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02.05.2026

Nachrichten von Pressenza: Japans «Pen Light»-Bewegung: Eine neue, überwiegend weibliche Friedensbewegung fordert das politische System heraus

aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 2. Mai 2026, 7:15 Uhr

Nachrichten von Pressenza - 03.05.2026
Japans «Pen Light»-Bewegung: Eine neue, überwiegend weibliche Friedensbewegung fordert das politische System herausZEITPUNKT
Pressenza
In Japan entsteht derzeit eine neue Friedensbewegung, die unter dem Namen «Pen Light Movement» zunehmend Aufmerksamkeit erregt. Sie kann in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung durchaus an die grossen Protestbewegungen der 1960er-Jahre anknüpfen. Auffällig ist dabei vor allem ihr Charakter: Die Bewegung ist weitgehend…
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Impressionen 1 Mai 2026 – kämpferische Signale auf der DGB Demo Berlin!Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin, Berlin
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Im Vorfeld hatte es von der Basis heftige Kritik an Losung und Aufruf des DGB gehagelt. Das offizielle DGB-Motto zum „Tag der Arbeit“, lautete: ,,Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Das Netzwerk für eine kämpferische Verdi hat „Eure Profite“ frech…
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Bridges of Resistance: Internationales Camp für Vernetzung und gewaltfreien WiderstandPressenza Berlin
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In einer Zeit eskalierender Kriege, wachsender Militarisierung und autoritärer Verschiebungen stehen wir vor einer gemeinsamen Verantwortung: Widerstand zu organisieren – transnational, solidarisch und entschlossen. Vom 09. bis 16. Mai findet in Hamburg das „Bridges of Resistance“-Camp statt. Auf der Moorweide…
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Israels Marine legte 700 Meilen zurück, um unbewaffnete Boote der Gaza-Flottille nahe griechischer Gewässer anzugreifenWorld Beyond War, Ann Wright, USA
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179 unbewaffnete internationale Teilnehmende auf 21 Booten wurden von der israelischen Marine in internationalen Gewässern entführt. Von Ann Wright Am Mittwochabend, dem 29. April 2026, griffen israelische Seestreitkräfte die Global-Sumud-Flottille (GSF) auf dem Weg nach Gaza an. Eine unbekannte Anzahl…
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Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.05.2026

Shahed Bolsen* Teil 4: Imperium in Schutt und Asche | Lass es sinken

seniora.org, 1. Mai 2026

Youtube-Video mit Shahed Bolsen* - Transkript eines Beitrags von Shahid Bolsen, übersetzt mit deepseek


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Wie macht man eine Revolution? - Bildquelle gutefrage.net


(Red.) Wir bringen hier den vierten und letzten Teil einer vierteiligen Artikelserie von Shahed Bolsen. Alle Teile wurden inzwischen bei uns veröffentlicht.. Eine Biografie des Autors findet sich jeweils am Ende des Textes. Zum besseren Verständnis ist es empfehlenswert, seine Texte der Reihe nach zu lesen.Wer auf englisch lesen will findet das Originaltranskript ganz unten  (ww)

„Du kannst unmöglich eine Massenbewegung von Grund auf genau in dem Moment aufbauen, in dem du sie brauchst. Nein, die Infrastruktur muss bereits existieren. Die Beziehungen müssen bereits da sein. Das Vertrauen muss bereits aufgebaut worden sein. Verstehst du mich? Und Amerika hat die letzten 50 Jahre damit verbracht, diese Infrastruktur systematisch abzubauen. Und jetzt brauchen die Menschen sie. Jetzt brauchst du sie. Und jetzt ist sie nicht da. Und du weißt nicht einmal, wie du sie wieder aufbauen sollst. Du hast nicht die Fähigkeiten, sie wieder aufzubauen. Und du bist nicht einmal geneigt, diese Arbeit überhaupt zu tun. Du magst keine Menschen. Ihr mögt euch nicht gegenseitig. Du gehst nicht auf andere zu. Du willst die Vorteile von Gruppensolidarität. Du willst die Vorteile, die Organisation bieten kann. Du willst diese Vorteile, ohne die Opfer zu bringen und ohne die Arbeit zu tun, die das aufbaut, was diese Vorteile bringt.“

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Video https://www.youtube.com/watch?v=Hkg_DBOebD8 / https://www.youtube.com/watch?v=Hkg_DBOebD8&t=18s Dauer 58:19 Min.


Vierter Teil von „Imperium in Asche“   – Die Reihe „Amerikanische Erosion“. Die ersten drei Teile dokumentierten, was mit dem einfachen amerikanischen Volk geschieht, was die Eliten sich im selben Zeitraum aneigneten und in welchen fünf Ländern genau diese Strategie angewendet wurde, bevor sie in die USA Einzug hielt. 


Teil Vier stellt die Frage, die diese drei Teile unausweichlich machten: Warum? Nicht warum die Eliten das taten   – die Antwort liegt auf der Hand. Sondern warum kann das Volk es nicht stoppen? Shahid Bolsens Antwort ist die, die Ihnen in der amerikanischen Politikkritik niemand geben wird: Weil das System genau das produziert, was seine Kultur schon immer produziert hat. Er erläutert das Milgram-Experiment und was es tatsächlich über amerikanische Werte aussagt   – nicht Verwirrung über Autorität, sondern Ehrfurcht vor räuberischer Autorität. Der Verfall des staatsbürgerlichen Wissens: Nur 22 % der amerikanischen Achtklässler erreichen die erforderlichen Kompetenzen. Der Zusammenbruch des sozialen Vertrauens: von 46 % auf 34 % seit 1972. Der Niedergang des Organisationslebens: Gewerkschaftsmitgliedschaft nur noch 11 %, ausgehöhlte Bürgervereine, Menschen, die alleine bowlen gehen. Die gezielte Zerstörung der Aufmerksamkeit: von zweieinhalb Minuten konzentrierter Aufmerksamkeit auf 47 Sekunden innerhalb einer Generation. Die Fragmentierung der gemeinsamen Realität in isolierte Informationsblasen. Und der dokumentierte Rückgang von Widerstandsbewegungen von einer Erfolgsquote von 65 % in den 1990er-Jahren auf 34 % heute   – nicht nur, weil Regierungen intelligentere Repressionsmethoden entwickelt haben, sondern weil die Bewegungen selbst oberflächlicher geworden sind. Die Schlussfolgerung ist unbequem. Eine räuberische Kultur erzeugt ein System, das nur Menschen hervorbringen kann, die unfähig sind, sich ihm wirksam zu widersetzen. Das System versagt nicht. Es vollendet sich selbst. Und die angemessene Reaktion ist nicht, ein Schiff zu retten, das es verdient zu sinken   – sondern etwas auf völlig neuem Boden, mit völlig anderen Werten aufzubauen.

Aber die Natur und der Charakter deines Systems   – die haben sich nicht geändert. Das Einzige, was sich geändert hat, ist die Richtung und gegen wen es eingesetzt wird. Und wenn du versuchen willst, irgendeine Strategie zu entwickeln, um deine Situation in Amerika zu bewältigen   – ich sage dir, der Ausgangspunkt ist, dass du diese Tatsache erkennst und anerkennst. Dein System ist so, weil deine Kultur so ist. Deine Gesellschaft ist so, wie sie ist, weil du so bist, wie du bist. Verstehst du? Das ist keine Henne-Ei-Frage. Was war zuerst da, du oder dein System? Nun, wir wissen, dass du zuerst da warst. Was war zuerst da, du oder deine Kultur? Offensichtlich du. Du kamst, und dann kam die Kultur, du hast die Kultur aufgebaut. Alles, was auf der ganzen Welt getan wurde, alles, was du auf der ganzen Welt getan hast, und alles, was dir jetzt angetan wird   – alles fließt aus derselben Quelle. Es fließt aus denselben Werten, aus denselben Überzeugungen, aus demselben moralischen oder unmoralischen Rahmen, der immer schon da war. Der immer schon da war, der immer schon wirksam war und der immer genau dieselben Ergebnisse hervorbrachte   – nur dass er diese Ergebnisse immer anderswo hervorbrachte.

Was ist die Lösung? Das sind die Kommentare, die ich immer bekomme. Was ist die Lösung? Das ist alles, was du wissen willst. Was ist die Lösung? Gib mir eine Lösung. Ganz zu schweigen davon, dass du nicht einmal das Problem benennst, das gelöst werden muss. Die Lösung wofür? Die Lösung für was   – für dein System? Die Lösung für deine Kultur? Für deine Mentalität? Du willst, dass ich dir eine Lösung gebe, für dich, löse mich? Richtig? Das ist es, was du fragst. Du kannst nicht verstehen, was mit dir passiert, ohne zu verstehen, was du bist. Verstehst du? Nicht, was du sagst, dass du bist, sondern was du tatsächlich bist. Ich spreche auf einer zivilisatorischen Ebene. Denn diese beiden Dinge   – was du sagst, dass du bist, und was du tatsächlich bist   – liegen in Amerika sehr weit auseinander. Was du bist und was du sagst, dass du bist   – das sind zwei Versionen deiner selbst, die sich nie begegnet sind, die einander völlig fremd sind.

Erinnerst du dich an das Experiment an der Yale University, ich glaube 1963, das Milgram-Experiment? Damals rekrutierte der Professor, der Wissenschaftler, ganz normale Amerikaner von der Straße   – keine CEOs, keine Milliardäre, ganz normale, einfache Amerikaner. Und dann setzte er sie in einen Raum mit einer Maschine, von der sie glaubten, dass sie elektrische Schocks an eine Person in einem anderen Raum abgab. Und jedes Mal, wenn die Person im anderen Raum bei irgendeinem Test eine falsche Antwort gab, wurde die Person im ersten Raum angewiesen, einen Knopf zu drücken, der einen Schock an die Person im zweiten Raum senden sollte. Sie waren über eine Gegensprechanlage verbunden. Die Person im ersten Raum konnte die Person im zweiten Raum antworten hören und dann die Schocks   – jedes Mal, wenn sie eine falsche Antwort gaben, erhöhten sich die Schocks von 15 Volt bis hinauf zu 450 Volt. Auf der Skala der Maschine stand oben: „Gefahr   – Starker Schock“. Die Person im anderen Raum, die angeblich einen Stromschlag bekam, war eigentlich ein Schauspieler. Aber die Person im ersten Raum wusste das nicht. Mit steigender Schockstärke schrie er auf, und seine Schreie wurden immer lauter. Er flehte sie an aufzuhören, sagte, sein Herz tue weh. Irgendwann wurde er völlig still.

In diesem ersten Raum stand ein Mann im weißen Laborkittel, eine Autoritätsperson, und er sagte immer wieder zu der Person: „Bitte machen Sie weiter. Hören Sie nicht auf. Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen.“ Und sie kamen jedes Mal nach. Sie verabreichten weiterhin eskalierende Schocks an einen Fremden in einem anderen Raum. Okay. 65 % der Teilnehmer drückten den Knopf bis zum Maximum von 450 Volt. Jeder einzelne Teilnehmer ging mindestens bis 300 Volt. Nach ihrem Wissen brachten sie einen anderen Menschen unter Strom, möglicherweise zu Tode.

Wie gesagt, wir sprechen nicht von Führungskräften. Das waren keine Eliten. Das waren nicht die Reichen und Mächtigen. Es waren keine Soldaten, keine Kriminellen, keine ideologisch extremen Menschen. Es waren ganz normale, einfache Durchschnittsamerikaner von der Straße, an einem ganz normalen Dienstagnachmittag.

„Oh, das ist lange her“, wirst du sagen. Das war 1963, vor 60 Jahren. Nein, denn sie machten es wieder. Eine französische Fernsehsender reproduzierte diese Studie im Jahr 2010   – und 80 % der Leute gingen bis zur maximalen Schockstufe. Dann gab es eine polnische Studie mit dem gleichen Experiment, die 90 % Gefolgschaft erbrachte. 90 % der Menschen waren bereit, jemanden in einem anderen Raum bis zur maximalen Stufe zu elektroschocken. Bevor sie das Experiment durchführten, befragten sie Psychologen, und diese Psychologen sagten voraus, dass vielleicht nur ein oder zwei Prozent der Leute tatsächlich bis zum Ende gehen würden.

Du siehst also: Es gibt das, was du sagst, was du bist   – und es gibt das, was du tatsächlich bist. Und das sind völlig unterschiedliche Arten von Menschen.

Nun, okay. Wenn die meisten Menschen auf die Milgram-Studie blicken, nehmen sie mit, dass das Experiment zeigt, wie leicht normale, durchschnittliche Menschen von einer Autoritätsperson manipuliert werden können, schreckliche Dinge zu tun. Sie denken, es zeigt, wie mächtig sozialer Druck sein kann. Nein, du wünschst, das wäre es, was es zeigt. Du wünschst, das wäre es, was es bedeutet. Nein. Ja, es zeigt, dass Autorität   – wenn sich diese Autoritätsperson als selbstbewusst, legitim und völlig in Kontrolle der Situation präsentiert   –, dann zeigt es, dass eine signifikante Mehrheit der Menschen tun wird, was ihnen gesagt wird. Sie werden tun, was ihnen gesagt wird, selbst wenn das, was ihnen gesagt wird, einem anderen Menschen ernsthaften Schaden zufügt. Ja, das stimmt. Aber das Problem ist nicht, dass diese Menschen keine brutale Autorität erkennen könnten. Das Problem ist, dass brutale und grausame Autorität genau die Art von Autorität ist, die sie respektieren. Verstehst du? Grausamkeit ist Autorität in deiner Kultur. Macht ist in der amerikanischen Kultur ihre eigene Rechtfertigung. Sie ist ihre eigene Quelle von Autorität. Wenn du sie hast, verdienst du sie. Und wenn du sie hast, darfst du sie benutzen. Und wenn du sie nicht hast, dann verdienst du auch das, was mit dir passiert. Verstehst du?

Das ist keine Beschreibung von Verwirrung, von Manipulation oder von Zwang. Das ist eine Beschreibung eines Wertesystems, in dem die Teilnehmer jenes Experiments aufgewachsen sind. Amerikaner bewundern ihre Milliardäre nicht trotz der Tatsache, dass diese Milliardäre ihre Arbeiter zermalmen, trotz der Tatsache, dass sie Gemeinschaften ausbeuten, trotz der Tatsache, dass sie ihren Reichtum horten, während ihre Angestellten ihre Miete nicht bezahlen können. Sie bewundern sie nicht trotz alledem. Sondern sie bewundern sie genau deswegen.

Sie bewundern sie genau deswegen. Denn im amerikanischen Wertesystem   – dem tatsächlichen amerikanischen Wertesystem, nicht dem deklarierten, nicht der Rhetorik   – ist das Einzige, was zählt, zu gewinnen. Gewinnen ist die einzige moralische Kategorie, die letztendlich überhaupt zählt. Sieh dir doch nur an, wie sie sprechen. Wenn sie sagen, sie wollen bei etwas erfolgreich sein, sagen sie, sie wollen es zermalmen. Sie sagen, sie wollen es töten. Sie sagen, sie wollen den Markt beherrschen. Sie sagen, sie wollen die Konkurrenz vernichten, und so weiter. Ihre eigene Sprache verrät sie. Das ist kein zufälliger Wortschatz, keine zufällige Redewendung. Das ist ihre Kultur, die dir jedes Mal genau sagt, was ihre wahren Werte sind, wenn sie den Mund aufmachen. „Nette Jungs kommen als Letzte ins Ziel.“ „Zweitbester ist nur ein Verlierer.“ Nullsumme, Gewinner nimmt alles. Der Letzte, der übrig bleibt. Das ist nicht ihr Zynismus. Das sind keine Beobachtungen über die Gesellschaft, die sie widerwillig zur Kenntnis nehmen. Nein, du fühlst so. Du fühlst so tief in deinen Knochen. Wenn also der CEO von diesem oder jenem Unternehmen, der CEO von Starbucks, 97 Millionen Dollar verdient, während der Durchschnittsarbeiter im selben Unternehmen 14.000 Dollar verdient, hat er nicht die amerikanischen Werte verraten. Er drückt amerikanische Werte aus. Er hat gewonnen, gemäß allem, was diese Kultur jemals darüber gelehrt hat, wie Gewinnen aussieht   – nämlich: Ich habe alles, du hast nichts.

Und wenn ein betrügerischer Milliardär wie Elon Musk 300 Millionen Dollar ausgibt, um einen Präsidenten ins Amt zu bringen, und dieser Präsident ihm dann die Kontrolle über die Bundesregierung, über den Bundeshaushalt übergibt   – das ist nicht etwa seine Korruption des Systems. Er hat das Spiel einfach besser gespielt als alle anderen. So siehst du das in der amerikanischen Kultur. Das nennt sich Erfolg. Du hast offene, krasseste, protzigste Korruption in deinem Land, die sich in 4K-Auflösung abspielt, wo du auch hinschaust. Und es ruft keine Verwunderung hervor. Keine Gerichtsverfahren, keine Strafverfolgung, keine Anklagen, gar nichts.

Als die Eliten aus dem Iran, aus Guatemala, aus Chile, aus dem Irak extrahierten, verletzten sie nicht die westlichen Werte. Sie wandten westliche Werte an. Ihre Werte und deine Werte. Ja, westliche Werte   – die Werte, mit denen du aufgewachsen bist. Ich sagte: Die Natur deines Systems hat sich nicht geändert. Nur derjenige, auf den es angewendet wird. Und das ist das Einzige, was dich jetzt stört. Die Wahrheit ist, dass dich nur das jetzt stört.

Amerika wurde auf einer ganz bestimmten Geschichte gegründet. Der Geschichte des Siedlers, des Pioniers, der nach Westen zog, der das Land mit Gewalt nahm, der die Menschen, die bereits dort lebten, vertrieb oder auslöschte. Und du nanntest diese genozidale Eroberung „schön“. „America the Beautiful“, „Land of the Free“, „Home of the Brave“   – frei für Massenmord, und mutig genug, ihn zu begehen. Manifest Destiny   – das bedeutet: Gott hat das so geplant. Der Gott, an den du glaubst, hat das so geplant. Nach deinem Gotteskonzept sollen die Starken die Schwachen ausnutzen. Die Starken sollen die Schwachen unterdrücken. Die Eroberer sollen Völker vernichten. So sollte es immer sein, nach deinem religiösen Glauben, nach deinem theologischen Glauben. Das ist deine Ursprungsgeschichte. Und Ursprungsgeschichten sind nicht nur Geschichte. Sie sind Vorlagen, die einem Volk sagen, wer es ist. Wer sie sind, was sie sind, und was ihnen nicht nur erlaubt ist, sondern von ihnen erwartet wird. Verstehst du mich? Und deine Geschichte besagt: Nehmen ist erlaubt. Herrschaft ist tugendhaft. Die Starken verdienen, was sie nehmen können, und die Schwachen verdienen, was mit ihnen geschieht, weil sie stärker hätten sein sollen. Wenn sie nicht wollten, dass ihnen das passiert, hätten sie stärker sein sollen. So siehst du die Dinge.

Und jede Generation seit dieser Ursprungsgeschichte wurde innerhalb dieser Ursprungsgeschichte großgezogen. Du wunderst dich also, warum Amerikaner zusehen, wie ihre Nachbarn ihr Zuhause verlieren, und sich nicht organisieren, um es zu stoppen. Weil in diesem Rahmen der Verlust deines Zuhauses bedeutet, dass du es versäumt hast, richtig zu konkurrieren. Das System hat dich nicht im Stich gelassen. Du hast das System im Stich gelassen. Du hast das Spiel nicht richtig gespielt. Elon Musk hat das Spiel richtig gespielt. Weißt du, du wunderst dich   – ich sehe das online   –, warum Arbeiter immer wieder gegen ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen stimmen. Weil sie sich nicht mit ihresgleichen identifizieren. Sie identifizieren sich nicht mit den Menschen am unteren Ende. Sie identifizieren sich mit den sogenannten Gewinnern. Mit dem, was sie für Gewinner halten. Sie glauben, dass sie nur eine gute Entscheidung davon entfernt sind, selbst einer dieser Gewinner zu sein. Verstehst du? Sie wollen nicht, dass die Regeln geändert werden, bevor sie an die Spitze gelangen. Diese Lotterie-Mentalität   – du hast diese Lotterie-Mentalität. Du willst völlige Straflosigkeit für die Reichen und Mächtigen, weil du hoffst, eines Tages selbst reich und mächtig zu sein. Und du hoffst, reich und mächtig zu sein, genau um dieselbe Straflosigkeit zu haben. Du willst nicht, dass die Reichen und Mächtigen bestraft werden, weil du selbst reich und mächtig werden willst.

Du glaubst als Volk an Gewalt. Du glaubst an Plünderung. Du glaubst an Unterdrückung. Du glaubst an Brutalität. Ihr da oben und ihr da unten. Das ist eine Kultur, die außerordentlich effektiv und erfolgreich darin war, ihre Menschen ihre unmenschlichen Werte internalisieren zu lassen   – einschließlich der Menschen, die sie unterdrücken, und der Menschen, die sie zerstören.

Ich weiß, dass du nicht darüber sprechen willst. Du willst dich nicht mit den zugrundeliegenden Werten deiner Gesellschaft befassen, den zugrundeliegenden Werten deiner sogenannten Zivilisation. Du willst eine schnelle Lösung. Du leidest jetzt und willst eine schnelle Lösung, eine schnelle Abhilfe   – denn das ist nur ein Ausdruck derselben Denkweise, von der ich spreche. Warum solltest du nicht denken, dass das Anzünden eines Lagers deine Probleme löst? Warum solltest du nicht denken, dass Zerstörung schon immer deine Go-to-Lösung für dieses, jenes und jedes andere Problem war? Und du kannst nicht begreifen, dass diese Denkweise dein eigentliches Problem ist.

Aber ich weiß, du wirst sagen: „Okay, schon gut. Aber wir brauchen Lösungen. Wir werden unterdrückt. Wir brauchen Lösungen für unsere Unterdrückung. Wir müssen das System reparieren. Wir brauchen eine Revolution. Wir brauchen einen Aufstand. Weißt du, wir werden überwacht, wir werden eingesperrt, wir werden enteignet, wir werden unterdrückt. Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer. Und weil wir in letzterer Kategorie sind, weil wir in der ärmeren Kategorie sind, wollen wir jetzt das System ändern. Jetzt wollen wir es ändern, richtig? Ja. Okay. Wir geben zu, dass unsere Gesellschaft alle Arten von Verbrechen auf der ganzen Welt begangen hat. Unsere Gesellschaft hat geplündert, geraubt, massenmordet, ausgebeutet, kolonisiert und die Ressourcen anderer Völker extrahiert. Und wir alle haben auf die eine oder andere Weise davon profitiert. Wir alle haben davon profitiert. Wir alle haben das auf die eine oder andere Weise gebilligt. Aber jetzt, wo es uns passiert, wollen wir es jetzt stoppen. Wir wollen es stoppen. Wir haben das Unrecht unserer Wege eingesehen. Wir haben das Licht gesehen. Und jetzt wollen wir das System ändern.“

Sieh mal, ich weiß nicht, wie ich dir das schonend beibringen soll. Ein System und eine Kultur bringen bestimmte Arten von Ergebnissen hervor. Sie können nur bestimmte Arten von Ergebnissen hervorbringen. Sie bringen bestimmte Arten von Menschen hervor. Und wozu dieses Volk fähig ist, hängt vollständig davon ab, was für ein Volk es ist. Verstehst du? Wozu sie fähig sind, hängt davon ab, was für Menschen sie sind. Es gibt einen landesweiten Test in Amerika, der Schüler fragt, wie viel sie über ihre Regierung wissen, wie viel sie darüber wissen, wie ihre Regierung funktioniert, wie viel sie über ihre gesetzlichen Rechte wissen, ob sie wissen, wie sie sich an der Regierung beteiligen können, und so weiter. Er heißt Civic Assessment. Okay?

Im Jahr 2022 erreichten nur 22 % der Achtklässler ihre Klassenstufen-Kompetenz. 78 % konnten nicht einmal ihre Klassenstufen-Kompetenz erreichen. Okay. Einer von drei der getesteten Schüler konnte nicht einmal den grundlegenden Maßstab erreichen   – das heißt, sie konnten die grundlegende Struktur der Regierung, unter der sie leben, nicht beschreiben   – in der 8. Klasse.

Nun wirst du sagen, der Grund dafür sei, dass die Schulen unterfinanziert seien, dass der Lehrplan eingeschränkt wurde, dass standardisierte Tests die Bürgerkunde aus der Bedeutung gedrängt hätten. Ja, das stimmt absolut. Aber warum konnte das passieren? Wenn du eine Bevölkerung bist, die Selbstregierung und Demokratie wirklich schätzt   – die eure sogenannte Demokratie tatsächlich als mehr als nur dekorativ oder als Schauspiel schätzt   – dann wäre das Auslöschen der Bürgerkundebildung aus den Schulen eine Krise gewesen, die Widerstand hervorgerufen hätte, der sich widersetzt hätte. Das tat es nicht, weil Demokratie in Amerika in der Praxis immer nur ein Schauspiel war. Sie ist dekorativ. Du musst das politische System nicht kennen. Es ist eine Dekoration. Du weißt das. Wir wissen das. Du weißt das, weil du es nicht lehrst.

Bildung ist in deiner Vorstellung nicht dafür da. Bildung ist dafür da, in der wahren Machtstruktur zu agieren, die der Privatsektor ist. Deshalb ist jede Schule im Grunde eine Berufsschule. Du gehst nicht zur Schule, um ein guter Bürger zu sein. Du gehst zur Schule, um einen guten Job zu bekommen. Das ist der Zweck von Bildung in deiner Vorstellung. Tatsächliches Bürgerwissen, bürgerliche Fähigkeiten, tatsächliche kollektive Selbstregierung, Wissen über tatsächliche Demokratie   – das war nie das, was deine Kultur wirklich schätzte. Was tatsächlich geschätzt wird, ist die Aufführung von Demokratie, während die wahre Macht so funktioniert, wie sie schon immer funktioniert hat   – im Dienste derer, die sie haben, und gegen die, die sie nicht haben. Der einzige Grund, warum du zur Schule gehen willst, der einzige Grund, warum du überhaupt zur Schule gehst, ist, dass du hoffst, eines Tages zu denen zu gehören, die Macht haben, damit du einer von denen sein kannst, der denen, die keine Macht haben, alles antun darf.

Und das Ergebnis dieses Prioritätensystems ist, dass du jetzt eine Bevölkerung hast, die nichts über Bürgerkunde weiß, nichts über dein politisches System. Siehst du, dein System folgt deinen kulturellen Werten und bringt eine bestimmte Art von Ergebnissen hervor. Seit 1972 gibt es eine Umfrage namens General Social Survey, bei der Amerikaner jedes Jahr dieselben Fragen gestellt bekommen. Eine der Fragen lautet: „Glaubst du, dass den meisten Menschen vertraut werden kann?“ Als sie das 1972 zum ersten Mal fragten, antworteten 46 % der Amerikaner mit Ja. Heute liegt diese Zahl bei 34 %. Das ist ein Ergebnis des Systems. Das ist ein Ergebnis der Kultur. Weit verbreitetes Misstrauen. Misstrauen gegenüber der Presse, gegenüber Banken, gegenüber Unternehmen, gegenüber organisierten Religionen, gegenüber der Regierung, gegenüber deinen Nachbarn   – Misstrauen gegenüber nahezu jeder Institution. Dieses Misstrauen hat sich in nur 50 Jahren fast verdoppelt. Sicher, du kannst sagen, dass es sich verdoppelt hat, weil die Institutionen die Menschen 50 Jahre lang konsequent im Stich gelassen haben, also haben die Menschen aufgehört, diesen Institutionen zu vertrauen. Und du liegst nicht falsch. Aber warum ist das passiert? Und warum konnte das passieren? Weil eine Kultur, die individuelles Gewinnen über kollektives Wohlergehen stellt, über das Wohlergehen der Gemeinschaft, von vornherein keine wirkliche Grundlage für Vertrauen hat.

Wenn deine ganze Psyche „Hund frisst Hund“ ist, „ich muss an meins kommen“, „jeder für sich selbst“   – welche Art von Vertrauen kann es dann überhaupt zwischen Menschen geben, wenn alle Menschen diese Mentalität haben? Vertrauen erfordert den Glauben, dass die andere Person ein echtes Interesse an deinem Wohlbefinden hat, nicht nur an ihrem eigenen. Es erfordert eine gewisse gegenseitige Verpflichtung, ein Gefühl, dass wir alle zusammen drinstecken. Nun, das sind keine amerikanischen Werte. Du redest so, als ob sie es wären, aber das sind sie nicht. Der amerikanische Wert ist: Schau auf dich selbst. Niemand wird dich retten. Du solltest niemandem vertrauen. Das System ist manipuliert, und wenn du nicht versuchst, das System zuerst zu deinen Gunsten zu manipulieren, wird es jemand anderes zu deinen Ungunsten manipulieren. Hund frisst Hund. Der Zusammenbruch des sozialen Vertrauens in der Gesellschaft sollte also niemanden überraschen. Es sollte niemanden schockieren. Es wäre schockierend, wenn es nicht passiert wäre. Nein, es ist das natürliche Ergebnis, auf das die amerikanische Kultur immer zusteuerte. Es ist der einzige Ort, auf den sie zusteuern kann. Verstehst du? Wie ich sage: Eine Kultur bringt bestimmte Ergebnisse hervor. Das ist es, was ich dir sage. Und das sind die Ergebnisse, die deine Kultur hervorbringt.

