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16.12.2025

Die Europäische Union bedroht Belgien – und zerstört Europas Ruf als sicherer Finanzplatz

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Credit: Felix Abt


forumgeopolitica.com, Di. 16 Dez 2025Felix Abt

Die europäischen Raubritter in Brüssel, Berlin, Paris und London sind fest entschlossen, die illegale Veruntreuung russischer Vermögenswerte durchzusetzen, was zu tiefen Spaltungen führt.

Die EU geht bis an die GrenzenDie unbefristete Einfrierung und das geplante „Reparationsdarlehen“ in Höhe von 210 Milliarden Euro für russische Vermögenswerte sind rechtlich brisant und politisch umstritten. Dennoch sind die europäischen Machthaber in Brüssel, Berlin, Paris und London entschlossen, dies durchzusetzen – egal, was es kostet.

Am 12. Dezember 2025 startete die EU ihr kühnstes Finanzmanöver seit dem Kalten Krieg. Am 11. Dezember beriefen sich die EU-Botschafter auf den Notfallartikel 122 AEUV, um 210 Milliarden Euro an Reserven der russischen Zentralbank einzufrieren – davon 185 Milliarden Euro bei Euroclear in Brüssel.

Indem sie ein Sanktionsregime, das alle sechs Monate einstimmig verlängert werden musste, in einen quasi permanenten Mechanismus umwandelte, der mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden kann, hat die EU jede Chance zunichte gemacht, dass diese Vermögenswerte nach Moskau zurückfließen – es sei denn, Russland zahlt der Ukraine vollständige Reparationen, was Diplomaten für äußerst unwahrscheinlich halten.

„Reparationskredit“ oder rechtliche Enteignung?

Offiziell sollen die Vermögenswerte einen massiven, nahezu zinslosen „Reparationskredit“ an Kiew in Höhe von potenziell bis zu 165 Milliarden Euro absichern. Die Ukraine würde diesen nur zurückzahlen, wenn Russland die Kriegsschäden ersetzt.

In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um eine raffinierte rechtliche Verschleierung einer regelrechten Enteignung. Dies ist keine umsichtige Verwaltung eingefrorener Gelder, wie sie die G7 im Jahr 2024 empfohlen hat. Es ist funktional gleichbedeutend mit der Beschlagnahmung von Staatseigentum auf höchster Ebene.

Vermögenswerte von Zentralbanken genießen nach internationalem Recht nahezu absolute Immunität. Dies ist in der UN-Konvention über die Immunität von Staaten (2004) festgeschrieben. EU-Beamte, die EZB, der IWF und Japan warnen alle: Die Verwendung des Kapitals – oder dessen unbefristete Verpfändung als Sicherheit – ist eine rechtswidrige Enteignung. Das geplante Reparationsdarlehen beraubt Russland dauerhaft des wirtschaftlichen Wertes seines Eigentums – ohne Gerichte, ohne Gesetz.


Screenshot_2025_12_17_at_18_01_19_Die_Europ_ische_Union_bedroht_Belgien_und_zerst_rt_Europas_Ruf_als_sicherer_FinanzplatzCredit: Felix Abt

Belgien zieht eine Grenze

Belgien, Sitz von Euroclear und Verwahrer des größten Teils der eingefrorenen Vermögenswerte, weigert sich, mitzuspielen. Premierminister Bart De Wever fordert eine klare EU-weite Haftungsaufteilung und wasserdichte rechtliche Garantien. Ohne diese wird Euroclear keinen einzigen Euro verleihen.

Diese Garantien werden jedoch verweigert. Beamte in Brüssel und den wichtigsten Hauptstädten wissen, dass der Plan internationalrechtlich nicht haltbar ist. Ein Gericht würde mit ziemlicher Sicherheit zugunsten Russlands entscheiden. Eine gemeinsame Haftung würde das Risiko offenlegen und das Projekt politisch unmöglich machen. So bleibt Belgien allein auf den Kosten sitzen.

Offene Nötigung

Nun ist die Maske gefallen. Laut hochrangigen Diplomaten, die von Politico am 11. und 12. Dezember zitiert wurden, hat Brüssel einem der sechs Gründungsmitglieder der EU ein Ultimatum gestellt. Sollte Belgien den Zugang zu russischen Geldern blockieren, werden die Kommission und wichtige Staaten „andere Seiten ins Spiel bringen“.

Übersetzung: Belgien wird wie Ungarn behandelt werden – von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen, in Ratssitzungen ignoriert, seine Beamten isoliert, zu einem internen Paria gemacht.

Die bittere Realität

Diese offene Nötigung offenbart die Verzweiflung der EU. Ohne russische Vermögenswerte kann die Union das Projekt Ukraine nicht in großem Umfang finanzieren. Die nationalen Haushalte sind leer oder politisch blockiert. Die Steuerzahler in Deutschland, Frankreich und anderswo lehnen einen weiteren Blankoscheck ab.

Ohne die Subventionen bricht Kiew zusammen. Der zivile Haushalt, die Gehälter der Regierungsangestellten und die Front, die auf wichtige Städte vorrückt, werden scheitern. Selbst die engagiertesten EU-Politiker können es nicht leugnen: Die Ukraine hat diesen Krieg verloren.

Spirale der Verantwortungslosigkeit

Dennoch beharrt die EU auf ihrem Kurs. Jeder zusätzliche Tag kostet Menschenleben – geopfert auf dem Altar ideologischer Sturheit und institutioneller Eitelkeit.

Aber eine unbeabsichtigte Wahrheit könnte sich herausstellen: Wenn die EU ein Gründungsmitglied wegen der Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit bedroht, werden selbst loyale EU-Bürger – nicht nur in Belgien – das wahre Gesicht der Union erkennen.

Eingefroren, radioaktiv, explosiv

210 Milliarden Euro liegen eingefroren in den Tresoren Brüssels: rechtlich immobilisiert, von der EZB, dem IWF und Japan verurteilt, politisch explosiv und moralisch radioaktiv. Europa hat eine rote Linie gezogen, zu der es kein Recht hat – und ist bereit, seine Mitglieder zu zwingen, sie zu überschreiten.

Der Preis für diese Hybris wird bald fällig – und er wird nicht nur in Euro gemessen werden, sondern auch in den letzten Fetzen der Glaubwürdigkeit der EU und der Zerstörung des Rufs Europas als sicherer Finanzplatz.

De Wever, Bart Belgien Europa Japan Russland Ukraine EU Euroclear

23 Kommentare zu
«Die Europäische Union bedroht Belgien – und zerstört Europas Ruf als sicherer Finanzplatz»



Petra Wilhelmi Di. 16 Dez 2025, 17:09

"Diese Woche gab die russische Zentralbank ihre Entscheidung bekannt, Klage gegen die belgische Wertpapierverwahrstelle Euroclear einzureichen, die einen Großteil der russischen Reserven in Höhe von rund 210 Milliarden Euro verwahrt." RT

„Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“ Augustinus von Hippo

Ich glaube, damit ist alles gesagt.

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Antwort auf Any Person Mi. 17 Dez 2025, 15:06

Why is it so hard for any 'journalists' or commenters when vaguely pointing at the elite bankster perps behind all this Euroclear nonsense (let alone the entire Nazi Ukie and Zionist Israel projects) to type the name "Rothschild"?

The women carrying Rothschild Class water should look carefully at the trajectory of one of their ranks... Chrystia Freeland. Grand-daughter of Nazi propagandist Chomiak, who was deliberately transported along with many 'former' Nazis to Canada post-WW2. Yup, like the US' Operation Paperclip. The US got the scientists and CIA-destined spooks, Canada and Australia got the dregs. The Great White North was somewhere to park those that British Crown and Lords Rothschild wanted to grab, but wouldn't be accepted by the population in Old Blighty.

A meteoric rise from obscurity for Chrystia all the way to Deputy PM and simultaneously Finance Minister... now struggling to remain relevant to her sponsors like Soros et.al. Carney (who is closely connected, until recently, to Lynne de Rothschild via the Steering Committee of the Council For Inclusive Capitalism) tossed Freeland out with the Trudeau bathwater, so make of that what you will...

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Josef Henn Di. 16 Dez 2025, 17:47

Es macht fassungslos, wie viele Jahrzehnte politischer und diplomatischer Arbeit seit der Regentschaft der Entourage um U.vdL einfach pulverisiert werden. Das gesamte Finanzsystem wird Erdbebenwellen erleben. Es ist ein Putsch, nichts anderes.
Es ist ein Krieg gegen den gesunden Menschenverstand. Nicht abwählbar, bar jeder Kritikfähigkeit. Wer kann helfen?

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Carlo Haase, aus Kaliningrad abstammend ! Di. 16 Dez 2025, 17:49

Ja, es ist tragisch !
In Europa herrschen zum grossen Teil
(mit wenigen Ausnahmen), ...Dummköpfe !
P.s. Jetzt können Sie mich ja sanktionieren !

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Antwort auf Carlo Haase Di. 16 Dez 2025, 19:17

Nachtrag
An alle die Ihr Geld noch kurz vor dem Crash in Sicherheit bringen möchten,.... hier der ultimative Anlagetipp.....!
Nein nicht Gold, nein nicht Silber,
Kauft Alkohol !
Sonst ist's ja nicht zu ertragen !

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Antwort auf Irma L. Mi. 17 Dez 2025, 10:48

Es sind Installierte Marionetten. Und für derartige Funktionen eignen sich Leute mit zweifelhaftem Leistungsausweis, aber um so grösserer Einbildung, wie z B. diese vdL, hervorragend.
Jene, die die Fäden ziehen sieht man nicht. Aber man kann es sich ausrechnen, wer die Profiteure, - d.h. Grossinvestoren aller relevanten Industrien, wie z.B. Rüstung, Landwirtschaftlich nutzbarer Boden, Ressourcen u.s.w. - im Hintergrund sind.

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Kenneth Joseph Wood Di. 16 Dez 2025, 18:51

Consider the following actors on stage:
Ursula von der Leyen
Christine Lagarde
Kaja Kallas
Roberta Metsola
Margarita Robles
Andra Pucēna
Jana Černochová
Yuriko Backes
In my opinion, they are all part and parcel of what I term a "matriarchal suicide cult."

Their modus operandi: "Do what we want--or we burn the entire house down--with you in it!"

The Russian Federation and President Putin are wise to this twisted psychodrama. It will be solved comfortably and adequately by Russia.

As reported in von Franz M. L. (1988) Il mondo dei sogni. Red Edizioni, 2003:

"Von Franz, while describing a woman energetically possessed by the negative Animus, states that it has a single goal: staging an argument and wanting to win it at any cost, without holding back. However, if the man reacts, the woman then turns into a hurt child. ‘The Animus driven woman loves enacting this double play with a man. It initially attacks them brutally, with great violence and verbal malice. Nonetheless, as soon as the man reacts, she transforms into a sweet innocent child that is being attacked by a monster, regardless of the fact that she cast the first stone. This is the behavior of what I define as Animus-gangster. It uses the child as a shield so that no one can take a hit at the gangster. The Animus-Gangster woman is on one hand an insecure and sensitive child, that no man would try to harm, and on the other hand a brutal beast that attacks with malice. She complains that the man won’t listen, while reprimanding him aggressively. The man faces and uneasy situation, since the tears of the woman make him feel guilty. It is in truth a trick. The woman aims at making him feel guilty, and the man, that feels like a monster for causing the tears of a woman, is fooled. He is cornered and uncomfortable and reacts inadequately."

https://www.lirpa-internationaljournal.it/en/2023/06/26/status-of-women-and-matriarchy-throughout-the-history-of-humanity/

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Antwort auf Patrick Reto Bieri Mi. 17 Dez 2025, 10:56

A very good and accurate analysis :-)

And here is the "martiarchical sect":

https://hagia.de/

More on this:

https://portalpb.hstn.me/anderes/hagia-en.html
https://icedrive.net/s/2b2e6naUAq
https://icedrive.net/s/ukPSbu6Ytig3kZuZfYTzgQ9kRF6u

https://www.facebook.com/patrick.reto.bieri

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Antwort auf Irma L Mi. 17 Dez 2025, 10:57


All these women, driven by their obsessive ambitions, fail to realise that they ultimately serve as useful idiots for the puppet masters behind the scenes.

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johann strempfl Di. 16 Dez 2025, 18:52

Danke an ,,FG,, und die bereits eingebrachten ,,Comments,, zu diesem Bericht! / Hab zu einem anderem Thema bereits mal geschrieben, -
,,man muss sich auf der Zunge zergehen lassen, in Brüssel sitzen alles´´NICHT GEWÄHLTE BEAMTE´´ - und diese diktieren den Rest von Europa, noch dazu, diese ´´NICHT GEWÄHLTEN´´ haben die Arroganz und sprechen von Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Wahlrecht & Co,, -
die Mitgliedsländer sind noch dazu so dumm, und lassen dies zu !
Ganz einfach, sollte Brüssel Verordnungen erlassen, diese Verordnungen einfach im jeweiligen Mitgliedsland nicht ratifizieren, aus und Punkt ! !
Zum Thema Devisenreserven: Die Kriegstreiber der Willigen sind so Pleite, dass diese Dev. - Reserven ihre einzige Chance sind, sich noch irgendwie wichtig zu machen.
RU wird auch diesen Diebstahl (bis zur völligen Klärung wird mit Sicherheit noch einige Zeit vergehen) überstehen, jedoch Aufgrund dieser Realität sich und ihre BRICS-Partner von den westlichen Währungen, zwangsläufig verabschieden.
Dieser Diebstahl wird ungeahnte Folgen mit sich bringen und dem Dieb mehr Schaden zufügen als dem geschädigten ! ! !

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Antwort auf beat schaller Mi. 17 Dez 2025, 8:54

100 Prozent Zustimmung. Gestern wurde auch ein CH Bürger, und Geheimdienstler Jacques Baud auf eine EU Sanktionsliste gesetzt. CH ist nicht EU Mitglied. und Baud ist ein hochkarätiger Militär und er hat auch viele Bücher geschrieben und Vorträge gehalten. Wie geht sowas. Die EU hat wirklich fertig und ich hoffe, dass endlich ein paar Handschellen knacken werden. Baud ist ein unbescholtener Mann. beat schaller

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Antwort auf johann strempfl Mi. 17 Dez 2025, 16:05

@beat schaller: Danke für Ihren Kommentar. / Das mit Juaque Baud hab ich gestern
mitgekommen, - ,,FURCHTBAR,, ! Hoffe, er kann die Gerechtigkeit auf seine Seite bringen.

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Norbert E. Seiger Di. 16 Dez 2025, 19:01

Ich habe damals, anlässlich der Abstimmung über den EU Beitritt, dafür gestimmt und war jahrelang ganz sicher das Richtige getan zu haben. Und Heute? Heute erkenne ich, ich habe mich geirrt. Das Konstrukt EU entwickelt sich zu einer Europäischen Union der Meinungseinfalt, der Meinungsdiktatur und wird angeführt von den unfähigsten, einfältigsten und gefährlichsten Figuren die uns in eine Situation führen wie vor etwa 90 Jahren. Und wieder einmal sind es die Deutschen die ganz vorne stramm marschieren.

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Antwort auf beat schaller Mi. 17 Dez 2025, 9:00

Genau so ist es! Mehr ist überflüssig, so wie die hier erwähnten auch! b.schaller

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Brandenberger Di. 16 Dez 2025, 19:11

Man ist geneigt zu frohlocken : Sollen sie es tun, umso schneller geht dieser undemokratische, Bürokratenkoloss zu Grunde! Die Rechtsstaatlichkeit wird mit Füssen getreten : Gerade geht durch die Alternativmedien die Meldung, dass der Schweizer Oberst a. D. , Analyst und Publizist Jaques Baud von der EU sanktioniert werden soll wegen "Russenpropaganda".
Seine Analysen zum Ukraine-Konflikt gehören zum Besten was man finden kann. Die Lügen der EU - Komissionsschefin sind da wohl unter Druck geraten.

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Antwort auf Den Di. 16 Dez 2025, 19:46

We are well into "1984" - truth is now illegal.

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Paolo Martinoni Di. 16 Dez 2025, 20:13

Hervorragender Artikel.

Werden Ursula von der Leyen und ihre Helfershelfer eines Tages ernsthaft zur Rechenschaft gezogen werden für ihre Verbrechen, ihre Hybris, ihre extreme Russophobie, ihre totale Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und für die vielen Existenzen, die sie in völliger Willkür zestört haben (inzwischen hat es auch Jacques Baud erwischt)?

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Antwort auf James Mi. 17 Dez 2025, 13:33

Die Geschichte hat mich gelehrt, dass Verantwortung durch diese Kaste nur übernommen werden wird, wenn sie physisch durch das Volk entfernt werden.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man in den Sozialsmus per Wahlzettel kommt und nur über ein sich Freischiessen davon wieder los kommt.

Und davon sind wir weiter entfernt, denn je. Es profitieren viel zu viele Menschen von diesem System.

Und in der Schweiz sollte man sich nicht auf die Schulter klopfen. Ein Land, welches einen Videokassetten-Dieb zum Aussenminister hat, hat den moralischen Kompass genauso verloren wie die heutige EU-Kaste.

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Peter Zedler Di. 16 Dez 2025, 20:20

Zerrt die Räuberbande an die Diskurs-Tische. Sollen sie sich in aller Öffentlichkeit blamieren und die Reste ihrer politischen Legitimität einbüßen. Dann wird man sehen, was zu tun ist.

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Heiko Mi. 17 Dez 2025, 9:26

Für jemanden, der in der DDR in StaBü aufgepasst hat, ist das alles völlig logisch und als Entwicklung vorhersehbar. Was wundert, ist die Geschwindigkeit, mit der aktuell die historischen Prozesse ablaufen. Eines ist die letzten Jahre klar geworden. Der Kapitalismus kann nur im Faschismus enden. Es ist also keine Frage der Freiwilligkeit. Wenn die Menschen im Westen überleben wollen, dann müssen sie sich dem stellen, was Marx und Engels ihnen zur Aufgabe gemacht haben.

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W.H.V. Mi. 17 Dez 2025, 9:42

Ich hoffe für uns SchweizerInnen, dass wir den Falsch-Informationen unserer PolitikerInnen nicht auf den Leim gehen und die sog. Bila3 annehmen werden.

Die Frauen von der Leyen und Kallas führen sich in der EU Kommission wie kleine Kinder auf und beweisen damit, dass sie einen solchen Job kein bisschen besser ausführen als ein Mann. Im Gegenteil meinen sie noch einen Zacken schärfer zulegen zu müssen und Unwilligen aber redlichen Mitgliedsländern - wenn es blöd kommt auch der CH - Sanktionen auferlegen zu müssen. Ich hoffe dieser Laden bricht auseinander.

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C.L.S Mi. 17 Dez 2025, 10:36

Willkommen in der EUdSSR! Mittlerweile zu einem absoluten Unrechtsstaat verkommen! Es landen nun sogar eigene Bürger auf der Sanktionsliste. Absolut Völkerrechtswidrig, ohne gesetzliches Gehöhr oder Rechtsmöglichkeiten. Regiert von einer absolut korrupten, kriminellen Beamtenregierung, natürlich selbsternannt und demokratisch absolut nicht legitimiert. Diktatur pur. Freiheit, Demokratie, freie Meinungsäusserungen und Menschenrechte völlig abgeschafft. Solche Gebilde sterben immer, das zeigt die Geschichte. Gebe der EU noch 2-3 Jahre, wenn überhaupt. Hoffe jedoch sehr, dass es danach ein Nürnberg 2.0 geben wird, sofern wir bis dahin nicht völlig zerstört worden sind. Tragisch. Aber leider nehmen auch in der Schweiz immer mehr solche Tendenzen zu. Europa ist nun da, wo es in den 1930er Jahre schon einmal war.

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Herbert Mi. 17 Dez 2025, 16:33

Das sind reine Mafiamethoden. Mafiosi steckt man in einem Rechtsstaat ins Gefängnis

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/die-europische-union-bedroht-belgien-und-zerstrt-europas-ruf-als-sicherer-finanzplatz


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

16.12.2025

Jacques Baud

seniora.org,16. Dezember 2025, 15. Dezember 2025 Von: Christian Müller - übernommen von globalbridge.ch

Jetzt sanktioniert die EU auch den Schweizer Jacques Baud


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Wie wohl fühlst Du Dich Justitia bei solchem Rechtsbruch?


Die EU beschließt nicht nur Sanktionen gegen den Staat Russland, die Russische Föderation, und gegen Belarus, sie beschließt auch Sanktionen gegen einzelne Personen, die eine unerwünschte politische Meinung haben und diese zu sagen wagen   – und dies nicht etwa nur innerhalb der EU, auch außerhalb der EU! Einige Opfer dieser skandalösen Politik sind bekannt, zum Beispiel Thomas Röper, der die Informationsplattform «ANTI-SPIEGEL» herausgibt   – eine interessante Plattform für Leute, die nicht nur die offizielle Meinung der deutschen Regierung und der EU kennen wollen. Jetzt treffen die Sanktionen auch den Schweizer Jacques Baud, einen ehemaligen hohen Offizier in der Schweizer Armee, der sich erlaubt, nicht einfach zu aller Kriegstreiberei der EU und der NATO Ja zu sagen und der diese seine andere Meinung auch zu publizieren wagt, zum Beispiel mit Büchern im deutschen WESTEND Verlag.


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Jacques Baud war zum Beispiel einer der Referenten an der Tagung der Friedensbewegten am 15. Oktober 2022 in Solothurn. (Foto Christian Müller)

Die formelle Begründung für die Sanktionierung der EU: «Jacques Baud, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee und strategischer Analyst, ist regelmäßig zu Gast in pro-russischen Fernseh- und Radiosendungen. Er fungiert als Sprachrohr für pro-russische Propaganda und verbreitet Verschwörungstheorien, indem er beispielsweise die Ukraine beschuldigt, ihre eigene Invasion inszeniert zu haben, um der NATO beizutreten. Jacques Baud ist daher für die Umsetzung oder Unterstützung von Maßnahmen oder Politiken verantwortlich, die der Regierung der Russischen Föderation zuzuschreiben sind und die die Stabilität oder Sicherheit in einem Drittland (Ukraine) durch Informationsmanipulation und Einmischung untergraben oder gefährden.»

Aber gleichzeitig schlägt die Schweizer Regierung vor, die Schweiz rechtlich näher an diese heutige EU zu rücken!!! An eine EU, in der Frauen wie Ursula von der Leyen und Kaja Kallas das internationale Sagen haben! An eine EU näher zu rücken mit Verträgen, die von der Schweizer Regierung neuerdings nur noch „Bilaterale III“ genannt werden, um sie politisch zu verharmlosen!

Es bleibt zu hoffen, dass die Schweizer Bürger und Bürgerinnen, die dank der direkten Demokratie in der Schweiz auch in dieser Sache das letzte Wort haben werden, diese skandalösen Pläne der Schweizer Polit-Elite mit überwältigender Mehrheit verwerfen. Ich selber, Christian Müller, Herausgeber der Online-Plattform Globalbridge.ch, promovierter Historiker und aufmerksamer Beobachter der geopolitischen Szenerie, werde mich vor allem auch auf der neuen Online-Plattform «dieSchweiz   – online» intensiv gegen eine Annäherung der Schweiz an die EU und an die NATO und für die Beibehaltung der historisch gewachsenen Neutralität engagieren   – auf dass die Schweiz als neutraler Staat und Sitz des Internationalen Roten Kreuzes weiterhin mithelfen kann, bei internationalen Konflikten als Vermittlerin bestehende Kriege zu beenden und neue zu verhindern.

Kleines PS: Zu den neu Sanktionierten der EU gehört auch Fyodor A. Lukyanov, der Chefredakteur der russischen Zeitschrift «Russia in Global Affairs»», die zu lesen es sich für Interessierte durchaus lohnt, es gibt sie auch in englischer Sprache. Lukyanov gehört auch zum Team, das den Valdai-Diskussionsclub betreut, wo er bei wichtigen Veranstaltungen als Moderator zum Einsatz kommt.   – Globalbridge hat sich im Juni 2024 erlaubt, einen interessanten Beitrag von Fyodor Lukyanov zu übernehmen.


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So sieht das formelle Dokument der EU mit den neuen Sanktionen gegen Jacques Baud aus (Screenshot)


Das Entsetzen in den Medien ist gewaltig, hier eine Mini-Auswahl:

Sondernewsletter des Club der klaren Worte "Im Fadenkreuz"

Nachdenkseiten

Transition News

Weltwoche

Uncut-News

Berliner Zeitung

tkp Der Blog für Science&Politik


Quelle: Globalbridge - Mit freundlicher Genehmigung übernommen- Einfügung zum Medienecho von seniora.org


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/jetzt-sanktioniert-die-eu-auch-den-schweizer-jacques-baud


Westend Verlag

Downloads zu Jacques Baud

Jacques Baud Jacques Baud hat einen Master in Ökonometrie und ein abgeschlossenes Nachdiplomstudium in internationaler Sicherheit und internationalen Beziehungen. Er arbeitete als für die Ostblockstaaten und den Warschauer Pakt zuständiger Analyst für den Schweizer Strategischen Nachrichtendienst und leitete die Doktrin für friedenserhaltende Operationen der Vereinten Nationen in New York. Dort war er zuständig für die Bekämpfung der Proliferation von Kleinwaffen bei der NATO und beteiligt an den NATO-Missionen in der Ukraine.


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16.12.2025

Schlammschlacht: Bei den Grünen in MV brechen nun alle Dämme

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(Screenshot)

Bekämpfen sich politisch bis aufs Messer: Hannes Damm und Constanze Oehlrich von den Grünen in Mecklenburg-Vorpommern.

(Foto: dpa/NK-Montage)


nordkurier.de, vom Veröffentlicht:10.12.2025, 15:18, Aktualisiert:10.12.2025, 16:32, Von: Andreas Becker


Es geht um Po-Klopfer, Machtmissbrauch und Belästigung – eigentlich wollte die grüne Fraktion ein Mitglied ausschließen, doch das ist kläglich gescheitert und zeigt ihre Unwählbarkeit, meint unser Autor.


Vor der Küste Rügens liegt ein havarierter Öltanker mit fast 100.000 Tonnen Öl an Bord. Um das 274 Meter lange Schiff toben zu dieser Jahreszeit traditionell schwere Herbst- und Winterstürme. Die Ostsee ist aufgewühlt, die Wellen und Wogen schlagen hoch. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace mahnt und warnt vor einem Auseinanderbrechen des Tankers „Eventin“ und einer Ölkatastrophe, die AfD hat das Thema ebenfalls für sich entdeckt und schlachtet es politisch aus. Und die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern?

Das laute Schweigen der Grünen zur „Eventin“

Ein gestrandeter Tanker mit riesigen Mengen Öl an Bord, der die ganze Ostsee verseuchten könnte – eigentlich ein Brot-und-Butter-Thema für die Ökopartei. Doch die Grünen im MV-Landtag schweigen, sind lieber weiter mit Po-Klopfer, Schultermassagen und einer „engen Arbeitsatmosphäre“ (Fraktionschefin Constanze Oehlrich vielsagend) beschäftigt. Die Sorgen, Ängste und Nöte ihrer Wähler, geschweige denn aller Bürger, hat man derweil komplett von der Agenda gestrichen.

Constanze Oehlrich, Jutta Wegner, Anne Shepley und Harald Terpe kreisen nur noch um sich selbst – liefern sich seit Monaten eine politische Schlammschlacht, von der sich keiner der Beteiligten je wieder sauber waschen kann.

Die vier Fraktionsmitglieder kämpfen gegen das fünfte Mitglied – Hannes Damm. Dabei ist ausgerechnet er der einzige der Grünen, der es in der laufenden Legislaturperiode geschafft hat, draußen im Land politisches Profil zu gewinnen. Ja, Hannes Damm kann mit seiner Penetranz nerven, ja, Hannes Damm kann mit seiner unnachgiebigen Detailversessenheit lästig sein. Doch der Versuch der Fraktion, ihren Kollegen Damm öffentlich mit halbseidenen und durchgestochenen Vorwürfen zu diskreditieren und politisch zu rasieren, zeigt die ganze Amateurhaftigkeit der Oehlrichs, Wegners, Shepleys und Terpes.

Dass es gegen Oehlrich ebenfalls Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und Belästigung von Mitarbeitern gibt, beweist, in welchem Sumpf sich die Grünen gerade suhlen. Dass die vier Fraktionsmitglieder bislang kläglich damit gescheitert sind, Damm aus der Fraktion auszuschließen, ist ein weiteres Indiz dafür, dass diese Grünen bei der Landtagswahl 2026 nicht wählbar sind.

Die grüne Abrechnung auf großer Bühne folgt noch

Apropos 2026: Der Machtkampf bei der Ökopartei wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Auf einem avisierten Sonderparteitag wird die große Abrechnung auf großer politischer Bühne stattfinden – und bei der Neuaufstellung der Listenplätze für die Landtagswahl dürfte so mancher der Beteiligten von der Parteibasis abgestraft werden. Und wer weiß, wer dann eventuell wie Phoenix aus der Asche bei der Listenaufstellung ganz nach oben gespült wird. Wenn diese interne Schlammschlacht dann irgendwann beendet sein wird, ja dann könnten sich die Grünen eigentlich zur Abwechslung mal mit dem Öltanker vor Rügen beschäftigen. Sofern der bis dahin noch nicht auseinandergebrochen ist...


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Viele Fragen und kaum AntwortenRussen-Tanker mit fast 100.000 Tonnen Öl in der Ostsee: Wie viel kostet uns das eigentlich?

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Info: https://www.nordkurier.de/regional/mecklenburg-vorpommern/schlammschlacht-bei-den-gruenen-in-mv-brechen-nun-alle-daemme-4178977


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16.12.2025

Merz führt EUropa auf Abwege, Macron bremst – und Trump hat einen Punkt

lostineu.eu, 16. Dezember 2025

Die Watchlist EUropa vom 16. Dezember 2025 – Heute mit Nachrichten und Analysen zur Ukraine-Politik, zum Streit um Freihandel mit Mercosur und zu den neuen EU-Sanktionen

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Merz will führen – nicht nur in Deutschland, nicht nur in der EU, sondern im ganzen “freien Westen”. Diese Botschaft geht von seinem Ukraine-Festival in Berlin und seinen Plänen für den EU-Gipfel in Brüssel aus.

