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03.04.2023

Die Korruption in der Ukraine lässt zig Milliarden US-Dollar verschwinden – pro Jahr!


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Ein Screenshot aus dem Bericht des Europäischen Rechnungshofes


globalbridge.ch, 10. Dezember 2022 Autor: Christian Müller in Geschichte, Politik, Wirtschaft

(Red.) Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj behauptet, die Ukraine verteidige im Krieg mit Russland die «europäischen Werte». Das lässt Kenner der Ukraine nur lachen – oder aber weinen. Weniger als ein halbes Jahr vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat der Europäische Rechnungshof ECA einen Bericht veröffentlicht, in dem er zu einem ganz anderen Ergebnis kommt. Zitat aus diesem Bericht vom September 2021, also nur wenige Monate vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine: «Sachverständige schätzen, dass enorme Summen – in der Größenordnung von zig Milliarden US-Dollar – jährlich in der Ukraine aufgrund der Korruption verloren gehen.» Aber der Westen schickt Geld und Geld und noch mehr Geld, mittlerweile ebenfalls in der Größenordnung von zig Milliarden US-Dollar im Jahr, damit die Ukraine die «europäischen Werte» gegen Russland verteidigen kann. (cm)


Ein paar Zitate aus dem Bericht des Europäischen Rechnungshofes ECA:

«Insgesamt hat die EU seit 2014 rund 5,6 Milliarden Euro für Makrofinanzhilfe (MFA)-Programme und 2,2 Milliarden Euro für Hilfsprogramme bereitgestellt. Zudem garantiert die Kommission der Europäischen Investitionsbank Darlehen in Höhe von 4,4 Milliarden Euro. Für die Ukraine ist die EU der größte Geber.» 

«Von 2016-2020 haben sich die drei wesentlichen Hindernisse für Auslandsinvestitionen in die Ukraine nicht verändert: weitverbreitete Korruption, mangelndes Vertrauen in die Justiz sowie eine Marktmonopolisierung und Vereinnahmung des Staates durch Oligarchen. In den vergangenen Jahren sind die ausländischen Direktinvestitionen in der Ukraine unter dem Niveau von 2016 geblieben.

«‹Vereinnahmung des Staates› durch Blöcke mächtiger Eliten aus Politik und Wirtschaft, die pyramidal strukturiert und in öffentlichen Einrichtungen und der Wirtschaft etabliert sind, wurde als Besonderheit der Korruption in der Ukraine festgestellt. Sowohl der Internationale Währungsfonds (IWF) als auch die ukrainische Regierung haben den Widerstand bestätigt, den Interessengruppen gegen Strukturreformen gezeigt haben. Großkorruption aufgrund von unzureichender Rechtsstaatlichkeit und weitverbreitetem oligarchischem Einfluss laufen den EU-Werten zuwider und stellen ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung der Ukraine dar. Großkorruption oder Korruption auf hoher Ebene behindert den Wettbewerb und das Wachstum im Land, schadet dem demokratischen Prozess und bildet die Grundlage für weitverbreitete Kleinkorruption.»

«Transparency International definiert Großkorruption als Machtmissbrauch auf hoher Ebene, durch den sich einige wenige Personen auf Kosten der Allgemeinheit einen Vorteil verschaffen und dadurch einzelnen Personen und der Gesellschaft schweren und weitreichenden Schaden zufügen. In der Ukraine beruht dies auf informellen Verbindungen zwischen Regierungsbeamten, Parlamentsmitgliedern, Staatsanwälten, Richtern, Strafverfolgungsbehörden (LEA), Geschäftsführern von staatseigenen Unternehmen und politisch vernetzten Einzelpersonen/Unternehmen. Auf zentraler Ebene gibt es rund 3 500 staatseigene Unternehmen und 11 000 auf kommunaler Ebene.»

«Die EU trug zwar zur Reduzierung von Korruptionsgelegenheiten bei, die Großkorruption ist jedoch nach wie vor ein zentrales Problem in der Ukraine. Die Justizreform erleidet derzeit Rückschläge, die Korruptionsbekämpfungseinrichtungen sind gefährdet und das Vertrauen in derartige Stellen ist nach wie vor gering, nur vereinzelt kommt es zu Verurteilungen wegen Großkorruption.»


Am 23. September 2021 schrieb die «Süddeutsche Zeitung» einen eigenen Bericht zum damals eben erschienen Rechenschaftsbericht des Europäischen Rechnungshofes. Auch daraus ein paar Zitate:

«Seit über zwei Jahrzehnten versucht die EU, ihren „strategischen Partner“ Ukraine zu fördern: mit Zuschüssen, Krediten und immer neuen Berater- und Förderprogrammen. Doch noch immer teilen Oligarchen, hohe Staatsdiener und korrupte Staatsanwälte und Richter den Staat unter sich auf, verschwinden Milliarden ins Ausland, ist die Ukraine mit wenigen Ausnahmen beim Aufbau eines Rechtsstaates ebenso wenig vorangekommen wie beim Kampf gegen die Korruption, so der ECA-Bericht „Bekämpfung der Großkorruption in der Ukraine“.»

«Die EU ist Kiews größter Geldgeber. Allein in den letzten fünf Jahren hat sie einschließlich Krediten, Garantien und etlichen Programmen rund 15 Milliarden Euro bereitgestellt.» 

«In der Realität ist wenig geschehen. Die EU hat nicht einmal die Ursachen der Großkorruption – Steuerbefreiungen, Monopole, die Vereinnahmung des Staates, Eigentumsverhältnisse von Unternehmen, die Finanzen von über 3500 oft notorisch ineffizienten und als Selbstbedienungsladen dienenden Staatsbetrieben – systematisch erforscht, keine Strategie entwickelt, geschweige denn wirksame Maßnahmen durchgesetzt.»

«Aus den Erkenntnissen der EU folgte in der Regel: nichts.»

«Besonders deprimierend sind die Erkenntnisse zum Rechtsstaat. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten Reformversuchen ist die Justiz immer noch durchgehend korrupt, sind etliche Staatsanwälte und 3400 Richter nicht auf Korruption überprüft, geschweige denn gefeuert. Das gelte fast für die gesamte Spitze des Justizsystems.»

«Generell müssen die meisten Staatsdiener seit einigen Jahren ihr Vermögen offenlegen. Doch 2019 wurden von gut 900 000 Erklärungen gerade 0,1 Prozent geprüft, wurde niemand wegen „unrechtmäßiger Bereicherung“ verurteilt.»


So sah man in Westeuropa die Ukraine im Jahr 2021: korrupt bis zum «geht-nicht-mehr».

Und wie sieht man die Ukraine heute, ein Jahr später?

Die Ukraine verteidigt die «europäischen Werte», melden die Medien. Und das US-amerikanische «TIME Magazine» ernennt «VOLODYMYR ZELENSKY & THE SPIRIT OF UKRAINE» zur «PERSON OF THE YEAR».


Zum vollständigen Bericht des Europäischen Rechnungshofes hier anklicken  (https://globalbridge.ch/wp-content/uploads/2022/12/Europaeischer-Rechnungshof_Ukraine_Korruption.pdf).


Info: https://globalbridge.ch/die-korruption-in-der-ukraine-laesst-zig-milliarden-us-dollar-verschwinden-pro-jahr


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.04.2023

Das aktualisierte Konzept der Außenpolitik der Russischen Föderation; 31.3.2023

seniora.org, 03. April 2023Treffen mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates

am 2. April 2023 von amortasawi, Fee Strieffler und Wolfgang Jung, selected articles, Verfallendes Land

Der (russische) Präsident hielt per Videokonferenz eine Informationssitzung mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates ab, um die aktualisierte Fassung des außenpolitischen Konzepts der Russischen Föderation und andere aktuelle Themen zu erörtern.

Der Kreml, Moskau, 31. März 2023 http://en.kremlin.ru/events/president/news/70810 )

Übersetzt und kommentiert von Fee Strieffler und Wolfgang Jung, 2. April 2023


Anmerkungen der Übersetzer:

Aus dem Konzept der Außenpolitik der Russischen Föderation geht hervor, dass Moskau die USA als „Hauptverursacher der antirussischen Politik“ und deren westliche Vasallen eher als Komplizen und Mitläufer sehen.

Deshalb legt Russland den Schwerpunkt seiner Außenpolitik künftig auf seine „strategischen Interessen im Zusammenhang mit der Vertiefung der eurasischen Integration auf der Grundlage des Unionsstaates Russland und Weißrussland, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, der GUS, der Bildung einer größeren eurasischen Partnerschaft und der weiteren Stärkung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der BRICS“.

Russland wird sich vorrangig um die Erschließung „des Potenzials der strategischen Partnerschaft mit seinen großen Nachbarn   – der Volksrepublik China, der Republik Indien und den Ländern der islamischen Welt sowie mit den Ländern der ASEAN, Afrikas, Lateinamerikas und der Karibik   – “ kümmern.

Trotz aller schlechten Erfahrungen will sich Russland „nicht von den angelsächsischen Ländern und Kontinentaleuropa isolieren und keine feindlichen Absichten ihnen gegenüber hegen“. Durch einen „pragmatischen Umgang“ mit Russland muss der Westen aber erst nachweisen, dass er neues Vertrauen verdient.

Wir befürchten allerdings, dass „Meisterdiplomaten“ wie Mister Blinken und Frau Baerbock die ausgestreckte russische Hand auch diesmal nicht ergreifen, sondern wieder darauf spucken werden.

****

Wir haben das Teilprotokoll über das Treffen mit DeepL-Unterstützung übersetzt und mit Hervorhebungen versehen.

****

Beginn der Übersetzung

An dem Treffen nahmen Premierminister Michail Mischustin, die Sprecherin des Föderationsrates Valentina Matwijenko, der Sprecher der Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin, der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Dmitri Medwedew, der Stabschef des Präsidialamtes Anton Vaino und der Sekretär des Sicherheitsrates Nikolai Patruschew teil, sowie Innenminister Wladimir Kolokoltsew, Außenminister Sergej Lawrow, Verteidigungsminister Sergej Schoigu, der Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes Alexander Bortnikow, der Direktor des Auslandsgeheimdienstes Sergej Naryschkin und der Sonderbeauftragte des Präsidenten für Umweltschutz, Ökologie und Verkehr Sergej Iwanow.

Weiterlesen:  FS WJ 2.4.2023

******

Der vollständige Text des aktualisierten Konzepts der Außenpolitik der Russischen Föderation ist auf Englisch unter dem folgenden Link zu lesen:

https://germany.mid.ru/de/aktuelles/pressemitteilungen/the_concept_of_the_foreign_policy_of_the_russian_federation/

PDF-Version: CFPolicy RF 31-03-2023

******

Weitere Schriften von Fee Strieffler und Wolfgang Jung:


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/das-aktualisierte-konzept-der-aussenpolitik-der-russischen-foederation-31-3-2023?acm=3998_1707



Weiteres:



https://afsaneyebahar.com/2023/04/02/20695360/


Treffen mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates


Der (russische) Präsident hielt per Videokonferenz eine Informationssitzung mit den ständigen
Mitgliedern des Sicherheitsrates ab, um die aktualisierte Fassung des außenpolitischen
Konzepts der Russischen Föderation und andere aktuelle Themen zu erörtern.
Der Kreml, Moskau, 31. März 2023 ( http://en.kremlin.ru/events/president/news/70810 )

Übersetzt und kommentiert von Fee Strieffler und Wolfgang Jung, 2. April 2023


Anmerkungen der Übersetzer:
Aus dem Konzept der Außenpolitik der Russischen Föderation geht hervor, dass Moskau die USA als "Hauptverursacher der antirussischen Politik" und deren westliche Vasallen eher als Komplizen und Mitläufer sehen.
Deshalb legt Russland den Schwerpunkt seiner Außenpolitik künftig auf seine "strategischen Interessen im Zusammenhang mit der Vertiefung der eurasischen Integration auf der Grundlage des Unionsstaates Russland und Weißrussland, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, der GUS, der Bildung einer größeren eurasischen Partnerschaft und der weiteren Stärkung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der BRICS".
Russland wird sich vorrangig um die Erschließung "des Potenzials der strategischen Partnerschaft mit seinen großen Nachbarn – der Volksrepublik China, der Republik Indien und den Ländern der islamischen Welt sowie mit den Ländern der ASEAN, Afrikas, Lateinamerikas und der Karibik – " kümmern.

Trotz aller schlechten Erfahrungen will sich Russland "nicht von den angelsächsischen Ländern und Kontinentaleuropa isolieren und keine feindlichen Absichten ihnen gegenüber hegen". Durch einen "pragmatischen Umgang“ mit Russland muss der Westen aber erst nachweisen, dass er neues Vertrauen verdient.

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Wir befürchten allerdings, dass "Meisterdiplomaten" wie Mister Blinken und Frau Baerbock die
ausgestreckte russische Hand auch diesmal nicht ergreifen, sondern wieder darauf spucken werden.
****
Wir haben das Teilprotokoll über das Treffen mit DeepL-Unterstützung übersetzt und mit
Hervorhebungen versehen.

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Beginn der Übersetzung


An dem Treffen nahmen Premierminister Michail Mischustin, die Sprecherin des Föderationsrates Valentina Matwijenko, der Sprecher der Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin, der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Dmitri Medwedew, der Stabschef des Präsidialamtes Anton Vaino und der Sekretär des Sicherheitsrates Nikolai Patruschew teil, sowie Innenminister Wladimir Kolokoltsew, Außenminister Sergej Lawrow, Verteidigungsminister Sergej Schoigu, der Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes Alexander Bortnikow, der Direktor des Auslandsgeheimdienstes Sergej Naryschkin und der Sonderbeauftragte des Präsidenten für Umweltschutz, Ökologie und Verkehr Sergej Iwanow.


Der Präsident Russlands Wladimir Putin:
Guten Tag, liebe Kollegen,
wir werden unsere heutige Sitzung mit einer Diskussion über das Konzept der Außenpolitik der
Russischen Föderation beginnen.
Die radikalen Veränderungen in den internationalen Angelegenheiten haben uns gezwungen,
unsere wichtigsten Dokumente zur strategischen Planung gründlich zu überarbeiten, darunter
das außenpolitische Konzept der Russischen Föderation, in dem die Grundsätze, Aufgaben und
Prioritäten unserer Diplomatie festgelegt sind.

Das Außenministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Präsidialamt, dem Stab des Sicherheitsrates, der Regierung und vielen Ministerien und Abteilungen eine umfangreiche und akribische Arbeit geleistet, um das Konzept zu aktualisieren und an die modernen geopolitischen Gegebenheiten anzupassen.

3

Heute habe ich eine Exekutivverordnung unterzeichnet, mit der das aktualisierte außenpolitische Konzept der Russischen Föderation angenommen wird.
Ich möchte, dass Außenminister Sergej Lawrow über die wichtigsten Bestimmungen des Konzepts
berichtet.


Herr Lawrow, bitte fahren Sie fort.
Außenminister Sergej Lawrow:

Ich danke Ihnen.


Herr Präsident, liebe Kollegen,
wie Sie bereits sagten, handelt es sich um ein strategisches Planungsdokument, das von unserem Ministerium in Zusammenarbeit mit anderen föderalen Exekutivorganen ausgearbeitet wurde. Es baut auf den außenpolitischen Bestimmungen auf, die in der von Ihnen im Jahr 2021 verabschiedeten Nationalen Sicherheitsstrategie enthalten sind.
Das Konzept weist ein hohes Maß an Kontinuität mit der vorherigen Version von 2016 auf, was
die Grundprinzipien unserer Außenpolitik betrifft, vor allem ihre Unabhängigkeit und ihre
Ausrichtung auf die Schaffung günstiger äußerer Bedingungen für die fortschreitende
Entwicklung Russlands, die Gewährleistung seiner Sicherheit und die Verbesserung des
Wohlergehens unserer Bürger.
Herr Präsident, Sie sagten vorhin, dass die Logik des Dokuments die sich verändernde
geopolitische Realität widerspiegelt, nämlich die revolutionären Fortschritte im internationalen
Bereich, die mit dem Beginn der militärischen Sonderoperation einen beträchtlichen Schub
erhalten haben.
Insbesondere das beispiellose Ausmaß der internationalen Spannungen im letzten Jahrzehnt ist eine Tatsache. Der existenzielle Charakter der Bedrohungen für die Sicherheit und Entwicklung
unseres Landes, die von unfreundlichen Staaten ausgehen, wurde erkannt. In dem Dokument

werden die Vereinigten Staaten als Hauptverursacher und -träger der antirussischen Politik

4

bezeichnet. Insgesamt wird die Politik des Westens, die auf die völlige Entwürdigung Russlands
abzielt, als eine neue Art des hybriden Krieges beschrieben.
Es werden die wichtigsten langfristigen internationalen Entwicklungstrends beschrieben,
darunter die Krise der wirtschaftlichen Globalisierung, die bis vor kurzem noch den amerikanischen Regeln folgte.
Zu den Faktoren gehört die Tatsache, dass die Weltwirtschaft auf dem Weg zu einer neuen
technologischen Basis eine umfassende strukturelle Umgestaltung erfährt. Die Umverteilung des
Wachstumspotenzials zugunsten neuer Wachstumszentren führt zur Schaffung einer
multipolaren Weltordnung, die den wichtigsten Trend in den derzeitigen internationalen
Beziehungen darstellt.
In dem Konzept haben wir unsere Vorstellung von den Grundsätzen einer ausgewogeneren und
gerechteren Weltordnung dargelegt, wie z. B. Polyzentralität, souveräne Gleichheit der Länder,
Gewährleistung ihres Rechts auf Wahl der Entwicklungsmodelle und Wahrung der kulturellen und zivilisatorischen Vielfalt der Welt. Die Unterstützung beim Aufbau einer multipolaren Weltordnung wird als Rahmenaufgabe für alle Bereiche der Außenpolitik definiert.
Sie unterstreicht die Notwendigkeit, die Rechtsstaatlichkeit in den internationalen Beziehungen zu gewährleisten, und erklärt, dass die fortschreitende Entwicklung des Völkerrechts die Realitäten der heutigen Welt berücksichtigen muss. Angesichts akuter äußerer Bedrohungen wird unsere Bereitschaft zur Einhaltung des Grundsatzes der unteilbaren Sicherheit bekräftigt, allerdings nur gegenüber den Ländern und ihren Verbänden, die in dieser Frage Gegenseitigkeit zeigen.
Der Ansatz für die Arbeit in der UNO konzentriert sich darauf, die Wirksamkeit dieser Organisation zu erhöhen und ihre grundlegenden Ziele und die Prinzipien ihrer Charta zu bekräftigen, die der Westen mit diversen Aktionen zu untergraben versucht.

Wichtige Neuerungen sind bei den Bedingungen für die Anwendung von Gewalt zur Selbstverteidigung im Rahmen der bedingungslosen Einhaltung der einschlägigen Anforderungen von Artikel 51 der UN-Charta vorgesehen.

