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08.11.2023

Australien: Neues Gesetz droht Meinungsfreiheit und Demokratie zu zerstören

freedert.online, 8 Nov. 2023 10:59 Uhr, Von Augusto Zimmermanna

Die australische Regierung hat jüngst einen neuen Gesetzesvorschlag eingebracht, der ein Verbot offiziell nicht genehmigter Online-Inhalte vorsieht. Von digitalen Unternehmen wird erwartet, dass sie einen Verhaltenskodex annehmen, der sie zur Zensur von Sprache auf der Grundlage breiter, vager und weitreichender Richtlinien veranlasst.


Quelle: AFP © DAVID GRAY


Australiens Repräsentantenhaus in der Hauptstadt Canberra


Der 29-seitige Gesetzesentwurf trägt den Titel: "Änderung der Kommunikationsgesetzgebung (Bekämpfung von Fehlinformationen und Desinformation) 2023. Die Richtlinien sollen digitale Plattformen gesetzlich dazu verpflichten, angebliche "Fehlinformationen" und "Desinformationen" zu überwachen. Sollte dies nicht funktionieren, sieht der Gesetzesvorschlag die volle Ermächtigung der australischen Kommunikations- und Medienbehörde (ACMA) vor, direkt einzugreifen, um "Schaden" zu verhindern.


In Abschnitt 2 des vorgeschlagenen Rechtsakts wird der Begriff "Schaden" wie folgt definiert (Seite 10):

  • (a) Hass gegen eine Gruppe der australischen Gesellschaft aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion oder körperlicher oder geistiger Behinderung;
  • (b) Störung der öffentlichen Ordnung oder Gesellschaft in Australien;
  • (c) Beeinträchtigung der Integrität der demokratischen Prozesse in Australien oder der Institutionen des Commonwealth, des Bundesstaates, des Territoriums oder der lokalen Regierung;
  • (d) Schädigung der Gesundheit von Australiern;
  • (e) Schädigung der australischen Umwelt;
  • (f) wirtschaftlicher oder finanzieller Schaden für Australier, die australische Wirtschaft oder einen Sektor der australischen Wirtschaft.

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Das konzeptionelle Nutzen der Begrifflichkeit "Schaden", mit dem der Gesetzentwurf argumentiert, ist illusorisch, denn sein vorgegebener Inhalt würde bei entsprechender Umsetzung subjektiv von einer mächtigen Regierungsbehörde bestimmt. Die Definition dessen, was Schaden ist und was nicht, ist dehnbar und kann je nach den vorherrschenden Ansichten der ACMA-Behörde variieren. Letztlich könnte jede Art von Rede, mit der die Regierung nicht einverstanden ist, als "schädlich" eingestuft werden. Wenn beispielsweise die "Störung der sozialen Ordnung" als ernsthafter Schaden bezeichnet wird, könnte dies so interpretiert werden, dass die Organisation legitimer politischer Proteste unterbunden wird. Dies könnte sicherlich zur Unterdrückung legitimer politischer Äußerungen verwendet werden, die Teil einer funktionierenden Demokratie sein sollten.

Vor allem würde die ACMA weitreichende Befugnisse erhalten, um von jeder Person zu verlangen, zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ihrer Wahl zu erscheinen, um Fragen zu Fehlinformationen oder Desinformationen zu beantworten. Zu diesen Befugnissen gehören Mitteilungen über Verstöße, Abhilfemaßnahmen, einstweilige Verfügungen und zivilrechtliche Strafen, einschließlich Geldstrafen von bis zu 350.000 Dollar für Einzelpersonen und rund 1,75 Millionen Dollar für Unternehmen. In Fällen von mutmaßlich "extremem Schaden" können auch strafrechtliche Sanktionen, einschließlich Haftstrafen, verhängt werden.

Die in diesem Gesetzesvorschlag enthaltenen Bestimmungen setzen die Kommunikation und das Leben von Freidenkern, Menschenrechtsverteidigern, unabhängigen Journalisten und normalen Bürgern einem ständigen Risiko aus. Sie stehen in direktem Widerspruch zu dem Rat internationaler Menschenrechtsexperten, dass "allgemeine Verbote der Verbreitung von Informationen, die auf vagen und zweideutigen Ideen beruhen, einschließlich 'falscher Nachrichten' oder 'nicht objektiver Informationen', mit den internationalen Standards für Einschränkungen der Meinungsfreiheit unvereinbar sind … und abgeschafft werden sollten".

Es ist dabei mehr als bemerkenswert, dass die australische Regierung von den vorgeschlagenen Rechtsvorschriften ausgenommen ist. Daher werden die von der Regierung veröffentlichten Inhalte niemals als "Fehlinformationen" betrachtet, während Kritik an der Regierung durch normale Bürger als solche gelten kann. Es ist sicherlich ironisch, dass Ansichten, die mit der von der Regierung bevorzugten Darstellung unvereinbar sind, als "schädlich" für die Integrität der australischen Demokratie angesehen werden könnten, da dies Rede und Ausdrucksverhalten verbieten würde, die für die Aufrechterhaltung der demokratischen Prozesse unerlässlich sind.


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In ihrer zwölfseitigen Eingabe an den Law Council – einer Vereinigung von Anwaltskammern aus den Bundesstaaten und Territorien Australiens – erklärt die Victorian Bar Anwaltskammer, dass die vorgeschlagene und eingebrachte Gesetzgebung effektiv ein "ungleiches Spielfeld zwischen Regierungen und anderen Rednern" schaffe, das Regierungskritiker im Vergleich zu Regierungsbefürwortern benachteiligt. "Die Einmischung des Gesetzentwurfs in die Selbstverwirklichung der freien Meinungsäußerung wird in erster Linie durch die abschreckende Selbstzensur erfolgen, die er unweigerlich bei den einzelnen Nutzern der betreffenden Dienste hervorrufen wird", so die Victorian Bar, die Anwaltskammer des australischen Bundesstaates Victoria darlegend.

Vor allem wird die Durchsetzung der vorgeschlagenen Gesetzgebung durch die ACMA unweigerlich die Diskussion kontroverser Themen behindern, vor allem wenn sie Kritik an der Politik und den Maßnahmen der Regierung beinhalten. Dieses Szenario wird wahrscheinlich eintreten, wenn die beanstandete Rede mit der offiziellen Darstellung der Regierung unvereinbar ist. Die vorgeschlagene Gesetzgebung zielt also auf diejenigen ab, die lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen und die Zweckmäßigkeit von Regierungsentscheidungen und -maßnahmen kritisch beurteilen.

Zu den weiteren Bedenken gegen die vorgeschlagene "Fehlinformations"-Gesetzgebung gehören die Möglichkeit, die Tätigkeit von Internetunternehmen in Australien auszusetzen, wenn sie den geschaffenen Verpflichtungen nicht nachkommen, sowie die Verschärfung der strafrechtlichen Sanktionen für Verleumdung und Diffamierung, die mit internationalen Menschenrechtsstandards unvereinbar sind.

Unverkennbar, stellt die vorgeschlagene Gesetzgebung einen ernsthaften Angriff auf das demokratische Recht der Australier auf freie Meinungsäußerung dar. Digitale Plattformen werden gesetzlich verpflichtet, die Diskussion von Kommentatoren über kontroverse Themen zu überwachen. Im Rahmen dieser "Fehlinformations"-Gesetzgebung wird jede ehrliche und solide Debatte über die Politik der Regierung faktisch verboten sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Freiheit der politischen Kommunikation in Australien angegriffen wird. Wenn das Fehlinformations- und Desinformationsgesetz verabschiedet wird, dann wird die freie Meinungsäußerung von der australischen Regierung im Grunde genommen geächtet. Kurz gesagt, die Verabschiedung dieses Gesetzesvorschlags wird das Ende der echten Demokratie in Australien bedeuten. Die Australier werden im Grunde Zeuge der Umwandlung ihres repräsentativen Regierungssystems in eine weniger offene oder besser getarnte Form der Wahldiktatur.


Augusto Zimmermann ist Professor und Leiter des Fachbereichs Recht am Sheridan Institute of Higher Education in Australien, Präsident der WALTA - Legal Theory Association und ehemaliger Beauftragter für Rechtsreform bei der Rechtsreformkommission von Westaustralien


Mehr zum Thema - Bill Gates will Einführung der digitalen Identität in Afrika testen


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08.11.2023

Ein Brief an die New York Times am Samstag, den 4. Dezember 1948 von Albert Einstein, Hannah Arendt, Sidney Hook, et.al.

seniora.org, 08. November 2023

Bevor irreparabler Schaden durch finanzielle Zuwendungen, öffentliche Kundgebungen zu Gunsten Begins und die Erweckung des Eindrucks in Palästina, dass ein großer Teil Amerikas faschistische Elemente in Israel unterstützt, angerichtet wird, muss die amerikanische Öffentlichkeit über die Bilanz und die Ziele von Herrn Begin und seiner Bewegung informiert werden.

Einstein-Brief April 1948 - übernommen von archiv.org am 07.11.2023


Neue Palästina-Partei. Erörterung zum Besuch von Menachen Begin und Ziele dessen politischer Bewegung.

Ein Brief an die New York Times, veröffentlicht in der Rubrik "Bücher" (Seite 12) am Samstag, den 4. Dezember 1948 von Albert Einstein, Hannah Arendt, Sidney Hook, et.al.


AN DIE HERAUSGEBER DER NEW YORK TIMES:

Zu den beunruhigendsten politischen Phänomenen unserer Zeit gehört das Auftauchen der "Freiheitspartei" (Tnuat Haherut) im neu gegründeten Staat Israel, einer politischen Partei, die in ihrer Organisation, ihren Methoden, ihrer politischen Philosophie und ihrer sozialen Anziehungskraft den nazistischen und faschistischen Parteien sehr ähnlich ist. Sie ist aus den Mitgliedern und Anhängern der ehemaligen Irgun Zvai Leumi entstanden, einer terroristischen, rechtsgerichteten, chauvinistischen Organisation in Palästina.

Der derzeitige Besuch von Menachem Begin, dem Führer dieser Partei, in den Vereinigten Staaten soll offensichtlich den Eindruck erwecken, dass die Amerikaner seine Partei bei den kommenden israelischen Wahlen unterstützen, und die politischen Beziehungen zu konservativen zionistischen Elementen in den Vereinigten Staaten festigen. Mehrere Amerikaner von nationalem Ruf haben sich gemeldet, um seinen Besuch zu begrüßen. Es ist unvorstellbar, dass diejenigen, die den Faschismus in der ganzen Welt ablehnen, ihre Namen und ihre Unterstützung der von ihm vertretenen Bewegung hinzufügen könnten, wenn sie richtig über die politische Bilanz und die Perspektiven von Herrn Begin informiert wären.

Bevor irreparabler Schaden durch finanzielle Zuwendungen, öffentliche Kundgebungen zu Gunsten Begins und die Erweckung des Eindrucks in Palästina, dass ein großer Teil Amerikas faschistische Elemente in Israel unterstützt, angerichtet wird, muss die amerikanische Öffentlichkeit über die Bilanz und die Ziele von Herrn Begin und seiner Bewegung informiert werden.

Die öffentlichen Bekenntnisse von Begins Partei sind kein Hinweis auf ihren tatsächlichen Charakter. Heute spricht sie von Freiheit, Demokratie und Antiimperialismus, während sie bis vor kurzem noch offen die Doktrin des faschistischen Staates predigte. In ihren Taten verrät die terroristische Partei ihren wahren Charakter; aus ihren vergangenen Taten lässt sich ableiten, was von ihr in Zukunft zu erwarten ist.


Angriff auf ein arabisches Dorf

Ein schockierendes Beispiel war ihr Verhalten in dem arabischen Dorf Deir Yassin. Dieses Dorf, das abseits der Hauptstraßen liegt und von jüdischem Land umgeben ist, hatte sich nicht am Krieg beteiligt und sogar arabische Banden abgewehrt, die das Dorf als Stützpunkt nutzen wollten. Am 9. April (THE NEW YORK TIMES) griffen Terrorbanden dieses friedliche Dorf an, das kein militärisches Ziel in den Kämpfen war, töteten die meisten seiner Bewohner (240 Männer, Frauen und Kinder) und ließen einige von ihnen am Leben, um sie als Gefangene durch die Straßen Jerusalems zu führen. Der größte Teil der jüdischen Gemeinschaft war entsetzt über diese Tat, und die Jewish Agency sandte ein Entschuldigungstelegramm an König Abdullah von Transjordanien. Doch die Terroristen schämten sich keineswegs für ihre Tat, sondern waren stolz auf dieses Massaker, machten es weithin bekannt und luden alle ausländischen Korrespondenten, die sich im Land aufhielten, ein, sich die aufgehäuften Leichen und die allgemeine Verwüstung in Deir Yassin anzusehen.


Der Vorfall von Deir Yassin ist ein Beispiel für den Charakter und die Handlungen der Freiheitspartei.

Innerhalb der jüdischen Gemeinschaft hat sie eine Mischung aus Ultranationalismus, religiösem Mystizismus und rassischer Überlegenheit gepredigt. Wie andere faschistische Parteien haben sie dazu gedient, Streiks zu brechen, und haben selbst auf die Zerstörung freier Gewerkschaften gedrängt. An deren Stelle haben sie korporative Gewerkschaften nach dem Vorbild des italienischen Faschismus vorgeschlagen.

In den letzten Jahren der sporadischen antibritischen Gewalt haben die Gruppen IZL und Stern in der jüdischen Gemeinde Palästinas eine Schreckensherrschaft errichtet. Lehrer wurden verprügelt, weil sie sich gegen sie aussprachen, Erwachsene wurden erschossen, weil sie ihre Kinder nicht zu ihnen lassen wollten. Mit Gangstermethoden, Prügeln, Einschlagen von Fenstern und weit verbreiteten Raubüberfällen schüchterten die Terroristen die Bevölkerung ein und forderten einen hohen Tribut.

Die Leute von der Freiheitspartei haben keinen Anteil an den konstruktiven Errungenschaften in Palästina gehabt. Sie haben kein Land zurückgewonnen, keine Siedlungen gebaut und nur die jüdischen Verteidigungsaktivitäten behindert. Ihre vielbeachteten Einwanderungsbemühungen waren winzig und dienten hauptsächlich dazu, faschistische Landsleute ins Land zu holen.


Festgestellte Diskrepanzen

Die Diskrepanzen zwischen den kühnen Behauptungen, die jetzt von Begin und seiner Partei aufgestellt werden, und ihren bisherigen Leistungen in Palästina tragen die Handschrift keiner gewöhnlichen politischen Partei. Dies ist der unverkennbare Stempel einer faschistischen Partei, für die Terrorismus (gegen Juden, Araber und Briten gleichermaßen) und Falschdarstellung Mittel sind und ein "Führerstaat" das Ziel ist.

In Anbetracht der vorstehenden Überlegungen ist es zwingend erforderlich, dass die Wahrheit über Herrn Begin und seine Bewegung in diesem Land bekannt gemacht wird. Umso tragischer ist es, dass die oberste Führung des amerikanischen Zionismus sich geweigert hat, eine Kampagne gegen Begins Bestrebungen zu führen oder auch nur ihren eigenen Wählern die Gefahren aufzuzeigen, die sich aus der Unterstützung Begins für Israel ergeben.

Die Unterzeichnenden ergreifen daher die Gelegenheit, öffentlich einige wichtige Fakten über Begin und seine Partei darzulegen und alle Beteiligten aufzufordern, diese jüngste Manifestation des Faschismus nicht zu unterstützen.


ISIDORE ABRAMOWITZ,
HANNAH ARENDT,
ABRAHAM BRICK,
RABBI JESSURUN CARDOZO,
ALBERT EINSTEIN,
HERMAN EISEN, M.D.,
HAYIM FINEMAN, M. GALLEN, M.D.,
H.H. HARRIS,
ZELIG S. HARRIS,
SIDNEY HOOK,
FRED KARUSH,
BRURIA KAUFMAN,
IRMA L. LINDHEIM,
NACHMAN MAISEL,
SEYMOUR MELMAN,
MYER D. MENDELSON, M.D.,
HARRY M. OSLINSKY,
SAMUEL PITLICK,
FRITZ ROHRLICH,
LOUIS P. ROCKER,
RUTH SAGIS,
ITZHAK SANKOWSKY,
I.J. SHOENBERG,
SAMUEL SHUMAN,
M. SINGER,
IRMA WOLFE,
STEFAN WOLFE.


New York, 2. Dezember 1948


Es wird davon ausgegangen, dass dieses Werk als öffentliches Manifest oder offener Brief veröffentlicht wird, von dem nicht bekannt ist, ob es lizenziert ist.

Hinzugefügt am 2009-06-29 22:42:40

Kennung AlbertEinsteinBriefandieNewYorkTimes.Dezember41948

Identifier-ark:/13960/t5p84qx1x

Quelle: https://archive.org/details/AlbertEinsteinLetterToTheNewYorkTimes.December41948

Quelle: Text vom Original-MikrofilmPublic Domain
Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


Info: https://www.seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/ein-brief-an-die-new-york-times-am-samstag-den-4-dezember-1948-von-albert-einstein-hannah-arendt-sidney-hook-et-al?acm=3998_1989


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08.11.2023

Schlechtes Timing: Ukraine und Moldau haben ein Demokratie-Problem

lostineu.eu, vom 7. November 2023

Wenn die EU-Kommission ihre „Fortschrittsberichte“ zum geplanten Beitritt der Ukraine und Moldaus vorlegt, dann wird es auch um die Demokratie gehen. Ausgerechnet jetzt gibt es maassive Probleme.

So hat Präsident Selenskyj sich gegen Wahlen in seinem Land ausgesprochen. „Das ist nicht der Moment für Wahlen“, erklärte er mit Verweis auf den Krieg gegen Russland.

Zuletzt hatte Selenskyjs früherer Berater Oleksij Arestowitsch angekündigt, gegen ihn antreten zu wollen. Auch der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Saluschnyj, liebäugelt mit einer Kandidatur.

Selenskyj ist seit Mai 2019 im Amt. Wegen des Kriegsrechts waren die für Oktober vorgesehenen regulären Parlamentswahlen bereits ausgefallen. Ohne den Krieg stünden im kommenden März Präsidentschaftswahlen an.

Man darf gespannt sein, was die EU-Kommission zur „kriegsbedingt ausgesetzten Demokratie“ in der Ukraine sagt! Normalerweise sind Wahlen eine unabdingbare Voraussetzung für den EU-Beitritt.

Verwirrend ist die Lage auch in Moldau. Dort haben zwar gerade Kommunalwahlen stattgefunden. Doch die proeuropäische Regierungspartei PAS von Staatspräsidentin Maia Sandu hat eine schwere Schlappe erlitten.

Zudem stellt die OSZE fest, dass die prorussische Opposition massiv behindert wurde. Ihre Redefreiheit wurde eingeschränkt, einige Kandidaten durften erst gar nicht antreten. Zitat:

„The broad powers of the government commission for exceptional situations were used to restrict freedom of speech and association as well as the right to stand“.

Wie lässt sich das mit den demokratischen Spielregeln vereinbaren? Könnte es sein, dass eine Mehrheit der Moldauer gar nicht in die EU strebt – aber mit aller Macht dorthin „geschoben“ wird?

Die EU hat sogar extra einen Sondergipfel in Moldau ausgerichtet. Dabei war ganz viel von Geopolitik und von Russland die Rede – von Demokratie eher weniger. Kurz danach wurde die größte Oppositionspartei verboten…

Siehe auch „Der Bluff mit dem EU-Beitritt“

4 Comments

  1. Thomas Damrau
    8. November 2023 @ 07:51

    Wenn es um Demokratie und Menschenrechte geht, hat die EU inzwischen vollständig die US-amerikanische Sicht adoptiert: Bei der Verteidigung und Erweiterung der eigenen Einflusssphäre zweitrangig. Den Protest gegen Demokratie-Defizite hebt man sich für Autokraten auf, die die Geschäfte stören – und da kann auch mal ein demokratischer Staat auf die Schwarze Liste kommen, wenn seine Bevölkerung die Falschen wählt (siehe Iran, Chile, …).
    Umgekehrt fühlen sich Selenskyj und Sandu durch das permanente Schulterklopfen („Ihr seid die Speerspitzen der Demokratie.“) motiviert, die eigene Bevölkerung vor falschen Wahlentscheidungen zu schützen – nannte man früher Autokratie, aber …
    Und die EU-Kommission selbst ist ja immer froh, wenn sie die Wahl des Parlaments (Ergebnis ist eigentlich wurscht) hinter sich hat und dann wieder in Ruhe vor sich hin dekretieren kann – und nicht mehr Interesse am Willen der Bevölkerung simulieren muss.

Reply

  • Robby
    8. November 2023 @ 03:07

    Man muss auch dazu sagen, dass ohne die Korruption in den Ländern die EU, der Westen, nie einen Fuß in die Tür dort bekommen hätte.
    Da geht es nicht um Demokratie, da geht es um knallharte Geopolitik.
    Und der wird mit aller Härte geführt, siehe Ukraine.
    Aber Russland hat das wuchern dieses malignen Geschwürs gestoppt.
    Hätten unsere Eliten nur auf Putins Rede bei der MSC 2007 gehört, Hunderttausende Ukrainer würden noch leben.
    Aber was schert das den Toni?

    Reply

  • Arthur Dent
    7. November 2023 @ 21:54

    Postdemokratie eben

    Reply

    • ebo
      7. November 2023 @ 22:10

      Nein, beide Länder waren noch nie Demokratien im westlichen Sinn!


  • Info: https://lostineu.eu/schlechtes-timing-ukraine-und-moldau-haben-ein-demokratie-problem


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Flüchtlingskrise: Berlin legt sich mit allen an


    lostineu.eu, vom 7. November 2023

    Nach dem Bund-Länder-Gipfel will die Ampel-Regierung ihre Asyl- und Flüchtlingspolitik deutlich verschärfen. Dabei riskiert sie Streit mit allen Ebenen – von den Kommunen und Kreisen bis hin zur EU.

    Nach stundenlangen Beratungen hatte sich Kanzler Scholz mit den Ländern unter anderem darauf verständigt, Leistungen für Asylbewerber zu kürzen und die Kontrollen an den Grenzen zu Nachbarländern zu verlängern.

    Zudem soll der Bund künftig jährlich pauschal 7500 Euro pro Flüchtling zahlen. Scholz sprach nach der Einigung von einem „sehr historischen Moment“.

