Archäologen der Universität Haifa haben bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Hippos ein außergewöhnliches Artefakt entdeckt. Es handelt sich um eine Schleuderkugel, die als typische Verteidigungsmunition vor etwa 2000 Jahren diente und in vergleichbarer Faorm bereits an anderen Fundorten nachgewiesen wurde. Besonderes Augenmerk gilt jedoch der eingravierten Inschrift, die offenbar direkt an die Gegner gerichtet war.
Archäologie: Antike Munition enthält düstere Botschaft an die Feinde
Ähnliche Schleuderprojektile, häufig auch als Schleudersteine bezeichnet, wurden an zahlreichen Fundorten entdeckt, die in die hellenistische Epoche datieren, insbesondere in das 2. Jahrhundert vor Christus. Die Mehrzahl dieser Objekte weist einfache Markierungen auf, etwa in Form von Dreizacken, Blitzen oder Skorpion-Darstellungen. Das hier entdeckte Artefakt ist eine Besonderheit: Es ist das bislang erste bekannte Schleuderprojektil, das mit der expliziten Botschaft „Lerne“ an den Gegner versehen wurde.
Das zitronenförmige Geschoss besteht aus Blei und misst etwa 3,2 Zentimeter in der Länge. Sein Gewicht wird von den Wissenschaftlern auf ungefähr 45 Gramm geschätzt. Auf einer Seite des in Hippos gefundenen Projektils sind die griechischen Buchstaben ΜΑΘΟΥ eingraviert. Die Autoren der aktuellen Studie deuten diese Inschrift als eine Form des griechischen Verbs „mathaíno“ im Sinne von „lernen“. Darüber hinaus wird angenommen, dass es sich um eine Form des Imperativs handelt, die sinngemäß mit „Lerne deine Lektion“ wiedergegeben werden kann.
Kostengünstige und effektive Munition
Schleuderprojektile, auch als Schleudersteine bezeichnet, waren eine äußerst wirkungsvolle Waffe zur Verteidigung antiker Städte. Ihre Herstellung aus Stein oder Blei war sowohl kostengünstig als auch wenig zeitaufwendig. Geübte Schützen waren in der Lage, die Geschosse mit einer Schleuder über Distanzen von bis zu 300 Metern zu stoßen und beim Gegner erhebliche Verletzungen zu verursachen.
Bei den archäologischen Untersuchungen im Umfeld von Hippos konnten insgesamt 69 Bleigeschosse geborgen werden. Ein Teil dieser Funde ist mit Darstellungen von Skorpionen oder Blitzen versehen. Das aktuelle Exemplar ist jedoch das erste bekannte Stück mit einer Inschrift, wie in der entsprechenden Studie hervorgehoben wird. Die Forscher gehen davon aus, dass derartige Schleudergeschosse in mehreren militärischen Auseinandersetzungen in dieser Region verwendet wurden.
Hippos mit spektakulären Funden und langer Geschichte
Der Fundort Hippos ist eine bedeutende antike Stadt, die auf einem markanten Plateau oberhalb des Ostufers des Sees Genezareth gelegen ist. Seit dem Jahr 2023 ist das Gebiet trotz fortlaufender archäologischer Untersuchungen für Besucher zugänglich. Bereits in der Vergangenheit haben Archäologen durch außergewöhnliche Funde auf die Bedeutung des Ortes hingewiesen. So erregte im September 2025 insbesondere die Entdeckung eines Hortfundes von etwa 100 byzantinischen Goldmünzen Aufmerksamkeit. Es wird angenommen, dass ein wohlhabender Einwohner diesen Schatz während der persischen Invasion um das Jahr 614 n. Chr. verborgen hatte.
Hippos gehörte zu einem Zusammenschluss von zehn antiken Städten, der unter der Bezeichnung Dekapolis bekannt ist. In der christlichen Überlieferung wird zudem häufig die Vermutung geäußert, dass Jesus in der Bergpredigt mit der Formulierung von der „Stadt auf dem Berg“ auf Hippos angespielt haben könnte, da die Stadt von der gegenüberliegenden Seite des Sees aus besonders bei Nacht weithin sichtbar und hell erleuchtet war.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Pepe Escobar: Der Iran führt einen totalen Krieg gegen den Todeskult.
seniora.org, vom 21. März 2026, 19. 03. 2026 Von Pepe Escobar - übernommen von strategic-culture.su
Irans Strategie gegen die Todessekte: Strukturelle Lähmung. Sorgfältig geplant. Unaufhaltsam. Bereits im Gange.
(Screenshot)
Trump verzweifelt - Bildquelle: gq-magazin.de
Ein Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars – das größte der Welt – stellt die ultimative Eskalation dar.
Neo-Caligula, ganz in seiner typischen, feigen Art, sich als Verfechter der Wahrheit zu inszenieren, versucht verzweifelt, die Todessekte in Westasien dafür verantwortlich zu machen und sich jeglicher Verantwortung zu entziehen: Er behauptet, Israel habe South Pars „aus Wut“ angegriffen und die USA hätten „von diesem speziellen Angriff nichts gewusst“. Katar sei „in keiner Weise beteiligt“ gewesen. Und der Iran habe Katars LNG-Anlage als Vergeltung „aufgrund falscher Geheimdienstinformationen“ angegriffen.
War das schon alles? Dann lasst uns weitertanzen!
Kaum. Eher nutzte der Todeskult offen zionistische Medien in den USA, um das Ganze als gemeinsame Operation darzustellen – um das Imperium des Chaos und der Plünderung tiefer in einen von Hybris geprägten Sumpf zu ziehen; es in einen totalen Energiekrieg mit verheerenden Folgen zu verwickeln; und die Golf-Petromonarchien zu 100 % gegen den Iran aufzubringen (sie führten bereits eine Kampagne gegen den Iran, insbesondere Saudi-Arabien, die VAE und Katar).
Neo-Caligula kann prahlen, was er will. Doch es ist offensichtlich, dass eine Operation von solch heikler und weitreichender Bedeutung – als Mittel, um „Druck auf Teheran auszuüben“ – eine tiefgreifende Einbindung des US-Zentralkommandos und die Zustimmung des Präsidenten erfordert.
Das privilegierte Szenario deutet also einmal mehr darauf hin, dass Washington die Kontrolle über seine eigene Außenpolitik verliert – vorausgesetzt, es gab überhaupt eine.
Alle beteiligten Akteure – deren Unfähigkeit, das Schachbrett zu lesen, sich immer wieder als unzureichend erwiesen hat – konnten nicht umhin zu glauben, dass Teheran nach einem Angriff auf seine so wichtige Energiesicherheit schließlich einknicken würde.
Die iranische Reaktion war erwartungsgemäß das genaue Gegenteil: eine massive Eskalation. Die Liste der Ziele für den Gegenangriff wurde umgehend veröffentlicht – und wird genauestens eingehalten. Den Anfang macht die Raffinerie Ras Laffan in Katar.
Behalten Sie diese LNG-Züge im Auge.
Man könnte meinen, Neo-Caligula versuche, sich von dem außer Kontrolle geratenen Todeskult der Totalen Verzweiflung zu distanzieren; er bietet womöglich einen Ausweg aus Teheran an; und gleichzeitig gibt er zu, dass die Zerstörung von South Pars katastrophal wäre, verpflichtet sich aber dazu, South Pars „massiv in die Luft zu jagen“ (erwarten Sie von einem wirren, größenwahnsinnigen, narzisstischen Gangster keine Kohärenz).
Bei der Tragödie in South Pars steht vor allem eines auf dem Spiel: die LNG-Züge .
Eine „Anlage“ besteht aus Komponenten, die Erdgas aufbereiten, reinigen und in LNG umwandeln. Sie werden als „Anlagen“ bezeichnet, weil die im industriellen Prozess zur Aufbereitung und Verflüssigung von Erdgas verwendeten Geräte – Kompressoranlagen – sequenziell angeordnet sind.
Diese Züge werden von Qatar Gas, ExxonMobil, Shell und ConocoPhillips betrieben. Praktisch gesehen handelt es sich um Anlagen mit Verbindungen zu den USA und dem Westen, die somit legitime Ziele für den Iran darstellen.
Es gibt weltweit nur 14 Züge – und es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die westliche Zivilisation von ihnen allen abhängig ist. Es dauert 10 bis 15 Jahre, einen Zug zu ersetzen. Alle diese 14 Züge befinden sich in Reichweite iranischer ballistischer und Hyperschallraketen. Mindestens einer von ihnen wurde durch den iranischen Gegenangriff in Brand gesetzt. So außerordentlich ernst ist die Lage.
Der erste Hightech-Totalkrieg in Westasien
Die Eskalation in South Pars war unvermeidlich, nachdem die neuen Regeln, die der Iran für die Straße von Hormuz aufgestellt hatte, das Epstein-Syndikat völlig verrückt gemacht hatten.
Es war die westliche Versicherungsparanoia, die die Straße von Hormus weit mehr abriegelte als das Verteidigungspotenzial der iranischen Drohnen- und Raketenkombination. Daraufhin verkündete die Revolutionsgarde, die Straße sei offen für China, für andere Nationen, die Verhandlungen aufnahmen – wie etwa Bangladesch – und für Golfstaaten, die US-Botschafter ausweisen würden.
Und dann wurden schließlich neue Regeln eingeführt. Das funktioniert so.
Wenn Ihre Fracht in Petroyuan gehandelt wurde, erhalten Sie möglicherweise eine kostenlose Passage.
Sie müssen die Maut bezahlen.
Nur dann steht es Ihnen frei, weiterzufahren, indem Sie in iranischen Hoheitsgewässern in der Nähe der Insel Qeshm navigieren und nicht mitten durch die Meerenge fahren.
Der iranische Außenminister Araghchi brachte es auf den Punkt: „Nach Kriegsende werden wir neue Mechanismen für die Straße von Hormus entwickeln. Wir werden unseren Feinden nicht erlauben, diese Wasserstraße zu nutzen.“ Was auch immer als Nächstes geschieht, die Straße von Hormus wird einen permanenten, von Iran kontrollierten Kontrollpunkt haben.
Professor Fouad Azadi, den ich vor Jahren im Iran persönlich kennenlernen durfte, hat bereits angekündigt, dass Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, künftig eine Gebühr von 10 % entrichten müssen. Dies könnte jährlich bis zu 73 Milliarden US-Dollar einbringen – mehr als genug, um die Kriegsschäden und die US-Sanktionen auszugleichen.
Der Iran befindet sich bereits mitten in dem, was praktisch als der erste Hightech-Totalkrieg in Westasien bezeichnet werden kann.
Strategisch gesehen, wie iranische Analysten es definieren, impliziert dies eine faszinierende Fülle neuer Terminologie.
Beginnen wir mit der „Großen Einschnürung“, die im Rahmen der hochgradig fokussierten Strategie der chirurgischen Zermürbung Anwendung findet. Das Ziel dieser Einschnürung hat sich von den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) hin zur Zerstörung des gesamten Gefüges der israelischen Zivilgesellschaft verlagert.
Dann gibt es noch den 16-Mach-Schildbrecher – dessen technologische Superstars die Raketen Khorramshahr-4 und Fattah-2 sind, die eine Endgeschwindigkeit von Mach 16 erreichen und mit 5,5 km pro Sekunde fliegen.
Übersetzung: Während ein feindlicher Computer einen Abfangvektor berechnet, ist der Raketensprengkopf – ein tonnenschwerer Blockbuster – bereits eingeschlagen, wodurch ein Nullsummen-Verteidigungsparadoxon entsteht: Israel gibt Millionen von Dollar für den Versuch eines Abfangens mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % Fehlschlag aus, während der Iran nur einen Bruchteil ausgibt, um einen garantierten Treffer zu erzielen.
Als nächstes folgt die Lehre von den vier lebenswichtigen Organen.
Israels neun Millionen Einwohner verdanken ihr Überleben lediglich zwei wichtigen Tiefseehäfen. Dies hat Teheran dazu veranlasst, in den Modus der strukturellen Lähmung zu verfallen und sich systematisch auf vier „Todespunkte“ zu konzentrieren: die hochkonzentrierten Knotenpunkte der israelischen Infrastruktur, deren Unterbrechung das Land in einen dunklen, durstigen und hungernden Käfig verwandeln würde.
Die vier lebenswichtigen Organe sind: Hydrologische Asphyxie (die 85 % des israelischen Trinkwassers in fünf Entsalzungsanlagen betrifft); das Blackout-Protokoll (das das Kraftwerk Orot Rabin im Herzen des nationalen Stromnetzes trifft); eine Lebensmittelbelagerung, die die Häfen von Haifa und Ashdod trifft, die für Israels Importe von 85 % des benötigten Weizens unerlässlich sind; und die Energieenthauptung: mit Fokus auf die Raffinerien in Haifa, der einzigen israelischen Quelle für raffiniertes Erdöl, die nach dem Angriff auf South Pars ein noch wichtigeres Ziel darstellen.
Strukturelle Lähmung. Sorgfältig geplant. Unaufhaltsam. Bereits im Gange.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
22.03.2026
Antisemitismus? Trumps Leiter der Terrorismusbekämpfung tritt zurück und spricht von einer „mächtigen“ israelischen Lobby.
Joe Kent - Bildquelle: king5.com
seniora.org, 21. März 2026, 20. 03. 2026 Von George Samuelson - übernommen von strategic-culture.su
Kents Rücktritt hat die Republikaner gespalten. Einige unterstützten ihn als prinzipientreue Haltung, während andere ihn als falsch informiert und dem Präsidenten gegenüber illoyal verurteilten.
Konservative schlagen Alarm, nachdem Joe Kent, der Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, wegen des Krieges im Iran seinen Rücktritt eingereicht und erklärt hatte, die Trump-Regierung sei von der israelischen Lobby in den Krieg hineingezogen worden.
Kent, ein langjähriger Unterstützer von Präsident Donald Trump, war der ranghöchste Beamte des Weißen Hauses, der seinen Rücktritt aufgrund seiner Ablehnung des Konflikts bekannt gab. In einer Erklärung auf X am Dienstag schrieb er, er könne ihn „nicht guten Gewissens“ unterstützen.
„Von Iran ging keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation aus“, sagte Kent, ein ehemaliger politischer Kandidat, der bei den US-Spezialkräften gedient hatte. „Es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben.“
Kent schrieb, er habe die Prinzipien des Präsidenten während dessen erster Amtszeit unterstützt, und dass Donald Trump bis Juni des vergangenen Jahres „verstanden habe, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle seien, die Amerika das kostbare Leben seiner Patrioten geraubt und den Reichtum und Wohlstand seiner Nation geschmälert habe.“
„In Ihrer ersten Amtszeit haben Sie wie kein anderer moderner Präsident verstanden, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne uns in endlose Kriege zu verwickeln“, fuhr Kent fort. „Das haben Sie durch die Tötung von Qasem Soleimani und die Niederlage des IS bewiesen.“
Kent, ein US-Army-Veteran, der an elf Kampfeinsätzen teilnahm und mit sechs Bronze Stars ausgezeichnet wurde, argumentierte, Trump sei durch eine Desinformationskampagne des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu und einiger prominenter Medienvertreter in den Krieg hineingezogen worden. Er nannte es eine „Echokammer“, die dazu benutzt wurde, „Sie glauben zu lassen, dass der Iran eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt“.
„Sie können den Kurs ändern und einen neuen Weg für unser Land einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir in Niedergang und Chaos abgleiten“, fügte Kent mit Blick auf Trump hinzu. „Sie haben die Entscheidungsgewalt.“
Kent ist eine wichtige Persönlichkeit in Washington, D.C. Er war als Berater für Terrorismusbekämpfung im Wiederwahlkampf von Trump im Jahr 2020 tätig, und Trump selbst nominierte ihn Anfang 2025 für die Leitung des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung.
„Joe Kent ist kein Niemand“, zitierte die Nachrichtenwebsite The Hill Curt Mills, den Herausgeber von The American Conservative. „Normalerweise hört man den Namen einer Person zum ersten Mal, wenn sie aus Protest zurücktritt. Viele haben Joe Kents Namen schon einmal gehört.“
Trumps Reaktion auf die Nachricht war wie gewohnt hart. Er nannte Kent „sehr schwach in Sicherheitsfragen“ und sagte, es sei „gut, dass er weg ist“.
Kents Rücktritt hat die Republikaner gespalten. Einige unterstützten ihn als prinzipientreue Haltung, während andere ihn als falsch informiert und dem Präsidenten gegenüber illoyal verurteilten.
Die ehemalige Abgeordnete aus Georgia, Marjorie Taylor Greene, eine weitere hochrangige MAGA-Figur, die nach dem amerikanischen Militarismus ausstieg, sagte: „Make America Great Again sollte Amerika zuerst bedeuten, nicht Israel zuerst.“
„Wir haben gesagt: ‚Keine Kriege mehr im Ausland, keine Regimewechsel mehr!‘ Wir haben es auf jeder Wahlkampfveranstaltung, in jeder Rede wiederholt. Trump, Vance, im Grunde die gesamte Regierung, haben damit Wahlkampf gemacht und versprochen, Amerika an erste Stelle zu setzen und Amerika wieder groß zu machen.“
„Meine Generation wurde im Stich gelassen…“, sagte Greene in Megyn Kellys Podcast.
Der konservative Medienkommentator Tucker Carlson lobte Kents Entscheidung ebenfalls.
„Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne, und man kann ihn nicht einfach als Spinner abtun“, sagte Carlson in einem Interview mit der New York Times. „Er gibt einen Job auf, der ihm Zugang zu hochrangigen, relevanten Geheimdienstinformationen verschafft hat. Die Neokonservativen werden versuchen, ihn deswegen zu vernichten.“
„Er versteht das und hat es trotzdem getan“, fügte er hinzu.
Laut einer CNN-Umfrage zu Beginn des Krieges befürworteten 23 % der Republikaner die Entscheidung zum Militäreinsatz weitgehend. Eine Reuters-Ipsos-Umfrage ergab, dass Trumps Militäraktion gegen den Iran bei den Republikanern 55 % Zustimmung fand, während nur 13 % zustimmten. In einer Umfrage der Washington Post kam man auf ein ähnliches Ergebnis von 81 % zu 12 %.
Der Widerstand gegen den Krieg unter prominenten MAGA-Anhängern ist jedoch auffällig. Selbst Vizepräsident JD Vance hat sich bisher geweigert, den Krieg uneingeschränkt zu unterstützen.
Bis zum 28. Februar, als Trump sich auf israelisches Drängen hin in die Kampfhandlungen im Iran hineinziehen ließ, bewegte sich der US-Präsident auf dem schmalen Grat zwischen Militäraktion und ausgewachsenem Krieg. Am 3. Januar 2026 führte das Weiße Haus einen Militärschlag in Venezuela durch und nahm den amtierenden venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen. Vertreter der Vereinten Nationen, der USA und anderer Länder sowie Völkerrechtsexperten erklärten, der Einsatz verstoße gegen die UN-Charta und die Souveränität Venezuelas. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez verurteilte die Festnahme als „Entführung“.
Unterdessen befürchten europäische Staats- und Regierungschefs weiterhin, dass Trump seine Drohungen wahr machen und Grönland von Dänemark annektieren wird. Auch Kuba bleibt im Visier des selbsternannten „Friedenspräsidenten“.
Zurück in Washington werfen einige Beobachter Kent Antisemitismus vor und beschuldigen ihn, das alte Klischee zu wiederholen, Israel stecke hinter allen amerikanischen Kriegen im Nahen Osten. Im Folgenden finden Sie eine Kopie von Kents Rücktrittsschreiben, in dem er die „mächtige amerikanische Lobby“ [gemeint ist die israelische Lobby] anprangert, damit die Leser besser beurteilen können, ob Kents Argumentation stichhaltig ist.
Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung zurückzutreten.
Ich kann den andauernden Krieg im Iran beim besten Willen nicht unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist offensichtlich, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben.
Ich unterstütze die Werte und die Außenpolitik, für die Sie 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf geführt und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 war Ihnen bewusst, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika das wertvolle Leben seiner Patrioten kostete und den Reichtum und Wohlstand unserer Nation schmälerte.
In Ihrer ersten Amtszeit verstanden Sie besser als jeder andere moderne Präsident, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne uns in endlose Kriege zu verwickeln. Dies bewiesen Sie durch die Tötung von Qasam Solamani und die Niederlage des IS.
Gleich zu Beginn dieser Regierung starteten hochrangige israelische Beamte und einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien eine Desinformationskampagne, die Ihre „America First“-Agenda völlig untergrub und kriegsbefürwortende Stimmung schürte, um einen Krieg mit dem Iran zu befürworten. Diese Echokammer wurde genutzt, um Sie zu täuschen und Ihnen vorzugaukeln, der Iran stelle eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar und ein sofortiger Angriff würde einen schnellen Sieg garantieren. Dies war eine Lüge und ist dieselbe Taktik, mit der die Israelis uns in den verheerenden Irakkrieg hineinzogen, der unserer Nation das Leben Tausender unserer besten Männer und Frauen kostete. Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen.
Als Veteran, der elfmal im Kampfeinsatz war, und als Ehemann eines im Einsatz gefallenen Soldaten, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel angezettelten Krieg verloren hat, kann ich es nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und den Preis amerikanischer Leben nicht rechtfertigt.
Ich bete, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun und für wen. Jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln. Sie können den Kurs ändern und einen neuen Weg für unser Land einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir weiter in Niedergang und Chaos abgleiten. Sie haben die Wahl.
Es war mir eine Ehre, in Ihrer Regierung und für unsere großartige Nation tätig zu sein.
Joseph Kent
Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung ___
Mehr zum Autor George Samuelson Kopie des Briefes eingefügt von seniora.org
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die Watchlist EUropa vom 21. März 2026– heute mit der Wochenchronik. Die Themen: Der EU-Gipfel und der ungelöste Streit um einen Ukraine-Kredit, der Krieg gegen Iran und die Folgen für EUropa – und der Fall der Brandmauer im Europaparlament.
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Glaubt man Kanzler Merz und den deutschen Medien, so war das wichtigste europapolitische Ereignis der letzten Woche das “Nein” von V. Orban zum 90 Mrd.-Euro-Kredit für die Ukraine. Merz sprach von “Illoyalität” und drohte mit Konsequenzen.
Die Medien überboten sich mit bösen Kommentaren. Allerdings nicht zum Scheitern des “Außenkanzlers” in der Ukraine-Politik – es war bereits die dritte Klatsche für Merz. Sondern über Orban, der die EU “in Geiselhaft” nehme.
Richtig ist, daß Orban den Beschluss blockiert hat. Richtig ist auch, daß die Wut der Europäer dem Rechtspopulisten bei seinem Wahlkampf in die Hände spielt. Doch von Erpressung oder gar Geiselhaft kann keine Rede sein.
Am Anfang stand ein Budgettrick
Orban weigert sich aus nachvollziehbaren Gründen – es geht um die Druschba-Pipeline, die die Ukraine erst im Mai reparieren will. Der Ungar blockiert einen EU-Beschluss, weil Brüssel sich weigert, Partei für sein Land zu ergreifen.
Bei dem Streit geht es auch nicht um die Außenpolitik, sondern um Energiepolitik (Druschba) und das EU-Budget. Die Budgetregeln müssen geändert werden, damit die EU den Kredit für die Ukraine absichern kann.
Nur weil es um das EU-Budget geht, hat Orban überhaupt ein Vetorecht. Wenn die EU nicht den Umweg über den Gemeinschaftshaushalt gegangen wäre, müssten die am Kredit beteiligten Staaten selbst haften – und Orban wäre raus.
Brüssel plant noch 2 Jahre Krieg
Wenn dieser Trick nicht funktioniert, dann findet Brüssel sicher einen anderen. Und genau das hat die EU-Spitze ja auch schon angekündigt. Präsident Selenskyj werde “sein” Geld auf jeden Fall rechtzeitig erhalten, hieß es nach dem EU-Gipfel.
Letztlich ist nicht Orban das Problem. Das eigentliche Problem ist eine verfehlte Außenpolitik, die den Ukraine-Krieg nicht endlich beenden hilft, sondern alles tut, damit er noch zwei Jahre weitergehen kann (dafür ist der Kredit bestimmt).
Verfehlt ist die europäische Außenpolitik auch gegenüber den USA und Israel, wie wir im Irankrieg sehen. Doch darüber redet man nicht so gern. Es ist doch so viel bequemer, den Verfall der EU einem Orban in die Schuhe zu schieben…
Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 🙂
Was war noch?
Trump droht wieder. Erst nannte er die EUropäer “Feiglinge”, weil sie nicht die Straße von Hormus freikämpfen wollen. Nun droht US-Präsident Trump schon wieder mit einer Annexion Grönlands. Wenn die Nato-Alliierten sich weiter weigerten, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen, müsse er sich eben wieder um die nationale “Sicherheit” in Grönland kümmern, so Trump auf “Truth social”. – Eine echte Überraschung ist es nicht, daß Trump auf Grönland “zurückkommt”. Der Konflikt war, anders als die EU behauptet, nie ausgestanden. Er war auch wesentlich ernster als bisher bekannt – Dänemark und Frankreich haben sich im Januar offenbar bereits auf eine Schlacht um Grönland vorbereitet…
Wackelt der Stuhl von Weber? Bisher war er ein scheinbar allmächtiger Strippenzieher in Brüssel und Straßburg. Doch nun scheint der Stuhl von EVP-Chef Weber zu wackeln. Infolge der Affäre um die Chatgruppe mit der AfD und anderen Rechten im Europaparlament sind Kanzler Merz, CSU-Chef Söder und Europaminister Kriechbaum auf Distanz zu dem CSU-Politiker gegangen. Der Vorfall dürfe sich nicht wiederholen, heißt es in Berlin und München. – Webers Glaubwürdigkeit ist erschüttert. Denn entgegen seiner öffentlichen Aussagen war er offenbar bis ins Detail über die Vorgänge informiert… – Mehr im Blog
Angst vor Iran-Flüchtlingen. Anstatt die Kriegsursachen in Iran zu bekämpfen und ein sofortiges Ende des US-Kriegs zu fordern, verbreitet die EU Angst vor möglichen Iran-Flüchtlingen. Eine Krise wie 2015 dürfe sich nicht wiederholen, hieß es beim EU-Gipfel. Italien und Dänemark fordern deshalb die Vorbereitung einer „Notbremse“. – Allerdings zeichnet sich bisher noch gar keine Fluchtwelle ab. Daß ausgerechnet Dänemark Panik verbreitet, zeigt, wie weit die Sozialdemokraten dort schon nach rechts gerückt sind. Und daß die EU dem folgt, sagt viel über die Stimmung in Brüssel …
Kanzler Merz ist stinksauer, denn der ungarische Regierungschef Orban blockiert weiter den EU-Kredit an die Ukraine. Das sei ein “grober Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten”, so Merz. Vor allem ist es schon die dritte Klatsche für den “Außenkanzler”.
Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, der Niederlande und Japan haben sich in einer gemeinsamen Erklärung bereiterklärt, zur Sicherheit in der Straße von Hormus beizutragen. Dagegen regt sich breiter Protest.
Wie gefährlich ist US-Präsident Trump für die EU? Berlin und Brüssel wiegeln ab – Kremlchef Putin und Chinas Führer Xi seien ein größeres Sicherheitsrisiko. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.
Nichts und niemand, kein Orban könnte die EU-Staaten daran hindern, auf bilateraler Basis Milliardenkredite zu den selben Konditionen (=rükzahlbar am Sankt-Nimmerleinstag) an die Ukraine zu geben. Wenn Deutschland sich weiter als größter Unterstützer brüsten möchte, könnte es z.B. gleich bei knackigen 20-30 Milliarden einsteigen. Warum passiert das wohl nicht? Angst, dass die Steuerzahler dann wirklich merken, dass die ganze Zeit ihr Geld, das dringend für Energie, Bildung, Sicherheit, Krankenhäusern, Schulen, Strassen- und Wohnungsbau benötigt wird, an die Kriegsmafia verschleudert wurde und wird?