In Berlin präsentierte sich der deutsche Kanzler als Vermittler, der die Ukraine, die USA und die EUropäer an einen Tisch bringt. Das haben zwar auch schon US-Präsident Trump und Frankreichs Staatschef Macron gemacht.

Doch Merz tut nach dem zweitägigen Gesprächsmarathon in Berlin so, als sei ein Durchbruch in der Ukraine in greifbarer Nähe. „Wohl zum ersten Mal seit dem 24. Februar 2022 wird in diesen Tagen die Möglichkeit eines Waffenstillstands vorstellbar“, erklärte er.

“Schlüsselfrage für die EU”

Woher er diese Hoffnung nimmt, bleibt unklar, denn in der Sache hat es kaum Bewegung gegeben, und Russland war nicht an den Gesprächen beteiligt. Die zentrale Frage eines Nato-Beitritts wurde entgegen ersten Berichten nicht gelöst!

Seinen Führungsanspruch unterstreicht Merz auch mit Blick auf den bevorstehenden EU-Gipfel in Brüssel. Der rechtlich äußerst umstrittene Zugriff auf das russische Staatsvermögen müsse gelingen, erklärte er. Dies sei eine “Schlüsselfrage” für die EU, meint Merz.

„Wenn uns das nicht gelingt, dann wird die Handlungsfähigkeit dieser EU über Jahre (…) massiv beschädigt sein.“ Damit würde Europa der Welt zeigen, „dass wir in einer so entscheidenden Stunde unserer Geschichte nicht in der Lage sind, zusammenzustehen und zu handeln.”

Notstands-Verordnungen

Es gehe darum, “unsere eigene politische Ordnung auf diesem europäischen Kontinent gemeinsam zu verteidigen“, sagt Merz. Will er ernsthaft behaupten, die De facto-Konfiszierung von rund 200 Mrd. Euro russischen Vermögens könne die “politische Ordnung” retten?

Das ganze Gegenteil ist der Fall: Mit seinem rücksichtslosen Vorgehen gefährdet Merz die politische, wirtschaftliche und rechtliche Ordnung der EU. Sie hat sich immer als Union des Rechts verstanden – nun regieren Merz und seine Parteifreundin von der Leyen mit Notstands-Verordnungen und (wider-)rechtlichen Tricks…

Meine Meinung: Merz hat in Berlin gezeigt, daß er mit Macron mithalten kann – jedenfalls, was die Inszenierung angeht. Das war es aber auch schon. In Brüssel droht ihm ein deutsches Waterloo – der Widerstand gegen seine Pläne weitet sich aus. Die Verhandlungen über das russische Vermögen würden “zunehmend schwieriger”, räumte die EU-Außenbeauftragte Kallas ein…

Siehe auch EUropäer wollen “Boots on the ground” sowie meine Kolumne in der “Berliner Zeitung”: “Achtung, die Deutschen kommen!”

News & Updates

Macron und Meloni wollen Mercosur-Deal ausbremsen. Die italienische Ministerpräsidentin Meloni und der französische Präsident Macron haben sich Insidern zufolge auf eine Verschiebung der finalen EU-Abstimmung über das Mercosur-Handelsabkommen verständigt, wie “Reuters” berichtet. Frankreich versucht seit Längerem, eine Sperrminorität gegen das von der EU-Kommission ausgehandelte Abkommen zu bilden. – Bei Mercosur droht Merz die zweite große Niederlage (neben dem Russen-Geld). Er will den Deal unbedingt noch in dieser Woche durchboxen, damit ihn EU-Chefin von der Leyen am Samstag besiegeln kann…

Belgier stehen hinter De Wever. Im Streit um das russische Vermögen kann sich Belgiens Premier De Wever auf die Mehrheit der Belgier stützen. Laut einer aktuellen Umfrage sprechen sich zwei Drittel der Befragten dagegen aus, das in Belgien festgesetzte russische Geld für neue EU-Hilfen (“Reparations-Darlehen”) in der Ukraine zu nutzen. Besonders groß ist die Ablehnung in De Wevers Heimatregion Flandern. – De Wever ist nicht isoliert – im Gegenteil: Die Ablehnungs-Front wird auch in der EU immer größer…

Deutschland will mehr Rüstungskooperation mit Ukraine. Ein Zehn-Punkte-Plan sieht unter anderem die Eröffnung eines Verbindungsbüros der ukrainischen Rüstungsindustrie in Berlin und eine enge Zusammenarbeit beim Bau von Zehntausenden von der Ukraine entwickelten Kampfdrohnen vor. Deutschland will außerdem digitale Gefechtsfelddaten der Ukraine und Erkenntnisse über den Einsatz deutscher Waffen nutzen. – Prima, so bereitet man sich ganz praktisch auf den 3. Weltkrieg gegen Russland vor!

Das Letzte

Trump hat leider recht. Die USA werfen der EU schon lange vor, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Gemeint sind vor allem die Internet-Gesetze DSA und DMA, die den “Content” von US-Konzernen wie Facebook oder X regulieren. Doch nun greift die EU ganz woanders an – indem sei einen prominenten Bestseller-Autor auf ihre Russland-Sanktionsliste setzt. Es geht um den Schweizer Jacques Baud, der mehrere lesenswerte Analysen über die Ursprünge des Ukraine-Kriegs geschrieben hat. Der EU hat dies offenbar nicht gefallen, deshalb wirft sie ihm nun “Desinformation” und Einmischung in die Angelegenheiten eines Drittstaats vor – der Ukraine. Die Initiative soll von Frankreich ausgegangen sein, doch auch Deutschland hat mitgemacht – wie schon bei einer früheren “Listung” von unbotmäßigen deutschen Journalisten. Paris, Berlin und Brüssel haben damit den ultimativen Beweis geliefert, dass Donald Trump doch recht hatte – nicht nur in den USA, sondern auch in der EU wird die Meinungsfreiheit nunmehr der Macht untergeordnet!


ebo

EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????

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6 Comments

  1. Helmut Höft
    16. Dezember 2025 @ 10:11

    @european, @ebo
    “… dass die USA und Russland sich auch einigen werden. Zu beiderlei Vorteil.” … und auf Kosten eines Dritten. Da kann man sich ziemlich sicher sein, that’s it!

    Stichwort Belarus/USA. Das war schon andiskutiert (siehe hier https://lostineu.eu/trump-erreicht-freilassung-von-oppositionellen-in-belarus/ 14. Dezember 2025 @ 11:05 ), seitdem versuche ich mir das “schön zu denken” – es will mir einfach nicht gelingen! ???? Die eine Hand setzt frei, die andere Hand sammelt neu ein … Das muss nicht jeder dieser Fürsten für sich allein veranstalten, da gibt’s vllt. auch Nachbarschaftshilfe (z. B. DW). Vllt. lief’s auch so: “Donald John hat mir gesagt, dass er auch nett sein kann, du darft wieder Kalisalze exportieren, wenn du …” (und ich, Putin, habe einen Kostgänger weniger an der Backe)

    Trump, Putin, Lukaschenko, Netanjahu und wie diese Charge auch sonst noch heißen mag: Friedenspropaganda, Befreiungspropaganda, Freiheitspropaganda, Demokratiepropaganda usw. haben eines gemeinsam: Propaganda – Opium für das Volk. (es ist nicht persönlich gemeint, es heißt “Volk”)

    Ich traue diesen Botschaften, diesem Pack, nicht einen Millimeter!

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Info: https://lostineu.eu/merz-will-fuehren-macron-will-bremsen-und-alle-begraben-die-meinungsfreiheit/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Ukraine: EUropäer wollen “Boots on the ground”


lostineu.eu, 15. Dezember 2025

Die Ukraine-Gespräche mit den USA in Berlin sind ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Umso erstaunlicher, daß sich die EUropäer nun schon festlegen. Laut einer Erklärung von Kanzler Merz setzen sie sich nach einem Treffen mit Staatschef Selenskyj für eine multinationale Truppe zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine ein. Die von “willigen” EUropäern geführte und den USA unterstützte Truppe werde die Streitkräfte des Landes unterstützen sowie die Sicherheit des Luftraums und der Meere gewährleisten, heißt es in dem Text. Dies solle „auch durch Operationen innerhalb der Ukraine“ geschehen. – Im Klartext: Deutschland, Frankreich und andere wollen “Boots on the ground” – ein No-Go für Russland und damit ein neues Hindernis für den Frieden…

Siehe auch Ukraine-Krieg: Die Nato war, ist und bleibt der entscheidende Knackpunkt

P.S. Merz ist eine Antwort auf die Frage schuldig geblieben, welche Rolle Deutschland spielen soll. Will er die Bundeswehr in die Ukraine schicken? Schweigen in Berlin…

11 Comments

  1. hutaekjango
    16. Dezember 2025 @ 08:56

    Bei alledem sollte immer Z. Brczinski, “Die einzige Weltmacht” im Hinterkopf präsent sein. Diese Bestrebung wird nicht aufhören und daher ist RUS wohl auch nur der “Stolperstein” auf dem Weg nach China. Dazu sicher interessant: Wieder Westen den Krieg in die Ukraine brachte. ” B. Abelow

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  • Erneuerung
    16. Dezember 2025 @ 06:16

    Das Perverse daran ist, dass man verlauten lässt, Selenskyj stimmt nun zu, nicht der Nato beizutreten, aber es sollen nun Nato-Truppen „den Waffenstillstand sichern“. Und um solche irren Ergebnisse zu bekommen, wird ein Riesenaufwand getätigt, der wiederum Steuermittel vergeigt, die woanders dringend gebraucht werden. Was geht nur in deren Köpfen vor?

    Antworten

  • Helmut Höft
    16. Dezember 2025 @ 05:56

    Putin zur NATO-Mitgliedschaft der Ukraine: „Njet!“ Putin zu „… multinationale Truppe zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine ein. Die von “willigen” EUropäern [NATO] geführte und den USA [NATO] unterstützte Truppe …“ in der Ukraine soll … schützen? Putin: „Da!“

    Raffinierter Plan! Wer hat sich den wohl ausgedacht? Friedensnobelpreis mit Eichenlaub, Schwertern und Brillianten!! m(

    Antworten

    • KK
      16. Dezember 2025 @ 12:58

      Ja, das ist eine Art Hütchenspiel – nur, dass die Erbse unter den Nussschalen immer wieder anders heisst…

      Antworten

  • jjkoeln
    16. Dezember 2025 @ 04:16

    Die Willigen wollen ihre Clains abstecken. Aber nur wenn die USA sie unterstützt. Was für eine absurde Idee. Die war schon mehrfach auf dem Tisxh uns sie wurde immer wieder abgeräumt. Wie Quengelkids im Supermarkt.
    Auch haben die „Willigen“ augenscheinlich nicjt verstanden, dass es nicjt mehr um eine Waddenstillstand geht, sondern um eine generelle Lösung. Die Pausetsdtet gibt’s nicht mehr.
    Die USA wollen das Fotmat genauso wenig wie Russland. Damit setzt man sich doch wieder selbst an den Katzentisch. Unglaublich.

    Antworten

  • KK
    15. Dezember 2025 @ 23:51

    „…und damit ein neues Hindernis für den Frieden…“

    Wohl eher noch ein weiterer Schritt in Richtung ganz grossem Krieg!
    Sind die alle wirklich so blöd – oder machen die das (permanente Missachten der Roten Linien Moskaus) nicht doch vorsätzlich und mit voller Absicht, weil sie eben diesen Krieg wollen? Ja, diesen Krieg regelrecht brauchen, damit es erst mal lange keine Wahlen mehr gibt, die sie verlieren würden?

    Antworten

    • Guido B.
      16. Dezember 2025 @ 07:53

      Das sicher auch. Aber sie wollen einfach nicht, dass Russland Erfolg hat. Egal ob mit friedlichen Mitteln oder mit militärischen. Russland soll krepieren.

      Antworten

    • Arthur Dent
      16. Dezember 2025 @ 14:16

      @KK
      Wählen? Alles nach Helmut Schmidt wurde schlimmer. In der Politik sind nur Leute, die sich Pfründe sichern. Eitle Pfaus, die sich für große Strategen halten, zuhause aber das Marmeladenglas nicht aufkriegen.

      Antworten

      • KK
        16. Dezember 2025 @ 15:48

        @ Arthur Dent:
        “Eitle Pfaus, die sich für große Strategen halten, zuhause aber das Marmeladenglas nicht aufkriegen.”
        Ja, für die “Drecksarbeit” haben die immer andere – für Marmeladengläser daheim dann die Ehefrauen ????

  • Michael
    15. Dezember 2025 @ 22:48

    Die „Willigen“ ist nur ein Euphemismus für NATO! Man will die NATO als trojanisches Pferd in der Ukraine positionieren und Russland hintergehen! Der dümmliche, einfältige Westen …. ,

    Antworten

  • Erneuerung
    15. Dezember 2025 @ 21:41

    Der Poker geht weiter, auf Kosten der Ukrainer und der EU soll Russland an die Wand gedrückt werden. Die Betonköpfe glühen und sind nicht in der Lage, die Realitäten zu akzeptieren. Nicht Russland wird an die Wand gedrückt, sondern die Europäer gehen unter. Möge es überall in ausreichender Zahl Kriegsdienstverweigerer geben.


  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-europaeer-wollen-boots-on-the-ground/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    16.12.2025

    Ukraine-Krieg: Die Nato war, ist und bleibt der entscheidende Knackpunkt

    lostineu.eu, 15. Dezember 2025

    Die Ukraine habe ihre Forderung nach einem Nato-Beitritt aufgegeben, hieß es bei Sondierungs-Gesprächen in Berlin. Doch das ist falsch: Die Nato war, ist und bleibt der zentrale Knackpunkt.

    Entsprechende Medienberichte seien “nicht wahr”, sagte ein hochrangiger Vertreter, der über die Berliner Beratungen der Ukraine mit den USA informiert wurde, der Nachrichtenagentur AFP.

    Die USA hätten noch keine Einzelheiten zu den Sicherheitsgarantien genannt. “Das ist eines der Themen, das die Ukraine zu klären versucht”, sagte der ranghohe Vertreter weiter. “Wenn nicht Nato, was dann? Ohne eine Antwort darauf kann es keine Antwort zur Nato geben.”

    Das war zu erwarten – die Berichte über einen Verzicht auf den Nato-Beitritt waren von Anfang an unglaubwürdig. Selbst wenn Präsident Selenskyj dazu bereit wäre – die EUropäer sind es nicht.

    Peskow: “Einer der Grundpfeiler”

    Sie haben die Ukraine hinter den Kulissen immer wieder ermutigt, ihre Maximalforderungen zum Donbass, zu Sicherheitsgarantien und eben auch zur Nato aufrecht zu erhalten.

    Dabei wissen alle Beteiligten nur zu gut, daß es ohne einen eindeutigen Verzicht auf den Nato-Beitritt keinen Frieden geben wird. Kreml-Sprecher Peskow hat dies gerade noch einmal bekräftigt.

    Peskow sagte in Moskau, der Ausschluss eines Nato-Beitritts der Ukraine sei “einer der Grundpfeiler” der Gespräche und bedürfe “einer besonderen Diskussion”. Er erwarte dazu einen Bericht von den USA.

    Sloat: “Neutralität hätte geholfen”

    Unterdessen hat eine Insiderin in Washington eingeräumt, daß die Nato und der mögliche Ukraine-Beitritt eine zentrale Rolle beim Beginn des Krieges Anfang 2022 gespielt haben.

    In einem Interviewräumte A. Sloat, ehemalige Europa-Beraterin von Ex-Präsident Biden, ein, daß es “sehr gut möglich ist”, daß eine neutrale Ukraine – also ohne Nato-Perspektive – den Krieg verhindert hätte.

    “Would that [Ukraine neutrality] have been better to do before the war started [or]… in the Istanbul talks (April 2024)? It certainly would have prevented the destruction and the loss of life.

    Das ist bemerkenswert. Denn wohl kaum jemand war näher dran als Sloat. Was sie sagt, widerlegt die alte Behauptung, der Streit um die Nato habe rein gar nichts mit dem Krieg zu tun…

    23 Comments

    1. Monika
      16. Dezember 2025 @ 16:46

      @Kleopatra sprechen Sie Österreichisch oder einen anderen sympathischen Dialekt? Wenn ja, dann posten Sie bitte ab jetzt in diesem Dialekt! Vielleicht lesen sich Ihre „Kommentare“ dann „leichter“ und ohne die Beschwerden, die sie mir „auf Deutsch“ verursachen.
      Beeindruckend ist jedoch ihre „Unbeirrbarkeit“ mit der Sie an Ihren -zigfach widerlegten- „Narr“ativen festhalten.

    Antworten

  • Erneuerung
    16. Dezember 2025 @ 11:54

    @Kleopatra – Sprache Russisch
    Ja, Sie haben gefordert, dass die ethnischen Russen Ukrainisch lernen sollen, obwohl sie ein Leben lang mit ihrer Heimat- und Muttersprache ihr Leben bestreiten konnten, ihnen aber das Ukrainisch nun dahingehend übergestülpt wurde, dass ihre Muttersprache als Behördensprache abgeschafft wurde und sogar eine Sprachpolizei herumgeschickt wurde, um russisch sprechende Menschen aufzustöbern. Mehr Rassismus geht nicht, es geht nicht um das zusätzliche Lernen der derzeitigen Herrschersprache (wurde und wird denn das überhaupt gefördert? Dazu habe ich keine Informationen), sondern, wie auch bei der Religion und bei den Bücherverbrennungen, um das Niedermachen von allem, was russisch ist. Und diese Agenda habe ich auch in anderen Foren von banderanahen Ukrainern empfangen. Ganz am Anfang hatte ich unserer Außenbarbie mal in Facebook empfohlen, einen Blick nach Ostsachsen zu werfen, dort, wo die Sorben leben, und dort, wo selbst im menschenverachtenden Sozialismus alles 2-sprachig war und immer noch ist, Ortsschilder, Behördengänge e.c.t. Natürlich bekam ich keine Antwort, die hat die Dame ja später gegeben, indem sie meinte, dass wir im Krieg mit Russland seien. Und da steckt ein Teil der Wahrheit drin, man ist im Krieg mit Russland, nicht erst seit 2014, und Sie können sich mal rühmen, Teil dieser Agenda gewesen zu sein.

    Antworten

    • Kleopatra
      16. Dezember 2025 @ 12:19

      @Erneuerung: Wenn heute nicht wenige Ukrainer das Russische hassen, liegt das an der Taktik der Russen, anderen die Liebe zu ihrer Sprache mit Panzern und Bomben beibringen zu wollen. Vor 2022 wurde das m.W. entspannt gesehen, aber heute wollen viele Ukrainer nichts mehr mit der Sprache der Aggressoren zu tun haben.
      Ich kann mich auch aus den 1980er Jahren erinnern, wie unbeliebt die russischen Besatzer ihre Sprache gemacht haben; wenige korrekt ausgesprochene russische Worte genügten, um etwa in Polen eine geradezu körperliche Reaktion des Abscheus hervorzurufen.

      Antworten

  • Kleopatra
    16. Dezember 2025 @ 10:01

    @Erneuerung: Ich habe gefordert, dass Russen mit Wohnsitz außerhalb Russlands bereit sein müssen, die Staatssprache ihres Wohnsitzlandes zu lernen. Mehr nicht. Und wo hier der Rassismus sein soll, ist erst recht nicht zu erkennen: Sprache ist kein Rassemerkmal, sondern erlernbar. Und das ist eine Anforderung, um die keine Angehörigen nationaler Minderheiten herumkommen. Nicht die deutschsprachigen Südtiroler, die Deutschen in Südjütland oder die Dänen in Schleswig-Holstein. Nicht einmal die deutschsprachige Minderheit in Belgien könnte sich ein verbohrtes Beharren auf dem ausschließlichen Gebrauch ihrer Muttersprache leisten, obwohl Deutsch eine der Staatssprachen Belgiens ist.
    Freilich gibt es z.B. in Lettland Menschen, die sich darauf berufen, dort seit den 1980er Jahre ansässig zu sein, die sich aber ca. vierzig Jahre zu fein waren, Lettisch zu lernen, und jetzt jammern, Sprachtests am Computer seien für so alte Leute wie sie unzumutbar. Meiner Meinung nach legt das den Verdacht nahe, dass die Betreffenden ihr Leben lang auf eine russische Invasion gehofft haben.

    Antworten

    • Karl
      16. Dezember 2025 @ 13:21

      Ihre “Sprachpolitik” tritt die Menschenrechte mit Füßen und erinnert an die Volksgruppenpolitik schlimmster Zeit in Europa.

      1) In Lettland geht es mit den neueren Ausbürgerungsversuchen tatsächlich darum, den russischen Rentnerinnen, nachdem sie sich 40-50 Jahre lang in der Industrie Lettlands krumm geschuftet haben, nun die Rente wegzunehmen. Ich bin dort ortskundig, aber noch besser steht es in der einfühlsamen Recherche der Schweizer Nachwuchsjournalistin Janine Schneider — https://www.woz.ch/2338/lettland/loyal-ist-nur-wer-lettisch-spricht/!2W7X2ZC3H6RB
      Zur Person dieser Journalistin siehe: https://www.jjs.ch/blog

      2.) Zur Ausrottung des Russischen als Sprache der Hochkultur in der Ukraine, wie er sie bezeichnet, habe ich unten lange Zitate von Emmanuel Todd gebracht: Lesen Sie dort. Todds Schlussfolgerung: Selbsthass, Selbstverleugnung und Selbstmord der Ukraine. Auf dieser Grundlage entstehe kein lebensfähiger Nationalstaat.

      3.) Sie schreiben “Wohnsitzland”: besonders perfide!
      Ihnen ist bekannt, dass überhaupt nur sehr kleine Minderheiten in weiten Teilen der Ukraine zuhause ukrainisch sprechen? Alle anderen machen Sie mit Ihrer Wortwahl heimatlos.
      Darüber hinaus ist Ihnen bekannt, dass etwa die Hälfte der zivilen Bewohner des Donbass aus ihren “Wohnsitzen” im Jahr 2014 durch Kriegswaffen der Ukraine herausgebombt wurden? Das war mit 2 Millionen eine der weltweit größten Fluchtwellen jener Zeit, davon 1/3 Rentner.

      Statistik: Russisch ist die häusliche Sprache von rund 93% der Menschen im Osten und Süden der Ukraine – insgesamt ca. 17 Millionen Einwohner der folgenden Oblaste (Regierungsbezirke): Donezk, Charkiw, Cherson, Dnipropetrowsk, Luhansk, Mykolajiw und Odessa. – Daten unabhängig ermittelt: Ukrainian Municipal Survey 2015 – Government of Canada, International Republican Institute. (Hinzu kommen 4-5 weitere Oblaste, in denen Ukrainisch die Minderheitensprache ist.)

      Antworten

  • Guido B.
    16. Dezember 2025 @ 09:56

    @Kleopatra:

    Sie schreiben: „Die NATO ist ein Verteidigungs-, kein Angriffsbündnis.“

    Das ist Desinformation von der übelsten Sorte. Prompten Sie doch einfach mal ChatGPT mit der Frage: „Welche NATO-Einsätze gab es ausserhalb ihres Bündnisgebietes?“

    Studieren Sie die Aufzählung und lernen Sie es am besten auswendig.

    Vielleicht lohnt es sich für das Publikum, Ihren nächsten Post zu lesen, der dann hoffentlich nicht mit mutmasslich bezahlter Fake-News-Propaganda verseucht sein wird.

    Antworten

  • Erneuerung
    16. Dezember 2025 @ 09:38

    @Kleopatra
    Sie schreiben: “Das Problem ist, dass viele Russen nicht akzeptieren wollen, dass die Sowjetunion Geschichte ist und dass daher jeder Russe, der außerhalb Russlands lebt, die jeweilige Staatssprache lernen sollte.”

    Das Russisch der Russen in der Ukraine ist deren Muttersprache (übrigens auch Sekenskyjs), das wurde in der Vergangenheit auch über den Mainstream so bestätigt.
    Mit Ihrer Aussage bestätigen Sie, dass Sie selbst rassistischem Gedankengut verfallen sind und alle Ihre Erklärungen nur dem einen Ziel dienen, die Spezies der Russen auszurotten, mindestens im derzeit gewünschtem Herrschaftsbereich des Wertewestens, später dann auch vor dem Ural. Danke, dass Sie sich geoutet haben.

    Antworten

  • Kleopatra
    16. Dezember 2025 @ 08:59

    Zu dem verlinkten Interview wäre zu sagen, dass dieser Post auf X keinerlei Angaben darüber macht, gegenüber welchem Medium dieses Interview gegeben wurde. Auch wird übrigens nicht konkretisiert, welchen Posten in Bidens Mannschaft die Frau gehabt haben soll. Dafür wird in üblicher sensationsgeiler Weise geraunt, böse Leute hätten diese “Wahrheit” unterdrücken wollen. Nimmt man hinzu, dass der Post auf X des Trump-Spezis Musk erschien, wirkt die Sache erst recht unseriös.

    Antworten

    • ebo
      16. Dezember 2025 @ 09:41

      Amanda Sloat, the architect of U.S. President Joe Biden’s Europe policy
      https://www.politico.eu/article/top-nsc-official-europe-leaving-amanda-sloat-joe-biden/

      Antworten

      • Kleopatra
        16. Dezember 2025 @ 11:16

        @ebo: Vielen Dank für die nachgelieferten Informationen zu A. Sloat. In dem von Ihnen gefundenen Politico-Artikel wird sie übrigens ausgerechnet für ihren maßgeblichen Beitrag zur Organisation der Hilfe Europas für die Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gerühmt. Das ändert nichts daran, dass der ursprünglich angeführte X-Post mit dem Videoausschnitt zahlreiche Anzeichen einer unseriösen Quelle trägt (fehlende Quellenangaben; verschwörungstheoretische Erörterungen darüber, dass anonyme Mächte versuchten, diese “Wahrheit” zu unterdrücken; Schreibung von emotional aufgeladenen Wörtern in Versalien, vgl. Trump-Stil etc.). Zudem ist das Video ein so kurzer Ausschnitt aus einem Interview, dass es im Verdacht stehen muss, eine potenziell tendenziöse Auswahl darzustellen. Inhaltlich ist es bei weitem nicht so eindeutig in der Stoßrichtung, wie der X-Poster behauptet. Da weder der Kontext angegeben ist, aus dem der Videoclip entnommen wurde, noch auch nur der Interviewer (und das Medium, für das er arbeitet, wenn er kein reiner Privatmann ist) identifiziert wurde, ist eine ernsthafte Bewertung kaum möglich und sinnvoll.

  • Kleopatra
    16. Dezember 2025 @ 08:54

    Die NATO ist ein Verteidigungs-, kein Angriffsbündnis. Alle Phantasien über wirksame Sicherheitsgarantien für die Ukraine unter explizitem Ausschluss der NATO, wie sie auch von meinen Vorrednern (Vorschreiben?) vorgeschlagen wurden [etwa die Idee, Truppen von Brasilien und Australien als Sicherheitsgarantien einzusetzen], berücksichtigen den fundamentalen Umstand nicht, dass Russland die Macht ist, die alle ihre Nachbarn potenziell bedroht und mit dem Hirngespinst von Einmärschen spielt. Die NATO wurde nicht aufgrund westlicher verschwörerischer Pläne um ihre mittel- und osteuropäischen Mitglieder erweitert, sondern weil diese die Russen jahrzehntelang als Besatzungsmacht kennengelernt hatten und diese Erfahrung auf keinen Fall wiederholen wollten. Die USA waren hingegen gar nicht so unbedingt scharf auf zusätzliche NATO-Mitglieder. konnten aber nicht prinzipiell dagegen argumentieren. Die Voraussetzung für jeden Frieden müsste also eigentlich sein, dass die Russen akzeptieren, dass sie sich selbst bei ihren Nachbarn unbeliebt gemacht haben und dies allenfalls durch viele Jahrzehnte höflicher, respektvoller und unbedingt unaggressiver Nachbarschaft allmählich gutmachen können. Jeder Versuch, mit Gewaltdrohungen seinen Standpunkt durchzusetzen, kann nur die Abneigung auffrischen und im (aus Sicht der betroffenen Nachbarn Russlands) schlimmsten Fall korrupte, aber moskauhörige Unsympathen wie Victor Orbán an die Macht bringen, nie aber zu produktiver guter Nachbarschaft führen. Die erste Alternative wurde in einem analogen Fall von Deutschland nach dem II. WK praktiziert; vielen Russen scheint hingegen die Aussicht, von allen Nachbarn gehasst zu werden, wenn sie nur gefürchtet werden, leider gar nicht unlieb zu sein.
    Klar ist zum Thema Sicherheit: Nur einer der beiden Staaten bedroht den anderen und will sich dessen Territorium aneignen. Daher hat der andere jedes Recht der Selbstverteidigung, und ein dauerhafter Friede muss die Bedrohung durch Russland beseitigen oder durch glaubhafte Abschreckung ausgleichen.
    Und was das Thema von “Nazis” und “Unterdrückung von Minderheiten” betrifft: Das Problem ist, dass viele Russen nicht akzeptieren wollen, dass die Sowjetunion Geschichte ist und dass daher jeder Russe, der außerhalb Russlands lebt, die jeweilige Staatssprache lernen sollte. Und der “Kampf gegen Nazis” ist für Russland nur ein Vorwand, missliebige Personen im Nachbarland willkürlich für Repressions- und Tötungsaktionen freizugeben. Niemand sollte diese “antifaschistische” Propaganda glauben.

    Antworten

    • Georg
      16. Dezember 2025 @ 10:04

      oh je, oh je, auweia

      Antworten

    • Karl
      16. Dezember 2025 @ 10:35

      Emmanuel Todd – Die Ursache, warum der Westen den Selbstmord der Ukraine möglich macht, ist sein Niedergang.

      Er argumentiert: “Auf die Analyse des ukrainischen Falls ist sie kaum anwendbar ” – die “Formulierung von Clausewitz: ‘Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln’.”
      [Denn:] Russische Bevölkerung im Donbass oder der Krim zu ersetzen oder sie unter ukrainische Herrschaft stellen zu wollen, und zwar gegen ein immens mächtigeres Russland, kann nicht als politisches Projekt aufgefasst werden, das mit anderen Mitteln fortgesetzt werde. Hier ist der Krieg sein eigenes Ziel, er verleiht einer Nation Sinn, in der es Politik nicht gibt: Die UNFÄHIGKEIT des ukrainischen Nationalstaats, sich zu entwickeln und einen Platz zu finden, ist es, die diesen endlosen Krieg aufrechterhält.”

