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21.04.2026

„Wir haben mit keinem anderen westlichen Land eine solche Partnerschaft ...

aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 21. April 2026, 21:29 Uhr


Liebe Frieden-Liebende,

Hier ein tolles Gespräch mit Frau Dr. Krone-Schmalz,  Frau Dr. Erker und dem russischen Botschafter u.a. zur friedlichen Koexistenz , Gruss Inga


Video https://youtube.com/watch?v=exVR30Q8MgY&is=R0dwo0SdVFvkawmf Dauer 1:12:36 Uhr


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.04.2026

Grüner Wahnsinn entwaffnet NATO: Panzer laufen nicht mit Windkraft

freedert.online, vom 20 Apr. 2026 20:17 Uhr

Während der Iran-Krieg die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen enthüllt, drängt die EU auf grüne Lösungen für das Militär. Doch Panzer und Jets laufen nicht mit Strom oder Wasserstoff – eine Treibstoffkrise bedroht die NATO-Bereitschaft massiv.


Quelle: www.globallookpress.com © Philipp Schulze / dpa


Kampfpanzer Leopard 2A7V der Bundeswehr auf einem Übungsgelände (Symbolbild)


EU- und NATO-Beamte fürchten, dass europäische Armeen ohne eine sichere Versorgung mit fossilen Brennstoffen keine größere militärische Operation durchführen könnten – etwa einen hypothetischen Krieg mit Russland, den Brüssel weiterhin als möglicherweise unmittelbar bevorstehend darstellt. EU-Abgeordnete und NATO-Beamte trafen sich diese Woche, um zu bewerten, wie die Abhängigkeit von Öl die militärische Einsatzbereitschaft beeinflusst, berichtet Euractiv.

Die vorgeschlagene Lösung sieht aus wie ein berüchtigtes Brüsseler Hirngespinst – erdacht in strenger Einhaltung der grünen Agenda der EU, unpraktisch und dazu bestimmt, von den nationalen Regierungen des Blocks getragen zu werden.


Russischer Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt





Russischer Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt







Europas Treibstoff-Engpass

Erst vor zwei Monaten machte US-Präsident Donald Trump das kommunistische System Kubas für den Mangel an Flugbenzin verantwortlich, das durch die Seeblockade seiner Regierung absichtlich verursacht worden sein soll. Nun sehen sich kapitalistische europäische Regierungen nach Störungen im Zusammenhang mit Trumps Krieg gegen Iran mit ähnlichen Problemen konfrontiert.

In ihrem jüngsten Monatsbericht warnte die Internationale Energieagentur, dass Europa – das etwa drei Viertel seines Flugbenzins aus dem Nahen Osten bezieht – bald mit physischen Engpässen rechnen muss. Analysten schätzen, dass dies bereits im Juni eintreten könnte, wenn nur die Hälfte der ausgefallenen Lieferungen ersetzt wird, oder im August, wenn 75 Prozent wiederhergestellt sind.

Airlines for Europe (A4E), eine große Branchenorganisation, hat bereits zu koordinierten Kerosinkäufen aufgerufen, um die Lage zu bewältigen.

Panzer laufen nicht mit Strom

"Fossile Brennstoffe sind die Achillesferse unserer Verteidigung", soll der finnische Europaabgeordnete Pekka Toveri, ein ehemaliger General, nach dem EU/NATO-Treffen gesagt haben, und betonte: "Leopard-Panzer fahren nicht mit Strom."

Der NATO-Direktor für Verteidigungsfähigkeit und Resilienz, Julien Kita, erklärte, dass moderne Militärausrüstung noch treibstoffhungriger sei als frühere Generationen. Er warnte: "In dem unwahrscheinlichen Szenario einer großangelegten NATO-Operation würde der Luftbereich etwa 80 Prozent des Treibstoffbedarfs ausmachen. Und das erfordert viel Treibstoff."

Die polnische Europaabgeordnete Kamila Gasiuk-Pihowicz teilte die Sorge und sagte, die EU könne "Millionen in die Wiederaufrüstung investieren … Aber wenn wir keinen Treibstoff für Panzer und Jets sichern können, gibt es nichts, was sich bewegt."

Europäische Geheimdienste behaupten, ein großangelegter Konflikt mit Russland werde bis 2030 wahrscheinlich ausbrechen – obwohl Moskau jegliche feindlichen Absichten bestreitet.


Deutsche Marine erhält Ausrüstung im Milliardenwert aus den USA





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Panzer müssen grün werden

Bei den Diskussionen schlugen Beamte angeblich "klimaneutrale" Treibstoffe als langfristige Hauptlösung vor, darunter Biokraftstoffe, Wasserstoff und Produkte aus erneuerbarem Strom.

Biokraftstoffe sind im Wesentlichen ein Nebenprodukt von Landwirtschaftsbetrieben, die Regierungen aus politischen und ernährungssicherheitspolitischen Gründen subventionieren. Die anderen sollen Energie aus Wind- und Solarstrom speichern und das Stromnetz stabilisieren.

Wasserstoff – ein hochflüchtiger Treibstoff, der schwer zu lagern ist – ist noch weit davon entfernt, ein brauchbarer Ersatz für Kohlenwasserstoffe zu werden. Er wird bisher nur als Raketentreibstoff für Weltraumstarts und in Nischenanwendungen wie der luftunabhängigen Antriebsanlage deutscher U-Boote vom Typ 214 eingesetzt.

Der Toyota Mirai, der vor fast einem Jahrzehnt als erstes serienmäßig erhältliches Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzellen auf den Markt kam, gehört zu den am schlechtesten verkauften Modellen. Im letzten Jahr wurden nur 210 Stück abgesetzt – nach 499 im Jahr 2024.

Wie will die EU alternative Treibstoffe für den Krieg bezahlen?

Während die heimische Herstellung nicht-fossiler Treibstoffe potenziell das Versorgungsproblem lösen könnte, ist Krieg ebenso eine Frage dessen, was man sich leisten kann, wie dessen, was man mit den vorhandenen Fähigkeiten tun kann.

Billige, massenhaft produzierte Drohnen prägten den Ukraine-Konflikt. Sie geben auch Iran Einfluss auf die bestfinanzierte Armee der Welt. Und die wirtschaftlichen Aussichten der EU sind derzeit nicht besonders rosig.

Die Ersatzstrategie hätte von reichlich Kernkraft profitiert – doch wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen selbst zugab, hat der Block einen "strategischen Fehler" begangen, indem er sie unterdrückte und stattdessen auf Wind- und Solarenergie setzte.


Richtung Krieg: Merz zementiert Deutschlands Russland-Kurs





Analyse

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Geld auf das Problem werfen

Während die EU-Institutionen eine ideologisch reine Lösung für ein angeblich existenzielles Problem propagieren, liegt die Umsetzung letztlich bei den einzelnen Mitgliedstaaten.

Ein Beamter der Europäischen Kommission sagte Euractiv, dass zusätzliche Mittel für nachhaltige Treibstoffe über das Europäische Verteidigungsindustrie-Programm (EDIP), einen Zuschussmechanismus, bereitgestellt werden könnten.

"Das Programm hat die Versorgungssicherheit zu seinen Prioritäten zu zählen, obwohl es letztlich den Mitgliedstaaten obliegt, zu entscheiden, was darunter fällt", so der Beamte.

Mehr zum ThemaDeutschland und die US-Kriege: Die halbe Wahrheit rund um Ramstein


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Video https://rumble.com/v78pu0a-was-ist-das-fr-ein-mist-bundeswehr-erntet-shitstorm-fr-girls-day-werbung.html Dauer 0:50 Min.


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Weiteres:




Diehl Defence vorn dabei: Deutsche Unternehmen schließen Rüstungsallianz mit der Ukraine


freedert.online, vom 20 Apr. 2026 19:07 Uhr

Nach der Unterzeichung der Verträge für die gemeinsame Rüstungsproduktion mit der Ukraine steigt Deutschland zur Nummer eins in der entstehenden ukrainisch-europäischen Rüstungsallianz auf. Laut WSJ ist Deutschland bereit, dafür die zivile Automobilindustrie zu opfern.


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(Screenshot)


© Urheberrechtlich geschützt


Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hält beim Treffen in Berlin am 14. April die Mappe mit Rüstungsverträgen in der Hand. Dabei anwesend: Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij. Rechts im Bild: Fire-Point-Produktion Flamingo und FP1-Drohne.


Was lag in der Mappe des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius, die er während des Treffens mit dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij am 14. April so strahlend in der Hand hielt? Auffällig war auch seine Krawatte in den Farben des Schwarzen Kreuzes der Bundeswehr. Laut Merkur haben ukrainische Rüstungsunternehmen vor allem mit dem  Rüstungskonzern Diehl Defence neue Kooperationsverträge geschlossen. Während Berlin offiziell schweigt, arbeiten deutsche und ukrainische Ingenieure bereits an einer gemeinsamen Rüstungszukunft. Details dazu lüften die ukrainischen militärischen Fachmedien, die der Merkur zitiert

Laut dem Fachportal Militarny gehört der Drohnen- und Raketenhersteller Fire Point zu den bestätigten ukrainischen Partnern. Das ukrainische Rüstungsfachmagazin Defence Express nennt zusätzlich das Konstruktionsbüro Lutsch als weiteren Vertragspartner. Igor Fedirko, CEO des ukrainischen Rates für Verteidigungsindustrie kündigte die Unterzeichnung am 14. April via Facebook an. Ihm zufolge handelt es sich um einen von insgesamt sechs neuen Kooperationsverträgen, die ukrainische und deutsche Rüstungsunternehmen gleichzeitig abschlossen.


Richtung Krieg: Merz zementiert Deutschlands Russland-Kurs





Analyse

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Fedirko kommentierte:

"Genau so funktioniert 'Build with Ukraine': Ukrainische Lösungen, ukrainische Kampferfahrung und ukrainisches Ingenieurwesen kombiniert mit den Produktions-, Technologie- und Finanzmöglichkeiten der Partner."

Konkrete Projektdetails nannten die Beteiligten bislang nicht.

Da keine offiziellen Projektdetails vorliegen, zieht Defence Express Schlüsse aus den bestehenden Produktportfolios der beteiligten Unternehmen. Demnach könnte Diehl Defence seine Expertise in Lenk- und Leitsystemen einbringen – relevant für ukrainische Waffensysteme wie die Neptun-Seezielflugkörper, die Stugna-P-Panzerabwehrraketen oder das Mehrfachraketenwerfer-System Vilkha.

Auch das ukrainische Luftabwehrprojekt Koral des Konstruktionsbüros Lutsch gilt laut Defence Express als mögliches Kooperationsfeld. Diese Einschätzungen seien ausdrücklich analytischer Natur und keine offiziellen Angaben der Unternehmen, schänkt der Merkur ein. Fire Point entwickelt neben seinen Kampfdrohnen FP-1 und FP-2 auch Marschflugkörper und ballistische Raketen. Tests der FP-9-Rakete mit größerer Reichweite sind laut Militarny für den Frühsommer 2026 geplant.

Diehl Defence ist vor allem durch seine IRIS-T-Luftverteidigungssysteme bekannt, die in der Ukraine bereits russische Raketen und Drohnen abgefangen haben. Das Unternehmen baut seine Produktionskapazitäten aus: Rund 1,5 Milliarden Euro fließen in neue Fertigungsanlagen, darunter ein im Januar 2026 eröffnetes Werk im saarländischen Nonnweiler. Auf der offiziellen Diehl-Defence-Newsseite findet sich jedoch kein Eintrag zu dieser Kooperation – der neueste Eintrag dort datiert vom 30. März 2026. Diehl hat die Vereinbarung bislang nicht öffentlich kommentiert.

Die Russische Regierung betrachtet eine gemeinsame Rüstungsproduktion mit dem militärischen Ziel Russland zu bekämpfen als Einstieg in den Krieg. Am 16. April wies die Sprecherin des Außenministerums Marija Sacharowa darauf hin, dass Deutschland mit der Ukraine zehn Abkommen unterzeichnet habe, darunter Vereinbarungen über die Lieferung und Herstellung von Raketen und Drohnen. Hinzu komme ein neues "Militärpaket" im Umfang von 4 Milliarden Euro und deutsche Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro zur Ausweitung der Produktion von ukrainischen Langstreckenwaffen. Sie erwähnte auch einen Vertrag über die Finanzierung von mehreren hundert Raketen für die US-Luftabwehrsysteme Patriot sowie die Lieferung von 36 eigenen Flugabwehrsysteme vom Typ IRIS-T. 


Der persönliche Einsatz des Friedrich Merz für die Ukraine





Meinung

Der persönliche Einsatz des Friedrich Merz für die Ukraine






Dies habe bei Wladimir Selenskoj unverhohlene Begeisterung ausgelöst, der Deutschland als den "wichtigsten Partner der Ukraine im Verteidigungsbereich" bezeichnete. Deutschland sei zum Hauptsponsor des Krieges und der Militarisierung der Ukraine geworden. Die in Berlin veröffentlichten Angaben zum Umfang der bereitgestellten Mittel für die ukrainischen Streitkräfte in Höhe von sagenhaften 55 Milliarden Euro sei dafür ein Beleg. 

Der ukrainisch-europäische militärisch-industrielle Komplex

Damit steht Deutschland nicht allein da. Alle führende europäische Länder passen ihren Rüstungskomplex an die Bedürfnisse Kiews an. Die jüngste Sitzung der Kontaktgruppe zur Ukraine im "Ramstein"-Format hat den Trend zu einer Umwandlung der Beziehungen zwischen Kiew und den europäischen Ländern in eine Verteidigungspartnerschaft endgültig gefestigt. War die Ukraine bisher vorwiegend Empfängerin militärischer Hilfe, so ist sie nun Teil einer gemeinsamen Rüstungsproduktion, eine Plattform für die Erprobung von Technologien unter Kampfbedingungen und Trägerin von Erfahrungen im Kampfeinsatz verschiedener Waffensysteme. Auch die Waffenlieferungen selbst haben sich verändert: Nun geben die westlichen Länder nicht mehr nur Ausrüstung aus ihren Beständen weiter, sondern bereiten sich auch darauf vor, ihre Produktion an die Bedürfnisse der Ukraine anzupassen.

Das Treffen am 15. April im Gebäude der Bundeswehr setzte sich aus dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius, seinem britischer Amtskollegen John Healey, dem ukrainische Verteidigungsminister Michail Fedorow und NATO-Generalsekretär Mark Rutte zusammen, die persönlich anwesend waren. Die übrigen 50 Verteidigungsminister nahmen online teil; US-Verteidigungsminister Pete Hegseth war dabei durch seinen Vize lbridge Colby vertreten.

Das Treffen selbst, das vor dem Hintergrund der US-Militäraktion gegen Iran stattfand, könnte man als Meileinstrein in der militärischen Verwicklung Europa in den Ukraine-Krieg bezeichnen. Vor Beginn der Sitzung kündigte Healy an, dass Großbritannien bereit sei, seinem Verbündeten mehr als 120.000 Drohnen zu liefern


Reaktion auf russische Warnung: Stadt Hanau schaltet Verfassungsschutz ein





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Dazu gehören Langstrecken-Kampfdrohnen, Logistik- und Marine-UAVs sowie Aufklärungssysteme. Diese Lieferung wird die größte Drohnenlieferung sein, die Kiew bislang erhalten hat. Dabei beabsichtigt London, Haushaltsmittel an die britischen Konzerne Tekever, Windracers und Malloy Aeronautics zu leiten, um deren Produktion auszuweiten und die Lieferung von UAVs direkt vom Fließband für die Bedürfnisse Kiews sicherzustellen.

Ein solches Modell ist für die europäischen Länder relativ neu: Während es zuvor um Lieferungen aus vorhandenen Beständen vorwiegend alter Technik und um den Kauf notwendiger Waffen aus Washington ging und die Produktion für die Bedürfnisse Kiews auf Munition beschränkt war, geht es nun um den Aufbau eines vollwertigen ukrainisch-europäischen militärisch-industriellen Netzwerks.

Im Rahmen eines Treffens im "Ramstein"-Format erklärte Mark Rutte, dass die NATO von der Ukraine lerne und gleichzeitig ihre eigenen Erkenntnisse mit ihr teile. Zu diesem Zweck war zuvor das Gemeinsame Zentrum für Analyse, Ausbildung und Bildung (JATEC) in Polen gegründet worden, das dabei hilft, die militärischen Strategien der Bündnispartner auf der Grundlage von Daten aus dem Einsatzgebiet anzupassen.

Am weitesten fortgeschritten beim Austausch von Erfahrungen und Technologien mit der Ukraine ist nach der Unterzeichung gemeinsamer Rüstungsverträge Deutschland. Im Entstehen begriffen sind gemeinsame Produktionsstätten, darunter auch auf deutschem Gebiet, deren Produkte auf dem Schlachtfeld getestet werden sollen; anschließend wird Kiew Daten über deren Einsatz sammeln und an die deutsche Seite weiterleiten.


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Video https://rumble.com/v78hs3s-geld-fr-die-ukraine-und-drohnen-abkommen-merz-empfngt-selenskij-in-berlin.html Dauer 2:47 Min.


WSJ: Deutschland wird riesige Waffenbabrik

Das Wall Street Journal (WSJ) berichtete am Montag, dass die Bundesrepublik ihren Schwerpunkt von der Automobilproduktion auf die Rüstungsindustrie verlagere – "Deutschland stellt seine Wirtschaft um und verwandelt sich in eine Waffenfabrik." Auch in Großbritannien und den Niederlanden gibt es bereits Beispiele für gemeinsame Entwicklungen. Die norwegischen Behörden haben Pläne angekündigt, gemeinsam mit der Ukraine eine Produktion von Drohnen zu eröffnen.

Obwohl in ukrainischen Drohnen und Raketen chinesische Bauteile und einfache Technologien zum Einsatz kommen, ziehen der günstige Preis und ihre relative Effizienz die Aufmerksamkeit der NATO-Staaten auf sich, die bislang mehrheitlich den Schwerpunkt auf Qualität statt auf Quantität legen. Darüber hinaus tauchten bereits im Sommer 2025 in den Medien Informationen über Pläne zur Integration ukrainischer Militärtechnologien in europäische Entwicklungen durch die Gründung von Joint Ventures auf, was es Kiew langfristig ermöglichen würde, ein bedeutender Waffenexporteur in seiner eigenen Nische zu werden.

Vergangenen Mittwoch hatte das russische Verteidigungsministerium eine Liste europäischer Produktionsstätten veröffentlicht, die Drohnen-Komponenten an die Ukraine liefern. Sicherheitspolitiker Dmirti Medwedew zog nach und bezeichnete diese Produktionsstätten als legitime militärische Ziele für Russland. Darunter waren auch drei deutsche Betriebe aufgelistet: zwei in München und einer in Hanau. Der Oberbürgermeister der Stadt Hanau reagierte nervös und nahm Kontakt zu Staatsschutz, Verfassungsschutz, Polizei und dem Regierungspräsidium in Darmstadt auf, um mögliche Schutzmaßnahmen zu erörtern. 

Mehr zum Thema - Merz verkündet "strategische Partnerschaft" mit der Ukraine


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Video https://rumble.com/v78mhji-sacharowa-deutschland-wichtigster-partner-selenskijs-bei-vernichtung-des-uk.html Dauer 2:53 Min.


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21.04.2026

Gustavo Petro warnt USA / Pentagon-Plan gegen Kuba

aus e-mail von Doris Pumphrey, 21. April 2026, 20:50 Uhr


RTDE 19.4.2026

Kolumbianischer Staatschef warnt USA vor lateinamerikanischer "Rebellion"

Lateinamerika könnte in einer Rebellion gegen die USA explodieren, wenn diese ihre Strategie gegenüber der Region nicht überdenken, warnte der kolumbianische Präsident Gustavo Petro. Er verwies dabei auf den Angriff auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro.

In einem am Samstag in El País veröffentlichten Interview kritisierte Petro die US-Sanktionen gegen ihn scharf und bezeichnete sie als Instrument politischer Erpressung. Er verglich Washingtons Vorgehen mit Kolonialismus.

Das US-Finanzministerium setzte Petro, seine Frau, seinen Sohn und den Innenminister im Oktober 2025 auf die Sanktionsliste. Als Grund wurde ihre mutmaßliche Verwicklung in den globalen Drogenhandel angeführt. Die USA erhoben ähnliche Vorwürfe gegen Maduro, bevor dieser Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas entführt wurde. Sowohl Petro als auch Maduro wiesen die Anschuldigungen entschieden zurück.

"Dieses Instrument zur Bekämpfung des Drogenhandels wird als Erpressungsmechanismus gegen diejenigen von uns missbraucht, die andere politische Ansichten vertreten. Es ist ein System wie das, das der spanische König vor Jahrhunderten hatte. Und wie reagierte Lateinamerika? Mit Rebellion. Das wird jetzt passieren, wenn die US-Regierung ihre Beziehung zu Lateinamerika nicht überdenkt", sagte Petro.

Der kolumbianische Präsident wies auf den weltweiten Schock hin, den die Entführung Maduros ausgelöst hatte. "Sie verfolgen einen und drohen, einen in die Vereinigten Staaten zu bringen, genau wie sie es mit Maduro getan haben", sagte Petro und fügte hinzu, dass Caracas "die erste lateinamerikanische Stadt war, die in ihrer Geschichte bombardiert wurde".
"Dies hat eine Wunde gerissen, die die gegenwärtigen Machthaber ängstlich hinnehmen und vor der sie niederknien", fügte er hinzu.

In einem weiteren Interview mit El País kritisierte auch der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Vorgehensweise der Trump-Regierung in der Weltpolitik, wobei er sich stärker auf den Iran-Krieg konzentrierte.
Trump spiele ein "sehr gefährliches Spiel", warnte er, indem er davon ausgehe, dass die amerikanische Macht die Spielregeln bestimme. "Das kann aber nicht so sein, denn letztendlich schafft es Probleme für die USA."
Lula fügte hinzu, der US-Präsident habe "kein Recht, morgens aufzuwachen und ein Land zu bedrohen".

Der brasilianische Präsident gehörte zu den schärfsten Kritikern der Entführung Maduros. Diese habe eine "inakzeptable Grenze" überschritten und erinnere an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas.


RTDE 20.4.2026

"Kein Spaziergang" – Was das Pentagon gegen Kuba plant
Von Renat Abdullin

Widersprüchliche Ankündigungen
US-Präsident Donald Trump verspricht, sich "ernsthaft" Havannas anzunehmen. Bisher beschränkt sich das Weiße Haus bloß auf eine Wirtschaftsblockade, doch eine gewaltsame Option wird regelmäßig erwägt. Laut Trump ist Kuba nach Iran als Nächstes an der Reihe.
Quellen der Zeitung USA Today meldeten, das Pentagon arbeite an einem Angriffsplan. Doch vor dessen Umsetzung sei eine politische Entscheidung notwendig.

Trump ist kaum bereit, an zwei Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Daher ist eine US-Aggression vor einer Klärung der Lage im Nahen Osten kaum zu erwarten. Zudem besteht Hoffnung auf eine diplomatische Regulierung.

Trump ist in der Lage, Kuba Wohlstand und gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit zu versprechen, um wenige Wochen darauf eine Annexion "in einer oder anderen Form" anzudrohen und zwischenzeitlich zu behaupten:
"Ich kann die Insel befreien oder besetzen, ich kann alles tun, was ich will."

Bekannterweise hat US-Außenminister Marco Rubio eine kubanische Abstammung. Er ist ein aktiver Gegner der Regierung in Havanna, sprach allerdings von seinem Unwillen, sie zu stürzen.
Vizepräsident J. D. Vance sympathisiert ebenfalls wohl kaum mit den Ideen Fidel Castros. Doch im Februar regelte er ohne großen Aufhebens den Zwischenfall mit dem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzwächtern und einem US-Boot, obwohl dies einen sehr bequemen Casus Belli hätte liefern können.

Zur Schau gestellte Rhetorik?
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel betont in seinen Kommentaren zu den Drohungen der USA, niemand wolle einen Krieg, und Havanna sei offen für einen Dialog. Doch im Falle einer Aggression werden die Kubaner Widerstand leisten, versicherte er:
"Wir werden uns wehren. Und wenn wir sterben müssen, werden wir sterben."
Díaz-Canel warnte vor Risiken für die gesamter Region.

In den USA gibt es keine nennenswerte Opposition in der Kubafrage. Möglicherweise hängt dies mit historischen Ansprüchen der USA auf die Freiheitsinsel zusammen: Washington schwärmt jahrzehntelang, seit 1959, von Havanna.

Doch gleichzeitig empfindet die Gesellschaft diese unter Politikern beliebte Idee als "Hintergrundrauschen". Laut Ergebnissen einer Umfrage von CNN befürwortet die überwiegende Mehrheit der US-Amerikaner, 64 Prozent, die gegenwärtige Außenpolitik der USA nicht. Freilich gilt das vor allem für die Iran-Kampagne.

Experten bewerten die militärischen Pläne des Pentagon mit Vorsicht. So merkt der Leiter des Florida-Instituts für Staatspolitik und Kubaexperte Brian Fonseca an: "Heute ist das bloß zur Schau gestellte Rhetorik."
Nach Fonsecas Ansicht hat sich Washington noch nicht auf eine tatsächliche Strategie festgelegt. Ein militärischer Sieg sei sicher, vermutet er. Doch danach wären die USA mit dem Hauptproblem konfrontiert – der sozialen und politischen Umgestaltung.

Pro-US-amerikanisches Regime realistisch
Russische Experten halten indessen unterschiedliche Varianten der Lageentwicklung für möglich.
Insbesondere betont der Militärhistoriker Juri Knutow, die Wahrscheinlichkeit der Restauration eines pro-US-amerikanischen Regimes auf Kuba sei hoch. Davor könnte ein militärischer Einsatz kommen, der unter Berücksichtigung der Nahost-Erfahrung geplant werden könnte. Knutow führt aus:

"Das könnten eine verstärkte Blockade und Angriffe gegen militärische Objekte und Stützpunkte sein. Ohne eine Landung – bloß die Niederschlagung der Luft- und der Raketenabwehr nach dem gleichen Schema wie in Iran. Doch weil das kubanische Energiesystem kaum funktioniert, hoffen die USA auf massenhafte Straßenproteste. Unter diesen Bedingungen werden die USA einen Regimewechsel vorschlagen. Sie wollen ohne Verluste siegen. Daher läuft eine Vorbereitung, doch nur im Hinblick auf den Einsatz der Marine, Luftwaffe und Präzisionswaffen. Ich wiederhole, eine Landung wird nichts bringen."

Auf dem politischen Feld werde Washington wahrscheinlich auf die kubanische Diaspora in den USA setzen, vermutet der Historiker:
"Viele Emigranten oder ihre Nachkommen werden wohl mit Vergnügen zurückkehren, um Politik und Wirtschaft umzubauen. Ein solches Szenario erscheint aus meiner Sicht am realistischsten, besonders im Hinblick darauf, dass die ältere Generation der Revolutionäre verschieden oder im hohen Alter ist. Und für die Jugend bedeuten die Ideen des Sozialismus wenig."