5

Das Konzept sieht die Möglichkeit vor, als Reaktion auf feindliche Handlungen gegen Russland
symmetrische und asymmetrische Maßnahmen zu ergreifen.
Es gibt auch einen Passus über den Einsatz der Streitkräfte, um einen bewaffneten Angriff auf
Russland und seine Verbündeten abzuwehren oder zu verhindern. So erklären wir unmissverständlich, dass wir das Recht des russischen Volkes auf Existenz und freie Entwicklung verteidigen werden.
Das Konzept enthält Bestimmungen, die den Schutz der traditionellen geistigen und moralischen Werte Russlands und den Aufbau einer Zusammenarbeit auf der Grundlage eines einheitlichen geistigen und moralischen Kompasses, der allen Weltreligionen gemeinsam ist, betreffen.
Es lehnt neokoloniale Praktiken und jede Art von Hegemonismus strikt ab.
Zu den unbedingten Prioritäten gehören die Wahrung der Rechte unseres Volkes und unserer
Organisationen im Ausland, die Unterstützung unserer Landsleute, die Bekämpfung der
Russophobie, die Stärkung der Stellung der russischen Sprache in der Welt, der Kampf für die
historische Wahrheit, der Schutz unserer Kultur, die Entpolitisierung des Sports und die
Schaffung neuer Formen der sportlichen Zusammenarbeit.
Der regionale Teil des Konzepts legt den Schwerpunkt auf die strategischen Interessen
Russlands im Zusammenhang mit der Vertiefung der eurasischen Integration auf der Grundlage
des Unionsstaates Russland und Weißrussland, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der
Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, der GUS, der Bildung einer größeren
eurasischen Partnerschaft und der weiteren Stärkung der Shanghaier Organisation für
Zusammenarbeit und der BRICS.
Die Politik zur Erschließung des Potenzials der strategischen Partnerschaft mit unseren großen
Nachbarn - der Volksrepublik China, der Republik Indien, den Ländern der islamischen Welt
sowie den Ländern der ASEAN, Afrikas, Lateinamerikas und der Karibik - wurde als wichtige
Ressource verankert.
Die Verpflichtung zu einer friedlichen Lösung aller Probleme, die in der arktischen Region auftreten können, wurde bestätigt.6
In den Bestimmungen des Konzepts heißt es, dass die antirussischen Bestrebungen
unfreundlicher Staaten konsequent und, wenn nötig, entschlossen unterbunden werden sollen.
Der Gedanke, dass wir uns nicht von den angelsächsischen Ländern und Kontinentaleuropa
isolieren und keine feindlichen Absichten ihnen gegenüber hegen, wurde klar vermittelt. Diese müssen jedoch erkennen, dass ein pragmatischer Umgang mit Russland nur möglich ist, wenn sie die Sinnlosigkeit ihrer Konfrontationspolitik erkennen und sich in ihrem praktischen Handeln von einer solchen Politik ablassen. Es wird an uns liegen, zu entscheiden, inwieweit und ob wir dem Westen vertrauen können.
Insgesamt, Herr Präsident, haben wir eine schwierige Aufgabe vor uns, um unsere Außenpolitik unter grundlegend neuen Bedingungen umzusetzen. Wir werden keine diplomatischen Mühen scheuen, um das, was wir uns vorgenommen haben, in enger Abstimmung mit anderen Stellen zu erreichen, und werden Ihnen auf der Grundlage der von Ihnen unterzeichneten Exekutivanordnung regelmäßig über die Fortschritte und mögliche zusätzliche Schritte in einzelnen Bereichen berichten.
Ich danke Ihnen.
Wladimir Putin:
Ich danke Ihnen.
Ich denke, dass das oben genannte Konzept als solide Doktrin für weitere Aktivitäten auf der
internationalen Bühne dienen wird.
Konkret möchte ich unsere Kollegen, die sich mit der Umsetzung der einheitlichen Außenpolitik
befassen, bitten, dem Ausbau der Beziehungen zu unseren konstruktiv gesinnten Partnern und der Schaffung der Voraussetzungen dafür, dass unfreundliche Staaten ihre feindliche Politik gegenüber unserem Land aufgeben, besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Wichtig ist, dass unsere langfristige Planung das gesamte Spektrum der Faktoren und Trends in
den internationalen Beziehungen einbezieht, die Souveränität Russlands stärkt und die Rolle7
unseres Landes bei der Bewältigung globaler Probleme und der Gestaltung einer gerechteren
multipolaren Weltordnung ausbaut.
Zweifellos sollte das Außenministerium in Zusammenarbeit mit anderen Stellen eine koordinierende Rolle bei der Umsetzung des Konzepts spielen.
Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die direkt an der Erarbeitung des Konzepts beteiligt waren. Am Ende haben wir ein ausgewogenes Dokument erhalten, das mittel- und längerfristig die Grundlage für unsere praktischen Maßnahmen bilden wird.
Ich danke Ihnen sehr herzlich

Lassen Sie uns zum nächsten Thema übergehen.


Ende der Übersetzung


Der vollständige Text des aktualisierten Konzepts der Außenpolitik der Russischen Föderation ist unter dem folgenden Link zu lesen:
https://germany.mid.ru/de/aktuelles/pressemitteilungen/the_concept_of_the_foreign_policy_of_the_russi
an_federation/
PDF-Version:

https://amirmortasawi.files.wordpress.com/2023/04/cfpolicy-rf-31-03-2023.pdf


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.04.2023

Kiew plant große “Säuberung” auf der Krim

lostineu.eu, vom 2. April 2023

Die Ukraine will die Krim “de-okkupieren”, die Beamten einer “Säuberung” unterziehen und die Bevölkerung einer “Entgiftung” aussetzen. Dies ist keine Fake News, sondern offizielles Programm der Regierung in Kiew, zitiert nach dpa. Als Teil der “De-Okkupation” soll die Krim-Brücke nach Russland abgerissen werden, schrieb der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, O. Danilow, auf Facebook. Die “Säuberung” verglich er mit der Entnazifizierung Deutschlands. Was sagt Berlin zu diesen krassen Ansagen?

Mehr News aus der Ukraine hier

P.S. Nun berichtet auch die “Tagesschau”, und zwar hier. Danilow propagiert auch offen die Zerschlagung Russland und die Änderung der Grenzen, und zwar hier (Youtube, französisch)


9 Comments

  1. Thomas Damrau
    3. April 2023 @ 10:58

    Das ist das Grundproblem der Ukraine-Darstellung im Westen: Es wird immer so getan, als sei die Ukraine ein uralter Staat mit einer homogenen Ethnie, die irgendwann mal von den Russen okkupiert wurde und 1991 Gott-sei-Dank wieder selbstständig wurde. Wer bereit ist, 15 Minuten zu investieren, erkennt, dass dieses Narrativ nichts mit den historischen Fakten ( https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Ukraine ) zu tun hat: Die Ukraine ist ein multi-ethnischer Staat mit sehr komplizierter Geschichte (der auch nicht von „den Russen“ okkupiert wurde).

    Die Politiker in Kiew, die davon träumen, nach der Vertreibung der russischen Armee einen „homogenen Volkskörper“ zu erzeugen, werden um ethnische Säuberungen nicht rumkommen.

    Reply

  2. Josef Berchtold
    3. April 2023 @ 10:42

    Im weiten Osten ist man nicht zimperlich bezüglich Beschimpfungen und Nationalismus wird gut gepflegt. Putins Polit-Offiziere waren bisher auf der Krim tätig. Stalinismus ist wiedergekehrt.

    Reply

    • european
      3. April 2023 @ 13:37

      Naja, wenn es um Beschimpfungen und Diffamierungen geht, braucht man aktuell nicht in den Osten sehen.

      Die Kommunikationskultur bei uns hat mittlerweile ein unterirdisches Niveau erreicht. Jeder, der nicht die offizielle Linie vertritt, muss mit Repressalien rechnen. Das geht bis zum Jobverlust. Siehe Ulrike Guerot, Gabriele Krone-Schmalz, Sahra Wagenknecht uvm. Cancelculture, ueberwiegend uebrigens seitens der Linken, wohin das Auge reicht. Was ich persoenlich besonders entsetzlich finde.

      Reply

  3. KK
    3. April 2023 @ 00:22

    @ Hekla:
    „den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels hat letztes Jahr Serhij Zhadan erhalten, der die Russen in seinen Texten gern als Tiere, Ungeziefer oder Unrat bezeichnet.“

    Ja, das ist schon seltsam: Als ich den Artikel in der ZEIT online über den Preis und das gewürdigte Buch las, habe ich mich gefragt, ob das nicht sogar den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen würde:
    „Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,…
    2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen dessen Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“
    [§ 130 Abs. 1 Nr. 2 StGB]

    Statt einer Anklage bekommen Autor und Verlag einen Preis, während ein Friedensaktivist wegen der Forderung, Friedensverhandlungen zu führen, einen Strafbefehl bekommt. Das kann man sich nicht ausdenken, das ist real gelebte „Wertegemeinschaft“ im 21. Jahrhundert!

    Reply

  4. KK
    2. April 2023 @ 18:20

    Da ist der Schritt zu „Konzentrationslagern“, wo dann die „Säuberungen“ und „Entgiftungen“ praktiziert werden, doch eigentlich schon vorprogrammiert… das passt zur Verehrung des Nazi-Kollaborateurs und ukrainischen Nationalheiligen Stepan Bandera.

    Ich verstehe unsere Politiker nicht, die solche Töne, kämen sie aus Reihen unserer eigenen Rechten, aufs Schärfste verurteilen würden… aus der Ukraine stören solche Töne offenbar nicht!

    Reply

  5. european
    2. April 2023 @ 18:01

    Das gilt nicht nur für die Krim. Die Ukraine hat vor kurzem ein “Gehirnwäschegesetz” verabschiedet, wonach die Bevölkerungen aus den jetzt russischen Gebieten einer mentalen Säuberung unterzogen werden sollen, sobald die Ukraine wieder ihre alten Grenzen zurückerobert hat.

    Reply

    • ebo
      2. April 2023 @ 18:08

      Stimmt, es gibt noch andere krasse Aussaagen. Mikhail Podolyak, Berater von Selenskyj, erklärte, dass das umstrittene (und mittlerweile wohl geräumte) orthodoxe Kiewer Kloster “physisch gereinigt” werden sollte. Vor einem Jahr seien die Bedingungen besser gewesen, aber man könne es auch jetzt noch machen…

      Reply

  6. Hekla
    2. April 2023 @ 17:24

    Inzwischen wundere ich mich kaum noch über die menschenverachtende, rassistische und an Nazi-Propaganda erinnernde Sprache ukrainischer Politiker. Auch bei Künstlern scheint dieser Sprauchgebrauch absolut in Ordnung, sogar belohnungswürdig zu sein:
    den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels hat letztes Jahr Serhij Zhadan erhalten, der die Russen in seinen Texten gern als Tiere, Ungeziefer oder Unrat bezeichnet. Merkwürdig, dass gerade in Deutschland kaum Alarmglocken schrillen, während gerade diese von entgrenztem Rassismus durchsetzte Sprache der Ukrainer in einigen europäischen Länder kritisch rezipiert wird.

    Reply

    • Armin Christ
      3. April 2023 @ 12:56

      Das zeigt doch nur die Verkommenheit dieser spezeill „Grünen“ Politiker::ähm:innen, samt ihren SPD-Nachahmer::ähm:: innen.


Info: https://lostineu.eu/kiew-plant-umfassende-saeuberung-auf-der-krim


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:




The EU Commission wants Alignment with the U.S. on China

EU-Kommission will Annäherung an die USA in Bezug auf China


lostineu.eu, 3. April 2023

American experts and European transatlanticists have hailed EU Commission chief von der Leyen’s speech on China policy in the highest terms. No wonder – because it fits in well with the U.S. policy of containment.


Amerikanische Experten und europäische Transatlantiker haben die Rede von EU-Kommissionschefin von der Leyen zur China-Politik in den höchsten Tönen gelobt. Kein Wunder, denn sie passt gut zur Containment-Politik der USA.


The U.S. has long pursued the goal of containing and isolating China. So far with little success – the Middle Kingdom maintains close relations with Europe, Africa and, above all, Russia. But now the EU is swinging to the hard U.S. line.

The whole EU? No. Germany, France and Spain are still hesitating – and rightly so.

But Commission President von der Leyen has initiated a change of course with a keynote speech on China policy. She does not yet want the “decoupling” that the U.S. is propagating.

But with her “de-risking,” she is preparing Europe for the increasingly confrontational U.S. policy against China, which could lead us directly into an economic war 2.0.

If Biden tightens the thumbscrews and imposes sanctions against China, von der Leyen is likely to follow without a murmur – just as she did with the sanctions against Russia.

It is not only in China policy that the EU and its German leader follow American wishes. In Ukraine, too, it is practicing anticipatory obedience.

European military aid is being systematically increased; recently, the former peace union has even mutated into a weapons union with its own production for Kiev.

Brussels has also declared its willingness to support Ukraine in the war against Russia until “victory” is achieved. And it also wants to finance the reconstruction!
Keeping the USA’s back free

Thus the EUropäer hold the USA the back freely, so that itself strengthened around China “to care for” and – in time for the presidential election in the autumn 2024 – from Ukraine to withdraw can.

The fact that elections will also be held in EUropa – even as early as spring 2024 – apparently does not matter. Because the leading EU politicians do not wear European, but transatlantic glasses.

If they practiced “Europe first”, they would have to oppose anti-Chinese policies – because China is an important trading partner for EUropa, and even the most important one for Germany!


Die USA verfolgen seit langem das Ziel, China einzudämmen und zu isolieren. Bislang mit wenig Erfolg - das Reich der Mitte pflegt enge Beziehungen zu Europa, Afrika und vor allem Russland. Doch nun schwenkt die EU auf die harte Linie der USA ein.

Die ganze EU? Nein. Deutschland, Frankreich und Spanien zögern noch - und das zu Recht.


Aber Kommissionspräsidentin von der Leyen hat mit einer Grundsatzrede zur China-Politik einen Kurswechsel eingeleitet. Noch will sie nicht die von den USA propagierte "Abkopplung".

Aber mit ihrem "De-Risking" bereitet sie Europa auf die zunehmend konfrontative US-Politik gegenüber China vor, die uns direkt in einen Wirtschaftskrieg 2.0 führen könnte.

Wenn Biden die Daumenschrauben anzieht und Sanktionen gegen China verhängt, dürfte von der Leyen ohne Murren folgen - so wie sie es bei den Sanktionen gegen Russland getan hat.

Nicht nur in der China-Politik folgen die EU und ihr deutscher Chef den amerikanischen Wünschen. Auch in der Ukraine übt sie sich in vorauseilendem Gehorsam.

Die europäische Militärhilfe wird systematisch aufgestockt, neuerdings ist die ehemalige Friedensunion sogar zu einer Waffenunion mit eigener Produktion für Kiew mutiert.

Brüssel hat sich auch bereit erklärt, die Ukraine im Krieg gegen Russland zu unterstützen, bis der "Sieg" erreicht ist. Und es will auch den Wiederaufbau finanzieren!


Den USA den Rücken frei halten
Damit halten die EUropäer den USA den Rücken frei, damit sie sich verstärkt um China "kümmern" und - rechtzeitig zur Präsidentschaftswahl im Herbst 2024 - aus der Ukraine zurückziehen können.

Dass auch in EUropa Wahlen stattfinden werden - sogar schon im Frühjahr 2024 - spielt dabei offenbar keine Rolle. Denn die führenden EU-Politiker tragen keine europäische, sondern eine transatlantische Brille.

Würden sie "Europe first" praktizieren, müssten sie sich gegen eine antichinesische Politik aussprechen - denn China ist ein wichtiger Handelspartner für EUropa, und sogar der wichtigste für Deutschland!


Not in Europe’s interest

It would also be in Europe’s interest to end the Ukraine war before the 2024 European elections. How do you want to run an election campaign with war and misery, how do you want to pay the horrendous costs?

But this is not an issue in Brussels. Even the fact that two mega-conflicts – Ukraine/Russia and China – could finally overwhelm Germany and the EU is not discussed – but accepted as if it were a given.

Von der Leyen and the transatlanticists follow the Americans’ “Grand Strategy”; they have no strategy of their own. Yet the EU wanted to gain “strategic autonomy” – also from the United States. Instead, it allows itself to be harnessed.

In geopolitical jargon, this is called alignment – or Western shoulder-to-shoulder. Meanwhile, China and Russia are propagating a new, “multipolar” world order – without the USA and the EU…

The original post (in German) is here. See also Von der Leyen auf Anti-China-Kurs (in German)


Nicht im Interesse Europas

Es läge auch im Interesse Europas, den Ukraine-Krieg vor den Europawahlen 2024 zu beenden. Wie will man einen Wahlkampf mit Krieg und Elend führen, wie will man die horrenden Kosten bezahlen?

Aber das ist in Brüssel kein Thema. Selbst die Tatsache, dass zwei Megakonflikte - Ukraine/Russland und China - Deutschland und die EU endgültig überfordern könnten, wird nicht diskutiert, sondern als gegeben hingenommen.

Von der Leyen und die Transatlantiker folgen der "Grand Strategy" der Amerikaner, eine eigene Strategie haben sie nicht. Dabei wollte die EU doch "strategische Autonomie" erlangen - auch von den Vereinigten Staaten. Stattdessen lässt sie sich vor den Karren spannen.

Im geopolitischen Fachjargon nennt man das Alignment - oder westlicher Schulterschluss. Währenddessen propagieren China und Russland eine neue, "multipolare" Weltordnung - ohne die USA und die EU...

Den Originalbeitrag finden Sie hier. Siehe auch Von der Leyen auf Anti-China-Kurs (auf Deutsch)


Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


Info: https://lostineu.eu/the-eu-commission-starts-alignment-on-china



unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.04.2023

Meinungsspektren in der Diskussion

Auszug: 3. April 2023, 10:27 Uhr

bei RWE knallen die Sektkorken! Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke ist

für die nächsten Jahrzehnte gesichert!


mit E-Wärmepumpen muss/wird aufgrund des erhöhten Strombedarfs

Kondensationsstrombedarf ansteigen. Damit fällt zwangsläufig auch mehr

Abwärme an. Diese Abwärme wird zusätzlich in unsere Flüsse eingeleitet

bzw. das gedickte Kühlwasser der Kühltürme (=> der Eintrag der

Salzfracht steigt in die Flüsse steigt ggf. droht im Sommer ein

Fischsterben)! und das auch bei 80% (und auch bei 100% erneuerbarem

Strom über die Jahresbilanz berechnet), da der zeitgleiche Residuallast

Strombedarf im Winter extrem ansteigen wird, weil die erneuerbaren

naturgegeben den Strom eben gerade nicht zeitgleich zum Bedarf erzeugen

können.


Wird die Beheizung der Häuser auf Wärmepumpen umgestellt, müssen

zusätzliche, ineffiziente Kondensationskräfte in erheblichen Umfang

zusätzlich gebaut werden. Von einer Abschaltung der Kohlekraftwerke nach

2030 kann gar keine Rede sein.


Die Abwärme, welche zwangsweise bei der Stromerzeugung (Residuallast =

die Stromleistung welche zusätzlich zu erneuerbaren Stromerzeugung

benötigt wird um den Lastbedarf zeitgleich zu decken) übersteigt heute

den Wärmebedarf aller Gebäude um den Faktor 1,8 und zukünftig bei 100%

erneuerbar erzeugter Strommenge über die Jahresbilanz immer noch um 14%.


Mit der Abwärmenutzung könnte der Energiebedarf von Deutschland um ca.

40% gesenkt werden. Die CO2 und die Feinstaubemissionen würden drastisch

gesenkt werden, (Abschaltung der Kohlekraftwerke) dies ist mit der

Umstellung auf Wärmepumpen aufgrund des erhöhten Strombedarfs überhaupt

nicht möglich!


Mit der Umstellung auf Wärmepumpen ist der Kohlekraftwerksbetrieb auch

über die nächsten 50 Jahre und darüber hinaus gesichert. Bei RWE knallen

die Sektkorken, da deren Strom- und Wärmemarkt Kampagne begleitet durch

eine Vielzahl von entsprechend erstellter Studien vollständig

erfolgreich war.


