Grenzen der Staatsräson, grünes Licht für digitalen Euro – und Zensur wegen Hamas?
lostineu.eu, 19. Oktober 2023
Die Watchlist EUropa vom 19. Oktober 2023 –
Die Sicherheit Israels sei Teil der deutschen Staatsräson, sagte Kanzler Scholz bei seinem Besuch in Israel. „Die deutsche Geschichte, unsere aus dem Holocaust erwachsene Verantwortung, macht das zu unserer Aufgabe, für die Existenz und die Sicherheit des Staates Israel einzustehen.“
Dieses Verständnis von Staatsräson ist sehr weitreichend. Denn normalerweise bezieht sich die „Räson“ nur auf den eigenen Staat und die dort lebenden Bürger.
Scholz könnte also die Sicherheit aller Juden in Deutschland garantieren – auch damit wäre der deutschen Staatsräson und der Verantwortung aus dem Holocaust Rechnung getragen.
Und das wäre, wie die jüngsten antisemitischen Vorfälle in Berlin zeigen, schon ein großes und ehrenwertes Ziel (das die Bundesregierung klar verfehlt).
Doch er weitet die Staatsräson auf Israel aus – und begibt sich damit auf eine abschüssige Ebene.
Denn Israel wird von einer rechtsradikalen Regierung geführt, die die Krise anheizt. Eine Mehrheit der Israeli wirft Netanjahu sogar eine Mitverantwortung an den Massakern der Hamas vor.
Scholz müsste das wissen und Vorsicht walten lassen.
Dies gilt umso mehr nach dem Luftangriff auf ein Krankenhaus in Gaza. Was wird denn aus der deutschen Staatsräson, wenn Israel dafür verantwortlich gewesen sein sollte? Und was folgt aus Scholz‘ Ansage, wenn die Angriffe auf Israel noch schlimmer werden?
Muß Deutschland dann in den Krieg ziehen – aus „Staatsräson“?
Nein, so geht es nicht, und so weit darf es auf keinen Fall kommen. Scholz muß sagen, wo die deutsche Staatsräson anfängt und wo sie aufhört – übrigens nicht nur mit Blick auf Israel, sondern auch in der Ukraine.
Da hat er von „Zeitenwende“ gesprochen. Auch dieser Begriff hat sich als unscharf und gefährlich erwiesen…
Mehr zum Krieg in Israel hier
News & Updates
- EZB ebnet Weg zum digitalen Euro. Die Europäische Zentralbank gibt grünes Licht für die nächsten Schritte hin zu einem digitalen Euro. Der EZB-Rat habe jetzt den Startschuss für eine Vorbereitungsphase gegeben, die den Weg für eine spätere Einführung ebnen soll, teilte die Bank mit. Dabei verstehen selbst Ökonomen nicht, wozu das gut sein soll… Mehr zum digitalen Euro hier: Ein Nein stand nie zur Debatte
- Eskalation an allen Fronten? Neben Israel droht nun auch in der Ukraine eine Eskalation des Krieges. Kremlchef Putin spricht von einer „zusätzlichen Bedrohung“ durch US-Raketen vom Typ ATACMS. Zuvor hatte die EU erklärt, sie wolle alles tun, um eine Eskalation in Israel zu verhindern… Mehr hier (Blog)
- Chatkontrolle vertagt. Anders als geplant, werden die EU-Innenminister am Donnerstag nicht über die Überwachung von Handys abstimmen. Unter den EU-Ländern gibt es keine Mehrheit für eine gemeinsame Position dazu. Hintergrund ist ein Vorschlag der EU-Kommission aus dem vergangenen Jahr für eine Verordnung, um die Verbreitung von Abbildungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu verhindern…
Das Letzte
Von der Leyen forciert Online-Zensur. Gestützt auf das neue Digitale Dienste Gesetz, will EU-Kommissionschefin von der Leyen die Online-Zensur in den 27 Mitgliedsstaaten ausweiten. Angesichts der „Fülle von illegalem Content“ sei Eile geboten, heißt es in einer Mittteilung der EU-Kommission. Wichtig sei vor allem, die Hass- und Terror-Botschaften der Hamas einzudämmen, wird von der Leyen darin zitiert. Allerdings warnt sogar Israel vor Zensur. Die ganze Welt solle wissen, welche „Kriegsverbrechen“ die Hamas begeht, sagt Israels EU-Botschafter…
P.S. Nach einem Bericht des „Insider“ erwägt X-Besitzer E. Musk nun, seinen Dienst in EUropa einzustellen. Damit wären wir von einer der wichtigsten Informationsquellen im Krieg abgeschnitten…