Der Militärexperte Wassili Dandykin meint, dass die USA dennoch mit ernsthaftem Widerstand konfrontiert würden:
"Ungeachtet dessen, was die Jugend sagt, ist Kuba immer noch Kuba, dort gibt es Verstecke und eine reiche Erfahrung des Partisanenkrieges. Natürlich ist das nicht Iran. Doch zu einem Spaziergang für die USA wird ein Militäreinsatz ebenfalls nicht."

Eine der Hauptschwierigkeiten der Freiheitsinsel ist gegenwärtig zweifellos die allgemeine Schwächung durch die Energieblockade. Dies betonen sämtliche von RIA Nowosti befragten Experten. Kuba allein durch humanitäre Hilfe einzelner Staaten mit Öl zu versorgen, ist selbstverständlich unmöglich.

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21.04.2026

Nachrichten von Pressenza: Interview mit Daniele Ganser zur NATO, Sicherheitspolitik und Friedensperspektiven

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 21. April 2026, 7:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 21.04.2026
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Interview mit Daniele Ganser zur NATO, Sicherheitspolitik und Friedensperspektiven


pressenza.com, vom 20.04.26 - Fred Schumacher

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Dr. Daniele Ganser, Schweizer Historiker und Friedensforscher. (Bild von Pressenza Fotoarchiv)


Interview des Initiators der Website RausausderNATO.com mit dem Schweizer Historiker und Publizisten Dr. Daniele Ganser anlässlich der Unterzeichnung des sogenannten strategischen Verteidigungsabkommens zwischen der deutschen Bundesregierung und einer nicht durch eine demokratische Wahl legitimierten Regierung der Ukraine unter Selenskyj.

Fred Schumacher: Lieber Herr Dr. Ganser, die deutsche Politikerin Sevim Dağdelen charakterisiert das Abkommen so:

„Mit dieser bilateralen strategischen Partnerschaft, die klar auf den Krieg mit Russland zielt, erfüllt die Bundesregierung den Traum deutscher Militaristen, nach der Niederlage gegen die Sowjetunion 1945 doch noch eine Revanche im Osten zu erreichen.“

Deckt sich Ihre Einschätzung mit diesem Urteil?

Dr. Ganser: Ich war wie Sevim Dagdelen, die ich sehr schätze, auch erstaunt, dass Bundeskanzler Merz eine bilaterale strategische Partnerschaft mit der Ukraine eingegangen ist. Ich halte das für den falschen Weg. Es braucht Frieden zwischen Deutschland und Russland, nicht Konfrontation. Ich glaube, Herr Merz handelt hier nicht im Interesse der deutschen Bevölkerung, die sich in Umfragen immer wieder mehrheitlich für Frieden mit Russland ausgesprochen hat.

Es wird viel spekuliert über die Rolle der USA in der NATO und Donald Trumps Drohungen, die NATO zu verlassen. Wie beurteilen Sie diese Äußerungen?

Die NATO hat 32 Mitgliedstaaten. Meiner Meinung nach sollte Deutschland aus der NATO austreten, und sich als neutrales Land für den Frieden engagieren. Gegenwärtig gibt es große Spannungen in der NATO. Dafür gibt es mehrere Gründe. Trump hat gedroht, er werde die Kontrolle von Grönland übernehmen. Die Grönländer haben aber den dänischen Pass, Grönland gehört zum Königreich Dänemark. Daher hat das NATO-Mitglied Dänemark gegen die USA protestiert. Dann hat Präsident Trump zusammen mit dem israelischen Premierminister Netanjahu den Iran überfallen. Das war klar illegal. Dagegen hat der spanische Premierminister Pedro Sanchez zu Recht protestiert und den USA verboten, die US-Militärstützpunkte in Spanien für den Irankrieg zu nutzen. Was war richtig, Spanien ist im Moment das mutigste Land in Europa. Aber die US-Regierung hat sich natürlich geärgert. Die Spannungen in der NATO sind daher derzeit groß.

Seit Beginn der NATO wird das Bündnis von seinen Gründern als notwendige Verteidigungsmaßnahme gegen Angriffspläne der damaligen Sowjetunion gegen Westeuropa dargestellt. Wie beurteilen Sie den Wahrheitsgehalt dieser Darstellung?

Die Sowjetunion oder die Länder des Warschauer Vertrages haben die NATO nie angegriffen. Ich kann schon verstehen, dass man damals einen solchen Angriff befürchtet hat. Aber er kam nicht. Dann wurde 1991 die Sowjetunion aufgelöst. Auch das Verteidigungsbündnis Warschauer Vertrag wurde aufgelöst. Ich finde, man hätte damals schon auch die NATO auflösen sollen.

Der wesentliche Unterschied unserer Plattform rausausderNATO.com zu anderen ist die Tatsache, dass hier Menschen nicht einfach einen von einer kleinen Gruppe formulierten Aufruf unterzeichnen, sondern jeder ausreichend Platz hat, seine ganz persönliche Sicht auf die NATO und Krieg und Frieden für die Öffentlichkeit aufzuschreiben. Von den bisher mehr als 4.000 Unterzeichnern haben geschätzt mehr als die Hälfte von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Ihr Urteil dazu?

Ich finde es sehr gut, dass die Menschen hier die Möglichkeit haben, ihre Perspektive einzubringen. Weil in vielen NATO-Mitgliedstaaten werden die Bürger ja gar nicht gefragt, ob sie die NATO für wichtig und wertvoll oder für gefährlich und zu teuer erachten. Ich selber bin ja Schweizer und wir sind nicht in der NATO und auch nicht in der EU. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Denn ich sehe, wie Schweden und Finnland, die früher neutral waren, der NATO beigetreten sind. Das möchte ich nicht. Ich möchte, dass die Schweiz neutral bleibt.

Es gibt eine ganze Reihe Blogs und Internetplattformen, die gut recherchierte Artikel zu den Fragen Rüstung, Krieg, Frieden, Sicherheit und verwandten Themen veröffentlichen. Auf der RausausderNATO.com bringen wir derartige Artikel aktuell mittels Anreißer auf der Homepage und verlinken zu den Plattformen selbst. Die Anreißer werden ständig aktualisiert, wobei die vorherigen Beiträge aus Platzmangel gelöscht werden. Mit Ihrer Erfahrung in Bezug auf Sichtbarkeit in Suchmaschinen und Social Media: Halten Sie das für nützlich für die Beteiligten?

Ja, das ist nützlich. Ich finde es einfach wichtig, dass die Artikel nicht zu lange sind und dass man sie gut versteht. Zudem muss immer der Name der Autorin oder des Autors, am besten noch mit einem Foto, angegeben werden, damit die Leser wissen, wer schreibt. Praktisch ist auch noch eine ganz kurze Biografie der Autorin oder des Autors, weil ja jeder Mensch ganz unterschiedlich auf die Welt und die internationale Politik blickt.

Wir wollen dieses System ausbauen und die Anreißer mit den Verlinkungen zukünftig nicht mehr löschen, sondern zu einer historischen Datenbank ausbauen, in der wichtige Artikel plattformübergreifend mit einer einfachen Suchfunktion abrufbar sind. Würde dieser Schritt auch in Verbindung mit Terminkalender für Veranstaltungen und Präsentationsmöglichkeit für Bücher zum Thema Friedenspolitik zur Vereinheitlichung und Erhöhung der Durchschlagskraft der Friedenspolitik insgesamt beitragen?

Das würde ganz sicher helfen. Auf Deutsch werden jedes Jahr 100.000 Bücher publiziert. Darunter viele Romane. Aber auch Sachbücher. Natürlich kann kein Mensch alle Bücher lesen, die jedes Jahr publiziert werden. Daher sind wir alle auf Hinweise angewiesen. Wertvoll ist dann immer, wenn man das Cover des Buches abbildet, angibt wie viele Seiten es hat, wann es publiziert wurde, und eine kurze Zusammenfassung. Zudem noch ein Foto des Autors. So können sich die interessierten Leser schnell einen Überblick verschaffen.

Über die Crowdfunding-Plattform Startnext sammeln wir aktuell Geld ein, um die beschriebene Programmierung der Funktionserweiterungen zu bezahlen. Genaueres hier: https://www.startnext.com/rausausdernato-erweiterung
Halten Sie diesen Weg für sinnvoll?

Ja, das ist eine gute Idee. Die Menschen helfen oft gerne mit, auch wenn es nur fünf oder zwanzig Euro sind. Weil viele Menschen wollen sich für den Frieden engagieren, wissen aber nicht wie. Hier ist eine konkrete Möglichkeit. Viele haben durchschaut, dass die USA den Russen versprochen haben, sie würden nach der deutschen Wiedervereinigung die NATO niemals nach Osten ausdehnen. Doch dieses Versprechen haben die USA zusammen mit allen anderen NATO-Staaten gebrochen. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls 1989 hatte die NATO nur 16 Mitgliedstaaten. Jetzt sind es 32. Eine Verdopplung! Die Ausdehnung der NATO ab 1999 war ein Wortbruch gegenüber Moskau. Als die USA 2008 noch die Ukraine einluden, Mitglied der NATO zu werden, klingelten in Moskau die Alarmglocken. Russland hat immer klar gemacht, dass die Ukraine nicht in die NATO darf. Mit der NATO-Osterweiterung wurde der Krieg in der Ukraine provoziert. Wenn Bürger über Crowdfunding mithelfen können eine Plattform aufzubauen, wo diese Themen ehrlich angesprochen werden können, dann ist das ein Beitrag zum Frieden, das halte ich für wichtig und wertvoll.

Ich danke Ihnen herzlich für das Interview.


Info: https://www.pressenza.com/de/2026/04/interview-mit-daniele-ganser-zur-nato-sicherheitspolitik-und-friedensperspektiven/


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21.04.2026

„Nicht der Kaiser der Welt“  Deutschland und Brasilien intensivieren ihre Kooperation, nicht zuletzt in der Rüstung. Lula sucht Rückendeckung gegen allerlei Übergriffe der Trump-Administration auch in Berlin und protestiert, Trump sei nicht „Kaiser der Welt“.

german-foreign-policy.com, 21. April 2026

BERLIN/BRASÍLIA (Eigener Bericht) – Deutschland und Brasilien bauen ihre Kooperation aus und nehmen neue gemeinsame Projekte insbesondere auf dem Rohstoffsektor sowie in der Rüstungsbranche in den Blick. Dies ist ein Ergebnis der Gespräche, die Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Brasiliens Präsident Luis Inácio Lula da Silva am gestrigen Montag in Hannover führten. Unter anderem wird Brasiliens Marine, die schon vier Fregatten bei dem deutschen Kriegsschiffbauer TKMS in Auftrag gegeben hat, vier weitere Exemplare kaufen. Den Rahmen der Verhandlungen bildeten die Hannover Messe, deren diesjähriges Gastland Brasilien ist, sowie die dritten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen. Ursache für die Intensivierung der Zusammenarbeit ist nicht zuletzt, dass US-Präsident Donald Trump Brasília massiv unter Druck setzt. Zum einen fordert er exklusiven Zugriff auf die Vorräte des Landes an Seltenen Erden. Zum anderen sucht seine Regierung direkten Einfluss auf die Präsidentschaftswahl in Brasilien im Oktober zu nehmen. Lula ist um Rückendeckung gegen die US-Übergriffe bemüht, plädiert explizit für Multilateralismus und protestiert: „Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt.“


Zitat: Shield of the Americas

Lulas Besuch in Berlin fand vor einem politisch sensiblen Hintergrund statt. Die Trump-Administration hat angefangen, Lateinamerikas bestehende Regionalorganisationen – die Organization of American States (OAS) sowie die Community of Latin American and Caribbean States (CELAC) – zu spalten und an ihre Stelle eine neue Organisation zu setzen, die lediglich rechts sowie ultrarechts regierte Staaten umfasst: den Zusammenschluss Shield of the Americas. Ihm gehören bislang zwölf Staaten an, darunter neben den USA Argentinien unter Präsident Javier Milei, El Salvador unter dem für seine inhumane Gefängnispolitik bekannten Präsidenten Nayib Bukele und Ecuador unter Präsident Daniel Noboa, dem Spross einer schwerreichen Bananendynastie. Offiziell dient Shield of the Americas dem Kampf gegen Drogenkartelle. Dazu soll vor allem auf ein militärisches Vorgehen gesetzt werden, wie die Trump-Administration es in der Karibik tut; dort brachten US-Militärs mit bislang 52 Raketenangriffen auf angebliche oder tatsächliche Drogenboote mittlerweile mindestens 180 Personen um.[1] Beobachter vermuten, langfristig solle das Rechtsaußenbündnis auch zu Washingtons Kampf gegen Chinas Einfluss auf dem Kontinent beitragen.[2] Die drei bevölkerungsreichsten Staaten – Brasilien, Mexiko, Kolumbien – werden heute eher links regiert und gehören dem Zusammenschluss nicht an.


Wahlkampfhilfe für Flávio Bolsonaro

Das kann sich freilich ändern. In Brasilien finden im Oktober Präsidentschaftswahlen statt. Ob Lula dabei ein weiteres Mal antritt, steht noch nicht offiziell fest. Gegen ihn kandidieren wird, da Ex-Präsident Jair Bolsonaro aufgrund seines Umsturzversuchs von Anfang 2023 in Haft und sein ursprünglich als politischer Nachfolger vorgesehener Sohn Eduardo wegen Nötigung der Justiz angeklagt ist und im US-Exil lebt, sein ältester Sohn Flávio.[3] Lula hatte in Umfragen lange Zeit einen großen Vorsprung vor Flávio Bolsonaro, bis dieser Ende 2025 aufzuholen begann. Inzwischen scheint Lulas Sieg nicht mehr gesichert. Trump setzt sich klar für Flávio Bolsonaro ein, der ihm – wie der gesamte Bolsonaro-Clan – politisch nahesteht. Vor einigen Wochen versuchte ein einflussreicher Mitarbeiter des US-Außenministeriums, Darren Beattie, Jair Bolsonaro PR-wirksam im Gefängnis zu besuchen und zudem Flávio zu treffen – eine kaum verhüllte Wahlkampfhilfe. Die Regierung Lula verwahrte sich gegen die offene Einmischung in die inneren Angelegenheiten ihres Landes und verweigerte Beattie die Einreise.[4] Trump hatte bereits zuvor versucht, durch die Verhängung von Strafzöllen die Einstellung des Strafverfahrens gegen Jair Bolsonaro zu erpressen – ohne Erfolg.


„Nicht pausenlos mit Krieg drohen“

Entsprechend dem eskalierenden Konflikt mit Washington hat sich Lula vor Beginn der dritten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen am gestrigen Montag mehrmals recht scharf über die Politik der Trump-Administration geäußert. So erklärte er vergangene Woche in einem Interview mit der Zeitschrift Der Spiegel: „Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt. Er kann anderen Ländern nicht pausenlos mit Krieg drohen.“[5] Die Welt sei dabei, „sich in einen einzigen Kriegsschauplatz zu verwandeln“; man müsse sie daher dringend „in Ordnung bringen“. In einem Namensbeitrag für die Tageszeitung Der Tagesspiegel erklärte Lula: „Ich bin überzeugt, dass der Multilateralismus alternativlos ist.“ Unilaterales Vorgehen gewinne bedauerlicherweise „in den internationalen Beziehungen an Boden“.[6] Gemeinsam mit Deutschland wolle Brasilien deshalb multilateraler Politik eine neue Stärke verschaffen. Bei der Eröffnung der Hannover Messe am Sonntag urteilte Lula, der Krieg der USA und Israels gegen Iran sei „Wahnsinn“; es gehe nicht an, dass weltweit inzwischen rund 2,7 Billionen US-Dollar pro Jahr für Kriege ausgegeben würden, während weiterhin zahllose Menschen in Armut lebten oder gar Hunger litten.[7] Das müsse sich dringend ändern, forderte Brasiliens Präsident.


Seltene Erden

Um – im Sinne einer multilateralen Ordnung – dem erstarkenden Einfluss der Vereinigten Staaten auf Brasiliens wichtigen Rohstoffsektor ein Gegengewicht entgegenzusetzen, schlug Lula Bundeskanzler Friedrich Merz am gestrigen Montag eine engere Zusammenarbeit in puncto Bodenschätze vor. Brasilien verfügt über große Mengen an Rohstoffen, darunter auch besonders begehrte wie Niob, das für die Produktion von Solarzellen benötigt wird, sowie Seltene Erden. Insbesondere um die Seltenen Erden ist ein heftiger Konkurrenzkampf entbrannt. Bisher werden sie von dem brasilianischen Unternehmen Serra Verde gefördert.[8] Dieses ließ die Seltenen Erden bislang in China aufbereiten. Kürzlich hat es allerdings im Gegenzug gegen einen hohen Kredit aus den USA zusagen müssen, seine Seltenen Erden nur noch an die Vereinigten Staaten, allenfalls an deren Verbündete zu liefern.[9] Die Folgen sind nicht ganz klar, da in Brasilien die Rechte zur Vergabe von Rohstoffen bei der Regierung liegen. Diese dringt nun darauf, die Aufbereitung der Seltenen Erden im eigenen Land anzusiedeln, um über größere Teile der Wertschöpfungsketten zu verfügen.[10] Vor diesem Hintergrund hat Lula Merz jetzt angeboten, neben US-amerikanischen und chinesischen könnten auch deutsche Unternehmen sich daran beteiligen.


Kriegsschiffe

Darüber hinaus bauen Deutschland und Brasilien ihre Militär- und Rüstungskooperation aus. Wie das deutsche Verteidigungsministerium berichtet, unterzeichneten Verteidigungsminister Boris Pistorius und Brasiliens Außenminister Mauro Vieira am Montag in Hannover eine Absichtserklärung, die zum einen vorsieht, dass Berlin und Brasília „bei diversen maritimen, landgestützten und luftgestützten Beschaffungsprojekten verstärkt zusammenarbeiten“.[11] Dies solle „den gesamten Prozess“ der Beschaffung umfassen: „von der Vertragsverhandlung über die Ausbildung bis hin zur Integration und dem Betrieb der Systeme“. Darüber hinaus einigten sich beide Seiten auf die Lieferung von vier weiteren Fregatten an die brasilianische Marine. Deutschland gehört traditionell nicht zu den wichtigsten Waffenlieferanten des südamerikanischen Landes, das seine Rüstungsgüter bislang eher in Frankreich, Italien sowie den Vereinigten Staaten beschafft. Im Jahr 2019 gelang es TKMS allerdings, einen Auftrag zur Lieferung von vier Fregatten des Typs MEKO A-100 an Brasilien zu erhalten. Die Schiffe werden in Brasilien gebaut – von dem Konsortium Águas Azuis in Itajaí einige hundert Kilometer südlich von São Paulo, das von TKMS und dem brasilianischen Konzern Embraer gebildet worden ist. Águas Azuis soll nun vier weitere Fregatten bauen – ein Vorgeschmack auf die allgemeine Ausweitung der Rüstungskooperation.

 

[1] Lazaro Gamio, Carol Rosenberg, Charlie Savage: Tracking U.S. Military Killings in Boat Attacks. nytimes.com.

[2], [3] S. dazu Die Unterwerfung Lateinamerikas (II).

[4] Michael Pooler: Brazil blocks visit of Trump official to see jailed Jair Bolsonaro. ft.com 14.03.2026.

[5] Marian Blasberg, Jens Glüsing: „Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt“. spiegel.de 16.04.2026.

[6] Luis Inácio Lula da Silva: Brasiliens Präsident setzt auf Zusammenarbeit. tagesspiegel.de 17.04.2026.

[7] Lula prangert „Wahnsinn“ des Iran-Krieges an. tagesspiegel.de 20.04.2026.

[8] Ana Ionova, Ju Faddul: Brazil Hesitates as U.S. Pushes Rare Earths Partnership. nytimes.com 20.03.2026.

[9] Camilla Hodgson, Michael Pooler: US secures rare earths supply as part of $565mn loan to Brazil mining group. ft.com 01.04.2026.

[10] Igor Patrick: Brazil demands rare earths be processed at home as US and China compete. scmp.com 15.04.2026.

[11] Deutschland und Brasilien stärken verteidigungspolitische Partnerschaft. bmvg.de 20.04.2026.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10372


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20.04.2026

Israel und Argentinien schließen Abkommen: Netanjahu schwärmt für Milei


freedert.online, vom 20 Apr. 2026 16:30 Uhr

Nach Wochen internationaler Vorwürfe wegen Kriegsverbrechen kann Israels Premier Netanjahu den Besuch seines argentinischen Amtskollegen genießen, da dieser als absoluter Unterstützer des Landes gilt. Gemeinsam wurde das sogenannte Isaak-Abkommen unterzeichnet, das die Zusammenarbeit beider Länder weiter festigt.


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© Urheberechtlich geschützt


Der argentinische Präsident Javier Milei traf am Sonntag zu seinem dritten Besuch in Israel innerhalb von zwei Jahren ein, Jerusalem, 19.04.2026.


Argentiniens Präsident Javier Milei hat bei seinem jüngsten Israel-Besuch in Jerusalem erneut die enge Partnerschaft mit der Netanjahu-Administration nachdrücklich bekräftigt. Nach Wochen der Kritik an dem brutalen Vorgehen der israelischen Armee in Gaza, Iran und Teilen Libanons erklärte Milei wörtlich, er "würdige die Stärke" von Premierminister Netanjahu. Zur weiteren Untermauerung wurde eine neue Organisation gegründet, die die Beziehungen beider Länder im Rahmen eines sogenannten Isaak-Abkommens festigen und perspektivisch auf Lateinamerika ausweiten soll. Die Initiative geht auf den argentinischen Präsidenten zurück.


UNICEF: Zwei Fahrer von Wassertankwagen im Gazastreifen von Israel getötet





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Der argentinische Präsident Javier Milei traf nach seiner Wahl im Dezember 2023 am Sonntag zu seiner dritten Reise innerhalb von zwei Jahren in Israel ein. Israelische Medien berichten begeistert über das Auftreten des kontrovers wahrgenommenen Präsidenten, der als entschiedener Unterstützer Israels gilt. So schreibt die Jüdische Allgemeine (JA) in Deutschland:

"Bei seiner Ankunft in Jerusalem begrüßten sich beide Politiker demonstrativ herzlich. Netanjahu sagte zu seinem Gast: 'Es wärmt mein Herz, dass du hier bist.'"

Milei unterstrich seine demonstrative Solidarität mit Israel und seine Unterstützung für die Regierung Netanjahu zudem mit einem auf X veröffentlichten Foto von der Klagemauer in Jerusalem, die er zu Beginn seines Besuchs unmittelbar aufsuchte.


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Netanjahu und Milei unterzeichneten dann in Jerusalem das zuvor angekündigte "Isaak-Abkommen", das als erste Maßnahmen unter anderem erstmals Nonstop-Flüge zwischen Israel und Argentinien vorsieht. Nach Angaben beider Seiten sollen diese spätestens im Dezember beginnen. Darüber hinaus kündigte Milei laut israelischen Medien den Umzug der argentinischen Botschaft nach Jerusalem an.

Die Webseite Israel heute informiert, der argentinische Präsident habe sich zu einem "der lautstärksten Unterstützer des jüdischen Staates entwickelt". Weiter heißt es dazu:

"Der argentinische Präsident wird der erste ausländische Staatschef sein, der bei der zentralen staatlichen Unabhängigkeitsfeier Israels in Jerusalem eine Fackel entzündet."


Aufgedeckt: Berlin liefert wieder massiv Rüstungsgüter an Israel





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Milei gab vor Journalisten folgende Erklärung zum israelisch-argentinischen Verhältnis ab:

"Wir handeln auf der Grundlage gemeinsamer Werte wie Demokratie, Zivilisation und Freiheit, und wir tragen eine gemeinsame Verantwortung, gemeinsam zu handeln. So wie die Abraham-Abkommen aus dem Bekenntnis zum Frieden entstanden sind, sind wir im Kampf gegen den Terrorismus vereint."

Unter diesem Namen hatten mehrere arabische Staaten im Jahr 2020 unter Vermittlung der USA ihre Beziehungen zu Israel normalisiert (RT DE berichtete). Milei setzt daher darauf, dass sich weitere Länder Lateinamerikas dem von ihm im Vorjahr initiierten "Isaak-Abkommen" anschließen. Zu möglichen oder angestrebten Partnern heißt es laut Medienbericht:

"Zunächst sollen Projekte in Uruguay, Panama und Costa Rica gefördert werden. Die AFOIA beabsichtigt laut Mitteilung der Genesis-Stiftung, die Aktivitäten im kommenden Jahr auf Brasilien, Chile, Kolumbien und möglicherweise El Salvador auszuweiten. Die Ausweitung hänge von den politischen Gegebenheiten und der Unterstützung von Spendern ab."

Dabei werde von potenziellen Mitstreitern "die Einstufung von Hamas und Hisbollah als Terror-Organisationen" erwartet.

Der israelische UN-Botschafter Danny Danon begrüßte die laut israelischen Medien "diplomatische Initiative" Mileis und kommentierte:

"Angesichts der Feindschaft gegenüber dem jüdischen Staat durch einige Länder der Region ist die Unterstützung Israels durch lateinamerikanische Länder, die derzeit am Rand stehen, sehr wichtig."

Das neue Abkommen soll "Handel, Tourismus und politische Kontakte" maßgeblich erleichtern. Netanjahu sprach demnach von einer "Rückkehr zu einer 'Allianz der Freiheit' in Südamerika".

Die Initiative soll laut JA-Artikel "die Nachkommen Isaaks und Nationen jüdisch-christlicher Tradition zusammenführen" ‒ "zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie sowie im Kampf gegen Terrorismus, Antisemitismus und Drogenhandel", wie Netanjahu vor Pressevertretern erklärte. 