    Doch den Kommunen und Kreisen ist das nicht genug. Der Landkreistag kritisierte die Ergebnisse als „inakzeptabel“. Der Bund müsse die vollständigen Unterkunftskosten für anerkannte Flüchtlinge übernehmen.

    Auch die CDU-geführten Länder sind nicht zufrieden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte, „es ist ein erster Schritt, aber es ist nicht der große Wurf“.

    Insbesondere die neue Pro-Kopf-Pauschale sei viel zu niedrig. Die tatsächlichen Kosten je Flüchtling lägen bei etwa 20.000 Euro, die Differenz müssten die Länder und Kommunen nun tragen. 

    Ärger riskiert Scholz auch mit der EU. Die Grenzkontrollen an den Landesgrenzen zu Österreich, zur Schweiz, zur Tschechischen Republik und zu Polen sollen aufrechterhalten werden.

    Bisher sind sie befristet – Berlin muß nun in Brüssel eine Verlängerung beantragen…

    Siehe auch „Die neue EU-Krise: Fast wie 2015/16, nur schlimmer“

    3 Comments

    1. Arthur Dent
      7. November 2023 @ 15:59

      Und der reicht bis Afrika? Und offensichtlich gibt es auch keine Armutsmigration in der EU. Die Menschen kommen ja auch alle nur wegen des gemäßigten Klimas nach Deutschland.
      Allerdings scheint es doch natürliche Obergrenzen zu geben. David Hilberts Gedankenexperiment des Hotels mit den unendlich vielen Zimmern gibt’s halt nur in der Mathematik.

    Reply

  • Arthur Dent
    7. November 2023 @ 14:51

    Wer ist denn „Der Bund“, der mehr Kosten übernehmen soll, wer sind denn die „Länder und Kommunen“, die mehr entlastet werden wollen? Schöne Euphemismen und Volksverdummung. Letztendlich ist es der Steuerzahler, der die Kosten zu stemmen hat. Nach einem Beitrag in WDR-Aktuelle Stunde überlegen sogar Justizvollzugs- und Finanzbeamte ihren Job an den Nagel zu hängen und zukünftig vom Bürgergeld zu leben.
    Und wenn Berlin erst einen Antrag bei der EU stellen muss, seine Grenzen schützen zu dürfen, dann ist Deutschland ein Zirkus, der von Clowns regiert wird. Hier bestimmen Fremde, wann sie kommen, wieviele kommen, wohin sie gehen…

    Reply

    • ebo
      7. November 2023 @ 15:01

      So ist das nunmal im Schengen-Raum der unbegrenzten Reisefreiheit.


  • info: https://lostineu.eu/fluechtlingskrise-berlin-legt-sich-mit-allen-an


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    weiteres:




    Der Bluff mit dem EU-Beitritt


    lostineu.eu, vom 7. November 2023

    Mitten im Krieg will die EU-Kommission den Start von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau empfehlen. Dabei erfüllen beide Länder nicht einmal die Grundvoraussetzungen.

    Die Würfel sind längst gefallen. Schon letzte Woche verkündete Außenministerin Baerbock, dass die Ukraine der EU beitreten wird. Und am Wochenende lobte Kommissionschefin von der Leyen, dass Kiew „bereits deutlich über 90 Prozent des Wegs hinter sich“ habe; der Weg für Verhandlungen sei frei.

    Die Vorstellung des „Fortschrittsberichts“ zur Erweiterung ist zur Farce geworden. Jeder in Brüssel weiß, dass die EU-Kommission den Start von Beitrittsverhandlungen empfehlen wird.

    Und jeder kann wissen, dass die strikte Prüfung der Beitrittskriterien in der Ukraine und Moldaus ausgefallen ist. Noch im Juni erklärte Erweiterungs-Kommissar Varhelyi, die Ukraine habe erst zwei von sieben Prüf-Kriterien erfüllt.

    Knapp drei Monate später sollen fünf weitere Tests bestanden sein – darunter der Kampf gegen die Korruption, die nach Ansicht von Ex-Kommissionschef Juncker endemisch ist? Das ist kaum möglich und noch weniger glaubhaft.

    Brüssel wird ein Gefälligkeits-Zeugnis vorlegen, wie schon beim Kandidaten-Status 2022. Die Ukraine erfüllt nicht ´mal die Basics: wirtschaftlich und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen – sie ist von der EU abhängig!

    Weiterlesen hier (Watchlist EUropa)

    5 Comments

    1. Michael
      7. November 2023 @ 12:39

      Die Ukraine erfüllt bis dato – und laut verschiedenen Ukrainekennern und Beobachtern – nicht ein einziges der Copenhagen Criteria und bis zum Abschluss von Friedensverhandlungen ist die Zukunft der Ukraine vollkommen ungewiss! Die EU Mitgliedschaft ist kein Mittel zu undurchsichtigem Zweck, sondern ein Zweck per se! Es ist paradox aber so sehr ich z. B. ungarische und slowenische Positionen kritisiere und ablehne, so sehr setze ich inzwischen darauf dass Ungarn und Slowenien aber auch andere Mitgliedstaaten, wie möglicherweise die Niederlande, UvdL in die Parade fahren und Beitrittsverhandlungen blockieren werden. Mal ganz abgesehen von einer wie auch immer gearteten Lösung des Ukrainekonflikts halte ich die Ukraine für die nächsten 15 bis 20 Jahre nicht für für beitrittsfähig. Verhandlungen könnten dann evtl. In 10 Jahren aufgenommen werden.Und darüberhinaus halte ich die EU, ohne massive Reformen, für nicht fähig einen Problemfall wir die Ukraine zu absorbieren ohne in ernsteste Schwierigkeiten zu geraten.

    Reply

    • ebo
      7. November 2023 @ 13:50

      Die neue „Geopolitik“ toppt alle alten EU-Regeln. Der Regelbruch ist zur Norm geworden, gerade rund um die Ukraine (Waffen, Geld etc.)
      Nachdem man den Ukrainern alle möglichen Versprechen gemacht hat, kann die EU nun aber nicht zurück. Sie könnte einen Beitritt allerdings immer noch an eine Friedenslösung und an Wahlen binden. Erst nach dem Krieg und mit einer dann – hoffentlich – neuen und demokratischen Führung hätte das Land einen Platz in der EU.

      Reply

      • Kleopatra
        8. November 2023 @ 07:24

        @ebo: Ihr Vorschlag würde es für Putin nur attraktiver machen, den Krieg and infinitum fortzusetzen, denn wenn er aufhört, riskiert er ja die Aufnahme der Ukraine in die EU (wodurch sie gleichzeitig Anspruch auf militärischen Beistand beim nächsten Russeneinmarsch hätte). Das wäre widersinnig. Und wollen Sie unterstellen, der gegenwärtige ukrainische Präsident sei nicht demokratisch gewählt worden?
        Was Wahlen betrifft: Für die Aussetzung von Wahlen während eines Krieges gibt es zahlreiche praktische Gründe. Mir ist auch nicht bekannt, dass in den demokratischen Staaten, die im II.WK gegen Deutschland im Krieg standen während des Krieges gewählt worden wäre.

    • renz
      7. November 2023 @ 16:11

      Blos keinen Beitritt dieser Länder. Dann kann man der Türkei den Beitritt nicht mehr verweigern. Wir hätten dann schon im ersten Jahr 10 Millionen neue Bürgergeldempfänger. Das schafft unsere Bürokratie nicht.
      Übrigens: wie sieht das dann mit allen anderen europäischen Länder aus, die noch nicht in der EU sind? Dürfen die in solch einem Fall diskriminiert werden? Weiß-Russland, Armenien, Georgien und und und – was ist denn eigentlich dann bei einem russischen Antrag los?

      Reply

      • WBD
        7. November 2023 @ 19:43

        Armenien und Georgien zähle ich immer noch zu Asien, auch wenn die geopolitischen Augen der EU schon dahin schielen.
        Ausserdem wäre ich Meinung, daß man die asiatischen Länder in alphabetischer Reihenfolge eintreten lassen sollte: da stünde dann Afghanistan auf Platz 1 …


    Info:https://lostineu.eu/der-bluff-mit-dem-eu-beitritt


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    08.11.2023

    Nachrichten von Pressenza: Amazon kann und muss zerschlagen werden

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 8. November 2023,7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 08.11.2023


    Amazon kann und muss zerschlagen werden


    Seit gestern ist die GWB-Novelle mit der Verschärfung des deutschen Wettbewerbsrechts in Kraft getreten. Diese ermöglicht eine Entflechtung von Konzernen wie Amazon. Mit einem neuen Rechtsgutachten fordert LobbyControl die Zerschlagung von Amazon, da nur so die weitreichende Marktmacht von Amazon&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/amazon-kann-und-muss-zerschlagen-werden/


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    121.626 appellieren an Bundesregierung: Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffenverbot!


    121.626 Unterschriften für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot (AVV) wurden gestern von den Organisationen ICAN Deutschland, IPPNW und der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ an das Auswärtige Amt überreicht. Der 2017 von 122 Staaten verabschiedete Vertrag wurde mittlerweile von 93&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/121-626-appellieren-an-bundesregierung-unterzeichnen-sie-das-un-atomwaffenverbot/


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    Verlust und Trauer


    Vom Tag unserer Geburt bis zu dem Tag, an dem wir sterben, werden wir ständig mit Trauer konfrontiert. Es gibt Studien, die besagen, dass 50% der psychischen Probleme eines Erwachsenen auf unbewältigte Trauer zurückzuführen sind. Von Noelia Correa Was ist&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/verlust-und-trauer/


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    Kind und Karriere: Wie Mütter bezahlen und Väter profitieren


    Frauen werden schlechter bezahlt als Männer. Die Lohnlücke erklären viele mit Karenzzeiten und Teilzeitarbeit. Die Forschung zeigt: Das Problem geht weiter. Chefökonomin Katharina Mader spricht von Mutterschaftsstrafe und Vaterschaftsprämie und stellt in ihrer ersten Folge der Kolumne Girlmath die Forschung von Nobelpreisträgerin&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/kind-und-karriere-wie-muetter-bezahlen-und-vaeter-profitieren/


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    Glyphosat verursacht Leukämie bereits im frühen Alter


    Eine weltweite Studie über Glyphosat bestätigt, dass das Pflanzenschutzmittel selbst in Dosen, die von den Aufsichtsbehörden als „sicher“ eingestuft werden, Leukämie und frühe Sterblichkeit verursacht. Dies ist ein weiteres Beispiel für die Folgen eines auf den Einsatz von Pestiziden basierenden&hellip;

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    Reparaturen: Kalifornien geht voran


    In Kalifornien müssen künftig Ersatzteile für Geräte sieben Jahre lang erhältlich sein. Davon könnten auch wir profitieren. Marco Diener für die Online-Zeitung INFOsperber Mitte nächsten Jahres führt Kalifornien ein Recht auf Reparatur ein. Konkret: Hersteller von elektronischen und anderen Geräten&hellip;

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    07.11.2023

    Langjähriger PartnerDie Bundesregierung sucht im Machtkampf gegen China die Beziehungen zu Thailand zu stärken. Diese reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück und blühten insbesondere während der Nazizeit auf.


    german-foreign-policy.com, 8. November 2023

    BANGKOK/BERLIN (Eigener Bericht) – Im Machtkampf gegen China setzt die Bundesregierung auf einen Ausbau der Beziehungen zu mehreren Staaten Südostasiens, darunter Thailand. Wie der neue deutsche Botschafter in Bangkok, Ernst Reichel, erklärt, seien die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern noch nicht eng genug; sie müssten gestärkt werden. Vergangene Woche hielt sich die Leiterin der Asien-Pazifik-Abteilung im Auswärtigen Amt, Petra Sigmund, in Bangkok auf, um die bilateralen Bindungen, die auf „engen wirtschaftlichen und politischen Verknüpfungen“ gründeten, zu intensivieren. Berlin sieht Thailand auch als Alternative für die deutsche Industrie zu Standorten in China. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand reichen schon über anderthalb Jahrhunderte zurück. Sie wurden schon im Deutschen Kaiserreich ausgebaut, gewannen in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre, als die Regierung in Bangkok sich gegen den Einfluss der chinesischen Minderheit wandte, an Stärke und blühten vor allem in der Nazizeit auf. Bereits in den 1950er Jahren konnte die Bundesrepublik an die alten Kontakte nach Thailand anknüpfen – nun an der Seite der Vereinigten Staaten im Kontext der Systemkonfrontation.


    Zitat: Royaler Besuch in BerlinDie ersten diplomatischen Beziehungen zwischen einzelnen deutschen Gebieten und dem heutigen Thailand, das bis 1939 Siam hieß, wurden in 1850er Jahren etabliert.[1] Zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs von 1871 bis 1918 wurden die Beziehungen fortgeführt. Bereits im Jahr 1897 besuchte der damalige siamesische König Chulalongkorn Deutschland und wurde dabei vom deutschen Kaiser Wilhelm II. empfangen. Trotz der während des Staatsbesuch beteuerten Freundschaft beider Länder gab es 1899 Überlegungen im Auswärtigen Amt, eine deutsche Kolonie an Siams Küste zum Indischen Ozean im Raum Langkawi zu etablieren.[2] Aus diesen Plänen wurde nichts; stattdessen bauten die Regierungen beider Länder die bilateralen wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen aus. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden siamesische Kadetten an deutschen Militärinstitutionen ausgebildet.[3] König Chulalongkorn kultivierte die Beziehungen mit Kaiser Wilhelm II. unter anderem, um besser zwischen den Großmächten manövrieren zu können.[4] Nach drei Jahren Neutralität im Ersten Weltkrieg erklärte die siamesische Regierung 1917 Deutschland den Krieg, ließ deutsche Schiffe in den Häfen des Landes konfiszieren und entsandte ein militärisches Expeditionskorps nach Westeuropa.[5]


    Siams Truppen in Neustadt

    Nach dem Ende der Kampfhandlungen an der Westfront des Ersten Weltkriegs besetzten siamesische Soldaten das deutsche Neustadt an der Weinstraße. Die Truppen wurden später von französischen Soldaten abgelöst. Die im Weltkrieg abgebrochenen diplomatischen Beziehungen nahmen beide Länder erst wieder im Jahr 1925 auf.[6] Von Ende 1925 bis Anfang 1932 vertrat Dr. Rudolf Asmis im Range eines Gesandten die Weimarer Republik in Siam.[7] Asmis hatte vor dem Ersten Weltkrieg im deutschen Kolonialdienst gearbeitet und von 1922 bis 1924 versucht, deutsche Wirtschaftskontakte nach Sibirien und Zentralasien wiederaufzubauen.[8]


    Austeritätspolitik

    Als 1925 der bis dahin absolutistisch regierende König von Siam verstarb, war das zwischen verschiedenen britischen Kolonien (Burma/Myanmar und Malaya/Malaysia und Singapur) liegende Land stark im Ausland verschuldet. Großbritannien gelang es zunehmend, Siam durch Kredite von sich abhängig zu machen.[9] Um diese Abhängigkeit zu verringern, forcierte der neue König eine harte Austeritätspolitik. Sein Hofstaat wurde von rund 2.500 Angestellten und Beamten auf etwa 400 reduziert. Insgesamt wurden in allen Ministerien des Landes rund 4.000 Beamte entlassen. Auch ausländische Berater mussten ihren Job quittieren, darunter Briten und Franzosen. Der deutsche Gesandte Asmis wertete das positiv und sah es als Schritt zu einer größeren Unabhängigkeit des südostasiatischen Landes an.[10] Mit einer Großbritannien gegenüber feindlichen Politik wurde Siam für die deutsche Südostasienpolitik zunehmend interessant.


    Die „Chinesische Frage“

    In den „Preußischen Jahrbüchern“ erschien im Jahr 1927 ein Artikel, in dem die „Chinesische Frage“ als „Siams größtes Problem“ bezeichnet wurde. Laut dem Zensus des Jahres 1929 machten chinesische Einwanderer bereits rund die Hälfte der Einwohner der siamesischen Hauptstadt Bangkok aus, wenngleich sie nur insgesamt rund vier Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes stellten. Der deutsche Gesandte beobachtete, wie über die chinesische Minderheit auch kommunistische Organisationen Einfluss gewannen, und sah in einem äußerst restriktiven Pressegesetz zufrieden ein wirksames Mittel gegen „bolschewistische Umtriebe“.[11] Im Antikommunismus hatten die politischen Eliten Deutschlands und Siams einen gemeinsamen Nenner gefunden.


    „Aufblühen“ der Beziehungen

    Nachdem infolge der Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929 Siams diplomatische Vertretung in Deutschland geschlossen worden war, öffnete die Gesandtschaft des südostasiatischen Landes in Berlin im Jahr 1937 wieder neu. Das nationalsozialistische Deutschland hatte 1936 einen neuen diplomatischen Vertreter nach Bangkok entsandt; unter der Ägide von Wilhelm Thomas „blühten die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand auf“, wie es in einer Untersuchung über die Geschichte der bilateralen Beziehungen heißt.[12] Ein deutscher Professor wurde damals zum Berater der siamesischen Regierung für den Ausbau von Häfen und Wasserstraßen ernannt; die Lufthansa eröffnete ein Büro in Bangkok. Im Juli 1939 fand der erste Flug einer Lufthansa-Maschine von Berlin in die Hauptstadt des südostasiatischen Landes statt.[13] Das faschistische Deutschland konnte in Siam deutlich an Einfluss gewinnen.


    Militärkontakte

    Thailand, wie das Land dann ab 1939 offiziell hieß, blieb im Zweiten Weltkrieg – wie im Ersten – zunächst neutral und schloss sich weder den faschistischen Achsenmächten noch den Alliierten an. In der insgesamt relativ kurzen Zeit der Neutralität entsandte die Regierung in Bangkok einen Militärattaché nach Berlin. Darüber hinaus gab es Besuche hochrangiger Offiziere aus Thailand in Nazideutschland; thailändische Soldaten wurden an verschiedenen deutschen Militärinstitutionen ausgebildet.[14] Einer der ausgebildeten Offiziere, Wicha Thitthawat, diente nach der Beendigung seiner Ausbildung direkt in der Wehrmacht und war als Soldat Teil der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich.[15]


    Kleinere Achsenmacht

    Im Dezember 1941 trat Thailand dann dem Bündnis der faschistischen Achsenmächte bei.[16] Für die größeren Achsenmächte Deutschland und Japan besaß das südostasiatische Land aufgrund seiner geographischen Nähe zu Britisch-Indien Bedeutung. So erhielt Rash Behari Bose, einer der Anführer der Indischen Unabhängigkeitsliga (Indian Independence League, IIL), in Thailand Asyl.[17] Sein Bruder Subhas Chandra Bose hielt sich Anfang 1943 noch in Deutschland auf und wurde von einem deutschen U-Boot in den Indischen Ozean gebracht. Nach einer waghalsigen Aktion, bei der Subhas Chandra Bose vor der Küste Madagaskars von einem deutschen auf ein japanisches U-Boot wechselte, fuhr der indische Nationalist nach Südostasien. Nazideutschland entsandte auch Ärzte, um Thailand im Krieg gegen die Briten zu unterstützen.[18]


    Kriegsende in Thailand

    Als im Mai 1945 die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapitulierte, gab es weiterhin einen deutschen Gesandten in Bangkok. Im August 1945 kapitulierte die Regierung des faschistischen Japans und beendete damit den Zweiten Weltkrieg in Asien. Der thailändische Regentschaftsrat Pridi Phanomyong erklärte daraufhin, die thailändischen Kriegserklärungen von 1942 seien null und nichtig. Das südostasiatische Land wurde nicht von den Alliierten besetzt; die Monarchie existierte unverändert weiter. Die USA stiegen zur Großmacht mit dem größten Einfluss im Land auf.[19] Im Jahr 1952 nahm Thailand dann diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland auf.[20] Als Alliierte der USA fanden sich Thailand und Westdeutschland im gleichen Block der Systemkonfrontation wieder.

     

    [1] Karl E. Weber: Dynastic Diplomacy in the Fifth Reign: Siam’s Relations with German Bridgeheads, in: Journal of European Studies (Chulalongkorn University), Jg. 12 (2004), Nr. 1, S. 79–129 (hier: S. 104/105).

    [2] Matthew P. Fitzpatrick: The Kaiser and the Colonies: Monarchy in the Age of Empire, Oxford 2022, S. 35–47.

    [3] Catthiyakorn Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, in: Volker Grabowsky (Hg.): Deutschland und Thailand – 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Segnitz bei Würzburg 2014, S. 83–99 (hier: S. 87).

    [4] Natanaree Posrithong: The Russo-Siamese Relations: The Reign of King Chulalongkorn, in: Silpakorn University International Journal, Jg. 9/10 (2009/2010), S. 87–115 (hier: S. 89).

    [5] Fitzpatrick: The Kaiser and the Colonies, S. 31.

    [6] Volker Grabowsky: Die Politische Situation in Siam 1925–1945 im Lichte zeitgenössischer deutscher Quellen, in: Volker Grabowsky (Hg.): Deutschland und Thailand – 150 Jahre Diplomatie und Völkerfreundschaft, Segnitz bei Würzburg 2014, S. 101–125 (hier: S. 101).

    [7] Ebenda, S. 102.

    [8] Bettina Brockmeyer: Der Kolonialbeamte Rudolf Asmis, in: Rebekka Habermas/Alexandra Przyrembel (Hgg.): Von Käfern, Märkten und Menschen – Kolonialismus und Wissen in der Moderne, Göttingen 2013, S. 84–94 (hier: S. 85).

    [9] Grabowsky: Die Politische Situation in Siam 1925–1945 im Lichte zeitgenössischer deutscher Quellen, S. 103.

    [10] Ebenda, S. 106/107.

    [11] Ebenda, S. 112/113.

    [12] Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, S. 85.

    [13] Ebenda, S. 85/86.

    [14] Ebenda, S. 86.

    [15] Ebenda, S. 83.

    [16] Grabowsky: Die Politische Situation in Siam 1925–1945 im Lichte zeitgenössischer deutscher Quellen, S. 101.

    [17] Ebenda, S. 118.

    [18] Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, S. 89.

    [19] Frank C. Darling: American Policy in Thailand, in: The Western Political Quarterly, Jg. 15 (1962), Nr. 1, S. 93–110 (hier: S. 96).

