelischen Gefängnissen und Lagern vermisst.

Lebensgrundlagen werden zerstört, wenige Tage vor dem Eid al-Fitr Fest hat die israelische Besatzungsarmee die Al-Aksa-Moschee in Ostjerusalem für die Gebete am Ende des Ramadans gesperrt. Die Moschee gilt als das drittwichtigste Heiligtum für die Muslime nach Mekka und Medina.

Die Drohungen der angreifenden US-israelischen Koalition überschlagen sich täglich in Wort und Tat. Nach der Zerstörung von Öldepots im Norden von Teheran bombardiert Israel das iranische Pars-Gasfeld im Persischen Golf. Die USA bombardieren die Khargh Insel, Flughäfen und einen Ölverladehafen vor der Westküste des Irans. US-israelische Raketen bombardieren die Atomanlagen Busheir und Natanz im Iran.

US-Präsident Donald Trump droht schließlich, sämtliche Energieanlagen des Iran zu zerstören, sollte dieser die Straße von Hormus nicht für die Schifffahrt freigeben. Der Iran erklärt, Schiffe befreundeter Staaten hätten freie Fahrt durch die Meerenge, andere müssten die Durchfahrt mit Iran verhandeln, wenn sie nicht beschossen werden wollten. 20 Prozent des weltweiten Nachschubs von Öl und (Flüssig-)Gas werden täglich durch die Straße von Hormus transportiert.

Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaventum, Nichtwissen ist Stärke (1984, George Orwell)

Israel bezeichnete den Luftangriff auf den Iran als „präventiven Schlag”: Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, Ziel der Operation sei es, „Bedrohungen gegen den Staat Israel zu beseitigen“. Mittlerweile haben zahlreiche US-Politiker, darunter auch Außenminister Marco Rubio und der Leiter der Anti-Terror-Abteilung Joe Kent, erklärt, die USA hätten sich dem Angriff angeschlossen, weil Israel ihn sowieso geplant habe. Eine konkrete Gefahr aus dem Iran habe nicht vorgelegen.

Der Angriff besiegelt das Scheitern der Diplomatie. In der UN-Charta gibt es ein „Nichtangriffsgebot“, dass Israel nie respektiert hat. Mehr als ein Jahr hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die USA zu dem Angriff auf den Iran gedrängt. In der ersten Trump-Amtszeit konnte Israel erfolgreich durchsetzen, dass die USA 2018 aus dem lange verhandelten Atomabkommen mit dem Iran (JCPOA) ausstiegen.

Wiederholt hatte Israel die Verhandlungen torpediert und verurteilt. Netanjahu kritisierte nicht nur die Verhandlungen über das israelische Atomprogramm, er wollte auch die Agenda möglicher Verhandlungen bestimmen. Dazu gehörten neben dem Atomprogramm die Einstellung des iranischen Raketenprogramms sowie ein Ende der iranischen Kooperation mit regionalen Verbündeten. Bei dem aktuellen Angriff handelt es sich um das zweite Mal, dass Iran aus bilateralen Verhandlungen mit den USA heraus angegriffen wurde.

Die Frage, warum die USA sich dem Krieg angeschlossen haben, wird vielfältig beantwortet. Das oder zumindest ein Ziel ist, die komplette Kontrolle über Westasien zu erlangen. Das iranische Atomprogramm ist ein Vorwand, zumal es bereits beim Angriff im Juni 2025 hieß, man habe sämtliche Kapazitäten des Iran, Atomwaffen zu entwickeln, zerstört. Der Iran hat unter dem obersten Revolutionsführer Ali Khamenei immer betont, keine Atomwaffen anzustreben. Die Urananreicherung sei ein Recht des Iran, zumal das Land den Nichtverbreitungspakt unterschrieben und seitens der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auf Druck der USA und der israelischen Partner Deutschland, Frankreich und Großbritannien (E3) intensive Überwachung und Kontrollen durchgeführt wurden. Das unterscheidet den Iran vollständig von Israel, der einzigen Atommacht in der Region. Israel schweigt über sein Atomwaffenprogramm, dementiert aber nicht, Atomwaffen zu haben.

Israel will sich zu einem „Groß-Israel“ auf ein Gebiet ausweiten, das mit dem Kerngebiet eines „Größeren Mittleren Ostens“ übereinstimmen soll. Als „jüdischer Staat“ sei man „auserwählt“, über den anderen Völkern der Region zu stehen. Die EU-Kommission und europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien bewaffnen und finanzieren Israel und dessen Armee, um „die Drecksarbeit zu erledigen“. Der Plan, Westasien unter westlich-israelische Kontrolle zu bringen, ist ein Griff nach den Rohstoffen der Region und richtet sich politisch gegen China und Russland, die in Westasien – mit BRICS und dem neuen Seidenstraßenprojekt – eine erfolgreiche Politik der Kooperation begonnen hatten.

Gemäß der Kriegsregeln

Was vor 20 Jahren weltweit für Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche Tötung von Zivilisten und die absichtliche Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanitäres Recht. Beispiel: Der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak 2003.

Bagdad, 12. Juli 2007. Zwei US-Kampfhubschrauber der Marke Hughes AH-64 ‚Apache‘ flogen an diesem Morgen Angriffe auf eine Gruppe von bis zu zwölf Männern, die eine Straße im Stadtteil Neu-Bagdad, Baghdad al Jedideh, entlangliefen.

Die Soldaten an Bord der Hubschrauber feuerten mit 30-Millimeter-Bordkanonen und töteten die Männer, darunter der Fotograf Namir Nour El Deen und der Fahrer Saeed Chmagh, zwei irakische Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Später sollten die Soldaten sagen, sie hätten die Kameras, die die beiden Journalisten auf der Schulter trugen, für Granatwerfer, eine RPG (rocket-propelled grenade) gehalten. Eine Bordkamera nahm das Geschehen auf. Kommentar der Soldaten: „Diese toten Bastarde. Schön.“

Einer der beiden Mitarbeiter von Reuters überlebte schwer verletzt. Er bewegte sich, versuchte aufzustehen. Die Hubschrauberkamera zeichnete das auf. Kommentar der Soldaten: „Trägt er eine Waffe? Ich habe noch keine gesehen. Hey Leute, seht ihr den Typen, der da am Bordstein entlangkriecht? Ja, ich habe ihn.“

Das Zielkreuz der Hubschrauberkamera schob sich langsam über den Verletzten. Dann hörte man einen der Soldaten sagen: „Wir haben hier einen schwarzen Van, der den Typ einsammelt. Bitte um Erlaubnis, anzugreifen.“

Die Kamera des Hubschraubers schwenkte, und zu sehen ist, wie der Fahrer des Vans versuchte, den Verletzten zu bergen. Ein anderer Mann half ihm, beide trugen den Verletzten zur Seitentür des Fahrzeugs, legten ihn hinein. Zu hören ist die Stimme eines Soldaten: „Ja, Roger, greift an.“ „Verstanden“, sagte ein anderer Soldat.

Gerade, als der Van losfahren wollte, griff der US-Kampfhubschrauber den Wagen an und feuerte 120 Schuss Munition auf das Fahrzeug und auf die zwei Männer, die versuchten, sich nahe einer Mauer in Sicherheit zu bringen. Die Hubschrauberkamera hielt alles fest. Die Soldaten verständigten sich: „Ich habe sie verloren. Ich habe sie. Oh ja, schaut Euch das an. Direkt in die Windschutzscheibe.“

Die Hubschrauberkamera hielt das Bild fest. Der Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters, der gerettet werden sollte, lag leblos am Boden. Der Van war vermutlich durch den Druck der Geschosse rückwärts gegen eine Mauer gedrückt worden. Die beiden Männer lagen tot daneben. Die US-Armee erklärte später, die beiden Hubschrauber hätten eine „Gefahr für die Truppen“ identifiziert, gesichert und sich den „Kriegsregeln entsprechend“ verhalten.

„Collateral Murder“

Whistleblower aus der US-Armee hatten die Aufnahmen Wikileaks zugespielt, veröffentlicht wurde das Video unter dem Titel „Collateral Murder“ (Kollateralmorde), im April 2010, drei Jahre nach dem eigentlichen Vorfall.

Das militärische Vorgehen wurde schon damals als „Doppelschlag“, als Double Tap bezeichnet. Der erste Angriff attackiert dabei das eigentliche Ziel – ein Gebäude, Personen oder eine Personengruppe. Der zweite, zeitlich verzögerte Angriff gilt Ersthelfern, Rettungskräften, hinzugeeilten Angehörigen, möglichen Überlebenden des ersten Angriffs, die helfen wollen. Nach Einschätzung der juristischen Fachzeitschrift Florida Law Review handelt es sich bei Double Taps „wahrscheinlich“ um Kriegsverbrechen, da sie grob gegen das Humanitäre Internationale Recht und die Genfer Konventionen verstoßen. Diese verbieten, Zivilisten, Verwundete oder solche, die nicht mehr kämpfen können, anzugreifen.

Als der Film „Collateral Murder“ 2010 veröffentlicht wurde, war die internationale Öffentlichkeit schockiert über die Brutalität, mit der die US-Soldaten in den US-Kampfhubschraubern wehrlose Menschen angriffen und töteten. Die aufgezeichneten Kommentare zeigten zudem eine tiefe Verachtung für die Opfer und eine Überheblichkeit der US-Soldaten nicht nur gegenüber diesen Opfern, sondern auch gegenüber dem Humanitären Internationalen und dem Kriegsrecht, wonach Zivilisten nicht getötet werden dürfen. Unbekannt blieb, ob die Soldaten davon schon jemals gehört hatten. Keiner wurde angeklagt, keiner wurde verurteilt.

Auch die US-Administration war über die Veröffentlichung schockiert. Nicht wegen des Verhaltens ihrer Soldaten, sondern weil jemand es gewagt hatte, die Kriegsverbrechen, die die US-Armee verübte, in aller Öffentlichkeit anzuprangern. Es war nicht das erste Mal, denn zuvor waren bereits Informationen über das US-Gefangenenlager Guantanamo veröffentlicht worden.

Damals hatte Wikileaks internationale Medienpartner, die die Veröffentlichungen unterstützten und davon profitiert hatten. Auf der Wikileaks-Internetseite finden sich u.a. die Namen von The Washington Post, McClatchy Company, El Pais, The Telegraph, Der Spiegel, Le Monde, Aftonbladet, La Repubblica, L’Espresso. Genannt wird auch Andy Worthington, Journalist und Aktivist, der die „Guantanamo Files“ in einem Buch veröffentlichte, das 2007 von Pluto Press veröffentlicht wurde. Später folgte der Film „Außerhalb des Rechts“, in dem die Geschichten einiger Guantanamo-Gefangenen dokumentiert werden. Worthington setzte sich nicht nur für die Freilassung der Gefangenen, sondern auch für die Schließung des Guantanamo-Gefängnisses ein. Anfang 2025 ließ die US-Regierung noch einmal elf Gefangene frei, die mehr als 20 Jahre ohne Anklage in Guantanamo festgehalten worden waren. Sie wurden an den Oman überstellt. In dem Gefängnis auf der US-Marinebasis Guantanamo Bay werden bis heute noch 15 Gefangene ohne Anklage seit mehr als 20 Jahren festgehalten.

Afghanische Tagebücher

Nach der Veröffentlichung der Guantanamo Files folgte die Veröffentlichung der Afghan War Diaries, im April 2010 folgte „Collateral Murder“. Die US-Regierung war besonders wegen geheimer Unterlagen zu Afghanistan alarmiert und warnte vor weiteren Veröffentlichungen. In deutschen Medien folgten kritische Berichte nach dem Motto: „Wikileaks und Afghanistan – Pressefreiheit oder Kampagne?“

Dann wurde Wikileaks gejagt. Julian Assange als Stimme und Gesicht von Wikileaks wurde mit konstruierten Vorwürfen diffamiert und in Schweden angeklagt, es folgte ein EU-Haftbefehl. Sieben Jahre verbrachte Assange im Exil in der Botschaft von Ecuador in London. Dort sagte man ihm politisches Asyl in Ecuador zu. Die US-Administration forderte seine Auslieferung wegen „Spionage und Geheimnisverrat“. 2019 wurde Assange von der britischen Polizei aus der ecuadorianischen Botschaft verschleppt, nachdem die neue Regierung Ecuadors die Asylzusage zurückgenommen hatte. Assange wurde in das britische Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh gebracht. Wiederholt wurde über das US-Auslieferungsverfahren verhandelt. Das wurde schließlich vom australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese gestoppt, der Julian Assange, einen Staatsbürger Australiens, nach Australien zurückholte.

Im Juni 2024 kam Assange frei. Nach einer Pro-forma-Verhandlung vor einem US-Gericht auf der Insel Saipan im Pazifik konnte er nach Australien zurückkehren. Er hatte sich der Spionage schuldig bekannt mit den Worten, er sei davon ausgegangen, dass seine Arbeit für Wikileaks vom ersten Zusatzartikel der US-Verfassung geschützt gewesen sei, dem Recht auf Meinungsfreiheit. In den NachDenkSeiten hieß es damals, die Freiheit von Assange sei „das Ergebnis des Engagements von Menschen auf der ganzen Welt“.

Die libanesische Tageszeitung Al Akhbar feierte die Freiheit von Julian Assange mit einem ganzseitigen Titelbild und dem Satz: „Einer der besten Wege, Gerechtigkeit zu erreichen, ist es, Ungerechtigkeit aufzudecken.“ Heute muss man allerdings vielen Medien weitgehend Versagen bescheinigen, wenn es um die Aufdeckung von Ungerechtigkeit geht. Die Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak, in Afghanistan, die Menschenrechtsverbrechen an Gefangenen in Guantanamo, die vor 16 Jahren für einen internationalen Aufschrei sorgten, sind heute Routine.

Israel hat die Liste der Kriegsverbrechen noch mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgeweitet. Für den Angriff auf mehr als 3.000 Personen im Libanon, die 2024 bei der gleichzeitigen Explosion von Funksprechgeräten schwer verletzt oder getötet wurden, gab es mancherorts etwas wie Anerkennung für einen „kühnen und einfallsreichen Angriff“. Die Ermordung von politischen Führungspersonen gehört schon lange zum Arsenal israelischer Sonderkommandos. In deutschen Medien wird das inzwischen als „Enthauptungsschlag“ bezeichnet. Der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn erklärte dazu in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, das Völkerrecht dürfe „für gezielte Tötungen im Iran gebrochen werden“. Der Bruch des internationalen Rechts – und das sind „gezielte Tötungen“ – soll offenbar „normalisiert“ werden und im Alltag ankommen.

Der „Doppelschlag“

Sucht man über diese militärische „Taktik“ Informationen im Internet, wird man auf Artikel gelenkt, die von der russischen und der syrischen Armee im Syrienkrieg (seit 2011) berichten. Beide Armeen hätten „Doppelschläge“ gegen die bewaffnete dschihadistische Opposition verübt, heißt es.

Die Autorin erinnert sich allerdings daran, dass diese Taktik von der Nusra Front, damals Al-Qaida-Vertretung in Syrien, eingesetzt wurde. Einer der ersten dieser Angriffe fand in Damaskus im Januar 2012 statt. Damals war die russische Armee gar nicht in Syrien aktiv. Ziel des Anschlags war ein Bus mit Polizei- und Geheimdienstangehörigen im Ortsteil Al Midan, kurz darauf folgte eine zweite Detonation. Ähnlich ein Anschlag auf ein Polizeikrankenhaus außerhalb der Hauptstadt. Als Rettungssanitäter eintrafen, folgte der nächste Anschlag.

Der Gründer und Führer der Nusra Front – Abu Mohamed Al Jolani, heute bekannt als Ahmed al Sharaa – hatte die Taktik offenbar aus dem Irak-Krieg übernommen und nach Syrien gebracht. Im Irak hatte der Islamische Staat im Irak Autobomben per Fernzündung auf Märkten, an Busbahnhöfen, vor Kirchen oder Moscheen explodieren lassen. Fast immer folgte ein zweiter Anschlag, eine zweite Explosion, wenn Menschen herbeieilten, um Verletzten zu helfen.

In Gaza, im Libanon und im Iran gehören diese militärischen „Doppelschläge“ inzwischen zu den alltäglichen Angriffen der israelischen und US-Armee.

25. August 2025, Gaza. Kameras halten einen israelischen Angriff auf das Al Nasser Hospital in Gaza fest. Der erste Angriff tötet einen Journalisten von Reuters. Als Journalisten und Sanitäter kommen, um zu helfen, wird eine zweite Rakete auf die Gruppe gefeuert. Bei diesem „Doppelschlag“ sterben 20 Menschen, darunter fünf Journalisten.

28. Februar 2026, Minab. Zu Beginn des Angriffs auf den Iran wurde Revolutionsführer Ali Khamenei in seinem Wohn- und Amtssitz getötet. Am gleichen Tag wurde im Süden des Iran in der Stadt Minab, Provinz Hormozghan, die Shajar-e Tayyeb Grundschule für Mädchen mit einer US-Tomahawk-Bombe zerstört. 168 Kinder seien getötet worden, hieß es in einem Schreiben des iranischen Justizministers Amin Hosein Rahimi an UNICEF am 11. März 2026. Als Angehörige und Rettungssanitäter helfen wollten, folgte eine zweite Rakete. Über diesen „Doppelschlag“ wurde in deutschen Medien tagelang so berichtet, als handele es sich um eine Propagandameldung der iranischen Führung. Selbst die Bilder der frisch ausgehobenen Gräber und der großen Menschenmenge, die den Särgen folgte, wurden als „Fake“ dargestellt. Seit dem 28. Februar seien bereits 50 Schulen direkt angegriffen worden, hieß es in dem Schreiben an UNICEF. Die Angriffe seien ein „klares Beispiel für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

12. Februar 2026, Beirut. Im Libanon attackiert die israelische Luftwaffe Zelte von Inlandsvertriebenen im Ortsteil Ramle el Baida. Es ist ein Strand an der Beiruter Uferpromenade. Später heißt es, das Ziel sei ein Fahrzeug gewesen. Es war früh am Morgen und noch dunkel, als Dalal, eine von Hunderten Menschen, Essen vorbereitete, das im Ramadan vor Beginn der Morgendämmerung eingenommen wird. Dalal sei nicht der richtige Name, heißt es in dem Bericht der Zeitung The National. Plötzlich bebte der Boden und die Luft füllte sich mit Rauch. Ein Angriff, erinnerte sich die Frau. Sie lief los, um ihre Kinder zu finden, und sah viele Körper auf dem Boden liegen, berichtete sie. „Ein Mann lebte noch, konnte aber nicht aufstehen. Er kroch … Dann gab es einen zweiten Angriff und er wurde getötet. Immer, wenn ich meine Augen schließe, sehe ich ihn vor mir, wie er am Boden kriecht.“ Kinder wurden durch die Wucht des Einschlags in die Luft geschleudert, berichtet Dalal. „Es war so wie das, was wir in Gaza gesehen haben.“ Zwölf Personen wurden getötet, 28 weitere wurden verletzt.


Titelbild: ercanevcimen / Shutterstock


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Militäreinsätze/Kriege


Schlagwörter: 


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=148206


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




[SFiD-News] Iran: Kriegsverbrechen "Doppelschlag"


aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. März 2026, 17:56 Uhr

In einem Artikel vom 24.03. beklagt Karin Leukefeld zurecht, daß die verbrecherische Taktik des "Doppelschlags" mittlerweile scheinbare "Normalität" geworden sei. Gezielt sollen dabei nach einem ersten Angriff auch diejenigen getötet werden, die den ersten Opfern zu Hilfe eilen.


Karin Leukefeld erinnert an jenes Video aus dem Irakkrieg von vor 20 Jahren, das unter dem Namen "Collateral Murder" bekannt wurde. In ihm sehen und hören wir, wie zynisch eine Hubschrauberbesatzung Zivilisten jagt: erst Kameraleute, und dann diejenigen, die einem verletzten Überlebenden des ersten Angriffs helfen wollen. (Auszug aus ihrem Artikel und Link s.u.)

Das gleiche wird nun u.a. gegen die Bevölkerung Gazas und des Iran routinemäßig praktiziert. Menschen sollen für ihre Hilfsbereitschaft sterben. 

Der Jurist, Aktivist und Podcaster Dimitri Lascaris ist seit einer Woche auf Einladung von "Press TV" im Iran und hat in kurzen Abständen Videos veröffentlicht, was er zu sehen und zu hören bekam. Auch von Opfern von "Doppelschlägen".
In seinem derzeit letzten Video lernen wir einen 62-jährigen Bibliothekar in Rente kennen, der, als er nach einem Angriff helfen wollte, schwer verletzt wurde und ein Bein verloren hat.
Und wir lernen einen 26-jährigen jungen Mann kennen, der sichtlich verstört ist, nachdem er beim selben Angriff seinen Vater verloren hat, der ebenfalls helfen wollte, dabei aber getötet wurde. Nun ist plötzlich er zum Ernährer der Familie geworden, da er noch zwei Geschwister im Alter von 10 und 12 Jahren hat.
Der Angriff der USA oder Israels zielte auf ein "Notfallzentrum" (bzw. Erste-Hilfe-Station?) auf einem Campingplatz am Stadtrand von Shiraz.

Das Video ist auf englisch.
Wer die "Komfortmerkmale" von Youtube nicht braucht (Untertitel oder fein einstellbare langsamere Abspielgeschwindigkeit), kann es sich auf "Rumble" ansehen, ohne die Datenkrake Google zu bedienen:
https://rumble.com/v77pc8i-epstein-regime-commits-another-double-tap-war-crime-in-iran.html
(Die beiden Gespräche beginnen ab Minute 17; sie dauern 15 Minuten. Davor werden uns ausführlich die Anlagen des großen Campingplatzes gezeigt, der in dieser Jahreszeit wohl ohne Besucher war.)

Falls es doch "Youtube" sein muß: engagierte Menschen haben seit langem privatsphärefreundlichere Clients hierfür entwickelt.
Für Android-Geräte lautet die Empfehlung "NewPipe":
https://f-droid.org/packages/org.schabi.newpipe/
Andere Geräte:
https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/#youtube
NewPipe arbeitet über "Invidious" - hier wird erklärt, wie:
https://gnulinux.ch/invidious-wie-funktioniert-das-eigentlich

Sucht nach dem Kanal "Reason2Resist with Dimitri Lascaris"; das Video (gestern veröffentlicht) heißt "Epstein Regime Committs Another 'Double Tap' War Crime in Iran".

(Dimitri Lascaris ist auch auf Substack. Das Video ist dort über ein Youtube-Script eingebunden, man würde also bei Google landen:
https://reason2resist.substack.com/p/epstein-regime-commits-another-double )


Unten folgt gleich der Artikel-Auszug von Karin Leukefeld.


(Zusammenstellung: Luise)


***

Karin Leukefeld: "Vom Kollateralschaden zum Doppelschlag – Kriegsverbrechen als Routine"
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148206

(...)

"Was vor 20 Jahren weltweit für Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche Tötung von Zivilisten und die absichtliche Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanitäres Recht. Beispiel: Der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak 2003.

Bagdad, 12. Juli 2007. Zwei US-Kampfhubschrauber der Marke Hughes AH-64 ‚Apache‘ flogen an diesem Morgen Angriffe auf eine Gruppe von bis zu zwölf Männern, die eine Straße im Stadtteil Neu-Bagdad, Baghdad al Jedideh, entlangliefen.