Es hilft nicht, das Problem immer auf Putin zu verkürzen. Wir machen uns damit nur lächerlich und so funktioniert russische Politik auch nicht. Putin ist das Gesicht, das wahre Problem ist die korrupte Administration dahinter. Und da gibt es durchaus Leute, denen das ganze zu lange dauert und die gern “den Sack da unten zumachen” würden, wie von Patrik Baab in einem seiner Videos beschrieben. Ich möchte nicht, dass diese Leute Oberwasser bekommen.
Dieser Krieg war 100prozentig verhinderbar. Unser Problem ist auch nicht primär Putin, sondern unsere Administration, ein politisch und wirtschaftlich ungeeigneter Haufen Nettwörker, die in ihren Ländern keine Ämter mehr haben sollten und nach Brüssel entsorgt wurden. Zieht sich durch alle Chargen. Wir selbst verhindern die Verhandlungen, einen Fortschritt, der zu gegenseitigem Interessensausgleich führt, der in der Ukraine dieses völlig unnötige Blutvergießen beendet. Es würde helfen, diese ganze Riege abzusetzen und durch geschulte Diplomaten zu ersetzen, damit nennenswerte Fortschritte erzielt werden. Über eines müssen wir uns auch im Klaren sein. Wir werden uns auch nach dem Krieg mit Russland den gleichen Kontinent teilen.
Man wusste, dass die Ukraine eine rote Linie für Russland ist. Darin sind die Aussagen der Russen seit mehr als 30 Jahren konsistent. Die Ukraine ist tabu für westlichen Imperialismus und Waffenstationierungen. Wir wussten das und haben trotzdem immer weitergemacht, brav im Auftrag unserer amerikanischen “Freunde”, die eine enge Zusammenarbeit insbesondere zwischen Deutschland und Russland unbedingt verhindern mussten. Ein Keil musste her und wir haben das so geschehen lassen. Was für eine sinnlose Aktion.
Russland wird uns nicht überfallen. Warum auch sollte das größte Land der Welt mit dem größten Resourcenvorkommen und Energie zum Abwinken, währungsautark und sogar wirtschaftsautark, sich nach Westen erweitern. Allein für die DDR haben sie 500.000 Soldaten dort stationiert. Für 16 Mio Menschen. Möchte das jemand mal auf 450 Mio Europäer hochrechnen?
Der Westen hat diesen Konflikt forciert und übt sich jetzt im Stillstand, weil er keinen Rückwärtsgang kennt. Jetzt ist Orban das Problem, Fico, De Wever, Sanchez und alle anderen, die Vernunft walten lassen.
Ich sehe diese Kriege inzwischen als umfassende Kampagne der USA gegen die multipolare Weltordnung, in der sich der Globale Süden aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Westen befreit. Es es eine Kampagne gegen die Emanzipation der BRICS. Trump führt gerade Krieg gegen BRICS. Der Ukrainekrieg soll Russland schwächen. Die Interventionen in Venezuela und in Westasien sollen Chinas Energielieferanten und damit China schwächen. Das alles ist Teil eines Feldzugs zur Sicherung der globalen Hegemonie der USA. Die EU kämpft hier auf verlorenem Posten. Sie ist die große Verliererin im Duell der Giganten USA und China.
Ich bin überrascht. Putin ist nicht das Problem, sondern wäre die Lösung. Ist allerdings die Wurzel des Problems. Denn die USA konnte und kann eine eurasische Koalition nicht dulden. Und diese war schon stark. Nicht DT ist das Problem, sondern die USA-Mächtigen. Welcher der beiden einzigen Alternativen in der ‘größten Demokratie derWelt’ an der ‘Macht’ sitzt bleibt irrelevant. Aber die ‘gewählte’ Führung der EU ergötzt sich, von seinem Parasiten aussaugen zu lassen. Übrigens hat die USA und nie beschützt, sondern nur in Art eines römischen Volkstribüne ausgesaugt.
“Letztlich ist nicht Orban das Problem. Das eigentliche Problem ist eine verfehlte Außenpolitik, die den Ukraine-Krieg nicht endlich beenden hilft, sondern alles tut, damit er noch zwei Jahre weitergehen kann (dafür ist der Kredit bestimmt).” Ja Putin ist das Problem. Was für ein wirrer Kommentar, der das Problem nicht benennt. Und das fehlende “whatever-it-takes”, die russische Aggression zu beenden. Die Mittel dafür sind bekannt. Und Putins Agenten auch.
Ach so, Putin ist das Problem? Komisch, daß davon niemand auf dem EU-Gipfel geredet hat. Übrigens werden 90 Mrd. Euro das “Problem Putin” auch nicht lösen – sie werden nur den Krieg verlängern. Das Geld, für das sich die EU verschulden muß, soll vor allem für Waffen eingesetzt werden und 2 Jahre reichen. Was kommt danach? Nochmal 90 Mrd.? Orban steht dann ja vielleicht nicht mehr im Weg…
@Christoph Keller Es gibt viele Probleme. Eines davon ist Putin. Ein anderes Orban. Aber das größte Problem ist der Krieg, den der größte Aggressor mit der größten Kriegsmaschine gegen die multipolare Welt führt. Aber davon haben einige noch nichts mitbekommen. Oder sie beteiligen sich selbst an diesem Krieg und halten Putin und Orban für das Problem.
Das grösste Problem sind die USA, die es einfach nicht lassen können, an allen Ecken und Enden der Welt immer wieder zu zündeln. Und ihre willfährigen EUropäischen Speichellecker!
Fubar 21. März 2026 @
15:52
“Trump droht wieder.” Viel Spaß dabei ohne die US Basen in Deutschland den Krieg gegen den Iran fortzusetzen, die ja bei einem “Europäischen Bündnisfall” von der Bundeswehr eingenommen werden müssten. A bully just never learns till you beat him down.
“Angst vor Iran-Flüchtlingen” Die Ersten die ankommen werden, dürften aus dem Libanon stammen nachdem “unser” Partner Israel dort ca. eine Million Binnenflüchtlinge produziert hat mit der Order den gesamten Südlibanon bis über den Zahrani Fluss zu evakuieren vor einigen Tagen.
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22.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Appell geretteter Iraner*innen: Humanitäre Aufnahmen retten Leben!
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22.03.2026
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21.03.2026
Hannes Hofbauer zu EU-Sanktionen ohne Gericht
aus e-mail von Doris Pumphrey, 20. März 2026, 9:20 Uhr
EU-Sanktionen ohne Gericht? Der stille Ausnahmezustand | Hannes Hofbauer
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zunehmend zu einem Instrument, das grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen – verhängt ohne Gerichtsverfahren, ohne Anhörung, ohne Möglichkeit zur Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, Vermögen werden eingefroren, Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Doch wer kontrolliert diese Entscheidungen? Und was bedeutet diese Entwicklung für Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit in Europa? Florian Rötzer spricht mit Hannes Hofbauer über sein neues Buch „Aller Rechte beraubt“ – eine Analyse der wachsenden Macht politischer Sanktionen und der stillen Verschiebung vom Rechtsstaat zum Ausnahmezustand.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Einladung: Patriotismusdebatte mit Minister a.D. Stefano Fassina im Sprechsaal am 14. April um 18 Uhr
der Vorsitzende des italienischen Vereins "Vaterland und Verfassung", Stefano Fassina, referiert beim nächsten Treffen der Berliner Freidenker im Sprechsaal, Marienstraße 26, 10117 Berlin-Mitte, am Dienstag, 14. April 2026 um 18 Uhr über
"Die patriotische Linke für den Frieden – Demokratie und Arbeit in einem Europa der Zusammenarbeit zwischen Nationen".
Marxisten arbeiteten während des ersten imperialistischen Weltkonflikts heraus, wie die Bourgeoisie ihre Kriegsziele mit chauvinistischer Phrase schönfärbte: die imaginierte, durch immer neue, koloniale Eroberungszüge vergrößerte Nation diente diskursiv dem "militärischen Geist" zur "Heiligsprechung des Offiziersrocks", indem propagandistisch das "Gefühls- und Fantasieleben exaltiert" wurde (Zitat K. Liebknecht).
Wie sieht das Potenzial für Frieden durch wahre Volkssouveränität vs. fremdbestimmte EU im komplexen Spannungsfeld von nationaler Frage und Klassenbewusstein gegenwärtig in Italien und Deutschland aus?
Deutsche ehemalige Minister haben zuletzt durch pompös-reaktionäre Auftritte geglänzt wie etwa Annalena Baerbock, die bei einem Gipfeltreffen à la Marie Antoinette verlautbarte, dass Brasilien der "Preis für Reis und Bohnen" wichtiger sei als Ukraine-Aufrüstung.
Der frühere italienische Minister Fassina hingegen steht mit beiden Beinen fest auf eurasischem Boden und durchschaut die organischen wie kulturellen Zusammenhänge von Mensch, Nation, Natur und Arbeit im politischen, spätmodernen Gemeinwesen, dessen staatliche wie ökonomische Architektur unter Einwirkung der Überakkumulationskrise ins Wanken zu geraten scheint.
Im Strudel des derzeitigen universal-kapitalistischen Kataklysmus beschleunigt die westliche Projizierung des kollektiven Schattens sich erneut gegen Feindbilder vermeintlich unzivilisierter Völker des Ostens: Am 3. Dezember 2025 strich Kiew die russische Sprache aus der für das ukrainische Territorium anzuwendenden Liste der Europäischen Charta geschützter Regional- und Minderheitensprachen!
Diego Guardiani, Mitglied des Vorstands der Berliner Freidenker, überträgt das Referat konsekutiv ins Deutsche und übersetzt Fragen ins Italienische. Diskussion im Anschluss an das Referat: in Deutsch, Italienisch und ggf. Englisch. Eintritt frei, Spende gern gesehen.
Wir freuen uns auf eine kontroverse Diskussion,
herzliche Grüße
Euer Landesvorstand Freidenker Berlin
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Die wirkliche Agenda hinter dem Iran-Krieg Sind wir auf dem Weg zur globalen Hyper-Inflation und hat es sich gelohnt?
Ob Sie für den Iran-Krieg sind oder nicht, es gibt einige Dinge, die Sie wissen müssen, das heißt, die sehr realen globalen Folgen dieses Krieges. Ein Krieg, der andauert und nicht so aussieht, als würde er trotz der Behauptungen der Trump-Regierung bald enden. Während ich das schreibe, sind wir am Tag 20 des Krieges.
Wie wir aus der obigen Grafik von Moody’s Analytics sehen können, haben die Vereinigten Staaten eine Wahrscheinlichkeit von 48,6%, in den nächsten 12 Monaten in eine Rezession zu geraten. Beachten Sie, dass jedes Mal, wenn die Vereinigten Staaten 50% Wahrscheinlichkeit oder höher erreicht haben, sie in eine Rezession geraten sind. Beachten Sie auch, dass dies fast jedes Mal, wenn dies historisch geschehen ist, durch eine Ölkrise provoziert wurde.
Allerdings erzählt diese Grafik auch nicht die ganze Geschichte. Die Vereinigten Staaten befinden sich heute in einer viel prekäreren Situation als noch vor Jahrzehnten. Ein sehr großer Grund dafür ist, dass der USD in all diesen vergangenen Rezessionen immer noch als Safe-Haven-Status angesehen wurde und in seiner Position als Weltreservewährung unbestritten war. Heute ist dies jedoch sehr weit von dem Fall entfernt. [Siehe Teil I und Teil II dieser Serie.]
Da die US-Wirtschaft schwächer wird, riskiert sie weiter, ihre Position als Weltwirtschafts-Hegemon zu verlieren, und weil sie sich zu einer zunehmend hyperfinanzialisierten Schuldnerwirtschaft positioniert hat, wird der Verlust dieses Hegemon-Status das sein, was dazu führt, dass dieses gesamte Kartenhaus zusammenbricht.
Die Realität der Situation ist, dass die Vereinigten Staaten vollständig auf finanziell finanzierte Schulden angewiesen sind, um ihre Wirtschaft zu stützen. Das ist es, was die USA. Treasury Bonds sind buchstäblich, Schulden, die von Investoren mit dem Versprechen von Zinsen auf die Rendite gekauft werden. Im Wesentlichen ist es eine Wette. Der Investor setzt darauf, dass die US-Wirtschaft einen Weg findet, das Geld irgendwie zu bekommen und diese Zinsen zu zahlen, egal ob die Anleihe ein paar Monate, ein Jahr, drei Jahre oder zehn Jahre beträgt. Zehn Jahre sind die höchste Zinsrückzahlung, weil sie das höchste Risiko birgt.
Dieses System stützt sich ganz auf den „Glauben“, den die amerikanische Vorherrschaft fortsetzen wird. Nicht nur von Amerikanern, sondern auch von seinen ausländischen Investoren, die 32% der US-Schulden besitzen, wo über $ 8 Billionen gefährdet sind, wenn eine ausländische Müllhalde stattfinden sollte. Das reicht, um die US-Wirtschaft zusammenzubrechen.
Die Strategen der Deutschen Bank haben auch diese ironische Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von der ausländischen Finanzierung über große Auslandsdefizite betont. Das ist effektiv, die USA. Die Verwaltung fordert die Welt auf, sich ihr Geld zu leihen, damit sie die Welt bestrafen kann! (Berücksichtigen Sie die anhaltenden Zollbedrohungen sowohl für Europa als auch für Asien. Insgesamt besitzen EU-Investoren, Zentralbanken und Unternehmen mehr als 10 Billionen US-Dollar-Vermögenswerte. Dazu gehören Treasurys und Aktien.
Ist es ein Wunder, dass Scott Bessent, USA. Finanzminister sagte auf dem jüngsten Gipfel von Davos. „Was ich allen rate, ist, sich tief durchzuatmen und die Dinge ausspielen zu lassen. Wie ich am zweiten April gesagt habe, ist das Schlimmere, was die Länder tun können, gegen die Vereinigten Staaten zu eskalieren.“ Klingt das für Sie beruhigend oder eher wie das verrückte Schwanken einer geladenen Waffe in einer Geiselnahme?
Wenn also Investoren an der amerikanischen Vorherrschaft den „Glauben“ verlieren, wird das House of Cards herunterfallen. Es gibt keine Realwirtschaft, auf die man nach Jahrzehnten der Deindustrialisierung seit dem Mord an Kennedy zurückgreifen kann.
Die Ironie der amerikanischen Vorherrschaft ist also, dass sie heute an diesem Punkt vollständig darauf angewiesen ist, dass die Welt sich in diese einkauft. Wenn Ihre Außenpolitik also das gesamte globale System zerstört, während Ihre Wirtschaft am Rande steht, erkennen Sie, dass es nicht viel dauern wird, bis sich dieses Spiel in ein massives Lagerfeuer verwandelt.
Die Realität ist, dass sich die Vereinigten Staaten seit vielen Jahren in einer Rezession befinden, insbesondere seit dem Crash von 2008. Im Wesentlichen starb die Realwirtschaft der Vereinigten Staaten an diesem Tag, und die Wall Street übernahm vollständig. Obwohl viele Menschen bei diesem Crash ihre Ersparnisse und ihre Häuser verloren, gab es den Anschein einer Erholung, weil mehr Schulden mit der Illusion aufkommen durften, dass Reichtum erzeugt wurde.
Wir können dies ziemlich auffällig sehen, indem wir nur auf das überhöhte BIP schauen, das jedes Jahr von den Vereinigten Staaten gemeldet wird, das tatsächlich ein negatives BIP-Wachstum maskiert, das in Wahrheit seit Jahrzehnten stattfindet.
Wie wir mit der obigen Grafik verstehen können, war das reale BIP, das von der US-Regierung gemeldet wurde, ein Wachstum von 2,8% im Jahr 2024, aber was SIE NICHT ERZÄHLEN, ist, dass dieses "Wachstum" durch das Land ermöglicht wurde, das in ein BIP-Defizit von 6,4-6,7% gerät. Es ist, als würde man $ 1 für eine Rendite von 50 Cent ausgeben. Es ist nicht nachhaltig.
This was not just a phenomenon for 2024, as we can see from the above graph the U.S. has been running a federal deficit for over twenty years! It is literally going into further and further debt to prop up the illusion of wealth!
This is not real growth. This is a Ponzi scheme. And the thing about Ponzi schemes is that it is not generating anything real, at least not anything on the scale that it is claiming.
Der einzige Grund, warum dieses Ponzi-System so lange weitermachen konnte, ist, dass es sich auf vergangene wirtschaftliche Lorbeeren stützt. Mit anderen Worten, die Vereinigten Staaten hatten früher eine Realwirtschaft, eine echte Produktionsbasis, echten Reichtum für ihre Menschen. Mit einer starken Deregulierung des Banken, die im Laufe der Jahre stattgefunden hat, und der Entscheidung, die Produktion auszulagern, wurde die US-Wirtschaft jedoch langsam von der Wall Street verschluckt. Dies war in der Tat ein langer Kampf in der amerikanischen Geschichte, zwischen dem amerikanischen System und der Wall Street.
Das amerikanische Volk wurde wieder einmal belogen. Der Grund, warum die US-Wirtschaft zusammenbricht, ist nicht, weil die "Welt" die USA ausnutzte, wie das Verkaufsgespräch für die Zölle für 2025 behauptete, sondern weil die amerikanische Wirtschaft von der Wall Street übernommen wurde. Daher sollten Sie zutiefst beunruhigt sein, dass die amtierenden USA. Finanzminister Scott Bessent ist nicht nur ein ehemaliger Mitarbeiter von George Soros, sondern auch ein Mann der Wall Street, der 2025 erklärt hat, dass er für eine noch weitere Deregulierung des Bankens ist. Genau das, was es ermöglicht hat, die US-Wirtschaft zu versteigern. Genau das, was die USA in eine Casino-Wirtschaft verwandelt hat, in der die Leute darauf wetten, wie nahe wir in einem dunklen Zeitalter sind, denken, dass sie irgendwie in der Lage sein werden, eine solche Wette zu sammeln.
Und hier kommt die Relevanz des Iran-Krieges ins Spiel.
As already mentioned, the position of the USD as the world reserve currency is under threat while its economy is at risk of defaulting on its massive debt of $38 trillion and counting. This threat to the U.S. as an economic hegemon is coming from the BRICS nations, especially China.
As already explained in Part I and Part II of this series, this is why the Trump Administration seized Venezuelan oil and why they want Greenland for a military base. To secure their petrodollar and maritime trade corridors respectively. This is all about maintaining the USD as the world reserve currency and “securing” global supply chains, in other words, resorting increasingly to acts of piracy.
Because it was shown that the U.S. was unable to “contain” China economically through the 2025 tariffs, it has now resorted to using a great deal of force in just the first few months of 2026, in its attempt to “contain” China’s supply chains. And this force is rapidly accelerating into sheer recklessness and chaos.
Vor etwas mehr als einem Tag wurde das größte Gasfeld der Welt getroffen, die South Pars.
Die Öl- und Gasexporte machen fast 60% der iranischen Exporteinnahmen aus. Der Streik sollte der iranischen Wirtschaft schaden. Dieser Streik hat jedoch gezeigt, dass die Verbündeten der USA in diesem Krieg nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in ganz Europa und Asien, in der Tat entbehrlich sind.
Katar besitzt Teile dieses Gasfeldes und bezeichnete den Streik als gefährlich und unverantwortlich. Katar verfügt über die weltweit größte LNG-Exportanlage und macht ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung aus. Gasfelder sind sehr volatil, und es ist nicht möglich, einen begrenzten Streik auf einem Gasfeld aus Gründen zu berechnen, die offensichtlich sein sollten. Ja, der Streik war höchst unverantwortlich. Ein Streik auf dem GRÖSSTEN GASFELD DER WELT. Denken Sie wirklich an die globalen Konsequenzen für solche Aktionen hier. Dies sind keine gemessenen Aktionen gegen den Iran, wenn Sie die ganze Welt als Kollateralschaden behandeln.
Dies ist keine Bewegung, die aus Stärke geschieht, sondern eher aus Schwäche und Verzweiflung. Die Vereinigten Staaten haben gezeigt, dass sie, wenn sie die Region des Nahen Ostens nicht kontrollieren können, bereit sind, das Ganze buchstäblich in Brand zu setzen. Und falls Sie es nicht wissen, die Folgen davon wären die Hyperinflation für die Welt – einschließlich der Vereinigten Staaten, daher ein verzweifelter Schritt. Energiekosten sind das Herzstück der Herstellungskosten, der Transportkosten und sogar der Lebensmittel, die wir konsumieren. Wenn die Energiekosten steigen - alles, worauf wir uns verlassen, um unser Leben zu erhalten, steigt auch dramatisch im Preis. Dies geschieht inmitten einer bereits inflationären Basislinie für viele Länder auf der ganzen Welt. Und wenn Sie dachten, dass die Lebensmittelpreise mit der Trump-Regierung sinken würden, irren Sie sich leider. Die Lebenshaltungskosten werden dank des Iran-Krieges deutlich steigen und nicht sinken.
Der South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das insgesamt 51 Billionen Kubikmeter Gasreserven hält. Das ist mehr als das Sechsfache des Perm-Beckens in den USA, der größten Gasreserve in den Vereinigten Staaten.
Um klar zu sein, besitzt Katar 37 Billionen Kubikmeter der 51 Billionen Kubikmeter South Pars. Der Iran besitzt die anderen 14 Billionen Kubikmeter. Damit ist Katar der Mehrheitseigentümer der South Pars Gasfelder.
Was die Dinge noch besorgniserregender gemacht hat, ist ein weiterer Tweet der Twilight Zone aus dem Weißen Haus als Reaktion auf diesen unglaublich rücksichtslosen Schritt.
Dies ist eine sehr besorgniserregende bipolare Botschaft von Trump. Er bestreitet, dass der Angriff auf South Pars etwas mit den Vereinigten Staaten zu tun hatte (die sie während dieses Krieges wiederholt behauptet haben, dass es alles Israels Schuld daran ist, zivile Ziele zu treffen) oder dass sie etwas über den geplanten Angriff aus Israel wussten. Trump versichert dann, dass Israel keine Angriffe mehr auf die Südpars machen wird!? Dies ist eindeutig eine Botschaft an die Verbündeten des Golfs, die zu Recht wütend darüber sind, das heißt, dass sie in diesem Krieg zunehmend zu Kollateralschäden werden. Aber selbst wenn wir glauben würden, dass die Vereinigten Staaten nichts damit zu tun haben, eine Botschaft, die während dieses Krieges immer wieder wiederholt wurde, warum sollte ihr Wort, dass Israel keine weiteren Angriffe machen wird, Gewicht haben?
Entweder haben die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Situation oder sie sind es nicht. Man kann es nicht in beide Richtungen haben, besonders in einem Kriegsszenario. Genau das, was einige Apologeten bei ihrem Versuch tun, sich von diesem katastrophalen Krieg zurückzuziehen und zu behaupten, dass die USA von Israel gezwungen oder „getäuscht“ wurden. Nun, lassen Sie mich Ihnen sagen, wenn das der Fall ist, haben Sie keine echte Regierung. Die Trump-Regierung ist eine Marionettenregierung, wenn Sie eine solche Linie unterstützen. Man kann nicht behaupten, dass die USA nie in diesen Krieg eintreten wollten, sondern dann in diesem Krieg weitermachen mussten, der die globale Hyperinflation bedroht, um einfach „das Gesicht zu retten“ und dass die Vereinigten Staaten irgendwie immer noch die Kontrolle haben und „die Welt retten“ werden. Sie sind entweder über ihre Köpfe hinweg und bestenfalls inkompetent, oderdas ist ihre Agenda, um das globale Chaos auszulösen, das Schachbrett umzudrehen, die Welt in Flammen zu zünden und zu hoffen, dass sie die einzigen sind, die noch stehen. Es gibt hier kein Zwischendurch.
Ehrlich gesagt ist es an der Zeit, eine gewisse Verantwortung für die Handlungen Ihres Landes zu übernehmen, Handlungen, die jetzt die Lebensgrundlage aller auf der Welt bedrohen. Die Vereinigten Staaten stehen kurz davor, die Welt in die Hyperinflation zu bringen, und wir werden uns für diesen Schritt entschuldigen und sagen, dass es nicht ihre Absicht war? Wenn es nicht die Absicht ist, hör auf, jetzt den Krieg zu beenden! Wenn es ein „Fehler“ war, verlassen Sie jetzt! Diese lahme Entschuldigung, dass sie es nicht können, weil sie „Gesicht retten“ müssen, als ob dies eine Art Rechtfertigung wäre?!? Es gibt nichts mehr, was als Ruf gerettet werden kann, wenn man die gesamte Weltwirtschaft zusammenbricht, besonders wenn die USA in einem solchen Szenario eindeutig darauf setzen, an der Spitze zu stehen.
Sollen wir einen Fluss für die Vereinigten Staaten weinen, der eine globale Energiekrise auslöst, die für Länder auf der ganzen Welt existenziell zu sein droht? Sind die USA in beiden Fällen nicht die größte Bedrohung für die Welt? Durch ihre schiere inkompetente Hybris oder eine sehr reale und kalkulierte Agenda für die globale Dominanz in Energielieferketten. So oder so, die Vereinigten Staaten sind nicht geeignet, etwas zu führen, weil sie gezeigt haben, dass alles eine gerechtfertigte Sicherheit für ihr Ziel ist, nämlich die amerikanische Vorherrschaft.
Trump geht dann in dieser Botschaft weiter, nachdem er sich für diesen Angriff auf South Pars entschuldigt hat, um zu drohen, die gesamten South Pars zu treffen, wenn der Iran es wagt, Vergeltung zu üben ...?!? Also zuerst einmal, klingt nicht so, als ob Trump sich wirklich dafür entschuldigt hätte, dass die South Pars getroffen wurden, und zweitens, warum die gesamten South Pars bedrohen, die mehrheitlich im Besitz von Katar ist? Warum ein massiver Energieproduzent für die Welt und vor allem für Europa, das auf den Export von Katar LNG setzt, bedrohen?
Die Leute würden gut daran tun, sich an die Geschichte von Nordstream zu erinnern und wie amerikanisches LNG profitiert hat. Schließlich sind es die Vereinigten Staaten, die planen, ihre LNG-Exporte in die Welt bis 2028 zu verdoppeln, die am meisten von einem so rücksichtslosen Schritt profitieren können, die South Pars zu schlagen, nicht Israel.
The U.S. Navy’s Diving and Salvage Center can be found in a location as obscure as its name—down what was once a country lane in rural Panama City, a now-booming resort city in the southwestern panhandle of Florida, 70 miles south of the Alabama border. The center’s complex is as nondescript as its location—a drab concrete post-World War II structure th…
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3 years ago · 13597 likes · Seymour Hersh
Dies ist etwas, was Trump so ziemlich die ganze Zeit tut und die Leute sollten wirklich aufhören, den abstrakten Tanz zu "interpretieren", weil es am Ende des Tages nicht abstrakt ist. Es ist in Wahrheit eine Form des Gaslighting. Das macht Trump in seinen widersprüchlichen Aussagen, Gaslight nach Gaslicht. Leugnen, leugnen, endlich zugeben und dann schließen "Na und?"
Er tat dies vor kurzem buchstäblich vor der Presse, als das Thema der Golfstaaten, die während dieses Krieges ins Visier genommen wurden, aufkam. Trump erklärte, er sei überrascht, dass die VAE zusammen mit Saudi-Arabien und Katar (die alle übrigens US-Militärstützpunkte halten) schwer getroffen worden seien, dass er dachte, dass sie alle Verbündete miteinander seien und dass sie gute Beziehungen zum Iran hätten. Das ist bereits ein bizarrer Kommentar, denn wenn der Iran eine solche Bedrohung für die amerikanischen Interessen im Nahen Osten darstellt, wie erklären Sie dann, dass er gute Beziehungen zu den anderen Golfstaaten hat? Entweder waren sie eine echte Bedrohung oder sie waren keine wirkliche Bedrohung. Und es sieht so aus, als wäre dies immer mehr ein Schritt für die Energiedominanz und nicht wieder eine Frage der „nationalen Sicherheit“. Sollten wir uns an dieser Stelle wundern? Trump bestritt weiter, dass irgendetwas davon vorhersehbar sei, dass die Golfstaaten ins Visier genommen würden, endet aber mit "Und wenn wir es wüssten, große Sache. Ich meine, wir müssen tun, was wir tun müssen."