Du hast also jetzt keine Bevölkerung, die sich mit Bürgerkunde auskennt, die die Mechanismen der Regierung versteht, die das politische System versteht. Du hast eine Bevölkerung, die ihren eigenen Institutionen nicht vertraut, die nicht einmal einander vertraut. Ich weiß nicht einmal, wie du davon sprechen kannst, eine revolutionäre Widerstandsbewegung aufbauen zu wollen, eine Massenbewegung, mit diesen Zutaten. Nein, du kannst unmöglich irgendeine Art von effektiver Widerstandsbewegung aufbauen   – keine echte, keine, die Bestand hat, keine, die unter Druck zusammenhält   – aus Menschen, die einander nicht einmal grundsätzlich vertrauen. Du kannst keine wirklich effektive Widerstandsbewegung aufbauen aus einem Volk, das nicht einmal versteht, wie das System, dem es widersteht, überhaupt funktioniert.

Zwischen 1967 und 1993 sank die durchschnittliche Anzahl von Organisationen, Gruppen, Vereinen, denen Amerikaner angehören   – wir sprechen von Clubs, Gewerkschaften, religiösen Organisationen, Bürgerorganisationen, Nachbarschaftsgruppen und so weiter   – diese Zahl sank um etwa ein Viertel, 25 %, über alle Einkommens- und Bildungsschichten hinweg in den gesamten Vereinigten Staaten. Wir sprechen hier über Erscheinungsformen von Gruppensolidarität, von Gruppenzusammenhalt, von Gruppenorganisation. Okay? Daraus entstehen Massenbewegungen. Verstehst du mich? Das sind die Bausteine jeder Art von Basis-Mobilisierung. Die Gewerkschaftszugehörigkeit   – der Anteil der Arbeitnehmer in Gewerkschaften   – lag in den 1950er Jahren bei über 32 % der amerikanischen Arbeiter.

Nun, im Jahr 2026 sind es weniger als 11 %. Weißt du, es gab vor einigen Jahren ein Buch, ich glaube im Jahr 2000, mit dem Titel „Bowling Alone“. Es sprach über den Niedergang amerikanischer Gemeinschaftsgruppen, der amerikanischen Mitgliedschaft in Gemeinschaftsgruppen. Der Autor sprach darüber, wie die Amerikaner immer noch zu Bowlingbahnen gingen, aber ohne Ligen, ohne Teams, ohne Gegner, ohne Gemeinschaft   – sie tauchten einfach in der Bowlingbahn auf, spielten allein und gingen allein nach Hause. Deshalb nannte er das Buch „Bowling Alone“. Nun, ich weiß, das klingt unbedeutend   – Menschen, die allein bowlen   – aber es ist ein kultureller Indikator. Isolation, Vereinzelung: Du tust nichts gemeinsam. Du versammelst dich nicht. Du kooperierst nicht. Du organisierst dich nicht. Selbst zur Erholung organisierst du dich nicht, versammelst dich nicht, tust nichts gemeinsam. Du bildest keine Teams.

Jede erfolgreiche Massenbewegung der Geschichte baute auf einer bereits vorhandenen organisatorischen Infrastruktur auf, die es schon gab. Okay? Die Bürgerrechtsbewegung entstand nicht aus dem Nichts. Sie war kein spontaner Aktivismusausbruch. Sie baute auf der schwarzen Kirche auf. Sie baute auf dem HBCU-Netzwerk auf. Sie baute auf jahrzehntelanger Arbeit der NAACP-Ortsgruppen in jeder Stadt des Landes auf. Die Arbeiterbewegung der 1930er Jahre baute auf über 40 Jahren vorheriger Organisation auf. Und selbst in den 1950er Jahren hatten sie nur etwa 32 Prozent der Arbeitnehmer dazu gebracht, Gewerkschaften beizutreten. Alle Unabhängigkeitsbewegungen des Globalen Südens bauten auf bestehenden Gemeinschaftsstrukturen auf, auf religiösen Netzwerken, auf Stammeszusammenhalt, Loyalität und Solidarität und so weiter.

Du kannst unmöglich eine Massenbewegung von Grund auf genau in dem Moment aufbauen, in dem du sie brauchst. Nein, die Infrastruktur muss bereits existieren. Die Beziehungen müssen bereits da sein. Das Vertrauen muss bereits aufgebaut worden sein. Verstehst du mich? Und Amerika hat die letzten 50 Jahre damit verbracht, diese Infrastruktur systematisch abzubauen. Und jetzt brauchen die Menschen sie. Jetzt brauchst du sie. Und jetzt ist sie nicht da. Und du weißt nicht einmal, wie du sie wieder aufbauen sollst. Du hast nicht die Fähigkeiten, sie wieder aufzubauen. Und du bist nicht einmal geneigt, diese Arbeit überhaupt zu tun. Du magst keine Menschen. Ihr mögt euch nicht gegenseitig. Du gehst nicht auf andere zu. Du willst die Vorteile von Gruppensolidarität. Du willst die Vorteile, die Organisation bieten kann. Du willst diese Vorteile, ohne die Opfer zu bringen und ohne die Arbeit zu tun, die das aufbaut, was diese Vorteile bringt. Wie ich sagte: Ihr mögt euch nicht einmal gegenseitig. Ihr vertraut euch nicht. Du willst nur deine Kopfhörer aufsetzen und abdriften. Du willst alle ausblenden. Du willst nicht einmal persönlich mit Menschen kommunizieren. Du willst nur aus der Ferne Nachrichten schicken. Du wirst ängstlich, wenn dich jemand anruft. Du willst dich mit deinen Kopfhörern in einen Kokon zurückziehen und in eine Welt auftauchen, die von allen anderen besser gemacht worden ist. Während alle anderen dasselbe tun wie du.

Also ja: soziales Misstrauen, organisatorische Auflösung, bürgerliche Unbildung, Isolation, zunehmende Isolation   – und deshalb fällt diesem Arbeiter in Kalifornien nichts anderes ein, als das Gebäude anzuzünden, um seinem Missmut Ausdruck zu verleihen. Das ist kein Zufall. Das ist es, was ich dir sage. Das ist es, was deine Kultur hervorbringt. Das ist das System, das deine Kultur hervorgebracht hat. Das ist es, was dieses System hervorbringt. Fragmentierte Menschen sind leichter zu kontrollieren. Menschen, die einander misstrauen, können sich nicht organisieren. Menschen, die nichts beitreten, können nichts aufrechterhalten   – keine wie auch immer geartete Bewegung. Menschen, die kein kollektives institutionelles Leben haben, haben keine kollektive institutionelle Macht. Verstehst du mich?

Und eine Kultur, die immer individuellen Erfolg über kollektives Wohlergehen gestellt hat   – wie ich sagte   – bringt Individuen hervor, die nicht gemeinsam bauen, die nicht erhalten, was sie gemeinsam aufgebaut haben, und die am Ende nichts haben, woran sie gemeinsam festhalten können, wenn alles auseinanderzufallen beginnt. Deine Gesellschaft, deine Kultur, dein System bringt diese Art von Ergebnissen hervor. Dein Wertesystem, dein Prioritätensystem bringt diese Art von Ergebnissen hervor. Du wirst niemals andere Ergebnisse erzielen, solange du dieses Wertesystem in dieser Kultur hast.

Okay, das dient alles dazu, den Kontext zu verstehen, in dem du lebst. Wie ich bereits sagte: Du musst verstehen, was deine Kultur ist. Du musst verstehen, was du aus deiner Kultur gemacht hast und was deine Kultur aus dir gemacht hat   – denn es verstärkt sich selbst. Die Kultur formt sich um dich herum, und sobald sie geformt ist, hilft die Kultur, dich und deine nachfolgenden Generationen zu formen. Und du erschaffst ein System   – oder deine Kultur erschafft ein System   – das gemäß der Kultur funktioniert. Das System funktioniert gemäß der Kultur und setzt die Prioritäten der Kultur durch, und dann entstehen daraus Ergebnisse. Es bringt Ergebnisse hervor, und du bist die Ergebnisse des Systems. Du bist die Ergebnisse dieser Kultur. Und die Natur dieser Kultur und die Natur dieses Systems ist es, dass es Nicht-Nachhaltigkeit erzeugt. Die gesamte Natur dieser Nullsummen-Mentalität, dieser „Der Letzte, der übrig bleibt“, „Hund frisst Hund“-Mentalität   – die Art, wie deine Kultur funktioniert, bedeutet, dass sie dich zerstören wird. Es gibt keine andere Möglichkeit. Sie macht die Bevölkerung   – sie macht euch als Bevölkerung unfähig, dem System zu widerstehen oder es zu ändern.

Nun, ich meine nicht, dass das System nicht geändert werden kann. Und ich meine nicht, dass dem System nicht widerstanden werden kann. Ich meine, dass du dazu nicht fähig bist, weil du das Produkt, die Ausgabe eines Systems bist, das nur das hervorbringt, was ihm nicht widerstehen oder es nicht ändern kann. Verstehst du mich? Das bedeutet, dass sie absichtlich eine inkompetente Bevölkerung hervorgebracht haben. Inkompetent in Bezug auf all jene Eigenschaften, Merkmale oder Fähigkeiten, die erforderlich wären, die nötig wären, um dem System effektiv zu widerstehen. Zum Beispiel dein mangelndes Verständnis deines eigenen politischen Systems. Sie haben dich so gemacht. Dein Misstrauen gegenüber deinen Institutionen, dein Misstrauen gegeneinander   – sie haben dich so gemacht. Okay? Auch deine kognitiven Fähigkeiten   – seien wir ehrlich   – deine kognitiven Fähigkeiten. Denn bevor du dich organisieren, bevor du Vertrauen zu Menschen aufbauen, bevor du jede Art von kollektiver Anstrengung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten kannst, musst du erst einmal denken können.

Du musst denken können. Du musst in der Lage sein, ein komplexes Problem lange genug im Kopf zu behalten, um es durchzuarbeiten. Du musst in der Lage sein, Schwierigkeiten um deiner Sache willen zu ertragen, ohne sofort nach etwas zu greifen, das das Unbehagen beendet. Verstehst du? Und es gibt eine ernsthafte Menge an Forschung, die besagt, dass diese kognitive Fähigkeit bei einem großen Prozentsatz der amerikanischen Bevölkerung   – und zunehmend auch in Bevölkerungen der westlichen Welt   – systematisch abgebaut wird. Ich sagte systematisch, nicht zufällig. Systematisch, systematisch mit Absicht abgebaut   – alle Apps, die du nutzt, alle Plattformen, die du täglich nutzt, alle deine Social-Media-Feeds, richtig? All die Kurzvideos, die du ansiehst, TikTok, das „Doom Scrolling“ und so weiter. All das ist darauf ausgelegt, deine Aufmerksamkeit zu fangen und so lange wie möglich zu halten, dich so lange wie möglich auf dieser Plattform zu behalten   – denn deine Aufmerksamkeit ist das Produkt, das an Werbetreibende verkauft wird, richtig? Sie wollen dich dort haben. Sie wollen deine Aufmerksamkeit fangen. Aber sie halten deine Aufmerksamkeit nicht, indem sie deine Fähigkeit, aufmerksam zu sein, verbessern. Sie tun es, indem sie den Menschen Neuheiten bieten, kontinuierlich neue Dinge, alle drei Sekunden etwas Neues, etwas Empörendes, etwas, das dich triggert, etwas, das dich stimuliert, etwas, das irgendeine Art von emotionaler Reaktion auslöst   – egal was: Wut, Belustigung, Schock, Lust, Verlangen, irgendetwas. Und dann zeigen sie dir sofort etwas anderes. Es ist nur eine kontinuierliche Schleife von mikro-Aufmerksamkeit-erzeugenden Bildern.

Weißt du, die durchschnittliche Person, die auf ihrem Gerät ist, wechselt etwa alle 47 Sekunden zwischen verschiedenen Aufgaben, verschiedenen Bildschirmen, verschiedenen Tabs. In den frühen 2000er Jahren lag diese Zahl bei etwa einmal alle zweieinhalb Minuten. Das Fenster für anhaltende Fokussierung wurde also innerhalb nur einer Generation um mehr als die Hälfte gekürzt. Vor nur 26 Jahren konnten Menschen doppelt so lange fokussieren wie heute. Deine geistige Fokussierung ist mittlerweile im Grunde wie das Poppen von Popcorn. Okay?

Denk also darüber nach, was echte politische Organisation tatsächlich erfordert, was sie von dir verlangen würde. Es erfordert die Fähigkeit, lange Dokumente, lange Papiere zu lesen und zu verstehen, sie in deinem Kopf zu verarbeiten. Du musst in der Lage sein, zwei, drei Stunden in Besprechungen zu sitzen und die ganze Zeit engagiert zu bleiben. Du musst in der Lage sein, deinen Geist über Wochen, Monate und vielleicht Jahre auf einen strategischen Rahmen für das, was du tust, konzentriert zu halten. Du musst in der Lage sein, Belohnungen aufzuschieben. Du musst in der Lage sein, auf ein Ziel hinzuarbeiten, für das du vielleicht jahrelang, vielleicht jahrzehntelang keine sichtbaren Ergebnisse sehen wirst. Du musst in der Lage sein, die Frustration zu ertragen, sehr komplexe Probleme, sehr komplexe Sachverhalte lösen zu müssen, die keine einfachen Antworten haben.

Das kannst du nicht. Du bist in keiner Position, das zu tun. Ich meine, ich spreche jetzt schon seit langer Zeit, und wenn das ins Internet hochgeladen wird, weiß ich, dass die meisten Leute nicht in der Lage sein werden, alles anzuhören. Du wirst es entweder auf 2-facher Geschwindigkeit abspielen, oder du wirst einfach weiterspringen, oder du wirst nur die ersten paar Sätze hören, die ich sage   – zwei, drei Minuten vielleicht maximal   –, und dann wirst du wegklicken. Manchmal dehne ich diese Gespräche bewusst aus, genau um Menschen auszusortieren, die keine Aufmerksamkeitsspanne haben   – denn du bist praktisch nutzlos. Es gibt keinen Grund, dass du hier bist, weil du niemals in der Lage sein wirst, irgendetwas zu verstehen, was ich sage. Du wirst nie verstehen, wovon ich spreche, und du wirst nie etwas tun. Du wirst nie etwas Praktisches in der realen Welt tun. Und wenn du es bis zum Ende eines relativ langen Gesprächs schaffst und es tatsächlich von Anfang bis Ende anhörst, ohne währenddessen rein- und rauszuklicken   – okay, das bedeutet, dass du ein sehr anderes Level des Geistes hast als die meisten Menschen in deiner Gesellschaft. Wenn du ein Westler bist, wenn du ein Amerikaner bist   – ich sehe die Analysen auf dem Kanal. Ich weiß, wie lange die meisten Leute bei einem bestimmten Video durchhalten, bevor ihre Aufmerksamkeitsspanne zusammenbricht und sie wegklicken.

Verstehe, ich spreche hier nicht von exotischen, seltsamen Fähigkeiten. Die Fähigkeit, nur einer Sache Aufmerksamkeit zu schenken, nur einer Aufgabe, nur einem Gespräch, einer Vorlesung, einem Artikel, einem Thema länger als nur ein paar Sekunden   – das ist keine unzumutbare, übermenschliche Erwartung. Das sind grundlegende kognitive Voraussetzungen für kollektives Handeln. Und genau diese Fähigkeiten werden durch eine Diät von Kurzform-Inhalten, endlosem „Doom Scrolling“ und algorithmisch kuratierter Impuls-Aktivierung systematisch untergraben. Und die Forschung dazu ist auch sehr klar, dass die Auswirkungen von sozialen Medien nicht gleichmäßig verteilt sind. Sie treffen am härtesten die jüngeren Menschen und Menschen in ärmeren Gemeinschaften. Sie treffen am härtesten Menschen, die weniger Zugang zu den Arten von Umgebungsbedingungen haben, die sie potenziell vor kognitiver Fragmentierung schützen könnten   – ruhigere Umgebungen, mehr Autonomie über ihre Zeit, Bildung, die die Fähigkeit zu einer gewissen Aufmerksamkeitsspanne aufbaut, und so weiter. Das sind die Gemeinschaften, denen diese Bedingungen in der Regel vorenthalten werden. Sie wurden also am negativsten beeinflusst. Wir sprechen also über die Menschen, die eigentlich den größten Bedarf an Organisation haben, das größte Bedürfnis, die Welt zu verstehen, die Menschen, die die meisten Beschwerden in deiner Gesellschaft haben, die am meisten betroffen sind, die den dringendsten Grund haben, zu versuchen, kollektive Macht aufzubauen. Das sind die Menschen, die am negativsten von der kognitiven Sabotage durch soziale Medien betroffen sind   – die es ihnen unmöglich macht oder extrem erschwert, strategisches Denken aufrechtzuerhalten.

Und dann haben wir zusätzlich zu dem Aufmerksamkeitsspannen-Problem das ganze Informationsproblem. Denn es ist nicht nur so, dass die Menschen nicht fokussieren können.

Es ist nicht nur, dass sie nicht fokussieren können. Es ist auch, dass selbst die Informationen, die sie konsumieren   – die Informationsumgebung, in der sie leben   – selbst so fragmentiert, so tribalisiert, so algorithmisch sortiert danach, was bestehende Überzeugungen bestätigt, anstatt danach, was wahr und faktisch ist, geworden ist, dass große Teile der Bevölkerung aus völlig inkompatiblen Versionen der Realität heraus operieren. Ja, jeder existiert in seiner eigenen kleinen Blase, jeder in seiner eigenen kleinen Enklave. Und das ist nicht dasselbe wie Menschen, die einfach unterschiedliche politische Meinungen haben. Das ist in Ordnung, das ist normal   – normal und handhabbar, damit kann man umgehen. Aber wir sprechen hier von Menschen, die völlig unterschiedliche Vorstellungen von der Realität selbst haben, unterschiedliche Versionen der Geschichte, unterschiedliche grundlegende Verständnisse dessen, was tatsächlich in der Welt passiert. Nun, du kannst keine Koalition mit jemandem aufbauen, wenn du dir nicht einmal darüber einig bist, was das Problem ist oder ob die Welt rund oder flach ist. Verstehst du, was ich sage?

Du kennst diese Erfahrung   – ich weiß, du musst diese Erfahrung kennen, wenn du mit jemandem sprichst, richtig? Du führst ein Gespräch mit jemandem, und es scheint gut zu laufen. Ihr scheint euch einig zu sein, scheint wirklich zu kommunizieren, etwas im Gespräch aufzubauen   – und dann sagt plötzlich etwas völlig Unerwartetes, das dich erkennen lässt, dass nichts von dem, was gesagt wurde, nichts von dem, was du gesagt hast, in seinem Kopf so verarbeitet wurde, wie du dachtest, wie es von jemandem verarbeitet würde, den du für normal hältst. Du sprichst zum Beispiel über Gaza, über den Kongo, über den Iran oder über etwas völlig Alltägliches, und dann bringt er plötzlich alles zurück auf etwas wie „Oh, es geht doch um das Chlor in der Wasserversorgung“ oder „Michael Jackson hat uns davor warnen wollen“ oder solchen Unsinn.

Nein, kollektives Handeln erfordert grundlegend ein gemeinsames Verständnis der Situation, in der ihr alle steckt. Verstehst du? Eine gemeinsame Lesart dessen, was tatsächlich passiert und warum. Ihr müsst euch nicht in allem einig sein, aber ihr braucht genug gemeinsame Basis, um zusammenzustehen. Und die hast du nicht. Was du hast, ist eine riesige Ansammlung ideologischer Cliquen. Die ganze gemeinsame Basis wurde aufgefressen   – nicht durch natürliche, normale, organische Meinungsverschiedenheiten, sondern größtenteils durch digitale Umgebungen, die speziell darauf ausgelegt sind, Menschen maximal zu spalten, denn gespaltene Menschen sind engagierter, reagieren stärker und sind als Publikum profitabler und lassen sich leichter für gezieltes Marketing durch Werbetreibende kategorisieren. Verstehst du?

Dieselbe Kultur, die individuelles Gewinnen über kollektives Gedeihen, kollektives Wohlergehen stellt   – wie ich immer sage   – hat eine Informationsökonomie aufgebaut, die von Konflikt profitiert, von Hass, von Empörung, vom ewigen ideologischen Krieg zwischen verschiedenen Fraktionen und Online-Kulten, die einander nicht mehr als nah genug sehen, um zusammenzuarbeiten, selbst bei einem Problem, das sie teilen. Verstehst du mich?

Niemand kann tief denken. Niemand kann überhaupt für sich selbst denken. Niemand kann einen Gedanken über irgendetwas Tiefes oder Oberflächliches sehr lange behalten, weil ihre Aufmerksamkeitsspannen so kurz sind. Ihr alle bewohnt diese kleinen isolierten Behälter von Meinungen, ihr badet darin und saugt es auf, bis nichts mehr in eurem Geist übrig ist   – nichts außer dem, was ihr aufgesogen habt. Und nichts in eurem Geist wurde von eurem eigenen Gehirn erzeugt, von eurem eigenen Gehirn verarbeitet, und das macht euer eigenes Denken unglaublich oberflächlich.

Denk darüber nach: Wenn du dir jede bedeutende Widerstandskampagne der Welt zwischen 1900 und 2026 ansiehst   – das sind etwa 300 Widerstandskampagnen weltweit   – und dann die erfolgreichen mit den gescheiterten vergleichst, wirst du feststellen, dass in dieser Zeit sogenannte gewaltfreie Kampagnen zu etwa 53 % erfolgreich waren, während gewalttätige Kampagnen nur zu etwa 26 % erfolgreich waren. Und jede Kampagne, die es schaffte, aktive Beteiligung von nur 3,5 % der Bevölkerung zu erreichen, war ausnahmslos erfolgreich. Okay, das wurde für den Zeitraum zwischen 1900 und 2000 untersucht. 3,5 % der amerikanischen Bevölkerung sind ungefähr 11 Millionen Menschen. Theoretisch sollte das also erreichbar sein.

Aber die Erfolgsrate gewaltfreier Widerstände ist seit 2010 rapide gesunken. In den 1990er Jahren lag sie bei etwa 65 %, jetzt nur noch bei etwa 34 %. Die Effektivität gewaltfreier Widerstandsbewegungen hat sich also in nur etwa 30 Jahren halbiert. Nun, wie bereits gesagt, bin ich weder für noch gegen Gewaltfreiheit aus moralischen Prinzipien. Ich bin für das, was sowohl gerechtfertigt als auch effektiv ist. Wenn es gerechtfertigt, aber nicht effektiv ist, dann unterstütze ich es nicht. Und wenn es effektiv, aber nicht gerechtfertigt ist, dann bin ich dagegen   – unabhängig von den Taktiken. Ich bin keiner Taktik verpflichtet. Verstehst du mich?

Für etwa hundert Jahre hat sich gezeigt, dass Gewaltfreiheit als Widerstandstaktik effektiv oder zumindest effektiver ist als Gewalt. Und wenn du dir die Mühe machst, darüber nachzudenken, dann sollte dir diese Erfolgsquote etwas über die Gesellschaft verraten, in der sie erfolgreich war, und etwas über die Menschen, die sie erfolgreich gemacht haben. Denn eine gewaltfreie Widerstandsbewegung hat viele Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit sie funktioniert. Historisch gesehen existierten diese Voraussetzungen in jenen Gesellschaften und bei jenen Menschen. Aber wie gesagt, in den letzten etwa 30 Jahren hat sich das geändert   – zumindest was die Effektivität gewaltfreien Widerstands betrifft. Das heißt nicht, dass gewalttätiger Widerstand effektiver geworden ist. Nein, es heißt, dass gewaltfreier Widerstand weniger effektiv geworden ist. Oder anders ausgedrückt: Widerstand überhaupt ist insgesamt weniger effektiv geworden.

Ich denke, es gibt mindestens zwei Gründe dafür, dass jede Art von Widerstandsbewegung weniger effektiv geworden ist. Erstens: Die Regierungen haben gelernt. Sie setzen nicht mehr hauptsächlich brutale Gewalt auf der Straße ein, um Menschen zu unterdrücken. Sie nutzen andere, ausgefeiltere Formen präventiver Repression   – gezielte Überwachung, all das, worüber wir heute gesprochen haben, finanzielles Deplatforming, strafrechtliche Verfolgung, Infiltration von Organisationen, Charaktermord, Kampagnen mit schwarzer PR und so weiter. Sie zerschlagen Oppositionsbewegungen mit diesen anderen Mitteln, die nicht dieselbe Gegenreaktion erzeugen wie brutale Polizeitaktiken, Panzer und Wasserwerfer auf der Straße.

Aber der zweite Grund   – meiner Meinung nach der Hauptgrund   – ist, dass die Bewegungen selbst oberflächlicher geworden sind. Moderne soziale Bewegungen, moderne politische Bewegungen, besonders im Westen, können sich dank sozialer Medien schneller mobilisieren   – durch virale Inhalte, Handlungsaufrufe, gemeinsame Empörung online. Sie können große Menschenmengen für einen Tag, ein Wochenende, vielleicht eine Woche auf die Straße bringen, aber dann lösen sie sich auf. Es gibt keine nachhaltige Struktur, keine strategische Geduld, keine langfristige organisatorische Tiefe. Sie springen nur von einem Thema zum nächsten   – genauso wie du durch soziale Medien scrollst. Die Form des Widerstands, die die amerikanische Kultur auf natürliche Weise hervorbringt, wird emotional getrieben sein, aber organisatorisch flach und kurzlebig. Es wird genau die Art von Widerstand oder Mobilisierung sein, die am wenigsten in der Lage ist, gegen eine ausgefeilte und anpassungsfähige Machtstruktur zu gewinnen. Und ja, die Wahrheit ist, dass eure Mobilisierung und euer Aktivismus sehr oft, wenn nicht sogar üblich, performativ sind. Wieder einmal: Du bringst eine bestimmte Art von Menschen in deiner Gesellschaft hervor. Deine Kultur, deine sogenannte Zivilisation, bringt eine bestimmte Art von Bevölkerung hervor. Du bist sowohl das Produkt als auch der Träger deiner dysfunktionalen Kultur. Und dir fehlt moralische Tiefe, moralische Klarheit, Überzeugung, Einsatz. Du bist in keinerlei reifem Wertesystem verwurzelt. Und das wird immer schlimmer, sehr schnell, innerhalb von nur drei bis vier Jahrzehnten. Das heißt, das volle Gewicht dessen, was deine Kultur ausmacht, gewinnt an Dynamik gegen dich.

Das Gewicht gewinnt an Dynamik, weil du dich in einem Zustand des zivilisatorischen Niedergangs befindest. Weißt du, es ist wie mit diesen großen Lastwagen, diesen großen Sattelschleppern, die einen Berg hinunterkommen   – ohne Bremsen. Die gravitative Last dessen, was du trägst, lastet auf dir herab. Und verstehe, okay, ich nenne es Verschlechterung, ich nenne es Niedergang. Aber worüber wir hier eigentlich sprechen, die Wahrheit ist, dass wir nur über das Fallenlassen von Vorspiegelungen sprechen. Ja. Was sich verschlechtert, ist der Filter. Was sich auflöst, ist die Maske. Deine Gesellschaft ändert sich nicht. Sie wird nicht schlechter. Sie tun nur immer weniger, um so zu tun, als wären sie etwas, das sie nicht sind. Das ist die kalte, harte Wahrheit. Denn die Realität, wie gesagt, ist, dass deine Gesellschaft keine zivilisierte Gesellschaft ist. Sie ist eine Anti-Zivilisationsgesellschaft. Sie ist keine reife Gesellschaft. Deine Kultur ist keine zivilisierte oder ausgefeilte Kultur. Das ist die Wahrheit. Dein Wertesystem ist nicht tief. Dein Wertesystem ist nicht komplex. Es ist primitiv. Es ist primitiv und räuberisch und gewalttätig. Und zunehmend bemühst du dich nicht einmal mehr, so zu tun, als wäre es anders. Das ist das Einzige, was sich ändert.

