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08.11.2023

[VB-Vernetzung] Beiträge zum Ukraine-Krieg und zum Nahost-Krieg  (I von II)

aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 8. November 15:32Uhr


Liebe Friedensinteressierte,


derzeit  überschlagen sich die Ereignisse - sowohl

im Ukraine-Krieg, im Nahen Osten - und auch in Deutschland.


Nachfolgend einige Beiträge - wieder mit dem Hinweis, dass ich

die Beiträge für relevant halte, ohne mit allen Aussagen überein

zu stimmen:


1. Eurotopics: Ukraine: Ist die Gegenoffensive gescheitert?


2. taz: Internationales Treffen zur Ukraine: Großer Gipfel auf kleiner Insel


3. SZ: Bundeswehr: So will Pistorius die Litauen-Brigade stemmen


4. FR: Wolfram Wette: „Deutsche Krieger“ – Kämpfen, töten, sterben


5. IMI: Eine europäische Sicherheitsarchitektur nach dem Ukrainekrieg?


6. René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses


7. ipg: Charles A. Kupchan: Spiel mit dem Feuer


8. jpg: Marcus Schneider: Eine Region in Aufruhr


9. Zenith: Die Front im Norden


10. Journal 21: Heiko Flottau: Der sprachliche Tunnelblick und das verpönte «Aber»


11. nd: Opfer der Hamas: »In meinem Namen will ich keine Rache«


12. Der Spiegel: SPIEGEL-Gespräch mit einem Palästinenser und einem Israeli


13. Die Zeit: Gershon Baskin: "Alle verhandeln mit Terroristen“


14. verfassungsblog: Muriel Asseburg und Lisa Wiese:


     Die Gräueltaten der Hamas, Israels Reaktion und das völkerrechtliche Primat zum Schutz der Zivilbevölkerung


15. Change.org: Wir fordern - Waffenstillstand in Nahost – jetzt!



——


1. Eurotopics: Ukraine: Ist die Gegenoffensive gescheitert?



https://www.eurotopics.net/de/310100/ukraine-ist-die-gegenoffensive-gescheitert?pk_campaign=et2023-11-03-de&pk_kwd=310100


06. November 2023


Ukraine: Ist die Gegenoffensive gescheitert?


Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, sieht

sein Land in einem Stillstand auf dem Schlachtfeld gefangen.


In The Economist machte er das Fehlen von Kampfflugzeugen und Soldaten

dafür verantwortlich. Zwar konterte Präsident Wolodymyr Selenskyj, es

gebe keine Pattsituation, aber auch Kommentatoren sehen eine ernste

Lage und fragen nach Auswegen.



(…)


WPROST (PL) / 06. November 2023


Selenskyj braucht eine neue Strategie


Der ukrainische Präsident muss einen Weg aus der Sackgasse finden,

urteilt Wprost:


„Selenskyj, der sich zunehmend des Versagens der internationalen

Politik bewusst wird, das er selbst mit zu verantworten hat, beginnt,

die Schuld für den ausbleibenden militärischen Erfolg dem Westen

zuzuschieben, der die Hilfe für die Ukraine zu knapp bemessen habe.


Durch diese unbegründeten Anschuldigungen vergrößert sich die Zahl der

Gegner der Ukraine, die vor allem in den USA wächst. Zu Selenskyjs

Frustration tragen auch die Rückschläge an der Front bei, vor allem

der Zusammenbruch der ukrainischen Gegenoffensive in Saporischschja,

in die er große Hoffnungen gesetzt hatte. ... Selenskyj muss seine

Strategie ändern.“



——



2. Internationales Treffen zur Ukraine: Großer Gipfel auf kleiner Insel



https://taz.de/Internationales-Treffen-zur-Ukraine/!5964164/


29.10.2023



Auf Malta treffen sich 65 Länder, die Ukraine präsentiert wiederholt

Selenskis „Friedensformel“. Dabei geht es auch um die Nachkriegsordnung.


Dominic Johnson

 

Ressortleiter Ausland


BERLIN taz | Bei einem dritten „Friedensgipfel“ für die Ukraine am

Wochenende auf Malta hat die ukrainische Regierung nach eigenen

Angaben weitere internationale Unterstützung für ihre Haltung zur

Beendigung des Krieges mit Russland erhalten.


65 Länder nahmen an dem Gipfel teil, der auf ähnlichen Treffen in der

dänischen Hauptstadt Kopenhagen am 26. Juni und der saudi-arabischen

Stadt Dschiddah am 6. August folgt. Das sind deutlich mehr Länder als

bisher: in Dschiddah waren es noch etwa 40 gewesen, in Kopenhagen noch

weniger.


Auf Malta wurden fünf der zehn Punkte der „Friedensformel“ debattiert:

atomare Sicherheit, Energiesicherheit, Lebensmittelsicherheit;

Rückkehr der Kriegsgefangenen und Deportierten und Wiederherstellung

der territorialen Integrität der Ukraine.


Als praktische Schritte in diesen Punkten wurden Kontrollrechte für

die Internationale Atomenergiebehörde IAEA im russisch besetzten AKW

Saporischschja genannt, ein verbesserter Zugang für das Internationale

Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) zu Kriegsgefangenen sowie eine

völkerrechtlich bindende Rolle für den Internationalen Gerichtshof (IGH).


Dieser ist für zwischenstaatliche Rechtsstreitigkeiten zuständig, bei

Fragen der Einhaltung der UN-Charta und eine Reform des

UN-Sicherheitsrates. Es bedürfe auch internationaler Verpflichtungen

zur Gewährleistung von Ernährungssicherheit und gegen den Einsatz von

Energielieferungen als Waffe oder Druckmittel, hieß es.


Als nachteilig werten Beobachter den Umstand, dass China nicht

teilnahm, wie bereits beim ersten Gipfel in Kopenhagen im Juni. Dass

chinesische Vertreter im August zum zweiten Gipfel nach Dschiddah

gekommen waren, hatte die ukrainische Seite noch als Erfolg verbucht.


(…)



——



3. SZ: Bundeswehr: So will Pistorius die Litauen-Brigade stemmen



https://www.sueddeutsche.de/politik/nato-bundeswehr-ostflanke-litauen-brigade-1.6299419


Bundeswehr: So will Pistorius die Litauen-Brigade stemmen


7. November 2023, 8:26 Uhr


Tausende Soldaten aus Bayern und NRW sollen die Nato-Ostflanke

verstärken - ein solches Auslandsprojekt gab es in der Bundeswehr noch

nie. Die CDU kritisiert, die Finanzierung sei völlig unklar.


Von Georg Ismar, Berlin


(…)


Es ist ein so bisher nie da gewesenes Projekt für die Bundeswehr. Für

Tausende Familien bedeutet es, ab 2025 dauerhaft in das Baltikum

umzusiedeln, damit dort mit deutscher Hilfe die Nato-Ostflanke gegen

Russland geschützt werden kann. Konkret geht es um das

Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach in Bayern sowie das

Panzerbataillon 203 aus Augustdorf in NRW. (…)


Pistorius will weiter auf Freiwilligkeit setzen. Es soll die üblichen

Auslandszuschläge geben, die Litauer bauen bereits Unterkünfte,

Schulen und Kitas für die deutschen Soldaten und ihre Familien. Die

neue "Brigade Litauen" soll neben Führungs- und

Unterstützungselementen aus drei Kampftruppenbataillonen bestehen.


(…)


Die Litauen-Brigade ist als fester Bestandteil des

Nato-Großprojekts Division 2025 geplant - im Fall der Fälle soll sie

zügig verlegt werden können.


Der Zeitplan ist ambitioniert: Ein Vorkommando soll im zweiten Quartal

2024 die Arbeit in Litauen aufnehmen, der Aufstellungsstab der neuen

Litauen-Panzerbrigade im vierten Quartal 2024 dort sein. Von 2025 an

wird dann schrittweise der Aufbau der Brigade erfolgen. Insgesamt sind

für das Projekt 5000 Personen vorgesehen. (…)


"Die Brigade Litauen ist das Leuchtturmprojekt der Zeitenwende. Das

Heer hat in kurzer Zeit einen sehr ausgewogenen Vorschlag

ausgearbeitet", betont Pistorius, der damit zeigen will, dass

Deutschland auch mehr Verantwortung übernimmt. Er selbst hat zuletzt

den Begriff "kriegstüchtig" gebraucht. (…)


Es gehe hier um ein "neues Kapitel in der Geschichte der Bundeswehr“. (…)


———


4. FR. Wolfram Wette: „Deutsche Krieger“ – Kämpfen, töten, sterben



https://www.fr.de/kultur/literatur/soenke-neitzel-deutsche-krieger-kaempfen-toeten-sterben-90199088.html


„Deutsche Krieger“ – Kämpfen, töten, sterben


Stand: 10.02.2021, 16:45 Uhr



Von: Wolfram Wette



Der Militärhistoriker Sönke Neitzel plädiert für die Rückkehr der

Bundeswehr zu kriegerischen Traditionen.


Als die Bundeswehr in den 1970er Jahren mit dem Slogan „Schützen,

Helfen, Retten“ für eine neue Militärpolitik warb, ging es darum, die

an Frieden durch Abschreckung gewohnte deutsche Bevölkerung auf

weltweite Bundeswehreinsätze als „Neue Normalität“ einzustimmen.


Nun tönt der Historiker Sönke Neitzel, die „Kernaufgabe“ des Kriegers

sei „Kämpfen, Töten, Sterben“. Die Politik müsse sich da „ehrlich machen“.


(…) Von den zahlreichen traumatisierten Soldaten und Soldatinnen

erfährt man nichts. Auch nichts von denen, die seither Zweifel am

Kriegshandwerk umtreiben. (…)


Vor einigen Jahren hat kein Geringerer als der Inspekteur des Heeres,

Generalleutnant Hans-Otto Budde, ein gelernter Fallschirmjäger, eine

zivilisatorische Reißleine durchtrennt, indem er den „Staatsbürger in

Uniform“ abservierte und einen neuen Soldatentypus forderte: „Wir

brauchen den archaischen Kämpfer, und den, der den High-Tech-Krieg

führen kann.“


Der General, der seinen Soldaten ein Vorbild sein soll, dürfte sich

von dem Politiker Alexander Gauland bestätigt fühlen, der in einer

Rede vom 2. September 2017 in Thüringen, mitten im

Bundestagswahlkampf, als Spitzenkandidat der AfD, mit der Drohung für

Aufsehen sorgte: Wenn Franzosen und Briten stolz auf ihren Kaiser oder

den Kriegspremier Winston Churchill seien, „haben wir das Recht, stolz

zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“.


Der nach 1945 in Deutschland vollzogene zivilisatorische Schritt lebt

von der Verabschiedung des kriegerischen Helden, nicht von seiner

Restauration. So gesehen, bietet Neitzel die Begleitmusik für eine

Kämpfer- und Krieger-Ideologie, für die im rechtsextremen Spektrum der

Politik wie auch von restaurativen Traditionalisten in der Bundeswehr

geworben wird.


Eine der Ursachen für die Renaissance dieses Denkens sind die

Auslandseinsätze der Bundeswehr, in denen die Devise „Kämpfen, Töten,

Sterben“ erstmals wieder seit 1945 praktiziert worden ist. Die Politik

muss sich selbstkritisch fragen, ob sie auf diesem Weg weitergehen

will oder nicht.



——


5. IMI: Eine europäische Sicherheitsarchitektur nach dem Ukrainekrieg?


Friedenspolitische Alternativen



https://www.imi-online.de/download/IMI-Studie2023-03-Sicherheitsarchitektur.pdf



7.11.2023


Eine europäische Sicherheitsarchitektur nach dem Ukrainekrieg?


Friedenspolitische Alternativen


von Malte Lühmann


Der Überfall Russlands auf die Ukraine kam für viele Beobachter:innen

überraschend. Damit sind neue Dimensionen der Eskalation zwischen

Russland und dem Westen erreicht, die vorher kaum vorstellbar schienen.


Die Zukunft Europas ist damit nicht nur in sicherheitspolitischer

Hinsicht so unvorhersehbar, wie lange nicht mehr. Für manche liegt die

Versuchung nahe, zur vermeintlichen Stabilität früherer Verhältnisse

der geteilten Ein- flusssphären zurückzukehren. Gerade aus Sicht der

osteuropä- ischen und ukrainischen Linken kann diese Vergangenheit

aber kein Modell für die Zukunft sein.


Das wird umso deutlicher, wenn die vielen Kriege weltweit mit in den

Blick genommen werden, an denen Russland und EU/NATO schon vorher

betei- ligt waren und immer noch sind. Eine neue Friedensordnung in

Europa unter Einschluss Russlands muss stattdessen progressiv sein,

das heißt sie muss Wege zur gesellschaftlichen Veränderung öffnen,

indem sie Gewalt als Mittel der Konfliktbearbeitung aber auch als

Herrschaftsinstrument ächtet und verdrängt.


(…)


Die internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) ist

eine solche Bewegung, aber auch die Einbeziehung internationaler

Positionen auf der friedenspolitischen Gewerk- schaftskonferenz  im

Juni 2023 in Deutschland gehen in diese Richtung.


Ein bemerkenswertes Beispiel sind die Aktivitä- ten der Transnational

Social Strike Platform, die schon im Juli 2022 ein „Manifest für eine

Transnationale Friedenspolitik“ aus ihrer Bewegungsperspektive

erarbeitet hat und dieses seither im Rahmen einer „permanenten

Versammlung gegen den Krieg“ vorantreibt.


Zu Beginn des Manifests heißt es: „Wir kommen aus unterschiedlichen

Orten und Kontexten, aber als Subjekte, die hauptsächlich im

europäischen Raum leben, erkennen wir die Notwendigkeit an, Europa zu

einem Feld der Auseinander- setzung zu machen.


Wir glauben, dass es an der Zeit ist, mutig genug zu sein, um eine

transnationale Politik für ein besseres Leben zu denken und zu

praktizieren, frei von Unterdrückung, Armut, Rassismus und

Patriarchat.“ (…)



———



6. René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses.



René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses.

Freiburg 1983, S.140:


(…) Entweder müssen die Menschen sich ohne Vermittlungen durch Opfer

miteinander versöhnen oder sich damit abfinden, dass die Menschheit

demnächst ausgelöscht wird. Diese stets schärfere Einsicht in die

Kultursysteme und Mechanismen ist nicht umsonst; sie ist nicht ohne

Gegenleistung.


Es geht fortan nicht mehr darum, sich höflich, aber zerstreut in Richtung

eines unbestimmten „Ideals der Gewaltlosigkeit“ zu verneigen.


Es ist nicht damit getan, daß wir die frommen Wünsche und scheinheiligen

Formeln vervielfachen. Von nun an handelt es sich mehr und mehr um eine

unerbittliche Notwendigkeit.


Der endgültige, vorbehaltlose Verzicht auf Gewalttätigkeit zwingt sich

uns auf als conditio sine qua non des Überlebens der Menschheit und

eines jeden einzelnen von uns.(…)


———


7. ipg: Charles A. Kupchan: Spiel mit dem Feuer



https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/spiel-mit-dem-feuer-7098/?utm_campaign=de_40_20231107&utm_medium=email&utm_source=newsletter



Naher Osten/Nordafrika 06.11.2023 | Charles A. Kupchan

Spiel mit dem Feuer



Wie die USA nach dem 11. September reagiert Israel mit militärischer Härte.


Doch das Land sollte aus den Fehlern der Amerikaner lernen.


(…)


Bei seinem Besuch in Tel Aviv am 18. Oktober zeigte Biden Verständnis

für die Wut der Israelis. „Ich und viele Amerikaner verstehen das“,

sagte er. Biden riet den Israelis aber auch, sich nicht von ihrer Wut

beherrschen zu lassen.


„Nach dem 11. September 2001 waren wir in den Vereinigten Staaten

wütend“, warnte er, „und während wir Gerechtigkeit suchten und

bekamen, haben wir auch Fehler gemacht.“ Zwei Tage später wiederholte

Biden in einer Fernsehansprache zur Hauptsendezeit seinen Appell an

die israelische Regierung, sich „nicht von der Wut blenden zu lassen“.

(…)


Israel muss sich jetzt auf den Tag nach dem Ende der Kampfhandlungen

vorbereiten. Wird es sich an die Palästinensische Autonomiebehörde

wenden, um den Gazastreifen zu verwalten? Welche Rolle wird die UNO

spielen?


Wäre es nicht sinnvoller, eine Koalition der Willigen – wie die USA,

die Europäische Union, Ägypten und Katar – zusammenzustellen, um den

Wiederaufbau und die Verwaltung zumindest in der Anfangsphase zu

überwachen? Jetzt ist es an der Zeit, sich mit diesen Fragen zu befassen.

(…)


Wenn Israel einen Großteil des Gazastreifens dem Erdboden gleichmacht,

werden Radikalismus und gewalttätiger Extremismus wahrscheinlich aus

den Trümmern auferstehen. (…)


Das Verhalten Israels im Gaza-Krieg wird auch die künftigen

Beziehungen zur palästinensischen Gemeinschaft bestimmen. Der

abscheuliche Angriff der Hamas und die neue Runde der Gewalt, die er

ausgelöst hat, haben gezeigt, dass der Status quo unhaltbar ist.


Da sie Seite an Seite leben, werden die Israelis niemals sicher sein,

wenn die Palästinenser nicht sicher sind, und umgekehrt.


Letztlich werden die beiden Völker zusammenarbeiten müssen, um eine

Zweistaatenlösung zu finden, die dauerhaften Frieden bringt.


Vielleicht kann die Tragödie des gegenwärtigen Konflikts Israelis und

Palästinensern gleichermaßen diese Realität vor Augen führen.



——


8. jpg: Marcus Schneider: Eine Region in Aufruhr


https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/eine-region-in-aufruhr-7093/?utm_campaign=de_40_20231102---



Naher Osten/Nordafrika 02.11.2023 | Marcus Schneider

Eine Region in Aufruhr


Der Gazakrieg entfacht die arabische Welt:


Die Wut richtet sich nicht nur gegen die militärische Antwort Israels,

sondern auch gegen den Westen.


Die Abstimmung am 27. Oktober war eindeutig. 120 Staaten votierten in

der UN-Generalversammlung für eine von Jordanien eingebrachte

Resolution für eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe. Nur 14

Staaten stimmten dagegen, darunter Israel und die Vereinigten Staaten.


Dass die Bundesrepublik sich mit 44 anderen enthielt, obwohl die

verbreitete Erklärung eher eine Ablehnung nahelegte, mag vor allem der

Überlegung geschuldet sein, die Gesprächskanäle zu all jenen, die

Israels Krieg gegen den Gazastreifen kritisch sehen, nicht abreißen zu

lassen.


Die in Deutschland verbreitete Sicht, Israel freie Hand für jegliches

Vorgehen gegen die Hamas zu geben, ist im globalen Maßstab jedenfalls

eindeutig minoritär. (…)



Satellitenaufnahmen legen nahe, dass die israelische Luftwaffe in Gaza

Flächenbombardements betreibt. Laut UN-Angaben sind 1,4 der 2,3

Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen geworden, 45 Prozent der

Wohnquartiere sind zerstört oder beschädigt.


Nach drei Wochen Krieg zählen die palästinensischen Behörden, deren

Angaben sich nicht unabhängig überprüfen lassen, die aber eine Liste

mit allen Opfern vorgelegt haben, über 8 000 Tote, darunter mehr als 3

400 Kinder – das sind über dreimal so viele Minderjährige, wie in

anderthalb Jahren dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum

Opfer gefallen sind. (…)



Auch Premierminister Netanjahu benutzt wiederholt biblische

Referenzen, die Vorstellungen eines heiligen Krieges mit

Vernichtungswillen hervorrufen. In Windeseile hat sich die

geopolitische Lage im Nahen Osten gedreht. (…)


Zur für den Westen bitteren Wahrheit gehört: Nicht die Islamische

Republik Iran ist derzeit isoliert, sondern Israel.


Nirgends sonst wird dies so deutlich wie am gescheiterten Versuch, die

Hamas aufgrund der Gräueltaten als Wiedergänger des sogenannten

Islamischen Staats zu entlarven. (…)


Außerhalb Israels und der westlichen Kernstaaten USA und Deutschland

lässt sich kaum jemand auf die Erzählung Netanjahus vom „Kampf

zwischen den Kindern des Lichts und den Kindern der Dunkelheit“ ein.


Es ist stattdessen der in Deutschland medial so hart angegangene

UN-Generalsekretär Guterres, der mit seiner Kontextualisierung den

Nerv der globalen Mehrheitsmeinung trifft. Nicht der Terror steht

plötzlich im Fokus, sondern das ganze Elend des ungelösten

Nahostkonflikts. (…)



Trotz aller Unterschiede der Konflikte, die es gibt, ist in der

arabischen Welt und in weiten Teilen des Globalen Südens der Verweis

auf westliche Doppelstandards allzu präsent. (…)


All das, was gestern noch für die Ukraine galt, scheint heute für die

Palästinenser nicht mehr zu gelten: das Recht auf nationale

Selbstbestimmung, die Freiheit von ausländischer Besatzung, die

Notwendigkeit, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten, sowie das

Verbot der Bombardierung von Wohnquartieren.


Die israelische Ankündigung, die Zivilbevölkerung von Wasser, Strom

und Nahrung abzuschneiden, führte zu keinerlei Verurteilung seitens

des Westens, obgleich EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen

russische Attacken auf die ukrainische Infrastruktur ein Jahr vorher

noch als „Akte puren Terrors“ gegeißelt hatte.


Hängen bleibt bei vielen im Globalen Süden vor allem eins: dass, wie

es der jordanische König ausdrückt, die Anwendung des humanitären

Völkerrechts optional sei sowie dass Menschenrechte für manche gelten,

für andere jedoch nicht. (…)



Ganz offen werden mittlerweile selbst Pläne „ethnischer Säuberung“

kultiviert – nicht mehr nur in den Parteiprogrammen der

Rechtsradikalen, sondern sogar in offiziellen Regierungsdokumenten.


Der Terror der Hamas ist nicht ursächlich auf diese

Perspektivlosigkeit zurückzuführen. Mörderischer Islamismus und

Antisemitismus, das zeigt sich auch anderswo, brauchen keine Besatzung

als Geburtshelfer.


Wohl aber hat Hamas vor allem dann Zulauf bekommen, als die moderaten,

verhandlungsbereiten Kräfte an die Wand gedrückt wurden – eine

Politik, die Netanjahu sogar ganz offiziell so betrieben hat. In ihrer

Ablehnung eines gerechten Friedens sind Israels Rechte und die

Islamisten seit jeher vereint. (…)



Der nun hochkochende Krieg ist somit ein Geschenk an all jene,

vornehmlich in Peking und Moskau, die die durch den Westen verteidigte

regelbasierte und liberale Weltordnung ohnehin als Heuchelei

denunzieren.


Und die sich nun als Champions des palästinensischen

Selbstbestimmungsrechts, mithin als Anführer jener Mehrheit von 138

UNO-Mitgliedstaaten aufführen dürfen, die den Staat Palästina

anerkannt haben. Was sich andeutet in der öffentlichen Weltmeinung,

ist möglicherweise ein veritabler Großkonflikt zwischen dem Westen und

dem Globalen Süden. (…)


Angesichts dessen sollten sich die Verantwortlichen in Washington und

den europäischen Hauptstädten gut überlegen, ob sie Israel weiterhin

eine carte blanche für das Trugbild einer rein militärischen Lösung

geben sollten.


Der von Israel nun angekündigte monatelange Krieg könnte in einem

Desaster enden. Nicht nur, weil er sich militärisch womöglich als

Himmelfahrtskommando entpuppt. Sondern weil er die humanitäre Krise

auf die Spitze triebe. Für die Zivilbevölkerung Gazas gibt es keinen

Ausweg, Hunderttausende werden zwischen die Fronten geraten.


Die Bilder des tausendfachen Leids, millionenfach verbreitet in den

sozialen Netzwerken, die ein solcher Krieg nach sich zieht, werden

global die Ressentiments gegen Israel zum Kochen bringen.


Ein Sturm der Entrüstung gegen den gesamten Westen wäre die

Konsequenz. Die massive Mobilisierung im Globalen Süden, aber auch in

den westlichen Hauptstädten, die scharfen Äußerungen führender

Staatsoberhäupter wie Erdogan und Lula, die diplomatischen

Erschütterungen in Lateinamerika deuten darauf hin, dass hier etwas zu

zerbrechen droht zwischen dem Westen und dem Rest der Welt.


Hinzu kommt: Dieser Krieg könnte auch global eine ganze Generation

radikalisieren. Israel glaubt, es könne die Hamas mit Gewalt

zerschlagen. Stattdessen droht womöglich eine neue Terrorwelle.


Noch ist es nicht zu spät, die Notbremse zu ziehen. Nicht zuletzt um

einen regionalen Flächenbrand zu vermeiden, der der ganzen Region

droht, mit womöglich unkontrollierbaren Auswirkungen auf den

Weltfrieden.


Denn das Kalkül, eine solche Eskalation durch Abschreckung – und die

durch die Amerikaner betriebene massive Verlagerung von Militärgerät

in den Nahen Osten – zu verhindern, könnte sich als Fehlkalkulation

herausstellen.


(…)


Das Horrorszenario eines Flächenbrands ist keineswegs unausweichlich.

Um es zu verhindern, braucht es seitens der USA und der Europäer

allerdings die Einsicht, dass sich dieser Konflikt nicht militärisch

lösen lässt.


Dass der Versuch einer rein militärischen Lösung vielmehr den

Nährboden bereitet für noch mehr Hass, für noch mehr Gewalt, für ein

im globalen Maßstab beispielloses Zerwürfnis. Es ist Zeit für bittere

Wahrheiten. Und eine davon lautet: Die Grundursache für den

Nahostkonflikt heißt nicht Hamas.


Aber es ist die Hamas, die den Konflikt zum Leben braucht, es ist die

Hamas, die den großen Krieg will. Eine weitere lautet: Solange es die

Möglichkeit hat, die Besatzung aufrechtzuerhalten, wird Israel diese

nicht beenden. Denn Netanjahu und Israels Rechte wollen das ganze

Land, sie wollen keinen palästinensischen Staat.


Das Scheitern von Oslo und die demonstrierte Unfähigkeit beider

Konfliktparteien, sich im Rahmen einer in ihren Grundzügen bereits

lange ausformulierten Zweistaatenlösung auf einen gerechten Frieden zu

einigen, sollte sowohl im Westen als auch in der Arabischen Welt den

Blick schärfen.