    [20] Sasitharamas: Die deutsch-thailändischen Beziehungen im Zeitalter des Nationalismus, S. 96.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9397


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Teufelskreis der Rache im Gelobten Land

    aus e-mail von  <news@transition-news.org>, 7. November 2023, 21:35 Uhr


    Diesen Newsletter im Browser anzeigen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/uhfO_zd7N.


    Der Zionismus bot sich selbst als Lösung für den Antisemitismus an,

    wurde aber zum Hauptgrund für dessen anhaltende Präsenz.

    Ilan Pappé



    Liebe Leserinnen und Leser


    Ein bizarres Bild bot sich damals in der israelischen Negev-Wüste: Erstens die Felder und Treibhäuser mit Tomaten, Peperoni, Melonen, Trauben und vielem mehr. Dann die Feldarbeiter: Gruppen von etwa zehn vollständig verhüllter kleineren Menschen zusammen mit zwei oder drei kurzärmligen grösseren. Ich gehörte zu letzteren: Westliche Abenteurer und allenfalls ein Israeli, der Landwirt. Die verhüllten waren Thailänder, sogar ihre Gesichter deckten sie ab, um Sonnenbräune zu vermeiden. Eine dunkle Hautfarbe gilt in Asien nämlich als Merkmal tieferer sozialer Schichten.


    Die Szene spielte sich 1991 im Moshav Paran https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/UTxBsEivAd ab. Moshavim sind kleine genossenschaftliche Agrargemeinschaften, ähnlich den Kibbuzim. Der Unterschied dazu ist, dass Privatbesitz erlaubt ist. Auswärtige arbeiten zudem mehr und sie erhalten keine Kost, nur Logis, dafür im Gegensatz zu den Gastarbeitern eines Kibbuzim eine Bezahlung, wenn auch nicht viel.


    So erfuhr ich, dass Israel mit Thailand ein informelles Abkommen hatte, das es Thailändern ermöglichte, im Heiligen Land in der Landwirtschaft tätig zu sein. Wie die Financial Times https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/N7FeUXq-UM mitteilt, wurde die «Pipeline» 2011 mit dem als Thailand-Israel Cooperation on the Placement of Workers (TIC Project) bekannten Abkommen formalisiert. 2013 wurde es umgesetzt. Schon in den 80er Jahren handelte es sich laut Experten um eine «strategische Entscheidung», palästinensische Arbeitskräfte zu ersetzten um die Abhängigkeit zu verringern.


    33 dieser thailändischen Arbeiter kamen nun beim Angriff am 7. Oktober ums Leben. 54 sind Geiseln der Hamas. Die Thailändische Regierung forderte ihre Staatsangehörigen in Israel daraufhin auf, das Land zu verlassen. Laut dem Tages-Anzeiger https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/0AnOppd66x sind mehr als 8500 der rund 30’000 thailändischen Gastarbeiter, die zum Zeitpunkt des Angriffs in Israel waren, dabei, nach Hause zurückzukehren.


    Das weckt Bedenken in Bezug auf die Versorgung der Bevölkerung, denn die thailändischen Feldarbeiter stellen gemäss der Zeitung die grösste Gruppe unter den Arbeitsmigranten. Sie würden als günstige Arbeitskräfte gelten und hätten im Landwirtschaftsbereich die Palästinenser ersetzt, die in den vergangenen Jahren zunehmend schwerer an Bewilligungen gekommen seien. Diese dürften nun noch strenger vergeben werden. Rund die Hälfte der ausländischen Arbeitskräfte wolle Israel nun verlassen.


    Fast anderthalb Jahre verbrachte ich damals in Israel und Palästina. Der zweite Golfkrieg war gerade beendet, die erste Intifada noch im Gange. Unter anderem war ich als Chefkoch in einem italienischen Restaurant in Jerusalem tätig und zusammen mit meiner kanadischen Partnerin selbständiger Hutmacher. Ich konnte somit zahlreiche Gespräche mit Israelis und Palästinensern führen und mir ein ausgewogenes Bild der politischen und sozialen Lage machen.


    Schon damals war mir klar, dass es vermutlich zu spät für eine friedliche Lösung dieses Konfliktes ist. Zu tief sind die Wunden. Zudem verhinderte Israel eine Zweistaatenlösung, indem es Fakten schuf. Ich habe miterlebt, wie in Jerusalem jüdische Einwanderer – manche gerade konvertiert –, insbesondere aus Russland und anderen Ländern der gerade zusammengebrochenen Sowjetunion, in Bussen in die besetzten Gebiete des Westjordanlands verfrachtet wurden. Dort wurden sie in neuen Siedlungen abgeladen – im Wissen, dass sie sich mit allen Mitteln dagegen wehren würden, aus ihrem neuen Heim im Gelobten Land vertrieben zu werden.


    Wie komplex die Situation ist, zeigen auch die Spaltungen innerhalb Israels selbst, sogar unter den Orthodoxen. So lehnt etwa die 1938 entstandene ultraorthodoxe jüdische Gruppierung Neturei Karta https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/QNO_9feKaa aus religiösen Gründen den Zionismus und den Staat Israel dezidiert ab. Sie demonstrieren regelmässig mit palästinensischen Aktivisten, auch ausserhalb Israels, wie das folgende Bild aus Berlin zeigt.



    Kundgebung am Kurfürstendamm in Berlin, 2014. Zwei ultraorthodoxe Rabbiner der Neturei Karta demonstrieren gegen den «zionistischen Staat Israel»; Bild: Denis Barthel https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/m7zOHjOyuE, CC BY-SA 4.0 https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/9baBXOEnJO, via Wikimedia Commons


    Die Gruppe befürwortet eine «friedliche Auflösung» des Staates Israel. Die Mitglieder argumentieren, dass es dem jüdischen Volk bis zur Ankunft des Messias strengstens verboten sei, die Souveränität im Land Israel wiederherzustellen. Erst nach der Wiederkunft des Messias würde ein neues Königreich Israel entstehen. An einer pro-palästinensischen Kundgebung in New York am 17. Oktober erklärte https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/rKHcGxJzmb Rabbi Naftuli Flohr:



    «Der Staat Israel ist kein jüdischer Staat und repräsentiert nicht die Juden oder das Judentum.»



    Flohr sagte, die Zionisten würden sogar gewalttätig gegen die Gruppe werden,



    «… weil sie nicht an die Thora und das Judentum glauben. Deshalb haben sie kein Problem mit all diesen Verbrechen gegen die Palästinenser und auch kein Problem mit Verbrechen gegen die echten Juden. Wir wollen in Frieden mit den palästinensischen Nachbarn leben, weltweit.»



    Die Spaltung findet selbstverständlich auch zwischen säkularen und religiösen Juden statt. In West-Jerusalem gibt es am Freitagabend regelmässig Kundgebungen orthodoxer Juden, die gegen die am Sabbat offenen Lokale protestieren. Dazu gehörte 1992 auch das Restaurant, in dem ich eine Zeit lang kochte. Nicht selten flogen Steine.


    Biblischer Fanatismus zeigt ausgerechnet auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu. Bezogen auf den Kampf der Israelis gegen die Hamas sagte er beispielsweise kürzlich: «Sie sind entschlossen, dieses Übel vollständig aus der Welt zu tilgen». Dann fügte er hinzu: «Ihr müsst euch daran erinnern, was Amalek euch angetan hat, sagt unsere Heilige Bibel. Und wir erinnern uns.»


    Netanjahu berief sich auf Verse, die zu den gewalttätigsten im Alten Testament gehören. Wie Mother Jones https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/BngFaV73mO feststellt, werden sie seit langem von rechtsextremen Juden als Rechtfertigung für die Tötung von Palästinensern verwendet. Dabei geht es um den Befehl Gottes an König Saul im ersten Buch Samuel, alle Menschen in Amalek, einer rivalisierenden Nation des alten Israel, zu töten:



    «So spricht der Herr, der Allmächtige», sagt der Prophet Samuel zu Saul, «… Geh nun hin, greife die Amalekiter an und vernichte alles, was ihnen gehört. Schont sie nicht, sondern tötet Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.»



    So vermischen sich in diesem biblischen Land am Jordan religiöser Fanatismus auf beiden Seiten mit Politik und internationalen geopolitischen Interessen sowie einfachen menschlichen Bedürfnissen und Träumen. Träume, die leider vermehrt zu Albträumen werden.


    Und der Konflikt in diesem Schmelztiegel der Kulturen und Religionen droht nun zu einem regionalen oder sogar globalen Krieg auszuarten. Versöhnung wäre nötig, ein Teufelskreis der Rache ist leider die Realität. Ein Teufelskreis der zwar historische und religiöse Wurzeln hat, doch durch den Kolonialismus und die Gründung Israels beschleunigt wurde.


    Herzlich


    Konstantin Demeter


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    * Windkraft: Referendum gegen den «Mantelerlass» und die Verschandelung der Landschaft 3:27

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    Intelligent – kann Maschine Mensch sein? Ausgabe 175 https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/uUbnqHk7S_Q des Zeitpunkt


    Der Mensch hat eine Tendenz, sich als biologische Maschine zu sehen und «intelligenten» Maschinen menschliche Züge zuzuschreiben. Die damit verbundene Abwertung des Menschlichen ist die Hauptgefahr der künstlichen Intelligenz. Diese Ausgabe zeigt, wie wir diesen Gefahren begegnen und wo die Chancen der KI liegen.


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    «Eretz Nehederet», Israels Version von «Saturday Night Live», kritisierte in einem Sketch die pro-palästinensischen Progressiven an der «Columbia Untisemity». Kritik an der kollektiven Bestrafung der Palästinenser wird implizit als Unterstützung des Hamas-Terrors und als woke Absurdität abgetan. (Mit Videos)

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    Holocaust-Überlebende Vera Sharav «wanted» wegen Vergleich von Corona- mit Nazi-Zeit https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/KCCOW6AT9kv


    Das berichtet der Blogger Uwe Alschner. Zwar habe die Nürnberger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die 86-jährige «vorläufig» eingestellt. Doch sie werde «weiterhin von den bayerischen Staatsanwälten schikaniert und eingeschüchtert».

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    Gegen Maskenpflicht an die Schulbank gekettet: 18-jähriger Italiener freigesprochen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/2Tet5iJvrky


    Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von 30 Tagen Haft gefordert, der Richter sieht jedoch «kein Verbrechen» vorliegen.

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    Gericht in Düsseldorf erklärt Kontrolle von Maskenattesten auf einer Versammlung für rechtswidrig https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/Nq72NWpicv_


    Das berichtet der Anwalt Dirk Sattelmeier. Das Ordnungsamt habe mit der Kontrolle zwar eine Gefahr abwehren wollen, doch diese Gefahrenabwehr dürfe nur nach dem Versammlungsrecht erfolgen. Man hätte somit zwar versuchen können, die Demonstration aufzulösen, dies sei aber nicht geschehen.

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    Britischer Arzt in Gaza: «Israel will so viele Menschen wie möglich töten und verletzen» https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/Gsy6pKALZu-


    Die israelische Armee greift im Gaza-Streifen zunehmend Flüchtlingslager sowie Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen an. Der britische Arzt Ghassan Abu-Sittah von «Ärzte ohne Grenzen» sagt, das geschieht mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu töten.

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    Fast 5000 tote Minderjährige in Gaza – unterstützt Deutschland mutmassliche Kriegsverbrechen Israels? https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/n7u7YWvvHP4


    Während die Zahl der Toten durch israelische Angriffe in Gaza steigt, will die deutsche Regierung israelische Soldaten medizinisch versorgen – Opfer auf palästinensischer Seite hingegen nicht. Gleichzeitig erklärte Wirtschaftsminister Habeck: «Es ist jetzt nicht die Zeit, über Frieden zu reden». Darauf macht der Informationsdienst «German Foreign Policy» aufmerksam.

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    «Mörderisches Endspiel» – Seymour Hersh über den Krieg Israels gegen die Hamas https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/LYbMiTXAGzP


    Laut dem US-Journalisten Seymour Hersh gibt es Geheimgespräche zwischen der israelischen Regierung und der politischen Hamas-Führung. Dabei soll es um die Freilassung der israelischen Geiseln der Hamas gehen. Hersh zufolge setzt die israelische Armee ihr rücksichtsloses Vorgehen in Gaza fort.

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    Rabbiner auf israelischer Militärbasis: «Das ganze Land gehört uns, einschliesslich Gaza und Libanon» https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/H52SFCRrrKD


    Gemäss der Armee stimmen Amichai Friedmans Kommentare nicht mit deren Werten überein. Er hatte den Soldaten auch gesagt: Israel werde seinen ehemaligen Siedlungsblock in Gaza «winzig» aussehen lassen.

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    Was andre Medien melden



    Hintergrund: Journalisten, die sich nicht am Völkermord in Gaza beteiligen wollen, sollten Israels Behauptungen zum 7. Oktober nicht blind glauben https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/K3O9oQ25Fs0


    Dies ist das Resümee einer Analyse des britischen Journalisten Jonathan Cook zur Berichterstattung der BBC – die sich auf ARD und ZDF übertragen liesse.

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    Cicero: SPD-Filz in Hamburg: «Das sind mafiöse Strukturen» https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/dmt0SNryk6l


    Brisante Beweismittel, die Bundeskanzler Olaf Scholz in Bedrängnis bringen könnten, sind in Hamburg zwischenzeitlich aus einem Tresor verschwunden. Enthüllungsjournalist Oliver Schröm, der seit Jahren im Cum-Ex-Skandal recherchiert, ist fassungslos und sagt: «Palermo liegt an der Alster».

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    Berliner Zeitung: Urteil: Kläger dürfen Suizid-Medikament nicht kaufen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/iFmE34Hm1jK


    Zwei schwer kranke Kläger wollten Natrium-Pentobarbital erwerben, um damit ihren Suizid einzuleiten. Doch dem Urteil zufolge ist der Kauf nicht mit dem Betäubungsmittelgesetz vereinbar.

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    Swiss Policy Research: Neue Doku zur Schweizer Corona-Irrfahrt https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/CHIK642tHop


    Die von einem Berner Filmemacher und Organisationen der Bürgerrechtsbewegung realisierte Kurzdoku «Wie souverän ist die Schweiz?» blickt auf drei Jahre Corona-Pandemie zurück und befragt verschiedene Schweizer Politiker und Fachleute zu ihren Ansichten und Einsichten.

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    Freitag: Deutschland sollte Israel nicht bedingungslos unterstützen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/y-_FxXJj1hN


    Die deutsche Nahostpolitik ist fehlerhaft und schadet allen Seiten: Israel, den Palästinensern und der Bundesrepublik Deutschland selbst.

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    FAZ: Wieso Barzahler immer häufiger Rabatt bekommen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/LcbuYPhhcjh


    Wer im Restaurant mit Münzen und Scheinen bezahlt, erhält immer öfter einen Preisnachlass. Und der ist erstaunlich hoch. Was steckt dahinter?

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    Buten un binnen: Erstes Klinikum im Land Bremen verstärkt Corona-Schutzmassnahmen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/FWo32F0tHa0


    Ein Krankenhaus in Bremerhaven führt ab sofort Corona-Schnelltests ein. In Bremer Kliniken gilt teilweise Maskenpflicht. Hintergrund sind steigende Fallzahlen.

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    Sächsische Zeitung: Über 420.000 Einsprüche gegen Grundsteuer-Bescheide in Sachsen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/SZg-r25I_W2


    Die Grundsteuerreform beschäftigt nicht nur sächsische Finanzämter, sondern inzwischen auch das Finanzgericht und Mietervereine. Dass die Eigentümer die Bescheide nicht akzeptieren, hat verschiedene Gründe.

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    Freilich: Frankreich: Gesetzesentwurf sieht mehrjährige Haftstrafe für Beleidigung Israels vor https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/ZZbTr-mx-6f


    Mitglieder des französischen Senats haben ein Gesetz vorgeschlagen, das Israelkritikern Gefängnisstrafen und hohe Geldstrafen auferlegt.

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    Berliner Zeitung: Mit „Koscher-Stempel“: Ein Verein eigensinniger Juden streitet gegen Israel https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/7iBmrmRnoqp


    Der Verein Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost macht sich zur Stimme der Palästinenser, fühlt sich gecancelt und irritiert die deutsche Politik.

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    NachDenkSeiten: Die USA am Pranger https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/mBkXpnsI22H


    Die Weltgemeinschaft fordert von USA ein sofortiges und bedingungsloses Ende der Blockade gegen Kuba – zum wiederholten Mal.

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    Reitschuster: Statistics Norway veröffentlicht kritische Studie zur Klima-Hysterie https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/EkEo7ArsbrI


    Staatliche Zweifel an CO2-Narrativ?

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    Nius: Lazarett Deutschland – Warum ist das Land so krank wie nie? https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/rvtMbb61fMY


    Warum die Pandemie an dem hohen Krankenstand Schuld ist.

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    SRF: Impfschutz durch Dritte – Kinder gegen Grippe impfen, um andere zu schützen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/mF-A7RmTQxH


    Bis zu 1500 Menschen sterben in der Schweiz jährlich an der Grippe – also dem Influenza-Virus. 90 Prozent von ihnen sind über 65 Jahre alt. Gegen Grippe zu impfen, könne schützen, sagt Christoph Berger, Kinderarzt und Infektiologe am Universitätsspital Zürich.

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    Tkp: So wird Zwang zur Verwendung der ID Austria aufgebaut https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/HfO-22tUUOC


    TKP hat kürzlich ausführlich über die Bestrebungen berichtet weltweit eine digtale ID für jeden Menschen einzuführen als Voraussetzung für ein programmierbares Zentralbankgeld, Zugang zum Internet und Sozialkreditsystem. Der Druck auf die Bürger steigt, sich der digitalen ID zu unterwerfen. Ein Erfahrungsbericht aus einer Berufsgruppe und ein Aufruf, nicht mitzumachen.

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    ORF: UNO fordert „sofortige Waffenruhe“ für Gazastreifen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/IlhSZ_mM3KB


    Die Leiter von großen UNO-Organisationen haben in einer seltenen gemeinsamen Erklärung eine „sofortige humanitäre Waffenruhe“ im Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas gefordert.

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    Pressenza: Die Propaganda der Gewalt ist in vollem Gange https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/ei6s5YZWjqh


    Wir leben in einer Zeit, die sich wie eine Reality-Show anfühlt, in der wir von Konflikt zu Konflikt springen. Die Berichterstattung erfolgt rund um die Uhr, mit Krisen vom Irak über die Ukraine bis hin zu Israel und Palästina. Einige Medien arbeiten bereits am nächsten Konflikt mit China, Taiwan und den Philippinen.

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    Overton: Israel bemüht sich um Abschiebung von Gaza-Bewohnern nach Ägypten https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/NUbnPPfMJyP


    Angefragte Regierungen sollen, so die New York Times, abgewunken haben. Israel will freie Hand im Gazastreifen haben, um Hamas zu vernichten. Minister fordern die Vertreibung und schlagen sogar eine Lösung durch eine Atombombe vor.

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    Welt: „Hochproblematisch, Menschen gegen ihren Willen in irgendeinen Teil der Welt zu bringen“ https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/q5wj8a22Twj


    Vor dem Treffen mit Bundeskanzler Scholz erklärt Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil die Notlage der Kommunen für „unübersehbar“. Illegale Zuwanderung müsse eingedämmt werden. Bezahlkarten für Asylbewerber seien sinnvoll. Doch beim Vorschlag, Asylverfahren auszulagern, hat er Bedenken.

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    FAZ: Darum geht es beim Migrationsgipfel in Berlin https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/P8pJvj0m7r2


    In der Asylpolitik gibt es viele ungeklärte Fragen. Bundeskanzler Scholz und die Ministerpräsidenten suchen nach Antworten. Über diese Punkte wird gestritten.

    → Weiterlesen https://list.mailexpress.com/links/7u01ASZeTO~399/rXb4S01BKE~399/3Lhu01d7Mnm~399/P8pJvj0m7r2


    [mt]


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Nach Kritik an Muslimrat: Friedensgebet in München abgesagt

    taz.de, vom 6. 11. 2023, 18:19 Uhr

    Nach Kritik am Muslimrat wird ein Münchner Friedensgebet von Muslimen, Juden und Christen abgesagt. Imam Idriz beklagt die „sehr bittere Erfahrung“.


    Der Imam Benjamin Idriz, hier im Jahr 2015, ist enttäuscht Foto: Tobias Hase/dpa (Bild)

    MÜNCHEN/BERLIN taz | Am Montagabend wollten sich auf dem Marienplatz in München der katholische Dompfarrer Monsignore Klaus Peter Franzl, der evangelische Landesbischof Christian Kopp, der Rabbiner Jan Guggenheim und der Imam Benjamin Idriz zu einem öffentlichen Friedens­gebet treffen. Das Schlusswort sollte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprechen. Doch in letzter Minute wurde die Veranstaltung abgesagt.

    Als Grund nannte das Münchner Forum für Islam (MFI) am Montag die Absagen von jüdischer, evangelischer und katholischer Seite. Der Muslimrat als Veranstalter des Friedensgebets habe „gehofft, dass alle verantwortlichen Kräfte in unserer Stadt die ausgestreckte Hand ergreifen und deutliche Zeichen für das Miteinander setzen wollten“. Dass dies in München nicht möglich sein solle, bleibe „eine sehr bittere Erfahrung, nicht nur für Muslime“, erklärte Imam Benjamin Idriz vom MFI im Namen des Muslimrats.

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärte, er habe seine Schirmherrschaft zurückgezogen, nachdem ein Vertreter der jüdischen Glaubensgemeinschaft seine Teilnahme abgesagt habe. „Unabhängig davon appelliere ich an alle Münchnerinnen und Münchner, weiterhin friedlich zu bleiben und sich nicht dem Hass und der Hetze hinzugeben.“


    Scharfe Kritik der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

    Zuvor hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft die Absage des Friedensgebets gefordert. Mit scharfen Worten hatte deren Vorsitzender Volker Beck (Grüne) der Veranstaltung vorgeworfen, diese diene nur dazu, „Hamas-verharmlosende und islamistische Positionen zu hofieren und zu schützen“. Als Beispiel führte er die Presseerklärung des Muslimrats an, in der diese „den Terror gegen die Zivilbevölkerung in Israel durch die Hamas“ sowie die israelische Reaktion darauf verurteilte. Damit werde beides „auf eine Stufe gestellt“, so Beck. Einzelnen Mitgliedern des Muslimrates warf er zudem eine Nähe zur Muslimbruderschaft vor.