Weißt du, wie ein System   – wenn die Batterie eines Geräts, eines Computers, eines Telefons oder was auch immer schwach wird, wenn die Batterie stirbt, beginnt das System, nicht mehr lebenswichtige Funktionen abzuschalten. Das ist es, was du tust. Das ist es, was deine Gesellschaft tut. Du schaltest alles ab, was extra ist, all den Schnickschnack der moralischen Vorführung. Du schaltest das alles ab. Der moralisch prinzipientreue tugendhafte Bildschirmschoner und so weiter   – weil deine zivilisatorische Batterie stirbt. Deine zivilisatorische Batterie stirbt. Jetzt hast du angefangen, all die dekorativen, hübschen Schaustücke und all das schöne Gerede über Moral und Ethik und Prinzipien und so weiter über Bord zu werfen. Und jetzt handelst du offener. Du handelst jetzt ohne die Tarnung. Du hast die Tarnung abgelegt. Jetzt handelst du ohne den Spin, ohne die Öffentlichkeitsarbeit. Und du handelst offener wie die primitiven, gesetzlosen Dschungel-Raubtiere, die du bist. Und du wirfst all diese großartigen, schönen Aufklärungswerte und all diese großartigen, schönen, edlen Institutionen, die all diese großartigen, wunderbaren, schönen Aufklärungswerte repräsentieren sollen   – du wirfst das alles unter den Bus. Es kümmert dich einfach nicht mehr. Alles kommt jetzt ans Licht. Alles kommt ans Licht. Du sagst: „Ja, wir sind Barbaren.“ Denn Amerikaner glauben moralisch, kulturell und auf der Ebene der Identität an Gewalt. Wie gesagt, es ist in der Ursprungsgeschichte, der Eroberung des Kontinents, in der Populärkultur   – jeder Konflikt in euren Filmen wird durch Gewalt gelöst, in eurer politischen Kultur, wo militärische Macht der primäre Ausdruck nationaler Größe ist. Die Tatsache, dass wir dieses oder jenes Land zurück in die Steinzeit schicken können   – damit prahlst du.

Die Androhung von Gewalt ist die Grundlage deiner Beziehung zu jedem anderen Land der Welt. Das ist deine Kultur. Und sie erzeugt eine ganz spezifische Reflexantwort, wenn etwas schiefgeht. Wie: „Lass mich einfach mein Feuerzeug an eine Palette Taschentücher halten und diesen ganzen Ort niederbrennen, weil ich aufgebracht bin und nicht weiß, was ich sonst tun soll.“ Du hältst nicht inne und reflektierst das Problem. Du fragst dich nicht: Was sind die strukturellen Bedingungen, die dieses Problem überhaupt geschaffen haben? Und wie ändern wir diese strukturellen Bedingungen? Nein. Alles, was du wissen willst, ist, wem die Schuld zu geben ist und wie ich sie zerstören kann. Das sind zwei völlig unterschiedliche Orientierungen. Die eine Orientierung baut auf, die andere zerstört. Deine Eliten denken so, aber auch du denkst so. Ja, du kannst die Eliten so sehr beschuldigen, wie du willst   – sie haben tatsächlich die Macht, diesen Ansatz zu verfolgen. Das ist der einzige Unterschied. Sie haben die Macht, diesen Ansatz zu verfolgen. Aber Tatsache ist, dass die Menschen, die die Machtstruktur betreiben, aus genau derselben Kultur kommen wie du. Sie haben dieselben Instinkte wie du, und du hast dieselben Instinkte wie sie. Sie haben nur mehr Ressourcen, um danach zu handeln, als du. Und das ist der einzige Unterschied zwischen dir und ihnen: Sie haben die Ressourcen, brutal zu sein, und weil du die Ressourcen nicht hast, wirst du brutalisiert. Das ist der einzige Grund, warum du brutalisiert wirst und sie brutal sind. Sie haben die Ressourcen und du nicht. Verstehst du mich?

Deshalb hat dieser Mann das Lagerhaus niedergebrannt   – weil er wütend war, weil er wütend war, dass er von einer Firma, die nicht einmal Eigentümerin des Lagers war, nicht genug bezahlt bekam. Deshalb hat er etwas getan, um seinen eigenen Kollegen zu schaden, und nicht einmal etwas getan, das der Firma, auf die er wütend war, tatsächlich geschadet hätte. Denn Zerstörung ist das einzige Vokabular, das ihm je für seine Beschwerden gegeben wurde. Und wenn er wie der Rest von euch ist, dann weiß er auch nichts darüber, wie die Regierung funktioniert, wie die Machtstruktur funktioniert. Er misstraut wahrscheinlich auch jedem. Er gehört keinen Gruppen an. Er hat keine Aufmerksamkeitsspanne, die ihm helfen könnte, sich zu konzentrieren und etwas zu lernen. Sein Leseniveau ist wahrscheinlich das eines Grundschulkindes. Er ist wahrscheinlich isoliert, wahrscheinlich ignorant, wahrscheinlich kognitiv beeinträchtigt wie der Rest von euch. Und er hat wahrscheinlich auch überhaupt keine Vorstellung davon, wie die Machtstruktur funktioniert oder wie sie aufgebaut ist. Aber er weiß, wie man ein Feuer anzündet. Verstehst du?

Und es liegt in der inhärenten Logik deines Systems   – des Systems, das ein Produkt deiner Kultur ist   –, dass das System inkompetente Menschen hervorbringen muss, weil das System denen dient, die Macht haben. Das ist seine Natur. Und daher kann das System unmöglich eine Bevölkerung hervorbringen   – kann nicht erlaubt werden, eine Bevölkerung hervorzubringen   – die fähig ist, sich ihnen zu widersetzen. Du kannst nur Menschen haben, die fähig sind, ihnen zu dienen. Und genau das hast du. Genau das hat dein System in deiner Gesellschaft hervorgebracht. Mit anderen Worten: In einer räuberischen Kultur wird das System, das diese Kultur hervorbringt, nur Beute für die Appetite derer an der Spitze hervorbringen. Es ist ein vollkommen logisches Ergebnis. Tatsächlich wäre kein anderes Ergebnis im Kontext deiner Kultur logisch sinnvoll. Du bringst nur Schwäche hervor. Dein System bringt nur Schwäche hervor. Deshalb sage ich, dass es von Natur aus ein nicht nachhaltiges System ist. Deine Kultur kann nur ein nicht nachhaltiges System hervorbringen, weil sie wie eine Familie von Kannibalen ist. Sie werden sich irgendwann gegenseitig auffressen. Das ist ihre Natur.

Deshalb zerfallen amerikanische Widerstandsbewegungen letztendlich immer in interne Konflikte   – weil du so programmiert bist. Der Nullsummen-Instinkt kehrt sich einfach nach innen. Und die Kultur, die Situationen nur als Gewinn-Verlust-Szenario verarbeiten kann, wird irgendwann nur noch Verlust-Verlust-Szenarien innerhalb jeder Koalition schaffen, die du aufbaust. Niemand hat Angst vor deiner Wut. Niemand hat Angst vor deiner Empörung. Niemand hat Angst vor deinem Protest. Die Eliten haben keine Angst vor deinem Protest. Deine Wut ist nützlich für sie. Wut verbrennt Dinge, und das Verbrennen von Dingen rechtfertigt den Käfig, den sie bereits aufgebaut haben, um dich hineinzustecken. Ich sagte dir, sie provozieren dich genau deshalb, damit sie dich zu den Schritten bewegen können, die sie wollen. Und du bist so töricht, subhan Allah, zu glauben, dass du sie tatsächlich aufrüttelst, dass du ihnen Angst machst, dass sie in ihren Stiefeln zittern, wenn du diese Schritte machst   – obwohl du buchstäblich genau das tust, wozu sie dich absichtlich getrieben haben.

Sieh nur. Ich weiß, dass sobald dieses Gespräch auf dem Kanal hochgeladen wird, es Leute in den Kommentaren geben wird, die sagen werden, dass ich tatsächlich pro-Konzern, pro-Kapitalismus oder was auch immer bin, dass ich gegen diesen Mann bin, der das Lagerhaus niedergebrannt hat, weil es eine mutige und radikale Aktion ist, die die Grundfesten der Machtstruktur erschüttern wird. Und dass ich versuche, jede Art von aktivem Widerstand zu untergraben. Ja, sie werden solche Dinge sagen. Ich bin sicher, dass sie solche Dinge sagen werden. Und sie werden genau das sagen, weil sie genau das sind, was ich die ganze Zeit beschrieben habe: politisch ungebildet, abgekoppelt, in einer Online-Ideologieblase lebend, passive Konsumenten von Narrativen mit Aufmerkeitsspannen von nur wenigen Sekunden. Sie sind Freizeit- und Performance-Aktivisten, und jeder einzelne von ihnen hat ein Main-Character-Syndrom, und sie werden jede spektakuläre, Dopamin-aktivierende Aktion, die sie online sehen, beklatschen   – egal wie ineffektiv, egal wie selbstzerstörerisch, egal wie leer, egal wie symbolisch sie ist, und egal, dass sie diese Aktionen selbst niemals durchführen würden.

Und es wird Kommentare geben. Ich habe bereits Kommentare zu anderen Inhalten gesehen, wo Leute sagen: "Okay, vielleicht war das, was er getan hat, nicht so effektiv, aber es hat eine Botschaft gesendet. Was auch immer er getan hat, dieser Mann, der das Lagerhaus niedergebrannt hat, seine Aktion sendet eine Botschaft." Das werden sie sagen. Sie sagen es bereits. Und ja, es hat eine Botschaft gesendet. Er hat eine Botschaft gesendet. Es war eine Botschaft der reinen Beruhigung an die Machtstruktur. Er hat der Machtstruktur nichts als eine beruhigende Botschaft gesendet, die ihnen sagt: Ja, ihr habt überhaupt nichts von den Menschen zu befürchten. Sie sind völlig neutralisiert und völlig inkompetent. Also fahrt fort mit dem Ausmerzen. Das ist die einzige Botschaft, die er gesendet hat   – dass alles nach Plan läuft.

Denn was die Machtstruktur tatsächlich nervös machen würde, ist geduldiger, struktureller, kollektiver Aufbau vor Ort. Der Aufbau paralleler Machtstrukturen, wie ich schon oft gesprochen habe, der Aufbau alternativer Systeme auf Gemeindeebene. Das Einzige, was sie nervös machen würde, wäre, wenn du anfangen würdest, dich zu entziehen und deine eigenen Gemeinschaften aufzubauen, deine eigenen Gemeinschaften zu stärken, deine eigene Gemeinschaftsautonomie aufzubauen. Aber diese Art des Aufbaus erfordert genau das, was deine Kultur systematisch beseitigt hat. Das ist es, was ich dir zu erklären versuche. Sie haben Vertrauen, Geduld, kollektive Orientierung in deinem Denken, langfristiges Denken, die Unterordnung des individuellen Egos unter kollektive Zwecke beseitigt. Das wurde aus deiner Psyche beseitigt, weil das keine amerikanischen kulturellen Werte sind. Und das ist der Punkt. Das sind nicht amerikanische Werte.

Eine Kultur, die auf individueller Eroberung aufbaut statt auf kollektivem Aufbau. Eine Kultur, die räuberische Autorität anbetet, anstatt sie zu hinterfragen und herauszufordern. Eine Kultur, in der 65 % der einfachen Menschen bereitwillig einen Fremden verletzen werden, basierend auf den Anweisungen von jemandem, den sie als in einer Position der Autorität oder Macht stehend betrachten. Du sprichst von einer Kultur, in der nur 22 % der Schüler überhaupt beschreiben können, wie ihre eigene Regierung funktioniert. Du sprichst von einer Kultur, in der das soziale Vertrauen in nur wenigen Jahrzehnten von 46 % auf 34 % zusammengebrochen ist und weiter fällt. Du sprichst von einer Kultur, in der bürgerschaftliche Mitgliedschaft, Gewerkschaftszugehörigkeit, jede Art von organisatorischem Leben seit Jahrzehnten ausgehöhlt wird   – bis es jetzt praktisch nicht mehr existiert. Eine Kultur, die jedes Mal, wenn sie wütend wird, zur Zerstörung greift, und jedes Mal, wenn sie Angst bekommt, zum Eskapismus. Das ist das Produkt amerikanischer Werte. Das ist das Produkt westlicher Werte. Das ist die Ausgabe deines Systems. Das ist die Ausgabe deiner Machtstruktur. Und die Ausgabe deiner Machtstruktur muss, wie gesagt, Schwäche sein. Sie züchtet nur Beute.

Aber die Wahrheit ist, dass alles, worüber du dir Sorgen machst, das Einzige, worüber du dir in Wirklichkeit Sorgen machst, ist, das zu verlieren, was du nur aufgrund dieses räuberischen, boshaften Systems je hattest. Das ist der einzige Grund, warum du dich jetzt gegen das System wendest. Nicht aus moralischen Gründen. Nein, du wendest dich gegen das System, weil das System sich gegen dich wendet. Das ist der einzige Grund. Das bedeutet, dass du dich nicht geändert hast. Du hast dich nicht geändert. Deine Reaktion ist nicht die Reaktion eines zivilisierten Volkes auf ein barbarisches Volk. Es ist die Reaktion schwächerer Barbaren auf stärkere Barbaren.

Ich habe dir gesagt, dass du den Kontext verstehen musst, in dem du lebst, einschließlich des moralischen Kontextes und des historischen Kontextes. Und ich habe versucht, dir diesen Kontext zu vermitteln. Und wenn du den Kontext jetzt verstehst, dann würdest du auch verstehen, dass, wenn die Waffen und die Taktiken der Plünderung und die Taktiken und Strategien der Unterdrückung und die Waffen der Unterdrückung, die du auf der ganzen Welt angewendet hast und von denen du profitiert hast   – wenn diese Waffen und Taktiken jetzt auf dich gerichtet werden, dann musst du verstehen, dass das nicht nur völlig logisch, sondern auch völlig verdient ist. Und wenn du denkst, dass dein System gerettet werden muss, und wenn du denkst, dass dein Land gerettet werden muss, dann stehst du immer noch auf der falschen Seite. Ich sage dir, wenn sie dir jetzt das antun können, was sie dir antun, und du alles wissen kannst, was sie gegen den Globalen Süden getan haben und immer noch tun, und du redest immer noch von Veränderung, von Reform des Systems oder Rehabilitierung des Systems, versuchst, das System besser zu machen   – dann bist du nicht nur wahnhaft, du betreibst nicht nur Gaslighting an dir selbst, du befindest dich nicht nur in Verleugnung der Realität dessen, was dein Land, was deine Kultur ist und immer war, sondern du versuchst auch, dein eigenes Elend und die Viktimisierung der Opfer deines Landes auf der ganzen Welt zu verlängern. Verstehst du mich? Du versuchst, globales Elend zu verlängern. Nein.

Die Selbstzerstörung der Vereinigten Staaten von Amerika ist bei weitem der verdienteste Untergang der Menschheitsgeschichte. Und kein Mensch mit irgendeinem Gewissen, kein Mensch mit irgendeinem Gewissen würde einen Finger rühren, um ihn zu verhindern. Und ich sage dir, es ist eine Beleidigung für jeden einzelnen Menschen jeder einzelnen Nation, die dein Land jemals terrorisiert hat. Für jeden Menschen jeder Nation, die dein Land jemals ausgeraubt, ausgebeutet oder massakriert hat. Es ist eine Beleidigung für alle, die sie jetzt unterdrücken, und für ihre ganze monströse Geschichte. Es ist eine Beleidigung für jeden versklavten Vorfahren jedes Afrikaners, für jeden Vorfahren jedes Ureinwohners Amerikas. Es ist eine Beleidigung für die Vorfahren jedes Filipinos, jedes Hawaiianers, jedes Puerto Ricaners, jedes Mexikaners. Es ist eine Beleidigung für die Menschen des Irak, für die Menschen Afghanistans, für die Palästinenser   – und die Liste ist endlos. Es ist eine Beleidigung für buchstäblich Hunderte Millionen von Onkel Sams Opfern. Dass du seine Bestrafung in irgendeiner Weise abwenden willst, mit dem Ziel, hierher zu kommen und uns zu sagen, dass er noch ein gutes Herz hat und es eine Chance gibt, dass er sich ändern kann. Nein, die Zeit für Veränderung ist vorbei. Keine zweiten Chancen mehr. Dieser Serienmörder, Onkel Sam, liegt an der lebenserhaltenden Maschine, und es ist Zeit, den Stecker zu ziehen. Verstehst du mich?

Ich sage dir, dass dein Konzept von Opposition, dein Konzept von Widerstand darauf ausgerichtet ist, ein Loch in der Seite der Titanic zu flicken. Aber dieses Schiff verdient es zu sinken, und es wird sinken. Was du brauchst, ist nicht Opposition. Was du brauchst, ist nicht Widerstand. Was du brauchst, ist, dein eigenes Floß zu bauen   – und dieses Schiff untergehen zu lassen.


Shahid Bolsen
*Shahid Bolsen ist eine umstrittene Persönlichkeit, hat sich jedoch zu einem der einzigartigsten und einflussreichsten öffentlichen Intellektuellen der muslimischen Welt entwickeltShahid wurde in den Vereinigten Staaten geboren und wuchs nach der Scheidung seiner Eltern hauptsächlich bei seiner Mutter auf. Die Familie hatte finanzielle Schwierigkeiten, und Shahid und sein Bruder mussten schon früh arbeiten, um über die Runden zu kommen.

Schon als Kind war Shahid jedoch beunruhigt über die Kluft zwischen Arm und Reich in Amerika und den materialistischen Lebensstil, der seiner Meinung nach das menschliche Leben entwertete. Shahid besuchte eine örtliche Highschool und war fasziniert von den Werken Mahatma Gandhis und Martin Luther King Jr.s; er verbrachte Stunden in der Bibliothek mit Lesen. Schließlich brach er die Schule ab und verbrachte seine gesamte Zeit in der Bibliothek.... Mehr

Titelbildeinfügung: seniora.org

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Empire in Ashes | Part Four: Let It Sink