Mehr zum Thema ‒ Auf Christus-Figur eingehämmert: Israelische Armee gesteht Schändung im Südlibanon ein


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Video https://rumble.com/v78oo7o-gesundheitswesen-vor-dem-kollaps-gaza-kmpft-ums-berleben.html Dauer 3:15 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/277708-es-waermt-mein-herz-netanjahu/


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Weiteres: 




Trump kaputt, die Holo-Story schutzlos und der Judenstaat in Auflösung - Netanjahus Verzweiflung


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bitchute.com, ca. 21. April 2026


Wissens-Shop-Hauptseite: http://floda.net/veritas/ - Weiterführende Dokumentation stets unter: http://concept-veritas.com/nj/sz/hauptseite.htm und http://www.concept-veritas.com/nj/deutsch.htm 

Der Holocaust Tag 2026 stand für Israel unter einem schlechten Stern. Der gegen den Iran begonnene Vernichtungskrieg ist sozusagen verloren. Israels Handlanger in Sachen Menschenvernichtung, US-Präsident Donald Trump, kann dem Juden Staat nicht mehr helfen, denn er hat im wahrsten Sinne des Wortes sein Pulver verschossen Es wurde zwar viel im Iran zerstört, aber militärisch ist Israel erledigt, und damit ist auch ihre Holocaust Story zerschmettert. Der Völkermörder und Kriegsverbrecher, der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, ermahnte am dreizehnten April 2026 Europa, nicht holocaust-untreu zu werden, sondern an den israelischen Holocaust Werten, wie an der Ausrottung der Palästinenser - und den Kriegsverbrechen - wie dem Iran Krieg, weiterhin festzuhalten. Netanjahu 13.04.2026: "Wir verteidigen Europa. Ein Europa, das seit dem Holocaust so viel vergessen hat. Europa kann viel von uns lernen, vor allem das Wesentliche: Die klare Unterscheidung von Gut und Böse, die im entscheidenden Moment den Mut verlangt, für das Gute und das Leben zu kämpfen. Europa, das nach dem Zweiten Weltkrieg schwor, das Gute zu vereidigen, ist heute von einer tiefen moralischen Schwäche gezeichnet. Europa droht, seine Identität und seine Werte zu verlieren." General Seyed Majid Mousavi (Luft- und Raumfahrtstreitkräfte), X, 19.04.2026: "Irans Geschwindigkeit bei der Modernisierung und dem Nachladen von Raketen- und Drohnenwerfern hat sogar das Vorkriegstempo übertroffen. Wir wissen, dass der Feind während der Waffenruhe nicht in der Lage ist, solche Voraussetzungen zu schaffen. Die Vereinigten Staaten mussten Munition nur tröpfchenweise von der anderen Seite der Welt einfliegen lassen. Auch diese Phase des Krieges haben sie verloren. Sie haben die Straße von Hormus verloren, sie haben den Libanon verloren und sie haben die gesamte Region verloren." Und so nimmt alles seinen Lauf, und endet mit dem Amerika, wie wir es kannten. Und es endet auch mit dem Juden-Staat - wie wir ihn kannten. Wenn wir also von Netanjahu und seinen Mit-Mördern von Satanen sprechen, dann sind wir mittlerweile voll und ganz bestätigt. Man kann die Wahrheit nicht mehr länger mit der jüdischen Totschlags-Keule "Anti-Semitismus" und "Holocaust-Leugnung" unterdrücken. Netanjahu, der angebetete Holocaust-Erzähler fordert kompromisslos einen sogenannten heiligen jüdischen Opfer-Status als Macht-Instrument ein. Netanjahu ist kein guter Jude. Netanjahu ist auch kein Opfer. Netanjahu ist Holocaust-Täter. Er rottet Menschen aus. Er will Menschen um jeden Preis töten - und ganze Nationen vernichten. Netanjahu hat den Krieg gegen den Iran von Trump verlangt. Und jetzt will er, dass Trump um jeden Preis mit dem Töten und mit dem Menschenvernichten weitermacht. "Netanjahu will, dass der Krieg weitergeht",


Info: Video https://www.bitchute.com/video/51wGUqIy5wCO Dauer 41:30 Min.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Zitat: Man kann die Wahrheit nicht mehr länger mit der jüdischen Totschlags-Keule "Anti-Semitismus" und "Holocaust-Leugnung" unterdrücken. Zitatende

Hier ein zweifelhafter Nutzen für die Wahrheitfindung, der mehr auf Konfrontation setzt und so die verhärteten Fronten zusätzlich bestätigt.

20.04.2026

Keir Starmers Stuhl wackelt – Mandelsons Problem war allen klar

freedert.online, 20 Apr. 2026 15:55 Uhr

Viele britische Politiker bezweifeln, dass Keir Starmer nichts über die Epstein-Verbindung des britischen US-Botschafters Mandelson wusste. Immer mehr sehen ihn als Lügner. Ein ehemaliger MI6-Chef erklärte: Der Premier wählte einen Botschafter, dessen Integritätsprobleme bekannt waren.


Keir Starmers Stuhl wackelt – Mandelsons Problem war allen klarQuelle: Legion-media.ru © PA 

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Peter Mandelson und Keir Starmer, 27. Februar 2025


In dieser Woche wird sich entscheiden, ob Keir Starmer als britischer Regierungschef im Amt bleibt. Zunächst muss Starmer am Montag vor dem Parlament in Westminster erklären, warum er seinen Labour-Parteifreund Peter Mandelson Anfang 2025 zum neuen britischen Botschafter in den USA berief. Mittlerweile sei klar, so das Handelsblatt am Sonntag, dass die für Mandelsons obligatorische Sicherheitsüberprüfung zuständigen Beamten sich zuvor gegen die Berufung des ehemaligen Vertrauten des amerikanischen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ausgesprochen hatten.

Allerdings sei Starmer angeblich nicht über das negative Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung  informiert worden, behauptet er selbst. Dazu muss sich der zuständige Vertreter des Außenministeriums, Olly Robbins, am Dienstag vor dem Parlamentsausschuss erklären. Ob seines angeblichen Versäumnisses wurde Robbins bereits in der vergangenen Woche von Keir Starmer entlassen. Der Premierminister bezeichnete es als "unentschuldbar", dass das Außenministerium ihn nicht davor gewarnt habe, Mandelson zum Botschafter zu ernennen.  


Epstein-Affaire: Starmers Kommunikationschef Tim Allan tritt zurück





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Der Rücktritt des britischen Regierungschefs am Montagabend sei unwahrscheinlich, schrieb der Guardian am Montag. Doch die meisten Labour-Abgeordneten "waren bereits der Ansicht, dass er nicht die richtige Person ist, um sie in die nächste Parlamentswahl zu führen, und die Ereignisse der letzten Tage haben diese Ansicht bestätigt," kommentierte die Zeitung.

Die Vorsitzende der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, habe den britischen Premier am Freitag in der Sendung Today sogar ganz offen der Lüge bezichtigt. Ihr zufolge habe Starmer bezüglich seiner Kenntnisse über die negativen Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung von Mandelson gelogen: Es sei "völlig absurd die Erklärung des Premiers im Unterhaus zu glauben, wonach die zuständigen Beamten ihn nicht über die negativen Prüfungsergebnisse in Kenntnis gesetzt haben". Kemi betonte: "Es spielt keine Rolle, welche Geschichten der Premierminister erzählt, […] sie können nicht alle wahr sein, und deshalb weiß ich, dass er lügt."

Der britische Telegraph veröffentlichte, dass Keir Starmer auf die Sicherheitsrisiken hingewiesen worden sei. Wortwörtlich soll eine hochrangige Quelle gegenüber dem Telegraph erklärt haben: "Tatsächlich war Starmer bereits vor den erheblichen Risiken gewarnt worden, und er hatte sie abgetan." Unter Bezugnahme auf den Telegraph-Bericht erklärte der Parteivorsitzende von Reform UK, Nigel Farage, es sei "unmöglich", dass Starmer nichts von den Bedenken gewusst habe. Starmer habe bezüglich der Sicherheitsüberprüfung von Mandelson "gelogen". Farage erklärte zur Glaubwürdigkeit von Starmer und zu dessen politischer Zukunft: 

"Ich finde die ganze Sache einfach völlig unglaublich. Unglaublich! Es ist unmöglich, dass der Premierminister davon nichts gewusst haben könnte."

"Die Labour-Hinterbänkler sind noch nicht in der Stimmung, ihren Premierminister loszuwerden, obwohl sie es nach dem 7. Mai vielleicht doch sein könnten."


Epstein-Enthüllungen: WEF-Präsident Børge Brende tritt zurück





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The Independent meldete, die Sicherheitsprüfer hätten Mandelson vor allem hinsichtlich seiner geschäftlichen Verbindungen zu China für nicht unbedenklich befunden. Es habe aber auch Befürchtungen gegeben, "dass seine früheren Verbindungen zu dem in Ungnade gefallenen Finanzier und verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein 'ihn kompromittieren' würden."

Gegenüber GB News äußerte sich auch der ehemalige Chef des britischen Geheimdienstes Richard Dearlove: "Das Problem liegt letztlich darin, dass der Premierminister einen Botschafter ausgewählt hat, der bekanntermaßen Integritätsprobleme hat. Das war bei Peter Mandelson allen klar, wenn man sich seine Vergangenheit ansieht."

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Video https://rumble.com/v75dhl0-epstein-affre-keir-starmer-zittern-die-hnde.html Dauer 0:46 Min.


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Info: https://freedert.online/europa/277624-ueberflugrechte-verweigert-lettland-und-litauen/


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20.04.2026

Wenn der Täter sich zum Richter erhebt

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freidenker.org, vom 18. April 2023Einige Anmerkungen zur Einführung der Todesstrafe für palästinensische „Terroristen“ in Israel


Wer es bisher immer noch nicht geglaubt oder sogar abgestritten hat, dass Israel ein Apartheidstaat ist, jetzt hat er den endgültigen Beweis dafür. Der zionistische Staat hat die Todesstrafe eingeführt – aber nur für Palästinenser! So neu und umwerfend ist die Nachricht allerdings gar nicht. Denn wenn Soldaten, Polizisten oder Siedler bisher Palästinenser erschossen, gingen sie so gut wie immer straflos aus. Palästinensisches Leben ist eben in dem Staat, der sich auf das „Nie wieder!“-Vermächtnis des Holocaust beruft, nichts wert. Die indirekte Todesstrafe gibt es also in Israel schon lange. Dazu kommt etwas anderes, das auch ein Beleg für Apartheid ist: In Israel ist die Folter für Juden verboten, aber für Palästinenser erlaubt!

Der Todesstrafen-Beschluss des israelischen Parlaments ist selbst für westliche, mit Israel eng befreundete Staaten offensichtlich ein nicht hinnehmbarer Skandal, denn es hagelte Proteste von allen Seiten. Selbst die Bundesregierung mit Außenminister Johann Wadephul an der Spitze, die sonst hinter allem steht, was Israel tut – selbst hinter dem Genozid in Gaza – , schloss sich der Kritik an. Vermutlich fürchtet man auch in Berlin um Israels Image, das durch seinen Völkermord und seine zurzeit stattfindenden Kriege gegen die umliegenden Staaten (verbunden mit weiterem Landraub) sowie durch seinem im Inneren stattfindenden Marsch in Richtung rechtsextremer Diktatur (wenn nicht gar Faschismus) so ramponiert ist, dass man sich ernste Sorgen um den engen Bündnispartner macht. Und natürlich hat man auch Angst, dass der Antisemitismus deshalb weiter ansteigt – oder das, was man hierzulande Antisemitismus nennt, denn in Wirklichkeit stehen ja gar nicht die Juden in der Kritik, sondern die Politik des zionistischen Staates.

Die Einführung der Todesstrafe für palästinensische „Terroristen“ ist eigentlich ein absurder Widerspruch. Hier maßt sich ein Staat an, der selbst permanent furchtbare Verbrechen begeht und unter dem Verdikt des Staatsterrorismus steht, „Terroristen“ zu verurteilen, die nach dem Völkerrecht gar keine Terroristen sind. Denn nach dem Völkerrecht ist Widerstand gegen eine Besatzung – auch mit Gewalt – völlig legal, es darf nur die Zivilbevölkerung dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Israels Terrorismusbegriff ist also höchst fragwürdig, weil sich hier der Täter zum Richter erhebt. Genau gesehen ist dieser Terrorismus-Begriff völkerrechtswidrig – also ein Fall für die internationale Gerichtsbarkeit. Leider hat sich die Völkergemeinschaft noch nicht auf einen gemeinsamen Begriff für Staatsterrorismus einigen können.

Jeff Halpers Definition von Staatsterrorismus

Der israelische Anthropologe Jeff Halper hat aber schon vor Jahren klare Worte zu dem von Israel begangenen Staatsterrorismus formuliert: „Wichtig ist, dass sowohl ‚Araber‘ als auch Juden als vor-staatliche Milizen – und die Palästinenser/innen befinden sich immer noch in dieser Phase – ihre Zuflucht zum Terrorismus nahmen, den beide Seiten als eine effektive, sogar ausschlaggebende Strategie zur Erreichung politischer Ziele ansahen. Wichtig ist es festzuhalten, dass die jüdische Zuflucht zum Terrorismus 1948 nicht endete. Er wurde nur umgewandelt in eine Politik des Staates und als Methode in Israels offizielle Streitkräfte integriert. Die gewaltsame Ent-Arabisierung und Judaisierung des Landes Israel/Palästina, die massiven Häuserzerstörungen von 1948 bis heute, sowohl in Israel als auch in den besetzten Gebieten, ein vierzig Jahre (und länger) dauernder Krieg gegen Zivilisten/innen, um eine Besatzung auf ewig zu verlängern, wiederholte und rücksichtslose Angriffe auf den Libanon einschließlich der fern ‚gesteuerten‘ Massaker von Sabra und Schatila, eine Jahrzehnte währende Praxis der Ermordung palästinensischer Führungskräfte, die die Palästinenser einer effektiven politischen Führung beraubte – diese und andere Strategien und Aktionen machen den Israelischen Staatsterrorismus aus.“

Unter Bezug auf das Völkerrecht fährt Halper fort: „Das humanitäre Völkerrecht, im Besonderen die IV. Genfer Konvention, misst dem Schutz und dem Wohlergehen einer Zivilbevölkerung unter Besatzung eine besondere Bedeutung zu. Israel versucht, diese Verantwortung in vielfältiger Weise zu umgehen, sogar indem es die Tatsache der Besatzung selbst in Abrede stellt. Mit dem Ausbruch der zweiten Intifada boten sich ihm neue Möglichkeiten, Beschränkungen seines militärischen Vorgehens zu vermeiden. Israel erklärte die Intifada knapp als unterhalb der Kriegsschwelle und berief sich auf ein im Völkerrecht unbekanntes Konzept des ‚kriegsähnlichen Konflikts‘“.

Und weiter schreibt Halper: „Unterdrückte Völker haben nach dem Völkerrecht das Recht auf Widerstand, selbst auf bewaffneten Widerstand, wobei allerdings Angriffe auf Zivilisten ausgeschlossen sind. Der Begriff des „kriegsähnlichen Konflikts“ denunziert alle Formen des Widerstandes als ‚Terrorismus‘, gar als kriminelle Handlungen, wodurch das palästinensische Menschenrecht auf Selbstbestimmung praktisch aufgehoben wird. Dieses Konstrukt enthebt Israel jeder Verantwortung für Staatsterrorismus, für Angriffe auf die zivile Bevölkerung, die nach dem Völkerrecht auch dem Besatzer verboten sind.“

Halper fährt fort: „Seine Erfindungsgabe stellt dem Militär einen unbeschränkten Freibrief aus, alles unter dem Deckmantel eine ‚kriegsähnlichen Konflikts‘ ohne jede Zurückhaltung oder Verantwortlichkeit zu sehen. Palästinensische Politiker und alle, die legitimen Widerstand leisten, können so ‚legal‘ ermordet werden, wobei die Tötung von Zivilisten als Kollateralschäden gerechtfertigt wird. Unter denselben Vorzeichen können Tausende von Palästinensern festgenommen und unbefristet eingesperrt werden, ohne dass ihnen der Status und die Rechte von Kriegsgefangenen zugestanden würden. Unglücklicherweise ist das internationale Staatensystem noch nicht so weit entwickelt, dass seine Gesetze durchgesetzt werden könnten, sodass es außer Israel für seine Menschenrechtsverletzungen anzuprangern, wenig gibt, was wir tun könnten, um seine Übergriffe zu beenden.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Arn Strohmeyer lebt und arbeitet als Journalist und freier Schriftsteller in Bremen und ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes

Der Text wurde zuerst am 31.03.2026 per E-Mail verbreitet


Bild oben: Das Gebäude der Knesset, des israelischen Parlamentes, bei Nacht. Hier wurde das Gesetz über die Todesstrafe beschlossen.



Info: https://www.freidenker.org/?p=24903


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20.04.2026

Soros-Sohn begeistert von "Linken-Konferenz" führender Staats- und Regierungschefs

freedert.online, 20 Apr. 2026 15:21 Uhr

Für zwei Tage trafen sich auf Einladung des spanischen Regierungschefs Sánchez linksgerichtete Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, um eine Allianz "gegen das Erstarken nationalkonservativer und ultrarechter Kräfte" zu präsentieren. Vor Ort auch Alexander Soros von der umstrittenen "Open Society Foundations".


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(Screenshot)


© Facebook: ASoros


Das Konferenz-Motto lautete: "Zusammenhalt zum Schutz der Demokratie vor Rechtspopulisten", auch anwesend die Soros-Foundation, hier Alexander Soros, Barcelona, 18. April 2026


Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez lud in der Vorwoche zur Konferenz "In Defense of Democracy" ("Zur Verteidigung der Demokratie"). Bei dem zweitägigen Treffen haben internationale Staats- und Regierungschefs aus zahlreichen linksgerichteten Ländern "ihren Zusammenhalt zum Schutz der Demokratie vor Rechtspopulisten beschworen", so Agenturmeldungen vom Sonntag. Aus Deutschland reiste Vizekanzler Lars Klingbeil nach Barcelona. Ebenfalls vor Ort war Alexander Soros von der gleichnamigen Stiftung.


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In Barcelona fand die "In Defense of Democracy"-Konferenz statt, bei der die beiden Regierungschefs Sánchez (Spanien) und Lula (Brasilien) als Gastgeber fungierten. Zeitgleich fand auch die "Global Progressive Mobilisation"-Konferenz statt, die ebenfalls von Sánchez und Lula initiiert wurde. Beide Veranstaltungen fanden in den gleichen Messehallen statt.

Als Vertreter der deutschen Bundesregierung reisten SPD-Vizekanzler und Finanzminister (BMF) Lars Klingbeil sowie SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf in die spanische Hauptstadt, um laut sozialdemokratischer Wahrnehmung vor Ort "ein klares Signal gegen die globale Rechte gesetzt" zu haben. Die Parteiwebseite "Vorwärts" berichtete über das Treffen:

"6.500 Menschen aus mehr als 40 Ländern und allen Kontinenten kamen am Freitag und Samstag in Barcelona auf Einladung des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zusammen." 

Klingbeil hielt demnach am Samstagnachmittag "eine knapp zehnminütige Rede auf Englisch". Das BMF-Presseteam zitiert den Minister auf X mit den Worten:

"Wir wollen keine Welt, in der sich Brutalität und Breitbeinigkeit durchsetzt. Wir wollen Demokratie und Freiheit international verteidigen."


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Ebenfalls vor Ort war Alexander Soros, der amtierende Stiftungsleiter der "Open Society Foundations", die seit 2018 ihren Sitz in Berlin hat. Der Sohn von George Soros, des Gründers des umstrittenen Stiftungsnetzwerks, teilte ebenfalls auf X seine Begeisterung zur Konferenz mit, "einem einzigartigen Treffen". Weiter führte Soros aus:

"Es war uns eine Ehre, so viele beeindruckende Führungspersönlichkeiten und Aktivisten zum ersten Global Progressive Summit in Barcelona begrüßen zu dürfen (...) Zum ersten Mal kamen Partner wie die Progressive Alliance, Global Progress und die Sozialdemokratische Partei Europas unter einem Dach zusammen, gemeinsam mit einer breiten Koalition aus Bewegungen und Führungspersönlichkeiten, die sich für eine gerechtere und demokratischere Zukunft einsetzen."


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Lula da Silva: Trumps Social Media-Account führt Krieg



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Laut Agenturmeldungen hatte die Konferenz das Ziel, sich "gegen das Erstarken nationalkonservativer und ultrarechter Kräfte" zu positionieren, das von den Teilnehmern "als Bedrohung für Demokratie und Multilateralismus eingestuft" werde. Das erste diesbezügliche Treffen war 2024 abgehalten worden.

Die Konferenzen wurde neben dem Hauptverantwortlichen Sánchez auch durch den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva organisiert und mitgeleitet. Dieser betonte dabei am Freitag in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El País, die Konferenz in Barcelona sei kein "Anti-Trump-Treffen". Weiter heißt es laut der Welt-Zeitung aus dem Hause Springer:

"Bei einer Pressekonferenz hatte Lula am Freitag gewarnt, eine Schwächung der Demokratie könne zum Aufstieg eines neuen 'Hitler' führen. In zahlreichen Ländern sind rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien auf dem Vormarsch, beispielsweise in Deutschland die AfD, in Frankreich der Rassemblement National (RN), in Spanien die Partei Vox, in Großbritannien Reform UK."

Der "Vorwärts"-Artikel zitiert dazu Bundesminister Klingbeil:

"Mit Blick auf die politische Lage machte Klingbeil deutlich, dass die progressive Seite geschlossen auftreten müsse: 'Denn wir werden gebraucht. Wo andere trennen, bauen wir Brücken.' Damit verband der SPD-Chef eine klare Abgrenzung nach rechts. Die globale Rechte sei organisiert, sagte Klingbeil, deshalb müssten es progressive Kräfte ebenfalls sein."



Bilderberg-Treffen 2026: Ohne deutsche Politiker und ohne Berichterstattung der Medien





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"Die Zukunft gehört nicht jenen, die am lautesten sind", erklärte der SPD-Chef weiter. In seiner Kurzrede hätte der Vizekanzler auch "deutliche Worte für die Macht großer Digitalkonzerne" formuliert. Er kritisierte demnach "Tech-Oligarchen, für die Hass ein Geschäftsmodell sei". 

Ob es erneut zu einem Zusammentreffen mit dem aktuellen Stiftungsleiter Alexander Soros kam, ist nicht bekannt. Dieser informierte vor drei Jahren über ein persönliches Treffen mit dem damaligen Bundesvorsitzenden der SPD.


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Im Juni 2018 informierte die Soros-Stiftung darüber, dass sie "mit ihrem ungarischen Büro nach Berlin gezogen" wäre. Dazu hieß es wörtlich in der Mitteilung:

"'Die ungarische Regierung hat unsere Arbeit verunglimpft und falsch dargestellt'. Mit diesen Worten begründet Patrick Gaspard, Präsident der Open Society Foundations (OSF), warum die Stiftungen von US-Milliardär George Soros Budapest als Standort nach mehr als 30 Jahren verlassen." 

Im Juni 2023 wurde bekannt, dass Alexander Soros die Führung der kontrovers wahrgenommenen, weltweit agierenden Stiftungsgruppe von seinem Vater übernehmen wird (RT DE berichtete). 

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Video https://rumble.com/v78mjha-organisierte-selbstzerstrung-afd-fordert-beendigung-aller-deutschen-klimasc.html Dauer 4:02 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/277677-soros-sohn-begeistert-von-linken/


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20.04.2026

Petition: Keine Nutzung dt. Hoheitsgebiete für völkerrechtswidrige Kriege

aus e-mail von Karin Gerlich, 20. April 2026, 10:58 Uhr


Liebe Kollgeginnen und Kollegen, 

 hier noch einmal eine Erweiterung der persönlichen, brieflichen Aktion nun Unterchriften zu sammeln. Der erste Mai würde sich ja vortrefflich dazu eignen, bitte verbreitet diese e - mail in eure eigenen Verteiler

 Grüße Karin Gerlich



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff:Petition: Keine Nutzung dt. Hoheitsgebiete für völkerrechtswidrige Kriege
Datum:Mon, 20 Apr 2026 07:05:06 +0000
Von:Armin Lauven <ArminLauven@gmx.de>
An:ArminLauven@gmx.de


Bonn, 19.4.2026

Petition für ein Gesetz zur Untersagung der Nutzung deutschen Hoheitsgebiets und Luftraums für völkerrechtswidrige Militäreinsätze

Liebe Freundinnen und Freunde,

einige von Euch haben sich an unserer Anzeige gegen die Bundesregierung wegen des Verdachts auf Beihilfe zu dem völkerrechtswidrigen Krieg der USA und Israels gegen den Iran beteiligt oder wurden darüber informiert. Vielen Dank für Eure Reaktionen und Unterstützungen! Bis heute hat die Generalbundesanwaltschaft (BGA) nicht – zumindest nicht öffentlich – reagiert.

Wir wollen unsere Position zur Verhinderung weiterer Unterstützungen von völkerrechtswidrigen Kriegen auch auf politischem Weg in den Bundestag bringen. Dazu halten wir die oben genannte Petition für geeignet (s. Anhang; Ausdruck ein- oder beidseitig möglich). Es gibt berechtigte Einwände, dass die aktuelle Gesetzeslage ja eigentlich schon ausreichend sei und derzeit nur ein Vollzugsdefizit bestehe. Deshalb hatten wir unsere Anzeige an die GBA verfasst. Dennoch könnte der Bundestag die Rechtslage durch ein Gesetz noch eindeutiger festlegen. Auch eine Petitionsablehnung mit der Begründung, die derzeitige Gesetzeslage erfülle schon alle Forderungen, würden wir als Erfolg einschätzen. Und die öffentliche Debatte um diese Völkerrechtsfragen kann die Petition allemal vorantreiben!

Wir bitten Euch, bei Einverständnis mit dem Petitionsinhalt diese zu unterzeichnen, weitere Unterzeichnungen zu sammeln und möglichst bald an uns (oder direkt an den Petitionsausschuss mit paralleler Benachrichtigung an uns wegen der Zählung) zu senden. Siehe dazu die Hinweise auf dem Petitionsformular.

Wenn wir eine erste ansehnliche Zahl von Unterzeichnungen zusammen haben (Ende April), geben wir die Petition - mit einer parallelen Pressemitteilung - an den Petitionsausschuss des Bundestages. Evtl. stellen wir die Petition dann auch ins online-Portal des Ausschusses. Solange die Petition nicht abschließend beschieden worden ist, können Unterzeichnungen weiter nachgereicht werden.

Wir denken, dass das Einwerben von Unterzeichnungen auf dem Schriftwege eine gute Möglichkeit ist, an Infoständen oder im privaten Umfeld mit Menschen ins Gespräch über diesen völkerrechtswidrigen Krieg zu kommen und die Möglichkeiten, zumindest die Unterstützungsleistungen dafür zu unterbinden, bekannter zu machen. Spanien, und teilweise Italien und Frankreich, haben gezeigt, wie das umsetzbar ist!

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Beste Grüße!

Martin Singe (martin.singe@t-online.de) / Armin Lauven (ArminLauven@gmx.de)

P.S.: Wer noch Infos zur Anzeige an die GBA benötigt, möge sich gerne melden. Der Anzeige kann weiterhin beigetreten werden, oder es können eigene Anzeigen formuliert werden. Wir empfehlen, der ursprünglichen Anzeige einen Text etwa wie folgt anzufügen:

Die oben bezeichnete Anzeige, der ich hiermit beitrete, bezieht sich auf den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran, der vom 28.2. bis 7.4. geführt wurde und derzeit durch eine Waffenruhe unterbrochen ist. Die Klärung des Vorwurfs der Beihilfe zu diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg bleibt auch rückwirkend wichtig und ist auch für den Fall der Fortsetzung dieses Krieges oder anderer Angriffskriege rechtlich notwendig. Zusätzlich wird beantragt, die Lieferung von Rüstungsgütern durch die Bundesregierung an Israel als mögliche Beihilfehandlung in die Prüfung einzubeziehen.