    Dem Imam Benjamin Idriz wurden in der Vergangenheit ähnliche Vorwürfe gemacht, inzwischen gilt er in Bayern als respektiertes Mitglied der Gesellschaft. Erst im Dezember 2021 hatten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Idriz’ Moscheegemeinde in Penzberg besucht. Steinmeier lobte damals dessen Arbeit: So viel Offenheit und Respekt bräuchte das Land, um der Polarisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken.


    Info: https://taz.de/Nach-Kritik-an-Muslimrat/!5971640


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: weitergeleitet: "..ein Buch, das sehr vieles in der Tiefe darlegt und erläutert, über die Deutschen, Juden und Israel: “Judenfetisch” von Deborah Feldman."

    07.11.2023

    Friedensinfos und -aktivitäten Hannover und umzu

    Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,

     

    Wir wollen "Friedenstüchtig" bleiben - unsere Regierung sollte es werden!

    Hier einige Anregungen für die nächste Zeit:

     

    Heute Die Wissenschaft von Krieg und Frieden ZDF| 22:45 - 23:15 | 30 Min. Leschs Kosmos

     

    Mittwoch, 8.11.23 um 19.00 Uhr Stadtteilzentrum Vahrenwald, Vahrenwalder Str. 92, Stadtbahn Dragonerstraße. Veranstaltung der Palästina-Initiative

    Thema: Die Nakba aus einer jüdisch-israelischen Perspektive. Referent: Shir Hever (Heidelberg)

     

    Mittwoch, 8.11.23 von 19 - 21 h. ONLINEVERANSTALTUNG mit Dr. Hans-Christoph von Sponeck, früher UNO: Braucht die Welt eine UNO?–wenn ja, welche?– und warum? Zugangsdaten: Beitreten Zoom Meeting

    https://us02web.zoom.us/j/84159806635?pwd=OGhJcWdPdXVwNGVIY3k3ZndLOU1pQT09

    Meeting-ID: 841 5980 6635 Kenncode: 303030 per Telefon: • +49 69 3807 9883 Deutschland • +49 69 3807 9884 Deutschland

     

    Samstag, 11.11.23 um 18:00 IGS Linden: "Vier Chöre singen für Vielfalt" Chörekonzert zum Gedenken an die Reichsprogromnacht. Eintritt frei.

     

    Dienstag, 14. - Samstag, 18.11.23 jeweils 10 - 18 h im aufhof (Ecke Oster-/Seilwinderstr.):

    Bunte Woche für Demokratie, gestaltet von Bunt statt Braun. Das Friedensbüro ist mit einem Stand vertreten.

     

    Mittwoch, 15.11.23 um 19:00 Matthäus.Kirche Wöhlerstr. 55: Podiumsdiskussion im Rahmen der Ökum. Friedensdekade "Frieden in Zeiten globaler Unordnung" mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung Frankfurt, Dr. Inga Luther, Verein OWEN e.V. und Women’s Initiative for Sustainable Peace and Democracy und Andreas Zumach, freier Journalist und Buchautor

     

    Donnerstag, 16.11.23 um 19:00 Gemeindehaus der Ev.-Ref. Gemeinde Lavesallee 4 Veranstaltung im Rahmen der Ökum. Friedensdekade Ermutigung in finsteren Zeiten – über Erfolge und Chancen gewaltfreier, sozialer Aufstände https://frieden-hannover.de/friedensdekade-2023-ziviler-widerstand-wirkt/ mit Jan Stehn, Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“

     

    Samstag, 25.11.23 Demo der bundesweiten Friedensbewegung in Berlin

    Nein zu Kriegen – Rüstungswahnsinn stoppen – Zukunft friedlich und gerecht gestalten https://frieden-hannover.de/nein-zu-kriegen-ruestungswahnsinn-stoppen-zukunft-friedlich-und-gerecht-gestalten/

    Anmeldung für den Bus: bitte an h.agnes@gmx.de senden. Abfahrt ist 7.45 ab Busbahnhof, Kosten 20 € p.P., Ermäßigung möglich – überweisen auf Konto des Friedensbüros

    IBAN DE78 3702 0500 0009 4539 00 (für Spendenquittung bitte vollständige Adresse)

     

    Was habe ich noch vergessen? Jetzt reichts!

    Mit solidarischen Grüßen

    Agnes Hasenjäger

    Friedensbüro Hannover


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    07.11.2023

    Volksbühne lädt den ehemaligen Labour-Chef Jeremy Corbyn aus – der helle Wahnsinn

    nachdenkseiten.de, 07. November 2023 um 15:06 Ein Artikel von: Albrecht Müller

    Von morgen bis Freitag wird in Berlin eine Konferenz stattfinden. «Europa den Räten» – „unter diesem Titel eröffnen Volksbühne und Rosa-Luxemburg-Stiftung die linke gesellschaftliche Debatte zu den Europawahlen 2024“ – so heißt es in der Ankündigung und weiter: „Hierzu finden an drei Tagen Veranstaltungen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas statt“. Jeremy Corbyn wurde groß angekündigt. Und wieder ausgeladen. Diese Ausladung sei nicht auf Initiative der mitveranstaltenden Rosa-Luxemburg-Stiftung passiert, sondern auf Initiative der gastgebenden Volksbühne. Lena Fuchs, Pressesprecherin der Volksbühne, bestätigte dies: »Aufgrund der Haltung, die Jeremy Corbyn aktuell zum Nahost-Konflikt vertritt, haben wir entschieden, ihm keine Öffentlichkeit in der Volksbühne zu bieten.« Näheres zu diesem Streichvorgang finden Sie hier.


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
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    Die offene, widerstreitende demokratische Debatte ist nicht mehr frei und ungehindert möglich. In Trier nicht – siehe hier Bitte keine Auftritte von kritischen Künstlern in der Stadt Trier, und in Berlin auch nicht.

    Was hat der ehemalige Labourchef Jeremy Corbyn Schlimmes gesagt? Hier im Original bei Minute 1:50 und hier bei Jacobin in deutscher Übersetzung. Es lohnt sich, diese Rede zu lesen. Ich habe bei der Lektüre nichts gefunden, was die Reaktion der Berliner Volksbühne rechtfertigen würde – einmal abgesehen davon, dass im demokratischen Wettstreit auch sehr gegensätzliche Meinungen möglich sein müssen und diese zu äußern möglich sein muss.

    Es wird hierzulande immer schlimmer. Es wird unerträglich. Und wir können vermutlich davon ausgehen, dass die das Wort verbietenden Stellen und Personen kein schlechtes Gewissen dabei haben. Vermutlich fühlen sie sich sogar echt gut, obwohl ihre Verhaltensweise ganz nah an den Nazis ist.


    Rubriken: Audio-Podcast Erosion der Demokratie

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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=106312


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    07.11.2023

    Verteidigung   Wie kriegstüchtig muss Deutschland werden?

    Screenshot_2023_11_07_at_18_54_49_Verteidigung_Wie_kriegst_chtig_muss_Deutschland_werden


    deutschlandfunk.de, vom 06. November 2023, 10:08 Uhr, Heinlein, Stefan

    Verteidigungsminister Pistorius mahnt, Deutschland müsse wehrhaft sein, Krieg in Europa sei „wieder denkbar“. Wie soll und kann Deutschland den Frieden sichern? Wir diskutieren mit Hörern sowie Experten der Friedensforschung und des Militärs.




    Info: https://www.deutschlandfunk.de/kontrovers-weckruf-boris-pistorius-wie-kriegstuechtig-muss-deutschland-werden-dlf-1a43606c-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Sacharova: Äußerungen in Israel über die Möglichkeit eines Atomschlags auf Gaza haben viele Fragen ageworfen

    anti-spiegel.ru, 7. November 2023 14:15 Uhr, von Anti-Spiegel

    Der israelische Minister für Jerusalem-Angelegenheiten und Kulturerbe, Amihai Eliyahu, antwortete auf die Frage, ob eine Atombombe auf den Gazastreifen abgeworfen werden sollte, dass „das eine der Möglichkeiten ist“.


    Die Äußerung des israelischen Minister für Jerusalem-Angelegenheiten und Kulturerbe über die Möglichkeit eines Atomschlags auf den Gazastreifen wirft eine Vielzahl von Fragen auf, darunter auch die nach dem Besitz von Atomwaffen durch Israel, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, in einer Sendung des Fernsehsenders Solovjow Live.

    Zu den Worten des israelischen Ministers merkte die Diplomatin an, dass diese Äußerung weltweit starke Reaktionen hervorrief. „Sie warf eine Vielzahl von Fragen auf. Frage Nummer eins – es stellt sich heraus, dass wir eine offizielle Erklärung hören, dass [Israel] Atomwaffen hat? Dementsprechend lauteten die nächsten Fragen, die sich für alle stellten: Wo sind die internationalen Organisationen, wo ist die IAEO, wo sind die Inspektoren?“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums.

    Sacharova wies auch darauf hin, dass solche Äußerungen von Vertretern der israelischen Regierung die wahren Gründe für den Widerstand des Landes gegen die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten deutlich machen. Ihr zufolge haben die USA in jeder Hinsicht zum Entstehen der israelischen Atomwaffen beigetragen und Israel in dieser Angelegenheit voll unterstützt. „Wenn dieses Programm existiert und existierte, wo wurden die Tests durchgeführt, auf welchem Testgelände? Offensichtlich nicht in der Region, wo dann? Und stecken nicht die USA hinter all dem?“, schloss die Diplomatin.

    Am 5. November antwortete der israelische Minister für Jerusalem-Angelegenheiten und Kulturerbe, Amihai Eliyahu, auf die Frage eines Moderators des Radiosenders Kol Berama, ob eine Atombombe auf den Gazastreifen abgeworfen werden solle, dass das „eine Möglichkeit“ sei. Der Minister wies später darauf hin, dass „es für jeden vernünftigen Menschen klar ist, dass jede Behauptung über eine Atombombe metaphorisch ist“, Israel aber „definitiv eine starke und unverhältnismäßige Antwort auf den Terrorismus braucht“. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu suspendierte Eliyahu von Regierungssitzungen und wies seine Äußerungen über die Möglichkeit eines Atomwaffeneinsatzes in Gaza zurück.

    Eliyahus Äußerungen wurden von mehreren Ländern des Nahen Ostens verurteilt, darunter Katar, Saudi-Arabien und Syrien. In einer Erklärung des saudischen Außenministeriums heißt es: „Das Versäumnis, den Minister sofort zu entlassen oder seine Befugnisse zu suspendieren, zeigt, wie sehr die israelische Regierung alle menschlichen, moralischen, religiösen und rechtlichen Normen und Werte verachtet.“

    Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


    Info: https://www.anti-spiegel.ru/2023/sacharova-aeusserungen-in-israel-ueber-die-moeglichkeit-eines-atomschlags-auf-gaza-haben-viele-fragen-aufgeworfen


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    07.11.2023

    Gespräch Anwalt für Völkerrecht und Menschenrechte – Der Journalist Andreas Zumach

    swr.de, vom 6. November 2023,

    Sendung von heute 19:05 Uhr, SWR2 Tandem, SWR2


    Seit fast 45 Jahren arbeitet er als Journalist, und obwohl er inzwischen auf die 70 zugeht, kann für Andreas Zumach von Ruhestand keine Rede sein.

    32 Jahre lang war er UNO-Korrespondent für die taz in Genf. Kriege und internationale Konflikte sind sein Lebensthema. Dabei definiert er sich selbst als Pazifist. Bis heute treibt ihn die Frage um, ob und wie Journalismus etwas zum Frieden beitragen kann.

    Geprägt haben ihn dabei ein evangelisch engagiertes Elternhaus und ein USA Aufenthalt im Rahmen von Aktion Sühnezeichen Anfang der 70er Jahre. Dass er den Kriegsdienst verweigern würde, stand für ihn damals außer Frage.




    Info: https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/anwalt-fuer-voelkerrecht-und-menschenrechte-der-journalist-andreas-zumach-swr2-tandem-2023-11-07-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Gaza-Diskussion: Grünen-Politiker Beck sorgt für 'Friedensgebet'-Absage in München

    freedert.online, 7 Nov. 2023 14:34 Uhr

    Erst jüngst klagte Volker Beck als hundertprozentiger "Israel-Versteher" gegen einen Spieler des FC Bayern. Konträre Wahrnehmungen und Bemühungen zum Gaza-Israel-Konflikt werden seitens Beck weiterhin nicht geduldet. Nun sorgte seine Kritik an einem gemeinsamen Friedensgebet von Muslimen, Juden und Christen für die Absage.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Bernd Elmenthaler


    Volker Beck (Grüne): Geschäftsführer des "Tikvah Instituts" und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, bei der Israel-Solidaritätsdemo in Berlin, 23.10.23


    Die medial-politische Stimmung in Deutschland hinsichtlich der weiterhin aufgeheizten und kontrovers geführten Diskussion rund um die Ereignisse im Gaza-Israel-Konflikt seit dem 7. Oktober erfährt ein neues Kapitel. Die Stadt München plante demnach als deeskalierende und konfessionsübergreifende Initiative ein gemeinsames Gebet von Juden, Muslimen und Christen für den Frieden im Nahen Osten. Der geäußerten Kritik an der Veranstaltung durch einen wenige Tage zuvor erschienenen Artikel der als 'antideutsch' und proisraelisch geltenden Zeitung Jungle World und Mitteilungen der Münchner Gruppierung "Linke Bündnis gegen Antisemitismus" schloss sich der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck (Grüne), anscheinend wirkungsvoll an. Das am 6. November geplante Friedensgebet wurde nun aufgrund des medial-politischen Drucks kurzfristig abgesagt.

    Die Schirmherrschaft für die geplante Zusammenkunft hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) persönlich übernommen. Dieser teilte im Verlauf des Montags laut Bayerischen Rundfunk (BR24) mit, dass er "gerade in dieser hochemotionalen Zeit, die auch in unserer Münchner Stadtgesellschaft deutlich zu spüren ist", die Idee eines "interreligiösen Friedensgebets als unterstützenswert" befunden hätte. Voraussetzung sei jedoch gewesen, "dass auch ein Vertreter der jüdischen Glaubensgemeinschaft ein Gebet spricht". Die jüdische Seite lehnte diese Offerte jedoch ab. Diesbezüglicher Absage, heißt es in dem Artikel:

    "Vorausgegangen war Kritik an der Veranstaltung durch den Grünen-Politiker und Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Volker Beck und das Münchner "Linke Bündnis gegen Antisemitismus". Der Vorwurf: Unter dem Dach des Münchner Muslimrats seien auch Gruppierungen wie die türkischen Gruppierungen DITIB und Millî-Görüş sowie die Muslimbruderschaft, deren Haltung zum aktuellen Konflikt in Israel und Gaza nicht klar sei."

    Der Jungle World-Artikel hatte diese Wahrnehmung mit einem am 4. November publizierten Gastbeitrag der Gruppierung "Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München" untermauert. Münchens Oberbürgermeister Reiter stellte nun vor der Absage fest:

    "Die Gegenwart ist offenbar nicht reif, um in und für München ein gemeinsames Friedensgebet zu ermöglichen."

    Gaza-Konflikt: Grünen-Politiker Beck zeigt FC Bayern-Profi Mazraoui wegen falscher Solidarität an





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    Die Initiative zu dem Friedensgebet entstand vor zwei Wochen bei einem Treffen zwischen Münchner Imamen und Oberbürgermeister Reiter. In der dann versandten Einladung hieß es ausdrücklich: "Keine Flaggen, keine Schilder, keine Parolen". Der Münchner Imam Benjamin Idriz nannte die kurzfristig erfolgte Absage eine "sehr bittere Erfahrung". Der Münchner Muslimrat als Veranstalter des Friedensgebets zeigte sich laut BR24 "enttäuscht". Die Veranstaltung habe rein "als ausgestreckte Hand und deutliches Zeichen für das Miteinander" gelten sollen.

    Geplant war demnach, dass neben den Imamen am Montagabend Rabbiner Jan Guggenheim von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) München und Oberbayern sowie der evangelische Landesbischof Christian Kopp und Dompfarrer Monsignore Klaus Peter Franzl für das Erzbistum München und Freising an dem Friedensgebet teilnehmen. Das offizielle Motto lautete: "Muslime, Juden und Christen beten für Frieden im Heiligen Land und für das Miteinander in München".

    Volker Beck reagierte als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in einer Mitteilung mit den Worten, dass er "die Absage des sogenannten Friedensgebets des Muslimrates begrüßt", um wörtlich darzulegen:

    "Freilich ist nicht jede Friedensbotschaft per se unschuldig und tatsächlich friedlich." 

    So sei es für Beck "kein Frieden, wenn Angegriffene und Angreifer auf eine Stufe gestellt würden", um festzustellen:

    "Das wäre eine Rechtfertigung des Angriffs. Oder wenn man den Angegriffenen zum Niederlegen der Waffen auffordert, sobald er sich wehrt. Dass dieses Friedensgebet hier eine klare Haltung hat, konnte ich nicht erkennen."

    Der Muslimrat sei schlicht "der falsche Partner für die Stadt gewesen", so Beck abschließend. Die Imame hatten demgegenüber im Vorfeld laut BR24 in ihren Gemeinden "ausdrücklich von der Teilnahme von propalästinensischen Demonstrationen abgeraten" und stattdessen das Gebet in München als bewusst gemeinsame Friedensaktion angekündigt und beworben.


    Mehr zum Thema - "Abschiebeoffensive" aus Solidarität mit Israel? Warum das "Bild-Manifest" eine Farce ist


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    Info: https://freedert.online/inland/186227-gaza-diskussion-gruenen-politiker-beck


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    07.11.2023

    Literaturbetrieb, jetzt!

    offener-brief-israel-literaturbetrieb.de, vom Stand: 06.11.2023, 21:15

    Dass am 7. Oktober so viele Jüdinnen und Juden ermordet wurden wie seit der Shoa nie zuvor an einem Tag und dass der Antisemitismus auf den Straßen dieses Landes, das sich bemühte, alles jüdische Leben zu vernichten, wieder in einer unerträglichen und aggressiven Form sich Raum nimmt, ist furchtbar. Doch nach dem Angriff der terroristischen Hamas auf Menschen, die nichts anderes zu Opfern von Folter, Vergewaltigung, Entführung und Mord machte, als dass sie jüdische Israelis sind, verharrt der Literaturbetrieb in einem an Bräsigkeit nicht zu überbietenden Schweigen. Oder ist es gar keine Bräsigkeit, sondern konzentriertes Stillhalten, um bloß keinen Fehler zu machen? Sich nicht angreifbar zu machen? Selbstbewusstes oder in irgendeiner Form dem grassierenden Antisemitismus die Stirn bietendes Schweigen jedenfalls kann es nicht sein.

    Der Literaturbetrieb könnte machen, was er auch sonst macht: Solidaritätsbekundungen und Solidaritätslesungen. Das alles wäre nicht viel und doch wäre es eine öffentliche Haltung, die der einen oder dem anderen Halt gäbe, und die den jüdischen Autorinnen und Autoren deutlich machen würde: Ihr seid nicht allein, wir sind an Eurer Seite. Stattdessen wird geschwiegen, ein Schweigen, das dumpfer und lauter nicht sein könnte. Wo sind die Literaturhäuser, die Literaturinstitutionen, die Literaturfestivals, die Akademien, die Verlage? Der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 zog nahezu ad hoc Solidaritätsbekundungen nach sich, die jetzt fehlen. Warum? Hat wirklich niemand dazu eine Haltung? Oder ist der Antisemitismus bereits so weit im Literaturbetrieb verankert, dass hier der Grund zu suchen ist?

    Jüdinnen und Juden sind in diesem Land, in Europa und weltweit bedroht. Es ist Zeit, in aller gebotenen Schärfe die Stimme zu erheben. Wir haben genug von jedwedem relativistischen Lavieren. Wir sehen das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung und fordern humanitäre Hilfe, wenden uns aber dagegen, mit dem Leiden der Menschen im Gaza-Streifen den Terror der Hamas zu relativieren und die Selbstverteidigung Israels zu delegitimieren. Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten und hat, wie jeder funktionierende Staat, die eigene Bevölkerung vor Terror zu schützen.

    Wir sind links-, liberal- und konservativ-denkende Autorinnen und Autoren. Was uns eint, ist die Solidarität mit den in Deutschland, Österreich und der Schweiz lebenden Jüdinnen und Juden. Was uns eint, ist die Solidarität mit dem Staat Israel und allen Menschen, die sich für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, auch im Gazastreifen, einsetzen. Wir stellen uns gegen jede Form von Antisemitismus – aus der Mitte, wie von rechts und links.

