Deutschland 2023: Weltfriedenstag
aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. September 2023, 19:59 Uhr
(…) Die erzwungene Zurückhaltung des deutschen Imperialismus änderte
sich schlagartig mit der staatlichen Vereinigung 1990. (…) die heutige
Bundesrepublik mit seiner Regierung [ist] wieder einer der
Hauptverantwortlichen von Kriegen, auch des Ukraine-Krieges. Unter
anderem mit Volksverhetzung im eigenen Land und gegen andere Völker, vor
allem gegen Russland und China, mit Sanktionen und mit Waffenlieferungen
in die Ukraine.(…)
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grh Mitteilungen 9/23 (Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären
Unterstützung) *
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Weltfriedenstag – Deutschland 2023*
von Hans Bauer
September ist traditionell der Monat des Weltfriedens. Am 1. September
1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen. Nach dem Sieg über
den Faschismus begingen in der sowjetischen Besatzungszone junge Leute
erstmalig 1946 einen „Weltfriedenstag der Jugend“. Seit 1950 wurde in
der DDR der 1. September als „Weltfriedenstag“ staatlicher Gedenktag.
Mit Kundgebungen, Demonstrationen, Friedensaktionen. Ausdruck einer
stabilen Friedenspolitik bis 1989. Nach sozialistischer Verfassung
Staatsräson.
Die alte Bundesrepublik verfolgte von Beginn an ganz andere Ziele:
Befreiung der Ostgebiete und Kampf gegen den Kommunismus, vornehmlich
gegen die DDR und die Sowjetunion. Deshalb Verbot der KPD, der FDJ und
anderer antifaschistischer Organisationen, Aufrüstung, Wehrpflicht,
NATO-Beitritt. Das passte nicht zum Weltfrieden. Erst auf Druck von
Gewerkschaft und Friedensbewegung wurde der 1. September 1957 zum
„Antikriegstag“. Dank der Stärke des sozialistischen Lagers, weltweiter
Friedenskämpfe und weniger besonnener westlicher Politiker blieb der
Kalte Krieg zwar ein heißer Frieden, aber eben über 40 Jahre Frieden.
Allerdings nur zwischen den Blöcken. Denn der Vietnamkrieg und Dutzende
von Kriegen weltweit bewiesen die unveränderte Aggressivität des
Imperialismus.
Die UNO begeht seit 1981 alljährlich den 21. September als
„Internationalen Tag des Friedens“.
Die erzwungene Zurückhaltung des deutschen Imperialismus änderte sich
schlagartig mit der staatlichen Vereinigung 1990. Großdeutschland wollte
nun Weltmacht werden, zumindest in Europa führend. Und beteiligt sich
seitdem wieder an Kriegen, befördert und unterstützt sie. Und feiert
gleichzeitig - welch ein Hohn - im September den „Antikriegstag“.
Offiziell zum „Gedenken an alle Opfer aller Kriege“. Die es selbst
mitverursacht hat. Was natürlich weitgehend verschwiegen oder verfälscht
wird. Mit pastoralen Reden und frommen Gesängen. Und gespielter
Betroffenheit. So seit Jahren zum Beispiel an der „Neuen Wache“ in
Berlin, einer weltweit bekannten Mahn- und Gedenkstätte. In der DDR
„Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus“, seit 1993
Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik für die „Opfer von Krieg und
Gewaltherrschaft“. Auch gegen „NS- und SED-Diktatur“, wie es die
Geschichte verfälschend heißt. Dabei ist die heutige Bundesrepublik mit
seiner Regierung wieder einer der Hauptverantwortlichen von Kriegen,
auch des Ukraine-Krieges. Unter anderem mit Volksverhetzung im eigenen
Land und gegen andere Völker, vor allem gegen Russland und China, mit
Sanktionen und mit Waffenlieferungen in die Ukraine.
Die diesjährigen Forderungen der Berliner Friedenskoordination zum
Weltfriedenstag 2023 an der „Neuen Wache“: „Kriegseskalation und
Aufrüstung stoppen, Reden statt Schießen, 3. Weltkrieg verhindern“
unterstützen wir nachdrücklich. Das schließt ein, die legitimen
Sicherheitsinteressen der Russischen Föderation zu respektieren und die
NATO-Kriegspolitik zu beenden. Und die Forderung nach einer Politikwende
zum Wohle des Volkes und der Völkerverständigung.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.











Quelle: AP