What are we to take away from such a message? That the U.S. will have to do what they have to do, no matter the cost. But what exactly is their objective? What is the Real Agenda Behind the Iran War?
Case Study Number #4 in the U.S. bid for Global Domination: Iran
“Make Iran poor again. (pauses) Not the Iranian people, the Iranian government.”
- U.S. Secretary of Treasury Scott Bessent in his confirmation hearing to the Senate on Jan. 16, 2025[1]
On January 13th this tweet went out:
Wo Trump "iranische Patrioten" ansprach, um zu revoltieren und iranische Institutionen zu übernehmen, und versprach, dass Hilfe auf dem Weg mit MIGA, Make Iran Great Again, auf dem Weg war.
Obwohl es einige Leugnungen gab, dass der Regimewechsel jemals das Ziel der Trump-Regierung war, bestätigen die Worte von Trump selbst, dass dies tatsächlich das wahre Ziel der USA gegenüber dem Iran war, das während des 12-tägigen Krieges zwischen dem Iran und Israel im vergangenen Sommer begann. Es ging nie um Verhandlungen über eine sichere Urananreicherung, sondern um einen Regimewechsel im Iran, der eindeutig im Interesse der Vereinigten Staaten funktionieren würde – insbesondere in der Frage von Öl und Gas.
Es ist kein Zufall, dass nur Wochen nach der Entführung von Maduro, der von der US-Regierung beschuldigt wurde, der Leiter eines gefälschten Drogenkartells zu sein, sie auf eine Terrorliste gesetzt hatten, auf die das DOJ jetzt einräumt, wo die USA effektiv venezolanisches Öl beschlagnahmt haben, die größte Ölreserve der Welt - dass die USA dann den Iran ins Visier genommen haben. Kein sehr subtiler Schritt für diejenigen, die tatsächlich auf die globalen Energielieferketten achten.
Venezuela ist, genau wie der Iran, keine Bedrohung der „nationalen Sicherheit“ im Sinne der Sicherheit des amerikanischen Volkes, sondern weil es sich um massive Energiedrehkreuze handelt, die den US-Petrodollar nicht stützten und damit die wirtschaftliche Dominanz der USA nicht unterstützten. Beide Länder exportierten tatsächlich den größten Teil ihres Öls und im Fall des Iran (Öl und Gas) nach China und verwendeten die chinesische Währung, die Renminbi (RMB), für diese Transaktionen. Hinzu kommt, dass Russland auch in chinesischer Währung mit jedem Land Geschäfte tätigt, das sein Öl kaufen möchte, und der US-Petrodollar ist unter ernsthafter Gefahr, seinen Einfluss aufrechtzuerhalten.
Wie wir in der obigen Grafik sehen können, rangiert Venezuela von den Top 10 Ölreserven als größte, der Iran der drittgrößte und Russland der achte. Die USA stehen auf Platz zehn. Alle anderen Top-Ten-Länder sind Verbündete der USA oder ihrer Satrapie nach dem Krieg gegen den Terror, einschließlich des Iraks, der den fünften Platz belegt, und Libyen, das den neunten Platz belegt.
Heute kontrollieren die USA jeden Cent irakischer Öleinnahmen seit ihrer illegalen Invasion im Jahr 2003, die mit falschen Informationen vom MI6 gerechtfertigt war, die jeder anerkennt, aber die USA haben dieses Land seitdem physisch besetzt.
Hussein Askary schreibt in seinem Artikel für The Cradle:
Im Juli stellte die irakische Zentralbank alle ausländischen Transaktionen im chinesischen Yuan ein und erlag damit dem starken Druck der US-Notenbank. Die Schließung folgte einer kurzen Zeit, in der Bagdad Händlern erlaubt hatte, mit Yuan zu handeln, eine Initiative, die darauf abzielte, übermäßige US-Beschränkungen für den Zugang des Irak zu US-Dollar zu mildern.
Während dieser in Yuan ansässige Handel die irakischen Ölexporte ausschloss, die in US-Dollar blieben, betrachtete Washington ihn als Bedrohung für seine finanzielle Dominanz über den Persischen Golfstaat. Aber wie haben die USA es geschafft, eine solche totale Kontrolle über die irakische Finanzpolitik auszuüben?
Die Antwort liegt im Jahr 2003, mit Mechanismen, die nach der illegalen US-geführten Invasion im Irak etabliert wurden.
Seit der Unterzeichnung der Executive Order 13303 (EO13303) durch Präsident George W. Bush am 22. Mai 2003 wurden alle Einnahmen aus den irakischen Ölverkäufen direkt auf ein Konto bei der Federal Reserve Bank of New York eingetragen.
EO13303 mit dem Titel „Schutz des Entwicklungsfonds für den Irak und andere Immobilien, in dem der Irak ein Interesse hat“, wurde jährlich von jedem US-Präsidenten, einschließlich Joe Biden im Jahr 2024 [und Trump während seiner Jahre als Präsident]erneuert. Diese Exekutivanordnung gibt im Wesentlichen die Kontrolle über die irakischen Öleinnahmen unter dem Ermessen des US-Präsidenten und lässt Bagdad nur begrenzte Kontrolle über seine Ressourcen und Einnahmen.
Also, für den Fall, dass Sie einer von denen waren, die dumm genug waren, zu glauben, dass es sich um MIGA handelte, machen Sie den Iran wieder groß - wie Bessent es am besten sagte, der ehemalige Bluthund von George Soros, geht es wirklich darum, "den Iran wieder arm zu machen". 2] Und man muss nur so weit wie der Irak schauen, um zu sehen, was in der Zukunft für den Iran liegt, wenn die USA bei ihrem gewünschten Regimewechsel erfolgreich sind.
Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass sowohl die Invasionen im Irak (über die Chilcot-Untersuchung) als auch Libyen (über einen Bericht des britischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten) auf falschen Informationen des MI6 beruhten. Etwas, das offiziell anerkannt wird. Und es kommt einfach so vor, dass der MI6 wieder einmal am Tatort gefunden wird, jetzt hinter den Behauptungen, dass der Iran ein "geheimes Atomprogramm" hat, das eine weitere Invasion eines Landes rechtfertigt, das zufällig eine weitere massive Ölreserve hat, von der ich sicher bin, dass die USA mehr als glücklich wären, um dem iranischen Volk willen zu kämpfen.
Darüber hinaus würden diejenigen, die so schlampig behauptet haben, dass dieser Krieg gegen den Iran einem Krieg mit der City of London entspricht, gut daran tun, sich über die gegenwärtigen Machenschaften des MI6 zu informieren, die immer die korrupten Geheimdienstinformationen hinter diesen Invasionen zu sein scheinen, denen die USA jedes Mal folgen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass, wenn die USA wirklich die Probleme der City of London angehen wollen, vielleicht zu Hause mit dem Wall Street-Parasiten beginnen, der Ihre gesamte Wirtschaft ausgehöhlt hat?!! Denken diese Leute wirklich, dass es sinnvoll ist, Dutzende von Milliarden (die aussehen werden, sobald es Hunderte von Milliarden sein werden) für einen Krieg mit dem Iran auszugeben, was zu einer Energiekrise führt, in der die Öl- und Gasinfrastruktur in den Golfstaaten mit dem Risiko einer globalen Hyperinflation schwer beschädigt wurde - und dass dies irgendwie ein effektiverer Weg ist, als eigentlich nur Ihr eigenes Bankensystem neu zu organisieren?!?! Nein, wir müssen alles niederbrennen und dann wird die Welt gerettet werden? ..... Richtig.
Während Sie dabei sind, verwenden Sie die gleichen Geheimdienste, die Sie in den letzten Jahren kritisiert haben, um diese Militärkampagnen zu leiten, weil es jetzt kein Thema mehr ist?!? Sollen die CIA und das FBI jetzt die Guten sein? Wurde tatsächlich eine interne Korruption innerhalb des amerikanischen Systems angegangen, wie es versprochen wurde? Nein. Wir sind einfach direkt in Bomben- und Invasionsländer geraten, immer um der amerikanischen Sicherheit willen, während ihre Polizei mit ihrem eigenen Volk immer brutaler wird. Aber ich bin sicher, dass das alles mit den besten Absichten für Sie gemacht wird.
Und so begann Trump zu Beginn dieses Jahres einen wirtschaftlichen Angriff auf den Iran zu starten, natürlich um des Iran willen.
Wie wir sehen können, ist die Überraschung China der Handelspartner Nummer eins mit einem stark von den USA sanktionierten Land, genau wie im Fall von Venezuela, wo Trump tatsächlich China einlud, venezolanisches Öl von den Vereinigten Staaten zu kaufen, natürlich in USD. China hat übrigens abgelehnt.
Diese Sekundärzölle auf den Iran sind zu diesem Zeitpunkt im Grunde wirtschaftliche Teppichbombenangriffe.
Die Straße von Hormus macht 20% der weltweiten Energieversorgung aus. Das bedeutet, dass die Top-Ölproduzenten der Welt auf die Straße von Hormus angewiesen sind, um Öl und Gas in die Welt zu liefern. Zu diesen führenden Öl- und Gasproduzenten gehören Irak, Saudi-Arabien, Iran, Katar und die VAE. Die meisten Raffinerien sind im Persischen Golf, an der Spitze der Straße von Hormus, zentriert und wurden entweder im Krieg getroffen oder wurden geschlossen.
Wenn die Golfraffinerien gefährdet bleiben, selbst wenn das Öl und Gas theoretisch verfügbar wären, wären sie nicht verwendbar, ohne vorher raffiniert zu werden. Die USA haben derzeit eine maximale Kapazität für die Ölraffinerie.
Die USA sind nicht einmal in der Lage, das von ihnen beschlagnahmte venezolanische Öl zu verfeinern. Aus diesem Grund waren sie so verzweifelt, dass China das Öl kaufte (was wie ein No-Go aussieht), weil China eines der wenigen Länder ist, das venezolanisches Rohöl verfeinern kann, das schwierigste und teuerste zu verfeinern. Indien mag einige kaufen, aber die Realität ist, dass der Großteil dieses venezolanischen Öls in Lagertankern verrottet. Wie bereits in Teil I besprochen, braucht China kein venezolanisches Öl aus den USA zu kaufen.
Wenn auch die Golfraffinerien beschädigt werden, wird es noch mehr Öl geben, das veredelt werden muss. Ein wesentlicher Dienst, den die meisten Länder zu diesem Zeitpunkt nicht leisten können. China ist in diesem Szenario am besten positioniert und verfügt über eine massive Raffinationsfähigkeit und nur mit 70% Auslastung.
Dies ist in der Tat, der dritte Schachmatten-Schritt, den China jetzt hält (der erste ist ihr Besitz der USA. Treasury Bonds, die zweite ihre Kontrolle über die Lieferkette der seltenen Erden), die dank des rücksichtslosen Krieges, den die USA geführt haben, aufgetaucht sind. In einer Welt, in der Raffinerien stark begrenzt sind, hält China wieder den Schlüssel zur Energiedominanz, da es das einzige Land ist, das eine massive Raffinationsfähigkeit hat, die wächst und die Menge, die es derzeit verfeinert, erheblich erhöhen kann.
Es sollte auch hier angemerkt werden, dass China nicht auf Öl und Gas für seinen Energiebedarf angewiesen ist, da China sichergestellt hat, dass es sich um eine Diversifizierung handelt, woher seine Energie kommt, im Gegensatz zu so vielen Nationen wie Südkorea[3] und Japan, die zu den asiatischen Nationen gehören, die am härtesten von diesem Irankrieg betroffen sein werden und die zufällig die Top-Verbündeten der Vereinigten Staaten in Asien sind.
Das wird wirklich zur Geschichte der Ameise und des Crickets.
Wie wir mit der obigen Grafik sehen können, ist China für etwa 60% seines Energiebedarfs auf Kohle angewiesen, Wasserkraft ist die zweitabhängigste Energiequelle für China und macht zusammen fast 85% des gesamten Energiebedarfs Chinas aus. Wind und Sonne machen den größten Teil des restlichen Energiebedarfs Chinas aus. Das sind alles Energiequellen, auf die China völlig selbstständig ist. Mit anderen Worten, sie verlassen sich nicht auf einen externen Handel, um Energie in diesen Formen bereitzustellen. Ihre Kohleversorgung wird intern erzeugt. Die meisten Länder haben kein so diversifiziertes und eigenständiges Energieportfolio und sind auf den Handel angewiesen, um ihren Energiebedarf zu decken, was sie dank der Vereinigten Staaten anfällig für die zunehmend bewaffneten globalen Energielieferketten macht.
Kanada zum Beispiel hält die viertgrößte Ölreserve, ist aber darauf angewiesen, dass die Vereinigten Staaten ihr Öl verfeinern und an sie zurückverkaufen. Keine gute Position, wenn die Vereinigten Staaten sich entscheiden, nicht nett zu spielen. Das war in der Tat die Situation, in der sich die Kolonien befanden. Wenn das Land trotz einer großen Ölreserve nicht die Kontrolle über die Raffinerien hat, wäre es für den Reichtum und die Energie, die es erhalten würde, völlig von ausländischen Raffinerien abhängig. Tatsächlich war dies der historische Fluch des Iran in seinem Kampf für die Unabhängigkeit.
Selbst wenn es den USA gelingt, das gesamte Öl und Gas aus dem Nahen Osten zu beschlagnahmen, werden sie, wenn sie nicht in der Lage sind, diese zu verfeinern, nicht für ihren Energiebedarf nutzbar sein - einschließlich Benzin, Diesel und Düsentreibstoff. Die Vereinigten Staaten sind derzeit nicht in der Nähe des Aufbaus ihrer Raffinerien, um eine solche Nachfrage zu befriedigen. Und Israels Raffinationskapazität wurde auch durch iranische Raketenangriffe ernsthaft beeinträchtigt.
Es scheint, dass dies ein weiterer katastrophal kurzsichtiger Schritt aus den USA ist, der auf die Sicherheit der ganzen Welt gespielt hat. Denn in dem Szenario, auf das wir zusteuern, wird die Welt mit einer enormen Energieknappheit konfrontiert sein, die durch einen Mangel an Raffinerien verschärft wird, der Jahre dauern wird, um wieder aufzubauen und die Zahl zu erhöhen. Die USA werden auch darunter leiden, da sie keine Wirtschaftsinsel sind, wie die verheerenden Auswirkungen der Zölle von 2025 gezeigt haben und die Kosten auch für die Amerikaner dramatisch steigen werden.
Mit anderen Worten, die Vereinigten Staaten haben einen Energiekrieg begonnen, ohne überhaupt die Fähigkeit zu haben, das Öl und Gas, das sie aus Venezuela beschlagnahmt haben, zu verfeinern (erinnern Sie sich an die katastrophalen USA. Big Oil Tour in Venezuela, die Trump sagte, die Situation sei "uninvestierbar") zusätzlich zu der Hoffnung der USA, das Öl aus dem Iran zu beschlagnahmen.
Es ist wahr, dass die Amerikaner weniger hart getroffen würden als bestimmte Länder in Asien und Europa, aber sie würden härter getroffen werden, viel härter als China, das die ganze Zeit ihre wahre Agenda war. Die chinesische Wirtschaft zu versenken. Also, alles für umsonst?
China verfügt über fast 90 Millionen Barrel Raffineriekapazität und hat eine Menge Raffinerien gebaut, die in der Lage sind, sich ausreichend zu machen, um Rohöl in alle Arten von Ölprodukten zu verwandeln. Die USA haben kaum neue Raffinerien gebaut und Pekings Kapazitäten haben die Vereinigten Staaten überschritten. Darüber hinaus haben chinesische Raffinerien immer noch Raum, mehr Rohöl zu verarbeiten, während die Amerikaner dies nicht tun.
Chinesische Raffinerien sind ebenfalls integriert, sie produzieren nicht nur Benzin oder Diesel. Sie produzieren auch Petrochemikalien, einschließlich der Eingänge für Düngemittel. Und das bedeutet, dass auch die Nahrungsmittelproduktion stark von den Chinesen beeinflusst wird.
Der Krieg verändert die globalen Lieferketten zugunsten Chinas weiter.
Trump und Bessent waren bereits besorgt über die Kontrolle Chinas über die Versorgung mit Seltenen Erden. Aber sie haben dem Westen neue Kopfschmerzen bereitet. China hat die Raffineriekapazität, um den globalen Kraftstoffmarkt zu schwingen. Und wenn der Golfstillstand lange genug anhält, müssen die Länder nach Peking rennen, um ihr raffiniertes Öl zu bekommen. Höhere Nachfrage bei begrenztem Angebot, die Preise werden steigen. China verdient viel mehr Geld.
China ist in der Tat ein Exporteur von Öl und hat vereinbarte raffinierte Kraftstoffexportladungen gestrichen, um ihre Wirtschaft für die globale Energiekrise vorzubereiten. China umzäunt seine eigene Wirtschaft und bereitet sich auf einen Zermürbungskrieg vor. Jedes Land wird von dieser Energiekrise gehämmert werden und derjenige, der am wenigsten leidet, wird dank des US-Krieges gegen den Iran „gewinnen“.
China verfügt über das größte Netz von Ölraffinerien der Welt. Dadurch können sie leicht ihre eigene Nachfrage nach raffinierten Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel befriedigen. Und machen Sie keinen Fehler, die chinesische Nachfrage ist enorm. Sie haben sogar genug Kapazitäten, um Asiens drittgrößter Exporteur direkt hinter Singapur und Korea zu sein. Indem sie ihre eigenen Exporte in die Welt abschneiden, entsteht ein weiterer Druck auf das weltweite Angebot. Dies wird die Schmerzen bei allen globalen Herstellern verstärken, die nicht vorbereitet sind. Japan ist ein Paradebeispiel dafür, aber das größte Opfer wird Europa sein.
Dies ist ein großer Schritt gegenüber früheren Aktionen, China hat nicht nur aufgehört, neue Ladungen zu verkaufen, sie stornieren die bestehenden Deals wahrscheinlich durch Klauseln höherer Gewalt. Es setzt einen noch größeren Druck auf die Energiemärkte, die auch in den USA den Preis für Benzin und Diesel erhöhen werden.
Darüber hinaus wird die US-Ölreserve um weitere 41% sinken, die die 170-Millionen-Barrel-Freisetzung ergeben, und dies wird die USA mit nur 243 Millionen Barrel verlassen. Die Reserve muss rund 150 Millionen Barrel halten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, und das lässt nur 93 Millionen oder weniger als 5 Tage Pufferzeit nach dem Hormus-Shutdown. Wir gehen zurück in die 1980er Jahre, was ein echtes Problem für die Energiesicherheit in den USA ist.
Japan gibt auch 40% seiner Ölreserven frei, um die Inflation zu verhindern. Ein Schritt, der die Wirtschaft stärker gefährdet, wenn die Schließung von Hormus noch mehrere Wochen oder länger anhalten soll.
Japan kann sein Angebot aus den USA beziehen, aber dies wird eine extrem hohe Preisgestaltung, Grundversorgung und Nachfrage sein. Und dies wiederum wird die Kosten in allen Sektoren in die Höhe treiben und wiederum eine weitere Inflation für eine Wirtschaft schaffen, die bereits auf Lebenserhaltung steht.
G7 prüft auch die Freigabe von Not-Öl-Reserven. Auch wenn die Straße von Hormus für mehr Tage geschlossen ist, als die Notfallreserven liefern können (zusätzlich, dass nicht alles sofort wieder online sein wird, wenn die Straße wieder geöffnet wird), wird die Energiekrise diese Volkswirtschaften noch härter treffen. Die einzigen Länder, die noch große Reserven haben werden, die die globalen Märkte beeinflussen können, werden China und Russland sein.
Und wir wissen, dass die Dinge verzweifelt werden, wenn russisches Öl von den Vereinigten Staaten nicht genehmigt wird, natürlich "vorübergehend".
Die USA brauchen Russland, um das Ölexportvolumen zu erhöhen, um die globale Inflation zu senken, insbesondere für die westlichen Volkswirtschaften. Dies bringt Russland jetzt auch in eine Position des Hebels.
Wenn Russland den Westen, insbesondere Europa, quetschen würde, würde das die Hitze Russlands vor allem mit der Versorgung der Ukraine durch Europa aufrechterhalten. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, die Europa bis Ende 2027 vollständig aus der russischen Energie entfernen will, hat jedoch nicht verpflichtet, die USA für die Nichtsanktionierung von russischem Öl zu beschimpfen, und weigert sich, diese Energie trotz des Verlusts von Katar LNG zu kaufen. Sieht so aus, als ob der Kapitän begierig darauf ist, mit dem Schiff zu sinken, obwohl er sich nicht sicher ist, ob die Crew genauso denkt.
Dennoch gibt dies Russland in beiden Richtungen einen großen Vorteil. Die Hebelwirkung ist heute fest mit Russland verbunden, und selbst wenn Europa sich weigert, mehr zu kaufen, macht Russland $ 150 Millionen pro Tag an zusätzlichen Einnahmen aus steigenden Ölpreisen, das sind $ 450 Millionen extra pro Monat, was auf eine Milliarde pro Monat steigen könnte, wenn die Energiekosten weiter steigen. Und denken Sie daran, Russland handelt mit Chinas Yuan-Währung.
Es sollte immer deutlicher werden, was hier passiert. Die iranische Strategie war es, nie eine militärische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten zu gewinnen, dies ist natürlich nicht möglich, insbesondere angesichts seiner geografischen Lage. Der Iran hat einen Krieg gegen US-Dollar-Vermögenswerte geführt. Und Bessent könnte bald seine Worte essen, wie er es mit den Zöllen 2025 gegen China tat.
Je höher die Energiekosten steigen, desto größer ist die Gefahr, dass die US-Wirtschaft in der US-Wirtschaft liegt, und die größere Wahrscheinlichkeit, dass eine Hyperinflation am Horizont steht. Wie wir sehen können, sind es die Vereinigten Staaten und ihre engsten Verbündeten, die am stärksten von diesem kommenden Sturm getroffen werden, einem Sturm, den die USA geschaffen haben.
Amerikanische Staaten wie Kalifornien, Texas und New Jersey werden direkt von der Schließung der Hormusstraße betroffen sein.
Inzwischen beschleunigen sich die chinesischen Exporte in die Welt noch weiter. Der völlige gegensätzliche beabsichtigte Effekt der Zölle für 2025. Und da sich 2026 Krisenszenarien schnell entwickeln, decken sich die Länder mit erschwinglichen Vorräten aus China ein, um sich auf den Zermürbungskrieg vorzubereiten. Da die Energiekosten für den größten Teil der Welt steigen, werden Chinas Produkte dank seiner energieunabhängigen Wirtschaft noch erschwinglicher. Dieser Iran-Krieg geht also auf verschiedene Weise nach hinten los und setzt die USA in der globalen Lieferketten-Dominanz noch weiter zurück.
Zunehmend ist der Westen den Entscheidungen ausgeliefert, die China und Russland in ihrem Energiehandel treffen werden. Was ist, wenn China sein raffiniertes Exportverbot für Kraftstoffe fortsetzt? Und was, wenn Russland die Ölversorgung drosselt? Der Westen könnte einen ernsthaften Zusammenbruch der Lieferkette sehen. Und vergessen wir nicht, der Iran ist ein enger Verbündeter Chinas, und China hat den Iran während dieses Krieges indirekt unterstützt.
Die großen Golfstaaten haben ihre Energieproduktion reduziert, weil die Straße von Hormuz in Flammen steht. Drohnenangriffe passieren immer wieder und der Ölfluss wird auf unbestimmte Zeit vom Iran blockiert, der die amerikanische Präsenz aus dem Nahen Osten vollständig säubern will.
Der Iran hat einen geografischen Vorteil und die militärische Macht, die Straße zu schließen. Katar hat das weltweit größte LNG-Werk in Ras Laffan pausiert. Die Anlage Ras Tanura, die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien, hat ebenfalls effektiv abgeschaltet.
Chinesische Schiffe gehörten zu den ersten, die die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlaubten, die völlig unpassierbar ist, ohne durch iranische Checkpoints zu gehen. China unterstützt den Iran durch Geheimdienste, Aufklärung, Versorgung und Finanzierung in diesem Krieg, warum sollten die Iraner den Chinesen nicht eine sichere Passage geben.
Inmitten der iranischen Schließung der Straße von Hormus, wo China eindeutig den Gewinner herausbrachte, hielt es Scott Bessent irgendwie für eine gute Idee, China zu bitten, seine Ölkäufe von seinen US-Gegnern, Russland und Iran (die ihr Öl übrigens in Yuan verkaufen) zu reduzieren, und für China, stattdessen US-Öl zu kaufen!?!
Offensichtlich gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Grenzen für amerikanische Hybris...
Und sollte es eine Überraschung sein, dass diese Art von Kommentaren in den sozialen Medien die Runde machen?
In der Zwischenzeit scheinen die Iraner keine Eile zu haben, die Straße wieder zu öffnen.
Das war natürlich ein langer Weg, zeigt aber, dass die Iraner für ein Land, das laut Trump-Regierung völlig militärisch besiegt wurde, eher ruhig sind.
Während die siegreichen USA zunehmend so aussehen, als müsste sie sich am Ende all dessen auf den verrückten Mülleimer festlegen.
Dieser Krieg gegen den Iran ist ein Geschenk an China?!?!
Oder vier Tage später, um genau zu sein. Trump nahm dann dieses „Geschenk“ und verwandelte es in eine Forderung, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Amerika helfen, die Straße von Hormus zu öffnen, die immer noch von den Iranern stark gehalten wird, obwohl sie „enthauptet“ werden, wie Trump es klassisch formuliert hat, in Bezug auf die Ermordung des Ayatollah in seinem Haus.
Und schließlich wurde das „Geschenk“ zu einer direkten Bedrohung.
Allerdings haben die USA zu diesem Zeitpunkt nichts zu bedrohen. China hat sich dank der Zölle von 2025 effektiv mit seiner Wirtschaft entkoppelt. Die Chinesen müssen kein Handelsabkommen mit den USA abschließen, sie verdienen viel Geld und sind auf dem besten Weg zu einem weiteren Rekordjahr im Handelsüberschuss. Es ist bizarr, wenn auch nicht überraschend, dass die Vereinigten Staaten versuchen, sich wie ein Opfer zu verhalten, nachdem sie auf eine Schießerei gegen einen engen Verbündeten Chinas geschossen haben, und denken, dass sie China auffordern können, hereinzukommen und im Wesentlichen das Chaos zu "beseitigen", das die USA in einem anderen ihrer kurzsichtigen Wutanfälle gemacht haben. Ein Wutanfall, der China, Russland und dem Iran ironischerweise noch mehr Einfluss genommen hat, wenn der Iran durchhalten kann.
Alle Märkte der Welt kaufen mehr chinesische Waren. Sogar die USA kauften in den letzten ein oder zwei Monaten mehr.
Und die Sache für die Amerikaner noch schlimmer zu machen. Die Iraner haben begonnen, einen Teil der Straße von Hormus zu öffnen, der durch ihre beiden Inseln Larak und Qeshm führt und effektiv als Mautstelle fungiert, wobei Ölfracht in der chinesischen Währung, der Renminbi (RMB), bezahlt werden muss, wenn sie eine sichere Durchfahrt wollen.
Und die Bab al-Mandab-Straße könnte auch von der Schließung bedroht sein, wenn sich die Huthis aus dem Jemen in die Unterstützung ihres Verbündeten Iran einmischen. Diese Wasserstraße macht etwa 5% der globalen Energieversorgung aus, so dass insgesamt 25% der globalen Energieversorgung dem unterliegen wird, was der Iran entscheidet.