Die Soldaten an Bord der Hubschrauber feuerten mit 30-Millimeter-Bordkanonen und töteten die Männer, darunter der Fotograf Namir Nour El Deen und der Fahrer Saeed Chmagh, zwei irakische Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Später sollten die Soldaten sagen, sie hätten die Kameras, die die beiden Journalisten auf der Schulter trugen, für Granatwerfer, eine RPG (rocket-propelled grenade) gehalten. Eine Bordkamera nahm das Geschehen auf. Kommentar der Soldaten: „Diese toten Bastarde. Schön.“

Einer der beiden Mitarbeiter von Reuters überlebte schwer verletzt. Er bewegte sich, versuchte aufzustehen. Die Hubschrauberkamera zeichnete das auf. Kommentar der Soldaten: „Trägt er eine Waffe? Ich habe noch keine gesehen. Hey Leute, seht ihr den Typen, der da am Bordstein entlangkriecht? Ja, ich habe ihn.“

Das Zielkreuz der Hubschrauberkamera schob sich langsam über den Verletzten. Dann hörte man einen der Soldaten sagen: „Wir haben hier einen schwarzen Van, der den Typ einsammelt. Bitte um Erlaubnis, anzugreifen.“

Die Kamera des Hubschraubers schwenkte, und zu sehen ist, wie der Fahrer des Vans versuchte, den Verletzten zu bergen. Ein anderer Mann half ihm, beide trugen den Verletzten zur Seitentür des Fahrzeugs, legten ihn hinein. Zu hören ist die Stimme eines Soldaten: „Ja, Roger, greift an.“ „Verstanden“, sagte ein anderer Soldat.

Gerade, als der Van losfahren wollte, griff der US-Kampfhubschrauber den Wagen an und feuerte 120 Schuss Munition auf das Fahrzeug und auf die zwei Männer, die versuchten, sich nahe einer Mauer in Sicherheit zu bringen. Die Hubschrauberkamera hielt alles fest. Die Soldaten verständigten sich: „Ich habe sie verloren. Ich habe sie. Oh ja, schaut Euch das an. Direkt in die Windschutzscheibe.“

Die Hubschrauberkamera hielt das Bild fest. Der Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters, der gerettet werden sollte, lag leblos am Boden. Der Van war vermutlich durch den Druck der Geschosse rückwärts gegen eine Mauer gedrückt worden. Die beiden Männer lagen tot daneben. Die US-Armee erklärte später, die beiden Hubschrauber hätten eine „Gefahr für die Truppen“ identifiziert, gesichert und sich den „Kriegsregeln entsprechend“ verhalten.

„Collateral Murder“

Whistleblower aus der US-Armee hatten die Aufnahmen Wikileaks zugespielt, veröffentlicht wurde das Video unter dem Titel „Collateral Murder“ (Kollateralmorde), im April 2010, drei Jahre nach dem eigentlichen Vorfall.

Das militärische Vorgehen wurde schon damals als „Doppelschlag“, als Double Tap bezeichnet. Der erste Angriff attackiert dabei das eigentliche Ziel – ein Gebäude, Personen oder eine Personengruppe. Der zweite, zeitlich verzögerte Angriff gilt Ersthelfern, Rettungskräften, hinzugeeilten Angehörigen, möglichen Überlebenden des ersten Angriffs, die helfen wollen. Nach Einschätzung der juristischen Fachzeitschrift Florida Law Review handelt es sich bei Double Taps „wahrscheinlich“ um Kriegsverbrechen, da sie grob gegen das Humanitäre Internationale Recht und die Genfer Konventionen verstoßen. Diese verbieten, Zivilisten, Verwundete oder solche, die nicht mehr kämpfen können, anzugreifen.

Als der Film „Collateral Murder“ 2010 veröffentlicht wurde, war die internationale Öffentlichkeit schockiert über die Brutalität, mit der die US-Soldaten in den US-Kampfhubschraubern wehrlose Menschen angriffen und töteten. Die aufgezeichneten Kommentare zeigten zudem eine tiefe Verachtung für die Opfer und eine Überheblichkeit der US-Soldaten nicht nur gegenüber diesen Opfern, sondern auch gegenüber dem Humanitären Internationalen und dem Kriegsrecht, wonach Zivilisten nicht getötet werden dürfen. Unbekannt blieb, ob die Soldaten davon schon jemals gehört hatten. Keiner wurde angeklagt, keiner wurde verurteilt."

(...)


------
Allgemeine Liste der Initiative fuer ein Sozialforum in Deutschland

Eintragen: Email (ohne Betreff und Text) senden an die Adresse esf-de-subscribe@lists.riseup.net (Absenderadresse wird in die Liste aufgenommen; zuvor muss aber noch die eigene Zustimmung durch Klick auf den Bestätigungslink in der zugesandten Email von SYMPA erfolgen)


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Die transatlantischen Angriffe auf Ungarn erreichen ihren Höhepunkt

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Ungarns Außenminister Peter Szijjarto und Russlands Außenminister Sergei Lavrov sollen sogar während wichtiger internationaler Sitzungen miteinander telefoniert haben ...
Die transatlantischen Angriffe auf Ungarn erreichen ihren Höhepunkt

28. März 2026 Von: in Medienkritik, Politik, Wirtschaft

(Red.) Am 12. April finden in Ungarn Wahlen statt. Dabei wird entschieden, wer Ungarns künftiger Ministerpräsident wird, ob der bisherige Viktor Orbán oder der Gegenkandidat Péter Magyar. Der tschechische Spezialist für internationale Beziehungen Petr Drulák wirft einen Blick darauf, wie die westliche Presse versucht, auf diese Wahlen Einfluss zu nehmen. (cm)

Bei den Wahlen in Ungarn steht viel auf dem Spiel. Niemand im atlantischen Raum war in den letzten fünfzehn Jahren in der Lage, dem Druck der transatlantischen Strukturen so entschlossen die Stirn zu bieten wie der ungarische Ministerpräsident Orbán. Als die Europäische Kommission gemeinsam mit Deutschland angesichts der Massenmigration im Jahr 2015 eine Politik der offenen Grenzen durchsetzte, errichtete Ungarn an seinen Grenzen einen Zaun. Als die Biden-Regierung 2022 den russischen Angriff auf die Ukraine provozierte, stellte sich Ungarn gegen pauschale Wirtschaftssanktionen und weigerte sich, die politischen Beziehungen zu Russland abzubrechen.

Der ungarische Widerstand ist nicht ideologisch, sondern pragmatisch motiviert. Ungarn lehnt die EU und die NATO nicht als solche ab, wagt es jedoch, sich abzugrenzen, wenn diese Organisationen grundlegende ungarische Interessen bedrohen. Es lehnt deren Ideologie auf der Grundlage des gesunden Menschenverstands ab. Doch ein solches Verhalten ist in diesen Hochburgen der Freiheit und Demokratie unzulässig. Deshalb tun die Tentakel des „Deep State“ verschiedener atlantischer Mächte heute alles, um Orbán vor den Wahlen maximal zu schwächen. Sie wollen seinem innenpolitischen Rivalen, von dem sie bedingungslose Loyalität erwarten, den Weg zur Macht ebnen.

Vor diesem Hintergrund spielt sich der aktuelle Angriff auf Orbáns Außenminister ab. Aus der amerikanischen Tageszeitung Washington Post und ihrem euro-atlantischen Ableger, dem Magazin Politico, haben wir erfahren, dass Peter Szijjártó eine Sicherheitsbedrohung für Europa darstellt. Angeblich ruft er regelmäßig seinen russischen Kollegen Lawrow an, um ihn über den Verlauf der Verhandlungen in Brüssel zu informieren. Andere Vertreter ahnen dies, weshalb sie ihn meiden und bei der Erörterung wichtiger Fragen lieber engere Kooperationsformate ohne Ungarn schaffen. Wir müssen nicht wissen, worüber genau Szijjártó und Lawrow telefonieren, um die offensichtliche Unsinnigkeit dieser Information zu erkennen. Das muss jedoch ihre politische Wirksamkeit keineswegs schmälern. Zudem handelt es sich nicht nur um einen Angriff auf Szijjártó und Ungarn, sondern auf die diplomatische Kommunikation an sich.

Laut Journalisten soll der ungarische Minister diese Indiskretionen während der regelmäßigen Sitzungen des Rates für auswärtige Angelegenheiten begangen haben. Das ist offensichtlicher Unsinn. An diesen Sitzungen habe ich in der Vergangenheit wiederholt teilgenommen. Sie finden so statt, dass sich die Minister der EU-Mitgliedstaaten mit der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik in einem riesigen Raum an einem runden Tisch treffen. Sie sind dort nicht allein: Jeder Minister wird von einer vierköpfigen Delegation begleitet, weitere zehn Anwesende stammen aus dem Brüsseler Diplomatenapparat und weitere Dutzende sind Dolmetscher. An den Sitzungen nehmen also gut über 150 Personen teil, von denen die meisten Handys in der Tasche haben. 

Mit anderen Worten: Diese Treffen sind nicht für den Austausch sensibler Informationen gedacht, das wissen alle, und alle verhalten sich entsprechend. Niemand zweifelt daran, dass die russischen, amerikanischen, chinesischen und anderen Geheimdienste eine absolut genaue Aufzeichnung von allem erhalten, was bei diesen Sitzungen gesagt wird. Diese Aufzeichnungen legen sie ihren Politikern dann meist gar nicht vor. Nicht, um Informationen und Quellen zu schützen – was die Dienste sonst tun –, sondern weil in den Protokollen nichts steht, was ein Politiker nicht auch in der Zeitung lesen könnte. Die Sitzungen bestehen aus dem Vorlesen vorab vorbereiteter Standpunkte; wenn die Minister irgendwie aufeinander reagieren, ist das eine angenehme Abwechslung. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Die Vorstellung, dass Russland geheime Informationen aus Brüssel erhält, indem ein ungarischer Minister seinen russischen Kollegen während einer Ratssitzung anruft, ist absurd. Die Krönung dieser Absurdität liefern dann Leute, die sich Journalisten nennen, vom Magazin Politico. Aufgrund von Informationen aus mehreren anonymen Brüsseler Quellen erklären sie, dass das Misstrauen gegenüber Ungarn die europäischen Vertreter dazu veranlasst, vertrauliche Verhandlungen in engere Formate wie E3, E4, E7, E8, das Weimarer Dreieck, NB8 oder JEF zu verlagern. Wollen sie damit sagen, dass sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien nicht im „Großen Dreier“ oder die beiden erstgenannten Länder mit Polen in jenem Dreieck treffen würden, wenn Ungarn loyaler wäre, oder dass sie Ungarn sogar dazu hinzuziehen würden? Oder dass es keine regelmäßigen Treffen der nordisch-baltischen Acht oder der JEF-Zehn geben würde, die bei gemeinsamen Militärmissionen zusammenarbeiten? Diese Formate funktionieren unabhängig von Ungarn und drücken entweder regionale oder großmachtpolitische Ambitionen aus.

Bislang gibt es zwei echte Skandale um den ungarischen Minister: Jemand hört sein Handy ab und leitet die Informationen an Journalisten weiter, um die Wahlen zu beeinflussen. Mit dem Abhören selbst muss eine Person in seiner Position rechnen, der wahrscheinlichste Täter dürfte ein „verbündeter“ Geheimdienst sein. Schwer zu sagen, ob britisch, amerikanisch, polnisch oder ein anderer; Ungarn liegt verschiedenen Tentakeln des transatlantischen Deep State im Magen. Ein Angriff auf Szijjártó im Vorfeld der Wahlen könnte wirksam sein. Bei einem knappen Vorsprung der Konkurrenten könnte dies bei uninformierten Wählern den Ausschlag geben. 

Es ist nicht auszuschließen, dass gerade Polen in dieser Affäre eine bedeutende Rolle spielt. Der polnische Ministerpräsident Tusk und sein Außenminister Sikorski gehören zu den schärfsten Kritikern Ungarns. Und sie reagierten auf den Skandal sofort mit einer öffentlichen Verurteilung nicht nur von Szijjártó, sondern der Orbán-Politiker insgesamt. Mit dieser Politik grenzen sie sich von Mitteleuropa ab, in der Hoffnung, ihrem Land damit eine Großmachtstellung zu verschaffen. Polen hegt von Zeit zu Zeit ähnliche Ambitionen, die ausnahmslos in einer Katastrophe enden. Minister Sikorski und seine Frau Anne Applebaum, ehemalige Kolumnistin der Washington Post, handeln jedoch möglicherweise auch aus ideologischer Überzeugung. Sie gehören zu den Stars der neokonservativen Internationale, die heute durch den Hass auf Russland zusammengehalten wird. In den Augen solcher Menschen ist Orbán ein Handlanger des Teufels.

Fragen wirft auch die amerikanische Spur auf. Die Washington Post ist seit langem das Sprachrohr des amerikanischen Deep State. Sie arbeitet regelmäßig mit gesteuertem Informationsfluss der amerikanischen Geheimdienste, doch würden ihre Redakteure europäischen Quellen wohl kaum Glauben schenken, wenn deren Zuverlässigkeit nicht von Informanten jenseits des Atlantiks bestätigt würde. Auch dazu hätte es kommen können, ungeachtet der Tatsache, dass Trump Orbán unterstützt. Schließlich handeln die amerikanischen Geheimdienste nicht unbedingt im Interesse ihres Präsidenten, das ist nichts Neues. Wenn Trump es schaffen würde, zu Hause Ordnung zu schaffen, würde das Orbán mehr nützen als die geplante Wahlkampfreise von Vizepräsident Vance nach Ungarn.

Der Angriff auf den ungarischen Minister geht jedoch über die Grenzen Ungarns hinaus. Die Drahtzieher des Skandals haben die diplomatische Kommunikation als solche angegriffen. Ihr grundlegendes Merkmal ist die Vertraulichkeit. Sie ermöglicht es einem Diplomaten unter anderem, seinem Partner Informationen mitzuteilen, zu denen er sich öffentlich nicht bekennen kann, da sie entweder ihn selbst oder Dritte in eine schwierige Lage bringen würden. Gerade durch den Austausch solcher Informationen entstehen Bande des gegenseitigen Vertrauens, die es unter günstigen Umständen ermöglichen, strittige Fragen durch Verhandlungen und nicht mit Gewalt zu lösen. Ohne Vertraulichkeit gibt es kein Vertrauen und somit auch keine Diplomatie. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Der Skandal kann nicht gut ausgehen. Entweder tauchen keine neuen Informationen auf und es bleibt bei den geäußerten Verdächtigungen, die in den Medien prompt von Stimmen aus Brüssel, Warschau oder Vilnius unterstützt wurden und die durch die Fürsorge der Skandalverursacher und ihrer Helfer weiterleben werden.

Oder es kommt zur Veröffentlichung von Inhalten, die naturgemäß für die Beteiligten belastend sind, so wie es bei vertraulichen Gesprächen anderer Vertreter der Fall wäre. Dann handelt es sich um eine Bestrafung der Diplomatie. Für ein Handwerk, das der Westen in den letzten Jahrzehnten verzweifelt nicht beherrscht und in dem Orbáns Ungarn besser abschneidet als jeder andere in Europa.

(Red.) Zum Originalartikel von Petr Drulak in tschechischer Sprache.



Info: https://globalbridge.ch/die-transatlantischen-angriffe-auf-ungarn-erreichen-ihren-hoehepunkt/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Zitat: Niemand im atlantischen Raum war in den letzten fünfzehn Jahren in der Lage, dem Druck der transatlantischen Strukturen so entschlossen die Stirn zu bieten wie der ungarische Ministerpräsident Orbán. Zitatende und Zitat: Deshalb tun die Tentakel des „Deep State“ verschiedener atlantischer Mächte heute alles, um Orbán vor den Wahlen maximal zu schwächen. Zitatende

Was ist aber wenn Viktor Orbán, auch im Dienste der Transatlantiker, deren zersetzende und rechte Politik bereits erfolgreich in die EU-Strukturen hineinträgt?  Hierfür soll er bereits weitreichende rechte Netzwerke aufgebaut haben bzw. pflegen, wie in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG vom 22. März 2026, Seite 2, unter der Überschrift, "Orbáns weites Netz -  Wie der ungarische Ministerpräsident sein kleines Land zu einem internationalen Spieler machte", dokumentiert wird.

29.03.2026

Kiew & Atomwaffen / Selenskij & Naher Osten / Energiekrise & Ukraine

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. März 2026, 13:20 Uhr


RTDE 29.3.2026

Politiker: Atomwaffen in den Händen Kiews würden Bedrohung für gesamte Welt darstellen

Die internationale Gemeinschaft muss verhindern, dass die Ukraine jemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt, erklärt ein russischer Parlamentsabgeordneter. Fall es dazu käme, wäre die globale Sicherheit gefährdet. Das Land werde von Terroristen regiert.

Michail Scheremet vertritt als Abgeordneter in der russischen Staatsduma (dem Unterhaus des Parlaments) die Republik Krim. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti äußerte sich der Politiker zu einer Aussage des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, Kiew wünsche sich Nuklearwaffen als Teil der westlichen Sicherheitsgarantien.

Der Besitz von Atomwaffen bedeute in erster Linie eine Verantwortung, meint Scheremet im Gespräch vom Samstag. Hierbei führt der Duma-Abgeordnete aus:
"Und in den Händen des Terroristen Selenskij werden sie zu einer Bedrohung für die ganze Welt. Der Ukraine das Recht auf Atomwaffen zu gewähren, ist ein inakzeptables Szenario."
Nukleare Waffen in der Hand der Ukraine kämen dem Chaos gleich, betonte Scheremet weiter. Die internationale Gemeinschaft dürfe dies nicht zulassen.

Wie Selenskij erklärte, sollten die westlichen Sicherheitsgarantien für sein Land auch die Übergabe von Atomwaffen umfassen. Darüber berichtet das Nachrichtenportal Strana.ua.
"Alle sagen, die Ukraine werde diesen Krieg nicht gewinnen, weil die Russische Föderation ein Atomstaat sei", meinte Selenskij laut dem Bericht. "Sagen Sie mir also, welche Sicherheitsgarantien sollte die Ukraine Ihrer Meinung nach haben? Die NATO? Nuklearwaffen? Nun, dann muss man uns sagen: 'Wir geben euch die NATO, und wir geben euch Atomwaffen.'" Bislang habe aber niemand das Thema angesprochen, behauptete der ukrainische Präsident.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte zuvor betont, Kiew würde die atomaren Waffen nicht nur politisch instrumentalisieren, sondern auch direkt einsetzen, auch gegen die eigenen Unterstützer.
Russlands Auslandsgeheimdienst (SWR) hatte im Februar berichtet, London und Paris arbeiteten derzeit aktiv daran, der Ukraine eine Atombombe zur Verfügung zu stellen. Dabei wollten Frankreich und Großbritannien alles so gestalten, dass die Ukraine angeblich selbst eine Atombombe entwickeln konnte.


Selenskij will langfristige Beziehungen im Nahen Osten aufbauen

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij strebt stärkere wirtschaftliche und militärische Beziehungen zwischen der Ukraine und Ländern im Nahen Osten an. Dies umfasst gemeinsame Produktion, Zusammenarbeit im Energiesektor, Investitionen und den Austausch von Erfahrungen im Krieg, sagte Selenskij während eines offiziellen Besuchs in Katar. "Einfacher Verkauf interessiert uns nicht."
Die Regierung in Kiew wolle systemische Beziehungen, durch die Einnahmen durch Export erzielt würden und die Ukraine ausreichend Mittel erhalte, "um in die heimische Produktion zu investieren".
In Doha traf sich Selenskij mit dem Emir Tamim bin Hamad Al Thani und dem Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani. Dabei ging es auch um die Erhöhung der Sicherheit in beiden Ländern. Beide Seiten vereinbarten eine Partnerschaft im Verteidigungssektor für mindestens zehn Jahre. Im Anschluss an das Treffen zwischen den Staatschefs wurde ein Abkommen über gemeinsame Projekte in der Rüstungsindustrie unterzeichnet.


Energiekrise verdrängt Ukraine: Geht dem Westen das Geld aus?
Steigende Energiepreise infolge der Nahostlage könnten dem Westen die finanziellen Spielräume für die Unterstützung Kiews entziehen, sagt der russische Außenamts Sonderbeauftragte Rodion Miroschnik. Der Ukraine Konflikt rücke durch die Iran Entwicklung aus dem Fokus, während Europa unter Druck gerate, Mittel eher für eigene Energieversorgung als für den Krieg einzusetzen. Gleichzeitig nutzten westliche Staaten die Ukraine weiter strategisch als politisches und militärisches Instrument sowie für PR Zwecke, was aus russischer Sicht Verhandlungen erschwere. Moskau setze daher verstärkt auf internationale Foren wie die UN, um seine Position gegenüber dem globalen Süden zu vermitteln.


Siehe Video: https://rumble.com/v77qvxe-energiekrise-verdrngt-ukraine-geht-dem-westen-das-geld-aus.html

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Wilkerson / Escobar / Marandi

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. März 2026, 13:20 Uhr


Lawrence Wilkerson: 
Wird Israel verschwinden – und zum Atomschlag greifen?
Lawrence Wilkerson ist ein pensionierter Oberst der US-Armee und ehemaliger Stabschef des US-Außenministers. Oberst Wilkerson erläutert, warum ein Krieg gegen den Iran Israel zerstören könnte und welche Folgen es hätte, wenn der Iran eine nukleare Abschreckung entwickelt.

Siehe im Video: https://www.youtube.com/watch?v=iNGbex6FYwM

Pepe Escobar: Iran bombardiert Israel & Golf – 
Trumps Invasion bricht zusammen
Pepe Escobar ist in der Sendung zu Gast, um Irans schockierende Reaktion auf Trump zu analysieren, der nun durch verzweifelte Eskalation einen Ausweg sucht, der in eine umfassende Katastrophe münden könnte. Iran hat Trumps Bluff aufgedeckt, und wir analysieren, was Sie wissen müssen, um den Nebel des Krieges zu durchdringen.

Siehe im Video: https://www.youtube.com/watch?v=4ZHFtas18_M

Mohammad Marandi
Iran ZERSTÖRT saudischen Luftwaffenstützpunkt – Riesiger Schlag! 
Mohammad Marandi meldet sich aus dem Iran, um auf die massive Vergeltung gegen US-Stützpunkte in Saudi-Arabien und Kuwait zu reagieren, während die Angriffe auf Teherans Infrastruktur in einen offenen Krieg übergehen.

Siehe im Video: https://www.youtube.com/watch?v=wOPSIyf2RGc

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Jaques Baud: Porträt und Gespräch

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. März 2026, 13:37 Uhr


Jacques Baud – ein Schweizer Patriot
Porträt eines Mannes der seinem Land und dem Frieden dient

Film von Patrik Baab
Siehe:
https://www.youtube.com/watch?v=11hNvX4mBm0


Warum Jacques Baud sanktioniert wurde –
Ein Gespräch über Krieg, Kritik und Europa
Kann ein Mensch in Europa ohne Gerichtsurteil alle Rechte verlieren?

Siehe im Video: https://www.youtube.com/watch?v=6XWiqrMGZaY

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

"Was Israel in der nächsten Kriegsrunde erwartet, ist beängstigend"

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. März 2026, 11:23 Uhr


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff:"Was Israel in der nächsten Kriegsrunde erwartet, ist beängstigend"
Datum:Sat, 28 Mar 2026 19:58:16 +0000
Von:Martin J.Leo 

https://conflictsforum.substack.com/p/what-awaits-israel-in-the-next-round?utm_medium=android&triedRedirect=true
 Autom. Übersetzung

„Was Israel in der nächsten Kriegsrunde erwartet, ist beängstigend.“

Eine Zusammenstellung des Conflicts Forum konzentrierte sich auf die Auswirkungen des Krieges auf das gesellschaftliche Gefüge Israels und basierte auf Beiträgen israelischer Kommentatoren, die überwiegend auf Hebräisch schreiben (28. März 2026).

Diese Zusammenstellungen basieren auf Analysen und Kommentaren israelischer Politik- und Sicherheitsexperten in der hebräischen Presse – da hebräischsprachige Berichte oft einen anderen Einblick in den israelischen Innendiskurs bieten. Zur besseren Verständlichkeit wurden kleinere Bearbeitungen vorgenommen.