Sie haben jetzt zwei Optionen. Möchten sie den regionalen Flächenbrand

riskieren, dann lassen sie das Heft des Handelns in den Händen der

Konfliktparteien. Möchten sie aber den Frieden wahren, und einen

gerechten und dauerhaften Frieden erst möglich machen, so müssen sie

ihn selbst durchsetzen. Gegen die mörderischen Islamisten der Hamas

ebenso wie gegen Israels Rechtsradikale. Noch ist es nicht zu spät.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.11.2023

[VB-Vernetzung] Beiträge zum Ukraine-Krieg und zum Nahost-Krieg  (II von II)


9. Zenith: Die Front im Norden



https://magazin.zenith.me/de/politik/hamas-gaza-und-hizbullah-im-libanon?utm_source=pocket-newtab-de-de


Hamas in Gaza und Hizbullah im Libanon

Die Front im Norden


Analyse


von Christoph Leonhardt


24.10.2023


Politik



Weder Israel noch die Hizbullah sind an einem neuen Krieg interessiert

– aber doch bereit, ihn zu führen.


Christoph Leonhardt argumentiert, warum die libanesische Miliz für

Israel eine größere Gefahr darstellt als die Hamas.


(..)


Bei den Zusammenstößen, bei denen einerseits Kleinwaffen, Granaten,

Mörser, Raketen, Flugkörper und Drohnen mitsamt

Infiltrationsversuchen, andererseits Artillerie, Luftschläge und

Kampfdrohnen zum Einsatz kommen, sind bereits Dutzende Menschen

gestorben:


Auf libanesischer Seite sind nach eigenen Angaben mindestens 44

Menschen getötet (darunter circa 25 Hizbullah- sowie 6 Hamas- und

Islamischer Dschihad-Kämpfer, fast ein Dutzend Zivilisten und ein

Journalist) und viele weitere verletzt worden. Auf israelischer Seite

sind nach eigenen Angaben mindestens 8 IDF-Soldaten sowie ein Zivilist

getötet und ein Dutzend verletzt worden.



Trotz der teils heftigen Auseinandersetzungen stellen sich die Kämpfe

im Grenzgebiet militärtaktisch noch als limitiert dar. Bis dato

richten beide Konfliktseiten die Stärke ihrer Angriffe am Ausmaß der

Attacke des Gegenübers aus, womit eine weitere Eskalation vermieden

werden konnte.


Die Hizbullah scheint die IDF durch ihre Angriffe an der Nordflanke

lediglich binden und ihren Fokus von der Front im Süden verschieben zu

wollen. Sollte die Hizbullah Israel jedoch in größerem Umfang

attackieren, ist von israelischer Seite auch mit deutlich stärkeren

Vergeltungsschlägen zu rechnen – und diese könnten nicht nur auf den

Libanon begrenzt bleiben, sondern wie bereits jüngst geschehen sich

auch punktuell auf Syrien, den Irak und sogar auf Iran ausweiten.



Ein Indiz für die hohe Eskalationsgefahr zeichnet sich schon darin ab,

dass viele Länder, darunter Belgien, Deutschland, Frankreich und die

USA, ihre Staatsbürger zum sofortigen Verlassen des Libanons

aufgefordert haben.


Ferner hat Washington die Flugzeugträger »USS Gerad R. Ford« und

»Dwight D. Eisenhower«, eine Reihe weiterer Kriegsschiffe und

Kampfjets sowie Raketenabwehrsysteme vom Typ THAAD und Patriot in die

Region entsandt, um eine Warnung in Richtung Iran und Hizbullah zu

senden.


Nicht nur der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian warnte

jüngst davor, eine »andere Front zu eröffnen«. Auch

Hizbullah-Generalsekretär Hassan Nasrallah hat mehrfach bekräftigt,

dass die »Partei Gottes« fortan »für einen Krieg mit Israel«

bereitstehe.



Nachdem sich die Kämpfe im libanesisch-israelischen Grenzgebiet in den

vergangenen Tagen weiter intensiviert hatten, sprach der israelische

Verteidigungsminister Yoav Gallant am 21. Oktober seinerseits davon,

dass Israel im Falle eines Kriegseintritts der Hizbullah »einen hohen

Preis verlangen« werde.


Dem entgegnete der stellvertretende Hizbullah-Generalsekretär Naim

Qassem tags darauf, dass »Israel selbst einen hohen Preis zahlen«

werde, denn die Hizbullah befände sich bereits »im Herzen der Schlacht«.




10. Journal 21: Heiko Flottau: Der sprachliche Tunnelblick und das verpönte «Aber»



https://www.journal21.ch/artikel/der-sprachliche-tunnelblick-und-das-verpoente-aber


Zwischenruf <https://www.journal21.ch/category/tags/zwischenruf>

Der sprachliche Tunnelblick und das verpönte «Aber»


Heiko Flottau


1. November 2023


(…)


Bis jetzt sind die Palästinenser abermals auf der Verliererseite. Kaum

jemand spricht darüber, welches politische Ziel Israel anstrebt –

ausser der Vernichtung der Hamas.


In der ARD-Sendung «Hart aber Fair» vom 30. Oktober 2023 erklärte der

ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, Israel

müsse sich vollkommen von den Palästinensern «trennen». Wie das

geschehen soll, blieb offen.


Offenbar wird insgeheim über einen Gefangenenaustausch gesprochen.

Nach palästinensischen Angaben befinden sich 9500 Palästinenser in

israelischer Haft. 278 sitzen länger als 15 Jahre in Gefangenschaft,

14 über 25 Jahre und zwei über 30 Jahre. Anmerkung: In Deutschland

kommt jeder rechtmässig verurteilte Mörder im Allgemeinen nach 15

Jahren Haft frei.


Zu denen, die mehr als 15 Jahre im Gefängnis sitzen, zählt Marwan

Barghouti. Dieser prominente Vertreter der PLO-Untergruppe Fatah war

einer der Organisatoren der zweiten Intifada. Barghouti wurde am 6.

Juni 2004 zu einer fünffachen lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt,

weil er, nach israelischen Angaben, bei Bombenanschlägen mehrere

Israelis getötet habe.


Barghouti galt als möglicher Nachfolger Arafats. Im Gefängnis hat er

sich für die Versöhnung mit der Hamas ausgesprochen. Im Allgemeinen

gilt er als ein Mann, der – als Befürworter der Zweistaatenlösung –

mit Israel verhandeln könnte.


Auch bei der Hamas wäre er möglicherweise als Gesprächspartner

akzeptiert – sofern diese dann noch in irgendeiner, eher

zivilisierteren Form existieren würde. (…)



Mit der Hamas reden? Mit den heutigen in Gaza wütenden Schlächtern ist

das nicht möglich. Mit der in Katar residierenden politischen Führung

der Hamas schon eher. Wird die militärische Struktur der Hamas

zerschlagen, bleibt allerdings immer noch die Ideologie in den Köpfen.


Am Ende des Tages wird nur bleiben, was der «New York

Times»-Journalist jüdischer Abstammung, Roger Cohen, während des

US-Krieges gegen Saddam Hussein gefordert hat. Man müsse, schrieb

Cohen, auch mit seinen Feinden sprechen.





11. nd: Opfer der Hamas: »In meinem Namen will ich keine Rache«



https://www.nd-aktuell.de/artikel/1177346.nahost-opfer-der-hamas-in-meinem-namen-will-ich-keine-rache.html


Opfer der Hamas: »In meinem Namen will ich keine Rache«



Angehörige der Opfer der Hamas in Israel sprechen sich gegen den


Militäreinsatz im Gazastreifen aus. Auch sie verdienen, gehört zu werden



Orly Noy


07.11.2023, 14:44 Uhr


(…)


Umso bemerkenswerter ist es, dass sich angesichts der vorherrschenden

politischen Stimmung immer mehr Israelis, die die Massaker überlebt

haben oder deren Angehörige getötet oder nach Gaza entführt wurden, zu

Wort melden und sich eindeutig gegen die Tötung unschuldiger

Palästinenser aussprechen und der Rache eine Absage erteilen.


In einer Trauerrede für ihren Bruder Hayim, einen im Kibbuz Holit

ermordeten Aktivisten gegen die Besatzung, forderte Noi Katsman ihr

Land auf, »unseren Tod und unseren Schmerz nicht dazu zu benutzen, den

Tod und den Schmerz anderer Menschen oder anderer Familien zu

verursachen. Ich fordere, dass wir den Kreislauf des Schmerzes

durchbrechen und verstehen, dass der einzige Weg [vorwärts] Freiheit

und gleiche Rechte sind. Frieden, Brüderlichkeit und Sicherheit für

alle Menschen.«


Ziv Stahl, Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation Yesh Din und

Überlebender des Höllenfeuers in Kfar Aza, sprach sich in einem

Artikel in »Haaretz« ebenfalls entschieden gegen Israels Angriff auf

Gaza aus. »Ich habe kein Bedürfnis nach Rache, nichts wird diejenigen

zurückbringen, die weg sind«, schrieb sie. »Die wahllose Bombardierung

des Gazastreifens und die Tötung von Zivilisten, die an diesen

schrecklichen Verbrechen unbeteiligt sind, ist keine Lösung.«


Yotam Kipnis, dessen Vater bei dem Hamas-Anschlag ermordet wurde,

sagte in seiner Trauerrede: »Schreiben Sie den Namen meines Vaters

nicht auf eine [militärische] Granate. Das hätte er nicht gewollt.

Sagt nicht: ›Gott wird sein Blut rächen.‹ Sagt: ›Möge sein Andenken

zum Segen werden.‹«


Michal Halev, die Mutter von Laor Abramov, der von der Hamas ermordet

wurde, warnte in einem auf Facebook geposteten Video unter Tränen:

»Ich flehe die Welt an: Hört auf mit all den Kriegen, hört auf,

Menschen zu töten, hört auf, Babys zu töten. Krieg ist nicht die

Antwort. Mit Krieg kann man keine Probleme lösen. Dieses Land, Israel,

macht Horror durch ... Und ich weiß, dass die Mütter in Gaza Horror

durchmachen ... In meinem Namen will ich keine Rache.«


Maoz Inon, deren Eltern am 7. Oktober ermordet wurden, schrieb bei Al

Jazeera: »Meine Eltern waren Menschen des Friedens ... Rache wird

meine Eltern nicht ins Leben zurückbringen. Sie wird auch andere

getötete Israelis und Palästinenser nicht zurückbringen. Sie wird das

Gegenteil bewirken ... Wir müssen den Kreislauf durchbrechen.«


Als Yonatan Ziegen, der Sohn von Vivian Silver, von einem Journalisten

gefragt wurde, was seine Mutter – von der angenommen wird, dass sie

entführt wurde – darüber denke, was Israel jetzt in Gaza tue,

antwortete er: »Sie wäre beschämt. Denn man kann tote Babys nicht mit

noch mehr toten Babys heilen. Wir brauchen Frieden. Dafür hat sie ihr

ganzes Leben lang gearbeitet ... Schmerz ist Schmerz.«


Eine 19-jährige Überlebende des Massakers im Kibbutz Be'eri hielt in

einem Video, das inzwischen im Internet viral ging, einen bewegenden

Monolog über die Vernachlässigung der Bewohner des Südens durch die

Regierung, in dem sie für die Rückkehr der Geiseln plädierte:

»Rückführung der Geiseln.


Frieden. Anstand und Fairness ... Vielleicht fällt es einigen von

Ihnen schwer, diese Worte zu hören. Es fällt mir schwer, sie

auszusprechen. Aber nach dem, was ich in Be'eri durchgemacht habe,

seid ihr es mir schuldig.«


Wir sind es ihnen schuldig. Ich höre ihnen zu und lese ihre Worte, und

ich verneige mich vor ihrem Mut. Und ich denke über das seltsame

Beharren so vieler, auch sogenannter Linker, darauf nach, den Grad

unserer Solidarität, unseres Schmerzes oder unserer Wut daran zu

messen, ob wir bereit sind, das Feuer zu unterstützen, das unsere

Armee auf Gaza niederregnen lässt.


Was werden Sie zu dem trauernden Vater sagen? Zu dem Überlebenden des

Massakers? Brauchen diese nicht auch Solidarität? Woher kommt deren

Mut zu sagen, was in jedem einzelnen unserer gebrochenen Herzen und

Seelen vorgeht?


»Ich habe meine Tochter verloren, nicht meinen Verstand«


Ich beobachte die Vorwürfe gegen diejenigen, die um ein Ende dieses

sinnlosen Gemetzels, dieses schrecklichen und bedrohlichen

Kriegsverbrechens in Gaza flehen, und ich denke an den Satz von Ben

Kfir, einem Mitglied des Bereaved Families Forum, der sich vor Jahren

in meinem Kopf eingeprägt hat, als er über die Sinnlosigkeit von Rache

sprach: »Ich habe meine Tochter verloren, nicht meinen Verstand.«


Dieser Mann, der den Menschen verloren hat, der ihm am meisten am

Herzen lag, und viele andere, die sich nun dem Kreis der

Hinterbliebenen angeschlossen haben, verstehen, was so viele heute

noch nicht verstehen wollen: dass der Weg, der uns angeboten wird,

nämlich mehr Blut und mehr »Abschreckungsmaßnahmen«, genau der Weg

ist, der uns schon so oft vorgegeben wurde und der uns zu den

Schrecken geführt hat, die wir heute erleben.



——


12. Der Spiegel: SPIEGEL-Gespräch mit einem Palästinenser und einem Israeli



https://www.spiegel.de/ausland/nahostkonflikt-ein-palaestinenser-und-ein-israeli-kaempfen-als-enge-freunde-fuer-frieden-a-3fd0a625-a2d0-467d-9190-f7ba6a9cbfa9


SPIEGEL-Gespräch mit einem Palästinenser und einem Israeli


 »Wie nimmt man Rache für die Tötung eines Kindes? Indem man anderer Leute Kinder tötet?«



Der Palästinenser Bassam Aramin und der Israeli Rami Elhanan haben im

Nahostkonflikt jeweils eine Tochter verloren. Statt bitter zu werden,

kämpfen sie als enge Freunde für Frieden. Wie haben sie das geschafft?


Ein Interview von Jörg Schindler



04.11.2023, 19.26 Uhr • aus DER SPIEGEL 45/2023




In der Printversiondes  Spiegel, 4.11.2023, steht das Interview

unter dem folgenden Titel und endet mit der folgenden Passage:

SPIEGEL-GESPRÄCH


Der Palästinenser Bassam Aramin und der Israeli



Rami Elhanan haben im Nahostkonflikt jeweils eine Tochter verloren.


Statt bitter zu werden, kämpfen sie als Freunde für Frieden.


Wie machen sie das?


(…)


SPIEGEL: Sie haben mal gesagt, die Trennlinie in Nahost liege nicht

zwischen palästinensischen Muslimen und israelischen Juden, sondern

zwischen jenen, die keinen Frieden wol- len, und jenen, die bereit

seien, für den Frieden einen Preis zu zahlen. Was ist der Preis?


Elhanan: Ganz einfach: Der Preis ist die Fähigkeit, deinen Nächsten

so zu respektieren, wie du selbst respektiert werden möchtest.


SPIEGEL: Ist das so einfach? Der ganze politische und geografische

Schlamassel ist damit doch nicht gelöst.


Elhanan: Wir können einen Staat ha- ben oder zwei oder 10.000, eine

Kon- föderation oder eine Föderation. Das sind technische Fragen.

Aber um dort hinzukommen, müssen wir aufhören, auf den jeweils

anderen herabzublicken und uns als Besatzer und Besetzte zu

begegnen. Ich gebe zu, dass es schwer wird, an diesen Punkt zu

gelangen.


SPIEGEL: Was lässt Sie glauben, dass man ihn je erreichen wird?

Elhanan: Es gibt keine Alternative. Wir werden es nicht schaffen, die

Palästinenser in die Wüste zu treiben, und die Palästinenser

werden es nicht schaffen, uns ins Meer zu treiben. Wir sind dazu

verdammt, gemeinsam hier zu leben, auf die eine oder andere Weise.


Deswegen werden beide Sei-ten früher oder später an den Ver-

handlungstisch zurückkehren, den sie vor 23 Jahren in Camp David

verlassen haben. Aber ich glaube nicht, dass das kurzfristig

passieren wird.


Aramin: Vielleicht sollte man es mal so betrachten: Die Israelis haben

nicht sechs Millionen Palästinenser getötet, und die Palästinenser

haben, anders als die Deutschen, nicht sechs Millionen Juden ermordet.

Und trotz- dem sind Israel und Deutschland heute befreundete

Nationen, es gibt einen deutschen Botschafter in Tel Aviv und einen

israelischen Botschafter in Berlin. Was heißt das?


Es heißt, wir können es auch schaffen. Alles, was wir dafür brauchen, sind

mutige Anführer, die uns entschlossen vom Grauen und vom Schmerz der Ver-

gangenheit wegführen.


SPIEGEL: Herr Aramin, Herr Elhanan, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.



——



13. Die Zeit: Gershon Baskin: "Alle verhandeln mit Terroristen"



https://www.zeit.de/politik/2023-10/gershon-baskin-hamas-geiseln-israel-gaza/komplettansicht



Gershon Baskin: "Alle verhandeln mit Terroristen"


Gershon Baskin ist einer der wenigen Israelis mit direktem Kontakt zur Hamas. Er weiß, wie man mit Terroristen verhandelt – und dass man manchmal schwach wirken muss.



Interview:  Martín Steinhagen und  Fiona Weber-Steinhaus


28. Oktober 2023, 16:19 Uhr



Gershon Baskin initiierte und vermittelte fünf Jahre lang den geheimen

Kommunikationskanal, der zum folgenreichsten Gefangenenaustausch in

der Geschichte Israels beitrug: der israelisch-französische Soldat

Gilad Shalit gegen 1.027 palästinensische Gefangene. Den Kontakt zu

einigen Hamas-Entscheidern hielt Baskin weiterhin aufrecht, sagt er.


Momentan verhandelt Israel nicht direkt mit der Terrororganisation

Hamas, die Gespräche laufen über die USA und über Katar. Das Gespräch

mit Baskin fand am Mittwoch, 25. Oktober, über Video statt.



ZEIT ONLINE: Herr Baskin, in den vergangenen Tagen haben Sie mit Ihrer

Hauptkontaktperson von der Terrororganisation Hamas gechattet. Was

haben Sie ihm geschrieben?


Gershon Baskin: Es war in dem Sinne keine neue Unterhaltung. Schon

seit 18 Jahren schreibe und spreche ich mit Ghazi Hamad, einem

Sprecher der Hamas. Mit ihm habe ich damals im Fall von Gilad Schalit

verhandelt.  (…)


ZEIT ONLINE: Für viele gilt der Grundsatz: Mit Terroristen verhandelt

man nicht. Warum haben Sie es damals im Fall Gilad Schalit getan?


Baskin: Alle verhandeln mit Terroristen. Auch wenn es nicht immer um

Geiseln geht, sondern um Geld. Das machen die Amerikaner, auch die

Deutschen. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, muss man mit

Terroristen verhandeln. Wir müssen mit unserem Feind reden.


Mein Grundsatz war immer: Ich bin bereit, mit jedem zu sprechen, der mit

mir spricht. Hätte ich mit den Nazis geredet? Ja, auch wenn sie mich

wahrscheinlich vorher ermordet hätten. Wenn ich glaube, dass man damit

ein Menschenleben retten kann, würde ich es tun. Und das gilt momentan

für jede einzelne Geisel im Gazastreifen.


(…)


ZEIT ONLINE: Seit dem 20. Oktober hat die Hamas insgesamt vier Frauen

freigelassen. Ist dies ein Hoffnungsschimmer für die mehr als 200

Geiseln, die noch im Gazastreifen festgehalten werden?


Baskin: Es ist etwas komplexer. Katar hatte, soweit ich informiert

bin, auf die erste Freilassung der beiden Amerikanerinnen hingewirkt,

auf Druck vonseiten der US-amerikanischen Regierung.


Katar unterstützt als Staat Terroristen, und versucht gleichzeitig Teil der

Weltwirtschaft zu sein: Es gibt dort eine US-amerikanische

Militärbasis, Katar investiert an der Wall Street und im Silicon

Valley, Qatar Airlines fliegt Ziele in der ganzen Welt an. Die USA

können ihre Position also nutzen. Die Freilassung war also keine Bitte

der USA. Es war ein Befehl.


(…)



ZEIT ONLINE: Bei der zweiten Freilassung soll Ägypten verhandelt haben.


Baskin: Interessant daran ist vor allem zweierlei. Die beiden Frauen

sind Israelis und keine Doppelstaatler. Damit ist das Argument

hinfällig, dass Menschen mit einem zweiten Pass anders behandelt

werden. Und: Die ägyptischen Verhandlungen erfolgten offenbar über den

militärischen Flügel der Hamas. Die Freilassung über Katar lief

hingegen über den politischen Flügel, sowohl in Doha als auch in Gaza.


Dies wirft eine Reihe von Fragen auf: Mit wem verhandeln wir oder über

wen? Was ist mit den Geiseln, die von anderen Gruppen wie dem

Islamischen Dschihad, und von Einzelpersonen festgehalten werden? Wer

hat die Kontrolle, wenn überhaupt jemand? Hat die Hamas eine

Strategie? Soweit ich weiß, wusste der politische Flügel gar nicht,

dass die zwei Frauen freigelassen werden sollten.


ZEIT ONLINE: Sie sprechen seit fast zwei Jahrzehnten mit Hamas-Führern

oder Offiziellen. Viele Menschen fragen sich angesichts der

bestialischen Taten: Was sind das für Menschen, die Zivilisten

massakrieren, vergewaltigen, Kinder foltern? Hat sich die Hamas

nochmals radikalisiert?


Baskin: Ihre grundlegende Weltanschauung ist gleich geblieben. Was

sich aber geändert hat, ist ihr Verhalten. Die Ideologie basiert auf

einem, wie ich es nenne, verzerrten Verständnis des Islam: Das Leben

auf der Erde ist kurz und unbedeutend. Nur das ewige Paradies ist

wichtig. Ein Märtyrer zu sein, ist der beste Weg, dorthin zu gelangen.


Wenn jemand in der Hamas also sagt: Ich habe keine Angst zu sterben,

ist das kein Slogan. Es ist die Wahrheit. Man kann seinen Feind nur

abschrecken, wenn er Angst vor dem Tod hat. Wenn er keine Angst hat,

funktioniert das Prinzip der Abschreckung nicht. Dazu kommt: +


Die Elite-Kampftruppe der Hamas, die Nujba-Truppe, besteht hauptsächlich

aus Kindern von Hinterbliebenen. Die Hamas wirbt Kinder aus Familien

an, in denen ein Bruder oder Vater, ein Großvater, ein Onkel getötet

wurde. Sie erziehen die Kinder in ihrer Version des Islam, in dem

Vorhaben für Palästina und Allah und lehren Vergeltung: Diese Juden

haben deinen Vater getötet. Ihr müsst sie also töten.


ZEIT ONLINE: Wie erklären Sie sich diese Verhaltensänderung?


Baskin: Dafür habe ich keine Erklärung. Die Hamas hat etwa eindeutig

das Massaker auf dem Musikfestival verübt. Das Erstaunliche: Sie

bestreitet manche der Gräuel. Auch wenn dies klar gelogen ist. Ich

glaube, manche waren selbst schockiert. Es gab Berichte in Israel,

dass einige Terroristen diese Amphetamine genommen haben, die der IS

benutzt, um seine Kämpfer zu solchen Gräueltaten zu befähigen;

und dass diese Pillen bei einigen der toten Terroristen gefunden wurden.

Das ist aber keine Entschuldigung. Der militärische Flügel der Hamas

hätte dieses Massaker zumindest nicht ohne die Zustimmung der

Schlüsselpersonen des politischen Flügels der Hamas verüben können.

(…)


ZEIT ONLINE: Was wäre bei Verhandlungen für die Hamas von Interesse?


Baskin: Ein schneller Waffenstillstand. Aber sie wollen auch

Treibstoff. Darauf sind sie angewiesen. Aber was ich jetzt in den

Diskussionen erlebe, ähnelt durchaus dem, was ich in den letzten acht

Jahren der Verhandlungen mit der Hamas und Israel erlebt habe, in all

den Jahren, in denen Gilad Schalit in Gefangenschaft war: Es geht

manchmal zu wie im Kindergarten.



ZEIT ONLINE: Was meinen Sie damit?


Baskin: Bei den Verhandlungen geht es auch um Spielchen: Wer macht den

ersten Schritt? Wer trägt die Schuld? Wer sagt die Wahrheit? Teams

arbeiten Strategien aus, machen Spieltheorie oder anderen Bullshit.

Wenn es ihnen wirklich um Menschenleben ginge, würden sie direkt mit

dem Feind sprechen – ohne Dritte, ohne Vermittler, einfach direkt, die

Karten auf den Tisch. Ein ehemaliger Chef einer der israelischen

Sicherheitsbehörden schrieb mir zu einem Vorschlag, den ich zum Umgang

mit dem Treibstoff verfasst hatte: Darauf können wir uns nicht

einlassen, wir würden schwach wirken. Ich dachte: Ist doch scheißegal,

wie wir wirken, Hauptsache, die Geiseln kommen frei.


(…)


ZEIT ONLINE: Auch wenn Sie kein offizieller Verhandlungsführer sind –

wie verändert es Ihre Rolle, wenn Sie die Menschen kennen, die in

Gefahr sind?


Baskin: Es ändert nichts. Ich kannte Gilad Schalit nicht und trotzdem

habe ich fünf Jahre und vier Monate lang fast jeden Tag darüber

nachgedacht, wie er freigelassen werden könnte. Und meine Arbeit war

auch schon immer persönlich. Ein Jahr, bevor Schalit gefangen genommen

wurde, hat die Hamas den Cousin meiner Ehefrau entführt und getötet.

Sein Mörder war einer der Gefangenen, die während des

Gefangenenaustausches freigelassen wurden.


ZEIT ONLINE: Sie haben Ihr Leben dem Frieden gewidmet. Wie behalten

Sie Hoffnung?


Baskin: Zum einen habe ich unter meinen Freunden etwa gleich viele

Palästinenser und israelische Juden. Ich gehe überallhin, ich treffe

Leute, ich bin willkommen. Ich befinde mich mit niemandem im Krieg und

lebe wirklich ein Leben in Frieden mit meinen Nachbarn. Deswegen weiß

ich, dass es möglich ist. Zum anderen werde ich nirgendwo anders

hinziehen.



ZEIT ONLINE: In Ihrer Familie gibt es darüber Diskussionen.


Baskin: Meine Tochter lebt jetzt in Frankreich. Sie ist vor sechs

Jahren aus Israel weggezogen. Sie wollte nicht ihre Tochter in dem

militaristischen Umfeld aufwachsen lassen, zu dem Israel geworden ist.

