14.09.2020

Synopse zur gepl. novelle d. "nds. verfassungsschutzgesetzes" erarbeitet

freiheitsfoo.de, Publiziert am 14. September 2020 von freiheitsfoo

Niedersachsens SPD-CDU-Groko planen eine Verschlimmbesserung des Inlandgeheimdienstes („Verfassungsschutz“). Von angeblicher „Transparenz“ und „mehr Auskunftsrechten“ wider großspuriger Ankündigung keine Spur. Stattdessen Verweigerung der Herausgabe einer Synopse zum Gesetzentwurf: freiheitsfoo und Digitalcourage OG Braunschweig veröffentlichen hiermit selbst erarbeitete Synopse!

Info: https://niedersachsentrojaner.de/pdf/synopse-nverfschg.pdf / Download Synopse


W e i t e r e s :


Kommentar: Hier wird auch die angemeldete u. friedliche Hauptdemo benannt.   Thomas Bauer

14.09.2020

Die deutsche Debatte über einen möglichen Aufstieg des Euro zur Weltleitwährung dauert an.

Zitat: Die Milliardenkredite zur Finanzierung der Konjunkturprogramme seien ein "großer Schritt in Richtung Euro-Bonds", die perspektivisch beitragen könnten, die Dominanz des US-Dollar als Weltleitwährung zu "brechen", erklärt der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident und EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU). Notenbanken außerhalb der Eurozone seien nun erstmals in der Lage, in "nennenswertem Umfang EU-Anleihen als Reserven zu halten"; das werde die EU zu einem wichtigen Anleiheemittenten und den Euro zu einem "Referenzwert auf dem Bondmarkt" machen. Oettinger zog dabei Parallelen zwischen dem EU-Krisengipfel und dem Abkommen von Bretton Woods, bei dem die Grundlagen für die Hegemonie des Dollars gelegt wurden: Der Brüsseler Gipfel habe als eine "Art Bretton Woods des 21. Jahrhunderts" dazu beigetragen, die strategischen Voraussetzungen für eine Neuvermessung der Währungswelt zu schaffen.


Zitat: In einer "gar nicht so fernen Zukunft" werde der US-Dollar nicht mehr die alleinige Weltleitwährung sein, sagt Oettinger voraus. Sowohl die "aufstrebende Weltmacht China" wie auch die "wirtschaftlich starke Europäische Union" seien in der Lage, ihn zu beerben.


Zitat: Der wichtigste Vorteil, den die USA aus ihrer Weltleitwährung schöpfen, besteht Oettinger zufolge in der Fähigkeit, trotz einer "gigantischen Staatsverschuldung von 27 Billionen Dollar" ständig neue Waren und Dienstleistungen gegen "selbst gedruckte Geldscheine" tauschen zu können; sie sind damit in der Lage, sich ohne Limit in ihrer eigenen Währung zu verschulden.[3] Diese Option wäre auch für die Bundesrepublik von essenziellem Interesse. Oettinger zählt zudem das für US-Konzerne nicht vorhandene Wechselkursrisiko zu den Vorteilen des Dollars "gegenüber ihren europäischen Konkurrenten" - insbesondere gegenüber den Konzernen des Exportweltmeisters Deutschland. Nicht zuletzt könnten die USA dank ihrer Kontrolle über das globale Zahlungssystem Swift auch die internationalen Finanzströme kontrollieren und damit Sanktionen etwa auch gegen den Willen Berlins durchsetzen, beispielsweise die Sanktionen gegenüber Iran. Aus all diesen Gründen sei es "an der Zeit, ein währungspolitisches Gegengewicht zum Dollar zu schaffen", fordert Oettinger.


Zitat: Deutschland habe lange als "größter Nutznießer des fragilen Euroraums" gegolten, da die krisengebeutelte Einheitswährung gegenüber der Wirtschaftskraft des Exportweltmeisters strukturell unterbewertet gewesen sei; doch nun sei dieser Vorteil aufgrund der Aufwertung gegenüber dem Dollar weitgehend verschwunden. Eine Aufwertung des Euro um zehn Prozent gegenüber der US-Währung gehe im Schnitt mit einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent einher, wird ein Ökonom der Vermögensverwaltung der UBS zitiert. Insbesondere die angeschlagene Autoindustrie und der Maschinenbau seinen betroffen. Eine weitere Aufwertung des Euro sei folglich "nicht tragbar", zumal dem europäischen Währungsraum bei einem ungünstigen Krisenverlauf ein deflationärer Schock drohe, bei dem fallende Preise zu Nachfrageeinbrüchen und zu Rezession führten. Zudem teilten prominente Ökonomen wie Robin Brooks vom Institute of International Finance (IIF) die Ansicht, der Dollar könne bald vom Euro abgelöst werden, nicht.[8] Die USA steckten zwar in Schwierigkeiten; doch wenn es "hart auf hart" komme, dann würden die Anleger weiterhin in Dollar fliehen, da es keine klaren Alternativen gebe, urteilt Brooks. Dies werde sich "so schnell nicht ändern". Dazu trägt vermutlich auch die beispiellose US-Militärmacht bei, die bei der Aufrechterhaltung des krisenbedingt schwächelnden US-Dollar als Weltleitwährung ein immer größeres Gewicht erhält.

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8379


Kommentar: Und trotz gigantischer Staatsverschuldung ständig neue Waren und Dienstleistungen gegen "selbst gedruckte Geldscheine" tauschen zu können und sich ohne Limit in der eigenen Währung verschulden zu können, wie die USA, darf nicht auch zum Ziel europäischer Finanzpolitik werden!     Thomas Bauer

13.09.2020

Virologe Streeck: Nicht nur auf reine Ansteckungszahlen schauen

tagesschau.de, Stand: 13.09.2020, 05:35 Uhr

Der Virologe Hendrik Streeck regt eine Debatte über Umfang und Dauer der staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie an. "Ich plädiere für einen Strategiewechsel", sagte der Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn der "Welt am Sonntag". "Wir dürfen uns bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen beschränken", sagte er. Zwar steige die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland und Europa signifikant an. "Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen."

Der Wissenschaftler ergänzte, gesellschaftlich betrachtet seien Infektionen mit keinen Symptomen nicht zwangsweise schlimm. "Je mehr Menschen sich infizieren und keine Symptome entwickeln, umso mehr sind - zumindest für eine kurzen Zeitraum - immun. Sie können zum pandemischen Geschehen nicht mehr beitragen." Streeck sagte, man könne "das Leben ja nicht pausieren lassen".

Info: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-sonntag-157.html#Demo-fuer-Gesundheitswesen-in-Bruessel

Kommentar: Eine Pandemie die zur Auslegungssache wird  -  geht sowas?        Thomas Bauer

13.09.2020

Wo in der Medizin der Zug hingehen soll: Gentechnik statt Chemie!

spektrum.de, CRISPR/Cas9   

Das CRISPR/Cas-System ist das Präzisionsinstrument, auf das Genetiker immer gehofft haben. Es könnte unseren Umgang mit Erbgut drastisch verändern.

Zitat: Wenn Forscherinnen und Forscher bisher in das Erbgut eines Organismus eingreifen wollten, gingen sie vor wie beim Schuss mit der Schrotflinte: Irgendein Kügelchen wird schon treffen. Dadurch kam es neben der gewünschten Veränderung oft auch zu schädlichen Mutationen. Doch ein neues Werkzeug verspricht Abhilfe: Mit dem CRISPR/Cas9-System können Wissenschaftler exakt an der gewünschten Stelle der DNA einen Schnitt vornehmen. Stellt man den Reparaturenzymen der Zelle dann einen passenden neuen Abschnitt zur Verfügung, bauen sie bevorzugt diesen an der Schnittstelle in das Erbgut ein. Dadurch sind endlich Präzisionsänderungen möglich.
Ursprünglich halfen die CRISPR-Moleküle, die "Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats", samt den dazugehörigen Cas-Scheren, den "CRISPR-assoziierten" Proteinen, bestimmten Bakterien dabei, das Erbgut eindringender Viren zu zerstören. Doch in den Händen von Gentechnikern wird das System aus CRISPR und der Schere Cas9 zu einem wirkungsvollen Instrument der DNA-Veränderung an Pflanzen und Tieren – inklusive dem Menschen.


Weiteres:

Genome Editing: CRISPR-Babys zu schaffen, ist noch immer zu riskant

Spektrum.de, Hintergrund, vom 04.09.2020, von Heidi Ledford

Noch lassen sich die Gene menschlicher Embryonen nicht nachweislich sicher und zielführend verändern. Jeglicher Versuch sei zu gefährlich, warnt eine Kommission.


Zitat: Gene in menschlichen Embryonen zu bearbeiten, könnte eines Tages verhindern, dass einige schwer wiegende genetische Störungen vererbt werden – doch derzeit ist die Technik zu riskant, um bei Embryonen, die zur Einnistung bestimmt sind, angewendet zu werden. Zu diesem Ergebnis ist eine hochrangige internationale Kommission gekommen. Und selbst wenn die Technik ausgereift ist, würde man sie zunächst nur in sehr speziellen Fällen anwenden, sagen die Mitglieder weiter.

