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08.04.2026

Anzeichen für ein Platzen des KI-Booms mehren sich

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tkp.at, 7. April 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

Der US-Bundesstaat Maine steht kurz davor, neue Rechenzentren zu verbieten. Maine könnte der Kanarienvogel in der Kohlengrube sein. Rechenzentren, die für den Betrieb extrem ressourcenintensiver KI-Modelle ausgelegt sind, haben sich zu einem großen Streitpunkt entwickelt. Die riesigen Anlagen sind äußerst unbeliebt, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo ihnen vorgeworfen wird, die Strompreise in die Höhe zu treiben und die Netze zu belasten. Unternehmen geben Milliarden von Dollar für die Recheninfrastruktur aus, trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich Umweltauswirkungen, da sie laut Studien drastische Erhöhungen der Bodentemperaturen bis zu 10 Kilometern im Umkreis verursachen. Sie gefährden auch die Gesundheit von Menschen durch die Emissionen von unhörbarem aber fühlbarem Infraschall.


Nun soll ein neues Gesetz in Maine den Bau neuer Rechenzentren, die mindestens 20 Megawatt verbrauchen – genug, um etwa 15.000 Haushalte mit Strom zu versorgen –, im Bundesstaat bis mindestens November 2027 einfrieren, wie das Wall Street Journal berichtet, bis Umwelt- und Netzbewertungen vorliegen.

Der Gesetzentwurf wurde letzten Monat vom Repräsentantenhaus von Maine verabschiedet und wird voraussichtlich auch im Senat passieren, was Maine zum ersten Bundesstaat des Landes machen würde, der neue Rechenzentren verbietet. Dieser beispiellose Schritt unterstreicht die wachsenden parteiübergreifenden politischen Spannungen angesichts des KI-Hypes und des daraus resultierenden Baubooms.


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Die politische Dynamik sollte nicht allzu überraschend sein. Wie Heatmap News hervorhebt, sind die Strompreise in Maine zwischen 2021 und 2026 bereits um fast 60 Prozent gestiegen. Große Rechenzentren könnten das Stromnetz zusätzlich belasten und das Problem möglicherweise noch verschärfen.

Der Gesetzentwurf wird laut WSJ wahrscheinlich auch von zehn anderen Bundesstaaten genau beobachtet werden, die ebenfalls ähnliche Maßnahmen in Erwägung ziehen. Andere Bundesstaaten, darunter New York, South Carolina und Oklahoma, haben bereits ähnliche Maßnahmen eingeführt.

„Ich denke, Maine ist der Kanarienvogel in der Kohlengrube“, sagte Anirban Basu, Ökonom bei Associated Builders and Contractors, gegenüber dem WSJ. „Maine wird der erste von vielen Bundesstaaten sein, die ein solches Moratorium verhängen.“

Die Nachricht kommt zwei Wochen, nachdem Senator Bernie Sanders (D-VT) und die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (D-NY) eine neue Richtlinie vorgestellt haben, die darauf abzielt, den Bau neuer KI-Rechenzentren einzudämmen – ein Thema, das ihrer Meinung nach „alles beeinflusst, von unserer Wirtschaft und unserem Wohlergehen bis hin zu unserer Demokratie, der Kriegsführung und der Bildung unserer Kinder“.

Über 200 Umweltverbände haben den Kongress aufgefordert, dem zu folgen.

Die wachsende Gegenreaktion auf den durch KI angeheizten Rechenzentrumsboom wird sich höchstwahrscheinlich bei den diesjährigen Zwischenwahlen als extrem polarisierend erweisen. Wie die Financial Times berichtet, unterstützen große Technologiekonzerne Lobbygruppen mit Hunderten von Millionen Dollar, um die öffentliche Meinung zur KI-Regulierung zu beeinflussen.

Unterdessen werden sich Gesetzgeber auf beiden Seiten des politischen Spektrums einer neuen „politischen Realität“ bewusst.

„Es herrscht eine sehr starke Angst der Wähler vor Rechenzentren und KI“, sagte Tony Buxton, Anwalt für Klima- und Energiefragen bei der Kanzlei Preti Flaherty, gegenüber dem WSJ.

Bild: Charlie fong, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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7 Kommentare

  1. Hello 7. April 2026 um 15:23 Uhr - Antworten

    Früher punktete tkp.at mit KI-frei
    Dieser Hinweis ist verschwunden.
    Auf meine Anfrage nach dem „Werte-wechsel“, bekam ich keine Antwort.
    Aber plötzlich tauchten Ki-generierte Bilder auf
    und Artikel von Jochen Mitschka?

  2. Hanspeter 7. April 2026 um 14:53 Uhr - Antworten

    Solche Datenzentren braucht man um den Überwachungskapitalismus auszurollen.Politiker reden von Klimaerwärmung,Naturschutz und so weiter…. Nahe Linz bei Kronstorf, Oberösterreich, ist auch eine Google Serverfarm auf der grüne Wiese geplant,die ein Gigawatt Strom braucht. Laut Medien soll bereits eine doppelte Größe geplant sein, die dann wohl 2 Gigawatt Strom verbraucht. Ein Gigawatt reicht ca.für ungefähr 3 Millionen Haushalte. 2 GW für ca.6 mio. Haushalte. Von den steigenden Umgebungstemperaturen VON 10 Grad, UND dem gesundheitsschädlichen INFRASCHALL ganz zu schweigen. Daher werden massive ENERGIE Probleme mit Serverfarmen für die Umwelt und Gesundheitsprobleme für die Bevölkerung auftreten. Um so bedeutender ist es, dass international Widerstand und Aufklärung stattfindet. Die Hitzeentwicklungen der Datensauger und Wasserbelastung, ist eine unfassbare Belastung für Umwelt und Bewohner. Google Datenzentren sollen private und öffentliche Daten sammeln. Was mit diesen Daten passiert kann sich wohl jeder ausmalen. Und nach drei Jahren soll so eine solche umweltbelastende Serverfarm technologisch veraltet sein, so Medienberichte. Zudem steht diese Google Baustelle still,weil die Finanzbehörde fast nur illegale Schwarz Arbeiter vorfand. Im KLEINEN Österreich wird ein Google Datenzentrum errichtet,weil man bei der Digitalisierung und Überwachung des Alltags der Menschen und der neuen digitalen Überwachungs- Weltordung eine Vorreiterrolle spielen will. Daher spielt die Politik brav mit und von den Natur- und Umweltschutzorganisationen ist nichts zu hören. Die Menschen werden mit Kriegen, der CORONA Plandemie, Energielockdowns,welthöchsten Steuern, Lebensmittelverknappung und medialer Klimahysterie, in Angst und Schrecken versetzt. Anderseits wird an der KI und am Überwachungskapitalismus mit digitaler WÄHRUNG und Abschaffung des Bargeldes erfolgreich gearbeitet. Natürlich mit Steuergeldern. Wenn der Überwachungskapitalismus mit der KI, in diesem TEMPO weitermacht, wird für Frieden und FREIHEIT kein Platz mehr sein. Der MENSCH wird diesen Entwicklungen nicht gewachsen sein. Und von den gleichgeschalteten Massenmedien ist natürlich wieder nichts zu hören. Ausser Schönfärbereien und Fake-Meldungen.

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  3. Jochen Mitschka 7. April 2026 um 13:50 Uhr - Antworten

    Irgendwie erinnert das an das Verbot für Eisenbahnen, nicht schneller als, wie war das noch 7 kmh? zu fahren, als diese eingeführt wurden. Es wird die Entwicklung nicht aufhalten, aber es wird für neue Lösungen sorgen, wie schwimmende Mini-Kernkraftwerke, oder Solarfarmen mit Rechnerfarmen am Meer, oder stromsparende neue Chips usw.

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    • audiatur et altera pars 7. April 2026 um 14:12 Uhr - Antworten

      Nicht alles, was dampft, ist ein Pferd – äh Antriebsvergleich.

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  4. Kinesiologie Köhn Potsdam 7. April 2026 um 13:48 Uhr - Antworten

    “ … da sie laut Studien drastische Erhöhungen der Bodentemperaturen bis zu 10 Kilometern im Umkreis verursachen. “
    nicht hörbar aber spürbar

    Das müsste nun aber jeden rütteln.
    Haben wir nicht schon genug Schitt am Hacken?

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  5. Jan 7. April 2026 um 13:45 Uhr - Antworten

    Die Intelligenz der KI ist begrenzt und ihre Recherchefähigkeit ebenso. Vielleicht lohnt der Aufwand das Ergebnis am Ende doch nicht? Damit wäre die Phantasie an den Börsen deutlich gedämpft. Täte den Giganten ganz gut!

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  6. Varus 7. April 2026 um 13:06 Uhr - Antworten

    Über 200 Umweltverbände haben den Kongress aufgefordert, dem zu folgen.

    Was „Umweltverbände“ fordern, muss nicht unbedingt vernünftig sein. Stichwort DUH in Buntschland mit allerlei Klimahysterie bis hin zu den Rufen nach Verboten der Silvesterböller.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

Libanon – Israel bombardiert Rettungswagen, Kliniken und Brücken

globalbridge.ch, vom 07. April 2026 Von: in Geschichte, Militär, Politik, Wirtschaft

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Der Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte am letzten März-Wochenende die „dringende und ernste Warnung“ an Rettungsfahrzeuge und medizinische Einrichtungen, die militärisch von der „Terrororganisation“ Hisbollah genutzt würden. Sollte das nicht aufhören, werde Israel „in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht“ dagegen vorgehen. IDF-Sprecher Oberst Avichay Adraee ist im Libanon gut bekannt. Seine „Warnungen“ bringt er in Arabisch vor, sie bedeuten Vertreibung, Zerstörung und Tod.

Am 28. März 2026

Die Ankündigung Israels, Rettungssanitäter und Kliniken anzugreifen, wirkte wie die Antwort auf eine Pressekonferenz des libanesischen Gesundheitsministers Rakan Nassreddine am Samstag, 28. März. 46 Rettungssanitäter und fünf Mitarbeiter in Kliniken seien seit dem 2. März von Israel getötet worden, teilte der Minister den Journalisten in Beirut mit. Neun der getöteten Rettungssanitäter seien am Tag der Pressekonferenz im Südlibanon bei verschiedenen israelischen Angriffen getötet worden. Vier der Opfer arbeiteten demnach für das Islamische Gesundheitskomitee der Hisbollah, fünf gehörten zu den Risala Scouts der Amal Bewegung, die als Freiwillige im Einsatz waren. In den meisten Fällen – übrigens auch im Iran – nutzt die israelische Armee die so genannten „Double Taps“ – Doppelschläge. Danach wird der erste Angriff auf ein Ziel gelenkt. Der zweite Angriff folgt, wenn Rettungssanitäter oder andere Personen, die Zeuge des ersten Angriffs wurden, zu Hilfe eilen. Häufig folgt bald darauf noch ein dritter Angriff.

Am gleichen Tag

Am gleichen Tag hatte die israelische Luftwaffe drei libanesische Journalisten getötet, die im Gebiet von Jezzine im südlichen Libanon unterwegs waren. Für sie gab es keine Warnung. Vier Raketen zerstörten ihr Fahrzeug, ein Rettungssanitäter, der helfen wollte, wurde auch getötet. Zwei der Journalisten – Fatima Ftouni und ihr Bruder Mohamad Ftouni, ein freiberuflicher Fotojournalist – hatten für den Nachrichtensender Al Mayadeen gearbeitet. Der dritte Journalist – Ali Shoeib – war ein erfahrener Kriegskorrespondent für den Nachrichtensender Al Manar, der der Hisbollah nahesteht. Shoeibs Markenzeichen war eine weiße Baseballkappe, mit der er überall leicht zu erkennen war.

Der Angriff wurde international verurteilt. Die drei UN-Sonderberichterstatter Irene Khan (Recht auf Meinungs- und Ausdrucksfreiheit), Morris Tidball-Binz (außergerichtliche, kollektive oder willkürliche Hinrichtung) and Ben Saul (Schutz der Menschenrechte, und der fundamentalen Freiheit im Kampf gegen Terror) teilten in einer gemeinsamen Erklärung mit, „die absichtliche Tötung von Journalisten, die nicht Teil von militärischen Auseinandersetzungen sind, ist eine schwere Verletzung des internationalen humanitären Rechts (…) und ein Kriegsverbrechen.“ Journalisten, die beruflich von Kriegsschauplätzen berichteten, seien Zivilisten „und dürfen nicht angegriffen oder zum Ziel eines Angriffs gemacht werden.“

Drei UNIFIL-Soldaten aus Indonesien getötet

Einen Tag später, am 29. März, wurde ein indonesischer Soldat der UNIFIL-Friedenstruppe im Südlibanon getötet, als ein Geschoss in die UNIFIL-Basis in Et Taibe einschlug und explodierte. Ein zweiter indonesischer UNIFIL-Soldat wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus nach Beirut evakuiert. Am folgenden Tag, es war der 30. März, wurden zwei weitere UNIFIL-Blauhelme aus Indonesien ebenfalls im Südlibanon getötet und zwei weitere UNIFIL-Soldaten wurden verletzt. Sie waren mit einem Logistikkonvoi unweit von Bani Hayyan zu ihrer Basis unterwegs, als eine Explosion – offiziell unklarer Herkunft – ihr Fahrzeug zerstörte. 

Frankreich beantragte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, die am (31.März) in New York einberufen wurde. Der französischeAußenminister Jean-Noel Barrot machte Israel für die Angriffe auf die UNIFIL-Soldaten verantwortlich. „Diese Drohungen gegen die Sicherheit und Einschüchterungsversuche durch israelische Soldaten gegen das UN-Personal sind inakzeptabel“, so Barrot. Es gebe dafür „keine Rechtfertigung“. Frankreich sprach den Hinterbliebenen der drei UNIFIL-Soldaten sein Beileid aus und versicherte Indonesien seiner Solidarität. Die Umstände, die zu diesen Tragödien geführt hätten, müssten vollständig aufgeklärt werden, forderte der französische Außenminister. 

Barrot verurteilte auch Angriffe auf französische UNIFIL-Soldaten in Naqoura. „Die Angriffe israelischer Soldaten auf UN-Personal sind inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen, zumal die Verfahren zur Konfliktvermeidung eingehalten wurden“, so Barrot. Die Verurteilung sei “dem israelischen Botschafter in Paris mit aller Deutlichkeit übermittelt“ worden. Alle Parteien häten die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 einzuhalten und die Sicherheit des UN-Personals zu gewährleisten. UNIFIL müsse sein Mandat erfüllen können und das bedeute auch „vollständige Bewegungsfreiheit“.

Die UN-Friedensmission für den Libanon, UNIFIL, wurde 1978 durch den UN-Sicherheitsrat eingesetzt. Die UNSR-Resolution 1701 beendete den Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah im Jahr 2006.

Israel versucht seit Jahren die Mission zu beenden und hat wiederholt während kriegerischer Auseinandersetzungen UNIFIL-Basen bombardiert. Ende März 2026 betrug die Truppenstärke von UNIFIL 7.505 Soldaten aus 47 Staaten.

Auf Druck von Israel und den USA hat der UN-Sicherheitsrat im August 2025 das Ende der UNIFIL-Mission zum Ende des Jahres 2026 beschlossen.

In den folgenden Tagen

In den folgenden Tagen bombardierten israelische Kampfjets weiter zivile Infrastruktur. Kliniken und Gesundheitszentren, Krankenwagen, Rettungssanitäter. Im Süden des Landes wurden mindestens sechs Brücken zerbombt, am Osterwochenende kündigte die israelische Armee an, zwei weitere Brücken in der westlichen Bekaa-Ebene zu zerstören. Ein israelischer Armeesprecher erklärte, die Sohmor und die Mashghara Brücken, die über den Litani-Fluß führen, sollten zerstört werden. 


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Jeder fünfte Libanese ist bis jetzt von Israel getötet oder aus dem Süden vertrieben worden. Israel beansprucht den Süden Libanons jetzt bis zum Zahrani-Fluss für sich selbst, 1500 Quadratkilometer oder etwa 14 Prozent des Libanons – und die ganze Welt schaut zu.


Beide Brücken sind wichtig für den Transport von Lebensmitteln, für Kranke und Verletzte und für die Bevölkerung allgemein, die über die beiden Brücken vom Südlibanon in die westliche Bekaa-Ebene und umgekehrt gelangen kann. Sollten die Brücken zerstört werden, wäre es für die Bevölkerung sehr schwierig, vom Süden nach Chtoura zu gelangen, eine zentrale Stadt mit Kliniken und öffentlichen Einrichtungen in der westlichen Beeka-Ebene. Chtoura ist das Drehkreuz zwischen der libanesisch-syrischen Grenze, der Hauptstraße nach Beirut und in den Norden des Landes nach Baalbek und Hermel.

Bisher hat Israel sechs Brücken über den Litani-Fluß im Süden des Landes zerstört. Beobachter gehen davon aus, dass Israel den Südlibanon vom Rest des Landes abtrennen und isolieren will, um so einfacher mit der geplanten Bodenoffensive und Besatzung des Südlibanons voranzukommen.

Eine Woche später

Am Ostersonntag meldet das libanesische Gesundheitsministerium bereits 53 getötete Rettungssanitäter, 87 zerstörte Rettungswagen und medizinische Zentren. Fünf Kliniken wurden wegen wiederholter israelischer Angriffe gezwungen, ihre Arbeit einzustellen, Patienten mussten evakuiert werden. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Nach Ansicht von Ärzten plant Israel mit den gezielten Angriffen auf die medizinische Infrastruktur des Landes, den Süden für die Bevölkerung unbewohnbar zu machen. Ohne medizinische Versorgung können Menschen nicht in ihren Orten bleiben und medizinisches Personal in Kliniken sind – wenn sie nicht getötet werden – von der Vertreibung ebenso betroffen wie alle anderen. Mehr als 1,2 Millionen durch israelische Angriffe vertriebene Menschen bedeuten für andere Kliniken und Gesundheitszentren  in Beirut und im Norden des Landes eine zusätzliche Belastung, sagt ein Arzt, der anonym bleiben möchte, Journalisten des Nachrichtensenders Al Jazeera. Chronisch oder schwer kranke Patienten benötigen tägliche Behandlungen wegen Diabetes, postoperativer Versorgung oder Chemotherapie.


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Ein von Israels IDF zerstörtes Haus in Kfar Kila im Süden Libanons. Auf dem Poster steht: «Amerika, die Mutter aller Kriege»


Das libanesische Gesundheitsministerium meldet am Ostermontag den Tod von 36 Personen innerhalb der vergangenen 24 Stunden, 209 Personen wurden im gleichen Zeitraum durch israelische Luftangriffe verletzt. Unter den Toten war eine siebenköpfige Familie. Die Gesamtzahl der Toten seit dem 2. März beträgt demnach 1.497, darunter 101 Frauen und 130 Kinder. Die Zahl der Verletzten wird mit 4.639 angegeben. Die Zahl der getöteten Rettungssanitäter stieg demnach auf mindestens 57 und 145 medizinisches Personal wurde verletzt.

Der jüngste Krieg gegen Libanon begann am 2. März 2026. Am 28. Februar hatte Israel mit den USA den Iran angegriffen und als erstes den Revolutionsführer im Iran, Ali Khamenei getötet.  Die Hisbollah feuerte zur Vergeltung Raketen auf militärische Einrichtungen im Norden Israels, die israelische Luftwaffe, Bodentruppen und Kriegsschiffe feuerten zurück.

Der Vorkrieg

Israel bombardiert den Libanon seit dem 8. Oktober 2023. Damals hatte die Hisbollah zur Unterstützung der Palästinenser im Gaza-Streifen und der Hamas mit Angriffen auf das israelische Militär im Norden Israel begonnen. Ziel war, einen Waffenstillstand zu erzwingen. Nachdem im UN-Sicherheitsrat mehrmals eine Waffenruhe im Gaza-Streifen erreicht worden war, stellte auch die Hisbollah ihre Angriffe ein.

Im September 2024 wurden bei einer israelischen Attacke mit Funksprechgeräten mehr als 4000 Personen verletzt und 42 wurden getötet. Kurz darauf wurde mit einem massiven Bombenangriff auf Haret Hreik, einen Ortsteil in Südbeirut, der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah mit Gefährten getötet. Der dann folgende offene Krieg zwischen Libanon und der Hisbollah endete mit einer Waffenruhe am 24. November 2024.

Vom ersten Tag an hat Israel die Waffenruhe nicht eingehalten. UNIFIL registrierte mehr als 10.000 Angriffe Israels seit dem 24. November, die Hisbollah feuerte lediglich ein Mal und überließ mehr als 300 Waffenlager den libanesischen Streitkräften und den UNIFIL-Soldaten. Wie es in der UN-Sicherheitsratsresolution 1701 vorgesehen ist. 

Israel bombardierte und zerstörte Straßen, Dörfer, Felder, Obstplantagen und errichtete fünf Militärbasen, die es mit Pufferzonen umgab.

Wenn unser Land angegriffen wird

Sämtliche Angriffe im Libanon begründet Israel damit, dass der Norden Israels von der „Terror-Organisation Hisbollah“ bedroht werde wie auch von deren Stellungen, Waffenlager, Kommandozentralen und Abschussrampen (im Libanon). Allerdings handelt es sich bei der Hisbollah nicht um eine Terrororganisation, sondern um einen politischen Gegner des zionistischen Siedler- und Expansionsprojekts.

Marie Nassif Debs, langjähriges Mitglied im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Libanons und seit Jahren aktiv in der Frauenrechtsorganisation Wardah Boutros erklärte kürzlich in einem offenen Schreiben an den ehemaligen französischen Außen- und Premierminister Dominique de Villepin, der Libanon verteidige sich gegen Israel. Das sei die Meinung der Mehrheit der Libanesen, egal, ob sie für oder gegen die Hisbollah seien. „Wenn unser Land angegriffen wird und die Angreifer es wagen, öffentlich zu sagen, sie wollten unsere Heimat besetzen, dann gibt es nur einen Weg sie davon abzuhalten“, so Debs. Frankreich und viele andere Nationen hätten genau das während des Zweiten Weltkrieges getan. „Es ist also unser Recht und darüber hinaus ist es unsere Pflicht, das zu tun.“ 

Wenn Medien über „Terrorismus“ sprechen würden, meinten sie die falschen Leute, so Marie Debs und erinnerte daran, dass zionistische Milizen schon vor der Staatsgründung  Israels versucht hätten, sich das Land in der Region anzueignen.  1947 wurden die Palästinenser mit der Nakba vertrieben, im Oktober/November 1948 wurden in dem Dorf Hula südlich des Litani-Flusses bis zu 89 Jungen und Männer ermordet. 250 Häuser in dem Dorf wurden zerstört. Israel besetzte sieben libanesische Dörfer südlich der heutigen „Blauen Linie“ und vertrieb deren Bewohner. Israel habe Libanon 1949, 1968, 1978 und 1982 angegriffen und besetzt – damals habe es die Hisbollah nicht gegeben. 

Unzählige Male sei Israel in den Libanon eingefallen und sie frage sich, ob die internationalen Medienvertreter wohl wüßten, was die israelischen Kinder in den Schulen über Libanon lernten?  Sie lernten, „dass Libanon ein schönes Land mit herrlichen Wäldern“ sei und dass sie es „bald übernehmen würden“, so Debs. Sie frage sich auch, ob internationale Medienvertreter eigentlich zuhörten, wenn Netanyahu, Ben Gvir und andere Politiker Israels über den Libanon redeten?  Sie machten kein Geheimnis daraus, dass sie die Kinder des Landes töten und die Libanesen aus ihrem Land vertreiben wollten, „weil Gott ihnen angeblich unser Land vererbt haben soll.“

Auch der langjährige Direktor des Büros des UN-Menschenrechtsrates in New York, Graig Mokhiber, rückte kürzlich in einem Interview mit „Declassified UK“ die über westliche Medien verbreitete Sicht auf die Hisbollah gerade. Es heiße, sie würden als „iranische Stellvertreter“ irgendwie im Auftrag des Iran Chaos verbreiten, das sei „absoluter Unsinn“, so Mokhiber. In Ländern, die besetzt gewesen seien, unter kolonialer und rassistischer Herrschaft, die systematischen Morden ausgesetzt gewesen seien, hätten sich Widerstandsgruppen entwickelt, die zur Verteidigung zurückgekämpft hätten. „Und das ist ihr Recht gemäß dem internationalen Recht“, so Mokhiber. Hisbollah sei eine libanesische Gruppe. Entstanden, stark geworden und heute kämpften sie für den Libanon. „Diese Gruppe gab es gar nicht, als die Besatzung durch Israel begann.“ Hisbollah kämpfe nicht für den Iran, sie kämpfe für Libanon.

Verteidigung hat der Libanon bitter nötig. Die libanesische Armee ist zu schwach und ihre Paten – darunter USA, Deutschland, Frankreich – wollen nicht, dass sie gegen Israel kämpfen. Die libanesische Regierung soll mit Israel verhandeln, reden, die Beziehungen „normalisieren“. Viele Libanesen sehen sich nicht mehr durch diese Regierung vertreten, während Israel ihre Häuser, Familien und Lebensgrundlagen zerstört.

Um die Situation zu verstehen, sollte man wirklich den israelischen Politikern zuhören. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte zuletzt am Ostersonntag, Israel werde das gesamte libanesische Territorium südlich des Litani-Flusses besetzen. Man werde sämtliche Dörfer in dem Gebiet entlang der Grenze nach Nord-Israel „total einebnen“, so Katz. Vorbild seien Rafah und Beit Hanoun in Gaza. Das Gebiet werde eine „Pufferzone“ und kein Libanese dürfe in diesen Teil des Libanon zurückkehren. Davon betroffen wären mehr als 600.000 Menschen, die Israel seit Anfang März mit knapp 400 Angriffen vor sich hergejagt und vertrieben hat.

Angegriffen werde „Infrastruktur der Terror-Organisation Hisbollah“, so Katz. Gemeint ist die gesamte Lebensgrundlage der libanesischen Bevölkerung, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihr Lebenswerk. Während des Krieges 2024 schändeten israelische Soldaten in dem Dorf Hula zwei Denkmäler, die an das Massaker an bis zu 89 Bewohner im Jahr 1948 erinnerten. Eingeweiht worden waren die Denkmäler 2002, nachdem die israelische Armee nach 38 Jahren Besatzung zum Abzug gezwungen worden war. Die Denkmäler wurden mit Parolen und einem David-Stern beschmiert. „Nur ein toter Schiit ist ein guter Schiit“, war auf einem der beiden Denkmäler zu lesen. Die Mehrheit der Bewohner von Hula waren und sind schiitische Muslime, die seit Jahrhunderten dort leben. 

Geschichte und religiöse Kultur des Libanon werden von Israel zerstört, wie die aktuellen israelischen Angriffe und die Zerstörungen im Jahr 2024 deutlich machen. Nach dem „Waffenstillstand“ im November 2024 konnten Libanesen sehen, was Israel im Südlibanon zerstört hatte. In Trümmern lagen neben Dörfern auch Friedhöfe und historische Grabstätten. Bei der kompletten Sprengung des Dorfes Mhaibib wurde auch ein 2000 Jahre alter Schrein gesprengt, in dem der Prophet Benjamin beerdigt worden sein soll. 

Die israelischen Soldaten schämten sich nicht, die Sprengung zu bejubeln und sich dabei per Mobiltelefon zu filmen.


Mondmission der NASA: Eine Frau und drei Männer fliegen um den Mond










Zeitgewinn um jeden Preis – Russland binden, China einhegen

Zionismus und der Krieg gegen den Iran







Info: https://globalbridge.ch/libanon-israel-bombardiert-rettungswagen-kliniken-und-bruecken/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

Press TV Exklusiv: Die USA erlitten bei der gescheiterten Operation in Isfahan eine schwere strategische Niederlage

uncutnews.chApril 8, 2026Von Press TV, Aktuelles oder Allgemein 

Informationen, die Press TV über die jüngste Operation der US-israelischen Koalition in der zentraliranischen Provinz Isfahan erhalten hat, offenbaren eine schwere strategische Niederlage für den Feind.

Die verzweifelten Drohungen von US-Präsident Donald Trump in den letzten Tagen, Irans zivile Infrastruktur, darunter Kraftwerke und Brücken, anzugreifen, sind eine direkte Folge der schweren Niederlage, die die US-Streitkräfte bei der Operation in Isfahan erlitten haben.

Der gescheiterte Angriff wurde laut den exklusiven Informationen durchgeführt, nachdem der Feind in den Tagen vor dem Angriff umfangreiche Luftaufklärungsoperationen durchgeführt hatte.

Während dieser anfänglichen Infiltrations- und Aufklärungsmissionen verloren die USA und möglicherweise das zionistische Regime eine beträchtliche Anzahl von Flugzeugen, darunter mindestens eine A-10 Thunderbolt II und zwei Black-Hawk-Hubschrauber.

Die von Press TV erhaltenen Informationen enthüllen, dass die „Stunde Null“ für die gescheiterte Isfahan-Operation während eines geheimen Treffens im Weißen Haus unter der direkten Aufsicht des US-Präsidenten selbst festgelegt wurde.

Es ist nun klar geworden, dass diese Operation keinen Zusammenhang mit der angeblichen Rettung eines abgestürzten F-15-Kampfflugzeugpiloten hatte, eine Darstellung, die ursprünglich von amerikanischen Beamten vorgebracht wurde. Stattdessen deuten von Press TV untersuchte und bestätigte Beweise darauf hin, dass das eigentliche Ziel darin bestand, eine der iranischen Nuklearanlagen in Isfahan zu infiltrieren und anzugreifen.

Der Landeplatz für die C-130-Transportflugzeuge, der auf der Grundlage vorheriger Aufklärungsflüge ausgewählt worden war, war eine verlassene Landebahn, die gefährlich nahe an einer dieser Nuklearanlagen lag.

Übersetzung von „X“: JUST IN: Press TV hat Informationen über eine kürzlich durchgeführte US-israelische Operation in Isfahan erhalten, die das Scheitern der Operation belegen. Den Beweisen zufolge hat die gescheiterte Operation NICHTS mit der sogenannten Rettungsaktion für einen amerikanischen Piloten zu tun

Die Amerikaner hatten sich verrechnet und glaubten, die iranische Luftabwehr sei nicht in der Lage, den an der Operation beteiligten Flugzeugen entgegenzutreten. Press TV erfuhr jedoch, dass der Einsatz zahlreicher US-Flugzeuge stattfand, während die iranischen Streitkräfte in höchster Alarmbereitschaft waren und auf sie warteten. Tatsächlich gerieten die amerikanischen Spezialeinheiten direkt in eine von den iranischen Streitkräften gestellte Falle.