Erinnern wir uns auch daran, dass der Großteil der Öl- und Gaskäufe aus diesen Golfstaaten von China getätigt wird. Daher ist es sehr sinnvoll, dass sie in der chinesischen Währung verkaufen, wenn sie diesen Handel fortsetzen wollen. Letztendlich ist der größte Verlierer in diesem Setup der Petrodollar der USA.
Was für ein katastrophales Ergebnis für die USA für das, was ein hoher Preis für den Kampf gegen diesen asymmetrischen Krieg mit dem Iran ist, wo $ 2-4 Millionen US-Raketen (ein Stück) verwendet werden, um $ 20.000-50.000 iranische Drohnen zu schlagen.
Laut dem Iran War Cost Tracker ist der Betrag verblüffend. Wir sind heute bei $ 23,3 Milliarden und zählen: $ 11.000 pro Sekunde, $ 41 Milliarden pro Stunde und mindestens $ 1 Milliarde pro Tag. Das ist purer Wahnsinn und es ist kein Wunder, dass der US-Anleihemarkt bricht.
Darüber hinaus haben wir einige sehr peinliche Risse, die sich im US-Militär zu bilden beginnen. Anscheinend die neuen F-35-Jets, insbesondere die F-35As für die USA. Die Luftwaffe wurde aufgrund des kritischen Mineralienmangels (aufgrund des Verbots kritischer Mineralien für die US-Verteidigungsunternehmen) ohne Radar in der Nase geliefert.
Das F-35-Programm plante, das fortschrittliche AN/APG-85-Radar (entwickelt von Northrop Grumman als Upgrade der nächsten Generation gegenüber dem bestehenden AN/APG-81 mit verbesserten Funktionen wie der Gallium-Nitrid-Technologie) einzuführen, das um 2025 mit der Produktion begann. Die APG-85-Radare sind jedoch noch nicht bereit, weil sie die „Gallium-Nitrid-Technologie“ ohne das Galliumnitrid nicht integrieren könnten ... Und China verkauft kein Galliumnitrid oder andere seltene Erden für militärische Anwendungen an die USA.
Die brandneuen F-35, die für die Montage dieser neuen Radarsysteme hergestellt wurden, können jedoch die alten Systeme nicht montieren, sie sind nicht kompatibel. Also, was hat das US-Militär beschlossen? Schicken Sie diese F-35s ohne Radar und mit Fitness-Gewichten als Gegengewicht ins Feld....
Jemand scherzte in den sozialen Medien: "Ich wette, 10 Yuan, dass diese Langhantelstücke auch in China produziert werden." Und sie haben wahrscheinlich recht.
Analysten erklären, dass die USA 8-12 Monate vor dem Zusammenbruch der wichtigsten Lieferketten der Verteidigung stehen. Dies ist inmitten der Vereinigten Staaten, die einen Krieg mit dem Iran führen, der so aussieht, als würde er sich nur mit möglichen Stiefeln auf dem Boden ausdehnen, anstatt mit dem ein- und ausgezogenen kurzen und süßen Luftangriff, von dem sie ursprünglich behaupteten, dass er der Plan sei. Dies ist auch angesichts der Tatsache, dass der Iran ein gutes Stück US-Radar- und Abfangausrüstung zusammen mit US-Militärstützpunkten zerstört hat, die in den umliegenden Golfstaaten stationiert sind. Isreal scheint auch mit seinem Raketenbestand zu kämpfen.
Angesichts seines „totalen Sieges“ gegen den Iran mussten die Amerikaner ihr THAAD-Raketenabwehrsystem von Südkorea in den Nahen Osten verlegen, um zusätzliche Unterstützung zu erhalten.
Wenn die USA diesen Krieg verlieren, wird die Wiederbelebung des Imperiums fast unmöglich sein. Der Iran hält stark und für sie ist der Plan einfach. Sie müssen nicht gegen das US-Militär gewinnen. Sie müssen nur festhalten, bis das schwächste Glied in der Kette bricht -und das ist die US-Wirtschaft.
Ein besonderer Dank an Sean Foo, der mir bei der Analyse und Verwendung von informativen Grafiken sehr geholfen hat!
Fußnoten:
[1] Während seiner Bestätigungsverhandlung am 16. Januar 2025, USA Der designierte Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die USA darauf abzielen, den Iran als Teil seiner Sanktionspolitik "wieder arm zu machen". Besst stellte klar, dass diese Strategie eher auf das iranische Regime als auf das iranische Volk abzielt.
Er stellte fest, dass unter der Trump-Regierung die iranischen Ölexporte auf 100.000 Barrel pro Tag gefallen waren, aber seitdem auf etwa 1,7 Millionen Barrel gestiegen sind. Bessent betonte, dass die Sanktionen die iranische Regierung mit steigender Energieproduktion in den USA finanziell weiter schwächen und gleichzeitig die inländischen Produktionsstandards verbessern könnten. Quelle: https://deepnewz.com/middle-east/treasury-secretary-designate-scott-bessent-aims-to-make-iran-poor-again-während-1-62ea4b1a
[3] Südkorea ist der größte Kraftstoffexporteur, wenn sie sich dafür entscheiden, diesen Kraftstoff für ihren eigenen Bedarf zu halten, werden ihre Einnahmen einen Schlag erleiden, daher wird ihr BIP immer noch negativ beeinflusst.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Der Irankrieg ist keine Episode, sondern Teil des globalen amerikanischen Wirtschaftskriegs. Die Angriffe der USA und Israels haben die größte Energiekrise der Geschichte ausgelöst. Und trotz des geplanten Ausstiegs kauft Europa mehr russisches Flüssiggas denn je.
“Die größte Energiekrise der Geschichte”. The world is quite literally facing what appears to be the largest energy crisis in history. US crude oil futures are now trading at a $20+/barrel DISCOUNT to Brent, also one of the largest on record. As the US increases production and taps into reserves, the EU is facing a full out energy crisis. European natural gas prices are up another +30% today and physical crude oil prices in Oman and elsewhere are trading at $150+/barrel. In other words, the gap between Oman and US prices now stands at ~70%, or ~$70+ per barrel. It has become so bad for Europe that the market is now pricing-in 2 interest rate HIKES in 2026, even as the US removes sanctions on Russian oil. (Kobeissi Letter) – Das ist keine Einzelmeinung. Der Chef der Internationalen Energieagentur Fatih Birol spricht von einer noch nie da gewesenen Gefahr für die globale Energiesicherheit. Er rief dazu auf, weniger Auto zu fahren und ins Hoemoffice zu wechseln, um Benzin zu sparen…
Economic Statecraft – und warum Europa nur zuschaut. Mehr als zwei Wochen nach Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffs gegen den Iran zeichnet sich ab, dass dies keine Episode ist, die man aussitzen können wird. (…) In Brüssel diskutiert man Deeskalation und Völkerrecht. Was man aber nicht diskutiert, ist die strategische Logik hinter dem amerikanischen Vorgehen. (Beyond the obvious) Für Leser dieses Blog ist das keine Überraschung, dennoch lesenswert. Dazu gibt es auch einen Podcast.
Trump erwägt Lockerung der Ölsanktionen gegen Iran. Donald Trump will dem Kriegsgegner Iran offenbar beim Öl entgegenkommen. Das und weitere absurd klingende Ideen zeigen, wie stark der Druck auf den Präsidenten in den USA wächst. (Spiegel) Mittlerweile ist die Lockerung bestätigt.Zuvor hat Trump schon die Russland-Sanktionen beim Öl gelockert. Die EU ist natürlich dagegen – sie möchte den Wirtschaftskrieg noch mehr ausweiten, obwohl sie selbst am meisten darunter leidet…
Europa kauft Rekordmengen von russischem Flüssiggas. Europe bought every single shipment of LNG produced by Russia’s Yamal LNG plant in February — first time since April 2018 that the EU accounted for 100% of exports from the Arctic facility. A total of 21 cargoes from Yamal were delivered to European buyers during the month, according to shipping data. Despite a plan to ban imports of Russian gas completely by January 1, 2027, the EU remains hooked onRussian gas. (IntelliNews)
P.S. Der Krieg im Nahen Osten wird für Russland zum unerwarteten Konjunkturprogramm. Mit den Mehreinnahmen könnte Putin den Krieg noch jahrelang finanzieren. Zu diesem Schluss kommt die Kyiv School of Economics (KSE)in einer aktuellen Studie. – Da die KSE sehr parteiisch ist, würde ich die Zahlen mit Vorsicht genießen. Außerdem ist die vulgärökonomische These, daß Putin mit den Erträgen aus Energieverkäufen seine “Kriegskasse” füllt, eines Wirtschaftsforschungsinstituts nicht würdig!
„…Die EU ist natürlich dagegen – sie möchte den Wirtschaftskrieg noch mehr ausweiten, obwohl sie selbst am meisten darunter leidet…“ Warum wird denn so ein massiver wirtschaftlicher Schaden in Kauf genommen? Warum scheint das Wichtigste zu sein, irgendwie Russland klein zu machen? Das leider weit verbreitete Erklärungsmuster „die Politiker sind alle unfähig“ usw. reicht mir nicht. Haben Sie, Herr Bonse, eine Bessere?
Erstmal wurde das Feindbild Russland nie wirklich überwunden, auch nicht in (West-)Deutschland. Im Kalten Krieg war es ja dominant. In Osteuropa wurde es zu einer Art Staatsdoktrin erhoben. Zweitens haben die Neocons dieser Welt ihr Ziel nicht aufgegeben, Russland “klein zu machen”, siehe Kallas, Sikorski etc. Drittens ist die EU wie ein Tanker – wenn sie einmal auf ein Ziel zusteuert, ist sie kaum noch vom Kurs abzubringen. Macron, Meloni und De Wever können noch so laut rufen, daß eine Kursänderung nötig wäre – der Tanker fährt erstmal weiter. Die Frage ist, wie lange noch – bis es kracht?
Oh Mann “Economic Statescraft” – alter Wein in neuen Schläuchen. Wer sich etwas in der neomarxistischen Literatur zu Imperialismus und Globalisierung auskennt, für den ist das überhaupt nix neues, es nennt sich: Staatenkonkurrenz. Und am Ende des verlinkten Blog-Artikels dann das Übliche: Das politische Personal sei ja zu doof/unfähig/inkompetent das zu kapieren. Langweilig. Das Regierungspersonal hat X Berater, Wissenschaftler, echt clevere hochgebildete Leute, aber die sind alle zu doof, um zu kapieren was abgeht? Möglich, aber unwahrscheinlich. Ich glaube eher, dass der Autor des Handelsblatt-Artikels in seinem bürgerlichen Idealismus der ist, der unfähig ist “behind the obvious” zu blicken.
Schon klar. Neu ist, daß der Wirtschaftskrieg nun im Mainstream angekommen ist, und daß sogar neoliberale Autoren wie Stelter darüber sprechen. Ich dachte, in Folge 292 “meines” Wirtschaftskrieges wäre das dann doch mal interessant. Ursprünglich habe ich mich übrigens an Adam Tooze angelehnt, doch der hat offenbar das Interesse an dem Thema verloren…
….. Trump erwägt Lockerung der Ölsanktionen gegen Iran. – Die EU ist natürlich dagegen – sie möchte den Wirtschaftskrieg noch mehr ausweiten, obwohl sie selbst am meisten darunter leidet ….. Was fällt einem dazu ein? “Dümmer geht’s nimmer!” – Es sei den bei den Experten der EU oder “den Ast absägen, auf dem man sitzt“ – Egal wie groß die Fallhöhe ist – oder “EU pur!” – bei denen ist der Schwachsinn Methode –
Der Westen kann noch froh sein daß der globale Süden noch nicht das Potenzial einer vollständigen Abkehr von fossiler Energie erkennt, sonst würden sich die Machtverhältnisse schneller verschieben als ohnehin schon. Ob auf dem Weg über die Kriege oder über nicht mehr finanzierbare Ökoschäden, die verschlafene Transformation wird uns auf die Füße fallen. Dabei sind Erneuerbare eigentlich der feuchte Traum früher Ökos, sie sind die mit Abstand billigsten. Anstatt das zu nutzen, verteuert man sie künstlich, zum einen durch das merit-Order-System, zum Anderen durch den makroökonomischen Unfug, den Netzausbau über die Preise zu finanzieren statt über Steuermittel.
Meine Güte, wenn der sog. Westen nicht nur wüßte, sondern auch verstünde wie lächerlich er sich vor den BRICS+ und den Globalen Süden macht, dann würde er sich das Leben nehmen! Und, apropos Iran und Israel: der Kriegsverbrecher Netanyahu gesteht nun doch man müsste Bodentruppen in den Iran schicken um einen Regimewechsel in Teheran herbeizuführen! Und was wird der Trottel tun? Er wird ihm hinterher trotteln – auch aus Angst vor der zionistischen Diaspora in den USA – bis die Bodybags zurückkommen! Dann, spätestens dann …. !!!
Die Bodybags werden keine sehr schnelle Wirkung entfalten – s. Vietnam, Afghanistan, Irak… Es sind doch, in jedem stattgefundenen und in jedem zukünftigen Krieg, immer nur die Bodybags der Kinder armer Leute. Wenn kümmert’s wirklich?(aktuelles Beispiel dafür gerade im Osten Europas, aufrechterhalten von der EU, zu bestaunen).
Du vermischt da leider zwei ungleiche Sachverhalte, Reykjavik. Vietnam hatte durchaus einen Effekt, wenn auch er länger dauerte als es uns lieb war, weil sie noch die losbasierte Wehrpflicht hatten (draft), somit zwar hauptsächlich die Unterschicht starb aber eben auch ein paar Kinder der Mittelschicht sich wenigstens mit der Perspektive eingezogen zu werden auseinandersetzen musste und entsprechend agierten.
Was die Generation des “großen Krieges gegen den Terrorismus” angeht, habe und hatte ich schon kaum noch Mitleid mit ihr,weil die Informationen alle vorhanden waren, man sie nur finden musste, was, zugegebenermaßen, damals noch schwieriger war als heute. Allerdings ist die beste Doku über den Vietnamkrieg aus den frühren 80igern, “The Vietnam War” in 13-Teilen von PBS produziert, mit der unverwechselbaren Stimme des Frontline Sprechers. Die hätte man halt auch schon in den 90igern auf VHS finden oder Glück haben können dass ein Lehrer sie für einen fand.
Sei es drum, sie hatten, entgegen der Vietnamgeneration, schon die Möglichkeit einnfach nicht in den Militärdienst einzutreten und stattdessen eine Uniform der vielen US-Fastfoodketten anzuziehen. Nicht so prestigehaft und gut für das eigene Vorankommen, aber es war ihre Wahl. Eine Wahl die Niemand in Afghanistan, Irak, Lybien, Syiren, der Ukraine oder Serbien ganz vorher, hatte.
Die heutige Generation von US-Militär….pfff mit all den Information auf die man Zugriff hat über den “GWOT” seit über 10 Jahren mindestens wenn man GenZ ist und man wird “außer” über das dort reguläre “Arbeite oder Verhungere” nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen? Da müsste man ja mehr Mitleid mit der “Unsere Mütter, unsere Väter”-Wehrmachtsgeneration haben.
Reykjavik 20. März 2026 @
18:44
Ich suche schon seit Wochen gezielt nach Spuren von strategischen Überlegungen der feinen EU-Damen-und-Herren, wie sie der absehbaren und wohl nicht mehr abwendbaren, für Europa beispiellosen Energiekrise zu begegnen gedenken. Habe leider nichts gefunden. Kann es sein, dass sie in Wahrheit eine superintelligente, gewiefte und todsicher wirksame Strategie fahren, die wir Normalsterbliche bloß nicht begreifen? “Wir lassen einfach die ganze EU wirtschaftlich und damit auch sozial vor die Hunde gehen, damit Putin sich nicht dumm und dusslig an Öl und Gas verdient?” Wenn das die Strategie sein sollte – Respekt! Läuft nämlich!
Nicht nur Europa scheint sich ins eigene Knie zu schießen, sondern sogar Russland. Weshalb liefert Russland überhaupt noch LNG, und zwar derzeit verstärkt, nach Europa, während die EU nach Wegen sucht (und finden wird), die Ukraine weiter aufzurüsten, was diese dann nutzt, um Russland und deren Teilpartner Ungarn und Slowakei zu schwächen? Auch da erkenne ich keine Logik, es ist wie 2022. Warum hat Russland seinerzeit nicht sofort alle Energielieferungen an Europa eingestellt statt einzumarschieren? War der Einmarsch biliger? Wohl kaum. Es sind Kräfte am Werk, die meine Vorstellungskraft sprengen. In diesem Zusamenhang sei darauf verwiesen, dass in der israelischen IDF wohl ca. 5000 Russen kämpfen und damit die viertgrößte ausländische Gruppe darstellen. Die Menschheit schafft sich ab.
Wieso sollte man als RU nicht von den hohen Preisen profitieren welche die EU-Länder zahlen können aus dem einen näher an der EU als an allen anderen Märkten gelegenen Terminal? Aufgrund der relativ kurzen Distanz sind die Tanker ja auch nicht so lange gebunden wie als wenn sie erst aus der Ostsee heraus und sonst wohin fahren müssten.
Zumal, besser die Unzufriedenheit hoch und die Unzufriedenen am Leben erhalten als nur die Elite die schon länger auf Wärmepumpen, Solaranlage und Speicherlösungen umgestellt hat. Oder nicht?
Genau… von dem Geld, dass die EUropäer für russisches Gas ausgeben, können sie schon mal keine Waffen für die Ukraine kaufen 😉
Fubar 20. März 2026 @
18:41
Wieso dreht der BDI eigentlich noch nicht frei angesichts dieser Aussichten und bringt die verdammte Bundesregierung zu einer 180 Gradwende ihrer Russland und Ukrainepolitik? Früher war wenigstens in dieser Hinsicht auf den Verlass.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Kanzler Merz ist stinksauer, denn der ungarische Regierungschef Orban blockiert weiter den EU-Kredit an die Ukraine. Das sei ein “grober Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten”, so Merz. Vor allem ist es schon die dritte Klatsche für den “Außenkanzler”.
Die erste Klatsche kam vom belgischen Premier De Wever – er hat Merz’ Vorhaben gestoppt, auf das in Belgien festgesetzte russische Vermögen zuzugreifen. Frankreich und Italien waren auch dagegen.
Kurz danach ging das “Berlin-Format” baden, mit dem der Kanzler die “Führung” in der Ukraine-Politik übernehmen wollte. Es gab zwar einen Ukraine-Gipfel in Berlin, doch er blieb ohne Folgen.
Nun also auch noch das “Nein” von Orban. Es war ein Scheitern mit Ansage, denn der Ungar hatte sich schon vor dem EU-Gipfel klar positioniert. Merz hat es versäumt, auf ihn zuzugehen.
Merz glaubt, alle müssten spuren
Der “Außenkanzler” glaubt offenbar, alle müssten spuren, wenn er etwas lauthals fordert. Doch so läuft das in der EU nicht. Erstaunlich, daß man das im Kanzleramt immer noch nicht verstanden hat…
In der Ukraine-Politik gibt weiter Frankreichs Präsident Macron den Ton an, vor dem EU-Gipfel war sein ukrainischer Freund Selenskyj eigens nach Paris gereist. Und eben nicht nach Berlin.
Außerdem spielen Polen, Balten und Nordeuropäer eine immer größere Rolle. Sie basteln schon an einem “Plan B”, um Selenskyj doch noch “sein” Geld zukommen zu lassen – auf Kosten des EU-Budgets!
Außerdem rüsten die Staaten an der “Ostflanke” immer mehr auf, neuerdings auch mit offensiven Waffen. Finnland spricht sogar von atomarer Bewaffnung. Das könnte noch gefährlich werden…
Vielleicht wird es so enden, dass sich die EU in zwei Teile trennt: in eine “Ostflanke“-EU (mit Deutschland, Polen, mit den Balten und den Nordeuropäern/Skandinaviern), und in eine „West“-EU, die ungefähr der ursprünglichen EG entsprechen würde (mit Frankreich, Belgien, Luxemburg, Italien, etc. Ungarn und die Slowakei wären ebenfalls bei der „West“-EU). Während die „Ostflanke „-EU auf (direkte) Konfrontation mit Russland setzen würde, wäre die „West“-EU für Gespräche mit Russland und für Deeskalation, um Schlimmeres zu verhindern. Merz bzw. Deutschland als Leader der „Ostflanke „-EU würde von den „Ostflanke „-EU-Mitliedern auf jeden Fall Weihrauch statt Klatsche bekommen. Da würden auch etliche feuchte Träume von Merz in Erfüllung gehen. Das „neutrale“ Österreich müsste sich entscheiden, welcher der „beiden „ EUs sich anschließen würde. Wenn Österreich klug ist, wird es sich der „West“-EU anschließen.
Und dann wurde ich gefragt: wird Merz Reparationen von der Ukraine – plus den USA und UK – verlangen für die Sabotage an der Nord Stream Pipeline!? Meine Antwort: Niemals, weil er dazu nicht den Mumm hat!?
Währenddessen hat das Zentralkommitee der UdSSR, eh ich meine Lawrows Sprecherin, Maria Zakharova, bekannt gegeben, man verhandele aufgrund der Lügen und Hinterlist bei den Minsker Verträgen nicht mehr mit Deutschland, ob Merz das nun inakzeptabel findet oder nicht. “Hatten bereits einen Platz am Tisch aber anstatt zu verhandeln, endeten sie unter diesem mit der Manipulation der Minsker Verträge.”
Die pathologische Üuton-Fixiertheit wird sich die EU nicht mehr lange leisten können. Wenn Qatsr in der Tat für 5 Jahre als LNG-Lieferant ubd andere PG-Länder länger als Lieferanten von Öl und Düngemittel ausfallen, bleibt nicht mehr viel als bei Putin um Gas, Öl und Dünger zu bitten. Oder die EU wird Geschichte weil die Rechtsaußen sie sprengen. DAS nenne ich mal ein Dilemma. Viel Spaß damit.
Außenkanzler? Klatschenkanzler wäre in dem Fall angemessener.
Dieses deutsche Großmaul und die Großmachtallüren der vdL und Webers ist genau das, was die EU so ausgesprochen unsympathisch macht. Aber so, wie die Briten immer noch vom Empire träumen, träumen die Deutschen immer noch vom tausendjährigen Reich,
Eigentlich ja schon seine vierte Klatsche… die erste gabs ja noch vor seiner tatsächlichen Wahl zum Kanzler im ersten Wahlgang.
Michael 20. März 2026 @
21:12
@KK Oder war es die fünfte Klatsche nach der gescheiterten Wahl in erster Runde zum Parteivorsitz!?
KK 20. März 2026 @
21:24
@ Michael: Obacht, dass es nicht noch derart viele Klatschen werden, dass die für Applaus gehalten werden könnten… 😉
Niko 20. März 2026 @
15:29
Dem Merz gönne ich jede Klatsche. Es wäre nur schön, wenn Merz mit vielen seiner Aussagen schlicht nicht die Wahrheit sagt. Wie kommt er darauf zu sagen, dass außer dem standhaften Viktor Orbán alle anderen sich einig wären? Selbst wenn manche unter seinem und dem Druck von vdL zustimmen, besser sollte man das Nötigung oder Erpressung nennen, ist das längst keine Überzeugung. Statt seiner Verantwortung gerecht zu werden, dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen, verschleudert er das Geld der deutschen Steuerzahler. Am schlimmsten dabei ist, dass dieses Geld auch nicht zum Wohle der Ukrainer beiträgt, sondern deren Leid und die Zerstörung ihres eigenen Landes ständig vergrößert.
Tja, das dumme, alte (Russland)Deutschen Volk hat es ja so gewollt anstatt links, BSW oder doch noch einmal SPD zu wählen, trotz aller Warnungen und Anzeichen dass der Mann nicht viel mehr Kompetenz hat als Scholz außer größer und CDU zu sein. Quelle surprise, dass er sogar noch schlechter ist weil die letzten 20 Jahre aus Politik raus, CDU Politik noch nie gut war fürs gemeine Volk und seitdem die “Herz Jesu” Fraktion um Norbert Blüm nicht mehr exisitert, auch nicht mehr genug vom Tisch der Herren abfällt.
@Andreas: Who knows? Jedenfalls bestätigen er und die anderen Eu-Staatschefs Orbáns Wahlkampfstrategie: die EU missachtet die existenziellen Interessen ihrer Mitgliedstaaten und ignoriert die eigene Vertragsgesetzgebung zugunsten einer Ukraine, die in jeder Hinsicht mit Maffiamethoden agiert und die wirtschaftliche Existenz von EU-Mitgliedstaaten und sogar das Leben von Eu-Staatschefs offen bedroht. Merzens Haltung bestätigt das vollkommen, ist somit de facto Wahlkampfhilfe.
Merz hat nicht nur versäumt, auf Orbán zuzugehen: er war auch noch so geschmacklos, Ungarn mit “Konsequenzen” zu drohen – ausgerechnet am Jahrestag der deutschen Besetzung Ungarns 1944. In Ungarn gibt es niemanden, der diesen Zusammenhang nicht herstellt, also Bravo, wieder Wahlkampfhilfe für Orbán. Wie übrigens jeder bisherige Erpressungs- und Manipulationsversuch der EU oder deutscher Ukraine-Vertreter Richtung Ungarn.
Nuja, vielleicht ist der Orban ja doch gar nicht so weit vom Merz entfernt mit seiner früh bundesrepublikanischen CDU Politik und somit möglicherweise ein “nützlicher Idiot” als Gallionsfigur der Contrabrüsselströmung, welcher dann aber doch bisher immer passend nachgab?
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
21.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Die Menschheit zwischen Blockaden und Öffnungen
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Bei jedem EU-Gipfel beschwören die EUropäer ihre Einheit. Nur gemeinsam sei man stark, heißt es in Brüssel. Wenn das stimmt, dann ist die EU schwächer denn je – die Chefs sind heillos zerstritten.
Zu keinem der “heißen” Themen dieses EU-Gipfel gibt es eine klare europäische Haltung:
Völkerrecht: Kanzler Merz und seine Followerin von der Leyen haben sich schon vom Völkerrecht verabschiedet, EU-Ratspräsident Costa will es noch irgendwie retten. Deshalb lud er Uno-Generalsekretär Guterres zum EU-Gipfel ein und schrieb in die Gipfelerklärung, daß die EU doch noch die “regelbasierte Ordnung” hochhält. Allerdings tut sie nichts dafür…
Iran: Spaniens Sanchez ist gegen den Krieg, Merz ist irgendwie dafür, will aber nicht mitmachen, und Präsident Macron ist für alles offen. Derweil stellt sich Nato-General Rutte voll hinter US-Präsident Trump; er verspricht sogar Militärhilfe. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande könnten auch mitmachen, doch meisten EU-Länder sind unwillig…
Russland: Nach außen stehen sie wie ein Mann, in Wahrheit streiten die EU-Chefs über den richtigen Umgang mit Russland. Hinter verschlossenen Türen bekomme er viel Zustimmung für seine Forderung, einen Deal mit Russland zu machen, um den Ukraine-Krieg zu beenden, sagt Belgiens Premier De Wever. Paris und Rom wollen das auch, Berlin ist dagegen!
Ukraine-Hilfe: Beim Gipfel sah es so aus, als habe sich nur Ungarns Orban gegen den geplanten Kriegskredit von 90 Mrd. Euro gesperrt. Stimmt aber nicht. Die Slowakei zieht auch nicht mit. Und im Dezember waren Belgien, Frankreich und Italien gegen den Plan von Kanzler Merz, das russische Vermögen anzuzapfen. Die Ukraine-Hilfe ist zum Streitthema geworden.