Die Empfehlungen, die am 3. September 2020 in einem Bericht veröffentlicht wurden, haben Experten aus zehn Ländern erarbeitet. Die US National Academy of Medicine, die US National Academy of Sciences und die UK Royal Society hatten die Kommission einberufen. Die Beurteilung stimmt mit anderen der vergangenen Jahre überein. Demnach ist auf Gen-Editing am Menschen zu verzichten, bis Forscher die Sicherheit diskutiert haben und die Öffentlichkeit Gelegenheit hatte, sich zu ethischen und gesellschaftlichen Bedenken zu äußern.

»Die Technologie ist derzeit noch nicht reif für die klinische Anwendung«, sagt Richard Lifton, Präsident der Rockefeller University in New York City und Kovorsitzender der Kommission. Die Autoren des Berichts sprechen sich dafür aus, ein internationales Komitee zu berufen, das die Entwicklungen in der Technologie bewertet und politische Führer und Regulierungsbehörden entsprechend berät

He Jankuis CRISPR-Baby waren der Auslöser

Die Kommission wurde gebildet, nachdem He Jiankui 2018 mit seinen Versuchen schockiert hatte. Der chinesische Biophysiker hatte nicht nur menschliche Embryonen editiert, um sie gegen eine HIV-Infektion resistent zu machen, er hatte sie auch Frauen implantiert. Die Embryonen entwickelten sich weiter, das Ergebnis war die Geburt von zwei Kindern mit editierten Genomen.

Info: https://www.spektrum.de/news/crispr-babys-zu-schaffen-ist-noch-immer-zu-riskant/176533
Kommentar: Da auch die Risikofolgenabschätzung bei gentechnisch verändernden Impfstoffen, die in der Entwicklung sind, nicht möglich ist, übernimmt hier der Staat die Haftung.   Th. Bauer


Weiteres:


Info: https://www.spektrum.de/pdf/spektrum-kompakt-crispr-cas-mensch-genom/1499721?utm_source=SDW&utm_medium=BA&utm_content=news&utm_campaign=Inline-Ad

12.09.2020

Intoleranz und Autoritarimus beschleunigen Uneinigkeit & Zusammenbruch

cashkurs.de, 11.09.2020, Gastbeitrag für CK*Wirtschaftsfacts / © 2020 Charles Hugh Smith

Autoritarismus wird uns zusehends aufgezwungen, doch sein Zwilling namens Intoleranz ist unser eigenes Machwerk. Intoleranz und Autoritarismus erweisen sich nämlich als zwei Seiten derselben Medaille – und damit als Grundlage einer sich in stets verkleinernden Grüppchen immer weiter voneinander entfernenden Gesellschaft, die hieran zuletzt selbst zu zerbrechen droht.


Zitat: Während eine zunehmende Intoleranz zur Norm wird, wächst unter den Intoleranten das Bedürfnis, den Staat darum zu ersuchen, seine Intoleranz gegenüber Andersdenkenden zu verstärken, indem Gegner und erklärte Feinde mittels zunehmend autoritär anmutender Maßnahmen unterdrückt werden.


Zitat: Beispielsweise avancieren pazifistische Grundeinstellungen und Ansichten, die zuvor toleriert wurden, in Kriegszeiten zu einem verbrecherischen Akt. Ironie an der ganzen Sache ist, dass diese erzwungene Konformität keine Einigkeit erzeugt.


Zitat: Vielmehr führt diese Situation dazu, die Gesellschaft in verbitterte und sich feindlich gegenüberstehende Lager spalten und zu zersplittern. Die Mitte der Gesellschaft löst sich nach und nach auf, um sich mehr und mehr extremistischen Sichtweisen zu öffnen und anheim zu fallen.


Zitat: In der Folge bilden sich gesellschaftliche Pole, die eine Zunahme des Autoritarismus entweder ablehnen oder diese Zunahme des Autoritarismus nicht nur vor sich selbst rechtfertigen, sondern gar in einem sich verstärkenden Maße einfordern und als essentiell betrachten.


Zitat: Intoleranz und Autoritarismus unterminieren und zerstören letztendlich die Einigkeit einer Gesellschaft. Diese Einigkeit basierte einst einmal auf Toleranz sowie einem breit gefächerten Kaleidoskop, das sich aus verschiedenen Glaubensrichtungen und voneinander abweichenden Meinungen zusammensetzte.


Zitat: Und da einige die Unaufrichtigkeit ihrer eigenen Ergebenheit in Bezug auf unsere rechtsamen Beweggründe zu verstecken versuchen, werden erdrückende Forderungen nach einer neuen Inquisition laut, auf dass die heuchlerischen oder im Verborgenen wirkenden Verräter nicht nur demaskiert, sondern für ihr Verhalten auch bestraft werden können.


Zitat: Doch die Inquisitoren geraten irgendwann unweigerlich selbst unter Verdacht, so dass eine über die Inquisitoren richtende Inquisition auf ganz schnelle Weise auch jene vernichtet, die sich zuvor selbst noch in überheblicher Weise für die Schiedsrichter und Bewahrer der gesellschaftlichen Konformität gehalten hatten.


Zitat: Es gibt keine Möglichkeit, um sich dieser Entwicklung, die darauf abzielt, eine allgemein wachsende Unsicherheit durch ein Erzwingen von Konformität herbeizuführen, zu entziehen. Die Ausnahme von dieser Regel lautet: Ein kompletter Zusammenbruch der ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Ordnung.


Zitat: Es handelt sich um jenen Pfad, der in den Wahnsinn und einen kompletten sozial-gesellschaftlichen Zusammenbruch führt. Doch hierauf begründet sich die Macht einer wachsenden und um sich greifenden Unsicherheit.


Zitat:  In der Menschheitsgeschichte finden sich unzählige Beispiele hinsichtlich unserer selbstzerstörerischen Tendenz, den Mittelweg bei nebeneinander existierenden Weltansichten sowie voneinander abweichenden Meinungen aufzugeben und zu verlassen, um uns der totalitären Uniformität mit dem Ziel einer Erzwingung von Konformität unterzuordnen.


Zitat: All jene an der gesellschaftlichen Spitze, die ihre Urteile ideologisch Andersdenkenden aufzupfropfen beabsichtigen, finden ganz schnell heraus, dass sich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch ihre eigene ideologische Lauterkeit unter Beschuss und Attacke befindet.


Zitat: Ein zunehmend intoleranter und auf Repression setzender Autoritarismus erwies sich aus Sicht des Römischen Imperiums als letzter Tag des Verfalls und der inneren Zerstörung. Anstatt der profunden und neuen Krise auf direkte Weise zu begegnen und gesellschaftlich Einigkeit im Hinblick auf die notwendigerweise zu fristenden Opfer zur Lösung der Krise in auskömmlicher Weise herzustellen, ist es um so vieles einfacher jedermann zu beschuldigen, der oder die nicht mit den eigenen Ansichten bezüglich der Quelle oder Wurzel der Krise übereinstimmt.


Zitat:  Und exakt hierin spiegelt sich selbstverständlich der Zustand der Desillusion: Krisen haben ihre Ursachen in der realen Welt, sodass eine Verfolgung und Ausgrenzung von Abweichlern nur zu einer sich beschleunigenden Uneinigkeit und gesellschaftlicher Unordnung führen, die den finalen Zusammenbruch lediglich schneller herbeiführen


Zitat: „Was heißt das für mich konkret!?“ - Wir sehen es zurzeit allerorten. Treten Sie einen Schritt zurück, um auf die Zustände in den sozialen Medien zu blicken. Blicken Sie auf die Berichterstattung in den sogenannten MSM-Medien, die in einen offenen „Krieg“ mit Aktivisten und Berichterstattern in alternativen und sozialen Medien auszuarten droht. Es geht um nichts anderes als den Kampf um die gesellschaftliche Deutungshoheit. Geht es so weiter, wird sich die gesellschaftliche Spaltung schneller intensivieren als uns allen lieb sein kann. Wollen wir das?

Info: https://www.cashkurs.com/wirtschaftsfacts/beitrag/intoleranz-und-autoritarimus-beschleunigen-uneinigkeit-zusammenbruch

11.09.2020

Deutschlands pazifische Vergangenheit (I)

German Foreign Policy, 11. September 2020

Das brutalste deutsche Massaker im Kolonialkrieg in China fand heute vor 120 Jahren statt - in der Kleinstadt Liangxiang.

Zitat: Unter dem Vorwand, gegen Aufständische vorgehen zu wollen, beschossen Soldaten zweier deutscher Seebataillone Wohngebiete in der Kleinstadt Liangxiang südwestlich von Beijing und brachten nach der Eroberung alle männlichen Bewohner um. Die Einwohnerzahl wurde auf 3.000 bis 4.000 geschätzt. Dem Massaker von Liangxiang folgten im Rahmen der Niederschlagung des "Boxeraufstands" noch viele weitere.

Zitat: Kriegsrechtliche Normen galten nach Auffassung Berlins lediglich für "zivilisierte" Nationen und wurden, da China und seine Bevölkerung nicht als solche eingestuft wurden, im deutschen Kolonialkrieg dort nicht berücksichtigt. Die Mordbrennereien der deutschen Truppen in China weisen klare Parallelen zur kolonialen Kriegführung des Deutschen Reichs in den afrikanischen Kolonien auf.