Die iranischen Streitkräfte, darunter die Armee, die Sicherheitskräfte (Faraja), das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und lokale Volksmilizen, reagierten zunächst nicht ernsthaft auf die Landung der ersten C-130, die Dutzende von Kommandosoldaten der Spezialeinheiten an Bord hatte. Es gibt Hinweise darauf, dass dieses Flugzeug bei der Landung auf der verlassenen unbefestigten Landebahn etwas von der Landebahn abkam.

Minuten später näherte sich ein zweites C-130-Flugzeug, das Spezialfahrzeuge, mehrere MH-6 Little-Bird-Hubschrauber und weitere Ausrüstung transportierte. In diesem Moment nahmen die iranischen Streitkräfte vor Ort das zweite Flugzeug ins Visier, noch bevor es landen konnte, und verwandelten dessen normale Landung in eine Notlandung. Kurz darauf trafen auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber ein.

In diesem Moment wurden das Flugzeug, die Hubschrauber und die Kommandosoldaten, die aus dem ersten Flugzeug ausgestiegen waren, zu perfekten Zielen für die iranischen Streitkräfte.

Nachdem die Spezialeinheiten erkannt hatten, dass sie in die Falle getappt waren, traf der Lagezentrum des Weißen Hauses eine kritische Entscheidung: Die Hauptoperation zur Infiltration der Atomanlage wurde in eine verzweifelte Rettungsaktion für die Dutzenden von US-Kommandosoldaten umgewandelt, die unter iranischem Beschuss gefangen waren.

Die Amerikaner schickten sofort mehrere kleinere Flugzeuge, um ihre Truppen zu bergen, und schafften es gerade noch, die Personen zusammenzutreiben und aus der tödlichen Situation zu befreien.

Übersetzung von „X“: Feature – Von Tabas nach Isfahan: Der Iran zerstört zwei US-amerikanische C-130-Maschinen – eine Wiederholung des „Eagle Claw“-Debakels von 1980

Die Rettungsaktion wurde so überstürzt durchgeführt, dass einige Soldaten und Offiziere ihre Ausrüstung zurückließen – darunter, wie aus den Press TV vorliegenden Beweisen hervorgeht, auch den Ausweis eines amerikanischen Offiziers, der in dem Gebiet zurückblieb –, um ihr Leben zu retten.

Nachdem die Kommandos evakuiert worden waren, richteten amerikanische Kampfflugzeuge eine Feuerlinie mit einem Radius von 5 Kilometern ein, um iranische Streitkräfte daran zu hindern, sich den zurückgelassenen C-130-Maschinen auf dem Flugplatz zu nähern. Die Jets führten zudem schwere Bombardements auf ihre eigene Ausrüstung durch, um zu verhindern, dass diese in iranische Hände fiel.

Bei dieser gescheiterten Operation hatten die US-Spezialeinheiten nicht einmal die Gelegenheit, die speziellen Little-Bird-Hubschrauber zu fliegen; einige wurden am Boden zerstört, während andere im Inneren der zweiten C-130-Maschine zerstört wurden.

Nach dieser schmachvollen und schweren Niederlage hielt Trump hastig und chaotisch mehrere Pressekonferenzen ab, um das Scheitern zu vertuschen und es fälschlicherweise als Pilotenrettungsaktion darzustellen.

Die von Press TV erhaltenen Informationen beschreiben diese Propagandashows unter der Leitung von Trump und seinem Kriegsminister Pete Hegseth als an Hollywood-Filme erinnernd – Lügen, die selbst von vielen amerikanischen Zuschauern nicht akzeptiert wurden.

Den vorliegenden Informationen zufolge wird Trump weiterhin andere Operationen im „Hollywood-Stil“ erfinden, um fälschlicherweise Erfolge zu behaupten und die öffentliche Meinung in den USA zu beschwichtigen.

Übersetzung von „X“: Video: Abgeschossenes US-Kampfflugzeug im Süden von Isfahan

Doch seine und Hegseths wiederholten Lügen und Falschdarstellungen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihn sowohl in den USA als auch weltweit auf ein absolutes Tiefpunkt gesenkt haben, machen es sehr schwer, seinen „Goebbels-artigen Lügen“ Glauben zu schenken.

Menschen in den USA und weltweit stellen eine pointierte Frage: „Wie kommt es, dass ein Land, das angeblich weder über eine Luftabwehr noch über eine Armee oder Streitkräfte verfügt, es geschafft hat, so viele Kampfflugzeuge und verschiedene Flugzeuge abzuschießen und zu zerstören, und sein Album mit verschiedenen Typen zerstörter Kampfflugzeuge, Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen weiter ausbaut?“, sagte eine hochrangige Quelle in Teheran gegenüber Press TV.

Die schwere Niederlage der Isfahan-Operation, so merkte er an, könnte als das schlimmste und schändlichste Versagen des US-Militärs in die Geschichte eingehen, noch schlimmer als die gescheiterte Tabas-Operation von 1980, bei der ein verpfuschter Rettungsversuch für Washington in einer Katastrophe endete.

Die von Press TV erhaltenen Informationen weisen darauf hin, dass die schweren Nachwirkungen dieses „großen Debakels“ für Trump nicht nur das Schicksal des andauernden Krieges gegen die Islamische Republik Iran beeinflussen werden, sondern auch die politische Zukunft des „spekulativen und ignoranten Präsidenten Amerikas“, seiner Republikanischen Partei und der amerikanischen politischen Szene für die kommenden Jahre.

Quelle: Press TV Exclusive: US suffered major strategic defeat in failed Isfahan operation


Info: https://uncutnews.ch/press-tv-exklusiv-die-usa-erlitten-bei-der-gescheiterten-operation-in-isfahan-eine-schwere-strategische-niederlage/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

Erklärung des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans zur zweiwöchigen Waffenruhe und den Verhandlungsbedingungen


















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uncutnews.chApril 8, 2026Aktuelles oder Allgemein 

Wenn du denkst, der Krieg sei vorbei, denk noch einmal nach. Iran hat keiner Waffenruhe zugestimmt. Sie haben zugestimmt, ihre Vergeltung einzustellen, solange Israel und die USA ihre Angriffe einstellen. Damit liegt der Ball beim Westen. Trotz der Behauptung des Weißen Hauses, dass die Straße von Hormus nun wieder für den Handel geöffnet sei, ist sie es nicht. Iran wird weiterhin von Fall zu Fall Schiffen erlauben, in den Persischen Golf ein- und auszufahren – nach Zahlung einer Gebühr. Iran wird dieses Geld mit Oman teilen. Wenn Iran eine Million Dollar verlangt – zahlbar in chinesischen Yuan – würden sie schätzungsweise 96 Milliarden Dollar pro Jahr einnehmen. Das wird ein oder zwei Schulen wieder aufbauen.


Bitte lies sorgfältig die Erklärung des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans. Sie ist eine detaillierte, offizielle Darstellung der iranischen Position:

Der Feind hat in seinem ungerechten, illegalen und kriminellen Krieg gegen die iranische Nation eine unbestreitbare, historische und vernichtende Niederlage erlitten. Dank des Opfers des gemarterten Führers der Islamischen Revolution, Großayatollah Imam Khamenei, der Führung des Obersten Führers und Oberbefehlshabers, Ayatollah Seyyed Mojtaba Khamenei, des Mutes der Kämpfer an den Frontlinien sowie der historischen und heroischen Präsenz des iranischen Volkes von Beginn des Krieges an, hat Iran einen großen Sieg errungen und die Vereinigten Staaten gezwungen, seinen 10-Punkte-Plan zu akzeptieren.

Im Rahmen dieses Plans haben sich die Vereinigten Staaten grundsätzlich verpflichtet, Nichtangriff zu garantieren, Irans fortgesetzte Kontrolle über die Straße von Hormus anzuerkennen, Urananreicherung zu akzeptieren, alle primären und sekundären Sanktionen aufzuheben, alle Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und der IAEO zu beenden, Iran für Schäden zu entschädigen, US-Kampftruppen aus der Region abzuziehen und den Krieg an allen Fronten zu beenden, einschließlich gegen den Widerstand im Libanon.

Wir gratulieren dem iranischen Volk zu diesem Sieg und betonen, dass die Ausarbeitung der Details weiterhin Ausdauer, kluge Führung und Einheit erfordert.

In den vergangenen 40 Tagen haben Iran und Widerstandskräfte im Libanon, Irak, Jemen und in den palästinensischen Gebieten dem Feind Schläge versetzt, die niemals vergessen werden. Iran und die Achse des Widerstands haben als Vertreter von Ehre und Menschlichkeit gegenüber den brutalsten Feinden eine historische Lektion erteilt – indem sie die Kräfte, Infrastruktur sowie politische, wirtschaftliche, technologische und militärische Ressourcen des Feindes bis zum Zusammenbruch zerschlagen haben, sodass diesem keine andere Option als die Unterwerfung blieb.

Zu Beginn des Krieges glaubte der Feind, er könne Iran militärisch schnell dominieren und durch Instabilität zur Kapitulation zwingen. Sie gingen davon aus, dass Irans Raketen- und Drohnenfähigkeiten neutralisiert würden, und erwarteten keine so starke regionale Reaktion.

Sie glaubten, dieser Krieg würde Iran beenden, ihnen ermöglichen, frei zu handeln, das Land zu teilen, seine Ressourcen zu übernehmen und es in langfristiges Chaos zu stürzen.

Trotz des Verlustes ihres Anführers beschlossen Irans Kämpfer und ihre Verbündeten, im Vertrauen auf ihren Glauben und inspiriert von Imam Hussein, eine entscheidende Lektion zu erteilen – vergangene Taten zu rächen und sicherzustellen, dass der Feind jeden Gedanken an zukünftige Aggression aufgibt und gezwungen wird, sich vor der iranischen Nation zu demütigen.

Mit dieser Strategie und gestützt auf eine beispiellose politische und gesellschaftliche Einheit führten Iran und der Widerstand einen der schwersten hybriden Kriege der Geschichte gegen die Vereinigten Staaten und Israel und erreichten alle ihre geplanten Ziele.

Iran und der Widerstand behaupten, die militärische Infrastruktur der USA in der Region weitgehend zerstört, schwere Verluste verursacht und den feindlichen Kräften, Infrastrukturen und Ressourcen sowohl regional als auch innerhalb von von Israel kontrollierten Gebieten schwere Schläge versetzt zu haben. Der Druck wurde so groß, dass keines der Hauptziele des Feindes erreicht wurde, und innerhalb von etwa zehn Tagen erkannte dieser, dass er nicht gewinnen konnte. Daraufhin begann er über verschiedene Kanäle Kontakt mit Iran aufzunehmen, um eine Waffenruhe zu erbitten.

Iranische Vertreter erklären, dass der Feind seit über einem Monat um eine Einstellung der Feindseligkeiten bittet, diese Anfragen jedoch zurückgewiesen wurden, da der Krieg fortgesetzt werden sollte, bis zentrale Ziele erreicht sind, einschließlich der Schwächung des Feindes und der Beseitigung langfristiger Bedrohungen. Iran lehnte auch mehrere Ultimaten der USA ab und betonte, dass es solche Fristen nicht anerkennt.

Die Behörden behaupten nun, dass die meisten Kriegsziele erreicht wurden und der Feind in eine historische Niederlage gedrängt wurde. Irans erklärte Position ist es, den Konflikt so lange fortzusetzen, wie nötig, um diese Gewinne zu festigen und neue regionale Sicherheits- und politische Realitäten auf Grundlage seiner Macht und seines Einflusses zu schaffen.

In diesem Zusammenhang und nach Zustimmung des Obersten Führers und des Obersten Nationalen Sicherheitsrats wurde beschlossen – angesichts Irans Position auf dem Schlachtfeld und der Unfähigkeit des Feindes, seine Drohungen durchzusetzen – Verhandlungen in Islamabad aufzunehmen, um die Details innerhalb von maximal 15 Tagen abzuschließen.

Iran lehnte alle gegnerischen Vorschläge ab und legte stattdessen über Pakistan seinen eigenen 10-Punkte-Plan vor. Zu den zentralen Forderungen gehören: kontrollierte Passage durch die Straße von Hormus unter iranischer Koordination; ein Ende militärischer Aktionen gegen verbündete Gruppen; Abzug der US-Streitkräfte aus der Region; Einrichtung eines Sicherheitsprotokolls für die Straße von Hormus, das Irans Rolle bestätigt; vollständige Entschädigung für Schäden; Aufhebung aller Sanktionen und internationalen Resolutionen; Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte; sowie die formelle Bestätigung dieser Bedingungen in einer bindenden Resolution des UN-Sicherheitsrats.

Laut iranischen Vertretern hat Pakistan übermittelt, dass die USA diese Grundsätze trotz ihrer öffentlichen Haltung als Verhandlungsbasis akzeptiert haben. Auf dieser Grundlage stimmte Iran einer zweiwöchigen Verhandlungsphase in Islamabad zu.

Es wird betont, dass dies nicht bedeutet, dass der Krieg beendet ist, und Iran wird ein vollständiges Ende des Konflikts erst akzeptieren, wenn alle Bedingungen seines Vorschlags finalisiert sind.

Es waren die USA, nicht Iran, die in den letzten vier Wochen um die Wiederaufnahme von Verhandlungen gebeten haben. Anders als bei den beiden vorherigen Malen hegt Iran keinerlei Illusionen mehr über die Fähigkeit der USA zu Täuschung und Hinterlist. Iran wird seine Forderungen nicht abschwächen.

Die Zionisten geraten darüber in Aufruhr, und Netanyahu sowie seine Regierung befinden sich in einem Zustand der Panik. Sollte JD Vance erfolgreich ein Abkommen mit Iran erzielen, wird dies wahrscheinlich das Ende der Unterstützung für Israels Kriegsmaschinerie bedeuten. Wenn Israel in den kommenden zwei Wochen neue Angriffe auf Iran startet, wird Iran sofort Vergeltung üben.

Der unberechenbare Faktor dabei ist die Hisbollah. Sollte Israel weiterhin den Libanon und die Hisbollah-Stellungen im Süden angreifen, wird die Hisbollah weiterhin verheerende Schäden bei den zionistischen Kräften anrichten.

Quelle: Statement of Iran’s Supreme National Security Council on the Two-Week Ceasefire and Negotiation Conditions


Info: https://uncutnews.ch/erklaerung-des-obersten-nationalen-sicherheitsrats-irans-zur-zweiwoechigen-waffenruhe-und-den-verhandlungsbedingungen/


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08.04.2026

Donald Trump und die neue Weltordnung - Eine verstörende Bilanz

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forumgeopolitica.com, Mi. 08 Apr 2026 8, Wolfgang Bittner

Donald Trump ist angeschlagen. Es ist höchst fraglich, ob er sich von seiner Fehlentscheidung, den Iran anzugreifen, wieder erholt.


Am 20 Januar 2017 hielt Donald Trump nach seiner ersten Wahl zum Präsidenten der USA eine Antrittsrede, die es in sich hatte, aber schon bald wieder vergessen war. Nachdem er zuvor mehrmals seinen Aufruf „America First“ erneuert hatte, wandte er sich an die Bevölkerung der Vereinigten Staaten und versprach gutwillig mit der ihm eigenen Naivität und politischen Unbedarftheit: „Wir übertragen die Macht von Washington zurück an euch, das Volk.“

Gewandt an die anwesenden und auch an die aus Protest nicht zur Vereidigung erschienenen Machteliten erklärte er zu deren stiller Empörung:

„Zu lange hat eine kleine Gruppe hier, in der Hauptstadt unseres Landes, die Früchte eingefahren, während die Menschen da draußen dafür bezahlt haben. Washington ging es gut, aber die Menschen konnten an diesem Wohlstand nicht teilhaben; den Politikern ging es gut, aber die Arbeitsplätze wanderten ab und die Fabriken wurden geschlossen. Das Establishment hat sich nur selbst geschützt, aber nicht die Bürger unseres Landes. Ihre Siege waren nicht die Siege des Volkes, ihre Siege waren nicht eure Siege. Während sie hier gefeiert haben, in der Hauptstadt eures Landes, gab es für ganz viele Familien da draußen im ganzen Land wenig zu feiern. Das alles ändert sich gerade hier und jetzt.“[1]

Besondere Aufmerksamkeit verdient Trumps Ankündigung, das „amerikanische Schlachten“ zu beenden, und er fuhr fort: „Wir werden die Freundschaft und das Wohlwollen aller Nationen auf der Welt suchen, aber wir machen das in dem Wissen, dass es das Recht aller Nationen ist, ihre eigenen Interessen an die erste Stelle zu setzen. Wir möchten unsere Lebensart niemandem vorschreiben, aber wir lassen sie als leuchtendes Beispiel dastehen, wir werden als leuchtendes Beispiel ausstrahlen, dem alle folgen können. Wir werden alte Allianzen wiederherstellen, neue Allianzen bilden … Die Bibel lehrt uns, wie schön es ist, wenn die Völker Gottes friedlich zusammenleben.“

Anwesend waren die Ex-Präsidenten Carter, Clinton, Bush und Obama sowie zahlreiche der saturierten und miteinander verstrickten Politiker, Wirtschaftsmagnaten und Medienvertreter. Sie mussten die demütigende Philippika Trumps hinnehmen, denn vor ihnen stand ein amerikanischer Milliardär, der soeben in das höchste Amt der USA gewählt worden war und vollmundig seinen Machtanspruch geltend machte.

In den Medien, die bereits monatelang gegen Trump polemisiert hatten, wurde dessen Antrittsrede mit Hass und Häme kommentiert. „Die hässliche Grimasse der Demokratie“, titelte der Stern; „Trump sucht Feindschaft“, hieß es unreflektiert in der Süddeutschen Zeitung; „Bitter, angeberisch und banal“, schrieb der britische Guardian; die Neue Zürcher Zeitung konstatierte „Ein riskantes Experiment“; der Spiegel wertete Trumps Rede als eine „Unanständigkeitserklärung“ und so weiter in diesem Sinne.[2]

Dass zu diesem Zeitpunkt eine neue Ära in der Weltpolitik beginnen sollte, blieb unter den europäischen Eliten, die weiter den Netzwerken der Clinton-Obama-Biden-Politik verbunden blieben, unverstanden – zum Schaden Europas, insbesondere Deutschlands. Der damalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte Trump schon während des Wahlkampfs einen „Hassprediger“ genannt, und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich vehement für die russophobe Gegenkandidatin Hillary Clinton eingesetzt. In der ARD-Tagesschau wurde nun von weltweiten Demonstrationen gegen den neuen US-Präsidenten berichtet und dass Hillary Clinton den Demonstranten dafür danke, „dass sie ‚für unsere Werte‘ einstünden.“[3] Immerhin stand in der Washington Post: „Trump schwört, ‚amerikanisches Gemetzel‘ zu beenden.“

Trump im Netz der Bellizisten und der Wallstreet

Doch Trump, der sich gegen den tiefen Staat seiner Vorgänger wandte, um seine politischen Vorstellungen durchzusetzen, befand sich schon bald im Netz der Finanzeliten der Wallstreet, die seinen Wahlkampf unterstützt hatten. In seiner ersten Präsidentschaft war er umstellt von Hardlinern wie dem fundamentalistisch-evangelikalen Vizepräsidenten Mike Pence, dem ehemaligen CIA-Direktor Mike Pompeo als Außenminister und dem „Architekten“ des Irak-Kriegs John Bolton als Sicherheitsberater.[4] In seiner zweiten Präsidentschaft sind es Bellizisten wie der Kriegsminister Pete Hegseth und der Außenminister Marco Rubio.

Hegseth, ein evangelikaler Nationalist und Ex-Major der Heeres-Nationalgarde, hatte 2018 auf dem National Coucil of Young Israel erklärt: „Zionismus und Amerikanismus sind die Frontlinien der westlichen Zivilisation und Freiheit in der heutigen Welt.“[5] Der ehemalige Senator Marco Rubio, Sohn kubanischer Exilanten, vertritt eine aggressive Kuba-Politik und ist bekennender Katholik, nachdem er in jungen Jahren Mormone und zeitweise auch Baptist war. Er betreibt eine Anwaltskanzlei sowie das Beratungsunternehmen Rubio Consulting und ist Partner des Beratungsunternehmens Florida Strategic Consultants.

Beraten und in vielen seiner Entscheidungen offenbar auch gesteuert von solchen in den Vordergrund drängenden Ministern und anderen Einflusspersonen, hat Donald Trump sich von seinen ursprünglichen Zielen, Freundschaft mit allen Nationen zu suchen, Frieden zu halten und für das Wohl der US-amerikanischen Bevölkerung einzustehen, immer weiter entfernt.

Auch in seiner zweiten Antrittsrede am 20. Januar 2025 versprach Donald Trump noch: „Wir werden das Vorbild für jede Nation sein“, und er wiederholte seine Anschuldigungen vom 20. Januar 2017: „Viele Jahre lang hat eine radikale und korrupte Elite unsere Bürger an Macht und Reichtum beraubt.“ Das sollte sich, so Trump, unter seiner Präsidentschaft unverzüglich ändern. Er sprach von Kriegen, „die wir beenden“, und von Kriegen, „in die wir nie geraten“. Er wolle „ein Friedensstifter und Einiger“ sein, die ganze Welt werde den USA, „der größten Zivilisation der Geschichte, … Ehrfurcht und Bewunderung“ erweisen.

Allerdings sagte Trump auch, er werde die USA an die erste Stelle setzen, „… andere Länder besteuern, um unsere Bürger zu bereichern“, und er beschwor zum wiederholten Mal den amerikanischen Exzeptionalismus. Gott habe ihn vor einem Attentat „gerettet, um Amerika wieder großartig zu machen“, mit seinem Regierungsantritt habe für die USA ein „goldenes Zeitalter“ begonnen.

Trumps Chaos-Politik

Obwohl sich Donald Trump in seinen Antrittsreden und in der Folgezeit immer wieder gegen seine Vorgänger gewandt hat, hält er doch den imperialen Anspruch der USA aufrecht und gibt das der Welt auf seine polternde Art unmissverständlich kund. Im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit hat er rigorose völkerrechtswidrige Maßnahmen angekündigt, zum Beispiel will er die BRICS-Staaten abstrafen und Kanada, Grönland und Panama annektieren.[6] Er hat neue Sanktionen verhängt, erhebt hohe Einfuhrzölle, was zu großen Problemen in den Lieferketten führt, und er verlangt von den europäischen NATO-Staaten, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, was ohne erhebliche Einschnitte in die Etats für Soziales, Bildung, Kultur, Wissenschaft usw. nicht zu leisten ist.

Des Weiteren beliefert er – ebenso wie Deutschland – Israel mit Waffen und duldet den Genozid an den Palästinensern. Er ließ den venezolanischen Präsidenten Nicolas Madura entführen und veranlasste Luftangriffe auf den Jemen, wo Saudi-Arabien mit Unterstützung der USA, Großbritanniens und Frankreichs einen Stellvertreterkrieg gegen den Iran führt.[7] Im Juni 2025 unterstützte er den völkerrechtswidrigen Überfall Israels („Zwölftagekrieg“) gegen den Iran, und am 28. Februar 2028 begann er zusammen mit Israel einen mörderischen Krieg gegen den Iran.

Hinzu kommt, dass Donald Trump weltweit Chaos an den Börsen und in der Wirtschaft verursacht. Nicht auszuschließen ist, dass er damit seine Gegner verwirren und einen bevorstehenden Zusammenbruch des US-Finanz- und Wirtschaftssystems verschleiern, hinauszögern oder abwenden will. Seinen Hauptgegner sieht er in China, wobei er offensichtlich eine militärische Auseinandersetzung, die sich zu einem Mehrfrontenkrieg oder sogar einem Atomkrieg entwickeln könnte, vermeiden will. Vielmehr setzt er auf eine Schwächung der Wirtschaftskraft durch Isolierung, hohe Zölle und Sanktionen.[8]

Positiv zu bewerten sind hingegen Trumps Gesprächsbereitschaft gegenüber Russland und die Beendigung der permanenten Provokationen, die sein Vorgänger Joseph Biden auf die Spitze getrieben hatte. Zudem wurden durch die anfängliche Abkehr von der Kriegspolitik seiner Vorgänger und ihrer Instruktoren verkrustet Strukturen aufgebrochen, und es hatten sich reale Chancen für die Entwicklung einer neuen internationalen Sicherheits- und Friedensarchitektur aufgetan, die jedoch von den nach wie vor in den US- und NATO-Netzwerken verfangenen europäischen Regierungspolitikern und Medien zum Schaden Europas, insbesondere Deutschlands, nicht wahrgenommen wurden.

Trump scheint schon länger erkannt zu haben, dass für die Pläne, die russischen Ressourcen zu vereinnahmen und China einzudämmen, eine Verständigung mit Russland einem Krieg mit Russland vorzuziehen sei. Deshalb die Verhandlungen zum Ukraine-Konflikt und die sukzessive Zurückweisung Selenskyjs, den Trumps Vorgängerregierungen gegen Russland in Stellung gebracht hatten. Offenbar beabsichtigte er, mit „Deals“ das Ergebnis zu erreichen, das seine Vorgänger mit ihrer Aggressionspolitik nicht durchsetzen konnten.

Der Iran-Krieg

Trumps wohl größter Fehler war der Eintritt der USA, zusammen mit Israel, in den Krieg gegen den Iran. Seither sind seine Äußerungen noch wirrer geworden als zuvor, und er laviert zwischen verstärkt aggressivem Vorpreschen und verhaltenem Einlenken. Prahlerisch erklärte er, „Tod, Feuer und Zorn“ werde über den Iran kommen, der nie wieder eine Nation sein würde, „wir brechen ihre Knochen."[9] Und entlarvend: „…Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“.[10]

Direkter, und mit einem extrem heuchlerischen Fanatismus, agiert sein Kriegsminister Pete Hegseth, der einen „amerikanischen Kreuzzug“ gegen den Iran führt. In einem Interview mit CBS News sagte er am 8. März 2026, die US-Truppen würden von der „höheren Macht“ unterstützt. Die Truppen „brauchen in diesen Momenten eine Verbindung zu ihrem allmächtigen Gott“. Auf einer Pressekonferenz im Pentagon zitierte Hegseth aus Psalm 144: „Gesegnet sei der Herr, mein Fels, der meine Hände für den Krieg und meine Finger für den Kampf trainiert.“[11] Der Extremismus der US-Politik und das daraus entstehende weltweite Chaos nehmen verheerende Ausmaße an.

Offensichtlich teilt Trump die Ansichten seines Kriegsministers, vielleicht ist er auch inzwischen auf dem Weg in eine Altersdemenz. In seiner Rede an die Nation vom 1. April 2026 drohte er dem Iran: „Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören.“[12] Darauf antwortete der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden, Madschid Mussawi, am 2. April 2026 im sozialen Netzwerk X stolz und selbstbewusst: „Gerade ihr treibt eure Soldaten ins Grab, nicht Iran, den ihr ins Steinzeitalter zurückwerfen wollt. Eure Hollywood-Illusionen haben euer Denken so sehr verzerrt, dass ihr mit eurer unbedeutenden 250-jährigen Geschichte einer Zivilisation droht, die mehr als sechstausend Jahre alt ist.“[13]


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Am 4. April kündigte Trump an, über die Iraner werde „die Hölle hereinbrechen“, wenn sie nicht einem Abkommen zustimmten oder die Straße von Hormus öffneten.[14] Aber Verhandlungen lehnte Teheran zunächst ab, stattdessen folgten Drohnenangriffe auf Israel, mehrere Golfstaaten und auf US-Stützpunkte in der Golf-Region. Es wird immer offensichtlicher, dass Trump die Widerstandskraft des Iran unterschätzt hat,[15] dass er aber auch versucht, aus der für ihn unhaltbaren Situation ohne Gesichtsverlust herauszukommen – höchst fraglich, ob ihm das gelingen wird. Es sieht eher danach aus, dass er angeschlagen ist und sich von seinem Iran-Fehlschlag nicht mehr erholen wird.

Ausblick

Donald Trump hat alle Verbündeten verprellt und einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Und er hat die Gegner der USA in ihrer Abwehrbereitschaft bestärkt. Der Iran hat mit seinen Angriffen auf US-Stützpunkte eine neue strategische Lage geschaffen: Wer die USA in ihren illegalen Feldzügen unterstützt, indem er ihre Militärbasen toleriert, muss mit Konsequenzen rechnen.

Die Folge wird sein, dass sich noch mehr Staaten als bisher von den USA mit ihrer egozentrischen völkerrechtwidrigen Politik abwenden werden. Die Raketen Chinas sind jetzt auf die US-Basen im Pazifik gerichtet, die von Russland auf die Militärbasen in Europa, insbesondere in Deutschland. Damit hat Trump das Gegenteil dessen bewirkt, was er ursprünglich angestrebt hat – von einem friedlichen Miteinander der Völker der Welt kann keine Rede mehr sein.

Es stellt sich immer deutlicher heraus: Was sich zurzeit abspielt ist traurig, beschämend, entsetzlich. Aber es ist weder Zufall noch Schicksal. Bei den derzeitigen ausufernden globalen Konflikten, hinter denen die westlichen Kapital- und Wirtschaftseliten stehen, handelt es sich um eine grundlegende Auseinandersetzung zwischen dem Kollektiven Westen und dem Globalen Süden einschließlich Russlands, Der Ausweg wäre BRICS, und es ist zu hoffen, dass die führenden Politiker Europas endlich begreifen, dass eine Abkehr von der zerstörerischen Politik der USA und der NATO alternativlos ist.

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. Er ist Autor zahlreicher Bücher, u.a. „Der neue West-Ost-Konflikt“, „Deutschland – verraten und verkauft“, „Ausnahmezustand“ und „Niemand soll hungern, ohne zu frieren“.