    Björn Kuhligk
    Marcus Roloff
    Herta Müller
    Elfriede Jelinek
    Bov Bjerg
    Amelie Fried
    David Safier
    Marcel Beyer
    Christian Kracht
    Sibylle Berg
    Lutz Seiler
    Uwe Timm
    Andrea Sawatzki
    Christian Berkel
    Burghart Klaussner
    Isabel Bogdan
    Hengameh Yaghoobifarah
    Dirk von Lowtzow
    Jan Müller
    Julia Franck
    Durs Grünbein
    Eva Sichelschmidt
    Doris Dörrie
    Benedict Wells
    Tilman Spengler
    Georg M. Oswald
    Hasnain Kazim
    Wolfram Fleischhauer
    Petra Hartlieb
    Terézia Mora
    Jan Wagner
    Zoë Jenny
    Helge Malchow
    Jonathan Beck
    Jutta Ditfurth
    Peter Prange
    Michael Lentz
    Thomas Hettche
    Petra Reski
    Clemens J. Setz
    Jan Brandt
    Judith Schalansky
    Joachim Sartorius
    Helmut Krausser
    Kerstin Preiwuß
    Nora Gomringer
    Andreas Pflüger
    Tanja Dückers
    Thommie Bayer
    Harald Jähner
    Nora Bossong
    Angelika Klüssendorf
    Friedrich Ani
    Sven Stricker
    Franziska Gerstenberg
    Tilman Rammstedt
    Ralf Bönt
    Hans Pleschinski
    Antje Rávik Strubel
    Tom Liehr
    Slata Roschal
    Alain Claude Sulzer
    Elke Schmitter
    Torsten Schulz
    Michael Ebmeyer
    Ilko-Sascha Kowalczuk
    Marko Martin
    Lothar Müller
    Kirsten Fuchs
    Michael Kumpfmüller
    Carl-Christian Elze
    Gunnar Cynybulk
    Ulrich Koch
    Kristine Bilkau
    Dr. Enno Stahl
    Leo Fischer
    Alida Bremer
    Birgit Kreipe
    Steffen Popp
    Sylvia Geist
    Thorsten Krämer
    Fedor Pellmann
    Gerd Sonntag
    Susanne Stephan
    Peter Probst
    Marcia Zuckermann
    Mathias Jeschke
    Michael Augustin
    Julietta Fix
    Hellmuth Opitz
    Matthias Friedrich
    Johanna Hansen
    Patrick Findeis
    Dirk Hülstrunk
    Margaryta Surzhenko
    Timo Berger
    Wolfgang Hermann
    Gerrit Wustmann
    Christian Kreis
    Christine Hoba
    Herbert Hindringer
    Erec Schumacher
    Isobel Markus
    Felix Schiller
    Clemens Schittko
    Alban Nikolai Herbst
    Stefan Weidle
    Carolin Callies
    Sandra Hoffmann
    Benjamin Stein
    Karsten Krampitz
    Jürgen Nendza
    Evelyn Steinthaler
    Annette Mingels
    Achim Wagner
    Manja Präkels
    Ursula März
    Andreas Isenschmid
    Silke Andrea Schuemmer
    Norbert Kron
    Thea Dorn
    Simon Urban
    Stephanie von Hayek
    Bettina Spoerri
    Norbert Stöbe
    Alexander Estis
    Dr. Michael Maar
    Daniel Schulz
    Cornelius Hartz
    Katja Sophia Ditzler
    Matthias Nawrat
    Elke Bludau
    Markus Ostermair
    Ronya Othmann
    Anna Yeli Schentke
    Susann Pasztor
    Carsten Otte
    Eldad Stobezki
    Günther Eisenhuber
    Markus Liske
    Walle Sayer
    Alem Grabovac
    Werner K. Bliß
    Anna Zhukovets
    Florian Voß
    Joachim Helfer
    Lars Reyer
    Andreas Öhler
    Safeta Obhodjas
    Joachim Feldmann
    Sabine Scholl
    Tanja Schwarz
    Thomas Kunst
    Manuela Reichart
    Elisabeth Wandeler-Deck
    Christine Wunnicke
    Dr. Franz Berzbach
    Bettina Balàka
    Tania Kibermanis
    Anselm Neft
    Dr. Eva Gesine Baur / Lea Singer
    Lisa Roy
    Karin Fellner
    Ingo Herzke
    Martin Beyer
    Julia Karnick
    Hendrik Jackson
    Sascha Anderson
    Leander Steinkopf
    Katja Huber
    Christa von Bernuth
    Elisa Aseva
    Stefanie Jacobs
    Fridolin Schley
    Natalia Sadovnik
    Thomas von Steinaecker
    Synke Köhler
    Jana Talke
    Stefan Melneczuk
    Yannic Han Biao Federer
    Bernd Hettlage
    Heidi von Plato
    Thomas Krüger
    Andrej Glusgold
    Kersten Flenter
    Heinz Helle
    Andrea Heuser
    Utz Rachowski
    Gert Loschütz
    Jürg Halter
    Mathias Nolte
    Gundula Schiffer
    Tanja Langer
    Zaia Alexander
    Thomas Meyer
    Tanja Weber
    Stefan Wimmer
    Thomas Palzer
    Stefan Schmitzer
    Hartmut El Kurdi
    Jochen Schimmang
    Susanna Partsch
    Jan Konnefke
    Daniela Kulot
    Birgit Müller-Wieland
    Christian Nürnberger
    Christoph Wenzel
    Anton G. Leitner
    Marcus Jensen
    Lutz Steinbrück
    Norbert Hummelt
    Marianne Sax
    Daniel Jaakov Kühn
    Lothar Struck
    Herwig Finkeldey
    Monique Schwitter
    Udo Feist
    Barbara Ostrop
    Frank Norten
    Beliban zu Stolberg
    Roland Koch
    Uli Kreikebaum
    Angelika Meier
    Margaux de Weck
    Lorena Simmel
    Ulrich van Loyen
    Lukas Hammerstein
    Hans-Ulrich Jörges
    Harry Nutt
    Daniela Engist
    Ursula Meyer-Pabst
    Klaus Anders
    Reinhard Mohr
    Klaus-Jürgen Liedtke
    Wolfgang Meyer-Hentrich
    Jochen Bender
    Stephan Wackwitz
    Jürgen Heimbach
    Robert Dölle
    Jan Christophersen
    Mareike Krügel
    Wolfgang Hegewald
    Jürgen Bauer
    Axel Reitel
    Marica Bodrožić
    Karin Ivancsics
    Olaf Müller
    Maike Wetzel
    Horst-Dieter Radke
    Uwe von Seltmann
    Achim Engelberg
    Johanna Wack
    Judith Merchant
    Henning Kober
    Tobias Lehmkuhl
    Chrizzi Heinen
    Achim Raven
    Ulrike Sabine Maier
    Christiane Körner
    Corinna T. Sievers
    Nirit Ben Joseph
    Julia Kissina
    Lou A. Probsthayn
    Lea Streisand
    Ulrich Noller
    Barbara Yelin
    Daniel Killy
    Juliana Bardolim
    Sergey Voronzov
    Jan Feddersen
    Ramona Ambs
    Gregor Hens
    Nadja Küchenmeister
    Ulrike Bail
    Roswitha Schieb
    Katharina Tiwald
    Jeanette Erazo Heufelder
    Daniel Anderson
    Gunter Weißgerber
    Matthias Weichelt
    Ulrike Schlue
    Ulrich Woelk
    Britta Boerdner
    Leif Greinus
    Thomas Medicus
    Jan Off
    Anja Hirsch
    Anne Arning
    Urszula Usakowska-Wolff
    Guido Rohm
    Aliana Brodmann
    Elisa Edler
    Julia Dathe
    Boris Schumatsky
    Barbara Staudacher
    Heinz Högerle
    Bettina v. Minnigerode
    Heike Pohl
    Monika Vasik
    Carlo Gentile
    Michael Wäser
    Dr. Roland Kaufhold
    Sandra Marie Heppes
    Florian Wacker
    Olaf Jahnke
    Dr. Björn Weyand
    Christoph Kleinhubbert
    Katrin Seddig
    Elisabeth Richter
    Sabine Belz
    Martin Tschepe
    Nicolai von Schweder-Schreiner
    Frank Böttcher
    Georg Leß
    Gerd Berghofer
    Prof. Dr. Rainer Eckert
    Romina Nikolić
    Axel Holst
    Uta Ackermann
    Rainer Eckert
    Klaus Reichert
    Andreas Wilink
    Hannelore Brenner-Wonschick
    Clint Lukas
    Pascal Echt
    Michael Wuliger
    Jörn Birkholz
    Monika Deutz-Schroeder
    Prof. Dr. Klaus Schroeder
    Hanna Schott
    bibo Loebnau
    Stefan Wirner
    Ellen Widmaier
    Hans Hütt
    Christoph Marx
    Lisa-Marie Dickreiter
    Ingrid Müller-Münch
    Klaus Scholz
    Gesine Palmer
    Titus Meyer
    Kathrin Blum
    Ute Krause
    Paul Köhler
    Anja Kapunkt
    Margot Weber
    Günther van Endert
    Michael Opielka
    Arnd Pollmann
    Dr. Peter Böthig
    Harry Oberländer
    Michaela Maria Müller
    Dr. Knut Boeser
    Anke Loose
    Ruth Herzberg
    Sven j. Olsson
    Olga Radetzkaja
    Mario Pschera
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    Christoph Müller-Hofstede
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    Silke Grundmann-Schleicher
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    Ursula Hahnenberg
    Carola Moosbach
    Matthias Strobel
    Rayk Wieland
    Jens Rosteck
    Barbara Maria Kloos
    Werner von Bergen
    Ankalina Dahlem
    Renate Wichers
    Jörg Sundermeier
    Frank Schorneck
    Alissa Walser
    Micaela Jary Gabriel / Michelle Marly
    Ulrike Damm
    Werner Strodthoff
    Peter Rehberg
    György Dalos
    Ralph Dutli
    Andreas Nentwich
    Martin Piekar
    Sharon Adler
    Leander Sukov
    Werner Strodthoff
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    Stephan Lohse
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    Siegfried Völlger
    Péter Palátsik
    Volker Breidecker
    Hans Wagenmann
    Dr. Jörg-Philipp Thomsa
    Katharina Raabe
    Svenja Gräfen
    Caca Savić
    Barbara Zeizinger
    Manuela Runge
    Dr. Elvira Grözinger
    Michael Lemling
    Anastasia Tikhomirova
    Franz Dobler
    Ela Meyer
    Ulrich Peltzer
    Helga Kurzchalia
    Dr. Ute Cohen
    Jan Schönherr
    Tamara Stajner
    Dr. Alexander Graeff
    Julia Mantel
    Olaf Schwarzbach
    Sibylle Möllering Kaldewey
    Annika Scheffel
    Hans Jörg Wangner
    Reinhard Kaiser-Mühlecker
    Katharina Tanner
    Dr. Sabine Baumann
    Jennie Seitz
    Verena Güntner
    Sonja Vandenrath
    Max Christian Graeff
    Matthias Unger
    Clemens Fobian
    Martin M. Coers
    Amir Gudarzi
    Hanna Frey
    Almut Tina Schmidt
    Heike Wolpert
    Angelika Andruchowicz
    Thomas Stangl
    Jan Süselbeck
    Hans Thill
    Alf Mentzer
    Thomas E. Schmidt
    Andrea Schomburg
    Rüdiger Bertram
    Christiane Lange
    Dr. Thomas Wohlfahrt
    Axel Scheffler
    Sabine Küchler
    Marjana Gaponenko
    Klaus Herker
    Knut Schaflinger
    Frank Hornung
    Fritz Hendrick Melle
    Sarah Khan
    Michael Jordan
    Marion Kollbach
    Dr. Volker Weichsel
    Michael Kursiefen
    Doron Rabinovici
    Bernhard Setzwein
    Isabella Straub
    Margitt Lehbert
    Peter Praschl
    Ulrike Kolb
    Leah Carola Czollek
    Ulrike Bliefert
    Lisette Buchholz
    Uwe Wittstock
    Sujata Bhatt
    Frank Keil-Behrens
    Rolf Löchel
    Till Raether
    Doris Liebermann
    Mark Monheim
    Karin Wieland
    Anne Otto
    Sabine Gruber
    Ella Carina Werner
    Emma Braslavsky
    Lucy Guth
    Konstantin Moreth
    Ulrike Schrimpf
    Tilman Tarach
    Ernest Wichner
    Martin Westenberger
    Kemal Rijken
    Barbara Bisicky-Ehrlich
    Peter Donath
    Boris Greff
    Lasse Samström
    Ludwig Steinherr
    Ulrike Schimming
    Astrid Ruppert
    Erika Wimmer
    Walburga Hülk
    Peter Stephan Jungk
    Lars Birken-Bertsch
    Regina Dyck
    Ali Can
    Sabine Voß
    Matthias Klaß
    Annette Koschmieder
    Heinz Gess
    Johanna Schwering
    Heike Klapdor
    Gila Lustiger
    Friedemann Karig
    Jay Monika Walther
    Inge Fasan
    Sina Scherzant
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    Gisbert Amm
    Stefanie Sourlier
    Jonas Lüscher
    Christoph Münch
    Ingeborg Bellmann
    Heiko Werning
    Kostja Schibrowski
    Tobias Schwartz
    Martina Wildner
    Thilo Schmid
    Dr. Thomas H. Bäumler
    Andreas Wolfgang Lenzmann
    Maren Schönfeld
    Christine Sterly-Paulsen
    Ilinca Florian
    Carsten Hueck
    Urs Heftrich
    Mariusz Lata
    Dr. Elvira Grözinger
    Dr. Karl E. Grözinger
    Torsun Burkhardt
    Heike Wolff
    Franziska Raimund
    Hans Raimund
    Cecilia Dreymüller
    Heike Willingham
    Nora Lachmann
    Katrin Askan
    Olaf Guercke
    Johann Reißer
    Daniela Danz
    Juliane Beer
    Anna Katharina Hahn
    Antje Schrupp
    Michael Schmitt
    Daniel Siemens
    Frauke Meyer-Gosau
    Khosro Kiyanrad
    Sarah Kiyanrad
    Anton Humpe
    Nikola Anne Mehlhorn
    Nika Bertram
    Birgit Meinhard-Schiebel
    Christian Linker
    Regine Bielefeldt
    Ulf Schmidt
    Dorota Stroińska
    Silvia Krautz
    Anna Herzig
    Eric Pfeil
    Dr. Stefanie Gödeke
    Thomas Schmid
    Kersty Grether
    Dorit Linke
    Susann Reck
    Dominik Dombrowski
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    Birgit Hofmann
    Wolfram Fleischhauer
    Sandra Hubinger
    Anselm Bühling
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    Jan Bürger
    Petra Lölsberg
    Alexander Karschnia
    Alexander Makowka
    Anne Liepold
    Horst Samson
    Dorota Danielewicz
    Marion Gay
    Joachim Güntner
    Martin Krauss
    Jürgen Walther
    André Förster
    Timo Galki
    Doris Hermanns
    Catalina Rojas Hauser
    Emilia Smechowski
    Hans Peter Roentgen
    Bela Chekurishvili
    Ira Panić
    Brigitte Baur
    Esther M. Hormann
    Guido Block-Künzler
    Silke Bicker
    Christian Wolter
    Petra Staufer
    Albert Ostermaier
    Andreas Altmann
    Volker Weiß
    Wienke Treblin
    Tobias Herold
    Judith Poznan
    Barbara Zeman
    Brigitte Schönfelder
    Christopher Just
    Ela Meyer
    Katharina Adler
    Eva Müller
    Gabriela Schlesiger-Imbery
    Nina Sillem
    Niklas Frank
    Dagmar Leupold
    Eva Zahn
    Volker A. Zahn
    Dr. Christoph Palmer
    Peter Gerdes
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    Richard Schuberth
    Romana Ganzoni
    Joachim Geil
    Guido Gin Koster
    Sabrina Janesch
    Hannah Zufall
    Christoph Wortberg
    Hans-Joachim Hahn
    Martin Bretschneider
    Tobias Gohlis
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    Michaela Gröner
    Iris Schürmann-Mock
    Eva Seck
    Luise F. Pusch
    Isabel Rohner
    Kerstin Hensel
    Mario Apel
    Anna Hetzer
    Lothar Wolfram Teufel
    Andreas Püttmann
    Dr. Karl Adam
    Anna Ohnweiler
    Jonas Engelmann
    Birgit Böllinger
    Pjotr Olev
    Anja Frisch
    Andrea Stoll
    Andreas Heinzel
    Nikolai Klimeniouk
    Daniel Ketteler
    Birgit Birnbacher
    Myriam Halberstam
    Stefanie de Velasco
    Heike Duken
    Ute Cohen
    Angelika Reitzer
    Philipp Theisohn
    Anna Ruhe
    Jens Wonneberger
    Maxim Leo
    Thomas Zirnbauer
    Ivonne Keller
    Samuel Schwarz
    Alexander Kappe
    Gisela von Wysocki
    André Gstettenhofer
    Jane Wels
    Ada Badey
    Carlo Spiller
    Lorenz Stassen
    Lukas Münich
    Hans v. Seggern
    Marlen Hobrack
    Julia Trompeter
    Konrad H. Roenne
    Angela Richter
    Marius Hulpe
    Svenja Herrmann
    Lea Gottheil
    Ludger Weß
    Andrea O'Brien
    Josef Reindl
    Martin A. Völker
    Sigrid Vagt
    Christian Deutschmann
    Alexander Rudow
    Gertrud Leutenegger
    Bernd Brunner
    Dr. Martina Weyrauch
    Franziska Haug
    Gabriele Fahr-Becker
    Angie Westhoff
    Barbara Zeizinger
    Dr. Lothar Quinkenstein
    Hermann Ühlein
    Reiner Engelmann
    Manfred Hess
    Bernd Ohm
    Susanne Jaspers
    Frank Himmel
    Nicole Joens
    Mathias Kopetzki
    Clemens Heni
    Julien Reitzenstein
    Gudrun Perko
    Willi Wottreng
    Christoph Motog
    Frank Sorge
    Klaus Kowalke
    Susanne Meysick
    Oliver Grau
    Simone Scharbert
    Dietmar Wiesner
    Ole Frahm
    Andreas Steffens
    Volker Oldenburg
    Alexandru Bulucz
    Jana Mikota
    Jona Spreter
    Ivana Sokola
    Claudia Tebel-Nagy
    Greta Godberg
    Christina Ziegler
    Danny Dziuk
    Thomas Gsella
    Sebastian Adam
    Dietmar Engelberth
    Ralph Gerstenberg
    Hermann Kretzschmar
    Thomas Köck
    Sylvia Engelmann
    Léonce W. Lupette
    Rasmus Engler
    Angela Richter
    Felix Kauf
    Maja Loewe
    Händl Klaus
    Thomas Empl
    Bettina Rolfes
    Wolfgang Templin
    Jörg Thadeusz
    Anna Baar
    Martin Prinz
    Caro Wiesauer
    Gudrun Perko
    Bettina Hartz
    Nadine Schneider
    Manuel Karasek
    Andrea Karimé
    Dr. Martin Jander
    Barbara Schleth
    Rainer René Mueller
    Dirk Metz
    Klaus Bittermann
    Andrea Oster
    Christian Engelken
    Felix Haas
    Patrick Gensing
    Antje-Kathrin Mettin
    Boris Kerenski
    Sarah Schmidt
    Julia Grinberg
    Nicole Warmbold
    Gabi Hift
    Friedrich Veitl
    Ulla Bayerl-Ost
    Steffi Kammermeier
    Linda Cuir
    Lars Werner
    Mirko Bonné
    Pieke Biermann
    Kristin T. Schnider
    Anna Hoffmann
    Oliver Bukowski
    Christian Uetz
    Magdalena Jagelke
    Hung-min Krämer
    Nora Zapf
    Herbert J. Wimmer
    Sebastian Oehler
    Michael Groenewald
    Uta Köbernick
    Leonhard Horowski
    Claudia Freund
    Wolfgang Wenger
    Ruth Loosli
    Hubert Lang
    Helge Drafz
    Benedikta zu Stolberg
    Angela Stoll
    Tommie Goerz
    Laila Stieler
    Lilian Ranc
    Frank Schlüter
    Nadine Meyer
    Stephanie Haerdle
    Dirk Laucke
    Marion Tauschwitz
    Ulrich Beck
    Franziska Beyer-Lallauret
    Bettine von Borries
    Wolfgang Ferchl
    Nuran David Calis
    Monika Littau
    Bettina Pohlmann
    Monika Deutz-Schroeder
    Klaus Schroeder
    Lea Martin
    Andrea Dobrowolski
    Franz Wittenbrink
    Gudrun Seidenauer
    Vincent Numberger
    Katerina Poladjan
    Hilga Wesle
    Evelyn Böhmer-Laufer
    Matthias Naumann
    Alke Müller-Wendlandt
    Frank Olbert
    Alex Aßmann
    Dr. Dunja Melčić
    Eva Brunner
    Thomas Kraft
    Xenia Frenkel
    Timo Brandt
    Alex Herzog
    Bernd Gieseking
    Tina Pruschmann
    Barbara Zechel
    Dominik Flammer
    Mario Kessler
    Norbert W. Schlinkert
    Sabine Schiffner
    Uli Hannemann
    Martin Becker
    Sonja Finck
    Florian Schneider
    Jörn Klare
    Dr. Eva Weissweiler
    Gero Ulbricht
    Katharina Körting
    Julia Kröhn
    Rolf Silber
    Angelika Wittlich
    Lothar Trampert
    Katinka Buddenkotte
    Sarah Kuratle
    Regina E.G. Schymiczek
    Bettina Rolfes
    Donata Rigg
    Klaus Gröner
    Thomas Maess
    Matthias Hufnagl
    Maja Wiens
    Günter Rohrbach
    Cordula Stratmann
    Julia Wolf
    Frank Schablewski
    Anna Breitenbach
    Victor Witte
    Christian Dörr
    Jenny Schrödl
    Annika Nickenig
    Thomas Grasberger
    Maren Jungclaus
    Lothar Kowalke
    Jean-Michel Räber
    Michael Quast
    Johanna Kaptein
    Marlene Gölz
    Gina Bucher
    Daniel Holbe
    Claudia Nentwich
    Alexander Wasner
    Jamal Tuschick
    Irmy Schweiger
    Andrea Zielinski
    Sarah Nemitz
    Lutz Hübner
    Elke Reichart
    Jörg Piringer
    Maxi Obexer
    Frank Hertweck
    Michael Kannenberg
    Daniela Janjic
    Nora Hoch
    Birgit Schmitz
    Mitch Cohen
    Anja Maier
    Silvia Pistotnig
    Daniel Nipshagen
    Ernst Reuß
    Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker
    Katharina Unteutsch
    Gabriel Wolkenfeld
    Christa Schuenke
    Doris Wiesenbach
    Dr. Christian Rotta
    Henriette Vàsàrhelyi
    Nora Mercurio
    Matthias Ulmer
    Eckhart Holzboog
    Astrid Vehstedt
    Philipp Haußmann
    Melanie Hubermann
    Christina von Braun
    David Jacobs
    Olaf Petersenn
    Uwe Friesel
    Dana Ranga
    Monika Osberghaus
    Claudia Bitter
    Jürgen Nola
    Dirk Allgaier
    Kurt Drawert
    Judith Zander
    Laurenz Bolliger
    Wolfgang Matz
    Stefan Ulrich Meyer
    Elisabeth Edl
    Manfred Pfister
    Hedwig M. Binder
    Sybille Wittmann
    Sigi Lieb
    Rainer Würth
    Volker Heigenmooser
    Frank Habrik
    Martin Graf
    Halim Youssef
    Ulrich Straeter
    Katharina Reschke
    Thedel v. Wallmoden
    Esther Schapira
    Georg M. Hafner
    Alfred Miersch
    Axel Dunker
    Volker Dittrich
    Dirk Rehm
    Dorothea Renckhoff
    Christina Schöffler
    Sonia Seymour Mikich
    Tobias Bock
    Mirjam Wittig
    Moritz Klein
    Marina Frenk
    Christoph Bartmann
    Martin Zingg
    Martin Schult
    Sophie Albers
    Ralf Nestmeyer
    Ursula Teicher-Maier
    Jan Maria Greven
    Regina Nössler
    Ulrike Klausmann
    Meike Stoverock
    Björn Högsdal
    Anetta Kahane
    Dietrich Hahne
    Folkert Roggenkamp
    Brenda Strohmaier
    Ruth Wyneken
    Peter Reuter
    Nele Heyse
    Khyana el Bitar
    Marc Ottiker
    Susanne Lilienfeldt
    Loretta Stern
    Annette Simon
    Angelika Hensgen
    Michaela Wallner
    Andreas Reimann
    Antje Kunstmann
    Moritz Kirschner
    Geraldine Gutiérrez-Wienken
    Christine Fehér
    Mareike Barmeyer
    Kathrin Lagatie
    Miron Tenenberg
    Susanne Konrad
    Michael Butty
    Martin Herrmann
    Eva Wal
    Thilo Bock
    Gert Heidenreich
    Alexander Wagner
    Christoph Leisten
    Lutz Rathenow
    Michaela Fricek
    Odile Kennel
    Maren Ruben
    Katharina Pewny
    Joachim Schönig
    Erwin Jurtschitsch
    Jost Baum
    Dagmar Brunow
    Katja Leyrer
    Claudia Gabler
    Florian Hanig
    Tobias Wimbauer
    Anousch Mueller
    Viktor Funk
    Jan Cornelius
    Siegfried Straßner
    Dieter Eisenmann
    Rüdiger Sturm
    Dr. Michael Krämer
    Matt Grandis
    Barbara Imgrund
    Roland Spranger
    Dr. Bernd Krebs
    Johannes Albendorf
    Anna Lipphardt
    Alfred Klemm
    Joy Markert
    Sibylle Nägele
    Dr. Anna Richter
    Dr. Alice Brauner
    Christoph Becker
    Gabriel Berger
    Dagmar Ploetz
    Jens-Jürgen Ventzki
    Gisbert Strotdrees
    Alexander Langheiter
    Laurenz Bolliger
    Angela Hildebrandt
    Beatrice Frasl
    Bastian Schneider
    Ewa Czerwiakowski
    Johann Voß
    Wolfgang Rill
    Erik Hauth
    Benedikt Dyrlich
    Annemarie Regez
    Katja Kullmann
    Dr. André Bastian
    Hans-Henner Hess
    Robert Brack
    Angelika Klammer
    Karl Flender
    Prof. Dr. Jochen Hörisch
    Niklas Bender
    Annette Feldmann
    Martina Bilke
    Karin Duve
    Isolde Sammer
    Richard Obermayr
    Birgit Erdmann
    Prof. Dr. Harro Zimmermann
    Almut Baumgarten
    Felice Fey
    Michael Bresser
    Dr. Günter Müchler
    Marion Kohler
    Dorothee Krämer
    Christiane Reichart-Burikukiye
    Susanne Schleyer
    Jona Dreyer
    Artur Weigandt
    Viktoria von dem Bussche
    Richard Reitinger
    Prof. Dr. Markus Krajewski
    Jimi Lend
    Rolf Schönlau
    Gerhard Schweppenhäuser
    Ruben Wickenhäuser
    Olaf Kraemer
    Moritz Gause
    Thomas Bockelmann
    Juliane Sophie Kayser
    Gabriela Fenyes
    Jim Baker
    Gisela Heidenreich
    Michael Hagner
    Ilona Bubeck
    Alexandra von Grote
    Maria Knissel
    Prof. Carl Frech
    Sabine Gronover / Frida Gronover
    Lukas Meschik
    Christian Eckstein
    Thorsten Palzhoff
    Matthias Lohre
    Gabriele Gillen
    Melitta L. Roth
    Katrin Lange
    Katrin Dirschwigl
    Andreas Weihe
    Doris Wirth
    Prof. Dr. Cornelia Krause-Girth
    Frederice Klinge
    Margit Hähner
    Gregor Schwering
    Melanie Katz
    Marc Djizmedjian
    Brigitte Neumann
    Andreas Rumler
    Sanja Abramović
    Alexander Adolph
    Jens-Jürgen Ventzki
    Christiane Carstens
    Jürgen Streich
    Dr. Lars Henrik Gass
    Dr. Patricia Falkenburg
    Jens-Holger Hoppx
    Natacha Dagneaud
    Katja Brunner
    Kornelia Koepsell
    Kai Marchal
    Eva Quistorp
    Eve Stockhammer
    Olaf Kühl
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    Angelika Oppenheimer
    Dr. Eva C. Schweitzer
    Wilhelm Gruber
    Dr. Marcin Wiatr
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    Dr. Hanspeter Knirsch
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    Nikolaus Günter
    Dr. Jörg Platiel
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    Fred Grimm
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    Dr. Henry Sapparth
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    J. Heinrich Heikamp
    Alwa Glebe
    Hanna Sukare
    Josef Oberhollenzer
    Anne Jelena Schulte
    Matthias Brenner
    Kay Löffler
    Prof. Dr. Jürgen Ritte
    Elisabetta Abbondanza
    Ulrich Werthern
    Rolf Thum
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    Marco Sagurna
    Frank Lingnau
    Rudolf Bussmann
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    Gerold Hildebrand
    Moritz Heger
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    Lea Rothdach
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    Eckart Hoffmann
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    Martina Clavadetscher
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    Wiebke Eden
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    Arndt Himmelreich
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    Armin Schäfer
    Steffen Möller
    Stephanie Heimgartner
    Gabriela Hermer
    Olav Amende
    Manuel Herder
    Simon Biallowons
    Philipp Lindinger
    Adriana Stern
    Maren Lickhardt
    Edmund Jacoby
    Judith Schifferle
    Lilian Peter
    Christiane Altenburg
    Thomas Blubacher
    Klaus Hensel
    Kristina Rössler-Lehnhoff
    Julia Weber
    Christoph Janacs
    Stefan Bollmann
    Bernhard Hartmann
    Alwin Meyer
    Joachim Speidel
    Karl-Heinz Ott
    Theresia Walser
    Agnes Krup
    Alfons Winkelmann
    Anke Dörsam
    Amir Shaheen
    Stand: 06.11.2023, 21:15