Auf die einfachen, aber geschickt platzierten Argumente sind alle Laien

hereingefallen. Man konzentriert sich beim Klimaschutz auf den 15% CO2

Anteil, welcher durch das Heizen der Gebäude verursacht wird.


Gleichzeitig werden durch den erhöhten Strombedarf zu Zeiten geringer

erneuerbarer Stromerzeugung die Sachzwänge geschaffen, welche

insbesondere die Abschaltung der Braunkohlestromerzeugung unmöglich macht.


Gute Nacht, Klima, denn die Residuallast-Stromerzeugung verursacht rd.

45% der CO2 Emissionen obwohl der Anteil am gesamten Energieeinsatz von

Deutschland nur bei ca. 10% liegt. Die


Zu retten wäre das nur noch, wenn im Gebäudeenergiegesetzt der

Abwärmenutzung (insbesondere aus der Stromerzeugung) der Vorrang

eingeräumt würde.


Dies könnte noch repariert werden, wenn


die Abwärme Nutzung aus der Stromerzeugung mit 0g CO2 deklariert würde

(denn diese Wärmemenge wird zwangsweise aufgrund des benötigten Strom

sowieso erzeugt) und die Stromerzeugung der CO2 Emissionen vollständig

zugerechnet würden.


Über das KWK-G die vorrangige (Residuallasterzeugung) über KWK-Anlagen

erfolgt. Heute haben geniesen über das Strommarktdesign und das

Redispatch 2.0 die ineffizienten Kohlekraftwerke-Kondensationskraftwerke

den Vorrang. Diese verursachen zudem die höchsten CO2 Emissionen.Die

Heizwärme macht zwar einen von ca. 45% verursacht jedoch nur ca. 15% der

CO2 Emissionen (vergl. die Daten des Umweltbundesamtes / Folie 14)


Für den in der Realität wirksamen Klimaschutz retten was noch zu retten ist.


Konkrete Forderung:


1.Wärmenutzungsgebot ins EnWG einbauen, Vorrang vor jeglicher weiterer

Niedertemperaturerzeugung einräumen (vor Geothermienutzung jeglicher Art)


2.KWK-Förderung insbesondere für Anlage bis 1 MWel anheben ggf.

Mindest-Stromkennnzahl festlegen


3.KWK-Residuallast-Stromerzeugung => KWK-Wärme Anteil in der Fern- und

Nahwärme anstelle von 280 g CO2 auf Null g CO2 festlegen. Die CO2 Mengen

werden der Stromerzeugung zugeordnet


4.Nahwärmenetzbau beschleunigen Erhöhung der Fördersumme je Trassenmeter

um die Inflation zzgl. eines Zuschlags von 20%  => Anschlusszwang,

Voraussetzungen: Kosten übersteigen die Heizungssanierung


5.Nah-/Fernwärmenetz werden auch gefördert, wenn Abwärme der

Wasserstoffelektrolyse und oder aus der Industrie eingespeist wird => 

Streichung des mind. 75% KWK-Anteils


6.EnWG: Stromnutzung ist der sog. Kundenanlagen stellt rechtlich keine

Stromlieferung dar (Bürokratieabbau)


Damit wird auch die Wärmewende für die Haushalte bezahlbar und ist damit

sozial gerecht.


1.Der Anschluss an ein Nahwärmenetz kostet nicht mehr als die Erneuerung

einer Gas- od. Ölheizung. Damit ist er auch noch von Rentner

einigermaßen finanzierbar


2.Der Handwerkermangel wird zum großen Teil umgangen => die Wärmewende

gelingt schneller


3.Die Energieeffizienz steigt in Deutschland schnell um rd. 40%! => die

Energieimporte sinken drastisch


4.Die erneuerbare Energiewende wird in Deutschland auch unter

Berücksichtigung der Zeitgleichheit (Erzeugung und Verbrauch)

ermöglicht. Die Energieversorgung bleibt weiterhin gesichert und

wirtschaftlich. Eine Abwanderung der Industrie wird verhindert.


5.Die CO2 Emissionen sinken drastisch und vor allen Dingen schnell. Der

Zubau von EE Anlagen wird nicht durch die Strom-Residuallerzeugung

überkompensiert.


Beigefügt die Stellungnahme und meinen an der Uni gehaltenen Vortrag.

03.04.2023

DEKT rechtfertigt Verbotsbeschluß mit Falschbehauptung und unbelegten Vorwürfen/Palästinenser auf Nürnberger Kirchentag nur "Minderheit in Israel"

-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: NAKBA-Ausstellung: DEKT rechtfertigt Verbotsbeschluß mit

Falschbehauptung und unbelegten Vorwürfen/Palästinenser auf Nürnberger

Kirchentag nur "Minderheit in Israel"

Datum: Mon, 3 Apr 2023 14:40:02 +0200

Von: Zumach <zumach@taz.de>

An: zumach@taz.de <zumach@taz.de>



_*NAKBA-Ausstellung: Deutscher Evangelischer Kirchentg (DEKT)

rechtfertigt Verbotsbeschluß mit Falschbehauptung und unbelegten

Vorwürfen/Palästinenser auf Nürnberger Kirchentag nur eine der

„Minderheiten in Israel“*_


_**_


Sehr geehrte Damen und Herren,


nach meiner Informationsmail vom 7. Februar 2023 hatten viele von Ihnen

an das Präsidium und an die Geschäftsstelle des Deutschen Evangelischen

Kirchentages  (DEKT) geschrieben mit kritischen Nachfragen zum Verbot

der NAKBA-Ausstellung auf dem kommenden Kirchentag vom 7.-11. Juni in

Nürnberg und mit der dringenden Bitte um eine Begründung für diese

Zensurmaßnahme. Für dieses Ihr Engagement danke ich Ihnen sehr.


Allerdings hat niemand von Ihnen hat eine Antwort mit der erbetenen

Begründung erhalten. Beim DEKT gilt nach wie vor die selbstherrliche,

arrogante Maxime, mit  der das Büro von Kirchentagspräsident Thomas de

Maiziere bereits im Januar Fragesteller abwimmelte: _“ Ihr Schreiben

wurde gar nicht gelesen und daran besteht auch überhaupt kein Interesse.“ _

Und warum nicht? Warum hat der DEKT - laut ständiger Selbstdarstellung

dem _„Dialog“_ und dem_„gesellschaftlichen Diskurs“_ verpflichtet -  auf

die zahlreichen,  an ihn gerichteten Schreiben seit Monaten nicht

reagiert? Auf diese Frage des Deutschlandsfunks für eine am 21.März

ausgestrahlte Sendung

(_https://www.deutschlandfunk.de/warum-die-nakba-ausstellung-nicht-auf-dem-ev-kirchentag-zu-sehen-ist-dlf-046062af-100.html 

_ ) wollte DEKT-Generalsekretärin Kristin Jahn ausdrücklich  keine

Antwort geben.


Völlig wirkungslos blieben Ihre  Schreiben an die Verantwortlichen des

DEKT allerdings nicht. Gemeinsam mit einem Mitte Februar veröffentlichen

Brief (Anhang 1)von acht  west-und ostdeutschen ChristInnen,die seit

Jahrzehnten eng  mit dem DEKT verbunden waren (darunter der frühere

Erfurter Probst Heimo Falcke sowie die ehemalige Kirchentagspräsidentin

Elisabeth Raiser und ihr Mann Konrad, vormals Generalsekreträr des

Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf ) sowie der Berichterstattung 

über diesen Brief im Evangelischen Pressedienst (epd, Anhang 2) sowie in

Publik Forum (mit sehr kritischem Kommentar, Anhang 3) führten Ihre

Schreiben dazu, daß sich das Präsidium erneut mit dem Thema beschäftigen

mußte . Allerdings mit sehr enttäuschenden Ergebnis: einstimmig

bekräftigte das Präsidium auf einer Sitzung am 10. März  seinen

ursprünglich im Oktober letzten Jahres gefaßten Verbotsbeschluß und

versuchte diese bis dato nicht begründete Zensurmaßnahme nun mit dem

unbelegten Pauschalvorwurf über eine angebliche _„Einseitigkeit“ _der

Ausstellung zu rechtfertigen sowie mit der Falschbehauptunge über eine

angeblich in der Vergangenheit verweigerte _„Überarbeitung“_  der

Ausstellung. Die PalästinenserInnen sollen auf  dem Kirchentag in

Nürnberg lediglich als einer der_„Minderheiten in Israel“_ vorkommen.


Mit diesem Beschluß fällt das DEKT-Präsidium allen Menschen in den

Rücken, die sich in Israel/Palästina und in Deutschland seit Jahrzehnten

für eine menschenrechts-und völkerrechtskonforme Friedenslösung des 

israelisch-palästinensischen Konflikts einsetzen. Ohne eine solche

Friedenslösung kann und wird es auch keine unbedrohte Existenz des

Staates Israel geben.


_Der Beschluß des DEKT-Präsidiums vom 10. März im Wortlaut:__

_

_"Das Präsidium des Kirchentags hat im Oktober 2022 nach Beratung durch

eine Prüfgruppe entschieden, den Verein Flüchtlingskinder im Libanon

e.V. zum Markt der Möglichkeiten zuzulassen, hingegen die Ausstellung

zur NAKBA nicht zu zeigen. Diese Entscheidung bleibt bestehen. Denn die

Ausstellung, die in früheren Jahren gezeigt wurde, ist in ihrer

Einseitigkeit seit Jahren überarbeitungsbedürftig, und sie ist diese

Überarbeitung bisher schuldig geblieben. Die Ausstellung in dieser Form

schließt die Diskussion mehr als dass sie sie öffnet. Wir wollen aber

das strittige Thema aufgreifen und ihm auf dem Kirchentag in Nürnberg

durch eine eigene Veranstaltung Raum geben."__

_

Für die behauptete „Einseitigkeit“ der NAKBA-Ausstellung haben die DEKT-

Geschäftsstelle und das Präsidium auch auf mehrfache Nachfragen seit dem

10. März  kein einziges Beispiel oder gar einen Beleg nennen können.

Stattdessen erklärte DEKT-Generalsekreträrin Kristin Jahn in der Sendung

des Deutschlandsfunks vom 21.3.:_„Der Verein Flüchtlingskinder im

Libanon  weist auf seiner Homepage von sich aus selbst daraufhin, daß er

eine bewußte Einseitigkeit in der Ausstellung gewählt hat.“ _Auf

Nachfragen, wo denn dieser angebliche Hinweis zu finden sei, reagiert

die DEKT-Generalsekretärin nicht. Tatsächlich gibt es einen solchen

Hinweis auf der Homepage des Vereins nicht, und es hat ihn auch nie

gegeben.  Dennnoch wird diese tatsachenwidrige Falschbehauptung der

DEKT-Generalsekretärin  wider besseres Wissen  inzwischen auch von

DEKT-Sprecherin Milena Vanini verbreitet.

Neben DEKT-Generalsekretärin Jahn kommt in der Sendung des

Deutschlandfunks als KritikerIn/Gegnerin  der NAKBA-Ausstellung  

einzig  die frühere Geschäftsführerin des American Jewish Council in

Berlin,  Deidre Burger zu Wort - und dies ebenfalls mit einer von ihr

bereits seit Jahren verbreiteten Falschbehauptung: der Verein

Flüchtlingskinder im Libanon sei _„nicht am Dialog interessiert“,_

sondern  er verbreite mit der Ausstellung _„ein Narrativ, das

auschließlich die Palästinenser als rechtmäßige Bewohner Israels zeigt“.

_Damit unterstellt Berger  dem Verein Flüchtlingskinder im Libanon, der

NAKBA-Ausstellung und allen Menschen, die diese Ausstellung

unterstützen, sie würden das Recht von Jüdinnen und Juden, auf dem

Territorium des Staates Israel zu leben oder gar das Existenzrecht

dieses Staates in Frage stellen. Diese Unterstellung ist eine Verleumdung.


Eine Mischung aus Irreführung der Öffentlichkeit und tatsachenwidriger

Falschbehauptung wider besseres Wissen ist auch der Satz aus dem

Präsidiumsbeschluß: _„Denn die Ausstellung, die in früheren Jahren

gezeigt wurde,  ist in ihrer Einseitigkeit seit Jahren

überarbeitungsbedürftig, und sie ist diese Überarbeitung bisher schuldig

geblieben.“_

Tatsache ist: die Ausstellung wurde  seit 2009 auf fünf Evangelischen

Kirchentagen gezeigt. Ein Ersuchen des DEKT zur Überarbeitung der

Ausstellung hat es nie gegeben. Die einzigen jemals unterbreiteten

Vorschläge zur Überarbeitung durch einige Präzisierungen und Ergänzungen

(vorgelegt auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll im Jahr

2018) wurden sämtlich umgesetzt - siehe die im Anhang 4 beigefügte

Liste. Diese Liste liegt auch dem   DEKT vor.


_Wer waren die Mitglieder der vom DEKT eingesetzten „Prüfgruppe“ (in

früheren Äußerungen der DEKT-Geschäftsstelle auch als „Expertengremium“

bezeichnet) , die dem DEKT-Präsidium das Verbot der Ausstellung

empfohlen haben?_


Auch diese Frage seit November letzten Jahres mehrfach gestellte Frage

will der DEKT weiterhin nicht beantworten.  Allerding beriefen sich

einige Präsidiumsmitglieder auf  Nachfrage zu der von ihnen behaupteten

„Einseitigkeit“ der NAKBA-Ausstellung auf Einschätzungen der  beiden

„Antisemitismusbeauftragen“ der Landesregierung Baden-Württemberg,

Michael Blume und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),

Christian Staffa ( auch Vorstandsmitglied der AG Juden und Christen beim

DEKT).

Michael Blume hatte in seinem Jahresbericht 2019 die Ausstellung unter

dem Kapitel_„Israelfeindlicher Antisemitismus“_ erwähnt und damit

stigmatisiert -ohne eine konkrete Begründung für diese Zuordnung. Auf

Nachfragen in einem Zeitungsinterview ruderte Blume halb zurück: _„Ich

werte die Ausstellung nicht als antisemitisch, aber als einseitig.“ _

Als Beleg für die angebliche „Einseitigkeit“ der Ausstellung über die

Flucht und Vertreibung der PalästinenserInnen in den Jahren 1947/48

nannte Blume die fehlende Erwähnung des in den Jahren 1937-1945

bestehenden „ Bündnisses zwischen Adolf Hitler und dem Großmufti von

Jerusalem“. Damit betreibt der "Antisemitismusbeauftragte" Blume elenden

Whataboutism und versucht offenbar, ein Übel durch ein anderes Übel zu

rechtfertigen.

Christian Staffa bezeichnete die NAKBA-Ausstellung auch in Reaktion auf 

einige Ihrer Fragen nach einer Begründung für die Verbotsentscheidung

des DEKT  pauschal und ohne irgendwelche Details  als _„schlecht“_ und

unterstellte den Fragestellern Unkenntnis _( „Kennen Sie die Ausstellung

überhaupt?“). __

_

_„Die Ausstellung in dieser Form schließt die Diskussion mehr als dass

sie sie öffnet.“_


Diese - ebenfalls durch nichts belegte - Behauptung des DEKT-Präsidiums

steht im Widerspruch zu den gemachten Erfahrungen an den über 120 Orten,

an denen die Ausstellunng seit ihrer Konzeption im Jahr 2008 gezeigt

wurde (siehe dazu die im Anhang 5 beigefügte Stellungnahme des Vereins

Flüchtlingskinder im Libanon zur Verbotsentscheidung des DEKT-Präsidiums).


Im letzten Satz seiner Verbotsentscheidung verspricht das DEKT-Präsidium:


_„Wir wollen aber das strittige Thema aufgreifen und ihm auf dem

Kirchentag in Nürnberg durch eine eigene Veranstaltung Raum geben."_


Auf Nachfrage, wo auf dem Kirchentag dies geschehen soll, verweist das

DEKT in einer schriftlichen Antwort allen Ernstes auf folgende

Veranstaltung im Kirchentagsprogramm:



/_Minderheiten in Israel_//_

_//_Kulturell, politisch, demografisch_//

//

//Gespräch://

//Dr. Lidia Averbukh, Expertin für israelische Innen- und Außenpolitik,

Bertelsmann Stiftung, Berlin//

//Prof. Dr. Johannes Becke, Israel- und Nahostforscher, Wiesbaden//

////

//Moderation://

//Prof. Dr. Doron Kiesel, Direktor Bildungsabteilung Zentralrat der

Juden in Deutschland, Frankfurt/Main//

////

//Anwältinnen des Publikums://

//Dr. Franziska Grießer-Birnmeyer, Henfenfeld//

//Dora Charlotte Köhler, Berlin//

//

//Fr//

//11.00–12.30//

//Zentrum Juden und Christen | Podium//

/


Damit greift der DEKT  dem Ergebnis von Bestrebungen vor, die die  neue

israelische Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu bereits

in ihrem Koalitionsvertrag ganz unverhohlen angekündigt hat: _„Das

jüdische Volk hat ein exklusives und unanfechtbares Recht auf alle

Gebiete des Landes Israel. Diese Regierung wird überall die Siedlungen

ausbauen, auch in Judäa und Samaria.“_

Mehrere an der Regierung beteiligte Parteien und ihre  Minister fordern

die Annexion zumindest der Westbank sowie die Vertreibung der dort

lebenden Palästinenser. Diejenigen Palästinenser, die nach Umsetzung

dieser Vorhaben  vielleicht noch auf dem 1947 von der UNO und  im

Oslo-Abkommen von 1993 für ihren Staat vorgesehenen Territorium

verblieben, wären dann tatsächlich nur noch eine der „Minderheiten in

Israel“.


Kommentare zu dieser Programmplanung für den Nürnberger Kirchentag und

zu dem Zensurbeschluß des DEKT-Präsidiums richten Sie bitte an


-Kirchentagspräsident Thomas de Maiziere

buero.thomas.demaiziere@t-online.de


-DEKT-Generalsekretärin Kristin Jahn

generalsekretariat@kirchentag.de


sowie an den Bischof der für den Nürnber Kirchentag gastgebenden

Bayerischen Landeskirche, Heinrich  Bedford-Strohm

landesbischof@elkb.de


Und bitte mit Kopie an mich.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Zumach



--

Andreas Zumach Mail: zumach@taz.de
03.04.2023

Meinungsspektren in der Diskussion

Auszug: 3. April 2023, 14:11 Uhr

Hallo, ihr alle, ich befürworte die Beantragung einer außerordentlichen BDK. Aber sollten wir nicht auf dieser alle Probleme zur Sprache bringen? Die Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, die im Widerspruch zum Grundsatzprogramm stehen, müssten dort auch offen diskutiert werden. Nur im Frieden sind unsere Umweltprobleme zu lösen. Auch deshalb würde ich unsere Anliegen nicht trennen. Im Appell für den Frieden wird das ja auch deutlich.