Quellen und Anmerkungen

1  Zit. wie Welt Netzreporter, 20.1.2017, www.youtube.com/watch?v=GMfGfhUNyLw (3.4.2026)

Stern, Pressestimmen zu Trump: Die hässliche Grimasse der Demokratie, 21.1.2017, www.stern.de/politik/ausland/pressestimmen-zu-trump----bitter--angeberisch-und-banal--7292694.html

3  ARD-Tagesschau, „Rebellion in Pink“, 22.2.2017, www.tagesschau.de/ausland/anti-trump-proteste-107.html

4  Dazu Wolfgang Bittner, „Die Eroberung Europas durch die USA – Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung“, erweiterte Neuausgabe, Westend 2017, S. 222 ff.

5  Zit. wie https://de.wikipedia.org/wiki/Pete_Hegseth, Fn. 63 (2.4.2026)

6  Vgl. www.tagesschau.de/ausland/europa/groenland-daenemark-unabhaengigkeit-usa-trump-100.html. Inzwischen soll der US-Finanzinvestor BlackRock die Kontrolle über die Häfen an beiden Enden des Panamakanals übernommen haben.

7  Dazu www.welthungerhilfe.de/aktuelles/gastbeitrag/2019/hintergrundanalyse-jemen-konflikt#:~:text=Im%20Jemen%20herrscht%20ein%20Bürgerkrieg,neun%20Jahren%20andauernden%20Konflikt%20eingefroren

8  Dazu Wolfgang Bittner, „Geopolitik im Überblick. Deutschland-USA-EU-Russland“, Hintergrund Verlag, Berlin 2025, S. 139 f.

www.youtube.com/watch?v=jqZoSqnm5Uo (2.4.2026)

10 Zit. wie www.handelsblatt.com/politik/international/fuenfte-kriegswoche-trump-prueft-us-bodenoffensive-und-griff-nach-irans-oel/100212934.html

11 Zit. wie https://edition.cnn.com/2026/03/13/politics/hegseth-iran-israel-war-american-crusade-analysis

12 Zit. wie www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-rede-nation-102.html

13 Zit. wie https://freeassange.tech/der-nahe-osten/269469-liveticker-us-israel-krieg-gegen/, 17:53

14 Vgl. www.zdfheute.de/politik/ausland/trump-usa-iran-krieg-drohung-ultimatum-strasse-von-hormus-100.html

15 Dazu Peter Hänseler, https://forumgeopolitica.com/de/artikel/ein-lgenbaron-verkehrt-die-welt-und-verliert

 

Bush, George W. Carter, Jimmy Obama, Barack Trump, Donald Clinton, Bill Vereinigte Staaten Biden, Joe Bolton, John Clinton, Hillary Hegseth, Pete Maduro, Nicolas Merkel, Angela Pompeo, Michael Rubio, Marco Zelensky, Wolodymyr Steinmeier, Frank-Walter Pence, Mike Mousavi, Majid Kanada China Kuba Europa Deutschland Grönland Iran Israel Palästina Russland Vereinigtes Königreich Venezuela Jemen Panama Frankreich BRICS EU NATO Analyse

8 Kommentare zu
«Donald Trump und die neue Weltordnung - Eine verstörende Bilanz»


Any Person Mi. 08 Apr 2026, 16:51

Trump was merely relying on some basic memes, ones so deeply embedded in the US public psyche as to be unnoticed, the 'wallpaper' on the walls of the American Dream ideological prison cell.

"American Carnage"... the 'eternal victimhood' card rejigged to apply to the Exceptional Nation. "They hate us because of our freedoms."

Trump invokes the Bible and God to simultaneously reinforce both supremacy and victimhood. "God saved me to save America". The standard 'God is on our side' as we oppress the world, and yet in the background lurks Christians thrown to the lions, Jesus on the cross, Jews persecuted... well, you know the narratives. Attack is justified because... they hate us.

"dialog with Russia"? If meaningful and lasting 'dialog' is possible with a serial liar and con man (to be generous). The beneficent but misguided 5D Trump is a PR mirage. All backed by the US's Mighty Wurlitzer, Operation Mockingbird PR machine.

Russia and China would be fools not to have their missiles aimed at the US mainland, especially the ICBM silos and nuke-equipped bases. USicans live in fool's paradise, still thinking the Pacific and Atlantic are sufficient protection in the hypersonic, plasma-weapon age.

"Western Capital and economic elites"... you euphemistically stalk the elephant in the room, The Rothschild Class. I have said the Rothschilds know 'war is good for business', but I posit they know nuclear war is NOT.

Looking at the whipsaw of Tuesday, when Trump all but threatened nuclear war on Iran, one wonders why a gaggle of formerly silent AIPAC-controlled Congress critters calling for Trump's immediate ouster were a) allowed to speak, and b) given MSM press coverage. Even Nutty-Yahoo is somewhat subdued, but clinging to all the usual demands on Iran and unilaterally deciding the ceasefire doesn't apply in Lebanon... the PR 'lever' to claim Iran is still supporting 'terrorism' to scuttle the deal. Greater Israel still lives unquenched in the Zionist/Rothschild mind.

This is a 'the day the Berlin Wall fell' moment, but similarly, the demise had been long in the coming.

Will the US take the opportunity, before it is militarily and economically forced to, to examine its entrenched megalomania and the fatally flawed ideology feeding that delusion, to realistically observe its actual position and stop trying to rule the world?

The Rothschilds have already stated their position, beginning over decade ago... the "You will own nothing" video clearly stated (paraphrased) 'in the new multipolar world, the US will be one power among many'. at the same time, in 2016, the Rothshcilds announced they were divesting key assets out of the US$ system, into "other currencies" and though not openly announced announced, also into crypto, Bitcoin in particular.

But "You will own Nothing" remains in the air, a megalomaniac stench that pervades the world.

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Annwn Do. 09 Apr 2026, 8:49

Donald Trump : Génie pour les « pro Trump » ou idiot pour les orgueilleux ?
Ce qu’il y a de certain, c’est que, comme disait Franklin Delano Roosevelt : « En politique rien n’arrive par hasard. Chaque fois que survient un événement, on peut être certains qu’il avait été prévu pour se dérouler de cette façon. »
Notons qu’en hâtant l’effondrement de l’empire américain, Donald Trump, à l’instar de M. Gorbatchev en URSS, agit comme un allié objectif des intérêts globalistes de la « City » (véritable « épicentre » du séisme instigateur du « Nouvel Ordre Mondial ») dont le seul objectif est l’avènement d’un gouvernement mondial. Car précisément, le gouvernement mondial ne pourra voir le jour que sur les décombres des États, tout empires soient-ils.
Rappelons également que, bien que figure centrale de l’exécutif de la nation Russe depuis 1999, une commission parlementaire britannique a publié en mai 2018 un rapport alertant sur le fait que la « City » de Londres serait devenue un centre de blanchiment d’argent pour les hommes d’affaires russes et pour Vladimir Poutine et son entourage, ce qui a valu à la capitale britannique le surnom de « Londongrad ».
La capacité à mentir, et donc à avoir un certain talent de « comédien », est l’une des « qualités » requises par l’oligarchie dans le choix de ses « marionnettes »... à l’Ouest comme à l’Est.
Petit à petit, les aigles pygargue et bicéphale font le nid de l’Oligarchie, c'est-à-dire le « gouvernement invisible », voire « clans mafieux », autrement appelé « Deep State ».
Blog : https://livresdefemmeslivresdeverites.blogspot.com/

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sepp Do. 09 Apr 2026, 11:55

Grossartige, sprachlich auch sehr gut formulierte Übersicht über die bisherigen Trump-Jahre, das Beste, was ich bisher über dieses Thema je gelesen habe. Danke, Herr Bittner.

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Smitty Do. 09 Apr 2026, 12:21

There is too much focus on individuals and not enough focus on systems and classes.

Whichever clown happens to be in office, they are just a frontman, or frontwoman that acts a show for the cameras, in this media age. When they are inconvenient, they are removed. And a new clown inserted. Sometimes the removal of the clown is preceeded by growing murmurs of "dementia", "madness" or whatever. It's just a facade. The current clown is not a mystery at all - he has had 8 decades on this planet was a well known front page news in the biggest city in the US and on their TV screen. He is no less irrational or rabid or racist, than he has been in all his previous decades in the limelight.

Focus on the systems that own him and put him in place, that also own Rubio, Vance and whomever might replace him, Because those systems are controlled by people who already spent the last 20-30 years invading and bombing anyone in western and central Asia who might oppose the US or "Israel". And they profit richly from it:

https://costsofwar.watson.brown.edu/papers/how-death-outlives-war

https://costsofwar.watson.brown.edu/paper/human-cost-post-911-wars-direct-war-deaths-major-war-zones

https://costsofwar.watson.brown.edu/paper/profits-war-corporate-beneficiaries-post-911-pentagon-spending-surge

All of this should be analysed by focusing on these underlying puppet masters and profiteers. Not with endless headlines about the clowns they send out to distract everyone. Their greed and their bile are endless and they encompass the entire planet. If people dont understadn this, I suggest going out and finding the full text of the speech they sent Rubio to deliver at the so called Munich Security Conference. That is a rallying call for a global fascist regime, regardless of which clown is the face of it.

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beat schaller Do. 09 Apr 2026, 13:35

Trump kennt nur noch Grössenwahn, ist abgehoben, arrogant und unerzogen, korrupt und überheblich. Er glaubt, dass er alles manipulieren kann, bis auf die Israelis, welche in ihrem Traum vom ganz grossen Israel und der so speziellen Rasse, sogar die USA hinter sich anstehen lassen. Ich hoffe immer noch, dass dieser Korruptionshaufen endlich aufgewühlt und ausgemistet wird. Danke an GF und Herrn Bittner für diesen heutigen Bericht, der hervorragend und sehr verständlich ist. Ich möchte dem lediglich noch einen Link von heute, von Jeffry Sachs anfügen : b.schaller

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Antwort auf beat schaller Do. 09 Apr 2026, 13:40

https://www.youtube.com/watch?v=ooAHhsOFiwA
Sorry, hier muss ich noch den Link nachreichen. b.schaller

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Antwort auf Ruth Do. 09 Apr 2026, 14:55

Habs mir angeschaut, weil ich Herrn Sachs sehr mag, ein vernünftiger Mann mit viel Verstand und „Ehre im Leib“.
Aber in einem hat er Unrecht: Es gab nicht nur Verlierer. Kriege werden geführt, damit ganz bestimmte Leute Gewinne machen. In dem Fall z.B. allein schon Esso, Shell, Dutch Oil und wie sie alle heißen, denn da konnte man im Vorfeld schon, bevor die Preise am Ölmarkt stiegen (und sie stiegen nie auf ein Rekordhoch!) gewaltig an anderen Stellen in die Höhe treiben und absahnen.
Zerstörung bringt obendrein irgendwann notwendigen Aufbau, Kreditvergaben, Zinsen... Ganz zu schweigen von der Rüstungsindustrie.

Verloren haben allein die Menschen „unten“. Die am Ende der Kette, wie immer. Aber was interessiert das jene, die Kriege führen, anzetteln. Sie machen dadurch doch nur Gewinne.
Und ehe DAS Prinzip nicht mal bis in die letzte Hirnwindung derer "am Ende der Kette" gedrungen ist, bei jedem... Da kann man noch so viele empörte Artikel schreiben, oder „feststellen“, denn ehe man sich damit nicht auseinandersetzt, ändert sich nie was.

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Kenneth Joseph Wood Do. 09 Apr 2026, 15:06

"Those whom the gods would destroy, they first make mad."

That is the sign of the Trump & Co. times these days. Mega-doses of hubris and folly.

May 9, 2025--many of we Americans were hoping that Trump, along with Xi Jinping and Vladimir Putin, would celebrate Victory Day in Moscow. It would mean a true "new beginning" of multi-polarity, peace, friendship, and co-operation among the diverse families of humankind on planet earth.

'Twas not to be. Worse--Trump reneged on his election campaign promises of "no more wars" and a cleansing of the spirit of America--back to truth and justice hopes. Nope.

Trump and his acolytes are liars, deceivers, and fraudsters of the worst sort. Human life, liberty, and pursuing peace and happiness are not in their minds or lexicons. Brute strength, compulsion, and violence are their currency. If you are religious, call this demonic or satanic--destroyers, not bridge builders. Indeed, recall DJT's glee of destroying Tehran's largest suspension bride--which was used by commuters there to travel daily to work. These are musings of a Caligula or madman.

American Vice-President, J.D. Vance, at first was opposed to the Iran war, but, like a cheap suit of inferior clothing, folded and told Trump: "If you go to war, I will support you.? Recently, Vance was puffing for Orban in Hungary (talk about intervention in another sovereign country's affairs!) Then Vance went on to castigate Russian SMO in Ukraine! Diablo de diablo. Since 2014 and even before, America's CIA and military, England's MI6 and others have sought the dismemberment of Russia simply to steal its vast resources. That will never happen--ask the Mongols, Napoleon, or Hitler.

America's newspaper of record, NYT, recently posted their version of history: https://archive.fo/eGBMD

PS
Trump's constant media circus about "winning?" His words depress the price of oil on Wall Street--then his "insiders," who were made aware of his announcements in advance, make a killing on stock options, puts, and calls they had previously made. This is 100% illegal and criminal according to US laws--people have gone to prison for this activity (see the Rajaratnam / Galleon Group, Ivan Boesky or even Martha Stewart cases.)

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/donald-trump-und-die-neue-weltordnung-eine-verstrende-bilanz


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

Alastair Crooke: Das 10-Punkte-Rahmenwerk des Iran und die Stärkung des Iran

seniora.org, 8. April 2026, 08.04.2026 Von Alastair Crooke - übernommen von //substack.com/@conflictsforum">Conflicts Forum, ∙ Bezahlter Beitrag

Ebenso könnte jede Vereinbarung, Amerikas langjährigen Zermürbungskrieg und die Belagerung des Iran zu beenden, vereitelt werden, da Amerikas Stellvertreter  – Israel  – seinen langjährigen Krieg um die Vorherrschaft in der Region weiterführt.

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Alastair Crooke

Was der Iran am 7. April vereinbart hat, ist kein Waffenstillstand an sich, sondern vielmehr eine kurze Unterbrechung der militärischen Aktionen, um den Raum zu schaffen, in dem geprüft werden kann, ob sinnvolle politische Gespräche mit den USA möglich sind oder nicht.

Die USA haben jedoch das 10-Punkte-Rahmenwerk des iranischen Nationalen Sicherheitsrats als vereinbarten „Anker“ für mögliche Gespräche akzeptiert, die am Freitag in Islamabad beginnen sollen —

„[Trump] sagte, er habe einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten, der eine „verhandelbare Grundlage“ (https://www.wsj.com/livecoverage/iran-war-2026-trump-deadline-latest-news/card/trump-says-iran-has-presented-a-workable-10-point-proposal-HK9s10q879EXSwk3aPBF)  darstelle“.

Die 10 Punkte stellen faktisch die Vorbedingungen des Iran für jeden Schritt hin zu einem substanzielleren Waffenstillstand dar.

Der Rahmenplan stammt nicht von randständigen iranischen Politikern, die mit externen Vermittlern sprechen, sondern aus der Kernführung des Iran. Nach ausführlichen Diskussionen innerhalb des Sicherheitsausschusses des iranischen Nationalen Sicherheitsrats (NSC) wurde der Rahmenplan fertiggestellt und dem Obersten Führer vorgelegt. Dieser erörterte den Text, änderte einige Aspekte und gab ihm seine Zustimmung. Das Rahmenabkommen ist daher eine ernsthafte und fundierte Darlegung der iranischen Position.

Es ist jedoch klar, dass die derzeitige Lage nach wie vor sehr unsicher ist. Die Widersprüche zwischen dem 10-Punkte-Plan und Witkoffs 15-Punkte-Exposé seitens der USA sind eklatant   – und möglicherweise ist die Spannung zwischen beiden nicht aufrechterhaltbar.

Darüber hinaus behauptet der wichtigste Vertragspartner dieses fragilen Rahmenabkommens   – Israel   –, nicht konsultiert worden zu sein, und ist wütend über die Zustimmung der USA zu Gesprächen auf der Grundlage des iranischen Rahmenabkommens, das es als strategische Niederlage für die USA und damit auch für Israel betrachtet.

Der 10. Punkt des iranischen Rahmenabkommens fordert die Einstellung militärischer Aktionen an allen Fronten   – einschließlich des Konflikts Israels mit der Hisbollah im Libanon. Doch Netanjahu erklärt nun, dass er dies an der Libanon-Front nicht einhalten werde (wo der Krieg heute mit massiven israelischen Angriffen auf Beirut und den Südlibanon weiterging).

Der Iran hat bereits angekündigt, dass er sich darauf vorbereitet, „abschreckende Operationen gegen israelische Militärstandorte in den besetzten Gebieten“ als Reaktion auf die heutigen Angriffe Israels auf die Hisbollah zu starten:

„In Teheran herrscht die Überzeugung, dass die Fortsetzung der Angriffe des [israelischen] Regimes an allen Fronten trotz des Abkommens entweder ein Beweis für die Unfähigkeit der Vereinigten Staaten ist, Netanjahu zu kontrollieren, oder dafür, dass das CENTCOM der zionistischen Entität Handlungsfreiheit gewährt“ (FARS News).

Allein der heutige Verstoß könnte ausreichen, um das Rahmenabkommen zum Scheitern zu bringen, sollte Israel sich nicht an die Bedingungen halten und stattdessen die Libanon-Karte spielen, um das Rahmenabkommen heimlich zu sabotieren.

Der führende israelische Geheimdienstkommentator Ronen Bergman fragte heute früh:„Ist der Libanon im Waffenstillstandsabkommen enthalten? Kommt darauf an, wen man fragt“:

„Hochrangige [israelische] Sicherheitsquellen teilten [Yedioth Ahronoth] mit, dass der von Präsident Trump verkündete Waffenstillstand den Libanon einschließe. Auch der pakistanische Premierminister bestätigte die Details. Das Büro des [israelischen] Premierministers bestreitet dies jedoch“.

Trumps Kurswechsel von der Androhung einer „zivilisatorischen Auslöschung“ hin zu einer in letzter Minute erzielten Einigung, die angedrohten lähmenden Schläge gegen die gesamte zivile Infrastruktur des Iran abzubrechen   – und den 10-Punkte-Plan des Iran zu akzeptieren   –, folgte offenbar auf das Scheitern seines „Plan B“ am Wochenende:

Trumps Hoffnung war eine schnelle Spezialeinheitsoperation nach venezolanischem Vorbild (In-boom-Out), um einen wesentlichen Teil der 430 kg angereicherten Uranvorräte des Iran zu beschlagnahmen, die laut Grossi, dem Leiter der IAEO, in einem Tunnel in der Nuklearanlage von Isfahan gelagert sind. Er würde dann vor der Eröffnung der Märkte nach den Osterferien den „Sieg“ verkünden.

Der geplante Beschlagnahmungsangriff der Spezialeinheiten geriet jedoch in die Bemühungen zur Rettung der Besatzung einer US-amerikanischen F-15 verwickelt, die unweit von Isfahan von der iranischen Luftabwehr abgeschossen worden war. Die Rettungshubschrauber, die zur Bergung der Piloten gestartet waren, wurden durch Bodenfeuer beschädigt (man sah sie Rauch hinter sich herziehen), erreichten jedoch die Basis außerhalb des Iran. Die für den Blitzangriff auf Isfahan entsandten Flugzeuge der Spezialeinheiten gerieten jedoch in einen Hinterhalt des Iran und stürzten schwer ab.

Die Operation in Isfahan scheiterte somit mit einem hohen Verlust an Flugzeugen. Es ist nun unwahrscheinlich, dass ein solcher Überraschungsangriff wiederholt werden könnte.

„Plan B“ für einen schnellen „Sieg“ für Trump war damit verpufft, sodass ihm nur noch die Option einer massiven militärischen Eskalation blieb, die über seine selbst gesetzte Frist von 4  –6 Wochen hinausgehen würde, um den Iran-Krieg noch vor den (ohnehin schon angespannten) Zwischenwahlen zu beenden.

Für den Iran würde die Annahme seiner Vorbedingungen durch die USA (ein großes „Wenn“) in Teheran als Gelegenheit angesehen werden, das regionale geopolitische Kräfteverhältnis neu zu gestalten.

Entscheidend für diese Analyse sind die fortgesetzte iranische Kontrolle über den Hormuz, die Aufhebung aller Sanktionen, der Abzug der US-Streitkräfte und der US-Stützpunkte aus der Region sowie das Ende der damit einhergehenden Dominanz des Petrodollars im gesamten Persischen Golf.

Kurz gesagt: Der Iran sieht seine derzeitige Widerstandsfähigkeit (die viele Erwartungen erschüttert und auf den Kopf gestellt hat) als Chance, dem „Käfig“ zu entkommen, in dem er seit sieben Jahrzehnten gefangen ist. Dies wurde als Rückkehr des Iran zu seiner Position als anerkannte strategische Macht (https://x.com/ProfessorPape/status/2041715028663865471) angesehen.

Für Israel hingegen könnte das Ergebnis nicht schlimmer ausfallen: Der Iran würde sich als mächtigster Staat in der Region herauskristallisieren, und seine ehemaligen Verbündeten am Golf   – sowie viele Länder in Asien   – wären gezwungen, sich mit einem gestärkten Iran abzufinden.

Historisch gesehen zeigen die Erfahrungen, dass Waffenstillstände, die erhebliche Widersprüche beinhalten, in der Regel an Halt verlieren   – und dies in immer schnellerem Tempo.

Im russisch-ukrainischen Kontext haben ähnliche Widersprüche die Entstehung einer vereinbarten regionalen Sicherheitsarchitektur verhindert, da Europa darauf bestand, den Krieg gegen Russland durch seine ukrainischen Stellvertreter fortzusetzen.

Ebenso könnte jede Vereinbarung, Amerikas langjährigen Zermürbungskrieg und die Belagerung des Iran zu beenden, vereitelt werden, da Amerikas Stellvertreter   – Israel   – seinen langjährigen Krieg um die Vorherrschaft in der Region weiterführt.

DANKE an alle unsere Leser und Abonnenten, insbesondere an unsere zahlenden Abonnenten. Diese Website wird vollständig von Lesern unterstützt und finanziert, und wir sind sehr dankbar für die Unterstützung unserer Leser.

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Quelle: Conflicts Forum - mit Deepl Pro übersetzthttps://conflictsforum.substack.com/p/the-10-point-iranian-framework-and?publication_id=3393451&post_id=193581224&isFreemail=false&r=484ski&triedRedirect=true



Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/iran/alastair-crooke-das-10-punkte-rahmenwerk-des-iran-und-die-staerkung-des-iran


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

"Es endete in einer Tragödie für die Menschheit": Moskau warnt vor Militäraufrüstung Deutschlands

freedert.online, 8 Apr. 2026 13:47 Uhr

Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa warnt eindringlich: Deutschlands Militäraufrüstung unter Kanzler Friedrich Merz sei reiner "militaristischer Wahnsinn". Berlin habe die Lehren des Zweiten Weltkriegs vergessen.


Quelle: Gettyimages.ru © Soeren Stache


Archivbild: Bundeskanzler Friedrich Merz beim Besuch eines militärischen Übungsgeländes.


Der fortgesetzte Aufbau Deutschlands zur Militärmacht könnte zu einer weiteren globalen Tragödie führen. Davor hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gewarnt.


Breuer: Russische Bedrohung so gefährlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr





Breuer: Russische Bedrohung so gefährlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr






Letzte Woche berichteten deutsche Medien, dass männliche Bürger, die sich länger als drei Monate ohne vorherige Genehmigung im Ausland aufhalten, Strafen nach dem neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetz riskieren. Die Regelung, die am 1. Januar 2026 in Kraft trat, verpflichtet deutsche Männer im Alter zwischen 17 und 45 Jahren, vor einer längeren Auslandsreise eine Erlaubnis einzuholen. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Maßnahme diene der Führung eines zuverlässigen Registers wehrpflichtiger Personen.

Sacharowa schrieb am Montag auf Telegram, dass deutsche Männer zuvor nur in einem "Spannungszustand" oder "Verteidigungsfall" vor Auslandsreisen registrierungspflichtig waren. Nun werde dies auch in Friedenszeiten durchgesetzt "als Teil der Strategie von Kanzler Friedrich Merz zur Militarisierung des Landes."

Die lotteriebasierte Wehrpflicht wurde auch kürzlich wieder eingeführt, da die Bundesregierung bis 2035 die Zahl der aktiven Soldaten von 180.000 auf über 260.000 erhöhen will.

Sacharowa erklärte, dass "Deutschland in der Hitze des militaristischen Rauschs die Lektionen der Geschichte vollkommen vergessen" habe.

"Das letzte Mal, als die deutsche politische Elite ihr Land zur 'militärischen Hauptmacht in Europa' machen wollte, endete es in einer Tragödie für die gesamte Menschheit", sagte Sacharowa mit Bezug auf den Zweiten Weltkrieg, bei dem schätzungsweise 60 bis 65 Millionen Menschen getötet wurden.


Deutscher General zum Krieg mit Russland: Europa wird unvorstellbare Dinge erleiden





Analyse

Deutscher General zum Krieg mit Russland: Europa wird unvorstellbare Dinge erleiden





Seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts 2022 hat die Bundesregierung eine massive militärische Aufrüstung gestartet und plant Berichten zufolge, bis 2029 mehr als 500 Milliarden Euro für die Verteidigung auszugeben. Laut Regierungsvertretern müssen die Streitkräfte bis zu diesem Zeitpunkt "kriegsbereit" für einen möglichen Konflikt mit Russland sein.

Moskau hat die Behauptungen, es hege aggressive Pläne gegen die europäischen NATO-Mitglieder, wiederholt als "Unsinn" zurückgewiesen. Solche Vorwürfe würden nur von westlichen Politikern erhoben, um die Bevölkerung zu verängstigen und höhere Militärausgaben zu rechtfertigen.

Mehr zum Thema - Leakte er Aufrüstungspläne von Pistorius? Offizier im Verteidigungsministerium unter Verdacht


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Video https://rumble.com/v7832qi-kritik-am-neuen-wehrdienstgesetz-reiseregelung-ist-kompletter-eingriff-in-d.html Dauer 8:36 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/mit-welchen-tricks-die-eu-versucht-orbans-wiederwahl-zu-verhindern


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Weiteres: 




Was bringt Selenskij ein Konflikt im Baltikum?

freedert.online, 9 Apr. 2026 06:30 Uhr, 

Die Initiatoren der Eskalation des Konflikts im Baltikum befinden sich nicht in Kiew, sondern in London. Denn gerade Großbritannien wäre der größte Nutznießer dieser Konfrontation in der baltischen Region.



Quelle: Legion-media.ru © M-

Production


Symbolbild


Es wurden mehrere Drohnenangriffe auf die Ostseehäfen Ust-Luga und Primorsk im Gebiet Leningrad seitens der Ukraine durchgeführt. Diese Häfen dienen als wichtige Umschlagplätze für einen Großteil der russischen Erdölexporte. Auf den ersten Blick scheinen Angriffe auf eine solche Infrastruktur weder für die Ukraine noch für die EU, die sie unterstützt, wirtschaftlich vorteilhaft zu sein. Schließlich sind die Preise für Benzin und Dieselkraftstoff aufgrund des Krieges im Nahen Osten sowohl in der Ukraine als auch in Europa stark gestiegen. Und Angriffe auf die baltischen Häfen verschärfen die Situation nur noch weiter.


Ukrainische Drohnen werden zur Bedrohung für Finnland





Analyse

Ukrainische Drohnen werden zur Bedrohung für Finnland






Zudem reagiert Russland auf solche ukrainischen Attacken mit Angriffen auf die ukrainische Militär- und Energieinfrastruktur, und die russischen Streitkräfte verfügen dabei über weitaus größere Potenziale als die ukrainischen Streitkräfte.

Die Angriffe auf die Hafeninfrastruktur an der Ostsee sind zwar für die Bürger der EU und der Ukraine nachteilig, für die Vertreter des Maidan-Regimes und die europäischen Liberalen hingegen von Vorteil. Ihnen ist völlig egal, wie viel die Durchschnittsbürger in Kiew, Berlin oder Amsterdam für Benzin bezahlen müssen und was mit der ukrainischen Infrastruktur und ihren Bewohnern geschieht. Das Ziel ist, Russlands Einnahmen aus dem Handel mit Öl und Ölprodukten zu minimieren und die Logistik zu erschweren. Genau so begründet die ukrainische Propaganda die Angriffe auf die Häfen von Ust-Luga und Primorsk.

Das Problem besteht darin, dass ukrainische Drohnen für Angriffe auf die Häfen von Ust-Luga und Primorsk den Luftraum der baltischen Staaten und Finnlands durchqueren. Wie wir bereits geschrieben haben, sollte die mehrstufige Verteidigung gegen Angriffsdrohnen mindestens 40 Kilometer vor der Grenze beginnen, doch die Entfernung von der estnischen Grenze nach Ust-Luga beträgt nur etwas mehr als 20 Kilometer. Das macht die Nutzung des estnischen Luftraums für die ukrainischen Streitkräfte zu einer verlockenden Option. Doch dies ist wohl kaum das Hauptmotiv von Wladimir Selenskij: Kiew braucht nämlich eine Provokation.

Nehmen wir beispielsweise Folgendes an: Unter Einsatz eines tragbaren Flugabwehrraketensystems schießen ukrainische Saboteure im Zuge eines Drohnenangriffs auf das Gebiet Leningrad ein ziviles Flugzeug – etwa ein Sportflugzeug – über Estland ab. Die estnischen Behörden werden behaupten, das Flugzeug sei von russischen Luftabwehrsystemen abgeschossen worden, wobei die Ergebnisse der Ermittlungen manipuliert würden. Daraufhin würde in ganz Europa, insbesondere in den baltischen Staaten und in Polen, eine Informationskampagne starten, deren Hauptbotschaft lauten würde: "Wir müssen Russland eine Antwort geben." Der verstorbene Pilot würde zum Märtyrer der russischen Aggression erklärt werden. Im Zuge dieser Hysterie würden die europäischen "Falken" erreichen, dass die EU die Ostsee für Russland sperrt, während die baltischen Staaten die Durchfahrt ukrainischer Drohnen durch ihren Luftraum offen zulassen würden.