Sie sagte mir: Israel soll der sicherste Ort für Juden sein. In

Wirklichkeit ist es der gefährlichste Ort der Welt. Und der 7. Oktober

hat meiner Tochter recht gegeben. Mein jüngster Sohn möchte auch

weggehen. Aber hier bin ich zu Hause. Trotz aller Ungerechtigkeiten

und aller Probleme, die wir haben, ist es meine Lebensaufgabe, Israel

zu einem besseren Ort zu machen, in dem man in Frieden mit seinen

Nachbarn lebt.


ZEIT ONLINE: Was wäre dafür nötig?


Baskin: Der Ausgangspunkt für alles Weitere muss sein: Alle haben

dasselbe Recht auf dieselben Rechte. Ob das zu einem Staat, zwei

Staaten, drei Staaten oder zehn Staaten führt, ist nicht die

Hauptfrage. Die grundlegende Diskussion muss sein, dass wir alle das

Recht des anderen anerkennen müssen, hier zu leben. (…)


——



14. verfassungsblog: Muriel Asseburg und Lisa Wiese:


Die Gräueltaten der Hamas, Israels Reaktion und das völkerrechtliche Primat zum Schutz der Zivilbevölkerung



https://verfassungsblog.de/die-graueltaten-der-hamas-israels-reaktion-und-das-volkerrechtliche-primat-zum-schutz-der-zivilbevolkerung/



Dr. Muriel Asseburg ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe Afrika

und Mittlerer Osten der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in

Berlin; sie ist Politikwissenschaftlerin und hat im Nebenfach

Völkerrecht studiert.


Lisa Wiese ist Volljuristin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und

Doktorandin am Lehrstuhl für Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches

Recht der Universität Leipzig.



20. Oktober 2023

Die Gräueltaten der Hamas, Israels Reaktion und das völkerrechtliche Primat zum Schutz der Zivilbevölkerung



(…)


Deutsche Solidarität, deutsche Verantwortung



Die Selbstverpflichtung der deutschen Politik auf die Sicherheit

Israels, die Abscheu über die Gräueltaten der Hamas und die

weitgehende Zustimmung zu Israels Ziel, die Hamas zu zerschlagen,

entheben Deutschland nicht seiner völkerrechtlichen Verantwortung.


Deutschland hat vielmehr, wie andere Drittstaaten auch, nicht nur eine

Verpflichtung, die Regeln des Völkerrechts zum Schutz der

Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten zu respektieren.


Es hat auch nach dem gemeinsamen Art. 1 der vier Genfer Konventionen

eine völkerrechtliche Pflicht auf deren Einhaltung zu drängen. Dies

hat der Internationale Gerichtshof (IGH) unter anderem im Jahr 2004 in

seinem Mauergutachten bestätigt.


In diesem Sinne sollte die Bundesregierung jetzt vordringlich ihre

engen Beziehungen zu Israel nutzen, um darauf einzuwirken, die Geiseln

durch Verhandlungen zu befreien; die Bevölkerung Gazas durch die

Einrichtung von Schutzzonen effektiv zu schützen; auf den Einsatz von

unzulässigen Methoden der Kriegsführung zu verzichten; humanitären

Zugang zu gewährleisten, so dass Trinkwasser, Lebensmittel,

Medikamente und Treibstoff für die Generatoren der Krankenhäuser

geliefert werden können; und humanitäre Korridore einzurichten, welche

die Evakuierung etwa von dringenden medizinischen Fällen und

ausländischen Zivilist:innen erlauben.


Gleichzeitig gilt es auch, über Staaten mit Kontakten zur

Hamas-Führung, wie Ägypten und Katar, auf erstere einzuwirken, um das

Wohlergehen der Geiseln zu gewährleisten und auf deren Freilassung zu

dringen, den wahllosen Raketenbeschuss auf Israel einzustellen und die

Flucht der eigenen Bevölkerung aus Kampfzonen nicht zu verhindern.


Im Nachgang der akuten Eskalation muss es auch darum gehen, die

Untersuchung vermuteter Kriegsverbrechen aller am Konflikt in Israel

und den palästinensischen Gebieten Beteiligten durch den

Internationalen Strafgerichtshof zu unterstützen.


Denn dass gravierende Verletzungen des humanitären Völkerrechts und

der Menschenrechte nicht sanktioniert und mutmaßliche Kriegsverbrechen

nicht verfolgt werden, lädt die Konfliktparteien zum fortgesetzten

Rechtsbruch ein. Das rückt auch eine politische Konfliktregelung und

ein nachhaltiges friedliches Zusammenleben in immer weitere Ferne.


——


15. Change.org: Wir fordern - Waffenstillstand in Nahost – jetzt!


Die nachfolgende Petition kann mitunterzeichnet werden:


https://www.change.org/p/sofortiger-waffenstillstand-und-wiederaufnahme-der-deutsch-pal%C3%A4stinensischen-entwicklungsz?utm_content=cl_sharecopy_37713836_de-DE%3A5&recruited_by_id=7cc8eaa0-75b0-11ee-b569-adcb5083be63&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=psf_combo_share_initial&share_bandit_exp=initial-37713836-en-US


Wir fordern - Waffenstillstand in Nahost – jetzt!





Mit freundlichen Grüßen


Clemens Ronnefeldt

Referent für Friedensfragen beim deutschen

Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.11.2023

"Leuchtturmprojekt der Zeitenwende": Ständige Bundeswehr-Brigade in Litauen nimmt Gestalt an

freedert.online, vom 7 Nov. 2023 13:59 Uhr

Eine Bundeswehrbrigade in Litauen: Was vor Monaten angekündigt wurde, wird jetzt konkret. Der deutsche Verteidigungsminister hat bekannt gegeben, welche Einheiten verlegt werden sollen. Um den Soldaten den Wechsel schmackhaft zu machen, wird man wohl tief in die Tasche greifen.


"Leuchtturmprojekt der Zeitenwende": Ständige Bundeswehr-Brigade in Litauen nimmt Gestalt an© Sascha Schuermann/Getty Images


Archivbild: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius fährt in einem Kampfpanzer Leopard 2 A6 während eines Besuchs beim 203. Panzerbataillon der Bundeswehr in Augustdorf. 1. Februar 2023.


Zwei Kampftruppenbataillone aus Bayern und Nordrhein-Westfalen sollen den Kern der nach Litauen zu verlegenden Bundeswehrbrigade bilden. Das teilten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer am Montag mit. Damit nehmen die vor fünf Monaten verkündeten Pläne zur ständigen Stationierung einer deutschen Brigade in Litauen Gestalt an.


"Unseren Frieden verteidigen" – Chef des Bundeswehrverbands fordert Debatte über Wehrpflicht




"Unseren Frieden verteidigen" – Chef des Bundeswehrverbands fordert Debatte über Wehrpflicht






Demnach soll zu dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach in Bayern und dem Panzerbataillon 203 aus Augustdorf in Nordrhein-Westfalen der bereits vor Ort befindliche multinationale NATO-Gefechtsverband als drittes Bataillon kommen. Dieser Verband steht unter deutscher Führung und hat rotierendes Personal. Die bisherigen Standorte in Deutschland sollen erhalten bleiben.

Pistorius sprach von einem "Leuchtturmprojekt der Zeitenwende". Breuer erklärte, die Bundesrepublik zeige Verlässlichkeit und den ernsthaften Willen zu Abschreckung und Verteidigung. Die Brigade soll nach letzten Planungen insgesamt etwa 5.000 Bundeswehrangehörige umfassen. Davon sind 4.800 Soldaten und 200 Zivilbeschäftigte. Zum Vergleich: Die gesamte litauische Armee zählt 17.000 aktive Soldaten.

Bei dem anstehen Wechsel nach Litauen soll das Freiwilligkeitsprinzip gelten. Laut Spiegel plant das Verteidigungsministerium eine Reihe verschiedener und kostenintensiver Maßnahmen, um die Soldaten von einem Wechsel ins Baltikum zu überzeugen. Dazu zählen großzügige Auslandszuschläge, regelmäßige Reisen nach Deutschland – die Rede ist von regelmäßigen Charterflügen zwischen Litauen und Deutschland –, Schulen und Kindergärten vor Ort, einer Absenkung des Pensionsalters sowie besonderen Aufstiegsmöglichkeiten.

Die FDP-Abgeordnete und Rüstungslobbyistin Marie-Agnes Strack-Zimmermann lobte am Montag das Vorhaben des Verteidigungsministers. Dem SPD-nahen RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte die klagefreudige Politikerin:

"Die konkretisierten Pläne zur Aufstellung einer ständigen Brigade in Litauen sind ein wichtiger Schritt in sicherheitspolitisch schweren Zeiten. Insbesondere, dass die deutschen Standorte dadurch nicht geschwächt werden sollen, ist von großer Bedeutung."

Sie sei nun auf die konkrete Umsetzung gespannt. Um eine volle Brigade in Litauen stellen zu können, benötige man "auch eine verlässliche Infrastruktur". Diese sei "Voraussetzung dafür, dass deutsche Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien dort auch dauerhaft ihren Alltag leben können".

Erst vor Kurzem hatte Pistorius erklärt, Militär und Gesellschaft in Deutschland müssten "kriegstüchtig" werden:

"Ganz wichtig: der Mentalitätswechsel in der Gesellschaft. Wir müssen uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen könnte. Das heißt, wir müssen kriegstüchtig werden. Wir müssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen."

Mehr zum Thema - "Wir müssen kriegstüchtig werden" – Pistorius fordert Militarisierung Deutschlands


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/europa/186222-leuchtturmprojekt-zeitenwende-staendige-bundeswehr-brigade


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.11.2023

Israel und Russland: Deutsche Politik misst mit zweierlei Maß

freedert.online, 8 Nov. 2023 13:30 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

Für alle Welt offensichtlich misst Deutschland im Ukraine- und im Nahost-Konflikt mit zweierlei Maß. Trotz der brutalen, völkerrechtswidrigen Handlungen Israels, fordert die deutsche Politik keine Sanktionen und kein hartes Vorgehen. Die "regelbasierte Ordnung" ist ohne Regeln.


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Chris Emil Janssen


Deutschland deckt mutmaßliche israelische Kriegsverbrechen. Benjamin Netanjahu (l.) mit Bundeskanzler Olaf Scholz.


In einer Hinsicht ist der Westen, sind seine Regierungen und die vom Westen dominierten Organisationen schon jetzt die großen Verlierer der aktuellen Konflikte in Nahost und in der Ukraine. Der Westen, verstanden als die Gemeinschaft der Länder, die die US-geführte Hegemonie unterstützen, hat inzwischen jede moralische Glaubwürdigkeit verspielt. Das trifft in ganz besonderem Maße auch für Deutschland zu. 

Die unterschiedlichen Haltungen zum Nahost- und Ukraine-Konflikt machen deutlich, dass die vom Westen ausgerufene "regelbasierte Ordnung" völlig frei ist von jeder verbindlichen Regel. Sie ist reine Willkür, basierend auf dem Recht des (derzeit noch) Stärkeren. Sie ist nicht nur nicht schriftlich fixiert, es fehlt ihr auch jede ethische Richtschnur. 

Dass es mit den westlichen Werten und der für alle gleichermaßen verbindlichen "regelbasierten Ordnung" nicht allzu weit her ist, ist schon lange klar. Wie sehr dabei aber ausgerechnet Deutschland mit zweierlei Maß misst, macht der Vergleich des Umgangs mit Russland und Israel deutlich. Für den laut Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) "brutalen Überfall Russlands" auf die Ukraine wurden die bisher umfangreichsten Sanktionen erlassen – mit erheblichen Kollateralschäden für Deutschland und die Welt. Das allerdings ist der deutschen Politik zweitrangig, denn Russland beging einen "Zivilisationsbruch" und muss die Konsequenzen zu spüren bekommen. Deutschland gibt den moralischen Wachhund und harten Zuchtmeister im Namen globaler Gerechtigkeit. 

Die Sanktionen hemmen die Entwicklung der Weltwirtschaft und treffen vor allem arme Länder hart. Als unmittelbar nach dem Einmarsch russischer Soldaten in die Ukraine das erste von inzwischen insgesamt elf Sanktionspaketen verhängt wurde, verkündete die deutsche Außenministerin mit kaum verhohlener Genugtuung in der Stimme: "Das wird Russland ruinieren." Stellvertretend für viele andere deutsche und westliche Politiker spricht Baerbock im Hinblick auf den Ukraine-Krieg von einem "Vernichtungskrieg". Wenn die Ukraine aufhöre zu kämpfen, bedeute dies das Ende der Ukraine als Staat, war einige Zeit der mit viel Pathos vorgetragene Slogan, den deutsche Politiker in die Kameras sprachen. Russland führe einen imperialistischen Angriffskrieg mit dem Ziel der Eroberung von Territorien, empörte sich das politische Establishment in Deutschland.


State Department: US-Diplomaten kritisieren Biden für Unterstützung Israels





State Department: US-Diplomaten kritisieren Biden für Unterstützung Israels






Das ist natürlich grober Unfug. Die Ursache des Krieges – das wurde hier vielfach geschrieben und von Russland auch immer klar geäußert – ist die Ausdehnung der NATO, durch die Russland seine Sicherheitsinteressen verletzt sieht. Diese Sicht ergibt sich nicht ohne Grund, denn die Ausdehnung der NATO verstößt gegen die Grundsätze der Schlussakte von Helsinki. Sicherheit ist demnach ein inklusives und kein exklusives Konzept. Grundsätzlich gilt die Freiheit der Bündniswahl, allerdings darf kein Land seine Sicherheit auf Kosten der Sicherheit eines anderen Landes erhöhen. Dagegen wurde verstoßen, allerdings nicht von Russland. 

Darüber will man in Deutschland partout nicht diskutieren, verbreitet weiterhin die Mär vom "anlasslosen Überfall", sanktioniert auf Teufel komm raus und schwingt die moralische Keule. Russische Waren wurden aus den Regalen des deutschen Einzelhandels geräumt, russische Sportler von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, die Einreise für russische Bürger in den Schengenraum wurde mit nahezu unüberwindbaren Hindernissen versehen. Die Berichte über Butscha, wo Russland laut westlicher Auffassung ein Massaker unter Zivilisten angerichtet haben soll, wurden medial breitgetreten.

Die deutsche Außenministerin fordert ein eigenes Tribunal zur Aburteilung ausschließlich russischer Kriegsverbrechen. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGh) stellte einen Haftbefehl gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und die Kinderbeauftragte Russlands, Maria Lwowa-Belowa, aus. Der Vorwurf: Sie sollen persönlich für die massenweise, illegale Deportation von ukrainischen Kindern nach Russland verantwortlich sein. Die Antwort darauf, dass man die Kinder aus einer Kampfzone gebracht habe und sie jederzeit wieder zurück zu ihren Eltern könnten, wenn diese sich meldeten oder ausfindig gemacht würden, will man im Westen als Argument nicht gelten lassen. Geht es um Russland, dann gibt es nur eine große deutsche Sehnsucht: Strafe und Erniedrigung.


Indien begründet Verzicht auf Sanktionen gegen Russland






Indien begründet Verzicht auf Sanktionen gegen Russland






Der Sinn all dieser Maßnahmen ist, so zumindest die offizielle Erklärung, Russland durch massiven äußeren Druck zur Rückkehr zum Völkerrecht zu bewegen. Russland müsse verlieren lernen, begründete Roderich Kiesewetter (CDU) die Waffenlieferungen an die Ukraine und machte damit deutlich, dass es nicht nur um eine Rückkehr zum Völkerrecht geht, sondern ums Siegen. Russland soll am Boden liegen. Seitens der Politik wurde immer wieder auf das deutsche Völkerstrafgesetz verwiesen und faktisch dazu eingeladen, gegen Russen und Russland zu klagen. 

Gerade dieses Gesetz und die damit verbundene Anmaßung, gegenüber aller Welt Recht sprechen zu können, könnte Deutschland noch schwer auf die Füße fallen, denn prinzipiell erlaubt das Gesetz auch Klagen gegen ukrainische und israelische Kriegsverbrechen. Mit welcher verbalen Akrobatik man sich dann um die Strafverfolgung Netanjahus, Selenskijs und ihrer Helfershelfer drücken wird, ist daher die spannende Frage. Dass man sich drücken wird, steht dagegen außer Zweifel, zumal deutsche Ermittlungsbehörden nicht unabhängig, sondern weisungsgebunden sind.

Und genau hier wird der offensichtliche Widerspruch auch überdeutlich. Anlässlich des unverhohlen angekündigten Genozids im Gazastreifen durch Israel, der geplanten Vertreibung, der weltweit kritisierten Brutalität des Vorgehens der israelischen Armee passiert in Deutschland nichts. Deutsche Politik verurteilt die israelischen Gräueltaten nicht, sondern sucht den Schulterschluss mit der rechtsnationalistischen israelischen Regierung.


Wie viel Zeit bleibt dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch?





Meinung

Wie viel Zeit bleibt dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch?





Wo sind die Forderungen nach Sanktionen, nach Ausschluss israelischer Sportler von den Olympischen Spielen? Wann wird Israel vom westlichen Zahlungssystem SEPA abgetrennt und wann verbannen deutsche Einzelhändler israelische Waren aus den Regalen? Wann endlich prangert die deutsche Außenministerin den israelischen Zivilisationsbruch an? Die Antwort ist klar und einfach: "Das wird niemals passieren."

Allein die Tatsache, dass dies noch nicht einmal diskutiert und Israels Regierung in ihrer rasenden Wut und ihrem blinden, von Rassismus getragenen Hass gegen die Palästinenser noch nicht einmal zur Mäßigung ermahnt wird, zeigt, wie wenig regelbasiert die "regelbasierte Ordnung" ist, für die Deutschland sich stark macht. Es zeigt auch das ganze Ausmaß der Unglaubwürdigkeit deutscher Politik. Deutschland ist unglaubwürdig, unehrlich und ungerecht. Damit fällt Deutschland als moralischer Taktgeber, als der sich das politische und mediale Establishment selbst sieht, völlig aus. Deutsche Politik ist nicht wertebasiert, sondern von tiefer Doppelmoral und damit unter ethischen Gesichtspunkten wertlos. 

Der Umgang und die Haltung zu den beiden Konflikten macht zudem deutlich, dass die "regelbasierte Ordnung" dringend durch ein internationales Rechtssystem abgelöst werden muss, vor dem alle Staaten tatsächlich gleich sind. Aus Deutschland sind für eine solche Reform jedoch keine Impulse zu erwarten, denn Deutschland hat zum einen im aktuellen geopolitischen Sturm den moralischen Kompass längst verloren und sieht sich zum anderen als Profiteur des herrschenden globalen Unrechtssystems. Das Land kann daher keinen Beitrag zu einer gerechteren, weil in Recht fundierten Weltordnung leisten. Deutschland steht damit einer alten Gewohnheit folgend erneut auf der falschen Seite der Geschichte. Paradoxerweise macht das gerade die Nibelungentreue zu Israel deutlich.


Mehr zum Thema – Pepe Escobar: Die Nakba 2.0 als Wiederbelebung der Neocon-Kriege


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08.11.2023

Israelischer Plan zur ethnischen Säuberung Palästinas – Hilfestellung durch Kanzler Scholz?

freedert.online, 7 Nov. 2023 20:39 Uhr,Von Rainer Rupp

In unerschütterlicher Solidarität mit den religiösen Rassisten und Rechtsextremisten in der Netanjahu-Regierung versuchte Kanzler Scholz in Ägypten, Israel bei der ethnischen Säuberung Gazas Hilfestellung zu leisten.


Quelle: www.globallookpress.com © Michael Kappeler/dpa


Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz mit Ägyptens Präsident Abd al-Fattah as-Sisi in Kairo am 18. Oktober 2023


Am 29. Oktober erschien im Internet ein durchgesickertes Memo des rechtsradikalen, religiös-rassistischen Regimes in Israel, das nicht nur bei Palästinensern, sondern rund um die Welt von Internetnutzern mit Empörung und Abscheu aufgenommen wurde. Angeblich handelt es sich dabei um ein vom israelischen Geheimdienstministerium konzipiertes Dokument über eine Beratung, in der man zu dem Schluss gekommen sei, die über zwei Millionen Menschen in dem von der israelischen Soldateska belagerten Gazastreifen mit Gewalt über die Grenze auf die ägyptische Sinai-Halbinsel zu vertreiben. Nach Überprüfung der Authentizität des Dokuments hatte WikiLeaks das ursprünglich in Hebräisch verfasste Dokument in die englische Sprache übersetzt und veröffentlicht. Auf insgesamt zehn Seiten werden darin die folgenden Schritte empfohlen:

  1. Anweisung an die palästinensische Zivilbevölkerung, den nördlichen Gazastreifen vor der Bodenoffensive zu räumen.
  2. Aufeinanderfolgende Bodenoffensiven von Norden und Süden nach Gaza hinein.
  3. Die Routen im Landesinneren zum Grenzübergang Rafah nach Ägypten müssten freigehalten werden.
  4. Unterstützung mithilfe des Westens beim Bau von Zeltstädten im nördlichen Sinai und bei der Umsiedlung palästinensischer Flüchtlinge nach Ägypten.

Planspiel des israelischen Geheimdienstes: Umsiedlung der Bevölkerung von Gaza in den Sinai




Planspiel des israelischen Geheimdienstes: Umsiedlung der Bevölkerung von Gaza in den Sinai






Punkt 4 stellt eine als humanitäre Aktion getarnte ethnische Säuberung dar. Und der deutsche Bundeskanzler, "Olaf der Vergessliche", und sein Tross aus hochbezahlten Beratern haben sich während ihres unverbrüchlichen Solidaritätsbesuchs in Israel entweder aus Unwissenheit und Dummheit oder in krimineller Absprache mit dem faschistoiden Netanjahu-Regime vor den israelischen Karren spannen lassen.

Denn von Israel aus ist Kanzler Scholz am 18. Oktober nach Ägypten geflogen, um dort den Präsidenten as-Sisi zu bedrängen, doch so schnell wie möglich aus humanitären Gründen die Grenze bei Rafah zu öffnen und den Flüchtlingen aus dem Gazastreifen Zuflucht und Sicherheit zu gewähren. Offensichtlich hatte Olaf diesmal seinen in Jerusalem erteilten Auftrag nicht vergessen.

Aber der ägyptische Präsident hatte längst den Braten gerochen. Seine Berater und Analysten sind nicht so ignorant oder israelaffin wie die seines Gastes aus Deutschland. In der Pressekonferenz, die auf das Treffen folgte, wurde dann der arme Olaf nach allen Regeln der diplomatischen Kunst von as-Sisi abgewatscht. In deutschen Medien sind von der 18 Minuten dauernden gemeinsamen Pressekonferenz von as-Sisi und Scholz nur die ersten zwei Minuten und dann die letzten drei Minuten zu sehen, in denen der Bundeskanzler einige belanglose Höflichkeitsfloskeln aufsagt und von Erfolgen spricht. Der Großteil der Pressekonferenz, in der der ägyptische Präsident zu Scholz hingewandt Klartext spricht, fehlt. Auf der Webseite der ägyptischen Präsidentschaft kann man die Pressekonferenz in ganzer Länge in Arabisch, schlecht verständlichem Englisch oder in gutem Französisch nachhören.

Dessen ungeachtet nahmen deutsche "Qualitätsmedien" Olafs Besuch im Land der Pharaonen zum Anlass – in einer Art Real-Satire –, dem Kanzler einen großen außenpolitischen Erfolg zu bescheinigen.

In einem Relotius-würdigen Beitrag hat das Boulevard-Blättchen Der Spiegel, das sich selbst gern zu einem "Nachrichtenmagazin" hochstapelt, seine Leser auch diesmal wieder hinters Licht geführt. Claas-Hendrik Relotius war ein vielmals mit Medienpreisen ausgezeichneter, sehr kreativer "Journalist". Als Star-Reporter arbeitete er für den Spiegel, bis 2018 bekannt wurde, dass er seine Top-Reportagen frei erfunden hatte. Wenn daher der Spiegel als Quelle erwähnt wird, sollte man immer erst an Relotius denken und am besten gar nicht erst weiterlesen, denn in der Regel wird der Leser manipuliert oder bekommt Sand in die Augen gestreut. So auch in dem Spiegel-Video über die Reise des mutigen Olaf nach Israel und Ägypten. Spiegel-Reporter Christoph Hickmann, der im Medientross den Kanzler begleitete, berichtet im Video ab Minute 2:08 aus Kairo:

"Er [Scholz] hat sich hier heute mit dem ägyptischen Präsidenten as-Sisi getroffen. Er hat dabei versucht, auch das Thema Flüchtlinge noch mal entschieden (!) anzusprechen, hat die Frage aufgeworfen, ob Ägypten bereit sein könnte, Flüchtlinge aus dem Gazastreifen ins Land zu lassen. Dem hat as-Sisi vorhin eine sehr klare Absage erteilt. Trotzdem, das haben Scholz und er betont, wollen sich beide bemühen, humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu bringen – so rasch wie möglich."

Und jetzt kommt noch eine Portion Lobhudelei von Hickmann:

"Im Nahostkonflikt wird ihm vor Ort offenkundig Respekt entgegengebracht. Die Deutschen genießen ein gewisses Vertrauen."

Von Balfour 1917 bis heute: Westliche Doppelzüngigkeit deckt israelischen Staatsterrorismus




Meinung

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TOLL. Wir Deutsche sind doch noch wer. In der Person des mutigen Olaf, der todesverachtend ins Kriegsgebiet fliegt, um Frieden zu stiften, genießen wir Deutsche immer noch Respekt und Vertrauen. Wer das glaubt, dem hat das Relotius-Blatt Spiegel mal wieder erfolgreich die Taschen vollgelogen. Da wird so getan, als hätte die deutsche Regierung noch sowas wie eine eigenständige Politik. Wenn aber alles, was aus dem Mund deutscher Politiker kommt, von Washington schon x-mal vorgekaut worden ist, wer ist dann noch am Wiedergekäuten aus Berlin interessiert?

Nach seinem Besuch in Ägypten hatte sich Kanzler Scholz in Jordanien eine nicht weniger direkte Abfuhr in Bezug auf die Aufnahme vertriebener Palästinenser eingehandelt.