‹ Nein, Tusk ist noch längst nicht am Ziel
4 Comments
Monika
19. Oktober 2023 @ 10:38Ich hatte meiner Parteileitung (SPD) eine Mail geschrieben.
….Ich möchte richtig, im Sinne von politisch korrekt, verstehen und künftig damit umgehen können, ohne Gefahr zu laufen, mich in der „antisemitischen Ecke“ wiederzufinden.
Deshalb meine sehr ernste und in keiner Weise als Provokation aufzufassende Frage: Der „Staat Israel“ und das „gesamte israelische Volk“ beinhaltet doch auch die arabischen Bevölkerungsgruppen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland. Denn diese Gebiete sind ja Teile des israelischen Staates, folglich sind die Bewohner dieser Enklaven Bürger des Staates Israel. Es handelt sich bei den schrecklichen Auseinandersetzungen also nicht um einen kriegerischen Akt, der von außen gegen den israelischen Staat gerichtet ist, sondern um innerstaatliches Aufbegehren von Bürgern, die sich gewaltsamer, militanter Mittel bedienen. Und die stets, so auch jetzt, mit genauso gewaltsamen militanten Mitteln „beantwortet“ werden, und das schon seit Jahrzehnten. Ob gedeihlichere Umgangsformen zwischen Staat und Bürgern möglich wären, darüber kann und möchte ich mich nicht äußern, das steht mir als Außenstehender nicht an.
So wie der Aufruf im Wort verfasst ist, ist mein Mitgefühl mit allen Bürgern des Staates Israel, keine Zivilbevölkerung, weder jüdische, noch säkulare, noch arabische oder sonstwie konnotierte hat solche gewaltvollen Lebensumstände verdient.
Indess der Aufruf und auch euere „Solidaritätsadresse“ atmet, so scheint mir, die Unterstützung eines anderen Geists, der sehr partikuläres Mitgefühl einfordert. Das macht mich betroffen. Wenn ich dieser Betroffenheit nun in der oben dargelegten Weise Ausdruck verleihe, bediene ich mich dann latenter, antisemitischer Quellen, oder ist an meinem Mitgefühl in dieser Art „alles in Ordnung“, im Sinne von politisch korrekt?hier die Antwort die ich mitteilen möchte. Weil sie die Frage der „Staatsräson“ betrifft. Wie der watchlist Newsletter darlegt, ist es schon aus demokratischer Legitimation heraus nicht möglich die Staatsräson über die Grenzen des eigenen Staates auszudehnen. Ich habe z.B. in Israel keine demokratische Stimme und Mitsprachemöglichkeit, deshalb verbitte ich mir, mich mithaftbar zu machen für Gräueltaten in einer innerstaatlichen Auseinandersetzung. Gaza und Westjordanland sind vom Staat Israel besetzte Gebiete und damit sind die Bewohner im weiten Sinn Bürger des Staates Israel, auch wenn ihnen ein Status von Selbstverwaltung auferlegt wurde, da diese ja nur in den „Grenzen der Duldung durch die Besatzungsmacht“ möglich ist.
vielen Dank für Ihre E-Mail, die uns am 09. Oktober 2023 erreicht hat.