Ukrainische Ombudsfrau: Kinder und Jugendliche "belästigen" Militärrekrutierer





Ukrainische Ombudsfrau: Kinder und Jugendliche "belästigen" Militärrekrutierer






Eine solche Entwicklung könnte aufgrund der Krise des kollektiven Sicherheitssystems im Westen Realität werden. Zur Erinnerung: Im Jahr 2023, als Polen plante, Truppen in die Ukraine zu entsenden, sah sich Washington gezwungen, darauf zu reagieren: Die USA drängten Warschau, von diesen Plänen Abstand zu nehmen, da sie eine Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der NATO verhindern wollten. Doch nun befindet sich die NATO selbst in einer Krise. US-Präsident Donald Trump spricht immer häufiger von einem möglichen Austritt der USA aus diesem Bündnis oder zumindest von einer drastischen Kürzung seiner Finanzierung. Und sollten die USA in einem Konflikt im Nahen Osten feststecken, hätten Europa und das Baltikum für sie keine Priorität mehr.

Russland wäre gezwungen, auf diese feindseligen Aktionen hart zu reagieren. Es wäre notwendig, die russische Marine einzusetzen, damit russische Schiffe ungehindert in der Ostsee verkehren könnten. Die russische Luftabwehr würde beginnen, ukrainische Drohnen im Luftraum der baltischen Staaten abzuschießen. Dies würde in Europa aggressive Hysterie auslösen, Politiker würden zum Krieg gegen Russland aufrufen, und die Staatschefs Frankreichs und Großbritanniens würden darauf hinweisen, dass sie über Atomwaffen verfügen.

Was brächte das alles Selenskij? Eine Eskalation zwischen Russland und der EU könnte ihm ermöglichen, de jure aus dem Friedensprozess auszusteigen – auf der Welle der kriegerischen Hysterie, die in Europa entstehen oder besser gesagt, sich verstärken würde, da diese Hysterie ohnehin schon offensichtlich ist.

Es scheint jedoch, dass sich die Autoren des Plans zur Eskalation des Konflikts im Baltikum gar nicht in Kiew, sondern in London befinden. Denn gerade Großbritannien wäre der Hauptnutznießer dieser Konfrontation in der baltischen Region. Sollten die USA ihre Beteiligung an der NATO erheblich einschränken oder gar aus dem Bündnis austreten, würde die Existenz dieser Organisation jeglichen Sinn verlieren. Und die Briten könnten ihre eigenen Alternativprojekte vorschlagen.


Wenn die Piraterie in der Ostsee gleich doppelt kriminell wird





Meinung

Wenn die Piraterie in der Ostsee gleich doppelt kriminell wird





So gibt es bereits die Joint Expeditionary Force (JEF) – eine Organisation, die auf Initiative Großbritanniens zur Verteidigungszusammenarbeit der nordeuropäischen Länder gegründet wurde. Auch Estland gehört dazu. Derzeit ist nur wenig über die JEF bekannt, doch im Falle einer Krise innerhalb der NATO werden genau solche Strukturen eine führende Rolle übernehmen. Und Großbritannien wird seinen Einfluss auf die Länder des Kontinents verstärken können. Doch ein solcher Einfluss müsste auf etwas basieren. London verfügt aber weder über die militärischen noch über die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die Washington zur Verfügung stehen. Und die Briten werden Angst und antirussische Stimmungsmache als Grundlage für ihre Kontrolle über die Länder Europas einsetzen. Denn die Briten brauchen ein Europa, das in gewissem Maße unter dem Einfluss Londons steht, und dafür ist es notwendig, dass die europäischen Bürger panische Angst vor Russland haben.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 7. April 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.

Sergei Mirkin ist ein Journalist aus Donezk.

Mehr zum Thema - Selenskij: Kiew hat Moskau Energiewaffenstillstand zum orthodoxen Ostern vorgeschlagen


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Video https://rumble.com/v77docy-wlfe-im-schafspelz.html Dauer 27:28 Uhr


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/europa/276326-was-bringt-selenskij-ein-konflikt-im-baltikum/


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08.04.2026

BRD: Freie Journalisten arbeiten an der Armutsgrenze

aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. April 2026, 14:46 Uhr


Berliner Zeitung 6.4.2026

Arm und unsexy?
Freie Journalisten arbeiten in Deutschland an der Armutsgrenze

Wenn Freelancer in der Armutsfalle stecken, gefährdet das die Qualität der Texte und auf lange Sicht auch die Demokratie. Das muss auch der Leser wissen.

Von Alexander Teske

Über ein Thema schreiben Journalisten höchst ungern: Geld. Also ihr eigenes. Dann tun wir genau das jetzt hier einmal. Soll ja keine langweilige Kolumne sein. Und wie jemand entlohnt wird, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Qualität seiner Leistung. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und da sieht es schlecht aus im Journalismus. Die Branche befindet sich im Sinkflug. Auflagen, Klickzahlen, Werbeerlöse und damit Umsätze vieler Verlage sind rückläufig.

Was zur Folge hat, dass die Verlage auf der Ausgabenseite sparen. Mitarbeiter werden entlassen. Für die Verbliebenen bedeutet das eine Verdichtung des Arbeitspensums. Die Qualität zahlreicher Produkte sinkt, was wiederum noch mehr Kündigungen von Abonnements der enttäuschten Leserschaft nach sich zieht.

Redaktionen ghosten freie Mitarbeiter

Für freie Journalisten wie mich bedeutet das: Die Kollegen in den Redaktionen, mit denen ich zu tun habe, sind dauergestresst und haben wenig Zeit zur Betreuung. Die Kollegin Kira Brück hat im Fachmagazin „Journalist“ einen Text veröffentlicht, der viele Reaktionen nach sich gezogen hat. Er handelt davon, dass freie Journalisten von ihren Auftraggebern manchmal geghostet werden. Ein Phänomen, welches eher vom Daten auf Tinder bekannt ist. Der angehimmelte Schwarm meldet sich plötzlich nicht mehr.

In unserem Fall ist das die Redaktion. Auch auf mehrfache Nachfrage bleiben Mails unbeantwortet. Telefonieren ist in vielen Redaktionen ohnehin völlig aus der Mode gekommen. Man recherchiert ein Thema, schreibt ein Angebot und hört dann tagelang nichts mehr. Dann ist es oft zu spät, das Thema einer anderen Redaktion anzubieten, da es Schimmel angesetzt hat. Die Arbeit war umsonst, man hat keinen Cent verdient.

Auch ich kenne das. Zum Beispiel mit einer genossenschaftlich geführten Redaktion, die für ihren Espresso bekannt ist. Plötzlich Funkstille. Warum, wieso – keine Ahnung. Dabei wurde dort ohnehin unterirdisch entlohnt. Setzt sich das Blatt sonst engagiert gegen jede Ungerechtigkeit in der Welt ein, erhalten seine freien Mitarbeiter nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn, wenn sie den Aufwand für ihre Artikel in Zeit umrechnen.

Bei anderen Zeitungen sieht es nicht besser aus. Selbst bei bekannten Namen. Für einen Text mit 10.000 Zeichen erhalte ich oft 250 Euro. Fotos liefere ich  häufig noch kostenlos mit. Und die Links zu meinen Quellen. Der Text erscheint dann sowohl in der gedruckten Ausgabe als auch online. Ein Verlag, im Norden der Republik beheimatet, reagierte auf mein Angebot mehrfach nicht und veröffentlichte den Text dann doch – ohne mich zu informieren. Nur durch einen Zufall erfuhr ich davon und konnte eine Rechnung stellen.

Ein anderes Haus aus dem Umland von Berlin veröffentlichte einen Text von mir erst in seinem Blatt und dann in einem überregionalen Portal sowie den angeschlossenen Printausgaben der Verlagsgruppe von der Ostsee bis zum Erzgebirge. Ohne mich vorab zu fragen. Auch dies erfuhr ich nur, weil ich, misstrauisch geworden, einen Google Alert mit meinem Namen eingerichtet habe. So werde ich informiert, wenn jemand über mich oder in meinem Namen schreibt.

Auf meine Beschwerde hin gab es einen freiwilligen Nachschlag von 100 Euro. Auch das ist eine neue Entwicklung im deutschen Verlagswesen: Die Konzentration der Redaktionen hat zugenommen, es gibt nur noch wenige unabhängige Häuser, stattdessen drei Zentralredaktionen, die weite Teile der Republik mit Inhalten beliefern. Neben dem Verlust von Vielfalt hatte das für freie Autoren zur Folge, dass sie weniger Optionen haben, ihre Texte anzubieten.

Vor einigen Wochen erhielt ich einen Auftrag eines überregional bekannten Magazins, für sie einen Artikel zu schreiben. Das Thema: Die Social-Media-Kanäle der öffentlich-rechtlichen Sender. Der Beitrag sollte die übliche Länge umfassen. Dann ging es um das Honorar: „Für Online-Gastbeiträge bieten wir immer ein Honorar von 100 Euro an.“ Ich war fassungslos. Und sagte höflich ab.

200 Euro wurden mir geboten – ausnahmsweise

Wer nimmt das an? Um über die geschätzt 2000 Social-Media-Kanäle des ORR fundiert schreiben zu können, bedarf es einer umfassenden Recherche. Der Arbeitsaufwand beträgt zwei Tage, eher drei. Das Erlebnis ist kein Einzelfall. Gerade bekam ich den Auftrag, einen Artikel über Checker Tobi und seinen Einfluss auf unsere Kinder zu schreiben. Ein interessantes Thema. Nur müsste ich mir dazu mehrere Sendungen von Checker Tobi ansehen, eine Anfrage an die Redaktion stellen und dann noch schreiben. Zwei Tage sind da schnell um. Als Honorar wurden mir 200 Euro angeboten. Ausnahmsweise, sonst sind nur 150 Euro bei diesem Auftraggeber üblich. Einem großen Verlagshaus, welches dutzende Onlineportale mit Inhalten bestückt.

Ich lebe in Hamburg. Meine Miete kann ich davon nicht zahlen. Schon gar nicht die anderen Kosten, wie alle Versicherungen, die man als freier Journalist selbst zu tragen hat. Ich will nicht jammern. Aber warum erzähle ich Ihnen das dann? Weil der Journalismus in Deutschland in einem beklagenswerten Zustand ist. Und weil das für den Zustand unserer Demokratie von hoher Relevanz ist. Ohne starke und freie Medien hat es eine pluralistische, freie Gesellschaft schwer.

Der Verband der Freischreiber, der die Interessen von freien Journalisten vertritt, empfiehlt, pro 1000 Zeichen ein Honorar von 100 Euro zu verlangen. Ich kenne kaum ein Haus, bei dem das durchsetzbar ist. Selbst die Hälfte ist dafür nur in Ausnahmefällen und nach harten Verhandlungen zu erreichen. Dies deckt sich mit dem Honorarreport, den der Verband bei einer Befragung unter seinen Mitgliedern ermittelt hat. Demnach beträgt der Stundenlohn für Texte 25 Euro. Bei regionalen Zeitungen sind es nur 17 Euro.

Wenn Sie sich also wieder einmal über einen Artikel geärgert haben, sollten Sie sich klar machen, dass die schlechte Honorierung möglicherweise einer der Gründe dafür ist. Denn zunehmend übernehmen Hilfsarbeiter in der Branche: Rentner, Studenten und Hausfrauen, die sich ein paar Euro dazuverdienen, aber nicht darauf angewiesen sind. Gut ausgebildete Fachjournalisten geben immer öfter auf. Hier ein paar Zahlen:

Laut der Studie „Worlds of Journalism 3“ verdienen 10 Prozent der Journalisten weniger als 1800 Euro. Obwohl 70 Prozent der Journalisten ein abgeschlossenes Hochschulstudium haben. Im Vergleich zur Studie acht Jahre zuvor, wurde ein Reallohnverlust von elf Prozent festgestellt. 40 Prozent der Freien und 13 Prozent der Festangestellten bessern ihre Einkünfte mit Nebentätigkeiten auf.

Dazu kommt die hohe Stressbelastung: Fast jeder Zweite gibt an, in den vergangenen sechs Monaten oft oder sehr oft unter Stress bei der Arbeit gelitten zu haben. Auch, weil das Aufgabenfeld immer komplexer wird. Als ich 1991 beim Sächsischen Tageblatt anfing, haute der Redakteur noch fröhlich rauchend, die Füße auf dem Tisch, seine Artikel in die Schreibmaschinentasten. Ausufernde Schwatzpausen mit der Kaffeetasse in der Hand waren normal.

Um die psychische Gesundheit von Journalisten ist es nicht gut bestellt

Die Arbeitsatmosphäre heute ist eine andere. Auch weil Journalisten in vielen Redaktionen neben ihren Texten noch Social-Media-Plattformen, Podcasts und Nachrichten-Apps mit Audio und Videos bedienen. Vor zehn Jahren waren crossmedial arbeitende Journalisten mit 20 Prozent eine Minderheit, heute sind sie mit 80 Prozent in der Mehrheit. Im Schnitt sind sie für drei verschiedene Ausspielwege zuständig.

In der Studie „Burning (out) for Journalism“ der Uni München wurden die Folgen untersucht. Über 1000 Journalisten füllten den Fragebogen aus. Ergebnis: Um die psychische Gesundheit von Journalisten ist es nicht gut bestellt. In Sachen negativer Stress, psychisches Wohlbefinden und dem Risiko, an mentalen Belastungen zu erkranken, schneiden die Befragten schlechter ab als der Durchschnitt der Bevölkerung.

53 Prozent der Journalisten haben ein akutes Risiko, an Depressionen zu erkranken. Bei 22 Prozent besteht gar das Risiko einer schweren Depression. Auch Burnout-Erkrankungen sind laut Studie eine „reale Gefahr“. 45 Prozent der Befragten haben ein hohes, sieben Prozent ein sehr hohes Risiko. Besonders betroffen sind Frauen.

Fast zwei Drittel gaben an, über einen Berufsausstieg nachzudenken. Nicht wenige tun es tatsächlich. Oft heuern sie in den PR-Abteilungen von Firmen an oder werden Pressesprecher in Ministerien. Nun sind sie Sprecher der Minister, denen sie auf die Finger klopfen sollten. Doch das üppige Honorar in einem steuerfinanzierten Ministerium ist für viele zu verlockend. Auch in den PR-Abteilungen der Wirtschaft, die nur den Interessen der Firmenleitung verpflichtet sind, sitzen nun die besser ausgebildeten Kollegen.

Jana Rick hat mit fast 200 Aussteigern gesprochen. Daraus ist das Buch „Ausstieg aus dem Journalismus“ entstanden. Häufigster Ausstiegsgrund mit 57,5 Prozent ist der Wandel des Journalismus. Auf Platz 2 stehen mit 56,5 Prozent die Arbeitsbedingungen im Journalismus. Beides bedingt einander. Die Geschwindigkeit ist höher geworden und man muss mehr Kanäle mit weniger Personal bedienen. Dann folgen Gründe wie das niedrige Gehalt, die unsichere Beschäftigung, das Streben nach einer besseren Work-Life-Balance.

Die Aussteiger teilt Rick in fünf Typen. Die Frustrierten sind erfahrene Journalisten, die sehr selbstbestimmt den Journalismus verlassen, weil sich ihre Unzufriedenheit aufgestaut hat. Während die Desillusionierten Berufseinsteiger sind, die am Anfang ihrer Karriere stehen und da schon merken, dass der Journalismus nicht das Richtige für sie ist. Dann gibt es die Erschöpften – ausgebrannte Journalisten, die aufgrund von Burnout, Arbeitssucht und der hohen Arbeitsbelastung den Journalismus verlassen müssen. Die Verantwortungsbewussten sind Journalisten, die sich um ihre Kinder oder Eltern kümmern wollen und den Beruf aufgeben, weil die Arbeitszeiten und die Bezahlung sich schlecht mit dem Familienleben vereinbaren lassen. Und dann sind da noch die Resignierten. Das sind Journalisten, die den Beruf fremdbestimmt verlassen, also verdrängt werden. Sie werden entlassen und finden keinen neuen Job im Journalismus.

Rick spricht von einem besorgniserregenden Trend, der „Demokratierelevanz hat und auf jeden Fall auch den einzelnen Leser besorgt stimmen“ sollte. Denn „früher oder später mangelt die Qualität darunter, weil mehr Fehler passieren“. Der Journalismus laufe Gefahr, „seine gesellschaftliche Aufgabe nicht mehr erfüllen“ zu können. Das sehe ich genauso.



Zum Autor: Alexander Teske hat 21 Jahre für die ARD gearbeitet. Erst für den MDR in Leipzig, dann beim NDR in Hamburg. Über seine Beobachtungen und Erlebnisse hat er den Bestseller „Inside Tagesschau“ geschrieben. Gemeinsam mit zwei weiteren Medien-Experten, Annekatrin Mücke und Peter Welchering, berichtet er wöchentlich aus dem Inneren des journalistischen Maschinenraums in dem Podcast „Sachlich richtig“.



unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

Ungleich verteilt:
Osten steuert auf einen medizinischen Kollaps zu

Ostdeutsche Allgemeine  6.4.2026


aus e-mail von Doris Pumphrey,  8. April 2026, 14:46 Uhr,  Immo von Fallois
 Die Republik spricht über die ersten Vorschläge zur Gesundheitsreform. 
Dabei wird ein gravierender Notstand übersehen: der akute Ärztemangel in Ostdeutschland. 


Der Hausärztemangel ist auf dem ostdeutschen Lande katastrophal. Dabei hat der Staat, wenn auch indirekt, die Pflicht, seinen Bürgern Zugang zu medizinischer Versorgung zu gewährleisten. Das sagt der Artikel 20 des Grundgesetzes klar aus.

Schaut man in Ostdeutschland genau hin und spricht mit den Menschen vor Ort, ergibt sich in vielen Gegenden ein akuter Mangel an medizinischer Versorgung. So sind insbesondere in Sachsen und Brandenburg massenhaft Arztstellen unbesetzt. Besonders betroffen sind kleine Städte und Dörfer. Die an Krankheiten leidenden Menschen müssen mühsam organisiert in die weit entfernte größere Stadt fahren, um überhaupt behandelt werden zu können.

Vielfältige Gründe für den Ärztenotstand

Die Gründe für diesen Notstand sind vielfältig: Im Osten leben im Schnitt mehr ältere Menschen als im Westen, sie haben einen höheren Behandlungsbedarf. Ein großer Teil der Hausärzte geht demnächst in Rente und ihre Praxen werden nicht wieder besetzt. Junge Ärzte arbeiten lieber in Städten und Kliniken. Es existieren aber auch strukturelle Probleme: Es gibt mehr Teilzeit und längere Arbeitszeiten.

Es ist im Grunde ein Paradox: In Deutschland gibt es genügend Ärzte, nur praktizieren diese hauptsächlich in Städten oder Krankenhäusern. Denn junge Ärzte suchen nach modernen, zeitgemäßen Angeboten, die sie in den Regionen nicht mehr bekommen.

Die ärztliche Versorgung in Deutschland ist daher vollkommen ungleich verteilt. Blickt man in Ostdeutschland auf die wichtigsten Krisengebiete, so ergibt sich nach unserer Recherche das folgende Bild: Brandenburg ist am stärksten betroffen und hat die niedrigste Arztdichte in Deutschland. Hier gibt es rund 200 Ärzte bei 100.000 Einwohnern. Es herrscht also eine echte Unterversorgung. Viele Regionen hier verfügen nicht über ein eigenes medizinisches Ausbildungsangebot und haben schon allein daher wenig Nachwuchs.

In Sachsen-Anhalt gehen demnächst viele Hausärzte in den Ruhestand. Die alarmierende Prognose ist: Es wird einen der stärksten Ärztemängel - verglichen mit dem übrigen Bundesgebiet - geben. Ähnliches geschieht in Sachsen: Rund 370 unbesetzte Hausarztpraxen gibt es im ländlichen Raum. So fehlen insbesondere Kinderärzte.

Das traurige Fazit

In Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sieht es derzeit noch etwas besser aus: Aber auch hier wachsen die unbesetzten Hausarztstellen. Augenärzte und HNO-Spezialisten gibt es in vielen Regionen kaum noch. Das traurige Fazit lautet: Wochen oder Monate müssen die Patienten auf einen Termin warten oder 20 bis 50 Kilometer in die nächste Stadt fahren. Blickt man in die Zukunft, so könnten bis 2030 rund 8000 Hausarztstellen fehlen.

Die ostdeutschen Länder haben mit mehreren Anreizprogrammen versucht, diesem Notstand entgegenzuarbeiten. Bisher aber ohne durchgreifenden Erfolg. So führten Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sogenannte Landarztquoten im Medizinstudium ein. Ein Teil der Medizinstudienplätze wird an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, später mehrere Jahre als Hausarzt auf dem Land zu arbeiten.

Wer die Verpflichtung nicht erfüllt, muss oft eine hohe Vertragsstrafe zahlen. Zudem gibt es Förderprogramme für Praxisgründungen auf dem Land sowie die Übernahme von Investitionskosten. Aber alle Maßnahmen haben bisher den akuten Mangel nicht beheben können. Der Westen wird sich mit dieser riesigen Herausforderung der Unterversorgung ebenfalls konfrontiert sehen und ist es zum Teil bereits, nur ist der Osten schon früher akut betroffen.

Erste Unternehmen versuchen mit innovativen Lösungen diesem medizinischen Notstand entgegenzutreten. So bietet die Firma OnlineDoctor virtuelle Erstdiagnosen an. Die jungen Unternehmen Pacura doc und Doxx GmbH versuchen indes, die Ärzte flexibler zu verteilen.

Ein hybrider Gesundheitskiosk

Am weitesten vorangeschritten ist nach unseren Informationen das Münchner Unternehmen Medizin Vernetzt GmbH aus München. Diese Firma bietet ein Komplettpaket aus Infrastruktur, Technik und Service für Kommunen an, die die Sicherung der lokalen medizinischen Versorgung anstreben.

Medizin Vernetzt bietet mit CareConnect einen sogenannten hybriden Gesundheitskiosk, der Krankenhäuser, Versorger und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützt, die Patientenversorgung an mehreren Standorten schnell zu organisieren. Zusätzlich könnte das Unternehmen, ähnlich wie die früheren Poliklinik-Modelle, kleine medizinische Versorgungszentren aufbauen, in denen Ärzte angestellt statt selbstständig arbeiten und weniger wirtschaftliches Risiko tragen.

Die entscheidende Frage lautet: Sind die Kommunen und Regionen flexibel genug, hier schnell und unkompliziert Abhilfe zu schaffen und den neuen Unternehmen Vertrauen zu schenken? Oder bleibt wieder vieles an der Blockade der deutschen Bürokratie hängen?

Gerade hat die renommierte Robert-Bosch-Stiftung eine Studie herausgebracht, die als klare Warnung und Aufforderung an die Politik zu sehen ist. Bei einem Primärversorgungssystem dürfe die Politik nicht mehr allein auf Hausärzte setzen. Sie sollten digital vernetzt sein. Die Stiftung fordert sogar eine gesetzliche Verankerung, weil die Unterversorgung in Teilen Deutschlands einfach zu groß und daher zu gefährlich sei.

Alle Firmen, die dem Ärztemangel entgegentreten wollen, treffen sich demnächst vom 21. bis 23. April auf der größten europäischen Gesundheitsmesse in Berlin. Hier wird die Hauptsprecherin Nina Warken sein. Die deutsche Gesundheitsministerin wird sicherlich auch ihre Vorschläge dazu verdeutlichen, wie der massive Ärztemangel behoben werden könnte. Das, so hört man, ist zumindest die Erwartung der teilnehmenden Unternehmen. Erste Vorschläge der Industrie gibt es, die Experten mahnen zur Eile, nun wartet man auf die Ideen und die Initiative der Politik.





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08.04.2026

Merz kündigt Bundeswehr-Präsenz in Straße von Hormus an

aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. April 2026, 17:55 Uhr


Berliner Zeitung 8.4.2026

Iran-Krieg: Merz kündigt Bundeswehr-Präsenz in Straße von Hormus an

Kaum schweigen die Waffen, plant Berlin schon den Einsatz der Bundeswehr am Persischen Golf. 
Merz und Wadephul halten sich bedeckt. Was ist bekannt?

Alexander Dergay

Nach der in der Nacht zum Mittwoch vereinbarten Feuerpause im Iran-Krieg hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt, Deutschland werde in geeigneter Weise dazu ⁠beitragen, die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Man stehe „in engem Austausch mit den USA und anderen Partnern“, erklärte Merz auf der Plattform X. Durch die Meerenge am Persischen Golf fließen rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen.

Die Ankündigung wirft Fragen auf: Noch während der Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und Iran hatte Berlin eine Beteiligung an der Sicherung der Schifffahrtsroute kategorisch abgelehnt – wie andere europäische Staaten auch.
Merz selbst hatte zudem erklärt, es gebe keine Hinweise darauf, dass Iran die Meerenge vermint habe. Als mögliche Einsatzformen waren zuvor ein Minenräumverband oder Aufklärungseinheiten im Gespräch gewesen. Wovor genau die Bundeswehr die Schifffahrt also schützen soll, bleibt unklar.
Auf eine Presseanfrage der Berliner Zeitung zu den konkreten Plänen – darunter die völkerrechtliche Grundlage, ein mögliches Bundestagsmandat und die Frage, was sich an der Lagebewertung gegenüber der bisherigen Ablehnung geändert habe – hat die Bundesregierung bislang nicht geantwortet.

Iran hatte die strategisch zentrale Wasserstraße faktisch blockiert, indem es mit Angriffen auf Tanker drohte. Erst in den vergangenen Tagen durften Schiffe einzelner Nationen die Passage wieder nutzen.

SPD knüpft Einsatz an klare Bedingungen
Aus den Reihen vom sozialdemokratischen Koalitionspartner kamen umgehend mahnende Stimmen. Der außenpolitische Sprecher der SPD, Adis Ahmetovic, erklärte gegenüber Reuters, eine deutsche Beteiligung setze „einen stabilen Waffenstillstand und eine enge Abstimmung mit unseren internationalen Partnern“ voraus. Deutschland und seine europäischen Nato-Partner müssten gemeinsam mit den Golfstaaten an einer tragfähigen Sicherheitsarchitektur für den Nahen und Mittleren Osten arbeiten.
Noch deutlicher wurde der SPD-Politiker Ralf Stegner gegenüber RTL/n-tv: „Falsch wäre jedenfalls, sich an einem Angriffskrieg zu beteiligen.“ Man könne sich erst einbringen, „zum Beispiel beim Minenräumen oder bei solchen Dingen, wenn dort kein Krieg herrscht“. Der Bundestag müsste für einen solchen Einsatz ein Mandat erteilen.

Diplomatische Floskeln und offene Fragen
Neben der Hormus-Ankündigung begrüßte Merz die von Pakistan vermittelte Waffenruhe ausdrücklich. „Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln“, schrieb der Kanzler. Dies lasse sich „nur auf diplomatischem Weg erreichen“. Verhandlungen dienten dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung, der regionalen Sicherheit und könnten „eine schwere weltweite Energiekrise abwenden“.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sprach von einer „frohen Botschaft“ und forderte, die Einigung müsse „der entscheidende erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung“ sein. Die Folgen einer Fortsetzung des Krieges seien „unübersehbar“. Beide Politiker dankten ausdrücklich Islamabad für die Vermittlerrolle.
Ob aus der zweiwöchigen Feuerpause tatsächlich ein dauerhafter Frieden wird, ist allerdings völlig offen. „Die kommenden Tage werden zeigen, ob beide Seiten sich an die Vereinbarung halten“, sagte SPD-Politiker Ahmetovic.

Die Frage, ob und wann deutsche Soldaten tatsächlich an den Persischen Golf entsandt werden, dürfte die innenpolitische Debatte in den kommenden Wochen bestimmen – zumal ein Bundestagsmandat erforderlich wäre und die Skepsis gegenüber Auslandseinsätzen in der Bevölkerung groß ist.

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08.04.2026

Europa wird nicht bloß verrückt – es bereitet einen Krieg vor

freedert.online, vom 7 Apr. 2026 19:59 Uhr, 

Europa befindet sich noch in der frühen Phase der Kriegsvorbereitungen. Doch es heizt rasant die Kessel auf, und all seine Handlungen folgen, auf die eine oder andere Weise, der Logik des Krieges. Es hat also keinen Sinn, Klischees wie "Europa schießt sich selbst ins Knie" zum hundertsten Mal zu wiederholen.


Europa wird nicht bloß verrückt – es bereitet einen Krieg vor© Klettschaty, der Kleinkarierte


Karikatur.


Die Europäische Union steht im Jahr 2026 aufgrund der anhaltenden und zunehmend akuteren Energiekrise und verfehlter Politik vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Hiervor warnte Kirill Dmitrijew, Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF). Der April, so sagte er, werde den Beginn der Erkenntnis der Problemausmaße markieren. Doch "wie sollen sie das verstehen, wenn sie nicht versuchen, künftige Risiken zu mindern oder ihre Fehler zu korrigieren?", fragt sich Dmitrijew. Wie düster ist die Bedrohung einer "globalen Krise" für die gesamte Weltwirtschaft aufgrund der Schließung der Straße von Hormus in Wirklichkeit?


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Analyse

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Hier lohnt es zu erinnern, dass die Straße von Hormus, ähnlich wie Bab al-Mandab, bereits in der Vergangenheit gesperrt worden war – und zwar ohne dass ein globaler Wirtschaftskollaps eintrat. Auch der aktuelle Anstieg der Energiepreise ist nicht beispiellos. Der Preis für Erdöl erreichte einen jüngsten Höchststand bei 119 US-Dollar pro Barrel. Zum Vergleich: Im Sommer 2022 lag der Ölpreis über 119 US-Dollar. Und während der Krise von 2008, selbst ohne Krieg, erreichte er 147,50 US-Dollar pro Barrel.

Was Erdgas betrifft, so liegt der jüngste Rekordpreis von 850 US-Dollar pro Kubikmeter ebenfalls deutlich unter dem Höchststand von 2.861,60 US-Dollar im August 2022, als Europa die Gaslieferungen aus Russland einstellte. Mit anderen Worten: Die aktuelle Krise ist vorerst nicht so dramatisch. Allerdings bestätigt sie auch schon in ihrem jetzigen Schweregrad, dass in der modernen Welt jederzeit etwas passieren kann, das alles zum Einsturz bringt.