But the nature and the character of your system that has not changed. The only thing that has changed is the direction and against whom it's being used. And if you're going to try to develop any sort of a strategy uh to try to navigate your situation in America, I'm telling you the starting point is for you to realize and recognize this fact. Your system is this way because your culture is this way. Your society is the way that it is because you are the way that you are. You understand? This is not a chicken and the egg sort of an issue. You know, which came first, you or your system? Well, we know that you came first. Which came first, you or your culture? Obviously, you did. You're you came and then the culture came, you built the culture. Everything that has been done around the world, everything that you have done around the world and everything that is now being done to you, it all flows from that same source. It flows from the same values, from the same beliefs, from the same moral or immoral framework that was always there. That was always there. that was always operating and that was always producing exactly these same results except that it was always producing those results elsewhere. What's the solution? These are the comments that I always get. What's the solution? That's all you want to know. What's the solution? Give me a solution. Never mind that you're not even identifying the problem that needs solving. What's the solution to what? What's the solution to what to your system? What's the solution to your culture? To your mentality? You want me to give a solution to you, for you, solve me? Right? This is what you're asking. You cannot understand what is happening to you without understanding what you are. You understand? Not what you say you are, but what you actually are. I'm talking on a civilizational level. Because those two things, what you say you are and what you actually are in America are very far apart. what you are and what you say you are. These are two versions of you that have never met that are completely uh unacquainted with each other. Do you remember that experiment at Yale University back in I think 1963 called the the Mgrim Mgrim experiment? That was when they uh uh the professor or the the scientist he he recruited ordinary Americans from the street, not CEOs, okay? Not billionaires, regular rank and file Americans. And then he put them in a room uh with a machine that appeared they believed it it delivered electric shocks to someone in another room. And every time that someone in the other room got an answer wrong on some sort of a test that they were doing, then the person in that first room was instructed to press a button that was supposed to send a shock to the person in the second room. They were connected by intercom. So the one person the the person in the first room could hear the person answering uh uh the questions in the second room and the shocks every time they would get a wrong answer the shocks increased from uh 15 volts all the way up to 450 volts. At the top of the dial on the on the machine that they had it said danger severe shock severe shock. So the person in the other room who was supposedly getting electrocuted was actually an actor. It was actually an actor. But the person in the first room didn't know that. And as the shock levels increased, he screamed and his screams got louder and louder. And he was begging them to stop. Said that his heart was hurting. And eventually he went completely silent. In that first room, they had a a man in a lab coat, a white lab coat, an authority figure, and he kept telling the person to press the button. He telling him, "Please continue. Don't stop. The experiment requires that you continue doing it." And they complied every time. They complied every time. They kept delivering escalating shocks to some stranger in another room. Okay. 65% of the participants pressed that button all the way to maximum 450 volts. Every single participant went at least uh all the way up to 300 volts. As far as they knew, they were electrocuting another human being, potentially electrocuting them to death. Like I said, we're not talking about executives. We were not talking about these weren't elites. These weren't the rich and powerful. They weren't soldiers. They weren't criminals. They weren't, you know, ideologically extreme people. They were ordinary rank and file average Americans off the street on any given Tuesday afternoon. Oh, that was a long time ago, right? You'll say that was 1963. That was 60 years ago. No, because they did it again. A French television program, uh, television station, they replicated that study in 2010. and 80% of the people went all the way to the maximum level of shock of electric shock. Then there was a Polish study that did the same experiment and that produced 90% compliance. 90% of the people were willing to electrocute someone in another room all the way to the maximum level of electrocution. Now before they did the experiment they consulted with psychologists and those psychologists predicted that maybe only one or two% of the people maybe only one or two% of the people would actually go all the way. So you see there is who you say you are who you think you are and then there is who you actually are and they're completely different types of people. Now, okay. When most people look at the at the uh Mgrim study, the Mgrim experiment, what they take away from it is that the experiment shows how easily uh regular average people, ordinary people, can be manipulated into doing terrible things by an authority figure. They they think it shows uh how powerful social pressure can be. No, you wish that's what it showed. You wish that's what it meant. No. Yes, it shows that authority if if that authority figure presents themsel as confident and legitimate and completely in control of the situation, then yes, it shows that a significant majority of people will do what they're told. They will do what they're told even if what they're told to do causes severe harm to another human being. Yes, that's true. But the problem is not that those people couldn't recognize savage authority, brutal authority. The problem is that savage and brutal authority is precisely the kind of authority that they respect. You understand? Savagery is authority in your culture. Power in American culture is its own justification. It's its own source of authority. If you have it, you deserve it. And if you have it, you get to use it. And if you don't have it, then what happens to you? You deserve that, too. You understand? This is not a description of confusion or manipulation or coercion. This is a description of a value system that the people who participated in that experiment grew up in. Americans don't admire their billionaires despite the fact that those billionaires crush their workers, despite the fact that they extract from communities. Uh despite the fact that they hoard their wealth while their employees can't pay their rent. They don't admire them despite of that. They admire them because of that. Because in the American value system, the real American value system, not the declared one, not the rhetoric. In their value system, the only thing that matters is winning. Winning is the only moral category that ultimately matters at all. I mean, just look at how they talk. When they say they want to succeed at something, they say they want to crush it. They say they want to kill it. They say uh they want to dominate the market. They say they want to destroy the competition and so forth. Their own language gives them away. This is not an accidental vocabulary they're using. Not an accidental turn of phrase. That's their culture telling you exactly what their true values are every single time they open their mouth. Nice guys finish last. Second best is just a loser. Zero sum, winner takes all. Last man standing. This isn't them being cynical. These aren't observations that they're making about society and they are reluctantly acknowledging it. No, you feel that way. You feel that way deep in your bones. So when the CEO of this or that company, the CEO of Starbucks, makes $97 million while the median worker at the same company makes $14,000, he didn't betray American values. He's expressing American values. He won according to everything that that culture has ever taught about what winning looks like, which is I have everything, you have nothing. And when a conman billionaire like Elon Musk uh spends $300 million to put a president in office and that that president then hands him control of the federal government, of the federal budget. That's not him corrupting the system. He just played the game better than everyone else. That's how you see it in American culture. That's called success. You have blatant, flagrant, flamboyant corruption in your country playing out in 4K everywhere you look. And it doesn't raise an eyebrow. No court cases, no prosecution, no charges, no nothing. When the elites extracted from Iran, from Guatemala, from Chile, from Iraq, they were not violating Western values. They were applying Western values. Their values and your values. Yes, Western values, the values that you grew up on. I said the nature of your system has not changed. Only who it's being applied to. And that's the only thing that bothers you now. The truth of the matter is that's the only thing that bothers you now. America was founded on a very specific story. The story of the settler, the pioneer, right, who pushed out into the west, who took the land by force, who displaced or exterminated the people that were already living there. And you called that genocidal conquest beautiful. America the beautiful, land of the free, home of the brave, free to mass murder, and brave enough to do it. Manifest destiny. Manifest destiny meaning God planned this. The God that you believe in planned this. According to your concept of God, the strong are supposed to take advantage of the weak. The strong are supposed to oppress the weak. The conquerors are supposed to decimate people. This is how it was always meant to be in your religious belief, in your theological belief. That's your creation story. And creation stories aren't just history. They're templates that tell a people who they are. Who they are, what they are, and what's not just uh permissible for them, but what's expected from them. You understand me? And your story says taking is permissible. Domination is virtuous. The strong deserve whatever they can take and the weak deserve whatever happens to them because they should have been stronger. If they didn't want that to happen to them, they should have been stronger. That's the way you see things. And every generation ever since that origin story was raised inside of that origin story. So you wonder why Americans watch their neighbors lose their homes and don't organize to stop it. Because in this framework, losing your home means that you failed to compete properly. The system didn't fail you. You failed the system. You didn't play the game right. Elon Musk played the game right. You know, you wonder why workers you I I see this online. people asking why do workers vote against their economic interests again and again and again because they don't identify with their own peers. They don't identify with the people at the bottom. They identify with the so-called winners. What they think are winners. They believe that they're just one good decision away from being one of those winners themselves. You understand? They don't want the rules changed before they get to the top. This lottery mentality, you have this lottery mentality. You want complete impunity for the rich and powerful because you hope to be rich and powerful someday. And you hope to be rich and powerful precisely so that you can have that same impunity. You don't want to see the rich and powerful punished because you want to be rich and powerful yourself. You believe in violence as a people. You believe in pillage. You believe in oppression. You believe in brutality. Those of you at the top and those of you at the bottom. This is a culture that has been extraordinarily effective and successful at making their people internalize its inhuman values, including the very people that they are oppressing and the very people that they are destroying. I know you don't want to talk about this though. You don't want to deal with the underlying values of your society, the underlying values of your so-called civilization. You want a quick fix. You're hurting now and you want a quick fix. you want a quick remedy because this is just reflective of the same kind of thinking that I'm talking about. Why wouldn't you think that uh uh setting a a fire to a warehouse is going to solve your problems? Why wouldn't you think that destruction has always been your go-to solution to this that and every other problem? And you can't comprehend that that way of thinking is your actual problem. But I know you'll say, "Okay, fine. But we need solutions. We're being oppressed. We need solutions to our oppression. We need to fix the system. We need a revolution. We need an uprising. You know, we're being surveiled. We're being jailed. We're being uh dispossessed. We're being suppressed. The rich are getting richer and the poor are getting poorer. And because we're in that latter categor uh category, because we're in that poorer category, because of that, uh now we want to change the system. Now we want to change it, right? Yes. Okay. We admit our society committed all kind of crimes all around the world. Our society looted and pillaged and mass murdered and exploited and colonized and extracted other people's resources. And we all benefited from that by one way or another. We all benefited from that. We all endorsed that by one way or another. But now that it's happening to us, well, we want to stop it now. We want to stop it. We've seen the error of our ways. We've seen the light. And now we want to change the system. Look, I don't know how to break this to you. A system uh and a culture produces certain kinds of results. It can only produce certain kind of results. It produces certain kinds of people. And what that people are capable of depends entirely on what kind of a people they are. Do you understand? What they're capable of depends on the kind of people they are. There's a there's a there's a national test in America that asks students, young students, how much they know about their government, how much they know about how their government works, uh how much they know about what their legal rights are, if they know about how to participate in the in the uh government and so forth in politics. It's called a civics assessment. Okay? So, in 2022, only 22% of 8th grade students performed at their grade level proficiency. 78% couldn't even uh pass at their grade level proficiency. Okay. One in three of the people who were tested, the students who were tested couldn't even uh reach the basic benchmark. Meaning they could not describe the fundamental structure of the government that they are living under in 8th grade. Now, okay, you'll say that the reason for that is that the schools were defunded, that the curriculum has been narrowed, that standardized testing has pushed civics out of importance. Yes, absolutely that's true. But why why was that allowed to happen? If you're a population that genuinely values self-governance and democracy so-called actually valued your so-called democracy uh valued it as something more than just decorative or performance then the eraser of civics's education from schools would have been a crisis that would have been resisted that would have been opposed it wasn't because in practice uh democracy in America has always been just a performance it's decorative you don't need to know about the political ical system. It's a decoration. You know that. We know that. You know that because you don't teach it. Education in your conception isn't for that. Education is for operating in the real power structure, which is the private sector. That's why every school is basically a vocational school. Now, you don't go to school to be a good citizen. You go to school to get a good job. That's the purpose of education in your conception. actual civic knowledge, civic capacity, actual uh collective self-governance, knowledge of that uh knowledge of actual democracy. That was never what your culture truly valued. What's actually valued was the performance of democracy while real power operated the way it always has operated over there in service to those who have it and against those who don't have it. The only reason that you want to go to school. The only reason that you do go to school at all is so that is because you hope that one day you can be among those who have power. So that you can be one of those people who can who gets to do whatever they want to those who don't have power. And the result of this priority system is that now you have a population that knows nothing about civics, that knows nothing about your political system. You see, your system adheres to your cultural values and it produces a certain type of results. You know, since uh 1972, there's a survey that they call the general survey, social survey, and they ask Americans uh the same questions every year. One of the questions is, do you think that most people can be trusted? Okay, so the first time they did that in 1972, 46% of Americans said yes. Okay, today that number is 34%. That's a result of the system. That's a result of the culture. Pervasive distrust. Distrust in the press, distrust in the banks, distrust in the corporations, distrust in uh organized religion, distrust in the government, distrust in your neighbors, distrust across almost every institution. That distrust has almost doubled. Roughly, it's roughly doubled in just 50 years. I mean, sure, you can say that it doubled because the the institutions consistently failed people for 50 years. So people stop trusting in those institutions. And you're not wrong. But again, why why did that happen? And why was that allowed to happen? Because a culture that worships individual winning over collective uh well-being, community well-being has no real foundation for trust to begin with. When your whole psyche is dog eat dog, I got to get mine. Every man for himself. Well, what kind of a trust can there even be between people when all of the people have that mentality? Trust requires uh believing that the other person has some kind of a genuine interest in your well-being, in your welfare, not just their own. It requires some mutual obligation, some sense that we're all in this together. Well, those are not American values. You talk about it like it is, but it's not. The American value is look out for yourself. Nobody is coming to save you. You shouldn't trust anybody. The system is rigged and if you don't try to rig the system in your favor first then someone else is going to rig it against you. Dog eat dog. So the collapse of social trust across the society. That shouldn't surprise anyone. It shouldn't be shocking to anyone. It would have it would be shocking if it didn't happen. No, it's the natural outcome that American culture was always heading toward. It's the only place it can head toward. You understand? Like I say, a culture produces certain results. That's what I'm telling you. And these are the results that your culture produces. So you don't have now a population that understands civics, that understands the mechanisms of government, that understands the political system. You have a population that does not trust its own institutions, that doesn't even trust each other. So I don't even know how you can be talking about trying to build a revolutionary resistance movement, a mass movement with those ingredients. No, you cannot possibly build any sort of a effective uh uh resistance movement, not a real one, not one that lasts, not one that holds together when when when when under pressure, out of people who do not fundamentally even trust each other. You can't build a resistance movement that is actually effective out of a people who do not even understand uh how the system that they are opposing, how that system even works. Look, between 1967 and 1993, the average number of organizations uh organizations and groups and what have you, associations that Americans belong to, talking about clubs and unions and uh religious organizations, civic organizations, uh neighborhood groups and whatnot, that number fell approximately one quarter, 25% across all income and all educational layers across the United States. We're talking about manifestations of group solidarity, manifestations of group cohesion, manifestations of group organizing. Okay? This is where mass movements come from. You understand me? These are the building blocks of any sort of grass uh uh grassroots mobilization. Union membership, labor union membership in the 1950s accounted for uh over 32% of American workers. Well, in 2026, it's less than 11%. You know, there was a book several years ago, I think in in the year 2000 called Bowling Alone. Bowling Alone. And it talked about the decline of American community groups, American membership in community groups. The author talked about uh how Americans were were still going to bowling alleys, but without any leagues, without any teams, without any opponents, uh without any community, just showing up at the bowling alley and bowling alone and going home alone. That's why he called the book bowling alone. Now, I know that sounds insignificant. people bolding by themselves, but it's a cultural indicator. Isolation, atomization, you don't do things together. You don't gather. You don't cooperate. You don't organize. Even for recreation, even for recreation, you don't organize or gather or do things together. You don't make teams. Every successful mass movement in history was built on pre-existing organizational infrastructure that was already there. Okay? The civil rights movement didn't just appear out of nowhere. It wasn't just a spontaneous uh eruption of activism. It was built on the black church. It was built on the H.B.CU network. It was built on decades of the NAACP chapters in every city around the country. The labor movement of the 1930s was built on over 40 years of prior organizing. And like I say, even by the 1950s, they had only reached 32 or so percent of workers uh uh joining unions. All of the independence movements of the global south were built on existing community structures, built on religious networks, built on uh tribal cohesion and loyalty and solidarity and so forth. You cannot possibly build a mass movement uh from scratch just at the moment that you need it. No, the infrastructure has to already exist. The relationships must already be there. The trust must have already been built. You understand me? And America has spent the last 50 years systematically dismantling that infrastructure. And now people need it. Now you need it. And now it's not there. And you don't even know how to rebuild it. You don't have the skills to rebuild it. And in fact, you're not even inclined to do that work in the first place. You don't like people. You don't like each other. You don't socialize. You want the benefits of group solidarity. You want the benefits of organization that organization can provide. You want those benefits without making the sacrifices and without doing the work to build what brings those benefits. Like I say, you don't even like each other. You don't trust each other. You just want to put your headphones on and zone out. You want to tune everyone out. You don't even want to communicate with people face to face. You just want to message people remotely. You get frightened if someone gives you a call. You want to just recede into a cocoon with your headphones on and emerge out into a world that has been made better by everyone else. Meanwhile, everyone else is doing the same thing that you are. So yes, social distrust, organizational dissolution, uh civic illiteracy, isolation, increasing isolation, and that's why that worker in California can't find anything else to do about his discontent than to set the place on fire. This is not a coincidence. This is what I'm telling you. This is what your culture produces. This is what the the the system that your culture produced. This is what that system produces. Fragmented people are easier to manage. People who distrust each other cannot organize. People who don't join anything cannot sustain anything. Any sort of a movement. People who have no collective institutional life have no collective institutional power. You understand me? And a culture that has always prioritized individual success over collective welfare. Like I say, it produces individuals who do not build together, who do not maintain what they built together, and who uh end up having nothing to hold on to together when everything starts to fall apart. Your society, your culture, your system produces this kind of results. Your value system, your priority system produces these kinds of results. You're never going to get different kinds of results as long as you have that value system in that culture. Okay, this all goes to understanding the context that you live in. Like I was talking about, you have to understand what your culture is. You have to understand what you made your culture and what your culture made you because it's self-reinforcing. The culture forms around you and then once it has been formed, when that culture has been formed, the culture helps to form you and your uh succeeding generations. And you create a system or your culture creates a system that operates according to the culture. The system operates according to the culture and it enforces the culture's priorities and then this creates outcomes. It creates or or or it generates outputs and you are the outputs of the system. You are the outputs of that culture and the nature of that culture and the nature of that system is that it creates unsustainability. I mean that whole the the whole nature of that zero sum mentality that last man standing dog eat dog uh mentality. the way that your culture operates means that it's going to destroy you. There's no other way for it to go. It makes the the population, it makes you as a population incapable of resisting or changing the system. Now, I don't mean that the system can't be changed. And I don't mean that the that the system can't be resisted. I mean that you are not capable of that because you're the product, you're the output of a system that only produces what cannot resist or change it. Do you understand me? Meaning they have deliberately produced an incompetent population. Incompetent in terms of uh any of the qualities or any of the attributes or any of the skills uh that would be uh required that would be uh needed what would be necessary in order to effectively oppose the system. Like for example your lack of understanding about your own political system. They made you like that. your distrust of your institutions, your distrust of each other, they made you like that. Okay? Also, your cognitive abilities, let's be honest, your cognitive abilities because before you can organize, before you can uh build trust with people, before you can sustain any kind of collective effort over time, well, you have to be able to think. You have to be able to think. You have to be able to hold a complex problem in your mind long enough to work it through. You have to be able to endure difficulty for the sake of your cause without immediately reaching for something to make the discomfort stop. You understand? And there is a serious body of research that says that this cognitive capacity in large uh percentage of the American population and increasingly in populations across the western world uh this cognitive capacity is being systematically degraded. I said systematically, not by accident. Systematically, systematically by design degraded all of the apps that you use, all the platforms that you use every day, all your social media feeds, right? The all the the short form videos that you watch, the Tik Tok, the doom scrolling and whatnot. This is all designed to capture your attention and hold your attention as long as possible, keep you on that platform for as long as possible because your attention is the product that's being sold to advertisers, right? They want to have you there. They want to capture your attention. But they don't hold your attention by increasing your ability to pay attention. You do it by giving people novelty, continuously new things, something new every 3 seconds, something outrageous, something uh that triggers you, something that uh stimulates you, something that activates any sort of an emotional reaction. Doesn't matter what, anger, amusement, uh shock, lust, desire, anything. And then they'll show you something else immediately. It's just a continuous loop of uh micro attention getting images. You know, the average person who's on their on their device. Uh they switch between uh different tasks, between different screens, between different tabs once every 47 seconds. Okay. In the early 2000s, that number was about once every two and a half minutes. So, the window of uh sustained focus has been cut by more than half within just one generation. Just 26 years ago, people were able to focus twice as long as they're able to focus now. Your mental focus is basically like popping popcorn at this point. Okay? So, think about what genuine political organizing actually requires, what it would require of you. It requires the ability to read long documents, long papers, and understand them, process them in your mind. You have to be able to sit in meetings for 2 hours, 3 hours, and stay engaged the whole time. You have to be able to uh keep your mind focused on a strategic framework for what you're doing across weeks, across months, and maybe years. You have to be able to delay gratification. You have to be able to work towards a goal that you may not see any visible results for any outcome for for years to come, maybe decades. You have to be able to tolerate the frustration of having very complex problems, very complex issues to solve that don't have simple answers. You can't do that. You're in no position to do that. I mean, I I've been talking now for a long time, and by the time this gets uploaded onto the internet, I know that most of the people are not going to be able to sit through it all. You're either going to put it on 2x speed, or you're just going to skip through uh or you're just going to listen for the first couple of sentences that I say, 2 or 3 minutes maybe maximum, then you're going to click out. Sometimes I deliberately extend these talks precisely to filter out people who have no kind of attention span because you're practically useless. There's no reason for you to be here because you're never going to be able to understand anything that I'm saying. You'll never understand anything that I'm talking about and you're never going to do anything. You'll never do anything practically in the real world. And if you can make it to the end of any relatively long talk and actually listen to that talk from start to finish without clicking in and out while you're going through, okay, that means that you have a very different level of mind than most of the people in your society. If you're a Westerner, if you're an uh if you're an American, I see the analytics on the channel. I know how long most people last on any given video before they uh before their attention span caves and they click away. Understand, I'm not talking about exotic, strange skills here. The ability to pay attention to just one thing, to just one task, to just one talk or lecture or article or topic for longer than just a few seconds. This isn't some kind of unreasonable superhuman expectation. These are basic cognitive prerequisites for collective action. And these are the exact skills that a diet of short form content, doom scrolling, infinite doom scrolling, and algorithmically curated impulse activation uh it systematically erodess those capabilities. And the research on this is also very clear that the effects of social media is not evenly distributed. They fall the hardest on the younger people and on people in poorer communities. It it falls hardest on people who have less access to the types of environmental conditions that can potentially protect them against any sort of cog uh co cognitive fragmentation, quieter environments, they have more autonomy over their time, uh education that builds uh the ability to have some sort of a sustained attention span and so forth. These are the communities that are generally deprived of those conditions. So they were the most negatively impacted. So we're talking about the people who actually have the most need to organize, the most need to understand the world, the people who have the most grievances in your society, who have the most skin in the game, who have the most urgent reason to try to build some sort of collective power. These are the people who are the most negatively impacted by uh the the social media cognitive uh sabotage that that makes it impossible for them or or extremely difficult for them to maintain any sort of strategic thinking. And then there's the the the whole information problem on top of the attention span problem because it's not just that people uh can't focus. It's not just that they can't focus. is that even the information that they consume, the information environment that they live in has become itself so fragmented, so tribalized, so algorithmically sorted by what confirms existing beliefs uh rather than by what's true and what's factual that you have large portions of the population that are operating from completely incompatible versions of reality. Yes, everyone exists in their own little bubble. Everyone exists in their own little enclave. And this isn't the same as people just having different political opinions. That's fine. That's normal. That's normal and that's manageable. You can navigate that. But we're talking about people having completely different conceptions of reality itself, different versions of history, different, you know, basic understandings of what's actually happening in the world. Well, you can't build a coalition with someone uh when you cannot even agree what the problem is and what even how the whether the world is round or flat. You understand what I'm saying? You know that experience. I know you must know that experience when you're talking to someone, right? You're having a conversation with someone and it seems to be going well. You seem to be agreeing. You seem to be genuinely communicating, right? Building something in the conversation and then suddenly they say something that is completely out of left field that makes you realize that nothing that has been said, nothing that you have said has been processed in their mind the way that you thought it was, the way that it would be processed by someone that you consider normal. Like say you're talking about Gaza or you're talking about Congo, uh you're talking about Iran or you're talking about something even mundane and then suddenly they bring it all back to like uh oh it's all about the chlorine in the water supply or uh Michael Jackson tried to warn us about that or some such nonsense. No, collective action requires at its foundation a shared understanding of the situation that you're all in. You understand? A common reading of what's actually happening and why. You don't need to agree on everything, but you need enough shared common ground to be able to stand together on. And you don't have that. You don't have that common ground. What you have is a vast assortment of ideological clicks. All of the common ground, all of the shared ground has been eaten away. And it hasn't has not been eaten away by natural, normal, organic disagreement. It has largely been eaten away by digital environments that are specifically engineered to keep people maximally divided because divided people are more engaged. Divided people are more reactive and divided people are more profitable as an audience and they are more easily categorized for targeted marketing uh by advertisers. You understand? The same culture that worships individual winning, like I keep saying, that worships individual winning over collective flourishing, collective welfare, built an information economy that profits from conflict, profits from hate, profits from outrage, profits from the perpetual uh uh ideological war between different factions and different cults, online cults, who can no longer see each other as relatable enough to even work together, even on a problem that they share. You understand me? No one can think deeply. No one can even think for themselves. No one can even hold a thought about anything deep or shallow for very long whatsoever because your attention spans are so short. You all occupy these little isolated containers of opinion and you baste in it and you soak it in until there's nothing left in your mind. There's nothing in your mind except whatever you have absorbed. whatever you have absorbed and there's nothing in your mind that your own brain generated that your own brain processed and that makes your own thinking incredibly superficial because anyway at the end of the day it's not your thinking I mean think about the fact that if you look at uh every major resistance campaign in the world between the year 1900 and 2026 that's roughly 300 or so resistance campaigns around the world and then you compare the ones that were that succeeded versus the ones that failed. You'll find that in that period uh what you could call nonviolent campaigns succeeded roughly 53% of the time and violent campaigns succeeded only uh 26% of the time and every campaign that was able to achieve active participation by just 3.5% of the population without exception those campaigns succeeded. Okay, this has been studied for that period between 1900 and 2000. 3% uh 3.5% of the American population is roughly just 11 million people. So theoretically that should be achievable but the success rate of non-violent resistance has been rapidly declining since 2010. In the 1990s it was roughly 65% success rate. Now it's only around 34%. So basically the effectiveness of non-violent resistance movements has been cut in half in just the last 30 years or so. Now, as I said before, I am neither for or against nonviolence on the basis of moral principle. I'm not for nonviolence on the basis of moral principle. I am for whatever is both justified and whatever is effective. If it's justified but not effective, then I don't support that. And if it is effective but not justified, then I am against that regardless of what the tactics are. I'm not married to any sort of tactic. You understand me? So for about a hundred years or so, nonviolence has been shown to be effective or at least to be more effective as a resistance tactic than violence. And if you bother to think about that, then that success rate should tell you something about the society in which it succeeded. And it should tell you something about the people who made it succeed. Because a nonviolent resistance movement has a lot of prerequisites that have to be there in order for that resistance movement to work. in order for non-violence to work, which means that historically those prerequisites existed in those societies and with those people. But like I said over the last 30 years or so that has been changing at least in terms of the effectiveness of nonviolent resistance, which is not the same thing as saying that violent resistance has become more effective. No, it's saying that that nonviolent resistance has become less effective. Or put another way, resistance period, resistance period has become less effective overall. And I think that there are at least uh two reasons for this. There are at least two reasons why any sort of resistance movement has become less effective. First of all, governments have learned. Governments have learned and they no longer uh primarily use brute force on the streets to repress people. They use other forms, more sophisticated forms of uh uh preemptive forms of repression, targeted surveillance, everything that we've been talking about today, uh financial deplatforming, uh legal prosecution and so forth, infiltration of organizations and so forth, uh character assassination, black PR campaigns and what have you. Okay. So, they dismantle opposition movements uh by these other means which do not create the same backlash that uh brutal police tactics, tanks and water cannons and whatnot and the street that that would generate. But the second reason that I think this has happened and this is the main reason in my opinion is that the movements themselves have become more shallow. modern social movements, modern political movements, particularly in the West, are able to mobilize faster because of social media. They're able to mobilize faster through, you know, viral content and whatnot, calls to action and so forth, and through shared outrage online, and they're able to get large numbers of people in the street for a day, for a weekend, maybe for a week, but then they dissolve. There's no sustained structure. There's no strategic patience. There's no long-term organizational depth to what they're doing. you just jump from one issue to another. And we've seen this just in the last couple of months. We've seen this. It's the same way that you scroll social media, just jump from one thing to another. The form of resistance that the American culture can can naturally generate or will naturally generate is going to be emotionally driven but organizationally shallow and it's going to be short-lived. It's going to be precisely the kind of resistance or or mobilization that is the least capable of winning against a sophisticated and adaptable power structure. And yes, the truth of the matter is that your mobilization and your activism is very often if not usually performative because again you produce a certain kind of people in your society. You produce a certain kind of people. Your culture, your uh uh your so-called civilization produces a certain type of population. You are both the product of and you are the carriers of your dysfunctional culture. And you lack moral depth. You lack moral clarity. You lack conviction. You lack commitment. You are not rooted in any sort of a mature value system. And this has been getting worse and worse very rapidly over the course of just the last three to four decades. Which is to say actually that the full weight uh of what your culture is is gaining momentum on you. The weight is gaining momentum because you're in a state of civilizational decline. You know, it's like those uh those big shipping trucks, right? Those big Mac trucks. They're coming like when when you see one of those big Mac trucks coming down a mountain with no brakes. The gravitational load of what you are carrying is bearing down upon you. And understand, okay, I I I I'm I'm calling it deterioration. I'm calling it decline. But what we're actually talking about here, the truth is we're just talking about the removal of pretense. Yes. What's deteriorating is the filter. What's dissolving is the mask. Your society isn't changing. It's not getting worse. They're just doing less and less to pretend to be what they're not. That's the cold hard truth. Because the reality, like I said, is that your society is not a civilized society. It's an anti-ivilization society. It is not a mature society. Your culture is not a civilized or sophisticated culture. That's the truth. Your value system is not deep. Your value system is not layered. It's primitive. It's primitive and it's predatory and it's violent. And increasingly, you are not even bothering to pretend now to be otherwise. That's the only thing that's changing. That's the only thing that's changing. You know how a system when a system is running low when the when their battery is is dying on a device or a computer or a phone or what have you. When the battery is dying, uh, the system will start to shut down non-crucial functions. That's what you're doing. That's what you're doing. That's what your society is doing. You're shutting down everything that's extra, all the bells and whistles of moral performance. You're shutting all that down. The moral principled virtuous screen saver and whatnot because your civilizational battery is dying. Your civilizational battery is dying. So now you have you've started to jettison all of the decorative pretty displays and all the pretty talk about morality and ethics and principles and whatnot. And now you're acting more openly. You're acting now without the camouflage. You've taken off the camouflage. Now you're acting without the spin, without the PR. And you're acting more openly like the primitive law of the jungle predators that you are. And you're throwing all of those great, beautiful enlightenment values and all those great uh beautiful noble institutions that are supposed to represent all those great, wonderful, beautiful enlightenment values. You're throwing all of that under the bus, like you can't be bothered anymore. Everything is coming out in the open now. Everything is coming out in the open. You're saying, "Yes, we are barbarians." Because Americans believe in violence morally, culturally, and at the level of identity. Like I said, it's in the creation story. It's in the creation story of America, the conquest of the continent. It's in the popular culture, like I've talked about many times, every conflict in your movies is resolved through force and violence. It's in your political culture, you know, where military power is the primary expression of national greatness. The fact that we can uh send this or that or the other country back to the stone ages, you brag about that. It's the foundation, the the threat of force is the foundation of your relationship with every other country in the world. That's your culture. And it produces a very specific type of a reflex response when anything goes wrong. Like, let me go ahead and just take my lighter to a pallet of tissue boxes uh and burn this whole place down cuz I'm upset and I don't know what else to do. You don't pause and reflect on the problem. You don't pause and reflect like ask yourself, what are the structural conditions that created this problem in the first place? And how do we change those structural conditions? No. All you want to know is who to blame and how do I destroy them? Who is to blame? And how can we destroy them? Okay, these are completely two completely different orientations. One orientation builds, the other one destroys. Your elites think this way, but also you think this way. Yes, you can blame the elites as much as you want because they actually have the power to pursue this approach. That's only that's the only difference. They have the power to pursue this approach. But the fact of the matter is that the people running the power structure come from exactly the same culture that you do. They have the same instincts that you do and you have the same instincts that they do. They simply have more resources to act on them than you do. And that's the only difference between you and them and them and you. They have the resources to be brutal and because you don't have the resources, you're brutalized. That's the only reason you're brutalized and they're brutal. They have the resources and you don't. You understand me? That's why that man burned down that warehouse because he was angry. because he was angry about not being paid enough by a company that didn't even own that warehouse. That's why he did something to hurt his own co-workers, his own colleagues, and why he didn't even do something that actually hurt the corporation that he was mad at. Because destruction is the only vocabulary that he was ever given for his grievances. And if he's anything like the rest of you, then he also doesn't know anything about how the government works, how the power structure works. He probably also distrusts everyone. He doesn't belong to any groups. He doesn't belong to any organizations. He has no sort of an attention span that can help him focus and learn anything. His literacy level is probably at a the level of a grade schooler. He's probably isolated, probably ignorant, probably cognitively impaired like the rest of you. And he also probably has no concept whatsoever of how the power structure operates or how the power structure is structured. But he knows how to start a fire. Do you understand? And it is in the inherent logic of your system, the system that is a product of your culture. It's in the inherent logic of your system that the system must produce incompetent people because the system serves those who have power. That's the nature of it. And therefore, the system cannot possibly produce cannot be allowed to produce a population that is capable of opposing them. You can only have people who are capable of serving them. And that's exactly what you do have. That is exactly what your system has produced in your society. In other words, in a predatory culture, in a predatory culture, the system that that culture creates is only ever going to produce prey for the appetites of those at the top. It's a perfectly logical output. In fact, no other output would make logical sense within the context of your culture. You only produce weakness. Your system only produces weakness. This is why I say it is by nature an unsustainable system. Your culture can only ever produce an unsustainable system because it's like a family of cannibals. It's like having a cannibalistic family unit. They will eventually devour each other. That's the nature of it. That's why American resistance movements eventually always fracture into internal conflict because you're programmed like that. The zero sum instinct just turns inward. And the culture that can only process situations as a win-lose type of a scenario eventually is going to only create lose lose scenarios inside of any coalition that you build. Nobody's worried about your anger. Nobody's worried about your outrage. No one is worried about your protest. The elites are not afraid of your protest. Your rage is useful for them. Rage burns things and burning things justifies the cage that they've already set up to put you in. I told you they provoke you precisely so that they can get you to make the moves that they want you to make. And you're out here foolish enough, subhan Allah, to think that you're actually upsetting them, that you're frightening them, that they're shaking in their boots when you make those moves, even though you are literally doing exactly what they have deliberately pushed you to do. Just watch. I know that once this talk gets uploaded onto the channel, there's going to be people in the comment section uh who are going to say that I am actually proh corporation, that I am pro- capitalism or what have you, that I'm against this man burning down that warehouse because it is a brave and radical action that's going to shake the foundations of the power structure. And I'm trying to undermine any sort of active uh uh resistance, any sort of effective, bold resistance. Yes, they'll say these things. I'm sure that they'll say things like this. And they will say these things precisely because they are exactly what I have been describing this entire time. Politically illiterate, disconnected, living in an online ideological bubble, passive consumers of narratives that have attention spans that are just a few seconds long. They are recreational and performative activists and each single one of them has main character syndrome and they will applaud any sort of spectacular uh dopamine activating actions that they see online. No matter how ineffective they are, no matter how self-destructive they are, no matter how empty they are, no matter how symbolic they are, and no matter how no matter the fact that they themselves will never do those actions themselves. And there's going to be comments. I've already seen comments on other uh content where people say, "Okay, well, maybe what he did wasn't that effective, but it sent a message. You know, whatever else he did, this man who burned the warehouse, whatever else he did, his action sends a message." That's what they'll say. They're already saying it. And yes, it did send a message. He did send a message. It was a message of nothing but reassurance to the power structure. He didn't send the power structure anything but a message of reassurance telling them that yes, you have nothing whatsoever to fear from the people. You have nothing whatsoever to fear about the people and about their resistance and so forth. No, they are completely neutralized and they are completely incompetent. So proceed with the culling. That's the only message that he sent that everything is working according to design because what would actually make the power structure nervous is patient structural collective building on the ground. The building of parallel power structures like I've talked about many times building alternative systems on a community level. The only thing that would make them nervous is if you started to stop engaging and start building your own communities. start fortifying your own communities, building your own community sovereignty, your own community autonomy. But that kind of building requires precisely what your culture has systematically eliminated. This is this is what I'm trying to explain to you. They've eliminated trust, patience, collective orientation in your thinking, long-term thinking, the subordination of individual ego to collective purpose. This has been eliminated from your psyche because those are not American cultural values. And that's the point. That's not American values. A culture that is built on individual conquest rather than on collective building. A culture that worships predatory authority rather than questioning and challenging predatory authority. A culture where 65% of ordinary people will willingly harm a stranger uh based on the instructions of someone who they deem to be in a position of authority or power. You're talking about a culture where only 22% of students can even describe how their own government works. You're talking about a culture where social trust has collapsed from 46% to 34% in just a matter of decades and keeps falling. You're talking about a culture where civic membership, where union membership, where any sort of organizational life has been hollowing out for decades until it's basically non-existent at this point. A culture that reaches for destruction every time it gets angry and escapism every time it gets scared. Okay? That's the product of American values. That's the product of Western values. Western and American culture. That's the output of your system. That's the output of your power structure. And the output of your power structure, like I said, must be weakness. It only breeds prey. But the truth is that all you're worried about, the only thing that you're worried about uh in reality is losing what you only ever had because of that predatory, vicious system. That's the only reason that you're turning against the system. That you're turning against the system now. Not for moral reasons. No, you're turning against the system because the system is turning against you. That's the only reason. Which means that you have not changed. You have not changed. Your response is not the response of a civilized people to a barbaric people. It's the response of weaker barbarians to stronger barbarians. I've told you that you have to understand the context that you live in, including the moral context and including the historical context. And I have tried to let you know what that context is. And now if you understand the context then you would also understand that if the weapons and the tactics of pillage and the tactics and the uh uh strategies of oppression and the weapons of oppression that you inflicted all around the world and that you benefited from if those weapons and tactics now get directed at you. Well then you must understand that that is not only completely logical but it is also entirely deserved. And if you think that your system has to be saved and if you think that your country has to be salvaged, then you are still on the wrong side. I'm telling you, if they can be doing to you right now, what they are doing to you right now and you can know everything that they have done against the global south and are still doing against the global south and you're still out here talking about change. You understand me? talking about reforming the system or rehabilitating the system, trying to make the system better. You are not only delusional, you are not only gaslighting your own self, you are not only in denial about the reality of what your country is, what your culture is and always has been, but you are also uh trying to yourself prolong uh your own misery and the victimization of your country's victims all around the world. You understand me? You're trying to prolong global misery. No. The self-destruction of the United States of America is by far the most deserved downfall in human history. And no person with any sort of a conscience, no person with any sort of a conscience whatsoever would lift a finger to prevent it. And I'm telling you, it is an insult to every single person of every single nation that your country ever terrorized. to every uh uh individual of every nation that your country ever robbed or exploited or massacred. It's an insult to everyone that they are oppressing right now and throughout their monstrous history. It's an insult to every enslaved ancestor of every African, to every ancestor of every Native American. It's an insult to the ancestor of every Filipino, every Hawaiian, every Puerto Rican, every Mexican. It's an insult to the people of Iraq, to the people of Afghanistan, to the Palestinians, and the list is endless. It's an insult to literally the hundreds of millions of Uncle Sam's victims. For you to want to avert his punishment in any way whatsoever because you have the goal to come here and tell us that he still has a good heart and there's a chance that he can change. No, the time for changing is over. No more second chances. that serial killer, Uncle Sam, is on life support and it's time to pull the plug. Do you understand me? I'm telling you that your concept, your concept of opposition, your concept of resistance is framed as an effort to patch up the hole in the side of the Titanic. But that ship deserves to sink and it's going to sink. So, what you need is not opposition. What you need is not resistance. What you need is to start building your own raft and let that ship go down.