Sicherlich haben Sie Verständnis dafür, dass die SPD-Parteivorsitzenden nicht alle an sie gerichteten Zuschriften persönlich beantworten können. Sie haben mich gebeten, Ihnen zu antworten.Die schrecklichen Bilder und Nachrichten aus Israel haben uns geschockt. Die massiven und brutalen Angriffe der Hamas sind abscheuliche Verbrechen an unschuldigen Frauen, Männern und Kindern in Israel. Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien. Unser Mitgefühl gilt dem ganzen israelischen Volk und dem Staat Israel. Wir verdammen die Gewalt der Terroristen in aller Schärfe. Und wir sagen in aller Klarheit: Israel hat das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich und seine Bürgerinnen und Bürger gegen diesen barbarischen Angriff zu verteidigen. Und die Sicherheit in und für Israel wiederherzustellen. Das Existenzrecht Israels ist durch nichts zu relativieren.
In diesem Moment gibt es für Deutschland nur einen Platz: Den Platz fest an der Seite Israels. Das meinen wir, wenn wir sagen: Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson. Wir sind unseren Partnern und Freunden in Israel nicht nur historisch, sondern auch in einer demokratischen Wertegemeinschaft verbunden.
Unsere unmittelbare Sorge gilt den Frauen, Männern und Kindern, die in den Gazastreifen verschleppt wurden. Ihr Schicksal bewegt uns alle zutiefst. Wir befürchten, dass die Hamas sie in den nächsten Wochen weiter als menschliche Schutzschilde missbrauchen wird. Wir arbeiten mit ganzer Kraft daran, dass alle Geiseln wieder freikommen – in enger Abstimmung mit Israel und mit der gebotenen Vertraulichkeit.
Es gab in den letzten Tagen beschämende Bilder aus Deutschland. Bilder von Männern und Frauen, die auf unseren Straßen den Terror der Hamas feiern. Die ihrem Hass gegen Israel und gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger freien Lauf lassen. Das ist menschenverachtend. Das widerspricht allen Werten, denen wir als Land verpflichtet sind. Sie sprechen nicht für das palästinensische Volk.
Hass und Hetze nehmen wir nicht tatenlos hin. Antisemitismus dulden wir nicht. Null Toleranz gegenüber Antisemiten – das müssen und werden unsere Sicherheitsbehörden mit aller Konsequenz durchsetzen. Wer die Verbrechen der Hamas verherrlicht oder ihre Symbole verwendet, macht sich in Deutschland strafbar. Wer Mord und Totschlag billigt oder zu Straftaten aufruft, macht sich strafbar. Wer israelische Flaggen verbrennt, der macht sich strafbar. Wer eine Terrororganisation wie die Hamas unterstützt, der macht sich strafbar. Die Strafverfolgungsbehörden von Bund und Ländern werden jeden, der so etwas tut, zur Rechenschaft ziehen – mit allen Mitteln, die unser wehrhafter Rechtsstaat bietet.
All das hat Olaf Scholz und der Bundestag im Rahmen der Regierungserklärung deutlich gemacht: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw41-de-regierungserklaerung-970542
Mit freundlichen Grüßen aus dem Willy-Brandt-Haus
Jürgen Große
Arthur Dent
19. Oktober 2023 @ 10:28
„Staatsräson“ bedeutet das Streben nach Sicherheit und Selbstbehauptung des Staates mit beliebigen Mitteln. Staatsräson ist ein vernunftgeleitetes Kalkül einer Regierung, einzig der Aufrechterhaltung des Staatsgebildes verpflichtet. Die Hamas hat wahllos Zivilisten getötet oder verschleppt, darunter auch deutsche Staatsbürger. Sie wird in Europa als terroristische Vereinigung eingestuft und existiert in Deutschland offiziell nicht. Jetzt sollen Hamas-Anhänger auch in Deutschland für ihre Sache demonstrieren dürfen? Finde den Fehler! (Die Hamas hat ganz offiziell die „Befreiung“ Gesamtpalästinas auf ihrer Agenda. Worauf das faktisch hinausläuft, kann sich jeder denken).