Zitat: Als die deutschen Truppen, die nur wenig später das Massaker von Liangxiang begingen, am 15. August 1900 in China eintrafen, war die Niederschlagung des Boxeraufstands längst voll im Gang. Die Rebellion gegen die Kolonialmächte aus Europa, Japan und den USA hatte im Juni 1900 auf Beijing überzugreifen begonnen. Mitte Juni nahmen die Aufständischen nach Provokationen ausländischer Diplomaten - auch des deutschen Gesandten Clemens von Ketteler, der persönlich mehrere Aufständische erschoss - das Gesandtschaftsviertel in der Hauptstadt ins Visier. Der Aufstand eskalierte zum Krieg, als am 20. Juni reguläre chinesische Soldaten begannen, das Gesandtschaftsviertel zu belagern. In Europa hatte die Mobilisierung freilich einige Tage früher begonnen. Den Anlass lieferte ein am 16. Juni in der Londoner Daily Mail erschienener Bericht, in dem gänzlich unzutreffend behauptet wurde, Aufständische hätten das Gesandtschaftsviertel gestürmt und dort sämtliche Ausländer ermordet - eine Kriegslüge, wie man sie heute noch kennt.

Zitat: Das furchtbarste Massaker der deutschen Kolonialtruppen in China begingen Soldaten der beiden Seebataillone bereits am 11. September 1900, einen Tag, bevor das Ostasiatische Expeditionskorps unter Generalfeldmarschall von Waldersee in Tianjin eintraf. Anlass waren angebliche Schüsse auf eine deutsche Patrouille von den Wällen der Kleinstadt Liangxiang im Südwesten Beijings.

Zitat: An die kriegsrechtlichen Normen der Haager Friedenskonferenz von 1899 fühlten sich die deutschen Streitkräfte nicht gebunden - diese galten nur für "zivilisierte" Nationen, zu denen China und seine Bevölkerung laut Auffassung der Kolonialmächte nicht zählten. Nicht wenige deutsche Soldaten, die an den Massakern in China beteiligt waren, nahmen später an Kolonialkriegen im heutigen Namibia und im heutigen Tansania teil. Zudem weisen die Massaker Parallelen zu "Strafexpeditionen" deutscher Kolonialtruppen in den 1890er Jahren in Afrika auf.

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8377


[1] S. dazu Die "Hunnenrede".

Zitat: Als "Hunnenrede" ist sie bekannt - die Rede, mit der Kaiser Wilhelm II. das Ostasiatische Expeditionskorps am 27. Juli 1900 in Bremerhaven in den Auslandseinsatz in China verabschiedete. Im Reich der Mitte hatten die beständigen Interventionen der Kolonialmächte, darunter auch Deutschland, zunächst ganz erheblichen Unmut hervorgerufen und dann zu einem offenen Aufstand geführt. Um ihn niederzuschlagen, hatte die Reichsregierung eine internationale Kolonialkoalition unter deutscher Führung geschmiedet, die in den folgenden Monaten China mit blutigen Massakern überziehen sollte. Die deutschen Truppen taten sich dabei mit besonderer Brutalität hervor. Die "Hunnenrede" Wilhelms II. stimmte die Soldaten bei der Abreise auf ihre blutige Aufstandsbekämpfung ein; von "Rache" an den Chinesen ist die Rede: "Pardon wird nicht gegeben." Die frei gehaltene Rede ist in unterschiedlichen Auszügen überliefert. german-foreign-policy.com dokumentiert einige davon.

10.09.2020

NATO-Stern & Heiligenschein…

cashkurs.com, 10.09.2020, Autor: Ramon Schack

NATO-Stern & Heiligenschein… …oder „Die Grünen als Speerspitze der Transatlantiker im deutschen Bundestag“. „Die Biographie Reinhard Bütikofers steht beispielhaft für die Transformation der Partei die Grünen von einer Anti-Kriegspartei hin zu der am stärksten an der NATO orientierten Kraft im politischen Spektrum der Bundesrepublik.“ schreibt Ramon Schack, um dies unter näherer Beleuchtung eines eindrucksvollen Wandels zu untermauern.


Zitat: Linksliberale Milieus und transatlantisches Denken

Reinhard Bütikofer ist nur einer von vielen Grünen Spitzenpolitikern, die als beste Partei im deutschen Parteienspektrum agieren - als beste Partei für transatlantisches Denken und NATO-Zugehörigkeit. Das Ziel, linksliberale Milieus mit einer transatlantischen Grundüberzeugung auszustatten, wird weiter forciert.

Die Heinrich-Böll-Stiftung beispielsweise, wie auch der Think Tank Libmod („Zentrum liberale Moderne“), arbeiten unentwegt daran, ökologisch-progressive Milieus transatlantisch fest einzubinden - vor allem außenpolitisch, wie der Schwerpunkt der veröffentlichten Beiträge und Programmschwerpunkte verdeutlicht. Derartiges in war früheren pazifistischen Grünen-Milieus lange Zeit undenkbar.

Zu einer Zeit, in der selbst klassische transatlantische Lobbyisten und Parlamentarier aus Union, SPD, FDP und Medien seit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA ermüdet und ernüchtert erscheinen, haben die Grünen den leuchtenden Pfad der deutsch-amerikanischen Freundschaft neugestaltet. Der außenpolitische Sprecher der Grünen - Omid Nouripour - scheint von Außenpolitik nicht viel zu verstehen, denn er äußerte, man dürfe "nicht unterschätzen, was für eine stabilisierende Wirkung" das Militärbündnis "auch für den Zusammenhalt Europas" habe.

Ob Herr Nouripour schon von den Spannungen im östlichen Mittelmeer gehört hat, zwischen den NATO-Staaten Griechenland und Türkei, ist ebenso ungewiss, wie die Frage, ob alle NATO-Staaten denn jene Agenda verinnerlicht haben, welche die deutschen Grünen innenpolitisch propagieren?


Info: https://www.cashkurs.com/gesellschaft-und-politik/beitrag/nato-stern-heiligenschein


Kommentar: Wo Antifaschisten bzw. Politiker es ablehnen sich mit demokratisch in die Parlamente gewählten Parteien wie der AfD überhaupt zu besprechen, statt sich auch mittels guter Politik für deren baldmöglichste Abwahl einzusetzen, sollten sie sich auch fragen lassen, warum gleiche Ablehnung nicht auch für die Grünenpartei gilt, angesichts ihrer Anbiederung an transatlantische Kriegshetzer?           Thomas Bauer

09.09.2020

Die Sorgen der Transatlantiker - CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen bemühen sich um Sympathiewerbung für die USA.

German Foreign Policy, 07. September 2020

BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) - Deutsche Transatlantiker starten neue Maßnahmen zur Sympathiewerbung für die USA. Der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert, man müsse "die Brücke über den Atlantik wieder stärken". Dazu sollten ein deutsch-amerikanisches Jugendwerk initiiert sowie ein "Tag der deutsch-amerikanischen Freundschaft" ausgerufen werden; geeignet sei der 6. Oktober, Gründungstag der ersten deutschen Siedlung in Nordamerika im Jahr 1683 ("Germantown").


Zitat: Die Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen) warnt in einer Publikation vor Schäden in den transatlantischen Beziehungen und beteuert, milieuspezifisch unter Verweis auf ökologische, feministische und antirassistische Bewegungen in den Vereinigten Staaten: "Die USA sind anders, als wir oftmals denken!" In derselben Publikation werben führende Grünen-Außenpolitiker für einen engen transatlantischen Schulterschluss in der NATO sowie im Machtkampf gegen China.


Zitat: Neue Anstrengungen in Sachen Sympathiewerbung für die USA unternimmt auch die Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen); sie hat dem Anliegen die aktuelle Ausgabe ihres Magazins "Böll.Thema" gewidmet. "In den vergangenen siebzig Jahren waren die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa engste Verbündete", heißt es in dem Blatt; "heute" jedoch stehe "die Zukunft dieser Beziehung ... auf dem Spiel".[7] Ursache ist demnach insbesondere die Politik der Trump-Administration, die vor allem auch in Grünen-Milieus als untragbare Zumutung empfunden wird. Die transatlantischen Beziehungen seien "stark genug, um vier Jahre Belastung zu überstehen", heißt es in "Böll.Thema"; "doch wenn es auf unbestimmte Zeit so weitergeht", dann "werden sie irgendwann nicht mehr zu retten sein": "Das darf nicht geschehen."


Zitat: Dass die Bemühungen, ökologisch-progressive Milieus transatlantisch fest einzubinden, vor allem außenpolitisch motiviert sind, zeigen die Beiträge in "Böll.Thema", die sich den Beziehungen zu China widmen oder die Bedeutung der NATO streifen. Letztere galt in früheren friedensbewegten Grünen-Milieus lange Zeit als rotes Tuch.


Zitat: Zur NATO erklärt Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, man dürfe "nicht unterschätzen, was für eine stabilisierende Wirkung" das Militärbündnis "auch für den Zusammenhalt Europas" habe; es gelte die "Ängste" der baltischen Staaten vor Russland zu "verstehen" - und ihre Ansicht, "dass nur die NATO sie schützen kann".[8]


Zitat: Zum Verhältnis zu China äußert sich im Magazin der Böll-Stiftung der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer, der gemeinsam mit Hardlinern der US-Republikaner und einem ehemaligen CIA-Spezialisten zu den maßgeblichen Gründern der Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC) gehört, einem Parlamentarierbündnis aus derzeit 16 Staaten, das internationale Politkampagnen gegen die Volksrepublik orchestriert (german-foreign-policy.com berichtete [9]).