Fragt man nach der Bedeutung von Scholz' Nahostreise, so diente sie unter einem durchsichtigen humanitären Mäntelchen einzig und allein dem israelischen Besatzer- und Apartheidsregime. Scholz sollte und wollte eine Hilfestellung für die ethnische Säuberung der Palästinenser leisten, also für eines der beiden erklärten Ziele des rechtsradikalen Netanjahu-Regimes: nämlich die Wiederherstellung Großisraels in den biblischen Grenzen. Dazu ist nicht nur die Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen nach Ägypten, sondern auch aus dem besetzten Westjordanland nach Jordanien notwendig. Dorthin waren bereits bei der Nakba von 1948 hunderttausende Palästinenser, die den Mordorgien jüdischer Fanatiker entkommen konnten, vertrieben worden.

Das zweite Ziel, das sich die religiösen Fanatiker, die in der Netanjahu-Regierungskoalition dominieren, gesetzt haben, ist neben Großisrael die Rekonstruktion des jüdischen Tempels auf dem Tempelberg in Jerusalem. Der Tempel war vor fast 2.000 Jahren von den Römern zerstört worden. An seiner Stelle steht seit über tausend Jahren die Al-Aqsa-Moschee, das drittwichtigste Heiligtum in der islamischen Welt. Die erklärte Absicht der regierenden Koalition in Jerusalem ist der Abriss von Al-Aqsa. Und wie heißt die Hamas-Operation gegen Israel vom 7. Oktober? Al-Aqsa Flood (Flut).

RT-DE-Lesern ist sicher schon aufgefallen, dass der 7. Oktober ein Fanal war, das durch die gesamte islamische Welt gegangen ist. Zum ersten Mal seit Menschengedenken sind sich alle islamischen Fraktionen einig, Schiiten, Sunniten und andere Untergruppen, in allen Ländern, rund um die Welt bis hin zum Land mit der weltweit größten islamischen Bevölkerung, Indonesien, mit 275 Millionen Menschen. Die 1,5 Milliarden Menschen zählende islamische Welt ist sich einig gegen Israel und gegen seine Komplizen, die USA und andere im kollektiven Westen. Und in den letzten Tagen mehren sich überall die Rufe nach Sanktionen, nämlich alle Importe aus dem völkermordenden Israel und seinen kriminellen Unterstützerländern im Westen einzustellen. Das ist das Dilemma, in das sich der Apartheidsstaat Israel und seine bedingungslosen Helfershelfer im kollektiven Westen selbst hineinmanövriert haben.


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08.11.2023

Russischer Politologe: Am Ende könnte der Westen Mussolini und Hitler rehabilitieren

freedert.online, 8 Nov. 2023 07:30 Uhr, Von Felicitas Rabe

Der Politologe Said Gafurow erläutert das Verhältnis der kommunistischen Parteien zur russischen Regierung – und deren Positionen zum Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten. Kommunisten und die Regierung seien sich einig: Der Westen ist dabei, Nazis und die Wehrmacht zu rehabilitieren.


Russischer Politologe: Am Ende könnte der Westen Mussolini und Hitler rehabilitieren© Felicitas Rabe


Der russische Politologe Said Gafurow auf der Internationalen Friedenskonferenz in Rom (27. Oktober 2023)


Der russische Politikwissenschaftler und Gewerkschafter Said Gafurow erklärt das Verhältnis der kommunistischen Parteien zur Politik der russischen Regierung in Bezug auf den Krieg in der Ukraine. Im Interview spricht er auch über das komplexe Verhältnis Russlands zu Israel und Palästina.


Kalenderblatt: 105 Jahre Komsomol





Kalenderblatt: 105 Jahre Komsomol







Zu Beginn seines Vortrags bedankte sich der Marxist Gafurow, der an einer Universität in Moskau lehrt, ausdrücklich für die Organisation der internationalen Friedenskonferenz in Rom. Die Organisatoren hätten damit eine in diesen Zeiten fast unmögliche Aufgabe gelöst.

In seinem Vortrag reflektierte er die Entstehungsgeschichte des Krieges in der Ukraine und analysierte den aktuellen Krieg zwischen Israel und Palästina. Zunächst machte er noch einmal deutlich, wie der Krieg in der Ukraine begonnen hat:

"Es waren die Metallarbeiter und die Bergarbeiter im Donbass, die 2014 Widerstand gegen einen Staatsputsch leisteten – damit begann der Bürgerkrieg in der Ukraine: Die Arbeiterklasse widersetzte sich der Oligarchie."

Dieser Widerstand sei vom Kiewer Regime von Anfang an brutal bekämpft worden. Gleichzeitig haben nach offizieller Information rund 58 Prozent der Ukrainer enge Verwandte in Russland. In diesem Sinne sei man sozusagen "eine Nation".

Im Interview wollte die Berichterstatterin zunächst wissen, welche Haltung die kommunistischen Parteien in Russland zum Krieg in der Ukraine einnehmen. In dieser Frage teilen sie die Position der russischen Regierung, so Gafurow. Es sei zwar in allen kommunistischen Parteien zu internen Spaltungen in der Frage der militärischen Sonderoperation gekommen, aber die jeweilige Zahl der Abweichler sei unbedeutend.

Die Gefährlichkeit der Nazis in der Ukraine bewerteten die Kommunisten genauso wie die Regierung der Russischen Föderation. Zudem seien die russischen Kommunisten davon überzeugt, dass der Westen die Bandera-Anhänger in der Ukraine genauso wie die Pavelić-Anhänger in Kroatien unterstützt. Dies könnte am Ende zur Rehabilitierung von Benito Mussolini und Adolf Hitler führen. Schließlich hat die Wehrmacht in deren Augen auch keine Kriegsverbrechen begangen, erklärte der Politikwissenschaftler. Der Westen betreibe die Rehabilitierung von Nazis:

"Wir denken, dass der Westen die Rehabilitierung der Nazis und die Glorifizierung der Wehrmacht stetig vorantreibt."

Die Kritik an der russischen Regierung bestehe darin, dass Putin nach Auffassung der Kommunisten bereits 2014 hätte intervenieren sollen. Aber die Regierung habe sich zu der Zeit bonapartistisch verhalten.


Politico und die "Unschuld" der Waffen-SS





Meinung

Politico und die "Unschuld" der Waffen-SS






In der nächsten Frage an Gafurow ging es um seine Einschätzung, inwieweit die Kommunisten in der russischen Regierung und Gesellschaft aktuell eine Rolle spielen. Aktuell stellten die Kommunisten circa 15 Prozent der Parlamentsabgeordneten in Russland. Dazu müsse man allerdings auch wissen, dass sich viele Kommunisten gar nicht an den Wahlen beteiligten.

Nach seiner Einschätzung sind rund 40 Prozent der russischen Bevölkerung prokommunistisch bzw. prosozialistisch eingestellt oder der Auffassung, dass die Sowjetunion das bessere politische System gewesen ist. Antisozialisten gibt es ihm zufolge hauptsächlich in der jüngeren Generation, die die Sowjetunion gar nicht erlebt hat.

Auch in der Palästina-Frage gebe es in vielen Punkten eine Übereinstimmung zwischen der Position der Kommunisten und jener der russischen Regierung. In Palästina kämpften die Palästinenser gegen den Kolonialismus und den Neokolonialismus, der ihrem Volk das Land raubte. Das offizielle außenpolitische Konzept der Russischen Föderation für das Jahr 2023 beinhalte den Kampf gegen Kolonialismus und Neokolonialismus.


Interview mit dem Koordinator der US-Friedensorganisationen zum Krieg in der Ukraine





Interview mit dem Koordinator der US-Friedensorganisationen zum Krieg in der Ukraine





Wladimir Putin habe mehrfach betont, so Gafurow, dass die Welt eine faire und gerechte Lösung für die Palästina-Frage brauche. Dabei gebe Russland keine Lösung vor – das widerspräche dem Ansatz der Nichteinmischung. Das Verhältnis zu Israel sei komplex. Israel unterstütze offiziell die Sanktionen gegen Russland. Dennoch erhalte Russland technologische und finanzielle Mittel aus Israel. Und obwohl Russland gegen den Kolonialismus sei und Israel Palästina kolonisiere, habe Tel Aviv in Moskau gute Lobbyisten.

Die russische Regierung pflege aber auch Kontakte zur Hamas, die von Russland nicht als Terrororganisation eingestuft wird. Tatsächlich versuche Russland, zwischen palästinensischen Organisationen und zwischen Israel und Palästina zu vermitteln – aber man müsse zugeben, dass das bisher wenig gebracht habe.


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08.11.2023

Australien: Neues Gesetz droht Meinungsfreiheit und Demokratie zu zerstören

freedert.online, 8 Nov. 2023 10:59 Uhr, Von Augusto Zimmermanna

Die australische Regierung hat jüngst einen neuen Gesetzesvorschlag eingebracht, der ein Verbot offiziell nicht genehmigter Online-Inhalte vorsieht. Von digitalen Unternehmen wird erwartet, dass sie einen Verhaltenskodex annehmen, der sie zur Zensur von Sprache auf der Grundlage breiter, vager und weitreichender Richtlinien veranlasst.


Quelle: AFP © DAVID GRAY


Australiens Repräsentantenhaus in der Hauptstadt Canberra


Der 29-seitige Gesetzesentwurf trägt den Titel: "Änderung der Kommunikationsgesetzgebung (Bekämpfung von Fehlinformationen und Desinformation) 2023. Die Richtlinien sollen digitale Plattformen gesetzlich dazu verpflichten, angebliche "Fehlinformationen" und "Desinformationen" zu überwachen. Sollte dies nicht funktionieren, sieht der Gesetzesvorschlag die volle Ermächtigung der australischen Kommunikations- und Medienbehörde (ACMA) vor, direkt einzugreifen, um "Schaden" zu verhindern.


In Abschnitt 2 des vorgeschlagenen Rechtsakts wird der Begriff "Schaden" wie folgt definiert (Seite 10):

  • (a) Hass gegen eine Gruppe der australischen Gesellschaft aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion oder körperlicher oder geistiger Behinderung;
  • (b) Störung der öffentlichen Ordnung oder Gesellschaft in Australien;
  • (c) Beeinträchtigung der Integrität der demokratischen Prozesse in Australien oder der Institutionen des Commonwealth, des Bundesstaates, des Territoriums oder der lokalen Regierung;
  • (d) Schädigung der Gesundheit von Australiern;
  • (e) Schädigung der australischen Umwelt;
  • (f) wirtschaftlicher oder finanzieller Schaden für Australier, die australische Wirtschaft oder einen Sektor der australischen Wirtschaft.

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Meinung

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Das konzeptionelle Nutzen der Begrifflichkeit "Schaden", mit dem der Gesetzentwurf argumentiert, ist illusorisch, denn sein vorgegebener Inhalt würde bei entsprechender Umsetzung subjektiv von einer mächtigen Regierungsbehörde bestimmt. Die Definition dessen, was Schaden ist und was nicht, ist dehnbar und kann je nach den vorherrschenden Ansichten der ACMA-Behörde variieren. Letztlich könnte jede Art von Rede, mit der die Regierung nicht einverstanden ist, als "schädlich" eingestuft werden. Wenn beispielsweise die "Störung der sozialen Ordnung" als ernsthafter Schaden bezeichnet wird, könnte dies so interpretiert werden, dass die Organisation legitimer politischer Proteste unterbunden wird. Dies könnte sicherlich zur Unterdrückung legitimer politischer Äußerungen verwendet werden, die Teil einer funktionierenden Demokratie sein sollten.

Vor allem würde die ACMA weitreichende Befugnisse erhalten, um von jeder Person zu verlangen, zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ihrer Wahl zu erscheinen, um Fragen zu Fehlinformationen oder Desinformationen zu beantworten. Zu diesen Befugnissen gehören Mitteilungen über Verstöße, Abhilfemaßnahmen, einstweilige Verfügungen und zivilrechtliche Strafen, einschließlich Geldstrafen von bis zu 350.000 Dollar für Einzelpersonen und rund 1,75 Millionen Dollar für Unternehmen. In Fällen von mutmaßlich "extremem Schaden" können auch strafrechtliche Sanktionen, einschließlich Haftstrafen, verhängt werden.

Die in diesem Gesetzesvorschlag enthaltenen Bestimmungen setzen die Kommunikation und das Leben von Freidenkern, Menschenrechtsverteidigern, unabhängigen Journalisten und normalen Bürgern einem ständigen Risiko aus. Sie stehen in direktem Widerspruch zu dem Rat internationaler Menschenrechtsexperten, dass "allgemeine Verbote der Verbreitung von Informationen, die auf vagen und zweideutigen Ideen beruhen, einschließlich 'falscher Nachrichten' oder 'nicht objektiver Informationen', mit den internationalen Standards für Einschränkungen der Meinungsfreiheit unvereinbar sind … und abgeschafft werden sollten".

Es ist dabei mehr als bemerkenswert, dass die australische Regierung von den vorgeschlagenen Rechtsvorschriften ausgenommen ist. Daher werden die von der Regierung veröffentlichten Inhalte niemals als "Fehlinformationen" betrachtet, während Kritik an der Regierung durch normale Bürger als solche gelten kann. Es ist sicherlich ironisch, dass Ansichten, die mit der von der Regierung bevorzugten Darstellung unvereinbar sind, als "schädlich" für die Integrität der australischen Demokratie angesehen werden könnten, da dies Rede und Ausdrucksverhalten verbieten würde, die für die Aufrechterhaltung der demokratischen Prozesse unerlässlich sind.


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In ihrer zwölfseitigen Eingabe an den Law Council – einer Vereinigung von Anwaltskammern aus den Bundesstaaten und Territorien Australiens – erklärt die Victorian Bar Anwaltskammer, dass die vorgeschlagene und eingebrachte Gesetzgebung effektiv ein "ungleiches Spielfeld zwischen Regierungen und anderen Rednern" schaffe, das Regierungskritiker im Vergleich zu Regierungsbefürwortern benachteiligt. "Die Einmischung des Gesetzentwurfs in die Selbstverwirklichung der freien Meinungsäußerung wird in erster Linie durch die abschreckende Selbstzensur erfolgen, die er unweigerlich bei den einzelnen Nutzern der betreffenden Dienste hervorrufen wird", so die Victorian Bar, die Anwaltskammer des australischen Bundesstaates Victoria darlegend.

Vor allem wird die Durchsetzung der vorgeschlagenen Gesetzgebung durch die ACMA unweigerlich die Diskussion kontroverser Themen behindern, vor allem wenn sie Kritik an der Politik und den Maßnahmen der Regierung beinhalten. Dieses Szenario wird wahrscheinlich eintreten, wenn die beanstandete Rede mit der offiziellen Darstellung der Regierung unvereinbar ist. Die vorgeschlagene Gesetzgebung zielt also auf diejenigen ab, die lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen und die Zweckmäßigkeit von Regierungsentscheidungen und -maßnahmen kritisch beurteilen.

Zu den weiteren Bedenken gegen die vorgeschlagene "Fehlinformations"-Gesetzgebung gehören die Möglichkeit, die Tätigkeit von Internetunternehmen in Australien auszusetzen, wenn sie den geschaffenen Verpflichtungen nicht nachkommen, sowie die Verschärfung der strafrechtlichen Sanktionen für Verleumdung und Diffamierung, die mit internationalen Menschenrechtsstandards unvereinbar sind.

Unverkennbar, stellt die vorgeschlagene Gesetzgebung einen ernsthaften Angriff auf das demokratische Recht der Australier auf freie Meinungsäußerung dar. Digitale Plattformen werden gesetzlich verpflichtet, die Diskussion von Kommentatoren über kontroverse Themen zu überwachen. Im Rahmen dieser "Fehlinformations"-Gesetzgebung wird jede ehrliche und solide Debatte über die Politik der Regierung faktisch verboten sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Freiheit der politischen Kommunikation in Australien angegriffen wird. Wenn das Fehlinformations- und Desinformationsgesetz verabschiedet wird, dann wird die freie Meinungsäußerung von der australischen Regierung im Grunde genommen geächtet. Kurz gesagt, die Verabschiedung dieses Gesetzesvorschlags wird das Ende der echten Demokratie in Australien bedeuten. Die Australier werden im Grunde Zeuge der Umwandlung ihres repräsentativen Regierungssystems in eine weniger offene oder besser getarnte Form der Wahldiktatur.


Augusto Zimmermann ist Professor und Leiter des Fachbereichs Recht am Sheridan Institute of Higher Education in Australien, Präsident der WALTA - Legal Theory Association und ehemaliger Beauftragter für Rechtsreform bei der Rechtsreformkommission von Westaustralien


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08.11.2023

Ein Brief an die New York Times am Samstag, den 4. Dezember 1948 von Albert Einstein, Hannah Arendt, Sidney Hook, et.al.

seniora.org, 08. November 2023

Bevor irreparabler Schaden durch finanzielle Zuwendungen, öffentliche Kundgebungen zu Gunsten Begins und die Erweckung des Eindrucks in Palästina, dass ein großer Teil Amerikas faschistische Elemente in Israel unterstützt, angerichtet wird, muss die amerikanische Öffentlichkeit über die Bilanz und die Ziele von Herrn Begin und seiner Bewegung informiert werden.

Einstein-Brief April 1948 - übernommen von archiv.org am 07.11.2023


Neue Palästina-Partei. Erörterung zum Besuch von Menachen Begin und Ziele dessen politischer Bewegung.

Ein Brief an die New York Times, veröffentlicht in der Rubrik "Bücher" (Seite 12) am Samstag, den 4. Dezember 1948 von Albert Einstein, Hannah Arendt, Sidney Hook, et.al.


AN DIE HERAUSGEBER DER NEW YORK TIMES:

Zu den beunruhigendsten politischen Phänomenen unserer Zeit gehört das Auftauchen der "Freiheitspartei" (Tnuat Haherut) im neu gegründeten Staat Israel, einer politischen Partei, die in ihrer Organisation, ihren Methoden, ihrer politischen Philosophie und ihrer sozialen Anziehungskraft den nazistischen und faschistischen Parteien sehr ähnlich ist. Sie ist aus den Mitgliedern und Anhängern der ehemaligen Irgun Zvai Leumi entstanden, einer terroristischen, rechtsgerichteten, chauvinistischen Organisation in Palästina.

Der derzeitige Besuch von Menachem Begin, dem Führer dieser Partei, in den Vereinigten Staaten soll offensichtlich den Eindruck erwecken, dass die Amerikaner seine Partei bei den kommenden israelischen Wahlen unterstützen, und die politischen Beziehungen zu konservativen zionistischen Elementen in den Vereinigten Staaten festigen. Mehrere Amerikaner von nationalem Ruf haben sich gemeldet, um seinen Besuch zu begrüßen. Es ist unvorstellbar, dass diejenigen, die den Faschismus in der ganzen Welt ablehnen, ihre Namen und ihre Unterstützung der von ihm vertretenen Bewegung hinzufügen könnten, wenn sie richtig über die politische Bilanz und die Perspektiven von Herrn Begin informiert wären.

Bevor irreparabler Schaden durch finanzielle Zuwendungen, öffentliche Kundgebungen zu Gunsten Begins und die Erweckung des Eindrucks in Palästina, dass ein großer Teil Amerikas faschistische Elemente in Israel unterstützt, angerichtet wird, muss die amerikanische Öffentlichkeit über die Bilanz und die Ziele von Herrn Begin und seiner Bewegung informiert werden.

Die öffentlichen Bekenntnisse von Begins Partei sind kein Hinweis auf ihren tatsächlichen Charakter. Heute spricht sie von Freiheit, Demokratie und Antiimperialismus, während sie bis vor kurzem noch offen die Doktrin des faschistischen Staates predigte. In ihren Taten verrät die terroristische Partei ihren wahren Charakter; aus ihren vergangenen Taten lässt sich ableiten, was von ihr in Zukunft zu erwarten ist.


Angriff auf ein arabisches Dorf

Ein schockierendes Beispiel war ihr Verhalten in dem arabischen Dorf Deir Yassin. Dieses Dorf, das abseits der Hauptstraßen liegt und von jüdischem Land umgeben ist, hatte sich nicht am Krieg beteiligt und sogar arabische Banden abgewehrt, die das Dorf als Stützpunkt nutzen wollten. Am 9. April (THE NEW YORK TIMES) griffen Terrorbanden dieses friedliche Dorf an, das kein militärisches Ziel in den Kämpfen war, töteten die meisten seiner Bewohner (240 Männer, Frauen und Kinder) und ließen einige von ihnen am Leben, um sie als Gefangene durch die Straßen Jerusalems zu führen. Der größte Teil der jüdischen Gemeinschaft war entsetzt über diese Tat, und die Jewish Agency sandte ein Entschuldigungstelegramm an König Abdullah von Transjordanien. Doch die Terroristen schämten sich keineswegs für ihre Tat, sondern waren stolz auf dieses Massaker, machten es weithin bekannt und luden alle ausländischen Korrespondenten, die sich im Land aufhielten, ein, sich die aufgehäuften Leichen und die allgemeine Verwüstung in Deir Yassin anzusehen.


Der Vorfall von Deir Yassin ist ein Beispiel für den Charakter und die Handlungen der Freiheitspartei.

Innerhalb der jüdischen Gemeinschaft hat sie eine Mischung aus Ultranationalismus, religiösem Mystizismus und rassischer Überlegenheit gepredigt. Wie andere faschistische Parteien haben sie dazu gedient, Streiks zu brechen, und haben selbst auf die Zerstörung freier Gewerkschaften gedrängt. An deren Stelle haben sie korporative Gewerkschaften nach dem Vorbild des italienischen Faschismus vorgeschlagen.

In den letzten Jahren der sporadischen antibritischen Gewalt haben die Gruppen IZL und Stern in der jüdischen Gemeinde Palästinas eine Schreckensherrschaft errichtet. Lehrer wurden verprügelt, weil sie sich gegen sie aussprachen, Erwachsene wurden erschossen, weil sie ihre Kinder nicht zu ihnen lassen wollten. Mit Gangstermethoden, Prügeln, Einschlagen von Fenstern und weit verbreiteten Raubüberfällen schüchterten die Terroristen die Bevölkerung ein und forderten einen hohen Tribut.

Die Leute von der Freiheitspartei haben keinen Anteil an den konstruktiven Errungenschaften in Palästina gehabt. Sie haben kein Land zurückgewonnen, keine Siedlungen gebaut und nur die jüdischen Verteidigungsaktivitäten behindert. Ihre vielbeachteten Einwanderungsbemühungen waren winzig und dienten hauptsächlich dazu, faschistische Landsleute ins Land zu holen.


Festgestellte Diskrepanzen

Die Diskrepanzen zwischen den kühnen Behauptungen, die jetzt von Begin und seiner Partei aufgestellt werden, und ihren bisherigen Leistungen in Palästina tragen die Handschrift keiner gewöhnlichen politischen Partei. Dies ist der unverkennbare Stempel einer faschistischen Partei, für die Terrorismus (gegen Juden, Araber und Briten gleichermaßen) und Falschdarstellung Mittel sind und ein "Führerstaat" das Ziel ist.

In Anbetracht der vorstehenden Überlegungen ist es zwingend erforderlich, dass die Wahrheit über Herrn Begin und seine Bewegung in diesem Land bekannt gemacht wird. Umso tragischer ist es, dass die oberste Führung des amerikanischen Zionismus sich geweigert hat, eine Kampagne gegen Begins Bestrebungen zu führen oder auch nur ihren eigenen Wählern die Gefahren aufzuzeigen, die sich aus der Unterstützung Begins für Israel ergeben.

Die Unterzeichnenden ergreifen daher die Gelegenheit, öffentlich einige wichtige Fakten über Begin und seine Partei darzulegen und alle Beteiligten aufzufordern, diese jüngste Manifestation des Faschismus nicht zu unterstützen.


ISIDORE ABRAMOWITZ,
HANNAH ARENDT,
ABRAHAM BRICK,
RABBI JESSURUN CARDOZO,
ALBERT EINSTEIN,
HERMAN EISEN, M.D.,
HAYIM FINEMAN, M. GALLEN, M.D.,
H.H. HARRIS,
ZELIG S. HARRIS,
SIDNEY HOOK,
FRED KARUSH,
BRURIA KAUFMAN,
IRMA L. LINDHEIM,
NACHMAN MAISEL,
SEYMOUR MELMAN,
MYER D. MENDELSON, M.D.,
HARRY M. OSLINSKY,
SAMUEL PITLICK,
FRITZ ROHRLICH,
LOUIS P. ROCKER,
RUTH SAGIS,
ITZHAK SANKOWSKY,
I.J. SHOENBERG,
SAMUEL SHUMAN,
M. SINGER,
IRMA WOLFE,
STEFAN WOLFE.


New York, 2. Dezember 1948


Es wird davon ausgegangen, dass dieses Werk als öffentliches Manifest oder offener Brief veröffentlicht wird, von dem nicht bekannt ist, ob es lizenziert ist.

Hinzugefügt am 2009-06-29 22:42:40

Kennung AlbertEinsteinBriefandieNewYorkTimes.Dezember41948

Identifier-ark:/13960/t5p84qx1x

Quelle: https://archive.org/details/AlbertEinsteinLetterToTheNewYorkTimes.December41948

Quelle: Text vom Original-MikrofilmPublic Domain
Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


Info: https://www.seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/ein-brief-an-die-new-york-times-am-samstag-den-4-dezember-1948-von-albert-einstein-hannah-arendt-sidney-hook-et-al?acm=3998_1989


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.11.2023

Schlechtes Timing: Ukraine und Moldau haben ein Demokratie-Problem

lostineu.eu, vom 7. November 2023

Wenn die EU-Kommission ihre „Fortschrittsberichte“ zum geplanten Beitritt der Ukraine und Moldaus vorlegt, dann wird es auch um die Demokratie gehen. Ausgerechnet jetzt gibt es maassive Probleme.

So hat Präsident Selenskyj sich gegen Wahlen in seinem Land ausgesprochen. „Das ist nicht der Moment für Wahlen“, erklärte er mit Verweis auf den Krieg gegen Russland.

Zuletzt hatte Selenskyjs früherer Berater Oleksij Arestowitsch angekündigt, gegen ihn antreten zu wollen. Auch der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Saluschnyj, liebäugelt mit einer Kandidatur.

Selenskyj ist seit Mai 2019 im Amt. Wegen des Kriegsrechts waren die für Oktober vorgesehenen regulären Parlamentswahlen bereits ausgefallen. Ohne den Krieg stünden im kommenden März Präsidentschaftswahlen an.

Man darf gespannt sein, was die EU-Kommission zur „kriegsbedingt ausgesetzten Demokratie“ in der Ukraine sagt! Normalerweise sind Wahlen eine unabdingbare Voraussetzung für den EU-Beitritt.

Verwirrend ist die Lage auch in Moldau. Dort haben zwar gerade Kommunalwahlen stattgefunden. Doch die proeuropäische Regierungspartei PAS von Staatspräsidentin Maia Sandu hat eine schwere Schlappe erlitten.