Thomas Damrau
19. Oktober 2023 @ 07:48
Wir müssen Deutschland offensichtlich erst wieder lernen, kontroverse Themen zu diskutieren. Inzwischen steht offensichtlich schon das Wort „aber“ auf dem Index. Das hat Slavoj Zizek erleben dürfen ( https://www.tagesspiegel.de/kultur/eklat-bei-eroffnungsfeier-der-frankfurter-buchmesse-slavoj-zizek-spricht-von-analyseverbot-10642900.html ), als auf der Buchmesse zwar den HAMAS-Anschlag verurteilte, ABER forderte, auch den Palästinensern (nicht der HAMAS) zuzuhören. Nach dieser Enttarnung Zizeks als Häretiker kannte die Empörung mal wieder kein Halten – wie schon so oft in den letzten Jahren bei allen möglichen Themen: Es gibt nur eine legitime Sicht auf die Welt und wer diese Sicht in Frage stellt, gehört auf den Scheiterhaufen.
Und ich dachte die Zeit, in der alle Glaubens-Kongregation alle Antworten wusste, seien vorbei.
Dazu passt die Zensur-Forderung von der Laiens. Siehe auch https://redfirefrog.wordpress.com/2023/10/14/das-langstrumpf-prinzip-2-boses-netz/
european
19. Oktober 2023 @ 07:03
Zum Israel-Konflikt, zur Hamas und zu potenziellen Lösungsmöglichkeiten basierend auf Diplomatie statt Waffen hat Michael Lüders gerade einen neuen Podcast herausgebracht, den sich jeder ansehen sollte. Nicht bequem, kritisch hinterfragend und auch mit dem entsprechenden geschichtlichen Hintergrundwissen ausgestattet.
Info: https://lostineu.eu/grenzen-der-staatsraeson
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 18. Oktober 2023
In den Medien wird D. Tusk bereits als neuer polnischer Premier gefeiert. Doch trotz einer rechnerischen Mehrheit im Parlament gibt es Probleme – das EU-Lager ist noch nicht am Ziel.
Normalerweise feiern die Medien den Wahlsieger. Doch in Polen ist alles anders. Obwohl Oppositionsführer Donald Tusk von der liberalkonservativen Bürgerkoalition (KO) nur auf dem zweiten Platz landete, wird er bereits als neuer Regierungschef präsentiert.
Der Wunsch ist Vater des Gedankens – denn als ehemaliger Ratspräsident gilt Tusk als Garant eines EU-freundlichen Kurses. Die nationalistische PiS-Partei hingegen, die die meisten Sitze errang, ist sowohl in Berlin als auch in Brüssel verhasst.
Doch noch ist sie nicht weg. Erst einmal muß Staatschef Duda den Auftrag zur Regierungsbildung vergeben. In Polen ist es politische Gepflogenheit, aber kein Muss, dass zunächst ein Politiker aus der stärksten Fraktion diesen Auftrag erhält – das wäre die PiS.
Erst danach kämen Tusks KO und seine potentiellen Koalitionspartner an die Reihe. Doch auch dort gibt es schon erste Spannungen. Die Partei „Dritter Weg“ hat Vorbehalte gegen Tusk und dessen liberalen Kurs etwa bei den LGBTQ-Rechten.
Selbst wenn diese Hürden genommen sind, ist Tusk noch nicht am Ziel. Um sein EU-freundliches Programm umzusetzen, muß er die Medien und die Justiz aus den Klauen der PiS befreien. Das könnte mehr als eine Legislaturperiode dauern…
P.S. Europapolitisch ist der Machtwechsel in Polen natürlich trotzdem bedeutsam. Doch ob er die erwarteten positiven Effekte auf die EU oder die Europawahl haben wird, bleibt abzuwarten…
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3 Comments
Kleopatra
18. Oktober 2023 @ 19:27Die „Trzecia droga“ (Dritter Weg) hat offenbar 65 Mandate, was bedeutet, dass sie sowohl mit Tusk und der Linken (157 + 26 + 65 = 248) als auch mit der PiS (194 + 65 = 259) eine Regierungsmehrheit bilden könnte (eine absolute Mehrheit der Sejmmandate ist mit 231 oder mehr Mandaten gegeben). Da wird es darauf ankommen, wer zu welchen Zugeständnissen bereit ist, um mit ihr regieren zu können. Neben dem LGBTQ+-Thema wird auch eine Reform der Abtreibungsgesetzgebung in dem im Artikel verlinkten Artikel besprochen; auch die scheint eher keine Mehrheit zu finden. Was, wenn zwar Tusk Ministerpräsident wird, aber die Reformen nicht durchbringt, die Westeuropa von ihm erwartet?