Energiekrise: Es ist dasselbe Theater wie 2022, nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs: Jeder macht was er will, um die Energiekrise abzufedern. Diesmal kommt noch der Streit über den Emissionshandel dazu. Beim EU-Gipfel stellten sich fast ein Dutzend Länder hinter die Forderung aus Italien und Polen, den Emissionhandel auszusetzen – Deutschland ist dagegen…
Und was macht die EU-Spitze in Brüssel, die für eine klare Linie sorgen soll? Sie streitet wie die Kesselflicker. Von der Leyen gegen Kallas, Costa gegen von der Leyen, Kubilius gegen Kallas und Rutte usw. usf.
Fast hätte ich Merz und Macron vergessen. Die streiten natürlich auch. Aber wie: Im Streit um das gemeinsame Kampfflugzeug haben sie eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie nennen es “Annäherungsmission” 🙂
Ohne Integration und europäisches Demos war und bleibt heillose Zerstrittenheit in der EU immer Normalzustand! Schengen oder der Euro waren diesbezüglich nur bedingte Ausnahmen, die ohne Integration auch nicht von Dauer sein können! Aber überzeugende Führungstalente die Integration voranbringen könnten gibt es weder in Brüssel noch in irgendwelchen Hautstädten gibt es nicht!
Die EU, ehemals eine Europäische Wirtschaftsgemeinschaft “EWG”, die Betonung liegt auf Gemeinschaft, hat sich leider immer mehr zu einem zerstrittenen Hühnerhaufen voller Egoisten, Abstauber, selbsternannter Führungsfiguren, und größenwahnsinnigen Möchtegernfeldherren entwickelt. Im Wahn, die Größe macht’s, hat man aus einem friedlichen, halbwegs funktionierendem Gebilde, durch die maßlose Expansion jede Menge Zoff importiert. Statt beizeiten die EU zu demokratisieren, am besten mit Demokraten, hat man einige Staaten aufgenommen, von denen klar war, dass diese durch ihre ausufernde Korruption nicht zur Verbesserung der Gemeinschaft beitragen können. Es ist also kein Wunder, dass wir inzwischen einen Haufen von 27 totalen Egoisten haben. Statt innezuhalten und zu überlegen, wie man daraus vielleicht doch noch so etwas wie Demokratie gestalten kann, expandiert man lustig weiter. Es gibt auch mindestens drei Länder innerhalb des Gemischtwarenladens, welche glauben, sie könnten die Führung, auch militärisch, an sich reißen. Die restlichen Länder nicken zwar brav, das Grausen davor ist aber unübersehbar. Ich glaube, in Wirklichkeit will kein einziges Land, dass Deutschland, Polen oder Frankreich tatsächlich führt. Ganz sicher will niemand, dass sich Deutschland noch einmal zur militärischen Großmacht entwickelt. Einzig die Kohle verhindert, dass man dies auch deutlich zum Ausdruck bringt. Deshalb mein Fazit: solange der Laden so uneinig ist, wird letztendlich das Schlimmste nicht eintreten.
Oh je, dieser völkische Quark, dass die EU die Eigenarten der Nationen plattbügele.
Im Großen und Ganzen ist die EU immernocj eine EWG. In einigen Bereicjen vereinheitlicht die sinnvollerweise die üble europäische Kleinstaaterei und ermöglicht ein Mindestmaß an Mobilität.
Eine echte EU braucht viel mehr Vereinheitlichung denn weniger. Das gilt besonders für Steuern und Sozialsysteme.
Das politische Gerangel der deutschgeführten EU, die sich in Transatlantizismus und Ukrainismus ergeht, ist eine Katastrophe. Aber diese ist nicht ein Problem der EU sondern des unqualifizierten Personals.
BTW: Mit Ihren Arfumenten können wir genauso Deirschland wieder in deinde Bundesstaaten zerlegen. Unser Orban heißt Söder.
Die €U ist von Anfang an implizit(!!) auf Scheitern ausgelegt, nun soll sie dieses Ziel auch endlich erreichen.
Alle “Verträge” und “geduldiges Papier” halten nur mehr oder weniger verklausuliert, mehr oder weniger divergierende Interessen und Vorstellungen fest … und dann wird in wesentlichen Punkten auch noch Einstimmigkeit verlangt. Ohne Rücksicht auf Sprachen, Kultur, Geschichte und nationenspezifischer Narration!
Jetzt ist die €U endlich soweit … neue, bessere Ideen zu entwickeln. Auf geht’s von der €U zur EU, auf nach Europa!
Das Gute an Demokratien ist, dass man nur katastrophale Fehler machen kann, wenn Konsens herrscht. Für katastrophale Fehler braucht es in der EU Einstimmigkeit. Solange noch mindestens ein Mitglied den Verstand und den Mut hat, den Konsens zu verhindern, kann man durchatmen. Allerdings arbeiten Schwarze Magier emsig daran, das Einstimmigkeitsprinzip abzuschaffen, damit wieder mühelos katastrophale Fehler gemacht werden können. Wie @Helga bemerkte, ist das Volk dagegen machtlos. Es müsste die Schwarzen Magier mit Mistgabeln aus ihren Komfortzonen vertreiben.
Die “Chefs” sind zerstritten. Gut so. Die Bevölkerungen der EU-Länder haben leider so gut wie keine Stimme mehr, sonst wäre es offensichtlich, daß der größte Riß zwischen Politik und Presse einerseits und den Menschen andererseits ist. Keine echten Alternativen bei Wahlen, Demos sind unütz und Meinungsunterdrückung, siehe J. Baud u.a.
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Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, der Niederlande und Japan haben sich in einer gemeinsamen Erklärung bereiterklärt, zur Sicherheit in der Straße von Hormus beizutragen. Dagegen regt sich breiter Protest.
Einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht. Von deutscher Seite hieß es, ein Militäreinsatz käme nur nach einem Ende des Irankriegs infrage. Im EU-Gipfelbeschluss ist von Bedingungen für eine Beteiligung die Rede, die aber nicht näher spezifiziert werden.
Dennoch stößt diese Zusage an US-Präsident Trump auf ungewöhnlich breiten Protest. Binnen weniger Stunden haben mehr als 400.000 EU-Bürger eine Online-Petition unter dem Titel “Trump’s Krieg – Nicht in unserem Namen” unterschrieben.
“EU leaders are embarking on a slippery slope towards a war none of their people want,” sagte Marie Yared, Campaigns Director at Avaaz. “Governments must hold the line against Trump’s bullying – not take steps that draw them deeper into this conflict.”
Wir dürfen uns nicht tiefer in diesen Konflikt ziehen lassen – das ist das Gebot der Stunde…
Und die überflüssige Annahme der Zollunterwerfung in EP heute. Unbegreiflich. Unnötig hoch 10. Wir geben wirklich alles was wir können, damit nur ja nicht die Unterstützung für die Ukraine fällt. Trump hat die EU bei den Eiern. Grab them…
Und dann sitzt die Japanerin Sanae Takaichi neben Trump im Oval Office und muß sich fragen lassen (sinngemäß):warum Japan die USA nicht vor Pearl Harbour gewarnt hätten!? Natürlich stellt sie nicht die Gegenfrage: warum die USA Japan nicht vor den Atombomben auf die Zivilbevölkerung von Hiroshima und Nagasaki gewarnt hätten!? Hat Merz den Spanischen Premier im Oval Office verteidigt und Trum gekontert!? Natürlich nicht! Was für Memmen!
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Während die EU-Chefs in Brüssel über Maßnahmen gegen die schwindende “Wettbewerbsfähigkeit” beraten, tobt im Mittleren Osten ein Krieg ums Gas – mit verheerenden Folgen. Nachdem Israel das größte Gasfeld im Iran angegriffen hatte (offenbar mit Billigung der USA), schnellte der Gaspreis um 35 Prozent in die Höhe. Da Öl und Benzin schon teurer geworden sind, kommt nun ein neuer Energiepreisschock auf die europäische Wirtschaft (und die Verbraucher) zu. Doch der EU-Gipfel schaffte es nicht, die Angriffe Israels und der USA zu verurteilen. Nur der Iran wurde abgemahnt, wie üblich. Frankreichs Staatschef Macron rang sich immerhin zu der Bemerkung durch, daß es sich um eine “rücksichtslose Eskalation” handele. Pas bon pour la “Wettbewerbsfähigkeit”...
Macron has not uttered one word of condemnation of the Israel-US war on Iran. He did not condemn Israel when it blew up fuel storage in Tehran, exposing millions to toxins. His current "concern" didn't follow Israel's attack on our gas facilities. It follows our retaliation. Sad! https://t.co/lyfGbRm9NB
Macron hat kein einziges Wort der Verurteilung des Krieges Israels und der USA gegen den Iran verloren. Er hat Israel nicht verurteilt, als es ein Treibstofflager in Teheran in die Luft sprengte und damit Millionen Menschen Giftstoffen aussetzte. Seine derzeitige „Besorgnis“ folgte nicht auf Israels Angriff auf unsere Gasanlagen. Sie folgt auf unsere Vergeltungsmaßnahme. Traurig! (übersetzt mit DeepL., unkorrigiert)
Man kann in einem Wettbewerb auch Letzter werden – einer gewinnt, einer verliert. Atom, Kohle, Öl und Gas wollen wir in Deutschland nicht (fossile Energieträger sind bäh) und bekanntlich schicken Sonne und Wind keine Rechnung. Wir haben kalte Waschlappen und Fahrräder. Fleisch ist auch ganz ungesund – wir werden nichts besitzen und noch glücklicher werden als die Finnen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben die Märchentanten und -onkel noch immer.
Es war ja nicht nur Irans Gasfeld, sondern auch das Katars… Israel schert sich einen Dreck ums Völkerrecht, wie im Grunde genommen bereits seit Beginn seiner Existenz! Aber diese Verachtung hat inzwischen eine neue Qualität!
Nachsatz: Dass Bibi und “Mister Grab’em” – beide auf der Flucht vor dem Staatsanwalt – die heutige Ordnung und Weltwirtschaft ruinieren ist klar. Radiomeldung heute morgen: Katar gibt an, dass die Reparatur der bisher angerichteten Schäden an seinen Anlagen des South-Pars-Gasfeldes ca. 5 Jahre in Anspruch nehmen wird. Minderung an der LNG-Produktion ~ 7%
Michael Lüders neueste Einordnung über den Versuch, den Iran in die Steinzeit zu bombardieren. Alles natürlich im Namen von Demokratie und Frauenbefreiung.
Man braucht schon ein dickes Fell oder eine gehörige Portion Dummheit, um der derzeitigen EU-Politik noch etwas Positives abgewinnen zu können. Die Brutkastenlüge scheint vergessen zu sein, und auch, wer hier wen das 2. Mal angegriffen hat, unter fadenscheinigen Gründen (was auch einige Gelehrte aus den USA sich trauen, zu sagen). Und ist es OK für Europa und die Golfstaaten, dass Israel sein Ziel, den gesamten Nahen Osten zu beherrschen, umsetzt? Warum handelt man so? Werden unsere Leute mit dem Tod bedroht oder sind die wirklich auf Bestechungsgelder angewiesen? Oder ist da in den Köpfen wirklich etwas kaputt gegangen? Oder ist am Ende der gesamte Wertewesten so durch Überschuldung kaputt, dass dies nur ein Weltkrieg beenden könnte? Mir scheint Letzteres am wahrscheinlichsten, denn der Hegemon, der jährlich Probleme hat, seine Angestellten zu bezahlen, möchte nun erneut 200 000 000 Dollar für den Krieg locker machen, wird aber auch damit vermutlich nicht in der Lage sein, sein Waffenarsenal in Echtzeit aufzufüllen. Es ist nicht auszuschließen, dass das letzte Mittel, die Atombombe, zum Einsatz kommen wird, es ist nur die Frage, wo die dann explodiert, am abgeschossenen Flugzeug ggf. über eigenen Territorien oder doch am Ziel. Wir haben nicht mehr 1945. Carpe diem.
Stimmt, es ist von 200 Milliarden die Rede, sorry. Man kommt ganz durcheinander. Auf X bei Don (uncut-ch) war zwischenzeitlich von 200 Billionen die Rede, hängt aber vermutlich mit der englischen Bezeichnung “billion” zusammen, was im Deutschen Milliarde heißt. es werden 200 Millarden sein, die aber wohl derzeit noch nicht genehmigt sind.
KK 20. März 2026 @
11:59
Ich finde ja, dass an den Schaltstellen viel zu viele Nullen das Sagen haben!
Guido B. 19. März 2026 @
18:28
Moralische Selbstbesoffenheit auf der EU-Titanic:
“Dieser Eisberg wird früher oder später ausweichen! Unser Schiff ist unsinkbar!”
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20.03.2026
Energieanlagen unter Beschuss Berlin und die EU wollen nach dem Ende der Kampfhandlungen in Iran die Straße von Hormuz sichern. Dies würde ihnen dort einigen Einfluss verschaffen. Angriffe auf Gasfeld South Pars drohen den Krieg zum Flächenbrand zu machen.
german-foreign-policy.com, 20. März 2026
BERLIN/TEHERAN (Eigener Bericht) – Die EU hat auf ihrem Gipfeltreffen am gestrigen Donnerstag weitgehend die deutsche Position zum Iran-Krieg bekräftigt. Demnach will sie Maßnahmen treffen, „um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten“, allerdings erst dann, wenn „die Voraussetzungen dafür gegeben sind“. Dies entspricht der Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, dort erst nach Kriegsende intervenieren zu wollen. Dann allerdings planen Berlin und die EU, dort Präsenz zu zeigen, um sich mehr Einfluss in Mittelost zu sichern. Die Mitteilung erfolgt, während die Region nach Israels Angriff auf das iranische Erdgasfeld South Pars vor der Ausweitung des Kriegs zu einem Flächenbrand steht. Ursache ist zum einen, dass Israel Iran komplett zu zerstören sucht; dies gilt als Voraussetzung für die Schaffung eines „Groß-Israels“, die der US-Botschafter in dem Land als Ergebnis von Kriegen für möglich erklärt. Der Angriff auf das Erdgasfeld sowie Irans Gegenangriffe auf Energieanlagen auf der Arabischen Halbinsel erschweren es den Staaten dort zudem, nicht in den Krieg einzutreten. Zugleich richten die USA sich im Iran-Krieg weiterhin auch gegen China.
Iran zerstörenAuslöser der jüngsten Kriegseskalation waren Israels Angriffe auf das Erdgasfeld South Pars. Iran nutzt sein Erdgas vor allem zur Versorgung der eigenen Zivilbevölkerung, gegen die sich die Angriffe demnach gezielt richteten. US-Präsident Donald Trump hatte den Angriffen explizit zugestimmt; das bestätigten Insider sowohl dem Wall Street Journal als auch der Agentur Reuters.[1] Dabei entspricht der Angriff der israelischen Strategie, den iranischen Staat komplett zu zerstören und nach Möglichkeit sogar zu zerschlagen. Dem dienen nicht nur die Welle der Morde an führenden Repräsentanten des iranischen Staats, sondern auch die gezielten Bombardements staatlicher Stellen in den kurdischen Gebieten Nordwestirans, wo Israels Regierung auf einen Aufstand kurdischer Milizen und einen offenen Bürgerkrieg setzt. Der Aufstand kurdischer Milizen soll zudem die Minderheiten der Belutschen im Südosten des Landes sowie der Araber im Südwesten zu weiteren Aufständen anstacheln. Das Szenario weist starke Parallelen zum Vorgehen der westlichen Staaten – auch Israels – in Syrien auf, wo jahrelang islamistische, teils jihadistische Milizen unterstützt wurden, um den Zentralstaat zu zertrümmern. Einer der auch von Deutschland [2] geförderten Jihadisten regiert heute in Damaskus über ein politisch zerfallenes, ökonomisch ruiniertes und von regelmäßigen Massakern geplagtes Land.[3]
„Groß-Israel“
Die Ziele, die Israel und die Vereinigten Staaten im Nahen und Mittleren Osten verfolgen, sind nicht identisch, weisen aber starke Überschneidungen auf. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat kürzlich seine Zustimmung zu einer israelischen Territorialexpansion erklärt. Befragt, wie er zu der biblischen Aussage stehe (Genesis 15), Israel könne alles Land von Ägypten bis zum Euphrat im Irak beanspruchen, sagte Huckabee: „Es ginge in Ordnung, wenn sie das alles nehmen.“[4] Huckabee schränkte anschließend ein, er meine nicht, dass Israel einfach so nach Libanon, Syrien und in den Irak einmarschieren dürfe. Sollte es jedoch von dort angegriffen werden „und das Land nehmen“, sei das „eine ganz andere Debatte“.[5] Als Voraussetzung für die Schaffung eines „Groß-Israels“ gilt, dass Iran so umfassend wie möglich zerschlagen und Iran nahestehende Organisationen, so etwa die Hizbollah, gänzlich ausgeschaltet werden. Dies geschieht derzeit. Zudem hat Israel nicht nur Gaza völlig zerstört. Es hat auch die faktische Annexion des Westjordanlands begonnen, wo von November 2024 bis Oktober 2025 laut UN-Angaben mehr als 36.000 Palästinenser vertrieben wurden.[6] Die israelische Armee hat zuletzt schließlich weitere Teile Syriens besetzt und rückt nun auch noch in den Libanon ein.
„Chinas Albtraum“
Während der Trump-Administration ein von Israel dominierter Naher und Mittlerer Osten sehr gelegen käme, weichen die US-Interessen in einem Punkt von den israelischen ab: Das Hauptziel der Vereinigten Staaten ist es, Chinas Einfluss aus der Region abzudrängen. Zu Beginn des Krieges hatte US-Präsident Trump noch eine „venezolanische Lösung“ in Betracht gezogen – die Option, Irans Regierung im Kern im Amt zu lassen, sie allerdings zu einer außenpolitischen Unterordnung unter die USA zu zwingen. Dies gelang nicht. Wie US-Senator Lindsey Graham erklärt, kommt es Washington im Iran-Krieg dennoch vor allem darauf an, China zu schaden. „Venezuela und Iran besitzen 31 Prozent der Ölreserven weltweit“, erläuterte Graham kürzlich auf Fox News; dass die USA sie künftig kontrollieren könnten, „ist Chinas Albtraum“.[7] Als nachteilig gälte es allerdings in Washington, würde ein Abgleiten des Mittleren Ostens in einen Dauerkrieg eine dauerhafte militärische Präsenz der Vereinigten Staaten erfordern. Dann fehlten Waffen und Soldaten für den Machtkampf gegen China. Schon vergangene Woche erklärte der Ex-US-Staatssekretär für die Luftwaffe Frank Kendall, China sei ein „gewaltiger Gegner“ – „und jetzt setzen wir schon wieder JDAM-Raketen im Nahen Osten ein“, anstatt sie für Ostasien aufzubewahren.[8]
Arabisches Dilemma
Israels Angriffe auf das Erdgasfeld South Pars haben den gesamten Nahen und Mittleren Osten einem alles umfassenden Flächenbrand nähergebracht. Iran hat, wie angekündigt, auf sie reagiert, indem es seine Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Ländern der Arabischen Halbinsel ausgeweitet hat. Teheran gibt an, es handle sich um Infrastruktur, an der der Kriegsgegner USA Beteiligungen halte. Die arabischen Golfstaaten streiten das – zumindest für einen Teil der Angriffsziele – ab. Bisher haben sie es vermieden, selbst in den Krieg zu intervenieren: Sie stecken mitten in einem heiklen Prozess der industriellen Modernisierung, der sie auf die postfossile Ära vorbereiten soll; jegliche Ausweitung des Krieges ist dafür weiteres Gift (german-foreign-policy.com berichtete [9]). Nach den jüngsten Angriffen Irans ist jedoch unklar, wie lange sie noch von Gegenangriffen absehen wollen. Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan al Saud erklärte am Donnerstag, er hoffe, Iran werde umgehend „seine Angriffe auf seine Nachbarstaaten stoppen“.[10] Wenn nicht, dann behalte Saudi-Arabien sich einen Kriegseintritt vor. Damit griffe der Iran-Krieg in vollem Umfang auf die gesamte Arabische Halbinsel aus.
Machtposition am Golf
Berlin und die EU sind bestrebt, den Iran-Krieg zu nutzen, um sich eine eigenständige Machtposition am Persischen Golf aufzubauen. Bereits am Mittwoch erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz, die Bundesregierung lehne jede aktive Beteiligung am Krieg ab; so werde es keine Beteiligung der Bundeswehr an militärischen Maßnahmen in der Straße von Hormuz geben, solange die Kampfhandlungen andauerten.[11] Zugleich behauptete Merz, „die Verantwortung für die gegenwärtige Krise der Region“ trügen nicht etwa die USA und Israel, die den Krieg begonnen haben, sondern Iran. Zum Hintergrund sagte der Kanzler, er mache sich zwar für eine eigenständige Position der EU stark, „wo wir andere Interessen haben“, wolle aber vermeiden, „dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft wird“. Merz teilte schließlich mit, Berlin dringe auf „eine schnelle Beendigung des Krieges“ und wolle „nach dem Ende der Kampfhandlungen“ einen „Beitrag“ zum Aufbau einer „Friedensordnung in der Region“ leisten. Dazu gehöre unter anderem die „Debatte über freie Schifffahrt, etwa in der Straße von Hormus“. Frankreich bereitet bereits die Entsendung von Kriegsschiffen in die Meerenge nach dem Ende der Kampfhandlungen vor.[12] Daran könnten sich auch deutsche Kriegsschiffe beteiligen.[13]
[1] Summer Said, Rebecca Feng, Alexander Ward: Escalating Attacks on Gulf Energy Assets Plunge Iran War Into New Phase. wsj.com 19.03.2026.
[10] What did Arab and Muslim ministers discuss in Riyadh meeting on Iran? aljazeera.com 19.03.2026.
[11] Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Europäischen Rat am 19./20. März 2026 vor dem Deutschen Bundestag am 18. März 2026 in Berlin.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
20.03.2026
Spanien: Das verlogene «Nein zum Krieg»
aus e-mail von Doris Pumphrey, 20. Mätz 2026, 16:01 Uhr
Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran
Regierungschef Pedro Sánchez wird von vielen gelobt, weil er sich in Bezug auf den Iran-Krieg den Forderungen von Donald Trump widersetzt hat. Doch das scheint Augenwischerei zu sein. Von Wiltrud Schwetje
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird derzeit von vielen friedliebenden Menschen als Held gefeiert, weil er den Krieg gegen den Iran abgelehnt hat, der von Israel und den Vereinigten Staaten vorangetrieben wird. Im Speziellen wird er dafür gelobt, dass er Donald Trump die Stirn geboten – und den USA den Start zu Kriegseinsätzen von den Basen Rota und Morón verboten hat, die durch Kooperationsverträge von den USA genutzt werden. Beide Militärstützpunkte befinden sich in Andalusien, der eine in der Provinz Cádiz, der andere in Sevilla.
Sánchez’ erste Reaktion auf den Iran-Krieg sorgte dafür, dass Dutzende US-amerikanische Flugzeuge Spanien verließen und zu anderen europäischen Basen weiterflogen. Gleichzeitig bezeugte Donald Trump seine Verärgerung mit harschen Worten – und drohte mit einem «Embargo» gegen die spanische Wirtschaft und einem Abbruch der Handelsbeziehungen. Sánchez reagierte gewohnt großspurig und verkündete: «Wir werden uns nicht aus Angst von Repressalien zu Komplizen machen.»
Worüber im In- und Ausland allerdings weniger berichtet wird: Sánchez unterstützt die USA im Krieg gegen den Iran in mehreren Szenarien. Wie spanische Medien berichten, zeigten sich schon kurz nach seinem «Nein zum Krieg» Risse in seiner vermeintlich pazifistischen Haltung (hier und hier).
Denn die Sánchez-Regierung arbeitet indirekt über EU- und NATO-Operationen an den Angriffen mit. Den Höhepunkt bildete die Entscheidung, die Fregatte Cristóbal Colón ins Mittelmeer zu entsenden, um beim Luftschutz Zyperns mitzuwirken, einem EU-Mitgliedsland, das allerdings nicht in der NATO ist. Die Cristóbal Colón wurde in die Marinegruppe des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle integriert.
Wie die Zeitung ABC informiert, gibt es neben der Fregatte Cristóbal Colón noch andere Schiffe der spanischen Marine, die sich indirekt an diesem Krieg beteiligen. So leistet zum Beispiel das Versorgungsschiff Cantabria im Golf von Cádiz logistische Unterstützung. Die Regierung versteht diese Aktivitäten als Ausdruck des spanischen Engagements «für die Verteidigung der Europäischen Union und ihrer Ostgrenze».
Weitere Militärschiffe nehmen derzeit an Übungen mit US-Einheiten teil. Wie die Fregatte Blas de Lezo, die im Nordatlantik an Manövern mitwirkt, die vom Flugzeugträger USS George H. W. Bush angeführt werden. Militärische Quellen, die von der ABC bemüht wurden, äußerten sich dazu wie folgt: «Von diesen Schiffen aus wird auch sehr genau verfolgt, was im Nahen Osten geschieht, und es findet ein ständiger Informationsaustausch mit dem Einsatzgebiet statt. Ist das Zusammenarbeit oder nicht?»
Doch damit nicht genug: US-Kampfflugzeuge machen auf dem Weg zu ihren Einsatzorten offensichtlich Zwischenstopps auf den Militärbasen Rota und Morón. Und wie umgehen sie Sánchez’ angebliches Verbot? Die amerikanischen Flugzeuge nutzen zwar spanisches Gebiet, geben jedoch in ihren Flugplänen andere europäische Basen als Ziel an. Dazu sagen die geheimen Militärquellen der ABC: «Sie führen Wartungsarbeiten in Spanien durch und fliegen dann zu einem anderen Punkt weiter, von dem aus sie in das Einsatzgebiet starten.»
Die Zeitung führt einige Beispiele an: So sei ein Militärtransportflugzeug C-17 (RCH846), das von der US-Einrichtung Andrews in Maryland kam, von Rota aus in Richtung Mittelmeer gestartet. Danach sei es auf Sizilien gelandet und erneut gestartet. Auf Höhe von Ägypten habe es den Radartransponder abgeschaltet.
Auch auf der NATO-Basis in Neapel, die im Rahmen des militärischen Einsatzes zumindest für logistische Aufgaben genutzt wird, sind spanische Soldaten stationiert, die auf irgendeine Weise – wenn auch nur indirekt – an der Iran-Operation beteiligt sein könnten.
Obendrein verfügt Spanien über eine Patriot-Raketenabwehrbatterie in der Türkei, der die Entdeckung einer Rakete zugeschrieben wird, die dann von einem US-Schiff abgefangen wurde. Es handelt sich laut ABC um die einzige NATO-Batterie auf türkischem Boden, und sie wurde während der Regierung von Mariano Rajoy (PP) dorthin entsandt.
Auch vor dem Angriff auf den Iran spielten die Militärbasen Rota und Morón eine wichtige Rolle, dort bereiteten sich die USA logistisch vor. Viele der Schiffe und Flugzeuge, die jetzt im Nahen Osten operieren würden, hätten zuvor die Militärstützpunkte in Andalusien benutzt, um sich einsatzbereit zu machen, schreibt ABC und fasst die Lage zusammen: «Es scheint offensichtlich, dass die verbündeten Geheimdienste wussten – oder zumindest sehr begründet vermuteten –, dass ein solcher militärischer Aufmarsch der Vereinigten Staaten nicht nur der Abschreckung diente, sondern dass ein Angriff auf den Iran durchaus wahrscheinlich war, so wie er schließlich auch stattfand. Und diese Informationen lagen mit großer Sicherheit auch der spanischen Regierung vor.»
Man spiele mit der Unwissenheit der großen Mehrheit der spanischen Bürger, zitiert die ABC ihre Militärquellen. Während Sánchez die Fahne des «Nein zum Krieg» schwenke, verschweige er die «B-Seite» seines Slogans.