Quelle: Youtube - Transkript eines Beitrags von Shahid Bolsen, übersetzt mit deepseekhttps://www.youtube.com/watch?v=Hkg_DBOebD8



Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/shahed-bolsen-imperium-in-asche-teil-vier-lass-es-sinken


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.05.2026

Der vergessene Völkermord: Hungerplan jährt sich zum 85. Mal

rtnewsde.site, 2 Mai 2026 12:11 Uhr

Am 2. Mai 1941 trafen sich Vertreter der Wehrmacht und kriegswichtiger Ministerien zu einer Besprechung. Zig Millionen Sowjetbürger sollten verhungern, Millionen starben tatsächlich. Ein Genozid an der Sowjetbevölkerung, den die Bundesregierung bis heute nicht anerkannt hat.


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© urheberrechtlich geschützt


Auch die junge Generation gedenkt des Völkermords an den Sowjetbürgern: Mitglieder der "Junarmija" im Januar 2025 anlässlich einer Zeremonie zum 81. Jahrestag der Entsetzung Leningrads von der deutschen Belagerung.


Im Frühjahr 1941 liefen im Deutschen Reich die Vorbereitungen zum "Unternehmen Barbarossa", dem Überfall auf die Sowjetunion, auf Hochtouren. Dies betraf auch die Planungen für den Genozid an der sowjetischen Bevölkerung. Ein zentrales Datum ist dabei der 2. Mai 1941. An diesem Tag formulierten hohe Wehrmachtsoffiziere und Staatssekretäre als ihr Vertreter Ministerien den sogenannten Hungerplan (nach dem federführenden Staatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft auch Backe-Plan genannt).

Die Nationalsozialisten scheuten sich nicht, die Planung ihres Verbrechens zu protokollieren . Ein Umstand, der es den Anklägern bei den Nürnberger Prozessen ermöglichte, das Dokument als Beweis für die verbrecherische Absicht eines Vernichtungskriegs vorzulegen. Die Besprechung im Mai 1941 postulierte zuvorderst:

"1.) Der Krieg ist nur weiter zu führen, wenn die Wehrmacht im 3. Kriegsjahr aus Russland ernährt wird. 2.) Dabei werden mit Sicherheit zig Millionen Menschen verhungern, wenn von uns das für uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird."

"Blumen für Piskarjowka": Spendenaktion für Opfer der Leningrader Blockade



"Blumen für Piskarjowka": Spendenaktion für Opfer der Leningrader Blockade




Eine Mordplanung, die sich in den folgenden Wochen in weiteren Richtlinien fortsetzte. Demnach sollten die NS-Behörden die landwirtschaftlichen Überschussgebiete der Sowjetunion zugunsten Deutschlands und der verbündeten oder besetzten europäischen Länder ausbeuten. Insbesondere die großen Städte im Norden der Sowjetunion wollten man dagegen abriegeln und die Bevölkerung verhungern lassen.

Nur die sowjetische Gegenwehr und letztendlich die Zurückdrängung der Wehrmacht durch die Rote Armee verhinderten, dass diese Pläne von Archangelsk bis Astrachan verwirklicht werden konnten. Dennoch kostete die Hungerstrategie von Wehrmacht und NS-Führung Millionen Sowjetbürgern, in der Nazi-Ideologie Wesen niederen Ranges, das Leben. Etwa in der belagerten Stadt Leningrad (über eine Million Tote) oder unter den gefangenen Rotarmisten (mehr als drei Millionen Tote).

Dem britischen Wirtschaftshistoriker Adam Tooze zufolge handelt es sich bei dem Hungerplan-Protokoll um ein absolut außergewöhnliches Dokument, dessen Sprache weitaus unverblümter ist als diejenige der entsprechenden Dokumente mit Bezug auf den Holocaust. Während jedoch etwa die Wannsee-Konferenz vom Januar 1942 jedem historisch gebildeten Deutschen etwas sagt, dürfte die Besprechung vom 2. Mai 1941 der deutschen Öffentlichkeit kaum bekannt sein. Wie auch generell die Verbrechen des Ostfeldzugs im deutschen Geschichtsbewusstsein nur eine geringe Rolle spielen.


Russland erwartet internationale Anerkennung des Genozids am Sowjetvolk im Zweiten Weltkrieg



Russland erwartet internationale Anerkennung des Genozids am Sowjetvolk im Zweiten Weltkrieg




Dem entspricht die offizielle Haltung der Bundesrepublik. Die Bundesregierungen mögen wechseln, die Haltung des Auswärtigen Amtes bleibt die gleiche: Die Blockade Leningrads etwa wird zwar als deutsches Kriegsverbrechen anerkannt, nicht jedoch als Völkermord. Zu humanitären Gesten (etwa ein Krankenhaus für Kriegsveteranen oder ein deutsch-russisches Begegnungszentrum) erklärt sich die deutsche Seite bereit, jedoch nicht zu Entschädigungen für die überlebenden Blockadeopfer. Eine Ausnahme machen die deutschen Behörden bei den jüdischen Einwohnern Leningrads. Ihnen stehen als Überlebenden der Verfolgung durch die Nazis Individualzahlungen zu. Ein Auseinanderdividieren von Opfergruppen, das das Außenministerium der Russischen Föderation immer wieder scharf kritisiert.

In Russland als Nachfolgestaat der Sowjetunion lebt die Erinnerung an den Genozid an den Sowjetbürgern fort. Seit diesem Jahr ist der 19. April ein Gedenktag, der den Opfern der völkermörderischen Pläne der Nationalsozialisten gewidmet ist . Und auch die russische Botschaft in Berlin gibt nicht auf: Nach Auskunft von Botschafter Sergei Netschajew hat Russland bereits mehrere offizielle Eingaben an die Bundesregierung und den Bundestag diesbezüglich eingebracht.

Bisher ohne Erfolg. Während der Bundestag sonst recht beflissen bei der Anerkennung von Völkermorden agiert, steht das Thema einer Anerkennung des deutschen Genozids an den Sowjetbürgern derzeit nicht auf der Debatte. Und bevor gesellschaftlicher Druck auf die bundesrepublikanische Politik entsteht, müsste die deutsche Öffentlichkeit erst einmal über das volle Ausmaß der damaligen Verbrechen im Bilde sein.

Mehr zum Thema - Genozid am sowjetischen Volk: Botschafter Netschajew fordert von der Bundesregierung die Anerkennung


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Video https://rumble.com/v78hgu6-sacharowa-verurteilt-zynische-haltung-deutschlands-gegenber-opfern-des-nati.html Dauer 2:21 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/inland/278837-vergessene-voelkermord-hungerplan-jaehrt-sich/


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02.05.2026

Erweiterung » News aus der Ukraine
Neuer Korruptionsskandal erschüttert Selenskyjs Umfeld

lostineu.eu, vom 1. Mai 2026

Nur eine Woche, nachdem Präsident Selenskyj ein “historisches” EU-Darlehen in Höhe von 90 Mrd. Euro gesichert hat, erschüttert ein neuer Korruptionsskandal die Ukraine.

Wieder betrifft es Selenskyjs persönliches Umfeld, wieder schweigen die deutschen Medien und die EU. Der Skandal dreht sich um den ukrainischen Drohnenhersteller “Fire Point”, den Selenskyj-Vertrauten Mindich und den früheren Verteidigungsminister Umerow. Folgt man der früheren Selenskyj-Sprecherin Mendel, so geht es um 7 Mrd. Dollar, von denen 20 Prozent in die Kassen von Selenskyj-Vertrauten geflossen sein sollen. Das “Mindich-Gate” hatte die Ukraine schon im letzten Jahr erschüttert; dennoch trieb die EU ihren Kriegskredit voran. Von den EU-Geldern soll ein beträchtlicher Teil in die Drohnenproduktion fließen – wohl auch in die skandalumwitterte Firma “Fire Point”…

Siehe auch “Ukrainer halten Selenskyj für korrupt – EU zahlt trotzdem” Mehr zur Ukraine hier

9 Comments

  1. hutaekjango
    2. Mai 2026 @ 09:02

    Und da wundert sich Politik, wenn die Bürger, u.a. in D, das alles nicht mehr verstehen und vermehrt ” blau” sehen denn, es ist ja auch ihr Steuer-Geld, was dorthin gelangt!

Antworten

  • KK
    2. Mai 2026 @ 12:11

    In “Blau” da eine Lösung zu suchen ist aber auch sehr blauäugig… 😉

    Antworten

  • Robby
    2. Mai 2026 @ 01:42

    Nicht immer so schwarz sehen.
    Immerhin kriegen Bugatti und Lamborghini ihre Edelkarossen leichter los. Die Ukris sollen ja Aufpreis bezahlen für flotte Lieferung.
    Frage:
    Stimmt es eigentlich, dass die Deutschen ihre Bürgschaft für den 90 Mrd. „Kredit“, 20 Mrd. €, gleich vorab an Kiew überweisen, da die wissen das die in der Pflicht sind?
    Warken’s „Gesundheitsreform“ und ein paar Zerquetschte sind da schon fix weg.
    Sicher nicht die letzte „Reform“ um den Endsieg zu ermöglichen.

    Antworten

  • Erneuerung
    1. Mai 2026 @ 19:40

    Mein größter Wunsch ist es, dass ich es noch erlebe, wie dieses ganze verdorbene Imperium in sich zusammenfällt. Vielleicht kommen wir dem ja kurzfristig näher, wenn der Netanjahu-Trump-vdL-Merz-Clan nun die nächste und wie gewünscht zerstörerischste Runde bei der Bomardierung des Iran einleitet und eine schmerzhafte Niederlage einfährt. Den Iranern traue ich mittlerweile mehr zu als den Russen.

    Antworten

  • Niko
    1. Mai 2026 @ 19:25

    Da wird Uschi und Friedrich schnell überlegen wie man die veruntreuten Gelder ersetzen kann. Ich bin sicher, denen fällt etwas ein, so eine Art Soli z.B. auf zu günstige Tafelangebote. Hunger hält schlank und ist somit gesund.

    Antworten

  • Michael
    1. Mai 2026 @ 18:01

    In der Ukraine gibt es keinen „neuen Korruptionsskandal“ und auch keine „alten Korruptionsskandale“ weil Korruption in der Ukraine um Selenskyj und darüberhinaus eine dauerhafter Normalzustand ist!

    Antworten

  • Guido B.
    1. Mai 2026 @ 17:41

    Je unverschämter sich die Selenski-Klasse an den Steuergeldern der Sponsorenstaaten vergreift, desto lauter schreien die Sponsoren „Slava Ukraini!“ Selenski ist ja nicht blöd. Frieden wäre das Dümmste, was dieser Schmarotzer-Klasse passieren könnte. Am meisten verdient sie am Krieg. Die Sponsoren sind sich einig, dass auch ihr MIK ganz gut an den Steuergeldern der schuftenden Bevölkerung verdienen kann. Darum haben auch sie NULL INTERESSE AN FRIEDEN. Einer der grössten Profiteure in dieser Klasse ist Alex Karp.

    Antworten

    • KK
      1. Mai 2026 @ 20:29

      Mich würde es auch nicht überraschen, wenn davon ein Teil zurück in die Taschen derer flösse, die das alles bewilligt haben… anders ist das mit den fehlenden Kontrollmechanismen (die bei Hilfen an EU-Mitglieder obligatorisch bis exzessiv sind) alles kaum zu erklären.

      Antworten

      • Niko
        2. Mai 2026 @ 09:38

        Den Gedanken hatte ich auch schon. Wenn man bedenkt wie unerbittlich Schwarzfahrer aus Not, vom Staat verfolgt werden und ggf. sogar eingesperrt, wirft das solche Fragen schon auf. Vor allem, die Menge und die dauernden Wiederholungen ohne erkennbare Sanktionen machen stutzig.

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.05.2026

    Nachrichten von Pressenza: European Peace Project: Zehntausende setzen am 9. Mai ein Zeichen gegen Europas Militarisierung

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 2. Mai 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 02.05.2026
    European Peace Project: Zehntausende setzen am 9. Mai ein Zeichen gegen Europas MilitarisierungZEITPUNKT
    Pressenza
    Dezentrales Kunstprojekt mobilisiert europaweit Tausende, um mit symbolischen Aktionen gegen Aufrüstung und für Verständigung einzutreten Am 9. Mai ruft das European Peace Project erneut Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa zu einem gemeinsamen «performativen Sprechakt“ auf. Ziel ist es, ein sichtbares Zeichen für…
    Bildung, Europa, Frieden und Abrüstung, Kunst, Politik
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    Warum der Kampf der Minenarbeiter in der Türkei alle Lohnabhängigen betrifft und warum es keine sichere Existenz gibt, solange Arbeit vom Eigentum anderer abhängt. von Düzgün Polat Die Rechnung kommt immer nach unten Es ist ein altes, eigentlich bekanntes Muster,…
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    Pressenza
    Am 23. und 24. Mai findet eine weitere offene Versammlung des Humanistischen Weltforums statt. Der Titel des Austauschs ist für die heutige Zeit zweifellos gewagt: „Aufbruch zur universellen menschlichen Nation. Mit gemeinsamen Aktionen voranschreiten, um eine Welt aufzubauen, die auf…
    Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität, International, Jugend
    Seelenfrieden als Grundlage des Weltfriedens: Veronika Königs interreligiöse PerspektiveMilena Rampoldi
    Pressenza
    In ihrem Buch „Seelenfrieden“ präsentiert uns die Autorin Veronika König eine interessante Perspektive zum Thema des sozialen und des Weltfriedens, die auf individuellen Seelenfrieden basieren, der als Grundlage des soziopolitischen Friedens gilt. Die Seele wird unterbewertet. Sie wird in den…
    Europa, Frieden und Abrüstung, Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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    02.05.2026

    „Global Sumud Flotilla“- 170 Gaza-Aktivisten nach Kreta gebracht

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. Mai 2026, 13:22 Uhr


    https://taz.de/Global-Sumud-Flotilla-nach-Gaza/!6175632/
    1.5.2026

    „Global Sumud Flotilla“ nach Gaza:
    Über 170 Gaza-Aktivisten nach Kreta gebracht

    Ferry Batzoglou

    Sie kamen mit schnellen Schlauchbooten, Drohnen unterstützten aus der Luft ihren Einsatz: schwer bewaffnete Elite-Soldaten des israelischen Militärs (IDF) haben in der Nacht auf Donnerstag rund 40 Seemeilen vor der Westküste Kretas 22 Schiffe geentert. Die geenterten Schiffe zählen zu einer Flotte von insgesamt 58 Schiffen, die in der Aktion „Global Sumud Flotilla“ humanitäre Hilfe nach Gaza transportieren will – und dabei die Blockade des Gazastreifens durch Israel zu durchbrechen versucht.

    Wie das israelische Außenministerium erklärte, seien bei der IDF-Operation 175 Aktivisten festgenommen worden. Sie sollten „von einem Schiff der israelischen Marine an der griechischen Küste abgesetzt werden“. Wie die Organisatoren der Global Sumud Flotilla auf X erklärten, hätten die israelischen Streitkräfte „Schiffsmotoren zerstört und Navigationssysteme beschädigt“. Bei der rechtswidrigen IDF-Operation handele es sich um „Piraterie“.

    Israels Außenministerium sagte unterdessen, dass zwei der Aktivisten zu Befragungen nach Israel gebracht würden. Ein Mann werde verdächtigt, Verbindungen zu einer Terrororganisation zu haben. Einem weiterem warf das Außenministerium „illegale Aktivitäten“ vor. Details zu den Anschuldigungen wurden in beiden Fällen zunächst nicht genannt. Auch wie genau beide nach Israel gebracht werden sollen, blieb vorerst offen.

    Aktion in internationalen Gewässern

    Die IDF-Operation fand vor Westkreta in internationalen Gewässern statt. Sie ereignete sich jedoch 1.000 Kilometer von Israel entfernt in dem für die Such- und Rettungsaktionen relevanten griechisch kontrollierten Seeraum im Mittelmeer, die sogenannte „Search and Rescue Area Greece“ oder kurz „SAR Greece“. In der SAR Greece operiert die griechische Küstenwache.

    Wie der Regierungssprecher in Athen, Pavlos Marinakis, erklärte, habe es in Bezug auf die IDF-Operation „keine vorherige Absprache mit den griechischen Behörden gegeben“. Das ist kaum glaubhaft. Denn selbst wenn die Israelis die Regierung in Athen nicht vorab über ihre Operation vor Westkreta informiert haben sollten, können die IDF-Kräfte kaum von der griechischen Küstenwache sowie Hellas’ Militär auf ihrem langen Weg von Israel bis vor die Westküste Kretas übersehen worden sein.

    Bei Flüchtlingsbooten, die von der viel näheren ostlibyschen Küste nach Kreta in See stechen, sind die griechischen Behörden jedenfalls nicht von derartiger Blindheit geschlagen.

    Scharfe Kritik an der griechischen Regierung

    Israels Außenminister Gideon Saar bedankte sich jedenfalls sofort bei der Regierung in Athen „für ihre Bereitschaft, die Teilnehmer der Flottille aufzunehmen“. Israels Premier Benjamin Netanjahu jubelte: „Bravo an unsere Kriegsmarine! Wir haben eine Flotte von Hamas-Unterstützern daran gehindert, Gazas Küste zu erreichen.“

    Die IDF-Operation vor Westkreta ist in Hellas flugs zum Politikum avanciert. Alle Parteien im Mitte-links-Spektrum griffen die konservative Regierung unter Premier Kyriakos Mitsotakis scharf an. Der Tenor lautete: Der IDF-Einsatz in der SAR Greece verstoße eklatant gegen das Völker- und Seerecht.

    „Haben wir eine griechische Regierung oder ist sie einfach nur eine Angestellte von Israel und Netanjahu?“, fragte etwa die Neue Linke. Die Partei „Kurs der Freiheit“ forderte die Regierung Mitsotakis dazu auf, bei Israel eine Protestnote einzureichen. Parteichefin Zoi Konstantopoulou ätzte: „Haben wir eine unabhängige Regierung oder sind wir Marionetten des Staates Israel?“

    Der Umstand, dass Israels Militär nunmehr offenkundig nach Belieben in der SAR Greece handeln darf, ist ein historisches Novum. Doch klar ist: Premier Mitsotakis ist ein enger Verbündeter von Netanjahu. Dabei ist ein immer enger werdendes und von den USA unterstütztes Dreierbündnis zwischen Griechenland, Zypern und Israel in einem sogenannten 3+1-Modell in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Energie sowie Umwelt von zentraler Bedeutung.

    Heftige Kritik auch aus Italien und Spanien

    Unterdessen hat die IDF-Operation vor Westkreta heftige Reaktionen auf internationalem Parkett ausgelöst. Italien forderte die sofortige Freilassung von 24 italienischen Staatsbürgern sowie die „uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts“. Deutschland forderte dies ebenso. „Unverantwortliche Handlungen“ seien zu vermeiden. Spanien verurteilte das Vorgehen Israels „aufs Schärfste“, zumal spanische Staatsbürger betroffen seien. Madrid bestellte den israelischen Geschäftsträger ein, um offiziell Protest einzulegen.

    Am Freitag gingen die 175 von den IDF-Soldaten festgenommenen Aktivisten zunächst im Ort Atherinolakkos auf der Insel Kreta von Bord. Das Gros der Aktivisten wurde dann mit Bussen zum Flughafen Heraklion gebracht. Dort soll ihre Rückführung in ihre Herkunftsländer eingeleitet werden, wie lokale Medien berichteten. Etwa 30 verletzte Aktivisten seien zur medizinischen Versorgung in das Krankenhaus von Sitia eingeliefert worden.





    Nahost-Konflikt

    Nach dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 startete das israelische Militär eine Offensive in Gaza, 2024 folgte der Vorstoß gegen die Hisbollah im Libanon. Der Konflikt um die Region Palästina begann Anfang des 20. Jahrhunderts.

    Heftige Kritik auch aus Italien und Spanien

    Unterdessen hat die IDF-Operation vor Westkreta heftige Reaktionen auf internationalem Parkett ausgelöst. Italien forderte die sofortige Freilassung von 24 italienischen Staatsbürgern sowie die „uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts“. Deutschland forderte dies ebenso. „Unverantwortliche Handlungen“ seien zu vermeiden. Spanien verurteilte das Vorgehen Israels „aufs Schärfste“, zumal spanische Staatsbürger betroffen seien. Madrid bestellte den israelischen Geschäftsträger ein, um offiziell Protest einzulegen.

    Am Freitag gingen die 175 von den IDF-Soldaten festgenommenen Aktivisten zunächst im Ort Atherinolakkos auf der Insel Kreta von Bord. Das Gros der Aktivisten wurde dann mit Bussen zum Flughafen Heraklion gebracht. Dort soll ihre Rückführung in ihre Herkunftsländer eingeleitet werden, wie lokale Medien berichteten. Etwa 30 verletzte Aktivisten seien zur medizinischen Versorgung in das Krankenhaus von Sitia eingeliefert worden.





    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.05.2026

    Massaker von Odessa – Ein Verbrechen, das alles änderte

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. Mai 2026, 19:52 Uhr


    RTDE 2.5.2026

    Massaker von Odessa – Ein Verbrechen, das alles änderte

    Feuer, zerbrochenes Glas, Tote und Verwundete: Wer den Maidan-Putsch akzeptieren nicht wollte, musste mit Blut bezahlen. Vor zwölf Jahren bejubelten ukrainische Nationalisten in Odessa den Tod von 48 Menschen. Die Schuldigen wurden immer noch nicht bestraft.

    Von Wiktor Schdanow

    Geplante Tragödie

    Den Staatsstreich in Kiew im Februar 2014 akzeptierten die Bewohner von Odessa nicht. Am 23. Februar marschierten Zehntausende vom Kathedralenplatz zum Ewigen Feuer und dem Denkmal des Unbekannten Soldaten und skandierten: "Der Faschismus kommt nicht durch". Aktivisten des Antimaidan von Odessa errichteten ein Zeltlager auf dem Platz Kulikowo Pole, gegenüber dem Haus der Gewerkschaften.

    Bewohner von Odessa kämpften für einen Status des Russischen als zweiter Staatssprache. Sie wollten ihre eigene Regierung wählen, statt die von den neuen selbsternannten Herrschern der Ukraine Eingesetzte zu dulden. Dabei protestierten sie von Anfang an friedlich.

    Die Machthaber beobachteten die jeden Sonntag stattfindenden Aktionen mit Tausenden Teilnehmern mit Argwohn, hatten es aber nicht eilig mit drastischen Gegenmaßnahmen – dafür fehlten ihnen die Ressourcen. Es gab wenige offene Nationalisten in der Stadt, und kaum jemand wollte gegen seine Landsleute kämpfen.

    So ging es für eine Weile weiter, bis der neue Vorsitzende der Gebietsverwaltung Wladimir Nemirowski forderte, den Kulikowo Polje zu räumen, angeblich, um die Parade am 9. Mai vorzubereiten. Parallel dazu verbreiteten sich Gerüchte, wonach Kräfte des Maidan-Selbstschutzes und Kämpfer des Rechten Sektors in die Stadt verlegt werden sollten. In Kürze bewahrheitete sich diese Information.

    Drei Tage vor der Tragödie kam nach Odessa der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats Andrei Parubij, um eine "Sitzung des Operativstabs zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit" durchzuführen. Der ehemalige Leiter der Polizeiverwaltung von Odessa Ruslan Forostjak machte keinen Hehl daraus, dass er Kämpfer für Straßenschlachten ausbildete:

    "Vor dem Gebäude unserer Gebietsverwaltung standen ständig einige Kleinbusse mit Feuerwaffen. Wir mieteten sogar Wohnungen in der Nähe, wo wir Scharfschützenstellungen einrichteten. Mir gelang es, eine Gruppe von Enthusiasten vorzubereiten, die im Falle eines gewaltsamen Szenarios bereit waren, Widerstand zu leisten."

    Ohne Recht auf Hilfe

    Am 2. Mai war für 17 Uhr ein Fußballspiel zwischen den Vereinen Tschernomorez Odessa und Metallist Charkow geplant. Angereiste Fans planten, einen "Marsch für die Einheit der Ukraine" über die Deribassowskaja-Straße zum Schewtschenko-Park zu veranstalten, wo das Stadium liegt.

    Aktivisten vom Kulikowo Polje machten sich Sorgen, dass die Ultras vom Weg abweichen und das Zeltlager angreifen würden. Nach Angaben von Zeugen versammelte sich ein Teil der Aktivisten, etwa 400, am Alexandrowski-Prospekt, um einen Durchbruch der Nationalisten zum Haus der Gewerkschaften zu verhindern.

    Am Gretscheskaja-Platz stießen sie auf Maidan-Aktivisten. Pflastersteine flogen, Böller wurden gezündet. Zum Einsatz kamen traumatische Waffen, Schüsse fielen. Zum ersten Toten wurde der Aktivist des Rechten Sektors Igor Iwanow. Wer auf den Nationalisten scharfe Munition abfeuerte, ist bis heute unklar. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er von eigenen Leuten angeschossen wurde.

    Dmitri Futschedschi, ehemaliger Leiter der Polizei für öffentliche Sicherheit von Odessa berichtete, dass ein Unbekannter aus der Richtung des Hotels Passage geschossen habe. Doch auch das ist nicht bestätigt. Insgesamt starben auf dem Gretscheskaja-Platz sechs Menschen: vier vom Kulikowo Pole und zwei Maidan-Aktivisten.

    Die Provokation wirkte, und wutentbrannte Radikale, die in der Überzahl waren, rückten zum Zeltlager aus. Die Forderung des Mitarbeiters der Gebietsverwaltung Igor Boljanski, "Leute zum Kulikowo Polje umzuleiten", ist in seinem geleakten Gespräch mit dem Kommandanten des Maidan-Selbstschutzes Dmitri Gumenjuk zu hören.

    Gegen sieben Uhr am Abend beschlossen die Antimaidan-Aktivisten, ins Gebäude des Hauses der Gewerkschaften umzuziehen. Sie trugen ihre Sachen, darunter den Generator, Matrazen und Medikamente, aus den Zelten weg. Vor der Tür schichteten sie Sandsäcke, Bretter und Transportpaletten auf. In den Innenräumen wurde ein Hospital organisiert.

    In der Zwischenzeit zerstörten Radikale das Lager und setzten Zelte in Brand. Die Barrikade vor dem Gebäude fing Feuer. Fünf Tschernomorez-Fans drangen mit einer ukrainischen Flagge ein, schlugen die Türen ein und bewarfen die Stufen mit Molotow-Cocktails. Ein Brand begann. Der Überlebende Oleg Musyka erinnerte sich:

    "Aus den Fenstern sah man, dass alle, die aus dem Gebäude auf den Boden steigen, geschlagen werden. Frauen wurden nur zusammengeschlagen, Männer buchstäblich zu Tode geprügelt. Ich sah einen Jungen weglaufen, er rannte bis zur Mitte des Kulikowo Polje. Etwa 30 Leute holten ihn ein, schlugen ihn zu Boden, sprangen auf ihm, ließen ihn später liegen und gingen weg – es blieben bloß irgendwelche Fetzen übrig."

    Der Rauch war von überall zu sehen. Der wachhabende Polizeimitarbeiter von Odessa forderte, unverzüglich die Feuerwehr zum Haus der Gewerkschaften zu schicken. Die Feuerwache befand sich vier Minuten vom Ort der Tragödie entfernt, doch niemand ist gekommen. In der Verschriftlichung eines Anrufs bei der Feuerwehr heißt es:

    "Der Anrufer ruft aus dem Haus der Gewerkschaften an: 'Kommen Sie nun oder nicht?' Disponentin: 'Sie sind schon unterwegs, kommen gleich!' Anrufer, schluchzend: 'Aber wir brennen jetzt schon!'"

    Ein Deckmantel von Lügen

    Elf Jahre nach der Tragödie fällte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ein Urteil: Am 2. Mai 2014 sind ukrainische Behörden ihrer Verpflichtung zur Vermeidung der Gewalt nicht nachgekommen, retteten nicht die Menschen aus dem Feuer und führten keine effektive Ermittlung durch. Wie die Richter anmerkten, wurde die Ankunft der Feuerwehr bewusst um 40 Minuten hinausgezögert, während die Sicherheitsbehörden die Situation ignorierten und keine Verstärkungen schickten. Im Schreiben des EGMR heißt es:

    "Das Gericht beschloss einstimmig, dass Artikel 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt wurde."

    Kiew wurde verpflichtet, 28 Menschen Beträge in Höhe von 12.000 bis 17.000 Euro zu zahlen sowie ihre Kosten in Höhe von bis zu 6.000 Euro zu kompensieren.

    In der Ukraine hatte niemand vor, ernsthaft zu der Tragödie zu ermitteln. Im September 2014 veröffentlichte Kiew den Bericht einer Sonderkommission und entfernte dabei aus dessen Endfassung Zeugenaussagen über Parubijs Rolle beim Massenmord sowie über die Teilnahme von 500 Kämpfern, die unter Nemirowskis Mitwirkung nach Odessa gebracht wurden. Auf Aktionen des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow und Interimspräsidenten Alexandr Turtschinow wurde gar nicht eingegangen.