Armin Lauven
In der Maar 40
53175 Bonn
0228 31 42 87
0157 51 64 64 80
ArminLauven@gmx.de


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.04.2026

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nachdenkseiten.de, 20. April 2026 um 9:00 Ein Artikel von Hassan Al Khalaf

Der Holocaust-Überlebende Stephen Kapos im Gespräch mit dem Journalisten Hassan Al Khalaf über Polizeigewalt, Meinungsfreiheit und Zionismus. Im Kindesalter musste Stephen Kapos den Holocaust durchleben, als die Wehrmacht in seine Heimat Ungarn kam. Heute geht er noch mit 88 Jahren für Frieden im Nahen Osten auf die Straße. Er schloss sich der Aktivistengruppe „Genocide survivors and descendants against genocide in Gaza“ an und erzählt öffentlich über seine Erfahrungen, doch für seinen Einsatz wurde er polizeilich verhört. Hassan Al Khalaf sprach mit ihm über den Preis für seinen Aktivismus, die Polizeigewalt, deren Zeuge er wurde, über seine persönliche Motivation und was ihn dazu brachte, als langjähriges Mitglied der britischen Labour Party endgültig auszutreten.

Hassan Al Khalaf: Wie motiviert Sie Ihre frühe Kindheit dazu, sich heute für Palästina einzusetzen?

Stephen Kapos: Ich war sieben Jahre alt, als die Wehrmacht 1944 Ungarn und meine Heimatstadt Budapest besetzte. Adolf Eichmann etablierte ein SS-Hauptquartier und begann mit der Deportation ungarischer Juden. Sie beschränkten die Menge an Land, die ein Jude besitzen durfte, und später mussten wir den gelben Stern tragen. Es ging so weit, dass Juden nicht mehr mit dem Zug reisen durften, ebenso gab es weitere Einschränkungen – man durfte zum Beispiel kein Radio besitzen. Es wurde zunehmend gefährlich und erniedrigend. Seltsamerweise hatte ich nie Angst, weil ich zu jung war, um die Gefahr wirklich zu begreifen. Rückblickend wurde mir jedoch klar, welches Ausmaß an Erniedrigung und Leid damit verbunden war. Eine der Schlussfolgerungen aus unseren Erfahrungen war, dass wir so etwas für jedes Volk, überall, für inakzeptabel erklären müssen. Was mich natürlich in Konflikt mit dem bringt, was in Gaza geschah, denn nichts anderes macht Israel.

Haben Sie jemals irgendeine Form von Antisemitismus auf Palästina-Demonstrationen erlebt?

Nein, tatsächlich ganz im Gegenteil. Ich habe mich einer kleinen Gruppe angeschlossen, die „Holocaust-Überlebende und Nachkommen gegen den Genozid in Gaza“ heißt. Uns ist wichtig, dass den Menschen bewusst wird, dass es Juden gibt, die nicht automatisch Zionisten sind und Israel unterstützen. Wir werden jedes Mal herzlich empfangen. Die Leute danken uns, manche weinen sogar. Wir bekommen Umarmungen und Küsse – es ist eine erstaunlich warme Erfahrung. Viele bringen auch ihre Kinder mit; es hat fast etwas von einem Familienfest.

Man nennt diese Demonstrationen „Hassdemos“, obwohl diejenigen das oft nie selbst gesehen haben oder es zynisch behaupten. Ich bin immer willkommen gewesen, bis auf eine kürzliche Ausnahme: Jemand kam auf mich zu und sagte „Shame on you“ und „Welcher Genozid?“. Ich antwortete: „Diese Diskussion ist beendet. Ich spreche nicht mit jemandem, der angesichts dessen, was man sehen kann, den Genozid immer noch infrage stellt.“

Wie haben Sie die Befragung durch die Londoner Polizei erlebt? Warum wurden Sie am 18. Januar vergangenen Jahres vorgeladen?

An diesem Tag war ich einer der Redner bei der großen Kundgebung. Geplant war eigentlich ein Marsch. Nach langen Verhandlungen und mit allerlei fragwürdigen Begründungen verhängte die Polizei jedoch ein Verbot. Sie behaupteten, eine Synagoge sei zu nah und ihre Besucher würden eingeschüchtert werden, obwohl sie nicht wirklich in der Nähe war.

Die Führung der PSC (Palestine Solidarity Campaign) entschied daher, dieses kurzfristige Polizeidekret nicht zu akzeptieren. Statt eines Marsches sollte es eine kleinere Formation geben, eine Delegation – kein Marsch, sondern einzelne Personen, die jeweils Tulpen trugen. Es galt: Wenn die Polizei uns stoppt, bleiben wir friedlich stehen und legen die Blumen aus Protest gegen ihre Mitwirkung an einer ungerechten Anordnung vor ihnen nieder.

Die Delegation bestand unter anderem aus Rednern der Veranstaltung sowie einigen Abgeordneten. Ich stand in der ersten Reihe, mit Jeremy Corbyn zu meiner Linken und John McDonnell zu meiner Rechten. Der Direktor der PSC forderte die übrige Menge auf, sich uns nicht anzuschließen, damit wir passieren konnten.

Die erste Polizeisperre löste sich auf, später behauptete die Polizei, Aktivisten hätten sie durchbrochen. An der letzten Absperrung blockierte die Polizei jedoch den Weg vollständig, einige Beamte waren in Kampfmontur. Es war völlig klar, dass wir dort nicht durchkommen würden. Unser leitender Ordner, Chris Nineham, verhandelte gerade mit der Polizei. Während er noch sprach, stürmten plötzlich Polizisten von allen Seiten auf ihn zu, rissen ihn zu Boden und warfen sich auf ihn. Das geschah direkt vor meinen Augen. Ich war völlig schockiert, weil es offensichtlich geplant und völlig unnötig gewaltsam war.

Einige Tage später wurden diejenigen von uns, die in dieser Delegation eine prominente Rolle hatten, zu einem Polizeiverhör vorgeladen. Während ich befragt wurde, gab es draußen eine beeindruckende Solidaritätskundgebung – das war sehr bewegend.

Mein Anwalt hatte mir geraten: „Bei jeder einzelnen Frage, egal worum es geht, sagen Sie einfach: ‚Kein Kommentar‘.“ Genau das tat ich.

Wie sind Sie Antizionist geworden?

In Ungarn stellten Zionisten nur einen kleinen Teil dar und wurden von der allgemeinen jüdischen Bevölkerung eher als eine Art Extremisten betrachtet. Sie waren zahlenmäßig sehr gering und spielten keine bedeutende Rolle. Die Behörden gingen sogar so weit, zu empfehlen, dass die jüdische Bevölkerung ihre jüdisch klingenden Namen ablegen und neue, einheimisch klingende Namen annehmen solle, damit sie nicht auffallen und in ihrem beruflichen Leben keine Feindseligkeit auf sich ziehen. Meine Familie hat das ebenfalls getan, daher hatte ich keinen zionistischen Hintergrund.

Als ich jedoch zum ersten Mal Verwandte besuchte, die nach Israel ausgewandert waren, nach Haifa, noch vor dem Krieg von 1967, war ich völlig schockiert: Ich fand sie rassistisch vor, voller Ablehnung gegenüber der lokalen Bevölkerung. Das hat mich abgestoßen, ebenso wie der Militarismus, den ich überall sah. Diese beiden Dinge haben mich unmittelbar gegen den Zionismus und gegen Israel eingestellt.

Wie kommt es Ihrer Meinung nach dazu, dass manche Holocaust-Überlebende Zionisten werden?

Ich war besonders erstaunt darüber, wie Menschen, eine Tante, die den Holocaust erlitt, und ein Cousin, der aus Auschwitz kam, voller Hass gegenüber jenen waren, die sie abfällig „Araber“ nannten; sie sagten nie „Palästinenser“. Offenbar hatten sie den Mythos übernommen, wonach die einheimische Bevölkerung nur auf eine Gelegenheit warte, sie ins Meer zu treiben. Das war das Bild, das sie von Palästinensern hatten. Deshalb übernahmen sie auch die Vorstellung, stark und gewaltsam sein zu müssen, um sie niederzuhalten. Das schuf eine rassistische Atmosphäre.

Von den Propagandamitteln der Zionisten ist meines Erachtens das wirksamste, der eigenen Bevölkerung zu vermitteln, sie sei ständig in tödlicher Gefahr durch die einheimische Bevölkerung, die bereit sei, sie zu töten.

Bei all meinen Kontakten mit Palästinensern, damals wie heute, kann ich mir kaum ein friedlicheres und freundlicheres Volk vorstellen. Manchmal denke ich, wenn die Behandlung, die die Palästinenser erfahren, den Ungarn widerfahren wäre, dann wären heute wohl alle Terroristen. Sie hätten nicht diese vergleichsweise friedliche, wenig verbitterte Reaktion gezeigt, die ich bei fast allen Palästinensern erlebt habe, vom Taxifahrer in Haifa bis hin zu Menschen, die ich hier treffe.

Warum haben Sie und Ihre Eltern entschieden, in Europa zu bleiben, wo Juden während des Holocaust verfolgt wurden, anstatt nach Nordamerika oder Palästina auszuwandern?

Die Idee eines Schutzraums für Juden, wie geht das voran? Israel ist vermutlich der unsicherste Ort überhaupt. Es stimmt, dass der Holocaust und die überwiegend passive Reaktion der lokalen Bevölkerungen viele Juden tief erschüttert haben. Einige, wie meine Familie, haben das jedoch anders verarbeitet und gesagt, wir setzen auf ein neues Verständnis, auf einen Neuanfang, der Sozialismus wird das heilen.

Mein Vater war Arzt und stimmte als junger Mann stark mit der damals vorherrschenden Haltung in Ungarn überein, jüdisches Leben eher durch Integration als durch Abgrenzung oder Auswanderung zu gestalten. Er war weder gläubig noch religiös. Seine Ansicht war, man sollte in der Mehrheitsgesellschaft aufgehen. Es gibt nichts grundsätzlich Überlegenes an den Überzeugungen oder Praktiken jüdischer Menschen im Vergleich zu anderen.

All das sprach dafür, zu bleiben, sich zu integrieren, das Beste daraus zu machen und gewisse Nachteile in Kauf zu nehmen. Andere sind gegangen, aber da der Zionismus in Ungarn nur wenig Einfluss hatte, wanderten diejenigen, die gingen, größtenteils in andere Länder aus: nach Australien, Neuseeland, in die USA, was allerdings schwierig war, oder auch nach Skandinavien.

In Rumänien, wo ein Teil meiner Familie herkam, gab es eine besondere Situation: Obwohl die Grenzen geschlossen waren und man nicht in westliche Länder ausreisen durfte, war ein Land erlaubt. Israel zahlte der rumänischen Regierung mehrere Tausend Dollar pro Kopf: De facto „kauften” sie Juden. Anfang der 1950er-Jahre zog ein großer Teil meiner Familie aus Rumänien auf diese Weise nach Haifa um.

Wie fühlt es sich für Sie an, dass Deutschland die Erinnerung an den Holocaust nutzt, um Palästina-Solidarität zu unterdrücken?

Das ist ein völlig abscheulicher Missbrauch der Lehre aus dem Holocaust, und zwar in die genau entgegengesetzte Richtung, in der sie eigentlich verstanden werden sollte. Ich wünsche mir, man versteht, dass man bei solchen kleineren Erscheinungsformen nicht tolerant sein darf, weil sie extrem gefährlich sind und zum vollständigen Faschismus führen können. Es werden Freiheiten genommen, wenn es nicht erlaubt ist, eine palästinensische Flagge zu zeigen oder „From the river to the sea, Palestine will be free“ zu sagen.

Das sind Einschränkungen der Meinungsfreiheit und manchmal auch der Versammlungsfreiheit, kleine Schritte in Richtung Unfreiheit. Sobald man diesen Weg einschlägt, ist das extrem gefährlich und kann sehr leicht wieder zu vollständigem Faschismus führen.

Ich sah Aufnahmen, in denen junge deutsche Demonstrierende von der Polizei brutal geschlagen wurden. Das ist nicht sehr weit entfernt von den Braunhemden 1930.

Halten Sie es für gerechtfertigt, wenn man sagt, es sei respektlos oder antisemitisch, Parallelen zwischen dem Holocaust und der massiven Zerstörung in Gaza zu ziehen?

Ich denke, Zionisten versuchen, das zu einem Tabu zu machen, also jede Art von Parallele oder Vergleich mit dem NS-Regime zu unterbinden. Das ist völlig haltlos und nicht gerechtfertigt. Es gibt Merkmale, die sehr ähnlich sind. Die faschistischen Milizen in Budapest haben in den letzten Wochen des Krieges die örtliche jüdische Bevölkerung in zwei jüdischen Krankenhäusern terrorisiert. Diese Faschisten griffen sie an und exekutierten alle. Es war ein großes Massaker in der Nähe, wo wir uns versteckten.

Wenn nun Israel systematisch Krankenhäuser in Gaza bombardiert und angreift, wie kann man da nicht an diese Parallele denken?

Welche Ähnlichkeiten sehen Sie zwischen der Entmenschlichung von Juden durch das NS-Regime und der Entmenschlichung von Palästinensern durch israelische Regierungsvertreter?

Die Parallelen sind offensichtlich: Juden wurden von den Nazis als „Ratten“ bezeichnet, und heute werden in Gaza Palästinenser offiziell als „menschliche Tiere“ und als „Amalek“ beschrieben. Ab 1944 wurden in Ungarn entmenschlichende Gesetze verabschiedet: Man durfte keine Schulen gemeinsam besuchen, Ehen zwischen Juden und Nichtjuden wurden verboten. Dass es im Westjordanland jahrzehntelang keine gleichen Rechte gibt, ist ebenfalls eine Form der Entmenschlichung: offene Pogrome, Hauszerstörungen, das nächtliche Herausreißen von Kindern aus ihren Betten ohne Grund, Inhaftierungen ohne Anklage. All das zusammen ist ein enormes Maß an Entmenschlichung, das sich schrittweise verschärft. Diese Praktiken werden durch die Legislative gestützt. Die Knesset kam zum Entschluss, dass Vergewaltigungen männlicher Gefangener akzeptabel sind. Nicht einmal die Nazis sind so weit gegangen. Israelis machen stolz einen Kult um das, was sie tun, während die Deutschen versucht hätten, es zu verbergen, was natürlich auch nicht klappte. Ich habe ein Video gesehen, in dem IDF-Soldaten jubelten und sich selbst filmten, während sie Sprengsätze in einer Universität anbrachten und betätigten – noch dazu in einem Gebiet, das sie besetzt und von der Hamas geräumt hatten. Als wollten sie sagen: „Als Palästinenser habt ihr kein Recht auf Kultur.“ Dasselbe auch bei Trumps Aussage über Iran: „Wir bomben euch zurück in die Steinzeit.“

Die Lehre aus dem Holocaust ist, keine Form von Entmenschlichung irgendeiner ethnischen oder religiösen Gruppe zuzulassen.

Sie waren Mitglied der Labour Party. Wie wurden Sie dort behandelt, und was hat zu Ihrem Austritt geführt?

Ich war Sekretär der örtlichen Parteigruppe bzw. Co-Vizevorsitzender der lokalen Labour Party. Plötzlich hat die Parteiführung diese aus meiner Sicht falsche Antisemitismuskampagne gegen Corbyn übernommen. Wir waren entsetzt über diesen neuen Fokus darauf, Antisemitismus innerhalb der Partei auszumerzen, obwohl wir keinerlei nennenswerte Erscheinungsformen davon erkennen konnten. Als Holocaust-Überlebender bin ich für Antisemitismus sehr empfindlich, aber ich habe in unserem Verband selbst keinen erlebt und auch nicht gesehen, dass andere betroffen wären. Vor etwa drei Jahren, am Holocaust-Gedenktag im Januar, fragte mich ein Mitglied des Socialist Labour Network, ob ich Teil eines Panels sein und als Holocaust-Überlebender über meine Erfahrungen sprechen würde. Er sagte auch: „Wir sind eine verbotene Gruppe, es könnte für Sie unangenehm sein.“ Ich antwortete: „Ich spreche mit jeder Gruppe über den Holocaust. Wenn mich die Konservativen fragen, würde ich ebenfalls sprechen.“

Daraufhin setzten sie mich als Redner auf den Flyer. Am nächsten Tag erhielt ich ein offizielles Schreiben vom regionalen Büro der Labour Party. Darin hieß es, man habe zur Kenntnis genommen, dass ich als Redner bei einer Veranstaltung dieser verbotenen Gruppe angekündigt sei. Sollte ich dort auftreten, muss ich mit einem Disziplinarverfahren innerhalb der Partei rechnen. Ich habe daraufhin umgehend schriftlich meinen Austritt aus der Labour Party erklärt – in einem deutlichen Brief. Am Ende schrieb ich, dass solche restriktiven Maßnahmen vielleicht kurzfristig politische Vorteile bringen mögen. Langfristig jedoch wird es für die Labour Party eine Schande sein, Kontaktschuld in die britische Politik importiert zu haben. Es ist ein Vorgehen, das die freie Meinungsäußerung unterdrückt.

Fühlen Sie sich in Ihre Kindheit zurückversetzt, wenn Sie Aufnahmen von Kindern in Gaza sehen?

Ja, eine Sache, die mir besonders in Erinnerung bleibt, ist, dass Kinder selbst im Krieg einen Weg finden zu spielen. Selbst in Ruinen erschaffen sie sich mit dem, was sie vorfinden, ihre eigene Spielwelt. Zum Beispiel waren wir schon vor der deutschen Besatzung Luftangriffen durch die Amerikaner und Briten ausgesetzt. Als der Wiederaufbau begann und die Trümmer geräumt waren, gingen wir auf die Straßen, um Trümmer einzusammeln. Wir spielten auch sehr gern in zerstörten Gebäuden, kletterten hinein und spielten Verteidigung und Angriff. Heute sehe ich, dass die Kinder von Gaza genauso Wege finden, zwischen Ruinen zu spielen.

Glauben Sie, das die Geschichtsschreibung sich so an Gaza erinnern wird, wie die westliche Welt heute des Holocaust gedenkt?

Auf jeden Fall. Ich denke, das ist ein großes historisches Ereignis. Denn es geht nicht nur um die Zerstörung eines Gebiets und seiner Bevölkerung, sondern auch um ein symbolisches Ereignis, das Länder politisch sortiert, auch solche, die nicht unmittelbar betroffen sind. Und es trennt Menschen: diejenigen, die menschlich handeln, von denjenigen, denen es gleichgültig ist und die wegsehen.

Das erinnert wiederum an die Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust, als viele den einfachen Weg wählten und so taten, als geschehe nichts. Auf der anderen Seite gab es einige, die den Mut hatten, Risiken einzugehen. Auf der „richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen, erfordert immer ein gewisses Maß an Einsatz, manchmal sogar Opfer.

Heute sind es zum Beispiel junge, prinzipientreue Studierende, die Protestcamps organisieren und damit ihre Karrieren riskieren, wie junge Menschen von „Palestine Action“. Das sind mutige Menschen, aber man kann von niemandem verlangen, heldenhaft zu sein. Was man jedoch erwarten kann, ist, nicht gleichgültig zu bleiben.

Ein Beispiel: Ein Freund meiner Familie, Emil Wiesemayer, besaß eine Druckerei. Während des Holocaust stellte er nachts gefälschte Papiere für jüdische Menschen her, etwa doppelte Staatsbürgerschaften, zum Beispiel ungarisch und zusätzlich spanisch, um ihnen Schutz zu verschaffen oder ihnen die Flucht zu ermöglichen. Das war extrem gefährlich. Wäre er entdeckt worden, hätte man ihn sofort erschossen.

Doch diesen Mut kann man nicht von jedem erwarten, und man weiß auch nicht, ob man selbst dazu fähig ist, solange man nicht in eine Situation gerät, die diesen Mut erfordert.

Was bewegt Sie, noch hoffnungsvoll zu bleiben?

Ich bin davon überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen auf der Seite der Palästinenser und inzwischen auch auf der Seite der iranischen Bevölkerung, die bombardiert wird, steht. Die Haltung unserer Politiker, die oft halbherzig oder sogar offen unterstützend ist, ist der Mehrheit der Menschen fremd.

Darin liegt meine Hoffnung: dass sich diese Haltung letztlich durchsetzen wird.

Genauso denke ich, dass Israel einen Völkermord begangen hat, und von einem Völkermord gibt es kein Zurück. Ich denke, es ist unumkehrbar für Israel und für den Zionismus. Es ist nur eine Frage der Zeit.


Stephen Kapos kam 1937 in Budapest zur Welt und überlebte als Kind den Holocaust. Heute ist er Architekt im Ruhestand und Aktivist der Gruppe „Genocide survivors and descendants against genocide in Gaza“.

Hassan Al Khalaf ist freier Journalist mit dem Schwerpunkt arabischer Raum. Er ist in Bagdad geboren und zweisprachig aufgewachsen. Durch Arabisch als Muttersprache hat er einen direkten Zugang zu interessanten Stimmen aus der Region


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Interviews Militäreinsätze/Kriege Wertedebatte


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.04.2026

Die übersehene Krise: Arbeitsmigranten in den Golfstaaten

freedert.online, 20 Apr. 2026 07:15 Uhr

Bis zu 35 Millionen Arbeitsmigranten sorgten dafür, dass die glitzernden Urlaubsparadiese am Persischen Golf funktionierten. Sie bedienten in den Hotels, bauten die Wolkenkratzer und arbeiteten in den Häfen. Jetzt fehlt ihnen nicht nur die Arbeit.


Die übersehene Krise: Arbeitsmigranten in den Golfstaaten© aus sozialen Medien


Arbeitsmigranten am Golf


Die übliche Berichterstattung über den fehlenden Schiffsverkehr am Persischen Golf blickt vor allem auf die Exporte aus den Golfstaaten. Es gibt aber auch noch die andere Seite: all diese Staaten sind bei der Versorgung mit Lebensmitteln zu 70 bis 90 Prozent auf Importe angewiesen, die überwiegend per Schiff erfolgen – und nun bereits seit Anfang März nicht mehr erfolgt sind.

Die Konsequenzen für die Lebensmittelpreise sind spürbar, insbesondere bei Frischwaren. Dort sind sie um 30 bis 100 Prozent gestiegen. Auch Grundnahrungsmittel wie Reis, Weizen und Speiseöl sind teilweise bereits um 50 Prozent teurer geworden, insbesondere in Bahrain und Kuwait. Bei den Frischwaren macht sich bemerkbar, dass die Kosten für Luftfracht deutlich gestiegen sind.


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Nun, mag man denken, die Golfstaaten sind schließlich reich. Und sie haben nach dem massiven Handelseinbruch in der Finanzmarktkrise, der auch ihre Versorgung beeinträchtige, die Konsequenz gezogen und große Lebensmittelvorräte angelegt, die von zwei bis vier (wie in Bahrain) bis zu sechs Monaten (Saudi-Arabien, Katar und VAE) reichen. Wobei man nicht vergessen darf, dass diese Vorräte bereits jetzt genutzt werden.

Sie sind sogar tatsächlich auf die gesamte Bevölkerung berechnet und nicht nur auf die eigenen Staatsbürger. In den Golfstaaten leben insgesamt etwa 35 Millionen Arbeitsmigranten. Die Hauptherkunftsländer sind die Phillippinen, Indien und Pakistan.

Aber allein die Tatsache, dass noch für einige Zeit Vorräte vorhanden sind, verhindert nicht, dass viele dieser Arbeitsmigranten bereits jetzt in akute Not geraten. Denn vielfach haben sie aktuell kein oder nur ein sehr verringertes Einkommen – die Häfen arbeiten ebenso wenig wie die Hotels oder die Gastronomie, die in manchen Gegenden sehr umfangreich war. Human Rights Watch schickte bereits Ende März einen Rundbrief an die Golfstaaten und forderten Notmaßnahmen für die betroffenen Arbeitskräfte, erhielt aber nach eigenen Angaben keine Antwort.

Die Arbeitsmigranten in den Golfstaaten unterliegen einem System, das Kafala genannt wird. Dabei ist ihr Aufenthaltsrecht absolut an einen Arbeitgeber gekoppelt, der meist auch den Pass einzieht und ohne dessen Genehmigung sie daher das Land auch nicht wieder verlassen oder sich eine andere Arbeit suchen können. Gleichzeitig sind die Pflichten der Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitern sehr beschränkt, was Arbeitsunterbrechungen betrifft, für die die Arbeiter nichts können. Gesetzlich sind sie in einigen Ländern zwar verpflichtet, Mahlzeiten oder eine Essenszulage zu stellen, aber bei den erhöhten Preisen genügt das nicht, und bei unbezahltem Urlaub oder Arbeitslosigkeit gibt es keinerlei Absicherung.

Einige der Herkunftsländer haben inzwischen Maßnahmen ergriffen, um ihre Landsleute zu unterstützen. Vor allem die Philippinen und Indien stechen dabei hervor.

Die Philipinnen haben zwar mit etwa 1,2 Millionen Arbeitsmigranten vor allem in den Emiraten und Saudi-Arabien vergleichsweise wenige Bürger in den Golfstaaten und mit etwa 4.600 noch nicht allzu viele repatriiert, aber sie sorgen für die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen, geben finanzielle Soforthilfen bei Einkommensausfall und auch psychosoziale Betreuung über die Botschaft, und auch nach der Rückkehr gibt es ein Auffangnetz.


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Analyse

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Indien hat acht bis neun Millionen Bürger in diesen Staaten. Der Schwerpunkt der indischen Regierung liegt auf Evakuierung – bisher wurden bereits 572.000 aus Westasien ausgeflogen, die meisten davon aus der Golfregion. Vorrang haben dabei Arbeiter ohne Einkommen, Familien mit Kindern und Seefahrer. Auch hier werden vor Ort, über die indische Gemeinde, Lebensmittelpakete verteilt, beispielsweise an Fischer in Katar. Die Evakuierung soll weiter fortgesetzt werden.

Noch schwieriger sieht es allerdings für die Arbeitsmigranten aus anderen Ländern aus. Auch aus Bangladesch sind sieben bis neun Millionen Arbeitsmigranten in den Golfstaaten. Aber große organsierte Rückführungen gibt es ebenso wenig wie systematische Verteilung von Lebensmittelhilfen. Auch in Bangladesch selbst gibt es im Falle der Rückkehr keine weitere Unterstützung.