      “In der Ukraine war Russisch die Sprache der Hochkultur. Ihre Ausrottung trifft daher nicht nur die russischsprachige Ukraine; es ist ein Symptom des Selbsthasses.
      … Laut David Teurtrie hat [Präsident Selenski] ‘in den letzten Jahren Gesetze erlassen, die darauf abzielen, die russische Sprache ganz aus dem sozialen Bereich zu tilgen. Seit dem Jahr 2022 und dem Kriegsbeginn ist es untersagt, in der Schule russische Schriftsteller zu lesen, Universitätsstudenten, die im Unterricht Russisch verwenden, können aus diesem Grund suspendiert werden, es gibt Geldstrafen für öffentliche Personen, wenn sie in den sozialen Netzwerken Nachrichten in russischer Sprache posten. Und gerade hat Selenski im Parlament einen Gesetzentwurf eingebracht, der ukrainische Beamte verpflichtet … Englisch zu beherrschen.’
      Diese Selbstverleugnung bringt uns auf den Begriff des Nihilismus.”

      “Jenseits der ununterbrochenen Proklamationen Kiews zu seiner Europanähe und Westlichkeit bedeutet der immerwährende Krieg mit Russland einen immerwährenden Verbleib in der Sphäre des ehemaligen Zarenreiches, wo es doch so einfach gewesen wäre, dieses zu verlassen!”

      “Nimmt man die Tatsache zur Kenntnis, dass Russen und Ukrainer sich nicht mehr verstanden, hätte die Ukraine die rein russischen Gebiete sich abspalten lassen und sich auf die Herausbildung eines rein ukrainischen Nationalstaats konzentrieren können, der von allen anerkannt und von einigen unterstützt worden wäre. Aber nach dem Jahr 2014 hat sie den Krieg fortgesetzt … sie wollte die Souveränität über die Bevölkerung einer anderen Nation behalten, und zwar einer deutlich mächtigeren Nation. … [So] zeigt die Realität, dass die Ukraine heute als Staat Selbstmord begeht. …”

      Diesen Selbstmord führt der Sozialhistoriker und Demograf in seinem Bestseller genauer aus: wirtschaftlicher, kultureller und militärischer Selbstmord, obwohl die Ukrainer sich so einvernehmlich von den Russen hätten trennen können wie die Tschechen und Slowaken nach der Implosion der Sowjetunion.

      Alles aus: Emmanuel Todd. “Der Westen im Niedergang”. 2024, S. 97-99.

      Antworten

  • Erneuerung
    16. Dezember 2025 @ 08:37

    Das aktuelle “Ergebnis” der mit viel Steuergeld abgesicherten Gespräche in Berlin ist, dass Selenskyj wohl der Nato abschwört, aber Nato-Truppen sollen einen Waffenstilstand absichern, also das glatte Gegenteil der Mainstream-Headline. Wir leben in einer geschlossenen Psychiatrie.

    Antworten

  • Guido B.
    16. Dezember 2025 @ 07:50

    Hauptsache, die westlichen Führer haben sich wieder einmal in die Arme fallen und gegenseitig verknuddeln können. Ansonsten: Der Krieg muss auf jeden Fall weitergehen. Ein weihnächtliches Peace Happening im Rahmen des Russlandfeldzugs 3.0.

    Antworten

  • Erneuerung
    15. Dezember 2025 @ 19:23

    Donbass und Krim russisch oder seperate Republiken, Sicherheitsgarantien ohne Natoländer (also z.B. mit Brasilien und Australien unter Blauhelmen und stark gesichert), Restukraine ohne Natomitgliedschaft, ohne Rassismus, mit Minderheitenschutz, ggf. EU- Mitgliedschaft NACH Erfüllung der ursprünglichen Kriterien, Reparationen heben sich gegenseitig auf, Röhrengas für die Ukraine und Europa. Unter diesen Vereinbarungen sehe ich keinen Frieden.

    Antworten

    • jjkoeln
      16. Dezember 2025 @ 08:47

      Es gibt nur einen Weg. Sicjerjeirsgaramtoen ala NATO aber kein Beitritt, keine NATO-Truppen on der UA.
      Ddue UA soll ein riesiges Heer haben, kann aber auf Jahrzehnte hinaus nur ein kleines stehendes Heer finanzieren. D.h. due wuööoge BlackRoxk Koalitionäre müssen Geld on dieses Fass ohne Boden stecken.Perfektes Umverteilungsschema.
      Wenn es nicht so abstrus wäre könnte man auf den Gedanken kommen. dass Starmer. Macron,Merz da ihren Buddies bei BöackRocl & Co einen Auftragsdienst abliefern.

      Antworten

      • ebo
        16. Dezember 2025 @ 09:22

        Tippfehler oder Absicht?

  • Stef
    15. Dezember 2025 @ 18:44

    Ich würde sagen, das Problem ist nicht nur die NATO. Das Problem sind jedwede Formen von westlichen Sicherheitsgarantien, die zur Folge haben köönten, dass westliche Truppen an den russischen Staatsgrenzen operieren. Denn solange diese Länder auch nur im Hintergrund noch über die NATO mit den USA verbunden sind, besteht immer wieder das Risiko, dass irgendwann die Stationierung von Raketen oder Atomwaffen wieder ins Spiel gebracht wird.

    Lösen lässt sich das Ganze nur, indem eine neue, europäische Sicherheitsordnung vereinbart wird. Die Betonung liegt auf vereinbart. Mit den Russen. Und nicht ohne sie.

    Antworten

    • Norge
      16. Dezember 2025 @ 09:56

      Eine neue europäische Sicherheitsordnung unter Einschluss Russlands: das ist genau der Punkt, auf den Russland in der Ära Putin stets hingearbeitet hat. Und die NATO-EU-Staaten, unter treibendem Einfluss der USA, waren immer bemüht, dieses Bestreben ins Leere laufen zu lassen mittels beruhigenden Kooperationstrukturen wie etwa dem Nato-Russland-Rat, die ihnen alle Optionen des militärischen Aufmarschs in Richtung Russlands Grenzen offenhielten, sie gegenüber Russland aber zu nichts weiter verpflichtete. Spätestens 2008 waren die Schnuller wohl ausgelutscht. Und heute hat das ganze irre Gedöns um „europäische“ Truppen in der Ukraine als angeblich alternativlose Forderung exakt den Zweck, diesen Gedanken einer neuen integralen Sicherheitsordnung als einzige wirklich dauerhafte Möglichkeit zur Befriedung des Kontinents nicht einmal in den Horizont des Denkbaren eindringen zu lassen. Übrigens: Vor kurzem hat das IPG einen für dieses Magazin der Friedrich-Ebert-Stiftung einen fast schon revolutionären Text veröffentlicht, der im Namen einer geo- und sicherheitspolitischen Unabhängigkeit Europas das Verhältnis zu den gegenwärtigen Trump-USA ganz neu bestimmt („Die herrschenden Kräfte ]der USA] haben es [das liberale Europa] zum Feind erklärt“). Es wird folglich für eine Entkoppelung von der US-bestimmten NATO plädiert und „mittelfristig“ zumindest für einen Ausgleich mit Russland. Das ist beileibe noch kein Schritt in Richtung einer neuer Sicherheitsarchitektur, könnte aber ein Einfallstor für Gedanken dieser Art sein. Aufgrund der machtpolitischen Schlagseite des Textes sollte man sich allerdings auch keine allzu großen Illusionen machen.
      Europa, d.h. dann natürlich auch und vor allem Deutschland, als echter, militärisch entsprechend potenter geopolitischer Machtfaktor ist ja bei der gegenwärtigen Struktur gesellschaftlicher Interessen nicht per se ein Friedensengel.
      Link zum Artikel „Washingtons Wurmfortsatz“, Marcus Schneider, vom 08.12
      25 http://www.ipg-journal.de/

      Antworten

  • Michael
    15. Dezember 2025 @ 18:15

    Eine Bestätigung, aber keine Neuigkeit, die selbst Trump in seinen Auslassungen gegen Biden schon angedeutet hat!
    Das Problem ist jetzt dass Starmer, Merz, Leyen, und Konsorten glauben sie könnten außerhalb des NATO. Vertrages und einer formellen NATO Mitgliedschaft der Ukraine einen gesonderten Artikel 5 auf multilateraler oder bilateraler Ebene mit der Ukraine eingehen, evtl. auch über irgendein Konstrukt im Rahmen einer EU Mitgliedschaft der Ukraine! Bleibt zu hoffen dass Russland jetzt auf der Hut ist, besonders nach den westlichen Machenschaften und Vergehen um das russische Staatsvermögen! Der sog. Westen ist durch und durch Verdorben und verlogen!

    Antworten

    • Monika
      16. Dezember 2025 @ 16:22

      lieber Michael, die Regierenden in der Russ. Föderation werden sicher auf der Hut sein. Die Tatsache, dass der jetzige Präsident der Föderation, Putin, die Erdrosselung der Föderation nach Jelzin im allerletzten Moment hat abwenden können, ist ja der Urgrund des geballten Hasses, der ihn seit Jahren dem Schaum vorm Mund der Europäer aussetzt. Er wird sich diesen trotzigen, bis zur Selbstzerstörung verrannten europäischen Rumpelstielzchen sicher “erwehren” können.
      Könnte aber wehtun.
      Vorallem dem deutschen Rumpelstielzchen…


  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-krieg-die-nato-war-ist-und-bleibt-der-entscheidende-knackpunkt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    16.12.2025

    Nachrichten von Pressenza: Gegen das gefährliche Finanzcasino können ein paar Sätze helfen

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 16. Dezember 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 16.12.2025


    Gegen das gefährliche Finanzcasino können ein paar Sätze helfen


    Marc Chesney für die Online-Zeitung INFOsperber Milliarden-Wetten gegen Unternehmen, Währungen und Staaten destabilisieren das Finanzsystem. Das Risiko tragen die Steuerzahlenden. upg. Marc Chesney ist emeritierter Finanzprofessor der Universität Zürich. In einem ersten Beitrag erklärte er, warum ihn der Finanzkapitalismus wütend macht. Die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/gegen-das-gefaehrliche-finanzcasino-koennen-ein-paar-saetze-helfen/


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    Zyklon Ditwah: Bevölkerung Sri Lankas fordert nach Klimakatastrophe Schulden- und Klimagerechtigkeit


    Sri Lanka wurde Ende November durch den Zyklon Ditwah stark verwüstet. Ersten Berichten zufolge sind Hunderte Menschen ums Leben gekommen oder werden noch vermisst, Tausende wurden obdachlos, Häuser, Infrastruktur und Lebensgrundlagen wurden schwer beschädigt. Als Reaktion darauf fordern soziale und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/zyklon-ditwah-bevoelkerung-sri-lankas-fordert-nach-klimakatastrophe-schulden-und-klimagerechtigkeit/


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    Wütende Proteste der italienischen Stahlarbeiter – Von der Meloni Regierung gibt es nur Tränengas und keine Antwort auf die Krise!


    Europa erlebt einen Aufschwung der Klassenkämpfe von unten. In Belgien, Griechenland, Italien und Spanien gab es in den letzten Wochen und Monaten landesweite Streiks begleitet von Massendemonstrationen gegen Kürzungshaushalte, Verschlechterungen bei den Renten, gegen Abbau von Arbeitsplätzen und gegen Verlängerung der&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/wuetende-proteste-der-italienischen-stahlarbeiter-von-der-meloni-regierung-gibt-es-nur-traenengas-und-keine-antwort-auf-die-krise/


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    Francesca Albanese: Gewinnerin des Lay Down Your Arms Award


    Ein alternativer Friedenspreis im Einklang mit dem Willen von Alfred Nobel Die jährliche Verleihung des Friedensnobelpreises findet am 10. Dezember in Oslo, Norwegen, statt. Als ein Symbol für die Heuchelei des Westens wurde der Friedensnobelpreis 2025 umstrittenerweise an Maria Corina&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/francesca-albanese-gewinnerin-des-lay-down-your-arms-award/


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    EU-Lieferkettengesetz bis zur Unkenntlichkeit verwässert


    Abschwächung folgt auf aggressives Lobbying von US-Ölkonzernen &#8211; Menschenrechtsorganisationen verurteilen Kniefall der EU-Institutionen und fordern Notbremse für Omnibus. Das EU-Lieferkettengesetz wird abgeschwächt und wird künftig nur noch für Unternehmen ab 5.000 Mitarbeiter:innen und einem Jahresumsatz ab 1,5 Milliarden Euro gelten.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/12/eu-lieferkettengesetz-bis-zur-unkenntlichkeit-verwaessert/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    16.12.2025

    Economists for Future
    Warum die Energiewende droht, neue Monopole zu schaffen

    makronom.de, vom 15. Dezember 2025, SILVIA WEKO, Energie & UmweltDie Energiewende ist als gesellschaftliches und ökologisches Projekt gedacht. Doch Tech-Giganten wie Google, Amazon und Microsoft sind auf dem Weg, durch die Kontrolle von Energiedaten und KI die ökonomischen Gewinne einzufahren.


    Bild: Pixabay


    Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum steht die Wirtschaft – und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, inwiefern dieser Wandel by disaster geschieht oder uns by design gelingt.

    Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen in der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich zeigen sie Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften auf und geben Impulse für eine plurale Ökonomik, die sozial-ökologische Notwendigkeiten ernst nimmt.

    Die Kooperation mit Economists for Future e.V. begann im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Staffel mit wechselnden Themenschwerpunkten. Die siebte Ausgabe widmet sich der Frage, wie sich soziale Sicherheit im Spannungsfeld von Klimakrise und wirtschaftlicher Transformation neu denken lässt. Was braucht es aus ökonomischer Perspektive, um sozialer Spaltung sowie dem Erstarken autoritär-nationalistischer Tendenzen entgegenzuwirken? Und wie können Wohlfahrtsstaat, Eigentumsverhältnisse, Versorgungssysteme und Institutionen so gestaltet werden, dass demokratischer Zusammenhalt, ökologische Stabilität und ökonomische Resilienz gestärkt werden?

    Alle bisher erschienenen Beiträge der Economists for Future-Reihe finden Sie hier.


    Die Energiewende ist eine Chance für die gesellschaftliche Transformation. Sie sollte dazu beitragen, die Macht der großen Ölkonzerne abzubauen, lokale Wertschöpfung zu schaffen und die demokratische Kontrolle über Energiesysteme zu stärken. Diese Möglichkeiten ergeben sich, weil Brennstoffe wie Gas und Öl von bestimmten Akteuren (Staaten und/oder Firmen), die ein geografisches Gebiet mit Ressourcen kontrollieren, monopolisiert werden können. Im Gegensatz dazu sind Sonne und Wind überall verfügbar – und größtenteils nicht zu monopolisieren: Haushalte, Firmen und andere Akteure können deshalb ihren eigenen Strom produzieren.

    Es wird häufig argumentiert, dass durch diese breitere Verteilung von erneuerbaren Energieressourcen ein demokratischeres Energiesystem entstehen kann („Energy Democracy”, siehe Szulecki, 2018). Ich argumentiere aber, dass Macht und Wertschöpfung nicht automatisch mit Energiequellen verbunden sind; sondern davon abhängen, wer über neue Infrastrukturen und Technologien verfügt. Daher birgt die Energiewende neue Möglichkeiten zur Monopolisierung von wichtigen Daten mit Hilfe Künstlicher Intelligenz.

    Warum Daten und KI für die Energiewende wichtig sind

    Erneuerbare Energiesysteme benötigen aus zwei Gründen Daten und KI. Erstens durch die steigende Nachfrage durch Elektrifizierung und die sogenannte Sektorkopplung, also die Verbindung der Bereiche Wärme, Verkehr und Industrie mit dem Stromnetz. Da diese Sektoren von fossilen Brennstoffen auf Strom umsteigen, steigt die Nachfrage danach enorm und wird schwieriger vorherzusagen.

    Der zweite Grund ist die periodische Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien: Da es zu bestimmten Tageszeiten ein erhöhtes Angebot an erneuerbaren Energien gibt, soll die Nachfrage dem Angebot angepasst werden. Das unterscheidet sich von der bisherigen Herangehensweise, wo das Angebot an fossilem Strom einfach der Nachfrage angepasst wird. Die gestiegene Nachfrage aus verschiedenen Sektoren mit einem fluktuierenden Stromangebot zu bedienen, ist daher kompliziert und erfordert große und detaillierte Datenmengen, um Vorhersagemodelle zu trainieren.

    Diese Modelle ermöglichen es, Entscheidungen darüber zu treffen, wann beispielsweise die Akkus von Elektroautos geladen oder sie ihren Ladestrom wieder zurück ins Stromnetz einspeisen sollen. Eine entscheidende Frage der Energiewende ist somit, wem die energiebezogenen Daten, die Rechenleistung und die künstliche Intelligenz gehören (Weko, 2024). Derzeit befinden sich diese zentralen Ressourcen zum Training dieser Modelle vor allem unter der Kontrolle großer Technologieunternehmen wie Amazon, Google und Microsoft.

    Diese Unternehmen haben in anderen Sektoren bereits Monopole aufgebaut, die auf der Kontrolle immaterieller Vermögenswerte beruhen (Durand & Milberg, 2020, Rikap, 2023). Dazu gehören Daten, Algorithmen, Software und andere Formen digitaler Infrastruktur. Sie haben durch ihre Cloud-Dienste Macht und Einfluss auf die globale Wirtschaft und Politik gewonnen.

    Die Energiewende und die Abhängigkeit von Big Tech

    Die „Cloud“ ist im Grunde genommen eine Datensammlung, die in den Rechenzentren der Unternehmen gespeichert und analysiert wird. Anstatt dass jedes Unternehmen eigene Datenzentren betreibt, ist diese Form der Datenverwaltung oft effizienter als eine individuelle Datenverwaltung, da Größenvorteile entstehen. Die physische und digitale Komponente von Clouds werden mit der Zentralisierung effizienter. Rechenzentren sind umso effizienter, je mehr Nutzer sie haben, weil die Besitzer der Rechenzentren die Speicherkapazität und Rechenleistung optimal verteilen können. Das bedeutet auch, dass Cloud-Infrastrukturunternehmen die Nutzung ihrer Rechenzentren optimieren können, um das Beste aus ihren Anlagen herauszuholen. Einige Cloud-Unternehmen nutzen diese Flexibilität zudem, um stromintensive Vorgänge auf Tageszeiten zu verlegen, zu denen Energie billiger oder umweltfreundlicher ist.

    Gleichzeitig führt dies jedoch zu einer starken Abhängigkeit von Big Tech, da die zugrundeliegenden Systeme und Technologien eine Black Box sind. Akteure, die „Cloud-Dienste“ nutzen, bauen ihre täglichen Operationen auf diese Infrastrukturen auf, können dann aber nur mit viel Aufwand wechseln. Diese Abhängigkeit schafft komplexe Beziehungsgeflechte, in denen sowohl Unternehmen als auch Staaten auf die Infrastrukturen von Cloud-Giganten angewiesen sind. Selbst große und innovative Firmen geraten in Abhängigkeit von diesen Plattformen (Franco et al., 2024, Franco et al., 2023). Firmen, die KI-Cloud-Dienste nutzen, können auch ohne Zugang zu ihren Daten zur Informationsquelle für Google, Amazon und Microsoft werden. Ihre Algorithmen lernen und verbessern sich durch das Behandeln von Daten, auch wenn diese Daten verschlüsselt sind (Lauter, 2022).

    Dasselbe gilt für den Energiesektor: Viele Akteure in diesem Bereich nutzen die Cloud-Dienste großer Technologieunternehmen, um Energiesysteme zu steuern und Innovationen zu entwickeln. Diese Dynamik führt dazu, dass Cloud-Giganten von ihren Daten lernen und eigene Innovationen für Energiesysteme entwickeln.

    Cloud-Giganten fördern aktiv einen „lock-in“ in ihre Cloud-Infrastruktur für verschiedene Energie-Akteure. Ein Beispiel dafür sind sogenannte „Cloud Grants“, also finanzielle Förderungen oder kostenlose Nutzung von Cloud-Services im Rahmen von Start-up-Wettbewerben von Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure. Start-ups, die an solchen Programmen teilnehmen, entwickeln ihre grünen Innovationen auf der Cloud-Infrastruktur der großen Technologieunternehmen. Dadurch werden sie langfristig von diesen Anbietern abhängig (Rikap & Weko, 2025).

    Anhand eines Beispiels von Google im Zusammenhang mit Übertragungsnetzbetreibern wird diese Entwicklung deutlich. „Tapestry“ ist ein Projekt von Google X, Technologien für Stromnetze zu entwickeln (visualisieren und planen). Verschiedene Übertragungsnetzbetreiber, unter anderem der chilenische „Coordinador Eléctrico Nacional“ arbeiten mit Tapestry und teilen ihre Daten, um eine nahezu in Echtzeit funktionierende Virtualisierung des Stromnetzes zu entwickeln und neue Werkzeuge für die Netzplanung zu schaffen. Tapestry erhält dabei Zugriff auf wertvolle Daten, die zur Weiterentwicklung ihrer Modelle dienen. Seit September 2024 basiert die Netzplanung des chilenischen Betreibers vollständig auf den Systemen von Tapestry. Tapestry wiederum nutzt Google Cloud und Deepmind für ihre Modelle, und arbeitet auch eng mit anderen Energieakteuren in den USA zusammen. Das heißt: Google spielt bei der Planung von Energiesystemen zunehmend eine wichtige Rolle, was der Konzern eventuell zu seinen Gunsten nutzen kann.

    Auch in anderen Bereichen des Energiesystems geraten innovative und große Firmen in die Abhängigkeit von Cloud-Giganten. Diesen Firmen sehen die Cloud als günstige Alternative und bauen ihre eigenen digitalen Infrastrukturen ab. Beispielsweise hatte das dänische Windkraftunternehmen Vestas früher hohe Kapazitäten für Energie-Modellierung: Vestas entwickelte eigene Modelle auf dem Supercomputer „Firestorm“, der einer der schnellsten privatwirtschaftlich genutzten Computer der Welt war. Aber im Jahr 2021 begann Vestas, seine Modelle auf der Cloud-Plattform Azure von Microsoft auszuführen und verlagerte 2024 schließlich seine gesamte Modellierung dorthin.

    Gleichzeitig entwickeln die großen Technologieunternehmen eigene Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien, um ihren Profit zu steigern. Ein Beispiel ist Amazon, das in den Bereichen Windenergie, Solarenergie, Batterietechnologie und Elektromobilität aktiv ist. Amazon begann 2016, erneuerbare Energietechnologien für seine eigenen Datenzentren auszubauen – in 2025 hat der Konzern mehr als 25 Gigawatt Kapazität. Um seinen Energieverbrauch möglichst effizient zu steuern, gründete Amazon ein eigenes Team namens „Renewable Energy Operations“ (REO), das mit KI die Nutzung und Produktion von Stromressourcen optimiert. Solche Innovationen sind für Cloud-Giganten wichtig, weil Stromkosten und Nachhaltigkeit für KI zunehmend ein Thema sind. Gleichzeitig werden Innovationen an anderen Unternehmen und Energieakteure verkauft, wodurch neue Abhängigkeiten und Renditen entstehen.

    Digitale Infrastruktur gehört in die öffentliche Hand

    An dieser Stelle könnte man einwenden: Wo ist das Problem? Big-Tech-Firmen interessieren sich fürs Klima, und Energieakteure können durch ihre Technologien und Produkte effizienter arbeiten. Das Problem ist allerdings, dass solche Entwicklungen längerfristige Abhängigkeitsbeziehungen schaffen. Die Literatur zu diesen Technologieunternehmen demonstriert, dass Unternehmen, die ihre Systeme auf den Cloud-Plattformen von Cloud-Giganten aufbauen, in sogenannte Lock-in-Situationen geraten. Sie können die Plattformen nicht ohne hohen Aufwand wechseln und sind gezwungen, steigende Preise für Infrastruktur und Innovationen zu akzeptieren. Zudem behindern die großen Technologieunternehmen Wettbewerb, indem sie kleinere Konkurrenten aufkaufen oder deren Entwicklung behindern (Durand & Milberg, 2020; Rikap, 2023; Rikap & Lundvall, 2022).

    Diese Prozesse wirken sich auch auf die ökologische Transformation aus. Obwohl die Energiewende als gesellschaftliches und ökologisches Projekt gedacht ist, können durch die Monopolisierung von Daten und KI große Technologieunternehmen die ökonomischen Gewinne einfahren. Außerdem versuchen Big-Tech-Firmen durch die Verbreitung von Narrativen über den „richtigen“ Transformationspfad – der ihren Interessen dienen –, die sozio-ökologische Transformationen zu steuern (Rikap & Weko, 2025). Dadurch wird nicht nur die Energiewende, sondern die gesamte Umwelt zu einem weiteren Feld, in dem Tech-Monopole ihre Macht sichern und ausbauen.

    Eine zukunftsfähige Ökonomie sollte jedoch anders aussehen. Sie sollte lokale Wertschöpfung fördern, insbesondere auch in Europa, und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit geben, Innovationen zu entwickeln. Sie sollte demokratisch gestaltet sein und sich sowohl von „Big Oil“ als auch von „Big Tech“ lösen.

    Es sind daher politische Maßnahmen notwendig, um Monopole strenger zu regulieren. Der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union ist ein Schritt in diese Richtung, weil er versucht, den Lock-in-Effekt zu bekämpfen, indem Cloud-Anbieter verpflichtet werden, den Wechsel zu anderen Anbietern zu ermöglichen. Allerdings besitzen die Cloud-Giganten Google, Amazon und Microsoft 70% des Marktanteils in Europa, was es schwierig macht, einen anderen Anbieter zu finden. Obwohl andere Akteure (in Deutschland zum Beispiel „Schwartz Digits“) versuchen, ihre eigenen Cloud-Dienste aufzubauen, ist es quasi unmöglich, mit Google, Amazon und Microsoft zu konkurrieren. Bestehende Cloud-Giganten haben nicht nur die bestehende Infrastruktur, sondern schon auch über Jahrzehnte Daten gesammelt und bearbeitet, die besten Start-ups gekauft und globale Wissenschaftssysteme so gesteuert, dass sie ein Monopol auf Wissen besitzen (Rikap, 2023).

    Es wäre also notwendig, bestehende Monopole aktiv aufzubrechen und Cloud-Dienste von den Plattformunternehmen organisatorisch zu trennen. Dazu müssen durch internationale Zusammenarbeit zuverlässige, öffentliche Alternativen zu den US-Cloud-Giganten geschaffen werden.

    Es gibt in Europa schon Versuche, solche Alternativen aufzubauen, zum Beispiel die Gaia-X-Initiative. Deren ursprüngliche Idee war, durch aktive Industriepolitik eine europäische Infrastruktur aufzubauen. Die Cloud-Giganten stiegen allerdings schnell in das Projekt ein und hielten es mit einer Diskussion um Standards und Interoperabilität klein (Obendiek & Seidl, 2023). Alternative Initiativen müssen wieder in die Hände des öffentlichen Sektors, weil die Cloud eine öffentliche Infrastruktur wie Energie und das Transportwesen ist: Ohne diese digitale Infrastruktur funktioniert die moderne Wirtschaft nicht.

    Wenn gewinnorientierte private Akteure diese Infrastrukturen monopolisieren, wird die Cloud immer private Interessen bedienen. Eine öffentliche Cloud könnte allerdings auch so gestaltet werden, dass ihre Einnahmen und die daraus entstehenden Innovationen der Allgemeinheit zugutekommen (Rikap et al., 2024). Auf diese Weise würde sie nicht ausschließlich den Interessen großer Technologieunternehmen dienen, sondern zur Förderung gemeinschaftlicher und demokratischer Strukturen beitragen.

    Nur wenn diese Schritte umgesetzt werden, kann die Energiewende tatsächlich zu einer gerechten, nachhaltigen und demokratisch kontrollierten Transformation werden. Andernfalls droht sie, zu einem weiteren Feld zu werden, in dem Macht und Profit in den Händen weniger konzentriert bleiben, während die gesellschaftlichen Versprechen der Energiewende unerfüllt bleiben.

     

    Zur Autorin:

    Silvia Weko ist seit 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitspolitik der FAU Erlangen-Nürnberg, wo sie im NFDI4Energy Projekt forscht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Politik der Nachhaltigkeitswende und die verschiedenen Akteure, die darauf abzielen, die Schaffung und Verteilung von wirtschaftlichem Wert zu gestalten. Ihre Dissertation schloss sie 2023 an der Universität Erfurt am Graduiertenzentrum für effektive und innovative Politikgestaltung in umstrittenen Kontexten (EIPCC) ab und wurde dafür mit dem 2. Platz des Deutschen Studienpreises ausgezeichnet.


    Info: https://makronom.de/warum-die-energiewende-droht-neue-monopole-zu-schaffen-50378?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=warum-die-energiewende-droht-neue-monopole-zu-schaffen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    16.12.2025

    „Eine neue Ära der Führung“     Wirtschafts- und Verteidigungsministerium beraten mit Vertretern der Rüstungsindustrie und der zivilen Wirtschaft über die Möglichkeiten, Deutschlands industrielle Basis in militärische Stärke zu übersetzen.

    BERLIN (Eigener Bericht) – Mit einem „strategischen Industriedialog“ und auf der Basis eines neuen Strategiepapiers aus dem Bundeswirtschaftsministerium sucht Berlin Deutschlands kriselnde industrielle Potenziale in die Rüstungsindustrie zu lenken und damit militärische Stärke zu gewinnen. Anfang Dezember luden das Wirtschafts- und das Verteidigungsministerium neben der Rüstungsindustrie erstmalig auch die zivile Wirtschaft zum „strategischen Industriedialog“ nach Berlin. Ergebnis des Treffens war die Ankündigung, Deutschlands gesamtes industrielles Potenzial – auch das zivile – müsse für den Aufbau rüstungsindustrieller Fähigkeiten mobilisiert werden. Zum selben Resultat war bereits im November ein vom Bundeswirtschaftsministerium einberufenes Beratergremium gekommen. Europas Rüstungsindustrie müsse unter deutscher Führung erstarken, hieß es in einem von ihm erstellten Strategiepapier; technologische Überlegenheit und die serielle Massenproduktion von Kriegsgerät seien unerlässliche Vorrausetzungen geopolitischer Macht. Sollte die rüstungsindustrielle Restrukturierung der deutschen Wirtschaft gelingen, stehe das Land vor einer neuen „Ära der sicherheitsgetriebenen technologischen und wirtschaftlichen Führung“.