Zitat: "Trotz der negativen Erfahrungen" mit US-Präsident Trump stehe "die US-Demokratie ... uns immer noch unendlich viel näher als Chinas totalitäres System", erklärt Bütikofer, der hervorhebt, die EU betrachte die Volksrepublik mittlerweile "auch als systemischen Rivalen". Nouripour und Bütikofer gehören beide sowohl dem Vorstand der Atlantik-Brücke als auch dem Vorstand der Deutschen Atlantischen Gesellschaft an.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8375


Kommentar: Unerträglich ist hier, dass aus Sicht der Grünen Partei und ihrer parteinahen Böll-Stiftung die lange guten transatlantischen Beziehungen erst durch die Politik der Trump-Administration Schaden genommen haben sollen, die vor allem auch in Grünen-Milieus als untragbare Zumutung empfunden werde!  Wie bitte, - was ist denn z. B. mit den völkerrechtswidrigen Kriegen1999 im Kosovo und dem 2003 im Irak??

Das Ergebnis dieser transatlantischen Unterwanderung hatte n.m.E. bei den Grünen schon vor zwanzig Jahren das Maß der Erträglichkeit überschritten. Die einst propagierten grünen Grundwerte "basisdemokratisch - sozial- ökologisch - gewaltfrei" waren schon in der Satzung dieser Partei nicht wirklich geschützt.        Thomas Bauer


W e i t e r e s :


German Foreign Policy, 8. September 2020

Berlin: Im Untergrundkrieg gegen Russland und China, Kommentar von Hans-Rüdiger Minow

Giftanschläge, Entführungen und politisch motivierte Serienmorde sind in Deutschland nicht neu. Sie gehörten zum Alltag der Nachkriegszeit: Terrorunternehmen gegen die Infrastruktur der DDR, gesteuert von einer sozialdemokratisch verkleideten Untergrundorganisation ("Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit") mit Sitz im amerikanischen Sektor von Berlin kalkulierten Todesopfer ein; mit Kidnapping in den Reihen der antikommunistischen Organisatoren und Auftragsmorden in der BRD schlugen östliche Geheimdienste zurück - bis in die 1980er Jahre.

Zitat: Deutschland, insbesondere Berlin, war Drehscheibe im Untergrundkrieg eines mörderischen Systemkampfes.

Diesen Status hat es wiedererlangt - nicht mehr im Auftrag der Konkurrenten von einst, die sich im Westen des BND bedienten (samt seines früheren NS-Personals).

Das vereinigte Deutschland ist kein Subunternehmer.

Es ist aus eigenem Recht selbst Konkurrent im eskalierenden Krieg um Weltherrschaftsziele - der BND an fast jeglichem Brennpunkt deutscher Machtexpansion mit tausenden V-Leuten und Agenten.

Rückfluss und Siebung dieses Spionageertrags im politischen Zentrum des EU-Hegemons, in der Hauptstadt Berlin, zieht Konkurrenzdienste an. An der Beute wollen sie teilhaben - mit Abhöranlagen, installiert auf den Dächern ihrer Botschaftsgebäude, um den berechtigten Schutz von Verfassungsorganen des Gastgeberlandes rabiat zu durchbrechen: USA gegen Deutschland, NSA gegen BND. Andere Dienste gehen sorgsamer vor. Unter Chefdiplomaten der EU-Führungsmacht forscht der Bundesanwalt nach Geheimnisverrätern - gesprächigen Kennern deutscher Asien-Politik: BRD gegen China.

Zitat: Es öffnet den Luftraum für Wirtschaftsverbrecher, die nach Feuergefechten montenegrinischer Politkrimineller in Chartermaschinen Deutschland anfliegen und bei ersten Adressen staatliche deutsche Krankenversorgung mit Polizeischutz genießen (so in der Medizinischen Hochschule Hannover, Februar 2020). Exquisite Behandlung dürfen in Deutschland auch Personen erwarten, die bei Aufstandsversuchen und Terrorangriffen - wenn sie Vormachtansprüchen deutscher Weltpolitik nicht abträglich waren - verletzt überlebten (so wie die Verletzten der Umsturzmassaker in der Ukraine, versorgt u.a. in der Berliner Charité, die die Behandlungskosten übernahm, März 2013).

Wer bei solchen Ereignissen als Führungsfigur den Umsturz vorantrieb, kann damit rechnen, als persönlicher Gast der deutschen Regierung die besondere Betreuung eines Chefärzteteams der Charité zu erfahren (so die ukrainische Politikerin Timoschenko, die unter der Ägide des Verwaltungsdirektors auch dem Bundeskriminalamt sowie dem BND unterstand, April 2012 bis März 2014).

Zitat: Als eine russische Feministengruppe in Moskau auftrat und vor dem Altar des Zentralheiligtums der russischen Christen blasphemisch skandierte ("Gottesscheiße", "Meinungsfreiheit"), empörten sich die deutschen Bundestagsparteien - da die Gruppe mit dem Eigennamen "Pussy Riot" ("Muschi-Aufruhr") zur Rechenschaft gezogen wurde (Februar 2012). Das Verfahren, das mit strengen Strafen endete, verurteilte die damalige Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, als "Schauprozess", die Parteivorsitzende der Linken, Katja Kipping, sprach von "Putins Gesinnungsjustiz". Auch ein damals noch wenig beachteter Politiker der russischen Opposition meldete sich zu Wort: Alexej Nawalny. Er kritisierte die "demonstrative Vernichtung der Justiz".

Zitat: Beim Kampf gegen China ist die Angebotslage weniger günstig. Kulturelle Attacken wurden versucht, aber blieben erfoglos, ja schadeten eher, als Nutzen zu bringen wie im Fall "Pussy Riot".

Zwar ließ sich der Künstler und Dissident Ai Weiwei auf eine Gastprofessur und andere Ehren deutscher Staatsträger ein, wobei er gemeinsam mit der russischen Gruppe sowie dem Stiftungsbetrieb für "Frieden und Freiheit" bei Galas auftrat (November 2015); doch nach kritischen Worten über die Folgen der NS-Diktatur im Alltag der Deutschen und ihre Xenophobie war er als Zeuge politischen Unrechts in seinem Heimatland China neutralisiert und damit wertlos geworden. Er verließ Berlin Richtung Cambridge.

Setdem sieht Berlin keinen anderen Zugang, als mit härteren Mitteln für "Frieden und Freiheit" in China zu wirken: mit Eurozentrismus und Kolonialpolitik.

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8373

08.09.2020

Neue strategische Lage: Deutschland sollte interventionsfähig sein

faz.net, von Martin Jäger, aktualisiert am 06.09.2020-13:09
Bleiben die Europäer untätig, werden in ihrer Nachbarschaft bald jene Mächte kalt den Ton angeben, die Europas Werten und Lebensinteressen feindselig gesinnt sind. Ein Gastbeitrag

Zitat: Während Briten und Kanadier im Süden Afghanistans in verlustreiche Kämpfe verwickelt waren, sehen die Deutschen sich in der internationalen Arbeitsteilung eher zuständig für Konfliktmediation und Entwicklungshilfe. Gegen eine deutsche Beteiligung an militärischen Einsätzen werden vor allem rechtliche Bedenken angeführt. Doch damit überzeugen wir außer uns selbst niemanden mehr. Völkerrecht und Grundgesetz lassen mehr Raum als wir nutzen. Wollen wir ernsthaft behaupten, der Einsatz französischer Spezialkräfte bei der Terrorbekämpfung im Sahel sei völkerrechtswidrig? Er ist es nicht. Wir sollten uns vielmehr anschließen.


Zitat: Eine militärische Intervention ist nie Selbstzweck. Wir müssen sie als Teil unserer außenpolitischen Handlungsmöglichkeiten begreifen lernen. Sie wird nur erfolgreich sein, wenn sie ein erreichbares Ziel hat. Der westliche Wunsch, aus Afghanistan eine Art Schweiz am Hindukusch zu machen, war kein solches Ziel. Wer sich in einen Konflikt einmischt, muss außerdem wissen, wie er wieder herauskommt. Eine Exit-Strategie ist unabdingbar.


Zitat: Die Rede ist nicht von einem deutschen Alleingang. Europa – allen voran Frankreich – wartet auf Deutschland. Wer in Berlin zögert, sollte bedenken: Auch der Verzicht auf eine Intervention hat Konsequenzen. Das lehrt in tragischer Weise das Beispiel Syrien. Heute bestimmen dort Russland, Iran und die Türkei, der Westen ist mehr getrieben als handelnd. Russland hat in Syrien nur wenige tausend Soldaten stehen. Eine Streitmacht europäischer Staaten gleicher Größe hätte Schlimmeres verhindert.


Zitat: Es fehlt uns nicht an militärischen Fähigkeiten, politischer Wille zählt. Drei Vorschläge: Der Bundestag billigt künftig auf Basis europäischer Mandate den bewaffneten Einsatz deutscher Streitkräfte im Ausland. Ausbildern der Bundeswehr wird im Einsatz erlaubt, einheimische Einheiten ins Gefecht zu begleiten. Deutschland liefert Partnern wie der Ukraine in Notsituationen Milan-Lenkwaffen zur Selbstverteidigung. Damit wären erste Schritte getan.