    Info: http://www.offener-brief-israel-literaturbetrieb.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Was geschah wirklich am 7. Oktober?

    linkezeitung.de, vom 6. November 2023 ⋅ Hinterlasse einen Kommentar

    von Robert Inlakesh – Scharmine Narwani – https://new.thecradle.co

    Übersetzung LZ

    Jetzt tauchen Beweise dafür auf, dass bis zur Hälfte der getöteten Israelis Kämpfer waren, dass die israelischen Streitkräfte für einige ihrer eigenen zivilen Todesfälle verantwortlich waren und dass Tel Aviv falsche Geschichten über “Hamas-Gräueltaten” verbreitete, um seinen verheerenden Luftangriff auf palästinensische Zivilisten in Gaza zu rechtfertigen.

    Zwei Wochen nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober zeichnet sich allmählich ein klareres Bild der Geschehnisse ab – wer starb und wer getötet wurde -.

    Anstelle des von Israel behaupteten Massakers an der Zivilbevölkerung zeigen unvollständige Zahlen, die von der hebräischen Zeitung Haaretz veröffentlicht wurden, dass fast die Hälfte der an diesem Tag getöteten Israelis tatsächlich Kämpfer waren – Soldaten oder Polizisten.

    In der Zwischenzeit wurde in den westlichen Medien zwei Wochen lang pauschal berichtet, dass die Hamas bei ihrem Militärangriff am 7. Oktober rund 1.400 israelische Zivilisten getötet haben soll, um die Gemüter zu erhitzen und das Klima für Israels uneingeschränkte Zerstörung des Gazastreifens und seiner Zivilbevölkerung zu schaffen.

    Die Berichte über die Zahl der israelischen Todesopfer wurden gefiltert und so gestaltet, dass sie den Eindruck erweckten, es habe an diesem Tag ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung gegeben, wobei Babys, Kinder und Frauen die Hauptziele eines Terrorangriffs waren.

    Die von der israelischen Tageszeitung Haaretz veröffentlichten detaillierten Statistiken zu den Opfern zeichnen nun ein völlig anderes Bild. Mit Stand vom 23. Oktober hat das Nachrichtenblatt Informationen über 683 Israelis veröffentlicht, die während der von der Hamas geführten Offensive getötet wurden, einschließlich der Namen und der Orte, an denen sie am 7. Oktober ums Leben kamen.

    Bei 331 dieser Opfer – das sind 48,4 Prozent – handelt es sich nachweislich um Soldaten und Polizisten, viele von ihnen Frauen. Weitere 13 werden als Angehörige des Rettungsdienstes beschrieben, und die restlichen 339 werden angeblich als Zivilisten betrachtet.

    Diese Liste ist zwar nicht vollständig und macht nur etwa die Hälfte der von Israel angegebenen Zahl der Todesopfer aus, doch ist fast die Hälfte der bei dem Handgemenge Getöteten eindeutig als israelische Kämpfer zu identifizieren.

    Bislang wurden auch keine Kinder unter drei Jahren getötet, was die israelische Behauptung in Frage stellt, dass Babys von palästinensischen Widerstandskämpfern angegriffen wurden. Von den insgesamt 683 bisher gemeldeten Opfern waren sieben zwischen 4 und 7 Jahren und neun zwischen 10 und 17 Jahren alt. Bei den übrigen 667 Opfern handelt es sich offenbar um Erwachsene.

    Altersverteilung der während der Hamas-Operation vom 7. Oktober getöteten Israelis (Stand: 23. Oktober).
    Die Zahl und der Anteil der palästinensischen Zivilisten und Kinder unter den Toten der israelischen Bombardierung in den letzten zwei Wochen – über 5.791 Tote, darunter 2.360 Kinder und 1.292 Frauen, und mehr als 18.000 Verletzte – sind weit höher als alle diese israelischen Zahlen zu den Ereignissen vom 7. Oktober.

    Rückblick auf den Schauplatz

    Die gewagte Militäroperation unter Führung der Hamas, die den Codenamen Al-Aqsa-Flut trug, begann mit einem dramatischen Überfall im Morgengrauen gegen 6:30 Uhr (palästinensische Zeit) am 7. Oktober. Begleitet wurde dies von einer Kakophonie von Sirenen, die die Stille im besetzten Jerusalem durchbrachen und den Beginn eines außergewöhnlichen Ereignisses in der 75-jährigen Geschichte des Besatzungsstaates signalisierten.

    Nach Angaben des Sprechers des bewaffneten Flügels der Hamas, der Al-Qassam-Brigaden, überquerten rund 1 500 palästinensische Kämpfer die gewaltige Trennmauer zwischen Gaza und Israel.

    Dieser Ausbruch beschränkte sich jedoch nicht nur auf Hamas-Kräfte; zahlreiche bewaffnete Kämpfer, die anderen Gruppierungen wie dem Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) angehören, überquerten später die Waffenstillstandslinie, ebenso wie einige Palästinenser, die keiner organisierten Miliz angehören.

    Als sich herausstellte, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Widerstandsaktion handelte, verbreiteten sich schnell Hunderte von Videos in den sozialen Medien, von denen die meisten von The Cradle eingesehen wurden. Sie zeigen tote israelische Soldaten und Siedler, heftige Feuergefechte zwischen verschiedenen Parteien und Israelis, die im Gazastreifen gefangen genommen wurden.

    Diese Videos wurden entweder mit den Handys von Israelis aufgenommen oder von palästinensischen Kämpfern veröffentlicht, die ihre eigene Operation filmten. Erst Stunden später tauchten weitere grausame und geradezu dubiose Behauptungen auf.

    Unbewiesene Behauptungen über “Hamas-Gräueltaten

    Aviva Klompas, eine ehemalige Redenschreiberin für die israelische Vertretung bei den Vereinten Nationen, war die erste namhafte Israelin, die die Behauptung verbreitete, es gäbe Berichte über “israelische Mädchen, die vergewaltigt und deren Körper durch die Straßen geschleift wurden”.

    Sie postete dies am 7. Oktober um 21:18 Uhr (palästinensische Zeit) auf X, obwohl in einem Meinungsartikel, den Klompa am 8. Oktober um 12:28 Uhr (palästinensische Zeit) in Newsweek veröffentlichte, von sexueller Gewalt keine Rede war.

    Klompas ist auch Mitbegründer von Boundless Israel, einer “Denkfabrik”, die sich dafür einsetzt, “die Israelerziehung wiederzubeleben und mutige kollektive Maßnahmen zur Bekämpfung des Judenhasses zu ergreifen”. Eine “unapologetisch zionistische” Wohltätigkeitsgruppe, die israelische Narrative in den sozialen Medien fördert.

    Der einzige Fall, der als Beweis für eine Vergewaltigung angeführt wurde, war der einer jungen deutsch-israelischen Frau namens Shani Louk, die mit dem Gesicht nach unten auf dem Rücksitz eines Pickups gefilmt wurde und allgemein als tot galt.

    Es war unklar, ob es sich bei den Kämpfern, die mit Louk in dem nach Gaza fahrenden Fahrzeug gefilmt wurden, um Mitglieder der Hamas handelte, da sie nicht die Uniformen oder Abzeichen der Al-Qassam-Truppen trugen, die in anderen Hamas-Videos zu erkennen sind – einige trugen sogar legere Zivilkleidung und Sandalen.

    Später behauptete ihre Mutter, Beweise dafür zu haben, dass ihre Tochter noch am Leben sei, aber eine schwere Kopfwunde erlitten habe. Dies deckt sich mit den von der Hamas veröffentlichten Informationen, wonach Louk wegen ihrer Verletzungen in einem nicht näher bezeichneten Krankenhaus in Gaza behandelt wurde.

    Erschwerend kommt hinzu, dass die Israelis an dem Tag, als die Vergewaltigungsvorwürfe aufkamen, keinen Zugang zu diesen Informationen hatten. Die israelischen Streitkräfte waren in viele, wenn nicht sogar in die meisten der vom Widerstand befreiten Gebiete noch nicht eingedrungen und lieferten sich noch immer bewaffnete Zusammenstöße mit dem Widerstand an mehreren Fronten.

    Dennoch verselbstständigten sich die Vergewaltigungsvorwürfe, und selbst US-Präsident Joe Biden behauptete Tage später in einer Rede, israelische Frauen seien von Hamas-Kämpfern “vergewaltigt, missbraucht und als Trophäen vorgeführt” worden. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Artikel von The Forward vom 11. Oktober berichtet, dass das israelische Militär zugab, zu diesem Zeitpunkt keine Beweise für derartige Anschuldigungen zu haben.

    Als die Armee später ihre eigenen Behauptungen über Enthauptungen, Fußamputationen und Vergewaltigungen aufstellte, wies Reuters darauf hin, dass “das Militärpersonal, das den Identifizierungsprozess überwachte, keine forensischen Beweise in Form von Bildern oder medizinischen Unterlagen vorlegte”. Bis heute gibt es keine glaubwürdigen Beweise für diese Grausamkeiten, die vorgelegt wurden.

    Andere ungeheuerliche Behauptungen, wie die Geschichte von der “Enthauptung von 40 Babys” durch die Hamas, sorgten für Schlagzeilen und die Titelseiten zahlloser westlicher Nachrichtenagenturen. Selbst Biden behauptete, er habe “bestätigte Fotos von Terroristen gesehen, die Babys enthaupten”. Die Behauptungen gehen auf den israelischen Reservesiedler und Soldaten David Ben Zion zurück, der in der Vergangenheit zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Palästinenser aufgestachelt und die Auslöschung der Stadt Huwara im Westjordanland gefordert hat. Es wurden nie Beweise für diese Behauptungen vorgelegt, und das Weiße Haus selbst bestätigte später, dass Joe Biden solche Fotos nie gesehen hatte.

    Der Plan der Hamas

    Es gibt wenig bis gar keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass palästinensische Kämpfer am 7. Oktober einen Plan hatten, unbewaffnete israelische Zivilisten zu töten oder zu verletzen, oder dass sie dies bewusst beabsichtigten. Das verfügbare Filmmaterial zeigt, dass sie sich in erster Linie mit bewaffneten israelischen Streitkräften angelegt haben, wobei Hunderte von Besatzungssoldaten ums Leben gekommen sind. Wie der Sprecher der Qassam-Brigaden, Abu Obeida, am 12. Oktober klarstellte:

    Die Operation “Al-Aqsa-Flut” zielte auf die Zerstörung der Gaza-Division (eine israelische Armeeeinheit an den Grenzen des Gazastreifens) ab, die an 15 Punkten angegriffen wurde, gefolgt von Angriffen auf 10 weitere militärische Interventionspunkte. Wir haben den Ort Zikim und mehrere andere Siedlungen außerhalb des Hauptquartiers der Gaza-Division angegriffen.”

    Abu Obeida und andere Vertreter des Widerstands behaupten, das andere Hauptziel ihrer Operation sei die Ergreifung israelischer Gefangener gewesen, die sie gegen die rund 5.300 palästinensischen Gefangenen in israelischen Haftanstalten, darunter viele Frauen und Kinder, austauschen konnten.

    Der stellvertretende Leiter des Politbüros der Hamas, Saleh Al-Arouri, betonte in einem Interview nach der Operation: “Wir haben eine große und qualitativ hochwertige Anzahl und hochrangige Offiziere. Alles, was wir jetzt sagen können, ist, dass die Freiheit unserer Gefangenen vor der Tür steht.”

    Beide Seiten spielen dieses Spiel: Seit dem Beginn seines militärischen Angriffs auf den Gazastreifen hat Israel mehr als 1.200 Palästinenser im besetzten Westjordanland festgenommen und inhaftiert. Bis heute gab es 38 Gefangenenaustausche zwischen den Widerstandsgruppen und Tel Aviv – Abkommen, denen die Israelis oft bis zur letzten Minute widerstehen.

    Während diese Art von Zeugnissen durchsickert, tauchen Berichte auf, dass die israelischen Behörden die Misshandlung, Folter und sogar Tötung von palästinensischen Gefangenen in ihrem Gewahrsam verschärft haben – ein Verstoß gegen die Genfer Konventionen, den ein nichtstaatlicher Akteur wie die Hamas ironischerweise buchstabengetreu befolgt zu haben scheint.

    Im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 7. Oktober gibt es sicherlich einige Videos, die möglicherweise unbewaffnete Israelis zeigen, die in ihren Fahrzeugen oder an den Eingängen zu Einrichtungen getötet werden, damit die palästinensischen Truppen Zugang erhalten können.

    Es gibt auch Videos, die die Kämpfer bei Schießereien mit bewaffneten israelischen Streitkräften zeigen, bei denen unbewaffnete Israelis dazwischen in Deckung gehen, sowie Videos von Kämpfern, die auf Häuser schießen und Granaten in befestigte Gebiete werfen. Augenzeugenberichten zufolge wurden auch Granaten in Bombenbunker geworfen, allerdings ist unklar, von wem.

    Sogar bei der israelischen “Friedensveranstaltung”, die als der tödlichste Angriff palästinensischer Kämpfer während ihrer Operation gilt, tauchten Videos auf, die zu zeigen schienen, wie israelische Streitkräfte das Feuer durch eine Menge unbewaffneter Zivilisten auf Ziele eröffneten, die sie für Hamas-Mitglieder hielten. ABC News berichtete außerdem, dass sich ein israelischer Panzer auf den Ort des Festivals zubewegt habe.

    Ein israelisches Massaker im Kibbuz Be’eri?

    In seinem Bericht über die Ereignisse im Kibbuz Be’eri fotografierte ABC News Artillerieteile, die israelischer Munition ähneln, vor einem zerbombten Haus. Der Reporter David Muir erwähnte, dass in Plastiksäcke gehüllte Hamas-Kämpfer in der Umgebung des Hauses gefunden wurden.

    Außerdem zeigen Videos vom Tatort Häuser, die offenbar von Munition getroffen wurden, die nicht im Besitz von Hamas-Kämpfern war. Muir berichtete, dass etwa 14 Menschen in einem Gebäude von palästinensischen Kämpfern als Geiseln festgehalten wurden.

    Ein hebräischsprachiger Haaretz-Artikel vom 20. Oktober, der auf Englisch nur in einem lesenswerten Mondoweiss-Artikel erscheint, zeichnet ein ganz anderes Bild von den Ereignissen in Be’eri an diesem Tag. Ein Kibbuzbewohner, der nicht zu Hause war und dessen Partner bei dem Handgemenge getötet wurde, enthüllt verblüffende neue Details:

    “Seine Stimme zittert, wenn er an seine Lebensgefährtin denkt, die zu dieser Zeit in ihrer Unterkunft belagert wurde. Ihm zufolge haben die IDF den Kibbuz erst am Montagabend (9. Oktober) vollständig eingenommen, nachdem die Kommandeure vor Ort schwierige Entscheidungen getroffen hatten – einschließlich des Beschusses von Häusern, in denen sich alle Bewohner befanden, um die Terroristen zusammen mit den Geiseln zu töten. Der Preis war schrecklich: mindestens 112 Menschen aus Be’eri wurden getötet. Andere wurden gekidnappt. Gestern, 11 Tage nach dem Massaker, wurden die Leichen einer Mutter und ihres Sohnes in einem der zerstörten Häuser entdeckt. Es wird vermutet, dass noch weitere Leichen in den Trümmern liegen.”

    Fotobeweise der Zerstörung in Be’eri bestätigen seinen Bericht. Nur die schwere Munition der israelischen Armee kann Wohnhäuser auf diese Weise zerstört haben.

    Nachwirkungen im Kibbuz Be’eri, nachdem die Feuerkraft der beiden Seiten nachgelassen hat

    Verhaltensweisen der Hamas: Beweise gegen Behauptungen

    Yasmin Porat, eine Überlebende aus dem Kibbuz Be’eri, sagte in einem Interview für eine israelische Radiosendung des staatlichen Senders Kan, dass die israelischen Streitkräfte “jeden eliminiert haben, einschließlich der Geiseln”, und fuhr fort, dass es “sehr, sehr schweres Kreuzfeuer” gab und sogar Panzerbeschuss zu verzeichnen war.

    Porat hatte an dem Nova-Rave teilgenommen und in verschiedenen Interviews, die sie mit israelischen Medien führte, die humane Behandlung bezeugt. Sie erklärte, dass die Hamas-Kämpfer, als sie gefangen gehalten wurde, “uns bewachten” und ihr auf Hebräisch sagten: “Schau mich gut an, wir werden dich nicht töten. Wir wollen dich nach Gaza bringen. Wir werden dich nicht töten. Bleib also ruhig, du wirst nicht sterben.” Sie fügte auch Folgendes hinzu:

    Hier und da geben sie uns etwas zu trinken. Wenn sie sehen, dass wir nervös sind, beruhigen sie uns. Es war sehr beängstigend, aber niemand hat uns gewalttätig behandelt. Zum Glück ist mir nichts passiert, wie ich in den Medien gehört habe.”