Unter diesen Umständen wäre es logisch, wenn Europa zu russischen Erdgaslieferungen vorwiegend per Pipeline zurückkehren würde. Technisch ist dies möglich, ungeachtet des Krieges in der Ukraine. Darüber hinaus erweisen sich langfristige Festpreisverträge, die Gazprom bevorzugt, im Falle höherer Gewalt als deutlich günstiger und zuverlässiger als eine Dauerpolitik einmaliger Käufe an der Börse zu Börsenpreisen.


China erzielt mit russischem LNG-Gas enorme Gewinne





Analyse

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Europa fährt jedoch eine andere Logik.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schloss den Kauf von Erdgas aus Russland selbst bei einem physischen Mangel an Energieträgern in Europa, der zu Stromausfällen führen würde, aus. Zur Erinnerung: Im vergangenen Herbst verabschiedete der EU-Rat einen Plan zum Verbot russischer Gasimporte. Demnach gilt für bereits abgeschlossene Verträge eine Übergangsfrist: bis Mitte des Jahres 2026 für kurzfristige und bis Anfang des Jahres 2028 für langfristige Verträge. Ausnahmen bilden Ungarn und die Slowakei.

"Wir haben klare Ziele, und wir halten daran fest."

So antwortete die EU-Kommissionsvorsitzende auf die Frage, ob sich die Position Brüssels angesichts der aktuellen Energiekrise ändern werde. Es wäre schon seltsam, von Europa jetzt, wo Erdgas nur noch 800 US-Dollar kostet, eine Änderung seiner Position zu erwarten – wo es sie doch vor vier Jahren, als der Preis auf fast 3.000 Dollar gestiegen war, nicht geändert hat. Und genau das ist die europäische Logik: Was auch immer passiert, der Verzicht auf Erdgas aus Russland ist eine endgültige und unumkehrbare Entscheidung. Ebenso wie die Pläne, gänzlich auf jegliches Erdgas überhaupt zu verzichten – will Europa doch seinen Energiesektor weiter transformieren und ihn, in den Worten von der Leyens, auf "in Europa produzierte grüne Energie" umstellen.


Mit 2000 Windrädern gegen Öl und Gas: Umweltminister stellt Klimaschutzprogramm vor





Mit 2000 Windrädern gegen Öl und Gas: Umweltminister stellt Klimaschutzprogramm vor






Wir alle erinnern uns noch, wie vor wenigen Jahren in Europa aufgrund von Frost Windkraftanlagen und Solaranlagen gleichermaßen ausfielen. Und kürzlich erklärte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, er bedauere Deutschlands Entscheidung, aus der Kernenergie auszusteigen – nannte sie aber unumkehrbar. Die Entscheidung für eine "grüne Energiewende" sei nicht anfechtbar. Doch auch sie hat letztendlich ihre Logik. Und zwar die Logik des Krieges.

Erstens erscheint es seltsam, Öl und Gas von einem Land zu kaufen, mit dem Europa im Krieg ist – aktuell indirekt in der Ukraine und vielleicht schon morgen unmittelbar. Wie kann man Ressourcen von einem Feind kaufen?

Europa benötigt zudem gar nicht mehr so ​​viel Öl und Gas wie früher. Die Europäische Union hat im Rahmen ihrer viel gepriesenen "grünen Agenda" umweltschädliche Produktionsketten seit Langem konsequent in Länder des Globalen Südens verlagert und dabei auf den Dienstleistungssektor und den Technologieexport gesetzt.


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/9p8svp278afn759d/Europa_und_seine_zwei_Gesichter_Arroganz_und_Unterwu_rfigkeita6eyl.mp3 Dauer 16:09 Min.


Experten sprechen vom Zeitalter der Postindustrialisierung; tatsächlich findet jedoch eine Deindustrialisierung statt. Dieser Prozess wurde nach dem Jahr 2022 mit dem Beginn einer neuen Konfrontationsphase mit Russland deutlich, als die Europäische Union beschloss, die billigen Energieressourcen aus Russland vollständig aufzugeben.

Unternehmen begannen, in andere Länder abzuwandern – in solche mit günstigeren Energiekosten, niedrigeren Steuern und weniger politischen Auflagen –, vor allem in die USA und nach China. Und es geht dabei nicht um kleine und mittlere Unternehmen, sondern auch um Giganten wie Mercedes, BMW, Volkswagen und BASF, die einst das Rückgrat der Wirtschaft Europas bildeten und als Symbole des europäischen Wohlstands galten. Nicht alles auf einmal, aber doch schrittweise verlagern sie ihre Produktion aus Europa, insbesondere aus Deutschland.

Im September 2022 erreichte die Inflation in Deutschland erstmals seit der Einführung des Euro (im Jahr 1999) einen zweistelligen Wert – nämlich 10,9 Prozent. Im Januar 2024 erlebte Deutschland den größten Bauernstreik seiner Geschichte: Bauern blockierten Autobahnen aus Protest gegen die Abschaffung von Subventionen und Kraftstoffzuschüssen sowie gegen Steuererhöhungen; erst ein Jahr zuvor war das Land durch den größten Streik im Transportwesen seit drei Jahrzehnten nahezu lahmgelegt.

Tatsächlich sind Europäer Sparmaßnahmen und ständige Preissteigerungen gewohnt. Doch sie dulden sie nur bei einer proportionalen Lohnerhöhung und überhaupt bei einem Ausgleich für Verluste durch den Staat. Unter den gegenwärtigen Bedingungen geschieht beides schlichtweg nicht – im Gegenteil: Da die USA sich weigern, die Ukraine zu finanzieren, sehen sich die EU-Regierungen gezwungen, ihre Unterstützung für Kiew auf Kosten ihrer eigenen Bürger zu erhöhen.

Warum lassen die Europäer das zu?

Ihnen wird erfolgreich die Angst eingeflößt, ein direkter Krieg mit Russland sei unvermeidlich.

Erst vor wenigen Tagen erklärte Dominique Tardif (nicht wundern, er schreibt sich wirklich so, Anm. d. Red.), stellvertretender Befehlshaber der Luftwaffe Frankreichs, in einem Interview an Politico, die Luftwaffe müsse auf einen wahrscheinlichen Konflikt mit Russland vorbereitet sein. Dies ist nur eine jüngste, aber bei Weitem nicht die erste derartige Aussage in den letzten Jahren. Sie häufen sich.

Eines der Ziele hierbei ist, die Öffentlichkeit auf die Annahme der Idee angeblicher Unvermeidbarkeit eines solchen Krieges vorzubereiten. Das zweite Ziel ist es, die zunehmende Militarisierung der Europäischen Union, die auf Kosten der Steuerzahler stattfindet und mit sinkendem Lebensstandard einhergeht, zu rechtfertigen (dem dient auch die ständig wiederholte Behauptung, die USA seien nicht mehr in der Lage, die Sicherheit Europas zu gewährleisten).


Rheinmetall setzt auf Gabriel als "Strategen", der Ex-Vizekanzler wird mit 130.000 Euro belohnt





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Die Logik der Kriegsvorbereitung, in deren Rahmen Europa operiert, ist nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Schließlich leiden dabei nicht alle Unternehmen – im Gegenteil, einige profitieren sogar. Vor allem jene, die direkt an der Militarisierung beteiligt sind.

Bereits Anfang des Jahres 2023 erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger, dass sich mit dem Aufflammen des Ukraine-Konflikts in Form eines Krieges hoher Intensität – des ersten solchen Krieges in der Alten Welt seit langer Zeit – eine neue Ära mit Rekordgewinnen und einem sehr hohen Auftragsvolumen für das Unternehmen eingeläutet habe. Seit Beginn der militärischen Sonderoperation Russlands hat sich der Wert der Rheinmetall-Aktien um mehr als das Vierzehnfache erhöht (nochmals zur Deutlichkeit: x14, oder ist um 1.300 Prozentpunkte gewachsen) – einige Quellen berichten sogar von einer fast achtzehnfachen Steigerung der Marktkapitalisierung des Rüstungsunternehmens.


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Video https://vkvideo.ru/video-134310637_456286806 Dauer 1:45 Min.


Auch einige zivile Hersteller reiten auf dieser Welle mit: Im vergangenen Jahr erklärte Volkswagen-Chef Oliver Blume, das Unternehmen sei offen für die Fertigung von Rüstungsgütern in seinen Werken. Er erinnerte auch daran, dass das Unternehmen bereits zuvor Fahrzeuge für die Armee produziert habe. Dies hatte besonders in der Zeit des Dritten Reichs recht hohe Ausmaße erreicht. Und damals war es nicht nur Volkswagen – auch BMW, Maibach, Mercedes und Porsche produzierten im Zweiten Weltkrieg Rüstungsgüter. Ein überaus reicher Erfahrungsschatz.


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Europa befindet sich erst in einer frühen Phase seiner Kriegsvorbereitungen. Doch es heizt rasant die Kessel auf – und all seine Handlungen basieren, auf die eine oder andere Weise, auf der Logik des Krieges. Daher erübrigt es sich, Meme wie "Um Oma zu ärgern, ohne Mütze gehen und sich die Ohren abfrieren" und "Europa schießt sich selbst ins Knie" zum hundertsten Mal zu wiederholen – wie passend sie auch ansonsten sein mögen.

Europa bereitet einfach den Krieg vor.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 6. April 2026 auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.

Dmitri Rodionow ist ein russischer Sprach- und Politikwissenschaftler. Er ist stellvertretender Geschäftsleiter der russischen Denkfabrik "Institut für innovative Entwicklung". Rodionow veröffentlichte zahlreiche Artikel zu den Themen Geopolitik und Konfliktforschung, unter anderem auch auf seinem Telegram-Kanal.

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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/subhnmwwxu9vydp4/28_milit_aud.mp3 Dauer 6:45 Min.



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Video https://rumble.com/v784n5u-tucker-carlson-die-unipolare-welt-war-groartig-aber-sie-ist-vorbei.html Dauer 1:17 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/276310-europa-wird-nicht-bloss-verrueckt-es-bereitet-krieg/


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08.04.2026

Deutschlands Krieg gegen das Völkerrecht

aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. April 2026, 13:15 Uhr


grh Mittelungen 4/26

Deutschlands Krieg gegen das Völkerrecht

Von Hans Bauer*

Oberstes Ziel des Völkerrechts ist die Wahrung des Weltfriedens (Art. 1 der UNO-Charta), ein Hauptprinzip seine Universalität, allgemein verbindlich für alle Staaten.

Entscheidende Grundlage ist die Charta der Vereinten Nationen von 1945, auch „Weltverfassung“ genannt.

Das und viel mehr lernte in der DDR jeder Jurastudent im 2. Studienjahr. Völkerrecht war Pflicht- und Examensfach. Anders in der alten BRD und im staatlich vereinten Deutschland. Hier ist dieses Rechtsgebiet nur Nebenfach, nicht obligatorisch fürs Studium. Obgleich das Grundgesetz in Art. 25 bestimmt, dass die allgemeinen Regeln des Völkerrechts den Bundesgesetzen vorgehen.

Wie wir seit Jahrzehnten erleben, alles Theorie. Die „Hohen Richter“ der rechtswidrigen Verfolgung von DDR-Bürgern nach 1990 bewiesen das mit Missachtung elementarer Regeln (u. a. Rückwirkungsverbot). Der 2+4-Vertrag, Grundpfeiler der staatlichen Einheit Deutschlands, wird permanent verletzt. Und heute gehört die Ignoranz des Völkerrechts zur Substanz deutscher Politik. Egal, ob Unfähigkeit oder Unwille, die Folgen sind verheerend.

Wer Krieg ohne begründeten Anlass gutheißt, plant, vorbereitet oder führt, ist ein Feind des Völkerrechts.

Allein die bekannte Aussage von Bundeskanzler Merz, Frieden finde man auf dem Friedhof, ist eine Verhöhnung des Friedensgebotes im Völkerrecht. Merz’ praktische Politik beweist die Ernsthaftigkeit seiner Aussage. Er schließt nach seinen Worten während des Besuches bei Trump für die Zukunft offenbar  nicht aus, „grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt“ durchzusetzen. Mit den Vorbereitungen eines Krieges gegen Russland kalkuliert er zwangsläufig die Zerstörung des Landes ein. Dutzende militärischer Stützpunkte, USA- Atombomben in Büchel sowie Ramstein als weltweite Kriegs-Drehscheibe birgt die Gefahr einer nationalen Katastrophe in sich. Macht Deutschland zum Schlachtfeld und Friedhof. Und die Billigung der gegenwärtigen Aggressionen und Kriege der USA und Israels untermauert das Bild vom friedens-und völkerrechtsfeindlichen Kanzler.

Ihre  Sympathien mit dem ukrainischen Regime bekundet die Bundesregierung spätestens seit 2014. Damals stand der heutige Bundespräsident als Außenminister an der Seite führender Faschisten, heute verlängert die Regierung mit Waffen den Ukrainekrieg, unterstützt den Völkermord Israels, nennt die Verbrechen Trumps gegen Venezuela verschleiernd „komplex“ und steht auf Seiten der Aggression gegen den Iran. Und der „Chefdiplomat“ Wadephul hat sich mit seiner berüchtigten Bemerkung von Russland als „ewigen Feind“ schon lange als oberster Vertreter des Völkerrechts in Deutschland disqualifiziert. Seine jüngste Feststellung, Regime wie Iran könnten sich nicht auf das Völkerrecht berufen, beweist sein „Verständnis“ für die Universalität dieses Rechts. Für Pistorius als Kriegsminister ist Krieg sowieso sein Geschäft. Da stört das Völkerrecht nur. Und der übrige Hofstaat mit zahmer Opposition, furchtsamen Juristen, angeblichen Experten und den Leitmedien folgt sklavisch diesen Vorgaben. Die deutschen Machthaber und ihre weltweiten Gesinnungsgenossen haben sich ohnehin ein eigenes Völkerrecht zurechtgezimmert, das sich „wertebasiert“ nennt. Es sind die imperialistischen Werte nach weltweiter Macht und maximalem Profit.

Ob bewusstes Schweigen, Billigen, Rechtfertigen, Waffen liefern, Aufklären von Zielen oder Stützpunkte für Aggressionen - das alles hat mit Völkerrecht und Weltfrieden nichts gemein. Ob aktive oder mittelbare Beteiligung an und Unterstützung von Kriegen, ob Täter, Mittäter, Gehilfe oder Nutznießer,  Deutschland macht sich an der Zerstörung des Völkerrechts mitschuldig.

Bei einer solchen friedensfeindlichen Politik müssen die Worte von Bundespräsident Steinmeier zu „75 Jahre Wiedergründung des Auswärtigen Amtes“ am 24. März 2026, der Iran-Krieg sei nach seiner Meinung VR-widrig, als pure Heuchelei, als Doppelmoral betrachtet werden.

Was dagegen tun? Nachhilfe! Mit Nachdruck und  spürbar und vor allem nachhaltig. Mit der vereinten Kraft der Vielen, für die der Friedensauftrag des Völkerrechts für die Existenz der Menschheit zwingend ist.

*Hans Bauer ist der Vorsitzende der GRH


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

Mit welchen Tricks die EU versucht, Orbans Wiederwahl zu verhindern


Premier Minister Viktor Orbán - Bildquelle: abouthungary.hu


seniora.org, 8. April 2026, 5. April 2026 Von Thomas Röper - übernommen von anti-spiegel.ru

Dass die Wahlen in Ungarn am 12. April nicht nur für Ungarn, sondern für die ganze EU schicksalhaft werden, habe ich mehrmals thematisiert. Hier zeige ich, mit welchen Tricks die EU sich in den Wahlkampf einmischt, um Orbans Wahlsieg zu verhindern.


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Die Wahlen in Ungarn am 12. April sind nicht nur für Ungarn wichtig, sondern schicksalhaft für die EU und sogar darüber hinaus. Vor einer Woche habe ich erklärt, warum das so ist, wie die Umfragen in Ungarn manipuliert werden und welches Szenario im Falle eines Wahlsieges von Orban droht, weil die EU einen Wahlsieg Orbans kaum anerkennen, sondern mit Verweis auf von der EU selbst bezahlte Umfragen von Wahlfälschung sprechen dürfte. Ich werde das hier nicht alles wiederholen, daher verweise ich auf meinen Artikel von letzter Woche.

Ich habe die Meldungen der letzten Woche über die Wahl in Ungarn gesammelt und fasse hier zusammen, mit welchen Tricks die EU versucht, den Wahlsieg des von ihr aufgebauten und finanzierten Oppositionskandidaten zu erreichen.

Wahleinmischung durch Zensur

Die EU hat im Vorfeld der ungarischen Wahlen Mechanismen zur digitalen Zensur eingeführt. Die Social-Media-Plattformen wurden angewiesen, bei Verstößen der ungarischen Opposition gegen die Regeln der Plattformen ein Auge zuzudrücken, während konservative Inhalte so streng wie möglich moderiert werden.

Dabei geht es weniger um “echte” Zensur durch Sperrungen und Löschungen, das würde auffallen, sondern es geht um die Algorithmen, die bestimmen, wie viele User einen Post in sozialen Netzwerken zu sehen bekommen. Die Posts der Opposition und ihrer Narrative werden viel angezeigt, die Posts der Regierung und ihrer Narrative werden hingegen verborgen.

Die an der Moderatoren von Inhalten in sozialen Netzwerken beteiligten NGOs, die sogenannten „Trusted Flagger“, erhalten ihre Finanzierung natürlich von der EU und von EU-Mitgliedsstaaten.

Das ist nicht neu, das passiert auch in Deutschland. „Trusted Flagger“ (vertrauenswürdige Hinweisgeber) sind nach dem Zensurgesetz der EU, dem sogenannten Digital Services Act (DSA), zertifizierte NGOs, die angeblich illegale Online-Inhalte wie „Hassrede“ an die Plattformen melden. Ihre Meldungen müssen priorisiert behandelt und schnell bearbeitet werden. In Deutschland ernennt die Bundesnetzagentur die „Trusted Flagger“ und die ernannten Organisationen werden zwar als „Nicht-Regierungsorganisationen“ bezeichnet, werden aber hauptsächlich vom Staat, also der Regierung, finanziert.

Diese Art der Einmischung in Wahlen in Europa durch eine „unsichtbare“ Zensur im Netz betreibt die EU schon länger und das zu ermöglichen, war einer der Gründe für die Einführung des Digital Service Acts. Das US-Justizministerium hat Anfang Februar einen Bericht mit dem Titel „Bedrohung durch ausländische Zensur“ veröffentlicht, in dem es der EU vorwirft, seit zehn Jahren an einer Zentralisierung des globalen Internets gearbeitet zu haben, die die Meinungsfreiheit der Amerikaner beeinträchtige und die schließlich ihren Höhepunkt im Digital Service Act der EU fand. Laut dem US-Bericht nutzt die EU-Kommission den Digital Service Act zur weltweiten Online-Zensur politischer Äußerungen, wovon sogar Humor und Satire betroffen sind. Ich habe darüber berichtet, den Artikel finden Sie hier.

Finanzierung der Opposition

Am 6. März meldete die ungarische Steuer- und Zollverwaltung, dass sieben Mitarbeiter der ukrainischen Oschadbank, darunter ein ehemaliger General des ukrainischen Geheimdienstes SBU, in Ungarn festgenommen wurden, weil sie 40 Millionen Dollar und 35 Millionen Euro in bar, sowie Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 9 Kilogramm in zwei Geldtransportern aus Österreich über Ungarn in die Ukraine bringen wollten. Ungarn warf der Ukraine vor, es handle sich dabei um Geldwäsche und dass Teile des Geldes auch zur illegalen Finanzierung der ungarischen Opposition benutzt werden sollte.

Am 11. März meldeten ungarische Geheimdienste Informationen über die Finanzierung der ungarischen Oppositionspartei Tisza durch die Ukraine, so Zoltán Kovács, Staatssekretär für Internationale Kommunikation und Beziehungen im Büro des ungarischen Ministerpräsidenten. Kovács merkte an, dass die in Ungarn bei Mitarbeitern der ukrainischen Oschadbank beschlagnahmten Bargeldsummen in zweistelliger Millionenhöhe in etwa dem Betrag entsprächen, den Tisza-Chef Péter Magyar für den Wahlkampf seiner Partei angegeben hatte.

Am 27. März erklärte Orban, Milliarden von Dollar würden nicht nur aus dem Westen in die Ukraine, sondern auf Anweisung der ukrainischen Führung auch in die entgegengesetzte Richtung fließen, und fügte hinzu, dass „die Leichen im Keller von Selensky ans Licht kommen“.

Damit kommentierte er einen Bericht von „Just the News“, demzufolge die ukrainische Regierung vor den US-Präsidentschaftswahlen 2024 geplant hatte, „Hunderte Millionen Dollar amerikanischer Steuergelder“ für die Entwicklung sauberer Energie in der Ukraine nach Washington zurückzuleiten. Mit dem Geld sollte der Wahlkampf der US-Demokraten unterstützt werden.

Dazu sagte Orban in einer Fernsehansprache:

„Das bedeutet, dass der Wahlkampf der Demokraten mit ukrainischen Geldern finanziert wurde. Dasselbe geschieht jetzt in Ungarn. Sie wollen eine pro-ukrainische Regierung, schicken ukrainische Agenten und unterstützen die pro-ukrainische Opposition.“

Das werde durch die Beschlagnahmung der Millionen Dollar und Euro sowie der Goldbarren in Ungarn Anfang März bestätigt. Orban sagte weiter:

„Die Ermittlungen zum ‚ukrainischen Goldkonvoi‘ ergaben außerdem, dass Geld nicht nur vom Westen in die Ukraine, sondern auch in die entgegengesetzte Richtung floss. Das heißt, Milliarden von Dollar wurden ständig aus der verarmten Ukraine über Ungarn in den Westen exportiert. Wir wissen auch, dass der größte Teil dieses Geldes in die USA überwiesen wurde.“

Laut Orban „bezahlt Selensky diejenigen mit ukrainischem Gold und Dollar, die bereit sind, den Krieg der Ukraine zu unterstützen“, dem werde „Ungarn ein Ende setzen“.

In den USA haben die Behörden Ermittlungen eingeleitet, nachdem Berichte über die Absicht der Ukraine bekannt geworden waren, illegal Gelder an die Wahlkampagne der US-Demokraten zu überweisen. Am 18. März wurde bekannt, dass insgesamt 26 Milliarden Dollar nicht auffindbar sind, die USAID ab 2022 bis zur Schließung der Behörde an die Ukraine überwiesen hat. Für diese Gelder gibt es keine Abrechnungen und man kann nur raten, wohin überall die Gelder geflossen sind, also wer Anteile kassiert hat, welche schwarzen Kassen damit gefüllt wurden sind und wer damit bestochen wurde.

Geheimdienstoperationen

Am 21. März veröffentlichte die Washington Post einen Artikel, in dem sie unter Berufung auf europäische Geheimdienste behauptete, der ungarische Außenminister Szijjártó habe jahrelang Informationen aus internen Runden der EU direkt an den russischen Außenminister Lawrow weitergegeben. In den Pausen soll es Telefonate gegeben haben, bei denen er Live-Updates nach Moskau übermittelt habe, was dieser aber bestritten hat.

Westliche Medien haben über die Geschichte ausführlich berichtet, obwohl es außer dem Zeitungsartikel keinerlei Belege oder Bestätigungen dafür gab. Und natürlich hat die ungarische Opposition die Geschichte ebenfalls aufgegriffen. Im Spiegel beispielsweise wurde Orban als „Kremlmaulwurf“, „Überläufer“ und „Europaverräter“ bezeichnet, den die Ungarn endlich abwählen sollten, und es wurde gefordert, Ungarn in der EU das Veto- Stimmrecht zu entziehen.

Außerdem, so die Washington Post, habe der russische Geheimdienst mit dem Gedanken gespielt, zum Schein ein Attentat auf Orban zu verüben, um ihm Sympathien zu verschaffen. Daran, dass der ukrainische Machthaber Selensky wenige Wochen zuvor offen eine Morddrohung gegen Orban ausgesprochen hatte, haben die Medien bei dieser Gelegenheit übrigens nicht erinnert, denn vor diesem Hintergrund könnte man die “Enthüllung” der Washington Post auch so verstehen, dass schon im Vorwege versucht wurde, im Falle eines möglichen Attentats auf Orban mit dem Finger auf Russland zeigen zu können, um von Selenskys offener Morddrohung abzulenken.

Am 23. März wurde bekannt, dass der ukrainische Geheimdienst Szijjártós Mobiltelefon abgehört hatte, nachdem er dessen Nummer von einem ungarischen Journalisten erhalten hatte. Wie sich herausstellte, hatte der Journalist direkte Verbindungen zur Führung der Oppositionspartei Tisza. Das ungarische Justizministerium wurde beauftragt, den Fall zu untersuchen.

Am 26. März forderte der ungarische Ministerpräsident den ukrainischen Machthaber Selensky auf, seine Geheimdienstmitarbeiter und Agenten unverzüglich aus dem Land abzuziehen und warf ihnen vor, die ungarische Opposition bei den Wahlen zu unterstützen. „Ukrainische Spione und von Ukrainern bezahlte IT-Spezialisten“ würden für die Oppositionspartei Tisza arbeiten, so Orban weiter. Die ungarische Regierung hat Ermittlungen eingeleitet und ein Strafverfahren gegen zwei IT-Spezialisten eröffnet, denen sie Spionage für die Ukraine und illegales Handeln im Interesse der Opposition vorwirft.

Laut Gergely Huyass, dem Leiter von Orbans Büro, habe die Regierung Informationen darüber, dass diese Personen Verbindungen zu ukrainischen Geheimdiensten unterhalten. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hatte vorher erklärte, die Ukraine mische sich durch ihre Geheimdienste, die Ölblockade der Druschba-Pipeline, politische Erpressung und direkte Drohungen gegen Orban in Ungarns innere Angelegenheiten, einschließlich der bevorstehenden Parlamentswahlen, ein.

Deutsche Medien wie der Spiegel haben diese Vorwürfe in ihren Artikeln fast nicht erwähnt, sondern ausführlich den Oppositionsführer zitiert, der behauptete, die Regierung habe „die Polizei für politische Zwecke missbraucht“.

Am 31. März veröffentlichte ein kleines polnisches Portal ein abgehörtes Telefongespräch, das der ungarische Außenminister mit dem russischen Außenminister geführt hatte, und die ungarische Opposition und die sie unterstützenden Medien verbreiteten es. Da ein so kleines Portal nicht die Möglichkeit hat, Telefone anzuhören, ist es klar, dass die Mitschnitte dem Portal von einem Geheimdienst zugespielt wurden.

In dem Gespräch bat Lawrow Szijjártó, sich bei der EU für die Aufhebung von Sanktionen gegen die Ehefrau eines russischen Geschäftsmannes einzusetzen, woraufhin die europäischen Medien die ungarische Regierung als Agenten und Erfüllungsgehilfen von Moskau bezeichneten, was indirekt natürlich das Narrativ des Artikels der Washington Post befeuerte, die sich ja ebenfalls auf europäische Geheimdienste berief. Man könnte also vermuten, dass hinter beiden Veröffentlichungen der gleiche Geheimdienst steckt.

Szijjártó selbst reagierte auf X gelassen auf das veröffentlichte Gespräch und schrieb dazu, dass das veröffentlichte Gespräch nur zeige, dass er auch hinter verschlossenen Türen das gleiche sage, wie in der Öffentlichkeit, nämlich, dass er seit vier Jahren fordert, die anti-russischen Sanktionen aufzuheben, weil sie keinen Frieden bringen und der EU mehr schaden als Russland.

Im ungarischen Fernsehen erklärte Szijjártó, dass das Abhören seines Telefons durch ausländische Geheimdienste ein direkter Beweis für die Einmischung anderer Länder in die Parlamentswahlen ist, und dass er überzeugt sei, dass die Veröffentlichung seiner Telefongespräche mit seinem russischen Amtskollegen in mehreren ausländischen Medien zeitlich genau auf die Wahl abgestimmt wurde:

„Es ist ein ungeheurer Skandal, dass ausländische Geheimdienste sich in die Parlamentswahlen in Ungarn einmischen. Es ist ein ungeheurer Skandal, dass ausländische Geheimdienste mithilfe eines ungarischen Journalisten die Telefongespräche des ungarischen Außenministers abhören. Es ist ein ungeheurer Skandal, dass diese Telefongespräche, die die Geheimdienste mit ihren eigenen Mitteln aufgezeichnet haben, in der Endphase des ungarischen Wahlkampfs im Interesse der Ukraine veröffentlicht werden.“

Das stelle „den eklatantesten, schwerwiegendsten und prinzipienlosesten Eingriff eines ausländischen Geheimdienstes in die ungarischen Parlamentswahlen in ihrer gesamten Geschichte“ dar.

Orbans Unterstützer

Die Liste der Unterstützer Orbans in der EU ist nicht lang, aber er ist dennoch nicht so isoliert, wie die Medien gerne behaupten. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš und Außenminister Petr Macinka unterstützen Orban vor der anstehenden Wahlen in Ungarn. Gleiches gilt natürlich für den slowakischen Ministerpräsidenten Fico.

Der italienische Vizepremier Matteo Salvini verurteilte als einer der ganz wenigen in der EU Selenskys Morddrohungen gegen Orban. Salvini zeigte sich zudem bestürzt über die unzureichende Reaktion der EU-Spitze auf die Erpressungsversuche der ukrainischen Regierung gegen die ungarische Regierung.

US-Präsident Donald Trump ist ebenfalls ein Unterstützer von Orban und er hat seinen Vizepräsidenten Vance für den 7. und 8. April nach Ungarn geschickt, wo er Orban unterstützen soll. Er soll in Ungarn unter anderem eine Rede über „über die reiche Partnerschaft zwischen den USA und Ungarn“ halten.


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/mit-welchen-tricks-die-eu-versucht-orbans-wiederwahl-zu-verhindern


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

„Der Westen hat seine Seele völlig verloren, doch die Iraner sind auf der Suche nach ihrer“ – Interview mit Alastair Crooke (Teil III)

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forumgeopolitica.com, Mo. 06 Apr 2026,  Marco Fernandes

Dem ehemaligen MI6-Beamten zufolge könnte dieser Krieg eine weltweite Wirtschaftskrise und eine Phase der „kreativen Zerstörung“ auslösen, aus der etwas Neues und Positives hervorgeht.