Info: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/deutschland-sollte-interventionsfaehig-sein-neue-strategische-lage-16938806.html


Kommentar: Völkerrecht und Grundgesetz lassen mehr Raum als wir nutzen.  -  Das gilt besonders, wenn geschäftstüchtige Unrechtsanwälte beim Beugen helfen.

07.09.2020

Berlin zieht Abbruch der Arbeiten an Nord Stream 2 in Betracht, drängt Paris zur Aufgabe einer eigenständigen Russlandpolitik.

German Foreign Policy, 07. Sep. 2020

BERLIN/MOSKAU (Eigener Bericht) - Ungeachtet unvermindert fortbestehender Unklarheiten verstärkt die Bundesregierung im Fall der Vergiftung des russischen Politikers Alexej Nawalny den Druck auf Moskau. Nach wie vor liegt kein Beweis für den Vorwurf vor, russische Staatsstellen hätten - womöglich sogar im Auftrag von Präsident Wladimir Putin - Nawalny mit dem Nervengift Nowitschok umzubringen versucht. Die russische Regierung moniert, die zuständigen deutschen Behörden zögerten den Austausch zur Aufklärung benötigter Informationen hinaus. Dennoch verstärken transatlantisch festgelegte Politiker vor allem aus den Unionsparteien und von Bündnis 90/Die Grünen den Druck, den Bau der Erdgasleitung Nord Stream 2 abzubrechen. Dafür setzt sich auch die Trump-Administration mit Sanktionen ein, die kürzlich zum Eklat führten. Die Ukraine nimmt den "Fall Nawalny" zum Anlass, ein dreimonatiges Öl- und Gasembargo gegen Russland zu fordern und die komplette Einstellung aller Investitionen in dem Land zu verlangen. Berlin nutzt ihn, um Frankreichs Bemühungen um eine eigenständige Russlandpolitik zu torpedieren.

Zitat: Die EU hatte schon zuvor Sanktionen in Erwägung gezogen; NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg äußerte, das westliche Kriegsbündnis betrachte "jeden Einsatz chemischer Waffen als Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit".

Zitat: "Die europäische Entscheidung sollte sein: Nord Stream 2 stoppen", erklärt Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags.[7] Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, erklärt, "der offenkundige Mordversuch durch die mafiösen Strukturen des Kreml" müsse "echte Konsequenzen haben": "Nord Stream 2 ist nichts mehr, was wir gemeinsam mit Russland vorantreiben können."

Zitat: Tatsächlich drohen der deutschen Wirtschaft Milliardenverluste; zudem stünde das Bemühen insbesondere von Wintershall Dea in Frage, mit Hilfe eines intensiveren Zugriffs auf russische Erdgasquellen die Spitzenstellung unter den westeuropäischen Erdgaskonzernen zu erlangen: "Wir wollen europäischer Champion werden", teilte Konzernchef Mario Mehren im vergangenen Jahr mit.[10] Dazu sei man freilich auf Zugang zu russischen Lagerstätten angewiesen.

Zitat: Der Vorsitzende des Auswärtigen Bundestagsausschusses, Röttgen, erklärt, "nationale Sonderpolitiken, die auf Europa keine Rücksicht nehmen, passen nicht mehr in diese Zeit"; dies gelte insbesondere für "die Verhandlungen über eine neue strategische Partnerschaft, die der französische Präsident europäisch unabgestimmt mit Putin führt".[17] Damit stellt Deutschland einmal mehr die außenpolitische Unabhängigkeit Frankreichs in Frage.

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8372/

06.09.2020

Neoliberale Konterrevolution

 RUBIKON, von Ullrich Mies , vom 05. September 2020, 15:59 Uhr

Die Zentren der Macht manipulieren, konditionieren und terrorisieren die Bevölkerung. Exklusivabdruck aus „Mega-Manipulation“.

Zitat: Hervorragende wissenschaftliche Publikationen über die Geschichte des Neoliberalismus und seinen Übergang in den Marktradikalismus füllen Bücherregale. Das Wissen über die von ihm angerichteten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Verheerungen ist somit vorhanden.

Leider kann Ullrich Mies die Autorinnen und Autoren der Publikationen in diesem Beitrag nicht gebührend würdigen (2). Für den überwiegenden Teil der Öffentlichkeit liegt jedoch im Dunkeln, was Neoliberalismus im Kern bedeutet, weil herrschende Politiker und Mainstream-Journalisten zu seinen begeisterten Anhängern zählen. Daher führt die permanente Desinformation dazu, dass sich kaum jemand ein Gesamtbild der Vernebelungstaktiken und zerstörerischen Dynamiken machen kann. Die Zentren der Macht manipulieren, konditionieren und terrorisieren die Bevölkerung. Das Resultat der neoliberalen Konterrevolution ist ein Putsch gegen die Demokratie, in dessen Folge sie zur Fassadendemokratie mutierte.

Zitat: „Wir leben jetzt in einer Nation, in der Ärzte die Gesundheit zerstören, Anwälte Gerechtigkeit verhindern, Universitäten Wissen vernichten, Regierungen die Freiheit zerstören, die Presse Informationen verfälscht, die Religion die Moral untergräbt und unsere Banken die Wirtschaft ruinieren“ — Chris Hedges (1).

Im Folgenden möchte ich kurz auf einige zentrale Kampfbegriffe der Neoliberalen eingehen sowie die Folgen dieser menschenverachtenden Ideologie — einer Kulturrevolution „von oben“ — skizzieren.


Zitat: 

Seit gut einer Generation sind die Herrschaftseliten des Westens damit beschäftigt, das „Ende der Demokratie — wie wir sie kennen“ (5), in Szene zu setzen, die Gesellschaften zu zerstören und maximale Verwirrung zu stiften.

Zitat:  Wir erinnern uns an den Ausspruch von Margret Thatcher: „So etwas wie Gesellschaft gibt es nicht.“ Die neoliberale Kulturrevolution ist die unbestreitbare Meisterleistung der von Propagandisten erfolgten kollektiven Gehirnwäsche. Nur so konnten die Menschen dazu gebracht werden, folgende Prozesse hinzunehmen:

  • die Umwertung aller Werte,
  • die eigene Entpolitisierung,
  • die Entdemokratisierung der Nationalstaaten,
  • die Installation eines Konzern-Europa,
  • die Re-Feudalisierung der Verhältnisse,
  • die Plünderung (Privatisierung) der öffentlichen Güter,
  • die Spaltung der Gesellschaften in Arm und Reich,
  • die als Flexibilisierung getarnte Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse,
  • den systematisch geschürten Unfrieden in den internationalen Beziehungen,
  • die Militarisierung der Staaten mit neuen Aufrüstungsrunden,
  • die „Modernisierung“ der Atomwaffen ,
  • die hemmungslose Hetze und Kriegstreiberei gegen Russland und China und
  • die Ruinierung der Ökosysteme (8).

Weite Teile der Öffentlichkeit stehen den chaotischen politischen und ökonomischen Entwicklungen orientierungslos gegenüber, weil sie sich dem Dauerfeuer westlicher Propaganda nicht zu entziehen wissen oder aber, weil ihnen die „neoliberalen Wahrheiten“ bereits in Fleisch und Blut übergegangen sind — so wie es die Propagandisten beabsichtigten. Die Emanzipation von dem herrschenden Wahnsinn kann nur durch den bewussten Akt erfolgen, sich dem Einfluss der medialen Gehirnwäscher und Mega-Manipulatoren zu entziehen.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Neoliberalen und ihre Propagandisten viele einst positiv besetzte Begriffe mit neuem Inhalt gefüllt, beispielsweise Freiheit, Wettbewerb, freier Markt und Demokratie. ..


Zitat: 

Der demokratische Verfassungsstaat ist zum Wettbewerbs-, Kontroll- und Gewährleistungsstaat mutiert. Der Rechtsnihilismus ist integraler Bestandteil des neoliberalen Staatsumbaus.

Zitat:

Die „Ausgeschiedenen und Überflüssigen“ werden denunziert und gedemütigt. Vor allem sollen sie auch „unten“ bleiben. Sie sind nutzloser „Humanschrott“.

Zitat:  Elitenfaschismus und neue Kriege

Die Neokonservativen, die Neocons, sind das ideologische Gewaltpersonal, die soziokulturelle und geopolitische Verlängerung der marktradikalen, neoliberalen Ideologen. Bei der Re-Installation des Kalten Krieges 2.0 (18), der Revitalisierung von Feindbildern wie „der böse Russe“ oder „die gelbe Gefahr“ und der militarisierten US-amerikanischen sowie westlichen Vorherrschaft waren und sind die Neocons die entscheidenden verbrecherischen Drahtzieher. Die Angst- und Schreckensproduktion nach innen durch „überall lauernde“ Terroristen, Virus-Infektionen (19) und Stellvertreterkriege, aber auch die Angst vor dem großen Dritten Weltkrieg versetzen weite Teile der Gesellschaft in Handlungsstarre (20).