    Zitat: Gemeinsam für Aufrüstung

    Einen „strategischen Industriedialog“ mit dem Verteidigungsministerium führt der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), die Lobbyorganisation der deutschen Rüstungsbranche, bereits seit 2014; der Ursprung des Formats lag demnach in der Eskalation des Machtkampfs gegen Russland um die Ukraine. Neu an dem diesjährigen Spitzentreffen war allerdings, dass neben der Rüstungsindustrie auch die zivile Wirtschaft eingebunden wurde. Das Verteidigungsministerium gibt an, die „gesamte Bandbreite der Industrie an einen Tisch“ gebracht zu haben.[1] Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Gespräche war die Frage, wie die zivile und die militärische Industrie ihre Potenziale besser verzahnen können. Dabei streben Bundesregierung und Industrieverbände eine „enge Vernetzung“ an – bis hinein in „Forschung und Entwicklung“.[2] Die Trennung von Rüstungsindustrie und ziviler Wirtschaft „macht keinen Sinn“, behauptete Verteidigungsminister Boris Pistorius.[3] Die „Übergänge“ seien „nur noch fließend“, ergänzte Bundeswirtschaftsministerin Reiche.[4]


    Die Krise als Chance

    In der Verzahnung von Zivil- und Militärindustrie liege das „eigentliche Potenzial“ für die deutsche Hochrüstung, urteilte auf dem Treffen auch Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Dabei müsse die zivile Industrie „Kompetenzen für die Bedienung der Truppe“ erarbeiten.[5] Deutschland als „drittgrößte Industrienation der Welt“ habe ein „Potenzial, um das uns sehr viele auf der Welt nach wie vor beneiden“, erklärte Verteidigungsminister Pistorius. Deutsche Konzerne müssten weiterhin „weltweit vorne mitspielen“ – beispielsweise, indem sie sich zusammentäten und sich im Ausland „gemeinsam“ um die „begehrten Rohstoffe bemühen“, etwa Seltene Erden, die auch für die Rüstungsindustrie unverzichtbar sind.[6] Der erhebliche Bedarf an neuen Angestellten in der Rüstungsindustrie könne aus dem Personal gedeckt werden, das seine Arbeitsplätze aufgrund der umfassenden Krise der deutschen zivilen Industrie verliere.[7] Durch die Verlagerung in die Rüstungsindustrie würden nicht nur Arbeitsplätze erhalten und „Wirtschaftswachstum“ gesichert, hieß es weiter. Indem zivile Produktionskapazitäten „gezielt auf militärische Anwendungen übertragen“ würden, könne laut Wirtschaftsministerin Reiche eine „schlagkräftige“ Rüstungsindustrie aufgebaut werden. Die kriselnde Autoindustrie etwa verfüge „über Kompetenzen, die derzeit im Verteidigungsbereich dringend gebraucht werden“.[8]


    „Was fürs Land tun“

    Reiche zufolge liegt die Priorität darauf, „Handlungsfähigkeit“ zu schaffen. Neben dem „Kapazitätsausbau“ in der Rüstungsproduktion bedürfe es dazu auch der „Resilienz“.[9] Pistorius betonte, die Bundeswehr sei „nur so gut, wie die Gesellschaft und die Wirtschaft funktioniert“. Hohe Bedeutung besitze die „Massenfertigung von Drohnen und Munition“. Entscheidend seien nicht nur das „Endprodukt“ in den Beständen der Bundeswehr, sondern die Produktionskapazitäten der gesamten Wertschöpfungskette.[10] Dafür seien bereits jetzt nicht nur verlässliche Abnahmezusagen der Bundeswehr für hohe Stückzahlen, sondern auch Zusagen für andere Absatzmärkte unerlässlich; die Industrie müsse wissen, in welche Dimensionen sie ihre „Kapazitäten in einem solchen Upscaling-Prozess“ orientieren müsse, forderte BDSV-Vorstand Hans Christoph Atzpotien. Er hoffe, es werde der deutschen Rüstungsindustrie gelingen, die gesteigerte Produktion „wo immer möglich“ auch auf dem europäischen Markt abzusetzen. Hunderte deutsche Unternehmen hätten sich bereits bei seinem Verband gemeldet und wollten „bei der Rüstung mitmachen“, berichtete Atzpodien – und zwar nicht nur, weil es in der Rüstungsbranche „Geld gibt, sondern auch weil man was fürs Land tun will“.[11] Der nächste „strategische Industriedialog“ ist bereits für nächstes Frühjahr angekündigt.


    Industrielle Mobilisierung

    Zur Unterstützung des „raschen Hochlaufs“ der deutschen Rüstungsindustrie hat Bundeswirtschaftsministerin Reiche ein vierköpfiges, prominent besetztes Beratergremium einberufen, das in einem Strategiepapier einen Rahmen für den Ausbau der Waffenschmieden konzipiert. Darin heißt es, „Verteidigungsfähigkeit“ sei „die Fähigkeit, sich durchzusetzen, lange durchzuhalten und im Ernstfall auch zu siegen“. Deutschland sei im globalen „technologischen Wettlauf zurückgefallen“. Deshalb müsse der deutsche Staat „Verteidigungsinvestitionen“ als „strategischen Hebel“ nutzen. Die „industrielle Mobilisierung“ sei eine „generationenübergreifende Chance, technologische Souveränität, wirtschaftliche Stärke und strategische Handlungsfähigkeit für Deutschland und Europa“ zu erreichen. Technologische „Überlegenheit und die Produktionsfähigkeit hoher Stückzahlen an Waffensystemen“ seien entscheidend für „geopolitische Macht“ im globalen Kräftemessen. Im modernen Krieg gewinne der, „der seine Frontstreitkräfte am schnellsten mit Technologie in relevanten Stückzahlen versorgt“.[12]


    Europas Vormacht

    Dementsprechend fordern die Experten von Deutschlands politischen und industriellen Spitzen, für den Spannungs- und den Kriegsfall müssten neue Produktionskapazitäten in der Rüstungsindustrie „aufgebaut und vorgehalten“ werden. Man benötige eine „aktive industrielle Kapazitätsplanung“ im Bereich Rüstung mit „exakten Jahresangaben“. Um die „industrielle Basis nachhaltig“ zu stärken, setzen die Berater auf Exportorientierung und zudem auf das „gezielte“ Einbinden der ukrainischen Rüstungsindustrie in europäische Lieferketten. Dabei müssten die Rüstungsausgaben, damit sie in eine „eigene strategische Handlungsfähigkeit“ mündeten, immer zugleich auch „Investitionen in europäische Souveränität sein“, „um Europas Handlungsfähigkeit unabhängiger von den USA zu sichern“. Es gehe darum, „sowohl die Bundeswehr [zu] befähigen als auch die Grundlage für eine gemeinsame europäische Verteidigungsökonomie [zu] legen“ – und zwar „mit Deutschland in einer Führungsrolle“. „Europa und Deutschland innerhalb Europas werden erstarken“, prognostizieren die Experten. Die Bundesrepublik werde damit „in eine neue Ära der sicherheitsgetriebenen technologischen und wirtschaftlichen Führung“ eintreten.[13]


    Neue Macht, neue Rüstungsindustrie

    Das Bestreben, Deutschlands globale – inzwischen allerdings schwindende – ökonomische Spitzenposition auch in entsprechende militärische Stärke zu übersetzen, ist nicht neu. Basierend auf dem Schlüsselpapier „Neue Macht – Neue Verantwortung“ hatten deutsche Spitzenpolitiker ab 2013 öffentlichkeitswirksam gefordert, Deutschlands ökonomische Macht auf dem Weltmarkt müsse auch in politische und militärische Macht auf globaler Ebene münden.[14] Die Forderung, Deutschland solle sich als Führungsmacht in Europa machtpolitisch von den USA emanzipieren, hatte insbesondere während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump unter den Schlagworten der „strategischen Autonomie“ bzw. der „europäischen Souveränität“ an Fahrt aufgenommen. Finanzielle Mittel für die Aufrüstung nicht in den Kauf marktfertiger Waffensysteme aus den USA zu stecken, sondern stattdessen gezielt in den Aufbau einer eigenständigen deutschen bzw. europäischen Rüstungsindustrie, war schon damals eine Kernforderung der Strategischen Autonomisten.[15]

     

    [1] Bundesregierung und Industrie beraten zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen. bmvg.de 02.12.2025.

    [2] Auftaktveranstaltung „Industrie im Dialog für Sicherheit“. Pressemitteilung des Bundesverteidigungsministeriums 02.12.2025.

    [3] Statement von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [4] Statement von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [5] Statement von BDI-Präsident Peter Leibinger bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [6] Statement von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [7] Bundesregierung und Industrie beraten zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen. bmvg.de 02.12.2025.

    [8] Statement von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [9] Bundesregierung und Industrie beraten zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen. bmvg.de 02.12.2025.

    [10] Statement von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [11] Statement von BDSV-Präsident Hans Christoph Atzpodien bei der Pressekonferenz nach dem Industriedialog im Bundesverteidigungsministerium am 02.12.2025.

    [12], [13] Nico Lange, René Obermann, Joachim von Sandrart, Moritz Schularick: Eine neue Strategie für Verteidigungswirtschaft, Technologieführerschaft und Wachstum. bundeswirtschaftsministerium.de 05.11.2025.

    [14] S. dazu Die Neuvermessung der deutschen Weltpolitik.

    [15] Vgl. exemplarisch: Barbara Lippert, Nicolai von Ondarza, Volker Perthes (Hg.): Strategische Autonomie Europas. Akteure, Handlungsfelder, Zielkonflikte. SWP-Studie 2019/S 02. Berlin, 01.02.2019. S. auch Kampf um den Weltmachtstatus.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10238


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    16.12.2025

    Ruttes selbsterfüllende Prophezeiung vom Krieg gegen Russland droht mit bösem Ende für Europa

    freedert.online, 16 Dez. 2025 06:01 Uhr, Von Pjotr Akopow

    NATO-Rutte malt bei seinem Bemühen, den Europäern Angst vom Russen zu machen, den nächsten großen schrecklichen Krieg an die Wand – und ruft die Geister der Großväter an, die den vorigen erlebten. Man muss Rutte korrigieren. Erstens: Damals fiel das vereinte Europa in Russland ein, und darauf läuft es auch jetzt hinaus. Zweitens: So wie jener Krieg gegen Russland wird der nächste sicherlich nicht verlaufen.


    Ruttes selbsterfüllende Prophezeiung vom Krieg gegen Russland droht mit bösem Ende für Europa© RIA Nowosti


    Symbolbild, "KI"-generiert: Stellt der NATO-Generalsekretär sich etwa so einen Krieg gegen Russland vor? Das wäre für ihn noch der beste Ausgang.






    "Wir sind Russlands nächstes Ziel und bereits in Gefahr",

    erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Die Transatlantiker (wenn in dieser Qualität nun auch ein Stück weit verwaist – Anm. d. Red.) schüchtern die Völker Europas seit langem mit der sagenumwobenen "russischen Bedrohung" ein, und die jüngste Äußerung aus einer ganzen Reihe, die der donnerpolternde Niederländer von sich gab, hätte man auch leicht ignorieren können. Doch diesmal fand er ein neues Argument, um seine Waffenbrüder aufzustacheln.

    Beim Berliner Forum der Münchner Sicherheitskonferenz beklagte Rutte die vermeintliche europäische Leichtsinnigkeit:

    "Zu viele geben sich der Selbstberuhigung hin, erkennen die Dringlichkeit der Lage nicht und glauben, die Zeit spiele für uns."

    Dem sei nicht so, mahnte der Generalsekretär – vielmehr sei es Zeit, zu handeln. Schließlich habe Putin erneut mit dem Aufbau eines Imperiums begonnen. Und das auch noch unter Umständen, die Europas Lage zusätzlich erschweren – nämlich:

    "China ist Russlands Lebensader."

    Europa müsse also dringend die von Moskau ausgehende Bedrohung erkennen, die Verteidigungsausgaben rasch erhöhen und die Rüstungsproduktion schnellstens hochfahren. Andernfalls "müssen wir uns auf einen groß angelegten Krieg vorbereiten, der jedes Haus betreffen könnte":

    "Es könnte ein Krieg von demselben Ausmaß sein wie der, den unsere Großväter und Urgroßväter erlebt haben."

    Rutte stimmt Europäer auf "Krieg, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben" ein



    Rutte stimmt Europäer auf "Krieg, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben" ein





    Anders ausgedrückt: Um einen Krieg mit Russland zu verhindern, müsse man sich im Eiltempo bewaffnen – sonst wird es Europa wie den Großvätern ergehen.

    Man will ja nicht unbescheiden wirken, aber hier drängt sich doch eine ganz kleine Frage so ein bisschen auf: Welche Großväter denn genau? Nicht einmal Ruttes Großvater, sondern bereits sein Vater erlebte den Zweiten Weltkrieg schon als Erwachsener – er war 30 Jahre alt. Er verlor seine erste Frau im Sommer 1945 in einem japanischen Konzentrationslager in Niederländisch-Indien (dem heutigen Indonesien) und kehrte erst später in die Niederlande zurück, wo er ihre Schwester heiratete, die die Mutter des späteren niederländischen Ministerpräsidenten und NATO-Generalsekretärs wurde. Ruttes Vater fand sich somit zu keinem Zeitpunkt unter deutscher Besatzung wieder, daher ist unbekannt, ob er (wie viele Niederländer) in den Reihen der SS-Divisionen gelandet wäre oder ob er sich in stillschweigendem Nichteinverständnis mit dem Hitler-Regime ins innere Exil begeben hätte. Das ist auch nicht wichtig – wichtig ist, dass der Krieg, von dem Rutte jetzt spricht, nicht von Russland entfesselt wurde, sondern von Europäern. Und zwar zuerst in Europa selbst, von wo er sich dann nach Osten ausbreitete, wo unter anderem auch niederländische SS-Divisionen kämpften.


    Merz und die Lügen über München





    Meinung

    Merz und die Lügen über München






    Ganz recht – falls es jemand vergessen hat: Es war ein vereintes Europa (unter Hitler), das Russland angriff, um es schnell zu zerschlagen und sich anschließend in aller Ruhe die Kontrolle über die nahegelegene, aber unzugängliche Insel zu sichern, die zufällig auch das größte Imperium der Welt war. Doch in Russland blieben die Europäer zunächst stecken, nur um sich vier Jahre eines furchtbaren Krieges später eben den Russen in Berlin und Wien gegenüberzusehen. Ja kam denn auch damals das berüchtigte Russische Reich so gänzlich ungebeten zu ihnen, also genau das Reich, das Putin jetzt gerade aufbauen soll, wenn man den Mainstream-Politikern der EU glauben will? Natürlich, genau wie damals im Jahre 1814, als Paris den "sturmwütigen Kosaken" zum Opfer fiel.

    Ja nee – is' klar.

    Nun geschieht also dasselbe wieder – Europa hat sich erneut entschieden, nach Osten zu expandieren, und zwar billig, auf Kosten des Blutes anderer: Es nutzt die Tragödie der Teilung und des Chaos in der russischen Welt aus und hat es auf die Ukraine, also den westlichen Teil des großen historischen Russlands abgesehen. Und nun, da die "Europäisierung" der Ukraine gescheitert ist, fällt Europa nichts Besseres ein, als die altbekannte Leier anzustimmen:

    "Alle zu den Waffen, der Feind steht vor den Toren, die Russen greifen uns gleich an!"

    Versuche, dies argumentativ zu widerlegen, haben keinen Sinn: Ganz gleich wie oft wir wiederholen, dass wir keine Angriffspläne gegen Europa (einschließlich unserer ehemaligen Provinzen wie dem Baltikum) haben – diejenigen, die tief sitzende russlandfeindliche Komplexe hegen, werden doch eh nicht zuhören. Europa wird niemals zugeben, dass es praktisch immer der Initiator von Kriegen mit Russland war, weil es uns als eine andere Zivilisation (wenn überhaupt) betrachtet, auf jeden Fall aber als minderwertig. Für Europas Eliten sind wir schlicht eine ständige infernale Bedrohung – und Angriffe gegen uns werden stets mit der Prämisse gerechtfertigt, dass "man doch dieses Damoklesschwert beseitigen, die russische Bedrohung abwenden, den Kontinent vor den östlichen Barbaren sichern" müsse.


    Wie Russland in der Welt angesehen wird





    Meinung

    Wie Russland in der Welt angesehen wird






    Tatsache ist jedoch, dass jetzt selbst dieses altbekannte Modell nicht mehr funktioniert – und Rutte irrt sich, wenn er den Europäern mit einer Wiederholung der Schrecken des Zweiten Weltkriegs Angst macht und Putin im Grunde mit Hitler gleichsetzt. Sie werden so etwas nicht noch einmal ertragen müssen (außer, sie führen in Zukunft einen ähnlich blutigen Krieg untereinander). Russland wird nämlich definitiv keine direkten Kriege in der alten Form mehr gegen Europa führen – wir können keine langen, blutigen Jahre gebrauchen. Wie Wladimir Putin kürzlich so deutlich sagte: Wenn Europa Krieg will, sind wir bereits darauf vorbereitet – aber er wird so kurz sein, dass wir danach sehr wahrscheinlich schlicht niemanden mehr haben werden, mit dem wir verhandeln könnten. Rutte weigerte sich übrigens, diese Aussage zu kommentieren – sehr schade drum. Denn das wäre viel klüger gewesen, als die Europäer an ihre Großväter und Urgroßväter zu erinnern. Die Europäer werden nicht das durchmachen müssen, was ihre Großväter durchgemacht haben, denn es mag durchaus angehen, dass sie einen neuen Krieg mit Russland schlichtweg nicht überleben werden.

    Übersetzt aus dem Russischen. Erschienen bei "RIA Nowosti" am 13. Dezember 2025.

    Pjotr Akopow ist ein russischer Historiker und Geschichtsarchivar (Absolvent des Moskauer Staatlichen Geschichtsarchivarischen Instituts). Seit einer Geschäftsreise in die damalige Bürgerkriegszone Südossetien im Jahr 1991 schreibt er als Journalist für zahlreiche Medien: "Golos", "Rossijskije Westi", bis 1994 "Nowaja Gaseta", ab 1998 "Nesawissimaja Gaseta"; seit Anfang der 2000er-Jahre als politischer Beobachter bei "Nowaja Model" und im entsprechenden Ressort der "Iswestija". Er arbeitete als Sonderberichterstatter beim Chefredakteur des "Polititscheski Journal", dessen Chefredakteur er selbst im Jahr 2007 wurde. Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur von "Wsgljad" ist zudem ständiger politischer Beobachter bei "RIA Nowosti". 

    Mehr zum Thema - Kleine Klarstellung: Reden wir über taktische Atomwaffen, reden wir auch über Ramstein und Büchel 


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    Video https://rumble.com/v72m0ag-knstliche-kriegsangst-putins-aussage-sorgt-fr-hysterie-in-europa.html Dauer 11:19 Min. 


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    Weiteres: 




    Merz und die Lügen über München


    freedert.online, 14 Dez. 2025 20:23 Uhr, Von Dagmar Henn

    Seit Jahren reiten sie jetzt darauf herum, auf dem Märchen, 1938 hätten die britische und die französische Regierung versucht, Hitler zu "beschwichtigen". Merz hat diese Geschichte gerade noch einmal wiederholt. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus.


    © Urheberrechtlich geschützt


    Friedrich Merz in München


    Kann mal irgendwer dem Herrn Merz erklären, was es mit München wirklich auf sich hatte? Und dass die ganze Erzählung über München und das "Appeasement" nicht stimmt, weil sie nur erfunden wurde, um vergessen zu machen, dass auch die Briten und die Franzosen damals Hitler vor allem als passenden Rammbock gen Osten sahen? Also dass, wenn irgendwer mit Nazideutschland 1938 vergleichbar ist, das die Ukraine ist und nicht Russland unter Putin (und da muss man noch nicht einmal die dort so beliebten Hakenkreuzfahnen anführen)?

    Klar, selbst dann würde Merz einfach eine andere Geschichte erfinden. Schließlich geht es vor allem darum, viel Geld in der Rüstungsindustrie zu versenken, und den Deutschen die Seele so zurechtzumassieren, dass sie vor lauter Angst vor dem bösen Iwan ihre Kinder freiwillig an die Ostfront schicken lassen. Der Zweck heiligt schlicht die Mittel. Buh, wer hat Angst vorm schwarzen Mann?


    Gegründet gegen die Sowjetunion ‒ Die NATO steht nach 75 Jahren wieder bei ihren Anfängen




    Meinung

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    Auf dem CSU-Parteitag in München (welch ein Zufall) hat er laut getönt: "Und wenn die Ukraine fällt, dann hört er nicht auf. Und genauso wenig wie 1938 das Sudetenland nicht gereicht hat. Putin hört nicht auf. Und wer heute noch glaubt, dass er damit genug hat, der soll bitte die Strategien, die Papiere, die Reden, die Auftritte von ihm genau analysieren."

    Für den letzten Rat muss man ihm sogar fast dankbar sein, weil jemand, der ihn wirklich befolgt, schnell feststellt, wie viel Unfug ihm erzählt wurde. Leider gibt es die Seite Kremlin.ru nach wie vor nur auf Russisch und Englisch, auch wenn eine deutsche Version schon 2014 wünschenswert gewesen wäre. Zum Glück gibt es aber inzwischen die Möglichkeit, sich Seiten im Browser übersetzen zu lassen; somit haben auch jene, die kein Englisch (oder gar Russisch) verstehen, Zugriff auf alle offiziellen Aussagen.

    Merz hat diesen Zugriff mit Sicherheit nicht genutzt, sonst würde er nicht solchen Unsinn erzählen. Oder würde sich zumindest davor hüten, seinen Zuhörern eine solche Empfehlung zu geben, die dann feststellen müssten, dass die russischen Verlautbarungen, und zwar nicht nur die des Präsidenten, zutiefst rational und absolut stimmig sind, und nicht den leisesten Ansatz von Schaum vor dem Mund erkennen lassen, wie man ihn bei den NATO-Vertretern immer wieder bemerken muss. Ob Merz oder Rutte – man fragt sich nach jedem zweiten Satz dieser Herren, ob eine rechtzeitige Tollwut-Impfung die Welt nicht vor diesen Ausbrüchen bewahrt hätte.

    Aber nochmal zurück zu 1938. Es gab ja ein Vorspiel. Nein, genaugenommen zwei. Das zweite war der Einmarsch in Österreich, der bereits stattgefunden hatte. Aber davor gab es noch den spanischen Bürgerkrieg, der zu diesem Zeitpunkt noch wütete. Angefangen mit einem Putsch eines Generals der spanischen Kolonialtruppen in Marokko, eines gewissen Herrn Franco, der mit einigen seiner Truppen in Spanien einfiel, um die Regierung der Republik zu stürzen. "Über ganz Spanien wolkenloser Himmel", lautete damals das Funksignal, das den Putsch beginnen ließ (und so heißt auch ein DDR-Spielfilm über die deutsche Verwicklung in diesen Putsch).

    Franco hatte die Unterstützung des Westens. Die Republik hatte die Unterstützung aus der Arbeiterbewegung, in Gestalt der Internationalen Brigaden, auch aus Großbritannien und den USA. Schriftsteller wie Ernest Hemingway haben sie verewigt; aber die berühmte Verfilmung von "Wem die Stunde schlägt" mit Gary Cooper und Ingrid Bergman entstand erst 1943, als die USA bereits in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren.


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    Offiziell verfolgten Großbritannien und die USA (in Frankreich regierte 1936 noch die Volksfront) eine Politik der "Nichteinmischung", die sie auch im Völkerbund durchsetzten und die praktisch bedeutete, dass sie die Republik im Stich ließen und ihre Unterstützung durch die Sowjetunion nach Kräften behinderten. Was sie nicht behinderten, war die massive Unterstützung Francos durch Nazideutschland und das faschistische Italien, von Panzertruppen bis hin zur berüchtigten "Legion Condor", die mit dem baskischen Guernica die erste Stadt auf europäischem Boden bombardierte.

    Es gibt aus späteren Dokumentationen von Kämpfern in den Internationalen Brigaden die Aussage, sie hätten in Spanien gekämpft, um den großen Krieg zu verhindern. 1938, nach einem Regierungswechsel in Paris, zwangen Frankreich und Großbritannien die spanische Republik, die Internationalen Brigaden aufzulösen. Die Brigadisten mussten nach Frankreich abziehen und wurden dort in Internierungslagern gefangen gehalten, wo viele von ihnen nach der Besetzung Frankreichs den Nazis in die Hände fielen.

    Das war das eigentliche Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg, in dem die westlichen Mächte ziemlich deutlich erkennen ließen, wozu sie Hitlerdeutschland und Mussolinis Italien für nützlich hielten. München 1938 war kein "Beschwichtigungsversuch" des Briten Neville Chamberlain und des Franzosen Édouard Daladier. Es war ein Treffen von Kumpanen, und das Sudetenland wurde serviert, um die "richtige" Richtung zu fördern. Für viele Deutsche im Exil übrigens eine Katastrophe, da Prag einer der wichtigsten Fluchtpunkte war und dort große Teile der Exilpresse erschienen. Auch wenn die Besetzung der restlichen Tschechoslowakei erst ein halbes Jahr nach dem Einmarsch im Sudetenland stattfand, im März 1939 – hier wird immer noch nicht vom Zweiten Weltkrieg gesprochen. Und es gab immer noch keine Gegenreaktion aus London und Paris.

    Aber natürlich kann man nicht davon reden, wie lieb sie damals alle den Herrn Hitler hatten; auch wenn Eduard VIII. in Großbritannien schon 1936 zurücktreten musste, weil er die Nazis etwas zu toll fand – selbst wenn Churchill nach Ende des Zweiten Weltkriegs nie gesagt haben sollte, sie hätten "das falsche Schwein geschlachtet", es stimmt mit der politischen Haltung überein, das ist mit diesem Zitat ähnlich wie mit Marie Antoinettes "Sollen sie doch Kuchen essen". Anders wäre diese schnelle Kehrtwende vom Verbündeten zum Gegner der Sowjetunion, bei der die Briten die US-Amerikaner noch übertrafen, gar nicht möglich gewesen. Ganz zu schweigen von der innigen Betreuung unzähliger Nazi-Kriegsverbrecher.

    Die ganze Geschichte, die Merz da erzählt, ist also von vorn bis hinten falsch, außer natürlich, man dreht sie um – und betrachtet die Unterstützung, die schon der ukrainischen Putschregierung im Bürgerkrieg zuteil wurde, als Äquivalent des spanischen Bürgerkriegs. Dann fehlt jetzt eigentlich die politische Bewegung im Westen, die damals in Großbritannien und in den USA erzwang, trotz der breit vorhandenen Sympathien in der herrschenden Klasse gegen und nicht mit Hitler Krieg zu führen.


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    Wobei natürlich, so widerwärtig und falsch es ist, Putin mit Hitler und Russland mit Nazideutschland gleichzusetzen – der Vergleich, den Merz bezogen auf sich selbst zieht, ist so falsch nicht. Denn Merz hat mit Chamberlain mehr gemein, als er je zugeben würde. Vor allem das, ungezählte Menschen für sich bluten zu lassen, keinerlei Skrupel bei der Wahl der politischen Werkzeuge aufzuweisen, immer die Schritte zu unternehmen, die den gewünschten Krieg gen Osten befeuern, und dabei so zu tun, als könne man kein Wässerchen trüben.

    Zugegeben, während Chamberlain persönlich mithalf, die spanische Republik zu massakrieren (allein die Zahl der Spanier, die nach dem Sieg Francos ermordet wurden, wird auf bis zu 150.000 geschätzt), hat Merz das aktuelle Gegenstück von Angela Merkel geerbt. Aber die wirkliche Bedeutung von München 1938 war immer die Bereitschaft zur Kumpanei mit den Nazis beim Ostlandritt. Und was das angeht, ist Merz Chamberlain und wird immer Chamberlain bleiben.

    Mehr zum ThemaKanzler Merz, der Kalte Krieger


    Screenshot_2025_12_17_at_20_07_32_Merz_und_die_L_gen_ber_M_nchen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v72w2d0-nato-generalsekretr-wir-sind-russlands-nchstes-ziel.html 

    Dauer 1:25 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    Info: https://freedert.online/meinung/264795-merz-und-luegen-ueber-muenchen/


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    16.12.2025

    Weißrussland hat Litauens Eskapaden satt

    freedert.online, 16 Dez. 2025 08:24 Uhr, Von Stanislaw Leschtschenko

    Lukaschenko bestraft Litauen für kleine und große Verbrechen. Seit Jahren erpresst und bestiehlt Litauen Weißrussland systematisch, doch in den letzten Wochen hat sich die Situation schlagartig gewendet. Der Staatschef in Minsk stellt nun Forderungen an Vilnius – und einige davon wurden bereits erfüllt …


    Quelle: www.globallookpress.com © Imago Images


    Archivbild – seltenes Bild vor einem Parlament: Litauische Transportunternehmer fordern vom Sejm des Landes, LKW samt Anhängern und Aufliegern zurückzubringen, die wegen der unvorausschauenden Politik der Landesregierung gegenüber Weißrussland an der Grenze feststecken. Vilnius, 10.12.2025.


    Zu einem der beschämendsten Versagen der litauischen Regierung unter Inga Ruginienė wurde die jüngste Entscheidung, die Grenze zu Weißrussland zu schließen – unter dem Vorwand, zahlreiche Ballons mit Schmuggelzigaretten würden von dort nach Litauen einfliegen: Vilnius bezeichnete dieses Phänomen umgehend als "hybriden Angriff des Lukaschenko-Regimes", wie denn auch sonst. Dabei vergaß Ruginienė jedoch die fast zweitausend Lkw litauischer Transportunternehmen, die sich noch in Weißrussland befanden. Als die vor Wut schäumenden Transportunternehmer die Rückgabe ihres verlorenen Eigentums forderten, sah sich das litauische Kabinett gezwungen, den Forderungen von Minsk nachzugeben und die Wiederaufnahme des Verkehrs an den Grenzübergängen anzuordnen.