    Die Sekretärin der Kommission und Rada-Abgeordnete Swetlana Fabrikant zog ihre Unterschrift aus dem Bericht wegen offensichtlicher Fälschung zurück. Fünf Monate später merkte eine Beobachtermission der UNO an, dass ukrainische Behörden keine angemessenen Maßnahmen ergriffen haben. Bei der Ermittlung von Brandstiftung und Massenmord wurden keine Fortschritte festgestellt.

    Stattdessen begann ein Prozess gegen Antimaidan-Aktivisten von Odessa. Ukrainische Gerichte konnten ihre Schuld an Ausschreitungen und Gewalt nicht nachweisen. Dazu wurden Beweise unter Verstößen gesammelt. Die Ermittler begutachteten den Gretscheskaja-Platz erst zwei Wochen nach den Zusammenstößen. Unter den Polizisten, die vor Ort anwesend waren, wurde praktisch niemand verhört.

    Im Jahr 2017 wurden alle Angeklagten freigelassen und später aus anderen Gründen angeklagt. Anfang 2026 berichteten ukrainische Medien von einer Wiederaufnahme des Verfahrens. Welche Gründe dahinter stehen, was die Überlebenden und die in der Ukraine verbliebenen Aktivisten des Widerstands von Odessa aus dem Jahr 2014 erwartet, ist nicht bekannt.

    Nachdem Selenskij an die Macht gekommen ist, versprach er, alle Schuldigen zu bestrafen, tat aber nichts. Versuche, eine Kommission einzurichten, wurden von seiner eigenen Partei "Diener des Volkes" unterbunden. Von den Nationalisten, die am Massaker beteiligt waren, musste sich niemand vor dem Gericht verantworten. Der Tod von 48 Menschen, darunter 42 im Haus der Gewerkschaften, bleibt bis heute ungesühnt.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.05.2026

    Drei Jahre Moskau: Was sich verändert hat – und was erstarrt ist

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. Mai 2026, 13:22 Uhr


    RTDE 1.5.2026

    Drei Jahre Moskau: Was sich verändert hat – und was erstarrt ist

    Vor auf den Tag genau drei Jahren hat unser Autor Deutschland verlassen und lebt seitdem in Moskau. Was hat sich in dieser Zeit verändert in Russlands Hauptstadt, in Russland und darüber hinaus? Eine ganz persönliche Zwischenbilanz von Alexej Danckwardt.

    Von Alexej Danckwardt

    Am 1. Mai vor genau drei Jahren habe ich mich ins Auto gesetzt und Deutschland verlassen. Wie die Dinge heute stehen, offenbar für immer. 

    Seitdem lebe ich in Moskau und beobachte die Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt aus der Ferne, mit zunehmender Sorge. Anfangs war ich einer von nur wenigen, der einen neuen Weltkrieg, einen Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug des "kollektiven Westens" gegen Russland und alle Russen im Anrollen sah. Heute sprechen viele, auch viele Offizielle davon, dass wir uns kurz davor – wenn nicht gar mittendrin – befinden. Bewahrheitet sich dies, werde ich hier sterben. Das ist meine Wahl – hier, bei meinem Volk, ist mein Platz, und ich teile sein Schicksal.

    Angekommen bin ich damals in einer pulsierenden Metropole, die zehn Jahre atemberaubend schneller Modernisierung, intensiven Ausbaus der Infrastruktur und Verschönerung erlebt hatte. Als sichtbarstes Zeichen stehen überall Wolkenkratzer und Wohnhochhäuser, die Fußwege sind mit Granitplatten gepflastert, die Technik auf dem neuesten Stand. Wenige Wochen vor meiner Ankunft konnte der Große Metroring, die dritte Ringlinie Moskaus, bis auf Weiteres die weltweit längste, fertiggestellt werden.

    Doch auch Gefährliches war damals Alltag: Just in jenen Maiwochen des Jahres 2023 wurde Moskau mehrmals von ukrainischen Drohnen angegriffen. In der Nacht zum 3. Mai schlugen sie sogar im Herzen Russlands – dem Moskauer Kreml – ein und trafen die Kuppel des Präsidentenpalastes. Ein weiteres bei ukrainischen Drohnenführern beliebtes Zielobjekt waren die Wolkenkratzer des Geschäftsviertels Moskau City, aber auch Wohnhäuser, Industrieanlagen und eine Ölraffinerie wurden getroffen. So ging es viele Wochen lang.

    Mit der Zeit wurde die Luftverteidigung rund um die Hauptstadt verstärkt, und in den letzten zwei Jahren ist keine Drohne mehr bis in die Stadt vorgedrungen. Auch wenn die Ukraine es stur weiter versucht: Fast täglich berichtet der Oberbürgermeister vom Abschuss der todbringenden Waffen im Anflug auf Moskau, an manchen Tagen reicht deren Zahl bis an 100 heran. Regelmäßig muss auch der Flugverkehr auf den vier Hauptstadtflughäfen wegen der damit verbundenen Gefahren eingestellt werden. Doch Meldungen über Treffer in der Stadt selbst gibt es derzeit nicht, verschweigen ließen sie sich auch nicht.

    Die Ukraine lässt ihre Wut und ihre Ohnmacht deshalb an den Einwohnern russischer Provinzstädte aus. Die Grenzregionen sind besonders hart betroffen, aber auch einst sicher geglaubte Städte wie Saratow, Wolgograd (das einstige Stalingrad), Samara, Kasan oder Ufa. Auch der Ural, wobei die dort einschlagenden Drohnen womöglich aus den unkontrollierbaren Steppen Kasachstans abheben. Und neuerdings Sankt Petersburg – durch Drohnen, die aus dem Luftraum Finnlands und Estlands kommen. Die meisten Angriffe gelten Industrieanlagen, auch ein rechtlich zweifelhaftes Kriegsziel, aber es kommen auch gezielte Jagden auf Zivilisten vor. Regelmäßig wird von Treffern in Wohngebieten und sogar Dörfern berichtet, wo weit und breit keine Industrie vorhanden ist, geschweige denn Militär.

    Wer Moskau besucht, wird heute nichts vom Krieg merken. Man kann hier – so man will – leben, als geschehe nichts um einen und um die Stadt herum: feiern, essen, trinken, einkaufen, sich amüsieren. Das Leben geht oberflächlich betrachtet so weiter wie immer schon. Ob das gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage. Mitbürger in den besonders hart gebeutelten Teilen des Landes, im Donbass, in Belgorod, in Kursk, würden sich mehr Anteilnahme von den Hauptstädtern wünschen. Doch es ist, wie es ist: Die Regierung hat es geschafft, den Krieg von der Hauptstadt weitgehend fernzuhalten. Und es gibt tatsächlich Hauptstädter, die es schaffen, ihn ganz auszublenden.

    Oft werde ich gefragt, ob denn vier Jahre Sanktionen und militärischer Anstrengung keinerlei Auswirkungen haben. Doch, natürlich geht all das am Land nicht spurlos vorbei. Man muss aber genau hinsehen und gut informiert sein, um die Auswirkungen zu bemerken. Nehmen wir den eingangs erwähnten Infrastrukturausbau: Er geht weiter. Der Straßenbelag wird regelmäßig, auf manchen Magistralen gar jährlich erneuert, alles top. Neue Straßen werden gebaut. Und auch der Metrobau geht weiter – bald steht die Eröffnung einer neuen Linie bevor, mit fünf Stationen, davon drei nach 2022 neu gebaut. Das Tempo ist allerdings nicht dasselbe wie im Jahrzehnt 2012 bis 2022.

    Vieles wurde im zeitlichen Ablauf gestreckt, das merkt aber auch nur der in die ursprünglichen Planungen und Zeitschienen Eingeweihte. Personalmangel, Finanzen – man kann als Außenstehender über die Gründe nur spekulieren; klar ist nur, dass Moskau und Russland ohne Sanktionen und Kriegsanstrengungen heute viel weiter wären. So gesehen haben die gierigen Oligarchen des Westens und ihr korruptes Politpersonal dem russischen Volk tatsächlich Schaden zugefügt – ihm eine noch glänzendere Gegenwart gestohlen. Aber, Hand aufs Herz, geschadet hat das "Projekt Ukraine" und der neu entdeckte "Drang nach Osten" des EU-Imperialismus allen – den Ukrainern, Deutschen, Europäern. Nicht weniger, Ukrainern unbestreitbar mehr als Russen.

    Trotz allem ist die Leistung des Landes in diesen Jahren beachtlich. Einem derart massiven, historisch einmaligen Sanktionsdruck nicht nur standzuhalten, das Lebensniveau im Großen und Ganzen zu halten und darüber hinaus auch noch für eine verlangsamte, aber anhaltende Entwicklung zu sorgen, ist eine Errungenschaft, wie sie sich niemand vorstellen konnte. Anders als die Ukraine führt Russland seine militärischen Anstrengungen aktuell noch ohne totale Mobilmachung durch. Welche Reserven an Kraft da noch im Verborgenen lauern, kann man sich kaum ausmalen.


    All das ist natürlich nur ein Zwischenfazit. Wir sind mitten im Geschehen, und in den letzten Monaten spürt man, dass der Wind weltweit rauer wird. Meine Grundstimmung aktuell ist pessimistisch: Zu deutlich klopft der Weltkrieg an die Tür. Diplomatie versagt, der Iran-Krieg zeigt, dass der Westen keine Grenzen mehr kennt und sich zu allem befugt fühlt. Kein Verbrechen gibt es, vor dem seine gierigen Eliten zurückschrecken würden.

    Das Schlimmste aber: Ich sehe keinerlei Bewegung in den Köpfen der Deutschen und der sonstigen Europäer. Nichts wurde in diesen drei Jahren begriffen, nichts neu bewertet, über nichts wird nachgedacht. Einzelstimmen, die RT DE gern aufgreift, bleiben Einzelstimmen.

    Die westlichen Eliten ziehen ihren teuflischen Plan durch – und die Massen sind erstarrt wie ein Reh im Scheinwerferlicht des auf es zurasenden Autos. Bleibt es so, sind wir alle geliefert, ob in Moskau, ob in Berlin. Die Uhr tickt.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.05.2026

    Fico: Erst werde ich kritisiert –
    dann wollen alle wissen, was Putin gesagt hat

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. Mai 2026, 13:22 Uhr


    Siehe im Video: https://rumble.com/v798vdo-fico-erst-werde-ich-kritisiert-dann-wollen-alle-wissen-was-putin-gesagt-hat.html

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    Baku sagt "Stopp!" – Aserbaidschan setzt Zusammenarbeit mit EU-Parlament aus

    RTDE 1.5.2026


    Baku sagt "Stopp!" –
    Aserbaidschan setzt Zusammenarbeit mit EU-Parlament aus

    Das Parlament Aserbaidschans, der Milli Majlis, hat am heutigen Freitag in einer Plenarsitzung einstimmig beschlossen, sämtliche Kooperationsbeziehungen mit dem Europäischen Parlament auszusetzen. Gleichzeitig wurden Verfahren zur Beendigung der Mitgliedschaft in der Euronest-Parlamentarischen Versammlung eingeleitet – einem interparlamentarischen Forum, das den Dialog zwischen der EU und mehreren osteuropäischen sowie südkaukasischen Staaten fördern soll. Zudem wird die Beteiligung am EU-Aserbaidschan-Parlamentaris
    chen Kooperationsausschuss beendet. Der Schritt markiert einen neuen Tiefpunkt in einem seit Jahren angespannten Verhältnis – und steht exemplarisch für ein wachsendes Selbstbewusstsein von Staaten, die den westlichen Einfluss nicht länger als alternativlos betrachten.

    Der Auslöser: eine für Baku inakzeptable Resolution

    Unmittelbarer Anlass ist eine Resolution des Europäischen Parlaments vom 30. April, die Aserbaidschan ins Visier nimmt. Die Resolution verurteilt die Inhaftierung armenischer Gefangener in Aserbaidschan und fordert deren sofortige Freilassung. Baku bezeichnete das Dokument als "grundlegend falsche und von den tatsächlichen Realitäten weit entfernte Wortsammlung", das kein rechtlich anerkennungswürdiges Dokument darstelle.

    Das aserbaidschanische Außenministerium bestellte den EU-Botschafter ein und übergab eine formelle Protestnote. Dabei betonten die Beamten, die Resolution verdrehe nicht nur die Realitäten, sondern widerspreche auch den Grundsätzen der Objektivität sowie den Verpflichtungen zur Achtung der Souveränität und territorialen Integrität von Staaten.

    Hintergrund des Streits um die Gefangenen 
    ist der Prozess gegen 15 frühere Führungspersönlichkeiten der Region Bergkarabach vor einem aserbaidschanischen Militärtribunal unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit im Januar 2025. Einige Angeklagte, darunter der frühere Präsident Arajik Harutjunjan, wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Das Europäische Parlament bezweifelt, dass internationale Verfahrensstandards eingehalten wurden, und spricht von "politischen Gefangenen". Baku weist diese Bezeichnung zurück: Die Inhaftierten seien wegen schwerer Verbrechen verurteilt worden, darunter Terrorismus, Sabotage und Kriegsverbrechen.

    Beziehung unter Dauerspannung

    Die Beziehungen zwischen Baku und dem Europäischen Parlament sind seit Jahren belastet. Bereits 2015 hatte das aserbaidschanische Parlament alle Beziehungen zum Europäischen Parlament ausgesetzt – damals ebenfalls als Reaktion auf eine als feindselig empfundene Resolution. Die Zusammenarbeit wurde erst nach wiederholten Appellen und schriftlichen Zusicherungen des EU-Parlaments wieder aufgenommen. Seitdem, so Baku, seien jedoch 13 weitere Resolutionen gegen Aserbaidschan verabschiedet worden. Bereits im Januar 2026 hatte die Parlamentarische Versammlung des Europarats Aserbaidschan das Stimmrecht entzogen, was die Beziehungen zusätzlich belastete.

    Was der Schritt praktisch bedeutet

    Aserbaidschanische Parlamentarier werden nun künftig nicht mehr an gemeinsamen Ausschusssitzungen, interparlamentarischen Delegationen oder Euronest-Veranstaltungen teilnehmen. Der formelle Rahmen für den parlamentarischen Dialog zwischen Baku und Brüssel wird zudem auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

    Aserbaidschan hat für Europa vor allem als Gaslieferant weiterhin strategische Bedeutung. Die Beziehungen auf Regierungsebene sind von dem Beschluss formal nicht betroffen, dürften aber atmosphärisch belastet werden. Dennoch ist der Schritt Bakus nicht in Stein gemeißelt: Sollte die EU Entgegenkommen zeigen, könnte Baku seinen Entschluss überdenken.

    Ein Symptom des geopolitischen Wandels

    Der Schritt Bakus fügt sich in ein größeres geopolitisches Bild. Die aserbaidschanische Parlamentssprecherin Sahiba Gafarova hatte bereits angekündigt, dass Aserbaidschan eine Vollmitgliedschaft in den BRICS anstrebe. Ein aserbaidschanischer Abgeordneter betonte dabei, Baku strebe enge Beziehungen zu Staaten an, die sich für eine multipolare Welt einsetzen.

    Für Länder des Globalen Südens und des postsowjetischen Raums, die über alternative wirtschaftliche und politische Partnerschaften verfügen, ist die Bereitschaft, sich westlichem Druck zu widersetzen, spürbar gewachsen. Aserbaidschans heutiger Schritt ist ein Zeichen dafür, dass sich das Kräfteverhältnis in der internationalen Politik verschiebt – und nicht alle Staaten bereit sind, europäische Kritik widerspruchslos hinzunehmen.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.05.2026

    Geopolitik » Trump 2.0mp 2.0
    Trump dankt Merz seine Vasallentreue schlecht

    lostineu.eu, 1. Mai 2026

    Kanzler Merz hat alles getan, um sich bei US-Präsident Trump einzuschmeicheln und ihn in der Nato und in der Ukraine bei der Stange zu halten. Doch Trump dankt ihm die Vasallentreue schlecht.

    Erst hat Merz ohne Widerworte das neue, unrealistische Fünf-Prozent-Ziel bei der Nato geschluckt. Dann hat er den unfairen Handelsdeal mit Trump abgenickt. Zwei völkerrechtswidrige US-Angriffe auf Iran hat der Kanzler für gut befunden, erst spät ist er auf Distanz zu Trumps imperialer Kriegsführung gegangen.

    Das persönliche Verhältnis sei “unverändert gut”, beteuert Merz. Doch Trump dankt ihm seine Vasallentreue schlecht.

    Merz habe „keine Ahnung, wovon er spricht“, schrieb der US-Präsident am Dienstag mit Verweis auf den Irankrieg. Und schloss daraus: „Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht“.

    Demütigung und Drohung

    Dann drohte er, einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. Außerdem ging er Merz direkt an:

    „Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden (wo er bisher völlig wirkungslos geblieben ist!) und sein angeschlagenes Land wieder in Ordnung zu bringen, insbesondere in den Bereichen Einwanderung und Energie“.

    Beim Ukraine-Krieg hat Trump einen Punkt, der Rest lässt sich als Demütigung und Drohung verstehen. Der deutsche Kanzler sollte das entweder entschieden zurückweisen – oder gar nicht darauf eingehen.

    Stattdessen betonte Merz die Bedeutung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses. Ihm liege „diese transatlantische Partnerschaft besonders am Herzen“.

    Trump fordert Gefolgschaft

    Partnerschaft – welche Partnerschaft? Merz hat die Zeichen der Zeit offenbar immer noch nicht erkannt. Trump will keine Partnerschaft, sondern Gefolgschaft.

    Die Taktik des Kanzlers, dem MAGA-Mann in zentralen Fragen (Nato, Handel, Iran) entgegenzukommen, funktioniert nicht – sie macht uns nur noch abhängiger von den USA.

    Doch das kann oder will Merz sich wohl nicht eingestehen. Es würde ja bedeuten, daß die Grundannahmen seiner Europa- und Außenpolitik von Anfang an falsch waren…

    Siehe auch “Mit seinem Kuschelkurs bei Trump spaltet Merz die EU”. Mehr zu den transatlantischen Beziehungen hier

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    “Nur Ja heißt Ja”: Das EU-Parlament macht mit Sex Politik


    lostineu.eu, vom 30. April 2026

    Das soziale Geschlecht (“Gender”) ist längst ein Thema für die Politik, nun soll auch noch der Geschlechtsverkehr reguliert werden. Dies hat das Europaparlament in einem viel beachteten Initiativbericht gefordert.

    Künftig solle EU-weit die Regel “Nur Ja heißt Ja” gelten, wenn es um Sex geht, meinen die Abgeordneten. Alles andere soll als Vergewaltigung aufgefaßt werden.

    Mal abgesehen von der praktischen Frage, ob auch in festen Beziehungen immer erst ein Ja-Wort eingeholt werden muß: Wer sagt eigentlich, daß die EU für Vergewaltigungen zuständig ist?

    Hier geht es um das Strafrecht, und das ist bisher immer noch weitgehend national. Es geht aber auch um das Intimleben, und das ist bisher immer noch ziemlich privat.

    Wird jetzt wirklich alles (europa-)politisch und damit ein Fall für Brüssel, auch der Sex?

    Dieser Beitrag stand zuerst in unserem Newsletter. Mehr Newsletter hier. Abonnement hier (via STEADY)

    P.S. Das Europaparlament hat kein Initiativrecht für EU-Gesetze – und ob die EU-Kommission hier einsteigt, bleibt abzuwarten. Nach all den LGBTQ-Regeln ist es allerdings auch nicht mehr auszuschließen…

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    10 Comments

    1. Art Vanderley
      30. April 2026 @ 23:10

      Zum einen zeigt das den zunehmenden Hang zu irrationalen Wahnvorstellungen, dem der Feminismus zunehmend erliegt. Eine freiwillige Handlung wird nicht plötzlich über Nacht zur Vergewaltigung weil es ein paar Quartalsirre so festlegen wollen.
      Außerdem zeigt sich hier einmal mehr daß diese Kräfte einen feuchten Kehricht geben auf den Rechtsstaat, hier wird einfach mal die Beweislast umgekehrt, jedenfalls indirekt.
      Die Beweislast liegt aber beim Staatsanwalt und das ist keine Nebensache sondern einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze überhaupt.
      Ein Lackmustest für Verfassung und Demokratie, in Schweden und Frankreich haben sie sich in diesem Punkt bereits vom Rechtsstaat verabschiedet, allerdings nicht ohne Folgen. Ein besseres Wahlprogramm für die Rechtspopulisten gibt es nicht.

    Antworten

    • KK
      1. Mai 2026 @ 03:01

      “Die Beweislast liegt aber beim Staatsanwalt und das ist keine Nebensache sondern einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze überhaupt.”

      Nicht zu vergessen den Rechtsgrundsatz “in dubio pro reo” – den kann man dann auch knicken. Letztlich kann ja auch jederzeit innerhalb der Verjährungsfristen plötzlich der Wind zwischen den Beteiligten drehen und dann im Extremfall sogar behauptet werden, dass eine Unterschrift unter ein zustimnmendes Dokument erzwungen worden sei. So jedenfalls wird der Liebes- zu einem Verwaltungsakt, bei dem mindestens eine Seite regelmässig mit einem Bein im Knast steht!

      Da bliebe wirklich nur noch, die Kamera ständig mitlaufen zu lassen – aber das ist ja auch doppelplusböse!

      Antworten

  • Art Vanderley
    30. April 2026 @ 23:02

    @Guido B.
    Das ist wahrscheinlich näher an der Intention als man denken sollte. Mich erinnert das an eine oft übersehene Seite von Orwells 1984, das allgemeine Beziehungsverbot und das Liebesverbot im Speziellen, an dem der tragische Held dann auch scheitert.
    Man kann das durchaus interpretieren als weiteren Schritt der gewollten Vereinzelung.

    Antworten

  • Guido B.
    30. April 2026 @ 18:48

    Eine bessere Verhütungsmethode ist schwer vorstellbar. Noch effektiver wäre allenfalls ein gerahmtes Porträt von Ursula von der Leyen über dem Bett im Schlafzimmer. Darunter das Zitat; „Der legalste Sex ist der, den man nicht hat.“

    Antworten

    • ebo
      30. April 2026 @ 19:04

      Der war gut!

      Antworten

    • Michael
      1. Mai 2026 @ 07:31

      Sind Sie etwa ein Vertreter des Vatikans?

      Antworten

  • Erneuerung
    30. April 2026 @ 18:34

    Also wird das bürokrstisiert und wird dann vermutlich nachweispflichtig. Wer kein unterschriebenes Dokument mit “ja” oder eine entsprechende Sprachaufnahme (die ja dann auch angefochten werden könnte wegen Zwang) nachweisen kann, ist dann Vergewaltiger. Spontane, gegenseitig einvernehmliche, Gefühlsausbrüche, die durchaus auch ohne Worte passieren können, sind dann nicht mehr erlaubt und können mit Gefängnis enden, wenn sich ein Gender das im Nachhinein anders überlegt. Kinder sind ja eh nicht mehr gewünscht und sollen später durch Roboter ersetzt werden, dahingehend passt das alles zusammen. Wurden denn in der Vergangenheit (bzw. nach den 70er Jahren in der Bundesrepublik) Vergewaltigungen nicht bestraft? Und, für welches Klinetel soll die Neuregelung gelten, gilt das dann auch für traumatisierte Flüchtlinge oder nehmen wir uns, was das Strafrecht betrifft, ein Beispiel an Israel und machen ethnische Unterschiede?
    Aber es ist sehr erbaulich, wenn man nach Jahrzehnten nun täglich mit Sachen bombardiert wird, bei denen man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus kommt.

    Antworten

  • KK
    30. April 2026 @ 18:27

    ““Nur Ja heißt Ja” gelten, wenn es um Sex geht…Alles andere soll als Vergewaltigung aufgefaßt werden.”

    So, und da man das dann im Zweifel ja nachweisen können muss, um sich zu exculpieren, ist also nahezu zwingend die Schriftform erforderlich – besser noch eine notarielle Beurkundung. Es sei denn, man hat – zB bei einer Orgie – genügend glaubwürdige Zeugen. Oder man filmt einfach alles mit, angefangen beim Ja-Wort 😉

    Antworten

  • Andreas
    30. April 2026 @ 17:48

    Jibbet es dazu Standardschreiben als Einwilligungserklärung ?
    So wie es die beim ADAC für Autokäufe gibt…
    Fiel mir so ein: ADAC eben von wegen “Verkehr”.

    Antworten

    • ebo
      30. April 2026 @ 19:06

      In Deutschland ist das selbstverständlich auch geregelt. Hierzulande gilt “Nein heißt Nein” – noch…
      Bei der “Ja”-Regel würde sich in der Tat ein Formular mit lichtfester Unterschrift empfehlen 🙂

      Antworten

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    Weiteres: 




    Gaza-Hilfsflotte: Israel greift vor Griechenlands Küste ein 


    lostineu.eu, vom 30. April 2026

    Israels langer Arm reicht mittlerweile bis vor die Küste Griechenlands. Dies hat ein Einsatz der israelischen Marine gegen eine neue Gaza-Hilfsflotte gezeigt.

    Die Marine griff rund 600 Seemeilen vor der israelischen Küste in internationalen Gewässern ein und verschleppte rund 175 Aktivisten von etwa 20 Booten nach Israel. Die Gaza-Aktivisten sprachen von “Piraterie”. Das israelische Verhalten in internationalen Gewässern müsse “in ganz Europa für Entsetzen sorgen”, erklärte die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten Gebiete Palästinas, Albanese. Auf X warf sie Israel “Apartheid ohne Grenzen” vor. Ganz anders äußerte sich die EU-Kommission. Sie verurteilte nicht etwa Israel, sondern rügte die Gaza-Aktivisten – die gefährdeten die eigene Sicherheit und die anderer…

    Siehe auch Albanese fordert weiter EU-Sanktionen gegen Israel – Mehr zu Gaza hier

    Mehr entdecken

    Putin Analyse

    Präsidenten Reden

    Europa Wirtschaft News

    EU Debattenforum

    Ukraine Kriegsbericht

    8 Comments

    1. hutaekjango
      1. Mai 2026 @ 09:17

      Israel macht Angst und säht Haß für mehrere Generationen!
      Alle Welt schaut und hört zu. Wie ist das möglich, nach den schändlichen geschichtlichen Erfahrungen weltweit. BtW, was machvät eigentlich Frau Baerbock? Ihr scheint auch hier egal, was ihre Wähler denken!

    Antworten

  • Erneuerung
    30. April 2026 @ 14:06

    Sicherlich sollten wieder Waffen an die Hamas geliefert werden, die in westeuropäischen Ländern dann auf die Schiffe verladen wurden. So ist zumindest das israelische Vorgehen begründet (Schutz vor Waffenschmuggel für die Hamas). Vielleicht wird dieses Problem ja in Zukunft verschwinden, wenn die IDF wieder mehr Gas gibt bei der Beseitigung der “Tiere”, derzeit sind es nur wenige pro Tag. Warum die gesamte Aktion, die durchaus auch in den Staatsmedien vorkam, nicht von vornherein als antisemitische Barbarei deklariert wurde, entschließt sich mir nicht. Schließlich könnten auch Lebensmittel als Waffe benutzt werden und z.B. Grazien in IDF-Uniformen verletzen.

    Antworten

    • Guido B.
      30. April 2026 @ 14:21

      Deutschkanzler Merz fordert heute die Kapitulation des Irans. Man müsse endlich mehr Druck auf den Iran ausüben. Mehr Sanktionen! Es gehe nicht, dass der Iran die globale Wirtschaft in Geiselhaft nehme. Er solle sich endlich dem Diktat der USA unterwerfen. Keine Silbe gegen die Aggressoren Israel und USA.
      Man kann im Innern des Deutschkanzlers Merz auch einen moralischen Kompass vermuten. Dieser hat etwa dieselbe Qualität wie der moralische Kompass von Netanjahu, Trump oder arischen Herrenmenschen.
      Diese Leute merken gar nicht mehr, was für eine Schande sie für die göttliche Schöpfung bzw. die natürliche Evolution sind.

      Antworten

      • KK
        30. April 2026 @ 15:02

        “Man kann im Innern des Deutschkanzlers Merz auch einen moralischen Kompass vermuten.”

        Wenn, dann aber nur einen völlig freidrehenden…

    • KK
      30. April 2026 @ 14:59

      “…wenn die IDF wieder mehr Gas gibt bei der Beseitigung der “Tiere”…”

      Eine recht gewagte Metapher… 😉

      Antworten

  • Guido B.
    30. April 2026 @ 14:00

    Wir brauchen dringend die Wiedereinführung des Scherbengerichts. Die Bevölkerungen in den Demokratien wollen ihre Führungen schon lange verbannen. Die gute alte demokratische Tradition des Scherbengerichts hilft bei der Entsorgung einer total übergeschnappten tyrannischen Regierung. Solche Regierungen, von denen es heute in EUropa nur so wimmelt, trieben schon in der Antike ihr Unwesen. Die Demokratien müssen von diesen menschenverachtenden Tyrannen gereinigt werden. Ich fordere: Zurück zum Scherbengericht, aber subito!