Über transatlantische Netzwerke/Thinktanks — mit immensen Finanzmitteln der Plutokraten ausgestattet — haben es die Neokonservativen über Jahrzehnte hervorragend verstanden, ihre ideologischen Statthalter in den maßgeblichen Führungspositionen der NATO, der EU-Nationalstaaten und in der EU-Bürokratie/Kommission zu installieren. Ziele der Neocons sind:

  • die weltweite Herrschaft des Kapitals und der Plutokraten unter US/EU-Führung,
  • die Totalprivatisierung des Staatsvermögens,
  • die Kontrolle der Ressourcen wie Öl-/Gasquellen und Pipelines,
  • die Kontrolle der Nachschubwege und aller Wertschöpfungsketten,
  • die Sicherung der totalen Herrschaft ihrer Ideologieträger in den Machtzentren der westlichen Staaten,
  • die Zerstörung der Demokratie,
  • die Totalüberwachung der Bürgerinnen und Bürger,
  • die Totalkontrolle der Medien, inklusive des Netzes,
  • der Ausnahmezustand als ihr Überlebensgarant,
  • ein faschistoider Kriegsstaat wie die USA als globales Weltmodell einer New World Order (21).


Zitat: Neokannibalen der Deregulierung Das Coronavirus bringt es an den Tag. Als medialer Dauerbrenner halten Berichterstattung, Manipulation und Propaganda seit Beginn des Jahres 2020 die Öffentlichkeit im Dauerzustand der Erregung. Der mediale Krieg zu diesem Thema dient den Machtzentren als hervorragende Legitimation, das gesellschaftliche Leben weitgehend lahmzulegen und die Bürgerinnen und Bürger zu kujonieren — unabhängig von den Auswirkungen des Virus auf die Gesellschaften, beispielsweise auf die zuvor neoliberal ausgeweideten Gesundheitssysteme. Es bietet ihnen darüber hinaus die Chance, die letzten Reste der Demokratie unter dem lügenhaften Vorwand der Daseinsvorsorge zu entsorgen, sie in einen zeitlich begrenzten oder permanenten Ausnahmezustand zu versetzen, die Totalüberwachung zu realisieren und die „westliche Wertegemeinschaft“ in den Zustand eines modernen Proto-Faschismus zu überführen.

Drei Jahrzehnte haben sich die neoliberalen und neokonservativen Cliquen in Politik und Ökonomie einen Dreck um Daseinsvorsorge, Solidarität und Fairness in der Gesellschaft geschert. Doch nun schwadroniert das Merkel-Regime von notwendiger Solidarität. Fakt ist: Bei jedem neuen Virus können sie fortan jederzeit den Schalter auf Ausnahmezustand und „Medizinisches Kriegsrecht“ stellen. Die medial entfachte Corona-Hysterie ist der „Impulsgeber“ für den absehbar bevorstehenden Kollaps des internationalen Finanz- und Wirtschaftssystems, nicht seine Ursache!

„Wichtig zu wissen ist, dass das Virus der Auslöser, aber nicht die Ursache der gigantischen globalen Wirtschaftskrise ist. Jetzt stehen die Zeichen nicht nur in Europa, sondern überall auf der Welt auf Rezession. Nicht nur in Südeuropa, welches sich seit 2008 nicht mehr richtig erholt hat, sondern auch bei dem schwer vom Export abhängigen Deutschland sieht es zappenduster aus. Ebenso verschlechtert sich kontinuierlich die wirtschaftliche Lage in den größten Volkswirtschaften Asiens wie China, Japan, Südkorea, genau wie in den USA, in Südamerika und im stark vom Rohstoff-Export abhängigen Australien (…) Fakt ist: Corona hat uns alle fest im Griff — und zwar überall auf der Welt“ (22).

Die Herrschaftszentren wissen: Das von ihnen maßgeblich seit der Wende verwirklichte marktradikale kapitalistische System und die mit ihm verbundene Betrugs- und Verbrechensmaschine des internationalen Finanzcasinos stehen mitten im Zusammenbruch. Corona ist die entfachte Angstmaschine der Herrschaftszentren gegen den „Bürger als Feind“, es ist ein entfachter Krieg gegen die Zivilgesellschaft.

Bereits vor 15 Jahren schrieb Carl Amery sinngemäß: In ihrem „Kampf bis zum Endsieg“ halten die „Neokannibalen der Deregulierung“ (23) an ihren paranoiden Wertevorstellungen ebenso fest wie an einem Wirtschaftssystem, das der „Verbündete der Wüste“ (24) ist. Das bedeutet zweifelsfrei nicht, dass sich Russland und China unter dem Gesichtspunkt der Bewahrung des Planeten auf einem besseren Weg befänden.

Obwohl sich Neoliberalismus beziehungsweise der Marktradikalismus als desaströse Zivilisationsmodelle erweisen, hält das eingeschworene Bündnis aus Finanzindustrie, Konzernwirtschaft, Politik und Bewusstseinsindustrie an der angeblichen Alternativlosigkeit verbissen fest (25). Das Verlassen ihres Dogmengebäudes würde das eigene Konstrukt und damit ihre parasitäre Herrschaft zum Einsturz bringen. Der erforderliche fundamentale Wandel ist nur ohne sie, nicht mit ihnen möglich.

Die Herrschenden wollen und können nicht zugeben, dass sie die Welt, um der Verwirklichung ihrer profitbasierten „säkularen Heilsreligion“ willen, zerstören. Sie wollen und können nicht zugeben, dass endloses Wachstum auf einem begrenzten Planeten (26) unmöglich ist.

Darum halten die Neokannibalen bereits Ausschau nach anderen Planeten (27), um dort ihre auf maximalem Ressourcendurchsatz basierende Todesökonomie fortzusetzen.

Die immer wieder behauptete Alternativlosigkeit des neoliberalen Projekts ist seit 30 Jahren nichts anderes als ein Kombi-Pack aus Fake News, Informationskrieg, Lüge, Manipulation und Propaganda.

Info: https://www.rubikon.news/artikel/neoliberale-konterrevolution

05.09.2020

Causa Nawalny und Nord Stream 2

RT, (RT ist eine autonome, gemeinnützige Organisation, die aus dem Budget der Russischen Föderation öffentlich finanziert wird), 5.09.2020 • 09:18 Uhr,
von Alexander Sosnowski, Chefredakteur von World Economy

Nach Angela Merkels Aussage, der Blogger (Aleksei Nawalny) sei vergiftet worden und dass sich "der Arm Moskaus" dahinter vermuten lässt, ergossen sich die Forderungen von hochrangigen deutschen Politikern nach der Schließung des Nord-Stream-2-Projekts wie aus dem Füllhorn. Es ist wohl das erste Mal in der zeitgenössischen Geschichte, dass deutsche Politiker sich dermaßen selbst ins Knie schießen – und Maßnahmen zum Schaden des eigenen Landes ergreifen wollen.

Zitat: Die Geschwindigkeit, mit der sie das tun, ist überraschend und berührend zugleich. Man könnte denken, weder die Kanzlerin noch ihr Gefolge wären an der genauen Diagnose der Erkrankung des russischen Bloggers interessiert. Wichtig ist, eine Erklärung über die Schuld Moskaus an der angeblichen Vergiftung abzugeben und den Bau von Nord Stream 2 zum Stillstand zu bringen. Ob es wohl daran liegt, dass der Druck, den Washington in dieser Frage ausübt, alle diplomatischen Regeln sprengt?

"Staatliche Mordaufträge gehörten zum Auftragsprofil bestimmter Dienste im Osten. Man mag sich das nicht vorstellen: Aber wir sind da wieder angekommen", sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages, Armin Schuster (CDU), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Es ist angebracht zu fragen, über welche toxikologischen oder kriminologischen Kenntnisse ein Politiker wie Schuster wohl verfügt, dass er eine solche Aussage treffen kann, obwohl sie seine professionellen Fähigkeiten bei weitem übersteigt.

Niemand hat bis jetzt die Ergebnisse der Analysen des "Vergifteten" zu Gesicht bekommen, niemand weiß, wo sich Nawalny, der auf persönliche Einladung der Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Deutschland gebracht wurde, jetzt befindet.

Man erinnere sich daran, dass der Blogger Alexei Nawalny sich auf dem Weg nach Tomsk (Russland) an Bord des Flugzeugs unwohl gefühlt und das Bewusstsein verloren hat. Nach einer Untersuchung stellten russische Ärzte eine schwere Stoffwechselstörung fest. Angela Merkel bot an, ihn nach Deutschland in die Charité zu bringen, wo seine Behandlung fortgesetzt werden sollte. Nawalny wurde in einem Privatflugzeug nach Berlin gebracht, und innerhalb weniger Stunden machten erste absurde Versionen die Runde, dass er mit einem Nervengift wie Nowitschok vergiftet wurde.

Kaum war diese "Nachricht" erschienen, schrieb der bekannte Grünen-Politiker Cem Özdemir eine kurze Kolumne in der Bild. Was er darin über Nawalny schreibt, spielt keine Rolle, denn besonders wichtig war ihm die Forderung, dass Nord Stream 2 gestoppt werden muss.