STRATEGISCHE ENTWICKLUNGEN; FOLGEBEOBACHTUNGEN —

Der ehemalige IDF-Ombudsmann General Yitzhak Brik: „Was Israel in der nächsten Runde [des Krieges] erwartet, ist beängstigend“ – „Israel ist strategisch nicht auf einen Mehrfrontenkrieg vorbereitet, der unsere Existenz bedrohen wird“ Ma'ariv ):

Jahrelang habe ich als Vorbote der Krise gedient … Ich stehe nun hier, während sich die Wolken des regionalen Krieges verdunkeln. Meine Appelle zur strategischen Selbstreflexion stoßen immer wieder auf dieselbe undurchdringliche Mauer: Eine Öffentlichkeit, die den Kopf in den Sand steckt, fürchtet die Wahrheit und folgt stattdessen den institutionalisierten Lügen der politischen, militärischen und medialen Eliten. Dieses Volk lebt im Augenblick, weigert sich, den Blick in die Zukunft zu richten, und bezahlt dafür mit Blut. Nach dem verheerenden Scheitern vom 7. Oktober schien etwas in der israelischen Arroganz geknackt zu sein. Dieselben Kritiker, die mich in den Jahren vor der Katastrophe verfolgt hatten, weil ich es gewagt hatte, auf die mangelnde Vorbereitung der israelischen Streitkräfte hinzuweisen, kamen nun und baten um Vergebung. Plötzlich wurde mein „Mut“ gepriesen. Doch das nationale Gedächtnis erwies sich als erschreckend kurz … Ich weigere mich erneut, an der Partei der Illusionen teilzunehmen. Weil ich immer wieder beklage, dass die Bodentruppen bis auf die Knochen ausgelaugt sind und der Staat Israel strategisch nicht auf einen Krieg an mehreren Schauplätzen gleichzeitig vorbereitet ist, der unsere Existenz bedrohen würde ...

Die DNA der Katastrophe: Dieses Verhalten ist kein Zufall; es ist in unserer Geschichte verankert. Es ist dasselbe Handlungsmuster, das zur Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels führte. Es ist dieselbe verbrecherische Gleichgültigkeit, die Jabotinsky am Vorabend des Holocaust begegnete, als er die Juden Europas anflehte: „Zerstört das Exil, sonst wird das Exil euch zerstören“, und nur Verachtung erntete … der falsche Messias-Ruf der „stärksten Armee der Welt“, der an den Zäunen von Gaza und Libanon scheiterte. Wir sind Gefangene eines Machtkonzepts, das aus operativer Sicht jedoch hohl ist … Netanjahu und die Militärführung … versuchen weiterhin, die Lage mit den Methoden von gestern zu bewältigen, während die Bedrohung von morgen bereits da ist. Die israelischen Streitkräfte (IDF) sind seit Jahrzehnten zugunsten moderner Technologien und einer Luftwaffe demoralisiert, die allein keinen umfassenden Krieg entscheiden kann. Die israelischen und US-amerikanischen Luftstreitkräfte sind nicht in der Lage, das iranische Regime im Alleingang zu überwältigen oder zu stürzen . Das iranische Regime wird mit massiver Unterstützung Russlands und Chinas seine Einsatzfähigkeit wiederherstellen und alles daransetzen, die 400 Kilogramm angereichertes Uran, die es besitzt, in zehn Atombomben umzuwandeln – eine Bedrohung, die für Israel zu groß ist.

Der Weg in den Abgrund: Die wahre Tragödie ist unsere Lernverweigerung. Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie entlarvt nur diejenigen, die sie nicht gelesen haben. Das heutige Israel ist ein Land, das der Taktik verfallen ist und die Strategie vernachlässigt. Wir gewinnen kleine Schlachten, verlieren aber den Kampf ums Überleben … Die israelische Öffentlichkeit muss verstehen: Bequemlichkeit ist der Feind der Vorsorge. Die Illusion, wir könnten weiterhin in einer Tel-Aviv-Blase oder in oberflächlichen politischen Diskussionen leben, während die Erde bebt, ist der sicherste Weg zur Zerstörung des Dritten Tempels. Wenn es uns nicht gelingt, Arroganz durch operative Demut, Lügen durch schmerzhafte Wahrheiten und Selbstgefälligkeit durch realistische Lageeinschätzungen zu ersetzen, werden wir nicht überleben. Ein Land, das nicht in den Spiegel blickt und seine Fehler erkennt, wird am Ende zerbrechen. Die Zeit drängt, und dieses Mal wird es vielleicht niemanden geben, den wir später um Vergebung bitten können. Uns geschah am 7. Oktober ein Wunder, als die Hisbollah beschloss, sich nicht gleichzeitig mit der Hamas dem Angriff im Norden anzuschließen ... Wer auf weitere Wunder setzt, wird am Ende von der Landkarte verschwinden.

Generalstabschef der israelischen Streitkräfte: „Die israelischen Streitkräfte werden implodieren; in kurzer Zeit werden die israelischen Streitkräfte nicht mehr für ihre Routineeinsätze bereit sein.“

Kanal 13: Der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte erklärte dem Sicherheitskabinett: „Die israelischen Streitkräfte stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Ich möchte Sie auf zehn alarmierende Punkte hinweisen. Die israelischen Streitkräfte benötigen dringend ein Wehrpflichtgesetz, ein Reservegesetz und ein Gesetz zur Verlängerung des obligatorischen Wehrdienstes. In Kürze werden die israelischen Streitkräfte nicht mehr für ihre regulären Einsätze bereit sein – und das Reservesystem wird nicht bestehen.“

Oppositionsführer Yair Lapid: „Der Generalstabschef warnt vor dem Zusammenbruch der israelischen Streitkräfte, die Regierung ignoriert ihn. Im Falle der nächsten Katastrophe wird die Regierung nicht sagen können: ‚Ich wusste von nichts.‘ Sie trägt die Verantwortung … In der nächsten Regierung … werden wir alle mobilisieren. Die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe wird ein Ende haben.“

Der ehemalige Premierminister Naftali Bennett: „Zamir schreit jetzt das heraus, was ich seit zweieinhalb Jahren sage. Eine Regierung, die von Deri und Goldknopf abhängig ist, kann weder die Sicherheit des Staates Israel gewährleisten noch gewinnen.“

„Die israelischen Streitkräfte brechen zusammen“ – „Der Generalstabschef stand da und hielt den Kabinettsmitgliedern die hässliche Wahrheit ins Gesicht“ Amir Shperling , führender Kommentator der Oppositionsproteste):

Der Stabschef betritt die Kabinettssitzung. Es klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, doch niemand dort denkt daran zu lachen. Er steht da in seiner Uniform und legt einen Stapel Papier auf den Tisch …: „Wir brechen zusammen.“ Keine Metaphern, keine bearbeiteten Videos mit dem Untertitel „Sieg für Generationen“ – nur die ernüchternde Realität einer Armee, der die Luft, die Ersatzteile und vor allem die Soldaten ausgegangen sind. Die Minister blicken ihn verständnislos an … Im Studio von Kanal 14 lief gerade eine Diskussionsrunde, die selbstsicher erklärte, wie wir alle in die Knie gezwungen haben. Was will er ihnen jetzt mit dieser bitteren Realität erzählen? Sofort bezeichnen sie ihn als Kaplanisten, als schwach, als Defätisten … Sie schreiben bereits sein Entlassungsschreiben.

Aber die Wahrheit ist … sie sind wütend auf ihn, weil er ihnen gerade das Alibi für den nächsten Fehler zunichtegemacht hat. Sie wissen genau, dass dieses Fahrzeug ungebremst auf eine Wand zurast. Und wenn die Katastrophe kommt – und sie wird kommen –, werden Netanjahu und die Regierung das tun müssen, was sie jahrelang vor dem Spiegel geübt haben: einen Sündenbock finden … „Die Militärführung hat es vertuscht“, „Wir wurden überrascht“ – aber wenn der Generalstabschef da steht und ihnen die bittere Wahrheit direkt ins Gesicht schleudert … sabotiert er im Grunde ihre Ausrede. Er bürdet ihnen die Verantwortung auf. Und für diese Regierung ist es die größte Angst, mit der eigenen Verantwortung allein gelassen zu werden. Weitaus beängstigender als jeder Feind.

„Weiße Nächte in der Knesset, während die Regierung den Krieg ausnutzt; Plünderungen und die Verabschiedung kontroverser Themen unter dem Deckmantel von Alarmen und Raketen“ (Ben Caspit, Ma'ariv , 24. März):

Eine weiße Nacht ist in der israelischen Knesset zu Ende gegangen … Die schreckliche Regierung, die den Staat Israel an sich gerissen hat, nutzt den furchtbaren Krieg aus, um weiter zu plündern, den Putsch fortzusetzen und unter dem Deckmantel von Alarm und Raketen all die kontroversen Themen durchzudrücken, die die israelische Gesellschaft zerreißen und uns an den Rand des Abgrunds führen. Die Koalition aus Interessengruppen, Minderheiten und Postzionisten tut dies … weil sie schamlos und hemmungslos ist und weil sie es kann. Und weil wir nicht mehr protestieren können. Wir sind nach einem langen Krieg erschöpft, wir wollen nicht mehr während des Krieges demonstrieren und protestieren, wir sind in Reserve, unsere Unternehmen brechen zusammen, unsere Nächte sind weiß und unsere gewählten Vertreter werden ausgeraubt …

Die Liste der Dinge, die während eines Krieges erlaubt und verboten sind: Die Liste der Dinge, die während eines Krieges verboten sind, ist laut den vierzig Banditen, die in der Regierung dienen, vielfältig: Man darf keinen staatlichen Untersuchungsausschuss einsetzen. Man darf keine Wahlen abhalten. Man darf die Haredim nicht mobilisieren. Man darf nicht die Taschen öffnen und Kleinunternehmern, Selbstständigen und Reservisten wirklich helfen. Und was ist [während eines Krieges] möglich? Wir können die Plünderungen wie gewohnt fortsetzen, wir können den Staatsstreich wie gewohnt fortsetzen. Nachts arbeiteten sie wie verrückt in der Knesset. Ein Gesetz zur drastischen Ausweitung der Befugnisse der Rabbinatsgerichte. Ein Gesetz zur Aufteilung und Schwächung der Rolle des Generalstaatsanwalts. [Ein] nordkoreanisches Kommunikationsgesetz. Ein Gesetz über den nationalen Dienst für die Haredim anstelle des Militärdienstes ... Und noch ein Gesetz, haltet euch fest: weitreichende Steuervorteile für alle Einwohner von Judäa und Samaria. Dieses Gesetz über Steuervorteile bedarf einer genaueren Erläuterung … Smotrich [arbeitete daran, seine] Zielgruppe (die Bewohner Judäas und Samarias) von Steuern zu befreien. Warum gerade sie und die anderen Bewohner der Konfrontationslinie? Einfach so. Weil wir es können, deshalb. Es ist vordergründig eine politische Bestechung. Aber niemand regt sich auf, denn wir leben inmitten einer riesigen Bestechung, die immer weiter fließt, denn erst vor einer halben Stunde wurden fünf Milliarden Schekel in „Koalitionsfonds“ überwiesen und unmittelbar danach im Schutze der Nacht weitere Milliarden gestohlen, die als Sonderreserve für den Krieg vorgesehen waren, aber jeglicher Regulierung entzogen wurden, damit die Smotrichs, die Deris und die Goldknopfs sie nach Belieben unter sich aufteilen konnten … Eines ist sicher: Mit den fünf Milliarden Schekeln aus Koalitionsfonds hätte man etwa 750 Arrow-3-Abfangjäger produzieren können, die teuersten in unserem Arsenal …

„Wir befinden uns seit zweieinhalb Jahren in einem Inferno“ – „Düstere Realitäten“ an der libanesischen Grenze; ​​Kiryat Shmona, „die erste israelische Stadt, die zusammenbrach“ (Ben Caspit, Ma'ariv )

Der Bürgermeister von Kiryat Shmona, Avichai Stern, und der Vorsitzende des Margaliot Moshav, Eitan Davidi. Zwei überzeugte Rechte, zwei regionale Führungskräfte, die für die Sicherheit und das Wohlergehen von Israelis zweiter, vielleicht sogar dritter Klasse verantwortlich sind. Zwei, die diese Woche in Monologen gefilmt wurden, die aus tiefstem Herzen, aus den Eingeweiden, aus der Hölle sprachen. Stern sprach auf einer Versammlung von Bürgermeistern und Gemeinderäten in Anwesenheit von Vertretern der wohl promiskuitivsten Regierung in der israelischen Geschichte … Er ist ein eher zurückhaltender Mensch. Die Partei, der er einst angehörte (Likud), boykottiert ihn … grenzt ihn aus und demütigt ihn, nur weil er es gewagt hat, eine enge Vertraute von Frau Netanjahu herauszufordern. Er geht mit dem Konflikt tolerant um, versucht, die Beleidigungen nicht zu übertreiben, wohl wissend, dass er, wenn er es übertreibt, untergehen wird … Diese Woche verlor er die Fassung. Und das völlig zu Recht. Fast fünf Minuten lang schreit er aus voller Kehle und mit ganzer Seele … Das Video ging im Internet viral. Hier der Text:

„Wir haben eine Stadt im Staat Israel verloren. Das ist das erste Mal, dass eine Stadt im Staat Israel evakuiert wird. Heute leben 10.000 Menschen in Kiryat Shmona. Erwarten Sie, dass sie noch einen Monat in dieser trostlosen Realität ausharren? Glauben Sie, sie werden hierbleiben??? In einem Monat werden nur noch zehn Menschen hier sein, nur diejenigen, die nicht weg können. Und Sie wollen mir erzählen, dass eine Evakuierung ein Sieg für die Hisbollah wäre? Leute, die Hisbollah wird am Ende gewinnen, egal was passiert. Ihr Sieg wird sein, dass es keine Stadt mehr im Staat Israel gibt. Nicht, ob evakuiert wird oder nicht. Ich habe 4.700 Wohnungen ohne Standardschutz oder überhaupt ohne Schutz. Was soll das für ein Sieg sein??? Sie haben sich bisher nicht um den Schutz gekümmert, also schützen Sie sie jetzt endlich. Können Sie sie nicht aus der Gefahr bringen? Man schickt doch keinen Soldaten ohne Helm in den Kampf, oder? Warum stellt man einen Zivilisten ohne Schutzschild an die Front? Das ist das Mindeste ... um uns Sicherheit zu gewährleisten.“ Gescheitert!! … So leben unsere Einwohner. Weiß irgendjemand von Ihnen, was ein Raketenangriff ist? Wie soll der Mann, der letzte Woche im Alter von 80 Jahren im dritten Stock von einer Rakete getroffen wurde, mit Kindern, Behinderten und Alten zu Hause in zehn Sekunden einen Schutzraum erreichen? Wie soll der arme Busfahrer den Bus anhalten, die Fahrgäste aussteigen lassen und sich in Sicherheit bringen? … Wäre dieser Bus voll besetzt gewesen, hätte es hier ein Massenanfall von Verletzten gegeben, ohne dass medizinische Hilfe zur Verfügung gestanden hätte … Sagen Sie mal, sind Sie normal??? … Was für Bürger sind wir??? Muss ich die Hisbollah um einen Waffenstillstand bitten, damit ich sie per Hubschrauber evakuieren kann? Soll ich mit der Hisbollah reden statt mit meinem Land?

„Auf dem Höhepunkt dieser Unverfrorenheit behaupten sie immer noch, Kiryat Shmona habe Geld erhalten und gebe es nicht aus … Welches Geld ist denn bei mir angekommen??? … Es gibt kein Geld. 25 % meiner Einwohner leben heute von Sozialhilfe. Jeder vierte Bürger ist auf Sozialhilfe angewiesen, verstehen Sie das? Das ist die heutige Bevölkerungszahl der Stadt. 28 % der Schüler der Klassen 1 bis 8 können nicht lesen und schreiben! … Ich habe seit zwei Jahren Schlaglöcher in der Straße und kann sie nicht reparieren, warum??? … Ich habe 400 Schlaglöcher von 400 direkten Treffern in der Stadt. Zwei Jahre später fahren die Menschen immer noch auf diesen Straßen, und Sie wollen … mit ihnen über Widerstandsfähigkeit reden? Widerstandsfähigkeit hat Grenzen … Ich wache jeden Morgen auf und habe das Gefühl, dass der Staat Israel gegen mich kämpft, nicht die Hisbollah oder der Iran – gegen mich!!! … [Wenn wir so weitermachen], wird es kein Kiryat Shmona mehr geben.“

Eitan Davidi brach live im Fernsehen zusammen. Davidi ist ein harter Mann. Er lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Doch seine Stärke reichte nicht aus. Seine Schreie waren in jedem Haus zu hören. Irgendwann brach er einfach in Tränen aus. Die Tränen strömten unaufhaltsam aus seinen Augen. „Ihr habt Kiryat Shmona zerstört, ihr habt die Siedlungen entlang des Zauns zerstört, ihr habt alles zerstört!!! … Wie viele Runden noch???“, schrie er. „Wir kämpfen für unsere Häuser!!! Wir tun hier alles, was wir können. Aber wir haben kein Land hinter uns. Um Erfolg zu haben, braucht man ein Land, man kann es nicht allein schaffen … Was tust du, Herr der Welt, was tust du???!!! Entweder sagst du, dass du diese Ereignisse nicht bewältigen kannst und lässt uns frei, oder du tust, was nötig ist … Ich habe überall, wo ich konnte, meine Seele herausgeschrien … und heute haben wir statt einer Hochzeit eine Beerdigung.“

Israel ist in die Hände einer rücksichtslosen, schamlosen und skrupellosen Regierung gefallen. Sie hat sich nun 5 Milliarden Schekel aus „Koalitionsfonds“ unter den Nagel gerissen, während wir seit zweieinhalb Jahren in einem Inferno leben. Mit diesem Geld könnte der gesamte Norden und Süden geschützt werden. Mit diesem Geld könnten fast tausend Arrow-3-Raketen gekauft werden … Netanjahu selbst, einer der größten Paranoiker, die je hier waren, läuft mit einem Schutzraum herum. Er ist echt. Er kam damit in Dimona an und vielleicht auch in Arad … Er fuhr damit auf einem LKW davon … während ein großer Teil der Bevölkerung im Falle eines Alarms nirgendwohin fliehen kann. Zwei Wochen vor dem letzten Angriff auf den Iran erhielt er einen schwerwiegenden Bericht des Staatskontrolleurs, demzufolge Millionen Israelis nicht ausreichend oder gar nicht geschützt sind … [Der Bericht] wurde unterdrückt. Denn Netanjahu ist nur an sich selbst interessiert …

Die jetzige Regierung hat das Verteidigungsbudget für den Norden von einer halben Milliarde Schekel in diesem Jahr auf einhundert Millionen gekürzt. Warum? Weil sie kein Interesse am Norden hat. Auch nicht am Süden. Was interessiert sie also? … Netanjahu will Premierminister bleiben, das Justizsystem zerschlagen, den Prozess absagen und Sara zufriedenstellen – und zwar in umgekehrter Reihenfolge. Smotrich interessiert sich nur für Judäa und Samaria. Die Haredim wollen nicht eingezogen werden und weiterhin Milliarden anhäufen. Eine Koalition der Vernichtung verkommener Menschen.

Netanjahus Antrag auf Aufhebung des Prozessverfahrens tritt in die entscheidendste Phase ein; die Begnadigungsabteilung des Justizministeriums lehnt den Antrag ab (Anna Barsky, Ma'ariv ):

Minister Amichai Eliyahu unterbreitete Präsident Herzog eine positive Empfehlung zur Begnadigung Netanjahus, die im völligen Widerspruch zur Position der Fachspitze steht. … Praktisch bedeutet dies, dass Netanjahus Begnadigungsgesuch für das Präsidialamt in die entscheidendste Phase eingetreten ist. … Offiziell bekannt ist die Position der Fachspitze im Justizministerium, wonach die Begnadigungsabteilung das Gesuch ablehnt. Laut dieser Stellungnahme ist Netanjahus Gesuch „präzedenzfallhaft und äußerst ungewöhnlich“, und es sei schwierig, dem Präsidenten zu empfehlen, von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch zu machen und das Strafverfahren gegen ihn einzustellen, noch bevor eine gerichtliche Entscheidung vorliegt. Dieselbe Stellungnahme betonte auch, dass Netanjahu die Straftaten nicht gestanden und keine Reue gezeigt habe – zwei Aspekte, die in der gängigen Praxis der Begnadigungsinstitution als besonders gewichtig gelten. … Herzog muss noch keine endgültige Entscheidung treffen, doch der Kreis um ihn schließt sich. Sofern keine außergewöhnlichen Maßnahmen erforderlich sind, wird der nächste Schritt der Präsident selbst sein … Sollte Herzog dem Antrag letztendlich stattgeben, muss er erklären, wie dies mit dem noch laufenden Verfahren und der angekündigten fachlichen Opposition vereinbar ist. Lehnt er den Antrag ab, ist mit einem politischen Angriff von Netanjahu und seinen Anhängern zu rechnen, die ihm vorwerfen werden, eine Chance verpasst zu haben, einen Fall abzuschließen, der das öffentliche System seit Jahren erschüttert. In jedem Fall wird die Entscheidung – wenn sie denn fällt – nicht nur als persönliche Entscheidung Netanjahus wahrgenommen werden, sondern als prinzipielle Position zu Fragen der Rechtsstaatlichkeit, des Verhältnisses zwischen den Behörden und des Status des Präsidentenamtes in einem der brisantesten Momente der israelischen Politik der letzten Jahre.

 

Ben Caspit : „Tausende gewalttätige Siedler, die von den Behörden eine ‚Lizenz zum Töten‘ erhalten haben, streben nach Chaos und dem Krieg von Gog und Magog.“

Früher kamen sie mitten in der Nacht. Heimlich schlichen sie sich ein. Streng nach außen hin hielten sie sich strikt an die Regeln. Sie hinterließen keine Spuren, machten keine Aufsehen, verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren, unmittelbar nachdem sie einen Molotowcocktail in ein Haus in einem Dorf geworfen, ein Auto angezündet oder ihren Zorn in einem Olivenhain ausgelassen hatten. Heute ist alles anders. Sie kommen in großen, organisierten Gruppen, manchmal Dutzende maskierte Personen. Sie verstecken sich nicht, flüstern nicht, sondern schreien. Sie kommen groß und aufrecht, mit Knüppeln und anderen Waffen, wie lizenzierte Randalierer, unverblümt, autoritär und selbstsicher. Sie kommen, brennen, zerstören, zerschlagen, manchmal sogar Schädel – nicht nur die von Arabern – und machen Fotos. Dann werden diese Videos [ siehe Beispiel hier ] mit fröhlicher Hintergrundmusik auf ihre Kanäle hochgeladen …

Sie prahlen mit Aufständen, Brandstiftungen, Prügeleien und Plünderungen. Sie begehen alles trotzig, als hätten sie von den Behörden eine Art „Lizenz zum Töten“. In Wahrheit besitzen sie diese Lizenz tatsächlich. Die Behörden sind das zögerliche Militär, die nicht existierende Polizei und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet, der sich in den Bergen verirrt. Irgendwann wird dies eskalieren und unsere Welt auf den Kopf stellen. Die Siedler selbst werden die Hauptlast tragen. Die große Mehrheit der Siedler in Ofra, Efrat, Gush Etzion und Dutzenden anderer Gemeinden, in denen anständige, gesetzestreue und staatsmännische Menschen leben. Wenn das Feuer ausbricht und die gesamte Umwelt vernichtet, werden sie die Ersten sein, die den Preis dafür zahlen. Die Randalierer, deren Zahl von Dutzenden auf Hunderte angewachsen ist und die von Tausenden unterstützt werden, wollen genau das. Sie streben nach Chaos, nach dem Krieg von Gog und Magog, gefolgt von der Sintflut, gefolgt vom Messias und dann dem Bau des Tempels. Was auch immer zuerst eintritt.