Zudem stellt die OSZE fest, dass die prorussische Opposition massiv behindert wurde. Ihre Redefreiheit wurde eingeschränkt, einige Kandidaten durften erst gar nicht antreten. Zitat:

„The broad powers of the government commission for exceptional situations were used to restrict freedom of speech and association as well as the right to stand“.

Wie lässt sich das mit den demokratischen Spielregeln vereinbaren? Könnte es sein, dass eine Mehrheit der Moldauer gar nicht in die EU strebt – aber mit aller Macht dorthin „geschoben“ wird?

Die EU hat sogar extra einen Sondergipfel in Moldau ausgerichtet. Dabei war ganz viel von Geopolitik und von Russland die Rede – von Demokratie eher weniger. Kurz danach wurde die größte Oppositionspartei verboten…

Siehe auch „Der Bluff mit dem EU-Beitritt“

4 Comments

  1. Thomas Damrau
    8. November 2023 @ 07:51

    Wenn es um Demokratie und Menschenrechte geht, hat die EU inzwischen vollständig die US-amerikanische Sicht adoptiert: Bei der Verteidigung und Erweiterung der eigenen Einflusssphäre zweitrangig. Den Protest gegen Demokratie-Defizite hebt man sich für Autokraten auf, die die Geschäfte stören – und da kann auch mal ein demokratischer Staat auf die Schwarze Liste kommen, wenn seine Bevölkerung die Falschen wählt (siehe Iran, Chile, …).
    Umgekehrt fühlen sich Selenskyj und Sandu durch das permanente Schulterklopfen („Ihr seid die Speerspitzen der Demokratie.“) motiviert, die eigene Bevölkerung vor falschen Wahlentscheidungen zu schützen – nannte man früher Autokratie, aber …
    Und die EU-Kommission selbst ist ja immer froh, wenn sie die Wahl des Parlaments (Ergebnis ist eigentlich wurscht) hinter sich hat und dann wieder in Ruhe vor sich hin dekretieren kann – und nicht mehr Interesse am Willen der Bevölkerung simulieren muss.

Reply

  • Robby
    8. November 2023 @ 03:07

    Man muss auch dazu sagen, dass ohne die Korruption in den Ländern die EU, der Westen, nie einen Fuß in die Tür dort bekommen hätte.
    Da geht es nicht um Demokratie, da geht es um knallharte Geopolitik.
    Und der wird mit aller Härte geführt, siehe Ukraine.
    Aber Russland hat das wuchern dieses malignen Geschwürs gestoppt.
    Hätten unsere Eliten nur auf Putins Rede bei der MSC 2007 gehört, Hunderttausende Ukrainer würden noch leben.
    Aber was schert das den Toni?

    Reply

  • Arthur Dent
    7. November 2023 @ 21:54

    Postdemokratie eben

    Reply

    • ebo
      7. November 2023 @ 22:10

      Nein, beide Länder waren noch nie Demokratien im westlichen Sinn!


  • Info: https://lostineu.eu/schlechtes-timing-ukraine-und-moldau-haben-ein-demokratie-problem


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Flüchtlingskrise: Berlin legt sich mit allen an


    lostineu.eu, vom 7. November 2023

    Nach dem Bund-Länder-Gipfel will die Ampel-Regierung ihre Asyl- und Flüchtlingspolitik deutlich verschärfen. Dabei riskiert sie Streit mit allen Ebenen – von den Kommunen und Kreisen bis hin zur EU.

    Nach stundenlangen Beratungen hatte sich Kanzler Scholz mit den Ländern unter anderem darauf verständigt, Leistungen für Asylbewerber zu kürzen und die Kontrollen an den Grenzen zu Nachbarländern zu verlängern.

    Zudem soll der Bund künftig jährlich pauschal 7500 Euro pro Flüchtling zahlen. Scholz sprach nach der Einigung von einem „sehr historischen Moment“.

    Doch den Kommunen und Kreisen ist das nicht genug. Der Landkreistag kritisierte die Ergebnisse als „inakzeptabel“. Der Bund müsse die vollständigen Unterkunftskosten für anerkannte Flüchtlinge übernehmen.

    Auch die CDU-geführten Länder sind nicht zufrieden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte, „es ist ein erster Schritt, aber es ist nicht der große Wurf“.

    Insbesondere die neue Pro-Kopf-Pauschale sei viel zu niedrig. Die tatsächlichen Kosten je Flüchtling lägen bei etwa 20.000 Euro, die Differenz müssten die Länder und Kommunen nun tragen. 

    Ärger riskiert Scholz auch mit der EU. Die Grenzkontrollen an den Landesgrenzen zu Österreich, zur Schweiz, zur Tschechischen Republik und zu Polen sollen aufrechterhalten werden.

    Bisher sind sie befristet – Berlin muß nun in Brüssel eine Verlängerung beantragen…

    Siehe auch „Die neue EU-Krise: Fast wie 2015/16, nur schlimmer“

    3 Comments

    1. Arthur Dent
      7. November 2023 @ 15:59

      Und der reicht bis Afrika? Und offensichtlich gibt es auch keine Armutsmigration in der EU. Die Menschen kommen ja auch alle nur wegen des gemäßigten Klimas nach Deutschland.
      Allerdings scheint es doch natürliche Obergrenzen zu geben. David Hilberts Gedankenexperiment des Hotels mit den unendlich vielen Zimmern gibt’s halt nur in der Mathematik.

    Reply

  • Arthur Dent
    7. November 2023 @ 14:51

    Wer ist denn „Der Bund“, der mehr Kosten übernehmen soll, wer sind denn die „Länder und Kommunen“, die mehr entlastet werden wollen? Schöne Euphemismen und Volksverdummung. Letztendlich ist es der Steuerzahler, der die Kosten zu stemmen hat. Nach einem Beitrag in WDR-Aktuelle Stunde überlegen sogar Justizvollzugs- und Finanzbeamte ihren Job an den Nagel zu hängen und zukünftig vom Bürgergeld zu leben.
    Und wenn Berlin erst einen Antrag bei der EU stellen muss, seine Grenzen schützen zu dürfen, dann ist Deutschland ein Zirkus, der von Clowns regiert wird. Hier bestimmen Fremde, wann sie kommen, wieviele kommen, wohin sie gehen…

    Reply

    • ebo
      7. November 2023 @ 15:01

      So ist das nunmal im Schengen-Raum der unbegrenzten Reisefreiheit.


  • info: https://lostineu.eu/fluechtlingskrise-berlin-legt-sich-mit-allen-an


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    weiteres:




    Der Bluff mit dem EU-Beitritt


    lostineu.eu, vom 7. November 2023

    Mitten im Krieg will die EU-Kommission den Start von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau empfehlen. Dabei erfüllen beide Länder nicht einmal die Grundvoraussetzungen.

    Die Würfel sind längst gefallen. Schon letzte Woche verkündete Außenministerin Baerbock, dass die Ukraine der EU beitreten wird. Und am Wochenende lobte Kommissionschefin von der Leyen, dass Kiew „bereits deutlich über 90 Prozent des Wegs hinter sich“ habe; der Weg für Verhandlungen sei frei.

    Die Vorstellung des „Fortschrittsberichts“ zur Erweiterung ist zur Farce geworden. Jeder in Brüssel weiß, dass die EU-Kommission den Start von Beitrittsverhandlungen empfehlen wird.

    Und jeder kann wissen, dass die strikte Prüfung der Beitrittskriterien in der Ukraine und Moldaus ausgefallen ist. Noch im Juni erklärte Erweiterungs-Kommissar Varhelyi, die Ukraine habe erst zwei von sieben Prüf-Kriterien erfüllt.

    Knapp drei Monate später sollen fünf weitere Tests bestanden sein – darunter der Kampf gegen die Korruption, die nach Ansicht von Ex-Kommissionschef Juncker endemisch ist? Das ist kaum möglich und noch weniger glaubhaft.

    Brüssel wird ein Gefälligkeits-Zeugnis vorlegen, wie schon beim Kandidaten-Status 2022. Die Ukraine erfüllt nicht ´mal die Basics: wirtschaftlich und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen – sie ist von der EU abhängig!

    Weiterlesen hier (Watchlist EUropa)

    5 Comments

    1. Michael
      7. November 2023 @ 12:39

      Die Ukraine erfüllt bis dato – und laut verschiedenen Ukrainekennern und Beobachtern – nicht ein einziges der Copenhagen Criteria und bis zum Abschluss von Friedensverhandlungen ist die Zukunft der Ukraine vollkommen ungewiss! Die EU Mitgliedschaft ist kein Mittel zu undurchsichtigem Zweck, sondern ein Zweck per se! Es ist paradox aber so sehr ich z. B. ungarische und slowenische Positionen kritisiere und ablehne, so sehr setze ich inzwischen darauf dass Ungarn und Slowenien aber auch andere Mitgliedstaaten, wie möglicherweise die Niederlande, UvdL in die Parade fahren und Beitrittsverhandlungen blockieren werden. Mal ganz abgesehen von einer wie auch immer gearteten Lösung des Ukrainekonflikts halte ich die Ukraine für die nächsten 15 bis 20 Jahre nicht für für beitrittsfähig. Verhandlungen könnten dann evtl. In 10 Jahren aufgenommen werden.Und darüberhinaus halte ich die EU, ohne massive Reformen, für nicht fähig einen Problemfall wir die Ukraine zu absorbieren ohne in ernsteste Schwierigkeiten zu geraten.

    Reply

    • ebo
      7. November 2023 @ 13:50

      Die neue „Geopolitik“ toppt alle alten EU-Regeln. Der Regelbruch ist zur Norm geworden, gerade rund um die Ukraine (Waffen, Geld etc.)
      Nachdem man den Ukrainern alle möglichen Versprechen gemacht hat, kann die EU nun aber nicht zurück. Sie könnte einen Beitritt allerdings immer noch an eine Friedenslösung und an Wahlen binden. Erst nach dem Krieg und mit einer dann – hoffentlich – neuen und demokratischen Führung hätte das Land einen Platz in der EU.

      Reply

      • Kleopatra
        8. November 2023 @ 07:24

        @ebo: Ihr Vorschlag würde es für Putin nur attraktiver machen, den Krieg and infinitum fortzusetzen, denn wenn er aufhört, riskiert er ja die Aufnahme der Ukraine in die EU (wodurch sie gleichzeitig Anspruch auf militärischen Beistand beim nächsten Russeneinmarsch hätte). Das wäre widersinnig. Und wollen Sie unterstellen, der gegenwärtige ukrainische Präsident sei nicht demokratisch gewählt worden?
        Was Wahlen betrifft: Für die Aussetzung von Wahlen während eines Krieges gibt es zahlreiche praktische Gründe. Mir ist auch nicht bekannt, dass in den demokratischen Staaten, die im II.WK gegen Deutschland im Krieg standen während des Krieges gewählt worden wäre.

    • renz
      7. November 2023 @ 16:11

      Blos keinen Beitritt dieser Länder. Dann kann man der Türkei den Beitritt nicht mehr verweigern. Wir hätten dann schon im ersten Jahr 10 Millionen neue Bürgergeldempfänger. Das schafft unsere Bürokratie nicht.
      Übrigens: wie sieht das dann mit allen anderen europäischen Länder aus, die noch nicht in der EU sind? Dürfen die in solch einem Fall diskriminiert werden? Weiß-Russland, Armenien, Georgien und und und – was ist denn eigentlich dann bei einem russischen Antrag los?

      Reply

      • WBD
        7. November 2023 @ 19:43

        Armenien und Georgien zähle ich immer noch zu Asien, auch wenn die geopolitischen Augen der EU schon dahin schielen.
        Ausserdem wäre ich Meinung, daß man die asiatischen Länder in alphabetischer Reihenfolge eintreten lassen sollte: da stünde dann Afghanistan auf Platz 1 …


    Info:https://lostineu.eu/der-bluff-mit-dem-eu-beitritt


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    08.11.2023

    Nachrichten von Pressenza: Amazon kann und muss zerschlagen werden

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 8. November 2023,7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 08.11.2023


    Amazon kann und muss zerschlagen werden


    Seit gestern ist die GWB-Novelle mit der Verschärfung des deutschen Wettbewerbsrechts in Kraft getreten. Diese ermöglicht eine Entflechtung von Konzernen wie Amazon. Mit einem neuen Rechtsgutachten fordert LobbyControl die Zerschlagung von Amazon, da nur so die weitreichende Marktmacht von Amazon&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/amazon-kann-und-muss-zerschlagen-werden/


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    121.626 appellieren an Bundesregierung: Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffenverbot!


    121.626 Unterschriften für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot (AVV) wurden gestern von den Organisationen ICAN Deutschland, IPPNW und der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ an das Auswärtige Amt überreicht. Der 2017 von 122 Staaten verabschiedete Vertrag wurde mittlerweile von 93&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/121-626-appellieren-an-bundesregierung-unterzeichnen-sie-das-un-atomwaffenverbot/


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    Verlust und Trauer


    Vom Tag unserer Geburt bis zu dem Tag, an dem wir sterben, werden wir ständig mit Trauer konfrontiert. Es gibt Studien, die besagen, dass 50% der psychischen Probleme eines Erwachsenen auf unbewältigte Trauer zurückzuführen sind. Von Noelia Correa Was ist&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/verlust-und-trauer/


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    Kind und Karriere: Wie Mütter bezahlen und Väter profitieren


    Frauen werden schlechter bezahlt als Männer. Die Lohnlücke erklären viele mit Karenzzeiten und Teilzeitarbeit. Die Forschung zeigt: Das Problem geht weiter. Chefökonomin Katharina Mader spricht von Mutterschaftsstrafe und Vaterschaftsprämie und stellt in ihrer ersten Folge der Kolumne Girlmath die Forschung von Nobelpreisträgerin&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/kind-und-karriere-wie-muetter-bezahlen-und-vaeter-profitieren/


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    Glyphosat verursacht Leukämie bereits im frühen Alter


    Eine weltweite Studie über Glyphosat bestätigt, dass das Pflanzenschutzmittel selbst in Dosen, die von den Aufsichtsbehörden als „sicher“ eingestuft werden, Leukämie und frühe Sterblichkeit verursacht. Dies ist ein weiteres Beispiel für die Folgen eines auf den Einsatz von Pestiziden basierenden&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/glyphosat-verursacht-leukaemie-bereits-im-fruehen-alter/


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    Reparaturen: Kalifornien geht voran


    In Kalifornien müssen künftig Ersatzteile für Geräte sieben Jahre lang erhältlich sein. Davon könnten auch wir profitieren. Marco Diener für die Online-Zeitung INFOsperber Mitte nächsten Jahres führt Kalifornien ein Recht auf Reparatur ein. Konkret: Hersteller von elektronischen und anderen Geräten&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/reparaturen-kalifornien-geht-voran/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Langjähriger PartnerDie Bundesregierung sucht im Machtkampf gegen China die Beziehungen zu Thailand zu stärken. Diese reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück und blühten insbesondere während der Nazizeit auf.


    german-foreign-policy.com, 8. November 2023

    BANGKOK/BERLIN (Eigener Bericht) – Im Machtkampf gegen China setzt die Bundesregierung auf einen Ausbau der Beziehungen zu mehreren Staaten Südostasiens, darunter Thailand. Wie der neue deutsche Botschafter in Bangkok, Ernst Reichel, erklärt, seien die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern noch nicht eng genug; sie müssten gestärkt werden. Vergangene Woche hielt sich die Leiterin der Asien-Pazifik-Abteilung im Auswärtigen Amt, Petra Sigmund, in Bangkok auf, um die bilateralen Bindungen, die auf „engen wirtschaftlichen und politischen Verknüpfungen“ gründeten, zu intensivieren. Berlin sieht Thailand auch als Alternative für die deutsche Industrie zu Standorten in China. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand reichen schon über anderthalb Jahrhunderte zurück. Sie wurden schon im Deutschen Kaiserreich ausgebaut, gewannen in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre, als die Regierung in Bangkok sich gegen den Einfluss der chinesischen Minderheit wandte, an Stärke und blühten vor allem in der Nazizeit auf. Bereits in den 1950er Jahren konnte die Bundesrepublik an die alten Kontakte nach Thailand anknüpfen – nun an der Seite der Vereinigten Staaten im Kontext der Systemkonfrontation.


    Zitat: Royaler Besuch in BerlinDie ersten diplomatischen Beziehungen zwischen einzelnen deutschen Gebieten und dem heutigen Thailand, das bis 1939 Siam hieß, wurden in 1850er Jahren etabliert.[1] Zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs von 1871 bis 1918 wurden die Beziehungen fortgeführt. Bereits im Jahr 1897 besuchte der damalige siamesische König Chulalongkorn Deutschland und wurde dabei vom deutschen Kaiser Wilhelm II. empfangen. Trotz der während des Staatsbesuch beteuerten Freundschaft beider Länder gab es 1899 Überlegungen im Auswärtigen Amt, eine deutsche Kolonie an Siams Küste zum Indischen Ozean im Raum Langkawi zu etablieren.[2] Aus diesen Plänen wurde nichts; stattdessen bauten die Regierungen beider Länder die bilateralen wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen aus. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden siamesische Kadetten an deutschen Militärinstitutionen ausgebildet.[3] König Chulalongkorn kultivierte die Beziehungen mit Kaiser Wilhelm II. unter anderem, um besser zwischen den Großmächten manövrieren zu können.[4] Nach drei Jahren Neutralität im Ersten Weltkrieg erklärte die siamesische Regierung 1917 Deutschland den Krieg, ließ deutsche Schiffe in den Häfen des Landes konfiszieren und entsandte ein militärisches Expeditionskorps nach Westeuropa.[5]


    Siams Truppen in Neustadt

    Nach dem Ende der Kampfhandlungen an der Westfront des Ersten Weltkriegs besetzten siamesische Soldaten das deutsche Neustadt an der Weinstraße. Die Truppen wurden später von französischen Soldaten abgelöst. Die im Weltkrieg abgebrochenen diplomatischen Beziehungen nahmen beide Länder erst wieder im Jahr 1925 auf.[6] Von Ende 1925 bis Anfang 1932 vertrat Dr. Rudolf Asmis im Range eines Gesandten die Weimarer Republik in Siam.[7] Asmis hatte vor dem Ersten Weltkrieg im deutschen Kolonialdienst gearbeitet und von 1922 bis 1924 versucht, deutsche Wirtschaftskontakte nach Sibirien und Zentralasien wiederaufzubauen.[8]


    Austeritätspolitik

    Als 1925 der bis dahin absolutistisch regierende König von Siam verstarb, war das zwischen verschiedenen britischen Kolonien (Burma/Myanmar und Malaya/Malaysia und Singapur) liegende Land stark im Ausland verschuldet. Großbritannien gelang es zunehmend, Siam durch Kredite von sich abhängig zu machen.[9] Um diese Abhängigkeit zu verringern, forcierte der neue König eine harte Austeritätspolitik. Sein Hofstaat wurde von rund 2.500 Angestellten und Beamten auf etwa 400 reduziert. Insgesamt wurden in allen Ministerien des Landes rund 4.000 Beamte entlassen. Auch ausländische Berater mussten ihren Job quittieren, darunter Briten und Franzosen. Der deutsche Gesandte Asmis wertete das positiv und sah es als Schritt zu einer größeren Unabhängigkeit des südostasiatischen Landes an.[10] Mit einer Großbritannien gegenüber feindlichen Politik wurde Siam für die deutsche Südostasienpolitik zunehmend interessant.


    Die „Chinesische Frage“

    In den „Preußischen Jahrbüchern“ erschien im Jahr 1927 ein Artikel, in dem die „Chinesische Frage“ als „Siams größtes Problem“ bezeichnet wurde. Laut dem Zensus des Jahres 1929 machten chinesische Einwanderer bereits rund die Hälfte der Einwohner der siamesischen Hauptstadt Bangkok aus, wenngleich sie nur insgesamt rund vier Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes stellten. Der deutsche Gesandte beobachtete, wie über die chinesische Minderheit auch kommunistische Organisationen Einfluss gewannen, und sah in einem äußerst restriktiven Pressegesetz zufrieden ein wirksames Mittel gegen „bolschewistische Umtriebe“.[11] Im Antikommunismus hatten die politischen Eliten Deutschlands und Siams einen gemeinsamen Nenner gefunden.


    „Aufblühen“ der Beziehungen

    Nachdem infolge der Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929 Siams diplomatische Vertretung in Deutschland geschlossen worden war, öffnete die Gesandtschaft des südostasiatischen Landes in Berlin im Jahr 1937 wieder neu. Das nationalsozialistische Deutschland hatte 1936 einen neuen diplomatischen Vertreter nach Bangkok entsandt; unter der Ägide von Wilhelm Thomas „blühten die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand auf“, wie es in einer Untersuchung über die Geschichte der bilateralen Beziehungen heißt.[12] Ein deutscher Professor wurde damals zum Berater der siamesischen Regierung für den Ausbau von Häfen und Wasserstraßen ernannt; die Lufthansa eröffnete ein Büro in Bangkok. Im Juli 1939 fand der erste Flug einer Lufthansa-Maschine von Berlin in die Hauptstadt des südostasiatischen Landes statt.[13] Das faschistische Deutschland konnte in Siam deutlich an Einfluss gewinnen.


    Militärkontakte

    Thailand, wie das Land dann ab 1939 offiziell hieß, blieb im Zweiten Weltkrieg – wie im Ersten – zunächst neutral und schloss sich weder den faschistischen Achsenmächten noch den Alliierten an. In der insgesamt relativ kurzen Zeit der Neutralität entsandte die Regierung in Bangkok einen Militärattaché nach Berlin. Darüber hinaus gab es Besuche hochrangiger Offiziere aus Thailand in Nazideutschland; thailändische Soldaten wurden an verschiedenen deutschen Militärinstitutionen ausgebildet.[14] Einer der ausgebildeten Offiziere, Wicha Thitthawat, diente nach der Beendigung seiner Ausbildung direkt in der Wehrmacht und war als Soldat Teil der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich.[15]


    Kleinere Achsenmacht

    Im Dezember 1941 trat Thailand dann dem Bündnis der faschistischen Achsenmächte bei.[16] Für die größeren Achsenmächte Deutschland und Japan besaß das südostasiatische Land aufgrund seiner geographischen Nähe zu Britisch-Indien Bedeutung. So erhielt Rash Behari Bose, einer der Anführer der Indischen Unabhängigkeitsliga (Indian Independence League, IIL), in Thailand Asyl.[17] Sein Bruder Subhas Chandra Bose hielt sich Anfang 1943 noch in Deutschland auf und wurde von einem deutschen U-Boot in den Indischen Ozean gebracht. Nach einer waghalsigen Aktion, bei der Subhas Chandra Bose vor der Küste Madagaskars von einem deutschen auf ein japanisches U-Boot wechselte, fuhr der indische Nationalist nach Südostasien. Nazideutschland entsandte auch Ärzte, um Thailand im Krieg gegen die Briten zu unterstützen.[18]


    Kriegsende in Thailand

    Als im Mai 1945 die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapitulierte, gab es weiterhin einen deutschen Gesandten in Bangkok. Im August 1945 kapitulierte die Regierung des faschistischen Japans und beendete damit den Zweiten Weltkrieg in Asien. Der thailändische Regentschaftsrat Pridi Phanomyong erklärte daraufhin, die thailändischen Kriegserklärungen von 1942 seien null und nichtig. Das südostasiatische Land wurde nicht von den Alliierten besetzt; die Monarchie existierte unverändert weiter. Die USA stiegen zur Großmacht mit dem größten Einfluss im Land auf.[19] Im Jahr 1952 nahm Thailand dann diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland auf.[20] Als Alliierte der USA fanden sich Thailand und Westdeutschland im gleichen Block der Systemkonfrontation wieder.

     

    [1] Karl E. Weber: Dynastic Diplomacy in the Fifth Reign: Siam’s Relations with German Bridgeheads, in: Journal of European Studies (Chulalongkorn University), Jg. 12 (2004), Nr. 1, S. 79–129 (hier: S. 104/105).

    [2] Matthew P. Fitzpatrick: The Kaiser and the Colonies: Monarchy in the Age of Empire, Oxford 2022, S. 35–47.

    [3] Catthiyakorn Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, in: Volker Grabowsky (Hg.): Deutschland und Thailand – 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Segnitz bei Würzburg 2014, S. 83–99 (hier: S. 87).

    [4] Natanaree Posrithong: The Russo-Siamese Relations: The Reign of King Chulalongkorn, in: Silpakorn University International Journal, Jg. 9/10 (2009/2010), S. 87–115 (hier: S. 89).

    [5] Fitzpatrick: The Kaiser and the Colonies, S. 31.

    [6] Volker Grabowsky: Die Politische Situation in Siam 1925–1945 im Lichte zeitgenössischer deutscher Quellen, in: Volker Grabowsky (Hg.): Deutschland und Thailand – 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Segnitz bei Würzburg 2014, S. 101–125 (hier: S. 101).

    [7] Ebenda, S. 102.

    [8] Bettina Brockmeyer: Der Kolonialbeamte Rudolf Asmis, in: Rebekka Habermas/Alexandra Przyrembel (Hgg.): Von Käfern, Märkten und Menschen – Kolonialismus und Wissen in der Moderne, Göttingen 2013, S. 84–94 (hier: S. 85).

    [9] Grabowsky: Die Politische Situation in Siam 1925–1945 im Lichte zeitgenössischer deutscher Quellen, S. 103.

    [10] Ebenda, S. 106/107.

    [11] Ebenda, S. 112/113.

    [12] Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, S. 85.

    [13] Ebenda, S. 85/86.

    [14] Ebenda, S. 86.

    [15] Ebenda, S. 83.

    [16] Grabowsky: Die Politische Situation in Siam 1925–1945 im Lichte zeitgenössischer deutscher Quellen, S. 101.

    [17] Ebenda, S. 118.

    [18] Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, S. 89.

    [19] Frank C. Darling: American Policy in Thailand, in: The Western Political Quarterly, Jg. 15 (1962), Nr. 1, S. 93–110 (hier: S. 96).

    [20] Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, S. 96.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9397


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Teufelskreis der Rache im Gelobten Land

    aus e-mail von  <news@transition-news.org>, 7. November 2023, 21:35 Uhr


    Diesen Newsletter im Browser anzeigen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/uhfO_zd7N.


    Der Zionismus bot sich selbst als Lösung für den Antisemitismus an,

    wurde aber zum Hauptgrund für dessen anhaltende Präsenz.