Ist es nicht seltsam, dass es ein Vertreter der Grünen ist, der den Stopp eines für Deutschland wichtigen kommerziellen Projektes fordert? Schließlich sind es grade die Grünen, die daran interessiert sind, ihre eigenen Projekte in Bezug auf Klima, Windenergie, Sonnenenergie und anderes voranzutreiben. Sobald man also Grünen-Politiker hört, die die Gasversorgung Deutschlands und des restlichen Europas stoppen wollen, dann kann man sich sicher sein, dass sie dabei nur ihre eigenen Interessen bedienen. Und schon gar nicht interessieren sie die Belange der Bevölkerung, die in diesem Fall ohne Heizwärme auskommen müsste.

Mehr lesen: Sibiriens Chef-Toxikologe: Keine Vergiftung Nawalnys mit organischen Phosphorverbindungen

Nicht alle deutschen Politiker sind bereit, so schnell auf Anschuldigungen zu reagieren, die übrigens bis jetzt von niemandem bewiesen werden konnten. Wolfgang Kubicki von der FDP äußerte sich beispielsweise ganz offen. Er äußerte Zweifel daran, dass Moskau den Blogger vergiften und damit das milliardenschwere Nord-Stream-2-Projekt riskieren würde. "Das wäre wie ein Sandkorn gegen einen Elefanten", sagte Kubicki.

"Wir sind besorgt darüber, wie dieses Verbrechen passiert ist", sagte der oben bereits erwähnte Armin Schuster. Woher hat er das mit dem "Verbrechen"?

Es gibt kein Strafverfahren, es gibt keine Erklärung der Staatsanwaltschaft, es gibt keine Erklärung der Ärzte der Charité. Und trotzdem beschuldigt Schuster Russland unbeirrt eines Verbrechens. Es wäre wohl angebracht, ihn daran zu erinnern, dass gerade einige Stunden vor der oben erwähnten Rede von Angela Merkel Vertreter der Staatsanwaltschaft sagten, dass es keine besonderen Umstände gebe, um die Frage von Nawalny in einem separaten Fall zu behandeln.

"Diese Methoden erinnern mich an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR und den sowjetischen KGB", sagt Schuster weiter. Vielleicht weiß der Herr Schuster das ja besser, er ist wahrscheinlich mit den Arbeitsmethoden der Stasi gut vertraut. Da möchte man doch fragen – woher eigentlich?

Währenddessen übertrifft sich Cem Özdemir mit der faktischen "Lobbyierung" der grünen Interessen selbst. Anders kann man seine Verlautbarungen zum Fall Nawalny gar nicht nennen – es ist ein offensichtlicher Versuch, die Nord Stream 2 zugunsten der eigenen politischen Interessen zu torpedieren. Er sagt, wir unterscheiden nicht zwischen dem Putin, der uns das Gas verkauft und dem Putin, der die Opposition vergiften lässt. Soll das eine Aussage von einem deutschen Politiker sein? Oder doch nur eines Menschen, der eine Bild-Kolumne zum Besten gibt? Eher sind es jedoch die letzten und viel zu voreiligen Schlüsse eines grünen Abgeordneten, die jedoch einen Schaden am eigenen Land anrichten. Das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man sich deren Anschuldigungen und Forderungen nach dem Stopp der Nord Stream 2 anhört. 

Die vielleicht nüchternste Einschätzung der Situation kam vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke. Während er Russland für etwaige Aktionen verurteilte, betonte er dennoch, dass man nicht am Ast sägen sollte, auf dem man grade sitzt.

Für den CDU-Außenexperten Norbert Röttgen ist nach dem vermeintlichen Nowitschok-Anschlag auf den Politblogger Nawalny der Zeitpunkt gekommen, um Nord Stream 2 endgültig zu stoppen.Mehr lesen:"Maximale Bestätigung Putins": Deutsche Politprominenz positioniert sich zu Nord Stream 2

Übrigens, wo wir gerade von diesem Ast sprechen. Angela Merkel hat den Blogger Nawalny eingeladen, der kein Staatsmann, Diplomat oder Vertreter einer anderen Regierungsebene ist. Darüber hinaus wird in Russland gegen Alexei Nawalny ermittelt, und er wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Wenn die deutsche Bundeskanzlerin ihn als einen Staatsmann eingeladen hat, wäre es interessant, die Gründe dafür zu erfahren. Wenn Angela Merkel ihn zur Behandlung als Privatperson eingeladen hat, dann ist die Frage berechtigt, wer die Kosten dafür übernimmt, die sich auf hunderttausende Euro belaufen könnten.

Wahrscheinlich hat die Kanzlerin ihre Gründe für solche Aktionen, allerdings hat die Gesellschaft auch das Recht, detaillierte Erklärungen zum Fall Nawalny zu erhalten. Wer hat ihn ins Land eingeladen, wer trägt die Kosten für diesen Transport und seine Behandlung? Warum wurde ihm staatlicher Schutz gewährt? Wo versteckt er sich all die Tage nach seiner Einreise nach Deutschland? Was ist der Grund für solch harte Sicherheitsmaßnahmen – wer könnte Nawalny in Deutschland gefährlich werden?

Es sind genau diese Fragen, die für die Bürger, für die Zivilgesellschaft in Deutschland von besonderer Bedeutung sind und keine Allgemeinplätze von Politikern, die den Stopp eines notwendigen, wichtigen und verantwortungsvollen Projekts fordern.

Info: https://deutsch.rt.com/meinung/106341-fuhrt-nawalny-fall-zu-energiekrise

04.09.2020

Die EU möchte wissen, ob Sie mehr Zensur des Internets haben möchten

Geld und mehr   -     Ein Blog von Norbert Häring, 4. 09. 2020

Die EU-Kommission hat ein Gesetzespaket zu digitalen Diensten angekündigt. Dazu läuft seit kurzem eine öffentliche Befragung von Bürgern und Unternehmen. Unter anderem geht es um den Kampf gegen sogenannte Desinformation, also Inhalte die erlaubt sind, aber als “schädlich” betrachtet werden.

Zitat: Die etwas obskure Verbraucherschutzorganisation SumOfUs mit Sitz in den US, aber auch einer deutschen Website, ruft zu Beteiligung auf unter dem Motto: “Fordern Sie die EU auf, ein strenges Gesetz gegen Lügen im Netz zu beschließen.” SumOfUs wird unter anderem von der Open Society Foundation und dem Rockefeller Brothers Fund finanziell darin unterstützt, “die immer größer werdende Macht von Konzernen einzudämmen”. Wohl niemand steht so sehr für die Macht der Konzerne wie die “Räuberbarone” Rockefeller.

Zitat:  Es ist eine Anmeldung (für die o.g. öffentl. Befragung) mit Kontoerstellung nötig. Der Fragebogen ist recht lang, muss aber nicht zur Gänze ausgefüllt werden. Damit Sie wissen, was Sie erwartet, und ob es sich lohnt, hier ein paar Fragen mit meinen Antworten.


(Beispiel) Einige der zu Auswahl stehenden Maßnahmen sind sinnvoll, bei anderen habe ich mich dagegen ausgesprochen, z.B. bei “Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Organisationen mit nachgewiesenem Fachwissen, die illegale Aktivitäten zur schnellen Analyse melden können („vertrauenswürdige Hinweisgeber“)”. Das sind die berüchtigten Faktenchecker-Zensoren wie CORRECTIV, deren Rolle bereits viel zu groß ist.


Bei den Erläuterungen habe ich daher geschrieben:

„Vertrauenswürdigen Organisationen“ ist ein vager Begriff. Nur staatliche Stellen, insbesondere Strafverfolgungsbehörden sollten letztgültig bestimmen dürfen, was illegale Inhalte sind.

Info: https://norberthaering.de/medienversagen/eu-services-umfrage

03.09.2020

Bundesreg. veröffentl. neue "Leitlinien zum Indo-Pazifik".  Ziele: Wirt-schaftskooperat. mit China, Aufbau eines Gegengewichts geg. Beijing.

German Foreign Policy, 03. September 2020

Zitat: In ihren gestern veröffentlichten "Leitlinien zum Indo-Pazifik" stellt die Bundesregierung die Intensivierung ihrer Aktivitäten in Süd-, Südost- und Ostasien in Aussicht, darunter militärische Maßnahmen. Wie es in dem Papier heißt, sollen die ökonomischen und die politischen Beziehungen zu den Ländern der Großregion spürbar ausgebaut werden; Außenminister Heiko Maas erklärt: "Der Indo-Pazifik ist eine Priorität der deutschen Außenpolitik." Militärische Kooperation wird mit Ländern angestrebt, die in der einen oder anderen Form in Rivalität zu China stehen; die "Leitlinien" plädieren unter anderem für engere NATO-Beziehungen beispielsweise zu Japan und Australien. Gleichzeitig sieht das Dokument den Ausbau der ökonomischen Kooperation mit der Volksrepublik vor - in klarer Absetzung von der Politik der Trump-Administration. Das Chinageschäft gilt in der deutschen Industrie längst als unersetzlich; Experten zufolge könnte die Volksrepublik noch in diesem Jahr die USA als größten Absatzmarkt deutscher Exporteure ablösen. Maas verlangt, die EU dürfe kein "Spielball einer Großmächte-Konkurrenz der USA und Chinas" werden.