Was könnten die Gründe für Sánchez’ Anti-Kriegs-Inszenierung sein? Darüber lässt sich herrlich spekulieren, denn der Regierungschef, sein engstes familiäres Umfeld und fast seine gesamte Partei (PSOE ) versinken seit Monaten immer tiefer im Korruptionssumpf. Es gibt so viele laufende Ermittlungen und Gerichtsverfahren, dass man kaum noch folgen kann. Somit könnten bald außerplanmäßige Wahlen anstehen – und die will Sánchez trotz der endlosen Skandale, die ihn umwabern, natürlich gerne gewinnen. Wie Kritiker spotten, möchte unser Corona-Kerkermeister seinen Job als «Diktator» bis in alle Ewigkeit behalten.
Gerade kam übrigens ein weiterer Skandal hinzu: So hat es während der «Pandemie», also in einer Zeit, in der den Bürgern sogar ein einsamer Spaziergang am Meer oder in den Bergen unter Strafe verboten war, in Madrid eine illegale Koks-Party gegeben, bei der mindestens ein PSOE-Abgeordneter anwesend war. Und anscheinend wurden die polizeilichen Ermittlungen auf Anordnung von höchster Regierungsstelle – also von Pedro Sánchez – eingestellt. Auch Innenminister Fernando Grande-Marlaska soll davon gewusst haben (hier und hier).
Diese Informationen wurden von Sánchez’ einstiger rechter Hand, dem ehemaligen Minister für Transport, José Luis Ábalos, und dessen «politischem Berater» Koldo García preisgegeben. Beide sind in etliche mutmaßliche Korruptionsfälle der Sánchez-Regierung verwickelt, unter anderem werden ihnen riesige Mauscheleien bei der Maskenbeschaffung vorgeworfen.
Aufgrund der Schwere ihrer strafrechtlichen Vergehen und der «extremen Fluchtgefahr» landeten sie im November 2025 in Untersuchungshaft. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung für die beiden Gefängnisstrafen von 19 beziehungsweise 24 Jahren gefordert. Die Nebenkläger hatten jeweils 30 Jahre beantragt.
Kurzum: Sánchez steht das Wasser bis zum Hals – und ein wenig positive Propaganda als «Friedensengel» tut not. Außerdem hat sich der spanische Regierungschef in den letzten Jahren nicht umsonst den Spitznamen «Pinocchio» verdient.
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20.03.2026
Bundeswehr im Funkloch: Milliardenteurer Digitalfunk floppt
dert.site, vom 20 Mär. 2026 17:35 Uhr
Ein bisher verschlossen gehaltener Testbericht legt katastrophale Zustände hinsichtlich der Umstellung auf Digitalfunk bei der Bundeswehr offen. Das Milliarden Euro teure System scheitert nicht nur an der Übermittlung einfacher Funksprüche. Es stellt auch eine Gefahr für das Leben der Soldaten dar.
Verteidigungsminister Boris Pistorius sucht nach einer Lösung für das Funkproblem der Bundeswehr. Die Umstellung auf Digitalfunk erweist sich als teuer und ist nicht praxistauglich.
Deutschland steht mit der Digitalisierung auf Kriegsfuß. Das gilt auch für die Bundeswehr. Ein Milliarden Euro teures Projekt mit dem der Funk der Landstreitkräfte digitalisiert werden soll, steckt seit geraumer Zeit in der Krise. Ein weiterer Test des Systems im November brachte katastrophale Ergebnisse. Selbst einfacher Sprechfunk wird nicht korrekt übertragen, berichtet das Springerblatt Welt unter Bezugnahme auf den bisher unter Verschluss gehaltenen Testbericht.
Das neue Digitalfunksystem der Bundeswehr, das eigentlich dafür sorgen sollte, dass Soldaten sicher, verschlüsselt und schnell miteinander kommunizieren können, stellt in der Praxis eine Gefahr für Leib und Leben dar, geht aus dem Bericht hervor. Das System ist kompliziert, einfach Funkgespräche brechen ab oder eine Verbindung kann gar nicht erst aufgebaut werden. Ob eine Verbindung zustande kam, lässt sich für den Anwender oftmals nicht eindeutig ermitteln. Auf dem Schlachtfeld kann das tödliche Folgen haben. Ebenso die Tatsache, dass die Geräte falsche oder gar keine Positionsdaten anzeigen.
Das Funkprojekt ist Teil des Großprogramms "Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO)", für das bisher rund 20 Milliarden Euro veranschlagt sind. Über eine Milliarde wurde in die jetzt monierte Technologie investiert. Hersteller sind vor allem Rohde & Schwarz und Partnerfirmen wie Rheinmetall.
Hinsichtlich der Digitalisierung kämpft die Bundeswehr dabei mit typisch deutschen Problemen: Die IT-Systeme sind überkomplex und schlecht abgestimmt. Ihre Praxistauglichkeit wurde nicht aureichend getestet. Die einzelnen Bestandteile sind untereinander nicht kompatibel, und interne Entscheidungsprozesse verlaufen nur schleppend.
Das Verteidigungsministerium versucht nun gegenzusteuern – doch viele Experten bezweifeln, dass die zahlreichen Fehler des Systems in einem angemessenen zeitlichen Rahmen behoben und es in Dienst gestellt werden kann. Einige warnen sogar, dass sich die Truppe im Ernstfall auf ein fehlerhaftes Funknetz verlassen müsste, das sie im Gefecht eher behindert als schützt.
Ob Verteidigungsminister Boris Pistorius Russland angesichts der enormen Probleme bei der Digitalisierung der Kommunikation der Bundeswehr bittet, den herbeifantasierten Überfall auf Deutschland noch um einige Zeit aufzuschieben, ist nicht bekannt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass Russland innerhalb weniger Jahre Deutschland angreifen wird. Russland weist die Behauptung allerdings als unsinnig zurück.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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20.03.2026
Da der Iran-Konflikt aus dem Ruder läuft, drängt sich die Frage auf: „Wo stehen wir?“
seniora.org, 20. März 2026, 19. 03. 2026 Von Alastair Crooke - übernommen von //substack.com/@conflictsforum">Conflicts Forum -∙ Bezahlter Beitrag
Die westliche Propagandamaschinerie – die mächtigste strategische Waffe des Westens – hat wiederholt behauptet, dass die US-Streitkräfte einen schnellen und umfassenden Sieg über den Iran errungen hätten. Gleichzeitig informieren israelische Geheimdienstmitarbeiter westliche Medien darüber, dass sie zunehmende Anzeichen von Zerrüttung und „Chaos“ innerhalb des Regimes in Teheran sehen, und fügen hinzu, dass die iranische Befehlskette durch schwerwiegende Zusammenbrüche beeinträchtigt sei.
Und warum sollte man solche Behauptungen über einen vernichtenden Sieg nicht aufstellen? Trump ging vermutlich mit überragendem Vertrauen in die militärische Stärke Amerikas in den Krieg, um die iranische Staatsstruktur, ihr Kommandonetzwerk und ihre militärischen Kapazitäten auszulöschen. Seine Generäle schienen die allgemeine These vom Zerstörungspotenzial zu unterstützen – fügten jedoch mehrere „Aber“ hinzu, die Trumps Denkweise wahrscheinlich nicht durchdrangen.
Und genau das tat Trump dann auch – eine umfassende „Vernichtung“; ununterbrochene Wellen von Fernbombardements. Den Zweiflern an seinem Erfolg beim Zusammenbruch der iranischen Staatsstruktur entgegnet er schlicht: „Dann werden wir eben noch mehr vernichten.“ „Wir werden noch mehr ihrer Anführer töten“.
Westliche (einschließlich israelischer) Medien lobten im Anschluss an die Angriffe vom 28. Februar in begleitenden Berichten ebenfalls die verheerende Wirkung des Schlags gegen die politische und militärische Führung des Iran.
Es wurde kein Versuch unternommen, die Auswirkungen auf einen Staat kritisch zu durchdenken, der sich seit 20 bis 40 Jahren auf eine asymmetrische Reaktion auf diesen bevorstehenden Krieg vorbereitet hatte. Es wurde kein Versuch unternommen, die tatsächlichen Auswirkungen der Bombardierung eines Staates zu durchdenken, der seine gesamte militärische Infrastruktur (einschließlich seiner „Luftwaffe“) von der Erdoberfläche entfernt hat, nur um sie in tiefen unterirdischen „Städten“ zu verbergen.
Es wurde kein Versuch unternommen, die Auswirkungen der Ermordung der politischen und militärischen Führer des Iran auf die öffentliche Stimmung einzuschätzen. Es wurde nicht verstanden, wie das dezentrale iranische Führungs-„Mosaik“ eine schnelle, vorab geplante Reaktion auf die Entkopplung der Führung ermöglichen könnte. Es wurde auch nicht berücksichtigt, dass eine solche diffuse Führungsstruktur es dem Iran ermöglichen würde, einen langen Zermürbungskrieg gegen die USA und Israel zu führen – im Gegensatz zum Beharren der USA und Israels auf kurzen Kriegen, die die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung nicht überstrapazieren.
Im Gegensatz dazu konzentrierten sich alle Mainstream-Berichte auf das Ausmaß der Schäden, die Teheran und seiner Bevölkerung zugefügt wurden – verbunden mit der impliziten Annahme, dass die Zerstörung der Stadt und die hohe Zahl ziviler Todesopfer an sich schon eine Opposition hervorbringen würden, die „aufstehen“ und die Zügel der nationalen Führung „an sich reißen“ würde.
Dass dieser Konflikt so wenig angemessen berücksichtigt wurde, spiegelt die Tatsache wider, dass die USA ihre Kriegsführung zunehmend an den seit langem von Israel angewandten Methoden ausrichten – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für die Zukunft des Westens.
Natürlich gibt es professionelle US-Militäroffiziere, die wiederholt vor den Unzulänglichkeiten von Massenbombardements als eigenständiges strategisches Instrument gewarnt haben und argumentieren, dass diese nie die erwarteten Ergebnisse gebracht hätten; doch ihre warnenden Botschaften hatten kaum Einfluss auf den vorherrschenden Zeitgeist der „Vernichtung“.
Die Sprache, die Trump und sein Team verwenden, um Iraner als „böse“ und „mörderische, Babys tötende“ Untermenschen zu bezeichnen, ist ganz offensichtlich darauf ausgelegt, den Konflikt so weit zu polarisieren, dass andere militärische Strategien als eine noch umfassendere „Vernichtung“ ausgeschlossen werden.
Trump erklärte gegenüber Journalisten der New York Times, „dass er sich durch keine internationalen Gesetze, Normen, Kontrollmechanismen oder Gegengewichte eingeschränkt fühle“, und die „einzigen Grenzen für seine Fähigkeit, die militärische Macht Amerikas einzusetzen“, seien „meine [seine] eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann“.
Berichten zufolge zeigte er sich überrascht, dass Amerikas Überraschungsangriff auf die iranische Führung eine sofortige Reaktion in Form von Vergeltungsschlägen auf amerikanische Stützpunkte am Golf hervorgerufen hatte: „Das hatten wir nicht erwartet“, sagte Trump; ebenso wenig hatte er die anschließende selektive Sperrung der Straße von Hormus vorausgesehen, obwohl die Iraner ausdrücklich gewarnt hatten, dass sie genau das tun würden. Er kannte das Risiko, machte aber dennoch weiter und sagte, er habe „nicht gedacht“, dass die Iraner die Kontrolle über die Engstelle von Hormuz übernehmen würden.
Die Bedingungen, zu denen die Welt mit Öl und Gas handelt
Die iranische Kontrolle über etwa 20 % des weltweiten Öls und eine ähnliche Menge an Gas, die durch Hormuz transportiert wird, verschafft dem Iran einzigartige Hebelwirkung über den gesamten dollarbasierten Wirtschaftsraum. Dennoch stellt dies eine besondere Bedrohung für die Golfstaaten dar – denn Hormuz dient auch als Korridor für Düngemittel, Nahrungsmittel und vieles mehr.
Die selektive Sperrung von Hormuz hat daher globale wirtschaftliche Folgen zweiter und dritter Ordnung für die Welt. Wie Lloyd’s Intelligence gestern feststellte:
„Mehrere Regierungen – darunter Indien, Pakistan, Irak, Malaysia und China – führen direkte Gespräche mit Teheran und koordinieren die Schiffsdurchfahrten über ein neu eingerichtetes, vom IRGC betriebenes Registrierungs- und Überprüfungssystem … Lloyds … geht davon aus, dass der IRGC in den kommenden Tagen ein formelleres Genehmigungsverfahren für Schiffe einführen wird“.
Warum also hat Israel so strategisch eskaliert und die iranischen Terminals angegriffen, die Gas aus dem South-Pars-Gasfeld erhalten, das es sich mit Katar teilt? Israel behauptet, Trump habe ihnen grünes Licht für den Angriff gegeben. Trump antwortete, dass „Israel heute früh das iranische South-Pars-Gasfeld angegriffen hat, ohne die Vereinigten Staaten oder Katar zu informieren“.
Der Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur löste, wie zu erwarten war, eine gegenseitige Eskalation mit iranischen Raketenangriffen auf die Energieinfrastruktur am Golf aus – und eskalierte den Konflikt damit zu einem ernsthaften Wirtschaftskrieg.
Im Wesentlichen geht es nun um die Bedingungen, zu denen die Welt Öl und Gas kaufen kann. Werden Käufer in der Lage sein, Energie in anderen Währungen als dem Dollar zu erwerben? Es scheint so – Pakistan konnte die Durchfahrt seiner Fracht durch den Hormuz-Kanal auf genau diese Weise aushandeln – indem es nachwies, dass die Fracht in Yuan gekauft wurde.
Es geht daher nicht nur um die US-Militärpräsenz in der Region – deren Ausweisung der Iran fordert –, sondern vielmehr um die iranischen Forderungen nach einer vollständigen Beendigung des Dollarhandels in der Region.
Dies – sollte sich der Iran durchsetzen – könnte für die Golfstaaten den heiklen Schlüssel zum weiteren wirtschaftlichen Überleben darstellen.
Die Golfstaaten müssen sich möglicherweise bald entscheiden, wo sie in diesem Krieg stehen. Einerseits haben sie sich voll und ganz in die amerikanische merkantilistische Lebensweise eingebunden. Doch der Iran droht, dieses Paradigma zu kippen. Andererseits könnten die Zukunftsaussichten der Golfstaaten – worüber sie nachdenken müssen – davon abhängen, ob der Iran ihnen die Durchfahrt durch den Hormuz-Kanal gestattet.
Sollte der Iran seinen „Fuß auf der Kehle“ des globalen Wirtschaftssystems selektiv – nach seinen spezifischen Kriterien – einsetzen, ist es möglich, dass andere Staaten (einschließlich der europäischen) gezwungen werden, sich mit Teheran an den „Verhandlungstisch“ zu setzen, um ihr künftiges wirtschaftliches Wohlergehen zu sichern.
Es ist jedoch nicht nur der Golf, der sich überlegen muss, wo er – die Golfmonarchen – nach diesem unüberlegten und potenziell sehr schädlichen Wirtschaftskrieg steht. Es gibt Stimmen in den USA, die darauf bestehen, dass auch die Amerikaner darüber diskutieren müssen, wo sie stehen sollten.
Der US-Kommentator Bret Weinstein hat kürzlich bei vielen Amerikanern einen Nerv getroffen, die wie er Trump aktiv unterstützt hatten, nun aber verwirrt und verunsichert sind durch Trumps Befürwortung eines Krieges gegen den Iran – zumal seine Präsidentschaft infolgedessen auf der Kippe steht:
„Warum sollte ein Mann [wie] Trump, der sich in der Politik auskennt, einen so offensichtlichen Fehler machen?“
Im Gespräch mit Tucker Carlson deutete Weinstein an, dass eine Antwort darin liege, dass Trump tatsächlich nicht die Kontrolle habe:
„Wir Amerikaner müssen ein Gespräch mit uns selbst führen – nicht nur darüber, wie kaputt das System ist und wozu es uns veranlasst, sondern auch darüber, wie es tatsächlich funktioniert. [Wer] ist es, der uns dazu treibt, das zu tun, was wir tun?“
Die Frage geht tiefer als das Problem, dass Trump sein Wahlversprechen „keine neuen Kriege im Ausland“ gebrochen hat. (Reutersberichtet heute, dass „die Trump-Regierung erwägt, Tausende zusätzlicher US-Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden – während Trump über die nächsten Schritte in Bezug auf den Iran nachdenkt, zu denen auch ein Versuch gehören könnte, die Meerenge zu sichern“).
Weinstein wies in seinem Gespräch mit Tucker Carlson darauf hin, dass das US-System seit einiger Zeit (seit 1961 oder 1963) schwer beschädigt zu sein scheint: Es habe die amerikanischen Interessen nicht mehr im Blick. Tatsächlich, so argumentierte er, sei die amerikanische Regierungsführung in vielen Bereichen – von der Finanzwelt bis zum Gesundheitswesen – sichtbar den tatsächlichen Interessen der Amerikaner entgegengesetzt. Und der Staat habe sich seit den Ereignissen vom November 1963 in eine „verfassungsfeindliche“ Struktur verwandelt – das genaue Gegenteil dessen, was die USA eigentlich sein sollten.
Weinstein führte diese Situation auf „etwas“ zurück, das nicht offenbart wird; etwas, das nicht sichtbar beobachtet werden kann. Er deutete auf eine „versteckte Machtstruktur“ hin, deren Kontrolle und Interessen undurchsichtig sind: „Was treibt sie an? Wer genau hält die Macht in diesem System? Wir wissen es nicht“, argumentierte er. Was waren die verborgenen Interessen, die die USA zu dieser Abfolge von Auslandskriegen im Nahen Osten trieben?
Deshalb sei die Epstein-Affäre so entscheidend, betonte Weinstein: Die wenigen veröffentlichten Details hätten ein Machtgefüge aus Geheimdiensten, Geld und Korruption gezeichnet, das auf eine unausgesprochene verfassungsrechtliche und akute Sicherheitskrise innerhalb der USA hindeute.
Die Amerikaner müssten dringend darüber informiert werden, was diese Machtstruktur ist — und was ihre Interessen sind. Und dann darüber zu diskutieren, wo die Amerikaner stehen und wie sie die Elemente zurückgewinnen können, die zu einer Wiederherstellung eines Staates führen könnten, der von den eigenen Interessen der Amerikaner regiert wird.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
20.03.2026
Nachrichten von Pressenza: Wo ist die Liebe in Zeiten des Krieges? Ein Teil davon liegt im Herzen der persischen Dichtung
Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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Weiteres:
Wo ist die Liebe in Zeiten des Krieges? Ein Teil davon liegt im Herzen der persischen Dichtung
Der Westen befindet sich im Krieg gegen die Angst. Heute schmerzt mein Herz für den Westen. Trotz unseres Kampfes gegen die Angst in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien, in Palästina und nun auch im Iran dringt die Angst immer tiefer in unser Bewusstsein ein und verschließt unser Herz davor, die Schönheit anderer Kulturen zu erkennen.
Heute werden Familien in Teheran, Beirut und Tel Aviv unter einem Bombenhagel auf die Straße getrieben. Tag für Tag werden in Teheran und Beirut Schulen und Krankenhäuser bombardiert. Die Menschen leben in Angst. Sie wissen nicht, ob sie morgen warme, trockene Kleidung, Wasser und Essen für ihre Kinder beschaffen können. Sie wissen nicht, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken können.
Was trotzt der Angst? Trotz der Schatten von Angst und Hass, die unter uns umherziehen, sind Liebe, Brüderlichkeit und Freude in vielen Kulturen noch immer lebendig.
Die iranische Kultur birgt ein Wissen über Liebe, Freude und Brüderlichkeit. Meiner Meinung nach sollten die iranischen Führer sich von den großen persischen Dichtern inspirieren lassen, anstatt gegen die Angst anzukämpfen, die „wir“ Menschen im Westen vor ihnen haben. Darüber hinaus sollten „wir“ Menschen im Westen mehr über diese außergewöhnliche, jahrtausendealte Kultur erfahren.
Anstatt die Gesetze zu verschärfen und Regimekritiker zu bestrafen, sollten sich die iranischen Führer von der universellen Botschaft der großen Dichter der persischen Kultur inspirieren lassen.
Die iranische Kultur ist einzigartig. Im Laufe ihrer Geschichte hat der Iran viele große Dichter hervorgebracht, die die Gesellschaft, die Spiritualität und die Philosophie geprägt haben.
Als ich noch Studentin war, hatte ich die Gelegenheit, Zeit mit iranischen Freunden zu verbringen. Mehrfach nahm ich an Abenden mit iranischen Dichterlesungen teil. Ich erinnere mich noch recht gut an diese Momente, da mich die Schönheit einiger Texte zutiefst beeindruckt hat.
Tatsächlich spielt die persische Dichtung eine grundlegende Rolle in der iranischen Kultur. Die Dichtung ist für das iranische Volk ein lebendiger Bestandteil des Alltags. Die Iraner zitieren in Gesprächen spontan die großen Dichter und nutzen die Dichtung, um ihre tiefsten Gefühle auszudrücken.
Die persische Ästhetik, die eng mit der Poesie verbunden ist, zeichnet sich durch eine Harmonie zwischen Form und Inhalt, eine tiefe Verbindung zwischen Sprache und Ausdruck sowie das Streben nach Schönheit und Weisheit aus.
Universelle Themen der persischen Dichtung (Quelle)
Die persische Dichtung zeichnet sich durch die Tiefe ihrer Themen aus, in denen sich Liebe, Spiritualität, Philosophie und Humanismus vereinen.
1. Liebe
Ob irdisch oder göttlich – die Liebe steht im Mittelpunkt fast aller persischen Dichtung. Die Geliebte, oft idealisiert, verkörpert mal einen Menschen, mal eine Metapher für das Göttliche. Hafez’ Ghazals verkörpern diese faszinierende Mehrdeutigkeit, in der sich fleischliche Leidenschaft mit mystischer Ekstase verbindet.
Viele persische Dichter standen unter dem Einfluss des Sufismus, einer mystischen Strömung innerhalb des Islam, die die Vereinigung der Seele mit Gott propagiert. Rumi, Attar und Sanai verfassten Gedichte von außergewöhnlicher spiritueller Intensität, in denen sie die universelle Liebe und die Auflösung des Egos besangen.
3. Die Vergänglichkeit des Lebens
Die persische Dichtung betont die Vergänglichkeit der Welt, die Zerbrechlichkeit des Daseins und die Bedeutung, den gegenwärtigen Augenblick zu genießen. In seinen Vierzeilern sinniert Omar Khayyam über das Vergehen der Zeit, die Eitelkeit menschlichen Strebens und die Weisheit, den Tag zu nutzen.
4. Natur und Wein
Persische Dichter beschreiben Gärten, Blumen, Flüsse und Wein oft als Symbole für Schönheit, Genuss und Freiheit. Diese Bilder dienen auch als philosophische oder spirituelle Metaphern.
Große persische Dichter
Omar Khayyam (1048–1131)
Der Mathematiker, Astronom und Dichter Omar Khayyam ist vor allem für seine Rubāʿīyāt (Vierzeiler) bekannt. In seinen Werken, die oft von Skepsis und Hedonismus geprägt sind, hinterfragt er das Schicksal, die Religion und den Sinn des Lebens.
Ferdowsi (940 – 1020)
Ferdowsi, der Verfasser des Schāhnāme („Buch der Könige“), ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der persischen Literatur. Dieses monumentale Epos, das aus über 50.000 Verspaaren besteht, nimmt einen zentralen Platz in der Kulturgeschichte des Iran ein. Mit seinem Werk trug Ferdowsi entscheidend dazu bei, die persische Sprache, Kultur und Identität in einer Zeit zu bewahren, die durch den wachsenden Einfluss des Arabischen geprägt war.
Jalal ad-Din Rumi (1207–1273)
Jalal ad-Din Muhammad Rumi, ein Sufi-Mystiker und universeller Dichter, auch bekannt als Mowlana oder Molavi, gilt nach wie vor als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der persischen Literatur und Spiritualität. Sein Werk überwindet Jahrhunderte und Grenzen, und seine Gedichte, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, gehören heute zu den meistgelesenen der Welt, insbesondere im Westen.
Saadi (1210–1292)
Saadi aus Schiraz, der Verfasser von „Bustan“ („Der Obstgarten“) und „Golestan“ („Der Rosengarten“), gilt als einer der größten Meister der persischen Weisheitsliteratur und poetischen Prosa. Seine von Menschlichkeit und Moral geprägten Maximen werden bis heute sowohl im Osten als auch im Westen zitiert und bewundert.
Hafez (1325–1390)
Hafez gilt als der größte Lyriker der persischen Literatur und ist vor allem für seine Ghazale bekannt, in denen sich Sinnlichkeit, Mystik und Ironie auf einzigartig subtile Weise vermischen. Im Iran ist sein „Divan“ noch immer in den meisten Haushalten zu finden und wird oft als wahres literarisches Orakel herangezogen.
Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Anja Schlegel vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt.Wir suchen Freiwillige!
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19.03.2026
Andreas Mylaeus: Ein epochaler Umbruch bahnt sich an
seniora.org, 19. März 2026, 18. 03. 2026 Von Andreas Mylaeus - übernommen von forumgeopolitica.com, Andreas Mylaeus
Die Kontrolle über die Strasse von Hormus kann zum Ende der auf Schulden basierten Herrschaft der Finanzoligarchien aus der Londoner City und der Wallstreet führen.
Evangelium nach Matthäus (21,12 –13): Jesus ging in den Tempel hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel kauften und verkauften, und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenverkäufer. Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: „Mein Haus soll ein Haus des Gebets heißen“; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.
Einleitung
Wer sich mit der gegenwärtigen Weltlage beschäftigt, greift sich an den Kopf: Der angelsächsische „Knüppel aus dem Sack“ lässt sich schon wieder in einen Krieg hineinziehen, in dem er nur verlieren kann. In der Ukraine trifft er bereits auf einen Gegner, der ihm zeigt, wie es um seine realen Machtentfaltungsmöglichkeiten steht und jetzt reibt er sich verwundert die Augen, wie es möglich sein kann, dass die „Untermenschen“ in Persien angesichts der anrückenden Armada der USA nicht freiwillig kapitulieren und sich in die Knechtschaft begeben.
Angesichts der tatsächlichen Kräfteverhältnisse (technologischer Stand der iranischen Rüstung im Bereich von ISR und Raketentechnik, topologische und demographische Verhältnisse des Landes Iran, die Geschlossenheit und Entschlossenheit des iranischen Volkes und die tatkräftige Hilfe sehr mächtiger Kräfte (wie Russland und China) haben viele rationale Militärberater USreal gewarnt, dass dieser in jeder Hinsicht völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran zu gewaltigen Rückschlägen bei ihrem Plan, die Region weiter zu unterjochen, führen wird.
Die Faktenlage damals wie heute: viel Rauch und fromme Wünsche.
Man fühlt sich an Herodot erinnert, der berichtet, Kroisos (nomen est omen), der König von Lydien (ca. 595 –546 v. Chr.), habe vor dem Angriff auf das Perserreich unter Kyros II die Prophezeiung des Orakels von Delphi erfragt: „Soll ich gegen das persische Reich in den Krieg ziehen?“ Die Antwort des Orakels sei gewesen: „Wenn du den Fluss Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören.“ Kroisos hat den zweideutigen Orakelspruch nach seinem eigenen Wunsch interpretiert. Aber im Ergebnis wurde Lydien von Persien erobert und nicht umgekehrt.
Das heutige Ergebnis könnte für den Westen bald ähnlich sein.
Warum dieser Krieg und warum jetzt?
Zu Grund und Zeitpunkt dieses Krieges USraels gegen den Iran gibt es zahlreiche Theorien. Wir wollen hier eine weitere Nuance hinzufügen.