    Ilan Pappé



    Liebe Leserinnen und Leser


    Ein bizarres Bild bot sich damals in der israelischen Negev-Wüste: Erstens die Felder und Treibhäuser mit Tomaten, Peperoni, Melonen, Trauben und vielem mehr. Dann die Feldarbeiter: Gruppen von etwa zehn vollständig verhüllter kleineren Menschen zusammen mit zwei oder drei kurzärmligen grösseren. Ich gehörte zu letzteren: Westliche Abenteurer und allenfalls ein Israeli, der Landwirt. Die verhüllten waren Thailänder, sogar ihre Gesichter deckten sie ab, um Sonnenbräune zu vermeiden. Eine dunkle Hautfarbe gilt in Asien nämlich als Merkmal tieferer sozialer Schichten.


    Die Szene spielte sich 1991 im Moshav Paran https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/UTxBsEivAd ab. Moshavim sind kleine genossenschaftliche Agrargemeinschaften, ähnlich den Kibbuzim. Der Unterschied dazu ist, dass Privatbesitz erlaubt ist. Auswärtige arbeiten zudem mehr und sie erhalten keine Kost, nur Logis, dafür im Gegensatz zu den Gastarbeitern eines Kibbuzim eine Bezahlung, wenn auch nicht viel.


    So erfuhr ich, dass Israel mit Thailand ein informelles Abkommen hatte, das es Thailändern ermöglichte, im Heiligen Land in der Landwirtschaft tätig zu sein. Wie die Financial Times https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/N7FeUXq-UM mitteilt, wurde die «Pipeline» 2011 mit dem als Thailand-Israel Cooperation on the Placement of Workers (TIC Project) bekannten Abkommen formalisiert. 2013 wurde es umgesetzt. Schon in den 80er Jahren handelte es sich laut Experten um eine «strategische Entscheidung», palästinensische Arbeitskräfte zu ersetzten um die Abhängigkeit zu verringern.


    33 dieser thailändischen Arbeiter kamen nun beim Angriff am 7. Oktober ums Leben. 54 sind Geiseln der Hamas. Die Thailändische Regierung forderte ihre Staatsangehörigen in Israel daraufhin auf, das Land zu verlassen. Laut dem Tages-Anzeiger https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/0AnOppd66x sind mehr als 8500 der rund 30’000 thailändischen Gastarbeiter, die zum Zeitpunkt des Angriffs in Israel waren, dabei, nach Hause zurückzukehren.


    Das weckt Bedenken in Bezug auf die Versorgung der Bevölkerung, denn die thailändischen Feldarbeiter stellen gemäss der Zeitung die grösste Gruppe unter den Arbeitsmigranten. Sie würden als günstige Arbeitskräfte gelten und hätten im Landwirtschaftsbereich die Palästinenser ersetzt, die in den vergangenen Jahren zunehmend schwerer an Bewilligungen gekommen seien. Diese dürften nun noch strenger vergeben werden. Rund die Hälfte der ausländischen Arbeitskräfte wolle Israel nun verlassen.


    Fast anderthalb Jahre verbrachte ich damals in Israel und Palästina. Der zweite Golfkrieg war gerade beendet, die erste Intifada noch im Gange. Unter anderem war ich als Chefkoch in einem italienischen Restaurant in Jerusalem tätig und zusammen mit meiner kanadischen Partnerin selbständiger Hutmacher. Ich konnte somit zahlreiche Gespräche mit Israelis und Palästinensern führen und mir ein ausgewogenes Bild der politischen und sozialen Lage machen.


    Schon damals war mir klar, dass es vermutlich zu spät für eine friedliche Lösung dieses Konfliktes ist. Zu tief sind die Wunden. Zudem verhinderte Israel eine Zweistaatenlösung, indem es Fakten schuf. Ich habe miterlebt, wie in Jerusalem jüdische Einwanderer – manche gerade konvertiert –, insbesondere aus Russland und anderen Ländern der gerade zusammengebrochenen Sowjetunion, in Bussen in die besetzten Gebiete des Westjordanlands verfrachtet wurden. Dort wurden sie in neuen Siedlungen abgeladen – im Wissen, dass sie sich mit allen Mitteln dagegen wehren würden, aus ihrem neuen Heim im Gelobten Land vertrieben zu werden.


    Wie komplex die Situation ist, zeigen auch die Spaltungen innerhalb Israels selbst, sogar unter den Orthodoxen. So lehnt etwa die 1938 entstandene ultraorthodoxe jüdische Gruppierung Neturei Karta https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/QNO_9feKaa aus religiösen Gründen den Zionismus und den Staat Israel dezidiert ab. Sie demonstrieren regelmässig mit palästinensischen Aktivisten, auch ausserhalb Israels, wie das folgende Bild aus Berlin zeigt.



    Kundgebung am Kurfürstendamm in Berlin, 2014. Zwei ultraorthodoxe Rabbiner der Neturei Karta demonstrieren gegen den «zionistischen Staat Israel»; Bild: Denis Barthel https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/m7zOHjOyuE, CC BY-SA 4.0 https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/9baBXOEnJO, via Wikimedia Commons


    Die Gruppe befürwortet eine «friedliche Auflösung» des Staates Israel. Die Mitglieder argumentieren, dass es dem jüdischen Volk bis zur Ankunft des Messias strengstens verboten sei, die Souveränität im Land Israel wiederherzustellen. Erst nach der Wiederkunft des Messias würde ein neues Königreich Israel entstehen. An einer pro-palästinensischen Kundgebung in New York am 17. Oktober erklärte https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/rKHcGxJzmb Rabbi Naftuli Flohr:



    «Der Staat Israel ist kein jüdischer Staat und repräsentiert nicht die Juden oder das Judentum.»



    Flohr sagte, die Zionisten würden sogar gewalttätig gegen die Gruppe werden,



    «… weil sie nicht an die Thora und das Judentum glauben. Deshalb haben sie kein Problem mit all diesen Verbrechen gegen die Palästinenser und auch kein Problem mit Verbrechen gegen die echten Juden. Wir wollen in Frieden mit den palästinensischen Nachbarn leben, weltweit.»



    Die Spaltung findet selbstverständlich auch zwischen säkularen und religiösen Juden statt. In West-Jerusalem gibt es am Freitagabend regelmässig Kundgebungen orthodoxer Juden, die gegen die am Sabbat offenen Lokale protestieren. Dazu gehörte 1992 auch das Restaurant, in dem ich eine Zeit lang kochte. Nicht selten flogen Steine.


    Biblischer Fanatismus zeigt ausgerechnet auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu. Bezogen auf den Kampf der Israelis gegen die Hamas sagte er beispielsweise kürzlich: «Sie sind entschlossen, dieses Übel vollständig aus der Welt zu tilgen». Dann fügte er hinzu: «Ihr müsst euch daran erinnern, was Amalek euch angetan hat, sagt unsere Heilige Bibel. Und wir erinnern uns.»


    Netanjahu berief sich auf Verse, die zu den gewalttätigsten im Alten Testament gehören. Wie Mother Jones https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/BngFaV73mO feststellt, werden sie seit langem von rechtsextremen Juden als Rechtfertigung für die Tötung von Palästinensern verwendet. Dabei geht es um den Befehl Gottes an König Saul im ersten Buch Samuel, alle Menschen in Amalek, einer rivalisierenden Nation des alten Israel, zu töten:



    «So spricht der Herr, der Allmächtige», sagt der Prophet Samuel zu Saul, «… Geh nun hin, greife die Amalekiter an und vernichte alles, was ihnen gehört. Schont sie nicht, sondern tötet Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.»



    So vermischen sich in diesem biblischen Land am Jordan religiöser Fanatismus auf beiden Seiten mit Politik und internationalen geopolitischen Interessen sowie einfachen menschlichen Bedürfnissen und Träumen. Träume, die leider vermehrt zu Albträumen werden.


    Und der Konflikt in diesem Schmelztiegel der Kulturen und Religionen droht nun zu einem regionalen oder sogar globalen Krieg auszuarten. Versöhnung wäre nötig, ein Teufelskreis der Rache ist leider die Realität. Ein Teufelskreis der zwar historische und religiöse Wurzeln hat, doch durch den Kolonialismus und die Gründung Israels beschleunigt wurde.


    Herzlich


    Konstantin Demeter


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    Transition TV, Stand der Dinge https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/huLZRqBj6kH am 3. November: «Von der Windkraft verweht»


    * Windkraft: Referendum gegen den «Mantelerlass» und die Verschandelung der Landschaft 3:27

    * Was für ein Name! Sahra Wagenknechts Partei 12:15

    * Awdjiiwka vor der Einkesselung und die Perspektiven der Ukraine 13:42

    * Israel Palästina 17:04

    * Die wirklichen Zahlen zeigen: keine ermordeten Babies 19:13

    * Der Druck auf den roten Knopf 23:24

    * Bennet, Gaza und Dresden 25:15

    * Netanjahu und der biblische Hintergrund 27:46

    * Harte Worte von prominenten Rabbinern 31:24

    * Die Sagenwanderer, von Elia Saeed 38:02


    Redaktion und Moderation: Christoph Pfluger


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    Intelligent – kann Maschine Mensch sein? Ausgabe 175 https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/uUbnqHk7S_Q des Zeitpunkt


    Der Mensch hat eine Tendenz, sich als biologische Maschine zu sehen und «intelligenten» Maschinen menschliche Züge zuzuschreiben. Die damit verbundene Abwertung des Menschlichen ist die Hauptgefahr der künstlichen Intelligenz. Diese Ausgabe zeigt, wie wir diesen Gefahren begegnen und wo die Chancen der KI liegen.


    Die brandneue Ausgabe von «DIE FREIEN» ist da, diesmal unter dem Motto: «Aufsteigen im Umsturz – über Evolution und Revolution».


    Haben uns die grossen historischen Umwälzungen irgendwie weitergebracht? Ist Wachstum in Zeiten des gesellschaftlichen Niedergangs überhaupt möglich? Oder rast die Menschheitsfamilie im Stillstand? Wir wagen die abenteuerliche Reise von der individuellen Entwicklung in die kollektive Verwicklung und zurück!


    In der neusten Ausgabe mit dabei: Kai Stuht, Carlos A. Gebauer, CJ Hopkins, Franzobel, James Corbett, Prof. Dr. Stefan Hockertz, Bruno Würtenberger, Sylvie-Sophie Schindler, Marco Caimi, Andreas Thiel, Titus Gebel, Marko Kovic u.v.m. ... Bestellen Sie die neunte Ausgabe hier https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/HMT235OXLjI!


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    Neuste Artikel:



    Britischer Premier Rishi Sunak verkündet generelles Rauchverbot https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/OeAJbsTO2I9


    Der 43-jährige von der Conservative Party hat ein radikales Gesetz vorgestellt: Es soll allen, die nach 2009 geboren wurden, verbieten, jemals Zigaretten zu kaufen.

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    Jeffrey Sachs: Netanjahus Kriegspolitik ist verheerend für Israel https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/0MSmQ-488g


    Vor den Folgen des rücksichtslosen Krieges Israels gegen die palästinensische Hamas warnt der US-Ökonom Jeffrey Sachs. Die Politik von Premier Benjamin Netanjahu sei «Gift» für Israel. Nur eine diplomatische Lösung bringe «echte Sicherheit für Israel und Gerechtigkeit für Palästina».

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    Israelische TV-Show verspottet pro-palästinensische Proteste an US-Universitäten https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/-BG9gEUp1lI


    «Eretz Nehederet», Israels Version von «Saturday Night Live», kritisierte in einem Sketch die pro-palästinensischen Progressiven an der «Columbia Untisemity». Kritik an der kollektiven Bestrafung der Palästinenser wird implizit als Unterstützung des Hamas-Terrors und als woke Absurdität abgetan. (Mit Videos)

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    Holocaust-Überlebende Vera Sharav «wanted» wegen Vergleich von Corona- mit Nazi-Zeit https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/KCCOW6AT9kv


    Das berichtet der Blogger Uwe Alschner. Zwar habe die Nürnberger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die 86-jährige «vorläufig» eingestellt. Doch sie werde «weiterhin von den bayerischen Staatsanwälten schikaniert und eingeschüchtert».

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    Gegen Maskenpflicht an die Schulbank gekettet: 18-jähriger Italiener freigesprochen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/2Tet5iJvrky


    Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von 30 Tagen Haft gefordert, der Richter sieht jedoch «kein Verbrechen» vorliegen.

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    Gericht in Düsseldorf erklärt Kontrolle von Maskenattesten auf einer Versammlung für rechtswidrig https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/Nq72NWpicv_


    Das berichtet der Anwalt Dirk Sattelmeier. Das Ordnungsamt habe mit der Kontrolle zwar eine Gefahr abwehren wollen, doch diese Gefahrenabwehr dürfe nur nach dem Versammlungsrecht erfolgen. Man hätte somit zwar versuchen können, die Demonstration aufzulösen, dies sei aber nicht geschehen.

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    Britischer Arzt in Gaza: «Israel will so viele Menschen wie möglich töten und verletzen» https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/Gsy6pKALZu-


    Die israelische Armee greift im Gaza-Streifen zunehmend Flüchtlingslager sowie Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen an. Der britische Arzt Ghassan Abu-Sittah von «Ärzte ohne Grenzen» sagt, das geschieht mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu töten.

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    Fast 5000 tote Minderjährige in Gaza – unterstützt Deutschland mutmassliche Kriegsverbrechen Israels? https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/n7u7YWvvHP4


    Während die Zahl der Toten durch israelische Angriffe in Gaza steigt, will die deutsche Regierung israelische Soldaten medizinisch versorgen – Opfer auf palästinensischer Seite hingegen nicht. Gleichzeitig erklärte Wirtschaftsminister Habeck: «Es ist jetzt nicht die Zeit, über Frieden zu reden». Darauf macht der Informationsdienst «German Foreign Policy» aufmerksam.

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    «Mörderisches Endspiel» – Seymour Hersh über den Krieg Israels gegen die Hamas https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/LYbMiTXAGzP


    Laut dem US-Journalisten Seymour Hersh gibt es Geheimgespräche zwischen der israelischen Regierung und der politischen Hamas-Führung. Dabei soll es um die Freilassung der israelischen Geiseln der Hamas gehen. Hersh zufolge setzt die israelische Armee ihr rücksichtsloses Vorgehen in Gaza fort.

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    Rabbiner auf israelischer Militärbasis: «Das ganze Land gehört uns, einschliesslich Gaza und Libanon» https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/H52SFCRrrKD


    Gemäss der Armee stimmen Amichai Friedmans Kommentare nicht mit deren Werten überein. Er hatte den Soldaten auch gesagt: Israel werde seinen ehemaligen Siedlungsblock in Gaza «winzig» aussehen lassen.

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    Was andre Medien melden



    Hintergrund: Journalisten, die sich nicht am Völkermord in Gaza beteiligen wollen, sollten Israels Behauptungen zum 7. Oktober nicht blind glauben https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/K3O9oQ25Fs0


    Dies ist das Resümee einer Analyse des britischen Journalisten Jonathan Cook zur Berichterstattung der BBC – die sich auf ARD und ZDF übertragen liesse.

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    Cicero: SPD-Filz in Hamburg: «Das sind mafiöse Strukturen» https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/dmt0SNryk6l


    Brisante Beweismittel, die Bundeskanzler Olaf Scholz in Bedrängnis bringen könnten, sind in Hamburg zwischenzeitlich aus einem Tresor verschwunden. Enthüllungsjournalist Oliver Schröm, der seit Jahren im Cum-Ex-Skandal recherchiert, ist fassungslos und sagt: «Palermo liegt an der Alster».

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    Berliner Zeitung: Urteil: Kläger dürfen Suizid-Medikament nicht kaufen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/iFmE34Hm1jK


    Zwei schwer kranke Kläger wollten Natrium-Pentobarbital erwerben, um damit ihren Suizid einzuleiten. Doch dem Urteil zufolge ist der Kauf nicht mit dem Betäubungsmittelgesetz vereinbar.

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    Swiss Policy Research: Neue Doku zur Schweizer Corona-Irrfahrt https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/CHIK642tHop


    Die von einem Berner Filmemacher und Organisationen der Bürgerrechtsbewegung realisierte Kurzdoku «Wie souverän ist die Schweiz?» blickt auf drei Jahre Corona-Pandemie zurück und befragt verschiedene Schweizer Politiker und Fachleute zu ihren Ansichten und Einsichten.

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    Freitag: Deutschland sollte Israel nicht bedingungslos unterstützen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/y-_FxXJj1hN


    Die deutsche Nahostpolitik ist fehlerhaft und schadet allen Seiten: Israel, den Palästinensern und der Bundesrepublik Deutschland selbst.

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    FAZ: Wieso Barzahler immer häufiger Rabatt bekommen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/LcbuYPhhcjh


    Wer im Restaurant mit Münzen und Scheinen bezahlt, erhält immer öfter einen Preisnachlass. Und der ist erstaunlich hoch. Was steckt dahinter?

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/LcbuYPhhcjh

    Buten un binnen: Erstes Klinikum im Land Bremen verstärkt Corona-Schutzmassnahmen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/FWo32F0tHa0


    Ein Krankenhaus in Bremerhaven führt ab sofort Corona-Schnelltests ein. In Bremer Kliniken gilt teilweise Maskenpflicht. Hintergrund sind steigende Fallzahlen.

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/FWo32F0tHa0

    Sächsische Zeitung: Über 420.000 Einsprüche gegen Grundsteuer-Bescheide in Sachsen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/SZg-r25I_W2


    Die Grundsteuerreform beschäftigt nicht nur sächsische Finanzämter, sondern inzwischen auch das Finanzgericht und Mietervereine. Dass die Eigentümer die Bescheide nicht akzeptieren, hat verschiedene Gründe.

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/SZg-r25I_W2

    Freilich: Frankreich: Gesetzesentwurf sieht mehrjährige Haftstrafe für Beleidigung Israels vor https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/ZZbTr-mx-6f


    Mitglieder des französischen Senats haben ein Gesetz vorgeschlagen, das Israelkritikern Gefängnisstrafen und hohe Geldstrafen auferlegt.

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/ZZbTr-mx-6f

    Berliner Zeitung: Mit „Koscher-Stempel“: Ein Verein eigensinniger Juden streitet gegen Israel https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/7iBmrmRnoqp


    Der Verein Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost macht sich zur Stimme der Palästinenser, fühlt sich gecancelt und irritiert die deutsche Politik.

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/7iBmrmRnoqp

    NachDenkSeiten: Die USA am Pranger https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/mBkXpnsI22H


    Die Weltgemeinschaft fordert von USA ein sofortiges und bedingungsloses Ende der Blockade gegen Kuba – zum wiederholten Mal.

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/mBkXpnsI22H

    Reitschuster: Statistics Norway veröffentlicht kritische Studie zur Klima-Hysterie https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/EkEo7ArsbrI


    Staatliche Zweifel an CO2-Narrativ?

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    Nius: Lazarett Deutschland – Warum ist das Land so krank wie nie? https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/rvtMbb61fMY


    Warum die Pandemie an dem hohen Krankenstand Schuld ist.

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    SRF: Impfschutz durch Dritte – Kinder gegen Grippe impfen, um andere zu schützen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/mF-A7RmTQxH


    Bis zu 1500 Menschen sterben in der Schweiz jährlich an der Grippe – also dem Influenza-Virus. 90 Prozent von ihnen sind über 65 Jahre alt. Gegen Grippe zu impfen, könne schützen, sagt Christoph Berger, Kinderarzt und Infektiologe am Universitätsspital Zürich.

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    Tkp: So wird Zwang zur Verwendung der ID Austria aufgebaut https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/HfO-22tUUOC


    TKP hat kürzlich ausführlich über die Bestrebungen berichtet weltweit eine digtale ID für jeden Menschen einzuführen als Voraussetzung für ein programmierbares Zentralbankgeld, Zugang zum Internet und Sozialkreditsystem. Der Druck auf die Bürger steigt, sich der digitalen ID zu unterwerfen. Ein Erfahrungsbericht aus einer Berufsgruppe und ein Aufruf, nicht mitzumachen.

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    ORF: UNO fordert „sofortige Waffenruhe“ für Gazastreifen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/IlhSZ_mM3KB


    Die Leiter von großen UNO-Organisationen haben in einer seltenen gemeinsamen Erklärung eine „sofortige humanitäre Waffenruhe“ im Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas gefordert.

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    Pressenza: Die Propaganda der Gewalt ist in vollem Gange https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/ei6s5YZWjqh


    Wir leben in einer Zeit, die sich wie eine Reality-Show anfühlt, in der wir von Konflikt zu Konflikt springen. Die Berichterstattung erfolgt rund um die Uhr, mit Krisen vom Irak über die Ukraine bis hin zu Israel und Palästina. Einige Medien arbeiten bereits am nächsten Konflikt mit China, Taiwan und den Philippinen.

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    Overton: Israel bemüht sich um Abschiebung von Gaza-Bewohnern nach Ägypten https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/NUbnPPfMJyP


    Angefragte Regierungen sollen, so die New York Times, abgewunken haben. Israel will freie Hand im Gazastreifen haben, um Hamas zu vernichten. Minister fordern die Vertreibung und schlagen sogar eine Lösung durch eine Atombombe vor.

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    Welt: „Hochproblematisch, Menschen gegen ihren Willen in irgendeinen Teil der Welt zu bringen“ https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/q5wj8a22Twj


    Vor dem Treffen mit Bundeskanzler Scholz erklärt Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil die Notlage der Kommunen für „unübersehbar“. Illegale Zuwanderung müsse eingedämmt werden. Bezahlkarten für Asylbewerber seien sinnvoll. Doch beim Vorschlag, Asylverfahren auszulagern, hat er Bedenken.

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    FAZ: Darum geht es beim Migrationsgipfel in Berlin https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/P8pJvj0m7r2


    In der Asylpolitik gibt es viele ungeklärte Fragen. Bundeskanzler Scholz und die Ministerpräsidenten suchen nach Antworten. Über diese Punkte wird gestritten.

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    [mt]


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Nach Kritik an Muslimrat: Friedensgebet in München abgesagt

    taz.de, vom 6. 11. 2023, 18:19 Uhr

    Nach Kritik am Muslimrat wird ein Münchner Friedensgebet von Muslimen, Juden und Christen abgesagt. Imam Idriz beklagt die „sehr bittere Erfahrung“.


    Der Imam Benjamin Idriz, hier im Jahr 2015, ist enttäuscht Foto: Tobias Hase/dpa (Bild)

    MÜNCHEN/BERLIN taz | Am Montagabend wollten sich auf dem Marienplatz in München der katholische Dompfarrer Monsignore Klaus Peter Franzl, der evangelische Landesbischof Christian Kopp, der Rabbiner Jan Guggenheim und der Imam Benjamin Idriz zu einem öffentlichen Friedens­gebet treffen. Das Schlusswort sollte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprechen. Doch in letzter Minute wurde die Veranstaltung abgesagt.

    Als Grund nannte das Münchner Forum für Islam (MFI) am Montag die Absagen von jüdischer, evangelischer und katholischer Seite. Der Muslimrat als Veranstalter des Friedensgebets habe „gehofft, dass alle verantwortlichen Kräfte in unserer Stadt die ausgestreckte Hand ergreifen und deutliche Zeichen für das Miteinander setzen wollten“. Dass dies in München nicht möglich sein solle, bleibe „eine sehr bittere Erfahrung, nicht nur für Muslime“, erklärte Imam Benjamin Idriz vom MFI im Namen des Muslimrats.

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärte, er habe seine Schirmherrschaft zurückgezogen, nachdem ein Vertreter der jüdischen Glaubensgemeinschaft seine Teilnahme abgesagt habe. „Unabhängig davon appelliere ich an alle Münchnerinnen und Münchner, weiterhin friedlich zu bleiben und sich nicht dem Hass und der Hetze hinzugeben.“


    Scharfe Kritik der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

    Zuvor hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft die Absage des Friedensgebets gefordert. Mit scharfen Worten hatte deren Vorsitzender Volker Beck (Grüne) der Veranstaltung vorgeworfen, diese diene nur dazu, „Hamas-verharmlosende und islamistische Positionen zu hofieren und zu schützen“. Als Beispiel führte er die Presseerklärung des Muslimrats an, in der diese „den Terror gegen die Zivilbevölkerung in Israel durch die Hamas“ sowie die israelische Reaktion darauf verurteilte. Damit werde beides „auf eine Stufe gestellt“, so Beck. Einzelnen Mitgliedern des Muslimrates warf er zudem eine Nähe zur Muslimbruderschaft vor.

    Dem Imam Benjamin Idriz wurden in der Vergangenheit ähnliche Vorwürfe gemacht, inzwischen gilt er in Bayern als respektiertes Mitglied der Gesellschaft. Erst im Dezember 2021 hatten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Idriz’ Moscheegemeinde in Penzberg besucht. Steinmeier lobte damals dessen Arbeit: So viel Offenheit und Respekt bräuchte das Land, um der Polarisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken.


    Info: https://taz.de/Nach-Kritik-an-Muslimrat/!5971640


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: weitergeleitet: "..ein Buch, das sehr vieles in der Tiefe darlegt und erläutert, über die Deutschen, Juden und Israel: “Judenfetisch” von Deborah Feldman."

    07.11.2023

    Friedensinfos und -aktivitäten Hannover und umzu

    Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,

     

    Wir wollen "Friedenstüchtig" bleiben - unsere Regierung sollte es werden!

    Hier einige Anregungen für die nächste Zeit:

     

    Heute Die Wissenschaft von Krieg und Frieden ZDF| 22:45 - 23:15 | 30 Min. Leschs Kosmos

     

    Mittwoch, 8.11.23 um 19.00 Uhr Stadtteilzentrum Vahrenwald, Vahrenwalder Str. 92, Stadtbahn Dragonerstraße. Veranstaltung der Palästina-Initiative

    Thema: Die Nakba aus einer jüdisch-israelischen Perspektive. Referent: Shir Hever (Heidelberg)

     

    Mittwoch, 8.11.23 von 19 - 21 h. ONLINEVERANSTALTUNG mit Dr. Hans-Christoph von Sponeck, früher UNO: Braucht die Welt eine UNO?–wenn ja, welche?– und warum? Zugangsdaten: Beitreten Zoom Meeting

    https://us02web.zoom.us/j/84159806635?pwd=OGhJcWdPdXVwNGVIY3k3ZndLOU1pQT09

    Meeting-ID: 841 5980 6635 Kenncode: 303030 per Telefon: • +49 69 3807 9883 Deutschland • +49 69 3807 9884 Deutschland

     

    Samstag, 11.11.23 um 18:00 IGS Linden: "Vier Chöre singen für Vielfalt" Chörekonzert zum Gedenken an die Reichsprogromnacht. Eintritt frei.