Im dritten Teil seines Exklusivinterviews mit „Brasil de Fato“ teilt Alastair Crooke – ehemaliger MI6-Agent und ehemaliger EU-Berater für Westasien sowie Gründer und Direktor des in Beirut ansässigen Conflicts Forum – seine Überlegungen zum Wesen der islamischen Revolution und zur Geschichte des Schiismus mit und übt dabei scharfe Kritik am „postmodernen Nihilismus“ des Westens. Dies wird durch eine Zusammenfassung veranschaulicht, die Crooke vor vielen Jahren bei seinem ersten Besuch im Iran von einem Geistlichen hörte, der inzwischen Ayatollah geworden ist und ihm sagte: „Das Problem, das wir mit dem Westen haben, ist nicht die Ideologie, sondern ihre Denkweise – und ihre Denkweise ist für die Welt als Ganzes ebenso schädlich.“

Obwohl sie von einer tiefgreifenden Kritik am Westen ausgingen, sahen sich viele führende Persönlichkeiten der Islamischen Revolution dazu veranlasst, sich die Grundsätze des modernen westlichen Denkens sowie dessen marxistisch geprägte Selbstkritik – wie sie beispielsweise von Bewegungen wie der Frankfurter Schule verkörpert wurde – zu eigen zu machen, während sie sich gleichzeitig auf die Klassiker der islamischen und schiitischen Philosophie stützten. Wie Crooke hervorhebt, spiegelte dies etwas wider, worauf Imam Khomeini selbst bestand: „dass man westliche Philosophie neben islamischer Philosophie studieren muss“.

Unser Interviewpartner äußert sich besorgt über den möglichen Einsatz von Atomwaffen durch das zionistische Regime in Israel als letztes Mittel und argumentiert, dass „wir Israel nicht durch säkularen Rationalismus, sondern auf eschatologische Weise verstehen müssen“. Das bedeutet, dass ein Szenario eines „totalen Krieges“ mit schwerwiegenden regionalen und sogar globalen Folgen von bestimmten Führern in Tel Aviv und Washington gleichermaßen aktiv angestrebt werde, die „den Krieg gegen den Iran als heiligen Krieg bezeichnen“ – eine Darstellung, die, wie Crooke anmerkt, „von den Evangelikalen stammt“. Doch Crooke sieht diesen Konflikt auch als Chance für eine „kreative Zerstörung“, aus der eine neue Welt entstehen könnte: „Ich glaube, der Iran hat dies ausgelöst, denn wir werden wahrscheinlich in eine Wirtschaftskrise von einem Ausmaß geraten, auf das der Westen nicht vorbereitet ist. Aber das ist Teil der Katharsis.“

Lesen Sie den letzten Teil des Interviews von Alastair Crooke mit Brasil de Fato (klicken Sie hier für den ersten Teil und hier für den zweiten):

Zeitgenössische iranische Politiker – wie Ali Larijani, ein Experte für [Immanuel] Kant [deutscher Philosoph des 18. Jahrhunderts], und Außenminister Abbas Araghchi, der bei dem renommierten Marxismus-Forscher David McLellan promovierte – verfügen über eine intellektuelle Tiefe, wie man sie unter westlichen Politikern heute nur selten findet. Glauben Sie, dass diese Beherrschung der westlichen Philosophie dem Iran eine Art kognitiven Vorteil verschafft, indem sie seinen Führern das verleiht, was die Deutschen als eine umfassendere Weltanschauung bezeichnen würden, und es ihnen ermöglicht, Washingtons liberale Narrative mit genau den logischen Werkzeugen zu dekonstruieren, die der Westen selbst hervorgebracht hat?

Ja, das tue ich. Übrigens haben Sie Ali Larijani und sein Spezialgebiet erwähnt, nämlich seine Fachkenntnisse über Kant, den westlichen Philosophen. Er war jedoch auch ein Experte für Suhrawardi [persischer Philosoph (1154–1191), Begründer der Philosophie der Erleuchtung, einer grundlegenden Säule der islamischen und schiitischen Philosophie, die ein Gleichgewicht zwischen rationalistischer Logik und mystischer Intuition anstrebt]. Daher muss man das Gleichgewicht verstehen, das hier hergestellt wird. Und er kann ausführlich über die Komplexitäten sprechen, über die Suhrawardi vor seinem Märtyrertod schrieb, ich glaube im Jahr 1190 [Suhrawardi wurde in Aleppo wegen seiner Ideen hingerichtet, die damals als ketzerisch galten]. Dies ist einer der Bestandteile des Irfan [gnostisches oder mystisches Wissen, das ein Verständnis der „Bewusstseinsschichten“ und der spirituellen Welt anstrebt]. Es gibt kein genaues Wort, um es zu beschreiben, aber es ist auch eine Art schiitischer Sufismus. Es ist eine Abkehr von der rationalen und materiellen Welt, um zu verstehen, dass es verschiedene Bewusstseinsschichten gibt. Und Suhrawardi sprach, glaube ich, von der zehnten Bewusstseinsebene und davon, wie man sie schreibt. Dies ist nicht ausschließlich iranisch, denn dies war die antike Religion. Es ist auch in Ägypten vorhanden, im Denken der hermetischen Texte – oder zumindest teilweise darauf Bezug genommen – in den Texten, die Ende des 15. Jahrhunderts vom Herrscher von Florenz [Cosimo de’ Medici] entdeckt und von Marsilio Ficino übersetzt wurden. Das war also etwas, worauf Imam Khomeini bestand: dass man westliche Philosophie neben islamischer Philosophie studieren müsse. Und natürlich bietet dies einen Einblick in das westliche Denken. Und ich erinnere mich, als ich meine ersten Reisen in den Iran unternahm, ging ich nach Qom und sprach mit einem Mann, ich glaube, er ist jetzt ein Ayatollah. Aber er sagte mir, dass das Problem, das sie mit dem Westen haben, nicht die Ideologie sei, sondern ihre Denkweise. Und ihre Denkweise sei für die Welt als Ganzes so schädlich. Er erklärte dies sehr ausführlich. Und ganz klar hatte dies in unseren Gesprächen einen großen Einfluss auf mich; ich finde diese Beschreibung des Problems faszinierend.

Dieser Dialog wird doch am Anfang Ihres Buches Widerstand: Das Wesen der Islamischen Revolution beschrieben, nicht wahr?

Ja, in der Einleitung wurde auf diese Diskussion Bezug genommen. Wie also findet der Westen einen Ausweg aus seinem postmodernen Nihilismus? Oder wie überwindet die Welt ihre exzessive, rationalistische, materialistische und hedonistische Lebensweise? Nun, wenn man in den Iran reist, ist das die Realität, und das war schon immer so. Dies drückt sich aber auch in der Fähigkeit aus, über diese Denkweise hinauszugehen, über ein sehr negatives, nihilistisches Bewusstsein hinaus, um andere und höhere Ebenen des Verständnisses zu erreichen, die mit dem eigenen Bewusstseinsniveau vereinbar sind. Wie gelangt man dorthin? Es ist offensichtlich etwas, das Zeit und Lernen erfordert, um diese Ebene zu erreichen. Dies war auch ein antikes Konzept, weshalb der Iran zudem diese besondere Verbindung zur vorsokratischen Welt hat, die zuvor existierte und von den Werken von Aristoteles und Platon überschattet wurde. Und so tauchen merkwürdige Dinge auf, wie zum Beispiel die Tatsache, dass einer der wichtigsten Einflüsse auf Imam Khomeini, neben Persönlichkeiten wie Mullah Sadr, Ibn Sina und Ibn Arami, Plotin war, ein nicht-islamischer Denker. Plotin stützte sich stets auf frühere Formen des Denkens und der Reflexion.

Ich glaube also, dass der Iran tatsächlich über die Mittel verfügt und über die nächste Phase nachdenkt. Sie wissen, dass sie einen Weg finden müssen, die Revolution in dieses Zeitalter der Technologie, von TikTok und allem anderen zu übertragen. Wie kann man sie für die heutige Zeit und für die jungen Menschen von heute neu gestalten? Und als ich in Teheran war, war das sehr interessant. Ich fragte einige meiner Gesprächspartner: Wie macht ihr die Ideen der Gerechtigkeit aus der iranischen Revolution anwendbar? Wie bringt ihr sie in die Gegenwart? Und sie sagten: „Nun, wir haben Pläne dazu. Wir denken darüber nach.“ Und so glaube ich, dass dies der Beginn einer Veränderung ist. Und es ging darum, wie man neues Denken in ein System einbringen kann, das seine Vitalität verloren hat. Das westliche System hat völlig – ich weiß nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll – aber es hat seine ‚Seele‘ verloren. Doch die Iraner sind auf der Suche, und in gewisser Weise geschieht dasselbe auch in Russland.

Und in China ebenfalls, würde ich sagen. Ich habe fünfeinhalb Jahre in China gelebt, bevor ich nach Moskau gezogen bin. Und nach fast fünf Jahrzehnten der Reform und Öffnung sowie einer tiefen Verbindung zum Westen üben die Chinesen Selbstkritik an ihrer Verwestlichung, entdecken ihre tiefen kulturellen Wurzeln wieder, sprechen vom „Zivilisationsstaat“, und junge Menschen tragen gerne Kleidung aus der Zeit vor ein- oder zweitausend Jahren, während die von Xi Jinping geführte Partei den Marxismus als ihre theoretische Richtschnur bekräftigt. Unterdessen beobachten wir in Russland eine Selbstkritik an seiner postsowjetischen Verwestlichung, eine Wiederbelebung seiner sogenannten „traditionellen Werte“ und den Versuch, sein über tausend Jahre umfassendes imperiales historisches Erbe mit den Erfolgen der sowjetischen Planwirtschaft zu verbinden. So scheinen die drei Säulen der aktuellen antiimperialistischen Front – Brzezinskis „Albtraum“ – ähnliche Prozesse zu durchlaufen: Kritik (und Selbstkritik) an der Verwestlichung der Welt und eine Rückkehr zu ihren jahrtausendealten Traditionen, auf der Suche nach einer neuen Synthese.

Nun, ich war fasziniert, weil wir hier auch über den Einfluss des Taoismus sprechen. Und als ich das letzte Mal in Russland war, habe ich eine Filmmesse besucht. Dort waren mehrere chinesische Produktionsfirmen vertreten, die ihre Filme zu religiösen Themen vorstellten – nicht alle davon handelten vom Konfuzianismus, sondern vielmehr vom Taoismus. Und irgendwie schienen die Iraner das Gefühl zu haben, dass der Taoismus etwas beizutragen habe. Ich möchte nicht übertreiben; nicht jeder liest diese Klassiker. Und in Russland arbeitet ein Freund von uns daran, den Buddhismus zu einem Teil der russischen Identität zu machen. Nicht, um ihn zu unterdrücken und ihn zu einer Art künstlichem „Russismus“ zu zwingen, sondern um ihm zu ermöglichen, die Vorstellung davon, was es bedeutet, russisch zu sein, neu zu beleben. Und das fand ich sehr interessant. Es ist ein großartiges Projekt. Diese Dinge geschehen also. Wir sehen sie nicht, weil sie über die üblichen Plattformen und dergleichen nicht sichtbar sind. Aber sie geschehen. Und ich bin sehr zuversichtlich.

Ich habe immer gesagt, dass das, was wir gerade durchleben, ein Prozess der Katharsis ist. Wir müssen Zeuge einer Art kreativer Zerstörung der nihilistischen, postmodernen Welt von Ayn Rand [einer Schriftstellerin und Philosophin russischer Herkunft, eingebürgerte Amerikanerin, deren Werk einen tiefgreifenden Einfluss auf das westliche konservative und libertäre Denken hatte] und ihrer Ideen werden, dass die größte Eigenschaft des Menschen der Egoismus sei. Und um das zu tun, muss man die Fähigkeit besitzen, eine Sprosse auf der Leiter des Bewusstseins zu erklimmen. Wie man dies mit den Menschen als Ganzes erreicht, ist eine wahrhaft schwierige Frage. Sie haben mir also die schwierigste Frage gestellt. Denn natürlich hat der Imam dies erreicht, indem er von [die Schlacht von] Karbala [im Jahr 680, im heutigen Irak, ein Gründungsereignis der schiitischen Subjektivität, bei dem Imam Hussein – Enkel des Propheten Mohammed – inmitten eines Streits um die Nachfolge des Propheten den Märtyrertod starb] und den Mahdi [im Schiismus der „verdeckte Imam“, der zurückkehren wird, um endgültige Gerechtigkeit auf Erden zu errichten] sprach und es ihm gelang, das Bewusstsein zu heben. Und er bestand darauf, dass die Menschen einen aktiven Geist haben sollten. Und das ist im Westen sicherlich nicht der Fall. Und deshalb bestand er auf westlicher Philosophie und zumindest darauf, gemeinsam voranzuschreiten – etwas, das man im Westen nicht finden würde.

Ich denke also, dass daraus etwas entstehen wird. Und ich halte es für notwendig, denn, wie ich schon sagte, wir durchlaufen gerade eine Katharsis. Wir müssen eine kreative Zerstörung durchlaufen, bevor wir einen kreativen und positiven Weg einschlagen können. Das wird schmerzhaft sein. Ich glaube, der Iran hat dies ausgelöst, denn wir werden wahrscheinlich in eine Wirtschaftskrise von einem Ausmaß geraten, auf das der Westen nicht vorbereitet ist. Aber das ist Teil der Katharsis, glaube ich. Und wir können die ersten Anzeichen noch nicht sehen, aber sie sind sicherlich irgendwo da. Und es ist besser, dass wir sie nicht sehen, denn wenn sie sichtbar wären, würde jemand kommen und sie zertrampeln, sobald sie auftauchen. In dieser Phase müssen wir warten, bis sie stark genug sind.

Könnte dies der Beginn einer neuen Ära sein?

Ja, wir befinden uns in einer neuen Ära. Es ist ein sehr gefährliches Jahr. Und alles könnte schiefgehen.

Ich meine, Israel spielt mit den Nuklearanlagen ein Nerven-Spiel. Und wer weiß, was sie tun werden, wenn sie diesen Krieg vernichtend verlieren? Denn die gesamte israelische Argumentation hat sich dahingehend verschoben: „Wir werden keinen Regimewechsel erreichen.“ Ich habe am Freitag ein Interview gegeben und gesagt, dass die Israelis den Amerikanern sagen: „Seht mal, die Vereinigten Staaten müssen die Führung übernehmen und die Meerenge kontrollieren. Und wenn ihr das nicht tut, haben wir keine andere Wahl, als taktische Atomwaffen einzusetzen.“ Das ist, glaube ich, die Botschaft, die sie den Vereinigten Staaten indirekt durch diese Angriffe übermitteln. Und ausgerechnet Bushehr, ein [Kernkraftwerk], das gemeinsam mit den Russen betrieben wird. Die Russen haben, soweit ich weiß, unter den gegebenen Umständen bereits ihr gesamtes Personal aus Bushehr abgezogen, bis auf eine Handvoll [um den Betrieb des Kraftwerks aufrechtzuerhalten]. Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Russland unter der vollständigen Aufsicht der IAEO [Internationale Atomenergie-Organisation]. Der einzige Grund, warum die IAEO in den Iran darf, ist, dass die Russen dies für ihre eigenen Zwecke wollen. In Russland wollen sie, dass Bushehr von der IAEO überwacht wird. Doch in der Vergangenheit war die IAEO im Iran nicht willkommen. Bushehr ist jedoch ein vollständig konformes Kraftwerk, das gemeinsam mit Russland betrieben wird. Und es gab zwei Angriffe: einen Beinahe-Treffer und einen weiteren sehr gefährlichen. Das ist beängstigend.

Wollen Sie damit sagen, dass die Israelis jetzt über den Einsatz von Atomwaffen sprechen und die USA beinahe ein Atomkraftwerk voller Russen angegriffen hätten? Spielen diese Leute nicht mit dem Feuer und riskieren sie nicht, eine Art Büchse der Pandora – einen Atomkrieg – für die gesamte Menschheit zu öffnen?

Wir dürfen nicht versuchen, Israel durch den säkularen Rationalismus zu verstehen. Wir müssen es auf eschatologische Weise begreifen. Es nützt nichts zu sagen: „Was Itamar Ben-Gvir sagt [Israels Minister für nationale Sicherheit, ein rechtsextremer Politiker, der für seine zutiefst rassistischen und anti-palästinensischen Ansichten berüchtigt ist], ergibt keinen Sinn; ein Krieg liegt nicht in ihrem Interesse“. Wir müssen verstehen, dass, wenn wir dies durch die talmudische Theologie betrachten und noch weiter zurückgehen, bis zur messianischen Komponente des jüdischen Glaubens, dann wird klar, dass sie Armageddon [einen Krieg von gewaltigem Ausmaß, der die ‚Endzeit‘, die Wiederkunft des Messias und Israels Herrschaft über die Welt beschleunigen würde] als Teil des Plans wollen. Wir müssen also verstehen, dass es auch in den Vereinigten Staaten ein eschatologisches Element gibt. Das sehen wir ganz deutlich. Die Vereinigten Staaten bezeichnen den Krieg im Iran als „heiligen Krieg“. Das stammt von den Evangelikalen. Und dies leitet sich aus einem Verständnis der messianischen Komponente von Religionen ab. Und diese messianische Komponente ist sehr mächtig.

Könnten Sie abschließend kurz auf Ihre diplomatische und politische Laufbahn sowie Ihre wichtige Arbeit in Westasien eingehen?

Ich war Mitglied des diplomatischen Dienstes und wurde zur Europäischen Union abgeordnet, um für den Hohen Vertreter Solana zu arbeiten. Ich koordinierte fünf Waffenstillstandsversuche (die alle scheiterten) zwischen den Kräften des Islamischen Widerstands (Hamas und Islamischer Dschihad), der Fatah-Tanzim und Israel – darunter auch die Belagerung der Geburtskirche in Bethlehem. Ich war auch daran beteiligt, die Hamas zur Teilnahme an den Wahlen zu ermutigen, die sie schließlich 2006 gewannen. Anschließend wurde ich zur US-Regierung abgeordnet, um in der Untersuchungskommission von Senator [George] Mitchell bezüglich des zweiten Waffenstillstands mitzuarbeiten. Ich begann in Nordirland und war später in Afghanistan dafür zuständig, im Namen der USA und Großbritanniens die Kontakte zur Führung der Mudschaheddin zu pflegen, da die Amerikaner eigentlich nicht mit ihnen zusammentreffen sollten. Und das Conflict Forum wurde 2004 gegründet. Es ist eine gemeinnützige Organisation, die sich auf Westasien konzentriert. Im Wesentlichen bietet sie wichtige Kommunikationskanäle und ermöglicht es uns, zuzuhören und den Menschen zu helfen, zu verstehen, was tatsächlich gesagt wurde und was das bedeuten könnte.

Interview Crooke, Alastair Iran

7 Kommentare zu
«„Der Westen hat seine Seele völlig verloren, doch die Iraner sind auf der Suche nach ihrer“ – Interview mit Alastair Crooke (Teil III)»


Tom Mo. 06 Apr 2026, 18:20

Amazing stuff, wonderfully articulated. Thank you for bringing this perspective on the current world conflict.

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Simon Di. 07 Apr 2026, 4:59

Famtastic. What is so extraordinary is that so few of our leaders seem able to see this. Alistair is the only geopolitical expert I know who recognises the spiritual factor at all levels. He gives us hope.

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Ian P Shears Di. 07 Apr 2026, 6:53

There is no way any action by Israel or evangelicals can influence the decisions of the Father as regards Jesus' return with spirit power to set up a world government - in which Israelis will have no part.
This matter is not in even Jesus' ken.
The Father is a potter. When his vessels are set with the character He wants He will move and NOT before. When this happens no one will have anything to say as what their self-actualization tells them is right. There will be spiritual leaders over all nations which will impose God's will. No more evangelism.

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Antwort auf Any Person Di. 07 Apr 2026, 16:48

Evangelism is what YOU are doing. Just a different stripe that those you criticize. In general, it's an attempt to convert others to your way of thought, so we all do it. But the term is usually applied to those touting 'Christian' theology.

75,000 Christian denominations and sects... which is the 'correct' one? Yours, of course.

I'm going to put the same challenge before you that millennia of Abrahamic/Biblical scholars have not been able to accomplish.

Without using any Abrahamic Text or it's derivatives, prove 'God" exists. The standard 'just look around' tactic for anything humans haven't managed to explain YET as merely nature, doesn't mean 'therefore God'.

Hard, repeatable, here-and-now proof.

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Trux Di. 07 Apr 2026, 20:24

Das größte Problem ist der Monotheismus.
§1 - Es darf nur einen geben!
Wenn es nur einen Gott gibt, dann darf es auch nur einen Führer geben. Mit dem §1 machte sich Moses zum Alleinherrscher. Ein Gott. ein Führer, ein Israel, ein Volk. Als Rom sich zur Diktatur wandelte, übernahm es dieses Prinzip. Ein Gott, ein Kaiser, ein Reich, ein Volk. Hitler drehte die Formel um, so konnte er auf Gott verzichten. Das Herrschaftssystem blieb das selbe.
Heute sitzt Trump auf den Thron der Pseudodemokratie und verkündigt die Weltherrschaft des allmächtigen Gottes Mamon.

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Antwort auf Schnider Mi. 08 Apr 2026, 12:37

Danke, dass Sie auf diesen Aspekt hingewiesen haben!

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Herbert Mi. 08 Apr 2026, 7:41

Russland täte gut daran den Iran voll zu unterstützen. Wenn der Iran fällt ist Russland bald eingekesselt, dann geht der Plan der USA und Europas auf.An allen Fronten könnte Russland gar nicht sein.Es wäre auf jeden Fall eine strategische Niederlage Russlands wenn der Iran fällt.

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Info: eutschland China Schweiz BRICS Ukraine Naher Osten Freie Meinungsäußerung Werte/Dekadenz Edelmetalle Schulden/Währungen Interne Angelegenheiten Europa Wirtschaft EU Eurasische Sicherheit Klimawandel


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.04.2026

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Trumps Drohungen: Das schuldige Schweigen von Merz, Leyen & Co.

lostineu.eu, 8. April 2026

US-Präsident Trump hat seine Drohungen gegen Iran weiter zugespitzt. “Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren”schrieb er auf “Truth Social”. Das klingt nach Apokalypse und ist offenbar ein Aufruf zu Kriegsverbrechen. Doch die EU will dazu nichts sagen. “No comment”, hieß es auf Anfrage in der Brüsseler EU-Kommission. Behördenchefin von der Leyen duckt sich weg – genau wie Kanzler Merz, Außenminister Wadephul, die Außenbeauftragte Kallas und viele andere EU-Politiker. Kommentar des Polit-Analysten G. Diessen: “The US may or may not destroy a civilisation today. Either way, its allies’ silence will live on in shame.” Dem ist nichts hinzuzufügen. Das Buch der Schuld und Schande wird, wenn nicht alles täuscht, viele deutsche und europäische Namen enthalten…

Siehe auch “Keine Namen”: EUropas kafkaeske Sprachregelung zum Irankrieg

3 Comments

  1. hutaekjango
    8. April 2026 @ 08:58

    Hinter den Kulissen scheint ein wenig taktische Vernunft eingekehrt zu sein. Es steht zuviel auf dem Spiel um nach dem ” totalen” konventionellen Krieg festzustellen, dass er auch anders zu beenden gewesen wäre. Bemerkenswert Die Tatsache, dass nur eine weitere Atommacht hier erfolgreich die Vermittlung in die Wege leiten konnte. Und, Putin sowie Xing Ping halten sich ( noch) ” vornehm” bedeckt, weil beide Nutznießer sind?!

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  • Guido B.
    8. April 2026 @ 08:36

    Man wird wegen des iranischen Abschaums doch nicht die Freundschaft mit Donald Hitler aufs Spiel setzen!

    So, jetzt in der Waffenpause noch schnell einen NATO-Einsatz im Hormuz starten, damit das Öl auch sicher wieder fliessen kann.

    Sobald die NATO in Position ist, die Raketen wieder nachgeladen sind und sich die Börsen erholt haben, kann man die Verhandlungen mit dem Iran scheitern lassen und mit der Ausrottung der Barbaren weitermachen. Wir wollen ja nicht, dass Netanjahu mit dem Ergebnis des Genozids unzufrieden ist!

    Antworten

  • Erneuerung
    8. April 2026 @ 08:14

    Ich hätte da einen anderen Vorschlag, welche (Un-)Zivilisation unschädlich zu machen wäre, um der Menschheit endlich Frieden zu bringen. Aber man hört, es hätte in der Nacht jemand die Notbremse betätigt. Mal sehen, wie es weiter geht, wenn der Zug wieder losfährt.

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 



    Wahl in Ungarn: J.D. Vance wirft der EU “schändliche Einmischung” vor


    lostineu.eu, vom 7. April 2026

    Das ist ‘mal eine originelle Form der Einmischung: US-Vizepräsident J.D. Vance ist nach Ungarn gereist, um Regierungschef Orban vor der Wahl zu unterstützen – und der EU eine “schändliche Einmischung” in den Wahlkampf vorzuwerfen. Die USA und Ungarn stünden unter der Führung von Präsident Trump und Orban für die Verteidigung der westlichen Zivilisation, behauptete Vance. Brüssel hingegen versuche, Orban schlecht zu machen und die Wirtschaft in Ungarn zu zerstören. – Richtig ist, daß sich sich Brüssel mittlerweile in alle Wahlen einmischt – über die Sperrung von EU-Finanzmitteln, das Internet-Gesetz DSA und die “Faktenchecker” sowie neuerdings auch noch mithilfe des sog. “Demokratieschilds”. Allerdings haben sich von der Leyen & Co. in den letzten Tagen auffällig zurückgehalten, während Trump und J.D. Vance “all in” gehen…

    Siehe auch Wahl in Ungarn: So viel Einmischung gab’s noch nie

    7 Comments

    1. Helmut Höft
      8. April 2026 @ 00:21

      “Dschej-Di” “Wahl in Ungarn: J.D. Vance wirft der EU “schändliche Einmischung” vor” wirft Einmischung vor indem er sich einmischt! So geht Freyheid, so geht Wertewesten®

    Antworten

  • Michael
    7. April 2026 @ 21:58

    Ungarn ist eine Sache, aber letzte Umfragen in Russland sollen ergeben haben dass die Deutschen – wieder einmal (!?) – als Hauptgegner, um nicht zu sagen Feind, der Russen angesehen werden! Da fehlen einem die Worte!

    Antworten

  • KK
    7. April 2026 @ 18:01

    “Allerdings haben sich von der Leyen & Co. in den letzten Tagen auffällig zurückgehalten…”

    Dafür haben die ja auch ihren Handlanger Selenskji, der dafür sorgt, dass Orbans Ungarn bis zur Wahl kein Öl über Druschba bekommt!

    Antworten

  • Guido B.
    7. April 2026 @ 17:59

    Wahlveranstaltungen machen in intakten Demokratien einen Unterschied. Im Westen gibt es keine intakten Demokratien mehr. Es gibt nur noch rampenlichtgeile Eliten, die nach der Pfeife von Schatteneliten tanzen. Wählen ist Zeitverschwendung. Gesellige Spaziergänge an der Sonne sind politisch gesehen sinnvoller und gesünder.

    Antworten

    • KK
      7. April 2026 @ 18:03

      Im Grunde ist sogar Däumchendrehen sinnvoller als wählen zu gehen… man kann doch wählen, wen man will, man bekommt im Grunde immer die gleiche Politik.

      Antworten

      • Reykjavik
        7. April 2026 @ 18:27

        Jede direkte, offene EU-Einmischung würde nur noch Orbáns Position stärken. Kein Ungar wird jemals verzeihen, dass sich die EU nach der Blockade der Druschba-Pipeline durch die Ukraine so spät und dann so halbherzig an die Seite des EU-Mitglieds Ungarn gestellt hat. Die EU und Deutschland belohnen die Sprengung von NS2 mit Milliardengeschenken – die Ungarn wenden sich vom ukrainischen Terrorstaat und seinen EU-Unterstützer angewidert ab. Und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den wählen, der ihre Interessen vertritt und sich traut, den auf ganzer Linie gescheiterten EU-Hofschranzen die Stirn zu bieten.

  • Erneuerung
    7. April 2026 @ 17:16

    Eigentlich müssten alle derzeitigen westlichen Führer, mit wenigen Ausnahmen, bei jeder Äußerung sofort Mundfäule bekommen, weil nichts, aber rein gar nichts mehr, mit irgendwelchen humanen Standards zu tun hat. Auch Herr Vance hat sich, etwas spätet als Trump, als Vasall der Zionisten geoutet, was ja Orban auch schon gezeigt hat. Es ist egal, wer hier in Europa derzeit Wahlen gewinnt oder nicht, das Ding ist kurz vor dem Kompletabsturz und alle schieben in Richtung Abgrund.