Abgesehen von einer Handvoll linker Aktivisten, die in letzter Zeit zu legitimen Zielen brutaler Angriffe geworden sind … kümmert es niemanden. Wir leben zwischen den Alarmen der Splitterraketen, den Angriffen aus dem Libanon und der Lage in Gaza und ahnen nicht, dass uns die wahren Pforten der Hölle in Judäa und Samaria erwarten. Die Videos, die sie selbst verbreiten, sind erschreckend … „Dieses Phänomen“, so eine hochrangige Sicherheitsquelle, „verändert sich gerade vor unseren Augen. Was einst das Gebiet von Dutzenden war, wird nun von Hunderten mit Unterstützung von Tausenden verübt. Dies ist ein entscheidender Wendepunkt, an dem sich zeigen wird, ob wir zum Wilden Westen verkommen, zu einem Staat ohne Recht und Ordnung, oder ob wir Regierungsführung beweisen. Wenn diese Entwicklung nicht sofort gestoppt wird, wird der Niedergang rasant und unumkehrbar sein. Und er wird nicht auf die Berge beschränkt bleiben. Er wird auch Tel Aviv erreichen und sich über die ganze Welt ausbreiten und unsere restliche Legitimität zerstören.“

„Was ist nur aus uns geworden?“; „Sind wir zur verabscheuungswürdigsten Nation geworden?“ – Der Aufruf eines religiös-zionistischen Rabbiners angesichts sadistischer sexueller Gewalt durch Siedler (Judy Maltz, Haaretz ):

Letzte Woche besuchte Rabbi Yehuda Gilad, eine prominente Persönlichkeit der religiös-zionistischen Bewegung, ein palästinensisches Beduinendorf im nördlichen Jordantal, das häufig von Siedlern aus dem Westjordanland angegriffen wird, um die Zeugenaussagen der Opfer eines entsetzlichen Vorfalls zu hören. So tief erschüttert war der Rabbi von dem, was er sah und hörte, dass er auf der Facebook-Seite seiner Jeschiwa schrieb: „Sind wir zum verabscheuungswürdigsten aller Völker geworden?“ Eine Gruppe von 30 bis 40 Siedlern, so Gilad, sei mitten in der Nacht in das Dorf eingedrungen. Sie hätten die Männer gefesselt und brutal geschlagen und anschließend ihre gesamte Herde von 300 Schafen gestohlen. Eines der Opfer habe „mit tiefer Scham“ schreckliche Details des erlittenen körperlichen und sexuellen Missbrauchs geschildert. In der Einleitung zu der Aussage dieses Mannes schrieb Gilad: „… Meine Hände zittern, wenn ich dies über Juden schreibe …“. Die Siedler, so berichtete der Rabbi, hätten die Genitalien des Mannes mit einem Kabelbinder gefesselt und seine Angehörigen gezwungen, zuzusehen. [Rabbi Gilad schrieb:] … „Ich kann nur noch schreien. Ach, was ist nur aus uns geworden?“

IDF gegen jüdische Milizen und jüdischer Terrorismus im Westjordanland (Nahum Barnea, Yedioth Ahoronot ):

Was mit dem Versprechen eines glänzenden, sofortigen Sieges begann, hat sich allmählich zu einem Versprechen eines langen Weges entwickelt … Netanjahu wiederholt immer wieder, wir seien aufgewertet worden: Wir waren eine Regionalmacht und sind nun eine Weltmacht … Ich fürchte weder den Iran noch einen langen Weg. Größenwahnsinnige, narzisstische Führer, die bis zur Erschöpfung nach Ruhm gieren, ängstigen mich. Ich habe kein Vertrauen in ihr Urteilsvermögen … Israel befindet sich derzeit in einem Krieg an vier Fronten … Im Iran, im Libanon und im Gazastreifen ist der Ausgang ungewiss … Die vierte Front, Judäa und Samaria, wird zwar eher im Verborgenen geführt, doch geschieht dort mehr, als die Schlagzeilen berichten. [Letzte Woche] wurde der Generalstabschef dorthin einbestellt – ein ungewöhnliches Ereignis mitten im Krieg. Auch Netanjahu wurde zu einem nicht-öffentlichen Gespräch mit den Armeekommandeuren der Region einberufen … Wenn ich mich nicht irre, wurden auch Katz und Ben Gvir eingeladen. Der Kern des Konflikts waren die Juden, nicht die Araber: die israelischen Streitkräfte gegen jüdische Milizen. Jüdischer Terrorismus im Westjordanland, die sogenannte Bergjugend – kein neues Phänomen. Die Panik rührt von der Unruhe unter den Kommandeuren vor Ort her. Netanjahu wurde aufgefordert, die Lage zu beruhigen … Offiziere und Soldaten der israelischen Streitkräfte, die im Gazastreifen unermüdlich gekämpft, geschossen, getötet und vertrieben haben, werden in Judäa und Samaria zur Lachnummer. Randalierer in und ohne Uniform bewerfen sie mit Steinen, zünden ihre Fahrzeuge an, bespucken sie, verletzen und töten unbeteiligte Palästinenser – und sie können nichts dagegen tun.

Als Netanjahu die Polizei Ben Gvir, die Zivilverwaltung Smotrich und die Siedlungsverwaltung Minister Strok übergab, war die Eskalation unausweichlich. Die Ernennung von Yisrael Katz zum Verteidigungsminister besiegelte das Schicksal der Kahanistenmilizen: Sie erhielten staatlichen Schutz; die israelischen Streitkräfte und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet wurden ihrer Mittel zur Eindämmung beraubt. Nicht nur die Besatzungsgegner, sondern auch die religiösen Würdenträger hatten die Nase voll. Sie klammern sich an die Behauptung, es handle sich lediglich um einige Hundert Kriminelle, die überwältigende Mehrheit der jüdischen Bevölkerung im Westjordanland lehne jüdischen Terrorismus ab, das Phänomen sei eindämmbar. Diese Behauptung ist nur teilweise richtig. Ihr Problem ist nicht der junge Mann, der sie misshandelt, sondern der Minister, der ihnen Waffen, Geld und eine Anleitung gab. Die Randalierer, die nachts auf die Straße gehen, um die Armee anzugreifen, palästinensische Häuser in Brand zu setzen und Viehherden zu vertreiben, sind überzeugt, im Auftrag des Staates zu handeln. Und sie haben Recht. Fakt ist: Niemand bestraft sie. Der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte reiste ins Einsatzgebiet und unterstützte die Kommandeure. Der Kommandeur schrieb einen Brief an die Anführer der Siedler. Doch sie sind auf sich allein gestellt: [An jenem Wochenende] wurden mehr als zwanzig terroristische Akte gegen Juden verübt … Wer in der Armee auf öffentliche Unterstützung durch den Premierminister und den Verteidigungsminister gehofft hatte, irrte sich.

Ethnische Dämonen — Netanjahus amtierender Stabschef tritt nach Bericht über rassistische Beleidigungen zurück; Sein Vorgänger sieht sich Korruptionsvorwürfen gegenüber (Haaretz):

Laut einem Bericht von Channel 12 äußerte sich Ziv Agmon, der aufgrund von Korruptionsvorwürfen gegen seinen Vorgänger die Position des kommissarischen Stabschefs von Netanjahu übernommen hatte, in vertraulichen Gesprächen abfällig über Mitglieder seiner eigenen Partei. „Es ist nicht gut, dass Marokko für israelische Touristen geöffnet wurde – jetzt wissen wir, woher unsere Marokkaner kommen: aus Afrika. Ein Pavian ist ein Affe“, soll er gesagt haben. „… Was für ein Haufen Paviane. Schade, dass nicht die gesamte Liste reserviert und die Vorwahlen abgesagt werden können“, soll er gesagt haben . Agmon, der als enger Vertrauter von Sara Netanjahu gilt, soll sich auch abfällig über sie geäußert haben. „Die dummen weiblichen Abgeordneten verstehen, dass bei Sara nur Schmeichelei funktioniert …“, soll er gesagt haben. Agmon erklärte, die ihm zugeschriebenen Äußerungen seien vor seiner Ernennung im Büro des Premierministers gefallen und aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er fügte hinzu, er habe sich zum Rücktritt entschlossen, weil die Berichte „spaltende Diskussionen“ über ihn ausgelöst hätten. Vor seiner Rücktrittsankündigung [diese Woche] sagte Agmon: „Ich beabsichtige nicht, heute Abend [Dienstag] auf jede mir zugeschriebene abscheuliche Aussage einzugehen, aber eines kann ich nicht unkommentiert lassen. Jeder, der mich kennt, weiß genau, dass mir die mir zugeschriebenen Worte über die Mizrahi-Gemeinschaften völlig fremd sind – nicht zuletzt, weil ein großer Teil meiner Familie selbst Mizrahi- und marokkanischer Abstammung ist. Mir ist schweres Unrecht widerfahren.“

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Bremer Friedensforum - Newsletter vom 29.03.2026

aus e-mail von Bremer Friedensforum, 29.03.2026, 8:13 Uhr


Auf dem Dach
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27.03.2026
In einem Instagram-Post, der Solidarität mit Aktivisten bekundet, die am Mittwoch das Dach des Rheinmetall-Werks in Berlin besetzten, heißt es: „Das Töten beginnt hier.“ Die Aktion richtete sich gegen die geplante Umstellung des Werks: Statt weiterhin Autoteile zu fertigen, sollen…
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Fabian Scheidler zum Verhältnis EU – USA
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23.03.2026
Ein kurzer Ausschnitt aus der Veranstaltung, die vor ein paar Wochen in Bremen stattfand. Die ganze Veranstaltung können Sie hier sehen: Link Video zum Start bitte anklicken
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Trump will Kuba übernehmen
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19.03.2026
Video zum Start bitte anklicken Es sei eine schöne Insel. Er könne damit machen, was er wolle, zitiert die Tagesschau den US-Präsidenten. Es ist schwer zu entscheiden, was widerlicher ist. Dieser faschistoide US-Präsident, der in seinem Größenwahn sich selbst quasi…
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DGB ruft zu den Ostermärschen auf!
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19.03.2026
Angesichts der von der Regierung vorangetriebenen Kriegstüchtigkeit nehmen die Stellungnahmen gewerkschaftlicher Gliederungen gegen Aufrüstung und Krieg zu. „Der DGB Hessen-Thüringen bleibt antimilitaristisch. Wir setzen uns gegen jede Militarisierung der Gesellschaft ein. Unser Handeln steht im Geiste der Friedensbewegung unter dem…
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Rückblick: Iran Kundgebung
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15.03.2026
Das Video dokumentiert die Reden von Gerhard Baisch (ab Minute 03:00), Birgit Landau (ab Minute 16:00) und Lena (IJV, ab Minute 25:50), verbunden durch Moderationen von Barbara Heller. Download der Rede von Gerhard Baisch (Link) Am 12.3. hatte das Bremer…
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Fabian Scheidler in Bremen –
das Video
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14.03.2026
Fabian Scheidler („Friedenstüchtig – Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“) war kürzlich auf Einladung der Bremer Friedensforums, von Diem25 und weiterer Unterstützer in Bremen. Der Abend wurde aufgezeichnet (Danke an Anne Frisius!) und kann nun hier nacherlebt…

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29.03.2026

Je größer die Erleuchtung, um so größer auch der Dachschaden

frei zitiert n. Karlheinz Deschner


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29.03.2026

Epic Fury is an Epic Failure 

„Epic Fury“ ist ein epischer Reinfall


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29.03.2026

[Mitwirkende KoopFrieden] Andreas Zumach: "Der Nahe Osten/Westasien brennt!" Zoomvortrag am Sonntag (!) 29.3.26 von 11 bis 12.30 Uhr (politischer Frühschoppen - geht auch mit Kaffee!)

aus e-mail von Bernd Meves, vom 28. März 2026, 19:48 Uhr


Betreff: [Mitwirkende KoopFrieden] Andreas Zumach: "Der Nahe Osten/Westasien brennt!" Zoomvortrag am Sonntag (!) 29.3.26 von 11 bis 12.30 Uhr (politischer Frühschoppen - geht auch mit Kaffee!)

 

Robert Hülsbusch


Wir laden euch herzlich ein:

 

Politischer Frühschoppen:

Vortrag und Diskussion mit

Andreas Zumach

 

„Der Nahe Osten/Westasien brennt!“

  • Aktuelle Analyse:  Hintergründe/Ursachen
  • Bewertungen
  • Perspektiven:  Wege zum Frieden


Andreas

 

 

Sonntag, 29. März 2026   | 11 bis 12.30 Uhr

Zoom-Logo

Zugang:  www.zoom.us    “Meeting beitreten”      Meeting ID  89983558279  Code: FI            oder   

Link: https://us02web.zoom.us/j/89983558279?pwd=TnMxUzJEWnFMM0d4TzVwaCtxMGhldz09

 Stream:  Youtube-Kanal der Friedensinitiative Nottuln       (bitte abonnieren!)         www.youtube.com/@friedensinitiativenottuln7805 


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Deutschlandfunk DDeutschlandfunk Nova
Mehr zur religiösen Rechten in den USA      (I von II)

USA Demokratiegegner mit der Bibel in der Hand

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(Screenshot)

Viele Abtreibungsgegner sind ein Teil der religiösen Rechten – und aktive Unterstützer von US-Präsident Donald Trump © picture alliance / NurPhoto / Bryan Olin Dozier


deutschlandfunkkultur.de,  Henze, Arnd |vom 22. März 2026, 14:10 Uhr (doppelt vorhanden)


Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/03/22/demokratiegegner_mit_der_bibel_in_der_hand_drk_20260322_1410_f653083d.mp3 Dauer 22:30 Min.


Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/demokratiegegner-mit-der-bibel-in-der-hand-100.html


                                                                   _ ___ _


Glauben

Das ganze Leben Jesus opfern


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„Ich fühlte mich wirklich wie eine Maschine, die nur zu diesem einen Zweck da war: ihr Leben Jesus und der Gemeinde zu opfern“, erinnert sich Bernd an seine Kindheit in einer evangelikalen Freikirche. © picture alliance / Chromorange / Karl Heinz Spremberg



deutschlandfunkkultur.de, vom 04.10.2025, Audiobeitrag: Margot Litten, Onlinetext: Margot Litten, Leila Knüppel

Evangelikale Freikirchen haben in den USA eine ungeheure Machtbasis. Aber auch hierzulande werden streng bibeltreue Gruppierungen präsenter. Bernd Vogt wächst in einem solchen Umfeld auf. Dies ist seine Geschichte.


„Ehrlich gesagt stehe ich noch heute staunend vor dem Mut, den ich damals als knapp 16-Jähriger aufbrachte“, erinnert sich Bernd Vogt. „Wir waren mal wieder auf Freizeit, diesmal in Bremen, als dieser psychische Druck, den die Prediger ausübten, einfach unerträglich wurde. Und ich spürte genau, wenn ich jetzt nicht die Reißleine ziehe, wenn ich jetzt nicht einfach abhaue, dann sterbe ich. Ich hatte Ängste, ich hatte Depressionen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus.“ Bernd packte klammheimlich seine Tasche, setzte sich in den Zug und fuhr nach Hause. „Ich fühlte mich zum ersten Mal richtig frei in meinem Leben. Ich hätte es wirklich hinausschreien können: frei, frei, frei.“

Der Traum von Freiheit wird zum Albtraum

Doch das Glücksgefühl hält nicht lange. Der Traum von Freiheit wird für Bernd Vogt zum Albtraum, denn seine freikirchliche Gemeinde behandelt ihn fortan wie einen Aussätzigen. Gewissensbisse und Schuldgefühle quälen ihn. Sein Körper reagiert mit Krankheiten auf das seelische Leid. „Die ganze Tragik war, dass ich mich nur rein körperlich gelöst hatte und nach wie vor davon überzeugt war, dass meine Eltern auf dem rechten Weg waren und ich das schwarze Schaf war“, sagt er heute. „Ich hing nach wie vor am Gängelband der Prediger. Und es sollte sich noch bitter rächen, dass ich überhaupt nicht fähig war, die erlittenen Traumata und die ganze Indoktrination aufzuarbeiten.“ Die Kindheit lässt sich nicht einfach so abstreifen: Das wird Bernd Vogt klar, je öfter er sein Leben Revue passieren lässt.

Bernd wächst im Umfeld einer kleinen evangelikalen Freikirche auf. Seine Eltern sind bekennende Mitglieder – bis zu ihrem Tod. Auch sein Bruder ist bis heute Gemeindemitglied. Evangelikal: Unter dieser Bezeichnung werden zum Teil unterschiedliche Glaubensüberzeugungen zusammengefasst. Viele Mitglieder solcher Gemeinden bezeichnen sich selbst lieber als „bibeltreu“. Wissenschaftler wie Robert H. Woods definieren Evangelikale als Personen, „die allein an Jesus Christus glauben, um ihre persönliche Erlösung zu erlangen, die Bibel als das Wort Gottes betrachten und ihren Glauben mit anderen teilen möchten.“

Das Grausen vor der ewigen Verdammnis

Der Begriff umfasst also eine ganze Bandbreite rechtskonservativer, bibeltreuer Bewegungen und Freikirchen. Der christliche Fundamentalismus ist vor allem in den USA verbreitet. Evangelikale sicherten Donald Trump Millionen Wählerstimmen und trugen damit zu seinem Wahlsieg bei. Aber auch hierzulande werden sie immer präsenter – nach Schätzungen haben die Gemeinden in Deutschland an die 1,5 Millionen Mitglieder.


Mitglieder der Gruppe Evangelicals For Trump beten kurz vor einem Auftritt Donald Trumps im Januar 2020.

Religionssoziologe über evangelikale Christen „Manche meinen sogar, Trump sei von Gott geschickt“ 15.08.2020

13:35 Minuten













Ein Demonstrant mit Bart und Sonnenbrille auf der Covid-Demonstration in Brooklyn.

Evangelikale in den USA Religionsfreiheit als Argument gegen die Impfpflicht 21.11.2021 08:18 Minuten














Örtliche religiöse Führer beten während einer "Evangelikale für Trump"-Kundgebung im King Jesus International Institut in Miami (2020).

US-Präsidentschaftswahlen und Religion  


Evangelikale Front bröckelt 29.10.2020 12:29 Minuten












Bernd Vogt beschreibt seine Kindheit in einer dieser evangelikalen Freikirchen mit den Worten „Aufzucht“ und „Dressur“. Für einen strenggläubigen Christen gebe es nichts Wichtigeres, „als seine Zeit, seine Energie, sein Geld, sein ganzes Leben für Jesus zu opfern“, sagt er. Deswegen dreht sich in Bernds Kindheit alles nur um die Gemeinde. In dieser Welt sind die Gemeindemitglieder „die Guten, die Erretteten“, in der Welt da draußen herrscht der Teufel und die „Weltmenschen“, die noch bekehrt werden müssen.

Bis in den letzten Winkel des Körpers

„Man hatte mich bis in den letzten Winkel meines Körpers vollgepumpt mit dem Grausen vor der ewigen Verdammnis“, erinnert sich Bernd. „Das hält einfach kein Kind aus. Ich fühlte mich wie eine Maschine, die nur zu diesem einen Zweck da war: ihr Leben Jesus und der Gemeinde zu opfern, ihnen Dank und Lobpreis darzubringen und die Weltmenschen zu missionieren.“

An dem Lebenswandel der Gemeindemitglieder sollen die Ungläubigen erkennen, wie bedeutend es ist, Jesus nachzufolgen. Doch während Bernds Freunde im Fußballverein spielen, heimlich rauchen, Alkohol trinken, flirten, auf Partys gehen, steht Bernd nur daneben und drückt sich in Schulhofecken herum. „Natürlich wollte keiner so ein beschissenes, weltfremdes Leben führen wie ich.“

Noch beschämender: Bernd muss seine Freunde „missionieren“. Die überschütten ihn dafür regelmäßig mit Hohn und Spott. „Aber sie konnten ja auch nicht ahnen, dass ich mir wirklich nichts sehnlicher wünschte, als einfach nur sein zu dürfen wie sie.“

Chistliches Entertainment ist der Renner

Heute vermarkten sich evangelikale Freikirchen viel geschickter – und werben bewusst gerade unter jungen Menschen für sich. „Die holen dich genau da ab, emotional, wo du dich gerade mit deinen Problemen befindest“, sagt Vogt. Außerdem verstünden sie es perfekt, erzkonservative Inhalte in einer Mischung aus Party und Disco zu verpacken. „Wer als Außenstehender in diese Versammlung reingerät, der hat eher das Gefühl, auf Konzerten zu sein, als dass er einen Gottesdienst besucht. Es wird getanzt, es wird gehüpft, es gibt ekstatische Gesänge.“

Auch andere Formen christlichen Entertainments sind ein Renner, beispielsweise die US-amerikanische Serie „The Chosen“ über das Leben von Jesus, konzipiert von einem evangelikalen Filmemacher. Inzwischen werden die Staffeln in zahlreichen Ländern ausgestrahlt.


Jana Highholder steht in einer Kirche neben einer Kerze

Missionare im Netz Christfluencer: geschäftstüchtig, fromm, erzkonservativ















Menschen während eines Gottesdienstes der evangelikalen Saddleback-Gemeinde in Berlin

Evangelikale in Berlin Saddleback Church: zwischen Spiritualität und Popkultur 02.01.2020 06:32 Minuten













Biblische Botschaften mit ein bisschen Zeitgeist aufzupeppen ist auch die Idee von „Hallow“, der wohl erfolgreichsten Gebets-App der Welt. Finanziert wurde sie vor allem von Trumps Vizepräsident J.D. Vance und dem libertären, neokonservativen PayPal-Gründer Peter Thiel. US-Schauspieler werben für die App. Millionen Menschen weltweit haben sie inzwischen heruntergeladen und lauschen Bibelversen und Meditationsmusik, aber auch den Ansprachen christlich-fundamentalistischer Influencer. Kritiker warnen vor religiöser Manipulation.

Im religiösen Gefühlschaos

Bernd merkt schon als Kind: So kann er nicht weiterleben. Auf einer Jugendfreizeit vertraut er sich dem Leiter an: Er habe die „Heilsgewissheit“ nicht. Der Betreuer setzt sich mit Bernd in ein Auto, fängt an zu beten. „Plötzlich spürte ich seine Hand auf meinem Kopf und er drehte die Hand immer hin und her, dass ich wirklich das Gefühl hatte, er wollte eine Zitrone auspressen, und schrie mich an: ‚Satan, raus aus diesem Menschen! Du hast kein Anrecht an diesem Menschen.‘ Und ich fühlte mich einfach nur entsetzlich und musste ihm schildern, dass ich mich nun glücklich fühlte, dass ich nun ein Gotteskind bin. Dabei fühlte ich mich schlechter als jemals zuvor.“

Jahre nach seinem Ausstieg – damals als 16-Jähriger – vollzieht Bernd Vogt noch einmal eine Kehrtwende. Er ist am Ende seiner Kräfte und kehrt zurück. Für die evangelikale Gemeinde und seine Eltern ist es der Beweis der Gnade Gottes, dass ihre Gebete erhört wurden.

Doch bald bricht das religiöse Gefühlschaos wieder auf. Bernd Vogt zieht sich erneut zurück, diesmal für immer, lässt sich nun therapeutisch begleiten, schreibt ein Buch über seine traumatischen Erinnerungen und schafft es auf diese Weise endlich, seine Vergangenheit zu bewältigen. „Für mich ist es einfach schlimmster seelischer Missbrauch, wenn Kindern unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit ihrer Eltern das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wird“, sagt er heute.


Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/evangelikale-bibeltreu-freikirchen-christlich-fundamentalismus-deutschland-100.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


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Archiv

Evangelikale in den USATrump, der „Gesalbte Gottes“


deutschlandfunk.de, vom 17.07.2020, Von Sinje Stadtlich |

In der Bibel werden Könige auch als „Gesalbte Gottes“ bezeichnet. Im europäischen Mittelalter haben weltliche Herrscher das übernommen und sich salben lassen. In den USA behaupten nun Evangelikale, auch Präsident Trump sei „von Gott gesalbt“. Und immer mehr Menschen stimmen dem zu.


Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2020/07/17/donald_trump_der_gesalbte_gottes_dlf_20200717_0936_a7dc9619.mp3

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Donald Trump wird von manchen Anhängern religiös verehrt (AP / Alex Brandon)


„Ich bin der Auserwählte“, so Präsident Trump bei einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit seiner China-Politik – er habe nur einen Witz gemacht, sagte er später. Doch für viele seiner Anhänger scheint diese Vorstellung gar nicht so abwegig: In einer aktuellen Umfrage des Politologen Paul Djupe von der Denison University in Ohio, der sich auf das Zusammenspiel von Religion und Politik spezialisiert hat, stimmen erstaunlich viele Kirchgänger der Aussage zu, Trump sei „der von Gott Gesalbte“. Je häufiger die Probanden die Kirche besuchen, desto größer ihre Neigung, die Aussage zu unterstützen.

„Und das waren eben nicht nur konservative Protestanten, die wir normalerweise als Donald Trumps Unterstützer kennen. Es ging quer durch alle Konfessionen bei denjenigen, die häufig in die Kirche gehen. Fast 50 Prozent aller wöchentlichen Kirchgänger glauben, dass Trump 2016 zum Präsidenten auserwählt wurde.“

Der Einfluss religiöser Eliten

Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als er eine ähnliche Studie durchgeführt habe, sagt Djupe. Und er hat auch eine These, warum die Zahlen aktuell so hoch sind:

„Es liegt daran, dass viele religiöse Eliten diese Rhetorik vom ‚Gesalbten Gottes‘ benutzen. Trumps Berater, konservative Radio-Moderatoren, republikanische Politiker. Das ist ein Grund, dass sie alle das Argument ständig wiederholen. Der andere Grund ist, dass dieselben Eliten auch mit einer Art Bedrohung arbeiten: Sie sagen, dass die Demokraten, sollten sie die Wahl im November gewinnen, den konservativen Christen ihre religiösen Freiheiten nehmen wollen.“


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US-Politiker auf Twitter – Gottgezwitscher

US-amerikanische Politikerinnen und Politiker verbreiten auf Twitter häufig religiöse Botschaften. Mit dem Versuch, Wähler mit religiöser Sprache zu erreichen, stehen sie in einer langen Tradition.

Donald Trump dagegen werde diese Freiheiten beschützen. Dass er deswegen als „auserwählt“ angesehen werde, sei ein relativ neues Phänomen, sagt Forscher Djupe. Bisher hätten religiöse Eliten sehr wohl regelmäßig für Präsidenten gebetet – als „gesalbt“ hätten sie aber noch keinen vor Trump bezeichnet.

Trump als Perserkönig Kyros

Das Konzept der Salbung geht zurück auf das Alte Testament, die Hebräische Bibel. Dort verbindet die Salbung ein religiöses Ritual mit weltlicher, politischer Macht, erklärt der Jesuit James Bretzke, der an der John Carroll University in Ohio katholische Theologie lehrt.

„Der Gedanke bei der Salbung ist, dass der Gesalbte von Gott auserwählt wird. Als die Israeliten im Alten Testament beschlossen, dass ihr Anführer fortan ein König sein solle – kein Richter oder charismatischer Führer –, salbte der Prophet Samuel Saul zum König. Später wurden, dieser Tradition folgend, beispielsweise die westeuropäischen Erbköniginnen und -könige bei ihrer Krönung auch gesalbt.“

In den USA gibt es kein Gottesgnadentum – wohl aber in bestimmten evangelikalen Traditionen die Idee, dass ein politischer Führer seine Macht in Gottes Namen ausübe, erklärt Bretzke.

„Die Evangelikalen argumentieren, dass die politischen Führer auch dann ein Instrument Gottes sein können, wenn sie persönlich keine tugendhaften Menschen sind. Diese Tradition lässt sich zurückführen auf die babylonische Gefangenschaft: Als die Juden nach 70 Jahren im Exil nach Jerusalem zurückkehren durften, geschah dies dank des Perserkönigs Kyros. Er war selbst kein Jude, aber er wurde als Werkzeug Gottes betrachtet, er wurde ‚der Gesalbte Gottes‘ genannt.“

Ein politischer Winkelzug

Mit eben jenem König Kyros vergleichen republikanische Politiker und prominente Evangelikale Donald Trump gerne. Gerade dass er kein perfekt tugendhafter Mensch sei, stütze die These, dass er ähnlich wie Kyros als Werkzeug Gottes Gutes für Amerika tue.

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Verschwörungsmythen – Die Bewegung „QAnon“ wird zur Religion


Korrupte Eliten foltern unterirdisch Kinder, das Coronavirus ist eine Bio-Waffe und Donald Trump der Erlöser. Die Verschwörungserzählungen von „QAnon“ bedienen alte Muster und Feindbilder.

Bei einem Besuch im Weißen Haus 2018 verglich sogar Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Trump mit Kyros – nachdem Trump die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt hatte, ein Akt von großer politischer und religiöser Symbolkraft. Der Theologe James Bretzke hält die evangelikale Rhetorik vom Gesalbten und vom modernen Kyros weniger für eine religiöse Überzeugung – sondern vor allem für eine politische Strategie:

„Die Evangelikalen wollen, dass Trump politisch Erfolg hat. Zum Beispiel bei der Wahl 1992, da haben sie argumentiert, Bush Senior sei tugendhafter als Bill Clinton, deswegen müssten die Evangelikalen ihn unterstützen. Und das ist ein Argument, das im Falle Trumps eben schwierig ist. Also mussten sie einen anderen Grund finden, um die Unterstützung für ihn zu legitimieren. Und so behaupten sie eben, er sei irgendwie der von Gott Auserwählte.“

Und wenn man den Zahlen glaubt, dann scheint diese Strategie bei den religiösen Wählern recht gut zu verfangen.


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  • Info: https://www.deutschlandfunk.de/evangelikale-in-den-usa-trump-der-gesalbte-gottes-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Zitat: Korrupte Eliten foltern unterirdisch Kinder, das Coronavirus ist eine Bio-Waffe und Donald Trump der Erlöser. Die Verschwörungserzählungen von „QAnon“ bedienen alte Muster und Feindbilder. Zitatende


    Was m. E. für Nutznießer bzw. Inszenierer der Leimspur(en) scheinbar ein leichtes Spiel ist, soll für Betroffene schwer zu durchschauen bleiben und so geht´s: 

    Verknüpfe berechtigte Kritiken auch mit teilweise Falschem und biete statt Aufklärung der Widersprüche vorallen den großen Erlöser an! Und wer sich mit QAnon und allen Q-ties nicht genügend beschäftigt hat, ist sowieso selber Schuld, wenn er deren Sinn nicht versteht und die fast greifbar bevorstehende Rettung vorzeitig zum Wahn erklären muss.


    Und daraus folgt die Spaltung für alle!


    Also gilt es selbst die Vergewaltiger der eigenen Kinder und Liebsten auch weiterhin zu Tisch zu bitten, um sich dann auch selbst Feil zu bieten, weil wer´s glaubt, schließlich selig wird?

    29.03.2026

    Deutschlandfunk DDeutschlandfunk Nova
    Mehr zur religiösen Rechten in den USA      (II von II)

    Fundamentalismus


    Wie religiöse Rechte die USA zum Gottesstaat machen wollen


    deutschlandfunk.de, vom 28. Mai 2025, 20:10 Uhr, Weingart, Christopher |

    Evangelikale Bewegungen wie die „Neue Apostolische Reformation“ wollen eine christliche Vorherrschaft in den USA: statt Demokratie und Rechtsstaat eine christlich-fundamentalistische Autokratie. Ihr Einfluss reicht bis ins Weiße Haus.


    Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2025/05/28/wie_religioese_rechte_die_usa_zu_einem_gottesstaat_machen_dlf_20250528_2010_14c3e70a.mp3 Dauer 19:54 Min.


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    Mehr zu evangelikalen Christen


    • Screenshot_2026_03_29_at_14_05_29_SIMdesign_Content_Management_mit_System-Kopie


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    USA Warum Religion in der amerikanischen Politik wichtig ist
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  • Info: https://www.deutschlandfunk.de/kultur-und-wissenschaft-religioese-rechte-im-usa-wahlkampf-dlf-e433f6e1-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



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    USA

    Evangelikale: Wenn Religion mit Politik verschmilzt


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    share.deutschlandradio.de, Salewski, Sibylle

    Einst war der Evangelikalismus in den USA ein Motor für Demokratie. Heute hat sich der religiöse Glaube in eine fundamentalistische und antidemokratische politische Haltung gewandelt. Ein Vortrag des Amerikanisten Johannes Völz.


    Audio (nur direkt über Seite) Dauer 43:27 Min.


    Info: https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DRW_fecb8490


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


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    USA / Aktuelle Beiträge, Analysen und Hintergründe



    Mit der Wiederwahl Donald Trumps ins Präsidentenamt sind christliche Nationalisten bis in höchste Regierungsämter gekommen. Nun bauen sie das Land um. (Getty Images / Bob Rowan)


    deutschlandfunkkultur.de, 

    Wirtschaftlich und militärisch gehören die Vereinigten Staaten zu den mächtigsten Ländern der Erde, mit großem Einfluss auf das aktuelle Weltgeschehen.

    Screenshot_2026_03_29_at_14_53_54_SIMdesign_Content_Management_mit_System „No Kings“-ProtestePolitologin: Auch Republikaner wenden sich von Trump ab Die USA sind keine liberale Demokratie mehr, meint die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Schon jetzt bereite das Weiße Haus die Manipulation der Midterm-Wahlen vor. Doch durch den Irankrieg bekommen nicht nur die „No Kings“-Proteste neue Dynamik.

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    • Union“

    • gern?
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    • Trumps Iran-Alleingang

    äne sind nicht sinnvoll

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    • Jetzt doch wieder Weltpolizei?

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    erwarteten still?vid Kermani fürchtet brutales Vorgehen gegen iranisches Volk


    Charta

    Der Angriff auf den Iran ist nicht durch Völkerrecht gedeckt


    Irankrieg

    Ökonom Fuest warnt vor gravierenden Folgen für Weltwirtschaft


    Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/demokratiegegner-mit-der-bibel-in-der-hand-100.html


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    28.03.2026

    Ostermarschanzeigen in 5 Zeitungen und Termine aller Ostermarsch-Veranstaltungen zur Mobilisierung vor Ort

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 28. März 2026, 8:05 Uhr


    Liebe Versöhnungsbund-Mitglieder,


    in diesem Jahr kommen den Ostermärschen

    eine besondere Bedeutung angesichts der

    aktuellen Kriege und der zunehmenden 

    Militarisierung auch in Deutschland zu.


    Es ist ermutigend, dass erstmal der Ostermarschaufruf

    in fünf Zeitungen erscheinen konnte, weil sich so viele

    Menschen wie nie beteiligt haben.


    Hier sind aller Termine aller Ostermärsche mit allen

    Informationen zu Zeiten und Orten abrufbar:


    https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69&=&termin-von%5Bvalue%5D%5Bdate%5D=02.04.2026&datum-bis%5Bvalue%5D%5Bdate%5D=06.04.2026


    Mit dieser e-mail möchte ich noch einmal einen

    Impuls setzen zur Mobilisierung und regen Teilnahme.

    Mit friedvollen Oster-Grüßen


    Clemens (Ronnefeldt)



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    +++ Einmaliges Mailing an alle Unterzeichner*innen der Ostermarsch-Anzeige +++Lieber Clemens Ronnefeldt,


    was haben wir geschwitzt: Unterschreiben auch dieses Jahr wieder 2.000 oder mehr Leute die Ostermarschanzeige? Können wir die Anzeige sogar in fünf Zeitungen bringen? Es war wirklich spannend, doch wir können dir heute mitteilen: Ja, wir haben beides dank deiner Hilfe geschafft! Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei dir!

    Die diesjährigen Ostermarschanzeige wurde letztendlich sogar von 2.235 Menschen unterzeichnet - so viele wie noch nie. Ein riesiger Erfolg! Hinzu kommen noch 71 Organisationen und Gruppen. Damit veröffentlichen wir die Anzeige dieses Jahr zum ersten Mal in gleich 5 Zeitungen:
     
    • Donnerstag, 26.03. in „DIE ZEIT“ und „Der Freitag“
    • Samstag, 28.03. in „Junge Welt“, „Neues Deutschland“ und „taz“ (mit allen Namen der Unterzeichner*innen)


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    Dass am Ende so viele Leute unterschrieben haben, hat uns kurz vor Druckschluss sogar vor ein gravierendes Platzproblem für die Anzeige in der „taz“ gestellt, in der alle Unterzeichner*innen namentlich genannt werden. Wären wir den üblichen Weg gegangen und hätten nach jedem Namen die Stadt genannt, wäre eine dritte Seite in der taz nötig gewesen – was natürlich so kurzfristig nicht mehr umzusetzen war. Deshalb mussten wir dieses Jahr einen alternativen Weg gehen und haben die Namen den Städten zugeordnet, um Platz zu sparen. Ein sehr positives Problem, für das wir glücklicherweise eine gute Lösung finden konnten.

    Mobilisierung für die Ostermärsche geht auf die Zielgerade 

    Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr durch die Veröffentlichung der Anzeige in gleich fünf Zeitungen ein enormes Publikum erreichen und ansprechen können. Mit der taz, der ZEIT und Co. bringen wir unsere friedenspolitischen Forderungen mitten in die Gesellschaft. Wir sind optimistisch, dass sich viele Leser*innen angesprochen fühlen und sich entscheiden, zu einem der über 100 Ostermärsche zu gehen.

    Mit unseren Anzeigen sowie dem großartigen Engagement der Friedensgruppen und Aktiven vor Ort sind wir optimistisch, dass die Ostermärsche auch in diesem Jahr starken Zulauf erfahren werden. Vergegenwärtigt man sich die aktuelle Weltlage, kann es auch nur einen Schluss geben: Für Frieden muss es zu Ostern auf die Straße gehen!

    Denn mit dem Iran-Krieg ist ein neuer, trauriger Höhepunkt der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht. Die Welt ist ein Pulverfass und es wird immer weiter aufgerüstet. Die Menschen sterben weiterhin in der Ukraine, im Sudan, in Israel, in Palästina, im Iran, im Libanon und in vielen weiteren Ländern und Regionen der Welt. Wo soll das noch hinführen? Es reicht!

    Umso dringlicher ist es, dass die Friedensbewegung zu Ostern ein unübersehbares Zeichen setzt. Frieden schaffen wir nicht mit noch mehr Waffen oder nuklearer Abschreckung. Wir brauchen stattdessen dringend Initiativen für Waffenstillstände, zivile Konfliktlösungen, Diplomatie und konsequente Abrüstung.

    Alle Infos zu den Ostermärschen 

    Wenn du selbst noch einmal schauen möchtest, wo und wann bei dir in deiner Stadt oder in deiner Nähe ein Ostermarsch stattfindet, dann findest du unsere tagesaktuelle Terminübersicht hier:
     
    alle_infos_roter_button.png[www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026]
    Übrigens kannst du bei uns noch bis zum 30. März (letzte Bestellmöglichkeit) eine kostenfreie Mobi-Box für die Ostermärsche anfordern. Sie ist gut gefüllt mit Aktionsschildern, Plakaten, Flyern und mehr, damit wir auf den Straßen noch sichtbarer werden. Hier auf unserer Webseite kannst du sie bestellen.

    Nochmals ganz herzlichen Dank, dass du mit deiner Spende und Unterschrift zur Realisierung der Anzeigen beigetragen hast. Gemeinsam fordern wir zu Ostern „Kriege verweigern – Frieden schaffen“!

    Friedensbewegte Grüße sendet

    philipp_portraet_kopf.png 




    Philipp Ingenleuf
    und das Team des Netzwerk Friedenskooperative

    PS: Dein NEIN zu Wehrpflicht – bist du schon dabei?

    mein-nein-zur-wehrpflicht-postkartenaktion-jetzt-online-unterzeichnen.png

    Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai wollen wir tausende von Postkarten an die Abgeordneten des Bundestages senden und damit unseren Protest gegen die Wehrpflicht zum Ausdruck bringen. Alle Abgeordneten erhalten von uns einen Brief, dem wir exemplarisch unterzeichnete Postkarten sowie ein Anschreiben beilegen, indem wir noch einmal unsere zentralen Forderungen und Beweggründe darlegen.

    Du unterzeichnest online und wir schicken die Postkarte für dich nach Berlin:
     
    button_jetzt_mitmachen_0.png[www.friedenskooperative.de/aktion/postkarte-mein-nein-zur-wehrpflicht]
    +++ Einmaliges Mailing an alle Unterzeichner*innen der Ostermarsch-Anzeige +++
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    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
    A.-v.-Humboldt-Weg 8a
    85354 Freising

    Tel.: 08161-547015    
    Fax:  08161-547016

    C.Ronnefeldt@t-online.de 
    www.versoehnungsbund.de

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    Versöhnungsbund-Friedensrefera
    tes:

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    27.03.2026

    Patrik Baab USA und Israel haben den Krieg gegen Iran verloren.Interview mit

    aus e-mail von Helga Ebel, 27. März 2026, 7:00 Uhr


    Liebe Leute,

    das  Interview mit Patrik Baab halte ich für sehr erhellend.


    Flavio von Witzleben


    Video https://youtu.be/H8qlA0ybjtc?is=1-fvhfyxlBVehNqn 25:03 2026, Dauer 56:01 Min.


    nachfolgend das, was ich davon mitgeschrieben habe.

    Gruß Helga


    USA und Israel haben den Krieg gegen Iran verloren.

    Weder Enthauptungsschlag noch Regierungswechsel hat stattgefunden.

    Aktuell ist die Strategie: Bevölkerung terrorisieren. Wirtschaft und Infrastruktur zerbomben.

    Rumkrakele aus Israel und USA ist Ausdruck der Verzweiflung.  Frage ist, wie Trump informiert wird.

    USA von Israel in den Krieg für Großisrael reingetrieben: Gedroht, falls USA nicht mitmachen, setzen sie Atomwaffen ein. (In dem Fall hätte Nordkorea dem Iran Atomwaffen zur Verfügung gestellt).  

    Die Israel-Lobby in USA hat hauptsächlich Trumps Wahlkampf finanziert. Seit 2001 (9/11) ist die Zerstörung Irans ein Projekt der Konservativen in USA s. Libanon, Syrien, Jemen, Libyen, Sudan…

    Iran

    Iran ist das einzige Land, das sie (noch) nicht ins Chaos getrieben haben. Ziel ist der gescheiterte Staat, in dem man Warlords gegeneinander in Stellung bringen kann.

    Westen: Eskalationsdominanz in allen Bereichen verloren. Der Iran entscheidet, wann der Krieg endet. Iran hat die militärische Dominanz - ist mit Hilfe von China in der Lage, in der Golfregion Wasser-, Nahrungsmittelversorgung, Tourismus zu beenden. Die Straße von Hormus bleibt dicht.

    50 Jahre war der Iran dem Druck des Westens mit 10 Geheimdiensten mit Sanktionen ausgesetzt.

    Politisch hat das IranSystem ein hohes Maß an Stabilität.

    Forderungen des Irans für ein Kriegsende:

    -          Abzug allermilitärischen Stützpunkte in der Region

    -          Freigabe des iranischen Geldes

    -          Aufhebung aller Sanktionen

    -          Sicherheitsgarantien

     Das scheint lt. P.B. realistisch zu sein.

    Was die Bevölkerung des Irans will. Sie weiss, dass USA keine Demokratie bringen. Der Wunsch nach einer anderen Regierung rechtfertigt nicht einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. (Der Zweck heiligt nicht die Mittel). Die Opposition im Iran ist im Abseits. Alternative wäre „Wandel durch Annäherung  gemäß Willi Brandt“ (P.B.)     

    Trump

    Trump ist ein Chaot und hat kurzfristige Ziele.

    BRICS-Staaten investieren langfristig in Entwicklung von Mrd.-Projekten. Ziel des Westens ist, diese Entwicklung zu stören, indem er überall zündelt, damit sie nicht weiterkommen und um den Aufstieg der BRICS zu behindern.    

    Trump sucht Erfolge. In USA leben von 340 Mio. Einwohnern 120 an oder unter der Armutsgrenze.

    Die schwer Arbeitenden haben Trump gewählt. Das würden sie nicht mehr machen.    

    Iran (90 Mio. Einwohner) bildet gleichviel Ingenieure aus wie USA (340 Mio. Einwohner).

    Die Lügerei schadet USA zusätzlich (s. u. Golfstaaten)

     China will keine Konfrontation mit USA. Da für die Führung im Iran jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Vorherrschaft der USA zu brechen….

    China und Russland ist es gelungen, die Führung in USA militärisch und politisch zu spalten.

    Rückzugskämpfe des Westens nützen dem Prozess des Übergangs von einer unipolaren zur multipolaren Welt-

     Israel

    Netanyahu muss weitermachen: Ohne Immunität landet er im Knast.

    Israel ist ein Besatzungsregime und mit allen Nachbarn im Streit. Ziel: Großisrael. Die betroffenen Nachbarländer sehen jetzt auch ihre Chance. Es droht ein Flächenbrand in Nahost.

    Russland

    Der Konflikt nützt Russland. Die Energie-Knappheit bringt Russland täglich 150 Mio Dollar plus.

    Bisher hat Russland in der Ukraine mit „angezogener Handbremse“ Krieg geführt. Jetzt ist anscheinend die Zeit, „den Sack zuzumachen“. Putin braucht nur zuzusehen, wie Europa sich selbst zerstört. Nach einem erweiterten Angriff würden noch im Frühjahr vermutlich Russlands Forderungen durchgesetzt. Die Ukraine wird neutral bleiben. Die Versprechen von Merz an Selenskyj sind nicht belastbar.    

    Golfstaaten

    Sehen wie sie durch die Militärstützpunkte der USA ins Fadenkreuz geraten sind, den Schaden bzgl. Tourismus, Bankgeschäfte… Es ist ein schleichender Prozess zu beobachten, die Verträge m. USA zu kündigen. Lügen funktioniert auf Dauer nicht, erst recht nicht, wenn es um einen Überlebenskampf geht.

    BRD/Merz

    Merz verhält sich verfassungswidrig, verteidigt Angriffskrieg usw.usw.  Der Flugverkehr der Air Base Spangdahlem u. Ramstein hatten bereits vor dem Angriffskrieg gegen den Iran stark zugenommen.

    Ramstein ist Brücke und Drehscheibe des Militärs. Möglicherweise betanken Tankflugzeuge in der Luft Jagdbomber in Jordanien…dt. Militärbase in Jordanien wurde vom Iran angegriffen, damit ist die BRD 

    Kriegspartei. Anstatt sich im Interesse der Bevölkerung rauszuhalten (wie Norwegen, Spanien u.a.) bevorzugt Merz Sklave der USA zu sein.  

    Stärkster Verbündeter bzgl. Dt. Kriegspartei ist, sei die phlegmatische dt. Bevölkerungsmehrheit;

    siehe beisp. Wahlen in BW: 2/3 der Wahlbevölkerung hat Kriegsparteien gewählt. Im psychiatrischen   

    Sinne stellt die Bevölkerung eine Gefahr für sich und andere dar.

    Bis Ramstein sind es vom Iran 3 500 km. Mit Überschallraketen möglich. Was vom Iran wohl nicht gewollt ist. ein höherer Effekt ist, Dt. zu schaden in dem es von Energiezufuhr abgeschnitten ist.

    „Es ist beeindruckend, wie Eliten dem eigenen Volk Schaden zufügen“ P.B. Merz verhält die generell

    danach was BlackRock Vorteile bringt.

    Diplomatie ist mit Außenpolitik ‚Baerbock‘ und Verlogenheit international nichts wert. Es ist die Zeit der Infantilisierung und Verdummung, in der Politiker nicht in der Lage sind, die Folgen ihres Tuns zu überblicken, gestützt durch eine akademische Kaste, die auch nicht viel besser ist.