     

    Dienstag, 14. - Samstag, 18.11.23 jeweils 10 - 18 h im aufhof (Ecke Oster-/Seilwinderstr.):

    Bunte Woche für Demokratie, gestaltet von Bunt statt Braun. Das Friedensbüro ist mit einem Stand vertreten.

     

    Mittwoch, 15.11.23 um 19:00 Matthäus.Kirche Wöhlerstr. 55: Podiumsdiskussion im Rahmen der Ökum. Friedensdekade "Frieden in Zeiten globaler Unordnung" mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung Frankfurt, Dr. Inga Luther, Verein OWEN e.V. und Women’s Initiative for Sustainable Peace and Democracy und Andreas Zumach, freier Journalist und Buchautor

     

    Donnerstag, 16.11.23 um 19:00 Gemeindehaus der Ev.-Ref. Gemeinde Lavesallee 4 Veranstaltung im Rahmen der Ökum. Friedensdekade Ermutigung in finsteren Zeiten – über Erfolge und Chancen gewaltfreier, sozialer Aufstände https://frieden-hannover.de/friedensdekade-2023-ziviler-widerstand-wirkt/ mit Jan Stehn, Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“

     

    Samstag, 25.11.23 Demo der bundesweiten Friedensbewegung in Berlin

    Nein zu Kriegen – Rüstungswahnsinn stoppen – Zukunft friedlich und gerecht gestalten https://frieden-hannover.de/nein-zu-kriegen-ruestungswahnsinn-stoppen-zukunft-friedlich-und-gerecht-gestalten/

    Anmeldung für den Bus: bitte an h.agnes@gmx.de senden. Abfahrt ist 7.45 ab Busbahnhof, Kosten 20 € p.P., Ermäßigung möglich – überweisen auf Konto des Friedensbüros

    IBAN DE78 3702 0500 0009 4539 00 (für Spendenquittung bitte vollständige Adresse)

     

    Was habe ich noch vergessen? Jetzt reichts!

    Mit solidarischen Grüßen

    Agnes Hasenjäger

    Friedensbüro Hannover


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    07.11.2023

    Volksbühne lädt den ehemaligen Labour-Chef Jeremy Corbyn aus – der helle Wahnsinn

    nachdenkseiten.de, 07. November 2023 um 15:06 Ein Artikel von: Albrecht Müller

    Von morgen bis Freitag wird in Berlin eine Konferenz stattfinden. «Europa den Räten» – „unter diesem Titel eröffnen Volksbühne und Rosa-Luxemburg-Stiftung die linke gesellschaftliche Debatte zu den Europawahlen 2024“ – so heißt es in der Ankündigung und weiter: „Hierzu finden an drei Tagen Veranstaltungen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas statt“. Jeremy Corbyn wurde groß angekündigt. Und wieder ausgeladen. Diese Ausladung sei nicht auf Initiative der mitveranstaltenden Rosa-Luxemburg-Stiftung passiert, sondern auf Initiative der gastgebenden Volksbühne. Lena Fuchs, Pressesprecherin der Volksbühne, bestätigte dies: »Aufgrund der Haltung, die Jeremy Corbyn aktuell zum Nahost-Konflikt vertritt, haben wir entschieden, ihm keine Öffentlichkeit in der Volksbühne zu bieten.« Näheres zu diesem Streichvorgang finden Sie hier.


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
    Podcast: Play in new window | Download


    Die offene, widerstreitende demokratische Debatte ist nicht mehr frei und ungehindert möglich. In Trier nicht – siehe hier Bitte keine Auftritte von kritischen Künstlern in der Stadt Trier, und in Berlin auch nicht.

    Was hat der ehemalige Labourchef Jeremy Corbyn Schlimmes gesagt? Hier im Original bei Minute 1:50 und hier bei Jacobin in deutscher Übersetzung. Es lohnt sich, diese Rede zu lesen. Ich habe bei der Lektüre nichts gefunden, was die Reaktion der Berliner Volksbühne rechtfertigen würde – einmal abgesehen davon, dass im demokratischen Wettstreit auch sehr gegensätzliche Meinungen möglich sein müssen und diese zu äußern möglich sein muss.

    Es wird hierzulande immer schlimmer. Es wird unerträglich. Und wir können vermutlich davon ausgehen, dass die das Wort verbietenden Stellen und Personen kein schlechtes Gewissen dabei haben. Vermutlich fühlen sie sich sogar echt gut, obwohl ihre Verhaltensweise ganz nah an den Nazis ist.


    Rubriken: Audio-Podcast Erosion der Demokratie

    Schlagwörter:


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=106312


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    07.11.2023

    Verteidigung   Wie kriegstüchtig muss Deutschland werden?

    Screenshot_2023_11_07_at_18_54_49_Verteidigung_Wie_kriegst_chtig_muss_Deutschland_werden


    deutschlandfunk.de, vom 06. November 2023, 10:08 Uhr, Heinlein, Stefan

    Verteidigungsminister Pistorius mahnt, Deutschland müsse wehrhaft sein, Krieg in Europa sei „wieder denkbar“. Wie soll und kann Deutschland den Frieden sichern? Wir diskutieren mit Hörern sowie Experten der Friedensforschung und des Militärs.




    Info: https://www.deutschlandfunk.de/kontrovers-weckruf-boris-pistorius-wie-kriegstuechtig-muss-deutschland-werden-dlf-1a43606c-100.html


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    07.11.2023

    Sacharova: Äußerungen in Israel über die Möglichkeit eines Atomschlags auf Gaza haben viele Fragen ageworfen

    anti-spiegel.ru, 7. November 2023 14:15 Uhr, von Anti-Spiegel

    Der israelische Minister für Jerusalem-Angelegenheiten und Kulturerbe, Amihai Eliyahu, antwortete auf die Frage, ob eine Atombombe auf den Gazastreifen abgeworfen werden sollte, dass „das eine der Möglichkeiten ist“.


    Die Äußerung des israelischen Minister für Jerusalem-Angelegenheiten und Kulturerbe über die Möglichkeit eines Atomschlags auf den Gazastreifen wirft eine Vielzahl von Fragen auf, darunter auch die nach dem Besitz von Atomwaffen durch Israel, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, in einer Sendung des Fernsehsenders Solovjow Live.

    Zu den Worten des israelischen Ministers merkte die Diplomatin an, dass diese Äußerung weltweit starke Reaktionen hervorrief. „Sie warf eine Vielzahl von Fragen auf. Frage Nummer eins – es stellt sich heraus, dass wir eine offizielle Erklärung hören, dass [Israel] Atomwaffen hat? Dementsprechend lauteten die nächsten Fragen, die sich für alle stellten: Wo sind die internationalen Organisationen, wo ist die IAEO, wo sind die Inspektoren?“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums.

    Sacharova wies auch darauf hin, dass solche Äußerungen von Vertretern der israelischen Regierung die wahren Gründe für den Widerstand des Landes gegen die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten deutlich machen. Ihr zufolge haben die USA in jeder Hinsicht zum Entstehen der israelischen Atomwaffen beigetragen und Israel in dieser Angelegenheit voll unterstützt. „Wenn dieses Programm existiert und existierte, wo wurden die Tests durchgeführt, auf welchem Testgelände? Offensichtlich nicht in der Region, wo dann? Und stecken nicht die USA hinter all dem?“, schloss die Diplomatin.

    Am 5. November antwortete der israelische Minister für Jerusalem-Angelegenheiten und Kulturerbe, Amihai Eliyahu, auf die Frage eines Moderators des Radiosenders Kol Berama, ob eine Atombombe auf den Gazastreifen abgeworfen werden solle, dass das „eine Möglichkeit“ sei. Der Minister wies später darauf hin, dass „es für jeden vernünftigen Menschen klar ist, dass jede Behauptung über eine Atombombe metaphorisch ist“, Israel aber „definitiv eine starke und unverhältnismäßige Antwort auf den Terrorismus braucht“. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu suspendierte Eliyahu von Regierungssitzungen und wies seine Äußerungen über die Möglichkeit eines Atomwaffeneinsatzes in Gaza zurück.

    Eliyahus Äußerungen wurden von mehreren Ländern des Nahen Ostens verurteilt, darunter Katar, Saudi-Arabien und Syrien. In einer Erklärung des saudischen Außenministeriums heißt es: „Das Versäumnis, den Minister sofort zu entlassen oder seine Befugnisse zu suspendieren, zeigt, wie sehr die israelische Regierung alle menschlichen, moralischen, religiösen und rechtlichen Normen und Werte verachtet.“

    Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


    Info: https://www.anti-spiegel.ru/2023/sacharova-aeusserungen-in-israel-ueber-die-moeglichkeit-eines-atomschlags-auf-gaza-haben-viele-fragen-aufgeworfen


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    07.11.2023

    Gespräch Anwalt für Völkerrecht und Menschenrechte – Der Journalist Andreas Zumach

    swr.de, vom 6. November 2023,

    Sendung von heute 19:05 Uhr, SWR2 Tandem, SWR2


    Seit fast 45 Jahren arbeitet er als Journalist, und obwohl er inzwischen auf die 70 zugeht, kann für Andreas Zumach von Ruhestand keine Rede sein.

    32 Jahre lang war er UNO-Korrespondent für die taz in Genf. Kriege und internationale Konflikte sind sein Lebensthema. Dabei definiert er sich selbst als Pazifist. Bis heute treibt ihn die Frage um, ob und wie Journalismus etwas zum Frieden beitragen kann.

    Geprägt haben ihn dabei ein evangelisch engagiertes Elternhaus und ein USA Aufenthalt im Rahmen von Aktion Sühnezeichen Anfang der 70er Jahre. Dass er den Kriegsdienst verweigern würde, stand für ihn damals außer Frage.




    Info: https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/anwalt-fuer-voelkerrecht-und-menschenrechte-der-journalist-andreas-zumach-swr2-tandem-2023-11-07-100.html


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    07.11.2023

    Gaza-Diskussion: Grünen-Politiker Beck sorgt für 'Friedensgebet'-Absage in München

    freedert.online, 7 Nov. 2023 14:34 Uhr

    Erst jüngst klagte Volker Beck als hundertprozentiger "Israel-Versteher" gegen einen Spieler des FC Bayern. Konträre Wahrnehmungen und Bemühungen zum Gaza-Israel-Konflikt werden seitens Beck weiterhin nicht geduldet. Nun sorgte seine Kritik an einem gemeinsamen Friedensgebet von Muslimen, Juden und Christen für die Absage.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Bernd Elmenthaler


    Volker Beck (Grüne): Geschäftsführer des "Tikvah Instituts" und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, bei der Israel-Solidaritätsdemo in Berlin, 23.10.23


    Die medial-politische Stimmung in Deutschland hinsichtlich der weiterhin aufgeheizten und kontrovers geführten Diskussion rund um die Ereignisse im Gaza-Israel-Konflikt seit dem 7. Oktober erfährt ein neues Kapitel. Die Stadt München plante demnach als deeskalierende und konfessionsübergreifende Initiative ein gemeinsames Gebet von Juden, Muslimen und Christen für den Frieden im Nahen Osten. Der geäußerten Kritik an der Veranstaltung durch einen wenige Tage zuvor erschienenen Artikel der als 'antideutsch' und proisraelisch geltenden Zeitung Jungle World und Mitteilungen der Münchner Gruppierung "Linke Bündnis gegen Antisemitismus" schloss sich der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck (Grüne), anscheinend wirkungsvoll an. Das am 6. November geplante Friedensgebet wurde nun aufgrund des medial-politischen Drucks kurzfristig abgesagt.

    Die Schirmherrschaft für die geplante Zusammenkunft hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) persönlich übernommen. Dieser teilte im Verlauf des Montags laut Bayerischen Rundfunk (BR24) mit, dass er "gerade in dieser hochemotionalen Zeit, die auch in unserer Münchner Stadtgesellschaft deutlich zu spüren ist", die Idee eines "interreligiösen Friedensgebets als unterstützenswert" befunden hätte. Voraussetzung sei jedoch gewesen, "dass auch ein Vertreter der jüdischen Glaubensgemeinschaft ein Gebet spricht". Die jüdische Seite lehnte diese Offerte jedoch ab. Diesbezüglicher Absage, heißt es in dem Artikel:

    "Vorausgegangen war Kritik an der Veranstaltung durch den Grünen-Politiker und Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Volker Beck und das Münchner "Linke Bündnis gegen Antisemitismus". Der Vorwurf: Unter dem Dach des Münchner Muslimrats seien auch Gruppierungen wie die türkischen Gruppierungen DITIB und Millî-Görüş sowie die Muslimbruderschaft, deren Haltung zum aktuellen Konflikt in Israel und Gaza nicht klar sei."

    Der Jungle World-Artikel hatte diese Wahrnehmung mit einem am 4. November publizierten Gastbeitrag der Gruppierung "Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München" untermauert. Münchens Oberbürgermeister Reiter stellte nun vor der Absage fest:

    "Die Gegenwart ist offenbar nicht reif, um in und für München ein gemeinsames Friedensgebet zu ermöglichen."

    Gaza-Konflikt: Grünen-Politiker Beck zeigt FC Bayern-Profi Mazraoui wegen falscher Solidarität an





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    Die Initiative zu dem Friedensgebet entstand vor zwei Wochen bei einem Treffen zwischen Münchner Imamen und Oberbürgermeister Reiter. In der dann versandten Einladung hieß es ausdrücklich: "Keine Flaggen, keine Schilder, keine Parolen". Der Münchner Imam Benjamin Idriz nannte die kurzfristig erfolgte Absage eine "sehr bittere Erfahrung". Der Münchner Muslimrat als Veranstalter des Friedensgebets zeigte sich laut BR24 "enttäuscht". Die Veranstaltung habe rein "als ausgestreckte Hand und deutliches Zeichen für das Miteinander" gelten sollen.

    Geplant war demnach, dass neben den Imamen am Montagabend Rabbiner Jan Guggenheim von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) München und Oberbayern sowie der evangelische Landesbischof Christian Kopp und Dompfarrer Monsignore Klaus Peter Franzl für das Erzbistum München und Freising an dem Friedensgebet teilnehmen. Das offizielle Motto lautete: "Muslime, Juden und Christen beten für Frieden im Heiligen Land und für das Miteinander in München".

    Volker Beck reagierte als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in einer Mitteilung mit den Worten, dass er "die Absage des sogenannten Friedensgebets des Muslimrates begrüßt", um wörtlich darzulegen:

    "Freilich ist nicht jede Friedensbotschaft per se unschuldig und tatsächlich friedlich." 

    So sei es für Beck "kein Frieden, wenn Angegriffene und Angreifer auf eine Stufe gestellt würden", um festzustellen:

    "Das wäre eine Rechtfertigung des Angriffs. Oder wenn man den Angegriffenen zum Niederlegen der Waffen auffordert, sobald er sich wehrt. Dass dieses Friedensgebet hier eine klare Haltung hat, konnte ich nicht erkennen."

    Der Muslimrat sei schlicht "der falsche Partner für die Stadt gewesen", so Beck abschließend. Die Imame hatten demgegenüber im Vorfeld laut BR24 in ihren Gemeinden "ausdrücklich von der Teilnahme von propalästinensischen Demonstrationen abgeraten" und stattdessen das Gebet in München als bewusst gemeinsame Friedensaktion angekündigt und beworben.


    Mehr zum Thema - "Abschiebeoffensive" aus Solidarität mit Israel? Warum das "Bild-Manifest" eine Farce ist


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/186227-gaza-diskussion-gruenen-politiker-beck


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    07.11.2023

    Literaturbetrieb, jetzt!

    offener-brief-israel-literaturbetrieb.de, vom Stand: 06.11.2023, 21:15

    Dass am 7. Oktober so viele Jüdinnen und Juden ermordet wurden wie seit der Shoa nie zuvor an einem Tag und dass der Antisemitismus auf den Straßen dieses Landes, das sich bemühte, alles jüdische Leben zu vernichten, wieder in einer unerträglichen und aggressiven Form sich Raum nimmt, ist furchtbar. Doch nach dem Angriff der terroristischen Hamas auf Menschen, die nichts anderes zu Opfern von Folter, Vergewaltigung, Entführung und Mord machte, als dass sie jüdische Israelis sind, verharrt der Literaturbetrieb in einem an Bräsigkeit nicht zu überbietenden Schweigen. Oder ist es gar keine Bräsigkeit, sondern konzentriertes Stillhalten, um bloß keinen Fehler zu machen? Sich nicht angreifbar zu machen? Selbstbewusstes oder in irgendeiner Form dem grassierenden Antisemitismus die Stirn bietendes Schweigen jedenfalls kann es nicht sein.

    Der Literaturbetrieb könnte machen, was er auch sonst macht: Solidaritätsbekundungen und Solidaritätslesungen. Das alles wäre nicht viel und doch wäre es eine öffentliche Haltung, die der einen oder dem anderen Halt gäbe, und die den jüdischen Autorinnen und Autoren deutlich machen würde: Ihr seid nicht allein, wir sind an Eurer Seite. Stattdessen wird geschwiegen, ein Schweigen, das dumpfer und lauter nicht sein könnte. Wo sind die Literaturhäuser, die Literaturinstitutionen, die Literaturfestivals, die Akademien, die Verlage? Der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 zog nahezu ad hoc Solidaritätsbekundungen nach sich, die jetzt fehlen. Warum? Hat wirklich niemand dazu eine Haltung? Oder ist der Antisemitismus bereits so weit im Literaturbetrieb verankert, dass hier der Grund zu suchen ist?

    Jüdinnen und Juden sind in diesem Land, in Europa und weltweit bedroht. Es ist Zeit, in aller gebotenen Schärfe die Stimme zu erheben. Wir haben genug von jedwedem relativistischen Lavieren. Wir sehen das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung und fordern humanitäre Hilfe, wenden uns aber dagegen, mit dem Leiden der Menschen im Gaza-Streifen den Terror der Hamas zu relativieren und die Selbstverteidigung Israels zu delegitimieren. Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten und hat, wie jeder funktionierende Staat, die eigene Bevölkerung vor Terror zu schützen.

    Wir sind links-, liberal- und konservativ-denkende Autorinnen und Autoren. Was uns eint, ist die Solidarität mit den in Deutschland, Österreich und der Schweiz lebenden Jüdinnen und Juden. Was uns eint, ist die Solidarität mit dem Staat Israel und allen Menschen, die sich für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, auch im Gazastreifen, einsetzen. Wir stellen uns gegen jede Form von Antisemitismus – aus der Mitte, wie von rechts und links.