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    08.04.2026

    Nachrichten von Pressenza: Der Kriegsminister sendet eine Botschaft – an die Menschen im Land

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 8. April 2026, 7:15 Uhr
    Nachrichten von Pressenza - 08.04.2026
    Der Kriegsminister sendet eine Botschaft – an die Menschen im LandManfred Henle
    Pressenza
    Ein Schlachtruf: 1 Billionen Euro – What ever it takes! „Ich will es sehr deutlich sagen: Angesichts der Bedrohungen unserer Freiheit und des Friedens auf unserem Kontinent muss jetzt auch für unsere Verteidigung gelten: ‚whatever it takes‘.“ (Merz, 4. März…
    Europa, Frieden und Abrüstung, Meinungen, Politik
    B’Tselem veröffentlicht neuen Bericht über israelische GefängnissePressenza IPA
    Pressenza
    Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem hat Anfang dieses Jahres einen neuen Bericht über die Zustände in israelischen Gefängnissen mit dem Titel „Living Hell“ veröffentlicht. „Living Hell“ knüpft an den Bericht „Welcome to Hell“ von B’Tselem vom August 2024 an. Aufbauend auf…
    International, Menschenrechte, Mittlerer Osten
    Abrüstungsverträge: Das weltweite Gefüge erodiert gefährlichINFOsperber
    Pressenza
    Die internationale Rüstungskontroll- und Abrüstungsarchitektur ist am Zerfallen. Immer mehr wichtige Verträge werden aufgekündigt. Andreas Zumach  für die Online-Zeitung INFOsperber Seit Ende der 1950er Jahre wurden weltweit 31 Abkommen zur Rüstungskontrolle und Abrüstung abgeschlossen. In diesen Abkommen verpflichteten sich die Vertragsstaaten auf Obergrenzen…
    Frieden und Abrüstung, International, Politik
    Globalisierung von untenOya
    Pressenza
    Im Almanach 2026 von Oya erzählen Menschen in 21 Geschichten, wie sie vorauslieben – an Orten des guten Lebens, auf Wanderschaft, in Widerstands- und Suchbewegungen. Die Einführung dazu ist hier zu finden. Vor einer Generation formierte sich inmitten der um…
    Gemeinschaft, Politik, Vielfalt
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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    07.04.2026

    in Kürze: Israel-Libanon, USA -Iran

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 7. April 2026, 13:58 Uhr


    Libanon: Israel bombardiert großflächig und macht ganze Dörfer dem Erdboden gleich

    Bereits seit Tagen bombardiert die israelische Luftwaffe großflächig Städte, Dörfer und Siedlungen im Süden Libanons.
    Das erklärte Ziel Israels ist es, mit diesen Flächenbombardierungen südlich des Flusses Litani eine dauerhafte, sogenannte "Sicherheitszone" zu errichten. Israels Finanzminister Bezalel Smotrich zufolge "muss der Litani-Fluss unsere neue Grenze zum Libanon bilden", während Verteidigungsminister Israel Katz explizit eine Rückkehr der über 600.000 geflohenen Einwohner Südlibanons ausgeschlossen hat.

    Siehe Video: https://odysee.com/@RTDE:e/Libanon--Israel-bombardiert-gro%C3%9Ffl%C3%A4chig-und-macht-ganze-D%C3%B6rfer-dem-Erdboden-gleich:b


    RTDE Liveticker Ukraine-Krieg 7./6.4.2026

    IDF-Angriff zerstört siebte Brücke im Südlibanon

    Die Netanjahu-Administration erklärte in den letzten Wochen mehrmals, die Region um den Fluss Litani im Südlibanon militärisch besetzen zu wollen. Ziel sei es, den Norden des Landes vom Süden abzutrennen.
    In Vorbereitung einer Gaza-ähnlichen Realität rechtfertigt die israelische Armee auf X den jüngsten Zerstörungsangriff wie folgt: "Die IDF hat einen weiteren wichtigen Übergang über den Litani-Fluss angegriffen: Bislang wurden sieben von Hisbollah-Terroristen genutzte Übergänge ins Visier genommen. Die IDF hat gestern einen weiteren wichtigen Übergang angegriffen, den Hisbollah-Terroristen nutzen, um sich vom Norden in den Bereich südlich des Litani-Flusses zu bewegen und Waffen, Raketen sowie Abschussvorrichtungen zu transportieren, um Terroranschläge gegen IDF-Truppen vorzubereiten."
    Abschließend heißt es: "Dieser Angriff reiht sich ein in sechs weitere Angriffe auf Übergänge über den Litani-Fluss, die seit Beginn der Operation 'Roaring Lion' ins Visier genommen wurden."
    Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete in der Vorwoche, dass seit Anfang März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden.


    Trump: Wir haben gewonnen, wir kassieren die Gebühren

    US-Präsident Donald Trump wurde auf der Pressekonferenz gefragt, ob er bereit sei, den Konflikt zu beenden, wenn Iran Gebühren für die Nutzung der Straße von Hormus erheben könne. Seine Antwort lautete: "Was ist damit, dass wir Gebühren erheben? Das würde ich eher tun, als sie die haben zu lassen. Warum sollten wir nicht? Wir sind die Sieger. Wir haben gewonnen. Sie sind militärisch geschlagen. Das Einzige, was sie haben, ist die Psychologie – wir lassen ein paar Minen ins Wasser fallen. Wir haben ein Konzept, in dem wir Gebühren erheben."


    Trump wütet, Iran trollt

    Während der US-Präsident seine Drohungen gegen Iran im Verlauf des Tages gleich mehrmals bekräftigt hat, reagieren iranische Stellen nicht nur mit der Ankündigung von Vergeltungsschlägen, sondern auch durch vielfaches Trollen.
    Zwischen den iranischen Botschaften in Südafrika und in Simbabwe ist ein regelrechter Trolling-Wettbewerb entbrannt. So postete die Botschaft in Zimbabwe gestern als Antwort auf die Forderung, die Straße von Hormus zu öffnen: "Wir haben die Schlüssel verloren." Darauf erwiderte die Botschaft in Südafrika: "Psst … der Schlüssel ist unter dem Blumentopf. Nur offen für Freunde." Die Antwort auf das Ultimatum Trumps lautete nun:
    "8 Uhr am Abend ist nicht so gut. Könnten Sie das auf zwischen ein und zwei Uhr am Nachmittag ändern, oder, wenn möglich, zwischen ein und zwei Uhr am Morgen? Danke für Ihre Aufmerksamkeit für diese wichtige Angelegenheit."


    Jeffrey Sachs: "Indien, China und Russland müssen Trump stoppen"

    In einem aktuellen Interview mit Afshin Rattansi rechnet der US-Ökonom Jeffrey Sachs scharf mit der westlichen Außenpolitik ab.
    Er bezeichnet Europa als Gruppe von "Vasallenstaaten", die aus politischer Abhängigkeit und Anbiederung die Narrative Israels und der USA übernehmen, und die eigentlichen Aggressoren im Nahen Osten ausblenden.
    Da er dem Westen kein Rückgrat mehr zutraut, appelliert Sachs an Indien, China und Russland. Diese "würdevollen Nationen" müssten ihre Stimme erheben, um der gefährlichen Dominanz der USA entgegenzutreten. Die "jungen" USA, die er im Vergleich der Weltzivilisationen als "Baby" bezeichnet, bräuchten die Hilfe der Weltgemeinschaft, um ihr gewaltsames Fehlverhalten endlich zu stoppen.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.04.2026

    Newsletter April 2026

    aus e-mail von  Internationaler Versöhnungsbund, 7. April 2026, 17:55 Uhr


    Grußwort April

    Grußwort April

    Liebe Freundinnen und Freunde,
    liebe Mitglieder des Versöhnungsbundes,

    die Ostertage liegen hinter uns – vielleicht noch spürbar wie ein warmer Nachklang. Ein paar ruhige Stunden, ein Gespräch, ein Gedanke, der geblieben ist.

    Und nun: April.
    Nicht als lauter Neubeginn, sondern als leises Weitergehen.

    Das, was an Ostern anklingt – Hoffnung, Vertrauen, die Idee von Wandel – trägt sich weiter in diesen Wochen. Nicht spektakulär, sondern Schritt für Schritt. So, wie es auch unsere Arbeit oft ist: dranbleiben, zuhören, aushalten, neu ansetzen.

    Gerade in Zeiten, die uns herausfordern, ist es nicht selbstverständlich, im Gespräch zu bleiben. Und doch liegt genau darin unsere Kraft. Frieden entsteht selten im Großen und Sichtbaren – sondern oft dort, wo Menschen sich die Zeit nehmen, einander wirklich zu begegnen.

    Auch in diesem Newsletter findet Ihr wieder viele solcher Spuren: Gedanken, Initiativen und Einladungen, die zeigen, wie lebendig und vielfältig unser gemeinsames Engagement ist.

    Vielleicht ist dieser April genau das: kein Aufbruch mit Trompeten, sondern ein stilles, entschlossenes Weitergehen. Und vielleicht ist genau das die Form von Hoffnung, die wir gerade brauchen.

    Wir freuen uns auf alles, was kommt – und ganz besonders auf das Wiedersehen bei unserer Jahrestagung im Mai.

    Bild von Alicja auf Pixabay

    17. Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland – 2026 Atomwaffen bedrohen das Leben von Menschen und Mitwelt in existenzieller Weise. Seit 2010 findet deshalb die Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland statt – als geistliche Praxis und öffentliches Zeichen für Abrüstung und Frieden.

    Auch 2026 wird die Fastenaktion fortgeführt. Sie verbindet individuelles Fasten mit öffentlicher Mahnwache und erinnert an die Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis ebenso wie an die bis heute bestehende atomare Bedrohung.

    Wie ist die Fastenaktion organisiert?

    • Gefastet wird in der Regel am 6. eines Monats
      (im April am Karfreitag).
      Diese Fastentage werden individuell zu Hause begangen – im jeweils eigenen Rahmen und in der persönlich gewählten Form.

    • Am 9. eines jeden Monats findet unabhängig vom Wochentag eine öffentliche Mahnwache / Schweigezeit in Köln statt.
      Sie erinnert an den Nagasaki-Gedenktag und macht das Anliegen der Fastenaktion im öffentlichen Raum sichtbar.

    Eine Beteiligung ist auch punktuell oder zeitweise möglich – beim Fasten, bei der Mahnwache oder bei beidem.

    Die nächsten Termine

    Karfreitag, den 3. April 2026 – 7. Fastentag (bereits gefastet)
    Donnerstag, den 9. April 2026 – 8. Fastentag – 17.00-18.00 Uhr IVB/pX-Köln-Mahnwache / Schweigezeit in der Schildergasse, Köln

    Mittwoch, den 6. Mail 2026 – 9. Fastentag
    Samstag, den 9. Mai 2026 – 10. Fastentag – 17.00-18.00 Uhr IVB/pX-Köln-Mahnwache / Schweigezeit in der Schildergasse, Köln


    Samstag, den 6. Juni 2026 – 11. Fastentag
    Dienstag, den 9. Juni 2026 – 12. Fastentag – 17.00-18.00 Uhr IVB/pX-Köln-Mahnwache / Schweigezeit in der Schildergasse, Köln

    Weitere Termine finden sich auf der Webseite

    Dem Frieden Raum geben

    Geschichten und Märchen als Wegweiser zum Frieden

    Manchmal braucht Frieden keine großen Reden, sondern eine gute Geschichte.

    Vom 10. bis 12. April 2026 lädt die Katholische Landvolkshochschule Petersberg zu einem besonderen Seminar ein: „Dem Frieden Raum geben – Geschichten und Märchen als Wegweiser zum Frieden“. Gemeinsam mit dem Märchenerzähler Volker Patalong und dem Friedensreferenten des Internationaler Versöhnungsbund, Clemens Ronnefeldt, gehen die Teilnehmenden der Frage nach, was alte Geschichten über unsere Gegenwart erzählen können.

    Denn während Geschichtsbücher meist von Kriegen berichten, erzählen Märchen der Völker oft von etwas anderem: von Mut, von Versöhnung und von dem langen Weg zum Frieden.

    Clemens Ronnefeldt bringt in dieses Seminar einen besonderen Erfahrungsschatz ein. Seit vielen Jahren reist er in Konfliktregionen, spricht mit Menschen vor Ort und sucht nach Wegen, wie Gewalt überwunden werden kann. Seine Vorträge sind keine abstrakten Analysen, sondern lebendige Begegnungen mit Menschen, die sich trotz schwieriger Umstände für Verständigung einsetzen.

    Im Zusammenspiel mit den bildreichen Märchen und Geschichten von Volker Patalong entsteht ein besonderer Lernraum: Hier treffen uralte Weisheiten auf aktuelle politische Fragen. Gemeinsam wird erkundet, welche Orientierung Geschichten für unser eigenes Handeln geben können und wie persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Verantwortung und politische Friedensarbeit zusammenfinden.

    Seminar „Dem Frieden Raum geben – Geschichten und Märchen als Wegweiser zum Frieden“
    10.–12. April 2026
    Katholische Landvolkshochschule Petersberg, Erdweg

    Seminargebühr: 90 €
    Pensionskosten: 128 €

    Information und Anmeldung



    FriedensWeg 2026 – Gemeinsam gegen Atomwaffen

    FriedensWeg 2026 – Atomwaffen weg!

    Am 18. April 2026 beginnt in Köln die erste Etappe des FriedensWeges 2026 – Atomwaffen weg!. Der Weg führt in mehreren Etappen von Köln bis zum Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Dort lagern bis heute US-amerikanische Atomwaffen – rund 100 Kilometer von Köln entfernt – während deutsche Soldaten weiterhin den Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen üben.

    Dabei sind Atomwaffen seit dem Atomwaffenverbotsvertrag von 2021 weltweit geächtet. Deutschland ist diesem Vertrag bislang jedoch nicht beigetreten. Der FriedensWeg macht auf diese widersprüchliche Situation aufmerksam und verbindet politisches Engagement mit gemeinschaftlichem Unterwegssein.

    Die Botschaft ist klar: Atomwaffen gefährden das Leben von Menschen und Mitwelt.
    Darum fordern die Initiatorinnen und Initiatoren:

    • den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland

    • den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag

    Erste Etappe: Von Köln-Gremberg nach Rodenkirchen

    Die erste Etappe startet am Samstag, den 18. April 2026, und führt über rund neun Kilometer durch den Kölner Süden. Der Weg verbindet Erinnerungsorte, aktuelle Umweltfragen und Friedensengagement miteinander. Musik, Gespräche, Beiträge und gemeinsame Weggedanken begleiten die Stationen.

    Ablauf der ersten Etappe – 18. April 2026

    11:30 Uhr
    Einfinden am Treffpunkt – Haltestelle Buslinie 153, Kürtenstraße (Köln)

    12:00 Uhr
    Start des FriedensWeges – Gang zum Gremberger Wäldchen

    ca. 12:30 Uhr
    Station 1 – Gremberger Wäldchen
    Bürgerinitiative zum Erhalt des Gremberger Wäldchens
    Musik vom Kwaggawerk – gemeinsam feiern und teilen

    ca. 13:15 Uhr
    Station 2 – Mahnmal KZ-Krankenlager im Gremberger Wäldchen
    Gesang der GREMBI Widerstandssänger*innen

    ca. 13:45 Uhr
    Beiträge: Strukturen der Ausbeutung – damals und heute

    ca. 14:10 Uhr
    Station 3 – Munitionsfabrik Westhoven
    Verseuchter Boden – Weggedanken

    ca. 15:00–15:10 Uhr
    Station 4 – Friedensbrücke Rodenkirchen (vom Abriss bedroht)

    anschließend
    Zwischenhalt – Rodenkirchen Wochenmarkt, Sürther Straße

    16:15 Uhr
    Station 5 – Diakonie Michaelshoven
    Grußwort von Pfarrer R. Schmidt

    anschließend
    Empfang mit Musik und Abschlusskundgebung
    WiSü – Willkommen im Rheinbogen e. V.

    18:00 Uhr
    Ende der Veranstaltung

    Der FriedensWeg wird organisiert vom Initiativkreis gegen Atomwaffen gemeinsam mit der Regionalgruppe Cochem-Zell des Internationalen Versöhnungsbundes und unterstützt unter anderem von der Regionalgruppe Köln des Versöhnungsbundes sowie Greenpeace Köln. Mehr Informationen hier.

    Der Weg steht allen offen, die gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen setzen möchten.

    Nächste Etappe:
    26. September 2026 – von Rodenkirchen nach Wesseling (ca. 8,6 km).

    Bild: Pixabay_tomnn-radiation


    Earth Day - Gemeinsam aktiv werden

    Am 22. April ist Earth Day – ein weltweiter Aktionstag, der Menschen, Initiativen und Organisationen dazu einlädt, sich für den Schutz unserer Erde einzusetzen.

    Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll:
    Der Earth Day versteht sich als offene Plattform. Nicht als zentral organisierte Veranstaltung, sondern als Bühne für Engagement vor Ort. Menschen, Gruppen und Einrichtungen bringen ihre eigenen Ideen ein, machen sie sichtbar und setzen Impulse für einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt.

    In Deutschland beteiligen sich jedes Jahr zahlreiche Akteure – in Schulen, Gemeinden, Verbänden, Kirchen und Initiativen.
    Das Spektrum ist bewusst breit:

    • Müllsammelaktionen (Clean-ups)

    • Baumpflanzungen oder Blühprojekte

    • thematische Gottesdienste oder Andachten

    • Gesprächsrunden zu Umwelt, Gerechtigkeit und Frieden

    • Aktionen im öffentlichen Raum oder im eigenen Umfeld

    Der Gedanke dahinter: Veränderung beginnt lokal – und bei jedem Einzelnen.

    Auch der Versöhnungsbund kann Teil dieser Bewegung sein. Vielleicht nicht durch große Veranstaltungen, sondern durch das, was ihn ausmacht: Begegnung, Dialog und gemeinsames Handeln.

    Warum nicht rund um den Earth Day selbst aktiv werden?
    Sich mit anderen zusammentun – vor Ort, in der Gemeinde, im Freundeskreis?
    Eine kleine Aktion ins Leben rufen, die sichtbar macht: Wir übernehmen Verantwortung.

    Ob im Kleinen oder im größeren Rahmen – vieles ist möglich. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern die Haltung dahinter.

    Und vielleicht gehört noch ein weiterer Schritt dazu:
    Erzählt davon.

    Berichtet über eure Aktionen. Teilt eure Erfahrungen, eure Gedanken, eure Fragen. So entsteht Verbindung – und aus einzelnen Impulsen wird ein gemeinsamer Weg.

    Weitere Informationen und Anregungen findet ihr unter:
    Earth Day Deutschland entdecken

    Bild von WikiImages auf Pixabay

    Heilung von Konflikten – Wege, die entstehen

    Unsere Partnerorganisation Church and Peace lädt zur Europäischen Konferenz „Heilung von Konflikten“ vom 24. bis 26. April 2026 nach Milton Keynes in Großbritannien ein.

    Im Zentrum steht eine Frage, die viele Zusammenhänge unserer Zeit berührt: Wie können Menschen und Gemeinschaften nach Konflikten wirklich heilen?
    Zwischen persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Spannungen und internationalen Krisen wird spürbar, wie sehr es Räume braucht, in denen nicht nur analysiert, sondern auch neu begonnen werden kann.

    Die Konferenz öffnet solche Räume – mit Vorträgen, Workshops und kreativen Einheiten ebenso wie mit Zeit für Begegnung und Austausch. Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kirchen und Friedensinitiativen kommen zusammen, um Erfahrungen zu teilen und Wege zu erkunden, die über Eskalation und Sprachlosigkeit hinausführen.

    In den Workshops werden vielfältige Perspektiven aufgegriffen: von gewaltfreiem Handeln in Zeiten zunehmender Militarisierung über Fragen der Abrüstung bis hin zu künstlerischen und körperlichen Zugängen zu Heilungsprozessen. Dabei wird deutlich, dass Versöhnung nicht als fertiges Konzept vorliegt, sondern als gemeinsamer Weg entsteht.

    Die Konferenz ist ökumenisch ausgerichtet und steht Menschen aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen offen gegenüber. Mehrsprachige Verständigung gehört selbstverständlich dazu.

    Ein Wochenende, das nicht nach schnellen Antworten sucht, sondern nach Wegen, die tragen können – im Persönlichen wie im Gemeinsamen.

    "Frieden in der Welt – Frieden in mir" Seminar mit Clemens Ronnefeldt in Grainau

    Und noch eine weitere Gelegenheit, mit unserem Friedensreferenten ins Gespräch zu kommen:

    Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen, die sich gegenseitig nicht nur addieren, sondern oft noch verstärken. Kriege, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung stellen viele Menschen vor die Frage: Wie können wir trotz all dessen menschlich, empathisch und friedensstiftend bleiben?

    Im Seminar „Frieden in der Welt – Frieden in mir“ lädt der Friedensreferent des Versöhnungsbund e.V., Clemens Ronnefeldt, dazu ein, genau dieser Frage nachzugehen. Ausgehend von aktuellen Konflikten und globalen Herausforderungen gibt er einen Überblick über zentrale Themen der Friedensarbeit wie Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

    Dabei werden auch aktuelle Konflikte – etwa der Krieg in der Ukraine oder der Nahostkonflikt – in den Blick genommen. Gleichzeitig geht es um eine grundlegende Frage: Wie können Menschen angesichts solcher Entwicklungen den inneren Frieden bewahren und daraus Kraft für verantwortliches Handeln schöpfen?

    Clemens Ronnefeldt verbindet in diesem Seminar seine langjährige Erfahrung aus der internationalen Friedensarbeit mit persönlichen, ethischen und spirituellen Perspektiven. Die Teilnehmenden sind eingeladen, gemeinsam nach Orientierung zu suchen, Erfahrungen auszutauschen und darüber nachzudenken, wie innerer Frieden und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden sind.

    Seminar „Frieden in der Welt – Frieden in mir“

    24.–26. April 2026 (Freitag bis Sonntag)
    Seminarhaus Grainau

    Kosten: 210 € inkl. Vollpension im Zweibettzimmer

    Referent: Clemens Ronnefeldt
    Organisation: Reiner Schmelz

    Information und Anmeldung



    Wissen neu sehen – machtkritische Zugänge in der Bildungsarbeit

    Wer bestimmt eigentlich, was als Wissen gilt – und was nicht? Diese Frage zieht sich durch eine zweiteilige Online-Fortbildung zum transformativen Lernen, die von der Erd-Charta-Initiative gemeinsam mit Partnerorganisationen getragen wird.

    Wissen entsteht nicht im luftleeren Raum. Es ist geprägt von Geschichte, gesellschaftlichen Strukturen und den Perspektiven, die gehört werden – oder eben nicht. Viele Lernmaterialien tragen bis heute stereotype Bilder und koloniale Denkmuster weiter. Die Fortbildung öffnet Räume, in denen eigene Prägungen hinterfragt und neue Zugänge erprobt werden können.

    Am 6. Mai 2026 (10–13 Uhr, online) steht die Frage im Mittelpunkt, wie diskriminierungssensible Bildungsarbeit gelingen kann. Am 21. Mai 2026 (10–13 Uhr, online) richtet sich der Blick nach vorn: Unter der Frage „Wie wollen wir gelebt haben?“ entstehen Bilder von Zukunft – vielfältig, gerecht und lebenswert.

    Die Workshops werden von Nora Peulen und Nele Sander vom Konzeptwerk Neue Ökonomie gestaltet. Die Teilnahme ist an beiden Terminen oder einzeln möglich, der Beitrag liegt zwischen 10 und 60 Euro. Für die Teilnahme an beiden Terminen kann ein Zertifikat ausgestellt werden.

    Die Erd-Charta bildet dabei den inhaltlichen Hintergrund: ein weltweit entwickelter ethischer Rahmen für nachhaltige Entwicklung, der die Verbundenheit globaler Herausforderungen betont und Perspektiven für ein friedliches, gerechtes Zusammenleben eröffnet.

    Wann: Mittwoch 6. Mai & Donnerstag 21. Mai 2026, 10-13 Uhr
    Wo: Online über Zoom, den Zugang erhaltet ihr nach Anmeldung
    Referent*innen: Nora Peulen und Nele Sander, Konzeptwerk Neue Ökonomie
    Kosten: Teilnahmebeitrag zwischen 10 – 60 Euro.

    Weitere Informationen und Anmeldung:

    Bild mit freundlicher Genehmigung von erd-charta

    Wilde FriedensKirche in Dortmund Keine Gewöhnung an Gewalt – Gedenken an Mehmet Kubasik

    Am Sonntag, den 10. Mai 2026, lädt die Initiative „Wilde FriedensKirche“ zu einem besonderen Friedensgottesdienst unter freiem Himmel nach Dortmund ein. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs (Königswall 15).

    Im Mittelpunkt dieses Treffens steht das Gedenken an Mehmet Kubasik, der am 4. April 2006 in Dortmund vom rechtsextremen NSU ermordet wurde. Die Wilde FriedensKirche erinnert an ihn und setzt damit zugleich ein Zeichen gegen das Vergessen und gegen jede Form der Gewöhnung an Gewalt.

    Die Wilde FriedensKirche versteht sich als eine offene Gemeinschaft von Menschen, die den Frieden bewusst ins Zentrum ihres Glaubens und Handelns stellen. Inspiriert von der Botschaft Jesu suchen die Teilnehmenden nach Wegen, Gewalt nicht mit Gegengewalt zu beantworten, sondern ihr mit Haltung, Mitgefühl und gewaltfreier Praxis entgegenzutreten. Im Evangelium, so die Überzeugung der Gruppe, findet sich keine Rechtfertigung von Gewalt. Stattdessen zeigen Jesu Worte und Taten Möglichkeiten auf, Konflikte friedlich zu lösen oder zumindest auszuhalten, ohne die eigene Menschlichkeit zu verlieren.

    Die Gottesdienste der Wilden FriedensKirche finden bewusst im öffentlichen Raum statt. Die Gruppe geht gemeinsam an Orte, an denen Gewalt sichtbar wurde oder bis heute spürbar ist – und setzt dort Zeichen der Hoffnung und des Friedens.

    Der Gottesdienst ist offen gestaltet und lädt ausdrücklich zur Beteiligung ein. Lieder, Gebete, Texte und Fürbitten wechseln sich ab mit Zeiten der Stille und des Gesprächs. Wer möchte, kann eigene Gedanken oder Beiträge einbringen. Im Anschluss wird gemeinsam geteilt, was an Essen und Getränken mitgebracht wurde – eine einfache Form gelebter Gemeinschaft.

    Eingeladen sind alle Menschen, die sich auf den Weg der Gewaltfreiheit einlassen möchten – unabhängig davon, ob sie einer Kirche angehören oder nicht.

    Der Internationale Versöhnungsbund unterstützt die Initiative als Bündnispartner und freut sich über Menschen, die den Mut haben, Friedensarbeit sichtbar zu machen – mitten im Alltag unserer Städte.


    Vorsicht vor Phishing-Mails

    Einige Mitglieder von uns haben Mails bekommen, die einen Absender aus dem Versöhnungbund vortäuschen. Bitte prüft genau, was da von Euch verlangt oder erbeten wird. Beim geringsten Zweifel reagiert auf keinen Fall so wie in der Mail erbeten, sondern versucht, den eventuell vorgetäuschten Absender auf anderem Weg zu erreichen.

    Gerne könnt Ihr Euch auch an die Geschäftsstelle wenden.

    ©Image by Cliff Hang from Pixabay

    Mut zur Menschlichkeit – Die Erinnerungen der Pazifistin Magda Trocmé

    Die Erinnerungen der christlichen Pazifistin und Widerstandskämpferin Magda Trocmé (1901–1996) sind nun erstmals in deutscher Übersetzung erschienen. Der Theologe und Religionspädagoge Prof. em. Dr. Gottfried Orth hat die beiden Bände aus dem Französischen übersetzt und neu herausgegeben.

    Magda Trocmé war gemeinsam mit ihrem Mann, dem Pfarrer André Trocmé, Teil des gewaltfreien Widerstands gegen das NS-Regime und das französische Vichy-Regime. Das Ehepaar lebte im Dorf Le Chambon-sur-Lignon, das während der deutschen Besatzung vielen verfolgten Menschen – insbesondere jüdischen Flüchtlingen – Zuflucht bot. Für ihr Engagement wurde Magda Trocmé später als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

    Die nun erschienenen Erinnerungen umfassen nahezu ein ganzes Jahrhundert und wurden ursprünglich für den engen Familienkreis geschrieben. In Frankreich wurden sie bereits 2017 und 2021 veröffentlicht und nun erstmals einer deutschsprachigen Leserschaft zugänglich gemacht.

    Der erste Band „Eine Jugend außerhalb der Normen“ schildert Magda Trocmés ungewöhnliche Kindheit und Jugend. Schon früh widersetzte sie sich gesellschaftlichen und religiösen Erwartungen und suchte nach eigenen Wegen des Glaubens und der Verantwortung.

    Der zweite Band „Ein Leben in Widerstand und Solidarität“ erzählt von ihrem Erwachsenenleben: vom gemeinsamen Wirken mit André Trocmé über den Einsatz im Widerstand bis hin zu ihrem späteren Engagement in internationalen Friedens- und Versöhnungsbewegungen sowie in der Antiatomwaffenbewegung.

    Magda Trocmés Erinnerungen verbinden persönliche Lebensgeschichte mit einem eindrucksvollen Zeugnis gelebter Solidarität. In einer Zeit zunehmender Militarisierung erinnern sie daran, dass mutige Zivilcourage, gewaltfreier Widerstand und gelebte Menschlichkeit Geschichte verändern können.

    Die Bände

    Magda Trocmé: Eine Jugend außerhalb der Normen – Erinnerungen, Band I.
    Hamburg: BoD 2026, 312 Seiten, 14,99 €
    ISBN 978-3-6957-1521-3

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    Magda Trocmé: Ein Leben in Widerstand und Solidarität – Erinnerungen, Band II.
    Hamburg: BoD 2026, 312 Seiten, 14,99 €
    ISBN 978-3-6957-3181-7

    -> buchshop

    In Zeiten wachsender Spannungen, militärischer Aufrüstung und neuer Feindbilder erinnert das Leben von Magda Trocmé daran, dass Frieden nicht abstrakt entsteht. Er wächst aus mutigen Entscheidungen einzelner Menschen, aus Solidarität mit Verfolgten und aus der Bereitschaft, sich auch gegen den Strom für Menschlichkeit einzusetzen.

    Magda Trocmés Lebensgeschichte ist deshalb nicht nur Erinnerung – sie ist Ermutigung.


    15 Jahre Fukushima – Erinnerung, Verantwortung und die Frage nach unserer Zukunft

    Am 11. März 2011 erschütterte ein starkes Seebeben vor der japanischen Küste das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Der anschließende Tsunami zerstörte die Stromversorgung und Kühlung der Reaktoren. Drei Kernschmelzen, Explosionen und die Freisetzung großer Mengen radioaktiver Stoffe waren die Folge. Mehr als 160.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen; ganze Landstriche wurden unbewohnbar. Noch heute leben viele Menschen in provisorischen Situationen, und die Stilllegung des Kraftwerks wird noch Jahrzehnte dauern.

    Fukushima wurde weltweit zum Symbol für die Risiken der Atomenergie. Auch in Deutschland veränderte die Katastrophe die energiepolitische Landschaft grundlegend. Nur wenige Tage nach dem Unfall verhängte die Bundesregierung ein Moratorium für ältere Reaktoren und beschloss später den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie. Die letzten drei deutschen Kernkraftwerke wurden schließlich im April 2023 abgeschaltet.