03.04.2023

Öffentliche Denunzierung des Friedensanliegens - Zum gesellschaftlichen Umgang mit Friedensappellen zum Krieg in der Ukraine

---------- Ursprüngliche Nachricht ----------

Von: "Moegling, Klaus" <klaus@moegling.de>

An: klaus@moegling.de

Datum: 03.04.2023 06:43 CEST

Betreff: Aktuelles zur Friedenspolitik

 

Liebe Friedensfreunde_innen,


der gesellschaftliche Umgang mit der Friedensbewegung ist für mich nicht hinnehmbar. Daher habe ich aus aktuellem Anlass folgenden Artikel verfasst:


„Öffentliche Denunzierung des Friedensanliegens -


Zum gesellschaftlichen Umgang mit Friedensappellen zum Krieg in der Ukraine“


Dieser Artikel findet sich – frei lesbar – unter ‚actual blogs‘ (Blog 1) deutsch- und englischsprachig auf meiner Webseite unter


https://www.klaus-moegling.de/actual-blogs/ https://www.klaus-moegling.de/actual-blogs/    --> etwas nach unten scrollen


Es war schon eine Unverschämtheit, wie ein Teil der Medien und der Regierungspolitik auf die Friedensbewegung und insbesondere auf das ‚Manifest für Frieden‘, zu dessen Erstunterzeichnern ich u.a. gehöre, mit falschen Zitaten und Denunzierungen reagiert hat. Auch die neue – maßgeblich von sozialdemokratischen Politikern getragene Initiative ‚Frieden schaffen!“ wird bereits von Herrn Melnyk auf rüdeste Art angegriffen.


Ihr könnt den Beitrag und den Link gern weiterreichen. Es haben ja sehr viele Friedensfreunde_innen das ‚Manifest für Frieden‘ sowie den ‚Appell für den Frieden‘ unterschrieben, deren Unterzeichnungslisten immer noch offen sind.


Ostermärsche und internationale Friedenstagung im Juni


Jetzt stehen ja erst einmal die Ostermärsche an, für die angesichts der verschiedenen weltweit stattfindenden Kriege und militärischen Konflikte eine große Beteiligung zu erwarten ist.


Infos zu den Ostermärschen 2023: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2023 https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2023.


Dann möchte ich auf die internationale Friedenstagung, am 10./11. Juni 2023, in Wien hinweisen. Vielleicht sehen wir uns ja auch dort?


* Vienna/Austria, June 10th/11th 2023


International Summit for Peace in Ukraine


Ort: ÖGB-Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1, Vienna 1020


Einladende Organisationen: International Peace Bureau, CODEPINK, Assembly of the World Social Forum, Transform Europe, Europe for Peace,WILPF International (tbc), International Fellowship of Reconciliation ( IFOR), Peace in Ukraine, Campaign for Peace Disarmament and Common Security (CPDCS)

Lokale Organisatoren und Unterstützer: AbFaNG (Action Alliance for Peace, active Neutrality and Non-violence), Institute for Intercultural Research and Cooperation (IIRC), Austrian Center for Peace (ACP) in Stadtschlaining, Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation, ÖGB – Österreichischer Gewerkschaftsbund, WILPF Austria (tbc), ATTAC Austria, IFOR Austria.


We are calling for an international civil society gathering in Vienna, Austria on June 10/11.


Kontakt: International Peace Bureau, Marienstraße 19-20, 10117 Berlin, viennaconference@ipb-office.berlin

Anmeldung unter:


https://forms.gle/cFCeY62wgmXyUVaH7 https://forms.gle/cFCeY62wgmXyUVaH7


There will be also an opportunity to join the conference virtually. More details including a first program (from April 2023) on www.peacevienna.org http://www.peacevienna.org


Appell für den Frieden


Ansonsten: Gerade jetzt ist es – angesichts der weiteren Eskalation im Krieg in der Ukraine und dem Versuch der gesellschaftlichen Einschüchterung der Friedensbewegung – notwendig, dass möglichst viele Persönlichkeiten den ‚Appell für den Frieden‘ auf Change.org unterzeichnen. Zurzeit sind es etwa 7050 Unterzeichner_innen. Bei 10.000 Unterzeichnungen werden wir nochmals an die Bundesregierung und das UN-Generalsekretariat schreiben. Der Link zum Appell:


https://chng.it/N2ggCS5Q https://chng.it/N2ggCS5Q


Vielleicht könnt ihr noch eine Idee zur Weiterverbreitung des Links umsetzen: Pressemeldung mit Change.org-Link, Leserbrief, Post bei Facebook, Flugblattaktion bei den Ostermärschen (ein Flyer hierfür ist beigefügt).


Frieden schaffen!


Am 1.4.23 wurde in zwei Zeitungen eine friedenspolitische Anzeige zum Thema „Frieden schaffen! Waffenstillstand und Gemeinsame Sicherheit jetzt!“ mit einer Liste von 200 Unterzeichner_innen veröffentlicht. Dieser Aufruf ist u.a. vom ältesten Sohn von Willy und Ruth Brandt, dem Historiker Prof. Dr. Peter Brandt,  auf den Weg gebracht worden. Der dringend diplomatische Initiativen fordernde Text der Anzeige und die Unterzeichner_innenliste finden sich auch unter


https://www.naturfreunde.de/frieden-schaffen-waffenstillstand-und-gemeinsame-sicherheit-jetzt https://www.naturfreunde.de/frieden-schaffen-waffenstillstand-und-gemeinsame-sicherheit-jetzt


Viele verschiedene Initiativen werden hoffentlich einen Einfluss auf die Verantwortlichen haben, so dass auf allen Seiten die Notwendigkeit diplomatischer Konfliktlösungen zunehmend anerkannt wird.


Beste friedenspolitische Grüße und alles Gute


Klaus Moegling

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Homepage:https://www.klaus-moegling.de/


Appell für den Frieden/ Peace Appeal: https://www.klaus-moegling.de/peace-appeal/


Buchpublikation: Neuordnung. Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt ist (noch) möglich. 3. aktualisierte Auflage. (Verlag Barbara Budrich)


English edition in open access: https://www.klaus-moegling.de/international-edition/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.04.2023

Meinungsspektren in der Diskussion

Bild_Spiegel_1_


Auszug: 2. April 2023, 19:55 Uhr

.. ein sehr treffendes Titelbild im aktuellen Spiegel dazu in der Anlage: „Grün war die Hoffnung“. Es heißt ja auch „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“

Mit diesem Koa-Ausschuss ist die Hoffnung auf eine sozial-ökologische Transformation endgültig gestorben. Dies sollten auch die grünen Mitglieder endlich kapieren bzw. wir sollten sie darauf hinweisen.


Nach meiner Einschätzung geht es den grünen Funktionär*innen v. a. um ihre Pöstchen - einschl. und v. a. auch den Grün.links.denkenden, die den Kotau in der Ampel ohne Widerspruch mitmachen. Von Annalena Baerbock und Robert Habeck habe ich letztlich nichts anderes erwartet, weil sie sich in ihrer Rolle wohlfühlen und sie v. a. in den Talkshows und Medienauftritten darauf achten, wer von ihnen die/der nächste Kanzlerkandidat*in wird, was wir bereits vor dem letzten Wahlkampf kritisiert haben. Die GLD-Funktionär*innen sind mittels Pöstchen ruhig gestellt worden und klatschen opportunistisch Beifall zum diesem miesen Schauspiel, was politisch aufgeführt wird. In dem Ampelgehampel wären grüne Forderungen nur durchsetzbar, wenn eine Bereitschaft unser Funktionär*innen bestünde, die Ampel in den Verhandlungen im Koa-Ausschuss notfalls zu beenden, um grüne Kerninhalte angemessen durchzusetzen. Dazu kleben unsere Funktionär*innen viel zu sehr an ihren Pöstchen! Shakespeare hätte seine wahre Freude an diesem Drama gehabt, wenn es nicht so traurig wäre!


Kurzzusammenfassung: die sozial-ökologische Transformation wurde mit den Ergebnissen des Koa-Ausschusses beerdigt - Ökologie wird zur Fußnote (z. B. ein paar Solarpanele an den neuen 144 FDP-Autobahnen). Kindergrundsicherung und Klimageld wurden als unabdingbare soziale Maßnahmen ad acta gelegt von der FDP! Die Grünen sind zum Fußabtreter für die FDP und zum Bettvorleger für die Ampel geworden. Das Ampelgehampel wird demnächst in vielen Varianten auf der politischen Bühne fortgesetzt werden. Unsere verantwortlichen Funktionär*innen werden zu diesem Schauspiel Beifall klatschen, wie wir es bereits nach dem Koa-Ausschuss vom Buvo und in den Talkshows gesehen haben. Robert Habeck wird dem Fernsehpublikum und den von neuen geneigten grünen Basismitgliedern weiter philosophisch Honig um den Bart schmieren und Annalena Bearbock ihr diplomatisches Versagen wertebasiert begründen


Uns bleibt nur den grünen Mitgliedern die Augen zu öffnen, damit sie erkennen, wie ihnen von unseren Funktionär*innen Sand in die Augen gestreut wird, damit ihnen keine weitere Akte dieses Dramas dargeboten werden können.

03.04.2023

Meinungsspektren in der Diskussion

Auszug vom 2. April 2023, 17:51 Uhr

Ich möchte hier niemandem persönlich angreifen und bin überzeugt davon, dass sich alle hier auf dieser Liste sehnlichst wünschen, dass dieser furchtbare und sinnlose Krieg so schnell wie möglich beendet wird. Über das „wie“ gibt es verschiedene Ansichten, auch über die Vorgeschichte und die Fehler, die gemacht worden sind - auf beiden Seiten. Das müssen wir aushalten. Und konstruktiver Streit um den richtigen Weg ist sinnvoll und notwendig.


Ich wurde nach meinen Ideen gefragt. Dazu hatte ich vor ein paar Wochen hier schon einiges skizziert. Die Zauberformel, den Königsweg habe ich auch nicht. Ich denke, es braucht jetzt viel Kraft und Kreativität, um zu einem Waffenstillstand und zu ernsthaften Verhandlungen zu kommen. Das wird nicht ohne Moderation von außen gehen, von einem Land oder einer Ländergruppe, die von beiden Seiten akzeptiert werden kann. Und am Ende werden beide Seiten Kompromisse machen müssen.


Das Völkerrecht ist auf der Seite der Ukraine und verlangt den Rückzug der russischen Truppen aus allen völkerrechtswidrig besetzten bzw. einverleibten Gebieten - einschließlich der Krim. Mit dem Versuch, selbst die Krim zurückzuerobern, wird die Ukraine aber aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern - in jedem Fall würde das aber eine ungeheure Zahl von Todesopfern fordern (es sei denn, Putin wird vorher gestürzt und eine ganz andere Regierung kommt in Russland an die Macht - eher unwahrscheinlich). Also wird ein Kompromiss gesucht werden müssen, der zum Beispiel für die Krim ein Referendum unter Regie der Vereinten Nationen beinhalten könnte. Im Donbass ist die Situation sehr viel komplizierter. Referenden kämen meines Erachtens nur für die Gebiete in Betracht, die schon vor dem 24.2. letzten Jahres unter russischem Einfluss stand. Aus den nach dem 24.2. eroberten Gebieten müssten sich die russischen Truppen zurückziehen. Als Gegenleistung wären der Verzicht einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine denkbar, die dann aber wiederum belastbare Sicherheitsgarantien bräuchte.


So lange aber die russische Armee und die Söldner-Gruppe Wagner versucht, weitere Gebiete der Ukraine zu erobern und so lange sie mit Raketen und Drohnen auch Kiew, Lwiw und andere Ziele überall in der Ukraine beschiesst, braucht die Ukraine militärische Unterstützung, um sich verteidigen zu können - besonders Luftabwehrsysteme.


 Dies wird nicht allen hier auf der Liste gefallen.


Und ich bin auch keineswegs sicher, ob ich mit dem, was ich hier skizziert habe, richtig liege. Dazu fehlen mir mehr und belastbare Informationen. Und ich stelle - wie gesagt - meine momentane Positionierung auch immer wieder auf den Prüfstand und bin bereit, sie zu revidieren, wenn ich neue Erkenntnisse gewinne.


Richtschnur sollte für uns Grüne dabei immer sein, Wege zum Frieden zu suchen - Wege, die das Töten beenden. Aber auch mittel- und langfristige Folgen sind zu bedenken. Welche Auswirkungen hätte es gehabt, wenn die Ukraine kapituliert hätte - für die Menschen in der Ukraine selbst, für Moldau, für Taiwan?

Die Verschleppung zig-Tausender Kinder aus den von Russland besetzten Gebieten, schwere Repressionen, Verhaftungen, Folterungen … Nicht immer folgt auf einen Waffenstillstand auch Frieden.


Was meines Erachtens nicht weiterhilft ist das sture Beharren auf „Prinzipien“ (sei es die Gewaltlosigkeit, die immer richtig sei oder „ein Angriffskrieg darf niemals belohnt werden“) ohne wahrzunehmen und anzuerkennen, dass man in Dilemmata kommen kann, aus die es keine guten bzw. „sauberen“ Auswege mehr gibt - in denen abgewogen und um den weniger schlechten Weg gerungen werden muss.


Und ja, Doppelmoral ist schlecht und ist zu kritisieren. Aber der Hinweis auf Missetaten, die von Anderen zu einer anderen Zeit begangen worden sind, machen ein Verbrechen nicht weniger abscheulich uBy können es auch nicht relativieren.


In aktuellen Pressemitteilungen zu konkreten Anlässen ist es völlig okay, zum Beispiel zu kritisieren, dass ausgerechnet ein Außenminister, der einen verbrecherischen Angriffskrieg rechtfertigt und die Charta der Vereinten Nationen mit Füßen tritt, den Weltsicherheitsrat leitet -

ohne auch immer gleich erwähnen zu müssen, dass einst auch ein US-Außenminister den Weltsicherheitsrat hinters Licht geführt und einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gerechtfertigt hat.


Ich selber habe damals auch Demonstrationen gegen den US-Angriff auf den Irak organisiert. Trittin hat diesen Krieg auch klar verurteilt. Aber jetzt erleben wir gerade, wie Putin, Lawrow und Co zunächst die internationale Gemeinschaft belogen und dann den Überfall auf ein Nachbarland - mit allen Kriegsverbrechen - zu verantworten haben.


Und mich wundert und irritiert, dass sich manche, die sich der Friedensbewegung zugehörig fühlen, anscheinend mehr über Waffenlieferungen an die Ukraine oder Äußerungen von Selenskij empören als über die Bombardierung von ukrainischen Schulen und Krankenhäusern und Massakern an der ukrainischen Zivilbevölkerung wie in Butscha.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.04.2023

Kultur und Medien — Antwort — hib 173/2023 Honorare an Journalisten in Höhe von 1,47 Millionen

bundestag.de, 07.03.2023

Berlin: (hib/AW) Die Bundesregierung und nachgeordnete Bundesbehörden haben seit 2018 Honorare im Wert von 1.471.828,47 Euro an Journalisten für Moderationen, Texte, Lektorate, Fortbildungen, Vorträge und andere Veranstaltungen gezahlt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (20/5822)

(https://dserver.bundestag.de/btd/20/058/2005822.pdf) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (20/5437)

(https://dserver.bundestag.de/btd/20/054/2005437.pdf) hervor. Dabei entfielen Honorare in Höhe von 875.231.92 Euro an Journalisten des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks und des Auslandssenders Deutsche Welle, 596.596,55 Euro an Journalisten privater Medien. Nicht enthalten in der Aufstellung sind nach Angaben der Bundesregierung aus Gründen des Staatswohls Honorare, die der Bundesnachrichtendienst (BND) an Journalisten gezahlt hat, weil die Kooperationen des BND „besonders schützenswert“ seien.


Info: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-937200?fbclid=IwAR1J7YglgN6RrsY_z6siGKMHOZfz_U-_-JSNkPjRRZY2UzOoAVTG1YEhD_s

03.04.2023

Alternative zum US-Dollar

zlv.lu, vom 01. April 2023, Ausland, von Ralf HohmannNicht nur BRICS machen Schritte weg von den USA

Ein gewisser Gregor Gysi macht sich Sorgen um die Zukunft von USA und EU: »Es ist das, wovor ich immer gewarnt habe, BRICS – Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika – kann jetzt zu einem neuen Block werden«, beklagt er im »Phoenix Tagesgespräch« vom 21. März. Das Flaggschiff der Springer-Journaille, »Die Welt«, hatte die dräuende Gefahr für die globalen Einflußsphären des Wirtschaftswestens schon am 26. Juni letzten Jahres geortet: »Ein antiwestlicher Block entsteht, so mächtig wie noch nie.«


2015 war die unipolare Welt noch in Ordnung, sagt uns jedenfalls eine Tischvorlage der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) aus jenem Jahr. Denn »auch wenn eine multipolare Welt gerechter erscheint, ist sie nicht unbedingt friedlicher und sicherer. Integrierende Hegemonie, die Einbeziehung vieler Akteure unter der Vorherrschaft einer wohlwollenden Führungsmacht, hat in der Vergangenheit langfristig für sicherheitspolitische Stabilität gesorgt.«


Um die Vorherrschaft unserer »wohlwollenden Führungsmacht« ist es aktuell nicht gerade gut bestellt. Im Zuge des Ukraine-Krieges und der wild um sich schlagenden Sanktionspolitik von USA-Regierung und EU-Kommission haben sich die internationalen Verhältnisse beschleunigt neu sortiert. Die auf dem Globus herumreisenden Emissäre der NATO-Staaten und der EU können einer Gefolgschaft der Länder Lateinamerikas, Afrikas und Asiens nicht mehr sicher sein.


Bundeskanzler Olaf Scholz holte sich Ende Januar eine Abfuhr beim brasilianischen Präsidenten Lula da Silva – der sprach lieber über die Notwendigkeit zügiger Friedensverhandlungen als über Munitionslieferungen für deutsche Panzer auf ukrainischem Boden. In Chile und Argentinien lief es für Scholz nicht anders. Außenministerin Annalena Baerbock scheiterte kurz darauf beim G20-Gipfel in Indien: Der indische Staatssekretär Vinay Kwatra verbat sich Gespräche über Waffenlieferungen und Rußlandsanktionen. 1,4 Milliarden Inder verabscheuten Krieg und setzten stattdessen auf »Diplomatie und Dialog«, sagte Kwatra.


Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa quittierte im Mai 2022 den Wunsch des Kanzlers nach einem Eintritt Südafrikas in die antirussische Sanktionskoalition mit dem Hinweis, daß es doch gerade die westlichen Sanktionen seien, die die Länder des Globalen Südens in eine Hunger- und Energiekrise gestürzt hätten.


Die Einhaltung strikter Neutralität und das Streben nach einer Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt entsprechen der Beschlußlage des BRICS-Gipfels vom 23. Juni 2022 in Peking. Seit dessen Gründung 2001 sahen sich die im BRICS-Bündnis zusammengeschlossenen Schwellenländer entsprechend ihrer politischen Leitidee des Multilateralismus als globaler Gegenpol zur Wirtschaftsmacht des US-Dollar- und Eurosystems.


Heute zählt der BRICS-Staatenbund zu den wirtschaftlich und politisch wirkungsmächtigsten internationalen Akteuren. 2021 betrug sein Anteil am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt 32 Prozent – bei einem Anteil an der Weltbevölkerung von 40 Prozent. Die Bemühungen der G7-Staaten, mit der Einrichtung des G20-Formats eine größere Anbindung der 19 beteiligten außereuropäischen Länder zu erreichen, sind – wie zuletzt der G20-Gipfel in Bali gezeigt hat – wegen erheblicher Meinungsverschiedenheiten auf informeller Ebene steckengeblieben.


Ganz anders die BRICS-Staaten, die inzwischen das Format »BRICS+« ausgerufen haben. Die Liste der Bewerber um eine Mitgliedschaft ist lang: Dazu zählen Algerien, Türkei, Iran, Ägypten, Saudi-Arabien, Argentinien und Indonesien. Ein BRICS-Beitritt des NATO-Mitglieds Türkei wäre für die Strategen im Pentagon ein veritables Desaster, ähnlich verhält es sich mit dem alten Waffenbruder der USA, Saudi-Arabien. Die Mission von USA-Präsident Joseph Biden im vergangenen Juli in Riad mit dem Ziel, Saudi-Arabien wieder auf Kurs zu bringen, war grandios gescheitert.