    Menschen im globalen Süden nehmen wahr, dass die Mehrheit der Deutschen gehirngewaschen sind.

    „Jeder Taxifahrer in Neu Dehli oder Sri Lanka kann den Zusammenhang des Ukraine-Krieges während einer Taxifahrt erklären…was die Medien hierzulande nicht hinbekommen“. Wir brauche eine Neuanfang. Mit der Generation Politiker von Heute geht es nicht. Aufgrund seiner Geschichte könnte Dt. bzgl. Diplomatie eine wichtige Rolle einnehmen wenn man sich nicht Frau Baerbock weltweit lächerlich gemacht hätte.  Neue Erfahrungen müssten zeigen, dass man hierzulande Verantwortung annimmt. Die derzeitige Regierung ist Teil degenerierter verkommen der die dem moralischen Bankrott entgegenstrebt und damit genau den Niedergang des Westens abbildet, in dem die 2. dt. Demokratie zerfällt und damit zivilisatorischen Regress, ein Rückfall in die Barbarei dessen Endstufe  noch nicht erreicht ist. Das Parteienkartell muss abgewählt werden.    


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

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    Info: 


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    27.03.2026

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    27.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 27. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 27.03.2026
    IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor ÖkozidInternational Physicians for the Prevention of Nuclear War
    Pressenza
    Eskalation im Irankrieg Die deutsche IPPNW-Sektion kritisiert in aller Schärfe Militärangriffe auf atomare Anlagen, Gesundheitseinrichtungen und zivile Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien und Gasfelder und Drohungen mit solchen Angriffen. Die Organisation warnt vor einem Ökozid. Gestern ist nach iranischen Angaben bei US-Angriffen…
    Frieden und Abrüstung, Mittlerer Osten, Pressemitteilungen
    Zusammenhalten in Kriegszeiten: Stimmen des Widerstands in Tel AvivPressenza New York
    Pressenza
    Im Herzen von Tel Aviv versammelten sich Hunderte von jüdischen und palästinensischen Menschen auf dem Habima-Platz, um eine Botschaft zu verkünden, die in Zeiten eskalierender Konflikte selten zu hören ist: Der Zyklus des Krieges muss enden. Die von „Standing Together“…
    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Mittlerer Osten, Pressemitteilungen
    Quito: Internationale Experten diskutieren nukleare Abrüstung und die Zukunft der MenschheitCarlos Crespo Burgos, Quito, Ecuador
    Pressenza
    Im Rahmen einer Kommunikationsveranstaltung in Quito hat die internationale Nachrichtenagentur Pressenza zentrale Fragen zur nuklearen Bedrohung und den Perspektiven globaler Abrüstung in den Fokus gerückt. Unter dem Titel „Atomwaffen, existenzielle Bedrohungen und zukunftsorientierter Journalismus“ versammelten sich über 300 Vertreter:innen alternativer…
    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Mittelamerika, Südamerika
    ZÜNDSTOFF: Marlene Engelhorn und Markus Marterbauer im Live-Talk über VermögenPressenza Wien
    Pressenza
    Ein Liveabend über Geld, Macht und politische Ausreden. Wer darf in Österreich reich sein, ohne je infrage gestellt zu werden – und warum bleibt Vermögensbesteuerung politisch so heikel? von Yasmin Maatouk (Moment.at) Folge 2: ZÜNDSTOFF – Live in der Kulisse…
    Europa, Podcast, Politik, Wirtschaft
    Israel will die Todesstrafe wieder einführen – betroffen wären vor allem PalästinenserZEITPUNKT
    Pressenza
    Der globale Trend gegen die Todesstrafe droht zu kippen. die Menschenrechtsorganisation ACAT lanciert eine Briefaktion Die weltweite Abschaffung der Todesstrafe galt lange als Fortschrittsgeschichte. Heute haben 145 Staaten – rund drei Viertel aller Länder – die Todesstrafe gesetzlich oder in…
    Internationale Angelegenheiten, Menschenrechte
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung (I von II)

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, vom 27. März 2026, 7:59 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,

    nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum ThemaMilitarisierung - mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme,  die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.

    1. n tv: Reisners Blick auf die Front

       "Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften“

    2. Länder-Analysen: Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen

    3. Tagesspiegel: Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine

    4. Morgenpost: Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?

    5. Morgenpost: Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht6. Der Spiegel: Schlingerkurs des US-Präsidenten - Trump säuselt von Frieden. Und schickt Fallschirmjäger

    7. Tagesanzeiger: Wirren des Irankriegs


        Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen


    8. Foreign Policy: Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg

        Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.

    9. Die Zeit: Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg „völkerrechtswidrig"

    10. Verfassungsblog: Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran 

    11. Der Spiegel: Deutscher Botschafter Steffen Seibert        Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte12. Die Welt: Kritik an Siedlergewalt - Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert

    13. n tv: Vor Internationalem Gerichtshof - Deutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel14. SWP: Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? 

    15. IPG: Blockierte Lebensader - Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.

    16. IPPNW: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid


    17. Openpetition: Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

    18. Abstimmung 21: 100% meiner Steuern für zivile Zwecke


    19. Frieden-Libanon: Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe

    20. Seminarhaus Grainau: Frieden in der Welt – Frieden in mir - Seminar mit Clemens Ronnefeldt





    ———


    1. n tv: Reisners Blick auf die Front“

       Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften"


    https://www.n-tv.de/politik/Die-USA-sind-so-massiv-unter-Druck-dass-sie-zu-einem-Deal-bereit-sein-duerften-id30502307.html

    Reisners Blick auf die Front“

    Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften"

    23.03.2026, 16:45 Uhr 
    Berichten zufolge hat Russland den USA angeboten, dem Iran keineGeheimdienstinformationen mehr zur Verfügung zu stellen, wenn die USAim Gegenzug die Ukraine hängen lassen. Oberst Markus Reisner hält dasfür sehr plausibel: "Sie können davon ausgehen, dass im Hintergrundentsprechende Verhandlungen laufen", sagt er im wöchentlichen Blickauf die Front in der Ukraine. "Durch den Iran-Krieg haben die USA denRussen und den Chinesen ein absolutes Geschenk gemacht."
    ntv.de: Laut Institute for the Study of War haben die Russen eineOffensive gegen den ukrainischen Festungsgürtel begonnen. Ist dieVerteidigungslinie der Ukraine in unmittelbarer Gefahr?
    Markus Reisner: Ende 2025 haben die Russen noch versucht, imSüdabschnitt zwischen Saporischschja und Cherson Ergebnisse zuerzielen. Dem konnte die Ukraine durch einen Angriff in die Flanke derangreifenden russischen Truppen südlich der Siedlung Pokrowske in derOblast Dnipropetrowsk entgegentreten. Damit ist dieser Vorstoß vorerstgescheitert. Jetzt sehen wir, dass die Russen sich auf einen neuenSchwergewichtsangriff vorbereiten.
    (…)
    Nach einem Bericht der BBC haben ukrainische Teams am Persischen Golfbereits mehrere iranische Drohnen abgeschossen. Wird die Ukraine damitKriegspartei im Iran-Krieg?
    Es gibt noch keine Bestätigung, sondern nur den BBC-Bericht, undAussagen von Präsident Selenskyj, der sagte, dass ukrainische Teamsvor Ort seien. Völkerrechtlich ist das interessant - wobei man sagenmuss, dass das Völkerrecht ja leider niemanden mehr interessiert.
    Laut Völkerrecht gibt es zwei Kernkriterien, die entscheiden, ob einLand zur Kriegspartei wird. Das eine ist, vereinfacht ausgedrückt,wenn die Soldaten eines Landes Schulter an Schulter mit derunterstützten Partei im Einsatz sind. Das zweite ist, wenn ein Landdie Partei in einer Art und Weise unterstützt, dass diese ohne dieUnterstützung nicht in der Lage wäre, selbstständig zu handeln. Hiersind wir mindestens in einem Graubereich.
    Sehen Sie die Gefahr einer Eskalation durch den Einsatz derukrainischen Spezialisten?
    Nicht unmittelbar - außer, der Iran beschließt, die Ukraine mit einerweitreichenden Rakete zu beschießen. Was wir sehen: Der Krieg, derregional relativ begrenzt in der Ukraine begonnen hat, wird immerumfassender. Auch Nordkorea ist längst Kriegspartei: NordkoreanischeSoldaten kämpfen für Russland gegen die Ukraine. Und es gab in denvergangenen 14 Tagen Hinweise auf klare Indizien, dass Russland denIran mit Satellitendaten unterstützt. Auch China soll das machen. Esist im Prinzip das Gleiche, was die USA seit Jahren für die Ukrainetun.
    Ist die Qualität der russischen Unterstützung des Iran mitGeheimdienstinformationen vergleichbar mit der US-Unterstützung fürdie Ukraine?
    2023 hat ein US-Soldat Geheimdokumente veröffentlicht, die DiscordLeaks. Da konnte man sehen, von welch hoher Qualität die Informationensind, mit denen die USA die Ukraine unterstützen. Auch europäischeStaaten geben Satellitenaufklärung an die Ukraine weiter. Aber die USAkönnen Lagebilder erstellen, die eine Situation fast ohne Zeitverzug abbilden.
    Das können die Europäer nicht, auch Russland und China können dasnicht in diesem Umfang. Aber sie können punktuell sehr wohlwesentliche Beiträge liefern, die den Iranern es ermöglichen,empfindliche Treffer auszuführen. In mindestens 17 Fällen wurdenUS-Basen am Golf gezielt angegriffen. Bis zu zehn hochwertigeRadarsysteme und Satellitenkommunikationssystemen wurden getroffen.Ohne Hilfe wäre dem Iran das nicht gelungen.
    Laut Politico hat Russland den USA angeboten, dem Iran keineGeheimdienstinformationen mehr zur Verfügung zu stellen, wenn die USAder Ukraine keine Informationen mehr geben. Russland hat dasdementiert. Klingt der Bericht für Sie trotzdem plausibel?
    Absolut. Sie können davon ausgehen, dass im Hintergrund entsprechendeVerhandlungen laufen. Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zueinem solchen Deal bereit sein dürften.
    Sie glauben, dass die USA auf das mutmaßliche russische Angeboteingehen könnten?
    Trump macht den ukrainischen Präsidenten ohnehin für das bisherigeScheitern der Gespräche verantwortlich. Das deutet darauf, dass aufdem Rücken der Ukraine ein Deal geschlossen werden könnte, ja. Trumpund sein direktes Umfeld haben offenkundig nicht damit gerechnet, dassder Iran so zurückschlagen würde. Man hat gedacht, auch auf Basis vonVersicherungen der israelischen Regierung, dass die Bombardierungennach wenigen Tagen einen Volksaufstand auslösen.
    Trumps Problem ist: Wenn der Iran die Blockade der Straße von Hormusaufrechterhält, können die USA sich nicht einfach zurückziehen. Undsollten die Huthis im Jemen gegen die zweite wichtige Meeresengelosschlagen, gegen den Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und demGolf von Aden, dann würde das den Druck noch drastisch erhöhen.
    Inwiefern?
    Dann entstehen Versorgungsengpässe, die kritisch für dieWeltwirtschaft wären und die auch Trump in eine prekäre Situationbringen würden. Die Schiffe, die jetzt noch unterwegs sind, werden inzehn Tagen ihre Zielhäfen erreichen. Beim Rohöl reichen diestrategischen Reserven nach Angaben der InternationalenEnergie-Agentur für 90 bis 250 Tage. Noch kritischer ist es beiFlüssiggas und Düngemitteln. Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen,dass es im Hintergrund zu einem Deal mit den Russen, unter Umständenauch mit den Chinesen, kommt.
    Am Wochenende gab es in Florida erstmals seit mehr als einem Monat einGespräch auf Expertenebene, um Dreier-Verhandlungen über eineBeendigung des Kriegs vorzubereiten. Sind solche Treffen derzeit nurAlibi-Veranstaltungen?
    Da bin ich mir nicht sicher. Zu Beginn des Iran-Kriegs wurde von denRussen faktisch verlautbart, dass die Verhandlungen ausgesetzt seien.Dann war zu hören, dass im Hintergrund sehr wohl verhandelt wird.Trumps Sondergesandter Steve Witkoff hat ja auch gesagt, dieVerhandlungen seien weiter konstruktiv. Beide Verhandlungsteams sindauch durchaus prominent besetzt. Aber das Kernproblem ist nach wie vorungelöst.
    Das Kernproblem?
    Selenskyj hat signalisiert, was die Ukraine tun kann: Er will dieFront einfrieren und kein weiteres Gebiet hergeben. Die Russen wollenaber weiterhin den gesamten Donbass und sind überzeugt, diesmilitärisch zu schaffen - egal, wie hoch die Verluste sein werden. Eskönnte sogar sein, dass die Ukrainer in einem Moment zähneknirschendnachgeben müssen, wenn sie sich militärisch auf dem Vormarschbefinden. Es wäre nicht das erste Mal in der Kriegsgeschichte, dass soetwas passiert.
    Dann hätte der Iran-Krieg drastische Folgen für die Ukraine.
    Ich war überzeugt, dass die Chance auf einen Friedensschluss in denletzten Monaten so groß war wie nie zuvor. Durch den Iran-Krieg habendie USA den Russen und den Chinesen ein absolutes Geschenk gemacht.Die Russen sagen jetzt: Die Amerikaner sind im Iran gebunden, dortläuft es nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben. Das steigertdie Chance für Russland, den Ukrainekrieg in die Länge zu ziehen.
    Und China?
    Allein die Menge an Waffensystemen, welche die USA im Iran verbrauchthaben, ist sehr im Sinne der Chinesen. Für den Fall, dass es imPazifik zu einer Zuspitzung kommen sollte, etwa in Taiwan, dann wärees für die Chinesen natürlich gut, wenn die USA nicht aus dem Vollenschöpfen könnten. Was die USA im Iran an Waffensystemen verbrauchen -es wird Jahre dauern, das alles neu zu beschaffen. Und der Krieg istnoch immer in voller Fahrt.
    Mit Markus Reisner sprach Hubertus Volmer
    Quelle: ntv.de

    ---
    siehe auch:
    https://www.tagesspiegel.de/internationales/deutlich-grosser-als-ahnliche-angriffe-die-russische-fruhjahrsoffensive-ist-offenbar-gestartet-15389131.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

    „Deutlich größer“ als ähnliche Angriffe: Die russische Frühjahrsoffensive ist offenbar gestartet

    Militärisch lief der Jahresanfang für die Ukraine zwar gut. 

    Doch nun legen Experten nahe, dass Russland mit dem lange 

    geplanten Angriff auf den „Festungsgürtel“ begonnen hat.

    Von Tobias Mayer

    Stand: 24.03.2026, 08:57 Uhr

    (…)



    ——



    2. Länder-Analysen: Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen



    https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/329/ukraineanalysen329.pdf?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Ukraine-Analysen+329&newsletter=Ukraine-Analysen+329



    Nr. 329 


    25.03.2026


    Ukraine–Analysen



    Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen

    Die Beiträge im Überblick:

    Kommentar
    Lehren aus der OSZE Special Monitoring Mission (SMM) für eine mögliche Friedenssicherung in der Ukraine
    Julia Friedrich (Global Public Policy Institute, Berlin)

    Kommentar
    Auf alle Eventualitäten (nicht) vorbereitet: Die OSZE und ein mögliches Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine
    Nadja Douglas (Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin/Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS), Berlin)

    Analyse
    Jenseits hochrangiger Diplomatie: Die OSZE und innergesellschaftlicher Dialog in der Ukraine
    Vera Axyonova (University of Birmingham), Tetiana Kyselova (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder; Nationale Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie)

    Dokumentation
    Friedensverhandlungen


    Zur Gesamt-Ausgabe als PDF
    Ukraine-Analysen 329



    ------


    3. Tagesspiegel: Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine


    https://www.tagesspiegel.de/internationales/liveblog/nach-ukrainischem-angriff-hunderttausende-in-russischem-belgorod-ohne-strom-4309180.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    25. März 2026 03:26


    Viktoria Bräuner


    Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine


    Eine in Litauen nahe der Grenze zu Belarus abgestürzte Drohne stammt

    nach Angaben von Regierungschefin Inga Ruginiene aus der Ukraine. Sie

    habe im Zusammenhang mit einem Einsatz gestanden, den die Ukrainer

    gegen Russland ausgeführt hätten, sagte Ruginiene am Dienstag zu

    Journalisten. „Wir können bereits sagen, dass es sich um eine verirrte

    Drohne handelte.“


    Der Drohnenabsturz am Montag mit einer Explosion in einem See nahe der

    Stadt Varena im Süden des Nato- und EU-Staates Litauen hatte für

    Aufregung gesorgt. Die örtlichen Behörden leiteten sofort eine

    Untersuchung des Vorfalls ein. Zwar wurden weder Opfer noch Schäden

    durch den Vorfall verzeichnet. Es bestand jedoch die Befürchtung, dass

    die Drohne aus dem mit Russland verbündeten Belarus stammen könnte.


    Im Juli vergangenen Jahres waren zwei Drohnen von Belarus aus nach

    Litauen eingedrungen. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Polen,

    Rumänien und Moldau. (AFP)



    ——


    4. Morgenpost: Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?


    https://www.morgenpost.de/politik/article411551082/das-ist-trumps-15-punkte-plan-fuer-das-ende-des-iran-kriegs.html


    Iran reagiert mit Spott

    Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?


    Washington. Der Graben zwischen dem, was US-Präsident Donald Trump

    verheißt und tut, und den abwehrenden Reaktionen aus Teheran, wird

    immer breiter.


    Von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington


    25.03.2026, 02:52 Uhr


    Drastischer könnte der „split-screen” zwischen Washington und Teheran

    nicht sein. Während Donald Trump baldige Friedensverhandlungen mit dem

    Iran in Aussicht stellt und dem Kriegsgegner über pakistanische

    Vermittler einen 15-Punkte-Plan mit Forderungen und Zugeständnissen

    zukommen ließ, stellt das Mullah-Regime den US-Präsidenten als Lügner

    dar.


    Ein Sprecher des Militärs machte sich in einer Fernsehansprache lustig

    über Washingtons. „Haben eure internen Konflikte den Punkt erreicht,

    an dem ihr mit euch selbst verhandelt?“ Esmaeil Baqaei, der Sprecher

    des Außenministeriums in Teheran, flankierte die Ablehnung:


    „Es gibt keine Gespräche oder Verhandlungen zwischen dem Iran und den

    Vereinigten Staaten.“ Begründung: „sehr katastrophale Erfahrungen“.

    Der Iran wurde „zweimal innerhalb von neun Monaten angegriffen, als

    wir mitten in einem Verhandlungsprozess zur Lösung der Atomfrage

    standen“.


    USA präsentieren 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs


    Zuvor war der Inhalt des 15-Punkte-Plans der USA zur Beendigung des

    Krieges mit dem Iran bekannt geworden. Viele Details sind

    deckungsgleich mit dem, was Amerika vor der Bombardierung der

    iranischen Atomanlagen im Juni 2025 unterbreitet hatte. Die Details

    auf einen Blick:



    Trumps Plan für einen Waffenstillstand mit dem Iran im Überblick 

    1. Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran (wenn alle Forderungen erfüllt sind).
    2. Unterstützung der USA beim Vorantreiben und Aufbauen eines zivilen Atomprojekts (Stromerzeugung).
    3. Aufhebung der Drohung, Sanktionen erneut zu verhängen.
    4. Das iranische Atomprogramm wird unter einem festgelegten Rahmen eingefroren.
    5. Angereichertes Uran bleibt bestehen, jedoch unter Aufsicht und innerhalb vereinbarter Grenzen.
    6. Das ballistische Raketenprogramm soll zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden, mit Beschränkungen hinsichtlich Menge und Reichweite.
    7. Die Nutzung von Atomprogrammen ist ausschließlich auf zivile/defensive Zwecke beschränkt.
    8. Die Entwicklung bestehender nuklearer Kapazitäten wird gestoppt.
    9. Keine weitere Ausweitung der Anreicherungskapazitäten.
    10. Keine Produktion von waffenfähigem Nuklearmaterial auf iranischem Boden.
    11. Das gesamte angereicherte Material wird der Internationalen Atom-Energiebehörde IAEO innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens übergeben.
    12. Die Atom-Standorte Natanz, Isfahan und Fordow werden stillgelegt (zerstört).
    13. Internationale Überwachungs- und Verifizierungsmechanismen werden durchgesetzt.
    14. Die schrittweise Umsetzung ist an die Einhaltung der Vereinbarungen geknüpft.
    15. Zusätzliche regionale und sicherheitspolitische Vereinbarungen zwischen den Parteien.


    Der vorgeschlagene Mechanismus: Während eines noch einmonatigen

    Waffenstillstands sollen die Details verhandelt werden. Auch ein

    Friedensgipfel in Islamabad unter Beteiligung von US-Vizepräsident

    J.D. Vance wird diskutiert. Erster Schönheitsfehler: Der Iran will

    keinen befristeten Waffenstillstand.


    Einem Gipfeltreffen hat Teheran bisher nicht zugestimmt. Zweiter

    Schönheitsfehler: Trump rüstet parallel weiter auf. Mit der 82nd

    Airborne Division, einer Elite-Luftlandedivision, hat der Präsident

    just weitere 2000 Soldaten an den Golf entsandt. Wenn das bis Samstag

    verlängerte Ultimatum Trumps abgelaufen ist, spekulieren Insider,

    könnte ein großer Militärschlag folgen.


    ——


    5. Morgenpost: Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht


    https://www.morgenpost.de/politik/article411551108/warum-trumps-iran-friedensplan-nach-verzweiflung-riecht.html



    Meinung


    Der Präsident will raus

    Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht

    Washington. Teheran fühlt sich unbesiegt. Washington sucht mit Maximalforderungen nach der Ausfahrt. 


    Steht am Ende ein Scheinfrieden, der nichts löst?


    Ein Kommentar von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
    25.03.2026, 04:44 Uhr 


    Washington. Teheran fühlt sich unbesiegt. Washington sucht mit

    Maximalforderungen nach der Ausfahrt. Steht am Ende ein Scheinfrieden,

    der nichts löst?


    Ein Kommentar von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington


    25.03.2026, 04:44 Uhr


    Ein 15-Punkte-Plan für Frieden im Iran von Donald Trump? Was sich an

    der Oberfläche ermutigend anhören könnte – rund vier Wochen nach

    Ausbruch dieses strategisch miserabel vorbereiteten Angriffs –,

    entpuppt sich als Fortsetzung der Wurstelei eines irrlichternden

    US-Präsidenten. Angesichts durchweg schlechter Militär-Optionen zur

    Beendigung des Konflikts will Trump nur noch eines: raus. 


    Dafür kreiert er sogar Verhandlungen, die (noch) gar nicht stattgefunden haben.


    Daraus spricht die Verzweiflung. Teheran, nicht er, hat die besseren

    Karten. Dennoch kommt der von den USA vorgelegte Katalog von

    Maximalforderungen dem Verlangen nach Kapitulation der Mullahs gleich.

    Ein Fehler.


    Teheran braucht Garantien – Trump kann nicht liefern


    Denn der Iran betrachtet sich nicht als besiegt. Im Gegenteil. In

    einem Zermürbungskrieg, in dem er mit kostengünstigen Drohnen immensen

    Schaden anrichten kann, wird sich das laut US-Geheimdiensten intakte

    Regime keine Nachkriegsrealität aufzwingen lassen, die man schon vor

    den ersten US-Bomben nie akzeptiert hätte.



    Aus Teherans Sicht muss ein akzeptables Ergebnis bei etwaigen

    Verhandlungen Garantien gegen künftige Angriffe,

    Entschädigungszahlungen, die Aufrechterhaltung seiner Raketen- und

    Atomprogramme und die Kontrolle über die Straße von Hormus beinhalten.

    Trump kann da, selbst wenn er wollte, nicht mitgehen.