    Doch der Atomausstieg ist nicht vollständig abgeschlossen. In Deutschland laufen weiterhin zentrale Anlagen der nuklearen Infrastruktur, darunter die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen. Kritikerinnen und Kritiker aus Umwelt- und Friedensorganisationen weisen darauf hin, dass von hier aus weiterhin nukleare Brennstoffe für Reaktoren in Europa produziert werden. Aus Sicht vieler Initiativen ist der Ausstieg erst vollständig, wenn auch diese Anlagen stillgelegt sind.

    Fünfzehn Jahre nach Fukushima scheint die Katastrophe in vielen politischen Debatten bereits zu verblassen. In einigen Ländern wird Atomkraft erneut als klimafreundliche Lösung präsentiert, und von einer „nuklearen Renaissance“ ist die Rede. Doch die grundlegenden Probleme bleiben bestehen: ungelöste Endlagerfragen, enorme Kosten, Sicherheitsrisiken und die enge Verbindung zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Atomtechnologie.

    Für Organisationen wie den Internationalen Versöhnungsbund, für Umweltinitiativen und Friedensbewegungen ist Fukushima daher mehr als ein historisches Ereignis. Die Katastrophe erinnert daran, dass technische Risiken immer auch gesellschaftliche und ethische Fragen aufwerfen. Sie fordert uns auf, über Energie, Verantwortung und globale Gerechtigkeit neu nachzudenken.

    Gerade in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen wird diese Verbindung sichtbar. Während viele Staaten ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen und über neue nukleare Abschreckungssysteme diskutieren, wächst zugleich die Gefahr eines atomaren Wettrüstens. Die Geschichte der Atomenergie zeigt jedoch: Die Grenzen zwischen ziviler Nutzung und militärischer Macht sind fließend.

    Fukushima mahnt deshalb auch heute noch. Es erinnert daran, dass Sicherheit nicht allein durch Technik geschaffen wird, sondern durch politische Entscheidungen, internationale Zusammenarbeit und eine Kultur der Gewaltfreiheit. Die Frage, wie wir Energie erzeugen und wie wir Konflikte lösen, gehört letztlich zusammen.

    Vielleicht liegt gerade darin die wichtigste Lehre aus Fukushima: Eine friedliche Zukunft braucht nicht nur erneuerbare Energien, sondern auch den Mut, die Logik der atomaren Abschreckung zu überwinden.

    Bild generiert mit Dall.e


    Jahrestagung

    Zwischen Fachwerkhäusern, offenen Türen und weiten Blicken über das Eichsfeld entsteht im Mai ein Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Nachdenken. Vom 14. bis 17. Mai 2026 findet die Jahrestagung des Versöhnungsbundes in Duderstadt statt. Mehr Informationen findet ihr hier.

    Im Mittelpunkt steht eine Frage, die sich leise, aber bestimmt in viele Gespräche unserer Zeit legt: Wie lässt sich Menschenwürde schützen und Rechtsstaatlichkeit stärken, ohne selbst in Abgrenzung, Angst oder Verhärtung zu geraten? Gewaltfreiheit zeigt sich dabei nicht als Konzept, sondern als Haltung – im Gespräch, im Widerstand, im Alltag.

    Die Tage sind gefüllt mit Impulsen, Workshops und offenen Räumen für Austausch. Ein öffentlicher Vortrag von Fabian Virchow eröffnet Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen der extremen Rechten. In Arbeitsgruppen geht es unter anderem um zivilen Widerstand, den Umgang mit Desinformation, antifeministische Strategien oder die Frage, wie Dialog möglich bleibt, ohne Klarheit zu verlieren.

    Zwischen den inhaltlichen Einheiten entstehen immer wieder Momente des Ankommens: in Mosaikgruppen, bei gemeinsamen Mahlzeiten, im Jugendforum oder beim abendlichen Ausklang. Am Samstag öffnet sich die Tagung in die Stadt hinein – mit einem Mosaik der Friedens- und Ökologiebewegung in der Fußgängerzone.

    Duderstadt selbst trägt seinen Teil dazu bei: eine Stadt, die Geschichte sichtbar macht und Begegnung selbstverständlich wirken lässt.

    Ein paar Tage, die Raum geben für Fragen, für Haltung – und für das, was entsteht, wenn Menschen einander wirklich zuhören.

    Wer sich noch einbringen möchte: Im Raum- und Technikteam sind noch Plätze frei. Und auch an der Rezeption wird Unterstützung gebraucht – dort laufen viele Fäden zusammen, Fragen tauchen auf, Dinge wollen koordiniert werden.

    Image by wal_172619 from Pixabay

    Friedenszentrum am Rande des Kirchentages 2027 in Düsseldorf

    Für den Kirchentag 2027 gibt es bereits erste Bewegung: Ein Mitglied aus unseren Reihen hat seine Bereitschaft signalisiert, die Initiative für ein Friedenszentrum mit anzustoßen – und bringt dafür ein wertvolles Netzwerk mit.

    Doch wie bei allen selbstorganisierten Projekten gilt: Eine einzelne Person kann den Funken entzünden, aber ein Feuer entsteht nur gemeinsam. Damit aus der Idee Wirklichkeit wird, braucht es weitere Menschen, die Lust haben, mitzudenken, mitzuplanen und Verantwortung zu übernehmen.

    Ob sich ein Friedenszentrum 2027 realisieren lässt, hängt also ganz konkret davon ab, ob sich ein engagiertes Team findet.

    Wer Interesse hat, sich einzubringen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Die Geschäftsstelle unterstützt gern bei der Vernetzung – der erste Schritt aber kommt von Euch.

    Bild: geralt-play-stone via Pixabay

    Redaktionsteam Du hast eine Idee, eine Geschichte, ein Bild oder eine Aktion, die in unseren Newsletter gehört? Dann lass sie nicht in der Schublade liegen!

    Die Beiträge in diesem Newsletter wurden von Karin Weise für die Redaktion zusammengestellt und verfasst.

    Gleichzeitig lebt unser Newsletter davon, dass viele Stimmen zu Wort kommen. Wir freuen uns über jede Erfahrung, die Mut macht, jeden Bericht aus der Friedensarbeit, jede Veranstaltungsidee oder Inspiration, die andere weiterdenken lässt.

    Ob Bericht, Kommentar, Bild oder Hinweis auf eine Aktion – wir sind gespannt auf das, was dich bewegt.

    Schreib uns einfach bis zum letzten Tag des Monats an:
    newsletter@versoehnungsbund.de

    Nach redaktioneller Prüfung können Beiträge im Newsletter des folgenden Monats erscheinen.

    Karins Randnotitz In diesem April bleibt mir kein einzelner Satz im Herzen, sondern ein Bild: Menschen, die nicht einfach vorbeigehen.

    Sie gehen Wege, halten Mahnwachen, heben auf, was liegengelassen wurde, erzählen alte Geschichten neu und suchen nach Worten für eine Welt, die oft aus dem Gleichgewicht geraten ist. Manche sind jung und fragen erst noch. Andere tragen längst Erinnerung in sich. Und doch stehen sie nicht getrennt da.

    Vielleicht ist es genau das, was mich berührt:

    Dass Frieden nicht aus Gewissheit wächst.
    Sondern aus Nähe.
    Aus dem Aushalten.
    Aus dem Versuch, einander nicht zu verlieren.

    Dass Menschen sich zeigen – mit dem, was sie können.
    Und auch mit dem, was sie nicht wissen.

    Und manchmal, ganz leise, entsteht daraus etwas, das man nicht machen kann.

    Ein Gefühl von:
    Wir lassen das nicht einfach so stehen.

    Und vielleicht ist es genau dieser Gedanke, der bleibt.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.04.2026

    Satellitenaufklärungsdaten: Chinesische Unternehmen handeln mit US-Militärgeheimnissen in Iran

    freedert.online, 6 Apr. 2026 22:17 Uhr, 

    In Iran geht man nun mit den gleichen Methoden gegen die USA vor – private chinesische Unternehmen verkaufen Standortdaten von militärischen US-Einrichtungen in der Region. Die Informationen werden mithilfe von Satelliten gesammelt und anschließend durch künstliche Intelligenz analysiert und aufbereitet.


    Quelle: Legion-media.ru © Dragos Condrea


    Symbolbild


    Chinesische Unternehmen haben damit begonnen, Daten über die Bewaffnung und die Bewegungen der US-Streitkräfte im Rahmen des Konflikts mit Iran zu verkaufen. Wie die Washington Post berichtet, stammen die Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen und werden anschließend mithilfe künstlicher Intelligenz aufbereitet. Die Firmen beschreiben detailliert die Ausrüstung auf amerikanischen Stützpunkten, die Bewegungen von Flugzeugträgergruppen sowie detaillierte Pläne zur Vorbereitung von Militärflugzeugen auf Angriffe auf Teheran.

    Ein Teil der Unternehmen, betonte die Zeitung, steht in Verbindung mit der Volksbefreiungsarmee Chinas. Dabei bemüht sich die offizielle Regierung in Peking, sich von einer direkten Beteiligung am Krieg der USA gegen Iran zu distanzieren. Einige Politiker weisen darauf hin, dass die entstandene Situation wachsende Risiken für das Pentagon mit sich bringt.


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    Die einflussreichsten Akteure auf diesem Markt sind nach Einschätzung der Zeitung MizarVision und Jingan Technology. Erstere verfolgen die Aktivitäten auf amerikanischen Stützpunkten und die Standorte von Luftabwehrsystemen. Letztere verfügen angeblich über Daten zu den Einsätzen der amerikanischen Luftwaffe bei Angriffen auf Iran.

    Interessanterweise hat das US-Unternehmen Planet Labs kurz nach der Veröffentlichung des Artikels in der Washington Post die Veröffentlichung von Satellitenbildern Irans und der Konfliktzone im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Wie Reuters berichtet, wurde diese Entscheidung auf Wunsch des Weißen Hauses getroffen.

    In einem Schreiben an die Kunden erklärte das Unternehmen, dass alle Fotos, die nach dem 9. März bis zum Ende des Konflikts aufgenommen wurden, nicht veröffentlicht werden. In der Erläuterung heißt es:

    "Dies sind außergewöhnliche Umstände, und wir tun alles in unserer Macht Stehende, um die Bedürfnisse aller Beteiligten in Einklang zu bringen."

    Zuvor hatte die Washington Post in einem anderen Artikel berichtet, dass auch das auf räumliche Aufklärung spezialisierte Unternehmen Vantor eine ähnliche Entscheidung getroffen habe. Ende März erklärte das Unternehmen, dass es nicht indirekt zur "unrechtmäßigen Nutzung vertraulicher Informationen" beitragen wolle. Es ist jedoch unklar, ob beide Fälle mit den Befürchtungen Washingtons hinsichtlich des Verkaufs geheimer Daten durch chinesische Unternehmen zusammenhängen.

    Gleichzeitig berichteten westliche Medien über die Fortsetzung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Volksrepublik China und der Islamischen Republik. So habe Peking während des Konflikts bereits rund zwölf Millionen Barrel Öl aus Teheran erhalten, schrieb CNBC. In den letzten Jahren war gerade China der Hauptabnehmer iranischer Energieressourcen, und die Sperrung der Straße von Hormus stellt für das Land kein Hindernis dar.


    Iran ändert die weltweiten Schifffahrtsregeln





    Analyse

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    Dabei hat sich Peking bezeichnenderweise von jeglicher Reaktion auf die Operation der USA und Israels distanziert, abgesehen von den üblichen politischen Appellen für Frieden in der Region und der Suche nach einem Kompromiss. Die Nachrichtenagentur Bloomberg merkte an: Die Volksrepublik China versucht mit allen Mitteln, sich aus den Kampfhandlungen im Nahen Osten herauszuhalten.

    Wie sich jedoch herausstellte, hat die chinesische Wirtschaft den Konflikt als Chance gesehen, mit frei zugänglichen Daten Geld zu verdienen. Der Militärexperte Alexei Anpilogow erklärte:

    "Die Arbeitsweise chinesischer Unternehmen, die mit dem Verkauf von Aufklärungsdaten über die Standorte amerikanischer Militäranlagen handeln, ist denkbar einfach.

    MizarVision beispielsweise analysiert Informationen, die von Fernerkundungssatelliten der Volksrepublik China stammen, und ergänzt diese mithilfe von KI durch Daten aus offenen Quellen des westlichen Internets."

    "Die Kerntechnologie hierbei ist die Oberflächenverarbeitung in Echtzeit. Sie hat sich äußerst gut bewährt. Genau dieser Ansatz half dabei, die Täuschung des Pentagons hinsichtlich des Standorts des Flugzeugträgers Gerald Ford und der Abraham-Lincoln-Gruppe aufzudecken. Und insgesamt wurden die USA und Israel im Rahmen dieses Konflikts bereits mehrfach mithilfe von KI beim Lügen erwischt."


    China erzielt mit russischem LNG-Gas enorme Gewinne





    Analyse

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    "Dennoch weist der Einsatz künstlicher Intelligenz im Bereich der Aufklärung derzeit noch einige Probleme auf. Das größte davon ist die ausschließliche Verwendung öffentlich zugänglicher Daten durch die Systeme. Dementsprechend entsteht bei uns eine gewisse zeitliche Verzögerung, weshalb alle Daten als rein vorläufig anzusehen sind.

    Wir können nicht auf den Meter genau feststellen, wo sich ein amerikanischer Flugzeugträger befindet, aber es ist durchaus möglich, einen ungefähren Radius seines Aufenthalts anzugeben. Angesichts der Tatsache, dass es sich um private Unternehmen handelt, ist es jedoch auch möglich, dass ihnen einfach nicht die maximalen Möglichkeiten der KI-Technologien zur Verfügung stehen."

    "Ich denke, dass die Volksbefreiungsarmee Chinas über weitaus leistungsfähigere Programme verfügt, denen dieser Nachteil nicht anhaftet. Aber solche Materialien werden natürlich als 'geheim' eingestuft. Mit statischen Objekten kann kommerzielle künstliche Intelligenz jedoch bereits recht gut umgehen."

    "Das heißt, die Identifizierung von Stützpunkten, die weder von den USA noch von Israel offengelegt wurden, ist für private Unternehmen ein erreichbares Ziel. Darüber hinaus können sie verwundete Gruppen des iranischen Militärs oder seiner Stellvertreter aufspüren, was im Rahmen von Rettungsoperationen besonders wertvoll ist. Insgesamt handelt es sich um einen erheblichen Schlag für das Pentagon.


    Nach Angriff auf B1-Brücke: China verurteilt USA und Israel



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    Die Vereinigten Staaten haben ihr Monopol auf dem internationalen Markt für den Verkauf geheimer Militärdaten faktisch verloren. Früher war Amerika das einzige Land, das sich solche Maßnahmen leisten konnte. Nun hat man begonnen, mit dem Weißen Haus nach dessen eigenen Regeln zu spielen. Natürlich sind die Nachrichtentechnologien Washingtons denen Pekings immer noch überlegen. Doch auch Chinas Entwicklung steht nicht still."

    Wadim Kosjulin, Leiter des Zentrums des Instituts für aktuelle internationale Probleme an der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums, ist der Ansicht, dass die derzeitige Situation auch für die Volksrepublik China selbst eine gewisse Gefahr darstellt. Er sagte:

    "Mit solch sensiblen Informationen handeln private Unternehmen. Das heißt, wir wissen nicht, wohin genau und unter welchen Bedingungen diese Daten gelangen."

    "Es ist gut möglich, dass diese Firmen auch gegen die Interessen Pekings agieren. Deshalb wird China höchstwahrscheinlich versuchen, die Situation unter eigene Kontrolle zu bringen. In jedem Fall ist das Geschehene jedoch ein schwerer Schlag für das Pentagon. Ehemalige Führungskräfte im Geheimdienstbereich haben ihre Positionen leichtfertig aufgegeben."

    Allerdings könnte Peking auch eine andere Taktik wählen: Auf alle Einwände des Weißen Hauses lässt sich durchaus angemessen antworten, dass es sich um Angelegenheiten der Privatwirtschaft handelt. Der Militärexperte Boris Roschin merkte an:


    Nicht nur Israelhörigkeit – Chinafeindlichkeit des Trump-Regimes hat zu seinem Halbzerfall geführt




    Meinung

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    "Dementsprechend kann es per Definition keine Fragen an die Regierung der Volksrepublik China geben. Zumal die Vereinigten Staaten selbst lange Zeit ähnliche Daten auf kommerzieller Basis verbreitet haben."

    "Das heißt, 'das Reich der Mitte' hat bewusst freie Hand, sich hinter dem Deckmantel unabhängiger Unternehmen diplomatisch zu verstecken. Meiner Ansicht nach besteht das Hauptproblem für die USA in der aktuellen Situation in der Gefahr, dass die tatsächlichen amerikanischen Verluste offengelegt werden. Washington versucht, das Bild einer Operation zu vermitteln, die ohne nennenswerte Verluste verläuft. Die Daten der chinesischen Privatunternehmen könnten jedoch die Wahrheit über die Geschehnisse in der Region ans Licht bringen."

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 6. April 2026 zuerst bei der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Jewgeni Posdnjakow ist ein russischer Journalist sowie Fernseh- und Radiomoderator.

    Mehr zum Thema - NYT: Frankreich, China und Russland blockieren UN-Resolution zur Straße von Hormus


    Screenshot_2026_04_08_at_07_12_03_Kanye_West_Einreise_nach_Gro_britannien_verweigert_RT_DE

    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/rvrx4grbw4yk8amk/Warum_eilte_China_nicht_sofort_zur_Verteidigung_Iransaxfdg.mp3 Dauer  Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/276371-kanye-west-einreise-nach-grossbritannien-verweigert/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.04.2026

    Eine Frau und drei Männer fliegen um den Mond

    seniora.org, 7. April 2026, 07. April 2026 Von: Heinrich Frei - übernommen von globalbridge.ch

    Screenshot_2026_04_07_at_23_57_05_Seniora.org_Eine_Frau_und_drei_M_nner_fliegen_um_den_Mond

    Eine Frau und drei Männer fliegen um den Mond - Bildquelle: computerbild.de


    (Red. Globalbridge) Heinrich Frei, ein bekannter Schweizer Kämpfer gegen jede Art von Investitionen in die Rüstungsindustrie und ein aufmerksamer Beobachter der USA, hat uns zum aktuellen Mondflug einige interessante Erinnerungen an die vergangenen Mondflüge geschickt. (cm)
    Wir sind globalbridge dankbar, diesen Beitrag übernehmen zu dürfen, um auch unseren Lesern diese als Weltsensation hochstilisierte milliardenschwere "Mission" kritisch näher zu bringen, weil das ganze Spektakel die Menschheit keinen Deut näher zum Weltfrieden bringen wird. Willy Wahl

    Mondmission der NASA: Eine Toilette war dabei!

    Screenshot_2026_04_07_at_23_56_02_Seniora.org_Eine_Frau_und_drei_M_nner_fliegen_um_den_Mond
    So berichtete das Schweizer Fernsehen SRF über den Start zum ersten Flug hinter den Mond ... (1

    Die Artemis 2 Mondmission ist erfolgreich gestartet. Das Raumschiff der Artemis soll den Mond mit einer Frau und drei Männern an Bord umrunden, wie schon im Roman «Die Reise zum Mond» von Jules Verne. Hoffentlich ist die Artemis Mission von Erfolg gekrönt und die vier Passagiere kommen unbeschadet auf die Erde zurück. 

    Heute nach über 50 Jahren nach der letzten Mondlandung sollte eine bemannte Umrundung des Mondes technisch ein Kinderspiel sein. Bei der ersten Mondlandung, 1969, hatten wir noch keine Handys, keine PCs auf dem Tisch und nicht lange vorher machte ich noch statische Berechnungen mit dem Rechenschieber.

    Pro Artemis Mission wird mit Kosten von etwa 4   – 8 Milliarden USD gerechnet. 

    Mit der Summe von 4 Milliarden USD, die eine Artemis Mission kostet, könnte man die Jahresmiete für 262’000 Einzimmerwohnungen in den USA bezahlen, für 8 Milliarden US Dollar die Miete von 524’000 Appartements. Solche Wohnungen würden Obdachlose in den USA dringend brauchen. Die Armut und auch die Obdachlosigkeit in den USA hat sich in den letzten Jahren erheblich verschärft. Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Obdachlosen in den USA auf über 770 000, was einen Anstieg von 18 Prozent im Verlauf des Vorjahrs darstellt.  

    Artemis III (geplant bis 2028) soll die erste bemannte Mondlandung seit Apollo 17 werden. Voraussichtlich wird diese Reise auf den Mond von Menschen 6  –8 Milliarden US-Dollar kosten.

    Für das ganze Artemis Programm müssen die Steuerzahler insgesamt ca. 93 Milliarden USD berappen.

    Nicht in Sicht ist bis heute in den Massenmedien eine kritische Dokumentation zu den sechs Mondlandungen der USA, die zwischen 1969   – 1972 stattgefunden haben. Verschiedene Journalisten und Ingenieure haben diese Mondmissionen der USA in der Amtszeit des US-Präsidenten Richard Nixon ausführlich untersucht.

    We Never Went to the Moon 

    Bill Kaysing veröffentlichte 1976 das Buch «We Never Went to the Moon». (Wir flogen nie zum Mond). (Bill Kaysing 1922   – 2005)

    Das Buch «We Never Went to the Moon», ist zum ersten Mal im Juni 1976 erschienen. Das Buch nimmt die Begeisterung über die Mondlandungsschwindel der 70er Jahre ins Korn. Bill Kaysing war Leiter der technischen Präsentationen des «Rocketdyne Propulsion Field Laboratory» von 1956 bis 1963. In dieser Zeit wurden die wichtigsten Planungen für die Triebwerke und für die Komponenten des Apolloprojektes durchgeführt. In dieser Zeit führte Bill Kaysing auch Sicher­heitsüberprüfungen mit der US Air Force und der Atomenergiekommission durch.


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    Weltraum-Erfolgsmeldungen der Sowjetunion und der USA

    Auch Gerhard Wisnewski setzte sich mit den bemannten Weltraummissionen sowohl der Sowjets wie der Amerikaner auseinander. («Lügen im Weltraum» Knaur Verlag 2010) Wisnewski listete in seinem Buch zahlreiche Fakten auf zu den seinerzeitigen Weltraum-Erfolgsmeldungen der Sowjetunion und der USA.

    Zusammen mit Willy Brunner produzierte Gerhard Wisnewski auch einen Film zum Thema Mondlandungen. 


    Luegen-im-Weltraum-Wisnewski

    Siehe dazu das Video. (2)

    Schweizer Raumfahrtexperte Andreas Märki zum Apollo Programm 

    Der Schweizer Raumfahrtexperte Andreas Märki, der über 20 Jahre Geräte für Satelliten in der Raumfahrtindustrie konstruiert hat, analysierte in seinem Buch 50 Jahre «Apollo 11 Mond- (F) Lüge» auch die Fotos der NASA. 

    Märki, ein ETH-Ingenieur, arbeitete mehr als 20 Jahre in der Schweizer Raumfahrtindustrie. Er ist Experte für Opto-Mechatronik und arbeitete bei Thales Alenia Space Schweiz AG (Contraves   – Oerlikon Space   – RUAG-Space) · 1995   – 2018.

    Andreas Märki kommt nach seinen Untersuchungen zum Schluss: «In der von der NASA präsentierten Geschichte (Apollo 11) wimmelt es nur so von Widersprüchen, wo es eigentlich nicht einen einzigen groben Widerspruch geben dürfte. Die verwendete Technologie wird von der NASA in einer Reife präsentiert, wie sie von der NASA selbst weder vorher noch in den drauffolgenden 40 bis 50 Jahren erreicht werden konnte.»

    22’000 Apollo-Fotos mit Hasselblad Kameras

    Das Buch Dark Moon zeigt, dass die Apollo-Fotos und die TV-Übertragung von 1969 gefälscht wurden. Bei den Apollo-Fotos wurde künstliches Licht verwendet   – kein Bild wurde vom Mond aufgenommen. 


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    Die NASA-Astronauten sollen etwa 22’000 perfekte Fotos bei ihren sechs Mondexpeditionen mit ihren Hasselblad Kameras geschossen haben. Die Kamera war jeweils fest an ihrer Brust befestigt, deshalb waren sie nicht in der Lage, den Sucher des Fotoapparates zu benutzen. Auf dem Mond sollen sie mit ihren klobigen Handschuhen laufend neue Filme in die Kamera eingelegt haben. Die Fotos der sechs Mondexpeditionen sind im NASA-Archiv einsehbar. Es wäre die Pflicht, der No-Fake-Medien gewesen, auch die Fotos der NASA zu analysieren, bevor sie sie als authentisch, angeblich vom Mond stammend, veröffentlichten.


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    US-Mondlandestory: St. Nikolaus und Osterhasenversion für Erwachsene

    Der Amerikaner David McGowan nennt die US-Mondlandestory eine St. Nikolaus- und Osterhasenversion für Erwachsene, in seiner 192-seitigen Dokumentation, «Wagging the Moondoggie», (Die wedelnden Mondhündchen) über die US-Mondlandungen:  Schlussfolgerung von David McGowan: «Wenn sie über die sechs Mondlandungen zwischen 1969 und 1972 lügen konnten, können sie auch über alles Lügen, das ist die bittere Erkenntnis»


    Siehe dazu diese zusätzlichen Infos.  Und auch diese. Und hier die deutsche Übersetzung. (3)

    Geschichten erfunden und Vorfälle inszeniert wurden in den USA auch schon vor den «Mondlandungen»

    Es sei zuerst an den inszenierten Tonkin-Zwischenfall von 1964 (4) erinnert, mit dem die Ausweitung des Vietnamkrieges vor dem US-Kongress begründet wurde und an die Brutkastenlüge (5), die den Vereinigten Staaten von Amerika dazu diente, 1990 Kuwait zu befreien und den Irak anzugreifen. 

    Terroranschläge vom 11. September 2001

    Nach den «Mondlandungen» und dem Tonkin-Zwischenfall wurden von den USA wieder false-flag-Operationen, Angriffe unter falscher Flagge durchgeführt, um Kriege zu rechtfertigen. Die Terrorangriffe vom 11. September 2001 in New York und Washington wurden Osama Bin Laden in die Schuhe geschoben, da man einen Grund für den jahrelangen Krieg gegen den Terror haben musste. Dieser Krieg begann mit einem Angriff am 7. Oktober 2001 auf Afghanistan, wo sich Osama Bin Laden vermeintlich aufhielt. 


    Massenvernichtungsmittel des Iraks

    Der Irak wurde am 20. März 2003 von den USA, von Großbritannien und einer «Koalition von Willigen» angegriffen. Von den USA wurde vorher behauptet, der Irak, Saddam Hussein, sei im Besitze von Massenvernichtungsmitteln, und würde die Welt bedrohen. Später wurde diese Behauptung auch von der US-Regierung nicht mehr aufrechterhalten.

    Für die Giftgasangriffe In Syrien wurde das Assad Regime verantwortlich gemacht. Trotz vorherigem Verkünden einer «roten Linie» reagierte Obama nach mehreren Giftgaseinsätzen nicht mit Luftangriffen gegen Syrien. Obama reagierte damals nicht, weil er informiert wurde, dass die Giftgasangriffe nicht vom Assad Regime durchgeführt wurden.

    Der Nahostexperte Michael Lüders führte im ZDF in der Talkshow von Markus Lanz am 5. April 2017 aus, dass schon 2013 beim Giftgasangriff in Ghuta Gas verwendet worden sei, das der türkische Geheimdienst an die Nusra-Front, den Al-Kaida-Ableger in Syrien, geliefert habe. 

    Siehe dazu auch die Infos zu den Chemischen Waffen in Syrien. (6)

    Jacques Baud dokumentierte in seinem Buch «Terrorisme» die politischen Lügen und die fatalen Strategien des Westens in diesen Jahren.















































    Jules Verne: Reise um den Mond

    Jules Verne schrieb nicht nur den bekannten Roman «In achtzig Tagen um die Erde», sondern er verfasste auch die Science-Fiction Romane, «Von der Erde zum Mond» (1865) und «Reise um den Mond». (1873) 



     

    Das Raumfahrzeug wurde in dieser utopischen Geschichte von Jules Verne mit einer Kanone von Florida aus Richtung Mond geschossen. Die Passagiere hießen bei Jules Verne Barbicane, Nicholl und Ardan. Zwei Hunde flogen auch mit. Im Gegensatz zu den Amerikanern, die 1969 angeblich auf dem Mond landeten, umkreiste das utopische Raumschiff von Jules Verne nur den Mond wie jetzt bei der Mission Artemis 2, und kehrte zur Erde zurück. 1969 hießen die Passagiere die am 16. Juli 1969, auch von Florida aus, Richtung Mond gestartet waren, Armstrong, Aldrin und Collins, Hunde hatten die Amerikaner 1969 wie im Roman von Jules Verne nicht mitgenommen.

    Mond und Mars haben selten so gut gelacht über Raumfahrtspläne der Erdbewohner, besonders über die Visionen von Elon Musk und Donald Trump und Kompanie. Von Heinrich Frei. (7)

    Fußnoten
    (1) Mondmission der Nasa   – Start der Artemis-2-Mission geglückt: Crew grüsst aus dem All   – News   – SRF
    (2) https://wikispooks.com/wiki/David_McGowan
    (3) http://www.checktheevidence.com/pdf/Dave%20McGowan%20-%20Wagging%20The%20Moon%20Doggie.pdf, Deutsche Übersetzung https://viefag.files.wordpress.com/2015/05/wagging-the-apollo-moon-doggie.pdf
    (4) Tonkin-Zwischenfall   – Wikipedia
    (5) Brutkastenlüge   – Wikipedia
    (6) Media Ignores Explosive Revelations About Chemical Weapons in Syria   – Global ResearchGlobal Research   – Centre for Research on Globalization
    (7) Mond und Mars haben selten so gut gelacht

    Weitere Artikel von: Heinrich Frei https://globalbridge.ch/mondmission-der-nasa-eine-frau-und-drei-maenner-fliegen-um-den-mond/">

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    Quelle: Globalbridge - Mit freundlicher Genehmigung übernommen

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    Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/eine-frau-und-drei-maenner-fliegen-um-den-mond


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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