Ähnlich sieht es bei Pakistan aus, das auch acht bis neun Millionen seiner Bürger als Arbeitsmigranten an den Persischen Golf entsandt hat. Es gibt keine Unterstützung bei der Rückkehr, und die Hilfe der Botschaft beschränkt sich auf besonders gefährdete Gruppen wie Kranke oder Frauen mit Kindern. Nahrungsmittelhilfe gibt es nur privat organisiert.

Auch das deutlich kleinere Nepal, das immerhin bis zu zwei Millionen Bürger in den Golfstaaten hat, kann sich kaum größere Unterstützungsmaßnahmen leisten. Wie Pakistan und Bangladesch setzt es vor allem auf diplomatische Appelle an die Regierungen am Golf. Der Himalayastaat ist besonders stark auf die Überweisungen seiner Arbeitsmigranten angewiesen – sie tragen bis zu 25 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.

In Summe können sich also bestenfalls die Inder und die Filipinos auf Unterstützung durch ihre Regierung verlassen; auf die Regierungen der Golfstaaten selbst können die Arbeitsmigranten nicht setzen. Selbst wenn die Vorräte an sich noch einige Zeit genügen könnten – die Preise steigen schon jetzt so, dass viele der Migranten sie nicht zahlen können.


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Sie sind die unbeteiligten Gefangenen des Konflikts. Ebenso wie die etwa 20.000 Seeleute, die immer noch auf den Schiffen im Golf ausharren müssen. Eine Evakuierung oder ein Wechsel der Besatzungen ist ebenso erschwert wie die Versorgung. "Das ist keine abstrakte geopolitische Krise – das ist eine menschliche Krise", erklärte Lydia Ferrad von der Internationalen Transportarbeitervereinigung (ITF). "Seeleute wurden getötet. Andere wurden verwundet. Tausende sind an Bord der Schiffe gestrandet, unter Bedingungen von Furcht, Erschöpfung und Ungewissheit."

Hier ist das größte Problem das Trink- und Brauchwasser, das auf einigen Schiffen zur Neige geht. Bisher wurden Schiffe nur vorübergehend bei direkten Angriffen verlassen; aber wenn sich die Lage weiter verschärft, ist nicht auszuschließen, dass sie die Schiffe aufgeben müssen.

Während der Blick weitgehend auf die Treibstoffversorgung und deren Folgen gerichtet ist, entwickelt sich bei Seeleuten und Arbeitsmigranten eine humanitäre Katastrophe.

Mehr zum Thema – Ein Monat Krieg im Nahen Osten: Welche militärischen Fehler haben USA, Israel und Iran gemacht?


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20.04.2026

Alastair Crooke: Krieg und Täuschung

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seniora.org, 19. April 2026, 16.04.2026 Video-Interview Joe Lauria mit Alastair Crooke - übernommen von consortiumnews.com - bezahlter Beitrag


(Red.) Die gegenwärtige Weltsituation gemahnt an die „Große Depression“ von 1929, die die gesamten 1930er Jahre prägte. Am 24. Oktober 1929 („Schwarzer Donnerstag“) begann der dramatische Zusammenbruch der US-amerikanischen Aktienmärkte. Er markierte das Ende der sogenannten „Roaring Twenties“ und führte zu einer globalen ökonomischen Depression. Böse Stimmen munkeln, diese Krise sei seinerseits absichtlich herbeigeführt worden, um die Macht der damaligen Finanzoligarchie zu konsolidieren und den Griff auf die Weltwirtschaft zu ermöglichen. Namen wie Morgan und Rockefeller tauchten auf. Irgendwie ging der Name Rothschild vergessen.

Wie dem auch sei   – es kann einem schon der Gedanke kommen, dass auch dieses Mal die völlig verrückt gewordenen, fanatischen und von allen guten Geistern verlassenen Akteure am Mittelmeer und von der anderen Seite des Atlantiks von Kreisen gesteuert werden, die sich von der sich abzeichnenden Weltwirtschaftskrise einen Vorteil versprechen. Wenn es ihnen gelingen sollte, China mit der Energiekeule ins Schlingern zu bringen, könnte dies den bevorstehenden Untergang ihrer Finanzmacht zumindest etwas verzögern.

Dass sie dabei die ganze Welt in Geiselhaft nehmen und Millionen Menschen ins Elend stürzen, ist ihnen vollständig gleichgültig   – im Gegenteil: wenn „wir“ „unseren“ Reichtum mit weniger Menschen teilen müssen, um so besser. Schon der Club of Rome war von derartigen Motivationen getrieben.

Es macht aber den Anschein, dass zumindest China, Russland und Iran die Zeichen der Zeit erkannt haben und entschlossen sind, nach Möglichkeit diesem Treiben ein Ende zu bereiten. In der Zwischenzeit gilt es für die Betroffenen   – also für uns alle   –, sich so gut es geht, gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Die besten Kräfte der gegenseitigen Hilfe werden nötig sein, uns durch den Schlamassel zu bringen und anschliessend wieder eine lebenswerte Welt aufzubauen. (am)


Joe Lauria: Willkommen zu CN Live, Staffel 8, Folge 13: Krieg und Täuschung. Ich bin Joe Lauria, Chefredakteur von Consortium News. Krieg und Täuschung sind seit langem miteinander verbunden. Donald Trump scheint stolz darauf zu sein, dass er die Iraner unter dem Deckmantel laufender Friedensgespräche zweimal getäuscht hat, um militärische Angriffe gegen sie zu starten. Aber nicht nur der Feind muss getäuscht werden. Die Führung eines unpopulären Angriffskrieges ohne legitimen Grund erfordert in der Regel auch die Täuschung der eigenen Bevölkerung. Also der vorgetäuschte Zwischenfall im Golf von Tonkin, Nazi-SS-Soldaten, die als Polen verkleidet einen deutschen Radiosender angreifen, um den Zweiten Weltkrieg auszulösen, und die erfundene Geschichte von Massenvernichtungswaffen im Irak.


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Video https://www.youtube.com/watch?v=TN-tSpcFKE8 Dauer 1:12:22 h Min.


Gespräch zwischen Joe Lauria und Alastair Crooke auf Consortium News vom 16.4.2026, mit Dank transkribiert und danach übersetzt mit deepseek von Martin Leo, Übersetzungsfehler korrigiert von Andreas Mylaeus

Im unprovozierten Krieg gegen den Iran ist die große Lüge, dass der Iran kurz vor dem Erwerb einer Atomwaffe stehe und gleichzeitig der größte Sponsor des Terrorismus sei. Diese Täuschung legt sich über Schichten von Falschaussagen über die Gründung des Staates Israel und seine regionalen Ambitionen, über die Natur des Widerstands gegen ihn und über die Identität des Aggressors.

Um heute mit uns über diese Themen zu sprechen, ist Alastair Crooke. Alastair ist ein ehemaliger britischer Diplomat und Geheimdienstoffizier mit langjähriger Erfahrung im Nahen Osten und anderswo. Crooke gründete 2004 das Conflict Forum mit dem Ziel, westliche Regierungen dabei zu helfen, islamistische Gruppen und ihren militärischen Widerstand gegen Israel zu verstehen. Alastair, ich danke Ihnen vielmals, dass Sie heute bei CN Live dabei sind.

Alastair Crooke: Nun, es ist mir eine Freude, heute hier zu sein.

Joe Lauria: Vielen Dank. Beginnen wir mit einer grundlegenden Täuschung über Groß-Israel. Grundlegend für die meisten modernen Kriege im Nahen Osten, einschließlich des jetzigen im Iran und im Libanon, ist die Gründung des Staates Israel, die für die Palästinenser natürlich die Nakba oder die Katastrophe ist. Die ursprüngliche Täuschung ist diese Vorstellung, dass Israel ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land sei und dass Israel seither lediglich sich selbst verteidigt habe. Aber es sollte kein Geheimnis sein, dass Israel tatsächlich seit David Ben-Gurion, dem Gründervater und ersten Premierminister, der in seinen Memoiren den Dalet-Plan beschrieb   – den israelischen Plan zur ethnischen Säuberung des historischen Palästina und zur Schaffung Groß-Israels   – expandiert ist. Wir haben Schübe dieser Expansion gesehen, 1948 natürlich, dann 1967 und 1973.

Alastair, hätten Sie gedacht, dass Sie zu Ihren Lebzeiten eine solche Explosion von ethnischer Säuberung, Gewalt und Völkermord erleben würden, um diesen Traum der frühesten Zionisten voranzutreiben?

Alastair Crooke: Nicht in dem Ausmaß, wie es jetzt geschieht   – nein. Aber vor etwa zehn, zwölf Jahren begann ich zu schreiben und zu sagen, dass wir die gesamte Israel-Frage überdenken müssten. Wir mussten sie überdenken, weil mir schon damals, vor zehn Jahren, klar war, dass dies sich zu einem Krieg religiöser Symbole entwickelte   – wenn man so will: Al-Aqsa, Al-Aqsa-Moschee versus Tempelberg   – und diese beiden begannen, wichtig zu werden. Was meiner Meinung nach seitdem geschehen ist   – und ich glaube, das ist nicht richtig verstanden worden   –, war, dass es bei den letzten Wahlen einen tiefgreifenden Wandel in Israel gab, eine sehr tiefgreifende Veränderung, als die Mizrachi an die Macht kamen. Die Mizrachi sind die Juden, die aus Nordafrika und der arabischen Welt stammen, und sie sind tendenziell ziemlich fanatisch.

Es handelte sich um die Leute, die damals rekrutiert wurden und sozusagen das Rückgrat der Likud-Partei in dieser Zeit gebildet haben. Und was ich damals sagte und in letzter Zeit immer häufiger sage, ist, dass das Aufkommen dieser Leute und das Wiederaufleben einer messianischen Denkweise in Israel die Gleichung völlig verändert. Es hat keinen Sinn, zu versuchen, Israel durch eine säkulare, westliche Brille zu betrachten, denn sie haben das hinter sich gelassen und sich zu einem anderen Paradigma des Denkens und Verstehens bewegt   – einem, das nicht so sehr auf Frieden in Palästina oder im Nahen Osten schaut, sondern darauf, Gottes Versprechen an die Juden zu erfüllen, dass sie das ganze Land vom Euphrat bis zum Nil erhalten würden, usw. Und das hängt mit der Erlösung zusammen; sie glauben, dass sie sich auf die Erlösung zubewegen.

Viele der frühen Juden, die Europa verließen und als sie kamen und Israel damals gründeten oder daran arbeiteten   – und das waren meist europäische Juden, Aschkenasim, nicht Mizrachi   –, dachten, dass allein die Gründung des Staates zur Erlösung führen würde. Ähnlich wie die Evangelikalen in Amerika dieselbe Ansicht vertreten. Diese Leute werden heute von den messianischeren, rechtsgerichteteren, den Siedler-Religionsnationalisten   – der wirklich harten Rechten Israels   – als Verräter betrachtet. Die hätten die Erlösung versprochen, aber nicht geliefert, und daher haben uns diese Leute verraten. Es gibt hier eine enorme Spannung zu diesem Thema.

Und die Vorhersage, dass sich der Likud dem Messianismus zuwenden würde   – der Suche nach dem Messias, wo sich alles ändern würde: die Menschen würden sich ändern, die Gesetze würden sich ändern, der Talmud würde umgekehrt, all diese Dinge würden geschehen. Ein Historiker, Scholem, der vor einigen Jahren schrieb, sagte damals voraus, dass dies irgendwann mit dem Likud geschehen würde, weil diese messianische Komponente schon lange zuvor vorhanden war, dann verblasste, und er sagte voraus, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Likud zurückkehren würde.

Und warum ist das wichtig? Weil es keinen Sinn ergibt, zu Israelis und anderen zu sagen: "Nein, nein, nein, Zwei-Staaten-Lösung! Ihr könnt friedlich auf einem Stück Land leben! Und zu versuchen, Groß-Israel zu errichten   – das ergibt strategisch keinen Sinn, weil man es nicht erreichen wird.“ Aber tatsächlich wollen sie einen großen Krieg. Sie wollen Armageddon. Ich erinnere mich, wie ich Smotrich, der heute ein Minister, ein einflussreicher Minister in dieser Regierung ist, vor etwa sechs oder sieben Jahren hörte, wie er vor Mitgliedern des Likud sprach. Er sagte damals sehr deutlich: "Hört zu, das ist der Plan: Die Araber aus dieser Region zu vertreiben und Groß-Israel wiederherzustellen. Das ist der Plan. Aber ich sage euch: Um unseren Plan umzusetzen, brauchen wir wirklich eine große Krise oder einen großen Krieg." Es hat also keinen Sinn, den Israelis zu sagen, dass dies strategisch keinen Sinn mehr ergibt, „weil ihr ein kleines Land seid und versucht, zu vielen Feinden gleichzeitig zu trotzen.“ All das stimmt. Aber das sind Leute, die nach jener Armageddon-Schlacht suchen, nach jenem Moment, in dem sich alles ändern kann, die Gesetze Gottes geändert werden und eine völlig neue Ära anbricht.

Joe Lauria: Aber es gab früher doch Bremswirkungen für solche Leute. Selbst in Israel hielt das Mainstream diese Meir Kahane-Anhänger, diese Typen, an der Seite   – sie wurden nicht zugelassen. Und in den Vereinigten Staaten galten sie, selbst unter der Regierung Bush senior, als Verrückte im Keller   – die Neokonservativen. Warum durften sie so an die Macht kommen? Und welche Rolle spielt Donald Trump dabei, dass die USA endlich bereit sind, in den Krieg gegen den Iran zu ziehen, wo Netanjahu doch, nach eigenem Eingeständnis, von früheren Präsidenten 40 Jahre lang eine Abfuhr erhalten hatte?

Alastair Crooke: Nun, ich glaube, es begann tatsächlich früher. Ariel Scharon hat es ermöglicht, als er auf den Haram al-Sharif/Tempelberg ging   – das war der Punkt, an dem er damit anfing, dies zu stärken. Ich erinnere mich, denn er bot mir an, mich zu den Siedlungen zu schicken. Er sagte: "Ich werde dich zu den Siedlungen schicken." Ich war etwas überrascht, aber er schickte mich mit Rafi (Rafael Eitan)   – Rafi war eine ziemlich bekannte Figur in Israel, der „Geheimdienstchef“ von Scharon. Und Rafi sagte: "Hör zu, Du bist der Gast von Ari. Sprich frei, halte nichts zurück, sag, was Du denkst. Wir wollen, dass Du sagst, wie Du die Welt siehst." Und mein Gott, diese Leute sind verrückt. Einige von ihnen sind wirklich völlig verrückt. Ihr Hass auf die Palästinenser..., und sie sind alle bewaffnet, alle vom IDF ausgebildet. Als ich von dieser Reise zurückkam, erhielt ich einen Anruf, und man fragte mich: "Hast Du verstanden, warum Du dorthin geschickt wurdest?" Ich sagte: "Ja, ich verstehe es. Es gibt 800.000 Siedler im Westjordanland. Sie werden kämpfen, und es wäre ein blutiger Prozess, sie von diesem Land zu vertreiben. Es hat sich verändert." Und er sagte: "Du verstehst, dass Scharon bereits begonnen hat, das Paradigma zu ändern."

Er und Rafi Eitan   – er war Scharons Vertrauter   – sagten mir damals: Scharon denkt, dass Amerika früher oder später, wahrscheinlich früher, schwach sein wird und in einen Niedergang gerät. Wenn es in den Niedergang geht, dann können wir Israel auf dem Land Israel errichten. Wir werden den Staat auf dem Land Israel errichten. Groß-Israel meinte er damit.

Deshalb hat er damals den Gazastreifen aufgegeben. Er wusste, was er tat; er konnte vorhersagen, dass Amerika bald zu schwach sein würde, um sie aufzuhalten. Und genau da stehen wir heute: Israel   – Amerika ist zu schwach, um es aufzuhalten. Die amerikanische Führung, der Präsident ist völlig der israelischen Führung verfallen. Und es gibt wirklich keine Möglichkeit, die ich verstehe, Israel im Moment aufzuhalten. Aber Israel aufzuhalten ist genau das, was gemeint ist, wenn man sagt, Israel davon abzuhalten, die Vereinigten Staaten dazu zu bringen, seinen Krieg im Iran zu führen. Und genau das tut es.

Das wurde ziemlich deutlich bei den Treffen in Islamabad, den sogenannten Verhandlungen, die keine Verhandlungen im eigentlichen Sinne waren. Denn was dort geschah: Ja, die Iraner kamen, sie brachten eine Delegation von etwa 70 Leuten mit, sie begannen Gespräche über eine ganze Reihe technischer Themen, und dann wurde ziemlich klar   – und für die Iraner war es ein Test: Hat Amerika überhaupt eine eigene Verhandlungsfähigkeit oder nicht? Die Antwort kam sehr deutlich zurück. Nicht nur, dass Witkoff und Kushner hinter Vance, dem Vizepräsidenten, standen, sondern auch, dass Vance alle paar Minuten einen Anruf von Susie Wiles oder irgendjemandem aus dem Weißen Haus bekam, der ihm Anweisungen gab, was er sagen oder nicht sagen sollte. Ein Anruf kam aus Jerusalem. Und kurz darauf beendete Vance die Gespräche und legte die endgültige Position der Vereinigten Staaten dar, die genau der israelischen Position entsprach   – der maximalistischen israelischen Position. Nichts hatte sich geändert. Nicht einmal die vertrauensbildende Maßnahme der Rückgabe eines Teils der iranischen eingefrorenen Vermögenswerte. All das, aber nichts davon geschah.

Joe Lauria: Eines der Dinge, auf die die USA in diesen Gesprächen bestanden   – Teil ihrer 15 Punkte   – war der Iran und seine Beziehung zu dem, was Amerika deren Stellvertreter nennt, von denen die USA glauben, dass es Terroristen sind, dass der Iran sie kontrolliert und dass er der größte Sponsor des Terrorismus sei. Sie sind ein Experte für islamistische militante Gruppen. Ich würde gerne Ihre Erklärung hören   – den Unterschied zwischen iranisch unterstützten Gruppen im Libanon, in Gaza, im Irak, die gegen Besatzungen kämpfen   – ob israelisch oder amerikanisch   – und den vom Westen und den Golfstaaten unterstützten sunnitischen Gruppen wie al-Qaida und ISIS. Denn Netanjahu sagt oft: Hamas ist ISIS und ISIS ist Hamas. Ich glaube nicht, dass das stimmt. Können Sie bitte diese Unterschiede erklären?

Alastair Crooke: Nun, ich kann es nicht vollständig erklären, aber ich kann es vielleicht veranschaulichen: Wenn Leute sagen, dass die Hisbollah nur ein Stellvertreter, nur ein Schützling des Iran sei, dann kennen sie die Geschichte nicht. Die Geschichte ist, dass als die Safawiden-Dynastie im Iran gegründet wurde   – als der Staat Iran um 1500 erstmals entstand   – die Menschen aus dem Südlibanon, die dortigen Familien, die Institutionen, die Universitäten, die Häuser von dort in den Iran gebracht wurden, um den iranischen Staat zu gründen. Es war nicht umgekehrt. Tatsächlich waren die Bewohner des Südlibanon die Ursprünge des iranischen Staates. Und all die Zeit, die ich im Libanon verbrachte   – viele Jahre   – wusste ich, was direkt daraus folgte. Und in den meisten Fällen war es eher der Iran, der Hassan Nasrallah, den Chef der Hisbollah vor seiner Ermordung, um Rat und Anweisung bat, als dass Nasrallah Befehle entgegen genommen hätte.

Das weiß ich mit absoluter Sicherheit: Sie hörten tatsächlich auf Hassan Nasrallah. Er galt als sehr weiser Stratege, und so hörten sie auf ihn, und er hatte großen Einfluss im Iran, in Teheran   – wahrscheinlich mehr als jeder andere zu jener Zeit.

Wenn wir über die Narrative und die Lügen sprechen, die im Umlauf sind   – Sie haben Recht. Der Iran wird als Theokratie beschrieben, die darauf aus ist, Israel zu zerstören und einen autoritären Staat im Iran zu errichten. Und natürlich ist nichts davon wahr. Was die schiitische Religion besonders auszeichnet, ist, dass sie stets davon ausgegangen ist, dass es eine Pflicht ist   – und dies haben sie vom Propheten und vom Koran übernommen   –, dass es für die Menschen Pflicht ist, gegen Unterdrückung zu kämpfen   – gegen jede Form von Unterdrückung   – und Gerechtigkeit zu unterstützen, und zwar notfalls mit ihrem Leben.

Ein weiterer Aspekt, auf den die Imame bestanden, war, dass es für die Schiiten Pflicht ist, einen aktiven Geist zu haben. Sie sollen denken und für sich selbst denken, nicht nur das annehmen, was ihnen gesagt wird, oder einfach das Gegebene hinnehmen. Ich weiß das von einem großen Führer wie Ghazali, der zu ihnen sagte: "Ihr mögt den Koran auswendig können, vielleicht könnt ihr ihn perfekt auswendig rezitieren, ihr kennt die Hadithe, die Aussprüche des Propheten, ihr kennt die Scharia vollständig   – ihr seid kein Muslim, bis ihr die eigentliche, zugrunde liegende Essenz dessen in euch transformiert habt." Es ist also eine sehr innere Religion, anders als andere   – einschließlich des Sunnitentums   –, es geht um die eigene Entwicklung, die Entwicklung des eigenen Bewusstseins. Der schiitische Islam hat die Vorstellung, dass es Stufen des Bewusstseins gibt, die man aufsteigt, und je höher man aufsteigt, desto umfassender versteht man Dinge, die einem zuvor nicht zugänglich waren, werden später klarer, bis man zu der Stufe gelangt.

Und natürlich ist es die Unterstützung des Kampfes gegen Unterdrückung, die sie mit Israel in Konflikt gebracht hat. Denn Israel ist ein Staat, der darauf aus ist, für eine Bevölkerungsgruppe besondere Privilegien gegenüber einer anderen auf dem Land, das sie sich teilen, zu schaffen. Und das ist aus Sicht des Iran Unterdrückung. Ob es sich um Schiiten im Irak handelt, im Süd- und Ostlibanon, um die Schiiten in Saudi-Arabien   – es gibt dort Schiiten   – oder um die Huthis, sie sind eine Form von Schiiten (nicht Zwölfer-, sondern Siebener-Schiiten), das ist es, was sie in Konflikt gebracht hat.

Aber es ist das Gegenteil von dem, was projiziert wird. Es ist nicht theokratisch im westlichen Sinne. Tatsächlich sind die sogenannten Mullahs, wie der Westen sagt, nicht die Regierung. Es ist eine Regierung, die gewählt wird. Das einzige Element ist der Oberste Führer, der eine Rolle vergleichbar mit dem Obersten Gerichtshof in Amerika spielt: Er muss beurteilen, ob die Gesetze vereinbar sind   – nicht mit der amerikanischen Verfassung, sondern mit schiitischen Konzepten von Recht und Gerechtigkeit. Es ist also sehr anders, als es dargestellt wird. Das sind die unterschiedlichen Narrative, die existieren.

Und all diese anderen Narrative werden in dieses Bild eingepasst, dass in dieser Zeit die iranische Marine zerstört worden sei. Der Iran hatte nie eine Marine im westlichen Verständnis. Seine Luftwaffe sei zerstört worden   – der Iran hat keine Luftwaffe im westlichen Verständnis. Seine militärischen Fähigkeiten seien zerstört worden. Der Westen versteht nicht, dass der Iran seit 20 Jahren einen asymmetrischen Krieg vorbereitet. Sie wussten, dass eines Tages ein Krieg mit den USA kommen würde, und bereiteten sich darauf vor   – ab 2003, als sie sahen, was geschah, als die USA drei Wochen lang Luftangriffe auf Bagdad durchführten und das Regime vollständig enthaupteten und seine Struktur zerstörten.

Also setzten sie sich hin und dachten: "Wie gehen wir damit um?" Das Erste, was sie sahen, war, dass man keine militärische Infrastruktur haben darf, die offen sichtbar ist. Es gibt Satelliten und Flugzeuge, die überfliegen, und der Westen führt Krieg durch Bombardierungen aus der Luft. Also muss man sie unter die Erde bringen. Also sind sie alle tief in den Bergen des Iran vergraben. Einige sind 800 Meter tief, aber sie sind alle tief vergraben. Selbst die Produktion von Raketen ist in tiefen Raketenstädten und Raketenanlagen vergraben.

Und dann haben sie die Führungsstruktur dezentralisiert. Statt einer einzigen Top-down-Führung haben sie eine diffuse Führung, die als Mosaiksystem bezeichnet wird und über das gesamte Territorium des Iran verteilt ist, wobei jeder Ort seine eigenen Raketen- oder Truppenfähigkeiten hat. Jeder Kommandeur hat die Befugnis, aus eigener Initiative zu handeln. Ich habe dasselbe zuerst 2006 im Libanon erlebt, wo es erstmals in jenem Krieg gegen Israel eingesetzt wurde. Jede dieser Gruppen hat spezielle versiegelte Anweisungen, und sobald der Oberste Führer enthauptet, ermordet wird, öffnen sie diese, und das sind die Anweisungen, die sie aus eigener Initiative befolgen. Sie müssen nicht auf ein Hauptquartier warten. Sie führen den Krieg einfach weiter. Es ist wie eine Maschine. Sobald das passiert, tritt eine Art Vergeltung für den Angriff ein. Das geschah, nachdem Ali Khamenei an jenem Samstagmorgen getötet wurde. Innerhalb einer Stunde waren diese Anweisungen in Kraft, und Ziele im Golf wurden angegriffen, die vor Jahren vorher festgelegt worden waren.

Joe Lauria: Was Sie beschreiben, ist eine beeindruckende und außergewöhnliche Errungenschaft der Verteidigung. Aber diese Verteidigung wird als Bedrohung dargestellt. Mit anderen Worten: Sie sind ein Hindernis. Die Hisbollah, der Iran, all die Feinde Israels   – die sogenannten Bedrohungen   – sind eigentlich Hindernisse für die Expansion, aber sie werden als Bedrohung dargestellt, und nicht als etwas, das Israels Weg versperrt. So sehen die westlichen Öffentlichkeiten nicht die USA oder Israel, sondern den Iran als Aggressor. Europa hat lange Zeit nicht die Hisbollah und die Hamas als Terrororganisationen eingestuft. Sie taten es nach den USA. Warum? Welchem Druck war Europa ausgesetzt, um sie genauso einzustufen wie die USA?

Alastair Crooke: Nun, der Druck kam genau von Israel und den USA, um sie entsprechend einzustufen. Es gab eine Zeit, in der Europa zu Recht verstand, dass nach der UN-Charta eine Besatzung Selbstverteidigung und den Einsatz bewaffneter Kräfte als Reaktion auf die Besatzung erlaubt. Das war der Grund, warum sie sich sehr langsam dorthin bewegten, sie zu ächten.