    Was nun? Am Ende könnte ein Placebo-Abkommen stehen, das es ihm

    ermöglicht, den Krieg als siegreich für beendet zu erklären, ohne dass

    etwas wirklich gelöst wäre. Dann wäre Iran auf dem Weg, das zu tun,

    was schon die Taliban in Afghanistan mit den USA gemacht haben. Sie

    haben sie überdauert.



    ———



    6. Der Spiegel: Schlingerkurs des US-Präsidenten - Trump säuselt von Frieden. Und schickt Fallschirmjäger


    https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-donald-trump-saeuselt-von-frieden-und-schickt-fallschirmjaeger-a-2679ea61-1a02-4182-8d6e-abfc7ef9665b


    Schlingerkurs des US-Präsidenten  Trump säuselt von Frieden. Und schickt FallschirmjägerDonald Trump sinniert über ein Ende des Irankriegs. Gleichzeitig beordert 

    der US-Präsident  offenbar Eliteeinheiten und Angriffsschiffe an den Golf. 


    Ist das Gerede vom Frieden nur Ablenkung vor dem großen Schlag?


    Von Claus Hecking, Boston


    25.03.2026, 06.01 Uhr



    ————————


    7. Tagesanzeiger: Wirren des Irankriegs


        Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen


    https://www.tagesanzeiger.ch/trump-iran-15-punkte-plan-fuer-waffenruhe-im-nahen-osten-279751251787


    Wirren des Irankriegs


    Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen

    Der US-Präsident will den Krieg trotz angeblicher Gespräche fortsetzen und spricht von einem 

    «sehr grossen Geschenk» des Iran. Die Mullahs vermuten Kalkül hinter Trumps Ankündigungen.


    Fabio Lüdi


    Publiziert heute (25.3.2026) um 10:42 Uhr 


    US-Präsident Donald Trump will dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur

    Beendigung des Kriegs vorgelegt haben, der auf grossen Zuspruch

    gestossen sei. Das berichten verschiedene US-amerikanische Medien wie

    die «New York Times» oder «Axios» unter Berufung auf anonyme

    US-Beamte.


    Selbst gesehen haben die Medien das Dokument nicht – und Offizielle

    des Iran dementieren die Behauptungen des US-Präsidenten, sie hätten

    Trumps Plan für eine Waffenruhe zugestimmt. Unstrittig scheint, dass

    der Vorschlag mit Pakistan als Briefträger von den USA an den Iran

    übergeben worden ist. Doch was steht überhaupt zur Debatte?


    Das fordern die USA vom Iran


    Die USA unter Präsident Donald Trump wollen, dass der Iran seinen

    Vorrat an hochangereichertem Uran (über 400 Kilogramm) aufgibt und auf

    weitere Urananreicherungen verzichtet, die wichtige Strasse von Hormuz

    wieder öffnet, verstärkte UNO-Inspektionen und die Überwachung von

    Nuklearanlagen akzeptiert, die Reichweite seiner ballistischen Raketen

    begrenzt und die Unterstützung zurückfährt für dem Land nahestehende

    Organisationen wie die Hizbollah im Libanon, wie etwa «Axios» schreibt.


    So reagiert der Iran auf Trumps 15-Punkte-Plan


    Ein Sprecher des iranischen Militärs verspottet am Mittwoch die

    angeblichen Bemühungen der USA um ein Waffenruheabkommen. Die

    Amerikaner verhandelten nur mit sich selbst, sagte Ebrahim Solfaghari,

    Sprecher des zentralen Hauptquartiers Khatam al-Anbiya, laut AP im

    Staatsfernsehen.


    «Unser erstes und letztes Wort war von Anfang an dasselbe und wird es

    auch bleiben: Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Ihnen

    einigen», sagte Solfaghari, «nicht jetzt, niemals.» Wären die USA eine

    tatsächliche Supermacht, hätten sie sich «längst aus diesem

    Schlamassel befreit». «Ihre Ära leerer Versprechungen ist zu Ende.



    Laut «Axios» sind einige Vertreter der iranischen Führung auch der

    Ansicht, Trumps Ankündigungen rund um eine mögliche Waffenruhe dienten

    nur dazu, die Märkte zu beruhigen und den Ölpreis zu senken sowie Zeit

    zu gewinnen für weitere militärische Operationen. Infolge des Angriffs

    von Israel und den USA auf den Iran war der Ölpreis stark angestiegen.


    Steve Witkoff, der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, soll Trump

    indes gesagt haben, der Iran habe «mehreren Schlüsselpunkten»

    zugestimmt. So etwa der Aufgabe seines hochangereicherten Urans,

    zitiert «Axios» eine anonyme Quelle.


    Ob der Iran tatsächlich solche Zugeständnisse gemacht hat – und wer

    das im Namen des Landes getan haben könnte –, ist jedoch strittig.

    Laut «Axios» wissen selbst in den höchsten Kreisen der Trump-Regierung

    nur sehr wenige, was in Bezug auf die Annäherung an den Iran

    tatsächlich vor sich geht. Gleichzeitig behaupten die USA, die

    iranische Führung habe seit der Ermordung führender Politiker seit

    Kriegsbeginn Mühe, sich unter sich abzusprechen, da unklar sei, wer

    das Land führe.


    Das fordert der Iran von den USA


    Als Antwort auf den US-Vorstoss formulierte die Iranische

    Revolutionsgarde ihrerseits Forderungen, wie das «Wall Street Journal»

    schreibt. So sollen die USA etwa alle ihre Militärstützpunkte rund um

    den Persischen Golf räumen und einem System zustimmen, das dem Iran

    erlaubt, von Schiffen in der Strasse von Hormuz eine Durchfahrtsgebühr

    zu kassieren.


    So steht Israel zum 15-Punkte-Plan der USA


    Der Erfolg eines Waffenruheabkommens hängt auch massgeblich von Israel

    ab. Aus israelischen Kreisen heisst es, Trumps 15-Punkte-Plan sei

    grundsätzlich mit der Position Israels vereinbar, wie «Axios»

    schreibt. Allerdings herrscht Skepsis darüber, ob der Iran der

    Wunschliste Trumps zustimmt.


    «Es gibt Befürchtungen, dass Trump sich dazu entschliessen könnte,

    einen Deal abzuschliessen und den Krieg zu beenden, selbst wenn nur

    einige seiner Forderungen erfüllt werden, und den Rest ohne eine klare

    Lösung auf später zu verschieben», wird eine israelische Quelle zitiert.


    Ungeachtet möglicher Waffenruhegespräche planen sowohl Israel als auch

    die USA mit einer Fortsetzung des Krieges für noch mindestens zwei bis

    drei Wochen, wie die «New York Times» schreibt. «Axios» zitiert einen

    US-Beamten mit den Worten: Trump wolle schauen, ob ein Deal erreicht

    werden könne, aber «wenn nicht, werden wir sie wieder bombardieren».

    Der US-Präsident hatte einen Stopp der Angriffe auf iranische

    Kraftwerke bis Freitag angekündigt.


    Wie US-Medien berichten, verlegen die USA 2000 bis 3000

    Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten. 


    Ob sie eingesetzt würden, stehe noch nicht fest, schreibt etwa das «Wall

    Street Journal». Sie eröffneten Trump aber zusätzliche Handlungsmöglichkeiten.



    Am Dienstag sagte US-Präsident Donald Trump vor den Medien, der Iran

    habe den USA ein «sehr grosses Geschenk» gemacht. «Sie werden einen

    Deal machen», sagte Trump. «Sie haben gestern etwas Unglaubliches

    gemacht. Sie haben uns ein Geschenk gegeben, das Geschenk ist heute

    angekommen. Es war ein sehr grosses Geschenk, das eine enorme Menge

    Geld wert ist. Ich werde Ihnen nicht sagen, um was es sich beim

    Geschenk handelt, aber es war ein sehr bedeutender Preis.» 


    Auf Nachfrage sagte Trump, es habe sich um ein Geschenk in Bezug auf Öl

    und Gas gehandelt. «Es hat gezeigt, dass wir mit den richtigen Leuten verhandeln.»




    ———


    8. Foreign Policy: Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg

        Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.



    https://foreignpolicy.com/2026/03/17/israel-lobby-iran-war-trump-responsibility/?tpcc=me_digest&utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=Middle East Digest - 031926&utm_term=oneoff_middle_east_digest_031926


    Der Standpunkt eines Experten zu einem aktuellen Ereignis.

    Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg

    Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.

    Walt-Steve-foreign-policy-columnist20Stephen M. Walt

    Von Stephen M. Walt, Kolumnist bei Foreign Policy und Robert and Renée Belfer 

    Professor für internationale Beziehungen an der Harvard University. 


    17. März 2026, 06:44

    News-Flash: Der Krieg im Iran läuft nicht wie erwartet. Ich könnte

    sagen, nicht als "geplant" zu gehen, außer dass dieses Wort in diesem

    Fall völlig unangemessen erscheint. Während die Amerikaner und andere

    ein weiteres Debakel im Nahen Osten erleben, wollen sie wissen, wer

    dafür verantwortlich ist.


    Es ist von entscheidender Bedeutung, die Schuld dort zu machen, wo sie

    hingehört, aber ebenso wichtig, dass diejenigen, die nicht

    verantwortlich sind, nicht zu Unrecht beschuldigt werden.


    Iran-Krieg


    Analyse und Nachrichten. Es überrascht nicht, dass einige Beobachter

    denken, dass dies ein Krieg ist, der für Israel geführt wird. Als

    Beweis deuten sie auf die USA hin.


    Die Erklärung von Außenminister Marco Rubio, dass die Regierung

    wusste, dass Israel angreifen würde, erwartete, dass der Iran

    Vergeltungsmaßnahmen gegen die US-Streitkräfte in der Region ergreifen

    könnte, und entschied sich daher, dem Vorzug zu kommen.


    Darüber hinaus hatte der israelische Premierminister Benjamin

    Netanjahu seit Monaten hart auf einen weiteren Krieg gedrängt, und es

    gibt viele pro-israelische Experten - wie den ehemaligen Chefredakteur

    der Jerusalem Post und den aktuellen New York Times-Kolumnisten Bret

    Stephens -, die in der Vergangenheit wiederholt zum Krieg gegen den

    Iran aufgerufen haben und den aktuellen Krieg sogar jetzt verteidigen.

    (…)



    siehe auch:



    https://www.nytimes.com/2026/03/22/us/politics/iran-israel-trump-netanyahu-mossad.html?unlocked_article_code=1.VVA.fqFQ.2g-SgH_MdEhP&smid=nytcore-ios-share


    Israel glaubte, es könne im Iran einen Aufstand anzetteln. Das ist nicht geschehen.


    Präsident Trumps Hoffnungen, dass ein israelischer Plan, einen internen Aufstand gegen 

    die theokratische Regierung des Iran zu entfachen, den Krieg rasch beenden könnte, 

    haben sich bislang zerschlagen.


    (übersetzt mit deepl.com)



    ——


    9. Die Zeit: Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg "völkerrechtswidrig"


    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/krieg-naher-osten-frank-walter-steinmeier-johann-wadephul-voelkerrechtswidrig-iran-usa-israel-gxe


    Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg "völkerrechtswidrig"

    Frank-Walter Steinmeier spricht von einem "Völkerrechtsbruch" beim

    Irankrieg. Außenminister Johann Wadephul rief dazu auf, das Verhältnis

    zu den USA nicht abzuschreiben.


    Aktualisiert am 24. März 2026, 10:49 Uhr


    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und

    Israels gegen den Iran als "völkerrechtswidrig" kritisiert. "Unsere

    Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir

    Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen", sagte Steinmeier in

    seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen

    Amts in Berlin.


    "Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel",

    sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die

    Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als

    völkerrechtswidrig einzustufen.


    Wenn das Ziel des Krieges tatsächlich gewesen wäre, den Iran am Bau

    einer Atombombe zu stoppen, dann sei er das Resultat eines politisch

    verhängnisvollen und vermeidbaren Fehlers.


    "Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des

    Iran", sagte Steinmeier und verwies auf den Abschluss des

    internationalen Atomabkommens mit dem Iran 2015. US-Präsident Trump

    habe dieses Abkommen scheitern lassen. In seiner ersten Amtszeit

    kündigte er das Abkommen auf, "in seiner zweiten Amtszeit nun führt er

    Krieg", sagte Steinmeier.


    Deutschland und Europa könnten nie wieder ein so vertrautes Verhältnis

    mit den USA haben wie vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald

    Trump. "Ich spreche daher von einem 'doppelten Epochenbruch' in

    ​unserer Zeit", sagte Steinmeier.


    Bereits am 24. Februar 2022 habe es mit ‌dem russischen ⁠Überfall auf

    die Ukraine einen ​Epochenbruch gegeben. Trumps Amtsantritt wolle er

    damit nicht vergleichen – aber beides habe für die deutsche

    Außenpolitik eine "strategisch ​umstürzende Bedeutung".


    Wadephul ruft zum Zusammenhalt auf


    Außenminister Johann Wadephul (CDU) ging in seiner Rede ebenfalls auf

    die Beziehung zu den USA ein. "Unser transatlantisches Verhältnis

    befindet sich in einem tiefgehenden Wandel", sagte er. Die

    internationale Ordnung der vergangenen 75 Jahre stehe unter Druck,

    einige würden versuchen, sie zu zerstören. Diplomatie sei daher "heute

    nötiger denn je“. (…)



    ——


    siehe auch:


    https://www.sueddeutsche.de/politik/news-habermas-ramstein-afd-li.3453193


    SZ am Abend - Nachrichten vom 14. und 15. März 202615. März 2026, 17:58 Uhr


    (…)


    SPD-Zweifel an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für US-Krieg gegen Iran. 


    Bei einigen in der schwarz-roten Koalition gibt es Bedenken, ob

    Deutschland weiter etwa Überflugrechte erteilen soll. Es geht auch um

    die Frage, ob ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegen könnte, das

    die Unterstützung völkerrechtswidriger Angriffskriege untersagt. 


    In der SPD wird eine Entscheidung durch Gerichte ins Spiel gebracht, die

    Linke fordert ein Ende der Nutzung der US Air Base. 


    Zum Artikel




    ———


    10. Verfassungsblog: Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran 


    https://verfassungsblog.de/stellungnahme-zur-deutschen-ausenpolitik-im-zuge-der-angriffe-der-usa-und-israels-auf-den-iran/

    17 March 2026

    Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Völkerrecht

    und den internationalen Beziehungen befassen, sind wir besorgt über

    die Reaktionen der deutschen Politik auf den am 28. Februar 2026

    gestarteten Angriff der USA und Israels auf die Islamische Republik

    Iran. Die bisherigen Stellungnahmen der deutschen Bundesregierung

    lassen keine klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens

    erkennen und tragen damit zur weiteren Aushöhlung der regelbasierten

    und institutionellen Ordnung in Europa und der Welt bei.


    Der Einsatz militärischer Gewalt gegen den Iran durch Israel und die

    USA stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar.


    Da kein bewaffneter Angriff des Irans auf Israel, die USA oder andere

    Staaten unmittelbar bevorstand, ist die Gewaltausübung nicht durch das

    Recht auf Selbstverteidigung gerechtfertigt. Zum Zeitpunkt des

    Angriffs durch die USA befanden sich die US-amerikanische und die

    iranische Regierung noch in Verhandlungen über das iranische

    Atomprogramm, und es fehlen Belege dafür, dass die Herstellung und der

    Einsatz einer Atombombe oder anderer Waffen imminent waren.


    Auch die beispiellosen Gräueltaten der iranischen Regierung an der

    eigenen Bevölkerung rechtfertigen die Raketen- und Bombenangriffe

    durch die USA und Israel auf Ziele im Iran nicht. Zwischenstaatliche

    Einsätze von Waffengewalt als Reaktion auf gravierende

    Menschenrechtsverstöße und humanitäre Notlagen können nur durch

    Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen autorisiert

    werden.


    Eine Berufung auf das umstrittene Instrument der humanitären

    Intervention in Ausübung einer Schutzverantwortung auch ohne UN-Mandat

    kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil die Art der Durchführung

    der Angriffe und die Auswahl der Ziele offensichtlich nicht der

    Verbesserung der humanitären Situation der iranischen Bevölkerung

    dienen. Weder die USA noch Israel haben sich durch Anrufung des

    Sicherheitsrats oder der Generalversammlung um ein multilaterales

    Vorgehen bemüht.


    Die Bundesregierung hat der Rechtswidrigkeit dieses Angriffs bei der

    Entscheidung über die Nutzung von Militärbasen auf deutschem

    Territorium Rechnung zu tragen, um nicht Gefahr zu laufen, sowohl das

    Völkerrecht als auch das Grundgesetz zu verletzen.


    Die historische Verantwortung Deutschlands sowie die daran anknüpfende

    Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes verpflichten die

    Bundesregierung, völkerrechtliche Grundnormen als Grundlage deutscher

    Außenpolitik zu respektieren und zu stärken. Das Gewaltverbot ist die

    notwendige Bedingung einer friedlichen Welt und damit nicht

    verhandelbar. Internationale Kooperation, globale Governance, sowie

    transnationale wirtschaftliche Transaktionen basieren auf dem

    allseitigen Vertrauen in seine Einhaltung.


    Nur eine prinzipiengeleitete Außenpolitik kann die Grundlage dafür

    bieten, dass das Völkerrecht in Zukunft auch von anderen Staaten

    eingefordert werden kann (bspw. in der Forderung nach Sicherheit und

    Souveränität der Ukraine und Grönlands). Wenn Drittstaaten die

    Einforderung von internationalen Rechtsnormen durch die deutsche

    Bundesregierung als selektiv wahrnehmen, kann dieser Eindruck von

    Doppelstandards zukünftige Abmachungen und vertrauensvolle

    Zusammenarbeit unterminieren.


    Langfristig ist es daher nicht nur moralisch und rechtlich geboten,

    sondern auch im Eigeninteresse Deutschlands, auf einer regelbasierten

    Ordnung zu bestehen und entsprechend zu handeln. Wir fordern daher

    eine Rückkehr zur Grundlage der deutschen Außenpolitik, die auf der

    UN-Charta und dem Grundgesetz basiert sowie eine Verregelung und

    Verrechtlichung der internationalen Beziehungen anstrebt.


    (es folgen die Namen der Unterzeichnenden)




    -----

    11. Der Spiegel: Deutscher Botschafter Steffen Seibert        Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte



    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/steffen-seibert-ein-israel-freund-den-die-netanyahu-regierung-loswerden-moechte-a-76f9754d-ded7-47f5-92e7-6030572c5200


    Deutscher Botschafter Steffen Seibert  Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchteSteffen Seibert hat Hebräisch gelernt, Geiselfamilien unterstützt und palästinensischen Terror verurteilt. 


    Trotzdem hat er nun den Ärger von Israels Außenminister auf sich gezogen – 

    weil er auf die wachsende Gewalt von Siedlern hinwies.


    Von Christoph Schult


    24.03.2026, 12.41 Uhr


    (…)



    ——




    12. Die Welt: Kritik an Siedlergewalt - Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert


    https://www.welt.de/politik/ausland/article69c110028f5761671715c51a/steffen-seibert-israels-aussenminister-empoert-ueber-x-beitrag-vom-botschafter.html


    Kritik an Siedlergewalt

    Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert

    Stand: 23.03.2026


    „Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt“: Der

    israelische Außenminister kritisiert den scheidenden Diplomaten

    Seibert scharf. Hintergrund ist dessen Kritik an Siedlergewalt. Nun

    schaltet sich das Auswärtige Amt ein.


    Das Auswärtige Amt hat sich nach Kritik des israelischen

    Außenministers Gideon Saar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter

    den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt. „Es ist ganz klar,

    dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen

    anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben“, sagte ein Sprecher des

    Auswärtigen Amts in Berlin.


    Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Saar gestern Abend angerufen

    und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates

    Israel sei. „Damit ist die Sache auch ausgeräumt“, ergänzte der Sprecher.


    Der Sprecher wies auf „die Dynamik von Streitgesprächen auf X“ hin und

    sagte: „Das ist nicht das optimale Gesprächsformat, um

    Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.“ Deswegen habe Wadephul mit

    Saar direkt gesprochen. Der Minister habe auch erneut angesprochen,

    dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im

    Westjordanland brauche.


    Saar hatte wütend auf einen X-Post des deutschen Botschafters

    reagiert. „Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis

    zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen“, schrieb Saar auf

    der Plattform X. „Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt

    – einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird.“ Das

    israelische Außenministerium warf Seibert fehlende Empathie für Israel vor.


    Steffen Seibert – einstiger ZDF-Moderator und Ex-Regierungssprecher –

    ist noch bis zum Sommer 2026 Botschafter in Israel, anschließend geht

    der 65-Jährige in den Ruhestand. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt.


    Seibert hatte am Sonntagabend in seinem X-Post von einem Tag der

    Trauer und Empörung nach dem Tod eines Israelis durch

    Hisbollah-Beschuss und hunderten Verletzten durch iranische Raketen

    gesprochen. Zugleich schrieb er über Siedlergewalt gegen

    palästinensische Dorfbewohner im Westjordanland. Zuvor war es zum Tod

    eines Siedlers gekommen.


    Wegen der Kritik an Siedlergewalt warf Saar Seibert eine „Besessenheit

    auf die in Judäa und Samaria lebenden Juden“ vor, die ihn daran

    hindere, den Tod eines Juden durch Palästinenser zu verurteilen. Als

    Judäa und Samaria bezeichnet die israelische Regierung die Gebiete im

    Westjordanland.


    Botschafter: Wir stehen an der Seite Israels


    In einer eigenen Reaktion auf Saars X-Post betonte Botschafter

    Seibert, Deutschland stehe in dem gegenwärtigen Krieg gegen den Iran

    an der Seite Israels. Es habe die iranischen Angriffe auf israelische

    Zivilisten und den „verbrecherischen Einsatz von Streubomben

    öffentlich verurteilt“, schrieb der Diplomat in seiner Erwiderung auf

    X. „Die Gewalt der Siedler bereitet uns, wie auch dem israelischen

    Präsidenten und anderen führenden Politikern, große Sorgen“, fügte er hinzu. 

    (…)



    ——


    13. n tv: Vor Internationalem Gerichtshof - Deutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel


    https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-verzichtet-auf-Intervention-bei-Genozid-Verfahren-gegen-Israel-id30485759.html


    Vor Internationalem GerichtshofDeutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel18.03.2026, 18:22 Uhr 


    Die Ampel-Koalition will Israel vor dem Internationalen Gerichtshof

    gegen den Vorwurf des Völkermords verteidigen. Doch die aktuelle

    Bundesregierung tritt nun von diesem Vorhaben zurück. Grund soll eine

    Klage Nicaraguas gegen Deutschland vor dem IGH sein.


    Die Bundesregierung will Israel entgegen einer Ankündigung der

    Ampel-Regierung nun doch nicht bei seiner Verteidigung gegen eine

    Genozid-Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) beistehen.

    Auf die Frage eines Journalisten, ob eine sogenannte Nebenintervention

    zugunsten Israels weiterhin geplant sei, sagte ein Sprecher des

    Auswärtigen Amtes, dass es diese nicht geben werde.


    Als Grund verwies der Sprecher auf neue Entwicklungen seit der im

    Dezember 2023 durch Südafrika eingereichten Klage gegen Israel. Unter

    anderem habe Nicaragua im Frühjahr 2024 eine Klage vor dem IGH gegen

    Deutschland eingereicht: "Wir sind jetzt eben selbst Teil eines

    streitigen Verfahrens vor dem IGH und haben uns infolgedessen

    entschieden, von dieser Möglichkeit [der Nebenintervention] nicht

    Gebrauch zu machen." Die Bundesregierung wolle sich stattdessen auf

    das von Nicaragua angestrengte Verfahren konzentrieren.


    Im März 2024 hatte sich Nicaragua mit dem Vorwurf an das Gericht

    gewandt, Deutschland leiste durch Waffenlieferungen an Israel Beihilfe

    zu einem Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen. "Wir weisen

    die Vorwürfe, die Nicaragua Deutschland vor dem IGH macht, entschieden

    zurück", betonte der Außenamtssprecher.