Viele haben zutreffend klargestellt, dass die Propaganda-Begründungen für die Militärschläge gegen den Iran nicht stichhaltig sind: Weder stellt der Iran militärisch eine Gefahr für den Westen oder gar für die USA dar – seine militärische Ausrüstung ist rein defensiver Natur. Noch ist der Iran Exporteur terroristischer Angriffe auf den Westen. Soweit er die Hisbollah, Ansarallah im Jemen, irakische Milizen oder andere unterstützt, handelt es sich dabei nicht um Terroristen, sondern um Befreiungskräfte, die sich gegen die Kolonisierung ihrer Länder wehren, die vom Westen ausgeht. Die Argumentation, die USA hätten den Iran präemptiv angreifen müssen, weil bei einem erwarteten Gegenangriff des Iran gegenüber einer bevorstehenden israelischen Aggression auch amerikanische Soldaten in den Basen in der Region angegriffen werden würden, ist in sich widersprüchlich und völlig konfus. Ein israelischer Angriff auf den Iran ist nur mit amerikanischer Erlaubnis möglich. Von Selbstverteidigung der USA kann keine Rede sein. All diese „Begründungen“ sind offensichtlich an den Haaren herbeigezogen.
Aber in dieser geostrategischen Welt geschieht nichts zufällig. Was ist also wirklich los?
Erklärungsansätze
Brian Berletic hat in seinem Blog The New Atlas am 12.02.2026 zu Recht darauf hingewiesen, dass die Planungen für diesen Krieg schon seit Jahrzehnten vorliegen. Auch dass die USA Israel vorschicken, um ihm dann „zu Hilfe zu kommen“, wurde so geplant. Die Entscheidung, den Iran anzugreifen, sei bereits seit Jahrzehnten verankert. Sobald der Iran in den 1970er Jahren das amerikanische Marionettenregime gestürzt habe, seien die USA entschlossen, dies rückgängig zu machen. Und genau das verfolgten sie seitdem. Und genau das sei es, was die Entscheidungen der Trump-Regierung derzeit leite. Sie träfe diese nicht jetzt plötzlich neu. Diese Administration sei vielmehr zufällig das politische Gesicht der Kontinuität der Agenda zum jetzigen Zeitpunkt. Berletic bezieht sich dabei, wie auch schon bei früheren Gelegenheiten, auf die entsprechenden Strategiepapiere der amerikanischen Thinktanks. Wir haben diese Kontinuität der Agenda in unserem dreiteiligen Artikel „National Security Strategy – Verbalkosmetik und keine Richtungsänderung“ im einzelnen dargestellt (Teil I, Teil II, Teil III).
Am 5.3.2026 hat Wolfgang Bittner in unserem Blog auch noch einmal auf das legendäre Interview des Viersternegenerals Wesley Clark mit Democracy Now! von 2007 hingewiesen, in dem der Iran als das siebte Land auf der Liste zu zerstörender Länder im Mittelmeerraum verzeichnet sei. Clark sagte, es habe unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Plan für Regimewechsel und Kriege im Nahen Osten und in Afrika gegeben. Gelistet waren neben Afghanistan sieben weitere Länder: der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und letztlich der Iran. Die Interventionen gegen sechs dieser Länder wurden nach und nach „abgearbeitet“, nur der Iran war noch übrig geblieben, und dieser Krieg werde nach Jahren der Intrigen, Hetze und Sanktionen jetzt nachgeholt.
Diese Liste stammte von Donald Rumsfeld (bis Dezember 2006 Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten unter Präsident George W. Bush) und Paul Wolfowitz (unter George H. W. Bush stellvertretender Verteidigungsminister für internationale Sicherheitspolitik – „Deputy Secretary of Defense for Policy“; in den 1980er-Jahren war er Stabschef im Pentagon unter Verteidigungsminister Caspar Weinberger. Außerdem hatte er mehrere Positionen im Nationalen Sicherheitsrat der USA).
Der Colonel im Ruhestand der US Armee und frühere Chief of Staff State Department unter Aussenminister Colin Powell, Lawrence Wilkerson, hat im Gespräch mit Nima R. Alkhorshid (Dialogue Works) am 10.3.2026 darauf hingewiesen, dass bereits Winston Churchill ein intensiver Befürworter der zionistischen Bewegung war. Dieser sah in der Schaffung einer jüdischen Kolonie in Palästina eine Chance, britische Interessen im Nahen Osten zu entfalten und gleichzeitig die jüdische Diaspora politisch zu gewinnen. Infolge seiner engen Kontakte zu US-Politikern, insbesondere zu Präsident Harry S. Truman, war er in der Lage, das politische Klima in den USA hinsichtlich des Mandatsgebiets Palästina zu beeinflussen. Auch hier sieht Wilkerson über diesen historischen Kontext hinaus eine Kontinuität der Agenda – allerdings dieses Mal nicht nur aus den USA. Er benennt in diesem Gespräch Ross und Reiter bezüglich der eigentlichen Verursacher der gegenwärtigen Kriegstreiberei in Westasien. Es sind die „üblichen Verdächtigen“, die ein Interesse an der Destabilisierung haben: Die Kredithai-Oligarchie in London und anderswo. Und auch dort taucht immer wieder der Name Rothschild auf.
Rothschild-Geschäftsmodelle
Eigentlich lassen sie sich auf eine recht einfache Formel bringen. Schon zu allen Zeiten hatten Möchtegern-Potentaten ein Problem: Um ein Militär zur Machtentfaltung aufzustellen, haben sie produktive Teile der Bevölkerung zu unproduktiven Kriegern gemacht (oder Söldner eingekauft), die nichts zur Realwirtschaft ihres Landes beigetragen haben. Diese mussten ausgerüstet, untergebracht und ernährt werden – auf Kosten der restlichen Bevölkerung. Diese Ausrüstung, Unterbringung und Ernährung war kostspielig (Napoleon: „Eine Armee marschiert auf ihrem Magen.“). Die Steuern haben dafür nicht ausgereicht. Was tun?
Die Herren vom Rothen Schild waren gerne behilflich. Aber natürlich nicht umsonst. Zuerst nimmt sich der Wohltäter ein Disagio. Er zahlt also nur einen Teil des Nennbetrags eines Kredits aus – z. B. 90 % – der Rest (10 %) wird einbehalten. Der Kreditnehmer muss aber Zinsen auf den vollen Nennbetrag zahlen. Und dann stellt sich die Frage der Sicherheiten. Also verpfändet der Möchtegern-Potentat alle seine Ressourcen an den Kredithai. Weil er natürlich den Kredit nicht zurückzahlen kann (was seitens des Kredithais von Anfang an einkalkuliert war), gehören anschliessend dem Kredithai alle Ressourcen des Landes (einschliesslich der Produktivkräfte wie die Arbeitsfähigkeit der Menschen, deren Fachkenntnisse, Ausbildung, Erfahrung und Geschicklichkeit, sowie die Organisation der Arbeit des Landes) auf alle Zeiten – und natürlich laufen die Zinsen weiter.
Nach der pro domo Familiengeschichte des seinerzeit dafür angestellten und bezahlten Historikers Niall Ferguson („Die Geschichte der Rothschilds – Propheten des Geldes“, Band I und II; englisches Original: „The House of Rothschild – Money’s Prophets – I, II“) war genau dies ursprünglich deren hauptsächliches Geschäftsmodell.
„Alle modernen Kriege sind ein Wettstreit der Geldbeutel.“
(Henry Dudas zu William Pitt am Anfang der Kriege gegen das revolutionäre Frankreich – zitiert von Niall Ferguson, Geschichte der Rothschilds, Band I, S. 109)
Ganz deutlich wird dies etwa an dem Aufstieg Nathan Rothschilds zu Anfang des 19. Jahrhunderts, wo er die wichtigste „Geldleitung“ zwischen der britischen Regierung und den Schlachtfeldern des Kontinents war, auf denen in den Jahren 1814 und 1815 das Schicksal Europas entschieden wurde (Niall Ferguson, a.a.O., S. 111 ff.).
Es lohnt, sich dieses opus magnum von Ferguson im Detail zu Gemüte zu führen – man kann darin trotz all der beschönigenden Auslassungen und Schönfärbereien (insbesondere wenn es um die heutige Zeit geht) viel Wichtiges erfahren, was die heutige Weltlage zu erklären hilft – so etwa, dass der Kreditgeber natürlich nicht unbedingt sein eigenes Geld verleihen muss. Im Gegenteil: es hilft für die Risikostreuung, wenn man das Geld anderer verleiht – es genügt, wenn man sich als Schaltstelle im „Geldmarkt“ etablieren kann. Das führt neben der wichtigen Anonymisierung („der Geldmarkt“ statt Namen und Adressen), zu zusätzlichen Profiten: Die Zinsen, die man vom Schuldner bekommt, reicht man nur zum Teil an die Endgläubiger weiter. Ausserdem kann man auch mit den Staatsanleihen aller Seiten handeln und sie günstig einkaufen und teuer weiter verkaufen.
Hilfreich ist in diesem Zusammenhang natürlich ein weltweites Informationsnetzwerk, das diejenigen der Einzelstaaten in den Schatten stellt – der „neutrale“ Kreditor, der alle Seiten bedient, erhält auch von allen Seiten die notwenigen Informationen (Diskretion ist selbstredend Bedingung). Wie dieses private Geheimdienstwerk entstanden ist, kann man ebenfalls dem vorgenannten Werk entnehmen. Da wundert es einen dann nicht mehr, dass ein gewisser Herr Epstein mit den Geheimdiensten aller Seiten auf bestem Fusse stand, dass ein gewisser Herr Macron bei Rothschild & Co angestellt und ein gewisser Herr Merz von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Asset Management Deutschland war.
Dieses nachstehende Bild sagt mehr als tausend Worte. (Im Bildungsbürgertum heisst es: „Man zeigt nicht mit einem nackten Finger auf angezogene Leute.“)
Wer sagt hier wem wie der Hase läuft? (Sir Evelyn Rothschild mit King Charles) Motto: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ (deutsche Volksweisheit)
Der ärgste Feind der globalen Kredithaie
Man sieht an der kurzen Darstellung der verzweigten Geschäftsmodelle dieser Kredithaie, dass sie ganz fundamental darauf angewiesen sind, Staaten oder deren Machthaber zu finden, die bereit sind, sich auf Dauer am „Geldmarkt“ zu verschulden – wie etwa Deutschland derzeit mit seinen sogenannten „Sondervermögen“. Wenn aber wichtige Staaten dazu übergehen, eine souveräne (d.h. auf Dauer nicht auf Schulden angewiesene) Realwirtschaft zur Versorgung seiner jeweiligen Bevölkerung zu schaffen, gräbt dies den Kreditoren das Wasser ab. Hier sehen wir also einen der wichtigsten Gründe für die Kriege sowohl in der Ukraine und jetzt auch gegen den Iran: Russland, China und der Iran sind für die Blutsauger nicht zugänglich. Also müssen sie unter die Knute gezwungen werden, bevor sich deren auf souveräne Realwirtschaft ausgerichtete Politik weltweit ausbreitet.
Ein historisches Beispiel dafür, wie dieser Machtkampf zwischen Finanzweltwirtschaft und Realwirtschaft zu Gunsten des eigenen Volkes „erfolgreich“ geführt wurde, ist die USA.
Das Beispiel USA
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Vereinigten Staaten von Amerika die mit Abstand grösste Gläubigernation der Welt. Heute sind sie dagegen die grösste Schuldnernation. Die Finanz-Oligarchen können also sagen: Mission accomplished.
Dieser Wandel entstand schrittweise über mehrere wirtschaftliche und politische Entwicklungen und aufgrund entsprechender Entscheidungen der heimischen Akteure. Nach 1945 hatten die USA eine einzigartige Position: Europa und Japan waren durch den Krieg zerstört, die USA besassen etwa die Hälfte der weltweiten Industrieproduktion, sie hielten den grössten Teil der weltweiten Goldreserven, viele Länder schuldeten ihnen Geld. Mit dem internationalen Bretton-Woods-System (1944) wurde der Dollar zur zentralen Weltwährung. Andere Währungen waren an den Dollar gebunden, und der Dollar wiederum an Gold. Damit konnten die USA internationale Kredite vergeben und finanzierten Programme wie den Marshallplan.
Ab den 1960er Jahren begannen strukturelle Veränderungen: hohe Kosten des Vietnamkriegs (bereits der Korea-Krieg spielte hier eine Rolle), grosse Sozialprogramme der Regierung von Lyndon B. Johnson. Zunehmende Auslandsinvestitionen amerikanischer Unternehmen führten dazu, dass mehr Dollar ins Ausland flossen, als durch Exporte zurückkamen.
1971 sah sich Präsident Richard Nixon aufgrund der bereits aufgelaufenen horrenden Staatsverschuldung gezwungen, die Goldbindung des Dollars zu beenden. Damit zerbrach das Bretton-Woods-System und infolge dessen wurde der Dollar eine reine Papierwährung. Die USA konnten nun wieder wesentlich leichter Defizite finanzieren. Andere Länder hielten weiterhin Dollarreserven, weil der Dollar Weltleitwährung blieb.
In den 1980er Jahren unter Präsident Ronald Reagan kam es zu grossen Steuersenkungen und stark steigenden Militärausgaben. Dadurch wuchs die Staatsverschuldung erneut stark an. Gleichzeitig verstärkte sich das dauerhafte Handelsdefizit: Die USA importierten mehr, als sie exportierten. Die Differenz wurde finanziert durch Kapitalzuflüsse aus Europa und später besonders aus Japan und China, weil diese Länder in grossen Mengen weiterhin US-Staatsanleihen kauften.
Bereits seit den 1950er Jahren begann eine später in verschiedenen Wellen (etwa in der Rezession der 1970er Jahre) zunehmende Globalisierung und Deindustrialisierung. Viel Industrieproduktion verlagerte sich ins Ausland, zuerst nach Mexiko und dann nach China und Südostasien. Die USA wurden von einer Realwirtschaft zu einer fast ausschliesslichen Finanzwirtschaft.
Der Aufstieg des Finanzkapitals in den 1970er und besonders in den 1980er Jahren (nicht nur in den USA) bedeutete, dass Gewinne und Macht zunehmend nicht mehr aus der Produktion von Waren, sondern aus Finanztransaktionen, Kredit, Börsenhandel und Kapitalbewegungen entstanden. Begünstigt wurde dies etwa durch die politischen Entscheidungen unter Präsident Ronald Reagan, indem viele Beschränkungen für Banken und Kapitalbewegungen aufgehoben wurden (Lockerung der Bankregulierungen, Aufhebung vieler Kapitalverkehrskontrollen, Liberalisierung der Börsenmärkte. Dadurch konnte Kapital viel leichter international investiert werden. Große Finanzinstitutionen wie Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley u.a. begannen weltweit zu investieren. Institutionen wie der International Monetary Fund und die World Bank förderten weltweit Liberalisierung und Kapitalfreiheit.
Entscheidende Treiber dieser Entwicklung waren unter anderem diese beiden Herren:
Philanthropen unter sich: Lord Jacob Rothschild, vierter Baron Rothschild, und David Rockefeller in der Bibliothek im Stadthaus von David Rockefeller in New York, Mai 2012 (Foto von Annie Leibovitz)
Sie trugen massgeblich dazu bei, dass die USA ihre wirtschaftliche Souveränität verloren. Sie waren nun vollständig unter der Kontrolle der „Finanzmärkte“ – und mit ihnen der gesamte kollektive Westen, der dieses System nicht nur bereitwillig übernommen, sondern nach Kräften gefördert und ausgebaut hat, bis hin zu seiner eigenen Deindustrialisierung.
Der Dollar als Weltwährung
Trotz allem blieb der Dollar weiterhin die wichtigste Weltwährung. Viele Länder investieren noch immer – wenn auch in deutlich abnehmender Menge – ihre Exportüberschüsse in US-Staatsanleihen.
Der „Finanzmarkt“ (wer war das gleich wieder?) sorgte dafür, dass die zunehmend wertlosen Staatsanleihen gekauft wurden. Viele Banken und Finanzinstitutionen weltweit müssen oder wollen nämlich US-Staatsanleihen halten, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen. So legt etwa das Basel-System, ein internationales Regelwerk für Banken, fest, wie viel Eigenkapital und Liquidität Banken zur Absicherung ihrer Risiken halten müssen. Das öffentlich verkündete Ziel sei es, Bankenkrisen zu verhindern und das Finanzsystem stabiler zu machen.
In den Regelwerken Basel I, Basel II und Basel III werden Vermögenswerte einer Bank nach ihrem Risiko gewichtet. Für viele Staatsanleihen hoch bewerteter Staaten – insbesondere der USA – gilt Risikogewicht ≈ 0 %. Das bedeutet, eine Bank kann große Mengen an United States Treasury Securities halten, ohne dafür zusätzliches Eigenkapital hinterlegen zu müssen. Im Gegensatz dazu müssen Banken für Unternehmens- oder Privatkredite Eigenkapital vorhalten. Deshalb sind US-Staatsanleihen für Banken regulatorisch sehr attraktiv. Wohlgemerkt: das Risikogewicht ≈ 0 % für solche Schuldpapiere hat keinen realwirtschaftlichen Hintergrund – im Gegenteil. Wer aufgrund fehlender Produktivität seine Schulden nicht zurückzahlen kann, müsste eigentlich als absoluter Risikoschuldner gelten. „Der Finanzmarkt“ schafft es also durch seine Regularien und seine Propaganda, eine solche Luftnummer als Realwert zu verkaufen. Nur so entsteht eine dauerhafte Nachfrage nach US-Staatsschulden.
Henry Kissinger und Prinz Fahd von Saudi Arabien am 8. Juni 1974 in Washington
Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang der Petrodollar. Nachdem Saudi Arabien den USA am 8. Juni 1974 versprochen hatte, dass Öl in Westasien nur in Dollar gehandelt werden durfte, mussten sich alle Länder der Welt, die für ihre Energieversorgung mit Öl versorgen mussten, sich zuerst Dollar verschaffen, um Öl kaufen zu können. Damit wurde bis heute die Bonität der Schuldnernation USA weitgehend gesichert.
Profiteure und Strippenzieher gleichzeitig
Welchen Sinn haben diese Staatsschulden (abgesehen davon, dass damit der Staatsapparat – will sagen, das politische Personal, das den Staat organisiert – bezahlt wird)?
Für das letzte vollständig abgeschlossene Haushaltsjahr (FY 2025) der USA lässt sich folgendes relativ gut abschätzen: Die Staatseinnahmen lagen bei etwa 5,23 Billionen US-Dollar. Die Zinszahlungen auf die Staatsschuld lagen bei etwa 970 Milliarden US-Dollar. Der Anteil der Einnahmen für den Schuldendienst (nur Zinsen – ohne Tilgung!) betrug somit rund 18 –19 % der gesamten US-Staatseinnahmen. Und wer bekommt diese Gelder?
Damit sind wir wieder bei dem Geschäftsmodell, das Niall Ferguson auf etwa 1.200 Seiten der Hofbiographie der Familie Rothschild ausführlich darstellt. Und wir sind gleichzeitig auch bei der alten deutschen Volksweisheit: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ Das Erpressungspotential seitens der Kredithaie gegenüber der politischen Klasse – jetzt oft als Epstein-Klasse bezeichnet – ist praktisch grenzenlos. Dieses wird nicht nur von Leuten wie der Casino-Magnatin Adelson genutzt, die vermutlich Präsident Trump jedenfalls teilweise mit ihrem Geld unter Druck setzen kann. Auch AIPAC & Co, die den amerikanischen Kongress steuern, machen reichlich Gebrauch davon. Letztlich betrifft dies aber auch die Staatsfinanzen insgesamt. Man muss sich nur das alljährliche Spektakel um den jeweiligen „United States federal government shutdown“ ansehen, wo erbittert um die jeweiligen Pfründe gerauft wird. Gleichzeitig ist aber auch – wie erwähnt – der gesamte westliche Banksektor davon betroffen.
Ein wirklicher Politikwechsel ist in den betroffenen Ländern kaum denkbar, solange dieses globale Erpressungssystem funktioniert.
Ein Gespenst geht um im kollektiven Westen (frei nach Marx und Engels)
Der berühmte Anfang des Das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels lautet: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.“ Der erste Absatz geht so weiter: „Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet: der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.“
Heute heisst das Gespenst nicht Kommunismus, sondern souveräne Realwirtschaft nach dem Modell von BRICS.
Bekanntlich ist die BRICS-Gruppe ein Bündnis aufstrebender Volkswirtschaften, das eine multipolare Weltordnung anstrebt und als Gegengewicht zum westlichen System fungiert. Ursprünglich aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika bestehend, wurde die Gruppe zum 1. Januar 2024 erweitert und umfasst nun auch Ägypten, Äthiopien, den Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, sowie seit 2025 Indonesien. Sie repräsentieren über 45% der Weltbevölkerung und einen signifikanten Anteil der globalen Wirtschaftsleistung – Tendenz steigend.
Die Türkei hat am 3. September 2024 die BRICS-Mitgliedschaft beantragt.
Zu den weiteren Interessenten gehören: Aserbaidschan, Bangladesch, Bahrain, Burkina Faso, El Salvador, Gabun, Irak, Kamerun, Kolumbien, Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Komoren, Kuwait, Laos, Libyen, Mali, Myanmar, Nicaragua, Nordkorea, Pakistan, Palästina, Senegal, Simbabwe, Sri Lanka, Südsudan, Syrien, Tunesien, Venezuela, Zentralafrikanische Republik.
Was all diese Länder anzieht, ist das Konzept von BRICS, denn der Gedanke der nationalen Souveränität – auch in wirtschaftlicher Hinsicht – ist ein zentraler Bestandteil der Selbstdarstellung der BRICS. In ihren Gipfelerklärungen wird immer wieder betont, dass Staaten ihre wirtschaftliche Entwicklung eigenständig und ohne äußeren Druck gestalten können sollen.
So heisst es etwa in der BRICS-Johannesburg-Erklärung (2023):
„Wir bekräftigen unser Bekenntnis zu den Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, einschließlich der Souveränität, territorialen Integrität und politischen Unabhängigkeit aller Staaten. Wir betonen die Bedeutung einer gleichberechtigten und inklusiven internationalen Ordnung, in der alle Länder ihre eigenen Entwicklungswege entsprechend ihren nationalen Gegebenheiten verfolgen können.“
BRICS-Johannesburg-Erklärung (2023)
Ein weiterer Teil betont ausdrücklich wirtschaftliche Aspekte:
„Wir unterstützen eine offene Weltwirtschaft, die allen Ländern ermöglicht, ihre nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Transformation zu erreichen, und wir wenden uns gegen einseitige wirtschaftliche Maßnahmen, die nicht mit internationalem Recht vereinbar sind.“
BRICS-Johannesburg-Erklärung (2023)
Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Transformation bedeuten in diesem Zusammenhang, dass die humanen und die materiellen Ressourcen eines Landes real für die Versorgung der eigenen Bevölkerung dienen und nicht als Tribute an irgendwelche Kolonialherren und Kredithaie gehen.
New Development Bank Headquarter in Shanghai
Die wirtschaftliche Souveränität setzt alternative Finanzstrukturen voraus. So dient etwa die New Development Bank dazu, Projekte ohne Weltbank oder IWF zu finanzieren. Nationale Währungen werden zunehmend mehr im Handel verwendet. Eigene Zahlungssysteme und Finanzmechanismen werden entwickelt, wie etwa das Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) des BRICS Partners China.
Die Länder sollen die Kontrolle über ihre wirtschaftliche Entwicklung selbst ausüben und sie sollen das Recht haben, ihre Wirtschaftspolitik selbst festzulegen, eigene Industrie- und Entwicklungsstrategien zu verfolgen und ihre Rohstoffe und Märkte eigenständig zu regulieren.
Das richtet sich indirekt gegen die sogenannte Regelbasierte Ordnung des Westens, bei der die „Spielregeln“ wie etwa der Washington Consensus immer so angepasst und geändert werden, wie es den Kolonialherren passt. Regeln oder Institutionen, die als Einschränkung dieser Handlungsspielräume gesehen werden. So fordert die BRICS regelmäßig Reformen vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der internationalen Finanzregeln, weil die Schwellenländer dort zu wenig Einfluss auf Entscheidungen hätten, die ihre Wirtschaft betreffen. In BRICS-Dokumenten findet sich auch Kritik an Maßnahmen wie einseitigen Sanktionen, politischem Druck über Finanzsysteme und extraterritoriale Wirtschaftsgesetze. So wird die BRICS zur Stimme des Globalen Südens und zu einer Plattform für gleichberechtigte wirtschaftliche Zusammenarbeit – all dies als Gegenmodell zu einer einseitig von den westlichen Kredithaien dominierten Weltwirtschaftsordnung.
Kein Wunder, dass die bisherigen Kolonialherren diese Entwicklung wie ein aufziehendes Gespenst fürchten und alles in ihrer Macht Stehende tun, um BRICS – und vor allem deren zentrale Pfeiler Russland, China und Iran – zu schwächen oder nach Möglichkeit ganz aus dem Spiel zu nehmen, wenn sie sie schon nicht übernehmen können.
Wollte MAGA aus dem Teufelskreis aussteigen?
Kluge und sehr gut informierte Menschen wie etwa //www.youtube.com/@AlexKrainerOfficial">Alex Krainer haben die Theorie begründet, dass es innerhalb der Trump-Administration (und in den hinter ihr die Fäden ziehenden Kreisen) Kräfte gab und gibt, die den bevorstehenden Niedergang des bisherigen von Schuldenwirtschaft geprägten Finanzsystems sehen und versuchen, aus diesem Teufelskreis auszusteigen. Die ursprüngliche Programmatik von Donald Trumps Slogan Make America Great Again (MAGA) war stark auf eine Stärkung der Realwirtschaft ausgerichtet – zumindest in der wirtschaftspolitischen Rhetorik und in mehreren zentralen Maßnahmen der ersten Amtszeit (2017 –2021). Dabei ging es vor allem um Industrie, Produktion, Infrastruktur und Arbeitsplätze im Inland, also Bereiche der Realwirtschaft im Gegensatz zur Finanzspekulation.
Ein Kernpunkt war die Rückholung von Industrieproduktion in die USA und die Kritik an der Deindustrialisierung seit den 1980er Jahren. Es sollten Anreize für Unternehmen geschaffen werden, wieder in den USA zu produzieren. Die MAGA-Strategie stellte sich rhetorisch ausdrücklich gegen die Globalisierung der 1990er und 2000er Jahre und griff ältere amerikanische wirtschaftspolitische Traditionen wie etwa Alexander Hamiltons Industrieförderung (18. Jh.), Wirtschaftsnationalismus und Protektionismus auf.
Verwiesen wird in diesem Zusammenhang etwa auf die Rede von Donald Trump in Riad (Saudi-Arabien), die er bei einem Gipfeltreffen mit arabischen und muslimischen Staatschefs gehalten hat. Besonders bekannt ist die Rede beim Arab Islamic American Summit am 21. Mai 2017 in Riyadh. Darin kritisierte er zwar nicht direkt „Globalisierung“ als Begriff, aber die westliche Interventions- und Nation-Building-Politik, die er mit dem globalistischen Ansatz der USA seit den 1990er Jahren verband.
Am 14.02.2026 hat der amerikanischen Aussenminister Marco Rubio an der Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten, in der neben unglaublich konfusen Sprüchen über die Wiedererrichtung einer neokolonialistischen Welt dort aber auch kritische Untertöne hinsichtlich der bisherigen Globalisierung enthalten waren:
„In dieser Illusion (wir würden in einer Welt ohne Grenzen leben) akzeptierten wir eine dogmatische Vorstellung von völlig freiem Handel – selbst während andere Länder ihre Märkte schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten. Das führte dazu, dass Fabriken geschlossen wurden, große Teile unserer Gesellschaft deindustrialisiert wurden, Millionen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert wurden, kritische Lieferketten in die Hände von Rivalen und Gegnern gelangten.“ (...) „Die Deindustrialisierung war nicht unvermeidlich. Sie war eine bewusste politische Entscheidung – ein jahrzehntelanges wirtschaftliches Projekt, das unsere Nationen ihres Reichtums, ihrer Produktionsfähigkeit und ihrer Unabhängigkeit beraubt hat. Der Verlust unserer Kontrolle über Lieferketten war nicht das Ergebnis eines gesunden globalen Handelssystems. Es war eine törichte und freiwillige Transformation unserer Wirtschaft, die uns abhängig gemacht hat.“
Marco Rubio, 14.2.2026 in München
Es ist kein Zufall, das diese Passage der Rede in der Darstellung der westlichen Presse nicht erwähnt wird.