Die zunehmende wirtschaftliche und damit auch politische Isolation des Wirtschaftswestens geht nicht zuletzt auch auf die sich seit Jahren verstärkende Kooperation zwischen BRICS und den Ländern des südostasiatischen Wirtschaftsbündnisses ASEAN und dessen südamerikanischem Pendant MERCOSUR (Mercado Común del Sur) zurück. In allen drei Bündnissen werden derzeit konkrete Pläne zur Einführung eigener Handelswährungen geschmiedet. Gemeinsames Ziel ist die Ablösung des US-Dollars als Leitwährung und der Aufbau eines neuen internationalen Geldtransfermechanismus, der unabhängig vom westlichen SWIFT-System funktioniert.


Dies hätte zur Folge, daß der beherrschende Einfluß der US-amerikanischen Zentralbank Fed, deren Zinspolitik den Lauf der gesamten Weltwirtschaft bestimmt, global ins Hintertreffen geriete. Bislang fällt jede Transaktion, die international in US-Dollar abgewickelt wird, unter US-amerikanisches Recht. Dieser völkerrechtlich höchst fragwürdigen Praxis wäre durch den Einsatz anderer Handelswährungen ebenfalls ein Ende gesetzt. Eine Entwicklung, die wahrlich keinen Anlaß gibt, die Stirn sorgenvoll in Falten zu legen.


Info: https://www.zlv.lu/db/1/1481597171509/0


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.04.2023

Hier bislang ungeprüfte Meldungen



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die_maer_vom_hausgemachten_klimawandel



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Die EU hat für den Haftbefehl gegen Putin bezahlt

Info: https://www.anti-spiegel.ru/2023/die-eu-hat-fuer-den-haftbefehl-gegen-putin-bezahlt



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ca.Minute 41: Alle Zentralbanken sind pleite!!!!!!!

Info: https://dieunbestechlichen.com/2023/04/jo-conrad-weltweit-banken-in-schieflage-springer-kuendigt-bild-chefredakteuren-schwimmendes-lng-terminal-darf-chlor-ins-wattenmeer-leiten-video/



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Betreff: Screenshots


Montag, 03. April 2023 um 00:09 Uhr


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Info: Telekom Deutschland GmbH

03.04.2023

Aktuelles zum Thema “Gewerkschaften und Frieden”

gewerkschaftliche-linke-berlin.de, vom April 1, 2023,

Wir dokumentieren hier einen Aufruf, der heute veröffentlicht wurde und vor allem dadurch auffällt, dass er von vielen Gewerkschafter:innen, darunter auch eine ganzen Reihe früherer und heutiger Vorstandsmitglieder, unterschrieben wurde. Um den Aussagewert des Aufrufs besser verstehen zu können, erscheint es mir sinnvoll, einen kleinen Rückblick in die Geschichte zu werfen.


Die Stellung der Gewerkschaften in Deutschland – und nicht nur hier – zum Umgang mit Kriegen war immer schon alles andere als einvernehmlich. In der Zeit vor dem 1. Weltkrieg waren sie politisch eingebunden in Politik und Weltanschauung der europäischen sozialdemokratischen Parteien, und dies hieß auch, kriegskritisch zu sein. Doch gab es innerhalb der deutschen Arbeiterklasse duchaus auch Unterstützer der kolonialistischen Ambitionen des Kaiserreiches. Dieser Widerspruch platzte dann nach Ausbruch des 1. Weltkrieges offen auf. Auf der einen Seite standen die Befürworter einer Burgfriedenspolitik, die “in der Stunde der Not das Vaterland nicht im Stich lassen” wollten. Doch als Gewerkschafter folgten sie auch dem Kalkül, für ihre Befriedungsdienste den Herrschenden eine Gegenleistung abzupressen: ihre legale Anerkennung als Interessenorganisation der Lohnabhängigen und die Durchsetzung elementarer Rechte, die das monarchistische Deutschland der Arbeiterklasse bis dato verweigert hatte. Für die andere Seite standen exemplarisch die Revolutionären Obleute, die durch die aktive Organisierung von Massenstreiks und die Vorbereitung auf den Sturz der Monarchie nicht nur praktisch dem Krieg ein Ende gesetzt haben sondern auch als Geburtshelfer der Demokratie in Deutschland in die Geschichte eingegangen sind.


Die Nazibarbarei beendete dann Friedensperiode und Demokratie gleichermaßen, so dass 1945 die von den Nazis verbotenen und aufgelösten Gewerkschaften neu aufgebaut werden mussten. In die ersten Grundsatzerklärungen fanden die traumatischen Kriegserfahrungen Eingang, die der Schwur der Buchenwaldhäftlinge “Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg” Ausdruck verlieh. Diese Stimmung hielt in den Kernbereichen der Mitgliedschaft an bis zur “Ohne mich”-Bewegung, die gegen die Remilitarisierung und diskutierte Atombewaffnung der Bundeswehr entstand. Doch die erzwungene Durchsetzung der Wiederbewaffnung und die Dominanz der Kalten Kriegs-Logik beendete auch diese militärkritische Ausrichtung innerhalb der Gewerkschaften. An ihre Stelle trat die uneingeschränkte NATO-Loyalität aller verantwortlichen Funktionsträger.


Erst durch die Friedensbewegung der 80er Jahre bekam diese Loyalität erneut deutliche Risse. Innerhalb der Gewerkschaften folgte ein Teil der Mitglieder Kanzler Helmut Schmidt, der die Stationierung atomarer US-Mittelstrecklenraketen auf deutschem Boden durchzusetzen versuchte. Der andere suchte Anschluss an die Friedensbewegung und leistete hier wichtige Beiträge für die Aufklärung und Mobilisierung. Doch wie prekär diese Parteinahme der Linken innerhalb der Organisation war, lässt sich am folgenden Beispiel illustrieren: Georg Benz – er gehörte zu den Linken im IG Metall-Vorstand – redete bei der großen Demonstration der Friedensbewegung 1981 auf dem Bonner Münsterplatz. Doch er musste dies als Privatperson tun und nicht in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der IG Metall. Das Ende des Kalten Krieges, für das die Sowjetunion eine entscheidende Rolle spielte und einen unerwarteten Entspannungs- und Abrüstungsprozess ermöglichte, sorgte dann auch für Ruhe in der gewerkschaftlichen Debatte. Diese ist nun mit der sog. “Zeitenwende” wie mit einem Paukenschlag beendet worden.

2021 hatte der DGB in seinem Aufruf zum 1. September noch eine ausgesprochen mutige Erklärung verabschiedet. Wir haben diese hier damals auch dokumentiert: https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/aufruf-des-dgb-zum-1-september-2021/


Doch seit Kriegsbeginn werden diese klaren Positionsbestimmungen erkennbar zurückgenommen zugunsten einer graduellen Anpassung an die Politik der “Zeitenwende-Koalition”. Der offizielle Aufruf ist keinesfalls eine Übernahme des die Kriegseskalation fördernden Regierungskurses und versucht Haltelinien für diese Politik zu formulieren. Doch er arrangiert sich auch mit dieser Politik, statt ihre Legitimation grundsätztlich zu bestreiten. Dies liest sich dann so:

“Die militärische Friedenssicherung darf weder zulasten des sozialen Friedens noch zulasten der dringend erforderlichen Zukunftsinvestitionen in die sozial-ökologische Transformation und in die Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaats gehen. Weit dringlicher als die Festlegung auf das Ausgabenziel der NATO ist zudem die Frage, wie in Deutschland die erheblichen zusätzlichen Mittel mobilisiert werden können, die nötig sind, um rasch Unterbringungs- und Teilhabemöglichkeiten für die Geflüchteten zu schaffen und die wirtschaftlichen Folgen des Krieges abzufedern.”
Hier findet man den gesamten Text des Aufrufs https://www.dgb.de/themen/++co++6cc45846-b4b0-11ec-8de2-001a4a160123


Der Aufruf “FRIEDEN SCHAFFEN! – Waffenstillstand und Gemeinsame Sicherheit jetzt!” ist der Versuch, den politischen Raum für die Kräfte innerhalb der Gesellschaft zu erweitern, die nicht bereit sind, weiter einer Politik des “Siegfriedens” zu folgen. Er widersetzt sich damit auch den dominanten Kräften innerhalb der SPD, deren Politik auch von Teilen der eigenen Mitgliedschaft als Bruch mit Grundaussagen gewerkschaftlicher Friedenspolitik und dem politiischen Erbe der Ära Brand und Bahr begriffen wird. Wie eng dieser im Aufruf verfolgte Denkansatz auch immer sein mag – er ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. (Jochen Gester)


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FRIEDEN SCHAFFEN!
Waffenstillstand und Gemeinsame Sicherheit jetzt!

Mehr als ein Jahr dauert bereits der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Jeder weitere Tag Krieg bedeutet für die betroffenen Menschen mehr Leid und Zerstörung, mehr Verwundete und Tote. Mit jedem Tag wächst die Gefahr der Ausweitung der Kampfhandlungen. Der Schatten eines Atomkrieges liegt über Europa. Aber die Welt darf nicht in einen neuen großen Krieg hineinschlittern. Die Welt braucht Frieden. Das Wichtigste ist, alles für einen schnellen Waffenstillstand zu tun, den russischen Angriffskrieg zu stoppen und den Weg zu Verhandlungen zu finden.

Aus dem Krieg ist ein blutiger Stellungskrieg geworden, bei dem es nur Verlierer gibt. Ein großer Teil unserer Bürger und Bürgerinnen will nicht, dass es zu einer immer weiteren Gewaltspirale ohne Ende kommt. Statt der Dominanz des Militärs brauchen wir die Sprache der Diplomatie und des Friedens.

Die Friedens- und Entspannungspolitik, der wir die deutsche Einheit und die Überwindung der europäischen Spaltung verdanken, ist nicht überholt. Wir haben uns in der Vergangenheit für ihre Ziele eingesetzt und tun das auch heute. Um es mit Willy Brandt zu sagen: „Es gilt sich gegen den Strom zu stellen, wenn dieser wieder einmal ein falsches Bett zu graben versucht.“

Die Vereinten Nationen haben mit dem Konzept der gemeinsamen Sicherheit den Weg in eine friedliche Welt aufgezeigt. Es hat seine Wurzeln in der deutschen Friedens- und Entspannungspolitik. In diesem Geist kam es zur Schlussakte von Helsinki und zur Charta von Paris für ein neues Europa. Daran knüpfen wir an. Frieden kann nur auf der Grundlage des Völkerrechts
und auch nur mit Russland geschaffen werden.

Unsere Welt ist auf Gegenseitigkeit angewiesen, nur so sind die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Entscheidend ist es, die Eskalation des Krieges zu stoppen. Wir ermutigen den Bundeskanzler, zusammen mit Frankreich insbesondere Brasilien, China, Indien und Indonesien für eine Vermittlung zu gewinnen, um schnell einen Waffenstillstand zu
erreichen. Das wäre ein notwendiger Schritt, um das Töten zu beenden und Friedensmöglichkeiten auszuloten. Nur dann kann der Weg zu einer gemeinsamen Sicherheitsordnung in Europa geebnet werden.


Initiatoren:
Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker; Reiner Braun, Internationales Friedensbüro; Reiner Hoffmann, ehem. DGB-Vorsitzender; Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde, Parl. Staatssekretär a. D.

Unterzeichner:
Garnet Alps, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Braunschweig; Dr. Franz Alt, Journalist, Schriftsteller und Solaraktivist; Erich Bach, Diplom Volkswirt, Jörg Barczynski, ehem. Pressesprecher IG Metall; Angelika Beck, Heilpraktikerin; Angelika Beier, ehem. Gewerkschaftssekretärin; Anke Beins, ehem. GPR-Vorsitzende, Ver.di; Rüdiger Beins, ehem. KBR-Vorsitzender, Ver.di; Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Vorsitzende Vereinigung Deutscher Wissenschaftler; Klaus Uwe Benneter, Rechtsanwalt und ehem. Bundesgeschäftsführer der SPD; Flavio Benites, 1. Bevollmächtiger der IG Metall Wolfsburg; Dr. Karin Benz-Overhage, ehem. geschäftsführender Vorstand IG Metall; Jochen Berendsohn, ehem. Gesamtpersonalratsvorsitzender ver.di; Josef Bergmann, Dipl. Ing. und Soziologe; Friedhelm Julius Beucher, Präsident Deutscher Behindertensportverband; Prof. Dr. Heinz Bierbaum, Wirtschaftswissenschaftler; Dr. Wolfgang Biermann, Neue Entspannungspolitik jetzt!; Dr. Detlef Bimboes, Dipl. Biologe; Prof. Dr. Hanne-Margret Birkenbach, Friedensforscherin; Jutta Blankau, Senatorin a.D.; ehem. Bezirksleiterin IG Metall; Rainer Bliesner, ehem. DGB-Landesvorsitzender Baden-Württemberg; Dr. Susanna Böhme-Kuby, Germanistin; Christina Böttcher, Erzieherin; Manfred Böttcher, ehem. Gewerkschaftssekretär ver.di; Norbert-Walter Borjans, ehem. SPD-Vorsitzender; Prof. Dr. Ulrich Brand, Politikwissenschaftler; Dr. Arno Brandt, Öko-
nom; Dr. Klaus Brülls, ehem. Geschäftsführer DGB-Bildungswerk NRW; Annelie Buntenbach, ehem. Mitglied im geschäftsführender Bundesvorstand DGB; Uwe Christensen, ehem. 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nienburg- Stadthagen; Benedikt Christensen, Berufsschullehrer i. R.; Dr. Angelika Claußen, Vorsitzende der Ärztevereinigung IPPNW; Peter Martin Cox, ehem. stellv. Landesbezirksvorsitzender NGG Südwest; Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Bundesjustizministerin a.D.; Daniela Dahn, Schriftstellerin; Dr. Viola Denecke, ehem. stellvertretende Landesbezirks-Leiterin IGBCE; Bärbel Diekmann, früher Stellv. Vorsitzende SPD-Bundesvorsitzende und Präsi-
dentin Welthungerhilfe; Prof. Jochen Diekmann, Finanzminister NRW a. D.; Martina Dierßen, Gewerkschaftssekretärin Ver.di; Prof. Dr. Klaus Dörre, Sozialwissenschaftler; Werner Dreibus, ehem. 1. Bevollmächtigter IG Metall; Hasso Düvel, ehem. Bezirksleiter IG Metall Berlin, Brandenburg, Sachsen; Michael Dunst, Bildungsreferent Bildungswerk ver.di; Katja Ebstein, Sängerin; Hans Eichel, Bundesminister a. D.; Michael Erhardt, 1. Bevollmächtigter der IG Metall; Dr. Petra Erler, Staatssekretärin in der Regierung de Mazière; Hinnerk Feddersen, ehem. Bundesvorstand ver.di; Harald Fiedler, ehem. DGB-Vorsitzender Frankfurt/Main; Dr. Ute Finckh-Krämer, ehem. MdB; Justus Franz, Musiker, Pianist; Ulrich Frey, Vorstand Martin Niemöller Stiftung, Prof. Dr. Hajo Funke, Politikwissenschaftler; Markus Fuß, Gewerkschaftssekretär Berlin; Wilfried Gaum, Ministerialrat a. D.; Andreas Gehrke, ehem. Geschäftsführendes Vorstandmitglied GEW; Horst Gobrecht, Gewerkschaftssekretär Ver.di; Stephan Gorol, Kulturmanager; Arno Gottschalk, MdBü Bremen; Jürgen Grässlin, Pädagoge, Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft; Bernd Grimpe, Kommunalbeamter a. D.; Ulrich Grober, Schriftsteller und Nachhaltigkeitsforscher; Jürgen Groß, Journalist; Edith Großpietsch, ehem. pädagogische Referentin IG Metall; Christoph Habermann, ehem. Staatssekretär im Bundespräsidialamt; Andreas Hamm, ehem. Gewerkschaftssekretär;
Ingo Harms, Gewerkschaftssekretär; Gottfried Heil, ehem. 2. Bevollmächtigter der IG Metall; Prof. Dr. Peter Hennicke, Energieforscher, ehem. Präsident des Wuppertal-Instituts; Dr. Detlef Hensche, ehem. Vorsitzender der IG Medien; Dietmar Hexel, ehem. Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand und im SPD-Parteivorstand; Dr. Dierk Hirschel; Gewerkschaftssekretär Hauptvorstand ver.di; Uwe Hiksch, Bundesvorstand der Naturfreunde, ehem. MdB; Hans Jürgen Hinzer, ehem. Bundesstreikbeauftragter der NGG; Dr. Gunter Hofmann, Journalist; Dr. Martin Hoffmann, Ostexperte; Alfred Huber, Friedensaktivist; Prof. Dr. Hans Joas, Soziologe und Sozialphilosoph; Wolfgang Jüttner, Minister a.D.; Marion Jüttner—Hötker, Gesamtschuldirektorin a. D.; Dr. Hans-Peter Kaballo, Betriebsratsvorsitzender und Aufsichtsrats-Mitglied Linde Engineering; Janine Kaiser, Bildungsreferentin; Herbert Karch, ehem. Gewerkschaftssekretär IG Metall; Susanne Karch, Dr. Margot Käßmann, Theologin und ehem. Ratsvorsitzende der EKD; Jutta Kausch-Henken, Berliner Friedenskoordination; Yannick Kiesel, Friedensbeauftragter der Naturfreunde; Dr. Karl-Heinz Klär, ehem. Büroleiter von Willy Brandt und Staatssekretär; Roland Klapprodt, ehem. Mitarbeiter SPD-PV; Prof. Dr. Dieter Klein, Gesellschaftswissenschaftler; Karoline Kleinschmidt, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim. Dr. Heidrun Kletzin, Vor-
stand Organisationsberatung Gruppe 7 eG; Reinhard Klimmt, Ministerpräsident und Bundesminister a.D.; Dr. Bernhard Klinghammer, Arzt; Dr. Norbert Kluge, Gründungsdirektor I.M.U. / Hans Böckler Stiftung; Dr. Matthias Kollatz, ehem. Finanzsenator Berlin; Ralf Krämer, Gewerkschaftssekretär ver.di; Jutta Krellmann, ehem. MdB; Prof. Dr. Rolf Kreibich, Zukunftsforscher; Werner Kubitza, ehem. 1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter; Willi Kuhn, Betriebsräte-Berater, Kommunalpolitiker; Detlef Kunkel, ehem. 1. Bevollmächtigter IG Metall Braunschweig; Ina Kunzmann, Journalistin; Martin Kunzmann, ehem. DGB-Landesvorsitzender; Peter Kurbjuweit, ehem. 1. Bevollmächtigter IG Metall Hameln; Dr. Rainer Land, Umweltökonom; Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall; Nico Lopopolo, DGB-Vorsitzender Stadtverband Hannover; Dr. Hans-Jochen Luhmann, Vorstand der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler; Frank Mannheim, Gewerkschaftssekretär; Claus Matecki, ehem. DGB-Bundesvorstand; Hartmut Meine, ehem. Bezirksleiter IG Metall Niedersachsen/Sachsen-Anhalt; Doris Meißner; Heidi Merk, Landesjustizministerin a.D., Prof. Dr. Reinhard Merkel, Rechtsphilosoph; Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Politikwissenschaftler und Demokratieforscher; Prof. Dr. Thomas Meyer, Journalist und Philosoph; Dr. Hans Misselwitz, Leiter der DDR-Delegation bei den 2-plus-4 Verhandlungen; Prof. Dr. Klaus Moegling, Politikdidaktiker und Sportwissenschaftler; Franz-Josef Möllenberg, ehem. Vorsitzender der NGG; Jochen Nagel, ehem. Landesvorsitzender der GEW Hessen; Julia Neigel, Sängerin; Mathias Neumann, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim; Franz Neundorf, Diplom Psychologe, ehem. Gewerk- schaftssekretär der IG Metall; Lars Niggemeyer, Gewerkschaftssekretär Hannover; Jürgen Offermann, gewerkschaftlicher Bildungsreferent NRW; Hans-Joachim Olczyk, Friedensforum Delmenhorst; Dr. Beenhard Oldigs, historische Kommission der SPD; Dennis Olsen, Gewerkschaftssekretär IG Metall Hannover; Willi van Ooyen, Sprecher Friedensratschlag, ehem. Gewerkschaftssekretär der IG Metall; Heidi Pape, ehem. Betriebsrätin, jetzt Senioren-Vorstand IG Metall Hannover; Klaus Pape, ehem. Leiter Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften; Jürgen Peters, ehem. 1. Vorsitzender der IG Metall; Bernhard Pfitzner, ehem. Präsidium ver.di-Bundesfachverband TK/IT; Klaus Pickshaus, Gewerkschaftssekretär IG Metall; Alfons Pieper, Journalist; Michael Pöllath, ehrenamtlicher DGB-Vorsitzender Ortsverband Barsinghausen; Dr. Lars Pohlmeier, Vorsitzender der Internationalen Ärztevereinigung IPPNW; Frank Raabe-Lindemann, Gewerkschaftssekretär IG Metall; Prof. Dr. Joachim Radkau, Historiker; Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter-Peine; Charima Reinhardt, Journa-
listin; Wiltrud Rösch-Metzler, Journalistin, Pax Christi; Jenspeter Rosenfeldt, ehem. MdBü Hamburg; Witich Roß- mann, DGB-Vorsitzender Köln; Prof. Dr. Werner Ruf, Friedensforscher; Christine Salzwedel, March/Breigau; Martin Salzwedel, March/Breisgau, Helmut Schäfer, Staatsminister im Auswärtigen Amt a. D.; Jens Schäfer, Betriebsratsvorsitzender ZF WABCO; Dr. Klaus Jürgen Scherer, Politikwissenschaftler, Redakteur; Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Leiter Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit; Dr. Carsten Sieling, Präsident des Senats und Bürgermeister a. D. Bremen; Michaela Schiessl, ehem. SPIEGEL-Reporterin; Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Ober-
bürgermeister a. D. der Landeshauptstadt Hannover; Regina Schmidt-Kühner, Bundesvorstand der Naturfreunde, ehem. MdL; Horst Schmitthenner, ehem. geschäftsführender Vorstand IG Metall; Hannelore Schmitthenner-Bopp, technische Angestellte; Hubertus Schmoldt, ehem. Vorsitzender IG BCE; Stephan Soldanski, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück; Dieter Scholz, ehem. DGB-Landesvorsitzender Berlin-Brandenburg; Dr. Michael von der Schulenburg, Diplomat bei der OSZE, Elke Schulte-Meine, Gewerkschaftssekretärin IG Metall; Wolfgang Schulz, ehem. 1. Bevollmächtigter IG Metall Wolfsburg, Tilmann Schwenke, Bundesvorstand der Naturfreunde, Petra Schwermann, Pfarrerin; Ursula Schwippert, Betriebsratsvorsitzende, Mitglied IG BCE; Helga
Schwitzer, ehem. geschäftsführendes Vorstandsmitglied IG Metall; Reinhard Schwitzer, ehem. 1. Bevollmächtigter IG Metall Hannover; Prof. Dr. Franz Segbers, Theologe und Sozialwissenschaftler; Prof. Dr. Udo Simonis, Umweltwissenschaftler; Ewald Slink, Unternehmer; Michael Sommer, ehem. DGB-Bundesvorsitzender; Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung; Dr. Joachim Spangenberg, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats BUND; Dr. Hans-Christoph von Sponeck, UN-Diplomat; Malte Stahlhut, 2. Bevollmächtigter IG Metall Braunschweig; Eva Stassek, ehem. 1. Bevollmächtigte IG Metall Braunschweig; Dr. Uwe Stehr, ehem. Abrüstungsreferent von Egon Bahr; Franz Steinkühler, ehem. 1. Vorsitzender der IG Metall; Dr. Gabriele Sterkel, Gewerkschaftssekretärin ver.di; Prof. Dr. Johano Strasser, Politologe, ehem. Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland; Maritta Strasser, Bundesgeschäftsführerin der Naturfreunde; Prof. Dr. Wolfgang Streeck, Politikwissenschaftler und Soziologe; Marlis Tepe, ehem. Vorsitzende der GEW; Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D.; Dr. Hans Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall; Günter Verheugen, ehem. Vizepräsident der EU-Kommission; Jürgen Voges, Journalist; Walter Vogt, ehem. Vorstandsmitglied IG Metall; Dr. Antje Vollmer†, Theologin, ehem. Vizepräsidentin Deutscher Bundestag; Dr. Fritz Vorholz, Journalist;
Marita Vornbäumen, Gesellschafterin J&W Vornbäumen; Dr. Hilde Wagner, Soziologin, ehem. Gewerkschaftssekretärin IG Metall; Hugo Waschkeit, Gewerkschaftssekretär Ver.di; Herbert Weber, Gewerkschaftssekretär; Konstantin Wecker, Liedermacher; Edgar Weick; Prof. Dr. Hubert Weiger, Ehrenpräsident des BUND; Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler, ehem. Präsident des Wuppertal-Instituts; Detlef Wetzel, ehem. 1. Vorsitzender der IG Metall; Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter Salzgitter-Peine; Heinz-H. Witte, ehem. DGB-Landesvorsitzender Niedersachsen/ Bremen; Wolfgang Wiemer, ehem. Referent für Grundsatzfragen; Klaus Wiesehügel, ehem. Vorsitzender IG BAU; Matthias Woisin, Präsidium AWO-Hamburg; Prof. Dr. Rolf
Wortmann, Politikwissenschaftler; Andrea Ypsilanti, Soziologin, ehem. Vorsitzende der SPD-Hessen; Burkhard Zimmermann, Pädagoge; Dirk Zöllner, Sänger; Dr. Christoph Zöpel, ehem. Landesminister NRW und Staatsminister im Auswärtigen Amt; Klaus Zwickel, ehem. 1. Vorsitzender IG Metall