    "Ich werde Vilnius beschützen" – Litauer meißeln Merz-Versprechen in Stein





    Meinung

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    Nun zögerte jedoch seinerseits Weißrussland, das Verbot für den Verkehr litauischer Schwerlastwagen aufzuheben. Litauische Lastwagen von außerhalb, ob allein oder mit Anhängern und Sattelaufliegern, dürfen die weißrussische Grenze momentan zwar passieren – jedoch nur zum Umladen.

    Erlandas Mikėnas, Präsident des Nationalen Verbandes der Straßentransporteure (Linava), erläutert, wie diese zwei Regelungen sich auf die Operationen litauischer Transportunternehmen in (oder nunmehr eher mit) Weißrussland auswirken und stellt eine Vermutung zu den Gründen an:

    "Es wurden Anweisungen für die Fahrten litauischer Transportunternehmen erstellt und die Bedingungen verschärft. Wir dürfen nicht mehr umkoppeln, sondern nur noch entladen, beladen und nach Litauen zurückfahren. Von der weißrussischen Grenze bis zum Logistikterminal fahren wir die drei Kilometer mit weißrussischer Eskorte.

    Und wer jetzt wartet, der wartet auch weiterhin, denn die weißrussische Seite will sich weiterhin auf Ebene der Außenministerien treffen und die aktuelle Lage besprechen. Offenbar will sie Garantien, dass die Grenze nicht schon wieder geschlossen wird."

    Minsk beabsichtigt tatsächlich, ein Abkommen mit Litauen zu erzielen, das eine erneute Grenzschließung ausschließt. Der weißrussische Außenminister Maxim Ryschenkow bezeichnete die Haltung der litauischen Führung als "emotional unkontrolliert und in gewisser Hinsicht sogar hysterisch" und warf ihr hämisch vor, die Weisungen "der Brüsseler und Washingtoner Partei-Gebietsausschüsse" umzusetzen. Laut Ryschenkow würden diese Politiker, wenn sie stattdessen "auf die Meinung ihrer Bürger hörten und ihr eigenes politisches Überleben davon abhinge, die gesamte Bandbreite der Beziehungen im Zusammenhang mit der belarussisch-litauischen Grenze lösen."


    Litauen ruiniert einen ganzen Wirtschaftszweig – aufgrund eines Konflikts mit Lukaschenko





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    Laut Alexander Wolfowitsch, Sekretär des weißrussischen Sicherheitsrates, sei die litauische Führung nicht bereit zu einem konstruktiven Dialog – das sei der Grund, warum sich die litauischen Lkw noch immer in Weißrussland die Räder in den Rahmen stehen dürfen:

    "Allein im Oktober schloss die litauische Führung ohne jede Vorwarnung die Staatsgrenze vier- oder fünfmal für Zeiträume zwischen drei und siebzehn Stunden und verstieß damit gegen alle internationalen Gepflogenheiten und Normen. Weißrussland setzt sich dafür ein, dass die Grenze funktioniert, wie sie funktionieren soll: zuverlässig, stabil, berechenbar und transparent."

    Mit Blick auf die litauischen Lkw-Fahrer räumte der Sekretär ein, dass "die Menschen sicherlich leiden".

    Doch nicht nur einzelne Fahrer leiden, sondern die gesamte litauische Transportbranche. Vitali Gigewitsch, ein Mitglied des litauischen Speditionsverbands, wertet: Litauens Entscheidung vom Oktober, die Grenzübergänge zu schließen, habe dazu geführt, dass die baltische Republik ihren Status als Transitland verloren habe. Gigewitsch beklagte, dass die Aufträge der litauischen Spediteure nun bereits "von den Polen weggeschnappt wurden – und die klatschen fröhlich in die Hände und zählen ihre Gewinne". Er warf den litauischen Behörden vor, die Verantwortung für ihre Fehlentscheidungen auf die Unternehmen abzuwälzen, und kündigte an, vom Regierungskabinett Verlustentschädigung zu fordern, da sein Unternehmen erhebliche Einbußen erlitten habe.

    Unterdessen weigert sich Litauen kategorisch, mit Weißrussland diesbezüglich in einen Dialog zu treten – in Vilnius findet derzeit eine "Flug-Nachbesprechung" darüber statt, wer an der sich verschärfenden Krise Schuld sei. Asta Skaisgirytė etwa, Beraterin des litauischen Präsidenten Gitanas Nausėda, warf Premierministerin Ruginienė vor, die Grenze zu früh geöffnet zu haben. Sie meinte:

    "Dieser Schritt hätte an klarere Bedingungen geknüpft sein müssen. Wenn man eine offene Grenze will, müssen mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein: Es dürfen keine Ballons über litauischem Gebiet kreisen, und unsere Lkw müssen herausgelassen werden."

    Remigijus Motuzas, Vorsitzender des parlamentarischen Auswärtigen Ausschusses, stimmt zu, dass die Grenze verfrüht geöffnet wurde, und wertet, die Entscheidung sei unter starkem Druck der Lkw-Fahrer gefallen.

    Minsk seinerseits hält strikt an seiner Politik fest. Lukaschenko erklärt zu den Lkw der litauischen Transportunternehmer:

    "Wir haben sie auf Parkplätze zugeteilt und bewachen sie, damit niemand drankommt und die Ladung nicht beschädigt wird. Es ist völlig unnötig, wie besessen mit Gewalt herumzubrüllen. Das bringt nichts."


    Grenzschließung: Wie Lukaschenko Litauen zur Kapitulation zwingt





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    In demselben Zusammenhang schlug Weißrusslands Präsident erneut Verhandlungen mit Litauen vor. Er fügte hinzu, dass Minsk sogar bereit sei, schnellverderbliche Waren von den betroffenen Fuhren gegebenenfalls selbst aufzukaufen. Auch seien, merkte er an, für die Lkw-Fahrer in Weißrussland die notwendigen Verweilbedingungen geschaffen worden. Die Forderungen an Litauen lauten konkret wie folgt:

    "Gebt uns die siebzehn oder zwanzig Fahrzeuge zurück, die ihr gestohlen habt. Feuerwehrfahrzeuge, die an Simbabwe geliefert werden sollten."

    Dies bezieht sich auf die Beschlagnahmung von siebzehn in Weißrussland hergestellten Feuerwehrfahrzeugen im Transit im Hafen von Klaipėda, die Simbabwe im Jahr 2023 erworben hatte. Vilnius begründete diesen Diebstahl mit Sanktionen gegen Weißrussland. Zufälligerweise beschlagnahmten litauische Behörden zur selben Zeit in Klaipėda auch noch weitere siebzehn in Weißrussland hergestellte Lkw – Milchtankwagen, die für Kuba bestimmt waren.

    Lukaschenko äußerte zudem eine weitere Forderung:

    "Normalisieren Sie den Betrieb unseres Sanatoriums, in dem wir die Tschernobyl-Kinder behandelt haben. Man hat den Kindern das Sanatorium praktisch weggenommen."

    Das besagte Sanatorium, der Kurstandort "Belarus" in Druskininkai, Litauen, wurde im Jahr 1978 erbaut und befand sich im Besitz der weißrussischen Präsidialverwaltung. Aufgrund von EU-Sanktionen gegen den Direktor der Kuranlage, Viktor Sheiman, wurden die Vermögenswerte des Sanatoriums in Litauen im Jahr 2020 eingefroren. Insgesamt verlor das Sanatorium durch die Sanktionen und die eingefrorenen Konten Millionen von Euro und hatte Schwierigkeiten, die Gehälter seiner Angestellten zu zahlen.

    Schließlich die dritte Forderung des weißrussischen Präsidenten:

    "Erstattet uns unser Geld für den Bau eures Hafens zurück."

    Fakt ist, dass 30 Prozent der Anteile am Massengutterminal in Klaipėda dem Konzern Belaruskali gehörten, der tatsächlich in die Grundsanierung des Hafens investiert hatte. Anfang 2022 kündigte Litauen einseitig den Vertrag mit Belaruskali, der zuvor den Transit seiner Produkte über Klaipėda geregelt hatte. Im Jahr 2023 reichte Belaruskali eine Klage vor einem internationalen Schiedsgericht gegen Litauen ein und forderte Schadensersatz in Höhe von schätzungsweise einer Milliarde Euro.

    Der einflussreiche litauische Geschäftsmann Igor Udowizki, dessen Tätigkeitsbereich gerade die Abwicklung von Transitgütern über Klaipėda ist, räumte übrigens ein, dass Vilnius kein Recht habe, den Transit weißrussischer Düngemittel zu verbieten: Litauen hatte weder das Recht, den Transportvertrag, der ein eigenständiges Investitionsobjekt darstellt, zu kündigen, noch den Zugang zum Terminal zu verweigern.


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    Gleichzeitig merkte Igor Udowizki an, dass Litauen im Sommer 2022 die Sanktionen gegen russische Düngemittel aufgehoben habe. Dies habe Uralkali, einem direkten Konkurrenten von Belaruskali, ermöglicht, bis Ende des Jahres zu den dreißig größten Steuerzahlern Russlands zu gehören. Litauen selbst hingegen habe unterdessen Hunderte Millionen Euro an Einnahmen aus dem Transit von belarussischem Kali und Tausende  Arbeitsplätze verloren.

    Lukaschenkos Forderungen quittiert Vilnius mit schon gewohnheitsmäßiger Hysterie: Das litauische Außenministerium bestellte den Geschäftsträger der weißrussischen Botschaft ein und übergab ihm eine Protestnote, in der die Rückgabe der in Weißrussland an der Grenze festgesetzten Lkw gefordert wurde. Am 10. Dezember fand in Vilnius eine von der Transportunternehmer-Vereinigung Linava organisierte Protestkundgebung statt. Erlandas Mikėnas, Chef von Linava, erklärte:

    "Uns ist es egal, mit welchen Mitteln es geschicht – doch wir müssen unsere Fahrzeuge zurückbekommen. Für manche Transportunternehmen ist jeder Stillstandstag ein Tag des Überlebenskampfes."

    Seinen Angaben zufolge hätte jeder der Lkw, der dort an der Grenze steht, typischerweise täglich rund 10.000 Euro Umsatz generieren müssen.

    Seit Beginn der von Vilnius ausgelösten Krise schätzen die Transportunternehmen die Verluste bereits auf fast 100 Millionen Euro.

    Am 12. Dezember kündigte der litauische Außenminister Kęstutis Budrys an, man wäre damit einverstanden, zur Klärung der Sache einen Sonderbotschafter zu Gesprächen nach Minsk zu entsenden. Gleichzeitig äußerte der Minister jedoch Zweifel am Nutzen solcher Gespräche. Er erklärte außerdem, dies seien "Dinge, für die wir nicht zuständig sind, da sie in die Zuständigkeit der Europäischen Union fallen".


    Bombardement mit Zigaretten bringt baltische Sicherheitskräfte zum Staunen





    Analyse

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    Insgesamt zeigt Vilnius also weiterhin mangelnde konstruktive Kommunikation und wirft Weißrussland zusätzlich vor, "Hybridangriffe mit Ballons zu organisieren". Zuständige litauische Dienste behaupten zudem, dass die weißrussischen Behörden angeblich eigens litauische Schmuggler anheuern würden, um Ballons über die Grenze zu schicken und so den Flughafen Vilnius zu blockieren.

    Der Politikwissenschaftler Maxim Rewa ist der Ansicht, dass Lukaschenkos Vorgehen eine angemessene Vergeltung für all die Boshaftigkeiten sei, die die litauischen Behörden in den vergangenen Jahren gegen Weißrussland begangen haben:

    "Denn die haben sich da allerhand geleistet, das sich über die Zeit angehäuft hat: Angefangen bei Litauens Versuchen, den Bau des weißrussischen Atomkraftwerks in den Jahren 2018 bis 2021 zu sabotieren. Dann unterstützte Litauen aktiv den Putschversuch in Minsk im Sommer 2020 und tat später alles, um Weißrussland maximalen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen – man denke nur an das Verbot des Transports von weißrussischem Kalium. Und an unzählige andere kleine Machenschaften, wie etwa die Beschlagnahmung von Feuerwehrwagen und Milchtankwagen."

    Gleichzeitig strebt Minsk selbst nicht nach Rache um der Rache willen, hält Rewa resümierend fest:

    "Weißrussland verschließt die Tür zum Dialog nicht. Allerdings stehen die Chancen schlecht, dass Vilnius einem umfassenden und zielführenden Dialog zustimmt."

    Und dies bedeutet, dass die Verluste der litauischen Transportunternehmen voraussichtlich auch weiterhin steigen – und sich die innenpolitische Krise des Landes weiter verschärfen wird.

    Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei Wsgljad am 14. Dezember 2025.

    Mehr zum ThemaDie baltischen Staaten und Finnland halten den Sanktionen gegen Russland nicht stand


    Screenshot_2025_12_17_at_19_12_11_Wei_russland_hat_Litauens_Eskapaden_satt_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/qbtp5sp2knhqrih6/Warum_die_Balten_an_ihren_verbliebenen_Handelsbeziehungen_zu_Russland.mp3 Dauer 12:42 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    16.12.2025

    Lawrow: Haben mit der EU-Führung aktuell "nichts zu besprechen"

    freedert.online,16 Dez. 2025 14:59 Uhr

    Der russische Außenminister Sergei Lawrow zeigte sich in einem aktuellen Interview besorgt darüber, dass sich Politiker der EU in ihrer anti-russischen Argumentation an ihren NS-Vorfahren orientieren. Weitere einschätzende Äußerungen galten den eingefrorenen Vermögenswerten Russlands.


    Quelle: Gettyimages.ru © Wagner Meier / Freier Fotograf


    Mit Blick auf in der EU eingefrorene russische Vermögenswerte findet der russische Außenminister Sergei Lawrow klare Formulierungen. Der Umgang mit den Geldern zeige, "dass Diebstahl im Blut der Europäer" liege (Archivbild).


    Der russische Außenminister Sergei Lawrow gab dem iranischen Fernsehsender Islamic Republic of Iran Broadcasting (IRIB) ein Interview, um Fragen zu den jüngsten verbalen Dynamiken und Aktivitäten seitens der westlichen Ukraine-Verbündeten zu stellen. Der Diplomat gab zu Protokoll, dass offensichtlich Politiker in Deutschland und anderen europäischen Ländern damit begonnen hätten, sich an ihren Vorfahren zu orientieren, die aktive Mitglieder der NSDAP waren, was wiederum im Kreml "große Besorgnis hervorruft", so Lawrow. Dies unter anderem bezogen auf zurückliegende Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers, laut denen "Israel die Drecksarbeit" für die Europäer erledige.

    Russlands Außenminister Lawrow erklärte in dem Interview erweitert zu dem Thema, dass die "Ideen und Praktiken des Nationalsozialismus" laut Wahrnehmung Moskaus in Europa wiederbelebt werden, da aktuell nachweislich Anstrengungen unternommen werden, Teile Europas zu vereinen, um gemeinsam gegen Russland in den Krieg zu ziehen, "wie es Hitler und Napoleon in der Vergangenheit getan" hätten. Lawrow wörtlich:

    "Es geht um offen nationalsozialistische Ansätze und die eklatante Missachtung dessen, was das nationalsozialistische Regime in der Ukraine tut."


    Keine Einstimmigkeit mehr nötig: EU beschlagnahmt russische Vermögen mit "qualifizierter Mehrheit"





    Keine Einstimmigkeit mehr nötig: EU beschlagnahmt russische Vermögen mit "qualifizierter Mehrheit"





    EU-Staaten samt weiterer europäischer Staaten, würden vereint "unter der Nazi-Flagge" erneut Krieg gegen Russland führen, wobei "europäisches Geld und europäische Ausbilder" zum Einsatz kommen, jedoch die Ukrainer dabei als offensichtliche Stellvertreter benutzt werden. 

    Europa hätte in den zurückliegenden Jahren viele Gelegenheiten gehabt, sich an einer Lösung des Ukraine-Konflikts zu beteiligen, diese jedoch alle ignoriert. So laute der Status quo für Moskau:

    "Russland hat mit der derzeitigen europäischen Führung nichts zu besprechen."

    Der Westen präsentiere weiterhin keinerlei Beweise dafür, dass Russland jemals einer seiner Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. Die andauernden Behauptungen westlicher Medien, Moskau sei nicht vertrauenswürdig, wären für den Diplomaten "leere Worte".

    Die sich zuspitzende Lage bezüglich der eingefrorenen russischen Vermögenswerte sowie die jüngsten Pläne der gesetzeswidrigen Verwendung verdeutlichen, dass das "Stehlen den Europäern im Blut liegt". Dazu erklärt der Außenminister weiter ausführend:

    "Unsere westlichen 'Kollegen' scheinen eine Neigung zum Stehlen in ihren Genen zu haben."

    Die EU-Kommission versucht aktuell, die Zustimmung der EU-Länder zur Verwendung russischer Staatsvermögen für Kiew zu erreichen. Es wird über einen Betrag zwischen 185 und 210 Milliarden Euro in Form eines Kredits diskutiert, den die Ukraine nach Beendigung des Konflikts und im Falle einer "Entschädigung für materielle Schäden durch Moskau" zurückzahlen muss. Das russische Außenministerium erklärte jedoch, dass die Ideen der EU über Reparationszahlungen Russlands an die ukrainische Seite realitätsfern seien.

    Mehr zum Thema  - Russische Zentralbank schützt blockierte Aktiva – Klage gegen Euroclear bei Moskauer Gericht


    Screenshot_2025_12_17_at_18_54_54_Lawrow_Haben_mit_der_EU_F_hrung_aktuell_nichts_zu_besprechen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v7334za-lawrow-merz-macht-rassistische-uerungen-liegt-in-seinen-genen.html Dauer 2:47 Min.


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    Info: https://freedert.online/russland/264952-lawrow-moskau-hat-aktuell-mir/


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    Weiteres: 





    Moskau zieht rote Linie /Eine Ohrfeige aus Washington


    aus e-mail von Doris Pumphrey, 16. Dezember 2025, 16:38 Uhr


    Berliner Zeitung 16.12.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/russland-lehnt-westliche-truppen-ukraine-nato-rjabkow-berlin-gespraeche-li.10010404>


    *Moskau zieht rote Linie:

    Russland lehnt westliche Truppen in der Ukraine strikt ab


    *Russland weist jede Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine

    kategorisch zurück.

    Das Außenministerium warnt, auch europäische Kräfte ohne Nato-Mandat

    seien inakzeptabel.


    Nicolas Butylin


    Russland wird unter keinen Umständen einer Stationierung von Truppen

    westlicher Staaten in der Ukraine zustimmen, gleich in welcher Form,

    auch nicht außerhalb formeller Nato-Strukturen. Das erklärte der

    stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem

    Interview mit ABC News. Auch russische Nachrichtenagenturen berichten

    darüber.


    Moskau sei zwar offen für Gespräche über mögliche Lösungsansätze in der

    Ukraine, werde jedoch „weder unterstützen noch billigen oder auch nur

    hinnehmen“, dass Nato-Truppen auf ukrainischem Territorium präsent

    seien, sagte Rjabkow. Auf die Nachfrage, ob europäische Streitkräfte

    ohne Nato-Mandat für Russland akzeptabel wären, antwortete er

    entschieden: „Nein, nein und nochmals nein.“ Eine sogenannte „Koalition

    der Willigen“ unterscheide sich im Kern nicht von der Nato und könne die

    Lage in der Region sogar verschärfen, da solche Arrangements außerhalb

    etablierter Bündnisverfahren getroffen würden.


    *Kreml: Misstrauen gegenüber dem Westen


    *Rjabkow betonte zudem, im Westen fehle es derzeit grundsätzlich an

    Stabilität und Vertrauen. Innerhalb der russischen Führung herrsche ein

    „vollständiges und dominierendes Misstrauen“ gegenüber allem, was von

    der Nato und den führenden westlichen Hauptstädten des Bündnisses

    ausgehe. Vor allem die Regierungen in Berlin, Paris und London als auch

    die EU <https://www.berliner-zeitung.de/topics/eu> dürften gemeint sein.


    Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund der Ukraine-Gespräche

    europäischer Staats- und Regierungschefs und amerikanischer Unterhändler

    in Berlin. In den vergangenen Tagen verabschiedeten Bundeskanzler

    Friedrich Merz und weitere europäische Politiker Erklärungen zur

    Unterstützung der Ukraine. Im Zentrum steht der Vorschlag, eine

    multinationale, von Europa geführte Truppe zur Absicherung eines

    möglichen Waffenstillstands in die Ukraine zu entsenden. Diese solle die

    ukrainischen Streitkräfte unterstützen sowie die Sicherheit des

    Luftraums und der Seewege gewährleisten, auch durch Einsätze innerhalb

    des Landes.

    Russland lehnt einen solchen Einsatz bislang kategorisch ab und hat

    wiederholt erklärt, Truppen aus Nato-Staaten würden als militärische

    Ziele betrachtet.






    Berliner Zeitung 15.12.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ukraine-verhandlungen-berlin-trumps-ohrfeige-an-eu-li.10010323>

    15.12.2025


    *Ukraine-Verhandlungen in Berlin: Eine Ohrfeige aus Washington


    *Trump drängt die EU beiseite. Im Ukraine-Konflikt haben die USA längst

    das Sagen und stürzen Europa in eine politische Krise. Ein Kommentar.


    Franz Becchi


    Plötzlich ist von einem Frieden in der Ukraine die Rede. Nato-Beitritt?

    Vielleicht doch nicht. Gebietsabtretungen? Besser nicht und nur, wenn es

    notwendig ist. Während die Verhandlungsgespräche über die Ukraine als

    bahnbrechender Moment im Konflikt hervorgehoben werden, ist in den

    ausländischen Medien wenig über die Berliner Gespräche zu lesen. Kaum

    ein italienisches, französisches oder chinesisches Medium berichtet

    darüber. Gleichzeitig stoßen die westlichen Strategien aufeinander, und

    US-Präsident Donald Trump stellt die Europäische Union bloß.


    Ob Trumps Kalkül aufgeht, eine Lösung im Ukraine-Krieg zu erreichen,

    bleibt abzuwarten. Einst versprach er, den Konflikt binnen 24 Stunden zu

    lösen, sollte er wieder Präsident der Vereinigten Staaten werden. Doch

    seit seinem Amtsantritt ist fast ein Jahr vergangen, und außer einigen

    Fototerminen in Alaska mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat

    sich wenig bewegt.


    *Trump setzt auf schnelle Lösungen im Ukraine-Konflikt


    *Das Hauptziel des US-Präsidenten ist es, diesen Konflikt rasch zu

    beenden. Im Gegensatz zur vorherigen Regierung unter Joe Biden hat die

    neue Administration im Weißen Haus kein Interesse daran, die Ukraine

    weiterhin finanziell zu unterstützen. Für Trump ist nicht so sehr von

    Bedeutung, wie der Krieg endet, sondern wann. Und das soll, wenn

    möglich, schnell geschehen.


    Für die EU sieht die Situation anders aus. Immer wieder wird in Brüssel

    betont, dass es zu einem „gerechten Frieden“ kommen solle. Was genau

    darunter zu verstehen ist, bleibt jedoch unklar. Was wäre ein

    „ungerechter Frieden“? Russland stelle nach wie vor eine Bedrohung für

    Europa dar. Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte vergangene Woche in

    Berlin: „Wir sind Russlands nächstes Ziel.“ Wie soll in diesem Kontext

    etwa eine Abtretung von Gebieten der Ukraine, wie den von Russland

    besetzten Regionen im Donbass, akzeptiert werden, falls diese

    tatsächlich beschlossen wird?


    Und hier zumindest geht Trumps Plan auf, die EU an den Pranger zu

    stellen. Die ukrainisch-amerikanischen Verhandlungen finden in Berlin

    statt, im Kanzleramt. Doch der Gastgeber Friedrich Merz spielt nicht mal

    im eigenen Haus eine zentrale Rolle. Während die Deutschen Kaffee

    kochen, kümmern sich die Amerikaner um die Ukraine.


    Die EU ist dabei ausgeschaltet. Aufseiten der EU-Kommissionspräsidentin

    Ursula von der Leyen herrscht Funkstille, die EU-Außenbeauftragte Kaja

    Kallas bleibt in Brüssel und wiederholt das Mantra: „Der Donbass ist

    Putins finales Ziel. Wenn er ihn erlangt, wird er mehr fordern“,

    schreibt sie auf X. Trump will die EU mit aller Macht von dieser Linie

    abbringen.


    Anfang Dezember veröffentlichte die Regierung in Washington ein

    33-seitiges Strategiepapier, in dem unter anderem die Haltung der EU zum

    Ukraine-Krieg stark kritisiert wird. Europäische Beamte hätten

    „unrealistische Erwartungen an den Krieg“, die in „instabilen

    Minderheitsregierungen“ verankert seien, von denen viele grundlegende

    Prinzipien der Demokratie „mit Füßen“ treten würden, um die Opposition

    zu unterdrücken. Eine große Mehrheit der europäischen Bevölkerung

    wünsche sich Frieden, doch dieser Wunsch werde „nicht in Politik

    umgesetzt, vor allem aufgrund der Untergrabung demokratischer Prozesse

    durch diese Regierungen“.


    *Wann wird der Krieg enden?


    *Nun schwingt Trump die Friedenskeule und schickt seinen Sondergesandten

    ins Kanzleramt, um klarzustellen, wer in dieser Angelegenheit das Sagen

    hat. Der Kanzler beugt sich und rollt den roten Teppich aus, während die

    Europäer – sogar auf heimischem Terrain – erneut nichts zu melden haben.


    Die Frage ist nicht mehr, wie der Krieg ausgehen wird, sondern wann er

    ein Ende finden wird. Und wenn eine Lösung gefunden werden sollte, würde

    die EU schließlich mit der harten Kriegsrealität konfrontiert und

    gezwungen sein, ihre eigenen Überzeugungen der vergangenen vier Jahre zu

    überdenken. Diese Berlin-Gespräche sind eine Ohrfeige aus Washington.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    16.12.2025

    Wie Israel Siedlermilizen organisiert /Computer-Programm "Wo ist Daddy" e

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 16. Dezember 2025, 19:17 Uhr


    *Wie Israel Siedlermilizen organisiert und bewaffnet, um Palästinenser

    im Westjordanland zu terrorisieren

    */Von Drop Site News/


    *Was oft als sporadische Gewalt von Siedlern erscheint, ist in

    Wirklichkeit ein organisiertes System mit einer offiziellen Struktur,

    die vollständig wie vorgesehen funktioniert.*


    /Geschichte von David Schutz/


    IBSIQ, WESTBANK – Am 20. Juli überfielen etwa zehn maskierte Männer das

    palästinensische Dorf Ibsiq im nördlichen Jordantal im besetzten

    Westjordanland. Sie kamen in einem Konvoi aus zwei Autos, trugen

    israelische Militäruniformen und waren mit Sturmgewehren mit grünen

    Laserpointern bewaffnet.


    Während ihre Fahrzeuge die Straße blockierten, stürmten sie eine Gruppe

    von Häusern. Mit vorgehaltener Waffe zwangen sie eine palästinensische

    Familie, sich auf die Knie zu begeben, und warnten sie, dass sie 48

    Stunden Zeit hätten, um das Gebiet C zu verlassen und in das Gebiet B zu

    ziehen – wobei sie sich auf die technischen Bezeichnungen für die

    Kontrolle im Westjordanland gemäß den Osloer Verträgen bezogen. Das

    Gebiet C steht unter vollständiger israelischer Kontrolle, während das

    Gebiet B technisch gesehen unter palästinensischer Zivilverwaltung

    steht, sich jedoch die Sicherheitskontrolle mit Israel teilt. Die

    maskierten Männer sagten, sie würden „zurückkommen und die Gemeinde

    niederbrennen“, wenn die Familie nicht in Gebiet B evakuiert würde.


    Ich hatte fünf Tage lang bei einem älteren palästinensischen Ehepaar in

    Ibsiq gewohnt, um die Gewalt der Siedler angesichts der zunehmenden

    Bedrohungen gegen die Gemeinde zu dokumentieren. Als die Männer näher

    kamen, fragte ich einen von ihnen, wer er sei. Sie sahen aus wie

    Soldaten, aber die Fahrzeuge, mit denen sie ankamen, hatten gelbe

    Zivilkennzeichen. Diese maskierten Angreifer waren Mitglieder der Hagmar

    – einer Miliz aus Siedlerreservisten, die offiziell der israelischen

    Armee unterstellt ist und für die „Sicherheit“ in den Siedlungen im

    Westjordanland zuständig ist.


    Die Männer zerrten mich hinter einen Zaun, wo vier von ihnen mich so

    lange schlugen, bis ich ins Krankenhaus musste. Sie stahlen das Telefon

    eines Aktivisten der International Solidarity Mission, der versucht

    hatte, den Angriff aufzuzeichnen.


    Mein Gastgeber, der 84-jährige Abu Safi, hatte nach diesem Überfall der

    Hagmar keine andere Wahl, als sein Haus zu verlassen. Die Familie packte

    ihre Habseligkeiten, die sie über Jahrzehnte in dem Haus angesammelt

    hatte, und zog an einen nahe gelegenen Ort in Gebiet B. Abu Safi starb

    kurz darauf an einem Herzinfarkt.


    Der Überfall auf Ibsiq, dessen palästinensische Bewohner seitdem alle

    aus dem entvölkerten Weiler geflohen sind, gibt einen Einblick in einen

    wesentlichen Teil der Herrschaft Israels über das Westjordanland.


    Parallel zu Israels genozidalen Angriffen auf Gaza, die im Oktober 2023

    begannen, eskalierte die Gewalt israelischer Siedler und Soldaten im

    Westjordanland auf ein Rekordniveau. Zwischen Oktober 2023 und Mitte

    2025 wurden etwa 3.000 Angriffe von Siedlern registriert, die

    palästinensische Opfer oder Sachschäden verursachten, davon mehr als

    1.000 in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 und 264 Vorfälle allein

    im Oktober 2025 – die höchste monatliche Gesamtzahl seit Beginn der

    Beobachtungen durch die UNO im Jahr 2006.