    Antworten

    • KK
      30. April 2026 @ 15:04

      Ein guter Vorschlag… wären wir in der Schweiz, würde daraus sicher ein Volksentscheid erwachsen.

      Antworten

  • KK
    30. April 2026 @ 13:28

    “Ganz anders äußerte sich die EU-Kommission. Sie verurteilte nicht etwa Israel, sondern rügte die Gaza-Aktivisten…”

    Man kann sich nur noch fremdschämen für diese Leute in der EUCO! Was für einen verkommenen Charakter müssen die eigentlich haben?

    Antworten

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    02.05.2026

    Nachrichten von Pressenza: Zur Hauptversammlung der RWE AG: Die Risiken fossiler Geschäfte

    aus e-mail von  , 1. Mai 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 01.05.2026
    Zur Hauptversammlung der RWE AG: Die Risiken fossiler GeschäftePressenza Berlin, Frankfurt a.M./Essen
    Pressenza
    Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen fordert die RWE AG auf der Hauptversammlung am 30. April auf, wegen der Risiken der eigenen Geschäftstätigkeit die Rückstellungen für die Kompensation von Klimakrisenschäden deutlich zu erhöhen. Gerichtsentscheidungen und die jetzt anhängige Schadensersatzklage von 39 pakistanischen…
    Europa, Gesundheit, Ökologie und Umwelt, Politik, Pressemitteilungen
    Ein Vertrag zu Lasten DritterGERMAN-FOREIGN-POLICY.com, Berlin/Brasilia
    Pressenza
    Die EU setzt den Freihandelsvertrag mit dem Mercosur am 1. Mai vorläufig in Kraft. Das Abkommen vergrößert vor allem die Absatzchancen für die deutsche Industrie, während der Mercosur auf die Rolle eines Rohstofflieferanten reduziert wird. Ohne die vom EU-Parlament geforderte…
    Politik, Wirtschaft
    Naher/Mittlerer Osten: Langfristiger Waffenstillstand zum Schutz der Zivilbevölkerung notwendigAmnesty International
    Pressenza
    Die Waffenruhe zwischen der Islamischen Republik Iran und den USA sowie Israel ist brüchig und wenig belastbar. Gleichzeitig gibt es eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon, die zeitlich begrenzt ist. Amnesty International fordert die beteiligten Länder zu einem nachhaltigen Waffenstillstand…
    International, Menschenrechte, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

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    02.05.2026

    „Die Zeche für beides zahlen“Interview mit Peter Mertens über die gegenwärtige Welle breiter Sozialproteste in Belgien, über den Zusammenhang zwischen Sozialkürzungen und Militarisierung in Europa und über den Kampf um Alternativen.

    german-foreign-policy.com, 1. Mai 2026

    BRÜSSEL Über die seit mehr als einem Jahr andauernde Protestwelle in Belgien gegen den Abbau von Arbeiterrechten und Sozialstandards sprach german-foreign-policy.com mit Peter Mertens. Mertens ist Buchautor und Generalsekretär der Partei der Arbeit Belgiens (PVDA-PTB), die sich an den von den Gewerkschaften geführten Demonstrationen und Streiks von Anfang an beteiligt hat und aktuell in Wahlumfragen in der Hauptstadtregion Brüssel mit gut einem Viertel der Stimmen stärkste Partei ist. Mertens urteilt, der Zusammenhang zwischen den Sozialprotesten und dem Kampf gegen die Militarisierung liege auf der Hand: „Es sind dieselben Menschen, die die Zeche für beides zahlen“; das lasse sich „kaum noch ignorieren“. Bei den Protesten gehe es nicht zuletzt darum, „das Vertrauen der Menschen in ihre kollektive Stärke“ wiederherzustellen. Mertens erinnert daran, dass 1945 selbst im Westen die Macht riesiger Konzerne als eine der Hauptursachen für die Militarisierung und den Krieg galt. In Kürze wird sein Buch „De laatste dagen van het oude normaal“ („Die letzten Tage der alten Normalität“) erscheinen. Zuletzt veröffentlichte er sein Werk „Mutiny“ („Meuterei“).


    german-foreign-policy.com: Seit Anfang vergangenen Jahres erlebt Belgien eine Welle massiver Proteste gegen die Regierung. Worum geht es dabei?


    Peter Mertens: Tatsächlich begann diese Welle sehr breiter und tiefgreifender landesweiter Proteste bereits 2024, also vor 16 Monaten, als die Verhandlungen zur Bildung der gegenwärtigen Regierung noch in vollem Gange waren. 100.000 Menschen gingen auf die Straße. Das hatte es zuvor noch nie gegeben. In den 16 Monaten, die seitdem vergangen sind, gab es 14 landesweite Mobilisierungen, die bisher letzte am 12. März, bei der erneut 100.000 Menschen zum Protest auf die Straße gingen. Schon bald, am 12. Mai, wird es einen weiteren landesweiten Streik geben. Dazwischen findet am 1. Mai ein landesweiter Aktionstag statt. Es handelt sich um eine der längsten Kampagnen, die die belgischen Gewerkschaften je organisiert haben, und sie ist auch in ihrer Tiefe außergewöhnlich.

    Im Grunde geht es bei den Protesten um Fragen des täglichen Lebens, wobei die Renten im Mittelpunkt stehen. Die Regierung will einen „Rentenmalus“ einführen, eine Strafmaßnahme für diejenigen, die ihre Rente vor dem 67. Lebensjahr in Anspruch nehmen. Wer das tut, könnte bis zu 20 Prozent seiner gesetzlichen Rente verlieren. Die gesetzlichen Renten in Belgien sind schon heute sehr gering; Deutschland hat die niedrigsten gesetzlichen Renten in Westeuropa, Belgien die zweitniedrigsten. Von dem „Rentenmalus“ werden vor allem Frauen betroffen sein. Es gibt einen Lohnstopp – sogar in Branchen, die hohe Gewinne erzielen –, und es wird noch viel mehr Kürzungen geben. In der Bevölkerung herrscht darüber große Wut. Die Proteste, die eigentlich eine gewerkschaftliche Bewegung sind, gehen sehr tief.

    Übrigens – in der belgischen Presse wird kaum über die Protestbewegung berichtet. Als es vor mehr als einem Jahrzehnt, im Jahr 2014, zu landesweiten Streiks kam, wurde in den Medien relativ ausführlich darüber berichtet. Heute findet man vielleicht irgendwo in einer Zeitung, sagen wir mal auf Seite zwölf oder so, ein Bild von den Protesten. Die mangelnde mediale Berichterstattung über diese große Bewegung ist beispiellos.


    german-foreign-policy.com: Halten Sie die Proteste bislang für erfolgreich?


    Peter Mertens: Da ist immer eine gewisse Dialektik am Werk. Zunächst einmal gibt es eine Negation: Die Menschen sind wütend über bestimmte Maßnahmen des Staates. Die Tatsache, dass die Menschen ihre Wut nicht dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie in ihren Sesseln vor dem Fernseher sitzen und ihre Pantoffeln auf ihn werfen, sondern stattdessen aktiv werden und gemeinsam auf der Straße etwas unternehmen, ist sehr wichtig; das ist ein bedeutender Schritt nach vorne, der oft unterschätzt wird. Die Kunst des Organisierens, die Kunst, Menschen für eine Bewegung zu gewinnen, ist entscheidend.

    Sehen Sie, jeder Wutausbruch hat zwei Seiten. Da ist zum einen die Verbitterung, das Gefühl, als Einzelner machtlos zu sein. Die extreme Rechte versteht es sehr gut, das auszunutzen. Wir versuchen, die Wut und den Klassenhass – die Negation, um es so zu formulieren – in etwas Positives umzuwandeln. Das beginnt auf einer ganz grundlegenden Ebene: Man muss die Menschen davon überzeugen, auf die Straße zu gehen, gemeinsam zu handeln. Das System will, dass sich die Menschen klein und machtlos fühlen. Es versucht, den Glauben an die kollektive Stärke zu zerstören – durch Einschüchterung, durch Unterdrückung. Wenn die Menschen glauben, dass ihr Handeln sinnlos ist und der Gegner unbesiegbar, dann geben sie auf. Dabei geht es um eine gezielte Manipulation, eine gezielte Verzerrung der Wahrnehmung der Menschen. Die Botschaft ist klar: Es gibt keine Alternative, man kann nichts tun, „sie“ sind zu mächtig, alles ist bereits entschieden. Genau dagegen müssen wir als Linke ankämpfen. Wir müssen das Vertrauen der Menschen in ihre kollektive Stärke wiederherstellen.

    Und wenn man die sozioökonomische Ebene betrachtet – jede Demonstration, jeder Streik hat die Regierung ein Stück weit zurückgedrängt. Die Rentenreform wurde noch nicht umgesetzt; sie wurde dank des Drucks, den die Bewegung auf die Regierung ausgeübt hat, in mehreren Punkten bereits erheblich abgeschwächt, auch wenn sie nicht gänzlich aufgegeben wurde. Außerdem gibt es innerhalb der Regierung viele Widersprüche. Ohne die Proteste wären diese Widersprüche nicht so gravierend. So wird beispielsweise darüber diskutiert, wie man mit den derzeit hohen Energiepreisen umgehen soll, die eine Folge der illegalen Kriege von Trump und Netanjahu sowie all jener in Europa sind, die diese illegalen Kriege unterstützen. Es liegt auf der Hand, dass das Leben für die Menschen immer teurer wird. Ein Flügel der Regierung will die Sparpolitik noch verschärfen. Der andere Flügel hält dies für unmöglich, was wiederum ein Erfolg der großen Protestbewegung ist. Ohne diese Bewegung würde in der Regierung völlige Einigkeit herrschen.

    Es bleibt abzuwarten, ob die derzeitige belgische Regierung bis Ende 2026 im Amt bleiben wird. Sie steht unter großem Druck, innerhalb der Regierung herrscht große Anspannung, und auch wenn das nicht das eigentliche Ziel der Protestbewegung war, so ist es doch eine Folge des Drucks, den sie ausübt. Sicherlich werden die Widersprüche innerhalb der Regierung auch durch den Druck verschärft, den die sozialistische Gewerkschaft – eine der größten in Belgien – auf die flämischen Sozialdemokraten ausübt, die Teil der Regierung sind. Und das ist durchaus verständlich, wenn man bedenkt, dass die Sozialdemokraten an der Spitze einer Regierung stehen, die eine Politik verfolgt, die allem zuwiderläuft, wofür Sozialisten jemals eingetreten sind.


    german-foreign-policy.com: Welche Rolle spielt die Militarisierung bei den Sozialkürzungen, die die belgische Regierung der Bevölkerung auferlegt?


    Peter Mertens: Ich glaube, es wird immer deutlicher, dass die Regierung versucht, einen Elefanten unter den Teppich zu kehren. Das ist allerdings ziemlich schwierig, da ein Elefant ziemlich groß ist, und der Elefant im Raum – in diesem Fall das Militärbudget, das 2017 bei 3,9 Milliarden Euro lag – ist immer größer geworden und bis 2025 auf 12,7 Milliarden Euro angewachsen – mehr als das Dreifache in nur acht Jahren. Das ist irre. Nun hat die Regierung Herrn Trump versprochen, das Militärbudget sogar auf 22 Milliarden Euro zu erhöhen, was 3,5 Prozent des belgischen BIP entspräche. Die belgische Regierung kann sich nicht wie die deutsche Regierung verschulden, um auf 22 Milliarden Euro zu kommen. Sie muss das Geld in anderen Bereichen wegkürzen.

    Das zeigt sich bei den Debatten im Parlament: Jedes einzelne Ministerium ist ziemlich deprimiert – alle müssen sie Sparmaßnahmen umsetzen. Die Lage ist dramatisch. So bricht beispielsweise das Strafvollzugssystem völlig zusammen, das Gesundheitssystem ächzt unter dem Druck der Sparmaßnahmen, und das Pflegepersonal leidet unter der Arbeitsbelastung und dem chronischen Personalmangel. Jeder Minister ist also ein wenig deprimiert – außer dem Verteidigungsminister, der vor Freude strahlt. Er kann in den kommenden Jahren Milliarden und Abermilliarden ausgeben. Die Minister sagen es selbst: Wenn sie sich zwischen Kanonen und Butter entscheiden müssen, entscheiden sie sich für die Kanonen.

    Wir haben einen sehr weit rechts stehenden Verteidigungsminister, der sich gern als Kriegsminister bezeichnen lässt, ähnlich wie Pete Hegseth – Theo Francken, eine sehr trumpistische Figur. Er sagt: Okay, wir müssen das Modell der Vereinigten Staaten in Belgien übernehmen, und wenn das bedeutet, mit der Kettensäge gegen die sozialen Sicherheitssysteme vorzugehen, dann werden wir das tun. Wenn das bedeutet, dass die Menschen 1.000 Euro für eine Zahnbehandlung zahlen müssen – ich zitiere ihn wörtlich –, dann müssen sie eben 1.000 Euro zahlen. Seiner Meinung nach können wir uns das „kubanische Modell der kostenlosen Medizin“ nicht mehr leisten. Die Regierung selbst verbindet also die Militarisierung mit Sparmaßnahmen.

    Vor kurzem gab es in Belgien einen Skandal. Erinnern Sie sich an die Drohnen, die vergangenes Jahr überall in Europa gesichtet wurden? Auch in Belgien war das umfassend in den Nachrichten; irgendwann wurde sogar der nationale Flughafen in Zaventem wegen einer angeblichen akuten Bedrohung geschlossen. Uns wurde gesagt, es handele sich um russische Drohnen und wir müssten dringend teure militärische Ausrüstung anschaffen, um sie abzuschießen und uns vor der russischen Gefahr zu schützen. Nun hat jedoch ein aktueller Enthüllungsbericht des öffentlich-rechtlichen Senders zwei brisante Fakten ans Licht gebracht. Die Aufnahmen der angeblichen Drohnen über dem Flughafen Zaventem haben, wie sich herausgestellt hat, einen Polizeihubschrauber gezeigt. Und die zweite Enthüllung ist noch verblüffender: Es scheint, dass Verteidigungsminister Theo Francken selbst diese Aufnahmen an die Presse weitergegeben hat. Nun lachen die Leute über ihn, weil immer deutlicher wird, dass die Regierung Geschichten erfindet, um Angst zu schüren und Militärausgaben zu rechtfertigen. In gewisser Weise möchte ich unserem Kriegsminister dafür danken, dass er die Menschen so unverblümt belügt.


    german-foreign-policy.com: Es liegt also auf der Hand, dass die Militarisierung eng mit Sozialkürzungen verbunden ist. Meinen Sie, dass man auch die Proteste dagegen miteinander verknüpfen kann – also Proteste gegen die Militarisierung mit Protesten gegen Kürzungen im Sozialbereich?


    Peter Mertens: Es sind dieselben Menschen, die die Zeche für beides zahlen: für die Kriege und für die Sparmaßnahmen. Dieser Zusammenhang lässt sich kaum noch ignorieren. Was bei den Militärausgaben hinzugefügt wird, wird den Sozialleistungen abgezogen – es ist fast ein Verhältnis von eins zu eins. Das muss unser Ausgangspunkt sein.

    Und wir dürfen den Kampf um die existenziellen Belange nicht aufgeben. Manchmal höre ich die Frage: Lohnt es sich überhaupt, für Renten und Löhne auf die Straße zu gehen, wenn alles in einem verheerenden Krieg zunichte gemacht wird? Meine Antwort lautet: Es lohnt sich. Ob es nun um Renten oder Löhne, um Wohnraum oder Energiepreise, um Kinderbetreuung oder Seniorenpflege geht – warum sollten wir die Arbeiterklasse den rechtsextremen Rattenfängern von Hameln überlassen?

    Wir müssen das aber mit dem Kampf gegen Militarisierung und Krieg verknüpfen. Der Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital ist systemimmanent und im Kapitalismus selbst verankert. In seinem Streben nach maximalem Profit führt der Kapitalismus zu Krisen und Krieg. Klimakollaps, Nahrungsmittelkrisen, erdrückende Verschuldung, wirtschaftliche und militärische Konflikte – der Kapitalismus hat keinen Ausweg aus diesen Herausforderungen. Nur der Sozialismus hat ihn. Das ist das Argument, das ich in meinem neuen Buch stark mache, das in Kürze erscheinen wird.


    german-foreign-policy.com: Hat die Tatsache, dass die NATO ihr Hauptquartier und eine große Anzahl an Mitarbeitern in Belgien hat, Auswirkungen auf die politische Lage in Ihrem Land? Wenn es um die NATO geht, befindet sich Brüssel sozusagen im Auge des Sturms.


    Peter Mertens: Das stimmt. Was die Militarisierung angeht, kann man die Situation in Belgien nicht mit der in Deutschland vergleichen. Da wäre die Tatsache, dass die NATO ihr Hauptquartier in Brüssel hat, wo rund 4.000 Menschen beschäftigt sind. Weitere 1.700 Menschen arbeiten bei SHAPE in Mons. Das hat erhebliche Bedeutung. Es ist militärisch von Belang. Es macht Belgien objektiv zu einem Teil der US-Kriegsmaschinerie – das ist eine einfache Tatsache. Kriege werden von belgischem Territorium aus, von Mons aus geplant und geführt. Das wird oft unterschätzt.

    Schauen Sie sich außerdem die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten an. Sie enthält drei Seiten zu Europa, auf denen die Trump-Regierung ihre Strategie beschreibt, die europäische Einheit durch die Unterstützung sogenannter patriotischer Kräfte zu untergraben. Ich zitiere hier lediglich den Wortlaut, wie er in dem Dokument zu lesen ist. US-Botschaften spielen dabei eine Schlüsselrolle. Die US-Botschaft in Belgien verhält sich sehr aggressiv und mischt sich aktiv in die belgische Politik ein. Das ist eine neue Art von Diplomatie, sozusagen eine aggressive Anti-Diplomatie, wenn man es so formulieren will. Hinter den Kulissen spielt in Brüssel außerdem das gesamte Netzwerk der NATO und von SHAPE eine Rolle.

    Im Wahlkampf vor den Wahlen 2024 war die PVDA-PTB die einzige Partei, die sich gegen die NATO aussprach. Das war zwar nicht unser Hauptanliegen, doch die anderen Parteien und die Medien haben versucht, uns zu schwächen, indem sie behauptet haben, wir seien eine reine Anti-NATO-Partei. Wir haben dieses Thema nicht in den Vordergrund gestellt, aber unsere politischen Gegner haben es getan – und um ehrlich zu sein, es hat sehr gut funktioniert. Heute, zwei Jahre später, können wir sagen: Diese Haltung, die NATO in Frage zu stellen und anzuerkennen, dass sie eine Kriegstreibermaschine ist – dafür sind angesichts der jüngsten Ereignisse immer mehr Menschen offen. Die Menschen haben den „Grönland-Moment“ gespürt, als Trump verkündete, er sei bereit, Dänemark Grönland abzunehmen. Die Menschen haben es wahrgenommen, als NATO-Generalsekretär Mark Rutte eingeräumt hat, die NATO sei ein Instrument amerikanischer Intervention.

    Wir haben immer die Ansicht vertreten, dass die NATO ein Instrument der USA ist, doch uns ist dafür dann stets vorgeworfen worden, russische Propaganda zu verbreiten. Nun bestätigt der NATO-Generalsekretär es selbst. Außerdem benimmt sich Trump wie ein Verrückter, bezeichnet die NATO als Papiertiger, weil sie sich nicht offiziell an dem illegalen Krieg gegen den Iran beteiligt. In Wirklichkeit tun die NATO-Mitglieder das natürlich doch – man denke nur an Ramstein und an all die anderen amerikanischen Stützpunkte, die zur Kriegführung genutzt werden. Tatsächlich wäre das derzeitige Grauen des Krieges in Iran ohne Ramstein nicht möglich. Heute zeigen Trump und die Widersprüche unter den Imperialisten, was die NATO wirklich ist.


    german-foreign-policy.com: In Deutschland gab es breite Schulstreiks gegen die Wehrpflicht; der nächste ist für den 8. Mai geplant. Wird es auch in Belgien eine Wehrpflicht geben?


    Peter Mertens: Hier gibt es einen freiwilligen Militärdienst, der vom derzeitigen Kriegsminister Theo Francken eingeführt wurde. Sein Ministerium schickt jedem 17-jährigen Mann einen Brief, in dem er zur Teilnahme am freiwilligen Militärdienst aufgefordert wird. Das ist nur der erste Schritt, um die Menschen mental auf die Militarisierung vorzubereiten. Sehen Sie, die Regierung schickt nicht jedem Erwachsenen einen Brief, um ihn darüber zu informieren, dass es an Pflegekräften, Ingenieuren und so weiter mangelt, und die Menschen zu bitten, einzuspringen. Natürlich tut die Regierung das nicht. Der Brief zum Thema Wehrpflicht zielt ganz klar darauf ab, die Menschen mental und emotional auf Militarisierung und Krieg vorzubereiten.

    Für die beiden Streiks, die junge Menschen in Deutschland gegen die Wehrpflicht organisiert haben, möchte ich ihnen meinen vollen Respekt aussprechen. Wir unterstützen sie. Unsere Jugendorganisationen versuchen, von ihnen zu lernen. Was sie tun, inspiriert uns. Es ist beeindruckend, dass sie rund 55.000 Menschen auf einer eindeutig antimilitaristischen Grundlage mobilisieren konnten. Eines der Kapitel in meinem neuen Buch erzählt die Geschichte der Schulstreiks in Deutschland. Es kommt gar nicht so sehr auf die Anzahl der Menschen an, die auf die Straße gehen, sondern vielmehr auf die Geste an sich. Jede Bewegung beginnt damit, „Nein“ zu sagen. Dieser erste Schritt ist oft schwieriger als der zweite, der fünfte oder der sechste. Die Schulstreiks sind also wirklich eine großartige Sache.

    Vor zwei Jahren wurde in den Niederlanden eine Umfrage unter 18- bis 25-Jährigen durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass drei Viertel von ihnen gegen die Wehrpflicht waren. Ich glaube also, dass in der jüngeren Generation immer noch das Gefühl vorherrscht, dass die Menschen instinktiv Frieden wollen. Niemand kommt mit dem Gedanken auf die Welt: „Ich möchte mein Leben im Alter von 18 Jahren in einem schmutzigen, mit Senfgas gefüllten Schützengraben beenden“. Davon träumt wohl kaum jemand.


    german-foreign-policy.com: Wie gefährlich schätzen Sie die aktuelle politische Lage ein? In einer Rede haben Sie vor kurzem die „fünf D“ von 1945 erwähnt und sie mit der aktuellen Situation in der EU verglichen. Das klingt ziemlich ernst.


    Peter Mertens: Mir gefällt der Gedanke, dass es während der Niederlage des Faschismus unter den Alliierten in Jalta eine Diskussion darüber gab, wie man mit den Wurzeln des Faschismus umgehen solle. Natürlich ist der Kapitalismus die Hauptwurzel des Faschismus, und nur die Deutsche Demokratische Republik hat versucht, ihn wirklich auszurotten. Aber es ist sehr wichtig, dass es auch unter den westlichen Alliierten eine Diskussion über die Wurzeln des Faschismus gab. Letztendlich identifizierten die Alliierten die „fünf D“ – demilitarisation, denazification, democratisation, decentralisation, demonopolisation, also Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Demokratisierung, Dezentralisierung, Entmonopolisierung – als Kernelemente im Kampf gegen die Hauptursachen des Faschismus. Die Entmilitarisierung war für Deutschland von großer Bedeutung. Was heute fast völlig in Vergessenheit geraten ist, ist, dass auch eine Entmonopolisierung stattfand. Die Alliierten teilten die IG Farben unter anderem in BASF, Bayer und Hoechst auf.

    Warum? Nun, damals herrschte Einigkeit darüber, dass die geballte Wirtschaftsmacht der großen Monopole eine der Hauptursachen für Militarisierung und Krieg war, ganz einfach weil Monopole stets nach noch höheren Gewinnen streben. In den Monopolen herrscht ein Expansionsdrang, der tendenziell zu imperialistischen Interventionen und zu Krieg führt. Das Bewusstsein, dass ein Zusammenhang zwischen riesiger, konzentrierter Wirtschaftsmacht – damals etwa der Macht von Thyssen, Krupp und anderen – und Militarisierung und Krieg besteht, war 1945 und in den Jahren unmittelbar danach vorhanden. Als ich mein Buch geschrieben habe, habe ich erfahren, dass im Ahlener Programm der CDU von 1947 die Forderung enthalten war, dem kapitalistischen Streben nach Profit und Macht ein Ende zu setzen.

    Heute tut die Europäische Union in Bezug auf alle „fünf Ds“ genau das Gegenteil. Das ist verblüffend, umso mehr, als 1945 Einigkeit über die „fünf Ds“ herrschte. Gut, seien wir nicht naiv: Einigkeit in dieser Frage gab es nur wegen des Gegengewichts der UdSSR; aber sie war dennoch vorhanden. Heute fördert die EU Militarisierung statt Demilitarisierung, Autoritarismus statt Demokratisierung, Zentralisierung statt Dezentralisierung, große Monopole statt Entmonopolisierung – man denke nur an das Gerede von den sogenannten „europäischen Champions“. Und dann ist da natürlich noch die Normalisierung der extremen Rechten. Der Anti-Jalta-Kurs des europäischen Kapitalismus ist wirklich verblüffend.


    german-foreign-policy.com: Gibt es noch Hoffnung, dass wir diese katastrophale Entwicklung aufhalten können?


    Peter Mertens: Zur Zeit fragen sich viele Menschen: Leben wir in einem Irrenhaus? Ist die Welt völlig verrückt geworden? Jeden Tag, wenn man aufwacht, weiß man nicht, was geschehen wird, vor allem nicht, was Trump tun wird. Europäische Politiker behaupten, sie wollten, dass ihre Länder autonom werden, stellen aber gleichzeitig weiterhin Militärstützpunkte für die illegalen Kriege im Nahen und Mittleren Osten zur Verfügung. Einerseits sprechen sie sich gegen Trump aus, andererseits applaudieren sie Marco Rubios Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, und so geht es weiter. Niemand weiß, wo wir stehen, was das Ziel ist. Warum können wir kein diplomatisches Abkommen – zumindest vorläufig – mit Russland schließen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden? Warum unterstützen wir Israel weiterhin, obwohl es die Zerstörung, die es in Gaza angerichtet hat, nun auf den Libanon ausweitet?

    Ich denke, wir müssen auf zwei Ebenen vorankommen. Es ist sehr wichtig, dass wir uns weiterhin mit den alltäglichen Problemen befassen; wir sollten diese auf keinen Fall der extremen Rechten überlassen, sondern stattdessen versuchen, die Arbeitnehmerrechte im weitesten Sinne bestmöglich zu verteidigen. Aber wir müssen auch das gesamte Wirtschaftssystem in Frage stellen, so wie es 1945 und unmittelbar danach geschehen ist. Wir brauchen ein Ende des Monopolkapitalismus, weil er immer einen Drang nach Expansion und Krieg in sich trägt. Was wir brauchen, ist Sozialismus. Was nützt ein autonomes Europa, wenn dieses autonome Europa lediglich eine kleine Kopie der USA unter Trump ist? Was bringt es, Fregatten in den asiatisch-pazifischen Raum zu entsenden, was bringt es, deutsche U-Boote an Israel zu verkaufen? Warum um alles in der Welt sollten wir diese Art von Imperialismus nachahmen? Das haben wir doch schon hinter uns: Als Europa eine Kolonialmacht war, hat es die ganze Welt in Brand gesetzt.

    Die wahre Zukunft Europas besteht nicht darin, eine imperialistische Macht zu sein, sondern darin, ein sozialistischer Kontinent zu sein, auf dem endlich wieder normale Dinge normal sind, wie Gesundheitsversorgung, Bildung und so weiter. Es ist schwer, das System in Frage zu stellen, aber ich glaube, die Menschen wollen nicht ständig um alltägliche Dinge kämpfen, sie wollen eine wirkliche Lösung für ihre Probleme, sie wollen ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt, und nicht nur eine kleine Änderung im Parlament, bei der man ein Komma in ein neues Gesetz einfügt, um das Schlimmste zu vermeiden. Wir brauchen keine Krümel, wir brauchen nicht nur einen einzigen Laib Brot, wir brauchen eine ganze Bäckerei.


    german-foreign-policy.com: Sie haben gerade ein neues Buch fertiggeschrieben, das bald erscheinen soll. Worum geht es darin?