Sie eröffnen jetzt eine Art komplizierte zweite Thematik, die ich über 30 Jahre oder mehr habe sich entfalten sehen, nämlich die westliche Manipulation des Islam   – des sunnitischen Islam gegen den schiitischen Islam, gegen ISIS.

Sie haben mich nach ISIS gefragt. Ist Hamas ISIS? Netanjahu behauptet das gerne. Tatsächlich hatte ISIS auf ihrer Todesliste auch die Hamas   – sie sahen sie als Kafir, als Ungläubige, die getötet werden sollten, und sie töteten sie auch. All dies war also bewusste Verschleierung der Wahrheit und Einkleidung in Narrative, die vermittelbar waren.

Ich denke, wo wir angelangt sind   – wenn wir etwas Abstand gewinnen, denn Sie haben diese Sendung ja eigentlich über Narrative und Täuschungen betitelt   – ist, dass wir es im Westen mit Narrativen übertrieben haben. Marketing und Werbung sind gewissermaßen unser Beitrag zur Zivilisation. Also führten wir Narrative ein, und zunehmend dachte man im Westen: Wenn man das richtige Narrativ hat, gewinnt man; und wenn die anderen ein klobiges Narrativ haben, sind sie per Definition Verlierer und werden jeden Konflikt mit dir verlieren. Also Narrativ und die Darstellung dieser Bilder   – die Marketing-Slogans und die Marketing-Sprache, mit der man die Öffentlichkeit zu täuschen hofft. Das Problem ist dann, wie geschehen, dass die Leute anfangen, ihrem eigenen Marketing zu glauben und es zu akzeptieren. Sie denken nicht darüber nach, hinterfragen es nicht, der Geist verschließt sich, und sie folgen dieser Linie, die den Iran als Bedrohung des Westens darstellt, was er nicht ist.

Was der Iran tatsächlich tut, ist der Versuch, aus dem Käfig auszubrechen, den der Westen auf Geheiß Israels um ihn errichtet hat. Es ist kein Käfig wie der in Gaza mit Zäunen und Drohnen darüber, aber es ist ein Käfig. Ein Käfig aus Sanktionen, aus Zöllen. Ein Käfig der Isolation, des wirtschaftlichen Ausschlusses. Ein Käfig, in dem ihnen selbst kulturelle Veranstaltungen verwehrt sind. Und dieser Käfig soll langsam und bewusst das wirtschaftliche Wohlergehen der Menschen zerstören, in der Hoffnung des Westens, dass sie die Regierung stürzen und sich dem Westen als Retter zuwenden. Diese fantastische Vision hält den Iran seit 48 Jahren gefangen, und nun versuchen sie, dieses Paradigma zu durchbrechen und aus ihm auszubrechen. Und natürlich wird das nun auf die feindseligste Weise dargestellt: "Oh, sie streben nach einer Atomwaffe oder was auch immer." Sie streben nicht nach einer Atomwaffe. Sie wollen die Aufhebung der Sanktionen. Sie wollen nicht enden wie Syrien   – zerstückelt, aufgespalten in ethno-sektiererische Staatenlosigkeit, die dann angestiftet werden, sich gegenseitig zu bekämpfen, das Land in eine Einöde verwandeln. Sie haben eine robuste Zivilisation und ein robustes intellektuelles Kapital, und sie wollen ausbrechen. Das einzige Problem ist wiederum: Israel lässt sie nicht, und Amerika wird diese Linie einhalten. Und ich denke, das ist es, was Sie gesehen haben.

Lassen Sie mich hinzufügen: Die Leute fragen mich: "Wird es eine weitere Runde geben, wird es mehr Verhandlungen geben?" Und was wäre der Sinn? Was wäre der Sinn? Die Iraner haben ihre 10-Punkte-Prinzipien vorgelegt, ihr Rahmenwerk, und die gesamte Verhandlung drehte sich um die 15 Punkte, die Witkoff, Kushner und Israel zusammengestellt hatten. Ja, es gab ein paar technische Diskussionen, aber am Ende wurde alles abgebrochen   – angeblich wegen des Atomthemas und der Öffnung der Strasse von Hormus. Das waren die beiden Themen.

Selbst wenn die Iraner alles täten, was Israel in der Atomfrage verlangt   – ihre 430 Kilo mit 60 % Anreicherung aufgeben, ihre Infrastruktur zerstören (das war eine Forderung: die gesamte Infrastruktur zerstören, bis auf Null-Anreicherung, ihren legitimen Anspruch aus dem NPT auf Anreicherung aufgeben)   – selbst wenn sie all das täten, wäre es immer noch nicht genug. Denn wir lesen in der israelischen Presse   – der hebräischen Presse, nicht der englischsprachigen. In der hebräischen Presse sagte die israelische Führung: "Das ist nicht genug. Selbst wenn sie das täten, wäre es nicht genug, denn sie haben das Wissen, sie verstehen die Technologie, also können wir es ihnen nicht erlauben." Also muss es entweder einen Regimewechsel geben, wie sie es nennen, oder jede unterirdische Anlage der Iraner muss für amerikanische Inspektionen und Überwachung offen sein, damit nichts geschehen kann, was wir nicht wissen. Das ist das Ausmaß der Forderungen.

Und das ist   – wenn man so will   – eine Art narrative Täuschung: Tatsächlich schrieb die New York Times kürzlich einen Artikel über das Treffen am 11. Februar, bei dem Trump angeblich ... aber das war nicht der Anfang. Der Anfang fand am 29. Dezember in Mar-a-Lago statt, am letzten Tag des letzten Jahres, als Netanjahu Trump traf. Es waren israelische Korrespondenten dort, die darüber in der hebräischen Presse schrieben. Was sie berichteten: Netanjahu hatte ein Ziel und sagte zu Trump: "Es geht nicht um das Atomthema. Vergessen Sie das Atomthema. Worauf es jetzt ankommt: Sie müssen die Priorität ändern und die Priorität auf die Raketen legen. Sie müssen zerstört werden, denn die Iraner entwickeln gerade ein völlig neues Raketensystem   – nicht nur eine Wiederherstellung des Vorherigen, sondern eine komplett neue Struktur, ein neues System. Wenn sie weitermachen dürfen, haben wir ein kurzes Zeitfenster. Aber wenn sie dieses neue Raketenparadigma erreichen, werden wir sie später nicht mehr angreifen können. Wir könnten dann nichts mehr gegen das Atomprogramm tun, selbst wenn wir davon wüssten. Das wäre unmöglich." Dann wandte sich Netanjahu an Trump und sagte: "Hören Sie, versuchen Sie nicht, das Atomproblem zu lösen. Wenn Sie versuchen, einen Deal über begrenzte Anreicherung oder so etwas in der Art des JCPOA zu machen   – und hier ist sein genaues Zitat   – 'dafür werde ich Ihnen kein Kosher-Zertifikat ausstellen, und ohne ein Kosher-Zertifikat werden Sie den rechten Flügel Ihrer Partei nicht hinter sich bringen können, denn sie werden auf das hören, was ich sage. Also werde ich Ihnen das nicht geben. Ich werde sogar gegen Sie arbeiten, wenn Sie versuchen, ein Atomabkommen zu erzielen. Nein, worauf wir uns konzentrieren müssen, ist die Zerstörung der Raketenfähigkeit." Das war am 29. Dezember.

Und siehe da: Nachdem man versucht hat, die Raketenfähigkeiten zu zerstören, und festgestellt hat, dass es nicht funktioniert hat; nachdem man versucht hat, einen Regimewechsel herbeizuführen, und festgestellt hat, dass das ein völliger Fehlschlag war   – was passiert jetzt? Ach, alle Gespräche in Islamabad drehen sich um ihre Atomfähigkeiten. Darüber werden wir jetzt sprechen: ihre Atomfähigkeiten. Es zeigt Ihnen nur, wie hohl das ist   – es wechselt von einem Punkt zum nächsten, aber was auch immer es ist, es erfordert Krieg gegen den Iran. Es erfordert die Zerstörung des Iran oder den Wechsel der Führung des Iran.

Joe Lauria: Ist das alles, was Netanjahu gegen Trump in der Hand hat? Dieses "Kosher-Zertifikat"?

Alastair Crooke: Wir wissen es nicht. Er hat offensichtlich etwas gegen ihn in der Hand. Es gibt Leute, die es wissen. Ben-Menashe, ein ehemaliger Mossad-Mitarbeiter, sagt sehr klar: "Trump ist in den Fängen ... es gibt etwas, das sie gegen ihn in der Hand haben." Aber wir wissen nicht, was es ist. Und vielleicht ist es noch komplizierter: Vielleicht weiß Trump selbst nicht, was sie gegen ihn haben. Aber wir haben die Anzeichen gesehen   – vielleicht auch diese Art von Wiederbelebung, als Melania plötzlich herauskam und anfing zu sagen, sie habe nie eine Beziehung gehabt, sie kenne den Mann kaum. Also brodelt etwas passiv im Hintergrund. Aber wir sprechen hier über mehr als nur das, was Netanjahu gegen Trump haben mag. Denn es gibt immer noch eine Art übernationale Struktur oberhalb des Kongresses, in Europa und Amerika, die Politik und Außenpolitik zu bestimmten Themen diktieren kann, über die wir nichts wissen. Wir wissen sehr wenig darüber, wer entscheidet, was genau die Interessen dieser Leute sind, die auf einer anderen Ebene existieren, in kleinen Gruppen. Einige von ihnen sind große Spender, einige sind Oligarchen, einige sind Geheimdienstler. Wer genau sind sie, und was sind ihre Interessen? Wir wissen es nicht, und niemand informiert uns.

Joe Lauria: Ja, Ben-Menashe war in unserer Sendung, und er war natürlich eine Quelle für Robert Parry für die Iran-Contra-Geschichten, den Gründer von Consortium News. Und Ben-Menashe glaubt tatsächlich, dass Netanjahu und die Israelis diese Akten haben. Wir werden nicht weiter darauf eingehen. Sie sagen also, Sie glauben nicht, dass es einen möglichen Deal auf der Atomseite gibt?

Es gab vor ein paar Tagen die Geschichte, dass der Iran eine fünfjährige Aussetzung angeboten habe und die USA 20 Jahre forderten. Glauben Sie, dass das nicht einmal mehr auf dem Tisch liegt? Wir werden nicht zum JCPOA zurückkehren, einem vollkommen guten Deal, den in den alten Tagen der Diplomatie Obama mit den Russen und den Chinesen   – ausgerechnet   – ausgehandelt hat. Wir werden nicht dahin zurückkehren. Er kann nicht dahin zurückkehren. Trump braucht etwas Besseres. Sie sagen also, es ist tot. Wir können das Atomthema vergessen.

Alastair Crooke: Ich sage, dass die Struktur dieser Gespräche und die Situation, in der wir uns befinden, bedeuten, dass es nicht passieren wird. Tatsächlich haben die Iraner in Genf ein Moratorium für ihre Anreicherung angeboten. Sie schlugen vor, das 60-prozentige Uran langsam abzubauen. Wenn wir also in einer rationalen Welt handeln würden, in der es nur darum ginge, Ängste vor ihrem Atomprogramm zu zerstreuen, könnte das leicht gelöst werden. Ja, natürlich. Aber genau das wird nicht gewollt. Sie wollen nicht, dass das gelöst wird. Es soll ein fortwährender Aufhänger bleiben, um die Notwendigkeit für weiteren Krieg oder einen weiteren Angriff zu projizieren.

Ich erwarte, dass wir einen weiteren Angriff sehen werden. Das ist übrigens das, was Insider im Iran sagen: Sie sehen die Anzeichen, und auch Russland sagt, es sehe Anzeichen dafür, dass die USA wieder eine weitere Täuschungsübung durchführen   – "lasst uns mehr Gespräche in Islamabad führen. Der pakistanische Feldmarschall ist dort und Vance ist dort und versucht, Fortschritte zu erzielen.“ Aber plötzlich wird sich herausstellen, dass bald eine neue militärische Komponente freigesetzt wird.

Ich weiß nicht, ob die Iraner zu weiteren Gesprächen gehen werden. Sie versuchen sehr stark zu zeigen, dass sie offen für eine Lösung sind. Aber wie gesagt, darum geht es nicht. Die Iraner wollen aus dem Käfig ausbrechen. Sie wollen das Paradigma von fast 50 Jahren zerbrechen, in dem sie in Sanktionen eingesperrt waren   – heruntergewirtschaftet bis zu dem Punkt, an dem ihre Leute Schwierigkeiten haben zu überleben. Diese langsame Zermürbung hat Syrien völlig zerstört, die Caesar Act-Sanktionen (Caesar Syria Civilian Protection Act von 2019) zerstörte es. Und dazu sind sie nicht bereit.

Also werden sie die Straße von Hormus als ihre Waffe nutzen, um aus diesem System auszubrechen. Sie werden dies als Regulierungssystem für die globale Energie nutzen. Etwa 20 % des weltweiten Öls passiert die Straße von Hormus. Sie haben nun erklärt, dass sie, wenn Trumps Blockade andauert, die iranische Blockade auf das Rote Meer ausweiten werden, was weitere 11 % hinzufügen würde   – insgesamt 30 %. Aber auch so viele unserer wesentlichen Lieferkettenkomponenten kommen durch Hormus und das Rote Meer. Helium, Schwefelsäure   – all diese Dinge, an die wir normalerweise nicht denken, die aber entscheidend für moderne Fertigungsmethoden sind, um Chips oder technologische Geräte herzustellen. All das liegt jetzt im Wesentlichen in den Händen des Iran, und sie beabsichtigen, es zu kontrollieren.

Die einzige Lösung dafür wird meiner Meinung nach durch den Schmerz im Westen kommen, der bereits begonnen hat zu wirken. Er wird in den nächsten 10 Tagen bis zwei Wochen noch viel schlimmer werden. In Teilen Europas bekommen die Leute kein Benzin mehr für ihre Autos, kein Heizöl. Die Preise sind plötzlich sehr, sehr hoch geworden, aber Dinge werden nicht verfügbar sein. Nahrungsmittel werden betroffen sein. Es wird Engpässe bei allen möglichen Dingen geben, die wir nicht einmal damit in Verbindung gebracht haben. Und es gibt nichts, was man dagegen tun kann.

Ich sehe diese Aussagen von Trump und Bessent: "Oh, da ist eine Linie von 100 Tankern, die kommen, um in Amerika zu tanken. Das ist großartig." Ja. Aber alles, was Amerika an überschüssiger Kapazität hat, ist nicht mehr als eine halbe Million Barrel, um seine Exporte zu steigern   – gegenüber einem Fehlbedarf von 13 Millionen. Der Markt wird also lange Zeit ohne Öl sein, und es wird wehtun. In Irland gibt es bereits Aufstände, Proteste und Demonstrationen, weil die Leute nicht zur Arbeit kommen, da die Tankstellen geschlossen sind.

Joe Lauria: Wie lange kann das so weitergehen? Eine kurze Frage: Noch eine letzte zum Atomthema, bevor ich nach der Blockade und Trumps Dilemma frage. Warum hat der Iran auf 60 % angereichert, nachdem das JCPOA zerrissen wurde? War es einfach als Verhandlungsmasse?

Alastair Crooke: Völlig richtig.

Joe Lauria: Völlig.

Alastair Crooke: Denn als das JCPOA zerrissen wurde, gab es noch die Euro-3 und die Europäer im Prozess. Sie hätten also weiterhin mit dem Iran Handel treiben sollen   – Energie, Total und diese europäischen Unternehmen hatten große Investitionen dort. Aber die US-Finanzbeamten kamen und sagten zu allen in Europa   – ich war dort, die Banken sagten: "Wir hatten diesen Finanzbeamten gerade zum Mittagessen mit dem Vorstand, und er sagte: 'Haben Sie von der BNP gehört, das ist eine französische Bank? Es gab wohl ein Problem mit deren Aufsicht und vielleicht Geldwäscheprobleme. Also haben wir ihnen eine Geldstrafe von 13 Milliarden Dollar auferlegt. Ich rate Ihnen, keine Geschäfte mit dem Iran zu machen.'" Die Botschaft kam an.

Joe Lauria: Sie sehen also keine Möglichkeit, dass Trump in einem Dilemma steckt, dass er aus dem Schlamassel, den er sich selbst geschaffen hat, wieder herauskommen will. Kann er nicht irgendeinen Atomdeal bekommen und den Sieg erklären? Sogar die Truppen aus dem Nahen Osten abziehen   – eine der Forderungen des Iran   – und sagen, er habe einen großen Sieg errungen, wieder Frieden geschaffen. Das sehen Sie nicht kommen, oder? So sehr das auch ein Problem für Trump ist, er findet keinen Ausweg, oder?

Alastair Crooke: Nein, denn er müsste Zugeständnisse machen, die so sehr gegen seinen eingefleischten Hass auf den Iran und die Iraner gehen würden. Er könnte damit anfangen, alle Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, einfach aufheben. Er könnte die UN-Beschränkungen gegen den Iran aufheben, könnte ihnen ihre eingefrorenen Vermögenswerte zurückgeben   – das wäre eine Chance. Und die Straße von Hormus steht ohnehin unter iranischer Kontrolle   – jeder, der die Geographie jenes Teils der Welt versteht, weiß, dass die Iraner jetzt die Kontrolle über Hormus haben und sie nicht aufgeben werden. Die Golfstaaten und andere beklagen sich bitter darüber, aber letztlich werden sie sich mit der Realität abfinden müssen und erkennen, dass sie eine Beziehung zum Iran brauchen.

Und wenn dort eine Maut erhoben wird, müssen sie eben zahlen, wenn sie ihre Schiffe durch die ganze Welt bringen wollen. Die Realität wird sich letztlich daraus ergeben. Ja, es gibt also Dinge, aber keines davon ist etwas, wozu Trump sich meiner Meinung nach durchringen könnte. Zum Beispiel Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, den Iran als normales Land zu behandeln. Das ist alles, was es brauchen würde   – auf die eine oder andere Weise: Behandeln Sie den Iran als normales Land, beenden Sie die Belagerung. Und natürlich würde der Iran reagieren. Er sucht keinen Krieg mit Amerika oder mit irgendjemandem. Das Einzige, was sie für unvermeidlich halten, ist ein Krieg mit Israel, weil sie nicht glauben, dass Israel seinen Krieg gegen den Iran beenden wird. Israel will den Iran zerstört sehen, reduziert auf eine zerstückelte Ruine.

Also   – er könnte es tun, aber ich glaube nicht, dass er dazu in der Lage ist. Und er glaubt nicht, dass er Unterstützung von denen bekommen würde, die seinen Wahlkampf von Anfang an finanziert haben, und von denen im Kongress, die auf Spenden und Wahlkampfunterstützung von denen angewiesen sind, die Israel unterstützen.

Was wird er also tun? Ich denke, das Einzige, was er wahrscheinlich tun wird   – das ist meine Vorhersage   –, ist, dass wir einen weiteren großen Angriff auf den Iran sehen werden   – einen israelisch-amerikanischen Angriff, vielleicht einen Versuch, die 430 Kilo 60-prozentiges Uran zu erbeuten. Sie scheinen zu glauben, sie wüssten, wo es ist. Ich bezweifle sehr, dass sie es tatsächlich wissen. Die Iraner sind auch ziemlich gut mit Täuschungsmanövern und Ködern, um ihren Feind dazu zu bringen, etwas zu tun, bei dem sie bereits geplant haben, wie sie ihn einkesseln und abschneiden können.

Die Geographie jenes Teils   – man muss sich nur die richtige Karte ansehen. Ich war auf der Insel Kharg. Ich kenne die Gegend dort. Ich glaube, es gibt keine Möglichkeit, dass amerikanische Truppen im Iran landen könnten, um sie zu versorgen oder später wieder herauszuholen. Und ich denke, die Verluste wären katastrophal für die Vereinigten Staaten. Aber das könnte bald passieren   – der Versuch, einen Teil der Insel Kharg einzunehmen oder so etwas wie eine Invasion. Aber Kharg liegt unter Artilleriekontrolle, denn auf der anderen Seite von Kharg befinden sich die Berge, und die sind voller Artilleriestellungen. Sie können einfach dasitzen und es mit Artillerie beschießen, ganz zu schweigen von Drohnen und ballistischen Raketen. Die gesamte Küstenlinie ist übersät mit Anti-Schiffs-Raketen. Die Iraner haben ein 270-Grad-Schussfeld über die Meerenge, und sie haben Unterwasserdrohnen, Überwasserdrohnen, Schnellboote. Wird nicht passieren.

Joe Lauria: Wird nicht passieren.

Alastair Crooke: Aber es könnte passieren. Es könnte einen Versuch geben   – gegen den Rat vieler im Pentagon, da bin ich mir sicher.

Joe Lauria: Sie zeichnen hier eine sehr unsichere und sehr gefährliche Situation. Sie erwähnten zuvor, dass diese extremistischen Zionisten einen großen Krieg wollten, einen großen Krieg, und wir haben jetzt einen großen Krieg. Normalerweise braucht man einen großen Krieg, um große Veränderungen im Machtgleichgewicht zu erreichen, Grenzveränderungen wie nach dem Ersten Weltkrieg, als das Osmanische Reich zerstört wurde und die britischen und französischen Reiche einmarschierten, und dann 1956 in Suez, als die Amerikaner die Vorherrschaft übernahmen. Erreichen wir jetzt einen Punkt? War dieser große Krieg einer, der nicht unbedingt Grenzen, aber das Machtgleichgewicht im Nahen Osten verändern könnte, wenn dies vorbei ist?

Alastair Crooke: Ja, aber beschränken Sie es nicht auf den Nahen Osten. Es verändert bereits das globale geopolitische Gleichgewicht weltweit. Die Tatsache, dass der Iran auf Zahlungen in Yuan besteht   – Veränderungen finden bereits statt. China und Russland handeln jetzt nur noch in Yuan. Russland hat den Europäern gesagt, dass künftige Zahlungen in Yuan erfolgen werden. Die Kontrolle über die Lieferwege ähnelt dem, was China tat, als es mit 155 % Zöllen belegt wurde. Sie sagten: "OK, du setzt einen Zoll in dieser Höhe, dann unterliegen bestimmte Seltene Erden einer neuen Regulierung durch China."

Das wird wahrscheinlich im Roten Meer und in der Straße von Hormus geschehen. Und die Auswirkung wird sein, dass das gesamte Petro-Dollar-System, bei dem die Golfstaaten dasaßen und reich wurden durch die hohen Ölpreise, die hoch sein durften, weil die Gewinne oder der Großteil der Gewinne zurück an die Wall-Street-Banken gingen und die Sicherheiten oder zumindest die Hebelwirkung boten, um Vermögenswerte zu kaufen und weiter zu verleihen   – dieses gesamte System der finanziellen Welt, in der wir jetzt leben, wird sich verändern.

Eine finanzialisierte Welt, die Amerika geschädigt hat, weil es nur noch die finanzialisierte Handelswelt der Wall Street mit Derivaten, Futures und dergleichen ist, während die reale Wirtschaft geschrumpft ist und das Leben der meisten gewöhnlichen Amerikaner beeinträchtigt hat. Und ich glaube nicht, dass diese Struktur funktionieren kann.

In gewisser Weise könnte das, was wir sehen   – vielleicht gehe ich zu weit, vielleicht wird es nicht so kommen   – der erste Dominostein in einem viel größeren Wandel sein. Die Golfregion wird nie wieder so sein wie zuvor. Die Menge an Ölgewinnen, die in die Wall Street fließen, wird nicht mehr dieselbe sein. Das Geschäftsmodell Israels wird sich ändern, denn es war stark abhängig   – es war wirklich eine Funktion des Geldes, das von der Wall Street und anderen für Technologie in den Golf kam, und dann wurde die israelische Technologie gewissermaßen ein Parasit dieser Struktur.

Viele Veränderungen werden daraus entstehen. Russland und China haben sehr genau zur Kenntnis genommen, wie die Iraner das gemanagt haben, und sie sagten: "Wir hätten nicht erwartet, dass sie es so gut machen." Aber besonders die Chinesen sind sich dessen bewusst, und auch die Russen, und es beeinflusst das chinesische Denken über Politik und das russische Denken über Politik.

Wir sehen bereits die Auswirkungen in Taiwan, denn dort steht die Chipfertigung etwa fünf Tage vor der Stilllegung. Was haben wir also gesehen? Die Hardliner der Opposition in Taiwan gehen zu Xi und sagen: "Wir brauchen eine neue Beziehung." Bereits hat sich die Beziehung zwischen Taiwan und China verändert. Die Iraner haben Südkoreaner und Japaner gehabt, die sich bei ihnen gemeldet haben mit der Bitte um eine Vereinbarung, um den Hormus-Kanal nutzen zu können. Die gesamte globale Geopolitik verschiebt sich.

Ein kleiner Dominostein fällt um, und unvorhergesehene Konsequenzen breiten sich aus. Ich bin mir nicht sicher, in welchem Ausmaß das Weiße Haus und Trump   – nun, ich bin sicher, Trump hat kein wirkliches Gespür dafür. Mir wird von Leuten aus seinem inneren Kreis gesagt, dass er glaubt, er habe den Iran völlig besiegt, dass sie am Boden seien, wirtschaftlich am Ende, und dass er jeden Moment darauf wartet, dass sie kommen und ihm den Hintern küssen.

Joe Lauria: Er glaubt, er   – Trump   – habe verloren, sagen Sie?

Alastair Crooke: Nein, er glaubt, die Iraner hätten verloren.

Joe Lauria: Er glaubt seiner eigenen Propaganda, seiner eigenen Täuschung.

Alastair Crooke: ...die Luftwaffe sei zerstört, sie hätten kein Geld. Tatsächlich verdient der Iran derzeit mehr Geld als in der jüngeren Vergangenheit.

Joe Lauria: Etwas, das Trump eigentlich respektieren sollte. Sie haben es vorher schon gesagt, also kenne ich die Antwort auf diese Frage, aber ich werde sie trotzdem stellen. Sie sagten zuvor, dass die USA nicht die Kapazität haben, die Nachfrage nach Öl zu decken, die es geben wird. Sie sehen also nicht, dass diese Vorfälle   – Venezuela, Iran, die Angriffe auf russische Schiffe auf der ganzen Welt, all diese verschiedenen Ereignisse   – ein koordinierter US-Plan sind, um den Weltölmarkt zu beherrschen und letztlich China von US-Öl abhängig zu machen. Sie sehen das nicht als eine Strategie, die verfolgt wird, oder?

Alastair Crooke: Doch, tue ich. Genau. Das ist der Plan. Und es war eine Strategie, die in der National Security Strategy (Nationale Sicherheitsstrategie) dargelegt wurde. Wer hat sie geschrieben? Colby   – Colbys Enkel. Ja. Er hat das geschrieben. Der Kern davon war die Auffassung, dass China zu wettbewerbsfähig sei, dass sie eine Überproduktion, Überkapazitäten hätten, und dass dies das Problem sei. Sie sagen nicht die Wahrheit, nämlich dass China einfach viel wettbewerbsfähiger ist als wir im Westen.