    In den letzten zwei Jahren drangen Siedler zunehmend „in Häuser ein,

    bedrohten die Bewohner mit Waffen und gaben ihnen 24 Stunden Zeit, um

    das Haus zu verlassen, und viele haben das auch getan … Das geschah in

    Khirbet al-Maktal, Umm Salam, Razeem und anderen Orten“, sagte ein

    Feldforscher der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem. Aus

    Sicherheitsgründen sprach er mit Drop Site unter der Bedingung der

    Anonymität. „Wir reichen Beschwerden ein, aber oft sagen uns die

    Behörden, dass die Täter außerhalb ihrer Befugnisse als Soldaten

    gehandelt hätten, und verweisen uns an die Polizei“, fügte er hinzu.

    „Dann sagt die Polizei, es handele sich um eine militärische

    Angelegenheit. Am Ende haben wir eine Situation, in der niemand ermittelt.“


    *Ein integriertes Netzwerk aus Zivilisten und Soldaten*

    Die Gewalt der Siedler gegen Palästinenser erscheint oft sporadisch,

    aber es handelt sich um ein offizielles Regierungssystem mit einer

    organisierten Struktur, die wie vorgesehen funktioniert.

    /Hier weiterlesen:/

    https://uncutnews.ch/wie-israel-siedlermilizen-organisiert-und-bewaffnet-um-palaestinenser-im-westjordanland-zu-terrorisieren/



    *Computer-Programm "Wo ist Daddy" ermöglicht Israel, Väter vor den Augen

    ihrer Kinder zu ermorden


    *Der US-Moderator Tucker Carlson hat in einem am 11. Dezember 2025

    veröffentlichten Video berichtet, dass er bei seinem Besuch in Katar

    Flüchtlinge aus Gaza, hauptsächlich Waisenkinder, in Doha besucht habe.


    "Es war so erschütternd. Es war schockierend, so viele Waisenkinder zu

    sehen, die überhaupt keine Familie mehr hatten. Ihre Geschwister wurden

    getötet. Ihre Eltern wurden getötet oder sitzen in Gaza fest, Israel

    lässt sie nicht raus. Kinder ohne Gliedmaßen, viele mit verstümmelten

    Gesichtern", sagte Carlson und ergänzte, dass seine Begleiter und er

    anschließend gegen die Tränen ankämpfen mussten.


    Der US-Moderator sprach mit der UN-Sonderberichterstatterin für die

    besetzten palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese, über die

    Beteiligung von US-Tech-Unternehmen wie Google, Amazon, Microsoft sowie

    Palantir am Massenmord in Gaza.

    /Siehe

    Videobericht:/https://odysee.com/@RTDE:e/Computer-Programm--Wo-ist-Daddy--erm%C3%B6glicht-Israel,-V%C3%A4ter-vor-den-Augen-ihrer-Kinder-zu-ermorden:5


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    15.12.2025

    Zur Erinnerung in Hannover: "Es reicht nicht! Zusammen für mehr Geld und weniger Sorgen" Gemeinsam gegen die Angriffe auf den Sozialstaat, 16.12., 18 Uhr, Goseriede

    Was macht uns Sorgen?

    Das hängt davon ab, in welcher Situation wir uns befinden.


    Habe ich Angst um meinen Arbeitsplatz, der mir viele Jahre so sicher erschien?

    Geh ich zur Schule, die eine Bruchbude ist, wo dauernd Unterricht ausfällt?

    Bin ich Rentner(in) oder werde es bald sein? Bin ich erwerbsunfähig?

    Bin ich ernsthaft krank, finde keinen Hausarzt, oder ich muss ins Krankenhaus, wo sich die Pflegenden bis zum Ende ihrer Kräfte bemühen, trotzdem vieles fehlt?

    Finde ich einfach keine Arbeit, und wenn ich eine habe, muss ich mit dem Mindestlohn auskommen und es reicht nicht zum Leben – brauche ich deshalb Aufstockung durch das Bürgergeld?

    Für alle diese Fälle ist „der Staat“ zuständig

    der „Soziale Rechtsstaat“, wie es im Grundgesetz steht.


    Aber dieser Staat hält sich heraus – warum?


    Sie sagen:

    Wir müssen sparen, denn wir müssen unser Land Kriegstüchtig machen.
    Es wird gesagt: Der nächste Krieg steht bevor.
    Die Frage ist nur: kommt der Russe 2027 oder erst 2029?

    Unsinn. Die NATO-Staaten haben seit Jahrzehnten eine Militär-Übermacht. Viele Militärexperten sagen, eine sogenannte ‚Fähigkeitslücke‘ der NATO gibt es nicht. Mit dieser falschen Erzählung wird eine Stimmung der Angst erzeugt, eine Rüstungsspirale in Gang gesetzt und letztlich ein echter Krieg vorbereitet. Erfahrene Militärs wie Harald Kujat, Wolfgang Richter oder Erich Vad sind sich einig: Russland hat genug Mühe gehabt mit der Ukraine, die Militärausgaben der NATO liegen allein in Europa weit über denen Russlands, was sogar NATO-Generalsekretär Rutte jüngst bestätigte.


    Was sie nicht sagen:


    Der Staat muss sparen, weil er sich verpflichtet hat, in Zukunft 5 % unseres Brutto-Inlandsprodukts, also aller produzierten Werte, fürs Militär auszugeben.
    5 % des BIP von etwa 4,33 Billionen (2024) sind 216 Mrd € - das entspräche über 40% des Bundeshaushalts 2025 von ca. 502 Mrd €.


    Außerdem werden uns die angeblichen „Sondervermögen“= Sonderschulden in Zukunft mit immensen Zinsen belasten.


    Aus diesen Gründen

    • Kürzt man das Bürgergeld und setzt die Bezieher stärkerem Druck aus,

    • Zahlt man den Krankenkassen nicht genug Beitrag für die Bürgergeld-empfänger – kürzt ihre gesetzlichen Leistungen wie die Pflegestufe 1 und empfiehlt ihnen, Zusatzbeiträge zu erhöhen.

    • Stellt man die Renten infrage - über die Kürzungen traut man sich erst im nächsten Jahr zu reden (das wird vor allem die heute Jungen betreffen!)

    • Für Länder und Kommunen wird weniger Geld da sein, deshalb können sie ihre Verpflichtungen für Schulen, Krankenhäuser und Erhaltung der Einrichtungen der Daseinsvorsorge nicht nachkommen – und erst recht nicht den „freiwilligen Aufgaben“ für Kultur und Zusammenleben.

    • Militarisierung beschleunigt den Abbau der sozialen Rechte

    Und dann denken einige: Wenigstens sichert diese Aufrüstung Arbeitsplätze.


    Panzer statt Eisenbahnwaggons? Drohnen statt Windräder?
    Mit Rüstung sind Riesenprofite sicher – siehe die Rheinmetall-Aktien!
    Das meiste Geld geht sowieso in die USA, dort fördern wir die Wirtschaft.
    Jeder Euro für zivile Aufgaben bewirkt 3,5 Euro weiteren Nutzen, derselbe Euro für Rüstung nur 0,5 Euro. Denn Rüstungsgüter sind teurer Schrott, solange sie nicht benutzt werden, und das wollen wir nicht.


    Bundeskanzler Merz sagt:
    „Diesen Sozialstaat können wir uns nicht mehr leisten.“


    Andersrum stimmt es: Gelder in den Sozialkassen – ob Renten, Bürgergeld, Krankengeld – sorgen für Nachfrage, verringern unsere Abhängigkeit von Exporten.

    Die Militarisierung unserer Gesellschaft – mit freiwillig gleichgeschalteten Medien, neuer Wehrpflicht - gefährdet unsere Demokratie. Wenn an allen Ecken und Enden in den sozialen Einrichtungen gespart wird, stärkt das die rechten Kräfte

    .

    Wir sagen: Oberstes Ziel muss der Frieden in unserem Land sein.
    Militärische Konflikte müssen durch Verhandlungen beendet werden.
    Nur Anerkennung der gleichen Sicherheit für Alle führt dabei zum Erfolg.


    Wir fordern: 


    Internationale Kooperation, Verständigung und zivile Konfliktbearbeitung müssen Vorrang haben. 


    Lasst uns für den Frieden kämpfen!

    Anschließend an diese Kundgebung können Sie bei verdi mit uns diskutieren!
    Unsere Veranstaltungen finden Sie unter

    www.frieden-hannover.de


    V.i.S.d.P.: A. Hasenjäger, Friedensbüro Hannover e.V., Maschstr. 24, 30169 Hannover


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.12.2025

    ausgerechnet mit Pistorius "Liebe und Freiheit" gegen Putin verteidigen...

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. Dezember 2025, 20:32 Uhr


    *Pistorius: "Wer Freiheit und Liebe will, muss sie gegen Putin verteidigen"


    *In einem Interview für die investigative Sendung "60 Minutes" des

    US-Senders "CBS" hat Verteidigungsminister Boris Pistorius seine scharfe

    antirussische Haltung bekräftigt.

    Der SPD-Politiker warnte eindringlich vor den angeblichen Ambitionen

    Wladimir Putins, "eine Renaissance des Sowjetimperiums" herbeizuführen.

    Dabei bezog er sich explizit auf das, was Putin "nicht aufhört zu betonen".

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat diese von westlichen Politikern

    und Medien häufig geäußerte Behauptung mehrfach dementiert.


    /Siehe Video:

    /https://rumble.com/v731tw6-pistorius-wer-freiheit-und-liebe-will-muss-sie-gegen-putin-verteidigen.html

    /Transkript: /


    /„Das ist nicht bloß ein Krieg gegen die Ukraine. Das ist ein Krieg

    gegen die regelbasierte internationale Ordnung. Und gleichzeitig hört er

    [Wladimir Putin] nicht auf zu betonen, wonach er sich wirklich sehnt:

    eine Renaissance des Sowjetimperiums.“

    //

    "Er will die dominierende Macht in Europa sein und eine der drei

    Weltmächte neben China und den USA sein. Das ist es, was er anstrebt.

    Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und natürlich

    die größte in Europa. Deshalb erwarten alle in Europa, dass wir der

    stärkste Verbündete der NATO in Europa sind.

    Wenn man in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben will, mit dem Recht,

    auf die Straße zu gehenund wogegen oder für was immer auch immer zu

    demonstrieren, wen man auch immer lieben will, an welchen Gott man auch

    immer glauben will, dann muss man bereit sein, dies zu verteidigen. Denn

    sonst könnte es Menschen wie Wladimir Putin geben., die uns diese

    Lebensweise wegnehmen“.


    /

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.12.2025

    Störung im Bundestag: Selenskij kommt, das Internet geht

    freedert.online, 15 Dez. 2025 16:53 Uhr

    Einen so großen Ausfall gab es schon lange nicht. Passend zum Besuch des ukrainischen Regierungschefs sind Internet und Intranet im Bundestag nicht zugänglich. Noch ist unklar, was den Ausfall verursacht hat.


    © Urheberrechtlich geschützt


    Selenskij wird von Bundestagspräsidentin Julia Kloeckner begrüßt


    Seit 14:30 Berliner Zeit soll, so berichtet die Bild-Zeitung, im Bundestag bei vielen Abgeordneten und Fraktionen der Internet-Zugang gestört sein. Die Störung dauert noch an. Auch das Intranet des Bundestags sei betroffen, heißt es.

    Die Störung wurde von der Bundestagsverwaltung bestätigt, aber es gab noch keine Angabe, wann das Netz wiederhergestellt sein soll.

    Angeblich sollen interne wie externe Geräte betroffen sein, selbst die Drucker, was ein Hinweis auf eine Störung der Bundestagsserver sein soll. Die Springer-Zeitung BZ orakelte bereits:

    "Steckt Russland dahinter?"

    Die Abgeordneten halten derzeit die Verbindung mit der Außenwelt mit privaten Geräten. Auch die Informationen über die derzeit laufenden Verhandlungen mit Selenski geraten laut Berliner Zeitung nur "sehr umständlich" zu den Abgeordneten. Allerdings erklärte die Linken-Abgeordnete dem Blatt: "Der Ausfall des Internets im Bundestag ändert ehrlich gesagt wenig: Relevante Informationen bekommen wir von dieser Bundesregierung ohnehin kaum."


    Moskau weist deutsche Hacking-Vorwürfe zurück – Berlin wolle anti-russische Stimmung schüren





    Moskau weist deutsche Hacking-Vorwürfe zurück – Berlin wolle anti-russische Stimmung schüren





    Es ist nicht das erste Mal, dass Störungen in der IT des Bundestags auftraten. Die Forderung, das System zu modernisieren, gibt es wohl schon länger. Inzwischen ist auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit dem Ausfall befasst.

    Auffällig ist allerdings der Zeitpunkt. Schließlich wäre nichts mehr im Interesse der anwesenden ukrainischen Vertreter, als die vermeintliche russische Bedrohung unterstreichen zu können. Auf X wird jedenfalls bereits entsprechend gespöttelt:

    Mehr zum Thema - Berlin: Ukraine-Friedensgespräche mit US-Gesandten, Selenskij und Merz haben begonnen


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    Video https://rumble.com/v731nce-stren-und-zerstren-dobrindt-kndigt-aktive-cyberabwehr-gegen-russland-an.html Dauer 1:10 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/264878-selenskij-kommt-bundestags-internet-geht/


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    15.12.2025

    Auf dem Rossio „roch es nach Revolution“  – In Portugal fand am 11.Dezember ein Generalstreik statt

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    Am zentralen Lissaboner Platz Rossio versammelten sich am 11. Dezember 2025 Tausende, unter ihnen viele Jugendliche und Frauen


    seniora.org, 15.12.2025 Von Martin Leo, Portugal, 15. Dezember 2025

    Weit mehr als drei Millionen von etwa 5,3 Millionen lohnabhängig Beschäftigten waren in den Streik getreten


    Screenshot_2025_12_15_at_20_19_33_Seniora.org_Auf_dem_Rossio_roch_es_nach_Revolution_In_Portugal_fand_am_11.Dezember_ein_Generalstreik_statt


    Seit der Aprilrevolution 1974 erlebte Portugal elf Generalstreiks. Zu fünf von ihnen, zuletzt im Jahr 2013, hatten beide Dachverbände der Gewerkschaften gemeinsam aufgerufen, CGTP-In und UGT. Das war auch am Donnerstag letzter Woche der Fall. Die 1978 als Konkurrenz zur CGTP-„Intersindical“ von der Sozialistischen Partei gegründete UGT hatte sich dem Streikaufruf angeschlossen.

    Zu stark griffen Unruhe und Angst auch in den dort angeschlossenen Gewerkschaften um sich. Es ist die drohende 24.Verschlechterung des Arbeitsgesetzes seit 2003, die die geduldigen Portugiesen unruhig werden lässt. Das „pacote laboral“, das Arbeitsgesetzespaket, umfasst etwa hundert verschiedene Maßnahmen, die tief in das Leben lohnabhängig Beschäftigter in allen Bereichen eingreifen werden. Diese Erkenntnis greift nun um sich, nachdem in unzähligen Versammlungen darüber informiert worden war.

    Das Ergebnis zeigte sich in diesem Generalstreik, von dem der Generalsekretär der CGTP, Tiago Oliveira, sagen konnte, er sei wahrscheinlich „der größte Generalstreik überhaupt“ gewesen. Weit mehr als drei Millionen von etwa 5,3 Millionen lohnabhängig Beschäftigten waren in den Streik getreten. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Paulo Raimundo, sah im Generalstreik „einen historischen Tag“.

    In der öffentlichen Wahrnehmung dominierten den Streik die Beschäftigten in den Sektoren Gesundheit, Bildung, Kultur, öffentliche Verwaltung und Verkehr. Überall dort gab es sehr hohe Beteiligungen. Nach Angaben des Nationalen Ärzteverbands nahmen 90% aller Beschäftigten im Gesundheitswesen am Generalstreik teil. Der Nationale Lehrerverband registrierte die Schließung von 85% der Schulen. Allein am Flughafen Lissabon fielen über 400 Flüge aus; der Pilotenverband sprach von massiver Unterstützung. Insbesondere der Zugverkehr in den Ballungsräumen um Lissabon und Porto war lahm gelegt.

    Da es in Portugal im Wesentlichen keine Streikkassen gibt, bedeutet die Wahrnehmung des nach der Verfassung nicht eingeschränkten Streikrechts fast immer Lohnverlust. Die Hälfte der portugiesischen Lohnabhängigen verdient weniger als 1000,-€ brutto im Monat. Der nationale Mindestlohn beträgt 870,-€.

    Doch erreichte der Streik trotz gegenteiliger Behauptungen der Regierung auch den privaten Sektor. BCP, zweitgrößte private Bank Portugals, wurde erstmalig zum „serviço minimo“ gezwungen, hundert Filialen mussten schließen. Ähnlich sah es bei anderen Banken aus.

    Am zentralen Lissaboner Platz Rossio, auf dem sich Tausende versammelten, unter denen sich viele Jugendliche und Frauen befanden und Schilder mit der Aufschrift „Hier riecht es nach Revolution“ oder „Hier riecht es nach April“ gesehen wurden, liegt auch die zweitgrößte Filiale des spanischen Modekonzerns „Zara“. Auch dort streikten 200 Kolleginnen und Kollegen, 87% der Belegschaft. CGTP veröffentlichte nachmittags eine 52-seitige Liste von privaten Unternehmen und Institutionen, in denen es zu Arbeitsniederlegungen gekommen war. Paulo Raimundo zählte 25 größere Industriebetriebe auf, in denen gestreikt worden war.

    Die Tageszeitung „O Público“ setzte sich sehr kritisch mit der Behauptung eines Ministers auseinander, dass es im Privatsektor nur eine Beteiligung zwischen „0-10%“ gegeben habe: „Es ist offensichtlich, dass der Streik wichtig und bedeutsam war.“ Die Schätzungen und Einschätzungen der Regierung grenzten an „Wahnsinn und Surrealismus“. Der „Expresso“ bezog sich auf eine Umfrage und schrieb, dass 61% der Portugiesen für den Streik seien, sogar auch die Hälfte der Wähler der regierenden Allianz.

    Und obwohl die rechtsextreme „Chega“-Partei („Genug“) und die „Liberale Initiative“ (IL) den Generalstreik ablehnten, fand sich auch unter ihren Wählern eine Mehrheit von 67%, die das extreme Lavieren des Chega-Führers Ventura erklärt.

    Wenn das britische Magazin „The Economist“ am 7.Dezember Portugal zur „Economy of the year“ kürte, weil seine Wirtschaft „so süß wie ein Pastel de Nata“ (portugiesisches Puddingtörtchen) und der Aktienmarkt 2025 um mehr als 20% gestiegen sei, dann wünschen sich die „Anleger“ künftig noch größere Stücke vom portugiesischen Kuchen. Sie setzen ihre Hoffnung in eine ultraliberale rechtsgerichtete Regierung und in ihr neues Arbeitsgesetz. Der nächste Generalstreik ist wahrscheinlich.



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=349&userid=3998&mailid=2916


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    15.12.2025

    Nun ist es amtlich: Jacques Baud auf antirussischer EU-Sanktionsliste

    transition-news.org, 15. Dezember 2025 von TG. Lesedauer: 6 Minuten. Drucken

    Der Rat der EU hat die Liste der Sanktionen gegen «russische Propagandisten» erweitert. Die entsprechende Verordnung wurde am Montag veröffentlicht. Darauf ist auch der ehemalige Schweizer Offizier und Analytiker Jacques Baud zu finden. Von Tilo Gräser
    Der Schweizer Ex-Offizier und frühere Analytiker des Nachrichtendienstes Jacques Baud ist nun offiziell von Sanktionen der Europäischen Union (EU) betroffen. Am Montag wurde die um zwölf Personen erweiterte Sanktionsliste als «Durchführungsverordnung» des Rates der EU in deren Amtsblatt veröffentlicht.

    Auf der Erweiterungsliste befindet sich eine Reihe renommierter russischer Politikwissenschaftler, vor allem Mitglieder des Diskussionsforums Waldai-Club, wie Andrej Suschenzow, Fjodor Lukjanow und Iwan Timofejew. Ebenso sind neben russischen Organisationen und Militäreinheiten nun erneut nicht-russischstämmige Menschen von den Sanktionen betroffen. Neben dem Schweizer Staatsbürger Baud werden die ukrainisch-russische Journalistin Diana Pantschenko, der in Russland lebende US-amerikanisch-russische Staatsbürger John Dougan und der ebenfalls in Russland lebende französische Ex-Offizier Xavier Moreau aufgeführt.

    Den zwölf Betroffenen wird vorgeworfen, als «Propagandisten» für Russland tätig oder gar an geheimdienstlichen Aktivitäten beteiligt zu sein. Die Verordnung beruft sich auf die Erklärung von Kaja Kallas, sogenannte Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, vom 18. Juli dieses Jahres. Darin hatte die estnische Politikerin «die anhaltenden böswilligen Aktivitäten Russlands als Teil umfassender, koordinierter und langjähriger hybrider Kampagnen, die darauf abzielen, die Sicherheit, Resilienz und demokratischen Grundlagen der Union, ihrer Mitgliedstaaten und ihrer Partner zu bedrohen und zu untergraben, auf das Schärfste» verurteilt.

    In der Verordnung werden keinerlei Beweise für die Vorwürfe gegen die Betroffenen angeführt. Dafür wird viel gedeutet und meist die Verbreitung falscher Narrative ebenso wie Meinungsäußerungen als Grund genannt. Deshalb werden sie als mitverantwortlich für Handlungen und Maßnahmen der russischen Regierung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt oder als deren Unterstützer bezeichnet.

    Das trifft auch den ehemaligen Schweizer Armee- und Nachrichtendienstoffizier Jacques Baud. Ihm wird wahrheitswidrig vorgeworfen, er sei «regelmäßig Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen». Weiter heißt es:

    «Er fungiert als Sprachrohr für prorussische Propaganda und verbreitet Verschwörungstheorien, indem er beispielsweise die Ukraine bezichtigt, ihre eigene Invasion herbeigeführt zu haben, um der NATO beizutreten.»

    Der ehemalige Offizier der Schweizer Armee und des Schweizer Nachrichtendienstes hat für die NATO ebenso wie für die UNO und die OSZE gearbeitet, um Konflikte zu lösen. Er analysiert seit mehreren Jahren die internationale Sicherheits- und Militärpolitik, vor allem seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022.

    In mehreren Büchern, zahlreichen Beiträgen sowie Interviews hat er sich kritisch mit der Entwicklung und insbesondere der westlichen Politik auseinandergesetzt. Dabei warnt er insbesondere vor Fehlentscheidungen in Folge unrealistischer Einschätzungen und der Ignoranz gegenüber den russischen Interessen und Sichtweisen.

    Die Vorwürfe aus der EU bezeichnete Baud bereits nach dem ersten Bekanntwerden am Samstag gegenüber Transition News als «absurd». Auf Nachfrage am Montag wollte er sich verständlicherweise noch nicht weiter dazu äußern, um erst mit seinem Anwalt die Situation zu klären.

    Die am Montag erlassene Durchführungsverordnung des EU-Rates stützt sich auf die «Verordnung (EU) 2024/2642 des Rates vom 8. Oktober 2024 über restriktive Maßnahmen angesichts der destabilisierenden Aktivitäten Russlands». Darin werden den von Sanktionen betroffenen Personen «das Einfrieren von Geldern und wirtschaftlichen Ressourcen» sowie das Verbot an andere, den Betroffenen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, angekündigt. In der Verordnung heißt es auch:

    «Diese Verordnung steht im Einklang mit den Grundrechten und Grundsätzen, die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert sind, insbesondere mit dem Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf und ein unparteiisches Gericht, den Verteidigungsrechten und dem Recht auf Schutz personenbezogener Daten. Diese Verordnung sollte unter Achtung dieser Rechte angewandt werden.»

    Doch in der Realität erfahrenen die Betroffenen meist erst aus Medienberichten von den gegen sie erlassenen Maßnahmen und den damit verbundenen Folgen. Sie erhalten keinerlei offizielle Mitteilung aus Brüssel dazu, die auch den Hinweis auf Möglichkeiten enthalten müsste, Widerspruch oder Berufung einlegen zu können. In Absatz 6 der Verordnung vom 8. Oktober 2024 heißt es noch:

    «Das Verfahren zur Änderung der Liste in Anhang I dieser Verordnung sollte unter anderem vorsehen, dass die benannten natürlichen oder juristischen Personen, Organisationen oder Einrichtungen die Gründe für ihre Aufnahme in die Liste erfahren, um ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu bieten.»

    «Sollte» bedeutet juristisch aber nicht «muss», was einen deutlichen Unterschied macht. Und so unterbleibt das anscheinend. Das Vorgehen verstößt gegen grundlegende Menschenrechte und die EU-Grundrechte, auf die sich der EU-Rat in seiner Verordnung beruft.

    So ergeht es auch Baud, wie er am Montag kurz bestätigte. Er habe alle bisherigen Informationen zu dem Vorgang auch nur aus den Medien bekommen, hatte er am Samstag auf Nachfrage erklärt. Er wisse daher nicht, wie er rechtlich gegen die Sanktionen vorgehen könne.

    In dem 17. EU-Sanktionspaket wurden im Mai dieses Jahres bereits die beiden in Russland lebenden und arbeitenden deutschen Staatsbürger und Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper (wir berichteten) sowie der deutsche Journalist Hüseyin Doğru aufgeführt. Der Vorwurf gegen sie lautet ähnlich wie gegen Baud und die anderen jetzt ins Visier Genommenen: Sie sollen «russische Propaganda» verbreitet und durch ihre Berichterstattung zu «destabilisierenden Aktivitäten» beigetragen haben. Für alle von den Sanktionen Betroffenen gibt es kaum rechtliche Möglichkeiten, gegen die EU-Maßnahmen vorzugehen.

    Röper macht in einem aktuellen Beitrag auf anti-spiegel.ru auf die Folgen der von Sanktionen Betroffenen aufmerksam:

    «Alles Vermögen, das ein Sanktionierter in der EU hat, wird eingefroren, man kann sich also de facto keine Lebensmittel mehr kaufen, keine Miete bezahlen und so weiter. Und einem Sanktionierten einen wirtschaftlichen Vorteil zukommen zu lassen, also ihm beispielsweise Geld zu leihen, damit er seine Miete bezahlen kann, ist strafbar. Sanktionierte müssen stattdessen beim Staat um die Erlaubnis betteln, diese Ausgaben aus ihren eigenen Mitteln, die die EU eingefroren hat, bestreiten zu dürfen. Allerdings entscheidet der Staat dabei, welche Summe er dafür als angemessen betrachtet.»

    Und er schreibt weiter:

    «Außerdem gilt für Sanktionierte die Reisefreiheit nicht mehr, denn die Einreise in EU-Staaten ist ihnen verboten. Wer als Deutscher auf der Sanktionsliste steht, darf Deutschland also weder per Flugzeug, Bahn, Auto und so weiter verlassen, weil man dabei durch das Gebiet anderer EU-Staaten fahren oder es überfliegen müsste. Und umgekehrt gilt, wer zum Zeitpunkt der Sanktionierung außerhalb der EU ist, hat praktisch keine Chance, wieder nach Hause zu kommen.
    Auch der Rechtsschutz, den es in der EU angeblich gibt, ist ausgehebelt, denn man kann nur dann einen Anwalt einschalten, wenn der Staat erlaubt, dafür Mittel aus dem eigenen, aber eingefrorenen, Vermögen zu verwenden.»

    Das Vorgehen der EU gegen andere, missliebige Sichtweisen und Meinungen kann nicht anders als «totalitär» bezeichnet werden. Es widerspricht jeglichen rechtsstaatlichen Regeln, die die EU gleichzeitig von anderen einfordert. Das zeigt sich auch daran, dass die Betroffenen kaum Möglichkeiten haben, sich gegen die verordneten Maßnahmen, die ihre Existenz bedrohen, zu wehren.

    Es bleibt abzuwarten, wie die Schweiz mit den EU-Sanktionen gegen Baud umgeht, die sich zum zweiten Mal gegen einen Schweizer Staatsbürger richten. Als Erste traf es die schweizer-kamerunische Online-Influencerin Nathalie Yamb. Ihr wird vorgeworfen, sie unterstütze «nachdrücklich Russland, folgt der von Moskau vorgegebenen Sprache und nimmt insbesondere Frankreich und den Westen ins Visier, um sie vom afrikanischen Kontinent zu verdrängen».

    Bisher wurden fast alle antirussischen Sanktionen durch Bern übernommen, allerdings nicht die vom Mai 2025 gegen Lipp, Röper, Yamb und 18 weitere Journalisten verschiedener Länder. Darauf hatte Peter Hanseler im Juni dieses Jahres hingewiesen.

    aktualisiert: 15.12.25; 17:48 Uhr


    Mehr zum Thema:
    Jacques Baud im Visier der EU: Sanktionen gegen Schweizer Ex-Offizier geplant

    Quelle:

    Anti_Spiegel: Die EU will weitere „pro-russische Propagandisten“ aus Europa auf die Sanktionsliste setzen - 15. Dezember 2025


    Info: https://transition-news.org/nun-ist-es-amtlich-jacques-baud-auf-antirussischer-eu-sanktionsliste


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.12.2025

    Eva Menasse zum Antisemitismus-Vorwurf in FR

    aus e-mail von Ingrid Rumpf, 15. Dezember 2025, 15:44 Uhr


    *Sehr lesenswert!*



    https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/eva-menasse-fragt-wer-ist-es-wirklich-der-nicht-diskutieren-will-94083323.html


    Stand:14.12.2025


    *Eva Menasse fragt – Wer ist es wirklich, der nicht diskutieren will?*


    Mit vollem Ernst trugen sie Schilder wie „Ist die ARD die Pressestelle

    der Hamas?“


    © IMAGO/Guido Schiefer


    /Gesellschaftliche Toleranz und Liberalität nehmen ab, Angriffe zu. Über

    die inflationäre Verwendung des A-Vorwurfs. Von Eva Menasse/


    //


    In Deutschland hängt eine Schallplatte fest, seit vielen Jahren. Aber

    niemand tritt dagegen, um die arme Nadel zu befreien. Die grässlichen

    Geräusche halten an, die ständig das A-Wort, einen der schlimmsten

    Vorwürfe hierzulande, kreischen, gegen vormals unverdächtige Menschen.

    Die galoppierende Inflation, mit der es inzwischen in der Manier „jeder

    gegen jeden“ verteilt wird, nimmt ihm dabei nichts von seinem Schrecken.

    Das ist schon gruselig, denn es scheint um kaum etwas anderes mehr zu

    gehen, in einer medialen Massenhysterie.