Kategorien 0. Aktuell, 1. 3. Gewerkschaften - Gewerkschaftspolitik, 4. 0. Krieg &Frieden, 4. 2. Krieg & Frieden - Friedensbewegung, 4. 3. Krieg & Frieden - Konfliktherde Europa


Info: https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/21760-2


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.04.2023

Bodo Ramelow im Interview : „Putin hat vollzogen, was Hitler nicht geschafft hat“

faz.net, Aktualisiert am 02.04.2023-18:02

Ramelow im Interview über Wladimir Putin und Sahra Wagenknecht


Stefan Locke Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

Matthias Wyssuwa Politischer Korrespondent in Berlin.


Bodo Ramelow in seinem Büro in der Erfurter Staatskanzlei Bild: Frank Röth


Es tue ihm weh, sagt Thüringens Ministerpräsident, dass manche in seiner Partei Russlands Imperialismus nicht erkennen wollten. Er ist froh über die NATO – und hat einen Rat für Sahra Wagenknecht.


Herr Ministerpräsident, wie läuft das Parteiausschlussverfahren gegen Sie?

So wie ein VW Käfer, es läuft und läuft und läuft. Ich habe mich aber redlich be­müht, meine Argumente in die Partei zu tragen. Ich habe vom ersten Tag des Krieges gegen die Ukraine an klar geäußert, dass ein überfallener Staat in einem völkerrechtswidrigen Krieg auch das Recht hat, sich zur Wehr zu setzen und sich da­für auch mit dem notwendigen Material zu versorgen.


Deshalb wird Ihnen vorgeworfen, gegen die Parteilinie zu verstoßen, die Waffenlieferungen in Kriegsgebiete ausschließt.


Jetzt weiterlesen.


- ab hier Bezahlschranke -

 


Info: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ramelow-im-interview-ueber-wladimir-putin-und-sahra-wagenknecht-18795416.html?GEPC=s9

02.04.2023

Südafrikanische Regierungspartei will in Moskau Bündnis mit Putin-Partei stärken

berliner-zeitung.de, 02.04.2023 | 07:30 U AFP hr

Während der Westen Russland isolieren will, haben viele Länder des sogenannten globalen Südens andere Interessen. Darunter auch Südafrika.


ANC-Präsident Cyril Ramaphosadpa (Bild)


Zitat: Hochrangige Vertreter der südafrikanischen Regierungspartei ANC wollen nach deren Angaben bei einem Besuch in Russland die Freundschaft mit der Partei Einiges Russland von Präsident Wladimir Putin festigen.


Bei den Gesprächen in Moskau gehe es unter anderem um die „Neuausrichtung der globalen Ordnung“, die das Ziel habe, „die Folgen des Neokolonialismus und der zuvor vorherrschenden unipolaren Welt umzukehren“, erklärte der ANC am Samstag. Südafrika zählt zu den Staaten im globalen Süden, die Russland am nächsten stehen.


Der bereits am Donnerstag begonnene Besuch erfolge auf Einladung der Partei Einiges Russland, die „ein langjähriger Verbündeter und Freund des ANC“ sei. Die Delegation der Partei wird von Obed Bapela angeführt, dem Leiter der ANC-Kommission für internationale Beziehungen. Die Reise sollte am Sonntag zu Ende gehen.


Moskau versucht seit Jahren, seine politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten zu stärken. Am Freitag unterzeichnete Präsident Putin eine neue außenpolitische Strategie, in der die „Beseitigung der Dominanz“ des Westens als Schwerpunkt genannt wird.

Südafrika hat sich seinerseits bisher stets geweigert, den Überfall Russlands auf die Ukraine zu verurteilen. Die Regierung in Pretoria erklärte, sie wolle neutral bleiben und ziehe Verhandlungen zur Beendigung des Krieges vor.


Südafrika ist im August Gastgeber eines Gipfels der sogenannten BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Im Februar hatte Südafrika eine umstrittene gemeinsame Militärübung mit Russland und China abgehalten, im Januar stattete der russische Außenminister Sergej Lawrow Pretoria einen offiziellen Besuch ab.


Die Beziehungen Südafrikas zum Kreml reichen Jahrzehnte zurück. Während des Kalten Kriegs unterstützte der Kreml den ANC in seinem Kampf gegen die Apartheid.


Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/suedafrikanische-regierungspartei-anc-will-in-moskau-buendnis-mit-putin-partei-staerken-li.334143_


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.04.2023

Lawrow im Gespräch mit "Prensa Latina" aus Kuba zur Ukraine: "Wir hatten keine Wahl"

gegenzensur.rtde.life, 2 Apr. 2023 15:42 Uhr

Russlands Außenminister Sergei Lawrow erklärte im Interview mit der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina hinsichtlich der Militäroperation in der Ukraine, dass Russland keine Wahl gehabt habe. Lawrow äußerte sich auch zu den Folgen der westlichen Sanktionen und den Beziehungen zu den lateinamerikanischen Staaten.


Quelle: Legion-media.ru © Kremlin Pool


Archivbild: Russlands Außenminister Sergei Lawrow


Im Exklusivinterview mit der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow hinsichtlich der Militäroperation in der Ukraine, dass es für Russland keine Alternative gegeben habe, nachdem alle Versuche zurückgewiesen wurden, eine politische Lösung, zum Beispiel durch die Umsetzung der Minsker Abkommen, zu erreichen. Neben dem Ukraine-Konflikt erörterte der Minister auch Themen wie die Konfrontation mit westlichen Sanktionen, die Beziehungen zu den afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Staaten und insbesondere die Verbindungen mit Kuba.


Prensa Latina: Herr Minister, welches waren die Leitlinien der Arbeit der russischen Diplomatie seit Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine?


Sergei Lawrow: Die Vorgaben und Ziele der militärischen Sonderoperation wurden vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in seiner Rede im Februar vergangenen Jahres klar definiert und sie bleiben unverändert bestehen.


Wir konnten die Linie des Westens nicht länger hinnehmen, der wieder einmal entschieden hat, die Nazi-Theorie und -Praxis zu wählen, um den Krieg zu erklären, diesmal einen hybriden Krieg gegen die Russische Föderation.


Der Krieg wird vom ukrainischen Militär auf Befehl des Kiewer Regimes geführt. Aber wie die ukrainischen Führer selbst sagen: Wenn es keine kontinuierliche Lieferung von mehr und mehr Angriffswaffen gibt, wird die Ukraine verlieren.


Dies ist ein sehr bezeichnendes Eingeständnis, das bedeutet, dass der Westen direkt an diesem Konflikt beteiligt ist.


Der Westen hätte den Ukraine-Krieg verhindern können, wollte es aber nicht




Meinung

Der Westen hätte den Ukraine-Krieg verhindern können, wollte es aber nicht






Ohne den Westen wäre er seit Langem beendet. Der Krieg hätte längst beendet werden können, die Bedrohungen, unter denen die gesamte russischsprachige russische Bevölkerung des Landes, das sich Ukraine nennt, seit Beginn des Staatsstreichs 2014 lebt, hätten beseitigt werden können. In dem Land, in dem der Unterricht in russischer Sprache seither verboten ist, ebenso wie die Verwendung der Sprache im Alltag, gar nicht zu reden von der Schließung der Kommunikationsmedien.


Und natürlich wurde dieses Regime vom Westen nicht nur benutzt, um alles Russische zu zerstören, das in der ganzen Geschichte dieser Gebiete und in der modernen Ukraine immer existiert hat. Sondern auch, um direkte Bedrohungen der Sicherheit der Russischen Föderation mit der Einrichtung von Militärbasen und anderen Infrastrukturen der Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) in der Ukraine zu schaffen.


Wir hatten keine andere Wahl, nachdem alle unsere Versuche zurückgewiesen wurden, eine politische Lösung zu erreichen, zunächst durch die Umsetzung der Minsker Abkommen und dann im Dezember 2021 durch die Aushandlung eines Abkommens mit den USA und der NATO über gegenseitige Garantien, die gleichbedeutend mit der unteilbaren Sicherheit beider Parteien waren.


Ich denke daher, dass alle, die sich mehr oder weniger für das interessieren, was geschieht und die mehr oder weniger objektiv sind, sehr gut verstehen, was auf dem Spiel steht. Und was uns angeht – wir haben nichts zu verbergen.


Wir kämpfen für die Sicherheitsbedingungen für unser Land, die in den vergangenen 30 Jahren vom Westen fortlaufend zerstört wurden, vor allem von den USA, die alle Verträge im Bereich der strategischen Stabilität ignoriert haben.


Und wir kämpfen im Rahmen der speziellen Militäroperation für das Schicksal dieser Menschen, denen das Kiewer Regime öffentlich gedroht hat, sie zu vernichten. Es hat sie zu Terroristen erklärt. Und wir schützen das Schicksal dieser Menschen; wir schützen ihre Rechte in voller Übereinstimmung mit der UN-Charta, mit den internationalen Konventionen.


Wir verteidigen ihr Recht, selbst zu bestimmen, wie sie weiterhin in den Gebieten leben wollen, die seit Jahrhunderten ihren Vorfahren gehörten.


Diese Ausübung des Selbstbestimmungsrechts hat es bekanntermaßen bereits 2014 auf der Krim und im vergangenen Jahr in der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk, in den Regionen Saporoschje und Cherson gegeben. Dies ist also eine Realität, die niemand ignorieren kann.


Prensa Latina: Russland ist mit einem umfangreichen Wirtschaftskrieg konfrontiert, aber selbst im Westen scheint man das Scheitern dieser Strangulierungspolitik zu begreifen. Vielleicht versuchen sie deshalb, andere Länder in Lateinamerika, Afrika und Asien unter Druck zu setzen, sich dieser Politik anzuschließen. Was können Sie uns dazu sagen?


Sergei Lawrow: Diese Politik ist gescheitert, genauso wie der Plan des Westens gescheitert ist, Russland drastisch zu schwächen und ihm eine strategische Niederlage auf dem Schlachtfeld zuzufügen.


Nun, dazu kommt noch, dass eine immer größere Zahl westlicher Söldner auf den Schlachtfeldern der Ukraine ihr Ende findet.


Sie haben Recht, drei Viertel aller Staaten der Welt, vor allem in Asien, Lateinamerika, Afrika, haben sich den Sanktionen nicht angeschlossen. Ständig erpressen sie diese Länder, drohen ihnen, die Finanzierung einzustellen, bereiten ihnen Probleme, Kredite vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu bekommen.


Sie fordern, dass die Länder in der UNO und anderen internationalen Organisationen für die Resolution zur Verurteilung der Russischen Föderation stimmen. Und das geschieht auch. Aber wir wissen, mit welch skrupellosen, buchstäblichen Gangstermethoden diese Stimmen sehr oft zustande kommen. Wir wissen das sehr gut. Sie erpressen alle mit dem Vorhandensein von Bankkonten in den USA und der Tatsache, dass die Kinder der Botschafter bestimmter Persönlichkeiten im Westen studieren.


Das kann man nicht Diplomatie nennen. Das ist reine Erpressung unter der Gürtellinie. An so etwas kann ich mich nicht einmal aus Zeiten des Kalten Krieges erinnern.


Aber drei Viertel des Planeten, eine Gruppe von Ländern, die wir als Weltmehrheit bezeichnen, die diese Schritte oft nicht befürworten, wenn sie abstimmen, schließen sich den Sanktionen nicht an und werden dies auch nicht tun.


Immer mehr Nationen beginnen zu begreifen, dass es in einem bestimmten Moment gefährlich sein kann, das Spiel des Westens mitzuspielen und ihm blindlings zu folgen.


Niemand weiß, wer im nächsten oder übernächsten Jahr von den US-Amerikanern als Bedrohung, als Objekt des Angriffs, der Isolierung eingestuft wird, und wessen Bestrafung bei den Präsidentschaftswahlen oder den Zwischenwahlen zum Kongress eine positive Rolle spielen könnte.

Bei den US-Amerikanern ist alles an ihre eigenen egoistischen Interessen geknüpft. Jüngst fand ein weiterer Demokratie-Gipfel statt, der von Präsident Joe Biden ausgerichtet wurde. Aber der Kreis der Gäste ist sehr, sehr bezeichnend. Es gibt keine klaren Kriterien.


Dort ist das einzige Kriterium die Loyalität, nicht so sehr zur US-amerikanischen Demokratie, als zur derzeitigen Demokratischen Partei der USA.


Was die Sanktionen betrifft, ja, selbstverständlich haben wir gewisse Schwierigkeiten, aber wir überwinden sie, zum Erstaunen derjenigen, die den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft und den Zusammenbruch des Landes prophezeit haben.


Die militärische Spezialoperation: Notwendige Folge der NATO-Aggression seit 1990





Meinung

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Aber Präsident Putin hat mehr als einmal eine detaillierte Bewertung der von der Regierung unternommenen Anstrengungen und der Ergebnisse abgegeben, die zur Überraschung vieler im Westen und sogar einiger Experten in Russland erreicht wurden. Darüber hinaus schafft unsere Diplomatie aktiv die Voraussetzungen dafür, dass diese Bemühungen so wirksam wie möglich sein können.