Ich war vor kurzem in China, vor ein paar Monaten. Die Art und Weise, wie sie KI in ihrer Fertigung einsetzen, ist erstaunlich. Einer ihrer führenden Hersteller sagte zu mir: "Nehmen Sie eine meiner Fabriken. Wenn ich im Januar letzten Jahres 2.000 Leute beschäftigte, sind es heute 200   – aber weil China wächst, finden die Leute trotzdem Arbeit und mehr." Und er sagte: "Wir haben eine Deflation der Produktionspreise von etwa 2 %." Ich sagte: "Oh mein Gott, das sind keine guten Nachrichten, denn wir treten jetzt in eine Subventionsfalle ein, weil ihr deflationiert. Euer Preisniveau für Industriegüter deflationiert, während unseres inflationiert. Wir werden niemals auf dieser Basis mit euch konkurrieren können. Es wird einer sorgfältigen Steuerung bedürfen, damit das nicht außer Kontrolle gerät und zu einem größeren Krieg wird."

Colbys Antwort darauf war, dass China unter Druck gesetzt werden müsse, seine Exporte zu reduzieren. Sie exportierten zu viel. Sie müssten ihren heimischen Konsum ankurbeln, um mehr Raum für amerikanische Exporte zu schaffen. Und so müssten wir das managen, indem wir die Chinesen durch Zölle und andere Maßnahmen dazu bringen, sich auf die Entwicklung ihres Binnenmarktes zu konzentrieren und mehr Raum auf dem Exportmarkt für uns zu lassen, um zu konkurrieren. Und das könnten wir zum Teil durch Zölle erreichen, aber auch durch das Abschnüren ihrer Energieversorgungswege.

Venezuela und all diese Dinge dienen dazu, ihre Energieversorgungswege abzuschnüren, damit sie tun, was wir sagen   – nämlich ihre Exporte zurückzufahren. Aber die Realität   – und das habe ich bei meinem Besuch in China gesehen   – ist, dass dies einfach unmöglich ist. Dies ist ein Vergeblichkeitsmoment (futility moment): Das Paradoxon, wenn ein Staat stärker wird, während ein anderer schwächer wird. Zum Beispiel: angesichts von KI und all den anderen Vorteilen von China kostet in China ein Gigawatt Energie ein Sechstel dessen, was es in den USA kostet. Um die Sache wieder wettbewerbsfähig zu machen, müsste man den Dollar um etwa 145 % abwerten, um die sechfachen Energiekosten auszugleichen   – denn Energie ist der Hauptinput für all diese KI-Firmen. Wie sollen sie in diesem Umfeld wettbewerbsfähig sein? Mein Gesprächspartner in China, ein großer Geschäftsmann, sagte: "Wir haben einfach eine Art KI-light auf unsere Fabriken angewendet   – Robotik, Automatisierung   – und sind jetzt so wettbewerbsfähig. Ihr im Westen habt euch stattdessen auf große Rechenzentren und all das Zeug gestürzt. Aber lassen Sie mich Ihnen sagen: Sie werden damit niemals Geld verdienen. Sie werden mit dieser Struktur abstürzen und verbrennen. Wir haben KI einfach nach unten in die Fabrikhallen diffundiert, auf die verdünnte Ebene, und haben uns selbstversorgend und hochgradig wettbewerbsfähig gemacht. Lasst es nur kommen."

Joe Lauria: Sie glauben also nicht, dass die USA den Weltölmarkt so dominieren können, wie sie es gerne möchten?

Alastair Crooke: Nein. Sie werden immer noch teilweise selbstversorgend sein. Das venezolanische Öl ist fast unbrauchbar, es ist so schwer, und sie werden es kaum aus dem Boden bekommen, geschweige denn nutzen können, außer in einigen wenigen spezialisierten Raffinerien. Das wird also keinen Unterschied machen. Und in der Zwischenzeit stehen 30 % des globalen Öls unter der Kontrolle des Iran. Und Kontrolle in Mengen bedeutet auch Kontrolle über die Preise.

Joe Lauria: Lassen Sie mich meine letzte Frage dazu stellen. Der Slogan des Mossad lautet angeblich: "Mit Hilfe von Täuschung." Die Propaganda Israels ist außerhalb der Region, in den USA und vielleicht in etwas geringerem Maße in Europa, höchst erfolgreich. Warum ist sie so erfolgreich, wenn israelische Ministerpräsidenten   – der ehemalige Ministerpräsident Olmert und Barak   – beide sagten, Israel sei im Wesentlichen ein Apartheidstaat? Sie gaben es zu. Moshe Dayan gab in seiner berühmten Trauerrede von 1956 zu: "Wir haben das Land mit der Waffe und dem Stahlhelm gestohlen, und das sind wir als Siedler, und deshalb hassen sie uns. Wundert euch nicht." Warum wird die israelische Propaganda so sehr geglaubt? Und ist es nicht die Aufgabe des Journalismus, Täuschung aufzudecken und zu stoppen   – und diese Slogans, diese Marketing-Slogans, von denen Sie vorher sprachen?

Alastair Crooke: Ich denke, dass die israelische Propaganda in einer bestimmten Zeit recht effektiv war   – zu Zeiten der heutigen Babyboomer, die den Film "Exodus" und all das gesehen haben. Hollywood hat das für sie inszeniert. Aber ich denke, dass Gaza und das, was im Libanon passiert, und das Chaos in Syrien   – obwohl das in den USA nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt   – die Stimmung unter den Jungen wirklich verändert haben, und in Europa auch. Sie sehen das sehr klar: die Massaker in Gaza, die getöteten Frauen und Kinder, die zerstörten Häuser   – das passiert gerade im Südlibanon. Sie zerstören ganze Nachbarschaften, Bint Jbeil, sprengen alle Häuser, ebnen sie ein und versuchen, das Land zu nehmen. Und ich denke, es ist einfach unmenschlich und ekelt viele Menschen in Europa und Amerika an.

Wir stehen möglicherweise an einem entscheidenden Wendepunkt im Westen, was das Verhältnis zu Israel betrifft   – nach dem Chaos, das sie angerichtet haben, nach ihrem bewussten Aufstand gegen Recht, gegen Menschenrechte, gegen jede Art von grundlegenden moralischen Grundsätzen, nach diesem bewussten Genuss von Unmoral, wo sie sagen: "Natürlich müssen wir Kinder töten, weil sie zu Terroristen heranwachsen könnten." Ich glaube, das hat in den USA und in Europa eine starke Gegenreaktion erzeugt. Ich spreche aus Italien   – Italien hat gerade seine Position ziemlich grundlegend geändert, nachdem es zuvor recht nah an Trump dran war. Ich denke also, wir sehen die Anfänge einer Eklipse jener Periode. Wie lange es dauern wird und wie schlimm es werden wird, bevor es sich wirklich ändert   – das müssen wir abwarten.

Joe Lauria: Alastair Crooke, ich danke Ihnen vielmals, dass Sie heute bei uns waren. Das war unsere Sendung. Ich danke Kathy Vinn, unserer Produzentin. Ich danke Ihrem Publikum. Ich bitte Sie, diesen Kanal zu abonnieren und bitte kommen Sie bald wieder zur nächsten Ausgabe von CN Live. Für CN Live sage ich auf Wiedersehen   – Joe Lauria.


Quelle: Consortium News - Mit Dank transkribiert und übersetzt mit deepseek von Martin Leo, Übersetzungsfehler korrigiert von Andreas Mylaeus

https://consortiumnews.com/




Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/iran/alastair-crooke-krieg-und-taeuschung


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20.04.2026

PM: Kritik an DSEI anlässlich der Hannover Messe

aus e-mail von  Jürgen Grässlin, 20. April 2026, 14:15 Uhr


Ohne Rüstung Leben – „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ –  Corruption Tracker – Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre – Friedensbüro Hannover e.V.

Mitteilung für die Medien

Kritik an Hannover Messe wegen Werbung für Rüstungsschau DSEI Germany 2027

Friedens- und Menschenrechtsorganisationen fordern Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027 in Hannover

Stuttgart/ Köln/ Hannover, den 20. April 2026, Die heute startende Hannover Messe präsentiert in diesem Jahr den neuen Bereich „Defense Production Area“. In Kooperation mit der DSEI Germany wird dort präsentiert „wie innovative Produktionstechnologien die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie unterstützen“. Das soll wohl einen Vorgeschmack auf die Rüstungsmesse DSEI Germany geben, die im März 2027 erstmals in Hannover stattfinden soll. Aus diesem Anlass wiederholen Friedens- und Menschenrechtsorganisationen ihre Forderung nach einer Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027!

Die DSEI (Defence & Security Equipment International) findet alle zwei Jahre in London statt. 2025 präsentierten dort mehr als 1.700 Aussteller ihre Waffen und Rüstungsgüter. Über 45.000 Besucherinnen und Besucher kamen aus aller Welt – unter anderem Delegationen aus menschen- und völkerrechtsverletzenden Staaten wie Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie trafen dort auf Firmen, deren Waffen immer wieder in Krisenregionen oder von Diktaturen eingesetzt werden und auf Unternehmen, die mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert sind. Auch Konzernen, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind, bot die DSEI eine Plattform. Selbst Zünder für völkerrechtlich geächtete Streumunition wurden auf der DSEI UK 2025 beworben.

Diese globale Rüstungsmesse soll jetzt auch nach Deutschland kommen. Vom 9. bis 12. März 2027 ist in Hannover die erste DSEI Germany geplant, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe AG. „Damit würde Hannover zum Marktplatz für den weltweiten Waffenhandel“, kritisiert Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben und ergänzt: „Für 2027 sind bereits Aussteller wie Rheinmetall und Hensoldt angekündigt. Auch dies sind Unternehmen, bei denen wir regelmäßig als Kritische Aktionärinnen und Aktionäre auf den Hauptversammlungen problematische Geschäftspraktiken kritisieren müssen“.

Angesichts der Erfahrungen mit der Muttermesse in London haben sich die Organisationen mit einem Brief an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Herrn Grant Hendrik Tonne und den Oberbürgermeister von Hannover, Herrn Belit Onay, gewandt, die derzeit dem Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG vorstehen. Zudem haben sie tausende Aktionsbriefe (https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/ruestungsmesse-dsei-hannover-verhindern.html) in den Umlauf gebracht, um den Aufsichtsrat auf die Gefahr aufmerksam zu machen, dass die Deutsche Messe AG einer Ausstellung die Bühne bereiten will, bei der gegen völker- und menschenrechtliche Mindeststandards verstoßen wird.

„Als Aktion Aufschrei kritisieren wir seit Jahren die laxe Praxis der Rüstungsexportkontrolle in Deutschland, die oftmals Rüstungsexporte in Krisenregionen oder an repressive und menschenrechtsverletzende Regime geschehen lässt. Aus dieser Position heraus können wir in einer solchen Waffenschau auf deutschem Boden nichts Förderliches erkennen: hier wird ein Handel als normal und alltäglich dargestellt, der streng reguliert und kontrolliert gehört!“, erklärt Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“. 

„Die Erfahrungen aus London zeigen, dass die DSEI reichlich Grund zur Kritik bietet, und lassen Schlimmstes für Hannover befürchten“, mahnt Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover. „In Deutschland und insbesondere in Hannover – Lead City der Mayors for Peace – darf es keine Messen geben, die eine Bühne für geächtete Waffen, korrupte Konzerne und Rüstungsexporte in Krisenregionen bieten! Völkerrecht, Menschenrechte und soziale Verantwortung müssen an erster Stelle stehen“, stellt Agnes Hasenjäger klar und ergänzt: „Daher fordern wir vom Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG in Hannover eine Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027!“

Kontakt für die Medien:

 

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Weiteres: 




Globale Waffenmesse im März 2027 auf dem Messegelände Hannover


Rüstungsmesse DSEI 2027 in Hannover verhindern!


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Fordern Sie mit uns vom Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG,

die Rüstungsmesse DSEI 2027 in Hannover zu verhindern!


Eine der größten Rüstungsmessen der Welt soll 2027 nach Deutschland kommen - die DSEI. Damit würde Hannover zum Marktplatz für den weltweiten Waffenhandel. Die Erfahrungen mit der DSEI London lassen Schlimmstes befürchten. Daher fordern wir: Rüstungsmesse DSEI verhindern!


Was ist die globale Rüstungsmesse DSEI?


Die DSEI (Defence & Security Equipment International) findet alle zwei Jahre in London statt. 2025 präsentierten dort mehr als 1.700 Aussteller ihre Waffen und Rüstungsgüter.

Über 45.000 Besucherinnen und Besucher kamen aus aller Welt. Darunter auch offizielle Delegationen aus menschen- und völkerrechtsverletzenden Staaten wie Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Diese globale Rüstungsmesse soll jetzt auch nach Deutschland kommen!

Vom 9. bis 12. März 2027 ist in Hannover die erste DSEI Germany geplant; in Zusammenarbeitmit der Deutschen Messe AG. Diese befindet sich zu je 50 Prozent im Besitz des Landes Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover.


Welche Kritik gibt es an der Rüstungsmesse DSEI?


Die Erfahrungen aus London machen deutlich, was die Rüstungsmesse DSEI ist:

  • eine Plattform für Hersteller von Massenvernichtungswaffen!
  • ein Marktplatz für Waffenhersteller, die in Krisenregionen oder an Diktaturen liefern!
  • ein Ausstellungsraum auch für Firmen, die in Korruptionsskandale verwickelt sind!
  • ein Ort, an dem für geächtete und kontroverse Waffen geworben wird!


Wir sind überzeugt: In Deutschland darf es keine Messen geben, die eine Bühne für geächtete Waffen, korrupte Konzerne und Rüstungsexporte in Krisenregionen bieten! Völkerrecht, Menschenrechte und soziale Verantwortung müssen an erster Stelle stehen.

Daher fordern wir vom Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG in Hannover eine Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027!


So können Sie jetzt gegen die DSEI aktiv werden!

 

Bestellen und verbreiten Sie unser kostenloses Aktionsmaterial zum Thema:

Unser Faltblatt mit dem Aktionsbrief an die Deutsche Messe AG kann bundesweit verteilt und ausgelegt werden - zum Beispiel auch bei Protesten gegen andere Rüstungsmessen. 

Senden Sie unsere Forderung per E-Mail an die beiden Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Deutschen Messe AG:

E-Mail an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD)

E-Mail an den Oberbürgermeister von Hannover Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)

Alternativ können Sie auch das Kontaktformular der Deutschen Messe AG nutzen.


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Info: https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/ruestungsmesse-dsei-hannover-verhindern.html


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20.04.2026

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nachdenkseiten.de, 20. April 2026 um 10:01 Ein Artikel von: Tobias Riegel

Ein aktueller Kino-Film mit Star-Besetzung zeigt in einer „fiktiven“ Handlung den Aufstieg Wladimir Putins zum russischen Präsidenten. Gleichzeitig gibt sich die Spielfilm-Produktion „Der Magier im Kreml“ aber einen „dokumentarischen“ Anstrich. Das Ergebnis ist ein Freibrief für Manipulation und Meinungsmache im Kinosaal. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Der aktuelle Kinofilm „Der Magier im Kreml“ des Regisseurs Olivier Assayas bezeichnet sich gleich zu Beginn als komplett „fiktiv“ und „künstlerisch“ – gleichzeitig gibt sich die Produktion aber den Look und den Tonfall einer Dokumentation: Diese Kombination ist nichts anderes als ein Freibrief für Verwirrung und Behauptungen. Und diese Behauptungen sollen dann wie seriöse „Analysen des russischen Machtapparats“ erscheinen. Denn der Film wird in den meisten Mainstream-Medien überwiegend nicht als fiktiv wahrgenommen und dargestellt – wie denn auch, wenn mit Wladimir Putin ein lebendes und amtierendes Staatsoberhaupt und weitere reale Personen darin auftreten?

Im Zentrum der Handlung steht Wadim Baranow, ein enger Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Baranow ist ein fiktiver Charakter, der wohl an den echten ehemaligen Kreml-Berater Wladislaw Surkow angelehnt ist. Auch der Plot ist, wie gesagt, fiktiv, aber es werden reale Ereignisse als Kulisse genutzt, echte Personen unter Klarnamen treten auf, andere unter falschem Namen, aber mit erkennbarer Identität (etwa Michail Chodorkowski).

Veredelte Meinungsmache

Assayas hat mit „Der Magier im Kreml“ den gleichnamigen Roman von Giuliani Da Empoli verfilmt. Der Trailer findet sich unter diesem Link (https://www.youtube.com/watch?v=BYU5iwETAl8). Ganz so grob, wie dieser Clip suggeriert, ist der Film nicht gestrickt: Er bedient sich teils auch feinerer Mittel der Meinungsmache. Zusätzlich ist er mit seinen teilweise sehr guten US-Schauspielern auch irgendwie als „veredelte“ Produktion und nicht als Billig-Ramsch zu betrachten.

In der Rahmenhandlung erzählt Baranow (Paul Dano) einem US-amerikanischen Professor (Jeffrey Wright), wie er sich in den 90er-Jahren vom Künstlerboheme zum Hintergrundakteur mit Zugang zum engsten Zirkel der russischen Macht entwickelte. Erst ist er Theaterregisseur, dann Reality-TV-Produzent und schließlich wird er der Spin-Doctor eines aufstrebenden Geheimdienst-Agenten: Wladimir Putin (Jude Law).

Das Gespräch zwischen Baranow und dem US-Professor bildet die Rahmenhandlung mit Rückblenden. Der US-Amerikaner übernimmt die Rolle des rechtschaffenen Zeitzeugen, der aus der angeblich überlegenen moralischen Warte der USA heraus kopfschüttelnd auf die „russischen Verhältnisse“ blickt. Seine Aufgabe ist es auch, unbelegte Behauptungen in die Handlung einfließen zu lassen, etwa zu den mutmaßlich islamistischen Anschlägen auf Wohnhäuser in Moskau oder zu den durch Scharfschützen getöteten Menschen auf dem Maidan-Platz in Kiew.

Die 90er- und die folgenden Jahre in Russland werden im Film in so plakativen wie selektiven Ausschnitten „porträtiert“: die Partyszene, die Terroranschläge von Moskau, der Tschetschenienkrieg, der Untergang des Atom-U-Boots „Kursk“, die Maidan-Proteste in der Ukraine, die olympischen Winterspiele in Sotschi – zum Zeitpunkt des Romans war Russland noch nicht in die Ukraine einmarschiert.

Ein Klischee reiht sich ans andere

In manchen Hollywoodfilmen lässt sich der oft vorhandene Anteil an Propaganda (etwa für die US-Armee oder die US-Wirtschaftsordnung) weitgehend ignorieren – dann lassen sich spektakuläre US-Produktionen und große, dort dargebotene Schauspielleistungen meiner Meinung nach trotzdem genießen. Bei diesem Film ist es mir nicht so gegangen, denn er funktioniert auch auf der Unterhaltungsebene nicht gut.

Die von Paul Dano gespielte Figur Baranow erscheint so flach und so wenig geistreich, dass es unglaubwürdig erscheint, dass sie so einflussreich hätte werden können. Seine extra eintönige Stimme nervt auf Dauer ungemein, zumindest in der deutschen Synchronfassung. Außerdem formuliert er fortwährend mit bedeutungsschwangerer Haltung Selbstverständlichkeiten. Oder auch „Analysen“ wie diese hier: „Was in Russland zählt, ist die Nähe zur Macht.“ Oder: „In Russland läuft es in der Regel gut, aber wenn es schlecht läuft, läuft es richtig schlecht.“ Zusätzlich werden im Film weltweit praktizierte Techniken der Propaganda und des Machterhalts als etwas speziell „Russisches“ dargestellt.

Dazu kommt ein Hang des Films zum allzu russischen Klischee: Man sieht viel dunkles Holz und Teeservice, oder wie Christine Hamel in ihrer Kritik im BR schreibt: „Kaviar, Kasatschok und Kälte“.

Putin und die Oligarchen

Und schon gar nicht funktioniert der Film auf der inhaltlich-politischen Ebene. Die Produktion präsentiert Russland als einen aus effekthascherischen Einzelmomenten gezimmerten, groben Holzschnitt. Dazu kommt die indirekte Dämonisierung bzw. Verächtlichmachung Putins. Aber Radio Drei meint tatsächlich über einen (Spiel-)Film, in dem Putin fast durchgängig nur „der Zar“ genannt wird: „Man könnte dem Film vorwerfen, dass Putin zu gut wegkommt“ – was aber ein ziemlich absurder Vorwurf wäre.

Indirekt will der Film seinem Publikum verkaufen, dass die Oligarchen-Anarchie, die Russland in den Jelzin-Jahren der 90er im Griff hatte, ein „normaleres Russland“ darstellen würde, als die anschließende Regentschaft Putins. So darf der im Film prominent und unter seinem realen Namen präsentierte Oligarch Boris Abramowitsch Beresowski an einer Stelle über Putin klagen: „Zehn Jahre lang haben wir dafür geackert, dass Russland ein normales Land ist. Und nun ist alles weg.“ Er fügt noch hinzu: „Er wird Russland in Ketten legen.“

Das Verhältnis zwischen den Oligarchen und Putin, der einen Teil von ihnen teilweise entmachtet hatte, bildet eine Zwickmühle für den Film: Es ist nun einmal schwierig, beide Seiten gleichermaßen zu dämonisieren. Der Film schlägt sich tendenziell auf die Seite der Mafiosi, indem er die Bekämpfung des Chaos einzig durch die Brille der Kritik an „der Macht“ und ihrem autoritären Auftreten darstellt. Ich will zu diesem Machtkampf keine eindeutige moralische Stellung beziehen, man kann natürlich viele dabei entstandene autoritäre Auswüchse vonseiten des Staates kritisieren – aber das darf nicht im luftleeren Raum geschehen und muss in Rechnung stellen, an welchem Punkt der Anarchie und des Chaos sich Russland im Moment von Putins Machtübernahme befunden hatte.

Entspannung fordert keine „russischen Verhältnisse“

Übrigens: Wer gegen Spannungen mit Russland ist, einen Krieg mit diesem Land verhindern möchte und wer zum beiderseitigen Nutzen Handel mit ihm treiben will, der wünscht sich noch lange keine „russischen Verhältnisse“ hier in Deutschland. Das wird aber oft unterstellt, wie ich etwa in diesem Artikel beschrieben hatte.

Manchmal soll ja in der Ukrainedebatte der indirekte Eindruck erweckt werden, dass es bei dem geopolitischen Stellvertreterkrieg in der Ukraine darum gehen würde, „russische Zustände“ in Deutschland zu verhindern, was als grober Fall von mutmaßlich vorgetäuschter Naivität einzuordnen ist. Der Schluss daraus kann dann trotzdem die wirkungsvolle Propaganda-Behauptung sein, dass sich Gegner der deutschen Ukrainepolitik eben „russische“ innenpolitische Zustände in Deutschland herbeiwünschen würden.

Wer die irrationalen Reaktionen der deutschen Politik auf den Ukrainekrieg kritisiert, der verteidigt aber nicht die konkreten russischen Kriegshandlungen. Und der verteidigt auch nicht die Haft von Pussy Riot, das Verbot von Memorial oder andere fragwürdige innenpolitische Vorgänge in Russland – es wirft ein schräges Licht auf die deutsche Debattenkultur, dass man solche Selbstverständlichkeiten überhaupt erwähnen muss. Dass Russland umgehend in Friedensverhandlungen eintreten sollte, hatte ich bereits etwa in diesem Artikel formuliert.

Die Krux mit den „wahren Begebenheiten“

Vor zahlreichen Filmen mit historischem Bezug findet sich diese Formulierung: „Dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten, aus dramaturgischen Gründen sind einzelne Szenen fiktiv“. Ich finde bereits diese Erklärung problematisch, weil sie einerseits historische Echtheit suggeriert, aber gleichzeitig eine Hintertür für fiktionale Elemente offenhält – die Unterscheidung wird dann in den Filmen selber oft nicht deutlich gemacht.

Der Film „Der Magier im Kreml“ geht noch weiter, indem er dem Film voranstellt, dass die gesamte Handlung fiktiv sei – in dem Wissen, dass der Film von vielen Mainstream-Journalisten aber nicht als fiktiv wahrgenommen werden wird. Bei diesem umfangreichen Freibrief für Behauptungen (ist ja schließlich alles „fiktiv“), fragt man sich dauernd, was denn nun authentisch ist und was nicht. Dass sich die von mir geschätzten Schauspieler Paul Dano, Jeffrey Wright und Jude Law in den Dienst dieser Farce stellen, ist bitter.


Titelbild: Screenshot/Trailer/Constantin Film


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20.04.2026

Allgemein
Ungarn: Wie von der Leyen die “Rückkehr nach Europa” steuert

lostineu.eu, 20. April 2026

Nach dem Sieg des Orban-Gegners Magyar sprach EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen von einer “Rückkehr nach Europa”. Dabei ist Magyar gar nicht so “proeuropäisch”, wie manche denken. Damit nichts schief geht, greift Brüssel nun in Budapest ein.

Schock für Brüssel: Der angeblich “proeuropäische” Wahlsieger Magyar ist gar nicht so anders als EU-Gegner Orban. Als erste Amtshandlung hat Magyar gefordert, daß die Ukraine endlich wieder russisches Öl durch die Druschba-Pipeline durchleiten soll.

“Magyar macht erstmal weiter wie Orban”, schreibt die Wirtschaftswoche. Und nicht so, wie ein “Pro-Europäer” handeln sollte. Damit will sich die EU-Kommisssion aber nicht abfinden. Also hat sie ein Compliance-Team nach Budapest geschickt, das Magyar auf Linie bringen soll.

Das Druckmittel: die Milliarden-Hilfen, die die EU zurückgehalten hat, um Orban zu sanktionieren. Am 17. und 18. April wurden zu diesem Thema “technische Meetings” in Budapest durchgeführt, geleitet wurden sie wohl von VdL’s Kabinettschef Seibert.

The meetings were an early opportunity for practical discussions on how to move forward and make real progress to unlock EU funds earmarked for Hungary, that are frozen due to corruption and rule of law concerns. This necessary work will continue.

Auch Tisza steht unter Beobachtung

Doch nicht nur Magyar wird an die Kandare genommen. Auch seine EU-Abgeordneten von Tisza stehen unter Beobachtung. EVP-Chef Weber hatte sie suspendiert, weil sie nicht brav für Kommissionschefin von der Leyen gestimmt hatten. Diese Sanktion wurde bis heute nicht aufgehoben!