    Zuletzt spuckte der kaputte Apparat das A-Wort zusammen mit dem Namen

    Sophie von der Tann aus, die seit Jahren für den öffentlich-rechtlichen

    Rundfunk aus der Konfliktregion Israel-Palästina berichtet. Einen Preis

    für ihre Arbeit durfte sie dennoch entgegennehmen, obwohl Bataillone von

    Anklägern schweres A-Wort-Feuer eröffnet hatten. Vor dem Ort der

    Verleihung demonstrierten Menschen, die mit vollem Ernst Schilder trugen

    wie „Ist die ARD die Pressestelle der Hamas?“ Solche Bilder wird man

    später in Geschichtsbüchern zeigen, neben Corona-Leugnern mit

    Judensternen und dem Mann mit den Bisonhörnern, Symbol des Sturms auf

    das US-Kapitol. Und man wird sich fragen, wie es bloß dazu kommen konnte.


    Viele waren erleichtert, als die ARD-Journalistin den Preis bekam, ein

    Hoffnungsschimmer, dass noch nicht alle völlig verrückt geworden sind.

    Ich hingegen fürchte, der diskursive deutsche Wahn ist uneinholbar weit

    fortgeschritten. Allein dass die Hanns-Joachim-Friedrichs-Medaille zum

    Zentrum nationaler Erregung werden konnte! Und es besteht der begründete

    Verdacht, dass nur die Kombination von sehr zufälligen individuellen

    Details die Geschichte hat gut ausgehen lassen: Sophie von der Tann ist

    hellhäutig und trägt einen adeligen Namen, der an Christbäume erinnert;

    Nemi el-Hassan dagegen, eine ebenso begabte Nachwuchsjournalistin, die

    im WDR die Wissenschaftssendung „Quarks“ hätte moderieren sollen, konnte

    vom damaligen „Bild“-Chefredakteur und heutigen „Nius“-Einpeitscher

    Julian Reichelt umstandslos als „Islamistin“ abgeräumt werden, in

    Tateinheit mit dem damaligen Intendanten Tom Buhrow, der die üblichen

    eiskalten deutschen Füße bekam. In dieser schamvollen Affäre wurde

    sämtlichen jungen Menschen mit Migrationshintergrund und fremdländischen

    Namen noch einmal klargemacht, wie wenig sie zählen, auf welch

    rassistische Weise man sie abserviert, sobald die einschlägigen Vorwürfe

    kommen.


    Mir und anderen wird seit einiger Zeit vorgeworfen, kein anderes Thema

    mehr als Nahost und das A-Wort zu kennen. Auch das ist ein – wohl

    absichtliches – Missverständnis. Denn es ist ja umgekehrt: Wir

    kritisieren, dass besonders über dieses Thema Diskursräume verengt

    werden – wie hältst du es mit Israel? Und dass – als gefährlichste

    Eskalation – hysterisch überzogene A-Wort-Unterstellungen dazu dienen,

    Bürgerrechte wie Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit

    einzuschränken, inzwischen sogar den Zugang zum Aufenthaltsrecht. Das

    nämlich bewirken die beiden fatalen Bundestags-Resolutionen von 2019 und

    2024. Sie folgen demselben Muster, mit dem in den USA Donald Trump die

    Universitäten zerstören und unliebsame Ausländer irregulär verhaften und

    ausweisen lässt.


    In der jüngsten Resolution vom November des Vorjahres ( „Nie wieder ist

    jetzt – Jüdisches Leben in Deutschland schützen, bewahren und stärken“)

    – die genau wie ihre unselige Vorgängerin, die Anti-BDS-Resolution, klar

    dem Grundgesetz widerspricht – wird etwa die Berlinale 2024 pompös als

    „großer Antisemitismusskandal“ angeführt, der rechtsradikale bewaffnete

    Anschlag auf die Synagoge in Halle mit zwei Toten hingegen nicht einmal

    erwähnt. Kann das wahr sein? Und warum sollte man grundgesetzwidrige

    Bundestagsresolutionen, die enorme Auswirkungen auf das Land haben,

    nicht diskutieren dürfen?


    Stattdessen geht es darum, wer (noch) rechtgläubig ist und wer schon

    Radikalinski. Auch an der Hervorhebung angeblich abgedrifteter Einzelner

    erkennt man, dass gesellschaftliche Toleranz und Liberalität abnehmen –

    man achte auf die verräterischen Epitheta „problematisch“ oder

    „umstritten“. Allein, dass so viele Juden und Israelis wegen ihrer

    scharfen Kritik am israelischen Vorgehen in Gaza massiv attackiert

    worden sind – Yuval Abraham, Nadav Lapid, Susan Neiman, Omri Boehm, Omer

    Bartov, Moshe Zimmermann, Tomer Dotan-Dreyfus, Candice Breitz, Masha

    Gessen, Nancy Fraser, Laurie Anderson – zeigt doch, dass es niemals um

    den Schutz der Juden geht, sondern um die Durchsetzung einer bestimmten

    Weltanschauung: die der unumschränkt proisraelischen „deutschen

    Staatsräson“. Der australische Genozidforscher Dirk A. Moses nannte das

    vor Jahren einen neuen „deutschen Katechismus“ – schon damals zur

    Empörung von weiten Teilen der deutschsprachigen Medien.


    *Hierzu ein paar Fakten.* Erstens hat der neue „Civicus Monitor“

    Deutschland in der Bewertung seines „zivilgesellschaftlichen

    Handlungsraums“ von „beeinträchtigt“ auf „beschränkt“ herabgestuft, das

    Niveau von Ungarn, Brasilien, Südafrika. Begründet wurde dies explizit

    mit der Einschränkung des Demonstrationsrechts bei propalästinensischen

    Demos, dem Verbot, dort Arabisch zu sprechen sowie der eskalierenden

    Polizeigewalt, außerdem mit Überwachung und Repression gegen

    israelkritische NGOs. Wer all das richtig findet, sollte seine

    Definition von Meinungsfreiheit überdenken. Harte Kritik, zumal in

    Zeiten des Krieges, ist noch lange nicht dasselbe wie Vernichtungswunsch.


    Zweitens wertete die linke Zeitschrift „Jacobin“ im vergangenen

    September 5000 Schlagzeilen deutscher Leitmedien aus und stellte fest,

    dass die offiziellen Angaben Israels in der überwältigenden Mehrheit

    sind: „Sämtliche palästinensischen und libanesischen Quellen sowie alle

    zum Nahen Osten aktiven internationalen Organisationen und NGOs zusammen

    schaffen es nicht einmal halb so oft in die Schlagzeilen deutscher

    Nachrichten wie Israels Regierung und Armee allein“.


    Drittens konnte im Februar dieses Jahres eine Veranstaltung mit der

    UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese und dem israelischen

    Architekturprofessor Eyal Weizman („Forensic Architecture“) an der

    Freien Universität Berlin nicht stattfinden; begründet unter anderem mit

    dem Sicherheitsempfinden jüdischer Studierender. Nur wenige Tage später

    bekundete aber viertens der Wahlsieger Friedrich Merz seine Absicht, den

    israelischen Premier Netanjahu nach Deutschland einzuladen – man werde

    „Mittel und Wege finden“, den Haftbefehl des Internationalen

    Strafgerichtshofs zu umgehen. Das zumindest hat sich als Irrtum

    herausgestellt; Merz musste sich an die Levanteküste begeben – dennoch

    ist dieser Besuch fünftens, so wie der von Bundespräsident Steinmeier

    davor, ein krasser Bruch der Gepflogenheiten jener Länder, die den ICC

    anerkennen und das internationale Recht hochhalten wollen. Nicht einmal

    die diesbezüglich dickfelligen Franzosen beehrten Muammar al Gaddafi

    weiterhin mit Staatsbesuchen, nachdem ihn der ICC zur Fahndung

    ausgeschrieben hatte. Aber all das ist in Deutschland kein Thema.


    Aktuell wird die Konferenz „The Rise and Fall of the BRD“, auf der am

    vergangenen Wochenende in Zürich all diese Themen friedlich, aber

    keineswegs unkontrovers diskutiert wurden, in Teilen der deutschen

    Medien mit schrillen Worten skandalisiert. Wer etwa die „Zeit“ liest

    (Zitat aus dem Leitartikel: „Wenn man den Berichten glauben darf …“),

    muss den Eindruck gewinnen, dass dort ein paar radikalisierte Spinner

    die wehrlose Bundesrepublik fertigmachten und dabei noch jammerten, dass

    sie das daheim in Deutschland nicht tun dürften. Online illustrierte man

    das mit einem Foto der rechtswidrig abgebrochenen Berliner

    „Palästina-Konferenz“ aus dem Vorjahr.


    Diese Lesart unterschlägt die schwere Bedrängnis, in die deutsche Unis

    seit der Anti-BDS-Resolution geraten sind, sie unterschlägt den „Offenen

    Brief“ eines „Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender“, der die

    Gastgeber, die ETH und das Kunsthaus Zürich schon vorab „mit großer

    Sorge und Bestürzung“ aufgefordert hatte, „die Kooperation zu überdenken

    und die institutionelle Unterstützung zu überprüfen“ – im Klartext: das

    Ganze einfach zu abzublasen. Inzwischen setzt auch die rechtslastige

    NZZ, Artikel um Artikel, jene Schweizer Einrichtungen unter Druck, die

    für eine seriöse Riege internationaler Intellektueller und

    Wissenschaftler Geld und Räume zur Verfügung stellten. Das Thema der

    Konferenz bestätigt sich also laufend selbst.


    Genauso war es schon dreißig deutschen Kulturinstitutionen ergangen, die

    sich 2020 als „Initiative Weltoffenheit“ vehement gegen die

    Anti-BDS-Resolution wandten, weil sie ihre internationale Kulturarbeit

    bedroht sahen; ebenso der Berliner Konferenz „Hijacking Memory“ aus dem

    Juni 2022, die untersuchen wollte, wie sich rechte Kräfte in

    verschiedenen Ländern des Holocaust-Gedenkens und des A-Wort-Vorwurfs

    für ihre eigene Agenda bemächtigen – „Eine Bühne für Israelhass – mitten

    in Berlin“ titelte die Springer-Presse und unterschlug, dass die

    überwiegende Mehrheit der vortragenden Akademiker Juden aus aller Welt

    gewesen waren.


    Wer finanziert das eigentlich? Und dürfen die das überhaupt? – das

    uralte illiberale Skript ist gerade wieder groß in Mode. Was früher

    kritisiert oder beschwiegen worden wäre, dem wird heute die Berechtigung

    abgesprochen, „Kollaborateure“ werden medial markiert. Auch die

    Eskalationslogiken ähneln einander, wie bei Nemi el-Hassan und Sophie

    von der Tann. Von braun und sowieso fremdartig bis hin zur eigenen

    Fünften Kolonne. Naja, das wird nicht falsch gewesen sein, den

    Palästina-Kongress zu verbieten; und schon ein Jahr später hält man für

    denkbar, dass Zusammenkünfte von Adam Tooze, Daniel Marwecki, Ben

    Ratskoff, Diedrich Diederichsen, Eyal Weizman, Jakob Tanner und Dirk A.

    Moses unterbunden gehören.


    Es ist seit jeher ein untrügliches Warnzeichen, wenn politische Debatten

    in Kultur und Wissenschaft übertragen und dort ausagiert werden. Zwar

    war erwartbar, dass nach der Vorarbeit knallharter rechter Akteure und

    des toxischen Digitalschlamms liberale Zeitungen wie die „Zeit“ dem

    schweren Denkfehler erliegen, den Überbringer der schlechten Nachricht

    für den Täter zu halten. Aber verdammt schnell ist es doch gegangen.


    Vermutlich hilft, dass aus einer demokratischen Meinungsverschiedenheit

    längst ein Millionengeschäft geworden ist – Institutionen wie Volker

    Becks „Tikvah-Institut“ oder Ahmed Mansours „Mind“, die sich dem „Kampf“

    gegen „israelbezogenes A-Wort“, „A-Wort der Linken“ oder „migrantisches

    A-Wort“ widmen, werden mit öffentlicher Förderung gerade nur so

    überschüttet.


    Nicht schwer vorherzusagen, dass all diese Millionen für den „Kampf

    gegen A-Wort“ immer nur weiteres A-Wort erzeugen werden, analog den

    Gleichstellungsbeauftragten, über die der Philosoph Robert Pfaller schon

    vor vielen Jahren schrieb, dass sie wohl kaum an ihrer eigenen

    Überflüssigwerdung arbeiten würden. Mehr Geld und noch mehr Geld für die

    Kämpfer, Schnüffler und Diffamierer. Mehr Repression, noch mehr

    Repression. Das ist, was auf Deutschland zurollt und wovor man in Zürich

    warnte.


    Dabei ist das Einzige, was die offene Gesellschaft garantiert, Bildung

    und Teilhabe für alle, sowie größtmögliche Toleranz für alle Meinungen,

    Ansichten, Kulturleistungen und wissenschaftlichen Fragestellungen, die

    nicht gegen das Strafgesetzbuch verstoßen. Wer ist es wirklich, der hier

    nicht mehr diskutieren will?


    Eva Menasse. © IMAGO/foto gezett


    *Die Autorin*


    *Eva Menasse, *geboren 1960 in Wien, ist eine vielfach ausgezeichnete

    Essayistin und Schriftstellerin, unter anderem hat sie die Romane

    „Vienna“ und „Dunkelblum“ vorgelegt. In diesem Jahr erhielt sie den

    Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und

    Handeln.


    *Sprecherin des neugegründeten PEN Berlin *war sie bis November 2024,

    zusammen mit Deniz Yücel.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.12.2025

    Wie widerstandsfähig ist BRICS im Sturm der Geopolitik? – Teil 4


    forumgeopolitica.com, Mo. 15 Dez 2025, Peter Hänseler / René Zittlau

    BRICS ist ein gigantischer Machtfaktor, deren Mitglieder, Partner und Kandidaten zurzeit einer schweren Prüfung unterzogen werden. Im heutigen letzten Teil sehen wir in die Zukunft und ziehen unsere Schlüsse.


    Einleitung

    In ersten Teil dieser Serie befassten wir uns mit den Fakten zu BRICS und den grossen wirtschaftlichen Tendenzen, die man gegenwärtig beobachten kann.

    Im zweiten Teil ging es um das Umfeld, in welchem sich BRICS als die wichtigste Organisation des Globalen Südens entwickeln muss. Wir beurteilten die kriegerischen Umstände im Allgemeinen, die grosse Gefahr, welche von einem Nuklearkrieg ausgehen würde und die Unvorhersehbarkeit der geopolitischen Lage, welche uns dazu veranlasst, die gegenwärtige Situation als «Sturm» zu benennen.

    Der dritte Teil betrachtete die aggressive Haltung der USA gegenüber ihren Freunden und wies auf die wirtschaftliche Situation der USA hin, auf offensichtliche, bewusst provozierte Fehlentwicklungen (KI) und wir begannen die Einflussnahme der USA in den einzelnen Einzugsgebieten zu beschreiben. 

    Im heutigen vierten Teil werden wir diese Beschreibung der Einflussnahme abschliessen und noch kurz auf die «neue» Nationale Sicherheitsstrategie (National Security Strategy) des Weissen Hauses eingehen, die gar nicht neu ist.

    Einzugsgebiet China

    Die Herausforderungen im unmittelbaren Umfeld Chinas stellen sich geographisch anders dar als im Falle Russlands. China ist von den US-Bedrohungen durch Wasser getrennt – es bestehen keine Landbrücken zwischen US-Verbündeten und China. Nichtsdestoweniger sind die Drohgebärden gegenüber China durch Militärbasen in Japan, Südkorea, den Philippinen und nicht zuletzt Guam beträchtlich.


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    Trotz dieses gigantischen Aufwandes, die Militärbasen aufrechtzuerhalten, wären die USA nicht in der Lage, gegen China einen Krieg entsprechend ihrer Militärdoktrin zu führen – dafür sind die Distanzen zum Mutterland viel zu beträchtlich, wodurch eine nachhaltige Logistik nicht zu gewährleisten ist.

    Die US-Militärdoktrin sieht vor, den Gegner aus der Luft weitgehend zu vernichten und sich erst dann auf kleinteilige Gefechte auf dem Land einzulassen, wenn überhaupt. In Erwartung etwaiger militärischer Auseinandersetzungen mit dem Westen im weitesten Sinne sah sich China gezwungen, eine Respekt einflößende Militärmacht aufzubauen. So ist China militärisch gesehen heute eine ausgewachsene Landmacht, es verfügt zahlenmässig über die zweitgrößten Seestreitkräfte ebenso wie über ein überlegenes Arsenal an Raketen aller Art und modernster Bauart und nicht zu vergessen über eine respektable, wachsende Atombewaffnung.

    Aus amerikanischer Sicht keine günstigen Voraussetzungen für eine eventuelle militärische Auseinandersetzung mit dem Reich der Mitte.

    Hinzu kommt, dass jene Länder, welche die grossen Militärbasen der USA beherbergen (Japan, Südkorea und die Philippinen) nicht das geringste Interesse daran haben, von den USA in einen Konflikt mit den Chinesen hineingezogen zu werden, denn die wirtschaftlichen Verflechtungen mit China sind für diese drei Länder von existenzieller Wichtigkeit.

    Wie die folgende Graphik klar zeigt, läuft nicht nur in Asien ohne China wirtschaftlich so gut wie nichts. Die ökonomische Übermacht Chinas erreichte inzwischen globale Ausmaße und zeitigt eine disziplinierende Wirkung.


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    Der wirtschaftliche Erfolg steht nicht nur auf dem Papier, er ist für jeden China-Besucher sicht- und fühlbar. Darüber hinaus sind Länder wie Malaysia oder Singapur kulturell stark chinesisch geprägt. Auch in anderen asiatischen Staaten gibt es signifikante chinesische Minderheiten.

    Das deutlich größere Interesse in den asiatischen Ländern insgesamt an einem friedlichen, ausbaufähigen, gegenseitig vorteilhaften Verhältnis zu China als an militärischen Abenteuern entspricht somit neben allem anderen dem gesunden Menschenverstand.

    Dennoch versuchen die USA mit allen Mitteln Druck auf China, sein Umfeld und somit auf BRICS auszuüben. Allerdings stehen die Mentalitäten der asiatischen Staaten den Bestrebungen der USA stark im Weg.

    Während es den USA im Laufe der Zeit in Europa gelang, eine den eigenen Interessen hörige Elite an die Macht zu bringen, ticken die Uhren in Asien anders. Es gibt im chinesischen Nahbereich nur noch zwei Staaten, die mit den USA militärische Allianzen eingingen – Japan und Südkorea und der chinesischen Provinz Taiwan. Mit den beiden erstgenannten ganz offiziell. Taiwan hingegen versuchen die USA zu einem beliebig nutzbaren Rammbock gegen China hochzurüsten.

    Wie so oft brechen die USA auch in diesem Fall international eingegangene Verpflichtungen zur Erlangung einseitiger, eigener Vorteile. Nach wie vor sind die USA der Ein-China-Politik völkerrechtlich verpflichtet. Diese besagt, dass Taiwan integraler Bestandteil Chinas ist. Dem entspricht auch der Fakt, dass es nur einen Sitz für China und Taiwan in der UNO gibt. Und der ging Anfang der 1970-er Jahre eben auf Grund der Anerkennung der Ein-China-Politik durch die USA von Taiwan an China über. Folgerichtig haben die USA in Taiwan auch keine US-Botschaft.

    Es fällt den USA in Asien zunehmend schwerer, Staaten gegen China in Stellung zu bringen. Denn wie im Falle Russlands sind die USA auch hier bestrebt, andere ins Rennen zu schicken und sich selbst in vornehmer Zurückhaltung als Waffenlieferant, Einpeitscher und gegebenenfalls späterer «Friedensstifter» zu positionieren.

    Die wachsende Anerkennung Chinas als der eigentliche wirtschaftliche Gigant und die enorme ökonomische Bedeutung Südostasiens als Ganzes widerspiegelt sich in der asiatischen Mitglieder- und Kandidatenliste der BRICS.


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    Unter den Mitgliedern sehen wir vier Staaten Asiens, unter Einschluss der westasiatischen VAE fünf. Wirtschaftlich stellen sie den Kern der Macht der BRICS dar. Auch unter den Kandidaten finden sich weitere fünf ökonomisch teils sehr potente Staaten. 

    Auf einige wenige wollen wir hier entsprechend unserer Reiseroute rund um Eurasien kurz eingehen.

    Indonesien/Malaysia

    Das BRICS-Mitglied Indonesien gehört zu den größten Volkswirtschaften Südostasiens und nimmt im Weltmaßstab den 16. Platz ein. Der wichtigste Wirtschaftspartner ist mit Abstand China.

    Die geografische Lage des Landes an der Südseite der wichtigsten Meerenge der Welt, der Straße von Malakka, begründet auch eine strategische Bedeutung. Im Übrigen liegt an der Nordseite mit Malaysia ein Kandidat auf die Mitgliedschaft in BRICS.


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    Südostasien ist ein gutes Beispiel für die Veränderungen in der Welt über die Jahrzehnte. Malaysia wurde erst 1963 unabhängig. Es entstand aus Teilen des britischen Kolonialreiches. Indonesien, der flächenmäßig größte Inselstaat der Erde, wiederum gehörte bis 1949 zum niederländischen Kolonialreich. Beide Staaten stellen heute schnell wachsende Ökonomien dar und sind auf ihre Art Beispiele für die Diversifizierung der Welt hin zu einer multipolaren Struktur, die eher geeignet erscheint, die Probleme der Welt ausgewogener zu lösen.

    Zusammen mit Malaysia, das neulich Partner von BRICS wurde und wohl bald zum Mitglied aufsteigt, kontrolliert Indonesien die Strasse von Malakka. Diese Meerenge verbindet den Indischen Ozean mit dem Pazifik. 30% aller globalen Handelswaren passieren diese Wasserstrasse. Damit kontrolliert BRICS indirekt die grösste Handesstrasse der Welt. Ich weiss nicht, wie lange wir darauf warten müssen, bis die USA in diesen Ländern Unruhen stiften werden, um diese zu destabilisieren. Als erstes werden wohl NGOs aktiviert werden.

    Indien

    Ohne Indien wäre BRICS nicht BRICS. Viele Menschen unterschätzen dieses ehemalige Juwel in der Krone des Britischen Empires.

    Indien ist mit all seinen Problemen auf seine Art ein Land der Superlative. Gelegen auf einem Subkontinent verfügt es inzwischen mit ca. 1,5 Milliarden Menschen über die größte Bevölkerung, noch vor China. Stolz nennt sich Indien selbst die größte Demokratie der Welt. Es dürfte auch das Land mit der größten ethnischen Vielfalt sein, was die Schaffung funktionierender demokratischer Strukturen um so eindrucksvoller erscheinen lässt angesichts der z.B. in Europa sich abzeichnenden und beobachtbaren Entwicklungen.

    Politisch geht es seinen eigenen Weg, was sich in den letzten Monaten unter anderem darin zeigte, dass es den USA trotz aller Lockungen nicht gelang, die Bindung Indiens an die BRICS-Gruppe zu unterminieren. Der kürzliche Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Delhi wurde von Indien in einer Art zelebriert, die deutlich über die Erfüllung protokollarischer Verpflichtungen hinausging. Ein deutliches Zeichen für die Welt, das ein Indien als enger Freund Russlands und damit auch als verlässlicher Partner von BRICS zeigt.

    China und Russland sind eng miteinander verflochten, da sie auch Nachbarn mit einer gemeinsamen Grenze sind, die zu lang ist, um bewacht zu werden. Trotz riesigen Mentalitätsunterschieden streben beide Parteien nach einer immer engeren Zusammenarbeit dieser beiden Völker. Mit Indien hat Russland ebenfalls hervorragende Beziehungen, wie der herzliche Umgang Putin und Modis anlässlich Putins Besuch zeigte. Die Russen rechnen es den Indern hoch an, dass sie dem Druck aus Washington und Brüssel mit einem Lächeln Paroli geboten haben. Von den USA und der EU verhängte Sekundärsanktionen gegen die indische Ölindustrie werden zwar offiziell teilweise beachtet, jedoch geschickt und effizient mit Schattenstrukturen umgangen, sodass sie in ihrer Wirkung ins Leere laufen. Loyalität wird gelebt und hat in Russland einen ungleich höheren Stellenwert als im verkommenen Westen.

    Zwischen Indien und China bestehen immer noch erhebliche Differenzen, welche von den USA am Leben gehalten werden – und dies mit gutem Grund, denn aufgrund der dummen Aussenpolitik des Kollektiven Westens verlor der Westen bereits Russland, das sich durchaus an Westeuropa annähern wollte, an China. Falls Russland zwischen China und Indien gescheit vermittelt und die beiden Riesen dies zulassen und mittelfristig eng zusammenarbeiten, würde ein Machtzentrum in Asien entstehen, dem der Westen nichts entgegensetzen könnte. Die Amerikaner werden alles versuchen, dies zu verhindern. Hier stellt sich die Frage, was die USA Indien überhaupt noch anbieten können, das wertvoller ist als die gigantische Produktionsmaschinerie der Chinesen und die Rohstoffe und Loyalität der Russen. Mittelfristig wird Indien im geopolitischen Spiel eine immer wichtigere Rolle einnehmen.

    Iran

    Die große Unbekannte unter den bekannten großen BRICS-Staaten ist für den westlichen Leser sicherlich der Iran.

    Die demokratische Entwicklung des Landes hatte mit der Wahl von Mohammad Mossadegh im Jahre 1951 begonnen und wurde im Jahre 1953 von den USA und Großbritannien mit aller Gewalt beendet. Dem Land wurden sein Reichtum an Öl und Gas sowie seine geostrategische Lage zum Verhängnis. 

    Im Jahre 1979 entledigte sich das Land des Schahs und somit der britischen und vor allem amerikanischen Herrschaft. Die islamische Revolution mag für europäische Augen fremd wirken, doch kann sie nur aus der Geschichte des Landes heraus verstanden werden. Das gilt ebenso für die dann folgenden und bis heute anhaltenden Versuche (z.B. der von den USA orchestrierte Iran-Irak-Krieg in den 80-er Jahren) durch den Westen insgesamt aber allen anderen voran durch die USA und Großbritannien, das Land ökonomisch, militärisch und damit politisch zu erdrosseln, um der Bodenschätze habhaft zu werden.

    Die gegen ihn verhängten extremen Sanktionen zwangen den Iran, eine Industrie mit einer enormen Fertigungstiefe aufzubauen, sehr teuer aber ohne Alternative. Es war die einzige Möglichkeit, das Land mit lebenswichtigen Erzeugnissen zu versorgen, unabhängig vom westlichen Wohlwollen.

    Die Schaffung der BRICS, die Folgen des Ukraine-Krieges und die mit beiden Ereignissen einsetzenden und verbundenen weltpolitischen Änderungsprozesse wurden für den Iran zu einem Weg heraus aus der Isolation. Der Westen sanktionierte die Abnehmer iranischer Waren massiv, um dann feststellen zu müssen, damit die Bindungen innerhalb von BRICS nur zu stärken und somit die Position des Iran in der Staatengruppe.

    Der Angriff von Israel und den USA auf den Iran im Juni 2025, über den wir in «Erkenntnisse zu einem illegalen Krieg, den der Westen begeistert führt und verliert» berichteten, führte zu einem ähnlichen Resultat. War der Iran bis dahin noch darauf bedacht, militärisch weitgehend unabhängig zu agieren, so führte der jedes Völkerrecht brechende Krieg zu einer ganz neuen militärischen Zusammenarbeit des Irans mit China und Russland.

    Heute spricht der Iran ganz offen von einer strategischen Partnerschaft mit Russland auf einem bislang nicht gekannten Niveau. Wegen der beachtlichen militärischen Stärke, die unter anderem auf einer Raketentechnik beruht, die weit über dem Niveau der USA und Israel liegt, sahen Israel und die USA seit diesem Sommer davon ab, weiter Angriffe gegen den Iran zu führen. Ein weiterer Grund dafür liegt wohl auch darin, dass niemand weiss, welche Waffensysteme Russland und China dem Iran seit dem Sommer geliefert haben, was einen Angriff zu einem unkalkulierbaren Risiko machen.

    Venezuela

    Was noch vor wenigen Jahren schwer vorstellbar war, ist heute Realität: Im Hinterhof der USA finden sich Staaten, die nicht nur hinter verschlossenen Türen dem Hegemon widersprechen, sondern für die ganze Welt sichtbar einen eigenen, unabhängigen Weg suchen. Neben dem BRICS-Gründungsmitglied Brasilien ist hier vor allem Venezuela zu nennen, das sich als Kandidatenstaat für BRICS positioniert.

    Dieses Land mit den reichsten nachgewiesen Ölreserven der Welt steht schon lange auf dem Speisezettel der USA. Mit den aktuellen Drohungen mit einem wie auch immer gearteten Militärschlag gegen das Land, verbunden mit der Versenkung von zivilen Booten des Landes, der demonstrativen Ermordung ihrer Besatzungen und der Kaperung von Öltankern vor der Küste von Venezuela knüpft die Administration Trump-2 nur an die Politik von Trump-1 an. Und auch diese stellte nur die Fortsetzung einer überaus feindseligen US-Politik seit der Wahl von Hugo Chaves zum Präsidenten im Jahre 1998. Demokratisch gewählt wagte die Regierung Chaves dasselbe, wie Mohammad Mossadegh im Iran der Jahre 1951 bis 1953: die gesetzeskonforme Nationalisierung der Ölreichtümer des Landes. Im Jahre 2002 versuchten die USA das erste Mal, das Rad zurückzudrehen, so wie anno 1953 im Iran durch einen proamerikanischen Putsch. Er misslang, was die USA zu Sanktionen greifen ließ.

    Auf Hugo Chaves folgte später Nikolas Maduro. Die Politik änderte sich nicht, trotz aller Sanktionen. Die Wirtschaft stand immer wieder vor dem Zusammenbruch, dennoch blieb das Land bei seiner Politik. Im Jahre 2019 dann während Trump-1 kam es zu einem international ausgetragenen Showdown zwischen Venezuela und dem Westen als Ganzes ausgehend von den Präsidentschaftswahlen. Der Westen setzte auf Juan Gaido, die venezolanischen Behörden erklärten jedoch Nicolas Maduro zum Sieger. Der Westen blockierte die Goldreserven des Landes in London – Ähnlichkeiten im Verhalten der EU und Großbritanniens hinsichtlich der russischen Gold- und Devisenreserven in Westeuropa sind nicht rein zufällig - und machte sie Guaido zugänglich. Maduro blieb. Es folgte eine diplomatische Blockade des Westens gegen das Land. Ohne Erfolg.