Wir beteiligen uns insbesondere an den Verhandlungen zwischen unseren Institutionen und ihren ausländischen Partnern über den Aufbau von Mechanismen, die vom Westen unabhängig sind, sowie über die Lieferung von Produkten und deren finanzielle Absicherung.


Ich kann sagen, und ich muss es sagen, dass wir uns bei dieser Arbeit vom Beispiel Kubas inspirieren lassen, das seit vielen Jahrzehnten unter den absolut illegalen US-Sanktionen lebt, die gegen den klaren politischen Willen der überwältigenden Mehrheit der Mitgliedsländer der Vereinten Nationen aufrechterhalten werden, mit Ausnahme von drei oder vier, die nicht unabhängig sind.


Und von Jahr zu Jahr wird diese Position bestätigt – unter völliger Missachtung seitens der USA.

Prensa Latina: Sie sprachen kürzlich auf dem Ministertreffen der G20-Gruppe in Neu-Delhi über die Stärkung des Integrationsmechanismus der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC). Könnten Sie uns diese Idee näher erläutern und uns auch etwas über die Perspektive der Zusammenarbeit Russlands mit Lateinamerika sagen?


Sergei Lawrow: Was die Entwicklung der CELAC und die Stärkung der Integrationsprozesse betrifft, so kommentieren wir einfach das, was wir beobachten, was die lateinamerikanischen und karibischen Länder selbst tun.


Wir begrüßen die Wiederbelebung des Geistes der regionalen Solidarität in der CELAC nach einer Periode der Ruhe, um es so zu nennen, und des Desinteresses einiger lateinamerikanischer Länder an ihrer Arbeit.


CELAC wird wieder zur vorrangigen Vereinigung, die nun von allen lateinamerikanischen und karibischen Ländern als entscheidendes Instrument zur Förderung ihrer kollektiven Interessen bei der Schaffung einer multipolaren Welt betrachtet wird.


Seit 2013 gibt es im Rahmen von CELAC einen Mechanismus für Treffen zwischen russischen Ministern und dem CELAC-Quartett, aber aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie wurde er in den letzten Jahren nicht umgesetzt.


Nun hoffen wir, diese Praxis wieder aufzunehmen und wir spüren ein gegenseitiges Interesse, auch seitens der Regierung von St. Vincent und den Grenadinen, die jetzt das regionale Gremium leitet.

Ich bin sicher, dass dies eine sehr vielversprechende Kooperation ist, vor allem jetzt, da Führungspersönlichkeiten aufgetaucht sind, die sich sehr für die Stärkung der Gemeinschaft einsetzen.


Unter dem Gesichtspunkt der Interessen Lateinamerikas und der einzelnen Länder der Region haben Sie mich daran erinnert, dass das Thema CELAC bei einem Treffen mit Journalisten am Rande des G20-Gipfels angesprochen wurde.


Ich glaube, dass die CELAC als Organisation, wenn es Konsens gibt, durchaus für eine ständige unabhängige Teilnahme an der G20-Gruppe in Frage kommen könnte, unter den gleichen Bedingungen, wie wir jetzt die Afrikanische Union dazu eingeladen haben.


Mir scheint, dass dies die Prozesse der Multipolarität in den Diskussionen widerspiegeln wird, die unter der Schirmherrschaft der G20 stattfinden.


Russische Medien wie RT finden in Lateinamerika Zuspruch – USA sollten sich darüber nicht wundern




Analyse

Russische Medien wie RT finden in Lateinamerika Zuspruch – USA sollten sich darüber nicht wundern





Prensa Latina: Kuba und Russland, beide einseitigen Strafmaßnahmen seitens der USA unterworfen, arbeiten in mehreren Bereichen eng zusammen. Wie sehen Sie die Perspektive der Entwicklung dieser Verbindungen und der strategischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern?


Sergei Lawrow: Ja, die Art unserer Beziehungen wird als strategische Partnerschaft bezeichnet. Aber das ist eine sehr trockene Charakterisierung. Sie gehen selbstverständlich viel tiefer, sie sind in den menschlichen Beziehungen, in der Sympathie zwischen unseren Völkern verwurzelt. Und natürlich werden sie sich weiterentwickeln.


Schließlich kooperieren wir seit vielen Jahrzehnten, unter denselben Sanktionen, unter Bedingungen, wo auf jede mögliche Art und Weise versucht wurde, sich in unsere Beziehungen einzumischen und Schwierigkeiten zu machen.


Wir haben also bereits Mechanismen und Fähigkeiten entwickelt, um Ergebnisse zu erzielen, trotz der restriktiven Maßnahmen des Westens.


Und jetzt entwickeln wir, wie ich bereits sagte, mit all unseren Freunden, mit allen Partnern, neue Ansätze zur Schaffung von Lieferketten, neue Ansätze zur Finanzierung, zu Banktransaktionen, die in keiner Weise von den Launen der USA abhängig sein werden.


Im Übrigen wollen sich nicht nur die meisten Länder des Globalen Südens von diesen Launen befreien, sondern auch einige europäische. Sie begreifen, dass sie benutzt werden, auch im Rahmen des SWIFT-Systems.


Die europäischen Länder sehen, was ihren Ökonomien in einer Situation geschieht, in der sie gezwungen sind, nicht nur den Krieg, sondern auch den Alltag in der Ukraine zu finanzieren.

Und dies wegen der Unfähigkeit des Regimes in Kiew, das selbst zu tun und irgendetwas in dieser Richtung zu unternehmen.


Chinas Generalabrechnung: Die Hegemonie der USA und ihre Gefahren





Chinas Generalabrechnung: Die Hegemonie der USA und ihre Gefahren






Wir sehen, wie Europa seine Wettbewerbsvorteile verliert und gezwungen war, auf preisgünstiges russisches Gas zu verzichten. Allgemein nähert sich Europa der Deindustrialisierung und die Unternehmen wandern in die USA ab.


All dies wird sozusagen nicht vergebens sein und eine Neubewertung dessen, was geschieht, hat bereits begonnen, selbst in den Köpfen europäischer Politiker.


Falls es Politiker gibt, die immer noch nichts im Kopf haben, dann bin ich überzeugt, dass die Bevölkerungen in Europa sie daran erinnern und versuchen werden, ihnen einen Sinn für die Realität zu verschaffen.


Das Gespräch führte der Prensa Latina-Chefkorrespondent in Moskau, Germán Ferrás Álvarez.

Übersetzt von Olga Espín.


Die lateinamerikanische Nachrichtenagentur Prensa Latina (PL) wurde am 16. Juni 1959 in Havanna, Kuba, gegründet ‒ knapp sechs Monate nach dem Sieg der Revolution. Zu den ersten Mitarbeitern gehörten unter anderem Gabriel García Márquez (Kolumbien) und Rodolfo Walsh (Argentinien). PL war das erste lateinamerikanische Kommunikationsprojekt von internationaler Reichweite mit einer alternativen Vision der regionalen Realität.


Mehr zum ThemaKubas Präsident Díaz-Canel: USA sind für Eskalation des Ukraine-Konflikts verantwortlich


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Info: https://gegenzensur.rtde.life/international/166758-lawrow-im-gespraech-mit-prensa


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02.04.2023

Stimmen aus Lateinamerika: Das Wiederaufleben der blockfreien „Dritten Welt“

nachdenkseiten.de, 02. April 2023 um 11:45 Ein Artikel von amerika21, Von Juan José Paz y Miño Cepeda.

Seit der Geburt der „Dritten Welt“ auf der Konferenz von Bandung (Indonesien 1955), die die Bewegung der Blockfreien Staaten ins Leben rief, entwickelte sich ein langwieriger Prozess der Akkumulation von Kräften, Willen, Bewusstsein und Politiken, der die Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas dazu veranlasste, die Achtung ihrer Souveränität, Unabhängigkeit und Autonomie stärker einzufordern. Unter den neuen Bedingungen der globalen Entwicklung werden die USA und die alten europäischen Kolonialmächte nun herausgefordert wie fast nie zuvor.

Zitat: Vom europäischen Kolonialismus in Amerika profitierte Spanien im größten Teil des Kontinents, Portugal im Gebiet des heutigen Brasiliens, während die Karibik ein zwischen den Kolonialmächten umstrittenes Gebiet war. Auf jeden Fall markierten die Unabhängigkeitsprozesse in Lateinamerika und der Karibik zwischen 1804 und 1824, nach der Unabhängigkeit der USA (1776), das historische Ende des europäischen Kolonialismus auf dem Kontinent, auch wenn einige Gebiete (wie die Guyanas und die Malwinen) offen blieben ebenso wie Kuba und Puerto Rico, die 1898 unabhängig wurden.


Obwohl die europäische Kolonisierung Afrikas eine lange Vorgeschichte hat, war es die Berliner Konferenz von 1884, die die Aufteilung des Kontinents unter den damaligen europäischen Imperialismen regelte, um Konflikte zwischen ihnen zu vermeiden. Die Begünstigten waren, in der Reihenfolge: Frankreich, das Vereinigte Königreich, Portugal, Deutschland, Belgien, Italien und Spanien. Folglich fanden die Unabhängigkeitsprozesse fast aller Länder, die besser als Dekolonisierung Afrikas bezeichnet werden, erst ab den 1950er Jahren statt und dauerten bis in die 1990er Jahre. Mehrere dieser Prozesse waren blutig.


Die Befreiung der lateinamerikanischen Länder hat es trotz der im 19. (England) und 20. (USA) Jahrhundert entstandenen Abhängigkeit von außen ermöglicht, Nationalstaaten aufzubauen, zu verschiedenen Zeiten souveräne Politiken zu betreiben und die Wirtschaften in relativer Autonomie zu modernisieren. Für Afrika als Ganzes galt dies nicht, da seine späte Befreiung den allgemeinen Fortschritt beeinträchtigte. Auf beiden Kontinenten schuf die europäische Kolonialisierung die Bedingungen für die Unterentwicklung, die Abhängigkeit und die tiefen inneren sozialen Spaltungen in fast allen Ländern.


Aber zugleich hat sich seit der Geburt der „Dritten Welt“ auf der Konferenz von Bandung (Indonesien 1955), die die Bewegung der Blockfreien Staaten ins Leben rief, ein langer Prozess der Akkumulation von Kräften, Willen, Bewusstsein und Politiken entwickelt, der die Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas dazu veranlasste, die Achtung ihrer Souveränität, Unabhängigkeit und Autonomie einzufordern, mit dem Ziel, ihre eigenen ökonomischen und politischen Systeme aufzubauen.


Foto 1: Konferenzplakat der Bandung-Konferenz 1955 – Von Foreign Ministry of the Republic of Indonesia – Bandung bulletin, Gemeinfrei


Auch der „Kalte Krieg“, der die Welt manichäisch in die unterteilte, die „Freiheit“ und „Demokratie“ haben und jene, die in „kommunistischer Sklaverei“ leben, war lange Zeit ein Hindernis. Eine Dualität, die von den USA mit Unterstützung der kapitalistischen Mächte Westeuropas konstruiert wurde, die jahrzehntelang direkte oder indirekte Interventionen in „unterentwickelten“ Ländern rechtfertigen, um ihre Interessen durchzusetzen.


Das Ende des Kalten Krieges und der scheinbare Siegeszug der Globalisierung

Die durch den Kalten Krieg geschaffene Dualität der Welt brach mit dem Fall des sowjetischen und osteuropäischen Sozialismus zusammen. Die transnationale Globalisierung schien für immer gesiegt zu haben. Doch der Aufstieg Chinas, Russlands, der Brics-Staaten und der Länder der „Dritten Welt“, der sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts wie nie zuvor behauptet hat, hat die Weltkarte erneut verändert. Heute können die traditionellen westlichen Mächte ihre Vorstellungen und Interessen nicht mehr wie in der unmittelbaren Vergangenheit durchsetzen. Diese Situation ist das Ergebnis einer Reihe von gegenwärtigen historischen Prozessen, darunter die folgenden:


Die Erfahrungen des Interventionismus haben bei den Völkern wachsende Ablehnung und Widerstand ausgelöst; die Förderung der Bildung und der technologische Fortschritt in der Kommunikation verbreiten bürgerschaftliches Bewusstsein, Informationen und Wissen sind für alle zugänglich, was Täuschungen unmöglich oder schwierig macht; die wirtschaftliche Modernisierung und der materielle Fortschritt begünstigen die autonomen Entscheidungen, haben die Beziehungen zwischen den Ländern ausgeweitet und die „Abhängigkeiten“ diversifiziert; die Märkte organisieren neue Beziehungen; es entstehen soziale Bewegungen und progressive und demokratische Kräfte (die normalerweise mit der Linken identifiziert werden), die auf eine andere Gesellschaft setzen; es bilden sich auch Regierungen mit Projekten, die auf die Stärkung der Souveränität ausgerichtet sind; und in Lateinamerika wächst die regionale Identität.


Die Völker rebellieren

Unter diesen neuen Bedingungen der globalen Entwicklung werden die alten Kolonialmächte herausgefordert. Gerade in den letzten Wochen haben sich beispiellose Ereignisse gehäuft: Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte auf einer Reise durch vier afrikanische Länder (ehemalige Kolonien), dass er die Militärpräsenz reduzieren werde, und stellte die Annäherung an Russland und China in Frage; aber in der Demokratischen Republik Kongo bot Präsident Felix Tshisekedi ihm die Stirn und forderte, dass er respektvoll sein soll und dass „die Art und Weise, wie Europa uns behandelt, sich ändern muss“; gleichzeitig nahmen die Straßenproteste in West- und Nordafrika gegen Frankreich zu; und in Namibia konterte Präsident Hage Gaeingob den deutschen Botschafter, als der sich beschwerte, in dem Land seien mehr Chinesen als Deutsche präsent.


Mit einzigartiger Dreistigkeit warnte die republikanische US-Kongressabgeordnete María Elvira Salazar kürzlich die argentinische Regierung, dass, wenn sie chinesische Kampfflugzeuge baut, die USA diesem „Pakt mit dem Teufel“ nicht tatenlos zusehen würden und dass „es zwei Welten gibt, die freie Welt und die Welt der Sklaven. Ich hoffe, die Argentinier bleiben in der freien Welt“, drohte sie, was Sprecher der argentinischen Regierung entsprechend beantworten mussten.

Noch waghalsiger haben die Republikaner Lindsey Graham (South Carolina) und John Kennedy (Louisiana) vorgeschlagen, dass die US-Regierung den Einsatz von Waffengewalt autorisieren könnte, um in Mexiko gegen den Drogenhandel zu intervenieren, worauf Präsident Andrés Manuel López Obrador mit Worten reagierte, die die breite Stimmung der lateinamerikanischen Völker widerspiegeln, indem er die „Manie“ und „schlechte Angewohnheit“ der USA kritisierte, „sich für die Regierung der Welt zu halten“ und er fügte hinzu:


„Aber noch schlimmer ist, dass sie militärische Gewalt einsetzen wollen, um in das öffentliche Leben eines anderen Landes einzugreifen. Das heißt, sie marschieren unter dem Vorwand in ein anderes Land ein, dass sie gegen terroristische Drogenhändler vorgehen. Das ist natürlich reine Propaganda. Wir müssen jedoch alle diese Anmaßungen von Interventionismus zurückweisen“, und er schloss mit der Feststellung: „Mexiko ist weder ein Protektorat noch eine Kolonie der Vereinigten Staaten. Mexiko ist ein freies, unabhängiges und souveränes Land. Wir nehmen von niemandem Befehle entgegen.“


Der Druck, dass Lateinamerika Stellung im Ukraine-Krieg bezieht, soll die Region ebenso zugunsten der Interessen der westlichen Welt bestimmen, während es in diesen Ländern darum geht, ihren Status als Friedenszone zu bewahren, ohne von einer der Mächte bestimmt zu werden, die in einen Konflikt verwickelt sind, der fern der souveränen Interessen Lateinamerikas ist, auch wenn der Krieg bereits regional verurteilt wurde.


Ohne Eile, aber ohne Pause

Es ist klar, dass es einen noch langsamen, aber historisch unaufhaltsamen Aufschwung der abhängigen Länder gibt und dass er durch den Zusammenbruch der westlichen Hegemonie und die Bildung einer multipolaren Welt möglich ist. In dieser entstehenden Mundus Novus des 21. Jahrhunderts gewinnen die Ideale von Bandung an Kraft und verdienen es, erneuert zu werden. Das schafft die Voraussetzungen für eine Annäherung Lateinamerikas an die anderen Nationen der Dritten Welt, mit dem Ziel, eine geopolitische Front aufzubauen, die auch auf der internationalen Ebene Einfluss nimmt. Und dies auf der Basis neuer Formen der politischen Integration zur Verteidigung der Souveränitäten, gegen die Absichten der westlichen Mächte, die Welt erneut in den angeblichen Block der „Demokratie“ und die teuflische Sphäre der Regionen des „Autoritarismus“ zu teilen.


Zum Autor: Juan José Paz y Miño Cepeda aus Ecuador ist Historiker und Analyst.

Übersetzung: Vilma Guzmán, Amerika21


Mehr zum Thema: Das Fanal von Bandung

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Juristische Kriegsführung in Lateinamerika

Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik

Schlagwörter:


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=95717


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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Das Fanal von Bandung

Rainer Werning

nachdenkseiten.de, vom 24. April 2020 um 9:05 Ein Artikel von Rainer Werning

Heute vor 65 Jahren, am 24. April 1955, endete in der indonesischen Stadt Bandung die erste große Afro-Asiatische Konferenz im Geiste des Antikolonialismus, Antiimperialismus und Antirassismus. Während des Kalten Krieges wurden in Bandung auch die künftigen politischen Grundlinien der „Dritten Welt“ und von „Blockfreiheit“ entworfen. Von Rainer Werning.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Südost- und Ostasien sowie im Pazifik hinterließ Trümmerlandschaften gigantischen Ausmaßes. Der Hauptaggressor in diesem Teil der Erde war das militaristische Japan, das sich in Allianz mit dem faschistischen Italien unter Mussolini und Nazideutschland unter Hitler angeschickt hatte, eine neue hegemoniale Weltordnung zu schaffen, die mit Blick auf die genannten Regionen eine „Größere Ostasiatische Gemeinsame Wohlstandsphäre“ begründen sollte. Dieser vom Generalstab und Außenministerium in Tokio entworfene Plan schrieb Japan die Rolle der Führungsmacht zu im Kampf der asiatischen Völker gegen den verhassten „weißen Imperialismus“ und „westlichen Kolonialismus“. Wenngleich dieser Plan schließlich durch die Alliierten zunichte gemacht wurde, ward bei Kriegsende unter zahlreichen asiatischen Völkern der Nimbus der Unbesiegbarkeit „des Westens“ erschüttert. Vor allem für das britische Empire bedeutete es eine herbe Schlappe, dass seine für uneinnehmbar gehaltene Festung Singapur sowie seine Kolonien Malaya (heute: Malaysia), Birma/Burma (heute: Myanmar) und Hongkong handstreichartig von japanischen Truppen eingenommen und okkupiert worden waren.