    Peter Mertens: Es heißt „Die letzten Tage der alten Normalität“ und handelt einerseits von der Militarisierung Europas und andererseits von den Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Ich versuche, die These zu entwickeln, dass wir mit dem US-Imperialismus brechen müssen, aber nicht, um, sagen wir mal, den europäischen Imperialismus zu befreien. Was wir stattdessen brauchen, ist ein sozialistisches Europa. Das ist das Ziel. Lassen Sie uns Klarheit schaffen in einer sich sehr schnell verändernden, sehr verwirrenden und sehr gefährlichen Welt.

     

    Unsere Rezension zu Mertens’ Buch „Meuterei“ finden Sie hier.

     

    Mehr zum Kampf gegen die Militarisierung in Europa: „Wunsch nach klarer Friedenspolitik“, „Wages not Weapons“ und „Waffen nieder, Löhne rauf!“


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10383


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.05.2026

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    01.05.2026

    Von der Supermacht zur Schuldensupermacht: Amerikas Schulden überholen die eigene Wirtschaftskraft

    rtnewsde.site, 1 Mai 2026 12:43 Uhr

    Die USA haben einen symbolträchtigen Punkt erreicht: Die amerikanischen Staatsschulden übersteigen das jährliche Bruttoinlandsprodukt und steigen weiter an. Ursache sind jahrelange Defizite beider Parteien, finanziert über neue Kredite. Risiken bestehen für Investitionen, Inflation und Wohlstand. Bleibt politisches Handeln aus, könnte später der Finanzmarkt reagieren.


    Von der Supermacht zur Schuldensupermacht: Amerikas Schulden überholen die eigene WirtschaftskraftQuelle: Sputnik © Igor Mikhalev


    Die 100-Prozent-Marke ist überschritten – und niemand bremst.


    Viele haben es längst erwartet, nun ist es offiziell: Die Vereinigten Staaten haben eine historische Marke überschritten; erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die öffentliche Staatsverschuldung höher als die gesamte jährliche Wirtschaftsleistung des Landes. Damit tritt eine finanzpolitische Realität offen zutage, die Washington seit Jahren vor sich herschiebt. Die größte Volkswirtschaft der Welt finanziert ihren Wohlstand zunehmend mit geliehenem Geld.


    Wohin sich die USA bewegen: Die Wahl zwischen dem Hegemonieverlust und der Apokalypse



    Meinung

    Wohin sich die USA bewegen: Die Wahl zwischen dem Hegemonieverlust und der Apokalypse



    Nach neuen Daten des Bureau of Economic Analysis belief sich die von der Öffentlichkeit gehaltene US-Staatsverschuldung per Ende März auf 31,27 Billionen Dollar. Das nominale Bruttoinlandsprodukt lag im gleichen Zeitraum bei 31,22 Billionen Dollar. Mit anderen Worten: Die Schuldenquote liegt über 100 Prozent des BIP.

    Diese Kennzahl gilt unter Ökonomen als besonders relevant, weil sie jene Schulden misst, die tatsächlich von Investoren, Fonds, ausländischen Gläubigern und Finanzmärkten getragen werden. Interne Buchungsposten zwischen staatlichen Institutionen bleiben ausgeklammert. Entscheidend ist deshalb nicht nur die absolute Summe, sondern die Relation zur Wirtschaftsleistung.

    Historisch ist diese Marke hochsensibel. Ein ähnliches Niveau erreichten die USA zuletzt 1946, als das Land nach dem Krieg demobilisierte und enorme Kriegskosten zu tragen hatte. Damals war die Schuldenlast Folge eines globalen Ausnahmezustands. Heute ist sie Resultat politischer Routine.

    Washington produziert seit Jahren Defizite, unabhängig davon, welche Partei regiert. Republikaner senken Steuern, Demokraten erhöhen Ausgaben, beide Seiten finanzieren ihre Projekte mit neuen Schulden. Die fiskalische Selbstdisziplin ist verschwunden.


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    Beide Parteien versagen: USA steuern in die SchuldenfalleAlexei Alekseyev / Sputnik


    Das Congressional Budget Office erwartet, dass die Schuldenquote bis 2030 auf 108 Prozent steigen wird. In zehn Jahren könnte sie bereits 120 Prozent erreichen. Damit würde die Dynamik nicht nur historisch, sondern strukturell problematisch.

    Denn hohe Staatsschulden sind nicht bloß eine statistische Größe. Sie entfalten reale wirtschaftliche Wirkungen. Je mehr Kapital der Staat absorbiert, desto weniger bleibt für private Investitionen. Höhere Zinsen verteuern Hypotheken, Unternehmenskredite und Konsumfinanzierungen. Gleichzeitig steigen die Zinszahlungen des Staates selbst, wodurch Mittel für Infrastruktur, Bildung oder Verteidigung verdrängt werden.

    Hinzu kommt die geopolitische Dimension. Die Dominanz des Dollars verschafft den USA bis heute einen Sonderstatus. Andere Staaten müssen sparen, wenn ihre Schulden steigen. Amerika kann Anleihen emittieren, die von der ganzen Welt gekauft werden. Doch auch dieses Privileg ist nicht grenzenlos. Wenn Investoren beginnen, dauerhaft höhere Risikoprämien zu verlangen, verändert sich das gesamte Finanzmodell der Vereinigten Staaten.


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    Erstmals seit 1946: US-Schulden größer als das BIPSource: CBO, Federal Reserve, FOX Business


    Die Präsidentin des Committee for a Responsible Federal Budget, Maya MacGuineas, sprach von einem vollständigen parteiübergreifenden Versagen, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Ihre Diagnose ist hart, aber schwer zu widerlegen.

    Nötig wären Ausgabenkürzungen, Reformen bei Sozialprogrammen, eine glaubwürdige Steuerbasis und ein mittelfristiger Konsolidierungsplan. Politisch attraktiv ist nichts davon. Deshalb wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Märkte eines Tages jene Korrektur erzwingen, die die Politik verweigert.

    Amerika bleibt reich, innovativ und wirtschaftlich führend. Doch selbst Supermächte sind nicht immun gegen mathematische Gesetze. Wenn die Schulden schneller wachsen als das Einkommen, endet jede Ausnahmestellung irgendwann in einer Rechnung.

    Mehr zum Thema — Mearsheimer, Todd & Co: Westen ist selbst schuld an der Krise


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    Video https://rumble.com/v798sjk-trump-rechnet-mit-merz-ab-er-macht-einen-furchtbaren-job.html Dauer 1:28 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/wirtschaft/278744-von-supermacht-zur-schuldensupermacht-amerikas/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.05.2026

    Neue Enthüllungen belasten Selenskij schwer – seine Rolle beim Nord-Stream-Anschlag

    rtnewsde.site, 1 Mai 2026 13:40 Uhr

    Wladimir Selenskij steht unter starkem Verdacht: Er war nicht nur über den Nord-Stream-Anschlag informiert, er soll ihn anfangs aktiv unterstützt haben. Der spätere Stopp-Befehl wirkt wie eine Alibi-Handlung – besonders da er schlicht ignoriert wurde. Zweifel an seiner Aufrichtigkeit sind berechtigt.


    Quelle: Gettyimages.ru © Collage: Getty: Byron Smith/Sputnik: Sergey Guneev


    Wollte Selenskij den Pipeline-Anschlag wirklich stoppen?


    Wladimir Selenskij steht nach neuen Buchveröffentlichungen erneut im Zusammenhang mit dem Nord-Stream-Anschlag im Fokus. In den beiden Arbeiten wird geschildert, was bislang vielfach nur vermutet wurde: dass er frühzeitig über entsprechende Pläne informiert gewesen sein soll und diese zunächst zumindest gebilligt habe.

    Erst später habe er einen Stopp-Befehl erteilt, der jedoch eher den Charakter eines Alibi-Schritts hatte und im operativen Umfeld ohne erkennbare Wirkung blieb.

    Selenskij selbst hat bislang stets bestritten, von konkreten Vorbereitungen gewusst zu haben. Die neuen Darstellungen zeichnen jedoch ein anderes Bild und stellen seine Rolle zumindest indirekt infrage.


    Debatte bei Lanz: Selenskij hat Nord-Stream-Sprengung genehmigt



    Debatte bei Lanz: Selenskij hat Nord-Stream-Sprengung genehmigt





    Ob es sich um eine tatsächliche politische Steuerung, um Kontrollverlust oder um widersprüchliche Entscheidungswege innerhalb des ukrainischen Apparats handelte, lässt sich bislang nicht abschließend klären. In Kiew wird ein solches Wissen naturgemäß bestritten.

    Am 26. September 2022 wurde die Nord-Stream-Infrastruktur in der Ostsee schwer beschädigt. Die Sprengung der Pipelines hatte für Deutschland erhebliche wirtschaftliche Folgen.

    Steigende Energiepreise, Produktionsverlagerungen und Belastungen für energieintensive Industrien prägen seither die Lage. Besonders die deutsche Industrie steht unter anhaltendem Kostendruck, was sich in Teilen der Wirtschaft in sinkender Wettbewerbsfähigkeit niederschlägt.

    Die nun erschienenen Bücher von Bojan Pancevski sowie von Oliver Schröm und Ulrich Thiele vermitteln ein deutliches Bild: Die Autoren richten den Fokus klar auf Wladimir Selenskij und stellen ihn in den Mittelpunkt der Vorgänge rund um die Vorbereitung der Sabotage. Sie liefern detaillierte Beschreibungen der Abläufe im Vorfeld der Aktion und legen nahe, dass er frühzeitig informiert gewesen sein soll.

    Im Zentrum steht dabei die Frage, warum Berlin trotz der weitreichenden Folgen für die deutsche Wirtschaft keine Konsequenzen im Umgang mit Selenskij zieht, welche Akteure wann über die Pläne Kenntnis hatten und welche Entscheidungen tatsächlich getroffen wurden.

    Der ukrainische Regierungschef hat in den vergangenen Jahren erheblichen Einfluss auf die sicherheits- und energiepolitische Ausrichtung der EU gewonnen.

    In Deutschland wird dieser Kurs von den politischen Spitzen, sowohl unter Olaf Scholz als auch mit Blick auf Friedrich Merz, weitgehend mitgetragen oder zumindest nicht grundsätzlich hinterfragt. Die wirtschaftlichen Lasten trägt dabei vor allem Deutschland, mit spürbaren Folgen für Industrie, Mittelstand und künftige Generationen.

    Mehr zum Thema ‒ Norwegen trainiert ukrainische Saboteure - Für Angriffe auf Russland in der Arktis


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    Video https://rtnewsde.site/europa/278747-neue-enthuellungen-belasten-selenskij-schwer/  Dauer 1:20 Min.


    Screenshot daraus

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    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/europa/278747-neue-enthuellungen-belasten-selenskij-schwer/


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    01.05.2026

    US-Verzweiflung wächst / Das sollte Zionisten beunruhigen

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. Mai 2026, 13:29 Uhr


    Larry Johnson: US-Verzweiflung wächst –
    Iran auf der Siegerstraße

    Trump und Putin sprechen 90 Minuten lang, während Russland seine Unterstützung für den Iran anbietet und die USA zunehmend verzweifelt wirken, da sowohl der Krieg als auch der Wirtschaftskrieg scheitern. Johnson ist ein ehemaliger CIA-Geheimdienstanalyst, der auch im Büro für Terrorismusbekämpfung des US-Außenministeriums tätig war.
    Hier zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=4pr_g14uH6E



    Das sollte Zionisten beunruhigen:
    Der Widerstand gewinnt | Laith Marouf

    Die Verzweiflung greift um sich: Die Zionisten wissen nun, dass sie nicht gewinnen können. Weder gegen den Iran, noch gegen den Libanon, noch gegen Palästina. Nach 80 Jahren stößt das zionistische Projekt auf eine sehr harte Wand – eine, die selbst durch Völkermord nicht zu durchbrechen ist. Heute spreche ich mit Leith Marouf von Free Palestine TV über Palästina als Teil einer größeren Region, die durch koloniale Grenzen geprägt ist, über die Rolle von Imperium und Israel, über die Verbindung zwischen Geschichte, Geografie und Widerstand, über die Bedeutung des Iran in der Region und über die Grenzen westlicher Politik. Das Gespräch behandelt außerdem Antizionismus, bewaffneten Kampf, Medienarbeit und Wege zur Befreiung.

    Hier zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=_xaElc28m5U

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    01.05.2026

    UNDP-Sonderbeauftragter - Wie baut man Gaza wieder auf?

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. Mai 2026, 13:29 Uhr


    Berliner Zeitung 1.5.2025

    Wie baut man Gaza wieder auf?
    UNDP-Sonderbeauftragter Jaco Cilliers im Interview

    84 Prozent Arbeitslosigkeit, kein Strom, mehr als 90 Prozent der Menschen vertrieben. Jaco Cilliers von der UNDP über den Wiederaufbau in Gaza und die Rolle Deutschlands.

    Luise Evers

    Jaco Cilliers ist Sonderbeauftragter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP – der größten Entwicklungsorganisation der Vereinten Nationen. Er ist nach Berlin gereist, um mit der Bundesregierung über den Wiederaufbau Gazas zu sprechen. Die Berliner Zeitung traf ihn zwischen seinen Meetings zum Interview.

    Herr Cilliers, wie würden Sie die Lage in Gaza heute beschreiben?

    Die Zerstörung, die wir in Gaza sehen, ist unvorstellbar. Leider hat sich die Situation trotz des Waffenstillstands nicht wirklich verbessert. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, dass wir den Blick auf die Situation der Menschen in Gaza nicht verlieren. Wir haben gemeinsam mit der Weltbank, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen gerade eine Bewertung der Schäden in Gaza über die letzten zwei Jahre bis Oktober 2025 veröffentlicht. Die Kosten für den Wiederaufbau belaufen sich auf rund 71,4 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 61 Milliarden Euro.


    Der Bericht zeigt, dass die Menschen in Gaza nach wie vor mit enormen Herausforderungen konfrontiert sind: Allein über zwei Millionen Menschen im Gazastreifen bedürfen akut humanitärer Hilfe, 780.000 Kinder gehen noch immer nicht zur Schule. 84 Prozent der Menschen können keiner Arbeit nachgehen, die Wirtschaft ist zerstört. 1,9 Millionen Menschen wurden durch den Krieg vertrieben. Über 370.000 Häuser und Wohnungen wurden zerstört, 50 Prozent der Krankenhäuser funktionieren nicht mehr und fast alle Schulen wurden zerstört oder beschädigt.

    Wenn ich nach Gaza fahre – was ich regelmäßig tue –, sehe ich Kinder auf der Straße, die Wasser tragen, nach Essen suchen, ihre Zelte reparieren. Das sind Dinge, die junge Menschen und Kinder nicht tun sollten. Sie sollten in der Schule sein und in ihre Zukunft investieren. Hilfe braucht es an allen Ecken und Enden. Gleichzeitig sehen wir Verbesserungen in bestimmten Bereichen, zum Beispiel kommen mehr Lebensmittel rein und einige Geschäfte können wieder öffnen.

    Schätzungen zufolge wurden fast 80 Prozent von Gaza zerstört. Bei einem solchen Ausmaß der Zerstörung – wo fängt Ihre Arbeit an?

    Die Menschen in Gaza suchen nach Möglichkeiten, ihr Leben wieder aufzubauen, und der Waffenstillstand hat dafür, wenn auch begrenzt, Raum geschaffen. Aber die Menschen wollen auch Verbesserungen in ihrem Alltag sehen. Was wir vor Ort sehen, ist, dass humanitäre Hilfe allein nicht mehr ausreicht. Wir müssen akut Nothilfe leisten und gleichzeitig Strukturen für den Wiederaufbau schaffen, denn die Menschen in Gaza versuchen sich – trotz der katastrophalen Lage – wieder Zukunftsperspektiven aufzubauen.

    Genau hier setzen wir als UN-Entwicklungsprogramm an. Gemeinsam mit Partnern wie Deutschland helfen wir den Menschen dabei, ihr Leben Schritt für Schritt wieder aufzubauen – vieles davon haben wir bereits während des Krieges vorbereitet, damit jetzt schneller geholfen werden kann.

    Mit Förderung aus Deutschland arbeiten wir daran, die Wohnsituation zu verbessern. Wir bauen sogenannte RHU – Refugee Housing Units – auf, die besser sind als Zeltunterkünfte. Sie wurden ursprünglich gemeinsam von der IKEA Foundation und dem UNHCR entwickelt. Der Bedarf an diesen Notunterkünften ist riesig und bisher konnten wir nur 2000 einführen. Damit können Krankenhäuser erweitert und Geschäfte wiedereröffnet werden; einigen Familien kann eine bessere Unterkunft bereitgestellt werden.

    Wir arbeiten auch an der Wasserversorgung und zusammen mit Deutschland an einer besseren Abfallentsorgung. Letzteres ist wichtig, denn durch die Zerstörung des Müllentsorgungssystems verbreiten sich Krankheiten rapide. Diese ersten Schritte sind zentral, um die Grundlage für einen umfassenden Wiederaufbau in Gaza zu schaffen.

    Das zentrale Stromnetz wurde zerstört – wie stellt man die Elektrizität wieder her?

    Die Stromversorgung ist eine der größten Herausforderungen. Im Moment gibt es in Gaza keinen Strom – das Netz wurde vollständig zerstört. Die Menschen sind auf sehr primitive Mittel angewiesen, darunter alte Generatoren und einige Gemeinschaftsgeneratoren, die eingeführt werden durften. Aber die Mehrheit der Menschen hat im Alltag keinen Strom. Und auch hier: Strom ist eine Voraussetzung für die Grundversorgung der Menschen, aber auch für die Wirtschaft und den Wiederaufbau.

    Lassen Sie mich auch hier ein konkretes Beispiel aus unserer Arbeit vor Ort nennen: UNDP arbeitet derzeit gemeinsam mit anderen Partnern, darunter UNOPS, an der Wiederherstellung eines Kraftwerks in Gaza. Es ist sehr schwierig, aber wir versuchen gerade, eine der Turbinen wieder funktionsfähig zu machen – ursprünglich gab es vier. Wenn das gesamte Kraftwerk wiederhergestellt würde, könnten 25 Prozent der Bevölkerung mit Energie versorgt werden – ein weiterer sehr wichtiger Schritt.

    Zunächst geht es aber um die vorübergehende Wiederherstellung eines Teils des Netzes in Zentralgaza, vor allem in Deir al-Balah, und um die Energieversorgung wichtiger Einrichtungen – darunter Krankenhäuser, Wasserversorgungsanlagen und Abwasseranlagen. Langfristig brauchen wir Lösungen für erneuerbare Energiequellen, einschließlich Solar, die nach Gaza gebracht werden müssen. Aber das ist im Alltag noch nicht die Realität.

    Die operativen Bedingungen in Gaza bleiben politisch komplex, da die Hamas noch an der Macht ist. Wie navigieren Sie durch diese Situation?

    Transparenz und Rechenschaftspflicht stehen bei der Umsetzung unserer Projekte im Vordergrund, auch gegenüber unseren Gebern. Das ist uns sehr wichtig. Wir arbeiten mit strikten Protokollen, um sicherzustellen, dass die Hilfe bei den Menschen ankommt und nicht in falsche Hände gerät– trotz der schwierigen Bedingungen, unter denen wir operieren.

    Die Einrichtung des Friedensrates – das sogenannte Board of Peace – und die Waffenstillstandsvereinbarunge
    n zeigen: Es gibt erstmals eine reale Chance, über tragfähige, langfristige, friedliche Strukturen für Gaza nachzudenken. Im Fokus stehen der Aufbau einer Übergangsverwaltung sowie die künftige Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde, um sicherzustellen, dass Gaza und das Westjordanland unter gemeinsamer palästinensischer Führung geeint bleiben. Denn die Arbeit heute entscheidet maßgeblich über die Stabilität und Sicherheit von morgen – sowohl für Israel als auch für die Palästinenser.

    Sie haben den Friedensrat erwähnt, der hatte vergangene Woche ein Meeting, bei dem auch ein Unternehmen aus einem Golfstaat vertreten war. Arbeiten Sie mit ihnen zusammen oder sind Sie ein Konkurrent? Und was haben Sie bisher vor Ort getan?

    Der Friedensrat ist Teil einer UN-Resolution. In der UN-Resolution wurde der Friedensrat mit der Umsetzung eines Friedensplans unter Beibehaltung des Waffenstillstands beauftragt. In diesem Zusammenhang kooperieren wir. Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren mit der Palästinensischen Autonomiebehörde und unterstützen sie auch jetzt, um die nötigen Reformen umzusetzen für ihre längerfristige Rolle in Gaza. Es ist sehr wichtig, dass wir palästinensische Institutionen einbeziehen, die die Menschen sowohl in Gaza als auch im Westjordanland vertreten.

    Wiederaufbau kann nur funktionieren, wenn er palästinensisch geführt und die Zivilgesellschaft einbezogen wird. Lokale Strukturen, kommunale Prozesse und Beteiligung vor allem von Frauen sind dabei entscheidend.

    Bei geschätzten Kosten von rund 71,4 Milliarden US-Dollar – wie sieht ein realistischer Weg zur Finanzierung aus? Was erwarten Sie von anderen Ländern, und wer soll dafür aufkommen?

    Die Finanzierungsherausforderungen
    sind tatsächlich enorm. Es wird eines vielschichtigen Finanzierungsansatzes bedürfen. Wir schauen auf Mitgliedstaaten, multilaterale Organisationen, internationale Finanzierungsinstitutionen wie die Weltbank – aber auch auf die Rolle des Privatsektors beim Wiederaufbau. Finanzierung muss aus mehreren Quellen kommen, und neue, innovative Finanzierungsmechanismen müssen entwickelt werden.

    Beim Privatsektor geht es nicht nur um Bau und Wiederaufbau. Was wir in unserer Arbeit als UN-Entwicklungsprogramm in den Vordergrund stellen: Die Menschen brauchen Arbeitsplätze, sie brauchen Einkommensquellen, sie brauchen Geld in der Tasche. Die Gründung von kleinen und mittleren Unternehmen ist daher enorm wichtig, damit Menschen Beschäftigung und Einkommen finden. Beispielsweise arbeiten wir daran, Bäckereien wiederzueröffnen. Das schafft Arbeitsplätze und sichert zugleich die Versorgung der Menschen. Es ist ein vielschichtiger Ansatz – aber genau das brauchen die Menschen vor Ort jetzt.

    Eine der größten Herausforderungen ist die Dual-Use-Liste, die den Import von Materialien wie Beton oder Stahl nach Gaza einschränkt. Wie gehen Sie mit diesen Beschränkungen um?

    Die Einfuhr von Materialien und Maschinen für den Wiederaufbau ist im Moment eine der größten Herausforderungen. Wir haben große Schwierigkeiten, denn die Maschinen, die vor Ort sind, sind sehr alt, und es ist schwer, an Ersatzteile zu kommen. Wir haben nicht genug Lastwagen und Geräte, um wirklich mit einem koordinierten Wiederaufbau beginnen zu können.

    Wir sprechen mit den Behörden, um die Einfuhr zu ermöglichen. Aber es ist wichtig, dass Garantien dafür bereitgestellt werden können, wie die Einfuhr vor Ort umgesetzt wird.

    Bei einem fragilen Waffenstillstand und einer sehr volatilen Region – wie prägt dieser anhaltende Konflikt Ihre Arbeit?

    Er beeinflusst unsere tägliche Arbeit, auch in den palästinensischen Gebieten. Krieg ist nie gut für Entwicklung – in keiner Situation. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, was im Land selbst getan werden kann. Je früher man zum Beispiel den Agrarsektor in Gaza wieder aufbaut, desto weniger ist man auf Lieferketten für Lebensmittel angewiesen. Die strukturelle und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Gaza und im Westjordanland zu stärken, ist wichtig. Dadurch geben wir den Menschen trotz beispielloser Zerstörung ihres Landes Zukunftsaussichten und befähigen sie, sich selbst am Wiederaufbau ihres Landes einzubringen: Hilfe zur Selbsthilfe.

    Mit dem Krieg zwischen Iran und den USA hat sich der Fokus der internationalen Medien dramatisch verschoben. Gibt es einen Effekt auf Aufmerksamkeit, Mittelflüsse und politischen Handlungswillen?

    Es ist einfach die Realität, dass der Krieg die gesamte Region und die ganze Welt vor große Herausforderungen stellt. Auch hier in Deutschland sind die Auswirkungen bemerkbar, und so bleibt die Frage akut: Wie können wir bei der schwierigen Lage weiterhin die Menschen vor Ort bestmöglich unterstützen und die Voraussetzungen für eine sichere Zukunft schaffen?

    Wir hoffen, dass der Fokus auf Hilfe und Unterstützung für das palästinensische Volk weiter bestehen bleibt. Doch je mehr Krisen es gleichzeitig gibt, desto weniger Aufmerksamkeit und Hilfe bekommt jede einzelne. Das ist sehr bedauerlich – aber auch die Realität der Welt, in der wir leben.

    Sie haben in mehreren Krisenregionen gearbeitet, zuletzt in der Ukraine. Wie würden Sie das Ausmaß der Zerstörung in Gaza im Vergleich zur Ukraine und anderen globalen Konfliktzonen beschreiben?

    Es ist sehr schwierig, Konfliktsituationen zu vergleichen. Was ich in der Ukraine gesehen habe und was ich täglich in Gaza sehe, ist wirklich erschreckend. Die Unterschiede liegen vor allem darin, was gemacht werden muss, damit sich die Lage für die Menschen wieder verbessert.

    In unserer Arbeit wenden wir das Wissen und die Erfahrung an, die wir andernorts gewinnen konnten. Viele Projekte, die wir in der Ukraine umgesetzt haben, setzen wir jetzt auch in Gaza um – UNDP ist zum Beispiel sehr aktiv beim Schuttabtransport und der Abfallentsorgung in beiden Ländern. Als globale Organisation lernen wir und setzen das Gelernte auch um, obwohl der politische, soziale und wirtschaftliche Kontext oft sehr unterschiedlich ist.

    Wie ist die Situation im Westjordanland im Moment?

    Leider wird die schwierige Lage im Westjordanland oft übersehen, obwohl die Menschen dort täglich mit mehreren eng miteinander verknüpften Krisen konfrontiert sind: zunehmender Gewalt, einer stark geschwächten Wirtschaft sowie massiver Arbeitslosigkeit. Rund 300.000 Menschen, die früher in Israel gearbeitet haben, haben seit Oktober 2023 ihre Arbeit verloren. Das wirkt sich stark auf die Wirtschaft im Westjordanland aus und führt dort zu zusätzlichen Belastungen.

    Wir arbeiten im Westjordanland an der Unterstützung von Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen und helfen bei Infrastrukturinstandsetzung und -erhaltung. Wir haben zum Beispiel 147 Gesundheitseinrichtungen im Westjordanland unterstützt. Außerdem helfen wir, Einkommen und Arbeitsplätze zu schaffen, und fördern Investitionen in gemeinschaftliche Projekte wie Sozialzentren, Kindergärten und Schulen. Dies tun wir mit der Unterstützung von Deutschland und anderen Gebern. Die Lage im Westjordanland ist weiterhin sehr schwierig und sollte von der internationalen Gemeinschaft nicht aus den Augen verloren werden.


    Was sind Ihre konkreten Erwartungen an die Gespräche mit der Bundesregierung? Welche Verantwortung sehen Sie für deutsche Politiker, und wie könnte Berlin zum erfolgreichen Wiederaufbau beitragen?

    Deutschland ist ein sehr wichtiger Partner – sowohl für unsere Arbeit vor Ort als auch für unsere Kernstrukturen, die uns die Unterstützung der Menschen erst ermöglichen. In diesem Fall, um die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen des palästinensischen Volkes zu verbessern. Deutschland ist einer unserer engsten Partner – sowohl was Ressourcen als auch was die Bereitschaft angeht, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, mit denen die Palästinenser konfrontiert sind, gemeinsam anzugehen.

    Wir verstehen das als Partnerschaft, als Dialog – denn durch unsere gemeinsame Arbeit tragen wir zu einer sicheren und stabileren Welt bei. Das ist im Interesse Deutschlands und ein Mehrwert für den deutschen Steuerzahler. Das Bekenntnis zum Multilateralismus – und Deutschlands Kandidatur, 2027 als nichtständiges Mitglied Teil des UN-Sicherheitsrats zu werden – zeigt das Engagement Deutschlands für die internationale Gemeinschaft. Diesen Einsatz sehen wir auch täglich in den palästinensischen Gebieten, und diese Unterstützung wird von den Menschen vor Ort wirklich sehr geschätzt.

    Deutschland spielt also eine Rolle nicht nur bei der Finanzierung, sondern auch als Brückenbauer zwischen Israel und Palästina?

    Die Vereinten Nationen wurden gegründet, damit friedliche Lösungen für Konflikte geschaffen werden. Dadurch schaffen wir nicht nur Frieden, sondern arbeiten auch daran, Wohlstand, Zukunftsperspektiven und Fortschritt für die Region und die ganze Welt zu erreichen. Das sind die Werte, die wir als UN vertreten und die unsere Prinzipien ausmachen. Dafür brauchen wir starke Mitgliedstaaten wie Deutschland.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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