So geht man also mit “pro-europäischen” Wahlsiegern in Ungarn um – sie werden kujoniert und an der kurzen Leine geführt. Mit Freiheit und Demokratie hat das nicht viel zu tun – eher mit bürokratischer Gängelung und Post-Demokratie…


Info: https://lostineu.eu/ungarn-wie-von-der-leyen-die-rueckkehr-nach-europa-steuert/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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Bulgarien: Schon wieder ein Russland-Freund – really?


lostineu.eu, vom 19. April 2026

Kaum daß Ungarns Orban abgewählt wurde, hat Bulgarien den nächsten “Russland-Freund” gewählt: So präsentieren die Leitmedien das (vorläufige) Ergebnis der Parlamentswahl in Sofia. Wie aus Nachwahlbefragungen dreier Meinungsforschungsinstitute hervorgeht, könnte das Bündnis Progressives Bulgarien (PB) des Ex-Generals Radew auf knapp 39 Prozent der Stimmen kommen. Sein “Verbrechen”:  Im Wahlkampf habe er sich nicht klar zu Russland positioniert, sondern die Wahrung nationaler Interessen betont. – Dabei sollte dies bei nationalen Wahlen doch eigentlich selbstverständlich sein. Und daß Radew im ärmsten Land der EU keine Milliardenhilfen an die Ukraine leisten will, ist auch nicht verwunderlich. Nur wenn man die Ukraine zum Maß aller Dinge macht, ist ein wenig Distanz schon gleich Russland-Nähe…

1 Comment

  1. KK
    20. April 2026 @ 00:05

    “Dabei sollte dies bei nationalen Wahlen doch eigentlich selbstverständlich sein.”

    Nicht so bei den “Moralgesteuerten”… da geht es vordergründig um Moral, tatsächlich aber um die Interessen der sog. Eliten, (Super-)Reichen und dem MIK – sprich: den Profiteuren des Kapitalismus.
    Die inzwischen längst die Zügel in der Hand haben, und nicht mehr loslassen werden: egal, was und wen wir wählen!

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In eigener Sache: Wenn die KI schreibt


lostineu.eu, 19. April 2026

Ungarn, Iran und die Ukraine: Das waren die wichtigsten Themen der vergangenen Woche. Dazu finden sich in diesem Blog auch mehrere Beiträge, zum Beispiel hier (der letzte Newsletter).

Aus Neugierde habe ich am Sonntagabend eine KI-App angewiesen, mir Zusammenfassungen zu diesen drei Themen zu schreiben. Diese Texte sind dann versehentlich im Blog veröffentlicht worden.

Sie stammen nicht aus meiner Feder und nehmen auch keinen Bezug auf meine Arbeit. Wer sie zufällig gelesen hat, wird dies auch sicher bemerkt haben – es ist halt das, was KIs so fabrizieren.

Aus meiner Sicht ist es nicht “fit for print”, nicht gut genug für eine Veröffentlichung. Ich habe die Texte daher vom Blog genommen und Umleitungen eingerichtet, die zu den jeweiligen Themen führen.

Trotzdem möchte ich mich entschuldigen! Diese Panne hätte nicht passieren dürfen und zeigt, daß man mit den meisten KI-Texten trotz des Hypes nicht viel anfangen kann. Nur auf Vermarktung verstehen sich die Apps.

Deshalb wurden die Texte auch ziemlich schnell verbreitet und sogar in meine Mail-Updates aufgenommen. Für alle, die sie gelesen und sich gewundert haben: nochmal Sorry! Es soll nicht wieder geschehen.

Ich werde die wild gewordene KI nicht so schnell wieder von der Leine lassen. Und wenn doch mal etwas von ChatGTP, Perplexitiy und Co. kommt, werde ich es entsprechend kennzeichnen, versprochen!

Beste Grüße aus Brüssel

ebo

P.S. Einige KI-Beiträge wurden auch ins Leserforum übertragen und dort kommentiert. Ich habe sie gelöscht, dabei sind leider auch die Kommentare verschütt gegangen – désolé


Info: https://lostineu.eu/in-eigener-sache-wenn-die-ki-wild-wird/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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20.04.2026

[Friedens-Initiativen] Kabarettist Arnulf Rating auf dem Ostermarsch 2026 in Berlin

aus e-mail von Felix Weiland, 20. April 2026, 6:03 Uhr


Liebe Mitstreiter,


warum ich diesen Redebeitrag erst einige Tage später rumschicke, erkläre

ich unten. Jetzt erstmal genießen.


Mit bestem Gruß von Felix



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Redebeitrag des Kabarettisten Arnulf Rating auf dem Ostermarsch am

05.04.2026


----------



Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten!


Wir müssen uns entschuldigen: Die Kundgebung hat etwas später

angefangen, weil die Polizei noch die Teilnehmer nach Symbolen von

kriminellen Organisationen durchsuchen musste. Aber sie hat bei uns

keine Hinweise auf die kriminelle Organisation „NATO“ gefunden!


Ich möchte mich bedanken, weil wir hier so viele sind. Die Presse fragte

vorhin, warum hier so wenig Leute seien. Die Antwort lautet: wenn alle

danach gingen, was in euren Zeitungen steht, wären wir noch weniger!

Wenn man bedenkt was an massiver Kriegspropaganda hierzulande verbreitet

wird – das zielt auf uns. Auf unsere Köpfe. Wir sind deshalb sehr viele.

Das ist die kritische Masse, die notwendig ist, um das Blatt zu wenden.

Jutta Kausch, die Organisatorin, hat darauf hingewiesen, dass die Demo

an einem der ausgezeichneten Buchläden vorbeigezogen ist, die unser

Kulturstaatsminister Weimer nicht auszeichnen wollte. Stattdessen hat er

den Verfassungsschutz bemüht. Dieser Kulturstaatsminister versteht

nichts von Kultur, er weiß nicht, dass die Kultur uns erst in die

Verfassung bringt, die es zu schützen gilt!


Früher habe ich Kabarett gemacht – aber viele gehen heute nicht mehr ins

Kabarett: sie lachen direkt über Trump.

Das ist nicht ungefährlich. Jeffrey Sachs, einer der aufgeweckten

US-Bürger, hat kürzlich gesagt: „Wir sind in der Hand von Gangstern, die

jede Orientierung verloren haben.“ Das ist die tatsächliche Gefahr! Wir

sind in der Hand der Epstein-Bande.


Und unsere Regierung hat Schwierigkeiten, sich davon loszusagen. Herr

Merz, der auch in diesem April noch nicht vorbei ist, kann nicht sagen,

was in Venezuela völkerrechtswidrig passiert ist. Die Situation ist ihm

„zu komplex“. Und auch im Falle Iran muss er noch überlegen.


Friedrich Merz hat 500 Milliarden Schulden aufgenommen, um uns

„kriegstauglich“ zu machen. 500 Milliarden – da war er noch gar nicht

Kanzler und hat noch keinen Eid geschworen. Wir kennen die Eidesformel:

„Ich schwöre, am deutschen Volk zu verdienen, so bar mir Geld helfe!“


Und jetzt sagt uns der Herr Klingbeil, ein Spezialdemokrat, der größte

Wahlverlierer aller Zeiten, der seine Partei gerade an die

Fünf-Prozent-Hürde herangeführt hat, er sagt uns, wir sollen mehr

arbeiten. Das hat uns der Herr Merz vor einigen Monaten auch gesagt. Er

sprach von „Lifestyle-Teilzeit“. Wir sind faul.


Und jetzt können wir das Loch in den kranken Kassen nicht stopfen. Die

kranken Kassen haben ein Defizit von über 10 Milliarden! Das aber wäre

schon mal um die Hälfte geringer, wenn Jens Spahn dazu verpflichtet

würde, die 5,9 Milliarden zurückzuzahlen, die er für sinnlose Masken

ausgegeben hat, die er durch seine Kumpels besorgen ließ.

Er wurde freigesprochen.


Was sollen wir verteidigen? Diese Justiz?

Da kam die Idee auf, die Zahnbehandlung als Kassenleistung zu streichen.

Wir sind bis an die Zähne bewaffnet, aber haben kein Geld mehr für die

Zähne.

Ja: Wer faul ist, kann auch faule Zähne haben! Da haben Sie halt

Lifestyle-Teilzeit-Lücken in Ihrem Gebiss. Und auch da kann noch gespart

werden: wieso braucht ein älteres Rentnerpaarzwei Gebisse, wenn die

Rente so ist, dass sie eh nichts zu beißen haben? Und auch hier ist noch

Luft nach oben! Bildet Altersgruppen: ein Gebiss – und zehn Adapter!


Was sollen wir verteidigen: dieses Gesundheitssystem?

Und nun zum Fall des sanktionierten Journalisten Hüseyin Doğru. Ein

wirklicher Skandal. Durch die zeitweilige Sperrung der Konten seiner

Frau ist das wie Sippenhaft. Das ist tiefstes Mittelalter. Nur wegen

einer Meinungsäußerung, die der Regierung nicht passt. Ohne

Gerichtsprozess. Ohne Anhörung wird das verfügt. Von der EU, in der das

Recht auf freie Meinungsäußerung festgeschrieben ist wie in unserem

Grundgesetz.

Herr und Frau Doğru haben die Verantwortung für drei kleine Kindern. Und

was sagt der Kinderschutzbund? Nichts. Auch die Journalistenverbände

beziehen keine Stellung!


Was sollen wir hier verteidigen? Dieses System?

Wir verteidigen die Meinungsfreiheit!


Dieser Wahnsinn der EU hat ja Methode. Der einstige EU-Kommissar

Jean-Claude Juncker hat das schon 1999 erklärt.

Er hat gesagt: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und

warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei

gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da

beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es

kein Zurück mehr gibt.“


Was die EU mit Hüseyn Dogru und seiner Familie macht, das ist nur die

Spitze des Eisbergs. Das hat Methode. Im Kriegsfalle wird es nur krasser.

Was heißt das? Wir müssen also Geschrei machen, wir müssen Aufstände

machen, sonst ändert sich das nicht!

Und um es einmal anschaulich zu machen, wo die Grenzen der

hochtechnisierten Hochrüstung liegen – da brauchen wir nur auf den Fall

des größten Flugzeugträgers der Welt zu schauen. Die USA mussten dieses

Hightechteil, die USS Gerald Ford, jetzt aus dem Persischen Golf

zurückziehen. Ein Schiff, das 13,8 Milliarden Dollar gekostet hat und

mit zwei Atomreaktoren und präzisen Lenkwaffen ausgestattet ist. Warum?

Weil die Klos an Bord verstopft sind!

Offensichtlich machen die Gis so viel Scheiß, dass das Schiff den

Rückzug antreten musste. Der menschliche Faktor kann diese Hochrüstung

zu Fall bringen!


Und wenn jetzt Soldaten in unsere Schulen kommen, um bei den Schülern

für den Krieg zu werben, dann bitte aber auch Kriegsverwundete in die

Schulen bringen! Wir haben hier in Berlin in den Krankenhäusern Hunderte

verstümmelter ukrainischer Soldaten, die können den Schülern erklären,

was Krieg wirklich ist.



Wir müssen aufhören zu gehorchen! Wir müssen Widerstand leisten!

Nie wieder Krieg!



-----------------------------------


P.S. Wir haben gerade ein Buch herausgebracht mit dem Titel: Deutschland

neutral. Mit Beiträgen von 33 der unterschiedlichsten Autoren. Zur

Befeuerung einer Debatte. Untertitel: To be or NATO be.

Wir sind überrascht von dem unerwarteten Erfolg: Das Buch ist letzte

Woche herausgekommen – und wenige Tage später hat Trump gesagt, er will

aus der NATO! Unsere heimischen Politiker werden dazu sicher länger

brauchen …


Aus:

https://frikoberlin.de/redebeitrag-arnulf-rating/


Textdownload als PDF:  https://frikoberlin.de/wp-content/uploads/2026/04/20260404-OM-Berlin-Rede-Arnulf-Rating.pdf


F. W.: Um zu entscheiden, ob ich es hier empfehle, wollte ich dieses

Buch "Deutschland neutral!" erst durchgeblättert und teilweise gelesen

haben: Aus meiner Sicht ungemein spannende Diskussionsbeiträge frisch

aus den Werkstätten der Zukunftsdenker verschiedener politischer

(überwiegend linker) Strömungen. Motto: TO BE OR NATO BE.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





Weiteres: 




Kategorien Ostermarsch2026, Uncategorized


https://frikoberlin.de/redebeitrag-basem-said/

https://frikoberlin.de/wp-content/uploads/2026/04/20260404-OM-Berlin-Rede-Basem-Said.pdf


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20.04.2026

Nachrichten von Pressenza: Über 76’000 Unterschriften gegen Schweizer Waffen für Bürgerkriege!

aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 20. April 2026, 7:15 Uhr

Nachrichten von Pressenza - 20.04.2026
Über 76’000 Unterschriften gegen Schweizer Waffen für Bürgerkriege!Pressenza Zürich, GSoA
Pressenza
17.04.2026. Heute Mittag hat die Allianz hinter dem Kriegsmaterial-Referendum über 76’000 Unterschriften gegen die Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes bei der Bundeskanzlei eingereicht. Damit wird das Stimmvolk noch dieses Jahr die Chance erhalten, über die Lockerung der Regeln für Schweizer Waffenexporte abzustimmen.…
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Global Sumud Flotilla in See gestochen – lasst sie nicht aus den Augen!Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin
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kontertext: Eine widerliche Karikatur – Unternehmer kämpfen mit allen Mitteln für das KriegsmaterialgesetzINFOsperber
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Felix Schneider für die Online-Zeitung INFOsperber Nase und Ohren sind riesig.  Er lächelt hinterfotzig. Die sprechenden Hände falten sich zu einer verlogenen Bittgeste. Klein ist der Mann und hässlich, aber gut gekleidet, Banker vielleicht, jedenfalls mächtig. Sein Interesse, das er sorgfältig…
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Kriege erscheinen oft als ferne Ereignisse. Doch sie prägen auch die Geschichte und Gegenwart der Schweiz. Die Ausstellung «Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich zeigt anhand eindrücklicher Objekte und Geschichten, wie Konflikte seit Jahrhunderten das Selbstverständnis, die Politik und…
Europa, Frieden und Abrüstung, Geschichte, Pressemitteilungen
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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20.04.2026

Screenshot_2026_04_20_at_07_12_26_Bundesregierung_f_hrt_Deutschland_in_den_Krieg_gegen_Russland

nachdenkseiten.de, 16. April 2026 um 10:00 Ein Artikel von Sevim Dagdelen

Mit der Unterzeichnung strategischer Verteidigungsabkommen mit der Ukraine hat die Bundesregierung eine neue Dimension der Kriegsbeteiligung erreicht: Deutschland übernimmt nun aktiv die Rolle des Kriegsführers gegen Russland – mit eigenen Waffen, eigener Industrie und ukrainischen Soldaten aus Deutschland.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


Deutschland wird Premiumpartner im Krieg

Die deutsch-ukrainischen Vereinbarungen markieren eine wirkliche Zeitenwende. Zum ersten Mal hat die Bundesregierung eine strategische Partnerschaft mit einem Land abgeschlossen, das sich im Krieg befindet. Deutschland ist bereits jetzt der mit Abstand größte finanzielle Unterstützer der Ukraine, nachdem sich die USA weitgehend zurückgezogen haben. Die unterzeichneten sogenannten Verteidigungsabkommen mit der Ukraine haben jedoch eine neue Dimension. Die Ukraine soll zum Premiumpartner Deutschlands in Militär- und Rüstungsfragen werden.

Bilaterale Rüstungsallianz statt Multilateralität

Die von der Bundesregierung stets beschworene Multilateralität weicht nun bilateralen Vereinbarungen mit der Ukraine. Ziel ist es, gemeinsam Krieg gegen Russland führen zu können und auch über ein mögliches Kriegsende hinaus als Tandem zur Herausforderung Russlands aufzutreten. Die Bundesregierung versucht damit, den Platz der USA einzunehmen.

Bei der neuen Dimension der Rüstungskooperation geht es allerdings keineswegs nur um Geld. Die unterzeichnete Vereinbarung zur Verteidigungszusammenarbeit enthält eine klare Marschroute für die gemeinsame Produktion und Beschaffung von Waffensystemen, Drohnen und lang-reichweitigen Waffen in der Ukraine. Damit umgeht die Bundesregierung die aus ihrer Sicht leidige Diskussion über deutsche Waffen, die an die Ukraine geliefert werden und dazu dienen sollen, tief in Russland zuzuschlagen. Die gemeinsame Herstellung von Mittel- und Langstreckendrohnen liegt hinsichtlich der Einsatzziele allein in der Entscheidung der Ukraine.

Was in Berlin vereinbart wurde, ist weit gravierender als die aufgeschobene Entscheidung über eine mögliche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern. Selenskyj nannte es bezeichnenderweise den „größten Deal dieser Art in Europa“.

Deutsch-ukrainischer militärisch-industrieller Komplex

Neben neuen Zusagen bei Waffenlieferungen und der Finanzierung von US-amerikanischen Waffenkäufen sticht vor allem die vereinbarte Verzahnung der deutschen und der ukrainischen Rüstungsindustrie ins Auge. Man muss von der Bildung eines deutsch-ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes unter deutscher Hegemonie sprechen. Hinzu kommt die Absichtserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj, kriegspflichtige ukrainische Männer, die sich in Deutschland aufhalten, in die Ukraine zurückzuführen.

Mit dieser bilateralen strategischen Partnerschaft, die klar auf den Krieg mit Russland zielt, erfüllt die Bundesregierung den Traum deutscher Militaristen, nach der Niederlage gegen die Sowjetunion 1945 doch noch eine Revanche im Osten zu erreichen. Als „Verteidigungskooperation“ getarnt, wird nichts anderes als eine Politik der systematischen Herausforderung Russlands ins Werk gesetzt. Die gemeinsame Rüstungsproduktion Deutschlands und der Ukraine stellt für Russland eine existentielle Bedrohung dar. Das Risiko, eine Apokalypse einzugehen, indem man der Atommacht Russland de facto den Krieg erklärt, entspringt einer Geisteshaltung, die fatal an die Politik der beiden Weltkriege erinnert.

Fortan ist es Deutschlands Krieg, den die Ukraine gegen Russland führt. Dieser Krieg wird vornehmlich mit deutschen Waffen, deutschem Geld und auch mit Soldaten aus Deutschland geführt – noch sind es Ukrainer – und zielt darauf ab, Russland zu ruinieren. Aus einem Stellvertreterkrieg der USA und der NATO ist ein deutscher Stellvertreterkrieg geworden – mit massiv erhöhtem Risiko einer direkten deutschen Kriegsbeteiligung.

Es könnte sich jedoch als gravierende Fehlkalkulation erweisen, dass man sich durch die NATO geschützt sieht. Die NATO ist weder ein Werte- noch ein Verteidigungsbündnis, sondern ein Bündnis, das die globale US-Hegemonie stützen soll – darauf haben sowohl US-Präsident Donald Trump als auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte in letzter Zeit hingewiesen. Sollte Deutschland wegen seiner Kriegspolitik gegen Russland ins Visier geraten, darf man fast sicher sein, dass die USA keinen Finger rühren werden.

Am Ende bleibt die perfide Argumentation von Bundeskanzler Friedrich Merz, bei der Rüstungshilfe und der gemeinsamen Rüstungsproduktion gehe es um die Einhaltung des Völkerrechts. Das Schweigen der Bundesregierung zum Völkermord Israels an den Palästinensern sowie die Komplizenschaft beim unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran lassen jede glaubwürdige Rede Berlins über die Einhaltung internationalen Rechts als bloße Clownerie erscheinen.

Die fatale Entscheidung der Bundesregierung vom 14. April 2026, den Krieg mit Russland aktiv zu riskieren, setzt die Bevölkerung in Deutschland höchstem Risiko aus. Die Formel von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass keine Friedensregelung „über die Köpfe der Europäer hinweg“ geschlossen werden dürfe, sichert Deutschland de facto ein Vetorecht beim Fortgang des Krieges gegen Russland. Was im Frühjahr 2022 in Istanbul noch Washington und London waren, ist nun Berlin mit einem angemaßten Vetorecht – bei einem Krieg, der offenbar bis zum letzten Ukrainer geführt werden soll.

Sozialer Kahlschlag zu Hause, Ressourcen für den Krieg

Bereits jetzt werden die sozialen Kosten der Aufrüstung der Bundeswehr zur größten Armee Europas immer spürbarer. Bei der Krankenversorgung droht ein regelrechter Kahlschlag. Der Kriegseintritt gegen Russland geht einher mit dem sozialen Krieg gegen die eigene Bevölkerung.

Man sollte jedoch nicht sagen, der Bundesregierung gehe es nicht auch um eine soziale Dimension. In der gemeinsamen deutsch-ukrainischen Erklärung unter der Überschrift „Bezahlbares und soziales Wohnen“ wird die „Zusammenarbeit bei der Schaffung bezahlbaren sozialen Wohnraums unter Gewährleistung der Einbeziehung vulnerabler Gruppen und Aufbau kommunaler Wohnungsbaugesellschaften, auch mit deutscher Förderung“ vereinbart. Es wirkt fast wie ein Treppenwitz der Geschichte: Während in Deutschland immer mehr Menschen aufgrund gestiegener Miet- und Energiekosten existenzielle Sorgen haben und über eine Million bezahlbare Wohnungen fehlen, liegt der Fokus der Bundesregierung auf der „Schaffung bezahlbaren sozialen Wohnraums“ in der Ukraine.

Auch diese Passage zeigt bereits deutlich, dass sich die Bundesregierung im Krieg mit Russland sieht. Möglichst viele Ressourcen in die Ukraine zu schicken, ist die oberste Maxime – während man in Deutschland den Sozialstaat systematisch zerlegt.


Titelbild: Runawayphill / Shutterstoc


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Aufrüstung Bundesregierung Militäreinsätze/Kriege


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=149141


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20.04.2026

Diplomatisches Forum: Außenminister Lawrow kommentiert russische Außenpolitik

freedert.online, 19 Apr. 2026 16:30 Uhr

Auf dem Diplomatischen Forum in Antalya warnte Russlands Außenminister Lawrow den Westen davor, Russlands rote Linien zu ignorieren. Russlands Geduld sei nicht unbegrenzt. Hinsichtlich des Ukraine-Konflikts wiederholte Lawrow, dass für eine dauerhafte Lösung die Konfliktursache beseitigt werden müsse.


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Video https://rumble.com/v78pm88-diplomatisches-forum-in-antalya-lawrow-ber-den-zerfall-der-westlichen-siche.html Dauer 4:08 Min.


Russlands Geduld ist nicht unbegrenzt und könnte irgendwann "aufgebraucht" sein, warnte Außenminister Sergei Lawrow. Er warf dem Westen vor, die Ukraine in einen größeren Konflikt hineinzuziehen und permanent Moskaus rote Linien zu überschreiten.

Auf dem internationalen Forum für Diplomatie, das vom 17. bis 19. April in der türkischen Stadt Antalya stattfand, wies Lawrow die seiner Ansicht nach im Westen verbreitete Interpretation zurück, Russland sei nicht fähig oder nicht willens, auf Provokationen zu reagieren. Als Beispiele nannte er Berichte über die Nutzung des Luftraums mehrerer NATO-Staaten durch die Ukraine für Drohnenangriffe auf russisches Territorium. Dabei handele es sich klar um einen weiteren Verstoß gegen Moskaus "rote Linien". Lawrow warnte davor, Russland angesichts seiner Zurückhaltung in diesem Zusammenhang als "Papiertiger" abzutun.

"Viele behaupten, man brauche Russland nicht zu fürchten … manche nennen uns gar einen Papiertiger … doch ich warne vor solchen Vergleichen", sagte Lawrow. "Unsere nationale Eigenschaft ist die Geduld. Wir sagen: 'Gott ist geduldig, und das gebietet uns, ebenfalls geduldig zu sein.' Aber irgendwann ist die Geduld erschöpft."


Russland sieht keine Perspektive im direkten Dialog mit der Ukraine





Russland sieht keine Perspektive im direkten Dialog mit der Ukraine






Lawrow fügte hinzu, Moskau verzichte bewusst darauf, seine roten Linien exakt zu definieren, da die Unschärfe selbst eine abschreckende Wirkung habe.

"Ich halte es sogar für gut, dass niemand genau weiß, wo diese rote Linie verläuft", sagte er und betonte, dass Russland im Bedarfsfall durchaus handeln könne. "Der Präsident hat mehrfach gesagt: Wir haben etwas, womit wir reagieren können", fügte er hinzu, ohne weiter auszuführen, was konkret gemeint ist.

Im Hinblick auf die anhaltende westliche Militärhilfe für Kiew erklärte Lawrow, dies füge sich in ein umfassenderes historisches Muster ein. Die europäischen NATO-Mitglieder bezeichnete er als Auslöser des Ukraine-Konflikts. Er warf dem Westen vor, die Ukraine zu einem "Ausgangspunkt für einen globalen Konflikt" machen zu wollen. Lawrow beschrieb den Konflikt als "Krieg gegen Russland, den der Westen seit Jahren vorbereitet hat". Er argumentierte, Kiew sei im Zuge der NATO-Osterweiterung schon lange vor Beginn der offenen Kampfhandlungen in einen gegenüber Russland feindseligen Staat verwandelt worden.

Mit Blick auf die NATO – deren Zukunft angesichts der Kritik und Austrittsdrohungen von US-Präsident Donald Trump infrage gestellt ist – erklärte Lawrow, der Staatenbund befinde sich "nicht in bester Verfassung". Er erwarte aber nicht, dass er sich auföse. Vielmehr prognostizierte er, dass die NATO trotz interner Spannungen ein "aggressiver Block" bleiben werde.

Russland wirft dem Westen seit Langem vor, über die Ukraine einen Stellvertreterkrieg zu führen. Russland nennt die NATO-Osterweiterung als eine der Hauptursachen des Konflikts mit dem Westen. Moskau beharrt darauf, dass eine dauerhafte Friedenslösung den Fehler der NATO-Osterweiterung sowie den, der militärischen Anbindung der Ukraine an den Westen, ausräumen und die Anerkennung der neuen russischen Grenzen umfassen müsse.

Russland und die Ukraine haben im vergangenen Jahr mehrere Runden direkter Gespräche geführt. Außerdem fanden trilaterale Treffen unter Beteiligung der USA statt. Allerdings kam der Friedensprozess aufgrund des US-israelischen Krieges gegen den Iran ins Stocken.

Mehr zum Thema – Belgischer General: Europa muss auf Konflikt mit Russland ohne US-Hilfe bereit sein


Screenshot_2026_04_20_at_06_43_10_Diplomatisches_Forum_Au_enminister_Lawrow_kommentiert_russische_Au_enpolitik_RT_DE

Video https://rumble.com/v78kqya-nebensja-europa-rstet-sich-fr-einen-direkten-krieg-gegen-russland.html Dauer 2:04 Min. (doppelt vorhanden)


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/277613-diplmatisches-forum-aussenminister-lawrow-kommentiert/


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