    Björn Kuhligk
    Marcus Roloff
    Herta Müller
    Elfriede Jelinek
    Bov Bjerg
    Amelie Fried
    David Safier
    Marcel Beyer
    Christian Kracht
    Sibylle Berg
    Lutz Seiler
    Uwe Timm
    Andrea Sawatzki
    Christian Berkel
    Burghart Klaussner
    Isabel Bogdan
    Hengameh Yaghoobifarah
    Dirk von Lowtzow
    Jan Müller
    Julia Franck
    Durs Grünbein
    Eva Sichelschmidt
    Doris Dörrie
    Benedict Wells
    Tilman Spengler
    Georg M. Oswald
    Hasnain Kazim
    Wolfram Fleischhauer
    Petra Hartlieb
    Terézia Mora
    Jan Wagner
    Zoë Jenny
    Helge Malchow
    Jonathan Beck
    Jutta Ditfurth
    Peter Prange
    Michael Lentz
    Thomas Hettche
    Petra Reski
    Clemens J. Setz
    Jan Brandt
    Judith Schalansky
    Joachim Sartorius
    Helmut Krausser
    Kerstin Preiwuß
    Nora Gomringer
    Andreas Pflüger
    Tanja Dückers
    Thommie Bayer
    Harald Jähner
    Nora Bossong
    Angelika Klüssendorf
    Friedrich Ani
    Sven Stricker
    Franziska Gerstenberg
    Tilman Rammstedt
    Ralf Bönt
    Hans Pleschinski
    Antje Rávik Strubel
    Tom Liehr
    Slata Roschal
    Alain Claude Sulzer
    Elke Schmitter
    Torsten Schulz
    Michael Ebmeyer
    Ilko-Sascha Kowalczuk
    Marko Martin
    Lothar Müller
    Kirsten Fuchs
    Michael Kumpfmüller
    Carl-Christian Elze
    Gunnar Cynybulk
    Ulrich Koch
    Kristine Bilkau
    Dr. Enno Stahl
    Leo Fischer
    Alida Bremer
    Birgit Kreipe
    Steffen Popp
    Sylvia Geist
    Thorsten Krämer
    Fedor Pellmann
    Gerd Sonntag
    Susanne Stephan
    Peter Probst
    Marcia Zuckermann
    Mathias Jeschke
    Michael Augustin
    Julietta Fix
    Hellmuth Opitz
    Matthias Friedrich
    Johanna Hansen
    Patrick Findeis
    Dirk Hülstrunk
    Margaryta Surzhenko
    Timo Berger
    Wolfgang Hermann
    Gerrit Wustmann
    Christian Kreis
    Christine Hoba
    Herbert Hindringer
    Erec Schumacher
    Isobel Markus
    Felix Schiller
    Clemens Schittko
    Alban Nikolai Herbst
    Stefan Weidle
    Carolin Callies
    Sandra Hoffmann
    Benjamin Stein
    Karsten Krampitz
    Jürgen Nendza
    Evelyn Steinthaler
    Annette Mingels
    Achim Wagner
    Manja Präkels
    Ursula März
    Andreas Isenschmid
    Silke Andrea Schuemmer
    Norbert Kron
    Thea Dorn
    Simon Urban
    Stephanie von Hayek
    Bettina Spoerri
    Norbert Stöbe
    Alexander Estis
    Dr. Michael Maar
    Daniel Schulz
    Cornelius Hartz
    Katja Sophia Ditzler
    Matthias Nawrat
    Elke Bludau
    Markus Ostermair
    Ronya Othmann
    Anna Yeli Schentke
    Susann Pasztor
    Carsten Otte
    Eldad Stobezki
    Günther Eisenhuber
    Markus Liske
    Walle Sayer
    Alem Grabovac
    Werner K. Bliß
    Anna Zhukovets
    Florian Voß
    Joachim Helfer
    Lars Reyer
    Andreas Öhler
    Safeta Obhodjas
    Joachim Feldmann
    Sabine Scholl
    Tanja Schwarz
    Thomas Kunst
    Manuela Reichart
    Elisabeth Wandeler-Deck
    Christine Wunnicke
    Dr. Franz Berzbach
    Bettina Balàka
    Tania Kibermanis
    Anselm Neft
    Dr. Eva Gesine Baur / Lea Singer
    Lisa Roy
    Karin Fellner
    Ingo Herzke
    Martin Beyer
    Julia Karnick
    Hendrik Jackson
    Sascha Anderson
    Leander Steinkopf
    Katja Huber
    Christa von Bernuth
    Elisa Aseva
    Stefanie Jacobs
    Fridolin Schley
    Natalia Sadovnik
    Thomas von Steinaecker
    Synke Köhler
    Jana Talke
    Stefan Melneczuk
    Yannic Han Biao Federer
    Bernd Hettlage
    Heidi von Plato
    Thomas Krüger
    Andrej Glusgold
    Kersten Flenter
    Heinz Helle
    Andrea Heuser
    Utz Rachowski
    Gert Loschütz
    Jürg Halter
    Mathias Nolte
    Gundula Schiffer
    Tanja Langer
    Zaia Alexander
    Thomas Meyer
    Tanja Weber
    Stefan Wimmer
    Thomas Palzer
    Stefan Schmitzer
    Hartmut El Kurdi
    Jochen Schimmang
    Susanna Partsch
    Jan Konnefke
    Daniela Kulot
    Birgit Müller-Wieland
    Christian Nürnberger
    Christoph Wenzel
    Anton G. Leitner
    Marcus Jensen
    Lutz Steinbrück
    Norbert Hummelt
    Marianne Sax
    Daniel Jaakov Kühn
    Lothar Struck
    Herwig Finkeldey
    Monique Schwitter
    Udo Feist
    Barbara Ostrop
    Frank Norten
    Beliban zu Stolberg
    Roland Koch
    Uli Kreikebaum
    Angelika Meier
    Margaux de Weck
    Lorena Simmel
    Ulrich van Loyen
    Lukas Hammerstein
    Hans-Ulrich Jörges
    Harry Nutt
    Daniela Engist
    Ursula Meyer-Pabst
    Klaus Anders
    Reinhard Mohr
    Klaus-Jürgen Liedtke
    Wolfgang Meyer-Hentrich
    Jochen Bender
    Stephan Wackwitz
    Jürgen Heimbach
    Robert Dölle
    Jan Christophersen
    Mareike Krügel
    Wolfgang Hegewald
    Jürgen Bauer
    Axel Reitel
    Marica Bodrožić
    Karin Ivancsics
    Olaf Müller
    Maike Wetzel
    Horst-Dieter Radke
    Uwe von Seltmann
    Achim Engelberg
    Johanna Wack
    Judith Merchant
    Henning Kober
    Tobias Lehmkuhl
    Chrizzi Heinen
    Achim Raven
    Ulrike Sabine Maier
    Christiane Körner
    Corinna T. Sievers
    Nirit Ben Joseph
    Julia Kissina
    Lou A. Probsthayn
    Lea Streisand
    Ulrich Noller
    Barbara Yelin
    Daniel Killy
    Juliana Bardolim
    Sergey Voronzov
    Jan Feddersen
    Ramona Ambs
    Gregor Hens
    Nadja Küchenmeister
    Ulrike Bail
    Roswitha Schieb
    Katharina Tiwald
    Jeanette Erazo Heufelder
    Daniel Anderson
    Gunter Weißgerber
    Matthias Weichelt
    Ulrike Schlue
    Ulrich Woelk
    Britta Boerdner
    Leif Greinus
    Thomas Medicus
    Jan Off
    Anja Hirsch
    Anne Arning
    Urszula Usakowska-Wolff
    Guido Rohm
    Aliana Brodmann
    Elisa Edler
    Julia Dathe
    Boris Schumatsky
    Barbara Staudacher
    Heinz Högerle
    Bettina v. Minnigerode
    Heike Pohl
    Monika Vasik
    Carlo Gentile
    Michael Wäser
    Dr. Roland Kaufhold
    Sandra Marie Heppes
    Florian Wacker
    Olaf Jahnke
    Dr. Björn Weyand
    Christoph Kleinhubbert
    Katrin Seddig
    Elisabeth Richter
    Sabine Belz
    Martin Tschepe
    Nicolai von Schweder-Schreiner
    Frank Böttcher
    Georg Leß
    Gerd Berghofer
    Prof. Dr. Rainer Eckert
    Romina Nikolić
    Axel Holst
    Uta Ackermann
    Rainer Eckert
    Klaus Reichert
    Andreas Wilink
    Hannelore Brenner-Wonschick
    Clint Lukas
    Pascal Echt
    Michael Wuliger
    Jörn Birkholz
    Monika Deutz-Schroeder
    Prof. Dr. Klaus Schroeder
    Hanna Schott
    bibo Loebnau
    Stefan Wirner
    Ellen Widmaier
    Hans Hütt
    Christoph Marx
    Lisa-Marie Dickreiter
    Ingrid Müller-Münch
    Klaus Scholz
    Gesine Palmer
    Titus Meyer
    Kathrin Blum
    Ute Krause
    Paul Köhler
    Anja Kapunkt
    Margot Weber
    Günther van Endert
    Michael Opielka
    Arnd Pollmann
    Dr. Peter Böthig
    Harry Oberländer
    Michaela Maria Müller
    Dr. Knut Boeser
    Anke Loose
    Ruth Herzberg
    Sven j. Olsson
    Olga Radetzkaja
    Mario Pschera
    Wolfgang Mayr
    Ulrich Leinz
    Christoph Müller-Hofstede
    Marcus Hammerschmitt
    Anna Herzog
    Caroline Wahl
    Manfred Maurenbrecher
    Sebastian Christ
    Agnieszka Lessmann
    Axel von Ernst
    Michael-André Werner
    Claudia Tebel-Nagy
    Jan-Eike Hornauer
    Ingeborg Robles
    Ebba D. Drolshagen
    Leander Scholz
    Barbara Weidle
    Silke Tobeler
    Ursula Fricker
    Gabriele Weingartner
    Heinrich Beutler
    Lothar Kittstein
    Carsten Hueck
    Frank Jöricke
    Elisabeth Richter
    Susanne Abel
    Stefan Monhardt
    Marie Velden
    Jan Zweyer
    Thomas Polke
    Fitzgerald Kusz
    Bettina Wilpert
    Sabine Rennefanz
    Philipp Schönthaler
    Andreas Paschedag
    Felix Mennen
    Silke Grundmann-Schleicher
    Maren Friedlaender
    Beate Klöckner
    Angela Zumpe
    Christian Buckard
    Anne Wieser
    Thomas Frankenfeld
    Ingo Držečnik
    Henning Ahrens
    Charlotte van der Mele
    Jess Jochimsen
    Peter Metz
    Karen Nölle
    Ariadne von Schirach
    Ulrike Janssen
    Julia Schröder
    Dirk Raulf
    Nils Langhans
    Karen-Susan Fessel
    Svenja Leiber
    Harald Welzer
    Alexander Keppel
    Maruan Paschen
    Raban Ruddigkeit
    Susanne Lütje
    Janine Adomeit
    Franz-Michael Konrad
    Christoph Rösner
    Sabine Rothemann
    Julya Rabinowich
    Ursula Flacke
    Jayne Ann Igel
    Karin Betz
    Christoph Lode
    Bettina Fischer
    Numi Teusch
    Rebekka Kricheldorf
    Klaus Gietinger
    Tamar Noort
    Àxel Sanjosé
    Florian Felix Weyh
    Dr. Karina Urbach
    Hazel Rosenstrauch
    Philip Meinhold
    Susanne Fritz
    Gabriele Haefs
    Kristin Derfler
    Dr. Pablo Hagemeyer
    Richard Wolf
    René Kohl
    Anja Kampmann
    Simon Strauss
    Jürgen Jakob Becker
    Clemens Böckmann
    Klaus Gasseleder
    Irina Bondas
    Paul Brodowsky
    Fritz Ostermayer
    Mareice Kaiser
    Jörg Schieke
    Annette Hess
    Elisabeth Pfister
    Dieter Schönecker
    Jasper Nicolaisen
    Martin Prinz
    Lorenz Beckhardt
    Andreas Götz
    Norbert Ney
    Daniela Dröscher
    Oliver Pfohlmann
    Lars Hartmann
    Dr. Julian Engelbert
    Johannes Groschupf
    Florian Beckerhoff
    Nicola Stuart
    Steffen Greiner
    Dr. Gunda Windmüller
    Lydia Mischkulnig
    Daniel Bayerstorfer
    Caroline Danneil
    Mario Giordano
    Jutta Dornheim
    Volker Surmann
    Christine Richter-Nilsson
    Bo Magnus Nilsson
    Rudolf Georg
    Peter Lampe
    Sascha Preiß
    Dr. Barbara Beuys
    Cordt Schnibben
    Anne Rabe
    Gerhard J. Rekel
    Dietmar Pieper
    Radek Krolczyk
    Sirka Elspaß
    Bernhard Klaffke
    Hartmann Schmige
    Aram Lintzel
    Klaus Walter
    Gabriele Leupold
    Ursula Hahnenberg
    Carola Moosbach
    Matthias Strobel
    Rayk Wieland
    Jens Rosteck
    Barbara Maria Kloos
    Werner von Bergen
    Ankalina Dahlem
    Renate Wichers
    Jörg Sundermeier
    Frank Schorneck
    Alissa Walser
    Micaela Jary Gabriel / Michelle Marly
    Ulrike Damm
    Werner Strodthoff
    Peter Rehberg
    György Dalos
    Ralph Dutli
    Andreas Nentwich
    Martin Piekar
    Sharon Adler
    Leander Sukov
    Werner Strodthoff
    Claudia Kohlus
    Uwe Wilhelm
    Steffen Weinert
    Eva-Mair Holmes
    Stephan Lohse
    Heinz Sünder
    Siegfried Völlger
    Péter Palátsik
    Volker Breidecker
    Hans Wagenmann
    Dr. Jörg-Philipp Thomsa
    Katharina Raabe
    Svenja Gräfen
    Caca Savić
    Barbara Zeizinger
    Manuela Runge
    Dr. Elvira Grözinger
    Michael Lemling
    Anastasia Tikhomirova
    Franz Dobler
    Ela Meyer
    Ulrich Peltzer
    Helga Kurzchalia
    Dr. Ute Cohen
    Jan Schönherr
    Tamara Stajner
    Dr. Alexander Graeff
    Julia Mantel
    Olaf Schwarzbach
    Sibylle Möllering Kaldewey
    Annika Scheffel
    Hans Jörg Wangner
    Reinhard Kaiser-Mühlecker
    Katharina Tanner
    Dr. Sabine Baumann
    Jennie Seitz
    Verena Güntner
    Sonja Vandenrath
    Max Christian Graeff
    Matthias Unger
    Clemens Fobian
    Martin M. Coers
    Amir Gudarzi
    Hanna Frey
    Almut Tina Schmidt
    Heike Wolpert
    Angelika Andruchowicz
    Thomas Stangl
    Jan Süselbeck
    Hans Thill
    Alf Mentzer
    Thomas E. Schmidt
    Andrea Schomburg
    Rüdiger Bertram
    Christiane Lange
    Dr. Thomas Wohlfahrt
    Axel Scheffler
    Sabine Küchler
    Marjana Gaponenko
    Klaus Herker
    Knut Schaflinger
    Frank Hornung
    Fritz Hendrick Melle
    Sarah Khan
    Michael Jordan
    Marion Kollbach
    Dr. Volker Weichsel
    Michael Kursiefen
    Doron Rabinovici
    Bernhard Setzwein
    Isabella Straub
    Margitt Lehbert
    Peter Praschl
    Ulrike Kolb
    Leah Carola Czollek
    Ulrike Bliefert
    Lisette Buchholz
    Uwe Wittstock
    Sujata Bhatt
    Frank Keil-Behrens
    Rolf Löchel
    Till Raether
    Doris Liebermann
    Mark Monheim
    Karin Wieland
    Anne Otto
    Sabine Gruber
    Ella Carina Werner
    Emma Braslavsky
    Lucy Guth
    Konstantin Moreth
    Ulrike Schrimpf
    Tilman Tarach
    Ernest Wichner
    Martin Westenberger
    Kemal Rijken
    Barbara Bisicky-Ehrlich
    Peter Donath
    Boris Greff
    Lasse Samström
    Ludwig Steinherr
    Ulrike Schimming
    Astrid Ruppert
    Erika Wimmer
    Walburga Hülk
    Peter Stephan Jungk
    Lars Birken-Bertsch
    Regina Dyck
    Ali Can
    Sabine Voß
    Matthias Klaß
    Annette Koschmieder
    Heinz Gess
    Johanna Schwering
    Heike Klapdor
    Gila Lustiger
    Friedemann Karig
    Jay Monika Walther
    Inge Fasan
    Sina Scherzant
    Maris Pfeiffer
    Thomas Diecks
    Gisbert Amm
    Stefanie Sourlier
    Jonas Lüscher
    Christoph Münch
    Ingeborg Bellmann
    Heiko Werning
    Kostja Schibrowski
    Tobias Schwartz
    Martina Wildner
    Thilo Schmid
    Dr. Thomas H. Bäumler
    Andreas Wolfgang Lenzmann
    Maren Schönfeld
    Christine Sterly-Paulsen
    Ilinca Florian
    Carsten Hueck
    Urs Heftrich
    Mariusz Lata
    Dr. Elvira Grözinger
    Dr. Karl E. Grözinger
    Torsun Burkhardt
    Heike Wolff
    Franziska Raimund
    Hans Raimund
    Cecilia Dreymüller
    Heike Willingham
    Nora Lachmann
    Katrin Askan
    Olaf Guercke
    Johann Reißer
    Daniela Danz
    Juliane Beer
    Anna Katharina Hahn
    Antje Schrupp
    Michael Schmitt
    Daniel Siemens
    Frauke Meyer-Gosau
    Khosro Kiyanrad
    Sarah Kiyanrad
    Anton Humpe
    Nikola Anne Mehlhorn
    Nika Bertram
    Birgit Meinhard-Schiebel
    Christian Linker
    Regine Bielefeldt
    Ulf Schmidt
    Dorota Stroińska
    Silvia Krautz
    Anna Herzig
    Eric Pfeil
    Dr. Stefanie Gödeke
    Thomas Schmid
    Kersty Grether
    Dorit Linke
    Susann Reck
    Dominik Dombrowski
    Fédéric Schwilden
    Birgit Hofmann
    Wolfram Fleischhauer
    Sandra Hubinger
    Anselm Bühling
    Eva Marburg
    Jesse Falzoi
    Jan Bürger
    Petra Lölsberg
    Alexander Karschnia
    Alexander Makowka
    Anne Liepold
    Horst Samson
    Dorota Danielewicz
    Marion Gay
    Joachim Güntner
    Martin Krauss
    Jürgen Walther
    André Förster
    Timo Galki
    Doris Hermanns
    Catalina Rojas Hauser
    Emilia Smechowski
    Hans Peter Roentgen
    Bela Chekurishvili
    Ira Panić
    Brigitte Baur
    Esther M. Hormann
    Guido Block-Künzler
    Silke Bicker
    Christian Wolter
    Petra Staufer
    Albert Ostermaier
    Andreas Altmann
    Volker Weiß
    Wienke Treblin
    Tobias Herold
    Judith Poznan
    Barbara Zeman
    Brigitte Schönfelder
    Christopher Just
    Ela Meyer
    Katharina Adler
    Eva Müller
    Gabriela Schlesiger-Imbery
    Nina Sillem
    Niklas Frank
    Dagmar Leupold
    Eva Zahn
    Volker A. Zahn
    Dr. Christoph Palmer
    Peter Gerdes
    Mariusz Hoffmann
    Richard Schuberth
    Romana Ganzoni
    Joachim Geil
    Guido Gin Koster
    Sabrina Janesch
    Hannah Zufall
    Christoph Wortberg
    Hans-Joachim Hahn
    Martin Bretschneider
    Tobias Gohlis
    Ulrike Ackermann
    Michaela Gröner
    Iris Schürmann-Mock
    Eva Seck
    Luise F. Pusch
    Isabel Rohner
    Kerstin Hensel
    Mario Apel
    Anna Hetzer
    Lothar Wolfram Teufel
    Andreas Püttmann
    Dr. Karl Adam
    Anna Ohnweiler
    Jonas Engelmann
    Birgit Böllinger
    Pjotr Olev
    Anja Frisch
    Andrea Stoll
    Andreas Heinzel
    Nikolai Klimeniouk
    Daniel Ketteler
    Birgit Birnbacher
    Myriam Halberstam
    Stefanie de Velasco
    Heike Duken
    Ute Cohen
    Angelika Reitzer
    Philipp Theisohn
    Anna Ruhe
    Jens Wonneberger
    Maxim Leo
    Thomas Zirnbauer
    Ivonne Keller
    Samuel Schwarz
    Alexander Kappe
    Gisela von Wysocki
    André Gstettenhofer
    Jane Wels
    Ada Badey
    Carlo Spiller
    Lorenz Stassen
    Lukas Münich
    Hans v. Seggern
    Marlen Hobrack
    Julia Trompeter
    Konrad H. Roenne
    Angela Richter
    Marius Hulpe
    Svenja Herrmann
    Lea Gottheil
    Ludger Weß
    Andrea O'Brien
    Josef Reindl
    Martin A. Völker
    Sigrid Vagt
    Christian Deutschmann
    Alexander Rudow
    Gertrud Leutenegger
    Bernd Brunner
    Dr. Martina Weyrauch
    Franziska Haug
    Gabriele Fahr-Becker
    Angie Westhoff
    Barbara Zeizinger
    Dr. Lothar Quinkenstein
    Hermann Ühlein
    Reiner Engelmann
    Manfred Hess
    Bernd Ohm
    Susanne Jaspers
    Frank Himmel
    Nicole Joens
    Mathias Kopetzki
    Clemens Heni
    Julien Reitzenstein
    Gudrun Perko
    Willi Wottreng
    Christoph Motog
    Frank Sorge
    Klaus Kowalke
    Susanne Meysick
    Oliver Grau
    Simone Scharbert
    Dietmar Wiesner
    Ole Frahm
    Andreas Steffens
    Volker Oldenburg
    Alexandru Bulucz
    Jana Mikota
    Jona Spreter
    Ivana Sokola
    Claudia Tebel-Nagy
    Greta Godberg
    Christina Ziegler
    Danny Dziuk
    Thomas Gsella
    Sebastian Adam
    Dietmar Engelberth
    Ralph Gerstenberg
    Hermann Kretzschmar
    Thomas Köck
    Sylvia Engelmann
    Léonce W. Lupette
    Rasmus Engler
    Angela Richter
    Felix Kauf
    Maja Loewe
    Händl Klaus
    Thomas Empl
    Bettina Rolfes
    Wolfgang Templin
    Jörg Thadeusz
    Anna Baar
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    Caro Wiesauer
    Gudrun Perko
    Bettina Hartz
    Nadine Schneider
    Manuel Karasek
    Andrea Karimé
    Dr. Martin Jander
    Barbara Schleth
    Rainer René Mueller
    Dirk Metz
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    Felix Haas
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    Boris Kerenski
    Sarah Schmidt
    Julia Grinberg
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    Ulla Bayerl-Ost
    Steffi Kammermeier
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    Mirko Bonné
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    Kristin T. Schnider
    Anna Hoffmann
    Oliver Bukowski
    Christian Uetz
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    Hung-min Krämer
    Nora Zapf
    Herbert J. Wimmer
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    Michael Groenewald
    Uta Köbernick
    Leonhard Horowski
    Claudia Freund
    Wolfgang Wenger
    Ruth Loosli
    Hubert Lang
    Helge Drafz
    Benedikta zu Stolberg
    Angela Stoll
    Tommie Goerz
    Laila Stieler
    Lilian Ranc
    Frank Schlüter
    Nadine Meyer
    Stephanie Haerdle
    Dirk Laucke
    Marion Tauschwitz
    Ulrich Beck
    Franziska Beyer-Lallauret
    Bettine von Borries
    Wolfgang Ferchl
    Nuran David Calis
    Monika Littau
    Bettina Pohlmann
    Monika Deutz-Schroeder
    Klaus Schroeder
    Lea Martin
    Andrea Dobrowolski
    Franz Wittenbrink
    Gudrun Seidenauer
    Vincent Numberger
    Katerina Poladjan
    Hilga Wesle
    Evelyn Böhmer-Laufer
    Matthias Naumann
    Alke Müller-Wendlandt
    Frank Olbert
    Alex Aßmann
    Dr. Dunja Melčić
    Eva Brunner
    Thomas Kraft
    Xenia Frenkel
    Timo Brandt
    Alex Herzog
    Bernd Gieseking
    Tina Pruschmann
    Barbara Zechel
    Dominik Flammer
    Mario Kessler
    Norbert W. Schlinkert
    Sabine Schiffner
    Uli Hannemann
    Martin Becker
    Sonja Finck
    Florian Schneider
    Jörn Klare
    Dr. Eva Weissweiler
    Gero Ulbricht
    Katharina Körting
    Julia Kröhn
    Rolf Silber
    Angelika Wittlich
    Lothar Trampert
    Katinka Buddenkotte
    Sarah Kuratle
    Regina E.G. Schymiczek
    Bettina Rolfes
    Donata Rigg
    Klaus Gröner
    Thomas Maess
    Matthias Hufnagl
    Maja Wiens
    Günter Rohrbach
    Cordula Stratmann
    Julia Wolf
    Frank Schablewski
    Anna Breitenbach
    Victor Witte
    Christian Dörr
    Jenny Schrödl
    Annika Nickenig
    Thomas Grasberger
    Maren Jungclaus
    Lothar Kowalke
    Jean-Michel Räber
    Michael Quast
    Johanna Kaptein
    Marlene Gölz
    Gina Bucher
    Daniel Holbe
    Claudia Nentwich
    Alexander Wasner
    Jamal Tuschick
    Irmy Schweiger
    Andrea Zielinski
    Sarah Nemitz
    Lutz Hübner
    Elke Reichart
    Jörg Piringer
    Maxi Obexer
    Frank Hertweck
    Michael Kannenberg
    Daniela Janjic
    Nora Hoch
    Birgit Schmitz
    Mitch Cohen
    Anja Maier
    Silvia Pistotnig
    Daniel Nipshagen
    Ernst Reuß
    Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker
    Katharina Unteutsch
    Gabriel Wolkenfeld
    Christa Schuenke
    Doris Wiesenbach
    Dr. Christian Rotta
    Henriette Vàsàrhelyi
    Nora Mercurio
    Matthias Ulmer
    Eckhart Holzboog
    Astrid Vehstedt
    Philipp Haußmann
    Melanie Hubermann
    Christina von Braun
    David Jacobs
    Olaf Petersenn
    Uwe Friesel
    Dana Ranga
    Monika Osberghaus
    Claudia Bitter
    Jürgen Nola
    Dirk Allgaier
    Kurt Drawert
    Judith Zander
    Laurenz Bolliger
    Wolfgang Matz
    Stefan Ulrich Meyer
    Elisabeth Edl
    Manfred Pfister
    Hedwig M. Binder
    Sybille Wittmann
    Sigi Lieb
    Rainer Würth
    Volker Heigenmooser
    Frank Habrik
    Martin Graf
    Halim Youssef
    Ulrich Straeter
    Katharina Reschke
    Thedel v. Wallmoden
    Esther Schapira
    Georg M. Hafner
    Alfred Miersch
    Axel Dunker
    Volker Dittrich
    Dirk Rehm
    Dorothea Renckhoff
    Christina Schöffler
    Sonia Seymour Mikich
    Tobias Bock
    Mirjam Wittig
    Moritz Klein
    Marina Frenk
    Christoph Bartmann
    Martin Zingg
    Martin Schult
    Sophie Albers
    Ralf Nestmeyer
    Ursula Teicher-Maier
    Jan Maria Greven
    Regina Nössler
    Ulrike Klausmann
    Meike Stoverock
    Björn Högsdal
    Anetta Kahane
    Dietrich Hahne
    Folkert Roggenkamp
    Brenda Strohmaier
    Ruth Wyneken
    Peter Reuter
    Nele Heyse
    Khyana el Bitar
    Marc Ottiker
    Susanne Lilienfeldt
    Loretta Stern
    Annette Simon
    Angelika Hensgen
    Michaela Wallner
    Andreas Reimann
    Antje Kunstmann
    Moritz Kirschner
    Geraldine Gutiérrez-Wienken
    Christine Fehér
    Mareike Barmeyer
    Kathrin Lagatie
    Miron Tenenberg
    Susanne Konrad
    Michael Butty
    Martin Herrmann
    Eva Wal
    Thilo Bock
    Gert Heidenreich
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    Odile Kennel
    Maren Ruben
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    Erwin Jurtschitsch
    Jost Baum
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    Katja Leyrer
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    Dieter Eisenmann
    Rüdiger Sturm
    Dr. Michael Krämer
    Matt Grandis
    Barbara Imgrund
    Roland Spranger
    Dr. Bernd Krebs
    Johannes Albendorf
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    Sibylle Nägele
    Dr. Anna Richter
    Dr. Alice Brauner
    Christoph Becker
    Gabriel Berger
    Dagmar Ploetz
    Jens-Jürgen Ventzki
    Gisbert Strotdrees
    Alexander Langheiter
    Laurenz Bolliger
    Angela Hildebrandt
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    Bastian Schneider
    Ewa Czerwiakowski
    Johann Voß
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    Erik Hauth
    Benedikt Dyrlich
    Annemarie Regez
    Katja Kullmann
    Dr. André Bastian
    Hans-Henner Hess
    Robert Brack
    Angelika Klammer
    Karl Flender
    Prof. Dr. Jochen Hörisch
    Niklas Bender
    Annette Feldmann
    Martina Bilke
    Karin Duve
    Isolde Sammer
    Richard Obermayr
    Birgit Erdmann
    Prof. Dr. Harro Zimmermann
    Almut Baumgarten
    Felice Fey
    Michael Bresser
    Dr. Günter Müchler
    Marion Kohler
    Dorothee Krämer
    Christiane Reichart-Burikukiye
    Susanne Schleyer
    Jona Dreyer
    Artur Weigandt
    Viktoria von dem Bussche
    Richard Reitinger
    Prof. Dr. Markus Krajewski
    Jimi Lend
    Rolf Schönlau
    Gerhard Schweppenhäuser
    Ruben Wickenhäuser
    Olaf Kraemer
    Moritz Gause
    Thomas Bockelmann
    Juliane Sophie Kayser
    Gabriela Fenyes
    Jim Baker
    Gisela Heidenreich
    Michael Hagner
    Ilona Bubeck
    Alexandra von Grote
    Maria Knissel
    Prof. Carl Frech
    Sabine Gronover / Frida Gronover
    Lukas Meschik
    Christian Eckstein
    Thorsten Palzhoff
    Matthias Lohre
    Gabriele Gillen
    Melitta L. Roth
    Katrin Lange
    Katrin Dirschwigl
    Andreas Weihe
    Doris Wirth
    Prof. Dr. Cornelia Krause-Girth
    Frederice Klinge
    Margit Hähner
    Gregor Schwering
    Melanie Katz
    Marc Djizmedjian
    Brigitte Neumann
    Andreas Rumler
    Sanja Abramović
    Alexander Adolph
    Jens-Jürgen Ventzki
    Christiane Carstens
    Jürgen Streich
    Dr. Lars Henrik Gass
    Dr. Patricia Falkenburg
    Jens-Holger Hoppx
    Natacha Dagneaud
    Katja Brunner
    Kornelia Koepsell
    Kai Marchal
    Eva Quistorp
    Eve Stockhammer
    Olaf Kühl
    Elke Hauck
    Angelika Oppenheimer
    Dr. Eva C. Schweitzer
    Wilhelm Gruber
    Dr. Marcin Wiatr
    Jochen Strodthoff
    Naomi Schenck
    Anath Pollak
    Dr. Hanspeter Knirsch
    Christian Pfarr
    Andreas Kossert
    Jeanne Szilit
    Tabea Steiner
    Susanne Komfort-Hein
    Chris Silber
    Matthias Schamp
    Anselm Gerhard
    Barbara Leciejewski
    Rosemarie Zens
    Nikolaus Günter
    Dr. Jörg Platiel
    Paul Auer
    Rita Hausen
    Fred Grimm
    Kurt Roessler
    Dr. Henry Sapparth
    Ruth Rehmet
    Gottfried Meyer-Thoss
    Ksenia Polouektova-Krimer
    Prof. Dr. Franz-Josef Deiters
    J. Heinrich Heikamp
    Alwa Glebe
    Hanna Sukare
    Josef Oberhollenzer
    Anne Jelena Schulte
    Matthias Brenner
    Kay Löffler
    Prof. Dr. Jürgen Ritte
    Elisabetta Abbondanza
    Ulrich Werthern
    Rolf Thum
    Till Tannhäuser
    Marco Sagurna
    Frank Lingnau
    Rudolf Bussmann
    Volker Skierka
    Gerold Hildebrand
    Moritz Heger
    Alfons Huckebrink
    Lea Rothdach
    Andrea von Treuenfeld
    Wiebke Eden
    Hannah Glaser
    Sven Kabelitz
    Annina Haab
    Eckart Hoffmann
    Anne-Marie Kenessey
    Claudia Marquardt
    Martina Kieninger
    Martina Clavadetscher
    Peter Jamin
    Frank Witzleben
    Andreas Meier zu Hörstmar
    Volker Lüdecke
    Hasune El-Choly
    Martin Heckmanns
    Michaela Hueber
    Gerald Fiebig
    Lidia Zimmermann
    Rainer Barczaitis
    Julia Bielenberg
    Eckart Engler
    Anaïs Meier
    Petra Blossey
    Hans-Walter Voigt
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    Bettina Erasmy
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    Dr. Michael Kettenring
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    Carmen Achter
    Lena Müller
    Wolfgang Heyder
    Mirko Kussin
    Justina Hoegerl
    Natalia Breininger
    Frank Apunkt Schneider
    Tina Stroheker
    Wiebke Eden
    Liliane Koch
    Renate Görgen
    Arndt Himmelreich
    Norbert Schmacke
    Armin Schäfer
    Steffen Möller
    Stephanie Heimgartner
    Gabriela Hermer
    Olav Amende
    Manuel Herder
    Simon Biallowons
    Philipp Lindinger
    Adriana Stern
    Maren Lickhardt
    Edmund Jacoby
    Judith Schifferle
    Lilian Peter
    Christiane Altenburg
    Thomas Blubacher
    Klaus Hensel
    Kristina Rössler-Lehnhoff
    Julia Weber
    Christoph Janacs
    Stefan Bollmann
    Bernhard Hartmann
    Alwin Meyer
    Joachim Speidel
    Karl-Heinz Ott
    Theresia Walser
    Agnes Krup
    Alfons Winkelmann
    Anke Dörsam
    Amir Shaheen
    Stand: 06.11.2023, 21:15

    Info: http://www.offener-brief-israel-literaturbetrieb.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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