    Zum Entsetzen einiger israelischer Beamter und Nachrichtenagenturen berichten israelische Augenzeugen und Überlebende des Blutvergießens zunehmend, dass sie von palästinensischen Kämpfern gut behandelt wurden. Am 24. Oktober beklagte der israelische Staatssender Kan die Tatsache, dass die am Vortag von der Hamas freigelassene Gefangene Yocheved Lifshitz live auf Sendung gehen durfte.

    Bei der Übergabe an das Rote Kreuz wurde die ältere israelische Gefangene von der Kamera dabei erwischt, wie sie sich umdrehte, um die Hand ihres Hamas-Führers zu drücken und sich zu verabschieden. In der Live-Sendung, in der Lifshitz über ihre zweiwöchige Tortur sprach, wurden ihre Hamas-Gefangenen noch mehr “vermenschlicht”, als sie von ihrem täglichen Leben mit den Kämpfern erzählte:

    “Sie waren sehr freundlich zu uns. Sie kümmerten sich um uns. Wir bekamen Medizin und wurden behandelt. Einer der Männer, die bei uns waren, wurde bei einem Motorradunfall schwer verletzt. Ihre (Hamas-)Sanitäter kümmerten sich um seine Wunden, er bekam Medikamente und Antibiotika. Die Menschen waren freundlich. Sie hielten den Ort sehr sauber. Sie waren sehr besorgt um uns.”

    Mehr Fragen als Antworten

    Es ist wichtig zu erkennen, dass in vielen Berichten westlicher Journalisten vor Ort die meisten Informationen über die Aktionen der Hamas-Kämpfer von der israelischen Armee stammen – einem aktiven Teilnehmer an dem Konflikt.

    Neue Erkenntnisse deuten nun darauf hin, dass insbesondere aufgrund des Ausmaßes der Infrastrukturschäden eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die israelischen Streitkräfte absichtlich Gefangene getötet, auf falsche Ziele geschossen oder bei ihren Feuergefechten Israelis mit Palästinensern verwechselt haben könnten. Wenn die einzige Informationsquelle für eine seriöse Behauptung die israelische Armee ist, dann muss berücksichtigt werden, dass sie Grund hat, Fälle von Beschuss durch eigene Truppen zu verheimlichen.

    Israelisches Friendly Fire war auch in den Tagen danach weit verbreitet, und zwar von einer Armee, die nur über sehr wenig Kampferfahrung verfügt. In der Stadt Ashkelon (Askalan) schossen israelische Soldaten am 8. Oktober auf die Leiche eines Mannes, den sie für einen Hamas-Kämpfer hielten, und beschimpften ihn, während sie später feststellten, dass sie einen israelischen Kameraden erschossen hatten. Dies ist nur eines von drei Beispielen für “friendly fire” an einem Tag, bei dem Israelis von ihren eigenen Truppen getötet wurden.

    Im Nebel des Krieges haben die Konfliktparteien unterschiedliche Auffassungen darüber, was während des ersten Angriffs und danach geschah. Es ist unbestritten, dass bewaffnete palästinensische Gruppen dem israelischen Militär erhebliche Verluste zugefügt haben, aber über alles andere wird es in den kommenden Wochen und Monaten noch viele Diskussionen geben.

    Eine unabhängige, unparteiische, internationale Untersuchung ist dringend erforderlich, die Zugang zu Informationen von allen am Konflikt beteiligten Seiten hat. Weder die Israelis noch die Amerikaner werden dem zustimmen, was wiederum darauf hindeutet, dass Tel Aviv viel zu verbergen hat.

    In der Zwischenzeit muss die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen ständige wahllose Angriffe mit den modernsten schweren Waffen über sich ergehen lassen und lebt unter der ständigen Bedrohung einer erzwungenen und potenziell unumkehrbaren Vertreibung. Dieser israelische Luftangriff wurde nur durch die Flut unbelegter Berichte über “Hamas-Gräueltaten” möglich, die die Medien am und nach dem 7. Oktober in Umlauf brachten.

    https://new.thecradle.co/articles/what-really-happened-on-7th-october


    Info: https://linkezeitung.de/2023/11/06/was-geschah-wirklich-am-7-oktober


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    USA und Israel wollen zweite Front im Libanon eröffnen

    seniora.org, 07. November 2023, M. K. Bhadrakumar 6. November 2023  – übernommen von indianpunchline.com

    Am 4. November 2023 fand in Amman ein gemeinsames Treffen der amerikanischen und fünf arabischen Außenminister zur Erörterung der Palästina-Frage statt

    Die Ankündigung des US-Zentralkommandos [CENTCOM] mit Sitz in Doha am späten Sonntagabend, dass ein amerikanisches Atom-U-Boot der Ohio-Klasse in seinem "Zuständigkeitsbereich" eingetroffen ist, deutet auf eine erhebliche Eskalation der Situation im palästinensisch-israelischen Konflikt hin.

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    Es ist sehr selten, dass der Einsatz dieser U-Boote öffentlich gemacht wird. Das CENTCOM machte keine weiteren Angaben, veröffentlichte aber ein Bild, das offenbar ein U-Boot der Ohio-Klasse in der ägyptischen Suezkanalbrücke zeigt. Interessanterweise teilte das CENTCOM auch separat ein Bild eines nuklearfähigen B-1-Bombers, der im Nahen Osten operiert.

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    Zusammengenommen haben diese US-Einsätze, die zu der beeindruckenden Präsenz von zwei Flugzeugträgern und Kriegsschiffen mit Hunderten von modernen Kampfjets im östlichen Mittelmeer bzw. im Roten Meer hinzukommen, "die andere Seite der Gleichung" im Blick, wie Außenminister Antony Blinken bei seinem jüngsten Besuch in Tel Aviv am Freitag die Hamas, die Hisbollah und den Iran treffend bezeichnete.

    Der Direktor der CIA, William Burns, traf am Sonntag zu dringenden Konsultationen in Israel ein, was vielleicht mit dieser Entwicklung zusammenhängt. Die New York Times berichtete, dass die USA "ihren Informationsaustausch mit Israel ausweiten wollen".

    Die wohl wohlwollendste Erklärung für die Stationierung eines US-Atom-U-Boots, das Teil der "nuklearen Triade" des Pentagons ist   – die Boote der Ohio-Klasse sind die größten U-Boote, die je für die US-Marine gebaut wurden   – in der Nähe des Kriegsgebiets ist wohl, dass die Biden-Administration eine Eskalation des Krieges im Libanon vorbereitet, um die Hisbollah herauszulocken, was wiederum eine iranische Reaktion auslösen könnte.

    In seiner Rede am Freitag schien Hisbollah-Chef Hassan Nasrullah genau eine solche Wendung der Ereignisse vorauszusehen, als er die USA ausdrücklich vor Konsequenzen warnte, die sich nicht von der katastrophalen amerikanischen Beteiligung am libanesischen Bürgerkrieg in den frühen 1980er Jahren unterscheiden könnten. Ironischerweise jährt sich in diesem Jahr auch der Selbstmordanschlag auf die Kaserne der US-Streitkräfte auf dem internationalen Flughafen von Beirut im Oktober 1983, bei dem 220 Marinesoldaten, 18 Matrosen und drei Soldaten getötet wurden und der den Rückzug der USA aus dem Libanon erzwang. (Siehe meinen Blog Hisbollah ergreift die Flucht nach vorn).

    Es ist klar, dass sich der Schwerpunkt der US-Strategie in der gegenwärtigen Situation im Nahen Osten von der Diplomatie, die ohnehin an Zugkraft verloren hat, verlagern könnte. Blinkens verzweifelte Versuche, der zunehmenden internationalen Kritik an Israels schrecklichen Kriegsverbrechen zu begegnen, indem er die Aufmerksamkeit auf eine "humanitäre Pause" bei den Kämpfen lenkt, wurden von Netanjahu kurzerhand abgeschmettert.

    Nachdem die israelische Armee den Gazastreifen und seine Bevölkerung mit Artillerie und Bomben beschossen hatte, rückte sie am Freitag ein. Bislang ist sie Berichten zufolge bis in die Außenbezirke von Gaza-Stadt vorgedrungen, aber nicht in die Hamas-Hochburg eingedrungen. Wenn sie es tut, werden heftige Kämpfe in der Stadt erwartet.

    Auch der überstürzte Versuch der Regierung Biden, ein vages Konzept für einen Nachkriegs-Gaza-Streifen zu entwerfen, das eine Kombination aus einer wiederbelebten Palästinensischen Autonomiebehörde, einer Friedenstruppe usw. beinhalten könnte, stieß bei Blinkens Treffen mit den arabischen Außenministern   – aus Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten   – am Wochenende in Amman auf deutlich weniger Begeisterung.

    Blinken reiste von Amman nach Ramallah, wo der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, ihm ebenfalls eine Absage erteilte. Er erklärte, dass die Autonomiebehörde nur im Rahmen einer "umfassenden politischen Lösung", die das Westjordanland, Ostjerusalem und den Gazastreifen einschließt, bereit sei, die volle Verantwortung für den Gazastreifen zu übernehmen, und dass Sicherheit und Frieden nur durch die Beendigung der Besetzung der Gebiete des "Staates Palästina" und die Anerkennung Ostjerusalems als dessen Hauptstadt erreicht werden können. Das Treffen dauerte weniger als eine Stunde und endete ohne öffentliche Erklärungen.

    In der Zwischenzeit haben China und die Vereinigten Arabischen Emirate eine geschlossene Sitzung des UN-Sicherheitsrats einberufen, um einen sofortigen Waffenstillstand zu erreichen, was die Regierung Biden sicherlich ablehnen wird. Es genügt zu sagen, dass sich die Biden-Regierung in die Enge getrieben fühlt und der einzige Ausweg darin besteht, sich durch die Anwendung von Zwangsmitteln etwas Luft zu verschaffen.

    Die USA beobachten mit Frustration, wie sich unter den muslimischen Nationen neue regionale Gleichgewichte herausbilden. Die Außenminister des Irans und Saudi-Arabiens führten heute ein weiteres Telefongespräch. Später gab die OIC bekannt, dass am 12. November in Riad ein außerordentliches Gipfeltreffen auf Antrag des derzeitigen Vorsitzenden, Saudi-Arabien, stattfinden wird, um die Angriffe Israels auf das palästinensische Volk zu erörtern.

    Sicherlich hat die von Peking vermittelte Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien das regionale Sicherheitsumfeld tiefgreifend verändert. Die Staaten der Region ziehen es eindeutig vor, Lösungen für ihre Probleme ohne Einmischung von außen zu finden, und die alten Spaltungen und die Fremdenfeindlichkeit, die von den USA gefördert werden, um ihre Vorherrschaft aufrechtzuerhalten, finden keine Abnehmer mehr.

    Angesichts der mehr als 10.000 Todesopfer im Gazastreifen sind die Gemüter in der muslimischen Welt tatsächlich erhitzt. Der Oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sagte heute, dass "alle Beweise und Indizien auf eine direkte Beteiligung der Amerikaner an der Führung des Krieges" in Gaza hindeuten. Khamenei fügte hinzu, dass die Gründe für die direkte Rolle der USA im Laufe des Krieges immer deutlicher werden würden.

    Die Nachrichtenagentur Fars, die dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete außerdem, dass Khamenei "kürzlich in Teheran" mit dem Leiter des politischen Büros der Hamas, Ismail Haniyeh, zusammengetroffen ist und ihm mitgeteilt hat, dass die Unterstützung der Widerstandsgruppen durch Teheran seine "ständige Politik" sei.

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    TEHERAN (FNA)   – Der Oberste Führer der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyed Ali Khamenei, hat die uneingeschränkte Unterstützung Irans für Palästina als ständiges Prinzip der Teheraner Politik bekräftigt.

    Offensichtlich sieht Teheran kein Problem mehr darin, seine brüderlichen Beziehungen zu den Widerstandsgruppen anzuerkennen. Dies ist ein Paradigmenwechsel, der die Verschiebung der Machtdynamik verdeutlicht, der die USA und Israel gezwungen sind, mit Gewalt zu begegnen, da die Diplomatie Washingtons bei der Isolierung des Iran keine Fortschritte erzielt hat.

    Der Chef des israelischen Generalstabs, Herzi Halevi, sagte am Sonntag während einer Sitzung des Nordkommandos: "Wir sind jederzeit bereit, im Norden zuzuschlagen. Wir verstehen, dass es passieren kann... Wir haben das klare Ziel, eine deutlich bessere Sicherheitslage an den Grenzen wiederherzustellen, nicht nur im Gazastreifen."

    Keine Macht der Welt kann Israel jetzt noch aufhalten. Seine Stabilität und seine Verteidigung sind untrennbar mit diesem Krieg verbunden, der auch das dauerhafte Engagement der USA für seine Sicherheit als eine der wichtigsten Pläne der amerikanischen globalen Strategien für die absehbare Zukunft sicherstellen wird. Israels beste Überlebenschance liegt daher in der Ausweitung des Krieges in Gaza auf den Libanon   – und möglicherweise sogar auf Syrien   – im Schulterschluss mit den Amerikanern.

    Es steht außer Frage, dass die Stationierung des US-Atom-U-Boots östlich von Suez ein Versuch ist, den Iran von einer Intervention abzuhalten, während Israel mit Unterstützung der USA eine zweite Front im Libanon eröffnet. Die israelischen Behörden haben die Evakuierung von Menschen aus Siedlungen angekündigt, die sich in einer Zone bis zu fünf Kilometern von der Grenze zum Libanon befinden.

    Im Nahen Osten bahnt sich ein Krieg von unbestimmter Dauer an. Wenn der Ruf des Dschihad ertönt, weiß man nicht, wie der 80-jährige amerikanische Präsident darauf reagieren wird.

    Nein, das wird kein Weltkrieg werden. Er wird nur im Nahen Osten ausgetragen werden, aber sein Ausgang wird die Entstehung einer neuen multipolaren Weltordnung maßgeblich beeinflussen. Der vergangene Monat hat den rapiden Rückgang des US-Einflusses und das äußerst unbeständige globale Umfeld seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar letzten Jahres gezeigt.


    Quelle: https://www.indianpunchline.com/us-israel-to-open-second-front-in-lebanon/
    Die Übersetzung und Einfügung von 3 Bildern besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://www.seniora.org/politik-wirtschaft/usa-und-israel-wollen-zweite-front-im-libanon-eroeffnen?acm=3998_1988


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Willy Wimmer: Man sollte sich die lohnenswerte Mühe machen, David Fromkin zu lesen.

    seniora.org, 07. November 2023, Von Willy Wimmer 06.11.2023

    Der Artikel von Ilan Pappé veranlasste Willy Wimmer, sich mit dieser Buchempfehlung bei uns zu melden.

    Fromkin.jpg

    Lieber Herr Wahl,

    der lesenswerte Artikel von Herrn Pappé veranlasst mich, Ihnen zu schreiben.

    Bei der Aufnahme der zentralasiatischen Staaten als Mitglieder der KSZE gehörte ich als einziger Parlamentarier der Delegation der damaligen Vorsitzenden der KSZE und schwedischen Außenministerin an. Dabei war auch ein junger, sehr angenehmer, türkischer Botschafter.

    Wir haben uns bei der langen Reise oft und vor allem über Nahost unterhalten. Er war es auch, der mich auf das Buch des US -Amerikaners David Fromkin aufmerksam machte.

    In «the peace to end all peace» beschreibt Fromkin meisterlich die Entstehungsgeschichte der heutigen und vergangenen Probleme in dieser Region. Fromkin fängt nicht bei Balfour in dem Kontext an, sondern geht auf das kurz zuvor in 1916 geschlossene Abkommen „Sykes-Picot“ ein.

    Darin teilten nicht nur England und Frankreich den nahen Osten unter sich auf. Fromkin beschreibt detailliert, wie England das Abkommen nutzte, um die jüdische Welt in dem britischen Krieg gegen Deutschland und Österreich noch zu gewinnen, nachdem die jüdische Gemeinschaft in den USA sich 1914 als deutsch-freundlich herausgestellt hatte.

    Das kaiserliche Deutschland war der Hort jüdischer Integration in einem Land für die jüdische, amerikanische Gemeinschaft. Die Öffnung der russischen Archive nach der Revolution hat nach Fromkin den Weg aufgezeigt, wie es den Briten und jüdischen Repräsentanten gelang, der britischen Intention mit Balfours Heimstatt zu entsprechen. Fromkin stellt fest, welche Auswirkungen das auf den weiteren Verlauf des Krieges nach 1917 hatte.

    Die Biographie von Fromkin ist bemerkenswert.

    Es mag Zufall gewesen sein, bei Herrn Pappé nicht einen einzigen Hinweis dazu finden zu können. Man muss sich die lohnenswerte Mühe machen, Herrn Fromkin zu lesen.

    Danke für Ihre Arbeit.

    Beste Grüsse
    Willy Wimmer
    ---

    David Fromkin
    David Fromkin (* 27. August 1932 in Milwaukee, Wisconsin; † 11. Juni 2017 in New York City, New York[1]) Universitätsprofessor und Professor für Geschichte an der Boston University. Er ist Autor des Buches In the Time of the Americans, das vom History Book Club ausgewählt wurde, und des Bestsellers A Peace to End All Peace, der sowohl für den National Book Critics Circle Award als auch für den Pulitzer-Preis nominiert war und 1989 von der New York Times Book Review als eines der 13 "besten Bücher des Jahres" ausgezeichnet wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/David_Fromkin

    A Peace To End All Peace, The Fall Of The Ottoman Empire And The Creation Of The Middle East ( 1989)

    by David Fromkin

    Ein Frieden, der allen Frieden beendet, Der Fall des Osmanischen Reiches und die Entstehung des Nahen Ostens ( 1989)

    von David Fromkin

    Datum der Veröffentlichung
    2018-03-25

    Themen .
    1989 Bücher, Geschichtsbücher des 20. Jahrhunderts, Geschichtsbücher, Osmanisches Reich, Henry Holt, Auflösung des Osmanischen Reiches, Osmanisch, Die Entstehung des Nahen Ostens, david fromkin, a peace to end all peace

    (1914-1922) ist ein 1989 erschienenes Geschichtsbuch des Pulitzerpreis-Finalisten David Fromkin, das die Ereignisse beschreibt, die zur Auflösung des Osmanischen Reichs während des Ersten Weltkriegs führten, sowie die drastischen Veränderungen, die sich in der Folge im Nahen Osten vollzogen und die seiner Meinung nach zu einem neuen Weltkrieg führten, der bis heute andauert. Das Buch wurde allgemein gelobt. Richard Holbrooke schrieb:

    "Ohne Kenntnis der Vorgeschichte wird kein Politiker die Region richtig einschätzen können... Von den zahlreichen Büchern über die Region ist keines wichtiger als Fromkins umfassendes Epos A Peace to End All Peace". William Roger Louis rezensierte es in der New York Times und bewertete das Buch als "ausgezeichnet ... Die Leser werden ... nicht nur aufgeklärt, sondern auch herausgefordert". Die Times nannte das Buch "die Wahrheit und nichts als die Wahrheit".

    Quelle: https://archive.org/details/APeaceToEndAllPeaceTheFallOfTheOttomanEmpireAndTheCreationOfTheMiddleEast1989
    Übersetzt mit deeple Pro


    Info: https://www.seniora.org/erziehung/schule-bildung/willy-wimmer-man-sollte-sich-die-lohnenswerte-muehe-machen-david-fromkin-zu-lesen?acm=3998_1987


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Brüsseler Beitritts-Bluff, Berliner Asyl-Poker – und Wahl-Schlappe in Chisinau

    lostineu.eu, 7. November 2023

    Die Watchlist EUropa vom 07. November 2023 –

    Die Würfel sind längst gefallen. Schon letzte Woche verkündete Außenministerin Baerbock, dass die Ukraine der EU beitreten wird. Und am Wochenende lobte Kommissionschefin von der Leyen, dass Kiew „bereits deutlich über 90 Prozent des Wegs hinter sich“ habe; der Weg für Verhandlungen sei frei.

    Die Vorstellung des „Fortschrittsberichts“ zur Erweiterung, die am Mittwoch erwartet wird, ist zur Farce geworden. Jeder in Brüssel weiß, dass die EU-Kommission den Start von Beitrittsverhandlungen empfehlen wird.

    Und jeder kann wissen, dass die strikte Prüfung der Beitrittskriterien in der Ukraine und Moldaus ausgefallen ist. Noch im Juni erklärte Erweiterungs-Kommissar Varhelyi, die Ukraine habe erst zwei von sieben Prüf-Kriterien erfüllt.

    Knapp drei Monate später sollen fünf weitere Tests bestanden sein – darunter der Kampf gegen die Korruption, die nach Ansicht von Ex-Kommissionschef Juncker endemisch ist? Das ist kaum möglich und noch weniger glaubhaft.

    Brüssel wird ein Gefälligkeits-Zeugnis vorlegen, wie schon beim Kandidaten-Status 2022. Die Ukraine erfüllt nicht ‚mal die Basics: wirtschaftlich und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen – sie ist von der EU abhängig!

    Weiterlesen unten

    News & Updates

    • Wahlschlappe in Moldaus Hauptstadt. Bei den Kommunalwahlen in Moldau ist die pro-westliche Regierungspartei PAS bei dem Versuch gescheitert, den Bürgermeisterposten in der Hauptstadt Chisinau zu gewinnen. Amtsinhaber Ion Ceban sicherte sich bereits in der ersten Runde mit 51 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. – Mehr hier (Dt. Welle) sowie ein OSZE-Bericht mit Kritik an „restriktiven Maßnahmen“
    • Wie Israel und Deutschland die EU schwächen. Einig, entschlossen und prinzipienfest: So soll die europäische Außenpolitik sein. Die Wirklichkeit sieht anders aus, wie der Krieg gegen den Hamas-Terror zeigt: Israel und Deutschland bremsen die EU aus – und machen sie international unglaubwürdig. – Kolumne im „Makroskop“
    • Adjutant des ukrainischen Oberbefehlshabers stirbt bei Explosion. Mitten im Machtkampf zwischen Präsident Selenskyj und dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee Saluschnyj ist dessen Adjudant bei einer Explosion gestorben. Angeblich explodierte eine geschenkte deutsche Handgranate. – Mehr zum Machtkampf hier

    Brüsseler Beitritts-Bluff (Fortsetzung)

    Mittlerweile ist nicht einmal der militärische Erfolg sicher. Brüssel will Beitritts-Verhandlungen mit einem Land empfehlen, das teilweise besetzt ist und von dem niemand weiß, wie seine künftigen Grenzen aussehen. Ein Unding.