Die praktische Politik der ersten und der zweiten Trump-Administration hat keine merklichen Fortschritte gegenüber den vorerwähnten kritischen Entwicklungen gezeitigt. Aber es scheint doch, dass wenigstens die Redenschreiber hier zeitweise zutreffende Andeutungen gemacht haben.
Auch die russische Aussenpolitik hat mit Hilfe des sogenannten Anchorage-Prozesses eine gewisse Zeit lang versucht, diesen Teil der US-amerikanischen Finanzkreise zu ermutigen, den bisherigen Kurs zu ändern – ohne Erfolg.
Wie dem auch sei: Wenn es innerhalb der Kreise der vorbeschriebenen Finanzoligarchie einen Richtungsstreit gegeben haben sollte, scheint er jetzt angesichts des Krieges gegen den Iran definitiv entschieden.
Versuch, die Ausgangsfrage zu beantworten
Wie haben es also die Kriegstreiber im Hintergrund geschafft, die USA in diesen Krieg gegen den Iran zu treiben? Seit 911 haben es alle amerikanischen Administrationen vermieden, diesen Krieg tatsächlich loszutreten. Sie haben sich auf Propaganda und Sanktionspolitik verlegt, ab und zu Militärschläge ermutigt oder durchgeführt. Aber ein totaler Krieg wie jetzt kam nicht, obwohl Netanyahu seit Jahrzehnten davon fabuliert hat, dass der Iran „unmittelbar“ davor stehe, eine Atombombe zu bauen und damit die Welt anzuzünden.
Wurde Donald Trump erpresst (mit Epstein-Files, von seinen Grossspendern oder von AIPAC)? Dies ist kein plausibler Erklärungsversuch. Ein System wie die amerikanische Politikmaschine kann mit einem Enthauptungsschlag nicht ernsthaft in Gefahr gebracht werden. Was war mit Kennedy? Was war mit Nixon? Das System hat einfach den Führer ausgewechselt und business as usual betrieben. Wenn also Trump stürzen würde, würde die Kontinuität der Agenda dessen ungeachtet weitergeführt.
Die Erpressung muss in diesem Fall also eine deutlich andere Dimension gehabt haben. Die hier vertretene These geht davon aus, dass die massgebliche Finanzoligarchie den Abweichlern in den amerikanischen Entscheidungskreisen die Pistole auf die Brust gesetzt hat: entweder ihr führt jetzt diesen Krieg, oder wir ziehen euch den Stecker – will sagen, bei der nächsten Auktion für die amerikanischen Staatsanleihen, wird es von unserer Seite her kein Gebot geben.
Der Grund dafür dürfte sein, dass „das Gespenst“ des BRICS-Systems wächst und wächst, und der Iran dabei eine entscheidende Rolle spielt. Wenn es nämlich dem Iran mit Hilfe von China und Russland gelingt, die Energieversorgung der Welt entscheidend zu bestimmen, verlieren die Finanzhaie des Westens ihren entscheidenden Hebel. Also muss der Iran zerstört werden.
Der Zeitpunkt ist deshalb gegeben, weil Russland in der Ukraine noch kräftemässig gebunden ist und die Zeit drängt, weil China im Iran und damit in ganz Westasien immer mehr an Einfluss gewinnt.
Wenn USrael diesen Krieg nicht gewinnen kann (was von Anfang an absehbar war und jetzt deutlich abzeichnet), dann kümmert das diese Finanzhaie nicht im Geringsten. Europa hat zweimal kollektiv Selbstmord begangen, und beide Male haben sie das Gemetzel von allen Seiten finanziert. Der Tod ganzer Nationen oder Regionen ist ihnen egal – sie können schliesslich die Trümmer einsammeln, sich als Kreditgeber für den Wiederaufbau anbieten und dabei gleich auch noch die Konditionen in finanzieller und politischer Hinsicht bestimmen. Die abzeichnende Zerstörung des Staates Israel in seiner bisherigen kolonialistischen Form, die Zerstörung der amerikanischen Basen und der arabischen Vasallenstaaten wird billigend in Kauf genommen. Die erheblichen Schäden im Iran sind gewollt.
Wie wird das Ergebnis aussehen?
Niemand hat eine Glaskugel, die uns die Zukunft zeigt. Aber es zeichnet sich ab, dass die USraelische Machtentfaltung in Westasien zur Neige geht. Die Versorgung der Welt mit Öl aus dieser Region wird zukünftig vom Iran und seinen Verbündeten bestimmt werden. Bereits jetzt hat der Iran praktisch eine Zollschranke in der Strasse von Hormus errichtet, die das Ende des Petrodollars bedeuten könnte: Nur wer in Yuan oder einer anderen BRICS Währung zahlt oder das chinesische Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) nutzt, darf passieren.
Es macht den Anschein, dass es dem Iran gelingen könnte, das zu verwirklichen, was Jesus nach der vorzitierten Legende aus dem neuen Testament versucht hat: Die Geldwechsler definitiv aus dem Tempel zu vertreiben und damit dem alttestamentarischen bisherigen Machtapparat die Basis zu entziehen. Es wäre der Welt zu wünschen, das dies gelingen möge, ohne dass die früheren Machthaber die Samson-Option ziehen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
19.03.2026
Energiepreisschock trifft deutsche Industrie Steigende Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs und globale Marktverschiebungen setzen die deutsche Industrie massiv unter Druck. Besonders energieintensive Branchen geraten in eine strukturelle Krise.
german-foreign-policy.com, 19. März 2026
BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Der Krieg der USA und Israels gegen Iran trifft die deutsche Industrie in einer Phase anhaltender Schwäche und droht sie in eine tiefe Krise zu stürzen. Steigende Öl- und Gaspreise, unterbrochene Lieferketten und verschärfter globaler Wettbewerb setzen zentrale Branchen unter Druck. Ökonomen warnen schon jetzt vor Wachstumsverlusten, die das Niveau derjenigen erreichen könnten, die etwa der Zollkonflikt mit den USA der deutschen Industrie einbrockt. Zugleich verschieben sich die globalen Energiemärkte zu Ungunsten der Bundesrepublik: Asiatische Staaten ziehen Flüssiggaslieferungen an, während Europa mit steigenden Preisen und unsicheren Speicherperspektiven konfrontiert ist. Die Krise legt strukturelle Defizite offen – insbesondere die fortbestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die schleppende Elektrifizierung industrieller Prozesse. Energieintensive Sektoren wie Chemie, Stahl und Aluminium geraten zunehmend in Bedrängnis. In der Chemieindustrie ist bereits von einem „Krisenmodus“ die Rede. Der aktuelle Preisschock droht nicht nur kurzfristige Belastungen zu verursachen, sondern die industrielle Basis Deutschlands dauerhaft zu schwächen.
Zitat: Externe Schocks
Ein mögliches Negativszenario hat bereits kürzlich ein Experte des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser, skizziert. Ein länger anhaltender Krieg lässt darin die Rohölpreise auf über 100 US-Dollar steigen und führt zu Unterbrechungen in den globalen Lieferketten. In einem solchen Fall wären die gesamtwirtschaftlichen Verluste vergleichbar mit denjenigen aus dem Zollstreit mit den USA. Nach Ifo-Schätzungen dürfte die deutsche Wirtschaft infolge der US-Zölle in den Jahren 2025 und 2026 um knapp einen Prozentpunkt weniger wachsen als ohne die Zölle.[1] Unter Ökonomen gilt die Faustregel, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn US-Dollar das weltweite Wirtschaftswachstum um etwa 0,1 Prozentpunkte reduziert. Ein dauerhaftes Preisniveau von 100 bis 150 US-Dollar würde entsprechend erhebliche Verwerfungen auslösen.[2] Der Chefökonom der Commerzbank, Jörg Krämer, warnt: „Sollte der Ölpreis mehrere Monate lang über der Marke von 100 Dollar bleiben, könnte sich die Wachstumsprognose für Deutschland nahezu halbieren.“[3]
Streit um Übergewinne
Der gestiegene Ölpreis führt zudem schon jetzt zu Auseinandersetzungen um mögliche Übergewinne der großen Energiekonzerne. Ein Sprecher des Energieunternehmens Enervie hatte gegenüber dem Handelsblatt bereits Anfang März vor dauerhaft steigenden Kosten gewarnt: „Die höheren aktuellen Gaspreise werden in die Preise für langfristige Gasbeschaffung eingerechnet.“ Auch beim Gashändler Uniper hieß es: „Halten die Auseinandersetzungen weiter an, wird es weitere erhebliche Implikationen für die Märkte geben.“[4] Mit Blick etwa auf die steigenden Benzin- und Heizölpreise spricht der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Esra Limbacher, bereits von „Abzocke“. Die Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer erklärten, die Preissteigerungen ließen sich nicht allein mit der Versorgungslage begründen. Das Bundeskartellamt soll eingeschaltet werden; zugleich prüft die Bundesregierung eine Abschöpfung von Übergewinnen. Bereits nach dem Beginn des Ukrainekriegs hatte die Behörde eine Sektorenuntersuchung durchgeführt. Sie kam damals zu dem Ergebnis, sowohl im Kraftstoffgroßhandel als auch bei den Raffinerien dominierten oligopolistische Strukturen – wenige Anbieter mit erheblicher Preissetzungsmacht.[5]
Spotmärkte treiben Preise
Auch bei der Erdgasversorgung zeichnen sich gravierende Probleme ab. In Europa existieren zahlreiche unterirdische Gasspeicher, die eine Bevorratung über Monate ermöglichen. In vielen asiatischen Ländern hingegen reichen die Reserven nur für wenige Tage: in Indien etwa sechs Tage, in Taiwan zehn, in Südkorea 15 und in Japan rund 20 Tage. Da infolge der Eskalation im Mittleren Osten bis zu 20 Prozent des weltweit gehandelten Flüssiggases (Liquefied Natural Gas, LNG) – insbesondere aus Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten – wegen der weitgehenden Sperrung der Straße von Hormuz ausfallen, weichen asiatische Staaten verstärkt auf den Spotmarkt aus. Die Preise reagieren entsprechend: In Asien stiegen sie um rund 150 Prozent auf etwa 20 US-Dollar pro Million BTU und lagen damit über dem europäischen Referenzwert TTF von rund 19 US-Dollar. Händler lenken ihre Lieferungen deshalb zunehmend nach Asien, wo höhere Gewinne winken.[6] Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Markus Krebber, betont zwar, aktuell drohe „keine Mangellage“. Sollte der Konflikt jedoch länger als drei bis vier Wochen andauern, stelle sich die Frage, „wie wir die Gasspeicher für den Winter wieder füllen“. Der Füllstand liegt derzeit bei rund 21 Prozent. Parallel dazu sind die Preise deutlich gestiegen: Eine Megawattstunde Erdgas für den Sommer kostete laut TTF derzeit rund 54 Euro; im Januar waren es noch lediglich 25 Euro.[7]
Elektrifizierung stagniert
Die Eskalation der Krise verdeutlicht die fortbestehende strukturelle Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern. Trotz milliardenschwerer Investitionen in erneuerbare Energien liegt der Anteil von Öl und Gas am Energieverbrauch weiterhin bei rund 78 Prozent. Die Elektrifizierung zentraler Sektoren – insbesondere Industrie, Verkehr und Wärme – kommt nur schleppend voran. Entsprechend stagniert die Stromnachfrage aus diesen Bereichen. Länder wie China treiben den Umbau deutlich schneller voran. Matthias Berninger, Nachhaltigkeitschef der Bayer AG, spricht mit Blick auf die rasant steigenden Preise für Öl und Gas von einem „Weckruf“; Deutschland drohe bei der Elektrifizierung international zurückzufallen.[8] Hinzu kommen im europäischen Vergleich hohe Strompreise, die die Wettbewerbsfähigkeit belasten – ein für die deutsche Wirtschaft sehr heikler Punkt. In der Tat folgte 2025 beim Wachstum auf zwei Jahre Rezession nahezu eine Stagnation. Allein die Industrie verlor rund 160.000 Arbeitsplätze.[9]
Energie treibt Inflation
Aufgrund der steigenden Energiepreise prognostiziert ein Gutachten des wirtschaftspolitischen Beraterkreises von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schon jetzt einen deutlichen Anstieg der Inflation.[10] Da Energie ein zentraler Kostenfaktor entlang der gesamten Wertschöpfungsketten ist, wirken Preissteigerungen breit in die Wirtschaft hinein. Selbst bei einem raschen Ende der militärischen Auseinandersetzungen ist nicht davon auszugehen, dass die Preise kurzfristig auf das Vorkriegsniveau zurückkehren (german-foreign-policy.com berichtete [11]). Entsprechend rechnen Ökonomen mit sinkender Kaufkraft.[12]
Stahlindustrie fordert staatliche Eingriffe
Besonders betroffen sind energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl und Aluminium. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, fordert bereits „deutliche industriepolitische Maßnahmen“ zur Stabilisierung der Energiepreise. Ziel müsse ein Industriestrompreis von etwa 50 Euro pro Megawattstunde sein. Auch der Verband Aluminium warnt vor den Folgen steigender Kosten. Hauptgeschäftsführerin Angelika El-Noshokaty betont, ein erneuter Preisschub würde die Unternehmen „in einer ohnehin schwierigen Lage erheblich belasten“.[13] Darüber hinaus stehen auch die Kfz-Branche, der Maschinenbau sowie die Glas- und die Papierindustrie unter wachsendem Druck.[14]
Chemiebranche im Krisenmodus
Besonders stark betroffen sieht sich die deutsche Chemieindustrie. Der Branchenverband VCI spricht von einem „absoluten Krisenmodus“. Durch Störungen der Lieferketten – insbesondere infolge von Einschränkungen im Seehandel – kommt es inzwischen zu Engpässen bei zentralen Vorprodukten wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel.[15] Zugleich verschärft sich der internationale Wettbewerbsdruck. Höhere Energiepreise im Vergleich zu den USA und Asien setzen die Produktionsbasis in Europa unter Druck. Laut einer Studie der Beratungsfirma Roland Berger haben europäische Chemieunternehmen in den vergangenen vier Jahren rund zehn Prozent ihrer Kapazitäten stillgelegt.[16] Der Chemiekonzern BASF hat allein in den vergangenen zwei Jahren etwa 4.800 Stellen abgebaut. Ein Vertreter der Kanzlei Baker McKenzie bewertet die Lage der Branche inzwischen als gravierender als die Krise der Automobilindustrie.[17]
[1] Patrick Welter: Welche Auswirkungen hat der Irankrieg auf die deutsche Wirtschaft? faz.net 05.03.2026.
[2] Bert Fröndhoff, Jens Münchrath, Jens Koenen, Christoph Schlautmann: Welche Branchen die hohen Energiepreise besonders hart treffen. handelsblatt.com 10.03.2026.
[3] Mark Schroers: German Industrial Production Unexpectedly Drops, Orders Fall. Bloomberg.com 09.03.2026.
[4] Catiana Krapp, Klaus Stratmann, Kathrin Witsch, Olga Scheer: Was der Gas-Produktionsstopp in Katar für Unternehmen bedeutet. handelsblatt.com 02.03.2026.
[5] Martin Greive, Jan Hildebrand, Dietmar Neuerer, Julian Olk: Angst vor neuem Energiepreisschock steigt. handelsblatt.com 05.03.2026.
[6] Martin Kölling, Catiana Krapp, Martin Benninghoff: LNG-Krise – Warum Asien Europa immer mehr Gastanker wegkauft. handelsblatt.com 12.03.2026.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
19.03.2026
Der Untergang von Imperien beginnt mit dem Verlust der Legitimität
Das amerikanische Imperium präsentiert sich seit langem als Verfechter von Demokratie, Menschenrechten, Frieden und Wohlstand. Doch die sich vergrößernde Kluft zwischen dieser Darstellung und der Realität untergräbt rasch seine Legitimität.
Im Mittelpunkt der Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran steht die Kontrolle über die Straße von Hormus, eine entscheidende Engstelle für die weltweite Energieversorgung. Sollte es Washington nicht gelingen, diesen wichtigen Korridor zu sichern, würde dies seine Glaubwürdigkeit als eine der Säulen der internationalen Ordnung ernsthaft untergraben.
Eine solche Situation erinnert an die Suezkanal-Krise von 1956, als das Vereinigte Königreich, unfähig, Nassers Ägypten seinen Willen aufzuzwingen, und unter dem Druck der Vereinigten Staaten die Grenzen seiner Macht offenlegte. So interpretiert Ray Dalio diesen neuen Krieg im Nahen Osten.
Macht und Legitimität
Zahlreiche Indikatoren werden regelmäßig herangezogen, um den relativen Niedergang der amerikanischen Macht zu bewerten: die „Überdehnung“ ihres Militärs, der industrielle Niedergang, zunehmende Ungleichheit, sinkende Lebenserwartung, massive Verschuldung, militärische Rückschläge oder der Aufstieg Chinas. Doch ein Imperium wird nicht allein durch Gewalt aufrechterhalten.
Es beruht auf einer Kombination aus Macht und Legitimität – ideologischer, kultureller oder sogar religiöser Art. In Tout empire périra betont der französische Historiker Jean-Baptiste Duroselle, dass der Verlust der Legitimität einer der tiefgreifendsten und entscheidendsten Faktoren für den Niedergang eines Imperiums ist.
Um sich selbst zu erhalten, muss ein Imperium wie die Vereinigten Staaten in den Augen der beherrschten Bevölkerungen, der Eliten in den Randgebieten und eines Teils der eigenen Gesellschaft als respektable Macht erscheinen – als Garant einer gewissen Ordnung, relativen Wohlstands und universeller Werte.
Solange diese Legitimität Bestand hat, lässt sich Macht mit relativ geringem Aufwand ausüben. Doch wenn sie zu bröckeln beginnt, wird der Einsatz von Gewalt zunehmend kostspielig und ineffektiv. Denn der Widerstand wächst, es bilden sich feindliche Koalitionen, und die interne Kritik verschärft sich.
Wird ein Imperium als arrogant, räuberisch oder dekadent wahrgenommen, zerfällt seine Autorität. Man könnte sagen, dass der Verlust der Legitimität einer Insolvenz gleicht: zunächst langsam und schrittweise, am Ende dann plötzlich und unumkehrbar. Es scheint, als seien die Vereinigten Staaten nun in diese zweite Phase eingetreten.
Die verborgene Seite der „Wirtschaftssanktionen“
Eines der wichtigsten Instrumente der amerikanischen Macht ist der Einsatz von Wirtschaftssanktionen, der durch die Kontrolle über den Dollar und das SWIFT-Zahlungssystem ermöglicht wird. Lange Zeit als „gewaltfreie“ Alternative zum Krieg dargestellt, rückt ihr verheerender menschlicher Tribut nun ins öffentliche Bewusstsein.
Eine Studie, die letztes Jahr in The Lancet Global Health veröffentlicht wurde, analysierte altersspezifische Sterblichkeitsdaten aus 152 Ländern über einen Zeitraum von fünfzig Jahren (1971–2021). Sie hebt einen signifikanten kausalen Zusammenhang zwischen einseitigen Wirtschaftssanktionen der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union und einem erheblichen Anstieg der Sterblichkeit hervor. Nach Schätzungen der Autoren sind diese Maßnahmen mit etwa 38 Millionen zusätzlichen Todesfällen im Untersuchungszeitraum verbunden.
Diese Maßnahmen, die oft als „diplomatische Instrumente“ oder „gezielter Druck“ bezeichnet werden, wirken in Wirklichkeit wie echte einseitige Embargos, die außerhalb jeglichen legitimen multilateralen Rahmens wie dem der UNO verhängt werden. Ihre Auswirkungen sind zutiefst zerstörerisch: Sie beeinträchtigen den Zugang zu Nahrungsmitteln, lebenswichtigen Medikamenten, medizinischer Ausrüstung, Trinkwasser und Gesundheitsinfrastruktur und fügen der Zivilbevölkerung dadurch massives und wahlloses Leid zu.
Trotz ihrer wiederholten politischen Misserfolge werden diese Maßnahmen nie in Frage gestellt. Kuba leidet seit über 65 Jahren unter den Folgen, während der Iran und Venezuela seit Jahrzehnten damit konfrontiert sind.
Die ersten Opfer sind systematisch die Schwächsten: Kinder unter 5 Jahren und ältere Menschen. Die Studie zeigt, dass diese Altersgruppe den größten Anteil der überschüssigen Todesfälle ausmacht, wobei die Auswirkungen bei Kleinkindern besonders ausgeprägt sind. Seit Anfang der 2010er Jahre sollen die Sanktionen weltweit zum Tod von mehr als einer Million dieser Kleinkinder geführt haben, wobei sie die Unterernährung verschlimmerten, vermeidbare Infektionskrankheiten begünstigten und den Zugang zu grundlegender pädiatrischer Versorgung einschränkten.
Einseitige Wirtschaftssanktionen sind keineswegs eine „sanfte“ oder humanitäre Maßnahme, sondern stellen eine Form indirekter Massenvernichtungswaffen dar, deren menschlicher Preis mit dem eines konventionellen Krieges vergleichbar ist. Diese durch fundierte Daten belegte Tatsache erfordert eine dringende Debatte über die moralische und rechtliche Legitimität dieser Maßnahmen.
Militärische Aggression und regionales Chaos
Der Krieg, den die Vereinigten Staaten derzeit gegen den Iran führen, ist Teil einer langen Reihe militärischer Aggressionen in der Region, die seit mehr als fünfundzwanzig Jahren andauern. Wesley Clark, ein ehemaliger General und Oberbefehlshaber der NATO, enthüllte das Ausmaß dieser Aggressionen bereits 2007. Kaum zehn Tage nach dem 11. September 2001 entdeckte er im Pentagon ein vertrauliches Memo, in dem ein Plan skizziert wurde, innerhalb von fünf Jahren sieben Länder zu stürzen – Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und schließlich den Iran.
All diese Konflikte wurden der Öffentlichkeit als Kämpfe für edle Ziele präsentiert: Förderung der Demokratie, Befreiung eines unterdrückten Volkes, Bekämpfung des Terrorismus, Emanzipation der Frauen, Sturz eines Tyrannen oder die Beseitigung der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen. Großartige Erzählungen, sorgfältig konstruiert und selbstgefällig weitergegeben. Doch hinter diesen Rechtfertigungen ist die Realität stets dieselbe: Chaos, Zerstörung, Tod und Millionen von Vertriebenen.
Heute glauben nur noch wenige, dass die Bombardierung des Iran darauf abzielt, iranische Frauen zu befreien, einen westfreundlichen Regimewechsel durchzusetzen oder Teheran daran zu hindern, eine Atombombe zu erwerben. Der Iran steht angeblich kurz davor, die Bombe zu erhalten: eine Bedrohung, mit der Netanjahu seit über dreißig Jahren droht.
Am ersten Tag des Konflikts forderte ein von den Vereinigten Staaten und Israel durchgeführter Angriff auf eine Schule zwischen 150 und 175 Todesopfer, vor allem Mädchen im Alter von 7 bis 12 Jahren.
Der Rücktritt von Joe Kent am 17. März von seinem Posten als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung bestätigt die Vertrauenskrise und die Unruhe, die dieser neue Krieg ausgelöst hat. In seinem Schreiben erklärte er, dass der Iran keine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle. Er fügt hinzu, dass dieser Konflikt, ähnlich wie damals die Invasion des Irak, unter dem Druck Israels und seiner mächtigen Lobby in Washington ausgelöst wurde. Teheran ist einer der letzten regionalen Akteure, die in der Lage sind, den israelischen Expansionismus und dessen Projekt eines „Großisrael“ einzudämmen.
Während es schwierig ist, die Interessen der USA zu definieren, sorgen die Äußerungen des Weißen Hauses für Erstaunen. Donald Trump hat wiederholt behauptet, das Militär habe „Spaß“ daran gehabt, iranische Schiffe zu versenken. Verteidigungsminister Pete Hegseth seinerseits gibt zunehmend kriegerische Erklärungen ab – er spricht von „Dezimierung“, „beispielloser Zerstörung“ oder iranischen Beamten, die sich „wie Ratten verstecken“ –, von denen einige im Widerspruch zum humanitären Völkerrecht stehen.
Der offizielle Social-Media-Account des Weißen Hauses veröffentlicht Bilder von getroffenen iranischen Zielen, unterbrochen von Ausschnitten aus Videospielen. Die Zielgruppe für diese Art von Inhalten bleibt unklar; ihre diplomatischen Auswirkungen sind jedoch katastrophal. Traditionelle Verbündete der USA äußern hinter verschlossenen Türen ihr Unbehagen über diese Eskalation und die Kommunikation Washingtons, die sie als unverantwortlich ansehen.
Ein Imperium trägt den Keim seiner eigenen Zerstörung in sich
Laut Jean-Baptiste Duroselle ist jedes Imperium aufgrund seiner Natur zum Untergang verurteilt. Im Gegensatz zu einer Nation oder einer Gemeinschaft, die auf gegenseitigem Einvernehmen beruht, basiert ein Imperium auf Herrschaft durch Gewalt. Es erhält sich durch militärische Besatzung, Unterdrückung, Ausbeutung und diplomatischen Druck.
Diese Logik erzeugt ständige Spannungen. Das Imperium versucht, sich durch eine Ideologie der Überlegenheit zu legitimieren, obwohl seine Handlungen diesem Narrativ systematisch widersprechen. Diese Dissonanz untergräbt seine Legitimität und stellt eine der grundlegenden Ursachen für seinen Untergang dar.
Die katastrophale Außenpolitik, die die Vereinigten Staaten seit über fünfundzwanzig Jahren im Nahen Osten verfolgen, sowie der erhebliche Schaden, der durch die von Washington verhängten „Wirtschaftssanktionen“ verursacht wurde, sind ein aktuelles Beispiel dafür. Sie sind unerträglich und unvertretbar geworden, selbst im Namen des amerikanischen Exzeptionalismus.
Das Imperium steht vor einem fatalen Dilemma: Das Tolerieren von Dissens schwächt seine zentrale Autorität und zerbricht seinen Zusammenhalt, während Unterdrückung, wenn auch vorübergehend wirksam, seine verbleibende Legitimität zerstört. Sie radikalisiert die Bevölkerung, entfremdet Verbündete und Partner und lässt die menschlichen, wirtschaftlichen und moralischen Kosten in die Höhe schnellen.
Duroselles zentrales Paradoxon ist klar: Je mehr ein Imperium versucht, seinen Untergang mit Gewalt abzuwenden, desto mehr beschleunigt es seinen Niedergang. Legitimität – der unsichtbare Kitt der Herrschaft – lässt sich, einmal verloren, nicht durch Zwang wiederherstellen. Jeder Rettungsversuch birgt die Gefahr, das Problem zu verschärfen und das Imperium zu Fall zu bringen.
Trumps Politik folgt den Spuren seiner Vorgänger, doch sein Stil und seine Exzesse beschleunigen zweifellos den Verlust der Glaubwürdigkeit Amerikas auf der Weltbühne.
2 Kommentare zu «Der Untergang von Imperien beginnt mit dem Verlust der Legitimität»
johann strempfl Do. 19 Mär 2026, 7:40
Danke an ,,FG,, für diesen Bericht. - Seit bestehen der USA befinden Sie sich nahezu ständig mit irgend jemanden im Streit, Konflikt, Krieg - und solch einen Staat ,,SOUVERÄN,, zu bezeichnen, oder solch jemand mir vorschreibt was ist Demokratie, was sind Menschenrechte & Co, - sorry, da kann ich essen was ich will, dieses schmeckt mir nicht ! !
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.