Post-koloniale Weichenstellungen

Binnen eines Jahrzehnts nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte vor allem in Südost- und Südasien die erste Welle erfolgreicher Unabhängigkeitsbestrebungen ein. Den Anfang machte Niederländisch-Indien beziehungsweise Indonesien, das seine Unabhängigkeit als Republik am 17. August 1945 proklamierte, wenngleich Den Haag diese erst im Dezember 1949 endgültig anerkannte. Zwischenzeitlich fand ein erbitterter Guerillakrieg statt, den die niederländischen Truppen mit euphemistisch sogenannten politionele acties („Polizeiaktionen“) zu beenden trachteten. Es folgte Vietnam, wo Ho Chi Minh am 2. September 1945 die unabhängige Demokratische Republik Vietnam (DRV) im Norden des Landes ausrief. Am 4. Juli 1946 wurde in der philippinischen Metropole Manila das Sternenbanner eingeholt; damit endete die 48-jährige US-Kolonialzeit. Indien und Pakistan proklamierten ihre Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich am 15. beziehungsweise 14. August 1947, ein Schritt, dem Birma/Burma am 4. Januar sowie Ceylon (heute: Sri Lanka) am 4. Februar 1948 folgten. 1953 erhielten Laos und Kambodscha unter königlichen Regierungen die Unabhängigkeit, wenngleich sie Teil der Französischen Union blieben. Im selben Jahr endete der dreijährige Koreakrieg, der erste „heiße“ Konflikt in der Ära des Kalten Krieges. Als Bürgerkrieg begonnen, war er zu einem internationalen Konflikt eskaliert, der die Welt bedrohlich nahe am Abgrund eines 3. Weltkriegs sah und die West-Ost-Blockkonfrontation zementierte.


Als die Kolonialmacht Frankreich im Jahre 1954 eine vernichtende Niederlage im vietnamesischen Dien Bien Phu erlitt, führte die im selben Jahr organisierte Genfer Konferenz zur Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrads mit der DRV im Norden und dem von Washington protegierten Regime eines Ngo Dinh Diem im Süden. Die Genfer Abkommen zur Beilegung des ersten Indochinakriegs, die schließlich dazu führen sollten, dass sich eine „westliche“ Kolonialmacht, die USA, anschickten, eine andere, nämlich Frankreich, zu beerben und in deren Fußstapfen zu treten, stießen seitens zahlreicher asiatischer Regierungen, vor allem seitens des indischen Premierministers Jawaharlal Nehru, auf scharfe Kritik.


Es waren die ehemaligen südasiatischen Kolonien des britischen Empire Indien, Pakistan, Ceylon und Burma, die gemeinsam mit Indonesien eigene Vorstellungen einer neuen Weltordnung entwickelten und zu diesem Zweck zwei Vorbereitungstreffen mit Blick auf die Bandung-Konferenz ausrichteten. Dem ersten Treffen in Ceylons Hauptstadt Colombo im Sommer 1954 folgte Ende Dezember desselben Jahres ein weiteres in der indonesischen Stadt Bogor. Dort wurde vereinbart, die Pancha Sila, die fünf Prinzipien der Koexistenz – gegenseitiger Respekt für die territoriale Integrität und Souveränität des jeweils anderen; gegenseitige Nicht-Aggression; gegenseitige Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen; Gleichheit und gegenseitiger Nutzen und friedliche Koexistenz – als Grundlage für die künftige bilaterale Zusammenarbeit anzuerkennen und als Austragungsort der avisierten ersten großen internationalen Konferenz Bandung vorzusehen. Dies verstärkte einerseits die indo-chinesische Kooperation und erleichterte es andererseits Delegationen, nicht unbedingt Stellung zu kontroversen Fragen (beispielsweise zum Ausgang des Koreakriegs) beziehen zu müssen.


Noch im selben Jahr (1954) hatte der „Westen“ unter Federführung der USA versucht, einen Keil zwischen die späteren Konferenzteilnehmer in Bandung zu treiben, indem sie versuchten, sowohl Indonesien als auch Indien als SEATO-Mitglieder zu gewinnen. Diese Südostasiatische Paktorganisation – alternierend auch Manila-Pakt genannt – war am 8. September 1954 in der philippinischen Hauptstadt aus der Taufe gehoben worden. Zu ihren Gründungsmitgliedern zählten neben den USA die Philippinen, Australien, Neuseeland, Frankreich, Großbritannien und Thailand. Explizit verstand sich die SEATO als ostasiatisch-pazifisches Pendant zur NATO sowie als Cordon sanitaire gegen das „Bollwerk des Kommunismus“ (die Sowjetunion und die seit dem 1. Oktober 1949 bestehende Volksrepublik China). Gleichzeitig sollte diese stramm antikommunistisch ausgerichtete Allianz den USA in ihrem Aggressionskrieg gegen die Völker Vietnams, Kambodschas und Laos‘ logistisch, politisch und ideologisch Rückendeckung bieten. Kein Wunder, dass dieses überflüssige, zutiefst unpopuläre und unrühmliche Bündnis ebenso unrühmlich im Sommer 1977, zwei Jahre nach dem Debakel der „westlichen Führungsmacht“ in Vietnam, zu existieren aufhörte.


29 Konferenzteilnehmer

Am 18. April 1955 eröffnete der indonesische Präsident Sukarno schließlich die asiatisch-afrikanische Konferenz in Bandung – ausgerechnet im früheren niederländischen Club Concordia, der zuvor in Gedung Merdeka (Haus der Freiheit) umbenannt ward. Die insgesamt 29 Teilnehmer der Konferenz kamen – in alphabetischer Reihenfolge – aus:

Afghanistan, Ägypten, Äthiopien, Birma/Burma, Ceylon, Volksrepublik China, Goldküste (heute: Ghana), Indien, Indonesien, Iran, Irak, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Laos, Libanon, Liberia, Libyen, Nepal, Pakistan, Philippinen, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Thailand, Türkei, Nordvietnam und Südvietnam.


Daneben waren auch Beobachter mehrerer nationaler Befreiungsbewegungen zugegen. Nebst Gastgeber Sukarno weilten in Bandung auch solche damaligen Politgrößen wie Premier- und Außenminister Zhou Enlai (VR China), Indiens Premierminister Jawaharlal Nehru, Premierminister Mohammed Ali von Pakistan, Burmas Premierminister U Nu sowie Sir John Lionel Kotelawala aus Ceylon, dem dritten Premierminister seines Landes.


Das alles überragende Thema dieser einwöchigen Konferenz war die Neubestimmung internationaler Beziehungen auf der Basis von Selbstbestimmung, nationaler Unabhängigkeit und die angemessene Repräsentanz der vertretenen Länder in den Vereinten Nationen. Diese waren in jener Zeit ein hauptsächlich von den USA und ihren westlichen Verbündeten kontrolliertes Gremium, in dem sich zahlreiche andere Länder im Geiste des Antikommunismus diesen verpflichtet fühlten und sich entsprechend loyal bei (vor allem kontroversen) Abstimmungen verhielten.

„Koloniales Erbe“, „kollektive Erfahrung kolonialer Unterdrückung“, Imperialismus und Rassismus, Süd-Süd-Dialog, „Blockfreiheit” sowie „Dritte Welt“ lieferten Stichworte, über die intensiv und auch kontrovers diskutiert wurde. Vor allem mit dem Begriff „Dritte Welt“, den erstmalig der französische Demograph Alfred Sauvy in seinem Artikel „Trois mondes, une planète“ im L’Observateur vom 14. August 1952 benutzt hatte, wurden fortan all jene Länder bezeichnet, die zwar die Mehrheit der Weltbevölkerung bildeten, aber in der Weltpolitik rechtlos waren, und die gleichzeitig keinem der beiden Machtblöcke des Kalten Krieges angehörten.


Während der gesamten Konferenz galt es, die divergierenden Interessen großer und kleiner Länder mit jeweils unterschiedlichen Regierungsformen unter einen Hut zu bringen und dissensträchtige Themen tunlichst außen vor zu lassen. Japan beispielsweise hatte es besonders schwer, eine überzeugende und glaubwürdige Position im Kontext der neu avisierten internationalen und regionalen Beziehungen zu beziehen. Tokio war stark auf die Politik der USA fixiert und avancierte nach 1952 zum engsten Regionalverbündeten der Vereinigten Staaten. Zhou Enlai vertrat einen von der Sowjetunion, ebenfalls einem Nicht-Teilnehmer der Konferenz, unabhängigen Sozialismus, während Nehru für Liberalismus, Nationalismus und Gewaltlosigkeit plädierte und die aufstrebenden Führer in zahlreichen afrikanischen Ländern auf eine politische Agenda der Entkolonialisierung mit unterschiedlichen Strategien insistierten, unter denen später der Nationalismus und Panafrikanismus am stärksten hervortreten sollten. Die generelle Opposition gegen Kolonialismus, Neokolonialismus oder jede andere imperialistische Politik war die bedeutsamste einvernehmliche Position, die über Widersprüche hinweg konsensual das Engagement für ein neues, besseres Weltsystem mobilisierte.


Einheit in Vielfalt

Am letzten Tag der Konferenz, am 24. April 1955, veröffentlichten die 29 Teilnehmer das von ihnen unterzeichnete Final Communiqué of the Asian-African Conference und skizzierten anschließend ihre gemeinsame Position zu Fragen wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit, zu Menschenrechten und Selbstbestimmung, zu Problemen abhängiger Völker, zu anderen Themen sowie schließlich zur Förderung des Weltfriedens und der Zusammenarbeit. Letztere wurde sodann trotz kultureller, ideologischer, historischer und politischer Differenzen zwischen den Delegierten noch eigens in folgender zehn Punkte umfassenden „Erklärung zur Förderung des Weltfriedens und der Zusammenarbeit“ verabschiedet:

  1. Achtung der grundlegenden Menschenrechte und der Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen;
  2. Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität aller Nationen;
  3. Anerkennung der Gleichheit aller Rassen und der Gleichheit aller großen und kleinen Nationen;
  4. Verzicht auf jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes;
  5. Achtung des Rechts jeder Nation, sich allein oder gemeinsam zu verteidigen, in Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen;
  6. (a) Verzicht auf den Einsatz von Vorkehrungen zur kollektiven Verteidigung, um bestimmten Interessen einer Großmacht zu dienen; (b) Verzicht eines Landes auf die Ausübung von Druck auf andere Länder;
  7. Verzicht auf Handlungen oder Androhung von Aggressionen oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines Landes;
  8. Beilegung aller internationalen Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln wie Verhandlungen, Schlichtung, Schieds- oder Gerichtsverfahren sowie mit anderen friedlichen Mitteln nach eigener Wahl der Parteien im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen;
  9. Förderung der gegenseitigen Interessen und der Zusammenarbeit;
  10. Achtung von Gerechtigkeit und internationalen Verpflichtungen.


Die Konferenz“, resümiert der Leipziger Historiker Jürgen Dinkel (2019), „war ein Produkt und Kristallisationspunkt globaler Transformationen der vierziger und fünfziger Jahre und zugleich ein kraftvoller Impuls zur Beseitigung der alten kolonialen Ordnung und für das postkoloniale state-building. Innerhalb der postkolonialen Welt trug das Treffen zur Herrschaftsstabilisierung der neuen Regierungen und zu deren Legitimierung bei. Die Konferenzteilnehmer gewannen an Profil, was zugleich dazu führte, dass es trotz des großen Erfolges der Konferenz und trotz mehrerer Versuche, diese zu wiederholen, zu keiner zweiten Bandung-Konferenz kam. Denn in dem Maße, in dem die Teilnehmer sich ihrer Anerkennung als souveräne Regierungen sicher sein konnten und in dem sich die europäischen Kolonialreiche auflösten, schwand auf internationaler Ebene ihre Kompromissbereitschaft. Unterschiedliche nationalstaatliche Interessen, regionale Divergenzen und unterschiedliche Positionierungen der Bandung-Staaten im Ost-West-Konflikt verhinderten eine weitere Asiatisch-Afrikanische Konferenz, weshalb diese auf institutioneller Ebene einmalig blieb.


Immerhin konnten andere Formen und Fora entwickelt werden – wie beispielsweise die Ende Dezember 1957 in Ägyptens Hauptstadt Kairo gegründete Afro-Asian Peoples’ Solidarity Organization –, während ab 1960 die zweite Welle erfolgreicher Unabhängigkeitsbestrebungen (diesmal vor allem auf dem afrikanischen Kontinent) erfolgte. Nach der offiziellen Gründung der Bewegung der Blockfreien Staaten 1961 in Belgrad, als deren Gastgeber Jugoslawiens Ministerpräsident Josip Broz Tito fungierte und die ebenfalls ein Resultat der Bandunger Konferenz war, war die „Dritte Welt“ aufs Engste mit eben dieser Bewegung verknüpft.


Postscript 1: Die USA mieden auf Drängen von Außenminister John Foster Dulles die Konferenz und waren auch nicht offiziell vertreten. Den exponierten Aktivisten der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung, W. E. B. Du Bois und seinem Schüler Paul Robeson, verweigerten die US-Behörden die Reise nach Indonesien. Der afroamerikanische Schriftsteller Richard Wright hingegen vermochte mit finanzieller Unterstützung des Congress for Cultural Freedom an der Konferenz in Bandung teilzunehmen. Wright verbrachte etwa drei Wochen in Indonesien, widmete sich eine Woche der Konferenzteilnahme und den Rest seiner Zeit der Interaktion mit indonesischen Künstlern und Intellektuellen. Ihm ist das überaus lesenswerte Buch The Color Curtain zu verdanken, das bereits ein Jahr nach der Konferenz in New York erschien.


Postscript 2: Just eine Dekade nach seiner Gastgeberschaft der Konferenz von Bandung endete die politische Karriere von Sukarno Ende September 1965. Sein „Makel“ bestand u.a. darin, dass er sich außenpolitisch zu sehr der VR China angenähert hatte, was so gar nicht nach dem Gusto der vornehmlich im Westen ausgebildeten Generalität (darunter zahlreiche in Hamburg-Blankenese und Hangelar bei Bonn) war. Im Herbst 1965 putschten sich in wohl orchestrierten Schritten Suharto und gleichgesinnte Kumpane an die Macht, enthoben Sukarno all seiner Machtbefugnisse und entfesselten eine beispiellose Hatz gegen alle, die aus ihrer Sicht mit der Kommunistischen Partei Indonesiens (PKI) liebäugelten – der seinerzeit immerhin weltweit drittgrößten KP.


Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen dieses Massakers im Namen von „freedom & democracy“ werden auf diesen Seiten im Herbst en detail nachzulesen sein (RW).

Titelbild: © Foreign Ministry of the Republic of Indonesia


Quellen & Literaturhinweise

  • Jürgen Dinkel (2019): Das Abschluss-Communiqué der Asiatisch-Afrikanischen Konferenz in Bandung (1955), in: Quellen zur Geschichte der Menschenrechte, hg. v. Arbeitskreis Menschenrechte im 20. Jahrhundert, März 2019, URL: geschichte-menschenrechte.de/bandung-konferenz
  • Luis Eslava, Michael Fakhri, Vasuki Nesiah (Eds. – 2017): Bandung, Global History, and International Law. Critical Pasts and Pending Futures. Cambridge
  • Marc Frey (2006): Dekolonisierung in Südostasien. Die Vereinigten Staaten und die Auflösung der europäischen Kolonialreiche. München
  • Christopher James Lee (Ed. – 2010): Making a World after Empire. The Bandung Moment and its Political Afterlives. Athens/Ohio
  • James A. C. Mackie (2005): Bandung 1955. Non-Alignment and Afro-Asian Solidarity. Singapur
  • Richard Wright (1956): The Color Curtain: A Report on the Bandung Conference. New York


Rubriken: Friedenspolitik Länderberichte

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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=60434


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.04.2023

»Kaum vorstellbare« Herausforderungen Pistorius warnt vor »Worst Case« für Europa nach US-Wahl

spiegel.de, vom 01.04.2023, 10.35 Uhr

2024 finden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. Die Auswirkungen für Deutschland und die Nato könnten weitreichend sein, sagt Verteidigungsminister Pistorius – und die Probleme der Bundeswehr sind bis dahin nicht gelöst.


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Viele US-Republikaner sehen die Unterstützung der Ukraine kritisch. Auch der mögliche Präsidentschaftskandidat Donald Trump hält von Joe Bidens Ukrainekurs ebenso wenig wie von der Nato. Gut möglich also, dass nach der nächsten Präsidentschaftswahl im Jahr 2024 die Amerikaner ihr Engagement in Europa deutlich zurückfahren. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat nun in einem Interview über diesen aus seiner Sicht »Worst Case« gesprochen. »Sollte ein amerikanischer Präsident ins Weiße Haus einziehen, der sich von Europa und der Nato distanzierte, dann hätten wir Herausforderungen, die derzeit kaum vorstellbar wären«, sagte Pistorius der »Welt am Sonntag« .


Europa müsse geringeres US-Engagement ausgleichen. »Dann muss dieses Weniger der Verantwortung für die Bündnisverteidigung von den Europäern innerhalb der Nato ausgeglichen werden«, sagte der SPD-Politiker. »On top zu dem, was wir heute schon tun.«

Selbst ein europafreundlicher US-Präsident wird sich nach Ansicht von Pistorius aber mehr um den Indopazifik kümmern müssen. Auch Deutschland müsse sich dort engagieren. »Deswegen planen wir für das kommende Jahr eine weitere Präsenzfahrt unserer Marine in die Region«, sagte der Verteidigungsminister.


Lücken der Bundeswehr bis 2030 nicht geschlossen

Bei den Ausrüstungsproblemen der Bundeswehr setzt Pistorius auf eine Priorisierung der Vorhaben. »Wir wissen alle, dass die vorhandenen Lücken bis 2030 nicht vollends geschlossen werden können«, sagte der SPD-Mann der Zeitung. »Eine dieser Prioritäten ist der Schutz der Ostflanke der Nato.« Schon im Gespräch mit dem SPIEGEL im März hatte Pistorius klargemacht, dass die Verpflichtungen der Bundeswehr weitere Waffenlieferungen an die Ukrainer erschwerten. Deutschland habe noch ein Patriot-Flugabwehrsystem, sagte Pistorius damals. »Wenn ich das jetzt auch noch rausgebe, kann ich nicht mal mehr üben.«


Der Minister lehnte eine »Kriegswirtschaft« aber ab, wie sie etwa der ehemalige Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, gefordert hatte. »Kriegswirtschaft hieße, dass wir die gesamte Ökonomie so umstellen, als wäre Deutschland Kriegspartei«, sagte Pistorius der »Welt am Sonntag«. »Das sind wir nicht und deswegen steht dies nicht zur Debatte.« Bei der Rüstungsindustrie würden seinem Eindruck nach aber derzeit alle Hebel in Bewegung gesetzt.

sep


Mehr zum Thema



Info: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/boris-pistorius-us-wahl-koennte-eu-vor-kaum-vorstellbare-herausforderung-stellen-a-93d60805-44ea-490a-9a8e-70760ac6da7e


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02.04.2023

"Putin, ein Tankstellenwart mit einem Haufen Atomwaffen" – Trump zerpflückt Kriegsrhetorik

gegenzensur.rtde.life, vom 30 Mär. 2023 21:43 Uhr

"Wer Russland als Tankstelle mit einem Haufen Atomwaffen bezeichnet, oder Putin als, Zitat: "einen autoritären Tankwart mit einem Haufen Atomwaffen aus der alten Sowjetunion", demonstriert genau die Art von einfältigem Denken, das jahrzehntelang zu gescheiterter Diplomatie und schließlich zu Krieg geführt hat. Und wohin soll dieser Krieg noch führen?", fragte der ehemalige US-Präsident und erneute Präsidentschaftskandidat Donald Trump und forderte "einen Friedensstifter im Weißen Haus".


Quelle: RT (Bild)


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Info: https://gegenzensur.rtde.life/kurzclips/video/166632-putin-tankstellenwart-mit-haufen-atomwaffen


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