    Doch der Bluff muss sein – um die Ukrainer bei der Stange zu halten und sie zu neuen Opfern zu motivieren. Er muß auch sein, um die EU zusammenzuhalten – die Erweiterung ist zur „raison d’être“ geworden. Geopolitik nennt man das.

    Dabei ist die „geopolitische EU“ der größte Bluff. Mit der Ukraine und Moldau wird EUropa nicht etwa stärker, sondern schwächer. Die Bürger werden hinterher nicht besser, sondern schlechter dastehen.

    Die EU hat im doppelten Krieg gegen Russland – militärisch und wirtschaftlich – schlechte Karten. Deshalb verlegt sie sich aufs Bluffen. So kurz vor der Europawahl ein riskantes Manöver…

    Das Letzte

    Bund und Länder pokern um das Asylrecht. Wer ist härter, wer gibt weniger, wer will mehr Schikanen für Asylbewerber? Darüber haben Bund und Länder am Montag in Berlin gerungen. Dabei kam es zu einem kuriosen Bündnis: Das grün regierte Baden-Württemberg und die CDU-geführten Länder haben gefordert, Asylverfahren außerhalb Europa durchzuführen – z.B. in Ruanda. Sie konnten sich damit allerdings nicht durchsetzen. Kurios ist das Ganze, weil das Ruanda“-Modell“ aus einem Nicht-EU-Land kommt: Großbritannien. Dort funktioniert es allerdings auch nicht. Das EU-Modell – der neue Asyl- und Flüchtlingspakt – wird gerade in Brüssel verhandelt. Doch offenbar glaubt man in Berlin schon nicht mehr daran, dass es ausreicht…


    Info: https://lostineu.eu/bruesseler-beitritts-bluff-berliner-asyl-poker-und-wahl-schlappe-in-chisinau


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Krieg in Israel: Die USA gehen „all in“, die EU redet sich ins Abseits


    lostineu.eu, vom 6. November 2023

    Manche beschreiben den Krieg in Israel schon jetzt als Proxy War – weil Iran seine Finger im Spiel hat. Doch nun gehen auch die USA „all in“ – mit noch mehr Waffen und der CIA. Die Amerikaner halten Israel den Rücken frei und werden damit Teil des Konflikts.

    Wenn der CIA-Chef kommt, wird es ernst. Das war im Ukraine-Krieg so, im Nahen Osten ist es nicht anders. Nach einem Bericht der „New York Times“ ist CIA-Boss Burns nun nach Israel gefolgen. Er will auch in andere Länder im Nahen Osten reisen, um die Situation im Gazastreifen zu diskutieren.

    Die Lage ist mehr als ernst. Israel eskaliert seine Angriffe auf die Hamas in Gaza immer mehr. Die Armee will den Gazstreifen bereits in zwei Zonen geteilt haben und plant nun, die Terroristen in ihren Tunneln zu jagen. Die Forderung von US-Präsident Biden nach einer Waffenpause verhallt ungehört.

    Die Situation droht außer Kontrolle zu geraten – da soll Burns wohl den Feuerwehrmann spielen. Zugleich gehen die USA militärisch „all in“ – nach zwei Flugzeugträgern mit ihren Kampfverbänden wurde nun auch ein atomar bewaffnetes U-Boot in die Region geschickt. Israel wertet das als Unterstützung.

    Tatsächlich halten die Amerikaner dem israelischen Militär den Rücken frei – und werden Teil des Konfliktes. So ist jedenfalls die Wahrnehmung im Nahen Osten. In der Türkei versuchten aufgebrachte Demonstranten, die US-Militärbasis in Incirlik zu stürmen, die Polizei mußte einschreiten.

    Türkei auf Konfrontationskurs

    Derweil versucht Außenminister Blinken, seinen türkischen Kollegen Fidan auf Linie zu bringen. Man habe über die Ausweitung humanitärer Hilfe, die Verhinderung der Ausweitung des Konflikts auf die Region und mögliche Wege zu dauerhaftem Frieden gesprochen, teilte Blinken nach einem Treffen mit.

    Den türkischen Staatschef Erdogan, der Israels Vorgehen im Gazastreifen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verurteilt hatte, traf Blinken nicht. Auch zu dem Vorfall in Incirlik wollte er sich nicht äußern. Schade – schließlich geht hier ein Nato-Mitglied auf Konfrontationskurs zu den USA und Israel!

    Und was macht die EU? Sie hält Reden. Sowohl Kommissionschefin von der Leyen als auch Chefdiplomat Borrell haben auf einer Botschafterkonferenz in Brüssel ihre Ideen zum Krieg in Nahost vorgetragen. Dummerweise hört niemand zu – denn die EU spricht nicht mit einer Stimme, und Deutschland sagt am liebsten gar nichts…

    P.S. UN-Generalsekretär Guterres sieht im Gazastreifen eindeutige Verstöße gegen das Völkerrecht. „Die Bodenoperationen der israelischen Streitkräfte und die anhaltenden Bombardierungen treffen Zivilisten, Krankenhäuser, Flüchtlingslager, Moscheen, Kirchen und UN-Einrichtungen – einschließlich Schutzräumen. Niemand ist sicher“, so Guterres. Er warnt, dass der Gazastreifen zu einem „Friedhof für Kinder“ werde…

    4 Comments

    1. Godfried van Ommering
      6. November 2023 @ 22:44

      „Wir werden darüber sprechen, wie wir jetzt mit vereinten Kräften humanitäre Pausen erreichen können, um die Not der Menschen in Gaza zu lindern“, so Frau Baerbock heute Abend. Obszönes Wortpaar: humanitäre Pausen. Vor der Pause und nach der Pause fallen die Bomben (…“hat das Recht sich zu verteidigen“ : 10.000 getötete Menschen in Gaza). Bald die neuen, von der VS gelieferten Gleitbomben ( Hintertürgeschäft, aber vor der Bühne redet man über humanitäre Pausen.) Baerbock: „ mit vereinten Kräften“ (der G7!)! Aber unter Brüskierung der Vereinten Nationen! Und „ die Not der Menschen in Gaza lindern“! Frau Baerbock, jeder weiß: dazu braucht es erstens einen sofortigen vollständigen Waffenstillstand! Es gibt übrigens ein Herr Gutteres, der…Aber man redet nur so, pausenlos, damit diese humanitären ach so präzisen Bomben fallen dürfen!

    Reply

    • KK
      6. November 2023 @ 23:26

      Was gerade stattfindet, nämlich die Bombardierung von über 2 Millionen Menschen, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche, auf engstem Raum, ist doch bereits die „humanitäre Pause“: die Humanität hat Pause. Seit nunmehr einem Monat!

      Reply

  • KK
    6. November 2023 @ 20:54

    „Er warnt, dass der Gazastreifen zu einem „Friedhof für Kinder“ werde…“

    Erstaunlich, dass dazu kein Wort von unserer Aussenministerin kommt.
    Ach ja, sind ja keine ukrainischen Kinder, und die Verantwortlichen sind keine Russen.

    Reply

  • KK
    6. November 2023 @ 18:25

    „Die Forderung von US-Präsident Biden nach einer Waffenpause verhallt ungehört.“

    Und auch Blinken hat ja gerade erst wieder vor Ort dazu aufgerufen.

    Angesichts der militärischen und moralischen Unterstützung Israels und der Entsendung der Kampfverbäne – einschliesslich CIA-Chef Burns – können diese Forderungen nur als nicht ernstgemeinte Phrasen aufgefasst werden.
    Nicht an ihren Worten, an ihren Taten werdet ihr sie erkennen!


  • Info: https://lostineu.eu/krieg-in-israel-die-usa-gehen-all-in


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    „Ein Riß geht durch die ukrainische Führung“


    lostineu.eu, vom 6. November 2023

    Nach der gescheiterten Gegenoffensive bahnt sich ein Machtkampf in der Ukraine an. Präsident Selenskyj ist auf Distanz zu führenden Militärs seines Landes gegangen.

    Es gebe keinen Stillstand im Krieg gegen Russland, es gehe weiter um die vollständige Befreiung. „Wir sind nicht bereit, dem verdammten Terroristen Putin unsere Freiheit zu geben“, sagte Selenskyj in einem NBC-Interview.

    Damit widerspricht er dem Oberbefehlshaber der Armee, General Saluschnyj, der in der vergangenen Woche ein Scheitern der Gegenoffensive eingeräumt hatte. „Ein Riß geht durch die ukrainische Führung“, analysiert die „New York Times“.

    Das hindert EU-Chefin von der Leyen nicht daran, Selenskyj weiter die Treue zu schwören und den EU-Beitritt vorzubereiten. Europa sei die Antwort auf alle Probleme, erklärte sie in einer Rede in Brüssel.

    Dabei kann die EU nicht einmal ihre eigenen Probleme lösen…

    6 Comments

    1. Thomas Damrau
      6. November 2023 @ 18:31

      Ich vermute, es wird bald Kitt für diesen Riss in Form von Kampfflugzeugen und weiteren Marschflugkörpern nach Kiew geschickt werden.

      Denn General Saluschnyj plädiert ja nicht für Friedensverhandlungen, sondern beklagt unzureichende Ausrüstung.

    Reply

  • Michael
    6. November 2023 @ 17:27

    Nachdem UvdL als Verteidigungsministerin gescheitert war dachte ich nur sie sei einfach unfähig und inkompetent. Inzwischen glaube ich sie ist verrückt und will die EU schädigen, wenn nicht gar ruinieren!

    Reply

    • KK
      6. November 2023 @ 18:29

      Vielleicht ist sie ja auch gar nicht verrückt, sondern einfach nur „im Auftrag ihrer Herren“ jenseits des Atlantik unterwegs?

      Reply

      • Michael
        7. November 2023 @ 08:08

        Sie haben vollkommen recht. UvdL spekuliert mit der Nachfolge Stoltenbergs sollte sie ( hoffentlich) bei den EU Wahlen nächstes Jahr nicht reüssieren. Und um die Nachfolge ggf. anzutreten braucht sie Biden’s Unterstützung. Sollte der allerdings die US Wahl gegen Trump verlieren wäre UvdL Geschichte. Da kann man nur hoffen … !

  • KK
    6. November 2023 @ 16:49

    Von der Leyen sollte auch Kinderbücher schreiben… da kann sie sich ihre ganz eigene rosarote Welt zusammenphantasieren.
    Kollege Habeck gibt ihr sicher gerne ein paar Tipps…

    Reply

    • ebo
      6. November 2023 @ 17:10

      Die beiden arbeiten jetzt schon eng zusammen – man versteht sich ????


  • Info:https://lostineu.eu/ein-riss-geht-durch-die-ukrainische-fuehrung


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Nachrichten von Pressenza: Im Krieg gibt es keine Sieger

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 7. November 2023, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 07.11.2023


    Im Krieg gibt es keine Sieger


    Das Zeugnis und die Botschaft einer Israelin Dea ist eine italienisch-israelische Staatsbürgerin, die gerade mit ihrer Familie aus Israel geflohen ist. Sie lebt seit zwanzig Jahren in Israel. Sie möchte uns ihr Zeugnis und ihre Botschaft übermitteln. Hier einige Passagen&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/im-krieg-gibt-es-keine-sieger/


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    Die Energie des Gebens und Empfangens


    Von REHUNO Salud, dem Netzwerk für humanistische Gesundheitsnachrichten, haben wir eine Plattform für den Austausch geschaffen, auf der wir einen frischen Blick auf das tägliche Leben werfen, basierend auf erlebnisorientierter und existenzieller Psychologie (Psychologie des Neuen Humanismus). Diese Herangehensweise bietet&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/die-energie-des-gebens-und-empfangens/


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    Die Schweiz soll über Atomwaffenverbotsvertrag abstimmen können


    Die ausserordentliche Vollversammlung der GSoA hat am 4. November mit grosser Mehrheit entschieden, dass die neue Initiative die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) zum Gegenstand haben wird.  Mit grosser Mehrheit haben die Mitglieder der GSoA an der heutigen Vollversammlung in Bern&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/die-schweiz-soll-ueber-atomwaffenverbotsvertrag-abstimmen-koennen/


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    Zurück in den Handelskrieg


    Handelskrieg zwischen EU und USA droht mit einem erneuten Inkrafttreten von Strafzöllen auf Stahl aus der EU erneut zu eskalieren. Versuche, ihn auf dem EU-USA-Gipfel beizulegen, sind gescheitert. Die EU und die Vereinigten Staaten stehen womöglich vor einer neuen Eskalation&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/11/zurueck-in-den-handelskrieg/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    Info: unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2023

    Atombombensager Netanjahu weist Minister in Schranken

    orf.at, vom 5. November 2023, 19.17 Uhr Ein Minister der rechts-religiösen israelischen Regierung hat mit einem Interview für Empörung gesorgt. Amichai Elijahu hatte den Einsatz einer Atombombe im Krieg gegen die Hamas als „eine Option“ bezeichnet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagierte umgehend und wies den Minister für das Kulturerbe in die Schranken.


    Elijahu hatte am Sonntag auf die Frage während eines Interviews mit dem Radiosenders Kol Barama, ob man eine Atombombe auf den Gazastreifen werfen sollte, geantwortet: „Das ist eine der Optionen.“ Im Krieg würden alle einen Preis bezahlen, sagte Elijahu außerdem auf die Frage des Interviewers zum Schicksal der Geiseln im Falle eines Atombombenabwurfs.


    Die israelische Regierungsspitze distanzierte sich klar von den Äußerungen des Ministers der rechtsextremen Regierungspartei Otzma Jehudit. Elijahu werde „bis auf Weiteres“ von allen Kabinettssitzungen ausgeschlossen, teilte das Büro von Regierungschef Netanjahu mit. Ob er auch eine Entlassung in Erwägung zieht, war jedoch unklar.


    Die Äußerungen des Ministers entsprächen „nicht der Realität“, wurde Netanjahu zitiert. Er betonte, Israel und seine Streitkräfte handelten „im Einklang mit den höchsten Standards des Völkerrechts, um zu vermeiden, dass Unschuldige zu Schaden kommen“. Israel werde „das auch weiterhin tun, bis wir siegen“, so Netanjahu.


    Empörung in Israels Regierung

    Ein Forum, das die Angehörigen der in den Gazastreifen Verschleppten sowie der Vermissten vertritt, bezeichnete Elijahus Äußerungen als „rücksichtslos und grausam“. Das Forum erklärte, dass nicht nur das Völkerrecht, sondern auch „Prinzipien der menschlichen Moral“ strikt gegen einen Einsatz von „Massenvernichtungswaffen“ sprächen.


    Reuters/Ronen Zvulun


    Netanjahu betonte, dass Israels Armee „im Einklang mit den höchsten Standards des Völkerrechts“ handeln würde


    Auch Verteidigungsminister Joav Galant verurteilte die „haltlosen und unverantwortlichen Äußerungen“ Elijahus. „Gut, dass das nicht die Leute sind, die für Israels Sicherheit zuständig sind“, schrieb er auf Twitter (X). Elijahu ist weder Teil des Sicherheitskabinetts noch des Kriegskabinetts und gilt nicht als einflussreich. Der Oppositionsführer Benni Ganz bezeichnete die Äußerungen als schädlich: „Was schlimmer ist: Sie haben den Schmerz der Familien der Geiseln noch verstärkt.“

    Die Arabische Liga erklärte in einer Stellungnahme: „Die rassistischen Äußerungen des israelischen Ministers Elijahu sind entlarvend. Er gibt nicht nur zu, dass sie eine Atomwaffe besitzen, sondern bestätigt auch die Realität der abscheulichen rassistischen Haltung der Israelis gegenüber dem palästinensischen Volk.“ Saudi-Arabien forderte die sofortige Entlassung des Ministers. Das jordanische Außenministerium verurteilte die Äußerungen ebenfalls scharf.


    Elijahu will Gazastreifen zurückerobern

    Elijahu reagierte auf die Empörung mit der Aussage, seine Äußerung zur Atombombe sei „metaphorisch“ gemeint gewesen. Israel verpflichte sich, „alles in seiner Möglichkeit Stehende zu tun, um die Geiseln heil nach Hause zu bringen“. Gleichzeitig fügte er hinzu: „Eine starke und unverhältnismäßige Antwort auf den Terrorismus ist definitiv erforderlich, die den Nazis und ihren Anhängern klarmacht, dass sich Terrorismus nicht lohnt.“


    Elijahu sprach sich während des Interviews auch gegen die Einfuhr humanitärer Hilfe in den Gazastreifen aus. „Wir würden den Nazis auch keine humanitäre Hilfe geben“, sagte er. Es gebe keine unbeteiligten Zivilistinnen und Zivilisten im Gazastreifen. Elijahu befürwortete eine Wiedereroberung des 2005 geräumten Gebiets und die Rückkehr israelischer Siedlungen. Auf die Frage nach dem Schicksal der palästinensischen Bevölkerung sagte er: „Sie können nach Irland oder in die Wüste gehen, die Monster aus Gaza sollen selbst eine Lösung finden.“


    Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie offiziell bestätigt. Das Internationale Friedensforschungsinstitut in Stockholm (Sipri) schätzt indes, dass Israel 90 nukleare Sprengköpfe besitzt.


    „Terroristen im Nahkampf eliminieren“

    Israel setzte unterdessen seinen Krieg gegen die Hamas am Wochenende mit Luftangriffen und dem Vorrücken von Bodentruppen im Gazastreifen fort. Die Streitkräfte seien weiter dabei, „Terroristen im Nahkampf zu eliminieren“ und Hamas-Stellungen aus der Luft anzugreifen, teilte die Armee am Sonntag mit. Die Hamas warf Israel vor, erneut ein Flüchtlingslager bombardiert zu haben, dabei seien 45 Menschen getötet worden.

    ZIB 9:00, 5.11.2023

    Seit Beginn des israelischen Einsatzes von Bodentruppen im Gazastreifen vor rund zehn Tagen bombardierte Israel nach eigenen Angaben mehr als 2.500 „Terrorziele“ in dem Palästinensergebiet. In der Nacht auf Sonntag sei auch ein „Militärstützpunkt“ der Hamas getroffen worden, gab die Armee bekannt. Israels Verteidigungsminister Gallant sprach von „schweren Kämpfen“, Truppen seien auch in Wohngebiete eingedrungen.


    Tausende Tote seit Hamas-Angriff

    Erklärtes Ziel der israelischen Armee ist es, die Hamas und ihre Stellungen, die teils unterirdisch in einem Tunnelsystem verborgen sind, komplett zu zerstören. Hunderte Kämpfer der Palästinenserorganisation, die den Gazastreifen beherrscht, hatten am 7. Oktober Israel überfallen und Gräueltaten vor allem an Zivilistinnen und Zivilisten verübt. Nach israelischen Angaben wurden bei dem Angriff 1.400 Menschen getötet und mehr als 240 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.


    Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der israelischen Bombardierungen des Gazastreifens vor rund einem Monat mehr als 9.770 Menschen in dem Palästinensergebiet getötet, darunter 4.800 Kinder. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.


    Weitere Hilfsgüter eingetroffen

    In Gaza trafen unterdessen weitere 30 Lastwagen mit Hilfsgütern ein. Die Güter seien dort an Teams des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sowie des UNO-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) übergeben worden, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Zudem habe der ägyptische Rote Halbmond Güter geliefert.


    Reuters/Israel Defense Forces


    In den Trümmern von Gaza gibt es laut Israels Armee weiter „schwere Kämpfe“ (Bild)


    Das UNO-Welternährungsprogramms (WFP) forderte am Sonntag einen sicheren und erweiterten Zugang für humanitäre Hilfe. Der Bedarf an humanitären Hilfsgütern sei sprunghaft angestiegen, die kritischen Nahrungsmittelvorräte hätten einen gefährlichen Tiefstand erreicht, sagte WFP-Exekutivdirektorin Cindy McCain nach einem Besuch am Grenzübergang Rafah am Sonntag

    red, ORF.at/Agenturen


    Link:


    Info: https://orf.at/stories/3338837




    Weiteres:




    aus e-mail von Karl-Wilhelm Koch, 7. November 2023, 01:06 Uhr


    Israel verfügt über mehr als 100 Atombomben

    <https://www.stoerfall-atomkraft.de/site/powell-bestaetigt-israel-hat-200-atombomben/>,

    darunter vermutlich auch taktische Mini-Nukes

    <https://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15829/1.html>. Diese wären

    durchaus für einen Einsatz in Gaza geeignet, weil sich die Strahlung auf

    israelische Gebiet dabei weitgehend begrenzen ließe.


    Entgegen allen immer wiederholten Behauptungen wurde der Besitz von

    Atombomben auch schon von Regierungsseite bestätigt. Am 11. Dezember

    2006 hat sich der israelische Ministerpräsident Olmert "verplappert" und

    in einer Rede Israel in die Reihe der Atommächte gestellt.

    [https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/1213/meinung/ 

    0013/index.html, Link nicht mehr abrufbar]


    Eliyahu gehört der extremistischen Partei Otzma Yehudit (Jüdische

    Stärke) an, deren Vorsitzender Sicherheitsminister Itamar Ben-Gwir ist,

    der mehrfach wegen extremistischer Straftaten verurteilt wurde. Eliyahu

    ist weder Mitglied im Sicherheitskabinett, das an der

    Entscheidungsfindung in Kriegszeiten beteiligt ist, noch hat er Einfluss

    auf das Kriegskabinett, das den Krieg gegen die Terrorgruppe Hamas

    leitet. (Quelle: T-online.de

    <https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_100274272/israel-ultrarechter-minister-ueber-atomangriff-in-gaza-netanjahu-reagiert.html>).

    Eine diskutierte große Koalition wegen des Krieges wurde vom

    Oppositionsführer abgelehnt, weil Netanjahu nicht bereit war, die

    Rechtsextremen aus der Regierung zu entlassen.


    Je mehr zur Israels Rolle als Atommacht nachlesen will, findet hier 20

    Beiträge: https://www.stoerfall-atomkraft.de/site/page/2/?s=Israel+atombombe

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