ebo
18. Oktober 2023 @ 19:30Eben, genau das frage ich mich auch.
KK
19. Oktober 2023 @ 11:24„Was, wenn zwar Tusk Ministerpräsident wird, aber die Reformen nicht durchbringt, die Westeuropa von ihm erwartet?“
Dann muss er es im Zweifel immerhin so ernsthaft versucht haben, dass bei der nächsten Wahl dann die Bremser nicht mitreden dürfen – ergo, auch ansonsten so gute Politik für die Polen machen, dass er mit seiner Partei hinreichend besser abschneidet als dieses Mal.
Demokratie kann mühsam sein.
Info: https://lostineu.eu/nein-tusk-ist-noch-nicht-an-der-macht
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 18. Oktober 2023
Neben Israel droht nun auch in der Ukraine eine Eskalation des Krieges. Kremlchef Putin spricht von einer „zusätzlichen Bedrohung“ durch US-Raketen vom Typ ATACMS.
Kiew hatte bestätigt, die Raketen von den USA geliefert bekommen und erfolgreich gegen russische Militärstützpunkte eingesetzt zu haben. Darauf reagierte Putin nun in einer Pressekonferenz in Peking.
Die USA hätten einen Fehler begangen, weil sie sich noch tiefer in den Konflikt in der Ukraine hineinziehen ließen und damit das Leid dort verlängerten, sagte er. Allerdings werde Russland auch diese Raketen abwehren.
Putin hatte zuvor auch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zu einem längeren Gespräch getroffen. Es war sein erstes persönlichen Treffen mit einem EU-Regierungschef in diesem Jahr…
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2 Comments
Roswitha
19. Oktober 2023 @ 10:58Seit 2022 schreibe ich, dass die Nationen, die die Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen, sehr wohl ein Recht haben, mit der Ukraine zu beschließen, wann es zu einem Waffenstillstandsangebot mit anschließenden Verhandlungen kommen sollte (muss). Ich schrieb dies und schreibe es noch heute, weil ich nicht sehe, wie irgendwer gewinnen kann, und weil es andere Aufgaben auf dieser Welt gibt als sich abzuschlachten. An die Unmenschlichkeit einer Hamas dachte ich bisher nicht, aber sie kommt nun noch hinzu. Jeder weitere Konfliktherd spielt Russland in die Hände und arbeitet gegen die Interessen der Ukraine, das sollte Selenskij beherzigen und bereit sein zu Verhandlungen. Damit ist doch noch nicht ein einziges Stück Ukraine preisgegeben! Angesichts der nun eskalierten politischen Weltlage sollten die Unterstützernationen sich beeilen. Je schwächer sie werden, weil die Weltlage sie überfordert, um so stärker werden die russischen und chinesischen Möchtegern-Imperialisten.
Katla
18. Oktober 2023 @ 19:54
Orban ist in EUropa derzeit der einzige Politiker, der den Mut hat, die Interessen seines Landes zu vertreten und durchzusetzen. Ja und wie merkwürdig.. es sieht gar nicht so aus, als ob die Ungarn empört darüber wären. Empört sind sie dagegen über Bilder über gewalttätige und antisemitische Demos in Berlin und in anderen europäischen Städten, das kennen sie in Ungarn gar nicht. Dort werden z.B. auch keine Juden auf der Straße bespuckt oder zusammen-geschlagen.
Ich glaube, es wird schwierig sein, die ungarische Bevölkerung zu überzeugen, warum sie sich dem europäischen Mainstream unterwerfen müsste.
Info: https://lostineu.eu/krieg-in-ukraine-usa-risikieren-eskalation
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.