Zitat: Führende Politiker aus Deutschland und der EU sind zuletzt mehrfach mit Äußerungen an die Öffentlichkeit getreten, die die Absicht erkennen lassen, eine von China wie von den Vereinigten Staaten unabhängige Position aufzubauen - auch in Asien. Außenminister Maas erklärte anlässlich seines Treffens mit Wang am Dienstag, die EU dürfe nicht zulassen, "dass wir zum Spielball einer Großmächte-Konkurrenz der USA und Chinas werden". Mit Bezug auf die Nutzung von 5G-Technologie des chinesischen Konzerns Huawei äußerte Maas, die EU dürfe "weder nach Westen noch nach Osten in eine digitale Abhängigkeit geraten".[10] Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell schrieb in einem soeben publizierten Namensartikel: "Wir müssen es vermeiden, an einen Punkt zu gelangen, wo wir Europäer, wie mein Freund Enrico Letta sagt, dazwischen wählen müssen, eine chinesische oder eine US-amerikanische Kolonie zu sein."

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8369


Vortrag von Ernst Wolff auf dem WEFF in Davos, Dauer 1:18:39 h

Info: https://vimeo.com/451271107

01.09.2020

Fünf Forderungen der Grünen

tagesschau.de, vom 03.08.2020 15:31 Uhr

Zitat: Um die Durchsetzung der Maskenpflicht sorgen sich auch die Grünen: Während seiner Fahrten in Fernzügen habe er "kein einziges Mal" wahrgenommen, "dass das Bahnpersonal Reisende ohne Maske auf ihr Fehlverhalten anspricht", teilte der bahnpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Matthias Gastel, mit. Seine Partei legte einen Fünf-Punkte-Plan für mehr Schutz gegen Corona-Infektionen im Fernverkehr der Bahn vor. Dieser sieht eine "klare Zuständigkeit der Bundespolizei" vor, damit diese unangekündigt in Fernverkehrszügen kontrollieren und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durchsetzen kann. Bei "notorischen Maskenverweigerern" müsse die Bundespolizei den Ausschluss von der weiteren Beförderung bereits im Zug feststellen und durchsetzen können. Dafür sei eine neue Rechtsgrundlage zur Durchsetzung von Bußgeldern nötig.

Für Fahrgäste sei nicht nachvollziehbar, weshalb im Nahverkehr mit vergleichsweise kurzem Aufenthalt in Bus, Straßenbahn, S-Bahn oder U-Bahn ein Bußgeld fällig werden könne, im Fernverkehr mit zeitlich längerem Aufenthalt hingegen die bewusste Verweigerung der Maskenpflicht nicht geahndet werde, kritisieren die Grünen.

Außerdem fordern die Grünen eine Anpassung des Reservierungssystems zur Abstandswahrung, spezielle Wagen für Risikogruppen und Sparpreis-Tickets nur bei wenig ausgelasteten Zügen.

Info: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-maskenpflicht-103.html

Kommentar: Hier scheint ein Grüner nah bei den Nöten seiner Wählerklientel zu sein. Th. Bauer

01.09.2020

Grüne werfen Corona-Demo-Redner aus der Fraktion

t-online.de, vom 31.08.2020, 21:55 Uhr | dpa

Dass der grüne Politiker David Claudio Siber aus Flensburg auf der Corona-Demo in Berlin aufgetreten ist, schmeckt seiner Partei gar nicht. Weil er gegen grüne Werte gehandelt habe, will ihn sein Landesverband loswerden.

Zitat: Der Grüne David Claudio Siber hatte in Berlin die Schutzmaßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie, die Medien und die eigene Partei vehement kritisiert. Er trat dabei laut Aussage seiner Fraktion vom Montagabend explizit als Fraktionsmitglied auf, was aber keineswegs abgesprochen gewesen sei.

Unter Berufung auf nach eigenen Angaben wissenschaftliche Studien hatte Siber unter anderem gesagt, alle Daten verorteten die Gefährlichkeit des Coronavirus in den Bereich einer saisonalen Grippe. Weltweit stürben mehr Menschen an Grippe und Lungenentzündung als an Covid-19. "Lassen wir doch die Allgemeinheit entscheiden, ob wir eine Pandemie haben oder nicht", sagte Siber in Bezug auf die Medien. "Wir haben keine funktionierende Opposition in Deutschland", hieß es in Richtung der eigenen Partei.

Zitat: "Wir Grünen in Flensburg und Schleswig-Holstein distanzieren uns klar und in aller Entschiedenheit von seinem Auftritt sowie den Inhalten seiner Rede", hieß es in einer Mitteilung der Grünen. (Landesvorsitzender der Nord-Grünen, Steffen Regis, auf Facebook)

Info: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88491206/corona-demo-in-berlin-gruene-werfen-redner-aus-der-fraktion.html

Kommentar:  So wird skeptisches Denken unterdrückt: Jeder muss sich auch von Aktionen distanzieren, zu denen er nicht aufgerufen hat und die er inhaltlich nie akzeptiert hätte!  Th. Bauer

31.08.2020

Corona-Proteste:
Polizei verhindert Umzug, muss Kundgebung aber zulassen

TELEPOLIS,

In Berlin gingen noch mehr Menschen gegen die autoritären Maßnahmen auf die Straße als vor vier Wochen - Ein Kommentar

Info: https://www.heise.de/tp/features/Corona-Proteste-Polizei-verhindert-Umzug-muss-Kundgebung-aber-zulassen-4881936.html


w e i t e r e s :


Die Reichstags-Sturm-Inszenierung   -   Innensenator Geisel war informiert und verwickelt


RATIONALGALERIE, Datum: 31.08.2020, Autor: Uli Gellermann

Die Kundgebung am 29. 8. vor dem Reichstag, die nichts mit der Aktion der GG-Verteidiger zu tun hatte, war bei den Berliner Behörden angemeldet. Die Anmelder kamen aus dem Kreis der „Reichsbürger“. Das wusste zumindest das Amt für Verfassungsschutz.  ..

Info: https://www.rationalgalerie.de/home/die-reichstags-sturm-inszenierung


w e i t e r e s :


BPK zu "Sturm auf Reichstag" – Innenministerium bestätigt Einsatz von V-Leuten bei Corona-Protesten
RT, (RT ist eine autonome, gemeinnützige Organisation, die aus dem Budget der Russischen Föderation öffentlich finanziert wird), 31.08.2020 • 17:07 Uhr


Zitat: Regierungssprecher Steffen Seibert eröffnete die Bundespressekonferenz am heutigen Montag mit einer Erklärung zu den Vorfällen am Reichstag und erklärte dazu unter Verweis auf die Corona-Demo, die von der Initiative Querdenken organisiert worden war, dass "aus der Demonstration heraus die Demonstrationsfreiheit missbraucht worden ist".


Allerdings hatten sich die Organisatoren der Großdemonstration am Sonntag explizit von den Vorfällen vor dem Reichstag distanziert. So erklärte Michael Ballweg vom Organisationskomitee der Initiative Querdenken:

Die haben mit unserer Bewegung nichts zu tun. Querdenken ist eine friedliche und demokratische Bewegung, Gewalt hat da keinen Platz.

Zudem wurde darauf verwiesen, dass es sich bei den Personen, die an dem Vorfall am Reichstag beteiligt waren, um Teilnehmer einer anderen extra angemeldeten Demonstration gehandelt habe – ohne eine Verbindung zu Querdenken. 

RT Deutsch fragte auf der Bundespressekonferenz, ob das Bundesinnenministerium (BMI) bestätigen könne, dass es sich dabei um getrennte Veranstaltungen gehandelt hat. Der Sprecher des BMI erklärte dazu unter anderem:

Wir haben keine konkreten Kenntnisse, aus welcher Veranstaltung diese Situation am Reichstag resultierte und können dies insofern nicht klar benennen. 

Die weitere Frage von RT Deutsch nach dem Einsatz von V-Leuten bei dem Vorfall am Reichstag beantwortete der BMI-Sprecher erstaunlich offen:

BPK zu "Sturm auf Reichstag" - Innenministerium bestätigt Einsatz von V-Leuten bei Corona-Protesten: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=LhVpa3iqvos&feature=emb_logo  Dauer 5:17 Min.

Info: https://deutsch.rt.com/inland/106156-bundespressekonferenz-zu-sturm-auf-reichstag-v-leute

31.08.2020

                                                                   Offener Brief                 

                                                                                                                    aus Hannover, 31. August 2020

Liebe Leserinnen und Leser,


obwohl den amtlichen Sterbezahlen (Statistisches Bundesamt) jahrzehntelang keine besondere Beachtung geschenkt wurde, fragt sich jeder nachdenkliche Mensch, warum wirtschaftliche Existenzen bedrohende Maßnahmen im Zusammenhang mit einer unbewiesenen "Corona-Pandemie" gegenwärtig angemessen sind.

Deshalb ist hier die gegenüberstellende Betrachtung von Sterbezahlen in Deutschland von 2016 bis 2020 zur Information notwendig, damit die Bundesregierung ihre wahren Gründe für diesen Eingriff, auch in die Grundrechte der ganzen Gesellschaft, offenbaren muss.


Gruß Thomas Bauer


Initiative: Kein Militär mehr!

Leinaustraße 3

D-30451 Hannover

e-mail libertom@htp-tel.de

www.kein-militaer-mehr.de

www.buendnis-zukunft.de


Download: Offener Brief aus Hannover, 31. August 2020

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