    Auf die Nachfrage eines Journalisten, ob die Bundesregierung nicht

    mehr den Standpunkt vertrete, dass der Genozid-Vorwurf gegen Israel

    "jeder Grundlage entbehre", sagte der Sprecher, dass der Vorwurf vor

    dem Internationalen Gerichtshof geklärt werde. "Und das möchten wir

    natürlich abwarten."


    Anders als Deutschland verteidigen die Vereinigten Staaten Israel vor

    dem IGH gegen die Völkermordvorwürfe. Mehr als ein Dutzend weiterer

    Länder haben Interventionen eingereicht, darunter Spanien, die

    Niederlande und Irland. Viele vertreten jedoch eine andere Auffassung

    als die USA. Südafrika wirft Israel in seiner Klage Handlungen vor,

    die nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel vom 7.

    Oktober 2023 auf die Vernichtung der Palästinenser im Gazastreifen

    abzielten. Israel weist diese Vorwürfe zurück.


    Quelle: ntv.de, dsc/dpa



    -------



    14. SWP: Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? 


    https://www.swp-berlin.org/publikation/flaechenbrand-welche-ziele-verfolgen-die-kriegsparteien-in-iran-und-welche-folgen-drohen-in-nahost?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter, 19.03.2026&mtm_kwd=Weiter


    Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? 

    SWP-Podcast 2026/P 08, 18.03.2026



    (…)



    Moderator: Jetzt haben wir ganz viele, wie Marco Overhaus es genannt

    hat, Fragezeichen hier in diesem Podcast gesetzt. Sehen Sie denn

    irgendwo auch ein Ausrufezeichen, was Ihnen Hoffnung macht, wo man

    sagen könnte, das ist der Weg raus?


    Azadeh Zamirirad: Also ein Ausrufezeichen sehe ich nicht.


    Moderator: Einen Gedankenstrich?


    Azadeh Zamirirad:


    (…) Also es gibt so viele Unwägbarkeiten. Aber wenn ich versuche,

    positiv zu denken und den Gedankenstrich mal zu setzen: ich glaube

    schon, dass es nach wie vor die Möglichkeit gibt und auch die

    Notwendigkeit, hier deeskalierend zu wirken und hier vermittelnd

    einzuwirken.


    Und da sehe ich vor allen Dingen eine Rolle für die Europäer, weniger

    als im militärischen Bereich. Auch wenn man dann nüchtern betrachtet

    sagen muss, dass unsere Rolle sehr begrenzt ist. Aber ich denke, dass

    wir darauf hinwirken müssen, in Zusammenarbeit mit den Akteuren in der

    Region, die sich ja noch um Vermittlung bemühen.


    Und es gibt auch Golfstaaten, obwohl sie ins Visier geraten sind von

    Iran, die weiterhin um Deeskalation bemüht sind, mit Akteuren wie dem

    Oman oder Katar zu arbeiten. Gegebenenfalls auch mit den Chinesen, mit

    der Türkei, also Akteure, die etwas mehr Handlungsspielraum haben.


    Die Türken haben sich jetzt nicht gerade aufgedrängt selbst, aber auch

    das ist zumindest denkbar, auf Deeskalation hinzuwirken, um

    Vermittlungsbemühungen zu starten. Und das war ja mal eine große

    Rolle, die die Europäer in der Vergangenheit gespielt haben.


    Wieso nicht versuchen jetzt, wenn unsere anderen Möglichkeiten gerade

    so begrenzt sind, genau diese Rolle wieder zu beleben, um überhaupt

    wieder als Akteur, als Handlungsspieler hier mit am Tisch sitzen zu

    können.


    Die Bemühungen muss man zumindest überhaupt erst mal beginnen. Das

    beginnt beim Völkerrecht und geht aber auch darüber hinaus. Da glaube

    ich, kann man schon ansetzen. Und dann gibt es zumindest Grund zu

    hoffen, dass wir auf dem Waffenstillstand erst mal hinwirken können

    und von dort dann weitersehen.



    Moderator: Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Was sind die

    Kriegsziele? Und welche Folgen könnte der Krieg auch für die Region

    haben? Darüber habe ich gesprochen mit Azadeh Zamririrad, mit Marco

    Overhaus und mit Peter Lintl. Herzlichen Dank.


    Lintl/Overhaus/Zamirirad: Vielen Dank.


    (…)


    ——


    15. IPG: Blockierte Lebensader - Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.


    https://www.ipg-journal.de/regionen/global/artikel/blockierte-lebensader-8942/?utm_campaign=de_40_20260319&utm_medium=email&utm_source=newsletter



    Global 19.03.2026 | Bram Govaerts & Sharon Burke

    Blockierte Lebensader


    Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.

    Bram Govaerts ist Generaldirektor des International Maize and Wheat

    Improvement Center und ein international anerkannter

    Agrarwissenschaftler, der nachhaltige Innovationen in Agrar- und

    Ernährungssystemen vorantreibt.


    Sharon Burke ist Chief Engagement Officer des International Maize and

    Wheat Improvement Center mit Fokus auf globale Ernährungssicherheit

    und wirkungsorientierte Agrarforschung. Zuvor Gründer von Ecospherics

    und ehemaliger Assistant Secretary of Defense der U.S. Department of

    Defense für Energie.




    Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran haben

    nur noch wenige der einst täglich rund 100 Schiffe, die die Straße von

    Hormus passierten, diese durchquert. Nun, da der Iran laut Berichten

    Seeminen in der engen Wasserstraße verlegt hat, ist eine tagelange,

    wenn nicht gar monatelange Sperrung nicht mehr nur hypothetisch.


    (…)


    Weitere Störungen in der Straße von Hormus hätten Auswirkungen, die

    weit über den Golf hinausreichen würden. Landwirte auf der ganzen Welt

    – von Südasien bis Subsahara-Afrika, aber auch in Europa und den USA –

    sind auf eine stabile Versorgung mit Düngemitteln und Treibstoff

    angewiesen.


    Erdgas ist ein wichtiger Bestandteil von Stickstoffdünger, der einen

    Eckpfeiler der modernen Landwirtschaft darstellt und maßgeblich dazu

    beigetragen hat, dass die Ernteerträge historische Höchststände

    erreicht haben. Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent des weltweit

    gehandelten Stickstoffdüngers werden über die Meerenge transportiert.


    Werden Dünger und Treibstoff teurer, reagieren Landwirte darauf, indem

    sie entweder weniger Dünger ausbringen oder eine geringere Anbaufläche

    bewirtschaften. Infolgedessen sinken die Erträge und die Auswirkungen

    breiten sich im gesamten Lebensmittelsystem aus. Die höheren Kosten

    werden von Landwirten und Lkw-Fahrern über Lebensmittelverarbeiter

    hinweg bis hin zu den Endverbrauchern entlang der Lieferkette weitergegeben.


    Während Störungen bei der Lieferung von Lebensmitteln, Treibstoff und

    Düngemitteln erst nach Wochen oder Monaten zu Preisanstiegen führen

    könnten, könnte eine andere Ressource bereits nach wenigen Tagen

    gefährdet sein: Wasser. Sollte der Konflikt die Gewässer des Golfs

    verschmutzen oder Entsalzungsanlagen außer Betrieb setzen, hätte dies

    katastrophale Folgen.


    Die Gefahr ist bereits akut. Letzte Woche meldeten sowohl Bahrain als

    auch der Iran, der selbst unter schwerwiegender Wasserknappheit

    leidet, dass Entsalzungsanlagen angegriffen worden seien. Sollten

    diese Angriffe vorsätzlich erfolgen, würden sie nach internationalem

    Recht als Kriegsverbrechen gelten, da die Zerstörung oder

    Verschmutzung solcher Anlagen unmittelbar die Lebensgrundlage von

    Millionen Menschen gefährden würde.


    Während die Ukraine gezeigt hat, dass kritische Infrastruktur unter

    Beschuss repariert werden kann, sind Entsalzungssysteme hochkomplex

    und es gibt kaum schnelle Alternativen.


    Seit Jahrzehnten konzentrieren sich die internationalen

    Sicherheitsbemühungen im Nahen Osten darauf, die Verbreitung von

    Massenvernichtungswaffen zu verhindern. Die Sperrung der Straße von

    Hormus – sei es durch Seeminen oder einen anhaltenden militärischen

    Konflikt – könnte der Zivilbevölkerung jedoch in ähnlichem Ausmaß

    schaden, indem sie die globalen Nahrungsmittel- und Energiesysteme

    lahmlegt und zudem eine regionale Wasserkrise auslöst.


    Sowohl die Konfliktparteien als auch die internationale Gemeinschaft

    insgesamt müssen daher alles in ihrer Macht Stehende tun, um ein

    solches Szenario zu verhindern. Gleichzeitig sollte diese Episode als

    Warnung dienen. Das globale Nahrungsmittelsystem ist äußerst anfällig.

    Die politischen Entscheidungsträger müssen handeln, um es zu

    stabilisieren, bevor der nächste Schock Millionen weitere Menschen an

    den Rand einer humanitären Katastrophe bringt.




    ——




    16. IPPNW: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid



    https://www.ippnw.de/frieden/konflikte-kriege/iran/artikel/de/ippnw-kritisiert-angriffe-auf-atoman.html


    25.03.2026

    IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid


    Eskalation im Irankrieg

    Die deutsche IPPNW-Sektion kritisiert in aller Schärfe Militärangriffe

    auf atomare Anlagen, Gesundheitseinrichtungen und zivile

    Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien und Gasfelder und Drohungen mit

    solchen Angriffen. Die Organisation warnt vor einem Ökozid. Gestern

    ist nach iranischen Angaben bei US-Angriffen erneut das Gelände des

    Atomkraftwerks Buschehr getroffen worden. Vergangene Woche war das

    einzige Atomkraftwerk des Iran schon einmal von einem Geschoss

    getroffen worden.


    „Wir begrüßen die klare Verurteilung des Irankrieges als

    völkerrechtswidrig durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die

    IPPNW appelliert an die Bundesregierung, nun dem Beispiel Spaniens zu

    folgen und gegenüber den USA und Israel eine direkte und indirekte

    Unterstützung des Krieges zu verweigern“, erklärt die

    IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.


    Zudem haben die USA und Israel die Urananreicherungsanlage in Natans

    angegriffen. Am 21. März schlugen mehrere iranische

    Langstreckenraketen in Dimona und Arad in Israel ein. Hier wohnen

    Mitarbeiter*innen des Kernforschungszentrum Negev, wo die israelischen

    Atomwaffen vermutet werden. Die iranische Regierung drohte zudem mit

    einem Angriff auf das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten

    Arabischen Emiraten.


    Ein direkter Treffer auf eine Atomanlage würde keine Explosion wie bei

    einer Atomwaffe auslösen. Das Risiko besteht in der Freisetzung

    radioaktiver Stoffe, die in die Umwelt gelangen und möglicherweise

    eine langfristige Kontamination verursachen. Die Folgen eines solchen

    Beschusses hängen davon ab, welcher Teil einer Anlage getroffen wird

    und welche radioaktiven Stoffe dort vorhanden sind.


    IAEA-Chef Rafael Grossi forderte bereits mehrfach militärische

    Zurückhaltung von den Kriegsparteien. Es gelte, jedes Risiko eines

    Atomunfalls zu vermeiden. Das Internationale Rote Kreuz hat darauf

    hingewiesen, dass atomare Anlagen nach dem humanitären Völkerrecht

    einen besonderen Schutz genießen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO

    verurteilte zudem bereits am 11. März 2026 18 Angriffe auf

    Gesundheitseinrichtungen im Iran seit Beginn des Krieges.


    Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist schon jetzt eine

    Katastrophe nicht nur für die Menschen, sondern auch für das Klima.

    Wissenschaftler*innen gehen in einer Analyse davon aus, dass der Krieg

    bereits in den den ersten 14 Tagen zu 5 Millionen Tonnen

    Treibhausgasemissionen geführt hat. Er zehre das globale

    Kohlenstoffbudget schneller auf als die 84 Länder mit den geringsten

    CO²-Emissionen zusammen genommen.


    Nach Angriffen auf iranische Öllager hatte die iranische Umweltbehörde

    den Menschen geraten, in den Häusern zu bleiben. Der Iranische Rote

    Halbmond warnte vor möglichem sauren Regen, ausgelöst durch giftige

    Chemikalien. Es gibt im Iran kaum Masken und Inhalationsgeräte, die

    die Menschen schützen. Brennende Energieinfrastruktur in den

    Golfstaaten und Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus und auf

    Gaslager führen zu giftigen Emissionen, die die Biosphäre belasten.


    Sie finden die Analyse von Fred Otu-Larbi, Patrick Bigger, and

    Benjamin Neimark unter


     https://climatecommunityinstitute.substack.com/p/iran-war-pollution


    ——



    17. Openpetition: Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran


    https://www.openpetition.eu/petition/online/offener-brief-unterstuetzung-fuer-spaniens-haltung-gegen-eine-militaerische-eskalation-mit-iran


    Außenpolitik

    Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

    Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Pedro Sánchez,
    sehr geehrte Mitglieder der spanischen Regierung,
    sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen und Institutionen Europas,

    wir möchten unsere nachdrückliche Unterstützung für die Haltung der

    spanischen Regierung zum Ausdruck bringen, den Krieg gegen Iran

    abzulehnen und sich zu weigern, spanisches Territorium für diese

    militärische Eskalation zur Verfügung zu stellen.


    In einer Zeit wachsender internationaler Spannungen, in der sich die

    militärische Konfrontation über den Nahen Osten auszuweiten und die

    internationale Ordnung weiter zu destabilisieren droht, setzt Spanien

    ein wichtiges Zeichen: Ein Krieg ohne völkerrechtliche Legitimität

    darf keine Unterstützung finden.


    Gleichzeitig hat Spanien deutlich gemacht, dass die Ablehnung eines

    Krieges keineswegs eine Unterstützung der Politik des iranischen

    Regimes bedeutet. Die Unterdrückung der Zivilgesellschaft,

    schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen sowie destabilisierende

    Aktivitäten in der Region geben Anlass zu ernster Sorge.


    Es ist daher sowohl möglich als auch notwendig, diese Politik klar zu

    kritisieren und ihr entgegenzutreten – während gleichzeitig eine

    militärische Intervention abgelehnt wird, die Gewalt weiter eskaliert

    und das Völkerrecht untergräbt. Ein solcher Krieg bringt weder

    Demokratie noch Sicherheit, Stabilität oder Gerechtigkeit in die Region.


    Besonders begrüßen wir die Entscheidung der spanischen Regierung, die

    Nutzung der US-Militärstützpunkte in Rota und Morón für Angriffe gegen

    Iran nicht zu genehmigen.


    Obwohl diese Stützpunkte gemeinsam mit den Vereinigten Staaten

    betrieben werden, stehen sie unter spanischer Souveränität und dürfen

    nicht für militärische Aktionen genutzt werden, die den Grundsätzen

    der Charta der Vereinten Nationen widersprechen oder zu einer weiteren

    Eskalation beitragen. Diese Entscheidung zeigt, dass Regierungen auch

    unter internationalem Druck ihre souveräne Verantwortung wahrnehmen

    können.


    Die Haltung Ihrer Regierung knüpft an eine starke demokratische

    Tradition der spanischen Zivilgesellschaft an: die klare Botschaft „No

    a la guerra“ – Nein zum Krieg. Diese wurde besonders während der

    massiven Proteste gegen den Irakkrieg im Jahr 2003 sichtbar, als

    Millionen Menschen in Spanien gegen eine militärische Intervention

    ohne völkerrechtliche Legitimation auf die Straße gingen. Auch heute

    findet diese Botschaft weit über Spanien hinaus Resonanz.


    Das Science4Peace Forum zusammen mit anderen Organisationen ruft daher

    andere europäische Regierungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von

    Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in ganz Europa dazu auf,

    diese Haltung zu unterstützen und dem Beispiel Spaniens zu folgen,


    eine Beteiligung am Krieg abzulehnen und einer weiteren Eskalation

    entgegenzutreten;


    die Nutzung ihres Staatsgebiets, ihres Luftraums und ihrer

    Militärbasen für offensive Operationen im Zusammenhang mit diesem

    Konflikt zu verweigern;


    innerhalb der Europäischen Union und der Vereinten Nationen auf

    Deeskalation und die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen

    hinzuwirken;


    zu bekräftigen, dass die Achtung des Völkerrechts die unverzichtbare

    Grundlage verantwortungsvoller Sicherheitspolitik ist.


    Europa sollte nicht zu einer logistischen Plattform für die Ausweitung

    eines Krieges werden. Vielmehr sollte es eine konstruktive Rolle bei

    der Förderung von Diplomatie, Zurückhaltung und der friedlichen

    Beilegung von Konflikten übernehmen.


    Die Entscheidung Spaniens zeigt: Auch in Zeiten großer internationaler

    Spannungen ist es möglich, dem Druck zur Eskalation zu widerstehen und

    klar für Diplomatie, Völkerrecht und Frieden einzutreten. Gerade in

    diesem gefährlichen Moment der internationalen Politik ist eine solche

    Haltung von besonderer Bedeutung.


    Organisationen

    (…)



    ———




    18. Abstimmung 21: 100% meiner Steuern für zivile Zwecke

    https://abstimmung21-mitmachen.de/proposals/647-100-meiner-steuern-fur-zivile-zwecke


    100% meiner Steuern für zivile Zwecke


    18. März 2026 


    Wir - das Netzwerk Friedenssteuer e.V. - wollen ein Gesetz, 

    um bei der Steuerzahlung Gewissensfreiheit zu praktizieren 

    und nicht mit unseren Steuern „für das Militär zu dienen“.


    Wer wirklich Frieden will, muss ausschließlich dafür zahlen und

    Ausgaben für Militär abwählen können.



    Nicht so! Im Bundeshaushalt 2026 beträgt der Verteidigungsetat 82,6

    Mrd. EUR plus 25,5 Mrd. EUR aus dem Sondervermögen Bundeswehr. 


    Aus dem Verteidigungsetat von rund 83 Mrd. EUR zahlt jede Person, die in

    Deutschland lebt (um 83 Mio. Menschen) durch direkte und indirekte

    Steuern im Schnitt 1.000 EUR pro Jahr für Militär (und etwa 4 EUR für

    zivile Konfliktbearbeitung).


    ► Wir wollen ein Zivilsteuergesetz und damit das Recht, über den Fluss

    unserer Steuern in ausschließlich zivile Zwecke mitzubestimmen, bevor

    das Parlament die Höhe des Verteidigungsetats festlegt.


    Grundlage: Das Grundgesetz garantiert Gewissensfreiheit in Art.4 (1)

    und konkretisiert sie im Fall des Kriegsdienstes in Art.4 (3):

    „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe

    gezwungen werden.“ Diese Garantie fehlt bei der Steuerzahlung: Alle

    Steuerzahlenden ‚dienen‘ mit ihren Steuergeldern, indem sie es Anderen

    ermöglichen, mit der Waffe zu ‚dienen‘ und zu töten, also

    Zwangszahlung für das Militär.



    ►Wir fordern, für diese fehlende Garantie eine gesetzliche Regelung:

    „Niemand darf gegen sein Gewissen gezwungen werden, durch Steuern und

    Abgaben zur Finanzierung von Militär, Rüstung und auch Krieg

    beizutragen.“ 


    Für diese gesetzliche Regelung liegt der Entwurf eines

    „Zivilsteuergesetzes“ für mehr Gewissensfreiheit und demokratische

    Mitbestimmung vor. Der Text ist juristisch und verfassungsrechtlich

    geprüft und bestätigt. Es geht nicht darum, weniger Steuern zu zahlen.


    Wollen auch Sie künftig wählen können zwischen „100% Zivilsteuer“ und

    „Zivil- plus Militärsteuer“, dann unterschreiben Sie bitte hier.


    Das Zivilsteuergesetz finden Sie hier in der Kurzdarstellung und hier

    als Gesetzestext.


    Falls Sie unsere Forderung schon früher unterschrieben haben, bitten

    wir Sie auch hier um das Unterzeichnen.


    Wollen Sie außerdem selbst an die Bundestagsabgeordneten Ihres

    Wahlkreises schreiben, finden Sie auf unserer Webseite hier einen

    Musterbrief, hier den Link zum Abgeordnetenverzeichnis und hier

    Argumente PRO & KONTRA Zivilsteuergesetz.



    ——



    19. Frieden-Libanon: Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe



    https://frieden-libanon.de/wp-content/uploads/2026/03/2024_09_27_Spendenaufruf_Nothilfe.pdf


    Spendenaufruf


    Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe


    Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon ist seit dem 2.

    März wieder mit aller Härte aufgeflammt.


    Nicht nur der Süden des Landes ist unter Dauerbeschuss, auch südliche

    Stadtteile Beiruts, Orte der Bekaa-Ebene werden ständig bombardiert.

    Die Menschen aus den betroffenen Gebieten verlassen panisch ihre

    Häuser. Die Notunterkünfte sind überfüllt, die Vertriebenen campieren

    auf der Straße und/oder übernachten in ihren Autos.


    Über 300.000 Menschen sind nach einer Schätzung der NGO Norwegian

    Refugee Council auf der Flucht vor den Kämpfen. Das libanesische

    Gesundheitsministerium teilt mit, dass seit dem 2. März 394 Menschen

    getötet und über 1.000 Menschen verletzt wurden.


    Schulen, viele Moscheen und Kirchen werden den Flüchtlingen als

    Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Doch viele haben zunehmend Angst,

    Flüchtlinge aufzunehmen, da die israelische Luftwaffe auch gezielt

    Flüchtlingsunterkünfte angegriffen hat.


    Der Verein „Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V.“

    (www.frieden- libanon.de), Partnerorganisation der lib. NGO Dar

    Assalam in Wardaniyeh, sammelt unter dem Stichwort „Nothilfe Libanon“

    Spenden für die Menschen, die durch den jetzigen Krieg in Not geraten sind.


    Im Februar haben wir für 9.000 € Hilfspakete mit Lebensmitteln- und

    Hygieneartikeln verteilt. Wir danken für Ihre Spende 


    Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V. 

    IBAN: DE54 6001 0070 0974 2337 01

    BIC: PBNKDEFF  

    Stichwort: Nothilfe Libanon


    Bitte geben Sie auf dem Überweisungsträger ihren vollständigen Namen

    (Vor- und Nachname) sowie Adresse an, damit wir eine

    Spendenbescheinigung ausstellen können. Oder übermitteln Sie uns Ihre

    Daten per Mail: uwe.weltzien@frieden- libanon.de


    V.i.S.d.P.: Uwe Weltzien (1.Vors. Frieden und kultureller

    Austausch-Libanon e.V.), Otto-Nagel-Allee 4, 15738 Zeuthen



    --------


    20. Seminarhaus Grainau: Frieden in der Welt – Frieden in mir - Seminar mit Clemens Ronnefeldt


    https://www.seminarhaus-grainau.de/frieden-in-der-welt/


     

    Frieden in der Welt – Frieden in mir

    Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen, die sich gegenseitig

    nicht nur addieren, sondern sogar noch potenzieren. Wie können wir

    Menschen trotz aller Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung

    empathisch, menschlich und friedensstiftend bleiben?


    Um diese Frage zu beantworten, wird Clemens Ronnefeldt einen Überblick

    über die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

    geben, den Ukraine-Krieg und den Krieg in Westasien beleuchten – und

    wie bei all diesen Herausforderungen der innere Frieden bewahrt werden kann.

    Termin

    Fr. 24.04. – So. 26.04.2026

    Kosten

    € 210 inkl. Vollpension im Zweitbettzimmer


    Referent: Clemens Ronnefeldt, Versöhnungsbund

    Organisation: Reiner Schmelz


    ---------------


    Mit freundlichen Grüßen

    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


    --------------------------------------------------------------

    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
    A.-v.-Humboldt-Weg 8a
    85354 Freising

    Tel.: 08161-547015    
    Fax:  08161-547016

    C.Ronnefeldt@t-online.de 
    www.versoehnungsbund.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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