    Der vorletzte Akt bislang war die Organisation der Verleihung des „Friedensnobelpreises“ an die venezolanische Schriftstellerin Maria Corina Machado, die - frisch gekürt - erklärte, dass sie als Präsidentin als erste Amtshandlung die Botschaft des Landes in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen würde. Israel feierte sie dafür. Netanjahu sprach sie wiederholt ihre Unterstützung seiner Gaza-Politik aus, sprich: Genozid. Später erklärte sie ihre Unterstützung auch für US-Präsident Trump bei einer eventuellen Bombardierung des eigenen Landes mit dem Ziel des Sturzes von Präsidenten Maduro. 

    Die Tatsache, dass China und Russland Venezuela in seinem Bestreben nach einer eigenständigen, unabhängigen Politik unterstützen, macht die Situation für die USA um so schwieriger. China investierte in das Land bereits 62 Milliarden Dollar – vornehmlich in den Ölsektor - mehr als in jedes andere Land der Region. Russland seinerseits unterstützt Caracas im militärischen Bereich.

    Die Welt wartet nun darauf, wie US-Präsident Trump sich entscheidet. Eine offene Militärintervention in dem geografisch schwer beherrschbaren und großen Venezuela zur Ablenkung von den Problemen anderswo sowie für den gewaltsamen Zugriff auf die Ressourcen dürfte für die USA ähnlich enden wie in Vietnam, Afghanistan oder Irak. Ein Rückzieher nach dem nun schon seit Wochen anhaltenden Getrommel käme insbesondere bei den Sponsoren von Trump auch nicht gut an. Wie anderswo haben sich die USA unnötig in eine schwer beherrschbare politische Situation manövriert. Der amerikanische Journalist Max Blumenthal sprach in diesem Zusammenhang in einem sehr empfehlenswerten Interview von einem „Vorhersehbaren Disaster“. 

    Damit beenden wir unsere Kurzreise rund um die Kernländer der BRICS, in ihrem Wesen eine Kurzreise rund um «Heartland».

    BRICS ist das „Herzland“ des Mackinder

    Wie bekannt beschrieb vor über 100 Jahren der britische Geologe und Politiker Halford Mackinder das „Herzland“ als die Region der Erde, deren Kontrolle die Beherrschung der Entwicklungen der Welt insgesamt ermöglicht. Als „Herzland“ postulierte er dabei die Kernregion des eurasischen Landmassivs. Die Machtpolitik des Britischen Empires und später des Westens als Block orientierte sich an den strategischen Vorstellungen dieses Politikers. Wir verweisen auf unseren Beitrag «Angelsächsische geopolitische Strategie - unverändert seit 120 Jahren»

    Grafisch stellt sich diese Theorie so dar:


    Screenshot_2025_12_15_at_19_48_58_bild6.png_PNG_Grafik_800_599_Pixel_Skaliert_98_

    Quelle: Indastra



    von BRICS in der nach Mackinder machtpolitisch entscheidenden Region der Erde ergibt folgendes Bild:


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    De facto haben sich alle Länder der Herzland-Region für ein Zusammengehen im Rahmen von BRICS entschieden. Daran ändern auch die beiden großen weißen Flecken auf der Karte nichts. Der eine Fleck zeigt Kasachstan, einen BRICS-Kandidaten-Staat und engen Verbündeten sowohl von Russland als auch China; der andere große Fleck zwischen Russland und China ist die Mongolei. Die Mongolei ist eines der wenigen Länder weltweit, das seine Politik streng an den Prinzipien der Neutralität ausrichtet, in Übereinstimmung mit seinen eigenen Ansichten, souveränen Rechten und nationalen Interessen. Prinzipien, mit denen die beiden BRICS-Riesen Russland und China nicht nur leben können. Diese Prinzipien sind Teil der im Rahmen von BRICS gelebten Politik.

    In der Anwendung der Heartland-Theorie des Halford Mackinder auf die Moderne könnte man vereinfacht ausgedrückt sagen, die Welt gehört der Multipolarität, dem politischen Leitprinzip der BRICS.

    National Security Strategy – alter Wein in neuen Schläuchen

    Seit dem Erscheinen des Teil 3 unserer BRICS-Serie veröffentlichte das Weisse Haus ein neues Dokument: die „National Security Strategy“ (NSS), also die Nationale Sicherheitsstrategie. Wir werden auf sie hier nicht im Detail eingehen und verweisen einerseits auf den Beitrag von Scott Ritter «Die USA erklären Europa den Krieg» und andererseits auf den kommenden Artikel von Andras Mylaeus «NSS 2025 – Verbalkosmetik statt Paradigmenwechsel», der in den nächsten Tagen erscheinen wird.

    Jede Militärstrategie der USA hat per se einen unmittelbaren Einfluss auf die anderen entscheidenden Akteure der Weltpolitik.

    BRICS muss - ohne wörtlich genannt zu sein - nach den ökonomischen Kennzahlen und der politischen Ausrichtung des Staatenverbundes somit notwendigerweise die Hauptadressatin jeglicher US-amerikanischer Militär-, Wirtschafts- und Politstrategie sein. Wenn die Amerikaner China oder Russland erwähnen, so betreffen die Strategien zur Schwächung dieser Länder BRICS direkt und nicht mittelbar.

    Bereits mit den ersten beiden Sätzen in der Einleitung zur neuen Nationalen Sicherheitsstrategie lassen die USA die Welt wissen, dass sich am Kern ihres Denkens nichts geändert hat:

    „To ensure that America remains the world’s strongest, richest, most powerful, and most successful country for decades to come, our country needs a coherent, focused strategy for how we interact with the world. And to get that right, all Americans need to know what, exactly, it is we are trying to do and why. “

    In deutscher Übersetzung:

    “Um sicherzustellen, dass Amerika auch in den kommenden Jahrzehnten das stärkste, reichste, mächtigste und erfolgreichste Land der Welt bleibt, braucht unser Land eine kohärente, fokussierte Strategie für unseren Umgang mit der Welt. Und damit dies gelingt, müssen alle Amerikaner genau wissen, was wir erreichen wollen und warum.“

    Das Ziel der USA ist und bleibt also die Dominanz der Welt, kein Miteinander im Sinne einer Win-Win-Politik. In der neuen Strategie geht es lediglich um die Anpassung des alten Ziels, des bisherigen Weges an die veränderten politischen und militärischen Gegebenheiten in der Welt. Es gab einige Kommentatoren, welche eine Abkehr der USA von der Wolfowitz-Doktrin von 1992 sehen. Da sind wir anderer Meinung: Es geht darum, den Hegemonenstatus unter allen Umständen zu bewahren.

    Schon diese wenigen Worte aus dem Dokument werden dazu führen, dass sich die Strategen in den einzelnen BRICS-Staaten sehr genau jeden einzelnen Schritt überlegen und miteinander abstimmen werden. Genauso genau werden sie jeden Schritt der USA und des Westens analysieren und bewerten. Sie werden nicht alles verkünden, sondern zielstrebig die BRICS weiter voranbringen.

    Was die offenen Informationen zu BRICS angeht, so trifft in Folge der aktuellen Entwicklungen um so mehr zu, was wir bereits im ersten Teil schrieben:

    „Zurzeit scheint es jedoch so, als ob diese Informationen absichtlich noch vager gehalten werden als zuvor, denn die offizielle BRICS-Webseite hält sich mit Informationen noch mehr zurück als in der Vergangenheit.“

    Ein verständliches Vorgehen in Anbetracht der Situation.

    Fazit

    Die geopolitischen Realitäten wirken selbstredend zurück auf die westliche Art, die Welt zu sehen. Jene von „Full Spectrum Dominance“ geprägte Weltanschauung und das daraus immer wiederkehrend abgeleitete Handlungsmuster in der Politik wird sich nur unter dem Druck der Realitäten ändern.

    Die Welt ist im Wandel – und das ist gut so

    Der die letzten 500 Jahre die Welt beherrschende westliche Imperialismus wird sich nicht freiwillig durch plötzlich neu gewonnene humanitäre Ansichten auf seine den Realitäten entsprechende neue Rolle zurückziehen. Der durch die rasanten Entwicklungen der letzten Jahre politisch, wirtschaftlich und für viele überraschend sogar militärisch in die Enge getriebene Westen passt sich nur bedingt an. Er sucht nach Wegen, als Gegner definierte Staaten auf jede erdenkliche Art und Weise zu schwächen, im eigenen Sinne zu beeinflussen und aus BRICS herauszubrechen. Denn der Hegemon ist gezwungen seinen Status behalten. Das Funktionieren seines Systems ist darauf angewiesen.

    Es ist daher wichtig in der internationalen Politik die Balance zu halten, damit es nur zu beherrschbaren politischen Ausschlägen kommen kann.

    Es bedarf daher auf Seiten der BRICS großer Geduld, eines konsequenten Ausbaus der eigenen Strukturen – wirtschaftlich, monetär, politisch, sicherheitspolitisch – ohne einen offenen Antagonismus zu den jeweiligen westlichen Pendants zu provozieren. Es geht darum, so lange es möglich ist, Gemeinsamkeiten zu benennen, um einen möglichen Ausweg für die gesamte Menschheit zu formulieren. Einen Ausweg, der das Schlimmste verhindert.

    Soweit die Strategie des multipolaren Globalen Südens. Es darf bezweifelt werden, dass der Kollektive Westen unter der Führung der USA vernünftig handeln wird. Wie kommen wir zu einer solchen Aussage? – Ganz einfach. Die Vereinigten Staaten unterstützen seit zwei Jahren einen offenen und offensichtlichen Genozid in Palästina und lassen sich in Venezuela zu Mord und Piraterie hinreissen. In beiden Fällen, um regionale Konflikte zu beeinflussen. Wenn die Vereinigten Staaten bei solch nichtprioritären Konflikten solche Praktiken anwenden, wie werden sie sich verhalten, wenn es wirklich ums Eingemachte geht?

    Analyse Artikel-Serie China Indien Iran Russland US Venezuela Malaysia Indonesien BRICS

    8 Kommentare zu
    «Wie widerstandsfähig ist BRICS im Sturm der Geopolitik? – Teil 4»


    Patrick Reto Bieri Mo. 15 Dez 2025, 10:47

    "So much for the strategy of the multipolar Global South. It is doubtful that the Collective West, led by the US, will act reasonably. "

    Exactly. And if you don't understand that the West is being run by a cult, then you don't understand anything at all :-)

    It's a shame you're not a little more religious, otherwise you could understand the prophecies!

    https://icedrive.net/s/2b2e6naUAq
    https://icedrive.net/s/ukPSbu6Ytig3kZuZfYTzgQ9kRF6u

    Both the Russian Embassy and the Russian Consulate in Buenos Aires have the links and information. Bishop Leonid of the Russian Orthodox Church in Buenos Aires also has them. And all of them have had them since 2023!

    What more can we do than keep you informed?

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    Antwort auf Any Person Mo. 15 Dez 2025, 15:51

    Sorry to burst your bubble, but religions invariably devolve into cults, allowing that they don't just start out that way, and no one notices that trait once they gain general acceptance.

    Prophesies, REALLY? This is not the Middle Ages, where such pronouncements held weight.

    To quote some sage advice: "It's tough to make predictions, especially about the future." Yogi Berra

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    Heiko Mo. 15 Dez 2025, 11:57

    Je stärker die Orientierung der BRICS auf eine sozialistische Entwicklung wird, um so stärker werden die BRICS werden. Die antikolonialen Bewegungen waren alle sozialistisch orientiert, da sie nicht so werden wollten, wie die sie unterdrückenden kapitalistischen Länder. Noch fehlt es Russland an Mut, offen die Rückkehr zum Sozialismus zu verkünden.

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    Antwort auf Schnider Mo. 15 Dez 2025, 12:54

    Bitte Haiko, verschone uns mit Deinem missionarischen Marxismus! Dies sagt einer, der sich keinem -Ismus zugehörig fühlt. Danke!

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    Antwort auf Any Person Mo. 15 Dez 2025, 15:43

    And self-declared Crony Exceptionalist Colonialist Corporate Capitalism has worked out SO WELL... NOT!

    I'm sure readers are aware that neither Russia nor China are Marxist (let alone purely Communist or primarily Socialist) these days. Variations which appear to work best are hybridizations of win-win cooperative capitalism and socialism. The BRICS impose very few ideological requirements on members, beyond honest dealing and the ejection of the Rothschild Class from their financial, corporate and banking sectors.

    Bottom line, by its core nature, Capitalism as performed by 'the West' is exploitative of the masses, handing control to the most self-centred, rapacious psycho/socio-pathic humans on the planet. "Democracy" my ass... A couple million dead and 10's of millions more impoverished and displaced just in Ukraine and Palestine... but to quote what Ms. Albright stated about a half-million dead Iraqi children, it is "worth it". I don't know many who would admit to 'vote' for such inhumanity, but we see what creatures (some humans ain't human) inhabit our elected 'representational' gov'ts.

    The 'capitalist' Rothschild Class has openly stated: "You will own nothing, rent everything, and you will be happy."... the unstated but amply demonstrated 'or else' follows any significant resistance.

    So what the Rothschild Class is proposing sounds like a Marxist Communist primary objective by another name, central ownership of everything except the clothes on your back. Any derivation from this core ethos is vehemently fought in the corridors of power in Washington, London, Davos and at Bilderberg etc. meetings.

    We must not forget, Capitalism... is also a dreaded 'ism', yet that irony seems lost on it's adherents.

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    Antwort auf Ruth Mo. 15 Dez 2025, 16:32

    Manifest: „Der Kommunismus nimmt keinem die Macht, sich gesellschaftliche Produkte anzueignen, er nimmt nur die Macht, sich durch diese Aneignung fremde Arbeit zu unterjochen.“
    Letzteres ist, was der Kapitalist tut. Um privates Eigentum an sich und generell geht es also gar nicht. Das wird der Masse nur eingeimpft, damit sie die Reichen (das Kapital) hübsch in Ruhe und ihnen ihre Macht und Reichtum läßt.

    Von null Privateigentum an Produktionsmitteln, sind China, Rußland u.a. kommunistisch geführte Länder abgewichen. Steht aber noch (mehr oder weniger) unter Kontrolle. Inwieweit, entzieht sich meiner Kenntnis. Und wo dieser Weg letztendlich hinführt, zeigt allein die Zukunft.

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    beat schaller Mo. 15 Dez 2025, 13:25

    Danke FG für diesen erneut gewaltigen Artikel. Er eröffnet durchaus viele Einsichten in zukünftige Entwicklungen. Wenn Geopolitik sich aus jeweils unabhängigen Staaten entwickelt. Vielleicht kann daraus auch der Weg zurück zu einer "sozialen Marktwirtschaft" (nicht Sozialismus) entstehen. Eine, die die Spitzen nach unten und jene nach oben zu brechen in der Lage sein wird. Ein ganz hervorragender Blick in die Möglichkeiten der BRICS ist den Autoren in diesem 4 Teil sehr gut gelungen. Solch ein Bericht dient als Basis für das Verständnis dieser vielfältigen Möglichkeiten und Kräfte. Grosse Klasse. Beat Schaller

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    Tony Leibbrandt Mo. 15 Dez 2025, 15:50

    "Mongolia is one of the few countries in the world that strictly aligns its policies with the principles of neutrality, in accordance with its own views, sovereign rights, and national interests. These are principles that the two BRICS giants, Russia and China, cannot live with. These principles are part of the policies practiced within the framework of BRICS."
    Sorry, but there is, to my understanding, a fundamental contradiction in these last two sentences. What am I missing?

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    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/wie-widerstandsfhig-ist-brics-im-sturm-der-geopolitik-teil-4


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.12.2025

    Gab es einen Mordanschlag auf den wichtigsten Zeugen in Selenskys Korruptionsskandal?

    seniora.org, 15. Dezember 2025, 13.12.2025 Von Thomas Röper - übernommen von anti-spiegel.ru

    In der Ukraine gab es in den letzten Tagen Meldungen über einen Mordanschlag auf Timur Minditsch, den aus der Ukraine geflohenen Haupttatverdächtigen und damit wichtigsten Zeugen in dem Korruptionsskandal in Selenskys Umfeld.

    (Red.) Dies ist kein Unterhaltungskrimi. Der Text, vielleicht in einer ruhigen Abendstunde gelesen, kann zum Nachdenken anregen darüber, was unsere EU-Regierungschefs im Innersten bewogen haben mag, Milliarden an Steuergeldern in dieses korrupte ukrainische Fass ohne Boden zu schütten. Man hätte es wissen können, wie tief Korruption in der Ukraine bereits vor dem Maidan verwurzelt war. Am meisten erstaunt und erschüttert hat uns, dass neben anderen vor allem zwei führende Politiker der neutralen Schweiz keine Gelegenheit ausgelassen haben, sich mit Herrn Selensky ablichten zu lassen, Aussenminister Ignazio Cassis und Verdeidigungsministerin a.D. Viola Amherd. Und niemand im Lande die Eidgenossenschaft davon abhalten konnte, sich dermassen zu blamieren und am Tod von abertausenden von ukrainischen und russischen Soldaten beteiliegt gewesen zu sein.(ww)

    Während es in deutschen Medien still geworden ist um den Korruptionsfall in der Ukraine, bei dem Selenskys engste Mitarbeiter und Freunde den staatlichen ukrainischen Stromkonzern Energoatom um mindestens 100 Millionen Dollar betrogen haben, bleibt das Thema in der Ukraine in den Schlagzeilen.

    Da sich die wenigsten deutschen Leser in der ukrainischen Politik auskennen, muss ich zum Verständnis ein wenig ausholen, bevor wir zu den aktuellen Meldungen und Ereignissen kommen. Aber ich verspreche Ihnen, dass sich die Lektüre für alle lohnt, die Polit-Thriller mögen, vor allem, wenn es keine erfundenen Geschichten sind, sondern sie in der Realität stattfinden.

    Igor Kolomoisky

    Die wohl zentrale Rolle bei den aktuellen Entwicklungen spielt Igor Kolomoisky, der ukrainische Oligarch, ohne den Selensky nicht Präsident geworden wäre. Präsident Poroschenko hat seinerzeit die größte Bank der Ukraine, die „PrivatBank“, die Kolomoisky gehörte, unter einem Vorwand enteignen lassen, danach wurde die Bank ausgeplündert.

    Kolomoisky war auch der Besitzer der ukrainischen Fernsehsender, in denen die Shows des damaligen Komikers und Schauspielers Wladimir Selensky ausgestrahlt wurden, und in denen auch die Fernsehserie „Diener des Volkes“ lief, in der Selensky einen unbestechlichen und ehrlichen Präsidenten spielte, der die Ukraine aus der Krise führt. Die Serie sorgte dafür, dass die Menschen in der Ukraine sich Selensky, der als beliebter Komiker ein positives Image genoss und in seinen Shows für Versöhnung mit Russland und gegen den seit 2014 im Donbass tobenden Krieg trommelte, als echten Präsidenten vorstellen konnten, der den Krieg beendet und endlich auch gegen die unter Poroschenko blühende Korruption vorgeht.

    Kolomoisky, Selensky und Minditsch, die zentrale Figur im aktuellen ukrainischen Korruptionsskandal, wohnten alle in einem Luxus-Apartment-Gebäude in der Gruschewski-Straße 9a in Kiew, sie waren im wahrsten Sinne des Wortes Nachbarn, die ihre Pläne in der Zeit vor Selenskys Präsidentschaft diskret bei einer Tasse Kaffee besprechen konnten, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen. Diese Wohnung von Minditsch war es übrigens, die das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) verwanzt hatte, um die Gespräche aufzuzeichnen, deren Veröffentlichung Anfang November den Korruptionsskandal losgetreten hat.

    Ohne Kolomoisky und die Unterstützung seiner Medien wäre Selensky nie ukrainischer Präsident geworden. Nachdem Selensky Präsident geworden war, forderte Kolomoisky vom ukrainischen Staat eine Entschädigung in Milliardenhöhe für die Enteignung seiner Bank. Er war sicher, dass sein Zögling Selensky ihm das Geld verschaffen würde, dafür hatte Kolomisky ihn ja ins Amt gebracht.

    Aber es kam anders, denn der Westen war gegen die Entschädigung und der IWF drohte, der Ukraine keine weiteren Kredite mehr zu geben, wenn Kolomoisky entschädigt wird oder seine Bank zurückbekommt. Daher wurde 2020 in der Ukraine ein Gesetz verabschiedet, dass die Rückgabe verstaatlichter Banken an ihre früheren Eigentümer verbietet. Da das Gesetz konkret gegen Kolomoisky gerichtet war, wurde es sogar offen als „Anti-Kolomoisky-Gesetz“ bezeichnet.

    Spätestens ab dem Moment war das Verhältnis zwischen Kolomoisky und Selensky gestört und sie sprachen auch öffentlich nicht mehr allzu nett übereinander.

    Gegen Kolomoisky gab es diverse Vorwürfe und Ermittlungen, nicht nur in der Ukraine, sondern auch beim amerikanischen FBI. Gerüchten zufolge nutzte die US-Regierung das FBI, um Kolomoisky gefügig zu halten und drohte ihm hinter den Kulissen, das FBI von der Leine zu lassen, wenn er aus der Reihe tanzt.

    Die TV-Serie „Diener des Volkes“, die den entscheidenden Anteil daran hatte, Selenskys Image in den Augen der Ukrainer von dem eines Komikers zu dem eines Präsidenten umzuformatieren, wurde übrigens von Netflix produziert. Selensky war ein Projekt der US-Regierung und Kolomoisky war mit seinen ukrainischen Medien das Instrument für die Umsetzung.

    Anfang September 2023 wurde Kolomoisky in der Ukraine wegen Korruptionsvorwürfen vom Selensky unterstellten ukrainischen Geheimdienst SBU verhaftet. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

    Kolomoiskys Erklärungen

    Nachdem der Korruptionsskandal in der Ukraine bekannt geworden war, äußerte sich Kolomoisky dazu, der Selensky, Minditsch und alle anderen Beteiligten seit langem sehr gut kennt. Während er bei einer Gerichtsverhandlung auf die Richter wartete, sagte er vor den laufenden Kameras der ukrainischen Medien unter Anspielung auf einen Film, in dem Selensky Napoleon gespielt hat, lachend zu seinem Anwalt, Selensky werde „bald weg sein“:

    „Generalissimus Napoleon IV. Nun, Selensky hat Napoleon im Film gespielt. Wo war er, in der Nähe von Kaluga oder wo? Jetzt ist das wohl egal, denn bald wird dieser Napoleon weg sein.“

    Natürlich hat Kolomoisky auch im Gefängnis noch viel Macht und ist bestens informiert. Seine Mitarbeiter, Anwälte und wohl auch geschmiertes Gefängnispersonal machen das möglich, weshalb man diese Äußerungen Kolomoiskys in der Ukraine durchaus ernst nahm.

    Übrigens gab es danach fast einen Monat lang keine weiteren Prozesstage gegen Kolomoisky mehr, obwohl er vor mehreren Gerichten wegen verschiedener Vorwürfe angeklagt ist, und obwohl weitere Verhandlungstage angesetzt waren. Anscheinend wollte man verhindern, dass Kolomoisky vor den Kameras der ukrainischen Medien noch mehr erzählt.

    Anfang Dezember ließ Kolomoisky ankündigen, er werde beim nächsten Gerichtstermin am 8. Dezember eine „spektakuläre Erklärung“ abgeben und lud ukrainische Journalisten dazu ein, das nicht zu verpassen. Für den 8. Dezember war eine Vorverhandlung im Kiewer Podilskyj-Gericht wegen Veruntreuung von Geldern der PrivatBank angesetzt.

    Aber die Verhandlung wurde überraschend abgesagt. Als Grund wurde angegeben, dass der Gefangenentransporter, der ihn aus der Untersuchungshaftanstalt abholen sollte, kaputt sei. Am darauffolgenden 9. Dezember sollte Kolomoisky im Kiewer Schewtschenkiwskyj-Bezirksgericht zu einer Vorverhandlung in einem anderen Fall erscheinen, in dem ihm die Anstiftung zu einem Auftragsmord vorgeworfen wird. Jedoch wurde auch diese Verhandlung überraschend abgesagt, angeblich war der Richter erkrankt.

    Am 10. Dezember erschien Kolomoisky schließlich vor dem Kiewer Berufungsgericht und erklärte vor Journalisten, dass am 28. November ein Attentat auf Timur Minditsch verübt worden sei.

    Minditsch ist die Schlüsselfigur in dem Korruptionsskandal und er hat wohl im letzten Moment einen Tipp bekommen und konnte daher unmittelbar vor der Veröffentlichung der Gesprächsmitschnitte aus der Ukraine nach Israel fliehen. In der Ukraine wird Minditsch schon länger als Selenskys „Geldbeutel“ bezeichnet.

    Bei einer weiteren Gerichtsverhandlung am 11. Dezember erklärte Kolomoisky, der Mann, der in Israel das Attentat auf Minditsch verübt hat, habe die Waffen von der ukrainischen Botschaft erhalten. Kolomoisky beteuerte jedoch, Selensky habe mit dem Mordversuch nichts zu tun, da „Selensky Minditsch lebendig und bei bester Gesundheit braucht“.

    Gab es den Mordanschlag tatsächlich?

    Die israelische Polizei erklärte nach Kolomiskys Behauptung, es habe in Israel einen Mordanschlag auf Minditsch gegeben, auf Anfrage, davon sei ihr nichts bekannt. Daher wird gerätselt, ob Kolomoisky sich das ausgedacht hat, was aber denkbar unwahrscheinlich ist, weil es keinen plausiblen Grund dafür gibt, so eine Geschichte in die Welt zu setzen, wenn sie nicht der Wahrheit entspricht. Sie würde umgehend widerlegt und das einzige, was Kolomoisky damit erreicht hätte, wäre, seiner eigenen Glaubwürdigkeit geschadet zu haben.

    Am 11. Dezember äußerte sich auch der bekannte ehemalige Rada-Angeordnete Igor Mositschuk zu der Geschichte. Er bestätigte, dass es den Mordanschlag gegeben hat und erklärte, er sei überzeugt, dass Selensky hinter dem Mordanschlag auf Minditsch stehe. Selensky wolle den wichtigsten Zeugen des Korruptionsskandals beseitigen, weil der Beweise dafür habe, dass Selensky hinter den korrupten Machenschaften stecke, und nicht etwa der von Selensky kürzlich deswegen gefeuerte Leiter der Präsidialverwaltung Andrej Jermak. Mositschuk sagte:

    „Selensky stehen Wahlen bevor und er will wiedergewählt werden, er will sich als vollwertiger Diktator etablieren. Dafür muss er den Fall Minditsch, den Korruptionsskandal, loswerden, den das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft aufgedeckt haben. Und wer ist der wichtigste Zeuge, der gegen Selensky aussagen könnte? Richtig: Timur Minditsch. Deshalb wurde beschlossen, ihn zu beseitigen, um sozusagen die Spuren zu verwischen.“

    Minditsch sei, so der ehemalige Abgeordnete, „nicht nur ein Zeuge, sondern der Schlüsselzeuge“, denn er hatte Zugang zu den Geldern und er hat Beweise dafür, dass die kriminelle Organisation nicht von ihm oder gar von Andrej Jermak, der auf den Mitschnitten als „Ali Baba“ bezeichnet wird, sondern von „König Midas“, also von Selensky, geführt wurde. Selensky wird in der Ukraine seit dem Bekanntwerden des Skandals mehr oder weniger offen „König Midas“ genannt, da das NABU die Ermittlungen unter dem Codenamen „Midas“ geführt hat, was eine Anspielung auf den unermesslich gierigen und reichen, aber auch sehr dummen König Midas aus der altgriechischen Mythologie ist.

    Danach erklärte der Rada-Abgeordnete Alexej Gontscharenko unter Berufung auf Quellen, das Attentat habe in der israelischen Stadt Herzlia stattgefunden, die zu den wohlhabendsten Gemeinden Israels zählt und in deren bekannten Villenviertel viele ausländische Botschafter, Unternehmer und andere Reiche wohnen. Dort würden auch die Häuser von Minditsch und Kolomoisky nahe beieinander stehen.

    Die Täter hätten Minditsch angreifen wollen, verwechselten jedoch die Häuser und drangen in Kolomoiskys Haus ein, wo sie auf ein Dienstmädchen trafen, das sie mit mehreren Messerstichen verletzten und das nur knapp überlebt haben soll. Aus diesem Grund habe die israelische Polizei keine Informationen über einen versuchten Mordanschlag auf Minditsch, erklärte er.

    Diese Version würde erklären, warum ausgerechnet Kolomoisky von dem versuchten Mordanschlag in Israel erfahren hat, denn natürlich hätten sich seine israelischen Hausverwalter nach so einem Vorfall umgehend mit seinem Büro in Verbindung gesetzt.

    Auch wenn es bisher keine offizielle Bestätigung für den Mordanschlag gibt   – und es sie wahrscheinlich auch nicht so bald geben wird, weil niemand ein Interesse daran hat, offiziell zu bestätigen, dass der wegen Korruption gesuchte Minditsch in Israel Zuflucht gefunden hat -, klingt die Geschichte insgesamt erstaunlich stimmig.

    Wenn wir also annehmen, dass es den versuchten Mordanschlag tatsächlich gegeben hat, ist die einzige offene Frage, ob Selensky dahinter steckt, weil er den wichtigsten Mitwisser beseitigen wollte, oder ob Selensky Minditsch im Gegenteil schützen will, beispielsweise, weil Selensky nur durch Minditsch Zugriff auf all die aus der Ukraine geschleusten Gelder hat, oder weil Minditsch sein Wissen und viele Beweise vielleicht längst als „Lebensversicherung“ irgendwo hinterlegt hat, damit sie im Falle von Minditschs „unerwartetem“ Dahinscheiden veröffentlicht werden.

    Autor: Anti-Spiegel

    Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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    Quelle: Anti-Spiegel - Mit freundlicher Genehmigung übernommen

    https://anti-spiegel.ru/2025/gab-es-einen-mordanschlag-auf-den-wichtigsten-zeugen-in-selenskys-korruptionsskandal/



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=348&userid=3998&mailid=2915


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